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14. Oldenburger Präventionstag sehr gut besucht

24.10.2019, 20:25 Uhr

Veranstaltungsthema trifft auf großes Interesse

von Carsten Lienemann

Der Themenbereich Internet und Darknet war offenbar gut gewählt – rund 150 Teilnehmer*innen besuchten am Dienstag, 22. Oktober, den inzwischen 14. Oldenburger Präventionstag. In zwei Durchgängen wurden je sechs Workshops zur Nutzung digitaler Medien angeboten:

1. Medienalltag in der Familie – Umgang mit Smartphone, Internet und Co.
2. Fotorechte und Copyright
3. Hate Speech – Hass im Internet
4. Influencer Marketing auf YouTube und Instagram
5. Datenschutz, Eigene Cloud
6. Lernen im Internet

Zwischen den beiden Workshop-Runden brachte Ingo Peters von der Polizeidirektion Oldenburg in seinem Vortrag etwas mehr Licht in das Darknet.

„Es ist kein Geheimnis, wie man ins Darknet kommt, zahlreiche Anleitungen dafür findet man auf bekannten Internetplattformen“, so Peters. Man brauche lediglich den „TOR“-Browser, der auf Firefox-Basis arbeite und mit dem man eine Verbindung vom eigenen Rechner zum Internetserver über mehrere Zwischenstationen herstelle, die über mehrere Verschlüsselungsschichten die Anonymität des Nutzers gewährleisteten.

Kurz ging Peters auf die positiven Seiten des Darknet ein, indem er erwähnte, dass damit es ursprünglich dazu gedacht war, „in Staaten ,wo der freie Internetzugang überwacht wird, trotzdem einen Austausch zu ermöglichen“. Er zeigte auch, dass viele Universitäten oder ach die Süddeutsche Zeitung Seiten im Darknet unterhalten.

Peters‘ Schwerpunkt aber lag auf dem Grau- und dem illegalen Bereich des Darknet: auf den Foren, in denen sich potentielle Straftäter und bereits straffällig Gewordene austauschen und in denen man Kreditkartendaten und Führerscheine kaufen kann; auf den schnell wechselnden Marktplätzen, die illegale Waren anbieten und die im Prinzip genauso funktionieren wie Ebay im normalen Internet, von der Suche über die Bestellung bis zum Versand. Bezahlt werde meist mit Kryptowährungen.

„Worauf sollten Sie achten, wenn Sie präventiv tätig werden wollen?“, fragte Peters das Publikum am Schluss. „Das ist schwierig, weil die Benutzung des TOR-Browsers an sich nicht verwerflich ist“, antwortete er sich selbst. „Sobald aber eine Kryptowährung dazu kommt, dann sollte man das Gespräch suchen, denn der Kauf von Waren im Darknet ist in den allermeisten Fällen illegal“, glaubt Peters. Eine gewagte These, die einer genauen Überprüfung bedarf.

Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass Ingo Peters sehr anschaulich demonstrierte, wie der Weg ins Darknet verläuft, wie die Verschlüsselung funktioniert und dass das Darknet durchaus auch positive Seiten hat.
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