Tweelbäke
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26.04.2022, 17:48 Uhr
Spielfläche für Jugendliche im neu entstehenden Wohnquartier
Spielplatz Hannah-Arendt-Straße ermöglicht spielerisch-sportliche Nutzung
Ganz in der Nähe spielen und Sport treiben: Die Spielfläche im Bereich der Hannah-Arendt-Straße ist einer von drei Spielplätzen im neu entstehenden Wohnquartier zwischen der Straße Am Bahndamm und der Gerhard-Stalling-Straße. Um eine möglichst große Bandbreite von verschiedenen Altersgruppen abzudecken, ist diese Anlage explizit auf die Zielgruppe der Jugendlichen ausgelegt. Ausgestattet ist der Spielplatz mit einer Streetball-Spielfläche in den Maßen 15 x 23 Metern aus Kunststoffbelag und zwei Basketballständern. Es gibt eine Sitzbank und vier Jugendbänke in bunten Farben sowie einige Fahrradständer. Ein hoher, bepflanzter Wall begrenzt die Fläche im Norden zum Baugebiet hin und sorgt für Sichtschutz. Die Gesamtkosten beliefen sich auf circa 128.000 Euro.

Die Spielfläche ergänzt die Attraktionen des Ende 2020 fertiggestellten Spielplatzes hinter der Straße „Am Apfelhof“, auf dem verschiedene altersgerechte Spielangebote bereitstehen und viele alte Apfelsorten gepflanzt wurden. Zwei der Spielplätze sind damit bereits fertiggestellt, der dritte – in Form eines Bolzplatzes – befindet sich noch in der Planungsphase und wird zusammen mit dem zukünftigen Baugebiet realisiert.
15.03.2022, 17:43 Uhr
Prima (Lern)Klima
Sparda-Stiftung fördert !Respect-Training in der Paul-Maar-Schule
In der Oldenburger Grundschule stand zwölf Tage lang !Respect auf dem Stundenplan. Bei dem Verhaltenscoaching des gleichnamigen Vereins wird ein wertschätzendes Miteinander geschult.

Gewaltexzesse sind an Deutschlands Schulen glücklicherweise die Ausnahme. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt jedoch, dass sich viele Kinder im Lebensraum Schule oft nicht sicher fühlen. Demnach beklagen knapp 30 Prozent aller Grundschüler*innen, dort regelmäßig gehänselt, absichtlich gehauen oder ausgegrenzt worden zu sein. Um dem entgegenzuwirken, sollten Kinder früh und altersangemessen sozial-emotionale Kompetenzen entwickeln.

Schulung eines respektvollen Umgangs
Der gemeinnützige Verein !Respect fördert mit seinem Trainingsprogramm zum sozial-emoti­onalen Lernen diese Fähigkeiten. Hier lernen Grundschüler*innen auf spielerische Art und Weise, anderen respektvoll zu begegnen und Konflikte ohne körperliche Gewalt zu lösen. Mit !Respect wird der Zusammenhalt aller Kinder im Klassenverband gestärkt, und die Schulat­mosphäre verbessert sich noch einmal deutlich. 

Das gesamte Kollegium der Paul-Maar-Schule freut sich, dass das !Respect-Sozialtraining nun erstmalig auch in der Paul-Maar-Schule durchgeführt werden konnte. Im Rahmen der Präven­tionsmaßnahme wurden alle Kinder der Grundschule jeweils drei Doppelstunden lang geschult. Dabei machten sie mit !Respect-Coach Oliver Henneke jede Menge Übungen zur Förderung ihrer Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten. Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Schüler*innen, was sie beachten sollten, damit sie in einem Konflikt ernstgenommen werden. Und wie sie verbal reagieren und welche Körperhaltung sie dabei am besten einnehmen sollten, wenn jemand ihre Grenzen verletzt. Die Kinder wurden dazu animiert, in unterschiedlichsten Gruppenkonstellationen gemeinsam Aufgaben zu lösen. Dabei lernten die Kinder, dass sie sich in den meisten Streitfällen zunächst selbst behaupten können und dass sie sich erst bei weite­rer Eskalation in einem letzten Schritt fremde Hilfe holen sollten. Indem die Schüler*innen erfahren, wie sie Konfliktsituationen gut selbst lösen können, werden ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstwirksamkeit ungemein gestärkt.

Professionelle Coaches wie Henneke führen das !Respect-Konflikttraining seit bald sechs Jahren an mehr als 40 niedersächsischen und an bundesweit knapp 100 Schulen durch und tragen dort zu einem besseren Schul- und Lernklima bei. 

Training und Fortbildung aller am Bildungsprozess Beteiligten
Im !Respect-Projekt wurden die Kinder der Paul-Maar-Schule von ihren Klassenlehrer*innen begleitet. Auch alle anderen Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter*innen hospitierten bei dem Kindertraining. Denn nur durch die Einbeziehung der Lehrkräfte kann auch umgesetzt werden, dass die !Respect-Regeln für alle Kinder gleichermaßen gelten und mit Regelverstößen einheitlich umgegangen wird. Darüber hinaus nahm das gesamte Schulteam an einer mehrstündigen Fortbildung teil. Und auch die Eltern wurden bereits zu Projektbeginn im Rahmen eines Online-Infoabends in das Projekt miteinbezogen. In diesem Dreiklang lässt sich dann gemeinsam Gewalt und Mobbing entgegenwirken. Die stellvertretende Schulleiterin Katrin Schönberg freut sich, dass den Kindern das Projekt offensichtlich Spaß gemacht hat. Sie möchte !Respect nachhaltig im Schulalltag etablieren. Dass ihre Schüler*innen Konflikte selbständig lösen können, soll in der Paul-Maar-Schule auf Dauer selbstverständlich werden. Hierbei hilft auch ein kindgerecht gestaltetes Plakat zur neu eingeführten Stopp-Regel, das mittlerweile in allen Klassenzimmern und an markanten Stellen im Schulgebäude aufgehängt ist. 

Förderung durch Stiftung Münster der Sparda-Bank West 
Das Präventionsprojekt an der Paul-Maar-Schule wird von der Stiftung Münster der Sparda-Bank West gefördert. Die Stiftung unterstützt in diesem Schuljahr bereits zum sechsten Mal ein Schulprojekt des !Respect e.V. und trägt dabei drei Viertel der Projektkosten. „Respekt ist ein Grundwert, den wir gerne fördern. Sich Konfliktsituationen stellen zu können und sie gewaltfrei zu bewältigen, ist eine wichtige Lektion fürs Leben. Zusammen mit dem Verein !Respect unterstützt die Stiftung der Sparda-Bank West daher gerne Schulen, Lehrer, Eltern und Schüler auf dem Weg für mehr Wertschätzung und friedliches Miteinander“, erklärt Hermann Kruse, Filialleiter der Sparda-Bank West in Oldenburg.