Dobbenviertel
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28.12.2021, 18:09 Uhr
Nutzung der Dobbenwiese: So geht es weiter
Workshops erfolgreich gelaufen – neue Nutzungssatzung im Februar
Miteinander reden, gegenseitig zuhören und gemeinsam Lösungen finden: Das ist immer eine gute Idee. Auch für die künftige Nutzung der Oldenburger Dobbenwiese wurde dieser Weg gewählt – mit einem positiven Zwischenergebnis. Mittlerweile fanden zwei Workshops statt, an dem Anliegerinnen und Anlieger des Bereichs an den Dobbenanlagen, Vertreterinnen und Vertreter der Jugend sowie Polizei und Mitarbeitende der Stadtverwaltung teilnahmen.

Für die Stadt waren unter anderem Ordnungsdezernentin Dr. Julia Figura und Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan am „Runden Tisch“ dabei. „Bei diesen wichtigen und konstruktiven Gesprächen wurden die unterschiedlichen Bedürfnisse und Problemlagen ausgetauscht und diskutiert. Sie bildeten die Grundlage für eine neue Satzung zur Nutzung der Dobbenwiesen, die in der aktualisierten Fassung von allen Beteiligten nicht nur akzeptiert, sondern sehr befürwortet wird“, bilanzieren Figura und Uhrhan. Demnach soll ein mehrstufiger Eskalationsstufenplan mit Regelabläufen festgelegt werden, der je nach Eintritt von Störungsfaktoren unterschiedliche Vorgehensweisen zwischen Ordnungsamt, Polizei und weiteren Beteiligten definiert. Die überarbeitete Nutzungssatzung für die Dobbenanlagen soll am Donnerstag, 10. Februar 2022, im Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima vorgestellt werden.

Wichtig sei es aber vor allem, gute Alternativen für die Jugendlichen zu schaffen, ergänzen Figura und Uhrhan: „Die jungen Menschen benötigen attraktive Alternativen zur Dobbenwiese, an denen sie sich altersgemäß austauschen können – gerade in Corona-Zeiten mit eingeschränktem Freizeitangebot.“ Deshalb soll die Gründung einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema spätestens in der zweiten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. März 2022 mit auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Die große Dobbenwiese ist besonders in der warmen Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche in Oldenburg: Hier trifft man sich mit Freunden zum Kicken und Reden, hört Musik und stößt aufs Leben an. Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Anwohnerinnen und Anwohner fühlten sich in der Vergangenheit oftmals belästigt durch erheblichen Lärm und Alkoholkonsum in den Abend- und Nachtstunden. Es folgten verstärkte Kontrollen durch die Polizei, der Einsatz von Streetworkern durch die Stadtverwaltung und das Aufstellen von Toilettenwagen und zusätzlichen Müllbehältern. Damit der Streit zwischen Anwohnenden und Feiernden nicht eskaliert, hatte sich die Stadt Oldenburg im Sommer 2021 zur Einrichtung eines „Runden Tisches“ mit allen Beteiligten entschlossen.
03.08.2021, 17:29 Uhr
Toilettenwagen an der Dobbenwiese aufgestellt
Mobile WC-Lösung am Rummelweg – Regelmäßige Reinigung
Mit dem Aufstellen eines Toilettenwagens will die Stadtverwaltung die Situation auf der Dobbenwiese verbessern. Mit dieser Maßnahme greift sie ein Ergebnis aus der Diskussion im Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima auf, der sich in seiner Sitzung am 8. Juli mit den Auswirkungen der ausufernden Nutzung der Dobbenanlagen sowie mit den Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern befasst hatte. 

Der Toilettenwagen ist seit dem vergangenen Wochenende am Rande der Wiese am Rummelweg in der Nähe eines Kanal- und Wasseranschlusses postiert. Der Anhänger verfügt im Damenbereich über drei Einzelkabinen und einen Waschtisch sowie im Herrenbereich über eine Einzelkabine, vier Urinale und ebenfalls einen Waschtisch. Die Stadt hat den WC-Wagen bis zum 31. Oktober 2021 gemietet und eine Firma mit der Reinigung und dem Auffüllen der Verbrauchsmaterialien beauftragt. Die Reinigung findet viermal wöchentlich statt, davon einmal am Samstag. Die Miet- und Reinigungskosten belaufen sich monatlich auf rund 1.900 Euro.


Bereits im Juni hatte die Stadtverwaltung die Anzahl der Abfallbehälter auf der Dobbenwiese deutlich erhöht und zusätzliche Leerungen veranlasst. Es wurden vier Sperren und ein Poller errichtet, um ein Befahren der Wege durch Kraftfahrzeuge zu verhindern. An den Zufahrten wurden Verkehrsschilder, die ein Verbot für Kraftfahrzeuge aller Art vorgeben, aufgestellt. Es finden weiterhin Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt statt. Eine Entscheidung über eine von der Verwaltung vorgelegte Benutzungssatzung für die Dobbenanlagen, um die in diesem Sommer in den Nachtstunden eskalierte Lage durch klare Regelungen langfristig zu beruhigen, war im Juli vom Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima zurückgestellt worden.
08.07.2021, 16:05 Uhr
Stadt schlägt Satzung zur Nutzung der Dobbenwiese vor
Freizeitnutzung bleibt aber möglich
Das Freizeitverhalten auf den Dobbenwiesen hat in den vergangenen Wochen für viele Diskussionen gesorgt. Problematisch war dabei unbestritten der ruhestörende Lärm in den späten Abendstunden.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass ein stärkeres Eingreifen der Polizei- und Vollzugskräfte zeitweise erforderlich ist. Um dem eine konkrete rechtliche Grundlage zu geben, hat die Stadt jetzt eine Satzung zur Nutzung der Dobbenanlagen vorgelegt.

Grundsätzlich gilt, dass die Nutzung der Dobbenanlagen weiterhin für Jeden möglich sein soll, das Gelände steht demnach für Sport und Freizeit weiterhin zur Verfügung. Für die Abendstunden werden durch die Satzung aber nunmehr klare Regeln vorgeschlagen, die es beispielsweise möglich machen gegen Lärm, Verrichtung der Notdurft und übermäßigen Alkoholkonsum vorzugehen.

Diese Verstöße sind aufgrund der Erfahrungen des Zentralen Außendienstes (ZAD) sowie der Polizei nicht nur auf das Wochenende beschränkt, sondern auch wochentagunabhängig festzustellen. Die in der Satzung vorgeschlagenen Regelungen sollen somit an allen Wochentagen – auch im Hinblick auf zum Beispiel Feiertags- und Ferienzeiten – gelten. Jahreszeitlich wird aber eine Beschränkung auf die Zeit von März bis Oktober vorgeschlagen.

Die vorgeschlagenen Regelungen zum Verhalten auf den Dobbenanlagen wurden mit der Polizei abgestimmt. Dies sind vor allem Regelungen zur Vermeidung von Lärmbelästigungen, zum temporären (nächtlichen) Verbot des Konsums von Alkohol und zum Verbot des Entzündens von offenem Feuer.