Alexandersfeld
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06.05.2022, 15:55 Uhr
Projektraum_3 – Leben in Alexandersfeld
Stadtmuseum Oldenburg zeigt partizipatives Ausstellungsformat in der Staustraße 16
Was macht das Leben in Oldenburg aus? Die vielfältigen Antworten auf diese Frage will das Stadtmuseum Oldenburg während seiner Schließzeit in mehreren Stadtteilprojekten herausfinden. Den Anfang macht der Stadtteil Alexandersfeld. Im Projektraum_3, der vom 7. Mai bis 14. Juni im ehemaligen Photo Dose in der Staustraße 16 zu sehen ist, zeigt das Museum eine Ausstellung über den Stadtteil – basierend auf den Geschichten, Fotos und Gegenständen der Alexandersfelderinnen und Alexandersfelder.

Ein Stadtteil mit Geschichte
„Gemeinschaft und Solidarität waren die Werte, die die Entstehung des Stadtteils prägten“, erklärt Erich Hohlen. Er ist in Alexandersfeld aufgewachsen und war viele Jahre der Vorsitzende der Siedlungsgemeinschaft. Seine Erzählungen über den Stadtteil sind Teil der Ausstellung geworden.

Gemeinsam mit vielen anderen Siedlerinnen und Siedlern bauten seine Eltern ab 1949 in nur drei Jahren 204 Häuser in gleichem Baustil. Dies war der Beginn des Stadtteils Alexandersfeld. Eines der Häuser wurde zum neuen Zuhause der Familie. Hohlen lebt noch heute in einem Anbau auf dem Grundstück. „Die Siedlung war nach dem Krieg ein Neuanfang für Vertriebene und Ausgebombte, aber auch für Oldenburgerinnen und Oldenburger mit geringem Einkommen“, erklärt Hohlen. „Die Familiengeschichten vom Ankommen und Leben in Alexandersfeld prägen den Stadtteil noch heute über Generationen hinaus.“

Stadtteilgeschichte(n) erzählen
Heute leben Kinder und Enkelkinder der ersten Siedlungsgeneration in Alexandersfeld, aber auch Neubaugebiete wurden in den letzten Jahren erschlossen und gehören zum Stadtteil. „Als Stadtmuseum interessiert uns die Verbindung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, erklärt Sandrine Teuber, Leiterin des Stadtteilprojekts. „An die besondere Geschichte von Alexandersfeld schließen sich viele Fragen an: Ist der solidarische und gemeinschaftliche Geist der Gründerjahre noch immer im Zusammenleben verankert? Wie nehmen die Bewohnerinnen und Bewohner ihren Stadtteil heute wahr? Und wie entwickelt er sich weiter?“

Um dies herauszufinden war das Team des Stadtmuseums sechs Monate vor Ort unterwegs, hat Projekte durchgeführt und mit Bewohnerinnen und Bewohnern gesprochen. 12 Menschen haben ihre Geschichten von Alexandersfeld erzählt und dem Museum Objekte für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. So sind zum Beispiel Dokumente aus der Siedlungszeit, Fotografien, Zeitungsartikel und Jubiläumshefte in der Ausstellung zu sehen, die das Leben im Stadtteil im Laufe der Jahrzehnte zeigen. Persönliche Geschichten und Anekdoten erscheinen als Sprechblasen im Ausstellungsraum.

Kinder zeigen ihr Alexandersfeld
Auch die Grundschule Alexandersfeld und der Kindergarten ‚Spurenleger‘ sind an der Ausstellung beteiligt. Eine Schulklasse und eine Kindergartengruppe setzten sich ein Schuljahr lang kreativ mit ihrem Stadtteil auseinander. Entstanden sind Fotografien, Drucke und Zeichnungen, mit denen 29 Kinder ihre Wahrnehmungen und Wünsche zum Ausdruck brachten.

Ein besonderer Ausstellungsort
In jedem Projektraum beleuchtet das Stadtmuseum unter anderem auch die Geschichte des jeweiligen Ausstellungsortes. Die Adresse Staustraße 16 ist bei vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern als ehemaliges Photo Dose-Geschäft bekannt. So nimmt das Stadtmuseum diesen Hintergrund zum Anlass, vereinzelte Schlaglichter auf die Fotografiegeschichte Oldenburgs zu werfen. In einer Fensterschau sind Kameramodelle aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen. Im Innenraum werden Einblicke in die Fotoleidenschaft des Museumsgründers Theodor Francksen vermittelt.

Der Projektraum eröffnet am Samstag, 7. Mai um 10 Uhr. An diesem Tag sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtmuseums vor Ort und beantworten Fragen rund um das Stadtteilprojekt und die aktuelle Arbeit des Museums.

Öffnungszeiten des Projektraums:
Montag bis Samstag: 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 15. Mai (Internationaler Museumstag): 10 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.
26.04.2022, 17:46 Uhr
Ausstellung im Stadtplanungsamt
Architektur-Studierende der Jade Hochschule fertigen städtebauliche Entwürfe für Fliegerhorst
Architektur-Studierende der Jade Hochschule haben im vergangenen Wintersemester unter der Leitung von Dr. Frank Pantel städtebauliche Entwürfe für einen zentralen Bereich des Fliegerhorstes in Oldenburg gefertigt. Es handelt sich dabei um die erste städtebauliche Arbeit im fünften Semester.

Zwischen der ehemaligen Truppenküche und dem Smart-City-Gelände galt es unter dem Motto „Ein Wohnquartier, wie es sein soll!“ eine ideale, vielfältig gemischte Wohnstruktur zu entwickeln, die unter anderem durch die Integration von Freiräumen, Weiternutzung der Bestandsgebäude, Nutzung einer Quartiersgarage und Schaffung autofreier Spielstraßen ein Umfeld mit attraktiven Nutzungsangeboten für den gesamten neuen Stadtteil bereithält.

Die Arbeiten können zusätzlich zur Bilderausstellung noch bis Freitag, 27. Mai, montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr im Stadtplanungsamt, Industriestraße 1 a, zweites Obergeschoss, Schaukästen auf dem Flur links, angesehen werden. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die in städtischen Gebäuden geltende Maskenpflicht zu beachten.
19.04.2022, 18:31 Uhr
Schöne Aussichten: Wie sich der Fliegerhorst verändert
Informationsplattform eingeweiht – Neuer Stadtteil nimmt Formen an – Viele Fortschritte
In den vergangenen fünf Jahren ist auf dem ehemaligen Fliegerhorst kaum ein Werktag vergangen, an dem nicht gebaggert, Bodenmasse bewegt, Altes abgerissen oder Neues geplant und gebaut worden ist. Ständig ändert sich etwas auf dem Gelände, das so groß ist wie 175 Fußballfelder. Um den Überblick zu behalten, hilft eine neue Informations- und Aussichtsplattform, die Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Dienstag, 19. April, eingeweiht hat. „Dieser neun Meter hohe Turm soll der Öffentlichkeit gleichermaßen als Infopunkt, Fenster ins Quartier und Rastmöglichkeit für Fahrradtouren dienen. Von dieser Stelle aus bekommt man einen guten Eindruck von der Herkulesaufgabe, ein einstiges Militärareal in einen lebendigen Stadtteil zu verwandeln, in dem bis zu 3.000 Menschen ihr neues Zuhause finden können“, sagt Krogmann.

„Wir haben viel Arbeit investiert, um Grundstücke baureif zu machen, nun geht es auch in der Vermarktung Schritt für Schritt voran“, erläutert der Oberbürgermeister. Stand jetzt wurden 27 Wohneinheiten in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern bezogen und 61 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern befinden sich im Bau. Insgesamt werden knapp 1.000 Wohneinheiten möglich sein.

Eine gewichtige Rolle bei der Erschließung des Areals spielt die vorherige Kampfmittelsondierung, 20 Millionen Euro wurden dafür bisher ausgegeben. „Das ist aufwendig und teuer und führt mitunter zu Verzögerungen, aber wir gehen hier auf Nummer sicher“, betont Krogmann. Schließlich befanden und befinden sich neben Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg in vielen Bereichen auf dem Fliegerhorst-Gelände vergrabene Munitionsreste und sonstige Altlasten, die in der Erde schlummern. Eine Fläche von 32 Hektar gilt jetzt als kampfmittelfrei und baureif. Bisher hat die Stadt 16 Millionen Euro durch Grundstückverkäufe eingenommen. Weitere 37 Millionen Euro sind für Wohnbau- und Mischgebietsflächen eingeplant, diese Einnahmen werden aber durch die Kosten für Abriss und Kampfmittelsondierung sowie Erschließungsmaßnahmen mehr als aufgezehrt.    

Auch die jetzt eingeweihte Aussichtsplattform ermöglicht einen Blick auf geräumte Baufelder. Bei dem Turm handelt sich um insgesamt drei übereinander gestapelte Container mit einer Treppenanlage, die auf eine Dachterrasse führt, von der aus man seinen Blick schweifen lassen kann. Der mit einer Beleuchtung versehene Turm ist im Bereich der zukünftigen zentralen Grünfläche gegenüber vom alten Fliegerhorst-Küchengebäude entstanden. Zu entdecken gibt es von dort einiges. Und so sehen die Fortschritte in den insgesamt fünf Bebauungsplänen, die auf dem 2016 beschlossenen Masterplan beruhen, im Einzelnen aus:

Baugebiet Brookweg/Mittelweg: Ende 2022 sind alle Häuser bezogen
Das Baugebiet N-777 D ist mit 2,4 Hektar das kleinste im neuen Stadtteil. Bereits alle Grundstücke bis auf das Offizierskasino sind vermarktet. Mit der Bebauung wurde im Herbst 2019 begonnen. Mit der Fertigstellung und einem Bezug aller Wohneinheiten (etwa 85) – Einfamilienhäuser, Doppelhäuser sowie bis zu dreigeschossige Mehrfamilienhäuser – ist Ende 2022 zu rechnen. Der Straßenendausbau ist für 2023 vorgesehen. Bereits im Frühjahr 2021 in Betrieb gegangen ist die Kita „Heiliger Alexander“ der Kirchengemeinde St. Christopherus mit drei Kitagruppen. Der neu entstehende Park entlang der renaturierten Ofenerdieker Bäke bildet die Verbindung zum Baugebiet jenseits der Alexanderstraße.

Noch offen ist die weitere Nutzung des Offizierskasinos. Ob das Gebäude erhalten werden kann, hängt vom Ausgang der bereits in Auftrag gegebenen Kampfmittelsondierung ab. Die Arbeiten im und am Kasino, über die die Anwohnenden noch gesondert informiert werden, sollen vor den Sommerferien 2022 abgeschlossen sein.

Baugebiet Alexanderstraße: Erste Grundstücke verkauft
Die 28 Hektar große Fläche westlich der Alexanderstraße und nördlich des Brookwegs bildet den Bebauungsplan N-777 E und ist das Herzstück des neuen Stadtteils Fliegerhorst. Die Fläche wird in drei Abschnitten erschlossen. 2021 konnte das erste Grundstück für den Wohnungsbau verkauft werden: Auf 6.700 Quadratmetern werden 62 Wohnungen entstehen, davon 31 im preisgünstigen Bereich. Der Baubeginn steht noch aus. Das gilt auch für den Bau einer fünfgruppigen Kita (als Teilersatz und Erweiterung der bisherigen AWO-Kita Halsbeker Straße) – das Grundstück im Bereich Alexanderstraße/Planstraße E wurde im Oktober 2021 verkauft.

Geplant sind in diesem Jahr der Abbruch weiterer Alt-Gebäude (Büros und Unterkünfte, Truppenküche und das bisher von der Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43 e. V. genutzte Gebäude) sowie die Kampfmittelsondierung auf den dazugehörigen Flächen. Der ausgestellte Alpha Jet wird bis zum Sommer an den neuen Standort der Traditionsgemeinschaft im ehemaligen Sanitätsgebäude gebracht. Die beiden anderen Flugzeuge werden bis auf Weiteres in einem Shelter zwischengelagert.

Der zweite Bauabschnitt dieses B-Plans soll bis Juni 2022 in der Erstanlage erschlossen sein. Die Grundstücke in diesem Bereich, die eine Gesamtgröße von rund 3,1 Hektar haben, sollen in der zweiten Jahreshälfte vermarktet werden. Dabei sollen besondere Schwerpunkte (beispielsweise bei Energierückgewinnung, Brauchwassernutzung, Mobilität, sozialen Aspekten und speziellen Wohnformen) gesetzt werden. Acht Einfamilien- und drei Doppelhausgrundstücke im Bereich südlich der Planstraße C (Nelson-Mandela-Ring) sollen noch vor der Sommerpause zum Verkauf angeboten werden. Zudem ist in diesem Bauabschnitt eine Tiny-House-Fläche vorgesehen.

Daneben wird die Oberflächenentwässerung weiter verbessert. Die Überflutungsbecken an der Grenze zwischen den Bebauungsplänen N-777 D und N-777 E und das große Regenrückhaltebecken im Bereich des früheren Sportplatzes nördlich der Hugo-Eckener-Straße stehen vor der Fertigstellung. Diese Maßnahmen werden zur Entspannung bei der Entwässerungssituation im gesamten Stadtnorden beitragen.

Parallel zum Kleinen Bürgerbusch lässt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband ein neues Pumpwerk errichten, das voraussichtlich im Mai 2023 in Betrieb genommen werden soll.

Smart City Quartier Helleheide: Erste Bauvorhaben gestartet
Auf rund vier Hektar entsteht im dritten Bauabschnitt (N-777 F) das Smart City Quartier Helleheide, das von der GSG Oldenburg entwickelt wird. Den Kaufvertrag unterzeichneten Stadt und GSG im Dezember 2019. Bestandteil der Fläche ist das Projekt Energetisches Nachbarschaftsquartier, bestehend aus 21 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und kommunaler Verwaltung, das eine innovative und klimafreundliche Energieversorgung bietet. Die Realisierung schreitet in großen Schritten voran: Das Energiekonzept steht, im September 2021 wurden die ersten Baugenehmigungen erteilt. Die GSG hat mit den ersten Bauvorhaben begonnen (im Bereich der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft). Die so genannte „Technikinsel“ im Herzen des Quartiers Helleheide – innerhalb der 1.000 m² großen Fläche bietet sie unter anderem Platz für innovative Technik und Sensorik aus Wissenschaft und Forschung – soll in diesem Jahr an den Start gehen.

Bis Ende 2024 will die GSG rund 210 Wohneinheiten, eine Quartiersgarage und eine vierzügige Kindertagesstätte errichten. Dabei entstehen mindestens 50 Prozent der Wohnungen im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus, um günstige Mieten zu gewährleisten. „Es entwickelt sich ein zukunftsweisendes Wohnquartier für Menschen jeden Alters und jeder Einkommensgruppe“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Für das nicht an die GSG veräußerte Grundstück südlich des Rad- und Fußweges, das circa 12.000 m² groß ist, wird derzeit ein Konzept erarbeitet. Ziel ist es, ein Plusenergiequartier für familienfreundliches Wohnen im preiswerten Wohnbau zu verwirklichen. Das Angebot an Baugemeinschaften und Investoren könnte noch in 2022 erfolgen, eine Bebauung wird in der zweiten Jahreshälfte 2023 angestrebt.

Gewerbegebiete: Teil der Entlastungsstraße liegt auf Eis
Zwei weitere Bebauungspläne (N-777 G und H) im Nordwesten des Areals sind im Wesentlichen für Dienstleistungen und Gewerbe vorgesehen. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes N-777 G ist insgesamt rund 20 Hektar groß. Die Gewerbegebietsflächen umfassen ein Areal zur Größe von circa 6,8 Hektar. Zusätzlich ist in westlicher Richtung die weitere Ausweisung von gewerblichen Bauflächen im Bebauungsplan N-777 H in einer Größenordnung von voraussichtlich bis zu sechs Hektar vorgesehen.

Der Masterplan sieht eine 2,55 Kilometer lange Verbindung zwischen Alexanderstraße und der Ammerländer Heerstraße vor, die die Verkehre der im Westen des Fliegerhorstes gelegenen potenziellen Gewerbe- und Mischgebietsflächen aufnehmen soll. Während der Bau des zwischen Fliegerhorstquartier und Alexanderstraße gelegenen Teils der so genannten Entlastungsstraße unstrittig ist, hat der Rat ein Baumoratorium für den Teil zwischen Fliegerhorstquartier und Ammerländer Heerstraße beschlossen – und zwar solange, bis laufende Normenkontrollklagen gegen den B-Plan N-777 G rechtskräftig abgeschlossen sind.

Die Verwaltung bereitet aktuell lediglich die Baumaßnahmen der Entlastungsstraße vom Knotenpunkt Alexanderstraße/Am Alexanderhaus bis zum Kreisverkehrsplatz vor.
25.02.2022, 12:32 Uhr
Wassermengen auf dem Fliegerhorst: Kampfmittelsondierung eingestellt
Auch Straßenbauarbeiten betroffen – Wasserstand verhindert Arbeiten
Die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage haben auch deutliche Spuren auf dem Fliegerhorst-Gelände hinterlassen: Große Pfützen und kleine Seen säumen das Areal, die Böden sind durchweicht. Weil der Boden deshalb nicht gesiebt werden kann, ist derzeit die Kampfmittelsondierung technisch nicht möglich. Die Wassermengen im und auf dem Boden lassen ein sorgfältiges und sicheres Arbeiten nicht zu.

Auch im Straßenbau erschwert der Wasserstand eine technisch notwendige Bearbeitung. Das Befahren der noch nicht befestigten Flächen mit Baufahrzeugen ist derzeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Aus diesen Gründen werden die Arbeiten bis voraussichtlich mindestens Mitte März eingestellt.

Alle weiteren Informationen zum neuen Stadtteil Fliegerhorst gibt es unter www.oldenburg.de/fliegerhorst.
11.02.2022, 12:59 Uhr
Virtueller Rundgang über den Oldenburger Fliegerhorst
Tonaufnahmen, historische und aktuelle Fotos liefern Eindrücke vom Baugelände
Das ehemalige Fliegerhorst-Gelände ist ab sofort für jede und jeden öffentlich zugänglich – zumindest digital: Möglich wird das durch einen virtuellen Rundgang, den die städtischen Fachdienste Fliegerhorst, Regionalentwicklung und Informations- und Kommunikationstechnik gemeinsam auf die Beine gestellt haben. „Das Interesse am neu entstehenden Stadtteil ist ungebrochen groß, was uns als Stadt natürlich freut. Doch die Baustelle kann aus Sicherheitsgründen derzeit kaum von der Öffentlichkeit betreten werden. Deshalb freut es mich umso mehr, dass Bürgerinnen und Bürger und alle anderen Interessierten nun bequem von zuhause aus den Fliegerhorst erkunden und sich einen Eindruck verschaffen können“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Unter der Adresse www.oldenburg-service.de/fliegerhorst startet der Rundgang über das Gelände. Mit einer Mischung aus sphärischen 360-Grad-Aufnahmen, historischen und aktuellen Fotos sowie Texten und Tonaufnahmen können sich Interessierte virtuell über das Gelände bewegen.

Virtueller Rundgang bietet auch Fotografien und Tonmaterial
Die Nutzerinnen und Nutzer des Rundgangs können sich mithilfe von Pfeilen durch die Rundum-Aufnahmen bewegen. Zusätzlich gibt es eine Übersichtskarte, mit der bestimmte Orte auch direkt angewählt werden können. An den Orten und auf der Strecke gibt es viel zu entdecken, so finden sich überall verschiedene Detailaufnahmen zum Gebäudebestand, historische Fotos und Ausblicke. Im Tower können die Besucherinnen und Besucher virtuell bis nach ganz oben klettern und einen Blick aus dem Fenster werfen oder sie schauen sich im Kasino um. An verschiedenen Standpunkten wird der Rundgang durch Tonmaterial erzählerisch untermalt. Die Strecke ist dabei an das Konzept für Erinnerungskultur auf dem Fliegerhorst angelehnt.

Über den Fliegerhorst
Vom 14. bis 16. Jahrhundert wurde das heutige Gelände des Fliegerhorstes von den ortsansässigen Bauern gemeinsam für Schafbeweidung und Landwirtschaft als Allmende (Gemeingut) genutzt. Ab 1915 wurde die angrenzende Alexanderheide, die inzwischen von den Bürgerinnen und Bürgern zur Naherholung genutzt wurde, ein Wehrübungsplatz. 1928 folgten die ersten Segelflüge, bevor der Rat der Stadt 1932 beschloss, die Alexanderheide zu einem zivilen Flugplatz auszubauen, der wiederum bis 1935 genutzt wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kam er in britische Hände. 1957 wurde der Fliegerhorst der Bundeswehr übergeben und beherbergte seitdem verschiedene Geschwader. Das zuletzt aktive Jagdbombergeschwader 43 wurde 1993 außer Dienst gestellt und der Fliegerhorst 1994 offiziell entwidmet. Zu Beginn des Jahres 2014 starteten die Vorbereitungen zur Entwicklung eines neuen Stadtteils auf dem Gelände. Der Verkauf von Grundstücken für den Wohnungsbau im ersten Teilabschnitt begann 2019.

Zur technischen Umsetzung
Für den Rundgang über den Fliegerhorst wurden 360-Grad-Sphärenaufnahmen gemacht. Die Kamera arbeitet mit zwei um 180 Grad versetzten sogenannten Fischaugenobjektiven. Dadurch wird mit nur einer Aufnahme der gesamte Raum erfasst, ohne dass eine nennenswerte Nacharbeitung erfolgen muss. Die Auflösung für eine Aufnahme liegt im Maximum bei 5376 mal 2688 Pixeln. Die virtuelle Tour setzt sich aus 29 Einzelbildern zusammen. Die Detailaufnahmen wurden mit einer Systemkamera selbstständig geschossen, zusätzlich wurde auf Archivmaterial des Vereins Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43 e.V. zurückgegriffen.

Im Rahmen der „Digitalen Lernlabore“ entstand bereits 2020 ein virtueller Rundgang durch die historischen Villen des Stadtmuseums. Aufbauend auf den Erfahrungen und dem großen Interesse entstand 2021 als Folgeprojekt der Rundgang über das im Bau befindliche Fliegerhorstgelände, um das Vorhaben und den aktuellen Entwicklungsstand zugänglich zu machen. Das Projekt „Digitale Lernlabore“ der Stadt Oldenburg wird aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert.
10.09.2021, 14:44 Uhr
Fliegerhorst: Moderner Wohnkomplex für alle Generationen
Auf dem Fliegerhorst sind die Weichen gestellt, für einen Wohnkomplex, der hohe soziale und ökologische Standards erfüllen wird. Vorgesehen ist dort eine Quote von 50 Prozent bezahlbarem Wohnraum. „Wir werden hier einen beispielhaften Mix aus sozialen und ökologischen Komponenten bekommen, der zeigt, dass bezahlbarer Wohnraum und hohe ökologische Standards sich keineswegs ausschließen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Gemeinsam mit dem Architektenbüro BOMA konnte sich die CapitalReal Projekt GmbH & Co. KG im Wettbewerb bei der Stadt Oldenburg durchsetzen. Direkt neben der zentralen Parkanlage werden fünf Gebäude mit insgesamt 62 Wohnungen angrenzen, in denen sich teilweise rollstuhlgerechte 1 bis 3 Zimmerwohnungen mit unterschiedlichen Wohnstrukturen für Singles, Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationen befinden.

Um das Flair des damaligen Fliegerhorstes beizubehalten, werden sich die Neubauten architektonisch durch Klinker, Metallelemente und Grünflächen an die historischen Vorgaben anlehnen. Angestrebt wird eine Durchmischung von Gemeinschaft und Privatsphäre durch funktionale Kommunikations- und Begegnungsflächen.

Unter anderem sind zwei gemeinschaftlich nutzbare Gewächshäuser auf den Dächern geplant, die nicht nur für indirekte solare Wärmegewinnung sorgen, sondern auch für Veranstaltungen oder Treffen genutzt werden können. Für den Geschäftsführer der CapitalReal, Dennis Poelmeyer, war die Entwicklung gemeinschaftlicher Flächen und die Mobilität auf dem Gelände besonders wichtig. Die Tiefgarage wird nicht nur dafür sorgen, dass kein oberirdischer Verkehr herrscht, sondern auch Ladestationen für allen Formen der E-Mobilität enthalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Planung betrifft die Berücksichtigung der Mietpreise: „Um jeder und jedem das Wohnen auf dem beliebten Fliegerhostgelände möglich zu machen, wird die Hälfte der Wohnungen in gestaffelter Form preiswerter gemietet werden können“, so der Bauherr.
21.05.2021, 19:27 Uhr
Kampfmittelsondierung auf dem Sportplatz an der Grundschule Alexandersfeld
Vorbereitende Arbeiten für Bau des Kunstrasenplatzes
Direkt nach Pfingsten beginnen auf dem Sportplatz an der Grundschule Alexandersfeld die vorbereitenden Arbeiten für den Bau eines Kunstrasenplatzes. Erster Schritt ist die erforderliche Kampfmittelsondierung, die am 25. Mai startet. Das Gelände gehörte früher zum Fliegerhorst, deshalb ist eine Bodenuntersuchung auf möglicherweise vorhandene Kampfmittel dort unbedingt erforderlich.

Für diese Arbeiten sind etwa 4 Wochen eingeplant. Im Anschluss daran sollen dann die eigentlichen Arbeiten am Kunstrasenplatz beginnen, die Baustellenzufahrt erfolgt von der Alexanderstraße aus, die Wohngebiete werden damit – wir bereits zugesagt – nicht tangiert. Geplant ist, die Anlage noch in diesem Jahr fertig zu stellen.