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Wissenschaft

Digitale Job- und Praktikumsmesse

07.05.2021 18:37 Uhr

Career Day ONLINE! bringt Interessierte und Unternehmen zusammen

Abschlussarbeiten, Praktika und Berufseinstieg: Der Career Day ONLINE! bietet Studierenden, Absolventen und Absolventinnen sowie Promovierenden die Gelegenheit, mit regionalen und überregionalen Unternehmen in Kontakt zu kommen. Die Job- und Praktikumsmesse der Universität Oldenburg findet am Mittwoch, 12. Mai, von 10.00 bis 17.00 Uhr digital und in neuem Format statt. Teilnehmende haben die Möglichkeit, sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren, erste Kontakte mit Personalverantwortlichen zu knüpfen sowie Expertinnen und Experten kennenzulernen. Rund 30 sowohl regionale als auch überregionale Aussteller präsentieren ihre Unternehmen und tauschen sich per Live- und Videochat mit potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern aus. Darüber hinaus stehen verschiedene Serviceeinrichtungen für Informationen zum Berufseinstieg, zur Existenzgründung und zum Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Parallel zu den digitalen Messeständen bietet der Career Day ONLINE! ein umfangreiches Rahmenprogramm. Zum Auftakt spricht Unternehmerin Rona van der Zander über Herausforderungen und Trends in der veränderten digitalisierten Arbeitswelt. Es folgen Impuls- und Praxisvorträge zu Tätigkeiten in unterschiedlichen Branchen sowie zum erfolgreichen Einstieg in den Beruf. Außerdem gibt es Tipps rund um das Thema Bewerben. Digitale Pinnwände für Stellenanzeigen, sogenannte Jobwalls, und kostenlose Bewerbungsmappen-Checks runden das Programm ab.

Eine kostenlose Registrierung ist vorab unter uni-oldenburg.expo-ip.com/ erforderlich.
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CHE-Ranking: Universität Oldenburg mit Bestnoten

04.05.2021 16:00 Uhr
Spitzenplätze in Biologie und Mathematik – auch Medizin schneidet wieder stark ab

Hervorragend betreut und unterstützt – Studierende der Biologie, Mathematik und Medizin fühlen sich an der Universität Oldenburg besonders gut aufgehoben. So lautet eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Hervorgehoben wird zudem der starke Wissenschaftsbezug der Medizin, die in dieser Kategorie ebenfalls zur Spitzengruppe gehört. Im Bereich „Unterstützung zu Beginn des Studiums“ – etwa durch Vorkurse, Peer-Learning, individuelle Beratung und virtuelle Lernplattformen – schneiden die Studiengänge Biologie, Mathematik und Physik sehr gut ab. Sämtliche Ergebnisse werden heute im ZEIT-Studienführer 2021 veröffentlicht.

„Trotz der Corona-Pandemie sind die befragten Studierenden überwiegend zufrieden. Sie attestieren unserer Universität ein gutes Lehr- und Lernklima, eine Kultur des Miteinanders und starke Forschungsbezüge im Studium, was mich persönlich sehr freut“, sagt Prof. Dr. Verena Pietzner, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales.

Zum zweiten Mal seit 2018 ist der 2012 gegründete Studiengang Humanmedizin der Universität Teil des Rankings – und wird erneut in vielen Bereichen sehr gut bewertet. In den Kategorien Betreuung durch Lehrende, Angebote zur Berufsorientierung und Wissenschaftsbezug des Studiums gehört der Studiengang zur jeweiligen Spitzengruppe. Sehr zufrieden sind die Studierenden auch mit dem Konzept des Modellstudiengangs, das bereits in den ersten drei Studienjahren einen hohen Praxisanteil vorsieht: Besonders gut schneidet die Universität beispielsweise beim Praxisbezug in der vorklinischen Ausbildung, der Verzahnung zwischen Vorklinik und Klinik und bei der Betreuung im Patientenunterricht ab.

Auch in den Fächern Biologie und Mathematik sind die Studierenden überwiegend zufrieden. Biologiestudierende vergaben beispielsweise Spitzenwerte für die Betreuung durch Lehrende, die Unterstützung im Studium und die Vermittlung fachwissenschaftlicher Kompetenzen. Sie schätzen das gute soziale Klima zwischen Lehrenden und Studierenden, die Möglichkeit, im Studium individuelle Schwerpunkte zu setzen sowie die Verfügbarkeit fachspezifischer Software und Datenbanken. In der Mathematik fühlen sich die Studierenden ebenfalls gut unterstützt; Sie sind zufrieden mit der Studienorganisation, der Bibliotheks- und Arbeitsplatzausstattung. Gute Noten gab es zum Beispiel für das Tutorensystem, die Qualität der bereitgestellten Lehrmaterialien und den guten Zugang zu elektronischen Büchern und Zeitschriften.

Das CHE-Hochschulranking ist der umfassendste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Es basiert auf Befragungen von rund 120.000 Studierenden und mehr als 300 untersuchten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW) sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen, wie zum Beispiel die Betreuung, Prüfungen Bibliotheksausstattung oder Auslandsstudium. In diesem Jahr wurden die Fächer Biochemie, Biologie/Biowissenschaften, Chemie, Geografie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Medizin, Pflegewissenschaft, Pharmazie, Physik, Politikwissenschaft, Sport/Sportwissenschaft und Zahnmedizin untersucht.
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Wie gut speichern Nord- und Ostsee Kohlenstoff?

30.04.2021 11:59 Uhr

Neues Forschungsprojekt untersucht, wie Meere mehr Kohlendioxid aufnehmen können

Die Ozeane schlucken derzeit ein Drittel der menschengemachten Kohlendioxid-Emissionen. Das Treibhausgas löst sich direkt im Wasser. Außerdem wird es von Mikroorganismen über die Photosynthese aufgenommen sowie teils in unlösliche Mineralien umgewandelt. So entziehen die Ozeane dem atmosphärischem Kreislauf Kohlenstoff und speichern ihn für eine längere Zeit. Wie stabil diese verschiedenen Kohlenstoffspeicher in der Nord- und der Ostsee sind, untersucht ein neues Forschungsprojekt an der Universität Oldenburg. Das Vorhaben PROCARBON unter Leitung des Ozeanographen Dr. Thomas Badewien vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) mit rund 680.000 Euro gefördert. Das Projekt ist Teil des Verbundprojekts Carbostore (Carbon Storage in German Coastal Seas – Stability, Vulnerability and Perspectives for Manageability), das vom Helmholtz-Zentrum Hereon (ehemals Helmholtz-Zentrum Geesthacht) geleitet wird.

Ziel von PROCARBON ist es zu untersuchen, wie die verschiedenen Kohlenstoffspeicher in der Nord- und Ostsee auf den Klimawandel und andere vom Menschen verursachte Umweltveränderungen reagieren. „Die Küstenozeane spielen eine zentrale Rolle für die Meeresumwelt und das Klimasystem, sie dienen im Kohlenstoffkreislauf als Regulationsventil“, sagt Badewien. Nach bisherigen Erkenntnissen setzen Randmeere wie Nord- und Ostsee besonders viel Kohlenstoff um, weil mehr Nährstoffe für das Algenwachstum zur Verfügung stehen als im offenen Ozean. Gleichzeitig beeinflussen verschiedene Vorgänge an Land, in der Atmosphäre und im Meer selbst, wie viel Kohlendioxid die Meere tatsächlich aufnehmen können.

Das Team um Badewien und seine ICBM-Kollegen Prof. Dr. Thorsten Dittmar, Prof. Dr. Oliver Zielinski, Prof. Dr. Jörg-Olaf Wolff und Dr. Karsten Lettmann will ermitteln, welche Prozesse dabei wichtig sind. Dafür nutzen sie zum Beispiel die Langzeit-Messstation des ICBM bei Spiekeroog, die kontinuierlich CO2-Messungen im Wattenmeer vornimmt – auch unter extremen Bedingungen, etwa bei einer Sturmflut. Mit mathematischen Modellen wollen die Forschenden außerdem abschätzen, wie sich die Kohlenstoff-Speicher künftig entwickeln. So wollen sie herausfinden, wie Nord- und Ostsee künftig mehr CO2 aufnehmen könnten. „Die Erkenntnisse sollen helfen, Managementstrategien zu entwickeln und politische Entscheidungsfindungen zu unterstützen“, sagt Badewien.

Im Gesamtprojet Carbostore untersuchen Forschende des ICBM darüber hinaus, ob die Verknüpfung schwefelhaltiger Substanzen mit organischen Verbindungen im Meer zur Speicherung von Kohlenstoff beitragen könnte und welche Rolle physikalische Prozesse beim CO2-Austausch zwischen Atmosphäre und Ozean spielen. Eine dritte Oldenburger Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Kohlenstoffspeicher im Wattenmeer.

An Carbostore sind insgesamt acht deutsche Institute, Behörden und Ämter beteiligt. Das Oldenburger Vorhaben PROCARBON (Prozessstudien zur Stabilität und Anfälligkeit der Kohlenstoffspeicher in Ost- und Nordsee) ist eins von fünf Teilprojekten. Das Vorhaben wird in der Programmlinie MARE:N des BMBF zur Meeres- und Polarforschung im Förderbereich „Ozeane unter Stress“ gefördert.
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Wie würde die Bevölkerung selbst knappen Impfstoff verteilen?

27.04.2021 17:40 Uhr

Oldenburger Politikwissenschaftler und Partner starten internationale Studie

Wenn die Bevölkerung darüber entscheiden könnte, wie die verfügbaren Impfstoffe in einer Pandemie – etwa der aktuellen Corona-Pandemie – verteilt werden: Wie sähen die Impfstrategien innerhalb einzelner Länder aus, und wie die Verteilung der Vakzine über nationale Grenzen hinweg? Diese Frage untersuchen die Oldenburger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Markus Tepe und Dr. Michael Jankowski gemeinsam mit Kollegen aus Israel, Dänemark und den USA. Das Forscherteam bereitet ein repräsentatives Online-Experiment mit insgesamt 16.000 Teilnehmenden aus acht Ländern vor (Deutschland, Italien, USA, Brasilien, Südafrika, Australien, China und Japan). Das Projekt „Who should get the vaccine first?“ („Wer sollte den Impfstoff zuerst erhalten?“) wird seit Anfang April von der VolkswagenStiftung mit gut 112.000 Euro für anderthalb Jahre gefördert.

„Das Verteilen von Impfstoff zu regulieren, ist eine globale Herausforderung für die Politik“, sagt Projektleiter Tepe. Bei einem solch knappen Gut und zugleich hoher Nachfrage seien Konflikte um die Verteilung innerhalb und zwischen Ländern unabwendbar. Doch welche Lösungen befürworten die Bürgerinnen und Bürger? Bevorzugen sie eher ein System der weltweiten Verteilung – wie von der Weltgesundheitsorganisation WHO angestrebt? Oder sollten nach ihrer Ansicht nationale Interessen generell den Vorrang erhalten, wenngleich dies andere Länder benachteiligen oder auch das eigene Land im Wettlauf um Impfstoffentwicklung und -produktion hinten liegen könnte? Die Forscher möchten wissen, unter welchen Bedingungen eine solidarische Verteilung von Impfstoffen zwischen den Ländern des globalen Nordens und Südens überhaupt möglich ist. Denn diese, so Tepe, gelte als „ein Erfolgsfaktor für die Bekämpfung zukünftiger globaler Epidemien“. 
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Neuer Masterstudiengang „Versorgungsforschung“ startet im Wintersemester

20.04.2021 19:52 Uhr

Bewerbung bis zum 15. Juli möglich

Zentrale Fragen der gesundheitlichen Versorgung stehen im Mittelpunkt des neuen Masterstudiengangs „Versorgungsforschung“, den die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg ab dem kommenden Wintersemester anbietet. Der interdisziplinäre und forschungsorientierte Masterstudiengang dauert vier Semester und richtet sich insbesondere an Studieninteressierte mit einem Bachelorabschluss beispielsweise im Bereich der Gesundheits- oder Sozialwissenschaften. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.

Die Studierenden eignen sich ein breites Wissen über das Gesundheitssystem und dessen Organisation an, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten künftig weiterentwickeln zu können. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Technik und Digitalisierung der Versorgung, Ethik, Gesundheitsökonomie, Qualitätsmanagement und Patientensicherheit. Methoden der qualitativen und quantitativen Forschung werden ebenfalls vermittelt, um Potenziale und Probleme in der gesundheitlichen Versorgung wissenschaftlich untersuchen zu können. Die Lehre greift zudem aktuelle Forschungsprojekte der Oldenburger Versorgungsforschung auf. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs können sowohl in der Wissenschaft als auch in Institutionen des Gesundheitswesens tätig werden. 

Die Universität Oldenburg ist deutschlandweit – neben Köln, Heidelberg, München, Osnabrück und Lübeck – die sechste Hochschule mit einem solchen Studienangebot. Die noch junge Wissenschaftsdisziplin Versorgungsforschung ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet innerhalb der Gesundheitsforschung. Sie nimmt den Alltag gesundheitlicher Versorgung, die Bedarfe von Patientinnen und Patienten und die Rahmenbedingungen für gute Versorgung in den Blick. Dabei befasst sie sich mit allen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung, angefangen bei der Prävention bis hin zur Palliativversorgung. Ziel ist es, die Gesundheit von Personen oder spezifischen Bevölkerungsgruppen zu verbessern.
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Frühstudium für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler

16.04.2021 15:16 Uhr

Bewerbungen für das Wintersemester ab sofort möglich

Linguistik, die Grundlagen der Physik oder mathematische Beweise – diese und andere Themen stehen im Frühstudium für hochbegabte und besonders motivierte Schülerinnen und Schüler auf dem Programm. Die Universität Oldenburg ermöglicht es Jugendlichen, ein Studienfach auf akademischem Niveau frühzeitig kennenzulernen und erste Leistungsnachweise zu erbringen. Interessierte können sich bis zum 15. Juli für das Wintersemester 2021/2022 bewerben.

Die Jugendlichen können nur auf Vorschlag ihrer jeweiligen Schulleitung an einem Frühstudium teilnehmen. Zur Auswahl stehen die Fächer Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Anglistik, Betriebswirtschaftslehre mit juristischem Schwerpunkt, Evangelische Theologie und Religionspädagogik, Geschichte, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Sport oder Informatik. Nach erfolgreicher Bewerbung besuchen die Jugendlichen reguläre Veranstaltungen wie Vorlesungen oder Seminare – die voraussichtlich zum Teil in Präsenz und zum Teil in digitaler Form durchgeführt werden. Die Frühstudierenden können bereits Studienleistungen erbringen, die im späteren Studium an der Universität Oldenburg anerkannt werden. Die Freiräume, die dadurch im späteren regulären Studium entstehen, können sie beispielsweise für Auslandsaufenthalte oder den Besuch interdisziplinärer Veranstaltungen nutzen.

Voraussetzung für ein Frühstudium sind gute Schulnoten, eine hohe Lernmotivation oder auch die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben. Die Zentrale Studien- und Karriereberatung unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der fachlichen Orientierung. Lehrende der Universität führen die Auswahlgespräche. Dabei ist nicht nur entscheidend, ob die Bewerberinnen komplexe fachliche Fragestellungen erfassen, sondern auch die Lernmotivation und die Ernsthaftigkeit der Entscheidung für ein Frühstudium spielen eine Rolle. Darüber hinaus stimmen die Lehrenden das Studienprogramm mit den Jugendlichen individuell ab.

Bewerben können sich Interessierte bis zum 15. Juli per Post an Zentrale Studien- und Karriereberatung, Christa Funke, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 26111 Oldenburg oder per E-Mail mit eingescannten Unterlagen an zskb.dez3@uol.de, Betreff: Frühstudium.

Weblinks
uol.de/studium/fruehstudium

Kontakt
Christa Funke, E-Mail: zskb.dez3@uol.de
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Ossietzky-Fellowship für Martin Esmann

16.04.2021 14:39 Uhr

Physiker erforscht Phänomene auf der Nanoskala

Der Physiker Dr. Martin Esmann hat für seine Forschung ein „Carl von Ossietzky Young Researcher‘s Fellowship“ der Universität Oldenburg erhalten. Diese Förderung erlaubt es ihm, seine akademische Karriere voranzutreiben und eigene Forschungsmittel einzuwerben, beispielsweise eine Nachwuchs-Förderung des Europäischen Forschungsrats (ERC). „Unser universitätseigenes Förderprogramm hat sich sehr bewährt, hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nachhaltig in ihrer Forschung und wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen und ihnen frühzeitig eine wissenschaftliche Eigenständigkeit zu ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Martin Fränzle, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Digitalisierung. Esmann führt sein Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Quantenmaterialien von Prof. Dr. Christian Schneider am Institut für Physik durch. Daneben will er sich auch in der Lehre weiterqualifizieren.

In seiner Forschung befasst sich Esmann mit physikalischen Phänomenen auf der Nanoskala, also auf einer Größenordnung von wenigen Milliardstel Metern. Dabei betrachtet er Transportvorgänge, in denen Lichtteilchen mit Schallwellen in Festkörpern wechselwirken. „Langfristig möchte ich herausfinden, wie man akustische Schwingungen zur Steuerung bestimmter Vorgänge in Nano-Schaltkreisen nutzen kann“, erläutert er. Um das zu erreichen, will er sogenannte Exziton-Polaritonen untersuchen. Dabei handelt es sich um eine Kopplung aus angeregten Elektronen in Festkörpern und Lichtteilchen. „Exziton-Polaritonen sind vielversprechende experimentelle Werkzeuge für verschiedene Anwendungen, sie könnten in miniaturisierten Schaltkreisen und Bauteilen zum Einsatz kommen, die mit Licht statt mit elektronischem Strom funktionieren“, sagt der Physiker.

Esmann studierte Physik in Oldenburg, währenddessen absolvierte er einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der Harvard Universität (USA). 2012 zeichnete ihn die Fakultät V für seine herausragende Masterarbeit aus. Er promovierte 2016 in Oldenburg in der Arbeitsgruppe Ultraschnelle Nano-Optik von Prof. Dr. Christoph Lienau. Im Anschluss arbeitete er als Postdoktorand am Center for Nanoscience and Nanotechnology (C2N) in Palaiseau (Frankreich), einem Forschungsinstitut der französischen Forschungsorganisation CNRS und der Université Paris-Saclay. Zuletzt förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seinen Aufenthalt mit einem Forschungsstipendium. 

Die Universität hat das Carl von Ossietzky Young Researchers‘ Fellowship seit 2013 bislang an zehn herausragende Postdoktorandinnen und Postdoktoranden verliehen.

Weblinks
uol.de/en/quantum-materials
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Digitale Internationale Tage: Informationen zu Auslandsaufenthalten weltweit

16.04.2021 14:37 Uhr
Ein Semester an einer Universität im Ausland oder ein Praktikum in einem anderen Land – viele Studierende träumen von einem Auslandsaufenthalt. Dieser Wunsch ist trotz der Covid-19-Pandemie ungebrochen. Daher unterstützt das International Office (IO) der Universität Oldenburg Studierende auch in diesen besonderen Zeiten darin, einen Auslandsaufenthalt während ihres Studiums zu absolvieren: Vom 19. bis 21. April finden die diesjährigen „Internationalen Tage“ statt – in digitaler Form. Interessierte Studierende sind herzlich eingeladen, sich über Auslandsaufenthalte, mögliche Ziele und Wege der Finanzierung zu informieren. Veranstalter ist das International Office, das vom Studentenwerk Oldenburg unterstützt wird.

Den Auftakt der „Internationalen Tage“ bildet am Montag, 19. April, der „Digitale Infomarkt“, auf dem unter anderem Videos sowie weiterführende Informationen zum Auslandsaufenthalt angeboten werden. Am Dienstag, 20. April, können sich interessierte Studierende individuell beraten lassen. Lehrende beantworten fachspezifische Fragen unter der Überschrift „Frag dein Fach“. Studierende, die bereits einen Auslandsaufenthalt absolviert haben, berichten über ihre Erfahrungen im „Student Talk“. Den Abschluss der Veranstaltung bilden am 21. April „Live-Info-Sessions“ zu Themen wie „Über Erasmus+ ins europäische Ausland“, „Studium außerhalb Europas“, „Studium im Ausland mit gesundheitlicher Beeinträchtigung“ sowie zu Auslandspraktika oder Auslands-BAföG. Alle Programmpunkte und Beratungsangebote sind kostenlos. 
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Erasmus+ fördert studentische Forschung

09.04.2021 14:40 Uhr
Digitale studentische Forschung zu stärken ist das Ziel eines neuen internationalen Vorhabens unter der Leitung der Universität Oldenburg. Das im März gestartete Projekt, in dem sich fünf europäische Hochschulen zusammengeschlossen haben, wird innerhalb einer Sonderausschreibung des EU-Programms Erasmus+ für mehr digitale Bildung mit rund 286.000 Euro gefördert. Koordinatorin des Vorhabens „A European Network for Digital Undergraduate Research“ (EU-dUR) ist Dr. Susanne Haberstroh, stellvertretende Leiterin des Referats Studium und Lehre und Referentin für forschungsbasiertes Lernen an der Universität. Neben der Projektkoordination liegt auch die Leitung eines Teilprojekts an der Universität Oldenburg.

Studentische Forschung gewinne in der universitären Lehre kontinuierlich an Bedeutung, betont Haberstroh. Studien haben gezeigt, dass Studierende sich durch das sogenannte forschende Lernen schneller und intensiver mit ihrem Fach vertraut machen als mit herkömmlichen Lehrmethoden. Das neue Vorhaben möchte Studierende, Hochschullehrende und Universitäten dabei unterstützen, dieses innovative Lernkonzept weiter auszubauen. Das Projektteam entwickelt dafür in drei Teilprojekten verschiedene digitale Werkzeuge, etwa eine neue Plattform für studentische Forschung und Bürgerwissenschaften. Das C3L – Center für lebenslanges Lernen und das Center for Open Education Research (COER) der Universität Oldenburg erarbeiten innerhalb eines Teilprojekts ein Online-Trainingsprogramm, das Hochschullehrende darin schult, Forschungsarbeiten von Studierenden zu betreuen. Es soll nach Projektende allen europäischen Universitäten zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die digitale Kompetenz von Dozentinnen und Dozenten weiter zu erhöhen. Längerfristig soll das Projekt dazu beitragen, ein europäisches Netzwerk zu studentischer Forschung zu etablieren.

Projektpartner sind neben der Universität Oldenburg die Universitäten Wien (Österreich), Warwick (Großbritannien) und die Université de Paris (Frankreich) sowie die litauische LCC International University. Die Pädagogische Hochschule Luzern (Schweiz) und der US-Council on Undergraduate Research fungieren als assoziierte Organisationen. Die Projekt-Ausschreibung „Förderung der Bereitschaft für digitale Bildung“ unterstützt Projekte, die e-Learning, Fernunterricht und gemischte Lernformate fördern, Lehrkräfte und Ausbilder unterstützen und den inklusiven Charakter der digitalen Lehrangebote bewahren.


Weblinks

    uol.de/c3l/forschung

    uol.de/coer


Kontakt

Dr. Susanne Haberstroh, Tel.: 0441/798-4073, E-Mail: susanne.haberstroh@uol.de

Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter, Tel.: 0441/798-2765, E-Mail: olaf.zawacki.richter@uol.de
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Korallen erfolgreich im Labor vermehrt

09.04.2021 14:11 Uhr

Bundesweit einmaliger Erfolg bei sexueller Fortpflanzung von Steinkorallen

Einen ganz besonderen Erfolg können Oldenburger Wissenschaftler des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg verbuchen: In ihren Aquarien am Standort Wilhelmshaven gelang bundesweit erstmals die Vermehrung von Steinkorallen. Das Team um Prof. Dr. Peter Schupp von der Arbeitsgruppe Umweltbiochemie stellte die Umweltbedingungen im Labor so nach, dass sie denen im Pazifischen Ozean – der Heimat der Korallen – entsprachen. Die Tiere vermehrten sich sexuell, was weltweit erst wenige Male gelang. „Das ist ein großer Schritt für die Korallenforschung in Deutschland“, sagt Dr. Samuel Nietzer, der die Wilhelmshavener Aquarienanlage leitet. Die sexuelle Vermehrung eröffne wichtige neue Forschungsmöglichkeiten – etwa, die Ansiedelung von Korallenlarven und das Wachstum von Jungkorallen gezielt zu untersuchen.

Die verwendeten Acropora-Korallen gehören zur wichtigsten Gattung der Steinkorallen und kommen in natürlichen Korallenriffen sehr häufig vor. Die Hohltiere laichen nur einmal im Jahr. Dabei geben tausende Korallen ihre Eizellen und Spermien gleichzeitig ins Wasser ab. Dieses exakt synchronisierte Massenereignis findet nur unter ganz besonderen Bedingungen statt, was die Vermehrung im Aquarium schwierig macht: Wenn Tageslänge, Mondzyklus und Klimafaktoren nicht genau mit den natürlichen Bedingungen übereinstimmen, produzieren die Korallen keine Nachkommen. Die gängige Methode zur gezielten Vermehrung ist daher bislang die Fragmentierung. Dabei wird eine große Koralle in kleinere Teile gebrochen, die schnell wachsen und in Aquarien oder bei der Riffaufforstung zum Einsatz kommen. Diese Teilkorallen sind genetisch identisch, was sie anfällig gegenüber Umweltveränderungen wie steigenden Wassertemperaturen macht. Sexuell vermehrte Jungtiere könnten widerstandsfähiger sein und sich besser an veränderte Bedingungen anpassen, so die Hoffnung der Experten.

Um die Acropora-Korallen zum Ablaichen zu bringen, betrieben Schupp, Nietzer und ihr Kollege Matthew Jackson einen großen technischen Aufwand. Im Herbst vergangenen Jahres erweiterten sie die Aquarien in Wilhelmshaven mit speziell für diesen Zweck designter Technik, um australische Bedingungen realistisch herzustellen. Dabei simulierten sie sowohl Wasserchemie und Mondzyklen als auch Parameter wie Tageslänge, Beleuchtung und Temperatur. Die Forscher verwendeten Korallen aus Australien, die sie über den Aquaristik-Handel bezogen hatten. Pünktlich zum erwarteten Termin – etwa eine Woche nach Vollmond im Dezember – war es so weit: Die Korallen gaben gleichzeitig ihre Eier und Spermien ins Wasser ab. Die Keimzellen stiegen zur Oberfläche, wo Nietzer und Jackson sie einsammelten. Die Forscher mischten jeweils Eier und Spermien aus unterschiedlichen Korallenkolonien, um eine möglichst große genetische Vielfalt bei den Jungtieren zu erreichen. „Wir haben eine annähernd hundertprozentige Befruchtungsrate erreicht und konnten nach wenigen Tagen rund 50.000 entwickelte Larven zur Ansiedlung bringen“, berichtet Nietzer. Inzwischen seien die größten der überlebenden Nachkommen bereits einen Zentimeter groß.

Mit den hier gewonnenen Larven und Jungkorallen wollen die Forscher nun Faktoren identifizieren, die Ansiedlung und Wachstum der Korallen fördern. Aber auch Umwelteinflüsse wie Meeresverschmutzung stehen im Fokus der Forschung. „Wir gehen davon aus, dass durch neue Erkenntnisse und Methoden bei der Aufzucht in Zukunft große Mengen an Jungkorallen gezüchtet und die dabei entwickelten Methoden beispielsweise bei der Riffaufforstung an geschädigten Riffen und der Korallenforschung eingesetzt werden können“, erklärt Schupp. Zudem falle der große logistische Aufwand weg, für die Gewinnung von Jungkorallen zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Heimat der Korallen reisen zu müssen.

Kontakt
Dr. Samuel Nietzer, E-Mail: samuel.nietzer@uol.de
Prof. Dr. Peter Schupp, E-Mail: peter.schupp@uol.de
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Spracherkennung als Forschungsobjekt

09.04.2021 14:08 Uhr

Prof. Dr. Bernd T. Meyer zu Gast beim Podcast „Hirn gehört: Oldenburger Wissensschnack“

Prof. Dr. Bernd T. Meyer ist am Donnerstag, 15. April, in der vierten Folge des Wissenschaftspodcasts „Hirn gehört: Oldenburger Wissensschnack“ zu Gast. Meyer ist Professor für Kommunikationsakustik an der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg sowie Mitglied im Forschungszentrum Neurosensorik und im Exzellenzcluster „Hearing4all“.

In der aktuellen Podcast-Folge erzählt der Forscher, wie er als Physiker und Informatiker zur Kommunikationsakustik und automatischen Spracherkennung kam. Außerdem thematisiert er, wie komplex und vielfältig Sprache als Forschungsobjekt ist und was für ein persönliches Gut Sprache und Sprachsignale in der Ära von Sprachcomputern sind. Dabei erfährt das Publikum, welchen Einfluss Technologien wie maschinelles Lernen und neuronale Netze bereits auf die technologische Entwicklung haben. Meyer spricht jedoch nicht nur über seine Forschung, sondern auch über amüsante oder ungewöhnliche Erfahrungen aus seinem Leben als Wissenschaftler.

In dem Wissenschafts-Podcast „Hirn gehört: Oldenburger Wissensschnack“ sprechen einmal im Monat Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Region über ihre Projekte, ihre Motivation, ihre beste Story, den größten Misserfolg oder ihr verrücktestes Lieblings-Fachwort. Die Moderation des Podcasts übernehmen Dr. Bianca Brüggen und Jens-Steffen Scherer, die auch den Oldenburger Science Slam moderieren. Koordiniert wird das Ganze aus dem Projekt „Partizipative Wissenschaft für Region, Kultur und Technik“ der Jade Hochschule, welches von der Europäischen Union über EFRE-Mittel und „Europa für Niedersachsen“ gefördert wird.

Weblinks
hirnvomhahn.de/podcast/
uol.de/neurosensorik/aktuelles

Kontakt
Dr. Nina Gaßmann, Tel.: 0441/798-5475, E-Mail: nina.gassmann@uol.de
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Batterien der Zukunft

23.03.2021 18:04 Uhr

Europäische Spitzenförderung: 2,25 Millionen Euro für neue Nachwuchsgruppe am Institut für Chemie

Eine völlig neue Art Batterien herzustellen steht im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Oldenburg. In den kommenden fünf Jahren wird der Chemiker Dr. Dmitry Momotenko ein innovatives dreidimensionales, elektrochemisches Druckverfahren weiterentwickeln und erforschen, mit dem sich Lithium-Ionen-Batterien herstellen lassen. Ziel ist, die Stromspeicher sehr viel leistungsfähiger zu machen und Ladezeiten auf wenige Sekunden zu verkürzen. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) fördert das Vorhaben NANO-3D-LION mit rund 2,25 Millionen Euro im Rahmen eines sogenannten „Starting Grant“. Mit dieser Förderung unterstützt der ERC exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die eine eigene Arbeitsgruppe aufbauen möchten.

Mobile elektronische Geräte, elektrische Fahrzeuge oder Robotersysteme benötigen effiziente Stromspeicher. Allerdings ist die Leistung gängiger, wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Batterien aufgrund ihrer Bauweise begrenzt. In dem neuen Projekt forscht Momotenko daher daran, Batterien künftig mit einer 3D-Drucktechnik auf der Nanoskala herzustellen. „Wir freuen uns sehr, dass Dmitry Momotenko sich entschieden hat, seine vom ERC geförderte Forschung an der Universität Oldenburg durchzuführen. Wir erweitern damit unsere Expertise auf dem Gebiet der Elektrochemie um Know-How für die gezielte Manipulationen auf der Nanometerskala“, sagt Prof. Dr. Gunter Wittstock, mit dessen Arbeitsgruppe „Physikalische Chemie - Elektrochemie“ der Nachwuchswissenschaftler künftig eng zusammenarbeiten wird. „Das Vorhaben könnte die bisherige Batterie-Technologie revolutionieren und einen großen Einfluss auf das Design von Hochleistungsbatterien haben“, betont Wittstock.

Die wissenschaftlichen Grundlagen für das neue Forschungsprojekt hat Momotenko während seiner bisherigen Tätigkeit an der ETH Zürich (Schweiz) gelegt. Das Verfahren, mit dem der Chemiker künftig ultrakleine Strukturen für Batterien herstellen möchte, fußt auf drei Schritten: Zunächst entwickelt die Arbeitsgruppe eine entsprechende 3D-Druckplattform. „Herzstück sind hier die von mir entwickelten Druckdüsen mit Öffnungen von nur wenigen Nanometern“, erläutert Momotenko. In einem nächsten Schritt passen die Forscher die Druckplattform für Anwendungen im Nanobereich an. Schließlich wandeln sie mit entsprechenden elektrochemischen Verfahren die gedruckten Metallteile in aktives Elektrodenmaterial um.

„Mit dieser Technik können wir Batterien herstellen, deren Oberfläche tausendfach größer als bei herkömmlichen Modellen ist“, erläutert Momotenko. Die neue Architektur soll es ermöglichen, dass die Batterien eine deutliche höhere Leistung als bisher aufweisen und sich 1000-fach schneller, innerhalb weniger Sekunden, aufladen lassen. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte die 3D-Drucktechnik zudem breite Anwendungen auch in anderen Bereichen finden, beispielsweise für die Entwicklung von implantierbaren Elektroden oder die Herstellung von Biosensoren.

Dr. Dmitry Momotenko, Jahrgang 1987, studierte an der Lomonosov Universität in Moskau (Russland) Chemie und erwarb an der École Polytechniques Fédérale de Lausanne (Schweiz) den Doktortitel. Bereits während seiner Tätigkeit in Lausanne knüpfte der Chemiker im Rahmen einer Projektkooperation erste Kontakte zu der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gunther Wittstock am Institut für Chemie der Universität Oldenburg. Nach der Promotion war Momotenko mit einem Marie-Curie-Stipendium der Europäischen Union in einer renommierten Arbeitsgruppe an der Universität Warwick (UK) tätig, bevor er an die ETH Zürich wechselte, wo er in einem vom Schweizer Nationalfonds geförderten Projekt wissenschaftliche Vorarbeiten zu dem jetzt bewilligten Vorhaben durchführte.
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Spitzenplatzierung beim „Gründungsradar“

13.03.2021 13:23 Uhr

Universität Oldenburg bundesweit hervorragend bei Existenzgründung und Gründungsförderung

Die Universität Oldenburg hat erneut hervorragend beim „Gründungsradar“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft abgeschnitten. In der Kategorie „Große Hochschulen“ erreichte sie den 4. Platz. In der letzten Erhebung 2018 war sie noch den mittelgroßen Hochschulen zugeordnet und hatte dort den Spitzenplatz erreicht. „Nun zeigt sie, dass sie auch bei den großen Hochschulen ganz vorne mit dabei ist“, heißt es in der soeben erschienenen Studie. Unter den 42 großen Hochschulen mit mehr als 15.000 Studierenden liegt die Universität Oldenburg im Gesamtranking nur einige Zehntel Prozentpunkte hinter dem Spitzentrio aus TU München, Hochschule München und Universität Potsdam.

„Die Universität Oldenburg gehört zu den besten Gründerhochschulen Deutschlands – und kann sich im bundesweiten Vergleich selbst mit deutlich größeren Standorten messen. Das bestätigt der aktuelle Gründungsradar, der uns in allen untersuchten Bereichen vorbildliche Leistungen bescheinigt. Ein hervorragendes Ergebnis nicht nur für die Universität, sondern für die gesamte Region“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper.

Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), gratuliert: „Unsere Wirtschaft braucht den Wissenstransfer durch die Universität Oldenburg – auch durch Gründungsunterstützung und die Einbindung in unser regionales Netzwerk aller Förderer von Gründungen. Die Aktivitäten der Universität sind hier goldrichtig, das zeigt die tolle Platzierung beim Gründungsradar. Glückwunsch an die Uni!“

Die Universität und ihr Gründungs- und Innovationszentrum leisten wichtige Starthilfe und legen so den Nährboden für besondere Unternehmungen und Persönlichkeiten – so kommentiert Jörg Waskönig, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Oldenburg (AGV), den Erfolg. Waskönig weiter. „Es wird aber noch viel zu wenig gegründet, hier müssen wir unbedingt am Ball bleiben und junge Menschen unterstützen und motivieren. Es ist auch ein Auftrag an die Politik, jungen Gründern den Markteintritt möglichst unbürokratisch zu erleichtern.“

Der Stifterverband hat die Indikatoren des Gründungsradars im Vergleich zum letzten Ranking überarbeitet, um neueren Entwicklungen in der Gründungsförderung an Hochschulen gerecht zu werden. Insgesamt gibt es nun sechs verschiedene Bausteine. In allen ist die Universität Oldenburg unter den Top 10 zu finden. Besonders gut schnitt sie ab bei der „Gründungsunterstützung“ und bei „Monitoring und Evaluation in der Gründungsförderung“: Hier erreichte sie jeweils Platz eins. Auf Basis dieser Indikatoren erhält die Universität Oldenburg in der soeben erschienenen Studie das Güte-Siegel „Gründungsradar – vorbildliche Leistungen 2020“.

Das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) des universitären Referats Forschung und Transfer koordiniert und gestaltet die Gründungsförderung an der Universität gemeinsam mit der Professur für Entrepreneurship. Ein wichtiger Baustein ist das im letzten Jahr gestartete Projekt „EXIST-Potentiale“. Die Universität erhält rund zwei Millionen Euro über vier Jahre, um regionale Impulse in der Gründungsunterstützung zu geben. Ziel des Projekts ist es, das bestehende Netzwerk aus Startups zu erweitern und eine „Startup Region Nordwest“ zu etablieren. Das Vorhaben stärkt das regionale Startup-Ökosystem und begleitet akademische Gründerinnen und Gründer noch besser auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.

Der Gründungsradar ist ein deutschlandweites Ranking, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und vom Stifterverband in Kooperation mit der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung durchgeführt wird. Bereits zum fünften Mal wurde untersucht, welche Anstrengungen Hochschulen für eine Stärkung der Gründungskultur unternehmen.

Weblinks
uol.de/giz

www.stifterverband.org/medien/gruendungsradar-2020


Kontakt
Janneke Mertens-Fabian, Tel.: 0441/798-5483, E-Mail: janneke.mertens-fabian@uol.de
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Was der Inklusionsprozess für Museen bedeutet

17.01.2016 10:25 Uhr

Öffentlicher Vortrag der städtischen Museumspädagogin Sandrine Teuber an der Universität

Um Inklusion an den städtischen Museen Oldenburgs geht es bei einem öffentlichen Vortrag der Museumspädagogin Sandrine Teuber an der Universität am Dienstag, 19. Januar.  Teuber gehört dem Museumspädagogischen Dienst der Stadt an und beleuchtet – am Beispiel des Horst-Janssen-Museums – die Auswirkungen des kommunalen Inklusionsprozesses auf die Institution Museum. Beginn ist um 18.00 Uhr im Gebäude A08 auf dem Campus Haarentor (Ammerländer Heerstraße 69 / Ecke Haarenfeld, Raum 0-001). 
Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung "Kunst – Pädagogik – Inklusion", die das Institut für Kunst und visuelle Kultur in Kooperation mit dem Institut für Materielle Kultur im laufenden Wintersemester veranstaltet hat. Dahinter steckt die Idee, das Thema Inklusion nicht nur im Hinblick auf die Lehrerbildung zu diskutieren, sondern aus Perspektive der Kunst und Ästhetischen Bildung den grundlegenden gesellschaftlichen Wandel in den Blick zu nehmen, den Inklusion bedeuten könnte.
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Doktorand Feras Karakit erhält DAAD-Preis

10.12.2015 19:36 Uhr

29-Jähriger für akademische Leistungen und soziales Engagement geehrt

Überdurchschnittliche akademische Leistungen und ehrenamtliches Engagement an der Hochschule: Dafür erhielt der Syrer Feras Karakit, Doktorand der Universität Oldenburg, heute den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Die Auszeichnung für internationale Studierende ist mit 1.000 Euro dotiert und wird einmal im Jahr vergeben. Die Laudatio hielt Dr. Ulrike Feudel, Professorin für Theoretische Physik/Komplexe Systeme und Betreuerin der Dissertation. 
Karakit hat als DAAD-Stipendiat sein Masterstudium in Mathematik an der Universität Oldenburg absolviert. Derzeit arbeitet er an seiner Promotion, die thematisch im Bereich der theoretischen Ökologie liegt und interdisziplinär angelegt ist. Er kooperiert dafür mit Landschaftsökologen, Ozeanographen, Biologen und Physikern. Feudel lobte in ihrer Laudatio Karakits schnelle Einarbeitung in diese unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Nach nur sieben Monaten sei seine erste Publikation bereits absehbar. Er betrete mit seiner Arbeit wissenschaftliches Neuland, sein Enthusiasmus und Erfolgswillen bringen ihn positiv voran, sagte Feudel weiter. 
Neben seinem Promotionsstudium ist Karakit bereits seit 2013 im UniLotsen-Projekt der Universität tätig, das internationale Studierende berät und ihnen bei der Orientierung hilft. Seit 2014 arbeitet er zudem als "Buddy" der lokalen Erasmus-Initiative für das International Student Office der Universität. Dort unterstützt er internationale Studierende in der Anfangsphase ihres Studiums und in ihrem neuen Alltag in Oldenburg. Zudem fungiert Karakit als Promovendenvertreter der Graduiertenschule für Naturwissenschaften und Technik (OLTECH) der Universität. In dieser Funktion vertritt er die Belange der Doktorand_innen im Direktorium der Graduiertenakademie. 
Karakit ist Stipendiat des Graduiertenkollegs "Interdisziplinärer Ansatz zur funktionellen Biodiversitätsforschung" (IBR), das vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium gefördert wird.	
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Technik, die begeistert: Gleich drei Gründerstipendien für Start-ups der Uni

27.09.2015 20:00 Uhr

EXIST-Förderung für Forschungsroboter ADAM-1 und zwei neuartige IT-Lösungen

 Menschengroße Roboter mit besonderen Fähigkeiten - und zwei neuartige IT-Lösungen für Unternehmen: Gleich drei Start-ups der Universität Oldenburg hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für ein EXIST-Gründerstipendium ausgewählt. Die Ausgründungen "infopixel" und "STORM 2" bestehen jeweils aus einem Informatiker-Trio. Das multidisziplinäre Team von "a1robotics" setzt sich aus einem Neurobiologen, einem Physiker und einem Informatiker der Universität zusammen. Die Fördersumme für die drei Vorhaben beläuft sich auf insgesamt fast 400.000 Euro. Mit grafischen Visualisierungen befassen sich die Informatiker Dr. Christian Dänekas, Dr. Philipp Gringel und Dr.-Ing. Steffen Kruse von infopixel. Diese sind für Unternehmen ein wichtiges Mittel, um komplexe technische oder organisatorische Daten für verschiedene Personengruppen, etwa im IT-Management, verständlich aufzubereiten. Die cloud-basierte Lösung von infopixel soll eine einfache Alternative zum aufwändigen manuellen Erstellen der Visualisierungen und zu teuren spezialisierten Tools bieten. 
Ihre zentrale technische Innovation: Die Software  generiert die Grafiken automatisch, sodass wiederholtes Überarbeiten und laufendes Überprüfen von Aktualität und Konsistenz entfallen. 
Auf diese Weise will das Gründertrio aus dem An-Institut OFFIS Kosteneinsparungen und eine kollaborative Arbeitsweise ermöglichen. Die drei Diplom-Informatiker Swetlana Lipnitskaya, Olaf Roeder und Sebastian van Vliet von STORM 2 setzen bei der zunehmenden Dokumentationspflicht der Wirtschaft für Nachhaltigkeitsaktivitäten an. Diese oftmals über alle Abteilungen und Standorte eines Unternehmens verstreuten Aktivitäten zentral zu erfassen, zu dokumentieren und personalisiert aufzubereiten, ist bislang mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden. Die Geschäftsidee des Trios mit Wurzeln in der Abteilung Wirtschaftsinformatik der Universität: eine Software, die moderne Automatismen der Datenintegration nutzt, um ein strategisches, chancen- und risikoeffiziente!s Nachhaltigkeitsmanagement zu ermöglichen und dabei zugleich die Potenziale nachhaltiger Entwicklung sichtbar und nutzbar macht. Das Team forscht bereits seit vier Jahren zu IT-gestützter nachhaltiger Unternehmensentwicklung und konnte mit seiner Idee bereits einige Partner und Pilotkunden gewinnen. Robotische Systeme beschäftigen das dritte Gründerteam von a1robotics, bestehend aus Malte Ahlers, Dr. Sven Burdorf und Dennis Borde. Sie haben einen modularen humanoiden Roboter von der Größe eines erwachsenen Menschen entwickelt. Die Arme des aktuellen Prototyps ADAM-1 basieren auf einem biologisch inspirierten Gelenksystem, das einen menschenähnlichen Bewegungsablauf ermöglicht. Eine neuartige Kraftmesssensorik für alle Bewegungsachsen der Arme dient unter anderem der flexiblen und sicheren Interaktion des Systems mit Menschen. Der in zwei Achsen motorisierte Kopf ist mit optischen und akustischen Sensoren ausgestattet. 
 
Der Roboter kann sich mithilfe eines omnidirektionalen Antriebssystems frei im Raum bewegen. 
Die Oldenburger Gründer möchten ihr Produkt zunächst als Forschungsroboter etablieren, insbesondere für die weltweite universitäre Forschung und Lehre auf dem Feld der Servicerobotik. Sämtliche Subsysteme des Roboters sollen auch als Einzelkomponenten erhältlich sein. 



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StudierendenServiceCenter auf dem Campus Haarentor offiziell eröffnet

04.03.2015 07:00 Uhr

Zahlreiche Beratungseinrichtungen für Studierende unter einem Dach – das zeichnet das StudierendenServiceCenter (SSC) der Universität Oldenburg aus.

 Der vierstöckige Neubau in unmittelbarer Nähe zum Hörsaalzentrum A14 auf dem Campus Haarentor wurde in Anwesenheit von Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic und Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann offiziell eröffnet. "Mit dem SSC wurden nicht nur Räume geschaffen, sondern auch Raum: Raum für Austausch, Kommunikation und ein konstruktives Miteinander. Die Bündelung der unterschiedlichen Institutionen unter einem Dach leistet einen zukunftsweisenden Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Universität Oldenburg", sagte Wissenschaftsministerin Heinen-Kljajic bei der Eröffnung. "Unser Anspruch ist es, unseren Studierenden hervorragende Studienbedingungen zu bieten. Dem SSC kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn es ist Anlaufpunkt bei allen Fragen rund um das Studium – mit bester  Beratung und besonderem Service", ergänzte die kommissarische Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Al-Shamery. Auf rund 1.300 Quadratmetern beherbergt das SSC zahlreiche Beratungseinrichtungen für Studierende: das Akademische Prüfungsamt, den Career Service, das International Student Office, das Immatrikulationsamt und die Zentrale Studienberatung. Auch die Sozial-, Behinderten- und Finanzberatungen des Studentenwerks Oldenburg sind in das Gebäude eingezogen – ebenso der Psychologische Beratungs-Service, eine Kooperationseinrichtung der Universität und des Studentenwerks. Den Großteil der Kosten für den Neubau von rund 4,3 Millionen Euro übernahm das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK). Die Universität investierte 200.000 Euro in die Einrichtung. Im Eingangsbereich des SSC treffen die Studierenden auf einen hellen Empfangsbereich mit einer CaféBar und dem "Info-Desk". Hier können sie sich zu den Beratungen anmelden und bekommen bereits erste Kurzinformationen von speziell ausgebildeten Mitarbeiter/Innen. Ein Wartemarken-System mit QR-Code hilft, die Wartezeiten bei der Beratung zu verringern. "Das ausgeklügelte System sorgt dafür, dass wir unseren Service noch studierendenfreundlicher anbieten können", erklärt Nadine Carina Waitz, Dezernentin des Dezernats 3 - Studentische und Akademische Angelegenheiten. Bereits im Dezember wurden die Räumlichkeiten des SSC bezogen und die Arbeit aufgenommen. Die kurzen Wege zwischen den einzelnen Beratungsmöglichkeiten seien nicht nur für die Studierenden ein Gewinn, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernats, so Waitz. Zusätzlich findet sich im SSC der Interkulturelle Treff, wo sich internationale Studierende der Universität kennenlernen und vernetzen können. Der Raum – ausgestattet mit Sitzecken, Beamer und Leinwand – bietet Platz für 60 Personen. Zweiwöchentlich findet dort beispielsweise der "Niederlandistik Stammtisch" statt, den der Student Pol van Rijn (Fachschaft Niederlandistik) veranstaltet. Geplant sind zudem internationale Vortrags- und Spieleabende sowie Workshops für internationale Doktorandinnen und Doktoranden.Nach aktuellen raumakustischen Maßgaben gestaltet wurde der "Raum der Stille" im SSC. Er bietet künftig Studierenden, Wissenschaftlern und Mitarbeitern die Gelegenheit, vom hektischen Alltag eine kurze Auszeit zu nehmen. Im Frühjahr steht die Gestaltung der Außenanlagen rund um das StudierendenServiceCenter auf dem Programm. Geplant sind Sitzgelegenheiten sowie in Zusammenarbeit mit dem Hochschulsport Sportflächen für zum Beispiel Badminton, Basketball und Boule.   Folgende Beratungseinrichtungen sind im SSC vertreten: Akademisches Prüfungsamt: berät in allen Prüfungsangelegenheiten CareerService: Unterstützung bei Bewerbung und Berufseinstieg Immatrikulationsamt:  für alle Themen rund um die Einschreibung International Student Office: Beratung für internationale Studierende und alle, die ein Auslandssemester planen Psychologischer Beratungs-Service: steht bei allen persönlichen und studienbezogenen Problemen zur SeiteStudentenwerk Oldenburg: im SSC mit dem BAföG-Servicebüro, der Studienfinanzierungs-, Sozial- und Behindertenberatung vertretenZentrale Studienberatung: unterstützt bei grundsätzlichen Fragen zu Studium und Studienfachwahl
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Physiker entwerfen wärmegesteuerten Speicher im Mini-Format

01.09.2014 09:32 Uhr

Ziel ist die kontrollierte Wärmeregulierung bei kleinsten Bauteilen etwa im Computer

Wärmeströme auch auf kleinster Ebene zu kontrollieren und so etwa das Überhitzen von Computerchips zu verhindern – diesem Ziel sind der Oldenburger Physiker Dr. Svend-Age Biehs und zwei Pariser Kollegen ein Stück näher gekommen. In einer Serie für Arbeiten veröffentlichten sie zunächst die Konzepte für eine Diode, einen Transistor und nun schließlich für einen Speicher. Im Gegensatz zu den entsprechenden Bauteilen in einem herkömmlichen Computer sollen diese neu entwickelten Bauteile nicht mit elektrischem Strom, sondern mit Wärmestrahlung arbeiten. "Damit hätten wir nun alle grundlegenden Bauteile, die nötig sind, um Wärmestrahlung prinzipiell zur Verarbeitung von Daten zu nutzen", sagt Biehs. Allerdings haben die Physiker nicht vor, konventionelle Computer durch wärmegesteuerte Computer zu ersetzen: Diese Elemente sollen vielmehr helfen, Abwärme in Nanobauteilen gezielt abzuführen oder sogar nutzbar zu machen. Auch ließe sich mit ihrer Hilfe die Temperatur in wissenschaftlichen Versuchsaufbauten berührungsfrei regulieren.
Zentral für die Konzeption des Speichers ist wiederum ein Material mit ganz besonderen Eigenschaften: Vanadiumdioxid (VO2), ein so genanntes Phasenwechselmaterial, das bei Wärmezufuhr vom Isolator zum Metall wird. Das Forschertrio von den Universitäten Oldenburg und Paris-Sud sieht einen Aufbau mit zwei parallelen Miniatur-Platten vor, in einem mit bloßem Auge kaum sichtbaren Abstand. Die eine Platte besteht aus Glas, die andere aus Vanadiumdioxid. Bei einem Temperaturunterschied an den beiden Außenseiten des Speicherelements fließen zwischen den Platten so lange Wärmeströme, bis ein Gleichgewicht erreicht ist. Der Clou: Aufgrund der besonderen Eigenschaften von VO2 gibt es hier nicht nur eine, sondern gleich zwei Möglichkeiten eines Gleichgewichts – von Wissenschaftlern als stabile Zustände bezeichnet –, die wie bei einem elektrischen Computerspeicher die "0" und "1" eines Bits darstellen.
Das Speicherkonzept ist im August in der Zeitschrift "Physical Review Letters" erschienen. Die Kooperation zwischen Biehs und seinen Pariser Kollegen fördert seit anderthalb Jahren der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).
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Unipräsidentin Simon übernimmt Vorstandsvorsitz der Universität Mainz

13.01.2014 14:00 Uhr
Prof. Dr. Babette Simon, seit 2010 Präsidentin der Universität Oldenburg, übernimmt die Funktion des Medizinischen Vorstands und der Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Mainz. Der Aufsichtsrat beschloss in seiner gestrigen außerordentlichen Sitzung die Bestellung der Medizinerin zum 1. April.

Sie verlasse die Universität schweren Herzens, da ihr deren Leitung in den vier Jahren ihrer Amtszeit große Freude bereitet habe, betonte Simon. »Die Universität Oldenburg hat sich in den 40 Jahren ihres Bestehens eine hervorragende Position in Forschung und Lehre erarbeitet und zählt heute zweifellos zu den erfolgreichsten deutschen Reformuniversitäten.« Besonders beeindruckt habe sie das hohe Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität sowie der starke Rückhalt aus der Region, so Simon. 

Das Präsident-/Innenamt wird nach dem vom Niedersächsischen Hochschulgesetz festgelegten Verfahren wiederbesetzt. »Durch die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit bin ich mir sicher, dass meine Kolleginnen und Kollegen im Präsidium bis zur Neuberufung meiner Nachfolge den eingeschlagenen zukunftsweisenden Weg zum Wohl der Universität weiter beschreiten werden«, erklärte Simon.

Jörg Waskönig, Vorsitzender des Hochschulrats der Universität Oldenburg, erklärte, er bedauere den Wechsel von Präsidentin Simon außerordentlich. »Während ihrer Präsidentschaft hat sich die Universität Oldenburg dynamisch und erfolgreich weiterentwickelt«, betonte Waskönig. Er habe aber Verständnis für ihre Entscheidung, diese äußerst attraktive Position in Mainz zu übernehmen. »Mit Präsidentin Simon verliert die Universität Oldenburg eine hervorragende Hochschulexpertin und Wissenschaftsmanagerin, die sich auch in schwierigen Zeiten mit großem Geschick und enormem persönlichen Einsatz für die Belange und Zukunftsfähigkeit der Universität engagiert und diese mit einem erfolgreichen Profil im Wettbewerb positioniert hat«, so Waskönig. 

In Simons Amtzeit fielen die Weiterentwicklung des Profils der Universität und deren Internationalisierung. So erfolgten unter anderem die Gründung der Medizinischen Fakultät und die Eröffnung der European Medical School Oldenburg-Groningen. Zudem wurden das Exzellenzcluster »Hearing4all« bewilligt, vier neue DFG-Graduiertenkollegs und zwei DFG-Forschergruppen sowie der Bau des Forschungslabors für Turbulenz und Windenergiesysteme und des Studierenden Service Centers. Um den Wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, eröffnete die Universität eine Graduiertenakademie. Das Bundeswirtschaftsministerium ernannte die Universität Oldenburg zu einer der besten Gründerhochschulen Deutschlands; sie eröffnete daraufhin ein Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ). Im Bereich Studium und Lehre wurden die Ziele der europäischen Studienreform weiter verfolgt sowie im Bund-Länder-Programm -Qualitätspakt Lehre- erfolgreich Mittel für das forschungsbasierte Lernen eingeworben.

Simon studierte Humanmedizin in Freiburg und Basel und promovierte an der Universität Freiburg. Bevor sie am 1. Februar 2010 das Amt der Präsidentin der Universität Oldenburg antrat, war sie Vizepräsidentin an der Philipps-Universität Marburg. Die Medizinerin ist unter anderem Mitglied im Medizinausschuss des Wissenschaftsrats und Senatorin der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich Gesundheit.r das forschungsbasierte Lernen eingeworben.

Simon studierte Humanmedizin in Freiburg und Basel und promovierte an der UniversitQuelle:	www.uni-oldenburg.de/ Pressedienst
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Uni aktuell

21.03.2013 20:22 Uhr

Pressemeldungen der Carl-von-Ossietzky-Universität

Probanden gesucht


Das Institut für Allgemeine Psychologie der Universität Oldenburg sucht für die Studie "Denken und EEG" männliche Probanden jeden Alters. Die Teilnehmer lösen während einer dreistündigen Untersuchung leichte Aufgaben am Computer. Dabei misst ein Elektroenzephalogramm (EEG) die Gehirnaktivitäten. Termine können flexibel vereinbart werden. Die Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von acht Euro pro Stunde. Anmeldungen beim Institut für Psychologie per E-Mail andrea.finke@uni-oldenburg.de oder Tel: 0441/798-3780.

Infos: http://www.uni-oldenburg.de

Kontakt:
Andrea Finke, Institut für Psychologie Tel.: 0441/798-370, E-Mail: andrea.finke@uni-oldenburg.de


UniTalk: "Lehramt studieren"

"Lehramt studieren" lautet das Thema des UniTalks für SchülerInnen und Studieninteressierte am Mittwoch, 27. März 2013, 15.00 Uhr, in der Universität Oldenburg (Campus Haarentor, Bibliothekssaal). Veranstalter ist die Zentrale Studienberatung (ZSB). Die Universität bietet das Studium zum Lehramt für Grund- und Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, berufsbildende Schulen sowie Sonderpädagogik an. StudienberaterInnen informieren über die Struktur der Lehramtsausbildung, Fächerkombinationen sowie Anforderungen, Bewerbung und Zulassung. Infos: http://www.studium.uni-oldenburg.de/unitalk Kontakt: Uwe Bunjes, ZSB, Tel.: 0441/798-2866, E-Mail: u.bunjes@uni-oldenburg.de

Wirtschaftswissenschaften: Studienvorbereitung für beruflich Qualifizierte

Grundlagen für ein Wirtschaftsstudium vermitteln die Kurse "Juristische Grundlagen" und "Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten", zu dem sich beruflich Qualifizierte mit und ohne Abitur ab sofort anmelden können. Die Kurse, die von April bis Juni stattfinden, wollen den Einstieg ins Studium erleichtern. Veranstalter ist der Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement in Kooperation mit dem Center für Lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg. Das Lernen in den Modulen findet vor allem internetgestützt statt. So können die KursteilnehmerInnen ihre Lernzeiten – sechs Stunden in der Woche – selbstbestimmt planen und problemlos mit Beruf und Familie vereinbaren. TutorInnen sorgen für eine flexible und umfassende Betreuung. Während der Präsenztage kann eine Prüfungsleistung abgelegt werden, die beim Bachelor-Studiengang "Business Administration in mittelständischen Unternehmen" mit zwei Kreditpunkten angerechnet wird. Die Kurse sind Teil des Projekts "Individualisiertes Online-Studienvorbereitungsprogramm für beruflich Qualifizierte" (InOS), das Studieninteressierte beim Übergang in die Hochschule unterstützt. Kooperationspartner von InOS sind das Institut Technik und Bildung der Universität Bremen, die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer Oldenburg, die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, die Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH sowie das Wolfgang Schulenberg-Institut für Bildungsforschung und Erwachsenenbildung. Im Wintersemester 2013/2014 folgen weitere Studienvorbereitungsmodule für die Fächer Englisch und Mathematik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt. Die Teilnahme während der Förderlaufzeit des Projekts ist kostenfrei. Anmeldung und Informationen im Internet. Infos: http://www.inos.uni-oldenburg.de. Kontakt: Stefanie Brunner, InOS, Tel.: 0441/798-4462, E-Mail: inos@uni-oldenburg.de
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