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„Aufbruch ins Ungewisse“

08.09.2019, 12:56 Uhr
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. zeigt in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes, Oldenburg-Kreyenbrück, den Film „Aufbruch ins Ungewisse“, eine ARD-Produktion von 2018. 
Regie: Kai Wessel 

Mittwoch, 25. September 2019, 19:00 Uhr
St. Johannes Kirchengemeinde
Pasteurstraße, Oldenburg-Kreyenbrück

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.


Zum Inhalt
In naher Zukunft: Europa ist im Chaos versunken. Rechtsextreme haben in vielen Ländern die Macht übernommen. Aus dem demokratischen Staat, der Deutschland einmal war, ist ein totalitäres System geworden, das Andersdenkende, Muslime und Homosexuelle verfolgt. Jan Schneider hat sich als Anwalt auf die Seite enteigneter Opfer gestellt. Als er erfährt, dass ihn das Regime erneut ins Gefängnis stecken will, beschließt er zu fliehen.

Sein Ziel ist die Südafrikanische Union, die nach einem Wirtschaftsboom politische und ökonomischeStabilität genießt. Ein Frachter soll ihn, seine Frau Sarah und die beiden Kinder Nora und Nick gemeinsam mit anderen Flüchtlingen nach Kapstadt bringen, doch die Schlepper setzen ihre Passagiere in viel zu kleinen Booten vor der Küste Namibias aus. Auf rauer See kommt es zur Katastrophe, der kleine Nick geht verloren, und niemand weiß, ob er das Ufer erreichen konnte.

Voller Verzweiflung begeht Sarah einen Fehler: Sie lässt sich in Namibia registrieren, einem angeblich sicheren Drittstaat, der tatsächlich aber seit kurzem alle Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer abschiebt. Unter lebensgefährlichen Umständen geht die Flucht bis nach Südafrika weiter, wo die Flüchtlinge im Lager darauf warten, zum Asylverfahren zugelassen zu werden. Zum Nichtstun verdammt, bleibt der Familie nichts als die Hoffnung, dass Nick. Doch noch gefunden wird und man sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen kann. In dieser Extremsituation entfremdet sich Nora immer mehr von ihren Eltern, und auch zwischen Jan und Sarah kriselt es.


Der Film von Kai Wessel will provozieren. Er fordert heraus, mutet uns ebenso schreckliche wie starke Bilder zu und macht uns nachdenklich. Insofern ist es ein nachhaltiger Film, in dem wir einem drastischen Perspektivwechsel ausgesetzt werden. Es geht um Flucht. Wir kennen die Bilder aus den Medien: verzweifelte Menschen in viel zu kleinen Booten. In der Realität sind es Afrikaner, die nach Europa flüchten, häufig von Schleppern ausgebeutet werden und ihr Leben und das ihrer Kinder in schwimmenden,„Nussschalen“ riskieren. Im Film jedoch ist es eine deutsche Familie, die „in naher Zukunft“ aus ihrem totalitären Heimatland aus Furcht vor Repressalien Hals über Kopf ins vermeintlich sichere Afrika fliehen. Ihr Ziel: Kapstadt. Doch dann geht der kleine Nick auf See verloren ...
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