Hafen
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03.05.2022, 18:10 Uhr
Hafengeschichte durch die Jahrhunderte
Infotafel am Stadthafen informiert über historische Entwicklung
Wer entlang des Oldenburger Stadthafens spaziert oder radelt, kann sich ab sofort wieder in die frühere Hafengeschichte vertiefen: Eine Informationstafel zeigt mit vielen, auch historischen Fotos und informativen Stichworten, wie sich der Stadthafen über die Jahrhunderte entwickelt hat. So erfährt man, dass schon im 14. Jahrhundert Schiffsliegeplätze und Gebäude am Stau verortet waren. Bereits seit dem 16. Jahrhundert war Oldenburg in den regen nationalen und internationalen Handel mit Salz, Getreide, Holz oder Leinen eingebunden. Aus der jüngeren Zeit stammt etwa eine Aufnahme der Fischbratküche, die bis 1963 ein beliebter Anlaufpunkt war.

Die Informationstafel wurde schon 2017 in der Grünanlage mit dem Spielplatz am Stau (Höhe Hausnummer 105) aufgestellt und zur Überarbeitung vorübergehend abgenommen. Ab sofort ist sie wieder am alten Standort zugänglich.
19.10.2021, 16:59 Uhr
Johanniter eröffnen Praxis für Ergotherapie „Am Hafen“
Mit einem Empfang in den neuen Räumen an der Huntestraße 17 in Oldenburg hat die Johanniter-Unfall-Hilfe ihre Praxis für Ergotherapie „Am Hafen“ offiziell eingeweiht. Bereits seit Anfang Oktober werden die ersten Patienten behandelt. Damit fügt sich ein weiterer Baustein in das umfangreiche Leistungsangebot der Oldenburger Johanniter. Entstanden ist die Idee während einer Tagung der Johanniter-Unfall-Hilfe in Brandenburg. Dort haben Johanniter aus Sachsen und Hamburg ihr Konzept für Ergotherapie-Praxen vorgestellt. Vorteil für die Johanniter als Arbeitgeber: Gerade für die Mitarbeitende aus den körperlich belastenden Berufen wie Rettungsdienst, Pflege und Erziehung bietet eine eigene Praxis mit kurzen Wegen eine gute Hilfe. Aber auch für externe Patienten bietet die Praxis eine wichtige Unterstützung bei der Erlangung oder Wiederherstellung körperlicher Fähigkeiten etwa nach Krankheit, Unfall oder bei einer Beeinträchtigung. 

Die Sachsen und Hamburger erklärten, dass es gar nicht so schwierig sei, wenn man klein anfange. Unter den Tagungsgästen war Wilfried Barysch, Mitglied im Vorstand des Regionalverbands Weser-Ems. „Ich wusste sofort: das will ich auch in Oldenburg haben“, erzählt er. Der Weg war dann doch steiniger als gedacht. Zunächst war geplant, einen Ergotherapeuten oder eine Ergotherapeutin anzustellen und sich anschließend um die Räumlichkeiten zu kümmern. „Wir haben uns dann schnell umentschieden und doch erst die Praxisräume angemietet und anschließend das passende Personal gesucht“, berichtet Barysch und lobt Praxisleiterin Antje Hagedorn für ihren Einsatz und ihr Engagement. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das was wird.“

Antje Hagedorn freut sich darauf endlich richtig loslegen zu können. „Einkaufen und schön machen ist nett, aber ich möchte mich endlich um Patienten kümmern.“ Die Voraussetzungen sind gut. Entstanden ist in dem historischen Gebäude in wunderschöner Lage eine helle, freundliche Praxis für Ergotherapie mit einem offenen Wartebereich, Bewegungs- und Behandlungsräumen sowie einer Küche und einem Büro. Sogar eine Art Werkstatt gibt es, aber nicht um Dinge zu reparieren, sondern damit Patienten ihre Handlungsfähigkeiten üben und kreativ werden können. Verschiedene Böden weisen thematisch auf die unterschiedlichen Bereiche hin. Alles ist mit viel Liebe und einem Blick fürs Detail eingerichtet. 

Eine Entwicklung, die Hans-Ulrich Diers mit viel Interesse und Begeisterung verfolgt. Das Johanniter-Urgestein begann als Jugendlicher, wurde 1982 Ortsbeauftragter und 1995 Mitglied im Regionalvorstand. Er war es, der in Oldenburg erstmals etwas neues neben Sanitätsdienst, Rettungsdienst und Erste-Hilfe-Ausbildung wagte und „Essen auf Rädern“ für die Versorgung älterer Menschen mit heißen Mahlzeiten aufbaute. Heute hat der Ortsverband mehr als 300 Mitarbeitende in Bereichen wie Kindertagesstätten, Rettungsdienst, ambulante und Tagespflege, Wohnen mit Service, Einsatz- und Fahrdienste, betreibt das Mehrgenerationenhaus Oldenburg und jetzt auch eine Praxis für Ergotherapie. 
20.07.2021, 21:02 Uhr
Ausstellungsschiff MS Wissenschaft kommt nach Oldenburg
Im Juli macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft auf seiner Tour durch Deutschland und Österreich auch in Oldenburg Station. An Bord des umgebauten Frachtschiffs ist diesmal eine Mitmach-Ausstellung zum Thema Bioökonomie zu sehen. Mit dem Exponat der Hochschule für Künste Bremen ist auch ein Aussteller aus der Region an Bord. Die Ausstellung wird für Besucherinnen und Besucher ab zwölf Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

T-Shirts aus Holz, Strümpfe aus Chicorée und Burger aus Insekten: Im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie zeigt das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, dass eine nachhaltige Wirtschaft auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe möglich ist. Aus Pilzen lassen sich Waschmittel, Medikamente und Kosmetika herstellen. Aus Pflanzen wie Bambus und Mais werden neue Werkstoffe entwickelt, die Plastik und andere erdölbasierte Produkte ersetzen.

Auf dem Ausstellungsschiff lassen sich viele Facetten der Bioökonomie an rund 30 interaktiven Exponaten entdecken. Auch ethische und politische Aspekte werden beleuchtet: Wie nachhaltig sind Biokraftstoffe? Welche Chancen und Risiken gehen mit neuen Methoden der Pflanzenzüchtung einher? Und wie könnte sich die Weltbevölkerung in Zukunft ernähren? Das Exponat aus Bremen befasst sich mit der Frage, welche Vorteile es hat, neuartige Werkstoffe aus Popcorn zu entwickeln.

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch Deutschland und Österreich. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen. Die Exponate direkt aus der Forschung werden zur Verfügung gestellt von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern. An Bord gelten Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht.

Anlegestelle: Alter Stadthafen, Hafenpromenade, Höhe Agentur für Arbeit
Öffnungszeiten: 23.–26. Juli, 10–19 Uhr

Zugang nur nach vorheriger Buchung über die Webseite ms-wissenschaft.de/tour. Das Buchungssystem wird jeweils fünf Tage vor Ankunft der MS Wissenschaft in den einzelnen Tourorten freigeschaltet.

Anmeldung für Schulklassen: Für Schulklassen bis 25 Personen ist in Bremerhaven und Bremen eine Anmeldung auf ms-wissenschaft.de/tour möglich. Die Ausstellung ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.

Veranstaltungen an Bord der MS Wissenschaft in Oldenburg
Bei der Aktion „Flying Dinner” am 25. Juli von 16 bis 19 Uhr können Interessierte sich am Steg vor der MS Wissenschaft in Oldenburg über das Thema Insekten als Nahrungsmittel informieren und dabei auch selbst Insektensnacks verkosten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.