ganz-oldenburg.de –
DAS Stadtmagazin im Internet
 
ganz-oldenburg.de – DAS Stadtmagazin im Internet
»Berichte
»Kurzmeldungen
»Weitere Meldungen für 'Innenstadt'

Sammlungen im Visier der Forschung

24.09.2019, 19:00 Uhr

Internationale Wissenschaftler*innen untersuchen Koloniales Erbe in Oldenburg

Eine Gruppe von Forschenden aus Tansania, Papua-Neuguinea und Kamerun untersuchten in den vergangenen zwei Wochen, wie die ethnologische Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg entstand. Das Museum erhofft sich von dem Besuch, dass sich längerfristige Zusammenarbeiten ergeben und wichtige Hinweise auf die Herkunft und vor allem Erwerbsgeschichte der Objekte erarbeitet werden.

Gegenwärtig werden vermehrt öffentliche Debatten um das Koloniale Erbe Deutschlands geführt. Dabei geht es auch um Herkunft und Zukunft der Objekte in den Museen und um die Frage, unter welchen Umständen die Objekte ursprünglich erworben wurden. Auch das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg profitierte in der Vergangenheit von kolonialen Strukturen, in denen eine Vielzahl seiner ethnologischen Objektbestände gesammelt wurden. Um die Herkunft kolonialer Objekte in niedersächsischen Sammlungen zu erforschen, begann 2018 das Verbundprojekt „Provenienzforschung in ethnologischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachen (PAESE)“, welches von der VolkswagenStiftung finanziert wird.

Ziel des Projektes ist es auch, einen offenen und transparenten Dialog mit den Herkunftsgesellschaften der Objekte zu führen. Ab dem 15. September sind daher erstmals ExpertInnen aus Tansania, Kamerun und Papua-Neuguinea im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg bei Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke zu Gast. Sie werden gemeinsam mit Oldenburger Wissenschaftler*innen an den Sammlungen des Museums arbeiten und sich über den Umgang mit Objekten kolonialer Herkunft austauschen. Das Oldenburger PAESE-Projekt wird wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Dagmar Freist von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie betreut die Forschungsarbeiten der Doktorandin des Projekts, Jennifer Tadge, zu den kolonialen Museumsbeständen mit.
nach oben