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35 Jahre für Ratsuchende da

29.10.2019, 20:18 Uhr

Diakonie-Vorstand dankt Heinz-Hermann Buse

von Frerk Hinrichs

„Jeder hat ein Recht, gehört zu werden!“, erläutert Kreisgeschäftsführer Heinz-Hermann Buse seine Haltung in der Beratungsarbeit. Es käme ihm zwar manchmal vor wie eine Sisyphus-Arbeit. „Kleine und große Erfolge für Ratsuchende machen einen dann aber doch zufrieden“, resümiert Buse. Seit 35 Jahren setzt er sich bei der Diakonie für Menschen ein. Zuerst bei der Ambulanten Wohnungslosenhilfe in Varel. Dann 12 Jahre in der Leitung von Tagesaufenthalt und Ambulanter Wohnungslosenhilfe in Delmenhorst. Seit 1998 leitet Buse das Diakonische Werk Oldenburg Stadt.

Meist kommen Betroffene, wenn ihre finanzielle Lebenssituation ausweglos erscheint. Bei Schulden, Miete, Energieversorgung, Umzug oder notwendiger Ersatz großer Haushaltsgeräte kann es zu solchen Situationen kommen. Im Rahmen der allgemeinen Sozialberatung helfen Buse und seine Mitarbeitenden dann auch beim Ausfüllen von Anträgen. Sie überprüfen Bescheide und klären über weitere Hilfemöglichkeiten wie Kinderzuschlag oder Wohngeld auf. Oft sprechen sie direkt mit den Mitarbeitenden vom Jobcenter und Sozialamt. Meist helfe ein freundliches Gespräch, dass diese ihren Ermessensspielraum zugunsten von Hilfebedürftigen nutzen.

Auch bei Förderanträgen rede er oft erst mit den Mitarbeitenden von Stiftungen, bevor er etwas beantrage, erklärt Buse sein Prinzip. Anträge bei Stiftungen und Hilfefonds erfordern eine umfassende Schilderung der Situation der Betroffenen. Denn aufgrund dieser Schilderung beurteilen die Geldgeber ob gefördert werden kann.
Mit dieser individuellen Herangehensweise könne man den Ratsuchenden besser gerecht werden. Denn jeder Fall liege wieder ein wenig anders. Bei standardisierter Herangehensweise könne der Einzelne verloren gehen, ist seine Erfahrung.

Für Betroffene ist es bitter, wenn sie lange auf Entscheidungen der Sozialverwaltung warten müssen, obwohl sie kein Geld zum Leben haben. Wenn bereits eingereichte Unterlagen verloren gehen oder Entscheidungen unerwartet restriktiv ausfallen, fühlen sich Betroffene ungerecht behandelt. Wenn durch Vermittlung und Gespräch eine gute Lösung gefunden werde, mache das alle Beteiligten zufrieden.

Diakonie-Vorstand Thomas Feld dankte Heinz-Hermann Buse für die Kontinuität seines Engagements für hilfesuchende Menschen im Oldenburger Land.
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