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Leben und Vermächtnis eines Verlegers

06.08.2019, 20:48 Uhr

Gesprächsabend über Peter Suhrkamp im Kulturzentrum PFL

Der Verleger Peter Suhrkamp steht im Mittelpunkt des nächsten Gesprächsabends in der Reihe „Oldenburger Lebensläufe im Dialog“. Der Literaturhistoriker Dr. h. c. Wolfgang Schopf, Leiter des Literaturarchivs der Universität Frankfurt am Main, Kurator, Herausgeber und Archivar, diskutiert mit der Sozialwissenschaftlerin und Kuratorin der Suhrkamp-Ausstellung 2016 Etta Bengen am Dienstag, 20. August, im Kulturzentrum PFL über Peter Suhrkamp als Verleger, seinen Lebenslauf und das Vermächtnis der „Suhrkamp-Kultur“. Durch den Abend führt Professor Dr. Matthias Bormuth. Beginn ist um 19.30 Uhr.
 Der 1891 in Kirchhatten bei Oldenburg geborene Peter Suhrkamp war einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands. Aufgewachsen im ländlichen Raum schlug er das für ihn vorgesehene Hoferbe aus, um gegen den Willen seiner Eltern Lehrer zu werden. Bevor er sein Studium aufnehmen konnte, meldete er sich 1914 freiwillig für den Kriegsdienst. Schwer traumatisiert verbrachte er die letzten Kriegsmonate in einer psychiatrischen Anstalt. Nach Kriegsende nahm er sein Lehrerstudium auf und arbeitete mehrere Jahre in seinem Beruf. 1929 beendete er seine Lehrertätigkeit und setzte sich als Journalist unter anderem kritisch mit dem Schulwesen auseinander. Nach mehrjähriger Mitarbeit im S. Fischer Verlag übernahm er 1936 die Anteile der ins Exil genötigten Familie Fischer bis er 1944 wegen Verstößen gegen Autorenverbote und Kontakten zu Widerstandskreisen verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht wurde. 1950 gründete er den Suhrkamp Verlag, der sich in folgenden Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Literaturverlage entwickelte.
 Die Reihe „Oldenburger Lebensläufe im Dialog“ wird von der Karl Jaspers Gesellschaft, Evangelischer Akademie, St. Lamberti-Kirche, Landesbibliothek und dem Kulturamt der Stadt Oldenburg veranstaltet. Karten für den Suhrkamp-Gesprächsabend sind an der Abendkasse für 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, erhältlich.
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