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14.05.2022, 23:04 Uhr
VfL Oldenburg feiert Bundesliga-Klassenerhalt
27:25 in Halle
von Sönke Spille
Es ist geschafft: Beim SV Union Halle-Neustadt haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg am Samstagabend den Klassenerhalt in der Bundesliga gefeiert. Mit dem 27:25 (15:13)-Erfolg gelang dem Team von Trainer Niels Bötel nicht nur der siebte Saisonsieg, sondern auch der Verbleib im Oberhaus. Beste Oldenburger Werferin war Kathrin Pichlmeier mit sieben Toren. 

Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten übernahmen die Oldenburgerinnen im ersten Abschnitt immer mehr das Kommando. Julia Renner zeigte gleich mehrere starke Paraden, in der Vorwärtsbewegung erzielten Merle Carstensen, Sophie Weyers und Maike Schirmer ihre Tore – der VfL ging mit 9:6 (18. Minute) in Führung. Den Vorsprung verteidigten die Oldenburgerinnen und gingen mit einem 15:13 in die Halbzeitpause.

In Durchgang zwei erlaubten sich dann gleich beide Seiten einige Fehlwürfe, die knappe Oldenburger Führung schmolz. 14 Minuten vor dem Ende gelang Edita Nukovic der Ausgleich, nur wenige Augenblicke später nutzten die Gastgeberinnen, dass Bötel in Unterzahl Torhüterin Renner zugunsten einer weiteren Feldspielerin herausgenommen hatte, und trafen ins leere Tor zum 20:19. Es war die erste Führung des SV Union nach dem zwischenzeitlichen 2:0 zu Beginn der Partie. Dieser Rückstand war für die Bötel-Sieben ein Weckruf: Marloes Hoitzing, Kathrin Pichlmeier und Lana Teiken sorgten mit ihren Toren wieder für einen Drei-Tore-Vorsprung (26:23/55.). Das war die Vorentscheidung. Während Halle immer hektischer dem Rückstand hinterherlief, spielte der VfL in der Abwehr konzentriert – und brachte nicht nur den Sieg ins Ziel, sondern durften über den Klassenerhalt feiern. „Die Punkte heute waren extrem wichtig“, sagte Niels Bötel nach dem Spiel: „Wir haben heute wieder gekämpft und gefightet. Deshalb geht der Sieg auch in Ordnung.“ 

Mit dem Sieg steht auch vor dem letzten Heimspiel am Samstag, 21. Mai, in der heimischen EWE-Arena gegen Schlusslicht BSV Sachsen Zwickau fest, dass Oldenburg im Oberhaus verbleibt. „Damit haben wir unser Saisonziel erreicht“, freute sich Bötel. 

SV Union Halle-Neustadt – VfL Oldenburg 25:27 (13:15)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken (2), Reinemann (2), Weyers (1), Jongenelen (2), Hoitzing (2), Pichlmeier (7), Buhl, Martens, Steffen, Carstensen (5/3), Schirmer (3), Klöcker (1), Knippert (2), Golla
13.05.2022, 21:31 Uhr
Oldenburg Stadtgärten 2022
Vorratskammer Garten
Am 14. Mai beginnt in Oldenburg die alljährliche Saison der Stadtgärten. Bereits zum 17. Mal erfreuen an mehreren Standorten die temporären Naturoasen die Menschen mit grüner und blühender Vielfalt. Die diesjährigen Stadtgärten widmen sich vom 14. Mai bis 14. August dem Motto „Vorratskammer Garten“ und sind unter der Federführung der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) entstanden. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Oldenburg, vom StadtMarketing Oldenburg und weiteren Sponsoren wie der GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH.

„Gemüse und Obst selbst anzubauen, liegt im Trend. Im eigenen Garten haben Verbraucher die Behandlung ihrer Lebensmittel selbst in der Hand und umgehen lange Transportwege. Grund genug für uns, diesen Trend im Rahmen der Stadtgärten 2022 aufzugreifen und wertvolle Tipps zu geben für mehr Selbstverantwortung in Sachen Ernährung“, erklärt Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM), die 2020 das Marketing und die Initiierung und Organisation von Veranstaltungen vom CMO übernommen hat. 

Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg unterstreicht die Bedeutung der Stadtgärten für die weitere Entwicklung der Innenstadt: „Mit den Stadtgärten schaffen wir Jahr für Jahr spannende grüne Oasen an verschiedenen Orten in der Innenstadt, die zum Verweilen und Genießen einladen. In einer ansonsten dicht bebauten Umgebung setzen die Gärten besondere Akzente und eröffnen temporär neue Räume für Natur und Mensch im Herzen der Stadt. Das macht unsere City noch attraktiver und schafft mehr Anreize für den Besuch unserer zentralen Einkaufsmeile.“

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir Gelegenheiten zum Verweilen bieten, die Freude am Entdecken wecken und Inspiration für den eigenen Garten geben. Erstmals erblühen in diesem Jahr an 19 Standorten insgesamt 21 Gärten in der City und in den Stadtteilen. Mit viel Liebe zum Detail und originellen Ideen wurde unser Motto durch engagierte Institutionen und Gemeinschaften sowie die Bürgervereine gärtnerisch umgesetzt“, freut sich Friederike Töbelmann vom City-Management Oldenburg (CMO).

Um das zu ermöglichen, wird nicht nur seit einigen Monaten geplant, sondern nun auch seit Tagen eifrig gebaut, gepflanzt und konstruiert. Auch die Jugendwerkstatt der Volkshochschule Oldenburg war erneut beteiligt und hat mit Unterstützung des Fachdienstes Stadtgrün – Planung und Neubau der Stadt Oldenburg einige Aufgaben rund um die Gestaltung und den Aufbau umgesetzt. „Unser Fachdienst und ich persönlich begleiten die Stadtgärten seit der ersten Stunde,“ erläutert Thorsten Logemann vom Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau. “Was damals als einmalige Veranstaltung geplant war, ist im Laufe der letzten 18 Jahre zu einer festen Institution in der Stadt und darüber hinaus geworden. Wenn ich bei Google nach ‘Stadtgärten’ gucke und an erster Stelle Bilder und Beiträge aus Oldenburg erscheinen, macht mich das schon ein wenig stolz.“

Am Eröffnungswochenende, den 14. und 15. Mai, sind am Samstag thematisch passende Walk Acts in der Fußgängerzone unterwegs. Ergänzend werden informative und unterhaltsame Aktionen für die ganze Familie in ausgewählten Gärten in der City und am Sonntag auch in den Stadtteilen angeboten. Unter www.oldenburg-tourismus.de/stadtgaerten gibt es alle Informationen.

Eine Fahrradroute verbindet insbesondere die Gärten in den Stadtteilen zu einer Radtour. Die komplette Route ist circa 53 km lang, die Nordroute etwa 26 km und die Südroute etwa 32 km lang. Alle drei Touren können in der Broschüre über einen QR-Code aufgerufen oder über die Internetseite www.oldenburg-tourismus.de/stadtgaerten als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Insgesamt informieren 21 Tafeln an den Standorten über den jeweiligen Garten. Hier finden Interessenten auch einen QR-Code, der sich scannen lässt. So gelangen Sie direkt zu den Audiodateien des Textes. Ergänzend ist eine kostenfreie Broschüre erhältlich. Diese liegt in der Oldenburg-Info im Lappan und an weiteren Stellen in der Stadt sowie in den Gärten selbst aus.

Alternativ kann sie auch per E-Mail unter info@oldenburg-tourist.de bestellt und oder im Internet unter www.oldenburg-tourismus.de/prospekte durchgeblättert oder als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
13.05.2022, 21:19 Uhr
Sommer-Duft liegt in der Luft – und Grillgeruch
Hinweise zum Grillen an öffentlichen Orten – Vorsichtsmaßnahmen treffen
Endlich wieder im Schlossgarten oder an den Oldenburger Seen mit Freunden zusammenkommen und das Leben genießen: Das ist nach den langen Corona-Einschränkungen und der überstandenen Winterruhe nun wieder nahezu unbegrenzt möglich. Und viele Oldenburgerinnen und Oldenburger nutzen das sonnige und warme Wetter genau für diese Treffen in der Natur – teilweise mit ihrem Grill im Gepäck. Auch wenn viele Menschen schon für mögliche Gefahren sensibilisiert sind, möchte die Stadt Oldenburg hierzu einige wichtige Hinweise geben und bittet um verantwortungsvolles Handeln.

Öffentlich ausgewiesene Grillmöglichkeiten gibt es am Kleinen Bornhorster See und im Stadtteilpark Swarte Moor. Diese öffentlichen Grillplätze sind mit Schildern gekennzeichnet. Hinzu kommen zwei Grillplätze auf dem Gelände der Carl von Ossietzky Universität, die Studierenden vorbehalten sind.

An den Oldenburger Seen und in der übrigen freien Landschaft sowie auf öffentlichen Grünflächen und in Parkanlagen sind das Grillen sowie das Entzünden von Lagerfeuern aus Gründen der Gefahrenabwehr und des Schutzes von Natur und Landschaft verboten. Das Ordnungsamt kontrolliert dies auch und wird bei Verstößen einschreiten. Wer auf Flächen grillt, auf denen solche Aktivitäten ausdrücklich untersagt sind (zum Beispiel in Landschaftsschutzgebieten) und dabei erwischt wird, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.

Das Verwenden von offenem Feuer, wie zum Beispiel das Grillen und das Rauchen in Wäldern, an Waldrändern, Mooren und Heidegebieten, ist nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung strengstens untersagt. Das gilt auch an dort angrenzenden Wiesenvegetationen.

Wer daheim grillen will, sollte geeignetes Löschgerät zum Ablöschen möglicher Entstehungsbrände bereithalten. Außerdem muss ein ausreichender Abstand zu brennbaren Materialien in der Umgebung gehalten werden. Bei Wind ist auf einen möglichen Funkenflug zu achten.

Auch die Feuerwehr Oldenburg setzt auf den verantwortungsvollen Umgang mit offenem Feuer. So sollten Zigaretten, Streichhölzer und andere glühende Stoffe nicht sorglos weggeworfen werden.
13.05.2022, 21:16 Uhr
Neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Sprech-und oder Redeangst
Eine betroffene Frau gründet eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die in bestimmten Situationen, wie z.B. bei Vorträgen, in Workshops, in Teamsitzungen gehemmt sind zu reden und sich durch ihre Ängste nicht adäquat oder gar nicht mitteilen können (kein Lampenfieber!).

Wer im geschützten Rahmen einer Gruppe an seinen Ängsten arbeiten und vor allem dort üben möchte, kann sich bei der BeKoS – Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen melden:
Tel 0441 – 88 48 48
info@bekos-oldenburg.de
Lindenstraße 12a, 26123 Oldenburg
12.05.2022, 21:01 Uhr
Zahn Jahre „Oldenburg will Inklusion!“
Jubiläum des Ratsbeschlusses zum Oldenburger Inklusionsprozess
Am 12. Mai 2012 hat der Oldenburger Rat mit dem Beschluss „Oldenburg will Inklusion!“ die Weichen für den Oldenburger Inklusionsprozess gestellt. Hierin wurden neben der schulischen Inklusion auch Grundlagen für die Inklusion in der Zivilgesellschaft sowie für die inklusive Ausrichtung der Verwaltung geschaffen. Kern des Beschlusses ist die Vision, eine Stadtgesellschaft ohne Ausgrenzung und ein Lebensort für alle zu sein, unabhängig vom Alter, vom Geschlecht, der Herkunft, der Familienform, der Religion, einer Behinderung, der sozialen Herkunft, der sexuellen Orientierung oder Identität.

„Das zehnjährige Jubiläum nimmt die Stadt zum Anlass, zurück und vor allem auch nach vorn zu schauen. Denn Inklusion und eine ganzheitliche Teilhabe müssen immer wieder neu kritisch betrachtet und verbessert werden“, ist sich Sozialdezernentin Dagmar Sachse sicher. „Auch, wenn Oldenburg in diesem Bereich bereits Vieles umgesetzt hat: Es ist noch Luft nach oben.“

Rund um das Jubiläum des Ratsbeschlusses finden im Verlauf des Jahres verschiedene Veranstaltungen statt: Am Dienstag, 31. Mai, ist der 8. Oldenburger Diversity-Tag, der in diesem Jahr unter dem Motto „gemeinsam unterschiedlich“ an der Jade Hochschule zelebriert wird. Die inklusive Rad- und Rolltour durch Oldenburg am Sonntag, 3. Juli, und das Sommerfest zu zehn Jahren Oldenburger Inklusion mit einem Empfang des Oberbürgermeisters am Freitag, 2. September, bieten weitere Veranstaltungshöhepunkte. Weitere themenbezogene Fachvorträge und Informationsveranstaltungen sind für den Herbst und Winter 2022 geplant. Fragen zum Veranstaltungsprogramm beantwortet die Fachstelle Inklusion telefonisch unter 0441 235-3055 und per E-Mail an inklusion@stadt-oldenburg.de.

Zwischen 2012 und 2015 hatten zehn Arbeitsgruppen mit über 300 Mitgliedern einen Maßnahmenkatalog zu verschiedenen kommunalen Handlungsfeldern erstellt. Seitdem werden jedes Jahr neue Maßnahmen aus dem Kommunalen Aktionsplan Inklusion in Angriff genommen: „Insgesamt konnten bislang über 70 Maßnahmen, beispielsweise aus den Bereichen bauliche Barrierefreiheit, Diversity Management, einfache Sprache oder Inklusion im Bildungsbereich umgesetzt werden“, berichtet Sachse.

Durch die beständige Umsetzung der Maßnahmen hat sich zunehmend eine Haltung der umfassenden Inklusion entwickelt. Das bedeutet bei Planungen und Vorhaben den inklusiven Gedanken der Beteiligung aller zu berücksichtigen: So muss man sich fragen, ob ein Angebot zur beruflichen Qualifizierung Sinn macht, wenn die Kinderbetreuung nicht geregelt ist. Oder ein Angebot der Altenhilfe, das nicht auf die steigende Zahl älterer Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte achtet.

Weitere Meilensteine im Oldenburger Inklusionsprozess waren der „Leitfaden barrierefreies Oldenburg“ (2018) zur Verbesserung der baulichen Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden oder die „Leitfragen zur inklusiven Quartiersentwicklung“ (2021) zur Gestaltung von Stadtteilen und Quartieren für vielfältige Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Die seinerzeit neu eingerichtete Fachstelle Inklusion organisierte von 2013 bis 2017 den Prozess. Sie ging 2017 im Arbeitsbereich der Strategischen Sozialplanung auf. Dort werden seither soziale Planungen und Umsetzungen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe koordiniert. Für die Zukunft stehen folgende Themen auf der Agenda: Inklusion und Teilhabe im Bereich Ausbildung und Beruf, soziale Quartiersentwicklung und wohnortnahe Versorgung sowie Etablierung fester Beteiligungsstrukturen, die allen offenstehen.
12.05.2022, 20:57 Uhr
Ehrenamtliche Lotsinnen und Lotsen gesucht
Besucherinnen und Besucher des Neuen Rathauses bei Orientierung unterstützen
Die Suche nach der richtigen Ansprechperson in den verschiedenen städtischen Dienststellen ist manchmal gar nicht so einfach – deshalb unterstützen Ehrenamtliche die Besucherinnen und Besucher des Neuen Rathauses am Eingangsbereich des Standortes Pferdemarkt 14 und geben Orientierungshilfe.

Die gewünschte Einsatzdauer beträgt einmal wöchentlich circa drei Stunden nach Absprache. Alle Freiwilligen erhalten vor Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit eine umfassende Einführung. Solange in städtischen Gebäuden eine Maskenpflicht gilt, muss während des Einsatzes eine Maske getragen werden.

Wer sich als Lotsin oder Lotse anbieten möchte, kann dies gerne per E-Mail an welcome@stadt-oldenburg.de unter Angabe der persönlichen Daten tun. Zusätzliche Informationen erhalten Sie bei Emma Siebert telefonisch unter 0441 235-2991.
12.05.2022, 20:49 Uhr
CI-Café Oldenburg
Betroffene und Angehörige, die sich über Erfahrungen mit dem CI (Cochlea Implantat) austauschen möchten, Kontakte knüpfen oder sich gegenseitig Mut machen wollen, sind herzlich zum nächsten Gruppentreffen am 1.6.22 um 15 Uhr eingeladen. Die Treffen finden regelmäßig am 1. Mittwoch eines Monats statt. Anmeldung und weitere Informationen bei BeKoS; 0441 884848; info@bekos-oldenburg.de.  
12.05.2022, 20:43 Uhr
„Tukane sind keine Störche“
Gründung einer Selbsthilfegruppe zum vielfältigen Thema Schwangerschaftsabbruch
Willkommen sind alle Frauen im Alter zwischen 18-35, die bereits einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben (egal wie lange dieser her ist) und mit den Folgen mental oder durch körperliche Symptome zu kämpfen haben.

Die regelmäßigen Gruppentreffen (1x im Monat) ermöglichen:
  • einen Raum zum Austausch von Erfahrungen und belastenden Situationen in Verbindung mit dem Schwangerschaftsabbruch
  • eine Umgebung des Verstehens und Mitfühlens
  • das Gefühl mit diesen z.T. belastenden Erfahrungen nicht allein zu sein
  • gegenseitigen Rat (wenn erwünscht)
  • einen besseren und eigenen Umgang zu finden
  • ein zwangloses Umfeld in dem offen kommuniziert wird
  • eine akzeptierende Gemeinschaft, ohne Anschuldigungen oder Fragen nach dem Warum
Interessierte können sich wenden an: BeKoS Oldenburg Lindenstraße 12a 26123 Oldenburg Telefon: 0441 - 88 48 48 E-Mail: info@bekos-oldenburg.de
12.05.2022, 20:29 Uhr
SpardaSpendenWahl: in Oldenburg nachhaltige Schulprojekte unterstützen!
Die SpardaSpendenWahl 2022 geht in ihrem zehnten Jahr in die entscheidende Phase. Ab sofort ist die Abstimmung eröffnet – und jeder kann mitmachen. Auf www.spardaspendenwahl.de stellen Schulen aus dem gesamten Geschäftsgebiet ihre Projekte zur Wahl. Die Ideen stehen unter dem Motto „Heute nachhaltig für morgen handeln“ und sind vielseitig: Sie reichen vom Engagement für die plastikfreie Schule über die Förderung von Gärten oder Fahrradunterständen bis hin zu Projekten für mehr Zivilcourage. „Das Engagement der Schüler ist beeindruckend und verdient Unterstützung. Je mehr Menschen abstimmen, desto besser – und bis zum 17. Mai freuen wir uns über weitere Bewerbungen“, erklärt Hermann Kruse, Filialeiter der Sparda-Bank in Oldenburg. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom Gewinnsparverein bei der Sparda-Bank West.

Dabei sein lohnt sich für alle
Mitmachen geht ganz einfach: Ab sofort kann jeder bis zum 31. Mai online für das Lieblingsprojekt voten – ob aus Oldenburg, der Umgebung oder einer anderen Stadt. Dafür hinterlässt man seine Mobilfunknummer auf dem Profil einer Schule und erhält per SMS drei Abstimmcodes, die 48 Stunden lang gültig sind. Diese können dreimal für das gleiche oder auch für drei verschiedene Projekte verwendet werden. Der Einsatz für die Schulen lohnt sich: 200 Ideen werden mit insgesamt 400.000 Euro gefördert und die Chancen auf einen Gewinn sind überdurchschnittlich hoch. Weitere nachhaltige Ideen sind noch bis zum 17. Mai willkommen – so lange können sich Fördervereine von Grund- und weiterführenden Schulen noch in einer der Kategorien „sehr kleine“, „kleine“, „mittelgroße“ und „große Schulen“ bewerben.

Begleitende Jubiläumsaktion auf Instagram
Für Teilnehmer der vergangenen Jahre gibt es zum zehnjährigen Jubiläum eine besondere Aktion: Ab sofort läuft bis zum 10. Juni eine Instagram-Challenge, bei der Teilnehmer der vergangenen Jahre ein Bild oder Video ihrer Teilnahme bei der SpardaSpendenWahl mit dem Hashtag #spardathrowback posten können. Der Gewinnsparverein belohnt dies mit 15 zusätzlichen Spenden in Höhe von jeweils 1.000 Euro, die unter den nominierten Schulfördervereinen verlost werden.

„Wir freuen uns, dass unser Wettbewerb nun schon so lange so erfolgreich ist“, erläutert Filialeiter Hermann Kruse. „Auf diese Weise können wir langfristig etwas für die Schulen in Oldenburg und unserer Region bewirken. Deshalb passt es auch so gut, dass unser Wettbewerb im Jubiläumsjahr unter dem Motto der Nachhaltigkeit steht.“ Jetzt sei es wichtig, dass sich wieder möglichst viele Menschen beteiligen – denn das mache den eigentlichen Erfolg der SpardaSpendenWahl aus.

Mehr Informationen unter www.spardaspendenwahl.de.
10.05.2022, 18:07 Uhr
Aus für Gebührenmarke: Oldenburg setzt künftig auf clevere Mülltonnen
Behälter-Ident-System kommt 2023 – Barcodeaufkleber für Rest- und Bioabfallbehälter
Die guten alten Gebührenmarken auf Müllbehältern haben in Oldenburg bald ausgedient: Denn der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) bereitet die Einführung eines sogenannten Behälter-Ident-Systems für Rest- und Bioabfallbehälter im Laufe des Jahres 2023 vor. Dabei werden künftig auf jede Mülltonne einmalig zwei Sicherheitsetiketten mit einem verschlüsselten individuellen Barcorde und integriertem Transponder geklebt, die über eine entsprechende Software vom Bordcomputer der Müllsammelfahrzeuge ausgelesen werden. Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb hat für die Einführung einstimmig grünes Licht gegeben.

Dazu erklärt AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn: „Behälter-Identsysteme sind in der kommunalen Entsorgungswirtschaft keine Neuheit, sondern mittlerweile gängige Praxis. Sie sind flächenerprobt und in der Bevölkerung grundsätzlich anerkannt. Auch unser langer Testlauf, den wir seit 2019 mit etwa 4.000 Behältern der GSG durchführen, hat uns überzeugt. Die Etiketten sind praktisch, haften gut und funktionieren im Zusammenspiel mit der Leseeinheit am Fahrzeug bei jeder Wetterlage.“

Das neue System bietet viele Vorteile: Das wiederkehrende Aufkleben der Gebührenmarken, meist in den Wintermonaten, entfällt für die Bürgerinnen und Bürger. Denn die neuen Etiketten halten in der Regel mindestens zehn bis zwölf Jahre. Somit spart auch der AWB Kosten und Zeit für das Erstellen, Eintüten und Versenden der bisherigen Marken – und beugt Plakettenfälschungen vor. Zudem erkennt das Identifikationssystem an den Fahrzeugen zulässige und unzulässige Tonnen und stoppt beispielweise bei nicht bezahlten oder mehrfach in einem Abfuhrzyklus herausgestellten Behältern automatisch den Schüttvorgang.

Darüber hinaus kann die Fahrzeugbesatzung auch Besonderheiten, wie zum Beispiel Defekte am Behälter erfassen oder auch verweigerte Leerungen wegen Fehlbefüllung registrieren. So kann die versuchte und erfolgte Leerung der Behälter künftig sicher nachgewiesen werden. Durch das Umgehen von Mehrfachleerungen einzelner Behälter wird die Gebührengerechtigkeit erhöht. Und nicht zuletzt kann die EDV-Erfassung der Behälter sehr gut für die Tourenplanung und -steuerung genutzt werden.

Und was ist mit Chiplösungen? „Andere Kommunen arbeiten auch mit Chiplösungen, die einmalig unter den Deckel geklemmt werden. Doch diese kommen in Oldenburg wegen der Eigentumsverhältnisse und unterschiedlicher Behälter- und Deckeltypen nicht in Betracht. Die Aufkleber hingegen passen auf alle verschiedenen Tonnenarten“, erklärt Schneider-Kühn.

Datenschutzrechtliche Belange stehen dem Anliegen nicht im Weg. Denn auf dem Behälteretikett sind lediglich der Bereitstellungsort (zum Beispiel „Wehdestraße 70“), die Behältergröße (zum Beispiel „120 Liter“) und die Abfallfraktion (zum Beispiel „Bioabfall“) zu lesen. Diese sind aber bei den meisten Behältern ohnehin bereits ersichtlich, da sie in der Regel vor den angeschlossenen Grundstücken stehen. Darüber hinaus ist ein QR-Code vorgesehen, mit dem direkt die Internetseite des AWB aufgerufen werden kann.

Zusätzlich enthält das Etikett auf der Rückseite einen Transponder, auf dem ebenfalls die oben genannten Daten gespeichert sind – stets aktuell. Dieser wird sozusagen mit dem Barcode auf dem Etikett „verheiratet“. Ein Auslesen des Barcodes beziehungsweise Transponders durch Unberechtigte ist ausgeschlossen, es erfolgt keine Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der Stadtverwaltung.
Was kostet die Einführung des neuen Systems?

Im Jahr der Einführung belaufen sich die Kosten auf etwa 247.000 Euro. In den Folgejahren betragen sie zwischen 17.000 Euro und 33.000 Euro. In zehn Jahren summieren sich die Kosten auf rund 482.000 Euro.

Dagegen stehen in einer Zehnjahresbetrachtung Zusatzeinnahmen durch bisher unangemeldete Tonnen zwischen etwa 400.000 Euro und 1,2 Millionen Euro (der prognostizierte Anteil liegt zwischen 0,3 und 1 Prozent, in anderen Kommunen erfahrungsgemäß bis 5 Prozent). Dazu kommen in zehn Jahren städtische Minderkosten im Rahmen des bisherigen Gebührenmarkensystems von etwa 132.000 Euro. In der Gesamtbetrachtung über einen Zeitraum von zehn Jahren wird der Gebührenhaushalt somit entlastet.
10.05.2022, 18:04 Uhr
Schulung zur ehrenamtlichen Seniorenbegleitung startet
Gemeinsam statt einsam: Zeit zum Reden, Zuhören und für Unternehmungen
Die langen Kontakteinschränkungen während der Corona-Pandemie haben vielen von uns zu schaffen gemacht – auch der älteren Generation. Wer alleine lebt, sucht nun verstärkt nach Kontakten und Gesellschaft. Hier setzt die Arbeit der Seniorenbegleitung an. Der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) der Stadt Oldenburg bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung eine Schulung zur ehrenamtlichen Seniorenbegleitung an.

Der 30-stündige Kurs nach dem Landesprogramm „DUO“ läuft vom 2. Juni bis 15. Juli 2022. Damit auch Berufstätige diesen Kurs besuchen können, findet er freitags von 15 bis 19.30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, sofern man sich für mindestens ein Jahr bereit erklärt, sich im Rahmen der Seniorenbegleitung zu engagieren. Anmeldungen für den Kurs sind auch kurzfristig noch möglich.

Sie haben Interesse? Oder wünschen sich weitere Informationen über die Schulung? Dann melden Sie sich beim Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen der Stadt Oldenburg telefonisch unter 0441 235-3880 oder per E-Mail an seniorenstuetzpunkt@stadt-oldenburg.de.
10.05.2022, 17:51 Uhr
Jugendliche diskutieren Mobilität von morgen
Mobilitätskonferenz fließt in Entwicklung des Rahmenplans Mobilität und Verkehr 2030 ein
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Rahmenplan Mobilität und Verkehr 2030 findet am Freitag, 3. Juni, eine Jugendmobilitätskonferenz statt. Die zentrale Frage lautet: Wie bewegen wir uns in Oldenburg im Jahr 2030? Die Oldenburger Schulen sind aufgerufen, sich bereits im Unterricht mit der Mobilität von morgen in unserer Stadt zu beschäftigen und anschließend Botschafterinnen und Botschafter zur Mobilitätskonferenz zu entsenden. Diskutiert werden sollen die Anforderungen junger Menschen an Verkehr und Mobilität: Wie kann eine klimafreundliche Fortbewegung etabliert werden? In welchen Situationen fühlen sich junge Menschen wohl im Straßenverkehr? Was wünschen sie sich zum Thema Radfahren oder ÖPNV?

Unterrichtsmaterialien werden von der Agentur TollerOrt bereitgestellt, die das Beteiligungsformat im Auftrag der Stadt Oldenburg durchführt. Das Angebot, dass sich insbesondere an den 8. Jahrgang richtet, ist am Vormittag des 3. Juni von der zweiten bis zur vierten Unterrichtsstunde geplant. Anmeldungen sind bis Freitag, 13. Mai, möglich. Weitere Informationen gibt es bei Mone Böcker von der Agentur TollerOrt, per E-Mail an oldenburg@tollerort-hamburg.de oder unter Telefon 040 3861-5595.
10.05.2022, 17:24 Uhr
Rucksack nach Halbzeit eins zu groß
Oldenburg verliert in Neckarsulm
von Sönke Spille
Dritte Niederlage in Folge: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr Bundesliga-Auswärtsspiel bei der Sport-Union Neckarsulm mit 37:39 (13:22) verloren. In einem turbulenten Spiel steigerte sich das Team von Trainer Niels Bötel nach einer schwachen ersten Halbzeit – verpasste es aber, die Partie noch zu drehen.

Luisa Knippert hatte die Oldenburgerinnen mit 1:0 in Führung gebracht (2. Minute), danach lief bei den Gästen aber kaum noch etwas zusammen. Neckarsulm erzielte Tor um Tor, zog schnell auf 13:5 davon (19.). „Wir waren viel zu passiv, haben Neckarsulm nicht zu fassen bekommen und sie damit eingeladen, Tore zu werfen“, ärgerte sich VfL-Coach Niels Bötel. Auch ein Wechsel im Tor – Tatjana Bahrs für Julia Renner – brachte nicht den gewünschten Erfolg. So lag der Tabellenzwölfte mit neun Toren zurück. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig gezeigt. Mit so einem Rucksack ist es dann schwer, noch etwas Zählbares zu holen. Dafür ist Neckarsulm zu erfahren.“

Aufgegeben hatten die Huntestädterinnen aber trotzdem nicht – und warfen noch einmal alles in die Waagschale. „Wir befinden uns im Abstiegskampf“, sagte Bötel: „Da kann es auch um die Tordifferenz gehen und wir dürfen nicht mit so einem Rückstand in die Halbzeit gehen. Damit kann man sich die gute Ausgangslage aus der bisherigen Saison kaputtmachen. Deshalb war es wichtig, noch einmal heranzukommen.“ So fightete sich seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel, verkürzte den Abstand auf drei Tore und hatte sogar die Chance, noch dichter heranzukommen. Das 37:39 von Oldenburgs Top-Torschützin Merle Carstensen (neun Tore) kam wenige Sekunden vor dem Ende dann aber zu spät. „Mit etwas mehr Glück wäre vielleicht sogar noch etwas möglich gewesen“, resümierte Bötel, der aber von einem verdienten Sieg der Sport-Union sprach. 

Nach vier Spielen in elf Tagen gibt es für den VfL Oldenburg nun eine kleine Verschnaufpause. Am Samstag, 14. Mai, tritt Oldenburg im dritten Auswärtsspiel in Folge beim SV Union Halle-Neustadt an. Bötel: „Für uns heißt es jetzt: Mund abputzen und regenerieren, damit wir nächste Woche wieder bei 100 Prozent sind, um zu fighten.“ 

Sport-Union Neckarsulm – VfL Oldenburg 39:37 (22:13)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken, Reinemann (1), Weyers, Jongenelen (5), Hoitzing (2), Pichlmeier (8/1), Buhl, Martens (5), Steffen (4), Carstensen (9/5), Schirmer (2), Knippert (1), Golla
06.05.2022, 16:11 Uhr
Baudezernent Dr. Sven Uhrhan verlässt die Stadtverwaltung
Abschied zum 31. August geplant
Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan verlässt die Stadtverwaltung: Der 41-jährige Dezernent für Bauen, Umwelt und Verkehr hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann darüber informiert, dass er zum 31. August dieses Jahres sein Amt aufgeben möchte. „Ich bedauere diese Entscheidung sehr. Die Gründe, die Dr. Uhrhan für seinen Entschluss angeführt hat, genießen aber meinen vollsten Respekt“, sagte Krogmann.

Bei Uhrhan ist als zweifachem Familienvater die Erkenntnis gereift, dass die kräftezehrende und zeitintensive Wahrnehmung seiner Aufgaben an der Spitze des Dezernats zunehmend weniger Raum für das Familienleben gelassen hat. „Mir fällt dieser Schritt nicht leicht und ich bedauere es ausdrücklich, nicht weiter an der Entwicklung der Stadt und ihrer zweifelsfrei hervorragenden Perspektive als Oberzentrum im Nordwesten Niedersachsens mitwirken zu können“, sagte Uhrhan. „Gerne hätte ich die vertrauensvolle und zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit allen Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung, der Verwaltungsspitze, dem Stadtrat sowie zahlreichen engagierten und motivierten Personen in der Stadt fortgesetzt.“ Wohin es ihn künftig zieht, ließ Uhrhan offen.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankte dem Stadtbaurat für die bisher geleistete Arbeit. Uhrhan war zum 1. Juli 2019 aus der Stadt Osterholz-Scharmbeck nach Oldenburg gewechselt. Zuvor war er mit einstimmigem Votum des Stadtrates gewählt worden. Zu seinem rund 760 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählenden Dezernat gehören die Ämter für Stadtplanung, Verkehr und Straßenbau, Klimaschutz und Mobilität, Umweltschutz und Bauordnung sowie der Eigenbetrieb für Gebäudewirtschaft und Hochbau. Eng mit Uhrhans Wirken verbunden sind die Beschlüsse zur Klimaneutralität und zur Verkehrskonzeption 2030.

Oberbürgermeister Krogmann hat den Stadtrat am Freitag über den Abgang des Dezernenten informiert. Uhrhan muss nun einen formalen Antrag auf Entlassung stellen, über den dann der Rat zu entscheiden hat. „Über das Verfahren zur Nachfolge wird zeitnah entschieden“, kündigte Krogmann an.
06.05.2022, 16:10 Uhr
Impfpassaktion an Schulen wird abgesagt
Aktuelle Umsetzung wird auf Prüfstand gestellt – Beratung zu Impfstatus wird empfohlen
Aufgrund der an das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg herangetragenen Kritikpunkte im Zusammenhang mit der Impfpassaktion an Oldenburger Schulen wird diese nun abgesagt. Zu dieser Entscheidung sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Holger Petermann: „Wir nehmen die geäußerte Kritik der Eltern und Sorgeberechtigten sehr ernst. Deshalb werden wir die Impfpassaktion in der aktuellen Umsetzung noch einmal auf den Prüfstand stellen und in diesem Frühjahr von der Einsichtnahme in die Impfdokumente der Kinder absehen.“ Das Gesundheitsamt bedankt sich bei den Schulen für den Mehraufwand und bei den Eltern und Sorgeberechtigten für die Bereitschaft, die Impfbücher überprüfen zu lassen.

Petermann betont, dass die Überprüfung der Impfpässe auf alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Schutzimpfungen genau zu diesem Zeitpunkt und in diesem Alter richtig sei, räumt aber auch ein, dass die Anforderungen des Datenschutzes überwiegen. Daher bestünde keine Möglichkeit, die Impfpassaktion so kurzfristig zu starten.

Als Alternative empfiehlt das Gesundheitsamt, dass sich die angesprochenen Familien im Rahmen der anstehenden Vorsorgeuntersuchung J1 ihrer Kinder in der eigenen Kinder- oder Hausarztpraxis zum Impfstatus beraten lassen oder nochmals im Gesundheitsamt beim Fachdienst Kinder- und Jugendgesundheit unter der Telefonnummer 0441 235-8642 melden. Dann könne eine individuelle Impfstatuserhebung durch das Gesundheitsamt erfolgen.
06.05.2022, 16:07 Uhr
Aktualisierte Wohnungsbedarfsprognose bis 2030 vorgestellt
Familien und bezahlbarer Wohnraum im Fokus
Nachdem nacheinander der Wohnungsmarktbericht 2021 und die neue Einwohnerprognose im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen vorgestellt wurden, war nun die Wohnungsbedarfsprognose an der Reihe. Denn die neue Einwohnerprognose geht im Vergleich zur Prognose aus dem Jahr 2018 von rund 174.100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Jahr 2030 aus. „Durch die rund 4.770 weniger prognostizierten Oldenburgerinnen und Oldenburger und die Abnahme von Haushalten sinkt auf den ersten Blick der Bedarf an Wohnungen in der Stadt. Deshalb hat das Stadtplanungsamt die Wohnungsbedarfsprognose aus dem Jahr 2019 der InWIS Forschung & Beratung GmbH aus Bochum nun aktualisiert“, erläutert Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan. „Ein Einbruch der Bautätigkeit bedeutet allerdings direkt eine Erhöhung der Nachfrage im Bestand. Das wiederum wirkt unmittelbar preissteigernd. Daran erkennt man die schwierig zu steuernde Wohnbaupolitik zwischen ‚Blase‘ und marktgegebenem Bedarf.“

Bedarf von bis zu 2.900 neuen Wohnungen bis 2030
Ergebnis: Unter Berücksichtigung der Fertigstellungen 2019 und 2020 benötigt Oldenburg zur Deckung des Bedarfs von 2021 bis 2030 statt der bisher prognostizierten 3.450 bis 5.350 Wohnungen insgesamt nur noch zwischen 1.800 bis 2.900 neue Wohnungen. „Das sind wesentlich weniger Wohnungen, als in der ersten Prognose angegeben. Somit müssten jedes Jahr zwischen 180 und 290 neue Wohnungen gebaut werden. Das ist für uns kein Problem: Denn bis zum Jahr 2030 ist aktuell mit der Realisierung von insgesamt sogar 7.660 Wohnungen zu rechnen“, so Uhrhan weiter. Die Zahl setzt sich zusammen aus den im Verfahren befindlichen beziehungsweise rechtsverbindlichen Flächen, die derzeit in Bebauungsplänen vorgesehen sind (etwa 3.460 Wohnungen) und dem Ersatzbau auf Abrissflächen (etwa 4.200 Wohnungen). Dabei wurden die Flächen aus dem Stadtentwicklungsprogramm „step2025“, bei denen bereits Planungsabsicht besteht, wie zum Beispiel Weißenmoor oder Eversten, noch nicht berücksichtigt. Auch die Baulücken in älteren Bebauungsplänen, ermittelt und dargestellt im Wohnbauflächenkataster, fließen hier nicht mit in die Berechnung ein.

Über Familien und bezahlbaren Wohnraum
Uhrhan erklärt, wieso der Wohnungsbau trotz der geringeren Prognose in Oldenburg weiterhin vorangetrieben werden muss: „Wir möchten, dass besonders junge Familien ihren Lebensmittelpunkt in Oldenburg beibehalten. Deshalb soll der Fokus wieder stärker auf dem Erhalt und auf dem Bau von Wohnraum für diese Zielgruppe liegen.“ Um die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes zu fördern, ist bereits viel unternommen worden und die entwickelten und eingesetzten Instrumente entfalten ihre Wirkung. Dazu ergänzt der Stadtbaurat: „Dennoch ist der bezahlbare Wohnraum im Blick zu behalten: In der Stadt Oldenburg gelten etwa 21,6 Prozent der Haushalte als einkommensschwach, erhalten also staatliche Mindestsicherungsleistungen oder Wohngeld oder beziehen Niedrigeinkommen ohne Transferhilfeleistung. Im Zuge der prognostizierten Alterung und der Diskussion um eine zunehmende Altersarmut wird von weiter steigenden Zahlen in diesem Bereich ausgegangen – aktuell von 920 bis 1.400 Wohnungen.“ Allerdings ist zu berücksichtigen, dass über die Quotenregelung in Bebauungsplanverfahren rund 800 (31. Dezember 2020) bezahlbare Wohnungen gesichert werden. Es ist in Oldenburg davon auszugehen, dass rund 10.000 Wohnungen bei den großen Bestandshaltern und Stiftungen als bezahlbare Wohnungen einzustufen sind.
Hintergrund zu Wohnungsbedarfsprognosen

Durch die InWIS Forschung & Beratung GmbH aus Bochum wurde im Jahr 2019 eine Wohnungsbedarfsprognose für die Stadt Oldenburg von 2018 bis zum Jahr 2030 erstellt. Basis der Wohnungsbedarfsprognose war die Bevölkerungsprognose 2018, die bis zum Jahr 2030 für die Stadt Oldenburg 178.866 Einwohnerinnen und Einwohner prognostizierte.

Grundlage für eine Wohnungsbedarfsprognose ist eine Haushaltsprognose, denn Haushalte fragen Wohnungen nach. Die Beobachtung der Haushaltsgröße in den letzten Jahren zeigt dabei eine Tendenz weg von der Singualisierung, hin wieder zu mehr „Zweisamkeit“, also eine Doppelbelegung außerhalb der klassischen Familienbildung.

In der neuen Wohnungsbedarfsprognose von 2022 wird zwischen Ersatzbedarf, Fluktuationsreserve und Zusatzbedarf unterschieden:

Ersatzbedarf
Der Ersatzbedarf ergibt sich aus den künftigen substanzbedingten Wohnungsabgängen (Abrisse). Um sie zu ersetzen, müssen neue Wohnungen gebaut werden. Üblicherweise werden für den Ersatzbedarf 0,1 Prozent bis 0,4 Prozent pro Jahr des Wohnungsbestandes angenommen.

Auswertungen der Baufertigstellungsstatistiken der letzten Jahre in der Stadt Oldenburg zeigen, dass circa 0,11 Prozent der Wohnungen pro Jahr abgerissen werden. Abgerissen wurden vorwiegend Einfamilienhäuser. Auf diesen Flächen sind in der Regel in den letzten Jahren mehr Wohnungen entstanden. Für den abgängigen Wohnraum wird daher eine Quote von 0,11 Prozent pro Jahr angesetzt. Daher wird davon ausgegangen, dass im Prognosezeitraum (10 Jahre) insgesamt circa 1.050 Gebäude abgerissen werden. Auf diesen Flächen entstehen durchschnittlich vier neue Wohnungen und im Ergebnis bis 2030 circa 4.200 Wohnungen.

Fluktuationsreserve
Ein ausgeglichener Wohnungsmarkt benötigt leerstehende Wohnungen, damit Umzüge möglich sind, sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Im Allgemeinen wird für die Fluktuationsreserve eine Quote zwischen 1 bis 3 Prozent angesetzt. Für die Stadt Oldenburg wurde eine 2-prozentige Fluktuationsreserve mit 1.889 und 1.910 Wohnungen zugrunde gelegt.

Zusatzbedarf
Der Zusatzbedarf ergibt sich aus der Differenz der nachfragewirksamen zukünftigen Haushaltszahl und dem heutigen Wohnungsbestand. Im Jahr 2030 werden rund 94.450 bis 95.500 Haushalte eine Wohnung nachfragen. In der Stadt Oldenburg gibt es derzeit 95.589 Wohnungen (Stand 31. Dezember 2020). Daraus ergibt sich ein Zusatzbedarf von minus 97 bis minus 1.146 Wohnungen. Die Stadt hat also mehr Wohnungen im Bestand als zukünftige nachfragewirksame Haushalte.
06.05.2022, 10:14 Uhr
Zensus 2022: Befragungen starten am 16. Mai
Für das gesamte Stadtgebiet noch Ersatzkandidaten als Erhebungsbeauftragte gesucht
Die Befragungen für den Zensus 2022 starten am Montag, 16. Mai. Die ersten Terminkarten wurden bereits in die Briefkästen der Stichprobenanschriften eingeworfen. Sofern der Termin nicht wahrgenommen werden kann, ist es möglich, über die auf der Karte vermerkte Handynummer Kontakt mit dem entsprechenden Erhebungsbeauftragten aufzunehmen und einen Ersatztermin zu vereinbaren. Die Erhebungsbeauftragten besitzen einen Erhebungsbeauftragten-Ausweis, welchen sie stets bei sich führen und vorzeigen.

Die Stadt Oldenburg bittet die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Oldenburg, die Erhebungsbeauftragten bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, um die Erhebung schnellstmöglich abzuschließen. Die Dauer der persönlichen Befragung liegt bei ungefähr 15 Minuten. Die gegebenenfalls weitere Befragung kann anschließend online abgeschlossen werden.

Für das gesamte Stadtgebiet werden noch Ersatzkandidatinnen und -kandidaten als Erhebungsbeauftragte gesucht. Informationen zur Tätigkeit, den Voraussetzungen und der Aufwandsentschädigung gibt es auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/zensus2022.
Wie erreiche ich die örtliche Erhebungsstelle?

Wer Kontakt zur örtlichen Erhebungsstelle aufnehmen möchte, erreicht diese postalisch unter: Stadt Oldenburg, Örtliche Erhebungsstelle für den Zensus 2022, 26071 Oldenburg oder schriftlich per E-Mail an zensus@stadt-oldenburg.de. Telefonisch ist die örtliche Erhebungsstelle unter 0441 235-4508 oder 0441 235-4509 zu folgenden Zeiten erreichbar: montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.
06.05.2022, 10:10 Uhr
„Oldenburg räumt auf!“: AWB und LzO überreichen Schecks
Jugendfeuerwehr, Leselernhelfer und Grundschulen profitieren von Müllsammelaktion
Eine saubere Sache im doppelten Sinne: Bei der diesjährigen Müllsammelaktion „Oldenburg räumt auf!“ sammelten über 4.900 fleißige Helferinnen und Helfer insgesamt 7,97 Tonnen Abfall. Gesammelt wurde aber nicht nur für eine saubere Umwelt, sondern auch für einen guten Zweck. Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) spendet dafür schon seit einigen Jahren zehn Cent pro gesammelten Kilogramm Abfall. In diesem Jahr können sich die Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten und „MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer“ jeweils über eine Spende in Höhe von 400 Euro freuen. Jan-Christoph Moed und Frank Heerwagen (beide Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten), sowie Daniela Pfeiffer (Vorsitzende MENTOR OLDENBURG) nahmen die Schecks von Melanie Becker und Olaf Meenen (beide Vorstandsstab LzO) entgegen.

Aber auch drei Oldenburger Schulen konnten sich über eine kleine Finanzspritze für die Schulkasse freuen. An „Oldenburg räumt auf!“ nahmen in diesem Jahr über 35 Schulen teil. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) verlieh den Schulpreis nach 2019 zum zweiten Mal. Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB, überreichte die Schecks und Urkunden an die glücklichen Gewinner. Das sind in diesem Jahr die Grundschule Ofenerdiek (1. Platz, 300 Euro), die Grundschule Krusenbusch (2. Platz, 200 Euro) und die Grundschule Wallschule (3. Platz, 100 Euro).

Mehr über „Oldenburg räumt auf“ und den Abfallwirtschaftsbetrieb lesen Sie auf www.oldenburg.de/awb.
06.05.2022, 10:07 Uhr
GWA Bloherfelde/Eversten und Dietrichsfeld auf Instagram
Neues aus den Stadtteiltreffs, Infos zu Aktionen, Beratungsangebote und vieles mehr
Dem Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten und der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Dietrichsfeld kann man ab sofort auf Instagram folgen.

Auf dem neuen Kanal @treffpunkt_bloherfelde können die Nutzenden unter anderem unter den Hashtags #Gemeinwesenarbeit, #Treffpunktbloherfelde und #Treffpunkteversten Beiträge und Stories aus dem Stadtteilcafé, tolle Angebote und Aktionen, Infos zu Beratungsangeboten und vieles mehr mitverfolgen. Dadurch können alle Bürgerinnen und Bürger ab jetzt über die Instagram-Seite auf dem Laufenden bleiben, was rund um die Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten geschieht, denn im Treffpunkt ist täglich von Montag bis Freitag immer etwas los.

Auch die Gemeinwesenarbeit des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld informiert ab sofort auf dem Instagram-Kanal @stadtteiltreff_dietrichsfeld: „Vor allem in den letzten Monaten wurden wir vermehrt von unterschiedlichsten Besucherinnen und Besuchern auf unsere fehlende Social-Media-Präsenz angesprochen“, erzählt Meike Plewa, Leitung der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Dietrichsfeld. „Wir haben ein vielfältiges Publikum. Viele der Personen benutzen täglich Instagram und wünschen sich, den Stadtteiltreff verlinken zu können und so ihren Freundinnen und Freunden von den Angeboten des Treffs zu erzählen.“ Aber auch das Team des Stadtteiltreffes sieht den Schritt zu mehr Social-Media-Präsenz als relevant an. „Wir werden unsere laufenden Angebote, bevorstehende Veranstaltungen und die Mitarbeitenden unseres Teams vorstellen. Hierbei ist uns wichtig, dass wir auch neue Menschen ansprechen, die den Stadtteiltreff noch nie besucht haben“, ist sich das Team einig.
06.05.2022, 10:04 Uhr
„Ankündigung einer Reise“
Stipendiatin Iris Wolff stellt Landgang-Text im Kulturzentrum PFL vor
Die Schriftstellerin Iris Wolff erhielt 2021 vom Literaturhaus Oldenburg das Landgang-Stipendium, ein Reisestipendium durch das Oldenburger Land. Am Sonntag, 22. Mai, präsentiert sie ihren Text „Ankündigung einer Reise“, der im Rahmen des Projekts „Literarischer Landgang“ entstand. Monika Eden, die Leiterin des Literaturhauses, moderiert die Veranstaltung, die um 11 Uhr im Kulturzentrum PFL beginnt. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können unter der E-Mail-Adresse literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

Mit W.G. Sebald, dem „großen Reisenden der Literatur“, teilt Iris Wolff die Überzeugung, dass es „neben der linearen Abfolge der Ereignisse“ eine „vertikale Perspektive in die Tiefe der Zeit“ gebe. Bei einem Besuch im Museumsdorf Cloppenburg erinnert sich die Schriftstellerin an ihre eigene Kindheit im Banat. Bilder in einer Veröffentlichung zu griechischen Migranten lassen sie in Delmenhorst an die Fotoalben ihrer Familie denken. Und die falsche Aussprache des Stadtnamens Jever, die sie vor Ort als Nichteinheimische verrät, lässt die Autorin generelle Gedanken über Zugehörigkeit und Fremdsein anstellen, die ebenfalls in Erfahrungen ihrer Familie grundiert sind. So führt die Reise durchs Oldenburger Land die Gedanken der Schriftstellerin in den persönlichsten Passagen ihres Textes in die eigene Vergangenheit zurück. Generelle Überlegungen zum Reisen verbindet sie zudem mit konkreten Erfahrungen der Tour, die sie als Stipendiatin unternahm.Über die Schriftstellerin

Iris Wolff, 1977 in Hermannstadt geboren, wuchs im Banat und in Siebenbürgen auf, bevor sie 1985 mit ihrer Familie nach Deutschland emigrierte. Nach einem Studium der Germanistik, Religionswissenschaft sowie Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn arbeitete sie am Deutschen Literaturarchiv Marbach und als Dozentin für Kunst- und Kulturvermittlung. Für ihre literarischen Veröffentlichungen wurde Iris Wolff bereits mehrfach ausgezeichnet. Allein im Jahr 2021 erhielt sie den Marie Luise Kaschnitz-Preis, den Evangelischen Buchpreis, den Solothurner Literaturpreis, den Eichendorff-Literaturpreis und den Preis der LiteraTour Nord.
06.05.2022, 09:58 Uhr
inForum: Freie Plätze in Gesprächskreisen und Sprachkurs
Kurse starten ab Juni 2022 in Präsenz
Die Bildungs- und Kultureinrichtung für Best Ager, das inForum, bietet im Sommersemester 2022 noch Plätze für weitere Kurse in Präsenz. Interessierte haben die Möglichkeit, sich für drei unterschiedliche Gesprächskreise und einen Sprachkurs anzumelden.

In der „Nachdenkzeit“ werden Teilnehmende zu einem Planspiel eingeladen und wandern auf eine bislang unentdeckte Insel. Der Kurs „Was hast du gemacht ...?“ bietet Menschen im Ruhestand Raum zum Austausch über ihr Berufsleben. Im dritten Kurs ist der Titel „Einen neuen Dialog zwischen den Generationen beginnen – Schritte zur Versöhnung mit Kindern und Enkeln“ Programm. Daneben sind weitere Plätze im Sprachkurs „Arabisch“ frei.

Alle vier Kurse starten ab Juni 2022 in Präsenz. Anmeldungen werden telefonisch unter 0441 235-4444 oder online unter www.oldenburg.de/inforum-anmeldung » entgegengenommen. Fragen zum Programm sind persönlich an den Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, telefonisch unter 0441 235-2781 oder per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de möglich.
06.05.2022, 09:41 Uhr
20 Jahre Engagement für Kultur, Bildung und Wissenschaft
Jubiläumsaktion „20x5“ abgeschlossen – 20 Bürgerstiftungen erhalten je 5000 Euro für ihre besonderen Projekte vor Ort
Im Jahr 2002 von der EWE AG im Nachgang zu ihrem 70-jährigen Bestehen ins Leben gerufen, hat die EWE Stiftung seither 3.400 gemeinnützige Projekte in den Regionen Ems-Weser-Elbe, in Teilen Brandenburgs und auf Rügen finanziell unterstützt.

Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital, das in 20 Jahren durch Zustiftungen von 20 auf 50 Mio. Euro erhöht wurde, konnten seither vielfältige kulturelle Aktionen wie bildende und darstellende Künste, Museumspädagogik, Bildungsprojekte zur Sprach- und Leseförderung, Programme zum sozialen Lernen an schulischen und außerschulischen Lernorten, Lehr- und Lernmittel zur Verbesserung der MINT-Bildung sowie universitäre Projekte finanziell gefördert und oft auch erst ermöglicht werden. „Von den seit 2002 bei der EWE Stiftung eingegangenen rd. 7.000 Förderanträgen wurde etwa die Hälfte bewilligt und auch die regionale Verteilung der Mittel ist sehr ausgewogen,“ erzählt Jutta Freese von der Geschäftsstelle, die schon seit der ersten Stunde mit dabei ist. Eine Förderung durch die EWE Stiftung sei dabei auch immer Wertschätzung und Anerkennung des überwiegend ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Vereinsmitglieder, so Freese weiter. Ein Projekt absagen zu müssen, weil beispielsweise die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht für alle reichten, fiele vor allem deshalb oft schwer.

In den 20 Jahren ihres Bestehens hat die EWE Stiftung für geförderte und eigene Projekte rd. 20 Mio. Euro ausgegeben: Denn neben Programmen und Projekten Dritter aus Kunst und Kultur, Erziehung und Bildung, Forschung sowie Wissenschaft ist es ihr gelungen, mit dem Klaus-von-Klitzing-Lehrerpreis, dem Helene-Lange-Preis für Wissenschaftlerinnen in der Digitalisierung sowie der Verlosung von LEGO-Kästen und dem Format zur Wissenschaftsvermittlung „EWE Stiftung unterwegs“ eigene Akzente zu setzen und ihr Profil zu schärfen.

„Als Unternehmen freuen wir uns natürlich ebenfalls über 20 Jahre erfolgreiche Stiftungstätigkeit und sind stolz auf dieses kontinuierliche gesellschaftliche Engagement, das die Attraktivität der EWE AG - auch als Arbeitgeber - und die starke Verankerung hier in der Region nochmals unterstreicht“, sagt Marion Rövekamp, die dort Vorständin für Personal und Recht und seit 2018 auch Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung ist. „Die Arbeit in der Stiftung hat mir ganz besonders deutlich gezeigt, wie vielfältig und lebenswert der Nordwesten ist und wie stark das bürgerschaftliche Engagement und der Zusammenhalt hier sind“, so Rövekamp weiter.

Die geschäftsführende Vorständin Dr. Stephanie Abke, seit 2006 für die EWE Stiftung tätig, ergänzt: „Die Arbeit für die EWE Stiftung ist vor allem wegen der vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten und der Vielfalt der Themen ein großer Gewinn. Gleichzeitig tragen wir alle eine große Verantwortung als Treuhänder fremden Vermögens und für die Verwirklichung der Stiftungszwecke.“ Insbesondere auch die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorstand, im Team und mit dem Stiftungsrat sei dafür verantwortlich, dass die EWE Stiftung so viel positive Kraft entfalte, betont die Stiftungsmanagerin.

Für Reinhard Lanfer, Vorsitzender des Stiftungsrats aus Bösel, endet im Juli die fünfjährige Amtszeit: Er verabschiedet sich von seinen politischen Ämtern in den Ruhestand. „Die ehrenamtliche Tätigkeit im Stiftungsrat hat mir immer großen Spaß gemacht und war eine große Bereicherung“, so Lanfer. „Ich wünsche meinem Nachfolger und allen neuen Stiftungsratsmitgliedern, die im September 2022 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentreffen, viel Erfolg“. Die Namen werden entsprechend zu diesem Termin offiziell bekannt gegeben.

Jubiläumsaktion zugunsten von Bürgerstiftungen und -vereinen
Zum Jubiläum haben sich Vorstand und Stiftungsrat schon zum Jahresanfang noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Bürgerstiftungen aus Ems-Weser-Elbe und aus Teilen Brandenburgs und Rügen konnten sich seit Januar auf 20 x 5000 Euro bewerben. Denn sie sind die Expertinnen und Experten vor Ort und wissen, wo der Schuh besonders drückt. Zu den glücklichen Gewinnern gehören: Die Bürgerstiftungen Achim, Barnim Uckermark, Baruth, Borkum, Delmenhorst, Elm, Emden, Emstek, Hanstedt, Harkebrügge, Juist, Königs Wusterhausen, Lilienthal, Neuenkirchen-Vörden, Norden, Oldenburg, Ovelgönne, Schöneiche, Visselhövede und Zeven.

Mit dem Geld werden beispielsweise folgende Projekte realisiert: „Klimaführerschein“ für alle fünften Klassen in Achim, Unterricht und Ausbildungscoaching für 120 Geflüchtete in Hanstedt, das Lernprogramm „Demokratie bewahren und entwickeln“ in Königs Wusterhausen, die Entwicklung und Umsetzung eines Naturlerngartens für Kinder in Neuenkirchen-Vörden und die Digitalisierung des Ortsarchivs in Harkebrügge.

Alle mit der Aktion geförderten Projekte werden online unter www.ewe-stiftung.de sowie auszugsweise im nächsten EWE-Stiftungsbrief, der halbjährlich erscheinenden Informationsbroschüre der EWE Stiftung, vorgestellt.
06.05.2022, 09:25 Uhr
Niederlage gegen neuen Deutschen Meister
VfL Oldenburg verliert 21:33 in Bietigheim
Es war ein aufopferungsvoller Kampf, den die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg dem neuen Deutschen Meister SG BBM Bietigheim bot. Doch nach einem starken Beginn übernahmen die Gastgeberinnen die Kontrolle, setzten sich mit 33:21 (17:13) durch und feierten den dritten Deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte. Oldenburg dagegen steckt weiter im Abstiegskampf. 

Mit einem starken Beginn, den die Gäste nach ihrer langen Anfahrt vor den 553 Zuschauern in der Sporthalle am Viadukt hinlegten, machte das Team von Trainer Niels Bötel auf sich aufmerksam. Kathrin Pichlmeier brachte den VfL mit 1:0 in Führung. Und die verteidigten die Huntestädterinnen nicht nur, sondern bauten sie sogar auf drei Tore aus (9:6/17. Minute). „Wir sind gut reingekommen, haben den Kampf super angenommen“, berichtete Coach Niels Bötel. Doch spätestens nach dem 10:11-Anschlusstreffer der SG (20.), kippte die Begegnung. Sieben Bietigheimer Tore stellten das Spiel auf den Kopf. Immerhin verkürzte die Bötel-Sieben den zwischenzeitlichen 11:17-Rückstand noch um zwei Tore. „Bietigheim hat dann eben die Klasse, Mitte der ersten Halbzeit frische Kräfte zu bringen, die auch für Nationalmannschaften spielen“, sagte Bötel: „Da ist es dann klar, dass wir es nicht die ganze Zeit schaffen können, auf Augenhöhe zu bleiben.“

Ihre Klasse spielten die Gastgeberinnen dann auch im zweiten Durchgang aus. Denn mit der komfortablen Halbzeitführung im Rücken, ließ die SG sich nicht mehr von ihrem Weg zum Deutschen Meistertitel abbringen. Insbesondere die Gegenstoß-Tore – zehn an der Zahl – bekam Oldenburg nicht in den Griff und musste schlussendlich die 15. Niederlage in dieser Saison hinnehmen. „Wir haben es über die 60 Minuten aber schon gut gemacht“, befand Bötel: „Wenn Bietigheim seine Leistung abruft, kann man dann eben auch mit zwölf Toren Unterschied gegen sie verlieren.“

Die nächste Chance, um Punkte für den Ligaverbleib zu sammeln, haben die Oldenburgerinnen bereits am Samstag wieder. Dann tritt der VfL im von Bietigheim rund 30 Minuten entfernten Neckarsulm gegen die Sport-Union an. 

SG BBM Bietigheim – VfL Oldenburg 33:21 (17:13)
VfL: Renner – Reinemann, Weyers, Jongenelen (1), Hoitzing, Pichlmeier (4/1), Buhl, Martens (2), Steffen (2), Carstensen (6/4), Schirmer (3/0), Klöcker, Knippert (2), Golla
06.05.2022, 09:17 Uhr
Diversity in Oldenburg verbessern: Ideen gesucht
Vision: Stadtgesellschaft ohne Ausgrenzung – Veranstaltung für alle Interessierten am 20. Mai
Oldenburg als Lebensort für alle – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. Was für das Zusammenleben in Oldenburg gilt, gilt auch für die Stadtverwaltung – sowohl als eine der größten Arbeitgeberinnen als auch zentrale Dienstleisterin in der Stadt. Bei einer Veranstaltung am Freitag, 20. Mai, sind deshalb Ideen gefragt, welche Wünsche und Bedürfnisse Bürgerinnen und Bürger an eine diversitätsgerechte Verwaltung haben.

Um mit dieser Vielfalt sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern für alle Seiten gewinnbringend umgehen zu können, wurde im Jahr 2021 bei der Stadtverwaltung ein Projekt zur Entwicklung eines Konzeptes zum aktiven Diversity Management gestartet. Es soll der Stadtverwaltung helfen, vorhandene Strukturen zu bündeln und fehlende zu ergänzen, um sowohl nach innen als auch nach außen diversitätssensibel zu arbeiten.

„Anerkennung und Wertschätzung von Diversität zeichnet eine fortschrittliche Stadtverwaltung aus. Mit dem Konzept wollen wir einer vielfältigen Stadt gerecht werden. Die konkreten Handlungsempfehlungen und Verantwortlichkeiten aus dem Projekt sollen die möglichen und nötigen Schritte für ein aktives Diversity Management aufzeigen“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Damit die Bedürfnisse entsprechend ermittelt werden können, lädt die Stadtverwaltung alle Interessierten zu einem Austausch über das Thema „Diversitätsgerechte Verwaltung“ ein. Am 20. Mai von 14 bis 18 Uhr sind im Seminarraum 2 des Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3) Ideen und Anregungen gefragt, die in das Konzept mit einfließen sollen. Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um eine Anmeldung bis zum 16. Mai online unter www.oldenburg.de/diversitymanagement, per E-Mail an diversity.management@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-4444 beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg.

Bitte beachten Sie: Besucherinnen und Besucher haben für die gesamte Dauer des Aufenthaltes in städtischen geschlossenen Gebäuden sowie in den vor diesen Gebäuden gegebenenfalls gelegenen Eingangsbereichen verpflichtend eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung (FFP2- oder OP-Maske) zu tragen.

Mehr über Inklusion und Diversity lesen Sie auf der städtischen Website unter https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/soziales/inklusion-und-diversity.html.
06.05.2022, 09:13 Uhr
Lastenradförderung für 2022 steht in den Startlöchern
Ab dem 1. Juni ist die Antragstellung möglich
Ob nun die Kinder, der Großeinkauf oder Gegenstände befördert werden müssen: Immer mehr Menschen interessieren sich für den Lastentransport mit dem Fahrrad, um klimafreundlich und ohne Parkplatzsuche unterwegs zu sein. Außerdem ist ein Lastenrad im Vergleich zu einem Auto oder Lieferwagen viel günstiger in der Anschaffung und im Unterhalt.

Zum zweiten Mal fördert die Stadt Oldenburg daher die Anschaffung und Nutzung von Lastenrädern und Fahrradanhängern mit einem finanziellen Zuschuss, damit Transporte vom Auto auf das Fahrrad verlagert werden können. Für die Förderung stehen in diesem Jahr 100.000 Euro zur Verfügung.

„Der hohe Antragseingang im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass ein großes Interesse an umweltfreundlichen Transportmitteln besteht“, bestätigt Verkehrsdezernent Dr. Sven Uhrhan. „Mit der Lastenradförderung wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, nachhaltige Mobilität in ihren Alltag zu integrieren.“

Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Oldenburg, eingetragene Vereine, Verbände, private Unternehmen sowie sonstige Selbständige und Freiberufler bis zu einer Betriebsgröße von neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihre Niederlassung oder ihren Firmensitz in Oldenburg haben.

Die Höhe der Zuwendung beträgt, bezogen auf die Anschaffungskosten,
· 50 Prozent, maximal jedoch 800 Euro für Lastenräder,
· 33 Prozent, maximal jedoch 1.200 Euro für Lastenpedelecs/Lasten-E-Bikes sowie
· 50 Prozent, maximal jedoch 150 Euro für Fahrradanhänger.

Auch wenn sich Interessierte erst ab dem 1. Juni 2022, 8 Uhr, für eine Förderung bewerben können, stehen ab sofort die genauen Förderbedingungen auf der städtischen Internetseite unter www.oldenburg.de/lastenradfoerderung. Dort können auch die Anträge ab dem 1. Juni über das Online-Formular eingereicht werden. Der Zeitraum für die Antragstellung endet am 31. August 2022. Die Bearbeitung erfolgt nach Eingangsdatum der vollständigen Anträge („Windhund-Verfahren“), bis das Fördergeld ausgeschöpft ist. Alternativ kann das Antragsformular in Papierform ab dem 1. Juni 2022 beim Servicecenter der Stadt Oldenburg, Telefon 0441 235-4444, angefordert werden.
03.05.2022, 18:37 Uhr
Der Traum vom Frieden lebt – zumindest musikalisch
Europaempfang: Luxemburgs Außenminister geißelt Russlands Ukraine-Krieg als Barbarei
„Die Ukraine braucht ein stolzes, geeintes Europa, um der Barbarei des Kreml Paroli zu bieten. Der Krieg in der Ukraine ist ein Krieg gegen die demokratischen Werte von uns allen.“ Wohl noch nie zuvor wurden in der 101-jährigen Geschichte des Goldenen Buches der Stadt Oldenburg bei einem Eintrag so deutliche Worte gewählt wie am Montagabend, als sich Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn in dem Band verewigte. Der erfahrene Chefdiplomat – mit 18 Amtsjahren ist er der dienstälteste Außenminister innerhalb der Europäischen Union – tat dies im Kulturzentrum PFL als Ehrengast beim Europaempfang, zu dem die Stadt Oldenburg und der Verein Europäische Föderalisten Oldenburg zum mittlerweile vierten Male eingeladen hatten.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Peter Meiwald, 1. Vorsitzender der Europäischen Föderalisten Oldenburg, war es eine besondere Ehre, vor 90 geladenen Gästen Jean Asselborn zum Europaempfang begrüßen zu dürfen. Krogmann dankte Luxemburgs Außenminister für sein „lebenslanges Engagement“. Wie kaum ein anderer biete Asselborn Nationalismus und Populismus auf europäischer Ebene die Stirn. „Du bist nicht nur ein Europäer durch und durch, Du hast den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen“, lobte Krogmann den Gast aus Luxemburg, mit dem er seit einem gemeinsamen Grünkohlessen in Brüssel auf „Du und Du“ ist.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine stand nicht nur in Asselborns Eintrag ins Goldene Buch, sondern auch in seiner anschließenden 35-minütigen Rede im Fokus. Asselborn bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin als „Kriegstreiber“, der vor nichts zurückschrecke und alle Fesseln abgelegt habe. „Putin hat vor, das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren zu ersetzen“, so Asselborn. Die EU stelle sich der Aggression Russlands entgegen, indem sie ihre Verteidigungsfähigkeiten stärkt, ihre Energieabhängigkeit von Russland reduziert und eine robustere wirtschaftliche Basis aufbaut. Der Angriff auf die Ukraine sei eine Attacke auf die Werte der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit. Diese Werte dürften keinen Millimeter weit aufgegeben werden, forderte Asselborn.

Dies gelte auch mit Blick auf innere Entwicklungen in der EU. Das Aufatmen über die Wiederwahl des französischen Präsidenten Emmanuel Macron dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es seiner rechtspopulistischen Herausforderin Marine Le Pen gelungen sei, ihre Wählerbasis weiter auszudehnen, und dass ihr brandgefährliches Gedankengut weiter auf dem Vormarsch ist. „Hier müssen wir uns alle fragen, was können wir besser machen? Wie können wir solchen für die Zukunft Europas existenzgefährdenden Tendenzen Einhalt gebieten?“, so Asselborn. 

Für den 73-jährigen Außenminister sind die „bitteren Kriegszeiten“ auf europäischem Boden eine „Herausforderung ganz neuen Ausmaßes“. Das „Fenster der Diplomatie“ werde sich erst öffnen, so Asselborns ernüchternde Analyse, wenn Putins „Barbarei von innen“ gestoppt werde. Momentan sei es illusorisch zu glauben, dass dies passiere, „aber Hoffen muss erlaubt sein“, sagte Asselborn. Und Träumen sowieso: „Can’t stop dreaming“ lautete der Titel des selbst komponierten Gitarrenstücks, mit dem das aus der Ukraine stammende Musiker-Paar Dariya Panasevych und Arsen Asanov als „Duo Sempre“ die Gäste verabschiedete. „Und heute Abend“, sagte Asanov, „haben wir alle nur einen Traum: Frieden in der Ukraine und in Europa.“
03.05.2022, 18:18 Uhr
Schadstoffmobil geht ab dem 10. Mai auf Tour
AWB bietet in diesem Jahr zwölf Termine – Mobile Sammlung macht an 48 Standorten Halt
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) geht wieder mit der mobilen Schadstoffsammlung auf Tour: Erster Termin in diesem Jahr ist am Dienstag, 10. Mai. Zum Auftakt wird an vier Standorten im Stadtteil Osternburg Halt gemacht. Die Termine sind jeweils von Dienstag bis Donnerstag der jeweiligen Sammelwoche.

Bis zum Ende der Sammelperiode am 13. September werden an zwölf Terminen insgesamt 48 Standorte angesteuert. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, neben schadstoffhaltigen Abfällen (zum Beispiel Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien) auch Elektrokleingeräte (beispielsweise Bügeleisen, Toaster, Staubsauger und Ähnliches) abzugeben. Elektrogroßgeräte sowie Fernsehgeräte und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gilt auch für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.

Der AWB weist darauf hin, dass bei der Übergabe der Abfälle an die Mitarbeiter des AWB eine FFP2- oder OP-Maske zu tragen ist.

Bei den ersten sechs Sammelterminen macht das Schadstoffmobil an folgenden Standorten Halt:

Sammeltag Dienstag, 10. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Viktoriastraße
10.45 bis 12 Uhr: Bremer Straße/ aktiv & irma Markt
14 bis 15.30 Uhr: Bremer Heerstraße/Combi Markt
15.45 bis 17.15 Uhr: Bremer Heerstraße/Holzland Vogt

Sammeltag Mittwoch, 11. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Alexandersfeld Tennishalle
10.45 bis 12 Uhr: Am Stadtrand/Edeka Neukauf
14 bis 15.30 Uhr: Immenweg/Ecke Am Strehl
15.45 bis 17.15 Uhr: Stubbenweg/Kaufland / Parkplatz

Sammeltag Donnerstag, 12. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: August-Hinrichs-Straße/Dürer Straße
10.45 bis 12 Uhr: Familia Wechloy/Parkplatz alte Tankstelle
14 bis 15.30 Uhr: Otto-Suhr-Straße/Glascontainer
15.45 bis 17.15 Uhr: Gymnasium Eversten/Glascontainer

Sammeltag Dienstag, 17. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Fliegerhorst Haupteingang
10.45 bis 12 Uhr: Im Brook/Wendekreis
14 bis 15.30 Uhr: Haupteingang Fliegerhorst, Alexanderstraße
15.45 bis 17.15 Uhr: Scheideweg/Familia Markt

Sammeltag Mittwoch, 18. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Klingenbergstraße/Martin-Niemöller-Straße
10.45 bis 12 Uhr: Harreweg/Kreyenzentrum
14 bis 15.30 Uhr: Eidechsenstraße/Alte Deponie
15.45 bis 17.15 Uhr: Alter Postweg/Kaufpark/Glascontainer

Sammeltag Donnerstag, 19. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Kranbergstraße/Anne-Frank-Platz
10.45 bis 12 Uhr: Nadorster Straße/Denn`s Biomarkt
14 bis 15.30 Uhr: Weser-Ems-Hallen/Wertstoffcontainer
15.45 bis 17.15 Uhr: Hochheider Weg/aktiv & irma Markt

Im September folgen weitere sechs Sammeltage. Alle Termine sind auch im Abfuhrkalender, in der Abfall-APP des AWB oder online unter www.awb-oldenburg.de zu finden.
03.05.2022, 18:15 Uhr
Kette spannen fürs STADTRADELN
Gemeinnützige Organisationen profitieren – Teilnahmeanmeldungen sind ab sofort möglich
Noch ist das STADTRADELN in Oldenburg weit weg – aber es werden schon jetzt Fahrradteams oder Einzelradelnde zum Mitradeln gesucht. Im Aktionszeitraum vom 4. bis zum 24. September werden mit den zurückgelegten Radkilometern – egal ob beruflich oder privat – gemeinnützige Organisationen unterstützt.

Die Anmeldung von Teams beziehungsweise die Registrierung als Radlerin oder Radler ist ab sofort kostenlos auf der Kampagnen-Website www.stadtradeln.de/oldenburg möglich.

Es können alle Personen mitradeln, die in Oldenburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-) Schule besuchen.

Mit den gesammelten Kilometern wird von zehn fiktiven Radelnden – stellvertretend für alle Teilnehmenden – eine virtuelle Radtour zu den Partnerstädten der Stadt Oldenburg bestritten. Für jedes erreichte Etappenziel stellen Unterstützer des Wettbewerbs als Motivation für den Einsatz eine Spende für gemeinnützige Organisationen zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Preisverlosung unter allen Teilnehmenden und eine Sonderkategorie für Schulklassen, die Kilometer eingetragen haben.

„Auf das Fahrrad umsteigen – das geht beim STADTRADELN besonders gut. Die Stadt Oldenburg möchte durch die Teilnahme am Wettbewerb den Anreiz erhöhen, die Vorteile der Fahrradmobilität zu entdecken“, macht Oberbürgermeister Jürgen Krogmann Werbung für die Veranstaltung. „Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Gerne noch mit Verstärkung, schließlich radeln wir für ein gutes Klima und gute Taten. Also, Termin vormerken und schon mal für den Wettbewerb trainieren!“

Insgesamt sind 509.500 Kilometer per Rad zurückzulegen, damit alle ausgewählten Organisationen von einer Unterstützung profitieren. Es dürfen natürlich auch mehr Kilometer geradelt werden, um als Herausforderung das Ergebnis vom vorigen Jahr zu verbessern.

Folgende Unternehmen und Vereine unterstützen bisher das STADTRADELN in Oldenburg: aktiv und irma Verbrauchermarkt, ADAC Weser-Ems, ADFC Oldenburg, Ammerländer Versicherung, CEWE, EWE Aktiengesellschaft, Frerichs – Der Zweirad Experte, Landessparkasse zu Oldenburg, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, ol-e urban:mobil, Oldenburg Tourismus und Marketing, Sausewind Oldenburg, Sparda-Bank West und Unterwegs Outdoor Shop. Der endgültige Etappenplan steht noch nicht fest, da weitere Unterstützer herzlich willkommen sind.

Wieder angeboten wird das Schulradeln in Niedersachsen. Der Wettbewerb ist ein kostenfreies Angebot an die Oldenburger Schulen und findet zeitgleich zum STADTRADELN statt. Alle weiterführenden Schulen sind aufgerufen, möglichst große Teams zu bilden. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte können sich am Schulteam beteiligen. Geradelte Kilometer, die beim Schulradeln eingetragen werden, zählen auch für das STADTRADELN in Oldenburg.

Nebenbei können sich Radelnde auch aktiv für eine Verbesserung des Radverkehrs einsetzen, indem sie Meldungen über die Radwegesituation auf der städtischen Stadtverbesserer-Plattform abgeben. Alternativ können STADTRADELN-Teilnehmende im Aktionszeitraum die Meldeplattform RADar! nutzen.

Informationen zur virtuellen Radtour sind auf der städtischen Facebook-Seite und auf www.oldenburg.de/stadtradeln zu finden. Kooperationspartner sind der ADFC Oldenburg und Oldenburg Tourismus und Marketing. Koordiniert wird der Wettbewerb vom Fachdienst Mobilität, Ansprechpersonen sind Kerstin Goroncy und Andreas Brosig.
01.05.2022, 11:43 Uhr
Am Ende schwinden die Kräfte
Oldenburg verliert gegen Thüringer HC
von Sönke Spille
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga der Frauen hat der VfL Oldenburg eine Niederlage einstecken müssen. Im Heimspiel verlor der VfL am Samstagabend gegen den Thüringer HC 21:27 (9:13). Beste Werferin im Trikot der Oldenburgerinnen war vor 620 Zuschauern war Merle Carstensen mit neun Toren.

Nach einem durchwachsenen Start samt früher Auszeit von VfL-Trainer Niels Bötel lagen die Oldenburgerinnen schnell mit 2:6 zurück(8. Minute)  „Mit dem Anfang bin ich nicht ganz zufrieden“, gestand VfL-Trainer Niels Bötel nach der Partie. „Die ersten zwei Gegentore sind durch Schlagwürfe gefallen, wo wir zu passiv stehen. Über die ersten zehn Minuten müssen wir sicherlich noch einmal sprechen“, sagte er. Dann aber fand sein Team immer besser in die Partie. Prunkstück war dabei wieder einmal die Defensive, die im Sechs-gegen-sechs stark verschob und den Gästen kaum Wurfmöglichkeiten bot. Dazu parierte Torhüterin Julia Renner mehrfach stark – und Kathrin Pichlmeier traf zum 6:6-Ausgleich (14.). Danach aber wollte in der Vorwärtsbewegung nur noch wenig gelingen. Zu wenige Lücken konnten gerissen werden, dazu bekam THC-Keeperin Irma Schjött mehrfach noch die Hände an den Ball. Mit schnellen Gegenstößen gelang es den Gästen, die Führung wieder auszubauen. Oldenburg dagegen blieb 14 Minuten ohne eigenen Treffer und handelte sich so eine 8:13-Hypothek zur Halbzeit ein. 

Die konnte das Bötel-Team im zweiten Abschnitt dann nicht mehr aufholen. Nach zwei verwandelten Siebenmetern von Merle Carstensen kam Oldenburg zwar noch einmal auf 14:18 heran. Dann aber ließen die Kräfte nach und der THC spielte seine Erfahrung aus. „Die Pässe an den Kreis zu Annika Meyer waren richtig gut gespielt“, musste Bötel anerkennend: „Dazu haben sie unsere Fehler konsequent ausgenutzt.“ Trotz Versuch, mit einer siebten Feldspielerin mehr Lücken zu reißen, stand am Ende die 14. Niederlage in dieser Saison. „Dass ein Spiel wie gegen Metzingen innerhalb von nur drei Tagen zu wiederholen extrem schwer ist, wussten wir“, sagte Bötel. „Wir wollten es versuchen, haben es aber nicht geschafft. Jetzt gilt es, weiter zu fighten und wieder zurückzukommen.“

Die nächste schwere Auswärtsaufgabe steht bereits am Mittwoch bevor. Dann ist der VfL bei Tabellenführer SG BBM Bietigheim zu Gast. „Wir haben jetzt nicht allzu viel Zeit, um uns zu regenerieren“, weiß Bötel. Dann will sein Team wieder alles daran setzen, dort vielleicht für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. 

VfL Oldenburg – Thüringer HC 21:27 (8:13)
VfL: Renner, Bahrs, Rump – Reinemann, Weyers, Jongenelen, Hoitzing (2), Pichlmeier (1), Buhl, Martens (1), Steffen (3), Carstensen (9/6), Schirmer (2), Klöcker, Knippert (2), Golla (1)
29.04.2022, 13:18 Uhr
Dringender Appell: Bei Kindern auf den Impfschutz achten
Gesundheitsamt bietet Beratung in sechsten Klassen an – Standardimpfungen im Blick
Das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg hat die diesjährige Europäische Impfwoche, die unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ steht, zum Anlass genommen, um eine Impfpassaktion an Oldenburger Schulen zu starten. Für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe bietet der Fachdienst Kinder- und Jugendgesundheit dabei eine Impfberatung an. Neben der Erhebung des Durchimpfungsgrades haben die Kontrollen der Impfdokumente das Ziel, auf die Notwendigkeit und Bedeutung von Impfungen sowie auf Impflücken hinzuweisen. Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis und im Einverständnis mit den Eltern beziehungsweise Erziehungsberichtigten.

In Kooperation mit den weiterführenden Schulen werden die Impfausweise oder vollständige Kopien von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern eingesammelt. Im Mai und Juni sehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Kinder- und Jugendgesundheit die Impfausweise durch und händigen diese nach der Überprüfung den Schülerinnen und Schülern direkt wieder aus. Mit der Rückgabe des Impfpasses erhalten Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte für jedes Kind eine individuelle Rückmeldung mit Hinweisen zu fehlenden oder in Kürze anstehenden Impfungen.

„Es ist sehr wichtig, dass man auf seinen Impfschutz achtet. Bei Impflücken sollten die Schülerinnen und Schüler das kostenfreie Angebot der Krankenkassen für Schutzimpfungen nutzen und sich in der Kinder- oder Hausarztpraxis impfen lassen“, appelliert Dr. Holger Petermann, Leiter des Gesundheitsamtes. Dr. Walter Götte, Kinderarzt im Gesundheitsamt, ergänzt: „Zuletzt standen die Impfungen gegen COVID-19 im Fokus. Hier geht es jedoch um die Standardimpfungen, die die STIKO für alle Kinder empfiehlt.“

Nach dem Infektionsschutzgesetz haben die Gesundheitsämter die Aufgabe, die Bevölkerung über die Bedeutung von Schutzimpfungen zu informieren und Erhebungen über die Dichte der Durchimpfung zu erstellen. Grundlage für die Beratung sind die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut. Bei den hier empfohlenen Impfungen fällt das Nutzen-Risiko-Verhältnis eindeutig zugunsten der Impfung aus.

Die Impfpassaktion des Gesundheitsamtes steht nicht im Zusammenhang mit der Masern-Impflicht nach dem Masernschutzgesetz. Beim Masernschutzgesetz wurde die Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2022 verlängert. Bis zu diesem Stichtag haben die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten von Kindern der jeweiligen Leitung von Gemeinschaftseinrichtungen einen Nachweis über die Masernimmunität vorzulegen.
29.04.2022, 13:16 Uhr
Gutes Sortierverhalten soll weiter optimiert werden
Restmüll-Analyse zeigt Potenzial zur Verbesserung auf – AWB plant Öffentlichkeitskampagne
Viele Oldenburgerinnen und Oldenburger sind überaus engagiert, wenn es um Müllvermeidung und das richtige Sortieren des Abfalls geht. Aber es gibt noch Luft nach oben: Das geht aus einer repräsentativen Analyse des Restmülls hervor, die der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg (AWB) in Auftrag gegeben hat. Im Fokus der von der Firma Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH aus Ahlen vorgenommenen Untersuchung stand, die noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffpotenziale festzustellen sowie die Anteile an Problem- und Schadstoffen zu ermitteln.

Weniger Restmüll als anderswo
Die gute Nachricht: Mit der in privaten Haushalten anfallenden Restmüllmenge von 94,8 Kilogramm pro Kopf und Jahr schneidet Oldenburg im bundesweiten Vergleich sehr gut ab. Im Bundesdurchschnitt produziert jeder Deutsche 128 Kilogramm Restmüll pro Jahr. In den Städten liegt der Pro-Kopf-Jahreswert sogar bei 151 Kilogramm. „Wir registrieren in Oldenburg einen sehr bewussten Umgang mit Restabfall“, freut sich AWB-Leiter Volker Schneider-Kühn.

Allerdings gilt auch beim AWB die Maxime: Nichts ist so gut, als dass es nicht weiter verbessert werden könnte. So hat die Analyse unter anderem ergeben, dass die Restmüllmenge zu 21 Prozent aus organischen Abfällen besteht, die eigentlich in die Biotonne gehören. Allerdings steht Oldenburg auch in dieser Kategorie deutschlandweit relativ gut da: Die in Oldenburg über den Restabfall entsorgte Jahresmenge an verwertbarer Organik liegt mit circa 20 Kilogramm pro Einwohner um etwa 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Gefahrenpotenzial
Vergleichsweise niedrig ist auch die Menge an „trockenen“ Wertstoffen (wie Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle und Verbunde), die 23,4 Prozent des Inhalts der Oldenburger Restmülltonnen ausmacht: Die jährliche Pro-Kopf-Menge liegt bei rund 22 Kilogramm (Bundesdurchschnitt: circa 29 Kilogramm). Aber sogar Gegenstände wie Elektrogeräte (1,6 Prozent der Gesamtmenge) sowie Problem- und Schadstoffe (0,7 Prozent) finden fälschlicherweise den Weg in die schwarzen Tonnen. Zwar erscheint der prozentuale Anteil der Elektrogeräte und Schadstoffe gering – dennoch stellen diese hochgerechneten 370 Tonnen pro Jahr ein riesiges Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt dar, wenn sie über den Restmüll entsorgt werden. Tatsächlich für den Restmüll gedacht sind unter anderem Windeln und weitere Hygieneprodukte, Staubsaugerbeutel, Tapetenreste, Rasierklingen, Katzenstreu oder sogenannter Feinmüll (wie Kehricht oder Asche).

Noch besser werden
„Auch, wenn in Oldenburg schon relativ gut getrennt und mit Abfällen generell sensibel umgegangen wird, haben wir Potenzial, bei der Mülltrennung noch besser zu werden“, resümiert Volker Schneider-Kühn. Dazu beitragen soll eine Öffentlichkeitskampagne, deren Start für den Sommer vorgesehen ist. Dadurch soll beispielsweise erreicht werden, dass der Anteil an Problem- und Schadstoffen sowie von Elektrogeräten im Restmüll deutlich reduziert wird. Vielmehr soll die Aufmerksamkeit auf Rücknahmesysteme im Handel und Entsorgungsmöglichkeiten auf den Wertstoffannahmestellen gelenkt werden. Darüber hinaus steht die mobile Schadstofferfassung zur Verfügung – geprüft wird, ob ab 2023 zusätzliche Sammelstellen und Sammeltage angeboten werden können. Auch mit Blick auf Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen und organische Abfälle soll erneut über die richtigen Entsorgungswege aufgeklärt werden.

Informationen zu Abfallarten und Hinweise zum richtigen Sortieren enthält auch die Abfall-App OL, die im App-Store und im Google Play Store sowie über einen QR-Code auf der Internetseite www.oldenburg.de/abfall-app-ol abrufbar ist.

Im September 2023 ist eine analytische Erfolgskontrolle geplant. „Unser Ziel ist eine echte Kreislaufwirtschaft, in der Rohstoffe bestmöglich recycelt oder aber für die Abfalltonne vorgesehene Dinge weitergenutzt werden. Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, betont AWB-Chef Volker Schneider-Kühn. 
29.04.2022, 13:04 Uhr
VfL Oldenburg siegt beim TuS Metzingen
Ausrufezeichen im Abstiegskampf
von Sönke Spille
Es war der verdiente Lohn einer tollen Leistung: Mit 25:20 (16:12) haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg im Bundesliga-Abstiegskampf zwei wichtige Punkte beim TuS Metzingen eingefahren. Gegen den Tabellenfünften zeigte die Mannschaft von Trainer Niels Bötel über die gesamten 60 Minuten eine starke Leistung, verdiente sich die zwei Punkte am Fuße der Schwäbischen Alb und rückte in der Tabelle sogar auf Platz neun vor. 

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“, schallte es am Mittwochabend durch die Metzinger Öschhalle. Jubelnd sprangen die VfL-Handballerinnen auf und ab und feierten ihren sechsten Saisonsieg, der so wichtig war, um im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen zu setzen. Nachdem es in vielen Spielen zuvor trotz starker Leistungen gegen die Top-Teams der Liga nicht zu Zählbarem gereicht hatte, wurde die Bötel-Sieben nun endlich belohnt. „Der Sieg tut uns unheimlich gut“, sagte der VfL-Coach nach dem Spiel.

Von Beginn an hatten die Oldenburger Spielerinnen dabei um die zwei so wichtigen Punkte gekämpft. „Uns war klar, dass nach der langen Anreise vor allem in der Abwehr viel Arbeit vor uns liegt“, erzählte Bötel. Nach hektischem Beginn führte der VfL, auch dank der drei Tore von Top-Torschützin Merle Carstensen und jeweils einem Treffer von Kathrin Pichlmeier und Maike Schirmer, die Begegnung bis zum 5:4 (9. Minute) mit einem Tor an. Und: Dank konzentrierter Abwehrarbeit bauten die Gäste ihren Vorsprung sogar auf vier Tore aus (12:8/19.). Immer wieder nutzte die Bötel-Sieben dabei einfache Ballverluste der TusSies, dazu präsentierte sich Torhüterin Julia Renner mit zahlreichen Paraden in starker Verfassung. Zwei Minuten vor der Pause erhöhte Luisa Knippert in Unterzahl sogar auf 16:11, am Ende ging Oldenburg mit einem Vorsprung von vier Toren in die Halbzeitpause. „Wir haben wenig klare Torchancen zugelassen“, zeigte sich Bötel mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft zufrieden.

Doch nach dem Seitenwechsel schmolz die Oldenburger Führung – und das rasend schnell. Keine fünf Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, da hatte Metzingen auf 15:16 verkürzt, Niels Bötel nahm Auszeit. Den Ausgleich konnte der VfL damit zwar nicht verhindern (16:16/37.), brach aber den Lauf der TusSies und erkämpfte sich selbst wieder einen Vorsprung (20:17). Als die letzten zehn Minuten anbrachen, war der Tabellenfünften zwar erneut auf ein Tor herangerückt, doch die Huntestädterinnen fighteten bis zur letzten Sekunde. Das 22:19 durch Pichlmeier (56.) brachte die VfL-Frauen wieder in eine komfortable Ausgangssituation – die sie sich nicht mehr nehmen ließen. 

Mit dem Sieg sprang der VfL in der Tabelle auf Platz neun. Am Samstag, 18 Uhr, wartet in der heimischen EWE-Arena mit dem Thüringer HC aber der nächste starke Gegner auf die Oldenburgerinnen.

TuS Metzingen – VfL Oldenburg 25:20 (12:16)
VfL: Renner, Hempen – Teiken, Reinemann, Weyers, Jongenelen, Hoitzing (1), Pichlmeier (6), Buhl, Martens (1), Steffen (4), Carstensen (8/3), Schirmer (3), Klöcker, Knippert (2), Golla
29.04.2022, 13:02 Uhr
Zukunftstag 2022: Vielfältige Einblicke in die Stadtverwaltung
120 Mädchen und Jungen entdecken unterschiedliche Berufsbilder
Zeit für Fragen, spannende Einblicke und die Verfestigung des ein oder anderen, vielleicht vorher nicht in Erwägung gezogenen Berufswunsches – das ist der Zukunftstag. Auch bekannt als Girls‘- und Boys‘-Day bot der Zukunftstag am Donnerstag, 28. April, insgesamt 120 Mädchen und Jungen die Gelegenheit, die große Bandbreite an Berufen bei der Stadtverwaltung zu entdecken. In diesem Jahr besuchten die Kinder unter anderem das Kulturbüro, verschiedene Einrichtungen des Fachdienstes Kindertagesbetreuung, das Horst-Janssen-Museum und das Stadtmuseum sowie das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen. Hinzu kamen viele weitere Bereiche, in die die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitwillig Einblicke gaben. Auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann empfing einige der Mädchen und Jungen in seinem Büro und beantwortete Fragen zu seinem Arbeitsalltag.

Beim Zukunftstag geht es darum, dass die teilnehmenden Mädchen und Jungen Praxisangebote aus für sie eher untypischen Berufsfeldern kennenlernen. Da die vielfältigen Berufsbilder der Stadtverwaltung alle Geschlechter gleichermaßen ansprechen, fanden sich in den meisten Einrichtungen gemischte Kindergruppen wieder, die die ihnen noch unbekannten Berufe mit großer Neugierde erkundeten und ihre Ansprechpersonen mit der ein oder anderen Frage löcherten. Zusätzlich zu den von Mitarbeitenden angebotenen Plätzen begleiteten auch einige Mädchen und Jungen ihre Eltern, Verwandten oder Bekannten an diesem Donnerstag zur Arbeit und bekamen einen Eindruck von deren täglicher Arbeit. 

Im Fachdienst Kommunikation haben beispielsweise ein Mädchen und ein Junge den Beruf Redakteurin/Redakteur kennengelernt und mithilfe einer Kollegin aus dem Fachbereich zwei Reportagen geschrieben: Die Artikel zur Musikschule und zur Kinderbibliothek der Stadt Oldenburg sind ab Freitag, 29. April, online auf www.oldenburg.de/zukunftstag zu finden.
29.04.2022, 13:01 Uhr
Stadtbibliothek erweitert die Rückgabe von Büchern und Co.
Rückgabe von Medien ab 2. Mai auch außerhalb der Öffnungszeiten
Die Stadtbibliothek Oldenburg erweitert ab Montag, 2. Mai, ihre Rückgabemöglichkeiten: Medien wie Bücher, Zeitschriften oder Tonies für Kinder können dann auch außerhalb der Öffnungszeiten in Rückgabeboxen zurückgegeben werden. Möglich ist dies in der Stadtbibliothek im PFL, in der Kinderbibliothek am PFL und in der Stadteilbibliothek Ofenerdiek. Bereits seit längerem kann in der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück eine Medienrückgabebox genutzt werden.

Die Rückgabezeiten für die Boxen unterscheiden sich je nach Bibliotheksstandort, da diese von äußerlichen Gegebenheiten abhängig sind. Gegebenenfalls werden sie im Laufe der Zeit noch angepasst.

· In der Stadtbibliothek im PFL ist die Rückgabebox im Foyer des PFL zu folgenden Zeiten nutzbar: Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 6 bis 11 Uhr und von 19 bis 20.30 Uhr, mittwochs von 6 bis 20.30 Uhr und samstags von 7.30 bis 11 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

· Medien der Kinderbibliothek am PFL können in der Medienrückgabebox im dortigen Foyer zu diesen Zeiten eingeworfen werden: Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 6 bis 11 Uhr und von 18 bis 20.30 Uhr, mittwochs von 6 bis 20.30 Uhr und samstags von 7.30 bis 11 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Da der barrierefreie Zugang zur Kinderbibliothek nicht zu allen Zeiten gewährleistet ist, kann in diesen Fällen auf die Rückgabebox im PFL ausgewichen werden.

· Die Rückgabebox der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek befindet sich außerhalb des Gebäudes, rechts neben dem Eingang, und kann durchgängig von montags, 10 Uhr, bis freitags, 17 Uhr, genutzt werden.

· Die Medienrückgabe der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück ist wie bisher montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Vorraum zugänglich.

Die jeweils aktuellen Zeiten sind auch auf der Website der Stadtbibliothek unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden. Brett- und Gesellschaftsspiele sowie Buchgeschenke müssen auch weiterhin persönlich während der Öffnungszeiten der jeweiligen Bibliotheken abgegeben werden und können nicht in die Rückgabeboxen geworfen werden.
29.04.2022, 12:56 Uhr
Ehrenamtliche für die Arbeitsgemeinschaft Erzählcafé im inForum gesucht
Bei der Organisation und Begleitung des Erzählcafés unterstützen und mitgestalten
Im Sommersemester 2022 können interessierte Besucherinnen und Besucher des inForum wieder am Erzählcafé teilnehmen. In diesem Rahmen erzählen Gäste in gemütlicher Atmosphäre aus ihrem Leben und über interessante Tätigkeiten.

Das Erzählcafé wird von einer Arbeitsgruppe des inForum organisiert und durchgeführt. Zu den Aufgaben der Ehrenamtlichen dieser Arbeitsgruppe gehören neben Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung auch die Begleitung des Erzählcafés als Gastgeberin oder Gastgeber. Alle Beteiligten treffen sich regelmäßig, um die Veranstaltungen zu planen.

Interessierte, die das Erzählcafés gern mitgestalten und sich in der Arbeitsgemeinschaft des inForum ehrenamtlich engagieren möchten, können sich direkt an das inForum wenden.

Für weitere Informationen ist eine Kontaktaufnahme per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2781 und 0441 235-2020 möglich.
29.04.2022, 12:45 Uhr
OLi-Bike wird durch Vandalismus aus dem Tritt gebracht
Mehr als 40 Leihfahrräder zielgerichtet beschädigt – Vorfälle zur Anzeige gebracht
Seit dem 2. April dieses Jahres betreibt die Bremer Tageszeitungen AG „OLi-Bike“, das öffentliche Fahrradverleihsystem der Stadt Oldenburg. Das System wird bisher gerne genutzt, allerdings wird die Freude über den an sich guten Start durch eine Reihe von Vandalismus-Fällen getrübt.

„Kurz nachdem wir die Räder in der Stadt verteilt haben, kamen die ersten Meldungen, dass an den Leihrädern die Ketten durchtrennt wurden. Glücklicherweise konnten wir bisher die Schäden recht schnell beheben. Leider erhalten wir aber vermehrt Kundenbeschwerden, die den Schaden beim Betreiber festmachen und eben nicht als Vandalismus erkennen – vor allem, wenn einzelne Räder betroffen sind“, schildert Mario Brokate, Geschäftsleiter von „OLi-Bike“, die derzeitige Situation. Vandalismus gebe es immer wieder mal, so Brokate, aber diese mutwillige und zielgerichtete Zerstörung sei auch für ihn als Geschäftsleiter neu. Insgesamt wurden bis heute über 40 Fahrräder in Oldenburg beschädigt.

Bisher findet der Vandalismus nur innerhalb der sogenannten Flexzone statt. Am stärksten betroffen ist die Station Ammerländer Heerstraße (Westkreuz). Dort wurden gleich an drei Tagen jeweils fünf Räder demoliert. Aus diesem Grund werden dort im Moment keine neuen Fahrräder bereitgestellt. „Die momentane Situation ist für uns als Auftraggeberin und auch für den Betreiber sehr unbefriedigend, führt sie doch dazu, dass andere Standorte nicht wie geplant aufgefüllt werden können“, bedauert Carola Pietsch, Leiterin des Fachdienstes Mobilität der Stadt Oldenburg.

Kopfschütteln über Zerstörungswut
Die Verwaltung steht im engen Kontakt mit der Bremer Tageszeitungen AG und der Polizei. „Alle Fälle von Vandalismus an den Leihrädern werden bei der Polizei angezeigt. Die Gründe für diese Zerstörungswut sind für uns absolut nicht nachvollziehbar. Wir bedauern sehr, dass dadurch das Angebot an nachhaltigen Mobilitätsalternativen beschränkt wird. Oldenburg benötigt aber solche Angebote, wenn wir unser Klimaziel 2035 erreichen wollen“, betont Dr. Sven Uhrhan, Bau-, Umwelt- und Verkehrsdezernent der Stadt Oldenburg.

Viele halten die Augen offen
Als Reaktion auf die derzeitige Situation kontrolliert der Streifendienst der Polizei zukünftig vermehrt die Stationen der Leihräder. „Wir hoffen sehr, dass der oder die Täter ausfindig gemacht werden. Wir haben tolle Unterstützung und mittlerweile viele offene Augen, die auf der Straße unterwegs sind: Hierzu zählen unter anderem die CitiPost, die VWG, der Kickscooter Anbieter TIER und natürlich die Polizei“, sagt „OLi-Bike“-Geschäftsleiter Mario Brokate.

Wer Hinweise zu Beschädigungen an den „OLi-Bikes“ geben kann, wird gebeten, sich bei der Ermittlungsgruppe Fahrrad der Polizei Oldenburg unter Telefon 0441 790-4463 oder beim Einsatz- und Streifendienst der Polizei unter Telefon 0441 790-4115 zu melden.

Verleihsystem als nachhaltiges Mobilitätsangebot
Für den Aufbau und Betrieb des Verleihsystems erhält die Bremer Tageszeitungen AG von der Stadt Oldenburg einen Zuschuss von knapp 120.000 Euro pro Jahr. Gestartet wurde zunächst mit 250 Rädern, die im gesamten Stadtgebiet genutzt werden können. Zusammen mit dem Mobilitätspartner VWG soll sowohl für die Bürgerinnen und Bürger aber auch für Besucherinnen und Besucher ein weiteres attraktives, flexibles und vor allem nachhaltiges Mobilitätsangebot in Oldenburg zur Verfügung gestellt werden.

Mehr über das Fahrradverleihsystem „OLi-Bike“ erfahren Sie auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/oli-bike.
29.04.2022, 12:43 Uhr
Helfende Hände für Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gesucht
Event vom 2. bis 9. Juni – Bewerben für Koordinationsaufgaben oder als Fahrerin oder Fahrer
Live dabei sein, wenn Oldenburg zur Musikhauptstadt wird: Das können Interessierte auch ganz ohne musikalisches Talent. Denn für den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vom 2. bis 9. Juni in Oldenburg werden noch helfende Hände gesucht.

Organisationstalente ab 16 Jahren sind als Koordinationshelferinnen und Koordinationshelfer gefragt: Diese beaufsichtigen zusammen mit dem verantwortlichen Koordinator oder der verantwortlichen Koordinatorin den organisatorischen Ablauf der Wertungsspiele. Auch die Betreuung der Teilnehmenden, der Jurorinnen und Juroren sowie der Gäste gehört zu den Aufgaben.

Wer lieber unterwegs ist, kann sich als Fahrerin oder Fahrer für den Shuttleservice bewerben: Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 21 Jahren und ein Führerschein der Klasse III bzw. B. Dabei werden nicht nur Jurymitglieder von A nach B gefahren, sondern auch Materialien transportiert oder Organisationsfahrten durchgeführt.

Interessiert? Dann wenden Sie sich für weitere Informationen und Ihre Bewerbung an Kristof Gerlach (Telefon: 0228 / 2091-135, E-Mail: teambw@musikrat.de) vom Deutschen Musikrat.
26.04.2022, 17:55 Uhr
Von Abwehrkräften und Gemeinsamkeiten
1. Demokratiekonferenz Oldenburg
„Wir können als Gesellschaft und als Einzelne Abwehrkräfte gegen Falschmeldungen entwickeln“, sagte Ingrid Brodnig, Journalistin und Autorin aus Wien in ihrem Vortrag anlässlich der 1. Demokratiekonferenz in Oldenburg. Der Vortrag steht frei zugänglich auf dem Youtube-Kanal von Oeins zur Verfügung. Die Expertin zeigt an aktuellen Beispielen auf, wie Verschwörungsmythen funktionieren und sie gibt praktische Tipps, mit welchen Strategien ihnen begegnet werden kann.

Wie stärken wir die Demokratie in Oldenburg? Über 70 Oldenburger sind der Einladung von Partnerschaften für Demokratie Oldenburg gefolgt und haben diese Frage diskutiert. Ihre Themen reichten vom Umgang mit Desinformation über die Rolle von Lokaljournalismus und digitaler Beteiligung bis zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen, die von Wahlen ausgeschlossen sind. Wichtige Impulse kamen von dem Freiburger Wahlkreis 100%, den Fridays For Future und Expertinnen wie Sarah Thust von CORRECTIV und Peter Gneuß von der Stadt Oldenburg.

„Die Teilnehmenden der 1. Demokratiekonferenz haben gemeinsam nach Antworten gesucht: Was können wir vor Ort tun, um die Demokratie zu stärken“, berichtet Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrat Oldenburg. Der Präventionsrat verantwortet gemeinsam mit dem Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg das Projekt Partnerschaften für Demokratie Oldenburg. „Um den lokalen Bezug sicher zu stellen, haben wir gezielt entweder Referenten oder Teilnehmer aus Oldenburger Institutionen für unsere Workshops eingeladen“, ergänzt Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg.

„Wer sich für Demokratie in Oldenburg engagieren möchte, findet hierfür Unterstützung von den Partnerschaften für Demokratie“, macht Lena Wiggers deutlich, die für das Programm die Koordinierung innehat. „Das Programm fördert mit einem Aktions- und einem Jugendfond Projekte in den Handlungsfeldern Demokratie-stärken, Vielfalt-gestalten und Extremismus-vorbeugen.“

Die 2. Demokratiekonferenz Oldenburg wird am 10.12.2022 im Alten Landtag stattfinden. Aktuelle Informationen dazu werden auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen der Partnerschaften für Demokratie Oldenburg veröffentlicht. 
26.04.2022, 17:52 Uhr
Raus! Welle machen für Inklusion
Vom 2. bis 8. Mai 2022 findet die 11. Oldenburger Inklusionswoche statt.
Anlässlich des 5. Mai, dem Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, haben sich in Oldenburg auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Selbsthilfe- und Interessensvertretungen, Institutionen, Vereine, Arbeitskreise und Akteur:innen der Verwaltungen und einzelne Aktivist:innen vernetzt. Mit vielen informativen, provokativen und kreativen Aktionen machen sie auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam, informieren und sensibilisieren für Barrierefreiheit und fördern das soziale Miteinander in der Stadt. Das Programm reicht von Film- und Theateraufführungen über Informationsveranstaltungen und Lesungen bis hin zu Slam, Improtheater und Freak-out Disco. Den Höhepunkt der Veranstaltungen bildet die gemeinsame Demo der Vielfalt, die am 7. Mai, um 11 Uhr am Bahnhofsplatz startet

Das Anliegen des „Aktionsbündnisses 5. Mai“ ist es, dass alle Menschen an der Gesellschaft gleichberechtigt teilhaben - egal ob jung oder alt, beeinträchtigt oder nicht, mit oder ohne Geld, hier aufgewachsen oder noch fremd. Inklusion soll gelebt werden. 13 % unserer Mitmenschen leben mit einer Behinderung. Sie sind besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Im Rahmen der Inklusionswoche soll ihnen Gehör verschafft werden. Raus gehen und Welle machen für Inklusion, so lautet daher in diesem Jahr das Motto der 11. Oldenburger Inklusionswoche. Und alle Oldenburger:innen sind herzlich eingeladen, mitzumachen.

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.ol-inklusiv.de.

Die Inklusionswoche wird gefördert von der Aktion Mensch.
26.04.2022, 17:49 Uhr
Live und mit Publikum: Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Oldenburg
Event vom 2. bis 9. Juni in über 20 Spielstätten – rund 2.300 Teilnehmende erwartet
Der 59. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ist vom 2. bis 9. Juni 2022 im niedersächsischen Oldenburg zu Gast. Nach der Absage 2020 und dem größtenteils als Videowettbewerb durchgeführten Bundesfinale 2021 findet der größte bundesweite Musikwettbewerb für Kinder und Jugendliche, ein Projekt des Deutschen Musikrates, 2022 wieder live und mit Publikum statt. Die Musikschule Oldenburg als enger Partner des Bundeswettbewerbs 2022 steht als Übungshaus für die Teilnehmenden zur Verfügung.

In Oldenburg werden rund 2.300 jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, die in etwa 1.500 öffentlichen Wertungsspielen ihre einstudierten Programme zu Gehör bringen. Die Wertungsspiele des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ werden in über 20 Räumlichkeiten in Oldenburg stattfinden, den sogenannten Wertungshäusern. Dazu gehören zum Beispiel das Oldenburgische Staatstheater, der Alte Landtag, die Weser-Ems-Hallen, das Kulturzentrum PFL, die Universität, mehrere Schulen und einige weitere ausgesuchte Orte. Die Informationszentrale „Jugend musiziert“ samt Teilnehmenden-Anmeldung ist während des Wettbewerbs im CORE in der Heiligengeiststraße untergebracht, mitten im Herzen Oldenburgs.

Öffentliche Wertungsspiele und Konzerte
Im Mittelpunkt des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ 2022 stehen die rund 1.500 öffentlichen Wertungsspiele vor den Jurygremien. Darüber hinaus laden fünf Konzerte die Oldenburger Musikinteressierten ein: Das Begrüßungskonzert am 4. Juni in den Weser-Ems-Hallen Oldenburg mit dem Trio Noema (18 Uhr), die Matinee „Ausgezeichnet!“ am 5. Juni im Oldenburgischen Staatstheater mit Ensembles des Deutschen Kammermusikkurses, Ensembles der Wochenenden der Sonderpreise sowie Ensembles der European Union of Music Competitions for Youth (11 Uhr). Am 6., 7. und 8. Juni präsentieren sich in den Weser-Ems-Hallen Oldenburg jeweils ab 20 Uhr die Konzerte der diesjährigen 1. Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträger mit Werken aus ihren jeweiligen Wertungsprogrammen. Darüber hinaus warten spannende Workshops auf die Teilnehmenden.

Der Kartenvorverkauf für die Konzerte startet am 11. Mai online auf www.ticket2go.de. Der Eintritt beträgt 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) bei freier Platzwahl.

Elf Wettbewerbskategorien
2022 begegnen sich die Teilnehmenden in folgenden elf Wettbewerbskategorien: Solo-Kategorien: Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug (Percussion, Mallets), Gesang (Pop) und den Ensemble-Kategorien: Klavier-Kammermusik, Duo: Klavier und ein Blasinstrument, Vokal-Ensemble, Zupf-Ensemble, Harfen-Ensemble, Besondere Besetzungen: Alte Musik und Weitere Instrumente.

Über Förderer und Sponsoren
Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Hauptförderer und von der Sparkassen-Finanzgruppe als Hauptsponsor unterstützt. Ergänzt wird diese Grundsicherung beim Bundeswettbewerb 2022 durch die Unterstützung aus dem gastgebenden Bundesland Niedersachsen, der Stadt Oldenburg, der Stiftung Niedersachsen und weiteren lokalen Förderern wie der EWE-Stiftung, der Oldenburgischen Landschaft und der Barthel Stiftung. Kulturpartner des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert 2022 ist der Norddeutsche Rundfunk.

Mehr erfahren?
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website unter www.jugend-musiziert.org/wettbewerbe/bundeswettbewerb.html.
26.04.2022, 17:25 Uhr
5000 Euro für „Klasse2000“ und „Lions-Quest“
Lions Club Oldenburg-Lappan unterstützt Präventionsarbeit an Oldenburger Schulen
Der Förderverein des Präventionsrates Oldenburg erhielt vom Lions Club Oldenburg-Lappan eine Spende in Höhe von 5.000 Euro für die Umsetzung der beiden erfolgreichen Präventionsprogramme „Klasse2000“ und „Lions-Quest“ an den Schulen in der Stadt Oldenburg. 

Der Präventionsrat verfolgt das Ziel der Gewalt- und Kriminalitätsprävention. „Prävention gelingt am erfolgreichsten dann, wenn wir es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen“, betonte der Vorsitzende des Vereins, Torsten Maus, „darum stärken wir hierzu besonders das berufliche und das bürgerschaftliche Engagement.“ In mehreren Arbeitskreisen werden nach Aussagen der Geschäftsführerin Melanie Blinzler die Kompetenzen der Fachkräfte und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden. 
„Gerade in Anbetracht der sozialen und emotionalen Belastungen der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie wissen wir die Angebote des Fördervereins des Präventionsrates sehr zu schätzen“, unterstrich Clubpräsident Dr. Jens Behrends die Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Vereins, Torsten Maus, und Geschäftsführerin Melanie Blinzler. „Aus Sicht unseres Lions Clubs ist die Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen ein hohes Gut“, ergänzt der Vorsitzende der Fördergesellschaft des Lions Clubs Oldenburg-Lappan e.V., Harald Lesch, „wir freuen uns, mit dieser Spende die Lebenskompetenzprogramme in Schulen stärken zu können.“
26.04.2022, 17:12 Uhr
Unkompliziert online Hilfe zur Pflege und Bestattungskostenhilfe beantragen
Oldenburg beteiligt sich an Landesprojekt zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen
Per Mausklick oder Tastendruck ins Rathaus: Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg können immer mehr Dienstleistungen der Stadtverwaltung digital in Anspruch nehmen. Das gilt jetzt auch für komplexe Antragsverfahren wie die Hilfe zur Pflege und die Bestattungskostenhilfe. In Oldenburg ist die Beantragung dieser Leistungen nun in einem möglichst einfachen Prozess online über Computer, Tablets und Smartphones machbar.

Die Hilfe zur Pflege können pflegebedürftige Personen oder ihre Bevollmächtigten beantragen, wenn der notwendige Pflegeaufwand nicht mit den Mitteln der Pflegekasse und den eigenen finanziellen Mitteln sichergestellt werden kann. Mit der Bestattungskostenhilfe werden die erforderlichen Kosten einer Bestattung vom Sozialhilfeträger übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, diese Kosten zu tragen.

„Mit den digitalen Antragsverfahren bieten wir einen unkomplizierten Zugang zu den wichtigen Leistungen der Hilfe zur Pflege und der Erstattung von Bestattungskosten. Gerade in belastenden Situationen, wenn Menschen Hilfe bei der Pflege brauchen oder ein geliebter Angehöriger verstorben ist, wollen wir die Bürgerinnen und Bürger unterstützen“, betont Meike Dikosso, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziales. Die Antragstellenden werden strukturiert durch den Antrag geleitet und erhalten an vielen Stellen Hinweise zu den erforderlichen Angaben. „Wer sich beim Servicekonto Niedersachsen registriert und angemeldet hat, muss den Antrag auch nicht in einem Durchgang ausfüllen, sondern kann ihn nach und nach ergänzen“, erläutert Dikosso die Vorteile der neuen Lösung.

Oldenburg ist Pilotkommune
Das Angebot ist ein niedersächsischer Baustein der bundesweiten Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG): Bis Ende 2022 werden zahlreiche Verwaltungsleistungen in ganz Deutschland digitalisiert. Das Land Niedersachsen erstellt federführend Digitalangebote im Bereich Gesundheit. Als Kooperationspartner des Landes Niedersachsen hat sich die Stadt Oldenburg zunächst an der Entwicklung des Onlineantrags zur Hilfe zur Pflege und der Bestattungskostenhilfe beteiligt – weitere sollen folgen. Die Landeshauptstadt Hannover und die Stadt Wolfsburg haben ebenfalls als Pilotkommunen an der Entwicklung der Anträge mitgewirkt und werden die Onlinebeantragung für ihren Zuständigkeitsbereich anbieten.

Komplexe Anforderungen, einfacher Zugang
Die Hilfe zur Pflege ist eine bedarfsabhängige Sozialleistung, die ein breites Spektrum an unterstützenden Maßnahmen fördert. Dazu gehören beispielsweise technische Hilfsmittel, das Pflegegeld, notwendige Umbauten in der eigenen Wohnung oder Aufenthalte in der Kurzzeitpflege. 2020 zählte das Statistische Bundesamt 403.000 Empfänger und Empfängerinnen der Hilfe zur Pflege. Die meisten von ihnen (83,4 Prozent) wurden in Pflegeeinrichtungen betreut. Im Bewilligungsverfahren müssen vielfältige Faktoren berücksichtigt werden – etwa der Pflegegrad, die individuellen Bedürfnisse oder die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Betroffenen.

Bei der Bestattungskostenhilfe ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich, dass angefallene Bestattungskosten auf Antrag vom Amt für Teilhabe und Soziales erstattet werden können. Dabei können die Kosten für eine einfache ortsübliche Bestattung berücksichtigt werden.

Wenn es Erben gibt, sind diese für die Durchführung der Bestattung verantwortlich. Wenn das Erbe ausgeschlagen wurde, ist in folgender Rangfolge für die Bestattung der verstorbenen Person zu sorgen:

· Ehegattin oder Ehegatte oder eingetragene Lebenspartnerin oder eingetragener Lebenspartner,
· Kinder,
· Enkelkinder,
· Eltern,
· Großeltern
· Geschwister.

In der weiteren Prüfung sind dann die Angemessenheit der Kosten und die persönliche Einkommens- und Vermögenssituation der Verpflichteten zu prüfen.

„Die Herausforderung für die beiden Onlineanträge war daher, den komplexen rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden und für die Nutzerinnen und Nutzer trotzdem einen möglichst einfachen, barrierearmen Prozess zu gestalten. Darauf haben das Land Niedersachsen, die beteiligten IT-Dienstleister und die Kommunen engagiert und vertrauensvoll hingearbeitet“, berichten Chris Hoffmann und Sina Wachtendorf aus dem Amt für Teilhabe und Soziales. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Onlineanträge jetzt eine echte Erleichterung für die Antragstellenden sind.

Auf dem Weg zur digitalen Kommune
Die digitalen Services der Stadt Oldenburg werden permanent erweitert und stehen im Internet unter https://www.oldenburg.de/online-services zur Verfügung. Zur Jahresmitte startet die Stadt zudem mit einem neuen Service Portal, das auch die Anbindung an das niedersächsische Servicekonto anbieten wird.
23.04.2022, 17:26 Uhr
Haushalt 2022: Ministerium gibt grünes Licht
Finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt wird als gesichert eingestuft
Grünes Licht für den Haushalt 2022: Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport hat den vom Rat der Stadt Oldenburg verabschiedeten Haushaltsplan ohne Beanstandungen und Auflagen zur Kenntnis genommen. Die Aufsichtsbehörde hat die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt Oldenburg für 2022 „uneingeschränkt festgestellt und als gesichert eingestuft“, heißt es in der Mitteilung aus Hannover.

Im Gesamtergebnis wies der Haushaltsplan zum Zeitpunkt des am 28. Februar erfolgten Ratsbeschlusses einen Überschuss in Höhe von 11,87 Millionen Euro aus. Diese Prognose wurde jedoch durch einen am 29. März ergangenen Bescheid des Landesamtes für Statistik getrübt. Demnach fällt der Ertrag aus dem Finanzausgleich um 12,55 Millionen Euro geringer aus als erwartet. Sollte dieser Minderertrag nicht kompensiert werden können, wäre entgegen der ursprünglichen Planung von einem Defizit in Höhe von 0,68 Millionen Euro auszugehen.

Die Genehmigung des Innenministeriums bezieht sich auf den Kernhaushalt der Stadtverwaltung. Der Haushaltsplan der Klävemannstiftung und die Wirtschaftspläne des Eigenbetriebs Gebäude-wirtschaft und Hochbau sowie des Bäderbetriebs befinden sich derzeit noch in der Prüfung. Genehmigungspflichtige Festsetzungen für den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft lagen nicht vor.

Die Haushaltssatzung der Stadt Oldenburg wird voraussichtlich am 4. Mai – nach der Veröffentlichung im Amtsblatt – in Kraft treten.
23.04.2022, 17:25 Uhr
Teamgeist bei Special Olympics: Oldenburg und Hatten gemeinsame Gastgeber
Kooperation bei Host-Town-Kampagne – Länder-Delegation vom 12. bis 15. Juni 2023
Wenn Deutschland im Juni 2023 erstmals Gastgeber der Special Olympics World Games (SOWG) sein wird, der weltweit größten inklusiven Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, kommen auch die Stadt Oldenburg und die Gemeinde Hatten ins Spiel: Denn beide hatten sich erfolgreich um die Teilnahme am „Host Town Program“ 2023 für eine Delegation bis 25 Personen beworben – und werden nun kooperieren, um eine Delegation vom 12. bis 15. Juni zu beherbergen, ihr unsere Region näher zu bringen und natürlich die sportliche Vorbereitung auf die Wettkämpfe zu ermöglichen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Donnerstag, 21. April, unterzeichnet.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht deutliche Vorteile einer solchen Kooperation mit der Nachbargemeinde: „Wir freuen uns, im Vorfeld der Special Olympics als Team mit der Gemeinde Hatten aufzutreten und diese wichtige Veranstaltung zu unterstützen. So können wir gemeinsam Oldenburg und Hatten als starke, freundliche und inklusive Gastgeberinnen präsentieren.“ Guido Heinisch, Bürgermeister der Gemeinde Hatten, ergänzt: „Dank dieser Kooperation können wir Synergien nutzen, Potenziale bündeln und Vernetzungen auf dem Gebiet Inklusion und Sport ermöglichen – eine Win-Win-Win-Situation für Stadt, Gemeinde und natürlich die Athletinnen und Athleten sowie ihren Betreuungsstab.“ Tatkräftig unterstützt wird die Gemeinde Hatten dabei durch den Landkreis Oldenburg.

Dank der Kooperation steigt die Größe der Delegation nun sogar auf bis zu 35 Personen, da Oldenburg bis 25 Personen und Hatten bis 10 Personen bei der Bewerbung angegeben hatte. Die Unterbringung ist in der Jugendherberge der Stadt Oldenburg vorgesehen. Bei den Kosten wird die Stadt Oldenburg einen größeren Anteil übernehmen, das Programm wird gerecht aufgeteilt. Beide Partner bemühen sich um die Einwerbung von Sponsorengeldern.

Über die Special Olympics und die Host Towns
Vom 17. bis 25. Juni 2023 werden etwa 7.000 Athletinnen und Athleten aus mehr als 170 Nationen in Berlin erwartet, die in 26 Sommer- und zwei Demonstrationssportarten miteinander antreten. Im Vorfeld der Spiele werden die 170 Delegationen aus aller Welt im Rahmen des „Host Town Program“ in insgesamt 216 Kommunen willkommen geheißen – unter anderem in der Stadt Oldenburg, die sich mit dem Behindertenbeirat der Stadt, dem Stadtsportbund Oldenburg, der SELAM-Lebenshilfe und den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg erfolgreich beworben hatte. Auch die Gemeinde Hatten bekam die Zusage, Gäste aus aller Welt für dieses bedeutende Sportevent bei sich begrüßen zu dürfen. Da sich mehr Kommunen beworben hatten als Delegationen zur Verfügung stehen, hatte das Organisationskomitee für regionale Kooperationen geworben.
23.04.2022, 17:08 Uhr
Preise für Nachhaltigkeit, Innovation, Gesundheit und Soziales Engagement
Vier ausgeschriebene Awards der Metropolregion Nordwest: Bis zum 3. Juni bewerben
Die Metropolregion Nordwest bewirbt vier ausgeschriebene Awards mit einem Preisgeld von jeweils 10.000 Euro für gute Ideen, Initiativen oder Projekte. Teilnehmen können Privatpersonen sowie alle öffentlichen und privaten Initiativen und Institutionen, darunter auch Städte und Gemeinden, sowie Verbände, Vereine und Unternehmen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 3. Juni 2022. Diese vier Awards sind aktuell von der Metropolregion Nordwest, bei der auch die Stadt Oldenburg Mitglied ist, ausgeschrieben:

NordWest Award
Der NordWest Award prämiert unter dem Motto „NordWest.Zusammenhalt“ soziales Engagement, eine gute Idee, eine Initiative oder ein Projekt, die oder das die Menschen im Nordwesten bei der Bewältigung der umfassenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozesse unterstützt. Der Nordwesten hält zusammen!

GesundheitsAward
Der GesundheitsAward zeichnet eine Idee, eine Initiative oder ein Projekt aus, die oder das auf einem breiten Gesundheitsverständnis aufbaut und die Menschen in der Region an den Umgang mit der eigenen Prävention heranführt. Der Nordwesten hält sich gesund!

NachhaltigkeitsAward
Der NachhaltigkeitsAward wird an eine Idee, eine Initiative oder ein Projekt verliehen, welche oder welches mit fortschrittlichen und kreativen Ansätzen und Lösungen zu Umwelt-, Klima- oder Naturschutz in unserer Region beiträgt. Der Nordwesten gestaltet Zukunft!

WeiterdenkerAward
Der WeiterdenkerAward würdigt eine Idee, eine Initiative oder ein Projekt, welche oder welches durch einen hohen Innovationsgrad einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung und zum Wachstum unserer Region beiträgt. Der Nordwesten zeigt seine Stärke!
23.04.2022, 17:05 Uhr
Sinnstiftendes Engagement: Agentur :ehrensache bildet in zwei Projekten Ehrenamtliche aus
Als Job- und Entwicklungspaten oder im Büro-Team unterstützen
Die Agentur :ehrensache des Fachdienstes für Bürgerschaftliches Engagement bildet in zwei Projekten wieder Ehrenamtliche aus, die sich über ein Jahr einer verantwortungsvollen Aufgabe widmen möchten. Im Job- und Entwicklungspatenprojekt begleiten Sie als Ehrenamtliche eine Schülerin oder einen Schüler über ein Jahr in der persönlichen Entwicklung und beruflichen Orientierung. In dem Projekt Büro-AG geht es dagegen um die Zusammenarbeit mit Erwachsenen und Freude an einer vielseitigen Bürotätigkeit.

Beide Projekte beinhalten umfangreiche Schulungsmaßnahmen durch die Agentur :ehrensache als Vorbereitung auf die ehrenamtliche Tätigkeit: „Eine feste Struktur und eine enge Begleitung über den gesamten Zeitraum sind entscheidend für ein bereicherndes ehrenamtliches Engagement“, bekräftigt Monika Engelmann Bölts, Leitung des Fachdienstes für Bürgerschaftliches Engagement.

Im Job- und Entwicklungspatenprojekt begleiten berufstätige Personen jeden Alters eine Schülerin oder einen Schüler mit oder ohne Migrationshintergrund über ein Jahr. Als Patin oder Pate stehen Sie den Jugendlichen beratend zur Seite und unterstützen sie dabei, in der komplexen und schnelllebigen Berufswelt den eigenen Weg zu finden. Die Übernahme einer Patenschaft bringt dabei nicht nur die Jugendlichen in der eigenen Entwicklung voran. Die Arbeit mit jungen Menschen bereichert und macht Freude. Mit nur wenigen Stunden monatlich ist dieses Ehrenamt darauf ausgerichtet, auch berufsbegleitend ausgeübt zu werden. Der bereits 15. Durchgang startet im Juli 2022.

Zur Unterstützung des Büro-Teams werden Personen mit Organisationstalent und guten EDV-Kenntnissen gesucht. Dieses Ehrenamt findet einmal in der Woche für drei Stunden im Kulturzentrum PFL statt und beinhaltet unterstützende Bürotätigkeiten. Sie sind erste Ansprechperson für Besucherinnen und Besucher und bereichern das Team des Fachdienstes mit ihrer offenen und kommunikativen Art. Neben allgemeinen bürospezifischen Aufgaben unterstützen Sie die Kolleginnen in einem spezifischen Bereich, wie der Planung von Ausstellungen, Unterstützung bei Kursen oder der Evaluation unserer Veranstaltungen. Nähere Informationen gibt es beim Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement unter www.oldenburg.de/buergerschaftliches-engagement. 

Sie haben Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit? Dann melden Sie sich telefonisch bei Monika-Engelmann-Bölts unter 0441 235-2311 oder per E-Mail an monika.engelmann-boelts@stadt-oldenburg.de.
23.04.2022, 16:43 Uhr
Stadt bietet Hilfe im Umgang mit traumatisierten Geflüchteten
Online-Veranstaltung für ehrenamtliche Unterstützende – Kooperation mit Wildwasser
Der Krieg in der Ukraine berührt die Menschen auch hierzulande. Wie sollen Ehrenamtliche traumatisierten Geflüchteten begegnen – und wie gelingt es, auf sich selbst zu achten? Antworten darauf gibt eine Online-Veranstaltung am Dienstag, 26. April, in der es von 18 bis 20 Uhr um den Umgang von Ehrenamtlichen mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten aus der Ukraine geht. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation der Fachdienste Bürgerschaftliches Engagement und Integration der Stadt Oldenburg mit dem Verein Wildwasser Oldenburg.

Monika Engelmann-Bölts, Leiterin des Fachdienstes Bürgerschaftliches Engagement, sagt: „Die Veranstaltung richtet sich an ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe und an Menschen, die geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer aufgenommen haben. Ehrenamtliches Engagement spielt bei der Bewältigung von Notsituationen eine wichtige Rolle. Innerhalb einer sehr kurzen Zeit hat sich eine hohe Anzahl Menschen in Oldenburg bereit erklärt, sich für Geflüchtete aus der Ukraine zu engagieren. Dies sei sehr beeindruckend.“

Aber im Umgang mit (potentiell) traumatisierten geflüchteten Menschen treten häufig Verunsicherungen und Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht bei den Unterstützenden auf. Gutes Rüstzeug zur Bewältigung ist daher für alle – Betroffene wie Helfende – wichtig. In dieser Online-Veranstaltung wird Nadine Finke, Traumafachberaterin von Wildwasser, psychotraumatologische Grundkenntnisse vermitteln, zum Beispiel: Was ist ein Trauma? Was geht in Menschen vor, die traumatische Erlebnisse erfahren? Welche Folgen kann eine Traumatisierung für die Betroffenen haben? Wie schütze ich mich als Ehrenamtliche vor Mitgefühlserschöpfung? Wie können seelische Wunden heilen?

Um Anmeldung wird gebeten unter 0441 235-4444 oder online unter https://www.oldenburg.de/anmeldung-trauma-was-tun. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nähere Informationen gibt es unter der E-Mail-Adresse monika.engelmann-boelts@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2311.
19.04.2022, 18:38 Uhr
Stadt Oldenburg schreibt Kinder- und Jugendbuchpreis aus
Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juni
Die Stadt Oldenburg schreibt in diesem Jahr erneut den renommierten Kinder- und Jugendbuchpreis aus. Der Preis für literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur ist mit einer Ehrengabe von 8.000 Euro verbunden. Er wird an Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eigenständigen Werk aus diesem Bereich an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen noch unbekannter Autorinnen und Autoren leisten. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt, die ehrenamtlich arbeitet. Die Qualität der Jury-Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. Lena Lackman, 2020 nominiert mit ihrem unveröffentlichten Bilderbuchmanuskript „Ich bin so müde“, illustrierte das 2021 bei Coppenrath erschienene Bilderbuch „Leono – Wie ein kleines Chamäleon Freunde findet“ und gab damit ihr Debüt auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt. Ebenfalls 2021 konnte Michèle Minelli, Preisträgerin 2019, ihr zweites Jugendbuch „Chaos im Kopf“ beim Verlag Jungbrunnen veröffentlichen.

Bücher und Manuskripte bis 15. Juni einreichen
Die Jury prüft alle Einsendungen, die bis zum 15. Juni 2022 (Eingang) an die Stadtbibliothek, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, geschickt werden. Teilnahmeberechtigt zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis sind bisher unveröffentlichte Manuskripte oder Bücher, die nach dem 15. Juni 2021 erschienen sind. Bei den eingereichten Titeln muss es sich um Erstveröffentlichungen im Kinder- und Jugendbuch handeln. Es müssen fünf Exemplare eingereicht werden. Pro Exemplar müssen eine Kurzvita, ein Exposé und ein Einsendebogen beigelegt werden.

Detaillierte Informationen zu den Vergaberichtlinien sowie den Einsendebogen zum Download gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/kinder-und-jugendbuchpreis.
19.04.2022, 18:35 Uhr
Impfangebot am 23. April auf Ukrainisch und Russisch
Aufklärungsgespräch in Muttersprache möglich – Gesamtbilanz: 55.839 Impfungen
Für Geflüchtete aus der Ukraine sowie deren Gastgeberinnen und Gastgeber gibt es an den kommenden Samstagen, 23. und 30. April, ein besonderes Impfangebot: Jeweils von 10 bis 18 Uhr hat im Impfpunkt Schlosshöfe als Impfarzt wieder Amar Abu Barham Dienst, der sowohl Ukrainisch als auch Russisch spricht. Der gebürtige Jordanier hat sieben Jahre in der Ukraine gelebt und sein Medizinstudium in der Stadt Vinnitsa, rund 250 Kilometer von Kiew entfernt, absolviert. Die Möglichkeit, ein Aufklärungsgespräch in der Muttersprache zu absolvieren, hat sich oft als sehr hilfreich erwiesen. Es stehen an beiden Tagen noch zahlreiche Termine zur Verfügung.

Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und, sofern vorhanden, der Nachweis über bereits erfolgte Corona-Impfungen. Personen ab 12 Jahren, die bereits mit in der EU zugelassenen Impfstoffen (Biontech, Moderna, Johnson & Johnson, AstraZeneca/Covishield) geimpft wurden, können sich bei fehlender Booster-Impfung und ausreichendem Zeitabstand eine Auffrischungsimpfung abholen. Bisher ungeimpfte Personen und solche, die vor mindestens vier Wochen zuletzt mit einem in der EU nicht zugelassenem Impfstoff geimpft wurden, können eine neue Impfserie beginnen. Das Mindestalter beträgt auch hier 12 Jahre.

So kommen Impfwillige an die Corona-Impfung
Corona-Impftermine (montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr) für den städtischen Impfpunkt Schlosshöfe können unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 vereinbart werden. Eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna besteht nicht, geimpft wird nach den derzeitig gültigen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

Mittwochs wird in den Schlosshöfen von 10 bis 18 Uhr ohne Termin geimpft. Für bisher Ungeimpfte über 18 Jahren steht auch der Proteinimpfstoff von Novavax zur Verfügung.

Insgesamt 55.839 städtische Corona-Impfungen
Vor den Osterfeiertagen ist das Interesse an Corona-Impfungen weiter zurückgegangen. Das geht aus der städtischen Impfstatistik für die 15. Kalenderwoche hervor. Im Verlauf der vergangenen Woche wurden 327 Impfungen verabreicht. Zahlenmäßig dominierten diesmal Drittimpfungen (160). Darüber hinaus wurden 123 Viertimpfungen vorgenommen. Zudem gab es 13 Erst- und 31 Zweitimpfungen. Somit ist die Zahl der in städtischer Regie organisierten Corona-Impfungen seit dem am 15. Oktober 2021 erfolgten Startschuss der Impfkampagne auf insgesamt 55.839 angestiegen.

Weitere Informationen
Alle wichtigen Informationen finden Sie auch auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/corona.
14.04.2022, 16:26 Uhr
Großer Kampfgeist wird nicht belohnt
VfL Oldenburg verliert gegen Dortmund
von Sönke Spille
Trotz eines couragierten Auftrittes haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg ihr Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Mittwochabend 24:27 (9:14) verloren. Gegen den Tabellenzweiten gelang den Huntestädterinnen zwar zu Beginn der zweiten Halbzeit eine kleine Aufholjagd – als es darauf ankam, zogen die Gäste aber das Tempo an. Beste VfL-Werferinnen waren Marie Steffen und Toni Reinemann mit jeweils sechs Toren. Da die HSG Bad Wildungen Vipers zeitgleich die HSG Bensheim-Auerbach bezwang, rutschte Oldenburg wieder auf den zwölften Tabellenplatz ab. 

So hatte sich VfL-Trainer Niels Bötel den Start gegen Dortmund nun wirklich nicht vorgestellt. Zwar ging seine Mannschaft durch das 1:0 von Marie Steffen in Führung, danach lief beim Team des 35-Jährigen offensiv aber zu wenig zusammen. Zu viele Bälle gingen gegen den Champions League-Teilnehmer in der Vorwärtsbewegung verloren – oder es fehlte das Wurfglück bei den Abschlüssen. „Wir waren in der Rückwärtsbewegung nicht aggressiv genug. Das hat Dortmund gleich zu Beginn schon richtig gut gemacht und uns ein wenig auf Abstand gehalten“, sagte Bötel. So standen in der 25. Minute gerade einmal vier VfL-Tore zu Buche (4:11). Wirkung zeigte dann die Umstellung auf eine siebte Feldspielerin. Insbesondere Toni Reinemann nahm sich im Überzahlspiel immer wieder die Würfe – und führte den VfL bis zur Halbzeit auf fünf Tore an den Favoriten heran. 

Die beste Phase im Spiel erwischten die Huntestädterinnen direkt nach Wiederanpfiff. Mit einer unheimlich aggressiven Deckung provozierten die Gastgeberinnen schnelle Ballverluste des BVB, kamen mit erfolgreichen Abschlüssen immer dichter heran. Beim Stand von 16:17 (41. Minute) hatte die Bötel-Sieben sogar die Chance auf den Ausgleich. Doch die wurde vergeben – stattdessen zog Dortmund das Tempo wieder an. „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, bis zur 40. oder 45. Minute dranzubleiben, den Großen zu ärgern und ihn damit zu zwingen, noch einmal eine Schippe drauflegen zu müssen, um uns zu schlagen. Das haben sie gemacht und nehmen verdient die zwei Punkte mit nach Dortmund“, konstatierte Bötel. Dabei kamen seiner Mannschaft wieder die erfolgreichen Torabschlüsse abhanden. Nach dem 16:17 gelangen Oldenburg bis zur 53. nur noch drei weitere Treffer, die Gäste zogen auf 26:19 davon. „Wir haben wieder eins, zwei freie Würfe zu viel liegengelassen, um vielleicht noch länger dranzubleiben“, sagte der VfL-Coach. 

Die Moral seines Teams war damit aber noch nicht gebrochen. In der Schlussphase verkürzten die Gastgeberinnen, bei denen Sophie Weyers in ihrem ersten Bundesligaspiel gleich ihren ersten Treffer erzielte, noch einmal heran. Diese Aufholjagd kam aber zu spät. „Wichtig war, dass wir gefightet haben und wissen, dass wir auch mit einem hohen Rückstand zu Anfang wieder zurückkommen können – und dass auch gegen einen Champions League-Teilnehmer, der eine super Saison spielt“, so Bötel: „Ich bin zufrieden und stolz auf die Mädels, dass sie bis zum Ende gefightet haben.“

Drei freie Tage warten nun auf die Huntestädterinnen von Freitag bis Sonntag – ab Ostermontag startet die Vorbereitung auf die letzten sechs Saisonspiele. Und die haben es in sich. Am Mittwoch, 27. April, geht es zum Auftakt zum TuS Metzingen, drei Tage später gastiert der Thüringer HC in der kleinen EWE-Arena. „Das Restprogramm wird hart“, ist sich Bötel bewusst, weiß aber auch, dass Punkte dringend notwendig sind, um den Klassenerhalt zu schaffen. „Wir nehmen den Kampf an“, kündigt er an.

VfL Oldenburg – Borussia Dortmund 24:27 (9:14)
VfL: Renner, Reese – Teiken (3), Reinemann (6), Weyers (1), Jongenelen, Hoitzing (1), Pichlmeier, Buhl, Martens, Steffen (6), Carstensen (2/1), Schirmer (4), Klöcker, Knippert, Golla (1)
14.04.2022, 15:14 Uhr
Altbausanierung: Stadt fördert Wärmepumpen mit neuem Programm
Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen wird nun bezuschusst
Bis 2035 soll Oldenburg klimaneutral werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die CO2-Emissionen reduziert werden. Und hierbei kommt eine Förderung der Stadt für Altbauten ins Spiel: Zwar können Bürgerinnen und Bürger diese bereits seit einigen Jahren beantragen – neu ist jedoch die Bezuschussung der Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen hin zu Wärmepumpen, Solarthermie-Kollektoren oder Biomasseanlagen. Auch der Einbau neuer Heizkörper in Verbindung mit dem Austausch der Heizungsanlage wird gefördert. Diese Änderung des Förderprogramms hat der Rat im März beschlossen.

Teil der neuen Oldenburger Altbau-Richtlinie sind weiter die bereits bestehenden Zuschüsse für die energetische Verbesserung von

• Außenwänden
• Dachschrägen im beheizten Dachgeschoss
• obersten Geschossdecken zum nicht ausgebauten Dachraum
• Flachdächern
• Kellerdecken oder Kriechkellerdecken
• Fußböden zum Erdreich
• Fenstern und Haustüren sowie Dachflächenfenster und Oberlichter.
• Hydraulischer Abgleich und Thermografie
• Lüftungsanlage
 

Jede einzelne bauliche Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz wird mit 5 Prozent der Rechnungssumme gefördert. Sofern nachgewiesen wird, dass der verarbeitete Dämmstoff der Maßnahme das Zertifikat „Blauer Engel“ trägt, wird die jeweilige Sanierungsmaßnahme mit weiteren 5 Prozent gefördert. Und: Wenn mehr als eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt wird, erhöht sich die Gesamtfördersumme um nochmals 5 Prozent. Bei einer Vollsanierung zum Effizienzhaus gibt es zudem noch eine Bonusförderung bis 3.500 Euro.

Besonders viel CO2 entsteht durch die Wärmeversorgung von Gebäuden, die in einem Privathaushalt stolze 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht. Das Problem: Je schlechter Häuser gedämmt sind und je älter die Heiztechnik ist, desto höher ist der Heizbedarf. Bundesweit sind Öl- und Gasheizungen die gängigen Heizsysteme. Diese fossilen Brennstoffe sorgen für einen immensen CO2-Ausstoß. Höchste Zeit also, die Wärmewende einzuläuten.

Weitere Informationen finden Sie online auf www.oldenburg.de unter dem Suchwort „energetische Altbausanierung“. Bei Fragen steht Armin Bertram von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter 0441 235-3605 und per E-Mail an klima@stadt-oldenburg.de zur Verfügung.
14.04.2022, 15:13 Uhr
Kulturbüro erweitert digitales Angebot
Kulturförderung kann jetzt online beantragt werden
Zuschussanträge an das Kulturbüro der Stadt Oldenburg können bereits jetzt rund um die Uhr bequem am Computer, mit dem Tablet oder Smartphone beantragt werden. Auch im Bereich der Kulturellen Bildung und Teilhabe können Projektpartnerinnen und Projektpartner nun online Förderanträge stellen. Damit wird die Online-Servicepalette der Stadt Oldenburg nun auch im Kulturbereich ausgebaut. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen wird die Zugänglichkeit zu den Fördermitteln gesteigert; zum anderen wird die Bearbeitung der Förderanträge beschleunigt.

„Natürlich beraten wir die Kulturschaffenden und ihre Bildungspartnerinnen und Bildungspartner weiterhin auch persönlich. Aber diese können sich nun den Gang zur Post oder zu uns ins Kulturzentrum PFL zur Abgabe eines Förderantrages sparen“, sagt Paula von Sydow, Leiterin des städtischen Kulturbüros. „Das macht es für alle leichter und schneller und entspricht dem Gebot einer zeitgemäßen digitalen Dienstleistung.“

Weitere digitale Services in allen Bereichen der Stadtverwaltung sind in Planung und Umsetzung. Die „digitalen Assistenten“ sind leicht zu bedienen und führen durch die Antragstellung.

Sollten bei der Bedienung Fragen auftreten, steht ergänzend das Servicecenter unter Telefon 0441 235-4444 von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung.
14.04.2022, 15:11 Uhr
Projektideen zu Ressourceneffizienz und Ressourcenschutz gesucht
Ideenwettbewerb der Metropolregion Nordwest: Bis zum 31. Mai bewerben
Alle regionalen Akteurinnen und Akteure aus der Region sind eingeladen, sich mit kooperativen Pilotprojekten im Ideenwettbewerb „Ressourceneffizienz, Ressourcenschutz“ der Metropolregion Nordwest zu bewerben. In diesem werden bis zu sieben Projekte ausgewählt, die je 4.000 Euro erhalten, um mit diesem Zuschuss einen Vollantrag an den Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen auszuarbeiten und einzureichen. In jedem Jahr stehen im Förderfonds rund eine halbe Million Euro zur finanziellen Unterstützung herausragender praxisnaher Projektideen zur Verfügung. Gesucht werden vor allem Projekte zu den Themen

• Energieeffizienz und Energieeinsparung,
• nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion,
• Schutz natürlicher Ressourcen sowie zum
• Querschnittsthema Bildung und Qualifizierung für Nachhaltigkeit.

Der am 31. Mai 2022 endende Ideenwettbewerb „Ressourceneffizienz, Ressourcenschutz“ der Metropolregion Nordwest ist die erste Stufe eines zweistufigen Bewerbungsverfahrens. Weitere Informationen zu den Themen sowie zu den Regularien des Wettbewerbs finden Sie unter www. metropolregion-nordwest.de im Bereich „Förderung“. Zu beachten gilt: Gesucht werden innovative und modellhafte Projektideen – Gewünscht ist zudem eine Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus der Region.

Interessierte können die Stadt Oldenburg – als Mitglied in der Metropolregion Nordwest – ansprechen und sich an Ina Lehnert-Jenisch per E-Mail an ina.lehnert-jenisch@stadt-oldenburg.de wenden.
14.04.2022, 10:29 Uhr
1. Oldenburger Demokratiekonferenz
22. April ab 14 Uhr im Alten Landtag – Anmeldung noch möglich
Hoffentlich kommt nicht wieder etwas dazwischen: Am 22. April 2022 um 14 Uhr beginnt im Alten Landtag die erste Oldenburger Demokratiekonferenz. Sie ist Teil des Projektes „Partnerschaften für Demokratie Oldenburg“, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Eigentlich sollte sie bereits am 10 Dezember stattfinden, dem Tag der Menschenrechte, aber dann machte Corona einen Strich durch die Rechnung.

Der Integrationsbeauftragten der Stadt, Aliz Müller, Integration und und Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates, konnten „Partnerschaften für Demokratie“ im vergangenen Jahr nach Oldenburg holen. Das Projekt soll Bürgerschaften stärken und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung bekannter machen.

Drei Bausteine dienen diesem Ziel, erläutert Aliz Müller: „Zum ersten ein Aktionsfond mit einer Höhe von 40.000 Euro pro Jahr, mit dem Projekte in der Stadt gefördert werden. Anträge können bei der Koordinierungsstelle eingereicht werden, die auch berät. Ein Begleitausschuss entscheidet schließlich über die Vergabe von Mitteln.“ Zum zweiten, so Müller weiter, gebe es einen Jugendfond, der pro Jahr 10.000 Euro bereit stelle. „Hier können und sollen die Jugendlichen selbst entscheiden, was ihnen wichtig ist, und entsprechend Anträge formulieren.“ Der dritte Baustein ist eine jährliche Demokratiekonferenz, die eigentlich jeweils für den 10. Dezember vorgesehen ist. Neben Workshops und einem Vortrag bietet sich die Veranstaltung auch als eine Art Kontaktbörse an.

„Das Projekt ist für die Kommune sehr wichtig, weil einerseits das Interesse an Beteiligung gewachsen ist und die Gesellschaft andererseits in mehreren Hinsichten diverser geworden ist. Wir müssen versuchen, alle zu erreichen. Das kann uns zum Beispiel über eine Reihe von Formaten und Plattformen gelingen“, sagt Aliz Müller.

„Demokratie kommt nicht von selbst, das haben vor allem die letzten Jahre gezeigt“, ergänzt Eckhard Wache, Vorsitzender des Präventionsrats Oldenburg. „Aus seinem Selbstverständnis heraus will der PRO eine Streitkultur vermitteln, in der Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden können und andere Meinungen ausgehalten werden, damit ein friedvollen Miteinander möglich ist. ‚Partnerschaften für Demokratie‘ und auch die Demokratiekonferenz passen da gut in unser Portfolio.“

Die 1. Oldenburger Demokratiekonferenz am 22. April bietet zunächst zwei Durchgänge mit jeweils vier Workshops an. Den Abschluss bildet um 19:00 Uhr ein Vortrag der Journalistin Ingrid Brodnig, die per Videokonferenz aus Wien zugeschaltet wird. Sie spricht über die Verbreitung von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien. Dieser Vortrag wird live von Oeins übertragen.

Weitere Informationen zu den Workshops, der Veranstaltungsflyer und Anmeldungsmöglichkeit sind unter https://partnerschaft-fuer-demokratie-oldenburg.de/demokratiekonferenz zu finden.
12.04.2022, 17:54 Uhr
Jugendkunstwettbewerb: How are you?
Die FSJlerinnen des Landesmuseums und der Oldenburgischen Landschaft laden Jugendliche ein, ihre Erfahrungen während der Pandemie künstlerisch zu verarbeiten. Die besten Werke werden mit Geldpreisen ausgezeichnet und ab Juli in einer Ausstellung im Oldenburger Schloss gezeigt. Einsendeschluss ist der 27. Mai 2022.

Ob Abschlussball, Geburtstagsfeier oder Clubbesuch: Während der Coronapandemie sind insbesondere für Jugendliche viele gemeinschaftliche Veranstaltungen ausgefallen.

Mit dem Jugendkunstwettbewerb How are you? fragen das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg und die Oldenburgische Landschaft, wie Corona das Leben der Heranwachsenden verändert hat. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von Aurélie Krüger und Rahel Schmöger, die gerade ihr FSJ Kultur an den beiden Institutionen absolvieren.

Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren sind dazu aufgefordert, ihre Erfahrungen und Emotionen der letzten zwei Jahre Pandemie künstlerisch zu verarbeiten. Der Wettbewerb steht für alle Gattungen (z.B. Fotografie, Skulpturen, Plastiken, Zeichnungen, Gemälde usw.) offen. Bis zum 27. Mai 2022 können die Beiträge per Email unter media@oldenburgische-landschaft.de eingereicht werden. Aus den Einsendungen trifft eine Fachjury eine Auswahl, die ab dem 2. Juli 2022 in einer Ausstellung im Oldenburger Schloss der Öffentlichkeit präsentiert wird. Der Hauptpreis des Wettbewerbs ist mit 200 Euro dotiert.

Alle Informationen zu den Teilnahmebedingen unter www.landesmuseum-ol.de.
12.04.2022, 17:43 Uhr
Ziel: ein verantwortlicherer Umgang mit Plastik
Ausstellung „Planet or Plastic?“ ab 30. April in Oldenburg
Am 30. April eröffnet in Oldenburg unter der Schirmherr­schaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stefan Weil die wohl wichtigste Aus­stellung des Jahres. „Planet or Plastic?“ zeigt nicht nur, wie wir Menschen unseren Pla­neten mit Plastikmüll quälen, sondern präsen­tiert auch Lösungen für das Problem. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet die viermonatige Veranstaltung ab. 

Die von der National Geographic Society zusammen­gestellte Ausstellung „Planet or Plastic?“ feiert in Oldenburg ihre Deutschlandpremiere. Ein rundes halbes Jahr haben die Teams der Oldenburger Agentur Mediavanti und des Landes­museums Natur und Mensch auf diesen Tag hingearbeitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Kürze die ersten Besucherinnen und Besucher begrüßen dürfen, die sich dafür interes-sieren, wie wir alle verantwortlicher mit Plastik umgehen können“, sagt Museumsdirek­torin Dr. Ursula Warnke. Gemeinsam mit Mediavanti-Geschäftsführer Claus Spitzer-Ewersmann bedankt sie sich für die großzügige Unterstützung der Förderer und Sponso­ren, die dieses Projekt ermöglichen. So wird die Aus­stel­lung aus Mit­teln der OLB-Stiftung gefördert. Hauptsponsor ist die EWE AG. Pre­mium­partner sind die GSG Oldenburg und For­schungs­verbund ZWT, Koopera­tions­partner Die Diekers, Olden­burgs Gute Adressen und Stock­werk2.  

Der erste Ausstellungstag bildet zudem die Feuertaufe für den „Gleispark Olden­burg“, das direkt am Hauptbahnhof gelegene neue Veranstaltungs- und Kulturzentrum. Hier wurde in den letzten Monaten intensiv daran gearbeitet, „Planet or Plastic?“ einen passenden Rahmen zu geben. „Einen besseren Ort als ein Areal, das ebenfalls ein zweites Leben geschenkt bekommt, kann es für eine Veran­stal­tung, die sich weitgehend mit Plastik-Recycling befasst, gar nicht geben“, betont Claus Spitzer-Ewersmann. 

Die Ausstellung ist bis zum 28. August dienstags von 10 bis 19 Uhr und mitt­wochs bis sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließung. Täglich werden öffentliche Führungen angebo­ten, die direkt vor Ort gebucht werden können.  

Am Rahmenprogramm ist eine Reihe von Projektpartnern beteiligt, etwa die Initiative „End Plastic Soup“ der Rotary Clubs, das Kino Cine k in der Kulturetage und der Abfall­wirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg. Während der gesamten Ausstellungszeit wird eine Vielzahl von Veranstaltungen geboten, die sich in den unterschiedlichsten Formaten mit den Themenkom­plexen Umweltverschmutzung und Nachhaltigkeit befassen. Eine detaillierte Übersicht findet sich im Programmheft, das nach Ostern erscheint, und das auf der Website www.planetorplastic-oldenburg.de auch zum Download bereit steht. 
12.04.2022, 17:38 Uhr
Mit 15 Handy-Touren Unsichtbares in der Region entdecken
WunderlineGO App auf neustem Stand
Passend zum Start in den Frühling: Die WunderlineGo App lädt dazu ein, die Region einmal anders zu entdecken. 15 Orte an der Schienenstrecke zwischen Groningen und Bremen bieten eine „digitale Schnitzeljagd“ per Smartphone an. Jeder Ort – auch die Stadt Oldenburg – hat dazu eine eigene Tour entwickelt, die ein besonderes lokales Thema aufgreift und spannend darstellt. Mithilfe von „Augmented Reality“, einer „erweiterten Realität“, tauchen auf der Tour Bilder und Texte auf, die eine Geschichte erzählen, mal muss ein Rätsel gelöst werden. Und vor allem gilt es, die Wunder der jeweiligen Tour – eine berühmte Person, eine geografische Besonderheit oder ein kennzeichnendes Ereignis – einzusammeln und (online) mit nach Hause zu nehmen. In Oldenburg erlebt man, auf welche Weise und wie schnell Kommunikation vor 100 Jahren funktionierte und welchen Anteil ein Oldenburger daran hatte.

Nach der Testphase im vergangenen Jahr wurde die App noch einmal überarbeitet und die Nutzerfreundlichkeit stark verbessert. Die App wurde von der Oldenburger Digitalagentur Quantumfrog entwickelt. Die WunderlineGO-App kann kostenfrei im Google- und Apple-Store heruntergeladen werden.

Auf EU-Ebene gilt die App als innovatives Modell für andere europäische Regionen: Erst kürzlich wurde sie mit einem Preis im Wettbewerb „Beste europäische Bahntourismuskampagne 2021“ ausgezeichnet.

Nähere Informationen über die WunderlineGO App geben die zweisprachige Projektwebsite und der App-Trailer bei Youtube unter youtu.be/7f0nqlLUm9s.

Groningen, Hoogezand-Sappemeer, Winschoten, Bunde, Weener, Ihrhove, Leer, Stickhausen, Augustfehn, Ocholt, Bad Zwischenahn, Oldenburg, Sandkrug, Hude und Delmenhorst laden zu den Touren ein. Sie sind alle Partner im Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline, das von der Provinz Groningen koordiniert wird. Das Marketing-Projekt Wunderline GO App wird von Stadt Oldenburg, Ostfriesland Tourismus GmbH und Provinz Groningen/Projekt Wunderline geleitet.
12.04.2022, 17:37 Uhr
Wo Kinder und Jugendliche aller Nationen kreativ sein können
Tanzschule bietet in Kooperation mit dem Kulturbüro vielfältiges Programm an
Die Tanzschule „Maniac Dance Center“ bietet in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihrer Herkunft und ihren sozialen Möglichkeiten – kostenlos an. Natalie Baron, Leiterin der Tanzschule, bringt Kinder und Jugendliche aus Oldenburg und der Ukraine zusammen und stellt ihre Einrichtung als Veranstaltungsort kostenlos zur Verfügung. Alle Trainerinnen und Trainer können die Angebote zudem in mehreren Sprachen (deutsch, englisch, russisch und ukrainisch) anbieten.

„Kinder und Jugendliche benötigen neue Impulse, Perspektiven und ein Stück Gemeinschaft. Mit dem offenen und vielfältigen Programm werden sie zusammengebracht und zum kreativen Miteinander aktiviert“, erläutert Vivien Ritter vom städtischen Kulturbüro. „Kinder und Jugendliche aller Nationen haben die Möglichkeit, sich kennenzulernen, wieder unbeschwert zu sein und das Ganze in einem kreativen Ambiente.“

Tanz, Schauspiel, Theater, Yoga und vieles mehr sind Teil des Angebots. Ein sicherer Ort wird geschaffen, an dem Integration möglich ist und der allen Beteiligten die Möglichkeit bietet, das Erlebte schnell und kreativ zu verarbeiten.

Wer Interesse hat, wird gebeten, sich direkt bei Natalie Baron per E-Mail an natalie_baron@web.de zu melden. 
12.04.2022, 17:34 Uhr
Neue Radbroschüre für Oldenburg
Attraktiven Radtouren und Erlebnisse
Radfahren macht Spaß, ist nicht nur eine Wohltat für Körper und Seele, sondern auch für die Umwelt. Kein Wunder also, dass das Radfahren längst die beliebteste Form der Fortbewegung in Oldenburg ist. In der Stadt und in der Umgebung bieten sich ideale Bedingungen. Es gibt keine nennenswerten Steigungen und mit dem Fahrrad ist man schnell in der ländlichen Umgebung. 

Die Neuauflage der Fahrradbroschüre der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) hält nicht für Touristen, sondern auch für Einheimische und Vermietende jede Menge Ideen bereit. Das Kernstück der Broschüre „Radfahren in Stadt & Land“ ist die Route um Oldenburg. Sie verbindet das Stadtzentrum mit dem grünen Umland. Die in beiden Richtungen gut ausgeschilderte 110 Kilometer lange Strecke umspannt Oldenburg wie ein großes Rad. In der Broschüre werden drei Touren auf der Route um Oldenburg von der Stadt in die Regionen vorgestellt. Zu allen drei Touren gib es eine Karte, Informationen zur Länge und Dauer, einen GPX-Track zum Download und zusätzliche Tipps für sehenswerte Ziele am Wegesrand. 

Die Broschüre enthält auf 31 Seiten viele weitere Tourenvorschläge für Ausflüge, Angebote und Erlebnisse sowie fahrradfreundliche Serviceadressen. Sie ist kostenfrei erhältlich in der Oldenburg-Info im Lappan. Alternativ kann sie auch per E-Mail unter info@oldenburg-tourist.de bestellt und oder im Internet unter www.oldenburg-tourismus.de/prospekte als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
11.04.2022, 21:14 Uhr
Nach langer Sieglos-Serie: VfL Oldenburg feiert wichtigen Sieg gegen Rosengarten
von Sönke Spille
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga der Frauen hat der VfL Oldenburg einen wichtigen Sieg eingefahren. Vor 973 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena bezwang das Team von Trainer Niels Bötel Tabellenschlusslicht HL Buchholz 08-Rosengarten mit 30:22 (15:12) und verschaffte sich damit ein wenig Luft im Tabellenkeller. Top-Torschützin beim VfL war Kathrin Pichlmeier mit zehn Toren.

Es dauerte einen kleinen Augenblick, bis die beiden Teams in das richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf fanden. Nach rund zweieinhalb Minuten gingen die Gäste aus Buchholz in Führung, der VfL legte mit seinem ersten Treffer aber direkt nach. Beim 3:2 durch Jane Martens führten die Huntestädterinnen das das erste Mal – und bauten den Vorsprung mit zwei schnellen Gegenstößen schnell auf 5:2 (8. Minute) aus. Im weiteren Verlauf verteidigte der VfL die Führung. Insbesondere Kathrin Pichlmeier war von der Gäste-Verteidigung kaum zu stoppen, warf aus allen Lagen – und erzielte allein in den ersten 30 Minuten sieben Tore. Trotzdem gelang es Rosengarten, wieder auf 12:13 heranzukommen (24. Minute). Dabei profitierten die Luchse auch von einigen liegengelassenen Chancen der Oldenburgerinnen. In den drei Minuten bis zur Halbzeitpause hielten diese ihren Kasten aber sauber, erkämpften sich so wieder den Drei-Tore-Vorsprung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs überstand der VfL dann auch eine kurze Drangphase der Gäste, in der die Handball-Luchse bis auf ein Tor verkürzten und sogar die Chance auf den Ausgleich hatten. Doch die Huntestädterinnen blieben konzentriert, erarbeiteten sich wieder eine Führung (19:13/37.) und baute diese bis zum Schlusspfiff kontinuierlich aus. Zwar ließ die Bötel-Sieben auch im weiteren Verlauf einige Chancen aus – doch der unglaubliche Kampfgeist in der Defensive, mit dem sich in nahezu jeden Ball geschmissen wurde, glich die Unkonzentriertheiten vor dem gegnerischen Tor aus. Anders als bei den knappen Niederlagen in den Wochen zuvor, ließen sich die VfL-Frauen ihre Führung nicht mehr nehmen – und durften nach der Schlusssirene mit den Fans – nach acht Wochen ohne Bundesliga-Sieg – endlich wieder über zwei Punkte jubeln.

In der Tabelle hat der VfL Oldenburg mit nun 12:26 Punkten insgesamt sechs Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Rosengarten. Auf die BSV Sachsen Zwickau, die aktuell auf dem Relegationsplatz stehen und noch ein Spiel mehr als der VfL zu absolvieren haben, sind es derzeit drei Punkte. Die nächste Bewährungsprobe steht bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund bevor.

VfL Oldenburg – HL Buchholz 08-Rosengarten 30:22 (15:12)
VfL: Renner, Reese – Teiken (4), Reinemann, Weyers, Jongenelen (2), Hoitzing, Pichlmeier (10), Buhl, Martens (3), Steffen (3), Carstensen (5/1), Schirmer (1), Klöcker, Knippert (1), Golla (1)
08.04.2022, 16:02 Uhr
Die Notfalldose in der Kühlschranktür
Wichtige Informationen für die Lebensrettung
Ein typisches Szenario: Die Rettungssanitäter haben einen Notruf bekommen. In der Wohnung angekommen, finden sie eine ältere Frau vor, die mittlerweile kaum noch ansprechbar ist. Nun gilt es, blitzschnell herauszufinden, was der Patientin fehlt. Die Frau lebt allein, so dass niemand zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden kann.

 „In solchen Fällen kann die Notfalldose äußerst hilfreich sein", sagt Eckhard Wache, Vorsitzender des Präventionsrat Oldenburg (PRO), „sie ermöglicht es Rettungsdiensten, sehr schnell sehr wichtige Informationen des Notfallpatienten zu finden. Das Projekt passt hervorragend zu unserem Engagement für Prävention.“ 
Die Dose steht in der Kühlschranktür, denn der Kühlschrank ist ein zentraler Ort, den es in so gut wie jedem Haushalt gibt. „Den Hinweis auf die Dose erhalten die Rettungsdienste schon an der Wohnungstür“, erläutert Peter List, Leiter des AK Senioren im PRO. „Dort ist auf der Innenseite ebenso wie an der Kühlschranktür ein Aufkleber zur Notfalldose angebracht.“ In der grün-weißen Notfalldose befindet sich ein Zettel mit den wichtigsten Informationen für den Fall, dass der Patient oder dessen Angehörige selbst nicht in der Lage sind, Auskunft zu geben. Auf diesem Zettel sind die für den Notfall relevanten Informationen eingetragen: Blutgruppe, Allergien, chronische Krankheiten, gravierende Vorkommnisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und weiteres. 

Der Arbeitskreis Senioren des Präventionsrates kümmert sich seit 2018 um die Notfalldose in Oldenburg. Er möchte auch weiterhin diese schnelle Hilfe ermöglichen. Peter List informierte die Feuerwehr, die ihrerseits die Rettungsdienste im Raum Oldenburg verständigt hat. Diese wissen, dass sie nach dem Aufkleber Ausschau halten müssen, um im nächsten Schritt wichtige Informationen für eine Notfallbehandlung zu erlangen. „Die Nachfrage nach der Notfalldose ist Anfang des Jahres wieder stark gestiegen“, so Peter List.“ Wir sind froh, dass wir hier über den Präventionsrat tätig werden können und mit dem Bürger- und Ordnungsamt einen sehr guten Partner haben.“

„Wir geben die Notfalldose gerne weiter, sie stellt einen wichtigen und manchmal lebensrettenden Schutz dar“ sagt Michael Lorenz, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes und ergänzt, „wir wünschen uns, dass sich dauerhaft weitere Unterstützer finden, die die Notfalldose vertreiben. Vielleicht kann die Notfallmappe hier als gutes und bewährtes Beispiel dienen.“ 

Die in Oldenburg vom Versorgungsnetz Gesundheit herausgegebene Notfallmappe ist über Buchhandlungen, Apotheken und weitere Einrichtungen erhältlich. Notfallmappe und Notfalldose ergänzen einander gut, denn die Notfallmappe enthält weitergehende wichtige Informationen.

Die Notfalldosen sind für 2,-€ pro Stück erhältlich
- im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14, an der Information. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Mittwoch von 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr, Donnerstag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Freitag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
- im Präventionsrat, Rosenstraße 41, erhältlich. Abgabe nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 235 2843.
		
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.notfalldose.de/
https://www.notfallmappe-ol.de/
08.04.2022, 15:40 Uhr
Zusätzliches Medien- und Informationsangebot zum Thema „Ukraine“
Stadtbibliothek Oldenburg bietet neue Medien und ergänzende Webinhalte
Die Stadtbibliothek Oldenburg reagiert auf die Geschehnisse in der Ukraine und hat neben neu angeschafften Medien zum Thema „Krieg“ und „Flucht“ zusätzliche Informationsangebote auf www.stadtbibliothek-oldenburg.de gesammelt.

Mit Kindern über Krieg sprechen
Für Eltern haben alle Einrichtungen der Stadtbibliothek neue Kinderbücher zum Thema „Krieg“ und „Flucht“ im Medienbestand, um bei aufkommenden Fragen mit Kindern darüber sprechen zu können. Diese Medien sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de mit einem Link zum Bibliothekskatalog gesammelt aufrufbar. Weitere Internetseiten mit vielfältigen Tipps, um die Themen mit Kindern zu behandeln sowie zu Webseiten mit für Kinder verständlich aufbereiteten Nachrichten ergänzen das Angebot. Für geflüchtete Kinder aus der Ukraine stehen zusätzlich Links mit kostenlosen Kinderbüchern und weiteren digitalen Medien auf Ukrainisch zur Verfügung.

Deutsch lernen für Geflüchtete
Erwachsene Geflüchtete können die bereits bestehenden Bestände zu „Deutsch lernen“ der Stadtbibliothek im PFL nutzen. Mit gültiger Aufenthaltsanzeige können sie sich einen Bibliotheksausweis ausstellen lassen und Medien aus der Stadtbibliothek ausleihen. Führungen für Sprachkurse werden nach Absprache wieder angeboten. Die Webseite hält ergänzend Informationen und Links mit kostenlosen Inhalten zum Lernen der deutschen Sprache bereit.

Gesicherte Informationen finden und Fake News erkennen
Verweise zu seriösen deutschen Informationsquellen, Nachrichtenseiten in leichter Sprache sowie zu unabhängigen ukrainischen Medien in englischer Sprache bieten eine weitere Hilfestellung. Ergänzt wird dies mit Schritten zum Erkennen von Fake News sowie Seiten zu Faktenchecks, die über bereits bekannte Falschmeldungen berichten.
08.04.2022, 14:14 Uhr
Auf den Spuren von Horst Janssen in Oldenburg
Aline Helmcke forscht als erste Stipendiatin seit Januar am Horst-Janssen-Museum
Das Horst-Janssen-Museum hat, mit Unterstützung seines Fördervereins, dieses Jahr erstmalig ein Forschungsstipendium vergeben. Stipendiatin ist die Künstlerin Aline Helmcke aus Leipzig. Mitte Januar hat sie ihre neunmonatige Residenz in Oldenburg angetreten. Sie wohnt im ehemaligen Haus von Horst Janssens Großeltern. Mit ihrer Forschung will sie den Blick auf Horst Janssens Frühwerk und das Verhältnis von Zeichnung und Bewegung richten.

Mittlerweile hat Aline Helmcke sich in Oldenburg eingelebt. „Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, dass ich während meiner Forschungsarbeit in dem Haus leben darf, in dem Horst Janssen seine Kindheit verbracht hat“, sagt die Künstlerin. Das Museum hat für die Stipendiatin eine Wohnung in der Lerchenstraße 14 angemietet, wo vor 90 Jahren die Großeltern von Horst Janssen lebten und sich um ihren unehelich geborenen Enkel kümmerten. Ihre Tage verbringt Aline Helmcke jedoch weniger in der Lerchenstraße, sondern vielmehr im Horst-Janssen-Museum. Hier hat sie ihren Arbeitsplatz im Grafikmagazin, wo in Schubladen und Schränken die Zeichnungen und Grafiken von Janssen lagern.

„Horst Janssens Frühwerk interessiert mich besonders, weil es sich durch eine große Vielfalt zeichnerischer Techniken auszeichnet,“ erläutert Aline Helmcke. „Man kann daran ablesen, wie Janssen das Potenzial grafischer Drucktechniken wie Holzschnitt, Lithographie und Radierung erkundet, aber auch, wie er Impulse anderer Künstler aufgegriffen und weiterentwickelt hat. In dieser Phase des Experimentierens bildet er ein Vokabular an Ausdrucksmöglichkeiten heraus, auf das er in seinen späteren Arbeiten immer wieder zurückgreift.“ Helmckes eigener künstlerischer Schwerpunkt liegt im Bereich Animation, also bewegter Zeichnung. Und so wird sie ihr Forschungsinteresse während des neumonatigen Stipendiums auf das Verhältnis von Zeichnung und Bewegung richten: „Im Zusammenhang mit Janssens Frühwerk werde ich untersuchen, welchen Einfluss die Anwendung verschiedener grafischer Techniken auf Linienführung und künstlerischen Ausdruck in Janssens Frühwerk hat. In diesem Zusammenhang spielen Werkzeug und Material eine besondere Rolle, da diese einen entscheidenden Anteil daran haben, wie spontan oder überlegt eine künstlerische Geste ausgeführt wird.“

„Das neu gegründete Stipendium des Horst-Janssen-Museums richtet sich an junge nationale oder internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die von Oldenburg aus die Ausstellungs- und Forschungsarbeit des Museums verstärken, Impulse setzen sowie zur Vernetzung des Hauses mit Institutionen im In- und Ausland beitragen“, sagt Inge von Danckelman vom Förderverein, der das Stipendium maßgeblich mitfinanziert. Christiane Cordes, Amtsleiterin für Kultur, Museen und Sport beschreibt den Grundgedanken des Stipendiums so: „Horst Janssens Werk soll in neue Zusammenhänge gestellt und seine Bedeutung für die Kunstgeschichte weiter herausgearbeitet werden. Um neue Blickwinkel zu eröffnen, sind neben kunstwissenschaftlichen auch interdisziplinäre Fragestellungen möglich.“ Die erste Stipendiatin ist denn auch keine Kunstwissenschaftlerin, sondern eine Künstlerin.

„Ich habe Aline Helmcke im vergangenen Jahr kennengelernt, als sie für unsere Ausstellung ‚Janssen ANIMIERT‘ eine Animation geschaffen hat. Mit ihrem künstlerischen Background und ihrem Schwerpunkt auf bewegter Zeichnung erwarten wir uns von ihr einen ganz neuen Forschungsansatz im Hinblick auf Horst Janssen und sind gespannt, in welchem Format sie ihre Ergebnisse präsentieren wird“, sagt die Museumleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. „Für ihre Forschung stehen ihr unsere umfangreiche grafische Sammlung, die Museumsdatenbank, die Bibliothek und der schriftliche sowie fotografische Nachlass Janssens zur Verfügung. Fachliche Unterstützung erhält sie von einer unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen.“

Neben der kostenfreien Wohnung und dem Zugang zum Forschungsmaterial durch das Museum beinhaltet das Stipendium auch eine monatliche Pauschale für die Lebenserhaltungskosten, die vom Verein der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums getragen wird. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Idee eines gemeinsamen Stipendiums mit dem Horst-Janssen-Museum in diesem Jahr erstmalig umsetzen können“, sagt Inge von Danckelman, die erste Vorsitzende des Vereins. „Unser Dank geht auch an das Unternehmen Johannes Oetken und Söhne GmbH & CoKG, das sich bei der Bereitstellung der Wohnung in der Lerchenstraße – auch finanziell – sehr kooperativ gezeigt hat.“
 
Über Aline Helmcke
Aline Helmcke wurde 1974 in Berlin geboren. Sie studierte von 1995 bis 2002 an der Universität der Künste Berlin und wurde dort 2002 Meisterschülerin. Anschließend absolvierte sie am Royal College of Art in London einen Masterstudiengang in Animation. Seit April 2020 promoviert sie an der Filmuniversität Babelsberg über das Thema „Zeichnen zur Zeit“. Seit 2009 ist sie in der Lehre tätig, zuletzt an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Museum Folkwang Essen, im Haus der Kulturen der Welt Berlin, der Kunsthalle Erfurt sowie auf Filmfestivals in Mexico City, Cork, Girona, Toulouse, Trieste und London gezeigt. 2021 war Aline Helmcke mit einer Arbeit in der Ausstellung „Janssen ANIMIERT“ im Horst-Janssen-Museum zu sehen.
 

Mehr über Aline Helmcke: https://ahelmcke.com

Über das Stipendium: https://www.horst-janssen-museum.de/museum/stipendium/
05.04.2022, 17:41 Uhr
Street-Art-Tour durch Oldenburg
Neue Stadtführung mit dem Fahrrad
Man findet sie überall, fantastische Kunstwerke an Hausfassaden und Brücken. Oldenburg ist zum Open Air Museum für Street Art geworden und bietet Kunst für alle – jederzeit. Die neue Street Art Tour spannt einen abwechslungsreichen Bogen von der urbanen Kunst abseits touristischer Pfade über die Stadt der bunten Brücken bis zu den Hintergründen und der Entstehung der Werke. Die Gästeführerinnen Martina Petzalis und Tina Menke haben diese 15 Kilometer lange Fahrradtour zusammengestellt. Während der Tour erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die vielfältige Kultur der Street Art und erleben beeindruckende Wandbilder. Mal riesig, mal klein, mal unübersehbar, mal versteckt.

Gestartet wird in der Burgstrasse bei dem farbenfrohen Wandbild von „Bohlens richtigen Söhnen“. Außerhalb der Fußgängerzone führt die Tour durch verschiedene Stadtteile. Die Gäste sehen hierbei u.a. Kunstwerke aus der Reihe „Kultur Aus Tausch“ oder Arbeiten der Oldenburger Street Art Künstler von „Die Jungs“.

Angeboten wird diese besondere Tour mit dem eigenen Fahrrad von April bis September an jedem zweiten Sonntag im Monat um 14 Uhr. Erstmals findet eine Tour am Sonntag, den 10. April 2022, um 14 Uhr statt. Die Führung dauert 2,5 Stunden und kostet 13 Euro pro Person. Zur Teilnahme an den Führungen ist eine vorherige Anmeldung notwendig.

Weitere Informationen, Anmeldung und Bezahlung bei der Oldenburg-Info im Lappan in der Langen Straße 3, unter der Telefonnummer 0441 361613-66, per E-Mail unter info@oldenburg-tourist.de und die Möglichkeit einer Online-Buchung im Internet unter www.oldenburg-tourismus.de/erlebnisse.
05.04.2022, 17:26 Uhr
Auf die Räder, fertig, los: Oldenburg mit Mieträdern erkunden
OLi-Bike startet pünktlich zur Eröffnung der Fahrradsaison – Fahrt ab 1 Euro
Jedes Jahr ist die Veranstaltung „Hallo Fahrrad“ der offizielle Auftakt in die Oldenburger Fahrradsaison – und damit der perfekte Zeitpunkt, um ein besonderes Highlight vorzustellen: den Start von OLi-Bike, dem öffentlichen Fahrradverleihsystem der Stadt Oldenburg. „Mit OLi-Bike können wir den Oldenburgerinnen und Oldenburgern ein neues umweltfreundliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Darüber hinaus habe das flexible System auch ein „hohes Potenzial zur nachhaltigen Fortbewegung für Besucherinnen und Besucher der Stadt sowie auch Pendelnde mit Bus und Bahn, die kein eigenes Fahrrad vor Ort haben“, ergänzt Dr. Norbert Korallus, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität der Stadt Oldenburg.

Was kostet die Nutzung eines OLi-Bikes?
Nach der offiziellen Eröffnung des Systems am 3. März hieß es: Auf die Räder, fertig, los! Als Besonderheit konnten Interessierte dazu am Stand von OLi-Bike Gutscheine erhalten, mit denen die ersten 30 Minuten zum Start kostenfrei geradelt werden durfte. Nutzbar ist das System nach einmaliger Registrierung per App (nextbike), Website (www.oli-bike.de) oder Telefonanruf (0441 36 17 6 060). Regulär kostet die Nutzung der Räder im Basistarif 1 Euro je angefangene 30 Minuten, der Tageshöchstsatz ist auf 9 Euro je 24 Stunden limitiert. Wer häufiger ein OLi-Bike nutzen möchte, fährt günstig mit dem Monats- oder Jahrestarif: Für 9,99 Euro im Monat beziehungsweise 48 Euro im Jahr sind bei jeder Fahrt jeweils 30 Freiminuten inklusive. Den Vorteil von 30 Freiminuten pro Fahrt genießen auch die Stammkunden der Verkehr und Wasser GmbH.

Wer steckt hinter dem System?
Betrieben wird OLi-Bike durch die Bremer Tageszeitungen AG, die im vergangenen Herbst den Zuschlag bei der öffentlichen europaweiten Ausschreibung der Stadt Oldenburg erhalten hat. Die nextbike GmbH fungiert dabei als Systempartnerin und Lizenzgeberin. Außerdem konnte die Verkehr und Wasser GmbH als Mobilitätspartner gewonnen werden. „Das Fahrrad und der Bus gehören in Oldenburg zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln. Bei kurzen Wegen ist das Fahrrad optimal, für längere Wege der Bus und im mittleren Entfernungsbereich bietet sich eine Kombination aus Bus und Fahrrad an, um klimaschonend von Haustür zu Haustür zu gelangen. Gerade deshalb ist es für die VWG wichtig, bei ‚OLi-Bike‘ als Mobilitätspartner dabei zu sein und das Projekt zu unterstützen", erläutert Morell Predoehl, Prokurist der Verkehr und Wasser GmbH.

Wie und wo beginne und beende ich eine Fahrt?
Mario Brokate, Projektleiter für OLi-Bike bei der Bremer Tageszeitungen AG, erklärt, wie das Fahrradverleihsystem funktioniert: „Wir haben hier ein System mit virtuellen Stationen, Abstellstraßen und einer Flexzone. An den virtuellen Stationen und den blauen Abstellstraßen, gekennzeichnet auf der Webseite und in der App, können die Räder ohne weitere Kosten zurückgegeben werden. Wer sein Rad in der pinken Flexzone zurückgibt, hat eine höhere Flexibilität – zahlt allerdings dafür eine Zusatzgebühr von 1 Euro.“

Wo gibt es weitere Informationen zu OLi-Bike?
Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/oli-bike, sowie zu dem auf der offiziellen Website von OLi-Bike unter www.oli-bike.de.
05.04.2022, 17:15 Uhr
Jede Menge Spiel und Spaß
Osterferienaktion auf den Kinderseiten
Langeweile in den Osterferien? Nicht mit den Kinderseiten. Denn am Montag, 4. April, pünktlich zum Beginn der Osterferien, startet die Osterferienaktion auf den Kinderseiten der Stadt Oldenburg: Unter www.kinder.oldenburg.de gibt es für kleine und große „Stall-Hasen“ und „Weide-Lämmer“ spannendes Oster-Wissen, leckere Rezepte, tolle Bastel-  und Geschenkanregungen, Online-Tipps sowie coole Spielideen für drinnen und draußen rund um die Osterzeit. Noch nicht genug? Dann bittet das Online-Oster-Memory zum Schnelligkeitstest.

Und es gibt eine weitere Besonderheit: eine digitale Eiersuche. Auf den Osterseiten sind bunte Ostereier mit Buchstaben versteckt, die ein Lösungswort ergeben. Unter allen richtigen Einsendungen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren wird an drei Gewinnerinnen oder Gewinner eine tolle Überraschung verlost. Lasst euch überraschen!

Die Osteraktion auf den Kinderseiten ist bis zum 19. April unter www.kinder.oldenburg.de online.
01.04.2022, 14:22 Uhr
Bis auf Weiteres Maskenpflicht in städtischen Gebäuden
Schutz aufgrund hoher Inzidenzzahlen – Stadtverwaltung nutzt Hausrecht
Ab Sonntag, 3. April, gilt eine neue Corona-Verordnung in Niedersachsen. Demnach wird unter anderem die allgemeine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, abgeschafft. Eine Maskenpflicht wird dann nur noch in wenigen in der Verordnung explizit genannten besonderen Einrichtungen bestehen.

Hier gilt die Maskenpflicht weiterhin
Da jedoch die Corona-Inzidenzzahlen aktuell auf einem hohen Niveau sind und die Stadtverwaltung alle Beteiligten schützen möchte, wird im Rahmen des Hausrechts die Maskenpflicht in städtischen Gebäuden bis auf Weiteres beibehalten. Dadurch soll vermieden werden, dass es aufgrund größerer Corona-bedingter Personalausfälle bei den städtischen Beschäftigten zu Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger im laufenden Betrieb kommt.

Besucherinnen und Besucher haben für die gesamte Dauer des Aufenthaltes in städtischen geschlossenen Gebäuden sowie in den vor diesen Gebäuden gegebenenfalls gelegenen Eingangsbereichen verpflichtend eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung (FFP2- oder OP-Maske) zu tragen. Eine Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher außerhalb geschlossener Gebäude entfällt, wenn der Mindestabstand eingehalten wird.

Ausnahmen: Kinder und Attest
Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren dürfen eine geeignete textile oder textilähnliche Bedeckung tragen, Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht befreit. Vorgelegte ärztliche Atteste, nach denen das Tragen einer Maske aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, werden ebenfalls akzeptiert.

Hinweisschilder in Eingangsbereichen sowie an anderen geeigneten Stellen städtischer Gebäude weisen auf die nach wie vor gültige Maskenpflicht hin.
01.04.2022, 14:16 Uhr
Satter Überschuss wird zum knappen Minus
Oldenburg erhält 12,55 Millionen Euro weniger aus dem Finanzausgleich als geplant
Die Stadt Oldenburg muss in diesem Jahr mit deutlich weniger Geld auskommen als bisher prognostiziert: Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) fällt die Gesamtsumme, die die Stadt als Ertrag aus dem kommunalen Finanzausgleich erwartet, um 12,55 Millionen Euro niedriger aus als geplant. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Haushalt für 2022: Aus dem bisher geplanten Überschuss von 11,87 Millionen Euro wird ein Minus in Höhe von knapp 700.000 Euro. Der Haushalt wäre demnach nur noch annähernd ausgeglichen. Die geplante Entschuldung reduziert sich von 13,5 Millionen Euro auf rund eine Million Euro. „Das ist ein Warnschuss für die städtischen Finanzen“, kommentiert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die unerwartete Entwicklung.

Die städtische Haushaltsplanung für den Finanzausgleich basierte, wie üblich, auf den vorläufigen Berechnungen des LSN, nach denen mit Stand vom 1. Dezember 2021 für Oldenburg in diesem Jahr ein Gesamtbetrag von 113,11 Millionen Euro zu veranschlagen gewesen wäre. Nach der jetzt erfolgten endgültigen Berechnung sind es hingegen nur 100,56 Millionen Euro. „Die hohe Abweichung zwischen vorläufiger und endgültiger Berechnung kommt völlig überraschend. In den Vorjahren gab es zwar auch Differenzen, die aber deutlich geringer und immer zugunsten der Stadt ausgefallen sind“, erklärt Finanzdezernentin Dr. Julia Figura. 2021 hatte die Stadt mit 113,85 Millionen Euro kalkuliert, herausgekommen waren 115,63 Millionen Euro, was einem Plus von 1,78 Millionen Euro entspricht. 2020 fiel der endgültige Bescheid mit insgesamt 116,65 Millionen Euro um 6,34 Millionen Euro höher aus als ursprünglich geplant.

Das Landesamt für Statistik Niedersachsen begründet die in diesem Jahr starke Negativ-Abweichung zwischen vorläufigem und endgültigem Bescheid mit einer reduzierten Verteilmasse in der Steuerverbundabrechnung. Zudem seien Produkte in der Sozialhilfe gesetzesbedingt geändert und das Erstattungssystem zwischen überörtlichen (Land) und örtlichem (Stadt) Träger neu geordnet worden.

„Mit diesem Ertragsausfall wird zwar noch kein Nachtragshaushalt erforderlich, aber die Handlungsspielräume verringern sich deutlich, zumal die Belastungen aus der Ukraine-Krise mit Kosten für die Flüchtlingsversorgung und etwaigen Steuerausfällen noch nicht berücksichtigt werden konnten“, konstatiert Stadtkämmerin Dr. Julia Figura. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann weist darauf hin, dass aktuell Verhandlungen über die Kompensation der Kosten für die Unterbringung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine laufen. „Für eine valide Bewertung der Haushaltssituation und daraus sich ergebender notwendiger Maßnahmen“, blickt Krogmann voraus, „wird die Steuerschätzung im Mai Erkenntnisse liefern.“
01.04.2022, 14:13 Uhr
Impfpunkt international: Ein Arzt für alle Fälle
Amar Abu Barham führt Aufklärungsgespräche in fünf verschiedenen Sprachen
„Arabisch, Englisch, Ukrainisch, Russisch – und ein bisschen Deutsch“, antwortet Amar Abu Barham lachend, wenn man ihn nach seinen Sprachkenntnissen fragt. Der 34-Jährige arbeitet seit fast einem Jahr nebenberuflich als Impfarzt, zunächst im Impfzentrum und seit Dezember in den Impfpunkten der Stadt Oldenburg.

So auch am vergangenen Samstag, 26. März, als zahlreiche Geflüchtete aus der Ukraine in die Schlosshöfe kamen, um sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine besondere Stimmung auch für Abu Barham, denn zu dem Land und den Menschen hat er eine besondere Verbindung und der Krieg und das damit verbundene Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer berühren ihn sehr: „Ich habe sieben Jahre in der Ukraine gelebt und pflege bis heute freundschaftliche Beziehungen in das Land“, erklärt der Jordanier, der sein Medizinstudium in der Stadt Vinnitsa, rund 250 Kilometer von Kiew entfernt, absolviert hat.

Einen emotionalen Moment erlebte er in der Impfkabine, als ihm kürzlich eine junge Frau aus Vinnitsa gegenübersaß, die nur 300 Meter von Abu Barhams damaliger Wohnung entfernt lebte. „Sie berichtete mir von Angriffen auf den Flughafen und ersten Toten in der Stadt“, erzählt der Arzt, „und in dem Moment waren meine Erinnerungen an Vinnitsa und die Ukraine wieder ganz nah.“

In den Gesprächen geht es somit nicht nur um die Impfung gegen Corona, viele Geflüchtete nutzen die Gelegenheit, sich in ihrer Muttersprache mit Abu Barham auszutauschen. „Ich versuche, ihnen etwas Mut zu machen und zu vermitteln, dass sie hier gut aufgehoben sind. Das erzähle ich allen Geflüchteten in ihrer Sprache, egal ob sie aus der Ukraine, Syrien oder dem Irak kommen. Auch wenn ich selbst nicht als Flüchtling kam, wurde ich hier mit offenen Armen empfangen, als ich Ende 2015 neu in das Land kam“, erklärt der Oldenburger, der seit Oktober 2019 hier lebt und hauptberuflich im Evangelischen Krankenhaus als Plastischer Chirurg und Handchirurg arbeitet.

„Man könnte sagen: Amar Abu Barham ist unser Mann für alle Fälle“, sagt Sönke Wendt von der Feuerwehr der Stadt Oldenburg und Leiter der Impfpunkte. „Er hilft uns mit seinen vielfältigen Sprachkenntnissen sehr, gerade bei besonderen Impfaktionen wie am vergangenen Wochenende oder etwa auch in Blankenburg, wo er sehr viel Arabisch gesprochen hat.“ Sogar telefonisch sei er schon in Impfkabinen zugeschaltet worden, wenn die Sprachbarriere trotz technischer Hilfsmittel zu groß war. Gerade bei Bedenken gegen die Impfung sei ein Aufklärungsgespräch in der Muttersprache oft sehr hilfreich. Seine nächsten Einsätze als Impfarzt hat Amar Abu Barham an zwei Samstagen im April. Am 23. und 30. April heißt es dann im Impfpunkt Schlosshöfe wieder: „Hallo“, „Hello“, „Marhaba“, „Zdravstvuyte“ oder „Privet“ – je nachdem, wer ihm gerade gegenübersitzt.

Impftermine für diese beiden Tage sind bereits buchbar. Corona-Impftermine (montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr) für den städtischen Impfpunkt Schlosshöfe können unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 vereinbart werden. Ausführliche Informationen gibt es unter www.oldenburg.de/corona.
01.04.2022, 14:06 Uhr
VfL Oldenburg verliert Derby in Buxtehude
Nächste knappe Niederlage
von Sönke Spille
Wieder war es eng, wieder machten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg dem favorisierten Gegner das Leben schwer, hatten die Chance auf einen Punktgewinn. Doch am Ende war es wie in den beiden Spielen gegen Neckarsulm und Blomberg zuvor: Auch beim Buxtehuder SV musste sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel am Mittwochabend nach einer spannenden Schlussphase knapp mit 25:27 (10:11) geschlagen geben. 

Als sich die Handballerinnen des Tabellendritten aus Buxtehude erleichtert in den Armen lagen, schlichen die Oldenburger Handballerinnen vom Feld. Erneut hatten die Huntestädterinnen mit enormem Aufwand und tollem Kampfgeist den Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht, die letzten Kraftreserven mobilisiert. Am Ende konnten sie sich aber wieder nicht belohnen – und für einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf sorgen. 

Dabei hatten die Oldenburgerinnen einen perfekten Start hingelegt, der bei vielen Zuschauern in der Buxtehuder „Hölle Nord“ wohl für verwunderte Blicke sorgte. Mit einer kompromisslosen Abwehr, einer starken Nele Reese im Tor und effektiven Angriffen – die sich von der offensiven BSV-Abwehr nicht stoppen ließen – hatten sich die Gäste schnell einen 5:1-Vorsprung erspielt, der Buxtehudes Trainer Dirk Leun bereits nach nicht einmal fünf Minuten veranlasste, seine erste Auszeit zu nehmen. „Wir sind gut gestartet, haben dort aber eine Menge Chancen ausgelassen, die am Ende eben bestraft werden“, konstatierte Coach Niels Bötel nach der Partie. Spätestens nach dem 6:3 (17. Minute) gerieten die Oldenburgerinnen mehr und mehr in Bedrängnis, lagen keine zehn Minuten später zurück (7:10/25. Minute). Dich die Bötel-Sieben kämpfte sich bis zur Halbzeit aber noch einmal auf ein Tor heran. „Ich glaube auf beiden Seiten haben heute die Abwehrreihen mit den Torhüterinnen stark gespielt – das zeigt auch das Ergebnis mit den erzielten Toren am Ende“, sagte der VfL-Coach. 

Der 10:11-Anschluss gab seiner Mannschaft für den Start in den zweiten Durchgang jedenfalls den nötigen Rückenwind. Der VfL hielt den Anschluss, ging beim 17:16 wieder in Führung und lieferte sich bis in die Schlussphase ein enges Duell mit dem Tabellendritten. Dabei verteidigten die Oldenburgerinnen bis zum 21:19 (46. Minute) durch die treffsichere Siebenmeterschützin Merle Carstensen sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung. In die letzten fünf Minuten ging der VfL dann aber mit einem 23:24-Rückstand. Und auch dieses Mal klappte es nicht mit einem Punktgewinn. „In der letzten Saison sind viele Bälle vom Pfosten aus noch ins Tor gegangen, in diesem Jahr springen die Bälle dann eben raus. Dementsprechend verlieren wir die engen Spiele“, sagte Bötel. Die Chancen, die Buxtehude ausließ, konnten die Gäste in der eigenen Vorwärtsbewegung jedenfalls nicht nutzen – auch als sich 90 Sekunden vor dem Ende noch einmal die Chance auf den Ausgleich ergab. „Am Ende hat man nach dem Spiel am Sonntag gemerkt, dass die Arme und Beine müde geworden sind und Buxtehude es aus dem Rückraum deutlich besser gestaltet und am Ende verdient gewonnen hat“, zeigte sich Bötel als guter Verlierer: „Wir fighten und kämpfen, müssen nur am Ende auch einmal die Punkte mitnehmen.“

Buxtehuder SV – VfL Oldenburg 27:25 (11:10)
VfL: Reese, Rump –  Teiken, Reinemann, Hoitzing, Pichlmeier (4), Buhl, Martens (1), Steffen (3), Carstensen (10/8), Schirmer (2), Knippert (4), Golla (1)
01.04.2022, 13:53 Uhr
VBN JugendTicket: Ab August fahren Jugendliche das ganze Jahr günstiger
Ganzjährig mit Bussen und Bahnen fahren für 360 Euro – Einführung beschlossen
Ein attraktives Angebot gibt es ab dem Sommer für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende: Denn zum 1. August wird ein JugendTicket im Verbundraum des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN) eingeführt. Damit können die Jugendlichen zu einem Jahrespreis von 360 Euro im gesamten Gebiet des VBN mit Bussen und Bahnen im Nahverkehr von A nach B reisen. Das gilt auch in den Ferien. Besonders profitieren werden davon Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11, da ihnen das Niedersächsische Schulgesetz keinen Anspruch auf kostenlose Schülerbeförderung vermittelt. Der Preis des VBN-JugendTickets liegt deutlich unter dem Preis des aktuellen Ticketangebots für diese Zielgruppe bei gleichzeitig wesentlich verbessertem Leistungsumfang.

Die Stadt freut sich über das attraktive Angebot an die jungen Nutzerinnen und Nutzer und unterstützt den Gedanken, diese wichtige Zielgruppe so stärker an das öffentliche Verkehrsangebot in der Region und darüber hinaus heranzuführen. Die Entscheidung zur Einführung des VBN-JugendTickets wurde in den jüngsten Verbundgremien von ZVBN und VBN am 28. März getroffen, der Rat hatte der Einführung ebenfalls zugestimmt. Für den Start zum 1. August sind in den nächsten Monaten insbesondere noch vertriebliche und finanzielle Fragestellungen zu klären.

Über die Kosten
Einnahmeverluste entstehen durch Abwanderungen vom aktuellen Ticketangebot in das vergünstigte Jugendticket-Angebot. Auf der Grundlage des geänderten Nahverkehrsgesetzes wird der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen für sein niedersächsisches Verbandsgebiet hierfür vom Land Niedersachsen zusätzliche jährliche Finanzhilfen in Höhe von rund 1,83 Millionen Euro erhalten. Die für die Einführung kalkulatorisch zusätzlich benötigten Finanzmittel von rund 1,3 Millionen Euro sind von den niedersächsischen Verbandsgliedern, unter anderem auch von der Stadt Oldenburg, aufzubringen. Für die Stadt wird es zunächst eine Belastung in Höhe von jährlich circa 400.000 Euro im kommunalen Haushalt geben

Zum Hintergrund
In Oldenburg waren, wie auch in anderen Teilräumen des VBN, seit 2019 zahlreiche Ideen zu ÖPNV-Tarifmaßnahmen politisch diskutiert worden, unter anderem auch vergünstigte Angebote für die hier berücksichtigte Zielgruppe. Mit der geplanten Einführung eines JugendTickets in Form eines „360-Euro-Tickets“ kommt der Verkehrsverbund diesen Forderungen nach. Das jetzt zur Umsetzung vorgeschlagene JugendTicket stellt unter den verschiedenen Vorschlägen zu Tarifmaßnahmen eine sinnvolle und machbare Variante dar.

Überblick über das neue VBN-JugendTicket
Vorgesehene Tarifbedingungen gemäß der für eine finanzielle Förderung durch das Land Niedersachsen vorgegebenen landesweiten Mindeststandards für regionale Schüler- und Azubi-Tickets:
· Jahresticket für 12 Monate
· verbundweite Nutzung des ÖPNV-Gesamtangebots auf Straße und Schiene
· ganzjährige Gültigkeit, an allen Tagen der Woche rund um die Uhr (auch in den Ferien)
· keine Sperrzeit
· Einheitspreis und Einführungspreis von 360€ im Jahr (30€ pro Monat)
· gegebenenfalls Preisanpassungen zum jeweiligen Jahreswechsel
· anspruchsberechtigt: Schülerinnen, Schüler, Azubis, Freiwillige im Freiwilligendienst
· personengebunden, keine Übertragbarkeit
· gegebenenfalls weitere zielgruppenspezifische Nutzen
· als Ersatz der heutigen Schüler/innen-Sammelzeitkarten-Tickets für Anspruchsberechtigte über die Träger der Schülerbeförderung
01.04.2022, 13:49 Uhr
Drahtesel gesucht? Stadt versteigert Fund-Fahrräder digital
Online-Auktion vom 1. bis 10. April – ein Dutzend Fahrräder im Angebot
Wie wäre es mit einem Fundrad zum Start in die Fahrradsaison? Ob Rennrad, Moutainbike, Trekkingrad oder sogar ein Lastenrad: Bei der beliebten Fund-Fahrrad-Versteigerung der Stadt Oldenburg kommen Zweiradliebhaber auf ihre Kosten – und können sich das ein oder andere Schnäppchen sichern. Los geht die Online-Auktion auf www.zoll-auktion.de am Freitag, 1. April, um 18 Uhr. Sie endet am Sonntag, 10. April. Diesmal kommen insgesamt 12 Räder unter den virtuellen Hammer.

Wieso versteigert die Stadt Fundräder?
Fahrräder, die im Fundbüro nach Ablauf einer sechsmonatigen Frist nicht von ihren rechtmäßigen Eigentümerinnen und Eigentümern abgeholt wurden, werden versteigert. Welche Fahrräder genau angeboten werden, kann online in einer Liste auf www.oldenburg.de/fundbuero eingesehen werden.

Wie läuft die Online-Auktion ab?
Die Versteigerung beginnt mit einem festgesetzten Mindestbetrag. Sofern ein Fahrrad ersteigert wurde, setzt sich die Stadt Oldenburg mit dem Meistbietenden in Verbindung. Die Bezahlung und Übergabe des Fahrrades erfolgt dann nach Absprache. Auf die Fundsachen gibt es keine Garantie oder eine Gewährleistung. Auch ein Umtausch oder Rücktritt vom Kauf ist nicht möglich.

Sie möchten mehr erfahren?
Wissenswertes zur Online-Versteigerung finden Sie auf www.zoll-auktion.de. Bei weiteren Fragen gibt das städtische Fundbüro unter fundbuero@stadt-oldenburg.de gerne Auskunft.
01.04.2022, 13:39 Uhr
Stadt stockt Budget um 1,6 Millionen Euro auf
Leistungen für ukrainische Geflüchtete führen zu erheblichen Mehraufwendungen
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kommen viele aus ihrer Heimat geflohene Menschen auch nach Oldenburg. Anfang dieser Woche waren es bereits mehr als 760 Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich bei der Stadtverwaltung haben registrieren lassen. Der Großteil von ihnen ist privat untergebracht. Die Geflüchteten haben nach der Registrierung Anspruch auf Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die bisher in Oldenburg aufgenommene Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine führt bereits jetzt zu erheblichen Mehraufwendungen, die das Budget des Amtes für Zuwanderung und Integration deutlich überschreiten. Der Rat der Stadt hat daher in seiner Sitzung am 28. März zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro als überplanmäßige Ausgabe bewilligt.

„Derzeit ist die zu erwartende Gesamtzahl von Geflüchteten ebenso unklar, wie Art und Umfang finanzieller Ausgleichszahlungen. Daher geht die Stadt hier in Vorleistung“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Er hält eine umfassende Kostenbeteiligung von Bund und Land für unerlässlich. Das macht Krogmann auch in seiner Funktion als Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages deutlich. Es sei davon auszugehen, dass im Laufe des Jahres noch weitere Mittel notwendig werden.
01.04.2022, 13:37 Uhr
Die Stadt bleibt am Ball
Auftrag für weiteren Kunstrasenplatz wird vergeben – Bau am Alexandersfeld geht jetzt voran
Doppelte Vorfreude bei den Oldenburger Fußballerinnen und Fußballern: Zwei neue Kunstrasenplätze sollen in diesem Jahr auf städtischen Sportanlagen fertiggestellt werden – am Alexandersfeld neben der Anlage des Post SV und an der Brandenburger Straße nahe der IGS Kreyenbrück.

Der Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am 28. März der Auftragserteilung für den Bau des Kunstrasenfeldes an der Brandenburger Straße zugestimmt. Der Startschuss in Kreyenbrück fällt voraussichtlich bereits Anfang Mai, die Fertigstellung ist für den Herbst 2022 vorgesehen. Wenn im Stadtsüden die Bagger anrollen, schreiten im Nordwesten die Arbeiten an einem weiteren Platz voran: Ab Sommer soll auf dem neuen Kunstrasenplatz am Alexandersfeld gekickt werden können. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich über die Investitionen in die Sport-Infrastruktur: „Wir bleiben bei diesem Thema am Ball. Beide Projekte sind Teil einer mehrjährigen Strategie zur Verbesserung der Bedingungen für unsere Fußballerinnen und Fußballer in der Stadt. Die neuen Spielfelder machen einen weitgehend witterungsunabhängigen Spiel- und Trainingsbetrieb möglich. Wie wichtig das ist, hat sich erst in diesem Februar gezeigt, als die Rasenplätze aufgrund anhaltender Regenfälle fast vier Wochen lang gesperrt waren.“

Im Herbst 2020 war bereits ein neuer Allwetterplatz an der Kennedystraße in Betrieb genommen worden. Zusammen mit der Fertigstellung der Plätze an der Brandenburger Straße und am Alexandersfeld ist damit der erste Teil eines vom Stadtrat am 17. Dezember 2018 gefassten Beschlusses umgesetzt. Insgesamt ist das Bau-Programm auf fünf Plätze ausgelegt. Die Entscheidung über die weiteren beiden Standorte steht noch aus.

Anpfiff für Kunstrasenplatz Brandenburger Straße
Den Zuschlag, an der Sportanlage Kreyenbrück einen bestehenden Rasenplatz in ein Kunstrasenspielfeld umzuwandeln, wird nach dem jetzt erfolgten Votum des Verwaltungsausschusses eine renommierte Fachfirma erhalten, die schon mehrfach für die Stadt Oldenburg tätig war. Der hinter der IGS Kreyenbrück gelegene Platz wird aktuell von mehreren Vereinen für unterschiedliche Sportarten genutzt. Das künstliche Grün soll bereits vor dem Herbst bespielbar sein, damit dann in der witterungsbedingt schlechteren Jahreszeit ein stark belastbarer Flutlichtplatz zur Verfügung steht.
 
Verlängerung beim Kunstrasenplatz Alexandersfeld
Auf dem Sportplatz neben der Grundschule Alexandersfeld hatten die vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Kunstrasenfeldes bereits im Mai 2021 begonnen. Die erforderliche Kampfmittelsondierung – das Gelände gehörte früher zum Fliegerhorst – konnte aufgrund starker und anhaltender Regenfälle jedoch erst Anfang Januar 2022 abgeschlossen werden. Für die Überprüfung wurde das Areal etwa 70 Zentimeter tief ausgekoffert, an acht Stellen ging es sogar bis zu vier Meter in die Tiefe. Erst nach der offiziellen Freigabe der Sportplatzfläche durch die Kampfmittelräumfirma konnten die eigentlichen Arbeiten am Kunstrasenplatz starten. Aktuell werden rund 6.500 Kubikmeter Füllsand eingebaut, die den Bodenabtrag ausgleichen. Parallel laufen schon Arbeiten für die Entwässerung des Platzes. Mit der Fertigstellung dieser Anlage wird im Sommer gerechnet.
01.04.2022, 13:30 Uhr
Gemeinsam gegen Krebs
Sparda-Bank fördert die Krebsberatungsstelle in Oldenburg mit 10.000 Euro
Die Sparda-Bank in Oldenburg unterstützt die Krebsberatungsstelle des Regionalen Tumorzentrum Weser-Ems e.V. mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro. Hermann Kruse, Filialleiter der Sparda-Bank in Oldenburg, überreichte einen symbolischen Spendenscheck an Prof. Dr. med. Claus-Henning Köhne, 1. Vorstandsvorsitzende des Vereins, sowie an den Dipl. Psychologen und Leiter der Beratungsstelle, Reza Bayat. Die Spende dient zur Finanzierung des Beratungsangebots.

Für den Filialleiter ist die Unterstützung eine Selbstverständlichkeit. „Auch in Zeiten der Pandemie darf das Engagement für Menschen mit Krebserkrankungen nicht nachlassen. Das Tumorzentrum Oldenburg setzt sich konsequent für die psychologische Begleitung von Betroffenen und ihren Angehörigen ein. Daher unterstützen wir als Genossenschaftsbank vor Ort das Tumorzentrum bereits seit vielen Jahren“, sagt Hermann Kruse.
29.03.2022, 11:28 Uhr
Ukraine-Krise: Viele helfende Hände richten mobile Messehalle ein
Unterbringung für 108 weitere Geflüchtete – Ortsfeuerwehren packen mit an
Einsatz in vier Wänden: An den vergangenen drei Samstagen im März waren viele fleißige Hände damit beschäftigt, die alte Jugendherberge, freie Zimmer in den beiden Gemeinschaftsunterkünften in der Gaußstraße sowie die mobile Messehalle für Geflüchtete wohnlich einzurichten – zuletzt am 26. März. An diesem Tag packten neben den vier Ortsfeuerwehren Haarentor, Ofenerdiek, Osternburg und Eversten sowie einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Zuwanderung und Integration auch Sozialdezernentin Dagmar Sachse und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit an. An den anderen beiden Samstagen waren zudem auch Helferinnen und Helfer der Ortsfeuerwehren Ohmstede und Stadtmitte im Einsatz.

Krogmann ist nach wie vor überwältigt von dem freiwilligen Engagement: „Es ist schon unglaublich, wie groß insgesamt die Hilfsbereitschaft für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine innerhalb der Bevölkerung ist. Man merkt, dass jede und jeder das Bedürfnis hat, etwas zu tun und anzupacken. Und auch in diesem Fall waren und sind wir sehr dankbar für die tatkräftige Unterstützung durch die Ortsfeuerwehren und die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Das kann man gar nicht oft genug betonen.“

Allein in der mobilen Messehalle in der Gaußstraße können demnächst bis zu 108 aus der Ukraine geflüchtete Menschen untergebracht werden. Mittlerweile haben sich 764 Menschen aus der Ukraine in der Stadt Oldenburg registrieren lassen (Stand 28. März, 9 Uhr). Bewegt wurden an allen drei Wochenenden insgesamt 200 Metallspinde, über 200 Betten, 300 Matratzen, 50 Tisch, 200 Stühle und 50 Kühlschränke. Für die Verpflegung der Helferinnen und Helfer sorgte das Amt für Zuwanderung und Integration.

Alle wichtigen Informationen zur Ukraine-Krise, Fragen und Antworten, Registrierungsformulare sowie Inhalte auf Ukrainisch gibt es auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/ukraine.
29.03.2022, 11:25 Uhr
Oldenburg hat aufgeräumt: Knapp 7,97 Tonnen Müll gesammelt
Über 4.900 Personen beteiligen sich am Frühjahrsputz
Am vergangenen Wochenende haben bei strahlendem Sonnenschein über 4.900 Oldenburgerinnen und Oldenburger die Stadt für das Frühjahr „klar“ gemacht. Nachdem es 2020 und 2021 keinen gemeinsamen Frühjahrsputz geben hat, ist der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg von dieser Resonanz überwältigt. Bereits am Freitag, 25. März, haben circa 3.600 Schülerinnen und Schüler von 34 Schulen ihr Schulumfeld und ihre Schulwege gereinigt. Am Samstag, 26. März, waren über 1.000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt in allen Stadtteilen unterwegs, um Gräben, Grünflächen, Wege und Plätze von achtlos weggeworfenen Müll zu reinigen.

Großes Peace-Zeichen aus Müllsäcken gelegt
In diesem Jahr hat der AWB aufgrund der aktuellen politischen Weltlage ein besonderes Zeichen gesetzt: Aus etlichen gut gefüllten Müllsäcken der Sammelaktion wurde auf dem Gelände des AWB in Neuenwege ein großes Peace-Zeichen gelegt – als Zeichen für den Frieden für die Menschen und die Umwelt. Insgesamt wurden 7,97 Tonnen Abfall aufgesammelt. „Das ist angesichts der tollen Teilnehmerzahl überraschend wenig Abfall und zeigt, dass die jährliche Frühjahrsputzaktion Wirkung zeigt“, bemerkt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes haben die Abfälle von 125 Abfallsammelplätzen abgeholt und in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege entsorgt.

Sammeln für den guten Zweck
Schon seit einigen Jahren ist es gute Tradition, dass die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger nicht nur für eine saubere Umwelt, sondern auch für einen guten Zweck Abfälle sammeln. So hat auch in diesem Jahr die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) zehn Cent pro gesammeltes Kilogramm Abfall als Spende für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt. Leider konnte aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr der symbolische Scheck nicht persönlich von den LzO-Vertretern an die Einrichtung MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer und an die Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten übergeben werden. Der AWB hofft aber, dass dieser Termin nach Ostern nachgeholt werden kann.
29.03.2022, 11:22 Uhr
Städtische Corona-Impfungen erreichen 54.000er-Marke
Drei Impfpunkte schließen zum 1. April – Angebot im Impfpunkt Schlosshöfe bleibt bestehen
Insgesamt 54.030 Corona-Impfungen seit dem Startschuss am Freitag, 15. Oktober 2021 – eine beachtliche Zahl, die die mobilen Impfteams und die städtischen Impfpunkte mittlerweile vorweisen können. Obwohl das Interesse an Corona-Impfungen weiter abnimmt, bleibt die Zahl der Impfungen in den städtischen Impfpunkten weiterhin auf einem hohen Niveau. Allein in der vergangenen Woche wurden 767 Impfungen vorgenommen. Dabei standen wieder die Drittimpfungen (330) und die Viertimpfungen beziehungsweise zweiten Booster-Impfungen (321) hoch im Kurs. Dabei wurde das spezielle Impfangebot am Samstag, 26. März, für Geflüchtete aus der Ukraine und deren Gastgeberinnen und Gastgeber sehr gut angenommen, bei der ein Ukrainisch und Russisch sprechender Impfarzt Dienst hatte. Da die Resonanz sehr gut war, sind weitere Termine dieser Art geplant.

Aufgrund des jedoch insgesamt sinkenden Interesses bleiben ab April die Impfpunkte Wechloy, Kreyenbrück und Universität geschlossen. Bei einer Änderung der Lage in Verbindung mit einer steigenden Nachfrage kann die Stadt kurzfristig das Angebot in den Schlosshöfen erweitern oder auch weitere Impfpunkte öffnen. Das freie Angebot ohne Terminbuchung in den Impfpunkten Universität (montags), Kreyenbrück (dienstags und donnerstags), Schlosshöfe (mittwochs) und Wechloy (freitags) bleibt für Personen ab 12 Jahren noch bis zum 31. März bestehen.
 
Wie komme ich an eine Impfung gegen Corona?
Corona-Impftermine (montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr) für den städtischen Impfpunkt Schlosshöfe können unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 vereinbart werden. Eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden mRNA-Impfstoffen von BionTech und Moderna besteht nicht, geimpft wird nach den derzeitig gültigen Stiko-Empfehlungen.

Mittwochs wird in den Schlosshöfen wie bisher von 10 bis 18 Uhr ohne Termin geimpft. Dann steht für bisher Ungeimpfte über 18 Jahren auch der Proteinimpfstoff von Novavax zur Wahl.

Was muss ich zum Impftermin mitbringen?
Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und, sofern vorhanden, der Nachweis über bereits erfolgte Corona-Impfungen. Personen ab 12 Jahren, die bereits mit in der EU zugelassenen Impfstoffen (Biontech, Moderna, Johnson & Johnson, AstraZeneca/Covishield) geimpft wurden, können sich bei fehlender Booster-Impfung und ausreichendem Zeitabstand eine Auffrischungsimpfung abholen. Bisher ungeimpfte Personen und solche, die vor mindestens vier Wochen zuletzt mit einem in der EU nicht zugelassenem Impfstoff geimpft wurden, können eine neue Impfserie beginnen. Das Mindestalter beträgt auch hier 12 Jahre. Wer sein Kind von 5 bis 11 Jahren das erste Mal impfen lassen möchte, muss sich an die Kinderärztin oder den Kinderarzt wenden.

Alle wichtigen Informationen finden Sie auch auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/corona.
29.03.2022, 11:19 Uhr
Neuer Behindertenbeirat gewählt
Einsatz für Rechte behinderter Menschen in Oldenburg – konstituierende Sitzung am 19. April
Der neue Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg steht fest: Meike Dittmar, Monika Klumpe, Christoph Dietrich, Sabine Görg, Marcel Hamann, Silke Elling, Matthias Einemann, Jörg Dirksen und Claudia Olthaus vertreten ab sofort als neu gewählte Mitglieder die Rechte behinderter Menschen in Oldenburg. Das jüngste Mitglied ist 28 Jahre, das älteste 66 Jahre alt. Trotz der aktuell hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen waren viele schwerbehinderte Menschen aus Oldenburg dem Aufruf gefolgt, am Sonntag, 27. März, in der Volkshochschule maximal neun Kreuze auf dem umfangreichen Wahlzettel mit insgesamt 24 Kandidatinnen und Kandidaten zu verteilen. Diese hatten sich zuvor jeweils mit ihrer persönlichen Motivation auf den städtischen Internetseiten präsentiert. Auch auf Facebook und Instagram wurde die Wahl gut beworben.

Am späten Nachmittag verkündete Sozialdezernentin Dagmar Sachse schließlich das Wahlergebnis und überreichte den gewählten Mitgliedern Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters sowie Rosen. Sie wünschte dem Beirat gutes Gelingen für seine Arbeit und bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten. Insgesamt wurden in diesem Jahr von 97 Wählerinnen und Wählern 552 Stimmen abgegeben (Wahl 2016: 591 Stimmen bei 116 Wählerinnen und Wählern).

Am Dienstag, 19. April, findet um 16 Uhr die konstituierende Sitzung des Behindertenbeirats in den Sitzungssälen der Alten Fleiwa statt (Industriestraße 1 d).

Weitere Informationen zur Arbeit und den Aufgaben des Behindertenbeirats gibt es auf der städtischen Website www.oldenburg.de/behindertenbeirat oder telefonisch unter 0441 235-4444. Wer lieber schreiben möchte, kann eine E-Mail an behindertenbeiratswahl@stadt-oldenburg.de schicken.
29.03.2022, 11:04 Uhr
22:23 gegen Blomberg: Oldenburger verliert Heimspiel in den Schlusssekunden
von Sönke Spille
Was für ein bitteres Ende: Im zweiten Heimspiel in Folge haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg in letzter Sekunde einen möglichen Punkt aus der Hand gegeben. Gegen die HSG Blomberg-Lippe musste sich das Team von Trailer Niels Bötel 22:23 (9:13) geschlagen geben. Da die HSG Bad Wildungen am Wochenende einen Sieg gegen Halle feierte, ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte geschmolzen. 

„Es ist schwer zu fassen, wieder mit einem Tor Rückstand dazustehen, weil wir das Spiel nicht über die Zeit bringen“, fand VfL-Coach Niels Bötel nach der Partie nur schwer Worte. Wie schon gegen Neckarsulm im letzten Heimspiel zeigte Oldenburg eine starke Leistung, hatte auch beste Chancen, etwas Zählbares mitzunehmen. Doch in den Schlusssekunden wendete sich das Blatt gegen die Bötel-Sieben. „Wir sind am Ende dann vielleicht zu hektisch gewesen, haben zu viele Fehler gemacht und bringen Blomberg so in die Situation, den letzten Wurf zu haben“, sagte der Trainer. 

Dabei wäre für seine Mannschaft so viel mehr möglich gewesen. Bereits im ersten Abschnitt hätten die Oldenburgerinnen den Abstand bis zur Pause deutlich enger gestalten können. In einer ersten Halbzeit, die immer wieder von Fehlpässen auf beiden Seiten geprägt war, hielten die Oldenburgerinnen gut mit, kamen mit gelungenen Anspielen an den Kreis zu Torerfolgen. Doch insgesamt ließen die Huntestädterinnen zu viele Chancen aus, warfen in Person von Isabelle Jongenelen und Merle Carsten kurz vor der Pause zwei Siebenmeter neben das Tor. Dazu war auch das Glück nicht immer auf Oldenburger Seite, die abprallenden Bälle landeten oftmals bei den Gästen. Bötel: „Wir müssen die freien Würfe vorne reinmachen. Das sind alles Spiele, in denen wir die Siebenmeter und freie Chancen nicht reinwerfen und am Ende mit einem Tor verlieren. Da kann man so viel über die letzten Sekunden reden will: Wenn wir die Dinger vorne reingemacht hätten, dann müssten wir darüber eben nicht sprechen.“

Dass der VfL überhaupt noch einmal die Chance auf den Sieg oder einen Punktgewinn hatte, war auch einem couragierten Auftritt im zweiten Abschnitt zu verdanken. Von einem Halbzeitrückstand von vier Toren, der kurz nach Wiederanpfiff sogar auf fünf anwuchs, ließen sich VfL-Frauen nicht entmutigen. Die Deckung mit einer starken Julia Renner im Tor stand nun deutlich aggressiver, Kathrin Pichlmeier verkürzte auf 14:16 (39. Minute). „Wir haben die Schlagwürfe weggenommen, die wir in der ersten Halbzeit nicht reingemacht haben“, sagte VfL-Coach Bötel. Mit den Toren von Merle Carstensen, die den Ball aus der eigenen Hälfte ins leere Tor beförderte, und Luisa Knippert glich der VfL kurz darauf aus. Knippert war es auch, die in der 46. Minute für die erste VfL-Führung (17:16) in der gesamten Partie sorgte – Oldenburg hatte sich eindrucksvoll zurück ins Spiel gekämpft. 

Somit wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Eineinhalb Minuten vor dem Ende führte der VfL 22:21. Doch Blomberg glich vom Siebenmeterpunkt aus, der VfL schenkte den Ball in den letzten Sekunden noch einmal her und sorgte in der Defensive mit der Schlusssirene für den nächsten HSG-Siebenmeter. Diesen verwandelte die so sichere Malina Marie Michaelczik gegen Julia Renner – und raubte den Oldenburgerinnen damit den so wichtigen Punkt. „Wir haben uns am Ende leider nicht belohnt“, konstatierte Bötel: „Im letzten Jahr hat es uns stark gemacht, dass wir die engen Spiele gewonnen haben. Diese Saison lassen wir das ein wenig liegen. Das ist eine Sache, wo wir Potenzial haben und uns schnellstens verbessern müssen.“
Die zweite bittere Heimniederlage gilt es für die Bötel-Sieben nun, so schnell wie möglich abzuschütteln. Bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, tritt der VfL zum Derby beim Buxtehuder SV an. 

VfL Oldenburg – HSG Blomberg-Lippe 22:23 (9:13)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen (1), Hoitzing, Pichlmeier (6/1), Buhl, Martens, Steffen (4), Carstensen (4/1), Schirmer (3), Knippert (4/1), Golla
25.03.2022, 17:00 Uhr
Gefahr der sexuellen Ausbeutung: Frauen aus der Ukraine schützen
Bedrohung durch Menschenhändler – Sicherheitshinweise auf Deutsch und Ukrainisch online
Als hätten die aus der von Russland bombardierten Ukraine geflohenen Frauen und Kinder nicht schon genug Probleme, droht leider auch in Deutschland eine weitere Gefahr: die der sexuellen Ausbeutung. Deshalb ist es umso wichtiger, auf diese Bedrohung für die Geflüchteten deutlich hinzuweisen – und sich selbst und andere dafür zu sensibilisieren. Besonders in diesen furchtbaren Kriegszeiten sind fliehende Frauen und Kinder leichte Beute für Menschenhändler. Sie suchen Schutz und Unterstützung – und können letztlich abermals zu Opfern werden. Deshalb ist es umso wichtiger, genau hinzuschauen, wer ihnen hilft und wo sie untergebracht werden.

„Die Vermittlung von Frauen und Kindern auch in private Unterkünfte ist eine großartige Unterstützung“, findet Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Wer aber derzeit aus privater Initiative heraus Menschen aus der Ukraine hilft, eine Unterbringung zu finden, sollte bei der Vermittlung besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Insbesondere wenn `günstige Verdienstmöglichkeiten mit Unterkunft´ angeboten werden, sollten die Helfenden kritisch nachfragen und den Kontakt mit den vermittelten Frauen und Kindern halten. Außerdem ist es sehr wichtig, dass Namen und Adressen der Unterkünfte dokumentiert werden und dass alle Ankommenden zuerst registriert werden.“

Der sicherste Privatwohnraum ist nach wie vor der, der von der Stadt vermittelt wurde. Hierbei ist eine Begleitung der Geflüchteten auch nach der Aufnahme möglich. Rein privat vermittelte Unterkünfte entziehen sich jeder öffentlichen Kontrolle.

Zum Hintergrund
Seit einem Monat tobt der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine – und seit dem ersten Tag der Invasion sind die Google-Suchen nach „Ukrainian girls“ massiv angestiegen und bewegen sich seitdem auf einem hohen Niveau. Das gleiche Phänomen ist auf Pornoseiten zu beobachten. Fälle von Ukrainerinnen, die in die Fänge von Menschenhändlern gerieten, sind schon nach der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 gemeldet worden.
 

Auch die Sondergesandte der Vereinten Nationen für sexuelle Gewalt in Konflikten, Pramila Patten, zeigt sich besorgt über die sich „schnell verschlechternde Situation“ in der Ukraine. Tausende Familien sind zur Flucht gezwungen, da der Konflikt weitergehe. Damit steige das Risiko von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Frauen und Mädchen seien überproportional gefährdet.

Weitere Informationen und Sicherheitshinweise auf Ukrainisch
Auf der städtischen Website www.oldenburg.de/ukraine finden geflüchtete Frauen Sicherheitshinweise sowie Notfall-Telefonnummern auf Deutsch und Ukrainisch.

Wer Wohnraum in der Stadt Oldenburg für Geflüchtete anbieten möchte (für mindestens sechs Monate), kann dies über ein Formular unter www.oldenburg.de/ukraine tun. Dort gibt es auch ein Registrierungsformular für Ukraine-Flüchtlinge sowie ein Anmeldeformular für schulpflichtige Kinder. Viele Informationen sind auch auf Ukrainisch zu finden.
25.03.2022, 13:12 Uhr
Enkeltrick per WhatsApp
Polizei warnt vor dreister Betrugsmasche
Bei einer weiteren Variante des Enkeltricks sind auch in Oldenburg und im Ammerland in den vergangenen Tagen und Wochen Menschen um teilweise hohe Geldbeträge betrogen worden.

Bei dieser Masche erhalten die Opfer auf ihren Smartphones WhatsApp-Nachrichten unbekannter Absender. Die Verfasser der Nachrichten geben sich als Angehörige aus, sie beginnen den Text zumeist mit Begrüßungen wie "Hallo Mama" oder "Hallo Opa". In ihren Nachrichten erklären die angeblichen Verwandten dann, dass ihre Handys defekt seien und sie daher eine neue Nummer erhalten hätten. Sobald die Opfer auf die eingegangenen Nachrichten eingehen, folgt der eigentliche Betrug: Die Täter geben vor, dass das Online-Banking auf dem neuen Smartphone noch nicht freigeschaltet worden sei und eine dringende Überweisung getätigt werden müsse. Die Opfer werden dann gebeten, einen bestimmten Geldbetrag auf ein Konto zu überweisen. Mit Aussagen wie "Du bekommst das Geld auch morgen zurück, versprochen!" erschleichen sich die Betrüger zusätzliches Vertrauen.

Wie bei anderen Varianten des Enkeltricks wird die Masche in den meisten Fällen durchschaut: Die Opfer reagieren richtig, beenden die Kommunikation und wenden sich an die Polizei.

In den vergangenen Tagen kam es jedoch sowohl in der Stadt Oldenburg als auch im Landkreis Ammerland zu mehreren vollendeten Taten, bei denen die Opfer bis zu vierstellige Geldbeträge überwiesen, bevor der Betrug schließlich aufflog.

Die Polizei empfiehlt bei der Kommunikation in Messenger-Diensten ein gesundes Misstrauen: Seien Sie vorsichtig, wenn sich angebliche Bekannte oder Angehörige plötzlich mit unbekannten Nummern melden und Geld fordern. Nehmen Sie unter den Ihnen bekannten Telefonnummern Kontakt zu ihren Angehörigen auf oder lassen Sie sich eine Sprachnachricht schicken. Überweisen Sie ohne weitere Prüfung niemals Geld an angebliche Vertrauenspersonen. Sollten Sie bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, kontaktieren Sie Ihr Geldinstitut und fordern Sie dort die Überweisung zurück. Erstatten Sie in jedem Fall Anzeige bei der Polizei.

Weitere Hinweise zu dieser Betrugsmasche und Beispiele eines WhatsApp-Chats finden Sie auf der Präventionsseite des Landeskriminalamts Niedersachsen sowie unter polizei-beratung.de.
25.03.2022, 13:04 Uhr
Oldenburg wächst weiter – aber nicht mehr so schnell
Neue Bevölkerungsprognose: Höchststand wird mit 174.300 Einwohnern in 2027 erwartet
Die Stadt Oldenburg wächst in den nächsten Jahren weiter – allerdings vollzieht sich der Anstieg der Bevölkerungszahl deutlich gedämpfter als in den Jahren bis 2018. Das geht aus der neuen Bevölkerungsprognose hervor, die der Fachdienst Geoinformation und Statistik für den Zeitraum bis zum Jahr 2035 vorgelegt hat. Der Höchststand wird nun mit rund 174.300 Einwohnerinnen und Einwohnern im Jahr 2027 erwartet. Das entspricht gegenüber dem Jahr 2021 einem Zuwachs von 1,6 Prozent. Danach soll die Zahl der Oldenburgerinnen und Oldenburger zurückgehen, jedoch nur sehr moderat – bis zum Jahr 2035 um 0,8 Prozent. Zum Ende des Prognosezeitraums wird immerhin noch mit rund 173.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gerechnet.

„Investitionen in die Infrastruktur sind weiterhin sinnvoll und notwendig, weil sie für einen auch über das Jahr 2035 hinausgehenden Horizont mehr als 170.000 Oldenburgerinnen und Oldenburgern zu Gute kommen werden“, schlussfolgert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Inwieweit die aktuellen Zahlen haltbar sein werden, bleibt angesichts des Zustroms von Geflüchteten aus der Ukraine indes abzuwarten. „Die Auswirkungen sind noch nicht abzuschätzen. Daher ist es gut, dass wir jetzt jährlich ein Prognose?Update herausgeben. Die nächste Fortschreibung ist bereits für das Frühjahr 2023 geplant“, teilt Krogmann mit. 

Das Durchschnittsalter steigt
Eine Erkenntnis aus der aktuellen Prognose ist: Die Einwohnerschaft wird älter werden – das Durchschnittsalter steigt von 42,5 (2021) auf 43,7 (2035) Jahre an. „Auch Oldenburg wird trotz des Jungbrunnens Ausbildungsstadt in zunehmendem Maße eine alternde Stadt sein. Die Anteile der älteren Bevölkerungsgruppen werden zunehmen, was mittelfristig altersgerechte Planungen für die Stadtteile, Quartiere und das Wohnumfeld sowie verschiedene Zielgruppen erfordert“, sagt Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan.

Wie sich die Alterskohorten verändern
Laut Prognose muss mit einem Anstieg der Altersgruppe 80+ gerechnet werden. Sie erreicht eine erste Spitze mit knapp 11.400 Menschen in 2024. Danach setzt sich die Entwicklung auf konstantem Niveau fort, um etwa ab 2032 erneut anzusteigen auf rund 11.600 Menschen in 2035.

Interessant ist ein Blick auf die sogenannten „Best?Ager“, die Alterskohorte der 50? bis 59?Jährigen. Ihre Kurve hat nach einem starken Anstieg von 2011 bis 2017 erwartungsgemäß 2019 ihren Höhepunkt erreicht und 2020 den „Abstieg“ begonnen. Zählte die Stadt 2021 noch rund 25.600 Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 50 und 59 Jahren, werden es 2035 voraussichtlich nur noch 19.500 in dieser Altersgruppe sein. Die „Baby?Boomer“ der geburtenstarken Jahrgänge (etwa 1955 bis 1965) drängen immer weiter in Richtung des Rentenalters und werden es 2027 weitgehend erreicht haben. In den Altersgruppen der 60- bis 69-Jährigen sowie der 70- bis 79-Jährigen wird von einem starken Anstieg ausgegangen. Die Spitzen werden voraussichtlich um 2029 und 2039 erreicht werden.

Bei den Kleinstkindern (0 bis 2 Jahre) hat es in den vergangenen fünf Jahren kleine Zuwächse gegeben, die sich noch leicht fortsetzen werden, um danach bis circa zum Jahr 2030 auf einem stabilen Niveau zu verharren. Bei den Kindergartenkindern wird noch ein leichter weiterer Anstieg auf gut 4.600 Drei- bis Fünfjährige im Jahr 2028 vorhergesagt. Danach wird sich die Entwicklung in dieser Altersgruppe auf konstantem beziehungsweise leicht sinkendem Niveau bewegen. In den nachfolgenden Gruppen der Grundschülerinnen und Grundschüler (6 bis 9 Jahre) und Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I, 10 bis 14 Jahre) wird sich diese Entwicklung zeitversetzt fortsetzen. Eine stabile Entwicklung wird für die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen erwartet: Ihr Anteil steigt leicht von 24.100 Menschen in 2021 auf 25.500 in 2035. Ähnlich verhält es sich mit den 40- bis 49-Jährigen: Der Anteil dieser Altersgruppe steigt von 19.700 Menschen in 2021 auf etwa 21.500 in 2035.

Besonders bei den 30- bis 39-Jährigen und deren Kindern macht sich deutlich der hohe negative Umlandwanderungssaldo bemerkbar. Das heißt, die Stadt verliert jährlich Einwohnerinnen und Einwohner an die Umlandkreise.

Unterschiedliche Entwicklung in den Bezirken
Beim Blick auf die einzelnen statistischen Bezirke der Stadt zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung: Die innenstadtnahen Gebiete sowie der Bezirk Etzhorn/Ohmstede/Bornhorst werden der Prognose zufolge Einwohnerinnen und Einwohner verlieren, in den anderen Bezirken ist mit moderaten oder deutlichen Steigerungsraten zu rechnen. Wo größere Zuwächse erwartet werden, geht die Entwicklung auf Baugebiete zurück, die das Stadtentwicklungsprogramm 2025 vorgibt. So wird prognostiziert, dass der Bezirk Kreyenbrück/Bümmerstede/Tweelbäke-West/Krusenbusch/Drielaker Moor um 5,1 Prozent zulegt, der Bezirk Bürgerfelde/Dietrichsfeld/Ofenerdiek/Nadorst um 5 Prozent und der Bezirk Osternburg/Drielake um 4,1 Prozent. Das stärkste Plus (14,2 Prozent) verzeichnet laut Prognose der Bezirk Neuenwege/Blankenburg. Dieser Zuwachs muss allerdings vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Bezirk mit gut 1.600 Einwohnerinnen und Einwohnern eher dünn besiedelt ist.
25.03.2022, 13:03 Uhr
Behindertenbeiratswahl 2022: Am Sonntag wird gewählt!
Brücken bauen zwischen allen Menschen – 24 Kandidatinnen und Kandidaten
Sonntag ist Wahltag: Am 27. März werden die Mitglieder des Behindertenbeirats der Stadt Oldenburg neu gewählt. Wer setzt sich künftig für die Rechte behinderter Menschen in Oldenburg ein? Wer macht auf Barrieren im Oldenburger Alltag aufmerksam? Und wer engagiert sich als Bindeglied zwischen Beirat und Einrichtungen, Institutionen sowie Vereinen? Die Wahl findet von 14 bis 16 Uhr in der Volkshochschule Oldenburg (Karlstraße 25) statt. Bei dieser Versammlungswahl sind alle schwerbehinderten Menschen aus Oldenburg dazu aufgerufen, maximal neun Kreuze auf dem umfangreichen Wahlzettel zu verteilen. Sozialdezernentin Dagmar Sachse wird das Wahlergebnis noch am selben Tag gegen 16.30 Uhr bekanntgegeben. Während der Wahl hat das Café Kurswechsel geöffnet. Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen.

Überwältigt von so viel Engagement
Tim Streit, der im Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg den Behindertenbeirat begleitet, freut sich über die große Anzahl an Bewerbungen, die für die diesjährige Wahl eingegangen ist: „Wir sind überwältigt! Insgesamt stehen dieses Mal 24 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl, die sich künftig in Oldenburg für die Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen einsetzen möchten. Das ist ein starkes Zeichen und zeigt, dass die Arbeit im Behindertenbeirat funktioniert und etwas bewirkt.“ Bei vielen Projekten konnte der Beirat schon Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen erreichen.

Doch welche Motivation haben die Kandidatinnen und Kandidaten, sich für den Behindertenbeirat aufstellen zu lassen? „Einiges läuft schon ganz gut, aber es gibt noch manches zu verbessern“, so ein Kandidat. Ein anderer schreibt: „Ich sehe mich als Betroffener in der Verantwortung, mich für die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Behinderten mit Nichtbehinderten einzusetzen und so mitzuhelfen, Oldenburg zu einer besseren und behindertenfreundlicheren Stadt zu formen.“ Für eine andere Kandidatin ist es ein wichtiges Anliegen, die „Barrieren sowohl in den Köpfen der Menschen als auch in den Gebäuden“ zu beseitigen. Auch der Wunsch nach Vernetzung und dem Austausch mit anderen Menschen ist in einigen Bewerbungen zu lesen. Und der Ausblick: „Oldenburg soll auch in Zukunft eine Stadt mit Herz für Behinderte sein.“

Welche Kandidatinnen und Kandidaten kann ich wählen?
Der Behindertenbeirat hat bis zu neun Mitglieder. Jede Wählerin und Wähler hat deshalb bis zu neun Stimmen. Für die Wahl am 27. März haben sich insgesamt 24 Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen lassen. Eine Kurzvorstellung jeder Kandidatin und jedes Kandidaten mit ihrer oder seiner Motivation zur Aufstellung gibt es online unter www.oldenburg.de/behindertenbeirat

Was genau macht der Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg?
Der Behindertenbeirat wird alle fünf Jahre neu gewählt. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder des Behindertenbeirats in einer öffentlichen Sitzung, um Anregungen, Probleme und Lösungen zu besprechen. Zudem beraten sie politische Gremien, Ausschüsse und die Verwaltung in allen Fragen, die behinderte Menschen betreffen. Der Behindertenbeirat fördert die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden und unterstützt bei Projekten und konkreten Einzelfällen. Und nicht zuletzt hat er natürlich stets ein offenes Ohr für die Interessen aller Menschen mit Behinderung, die in Oldenburg leben.

Der erste Termin für den neuen Behindertenbeirat ist die konstituierende Sitzung am 19. April um 16 Uhr in den Sitzungssälen „Alte Fleiwa“ (Industriestraße 1 d).

Wo bekomme ich weitere Informationen?
Weitere Informationen zur Behindertenbeiratswahl und der Arbeit des Behindertenbeirats gibt es auf der Website www.oldenburg.de/behindertenbeirat oder telefonisch unter 0441 235-4444. Wer lieber schreiben möchte, kann eine E-Mail an behindertenbeiratswahl@stadt-oldenburg.de schicken.
25.03.2022, 12:59 Uhr
Neues Mobilitätsangebot für Menschen mit Handicap in Oldenburg
Der Frühling kommt langsam in Deutschland an. Und mit den immer höheren Temperaturen tauchen auch wieder mehr Fahrräder auf. Fahrrad fahren spielt mittlerweile auch eine entscheidende Rolle in der Freizeitgestaltung eines Menschen. Beeinträchtigungen jeglicher Art sind dabei oft ein Hindernis. Für Menschen mit Handicap und für die Menschen, die mit ihnen zusammenarbeiten oder für ihre Gesundheit und Mobilität Verantwortung tragen, gibt es jetzt ein gerontologisches Tandem-Rad in Oldenburg, das sowohl Menschen in als auch Gäste der Stadt ab sofort online buchen können. Es ist besonders geeignet für Menschen, die nicht mehr allein mit dem Rad fahren können. Auf dem durch einen elektrischen Motor unterstützten Dreirad lässt sich die Stadt zu zweit erkunden. Mitradelnde mit Handicap können mittreten, müssen es aber nicht.

Für die Beschaffung hat sich die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH eingesetzt. Geschäftsführerin Silke Fennemann erklärt: „Bewegung und frische Luft ist für Menschen jeden Alters wichtig. Es gibt ihnen die Möglichkeit, am Leben teilzunehmen. Es liegt an uns, eine Infrastruktur zu schaffen, die das Radfahren nicht verhindert, sondern es auch denjenigen ermöglicht, die bisher mit Barrieren konfrontiert werden. Ich bin überzeugt davon, dass unter dem Strich alle davon profitieren, wenn wir nicht nur die Norm zum Maßstab nehmen.“

Der Verein Rädchen für alle(s) e. V. kümmert sich um die Vermietung und Einweisung an interessierte Personen. Das Fahrrad trägt den Namen „Manta“ und ist online buchbar über die Internetseite www.lastenrad-oldenburg.de. Rädchen für alle(s) e.V. bittet die Buchenden um angemessene Spenden, um das Angebot dieses außergewöhnlichen Rades langfristig aufrecht erhalten zu können.

Es hat zwei Sitzplätze, ist 250 cm lang, 115 cm breit und hat eine Höhe von 111 cm. Die Nutzerinnen und Nutzer dürfen eine Körpergröße von 150 bis 190 cm haben. Das Fahrrad befindet sich aktuell im CORE in der Heiligengeiststraße. Weitere Informationen sowie eine Bedienungsanleitung finden sich auf der Internetseite von Rädchen für alles(s) e.V. unter www.lastenrad-oldenburg.de.

Für dieses Angebot musste eine Summe in Höhe von 8.000 Euro beschafft werden. Die Finanzierung erfolgte durch die Partner des Stadtmarketing Oldenburg, durch Spendeneinnahmen aus dem Verkauf von Sattelschonern in der Oldenburg-Info sowie einen Zuschuss durch das Inklusionsbüro der Stadt Oldenburg.

Der Verein Rädchen für alle(s) e. V. wird das gerontologische Dreirad-Tandem auch bei der Veranstaltung „Hallo Fahrrad“ am 3. April 2022 präsentieren. Interessierte Personen können dann direkt vor Ort Probe sitzen.
25.03.2022, 12:52 Uhr
Vorfreude auf musikalisches „Sommermärchen“ beflügelt Talente
Landeswettbewerb „Jugend musiziert“: Große Erfolge für Oldenburgerinnen und Oldenburger
Als Gastgeber des Bundeswettbewerbs von „Jugend musiziert“ wird Oldenburg vom 2. bis zum 8. Juni 2022 zur deutschen Musikhauptstadt. Die Vorfreude auf das musikalische „Sommermärchen“ hat die Oldenburger Talente im vorgeschalteten Landeswettbewerb zu besonderen künstlerischen Leistungen motiviert. Die jungen Musikerinnen und Musiker der Region Oldenburg Nord schnitten dabei mit großem Erfolg ab. „Wir gratulieren allen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und freuen uns, viele von ihnen beim Bundeswettbewerb, hier bei uns in Oldenburg, wiederzusehen – am liebsten in Präsenz“, beglückwünscht Philipp Schlüchtermann, stellvertretender Leiter der Musikschule der Stadt Oldenburg und diesjähriger Vorsitzender des Regionalausschusses, die Teilnehmenden. Zum Bundesfinale werden schätzungsweise mehr als 2.000 Teilnehmende erwartet.

Der Landeswettbewerb fand in diesem Jahr erneut in digitaler Form statt. Alle Teilnehmenden mussten bis Sonntag, 6. März, ihre Videos drehen und hochladen. Die Wertungsergebnisse wurden am Sonntag, 20. März, veröffentlicht. Nachfolgend eine Übersicht aller Preise von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Region Oldenburg Nord:

Ensemble Alte Musik:

Altersgruppe IV
Ricarda Krämer (Blockflöte)
Charlotte Bolze (Blockflöte)
Sarah Götze (Blockflöte)
Johanna Utz (Blockflöte)
Lotta Wieck (Blockflöte) – 2. Preis

Carla Reid (Violoncello)
Lina Behnken (Violoncello)
Lotta Gronau (Violoncello)
Verena Dreher (Violoncello) – 2. Preis
 

Altersgruppe V
JOYce Maliza Huntemann (Blockflöte)
Marieke Pieper (Oboe)
Niran Acar (Cembalo)
Pauline Hüls (Violoncello) – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb

 
Zupfinstrumente: Gitarren-Duo

Altersgruppe II
Anna Sophia Swoboda
Lara Emila Swoboda – 1. Preis

Altersgruppe IV
Rosa Steffen
Eske Jandrich – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb

Altersgruppe V
Lewe Steffen
Linus Bruns – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
 

Zupfinstrumente: Duo, Trio, Wuartett, Quintett

Altersgruppe III
Fabian Pfaff (Gitarre)
Leo Meckelnborg (Gitarre)
Rias Nazarenus (Gitarre) – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
 

Klavier-Kammermusik

Altersgruppe II
Johannes Kleffner (Klavier)
Clara-Sophie Kleffner (Violine)
Louisa Marie Kleffner (Violine) – 1. Preis

Altersgruppe III
Sofija Pavlenko (Violine)
Levi Enns (Violoncello)
Tianrun Jin (Klavier) – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
 

Duo: Klavier und ein Blechblasinstrument

Altersgruppe IV
Carl Rabbels (Posaune)
Sven Duwe (Klavier) – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
 

Duo: Klavier und ein Holzblasinstrument

Altersgruppe II
Amàia Palet Sabater (Oboe)
Melina Schubmann (Klavier) – 1. Preis

Altersgruppe V
Famke Wellmann (Oboe)
Nicole Schellenberg (Klavier) – 2. Preis


Gesang (Pop)

Altersgruppe V
Kaja Westermann (Sopran) – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb


Mallets

Altersgruppe III
Neo Wernecke – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
 

Percussion

Altersgruppe II
Laurens Van Der Kamp (Percussion) – 1. Preis

Altersgruppe III
Madou Huntemann (Schlagzeug) – 2. Preis

Altersgruppe V
Mathis Kohne (Schlagzeug) – 2. Preis
 

Violine

Altersgruppe III
Sofija Pavlenko – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
Luis Keemann – 2. Preis
Clara-Sophie Kleffner – 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb
 

Violoncello

Altersgruppe II
Matilda Steinhoff - 2. Preis

Altersgruppe V
Pauline Hüls – 2. Preis
 

Die genannten Altersgruppen sind wie folgt aufgeteilt:

Altersgruppe II: bis Landeswettbewerb, geb. 2010, 2011
Altersgruppe III: bis Bundeswettbewerb, geb. 2008, 2009
Altersgruppe IV: bis Bundeswettbewerb, geb. 2006, 2007
Altersgruppe V:  bis Bundeswettbewerb, geb. 2004, 2005
22.03.2022, 17:11 Uhr
Über 53.000 Impfungen durch mobile Impfteams und Impfpunkte
Impfangebot am 26. März im Impfpunkt Schlosshöfe auf Ukrainisch und Russisch
Obwohl insgesamt das Interesse an Corona-Impfungen abnimmt, gibt es auch gute Neuigkeiten: So wurden allein in der vergangenen Woche insgesamt 828 Impfungen durch mobile Impfteams und in den städtischen Impfpunkten verabreicht – damit bleibt die Zahl weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders erfreulich ist, dass das Angebot der so genannten zweiten Booster-Impfung gut angenommen wird: 307 Mal wurde die Viertimpfung gemäß Stiko-Empfehlung älteren Menschen ab 70 Jahren sowie Immungeschwächten in der vergangenen Woche verabreicht. Mobile Impfteams verabreichen seit knapp drei Wochen vierte Impfungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ab April sind Einrichtungen der Behindertenhilfe an der Reihe.

Ukrainisch und Russisch: Impfangebot für Geflüchtete
Für Geflüchtete aus der Ukraine sowie deren Gastgeberinnen und Gastgeber gibt es am kommenden Samstag, 26. März, ein besonderes Impfangebot: Von 10 bis 18 Uhr hat im Impfpunkt Schlosshöfe ein Impfarzt Dienst, der sowohl Ukrainisch als auch Russisch spricht. Es stehen an diesem Tag noch zahlreiche Termine zur Verfügung, die online unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 vereinbart werden können.

Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und, sofern vorhanden, der Nachweis über bereits erfolgte Corona-Impfungen. Personen ab 12 Jahren, die bereits mit in der EU zugelassenen Impfstoffen (Biontech, Moderna, Johnson & Johnson, AstraZeneca/Covishield) geimpft wurden, können sich bei fehlender Booster-Impfung und ausreichendem Zeitabstand eine Auffrischungsimpfung abholen. Bisher ungeimpfte Personen und solche, die vor mindestens vier Wochen zuletzt mit einem in der EU nicht zugelassenem Impfstoff geimpft wurden, können eine neue Impfserie beginnen. Das Mindestalter beträgt auch hier 12 Jahre.

So kommen Impfwillige an ihre Corona-Impfung
Corona-Impftermine (montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr) für den städtischen Impfpunkt Schlosshöfe können unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 vereinbart werden. Mittwochs wird wie bisher ohne Termin geimpft. Eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden mRNA-Impfstoffen von BionTech und Moderna besteht nicht, geimpft wird nach den derzeitig gültigen Stiko-Empfehlungen.

Das freie Angebot ohne Terminbuchung in den Impfpunkten Universität (montags), Kreyenbrück (dienstags und donnerstags), Schlosshöfe (mittwochs) und Wechloy (freitags) bleibt für Personen ab 12 Jahren noch bis zum 31. März bestehen. In der Regel entstehen dabei keine Wartezeiten mehr. Ab April bleiben die Impfpunkte Wechloy, Kreyenbrück und Universität geschlossen. Bei einer Änderung der Lage in Verbindung mit einer steigenden Nachfrage kann die Stadt kurzfristig das Angebot in den Schlosshöfen erweitern oder auch weitere Impfpunkte öffnen.

Wer sein Kind von 5 bis 11 Jahren das erste Mal impfen lassen möchte, muss sich an die Kinderärztin oder den Kinderarzt wenden. Die noch anstehenden Zweitimpfungen für diese Altersgruppe finden noch bis Monatsende im Impfpunkt Wechloy statt.

Insgesamt 53.180 städtische Corona-Impfungen
In der vergangenen Woche konnten in den vier städtischen Impfpunkten (Schlosshöfe, Kreyenbrück, Wechloy und Uni) und durch mobile Impfteams insgesamt 828 Impfungen verabreicht werden. Dabei handelte es sich um 411 Drittimpfungen sowie um 40 Erst- und 45 Zweitimpfungen. 307 Menschen holten sich ihre zweite Booster-Impfung (Viertimpfung). Bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren wurden insgesamt 25 Zweitimpfungen verabreicht.

Damit wurden im Rahmen der von der Stadt organisierten Impfangebote seit dem Startschuss am Freitag, 15. Oktober 2021, insgesamt 53.180 Impfungen vorgenommen. Einen Großteil machen nach wie vor die Drittimpfungen aus: Sie dominieren mit 35.084 Impfungen. 4.320 Menschen konnten erstmals geimpft werden, 6.549-mal gab es Zweitimpfungen. Die Gesamtzahl der Kinderimpfungen, die ausschließlich im Impfpunkt Wechloy angeboten werden, liegt nun bei 6.117. Bisher haben 3.155 Fünf- bis Elfjährige den ersten Piks bekommen, 2.962 Kinder erhielten bereits die zweite Spritze.
22.03.2022, 17:07 Uhr
Zuhause auf Zeit für Kinder in Not: Bereitschaftsbetreuung gesucht
Engmaschige Beratung und Begleitung der Bereitschaftsfamilien gewährleistet
Aktuell werden weitere Bereitschaftsfamilien gesucht, die Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren ein vorübergehendes Zuhause bieten. Wenn Kinder in Not akut gefährdet sind, weil ihre Eltern nicht ausreichend für sie sorgen können, brauchen sie Menschen, die ihnen ein Zuhause auf Zeit geben. Während der Betreuung kommen die Kinder zur Ruhe, erhalten Schutz und Geborgenheit und eine zuverlässige Versorgung.

Bereits weit mehr als 400 Kinder vermittelt
Seit über 25 Jahren konnten weit mehr als 400 Kinder aus der Stadt Oldenburg in diesen speziell ausgewählten Familien eine liebevoll gestaltete Übergangsbetreuung erfahren, bevor sie anschließend entweder zu ihren Eltern zurückkehren konnten oder in einer Pflegefamilie oder Wohngruppe ein dauerhaftes Zuhause gefunden haben.

Welche Voraussetzungen muss eine Bereitschaftsfamilie mitbringen?
Um Bereitschaftsstelle zu werden, sind unterschiedliche Kriterien seitens der Bewerberinnen und Bewerber zu erfüllen. Neben einer pädagogischen Qualifikation oder umfänglich einschlägiger Erfahrung sollten Notfamilien in der Stadt Oldenburg oder den angrenzenden Landkreisen leben und die für die Betreuung zuständige Person keiner Berufstätigkeit nachgehen. Für das aufzunehmende Kind sollte ein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen. Einfühlungsvermögen und Toleranz sind neben Flexibilität wichtige Eigenschaften, die potenzielle Familien mitbringen sollten.

Ferner sucht die Stadt Oldenburg einige Familien, die bereit sind, Säuglinge im Alter bis zu 12 Monaten aufzunehmen. Eine pädagogische Qualifikation wird für diese Altersgruppe nicht vorausgesetzt, wohl aber hinreichende Erfahrung mit eigenen Kindern.

Wie werden Bereitschaftsfamilien unterstützt?
Neben einem angemessenen Entgelt bietet das Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg intensive Vorbereitung und Begleitung der Bereitschaftsfamilien, Supervision und Fortbildungen an. Wichtig ist der Stadtverwaltung vor allem die konstante Unterstützung und Betreuung der Bereitschaftsfamilien.

Wo gibt es weitere Informationen?
Bei Interesse stehen zur unverbindlichen Beratung folgende Ansprechpartnerinnen bereit: Gerda Hinrichs-Emken ist telefonisch unter 0441 235-2844 und per E-Mail an gerda.hinrichs-emken@stadt-oldenburg.de zu erreichen und Carola Gienke telefonisch unter 0441 235-3608 und per E-Mail an carola.gienke@stadt-oldenburg.de.
22.03.2022, 17:01 Uhr
Fahrradaktionstag „Hallo Fahrrad“ am 3. April 2022
Informationen und Programm rund ums Radfahren und moderne Mobilität
Bald ist es so weit: Am Sonntag, 3. April 2022, stehen der Rathausmarkt und der Schlossplatz wieder ganz im Zeichen des beliebten Fortbewegungsmittels der Oldenburgerinnen und Oldenburger. Von 12 bis 18 Uhr erwarten 35 Austellerinnen und Aussteller das Publikum mit einem bunten Mix aus Information und Aktionen rund ums Radfahren und weitere neue Mobilitätsangebote. Anlässlich der Veranstaltung ist außerdem ein verkaufsoffener Sonntag geplant. Die Geschäfte in der Fußgängerzone innerhalb des Wallrings sowie das Heiligengeistviertel bis zur Bahnüberführung am Pferdemarkt öffnen dann von 13 bis 18 Uhr.

Organisiert wird der Fahrradaktionstag „Hallo Fahrrad“ von der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM). Silke Fennemann, Geschäftsführerin der OTM, hofft auf viele Besucherinnen und Besucher: „Wir veranstalten den Fahrradaktionstag jedes Jahr. In den vergangenen zwei Jahren konnte das Fahrrad-Event Corona-bedingt nicht stattfinden, aber dieses Jahr ist es wieder möglich. Es ist ein Zeichen des Dankes für so viele begeisterte Fahrradfahrerinnen und -fahrer in der Stadt. Wir wollen vermitteln, welche Vielfalt es gibt und dass Radfahren Spaß macht. Wir wollen motivieren, noch öfter die gesunde und umweltschonende Fortbewegungsart zu wählen.“

Auf der Veranstaltung präsentieren sich unter anderem der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Kreisverband Oldenburg, Ämter der Stadtverwaltung sowie weitere Dienstleister, touristische Anbieter, Experten und Fahrradhändler. An ihren Ständen zeigen sie die neuesten Entwicklungen, beraten zu Angeboten für Touren und Reisen und geben Tipps zu allen Fragen rund ums Radfahren und moderner Mobilität. Wer sich für Bike Sharing interessiert, sollte sich den Start des neuen OLi-Bike-Verleihs vormerken. Mit diesem neuen Fahrradleihsystem können Fahrräder an virtuellen Stationen

im Stadtgebiet ausgeliehen werden. Am 3. April zur Veranstaltung „Hallo Fahrrad“ wird das System offiziell eröffnet.

Auch sportliche Attraktionen gehören zum festen Bestandteil des Aktionstages. Die BMX-Stunt-Show vom Verein Backyard e. V. wird auf dem Schlossplatz für staunende Zuschauerinnen und Zuschauer sorgen. Die Shows werden dreimal im Laufe des Tages stattfinden – dazwischen gibt es kostenlose Workshops des Vereins. Kinder können sich auf dem Schlossplatz beim Liegeradparcours der Oldenburger Liegeradgruppe spielerisch ausprobieren. Und auf dem Poesiefahrrad bekommen alle ein selbst gefahrenes Gedicht mit auf Papier.

Es lohnt sich auch, zur Veranstaltung das eigene Rad mitzubringen: Die Besucherinnen und Besucher können selbst in die Pedale treten. Der ADFC und die OTM bieten kostenfreie, geführte Touren an. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Codierung als Diebstahlschutz und beim RadCheck der Stadt Oldenburg wird das Fahrrad kostenlos auf Verkehrssicherheit überprüft.

Wer sich den Wunsch nach einem neuen Fahrrad erfüllen möchte, kann ebenfalls fündig werden. Probe fahren unterschiedlicher Fahrradtypen gehört genauso dazu wie die fachmännische Beratung.

Hinter der Veranstaltung stehen auch die Partner des Stadtmarketing Oldenburgs, die durch ihre finanzielle Förderung diese Veranstaltung erst möglich machen.

Informationen sind veröffentlicht unter www.oldenburg-tourismus.de/hallo-fahrrad.
22.03.2022, 12:28 Uhr
„Nicht ohne uns über uns!“ – Seniorenvertretung neu gewählt
Sprachrohr der älteren Generation für die nächsten fünf Jahre
Die neue Seniorenvertretung der Stadt Oldenburg steht fest – acht der neun Vorstandsmitglieder sind Ende des Jahres 2021 durch die Delegiertenversammlung gewählt worden, ein weiteres Mitglied wird durch die Heimfürsprechenden der Oldenburger Alten- und Pflegeheime entsandt: Neben Rolf Bunjes, der erneut den 1. Vorsitz übernimmt, sind Ulrike Wolter, Gerhard Kindl, Hille Ballin, Helmut Domsky, Christian Seidel, Hildburg Heuzeroth und Annemarie Müri (Heimfürsprecherin) mit dabei. Ein weiteres Vorstandsmitglied ist bereits wieder ausgeschieden und der Platz somit vakant.

Nach dem Motto: „Nicht ohne uns über uns!“ ist die Seniorenvertretung das Sprachrohr für die ältere Generation. Sie ist Mittlerin zwischen Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und Verwaltung der Stadt Oldenburg und handelt als eine unabhängige, konfessionell ungebundene und parteipolitisch neutrale Vertretung für die Älteren. Die Mitglieder des Vorstandes werden für einen Zeitraum von fünf Jahren gewählt. Die wesentlichen Aufgaben der Seniorenvertretung sind die Beratung und Information sowie Mitwirkung bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen und Programmen für ältere Bürgerinnen und Bürger. Hinzu kommt die Vertretung der Interessen Älterer in der Öffentlichkeit.

In der Stadt Oldenburg gibt es seit 1999 auf Grundlage eines Ratsbeschlusses eine Interessenvertretung für die älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Mit der Bildung der Seniorenvertretung hat sich die Stadt Oldenburg zum Ziel gesetzt, die aktive Teilhabe ihrer älteren Einwohnerinnen und Einwohner am gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben zu stärken und zu fördern.

Weitere Informationen über die Seniorenvertretung der Stadt Oldenburg finden Sie im Internet unter www.oldenburg.de/seniorenvertretung.
18.03.2022, 11:58 Uhr
Toller Kampf wird nicht belohnt
Oldenburg verliert gegen Neckarsulm
von Sönke Spille
Bitteres Ende einer Begegnung mit starker kämpferischer Leistung: In den Schlusssekunden haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg ihr Bundesligaspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm mit 31:32 (13:14) verloren. In eigener Arena verpassten es die Huntestädterinnen dabei, sich für einen couragierten Auftritt zu belohnen. Merle Carstensen traf als beste VfL-Torschützin neun Mal. 

Mit zwei Toren über die Außen (Schirmer & Martens) war der VfL in eine wechselhafte erste Halbzeit gestartet, in der man gegen die Sport-Union zunächst die Führung verteidigte (4:2/6. Minute). Neckarsulms Trainerin Tanja Logvin sah sich früh zur Auszeit gezwungen, danach agierte ihr Team etwas zielstrebiger und ging dank schneller Gegenstöße selbst in Führung. Der VfL lud die Sport-Union dazu aber auch ein ums andere Mal mit zu schellen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung ein – auch, weil nach dem kurzfristigen Ausfall von Paulina Golla die Aufgaben nicht so verteilt werden konnten, wie geplant. „Das war insbesondere im Innenblock kaum möglich“, so Bötel. Das Auf und Ab, in dem man sich nach einem 6:9 auf 9:9 zurückkämpfte, nur um wenige Augenblicke wieder zurückzuliegen, setzte sich fort. Mit einem Tor Rückstand ging es in die Halbzeitpause. „Wir haben den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht, um die zwei Punkte hier in Oldenburg zu behalten“, konstatierte Niels Bötel nach dem Spiel. 

Ähnlich lief es auch im zweiten Durchgang. Oldenburg erwischte wieder den besseren Start, erkämpfte sich ein 16:14. Doch Mitte der zweiten Halbzeit waren es die Gäste, die in Führung lagen. Die Huntestädterinnen agierten zu diesem Zeitpunkt zu umständlich im Spiel nach vorne, Neckarsulm kam dagegen mit schnörkellosen Angriffen zu einfachen Torerfolgen. Doch aufgegeben hatten sich die Oldenburgerinnen zu keinem Zeitpunkt in diesem Spiel. „Wir haben die gesamten 60 Minuten gefightet, alles reingehauen“, sagte Bötel. Pünktlich zur Schlussphase war sein Team zurück: Die starke Jane Martens erzielte rund drei Minuten vor dem Ende das 30:30, Merle Carstensen legte kurz darauf vom Siebenmeterpunkt nach (31:30/59.). 

Und auch nach dem erneuten Ausgleich durch Nathalie Hendrikse hatte der VfL 30 Sekunden vor dem Ende die Chance, erneut vorzulegen. Drei Pässe waren noch möglich, als Niels Bötel seine dritte Auszeit nahm, um seine Spielerinnen für die letzten Sekunden noch einmal einzuschwören. Doch der anschließende Angriff wurde vom Schiedsrichter-Duo gestoppt, stattdessen erhielten die Gäste noch einmal ihre Chance. Die nutzte Lucie-Marie Kretzschmar mit der Schlusssirene zum Neckarsulmer Sieg – und versetzten Oldenburg in eine Schockstarre. „Neckarsulm hat das eine Tor mehr gemacht. Das braucht es eben, um Spiele zu gewinnen“, sagte Bötel: „Ich kann nur ein Kompliment an meine Mannschaft geben, die trotz des Spiels am Sonntag wieder einen super Fight geliefert haben. Wir haben kämpferisch das gezeigt, was wir können. Neckarsulm klopft an die Tür nach Europa und ist nicht unbedingt unsere Kragenweite. Am Ende ist ihr Sieg nicht verdient, aber wir müssen damit leben und das Positive aus dieser Partie mitnehmen.“

VfL Oldenburg – Sport-Union Neckarsulm 31:32 (13:14)
Renner, Reese – Teiken (1), Reinemann, Jongenelen (3/2), Hoitzing, Pichlmeier (5), Buhl, Martens (6), Steffen (1), Carstensen (9/6), Schirmer (5), Knippert (1)
18.03.2022, 11:27 Uhr
„Oldenburg lernt schwimmen“: Auftakt gelungen, Fortsetzung gestartet
Schülerinnen und Schüler erhalten weitere Unterstützung beim Schwimmen lernen
Sinnvoll, überlebenswichtig und gesund: Schwimmen lernen steht für Kinder normalerweise spätestens im Grundschulalter auf dem Stundenplan. Noch besser, wenn der Nachwuchs die Grundlagen bereits vor der Einschulung in Schwimmkursen lernt. Durch die Corona- bedingten, monatelangen Schließzeiten und Zugangsbeschränkungen von Schwimmhallen und Freibädern und die Unterbrechung des regulären Schulbetriebs inklusive des Schwimmunterrichts war das vielen Kindern nicht oder nur erschwert möglich. Die Folge: viele Kinder können nicht oder nicht sicher schwimmen.

Mehr Schwimmkurse und zusätzliche Angebote
Seit Mai 2021 setzt hier die Initiative „Oldenburg lernt schwimmen“ der Stadt Oldenburg und der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg GmbH (BBGO) an – und macht nun mit verstärkten Kräften weiter. Die Projektpartner erhöhten die Anzahl an Schwimmkursen und schafften zusätzliche Angebote speziell für Schulanfängerinnen und Schulanfänger. Auch die Unterstützung der Schwimm-Lehrkräfte im Schulsport rückte in den Fokus der Verantwortlichen: Große Schulklassen mit Schülerinnen und Schülern, die sehr unterschiedliche Vorkenntnisse in puncto Schwimmfähigkeit mitbringen mit steigendem Anteil an nicht beziehungsweise unsicher schwimmenden Kindern, stellen eine herausfordernde Ausgangslage da.

Schwimmvereine und GUV OL unterstützen weiterhin Schwimmangebot im Schulsport
Zur Verbesserung der Situation trägt deshalb seit letztem Sommer ein weiteres Angebot der Initiative „Oldenburg lernt schwimmen“ bei: Schwimmtrainerinnen und Schwimmtrainer sowie Assistenzkräfte von Oldenburger Schwimmvereinen unterstützen die Lehrkräfte im Schwimmunterricht. Im ersten Schulhalbjahr 2021/2022 griffen insgesamt bereits 18 Oldenburger Schulen auf die Unterstützung durch die Vereine zurück, organisiert durch das Sportbüro der Stadt. Mehr als 300 Stunden haben neben den Lehrkräften auch Trainerinnen und Trainer der Schwimmvereine am Beckenrand gestanden und den Kindern die Grundlagen des Schwimmens beigebracht.

Die Resonanz der Schulen ist durchweg positiv, der Unterstützungsbedarf weiterhin groß. Die gute Nachricht: Die mit dem Oldenburger Schwimmverein von 1902 e. V. und dem Polizeisportverein Oldenburg e. V. begonnene Kooperation kann fortgesetzt und soll durch die Beteiligung eines weiteren Vereins erweitert werden. Die Kosten für die Unterstützung der Schulen im Schwimmunterricht werden zu 70 Prozent von der Stadt Oldenburg und zu 30 Prozent vom Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg (GUV OL) getragen.

Stimmen zum Projekt
„Oldenburg lernt Schwimmen“ ist ein Projekt, das Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sehr am Herzen liegt: „Schwimmen zu lernen ist nicht nur überlebenswichtig, es macht auch viel Spaß. Zudem kräftigt es die Muskulatur, verbessert die Ausdauer und die Koordination. Und vor allem: Es gibt Sicherheit. Wer sich mit einem Schwimmabzeichen durchs Wasser bewegt, fühlt sich nicht nur sicherer, sondern ist auch stolz auf sich. Umso wichtiger ist, dass wir auch in Oldenburg vermehrt Angebote in diese Richtung schaffen.“

Das sieht Michael May, Geschäftsführer des GUV OL, genauso: „Als Träger der Schülerunfall-versicherung ist uns die Förderung der Schwimmfähigkeit von Schülerinnen und Schülern ein elementares Anliegen. Rechtzeitig Prävention zu betreiben, hilft Unfälle zu vermeiden. Die Unterstützung im Schwimmunterricht der Schulen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und ergänzt unseren ganzheitlichen Förderansatz: Im Rahmen von Sicherheit und Gesundheit im Schulsport (SuGiS) unterstützen wir auf Landesebene den niedersächsischen Schwimmpass, die Erstellung von Lehr- und Lernmaterial für Schwimmlehrkräfte in Ausbildung – und nun regional vor Ort ‚Oldenburg lernt Schwimmen‘“, erläutert May.
18.03.2022, 11:23 Uhr
Neubeginn für den Kulturschnack: Kulturbüro startet digitale Plattform
Die ersten Klicks auf den Seiten des neuen Internet-Angebots waren den Mitgliedern des Kulturausschusses vorbehalten. Dort stellten am Dienstagnachmittag Kevin Altenberger und Thorsten Lange vom städtischen Kulturbüro den grundlegend überarbeiteten und völlig neu gestalteten „Kulturschnack“ vor: ein crossmediales Online-Magazin mit Podcast rund um die Oldenburger Kulturszene.

Angebot will neugierig auf Kulturerfahrungen machen
Der Start der Plattform ist Teil der digital-analogen Kulturstrategie, die seit Juni 2021 von Kevin Altenberger entwickelt wird. Sie reagiert auf die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft, versöhnt diese Entwicklung aber mit dem analogen Erlebnis: „Für mich war klar: Es braucht zunächst einen zentralen Knotenpunkt, der Aktivitäten der Szene bündelt. Er soll aber auch – oder vor allem – Lust auf die nächste Kulturerfahrung machen“, erklärt der Digitalexperte.

Das neue Angebot kommt auch dem vielfachen Wunsch der Kulturakteure entgegen, eine größere mediale Präsenz zu erhalten. Die Oldenburger Szene besticht durch eine enorme Bandbreite bei Programmen und Projekten. „Es ist unmöglich, das alles abzubilden. Wir wollen aber möglichst nah ran an dieses Ziel“, sagt Thorsten Lange, der Aufgaben im redaktionellen Bereich übernimmt und für die Inhalte sorgt. „Von ‚snackable‘ bis ‚deep‘, wie man heute sagt“, schmunzelt er. „Das heißt: die Beiträge bewegen sich zwischen leichtverdaulichen Häppchen und ausführlichen Portraits. Die Mischung macht’s!“

Hintergründe und Ideen aus der Szene
Inhaltlich geht es um die Nähe zur Szene – der „Kulturschnack“ soll nicht als Veranstaltungskalender dienen. Stattdessen will er in die Szene eintauchen, hinter die Kulissen blicken, den Menschen eine Stimme geben. Damit einher geht eine unkomplizierte Form der Kommunikation: „Schreibt uns, sprecht uns an, lasst uns einfach schnacken“, fassen Altenberger und Lange ihre Haltung zusammen.

Noch etwas erhoffen sich die beiden Redakteure: Mittelfristig soll es nicht nur darum gehen, die Szene und ihre Aktivitäten abzubilden, sondern auch darum, Neues anzustoßen. „Der Kulturschnack bietet Informationen. Er soll aber auch ein Ort sein, an dem es Ideen und Impulse gibt oder an dem wir Debatten führen“, erklärt Altenberger.

Kulturschnack soll die ganze Gesellschaft ansprechen
Damit soll der „Schnack“ drei Zielgruppen erreichen: die Szene selbst, das kulturinteressierte Publikum sowie all jene, die bisher noch keinen Zugang gefunden haben. „Das sind natürlich langfristige Ziele“, ordnet Lange diese Vorhaben ein. „Aber wir sind überzeugt, dass wir noch einige Schwellen abbauen können.“

Nach dem Kulturausschuss ist nun die Bevölkerung dran: Der Kulturschnack ist live! Wie die neue Plattform aussieht und wie sie sich anhört, erfährt man im Internet unter www.kulturschnack.de und bei Facebook und Instagram unter „Kulturschnack“. Podcasts und Videos gibt es bei Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts sowie auf YouTube. Es gibt noch viel zu erzählen. 
15.03.2022, 18:02 Uhr
Von den Strapazen der Flucht erholen
Erste Geflüchtete aus der Ukraine gut aufgenommen – Großer Organisationsaufwand
Die ersten Geflüchteten aus der Ukraine, die ihre Heimat aufgrund des russischen Angriffskriegs verlassen mussten, haben jetzt auch auf „offiziellem“ Wege die Stadt Oldenburg erreicht und hier eine sichere Zuflucht gefunden. 50 Menschen, darunter 18 Kinder im Alter von eineinhalb bis 16 Jahren, wurden am Freitag in der Ankunftsstelle in der Gaußstraße empfangen. „Es gab keine Vorabinformationen über die Ankommenden. Wer uns konkret erreicht, war erst klar, als sich die Bustür öffnete“, schildert Daniel Stellmann, Leiter des Amtes für Zuwanderung und Integration. Oldenburg war für die Businsassen die erste Ruhepause nach den Strapazen der Flucht. Die Stadt konnte mit Mitarbeitenden der Flüchtlingssozialarbeit eine Erstbetreuung am Wochenende sicherstellen. „Es hat sich deutlich gezeigt, dass ein erstes Ankommen an zentraler Stelle wichtig ist, um persönliche Daten aufzunehmen, Formalitäten zu erledigen und zu schauen, was die ankommenden Menschen benötigen“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Am Samstagnachmittag wurden auch Teile eines städtischen Gebäudes an der Milchstraße mit Geflüchteten aus der Ukraine belegt. Elf Erwachsene und sieben Kinder sind hier untergekommen, weitere werden folgen. Ebenfalls am Wochenende wurde die alte Jugendherberge an der Alexanderstraße/Von-Finckh-Straße mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr weiter für den Bezug mit Geflüchteten vorbereitet. Die neuen Kapazitäten (65 bis 75 Plätze) werden ab Mitte der Woche zur Verfügung stehen und dann unmittelbar durch Landeszuweisungen wieder belegt sein. Gestartet ist unterdessen der Aufbau einer mobilen Messehalle – ebenfalls an der Gaußstraße. Ende März sollen die Ausstattung der Halle und der Aufbau von Sanitär- und Küchencontainern abgeschlossen sein, so dass dort 108 Menschen untergebracht werden können. 

Sachse: „Viele arbeiten am Limit“
„Wir werden jetzt laufend neue Zuweisungen durch das Land erhalten. Wir erwarten einen Zustrom unbekannten Ausmaßes. Unterbringung, Aufnahme, Erstversorgung und weitere Betreuung müssen aber organsiert werden und leistbar bleiben, damit wir den uns anvertrauten Menschen gerecht werden können“, verdeutlicht Dezernentin Dagmar Sachse. Aus diesem Grund appelliert sie erneut dringend, keine privat organisierten Bustransfers mehr direkt nach Oldenburg zu lotsen, wenn vor Ort keine verbindlichen und längerfristigen Unterbringungszusagen von Helferinnen und Helfern vorhanden sind. Sachse bittet für diesen Appell um Verständnis: „Wir erleben gerade die ersten Tage der massiven Kriegsfolgen, zahlreiche Fachdienste der Stadtverwaltung sind bei der Bewältigung der Krise involviert, viele unserer Beschäftigten arbeiten am Limit. Natürlich wissen wir das private Engagement sehr zu schätzen, aber wir haben zurzeit keine Kapazitäten. Die Betreuung der uns zugewiesenen Menschen und die Vorbereitung auf das, was noch kommen wird, verlangt uns alles ab.“

Privatunterbringung: Rund 330 Geflüchtete gemeldet
Schon jetzt stoßen nachgelagerte Verwaltungsstellen mit Erfassung, Betreuung, medizinischer Versorgung und Leistungsgewährung aufgrund der hohen Zahl privat Untergebrachter an Grenzen. Über das unter www.oldenburg.de/ukraine angebotene städtische Registrierungsformular für Geflüchtete wurden innerhalb weniger Tage bereits etwa 330 Menschen gemeldet.

Die Verwaltung unternimmt aber weiterhin alle Anstrengungen, um kurz-, mittel- und langfristig zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zu akquirieren und zur Verfügung stellen zu können. Hotels und Wohnungsangebote sind ebenso wie gewerbliche Immobilien in der Prüfung.

Quartiere: Längerfristige Lösungen gesucht
Nach wie vor können zur Unterbringung von geflüchteten Menschen ebenfalls über ein Formular auf der Website www.oldenburg.de/ukraine Quartiere gemeldet werden. Die Stadtverwaltung dankt den Bürgerinnen und Bürgern, die private Unterkünfte anbieten. Allerdings zeigt sich, dass viele ihre Unterbringungsangebote nur für einen sehr kurzen Zeitraum zur Verfügung stellen und somit nur eine kurzfristige Lösung bieten können. Daher bittet die Stadt, dass nur Angebote, die möglichst in Verbindung mit einer langfristigen Unterbringung (mindestens sechs Monate) stehen, gemeldet werden.
14.03.2022, 09:54 Uhr
Oldenburger Punktgewinn dank starker Aufholjagd
26:26 gegen Leverkusen
von Sönke Spille
Was für ein Comeback: Mit einer beeindruckenden Aufholjagd haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg einen Punkt gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen gesichert. Nach einem 9:16-Rückstand zur Halbzeitpause, drehte das Team von Trainer Niels Bötel in Durchgang zwei auf und erkämpften sich den Punktgewinn. Erfolgreichste VfL-Torschützin war Kathrin Pichlmeier mit neun Treffern. 

Es waren zwei Gesichter, die die Oldenburger Handballerinnen den Zuschauern am Sonntag in der kleinen EWE-Arena zeigten. Von Beginn an lief die Bötel-Sieben gegen die Werkselfen einem Rückstand hinterher. Einzig beim 1:1 durch Pichlmeier (2. Minute) waren die Gastgeberinnen dabei in Schlagdistanz, danach wuchs der Rückstand immer weiter an. Daran änderte auch die beiden Oldenburger Auszeiten (12./19.) in den ersten 20 Minuten nichts. In der Abwehr zu passiv, in der Offensive mit dem fehlenden Wurfglück – eine fatale Mischung. „Unser Spiel ist es, in der Abwehr gemeinsam aggressiv zu decken. Das haben wir in den ersten 24 Minuten nicht geschafft“, ärgerte sich Coach Bötel: „In der ersten Halbzeit haben wir achte freie Würfe vergeben. Das darf uns nicht passieren, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen.“ Bis auf 8:16 (27.) wuchs der Rückstand noch an, erst der neunte VfL-Treffer durch Jane Martens rund 20 Sekunden vor der Halbzeitsirene läutete die Aufholjagd der Huntestädterinnen ein. 

Die setzte das Team nach dem Seitenwechsel unbeirrt fort. „Ab da haben wir in der Abwehr so gespielt, wie wir es wollen. Mir war klar, dass die Mädels deutlich mehr investieren müssen. Das ist uns gelungen“, sagte Bötel, der festhielt: „Wir haben gesehen, dass man gegen ein Team wie Leverkusen mit diesem Engagement auch einen Rückstand aufholen kann.“ Tor um Tor kam sein Team dichter an die Rheinländerinnen heran, Luisa Knippert – in der Jugend selbst für den TSV aktiv – sorgte mit ihrem verwandelten Siebenmeter dreieinhalb Minuten vor dem Ende für den 24:24-Ausgleich. Und: Plötzlich schien es sogar, als ob die Gastgeberinnen das komplette Spiel auf den Kopf stellen würden. Das 26:25, wieder durch Knippert vom Siebenmeterpunkt, bedeutete die erste Oldenburger Führung in der gesamten Partie. Doch Leverkusen kam in den verbleibenden 40 Sekunden doch noch einmal zurück und sorgte so für die Punkteteilung. „Wir sind gegen Leverkusen angetreten, um das Spiel zu gewinnen – keine Frage“, sagte Niels Bötel nach Spielende: „Mit dem Punkt müssen wir am Ende aber zufrieden sein. Nach den zwei verschiedenen Halbzeiten ist es ein gerechtes Unentschieden. Wir haben jetzt zwei Tage Zeit, das Spiel aufzuarbeiten, um dann auch gegen Neckarsulm mit einer guten Abwehr zu bestehen.“

VfL Oldenburg – TSV Bayer 04 Leverkusen 26:26 (9:16)
Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen, Hoitzing, Pichlmeier (9), Buhl, Martens (2), Steffen (2), Carstensen, Schirmer (4), Knippert (5/3), Golla (4)
11.03.2022, 17:43 Uhr
Abfallwirtschaftsbetrieb wird Wasserstoff-mobil
AWB bestellt zwei Wasserstoff-Müllsammelfahrzeuge – Bund fördert mit 1,358 Millionen Euro
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) steigt in das Wasserstoff-Zeitalter ein. Damit kommen Oldenburger Bürgerinnen und Bürger bald in den Genuss, dass ihre Rest- und Bioabfälle klimaschonend und geräuscharm abgeholt werden. Mit der Bestellung von zwei vom Bund geförderten Müllsammelfahrzeugen der Firma FAUN, Osterholz, und ihrem Einsatz voraussichtlich zum Winter 2022/2023 wird auch ein wichtiger Beitrag zur Klimaneutralität 2035 Oldenburgs gelegt.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist dies ein großer Schritt nach vorne für die Stadt: „Mit den Müllsammelfahrzeugen, aber auch mit den ersten Wasserstoffbussen der VWG, steigt Oldenburg in das Wasserstoff-Zeitalter ein und ist damit in der Region führend. So leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag, um Impulse für Anbieter von Wasserstoff-Mobilität zu setzen und Infrastrukturen zu schaffen – wie zum Beispiel die von der EWE AG beabsichtigte Planung einer Multifunktionstankstelle in Bahnhofsnähe für Schwerlastverkehre, Busse, Müllfahrzeuge und auch Pkw.“

Dass sich Oldenburger Müllabfuhrtouren für den Einsatz eines mit Wasserstoff betriebenen Abfallsammelfahrzeugs eignen, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb bereits 2020 festgestellt: Damals wurden bei Testfahrten des Müllfahrzeugherstellers FAUN Messwerte ermittelt, wie ein für Oldenburg geeigneter wasserstoffbetriebener Müllwagen konfiguriert sein müsste, der sich auch wirtschaftlich rechnet. Auf dieser Grundlage und einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse mittels einer Bachelor-Arbeit hat der AWB in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Förderanträge für gleich zwei Fahrzeuge beim Bund mit einer Förderquote von 90 Prozent der Zusatzkosten für Fahrzeuge auf Wasserstoffbasis beantragt. Diese wurden im Juni 2021 bewilligt. Die Stadt bekommt somit eine Fördersumme von 1,358 Millionen Euro und kann in die wichtige Zukunftstechnologie für die Energiewende einsteigen. Der folgende europaweite Ausschreibungsprozess wurde nun mit der Entscheidung des Betriebsausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebes zur Auftragsvergabe an FAUN erfolgreich abgeschlossen.

Wasserstoff, soweit er aus erneuerbaren Energien über Elektrolyse erzeugt wird („grüner“ Wasserstoff), gilt im Gegensatz zur Elektrobatterie in der Mobilität als klimaneutral. Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB), sagt dazu: „Mit den wasserstoffbetriebenen Müllsammelfahrzeugen verbinden wir hier ideal Ökonomie und Ökologie. Wir können aufgrund der vorherigen Untersuchungen die Fahrzeuge nahtlos in den Betrieb und in die Tourenplanung integrieren und damit den Umstellungsaufwand minimal halten. Zugleich ist es eine Investition in eine nachhaltige Mobilität, die die Bürgerinnen und Bürger direkt wahrnehmen werden. Unsere Planungen sehen vor, bei Erfolg und Kostendegression im Laufe der Zeit sukzessive den Bestand an Müllsammelfahrzeugen in den nächsten Jahren im Rahmen der Ersatzbeschaffung zu erhöhen.“

Roland Hentschel, in der Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung für das Thema Wasserstofftechnologie koordinierend zuständig, ergänzt: „In der Region gibt es inzwischen eine intensive Beschäftigung mit dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft aus Erneuerbaren Energien. Wichtig ist, Angebot und Nachfrage allein aus wirtschaftlichen Gründen zeitgenau zusammen zu bringen. Mit der Eröffnung der ersten Wasserstoff-Tankstelle in Oldenburg in der Cloppenburger Straße im Frühjahr, die auch für Nutzfahrzeuge betankbar ist, wird somit ‚just in time‘ auch die Infrastruktur für die Müllsammelfahrzeuge bereitgestellt werden.“
11.03.2022, 17:38 Uhr
Wie sich Bürgerinnen und Bürger noch besser beteiligen können
Abschlussveranstaltung des Projektes „Digitale Lernlabore“ – Erfahrungsberichte
Bei dem aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geförderten Pilotprojekt „Digitale Lernlabore“ hat die Stadt Oldenburg neue Ansätze entwickelt, um Bürgerbeteiligung noch einfacher und attraktiver zu machen. Umgesetzt und getestet wurden dabei verschiedene digitale Formate und Instrumente. Die während der Projektlaufzeit – die Förderung endete im Dezember 2021 – gesammelten Erfahrungen sollen in einer digitalen Abschlussveranstaltung am Mittwoch, 23. März, vorgestellt werden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldungen sind online möglich unter https://gemeinsam.oldenburg.de/oldenburg/de/events/54248/event/255.

Folgendes Programm ist vorgesehen:

9 bis 9.15 Uhr: Begrüßung und Einführung, Eva Schweitzer (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung);

9.15 bis 10 Uhr: Vorstellung Digitaler Zwilling Hannover 3D, Marcel Chaouali (Landeshauptstadt Hannover);

10 bis 10.35 Uhr: Vorstellung der Projektergebnisse des Urban Data Labs, Michael Arndt (Stadt Oldenburg);

10.35 bis 11.05 Uhr: Vorstellung Bürgerbeteiligung im Energetischen Nachbarschaftsquartier, Stefanie Brinkmann-Gerdes (GSG Oldenburg);

11.05 bis 11.35 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse des Civic Data Labs, Julia Masurkewitz-Möller (Stadt Oldenburg);

11.35 bis 11.50 Uhr: Diskussion;

11.50 bis 12 Uhr: Abschluss durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
 

Mit dem Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) fördert der Bund in Form von Forschungsfeldern, Studien, Initiativen und Modellvorhaben innovative Planungen und Maßnahmen zu wichtigen städtebau- und wohnungspolitischen Themen. Aus den Erfahrungen werden Hinweise für die Weiterentwicklung der Städtebau- und Wohnungspolitik abgeleitet und der Wissenstransfer unterstützt. Das Forschungsprogramm „ExWoSt“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) betreut.
11.03.2022, 17:32 Uhr
Schauspielerin vom Staatstheater absolviert Praktikum beim AWB
Vorbereitung auf Kurzfilm „A distant figure“ zum Thema Alltagsrassismus
Ein Praktikum der besonderen Art stand kürzlich beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg an: Am 23. Februar gewann Schauspielerin Zainab Alsawah Einblicke in die Arbeit bei der Straßenreinigung. Dieser Praktikumstag diente der 31-Jährigen dazu, sich auf ihre Rolle als junge Straßenreinigerin in dem Kurzfilm „A distant figure“ vorzubereiten. Die Dreharbeiten zu dem Film von Regisseur und Autor Ramón Durman finden in Hamburg statt. Im Herbst geht er auf „Festivaltour“ und wird auf verschiedenen Events abgespielt. In etwa zwei Jahren wird der Film auf YouTube zu sehen sein.

AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn erklärt, wie es dazu kam: „Die Filmproduzentin hatte uns gefragt, ob ein Tagespraktikum bei uns möglich sei. Generell freuen wir uns immer über Praktikantinnen und Praktikanten. Allerdings war es für uns in dieser Form, als Vorbereitung auf eine Filmrolle, auch das erste Mal. Es freut uns, dass wir Zainab Alsawah helfen konnten, sich besser in ihre Filmfigur hineinzuversetzen und mit ihrer Rolle zu identifizieren.“ Alsawah ist gemeinsam mit Stefan Dierkes, langjähriger Mitarbeiter im Team Straßenreinigung, auf der Kehrmaschine unterwegs gewesen und hat die Arbeitsabläufe miterlebt. Seit der Spielzeit 2020/2021 gehört Zainab Alsawah zum festen Ensemble am Oldenburgischen Staatstheater.

Über den Kurzfilm
In „A distant figure“ wird eine junge Straßenreinigerin auf der Arbeit von zwei Betrunkenen rassistisch beleidigt. Ihr sonst sehr verschlossener und introvertierter Arbeitskollege greift ein und die Situation zwischen ihm und den beiden betrunkenen Männern eskaliert. Die junge Straßenreinigerin möchte danach nicht mehr ihrem Kollegen zusammenarbeiten, da sie sein Verhalten als übergriffig empfindet. Sie kann und möchte sich selber wehren. Sie wird oft mit Alltagsrassismus konfrontiert und hat ihre eigenen Mittel und Wege gefunden, damit umzugehen.

Über die Produktion
Der in den Niederlanden geborene Regisseur und Autor Ramón Durman hat in Edinburgh studiert und lebt heute in Prag. Seine Werke sind geprägt von sozialkritischen Themen wie Rassismus und Konflikten in der Rollenverteilung innerhalb der Gesellschaft. Produzentin des Filmes ist Kim Höver. Gefördert wird die Produktion von der Claussen-Simon-Stiftung sowie der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.
11.03.2022, 17:22 Uhr
Krogmann: „Zentrale Aufgaben gemeinsam lösen“
Oldenburgs Oberbürgermeister ist neuer Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages
Das Präsidium des Niedersächsischen Städtetages (NST) hat am Mittwoch, 9. März, in Hannover Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) zum neuen Vizepräsidenten bestimmt. „Ich fühle mich geehrt, dass mir der kommunale Spitzenverband sein Vertrauen ausgesprochen hat“, sagte der frisch gewählte Vizepräsident. Die konstituierende Sitzung fand anlässlich der Städteversammlung statt.

Jürgen Krogmann (58) folgt in diesem Ehrenamt auf Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (57, CDU), der an die Spitze des Städtetages rückt. Klingebiel übernimmt das Amt des Präsidenten vom früheren Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der bei den zurückliegenden Kommunalwahlen nach 30 Jahren als OB nicht mehr angetreten war. Mädge wurde im Vorfeld der Städteversammlung verabschiedet und zum Ehrenmitglied des Präsidiums ernannt. Jürgen Krogmann überreichte Ulrich Mädge am Mittwoch die Berufungsurkunde und hob die Verdienste hervor, die sich der ausgeschiedene Präsident in seiner mehr als 20-jährigen Arbeit für den Kommunalverband erworben hat.

Das Präsidium nimmt mit der Wahl von Klingebiel und Krogmann eine Tradition wieder auf, nach der der Präsident zu Beginn einer kommunalen Wahlperiode neu bestimmt und abwechselnd von einem Vertreter von SPD und CDU gestellt wird. Der Vorstand des Präsidiums wird auf fünf Jahre gewählt, nach zweieinhalb Jahren gibt es turnusmäßig einen Wechsel an der Spitze: Präsident und Vizepräsident tauschen dann die Ehrenämter.

Die virtuelle Städteversammlung, an der nur das 20-köpfige Präsidium und ein Teil der Rednerinnen und Redner in Präsenz teilnahmen, stand ganz unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine und der Herausforderungen, vor die die Kommunen durch die Aufnahme von geflüchteten Menschen gestellt werden. „Kurzfristig“, so betonte Krogmann, „geht es um die sofortige Hilfe für Menschen, die vor Krieg und Gewalt zu uns fliehen. Die Bereitstellung von Unterkünften läuft bereits auf Hochtouren. Mittelfristig und auf längere Sicht ist es aber notwendig, eine gerechte Verteilung der Kriegsflüchtlinge über das ganze Land zu organisieren. Es bedarf einer engen Abstimmung zwischen Kommunen, Land und Bund. Gemeinsam werden wir diese Aufgabe bewältigen“, ist Krogmann zuversichtlich.

 

Der Niedersächsische Städtetag ist ein kommunaler Spitzenverband, dem 122 Städte, Gemeinden und Samtgemeinden mit rund 4,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie die Region Hannover, die Seestadt Bremerhaven und der Regionalverband Braunschweig (als außerordentliche Mitglieder) angehören. „Der Verband ist ein sehr wirksames Instrument, die Anliegen der niedersächsischen Kommunen gegenüber dem Land nachhaltig zu vertreten. Und ich werde mein Amt gewissenhaft im Interesse der Mitgliedskommunen ausüben“, verspricht Jürgen Krogmann. „Die Städte gehen bei der Beantwortung von Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Energieversorgung, Transformation der Innenstädte und jetzt bei der Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen voran“, betont Oldenburgs Oberbürgermeister. Er ist überzeugt: „Die zentralen Aufgaben unserer Zeit können wir Städte nur gemeinsam lösen.“ 
08.03.2022, 16:59 Uhr
Best Age geht bei oeins auf Sendung
Projektidee aus #MehrÄlterBunter – Start am 9. März
Aus einer ersten Idee bei #MehrÄlterBunter wurde ein Projekt und ab Mittwoch, 9. März, nun Wirklichkeit: Best Age in Oldenburg geht bei Oldenburg eins auf Sendung. Rita Giese, die Ideengeberin, und ihr Team freuen sich auf spannende Gäste und gute Gespräche zu Themen, die für die Lebenswelt Älterer wichtig sind. Sie stellen Menschen, Institutionen und neue Projekte vor und diskutieren über gute Ideen für einen lebendigen Lebensabschnitt mit mehr Zeit.

Für die Initiator:innen hat die Corona begleitende schleichende „Pandemie der Einsamkeit“ Alt und Jung in einem Ausmaß erreicht, welches nicht unterschätzt werden sollte. Zwar gibt es in Oldenburg eine Vielfalt an Möglichkeiten zu Kontakten und Abwechslung – nicht alle sind aber auch jeder und jedem bekannt. Hier setzt die Sendung an und will informieren, vernetzen und sichtbar machen. Unter dem Motto „Traut euch wieder dabei zu sein!“ soll allen Generationen Mut gemacht werden, um gar nicht erst in die Einsamkeit zu geraten.

Sendetermine sind jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19 und 23 Uhr. Die Wiederholungen laufen dann donnerstags um 14, 19 und 23 Uhr sowie freitags um 14 Uhr und sonntags um 15 Uhr.

Weitere Informationen
Das ausführliche oeins-Programm finden Sie auf https://oeins.de/tv/programmplan/tagesprogramm/.

Weitere Informationen zum Projekt #MehrÄlterBunter gibt es auf der Website von https://gemeinsam.oldenburg.de/oldenburg/de/process/55342.
08.03.2022, 16:54 Uhr
Techniksprechstunde jetzt auch in Stadtteilbibliotheken
Offenes Angebot für alle Fragen rund um Technik und digitale Medien
Die Stadtbibliothek Oldenburg weitet das Angebot der Techniksprechstunde aus. Es gibt weitere Termine in der Stadtbibliothek im PFL, neu hinzu kommen Termine in den Stadtteilbibliotheken Kreyenbrück und Ofenerdiek. Bei der Techniksprechstunde können kostenlos jeweils 30-minütige Termine gebucht werden, um im persönlichen Gespräch mit Medienpädagoge Hannes Meiners Fragen zu technischen Geräten und digitalen Medien jeglicher Art zu stellen. Sei es das Smartphone, das Tablet, der Laptop, die Spielekonsole, die Fotokamera oder ein anderes digitales Gerät.

Die nächsten Termine finden statt am Donnerstag, 10. März, von 15 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, am Dienstag, 22. März, von 15 bis 18 Uhr in der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück, Alter Postweg 1, und am Mittwoch, 30. März, von 14 bis 17 Uhr in der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek, Lagerstraße 39.

Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt entweder direkt vor Ort oder telefonisch unter 0441 235-3021.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
08.03.2022, 16:50 Uhr
Corona: Ohne Termin mit Novavax impfen lassen
Weitere Impftermine für April und Mai freigeschaltet – Kinder-Erstimpfungen in Arztpraxen
Freies Impfen ohne Termin, auch mit Novavax: Das ist an diesem Dienstag, 8. März, und Donnerstag, 10. März, im Impfpunkt Kreyenbrück möglich. Wer bisher ungeimpft und über 18 Jahre alt ist und auf eine Erstimpfung mit dem Proteinimpfstoff setzt, kann sich an einem der beiden Tage jeweils zwischen 10 und 15 Uhr zur Ewigkeit 20 begeben. Ab Mittwoch, 16. März, werden Impfungen mit Novavax dann jeden Mittwoch ohne Termin von 10 bis 18 Uhr im Impfpunkt Schlosshöfe angeboten.

Zudem weist die Stadt darauf hin, dass seit heute keine Kinder-Erstimpfungen für Fünf- bis 11-Jährige mehr in Wechloy angeboten werden. Interessierte müssen sich an ihre Kinderärztin oder ihren Kinderarzt wenden. Die noch anstehenden Zweitimpfungen finden jedoch selbstverständlich noch bis Monatsende statt.
 
Weitere Termine im Impfpunkt Schlosshöfe freigeschaltet
Unterdessen hat die Stadt Oldenburg weitere Termine mit den derzeit zugelassenen mRNA-Impfstoffen von BioNTech und Moderna für den Impfpunkt Schlosshöfe in den Monaten April und Mai freigeschaltet. Bürgerinnen und Bürger, bei denen dann gegebenenfalls auch im Hinblick auf geplante Urlaubsreisen die Auffrischungsimpfung (Booster) ansteht, können bereits jetzt einen Impftermin unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 vereinbaren. Eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden mRNA-Impfstoffen besteht nicht, geimpft wird nach den derzeitig gültigen Stiko-Empfehlungen.

Reduzierung der Corona-Impfangebote
Wie in der vergangenen Woche angekündigt reduziert die Stadt Oldenburg aufgrund der sinkenden Nachfrage ihre städtischen Corona-Impfangebote: Ab sofort sind Terminbuchungen nur noch im Impfpunkt Schlosshöfe möglich, der montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat. Mittwochs wird wie bisher ohne Termin geimpft, für alle anderen Tage können Termine online oder telefonisch gebucht werden. Das freie Angebot ohne Terminbuchung in den Impfpunkten Universität (montags), Kreyenbrück (dienstags und donnerstags), Schlosshöfe (mittwochs) und Wechloy (freitags) bleibt für Personen ab 12 Jahren über den gesamten März bestehen. In der Regel entstehen dabei keine Wartezeiten mehr. Ab April bleiben die Impfpunkte Wechloy, Kreyenbrück und Universität geschlossen. Bei einer Änderung der Lage in Verbindung mit einer steigenden Nachfrage kann die Stadt kurzfristig das Angebot in den Schlosshöfen erweitern oder auch weitere Impfpunkte öffnen.

Insgesamt 51.291 städtische Corona-Impfungen
In der vergangenen Woche konnten in den vier städtischen Impfpunkten (Schlosshöfe, Kreyenbrück, Wechloy und Uni) insgesamt 958 Impfungen verabreicht werden. Dabei handelte es sich um 595 Drittimpfungen sowie um 38 Erst- und 92 Zweitimpfungen. Erstmals waren sechs Novavax-Erstimpfungen darunter. 129 Menschen holten sich ihre zweite Booster-Impfung (Viertimpfung). Bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren wurden insgesamt 104 Impfungen verabreicht (21 Erst- und 83 Zweitimpfungen).

Insgesamt wurden im Rahmen der von der Stadt organisierten Impfangebote seit dem Startschuss am Freitag, 15. Oktober 2021, 51.291 Impfungen vorgenommen. Einen Großteil machen nach wie vor die Drittimpfungen aus: Sie dominieren mit 34.194 Impfungen. 4.225 Menschen konnten erstmals geimpft werden, 6.433-mal gab es Zweitimpfungen. Die Gesamtzahl der Kinderimpfungen, die ausschließlich im Impfpunkt Wechloy angeboten werden, liegt nun bei 6.051. Bisher haben 3.154 Fünf- bis Elfjährige den ersten Piks bekommen, 2.897 Kinder erhielten bereits die zweite Spritze. 
08.03.2022, 16:48 Uhr
„FahrRad!“: Oldenburger Schulklassen sammeln zum elften Mal Kilometer
Seit dem 7. März können Schülerinnen und Schüler wieder spielerisch zum Klimaschutz beitragen
Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, treten Oldenburger Schulklassen seit Montag, 7. März, wieder für das Klima in die Pedale. Bereits zum elften Mal findet der Oldenburger Fahrradwettbewerb unter der Federführung des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) der Stadt Oldenburg statt. Das RUZ ist dabei regionaler Partner des bundesweiten Wettbewerbs „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

Schülerinnen und Schüler sollen in der Zeit von März bis September 2022 vom „Elterntaxi“ auf das Fahrrad umsteigen und auf ihren Wegen zur Schule und in der Freizeit Kilometer sammeln. Die Ziele des Projektes erklärt Edgar Knapp vom RUZ: „Mit der Aktion sollen Kinder und Jugendliche spielerisch für das Fahrradfahren begeistert werden. So können sie selbst ganz konkret etwas für den Klimaschutz tun.”

Trotz der Corona-Situation nehmen bisher 15 Klassen am Wettbewerb „FahrRad!“ teil. In Kooperation mit dem VCD Kreisverband Oldenburg will das RUZ außerdem die Klassengemeinschaft stärken, denn Oldenburger Klassen mit mehr als 2.700 geradelten Kilometern nehmen an der lokalen Preisverlosung teil.

Der Wettbewerb „FahrRad!“
„FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ ist ein bundesweiter Wettbewerb vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Von März bis September verzichten junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren auf das „Elterntaxi“, schwingen sich aufs klimafreundliche Fahrrad und sparen so CO2 ein. Auf den Wegen, die sie im Alltag mit dem Rad zurücklegen, und parallel dazu auf einer virtuellen Radtour im Internet, lernen Jugendliche das Fahrrad von seiner besten Seite kennen. Sie erleben, dass Radfahren nicht nur Spaß, sondern auch fit macht. Das Ergebnis: aktive Jugendliche, ein langfristiger Imagegewinn für das Fahrrad und ein Beitrag zum Klimaschutz.

Bundesweit traten 2021 beim VCD-Wettbewerb 7.972 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Pedale und legten 1.031.572 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Die elf teilnehmenden Oldenburger Schulklassen trugen mit ihren zurückgelegten Wegen (insgesamt wurden 88.945 Kilometer gesammelt) fleißig zu dem Ergebnis bei.
07.03.2022, 08:43 Uhr
Nach Derby gegen Rosengarten: Oldenburg kann weiter von Pokalsieg träumen
von Sönke Spille
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg mischen im Kampf um den DHB-Pokal der Frauen weiter mit: Mit einem 27:21 (16:10)-Erfolg im Viertelfinale gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten qualifizierte sich das Team von Trainer Niels Bötel für das Olymp Final Four am 28./29. Mai in Stuttgart. Beste Werferin im VfL-Trikot war Maike Schirmer mit sieben Toren.

Vor den 413 Zuschauern in der heimischen EWE-Arena legten die Oldenburgerinnen von Beginn an einen beherzten Auftritt hin. In der Defensive unheimlich kompakt, im Angriff – spätestens nach der 4:3-Führung – variabel und zielsicher. So setzte sich die Bötel-Sieben bereits in den ersten Minuten ab und baute diesen Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf sechs Tore aus. Den Gegner aus Rosengarten ließen die VfL-Frauen dabei überhaupt nicht ins Spiel kommen, erstickten die Bemühungen des Kontrahenten oftmals schon im Keim. „Da war unheimlich viel Gutes in der Abwehr dabei“, freute sich der Oldenburger Coach über den Auftritt seiner Mannschaft im ersten Abschnitt. 

Nach dem Seitenwechsel kamen die Handball-Luchse dann etwas stärker auf, versuchten, den Abstand zu verkürzen. „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit schon gemerkt: Wenn Rosengarten auf das Tempo drückt, dann haben wir doch ein paar Probleme in der Abwehr“, sagte der Trainer. Doch sein Team fing sich, ließ die Gäste nicht dichter als auf vier Tore herankommen. „Es war unheimlich wichtig, dass wir diese Phase mit den Zeitstrafen überstanden und den Abstand gehalten haben“, so Bötel. So gelang es dem Team, das gesteckte Ziel der Gegentreffer am Ende sogar zu unterbieten. Und auch in der Vorwärtsbewegung, wussten die Huntestädterinnen zu überzeugen. „Vorne haben wir in fast jedem Angriff eine gute Chance herausgespielt“, lobte er. 

Nun wartet im Pokal-Halbfinale mit dem Buxtehuder SV der nächste Nord-Rivale. Doch so weit will Bötel noch nicht denken. „Wir haben sehr ordentlich gespielt, darauf lässt sich aufbauen“, sagte er: „Ich bin natürlich froh, dass wir es ins Halbfinale geschafft haben. Es war wichtig, dass wir gezeigt haben, dass wir wieder mithalten können. Jetzt liegt der Fokus aber auf dem Klassenerhalt.“ Am nächsten Sonntag steht das wichtige Heimspiel gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen an, nur drei Tage später empfängt der VfL dann die Sport-Union Neckarsulm. 

VfL Oldenburg – HL Buchholz 08-Rosengarten 27:21 (16:10)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen (5/3), Hoitzing, Pichlmeier (3), Buhl, Martens (3), Steffen (1), Carstensen (2), Schirmer (7), Knippert, Golla (6)
04.03.2022, 13:32 Uhr
Ukraine-Flüchtlinge: Stadt richtet Koordinierungsstab ein
Quartiere werden vorbereitet – Private Anbieter können sich melden – Hotline geschaltet
Die Stadt Oldenburg bereitet sich auf die Aufnahme von Menschen vor, die vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine fliehen und ihre Heimat verlassen müssen. Dazu hat die Verwaltung jetzt einen Koordinierungsstab gebildet, der erstmals am Donnerstag unter Mitwirkung von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zusammengekommen ist. Der von Sozialdezernentin Dagmar Sachse geleitete Stab ist im Amt für Zuwanderung und Integration angesiedelt, außerdem werden Fachleute aus anderen Bereichen der Verwaltung hinzugezogen.

Diese Arbeitsgruppe soll Vorsorge treffen für eine schnelle und koordinierte Unterbringung von Geflüchteten und eine Infrastruktur zu Versorgung aufbereiten. Zudem ist sie Ansprechpartner für private Unterstützungsangebote. „Der von Putin entfesselte Krieg macht uns fassungslos, aber nicht tatenlos“, sagt Oberbürgermeister Krogmann. „Wir analysieren mit Besonnenheit die Lage und bereiten uns so bestmöglich auf unterschiedliche Szenarien vor.“

Platz für mehr als 250 Menschen
Die Verwaltung greift dabei auf die Erfahrungen und Strukturen aus der sogenannten Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 zurück. Die Stadt verfügt über zentrale Unterbringungsmöglichkeiten an der Gaußstraße sowie über dezentrale Wohnungen, die für die geordnete Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet und an diesem Samstag mit Möbeln und Inventar bestückt werden. Bei voller Belegung könnten bis zu 150 Menschen untergebracht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem Vorlauf von rund 14 Tagen eine mobile Messehalle mit Sanitär- und Küchencontainern am Standort Gaußstraße zu errichten. Diese Halle würde Unterbringungskapazitäten für 108 Menschen in Vier-Bett-Zimmern bieten. Der Stadtverwaltung wurden darüber hinaus bereits größere Objekte angeboten, deren Eignung jetzt geprüft wird.

Vermittlung in private Unterkünfte wird koordiniert
Zudem will die Stadt auch die Vermittlung in private Quartiere koordinieren. Wer Geflüchteten eine Bleibe anbieten möchte, kann sich online unter www.oldenburg.de/ukraine registrieren. Hier fragt die Stadt unter anderem ab, wie viele Betten zur Verfügung stehen und für wie lange die ausfüllende Person bereit ist, Menschen aus den Kriegsgebieten aufzunehmen. „Tritt der konkrete Fall ein, dass eine Unterkunft benötigt wird, kontaktiert die Stadt dann diejenigen, die sich registriert haben, und klärt Details zur Aufnahme“, erläutert Dezernentin Dagmar Sachse.

Informationen zur Zuweisung kurzfristig erwartet
Daniel Stellmann, Leiter des Amtes für Zuwanderung und Integration, weist darauf hin, dass es derzeit noch keine geregelte Zuweisung ukrainischer Geflüchteter gebe: „Wir erwarten in Kürze dazu weitere Informationen.“ Die Stadt befindet sich in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Innenministerium und der Landesaufnahmebehörde, deren Außenstelle in Oldenburg ebenfalls über Aufnahmekapazitäten verfügt. Die von der EU am Donnerstag in Kraft gesetzte „Massenzustrom-Richtlinie“ ermöglicht die unbürokratische Aufnahme und gewährt Kriegsflüchtlingen Aufenthaltsrecht, Krankenversicherungsschutz und Jobzugang ohne individuelle Asylverfahren. 

Allgemeine Informationen und häufig gestellte Fragen zur Ukraine-Krise gibt es auf der Website des Niedersächsischen Innenministeriums.

Skepsis bei privat organisierten Transporten
Die Stadtverwaltung rät dringend davon ab, Hilfslieferungen in den Osten Polens und Transporte von geflüchteten Menschen von der ukrainischen Grenze nach Oldenburg ohne professionelle Logistik privat zu organisieren. Für eine geordnete Aufnahme von Flüchtlingen spricht aus Sicht der Verwaltung unbedingt, dass so besser eine bedarfsgerechte Unterstützung zu gewährleisten ist und eine soziale Betreuung organisiert werden kann. Gleichzeitig sollten nicht wahllos Kleidung oder Gegenstände gespendet werden. „Mit einer Geldspende an eine der großen Hilfsorganisationen ist im Augenblick mehr erreicht“, betont Oberbürgermeister Krogmann. Über Spendenmöglichkeiten wird unter www.oldenburg.de/ukraine informiert.

Hotline für Fragen eingerichtet
Für Fragen hat die Stadt Oldenburg eine Hotline eingerichtet. Das Bürgertelefon im ServiceCenter der Stadt ist montags bis freitags jeweils von 7 bis 18 Uhr unter 0441 235-4564 zu erreichen. Die Nummer richtet sich an Menschen, die Informationen zu Hilfsangeboten suchen, wissen wollen, unter welchen Voraussetzungen Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten aufgenommen werden können oder Hinweise zu Spendenmöglichkeiten erhalten möchten. Dieselben Fragen können auch per E-Mail an ukraine@stadt-oldenburg.de gestellt werden.

Weitere Solidaritätsbekundungen
Seit dem ersten Tag des russischen Angriffs weht vor dem Alten Rathaus als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine deren Nationalflagge. Weitere blau-gelbe Flaggen wurden am Donnerstag vor dem Neuen Rathaus am Pferdemarkt und vor dem Kulturzentrum PFL in der Peterstraße gehisst. Außerdem soll in Kürze das Alte Rathaus auf der Rathausmarkt-Seite in den ukrainischen Farben angestrahlt werden.
04.03.2022, 13:26 Uhr
Klimagerechte Sanierung städtischer Gebäude: Gutachten liegt vor
Was kostet es die Stadt, ihre eigenen Gebäude klimaneutral umzubauen? Dieser Frage ist das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart nachgegangen. Es hat im Auftrag des Eigenbetriebes für Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) der Stadt Oldenburg eine Szenarienbewertung für die energetische Sanierung der städtischen Liegenschaften durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Der Rat hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden soll und das Ziel formuliert, möglichst alle städtischen Gebäude entsprechend umzubauen.

In dem Gutachten des Fraunhofer-Instituts werden drei unterschiedliche Wege hin zur Klimaneutralität des stadteigenen Gebäudebestands untersucht und beschrieben. Insbesondere wurde ermittelt, welcher Endenergiebedarf und welche Treibhausgasemissionen nach den energetischen Sanierungen verbleiben, welche Investitionskosten dabei entstehen und welche verbleibenden Energiekosten dem gegenüberstehen. Die drei Szenarien unterscheiden sich dabei vorrangig bei der Sanierungsrate (Erreichen des Ziels bis 2030, 2035 und 2045).

„Zusammenfassend lässt sich sagen: Klimaschutz ist uns als Stadt lieb – wird aber auch teuer werden“, resümiert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Mit der Umsetzung des Anspruchs, städtische Gebäude klimagerecht zu sanieren, sind immense Kosten verbunden. Das muss allen bewusst sein.“ Es müsse genau geprüft werden, ob und welches der aufgezeigten Szenarien für die Stadt leistbar sei.

Die drei Szenarien im Überblick
Im Szenario 1 mit dem Zieljahr 2030 für die Klimaneutralität ergibt sich eine Sanierungsrate von etwa 11 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 31 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen 43,1 Millionen Euro pro Jahr.

Im Szenario 2 mit dem Zieljahr 2035 für die Klimaneutralität beträgt die Sanierungsrate etwa 7 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 20 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen 27,8 Millionen Euro pro Jahr.

Im Szenario 3 mit dem Zieljahr 2045 für die Klimaneutralität beträgt die Sanierungsrate immer noch rund 4 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 13 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). In den Jahren 2036 bis 2045 erfolgt zusätzlich die Sanierung der Gebäude mit Baujahr 2011 bis 2017, die bei den Szenarien1 und 2 nicht als zu sanieren berücksichtigt sind. Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen etwa 17,5 Millionen Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: die bundesweite Sanierungsrate liegt bei etwa 1 bis 2 Prozent. Hierbei sind jedoch auch kleinere Einzelmaßnahmen wie der Austausch von Fenstern oder des Heizkessels enthalten. Die Stadt hingegen wird ihre eigenen Gebäude allumfassend sanieren müssen, um diese zu Effizienzgebäuden zu machen. Die im jeweiligen Szenario verbleibenden Treibhausgasemissionen sollen durch das Erzeugen von Strom über PV-Module ausgeglichen werden und so der Betrieb der städtischen Gebäude in einer Jahresbilanz klimaneutral gestellt werden.

Zu den Kostenschätzungen
Mögliche Fördermittel für die sanierten Gebäude aufgrund des immer angestrebten Standards der Bundesförderung Effiziente Gebäude „EG-40-EE“ sind in den Berechnungen nicht berücksichtigt. In der Studie wurde mit Kosten aus dem Basisjahr 2021 gerechnet. Diese sind nicht auf die Folgejahre indexiert worden, da sich die Kostenentwicklung derzeit unmöglich prognostizieren lässt. Bereits die für das Szenario 2 (Klimaneutralität 2035) benötigten Sanierungsmittel reichen nahezu an 30 Millionen Euro pro Jahr heran.

Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan sieht in diesem Zusammenhang enorme Herausforderungen auf die Stadt zukommen: „Wenn wir die angestrebten Ziele erreichen wollen, müssen einige Räder ineinandergreifen. Es gilt, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die personellen Ressourcen im Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau zu schaffen und externe Planer sowie Handwerksbetriebe mit entsprechenden Kapazitäten zu finden. Letztendlich müssen auch die notwendigen Materialien zur Verfügung stehen.“
04.03.2022, 13:25 Uhr
EU-Kartenführerschein: Stadt erinnert an Erleichterung beim Umtausch
Papierführerschein umtauschen – Anträge ohne Terminbuchung schriftlich stellen
Der Umtausch des alten Papierführerscheins in den EU-Kartenführerschein stellt aktuell alle Fahrerlaubnisbehörden vor besondere Herausforderungen, so auch die Führerscheinstelle im Bürgerbüro Nord der Stadt Oldenburg. Wer den Geburtsjahrgängen 1953 bis 1958 angehört und bisher noch keinen EU-Kartenführerschein besitzt, muss seinen Papierführerschein bis zum 19. Juli 2022 umtauschen.

Aufgrund der langen Terminvorlaufzeiten und der nicht ausreichend vorhandenen Terminkapazitäten bietet die Stadt Oldenburg ein ergänzendes Antragsverfahren an, bei dem der Antrag ohne Terminbuchung schriftlich an die Führerscheinstelle gestellt werden kann. Die Antragsunterlagen und weitere Informationen zum Umtausch sind über die Suche auf der Internetseite der Stadt Oldenburg unter dem Stichwort „EU-Führerschein“ zu finden.

Nach Ablauf der Frist für den Führerschein-Umtausch wird der alte Führerschein – also die amtliche Bescheinigung, die ein Vorhandensein einer Fahrerlaubnis nachweist – zwar ungültig, die Fahrerlaubnis selbst – also die amtliche Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen – bleibt jedoch unverändert bestehen.

Zeitlich gestaffeltes Umtauschverfahren
Die Stadt Oldenburg bittet Führerscheininhaberinnen und Führerscheininhaber der Geburtsjahrgänge, die noch nicht zum Umtausch verpflichtet sind, erst in den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen den Umtauschantrag zu stellen. Der Gesetzgeber hat sich bewusst für ein zeitlich gestaffeltes Verfahren, das sich am Geburtsjahr der Inhaberinnen und Inhaber der Führerscheine orientiert, entschieden. So sollen eine Überlastung der Behörden und lange Wartezeiten vermieden werden. Die Papierführerscheine müssen bis zu folgenden Daten umgestellt sein:

•    Geburtsjahr 1953 bis 1958 – Umtauschfrist: 19. Juli 2022
•    Geburtsjahr 1959 bis 1964 – Umtauschfrist: 19. Januar 2023
•    Geburtsjahr 1965 bis 1970 – Umtauschfrist: 19. Januar 2024
•    Geburtsjahr 1971 oder später – Umtauschfrist: 19. Januar 2025

Für diejenigen, die vor 1953 geboren wurden, gilt der Stichtag 19. Januar 2033 – egal, wann der Führerschein ausgestellt wurde. Auch Scheckkartenführerscheine (ausgegeben zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 18. Januar 2013) müssen in den kommenden Jahren in einem gestaffelten Verfahren ab 2026 bis 2033 umgetauscht werden.

Hintergrund der Umtauschaktion
Führerscheine sollen künftig EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein. Außerdem sollen alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden.
04.03.2022, 13:18 Uhr
Insektenfreundliche Gärten in Oldenburg
NABU bietet Beratung an
Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt die Vorfreude auf den Frühling und die Lust, sich wieder dem eigenen Garten zu widmen. Auch in diesem Jahr bietet die NABU Stadtgruppe Oldenburg die „Gartenberatung Insektenvielfalt“ an. Ziel ist es, Gärten nicht nur für das menschliche Auge schön zu gestalten, sondern gleichzeitig für Insekten interessante Lebensräume zu schaffen. 

Unter 04487-9982744 oder gartenberatung@nabu-oldenburg.de können Termine für eine telefonische Gartenberatung vereinbart werden. Aussagekräftige Fotos des Gartens können per E-Mail zugesandt werden. 

Dank der Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung und der Stadt Oldenburg kann die NABU Stadtgruppe regiozertifiziertes Saatgut, heimische Stauden und heimische Wildgehölze kostenlos abgeben. 
04.03.2022, 13:06 Uhr
Stadtbibliothek im PFL verleiht jetzt auch Saatgut
Aktiver Beitrag zum Erhalt der Sortenvielfalt – Kooperation mit Staudengärtner
Die Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, bietet ab sofort in Kooperation mit Staudengärtner Sven Seiler eine Saatgutbibliothek an. Aus dem Regal der Saatgutbibliothek können Hobbygärtnerinnen und -gärtner um die 100 Gemüse- und Staudensamen kostenlos mitnehmen und im heimischen Garten oder auf dem Balkon anbauen. Nach der Gartensaison und dem erfolgreichen Ertrag der Früchte müssen die daraus gewonnenen Samen später im Jahr in die Bibliothek zurückgebracht werden, um das bedrohte Saatgut zu erhalten, zu vermehren und es weiteren Interessierten verfügbar zu machen. Damit wird ein aktiver Beitrag zum Artenschutz geleistet.

Zusätzlich wird eine digitale Einführungsveranstaltung angeboten. Sven Seiler bietet allen Interessierten am Freitag, 11. März, ab 17 Uhr die Möglichkeit, sich per Videokonferenzsoftware „Jitsi“ über die Saatgutbibliothek zu informieren. In einer kurzen Präsentation erklärt er die Funktionsweise, gibt Tipps und Tricks zur Anzucht der Pflanzen- und Gemüsesorten und bietet Raum für direkte Rückfragen.

Anmeldungen zur Onlineveranstaltung werden in der Stadtbibliothek Oldenburg unter 0441 235-3022 angenommen. Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
04.03.2022, 13:05 Uhr
4,5 Millionen Euro lassen Klimaoasen aufblühen
Stadt erhält Bundesförderung für Projekte im Schlossgarten und Eversten Holz
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat der Stadt Oldenburg einen Zuwendungsbescheid über 4,5 Millionen Euro zur Umsetzung des Vorhabens „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ übersandt. Die Stadt Oldenburg trägt dabei einen Eigenanteil von 500.000 Euro, so dass insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Bewilligungszeitraum umfasst drei Jahre und endet am 31. Dezember 2024.

Im Sinne der Anpassung an den Klimawandel sollen der Schlossgarten und das Eversten Holz hin zu einer sogenannten „Klimaoase“ weiterentwickelt werden. Dies beinhaltet unter anderem den Umbau der Gehölzbestände hin zu einer klimaresistenten Bepflanzung. Dies wird positive Effekte auf das Mikroklima haben, zum Beispiel durch die schattenspendende, kühlende innerstädtische Parklandschaft. Als langlebige Kohlenstoffspeicher tragen die Gehölze zudem zum Klimaschutz bei. Ferner wird insgesamt die Biodiversität verbessert. Darüber hinaus sind eine Verbesserung der Be- und Entwässerung der Parkanlagen, die Erhöhung der Regenrückhaltefunktion (auch bei Starkregenereignissen) und die Nutzung des gespeicherten Regenwassers zur Versorgung der Parkanlagen geplant. Damit soll dem fallenden Grundwasserstand und den trockenen Sommermonaten der vergangenen Jahre Rechnung getragen werden.

Zur Vielzahl von Einzelprojekten, die sich hinter den vorgenannten Zielen verbergen, zählen die Entschlammung der Pferdetränke im Eversten Holz, Formate für Bürgerbeteiligung sowie eine Begleitforschung mit Fokus auf Boden und Wasser, Mikroklima, Flora und Fauna.

Die Stadt Oldenburg wird das Vorhaben begleiten und die Zuwendung weiterleiten. Die Umsetzung des Vorhabens im Schlossgarten und Eversten Holz – als Landesliegenschaften – liegt vor allem in den Händen des Museums für Natur und Mensch sowie der Universität Oldenburg. Auch das Staatliche Baumanagement Region Nord-West ist an der Umsetzung beteiligt.

Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Mit dem Bundesprogramm sollen konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz (CO2-Minderung) und Klimaanpassung, mit hoher fachlicher Qualität und hohem Innovationspotential gefördert werden. Durch eine integrierte Planung und Entwicklung sowie eine naturnahe, biodiverse und gegebenenfalls multifunktionale Gestaltung sind die vielfältigen weiteren Anforderungen an Grün- und Freiräume zu beachten. Dies betrifft beispielsweise die hohe Bedeutung der Grün- und Freiräume zur Gesundheitsvorsorge, als sozialer Begegnungsort, als Biotopverbund und nachhaltige Mobilität.
04.03.2022, 13:02 Uhr
Exkursionen durch Oldenburg starten wieder
Stadtmuseum veröffentlicht Jahresprogramm
Zu Fuß und mit dem Rad durch Oldenburg – von April bis Oktober können Interessierte mit dem Stadtmuseum auf Entdeckungstour gehen. Das umfassende Jahresprogramm bietet zwölf Schwerpunktthemen an, zu denen Interessierte Oldenburg an der Seite kundiger Gästeführerinnen und -führer neu entdecken können.

Die Exkursionen befassen sich entweder mit einzelnen Stadtteilen, wie beispielsweise dem Dobben-, dem Johannis- oder dem Ziegelhofviertel oder mit historischen Themen wie der industriellen Revolution in Oldenburg und der Hafen- und Seefahrtsgeschichte.

Neben beliebten ‚Dauerbrennern‘ sind auch neue Themen hinzugekommen: Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zum Beispiel die alten Bauernhöfe Oldenburgs bei einer Radtour durchs Grüne entdecken. Außerdem nimmt das Stadtmuseum gemeinsam mit dem Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor e.V. das hundertjährige Jubiläum der Eingemeindung Osternburgs zum Anlass, um sich dem Stadtteil noch eingehender zu widmen. Drei Exkursionen zu unterschiedlichen Themen bieten spannende Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des Stadtteils.

Die Exkursionsthemen im Überblick:
· Zu Fuß über den Getrudenkirchhof
· Mit dem Rad zu alten Bauernhöfen
· Zu Fuß durch das Ziegelhofviertel
· Tweelbäke im Wandel der Zeit.
· Mit dem Rad auf den Spuren der industriellen Revolution
· Zu Fuß durch das Johannisviertel
· Zu Fuß durch das Dobbenviertel
· Zu Fuß rund um den alten Oldenburger Hafen
· Oldenburg. Stadt am Wasser
· Mit dem Rad durch Osternburg
· Zu Fuß durch das „Arbeiterviertel“ Osternburg
· Zu Fuß durch das Straßendorf Osternburg


Eine Übersicht aller Exkursionen, sowie Termine und Kosten sind auf der Homepage des Stadtmuseums zu finden. 

Tickets sind über www.ticket2go.de oder in der Touristinformation am Lappan erhältlich.

Unter 0441 235-2887 oder per Mail unter museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de können weitere Informationen erfragt werden. 
01.03.2022, 16:53 Uhr
Grün-rotes Mehrheitsbündnis beschließt Haushalt für 2022
Schwerpunkte bei Investitionen in Bildung und Klimaschutz – Schulden werden abgebaut
Der Ausbau und die Sanierung der Schulen und Kitas, der Bau des Sport-und Gesundheitsbades am Flötenteich, der Neubau des Stadtmuseums, die Weiterentwicklung des Fliegerhorst-Geländes sowie Ausgaben für Klimaschutz und umweltfreundliche Mobilität – das sind wesentliche Eckpfeiler des Haushalts für das Jahr 2022. Der Rat der Stadt Oldenburg hat das Zahlenwerk am Montagabend mit den Stimmen der Fraktionen von Grünen und SPD sowie von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann verabschiedet. Die CDU-Fraktion, die Gruppe FDP/Volt, die Gruppe Linke/Piraten sowie die AfD votierten dagegen.

Das grün-rote Mehrheitsbündnis stellt mit seinen Änderungen Weichen zum Erreichen der Klimaneutralität und setzt zusätzliche Schwerpunkte beim Vorantreiben der Mobilitätswende, bei der Bewältigung der Corona-Folgen sowie bei der Stärkung der Kultur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Teilhabe aller Menschen. Die Änderungen im Vergleich zum Verwaltungsentwurf gehen mit Mehrausgaben in Höhe von gut 4,5 Millionen Euro einher.

Der Ergebnishaushalt hat ein Gesamtvolumen von rund 660 Millionen Euro. Als Überschuss sind 11,9 Millionen Euro veranschlagt. In diesem Jahr sollen über 93 Millionen Euro (2021: 74,8 Millionen Euro) investiert werden. Größter Einzelposten bei den Einnahmen ist die Gewerbesteuer mit prognostizierten 135 Millionen Euro. „Unsere Haushaltslage ist stabil und krisenfest. Das ist alles andere als selbstverständlich“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Der Stadt-Etat kommt ohne Neuverschuldung aus, besser noch: Sogar eine Entschuldung um etwa 13,5 Millionen Euro ist vorgesehen. Krogmann dankte Stadtkämmerin Dr. Julia Figura für die hervorragende Arbeit, die sie mit ihrem Team bei der Aufstellung des ersten Haushalts unter ihrer Regie geleistet hat.

Auch aus Sicht der Finanzdezernentin ist der Oldenburger Haushalt „unbeschadet durch die Pandemie gekommen“. Das Jahr 2021 schließt die Stadt nach derzeitiger Planung mit einem Überschuss in Höhe von 34 Millionen Euro ab. Julia Figura erwartet, dass sich die Ertragsentwicklung künftig nicht mehr so dynamisch fortsetzen lässt. Ziel müsse auch in den nächsten Jahren sein, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Die gute Haushaltslage dürfe indes nicht dazu verführen, neue Verpflichtungen einzugehen, mahnte die Kämmerin. Sie wies darauf hin, dass die Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Klimaneutralität bis 2035 den Haushalt in den nächsten Jahren mit jeweils zweistelligen Millionenbeträgen belasten wird. Dr. Figura plädierte auch angesichts der unsicheren Auswirkungen des Ukraine-Krieges dafür, Puffer zu schaffen und Risiken vorzubeugen. Sie mahnte: „Wir können uns nicht alles und nicht alles gleichzeitig leisten.“
01.03.2022, 16:51 Uhr
Corona: Stadt fährt Impfangebote zurück
Terminbuchungen nur noch für Impfpunkt Schlosshöfe – Kinderimpfungen über Arztpraxen
Obwohl in der vergangenen Woche die 50.000er-Marke bei den städtischen Corona-Impfungen geknackt wurde, sinkt die Nachfrage weiterhin. Deshalb reduziert die Stadt Oldenburg ihre städtischen Corona-Impfangebote: Ab sofort sind Terminbuchungen nur noch im Impfpunkt Schlosshöfe möglich, der montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat. Mittwochs wird wie bisher ohne Termin geimpft, für alle anderen Tage können Termine online oder telefonisch gebucht werden. Das freie Angebot ohne Terminbuchung in den Impfpunkten Universität (montags), Kreyenbrück (dienstags und donnerstags), Schlosshöfe (mittwochs) und Wechloy (freitags) bleibt für Personen ab 12 Jahren über den gesamten März bestehen. In der Regel entstehen dabei keine Wartezeiten mehr. Ab April bleiben die Impfpunkte Wechloy, Kreyenbrück und Universität geschlossen.

Kinderimpfungen: ab April Arztpraxen zuständig
Auch bei den Kinderimpfungen wird ein neuer Weg eingeschlagen: Im Kinder-Impfpunkt in Wechloy werden ab dem 7. März keine Erstimpfungen mehr angeboten. In der vergangenen Woche wurden lediglich 23 Kindererstimpfungen vorgenommen – zu wenig, um den Betrieb aufrecht zu halten. Für Zweitimpfungen bleibt dieser Standort jedoch bis Ende März geöffnet. Bis dahin können sich 5- bis 11-Jährige ihre zweite Spritze montags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr abholen. Ab April wird dann in Abstimmung mit den Oldenburger Kinder- und Jugendarztpraxen die alleinige Zuständigkeit bezüglich Kinderimpfungen wieder zurück in deren Hände gegeben.

Kurzfristiges Hochfahren der Impfangebote möglich
Grundlage für alle Corona-Impfungen sind die Empfehlungen der ständigen Impfkommission (Stiko). Über das stationäre Angebot hinaus besuchen Mobile Impfteams Alten- und Pflegeeinrichtungen und nehmen vor Ort Impfungen vor. Vereinzelt können außerdem Impfaktionen an anderer Stelle angeboten werden, über die die Stadt frühzeitig informiert. Bei einer Änderung der Lage in Verbindung mit einer steigenden Nachfrage kann die Stadt kurzfristig das Angebot in den Schlosshöfen erweitern oder auch weitere Impfpunkte öffnen.

Weitere Informationen und Terminbuchung
Alle wichtigen Informationen zu den städtischen Impfpunkten sowie die Terminbuchungen gibt es online unter www.oldenburg.de/impfpunkt sowie unter www.oldenburg.de/kinderimpfung. Unter www.oldenburg.de/corona sind zudem weitere Impfmöglichkeiten in der Stadt Oldenburg aufgelistet.
01.03.2022, 16:49 Uhr
Stadtrat bekundet Solidarität mit der Ukraine
Einstimmiger Beschluss – Große Hilfsbereitschaft der Oldenburgerinnen und Oldenburger
Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am Montagabend ein klares Zeichen gesetzt: In einem einstimmigen Beschluss verurteilen die Ratsmitglieder den militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine als einen offenen Bruch des Völkerrechts. Die offensichtlich beabsichtigte Annexion der Ukraine sei durch nichts zu rechtfertigen. Der Rat erklärt daher seine volle Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zitierte den früheren Bundeskanzler Willy Brandt: „Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“

In dem von den Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der CDU, von der Gruppe FDP/Volt und den Ratsmitgliedern der Linken eingebrachten Beschlusstext heißt es: „Wir, die unterzeichnenden Mitglieder des Stadtrates, wollen dieser Solidarität in Oldenburg Sichtbarkeit verschaffen und alles uns Mögliche tun, dass das Leid der ukrainischen Bevölkerung nicht vergessen wird und Geflüchteten die notwendige Hilfe zuteil wird.“

Der Rat steht ausdrücklich hinter der bereits von Oberbürgermeister Krogmann öffentlich gezeigten Solidarität, die er durch das Hissen der ukrainischen Flagge vor dem Oldenburger Rathaus und die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen bekundet hat. Krogmann betonte, dass ihn die große Anteilnahme und die Hilfsbereitschaft der Oldenburgerinnen und Oldenburger mit Stolz erfüllt.

In Oldenburg hat sich binnen kürzester Zeit die Initiative „Oldenburg hilft der Ukraine“ gebildet. Die Initiative will private Unterkünfte für Flüchtlinge organisieren, Geflüchtete mit Reisebussen nach Oldenburg transportieren und Sachspenden an die ukrainische Grenze bringen. Mitinitiator Maik Günther stellte die Anstrengungen in der Einwohnerfragestunde vor und bat Rat und Verwaltung um Unterstützung.

Oberbürgermeister Krogmann plädierte für ein koordiniertes Vorgehen. Er rief zu Spenden an renommierte Hilfsorganisationen auf und wies darauf hin, dass für die Flüchtlingsaufnahme zunächst Rechtsgrundlagen auf Landes- und Bundesebene geschaffen werden müssen. „Wir erwarten dazu in den nächsten Tagen Regelungen.“ Die Stadt verfüge aus der Zeit der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 über bewährte Strukturen, die schnell aktiviert werden könnten, so der Oberbürgermeister. So könnten sofort 50 Menschen aufgenommen werden. Bei einer Belegung der Unterbringungskapazitäten in voller Auslastung könnten bis zu 150 Personen untergebracht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem Vorlauf von rund 14 Tagen eine mobile Messehalle mit Sanitär- und Küchencontainern errichten zu lassen. Diese Halle würde Unterbringungskapazitäten für 108 Menschen in Vier-Bett-Zimmern bieten.

Ob und wie viele Menschen tatsächlich in Oldenburg Zuflucht suchen werden, ist noch unklar.

Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.oldenburg.de/ukraine.

Mehr zur Initiative „Oldenburg hilft der Ukraine“ unter www.oldenburghilftderukraine.de.
01.03.2022, 12:50 Uhr
Integrationspreis 2022: „Jedes Projekt hätte einen Preis verdient“
Drei aus neun Bewerbungen bei Jurysitzung ausgewählt – Verleihung am 7. Juli geplant
And the winner is ... Wer am 7. Juli den mittlerweile 12. Integrationspreis der Stadt Oldenburg verliehen bekommt, ist noch geheim. Aber fest steht: Die Jury unter dem Vorsitz von Sozialdezernentin Dagmar Sachse hatte bei ihrer Online-Jurysitzung am Freitag, 25. Februar, die Qual der Wahl. Neun ganz unterschiedliche Bewerbungen wurden eingereicht, um einen der drei mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preise zu erhalten. Seit 2010 wird der Integrationspreis verliehen. Damit würdigt die Stadt Oldenburg Projekte, Maßnahmen, Initiativen oder Personen, die sich für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in der Gesellschaft einsetzen.

„Ich freue mich, dass es immer wieder neue Bewerbungen für den Integrationspreis gibt und auch Organisationen mit innovativen Projekten vertreten sind – trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen. Wir haben uns die Bewerbungen sehr detailliert angeschaut und am Ende die drei ausgewählt, die uns am meisten mit ihren Ideen überzeugt haben – auch wenn eigentlich jedes Projekt einen Preis verdient hätte“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Am Schluss gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit größeren Diskussionen, bei denen letztlich per Handzeichen eine Entscheidung gefällt werden musste.

Über die Jury
Die Jurymitglieder selbst sind auch in vielen Projekten ehrenamtlich aktiv und konnten so aus eigener Perspektive auf das Thema und schauen und die Projekte bewerten. Zur Jury gehören neben Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Marina Kovalcikova (Sprachmittlerin und Integrationslotsin), Ina Göken (Projektkoordinatorin IBIS e.V. und Preisträger 2020), Cyrille Lobe Ndoumbe (Vorsitzender Integration e.V.), Hamed Omumi (Leiter der Wirtschaftsjunioren bei der IHK Oldenburg), Lizzette Campos (Mitglied Latinburg e.V.), Sophie Martyna (Sprachmittlerin und Integrationslotsin), Marcel Hackler (Akademie der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg) sowie Ernst Jünke (Vorstandsvorsitzender pro:connect e.V. und Preisträger 2020).

„Integrationsarbeit ist ein Querschnittsthema, das sich auf allen Ebenen der Gesellschaft und in allen Bereichen des Alltags zeigt. Menschen setzen sich für anderen Menschen ein und leben den Demokratiegedanken. Ein Thema, das gerade in der heutigen Zeit eine nicht zu unterschätzende Relevanz hat“, so Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg. Die eingereichten Bewerbungen machen deutlich, wo der Einsatz für gleichberechtigte Teilhabe konkret und vor Ort wirken kann und muss: In Bildungsbereichen, an den Schulen, in den Medien, in den Stadtteilen und natürlich auch bei jeder einzelnen Oldenburgerin und jedem einzelnen Oldenburger.

Auch Spendenaktionen für Menschen in Kriegsgebieten wurden nominiert. Beworben haben sich dieses Mal neben bekannten Vereinen und Organisationen auch Einzelpersonen.

Auswirkungen von Corona
Die Corona-Pandemie hat die diesjährige Bewerberlage stark beeinflusst. Die Unsicherheit darüber, ob ein Vorhaben aufgrund der jeweils geltenden Corona-Regelungen hätte durchgeführt werden können, führte dazu, dass viele Ideen nicht realisiert wurden oder Angebote nur stark reduziert stattgefunden haben.
01.03.2022, 12:10 Uhr
Hilfsgüterverteilungen in der Ukraine gestartet
Johanniter verteilen gemeinsam mit Deutsch-Ukrainischem Forum Lebensmittel und Hygieneartikel an 2600 Familien

Poltawa, eine Stadt 350 Kilometer südöstlich von Kiew in der Zentralukraine, ist eines der Angriffsziele des russischen Militärs. „Seit Beginn des Krieges ist die Stadt vom Militär eingekesselt“, berichtet Jörg Drescher, Leiter des Büros vom Deutsch-Ukrainischen Forum in Kiew. „Die rund 300.000 Einwohner der Stadt leben in ständiger Angst. Die Supermärkte sind leer. Deshalb sind die Menschen dringend auf Unterstützung angewiesen.“ Die Johanniter haben nun in einer ersten Aktion gemeinsam mit ihrem Partner, dem Deutsch-Ukrainischen Forum, 2600 Hilfspakete verteilt. Die Pakete enthalten Lebensmittel wie Zucker, Mehl, Reis, Nudeln und Speiseöl sowie Hygieneartikel. „Viele Flüchtlinge aus dem Donbass sind bereits in Poltawa angekommen. Auch sie werden mit den Hilfspaketen versorgt“, erzählt Drescher. 

Die Hilfspakete stammen aus privaten Spenden aus Deutschland. „Wir hier im Regionalverband Weser-Ems haben dank der vielen Spender alleine fast 1000 Pakete gesammelt“, sagt Christian Willuweit vom Ortsverband Oldenburg, Projektleiterin des Johanniter-Weihnachtstruckers in Weser-Ems. Die Pakete wurde kurz vor Weihnachten verladen und vor Beginn des Krieges nach Poltawa geliefert. „Wir sind froh, dass die Pakete schon in der Stadt waren und wir sie jetzt an die Menschen verteilen können. In den kommenden Tagen versuchen wir weitere Hilfsgüter zu verteilen. Doch bisher ist noch unklar, ob und wie wir die Hilfsgüter ins Land bekommen“, berichtet der 49-jährige Jörg Drescher.
01.03.2022, 12:08 Uhr
Johanniter bereiten sich auf Flüchtlinge vor
Aufnahme von Kriegsflüchtlinge aus Ukraine in Planung
Mehr als hunderttausend Ukrainer fliehen zurzeit über die Grenzen in die Nachbarländer, zumeist Frauen und Kinder. In der Republik Moldau, in Rumänien, Ungarn und Polen kommen täglich tausende Flüchtlinge an. Die in diesen Ländern tätigen Johanniter-Partnerorganisationen bereiten sich auf die Unterstützung der Ankommenden vor. „Erste Hilfsanfragen erreichten uns bereits aus Ungarn, die wir jetzt prüfen“, sagt Magdalena Kilwing, Leiterin der Nothilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe. Auch die Hilfsbereitschaft der haupt- und ehrenamtlichen Johanniter in ganz Deutschland ist groß. Am Wochenende kamen bereits erste Flüchtlingsfamilien an. „Gemeinsam mit den Verbänden klären wir gerade, mit welchen Nothilfemaßnahmen wir die Aufnahme, Betreuung und medizinische Versorgung der Geflüchteten in den Nachbarländern der Ukraine bestmöglich unterstützen können. Erste Maßnahmen werden bereits koordiniert“, berichtet Anne Ernst, Leiterin Krisenmanagement und Nothilfe bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Wir Johanniter befinden uns in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und stehen bereit, mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen.“

In Weser-Ems engagieren sich die Johanniter stark in den Bereichen Flüchtlingshilfe und Integration. „Wenn wir gefordert werden, stehen wir bereit, die Menschen aus der Ukraine zu empfangen und zu betreuen“, verspricht Helene Frieden, Leiterin der Stabsstelle Integration im Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Johanniter seien im engen Austausch mit den zuständigen Stellen des Landes Niedersachsen. Zahlreiche Ehrenamtliche haben bereits angefragt, ob sie unterstützen können. „Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie, an deren Bewältigung unsere Einsatzkräfte ganz wesentlich beteiligt waren, ist die Hilfs- und Einsatzbereitschaft weiterhin sehr hoch“, freut sich Markus Wedemeyer, Mitglied im Regionalvorstand. Die Betreuungs- und die Sanitätsgruppen sowie die Psychosoziale Notfallversorgung in der Regionalbereitschaft Weser-Ems bereiten sich bereits auf einen Einsatz vor. Für die Johanniter sei es eine Selbstverständlichkeit, Hilfe zu leisten, wenn Menschen in Not geraten sind. „So verstehen wir auch unsere Arbeit im Rahmen der Flüchtlingshilfe“, erklärt Wedemeyer.

Unter anderem betreiben die Johanniter in der Region eine Gemeinschaftsunterkunft in der Gemeinde Edewecht und erbringen Leistungen in den Landesaufnahmeeinrichtungen Blankenburg bei Oldenburg und Bramsche. In Aurich, wo die Johanniter 2015 und 2016 während des Andrangs schutzsuchender Menschen aus Syrien die große Notunterkunft in der ehemaligen Blücherkaserne betrieben haben, bieten sie Deutsch- und Integrationskurse an. Aktuell betreiben sie außerdem noch die Sanitäts- und Corona-Teststationen in den LAB-Außenstellen in den Jugendherbergen Aurich, Emden und Bad Zwischenahn.

Hintergrund
Die Johanniter waren bereits in der Vergangenheit mit Projekten in der Ukraine tätig. Zudem haben Johanniter-Verbände regelmäßig Einrichtungen vor Ort mit Hilfsgütern unterstützt, beispielsweise im Rahmen unserer alljährlichen Spendenaktion für bedürftige Familien in Südosteuropa – dem Johanniter-Weihnachtstrucker. Auch in den Anrainerstaaten waren oder sind Johanniter-Verbände tätig. Zudem gibt es in einigen auch eigene Johanniterorganisationen wie etwa in Polen die Schwesterorganiation der Johanniter-Unfall-Hilfe, Joannici Dzie?o Pomocy.

Die Johanniter und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Betroffenen der Ukraine-Krise auf:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Stichwort: „Ukraine“
IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00 (Bank für Sozialwirtschaft)

Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: „Ukraine“
IBAN: DE62 3702 050000001020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
01.03.2022, 12:06 Uhr
Nach komplett verschiedenen Halbzeiten: Oldenburg verliert in Bensheim
von Sönke Spille
Es bleibt dabei: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg warten nach ihrer einmonatigen Corona-Pause weiter auf den ersten Sieg nach dem Re-Start. Bei der HSG Bensheim/Auerbach unterlag das Team von Trainer Niels Bötel am Samstag 22:31 – und das nach einer 12:15-Halbzeitführung. Beste VfL-Werferinnen waren Natacha Buhl und Merle Carstensen mit jeweils fünf Toren.

Es waren zwei komplett verschiedene Halbzeiten, die die Oldenburgerinnen in Südhessen zeigten. Von Beginn an hochkonzentriert, präsentierten sich die Spielerinnen von Coach Bötel, ließen sich auch von einem 5:8-Rückstand (14. Minute) wenig beeindrucken. „Von den ersten acht Gegentoren haben wir sechs aus der ersten oder zweiten Welle kassiert“, sagte der Trainer: „In der 6:6-Abwehr haben wir sehr gut gestanden.“ Das trug auch dazu bei, dass die VfL-Frauen keine drei Minuten benötigten, um wieder auszugleichen, nach einem Treffer von Merle Carstensen in Front (9:8/19.) zu gehen und bauten diesen Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf vier Tore auszubauen. „Wir haben in der ersten Halbzeit fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich Bötel über den Auftritt in den ersten 30 Minuten.

Dann aber lief gar nichts mehr zusammen: Gerade einmal vier Minuten dauerte es nach Wiederanpfiff, da war die Oldenburger Führung bereits Geschichte. „Es war so, als ob jemand den Stecker bei uns gezogen hätte“, sagte Bötel. Während beim VfL kaum noch etwas zusammenlief, spielten die Gastgeberinnen immer stärker auf. „Wir haben keinen Angriff mehr hinbekommen, sind nicht so in die Lücken gegangen, wie noch in der ersten Halbzeit“, ärgerte sich der Coach: „In der Abwehr haben wir gar keinen Zugriff mehr gefunden, sie haben uns quasi überrannt.“ Egal was die Gäste taktisch auch versuchten, der Rückstand wuchs kontinuierlich an. Somit kam auch der Schlussspurt, den die Huntestädterinnen in den letzten sieben Minuten hinlegten, zu spät. „Über die 60 Minuten gesehen, war es dann einfach zu wenig von uns“, konstatierte Niels Bötel: „Wir haben zu viele Bälle hergeschenkt, die Bensheim in ihren Tempogegenstößen genutzt haben.“

Für den VfL gilt nun: Mund abwischen und nach vorne schauen. „Wir haben drei Auswärtsspiele mit langen Fahrten gehabt. Wir müssen jetzt ein wenig regenerieren und dabei die Niederlagen aufarbeiten.“ In den nächsten Begegnungen – dazu zählen neben dem Pokalspiel am nächsten Sonntag gegen Rosengarten auch die Liga-Duelle gegen Leverkusen, Neckarsulm und Metzingen – müsse sein Team den Fight wieder über die kompletten 60 Minuten annehmen. Bötel: „Wir haben in dieser Saison gesehen, dass man gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren kann. Um in den wichtigen Spielen wieder zu punkten, müssen wir zu diesem Kampfgeist zurückfinden.“

HSG Bensheim/Auerbach – VfL Oldenburg 31:22 (12:15)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen (1), Hoitzing (2), Pichlmeier (2/1), Buhl (5), Martens, Steffen (2), Carstensen (5), Schirmer (3), Knippert, Golla (2)
25.02.2022, 12:41 Uhr
Stadt reagiert auf Überfall in der Ukraine
Rathaus beflaggt – Rede bei Mahnwache – Infos zu Visum und Flüchtlingsaufnahme
Der unfassbare völkerrechtswidrige Angriff der russischen Armee auf die Ukraine am gestrigen Donnerstag erschüttert die Welt, Europa und Deutschland. Auch Oldenburg zeigt sich tief betroffen von dem unnötigen Krieg, den Russland angezettelt hat, und der vielen unschuldigen Menschen bereits das Leben gekostet hat und vermutlich noch kosten wird.

Als erstes Zeichen der Solidarität mit der Ukraine wurde kurzerhand das Oldenburger Rathaus beflaggt: Seit gestern Nachmittag hängen sowohl die ukrainische Nationalflagge als auch die Fahne der „Mayors for Peace“, deren Organisation Oldenburg seit 1987 angehört. „Der russische Angriff auf die Ukraine muss gestoppt werden. Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen. In der Hoffnung auf eine friedliche Lösung wollen wir gemeinsam mit unseren Verbündeten bei den Mayors for Peace ein sichtbares und deutliches Zeichen setzen für unseren Wunsch nach Frieden und Zusammenhalt in Europa“, so Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Seine Betroffenheit über die Bombardierungen brachte Krogmann auch in einer spontanen Rede bei der Mahnwache auf dem Schlossplatz zum Ausdruck, die von mehreren politischen Jugendorganisationen initiiert wurde und zu der rund 150 Menschen kamen.

Aber Oldenburg will sich nicht nur mit der ukrainischen Bevölkerung solidarisieren, sondern auch konkret helfen. So wird, wie in allen anderen deutschen Ausländerbehörden auch, nach entsprechender Antragstellung die Aufenthaltsdauer für ukrainische Staatsbürger verlängert, die sich in Oldenburg zu touristischen Zwecken oder im Rahmen eines Besuchs aufhalten. Bisher können sie für 90 Tage visafrei einreisen, dieser Aufenthalt kann nun um weitere 90 Tage verlängert werden.

Derzeit gibt es zwar noch keine Informationen über Flüchtlingsaufnahmen, aber das Land Niedersachsen hat bereits Bereitschaft signalisiert. Auch die Stadt Oldenburg wird dann ihren Beitrag leisten. Deshalb wird kurzfristig geprüft, wie viele Unterbringungsmöglichkeiten in Oldenburg für Geflüchtete derzeit zur Verfügung stehen und nutzbar gemacht werden könnten.
25.02.2022, 12:35 Uhr
Trotz Corona-Krise hohe Bautätigkeit in 2020
Aktueller Wohnungsmarktbericht vorgelegt – deutlicher Anstieg bei Baugenehmigungen
Auch im Jahr 2020 haben sich, trotz der Corona-Krise, die dynamischen Entwicklungen der letzten Jahre auf dem Oldenburger Wohnungsmarkt fortgesetzt: Ausdruck findet dies unter anderem in der hohen Anzahl an fertiggestellten Wohnungen. Diese lag mit 1.180 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr mit 917 Wohnungen wieder deutlich über der 1.000er-Marke. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht 2021 mit den Zahlen aus 2020 hervor, den die Stadtverwaltung jetzt vorgelegt hat.

„Die mit dem Klimaschutz und demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen sowie das für Oldenburg prognostizierte langsamere Bevölkerungswachstum werden bei der Rahmensetzung den Blick wieder stärker auf den Wohnungsbestand und den Erhalt vitaler Quartiere lenken. Auch in Zukunft erwarten wir eine hohe Bautätigkeit“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Dabei ist uns wichtig, die Schaffung barrierearmen Wohnraumes und bezahlbaren Wohnraumes für Familien zu fördern.“

Der Bestand an Wohnungen ist auf 95.589 Einheiten geklettert. Demnach sind im Vergleich zu 2019 1.208 neue Wohnungen entstanden. Gegenüber 2011 ist das eine Zunahme von 10.007 Wohnungen. Interessant ist, dass sich der Trend der letzten Jahre zu kleineren Wohnungen weiter fortsetzt: Der Anteil an Ein-, Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen betrug rund 62 Prozent der im Jahr 2020 neu entstandenen Wohnungen. Für 2020 sind zudem 1.937 Baugenehmigungen und Baumitteilungen notiert – und damit deutlich mehr als im Vorjahr (1.257).

Die Wohnungsversorgungsquote (Wohnungen pro 100 Haushalte) liegt mit 101,2 Prozent etwas niedriger als 2019 (102,2). Als ausgeglichen gilt ein Wohnungsmarkt, wenn die Versorgungsquote zwischen 102 und 103 Prozent liegt – das heißt, ein Leerstand von zwei bis drei Prozent ist für einen funktionierenden Markt notwendig. Die aktuellen Bebauungspläne, die sich bereits in der Umsetzung oder im laufenden Planverfahren befinden, sichern die Realisierung von weiteren rund 5.520 Wohnungen.

Die Stadt Oldenburg hat mit dem Arbeitskreis Bündnis Wohnen mehrere Instrumente zur Schaffung preiswerten Wohnraumes entwickelt, die vom Rat beschlossen wurden und deren Wirksamkeit mittlerweile zu beobachten ist. So sind eine bestimmte Anzahl von Wohnungen mit einer Mietpreis- und Belegungsbindung als bezahlbarer Wohnraum zu schaffen. In rechtsverbindlichen Bebauungsplänen (ab 2014 bis 2020) beläuft sich die Zahl der über die Quotenregelung gesicherten bezahlbaren Wohnungen auf 680 und in den laufenden Bebauungsplanverfahren auf 111.

Über die städtische Wohnungsbauförderung wurden bis 2020 der Bau von 320 Mietwohnungen und acht Modellvorhaben mit rund 6,13 Millionen Euro bezuschusst. Die Förderung ist mit einer Mietpreisbindung und der Maßgabe einer Vermietung an Personen, die Anspruch auf einen einfachen Wohnberechtigungsschein haben, verbunden.

Am Bahndamm und auf dem Fliegerhorst sind die ersten der rund 1.500 Wohnungen entstanden, die dort in den kommenden Jahren gebaut werden. „Die Umsetzung der Wohnungen in den aktuellen Bebauungsplänen schreitet voran. In den kommenden Jahren können auf diesen Arealen rund 3.500 weitere Wohnungen gebaut beziehungsweise fertiggestellt werden“, gibt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen Ausblick.

Seit 2016 werden die Ergebnisse der laufenden Wohnungsmarktbeobachtung der Stadt in Wohnungsmarktberichten festgehalten, um zeitnah Veränderungen und Handlungserfordernisse zu erkennen.
25.02.2022, 12:31 Uhr
Ehrenamtliche gesucht: Patenschaften für Neuzugewanderte
Mit ehrenamtlichem Engagement Familien und Einzelpersonen unterstützen
Das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg sucht ab sofort weitere Ehrenamtliche, die Interesse haben, eine Patenschaft für eine neuzugewanderte Familie oder Einzelpersonen zu übernehmen. Dieses ehrenamtliche Engagement umfasst einen zeitlichen Einsatz von ungefähr drei Stunden pro Woche, den man individuell absprechen kann. Ziele der Patenschaften können sein, dass die Neuzugewanderten durch die Kommunikation mit den Ehrenamtlichen ihre Sprache verbessern oder, dass sie bei Behörden- und anderen Alltagsangelegenheiten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner haben. Zudem können die Ehrenamtlichen dabei unterstützen, dass die Familien oder Einzelpersonen mehr in den jeweiligen Stadtteil eingebunden werden und ihnen hiesige Angebote bekannt machen.

Das Amt für Zuwanderung und Integration steht den Ehrenamtlichen während ihres Engagements als Ansprechpartner zur Verfügung. Interessierte melden sich bitte bei Claudia Wronna telefonisch unter 0441 235-2466 oder per E-Mail an claudia.wronna@stadt-oldenburg.de.
25.02.2022, 12:23 Uhr
Oldenburg verpasst wichtige Punkte in Bad Wildungen
von Sönke Spille
Mit der zweiten Niederlage in nur vier Tagen mussten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am Mittwochabend ihre Heimreise aus Nordhessen antreten. Gegen die Bad Wildungen Vipers unterlag das Team von Trainer Niels Bötel mit 27:31 (16:19). Beste Werferin in den Reihen der Huntestädterinnen war Kathrin Pichlmeier mit sieben Toren. 

Es war von Beginn an ein mühsamer Auftritt, den die Oldenburgerinnen gegen die HSG hinlegte: Einzig durch die Tore von Maike Schirmer (1:0) und Kathrin Pichlmeier (2:1) lagen die Gäste in Front, danach aber gaben die Vipers mehr und mehr den Ton an. Spätestens nach den Treffern von Jolina Huhnstock (8:6), die der VfL in der Anfangsphase am Kreis immer wieder nicht zu fassen bekam, und Jana Scheib (9:6) – mit neun Treffern erfolgreichste Schützin über die 60 Minuten – liefen die Oldenburgerinnen nur noch einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholen konnten. Schlimmer noch: Bis zur ersten Auszeit von Coach Bötel (17. Minute) bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung noch auf 11:6 aus. Erst danach fand sich der VfL etwas besser zurecht, verkürzte zwischenzeitlich auf zwei Tore. 

Doch die große Wende, auf die man zum Wiederanpfiff vielleicht gesetzt hatte, gelang nicht mehr. Zwar blieben die Huntestädterinnen bis zur 46. Minute in Schlagdistanz, dann aber schaltete Bad Wildungen einen Gang höher. Dem hatte die Bötel-Sieben zu wenig entgegenzusetzen – insbesondere kämpferisch. „Dass wir nach der Corona-Pause konditionell nicht auf der Höhe sind, war mir klar“, sagte Niels Bötel nach dem Spiel: „Ich erwarte dann aber schon, dass man alles reinwirft, was möglich ist. Das haben wir leider nicht geschafft.“ Sein Team offenbarte dabei, das es in fremder Halle zwei Gesichter hat: Tollen Siegen wie in Blomberg oder Neckarsulm stehen die Pleiten gegen Rosengarten und jetzt gegen Bad Wildungen – Teams, die hinter Oldenburg platziert sind – gegenüber. „Das war für mich deutlich zu wenig“, fand Bötel daher, der von einem verdienten Sieg der Gastgeberinnen sprach: „Sie waren uns eigentlich überall überlegen.“

In der Tabelle sind es für Oldenburg auf Platz elf nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz – die Gelegenheit, um den Abstand zu vergrößern wurde somit vertan. Chance zur Wiedergutmachung hat der VfL am Samstag. Dann gastiert das Team ab 18 Uhr bei der HSG Bensheim/Auerbach. „Wir müssen in den nächsten Spielen anders auftreten“, fordert Bötel vor dem dritten Auswärtsspiel in nur sieben Tagen. 

HSG Bad Wildungen Vipers – VfL Oldenburg 31:27 (19:16)
VfL: Renner, Reese – Teiken (2), Reinemann (2), Jongenelen (4), Hoitzing, Pichlmeier (7/3), Buhl, Steffen (3), Carstensen (5/1), Schirmer (4), Knippert, Golla
25.02.2022, 12:15 Uhr
Frühjahrsputzaktion des AWB: Oldenburg räumt 2022 wieder gemeinsam auf
Gemeinschaftliche Sammelaktion am Samstag, 26. März – Gruppen und Einzelpersonen
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) plant trotz der anhaltenden Corona-Umstände für dieses Jahr wieder eine gemeinschaftliche Aufräumaktion. Diese Aktion, an der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligen können, soll am Samstag, 26. März, in unserer Stadt stattfinden. Bereits einen Tag vorher, am Freitag, 25. März, sind die Oldenburger Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich am Stadtputztag zu engagieren. Bereits zum 21. Mal koordiniert der AWB die Müllsammelaktion in Zusammenarbeit mit den Bürgervereinen sowie weiteren Gruppen, Vereinen, Firmen, Institutionen und Nachbarschaften.

AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn zeigt sich optimistisch, was die Sammelbereitschaft seitens der Bevölkerung betrifft: „Im vergangenen Jahr gab es eine Vielzahl von Anfragen für die Durchführung von selbst organisierten dezentralen Abfallsammelaktionen. Viele Bürgerinnen und Bürger wollten trotz der Corona-bedingten Einschränkungen einen Beitrag zur Stadtsauberkeit leisten. Mehr als 100 Gruppen, Vereine, Schulen und andere umweltaktive Personen hatten sich aufgemacht, um ihr Wohnumfeld zu reinigen.“ Voraussetzung für die Sammlungen war die strenge Beachtung der geltenden Corona-Regelungen, die natürlich auch in diesem Jahr gelten.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb konnte dennoch mehr als 1.000 gut gefüllte Mülltüten bei den Sammlungen abholen – ein enormes Ergebnis in diesen Pandemiezeiten, wie Schneider-Kühn betont: „Für diesen Einsatz danken wir den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern sehr! Wir sehen das als Motivation und Aufforderung, in diesem Jahr Corona zum Trotz ‚Oldenburg räumt auf!‘ wieder in gewohnter Form anzubieten – auch, um damit einen kleinen Teil an Normalität zurück zu gewinnen.“ Zu der letztmaligen Gemeinschaftsaktion im Jahr 2019 hatten sich mehr als 6.000 engagierte Teilnehmende angemeldet.

Wie kann ich mitmachen?
Anmelden können sich sowohl Vereine oder Gruppen als auch Einzelpersonen ab sofort und bis einschließlich Freitag, 11. März, online unter www.oldenburg.de/awb oder telefonisch unter 0441 235-2573. Wer noch keine Sammelgruppe hat, kann sich für den Sammeltag einem Bürger- oder Heimatverein anschließen. Eine Liste der Bürgervereine finden Sie unter www.astob.de. Der AWB weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sammlerinnen und Sammler ihre Aktionen vor dem Hintergrund der Pandemie in eigener Regie und auf eigene Verantwortung durchführen.

Was muss ich mitbringen?
Teilnehmende erhalten vom AWB ausreichend Abfallsammelsäcke, Handschuhe (auch in Kindergröße), Warnwesten (nach Verfügbarkeit) und die Sammelregeln. Die Materialien können ab dem 7. März im Servicebüro des Abfallwirtschaftsbetriebes, Wehdestraße 70, abgeholt werden.

Langjährige Partner weiter mit im Boot
Die LzO als langjähriger Partner der Sammelaktion hat wieder ihre Unterstützung zugesagt und stellt für jedes gesammelte Kilogramm Abfall 10 Cent zur Verfügung. Der gesammelte Betrag wird dann an zwei soziale Einrichtungen in Oldenburg überreicht. Das sind in diesem Jahr das Projekt „Sieben Eichen – Vereint für Senioren e.V.“ und die gemeinnützige Initiative „MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer“.

Die traditionelle Abschlussfeier auf dem Betriebsgelände in der Wehdestraße 70 kann aber leider aufgrund aktuellen Corona-Lage nicht stattfinden. Deshalb wird es auch weder die NWZ-Sonderverlosung noch die Abstempelung des Treuepasses geben können.

„Der Norden räumt auf“
Auch viele andere Städte und Landkreise in Norddeutschland planen in diesem Jahr wieder ihre Aufräumaktionen: Insgesamt beabsichtigen derzeit 14 Städte und Landkreise an der Gemeinschaftsinitiative „Der Norden räumt auf“ teilzunehmen. 
22.02.2022, 14:44 Uhr
Vertrag bis 2025: Niels Bötel verlängert beim VfL Oldenburg
von Sönke Spille
Die gemeinsame Reise geht weiter: Niels Bötel bleibt über die Saison hinaus Trainer beim VfL Oldenburg. Der langjährige Handball-Bundesligist und der 34-Jährige einigten sich auf eine langfristige Fortführung des Kontrakts bis 2025. Bötel ist seit 2017 Trainer der VfL-Frauen.

Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL Oldenburg, hatte nie einen Hehl daraus gemacht, den Vertrag mit seinem bisherigen Coach Niels Bötel unbedingt verlängern zu wollen. Doch nach einigen Corona-Fällen im Team mussten die im Januar geplanten persönlichen Gespräche zwischen Geschäftsführer und Trainer zunächst auf Eis gelegt werden und fanden erst im Februar statt. Kurz nach der 21:26-Niederlage zum Re-Start beim Thüringer HC steht nun fest: Bötel wird auch in den nächsten Spielzeiten an der Seitenlinie der Huntestädterinnen stehen. „Ich bin unheimlich froh, dass Niels verlängert hat“, sagt Andreas Lampe: „Er ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Vereins. Wenn man in den letzten Jahren gesehen hat, wie er junge Spielerinnen weiterentwickelt, ist es nicht nur ein positives Zeichen für die Mannschaft und den Verein, sondern für die ganze Region, dass er einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat.“

„Es ist eine spannende Zeit mit den vielen jungen Talenten in Oldenburg“, freut sich Niels Bötel auf die nächsten Jahre beim VfL. „In den Gesprächen ging es grundsätzlich nur um Kleinigkeiten. Ich weiß, was ich an Oldenburg habe und ich glaube, andersherum ist es genauso.“ Das Projekt Oldenburg sei für ihn unheimlich spannend. „Wir wollen mit den Mädels, die erfahrener werden, den nächsten Step machen“, so Bötel. 

Für Geschäftsführer Lampe ist der 34-Jährige „einer der Top-3-Trainer der Liga“. „Auch wenn es mit den jungen Spielerinnen nicht immer von Erfolg gekrönt ist, agieren wir taktisch auf einem sehr hohen Niveau“, sagt Lampe. Dass Bötel junge Spielerinnen so gut entwickeln kann, passe nur zu gut zu den Oldenburger Plänen der Zukunft: „Wir wollen attraktiven Handball spielen und dabei möglichst variabel agieren. Handball wird auch im Kopf gespielt. Da sind die jungen Spielerinnen immer wieder gefordert, neue Dinge auszuprobieren“, sagt Lampe: „Es ist deshalb wichtig, dass sich der Trainer auf neue Situationen einlassen kann. Und Niels ist bei der Weiterentwicklung von jungen Talenten genau der richtige Trainer für uns.“

Drei weitere Jahre soll Bötel den Kurs der Oldenburger Handballerinnen nun vorgeben. „Es geht darum, die Spielerinnen weiterzuentwickeln“, betont er: „Ich freue mich, die Mädels auf dem Weg, ihre Ziele zu erreichen, zu unterstützen.“ Das gelte auch, wenn Spielerinnen am Ende zu einem größeren Verein wechseln. „Es wäre sicherlich auch ein Erfolg, wenn die eine oder andere den nächsten Schritt wagt, um es vielleicht in die Nationalmannschaft zu schaffen“, betont Bötel. Ebenso würde es ihn aber freuen, wenn möglichst viele aus dem Team, den eingeschlagenen Weg in Oldenburg fortführen würden – so wie er eben. 

Ganz genauso sieht es Andreas Lampe, der Bötel bis 2020 als Co-Trainer an der Seitenlinie assistierte und nun die Verhandlungen als Geschäftsführer führte. „Wir haben in der letzten Saison mit Platz sieben die beste Saison der vergangenen vier Jahre gespielt. Natürlich würden wir uns in dieser Region gerne festsetzen. Aber wenn man sieht, was für Möglichkeiten andere Vereine in der Liga haben, sind wir eben ein Ausbildungsverein, der junge Talente fördern und weiterentwickeln will“, sagt er. Wenn alles zusammenpasse, seien in Zukunft auch Plätze im gesicherten Mittelfeld möglich. „Ich glaube aber, dass es in den nächsten eins, zwei Jahren darum gehen wird, möglichst schnell aus dem Abstiegskampf herauszukommen und dann da zu sein, wenn andere stolpern.“ Die Voraussetzungen dafür seien gegeben. Auch, weil der Trainer weiterhin Niels Bötel heißt. 
22.02.2022, 14:33 Uhr
„KeinNotfall“-Service entlastet Notruf-Leitungen bei Unwetterlagen
Alternativkanal für die Meldung von Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht
Bei außergewöhnlichen Ereignissen wie Unwettern und anderen Großschadenslagen stehen die Telefone der Notrufnummer 112 in Einsatzleitstellen nicht still. Insbesondere seit Mobiltelefone die Kommunikationsmöglichkeiten wesentlich erweitert haben, melden sich bei einer Unwetterlage in kürzester Zeit hunderte Anruferinnen und Anrufer, weil überflutete Straßenbereiche, herabgefallene Dachziegel oder umgestürzte Bäume auffallen – oft wird das gleiche Ereignis mehrmals gemeldet. Das große Problem dabei: Die echten Notrufe, bei denen Leben in Gefahr sind, kommen nicht immer bis zur Feuerwehr- und Rettungsleitstelle durch, weil die zur Verfügung stehenden Notrufleitungen und Abfragekapazitäten belegt sind.

„Der „KeinNotfall“-Service verfolgt das Ziel, die Notrufkapazitäten zu entlasten, aber auch den Feuerwehren einen Mehrwert an Informationen bereitzustellen“, schildert Mirko Mennrich, Projektleiter beim IT-Unternehmen BTC Business Technology Consulting und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oldenburg, der aus der Idee in Zusammenarbeit mit der Großleitstelle Oldenburger Land (GOL) die „KeinNotfall“-Lösung konzipiert hat.

Der digitale Service ermöglicht die Meldung von unkritischen Schäden und Vorfällen, ohne die Notrufleitungen zu belasten. Bürgerinnen und Bürger können somit die Geoposition des Schadensortes mit ihrem Mobiltelefon erfassen und zusammen mit einem Foto und einer Beschreibung versenden. Die Meldungen werden dann direkt an die zuständige Führungsstelle der Feuerwehr übertragen, dort bewertet, priorisiert und weiterbearbeitet.

Bei der GOL trifft die Anwendung auf große Zustimmung. „Mehr als 500 Notrufe am Tag zu bearbeiten, ist kein Problem“, bestätigt Stefan Abshof von der GOL. „Bei Sonderlagen, wie Orkanen und Überschwemmungen, kommen es aber zu einem stark ansteigenden Anrufaufkommen der Bürgerinnen und Bürger – viele dieser Anrufe sind keine „echten Notrufe“ im eigentlichen Sinne und so steigt die Anruflast in den Feuerwehr- und Rettungsleitstellen stark an.“

Der KeinNotfall-Service ist der Alternativkanal zur Notrufnummer, um Vorfälle, von den keine Gefahr für Leib und Leben ausgehen, schnell und unkompliziert zu melden. Frank Leenderts, Leiter und Geschäftsführer der GOL, kann dies uneingeschränkt bestätigen: „Auf diese Weise werden die Notrufleitung in den Leitstellen für lebensbedrohliche Einsätze freigehalten – dadurch wird die temporäre Extremsituation entlastet und die Einsatzplanung in den Führungsstellen der Städte und Gemeinden kann optimiert werden.“

Michael Bremer, bisheriger Leiter der Feuerwehr Oldenburg und Initiator des Projektes, hebt die Wichtigkeit des neuen Service hervor: „Vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen müssen wir von weiter zunehmenden Unwetterlagen ausgehen. Die Digitalisierung der Schadensmeldungen ist ein wesentliches Instrument, um diese Einsatzlagen auch künftig bewältigen zu können.“ Auch sein Nachfolger Jens Spekker ist der Auffassung, dass ein solcher Online-Meldeweg in der heutigen Zeit unumgänglich ist.

Die hilfreiche Lösung hat die BTC AG im Frühsommer 2021 in Zusammenarbeit mit der Großleitstelle Oldenburger Land und Vertretern der zugehörigen Kreisfeuerwehren entwickelt. Basierend auf Open-Source-Technologien wird diese als Software-as-a-Service bereitgestellt und kann auf jedem aktuellen mobilen Endgerät ohne Installation mit dem Browser genutzt werden.
 

Es stehen drei Module für die jeweilig Beteiligten zur Verfügung:

· Das beschriebene Bürgerinnen- und Bürgermodul benötigt keine Installation und ist bei größeren Unwetterereignissen unter www.KeinNotfall.de erreichbar. Damit lassen sich einfach und schnell Meldungen mit wertvollen Zusatzinformationen (Koordinaten, Foto, Kurzbeschreibung) absetzen.

· Das Leitstellenmodul ist für die Leitstelle konzipiert. Es aktiviert die anlassbezogene Schadensmeldung, legt das Schadensgebiet fest und schaltet die Führungsstellen frei. Ein umfassendes Monitoring von Schadensmeldungen wird ermöglicht, ebenso eine automatische Weiterleitung an die zuständigen Feuerwehren.

· Im Führungsstellenmodul nimmt die Feuerwehr die Meldungen entgegen, priorisiert sie und veranlasst die Schadensbeseitigung durch Einsatzkräfte vor Ort. Die Einsatzaufträge werden dafür digital weitergeleitet oder als Printversion mit QR-Code zur Verfügung gestellt.

Die Generalprobe für „KeinNotfall“ fand im Jahr 2021 im Oldenburger Land statt. Sie rief sehr positive Reaktionen hervor und wurde seitdem noch weiter optimiert und Stresstests unterzogen. Seit Februar 2022 kann der Service anlassbezogen durch die GOL freigeschaltet werden. Darüber wird mit den etablierten Warnapps BIWAPP und KATWARN, aber auch in den Social-Media-Kanälen der Leitstelle informiert.
22.02.2022, 14:24 Uhr
Öffentliches Fahrradverleihsystem „OLi-Bike“ vor dem Start
System startet am 3. April mit Vorteilen für VWG-Abokundinnen und -kunden
Das künftige öffentliche Fahrradverleihsystem der Stadt Oldenburg hat nun einen Namen: „OLi-Bike“. „Kurz, leicht verständlich und mit einem Bezug zu Oldenburg. Das war uns bei der Namenswahl wichtig“, erläutert Damaris Böhm, verantwortlich für das Projekt bei der Stadt Oldenburg. Dass das Ganze auch noch visuell ansprechend ist, dafür sorgt das Branding der Fahrräder, welches im Projektteam entwickelt wurde.

Der offizielle Startschuss für OLi-Bike soll am Sonntag, 3. April, im Rahmen der Veranstaltung „Hallo Fahrrad“ fallen. „Hallo Fahrrad“ wird jedes Jahr von der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH organisiert und läutet offiziell die Fahrradsaison ein. Ab dann können die Räder im ganzen Stadtgebiet genutzt werden. Gestartet und beendet werden die Fahrten in der sogenannten Flexzone und auch an virtuellen Stationen, die an zentralen Punkten eingerichtet werden. Die Ausleihe und Rückgabe funktioniert flexibel und bequem per App, Webseite oder Telefonanruf. Mario Brokate, Projektleiter bei der Betreiberin von OLi-Bike, der Bremer Tageszeitungen AG, erklärt den Vorteil der virtuellen Stationen: „Wenn wir im laufenden Betrieb feststellen, dass ein Stationsstandort ungünstig ist oder ein weiterer dazukommen soll, dann ist es uns möglich, dies innerhalb kürzester Zeit zu realisieren. So können wir das System flexibel anpassen.“

Als Mobilitätspartner für das System konnte die Verkehr und Wasser GmbH gewonnen werden. „Bus und Fahrrad können jeweils einzeln und auch gemeinsam eine Alternative zum privaten Pkw sein. Wir wollen daher die Kombination von Bus und Rad für schnelle und klimaschonende Mobilität von Tür zu Tür stärken und freuen uns, unseren Stammkundinnen und -kunden mit Job- und MIA-Tickets einen weiteren Vorteil bei der Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel bieten zu können“, begründet Morell Predoehl, Prokurist der Verkehr und Wasser GmbH, die Partnerschaft. Durch die Kooperation können die Inhabenden von JobTickets und MIA-/MIAplus-Tickets die Leihräder für eine halbe Stunde pro Ausleihe ohne weitere Gebühren nutzen. Das gilt auch bei mehreren Ausleihen pro Tag. Auch die Stadt Oldenburg freut sich über die Kooperation. Dr. Norbert Korallus, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität sieht darin „die Schaffung einer wichtigen Schnittstelle zur Förderung multimodaler umweltfreundlicher Mobilität.“
20.02.2022, 17:52 Uhr
Nach tollem Kampf: VfL Oldenburg verliert beim Thüringer HC
von Sönke Spille
Mit einer Niederlage sind die Handballerinnen des VfL Oldenburger nach einmonatiger Corona-Zwangspause in die Bundesliga zurückgekehrt. Beim Thüringer HC musste sich das Team von Trainer Niels Bötel mit 21:26 (10:13) geschlagen geben. Dabei bewiesen die Huntestädterinnen Kampfgeist und legten gegen den Tabellenvierten über 60 Minuten einen couragierten Auftritt hin. 

Mit 1:0 (Isabelle Jongenelen) und 2:1 (Kathrin Pichlmeier) waren die Oldenburger mit knapper Führung in die Partie gestartet. Doch nach dem 2:3 (10. Minute) liefen die Oldenburgerinnen einem Rückstand hinterher, der in der 29. Minute erstmals auf vier Tore angewachsen war (8:12). Dabei wäre es nach Paraden von Julia Renner sogar möglich gewesen, über einen längeren Zeitraum mit Vorsprung durchs Spiel zu marschieren. Doch immer wieder verpassten es die Oldenburgerinnen, THC-Keeperin Laura Kuske zu überwinden. Coach Bötel rotierte das Personal – wie angekündigt – das gesamte Spiel über durch, um die Kräfte möglichst gut einzuteilen. Das gelang. „Wir hatten uns vorgenommen, in der Abwehr zu fighten. Ich glaube das haben wir heute mit den 26 Gegentoren gezeigt – auch wenn wir wissen, dass es noch Einiges zu tun gibt“, sagte Bötel. 

Aus der Halbzeitpause kam seine Mannschaft dann deutlich stärker. In nicht einmal zweieinhalb Minuten sorgte die Bötel-Sieben mit drei Toren für das 13:13 – und zwang Thüringen damit zu einer frühen Auszeit. Danach präsentierten sich die Gastgeberinnen wieder stärker. Doch so leicht, wie es beim 34:22-Kantersieg eine Woche zuvor gegen Leverkusen war, machte es ihnen Oldenburg nicht. Nach dem 17:18 durch Jongenelen (46.) war der VfL wieder dran, konnte den Abstand bis zehn Minuten vor dem Ende halten. „Wir sind fast die ganze Zeit drangeblieben und konnten Thüringen ärgern“, zeigte sich Bötel zufrieden. Dann aber ließen die Kräfte ein wenig nach – und das Wurfglück blieb aus, wie bei einem Doppelversuch von Jongenelen (51.), als der Ball beide Male ans Aluminium klatschte. So fiel die Niederlage am Ende sogar etwas deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergegeben hatte. „Hätten wir die freien Würfe genutzt, dann wäre vielleicht mehr drin gewesen“, konstatierte Bötel nach Spielschluss. Er hielt aber fest: „Trotz der Niederlage muss ich sagen, dass ich einigermaßen zufrieden bin. Thüringen hat es am Ende besser gemacht und verdient gewonnen.“

Viel Zeit zum Regenerieren bleibt dem Team aus der Huntestadt jetzt nicht. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Auswärtsspiel in Bad Wildungen eine ganz wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir mussten gegen Thüringen erst einmal schauen, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen“, sagte Bötel: „Wir wollen in Bad Wildungen zwei wichtige Punkte mitnehmen. Und dann kommen ein paar anstrengende Wochen auf uns zu.“

Thüringer HC – VfL Oldenburg 26:21 (13:10)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann (1), Jongenelen (3), Hoitzing (1), Pichlmeier (7/4), Buhl, Martens, Steffen (1), Carstensen (5/1), Schirmer (2), Knippert (1)
18.02.2022, 16:01 Uhr
„Pures Abenteuer“ - Oldenburger Jugendliche auf der Berlinale
 Bereits zum sechsten Mal organisierte das Medienbüro Oldenburg e.V. eine Projektreise mit Jugendlichen zur 72. Berlinale. 12 Teilnehmer*innen konnten 3 Tage die Vielfalt der Filmkunst erleben, an Diskussionen teilnehmen und einen Einblick in eines der bekanntesten Filmfestivals bekommen. Erfreulicherweise wurde das Projekt zu 100% vom Programm der Bundesregierung Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche gefördert. „Diese Art der Finanzierung ist für uns enorm wichtig, da wir allen ermöglichen wollen, an so einer Fahrt teilnehmen zu können,“ so Marion Fittje vom Medienbüro. 

Die Jugendlichen sahen Filme aus aller Welt und erhielten dadurch Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten, mit denen sie im Alltag wenig in Berührung kommen. Dabei dienten die Filminhalte nicht nur zur Unterhaltung, sondern regten auch zum Nachdenken über politische, soziale und gesellschaftliche Themen an. 

„Der Kurzfilm Vlekkeloos (Fleckenlos) aus den Niederlanden kam zum Beispiel sehr gut bei den Teilnehmer:innen an und wurde jetzt auch bei der Berlinale als bester Kurzfilm mit dem Gläsernen Bären ausgezeichnet“, berichtet Marie, Betreuerin der Berlinalefahrt. Vlekkelos befasst sich mit dem Thema Menstruation aus Sicht der 15-jährigen Ruby. Während Ruby dringend Tampons braucht, setzt ihre mit Finanzproblemen kämpfende Mutter ausgerechnet diese nicht auf die Einkaufsliste. Tage zwischen Improvisation und Scham beginnen, die Ruby über den Kopf zu wachsen drohen. Ganz besonders war für die Teilnehmer:innen das Gespräch mit der Regisseurin Emma Branderhorst und der Hauptdarstellerin Alicia Prinsen im Anschluss an den Film. „Krass, was es bedeutet, kein Geld für Tampons oder Binden zu haben. Voll das wichtige Thema, was sonst nicht so sichtbar ist“, resümierten die Jugendlichen.  

In Kurzfilmprogrammen lernten die Teilnehmer:innen außerdem verschiedene technische Möglichkeiten, um einen Film zu produzieren, aber auch verschiedenste filmische Ausdruckmöglichkeiten, kennen: Von Computeranimationen über Stop Motion hin zu handgemalten Experimentalfilmen in Öl auf Glas. Darüber hinaus ging es auch um die Arbeit mit Schauspieler:innen oder um Filme mit und ohne Sprache. 

Ella, eine Teilnehmer:in, berichtet: „Die Berlinale war ein pures Abenteuer. Sobald sich der erste Filmvorhang öffnete und der Berlinale-Trailer anging, hatte ich das Gefühl in eine neue Welt abzutauchen.“ Ihre Eindrücke haben die Jugendlichen während des Wochenendes in Form von Fotografie und kurzen Videos aufgenommen. Diese werden sie nun in einem Workshop verarbeiten und eine kleine filmische Dokumentation erstellen, welche im Kino Cine k präsentiert werden wird. „So bringen wir auch ein bisschen Berlinale-Feeling nach Oldenburg“, verspricht Marion Fittje vom Medienbüro. 
18.02.2022, 15:54 Uhr
Oldenburg wird #MehrÄlterBunter – Weiterarbeit an Projekten
Digitale Projektwerkstatt#4 am 19. Februar
Die nächste digitale Projektwerkstatt#4 im Rahmen der Umsetzung der Oldenburger Demografiestrategie #MehrÄlterBunter findet am Samstag, 19. Februar, ab 11 Uhr statt. Neben der Weiterarbeit an Projekten – wie dem „Zentrum für digitale Bildung“, dem „ViertelRaum“ oder dem Thema grüne Dächer – soll neu an der Idee „Stadtverbesserer mobil“ gefeilt werden. Auch neue Ideen können mitgebracht und beraten werden.

Informationen zur Anmeldung und die Einwahldaten finden sich auf der Oldenburger Beteiligungsplattform www.gemeinsam.oldenburg.de. Die März-Werkstatt findet am Mittwoch, 16. März, zwischen 17 und 19 Uhr statt.

Zum Hintergrund von #MehrÄlterBunter
Mitbestimmen und direkt mitgestalten – das ist den Menschen auch in Oldenburg wichtig. Ob digital oder live, Hauptsache ehrlich, auf Augenhöhe und mit spürbaren Ergebnissen. #MehrÄlterBunter will die Kultur der Zusammenarbeit in der Stadt zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaft, Institutionen und Verwaltung weiterbringen, denn für die großen Aufgaben der Zukunft – Klima, Demografie, Digitalisierung – brauchen wir eine neue, agile Form der Kooperation aller.

Alle Informationen rund ums das Beteiligungsformat #MehrÄlterBunter finden sich auf der städtischen Beteiligungsplattform Gemeinsam.Oldenburg.de. Hier können Ideen aus der Bürgerschaft öffentlich bekannt gemacht, für Menschen geworben oder um Unterstützung angefragt werden. Ansprechpartnerinnen sind Susanne Jungkunz, Stadt Oldenburg (E-Mail: susanne.jungkunz@stadt-oldenburg.de, Telefon 0441 235-2448) und Ulrike Oemisch, IPG Oldenburg, (E-Mail: u.oemisch@partizipativ-gestalten.de, Telefon 0441 99848952).
18.02.2022, 15:34 Uhr
Armut im Alter – Was nun?
Armut im Alter hat viele Ursachen: chronische Erkrankung, Teilzeitarbeit, Selbstständigkeit, Künstlerberuf, Scheidung und vieles mehr. Wie geht es „Anderen“ in ähnlicher Lage?

Die Selbsthilfegruppe ermöglicht uns: Erfahrungen auszutauschen, im offenen Gespräch über alltägliche Sorgen zu berichten und gemeinsam nach Entlastungen zu suchen. In der Gruppe können wir einen vertrauten Kontakt aufbauen und einander stärken, wenn es mal wieder beschwerlich wird.

Wer fühlt sich angesprochen und geht mit uns den Schritt über diese „gewisse Schamgrenze“? Die Gruppentreffen sind 2 x monatlich geplant. 

Bitte Kontakt aufnehmen über:
Beratungs- und Koordinationsstelle
für Selbsthilfegruppen e.V.
Lindenstraße 12a
26123 Oldenburg
Telefon: 0441-88 48 48
info@bekos-oldenburg.de
Bürozeiten: Di bis Fr: 9.00–12.00 Uhr+ Mo u. Mi: 15.00–19.00 Uhr
18.02.2022, 15:27 Uhr
Aufträge warten im Netz
Ausschreibungen der Stadt auf neuem Vergabeportal – Schluss mit Papierangeboten
Die Stadt Oldenburg führt ein neues Vergabemanagementsystem ein. Damit ändert sich auch das Vergabeportal, auf dem die Ausschreibungen im Internet bekannt gemacht werden. Neue Ausschreibungen finden Interessierte ab dem 28. Februar 2022 im Vergabeportal xvergabe.de.

Dort können die Vergabeunterlagen kostenlos heruntergeladen werden. Unternehmen, die an städtischen Ausschreibungen teilnehmen möchten, müssen sich dafür unter www.xvergabe.de registrieren. Außerdem wird zukünftig bei allen Vergaben eine Angebotsabgabe nur noch online möglich sein. Papierangebote sind dann nicht mehr zulässig.

Weitere Informationen und Hilfestellungen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/startseite/wirtschaft/ausschreibungen.html.
18.02.2022, 15:18 Uhr
Kröten und Frösche wandern schon
NABU bittet um Rücksicht
Bedingt durch die milden Temperaturen und die feuchte Witterung der vergangenen Tage machen sich Kröten und Frösche jetzt wieder auf den jährlichen Weg zu ihren Laichgewässern.

"Wir haben schon Meldungen über Amphibienwanderungen aus dem gesamten Oldenburger Land erhalten", so Oliver Kraatz von der Oldenburger NABU-Geschäftsstelle, „die Tiere machen sich in diesem Jahr besonders früh auf den oftmals riskanten Weg aus den Winterquartieren heraus zu ihren Laichgewässern. Vielerorts wird an den entsprechenden Straßen auf die Amphibienwanderung hingewiesen oder sind auch "Krötenzäune“ aufgebaut worden.“ 

Der NABU bittet nun vor allem die Autofahrer darum, sich in dieser Wanderungszeit der Amphibien rücksichtsvoll zu verhalten oder die gefährdeten Strecken möglichst ganz zu meiden; das gilt vor allem ab den frühen Abendstunden, denn die Tiere sind nachtaktiv.
15.02.2022, 16:39 Uhr
Lesestart-Sets für Dreijährige mit Bilderbuch-Geschenk
Stadtbibliothek beteiligt sich an der bundesweiten Aktion „Lesestart 1-2-3“
Regelmäßiges Vorlesen und Erzählen ist wichtig für den Spracherwerb und die Entwicklung von Kindern. Mit den Lesestart-Sets der Aktion „Lesestart 1-2-3“ soll dies gefördert werden. Die aktuellen Lesestart-Sets für Dreijährige enthalten ein altersgerechtes Bilderbuch und mehrsprachiges Informationsmaterial mit Tipps, wie Eltern das Vorlesen in den Alltag integrieren können. Die Stoffbeutel können ab sofort kostenlos in der Kinderbibliothek am PFL und in den Stadtteilbibliotheken Eversten, Flötenteich, Kreyenbrück und Ofenerdiek abgeholt werden.

Die Stadtbibliothek Oldenburg nimmt bereits seit 2011 an den Lesestart-Programmen zur frühen Sprach- und Leseförderung von Kindern teil. Diese werden von der Stiftung Lesen und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Büchereizentrale Niedersachsen und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur angeboten. Lesestart-Sets für Ein- und Zweijährige werden von teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxen ausgegeben.
15.02.2022, 16:18 Uhr
Booster für Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Grüne und SPD stellen gemeinsamen Haushaltsentwurf vor
Mit ihren Änderungsanträgen zum Haushaltsentwurf der Verwaltung setzen die Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD Schwerpunkte bei Klimaschutz, sozialem Zusammenhalt und der Bewältigung der Corona-Folgen. Unterm Strich bedeuten die Änderungsvorschläge Mehrausgaben in Höhe von gut 4,5 Millionen Euro. „Bei einem von der Verwaltung geplanten Überschuss von gut 14 Millionen Euro im Ergebnishaushalt der Stadt für 2022 sind diese Mehrausgaben mehr als vertretbar, zumal es sich um wichtige Zukunftsinvestitionen handelt“, betonen Rita Schilling, Sprecherin der GRÜNEN -Fraktion und Ulf Prange, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Ratsbündnis auf Investitionen in den Klimaschutz. „Die Stadt muss hier mit gutem Beispiel vorangehen, aber auch entsprechende Infrastruktur und attraktive Fördermöglichkeiten für die Bürger*innen anbieten“, sagt Schilling. „Nur wenn wir verlässlich in Klimaschutz investieren, können wir das Ziel einer klimaneutralen Stadt bis 2035 erreichen“, stellt Prange klar. Von großer Bedeutung ist für die Bündnispartner der Ausbau der Photovoltaik (PV). Der Rat hat bereits beschlossen, dass alle geeigneten Dächer städtischer Gebäude bis 2027 mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mittel für den Eigenbetrieb Gebäude und Hochbau (EGH) um 1 Mio. € auf insgesamt 1,2 Millionen Euro erhöht. „Um zeitnah PV auf alle kommunalen Dächer zu bekommen, brauchen wir mehr Tempo und finanzielle Mittel“, betont Dr. Sebastian Rohe, stellvertretender Sprecher der Grünen-Fraktion. „Diese städtischen Investitionen führen zu Einsparungen im Haushalt, denn die Kosten für Energie werden sich mittelfristig reduzieren“, ist sich Margrit Conty, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, sicher. Auch private Eigentümer*innen werden stärker unterstützt. Die entsprechenden Förderprogramme werden aufgestockt, für PV-Förderung um 250.000 € auf 750.000 € und für Altbausanierung um 300.000 € auf 800.000 €. „Mit den zusätzlichen Mitteln setzen wir Anreize für mehr Klimaschutz bei privaten Gebäuden“, betonen Rohe und Conty. Um Oldenburg noch lebenswerter zu gestalten, werden auch soziale, kulturelle und sportliche Angebote stärker oder erstmalig gefördert. Dies ist gerade in diesem Jahr notwendig, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und soziale Ungleichheiten abzubauen. Hier können beispielhaft die Erhöhung um 100.000 € für die „Strukturbrücke“ im Kulturbereich, der Corona-Fonds für Angebote in den Bereichen Soziales und Jugend sowie die Einführung eines Aktionsprogramms für Sportvereine („Zurück in den Sport“) über 100.000 € genannt werden.

Zur besseren Steuerung der Nachverdichtung in der Stadt wird ein Team „Nachverdichtung“ in der Bauverwaltung eingerichtet, das mit fünf Stellen ausgestattet wird. „Uns ist es wichtig, dass wir sensibel mit unserem Stadtbild umgehen. Nachverdichtung wollen wir so organisieren, dass sie sich in bestehende Strukturen einfügt und Belange des Klimaschutzes berücksichtigt“, stellt Prange für die Bündnispartner klar. Flankierend stellen beide Fraktionen 80.000 € für die Erarbeitung der im Vorjahr beschlossenen Baumerhalt- und Stadtgrünstrategie zur Verfügung.

Die Bündnispartner sind sich einig, dass es insbesondere für Fahrradfahrende schnelle und sichtbare Verbesserungen geben muss. Für Planung, Umsetzung und Bürger*innenbeteiligung der Fahrradstraßen „Fliegerhorst - Innenstadt“ und „Quellenweg“ werden insgesamt 550.000 € vorgesehen. Für die Planung der Bloher Radspur sind weitere 50.000 € veranschlagt und das „Rad- und Fußverkehrsprogramm“ wird um 100.000 € aufgestockt. Schließlich wollen die Bündnispartner das Radfahren durch mehr Fahrbahnmarkierungen noch komfortabler und sicherer machen, stellen dafür weitere 100.000 € zu Verfügung. „Mit den zusätzlichen Haushaltsmitteln wollen wir die Mobilitätswende in Oldenburg voranbringen“, betont Schilling. „Damit diese Pläne aber auch schnell in die Realität umgesetzt werden, verstärken wir das „Team Rad“ der Verkehrsplanung personell und stellen zusätzliche 100.000 € für die Vergabe externer Planungsleistungen zur Verfügung“, so Rohe. „Für vergünstigte Bus-Tickets im Rahmen des Oldenburg Passes stellen wir wie im Vorjahr zusätzliche Mittel in Höhe von 100.000 € zur Verfügung, um das Busfahren für Bezieher*innen kleiner Einkommen bezahlbar zu machen“, ergänzt Prange.

Ebenfalls im Kooperationsvertrag vereinbart ist eine Erhöhung der Parkgebühren und eine Ausweitung des Anwohnerparkens. Hier sind Mehreinnahmen von etwa 500.000 € eingeplant. Seit 2011 sind die Preise an den Parkautomaten nicht mehr gestiegen, die Gebühren fürs Anwohnerparken liegen seit langem bei 30 € pro Jahr. „Im Verkehrsausschuss soll daher bis Mitte des Jahres ein Konzept erarbeitet werden, nach dem die Preise ökologisch gerecht und sozial verträglich angepasst werden“, kündigt Rohe für beide Bündnispartner an.

Des Weiteren sehen die Änderungslisten der Bündnispartner Personalverstärkungen, u.a. in den Bereichen Feuerwehr, Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) und dem Allgemeinen Sozialdienst vor. Damit greifen die Fraktionen Vorschläge des Gesamtpersonalrats auf. „Die Stellen sind zur Bewältigung zusätzlicher Aufgaben, bedingt durch die Corona-Pandemie und den Weg zur Klimaneutralität erforderlich“, erklären Schilling und Conty abschließend.
11.02.2022, 12:45 Uhr
Umschlag auch 2021 bei über einer Million Tonnen
Oldenburger Hafen hält Kurs – Deutliche Verlagerungen auf die Bahn
Der Oldenburger Hafen hat auch im vergangenen Jahr das angestrebte Umschlagsziel von über einer Million Tonnen erreicht: Insgesamt wurden im Schiffs- und Bahnverkehr Güter in einem Volumen von 1.066.556 Tonnen umgeschlagen. Damit gehört Oldenburg weiterhin zu den umschlagsstärksten Binnenhäfen Niedersachsens. „Die Hafen-Bilanz für 2021 zeigt, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie das Umschlagergebnis geprägt haben. Hinzu kamen Widrigkeiten wie die zeitweilige Sperrung der Weser. Dennoch hat unser Hafen Kurs gehalten. Die Hafenwirtschaft ist und bleibt ein stabiler Faktor“, resümiert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Weniger Schiffe, mehr Waggons
Das Umschlagsvolumen ist im vergangenen Jahr um rund drei Prozent im Vergleich zu 2020 zurückgegangen. Der Schiffsumschlag 2021 beläuft sich auf 883.349 Tonnen und fällt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 179.235 Tonnen geringer aus. Der Rückgang schlägt sich auch in der Zahl der Schiffsankünfte nieder: 48 Seeschiffe haben im vergangenen Jahr im Oldenburger Hafen festgemacht. Das sind vier weniger als in 2020. Die Zahl der Binnenschiffe ging um 167 auf 716 Ankünfte zurück. Das Minus im Schiffsumschlag konnte trotz einer erheblichen Steigerung des Bahnumschlags – von 37.358 auf 183.208 Tonnen – nicht vollständig kompensiert werden. Neben chemischen Erzeugnissen und Sekundarrohstoffen werden in Oldenburg schwerpunktmäßig Baustoffe sowie Getreide und Futtermittel umgeschlagen.

Wendebecken macht Hoffnung
Für 2022 erwarten die Stadt Oldenburg und die Oldenburger Hafenwirtschaftsvereinigung (OHWG), insbesondere auch vor dem Hintergrund der ganzjährig verfügbaren Wendestelle, wieder steigende Umschlagsmengen. Die neue leistungsstarke Wendemöglichkeit war im Mai vergangenen Jahres eröffnet worden, der Fertigstellungstermin jedoch lange ungewiss gewesen. Das bislang größte Schiff, das seit Inbetriebnahme der Wendestelle die Oldenburger Kajen angelaufen hat, war im Januar 2022 der 90 Meter lange Stückgutfrachter „Värmland“. Bislang war der Hafen für Seeschiffe nur bis zu einer Länge von 86 Metern erreichbar, jetzt liegt das Maximum bei 110 Metern. Stadt und Hafenwirtschaftsvereinigung gehen davon aus, dass dieses Potential künftig auch ausgeschöpft wird, Verhandlungen mit Reedereien erfolgreich abgeschlossen werden können und die Konkurrenzfähigkeit des Hafens gestärkt werden wird.  

Rhein-Umschlag: Weser-Sperrungen schlagen ins Kontor
Zweimal war die Weser wegen einer Havarie und baubedingt im September und Oktober 2021 für insgesamt sechs Wochen unpassierbar. „Die Bilanz für das vergangene Jahr ist von den Weser-Sperrungen geprägt. Um lieferfähig zu bleiben, haben wir in dieser Zeit von Weserkies per Schiff auf Elbekies per Bahn umgestellt“, erläutert Nico Steudel, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag und Vorsitzender der OHWG. Die Baustoffmenge im Binnenschiffstransport ging um 82.965 Tonnen zurück, das per Bahn beförderte Volumen nahm um 145.850 Tonnen zu. „In Summe konnten wir unser Baustoffgeschäft am Standort Oldenburg ausbauen“, zeigt sich Steudel zufrieden. Anders sah es bei den Agrargütern aus: Hier gingen die Mengen bei Düngemitteln um 15.599 Tonnen und bei Futtermitteln um 78.787 Tonnen zurück. In beiden Fällen waren Kostensteigerungen die Ursache. „Die Düngemittelpreise haben sich im vergangenen Jahr durch die Steigerung der Energiekosten vervierfacht“, sagt Sascha Hemme, Geschäftsführer der Rhein-Umschlag Hafen und Handel GmbH, „viele Landwirte haben den Kauf von Dünger auf Lager erstmal verschoben“.

Agravis: Pandemie verändert Warenströme
Im Kraftfutterwerk Oldenburg wurden insgesamt rund 19.000 Tonnen mehr produziert als im Vorjahr. Bei der Beschaffung der Rohware über den Seeverkehr jedoch ging die Menge um 4.200 Tonnen und über den Binnenverkehr sogar um 20.000 Tonnen zurück. Norbert Plaggenborg von der Agravis Raiffeisen AG, dem zweiten großen Umschlagbetrieb im Oldenburger Hafen, und OHWG-Geschäftsführer, erklärt den Rückgang der Schiffsmengen: „Die Corona-Pandemie hat viele Warenströme verändert, zu bestimmten Terminen war bezahlbarer Schiffsraum nicht zu bekommen. Daraus resultiert die höhere Annahme von regionalen Getreidemengen aus der Ernte 2021 per Achse.“

Corona trifft Schiffstourismus
Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie war auch die Auslastung des Fahrgastanlegers betroffen. Zwar gab es 29 Anmeldungen, von denen jedoch 24 wieder zurückgezogen wurden. Unterm Strich haben in 2021 nur vier Fahrgastschiffe und ein Ausstellungsschiff („MS Wissenschaft“) am nördlichen Ufer des Stadthafens angelegt.
11.02.2022, 12:41 Uhr
WunderlineGO-App wird ausgezeichnet
Projekt erhielt Preis für die beste europäische Bahntourismuskampagne
Die innovative App WunderlineGO wurde mit einem Preis im Wettbewerb „Beste europäische Bahntourismuskampagne 2021“ ausgezeichnet. Initiiert wurde die App vom Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline, bestehend aus den Anrainern der Schienenstrecke Groningen-Bremen. Am Mittwoch, 2. Februar, hat eine Vertreterin der Provinz Groningen die Trophäe bei der offiziellen Preisverleihung in Engelberg (Schweiz) in Empfang genommen. Die „Best European Rail Tourism Campaign Awards“ der Europäischen Reisekommission und von EU Rail wurden in 2021 erstmals ausgelobt, um Projekte zu würdigen, die Schienenverkehr und Tourismus miteinander verbinden.

Jury lobte die intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Aus allen Einsendungen wählte die Jury vier Siegerprojekte aus. Das Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline erhielt den Preis als „Best New Promotional Initiative – European Year of Rail 2021“ für die beste neue Werbeinitiative 2021. Die Jury lobte das Projekt für die intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit der vielen Beteiligten. Und sie war beeindruckt von der App, die für eine Bahnstrecke wirbt und gleichzeitig Menschen motiviert, die Region auf diese innovative und interessante Weise zu entdecken.

Die Stadt Oldenburg ist Partnerin der Wunderline und intensiv an der Entwicklung der App beteiligt. „Die App ist eine gute Möglichkeit, die Wunderline-Region mit dem Zug zu entdecken“, sagt Ina Lehnert-Jenisch von der städtischen Wirtschaftsförderung. „Wir sind stolz auf den Preis, mit dem Wunderline und WunderlineGO-App als innvovatives Modell für andere europäische Regionen ausgezeichnet werden.”

Über die WunderlineGO-App
Mit der WunderlineGO-App können sich Reisende auf eine digitale Entdeckungsreise entlang der Wunderline begeben. In Form von Bildern, Videos, Audio oder Text präsentieren 15 Gemeinden an der Strecke ihr eigenes, einzigartiges Wunder, etwa ein charakteristisches Thema, ein (historisches) Ereignis, eine bekannte Persönlichkeit oder eine geografische Besonderheit. Kompass und Entfernungsangabe auf dem Smartphone führen die Nutzerinnen und Nutzer zu ihrem Ziel. Mit Quizfragen kann man sein Wissen testen. Augmented Reality-Elemente, bei denen ein virtuelles Bild in der Realität angezeigt wird, machen die Wunder zu einem fast greifbaren Erlebnis.

Nähere Informationen über die Oldenburg-Route in der App, die sich rund um die hier erfundene Ansichtskarte dreht, gibt es im Internet unter www.oldenburg.de unter dem Suchwort „WunderlineGo App“. Einen Überblick über alle 15 Routen geben die zweisprachige Projektwebsite wunderline.nl/de/wunderline-go und der App-Trailer bei Youtube unter youtu.be/7f0nqlLUm9s.

Die WunderlineGO-App kann kostenfrei im Google- und Apple-Store heruntergeladen werden. 

Das Projekt wurde von 15 Partnern realisiert, koordiniert von Stadt Oldenburg, Ostfriesland Tourismus GmbH und Provinz Groningen/Projekt Wunderline. Es wurde im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen sowie vom Land Niedersachsen ko-finanziert.
11.02.2022, 12:39 Uhr
Neue Selbsthilfegruppe „Brustkrebs“
In der Gruppe können sich betroffene Frauen über die täglichen Probleme, Hindernisse sowie Therapien austauschen und sich gegenseitig im Umgang mit der Erkrankung unterstützen. Alle Frauen mit Brustkrebs sind herzlich eingeladen die Selbsthilfegruppe mit zu gestalten, die Kraft für den Alltag spendet und die eigene Kompetenz im Umgang mit der Erkrankung stärkt.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der BeKoS (Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen e. V.), Telefon: 0441 – 884848; Mail: info@bekos-oldenburg.de 
11.02.2022, 12:36 Uhr
Fördermittel sorgen für Investitionen und schaffen Arbeitsplätze
Beratung der Wirtschaftsförderung zahlt sich aus – Elf Unternehmen haben in 2021 profitiert
Wenn Unternehmen wachsen oder neue Technologien erforschen wollen, müssen sie investieren – in Gebäude, Maschinen und Prozesse sowie in Arbeitskräfte. So manches Vorhaben lässt sich nur mit Fördermitteln in die Tat umsetzen. Insgesamt haben in Oldenburg im vergangenen Jahr elf Unternehmen von Förderprogrammen der Stadt Oldenburg und des Landes Niedersachsen profitiert. So konnten dank dieser Unterstützungsleistungen Investitionen in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro ausgelöst sowie 38 Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen werden. „Unser Ziel ist es, Unternehmen in ihrem Wachstum und in ihrer Entwicklung zu unterstützen und so den Wirtschaftsstandort Oldenburg zu stärken. Dazu leistet die Förderberatung unserer Wirtschaftsförderung einen entscheidenden Beitrag. Diese Arbeit zahlt sich buchstäblich aus“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

„Wir verstehen uns als persönliche Ansprechpartner für die Oldenburger Wirtschaft sowie für die an einer Ansiedlung in Oldenburg interessierten Investoren und Unternehmen“, sagt Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung. „Die Förderberatung ist dabei ein wichtiger Baustein.“ Kersten Mittwollen, Fachdienstleiter Unternehmensservice, ergänzt: „Wir helfen gerne durch kompetente und kostenlose Beratung, die für Investitionsvorhaben in Frage kommenden Förderprogramme zu ermitteln. Wir unterstützen im Antragsverfahren und stellen Kontakte zu den entscheidenden Stellen her.“

Diese Fördermöglichkeiten wurden in 2021 genutzt:

Einzelbetriebliche Investitionsförderungen der NBank
Am Standort Oldenburg konnten im Rahmen der Beratungsleistung der Wirtschaftsförderung drei Unternehmen, die gegenwärtig gut 70 Mitarbeitende beschäftigen, durch die einzelbetriebliche Investitionsförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) der NBank gefördert werden. Die Höhe der bewilligten Zuschüsse lag bei insgesamt rund 540.000 Euro. Die Förderung zog Investitionen von rund 2,8 Millionen Euro nach sich. 20 Ausbildungs- und Arbeitsplätze sind neu entstanden. 

Einzelbetrieblichen Förderung von Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen
Durch städtische Fördermittel haben kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft die Möglichkeit, Zuschüsse für die Errichtung, Erweiterung oder Verlagerung von Betriebsstätten innerhalb der Stadt Oldenburg zu erhalten, wenn zusätzliche sozialversicherungspflichtige Dauerarbeitsplätze oder Ausbildungsplätze geschaffen werden. Das haben im Jahr 2021 insgesamt fünf Unternehmen in Anspruch genommen. Die Höhe der bewilligten Zuschüsse betrug rund 170.000 Euro, es wurden Investitionen von rund 1,8 Millionen Euro ausgelöst. Neben der vorhandenen und damit gesicherten Anzahl von rund 60 Beschäftigten konnten mit Hilfe dieser Zuschüsse zwölf Ausbildungs- und Arbeitsplätze in kaufmännischen und handwerklichen Berufen sowie im IT- und Dienstleistungssektor neu geschaffen werden.

Städtische Finanzhilfe
Auf Grundlage der „Richtlinie für die Gewährung von städtischen Finanzhilfen an die gewerbliche Wirtschaft“ kamen drei Unternehmen in den Genuss von Zuschüssen, wobei davon zwei ihren Betriebssitz in Oldenburg erstmalig angesiedelt haben. Die Höhe der bewilligten Finanzhilfe lag im Einzelfall zwischen 4.000 und 8.000 Euro. Insgesamt wurde ein Betrag von 16.000 Euro ausgezahlt. Mit ihrer Hilfe konnten sechs Arbeitsplätze in kaufmännischen und handwerklichen Berufen neu geschaffen werden.

Existenzgründungsförderung
Die städtische Gründungsförderung hat das Ziel, Neugründungen und damit den Eintritt in die Selbständigkeit vor und während der Startphase zu unterstützen. Im Jahr 2021 haben die Beratungskostenzuschüsse (maximal 500 Euro) insgesamt 18 Gründerinnen und Gründer in Anspruch genommen, von den Investitionszuschüssen von bis zu 2.500 Euro haben 20 Gründerinnen und Gründer profitiert. Die Zuschüsse gingen an Neugründungen aus den Branchen Dienstleistung, Gastronomie sowie Handwerk und Produktion.
08.02.2022, 18:28 Uhr
Gemeinsam gegen Corona: Novavax-Impfungen bald in Oldenburg möglich
Anmelden für Warteliste des Landes Niedersachsen – Alternative zu Biontech und Moderna
Menschen, die den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna kritisch gegenüberstehen, haben auf diese Nachricht gewartet: Niedersachen startet im März mit Impfungen des Proteinimpfstoffs Novavax – und auch Oldenburgerinnen und Oldenburger ab 18 Jahren können sich gemäß der STIKO-Empfehlung dann damit gegen Corona impfen lassen. Allerdings müssen sich Impfwillige dafür telefonisch unter 0800/9988665 auf die Warteliste des Landes Niedersachsen für einen Termin zu einer Novavax-Impfung setzen lassen. Eine andere Art der Anmeldung ist leider nicht möglich. Nach der Anzahl der eingegangenen Anmeldungen pro Postleitzahl wird dann nämlich der Impfstoff vom Land entsprechend auf die Städte und Kommunen verteilt.

„Wir erhoffen uns, durch die Proteinimpfstoff-Alternative viele derzeit Unentschlossene doch noch zu einer Corona-Schutzimpfung zu bewegen“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Unser erklärtes Ziel ist es weiterhin, die Impfquote weiter zu erhöhen und damit unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich gegen dieses Virus zu schützen – und Stück für Stück endlich wieder zu einem normalen Alltag ohne Einschränkungen zurückzukehren.“

Aufgrund des Anmeldeverfahrens und der daraus resultierenden Verteilung des Impfstoffs werden deshalb in Oldenburg auch vorerst nur Oldenburgerinnen und Oldenburger mit dem Proteinimpfstoff geimpft. „Wer aus einer Nachbargemeinde kommt, muss sich gezielt für seinen Landkreis oder seine Kommune, in der sie oder er wohnt, auf die Warteliste setzen lassen“, appelliert die Sozialdezernentin an die Impfwilligen. In Oldenburg sollen die Novavax-Impfungen dann voraussichtlich im städtischen Impfpunkt Kreyenbrück stattfinden. Wann es genau losgehen kann, hängt von der Impfstofflieferung des Bundes an die Länder und der weiteren Verteilung ab.

Wie geht es nach der Anmeldung weiter?
Personen, die sich bei der Impfhotline auf die Novavax-Warteliste setzen lassen, erhalten eine SMS mit einem Impftermin in der gewünschten Kommune, sobald der Impfstoff vor Ort zur Verfügung steht. Wenn ein Impftermin nicht wahrgenommen werden kann, wird um einen Anruf bei der Hotline unter 0800/9988665 gebeten. Dort kann der Termin storniert und ein Ersatztermin vereinbart werden.

Was ist Novavax und wie viele Impfungen sind nötig?
Der Impfstoff Novavax enthält Teile des sogenannten Spike-Proteins, das sich auf der Oberfläche von Sars-CoV-2-Viren befindet. Das körpereigene Abwehrsystem reagiert auf diese Eiweiß-Schnipsel. Dadurch wird ein Immunschutz gegen Corona-Erkrankungen aufgebaut. Auch viele Grippe-Impfstoffe funktionieren ähnlich. Bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna hingegen produziert der Körper selbst das Spike-Protein, der Impfstoff selbst enthält nur die Bauanleitung dafür. Für den Abschluss der Grundimmunisierung sind zwei Novavax-Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen nötig.

Wo bekomme ich weitere Corona-Informationen?
Unter www.oldenburg.de/corona informiert die Stadt Oldenburg ständig über aktuelle Regelungen und Impfmöglichkeiten.
08.02.2022, 18:26 Uhr
Stadt sichert den Verbleib des Unternehmens MEYBAU in Oldenburg
Fläche im Gewerbegebiet Osthafen wird neuer Standort – Millioneninvestition
Die MEYBAU GmbH & Co. KG hat für die Errichtung eines neuen Unternehmensstandortes ein städtisches Grundstück zur Größe von knapp 3,6 Hektar im Gewerbegebiet Osthafen erworben. Zielsetzung ist es, das Vorhaben bis 2025 bezugsfertig herzustellen und anschließend die Betriebsverlagerung umzusetzen.

„Mit dem Flächenverkauf und der Fertigstellung der neuen Betriebsstätte unterstützen wir die Expansion des Unternehmens. Gleichzeitig wird eine nachhaltige ökonomische Entwicklung mit zusätzlichen Arbeitsplätzen ermöglicht“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann über die langfristige Sicherung am Wirtschaftsstandort Oldenburg.

Aktuell beschäftigt die MEYBAU GmbH & Co. KG rund 120 Mitarbeitende und realisiert in den Bereichen Straßen- und Tiefbau sowie Rohrleitungs- und Hochbau unterschiedlichste Projekte im gesamten Nordwesten. Am angemieteten Firmensitz an der Schützenhofstraße sind die vorhandenen Kapazitäten vollständig ausgelastet, zusätzlich werden weitere dezentrale Standorte unterhalten. Um die Betriebsabläufe sinnvoll und zukunftsgerecht zu organisieren, wird der neue Unternehmensstandort an der Werrastraße entstehen.

Millioneninvestition
Neben einem zweigeschossigen Bürogebäude werden Hallenkapazitäten von rund 4.000 m² für Maschinen und Werkstätten erforderlich. Darüber hinaus sind auf den weiteren Flächen Außenlager, Stellplätze für Mitarbeitende und den großen betriebseigenen Fuhrpark sowie ein Waschplatz und eine Tankstelle vorgesehen. Die Entwurfsplanung berücksichtigt auch die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen sowie Gründächer und Fassadenbegrünungen.

„Die angefragte und für die Unternehmensentwicklung notwendige Grundstücksgröße stellte vor dem Hintergrund der Flächenknappheit im Stadtgebiet eine besondere Herausforderung dar. Mit dem als Industriegebiet ausgewiesenen Standort, der in Anbetracht der nördlich angrenzenden Hunte und der Nähe zur Autobahn mit seiner besonderen Lagegunst überzeugt, konnte ein geeignetes Grundstück angeboten werden“, zieht Kersten Mittwollen, Fachdienstleiter Unternehmensservice, zufrieden Bilanz. Nachdem auch der Rat der Stadt Oldenburg dem Flächenverkauf zugestimmt hatte, wurden die vertrauensvollen und zielgerichteten Verhandlungen im Dezember 2021 mit der Beurkundung des Kaufvertrages zum Abschluss gebracht.

Zur Vorbereitung des Bauantrages wird das Vorhaben derzeit abschließend konkretisiert, voraussichtlich wird ein hoher einstelliger Millionenbetrag investiert.

Zur Unternehmensgeschichte
Das Unternehmen MEYBAU geht zurück auf das im Jahr 1959 gegründete Baugeschäft Johann Schröder und kann damit auf eine mehr als 60-jährige Tradition aufbauen. In 2016 übernahm Stefan Meyer, der im Jahr 2000 bei der Firmengruppe Schröder und Sohn begann, die Geschäftsführung und die mehrheitlichen Gesellschafteranteile.

Geschäftsführer Stefan Meyer zeigt sich zufrieden: „Nach der vollständigen Geschäftsübernahme in 2020 und der damit verbundenen Umfirmierung, steht mit dem Kauf des Grundstückes und dem zukünftigen Firmenareal im Osthafen ein ganz besonderer Meilenstein bevor.“

Flächenbilanz in 2021
Für die Erweiterung, Umsiedlung sowie Neuansiedlung von Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen wurden im vergangenen Jahr insgesamt zehn Gewerbegrundstücke verkauft. Abgesehen vom Erwerb durch die Firma MEYBAU, dem mit Abstand größten Flächenverkauf des Jahres 2021, liegt die Grundstücksgröße für die jeweiligen Vorhaben zwischen 1.000 m² und 3.000 m². In Summe beträgt die Verkaufsfläche insgesamt rund fünf Hektar. Der Leiter der Wirtschaftsförderung, Ralph Wilken, erklärt: „Insbesondere in den Gewerbegebieten Patentbusch und Tweelbäke, in denen nur noch vereinzelt städtische Gewerbeflächen verfügbar sind, werden die Investitionsvorhaben verschiedener Unternehmen die Quartiersentwicklung weiter stärken und für zusätzliche Beschäftigung in Oldenburg sorgen. Bis zur Fertigstellung der Objekte und auch darüber hinaus unterstützen wir die Firmen weiterhin tatkräftig.“
08.02.2022, 18:24 Uhr
Teamplayer gesucht: Ehrenamtliche Förderung von Grundschulkindern
Begleitung der Patinnen und Paten durch regelmäßige Workshops und Treffen
Grundschulkinder begleiten, ihre Interessen fördern und Potentiale stärken – das ist das Ziel des Projekts Teamplayer, für das aktuell weitere ehrenamtliche Patinnen und Paten gesucht werden. Mitmachen kann jede und jeder, die oder der sich vorstellen kann, ein Jahr lang alle zwei bis drei Wochen einen Nachmittag mit ihrem oder seinem Patenkind zu verbringen. Das Projekt steht Kindern in der zweiten Grundschulklasse offen, vorgeschlagen werden die Kinder von den teilnehmenden Schulen. „Wichtig ist, dass die Kinder und deren Familien ebenso wie die Ehrenamtlichen Lust auf das Projekt haben und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen möchten“, sagt die Projektleiterin Olga Gerz. „Gerade jetzt, nach zwei Jahren Corona-Pandemie mit zahlreichen Einschränkungen im Alltag der Kinder, können die Patinnen und Paten eine große Hilfe sein, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“

Der Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement begleitet die Ehrenamtlichen mit monatlichen Workshops und lädt die Teams auch zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten ein, wie Picknicks oder Sportveranstaltungen. Die gemeinsamen Nachmittage können ansonsten frei gestaltet werden und entwickeln sich erfahrungsgemäß immer in einem individuellen und kameradschaftlichen Entdeckungsprozess, je nach Interesse des Kindes.

Ansprechpartnerin für Interessierte ist Olga Gerz, die unter Telefon 0441 235-2404 zu erreichen ist, oder per E-Mail an olga.gerz@stadt-oldenburg.de.

Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten erhalten Sie unter https://www.oldenburg.de/datenschutz oder unter 0441 235-4444.
05.02.2022, 12:37 Uhr
Impfen nach Feierabend
In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Krankenhaus bietet die Johanniter-Unfall-Hilfe Oldenburg Impftermine am Abend an. In der ehemaligen Notdienstpraxis am Evangelischen Krankenhaus an der Auguststraße 18 betreiben die Oldenburger Johanniter seit Dezember bereits ein Corona-Testzentrum. Zukünftig werden nebenan auch Corona-Schutzimpfungen angeboten. Los geht es am Donnerstag, 10. Februar, mit einer Impfaktion von 16 bis 22 Uhr. 

„So wollen wir vor allem denen ein Impfangebot machen, die nur außerhalb ihrer Arbeitszeit einen Termin wahrnehmen können“, sagt Dr. Thomas Henke, Chefarzt am Zentrum für Notfallmedizin am Evangelischen Krankenhaus. Die Organisation übernehmen die Johanniter. „Wir werden Erst- und Zweitimpfungen sowie die Booster-Impfung anbieten“, betont Lars Johnsen, Ortsbeauftragter des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe. Geimpft wird ab dem Alter von zwölf Jahren, die unter 30-Jährigen mit BioNTech und alle anderen mit Moderna.

Als weiterer Termin steht bereits Donnerstag 17. Februar, wieder in der Zeit von 16 bis 22 Uhr fest. Die weiteren Termine werden je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs und des notwendigen Fachpersonals festgelegt. Weitere Informationen und Anmeldung ab Montag, 7. Februar, in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr unter Telefon 0441 40579266.
04.02.2022, 14:28 Uhr
Oldenburg startet zweite Booster-Impfung für Ältere und Immunschwache
Terminbuchung online und freies Impfen ab Montag, 7. Februar, möglich
Wer mindestens 70 Jahre alt ist oder an einer festgestellten Immunschwäche leidet und dessen erste Booster-Impfung (Drittimpfung) taggenau mindestens drei Monate her ist, kann sich ab Montag, 7. Februar, in Oldenburg seine zweite Booster-Impfung gegen Corona geben lassen. Möglich ist das in allen vier städtischen Impfpunkten, entweder mit vorheriger Terminvereinbarung (online oder telefonisch) oder gegebenenfalls mit Wartezeit zu den offenen Impfzeiten. Damit folgt die Stadt unmittelbar der STIKO-Empfehlung (Ständige Impfkommission), Menschen ab 70 Jahre, Menschen in Pflegeeinrichtungen sowie Immunschwache ab fünf Jahren mit einer vierten Spritze gegen das Coronavirus besser zu schützen. Immunschwachen wird empfohlen, sich bezüglich der zweiten Booster-Impfung mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt zu besprechen.

Termine für die zweite Booster-Impfung sind für diese Zielgruppe ab Montag, 7. Februar, online unter www.oldenburg.de/impfpunkt sowie telefonisch unter 0441 235-4960 buchbar.

Wer vorab keinen Termin buchen möchte, kann sich von Montag bis Freitag auch ohne vorherige Terminbuchung – dafür aber gegebenenfalls mit Wartezeit – beim sogenannten „freien Impfen“ den vierten Piks geben lassen. Diese offenen Angebote verteilen sich wie folgt über die Woche:

· montags, 10 bis 15 Uhr: Impfpunkt Universität, Uhlhornsweg 49-55
· dienstags 10 bis 15 Uhr: Impfpunkt Kreyenbrück, Ewigkeit 20
· mittwochs, 10 bis 18 Uhr: Impfpunkt Schlosshöfe, Schlossplatz 3
· donnerstags, 10 bis 15 Uhr: Impfpunkt Kreyenbrück, Ewigkeit 20
· freitags, 10 bis 18 Uhr: Impfpunkt Wechloy, Posthalterweg 10
 

Mitzubringen sind lediglich ein Lichtbildausweis sowie die Dokumentation der bereits erfolgten Corona-Schutzimpfungen durch Impfpass oder Ersatzbescheinigung. Verimpft wird der mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biontech, eine Wahlmöglichkeit besteht nicht.

Die Oldenburger Alten- und Pflegeheime werden von der Stadt gesondert über mögliche Vor-Ort-Impfungen in den Einrichtungen für ihre Bewohnerinnen und Bewohner informiert.
04.02.2022, 13:03 Uhr
Kampagne: Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen!
Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung – Oldenburg geht in die Offensive
Etwa 75.000 von Genitalverstümmelung betroffene Frauen leben in Deutschland, weitere 20.000 Mädchen sind aktuell von dieser schweren Menschenrechtsverletzung bedroht – auch in Oldenburg gibt es Betroffene. Gemeinsam mit dem Amt für Jugend und Familie startet das Gleichstellungsbüro deshalb eine Kampagne, die es insbesondere pädagogischen Fachkräften erleichtern soll, potentiell gefährdete Mädchen zu erkennen. Gleichzeitig informieren die Angebote über Handlungsmöglichkeiten im Verdachtsfall.

„Es ist unsere Pflicht, Mädchen, zu denen wir in Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen tagtäglichen Kontakt haben, zu schützen“, betont Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. „Das gelingt aber erst, wenn die Kontaktpersonen für mögliche Warnsignale sensibilisiert sind und wissen, an wen sie sich wenden können.“ Der vom Gleichstellungsbüro entwickelte Flyer fasst alle wesentlichen Informationen kompakt zusammen und benennt Ansprechpersonen in Oldenburg. Dieser wird Anfang Februar an Kindergärten, Grundschulen, Arztpraxen sowie Freizeit- und Beratungseinrichtungen in Oldenburg versendet und enthält zusätzlich je ein Exemplar des „Schutzbriefes gegen weibliche Genitalverstümmelung“ der Bundesregierung zur Ansicht. Diese können in diversen Sprachen individuell nachbestellt und Familien als Unterstützung ausgehändigt werden.

„Wer sich eingehender mit der Thematik befassen möchte, erhält außerdem die Möglichkeit der Teilnahme an einer kostenfreien Fortbildung“, ergänzt Petra Bremke-Metscher vom Amt für Jugend, Familie und Schule. „Wir stellen einen Termin für pädagogische und medizinische Fachkräfte zur Verfügung, in welchem insbesondere auch auf rechtliche Hintergründe eingegangen wird. Zusätzlich wird es einen Termin geben, der allen Interessierten offensteht.“ Über die Online-Informationsveranstaltung wird es in Kürze weitere Informationen geben. Der Flyer „Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung“ steht auch digital auf den Seiten des Gleichstellungsbüros unter www.oldenburg.de/gleichstellung zur Verfügung.

Über den Gedenktag
Die UN Menschrechtskommission erklärte 2012 den 6. Februar zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung, um auf diese geschlechtsspezifische Gewalt und Menschenrechtsverletzung aufmerksam zu machen. Hierbei werden meist ohne Narkose und unter zweifelhaften medizinischen Bedingungen Teile des weiblichen Genitals beschnitten oder ganz entfernt und in einigen Fällen wieder bis auf ein kleines Loch zugenäht. Die meisten Betroffenen leiden ihr Leben lang unter Schmerzen, komplizierten Geburten, Traumata und anderen Folgen. Etwa ein Viertel der Betroffenen stirbt an Komplikationen oder den Folgen der Verletzungen. Zuweilen wird verharmlosend von „Beschneidung“ gesprochen, dabei gibt es weder in der Durchführung noch im Vergleich der physischen und psychischen Folgen Parallelen zur männlichen Beschneidung.
04.02.2022, 13:00 Uhr
Digitale Umstellung: Online-Formulare werden gut genutzt
Entlastung für das Gesundheitsamt – Dank an Bürgerinnen und Bürger
Die digitale Unterstützung für das Gesundheitsamt findet immer mehr Zuspruch: Seit dem Start der beiden Online-Formulare „Corona-positiv-Meldung“ und „Freitesten aus der Corona-Quarantäne“ vor zwei Wochen bis einschließlich 2. Februar sind 4.876 Anträge online eingegangen. Davon fielen 2.902 auf die Meldung über einen positiven PCR-Test und 1.974 auf die Meldung zum Freitesten für diejenigen, die sich in Corona-Quarantäne befinden. Rund 65 Prozent der Positiv-Meldungen sind in den vergangenen Wochen digital erfolgt.

Laut Dr. Holger Petermann, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Oldenburg, war dieser Schritt zu diesem Zeitpunkt genau richtig: „Wir sind froh und dankbar, dass viele Oldenburgerinnen und Oldenburger diesen digitalen Weg mit uns gehen – gerade jetzt, wo durch die rasante Omikron-Ausbreitung täglich viele Positiv-Fälle hinzukommen.“ Dank des überwiegend digitalen Meldewegs und der Information der Kontaktpersonen durch die Infizierten selbst kann sich das Gesundheitsamt nun auf die positiven Fälle fokussieren und diese abarbeiten.

Sicherlich ruckelte es zu Beginn der Umstellung auf die digitale Meldung an der ein oder anderen Stelle oder es kam zu zeitlichen Verzögerungen: „Doch der Großteil kommt mit diesem Meldeweg gut klar. Natürlich gibt es auch dazu immer mal telefonische Nachfragen oder Menschen, für die das Online-Verfahren mehr Hürde als Erleichterung bedeutet. Aber denen hilft unser ServiceCenter kompetent weiter. Wir versuchen, auf allen Kanälen zu unterstützen.“

Wer positiv auf Corona getestet wurde, findet alle relevanten Informationen dazu sowie das Online-Formular zur Positiv-Meldung unter www.oldenburg.de/coronapositiv.
Das Gesundheitsamt sendet außerdem automatisch einen Absonderungsbescheid zusammen mit dem Genesenenbescheid an die angegebene Adresse, sobald der Fall bearbeitet wurde.

Nach wie vor gilt die Niedersächsische Corona-Absonderungsverordnung, deren Quarantäne-Regeln und Infos zur Freitestung auf www.oldenburg.de/freitesten zu finden sind. Zudem besteht auch nach wie vor die Möglichkeit, die Freitestung auf dem Postweg an das Gesundheitsamt Stadt Oldenburg, Industriestraße 1 b, 26121 Oldenburg, zu schicken.

Wer sich nicht in der Lage sieht, die Online-Formulare zu nutzen oder Rückfragen hat, wendet sich bitte telefonisch über 0441 235-4550 an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg.

Alle weiteren Informationen zum Thema gibt es auf unseren umfangreichen Sonderseiten unter www.oldenburg.de/corona.
04.02.2022, 12:57 Uhr
Abfall-Bilanz 2021: Bewusster Umgang mit Müll in Oldenburg
Zuwächse bei Rest- und Biomüll – Wertstoffannahmestellen mit deutlichem Plus
Oldenburgerinnen und Oldenburger trennen bewusster Müll und die Einflüsse und Auswirkungen von Corona sind wie im Vorjahr an vielen Stellen sichtbar: Das sind zwei der zentralen Ergebnisse der Abfallbilanz des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB). Insgesamt sind im Jahr 2021 68.529 Tonnen Abfälle eingegangen (Vorjahr: 69.384 Tonnen, 2019: 64.619 Tonnen). Somit ist die Gesamt-Input-Menge gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gesunken. Zu den größten Stoff-Fraktionen, die vom AWB entsorgt werden und 80 Prozent der Gesamtmasse abbilden, zählen Hausmüll, Bioabfall, Grünabfälle, Holz und Sperrmüll.

„Erfreulich ist, dass unsere Aufklärungsarbeit Wirkung zeigt. Sowohl die Kampagne in Bezug auf explosive und brandfördernde Stoffe im Restmüll als auch unsere Tonnenanhänger zu Störstoffen im Biomüll scheinen zu fruchten“, zeigt sich AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn zufrieden. Viele Kundinnen und Kunden brachten im zweiten Corona-Jahr zudem ihre Gärten auf Vordermann und steuerten die Wertstoffannahmestellen an: Grün- und Gartenabfälle (plus 1.062 Tonnen gegenüber 2020) sowie Bodenaushub (plus 208 Tonnen) legten eine ordentliche Schippe drauf.

Zunahmen gegenüber dem Vorjahr
Das Pro-Kopf-Aufkommen bei der grünen Tonne lag 2021 bei 93 kg pro Einwohner – im niedersächsischen Vergleich (2018: 63 kg pro Einwohner) ist dies ein ausgesprochen hoher Wert. „Das bescheinigt uns eine hohe Akzeptanz der Biotonne“, so Schneider-Kühn. Hier gab es insgesamt eine Steigerung um 287 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Auch der Restmüll legte zu: Hier steht am Ende des Jahres ein Plus von 306 Tonnen. Interessant ist zudem der Zuwachs von plus 51 Tonnen bei den öffentlichen Papierkörben. Diesen erklärt Schneider-Kühn wie folgt: „Gegenüber 2020 waren wieder mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs und haben die öffentlichen Mülleimer vermehrt genutzt. Von daher erreichen wir mit diesem Ergebnis erneut das normale Mengenniveau von 2019.“

Besonders hervorzuheben sind die deutlichen Kunden- und Mengenzunahmen an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, die 31 Prozent mehr Menge und 35 Prozent mehr Kunden zu verzeichnen hatte. Hier spielten sowohl die im vorletzten Jahr eingeführten Anpassungen der Öffnungszeiten und der Holzabgabe sowie die im Vorjahr verbesserten Hofabläufe über die veränderten Grünabfallboxen eine große Rolle. „Die Abgabe vor Ort ist hier insgesamt viel angenehmer und kundenfreundlicher geworden und wird besonders von Bürgerinnen und Bürgern des Stadtnordens geschätzt“, bilanziert Schneider-Kühn. Dafür verringerte sich die Zahl der Kundinnen und Kunden in Neuenwege um 3 Prozent gegenüber 2020. Insgesamt verzeichnen beide Wertstoffannahmestellen mit 169.029 Kundinnen und Kunden ein Plus von 9 Prozent gegenüber 2020 (Kunden 2020: 155.153, Kunden 2019: 159.393).

Deutlich weniger Sperrmüll als 2020
Nach der deutlichen Zunahme an Aufräum- und Renovierungsaktivitäten während der Lockdowns in 2020 gab es in 2021 eine spürbare Normalisierung in diesem Bereich. Das spiegelt sich auch in der AWB-Bilanz wider: 2.023 Tonnen weniger Sperrmüll als im Vorjahr fielen an. Auch in anderen Bereichen waren Mengenabnahmen zu verzeichnen wie beispielsweise bei Straßenkehricht (- 203 Tonnen) oder Laub (-210 Tonnen). Als Gründe führt der AWB hierfür Vegetationseinflüsse an.


Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung einzelner Müll-Fraktionen:

Hausmüll:
Der über die schwarze Tonne gesammelte Hausmüll hat mit 19.252 Tonnen den größten Anteil (28 Prozent) an der Gesamt-Abfallmenge, die vom AWB verarbeitet wurde. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Anteil in 2021 um 306 Tonnen (plus 1,6 Prozent). Bezogen auf die Einwohnerzahl stieg das Pro-Kopf-Aufkommen um 1 Kilogramm auf 112 kg/Einwohner. Zudem hat sich das Gesamtvolumen der schwarzen Tonnen auf 188.495 Liter erhöht (plus 3,08 Prozent).

Biomüll:
Die Menge lag in 2021 mit 16.017 Tonnen über dem Vorjahresniveau. Mit einem Anstieg um 287 Tonnen war gegenüber 2020 ein Plus um 1,8 Prozent zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen beträgt 93 kg/Einwohner (plus 1 kg/Einwohner gegenüber 2020).

Grün-/Gartenabfälle:
Die Menge der Grün- und Gartenabfälle stieg in 2021 gegenüber dem Vorjahr stark um 1.062 Tonnen auf 9.256 Tonnen an.

Sperrmüll:
Beim Sperrmüll verzeichnete der AWB nach dem starken Corona-Jahr 2020 nun deutliche Einbußen um 7 Prozent: 4.718 Tonnen wurden in 2021 zusammengetragen, 2.023 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Müll aus öffentlichen Abfallbehältern:
Die aus öffentlichen Abfallbehältern gesammelte Müllmenge betrug im vergangenen Jahr 390 Tonnen. Das sind 51 Tonnen mehr als im Vorjahr. In diesem Bereich bewegt sich das Niveau wieder auf dem des Jahres 2019.


Darüber hinaus benennt der AWB auch die weiteren Erfassungsmengen:

Leichtverpackungen:
In 2021 hat die ARGE Duales System Oldenburg 6.289 Tonnen an Leichtverpackungen über die gelben Säcke beziehungsweise gelben Tonnen gesammelt, also annähernd so viel wie im Vorjahr (2020: 6.310 Tonnen). Das Pro-Kopf-Aufkommen bleibt somit unverändert bei 37 kg pro Einwohner.

Papier, Pappe und Kartonagen (PPK):
Über die blauen Tonnen wurden laut ARGE im vergangenen Jahr 11.363 Tonnen entsorgt. Somit ist keine signifikante Mengenänderung zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt weiterhin bei 66 kg pro Einwohner.

Altglas:
4.726 Tonnen Altglas wurden in 2021 in den öffentlichen Altglascontainern gesammelt – dies entspricht einem leichten Rückgang von 2,75 Prozent im Vergleich zu 2020. Corona-bedingt war der Anstieg von 2020 zu 2019 um 12 Prozent außergewöhnlich groß, eine Abnahme nach leichter Normalisierung war zu erwarten. Das Pro-Kopf-Aufkommen sank in 2021 um 1 Kilogramm auf 27,5 kg pro Einwohner.
04.02.2022, 12:52 Uhr
Stadtbibliothek behauptet sich in der Pandemie
Bilanz 2021: Zahl der digitalen Ausleihen weiter gestiegen – Gute Entwicklung in Kreyenbrück
Das Jahr 2021 war für die Stadtbibliothek Oldenburg weiterhin mit Herausforderungen verbunden. Dennoch konnten sich die Einrichtungen trotz Corona-bedingter Einschränkungen auch im zweiten Jahr der Pandemie behaupten. Das geht aus der jetzt vorgelegten Jahresbilanz hervor. Neben nachvollziehbaren Rückgängen bei den Besuchszahlen und den Entleihungen gab es eine Reihe von positiven Entwicklungen: So konnten im vergangenen Jahr mehr neue Kundinnen und Kunden als in 2020 gewonnen werden, Schulungen und Veranstaltungen wieder stattfinden und die Ausleihzahlen der digitalen Ausleihstelle „Onleihe“ nochmals gesteigert werden.

Kontaktlose Ausleihe am Jahresanfang
Aufgrund geltender Corona-Verordnungen waren die Einrichtungen der Stadtbibliothek in den traditionell ausleihstärksten Wochen zu Beginn des Jahres nicht zugänglich. Das Alternativangebot, in diesem Zeitraum Medien nach vorheriger Reservierung kontaktlos auszuleihen, kam bei den Kundinnen und Kunden gut an. Insgesamt 20.555 Bestellungen wurden aufgegeben. „In die Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen musste erneut viel Arbeitszeit investiert werden. Dadurch konnten wir aber unsere Einrichtungen ab März durchgehend geöffnet halten“, erläutert Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek. Mit Wiederöffnung griffen in allen Einrichtungen Einlassbeschränkungen, Aufenthaltsmöglichkeiten mussten deutlich reduziert werden. „Diese Bedingungen wirkten sich zwangsläufig auf die Besuchs- und Ausleihzahlen aus“, bilanziert Janssen.

Gesamtbilanz: 710.874 Medien ausgeliehen
Insgesamt besuchten 143.525 Kundinnen und Kunden die Bibliotheken (2020: 162.271) und liehen 710.874 Medien (2020: 746.884) aus. Pro aktivem Kundenkonto wurde mit 84 Medien mehr ausgeliehen als im Vorjahr (2020: 57). Besonders hohe Ausleihzahlen erzielten Bilderbücher, Tonies und Spiele für Nintendo Switch – Medien, mit denen sich Kinder zu Hause langanhaltend beschäftigen konnten. Trotz der widrigen Umstände konnten im vergangenen Jahr insgesamt 2.260 neue Kundinnen und Kunden gewonnen werden (2020: 2.154). Erfreulich war die Entwicklung der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück am neuen Standort Klingenbergplatz: Die Familienbibliothek steigerte im Vergleich zum Vorjahr sowohl ihre Besuchszahlen (von 11.333 auf 13.896) als auch ihre Ausleihzahlen (von 43.966 auf 51.898).

Digitale Angebote profitieren
Die digitale Ausleihstelle „Onleihe“ verzeichnete ein Plus um drei Prozent und registrierte 114.198 Ausleihen (2020: 111.015), während der Bestand an eMedien sich um 15 Prozent auf 11.137 Titel vergrößerte (2020: 9.665). Zusätzlich wurde die Onleihe um ein eLearning-Angebot mit über 319 Onlinekursen zu vielfältigen Themen ergänzt (780 Ausleihen). Auch TigerBooks, die App zur digitalen Leseförderung für Kinder, wurde mit 2.412 Ausleihen deutlich mehr genutzt (2020: 1.212).

Zudem wurde 2021 die Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger eröffnet, komfortabel online einen Bibliotheksausweis zur Nutzung aller Bibliotheksservices zu beantragen – unabhängig von etwaigen Schließzeiten – und in der gewünschten Bibliothekseinrichtung abzuholen. Das Interesse hieran ist nach wie vor groß. Auch für Institutionen wie Schulen und Kitas besteht diese Möglichkeit. Darüber hinaus sind die Social Media-Angebote gewachsen: Auf Facebook und Instagram wurden 135 Beiträge veröffentlicht, die insgesamt 17.419 Nutzerinnen und Nutzer erreichten.
 
Veranstaltungen und Schulungen: Angebote nahmen wieder Fahrt auf
In der Veranstaltungsarbeit mussten viele Formate angepasst, umgedacht oder verschoben werden. Dennoch konnten die ersten Schulklassen und Kitagruppen, als die Inzidenzen es zuließen, wieder an Schulungen im Rahmen von „Schu:Bi“ und Gruppenbesuchen teilnehmen. „Das Angebot wurde dankbar angenommen, die Bedarfe sind noch immer groß“, resümiert Jacqueline Acquistapace, Schu:Bi-Koordinatorin. Zusätzlich wurden mit der „Bücherschatzsuche zum Mitnehmen“ und dem „Kamishibai to go“ weitere Ausleihangebote für Veranstaltungsformate in den Kitas geschaffen.

Veranstaltungshighlights waren die musikalische Ritter Rost-Lesung mit Patricia Prawitt, das bereits im Vorjahr etablierte Bilderbuch-Autokino sowie eine Greenscreen-Fotoaktion, welche im Sommer für Kinder angeboten wurden. Erwachsene hatten die Möglichkeit, im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Kreative Bibliothek“ Bookogamis zu falten. Zur niedrigschwelligen Medienkompetenzförderung erfreute sich auch die Techniksprechstunde wieder großer Beliebtheit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mensch.Alt.Jung.Digital“ wurde zum Ausprobieren aktueller Technik und digitaler Medien eingeladen. Insgesamt fanden 178 Schulungen, Gruppenbesuche und Veranstaltungen mit 1.665 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Bibliothek bleibt in Bewegung: Ausblick auf 2022
2021 konnten weitere Projekte des „Zukunftsprogramms Bibliotheksprofil“ abgeschlossen werden: die umfassende Überarbeitung der bestehenden, vielfältigen Schulungsmodule zur Förderung der Lese-, Recherche- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern (Schu:Bi), die Konzeption niederschwelliger Angebote für Zugewanderte und Menschen mit Problemen beim Lesen und Schreiben sowie die Schaffung von Rückgabemöglichkeiten außerhalb der Öffnungszeiten. Die Ergebnisse sollen in 2022 eingeführt und erprobt werden. „Inzwischen haben sich noch weitere Projekte außerhalb des Zukunftsprogramms ergeben“, so Heike Janssen. „Wir arbeiten an einer Aktualisierung unseres Bibliothekkatalogs, die dem heutigen Nutzungsverhalten deutlich mehr entspricht. Unser größter Wunsch ist es jedoch nach wie vor, bald wieder ein Ort der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu werden.“

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
04.02.2022, 12:44 Uhr
Auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen
Wirtschaftsförderung informiert: Land Niedersachsen finanziert Impulsberatungen
Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) hat ihr Beratungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen ausgebaut. Im Januar 2022 ist ein neues, kostenfreies Angebot „Transformationsberatung – Impuls Klimaneutralität“ gestartet. Das Niedersächsische Umweltministerium hat die finanziellen Mittel so weit aufgestockt, dass alle Beratungsangebote im Bereich „Transformation“ für die Unternehmen kostenfrei sind. Die Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg weist die Oldenburger Unternehmen auf diese Möglichkeit hin.

Klimaschutz ist eine große Chance für Unternehmen, aber auch eine große Herausforderung. Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft ist ein umfassender Prozess, der von jedem einzelnen Unternehmen ganz individuell angegangen werden muss. Die „Transformationsberatung – Impuls Klimaneutralität“ soll niedersächsischen Unternehmen helfen, diesen Zukunftsweg strukturiert zu gehen.

Eine von der KEAN anerkannte Beraterin oder ein Berater wirft dabei einen ganzheitlichen Blick auf das Unternehmen mit dem Ziel, die wesentlichen betrieblichen Treibhausgas-Quellen zu identifizieren sowie ein Klimaschutzziel und einen Fahrplan mit den Schwerpunkten für die weitere Umsetzung zu erarbeiten. Dabei wird auch geprüft, welche ergänzenden Beratungsmodule wie die „Transformationsberatung – Impuls Solar“ oder die „Transformationsberatung – Impuls Energie- und Materialeffizienz“ sinnvoll erscheinen. Ebenso sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass das Unternehmen ein förderfähiges Transformationskonzept erstellen kann.

Interessierte Unternehmen finden ab sofort auf der Homepage der KEAN unter https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/energieberatung/unternehmen/Transformationsberatung-klimaneutralitaet.php alle Informationen und einen Link auf eine Online-Interessenbekundung. Nach Eintragung weniger Daten inklusive einer Selbsterklärung und der Auswahl eines Transformationsberaters (m/w/d) aus dem KEAN-Pool kann die Beratung umgehend beginnen.

Die Transformationsberatungen für KMU sind ein Projekt der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen mit Unterstützung der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Die Umsetzung vor Ort erfolgt in enger Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, Wirtschaftsförderungen und regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen. 

Weitere Informationen bei Roland Hentschel, Amt für Wirtschaftsförderung, E-Mail roland.hentschel@stadt-oldenburg.de oder wirtschaftsfoerderung@stadt-oldenburg.de und unter Telefon 0441 235-3200.
04.02.2022, 12:42 Uhr
SMO-Bus nimmt Fahrt auf
Orangefarbener Linienbus auf den Straßen Oldenburgs unterwegs
„Jetzt in der Stadt, statt im Museum“ – unter diesem Motto befährt ab heute der frisch gestaltete orangefarbene Linienbus des Stadtmuseums die Straßen Oldenburgs. Ein Jahr lang wird er die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur sicher von A nach B bringen, sondern auch auf das Stadtmuseum und dessen Arbeit aufmerksam machen.

„Wer könnte ein besserer Botschafter für das Stadtmuseum sein, als ein Bus, der auf täglich wechselnden Routen durch das gesamte Stadtgebiet fährt?“, sagt Luisa Jansen, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing des Stadtmuseums Oldenburg. „Das Motto unserer Schließzeitkampagne ‚Jetzt in der Stadt, statt im Museum‘ bekommt dadurch eine ganz neue Dimension.“ Seit der neubaubedingten Schließung im Mai 2021 richtet das Stadtmuseum seine Aufmerksamkeit gezielt mit Projekten, Veranstaltungen und Ausstellungen in Richtung Stadt. „Der Bus ist ein Weg, Menschen in allen Stadtteilen zu erreichen“, erläutert Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Der Kontakt, das Zusammensein und Miteinandersprechen wird in den kommenden Monaten durch eine hoffentlich abnehmende Pandemie mehr und mehr möglich. Wir schauen sehr optimistisch auf dieses Jahr.“

Verstärkte Arbeit in den Stadtteilen
Im Jahr 2022 baut das Stadtmuseum seine Arbeit in den Stadtteilen weiter aus. Im Fokus steht zunächst Alexandersfeld. Im Sommer 2022 wird das Leben im Stadtteil sowie dessen Geschichte und Zukunft im dritten Projektraum des Stadtmuseums interaktiv erlebbar. In diesem Zusammenhang ist das Team auf der Suche nach Anekdoten, Fotos oder Andenken zum Leben in Alexandersfeld. Bürgerinnen und Bürger können unkompliziert per Telefon (0441 235-2887) oder E-Mail (museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de) Kontakt aufnehmen. 
01.02.2022, 16:58 Uhr
„Datenschätze“ besser nutzen und weiterverwenden
Open Data-Plattform freigeschaltet – Ausgewählte Daten stehen frei zur Verfügung
Die Stadtverwaltung hat ihr Angebot der Daten- und Informationsbereitstellung erweitert und eine Open Data-Plattform freigeschaltet. Unter Open Data versteht man „die öffentliche Bereitstellung von allen Daten der Verwaltung, Gesetzgebung und Rechtsprechung, die nicht besonderen Schutz- und Geheimhaltungserfordernissen unterliegen“ (zum Beispiel Haushaltsdaten, Einwohnerzahlen oder generell statistische Daten). Auf der Open Data-Plattform können ausgewählte Daten kostenfrei zur weiteren Nutzung heruntergeladen werden.

„Die Stadt Oldenburg hat mit der Veröffentlichung einen wichtigen Schritt in die Richtung einer digitalen und vernetzten Zukunft gemacht. Ziel ist es, dass Datenschätze aus der Verwaltung besser für digitale Prozesse genutzt und weiterverwendet werden können. Um unser Angebot auszuweiten, haben wir im Stellenplan für 2022 eine neue Stelle für Open Data aufgenommen“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Die Arbeiten zur Umsetzung der Open Data-Plattform hatten im Rahmen des vom Bundesinnenministerium geförderten Projektes „Modellkommune Open Government“ begonnen. Zu den Vorarbeiten zählten unter anderem, dass 2019 vom Rat der Stadt Oldenburg eine Informationsfreiheitssatzung beschlossen wurde. In dieser ist der politische Auftrag an die Stadtverwaltung erteilt, an dem Thema Open Data weiter zu arbeiten. Die Umsetzung der Plattform erfolgt in Zusammenarbeit mit der Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der öffentlichen IT-Dienstleister ProVitako und mit Unterstützung der Stadt Köln.

Zum Start stehen bisher 36 Datensätze zur Verfügung. Das Angebot soll aber laufend erweitert werden. Nutzende haben die Möglichkeit, ihre aus den offenen Daten entwickelten Anwendungen auf der Plattform darzustellen.

Die Plattform ist zu erreichen unter https://opendata.oldenburg.de/.

Neben der Open Data Plattform bietet die Stadtverwaltung schon ein großes Spektrum an öffentlichen Informationen an. Diese sind unter www.oldenburg.de/portale abrufbar. 
01.02.2022, 16:56 Uhr
Neue Jugendleiterinnen und Jugendleiter braucht die Stadt!
Jetzt anmelden für Ausbildung zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – Start im Mai
Wer Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat sowie offen, engagiert und zuverlässig ist, sollte über eine Ausbildung zur Jugendleiterin oder zum Jugendleiter nachdenken. Ab Mai bietet das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Oldenburg wieder dieses Angebot für alle Interessierten an, die im Jahr 2022 mindestens 16 Jahre alt werden. Die gesamte Ausbildung ist kostenlos, Anmeldeschluss ist am 22. April. Folgende Ausbildungstermine sind vorbehaltlich der Entwicklung der Corona-Lage gesetzt: 13. bis 15. Mai, 17. bis 19. Juni und 1. bis 3. Juli 2022.

In insgesamt circa 60 Stunden, die sich auf drei Wochenenden im Sommer verteilen, gibt es in lockerer Atmosphäre sowohl theorie- als auch praxisbezogene Einheiten zu rechtlichen Aspekten, Spielen, Gruppenpädagogik, Programmgestaltung in der Kinder- und Jugendarbeit und vieles mehr. Die ersten beiden Wochenenden finden mit Übernachtung in einer Jugendherberge statt, das letzte Wochenende umfasst unter anderem einen Aktionstag und einen Erste-Hilfe-Kurs in Oldenburg.

Einen großen Schwerpunkt bildet die Ferienpassaktion der Stadt Oldenburg, bei der die neu ausgebildeten Jugendleiterinnen und Jugendleiter in den kommenden Sommerferien unterstützend zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sind die Tätigkeitsfelder vielfältig und trägerunabhängig gestaltbar.

Wer mehr erfahren möchte, erhält beim Kinder- und Jugendbüro der Stadt Oldenburg Antworten: Entweder per E-Mail an kijubuero@stadt-oldenburg.de, telefonisch unter 0441 235-3690 oder im Internet auf www.oldenburg.de/kijubuero.
28.01.2022, 16:39 Uhr
Damit der Sport in der Krise gut über die Runden kommt
„Soforthilfefonds Sport“: Rund 100.000 Euro an 32 Vereine ausgeschüttet – Fortsetzung geplant
Die Stadt Oldenburg hat für das Jahr 2021 Mittel in Höhe von 101.139,88 Euro aus dem „Soforthilfefonds Sport“ an Vereine ausgezahlt. Mit der Förderung sollen die Folgen der Corona-bedingten Einschränkungen abgemildert werden. „In normalen Zeiten hilft uns der Sport, jetzt helfen wir dem Sport. Der Soforthilfefonds trägt dazu bei, dass der Sport gut durch die Krise kommt und dieses gesellschaftlich wichtige Angebot erhalten bleibt“, ist Oberbürgermeister und Sportdezernent Jürgen Krogmann überzeugt.

Der „Soforthilfefonds Sport“ wurde erstmals im Jahr 2020 aufgelegt und mit 100.000 Euro ausgestattet., um durch die Corona-Pandemie entstandene Mehraufwendungen und Mindereinnahmen auszugleichen. Die Höchstförderung pro Verein betrug 2.500 Euro. Nachdem 2020 nur rund 49.000 Euro abgerufen wurden, konnten die restlichen 51.000 Euro ins Folgejahr übertragen und um 50.000 Euro aufgestockt werden. Damit die Oldenburger Sportvereine 2021 von der Gesamtsumme der zur Verfügung stehenden Mittel profitieren konnten, wurde die Förderrichtlinie angepasst und um einen Passus zur Unterstützung des allgemeinen Sportbetriebs der Vereine ergänzt. So konnten die nicht für Mehraufwendungen oder Mindereinnahmen der abgerufenen Mittel – übrig blieben 56.100,27 Euro – entsprechend der Mitgliederzahl der antragstellenden Vereine ausgeschüttet werden. Von der Unterstützung in 2021 haben nun insgesamt 32 Sportvereine profitiert.

Die von den Vereinen in 2021 geltend gemachten Mehraufwendungen beziehen sich hauptsächlich auf Ausgaben für zusätzliche Reinigungs- und Hygienemaßnahmen. Außerdem wurden Kosten für verpflichtende Corona-Tests sowie die Erstellung von Online-Sportangeboten angesetzt. Mehrfach haben Vereine auch Verluste durch den Ausfall von Kursen oder die Absage von Veranstaltungen erlitten, so dass Einnahmeausfälle bzw. Stornierungskosten geltend gemacht wurden. Vereinen mit eigenen Sportstätten sind außerdem oftmals Mindereinnahmen aus Vermietungen entstanden. Insgesamt wurden aus dem Soforthilfefonds für diesen Bereich 45.039,61 Euro ausgezahlt.

Für das Jahr 2022 hat die Stadtverwaltung wiederum 50.000 Euro für den „Soforthilfefonds Sport“ in den Haushaltsentwurf eingestellt. 
28.01.2022, 16:34 Uhr
„überAll“: Nanne Meyers zeichnerischen Kosmos entdecken
Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter führen durch die Ausstellung
Quantenschaum, Freier Fall, DNA der Milchstraße – schon bei den Bildtiteln wird klar, dass sich die neue Ausstellung im Horst-Janssen-Museum um das Universum dreht. In der Schau „Nanne Meyer: überAll. Von Punkthelligkeiten und Turbulenzmustern“ prallen ab Sonntag, 30. Januar, Astrophysik und Kunst aufeinander. Am Samstag, 5. Februar, 14 und 16 Uhr, können die Museumsgäste die Ausstellung in einem ganz neuen Format erkunden: in einer Führung mit einer Kunstdeuterin oder einem Kunstdeuter. Anmeldungen sind bis 4. Februar telefonisch unter 0441 235-3403 möglich oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de. Die Führung kostet 3 Euro, der Eintritt ins Museum ist frei. Weitere Führungen finden am Samstag, 26. März, um 14 und 16 Uhr statt (Anmeldungen bis 25. März).

Über das Kunstdeuter-Projekt
Vor einigen Monaten hatte das Museum Menschen zwischen 8 und 99 Jahren dazu aufgerufen, sich um eine Teilnahme an diesem neuen Vermittlungsformat zu bewerben. Die angehenden Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter haben sich dann, Forschungsreisenden gleich, in zwei von der Museumsvermittlung entwickelten Wochenend-Workshops mit dem Werk Nanne Meyers vertraut gemacht. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Unter Fragestellungen wie „Ist das Kunst? Wie entsteht Kunst? Was hat das mit mir zu tun?“ sind sie in die Arbeiten Nanne Meyers eingetaucht und berichten nun in mehreren Führungen von ihrer Forschungsreise in die Bildende Kunst. Auf der Webseite des Museums stellen sich die fünf Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter mit kleinen Videoclips vor: https://www.horst-janssen-museum.de/ausstellungen/nanne-meyer.
28.01.2022, 16:31 Uhr
Holocaust-Gedenktag: Erinnerung als Ansporn für eine friedliche Zukunft
Gedenkfeier mit Mateh Asher: OB Krogmann nimmt mit Schülerinnen und Schülern digital teil
Der 27. Januar ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bleibt es eine immerwährende Verpflichtung, die Erinnerung an das Unrecht wach zu halten und die NS-Verbrechen aufzuarbeiten. Das haben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Landrat von Oldenburgs israelischer Partnerkommune Mateh Asher, Moshe Davidovitz, am Donnerstagnachmittag in einer digitalen Gedenkfeier betont.

Krogmann hob die lebendige Erinnerungskultur in Oldenburg hervor, die zuletzt mit der Einweihung von Erinnerungszeichen für NS-Opfer viel Aufmerksamkeit bekommen hatte. Gleichzeitig richtete der Oberbürgermeister den Blick auf die Gegenwart: Er zeigte sich zutiefst dankbar für die Freundschaft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern von Oldenburg und Mateh Asher: „Mit gegenseitigem Verständnis können wir gemeinsam eine friedvolle Zukunft gestalten, damit sich die Schrecken der Vergangenheit niemals wiederholen.“

Eine wichtige Rolle nimmt dabei die jüngere Generation ein. Das wurde auch in der von Mateh Asher ausgerichteten Gedenkfeier deutlich. Zur musikalischen Umrahmung leisteten drei Schülerinnen der Musikschule der Stadt Oldenburg einen Beitrag: Caroline Renz (Horn), Lea Schröder (Oboe) und Eilika Hempel (Klavier) trugen gefühlvoll aus Carl Reineckes Werk a-Moll op. 188 vor. Im Mittelpunkt stand ein Zeitzeugenbericht der zweiten Generation. An der anschließenden Diskussion nahmen Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule teil. Sie haben in diesem Jahr die Herausforderung angenommen, das Gedenken an das Schicksal der Oldenburger Juden wachzuhalten und den Erinnerungsgang würdig zu gestalten.
28.01.2022, 16:19 Uhr
„Leben im Quartier“ startet mit sechs geförderten Projekten ins neue Jahr
Zweite Stadtteilkonferenz für Bümmerstede und Kreyenbrück bereits in Planung
Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten bieten, sich zu begegnen und gemeinsam zu engagieren – mit diesen Zielen ist im vergangenen Jahr das Projekt „Leben im Quartier“ gestartet, welches zu gleichen Teilen aus dem niedersächsischen Förderprogramm für Demografie-Projekte auf dem Gebiet der Metropolregion Nordwest und in Weser-Ems sowie aus Mitteln der Stadt Oldenburg finanziert wird. Im Rahmen dessen kommt folgenden sechs Mikroprojekten im Modellgebiet Bümmerstede und Kreyenbrück jetzt eine Förderung zu:
 
Stadtteilkino
Für den Oldenburger Süden soll ein Stadtteilkino mit regelmäßigem Filmprogramm entstehen. Dabei sollen Filme fürs Vergnügen gezeigt werden, zur Information und als Diskussionsgrundlage für Initiativen. Die mobile Kinoausstattung soll außerdem durch Einrichtungen ausgeliehen und eingesetzt werden, die im Stadtteil aktiv sind, darunter Jugendfreizeitstätten, Fridays for Future, Schulen, Migrantinnen- und Migrantenselbstorganisationen, Bürgerinnen- und Bürgervereine sowie Sportvereine. Die Organisations- und Programmgruppe rund um das Stadtteilkino soll dabei möglichst divers und generationenübergreifend sein.

Mein Gedicht für Kreyenbrück und Bümmerstede
Bewohnende aus den Stadtteilen werden aufgerufen, kleine Gedichte zu verfassen. Dabei werden sie nicht allein gelassen, sondern erhalten in Schreibwerkstätten Anleitungen und Anregungen. Von Poetry Slam bis Sonett und von Altenwohnen bis Schule – alle werden dabei unterstützt, sich lyrisch auszudrücken.

Spielefestival
An einem Wochenende findet in Kreyenbrück in den unterschiedlichsten Einrichtungen und auf vielen Plätzen ein Spielefest statt, das von vielen Institutionen des Stadtteils in Zusammenarbeit mit der Planungsgruppe Farbenfroh vorbereitet wird. Spiele selbst entwickeln oder heiß geliebte Klassiker in neuer Runde spielen – das Spielefestival soll ein Abbild einer offenen Gesellschaft sein und die Freude am gemeinsamen Spielen wiedergeben. Alle kleinen und großen Menschen werden herzlich eingeladen, mitzumachen.

Repair Café
Seit Februar 2020 haben die beiden Repair Cafés in Kreyenbrück und in Bümmerstede wegen der Corona-Pandemie nicht mehr stattgefunden. Dadurch ist in den Haushalten innerhalb der beiden Stadtteile ein regelrechter Reparaturstau entstanden. Mit den in den Stadtteilen verankerten Kooperationspartnerinnen und -partnern – städtische Gemeinwesenarbeit, evangelische Gemeinde St. Johannes, katholische Gemeinde St. Josef, Caritas, IGS Kreyenbrück und Yezidisches Forum – soll neuer Schwung entstehen. So können nicht nur Radio, Fahrrad und Co., sondern auch alten Strukturen wieder neues Leben eingehaucht werden.

Bänke und Begegnung
Auf öffentlichen Plätzen gibt es häufig Bänke und andere Sitzgelegenheiten als Orte der Begegnung und als Erholungs- und Freizeitraum – im direkten Wohnumfeld sind solche Möglichkeiten selten. Besonders für mobilitätseingeschränkte Personen erschwert dies die selbstbestimmte Teilhabe am Leben. Durch das Projekt sollen mehr Bänke für Bümmerstede und Kreyenbrück entstehen und damit mehr Orte der Kommunikation und der Begegnung. Die Ideen sind dabei vielfältig: Von der mobilen Bank, die flexibel im Stadtteil eingesetzt werden kann, bis hin zur Bank mit Bücherschrank, die zum Sitzen und Lesen besucht werden kann. Alle Interessierten sind im Rahmen des Projektes ausdrücklich zum Mitentscheiden darüber eingeladen, wie und wo Bänke platziert werden sollen.

Perfect Kreyenbrück
Jugendliche schaffen aus Visionen vom anderen Wohnen, Lernen und Freizeitgestalten reale Objekte und Projekte. Zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern aus digitalen und analogen Sparten, Stadtteilinitiativen und Mediendesignerinnen und -designern aus den FABLabs in Oldenburg und Bremen gestalten sie Entwürfe und Modelle für eine neue Alltagsrealität. Im Frühjahr 2022 wird ein offenes Angebot der Oldenburger Kunstschule e.V. in Zusammenarbeit mit der Cafta Jugendfreizeitstätte Kreyenbrück stattfinden. Gemeinsam mit jugendlichen und erwachsenen Bürgerinnen und Bürgern aus Kreyenbrück werden Objekte entstehen, die temporär im öffentlichen Raum des Stadtteils installiert werden.

Team „Leben im Quartier“ und weitere Konferenzen
Die sechs Projekte wurden im Rahmen der ersten Stadtteilkonferenz „Leben im Quartier“ für die Stadtteile Kreyenbrück und Bümmerstede vorgestellt, die im Herbst 2021 in der IGS Kreyenbrück stattgefunden hat. Ziel der Konferenz war es, Menschen aus den Stadtteilen zusammenzubringen, Netzwerke zu stärken und über Belange aus den Stadtteilen ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der positiven Resonanz zur Stadtteilkonferenz steht bereits jetzt fest: Das war erst der Anfang. Menschen aus Bümmerstede und Kreyenbrück sollen auch zukünftig verstärkt die Möglichkeit haben, sich zu begegnen und gemeinsam zu engagieren. Eine neue Konferenz, vielleicht sogar ein großes Picknick, ist für Frühjahr/Frühsommer eingeplant.

Die Federführung bei der Organisation wird durch das Stadtteil-Team Leben im Quartier übernommen. Letzteres hat sich im laufenden Jahr gefunden und möchte gerne die Herausforderung annehmen, gemeinsam mit den Menschen und Institutionen in Bümmerstede und Kreyenbrück mehr für den Stadtteil zu erreichen.

Langfristige Idee ist es, das Projekt „Leben im Quartier“ auch auf weitere Stadtgebiete zu übertragen. Hierzu wird es voraussichtlich im März einen Termin im Sozialausschuss geben, der von Interessierten besucht werden kann.
28.01.2022, 15:48 Uhr
Fahrradkurier bringt Ausweisdokumente nach Hause
Komfortabel, kundenfreundlich und klimaschonend: Bürgerbüros erweitern Serviceangebot
Komfortabel, kundenfreundlich und klimaschonend: Die Bürgerbüros bieten ab Dienstag, 1. Februar 2022, die Möglichkeit an, beantragte Personalausweise und Reisepässe per Fahrradkurier zustellen zu lassen. Dazu hat die Stadt Oldenburg ein Modellprojekt mit den „OldenBoten“ initiiert, das zunächst für das Jahr 2022 vereinbart wurde und mit Zustellungen innerhalb des Autobahnringes (Postleitzahlen 26121, 26122 und 26123) startet.

Etwa 19.000 Personalausweise und 6.000 Reisepässe werden jährlich in Oldenburg beantragt und ausgegeben. Bislang mussten die Bürgerinnen und Bürgern dafür zweimal das Bürgerbüro aufsuchen: Einmal zur Beantragung des Dokuments und ein zweites Mal, wenn das Dokument dann nach drei bis vier Wochen aus der Bundesdruckerei eingetroffen ist. Mit dem neuen Angebot kann künftig zumindest die persönliche Abholung, wenn gewünscht, vermieden werden.

Und so geht’s: Wer sich Personalausweis und/oder Reisepass gegen eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 5,95 Euro je Ausweisdokument vom Fahrradkurier nach Hause liefern lassen möchte, beauftragt das einfach bei der Beantragung des Ausweisdokumentes in den Bürgerbüros. Mit Erstellung des Ausweisdokumentes wird der sogenannte PIN-Brief erstellt und zugeschickt. Der Erhalt des PIN-Briefes ist elektronisch dem Bürgerbüro zu bestätigen. Das Ausweisdokument wird dann an den Botendienst übergeben und direkt nach Hause geliefert.

Passausgabe vereinfacht
Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung das Ausgabe-Verfahren für Ausweisdokumente vereinfacht: Sobald der Brief der Bundesdruckerei über die Ausweiserstellung die Bürgerinnen und Bürger per Post erreicht, kann das Dokument jetzt auch bei der Passausgabe des Bürgerbüros abgeholt werden. Bislang war eine Abholung ohne Termin nicht möglich. Das hatte in der Vergangenheit mitunter zu Verzögerungen geführt. „Die Überprüfung der bisherigen Abläufe führte zu einer Umstellung des Verfahrens ganz im Sinne der Dienstfreundlichkeit. Ausweisdokumente können nun jederzeit im Rahmen der Öffnungszeiten bei der Passausgabe abgeholt werden“, erläutert Bürger- und Ordnungsdezernentin Dr. Julia Figura. „Wartezeiten entstehen dann nur noch, wenn viele Kundinnen und Kunden zeitgleich auf die Idee kommen, ihr Ausweisdokument abzuholen. Komfortabler ist allerdings der neue Service, mit dem das Dokument direkt nach Hause geliefert wird“, wirbt die Dezernentin.

Terminvereinbarung bewährt
„Die Terminvereinbarung für alle übrigen Anliegen, die in den Bürgerbüros erledigt werden können, hat sich bewährt“, betont Michael Lorenz, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes. „Die Kundinnen und Kunden werden verlässlich zu einem vereinbarten Termin aufgerufen und ihr Anliegen kann kompetent erledigt werden. Dies spiegelt sich auch im Feedback der Nutzerinnen und Nutzer wider.“ Termine können am einfachsten unter www.oldenburg.de/terminvereinbarung vereinbart werden.

Service verbessert
Die Bürgerbüros sind permanent bestrebt, die angebotenen Services im Sinne der Kundschaft zu verbessern. So können ab Februar Importfahrzeuge auch im Bürgerbüro Mitte zugelassen werden. Diese Möglichkeit bot bisher nur das Bürgerbüro Nord an. „Parallel können immer mehr Anliegen auch online geklärt werden. Diese Services werden da, wo es rechtlich möglich ist, kontinuierlich weiter ausgebaut", fügt Carsten Büsing, Leiter des Bürgerbüros Mitte, hinzu. Eine Übersicht über den jeweils aktuellen Stand findet sich unter www.oldenburg.de/online-services.
28.01.2022, 15:46 Uhr
Oldenburg wird Teil des inklusiven Sommermärchens
Stadt als Gastgeberkommune für die Special Olympics World Games in Berlin ausgewählt
Es ist das inklusivste Sommermärchen aller Zeiten: Vom 17. bis 25. Juni 2023 finden in Berlin die Special Olympics World Games statt, die weltweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung – und Oldenburg wird ein Teil davon sein. Das Präsidium von Special Olympics Deutschland und das Organisationskomitee haben die Huntestadt als eine der Gastgeberkommunen für den Empfang der internationalen Delegationen ausgewählt. Die insgesamt 216 deutschen „Host Towns“ aus 16 Bundesländern wurden am Mittwoch, 26. Januar, bekanntgegeben. 

Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD), und SOD-Bundesgeschäftsführer Sven Albrecht haben Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die frohe Botschaft mit diesen Worten mitgeteilt: „Ihre Bewerbung hat uns ganz besonders beeindruckt und wir danken Ihnen herzlich für Ihre Motivation, Ihre kreativen Ideen und Ihr Vorhaben, nicht nur Gastgeberin einer Delegation für vier Tage zu werden, sondern gemeinsam mit Special Olympics das Thema Inklusion vor Ort in Ihrer Kommune nachhaltig voranzubringen.“ Krogmann freut sich, Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Rahmen der Special Olympics World Games in Oldenburg willkommen heißen zu dürfen. „Sport und Bewegung schaffen Verbundenheit. Ich erhoffe mir, dass wir als Gastgeberstadt ein stärkeres Bewusstsein für Menschen mit Behinderung entstehen lassen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass auch neue internationale Freundschaften geschlossen werden können“, sagt der Oberbürgermeister.

Oldenburg verfolgt bereits seit dem Jahr 2012 die Vision, eine inklusive Stadt zu werden. Grundlage ist der Ratsbeschluss „Oldenburg will Inklusion“. Das „Host Town“-Programm bezeichnen die Veranstalter als „größtes kommunales Integrationsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ – von der Oldenburger Beteiligung verspricht sich Oberbürgermeister Krogmann einen weiteren Schub, um Inklusion im Stadtbild stärker sichtbar zu machen. Die Bewerbung der Stadt war auch vom Stadtsportbund Oldenburg, dem Behindertenbeirat sowie von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Behindertenhilfe befürwortet worden.

Die „Host Towns“ werden vier Tage lang, vom 12. bis 15. Juni 2023, Gastgeber für die ausländischen Athletinnen und Athleten sowie für ihre Angehörigen vor Beginn der Berliner Wettbewerbe sein. Die Delegationen sollen dabei Land und Leute, regionale Besonderheiten und Einzigartigkeiten kennenlernen. Die Stadt Oldenburg wird die Beförderung ihrer Gäste übernehmen, für Unterkunft und Verpflegung sorgen und ein Programm mit Trainings-, Kultur-, und Begegnungsmöglichkeiten vorbereiten. Auf welche Delegation sich Oldenburg freuen kann, wird Anfang Mai öffentlich bekanntgegeben. Zuvor findet am 9. März für alle ausgewählten „Host Towns“ eine digitale Kick-Off-Veranstaltung statt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann blickt schon voraus: „Wir sehen uns 2023 in Oldenburg!“ 

Zu den Special Olympics World Games werden 7.000 Athletinnen und Athleten in 26 Sportarten aus 170 Nationen erwartet. 
25.01.2022, 17:48 Uhr
Einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt ab 15. März
Betroffen sind Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich – freien Impftermin sichern
Sie wurde bereits des Öfteren angekündigt und diskutiert, nun wird sie kommen: die bundesweite Impfpflicht. Allerdings soll diese vorerst nur für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich gelten – dafür aber bereits ab dem 15. März. Was bedeutet das für Beschäftigte in diesem Sektor in der Stadt Oldenburg?

Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg, betont: „Eine besonders hohe Verantwortung haben Menschen, die beispielsweise im Krankenhaus, in einer Arztpraxis oder im Pflegedienst arbeiten. Die Corona-Impfung schützt nicht nur diese selbst vor schweren Verläufen, sondern auch die Menschen, mit denen sie bei der Arbeit täglich im Kontakt sind wie Patientinnen und Patienten oder Pflegebedürftige. Besonders die Hochbetagten sowie akut oder chronisch Kranke sind gefährdet.“ In welchen Einrichtungen und Unternehmen die einrichtungsbezogene Impfpflicht genau gilt, steht auf www.oldenburg.de/corona.

Laut dem niedersächsischen Gesundheitsministerium ist bereits die Mehrzahl der von der Impfpflicht betroffenen rund 240.000 Niedersächsinnen und Niedersachsen geimpft – aber ein kleiner Anteil besitzt noch keinen vollständigen Impfschutz. Damit diese ab dem 15. März auch weiterhin ihren Dienst am Menschen leisten können, sollten sie sich laut Sachse nun schnellstmöglich impfen lassen: „In Oldenburg haben Sie an vier städtischen Impfpunkten und darüber hinaus in zahlreichen Arztpraxen die Möglichkeit, sich den vollen Impfschutz rechtzeitig zu sichern. Bitte machen Sie davon Gebrauch. Vereinbaren Sie schnell online oder telefonisch einen Impftermin oder nutzen Sie rechtzeitig das freie Impfen ohne Termin.“ Möglich ist dies unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder 0441 235-4960.

Was gilt ab dem 15. März?
Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs müssen ab dem 15. März ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Die so genannte einrichtungsbezogene Impfpflicht (§ 20a Infektionsschutzgesetz) gilt bundesweit.

Für wen gilt die Impfpflicht?
Das Infektionsschutzgesetz regelt, dass alle Personen impfverpflichtet sind, die über einen längeren Zeitraum in der Einrichtung tätig sind. Das bedeutet, dass neben den Beschäftigten auch Ehrenamtliche, rechtliche Betreuerinnen und Betreuer, externe Dienstleistende sowie Mitarbeitende in Verwaltung, Technik oder IT betroffen sind, sofern keine räumliche Abgrenzung möglich ist. Dies ist unabhängig von der Art der Beschäftigung oder Selbstständigkeit.

Gibt es Konsequenzen bei Nicht-Impfung?
Wer der Impfpflicht nicht nachkommt, riskiert Bußgelder bis zu 2.500 Euro, behördliche Betretungs- oder Tätigkeitsverbote sowie weitere arbeitsrechtliche Konsequenzen. Die Kontrolle der Nachweispflicht obliegt künftig den kommunalen Gesundheitsämtern. So regelt es das Bundesinfektionsschutzgesetz. Ein einheitliches Verfahren zur Umsetzung befindet sich derzeit in der Abstimmung aller Beteiligten auf Bund- und Länderebene.

Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können, sind von der Impfpflicht befreit, wenn sie ein ärztliches Gesundheitszeugnis vorlegen, in dem die medizinische Kontraindikation konkret und nachvollziehbar attestiert ist. Für diese Personen besteht die tägliche Testpflicht fort. Genesene Personen unterliegen ebenfalls nicht der Impfpflicht.

Sollte ein Impfnachweis oder ein Genesenennachweis ab dem 16. März 2022 seine Gültigkeit aufgrund Zeitablaufs verlieren, ist ein neuer Nachweis spätestens einen Monat nach Ablauf der Gültigkeit des bisherigen Nachweises vorzulegen.
25.01.2022, 17:46 Uhr
Sprach-Kitas: Sprache ist der Schlüssel zur Welt
30 Kindertagesstätten aus dem Ammerland und Oldenburg beteiligen sich an Bundesprogramm
„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, so lautet der Titel des Bundesprogramms, das seit 2016/2017 in vielen Kindertagesstätten des Landkreises Ammerland und der Stadt Oldenburg läuft. Über zwischenzeitliche Antragsmöglichkeiten sind im vergangenen Jahr weitere Kitas hinzugekommen – und mit dem Jahresbeginn 2022 sind nun 30 Kindertagesstätten beteiligt. Das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend hat das Programm bis Ende 2022 verlängert und fördert bundesweit derzeit über 7.000 Kitas.

Mehrsprachigkeit im Fokus
Alle Kinder sollen von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren. Diese Idee haben die Beteiligten in den letzten Jahren in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit gestellt. Um gute Bildungsangebote zu erhalten, wird beispielweise das Thema Mehrsprachigkeit unter den pädagogischen Fachkräften neu gedacht. Denn dazu gibt es viele neue Erkenntnisse, die gerade für die frühe Bildung von Bedeutung sind. Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. 

Das passiert in den Sprach-Kitas
Die Sprach-Kitas erhalten im Bundesprogramm gleich doppelte Unterstützung: Jedes Team wird durch eine zusätzliche Fachkraft verstärkt, die direkt in der Kita tätig ist. Diese begleitet und unterstützt das Team während des Programms. Außerdem werden zwei zusätzliche Fachberatungen finanziert, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützen.

Hierzu haben die 30 Einrichtungen ihre Hauskonzeptionen zu den Bereichen „Alltagsintegrierte sprachliche Bildung“, „Zusammenarbeit mit Familien“ und „Inklusion“ weiterentwickelt und angeregt durch die zusätzliche Fachkraft die eigene Kita-Kultur weiter ausgebaut.

Positive Rückmeldungen der Fachkräfte
Im Rahmen einer Umfrage antworteten Fachkräfte der beteiligten Kitas so: „Ich habe noch mehr Möglichkeiten gefunden und kennengelernt, Sprache in den Alltag zu integrieren und mich dahingehend zu reflektieren.“ Oder auch: „Dies gibt mir Sicherheit und Orientierung. Ich finde es schön, dass wir die Kinder durch unsere Sprach-Kita begleiten, fördern und unterstützen können.“

Gleichzeitig besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Beratung bezüglich der Kinder und Familien, unter anderem auch, da sich die Teams durch die Fluktuation immer wieder neu zusammensetzen. Daher ist es erfreulich, dass weitere Sprach-Kitas im Verbund Ammerland-Oldenburg mitarbeiten und die bisherige Zusammenarbeit mit den bestehenden Sprach-Kitas bis Ende 2022 fortgesetzt werden kann.
 

Folgende städtische Kindertagesstätten nehmen an dem Förderprogramm für Sprach-Kitas teil:
Kita Klingenbergstraße, Kita Harreweg, Kita Sperberweg, Kita Kennedystraße, Kita Cloppenburger Straße, Kita Ernst-Löwenstein-Straße, Kita Kurlandallee, Kita Dietrichsfeld, Kita Sachsenstraße, Kita An der Beverbäke und Kita Eschenplatz.
25.01.2022, 17:26 Uhr
Tukane sind keine Störche
Leben mit den vielen Farben eines Schwangerschaftsabbruchs
In Oldenburg gründet eine Betroffene eine Selbsthilfegruppe für Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben, egal wie lange dieser her ist, und mit den Folgen mental oder durch körperliche Symptome zu kämpfen haben.

Die regelmäßigen Gruppentreffen (1x im Monat) ermöglichen:
• einen Raum zum Austausch von Erfahrungen und belastenden Situationen in Verbindung mit dem Schwangerschaftsabbruch
• eine Umgebung des Verstehens und Mitfühlens
• das Gefühl mit diesen z.T. belastenden Erfahrungen nicht allein zu sein
• gegenseitigen Rat (wenn erwünscht)
• einen besseren und eigenen Umgang zu finden
• ein zwangloses Umfeld in dem offen kommuniziert wird
• eine akzeptierende Gemeinschaft, ohne Anschuldigungen oder Fragen nach dem Warum
23.01.2022, 22:43 Uhr
Aufholjagd in der Schlussphase: Oldenburg dreht Partie gegen Zwickau
von Sönke Spille
Was für ein starker Schlussspurt: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben dank einer beeindruckenden Aufholjagd zwei Punkte aus Sachsen entführt. Beim BSV Sachsen Zwickau gewannen die VfL-Frauen am Samstagabend mit 28:27 (10:14) und – starteten im Anschluss eine kleine Siegerparty.

Wirklich zu rechnen war mit diesem Oldenburger Sieg über weite Strecken des Spiels nicht. Angepeitscht von den laustarken Fans in der Zwickauer Halle marschierten die Gastgeberinnen zu Beginn der Partie vorneweg. Ein 10:6 (23. Minute) bauten die Sächsinnen kurz vor der Halbzeit auf sechs Tore aus (13:7/28.). „Wir haben den Kampf in der ersten Halbzeit nicht angenommen“, ärgerte sich VfL-Coach Niels Bötel: „Zwickau hat es in der Abwehr gut gemacht, wir haben vorne zu viel verworfen.“ Immerhin: Bis zur Halbzeit verkürzten die Oldenburgerinnen noch um zwei Tore – zwei ganz wichtige, wie sich im weiteren Spielverlauf herausstellen sollte.

Nach Wiederanpfiff kamen die Oldenburgerinnen weiter heran, wenn zunächst auch nicht dichter als zwei Tore – bis zur 48. Minute. Da netzte Jane Martens zum 20:21 ein, der VfL war wieder in Schlagdistanz. „Wir wollten besser aus der Halbzeit herauskommen, haben es aber zunächst nicht geschafft, Zwickau noch mehr unter Druck zu setzen“, analysierte Bötel. Doch pünktlich zur Schlussphase präsentierte sich die VfL-Defensive stark, ließ kaum noch Tore der Gastgeberinnen zu. „Wir standen besser in der Abwehr und konnten in Überzahl treffen“, berichtete der VfL-Trainer. Kathrin Pichlmeier traf in der 56. Minute zum 26:25 – die erste Oldenburger Führung nach dem 1:0 zu Beginn. Dazu sorgte Julia Renner in den letzten Minuten mit gleich mehreren Paraden für wichtige Ballgewinne. Die Huntestädterinnen bauten den Vorsprung auf 28:26 aus, Treffer Nummer 27 für Zwickau kam zu spät: der vierte Oldenburger Saisonsieg war perfekt. Anteil an diesem Erfolg hatten auch die mitgereisten Gästefans. „Wie schon in Neckarsulm hat uns die Unterstützung extrem gut getan“, sagte Niels Bötel: „Auch das hat dafür gesorgt, dass wir noch einmal zurückgekommen sind und die zwei Punkte mitnehmen.“

BSV Sachsen Zwickau – VfL Oldenburg 27:28 (14:10)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Hoitzing (4), Pichlmeier (6), Buhl, Martens (2), Steffen, Carstensen (7/5), Schirmer (3), Knipper (2), Golla (4)
22.01.2022, 12:49 Uhr
Gesundheitsamt stellt die Kontaktpersonennachverfolgung um
Positiven PCR-Test online melden und Quarantäne-Bescheid ausdrucken – Kontaktpersonen informieren
Das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen: So sollen Oldenburgerinnen und Oldenburger, die mittels PCR-Test positiv auf Corona getestet wurden, diese Meldung ab sofort online an das Gesundheitsamt übermitteln. Möglich macht dies der digitale Antragsassistent der Stadt Oldenburg, der bereits für etliche andere Online-Verfahren wie Hundesteueranmeldung oder Sperrmüllbeantragung im Einsatz ist. Sorgeberechtigte werden ebenfalls dazu aufgefordert, den positiven PCR-Test über dieses Formular zu melden.

Zudem müssen mittels PCR-Test nachgewiesene Corona-Positive ihre engen Kontaktpersonen selbst über ihre Infektion informieren, damit sich diese ebenfalls in Quarantäne begeben. Für Letztere steht auf www.oldenburg.de/coronapositiv eine allgemeine Absonderungs-Anordnung für Kontaktpersonen zum Download und zur Vorlage beim Arbeitgeber zur Verfügung. Wer darüber hinaus unbedingt eine individuelle Quarantäne-Anordnung benötigt, muss sich telefonisch beim Gesundheitsamt über das ServiceCenter der Stadt melden. Die Telefonnummer lautet 0441 235-4550.

Wie funktioniert das Online-Verfahren zur Positiv-Meldung?
Wer selbst einen positiven PCR-Test hat oder als Sorgeberechtigter für jemand anderen diese Meldung vornimmt, füllt über den digitalen Antragsassistenten der Stadt Oldenburg ein entsprechendes Online-Formular aus. Am Ende des Vorgangs bekommt die Bürgerin oder der Bürger einen Bescheid, den sie oder er ausdrucken und als Nachweis beim Arbeitgeber vorlegen kann. Nach dem Abschicken werden alle eingegebenen Daten SSL-verschlüsselt übertragen und dem Gesundheitsamt elektronisch zur Verfügung gestellt.

Wer sich nicht in der Lage sieht, online seinen positiven PCR-Test zu übermitteln, wendet sich bitte telefonisch über 0441 235-4550 an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg.

Das Gesundheitsamt sendet außerdem automatisch einen Genesenenbescheid an die angegebene Adresse, sobald der Fall bearbeitet wurde.

Welche Schritte müssen Corona-Positive einleiten?
Für einen besseren Überblick, was in welcher Reihenfolge zu tun ist, wenn man positiv auf das Coronavirus getestet wurde, informiert die städtische Website. Unter www.oldenburg.de/coronapositiv finden sowohl Menschen, die einen positiven Selbsttest oder einen positiven Test einer Teststelle haben, als auch Personen mit einem positiven PCR-Test eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte auch hier an die Service-Nummer der Stadt unter 0441 235-4550.

Warum gibt es diese Umstellung zum Online-Verfahren?
Durch den rasanten Anstieg der Corona-Fälle auch in Oldenburg kommt das städtische Gesundheitsamt kaum noch bei der Kontaktpersonennachverfolgung hinterher. Deshalb liegt der Fokus nach wie vor darauf, die positiv Getesteten zu ermitteln. Die Absonderungsverordnung erlaubt ein solches Vorgehen und es bedarf keines formalen Bescheides mehr, da die Infizierten ihre Kontaktpersonen informieren. Das Gesundheitsamt appelliert bei diesem Verfahren an die Eigenverantwortung und Vernunft aller Betroffenen, um die Zahlen einzudämmen.

Wie sieht es mit dem Freitesten aus der Quarantäne aus?
Generell gilt weiterhin: Sowohl Infizierte als auch enge Kontaktpersonen (Erwachsene und Kinder) müssen für zehn Tage in Quarantäne. Wer sich bereits in Quarantäne befindet, symptomfrei ist und sich schnell freitesten lassen möchte, kann seit dieser Woche – ebenfalls über den städtischen Antragsassistenten – sein negatives Testergebnis online an das Gesundheitsamt melden. Innerhalb von zwei Tagen sind bereits 183 Online-Freitestungen eingegangen.

Die Internetadresse lautet hierfür www.oldenburg.de/freitesten, auf der sich auch alle weiteren Hinweise zur Quarantäne-Regelung, zu Ausnahmen und zur Freitestung befinden. Alternativ kann man seine Freitestung auf dem Postweg an das Gesundheitsamt Stadt Oldenburg, Industriestraße 1 b, 26121 Oldenburg, schicken.
22.01.2022, 12:48 Uhr
Johnson & Johnson-Geimpfte können kurzfristig Termine bekommen
Impfpunkte haben freie Kapazitäten – In Kürze auch Termine für März buchbar
Von einem Tag auf den anderen nicht mehr vollständig geimpft oder geboostert – das gilt für viele Menschen, auch in Oldenburg, die eine Corona-Impfung von Johnson & Johnson erhalten haben.

Nach der neuen Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung des Bundes benötigen Menschen, die ihre Erstimpfung mit dem Vakzin Janssen von Johnson & Johnson erhalten haben, jetzt zwingend eine zweite Impfung – möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna – um einen vollständigen Grundschutz zu haben. Um als „geboostert“ zu gelten, ist eine dritte Impfung notwendig. Das hat für die Betroffenen Auswirkungen auf die Einhaltung von 2G- oder 2Gplus-Zugangsregeln. Sie benötigen jetzt in vielen Bereichen zusätzlich einen Test.

Die kurzfristig bekannt gewordenen Änderungen haben bei vielen Betroffenen für Unmut und Verunsicherung gesorgt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigt dafür Verständnis: „Die Herabstufung des Impfstatus‘ dieser Personengruppe ohne Vorwarnung oder Übergangszeit ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass so ein folgenreicher Eingriff nur unzureichend kommuniziert wurde, ist ärgerlich“, kritisiert Krogmann. 

Dem Oberbürgermeister ist es wichtig, dass alle Betroffenen auf jeden Fall kurzfristig Impftermine bei den städtischen Impfpunkten bekommen können: „Dafür werden wir Sorge tragen.“ Zudem könnten die ursprünglich mit Johnson & Johnson Geimpften auch ohne Termin die offenen Impfangebote nutzen, die von montags bis freitags zur Verfügung stehen. „Es steht ausreichend Impfstoff bereit“, betont Krogmann. Weil einige der Betroffenen aber noch warten müssen, bis die Dreimonatsfrist zur dritten Impfung – die nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission einzuhalten ist – verstrichen ist, können sie sich allerdings nicht umgehend die dritte Spritze geben lassen. Um ihnen eine zeitliche Perspektive für die Booster-Impfung zu geben, wird die Stadtverwaltung Ende nächster Woche in ihrem Buchungssystem für den Impfpunkt in den Schlosshöfen ausreichend Termine für den Monat März freischalten.

Krogmann dankte denjenigen, die gerade in der Zeit der knappen Impfangebote im vergangenen Sommer bereit gewesen waren, sich mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson impfen zu lassen. Damit habe schnell die Impfquote der Bevölkerung erhöht werden können.


Offene Impfangebote ohne vorherige Terminvereinbarung gibt es an folgenden Tagen:

· montags, 10 bis 15 Uhr, Impfpunkt Universität Campus Haarentor (Uhlhornsweg 49-55),
· dienstags, 10 bis 15 Uhr, Impfpunkt Kreyenbrück (Ewigkeit 20),

· mittwochs, 10 bis 18 Uhr, Impfpunkt Schlosshöfe (Schloßplatz 3),

· donnerstags, 10 bis 15 Uhr, Impfpunkt Kreyenbrück, (Ewigkeit 20), 

· freitags, 10 bis 18 Uhr, Impfpunkt Wechloy (Posthalterweg 10).

Termine ohne Wartezeiten können gebucht werden online unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 (montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr).
22.01.2022, 12:45 Uhr
Langjähriger Feuerwehr-Chef Michael Bremer geht in den Ruhestand
Abschied nach 26 Jahren im Amt / Nachfolger zum 1. Februar wird Jens Spekker
Nach gut 26 Jahren ist Schluss mit Brandschutz und Rettungsdienst: Oldenburgs langjähriger Leiter der Feuerwehr, Michael Bremer (61), verabschiedet sich zum 31. Januar in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird ab 1. Februar Jens Spekker (52), der bisher bereits Leiter der Abteilung Einsatz und Personal sowie Bremers Stellvertreter war.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankt Michael Bremer für die sehr gute Zusammenarbeit. „Die Feuerwehr gehört zu den wichtigsten Einrichtungen unserer Stadt. Brände, Unfälle und medizinische Notfälle stellen hohe Anforderungen an unsere Feuerwehrleute, aber ganz besonders auch an ihre Leitung. Diese Verantwortung hat Michael Bremer 26 Jahre lang mit Kompetenz und Herzblut getragen. Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Kolleginnen und Kollegen, konnten sich immer blind auf ihn verlassen“, würdigt Krogmann den scheidenden Feuerwehrchef. Insbesondere im Corona-Krisenstab habe er persönlich Bremers ruhige und besonnene Art und seine fachliche Unterstützung sehr zu schätzen gewusst.

Dr. Julia Figura als für die Feuerwehr zuständige Dezernentin ergänzt: „Michael Bremer hat die Entwicklung der Feuerwehr geprägt und maßgeblich dazu beigetragen, sie zu der modernen und professionellen Institution zu machen, die sie heute ist. Er hinterlässt seinem Nachfolger ein gut bestelltes und wohl geordnetes Feld.“

Herausforderungen mit starkem Teamgeist gemeistert
Während der Amtszeit Bremers haben sich die Aufgaben und Herausforderungen der Feuerwehr zum Teil stark verändert. Fragt man den Feuerwehr-Chef nach Höhepunkten, nennt er an erster Stelle den Teamgeist und das, was gemeinsam erreicht wurde: etwa die bauliche Modernisierung der acht Feuerwehr-Standorte, darunter der Neubau in der Ibo-Koch-Straße und deutliche Verbesserungen für die freiwilligen Ortsfeuerwehren, die Einrichtung der Großleitstelle als damals bundesweit einmaliges Projekt, die verstärkte Nachwuchsförderung – und nicht zuletzt die Bekämpfung der Corona-Pandemie, die bis auf Weiteres sicher einer der Schwerpunkte bleiben wird.
 
Nachwuchsförderung als Zukunftsaufgabe
Neben der Pandemie ist die Gewinnung von Nachwuchskräften weiterhin von großer Bedeutung. So setzt die Feuerwehr neben besseren Rahmenbedingungen für die Aus- und Fortbildung seit einigen Jahren auf die Ausbildung zur Notfallsanitäterin/zum Notfallsanitäter im eigenen Haus. Generell seien die Bedeutung des Rettungsdienstes und die Versorgungsqualität in den vergangenen Jahren gewachsen, sagt Bremer. Ein Meilenstein in dieser Hinsicht war die Einrichtung der Großleitstelle im Jahr 2011, die heute Rettungsdienst und Brandschutz in sechs Kommunen koordiniert. Oldenburg sei damals Vorreiter und Impulsgeber gewesen, so Bremer.
 
Jens Spekker wird neuer Feuerwehr-Chef
Während Michael Bremer bereits Pläne für ehrenamtliche Projekte im Ruhestand schmiedet, beginnt am 1. Februar Jens Spekker als neuer Feuerwehr-Chef. Der Diplom-Ingenieur, der gebürtig aus Leer stammt, ist seit 1998 ist bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Oldenburg tätig, nach Stationen etwa bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Spekker war bereits seit 2008 Leiter der Abteilung Personal und Einsatz und stellvertretender Amtsleiter. Der Oldenburger ist verheiratet und hat fünf Kinder.
22.01.2022, 12:20 Uhr
Bewegung im Stadtteil: Projekt „3000 Schritte“ läuft auch in diesem Jahr
Beim Spazierengehen den Stadtteil neu entdecken und ins Klönen kommen
Was gibt es Schöneres, als sich an frischer Luft zu bewegen? Körper, Geist und Seele profitieren gleichermaßen – dazu muss es kein anstrengendes Sportprogramm sein. So kommt das Projekt des Niedersächsischen Turnerbundes „3000 Schritte“ für ältere Menschen gerade richtig. Der Bürgerfelder Turnerbund (BTB), der TuS Bloherfelde und der Oldenburger Turnerbund (OTB) haben in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen verschiedene Spaziergänge ausgearbeitet und in den stadtteilbezogenen Broschüren bebildert vorgestellt. Unterstützung erhalten die Vereine dabei vom Gesundheitsamt Oldenburg. Ziel ist es, die Gesundheit für alle im Wohnumfeld mit Angeboten wie „3000 Schritte“ zu stärken.

Barrierefreie Wege bieten Abwechslung
Die barrierefreien Wege bieten viel Abwechslung, laden an einigen Stellen zum Verweilen ein und können – je nach Bedarf – auch für kleine sportliche Einlagen genutzt werden. Die speziell ausgebildeten Bewegungsbegleitenden sowie lizensierte Trainerinnen und Trainer gehen auf Wünsche ein und motivieren zum Mitmachen. In zwangloser Atmosphäre werden so Kontakte geknüpft, neue Gesprächsthemen gefunden und neben den motorischen Fähigkeiten auch die geistigen Fähigkeiten positiv beeinflusst. Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht nötig, die spontane Teilnahme ist zu den genannten Terminen problemlos und kostenfrei möglich – und das bei jedem Wetter. Einzig die geltenden Corona-Vorschriften sind zu beachten.

Gemeinsam spazieren gehen in Bürgerfelde
Der BTB arbeitet dabei mit dem Seniorentreffpunkt im Pavillon am Scheideweg zusammen und hat diese Spaziergänge bereits im Jahr 2018 begonnen. Sie finden zu folgenden Zeiten statt:

• montags von 10.30 bis 11.30 Uhr, Treffpunkt beim BTB an der Alexanderstraße 191
• donnerstags von 14.30 bis 15.30 Uhr, Treffpunkt am Scheideweg beim Seniorentreffpunkt

Nach dem Spaziergang am Donnerstag trifft sich die Gruppe im Seniorentreff in gemütlicher Runde. 
 
Spaziergänge des Oldenburger Turnerbundes
Partnerorganisation des OTB ist die Seniorenresidenz Domicil/Doreafamilie am Drögen-Hasen-Weg 1. Die gemeinsamen Spaziergänge gibt es im Haarentor-/Wechloyviertel seit Dezember 2019 und sie finden immer mittwochs um 10 Uhr statt. Treffpunkt ist am Eingang der Seniorenresidenz.
 
Unterwegs in Bloherfelde
In Bloherfelde arbeitet der TuS Bloherfelde mit der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde-Eversten zusammen. Die Spaziergänge gibt es seit September 2020. Start ist montags um 10.15 Uhr auf dem Bloherfelder Marktplatz. Im Anschluss an den Spaziergang besteht noch die Möglichkeit zu einem Kaffeetrinken in der Gemeinwesenarbeit.
 
Zwangspause im Lockdown
In allen Stadtteilen hatte der Corona-Lockdown ab November 2020 für einen Stillstand gesorgt, sodass dieses niedrigschwellige Angebot nicht stattfinden konnte. Erst ab Juni 2021 war es wieder möglich, die Spaziergänge erneut aufzunehmen. Deshalb sollen sie nach Möglichkeit auch im Winter 2021/2022 weiterhin stattfinden.
22.01.2022, 12:15 Uhr
Freitesten: Negatives Testergebnis per Online-Formular übermitteln
Stadt richtet sicheres Onlineverfahren für die Quarantäneaufhebung ein
Omikron greift um sich, derzeit infizieren sich immer mehr Menschen mit Corona oder sind Kontaktpersonen und müssen deshalb in Quarantäne – auch in Oldenburg. Doch wie kann man sich bei Symptomfreiheit schnell, unbürokratisch und datenschutzkonform freitesten? Die Stadt Oldenburg stellt für dieses Verfahren nun ein sicheres Online-Formular bereit, über das Betroffene zusätzlich zu einigen persönlichen Angaben ihr negatives Testergebnis als Nachweis einreichen können.

Generell gilt: Sowohl Infizierte als auch enge Kontaktpersonen (Erwachsene und Kinder) müssen für zehn Tage in Isolierung beziehungsweise Quarantäne. Ausgenommen von der Quarantäne sind nur Kontaktpersonen, die asymptomatisch und geboostert sind oder deren Zweitimpfung oder Genesung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Wie kann man sich freitesten?
Infizierte und Kontaktpersonen dürfen sich bereits nach sieben Tagen Quarantäne, also ab dem 8. Tag, freitesten. Kinder, die Kontaktpersonen sind, dürfen sich bereits nach fünf Tagen freitesten – das gilt allerdings nicht für infizierte Kinder. Freitesten darf man sich nur, wenn man mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Die Freitestung erfolgt mit einem PCR- oder einem PoC-Test (Bürgertest). Ausnahmen gelten bei Beschäftigen in Betrieben mit vulnerablen Personen: Diese Beschäftigten müssen einen PCR-Test machen.

Die persönlichen Daten (Name, Vorname, Geburtsdatum und die Angabe, ob man Kontaktperson oder erkrankte Person war) sowie das negative Testergebnis als PDF, JPG oder PNG können über www.oldenburg.de/freitesten online hochgeladen werden. Nach erfolgreicher Übermittlung der Daten wird eine Bestätigung generiert, dass man aus der Quarantäne befreit ist. Diese kann ausgedruckt und beispielsweise dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

Wer die Freitestung lieber per Post einreichen möchte, kann diese an das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg, Industriestraße 1 b, 26121 Oldenburg, schicken und muss eine entsprechende Bestätigung abwarten.

Was gilt für Infizierte?
Das Gesundheitsamt ruft infizierte Personen am 7. Tag an und bespricht mit ihnen, ob ein Testen am 8. Tag bei Symptomfreiheit möglich ist. Gegebenenfalls erfolgt eine Verlängerung der Quarantäne um jeweils 48 Stunden bei Weiterbestehen der Symptome.

Auf www.oldenburg.de/freitesten findet sich auch ein anschauliches Schaubild der aktuellen Quarantäne-Regelungen. Bei Fragen rund um die Freitestung informiert auch das ServiceCenter der Stadt Oldenburg telefonisch unter 0441 235-4550 (montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr).
18.01.2022, 15:33 Uhr
Remis zum Start in 2022: Oldenburg holt Punkt gegen Halle
von Sönke Spille
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg sind mit einem Unentschieden ins Jahr 2022 gestartet. In eigener Halle trennte sich das Team von Trainer Niels Bötel in einer spannenden Begegnung vom SV Union Halle-Neustadt mit 26:26 (14:13). Beste Torschützin war Kathrin Pichlmeier mit neun Treffern. Überschattet wurde die Partie von Verletzungen auf beiden Seiten. 

Mit dem Oldenburger Punktgewinn war zu Beginn nicht unbedingt zu rechnen. Die Bötel-Sieben erwischte einen ganz schwachen Start, agierte in der Vorwärtsbewegung fahrig und fehlerbehaftet. „Wir haben zu viele Bälle leichtfertig hergegeben“, ärgerte sich der Trainer. Halle nutzte dagegen die schnellen Ballverluste der Huntestädterinnen und baute die Führung aus. Erschwerend hinzu kam der Ausfall von Marie Steffen, die nach einem Zweikampf am Kreis verletzt ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nach dem 4:9 (16. Minute) nahm Coach Bötel Auszeit, brachte für den Angriff eine zusätzliche Feldspielerin. Der Plan ging auf. Angeführt von Kathrin Pichlmeier und Merle Carstensen verkürzten die VfL-Frauen nicht nur, sondern drehten die Partie komplett: Mit sieben Tore in Folge war das Momentum nun auf Oldenburger Seite, zumal Helena Mikkelsen, beste Torschützin der Gäste in dieser Saison, kurz vor der Halbzeit mit der Roten Karte vom Feld gestellt wurde. 

Doch nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste wieder besser in die Partie, führten zwischenzeitlich 20:16. Eine schwere Verletzung von Simone Spur Petersen, die vom Feld getragen werden musste, brachte die Gäste ein wenig aus dem Konzept. Oldenburg spielte wieder stärker auf, kam Tor um Tor heran. Nach zwei Treffern von Maike Schirmer führten die Huntestädterinnen sogar 25:23. Die Wildcats kamen aber noch einmal zurück – auch weil es dem VfL in der Schlussphase nicht gelang, zwingend vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. 26:25 führte Halle-Neustadt, ehe es Kathrin Pichlmeier mit ihrem Wurf in den Winkel zu verdanken war, dass sich die Gastgeberinnen noch einen Punkt sicherten. „Ich glaube das Unentschieden geht in Ordnung“, fand Niels Bötel: „Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen und können mit dem Punkt ganz gut leben.“

VfL Oldenburg – SV Union Halle-Neustadt 26:26 (14:13)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann (1), Jongenelen, Hoitzing (2), Pichlmeier (9), Buhl (1), Martens (2), Steffen, Carstensen (4/3), Schirmer (4), Knippert, Golla (3/1)
14.01.2022, 23:08 Uhr
17 Jahre für den VfL Oldenburg
Julia Renner beendet ihre außergewöhnliche Handball-Karriere
von Sönke Spille
Sie ist das Gesicht das VfL Oldenburg: Seit 2005 ist Julia Renner Teil der Oldenburger Bundesliga-Mannschaft, hat drei Pokalsiege mit dem Verein gefeiert, den Challenge Cup und den Supercup gewonnen, spielt so viele Jahre am Stück im Handball-Oberhaus wie nur vier Bundesliga-Vereine. Es ist eine einzigartige Geschichte, die nun schon 17 Jahre anhält. Doch diese Saison beim VfL Oldenburg wird ihre letzte sein. Nach der Spielzeit 2021/22 beendet die 34-Jährige ihre beeindruckende Handball-Karriere. 

00.00 Minuten: Sonntag, 20. Mai 2018. Anpfiff zum Finale um den DHB-Pokal in der Stuttgarter Porsche Arena. Julia Renner steht zwischen den Torpfosten, fokussiert sich auf die jetzt startenden 60 Minuten. Nach dem Halbfinalsieg gegen die Bad Wildungen Vipers sind sie und der VfL Oldenburg gegen die SG BBM Bietigheim der große Außenseiter, keiner hat das Team aus der Huntestadt auf der Rechnung. Doch Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze – so auch an diesem Tag. Für Julia Renner wird dieses Finale es zu einem ganz besonderen Spiel ihrer Karriere werden. Doch das zu diesem Zeitpunkt niemand. 

Den Gedanken trug Julia Renner schon seit einiger Zeit mit sich herum, nur den Zeitpunkt, wann sie ihre Karriere beenden wird, den kannte sie lange nicht. Bis jetzt. Im Sommer 2022 hängt die Oldenburger Torhüterin ihre Hallenschuhe an den Nagel. „Mir ist die Entscheidung richtig schwergefallen, aber irgendwann ist es eben an der Zeit“, erklärt sie: „Es war ganz lange mein Lebensmittelpunkt, alles wird um den Handball herumgeplant.“ Mehr Freiheiten bei der Urlaubsplanung, den Spagat zwischen Beruf und Handball nicht mehr meistern müssen – das ist das, worauf sich Julia Renner in Zukunft freut. „Meine Familie und Freunde haben so lange Zeit Rücksicht darauf genommen und zurückgesteckt“, sagte die 34-Jährige: „Jetzt möchte ich Zeit für sie haben.“

19.55 Minuten: Es läuft in diesem Endspiel nicht nach Plan. Die offensive Deckung offenbart zu viele Lücken beim VfL. Auch jetzt wird Karolina Kudlacz-Gloc wieder auf der linken Seite freigespielt. Julia Renner kommt zwei Schritte aus dem Tor, hat bei diesem Wurf aber keine Chance: 6:10, Auszeit Oldenburg. Droht eine ähnliche deutliche Niederlage wie in den beiden Ligaspielen?

Niederlagen – um die würde Julia Renner nur zu gerne einen großen Bogen machen. „Ich bin ein ehrgeiziger Typ und verliere auch außerhalb des Handballs nicht gerne“, sagt sie. Um möglichst viele Niederlagen auf der Platte zu vermeiden, hat die 34-Jährige ihr ganzen Handballerleben hart gearbeitet – beim VfL Oldenburg erst unter Cheftrainer Leszek Krowicki, dann unter Niels Bötel. Die meiste Zeit davon hat sie aber wohl mit ihren Torwarttrainern Alexandr „Sascha“ Vorontsov und Christoph Dannigkeit verbracht. „Sascha hat mich sehr geprägt, da wir eine so lange Zeit zusammengearbeitet haben“, sagt Renner. „Ich war noch nicht einmal 18 Jahre alt und gehörte zu den „Kleinen“, die zu den anderen aufschauen. Mit der Zeit hat man mehr Spielanteile bekommen, konnte sich viel von den Erfahrenen abgucken.“ Insbesondere von Tatiana Surkova habe sie viel gelernt. „Mit der Zeit habe ich meinen Platz im Team gefunden, bin irgendwann auch in neue Rollen geschlüpft, habe Verantwortung übernommen und bin jetzt die, die ihr Wissen weitergibt.“ Und: Es sind in all den Jahren Freundschaften entstanden, die für die 34-Jährige etwas ganz Besonderes sind. „Ich bin sehr dankbar dafür, was ich für viele Menschen kennenlernen durfte, die einem richtig ans Herz gewachsen sind und zu denen ich auch in Zukunft noch Kontakt haben werde.“

29.50 Minuten: 2009 und 2012 hat Julia Renner mit dem VfL Oldenburg den Pokal bereits gewonnen. Daran verschwendet die Torhüterin zum Ende der ersten Halbzeit aber keinen Gedanken. 12:15 liegt der VfL zurück, als sich Karolina Kudlacz-Gloc durch die Oldenburger Defensive und zu Fall gebracht wird. Siebenmeter. Anna Loerper tritt gegen Renner an, aus den Boxen erklingt das Intro von „Eye of the Tiger“. Dann ein Pfiff, Stille. Die VfL-Keeperin macht sich groß, ist aber chancenlos. Der VfL geht mit einem Rückstand von vier Tore in die Halbzeitpause. 

17 Jahre ihrer Bundesliga-Karriere nur für einen Verein zu spielen – das gelingt in der heutigen Zeit kaum noch einem Sportler oder einer Sportlerin. Dass sie ihre gesamte Karriere nur für den VfL spielen wird, damit hatte Julia Renner auch nicht gerechnet, als sie 2005 den TSV Ellerbek verließ, um bei Bundesligist VfL Oldenburg anzuheuern. Seitdem hat sich der Kader über die Jahre verändert. Die einzige Konstante? Das blieb bis heute Julia Renner. „Ich wäre zu einer bestimmten Zeit auch ins Ausland gegangen, um etwas Neues kennenzulernen“, verrät sie: „Es hat sich aber nicht ergeben. Im Nachhinein bin ich schon froh, dass es so gekommen ist. Oldenburg ist dadurch mit der Zeit mein Zuhause geworden. Dafür bin ich unendlich dankbar.“

38.10: Der VfL ist wieder im Spiel! Nur acht Minuten sind nach Wiederanpfiff gespielt, da sorgt Angie Geschke mit ihrem Tor für den Ausgleich. Seit dem Seitenwechsel steht die Oldenburger Defensive deutlich kompakter – und wenn Bietigheim doch eine Lücke findet, dann ist Julia Renner zur Stelle. So auch jetzt: Nach einem Pass auf die rechte Seite versucht es Angela Malenstein von Außen, doch Renner lenkt den Ball um den Pfosten, leitet den Tempogegenstoß ein. Den verwandelt Angie Geschke: Oldenburg führt, die 2513 Zuschauer in der Arena jubeln. 

Als Nachwuchshandballerin saß Julia Renner oft als Zuschauerin in der Kieler Ostsee-Halle und fieberte mit den Handballern des THW mit. „Mein Traum war es damals immer, dass ich in der damaligen Ostsee-Halle spiele oder eben so weit komme, dass ich auch vor so vielen Zuschauern spiele“, sagt Renner. Als Kind hat sie dabei eine ganze Reihe an Sportarten ausprobiert: Schwimmen, Reiten, Judo Turnen zum Beispiel – doch es war besonders der Mannschaftssport, der sie damals begeisterte. Mit Freundinnen und Klassenkameradinnen bildete sie eine Handball-Mannschaft, stand von Beginn an im Tor. „Ich fand es damals irgendwie unheimlich cool, im Tor zu stehen“, schmunzelt Renner: „Ich war dazu schon früh verhältnismäßig groß und hatte so ganz gute Chancen, an den Ball zu kommen.“

52.45 Minuten: 25:24 – der VfL Oldenburg führt weiterhin, als die Schiedsrichterinnen auf Siebenmeter für Bietigheim entscheiden. Julia Renner blickt ihrer Gegenüber Angela Malenstein tief in die Augen, täuscht mit dem linken Bein an. Nur einen Sekundenbruchteil später fährt sie das Bein erneut aus und wehrt den Ball. Die Halle jubelt, Renner ballt die Fäuste, klatscht an der Bank mit den Co-Trainern Andreas Lampe und Maike Balthazar ab. Der VfL bleibt in Führung. Noch sieben Minuten. 

Maike Balthazar ist es zu verdanken, dass Julia Renner der Weg aus ihrer Heimat Schleswig-Holstein nach Oldenburg führt. Balthazar ist damals Jugendnationaltrainerin. „Ich habe nach einer Perspektive gesucht, mir alles angeschaut und dann unterschrieben“, erzählt Julia Renner. Es beginnt eine aufregende Zeit für die damals noch 17-Jährige. „Es war für mich alles ganz neu und spannend, wir haben viel mehr trainiert, als ich es vorher kannte.“ Dazu muss sie sich, weg von ihrer Familie, in einer WG einleben. Auch wenn das Nachwuchstalent bereits im ersten Jahr zum Bundesligakader gehört, die meiste Einsatzzeit hat sie in der zweiten Mannschaft, sammelt Spielpraxis. Renner: „Hier konnte ich lockerer aufspielen.“

54.50 Minuten: Oldenburg kann den knappen Vorsprung bisher verteidigen, als über die rechte Außenbahn der nächste Angriff auf das Tor von Julia Renner zurollt. Angela Malestein setzt zum Sprung an. Die VfL-Keeperin überlegt keine Sekunde, kommt Schritt um Schritt auf die Bietigheimerin zu. Sie verkürzt den Winkel, fährt ihr rechtes Bein aus, kommt an den Ball. Dieser rollt langsam in Richtung Torlinie. Julia Renner reagiert geistesgegenwärtig, hechtet dem Ball hinterher, streckt sich. Sie hat ihn – Zentimeter vor der Torlinie. Die Oldenburger Führung hat weiter Bestand. Und die Uhr tickt. Nur noch fünf Minuten. 

Was wird da wohl noch kommen? Das wusste im Pokal-Finale von Stuttgart in den letzten fünf Minuten niemand so genau. Vielmehr galt es, die Konzentration bis zum Ende hochzuhalten. So ähnlich will es auch Julia Renner in den letzten Spielen ihrer Bundesligakarriere angehen. „Es wird für mich erst eine ganz große Veränderung werden, wenn es soweit ist“, will sie sich mit dem Abschied noch nicht allzu sehr beschäftigen. Nur so viel: „Ich habe mir vorgenommen, alles zu genießen.“ Und dann wären da noch die sportlichen Ziele, die die 1,83 Meter große Torhüterin hat: „Ich möchte unbedingt noch einmal ins Final Four und schauen, was da für uns möglich ist. Und natürlich ist es mein Ziel in dieser Saison noch möglichst viele Spiele zu gewinnen.“

59.30 Minuten: Die Fans spüren: Hier liegt eine Pokalsensation in der Luft. Nach dem 29:27 durch Angie Geschke gelingt Angela Malestein mit einem Dreher der schnelle Anschlusstreffer. Julia Renner holt den Ball aus dem Netz, wirft ihn in Richtung Mittelkreis. Zum letzten Mal in diesem Final4. Noch 20 Sekunden.

Wäre die Bundesliga-Karriere von Julia Renner ein Spiel, dann würde der Zeiger der Spieluhr etwa diese 20 Sekunden vor dem Ende stehen. Doch auch wenn die Schlusssirene im letzten Spiel ertönen wird, der Handballsport wird immer einen Platz im Leben von Julia Renner einnehmen. „Ich denke, ich werde beim VfL etwas finden, das ich machen kann“, sagt sie. Eine Zukunft als Torwarttrainerin im Jugendbereich etwa, um den Nachwuchs in Oldenburg zu fördern. „Da ist aber noch nichts besprochen.“ Auch die Heimspiele werden einen festen Platz in ihrem Terminkalender haben. „Wenn ich dem Team irgendwie weiterhelfen kann, dann werde ich das machen“, sagt sie.

60.00 Minuten: Die Schlusssirene dröhnt in der Stuttgarter Porsche Arena. Die Spielerinnen reißen die Arme in Richtung Hallendecke, die Auswechselbank stürmt auf das Spielfeld. Das gesamte Team jubelt auf dem Spielfeld, springt auf und ab. Wirklich glauben will es zu diesem Zeitpunkt niemand. Doch es ist geschafft: Julia Renner und der VfL Oldenburg sind Pokalsieger. 

Es ist eine große Party, die der VfL Oldenburg nach diesem Pokalsieg feiert. Und es wird in diesem Jahr wieder eine geben, ganz egal wie die Saison endet – eine für das „Oldenburger Urgestein“, wie Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL Oldenburg, Julia Renner bezeichnet. „Sie hat eine riesige Karriere in Oldenburg hingelegt“, sagt er, „hat Höhen und Tiefen mitgemacht. Für uns ist es natürlich schade, aber sie hat es sich verdient, ihr Karriereende zu genießen.“ Über all die Jahre habe „Julchen“ einen kleinen Legendenstatus an der Hunte erlangt. „Sie ist in den letzten Jahren als Kapitänin immer vorangegangen, hat so viele gute Spiele mit wichtigen Paraden bestritten und ist für Nele Reese eine wichtige Partnerin gewesen“, so Lampe. „Wir werden noch einmal versuchen, ihr eine tolle Rückrunde zu bieten. Und nach der Saison werden wir eine Party feiern, um diese außergewöhnliche Karriere zu würdigen.“

„Wir kommen zur Auszeichnung der besten Torhüterin des Final4 2018“, dröhnt es durch die Lautsprecher der Stuttgarter Porsche Arena: „Die Jury hat gewählt: Die Nummer 1 des VfL Oldenburg – Julia Renner.“ In diesem Moment ist der Spot, sind alle Augen noch einmal ganz allein auf Julia Renner gerichtet. Freudestrahlend umarmt sie Jogi Bitter, der ihr die Auszeichnung übergibt. Nur wenige Augenblicke später baumelt die Goldmedaille um ihren Hals. Und dann, dann hält sie den Siegerpokal in ihren Händen. Das, was vorher wohl niemand für möglich gehalten hat, ist wahr geworden. 

Das Pokalfinale 2018 – es ist das Spiel, das Julia Renner am besten in Erinnerung geblieben ist. Ihre zwölf Paraden ebnen dem VfL am 20. Mai 2018 den Weg zum vierten Pokaltriumph der Vereinsgeschichte. „Kaum jemand hat uns diesen Titel zugetraut“, sagt Julia Renner rückblickend: „Wir haben als Team alle überrascht und so in der Mannschaft für ein unglaubliches Gefühl gesorgt.“ Es sind die Augenblicke wie der Pokalsieg 2018, die für Julia Renner ihre 17-jährigen Bundesliga-Handballkarriere unbezahlbar gemacht haben: „Für solche Momente spielt man Handball.“
14.01.2022, 14:13 Uhr
Fördermittel treiben Digitalisierung der Schulen weiter voran
Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat am Donnerstag, 13. Januar 2022, gleich mehrere Bewilligungsbescheide aus dem Digitalpakt Schule entgegengenommen. Mit den Fördermitteln werden der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Modernisierung der Ausstattung von 30 Schulen aller Schulformen – von Grundschulen und Förderschulen über Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen und Oberschulen bis zu Berufsbildenden Schulen – weiter vorangetrieben.

Von den heute bewilligten 1,85 Millionen Euro wurden von der Stadt Oldenburg bereits rund 1,7 Millionen Euro für den IT-Infrastrukturausbau mit LAN und WLAN verausgabt, von dem 29 Oldenburger Schulen profitieren. Nur kleiner Teil des Geldes, rund 167.000 Euro, wird für die Beschaffung von interaktiven Tafeln und Interaktionsgeräten für die IGS Helene-Lange-Schule verwendet.

Niedersachsens Kultusminister Grant Henrik Tonne übergab die Bescheide aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht wie sonst üblich vor Ort in Hannover, sondern virtuell: „Die Digitalisierung unserer Schulen schreitet voran. Mein ganz großer Dank geht an die Stadt Oldenburg und die Schulen, die mit ihrem tatkräftigen Engagement hervorragende Arbeit geleistet haben. Sie haben beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur einen wichtigen Grundstein gelegt und erhalten mit den bewilligten Fördermitteln die Möglichkeit, diesen gelungenen Weg fortzusetzen.“

„Mit dem Geld kann die Digitalisierung unserer Schulen weiter vorangetrieben werden. Die nun übergebenen Fördermittel werden zum überwiegenden Teil dazu genutzt, Schulen flächendeckend mit WLAN und LAN auszustatten. Insgesamt profitieren 30 Schulen aller Schulformen von den Mitteln“, zeigt sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erfreut und sagt mit einem Blick in die Zukunft: „Wir haben in Oldenburg ehrgeizige Ziele, um qualitativ hochwertige Lern- und Lehrbedingungen zu ermöglichen: Bis 2024 soll in unserer Stadt die digitale Modernisierung an allen weiterführenden Schulen und bis 2025 an den Grundschulen abgeschlossen sein. Damit wir das Tempo hochhalten können, würden wir uns freuen, wenn der Mittelabruf aus dem Digitalpakt Schule beschleunigt werden könnte.“
14.01.2022, 14:06 Uhr
Stadt setzt STIKO-Empfehlung in Impfpunkten um
Ab Freitag, 14. Januar, können auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren geboostert werden
Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante nun auch allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren zu einer Covid-19-Auffrischungsimpfung. Darauf reagiert die Stadt Oldenburg: Ab Freitag, 14. Januar, wird diese Empfehlung in allen von der Stadt betriebenen Impfpunkten umgesetzt.

Erste Möglichkeiten bieten sich an diesem Freitag im Impfpunkt Wechloy (Posthalterweg 10), wo zwischen 10 und 18 Uhr Impfungen ohne vorherige Terminanmeldung angeboten werden, sowie am Montag, 17. Januar, von 10 bis 15 Uhr im neu eingerichteten Impfpunkt an der Universität (Gebäude B, Uhlhornsweg 49-55) – auch hier wird ohne Termin geimpft. Bei den termingebundenen Angeboten in den Schlosshöfen und in Wechloy sind momentan auch wieder kurzfristig Impfzeiten buchbar.

Nach der STIKO-Empfehlung erfolgt in den Impfpunkten die dritte Impfung in einem Mindestabstand von drei Monaten zur vorangegangenen Impfung. Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird der Impfstoff von Biontech verabreicht. 

Bisher hatte die STIKO eine Booster-Impfung nur allen Erwachsenen ab 18 Jahren empfohlen.

Alle weiteren Informationen zu den Impfpunkten und zu den Unterlagen, die mitzubringen sind, gibt es online unter www.oldenburg.de/impfpunkt.
14.01.2022, 14:01 Uhr
Campus contra Corona: Weiterer Impfpunkt öffnet an Universität
Stadt weitet Impfangebot erneut aus – freies Impfen unter der Woche durchgängig möglich
Ihren vierten Impfpunkt eröffnet die Stadt am kommenden Montag, 17. Januar, auf dem Campus Haarentor der Carl von Ossietzky Universität. Jeden Montag werden dort zwischen 10 und 15 Uhr ohne vorherige Terminvereinbarung alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Corona-Schutzimpfungen für die Altersgruppe ab zwölf Jahren durchgeführt. Das Angebot richtet sich nicht nur an Studierende, sondern an alle Bürgerinnen und Bürger. Der Impfpunkt ist von außen zugänglich und befindet sich im Gebäude B, Uhlhornsweg 49-55, direkt neben dem Eingang zur Bibliothek.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann schließt der neue Impfpunkt eine Lücke: „Dank der Erweiterung des Impfangebotes durch den Impfpunkt am Campus können sich Bürgerinnen und Bürger nun in Oldenburg von Montag bis Freitag spontan ohne Termin gegen Corona impfen lassen. Wir freuen uns, dass die Universität uns in dem Vorhaben unterstützt, so vielen Impfwilligen wie möglich ein niedrigschwelliges Angebot machen zu können.“

„Jeder Impfpunkt in Oldenburg zählt. Ich danke der Stadt für das zusätzliche Angebot auf unserem Campus. Die Angehörigen unserer Universität, aber auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger haben nun einen noch leichteren Zugang zur Impfung. Mein Appell an alle, die noch keinen oder keinen vollständigen Impfschutz haben: Nutzen Sie dieses Angebot! Denken Sie an sich und Ihre Mitmenschen, damit wir alle bald wieder einen sicheren Alltag erleben können“, erklärt Prof. Dr. Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg.


An folgenden Tagen findet nun in Oldenburg freies Impfen statt:

Montag: Impfpunkt Universität, 10 bis 15 Uhr, Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg
 Dienstag: Impfpunkt Kreyenbrück, 10 bis 15 Uhr, Ewigkeit 20, 26133 Oldenburg
 Mittwoch: Impfpunkt Schlosshöfe, 10 bis 18 Uhr, Schlossplatz 3, 26122 Oldenburg
 Donnerstag: Impfpunkt Kreyenbrück, 10 bis 15 Uhr, Ewigkeit 20, 26133 Oldenburg
 Freitag: Impfpunkt Wechloy, 10 bis 18 Uhr, Posthalterweg 10, 26129 Oldenburg

In allen städtischen Impfpunkten werden nur solche Impfungen durchgeführt, für die es eine aktuelle Empfehlung der STIKO gibt. Daher werden derzeit weder Booster-Impfungen für Minderjährige noch Viert-Impfungen durchgeführt. Verimpft werden die mRNA-Impfstoffe der Hersteller Biontech und Moderna, eine Wahlmöglichkeit besteht nicht.

Alle weiteren Informationen zu den Impfpunkten und zu den Unterlagen, die mitzubringen sind, gibt es online unter www.oldenburg.de/impfpunkt.
14.01.2022, 13:59 Uhr
Altbatterien in Papierkörben sind eine explosive Gefahr
Abfallwirtschaftsbetrieb verweist auf Entsorgungsmöglichkeiten für Schadstoffe
Die Mitarbeiter der Straßenreinigung des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) sind im Stadtgebiet für die Leerung von ungefähr 1.000 Papierkörben zuständig. Leider stellen sie dabei immer wieder fest, dass sich in vielen Papierkörben – vorzugsweise im Innenstadtbereich – Batterien befinden. „Allein an einem Tag in der vorigen Woche haben unsere Mitarbeiter in acht Papierkörben im Bereich der Fußgängerzone 35 Batterien entdeckt, die darin nichts zu suchen haben“, berichtet Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. „Die Abfälle aus den Papierkörben werden in die Abfallbehandlungsanlage nach Neuenwege gebracht, wo sie in einem Schredder unter großen mechanischen Kräften zerkleinert werden. Und genau dort stellen sie eine hochexplosive Gefahr dar“, betont Schneider-Kühn. „Nur der Aufmerksamkeit unserer Straßenreiniger haben wir es zu verdanken, dass mögliche Brände vermieden werden konnten.“

Weil es in der Vergangenheit schon mehrfach in der Abfallbehandlungsanlage infolge explosiver Stoffe im Abfall zu Explosionen und Bränden gekommen war, hat der AWB im November vergangenen Jahres eine umfassende Informationskampagne gestartet. So sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbebetriebe über Gefahren, die bestimmte Stoffe im Abfall verursachen können, aufgeklärt und über die ordnungsgemäße Entsorgung informiert werden.
 
Die Entsorgung von Batterien und Akkus ist im Batteriegesetz geregelt. „Danach sind nicht nur die Vertreiber von Batterien wie zum Beispiel Supermärkte, Drogerien und Baumärkte zur Rücknahme von Batterien und Akkus verpflichtet, auch die Besitzerinnen und Besitzer der Batterien – also die Endverbraucherinnen und Endverbraucher – sind verpflichtet, alte Batterien einer getrennten Erfassung zuzuführen und nicht im Restmüll zu entsorgen. Und auch die Satzung über die Abfallwirtschaft in der Stadt Oldenburg schreibt eine getrennte Entsorgung von Batterien und Akkus vor“, informiert der AWB-Chef.

Aber nicht nur Batterien und Akkus können Brände in der Abfallbehandlungsanlage verursachen. Auch nicht vollständig geleerte Spraydosen, Gasbehälter und Feuerlöscher sind brandgefährlich. „Solche gefährlichen Abfälle gehören nicht in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine sind im Abfuhrkalender und im Internet unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.
14.01.2022, 13:58 Uhr
Ausschüsse tagen online
Sitzungen finden vorerst als Videokonferenz statt – Öffentlichkeit kann digital teilnehmen
Die nächsten Sitzungen der Fachausschüsse des Oldenburger Stadtrates sollen in rein digitaler Form stattfinden. Auf diese Vorgehensweise hat sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit den Vorsitzenden der betroffenen Ausschüsse verständigt. Krogmann reagiert damit auf die rasant steigenden Zahlen der neu gemeldeten Corona-Infektionen. „Es gilt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Kontakte zu reduzieren, um damit die weitere Beschleunigung des Infektionsgeschehens zu bremsen. Dazu zählt auch das Vermeiden von Sitzungen in Präsenz“, sagt der Oberbürgermeister. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich in Oldenburg binnen einer Woche nahezu verdoppelt. 

Für diese Situation hat das Land Niedersachsen die Regelungen des Paragraphen 182 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes wieder in Kraft gesetzt, die alternative Formate für Sitzungen der politischen Gremien ermöglichen. Die Sitzungen sollen als Videokonferenzen der Ausschussmitglieder stattfinden, die auch von der Öffentlichkeit verfolgt werden können. Interessierte können sich dafür online oder telefonisch anmelden. Betroffen sind zunächst der Sozialausschuss am 18. Januar, der Ausschuss für Stadtplanung und Bauen am 20. Januar, der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen am 2. Februar sowie der Betriebsausschuss des Eigenbetriebes Gebäudewirtschaft und Hochbau am 3. Februar.

Für den Sozialausschuss sind bereits Anmeldungen möglich: Wer die Videokonferenz verfolgen möchte, kann sich bis Montag, 17. Januar, 12 Uhr, unter https://gemeinsam.oldenburg.de/teilnehmen oder telefonisch unter 0441 235-4950 anmelden. Weitere Informationen zur Teilnahme an der digitalen Sitzung werden den Angemeldeten dann rechtzeitig mitgeteilt. 

„Die Abwägung für diesen Schritt ist mir schwergefallen, da ich in der politischen Arbeit insbesondere den persönlichen Austausch für sehr wichtig halte. In der aktuellen Phase der Hochinzidenz mit der extrem ansteckenden Omikron-Virusvariante muss dieser Aspekt allerdings zurückstehen. Durch die Online-Teilnahmemöglichkeit für die Öffentlichkeit sollen die Ausschussberatungen aber für alle nachvollziehbar bleiben“, betont Oberbürgermeister Krogmann. „In zwei Wochen“, so hofft Krogmann, „können wir die Lage klarer beurteilen.“ Ob dann wieder Sitzungen in Präsenz geplant werden können, soll am 7. Februar im Verwaltungsausschuss besprochen werden.
14.01.2022, 13:55 Uhr
Stadt erleichtert Umtausch von alten Papierführerscheinen
EU-Kartenführerschein: Anträge können ohne Terminbuchung schriftlich gestellt werden
Der Umtausch des alten Papierführerscheins in den EU-Kartenführerschein stellt aktuell alle Fahrerlaubnisbehörden vor besondere Herausforderungen, so auch die Führerscheinstelle im Bürgerbüro Nord der Stadt Oldenburg.

Diejenigen, die bisher noch keinen EU-Kartenführerschein besitzen, müssen, wenn sie den Geburtsjahrgängen 1953 bis 1958 angehören, bis zum 19. Januar 2022 den Papierführerschein in einen EU-Kartenführerschein umtauschen. Aufgrund des nahenden Stichtags und der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist es nicht möglich, kurzfristig ausreichend Bearbeitungstermine für die Umtauschanträge vor Ort in der Führerscheinstelle zur Verfügung zu stellen. Deshalb bietet die Stadt Oldenburg ein ergänzendes Antragsverfahren an, bei dem der Antrag ohne Terminbuchung schriftlich an die Führerscheinstelle gestellt werden kann. Die Antragsunterlagen und weitere Informationen zum Umtausch sind auf der Internetseite der Stadt Oldenburg unter www.oldenburg.de/umstellung-eu-kartenfuehrerschein zu finden.

Keine Geldbuße bis 19. Juli 2022
Die Stadt Oldenburg weist darauf hin, dass der Bund und die Länder sich aufgrund der besonderen Situation darauf verständigt haben, keine Bußgelder zu verhängen. Sollte es nicht rechtzeitig möglich gewesen sein, einen Termin zu erhalten, wird dies bis zum 19. Juli 2022 kein Verwarngeld zur Folge haben, wenn ein abgelaufener Papierführerschein mitgeführt wird.

Nach Ablauf der Frist für den Führerschein-Umtausch wird der alte Führerschein – also die amtliche Bescheinigung, die ein Vorhandensein einer Fahrerlaubnis nachweist – zwar ungültig, die Fahrerlaubnis – also die amtliche Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen – bleibt aber unverändert bestehen.

Zeitlich gestaffeltes Umtauschverfahren
Die Stadt Oldenburg bittet Führerscheininhaberinnen und Führerscheininhaber der Geburtsjahrgänge, die noch nicht zum Umtausch verpflichtet sind, erst in den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen den Umtauschantrag zu stellen. Der Gesetzgeber hat sich bewusst für ein zeitlich gestaffeltes Verfahren, das sich am Geburtsjahr der Inhaberinnen und Inhaber der Führerscheine orientiert, entschieden. So sollen eine Überlastung der Behörden und lange Wartezeiten vermieden werden. Die Papierführerscheine müssen bis zu folgenden Daten umgestellt sein:
 • Geburtsjahr 1953 bis 1958 – Umtauschfrist: 19. Januar 2022
 • Geburtsjahr 1959 bis 1964 – Umtauschfrist: 19. Januar 2023
 • Geburtsjahr 1965 bis 1970 – Umtauschfrist: 19. Januar 2024
 • Geburtsjahr 1971 oder später – Umtauschfrist: 19. Januar 2025

Für diejenigen, die vor 1953 geboren wurden, gilt der Stichtag 19. Januar 2033, egal, wann der Führerschein ausgestellt wurde.

Auch Scheckkartenführerscheine (ausgegeben zwischen 1.1.1999 und 18.1.2013) müssen in den kommenden Jahren in einem gestaffelten Verfahren ab 2026 bis 2033 umgetauscht werden.

Hintergrund der Umtauschaktion
Führerscheine sollen künftig EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein. Außerdem sollen alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden.
11.01.2022, 17:18 Uhr
Mitmachen bei der Inklusionswoche 2022
Das Aktionsbündis 5. Mai ruft zur Beteiligung auf!
Vom 2. bis zum 8. Mai findet die 11. Oldenburger Inklusionswoche statt. Auch in 2022 plant das Aktionsbündnis 5. Mai wieder ein buntes, informatives und vielseitige Programm rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Inklusion soll sichtbar gemacht und Begegnungen sowie Diskurs ermöglicht werden. Dabei gilt es auf Barrieren, auch im Kopf, aufmerksam zu machen und Anregungen für ein besseres Miteinander in unserer Stadt zu geben.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen und Ideen an dem Programm zu beteiligen. Egal ob Institution oder Einzelperson: Jede*r, die/der ein Zeichen für Inklusion setzen möchte, ist willkommen. Beiträge für das Programm können bis 30. März per E-Mail unter info@ol-inklusiv.de angemeldet werden.

Das Aktionsbündnis 5. Mai ist ein breites Bündnis von Selbsthilfegruppen, Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen. Seit 11 Jahren richtet es zusammen mit vielen Kooperationspartner:innen die Oldenburger Inklusionswoche aus. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen, die sonst häufig eher an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind. 
11.01.2022, 17:03 Uhr
Sparda-Bank West spendet 3.000 Euro für schwerkranke Kinder
Wenn ein Kind viel zu früh, behindert oder sehr krank auf die Welt kommt, bedeutet das für die Familie oft eine extreme Belastung. Über 40.000 Familien in Deutschland sind jedes Jahr mit einer solchen Lebenssituation konfrontiert. Für diese Familien knüpft der Bunte Kreis ein beispielhaftes Hilfsnetzwerk für ganzheitliche Betreuung. Dazu gehört auch die Einrichtung am Kinder-Klinikum Oldenburg, die zum Start in das neue Jahr von der Sparda-Bank West eine Spende über 3.000 Euro erhält. „Diese Unterstützung  ist besonders in der aktuellen, herausfordernden Zeit ein besonderer Lichtblick für die Familien, die wir betreuen und eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit“, betont Elisabeth Walker, Leiterin der Sozialmedizinischen Nachsorge am Kinder-Klinikum Oldenburg.

Insgesamt stellt die Genossenschaftsbank 45.000 Euro als Spende aus Mitteln des Gewinnsparvereins bei der Sparda-Bank West bereit, berichtet Sparda-Bank-Filialleiter Hermann Kruse: „Der Bunte Kreis gibt mit seinen Nachsorge-Einrichtungen betroffenen Kindern und ihren Familien Rückhalt in einer schweren Zeit, vor allem Mut und Unterstützung im Alltag. Das sind gelebte Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt, genau die Werte, die wir als Genossenschaftsbank mit unserem gesellschaftlichen Engagement fördern.“ Auf der Basis dieser genossenschaftlichen Wertvorstellungen helfe die Sparda-Bank West vor Ort und gestalte die Zukunft positiv mit, unterstreicht der Filialleiter: „Das ist gerade in Corona-Zeiten ein wichtiger Beitrag für die Menschen in unserer Region“. Jahr für Jahr unterstützt die Sparda-Bank West mit ihrem Gewinnsparverein rund 850 Vereine und gemeinnützige Initiativen in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Niedersachsen.
07.01.2022, 14:46 Uhr
Bilanz für „Oldenburg räumt auf! … das ganze Jahr 2021“
2.079 Teilnehmende sammeln mehr als 1.000 Abfallsäcke voller Müll
„Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Ein Engagement, das nachahmenswert ist. Und ein dickes Dankeschön an alle Teilnehmenden, die 2021 ihren persönlichen Beitrag zur Stadtsauberkeit geleistet haben.“ So fasst Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn die Müllsammelaktion „Oldenburg räumt auf! … das ganze Jahr 2021“ des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB) zusammen, die am 31. Dezember endete. Denn trotz der widrigen Umstände, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, gab es eine Vielzahl von Anfragen für die Durchführung von selbst organisierten Abfallsammelaktionen. Insgesamt nahmen 2.079 Personen teil, davon entfielen 1.433 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Schulen. Bei den Sammeltrupps gab es 76 Gruppen, zwölf Bürgervereine, sieben Schulen und neun Dauersammler. Es wurden insgesamt mehr als 1.000 gefüllte Abfallsäcke vom AWB eingesammelt.

Viele Bürgerinnen und Bürger wollten sich nicht damit abfinden, dass „Oldenburg räumt auf!“ in 2020 und 2021 komplett abgesagt werden musste – und leisteten so einen eigenen Beitrag zur Stadtsauberkeit. „Nicht alle Pläne konnten umgesetzt werden. Dennoch gab es Sammelgruppen, die sich unter Beachtung der geltenden Corona-Regelungen organisiert haben, um ihr Wohnumfeld von achtlos weggeworfenem Abfall zu reinigen“, freut sich Schneider-Kühn über das Umweltbewusstsein vieler.

Und auch 2022 soll es wieder „Oldenburg räumt auf!“ geben – sofern es die Corona-Lage zulässt, dann gerne wieder als Gemeinschaftsaktion. Geplant ist der Aufräumtermin am Freitag, 25. März 2022, für die Oldenburger Schulen und am Samstag, 26. März 2022, für alle kleinen und großen Oldenburgerinnen und Oldenburger.
07.01.2022, 14:39 Uhr
Herzen und Geldbeutel öffnen
Oberbürgermeister empfängt Sternsinger-Delegation – Segenssprüche zum Mitnehmen
„Gesund werden – Gesund bleiben“ ist gerade in Pandemie-Zeiten der Wunsch vieler Menschen für das neue Jahr. Und genauso lautet das Leitwort der Aktion „Dreikönigssingen“ des Kindermissionswerkes, die erneut von den katholischen Kirchengemeinden im Oldenburger Stadtgebiet unterstützt wird. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann empfing zum Dreikönigsfest am 6. Januar vor dem Alten Rathaus eine kleine Abordnung aus der Kirchengemeinde St. Willehad. Begleitet von Organisatorin Rosemarie Deckarm und Sara Bramlage überbrachten die in den Kostümen der Heiligen Drei Könige gewandeten Sternsingerinnen Carla und Laura Hörtemöller sowie Max Bramlage die Segensformel „20*C+M+B+22“. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“, zu Deutsch „Christus segne dieses Haus“, außerdem für die Anfangsbuchstaben der legendären Namen der Weisen aus dem Morgenland, nämlich Caspar, Melchior und Balthasar.

Der Empfang der Sternsingerkinder durch den Oberbürgermeister ist eine langjährige Tradition. Zum zweiten Mal in Folge fand der Besuch indes Corona-bedingt nur in einem kleinen Rahmen statt. Jürgen Krogmann lobte die Mädchen und Jungen für ihr Engagement: Es sei ein Signal der Hoffnung und des Miteinanders, gerade von jungen Menschen, die in diesen schweren Zeiten sich für andere einsetzten, so der Oberbürgermeister. Er wünschte den kleinen Königinnen und Königen, dass sie auf offene Herzen und Geldbeutel treffen. Die Sternsinger machen mit ihrer Aktion auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam und sammeln Spenden für das Kindermissionswerk.

Auch in diesem Jahr verhindert die Pandemie in den meisten Gemeinden Hausbesuche der Sternsingerinnen und Sternsinger. Auf den Segen muss dennoch niemand verzichten. So werden in der Gemeinde St. Willehad am kommenden Wochenende in allen Kirchen Sternsinger-Gottesdienste gestaltet – am 8. Januar um 18 Uhr in St. Willehad sowie am 9. Januar um 10 Uhr in St. Stephanus, um 10 Uhr in der Kirche Heilig Geist, um 10.30 Uhr im Forum St. Peter und um 11.15 Uhr in St. Willehad (dieser Gottesdienst wird auch auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde live übertragen). Die Kollekten dieser Gottesdienste sind für das Kindermissionswerk bestimmt. Es liegen Umschläge mit Segenssprüchen zum Mitnehmen aus. Die Spenden können auch überwiesen werden.

Auch die Kirchengemeinde St. Marien veranstaltet drei Sternsingermessen mit jeweils zwei Sternsinger-Gruppen (am 8. Januar um 17 Uhr in St. Marien sowie am 9. Januar um 9.30 Uhr in St. Christophorus und um 11 Uhr in St. Marien). Nach den Messen kann man sich gesegnete Aufkleber mit dem Segen für 2022 mitnehmen sowie Spendentüten und Überweisungsträger zugunsten der Sternsinger. Spenden können auch direkt nach den Messen abgegeben werden.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,23 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 76.500 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.
04.01.2022, 16:23 Uhr
Oldenburger Klimaschutz-Förderprogramme kommen gut an
Anträge für 2022 können gestellt werden
Die Stadt Oldenburg bietet eine Reihe von Förderprogrammen an, die einen gemeinsamen Zweck haben: Mehr Klimaschutz! „Damit wir das Ziel erreichen, Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen, braucht es mehr als gute Vorsätze. Unsere Förderprogramme schaffen einen verbindlichen Rahmen und ermöglichen die Umsetzung vieler konkreter Maßnahmen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Zuschüsse gibt es für neue Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach oder am Balkon, für die energetische Sanierung von Altbauten, für besonders energieeffiziente Neubauten sowie für Gründächer und die Fassadenbegründung. Auch im Mobilitätsbereich gibt es große Potenziale zur CO2-Reduktion. Neben der generellen Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel und des Fuß- und Radverkehrs gibt es deshalb auch hier Förderprogramme wie die Lastenradförderung oder auch die Förderung von Carsharing-Angeboten. Hervorzuheben ist zudem die Richtlinie „Alle fürs Klima“, aus der alle Bürgerinnen und Bürger Unterstützung für ihre Klimaschutzideen, wie beispielsweise Bildungs-, Kultur- oder Naturschutzprojekte, bekommen können.

Dass die Programme sehr gut angenommen werden, zeigt ein Blick auf die Zahlen aus 2021. „Das Engagement für mehr Klimaschutz zählt sich aus“, freut sich Oberbürgermeister Krogmann. Die beiden neuen Programme Lastenradförderung und „Alle fürs Klima“ waren im vergangenen Jahr so stark nachgefragt, dass die Budgets noch im laufenden Jahr kräftig angehoben wurden. Bei der Altbauförderung wurde wie schon im Vorjahr das Budget von 400.000 Euro vollständig genutzt, um so fast 300 Gebäude klimagerecht sanieren zu können. Auch die Förderrichtlinie Photovoltaik steht beispielhaft für den Erfolg. Denn auch hier konnten die eingeplanten 500.000 Euro zum Jahresende komplett ausgeschöpft werden. Fast 550 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 3.645 Kilowatt Peak können damit ans Netz gehen. Rechnerisch werden mit den neuen Anlagen dann jedes Jahr circa 1.700 Tonnen CO2 eingespart.

Mit dem Vorhaben, dass Oldenburg 2035 klimaneutral sein will, kommt den Förderprogrammen künftig eine noch größere Bedeutung bei. Deshalb werden die Klimaschutz-Programme auch im Jahr 2022 fortgeführt und ausgebaut. Mit dem Haushaltsentwurf der Verwaltung stehen für die Photovoltaikförderung dann eine Million Euro und für die Altbausanierung 500.000 Euro zur Verfügung. Auch die anderen Richtlinien sind im Haushaltsentwurf mit höheren Budgets ausgestattet. Neu in der Erarbeitung ist zudem eine Förderrichtlinie für klimagerechte Wärmeversorgungsanlagen. Hieraus sollen unter anderem Wärmepumpen bezuschusst werden.

Mit der ständigen Weiterentwicklung werden laufend neue Möglichkeiten zur CO2-Reduktion ausgeschöpft. In 2021 wurden beispielsweise steckerfertige Balkonmodule neu in die Photovoltaik-Richtlinie aufgenommen. Mit den günstigen Anlagen können auch Mieterinnen und Mieter oder Bürgerinnen und Bürger mit wenig Platz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Erfreulich groß war die Nachfrage: Über 100 sogenannte Mini-PV-Anlagen haben 2021 eine Förderung in Höhe von 300 Euro erhalten, viele davon sind auch kurz nach der Beantragung in Betrieb gegangen, oft aufgeständert auf Garagendächern.

Anträge für 2022 können ab jetzt gestellt werden. Eine Übersicht über alle Förderprogramme findet sich unter der Rubrik „Förderung“ auf der Internetseite www.oldenburg.de/klima. Weitere Informationen erhalten Sie im ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter 0441 235-4444 oder im Fachdienst Klimaschutz unter klima@stadt-oldenburg.de.
04.01.2022, 16:04 Uhr
Allgemeinverfügung für die Teilnahme an Versammlungen
Stadt erlässt Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske auch für nicht angezeigte Demonstrationen
Die Lage im Infektionsgeschehen spitzt sich weiter zu. Im Hinblick auf die als hoch ansteckend geltende Omikron-Variante des Corona-Virus steigen die Zahlen der Infizierten täglich an. Anlässlich der Zunahme nicht angezeigter Versammlungen, bei denen es weit überwiegend zu Missachtung von Hygieneregelungen wie Maskentragepflicht und Abstandsgeboten kommt, erlässt die Stadt Oldenburg eine Allgemeinverfügung. Diese verpflichtet zum Tragen einer Atemschutzmaske mindestens des Schutzniveaus FFP2, KN 95 oder eines gleichwertigen Schutzniveaus als anlassbezogene Beschränkung für Versammlungen/Demonstrationen auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist zwar auch bei Versammlungen/Demonstrationen einzuhalten. In aller Regel sind diese aber durch einen dynamischen Ablauf gekennzeichnet, sodass der Mindestabstand nicht konsequent einzuhalten und sicherzustellen ist. Die Allgemeinverfügung dient somit der effizienten Bekämpfung der Corona-Pandemie. Im Interesse des Schutzes von Leben und Gesundheit eines und einer Jeden ist die Bevölkerung vor der Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, die Verbreitung der Krankheit COVID-19 zu verhindern bzw. zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems infolge eines ungebremsten Anstiegs der Zahl von Ansteckungen, Krankheits- und Todesfällen zu vermeiden.

Mit dem Erlass der Allgemeinverfügung, die ab Dienstag, 4. Januar 2022, gilt, sind Beschränkungen auch für nicht angezeigte Versammlungen/Demonstrationen bereits im Vorfeld verfügt und entsprechend umzusetzen.

Die Allgemeinverfügung ist nachzulesen unter www.oldenburg.de/bekanntmachung.
01.01.2022, 14:24 Uhr
Für ein prima Klima: Hohe Förderung für Oldenburgs Klimaoasen
Schlossgarten und Eversten Holz stellen sich den Herausforderungen des Klimawandels
Inmitten des trubeligen Stadtlebens gleichen sie einem wahren Naherholungsgebiet: Der Schlossgarten und das Eversten Holz werden in den Mittagspausen, am Feierabend und auch an den Wochenenden immer wieder gerne von Oldenburgerinnen und Oldenburgern aufgesucht. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ im Rahmen des „Bundesprogramms zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ – und stellt selbst 500.000 Euro von der in Aussicht gestellten Bundeszuwendung in Höhe von 4,5 Millionen Euro (verteilt auf drei Jahre) als bare Eigenmittel zur Verfügung.

Mit der Summe sollen unter anderem Maßnahmen am Wegsystem sowie an Wasser- und Grabensystemen, eine klimaresistente Bepflanzung, die Entwicklung klimaangepasster Erholungsräume sowie die Steigerung der Biodiversität und Flächenaufwertung vorgenommen werden. Aber auch die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements, Formate der Bürgerbeteiligung, wissenschaftliche Begleitforschung, wissenschaftliche Tagungen und die Konzeption einer Wanderausstellung stehen auf dem Plan.

Über das Bundesprogramm
Das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ war ursprünglich als Förderprogramm für historische Gärten initiiert worden und wurde im Sommer 2020 durch einen vom Bundeshaushaltsausschuss selbständigen Projektaufruf mit dem Fokus auf Klimaschutz und Klimaanpassung im urbanen Raum gestartet. Das Interesse des Bundesprogramms ist es, konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in einer hohen fachlichen und innovativen Qualität zu fördern.

Im Ergebnis wurden 106 Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von circa 200 Millionen Euro ausgewählt. Im Jahr 2021 wurde ein öffentlicher Förderaufruf mit weiteren 100 Millionen Euro gestartet. Die Projektauswahl von weiteren 148 Projekten erfolgte durch den Bundeshaushaltsausschuss. Zu dieser Auswahl gehört auch das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“, für das die Stadt Oldenburg zusammen mit dem Museum für Natur und Mensch und der Universität Oldenburg im Frühjahr 2021 eine Projektskizze beim Projektträger, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) in Bonn, eingereicht hat.

Die beiden Oldenburger Oasen sind mehr als nur zentral gelegene Ruhepole, denn sie leisten einen sehr hohen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung sowie zur Kühlung, Filterung von Emissionen und als Lebensraum für Fauna und Flora. Beide Gebiete sind nicht nur Gartendenkmale, sondern auch Landschaftsschutzgebiete. Es wird modellhaft gezeigt, wie innerhalb zweier vollkommen unterschiedlicher Grünanlagen – der Schlossgarten als ein im Stil eines englischen Gartens angelegter Park und das Eversten Holz als parkartiger Wald – Maßnahmen konzipiert und umgesetzt werden können. Diese dienen in ihrer Gesamtheit dem Klimaschutz, einer besseren Biodiversität und einer weitreichenden CO2-Minderung beziehungsweise CO2-Speicherung.
01.01.2022, 14:16 Uhr
Corona in Oldenburg: Änderung bei der Kontaktpersonennachverfolgung
Keine häusliche Absonderung mehr für symptomfreie Geimpfte oder Geboosterte
Das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg beschreitet ab sofort einen neuen Weg, um der steigenden Zahl von Corona-Fällen, insbesondere mit der Omikron-Variante, gerecht zu werden und die Kontaktpersonennachverfolgung tagesaktuell abarbeiten zu können. „Wir müssen uns bei unklarer Datenlage der Varianten bei der Nachverfolgung nun mehr fokussieren, um einen wirklichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu leisten“, sagt Dr. Holger Petermann, Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes. „Wir setzen mit unseren Regelungen auf eine hohe Akzeptanz in der Oldenburger Bevölkerung.“

Mit dem Problem ist Oldenburg nicht allein: Derzeit kämpfen mehrere Gesundheitsämter in der Region damit, dass sie die Menschen, die als Kontaktpersonen in Frage kommen, nicht ans Telefon bekommen. Auch wird in der Regel die Sequenzierung auf Varianten mit vielen Tagen Verzug durch die Labore gemeldet, so dass im Anschluss an eine erste Kontaktnachverfolgung aktuell eine weitere anschließt. Daher passt das Gesundheitsamt die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts zur Kontaktpersonennachverfolgung an die aktuelle Lage an.

Das Oldenburger Gesundheitsamt wird für alle ungeimpften Kontaktpersonen ab sofort eine Quarantäne von 10 Tagen ohne Freitestungsmöglichkeit anordnen. Geimpfte oder geboosterte Kontaktpersonen ohne Symptome müssen nicht in Quarantäne. Alle positiv getesteten Personen (auch Omikron-Positive) werden für 14 Tage abgesondert. Sie können sich nur freitesten lassen, wenn sie keine typischen Symptome zeigen. Das ist frühestens nach fünf Tagen, also am sechsten Tag, durch einen PCR-Test möglich. Zudem setzt das Gesundheitsamt auf ein verschärftes Management bei Omikron-Ausbrüchen in Heimen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen.

Durch die insgesamt steigenden Zahlen, auch in Oldenburg, will man sich nun auch bei der Kontaktpersonennachverfolgung aufs Wesentliche konzentrieren. Denn neben dieser Aufgabe gibt es auch immer mehr Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern zu Corona allgemein, zur Boosterung/Drittimpfung, zur Freitestung, zur Einreise, zu Warnstufen, zu Veranstaltungen und so weiter, die allesamt bewältigt werden müssen.
01.01.2022, 14:12 Uhr
Dr. Ulrike Matthiensen wird neue Direktorin der Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie
Dr. Ulrike Matthiensen übernimmt zum 01.01.2021 die Position der Direktorin der Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie an der Karl-Jaspers-Klinik (KJK).

Die gebürtige Hamburgerin Dr. Matthiensen ist eng mit der Karl-Jaspers-Klinik, dem Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, verbunden. Sie hat an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz Medizin studiert und ist seit 2006 Ärztin an der Karl-Jaspers-Klinik.

Zuletzt hatte Frau Dr. Matthiensen als Leitende Ärztin bereits die operative Verantwortung für die 5 Stationen der Suchtklinik mit insgesamt 108 Betten sowie der suchtmedizinischen Institutsambulanz inne. Mit der neuen Position übernimmt sie nun die Leitung der Klinik für Suchtmedizin von Dr. Christian Figge, der diese in einer Interimslösung neben der Klinik für Allgemeinpsychiatrie geleitet hatte.

Als gut vernetzte Expertin auf dem Gebiet der Suchtmedizin engagiert sich Frau Dr. Matthiensen für eine an ethischen Grundsätzen und dem neusten Stand der Wissenschaft orientierten Versorgung Abhängigkeitskranker. Darüber hinaus gelten Dr. Matthiensens besondere Anliegen der Verminderung von Zwang in der Psychiatrie und der Entstigmatisierung von psychisch Kranken in der Gesellschaft.

Die Karl-Jaspers-Klinik, die Teil der Universitätsmedizin Oldenburg ist, verfügt derzeit über 611 vollstationäre sowie 84 teilstationäre Behandlungsplätze sowie vielfältige ambulante Angebote. Die Klinik in Trägerschaft des Psychiatrieverbundes Oldenburger Land gGmbH steht mit der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, den Kliniken für Allgemeinpsychiatrie, Suchtmedizin, Gerontopsychiatrie, Forensische Psychiatrie und der Klinik für Psychosomatische Medizin für fachliche Vielfalt und stellt die psychiatrische Versorgung für die Landkreise Ammerland, Vechta, Oldenburg, Cloppenburg, Wittmund und Wesermarsch und die Städte Delmenhorst und Oldenburg sicher. In der KJK arbeiten mehr als 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
30.12.2021, 15:37 Uhr
Furioser Jahresabschluss: VfL Oldenburg besiegt Bad Wildungen
von Sönke Spille
Wichtiger Sieg zum Jahreswechsel: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr letztes Spiel im Jahr 2021 gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 33:27 (17:14) gewonnen. Mit dem dritten Saisonsieg gelang der Mannschaft von Trainer Niels Bötel nicht nur ein versöhnlicher Jahresabschluss in eigener Halle, der VfL behauptete auch den zehnten Tabellenplatz. 

Nach der langen WM-Pause legten die Oldenburgerinnen von Beginn an einen couragierten Auftritt hin, ließen sich nach einer 6:3-Führung auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich (6:6/10. Minute) nicht aus der Ruhe bringen. Die Abwehr stand über weite Teile des Spiels sicher, einzig bei den Anspielen der Vipers an den Kreis – Annika Ingepaß war mit acht Treffern wenig überraschend beste Torschützin ihres Teams – hatten die VfL-Frauen so ihre Probleme. „Die Anspiele an den Kreis waren deutlich zu viel“, kritisierte auch Coach Niels Bötel nach der Partie. „Da haben wir erst in der zweiten Halbzeit deutlich besser gearbeitet.“

In die ging seine Mannschaft mit einem 17:14-Vorsprung und baute diesen auf fünf Tore aus (22:17/38.). Doch nach einer Rote Karte gegen Merle Carstensen kämpften sich die Gäste noch einmal auf 20:22 heran – mehr ließen die Huntestädterinnen aber nicht zu. „Wir waren schon in der ersten Halbzeit ziemlich stabil, haben nur ein paar freie Chancen ausgelassen und dann zu viele reinbekommen“, sagte Niels Bötel. Im Innenblock vertraute er gegen die HSG unter anderem auf Marie Steffen, die nach ihrer Verletzung das erste Spiel von Beginn an bestritt. „Dass nach der Rückkehr von Marie noch nicht alles klappt, ist klar. Dadurch sind uns noch ein paar zu viele Absprachefehler passiert, durch die wir einfache Gegentore kassiert haben“, analysierte Bötel. 

Doch von denen gab es mit fortlaufender Spieldauer immer weniger. Nele Reese, die zur zweiten Halbzeit für Julia Renner den Platz zwischen den Pfosten übernommen hatte, glänzte mit einigen Paraden. Vorne gelang es den VfL-Frauen, immer wieder Lücken in der mit zunehmender Spieldauer offensiver agierenden HSG-Defensive zu finden. So war der Zwischenspurt der Nordhessinnen auf 20:22 nur von kurzer Dauer. Schnell war der alte Vorsprung wieder hergestellt und wurde bis zur Schlusssirene noch auf sechs Tore ausgebaut. „Vor allem in 5:1-Abwehr gegen die siebte Feldspielerin haben wir richtig viel investiert, dass die Bälle nicht an den Kreis gehen. Das ist uns gut gelungen. Jetzt gilt es daran zu arbeiten, das auch im Sechs-gegen-Sechs hinzubekommen“, sagte Bötel, der keinen Hehl daraus machte, mit dem „Ergebnis super zufrieden“ zu sein: „Ich denke das Ergebnis geht auch von der Höhe in Ordnung.“

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Oldenburgerinnen nicht. Bereits am Sonntag, 2. Januar, 15 Uhr, geht es mit einem Auswärtsspiel beim Tabellendritten Thüringer HC weiter. 

VfL Oldenburg – HSG Bad Wildungen Vipers 33:27 (14:17)
VfL: Renner, Reese – Teiken (1), Reinemann, Jongenelen, Hoitzing (1), Pichlmeier (6), Buhl, Martens (5), Steffen (4), Carstensen (3), Schirmer (5), Knippert (3), Golla (5/2)
28.12.2021, 18:12 Uhr
So kommen Eltern zum Kita-Platz für ihre Kinder
Anmeldungen für das Kindertagesstätten-Jahr 2022/2023 sind ab dem 1. Januar möglich
Am 1. Januar startet die Anmeldung für das Kindertagesstätten-Jahr 2022/2023, das wie gewohnt im August beginnt: Eltern, die für ihre Kinder einen Krippen- oder Kindergartenplatz im Oldenburger Stadtgebiet benötigen, können dies bis zum 31. Januar 2022 über die städtische Internetseite www.oldenburg.de/kindertagesbetreuung oder direkt über die Seite www.oldenburg.kitaav.de anmelden. Dort gibt es auch die Termine und Besuchsbedingungen für Infotage der einzelnen Kitas, an denen Eltern die Einrichtungen kennenlernen können.

Eltern, denen eine Online-Anmeldung nicht möglich ist, können sich an das Servicebüro Kindertagesbetreuung wenden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird empfohlen, zunächst telefonisch Kontakt aufzunehmen. In vielen Fällen kann eine Anmeldung bereits auf diesem Weg entgegengenommen werden. Bei einem persönlichen Besuch gilt derzeit die 3G-Regel. Das Servicebüro ist in der Bergstraße 25, Zimmer 108 und 109 zu erreichen (montags, dienstags, donnerstags 8 bis 12 Uhr sowie 13.30 bis 15.30 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr), telefonisch wie folgt: Petra Bröffel-Hempen, Telefon 0441 235-3739, Anke Keller, Telefon -3753, Sigrid Ziethe, Telefon -3736.

Drei Wunscheinrichtungen können ausgewählt werden. Die Online-Anmeldung erfolgt mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort, dabei können bis zu drei Kindertagesstätten (Erstwunsch, Zweitwunsch und Drittwunsch) ausgewählt werden. Mit ihrem Passwort können Eltern den Anmeldestatus jederzeit überprüfen. Es besteht zudem die Möglichkeit, bei der Anmeldung eine Einverständniserklärung anzuklicken, damit die Daten der Anmeldung auf einer gesonderten Liste erscheinen, sollten die drei Wunscheinrichtungen keinen Platz anbieten können. Diese Liste der noch Platzsuchenden kann ab Mitte März von allen Kindertagesstätten eingesehen werden.

Am 1. Februar 2022 werden alle Erstwünsche gleichzeitig für die jeweiligen Wunscheinrichtungen freigeschaltet. Zu festen Terminen folgen dann die Zweit- und Drittwünsche. Sollte keine der Wunscheinrichtungen das Kind aufnehmen können oder wurde der Anmeldezeitraum im Januar verpasst, haben die Eltern die Möglichkeit, ihr Kind ab dem 15. März 2022 erneut anzumelden. Ab diesem Zeitpunkt werden online unter www.oldenburg.kitaav.de auch freie Plätze angezeigt.

Anmeldungen für Hortplätze werden direkt in den Horten entgegengenommen.
28.12.2021, 17:56 Uhr
Bauanträge vorerst weiterhin in Papierform einreichen
Start der elektronischen Kommunikation wird verschoben – Kundenzentrum Bau berät
Wichtige Information für Architekten und Bauherren: Sämtliche Arten von Bauanträgen, Anzeigen, Mitteilungen und beizufügenden Bauvorhaben müssen vorerst weiterhin schriftlich beim Amt für Umweltschutz und Bauordnung eingereicht werden. Eigentlich sollte laut Niedersächsischer Bauordnung (NBauO) zum 1. Januar 2022 die elektronische Kommunikation der unteren Bauaufsichtsbehörde der Stadt Oldenburg für alle Verfahren nach Paragraph 3a, Absatz 1, Satz 1, beginnen – doch technische Gründe, die nicht in der Hand der Stadt Oldenburg liegen, verschieben den Start.

Da der Beginn der elektronischen Übermittlung auf einen späteren, noch zu benennenden Zeitpunkt verschoben wird, gilt zunächst eine Übergangsfrist. Bis dahin sind die Bauanträge und weitere Anlagen weiterhin als Dokument in Papierform an das Amt für Umweltschutz und Bauordnung (Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz, Industriestraße 1 a, 26121 Oldenburg) zu übermitteln.

Wer vorab Fragen hat oder sich beraten lassen möchte, kann sich an das Kundenzentrum Bau unter der Telefonnummer 0441 235-3637 oder -3673 sowie per E-Mail an kundenzentrumbau@stadt-oldenburg.de wenden. Die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sind, nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags zusätzlich von 13.30 bis 15.30 Uhr vor Ort erreichbar.
28.12.2021, 17:55 Uhr
Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen
Stadtbibliothek Oldenburg stellt NABU-Sammelboxen auf
Zu Weihnachten wird häufig neue Technik verschenkt und schon bleibt das alte Gerät für lange Zeit im Schrank liegen. Doch ausgediente Altgeräte können aufbereitet und wiederverwendet werden. Deswegen hat die Stadtbibliothek Oldenburg zusammen mit dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) Sammelboxen für ausgediente Handys aufgestellt. Diese sind in der Stadtbibliothek im PFL, in der Kinderbibliothek am PFL sowie in den Stadtteilbibliotheken Eversten, Kreyenbrück und Ofenerdiek zu finden.

Im Vordergrund steht dabei die Wiederaufbereitung und falls erforderlich Reparatur von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer zu erhöhen. Denn das Entsorgen von Altgeräten im Hausmüll ist nicht nur gesetzlich verboten, es gehen zusätzlich zu viele seltene Rohstoffe verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut. Gesammelt werden alle Arten von Handys, Smartphones oder Tablets – gerne mitsamt Zubehör. Dabei ist der Zustand der Geräte egal: sowohl funktionstüchtige als auch defekte Geräte können abgegeben werden. Für die gesammelten Handys spendet Telefonica dem NABU jährlich eine feste Summe, die in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Weitere Informationen zur Aktion sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
28.12.2021, 15:36 Uhr
Kunst zu jeder Lebenszeit
Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum bieten Kunstprogramm für Menschen in Pflegeeinrichtungen an
Kunst zu jeder Lebenszeit – unter diesem Motto laden das Stadtmuseum Oldenburg und das Horst-Janssen-Museum mit einem breit gefächerten kunstgeragogischen Angebot zur Begegnung mit der Kunst ein. In dessen Fokus steht die Teilhabe von Menschen hohen Alters – unabhängig von körperlichen oder dementiellen Einschränkungen. Das Programm richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen, die dem Alltagsleben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner eine kreative Note verleihen wollen.

Im Mittelpunkt der kunstgeragogischen Veranstaltungen steht die Auseinandersetzung mit dem originalen Kunstwerk. Im Gespräch und bei kunstpraktischer Arbeit kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Werken näher und lassen sich von ihnen inspirieren. Die Beschäftigung mit der Kunst stärkt das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und kann Kreativität und Lebensmut wecken. Besonders für Menschen mit dementiellen und mentalen Einschränkungen kann Kunst ein Zugang zu verloren geglaubten Erinnerungen sein.

Neben Führungen in den beteiligten Museen oder per Videokonferenz bietet das Programm auch Veranstaltungen in der vertrauten Umgebung der Pflegeeinrichtungen an. „Dank der mobilen Sammlung der Artothek Oldenburg haben wir die besondere Möglichkeit, Tages- und Ganztagespflegeeinrichtungen mit originalen Kunstwerken zu besuchen“, sagt Hedwig Vavra-Sibum, Mitarbeiterin der Bildung und Vermittlung der städtischen Museen. „Da ein Museumsbesuch nicht für alle Bewohnerinnen und Bewohner möglich ist, freuen wir uns, dieses Angebot machen zu können.“ 

Das kunstgeragogische Programm des Stadtmuseums und Horst-Janssen-Museums im Überblick:

Kunstgeragogische Führungen im Museum
In einer kunstgeragogischen Führung kommen Besucherinnen und Besucher über Kunstwerke der Dauer- und Wechselausstellungen ins Gespräch und entdecken gemeinsame und individuelle Zugänge zur Kunst.
Kosten: 30 Euro für eine 90-minütige Führung mit einer Gruppe von sechs Personen plus Begleitung

Kunstgeragogische Veranstaltungen in Tages- und Ganztagespflegeeinrichtungen
Ein Original-Kunstwerk aus der Sammlung der Artothek Oldenburg bildet den Ausgangspunkt für Gespräche und kunstpraktisches Arbeiten. Dieses Format eignet sich auch für sehr hochbetagte Menschen.
Kosten: 30 Euro für eine 90-minütige Veranstaltung mit einer Gruppe von sechs Personen plus Begleitung

Kunstgeragogische Videokonferenzen
Über Videokamera und Mikrofon erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner von Tages- und Ganztagespflegeeinrichtung Zugang zur Kunst. Eine Kunstgeragogin zeigt ein Original-Kunstwerk aus der Sammlung und weckt mit den Teilnehmenden gemeinschaftlich Erinnerungen.
Ein Bildschirm und internetfähiger PC sollten vorhanden sein. Eine leistungsstarke Webcam kann zu diesem Zweck entliehen werden.
Kosten: 30 Euro für eine 90-minütige digitale Veranstaltung mit einer Gruppe von sechs Personen plus Begleitung


Kunstzeit = Seelenzeit: Ein kunstgeragogisches Pilot-Projekt für Krankenhäuser
Dieses Angebot bietet Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern die Möglichkeit zum kreativen Arbeiten. Zu einem regelmäßig stattfindenden Termin wird auf Grundlage eines Werkes aus der Sammlung der Artothek Oldenburg unter Anleitung einer Vermittlerin kunstpraktisch gearbeitet.
 Kosten: Auf Anfrage


Mehr Informationen und Buchung:
 Hedwig Vavra-Sibum
 Bildung und Vermittlung der Museen der Stadt Oldenburg
 Telefon: 0441 235-3403
 E-Mail: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de

 https://www.horst-janssen-museum.de/besuch-planen/kunstgeragogik/

 https://www.stadtmuseum-oldenburg.de/kunstgeragogik
24.12.2021, 13:55 Uhr
Grundbesitzabgaben- und Hundesteuerbescheide behalten ihre Gültigkeit
Stadt verschickt in 2022 nur Steuerbescheide bei Änderungen im Jahr 2021
Die Grundbesitzabgaben- und Hundesteuerbescheide aus den Jahren 2020 und 2021 behalten auch im Jahr 2022 ihre Gültigkeit. Gegenüber dem Kalenderjahr 2021 gibt es keine Änderung der Hebesätze für die Grundsteuern, der Gebühren für die Straßenreinigung und Abfallentsorgung sowie der Hundesteuersatzung, so dass auch in diesem Jahr auf die Erteilung von neuen Steuerbescheiden verzichtet wird. Ein Hinweis dazu befand sich bereits auf den Steuerbescheiden für 2020 beziehungsweise 2021.

Gesonderte Steuerbescheide werden künftig nur noch verschickt, wenn eine Änderung bei den Besteuerungsgrundlagen, bei den Fälligkeitsterminen, bei der Zahlweise, bei der Steuerschuldnerschaft oder dem Adressaten eintritt.

Bei unveränderten Steuerbescheiden gilt die öffentliche Bekanntmachung
Diese Form der Steuerfestsetzung ohne Steuerbescheid soll Ressourcen einsparen und Verwaltungsprozesse vereinfachen, um letztendlich auch Kosten zu minimieren. Für alle Bürgerinnen und Bürger, bei denen die Berechnungsgrundlage und der Steuerbetrag unverändert bleibt, werden die Steuern und Abgaben für das Kalenderjahr 2022 durch öffentliche Bekanntmachung unter www.oldenburg.de festgesetzt. Mit dem Tag der öffentlichen Bekanntmachung treten für die Steuerpflichtigen die gleichen Rechtswirkungen ein, als wäre ihnen an diesem Tage ein schriftlicher Steuerbescheid zugegangen.

Steuerbeträge trotzdem termingerecht begleichen
Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die alten Steuerbescheide aufzuheben und die Beträge aus dem jeweils letzten Steuerbescheid unaufgefordert zu den Fälligkeitsterminen (15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November 2022, bei Jahreszahlern 1. Juli 2022) an die Stadt Oldenburg zu entrichten. Bei Teilnehmenden des Lastschriftverfahrens werden die Beträge wie gewohnt vom Konto abgebucht.

Auch Abfallplaketten und Hundemarken bleiben gültig
Die Abfallplaketten aus dem Jahr 2018 behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Die grünen Hundemarken sind Dauermarken und verlieren erst mit Abmeldung ihre Gültigkeit. Sollten Plaketten oder Marken abhandenkommen, können neue beantragt werden: schriftlich beim Fachdienst Finanzen, Industriestraße 1d, 26121 Oldenburg, per E-Mail an steuern@stadt-oldenburg.de, per Fax an die Nummer 0441 235-3121 oder persönlich beim Fachdienst Finanzen.
21.12.2021, 18:51 Uhr
Versammlungen können jetzt online angezeigt werden
Stadt erweitert digitales Angebot
Die Stadtverwaltung baut ihre Online-Servicepalette weiter aus, aktuell ist die digitale Versammlungsanzeige hinzugekommen: Die Versammlungsanzeige kann ab jetzt online gestellt werden – danach wird sie zeitnah bearbeitet und anschließend per Post bestätigt.

Versammlungen und Demonstrationen sind anzeigepflichtig, bedürfen aber keiner Genehmigung. Die Anzeige muss spätesten 48 Stunden vor dem Aufruf zur Teilnahme an der Versammlung (Ankündigung von Ort und Zeit der Versammlung) erfolgen und nicht erst 48 Stunden vor der Versammlung selbst. Ausnahmen sind nur bei Eil- oder Spontanversammlungen zulässig, bei denen die Einhaltung der Frist nicht möglich ist. Sollte der gewünschte Versammlungsort nicht zur Verfügung stehen, hilft die Versammlungsbehörde gerne bei der Findung von Alternativen, damit die geplante Versammlung stattfinden kann.

Mit ein paar Klicks digital zum Ziel: Eine Reihe von Dienstleistungen des Bürger- und Ordnungsamtes der Stadt Oldenburg sind bereits jetzt rund um die Uhr bequem am Computer, mit dem Tablet oder Smartphone nutzbar. Studierende können beispielsweise Begrüßungsgeld online beantragen, Interessierte können sich auf diese Weise als Wahlhelfer eintragen oder – zu Wahlzeiten – im Netz Briefwahlunterlagen beantragen. Auch eine Meldebescheinigung, eine Melderegisterauskunft und Personenstandsurkunden können online beantragt werden.

Weitere Assistenten in allen Bereichen der Stadtverwaltung sind in Planung und Umsetzung. Die „digitalen Assistenten“ sind leicht zu bedienen und führen durch die Antragstellung. Sollten bei der Bedienung Fragen auftreten, steht ergänzend das ServiceCenter unter Telefon 0441 235-4444 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung.

Die digitalen Services der Stadt Oldenburg gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/online-services.
21.12.2021, 17:47 Uhr
Digitale Ausleihstelle „Onleihe“ zum Anfassen
Stadtbibliothek Oldenburg mit neuem Angebot
Die Stadtbibliothek Oldenburg unterstreicht die Bedeutung der Onleihe als virtuelle Ausleihstelle und bringt den digitalen Medienbestand zum Anfassen in die Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3. Mit dem fest installierten Onleihe-eCircle werden über einen komfortablen Touchscreen alle eBooks und eAudios der Onleihe auch vor Ort erlebbar. Das moderne Design und die intuitive Menüführung sorgen für ein ansprechendes und kinderleichtes Stöbern im Bestand. Auf Wunsch können eBooks und eAudios über den eCircle auch direkt auf das eigene Bibliothekskonto ausgeliehen oder vorgemerkt werden.

Die Onleihe ist die virtuelle Ausleihstelle der Stadtbibliothek, mit der rund um die Uhr die kostenlose Ausleihe von digitalen Medien möglich ist. Das Angebot der Onleihe ist vielfältig – neben Romanen und Sachliteratur als eBook oder Hörbuch gibt es auch eMagazines wie „Der Spiegel“, „Stern“ sowie ePaper wie „Die Zeit“ oder „taz“. Zusätzlich ist ein umfangreiches und kostenloses eLearning-Angebot verfügbar. Die Onleihe ist unabhängig des eCircles unter www.onleihe.de/oldenburg zu finden oder per kostenloser App für Android und iOS.

Der eCircle wurde realisiert im Rahmen von „WissensWandel. Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive innerhalb von NEUSTART KULTUR“ des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv), gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
17.12.2021, 15:24 Uhr
Neue STEP-Tagesstätte für Oldenburg gestartet
Ambulantes Angebot für Menschen mit Suchterkrankung – Eröffnungsfeier im Sommer 2022
Eine Suchterkrankung kann Menschen stark aus ihrer Bahn werfen. In der neuen Tagesstätte Oldenburg kann gelingen, was oft unmöglich scheint: Ein geregeltes und selbstbestimmtes Leben – allem zum Trotz.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass wir in Oldenburg ein neues Angebot für Menschen mit Suchterkrankung anbieten können. Dieses ambulante Angebot ist niedrigschwellig und kann damit Menschen erreichen, die wir bisher nicht erreicht haben“, sagt Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg. Dieser Bedarf sei schon vor einiger Zeit festgestellt worden und sei in diesen Tagen der Pandemie sicherlich nicht weniger geworden. „Ich freue mich sehr, dass wir die STEP Niedersachsen gGmbH als Träger der Tagesstätte gefunden haben und diese Neugründung gemeinsam umgesetzt haben. Gemeinsam schließen wir eine Versorgungslücke zwischen ambulanten und stationären Wohnformen für unsere Stadt und die Landkreise Ammerland und Oldenburg.“ 

„Eine Suchtkrankheit in den Griff zu bekommen ist eine sehr große Aufgabe, für jede und jeden Betroffene und Betroffenen“, sagt Serdar Saris, Geschäftsführer der STEP Niedersachsen gGmbH, Trägerin der neuen Einrichtung. „Wer durch suchtassoziierte Problemlagen viel Boden in seinem Leben verloren hat und zurück möchte in ein geregelteres Leben, kann bei uns dafür viel Unterstützung erfahren“, so Saris. „Die STEP-Tagestätte bietet ab sofort tagsüber genau für ihre Zielgruppe professionell ausdifferenzierte tagesstrukturierende Angebote. Wir freuen uns, dass wir dieses Angebot gemeinsam mit der Stadt Oldenburg und den Landkreisen Oldenburg und Ammerland umsetzen können. Für die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bedanken wir uns herzlich.“

Insgesamt verfügt die neue STEP-Tagesstätte in der Elbestraße 8 über 40 Plätze. Rund acht Arbeitsplätze für verschiedene Berufsgruppen wurden geschaffen und werden schrittweise besetzt – beispielsweise mit Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sowie Arbeitstherapeutinnen und Arbeitstherapeuten. „Welche Unterstützung jeweils konkret erforderlich ist, ergibt sich aus der individuellen Biographie, eventuellen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie schulischen und beruflichen Vorerfahrungen“, erklärt Harald Vortmann, Einrichtungsleiter der Tagesstätte Oldenburg. Der 62-Jährige ist seit 29 Jahren in Einrichtungen der Suchthilfe tätig, davon sechs Jahre unter dem Dach der STEP. Er kennt die vielschichtigen Herausforderungen, mit denen die künftigen Teilnehmenden leben. Dabei seien alle Angebote der Tagesstätte Hilfe zur Selbsthilfe – in Achtung und Respekt vor der Selbstbestimmtheit und Individualität der Teilnehmenden. „Wir haben verschiedene Module in unserem Angebot, die sich individuell verbinden lassen“, sagt Vortmann.

Die Angebote zum Mitgestalten und Mitarbeiten sind vielfältig: So werde die Tagesstätte mit Teilnehmenden und entsprechend qualifizierten Arbeitsanleiterinnen und Arbeitsanleitern im Stadtgebiet fünf bis 20 Bienenvölker pflegen. Zudem werden handwerkliche Tätigkeiten in Holz- und Metallwerkstatt sowie die Mitarbeit in der Gemeinschaftsküche angeboten. Zwei große Schwerpunkte des Angebots sind die Zukunftswerkstatt, in der ein Umgang mit digitalen Infrastrukturen des heutigen Alltags geübt wird.

In der sogenannten „Lernwerkstatt“ werden Angebote in drei Hauptfächern (Deutsch, Mathematik und Englisch) und vier Nebenfächern (Biologie, Politik, Wirtschaft, Physik/Erdkunde) gemacht. Das Lernangebot umfasst rund zwei bis drei Zeitstunden am Tag. „Die Teilnehmenden dieses Moduls sollen die Möglichkeit bekommen, an einer sogenannten „Nichtschülerprüfung“ der Landesschulbehörde teilzunehmen und dadurch einen Schulabschluss nachholen zu können“, erklärt Harald Vortmann. Begleitende Angebote zu Gesundheit, Suchtarbeit oder beispielsweise Ergotherapie runden das Angebot ab.

Für den Sommer 2022 ist eine Eröffnungsfeier geplant, bei der die Tagesstätte Oldenburg ihre Türen und Tore öffnen und sich in der konkreten Arbeit präsentieren wird.

Weitere Informationen über das Angebot gibt es unter www.tagesstaette-oldenburg.de, per Telefon unter 0441 4057310 oder per E-Mail an tagesstaette.oldenburg@step-niedersachsen.de.
17.12.2021, 15:23 Uhr
Corona-Teststellen: Bis Mitte Januar über 50 Angebote in Oldenburg
Boom durch 2G-plus Regelung – Bewerbungsphase abgeschlossen
Boostern oder testen: Um die aktuelle 2G-plus-Regelung in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zu erfüllen und daran teilhaben zu können, gibt es nur diese beiden Optionen. Wer jedoch zu früh dran ist mit der Auffrischungsimpfung, muss wenigstens eine Testmöglichkeit bekommen. Deshalb haben Stadtverwaltung und Betreibende von Corona-Teststellen in den vergangenen zwei Wochen mit Hochdruck an dem Ausbau des Testangebots für Bürgerinnen und Bürger gearbeitet. So werden bis Mitte Januar über 50 Teststellen in Oldenburg ihren Betrieb aufgenommen haben – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Aktuell sind 38 Teststellen geöffnet (Stand: 17. Dezember), einige davon auch an den Feiertagen.

Seit der Einführung der 2G-plus-Regelung wurde das Gesundheitsamt von Bewerbungen möglicher Betreiber regelrecht überrollt: Rund 100 Anfragen sind seit Ende November eingegangen, die größtenteils mit einer telefonischen Erstberatung einhergingen. Alle haben die Mindestanforderungen an Teststellen sowie die einzureichenden Unterlagen per E-Mail bekommen – doch nicht jeder erfüllte diese. So konnten 12 Anträge nicht zum Abschluss gebracht werden, 16 weitere wurden von den Betreibern selbst zurückgezogen und in 41 Fällen haben sich die Betreiber nach der ersten Anfrage nicht mehr gemeldet. Letztlich kam es so von den rund 100 Anträgen zum Abschluss von 31 Beauftragungen, deren Eröffnungen teilweise noch ausstehen. Zusätzlich gab es eine weitere Eröffnung für eine Hilfs-/Rettungsorganisation, für die keine Beauftragung nötig ist, sowie zwei Reaktivierungen. Zudem waren bereits vor der 2G-plus-Regelung einige Testzentren geöffnet.

Laut Bundesanzeiger ist die Bewerbungsphase für neue Corona-Teststellen am 15. Dezember 2021 abgelaufen, eine Beauftragung darüber hinaus ist aktuell nicht erlaubt. Interessierte können sich über die gültige Coronavirus-Testverordnung online auf der Landes-Website informieren: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html.

Wer eine Corona-Teststelle in Oldenburg eröffnen wollte, musste einige Mindestanforderungen erfüllen. In einem telefonischen Erstgespräch wurden Fragen und das weitere Prozedere geklärt. So waren neben einem Hygienekonzept inklusive Hygieneplan und Desinfektionsplan unter anderem auch ein qualifiziertes Führungszeugnis aller Geschäftsführenden, eine eidesstattliche Versicherung, eine Anbindung an die Corona-Warn-App, Schulungszertifikate und weitere Unterlagen dem Antrag beizulegen. Nach eingehender Prüfung gab dann das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg das Startsignal – oder forderte Nachbesserungen oder fehlende Unterlagen an.

Eine Übersicht mit allen aktuellen Testangeboten ist unter www.oldenburg.de/corona-testzentren zu finden. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Sobald Terminbuchungen für die neu hinzugekommenen Standorte möglich sind, finden Sie diese auf der Website.
17.12.2021, 15:19 Uhr
Wege ins Bleiberecht: Flüchtlingsrat und Stadt Oldenburg kooperieren
Modellprojekt soll praktikable Lösungen finden
Wie können möglichst viele Menschen mit Duldungen ein gesichertes Bleiberecht erhalten? Dieser zentralen Frage gehen zunächst für ein Jahr die beiden Projektpartner des Modellprojekts „Wege ins Bleiberecht“ gemeinsam nach, das im Dezember seine Arbeit aufgenommen hat. Dafür kooperieren der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und die Stadt Oldenburg miteinander, um die Lösungswege zur Senkung der Zahl der Langzeitgeduldeten effizient zu unterstützen. Die Stadt Oldenburg ist die dritte Kommune, mit der ein Modellvorhaben im Rahmen des Bleiberechtsprojekts vereinbart wurde.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erhofft sich viel von dem Modellprojekt: „Tausende geduldete Menschen leben seit vielen Jahren in Niedersachsen, in den vergangenen fünf Jahren bis zu 240 Personen in Oldenburg. Und obwohl sie längst Teil der Gesellschaft geworden sind, müssen sie dennoch in steter Ungewissheit und Sorge vor einer Abschiebung leben. Das ist eine enorme seelische Belastung für alle, die von so einer Situation betroffen sind. Das Modellprojekt soll herausarbeiten, wie die Bleiberechtsregelungen konkret in Oldenburg umgesetzt werden – und inwieweit sich die vor Ort gefundenen Lösungen gegebenenfalls auch auf andere Kommunen in Niedersachsen übertragen lassen.“ In den vergangenen drei Jahren haben in der Stadt Oldenburg rund 100 Personen mit Duldungsstatus eine konkrete Bleibeperspektive erhalten.

Kai Weber, Geschäftsführer des Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., erläutert die Vorteile der Kooperation: „Zur Umsetzung der bestehenden und zukünftigen Bleiberechtsregelung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörden und NGOs wichtig. Wir freuen uns, dass die Stadt Oldenburg im Rahmen dieser Umsetzung auch die Kooperation mit dem Flüchtlingsrat sucht und sich um eine proaktive Beratung in Zusammenarbeit mit Beratungsstellen bemüht. Gemeinsam und modellhaft wollen wir zeigen, dass Kettenduldungen vermieden werden können, wenn sich alle Beteiligten frühzeitig um eine Aufenthaltsperspektive bemühen.“

In dem Modellprojekt werden Flüchtlingsrat und Ausländerbüro der Stadt Oldenburg die vor Ort etablierten Wege ins Bleiberecht erörtern und Fallkonstellationen beraten. Die Erkenntnisse werden anschließend mit den Verfahren in den anderen Kommunen abgeglichen. Auf dieser Grundlage werden Flüchtlingsrat, Ausländerbehörden, Kommunal- und Landespolitik sowie Beratungsstellen Lösungswege und gute Verfahren diskutieren – damit möglichst viele Menschen von den Bleiberechtsregelungen profitieren können.


Hintergrund
Das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung geförderte und auf zunächst drei Jahre angelegte Modellprojekt „WIB. Wege ins Bleiberecht“ des Flüchtlingsrats Niedersachsen hat zum 1. Juli 2019 seine Arbeit aufgenommen. Im Rahmen des Projektes werden gemeinsam mit Kommunen und Beratungsstellen vor Ort Modelle für eine bleiberechtsorientierte Perspektive für Menschen in Duldungen entwickelt.

Seit Mai 2020 läuft bereits eine Kooperation zwischen dem Flüchtlingsrat und der Landeshauptstadt Hannover. Zum Mai 2021 ist die Stadt Göttingen als zweite Kommune hinzugekommen. Gespräche mit weiteren Kommunen laufen. Die Duldung ist kein Aufenthaltstitel, sondern eine in der Regel jeweils nur für einige Monate gültige Aussetzung der Abschiebung aus dringenden humanitären oder persönlichen Gründen. Viele geduldete Menschen arbeiten, andere unterliegen einem Arbeitsverbot. Zwar bestehen für Menschen mit Duldungen verschiedene gesetzliche Bleiberechtsregelungen, einem Bleiberecht stehen aber in der Praxis oftmals zahlreiche Hürden entgegen.

Mit den von der neuen Bundesregierung angekündigten beabsichtigten Liberalisierungen der Bleiberechtsregelungen werden absehbar mehr Menschen die Chance auf ein gesichertes Bleiberecht erhalten. Hier wird auch dem Projekt „WIB – Wege ins Bleiberecht“ eine große Bedeutung zukommen. Denn es wird zu begleiten sein, inwieweit die Neuregelungen in der Praxis tatsächlich wirken und wie sie vor Ort in Niedersachsen umgesetzt werden.
14.12.2021, 16:08 Uhr
Oldenburg hisst Flaggen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus
Bundesweit 1.700 Flaggen zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“
Seit dem Wochenende wehen vor dem Kulturzentrum PFL in der Peterstraße die Flaggen, mit denen sich die Stadt Oldenburg an der Aktion des Vereins „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.” beteiligt, um ein Zeichen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus zu setzen.

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Er bezieht sich auf den 11. Dezember, den Tag, an dem im Jahr 321 der römische Kaiser Konstantin ein Edikt erlässt, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt ist der eindeutige Beleg dafür, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Eine frühmittelalterliche Handschrift dieses Dokuments befindet sich heute im Vatikan und ist Zeugnis der mehr als 1700 Jahre alten jüdischen Geschichte in Deutschland und Europa.

Im Mittelpunkt des Festjahres # 2 0 2 1 J L I D stand, gemeinsam mit Projektpartnerinnen und Projektpartnern das jüdische Leben heute und seiner 1700-jährigen Geschichte im heutigen Deutschland sichtbar und erlebbar zu machen. Dazu wurden bundesweit vielfältige Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst und Kultur, kulturelle und politische Bildung, Zivilgesellschaft sowie Religion, Tradition und Wissenschaft organisiert und durchgeführt.

Die Stadt Oldenburg hat sich mit der Ausstellung „Le’Chaim! Jüdisches Leben in Oldenburg. #1700JahreJüdischesLebenInDeutschland“ an dem Festjahr beteiligt. Diese Ausstellung war ein gemeinsames Projekt des Kulturbüros der Stadt, dem Oldenburger Stadtmuseum, den Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie den Jüdischen Studien an der Carl von Ossietzky Universität. Zu sehen war sie vom 30. Mai bis zum 1. August 2021 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.
14.12.2021, 16:04 Uhr
VfL-Heimspiele vorerst nur für Dauerkarten-Inhaber*innen
Die kommenden Bundesliga-Heimspiele im Dezember und Januar werden die Handball Bundesliga Frauen des VfL Oldenburg wieder vor einer begrenzten Zuschauerzahl austragen müssen.

Aufgrund der aktuellen Situation werden nur Dauerkarten-Inhaberinnen und -Inhaber an den Spielen teilnehmen dürfen. Diese Plätze sind bereits in einem Schachbrettmuster angeordnet, sodass die geltenden Mindestabstände eingehalten werden. Im gesamten Innenraum gilt die FFP2-Maskenpflicht, welche auch am Sitzplatz weiterhin getragen werden muss. 

Ebenfalls wird die Einlasskontrolle verschärft, sodass ein Zugang nur noch als geimpfte oder genesene Person mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis (2G+) möglich ist. Eine Booster-Impfung ersetzt die Testpflicht. 

Im Folgenden das neue Hygienekonzept:

Wer darf in die Arena?
• Geimpfte & getestete Personen: Alle Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen. Dies bedeutet, dass die abschließende Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Der Nachweis (über App oder Impfausweis) muss in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgezeigt werden. Zudem bedarf es einen tageaktuellen negativen PoC-Antigen-Test.
• Geboosterte Personen: Alle Personen, die bereits über eine Booster-Impfung verfügen, können ohne einen zusätzlichen negativen PoC-Antigen-Test die Arena betreten. Der Impfnachweis ist mit einem gültigen Ausweisdokument vorzulegen.
• Genesene & getestete Personen: Alle Personen, die über ein positives PCR-Testergebnis verfügen, welches mindestens 28 Tage, aber nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis (über App oder Papierform) muss in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgezeigt werden. Zudem bedarf es einen tagesaktuellen negativen PoC-Antigen-Test.
• Getestete Kinder und Jugendliche: Kinder und Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren benötigen einen tagesaktuellen negativen PoC-Antigen-Test. Dieser muss in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgelegt werden.
• Personen mit ärztlichem Attest & negativem Schnelltest: Personen, die sich aufgrund von medizinischen Gründen nicht impfen lassen können/dürfen. Der Nachweis über ein ärztliches Attest muss in Verbindung mit einem tagesaktuellen negativen PoC-Antigen-Test und einem gültigen Ausweisdokument vorgezeigt werden. 

Wie läuft die Kontaktnachverfolgung?
• Alle Karten sind personalisiert, sodass vor Ort keine erneute Registrierung (beispielsweise über die Luca-App) notwendig ist. 
 
Gilt noch die Maskenpflicht?
• Die FFP2-Maskenpflicht gilt im gesamten Innenraum der Arena und draußen während der Einlasskontrolle.
• Während des Spiels muss die Maske auch auf dem Sitzplatz getragen werden.

Welche weiteren Hygieneregeln gibt es?
• Beim Einlass in die Arena sind die Hände mit dem vorgesehenen Desinfektionsmittel zu reinigen. 
• Bitte beachten Sie den Mindestabstand, Gruppenbildungen sind zu vermeiden.
14.12.2021, 15:39 Uhr
Schiefer-Kunstwerk des Künstlers Reimann zieht ins Rathaus ein
Platte stammt aus der Fassade des Stadtmuseums – monatelange Arbeit
Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Mehrere Monate hat der Oldenburger Bildhauer Udo Reimann gebraucht, um seit dem Frühjahr aus zwei Schieferplatten von der Fassade der Neuen Galerie des Stadtmuseums wahre Kunstwerke zu zaubern. Eines davon wurde am Freitag, 10. Dezember, im kleinen Rahmen an Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stadtmuseumsleiter Steffen Wiegmann übergeben, da es nun als Dauerleihgabe ins Rathaus einziehen wird. Danach verbleibt es in der Sammlung des Stadtmuseums. Die zweite Platte versteigerte das Stadtmuseum bereits bei einer Verkaufsaktion am 20. Oktober für den guten Zweck.

Neben dem Kunstwerk von Udo Reimann wurden auch der Fassadenschriftzug des Stadtmuseums und zwei weitere Schieferkunstwerke von Oldenburger Künstlern versteigert. Die Künstler vom „Hidden Art Kollektiv“ und „Die Jungs Wandgestaltung“ hatten ebenfalls Kunstwerke für die Auktion zur Verfügung gestellt. Mit der Aktion nahm das Stadtmuseum Abschied von der alten Neuen Galerie und befasste sich mit der kulturellen und stadthistorischen Bedeutung des Gebäudes.

Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion über 4.000 Euro eingenommen, die zu gleichen Teilen an „Fridays for Future Oldenburg“, die Flüchtlingshilfe Oldenburg und die Gemeinnützige Kulturgenossenschaft „Globe e.G.“ gespendet wurden.

Über das Objekt
Die bearbeitete Platte besteht aus portugiesischem Schiefer und ist 35 x 71 x 2 cm groß. Sie ist mit einem für Udo Reimanns Arbeit typischem Wellen- beziehungsweise Meeresmotiv versehen. „Die Nähe zum Meer, Ebbe und Flut, die raue Natur, dies sind die Quellen aus denen ich schöpfe. Hier finde ich Kraft und Inspiration“, so der Künstler. Aufgrund der Härte des Materials und der aufwändigen Schleifarbeit dauerte die Arbeit an der Platte mehrere Monate. Zudem unterbrach ein Rippenbruch des Künstlers die Arbeit für eine längere Zeit. Das Werk trägt keinen Titel.

Über den Künstler Udo Reimann
Der Bildhauer Udo Reimann wurde 1939 in Schlesien geboren. Er studierte an der Staatlichen Kunstschule Bremen, Hochschule für Bildende Künste, und der Staatlichen Kunstschule Münster. 1968 folgte der Umzug nach Oldenburg und die Arbeit als freischaffender Künstler in verschiedenen Ateliers in Oldenburg und Wardenburg. Danach war Reimann auf zahlreichen Ausstellungen und Bildhauersymposien im In- und Ausland vertreten und erschuf etliche Skulpturen, Brunnen und Objekte im öffentlichen Raum, die in der Stadt Oldenburg und der Region städtebauliche Akzente gesetzt haben. Im Blickpunkt in Oldenburg stehen insbesondere die Brunnenskulptur „Quellstein“ am Lefferseck (1968), die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus Oldenburg in den Wallanlagen (1990) sowie die Bronzebüste von Helene Lange (1995) am Cäcilienplatz.

Das dialektische Wechselspiel von Naturkräften und -prozessen ist dabei ein Leitthema von Udo Reimann. Inhalte seines künstlerischen Schaffens sind jedoch auch gesellschaftliche, religiöse, historische und figürliche Bezugspunkte. Als Mitglied der Gruppe „Kranich“ hat der Künstler in der bewegten Flower-Power-Zeit der 1970er Jahre in spektakulären Aktionen die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger zur Mitmach-Kunst mobilisiert und mit Meinungsumfragen den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum thematisiert.

Im Auftrag der Artothek Oldenburg erschien zur Jahrtausendwende der Kunstfilm „Udo Reimann – Steine, Staub und Patina“ von Claus Dummeier. Das Stadtmuseum Oldenburg zeigte 2009 eine Retrospektive von 1968 bis 2008. Für sein Schaffen und seine Bedeutung für die Region wurde er auch mehrfach ausgezeichnet: So erhielt Reimann 2011 den Kulturpreis der Oldenburgischen Landschaft und 2013 das Große Stadtsiegel der Stadt Oldenburg.
10.12.2021, 12:43 Uhr
Ein Leben im Dienste des Sports
OB Krogmann zum Tode von Klaus Hanisch: Oldenburger Sport verliert bedeutende Persönlichkeit
Der frühere Sport-Spitzenfunktionär Klaus Hanisch ist tot. Der langjährige Vorsitzende des Stadtsportbundes starb am 1. Dezember im Alter von 81 Jahren. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat die Nachricht vom Tode Hanischs mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen. „Die Sportstadt Oldenburg, Aktive, Vereine und Verbände verlieren mit Klaus Hanisch eine prägende und engagierte Persönlichkeit, der wir viel zu verdanken haben“, sagte Krogmann. „Sein unermüdlicher Einsatz für die Sportwelt in Oldenburg bleibt unvergessen. Unser Mitgefühl gilt der Familie von Klaus Hanisch.“

Oberbürgermeister Krogmann hatte Klaus Hanisch 2015 für dessen Verdienste um den Sport mit der Verleihung der Goldenen Stadtmedaille ausgezeichnet. Im selben Jahr war Hanisch zum Ehrenmitglied des Stadtsportbundes (SSB) ernannt worden. Bis dahin war er über 40 Jahre ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen im Sport in Oldenburg tätig gewesen. Klaus Hanisch trat dem Vorstand des Stadtsportbundes 1986 in der Funktion des Kassenwartes bei. 1995 bis 1998 war er stellvertretender Vorsitzender. Von 1998 bis 2014 fungierte er als 1. Vorsitzender. In seine 16-jährige Amtszeit an der SSB-Spitze fielen unter anderem die Begründung des Fördervertrages mit der Stadt Oldenburg (2003) und die Mitwirkung am 2009 verabschiedeten Sportentwicklungsplan. Hanisch hatte zudem von 1979 bis 2020 dem Vorstand des VfL Oldenburg angehört. Bei seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenmitglied des VfL ernannt. 

Auch auf Landesebene hatte sich Klaus Hanisch engagiert: Im Landessportbund Niedersachsen war er in wichtigen Ausschüssen tätig gewesen. Im Finanzausschuss des Landessportbundes hatte er sein Fachwissen aus seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Banker bei der LzO eingebracht. Sein Einsatz wurde mit den Verleihungen der Silbernen und Goldenen Ehrennadel des Landessportbundes gewürdigt.
10.12.2021, 12:39 Uhr
Weitere Corona-Testzentren eröffnen im Dezember
Übersicht auf städtischer Internetseite wird laufend aktualisiert
Die Nachfrage wächst, das Angebot auch: Mit Einführung der 2G-plus-Regelung in Oldenburg seit Mittwoch, 1. Dezember, eröffnen nach und nach immer mehr Corona-Testzentren in unserer Stadt. Seitdem zusätzlich zu dem Genesenen- oder Geimpften-Status in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ein tagesaktuelles, negatives Testergebnis vorliegen muss, sind die Termine in den Testzentren schnell ausgebucht. Die Stadtverwaltung arbeitet im Zusammenspiel mit den Betreibenden weiterhin mit Hochdruck am Ausbau des Angebots, um den Bürgerinnen und Bürgern die kostenlosen Tests zu ermöglichen. Aktuell sind in Oldenburg 22 Corona-Testzentren geöffnet (Stand: 9. Dezember).

Zum Glück stehen aktuell mehrere Anbieter in den Startlöchern, die in Kürze ihre Corona-Testzentren öffnen beziehungsweise reaktivieren werden:

• Spätestens ab Freitag, 10. Dezember, soll es eine Teststelle der Farzin und Farzin GmbH im Autohaus Krzykowski (Nadorster Straße 265) geben. Der Laborkreis öffnet drei neue Testzentren: Ebenfalls am Freitag, 10. Dezember, am Waffenplatz sowie am Samstag, 11. Dezember, am Pferdemarkt und Schloßplatz.

• Am Montag, 13. Dezember, eröffnet ein Testzentrum des Pius-Hospitals in der Peterstraße 28, das „NoCorona Testcenter“ in der Gerhard-Stalling-Straße 60 B (bei der wika AG) und eine Teststation auf der Terrasse des „Pfefferprinz“ (ehemals „Aroma“) vor dem Famila-Einkaufscenter Wechloy (Posthalterweg 10). An diesem Tag soll auch die Teststelle am Globus Baumarkt Wechloy reaktiviert werden.

• Für Samstag, 18. Dezember, ist zudem die Reaktivierung der Corona-Teststation an den Weser-Ems-Hallen (Messestraße) geplant.

Eine Übersicht mit allen Testangeboten ist unter www.oldenburg.de/corona-testzentren zu finden. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Sobald Terminbuchungen für die neu hinzugekommenen Standorte möglich sind, finden Sie diese auf der Website.
10.12.2021, 12:35 Uhr
Niedrigschwellige Investitionsförderung für das Gaststättengewerbe
Förderzuschuss von bis zu 80 Prozent möglich
Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat die Richtlinie zur Förderung niedrigschwelliger Investitionen des von der COVID-19 Pandemie betroffenen Gaststättengewerbes neu aufgelegt. Danach ist eine Antragstellung wieder bis zum 31. Dezember 2021 möglich. Darauf macht das Amt für Wirtschaftsförderung aufmerksam.

Mit der Richtlinie werden Ausgaben für die Anschaffung oder Herstellung der zum Investitionsvorhaben zählenden Wirtschaftsgüter (Nutzungsdauer: mindestens fünf Jahre) im Zusammenhang mit

• Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen oder
• sonstigen Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere zur Anpassung an pandemiespezifische Belange (zum Beispiel neue Lüftungs-, Hygiene- oder Spültechnik, Heizkonzepte für den Außenbereich oder Trennwände)

gefördert.


Der Fördersatz liegt bei maximal 80 Prozent für Unternehmen des Gaststättengewerbes mit Umsatzeinbußen, die vor dem 1. März 2020 gegründet wurden. Als Grundlage gelten die Umsätze der Monate April bis Juni 2021 mit dem Vergleichszeitraum April bis Juni 2019. Die Fördersumme muss hierbei mindestens 5.000 Euro betragen und darf 100.000 Euro nicht überschreiten.

„Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ist diese Branche unverändert in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, die Oldenburger Gastronomie auf die kurzfristig zur Verfügung stehenden Fördermittel hinzuweisen“, so Ralph Wilken, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung.

Voraussichtlich ab dem 10. Dezember 2021 ist die Antragsstellung bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank – wieder möglich. Weitere Informationen zum Programm sind auf der Website der NBank zu finden unter https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Niedrigschwellige-Investitionsf%C3%B6rderung-f%C3%BCr-das-Gastst%C3%A4ttengewerbe/index-2.jsp.

Wichtiger Hinweis: Mit Blick auf die vorangegangenen Antragsrunden und der hohen Nachfrage empfiehlt sich eine zügige Beantragung der Fördermittel, da diese erfahrungsgemäß sehr schnell gebunden sein werden.

Im Zusammenhang mit der Förderung von Investitionsvorhaben steht auch die Wirtschaftsförderung für die Beantwortung von Fragen gerne zur Verfügung. Auskünfte gibt Nadine Krämer, Telefon 0441 235-2870, E-Mail: nadine.kraemer@stadt-oldenburg.de.
10.12.2021, 12:32 Uhr
Mit Pfeil und Bogen durch den Ruhestand
Eine der ältesten Bogenschützinnen Deutschlands im Rathaus empfangen
Im hohen Alter noch fit zu sein und regelmäßig Sport zu treiben kann eine Herausforderung sein – für Christa Elfers ist das kein Problem. Die 86-Jährige ist eine der ältesten aktiven Bogenschützinnen Deutschlands. Um ihren herausragenden Sportsgeist und die beeindruckenden Erfolge zu würdigen, hat Bürgermeisterin Christine Wolff die Sportlerin am Donnerstag, 9. Dezember, im Alten Rathaus empfangen, wo Christa Elfers sich ins Gästebuch der Stadt Oldenburg eintragen konnte.

Elfers, die das Bogenschießen erst im Rentenalter für sich entdeckt hat, tritt in der Seniorenklasse für den Verein Oldenburger Schützen von 1816 an. Noch heute ist sie amtierende Bezirksmeisterin. „Was Sie sich mit 86 Jahren sportlich zutrauen und was Sie damit erreichen, ist bewundernswert und die absolute Ausnahme“, würdigte Wolff die Bogenschützin. Sowohl im Hinblick auf die sportliche Betätigung im Alter als auch beim Engagement im Verein könne Elfers als Vorbild für viele Bürgerinnen und Bürger dienen.
10.12.2021, 12:31 Uhr
Neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Sprech-und oder Redeangst
Eine betroffene Frau gründet eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die in bestimmten Situationen, wie z.B. bei Vorträgen, in Workshops, in Teamsitzungen gehemmt sind zu reden und sich durch ihre Ängste nicht adäquat oder gar nicht mitteilen können. (Kein Lampenfieber!).

Interessierte können sich bei der BeKoS – Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen melden.

Telefon: 0441 – 88 48 48
E-Mail: info@bekos-oldenburg.de 
10.12.2021, 12:25 Uhr
Stadt richtet zwei weitere Impfpunkte ein
In Kreyenbrück keine Anmeldung nötig – In Wechloy sind Extra-Angebote für Kinder geplant
Mit der Einrichtung von zwei weiteren stationären Impfpunkten will die Stadt Oldenburg in der nächsten Woche ihr Angebot an Corona-Schutzimpfungen ausbauen. Neben dem bereits am 24. November eröffneten Impfpunkt in den Schlosshöfen kommen dann Standorte in Kreyenbrück und Wechloy hinzu. Dabei handelt es sich um die Räumlichkeiten der ehemaligen Stadtteilbibliothek in Kreyenbrück (Ewigkeit 20) und um ein ehemaliges Geschäft neben dem EWE-Servicepunkt bei Famila Wechloy (Posthalterweg 10). Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ruft dazu auf, die Impfangebote wahrzunehmen: „Jede einzelne Impfung zählt und hilft, die Anzahl weiterer Infektionen zu reduzieren. Alle, die sich impfen lassen, bringen ein Stück vom Leben zurück, das wir so sehr vermissen.“


Impfpunkt Kreyenbrück:
Den Auftakt macht der Impfpunkt Kreyenbrück, der am Dienstag, 14. Dezember, starten soll. Künftig sollen hier dienstags und donnerstags, jeweils von 10 bis 15 Uhr, Impfungen ohne Termin angeboten werden. 


Impfpunkt Wechloy:
Der Impfpunkt Wechloy soll voraussichtlich am Freitag, 17. Dezember, den Betrieb aufnehmen. Zum Start wird von 10 bis 18 Uhr „freies Impfen“ ohne vorherige Terminanmeldung angeboten.

Eine Ausweitung des Impfangebots auf weitere Tage ist in Planung.

Die Stadtverwaltung bereitet sich zudem am Standort Wechloy auf Kinderimpfungen für die Fünf- bis Elfjährigen vor. Geplant ist, für diese Zielgruppe dort gesonderte Termine vorzuhalten. Das Mainzer Unternehmen BionTech und der US-Konzern Pfizer haben angekündigt, ab dem 13. Dezember mit der EU-weiten Auslieferung des Kinderimpfstoffes zu beginnen. Es wird davon ausgegangen, dass die Ständige Impfkommission in Kürze eine Empfehlung für die Corona-Impfung von fünf- bis elfjährigen Kindern aussprechen wird.

Da alle Kinder zunächst eine Erstimpfung erhalten, ist es zwingend erforderlich, bereits den Termin für die Zweitimpfung fest einzuplanen. Dieser Termin wird exakt drei Wochen nach der ersten Impfung stattfinden.

Wichtiger Hinweis: Termine für den Impfpunkt Wechloy können derzeit noch nicht reserviert werden. Die Stadtverwaltung bittet von telefonischen Anfragen abzusehen. Sobald weitere Einzelheiten vorliegen, wird darüber auf der städtischen Webseite, per Pressemitteilung und im Bürgerbrief informiert.


Impfpunkt Schlosshöfe:
 • mittwochs: 10 bis 18 Uhr, „Freies Impfen ohne Termin“ für alle Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahre.
 • montags, dienstags, donnerstags bis samstags: 10 bis 18 Uhr, Impfungen mit vorheriger Terminvereinbarung für alle Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahre.

Für den Impfpunkt Schlosshöfe stehen in den nächsten Wochen nur noch vereinzelte Termine zur Verfügung.


Ausblick:
Ein weiterer Impfpunkt ist bei der Universität Oldenburg am Uhlhornsweg geplant. Dieser könnte nach aktuellem Planungsstand im Januar 2022 den Betrieb aufnehmen.


Grundsätzliches:
 • Beim „freien Impfen“ ohne Termin muss mit Wartezeiten gerechnet werden, die Impfwilligen werden um Geduld gebeten.
 • Zur Impfung sind der eigene Impfpass und Lichtbildausweis mitzubringen. Jugendliche unter 16 Jahren müssen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sein. Jugendliche ab 16 Jahre müssen eine Zustimmung eines Erziehungsberechtigten mitbringen. Um die Abläufe zu beschleunigen, wird darum gebeten, die notwendigen Unterlagen (Anamnese/Impfeinwilligung sowie Aufklärungsblatt) schon ausgefüllt mitzubringen. Die Dateien stehen in verschiedenen Sprachen auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html zum Download bereit.
 • Verabreicht werden für Personen ab 12 Jahre Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen. Die Stadt orientiert sich bei den Impfungen an den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Demnach sollen die Auffrischungsimpfungen in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Wer mit dem Vakzin von Johnson & Johnson einmalig geimpft wurde, kann bereits vier Wochen nach der Erstimpfung zur Optimierung (Booster) eine Zweitimpfung erhalten. Abweichungen von diesen Zeiträumen sind nur nach individueller medizinischer Entscheidung möglich. Diese kann im Impfpunkt nicht erfolgen.

Weitere Infos unter www.oldenburg.de/impfpunkt.
07.12.2021, 16:09 Uhr
Stadt will Einzelhandel beim Kontrollaufwand entlasten
An drei zentralen Stellen werden ab dem 11.12. 2G-Bändchen ausgegeben
Die Stadt Oldenburg hilft dem Einzelhandel bei der Umsetzung der vom Land Niedersachsen angekündigten 2G-Regelung fürs Shoppen. Den Planungen zufolge müssen die Geschäfte kontrollieren, dass nur noch vollständig gegen das Coronavirus geimpften oder von einer Covid-Infektion genesenen Menschen der Zutritt gewährt wird. „Wir wollen die Händlerinnen und Händler von diesem Kontrollaufwand entlasten“, kündigt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann an. „Die Kontrollpflicht überfordert den Einzelhandel.“ Um Unterstützung zu leisten, greift die Stadtverwaltung das beim Lamberti-Markt praktizierte Bändchen-Prinzip auf: An drei zentralen Stellen in der Innenstadt sollen sich die Besucherinnen und Besucher mit 2G-Nachweis ein tagesaktuelles Bändchen fürs Handgelenk abholen können. Damit entfällt dann die 2G-Kontrolle an jedem einzelnen Geschäftseingang.

„Wir sind der Stadt dankbar, dass sie den Einzelhandel mit dieser Maßnahme so tatkräftig unterstützt und die Mitarbeitenden in den Geschäften dadurch entlastet! Wir hoffen, dass möglichst viele Kundinnen und Kunden diese Möglichkeit nutzen werden“, sagt Friedrich-August Fisbeck, 1. Vorsitzender des City Managements Oldenburg (CMO).

Als Standorte für Bändchen-Ausgabe wurden Leffers-Eck, Julius-Mosen-Platz und Rathausmarkt festgelegt. Der Oldenburger Schaustellerverband stellt dafür Hütten zur Verfügung. Neben den farblich wechselnden Tagesbändchen in Papierform werden auch die bewährten (Dauer-)Bändchen mit dem „Lamberti-Markt“-Aufdruck ausgehändigt, die als längerfristiger 2G-Nachweis gelten und bei mehrmaligen Besuchen der Innenstadt verwendet werden können. Alle im Zuge des Lamberti-Marktes schon ausgegebenen Stoffbändchen sollen in den Geschäften als Nachweis akzeptiert werden. Die Bändchen sind gegen Vorlage eines Impf- oder Genesenen-Nachweises in Verbindung mit einem Personalausweis erhältlich.

Die Bändchenausgabe-Buden werden ab Sonnabend, 11. Dezember, einsatzbereit sein. Sie sollen montags bis samstags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sofortprogramm Innenstadt.

Auf einer Sondersitzung am Dienstag, 7. Dezember, will der niedersächsische Landtag über eine neue, verschärfte Corona-Verordnung beraten. Es wird erwartet, dass als eine Maßnahme auch die von der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz vereinbarte Einführung der 2G-Regel für den Einzelhandel in die Verordnung eingearbeitet wird.
03.12.2021, 15:50 Uhr
Stadt führt ab Montag, 6. Dezember, 3G-Regel in Dienstgebäuden ein
Besucherinnen und Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein
Wer ab Montag, 6. Dezember, Dienstgebäude der Stadt Oldenburg betreten und Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, muss sich an die 3G-Regel halten: Lediglich Menschen, die entweder geimpft, genesen oder getestet sind, erhalten dann noch Zutritt. Entsprechende Nachweise müssen mitgeführt werden, bei den Bürgerbüros Mitte (Pferdemarkt) und Nord (Stiller Weg) nimmt ein Ordnungsdienst Kontrollen vor. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf die aktuelle Pandemiesituation und erhöht damit den Schutz für Besucherinnen und Besucher sowie für die Beschäftigten.

Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss demnach einen negativen Schnelltest nachweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist beziehungsweise einen negativen PCR-Test vorlegen, der maximal 48 Stunden alt sein darf. Von der 3G-Regel ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Darüber hinaus bleibt auch die Maskenpflicht in Kraft (FFP2- oder sogenannte OP-Masken). Kinder von sechs bis 14 Jahren dürfen alternativ eine geeignete textile oder textilähnliche Mund-Nasen-Bedeckung tragen, Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht befreit.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass viele Dienstleistungen rund um die Uhr bequem am Computer, mit dem Tablet oder Smartphone nutzbar sind. Eine Übersicht gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/online-services.

Das gilt für Ratsgremien:
Auch für die Sitzungen der städtischen Ratsgremien werden Zugangsbeschränkungen eingeführt. Vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Vorsitzenden können Ausschuss- und Ratsmitglieder sowie Publikum nur mit 3G-Nachweis teilnehmen. Das gilt erstmalig für den Verkehrsausschuss am 13. Dezember. Zu den vorher stattfindenden Sitzungen ist bereits eingeladen worden.

Das gilt für Museen und Sportanlagen:
Wo abweichende 2G-Regelungen bestehen, gelten diese weiterhin. Das betrifft das Horst-Janssen-Museum, den Projektraum des Stadtmuseums und das Edith-Russ-Haus. In der Artothek gilt die 3G-Regel.

Für die Nutzung von Sportanlagen in geschlossenen Räumen gilt nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung die 2G-plus-Regel. Für die Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel ist die 2G-Regel anzuwenden.

Das gilt für Bibliotheken:
In der Stadtbibliothek im PFL, der Kinderbibliothek am PFL sowie den Stadtteilbibliotheken Eversten, Flötenteich, Kreyenbrück und Ofenerdiek gilt die 3G-Regel. Die Sitz-, Arbeits- und PC-Plätze stehen ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Das gilt für die Musikschule:
Für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen und Vorschulkinder besteht keine Testpflicht. Für alle anderen gilt 3G. Bei Veranstaltungen gilt für alle ab 18 Jahren 2G-plus und FFP2-Maskenpflicht. Zudem finden Konzerte nur intern mit maximal einer Begleitperson pro Mitwirkender oder Mitwirkendem statt. Hierbei gilt für alle Maskenpflicht, und die Sitzplätze sind mit Abstand eingerichtet.

Das gilt für die Gemeinwesenarbeit und die Jugendfreizeitstätten:
In den Gemeinwesenarbeiten als kulturähnlicher Betrieb wird aktuell nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung die 2G-plus-Regelung im Innenbereich sowie 2G im Außenbereich angewandt. Es werden Kontaktdaten erhoben. FFP2-Masken müssen im Innenbereich getragen werden. Gruppenangebote mit festem und offenem Teilnehmerkreis dürfen unter Wahrung der allgemeinen Hygienehinweise stattfinden. Treffen können in geschlossenen Räumlichkeiten und im Freien stattfinden.

In den Jugendfreizeitstätten wird bei den Jugendlichen bis 27 Jahren nicht zwischen Geimpften, Genesenen und Nicht-Geimpften unterschieden. Eine telefonische Terminvergabe ist nicht notwendig, freie Plätze können unmittelbar vor Ort bei der jeweiligen Freizeitstätte erfragt werden. Auch hier gelten der Mindestabstand von 1,50 Meter sowie die Einhaltung der Hygieneregeln.

Im Kulturzentrum Rennplatz gilt derzeit 2G-plus im Bereich der Gemeinwesenarbeit. Die Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit finden weiterhin unter Einhaltung der Hygieneregeln und des Mindestabstands statt.

Im Cadillac finden vorerst keine Veranstaltungen statt.

Das gilt bei beim AWB:
Auf den Wertstoffannahmestellen des Abfallwirtschaftsbetriebes in Neuenwege und am Langenweg kommt die 3G-Regelung für Kundinnen und Kunden, die sich unter freiem Himmel bewegen, nicht zur Anwendung. Allerdings gilt ab Montag, 6. Dezember, auf den Anlagen eine Maskenpflicht. Für den Besuch des Servicebüros des AWB an der Wehdestraße gilt 3G.
03.12.2021, 15:39 Uhr
Abfallwirtschaftsbetrieb: Vollelektrisch gegen unerlaubten Müll
Schnelle Eingreiftruppe mit umweltfreundlichem Klein-Lkw unterwegs
Ob illegal entsorgter Unrat oder verschmutzte Containerstellplätze: Die „KehrForce OL“, die sich in der Stadt um das Einsammeln von unerlaubten Abfallablagerungen kümmert, ist ab sofort selbst umweltfreundlich im Einsatz. Stadträtin Dr. Julia Figura hat am Mittwoch, 1. Dezember, dem Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) einen vollelektrischen Klein-Lkw übergeben. „Der Abfallwirtschaftsbetrieb deckt mit seinem vielseitigen Aufgabenspektrum ganz zentrale Bereiche des Umweltschutzes ab. Da liegt es nahe, diese Aufgaben auch so umweltschonend wie möglich durchzuführen“, betont Dr. Figura. „Und da der AWB, wie die gesamte Stadtverwaltung auch, Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen bezieht, verursacht dieses Fahrzeug nur noch geringfügig klimabelastende Kohlendioxid-Emissionen“, betont die Dezernentin.

Da Klein-Lkws für solche Einsatzzwecke noch nicht in Serie hergestellt werden, hat der AWB ein Fahrzeug nach seinen Wünschen und Anforderungen umbauen lassen. So wurden unter anderem eine kippbare Ladepritsche und ein Planengestell aufgebaut.

„Wir beabsichtigen, nach und nach Teile unserer Fahrzeugflotte auf alternative klimaschonende Antriebe umzustellen“, informiert Volker Schneider-Kühn, Leiter des AWB. „So haben wir neben diesem Fahrzeug einen vollelektrischen Pkw sowie zwei mit Wasserstoff angetriebene Abfallsammelfahrzeuge bestellt. Und innerstädtische Fahrten legen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren überwiegend umweltfreundlich mit zwei Pedelecs und nicht mit Pkws zurück“, freut sich Schneider-Kühn.

Die Umstellung des AWB-Fuhrparks erfolgt auch vor dem Hintergrund einer im Jahr 2019 durchgeführten Treibhausgas-Bilanz des AWB. In dieser Studie wurden klimabelastende Tätigkeiten des AWB klimaentlastenden Aktivitäten gegenübergestellt und miteinander verrechnet. Zu den klimabelastenden Faktoren gehören alle Prozesse mit Energieverbrauch und direkten Emissionen wie eben Pkw- und Lkw-Fahrten. „Obwohl uns in der Klimastudie bereits bestätigt wurde, dass wir aufgrund unserer vielfältigen Recyclingaktivitäten sehr klimaschonend agieren, möchten wir mit einer klimafreundlichen Mobilität einen weiteren bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Schneider-Kühn.

Weitere Informationen zur „KehrForce“ und der Kampagne „Bleib sauber, Oldenburg!“ finden sich unter www.oldenburg.de/awb.
03.12.2021, 15:21 Uhr
Übersicht über Corona-Testangebote in der Stadt
Mehrere Möglichkeiten, um 2G-plus zu erfüllen
In Oldenburg gilt seit heute für viele Bereiche des öffentlichen Lebens 2G-plus – also zusätzlich zu dem Genesenen- oder Geimpften-Status der Nachweis eines bestätigten negativen Corona-Schnelltestergebnisses, das 24 Stunden gültig ist. Nachdem die Testzentren ihre Angebote aufgrund sinkender Nachfrage zuletzt runtergeschraubt hatten, sind sie aktuell gefragter denn je und zunehmend ausgebucht. Auch in Oldenburg ist es derzeit schwierig, an einen kurzfristigen Termin in einem der Corona-Testzentren zu kommen. Deshalb werden nach und nach immer mehr Corona-Testzentren oder alternative Angebote eingerichtet. Zurzeit gibt es 14 Testzentren. Die Stadtverwaltung arbeitet im Zusammenspiel mit den Betreibenden von Teststellen mit Hochdruck daran, das Angebot weiter auszubauen.

So eröffnet voraussichtlich am Donnerstag, 2. Dezember, ein Schnelltest-Zentrum im Kaufpark in Kreyenbrück (Alter Postweg 125). Zudem soll am Freitag, 3. Dezember, ein Corona-Testzentrum in den Schlosshöfen (Schlossplatz 3) an den Start gehen. Am Montag, 6. Dezember, eröffnet ein weiteres Testzentrum in der Heiligengeiststraße 1a. Die gute Nachricht: Zwölf Anbietende befinden sich derzeit in der Prüfung und haben gute Aussichten, dass sie demnächst Testzentren eröffnen können. Weitere 26 Anfragen liegen der Stadtverwaltung vor. Geprüft werden müssen unter anderem Hygienekonzept und infrastrukturelle Voraussetzungen. 

Auf der städtischen Website werden unter www.oldenburg.de/corona-testzentren laufend Standorte hinzugefügt, die Corona-Testungen anbieten. Dort gibt es auch Verlinkungen zu einer Apotheken- und Arztpraxen-Suche, die Corona-Tests in Oldenburg anbieten.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass in bestimmten Situationen auch vom Arbeitgeber eine Bescheinigung über einen unter Aufsicht durchgeführten Corona-Schnelltest ausgefüllt werden kann. Diese gilt, analog zu den offiziellen Bestätigungen der Corona-Testzentren, auch als Nachweis und berechtigt beispielsweise ebenfalls zum Restaurant- oder Friseurbesuch unter 2G-plus-Regelungen. Eine Verlinkung zum offiziellen Formular des Landes Niedersachsen sowie weitere Informationen darüber finden Sie unter www.oldenburg.de/testbescheinigung.

Auch Gastronomen und Veranstalter haben die Möglichkeit, für ihre Gäste Tests unter Aufsicht anzubieten.
03.12.2021, 15:19 Uhr
Stadt vergibt Oldenburger Integrationspreis 2021
Ehrenamtliches Engagement wertschätzen – Ausschreibung erfolgt zum zwölften Mal
Seit 2009 werden durch den Oldenburger Integrationspreis Projekte gewürdigt, die sich in besonderem Maße für ein gelungenes Zusammenleben in einer vielfältigen Stadtgesellschaft einsetzen. Die Stadt Oldenburg schreibt nunmehr zum zwölften Mal den Integrationspreis aus. Mit diesem Preis wird das ehrenamtliche Engagement in Oldenburg im Bereich der Integrationsarbeit des vergangenen Jahres sichtbar gemacht und ausgezeichnet.

Teilnahmeberechtigt sind Vereine, Organisationen, Betriebe und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich in Oldenburg für Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, interkulturellen Austausch und Zusammenleben einsetzen und im Jahr 2021 Projekte oder Aktivitäten umgesetzt haben.

Kennen Sie Projekte und Aktivitäten von Vereinen, Organisationen, Betrieben und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich Ihrer Ansicht nach besonders für ein tolerantes Miteinander und für ein friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Stadtgesellschaft eingesetzt haben? Sie können diese auch für den Integrationspreis nominieren!

Wie kann man sich bewerben oder andere für den Preis nominieren?
 Für die Bewerbung oder für die Nominierung reichen Sie bitte den ausgefüllten Bewerbungsbogen ein. Die dafür erforderlichen Unterlagen bekommen Sie beim Amt für Zuwanderung und Integration oder online unter www.oldenburg.de/integration.

Formlose Anträge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Bewerbung schicken Sie bitte bis Montag, 31. Januar, per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de oder per Post an Stadt Oldenburg, Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, Bloherfelder Straße 39, 26129 Oldenburg. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2022.
01.12.2021, 17:19 Uhr
Keine Haustürgeschäfte bei den Gemeinnützigen Werkstätten
Es ist immer wieder die gleiche „Masche“: Aktuell häufen sich wieder Fälle im Stadtgebiet, in denen Verkäufer vorgeben im Namen der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) Produkte zu verkaufen, zum Teil mit sehr aggressivem Auftreten.

Die GWO weisen ausdrücklich darauf hin, dass Mitarbeiter*innen der Werkstatt grundsätzlich keine Haustürgeschäfte vornehmen. Betroffene sollten sich direkt bei den Gemeinnützigen Werkstätten unter der Telefonnummer 0441/3405-111 melden, diese nehmen dann Verbindung zur Polizei auf.
30.11.2021, 19:27 Uhr
Aus 2G wird 2G-plus
Stadt stellt in Allgemeinverfügung Corona-Warnstufe 2 fest – Maskenpflicht auf Wochenmärkten
Ab Mittwoch, 1. Dezember, werden die Corona-Regeln noch einmal deutlich verschärft – auch für Geimpfte und Genesene: Statt 2G gilt dann 2G-plus. Die Stadt Oldenburg stellt in einer Allgemeinverfügung Warnstufe 2 fest. Dieser Schritt ist nach der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen notwendig, weil der landesweite Hospitalisierungswert am Montag, 29. November, fünf Werktage in Folge über 6 lag. Gleichzeitig hat auch der zweite Indikator – der regionale Inzidenzwert – in Oldenburg bereits seit dem 22. November die 100-Grenze überschritten. Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, 1. Dezember, in Kraft.

In Warnstufe 2 müssen auch Geimpfte und Genesene einen negativen Test vorlegen, wenn sie beispielsweise ins Restaurant, Kino, Fitnessstudio oder zum Friseur wollen. Ungeimpfte sind von alldem weiter ausgeschlossen. Bei privaten Feiern dürfen sich ebenfalls nur noch Geimpfte und Genesene und getestete Personen in Gruppen von mehr als 15 Menschen treffen. Masken dürfen bei Veranstaltungen nur im Sitzen abgenommen werden. In Innenräumen und auf dem Weihnachtsmarkt ist zudem das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht, eine OP-Maske reicht dann nicht mehr. Bewirtungsleistungen auf dem Lamberti-Markt in Anspruch nehmen und Fahrgeschäfte nutzen dürfen nur noch Geimpfte oder Genesene, die einen negativen Corona-Test vorweisen.

Darüber hinaus legt die Stadt Oldenburg in der Allgemeinverfügung fest, dass auf dem Gelände aller Wochen-, Bio- und Bauernmärkte während der Marktzeiten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Die Maskenpflicht gilt auch für auch Menschen, die das Marktgelände ohne Kaufabsicht lediglich passieren.


Im Einzelnen gilt ab Mittwoch, 1. Dezember:

Weihnachtsmärkte:
 • 2G-plus im Innen- und Außenbereich bei Bewirtung
 • FFP2-Maske generell (auch im Sitzen)

Wochenmärkte:
 • Maskenpflicht

Zusammenkünfte/Veranstaltungen/Private Feiern:
 • bei mehr als 15 Personen
 • 2G-plus im Innenbereich, 2G im Außenbereich
 • Kontaktdaten-Erfassung, FFP2-Maske bis zum Sitzplatz (nicht bei privaten Feiern)

Gastronomie:
 • 2G-plus in Innengastronomie, 2G in Außengastronomie
 • FFP2-Maskenpflicht im Innenbereich bis zum Sitzplatz
 • Kontaktdaten-Erfassung und Hygienekonzept

Hotels, Pensionen etc. (Beherbergung):
 • 2G-plus (Test bei Anreise und 2x wöchentlich)
 • 2G im Außenbereich, FFP2-Maskenpflicht im Innenbereich, Kontaktdaten-Erfassung

Körpernahe Dienstleistungen:
 • 2G-plus im Innenbereich, 2G im Außenbereich
 ausgenommen: medizinisch notwendig/Blutspende
 • FFP2-Maskenpflicht im Innenbereich und Außenbereich, Kontaktdaten-Erfassung, Hygienekonzept

Sport:
 • 2G-plus bei Sportanlagen in geschlossenen Räumen, generell in Duschen/Umkleiden, 2G im Außenbereich
 • FFP2-Maskenpflicht außer beim Sporttreiben
 • Dokumentation Kontaktdaten in Sauna, Therme und Schwimmhallen
 Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern:
 • 2G-plus im Innenbereich, 2G unter freiem Himmel
 • Kontaktdaten-Erfassung, FFP2-Maske auch im Sitzen, Antrag, Hygienekonzept mit erhöhten Auflagen

Großveranstaltungen mit über 5.000 Besucherinnen und Besuchern:
 • 2G-plus im Innenbereich, 2G unter freiem Himmel
 • Personalisierte Tickets für Kontaktdatenerfassung, FFP2-Maske auch im Sitzen, Antrag, Hygienekonzept mit erhöhten Auflagen

Clubs und Diskotheken:
 • 2G-plus im Innenbereich, 2G im Außenbereich
 • FFP2-Maske auch im Sitzen und beim Tanzen
 • digitale Kontaktdaten-Erfassung, Hygienekonzept, höchstens 50-prozentige Auslastung

Testpflicht:
 • ein PoC-Antigen-Test (Schnelltest) bzw. ein Selbsttest unter Aufsicht muss durch die testende Einrichtung/offiziell kontrollierende Person bestätigt sein und ist nach Probeentnahme 24 Stunden gültig;
 • ein PCR-Test zum Nachweis darf nicht mehr als 48 Stunden vorher vorgenommen sein;
 • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Anwendung der 2G-plus-Regel ausgenommen (außer in Diskotheken/Shisha-Bars und ähnlichen Einrichtungen).

Maskenpflicht:
 • entfällt für Kinder unter 6 Jahren;
 • bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren ist eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung (zum Beispiel Stoffmaske) ausreichend.
30.11.2021, 18:31 Uhr
Corona-Impfaktionen von Oldenburger Arztpraxen
Stadt informiert online über gemeldete Angebote
Die Pandemie hält uns weiterhin auf Trab und leider ist noch keine Kehrtwende erkennbar. Angesichts der bundesweit und auch in unserer Stadt steigenden 7-Tages-Inzidenz sind deshalb Corona-Impfungen wichtiger denn je, um langsam wieder Richtung Normalität zurückzukehren. Einige Oldenburger Arztpraxen gehen mit gutem Beispiel in Form von gezielten Corona-Impfaktionen voran, bei denen wöchentlich mehrere hundert Impftermine angeboten werden. Die Stadt Oldenburg erstellt derzeit eine Internetseite mit einer Auflistung solcher Corona-Impfaktionen von Oldenburger Arztpraxen, damit Bürgerinnen und Bürger möglichst schnell an eine Impfung kommen können. Diese ist online unter www.oldenburg.de/impfaktionen-arztpraxen zu finden. So sind beispielsweise für diese Woche aktuell noch rund 200 Termine im Anästhesie-Zentrum Oldenburg frei, die ausschließlich online gebucht werden können.

Sie betreiben auch eine Arztpraxis, die aktuell Corona-Impfaktionen durchführt und noch in dieser Auflistung fehlt? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit allen relevanten Informationen an online-redaktion@stadt-oldenburg.de.

Bis zu 600 Impfungen täglich im Impfpunkt Schlosshöfe
Um selbst die Impfquote zu erhöhen, hat die Stadt Oldenburg in der vergangenen Woche einen Impfpunkt in den Schlosshöfen eröffnet, an dem täglich bis zu 600 Corona-Impfungen durchgeführt werden. Der Impfpunkt in den Schlosshöfen ist montags bis samstags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwochs können Impfwillige ohne Termin vorbeikommen, müssen aber Wartezeiten in Kauf nehmen. Impftermine können online unter www.oldenburg.de/impfpunkt vereinbart werden.

Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen sind wichtiger denn je, um sich zu immunisieren und den eigenen Impfschutz aufrecht zu halten – und so die Risiken eines schweren Verlaufs bei einer möglichen Corona-Erkrankung zu minimieren. Aber auch der Schutz anderer spielt eine große Rolle: Denn nur, wenn wir durch eine ausreichende Zahl an Geimpften die Herdenimmunität aufbauen können, schützen wir auch diejenigen, die sich aus gesundheitlichen oder Altersgründen derzeit (noch) nicht impfen lassen können.
27.11.2021, 15:18 Uhr
Abfallgebührenmarken sind in 2022 weiterhin gültig
Antrag auf Änderungen von angemeldeten Tonnen bis 10. Dezember möglich
Die zurzeit geltenden Abfallgebührenmarken für das Jahr 2018 sind auch in 2022 gültig. Aus technischen Gründen können Änderungen der angemeldeten Tonnen nur dann im Jahresbescheid 2022 berücksichtigt werden, wenn sie bis Freitag, 10. Dezember, beim Fachdienst Finanzen beantragt wurden. Dies gilt sowohl für Änderungen des Tonnenvolumens als auch im Falle eines Umzuges für das Grundstück, auf dem sie genutzt werden: Falls bei einem Umzug Abfalltonnen zur neuen Wohnung mitgenommen werden, müssen diese auf das neue Grundstück umgemeldet werden.

Die gewünschten Änderungen können die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer oder die beauftragten Hausverwaltungen schriftlich beim Fachdienst Finanzen, Industriestraße 1 d, 26121 Oldenburg, per E-Mail an steuern@stadt-oldenburg.de, per Fax an die Nummer 0441 235-3121 oder persönlich beim Fachdienst Finanzen beantragen.

Änderungen, die nach dem 10. Dezember mitgeteilt werden, können erst ab Mitte Januar 2022 nach dem Versand der Jahresbescheide durch einen Änderungsbescheid berücksichtigt werden.
27.11.2021, 15:13 Uhr
Typisch Junge? Typisch Mädchen? Von wegen!
Gleichstellungsbüro möchte mit Kampagne Geschlechterrollen-Klischees aufbrechen
Typisch Junge? Typisch Mädchen? Von Geburt an werden Kindern bestimmte Geschlechterrollen zugeschrieben. Diese Einteilungen verfestigen sich, können einengend sein und verbergen den Blick auf die Vielfalt der Möglichkeiten. Muss das so bleiben? Bereits mit dem Praxisheft zur gendersensiblen Pädagogik in der Kita „Toben im Prinzessinnenkleid“, das 2019 in zweiter Auflage erschienen ist, hat das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg für diese Thematik sensibilisiert. Jetzt startet das Gleichstellungsbüro eine weitere Kampagne und verteilt an die städtischen Kitas einen Beutel mit klischeefreien Büchern, Spielanleitungen und Informationsmaterialien, die von den pädagogischen Fachkräften im Kita-Alltag eingesetzt werden können. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann übernimmt die Schirmherrschaft für diese Kampagne: „Wir wollen dazu anregen, Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen geschlechtstypischen und -untypischen Interessen und Verhaltensweisen zu betrachten. Ich danke dem Gleichstellungsbüro für diese Initiative.“

Auch Elfie Finke-Bracker, Leiterin des Fachdienstes Kindertagesbetreuung, freut sich über die Kampagne des Gleichstellungsbüros: „In vielen Kinderbüchern und Spielmaterialien kommen Rollenstereotype vor und prägen die Lebenswelten von Kindern. Die Materialien der Kampagne sollen Kindern die vielfältigen Möglichkeiten unabhängig von Geschlechterrollenklischees aufzeigen. Die städtischen Kindertagesstätten nehmen diese Kampagne mit offenen Armen an.“

Die Materialien wurden vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. zur Verfügung gestellt. Die Stadt Oldenburg ist seit November Partnerorganisation der Initiative Klischeefrei.

Zudem hat das Gleichstellungsbüro zwei Medienkoffer angeschafft, die ab sofort in der Kinderbibliothek am PFL zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Sie können mit einem Institutionenausweis für die Dauer von sechs Wochen entliehen werden. Die neuen Medienboxen „Medienkoffer Klischeefreie Vielfalt & Diversität“ enthalten eine Auswahl an Kinderbüchern und Fachbüchern, die einen fundierten Einstieg in die inklusive und vielfältige pädagogische Praxis in Kindertageseinrichtungen bieten. Er soll Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen anregen und dabei unterstützen, geschlechtergerecht zu arbeiten und die damit verbundenen Themen kindgerecht anzusprechen. „Wir freuen uns sehr, Erzieherinnen und Erziehern sowie Tageseltern mit den neu erworbenen Medienkoffern in ihrer Arbeit unterstützen zu können. Sie bereichern unser bestehendes Angebot an Medienboxen um ein wichtiges und nachgefragtes Thema“, sagt Heike Janssen, Leiterin des Fachdienstes Bibliotheken.

Ob in Büchern, Filmen oder Computerspielen, überall werden Kinder mit limitierenden Rollenbildern konfrontiert, mit Botschaften, die ihnen vermitteln, wie Jungen angeblich so sind, was Mädchen interessiert, was einen richtigen Mann ausmacht und was typisch ist für eine Frau. Und ganz viele Kinder kommen in diesen Geschichten gar nicht vor, weil sie die „falsche“ Hautfarbe, Herkunft oder Religionszugehörigkeit haben oder weil sie eine Behinderung haben oder einfach nur andere Interessen und Wünsche. „Doch Anderssein der eigenen Person oder Familie kann zu Ausschluss und Diskriminierung führen. Deshalb ist es wichtig, die Themen Toleranz und Solidarität, Ausgrenzung und Mobbing, Zugehörigkeit und Normalität mit Kindern in der pädagogischen Praxis aufzugreifen“, erläutert Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg.

Weitere Informationen zur Kampagne und zu den Medienkoffern gibt es unter www.oldenburg.de/gleichstellung sowie www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
27.11.2021, 15:12 Uhr
2G-Regel in der Stadtbibliothek Oldenburg
Rückgabe von Medien dennoch für alle möglich
Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung vom 24. November 2021 greift in der Stadtbibliothek Oldenburg die 2G-Regel. Für die Ausleihe von Medien und den Aufenthalt in allen Einrichtungen der Stadtbibliothek sind Kundinnen und Kunden ab 18 Jahren verpflichtet, ihren 2G-Nachweis – geimpft oder genesen – beim Betreten vorzuzeigen. Eine Ausnahme bildet die Rückgabe von Medien: In allen Einrichtungen besteht die Möglichkeit, Medien ohne 2G-Nachweis abgeben zu können. Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes ist weiterhin verpflichtend. Alle Bibliotheken sind zu ihren gewohnten Öffnungszeiten zu erreichen.

Weitere Informationen sind tagesaktuell unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
27.11.2021, 15:10 Uhr
Ehrenamtliche gesucht: IT-Lotsinnen und -Lotsen für Oldenburg
Digitale Kompetenzen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern nachhaltig erweitern
Im Rahmen des Projektes „Digitale Lernlabore“ der Stadt Oldenburg werden ehrenamtliche IT-Lotsinnen und -Lotsen gesucht, die ältere Oldenburgerinnen und Oldenburger bei der Lösung von alltäglichen IT-Problemen helfen. Im Vorfeld können interessierte Ehrenamtliche an einer Schulung über relevante Themen teilnehmen.

Die Digitalisierung hat mittlerweile in fast allen Lebensbereichen Einzug gehalten und macht einiges in unserem Leben leichter. Online eine Meldebescheinigung beantragen oder im Livestream ein Museum besichtigen – viele (Verwaltungs-) Dienstleistungen und Kulturangebote haben sich ins Internet verlegt. Die Stadt Oldenburg möchte daher aktiv daran mitwirken, dass die gesamte Stadtbevölkerung die neuen digitalen Angebote für sich nutzen kann. Hier kommen die ehrenamtlichen IT-Lotsenden ins Spiel, die gemeinsam dabei helfen sollen, die digitalen Kompetenzen der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu festigen und nachhaltig zu erweitern und ihnen bei der Bewältigung kleinerer IT-Probleme unterstützend zur Seite stehen.

Ehrenamtliche, die Interesse daran haben, Ältere in der digitalen Welt zu unterstützen und ihnen wo nötig Hilfestellung zu leisten, können sich im Rahmen des Projekts zu IT-Lotsinnen und -Lotsen schulen lassen und werden dann, in Kooperation mit den städtischen Bibliotheken, zunächst dort eingesetzt. Ältere, die Unterstützung brauchen, kommen dort vorbei.

Grundsätzlich kann jeder teilnehmen, der Lust hat, seine Mitbürgerinnen und Mitbürger beim Zurechtfinden in der digitalen Welt zu unterstützen und durch ein Ehrenamt das Zusammenleben in der Stadt zu gestalten. Das Alter spielt dabei keine Rolle. IT-Lotsende können sowohl jüngere als auch ältere Personen werden. Im Vorfeld bieten wir die Möglichkeit, an einer Schulung teilzunehmen, die durch die VHS durchgeführt wird. Dort werden die Grundlagen für IT-Lotsinnen und -Lotsen vermittelt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne bis Mittwoch, 8. Dezember, direkt per E-Mail bei der Teilprojektleitung unter friederike.hackmann@stadt-oldenburg.de melden und Fragen stellen oder ihr Interesse bekunden.

Die IT-Lotsinnen und -Lotsen sind ein Baustein des Projekts „Digitale Lernlabore – Civic Data Lab“, das aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert wird. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter www.oldenburg.de/digitale-lernlabore.
27.11.2021, 15:07 Uhr
Abfuhrkalender für 2022 wird verteilt
Termine auch online und über die „Abfall App OL“ abrufbar
Der Abfuhrkalender 2022 für die Stadt Oldenburg wird ab Montag, 29. November, an alle Haushalte, Gewerbebetriebe und sonstige Einrichtungen im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) durch die Deutsche Post AG verteilt. Bürgerinnen und Bürger, die bis zum 18. Dezember keinen Abfuhrkalender erhalten haben, werden gebeten, sich an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-4444 zu wenden. „Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich den Abfuhrkalender in der ‚Abfall App OL‘ oder im Internet unter www.awb-oldenburg.de herunterzuladen und auszudrucken“, sagt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Die „Abfall App OL“ ist kostenlos im App-Store und im Google Play Store abrufbar.

Alternativ können sich Nutzerinnen und Nutzer ihren Kalender auch online über die Seite www.oldenburg.de/abfuhrkalender erstellen. Dabei muss nur die Adresse eingetragen werden, schon werden die darauf zugeschnittenen Abfuhrtermine und Abfallarten angezeigt. Zudem ist es möglich, den Abfuhrkalender auch in eigene Kalender auf dem PC, Handy oder Tablet zu übertragen. Erinnerungen per E-Mail, die jeweils einen Tag vor der Leerung der jeweiligen Abfallart angezeigt werden, können ebenfalls eingerichtet werden.

Der Abfuhrkalender enthält alle abfallwirtschaftlichen Informationen für die Stadt Oldenburg. So sind die Abfuhrtermine der Rest- und Bioabfallbehälter, die vom AWB geleert werden, aber auch die Abfuhrtermine der gelben Säcke/Tonnen und Altpapiertonnen, die von der ARGE Duales System abgefahren werden, aufgeführt. Die Termine der mobilen Schadstoffsammlung sowie die verschiedenen Öffnungszeiten der abfallwirtschaftlichen Einrichtungen sind ebenfalls im Abfuhrkalender enthalten.
27.11.2021, 15:03 Uhr
Wunder in Kommunen digital erleben: Neue Phase der WunderlineGO App
Abschlussveranstaltung gibt Startschuss für weitere drei Jahre der Zusammenarbeit
Gemeinsam mit den Projektpartnerinnen und -partnern sowie Vertretenden aus Touristik und Wirtschaftsförderung fand jetzt die Abschlussveranstaltung des grenzübergreifenden INTERREG V A-Netzwerkprojektes „Digitale Entdeckungen an der Wunderline“ in Leer statt, aus dem die WunderlineGO-App hervorgegangen ist. Die Projektgemeinschaft, zu der auch die Stadt Oldenburg gehört, präsentierte die Ergebnisse und Maßnahmen aus der zurückliegenden Projektlaufzeit.

In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Matthias Huber, Bürgermeister der Gemeinde Apen, als Vertreter der Anrainerkommunen für die Umsetzung des Projekts. „Es ist ein schönes, notwendiges, regionales und grenzübergreifendes Projekt, das nicht nur vor Ort viele Früchte abwirft, sondern auch europäische Ausstrahlung hat – ein wesentlicher Impuls für unsere Region, Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft“, so Huber.

Das Treffen gab gleichzeitig den Startschuss für weitere drei Jahre der Zusammenarbeit. In kleinen Workshop-Gruppen wurden weiterführende Marketingaktivitäten erarbeitet. So sollen zukünftig neben Touristinnen und Touristen auch Schulklassen und Seniorinnen und Senioren als Zielgruppe angesprochen werden. Zudem werden technische Anpassungen vorgenommen, um die App noch nutzerfreundlicher zu gestalten.

Hintergrund „Digitale Entdeckungen an der Wunderline“:
Die Wunderline ist eine schnellere, komfortablere Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen. Ziel des Projekts ist es, der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität im Grenzraum einen nachhaltigen Impuls zu geben. Im Rahmen des Durchführungsprogramms Anschlussmobilität Wunderline wurde die WunderlineGO-App entwickelt. Mit der kostenlosen App können Nutzende die 15 Anrainerstädte und -gemeinden der künftigen Bahnstrecke erkunden. Gestartet wird jeweils an den Bahnhöfen. Von dort aus begeben sich die User entlang einer individuellen Tour auf eine digitale Schnitzeljagd mit ihrem Smartphone. Unterwegs tauchen Informationen als Bilder, Filme, Audio oder Texte auf. Höhepunkt sind die jeweiligen „Wunder“ der Kommunen – 3D Modelle von bekannten Objekten und Sehenswürdigkeiten, die via Augmented Reality auf dem Smartphone-Bildschirm erscheinen. Die App kann kostenlos im Google- und Apple-Store heruntergeladen werden.

Neben den 15 Projektpartnerinnen und -partnern wird das Projekt im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen sowie vom Land Niedersachsen kofinanziert.

Partnerinnen und Partner:
Groningen, Midden-Groningen, Oldambt, Bunde, Weener, Westoverledingen, Leer, Jümme, Augustfehn, Westerstede, Bad Zwischenahn, Oldenburg, Hatten, Hude und Delmenhorst haben für die App eine eigene Route zu ihrem „Wunder“ entwickelt. Die Projektleitung liegt bei der Stadt Oldenburg; im Team mit der Provincie Groningen/Projekt Wunderline und der Ostfriesland Tourismus GmbH wurde das Projekt umgesetzt. Das Oldenburger Unternehmen Quantumfrog war mit der Entwicklung und Umsetzung betraut.
26.11.2021, 16:47 Uhr
Aktionstag „Oldenburg dreht ab“: Über 30 Schulen machen mit
Motto „Tu du’s“ appelliert an eigene Verantwortung – 17 Nachhaltigkeitsziele als Schwerpunkt
Oldenburgs Schulen sind auf dem Weg zu großen Zielen: Denn im Fokus des diesjährigen Aktionstages „Oldenburg dreht ab“, der heute bereits zum achten Mal stattfand, standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Heute Morgen um 8 Uhr drehten 36 Schulen unter städtischer Trägerschaft für eine Stunde ihren Strom und teilweise auch die Heizung ab, bevor im Unterricht Themen zur Nachhaltigkeit behandelt wurden. Damit will die junge Generation ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz setzen. Das Regionale Umweltbildungszentrum Oldenburg (RUZ) initiiert und koordiniert diesen Aktionstag, Oldenburgs Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann fungiert als Schirmherr.

Am Aktionstag selbst überzeugte sich der Oberbürgermeister vor Ort an der IGS Flötenteich von den Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. Ein 8. Jahrgang stellte einzelne Holzboxen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen mit Rätseln, Spielen, Knobeleien und Aufgaben vor, wie der Schulalltag zur Erreichung der Ziele beitragen kann. An allen teilnehmenden Schulen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Wünschen und Visionen einer besseren Welt und glichen diese mit denen der UN-Politikerinnen und -Politiker ab. Sie lernten die Nachhaltigkeitsziele mit den verschiedensten Methoden kennen, vom „Speed Dating“ über SDG-Memorys bis hin zur wortlosen Darstellung in Standbildern und Theaterszenen.

Denn an diesem Tag geht es nicht nur darum, den Strom abzustellen, sondern vor allem das Denken und Handeln in Richtung Zukunftsfähigkeit „abzudrehen“. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs), die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen als Agenda für die Zukunft verabschiedet wurden. Mit dem Motto „Tu du’s“ soll deutlich werden, dass nicht nur die Regierungen, sondern jede und jeder einzelne mit seinem und ihrem Handeln beim Erreichen der Ziele gefragt ist. Die SDGs skizzieren mit Themen wie Bekämpfung von Armut und Hunger, Gesundheit, Bildung, sauberes Wasser oder Frieden einen ehrgeizigen Fahrplan bis 2030, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren.

Der Aktionstag flankiert das Energiesparprojekt „abgedreht?!“ für Oldenburger Schulen, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Aktuell nehmen 39 Oldenburger Schulen an diesem Projekt teil und allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen konnten im Jahr 2020 über 110.000 Euro eingespart werden.

Der Erfolg des Projektes „abgedreht?!“ und die breite Resonanz beim Aktionstag ist ein Zeichen für das große Klimaschutzengagement Oldenburger Schulen. Sie sind bedeutende Akteure auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadt bis zum Jahr 2035 und leisten einen wichtigen Beitrag zur städtischen Klimaschutzstrategie.

Teilnehmende Schulen 2021:
Grundschule Auf der Wunderburg, Grundschule Babenend, Grundschule Bloherfelde, Grundschule Bürgeresch, Grundschule Dietrichsfeld, Grundschule Donnerschwee, Grundschule Drielake, Grundschule Haarentor, Grundschule Heiligengeisttor, Grundschule Hermann Ehlers Schule, Grundschule Hogenkamp, Grundschule Klingenbergstraße, Grundschule Kreyenbrück, Grundschule Krusenbusch, Grundschule Ofenerdiek, Grundschule Ohmstede, Grundschule Paul Maar, Grundschule Röwekamp, Grundschule Staakenweg, Grundschule Unter dem Regenbogen, Grundschule Wallschule, Gymnasium Eversten, Paulusschule, Grundschule Bümmerstede, Herbartgymnasium, IGS Flötenteich, IGS Helene Lange Schule, IGS Kreyenbrück, Katholische Grundschule Eversten, Altes Gymnasium Oldenburg, BBS 3, Cäcilienschule, Neues Gymnasium Oldenburg, OBS Alexanderstraße, OBS Eversten, Schule am Bürgerbusch, Schule am Habbrügger Weg (Ganderkesee).

Sie möchten mehr über den Aktionstag oder das Projekt „abgedreht?!“ erfahren? Dann wenden Sie sich gerne an Christel Sahr (RUZ Oldenburg) unter Telefon 0441 248 376 oder per E-Mail an christel.sahr@stadt-oldenburg.de. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website unter www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab.
26.11.2021, 16:35 Uhr
Ins Kino und zum Friseur nur mit 2G
Was Warnstufe 1 bedeutet: Diese Beschränkungen gelten seit dem 24. November
Das Land Niedersachsen verschärft mit Wirkung von Mittwoch, 24. November, die Corona-Schutzmaßnahmen noch einmal deutlich. Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung greift in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Das Zusammentreffen vieler Menschen in Innenräumen ist nur noch geimpften und genesenen Menschen gestattet. Dies gilt etwa in der Gastronomie, bei Veranstaltungen, beim Sport, beim Friseur oder bei der Beherbergung.

In der neuen Verordnung stellt das Land Niedersachsen fest, dass ab Mittwoch landesweit – so auch in Oldenburg – die Warnstufe 1 gilt. Das bedeutet im Einzelnen:

• Grundsätzlich:
 - Wegfall der Privilegierung bei 2G (geimpft/genesen): Das heißt, auch mit 2G ist Abstand einzuhalten, und in geschlossenen Räumen besteht Maskenpflicht.
 - Nachweise müssen aktiv eingefordert werden; ansonsten ist der Zutritt zu verwehren.
 - Ungeimpfte Beschäftigte müssen einen täglichen PoC-Test machen und eine FFP2, K95 oder gleichwertige Maske tragen, wenn sie bei ihrer Tätigkeit den Abstand von 1,5 Metern dauerhaft unterschreiten.
 - Personen, die ein ärztliches Attest vorlegen, nach dem sie sich aufgrund medizinischer Kontraindikation oder der Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen, sind von der Pflicht ausgenommen – hier muss ein Test vorgelegt werden.
 - Kinder bis zum 18. Lebensjahr sind von der 2-G Regel ausgenommen.


• Veranstaltungen bis 1.000 Teilnehmende (inklusive Sitzungen, Zusammenkünfte und Nutzung von Theatern, Kinos und ähnlichen Einrichtungen sowie in Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen):
 - Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen in geschlossenen Räumen nur mit 2G, unter freiem Himmel mit 3G.


• Körpernahe Dienstleistungen:
 - Entgegennahme und Betrieb einer körpernahen Dienstleistung (mit Ausnahme medizinisch notwendiger körpernaher Dienstleistung) in geschlossenen Räumen nur mit 2G, unter freiem Himmel mit 3G.


• Beherbergung und Nutzung von Sportanlagen:
 - Nutzung von Sportanlagen und -einrichtungen (einschließlich Umkleidekabinen, Fitnessstudios, Kletterhallen, Schwimmhallen und ähnlichen Einrichtungen) sowie von Beherbergungsbetrieben in geschlossenen Räumen nur mit 2G, im Freien mit 3G.


• Gastronomische Betriebe:
 - Zutritt zu geschlossenen Räumen für Gäste und dienstleistendes Personal (mit Ausnahme der sanitären Anlagen für Gäste der Außenbewirtschaftung) nur mit 2G.
 - Zutritt zu den Außenbewirtschaftungsflächen nur für Gäste und dienstleistendes Personal mit 3G.
 - Regelungen gelten nicht für Mensen, Cafeterien und Kantinen, soweit diese Einrichtungen der Versorgung von Betriebsangehörigen, Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Studierenden und Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Einrichtung dienen.
 - Regelungen gelten ebenfalls nicht für Gastronomiebetriebe in Heimen und in Einrichtungen des betreuten Wohnens zur Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner, für Gastronomiebetriebe auf Raststätten und Autohöfen an Bundesautobahnen und bei Tafeln zur Versorgung bedürftiger Personen.


• Sitzungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen mit mehr als 1.000 bis höchstens 5.000 Teilnehmenden:
 - Teilnahme an Sitzung, Zusammenkunft und Veranstaltung in geschlossenen Räumen nur mit 2G, unter freiem Himmel mit 3G.
 - Antrag und Hygienekonzept sind Pflicht.
 - Abstand und Maskenpflicht sind einzuhalten.


• Großveranstaltungen:
 - Können auf Antrag und unter strengen Maßstäben zugelassen werden.
 - Besuch einer Großveranstaltung in geschlossenen Räumen nur mit 2G, unter freiem Himmel mit 3G.
 - Antrag und Hygienekonzept sind Pflicht.


• Messen:
 - Zutritt mit 3G, allerdings ist beim Testnachweis nur eine negative PCR-Testung zulässig.


• Weihnachtsmärkte:
 - Maskenpflicht (auch im Sitzen).
 - Nutzung von Bewirtungsleistungen und von Fahrgeschäften nur mit 2G.


• Diskotheken, Clubs, Shisha-Bars und ähnliche Einrichtungen:
 - Weiterhin nur Hälfte der zulässigen Personenkapazität erlaubt.
 - Es besteht Maskenpflicht (auch am Sitzplatz).
 - Elektronische Kontaktdatenerhebung.
 - Besuch nur mit 2G; unter freiem Himmel mit 3G, allerdings ist beim Testnachweis nur ein negativer PCR-Test zulässig.


• Kindertagespflege:
 - Betreuungsangebote nur für nicht mehr als 50 gleichzeitig anwesende Kinder.
 - Bei mehrtägigen Angeboten besteht Testpflicht.
 - Während des Betreuungsangebotes zwei Tests pro Woche.
 - Für dienstleistendes Personal muss ein Testkonzept vorliegen: Mindestens zwei Tests wöchentlich. Vollständig geimpfte und genesene Personen sind von der Testpflicht ausgenommen
 - Personen, die ein ärztliches Attest vorlegen, nach dem sie sich aufgrund medizinischer Kontraindikation oder der Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen, sind von der Pflicht ausgenommen – hier muss ein Test vorgelegt werden.
25.11.2021, 18:10 Uhr
Aktion Brötchentüte: Gewalt kommt nicht in die Tüte!
Zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November starten der Präventionsrat Oldenburg (PRO) und das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg gemeinsam mit Oldenburger Bäckereien in 98 Filialen die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“.

Die leuchtend orangenen Brötchen-Tüten enthalten das deutliche Statement gegen Gewalt. Auf der Rückseite führt ein QR-Code zu Hilfe- und Unterstützungskontakten in Oldenburg und der Region. Zudem liegen Flyer mit zusätzlichen Informationen in den Bäckereien aus.

Die Aktion soll sensibilisieren und informieren. „Wer weiß, wo es Unterstützung gibt, holt sie sich auch eher – sei es für sich oder für andere“ begründet Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrat Oldenburg, die Aktion.

„In Deutschland erlebt eine von vier Frauen in ihrem Leben Gewalt. Trotz der viel zu vielen Fälle ist es nach wie vor ein Tabuthema, das müssen wir ändern“ unterstreicht Renate Vossler aus dem Gleichstellungsbüro die Bedeutung der Aktion.

„Oftmals sind auch Kinder von der Gewalt mitbetroffen, sie darf nicht als Privatsache missverstanden werden“, ergänzt Blinzler.

Dank der Unterstützung durch zahlreiche Oldenburger Bäckereien sowie Bäckereien im Umland und der Bäko heißt es an diesem 25. November: Gewalt kommt nicht in die Tüte – nicht an diesem und auch an keinem anderen Tag im Jahr.
24.11.2021, 18:51 Uhr
Annie Heger ist neue Botschafterin für das TrostReich
Seit Sonntag, 21. November 2021, ist Annie Heger offiziell in den diplomatischen Dienst für das TrostReich aufgenommen. So jedenfalls drückte es Botschafter-Kollege Thomas Kossendey in seiner Laudatio aus: „Obwohl – diplomatisch bist du eigentlich so gar nicht. Du bist offen und gerade heraus. Und darum genau richtig für diese Aufgabe.“

Mit einer Feierstunde im Vortragssaal der Alten Fleiwa begingen Mitarbeiter*innen, Helfer*innen und Gäste die Ernennung von Annie Heger. Neben lobenden und erwartungsfrohen Worten, unter anderem aus dem Mund des zweiten TrostReich-Botschafters Christian Firmbach, standen zwei interessante Fachvorträge auf dem Tagesprogramm. Die Fachärztin für Psychiatrie Dr. Ulrike Wendt gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der kinderpsychologischen Forschung, illustriert mit ihrem eigenen Beispiel, und Gesche Wieder berichtete stellvertretend für die erkrankte Martina Wulf von aktuellen TrostReich-Erfahrungen in der Corona-Zeit.

Dann endlich kam der Höhepunkt des Tages, die Übergabe des Botschafter-Stabes an Annie Heger, gefolgt an ihre Dankesrede, die schon mehr ein Galaauftritt war und auch der letzten Person im Saal klar machte, dass Annie genau die Richtige für diesen Job ist.


Als Annie Heger dann die ihr zu Ehren gebackene Torte angeschnitten hatte und die Gäste sich bei Kaffee und Keksen in kleinen Gruppen über die gelungene Veranstaltung unterhielten, konnte ganz-oldenburg.de mit Annie Heger und Vorstandsmitglied Antje Möhrmann ein kurzes Interview führen:

Antje, wann und wo kam dir die Idee, Annie zu fragen, ob sie TrostReich-Botschafterin werden will?
Im vergangenen Dezember war ich mit einer Freundin in einem Gottesdienst, in dessen Verlauf Annie Heger ihr Album „Bethlehem“ vorgestellt hat. Wir sind sehr erfüllt aus diesem Gottesdienst gegangen. Ich habe Annie daraufhin geschrieben, und was ich ganz toll fand: Sie hat mir immer wieder geantwortet. 
Dann habe ich auf einer nächtlichen Autofahrt durch Ostfriesland eine Radiosendung auf plattdeutsch gehört. Bei einer Frauenstimme dachte ich: Ist das Annie? Sie war es nicht, aber die Idee, sie anzusprechen, war da. Ich habe ihr am nächsten Tag eine Nachricht geschickt und sie gefragt, ob sie Botschafterin werden möchte. Und sie schrieb zurück: Jo!

Du hast also nicht lange überlegt, Annie. Was war ausschlaggebend?
Wahrscheinlich meine persönliche Situation in dem Moment, weil ich mich gerade in einer Trauerphase befunden habe, und manchmal passieren einem Dinge ja genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich wusste selbst in diesen Zeiten, in denen wir uns befinden, und der Angst, die uns ja auch so ein bisschen umtreibt, gerade nicht, wohin mit meinen Gefühlen, und ich dachte, wenn mich jetzt das TrostReich fragt, dann muss ich „ja“ sagen, das hat so sein sollen. Ich bin dann auch im TrostReich gewesen und fand es ganz fantastisch. Ich habe allen Leuten davon erzählt.

Du bist vielfältig sozial engagiert, aber das ist doch noch eine etwas andere Ebene. Hast du gewusst, was dich hier erwartet?
Ich habe das nicht genau gewusst, aber ich habe ziemlich bald nachgefragt: Was wünscht ihr euch von mir, welche Erwartungen werden an mich gestellt? Denn wenn ich so etwas zusage, dann möchte ich diese Rolle auch bestmöglich erfüllen, und deswegen wollte ich ganz klar haben, welche Aufgaben ich habe. Der heutige Tag ist ja quasi eine erste Amtshandlung dieser Patenschaft, und alles, was ich gesagt bekommen habe und auch, dass ich jederzeit ins TrostReich kommen und es mir ansehen darf, wenn es „belebt“ ist, war schließlich die entscheidende Bestätigung für mich, dass meine spontane Zusage richtig war.

Hast du schon einen Plan, wie du die Rolle gestalten willst?
Ich finde, bevor man etwas anbietet, sollte man fragen, was gebraucht wird. Ich glaube, meine Aufgabe ist es, meine Unterstützung in hoher Frequenz und in regelmäßigen Abständen anzubieten, denn ich bin unfassbar priviligiert, mein Kühlschrank ist voll, die Heizung läuft, und das, obwohl wir in einer Pandemie sind und ich freischaffende Künsterin bin. Ich weiß, an welchen Stellen ich abgeben kann, das kann zum Beispiel meine Woman Power sein, das können aber auch Kontakte sein, ein ganzes Netzwerk, das man für unterschiedliche Dinge zur Verfügung stellen kann. Das kann aber auch Zeit sein, und Zeit ist mir in meinem Leben fast das Kostbarste. Von daher glaube ich, dass ich viele Stellen in meinem Leben finde, wo ich dem TrostReich etwas geben kann.

Du bewegst dich ja sehr viel in der plattdeutschen Sprache. Welche Rolle spielt Platt für dich?
Plattdeutsch ist meine absolute Herzenssprache. Ich bin plattdeutsch aufgewachsen, weil um mich herum alles plattdeutsch sprach. Es ist kein Medien-Platt, dass ich mir irgendwie draufgeschafft hätte, sondern ein ursprüngliches, in dem sich die Menschen um mich über ihre Gefühle unterhalten haben. Wenn Ostfriesen über Gefühle sprechen, dann auf platt. 
Egal, wo ich auf der Welt bin, wir Plattdeutschen finden uns ja, und wenn ich das im Ohr habe, bin ich sofort zu Hause am ostfriesischen Kanal, sitze am Kamin und fühle mich umsorgt und wohl. Nichts anderes auf dieser Welt löst so ein Heimatgefühl aus, so ein Zu-Hause-Gefühl, wie die Sprache.
23.11.2021, 20:01 Uhr
Philosophische KIBUM zieht erfolgreiche Bilanz
Online-Angebote noch bis Mitte 2022 abrufbar
„Gedankensprünge“ – unter diesem Motto erfreut sich die 47. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse seit Samstag, 13. November, bundesweit an Aufmerksamkeit. Die beiden Veranstalter Stadt und Universität Oldenburg ziehen nach zehn Veranstaltungstagen eine sehr positive Bilanz. „Zum zweiten Mal konnte die KIBUM nicht wie gewohnt mit einer großen Leselandschaft und Kindertrubel vor Ort stattfinden. Erfolgreich war sie trotzdem – und in aller Munde! Durch die digitalen Formate lassen sich Bücherspaß und Leseförderung mit einer ganz anderen Reichweite verbreiten, auch über unsere Stadtgrenzen hinaus“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Ich freue mich sehr, wie gut das Programm auch in diesem Jahr angenommen wurde, von den Kindern und Eltern, aber auch von den Autorinnen und Autoren und Verlagen, ohne die wir keine so erfolgreiche KIBUM auf die Beine stellen könnten.“

Bis kurz vor Ende des Messezeitraums wurden die Online-Seiten rund 29.000 Mal aufgerufen und die Veranstaltenden verzeichneten begeisterte Rückmeldungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Besonders gelobt wurde das breit aufgestellte Angebot von Online-Lesungen der Autorinnen und Autoren bis hin zu wissenschaftlichen Fachbeiträgen.

Das sagt die Stadt
Die riesige Resonanz auf das Angebot der Lesungen vor Ort in Kitas und Schulen übertraf die Erwartungen bei weitem. Insgesamt 2.000 Kita-Kinder und fast 5.500 Schülerinnen und Schüler erlebten 130 Lesungen in ihren Bildungseinrichtungen und durften Autorinnen und Autoren begegnen – nicht nur in Oldenburg, sondern auch in der Region, wie in Dötlingen, Großenkneten, Westerstede und Delmenhorst.

Mit 22 Live-Streams für alle brachte die Stadtbibliothek zudem etwas KIBUM-Flair in die Klassen- und Wohnzimmer – während vor Ort im Kulturzentrum PFL ein kleines Publikum bei der Aufzeichnung dabei sein durfte, etwa die fünfköpfige Familie Moormann aus Osnabrück: „Wir sind ansonsten jedes Jahr auf der KIBUM zu Gast und glücklich, trotz Corona diese Möglichkeit gehabt zu haben. Es gelingt der KIBUM immer, dass Kinderseelen und Herzen – auch unsere – durch die ausgewählten Autorinnen und Autoren berührt und inspiriert werden, das ist für uns und unsere Kinder ein großes Geschenk.“ Unterdessen wurde die Chat-Funktion, über die alle kleinen und großen KIBUM-Fans ihre Fragen an die Autorinnen und Autoren stellen konnten, insbesondere von Schulen begeistert genutzt. „Das vielseitige Programm der digitalen Autoren- und Autorinnenlesungen war für die Kinder ein Potpourri von leisen, nachdenklichen sowie lustigen (Vor)leseabenteuern und bietet Anlass, weiter gemeinsam nachzudenken“, so Schulleiterin Sandra Langenhahn von der Grundschule Bürgeresch.

Das sagt die Universität
Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder würdigte insbesondere das gelungene Motto: „Auch in diesem Jahr musste die KIBUM leider in weiten Teilen digital stattfinden. Ein Erfolg war sie dennoch! Sie hat nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen – Eltern, Pädagogen, Autorinnen und Autoren – Gedankensprünge ermöglicht. Das philosophische Potenzial altersgerechter Literatur stand im Vordergrund und damit die Neugierde und der Wissensdurst von Kindern und Jugendlichen. Zu beidem sollten wir unbedingt ermutigen. Die KIBUM hat ihren Beitrag wieder auf hervorragende Weise geleistet.“

Das Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg sorgte dafür, dass fast 2.000 Neuerscheinungen deutschsprachiger Kinder- und Jugendmedien in diesem Jahr digital präsentiert werden konnten. Die Rückmeldungen der Leserschaft waren positiv, wenn auch der fehlende direkte Kontakt mit den Neuerscheinungen sehr vermisst wurde.

Das digitale Forum „Wissenschaft in zehn Minuten“, das nun zum zweiten Mal organisiert wurde, hat sowohl in der Fachöffentlichkeit als auch beim interessierten Publikum eine sehr positive Resonanz erfahren. Die Videos sind extrem informativ und bieten einen unterhaltsamen Überblick über das breite Spektrum der kinder- und jugendliterarischen Neuerscheinungen. Für das Fachpublikum läuft darüber hinaus noch bis Mittwoch, 24. November, die digitale Tagung „Philosophische Fragen im Spiegel der Kinder- und Jugendliteratur“ der Oldenburger Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur.

Das sagen die Autorinnen und Autoren
Voll des Lobes waren alle internationalen und nationalen Autorinnen für die „herausragende Organisation“ und das „hohe konzeptionelle Niveau“ des Programms, wie auch KIBUM-Schirmherr Bart Moeyaert betont: „Eine – ich darf sagen – Institution wie KIBUM ist in jeder Hinsicht ein fantastisches Geschenk: für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, da sie ihre Grenzen erweitern und Bücher kennenlernen, die ihnen sonst nicht begegnet wären, und auch für die Autoren und Illustratoren selbst, die sich an die Oldenburger KIBUM als Treffpunkt erinnern werden. Es gibt nur wenige Kinderbuchfestivals auf der Welt, bei denen sich jedermann so willkommen fühlt.” In den Schulen und Kitas trafen die Autorinnen und Autoren durchweg auf Begeisterung und Dankbarkeit, so etwa Stefanie Segatz von den „Gedankenfliegern“ des Jungen Literaturhauses Hamburg: „Es war eine Freude, an die so gut vorbereiteten Schulen zu kommen. Wir wurden mit großem Enthusiasmus und Offenheit empfangen. Besonders schön war es, eine solche Vielfalt an Schulen zu erleben, auch im ländlichen Raum.“

Das sagen die Verlage
Obwohl die Neuerscheinungen auch in diesem Jahr nur online präsentiert und durchstöbert werden konnten, hatten sich zahlreiche Verlage an der KIBUM beteiligt und zu ihrem Erfolg beigetragen. Umso erfreuter waren viele Verlage über die Online-Buchvorstellungen, die die Buchsuche anreichern: „Der freie Zugang zu allen Inhalten lässt die KIBUM 2021 sicher noch lange nachwirken und macht die Seiten zum wertvollen Instrument für die Arbeit mit Kinder- und Jugendbüchern!“, sagt etwa Dr. Claudia Putz vom Peter Hammer Verlag. Seit dem ersten Buch dabei ist die Edition Pastorplatz: „Sie als Veranstalter leisten großartige Arbeit und das erinnert uns wieder daran, warum wir der KIBUM seit unserem ersten Kinderbuch Jahr für Jahr die Treue halten“, sagt Bernd Held, Edition Pastorplatz.

Wie geht es weiter?
Die zahlreichen barrierefreien Online-Formate sind noch bis Mitte nächsten Jahres unter www.kibum.de abrufbar. Im kommenden Jahr soll die KIBUM unter dem Motto „Comics und Graphic Novels“ starten und wird vom 12. bis zum 22. November 2022 stattfinden.

Förderer
Die beiden Veranstalter, Stadt und Universität Oldenburg, bedanken sich ausdrücklich bei den Förderern des Projektes, OLB-Stiftung und EWE Stiftung sowie CEWE, für die Unterstützung der 47. KIBUM.
23.11.2021, 19:57 Uhr
Hinsehen hilft – Schluss mit Schweigen
Gewalt an Frauen: Plakataktion in VWG-Bussen macht Hilfetelefon bekannt
Wer in den nächsten Wochen die Busse der VWG nutzt, kommt daran nicht vorbei: Mit acht verschiedenen Plakatmotiven rückt das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg das Thema Gewalt an Frauen in den Fokus. Gleichzeitig wird damit auf das bundesweite Hilfetelefon für Betroffene (Telefonnummer 08000 116 016) aufmerksam gemacht. Seit dem 22. November (bis zum 12. Dezember) hängen die prägnanten Plakate mit dem Motto „Aber jetzt rede ich“ in den Bussen. „Von Gewalt kann jede Frau betroffen sein, unabhängig vom Bildungsstand, Alter oder kulturellen Hintergrund“, sagt Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Uns war es wichtig, verschiedene Motive auszuwählen, um Frauen verschiedener Hintergründe anzusprechen und zu motivieren, sich Unterstützung zu holen.“

Der Anlass
Der Kampagnenzeitraum umschließt den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November und den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, an dem auch der Friedensnobelpreis verliehen wird. Während dieser 16 Tage wird international für die Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen sensibilisiert und für eine Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Mädchen und Frauen gekämpft – auch in Oldenburg.

Die Kampagne
Die Plakat-Kampagne verzichtet bewusst darauf, Gewalt bildlich darzustellen. Dennoch ist diese präsent: in prägnanten, vorwurfsvollen, verharmlosenden Aussagen, mit denen sich viele gewaltbetroffene Frauen konfrontiert sehen. „Du hast es nicht anders verdient“, „Du gehörst mir“ oder „Dir glaubt doch eh keiner“: Sätze wie diese zielen darauf ab, betroffenen Frauen die Schuld zu geben für das, was ihnen widerfährt, sie zu entmutigen, einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Doch die abgebildeten Frauen haben eine starke, entschlossene Antwort: „Aber jetzt rede ich“. Und zwar beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Hier hören die speziell geschulten Fachkräfte zu und suchen gemeinsam mit der Hilfesuchenden nach Lösungen.

Unterstützt wird die Aktion auch von Johanna Reimann: Die Koordinatorin gegen geschlechtsspezifische Gewalt hat Mitte September ihre Arbeit aufgenommen, um in Oldenburg Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen und Häusliche Gewalt zu initiieren. „Kampagnen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil der Sensibilisierung, um auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen und betroffene Frauen dazu zu ermutigen, sich Hilfe zu holen“, betont Johanna Reimann. „Die Plakate zeigen: Sie sind nicht allein!“

„Das eigene Zuhause ist immer noch der gefährlichste Ort für Frauen und Mädchen. Umso wichtiger sind öffentlichkeitswirksame Aktionen wie die Plakataktion in den VWG-Bussen, die auf das Hilfesystem verweist und Frauen ermutigt, sich Hilfe zu holen“, unterstreicht Anja Kröber vom Autonomen Frauenhaus die Bedeutung solcher Aktionen.

Das Hilfetelefon
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ richtet sich an gewaltbetroffene Frauen, Personen aus ihrem sozialen Umfeld sowie an Fachkräfte und berät zu allen Formen von Gewalt – ob Gewalt in der Partnerschaft, sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel. Über 80 qualifizierte Beraterinnen helfen unter der Telefonnummer 08000 116 016, per E-Mail sowie im Sofort- oder Termin-Chat auf www.hilfetelefon.de – kostenlos, anonym und vertraulich. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen Betroffene an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Das bundesweite Angebot ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Bei Bedarf kann die Beratung in 17 Fremdsprachen sowie in Gebärdensprache und in Leichter Sprache erfolgen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelt.
23.11.2021, 18:31 Uhr
Krisenfeste Finanzen: Stadt will 2022 über 90 Millionen Euro investieren
Oberbürgermeister stellt Haushaltsentwurf mit Überschuss vor
Die Finanzlage der Stadt Oldenburg zeigt sich krisenfest: Die Corona-Pandemie hat auch im zweiten Jahr an vielen Stellen zu erheblichen Veränderungen geführt, dennoch legt die Verwaltung für 2022 einen Haushaltsentwurf vor, der im Ergebnishaushalt einen Überschuss in Höhe von 5,8 Millionen Euro ausweist. „Wir können auch unter den negativen Begleiterscheinungen der Pandemie unsere Schwerpunkte beim Ausbau der Digitalisierung an Schulen und im Bürgerservice, bei der Entwicklung des Fliegerhorst-Geländes und beim Klimaschutz fortsetzen oder sogar verstärken. Auch in Schulgebäude und Kita-Betreuung wird weiter kräftig investiert. Das ist gut angelegtes Geld für die Zukunft Oldenburgs“, freute sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Montag, 22. November, bei der Vorstellung des Zahlenwerkes. Insgesamt sollen im nächsten Jahr etwa 93,2 Millionen Euro (2021: 74,8 Millionen Euro) investiert werden.

Getragen wird diese Entwicklung maßgeblich durch die außerordentlich hohen Erträge aus der Gewerbesteuer, die „regelrecht explodiert ist“, berichtete Finanzdezernentin Dr. Julia Figura. „Wir erwarten in diesem Jahr eine Rekordhöhe von 148 Millionen Euro.“ Der bisherige Höchstbetrag lag bei 131 Millionen Euro in 2018. In 2020 waren die Erträge aus der Gewerbesteuer – vor allem Corona-bedingt – auf 116 Millionen Euro zurückgegangen. „Wir sehen eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, die auch den guten Rahmenbedingungen in Oldenburg zuzuschreiben ist. Allerdings müssen wir von Corona-bedingten Nachholeffekten ausgehen, die sich im nächsten Jahr nicht wiederholen“, so die Dezernentin. Für 2022 rechnet die Verwaltung mit Gewerbesteuereinnahmen von 135 Millionen Euro.


In folgenden Bereichen will die Stadt im nächsten Jahr Akzente setzen:
 
  • Bildung und Betreuung:
Für den Ausbau und die Ausstattung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen werden mehr als 41 Millionen Euro aufgewendet. Insgesamt sind somit seit 2015 über 175 Millionen Euro allein in den Ausbau und die Ausstattung von Kitas und Schulen investiert worden. Größte Einzelposten im Schuletat sind das Alte Gymnasium (4,25 Millionen Euro), die Cäcilienschule (2,5 Millionen Euro), die IGS Flötenteich (5,4 Millionen Euro), die IGS Kreyenbrück (2,95 Millionen Euro), OBS Alexanderstraße und Neues Gymnasium (1,5 Millionen Euro), OBS und Gymnasium Eversten (2 Millionen Euro) und das BTZG Straßburger Straße (1,5 Millionen Euro). Darüber hinaus sind für die Ausstattung der Grundschulen mit raumlufttechnischen Anlagen weitere 1,15 Millionen Euro eingeplant. Größte Kita-Maßnahmen sind ein Neubau an der Tweelbäker Tredde (1,5 Millionen Euro) und die Einrichtung einer Kita beim „Haus der Jugend“ am Eßkamp (1,2 Millionen Euro).
  • Digitalisierung/Schul-IT:
Die Verbesserung der Schul-IT ist weiter eines der zentralen Themen für die kommenden Jahre. An allen Schulstandorten in städtischer Trägerschaft werden die Voraussetzungen für kollaboratives Lernen und Unterrichten mit mobilen digitalen Endgeräten geschaffen. „Das Ausbauprogramm soll an allen weiterführenden Schulen 2024 und an den Grundschulen 2025 abgeschlossen sein“, kündigt Oberbürgermeister Krogmann an. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von 24,8 Millionen Euro. Für 2022 sind 4,1 Millionen Euro eingeplant.
  • Klimaschutz und umweltfreundliche Mobilität:
Größter Posten unter den investiven Maßnahmen im Bereich Klimaschutz ist das Förderprogramm Photovoltaik (500.000 Euro + eine weitere halbe Million Euro als Verpflichtungsermächtigung). Im Ergebnishaushalt sind unter anderem Mittel für ein Förderprogramm zur energetischen Altbausanierung (500.000 Euro), für das Energiesparprojekt „abgedreht“ an Schulen (120.000 Euro), für den Förderfonds-Wettbewerb „Alle fürs Klima“ (100.000 Euro), für das „Leuchtturmprojekt klimaneutrale Gebäude“ (100.000 Euro) sowie für diverse Beratungsangebote (360.000 Euro) vorgesehen. Die im Haushaltsentwurf eingeplanten investiven Gesamtmittel für den Fuß- und Radverkehr betragen rund 2,6 Millionen Euro. Außerdem sind unter anderem Mittel für den Betrieb des neuen Fahrradverleihsystems ab Frühjahr 2022 (90.000 Euro), die Planung einer E-Mobilstation (50.000 Euro) und den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität (30.000 Euro) sowie Zuschüsse für den Ausbau des Carsharing-Systems (100.000 Euro) und die Beschaffung von Lastenrädern (100.000 Euro) berücksichtigt.
  • Fliegerhorst:
Für die Weiterentwicklung des Fliegerhorsts werden 12,7 Millionen Euro investiert, damit die Vermarktung der Baugrundstücke fortgesetzt werden kann. Demgegenüber stehen im kommenden Jahr Einnahmen aus Grundstückverkäufen von etwa 5 Millionen Euro.
  • Stadtmuseum:
Der Neubau des Stadtmuseums ist in der Finanzplanung bis 2023 mit einem Gesamtvolumen von 17,7 Millionen Euro vollständig abgebildet. In 2022 werden 3,5 Millionen Euro berücksichtigt. Darüber hinaus wurden 3 Millionen Euro (davon 300.000 Euro in 2022) für die Sanierung der Francksen-Villa und Jürgens´schen Villa sowie 2,6 Millionen Euro (davon 500.000 Euro in 2022) für die Sanierung der Ballinschen Villa eingeplant.
  • Sport:
Für Investitionen im Bäderbereich, insbesondere für den Neubau des neuen Flötenteichbades, sind Mittel in Höhe von 3,1 Millionen Euro im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Bäder (BBO) eingeplant. Für den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Brandenburger Straße sind rund 1,24 Millionen Euro vorgesehen. Außerdem werden mehrere Baumaßnahmen Oldenburger Sportvereine unterstützt: Bürgerfelder Turnerbund (bis 2024 mit bis zu 900.000 Euro), GVO (344.000 Euro in 2022) und VfL Oldenburg (bis 2024 mit bis zu 625.000 Euro). Das Projekt „Oldenburg lernt schwimmen“ wird ausgebaut: Für 2022 ist eine Erhöhung der Mittel von 20.000 auf 80.000 Euro vorgesehen.
  • Beteiligungen:
Die Corona-bedingten Auswirkungen bei den Weser-Ems-Hallen, den Bäderbetrieben und der Verkehr- und Wasser GmbH wirken auch noch in 2022 und den Folgejahren nach. Die Verlustzuschüsse für diese Beteiligungen liegen mit insgesamt 17,8 Millionen Euro über 6,2 Millionen Euro höher als noch vor der Krise.
  • Online-Service:
Online-Services werden weiter ausgebaut. Die Stadtverwaltung arbeitet – im Zusammenhang mit dem Online-Zugangsgesetz (OZG) – an hunderten neuer Dienstleistungen, die im Jahr 2022 online angeboten werden sollen. Neben Softwareprodukten wie Formularserver (25.000 Euro pro Jahr) und E-Payment-Anbindung (15.000 Euro pro Jahr) stehen im OZG-Projektbudget pro Jahr zusätzlich 20.000 Euro zur Verfügung, um Digitalisierungsvorhaben voranzutreiben. Weitere Zahlen und Fakten zum Haushalt 2022:
  • 647 Millionen Euro: Auf dieses Volumen kommt die Gesamtsumme des Ergebnishaushalts (2021: 622 Millionen Euro).
  • 353 Millionen Euro: In diesem Umfang werden laut Haushaltsentwurf Steuern und vergleichbare Abgaben als größter Einnahmeposten veranschlagt. Größter Einzelposten ist die Gewerbesteuer mit prognostizierten 135 Millionen Euro. Die Erträge aus den Grundsteuern A und B wachsen in 2022 gegenüber dem Plan-Entwurf für 2021 um 500.000 Euro auf 33,3 Millionen Euro an. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer erhöht sich voraussichtlich leicht um 1,3 Millionen auf 83,6 Millionen Euro. Bei den Finanzausgleichszahlungen wird mit einem Rückgang auf 103,5 Millionen Euro gerechnet.
  • 10,5 Millionen Euro: In dieser Höhe will die Stadt Schulden abbauen. Das umfangreiche Investitionsprogramm kann allerdings nicht ganz ohne Kredite finanziert werden. Die Pläne für den Kernhaushalt und die Eigenbetriebe sehen 1,5 Millionen Euro als Investitionskredite vom Kapitalmarkt vor. Allerdings ist gleichzeitig geplant, Altkredite in Höhe von 12 Millionen Euro zu tilgen. Somit ergibt sich im Haushaltsentwurf eine Entschuldung von etwa 10,5 Millionen Euro.
23.11.2021, 18:09 Uhr
Oldenburgerinnen kassieren bittere Niederlage gegen Rosengarten
von Sönke Spille
Das war wahrlich nicht der Abschluss, den sich die Oldenburger Bundesliga-Handballerinnen vor der rund einmonatigen WM-Pause vorgestellt hatten: Im Nord-Duell bei den HL Buchholz 08-Rosengarten hat der VfL Oldenburg die sechste Saisonniederlage kassiert. Die Gastgeberinnen feierten beim 30:27 (15:13) den ersten Sieg in dieser Spielzeit, für das Team von Trainer Niels Bötel war es nach den guten Leistungen in den Vorwochen dagegen ein Schritt in die falsche Richtung. 

Während die Gastgeberinnen nach der Schlusssirene „Derbysieger“ skandierten, schlichen die VfL-Frauen mit hängenden Köpfen vom Spielfeld. Dabei hatten sich die beiden niedersächsischen Rivalen in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Bis zum 12:11 (23. Minute) konnte sich kein Team entscheidend absetzen – und auch das zwischenzeitliche 15:12 (27.) verkürzten die Huntestädterinnen durch den verwandelten Siebenmeter von Kathrin Pichlmeier zum 13:15-Halbzeitstand. Wirklich zufrieden war Coach Bötel mit dem Auftritt aber nicht – insbesondere in der Defensive sah er deutliche Schwächen. „Wir haben in der Abwehr nie den nötigen Zugriff gehabt“, ärgerte er sich.

Immerhin: Im zweiten Abschnitt kämpfte sich der VfL heran, ging durch Lana Teiken sogar mit 23:22 in Führung (48.) und schien die Partie zu drehen. Doch nach dem 24:24 (51.) durch Marie Steffen glitt den Gästen das Spiel aus den Händen. Ganze sieben Minuten blieben die Huntestädterinnen in der Schlussphase ohne Torerfolg – die Handball-Luchse enteilten uneinholbar. „Rosengarten hat auf seine Chancen gewartet und sie genutzt“, lobte Niels Bötel den Auftritt der Gastgeberinnen, die sich für ihr Engagement mit reichlich Treffern belohnten. „Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal 30 Tore geworfen haben“, jubelte HL-Trainer Dubravko Prelec.

Eine Chance auf Revanche gibt es bereits vor dem nächsten Liga-Duell. Bei der anschließenden Auslosung des Viertelfinals im DHB-Pokal wurde das Duell der beiden Nord-Teams für den 29./30. Januar gezogen. Gedanken an das Aufeinandertreffen im neuen Jahr will Niels Bötel aber nicht verlieren. „Wir tun gut daran, dass wir zusehen, dass wir bis dahin wichtige Punkte sammeln“, fordert er mit Blick auf die anstehenden Liga-Duelle nach der WM-Pause. 

HL Buchholz 08-Rosengarten – VfL Oldenburg 30:27 (15:13)
VfL: Renner, Reese – Teiken (4), Reinemann (1), Jongenelen (2/1), Hoitzing (2), Pichlmeier (6/2), Buhl, Martens (1), Steffen (1), Carstensen (2), Schirmer (6), Knippert (1), Golla (1)
23.11.2021, 18:05 Uhr
Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 geht an Kerstin Gulden
Jugendbuch „Fair Play“ ausgezeichnet
Der Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2021 geht an Kerstin Gulden. Gulden bekommt den Preis für ihr Jugendbuchdebüt „Fair Play“. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wurde der Autorin am Freitag, 19. November, im festlichen Rahmen im Kulturzentrum PFL von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht.

Unter 272 Einsendungen, darunter 85 verlegte Werke und 187 Manuskripte, hatte die Jury zunächst drei Nominierte ausgewählt: Michaela Beck mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Ein Himmel voller Eskimos“, Enikö Gömöri mit ihren Illustrationen zu dem Bilderbuchmanuskript „Ich bin doch ein Löwe“ sowie Kerstin Gulden mit ihrem Jugendbuch „Fair Play“. „Gerade Debut-Arbeiten von Autorinnen und Autoren greifen brennende Themen schnell auf und werden zu überraschenden, neuen Stimmen in der Literatur. Wir freuen uns sehr, dass mit der Auswahl drei Autorinnen geehrt werden, die aus Sicht der Jury aktuelle Themen zeitgemäß und künstlerisch eigenständig umgesetzt haben“, begründet Christine Paxmann, Mitglied der fünfköpfigen Jury, deren Auswahl.

Begründung der Jury
Letztendlich entschied sich die Jury für Kerstin Gulden als Preisträgerin: „‚Fair Play‘ ist ein origineller und äußerst spannender Jugendroman, der sich mit einem neuartigen Lösungsansatz der Klimakrise beschäftigt. Somit ist er nicht nur aktuell, sondern spiegelt wider, womit die Jugend heutzutage unter anderem ringen muss: der Umweltkrise und dem zunehmenden Einfluss von Social Media, der sich in Gruppenzwang und verdrehten Selbstwahrnehmungen äußert. Kerstin Gulden kreiert lebendige und selbstständige Figuren, alle mit eigenen, anderen Motivationen und unterschiedlichen Charakterentwicklungen. Die Protagonistinnen und Protagonisten durchleben Konflikte und Situationen, wie sie auf alle Jugendlichen zutreffen, wodurch sie ihnen näherkommen und realer wirken. Eine Geschichte über Vertrauen, Solidarität und Freundschaft, die ihre Zielgruppe erreicht“, so die Schülerjurorin Angelina Sawodowskie.

Die Preisrede auf „Fair Play“ hielt der Autor Heinz Janisch – Corona-bedingt per Videobotschaft aus Österreich: „‚Wir haben ein Geschenk für dich. Unsere Geschichte‘ heißt es zu Beginn des Romans. Als skeptischer Leser, der erst überzeugt werden musste, danke ich Kerstin Gulden für dieses Geschenk, für diese Geschichte, die mir – bis zur letzten Zeile – nah gegangen ist und die in mir weitergeht. Die Frage nach dem ‚Fair Play‘ – sie stellt sich immer und überall, und die Antworten – sie bleiben schwierig. Für alle von uns. Ich wünsche diesem Roman viele Leserinnen und Leser, wie jung oder alt sie auch sein mögen.“

Die Preisverleihung wurde von Marian Funk moderiert. Die Band „NUFOXAS“ der Musikschule Stadt Oldenburg hat den Nachmittag unter der Leitung von Dagmar Martens musikalisch begleitet.

Über Kerstin Gulden
Kerstin Gulden hat in Tübingen, München und London Literatur, Philosophie und Kommunikation studiert. Seitdem hat sie in London, München und Brüssel gearbeitet, unter anderem als Pressesprecherin und in der Kulturförderung. Mehrere Jahre war sie in der Jury des Literaturpreises der deutschen Wirtschaft.

Zum Inhalt des Jugendbuchs „Fair Play“ von Kerstin Gulden
Ein Wettbewerb, eine Schule und eine gewagte Idee: Was, wenn jede Umweltsünde auf den eigenen Social-Media-Accounts sichtbar wäre? Würde man sich zusammenreißen? Nur noch so viel verbrauchen an Energie, Essen, einfach allem, damit das Icon der App grün bleibt statt rot? Würde man fair spielen? Für drei Monate nach den Sommerferien heißt das erklärte Ziel: die Welt retten, wenigstens ein bisschen. Aber jede und jeder hat auch einen persönlichen Grund mitzumachen: Status, Geld, Rache, Liebe.

Über den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg
Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Als Förderpreis dient er dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren, die ein Erstlingswerk – sei es ein bereits verlegtes Buch oder ein Manuskript – in diesem Bereich vorlegen. Durch den Preis sollen innovative Ideen eine Chance erhalten und Anreize geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.
19.11.2021, 12:48 Uhr
Spendenübergabe im Stadtmuseum
Drei Oldenburger Initiativen freuen sich über Spende aus Schiefer-Aktion
Über 4000 Euro für den guten Zweck! Das Stadtmuseum, der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau und das Amt für Klimaschutz und Mobilität übergeben die Erlöse aus dem Verkauf von Fassadenplatten des Stadtmuseums an drei Oldenburger Initiativen. Fridays for Future Oldenburg, die Flüchtlingshilfe Oldenburg und die Gemeinnützige Kulturgenossenschaft Globe e.G. nehmen je ein Drittel der eingenommenen Gelder entgegen. „Mit der Spende möchten wir die Arbeit der Initiativen würdigen“, sagt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums, „und hervorheben, wie wichtig der Einsatz für Umwelt, Kultur und Interkulturalität für das Miteinander in Oldenburg ist.“

„Wir freuen uns sehr, dass das Stadtmuseum uns und unseren Aktivismus mit dieser Spende unterstützt“, erklärt die Gruppe Fridays for Future Oldenburg. „Insbesondere finden wir es toll, dass so viele Menschen durch den Kauf einer Schieferplatte gesellschaftliches Engagement in Oldenburg unterstützen wollen.“ Für die Flüchtlingshilfe Oldenburg nimmt Ehrenamtskoordinatorin Katharina Pytjew die Spende entgegen. Sie weiß bereits, wofür die Gelder eingesetzt werden sollen: „Wir verwenden sie für die Anschaffung eines E-Lastenrads. Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe Oldenburg und Geflüchtete können es für gemeinsame Aktivitäten nutzen. Die Spenden sind ein Beitrag zur Begegnung.“ Auch Elisabeth von Wedel-Gödens vom Vorstand der Kulturgenossenschaft Globe verkündet konkrete Vorhaben: „Die Spende des Stadtmuseums wird Licht auf die Bühne des Globes bringen! Wir kaufen davon die ersten drei Scheinwerfer von zahlreichen, die für eine professionelle Beleuchtung nötig sind.“

Die Verkaufsaktion fand Ende Oktober statt. Mit dem Beginn der vorbereitenden Maßnahmen für den Abbruch der Neuen Galerie stellten sich neben der kulturellen und stadthistorischen Bedeutung des Gebäudes auch Fragen zum nachhaltigen Umgang mit den eingesetzten Baustoffen. Denn die Einsparungen, die sich durch den nachhaltigen Umgang mit Baumaterialien im Hinblick auf den CO2-Ausstoß ergeben, sind erheblich. Im Vergleich zum Neukauf von Schieferplatten werden bei der Wiederverwendung pro Quadratmeter circa 40 kg CO2 pro eingespart. „Der portugiesische Schiefer, der am Stadtmuseums verbaut wurde, ist besonders hochwertig“, erklärt Ulrich Helpertz, Projektleiter für den Hochbau des neuen Stadtmuseums. „Er eignet sich hervorragend für die Weiterverwendung. Dass so viele Bürgerinnen und Bürger an dem Angebot interessiert waren, zeigt ein wachsendes Interesse an nachhaltigem Umgang mit Baustoffen.“

Oldenburgerinnen und Oldenburger konnten den Schiefer gegen einen selbst gewählten Betrag erwerben. Insgesamt wurden mehr als 200 Quadratmeter der Fassadenverkleidung abgenommen und verkauft. Pro Platte zahlten Interessierte bis zu 50 Euro. Viele gaben an, die Platten in Haus und Garten nutzen zu wollen. Aber auch einige Künstlerinnen und Künstler erwarben das hochwertige Material, um damit zu arbeiten.

Neben den Schieferplatten wurden der Fassadenschriftzug des Stadtmuseums und drei Schieferkunstwerke von Oldenburger Künstlern versteigert. Neben den Künstlern vom Hidden Art Kollektiv und Die Jungs Wandgestaltung hatte auch der bekannte Oldenburger Bildhauer Udo Reimann ein Kunstwerk für die Versteigerung zur Verfügung gestellt, um für den guten Zweck Geld zu erlösen.

„Wir freuen uns, dass die Aktion gut angenommen wurde und viele Bürgerinnen und Bürger ein Stück der ‚alten‘ Neuen Galerie erworben haben“, freut sich Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Jetzt interessiert uns natürlich sehr, wo die Buchstaben, Kunstwerke und Platten ein neues Zuhause gefunden haben.“ Das Stadtmuseum möchte die Übergabe der Spendengelder mit einem Aufruf an die Käuferinnen und Käufer verbinden und freut sich über die Zusendung von Fotos an stadtmuseum@stadt-oldenburg.de.
19.11.2021, 12:39 Uhr
Rund um die Uhr einsetzbar
Stadt nimmt neue Geschwindigkeitsmessanlage in Betrieb
Der Zentrale Außendienst (ZAD) der Stadt Oldenburg nimmt eine neue Geschwindigkeitsmessanlage in Betrieb: Seit diesem Mittwoch, 17. November, ist die kürzlich ausgelieferte Technik im Einsatz. Die mobile Station der Firma Jenoptik ist in einem Pkw-Anhänger integriert.

Der neue Blitzer bietet eine Reihe von Vorzügen: Die Tempomessanlage ist mit präziser Lasertechnologie ausgestattet und kann mit ihrem drehbaren Turm beide Fahrtrichtungen gleichzeitig kontrollieren. Das Gerät ist innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit und an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet flexibel einsetzbar – und das rund um die Uhr 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Außerdem kann die Kamera mithilfe von Stativen auch mobil eingesetzt werden. Ziel ist insbesondere, verlässlich die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit an Unfallschwerpunkten, im Bereich von Schulen und Kitas sowie in verkehrsberuhigten Zonen zu überprüfen. Die festgestellten Verstöße werden mittels Datenfernübertragung sofort der Bußgeldstelle übermittelt.

Die Anlage ist batteriebetrieben und kann so bis zu eine Woche lang autonom den Verkehr überwachen. Zum Schutz vor Vandalismus ist das Gerät mit diversen Sicherheitssystemen ausgerüstet, zum Beispiel mit einer Feuerlöschanlage sowie Schlag- und Bewegungssensoren. Versuche, die Anlage zu beschädigen oder den Messbetrieb zu stören, werden dem ZAD automatisch gemeldet.

Die neue Anlage ersetzt die bisher verwendeten Geräte der Firma Leivtec Verkehrstechnik GmbH, die aufgrund von Messwertabweichungen, die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt festgestellt worden waren, seit März dieses Jahres nicht mehr eingesetzt werden können. Zwischenzeitlich hatte die Stadt ein Leihgerät der Polizei genutzt. Die Ersatzbeschaffung schlägt mit 285.000 Euro zu Buche.
16.11.2021, 17:04 Uhr
„Antisemitismus hat in Oldenburg keinen Platz“
Empfang von Martin Goldsmith und Einweihung von Erinnerungszeichen für NS-Opfer
Heute ist ein denkwürdiger Tag für die jüdische Oldenburger Familie Goldschmidt: Denn das erste Erinnerungszeichen für Opfer der NS-Verbrechen ist vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie in der Gartenstraße 34 eingeweiht worden. Im Beisein von Martin Goldsmith, Enkel des Oldenburgers Alex Goldschmidt, fand zuvor im Alten Rathaus ein Empfang mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sowie Dietmar Schütz, dem Vorsitzenden der Oldenburger Bürgerstiftung und Oberbürgermeister a.D., statt. Dabei trug sich der Amerikaner ins Gästebuch der Stadt ein. Stadtrat Thomas Lechner nahm in Vertretung von Oberbürgermeister Dieter Reiter für die Landeshauptstadt München an der Veranstaltung teil. München war bundesweit die erste Stadt, die diese Erinnerungszeichen entwickelte und seit 2018 aufstellt.

Bereits im vergangenen Jahr hätte Goldsmith die Stadt anlässlich der deutschen Erstaufführung des Films „Winterreise“ besuchen sollen, für den Goldsmith mit der in einem Buch veröffentlichten Spurensuche nach seinen Vorfahren die Grundlage lieferte. Der Besuch musste Corona-bedingt jedoch ausfallen. Doch dafür wird der jetzige Aufenthalt Goldsmiths mit einem weiteren Höhepunkt verknüpft: Der feierlichen Einweihung des Foyers des Oldenburgischen Staatstheaters, das ab dem 17. November offiziell den Namen „Goldsmith Foyer“ tragen wird. Dies sei, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, „eine großartige Idee und ein wichtiges Signal für Oldenburg“, das er sehr begrüße. In seiner Rede betonte er: „Den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt und mir ganz persönlich ist das Gedenken an die Gewaltverbrechen während der NS-Diktatur und an das Leid der Opfer sehr wichtig. Dafür setzen wir uns vehement und ohne jeden Zweifel ein. Antisemitismus hat in Oldenburg keinen Platz, egal in welcher Form. Das soll auch künftig so bleiben.“

Über die Familie Goldschmidt
Alex Goldschmidt wurde 1879 in Sachsenhagen geboren und starb in Auschwitz. Der Kaufmann führte seit 1911 in der Oldenburger Innenstadt ein renommiertes Modegeschäft. Zwischen 1914 und 1918 kämpfte er im 1. Weltkrieg. 1938 wurde er erstmals verhaftet und kam im August 1942 ins KZ Auschwitz, von wo er nie wieder zurückkehrte. Sohn Günther spielte von 1934 bis 1941 als Flötist im Orchester des Jüdischen Kulturbundes, bevor er in die USA fliehen konnte. Dort erblickte sein Sohn Martin Goldsmith 1952 das Licht der Welt.

Über den Film „Winterreise“
Der Film „Winterreise“, übrigens der letzte Film mit Schauspieler Bruno Ganz, erzählt die Überlebensgeschichte eines jüdischen Musikers in Nazideutschland – und genau dieser junge Flötist war Günther Goldschmidt, der Vater von Martin Goldsmith. Die Buchvorlage für die Verfilmung lieferte Martin Goldsmith mit „Die unauslöschliche Symphonie – Musik und Liebe im Schatten des Dritten Reichs“ selbst. Verfilmt wurde die deutsch-jüdische Geschichte von dem dänischen Dokumentarfilmer Anders Østergaard. Der Film wird im Großen Haus des Staatstheaters an zwei Vormittagen im Beisein von Goldsmith gezeigt, im Anschluss spricht er mit Schülerinnen und Schülern über das Leben seiner Familie. Am Dienstag, 16. November, wird der Film um 18 Uhr zudem der Öffentlichkeit im cine K präsentiert.

Über die Erinnerungszeichen
Oldenburg hat sich, nach München und Ingolstadt, bundesweit als dritte Stadt dazu entschlossen, künftig diese individuellen Gedenktafeln und Gedenkstelen für Opfer der NS-Verbrechen auf Augenhöhe in der Stadt zu platzieren. So genannte „Stolpersteine“ sollen dann nur auf ausdrücklichen Wunsch der Hinterbliebenen als Alternative verlegt werden. Die künftige Lösung hatte sich die jüdische Gemeinde als besten Weg des Erinnerns gewünscht. In Oldenburg werden die Erinnerungszeichen von der Stadt und der Oldenburger Bürgerstiftung in enger Zusammenarbeit mit Werkstattfilm errichtet.

Weitere Erinnerungszeichen sind in Vorbereitung. Informationen zu den Erinnerungszeichen erhalten Sie unter www.erinnerungszeichen.de sowie www.erinnerungszeichen-oldenburg.de.
16.11.2021, 16:56 Uhr
Oldenburger Pokal-Traum lebt weiter
Starke zweite Halbzeit gegen Neckarsulm
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben einen großen Schritt in Richtung Final Four des DHB-Pokals gemacht. Im Achtelfinale schlugen die Huntestädterinnen Ligarivale Neckarsulmer Sport-Union dank einer furiosen zweiten Halbzeit mit 34:29 (13:19). Beste VfL-Werferin war Kathrin Pichlmeier mit 13 Toren. 

Es war wohl auch dem starken Start in die zweite Halbzeit zu verdanken, dass die Oldenburgerinnen am Ende die Partie im Kreis Heilbronn über den Einzug in die nächste Pokalrunde jubeln durften – auch wenn nach dem ersten Durchgang nicht viel dafür gesprochen hatte. Nach ausgeglichenem Beginn führten die VfL-Frauen nach 20 Minuten sogar mit 12:11, dann aber drehten die Gastgeberinnen auf, erspielten sich einen Vorsprung von sechs Toren. „Wir waren in der Abwehr nicht aggressiv genug, haben es nicht überzeugend gemacht“, kritisierte VfL-Trainer Niels Bötel das Defensivverhalten seiner Mannschaft im ersten Durchgang: „Wir haben unser Abwehrspiel vermissen lassen. Das haben wir in der Halbzeitpause angesprochen.“

Mit Erfolg: Furios startete Oldenburg in den zweiten Abschnitt, kam durch vier Tore der starken Kathrin Pichlmeier sowie einem Treffer von Lana Teiken direkt nach Wiederanpfiff auf 18:19 heran. „Wir haben in der Abwehr richtig gut zugelegt“, sah Bötel den Schlüssel zum späteren Erfolg. Insbesondere Irene Espinola Perez, die im ersten Abschnitt noch acht Treffer für die Gastgeberinnen erzielt hatte, kam kaum noch einmal zum Abschluss. „Wir haben einfache Ballgewinne von Neckarsulm provoziert, hatten vielleicht auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Aber unsere Wurfeffektivität war unheimlich gut“, so Bötel. 

Angetrieben von den mitgereisten Fans übernahm Oldenburg durch einen Treffer von Paulina Golla nach 39 Minuten wieder die Führung – und baute diese bis zum Schlusspfiff auf fünf Tore aus. „Die Unterstützung unserer Fans war wieder super. Es ist großartig, dass sie die Reisen immer mitmachen. Das hilft enorm“, lobte Bötel. Nicht verwunderlich, dass Mannschaft und Fans nach Spielende den Sieg gemeinsam feierten. Das Wort Final Four dürfte dabei mit Sicherheit auch das eine oder andere Mal gefallen sein. „Das Final Four ist sicherlich von allen ein großer Traum“, verriet der VfL-Trainer: „Natürlich dürfen wir davon auch einen kleinen Moment träumen. Wir sind hier einen Schritt weitergekommen, geschafft haben wir es aber noch lange nicht“, mahnte er. Vielmehr ginge es darum, die Liga-Begegnungen bis zum Pokal-Viertelfinale zu gewinnen – insbesondere am kommenden Samstag bei den Handball-Luchsen Buchholz 08-Rosengarten. Hier fordert Bötel: „Für den Klassenerhalt ist es wichtig, gegen Rosengarten zu erhöhen, um vor der Pause den Abstand zu vergrößern.“ Das Selbstvertrauen aus dem Pokal-Erfolg soll den Oldenburgerinnen für diese Aufgabe den nötigen Rückenwind verleihen. 

VfL: Renner, Reese – Teiken (2), Reinemann (1), Jongenelen (3/3), Hoitzing (1), Pichlmeier (13/3), Buhl, Martens (2), Steffen (1), Carstensen (3), Schirmer (4), Knipper