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»Dieses Haus tut uns so gut!«

22.02.2018, 10:28 Uhr

Erstes Oldenburger Familienzentrum feierlich eröffnet

Die Hausaufgabenkinder des Familienzentrums waren ganz aufgeregt. Sie hatten zur feierlichen Eröffnung ein Lied einstudiert, unter anderem mit der Textzeile: »Dieses Haus tut uns so gut!« Dieser Text passte hervorragend zu der Atmosphäre in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, in der viele Hände für das Wohl der Gäste sorgten.

Im Mai 2017 beschloss der Rat der Stadt Oldenburg, das erste Oldenburger Familienzentrum (OFAZ) in Osternburg einzurichten und diese Aufgabe der Evangelischen Familien-Bildungsstätte zu übertragen. Am 15. Februar wurde das OFAZ feierlich eröffnet. Erste Begegnungs- und familienentlastende Angebote sind schon entstanden, weitere sind in Planung.

Niedersachsenweit sind Familienzentren eine Antwort auf das Bedürfnis junger Familien, die neben Berufstätigkeit und der Versorgung ihrer Kinder wenig Zeit haben, eine Anlaufstelle zu schaffen, in der Beratungs- Lotsen- und Begegnungsmöglichkeiten auf kurzem Weg an einem Ort gebündelt sind.

Die Räumlichkeiten der Ev. Familien-Bildungsstätte mit den Möglichkeiten einen großen, offenen und einladenden Saal zu gestalten und der Bewirtung der Gäste bildeten einen gelungenen Rahmen der Veranstaltung. Die vielen kleinen kulinarischen Köstlichkeiten, die in liebevoller Handarbeit hergerichtet wurden, fanden bei den Besuchern, die zur Eröffnungsfeier gekommen waren, viel Zuspruch.

Zum Auftakt gab es einen musikalischen Beitrag der Frauen und Männer, die sich zum gemeinsamen Musizieren auf der Ukulele im FAZO treffen. Der gelungene Auftritt wurde durch die Kinder der Grundschule »Auf der Wunderburg«, die zur Hausaufgabenbetreuung in das FAZO kommen, ergänzt. Sie haben mit ihren ehrenamtlichen Betreuer*innen ein kleines musikalisches Stück eingeübt und führten im Rahmen der Eröffnungsfeier des Familienzentrums Osternburg ihren Beitrag vor.

Ulrike Hoffmann als Kreispfarrerin und Hiltrud Boomgaarden als Leiterin der Ev. Familien-Bildungsstätte, zu der nun auch als neues Angebot das Familienzentrum Osternburg gehört, führten die Gäste durch den feierlichen Nachmittag.

Der offizielle Rahmen der Feier wurde durch die Bürgermeisterin Frau Eilers-Dörfler mit ihrer Rede eröffnet. Sie betonte die Bedeutung des FAZO für die Stadtgesellschaft Oldenburgs und sprach die Hoffnung aus, dass dadurch auch Impulse für weitere Familienzentren in anderen Stadtteilen ausgehen könnten.

Für den Oberkirchenrat der Evangelischen Lutherischen Kirche in Oldenburg sprach Dr. Muther über Chancen eines Familienzentrums in Oldenburg. Die Idee, Familien zu unterstützen und ihnen mit Beratungs- und Begegnungsangeboten zur Seite zu stehen ist an dem Standort Osternburg gut platziert. Fußläufig zu der DiKiTa Diakonie Kindertagesstätte, der Ev. Kindertagesstätte Matthäus und der städtischen Kindertagesstätte an der Cloppenburger Straße und der Grundschule »Auf der Wunderburg« können Eltern die Angebote und Räumlichkeiten des FAZO wahrnehmen. Dr. Muther forderte die Osternburger Eltern auf, sich aktiv gestaltend in die Entwicklung ihres FAZO´s einzubringen.

Für den »Runden Tisch Osternburg« sprach Pastor Rauer und hieß das FAZO herzlich willkommen. Der Einladung, in diesem Netzwerk mitzuwirken, kam die neue Koordinatorin des FAZO, Frau Andrea Haase, gerne entgegen. Sie betonte in ihrer Vorstellung die Bedeutung des vernetzten Arbeitens mit allen Akteuren in Osternburg, um ein bestmögliches Netz für die jungen Familien in Osternburg zu schaffen. In ihrer Aufgabe, nah an den Familien in Osternburg dran zu sein, konnte sie bereits dem Wunsch entsprechen, wohnortnah die Möglichkeit einer Kurberatung zu schaffen. Mit dem DRK hat sie in Frau Ohme-Jessen eine neue Kooperationspartnerin gewinnen können, die ab sofort im FAZO zu festen Zeiten Kurberatung für Mütter und Väter bieten wird.

Abgerundet wurde die Eröffnungsfeier durch den Festvortrag von und mit Niklas Dworazik »Was ist Kultur? Beiträge der interkulturellen Psychologie zur Bindungsforschung«. Herr Dworazik stellte in seinem Vortrag aktuelle Befunde der kulturvergleichenden Entwicklungspsychologie vor, setzte sie in Bezug zu den verbreiteten Eingewöhnungsmodellen für Kinder in Kindertagesstätten und gab dem Publikum Anregungen für weitergehende Diskussionen.
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