ganz-oldenburg.de –
DAS Stadtmagazin im Internet
 
ganz-oldenburg.de – DAS Stadtmagazin im Internet
»Berichte
»Kurzmeldungen

Falsche Polizeibeamte erbeuten mehrere Tausend Euro

09.01.2019, 11:12 Uhr
Immer wieder versuchen dreiste Betrüger, sich als Polizeibeamte auszugeben und dadurch insbesondere älteren Mitmenschen hohe Bargeldsummen abzunehmen.

Am Montag führte die Masche des "falschen Polizeibeamten" in Oldenburg für einen Täter zum Erfolg: eine 82-jährige Frau aus Bürgerfelde wurde um über 5000 Euro betrogen. Die Rentnerin erstattete am Dienstag Anzeige bei der (echten) Polizei.

Die Oldenburgerin schilderte, dass sie am Montag gegen 11 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Kriminalbeamten aus Oldenburg erhalten habe. Die Anrufernummer sei bei dem Telefonat unterdrückt gewesen. Der Mann erklärte der Rentnerin, dass bei einem Raubüberfall in der Nachbarschaft eine Täterbande festgenommen worden sei. Bei den Ermittlungen sei dann festgestellt worden, dass das Eigentum der 82-Jährigen ebenfalls in großer Gefahr sei. Nachdem die Oldenburgerin dem Anrufer erklärt hatte, dass sie auf ihrem Bankkonto Bargeld deponiert habe, wurde sie aufgefordert, mit einem bestimmten Taxiunternehmen zur Bank zu fahren und das Geld abzuheben. Der betrüger ergänzte dabei, dass auch Mitarbeiter der Bank zu der Betrügerbande gehörten und das Geld der Frau schon bald ins Ausland transferieren würden.

Schließlich fuhr die Rentnerin zu ihrer Bankfiliale in der Oldenburger Innenstadt und hob einige Tausend Euro von ihrem Konto ab. Als sie nach Hause zurückkehrte, meldete sich der Anrufer wieder und forderte die Frau auf, die Seriennummern einiger der Geldscheine durchzugeben. Die Oldenburgerin nannte die Nummern, woraufhin der Betrüger erklärte, dass die Scheine gefälscht seien und sichergestellt werden müssten. Die 82-Jährige solle das Geld in einer Tüte in der Nähe des Hauses deponieren. Dies tat die Frau; kurz darauf war die Tüte mit dem Geld verschwunden.

In der Vergangenheit kam es bundesweit zu einer Vielzahl von Fällen dieser dreisten Betrugsmasche. Viele ältere Mitbürger sind jedoch inzwischen sensibilisiert, beenden derartige Telefongespräche sofort und melden dies der Polizei. Dennoch gelingt es manchen Tätern durch geschickte Gesprächsführung und kreative Rhetorik immer wieder, das Vertrauen ihrer Opfer zu erlangen, um sich auf betrügerische Weise zu bereichern. Die Polizei empfiehlt dazu, besonders mit älteren Mitmenschen und Angehörigen über diese Masche zu sprechen und mögliche Opfer weiter zu sensibilisieren. Wer ein verdächtiges Telefonat beendet und auflegt, dem droht keine Gefahr!
nach oben