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Eversten

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Unbekannte versenken gestohlenen Roller in der Tonkuhle

19.10.2018 22:29 Uhr
Am vergangenen Mittwoch meldete sich gegen 8 Uhr ein Zeuge bei der Polizei und schilderte, dass er bei einem Spaziergang an der Tonkuhle in der Nähe des Hausbäker Wegs einen Motorroller habe im Wasser liegen sehen. Die Beamten ließen den gelben Roller der Marke Kreidler kurz darauf von einem Abschleppunternehmen aus der Tonkuhle bergen.

Über das Versicherungskennzeichen konnte die Polizei schließlich die Halterin des Rollers ermitteln. Der Roller war in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch von einem Parkplatz an der Heinrichstraße entwendet worden. Dazu hatten die Täter die Frontverkleidung entfernt und das Fahrzeug kurzgeschlossen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter Telefon 790-4115 zu melden.
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Gymnasium Eversten ebnet Hörgeschädigten Weg zum Abitur

10.09.2018 18:15 Uhr

Landesweit einmaliges Oberstufenangebot mit Unterstützung der Stadt geschaffen

Das Gymnasium Eversten Oldenburg (GEO) hat mit Beginn des Schuljahres 2018/19 in enger Kooperation mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte (LBZH) und der Stadt Oldenburg ein bisher in Niedersachsen einmaliges Projekt verwirklicht: Erstmals wird eine speziell auf die Bedürfnisse hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler zugeschnittene gymnasiale Oberstufe angeboten. Bisher mussten Hörgeschädigte, die den höchsten schulischen Abschluss angestrebt haben, das Bundesland Niedersachsen verlassen und nach Essen oder Hamburg ausweichen. Nun können diese Schülerinnen und Schüler die Oberstufe am GEO besuchen. Die ersten fünf Schülerinnen und Schüler haben zum neuen Schuljahr im Jahrgang 11 in der sogenannten Einführungsphase begonnen und werden, wenn alles erfolgreich verläuft, 2021 ihr Abitur in Empfang nehmen.

Schulleiter Andreas Jacob spricht von einem Projekt mit „landesweiter historischer Dimension“. Auch Schuldezernentin Dagmar Sachse ist begeistert: „Das ist ein wunderbares Ergebnis aus dem Inklusionsprozess.“ Die Kooperationspartner haben jetzt gemeinsam mit der Dezernentin den offiziellen Startschuss für das Projekt gegeben. Die Stadtverwaltung habe die Entwicklung bereits seit einer frühen Konzeptphase sehr gerne begleitet und die Umsetzung befürwortet, sagte Sachse. „Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement“, lobte die Dezernentin. Möglich geworden ist das Oberstufenangebot durch die Bündelung aller vor Ort vorhandenen Ressourcen – Lehrkräfte am GEO und am LBZH haben dafür Hand in Hand zusammengearbeitet.

Ein erstes Planungstreffen hatte es im Mai 2016 gegeben. Zahlreiche weitere Besprechungen und Abstimmungstermine sowie Besuche an vorbildhaften Schulen in Hamburg und München mündeten schließlich in einer Kooperationsvereinbarung, die GEO und LBZH am 11. Juni dieses Jahres unterschrieben haben. Zuvor hatte auch der Schulausschuss des Stadtrates mit einstimmigem Votum seine Zustimmung signalisiert.

Die Schülerinnen und Schüler werden am Gymnasium Eversten nicht gebärdensprachlich unterrichtet. Sie sind der Lautsprache mächtig, benötigen aber besondere Rahmenbedingungen. Dafür hat die Stadt Raumsanierungen zur Verringerung des Schalls vorgenommen und für eine hörgeschädigtengerechte Ausstattung gesorgt. Dazu gehört ein spezielles Akustiksystem mit Mikrofonen und Lautsprechern, dessen komplexe Steuerung verschiedene Situationen und Bedarfe berücksichtigt. Außerdem zählt ein interaktives Smartboard als moderne Tafel zur barrierefreien Ausrüstung. Die enge Kooperation und die räumliche Nähe zum LBZH ermöglicht die Nutzung des pädagogisch-audiologischen Beratungszentrums. Fortbildungen und eine direkte Unterstützung der Lehrkräfte am Gymnasium Eversten sind durch das LBZH Oldenburg gesichert.

Nach den ersten Wochen des neuen Schuljahres ziehen die Partner ein positives Fazit. „Von dem Projekt profitieren im Unterricht alle Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrkräfte“, resümiert GEO-Oberstufenkoordinator Carsten Hinrichs. „Typische Störungen wie Tuscheln oder Zwischenrufe haben stark abgenommen. Die Schüler sind aufmerksamer und setzen sich für ihre beeinträchtigten Mitschüler ein.“
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Schautafel beleuchtet dunkles Kapitel der Stadtgeschichte

24.01.2018 09:11 Uhr

Kulturbüro informiert am Prinzessinweg über Zwangsarbeit während der NS-Zeit

Ihre Geschichte gehört zu den dunkelsten Kapiteln der Stadthistorie: Tausende von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern waren zwischen 1940 und 1945 in Oldenburg eingesetzt. Über ihr Schicksal klärt eine Schautafel auf, die das Kulturbüro der Stadt Oldenburg jetzt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Living History – Ein öffentliches Verbrechen. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ in Höhe Prinzessinweg 48 aufgestellt hat. Die Schautafel informiert mit zahlreichen Fotos und einem von dem Oldenburger Historiker Dr. Ingo Harms verfassten Text über die Situation der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Oldenburg während des Nationalsozialismus. 

Insbesondere der als „kriegswichtig“ und daher mit „Dringlichkeitsstufe 1“ kategorisierte Bau einer Umgehungsstraße für Oldenburg wird thematisiert. Die Streckenführung entsprach der heutigen Autobahn von der Nadorster Straße bis zur Cloppenburger Straße. Dieses Bauvorhaben war das größte in Oldenburg während des Zweiten Weltkrieges. Die hier zur Arbeit gezwungenen Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter und Gestapo-Häftlinge waren in zahlreichen Lagern entlang der Streckentrasse untergebracht. Allein in der Nähe des Prinzessinwegs gab es drei Lager: an der Gneisenaustraße, der Ofener Straße und auf der Dobbenwiese. Der Prinzessinweg ersetzte das einzige unvollendet gebliebene Teilstück der Umgehungsstraße zwischen der Ammerländer Heerstraße und der Hauptstraße. 

Am Mittwoch, 24. Januar, wird Dr. Harms ab 19 Uhr im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3) über die „Zwangsarbeit im Stadtbild“ referieren und unter anderem den Bau der Umgehungsstraße thematisieren. Anlässlich des nationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Samstag, 27. Januar, bietet Dr. Harms einen geführten Rundgang zu historischen Orten der Zwangsarbeit an. Die Führung beginnt um 14.30 Uhr an der neu errichteten Schautafel. 
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