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Alexandersfeld

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Startschuss: Vierter Bebauungsplan für den Fliegerhorst

06.12.2019 10:13 Uhr

Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern zu Gewerbegebiet und Entlastungsstraße

Die Aula der Berufsbildenden Schule (BBS) Wechloy war am Dienstagabend voll besetzt. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadtverwaltung und besuchten die Bürgerversammlung. Dort informierten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt über die Planung des circa zwölf Hektar großen Dienstleistungs- und Gewerbegebietes auf dem Fliegerhorst und über die geplante Entlastungsstraße. Die Straße ist zur Erschließung des Areals notwendig und verbindet die Alexanderstraße mit der Ammerländer Heerstraße.

„Die Stadt nutzt die Veranstaltung, um mit Bürgerinnen und Bürgern in einen Dialog zu treten. Ihre Hinweise und Anmerkungen nehmen wir auf und sie fließen in das Planungsverfahren ein“, sagt Dr. Sven Uhrhan, Stadtbaurat der Stadt Oldenburg. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sahen insbesondere Gesprächsbedarf bei den Themen Naturschutz, Verkehrsaufkommen und Lärmbelastung. Breite Zustimmung fand das Vorhaben, einen Busverkehr auf der Entlastungsstraße einzurichten.

Um den Straßenverlauf hat es bereits intensive politische Debatten gegeben. Die Stadtverwaltung hat die Untersuchung daher auf zehn Varianten ausgeweitet und setzt aktuell ein ergebnisoffenes Bewertungsverfahren um. Ein Planungsbüro analysiert hierfür die möglichen Straßenverläufe hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte wie Mensch, Tiere und Pflanzen, Verkehr sowie Berührung privater und öffentlicher Belange.

„Einige der Verlaufsvarianten für die Entlastungsstraße durchqueren Flächen, die als Naturraum bedeutungsvoll sind. Die Stadt legt bei dem mehrstufigen Bewertungsprozess daher ein besonderes Augenmerk auf den Naturschutz“, erklärt Dr. Sven Uhrhan. Für jede Variante wurden umfangreiche Gutachten erstellt. Sie liegen erst seit wenigen Tagen vor und werden aktuell ausgewertet. Mit dem endgültigen Ergebnis wird noch im Laufe dieses Monats gerechnet.

Weitere Verfahrensschritte
Basierend auf dem Bewertungsergebnis wählt die Stadtverwaltung die am besten geeignete Straßenvariante aus und erstellt hierfür den Bebauungsplanentwurf. Er kommt zur Beratung in den zuständigen Ausschuss. Anschließend ist eine öffentliche Auslegung vorgesehen. Bürgerinnen und Bürger haben hier die Möglichkeit, die Pläne einen Monat lang einzusehen und ihre Stellungnahmen abzugeben. Alle Stellungnahmen werden geprüft und abgewogen. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat der Stadt Oldenburg durch den Satzungsbeschluss.

Notwendigkeit einer Entlastungsstraße
Bereits der für den Fliegerhorst im August 2016 vom Rat beschlossene Masterplan weist auf die Notwendigkeit einer Entlastungsstraße hin. In dem neuen Stadtteil Fliegerhorst sollen zukünftig rund 3.000 Menschen leben sowie ein attraktives Gewerbegebiet entstehen. Der hierdurch bedingte Verkehr kann nicht allein über die Alexanderstraße abgewickelt werden. Der Verwaltungsausschuss fasste im Dezember 2018 den Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet und die Entlastungsstraße und gab damit grünes Licht für die Erstellung eines entsprechenden Bebauungsplans (N-777 G, Fliegerhorst/Hallensichel-Ost/Entlastungsstraße).
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„Helleheide“ wird Quartiersname für Smart City Lab auf dem Fliegerhorst

29.10.2019 20:36 Uhr

Jury lagen zahlreiche Vorschläge aus Ideenwettbewerb vor

Über einen Ideenwettbewerb im Sommer 2019 suchten die Stadt Oldenburg und die Wohnungsbaugesellschaft GSG OLDENBURG einen passenden und klangvollen Namen für das Smart City Lab, einem neuen Wohnquartier auf dem Fliegerhorst. Über 60 kreative Namensvorschläge gingen ein. Die Wahl der Jury fiel auf die Bezeichnung „Helleheide“.

„Uns war wichtig, dass der Name den Charakter des Quartiers sowie die Geschichte des Areals berücksichtigt“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Der Wortteil „hell“ steht für den smarten und innovativen Ansatz der Quartiersentwicklung. So werden hier Leuchtturmprojekte aus dem Smart-City-Bereich realisiert, die eine Strahlkraft über Oldenburg hinaus entfalten sollen. Der zweite Wortteil „Heide“ ist eine Referenz an die frühere Gebietsbezeichnung Alexanderheide.

In der Jury für die Namensfindung saßen Mitte Oktober 2019 Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Stefan Könner, Geschäftsführer GSG OLDENBURG sowie Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff von der Forschungseinrichtung OFFIS e. V., stellvertretend für die Projektpartner des „Energetischen Nachbarschaftsquartiers“. Unter allen Einsendungen verlost die Stadt als kleines Dankeschön fürs Mitmachen einen kulinarischen Stadtrundgang für zwei Personen.

Den Anfang der Quartiersentwicklung macht das Projekt „Energetisches Nachbarschaftsquartier“. 21 Projektpartner, darunter die Stadt Oldenburg und die GSG OLDENBURG, haben sich darin zusammengeschlossen. Ziel ist es, die zukünftigen Quartiersbewohnerinnen und -bewohner mit lokalen und klimafreundlichen Energien zu versorgen. Mit einem digitalisierten Energiehandel unter Nachbarinnen und Nachbarn soll die Energie zudem möglichst effizient genutzt werden.
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Mit dem Rollstuhl in die Skatehalle

27.10.2019 20:25 Uhr
Wie ist es, in einem Rollstuhl zu sitzen? Wie überwindet man damit Hindernisse? Und kann man damit auch Spaß haben? Der inklusive Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“ bringt Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen. In diesem Fall Schüler*innen der Kleist-Schule und der IGS Flötenteich, die dabei viele Erfahrungen austauschen können. Gemeinsam lassen sie sich von David Lebuser, amtierender Deutsche Meister im Wheelchair-MX, und Lisa Schmidt von Sit‘n‘skate die ersten Handgriffe zeigen. Geschützt mit Helm und Protektoren rollen die Schüler*innen zunächst eine flache Rampe rauf und wieder runter, dann sollen sie auf einer steileren Rampe wenden. „Nicht bremsen“, sagt David Lebuser, „ihr braucht den Schwung zum Wenden“. Die Jugendlichen tasten sich ran.

„Der Kurzfilmwettbewerb ‚ganz schön anders‘ hat sich in diesem Jahr das Motto ‚No LIMITS‘ gegeben“, erklärt Projektleiter Markus Göttke. Wer sich mit dem Rollstuhl durch die Halfpipe bewegt, überschreitet sicher mehrere Grenzen. Die beiden Oldenburger Klassen haben sich auf diesen Workshop beworben und wurden ausgewählt. Nun treffen sie sich in der Skatehalle Alexandersfeld, erfahren mehr über die Lebensumstände der jeweils anderen Seite und halten diese Begegnung in einem Kurzfilm fest – unter Anleitung der Filmprofis von „Blickwechsel“.

Hauptförderer sind die Klosterkammer Hannover und die Sparkassen in Niedersachsen aus Mitteln der Lotterie Sparen+Gewinnen sowie die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Die Rollstuhlskating-Workshops in Göttingen, Hannover und Oldenburg fördert die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung. Die begleitenden Workshops für Lehrkräfte fördert HELP e.V.

Weitere Partner: Oeins Fernsehen ist unser Medienpartner. Der Oldenburger Sender wird die besten Schüler*innenfilme in seinem Programm zeigen.

Auch die Stadt Oldenburg ist mit im Boot. „Wir wollen den Begriff ‚Barrierefreiheit‘ so weit wie möglich fassen“, sagt Peter Dresen von der Fachstelle Inklusion. „Rollstuhlskating als eine noch junge Sportart bietet Adaptions- und Grenzerfahrungen, die letztlich zu einer besseren Beherrschung des Rollstuhls führen.“

Noch bis zum 15. Februar 2020 können sich Schüler aller 7.–10. Klassen in Niedersachsen am Wettbewerb beteiligen und einen Kurzfilm (maximal fünf Minuten Länge) einreichen. Eine Jury um die Künstlerin und Fotografin Anna Spindeindreier prämieren die besten Kurzfilme am 25. März 2020 bei einer großen FilmGala im Astor Grand Cinema in Hannover. Hauptgewinn ist eine Reise nach Berlin und der Besuch des Filmparks Babelsberg.
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Fliegerhorst: Grünes Licht für Baustellenverkehr

17.09.2019 20:38 Uhr

Bau der ersten Häuser im neuen Stadtteil kann beginnen

Ab sofort ist die Baustellenzufahrt über die Alte Wache an der Alexanderstraße in das Baugebiet am Mittelweg (N-777 D) freigegeben. Hier entstehen die ersten Häuser des neuen Stadtteils Fliegerhorst. Alle Grundstücke auf dem Bauabschnitt wurden bereits an Privatpersonen und Investoren vergeben. Sie können nun mit ihren Neubauten beginnen.

In den Kaufverträgen für die Baugrundstücke ist festgelegt, dass der Baustellenverkehr ausschließlich über die Alexanderstraße erfolgen muss. Die Festschreibung schützt die Anwohnerinnen und Anwohner des Mittelweges vor einer Belästigung durch Baustellenverkehr. Des Weiteren kann so eine Schädigung der 2018 ausgebauten Fahrbahndecke des Mittelweges verhindert werden.

Insgesamt entsteht auf dem 2,4 Hektar großen Bauabschnitt am Mittelweg in den kommenden Monaten Wohnraum für circa 250 Menschen. Gebaut werden Einfamilienhäuser sowie einige Mehrfamilienhäuser. Dabei achtete die Stadt darauf, dass sich das neue Quartier baulich in den benachbarten Stadtteil Dietrichsfeld einfügt.
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Dialogforum: Smart City Quartier Fliegerhorst

17.09.2019 08:59 Uhr

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an Quartiersentwicklung

Auf einer vier Hektar großen Teilfläche des Fliegerhorstes entsteht in den kommenden Jahren ein Smart City Quartier. Als erstes Projekt wird dort das „Energetische Nachbarschaftsquartier“ verwirklicht. Rund 100 Oldenburgerinnen und Oldenburger folgten am vergangenen Samstag der Einladung der 21 Projektpartner und kamen zum Dialogforum in die Alte Fleiwa. An verschiedenen Stationen informierten sie sich beispielsweise über die innovative und klimafreundliche Energieversorgung des Quartiers. Anfassen, ausprobieren und nachfragen war dabei ausdrücklich erwünscht. Auf reges Interesse stießen zudem die angebotenen Workshops. Sie boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich aktiv in die Quartiersentwicklung einzubringen.

„Im Smart City Quartier Fliegerhorst setzen wir zukunftsweisende Projekte um. Damit sie zum Erfolg führen, müssen sie den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Mehrwert bieten. Daher ist es für uns wichtig, die Erwartungen und Wünsche der Bevölkerung zu berücksichtigen“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern hat bei der Entwicklung des gesamten Stadtteils Fliegerhorst Tradition. Bereits 2015 initiierte die Stadtverwaltung umfangreiche Beteiligungsformate, deren Ergebnisse in den Masterplan Fliegerhorst einflossen. Er wurde 2016 vom Rat der Stadt Oldenburg einstimmig beschlossen und bildete die Grundlage für die Planung des neuen Stadtteils. Auch die Idee eines Smart City Quartiers auf dem Fliegerhorst ist aus diesem Prozess hervorgegangen. Neben dem „Energetischen Nachbarschaftsquartier“ sollen in dem innovativen Quartier weitere Projekte umgesetzt werden. Beispielsweise aus den Bereichen Mobilität, Pflege und Gesundheit sowie Abfallentsorgung.

Eine innovative und vernetzte Energieversorgung ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Es bedarf jedoch weiterer Maßnahmen. So ist der Fliegerhorst als autoarmer Stadtteil konzipiert, in dem ein reduzierter Stellplatzschlüssel gilt. Damit der Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel leicht fällt, wird es außerdem ein attraktives Wege- und Radfahrnetz sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV geben. Um die Verkehrsbelastung in den Wohngebieten gering zu halten, sind Quartiersgaragen geplant.
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250-Kilo-Bombe auf dem Fliegerhorst entschärft

13.09.2019 16:37 Uhr
Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes haben Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Donnerstagabend eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die 250 Kilo schwere Bombe war am Vormittag entdeckt worden. 

Sicherheitshalber waren seit dem Nachmittag Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle evakuiert worden. Dies betraf insgesamt rund 7.900 Menschen. Die Räumung des betroffenen Bereichs dauerte länger als geplant, so dass die Entschärfung erst mit Verspätung beginnen konnte. Die Entschärfung der Zünder stellte die Experten vor besondere Herausforderungen. Feuerwehr, Polizei, THW und Stadtverwaltung waren im Einsatz, um die Evakuierung sicherzustellen. Als Sammelstelle und vorübergehende Bleibe stand den Betroffenen die Mensa im Schulzentrum an der Alexanderstraße zur Verfügung.

Gegen 22.25 Uhr meldete der Kampfmittelbeseitigungsdienst schließlich Vollzug, die Sperrungen konnten aufgehoben werden und die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
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Startsignal für Bebauung im neuen Stadtteil Fliegerhorst

11.09.2019 17:10 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann beim ersten Spatenstich für KiTa-Neubau

Jetzt geht es los! Der erste Spatenstich für die Kindertagesstätte der katholischen Kirchengemeinde St. Marien markiert den Baubeginn im neuen Stadtteil Fliegerhorst. Den symbolischen Startschuss für die Bauarbeiten gab Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am vergangenen Sonnabend gemeinsam mit Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Jan Kröger.

Nach sorgfältiger Planung, an denen die Stadtverwaltung auch die Oldenburgerinnen und Oldenburger beteiligte, entstehen nun die ersten Wohnhäuser und eine dreizügige KiTa. Schon im kommenden Jahr ziehen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner auf den Fliegerhorst und werden das Gebiet neu beleben. „Der Stadt ist es gelungen, auf dem Fliegerhorst weiteren bezahlbaren Wohnraum für Oldenburg zu schaffen. Außerdem sorgt die von uns geplante Infrastruktur für einen rundum lebenswerten Stadtteil“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Insgesamt entsteht auf dem ersten, 2,4 Hektar großen Bauabschnitt am Mittelweg (N-777 D) in den kommenden Monaten Wohnraum für circa 250 Menschen. Alle Grundstücke wurden bereits an Privatpersonen und Investoren vergeben. Dabei achtete die Stadt darauf, dass sich das neue Quartier baulich in den benachbarten Stadtteil Dietrichsfeld einfügt und mit ihm beispielsweise über mehrere Fuß- und Radwege verbunden ist. Sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser garantieren eine ausgewogene Durchmischung. Bei den Mehrfamilienhäusern sind mindestens 60 Prozent der Wohnungen für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Die Vergaberichtlinien für Grundstücke gaben zudem Familien mit Kindern, auch solchen mit geringerem Einkommen, eine Chance auf den Erwerb von Wohneigentum.

Ein besonderes Augenmerk legt die Stadtverwaltung auf die Infrastruktur des neuen Stadtteils. So sind bereits zwei weitere Kindertagesstätten und eine Grundschule auf dem Fliegerhorstgelände fest vorgesehen. Auch Freizeit und Naherholung kommen nicht zu kurz. Die Renaturierung der Ofenerdieker Bäke ist fast abgeschlossen. Entlang ihres Ufers entsteht der Bäke-Park. Weitere Grünflächen und ein Spielplatz für den Stadtteil folgen.

Zukünftig soll der Fliegerhorst das Zuhause von über 3000 Menschen sowie Standort zahlreicher Gewerbebetriebe sein. 202o beginnen die Bauarbeiten im Smart City Quartier (N-777 F). Das größte Baufeld (N-777 E) liegt nördlich des Brookwegs und westlich der Alexanderstraße. Seine Bebauung beginnt ebenfalls 2020 und erfolgt über die kommenden Jahre schrittweise.

Die Baufahrzeuge gelangen zu dem ersten Bauabschnitt des neuen Stadtteils über die Alte Wache an der Alexanderstraße. Die Zufahrt wird in wenigen Tagen von der Stadt freigegeben. In den Kaufverträgen für die Baugrundstücke ist festgelegt, dass der Baustellenverkehr nicht über den Mittelweg erfolgen darf.
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Erste Fördergelder zur Entwicklung des Fliegerhorstes

05.09.2019 22:53 Uhr

Minister Lies überbringt Oberbürgermeister Krogmann Förderbescheide

Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit einer kräftigen Finanzspritze an der Entwicklung des Fliegerhorstes in Oldenburg. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat heute von Niedersachsens Bauminister Olaf Lies Förderbescheide über insgesamt 4,66 Millionen Euro zur Städtebauförderung in Empfang genommen. Zwei Millionen Euro davon sind zur Entwicklung des neuen Stadtteils Fliegerhorst bestimmt.

„Wir stehen vor der spannenden Aufgabe, ein ehemaliges Militärgelände möglichst zügig in einen lebenswerten und attraktiven Stadtteil umzuwandeln. Die Fördergelder unterstützen die Stadt dabei. So können wir die hohen Kosten, die beispielsweise für die Sanierung von Gebäuden oder für die Neugestaltung des öffentlichen Raums anfallen, stemmen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Geplant sind zum Beispiel ein gutes Netz aus Rad- und Fußwegen sowie einladende Grünanlagen und öffentliche Plätze. Die Renaturierung der Ofenerdieker Bäke ist bereits fast abgeschlossen und entlang ihres Ufers wird zukünftig der Bäke-Park verlaufen. Weitere großzügige Grünflächen mit vielfältigen Freizeit- und Spielmöglichkeiten sollen in den kommenden Jahren folgen.

„Ziel der Stadtverwaltung ist es zudem, die für den Fliegerhorst Charakter gebenden Gebäude zu erhalten“, sagt Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan. Geprüft wird unter anderem die Sanierung des Offizierskasinos aus den 1930er Jahren, des Towers sowie einiger Hallen. Im Rahmen der Kampfmittelsondierung, deren Kosten nicht förderfähig sind, mussten auf dem Fliegerhorst Bauten abgerissen werden.

„Wir wollen, dass die Menschen sich in ihrem Umfeld wohlfühlen und dass die Städte und Gemeinden lebenswert und lebendig bleiben. Ich freue mich sehr, dass Oldenburg im Jahr 2018 mit seinem ehemaligen Fliegerhorst in die Städtebauförderung aufgenommen wurde“, betont Bauminister Olaf Lies. Bei dem Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau West“ übernehmen Land und Bund zwei Drittel der Kosten, ein Drittel muss die Stadt Oldenburg selbst aufbringen. Die Förderung läuft bis 2027. Für das Jahr 2020 hat Oldenburg für den Fliegerhorst Fördergelder in Höhe von vier Millionen Euro angemeldet. Ob und in welcher Höhe Mittel bewilligt werden, entscheidet das Land Niedersachsen jährlich neu.

Die Sanierungsgebiete Untere Nadorster Straße und Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp wurden bereits 2017 als Sanierungsgebiete in Programme zur Städtebauförderung aufgenommen. Die hier bewilligten Fördermittel sollen unter anderem in die Umgestaltung der Nadorster Straße und in den Ausbau der Straße Hartenkamp fließen. Auch für die Modernisierungen von Gebäuden in den beiden Quartieren werden Gelder aus den Fördertöpfen vorgehalten.
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66-jähriger Pedelecfahrer schwer verletzt

20.07.2019 23:55 Uhr
Bei einem Unfall an der Einmündung Alexanderstraße/Alexandersfeld ist am Donnerstagnachmittag ein 66-jähriger Oldenburger schwer verletzt worden.

Der Mann war um 14.55 Uhr mit seinem Pedelec auf dem Radweg der Alexanderstraße in Richtung Metjendorf unterwegs. Zeitgleich befuhr der 46-jährige Fahrer eines VW Touran die Straße Alexandersfeld und beabsichtigte, nach rechts in die Alexanderstraße einzubiegen. Der Autofahrer missachtete nach bisherigen Erkenntnissen die Vorfahrt des Pedelecfahrers, so dass es zum Zusammenstoß kam. Der 66-Jährige stürzte und musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Personen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfalldienst der Polizei in Verbindung zu setzen: Telefon 0441/790-4115.
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Großes Interesse an Radtouren über den Fliegerhorst

24.06.2019 22:37 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann von der Resonanz begeistert

Die Radtouren über den Fliegerhorst haben mittlerweile eine lange Tradition und sind immer noch sehr stark nachgefragt. Damit die Oldenburgerinnen und Oldenburger vor Ort sehen können, wie sich der neue Stadtteil entwickelt, bietet die Stadt auch in diesem Jahr wieder Fahrradtouren über das Gelände an. Allein während der ersten beiden Touren am vergangenen Donnerstag und Samstag erkundeten rund 160 Personen den Fliegerhorst.

Am Samstag, 22. Juni, nahm Oberbürgermeister Jürgen Krogmann an der Radtour teil. „Unsere Stadt gewinnt auf dem Fliegerhorst einen neuen lebenswerten Stadtteil. Zukünftig bietet er rund 3.000 Menschen Raum zum Wohnen und Arbeiten, Kindertagesstätten, eine Schule sowie Platz für Freizeit und Naherholung. Bei der Planung haben wir die Oldenburgerinnen und Oldenburger von Anfang an eingebunden. Diese Tradition setzen wir mit den Fahrradtouren fort“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Während der circa 90-minütigen Touren informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt an verschiedenen Stationen über die aktuellen Entwicklungsschritte und beantworteten ausführlich die Fragen der Teilnehmenden. Eine Station ist der Bauabschnitt am Mittelweg. Hier beginnt voraussichtlich im September 2019 der Bau der ersten Wohnhäuser und einer Kindertagesstätte. An vielen Stellen auf dem Gelände entsteht zudem die Infrastruktur für den neuen Stadtteil: Straßen werden gebaut und Rohre für Frisch- und Abwasser sowie für die Energieversorgung verlegt. Das Flussbett der Ofenerdieker Bäke wurde bereits teilweise renaturiert. Entlang der Bäke entsteht eine Parkanlage zur Naherholung.

Ein weiteres Thema der Fahrradtouren ist die aufwendige Kampfmittelbeseitigung. Bevor Baumaßnahmen beginnen können, muss jeder Bauabschnitt auf Bomben und Munitionsreste hin sondiert werden. Die Suche danach erfordert auch den Abriss von Gebäuden und die Rodung von Bäumen, da sich im Erdreich darunter Kampfmittel befinden könnten. Die Notwendigkeit für die Maßnahmen zeigt sich in den bisherigen Funden. So wurden nicht nur mehrere Zentner schwere Bomben auf dem Gelände gefunden, sondern auch zahlreiche weitere Waffen und Munition.

2014 erwarb die Stadt Oldenburg eine rund 110 Hektar große Fläche auf dem ehemaligen Militärflughafen vom Bund, um dort einen neuen Stadtteil zu bauen. Seither hat sich auf dem Areal viel verändert. Inzwischen befindet sich dort eine Großbaustelle, auf der viele Prozesse ineinandergreifen.
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Wichtiger Schritt für „Energetisches Nachbarschaftsquartier“

29.05.2019 21:42 Uhr

OB Krogmann: Klimafreundliches und innovatives Wohnen auf dem Fliegerhorst

Der Rat der Stadt Oldenburg hat am 27. Mai 2019 einstimmig den Bebauungsplan N-777 F als Satzung beschlossen. Nach den Bebauungsplänen N-777 D und N-777 E ist es der dritte Teilbereich auf dem Fliegerhorst, dessen Bebauung geregelt wurde. Auf 16 Hektar entstehen dort eine Schule, ein Gewerbegebiet sowie ein klimafreundliches und innovatives Wohnquartier. Das Wohnquartier, das im Rahmen des Projektes „Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst“ entwickelt wird, bietet auf vier Hektar für circa 300 Menschen Wohnraum.

„Ziel ist es, in diesem Quartier Energie möglichst lokal und klimafreundlich zu produzieren und effizient zu nutzen. Wir leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz und zeigen, wie alltagstauglich erneuerbare Energien sind“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Ein Teil der Dachflächen muss für Aufbauten wie Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen vorgehalten werden. Gebäudefassaden dürfen explizit für die Energiegewinnung genutzt werden. Zudem lässt der Bebauungsplan beim Bau der Gebäude einen großen Gestaltungsspielraum, damit sie beispielsweise zur Produktion von Solarenergie optimal nach der Sonne ausgerichtet werden können.

Um die Luftqualität, das Mikroklima und den Regenwasserabfluss in dem Wohnquartier zu verbessern, schreibt der Bebauungsplan eine Begrünung von den Dachflächen vor, die nicht der Energiegewinnung dienen. Fassadenbegrünung ist ausdrücklich zulässig. Die vorhandenen Waldflächen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes und in den angrenzenden Gebieten dienen zusätzlich als Kalt- und Frischluftlieferanten.

Auch bei der Verkehrsplanung wird der Klimaschutz berücksichtigt. Um ein autoarmes Quartier zu realisieren, sieht der Bebauungsplan niedrige Stellplatzschlüssel vor. Während im Stadtgebiet von Oldenburg durchschnittlich 1,25 Stellplätze pro Wohneinheit vorgeschrieben sind, müssen im klimafreundlichen Quartier für Ein- und Mehrfamilienhäuser nur je 0,6 Parkplätze geschaffen werden. Bei besonderen Wohnformen wie beispielsweise Bau- und Wohngemeinschaften oder studentischem Wohnen sind sogar nur 0,3 Stellplätze pro Wohneinheit erforderlich. Auch dürfen Autos nur in wenigen Ausnahmen direkt im Wohnquartier parken. Stattdessen entsteht Parkraum in einer angrenzenden Quartiersgarage. Damit die Bewohnerinnen und Bewohner nicht auf das Auto angewiesen sind, gibt es eine Busanbindung und eine Haltestelle direkt im Quartier. Ein attraktives Wegenetz für Fußgänger und Fahrradfahrer ist ebenfalls in Planung.

Der Bebauungsplan ist mit seiner Bekanntmachung im Amtsblatt rechtskräftig. Zuvor muss noch die dazugehörige Änderung des Flächennutzungsplanes vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems genehmigt werden.
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Auf dem Fahrrad das Fliegerhorst-Gelände erkunden

25.05.2019 20:46 Uhr

Stadtverwaltung bietet jeweils zwei Termine im Juni und August an

Die Stadt Oldenburg bietet wieder Fahrradtouren über das Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes an. Die geführten Touren starten an folgenden Terminen: donnerstags, 20. Juni und 15. August, jeweils um 17.30 Uhr, sowie samstags, 22. Juni und 24. August, jeweils um 10 Uhr. Bei der Tour am Samstag, 22. Juni, ist auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit von der Partie.

Die Touren, bei denen die Fortschritte bei der Entwicklung des früheren Militärareals erkundet werden können, dauern etwa 75 bis 90 Minuten. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf jeweils 80 Personen begrenzt. Zum Treffpunkt gelangt man über die Hauptzufahrt von der Alexanderstraße aus. Der Start erfolgt vor Gebäude Nummer 40 (bei den gelben Containern, Alexanderstraße 461). Pro Fahrradtour steht für maximal drei Personen, die in der Mobilität eingeschränkt sind und gefahren werden müssen, ein Fahrzeug bereit. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, wird gebeten, dies bei der Anmeldung anzugeben.

Anmeldungen für die Fahrradtouren werden im ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-4444 entgegengenommen. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt.
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Ideenwettbewerb: Ein Wohnquartier sucht seinen Namen

16.05.2019 13:07 Uhr
Die Stadt Oldenburg und die Wohnungsbaugesellschaft GSG OLDENBURG suchen einen passenden und klangvollen Namen für ein neues Wohnquartier mit circa 100 Wohneinheiten auf dem Fliegerhorst. Oldenburgerinnen und Oldenburger können sich mit ihren Ideen an der Namensfindung beteiligen. Als kleines Dankeschön fürs Mitmachen wird unter allen Einsendungen ein kulinarischer Stadtrundgang für zwei Personen verlost.

Die Bezeichnung soll den zukunftsweisenden Charakter des Quartiers widerspiegeln. Denn hier, auf einem Teilbereich des neuen Stadtteils Fliegerhorst, werden innovative Wege der Stadtentwicklung gegangen. Drei Eigenschaften stehen dabei im Fokus: erfinderisch, gemeinschaftlich und nachhaltig.

Erfinderisch
Technische Innovationen, beispielsweise aus den Bereichen Energie, Gesundheit, Abfallentsorgung oder Lieferdienste, sollen im Quartier ausprobiert werden. Die Angebote orientieren sich dabei an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner.

Gemeinschaftlich
Im Quartier ist Wohnraum für eine vielfältige Nachbarschaft geplant, in der sich möglichst alle Alters- und Einkommensgruppen sowie Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen wohlfühlen.

Nachhaltig
Lebenswerte Städte müssen nachhaltig ausgerichtet sein – insbesondere in den Bereichen Mobilität und Energieversorgung. Eine entsprechende Infrastruktur soll daher in dem neuen Quartier entstehen.

Den Anfang der Quartiersentwicklung macht das Projekt „Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst“. 21 Projektpartner, darunter die Stadt Oldenburg und die GSG OLDENBURG, haben sich darin zusammengeschlossen. Ziel ist es, die zukünftigen Quartiersbewohnerinnen und -bewohner mit lokalen und klimafreundlichen Energien zu versorgen. Mit einem digitalisierten Energiehandel unter Nachbarn soll die Energie möglichst effizient genutzt werden.
 Nun gilt es, einen passenden Namen für das Quartier zu finden. Der sollte:
 · für den besonderen Charakter des Wohnquartiers stehen,
 · nicht zu lang sein und
 · einfach auszusprechen und zu schreiben sein
 
Vorschläge können bis Freitag, 14. Juni 2019, an die Stadtverwaltung oder die GSG OLDENBURG geschickt werden. Per E-Mail an digitalisierung@stadt-oldenburg.de oder quartiersname@gsg-oldenburg.de. Per Post mit dem Betreff „Quartiersname“ an die Stadt Oldenburg, Markt 1, 26122 Oldenburg beziehungsweise die GSG OLDENBURG, Straßburger Straße 8, 26123 Oldenburg. Die Vorschläge sollten kurz erläutern, woher sich der Name ableitet.

Eine Jury wählt dann den Quartiersnamen aus. Jurymitglieder sind Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Stefan Könner (Geschäftsführer GSG OLDENBURG) sowie Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff von der Forschungseinrichtung OFFIS e. V., stellvertretend für die Projektpartner des „Energetischen Nachbarschaftsquartiers“.
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Singen mit vollem Körpereinsatz

07.04.2019 23:52 Uhr
von Carsten Lienemann

„Welcome Everybody“ sangen die Schülerinnen und Schüler zur Begrüßung des Publikums. Mit dem Schullied ging es auf deutsch weiter, und spätestens beim dritten Lied, „Bruder Jakob“ in vielen verschiedenen Sprachen und als vierstimmiger Kanon gesungen, war klar: Das hier ist eine ganz besondere Veranstaltung auf hoher künstlerischer Ebene. 

Unmittelbar vor den Osterferien, am 4. und 5. April, präsentierte die Grundschule Alexandersfeld ihr Liederfest. Alle Schülerinnen und Schüler wirkten bei der bunten Mischung aus alten und neuen, mal fröhlichen, mal melancholischen Liedern mit.

Das „Mitwirken“ beschränkte sich dabei keineswegs auf das Singen. Die Kinder spielten Trommeln, Cajons, Metallophone, aber auch Klavier, Gitarre und sogar Trompete. Und passend zum Aufführungsort Sporthalle kam auch die Bewegung kam auch nicht zu kurz. Die Kinder begleiteten viele Lieder mit beschreibenden Gebärden, und auch die dirigierenden Lehrerinnen arbeiteten mit vollem Körpereinsatz.

Nicht nur auf der Bühne dabei war auch ein Gruppe Studierender der Uni Oldenburg, genauer gesagt Teilnehmende eines Seminars zum Thema Songs/Lieder und Stimmbildung in der Grundschule unter der Leitung von Christiane Abt. Sie haben seit November 2018 mit den Schülerinnen und Schülern die Lieder einstudiert und das Programm erarbeitet. „Für uns ist das eine wunderbare Möglichkeit, schon während des Studiums praktisch zu arbeiten“, sagen sie.

Aber auch die Schule profitiert davon. „Wir haben so ein Liederfest jetzt zum zweiten Mal gemacht, und wir hoffen, dass wir alle vier Jahre eins veranstalten können, dann kann jedes Kind einmal in ihrer Grundschulzeit daran teilnehmen“, erklärt Lehrerin Sabine Preuß.

Nach etwas mehr als einer Stunde wurde das Publikum mit „Goodbye Everybody“ verabschiedet, nach der gleichen Melodie wie das Begrüßungslied. Und für die Kinder begannen die Osterferien.

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Zehn-Kilo-Bombe erfolgreich gesprengt

31.03.2019 20:52 Uhr

Kampfmittelbeseitigungsdienst auf dem Fliegerhorst im Einsatz

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen haben am Freitagmorgen eine Zehn-Kilo-Bombe auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes kontrolliert gesprengt. „Es ist alles problemlos verlaufen“, berichtete Sprengmeister Michael Crölle.

Die aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Bombe deutscher Herkunft war am Donnerstagnachmittag bei Bodensondierungsarbeiten gefunden worden. Im Gegensatz zum Einsatz im Januar dieses Jahres, als eine fünf Zentner schwere, amerikanische Fliegerbombe entschärft werden musste, war diesmal keine Evakuierung von Anwohnerinnen und Anwohnern erforderlich. Der Sicherheitsradius von 300 Metern beschränkte sich ausschließlich auf das Fliegerhorstgelände, das am Freitagmorgen ab 8 Uhr abgesperrt war. Um 9.35 Uhr erfolgte die mit einem dumpfen Knall vernehmbare Sprengung, um 10 Uhr konnte das Gelände wieder freigegeben werden.
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Wichtige Weichenstellungen für Entwicklung des Fliegerhorstgeländes

20.12.2018 19:43 Uhr

OB Krogmann: Bemerkenswerter Tag der Stadtgeschichte

Die planerischen Voraussetzungen für eine Bebauung des Fliegerhorstgeländes sind einen großen Schritt vorangekommen. In der jüngsten Ratssitzung sind eine ganze Reihe von Beschlüssen gefasst worden, die als wichtige Etappenziele zur Entwicklung auf dem 100 Hektar großen Gelände gelten können. „Jetzt können wir in die Phase des Vermarktens und Bauens kommen und vor allem bezahlbare Wohnungen schaffen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Das Jahr 2019 wird auf dem Fliegerhorst große Fortschritte bringen und dafür sorgen auf dem Oldenburger Wohnungsmarkt neue Angebote von bezahlbarem Wohnraum zu schaffen“, so Krogmann weiter.

Der neue Stadtteil kann nunmehr Gestalt annehmen, insgesamt werden auf dem Gelände etwa 1.000 Wohneinheiten entstehen.

Am Mittelweg hat bereits die Vermarktung begonnen, hier sollen 84 Wohneinheiten entstehen. 12 Einfamilienhaus-, 8 Doppelhaus-, 14 Reihenhaus- und 8 Mehrfamilienhausgrundstücke werden von der Stadt vermarktet. Die Einfamilienhaus- und Doppelhaus- sowie einige Reihenhausgrundstücke sind direkt für die Oldenburgerinnen und Oldenburger (Endnutzer) bestimmt, der Rest der Reihenhaus- und die Mehrfamilienhausgrundstücke werden an Investoren veräußert.

Der größte Teil der Wohnungen entsteht auf den Flächen westlich der Alexanderstraße und nördlich des Brookwegs (N-777 E). Mit der Erschließung kann 2019 begonnen werden. Dieses Gebiet ist mit 28 Hektar der größte auf dem Fliegerhorst zu erschließende Bereich. Hier werden Wohngebäude, Grünflächen, Gemeinbedarfseinrichtungen sowie Dienstleistungs- und Gewerberäume entstehen. Die Erschließung wird über drei Bauabschnitte in einem Zeitraum von drei Jahren erfolgen.

Weitere Wohneinheiten werden auf dem Gebiet der „Smart City“ (N-777 F) entstehen. 2019 erfolgt dort die Kampfmittelsondierung. Baubeginn ist voraussichtlich 2020. Auf diesem vier Hektar großen Teilgebiet entsteht ein smartes und klimafreundliches Wohnquartier. Die Entwicklung des Quartiers basiert maßgeblich auf zwei, der mit den Bürgerinnen und Bürgern während des Beteiligungsverfahrens erarbeiteten, Leitsätzen: „Resilienz und Nachhaltigkeit“ sowie „Experimentelle Räume“. Hier werden etwa 110 Wohneinheiten entstehen.
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Vorbereitungen für Smart City Quartier auf dem Fliegerhorst beginnen

20.12.2018 19:21 Uhr

Weitere Baumfällungen erforderlich

Das innovativste Viertel auf dem Fliegerhorstgelände, das Energetische Nachbarschaftsquartier, nimmt weiter Form an. Damit der nächste Bauabschnitt (N-777 F) aber überhaupt erschlossen werden kann, beginnen dort jetzt zunächst einmal Baumfällarbeiten.

Die Planungen der Stadt hatten zunächst vorgesehen, den Baumbestand auf dem neuen Stadtteil Fliegerhorst weitgehend zu erhalten. Im Verlauf der bereits erfolgten Kampfmittelsondierung ergab sich jedoch, dass großflächige Rodungen notwendig sind. Nur so können Munitionsreste auf dem ehemaligen Militärgelände zuverlässig entfernt, und damit die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden. Die Kampfmittel stammen aus Bombardierungen des Geländes und Hinterlassenschaften aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges sowie aus der anschließenden Nutzung des Militärflughafens durch die Alliierten.

Ein Großteil des Baumbestandes und der Sträucher auf dem Fliegerhorst sind nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewachsen. Im Bereich der Wurzeln können sich daher Munitionsreste befinden. Um die Bäume zu erhalten, dürfen die Wurzeln bei der Kampfmittelsuche nicht beschädigt werden. Im Boden des Fliegerhorsts befinden sich allerdings neben Munitionsresten auch Gegenstände wie Bauschutt und sonstige metallhaltige Gegenstände, die in der Nachkriegszeit dort vergraben wurden. Sie verursachen Störfelder und verhindern so eine verlässliche magnetische Kampfmittelsondierung von der Oberfläche aus am Wurzelwerk und im Umfeld der Bäume.

Um alle Kampfmittel verlässlich beseitigen zu können, muss daher der gesamte Boden metertief ausgehoben und durchgesiebt werden. Dies ist ohne eine Schädigung der Bäume nicht möglich. Ihre Rodung ist daher im Vorfeld der Sondierungsarbeiten notwendig. Neu- und Ersatzpflanzungen sind jedoch fester Bestandteil der Entwicklung des Geländes. Zum ökologischen Konzept gehört zudem die Renaturierung der Ofenerdieker Bäke, damit wurde bereits begonnen.
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Vermarktung der Baugrundstücke auf dem Fliegerhorst beginnt

29.11.2018 20:56 Uhr

Mehr als 80 Wohneinheiten im Angebot

Am kommenden Montag, 3. Dezember, beginnt das Bewerbungsverfahren für die Grundstücke des 1. Bauabschnittes auf dem Fliegerhorst. Insgesamt werden auf dem Fliegerhorst bis zu 950 Wohneinheiten entstehen, davon etwa 84 im ersten Bauabschnitt. Bewerbungen für Einfamilien- und Doppelhausgrundstücke sind bis Freitag, 11. Januar 2019, 12 Uhr möglich. Für die Reihen- und Mehrfamilienhausgrundstücke gilt eine verlängerte Frist bis Freitag, 1. Februar 2019, 12 Uhr. Die Vergabe der Grundstücke erfolgt nach den Vergaberichtlinien der Stadt Oldenburg. Die Vergaberichtlinien sowie weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Grundstücken können unter www.oldenburg.de/baugebiet-fliegerhorst eingesehen werden. Telefonische Auskünfte gibt es im ServiceCenter der Stadt Oldenburg, Telefon: 0441 235-4444.
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Fliegerhorst in die Städtebauförderung aufgenommen

26.08.2018 19:22 Uhr

Land gibt Programme und geförderte Vorhaben bekannt

Die Stadt Oldenburg profitiert auch im Jahr 2018 von den Fortschreibungen der Städtebauförderung in Niedersachsen. Erstmals gefördert werden dabei auch Maßnahmen auf dem Fliegerhorst. Allein dafür werden drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit der grundsätzlichen Aufnahme des Fliegerhorstes in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ ist die Stadt zuversichtlich, auch dieses Quartier durch die Verbesserung des wohnungsnahen und städtebaulichen Umfeldes insgesamt aufzuwerten.

Neben den Mitteln für die weitere Sanierung der beiden Sanierungsgebiete des Programmes „Soziale Stadt“ Kreyenbrück-Nord (666.666 Euro) und Käthe-Kollwitz Straße/Hoffkamp (386.000 Euro) sind auch die Mittel für das Sanierungsgebiet Untere Nadorster Straße in der Programm-komponente „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bewilligt worden (200.000 Euro).

Nähere Informationen zu den Zielen der fortgeschriebenen Programme und des neu aufgenommen Programmgebietes sind im Internet unter www.oldenburg.de zu finden.
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