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Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück geht in 2020 neue Wege

27.03.2020, 10:12 Uhr

Planungsteam blickt auf zweite Jahreshälfte – Dezentrale Projekte und Aktionen

Das vor zwei Jahren so erfolgreich gestartete „Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück“ wird auch in den kommenden Jahren mit neuen Formaten fortgesetzt. Im März 2018 startete das partizipative Kulturereignis im Stadtteil Kreyenbrück und gipfelte in einem zehntägigen Festival im Juni 2018 mit über 3.000 Besucherinnen und Besuchern. Ein Jahr später war „Farbenfroh“ als Kooperationspartner beim Kreyenbrücker Stadtteilfest mit der Organisation eines Bühnenprogramms beteiligt.

Nun arbeitet das gegenwärtig neunköpfige Planungsteam ein neues Format für 2020 und die folgenden Jahre aus. Der Grundgedanke bleibt: Es gilt zu zeigen, dass der Stadtteil durch kulturelle Vielfalt, Offenheit und Toleranz geprägt und dadurch attraktiv ist. Und neben dem Sichtbarmachen der bereits vorhandenen Kultur in Kreyenbrück sollen auch Kulturangebote in den Stadtteil geholt werden, die sonst eher im Stadtzentrum zu finden sind. Grundsätzlich soll künftig mindestens alle zwei Jahre an einem oder zwei Festival-Tagen ein umfangreiches Kulturprogramm in Kreyenbrück stattfinden.

Im Jahr 2020 geht das „Farbenfroh Festival Kreyenbrück“ neue Wege. Es wird kein Festival en bloc geben, sondern diverse dezentrale Projekte und Aktionen, die zu verschiedenen Zeiten aufgeführt und veröffentlicht werden. So ist eine Beteiligung an den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der IGS Kreyenbrück in Form eines umfangreichen Bühnenprogramms vorgesehen – mit dem Höhepunkt eines Konzerts der Oldenburger Weltmusik-Formation „Global Music Player Allstars“.

Zu den dezentralen Projekten gehört „Das Tipi“ – Kunst als soziale Skulptur im öffentlichen Raum. Das Projekt ist bereits mit großer Resonanz gestartet. In Planung ist eine „Performance im öffentlichen Raum – Theater zwischen den Häusern“. In Zusammenarbeit mit der Tänzerin Antje Rose und in Kooperation mit dem Verein Jugendkulturarbeit soll mit Jugendlichen aus dem Stadtsüden eine Tanztheaterperformance erarbeitet werden, die zwischen den Häusern an einer Kreyenbrücker Straße aufgeführt wird. Dazu erkunden die Jugendlichen unter professioneller Anleitung den Stadtteil und erarbeiten ortsbezogen Geschichten, aus denen sie die Performance entwickeln. In Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg wird an einem lauen Sommerabend und (hoffentlich) unter Sternenhimmel ein Film für Erwachsene an einer Häuserwand gezeigt. Für Kinder ist eine Filmvorführung an einem ungewöhnlichen Ort, zum Beispiel auf einem Dachboden, geplant.

Ein inklusives Hörspiel-Theater tritt in der Aula der Grundschule Kreyenbrück auf. „Der Regenbogen, der auf einen Zebrastreifen fiel“ ist ein interaktives Hörspiel-Theater-Kunst-Projekt. Inklusive Gruppen entwickeln über mehr als ein Jahr eine Geschichte, die in mehreren Strängen am Ende auf der Bühne in Form von bildender Kunst, Musik, Theater und Hörspiel zusammenkommt. Kooperationspartner für dieses Projekt ist das Blauschimmel Atelier.

Ein wichtiger zusätzlicher Baustein ist ein halbtägiger Beteiligungs-Workshop zum Thema „Kulturelle Partizipation“ mit Multiplikatorinnen und Mulitplikatoren aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales im Stadtteil, die im Arbeitskreis Kreyenbrück organisiert sind. Der Arbeitskreis ist von Anfang an eng in die Planung der Farbenfroh-Aktivitäten einbezogen worden. Bevor wieder ein größeres Festival auf die Beine gestellt werden soll, möchte die Planungsgruppe die Akteure im Stadtteil stärker inhaltlich einbeziehen.

Außerdem ist für 2020 beabsichtigt eine Plattform einzurichten, über die die kulturellen Stadtteilaktivitäten gesammelt, gebündelt und so veröffentlicht werden, dass die Informationen möglichst viele Menschen in Kreyenbrück erreichen. Dafür konnte das Stadtteilmagazin „Der Kreyenbrücker“ als Kooperationspartner gewonnen werden.

Was sich von den Planungszielen in diesem Jahr tatsächlich umsetzen lassen wird, ist nun angesichts der aktuellen Coronakrise und deren Folgen auch im kulturellen Bereich mit Fragezeichen versehen. Doch es besteht Hoffnung innerhalb der Planungsgruppe, dass viele der beschriebenen Projekte stattfinden können, auch weil sie erst für die zweite Jahreshälfte vorgesehen sind oder unter Umständen dorthin verschoben werden können.

Trägerverein des „Farbenfroh Kulturfestivals Kreyenbrück“ ist der Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd. Die Projektleitung für 2020 hat Michael Hagemeister übernommen. Der Stamm der Planungs- und Organisationsgruppe des „Farbenfroh Kulturfestivals“ besteht zurzeit aus Sophie Arenhövel (Kulturbüro der Stadt Oldenburg), Jutta Hinrichsen (Gemeinwesenarbeit Oldenburg/Stadtteiltreff Kreyenbrück), Jörg Kowollik (Jugendkulturarbeit e.V.), David Kern und Andreas Feurich (IGS Kreyenbrück), Heike Schaadt und Werner Ufferhardt (freie Mitarbeit), neu dazu kommt Katrin Wiese (Jugendfreizeitstätte Kreyenbrück). Gesichert ist bisher eine Förderung des „Farbenfroh Kulturfestivals 2020“ von der Oldenburgischen Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen und vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Zu den weiteren Unterstützern zählen der Stadtteiltreff Kreyenbrück und die IGS Kreyenbrück.

Mehr Infos gibt es im Internet unter www.farbenfroh-festival.de.
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