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„Das feministische Paradies“

10.10.2018, 12:54 Uhr

eine Bühnen-Performance über 100 Jahre Frauenrecht

Unter dem Titel „Das feministische Paradies“ präsentiert die Jugendkulturarbeit e.V. eine generationsübergreifende Performance zum Thema Frauenrechte und Frauenbewegung. 

Das Jubiläumsjahr 2018 feiert sowohl 100 Jahre Frauenwahlrecht als auch 50 Jahre Neue Frauenbewegung. 12 Frauen im Alter von 19 bis über 60 Jahren haben gemeinsam einen Rückblick vorgenommen und bringen von Olympe de Gouche (1791) bis hin zur aktuellen MeToo-Debatte einen historischen Abriss, aber auch die Gegenwart der Frauenbewegung auf die Bühne. 

„Das feministische Paradies“ nutzt als künstlerisches Format performative Darstellungsmöglichkeiten um gesellschaftliche Entwicklungen kritisch abzubilden und sich diesen Fragen zu stellen. 

Die Weimarer Republik brachte aktives und passives Wahlrecht für Frauen. 

Die Aufnahme des Satzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ 1949 im Grundgesetz stellte einen frauenrechtlichen Meilenstein der Nachkriegszeit dar. 

Kämpfe um Bildung, um weibliche Selbstbestimmung und um weibliche Erwerbsarbeit bilden weitere Eckpfeiler der Neuen Frauenbewegung - eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. 

Frauen unterschiedlicher Generationen trafen sich gemeinsam, um sich im Spannungsfeld historischer Entwicklungen und des eigenen jeweiligen biografischen Hintergrunds auszutauschen. Diese Form der Projektarbeit – verstanden als gemeinsames Forschungsfeld – ist (besonders) geprägt von Toleranz gegenüber unter- schiedlichen Sichtweisen und Standpunkten. 

Es werden biografische Erzählungen mit fiktiven Texten gemischt, Originaltöne und Bilder eingespielt, sowie Forderungen der damaligen und heutigen Frauenbewegung gegenübergestellt, kommentiert, choreografiert. Historische Figuren, aber auch die Bloggerin und die feminine Feministin, die iranische Frauenbewegung und aktuelle Ereignisse weltweit sind Teil der Performance. Zwischen Selbstoptimierung, Geburtenkontrolle, familienfreundlicher Arbeitszeit, Karriere und Militärdienst – Frauen haben die Wahl und können sich entscheiden. 

Mit Anna-Rosa Ostern, Anne Strick, Antje Rose, Farnaz Ranahma, Gina Schumm, Johanna Bauhus, Margit Ostern, Pia Schillinger, Paula Schumm, Sabine Molitor, Silke Trautmann, Sonja Wessels 

Premiere ist am 26. Oktober um 20 Uhr in der Limonadenfabrik, Kleine Straße 8. Weitere Aufführungen gibt es am 27. (20 Uhr) und 28. Oktober (19 Uhr). Am 29. Oktober wird vormittags eine Aufführung für Gruppen nach Voranmeldung angeboten. Kontakt und weitere Informationen bei Gina Schumm, E-Mail: g.schumm@jugendkulturarbeit.eu
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