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Johanniter-Weihnachtstrucker: Pakete aus Weser-Ems in der Ukraine eingetroffen

29.12.2018, 18:14 Uhr

500 Mal Hilfe für bedürftige Kinder, Senioren und Familien

Wochenlang haben die Johanniter in den Ortsverbänden im Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe für die Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker Pakete gesammelt. Insgesamt konnten fast 500 Pakete auf die Reise in die Ukraine geschickt werden. Heute wurden sie direkt durch die Johanniter vor Ort in Schytomyr verteilt. 

In der Vorweihnachtszeit hatten die Johanniter in Niedersachsen und Bremen Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute aufgerufen, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben. Mit dabei waren alle 20 Ortsverbände in Weser-Ems Besonders aktiv waren die Verbände Garrel mit 104 Paketen, Oldenburg mit mehr als 140 Paketen und Varel mit fast 30 Paketen. In Emden packten die Kinder des Johanniter-Horts „Grüner Baum“ 30 Pakete, in Wittmund kamen die Johanniter in einem Gemeinschaftsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen auf mehr als 50 Pakete. Insgesamt schickten die Johanniter aus Weser-Ems fast 500 Pakete mit dem Johanniter-Weihnachtstruckern in die Ukraine.

„Wir danken allen Johannitern, die sich für den Weihnachtstrucker engagiert haben, und natürlich allen Spendern“, sagt Stefan Greiber, Sprecher des Regionalverbands Weser-Ems. Es sei toll, dass so viele Menschen den bedürftigen Familien in Osteuropa und vor allem in der kriegsgeschüttelten Ukraine helfen wollten. Besonders freut es Greiber, dass die Johanniter-Kollegen aus den Ortsverbänden Stade und Wunstorf die Hilfsgüter mit einem eigenen Lkw-Konvoi direkt ins Zielgebiet gebracht und dort persönlich verteilt haben. „Das ist schön, wenn man weiß, dass die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt.“
 
In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertags brachen die Helfer Richtung Ukraine auf. Mit zwei vollgepackten Lkw mit Anhängern und einem Begleitfahrzeug trafen sie wohlbehalten am späten Donnerstagabend in der rund 120 Kilometer westlich von Kiew gelegenen Stadt Schytomyr ein. Nach der Verteilung der Pakete am Freitag ging die Fahrt weiter in die zentralukrainische Stadt Poltawa in der Nähe von Charkow.

Landesvorstand Hannes Wendler würdigt die Arbeit der vielen Helfer im Hintergrund. „Ein großer Dank geht an alle Paketpacker in Niedersachsen und Bremen und auch an alle Spender, die sich finanziell eingebracht haben“, betont er. „Besonders möchte ich allerdings unseren Weihnachtstruckern danken, die sich an Weihnachten auf den langen Weg in die Ukraine aufgemacht haben.“ Interessiert werden Berichte, Fotos und Filme bei Facebook verfolgt oder auf der Internetseite www.johanniter.de/weihnachtstrucker-ukraine angeschaut. „So haben wir ein wenig das Gefühl dabei zu sein“, sagt Greiber. „Denn es sind ja auch unsere Pakete, die dort verteilt werden.“ Dies sei ein gutes Gefühl.


Über die Johanniter-Weihnachtstrucker
 
Während der Sammelaktion packen tausende Menschen in der Vorweihnachtszeit Hilfspakete für Bedürftige in Südosteuropa. Sie enthalten dringend benötigte Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel nach einer festgelegten Packliste und ein kleines Kinderspielzeug. 
 
Das erste Mal gestartet sind die Johanniter-Weihnachtstrucker vor 25 Jahren mit etwa 3.000 Paketen in Bayern, inzwischen sind fast alle Landesverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in die Aktion involviert. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen ist 2018 das zweite Mal dabei. In diesem Jahr sind bundesweit 56.172 Pakete gesammelt und mit insgesamt 44 Sattelschleppern nach Südosteuropa gebracht worden.
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