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Hafen

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Hafen im Aufwind: Umschlag verzeichnet deutliches Plus

14.02.2020 14:43 Uhr

Mehr Fahrgastschiffe legen an – Geringer Rückgang im Seeverkehr

Aufwind für den Oldenburger Hafen: Der Umschlag im Schiffs- und Bahnverkehr hat im Jahr 2019 wieder deutlich die Marke von einer Million Tonnen überschritten. Nach Angaben des Eigenbetriebes Hafen der Stadt Oldenburg konnte der Umschlag um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und erreicht damit eine Gesamtumschlagsmenge von 1.143.849 Tonnen. Oldenburg gehört damit zu den umschlagsstärksten Binnenhäfen Niedersachsens. Im Oldenburger Hafen werden hauptsächlich Baustoffe (Sand, Kies, Natursteine und Split), Getreide und Futtermittel, chemische Erzeugnisse (Mineraldünger) sowie Sekundarrohstoffe (Altmetalle) umgeschlagen.

Nico Steudel, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag, bilanziert: „Die weiterhin stabile Baukonjunktur im Einzugsgebiet des Oldenburger Hafens hat zu einem Anstieg der umgeschlagenen Baustoffmengen um rund 31.000 Tonnen geführt.“ Bei den Futtermitteln sind die Mengen ebenfalls deutlich um über 60.000 Tonnen angestiegen, was überwiegend mit Verlagerungseffekten aus anderen Häfen und von anderen Verkehrsträgern zu erklären ist, erläutert Steudel weiter. „Hier konnte der Hafen Oldenburg seinen Standortvorteil, das heißt, die Nähe zu den Verarbeitern und Empfängern der Futtermittel weiter ausspielen.“

Was die Verteilung auf Verkehrsträger angeht, blieben die Bahnmengen gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen konstant. Die Binnenschiffsmengen hingegen legten sehr deutlich um rund 103.000 Tonnen zu. Lediglich im Seeverkehr konnte nur ein Schiff umgeschlagen werden, was mit dem Auslaufen eines Einlagerungsvertrags zu begründen ist. Hier bemühen wir uns um Ersatz“, erklärt Steudel.

„Die Produktionsmengen der AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH mit den Werken
 Oldenburg, Leer und Höltinghausen sind 2019 gegenüber 2018 um circa 10.000 Tonnen gestiegen“, resümiert Geschäftsführer Heinrich Bruns. 46 Seeschiffe wurden umgeschlagen – im Vorjahr waren es 52 Schiffe gewesen. „Das resultiert zunächst bei Getreide aus dem Ernteaufkommen und in zweiter Linie aus dem Einkaufsverhalten der Händler, also wo kommt die Ware letztendlich her“, verdeutlicht Bruns. Eine leichte Verschiebung gab es zugunsten der Tonnage für die Binnenschiffe. Bei den sensiblen Märkten für Futtermittel und Getreide könne es immer zu Verschiebungen der Transportarten und Wege kommen, so Bruns. „Für die Gesamtentwicklung in 2020 erwartet die AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH einen leichten Rückgang der zu produzierenden Mengen“, prognostiziert der Geschäftsführer.

Die ansässigen Firmen warten dringend auf die Fertigstellung des Wendebeckens, das durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee gebaut wird. Aufgrund von Schlosssprengungen in der neuen Uferwand herrscht derzeit Baustillstand. Das neue Wendebecken würde es Schiffen mit einer Länge von bis zu 110 Metern ermöglichen, den Oldenburger Hafen anzusteuern. Dieses würde den Seeschiffsverkehr ankurbeln.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich über die insgesamt positive Entwicklung der Hafenwirtschaft. „Der Oldenburger Hafen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Oldenburg. Hier werden Arbeitsplätze geschaffen und gehalten. Aber auch für den Tourismus gewinnt unser Hafen weiter an Bedeutung.“ Einen positiven Effekt hat der im Juli 2019 eingeweihte neue Fahrgastanleger: So haben im vergangenen Jahr 42 Fahrgastschiffe und ein Ausstellungsschiff am nördlichen Ufer des Alten Stadthafens angelegt, 2018 waren es 28 Fahrgastschiffe und ebenfalls ein Ausstellungsschiff gewesen.


Die Zahlen im Detail:

 • Schiffsumschlag
Der Gesamtschiffsumschlag im Jahr 2019 im Hafen Oldenburg ist gegenüber dem Jahresergebnis 2018 wieder um 116.410 Tonnen (+ 11,7 Prozent) gestiegen. Während der Umschlag im Seeverkehr gegenüber dem Vorjahr um 12.554 Tonnen zurückgegangen ist, ist der Umschlag im Binnenverkehr gegenüber dem Vorjahr um 128.864 Tonnen (+ 14,16 Prozent) gestiegen.

Die Güterarten im Seeverkehr beschränkten sich in 2019, wie schon in den Vorjahren, hauptsächlich auf „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ (66.278 Tonnen). Im Binnenverkehr stieg der Umschlag im Segment Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft (Getreide und Futtermittel) im Vergleich zum Vorjahr um 81.570 Tonnen. Im Bereich Baustoffe (Sand, Kies, Steine) wurde der Umschlag ebenfalls um 51.280 Tonnen gesteigert. Dagegen konnte der Umschlag von Düngemitteln (- 3.551 Tonnen) das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Der ausgehende Umschlag (Sekundärrohstoffe, Altmetalle) konnte das Vorjahresniveau mit rund 14.000 Tonnen halten.

• Bahnumschlag
Der Bahnverkehr schließt im Jahr 2019 gegenüber 2018 mit einem Minus von 502 Tonnen ab. Dies entspricht einer Minderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,5 Prozent. Insgesamt wurden 32.842 Tonnen Güter mit insgesamt 572 Güterwagen transportiert.

Bei den Gütern im Bahnverkehr handelt es sich hauptsächlich um Düngemittel (29.976 Tonnen = 91,27 Prozent). Der Rest (2.866 Tonnen) entfällt auf Baustoffe.
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KIBUM vorab: Sprayen wie Banksy

29.10.2019 20:00 Uhr

Jugendliche entwickeln Ausstellung nach Streetart-Vorbild

Inspiriert von dem britischen Streetart-Künstler Banksy entwickeln Jugendliche der Oldenburger Cäcilienschule eine Ausstellung, die im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchmesse ab 9. November zu sehen sein wird. Im Gespräch mit Barry Cawston – dem offiziellen Banksy-Fotografen, dessen Fotoausstellung ab sofort im Oldenburger Hafen gezeigt wird – haben die Schülerinnen und Schüler jetzt erste Entwürfe präsentiert. Deren Lehrer Jonas Witte ist überzeugt, dass das Projekt für seinen Kunst-Profilkurs ein echter Gewinn ist: „Banksy trifft als Streetart-Künstler den Nerv der Jugend. Zentrale Fragen wie Umweltschutz, Frieden, Soziale Gerechtigkeit und Zukunftsvisionen sind für die Jugendlichen präsent und die Möglichkeit, hier ein Statement nicht nur zu entwickeln, sondern auch der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist für die Schülerinnen und Schüler eine schöne Herausforderung.“

Eine Herausforderung, die die 15 beteiligten Jugendlichen der achten, neunten und zehnten Klasse mit großer Motivation angenommen haben: Es gilt Ideen zu sammeln, diese in Stencils (Schablonen) umzusetzen, den richtigen Umgang mit Spraydosen zu lernen, Texte zur Erläuterung der Arbeiten zu entwerfen und letztendlich die Ausstellung selbst zu konzipieren und die Kunstwerke zu hängen – das alles unter Zeitdruck und bei festem Eröffnungstermin. „Das Kunstprofil an der Cäcilienschule und die großartige Unterstützung durch die Organisatoren der KIBUM machen so ein tiefgreifendes Projekt erst möglich – und das führt bei den Schülerinnen und Schülern zu dem Erkenntnisgewinn, dass Schule tatsächlich mehr als nur Lernen ist“, betont Witte.

Der gemeinsame Termin mit Barry Cawston war für die Jugendlichen eine Gelegenheit, ihre Ideen und Entwürfe mit einem echten Banksy-Experten zu diskutieren und stellte auch ein Highlight innerhalb des Projekts dar: „Es ist toll, in unserem KIBUM-Projekt, aber auch im Gespräch mit Barry Cawston die Arbeit von Banksy nachvollziehen zu können“, sagt Lily (14 Jahre) und die 13-jährige Cosima findet spannend, „dass wir beim Treffen mit dem offiziellen Banksy-Fotografen Barry Cawston irgendwie eine Nähe zu Banksy spüren können. Und es ist eine Ehre für uns, jemanden wie Cawston persönlich kennenzulernen“.

Die Ausstellung „Like Banksy – Make a Statement“ ist in Zusammenarbeit der KIBUM und des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst mit der Cäcilienschule entstanden. Sie ist vom 9. bis 19. November, also während der Laufzeit der KIBUM, im Kulturzentrum PFL im Obergeschoss zu sehen. Cawstons Fotoausstellung „Banksy‘s Dismaland – Barry Cawston, are we there yet?“ läuft noch bis zum 2. Dezember im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Begegnungen 2019 – United Kingdom“ der Stadt Oldenburg und ist an der Hafenpromenade am Stau zu sehen.
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Einbrecher steigen in Baumarkt ein

27.07.2019 21:04 Uhr
Über das Dach haben sich unbekannte Einbrecher in der Nacht von Montag auf Dienstag (22./23.07.) Zugang in den Verkaufsraum eines Baumarktes an der Werrastraße verschafft. In der Zeit zwischen 20 und 8 Uhr waren die Diebe auf das Dach des Gebäudes geklettert und hatten dort mehrere Elemente der Dachverkleidung entfernt. Über die dadurch entstandenen Löcher in der Dachkontruktion hatten die Unbekannten sich schließlich in den Verkaufsraum hinuntergelassen.

Aus dem Markt entwendeten die Täter mehrere Elektrowerkzeuge und flüchteten anschließend unerkannt.

Zeugen können ihre Hinweise unter Telefon 0441/790-4115 der Polizei melden.
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