Rubrik Umwelt
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Haareneschviertel
23.09.2022, 13:09 Uhr
Unser Klima braucht dich
„Forum Beteiligung“ lädt am 8. Oktober zur Diskussion – Beiträge vorab per Postkarte schicken
Unser Klima braucht dich – das ökologische und das soziale Klima. Bei beiden stehen gewaltige Herausforderungen an: Klimaneutralität 2035 auf der einen, demografischer Wandel mit Fragen wie Fachkräftenotstand und Sicherung der Daseinsvorsorge auf der anderen. Solche Herausforderungen können nur im guten Miteinander bewältigt werden, Schulter an Schulter, mit Menschen, die sich einbringen wollen. Am Samstag, 8. Oktober, werden beim „Forum Beteiligung“ von 11 bis 14 Uhr im CORE (Heiligengeiststraße 6-8) wichtige aktuell bestehende Möglichkeiten vorgestellt, um sich für unser ökologisches und soziales Klima einzusetzen. Zugesagt haben bisher die Partnerschaften für Demokratie, das neue Stadtteilteam „Leben im Quartier Bümmerbrück“ (ein Zusammenschluss aus Menschen der beiden Stadtteile Bümmerstede und Kreyenbrück), der Fachdienst Klimaschutz der Stadt Oldenburg und die Agentur :ehrensache.

Im Vorfeld zum Forum Beteiligung startet jetzt ein „Stadt(teil)gespräch“. Auf einer Postkarte, zu finden an vielen Orten in der Stadt, können Beiträge zu den Gesprächen am 8. Oktober geschickt werden: Was sind Klima-Themen der Stadtteile, was wollen junge Leute und was ist zukünftig für das soziale Miteinander wichtig? Mehr Infos finden sich auf dem städtischen Beteiligungsportal unter gemeinsam.oldenburg.de. Dort kann die Postkarte bei der Anmeldung zur Veranstaltung auch digital ausgefüllt werden.

Das „Forum Beteiligung“ ist das große Vernetzungstreffen aller Menschen, die an guter Beteiligung in Oldenburg interessiert sind. Neben dem Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Akteuren von Beteiligungsvorhaben können Ideen entwickelt und Anregungen für laufende Projekte gegeben oder konkret mitgestaltet werden. Entwickelt wurde das „Forum Beteiligung“ im Rahmen von #MehrÄlterBunter. #MehrÄlterBunter und Gemeinsam.Oldenburg wollen die Kultur der Zusammenarbeit in der Stadt weiterbringen. Denn für die großen Aufgaben der Zukunft – Klima, Demografie, Digitalisierung – brauchen wir eine neue, agile Form der Kooperation aller.

Susanne Jungkunz von der Stadt Oldenburg (susanne.jungkunz@stadt-oldenburg.de, 0441 235-2448) und Roland Wehking von der IPG Oldenburg (r.wehking@partizipativ-gestalten.de, 0441 99848953) beantworten gerne Fragen und geben Auskünfte rund um das „Forum Beteiligung“.
20.09.2022, 21:45 Uhr
Trockener Sommer beschert frühes Herbstlaub
AWB nimmt kleine Mengen kostenlos an – Sammelkörbe ab Mitte Oktober
Der Herbst steht vor der Tür – und damit die Laubsaison: Der vergangene trockene und heiße Sommer führt dazu, dass die Bäume bereits jetzt ihre Blätter fallen lassen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) hat sich deshalb entschlossen, die kostenlose Laubanlieferung an den Wertstoffannahmestellen in diesem Jahr eher zu ermöglichen. Der AWB bietet den Bürgerinnen und Bürgern zur Unterstützung daher den kostenlosen Service bereits ab Montag, 26. September, an.

Bis zum 30. Dezember können Oldenburgerinnen und Oldenburger Laub bis zu einer Anlieferungsmenge von maximal zwei Kubikmetern kostenlos an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege (Barkenweg 6) und Langenweg (Felix-Wankel-Straße 7) abgeben. „Die zeitlich begrenzte kostenlose Entsorgung an den Wertstoffannahmestellen betrifft aber ausschließlich Laub. Die Anlieferung größerer Mengen und anderer Gartenabfälle bleibt weiterhin gebührenpflichtig“, informiert Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Es wird daher dringend geraten, bei der Anlieferung das Laub von anderen Gartenabfällen getrennt bereitzustellen.

Des Weiteren beginnt der AWB ab Mitte Oktober wieder damit, rund 1.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Diese stehen den Bürgerinnen und Bürgern für die Befüllung und Entsorgung ausschließlich von Straßenlaub zur Verfügung. Das System der Laubkörbe wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern die Arbeit zu erleichtern, das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum zu entsorgen.  „Das Hinzustellen von Laubsäcken ist, wie in den vergangenen Jahren auch, nicht gestattet“, betont Schneider-Kühn. Das Entleeren und die Mitnahme von Säcken würde die Arbeit der Müllwerker erheblich erschweren und außerdem dazu führen, dass die Tourenplanung, alle Körbe mindestens einmal wöchentlich zu leeren, nicht eingehalten werden kann. „Wir bitten dafür um Verständnis“, sagt Schneider-Kühn.

Ausführliche Informationen zur Laubentsorgung und zu den Öffnungszeiten der Annahmestellen finden Sie im Internet unter www.awb-oldenburg.de oder der Abfall App OL.
20.09.2022, 15:28 Uhr
Repair-Café im Kulturzentrum Rennplatz öffnet an diesem Freitag
Elektrogeräte und Fahrräder gemeinsam reparieren – Auch Kleidung wird ausgebessert
Reparieren statt Wegwerfen: So lautet das Motto des Oldenburger Repair-Cafés. Wer ein defektes Elektrogerät in der Küche oder ein kaputtes Fahrrad im Keller stehen hat, kann diese Gegenstände mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wieder in Schuss bringen – und das kostenlos. Am Freitag, 23. September, kümmert sich ein Team des Kulturzentrums Rennplatz (Kurlandallee 4) gemeinsam mit Besitzerinnen und Besitzern wieder um schadhafte Schätze. Von 14 bis 16.30 Uhr wird gemeinsam analysiert und repariert.

Außerdem gibt es parallel eine Nähwerkstatt: Ob fehlende Knöpfe oder gerissene Nähte – hier wird geflickt, bis alles wieder heil ist. Interessierte können auch ihre eigenen Nähprojekte und Materialien mitbringen und diese unter fachkundiger Anleitung nähen, zuschneiden, ausbessern, kürzen oder verzieren.

Neue Helferinnen und Helfer sind natürlich herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0441 381424 oder per E-Mail an kulturzentrum-rennplatz@stadt-oldenburg.de.
13.09.2022, 17:35 Uhr
Wasservogelsterben am Flötenteich: Kadaver werden untersucht
Veterinäramt und Feuerwehr im Einsatz – Stadt appelliert: melden statt anfassen
Tote Enten und schwache Schwäne: Es ist ein trauriges Bild, das sich seit Anfang des Monats am Flötenteich zeigt. Seit dem 1. September beschäftigt ein vermehrtes Wasservogelsterben am Flötenteich das Veterinäramt und die Feuerwehr der Stadt Oldenburg. Dr. Paul Morthorst, Leiter des Veterinäramtes, erklärt: „Anfangs ist das Veterinäramt davon ausgegangen, dass es sich hier – ähnlich wie bei dem gehäuften Fischsterben an der Oder – um Fäulnisprozesse durch Algen in Verbindung mit dem niedrigen Sauerstoffgehalt im Wasser handeln wird.“ Doch kurze Zeit später traten weitere Fälle auf. Deshalb wurden zwei verendete Tiere, eine Stockente und ein Jungschwan, noch am 1. September zur amtlichen Diagnostik in die Pathologie des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz (LAVES) gebracht.

Das Ergebnis aus der Pathologie liegt seit Freitag, 8. September, vor. Demnach waren die beiden von der Feuerwehr ausgesuchten Tiere in einem schlechten Zustand. Die Ente war in einem so weit fortgeschrittenen Fäulniszustand, dass sie nicht mehr weiter untersucht werden konnte. Der Jungschwan war extrem abgemagert, zeigte aber keine Veränderungen, die auf eine etwaige Vergiftung hindeuten. Virusinfektionen wie Geflügelpest, ND (Newcastle-Disease), das USUTU und das West-Nil-Virus konnten nicht nachgewiesen werden.

Am Montag, 12. September, wurden sechs tote Enten eingesammelt und zwei lebende Enten sowie ein schwacher Jungschwan zum Tierarzt gebracht – doch auch für die drei letztgenannten kam die Hilfe zu spät. Dr. Morthorst, der alle Tiere dieses Tages begutachtet hat, sieht Gemeinsamkeiten und äußert einen ersten Verdacht: „Die gefundenen lebenden und schwerkranken Tiere sind allesamt abgemagert. Bei der noch lebenden, schwachen Ente konnten wir feststellen, dass sie versucht hat Wasser aufzunehmen, es aber nicht geschafft hat. Das spricht für eine Erkrankung der Tiere durch das Botulismus-Toxin, also einem Gift des Bakteriums Clostridium botulinum; dies führt bei den Tieren zu einer fortschreitenden schlaffen Lähmung der Muskulatur ‚kopfabwärts‘, die auch eine sogenannte Schlinglähmung nach sich zieht.“

Deshalb werden nun alle gestern gefundenen Tiere einer allgemeinen toxikologischen Untersuchung und auch einer speziellen Untersuchung auf das Botulinum-Toxin unterzogen. Das Ergebnis liegt jedoch voraussichtlich erst in zwei Wochen vor.

Botulismus ist eine eher seltene, jedoch sehr ernste Krankheit primär bei Nutztieren (Geflügel, Rind, Pferd). Die Erkrankung wird durch das Gift der Bakterien ausgelöst und ist nicht von Tier zu Tier übertragbar, weshalb für Personen, die Kontakt zu Tierkadavern hatten, keine über die allgemeinen Hygienemaßnahmen (Hände waschen und desinfizieren) hinausgehenden besonderen Maßnahmen erforderlich sind.

Ursache des Botulismus sind die Botulinum Neurotoxine (BoNT). Diese Toxine sind hochgiftige Stoffwechselprodukte, die von in der Umwelt weit verbreiteten Clostridien gebildet werden. Vor allem in heißen Sommern kann es in sauerstoffarmen Tümpeln und Teichen zu einer explosionsartigen Vermehrung von Clostridium botulinum und der entsprechenden Freisetzung des Bakteriengiftes kommen. Verstärkt wird dieser Effekt durch abgestorbene Wasserpflanzen oder im Zusammenhang mit einem Fischsterben.

Das von den Bakterien gebildete Gift (Toxin) kann bei Aufnahme durch ein Tier – hier zum Beispiel durch Wassergeflügel – zu der Krankheit Botulismus führen. „Die Tiere können weder Futter noch Wasser aufnehmen und haben Schwierigkeiten, den Kopf zu heben. In einem späteren Krankheitsstadium sind diese auch nicht mehr lauf- oder flugfähig. Die Inkubationszeit, also die Zweit zwischen der Toxinaufnahme und der Erkrankung, kann zwischen 18 Stunden und mehreren Tagen liegen. Eine Übertragung direkt von Tier zu Tier ist nicht möglich – wohl aber kann die Erkrankung bei mehreren Tieren zeitgleich auftreten, sofern diese beispielsweise dasselbe kontaminierte Futter oder Wasser aufgenommen haben“, erklärt Morthorst. Botulinumtoxin gehört zu den stärksten Giften weltweit.

In dieser Situation, wie sie sich akut am Flötenteich darstellt, geht keine Gefahr für Menschen aus. Es gibt jedoch verschiedene Formen des Botulismus, an denen unter anderem auch Menschen erkranken können. Der Lebensmittelbotulismus ist die häufigste Form davon in Deutschland. Er wird durch die Aufnahme von Toxin-kontaminiertem Lebensmittel verursacht. Die Dauerformen (Sporen) des Erregers werden bei nicht ausreichender Erhitzung von Lebensmitteln nicht abgetötet. Sporen können in Lebensmitteln unter anaeroben Bedingungen auskeimen und Toxine bilden. Die Neurotoxine selbst sind hitzelabil und werden bei Temperaturen oberhalb von 80 Grad zerstört. Wird ein durch Toxine kontaminiertes Lebensmittel jedoch unerhitzt verzehrt, können schon kleinste Mengen des Toxins einen Botulismus auslösen.

Beim Flötenteich handelt es sich um ein stehendes, sehr nährstoffreiches Gewässer, bei dem es leider häufiger zu solchen Fällen kommen kann. Es erfolgt zusätzlich eine amtliche Wasserprobenentnahme. Die Stadtverwaltung weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass der Flötenteich kein Badegewässer ist.

Grundsätzlich sollten weitere gefundene Kadaver oder schwache Tiere nicht angefasst und stattdessen beim ServiceCenter der Stadt unter 235-4444 gemeldet werden, damit die Feuerwehr diese entfernen kann. Im Bereich des Flötenteichs sollten Hunde angeleint geführt und von Kadavern ferngehalten werden. Katzen sollten in diesem Bereich nicht frei streunen.
13.09.2022, 17:12 Uhr
Waldumbau eines Nadelholzbestandes am Sperberweg
Forstarbeiten beginnen diese Woche – Umbau zum standortgerechten Laubmischwald
Der Nadelholzbestand am Sperberweg hat unter Hitze und Borkenkäferbefall stark gelitten. Nun soll der Wald in einen standortgerechten Laubmischwald umgebaut werden. In Verbindung mit umfangreichen Arbeiten in der angrenzenden Sportanlage Kreyenbrück erfolgen ab Mitte der 37. Kalenderwoche die notwendigen Forstarbeiten. Die abgängigen und zum großen Teil bereits abgestorbenen Fichten werden entnommen. Notwendig wird die zeitnahe Fällung der nicht mehr standsicheren Fichten in unmittelbarer Nähe zur IGS Kreyenbrück nun auch aus Gründen der Verkehrssicherung. Zudem wäre die Befahrbarkeit der Waldfläche durch die eingesetzten Forstgeräte bei zunehmender Nässe nicht gegeben. Die fachliche Durchführung der Durchforstungsmaßnahme erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Weser-Ems.

Die Stadt Oldenburg möchte auch im Rahmen ihrer Klimaschutzbemühungen den Waldflächenanteil zugunsten eines naturnahen Laubmischwaldes entwickeln. So werden Laubgehölze bei der Durchforstung geschont und junge Laubbäume nachgepflanzt.
09.09.2022, 14:29 Uhr
Faire Woche 2022: #fairhandeln für Menschenrechte weltweit
„Fair steht Dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“: Unter diesem Motto findet vom 16. bis 30. September die bundesweite „Faire Woche“ statt, die größte jährlich stattfindende Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. Auch Oldenburg, seit September 2019 ausgezeichnete Fairtrade-Stadt, wird sich rund um diesen Aktionszeitraum mit einem bunten Programm beteiligen. Los geht es am 14. September mit einer Filmvorführung, darüber hinaus gibt es eine Smartphone-Rallye, ein faires Frühstück, einen Büchertisch, einen Menschenrechtstag und viele weitere Aktionen. Koordiniert werden die Aktivitäten durch das Aktionsbündnis „Oldenburg handelt fair“.

Das Ziel der Initiative: den Fairen Handel in der Stadt präsent und erlebbar zu machen. „Dieses Jahr legen wir einen Fokus auf Textilien und Fairen Handel. Genauer gesagt auf faire Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten sowie einen sinnvollen und nachhaltigen Konsum. Was kann ich selbst für eine nachhaltigere, fairere Modewelt tun? Darauf geben wir und unsere Partner Antworten“, sagt Jannika Mumme, eine der Sprecherinnen des Aktionsbündnisses.

Geboten wird dieses Jahr unter anderem eine Vorführung des Films „Made in Bangladesh“ (2021) im Cine k am Mittwoch, den 14. September um 19.30 Uhr. Vor dem Film besteht ab 18 Uhr die Möglichkeit, Kleidung und Bücher zu tauschen und sich mit ökofairen Waffeln zu stärken. Im Anschluss gibt es eine kleine Verlosung unter den Besucherinnen und Besuchern sowie einen Austausch über Gewerkschaften im Fairen Handel mit den Aktionspartnern von „Oldenburg handelt fair“ Hella und Hermann, Maas Natur sowie dem Weltladen Oldenburg. Der Eintritt ist kostenfrei – um Reservierung unter www.cine-k.de wird gebeten.

Am Samstag, den 17. September gibt es zwischen 11 und 13 Uhr ein Faires Frühstück vor dem Weltladen Oldenburg, bei dem unter anderem in der Neuauflage des Flyers „Oldenburg trägt fair“ gestöbert und dabei den Fragen auf den Grund gegangen werden kann, wo man in Oldenburg faire Kleidung bekommt und was genau verschiedene Siegel im Textilbereich bedeuten.

Außerdem im Programm: eine Smartphone-Rallye am Mittwoch, den 28. September ab 17 Uhr mit Treffpunkt an der STUBE. Mit „Elfrieda Erde im Konsumrausch“ entdecken die Teilnehmenden die Ecken nachhaltigen Konsums in Haarentor/Bloherfelde. Um Anmeldung per Mail an info@oldenburg-handelt-fair.de wird gebeten.

Darüber hinaus haben die Oldenburgerinnen und Oldenburger bis Ende September die Gelegenheit, ihr Wissen über Mode und Fairness in einem digitalen Quiz zu testen und dabei faire Preise zu gewinnen. Hilfreich kann dabei die Radiosendung „FairAntwortet“ sein – eine Reihe des Aktionsbündnisses „Oldenburg handelt fair“ in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Lokalsender oeins im Rahmen seines Projektes „Radio Globale“.
09.09.2022, 13:46 Uhr
Mobile Schadstoffsammlung startet zweite Sammeltour
AWB sammelt Lacke, Chemikalien, Elektrokleingeräte und Co. – Sechs Termine an 24 Standorten
Wohin mit dem kaputten Bügeleisen, Toaster oder Staubsauger? Und wie entsorge ich Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien? Wer ausrangierte Elektrokleingeräte oder schadstoffhaltigen Abfälle zu Hause hat, kann diese ab dem 13. September wieder bei der mobilen Schadstoffsammlung abgeben, die an diesem Termin startet. Bis zum Ende der Tour am 22. September werden an sechs Terminen insgesamt 24 Standorte angefahren. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) empfiehlt derzeit, bei der Übergabe der Abfälle an die Mitarbeitenden des AWB eine FFP2- oder OP-Maske zu tragen.

Wichtiger Hinweis: Elektrogroßgeräte sowie Fernsehgeräte und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gleiche gilt für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.

Die genauen Termine für jeden Stadtteil gibt es im Abfuhrkalender und in der Abfall-APP des AWB oder auf der Internet-Seite des AWB.
06.09.2022, 17:52 Uhr
Forderung nach Einrichtung eines eigenständigen Umweltdezernats
NABU bedauert Weggang des Baudezerenten Dr. Urhan
Schon zum zweiten Mal innerhalb von 3 Jahren bedauert der NABU den Weggang einer Baudezernentin/eines Baudezernenten.

Besonders die Herangehensweise von Dr. Urhan an die Diskussionen über Klimaschutzmaßnahmen, wie sie von "Fridays for Future" gefordert wurden, beeindruckten die Mitglieder des Umweltausschusses der Stadt Oldenburg. Auch bei kontroversen Themen wie beispielsweise der Fliegerhorsttrasse, die mitten durch eine wertvolles Amphibienschutzgebiet verlaufen soll, war es immer möglich die jeweiligen Sachargumente in fairer Weise auszutauschen.

In seiner Abschiedsrede im Stadtrat erläuterte Dr. Urhan  die Überlastung dieses Dezernates mit seinen vielfältigen Aufgaben sowohl im Umwelt- als auch im Bau- und Verkehrsbereich und auch die durchaus gegensätzlichen Sachpositionen, die dann von einer Person verantwortet werden müssten.

"Gerade der Stadt Oldenburg, deren Rat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt hat, würde es gut anstehen,  diese Anstrengungen auch in der Verwaltung durch ein Umweltdezernat deutlich zu machen. Andere vergleichbare Städte haben diesen Schritt längst vollzogen," äüßert sich Rolf Grösch, beratendes Mitglied für den NABU im Umweltausschuss der Stadt. In einem Umweltdezernat wären Themen wie Baum-, Fließgewässer- und Artenschutz wesentlich besser aufgehoben und stünden in der Prioritätenliste nicht an nachgeordneter Stelle.
30.08.2022, 16:54 Uhr
Neue Termine für den Solarstrom-Check ab 1. September
Expertinnen und Experten informieren über Solarstrom auf dem eigenen Dach
Oldenburger Haushalte können ab Donnerstag, 1. September 2022, bei der Stadt Oldenburg wieder eine geförderte Solarberatung mit einem Eigenanteil in Höhe von 50 Euro beantragen. Der Solarstrom-Check informiert in einer rund 45-minütigen Beratung Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer darüber, wie sie mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach Strom produzieren können.

Die unabhängigen Solarexpertinnen und -experten beantworten Fragen zu Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Fördermitteln sowie zu Speichermöglichkeiten. Im Anschluss an die Beratung erhalten die Kundinnen und Kunden ein individuelles Beratungsprotokoll. Mit dem Solarstrom-Check erfolgt also eine erste Vorprüfung von unabhängiger Seite.

Anträge für Beratungstermine können online unter www.oldenburg.de/solarberatung gestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Stadt Oldenburg bei Björn Boeke unter der Telefonnummer 0441 235-4732. Wer vorab schon das Potenzial seines Hauses einschätzen will, dem bietet das städtische Solarpotenzialkataster einen ersten Einblick. Unter www.oldenburg.de/solardachkataster kann mit wenigen Klicks überprüft werden, wie gut sich eine Dachfläche für eine Photovoltaikanlage eignet.

Die Aktion „Solarstrom-Check“ wird von mehreren unabhängigen Energieberaterinnen und Energieberatern im Auftrag der Stadt Oldenburg durchgeführt. Ziel ist es, durch ein qualifiziertes und unabhängiges Beratungsangebot den dezentralen Einsatz von Solarenergie zu stärken. Neben dem direkten Nutzen für die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer wird durch den Ausbau der Photovoltaik auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Das Angebot „Solarstrom-Check“ besteht bereits seit 2016. Insgesamt konnten schon über 600 Bürgerinnen und Bürger beraten werden.
30.08.2022, 16:52 Uhr
Oldenburg zieht sich weiter warm an – und erweitert Energiesparmaßnahmen
Maßnahmen werden verlängert – Verwaltung macht Weg frei für weitere Einsparpotenziale
„Wir müssen die Gasspeicher weiter auffüllen, um uns gut auf den Winter vorzubereiten. Daran führt kein Weg vorbei. Ich freue mich, dass der Bund nun entsprechende Verordnungen beschlossen hat, die wir in unserem Oldenburger Maßnahmenpaket berücksichtigen und eingearbeitet haben“, äußert sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zufrieden darüber, dass es nun auch auf Bundesebene bezüglich des drohenden Gas-Engpasses vorangeht. Nachdem die Stadt Oldenburg am 11. Juli 2022 als eine der ersten Kommunen in Deutschland ein Paket mit Energiesparmaßnahmen auf den Weg gebracht hatte und in einer Zwischenbilanz messbare Wirkungen feststellen konnte, wird das Paket nun erweitert. Der Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten und der Verwaltungsausschuss machten dafür in ihrer Sitzung am Montag, 29. August, den Weg frei.

Demnach bleibt die zentrale Warmwasseraufbereitung in den Sporthallen und Sportstätten bis auf weiteres abgeschaltet. Die Einsparpotentiale rechtfertigen die Weiterführung: So konnte im Durchschnitt in zehn städtischen Sporthallen innerhalb von zwei Wochen der Gesamtverbrauch im Monat Juli 2022 gegenüber dem Vormonat um 34 Prozent gesenkt werden – das entspricht rund 10.000 Kilowattstunden (kWh). Das Einsparpotential für einen gesamten Sommermonat beträgt nur für diese Hallen etwa 27.000 kWh, hat der Eigenbetrieb für Hochbau und Gebäudewirtschaft errechnet.

Zur Vermeidung einer Verkeimung beziehungsweise Ausbreitung von Legionellen in den Warmwasserbereitungsanlagen (WWB) werden die im gesamten System vorhanden Entnahmestellen zyklisch, nach Vorgabe der Trinkwasserverordnung und je nach Größe der Objekte manuell oder automatisch, gespült. Ausgenommen von den Temperaturbeschränkungen bei Trinkwassererwärmungsanlagen sind laut Bundesverordnung unter anderem auch Kindertagesstätten und andere Einrichtungen zur Betreuung von Kindern wie beispielsweise Krippen.

Darüber hinaus sollen die Stadtteilbäder in den Herbst-, Weihnachts- und Osterferien 2022/2023 geschlossen werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die dafür erforderlichen Beschlüsse in den hierfür zuständigen Ausschüssen vorzubereiten. Hier sind aufgrund des hohen Energiebedarfs für die Beheizung der Beckenanlagen weitere Energieeinsparungen zu erwarten. Der Stadtsportbund wurde über die Schließungsabsicht informiert und trägt diese Maßnahme mit. Um den Schwimmvereinen eine Teilkompensation der Trainingseinschränkungen durch die Bäderschließung zu ermöglichen, prüft die Bäderbetriebsgesellschaft Möglichkeiten, das Trainingsangebot im Olantis-Huntebad zu erweitern. Krogmann ist dabei besonders wichtig: „Die Schließung steht insgesamt unter dem Vorbehalt der Sicherstellung der Anfängerschwimmkurse im Rahmen der Initiative ‚Oldenburg lernt schwimmen‘.“

Zudem wird die Verwaltung beauftragt, dem Verwaltungsausschuss ein Konzept für eine möglichst vollständige Schließung der allgemeinen Serviceangebote vom 24. Dezember 2022 bis zum 1. Januar 2023 zur Beschlussfassung vorzulegen. Mit dem möglichst vollständigen Herunterfahren des allgemeinen Dienstbetriebes der Stadtverwaltung und damit Vermeidung der Gebäudebeheizung kann ein erheblicher Einspareffekt erreicht werden. „Mit einer Absenkung der Innenraumtemperaturen, die in den nicht mehr genutzten Gebäudeteilen deutlich höher ausfallen kann, sind pro Grad Verbrauchseinsparungen von rund 6 Prozent erreichbar“, bilanziert Krogmann.

Die von der VWG im ÖPNV-Netz im Stadtgebiet Oldenburg eingesetzte Busflotte wird fast ausschließlich mit Erdgasfahrzeugen betrieben. Im Falle einer Eskalation der Gasmangellage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Einstellung der Gaslieferungen für nicht geschützte Kunden führt, ist eine Reduzierung des Leistungsangebotes der VWG zu erwarten, da Erdgas für den regelhaften Busbetrieb nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen könnte. Um ein Mindestangebot für den ÖPNV aufrechterhalten zu können, soll die VWG eine Vorplanung für eine Leistungsreduzierung im ÖPNV erstellen.

Maßnahmen zur Abschaltung oder Reduzierung der Betriebszeiten von Ampelanlagen und der Straßenbeleuchtung sollen grundsätzlich nicht realisiert werden. Der Verzicht erfolgt aus technischen Gründen und aufgrund von Sicherheitsaspekten. Offen ist hierbei noch eine Prüfung, ob eine Verkürzung der Einschaltzeiten der Straßenbeleuchtung umsetzbar ist.

Das Oldenburger Maßnahmenpaket berücksichtigt die derzeit gültigen gesetzlichen Vorgaben oder Regelungen wie beispielsweise der Unfallversicherungsträger. Die am 24. August 2022 vom Bundeskabinett beschlossene Kurzfristenenergiesicherungsverordnung (EnSikuV) ist eingearbeitet. Hier wirken sich die Regelungen zu den Raumtemperaturen, zur Warmwasserbereitung und zur Außenbeleuchtung öffentlicher Gebäude aus. Die Regelungen der gleichzeitig beschlossenen Mittelfristenergiesicherungsverordnung (EnSimiV) sind für den Betrieb der Heizungsanlagen zu beachten und sind als Maßnahme im Katalog der städtischen Maßnahmen nicht aufgeführt.

Der Erdgasverbrauch in den städtischen Liegenschaften beträgt rund 41 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Der Stromverbrauch umfasst rund 12 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Doch die Maßnahmen der Stadt sind nur ein Teil des großen Ganzen. Deshalb appelliert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nach wie vor daran, so viel Energie zu sparen wie möglich: „Wenn jede und jeder von uns auch nur einen kleinen Beitrag leistet und für sich schaut, wo sie oder er Energie einsparen kann und dies auch umsetzt, schaffen wir es gemeinsam auch durch diese Krise.“

Alle Informationen zur Gasmangellage, den Einsparmaßnahmen in unserer Stadt sowie praktische Alltagstipps für Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/energiesparen.
30.08.2022, 16:41 Uhr
Umsteigen für gute Taten
Am 4. September startet STADTRADELN
Nur noch wenige Tage, bis der Startschuss für STADTRADELN in Oldenburg fällt: Ab Sonntag, 4. September, zählt wieder jeder Fahrrad-Kilometer für den guten Zweck. Ob für die Kurzstrecke oder ausgedehnte Radtouren – alle Radfahrerinnen und Radfahrer können sich im Internet unter www.stadtradeln.de/oldenburg anmelden und dann bis Samstag, 24. September, für gute Taten fleißig in die Pedale treten.

Um möglichst viele Menschen in Oldenburg zum Umsteigen auf das Fahrrad zu motivieren, werden mit den gesammelten Kilometern acht Etappen einer virtuellen Radtour in Angriff genommen. Bei jedem erreichten Etappenziel erhält eine gemeinnützige Organisation jeweils 1.000 Euro von einem Unterstützer des Wettbewerbs. Für eine herausfordernde Kilometerleistung wird die virtuelle Radtour von zehn fiktiven Radelnden – stellvertretend für alle Teilnehmenden – zurückgelegt. Damit im Idealfall alle acht Organisationen profitieren, sind insgesamt 509.500 Kilometer zu erradeln. Es dürfen natürlich auch mehr Kilometer geradelt werden, um das Ergebnis vom letzten Jahr (538.450 Kilometer) zu verbessern.

Auch auf geführten Fahrradtouren können die Radelnden Kilometer für die Etappen sammeln. Veranstaltet werden die Touren von den Kooperationspartnern ADFC Oldenburg und OTM. „Beim Tritt in die Pedale werden die Radlerinnen und Radler für ihre Gesundheit aktiv und schützen dabei das Klima“, wirbt der ADFC-Vorstandsvorsitzende Christian Lüdke. „Außerdem entdecken die Tourenteilnehmenden dabei interessante Routen für ihre Alltagswege, die sie nach dem STADTRADELN auch weiter für ihre Fahrradfahrten nutzen können.“

Neben der Unterstützung der Etappen gibt es für die aktivsten Schulklassen einen Zuschuss für die Klassenkasse. Außerdem nehmen alle Radelnden ab dem ersten eingetragenen Kilometer an einer Verlosung teil. Für diese Anreize zum Kilometersammeln geht der Dank an alle lokalen und regionalen Unterstützerinnen und Unterstützer von STADTRADELN in Oldenburg. Die Teilnahme lohnt sich also für alle – für Vielfahrende wie auch Gelegenheitsradelnde.

Folgende Unternehmen und Vereine unterstützen das STADTRADELN in Oldenburg:
aktiv und irma Verbrauchermarkt GmbH, ADAC Weser-Ems e.V., ADFC Oldenburg e.V., Ammerländer Versicherung VVaG, CEWE Stiftung & Co. KGaA, EWE AG, Frerichs – Der Zweirad Experte GmbH & Co. KG, GSG Oldenburg Bau- und Wohngesellschaft mbH, Landessparkasse zu Oldenburg, Müller & Egerer Bäckerei und Konditorei GmbH, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Öffentliche Versicherungen Oldenburg, Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH, ol-e urban:mobil, Sausewind Oldenburg GmbH, Sparda-Bank West eG, Unterwegs Outdoor Shop GmbH. Medienpartner ist die Nordwest-Zeitung Verlags- und Verwaltungsgesellschaft mbH.

Fragen zum Wettbewerb beantwortet gerne das STADTRADELN-Team in Oldenburg:
Kerstin Goroncy/Andreas Brosig unter der Telefonnummer 0441 235-3807 oder stadtradeln@stadt-oldenburg.de.
26.08.2022, 14:04 Uhr
HANDYS für Hummel, Biene & Co.
Der NABU Oldenburger Land sammelt wieder Handys zum Schutz der einheimischen Insektenwelt. Nach der ersten erfolgreichen Sammelaktion zur Renaturierung der Unteren Havel, sammelt der NABU nun Handys zum Schutz zahlreicher einheimischer Insektenarten.

Die Erlöse fließen in lokale NABU-Projekte für den Insektenschutz, beispielsweise kauft der NABU dann Insekten-Schutzflächen, bringt regionale Blühmischungen aus und baut Nistkästen für Bienen und Hummeln.

Handys werden in der NABU-Geschäftsstelle am Schloßwall 15 in Oldenburg entgegen genommen.

Weitere Infos erhalten Sie unter https://www.nabu.de/downloads/grafiken/handyfuerdiehummel/  oder in unserer NABU-Geschäftsstelle in Oldenburg. 
26.08.2022, 14:03 Uhr
Förderung für Klimaschutzprojekte: Anträge noch bis 31. August stellen
Weitere Antragsfrist zum 30. November geplant
Für das Förderprogramm „Alle fürs Klima“ der Stadt Oldenburg können noch bis zum 31. August Anträge gestellt werden. Förderfähig sind alle Projekte, die eine positive Wirkung auf das Klima haben, zum Beispiel aus den Bereichen Naturschutz, Kultur oder Öffentlichkeitsarbeit. Anträge können von privaten Personen, Nachbarschaften, Vereinen, Schulen, Kindertagesstätten oder Kirchengemeinden gestellt werden. Die Projektförderung beträgt bis zu 7.500 Euro.

Eine weitere Antragsfrist wird es zum 30. November geben. Weitere Informationen gibt es im Internet unter serviceportal.oldenburg.de unter „Klima“ oder unter Telefon 0441 235-3089.
26.08.2022, 13:59 Uhr
Lösungen für klimagerechtes Wohnen sind gefragt
OLEC und LEE präsentieren Lösungen für die kommunale Energiewende
Klimaschutzaspekte spielen in den Bereichen Bauen und Wohnen eine besondere Rolle. Ein „Weiter so“ gilt aus Sicht von Experten mit Blick auf den Bau- und Wohnungssektor mittlerweile als ausgeschlossen. Doch welche Instrumente stehen den Kommunen zur Verfügung, um auf die notwendige Dekarbonisierung der Energieversorgung zu reagieren? Wie lassen sich klimaneutrale und energiearme Quartiere realisieren?

Fragen, auf die der Branchentag mobil Antworten in Oldenburg lieferte. Der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. und der LEE initiierten gemeinsam mit dem Strategierat Energie Weser-Ems eine Diskussionsrunde zwischen den an der Energiewende beteiligten Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Ministerien, Betreibern und Projektierern.

Am „Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg“ wurde exemplarisch aufgezeigt, wie die Energiewende im urbanen Raum gestaltet werden kann.

Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister Oldenburg, erklärt dazu: „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepreisentwicklung, die stark an die uns zur Verfügung stehenden Energiemengen gekoppelt ist, müssen wir innovative Projekte wie das Energetische Nachbarschaftsquartier konsequent weiter vorantreiben. Wir können es uns als Stadt nicht erlauben, Potenziale erneuerbarer Energien ungenutzt liegen zu lassen – im Gegenteil: Wir müssen sie als echte Chance auf dem Weg zur Klimaneutralität 2035 sehen, nutzen und ergreifen.“

Roland Hentschel, Vorstandsvorsitzender des Oldenburger Energiecluster OLEC e.V.: „Zu den Kernthemen des Projekts gehört für uns aus Netzwerksicht auch die Frage, wie eine lokale Energiegemeinschaft eines Nachbarschaftsquartiers sozial und wirtschaftlich konzipiert sein muss: Für die Menschen, die dort zukünftig leben, und unter den vorherrschenden regulatorischen Rahmenbedingungen, müssen langfristig attraktive und betriebswirtschaftliche Lösungen gefunden werden.“

LEE-Geschäftsführerin Silke Weyberg ergänzte: „Die Energiewende im urbanen Raum stellt den Klimaschutz vor besondere Herausforderungen. Deshalb ist es so wichtig, Bauen, Wohnen und Energieversorgung zusammen zu denken und ganzheitliche Konzepte für die Versorgung durch Erneuerbare Energien zu realisieren.“
19.08.2022, 15:58 Uhr
Ministerpräsident Weil informiert sich über OLEC-Innovationsprojekte
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat im Zuge seines heutigen Besuches in Oldenburg Halt beim Energienetzwerk OLEC gemacht. Schwerpunktthemen seines Besuches waren die großen Energieprojekte wie ENaQ oder Hyways for Future, die OLEC gemeinsam mit regionalen Playern voranbringt. Begleitet wurde der Ministerpräsident von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, den Landtagsabgeordneten Hanna Naber und Ulf Prange sowie vom Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde.

Insbesondere zum aktuellen Vorhaben des Energetischen Nachbarschaftsquartiers am Fliegerhorst im Forschungsprojekt ENaQ hatte der Ministerpräsident noch Fragen. Der dort vorgesehene nachbarschaftliche Energiehandel stoße bisher noch auf regulatorische Hürden und funktioniere erst im Living-Lab-Modus. Nach Auslaufen des Projektes müssten hier Folgevorhaben zur Verstetigung der Innovationsansätze aufgebaut werden. Clustermanagerin Isabelle Ehrhardt betonte, dass OLEC genau hieran ansetze und sich aktuell über seine etablierten Innovationsräume um neue Projektansätze kümmere, die dann u.a. auch Einzug in das ENaQ-Quartier halten könnten.

Weiterer Schwerpunkt bildete die langjährige Niederlande-Kooperation des OLEC. Das Netzwerk unterhält seit 2007 enge Verbindungen zu den nordniederländischen Provinzen und ist im intensiven Austausch zu Veranstaltungen und gemeinsamen grenzüberschreitende Projekte – z.B. im Bereich der nachhaltigen City-Logistik sowie zur Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Wasserstoff-Region im EU-Nordseeraum.

Der Ministerpräsident gratulierte OLEC zu seinem langjährigen Bestehen und machte deutlich, dass sich die Qualität des Netzwerkes insbesondere in der Kontinuität seiner Aktivitäten zeige. Auch Oldenburgs Oberbürgermeister Krogmann bescheinigte dem Netzwerk eine herausragende Rolle in Zusammenhang mit den regionalen Innovationsentwicklungen.

Abschließend waren die Anwesenden sich einig, dass genau jetzt die Zeit für den Nordwesten gekommen ist, seine strategische Position in der aktuellen Energiekrise auszuschöpfen. Der OLEC-Vorstand mahnte dabei an, die Erfahrungen, die nun z.B. im beschleunigten Verfahren in Bezug auf die Planungen zum LNG-Terminal in Wilhelmshaven gesammelt werden, müssten dringend auch auf den generellen weiter und zwingend notwendigen Ausbau der Erneuerbaren übertragen werden. 

Ministerpräsident Weil fasste diesbezüglich treffend zusammen: „Wir müssen in allen Bereichen der Erneuerbaren nun das Tempo anziehen, wenn wir durch diese Krise kommen wollen.“
16.08.2022, 19:00 Uhr
Neuer NABU-Geschäftsstellenleiter
Zum 15. August gab es einen Personalwechsel beim NABU Oldenburg. Die Geschäftsstelle am Schlosswall 15 hat einen neuen Geschäftsstellenleiter bekommen. Mario Göwert ist bereits seit Jahren aktives Mitglied im NABU Dinklage, war seit über zwei Jahren Mitglied im Vorstand des NABU Oldenburger Land und dort zuletzt stellvertretender Vorsitzender. Somit hat sich ein kompetenter Nachfolger für den vor kurzem ausgeschiedenen Oliver Kraatz gefunden. 

Weitere Infos unter www.nabu-oldenburg.org.
16.08.2022, 18:55 Uhr
Energieverbrauch in Sporthallen ist um ein Drittel gesunken
Stadt zieht Zwischenbilanz – Oberbürgermeister Krogmann: Maßnahmen zeigen Wirkung
Die Stadt Oldenburg hatte am 11. Juli dieses Jahres als eine der ersten Kommunen in Deutschland ein Paket mit Energiesparmaßnahmen auf den Weg gebracht, um angesichts des drohenden Gas-Engpasses im Winter die Verbräuche schon jetzt zu drosseln. In einer ersten Zwischenbilanz stellt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nun erfreut fest: „Unsere Maßnahmen zeigen messbar Wirkung. Das belegen einige Beispiele, bei denen wir die Verbrauchswerte vergleichen konnten.“

So ist in den städtischen Sportstätten die Warmwasseraufbereitung abgeschaltet worden. Das hatte zu bundesweiter Aufmerksamkeit geführt, weil davon auch die Profi-Fußballer von Schalke 04 bei ihrem DFB-Pokalspiel im Oldenburger Marschwegstadion betroffen waren. Wie effektiv aus Energiesparsicht kalte Duschen sind, dokumentiert der Vergleich von Verbrauchsmengen von zehn städtischen Sporthallen. Im Durchschnitt konnte in diesen Hallen innerhalb von zwei Wochen der Gesamtverbrauch im Monat Juli 2022 gegenüber dem Vormonat um 34 Prozent gesenkt werden – das entspricht rund 10.000 Kilowattstunden (kWh). Das Einsparpotential für einen gesamten Sommermonat beträgt nur für diese Hallen etwa 27.000 kWh, hat der Eigenbetrieb für Hochbau und Gebäudewirtschaft errechnet. „Das zeigt, dass wir hier an einer richtigen Stellschraube gedreht haben“, betont Krogmann.

Dass die Einsparung nicht einfach nur auf die Ferienzeit zurückzuführen ist, verdeutlichen Daten aus dem Jahr 2019, als der Juli ebenfalls (sport-)unterrichtsfreier Ferienmonat gewesen war. Die genannten zehn Sporthallen wiesen seinerzeit nahezu identische Gesamt-Verbrauchsmengen (Juni 2019: 32.687 kWh / Juli 2019: 31.741 kWh) auf. Die Schulnutzung hat folglich wenig Einfluss auf die Verbrauchsmengen.

Sehr viel stärker ins Gewicht fällt das Einsparpotenzial hingegen bei großen Hallen mit einem hohen Anteil an Vereinsnutzungen. So konnte der Energieverbrauch beispielsweise in der Halle am Brandsweg in diesem Juli gegenüber dem Vormonat sogar um 64 Prozent gedrosselt werden. Krogmann freut sich, dass sich der Stadtsportbund solidarisch zeigt und die Einsparmaßnahme mitträgt: „Ich danke den Vereinen, die städtische Sportanlagen nutzen, für das Verständnis. Gleichzeitig rufe ich auch die Vereine mit eigenen Sportstätten dazu auf, unserem Beispiel zu folgen und da, wo es noch nicht geschehen ist, ebenfalls ihre Energieverbräuche zu reduzieren“, so der Oberbürgermeister.

Die Abschaltung der Warmwasseraufbereitung ist eine der Maßnahmen, die nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung auch im Herbst und Winter fortgesetzt werden sollen. Darüber und über die Fortschreibung des Energiespar-Programms wird der Oberbürgermeister am 29. August im Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten und im Verwaltungsausschuss informieren und die Ratsmitglieder beteiligen. Mit der Fortschreibung wird auch eine Anpassung an die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck angekündigte Energiespar-Verordnung vorgenommen, die ab 1. September gelten soll. Die Verordnung sieht unter anderem die Absenkung der Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden auf 19 Grad vor. Im Oldenburger Maßnahmenkatalog sind bislang 20 Grad die Obergrenze. Habecks Maßgabe, Gebäude oder Denkmäler nicht mehr aus repräsentativen oder ästhetischen Gründen anzustrahlen, ist ebenfalls im städtischen Handlungsprogramm zu finden. „In vielen Punkten sind wir bereits deckungsgleich“, hat Oberbürgermeister Krogmann festgestellt.

Den Oldenburger Maßnahmenkatalog sowie Tipps für Bürgerinnen und Bürger zum Energiesparen gibt es online unter www.oldenburg.de/energiesparen.
12.08.2022, 13:27 Uhr
Klimaschutz aus der Luft: Stadt lässt Erkundungsflieger abheben
Masterplan Stadtgrün: „Thermalbefliegung“ ermittelt Hitzeinseln und Frischluftschneisen
Im Kampf gegen den Klimawandel greift die Stadt Oldenburg zu einer neuen Maßnahme: An diesem Donnerstag kreiste im städtischen Auftrag der Erkundungsflieger einer Spezialfirma über Oldenburg. Das zweimotorige Kleinflugzeug hat bei zwei Flügen – jeweils etwa eineinhalb Stunden lang – zu unterschiedlichen Tageszeiten die Oberflächentemperatur aus der Luft gemessen. Die bei der so genannten „Thermalbefliegung“ gewonnenen Erkenntnisse sollen in eine Analyse des Stadtklimas einfließen. 

Hintergrund sind die Auswirkungen des Klimawandels: Hitze- und Trockenperioden im Sommer werden länger, vor allem in dicht besiedelten Stadtgebieten werden die Temperaturen immer häufiger unerträglicher – das macht vielen Menschen gesundheitlich zu schaffen.

Mit den Ergebnissen der „Thermalbefliegung“ soll aufgezeigt werden, wo sich in Oldenburg das Stadtgebiet an Sommer- und Hitzetagen besonders aufheizt und sich Hitzeinseln bilden. Zudem soll dokumentiert werden, an welchen Stellen in der Stadt es kühler bleibt und wie stark sich die unterschiedlichen Bereiche in der Nacht wieder abkühlen, wo es also Frischluftschneisen in der Stadt gibt.

Die „Thermalbefliegung“ ist dabei ein erster Maßnahmenbaustein des Masterplans Stadtgrün, der in diesem Herbst veröffentlicht werden soll. Mit den Ergebnissen soll dann die Kühlungsleistung von Grünanlagen und Stadtbäumen genauer dargestellt werden. Zudem können die Ergebnisse der Erkundungsflüge auch für viele weitere Fachbereiche und Planungen hilfreich sein: zum Beispiel als Grundlage für einen Hitzeaktionsplan, für Klimaanpassungsstrategien und zur Entwicklung eines Stadtbaumkonzeptes.

Die „Thermalbefliegung“ beinhaltet zwei Flüge: Ein Start erfolgt kurz vor Sonnenaufgang, wenn die größte Abkühlung stattgefunden hat. Ein zweites Mal hebt die Maschine am Nachmittag ab, wenn die höchsten Temperaturen erreicht sind und sich die Stadt maximal aufgeheizt hat. Die Flüge werden mit einem zweimotorigen Kleinflugzeug durchgeführt, das mit Messtechnik und Wärmebildkameras ausgestattet ist. Die Kameras messen die Strahlungstemperatur mit einer Bodenauflösung von 1 x 1 Metern und erstellen circa 890 Einzelbilder, die später zu einer Gesamtübersicht verarbeitet werden.

Das Flugzeug überflog am Donnerstag das Stadtgebiet in 15 Flugstreifen in Nord-Süd-Richtung beziehungsweise Süd-Nord-Richtung. Dafür wurden etwa eineinhalb Stunden Flugzeit benötigt. Aufgenommen wurde das gesamte Stadtgebiet Oldenburgs mit einer Fläche von rund 103 Quadratkilometern.

Die Flüge müssen zwischen dem 1. Juni bis 31. August stattfinden, da nur in diesem Zeitraum die Sonne hoch genug steht und die Einstrahlung besonders stark ist. Zudem ist die „Thermalbefliegung“ an bestimmte Wetterbedingungen gekoppelt: Nötig ist eine wolkenlose, klare Nacht, gefolgt von einem ebenfalls wolkenlosen Sommertag mit Temperaturen von über 25 Grad, noch besser ist es, wenn das Thermometer auf über 30 Grad klettert.

Für Oldenburg wurde nun die aktuelle Hitzewelle genutzt. Ein Meteorologe hatte vorab die aktuellen Wetterdaten ausgewertet und den optimalen Flugzeitpunkt ermittelt.

Den Auftrag hat Firma AVT-ZT GmbH mit Hauptsitz in Imst in Tirol/Österreich erhalten. Die Firma ist spezialisiert auf Datenermittlung aus der Luft. In Deutschland hat die Firma eine Zweigstelle auf dem Flugplatz Münster-Osnabrück. Von dort aus startete die Maschine auch zu ihrem Einsatz über Oldenburg.
09.08.2022, 16:50 Uhr
Anregungen aus Oldenburg für die Arbeit in Berlin
Grüne Bundestagsabgeordnete Karoline Otte informiert sich über Photovoltaik-Förderung
Dass die Stadt Oldenburg sehr aktiv im kommunalen Klimaschutz ist, hat sich herumgesprochen – dafür haben nicht zuletzt die Auszeichnung als „Niedersächsische Klimakommune“ und die erfolgreichen Förderangebote gesorgt, die Bürgerinnen und Bürger in Anspruch nehmen können. Grund genug für die Bundestagsabgeordnete Karoline Otte (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Wahlkreis Goslar-Northeim-Osterode, sich am Dienstag, 9. August, vor Ort in Oldenburg über Klimaschutzprojekte zu informieren. Besonderes Augenmerk richtete die 25-jährige Parlamentarierin, die im Bundestag Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen ist, auf die die städtische Photovoltaik-Förderung. Im Gespräch mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, dem Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität, Dr. Norbert Korallus, und dem Leiter des Fachdienstes Klimaschutz, Peter Zenner, sowie Vertretern der Energiegenossenschaft Olegeno sammelte sie Anregungen und Eindrücke für ihre Arbeit in Berlin.

Die Stadt Oldenburg bietet seit 2019 eine Bezuschussung von Photovoltaik-Anlagen an. Dass es ein großes Potential gibt, zeigt das Solardachkataster, das Bürgerinnen und Bürgern per Mausklick Informationen ermöglicht, wie gut das eigene Haus für eine Solaranlage geeignet ist. Oldenburg hat etwa 100.000 Gebäude, davon kommen circa 50.000 für eine Photovoltaik-Nutzung in Frage. Das würde einem Photovoltaik-Gesamtpotential von rund 600.000 Kilowatt-Peak (KWp) entsprechen und eine CO2-Einsparung von rund 228.430 Tonnen ergeben. Der aktuelle Ist-Zustand umfasst eine Photovoltaik-Leistung von 46.710 KWp.

Förderfähig ist die Errichtung von Photovoltaik mit einer elektrischen Leistung von 3 bis 35 Kilowatt Spitzenleistung (KWp) auf und an Gebäuden im Gebiet der Stadt Oldenburg sowie kleine Balkonmodule mit einer Leistung bis 600 Watt. In diesem Jahr stehen Haushaltsmittel in Höhe von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Bisher sind 822 Anträge eingegangen, die einer geförderten Leistung von 5.421 KWp (2.490 Tonnen CO2-Einsparung) entsprechen. „Einfach in der Antragstellung, zügig in der Bearbeitung“, so beschrieb Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den Anspruch an das Förderprogramm. Unter den 822 Anträgen entfallen 250 auf Mini-Photovoltaik-Anlagen. Diese steckerfertigen Balkonmodule wurden 2021 neu in die Photovoltaik-Zuschussrichtlinie mit einer pauschalen Förderung von 300 Euro aufgenommen. Mit den günstigen Anlagen können auch Mieterinnen und Mieter oder Bürgerinnen und Bürger mit wenig Platz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Der Austausch mit Bundestagsabgeordneter Karoline Otte fand am Sitz der Oldenburger Energiegenossenschaft Olegeno im Poly-Haus am Stadtmuseum statt. Vorstandsmitglied Jonas Stührenberg stellte die Arbeit der 2011 gegründeten Genossenschaft vor, die mittlerweile auf mehr als 400 Mitglieder, über 500 Stromkundinnen und -kunden sowie über 100 Gaskundinnen und -kunden angewachsen ist. Olegeno engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen an der Umsetzung der Energiewende, unter anderem durch die Versorgung mit Bürger-Ökostrom und der Realisierung von Solar-Anlagen auf Dächern. Beteiligt ist Olegeno auch am Ausbau des E-Ladesäulen-Netzes.

Eine Übersicht über alle Förderprogramme findet sich unter der Rubrik „Förderung“ auf der Internetseite www.oldenburg.de/klima.

Informationen zur Energiegenossenschaft gibt es unter www.olegeno.de.
09.08.2022, 16:42 Uhr
Reiche Ernte, positive Gäste-Resonanz, gute Bilanz zum Ende
Die schöne Zeit der Stadtgärten klingt aus, bis zum 19. August werden fast alle abgebaut – Zeit also für eine Bilanz und vor allem für die Ernte. Denn die Oldenburger Stadtgärten, die am 14. Mai 2022 bereits zum 17. Mal eröffnet wurden, verwandelten diesmal nicht nur große Teile der Oldenburger Innenstadt in grüne und blühende Oasen. Sie standen auch unter dem Motto „Vorratskammer Garten“.

Was genau das bedeutet, erlebten und genossen viele Oldenburger, die beim Bummel durch die City das temporäre Grün als Naschgarten nutzten oder die beiden Aktions-Samstage im Juni und Juli besuchten: Beim Showkochen sahen und kosteten sie, wie Obst und Gemüse durch Einkochen und Fermentieren haltbar und schmackhaft gemacht werden. Sie konnten sich Anregungen zum Binden von Blumenkränzen holen, sich an den Ständen der Niedersächsischen Gartenakademie und des Naturschutzbundes NABU informieren, sich im Blumen- und Gartenmarkt in der Haarenstraße inspirieren lassen und praktische Tipps an den Mitmachständen von OL-BEE, Krautsalon und der VHS Jugendwerkstatt bekommen.

Letztere zählt zu den langjährigen und umtriebigsten Partnern. Unter Federführung des Stadtgärten-Urgesteins Lars Behrens gestaltet die Jugendwerkstatt jeweils eine eigene

kreative Stadtgarten-Installation am Büsingstift, stellt zudem die Holzrahmen für zahlreiche Standorte her und kümmert sich um den Auf- und Abbau.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner des Büsingstifts freuen sich jedes Jahr wieder auf den Aufbau des Stadtgartens von der Oldenburger Jugendwerkstatt direkt vor der Haustür - und wir freuen uns auf sie“, erklärt Behrens. „Natürlich sind die Stadtgärten auch für alle übrigen Oldenburgerinnen und Oldenburger sowie für ihre Besucherinnen und Besucher immer wieder ein Genuss. Oasen der Ruhe inmitten des Trubels in unserer tollen Stadt.“

Die Zahl der Stadtgärten war übrigens so groß wie nie: Es gab 21 Gärten an 19 Standorten, da erstmals auch Anlagen in den Stadtteilen bepflanzt und gepflegt wurden. Zwei davon bleiben über den August hinaus erhalten: Vor der Thomas-Kirche in Ofenerdiek wird erst nach dem Erntedenkfest, und in Etzhorn sogar erst im kommenden Jahr abgeräumt.

Ob früher oder später: Getreu dem diesjährigen Motto werden selbstverständlich reifes Obst und Gemüse komplett geerntet. So verwertet die Kantine der gemeinnützigen Werkstätten die Erträge vom Julius-Mosen-Platz und vom Waffenplatz. Mitarbeitende der OTM ernten in dem Stadtgarten in der Heiligengeiststraße, um die frische Ware am Montag, 15. August, an die Oldenburger Tafel zu übergeben.

„Vor allem ging es aber auch in diesem Jahr darum, grüne, bunte, abwechslungsreiche Erholungspunkte mitten in der Stadt zu schaffen“, so Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH. „Damit bereichern die Stadtgärten das Erlebnis und erhöhen die Qualität des Aufenthaltes in der Stadt. Die positive Resonanz unserer zahlreichen Gäste zeigt, wie gut uns das gemeinsam mit unseren starken Partnern wieder gelungen ist.“
09.08.2022, 16:37 Uhr
Gasflasche gelangt in Sammelfahrzeug
AWB weist ausdrücklich auf die Gefahren von Störstoffen in Mülltonnen hin
Glück im Unglück beim Abfallwirtschaftsbetrieb: Am Freitag, 5. August, gelangte eine 6-Kilogramm-Gasflasche über eine Biotonne im Sammelgebiet Bornhorst in ein Müllsammelfahrzeug des AWB und von dort ins Kompostwerk – dort wurde der Störstoff glücklicherweise rechtzeitig von den Mitarbeitenden gefunden. Sowohl restliche Gasanteile als auch das massive Metall hätten ansonsten einen erheblichen Anlagenschaden verursachen können.

„Dieser vollkommen unsachgemäß entsorgte und gefährliche Fund im Biomüll macht uns fassungslos“, so der Betriebsleiter des AWB, Volker Schneider-Kühn. Die von dem Sammelfahrzeugen eingefahrenen Bioabfälle werden ins Kompostwerk transportiert und dort mithilfe einer Mühle zerkleinert, damit sie zum Verrotten geeignet sind. „Hätte einer unserer Mitarbeiter die Gasflasche nicht durch Zufall vor diesem Zerkleinerungsvorgang entdeckt, dann hätte sich womöglich ein mechanischer Schaden an der Mühle ergeben, der zu einem kompletten Anlagenstillstand hätte führen können“, schildert Schneider-Kühn. „Da auch ein Restgasvorkommen in der Flasche nicht ausgeschlossen ist, wäre es unter Umständen sogar zu Explosionen innerhalb des Werkes gekommen.“ Perplex mache auch die Tatsache, dass die Flasche vom Nutzenden gegen eine Pfanderstattung von circa 20 bis 30 Euro im Handel hätte zurückgegeben werden können.

Zusätzlich zu den nun im Biomüll entdeckten Störstoffen ist es in der Vergangenheit besonders im Restmüll zu gefährlichen Funden inmitten des Abfalls gekommen: Bereits im November 2021 hatte der AWB aus gegebenem Anlass eine Aufklärungskampagne zu den Gefahren von explosiven Stoffen im Restabfall initiiert. Dabei wurden sowohl Aufhänger an den Tonnen angebracht, als auch Hausverwaltungen zusätzlich angeschrieben und mit Flyern und Plakaten für die Mieterinnen und Mieter versorgt.

Zu den gefährlichen Abfällen zählen neben dem nun gefundenen Gasbehälter insbesondere nicht vollständig geleerte Spraydosen, Feuerlöscher und vor allem Batterien und Akkus, neuerdings vor allem von E-Bikes. „Solche gefährlichen Abfälle gehören weder in den Biomüll noch in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung oder aber in die Rücknahmesysteme des Handels“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine sind im Abfuhrkalender und online unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.
09.08.2022, 16:28 Uhr
Blühwiesen für Oldenburger Gärten
NABU Gartenberatung stellt Saatgut zur Verfügung
Jetzt ist die richtige Zeit, um das Anlegen von Blühflächen im eigenen Garten zu planen und vorzubereiten. Die "NABU-Gartenberatung Insektenvielfalt" bietet telefonische Beratungen dazu an, denn die richtige Anlage einer solchen Fläche trägt viel zum Gelingen bei und sollte für jeden Garten gut geplant und umgesetzt sein. Dank der Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und die Stadt Oldenburg kann durch das Projekt kostenlos Saatgut zur Verfügung gestellt werden.

"Wir haben mit den Mischungen "Schmetterlings- und Wildbienensaum" und "Blumenwiese 50/50" zwei mehrjährige, regiozertifizierte Saatmischungen, die sich sehr gut im eigenen Garten einsetzen lassen", freut sich Projektleiterin Silke Kreusel. Wenn die so angelegten Flächen gut wachsen, bieten sie Lebensraum für zahlreiche Insektenarten. "Wir suchen Menschen aus der Stadt Oldenburg, die ein Stück ihres Gartens oder anderer Flächen, die sie betreuen, für die Artenvielfalt umgestalten und so mithelfen, den Insektenschwund aufzuhalten", so Kreusel. Interessierte können sich unter 04487-9982744 oder gartenberatung@nabu-oldenburg.de informieren.

Infos zum Projekt auch unter www.nabu-oldenburg.org.
05.08.2022, 15:05 Uhr
Die Kehrseite des schönen Wetters
Kleiner Bornhorster See: Viel Arbeit für Reinigungstrupps – Appell an Vernunft der Gäste
Sandstrand, grüne Idylle im Naturschutzgebiet, Naturbadegewässer mit regelmäßig überprüfter Wasserqualität: Der Kleine Bornhorster See ist ein beliebtes Ausflugsziel und lockt bei schönem Wetter zahlreiche Besucherinnen und Besucher an – tagsüber und auch in den Abendstunden. Die Kehrseite: Am Morgen danach türmt sich häufig der Müll an den Sitzgelegenheiten und vor den Abfalleimern. „Die Vermüllung der Grünanlagen erweist sich als zunehmendes Problem. Insbesondere in stärker frequentierten Bereichen steigt das Müllaufkommen“, sagt Uwe Ahlers, Leiter des Fachdienstes Stadtgrünpflege und Friedhöfe.

Oft bleiben große Mengen an Glas- und Plastikflaschen, Fast-Food-Verpackungen, manchmal sogar Einweggrills, sowie Überreste von Essen zurück, die von den Reinigungstrupps eingesammelt werden müssen. Besonders unverständlich ist es, dass Müll einfach liegengelassen wird, obwohl in unmittelbarer Nähe Abfalleimer vorhanden sind. Dabei stehen am Kleinen Bornhorster See insgesamt 16 kleinere, 40 Liter fassende Abfallbehälter zur Verfügung. Darüber hinaus sind im Strandbereich sieben große Abfallbehälter, die 120 Liter Müll schlucken können, aufgestellt.

Grundsätzlich werden die Abfallbehälter während der Sommerzeit wöchentlich (montags) geleert und die angrenzenden Flächen gereinigt. In Schönwetterphasen werden die Reinigungszyklen verkürzt, und bei entsprechendem Badewetter wird der See in der Woche auch täglich angefahren. An heißen Tagen kommen bei den Reinigungstouren 15 bis 20 große Müllsäcke mit einem Volumen von jeweils 120 Litern zusammen.

Im vergangenen Jahr hatte der Abfallwirtschaftsbetrieb zusätzlich einen 1.100 Liter fassenden Abfallbehälter am Parkplatz aufgestellt. „Leider wurde diese Möglichkeit zum Entsorgen von Hausmüll und sonstigen Abfällen missbraucht. Die Bereitschaft, den Verpackungsmüll vom Badebereich bis zum Parkplatz mitzunehmen, ist kaum vorhanden. Daher haben wir in diesem Jahr auf ein erneutes Aufstellen verzichtet“, bedauert Uwe Ahlers.

Je nach Witterungsverlauf wird der Kleine Bornhorster See bei den Reinigungstouren des Fachdienstes Stadtgrünpflege 90- bis 100-mal im Jahresdurchschnitt angesteuert. Dafür fallen etwa 450 bis 500 Arbeitsstunden an. Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan appelliert an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Gäste am Bornhorster See, die von ihnen genutzten Plätze sauber zu hinterlassen: „Es ist schön, wenn die städtischen Grünflächen wie ein zweites Wohnzimmer genutzt werden“, sagt Uhrhan. „Aber dann sollten sich die Menschen auch bitte wie im eigenen Wohnzimmer verhalten und diese Orte nicht vermüllen.“
02.08.2022, 17:43 Uhr
Sommerzeit ist Wespenzeit
Städtische Beratung schützt durch konstruktive Informationen und vor-Ort-Besuche
Besonders jetzt im Sommer eine Situation, die vielen bekannt ist: Kaum steht das Essen auf der Terrasse, zeigen sich schon die ersten Wespen in der Nähe von Kuchen, Grillfleisch oder Getränken. Im Juni sind die Wespennester meist noch im Aufbau, weiß Birgit Will vom städtischen Fachdienst Naturschutz und technischer Umweltschutz, aber im Juli und August fallen diese Insekten stärker ins Bewusstsein. Dies macht sich auch an der steigenden Anzahl von Anrufen in den Sommermonaten beim städtischen Umwelttelefon bemerkbar: Von den bisherigen 264 Anrufen wegen Wespen in diesem Jahr entfielen 127 auf den Juli – der vierthöchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Ob in diesem Jahr tatsächlich von einem „Wespenjahr“ die Rede sein kann, lässt sich erst nach Ende der Wespenzeit beantworten. Fest steht jedoch, dass die gegenwärtigen Bedingungen mit warmen Temperaturen und zwischenzeitlichem Regen sehr vorteilhaft für die Entwicklung von Wespenstaaten sind.

Angelockt von Gerüchen tummeln sich Wespen besonders auf süß und intensiv Duftendem. Ursache ist der darin gelöste Zucker. Er stellt für die erwachsenen Tiere als reine Vegetarier eine schnell verfügbare Kohlenhydratquelle dar, an der sie ihren eigenen Kalorienbedarf decken können. Doch auch alles Fleischhaltige ist beliebt, denn die Larven von Wespen können sich nur entwickeln, wenn sie ausschließlich mit tierischem Eiweiß gefüttert werden.

Obwohl es manchmal gar nicht so leicht ist, wenn die Tierchen dabei nahe an den Menschen herankommen, gilt es, im Umgang mit Wespen Ruhe zu bewahren und sie auf keinen Fall wegzupusten: „Das im Atem enthaltene Kohlenstoffdioxid versetzt die Wespen in Alarmbereitschaft und macht sie dadurch nervös“, warnt Will. Auch gilt es, sich bewusst zu werden, dass Wespen typischerweise nicht ohne einen Grund zustechen. „Auch, wenn sich so mancher Betroffene fragt, was er der Wespe getan hat, so kam es vielleicht unbemerkt oder unbeabsichtigt zu Situationen, in denen die Wespe eingequetscht oder sie anderweitig in Unruhe versetzt wurde.“ Auch ein Herumfuchteln mit den Armen oder einer Zeitung sollte also unterlassen werden. Stattdessen kann es kurzfristig helfen, leicht mit Wasserspray zu sprühen. Diese mechanische Art der Verscheuchung soll Sprühregen simulieren. Eine die Wespen ablenkende Alternative kann ein Stück wässrig-süßes Obst bieten, das in ausreichend Abstand vom gedeckten Esstisch angeboten wird.

Bei all der Last, die wir jährlich in den Sommermonaten mit Wespen verbinden, sollte sich auch vor Augen geführt werden, welchen Nutzen sie haben: Wespen befreien uns von anderen als lästig empfundenen Insekten, wie Fliegen, Stechmücken und Bremsen. Zudem haben sie einen hohen ökologischen Wert, sowohl in der Landwirtschaft als „Schädlingsbekämpfer“ gegen massenhafte Raupenentwicklung, als auch als Bestäuber von Pflanzen, deren Nektar sie aufnehmen, als Beutetier für Hornissen, größere Vögel, Dachs, Iltis oder Marder, und sie dezimieren Aas im Garten und in der freien Natur.

Um sie dabei zu unterstützen, ist es wichtig, Wespen so weit es geht in Ruhe zu lassen. „Besonders bei sommerlich hohen Temperaturen haben Wespen viel Arbeit, da sie ihr Nestinneres auf konstant 30 Grad halten müssen“, so Birgit Will. Zur Kühlung benötigen sie Wasser, das sie aus nahen Wasserquellen holen. Im Garten verteilt aufgestellte Wasserschalen können die Tiere auch von wassergefüllten Kinderplanschbecken ablenken.

Zudem ist es wichtig, zu Wespennestern möglichst einen Abstand von zwei bis drei Metern nicht zu unterschreiten und sich nicht mitten in die Einflugschneisen zum Nest zu stellen. Niemals sollten Wespennester auf eigene Faust entfernt werden – dies kann sowohl gefährlich als auch völlig grundlos sein, denn beispielsweise beherbergen kugelförmige, sichtbar hängende Nester solche Wespenarten, die an Lebensmitteln gar kein Interesse haben und sich der gedeckten Kaffeetafel somit auch gar nicht nähern.

Sie haben ein Wespennest auf Ihrem Grundstück entdeckt, das innerhalb der Stadtgrenzen von Oldenburg liegt? Genau in solchen Situationen empfiehlt sich bei Unsicherheit, Unbehagen oder Angst als allererstes ein Anruf beim Umwelttelefon der Stadt Oldenburg unter 0441 235-2777 oder eine Kontaktaufnahme per E-Mail an naturschutz@stadt-oldenburg.de. Dort ist das ehrenamtlich wirkende „Hautflüglerberaternetz“ angesiedelt. Auf diese Weise erhalten Sie weitere Informationen und können einen vor-Ort-Termin mit einer oder einem der ehrenamtlich Wespenberatenden vereinbaren, die sich das Nest gemeinsam mit Ihnen ansehen.

Wer draußen Essen verzehrt, muss im Sommer damit rechnen, dass Wespen sich dazugesellen. So einschränkend dies auch sein kann: Ab Mitte September ist die hauptsächliche Wespenzeit wieder vorbei, und bis dahin hilft es vielleicht ein wenig, sich über den Nutzen der Wespen klar zu werden und ihnen mit möglichst viel Ruhe zu begegnen.
19.07.2022, 17:56 Uhr
Hitze und Trockenheit: Stadt warnt vor Brandgefahren
Besonders achtsam und wachsam sein – Unterstützung beim Baumbewässern erwünscht
Die extrem heißen Tage erreichen Oldenburg: Temperaturen von über 40 Grad in unseren Breiten machen nicht nur den Menschen zu schaffen, auch Fauna und Flora leiden unter der extremen Trockenheit. Umso wichtiger ist es, dass wir auch in Oldenburg Ohren und Augen offenhalten, mögliche Gefahren bannen und im Zweifel helfend eingreifen. Auch wenn es selbstverständlich scheint: „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger für Gefahren sensibilisieren und zu verantwortungsvollem Handeln aufrufen“, betont Umweltdezernent Sven Uhrhan.

Die Stadtverwaltung appelliert daher, mit offenem Feuer sehr sorgsam umzugehen. So dürfen Zigaretten, Streichhölzer und andere glühende Stoffe nicht achtlos weggeworfen werden. Es wird darum gebeten, Autos nicht über trockenem Bodenbewuchs abzustellen, weil heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren Brände auslösen können. Auf das Zünden von Geburtstagsfeuerwerken sollte ebenso verzichtet werden, wie auf das ohnehin in Niedersachsen verbotene Steigenlassen von Himmelslaternen – beides birgt ein gefährliches Brandrisiko.

Auch zum Thema Grillen gibt es einige Hinweise: An den Oldenburger Seen sowie auf öffentlichen Grünflächen und in Parkanlagen sind das Grillen sowie das Entzünden von Lagerfeuern unzulässig. Vor allem von Einweg-Grills mit niedrigem Bodenabstand sollte man die Finger lassen. Wer daheim grillen will, sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen und geeignetes Löschmaterial bereithalten. Außerdem muss ein ausreichender Abstand zu Brennbarem in der Umgebung gehalten werden. Bei Wind ist auf einen möglichen Funkenflug zu achten.

Bei anhaltender Trockenheit leiden Bäume im wahrsten Sinne unter „Trockenstress“: Dabei verfärbt sich das Laub und welke, braune Blätter fallen zu Boden. Mit dieser biologischen Reaktion mindern die Bäume den Wasserverlust beziehungsweise die Verdunstung. Um Jungbäume mit dem nötigen Nass zu versorgen, wurden an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet etwa 200 Bewässerungsbeutel montiert. Diese haben ein Fassungsvermögen von 60 Litern und geben das Wasser langsam innerhalb von fünf bis acht Stunden ab. Im vergangenen Jahr wurde ein zusätzliches Wasserfass beschafft, sodass die Stadt nun im Stadtgebiet mit zwei Gießwagen (je 3.000 Liter) etwa 570 Jungbäume und Bäume an problematischen Standorten, wie beispielweise die Eisenholzbäume am Julius-Mosen-Platz, bewässert. Sollte die Trockenperiode länger andauern, können zusätzlich kleinere Wasserfässer (1.000 Liter) eingesetzt werden. Beim Bewässern von Straßenbäumen bittet die Stadtverwaltung auch die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe. „Wir freuen uns über jede Unterstützung“, sagt Umweltdezernent Sven Uhrhan.

Auf die Verwendung von Trinkwasser sollte dabei aber möglichst verzichtet werden. Das gilt auch für das Rasensprengen oder das Befüllen von Garten-Pools. Für die Verkehr und Wasser GmbH (VWG), die für die Trinkwasserversorgung in der Stadt Oldenburg zuständig ist, sind solche Nutzungen Hauptgrund für vermeidbare hohe Verbräuche. Generell gilt: Wer Pflanzen oder Bäume bewässern will, sollte dies nicht in der Mittagszeit, sondern in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden tun.

Das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie auch Sie gut durch die heißen Tage kommen. 
11.07.2022, 20:47 Uhr
Stadt fährt Energieverbrauch herunter
Oberbürgermeister Krogmann stellt Paket mit kurz- und mittelfristigen Maßnahmen vor
Kühlere Raumtemperaturen in Verwaltungsbüros, Schulen und Kindertagesstätten, während der Ferienzeiten kaltes Wasser in Sportstätten, geschlossene Stadtteil-Hallenbäder in den Sommerferien bis Ende August – das sind einige der kurzfristigen Maßnahmen, mit denen die Stadt Oldenburg ihren Gas- und Stromverbrauch mit Blick auf die angespannte Energieversorgungslage senken will. „Die Stadtverwaltung leistet damit einen Beitrag, um die Gasspeicher zu füllen. Wir müssen sofort handeln. Alle müssen den Ernst der Lage begreifen. Jede Kilowattstunde, die wir heute nicht verbrauchen, trägt dazu bei, unsere Versorgung in diesem und im nächsten Winter zu sichern“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei der Vorstellung des Maßnahmenpakets, das er zunächst als „Sommerprogramm“ verstanden wissen will. „Über eine Fortführung anhand erster Ergebnisse und über eine Ausdehnung auf weitere Maßnahmen werden wir Ende August beraten“, kündigte Krogmann an.

Der Oberbürgermeister hatte bereits Ende März eine ämterübergreifende Projektgruppe eingesetzt, die unter der Leitung von Finanzdezernentin Dr. Julia Figura Einsparpotenziale bei städtischen Gebäuden identifiziert und Maßnahmen herausgearbeitet hat. Dabei wurden auch die städtischen Beteiligungen einbezogen (OTM, Bäderbetriebsgesellschaft, Weser-Ems-Hallen; Klinikum, VWG und TGO). Bei den meisten Vorschlägen würde der Energiebedarf zwischen 10 bis 20 Prozent gesenkt werden können. Vor allem die Senkung der Raumtemperaturen auf den zulässigen Mindestwert in städtischen Einrichtungen wird als wirkungsvoll angesehen, um schnell einen Effekt zu erzielen. „Niemand soll frieren, aber: Jedes Grad macht einen Unterschied. Fachleute sagen, dass bereits ein Grad weniger Raumtemperatur zu rund sechs Prozent weniger Energieverbrauch führt“, erläuterte der Oberbürgermeister.


Die kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen im Einzelnen:

    Senkung der Raumtemperatur auf zulässigen Mindestwert in Büroräumen auf 20 °C
    Senkung der Raumtemperatur auf zulässigen Mindestwert in Lagerräumen auf 17 °C
    Senkung der Raumtemperatur auf zulässigen Mindestwert in Schulräumen auf 20 °C
    Senkung der Raumtemperatur auf zulässigen Mindestwert in KiTas auf allgemein 20 °C, in Waschräumen auf 24 °C, in Schlafräumen auf 18 °C, in Pausenräumen auf 21 °C
    Abschaltung aller Durchlauferhitzer an Handwaschtischen
    Abschaltung der zentralen Warmwasserbereitung in Sporthallen/-stätten während der Ferienzeiten
    Schließung der Stadtteilbäder Kreyenbrück und Eversten in den Sommerferien bis Ende August
    Installation von Bewegungsmeldern zur Leuchtenregulierung
    Verzicht auf Einsatz von Klimageräten und Heizlüftern in Büroräumen

„Wir werden die unmittelbar Betroffenen vorab informieren. Danach sollen die Maßnahmen möglichst sofort realisiert werden“, sagte Krogmann. In den nächsten Wochen sollen die als „mittelfristig“ umsetzbar eingestuften Maßnahmen weiter intensiv geprüft und entscheidungsreif gemacht werden.


Die mittelfristig umsetzbaren Vorschläge sehen so aus:

    Reduzierung der Service- und Betriebszeiten auf notwendige Dienstleistungen als Grundlage für die Abschaltung aller Wärmeerzeugungs- und Lüftungsanlagen bei der Stadtverwaltung von Freitag, 23. Dezember 2022, bis Sonntag, 1. Januar 2023 (sofern kein Notbetrieb erforderlich ist); während dieser Zeit Verlagerung von Arbeiten ins Home-Office
    Verdichtung von Bürobelegungen mit dem Ziel, einzelne Büros, Etagen und Trakte zu schließen
    Einschränkung des Arbeitszeitrahmens von 7.30 bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 14 Uhr (vorbehaltlich der Zustimmung der Personalvertretungen)
    (Teil-)Aufgabe von energieintensiven Objekten in der besonders kalten Zeit
    Freibäder: Installation von Abdeckungen für die Außenbecken
    Schließung der Stadtteilbäder Kreyenbrück und Eversten in den Herbstferien, Weihnachtsferien und Osterferien
    Leuchtmitteltausch auf LED
    Prüfung einer Reduzierung/Außerbetriebnahme der Straßenbeleuchtung in der Zeit von 2 Uhr bis 6 Uhr (vorbehaltlich einer Abstimmung mit der Polizei)
    Abschaltung von nicht-sicherheitsrelevanten Ampelanlagen ab 22 Uhr (vorbehaltlich einer Abstimmung mit der Polizei)
    Leistungsreduzierung im ÖPNV; Notfallfahrplan mit Konzentration auf die wichtigsten Linien
    Außerbetriebnahme der Außenbeleuchtung öffentlicher Gebäude (hier wird eine noch Abstimmung mit anderen Behörden vorgenommen)

Der Erdgasverbrauch in den städtischen Liegenschaften beträgt rund 41 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Der Stromverbrauch umfasst rund 12 Millionen Kilowattstunden im Jahr.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann appelliert an alle, so viel Energie zu sparen wie möglich – Handel, Gewerbe, Industrie, öffentlicher Sektor und private Haushalte. „Jede einzelne Maßnahme mag klein wirken. In der Summe aber können wir gemeinsam eine größere Wirkung entfalten als wir vielleicht annehmen. Wir können die Energiekrise nur gemeinsam meistern“, so Krogmann.

Flankiert wird das städtische Maßnahmenpaket von einer Informationsoffensive auf der städtischen Website und auf den Social-Media-Kanälen der Stadtverwaltung unter dem Motto „Oldenburg zieht sich warm an“, die Antworten auf Fragen und Sorgen im Zusammenhang mit der Gasmangellage geben soll und praktische Tipps zum Energiesparen bereithält.
05.07.2022, 22:09 Uhr
Sparda-Bank fördert das Herbartgymnasium mit 5.000 Euro
SpardaSpendenWahl 2022: Filiale Oldenburg gratuliert zum zweiten Platz
Zum zehnten Jubiläum der SpardaSpendenWahl drehte sich alles um das Thema Nachhaltigkeit. Mit großem Erfolg: Insgesamt 444 Schulen aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Sparda-Bank West präsentierten unter dem Motto „Heute nachhaltig für morgen handeln“ ihre Ideen und zeigten damit, wie stark sie sich für eine lebenswerte Zukunft engagieren. Das Herbartgymnasium erreichte mit dem Projekt „PV-Anlage für unsere Klimaneutralität“ den 2. Platz in der Kategorie „Große Schulen“ und wurde mit einer Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro aus den Reinerträgen des Gewinnsparvereins bei der Sparda-Bank West ausgezeichnet. „Auf dieses Ergebnis sind wir stolz und gratulieren allen beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler zu der herausragenden Platzierung herzlich“, erklärt Hermann Kruse, Filialleiter der Sparda-Bank in Oldenburg.

Nun überreichte der Filialleiter einen symbolischen Scheck an Annika Niesen, Schulleiterin des Herbartgymnasiums, Janosch Schierke, Lehrer des Gymnasiums und Projektbeauftragter, Geraldine Dudek und Alph Schnittker vom Förderverein der Schule sowie an drei Schülerinnen. Mit dem Projekt „PV-Anlage für unsere Klimaneutralität“ streben die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums die Installation einer Photovoltaik-Anlage an, mit der die Emissionen der Schule reduziert und kompensiert werden sollen.

Gemeinschaftsprojekt mit vielen Gewinnern
„Ich freue mich sehr, dass wir bei unserem Wettbewerb auch Gewinner aus Oldenburg und Umgebung haben, an die wir einen Teil der insgesamt 400.000 Euro Förderung vergeben können. Und ich möchte mich bei allen teilnehmenden Schulen ganz herzlich für ihr Engagement bedanken“, berichtet Filialleiter Hermann Kruse. Nicht zuletzt weist er darauf hin, dass die SpardaSpendenWahl auch im zehnten Jahr ein großes Gemeinschaftsprojekt gewesen ist. Das lebt nicht nur von den Projekten der Schülerinnen und Schüler, sondern auch von den Menschen, die sie unterstützen: über 460.000 Internetnutzer haben in diesem Jahr teilgenommen; es wurden 673.814 Stimmen abgegeben – und damit die Erfolgsgeschichte des Wettbewerbs fortgeschrieben.

Fortsetzung folgt
Die nächste Gelegenheit auf einen Preis gibt es dann im nächsten Jahr: Denn auch 2023 wird es wieder eine SpardaSpendenWahl geben. „Wir freuen uns, über alle, die mitmachen, ob neu oder zum wiederholten Mal, ob als Teilnehmer oder Unterstützer bei der Abstimmung“, sagt Hermann Kruse. Nähere Informationen zur elften Runde wird es frühzeitig auf der Wettbewerbsseite geben.

Mehr Informationen unter www.spardaspendenwahl.de.
28.06.2022, 17:57 Uhr
Erfolgreicher Tritt in die Pedale
27 Oldenburger Schulklassen legen beim „FahrRad“-Wettbewerb 353.553 Kilometer zurück
Der Tritt in die Pedale hat sich gelohnt: Beim Wettbewerb „FahrRad!“ haben 27 Oldenburger Schulklassen im Zeitraum von Anfang März bis Anfang Juni insgesamt 353.553 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das entspricht einer CO2-Einsparung von 49,5 Tonnen gegenüber der Fahrt mit dem Eltern-Taxi.

Für ihre sportlichen Leistungen wurden die vier per Los ermittelten Klassen-Sieger am Dienstag, 28. Juni, in der Liebfrauenschule ausgezeichnet. „Alle teilnehmenden Klassen haben mit ihrem Einsatz einen tollen Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, freut sich Edgar Knapp vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Oldenburg, das zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen hatte. „Wir freuen uns, dass junge Menschen mit Begeisterung auf das Fahrrad umsteigen.“

Geldbeträge für die Klassenkasse erhielten die Klasse 9a der Liebfrauenschule (300 Euro), die Klasse 9e der Oberschule Osternburg (200 Euro) und die Klasse 8a des Herbartgymnasiums (100 Euro). Diese Preise wurden vom Kreisverband Oldenburg im Verkehrsclub Deutschland (VCD) zur Verfügung gestellt. Über eine vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Oldenburg gestiftete Fahrt mit einer Fahrrad-Draisine freute sich die Klasse 5a der Helene-Lange-Schule.

Mit dem lokalen Wettbewerb flankiert das Umweltbildungszentrum den bundesweiten VCD-Wettbewerb „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“, der noch bis September andauert. Auch hierbei legen Schülerinnen und Schüler Schul- und Freizeitwege mit dem umweltfreundlichen Fahrrad zurück und sammeln im Klassenverbund Kilometer, um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Beim bundesweiten Wettbewerb haben sich 197 Klassen angemeldet und bisher (Stand 27. Juni) 895.724 Kilometer gesammelt.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter https://www.oldenburg.de/ruz-fahrrad.
23.06.2022, 15:31 Uhr
Starkregen im Stadtnorden: Förderrichtlinie für Ofenerdiek geplant
Situation durch Starkregenereignisse entschärfen – Anreiz für Entsiegelung schaffen
Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller: Wenn ein Tief über Oldenburg hinwegzieht und starke Regenfälle im Gepäck hat, kommt es besonders im Stadtnorden zu im wahrsten Sinne „überflüssigen“ Situationen – und durch den Klimawandel ist auch unsere Stadt immer häufiger von Starkregenereignissen dieser Art betroffen. Doch die gute Nachricht lautet: Oldenburgerinnen und Oldenburger können etwas dagegen tun – und dank der im vergangenen Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima vorgestellten „Förderrichtlinie Starkregen Ofenerdiek“ soll nun auch ein finanzieller Anreiz geschaffen werden, versiegelte Zufahrtsflächen zu entsiegeln und Regenwasserspeicher einzurichten. Über die endgültige Einführung entscheidet der Rat in seiner Sitzung am Montag, 27. Juni.

Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan sagt über die klimarelevanten Auswirkungen der Richtlinie: „Die Förderung von Regentonnen und Entsiegelungen sind ein wichtiger Baustein für die Klimafolgenanpassung. Sie dient der sinnvollen Ergänzung für die Fülle von Maßnahmen, die Immobilienbesitzer sowie Eigentümerinnen und Eigentümer umsetzen sollten, um bei stärkeren Niederschlägen – und im besten Fall bei Starkregen – besser geschützt zu sein.“ Zudem würden laut Uhrhan die geförderten Maßnahmen dem natürlichen Wasserkreislauf sowie der Einsparung von Trinkwasser dienen, wenn in niederschlagsarmen Zeiten Gärten bewässert werden sollen.

Seit mehreren Jahren werden die Folgen des Klimawandels auch in Oldenburg sichtbar. Dies zeigt sich vor allem an extremen Niederschlagssituationen, die zuletzt im Jahr 2021 Schäden im Stadtnorden (Stadtteil Ofenerdiek) angerichtet haben. Ofenerdiek ist durch einen hohen Grundwasserstand, oberflächennahe, wasserstauende, bindige Böden und seine tischebene Ausprägung besonderes benachteiligt. Als Reaktion darauf wurden bei einer Bürgerversammlung seitens der Stadt eine Reihe von Maßnahmen zugesagt, die die Situation entschärfen sollen. Darunter auch die Förderrichtlinie. In diese wurde die Förderung von Zisternen bewusst nicht mit aufgenommen, da die VWG an einer solchen Förderung arbeitet – so soll eine Doppelförderung vermieden werden.

Ein weiteres Nebenziel dieser Richtlinie ist die Einsparung von Trinkwasser: Die Nutzung von Re-genspeichern soll dazu führen, dass häufiger Regenwasser anstatt Trinkwasser zur Bewässerung von Gärten genutzt wird. Damit kann dem steigenden Bedarf an Trinkwasser in der Stadt Oldenburg entgegengewirkt werden.

Gefördert werden Regenwassertonnen mit Füllautomaten und einem Fassungsvolumen von 400 bis 800 Litern mit einem Zuschuss von 50 Euro, ab 800 Litern Fassungsvermögen gibt es 100 Euro. Außerdem werden die Kosten des Rückbaus bei Entsiegelungen von Zufahrten bis maximal 1.000 Euro übernommen. Entsprechende Anträge können künftig von Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern in Oldenburg-Ofenerdiek gestellt werden.

Sollte sich die Förderung von Entsiegelung und Regenspeichern als erfolgreich herausstellen, kann sie gegebenenfalls auch auf andere Stadtteile oder das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Zudem wird die Förderrichtlinie künftig laufend an aktuelle Erfordernisse angepasst.

Für 2022 können die Mittel aus dem „Sonderfond Klimaschutz“ genommen werden. Für die Folgejahre müsste hierfür ein Ansatz neu gebildet werden. Es wird mit Kosten von zunächst etwa 30.000 Euro jährlich kalkuliert.
17.06.2022, 20:23 Uhr
Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Tonkuhle
Zwei Maßnahmen folgen aufeinander – Start in der kommenden Woche
Sie ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und bei vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern als Naherholungsziel beliebt: die Tonkuhle im Stadtteil Eversten. Damit das auch so bleibt, sind ab der kommenden Woche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen notwendig. Zuerst wird die Behelfsbrücke zurückgebaut und im Anschluss die Aussichtsplattform umgebaut. Beide Maßnahmen erfolgen nacheinander, damit nicht die komplette Tonkuhle gesperrt werden muss.

Eine Zuwegung zum See führt entlang der Straße „An der Tonkuhle“ über einen Wassergraben. Aufgrund der damaligen Platzverhältnisse konnte die Überquerung des Grabens nur mit einer Behelfsbrücke ermöglicht werden. Das Brückenbauwerk ist in seiner Lage verschwenkt, die Geländerhöhe nur für Fußgängerinnen und Fußgänger ausgelegt und ein Begegnungsverkehr ist nicht möglich. Die Behelfsbrücke weicht künftig einer Verrohrung, also der Verlegung des Fließgewässers unter die Erde, mit einer lichten Breite von 2,50 Meter. Im Ergebnis führt diese Maßnahme zu einer verbesserten Querungsmöglichkeit für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Im Zuge der Baumaßnahme kommt es zu einer Sperrung der Überwegung von der Straße „An der Tonkuhle“ in Richtung See. Die Baumaßnahme startet am Montag, 20. Juni, und dauert voraussichtlich bis Mitte August.

Bei der Bauwerksbesichtigung der Aussichtsplattform wurde festgestellt, dass die Ufersicherung der mittlerweile 40 Jahre alten Holzspundwand auf ganzer Länge als abgängig betrachtet werden muss. Die Baumaßnahme umfasst den Neubau der Ufersicherung sowie die Erneuerung des Geländers. In diesem Zusammenhang wird das umliegende Pflaster aufgenommen und neu verlegt. Der tiefer liegende Teil mit seinen beiden Holzbänken soll auf eine Ebene angehoben werden, sodass künftig auch dieser Bereich barrierefrei zu erreichen ist. Die Baumaßnahme ist eingeplant ab Mitte August und wird voraussichtlich bis Ende September andauern.

Die Gesamtkosten beider Baumaßnahmen belaufen sich auf circa 250.000 Euro.

Entsprechende Umleitungen werden durch die Verkehrssicherung ausgewiesen. Im Zuge der Baumaßnahmen ist mit einer eingeschränkten Erreichbarkeit der Tonkuhle zu rechnen.
17.06.2022, 20:20 Uhr
Veranstaltungsreihe „Auf Achse“: Unterwegs in eine klimaneutrale Zukunft
Diskussionsveranstaltung am 28. Juni im Schlauen Haus – Jetzt online anmelden
Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaneutralität sind von zentraler Bedeutung für unsere Zukunft – und eben diese wird in der Gegenwart gestaltet, wir müssen also jetzt handeln. Das alles steht für viele von uns außer Frage. Doch welche Themen und Herausforderungen beschäftigen Gesellschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik? Und vor allem: Wie ist Oldenburg nun unterwegs auf dem Weg in die Klimaneutralität? Darum geht es in der nächsten Veranstaltung des Oldenburger Formats „Auf Achse“, die am Dienstag, 28. Juni, um 17 Uhr erstmals in Präsenz im Schlauen Haus stattfinden wird.

Vor etwa einem Jahr fand das Oldenburger Format „Auf Achse“ digital statt – mit dem Blick in eine klimaneutrale Zukunft. Gemeinsam mit den Vortragenden und den Teilnehmenden wurde diskutiert, wie mögliche Wege in eine klimaneutrale Zukunft unserer Region gestaltet und umgesetzt werden können. Was ist seitdem passiert? Genau darum geht es an diesem Abend, bei dem verschiedene Perspektiven, der Ideen- und Erfahrungsaustausch und die Vernetzung im Fokus stehen.

Dazu wird Peter Zenner, Leiter des Fachdienstes Klimaschutz der Stadt Oldenburg, ein Update geben. Außerdem werden weitere Perspektiven in die Diskussion mit einbezogen: Dr. Katharina Dutz bringt aus ihrer Lehre und Forschung Perspektiven aus der Wissenschaft zu Bildung für nachhaltige Entwicklung ein und stellt das RessourcenZentrum Oldenburg vor. Aus der Zivilgesellschaft berichten Carlsson Skiba und Charlotte Kluth über ihr Engagement, unter anderem bei den Students for Future, im Bündnis Oldenburg klimaneutral 2030 und im Umweltausschuss der Stadt Oldenburg.

Da die Anzahl der Teilnehmenden begrenz ist, wird um vorherige Online-Anmeldung gebeten unter https://ihjo.de/auf_achse.

Die Veranstaltungsreihe „Auf Achse“ ist eine Kooperation zwischen dem Projekt Innovative Hochschule Jade-Oldenburg (IHJO), dem Schlauen Haus Oldenburg und der Stadt Oldenburg. Bisher konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich zu den Themen nachhaltige Mobilität, Klimaschutz und Wasserstoff austauschen und interessante Impulse erhalten. Weitere Veranstaltungen zu spannenden Zukunftsthemen sind geplant.
17.06.2022, 20:19 Uhr
NABU im Botanischen Garten
Teilnahme an Woche des Botanischen Gartens / Kostenlose Wildstaudenpakete
Am Samstag, den 18. Juni wird der Naturschutzbund NABU sich mit einem Infostand an der "Woche des Botanischen Gartens" in Oldenburg beteiligen. "Wir werden zu insektenfreundlichen Gärten, zur Vogelwelt im Garten und anderen Themen informieren," kündigt Rolf Grösch, Sprecher der NABU Stadtgruppe an. 

Im Rahmen des durch die Postcode-Lotterie geförderten Projektes "Artenvielfalt auf Balkon und Terrasse" bietet der NABU an seinem Stand auch 50 kostenfreie Wildstaudenpakete an. "Je 12 heimische, mehrjährige Arten, die als Futter- oder Nektarpflanzen für Insekten dienen, sollen zeigen, dass wir uns die Natur mit wenig Aufwand schon auf kleinem Raum ans Haus holen können!", so Projektleiter Bernd Ziesmer. Die Pakete werden direkt am NABU-Stand angeboten und können vorab unter ziesmer@nabu-oldenburg reserviert werden.
14.06.2022, 11:37 Uhr
Fällung einer Blutbuche wegen Schadpilzbefall
Pflanzung eines neuen Baumes nach dem Verlust des Naturdenkmals bereits in Planung
Eine als Naturdenkmal geschützte Blutbuche auf einem Grundstück in der Nordstraße an der Ecke zur Uferstraße wird voraussichtlich am Donnerstag, 16. Juni, durch eine Baumpflegefachfirma gefällt. Die circa 150 bis 180 Jahre alte Blutbuche ist abgestorben, nachdem sie nach einem schwachen Blattaustrieb durch den Riesenporling befallen worden war, ein holzzersetzender Schadpilz. Die Eigentümerin des Grundstücks wird in der kommen Pflanzzeit einen größeren Baum auf dem Grundstück nachpflanzen lassen. Der genaue Standort steht noch nicht fest.

Der Riesenporling (Meripilus gigantus) ist ein typischer Pilz an der Buche. Zum Wirtsspektrum gehören auch Rosskastanie oder Eiche. Die wulstigen Pilzfruchtkörper, die von Juli bis November an den Wurzelanläufen, aber auch weiter weg vom Stamm vorkommen, fallen nach wenigen Wochen zu einer matschigen schwarzen Masse zusammen. Der sogenannte Schwächeparasit besiedelt den Baum über verletzte oder abgestorbene Wurzeln. Der Pilz wird aber nicht allein nicht die Ursache für das Absterben der Blutbuche sein, vermutlich haben auch die letzten, sehr trockenen Sommer zur Schwächung des Baumes beigetragen.
07.06.2022, 16:29 Uhr
NABU vergibt Wildstauden zur Jubiläumsfeier
Wenn der Naturschutzbund NABU am Samstag, den 11. Juni sein 100-jähriges Bestehen im Oldenburger Land feiert, kommt er mit einem ganz besonderen Angebot in den Oldenbuger Schlossgarten. "Von 14 bis 18 Uhr laden wir in den Schlossgarten ein, wo wir mit 12 Themenpavillons die Arbeit des NABU im Oldenburger Land vorstellen werden," berichtet Bernd Ziesmer, Mitarbeiter beim NABU. "Im Rahmen unseres Projektes Artenvielfalt auf Balkon und Terrasse können wir dort Dank Förderung durch die Postcode-Lotterie 50 kostenfreie Wildstaudenpakete vergeben!".

Diese mehrjährigen Arten werden nicht nur jedes Auge erfreuen, sondern sie sind auch Futter- und Nektarquellen für heimische Insekten. Wer diese Kombinationswirkung auf seinem Balkon oder seiner Terrasse entfachen möchte, sollte sich eines der Pflanzpakete unter ziesmer@nabu-oldenburg.de reservieren oder am 11. Juni den NABU-Projekt-Pavillon im Oldenburger Schlossgarten aufsuchen.
03.06.2022, 18:50 Uhr
Neue Weiterbildung zum Thema Wasserstoff
Kooperationsprojekt aus Hannover und Oldenburg auf der Hannover Messe vorgestellt
Grüner Wasserstoff ist unverzichtbar für die Energiewende. In vielen Branchen kann der saubere Energieträger dazu beitragen, den Verbrauch von Erdgas oder Erdöl drastisch zu senken – oder sogar langfristig zu ersetzen. Wie man Wasserstoffprojekte beurteilt, initiiert und steuert, vermittelt eine neue, berufsbegleitende Weiterbildung, die das C3L – Center für Lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg gemeinsam mit der Universität Hannover und dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES) als wissenschaftlichem Partner ab September erstmals anbietet. Sie werden dabei von der Region Hannover, der Stadt Oldenburg und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) finanziell unterstützt.

Dazu sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Die Investition in Wasserstoff bedeutet eine Investition in eine regenerative Zukunft. Die Stadt Oldenburg ist am Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft interessiert – und für die braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Von daher unterstützt die Stadt den neuen Weiterbildungsstudiengang, der zugleich in Kooperation mit der Universität Oldenburg den Bildungsstandort Oldenburg überregional stärkt.“

Das Programm wurde am Donnerstag, 2. Juni, auf der Hannover Messe vorgestellt. Es beginnt im September, Bewerbungen sind noch bis zum 1. September 2022 möglich. Am Dienstag, 28. Juni, um 12.30 Uhr, können Interessierte in einem Online-Seminar einen Einblick in die Weiterbildung erhalten. Weitere Informationen dazu finden sich online unter https://uol.de/c3l/web-seminare ». Alles Wissenswerter rund um die neue Wasserstoff-Weiterbildung gibt es unter https://uol.de/weiterbildung-wasserstoff.

Laut dem Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) könnten in Deutschland durch die Ansiedlung von Brennstoffzellen- und Elektrolysefertigungen sowie einer sektorenübergreifenden Wasserstoffwirtschaft bis 2030 über 70.000 Arbeitsplätze neu geschaffen werden. Mit der neuen berufsbegleitenden Weiterbildung soll die Möglichkeit geboten werden, die Teilnehmenden forschungs- und praxisnah auf die komplexen Herausforderungen in diesem innovativen Sektor vorzubereiten.

Das Programm ist in vier Lernsequenzen unterteilt, wobei die vierte Sequenz eine Projektarbeit darstellt, in der der gesamte Projektzyklus durchlaufen wird. Die Weiterbildung dauert insgesamt sechs Monate und beinhaltet sechs zweitägige Präsenzveranstaltungen, auf die sich die Teilnehmenden online vorbereiten. Studienmaterial wird über den digitalen Campus des C3L bereitgestellt. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Projektarbeit, bei der die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams ein Wasserstoffvorhaben realitätsnah planen und kalkulieren. Die Weiterbildung schließt mit einem international anerkannten CAS-Zertifikat der Universitäten Oldenburg und Hannover ab. Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ist ein Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss.

Kooperationspartner sind das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) und der Oldenburger Energiecluster (OLEC).
31.05.2022, 14:52 Uhr
Ökologisches Jahr beim NABU
NABU Oldenburg bietet freie FÖJ-Stelle zum Herbst an
Das "Freiwillige Ökologische Jahr" wird gern zwischen Schule und Berufsausbildung eingeschoben. Junge Menschen können berufspraktische Erfahrungen sammeln und aktuell bietet der NABU Oldenburg eine freie Stelle zum kommenden Herbst an. 

"Meistens ist unsere FÖJ-Stelle bereits im März fest besetzt", berichtet Bernd Ziesmer, Biologe beim NABU in Oldenburg. "In diesem Jahr haben sich zwei Kandidatinnnen kurzfristig für jeweils eine andere Stelle entschieden, so dass wir diese Stelle nun überraschend neu vergeben können!" Das ist eine seltene Chance für Spätenschlossene, die im Naturschutz Erfahrungen sammeln möchten.

"Als größter Naturschutzverein im Oldenburger Land bieten wir in unserer Geschäftsstelle in Oldenburg einen vielseitigen Job an", so Ziesmer. "Büroarbeit im kleinen Team, viele Kundenkontakte und Mitarbeit bei Pflegemaßnahmen auf NABU-Flächen - Kontaktfreudigkeit und Interesse am Naturschutz sind die einzigen Bedingungen. Wir freuen uns auf Bewerbungen unter mail@nabu-oldenburg.de oder Tel 0441-25600". Die Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz stellt für das FÖJ in Niedersachsen ein Taschengeld und ergänzende Seminare.
20.05.2022, 10:13 Uhr
Erhöhte Waldbrandgefahr wegen Trockenheit
Stadtverwaltung erinnert an derzeitiges Rauchverbot in Wäldern
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit besteht zurzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Stadtverwaltung weist aus diesem Grund darauf hin, dass es gemäß § 35 des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) verboten ist, in Wald, Moor und Heide in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober Feuer anzuzünden und zu rauchen. In Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten gelten darüber hinaus gegebenenfalls weitergehende Verbotsregelungen, die unabhängig von dieser allgemeinen Regelung vorrangig gelten und einzuhalten sind.
20.05.2022, 10:12 Uhr
Glascontainerstandort beim Rewe-Markt Hochheider Weg/Ecke Nadorster Straße wird aufgelöst
Suche nach Ersatzstandort läuft bereits
Der Containerstandort auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes am Hochheider Weg/Ecke Nadorster Straße muss bis auf Weiteres aufgelöst werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg, der nach einem geeigneten Ersatzstandort sucht, und die Leitung des Rewe-Marktes bedauern diese Maßnahme.

Es wird gebeten, auf die Glascontainer an den umliegenden Standorten auszuweichen oder andere in der Stadt Oldenburg befindliche Sammelbehälter zu nutzen. In der Nähe stehen unter anderem Container in der Von-Halem-Straße, beim Famila-Markt am Scheideweg oder in der Ehnernstraße gegenüber der Heiligengeisttorschule zur Verfügung. Alle Standorte sind online im interaktiven Stadtplan der Stadt Oldenburg zu finden unter www.oldenburg.de/startseite/buergerservice/geoportal.html.
20.05.2022, 09:37 Uhr
E-Autos: Innenstadtring künftig „unter Strom“
27 neue öffentliche Ladepunkte an acht Standorten – Auch Carsharing wird elektrisch
Die Stadt beschleunigt den Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos: Zusammen mit Ladeinfrastrukturbetreibern schafft die Stadtverwaltung öffentliche E-Ladepunkte rund um die Innenstadt und elektrifiziert das Carsharing. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnete am Mittwoch, 18. Mai, die ersten beiden neuen Ladepunkte am Pferdemarkt und stellte das für die nächsten Wochen geplante Ausbauprogramm vor, das insgesamt 27 öffentliche Ladepunkte an acht Standorten umfasst. Beteiligt sind die Ladepunktbetreiber EWE Go GmbH und Olegeno eG sowie die beiden Carsharing-Anbieter cambio Oldenburg und Braasch – all to drive GmbH, die sieben der acht Stationen mit ihren E-Carsharing-Fahrzeugen bestücken werden. Im Zuge eines Pilotvorhabens wurde für die Beschaffung neuer Elektrofahrzeuge fürs Carsharing ein Zuschuss in Höhe von insgesamt 92.000 Euro bewilligt. Zudem trägt die Stadt die Kosten für die Ladeinfrastruktur der E-Carsharing-Stellplätze (circa 90.000 Euro).

Das sagt die Stadt:
„Mit den insgesamt 27 neuen, kurzfristig realisierten öffentlichen Ladepunkten schafft die Stadt gerade für auswärtige Besucherinnen und Besucher während ihrer Verweildauer in der Innenstadt eine gute Möglichkeit zum Aufladen ihrer privaten Fahrzeuge. Damit leisten wir einen Beitrag, damit die Innenstadt auch in Zukunft attraktiv bleibt. Zudem ist dies ein weiterer Schritt, um den Verkehr auf das beschlossene Klimaschutzziel auszurichten“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Bei diesem Ausbauprogramm arbeiten alle Akteure gemeinsam und pragmatisch im Sinne einer zukunftsorientierten Mobilität mit der Stadt zusammen und ermöglichen eine rasche Umsetzung“, freut sich der Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität, Dr. Norbert Korallus. 

Das sagt EWE Go:
EWE Go betreibt unter anderem die neu geschaffenen Ladeeinrichtungen am Pferdemarkt. EWE GO-Geschäftsführer Ilker Akkaya sagt dazu: „Wir erweitern das Ladenetz täglich, deutschlandweit, und freuen uns, insbesondere in unserem Heimathafen und gemeinsam mit der Stadt Oldenburg für die notwendige Ladeinfrastruktur zu sorgen. Laden dort, wo Bedarf besteht, ist stets gesetzter Fokus.“

Das sagt Olegeno:
Das gemeinsame Ansinnen, etwas Neues für Oldenburg zu schaffen, sieht Sönke Burkert von der Oldenburger Energiegenossenschaft Olegeno mit Stolz: „Es ist uns als Oldenburger Energie-Genossenschaft ein Herzensanliegen, unsere Stadt an das genossenschaftliche Bürger-Ladenetz anzuschließen und damit einen spürbaren Schritt in Richtung Freiheit von fossilen Kraftstoffen zu ermöglichen. Es freut uns dabei besonders, Leuchttürme für die Carsharing-Idee bauen zu dürfen."

Das sagt cambio:
Klaus Göckler, Geschäftsführer des in Oldenburg größten Carsharing-Anbieters, Stadtteilauto Oldenburg cambio GmbH, betont: „Ein cambio-Auto ersetzt im Schnitt zwölf private Pkw. Rein rechnerisch entlastet cambio also Oldenburg bereits heute um rund 800 Fahrzeuge. Das sind etwa fünf Kilometer straßenbegleitendes Parken oder mehr als alle Parkplätze am Pferdemarkt und an der 91er Straße zusammen. Mit der nun initiierten Umstellung auf Elektrofahrzeuge setzen wir zudem unsere Ziele im Rahmen der Zertifizierung mit dem Umweltzeichen ,Blauer Engel‘ konsequent fort.“

Das sagt Braasch – all to drive:
Dass die Verkehrswende auch von Oldenburger Unternehmen gelebt wird, zeigt das Engagement des vierten und neuesten Carsharing-Anbieters: Die Braasch – all to drive GmbH erweitert mit gleich neun vollelektrischen Fahrzeugen, verteilt an fünf Stationen, das Angebot. Vorab werden zwei weitere batterieelektrische Pkw am Standort in der Bremer Heerstraße 1 zur Kurzzeitmiete bereitgestellt. Die Fahrzeugbuchung läuft in Kooperation mit EWE GO GmbH und deren Smartphone-Applikation. Geschäftsführer Bernd Weber sagt: „Als Oldenburger Mobilitätsunternehmen ist es für uns eine große Freude, die geteilte Mobilität unserer Stadt attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns, gleich mehrere Carsharing-Stationen im städtischen Raum auszustatten und die urbane Mobilität in Oldenburg mitzugestalten.“

Mobilitätsstationen
Ein vielversprechender Ansatz zum Erreichen von CO2-Minderungszielen im Oldenburger Verkehrssektor ist die Verknüpfung zwischen klimaschonenden Fahrzeugantrieb mit dem sparsamen Einsatz von Ressourcen und Verkehrsflächen, bedingt durch das Teilen von Fahrzeugen (Sharing-Prinzip). „Da zukünftig alle Carsharing-Autos aufgrund des allgemeinen Wechsels des Fahrzeugantriebs eine Steckdose benötigen, haben wir uns bewusst dazu entschlossen, direkt neben den öffentlichen Ladepunkten E-Carsharing-Stationen einzurichten und als Pilotvorhaben zu finanzieren“, erklärt die Leiterin des Fachdienstes Mobilität, Carola Pietsch. Aufgrund der Innenstadtlage sind unmittelbar angrenzend Bushaltestellen vorzufinden. In Kombination mit Fahrradabstellanlagen und „Hotspots“ für Elektroscooter erwachsen aus Carsharing-Stationen neue Mobilitätsknotenpunkte im inter- und multimodalen Verkehr, sogenannte „Mobilitätsstationen“.
Hier sollen öffentliche Ladepunkte entstehen und E-Carsharing-Fahrzeuge stationiert werden:

1. Pferdemarkt: 2 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
2. 91er Straße: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
3. PFL: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 1 Pkw von Braasch – all to drive
4. Theaterwall: 4 Ladepunkte von EWE GO
5. Theaterwall/AGO-Parkplatz: 9 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
6. Kasinoplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
7. Straße am Schloßplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio und 2 Pkw von Braasch – all to drive
8. Stautor: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Braasch – all to drive

Während des Ladevorgangs fallen in Oldenburg in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung keine Parkgebühren für die Elektroautos an. Die zeitliche Dauer des Ladevorgangs ist derzeit auf maximal drei Stunden begrenzt. Während des Ladevorgangs in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung muss der Beginn des Ladevorgangs durch Anbringen einer Parkscheibe kenntlich gemacht werden.

– Zahlen und Daten zu öffentlichen Ladepunkten: 31.300 Ladevorgänge in 2021

Gab es 2017 noch 18 öffentliche Ladesäulen in Oldenburg, die von der EWE erfasst werden, waren es 2021 mit 38 Stück mehr als doppelt so viele. Die Anzahl an Ladevorgängen hat sich zwischen 2017 und 2021 verfünffacht. Wurden 2017 insgesamt 6.200 Ladevorgänge erfasst, waren es 2021, trotz des Pandemie-bedingten Lockdowns, bereits circa 31.300 Ladevorgänge.

Weitere Informationen gibt es online unter www.oldenburg.de/elektromobilitaet.

– Zahlen und Daten zum Carsharing in Oldenburg: Fast 4.200 Nutzerinnen und Nutzer

In Oldenburg existieren derzeit drei Carsharing-Anbieter, die sukzessive auf den Markt gekommen sind. 1992 startete das Carsharing-Angebot als „StadtTeilAuto“-Verein. Im April 2003 entwickelte sich daraus cambio Oldenburg („StadtTeilAuto Oldenburg cambio GmbH“). Zu dieser Zeit existierten elf Fahrzeuge, die durch 199 Fahrberechtigte genutzt wurden. Seit Oktober 2004 kooperiert cambio Oldenburg mit der VWG (Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg). Bis Mitte April 2022 ist die Anzahl der cambio Fahrzeuge auf 73, die Anzahl der Stationen auf 29 gestiegen. 3.964 Fahrberechtigte nutzten das Angebot von cambio in Oldenburg.

Zweiter Anbieter in Oldenburg war „flinkster“ (Carsharing der Deutschen Bahn). Seit 2004 stehen am Oldenburger Hauptbahnhof Süd beziehungsweise am Zentralen Omnibusbahnhof zwei Carsharing-Fahrzeuge von „flinkster“ bereit. Die Anzahl der Fahrberechtigten von „flinkster/ DB Connect“ liegt leider nicht für Oldenburg vor. Deutschlandweit sind es rund 400.000.

Der dritte Anbieter, seit März 2014, ist das Oldenburger Autohaus Munderloh. Im März 2022 hat Munderloh acht Fahrzeuge von „Ford Carsharing“ an sieben Stationen in Oldenburg auf dem Markt gebracht. Die Zahl der Fahrberechtigten bei „Ford Carsharing“ lag im Oktober 2018 bei 380, im März 2022 nutzten ungefähr 200 Kundinnen und Kunden das Angebot. Besonderheit ist, dass das Carsharing von Ford Munderloh im DB-Verbund angeboten wird.

Insgesamt nutzten ungefähr 4.164 Fahrberechtigte Mitte April 2022 das Carsharing in Oldenburg.

In 2022 kommt mit der Fa. Braasch - all to drive GmbH, in Kooperation mit der Fa. EWE GO GmbH, ein vierter Carsharing-Anbieter auf den Oldenburger Carsharing-Markt. Dieser Anbieter setzt von Beginn an auf batterieelektrische Fahrzeuge. Aktuell wird schrittweise an fünf Innenstadtstandorten der Einsatz von E-Autos im Carsharing-Bereich im Rahmen eines Pilotvorhabens realisiert. In der Bremer Heerstraße ist eine weitere E-Carsharing-Station in der Umsetzung. Der Anbieter cambio Oldenburg verfügt aktuell bereits über vier Mild-Hybrid-Fahrzeuge in seiner Flotte.

Weitere Informationen sind online unter www.oldenburg.de/carsharing zu finden.
10.05.2022, 18:07 Uhr
Aus für Gebührenmarke: Oldenburg setzt künftig auf clevere Mülltonnen
Behälter-Ident-System kommt 2023 – Barcodeaufkleber für Rest- und Bioabfallbehälter
Die guten alten Gebührenmarken auf Müllbehältern haben in Oldenburg bald ausgedient: Denn der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) bereitet die Einführung eines sogenannten Behälter-Ident-Systems für Rest- und Bioabfallbehälter im Laufe des Jahres 2023 vor. Dabei werden künftig auf jede Mülltonne einmalig zwei Sicherheitsetiketten mit einem verschlüsselten individuellen Barcorde und integriertem Transponder geklebt, die über eine entsprechende Software vom Bordcomputer der Müllsammelfahrzeuge ausgelesen werden. Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb hat für die Einführung einstimmig grünes Licht gegeben.

Dazu erklärt AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn: „Behälter-Identsysteme sind in der kommunalen Entsorgungswirtschaft keine Neuheit, sondern mittlerweile gängige Praxis. Sie sind flächenerprobt und in der Bevölkerung grundsätzlich anerkannt. Auch unser langer Testlauf, den wir seit 2019 mit etwa 4.000 Behältern der GSG durchführen, hat uns überzeugt. Die Etiketten sind praktisch, haften gut und funktionieren im Zusammenspiel mit der Leseeinheit am Fahrzeug bei jeder Wetterlage.“

Das neue System bietet viele Vorteile: Das wiederkehrende Aufkleben der Gebührenmarken, meist in den Wintermonaten, entfällt für die Bürgerinnen und Bürger. Denn die neuen Etiketten halten in der Regel mindestens zehn bis zwölf Jahre. Somit spart auch der AWB Kosten und Zeit für das Erstellen, Eintüten und Versenden der bisherigen Marken – und beugt Plakettenfälschungen vor. Zudem erkennt das Identifikationssystem an den Fahrzeugen zulässige und unzulässige Tonnen und stoppt beispielweise bei nicht bezahlten oder mehrfach in einem Abfuhrzyklus herausgestellten Behältern automatisch den Schüttvorgang.

Darüber hinaus kann die Fahrzeugbesatzung auch Besonderheiten, wie zum Beispiel Defekte am Behälter erfassen oder auch verweigerte Leerungen wegen Fehlbefüllung registrieren. So kann die versuchte und erfolgte Leerung der Behälter künftig sicher nachgewiesen werden. Durch das Umgehen von Mehrfachleerungen einzelner Behälter wird die Gebührengerechtigkeit erhöht. Und nicht zuletzt kann die EDV-Erfassung der Behälter sehr gut für die Tourenplanung und -steuerung genutzt werden.

Und was ist mit Chiplösungen? „Andere Kommunen arbeiten auch mit Chiplösungen, die einmalig unter den Deckel geklemmt werden. Doch diese kommen in Oldenburg wegen der Eigentumsverhältnisse und unterschiedlicher Behälter- und Deckeltypen nicht in Betracht. Die Aufkleber hingegen passen auf alle verschiedenen Tonnenarten“, erklärt Schneider-Kühn.

Datenschutzrechtliche Belange stehen dem Anliegen nicht im Weg. Denn auf dem Behälteretikett sind lediglich der Bereitstellungsort (zum Beispiel „Wehdestraße 70“), die Behältergröße (zum Beispiel „120 Liter“) und die Abfallfraktion (zum Beispiel „Bioabfall“) zu lesen. Diese sind aber bei den meisten Behältern ohnehin bereits ersichtlich, da sie in der Regel vor den angeschlossenen Grundstücken stehen. Darüber hinaus ist ein QR-Code vorgesehen, mit dem direkt die Internetseite des AWB aufgerufen werden kann.

Zusätzlich enthält das Etikett auf der Rückseite einen Transponder, auf dem ebenfalls die oben genannten Daten gespeichert sind – stets aktuell. Dieser wird sozusagen mit dem Barcode auf dem Etikett „verheiratet“. Ein Auslesen des Barcodes beziehungsweise Transponders durch Unberechtigte ist ausgeschlossen, es erfolgt keine Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der Stadtverwaltung.
Was kostet die Einführung des neuen Systems?

Im Jahr der Einführung belaufen sich die Kosten auf etwa 247.000 Euro. In den Folgejahren betragen sie zwischen 17.000 Euro und 33.000 Euro. In zehn Jahren summieren sich die Kosten auf rund 482.000 Euro.

Dagegen stehen in einer Zehnjahresbetrachtung Zusatzeinnahmen durch bisher unangemeldete Tonnen zwischen etwa 400.000 Euro und 1,2 Millionen Euro (der prognostizierte Anteil liegt zwischen 0,3 und 1 Prozent, in anderen Kommunen erfahrungsgemäß bis 5 Prozent). Dazu kommen in zehn Jahren städtische Minderkosten im Rahmen des bisherigen Gebührenmarkensystems von etwa 132.000 Euro. In der Gesamtbetrachtung über einen Zeitraum von zehn Jahren wird der Gebührenhaushalt somit entlastet.
06.05.2022, 10:10 Uhr
„Oldenburg räumt auf!“: AWB und LzO überreichen Schecks
Jugendfeuerwehr, Leselernhelfer und Grundschulen profitieren von Müllsammelaktion
Eine saubere Sache im doppelten Sinne: Bei der diesjährigen Müllsammelaktion „Oldenburg räumt auf!“ sammelten über 4.900 fleißige Helferinnen und Helfer insgesamt 7,97 Tonnen Abfall. Gesammelt wurde aber nicht nur für eine saubere Umwelt, sondern auch für einen guten Zweck. Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) spendet dafür schon seit einigen Jahren zehn Cent pro gesammelten Kilogramm Abfall. In diesem Jahr können sich die Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten und „MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer“ jeweils über eine Spende in Höhe von 400 Euro freuen. Jan-Christoph Moed und Frank Heerwagen (beide Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten), sowie Daniela Pfeiffer (Vorsitzende MENTOR OLDENBURG) nahmen die Schecks von Melanie Becker und Olaf Meenen (beide Vorstandsstab LzO) entgegen.

Aber auch drei Oldenburger Schulen konnten sich über eine kleine Finanzspritze für die Schulkasse freuen. An „Oldenburg räumt auf!“ nahmen in diesem Jahr über 35 Schulen teil. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) verlieh den Schulpreis nach 2019 zum zweiten Mal. Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB, überreichte die Schecks und Urkunden an die glücklichen Gewinner. Das sind in diesem Jahr die Grundschule Ofenerdiek (1. Platz, 300 Euro), die Grundschule Krusenbusch (2. Platz, 200 Euro) und die Grundschule Wallschule (3. Platz, 100 Euro).

Mehr über „Oldenburg räumt auf“ und den Abfallwirtschaftsbetrieb lesen Sie auf www.oldenburg.de/awb.
03.05.2022, 18:18 Uhr
Schadstoffmobil geht ab dem 10. Mai auf Tour
AWB bietet in diesem Jahr zwölf Termine – Mobile Sammlung macht an 48 Standorten Halt
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) geht wieder mit der mobilen Schadstoffsammlung auf Tour: Erster Termin in diesem Jahr ist am Dienstag, 10. Mai. Zum Auftakt wird an vier Standorten im Stadtteil Osternburg Halt gemacht. Die Termine sind jeweils von Dienstag bis Donnerstag der jeweiligen Sammelwoche.

Bis zum Ende der Sammelperiode am 13. September werden an zwölf Terminen insgesamt 48 Standorte angesteuert. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, neben schadstoffhaltigen Abfällen (zum Beispiel Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien) auch Elektrokleingeräte (beispielsweise Bügeleisen, Toaster, Staubsauger und Ähnliches) abzugeben. Elektrogroßgeräte sowie Fernsehgeräte und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gilt auch für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.

Der AWB weist darauf hin, dass bei der Übergabe der Abfälle an die Mitarbeiter des AWB eine FFP2- oder OP-Maske zu tragen ist.

Bei den ersten sechs Sammelterminen macht das Schadstoffmobil an folgenden Standorten Halt:

Sammeltag Dienstag, 10. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Viktoriastraße
10.45 bis 12 Uhr: Bremer Straße/ aktiv & irma Markt
14 bis 15.30 Uhr: Bremer Heerstraße/Combi Markt
15.45 bis 17.15 Uhr: Bremer Heerstraße/Holzland Vogt

Sammeltag Mittwoch, 11. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Alexandersfeld Tennishalle
10.45 bis 12 Uhr: Am Stadtrand/Edeka Neukauf
14 bis 15.30 Uhr: Immenweg/Ecke Am Strehl
15.45 bis 17.15 Uhr: Stubbenweg/Kaufland / Parkplatz

Sammeltag Donnerstag, 12. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: August-Hinrichs-Straße/Dürer Straße
10.45 bis 12 Uhr: Familia Wechloy/Parkplatz alte Tankstelle
14 bis 15.30 Uhr: Otto-Suhr-Straße/Glascontainer
15.45 bis 17.15 Uhr: Gymnasium Eversten/Glascontainer

Sammeltag Dienstag, 17. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Fliegerhorst Haupteingang
10.45 bis 12 Uhr: Im Brook/Wendekreis
14 bis 15.30 Uhr: Haupteingang Fliegerhorst, Alexanderstraße
15.45 bis 17.15 Uhr: Scheideweg/Familia Markt

Sammeltag Mittwoch, 18. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Klingenbergstraße/Martin-Niemöller-Straße
10.45 bis 12 Uhr: Harreweg/Kreyenzentrum
14 bis 15.30 Uhr: Eidechsenstraße/Alte Deponie
15.45 bis 17.15 Uhr: Alter Postweg/Kaufpark/Glascontainer

Sammeltag Donnerstag, 19. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Kranbergstraße/Anne-Frank-Platz
10.45 bis 12 Uhr: Nadorster Straße/Denn`s Biomarkt
14 bis 15.30 Uhr: Weser-Ems-Hallen/Wertstoffcontainer
15.45 bis 17.15 Uhr: Hochheider Weg/aktiv & irma Markt

Im September folgen weitere sechs Sammeltage. Alle Termine sind auch im Abfuhrkalender, in der Abfall-APP des AWB oder online unter www.awb-oldenburg.de zu finden.
29.04.2022, 13:16 Uhr
Gutes Sortierverhalten soll weiter optimiert werden
Restmüll-Analyse zeigt Potenzial zur Verbesserung auf – AWB plant Öffentlichkeitskampagne
Viele Oldenburgerinnen und Oldenburger sind überaus engagiert, wenn es um Müllvermeidung und das richtige Sortieren des Abfalls geht. Aber es gibt noch Luft nach oben: Das geht aus einer repräsentativen Analyse des Restmülls hervor, die der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg (AWB) in Auftrag gegeben hat. Im Fokus der von der Firma Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH aus Ahlen vorgenommenen Untersuchung stand, die noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffpotenziale festzustellen sowie die Anteile an Problem- und Schadstoffen zu ermitteln.

Weniger Restmüll als anderswo
Die gute Nachricht: Mit der in privaten Haushalten anfallenden Restmüllmenge von 94,8 Kilogramm pro Kopf und Jahr schneidet Oldenburg im bundesweiten Vergleich sehr gut ab. Im Bundesdurchschnitt produziert jeder Deutsche 128 Kilogramm Restmüll pro Jahr. In den Städten liegt der Pro-Kopf-Jahreswert sogar bei 151 Kilogramm. „Wir registrieren in Oldenburg einen sehr bewussten Umgang mit Restabfall“, freut sich AWB-Leiter Volker Schneider-Kühn.

Allerdings gilt auch beim AWB die Maxime: Nichts ist so gut, als dass es nicht weiter verbessert werden könnte. So hat die Analyse unter anderem ergeben, dass die Restmüllmenge zu 21 Prozent aus organischen Abfällen besteht, die eigentlich in die Biotonne gehören. Allerdings steht Oldenburg auch in dieser Kategorie deutschlandweit relativ gut da: Die in Oldenburg über den Restabfall entsorgte Jahresmenge an verwertbarer Organik liegt mit circa 20 Kilogramm pro Einwohner um etwa 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Gefahrenpotenzial
Vergleichsweise niedrig ist auch die Menge an „trockenen“ Wertstoffen (wie Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle und Verbunde), die 23,4 Prozent des Inhalts der Oldenburger Restmülltonnen ausmacht: Die jährliche Pro-Kopf-Menge liegt bei rund 22 Kilogramm (Bundesdurchschnitt: circa 29 Kilogramm). Aber sogar Gegenstände wie Elektrogeräte (1,6 Prozent der Gesamtmenge) sowie Problem- und Schadstoffe (0,7 Prozent) finden fälschlicherweise den Weg in die schwarzen Tonnen. Zwar erscheint der prozentuale Anteil der Elektrogeräte und Schadstoffe gering – dennoch stellen diese hochgerechneten 370 Tonnen pro Jahr ein riesiges Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt dar, wenn sie über den Restmüll entsorgt werden. Tatsächlich für den Restmüll gedacht sind unter anderem Windeln und weitere Hygieneprodukte, Staubsaugerbeutel, Tapetenreste, Rasierklingen, Katzenstreu oder sogenannter Feinmüll (wie Kehricht oder Asche).

Noch besser werden
„Auch, wenn in Oldenburg schon relativ gut getrennt und mit Abfällen generell sensibel umgegangen wird, haben wir Potenzial, bei der Mülltrennung noch besser zu werden“, resümiert Volker Schneider-Kühn. Dazu beitragen soll eine Öffentlichkeitskampagne, deren Start für den Sommer vorgesehen ist. Dadurch soll beispielsweise erreicht werden, dass der Anteil an Problem- und Schadstoffen sowie von Elektrogeräten im Restmüll deutlich reduziert wird. Vielmehr soll die Aufmerksamkeit auf Rücknahmesysteme im Handel und Entsorgungsmöglichkeiten auf den Wertstoffannahmestellen gelenkt werden. Darüber hinaus steht die mobile Schadstofferfassung zur Verfügung – geprüft wird, ob ab 2023 zusätzliche Sammelstellen und Sammeltage angeboten werden können. Auch mit Blick auf Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen und organische Abfälle soll erneut über die richtigen Entsorgungswege aufgeklärt werden.

Informationen zu Abfallarten und Hinweise zum richtigen Sortieren enthält auch die Abfall-App OL, die im App-Store und im Google Play Store sowie über einen QR-Code auf der Internetseite www.oldenburg.de/abfall-app-ol abrufbar ist.

Im September 2023 ist eine analytische Erfolgskontrolle geplant. „Unser Ziel ist eine echte Kreislaufwirtschaft, in der Rohstoffe bestmöglich recycelt oder aber für die Abfalltonne vorgesehene Dinge weitergenutzt werden. Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, betont AWB-Chef Volker Schneider-Kühn. 
14.04.2022, 15:14 Uhr
Altbausanierung: Stadt fördert Wärmepumpen mit neuem Programm
Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen wird nun bezuschusst
Bis 2035 soll Oldenburg klimaneutral werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die CO2-Emissionen reduziert werden. Und hierbei kommt eine Förderung der Stadt für Altbauten ins Spiel: Zwar können Bürgerinnen und Bürger diese bereits seit einigen Jahren beantragen – neu ist jedoch die Bezuschussung der Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen hin zu Wärmepumpen, Solarthermie-Kollektoren oder Biomasseanlagen. Auch der Einbau neuer Heizkörper in Verbindung mit dem Austausch der Heizungsanlage wird gefördert. Diese Änderung des Förderprogramms hat der Rat im März beschlossen.

Teil der neuen Oldenburger Altbau-Richtlinie sind weiter die bereits bestehenden Zuschüsse für die energetische Verbesserung von

• Außenwänden
• Dachschrägen im beheizten Dachgeschoss
• obersten Geschossdecken zum nicht ausgebauten Dachraum
• Flachdächern
• Kellerdecken oder Kriechkellerdecken
• Fußböden zum Erdreich
• Fenstern und Haustüren sowie Dachflächenfenster und Oberlichter.
• Hydraulischer Abgleich und Thermografie
• Lüftungsanlage
 

Jede einzelne bauliche Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz wird mit 5 Prozent der Rechnungssumme gefördert. Sofern nachgewiesen wird, dass der verarbeitete Dämmstoff der Maßnahme das Zertifikat „Blauer Engel“ trägt, wird die jeweilige Sanierungsmaßnahme mit weiteren 5 Prozent gefördert. Und: Wenn mehr als eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt wird, erhöht sich die Gesamtfördersumme um nochmals 5 Prozent. Bei einer Vollsanierung zum Effizienzhaus gibt es zudem noch eine Bonusförderung bis 3.500 Euro.

Besonders viel CO2 entsteht durch die Wärmeversorgung von Gebäuden, die in einem Privathaushalt stolze 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht. Das Problem: Je schlechter Häuser gedämmt sind und je älter die Heiztechnik ist, desto höher ist der Heizbedarf. Bundesweit sind Öl- und Gasheizungen die gängigen Heizsysteme. Diese fossilen Brennstoffe sorgen für einen immensen CO2-Ausstoß. Höchste Zeit also, die Wärmewende einzuläuten.

Weitere Informationen finden Sie online auf www.oldenburg.de unter dem Suchwort „energetische Altbausanierung“. Bei Fragen steht Armin Bertram von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter 0441 235-3605 und per E-Mail an klima@stadt-oldenburg.de zur Verfügung.
08.04.2022, 15:42 Uhr
Dobbenwiesen: Alles im grünen Bereich?
Über Eigenverantwortung, Schilder, Toilettenwagen, Müllbehälter und Nutzungssatzung
Sie sind eine kleine grüne Oase inmitten unserer belebten Stadt und werden besonders gerne bei gutem Wetter von jungen Menschen für Treffen angesteuert: die Dobbenwiesen. Doch warum liegt dort immer wieder Müll herum? Wieso müssen manche, mitunter alkoholisiert, die ganze Nachbarschaft beschallen? Warum wird in Gärten uriniert? Kurzum: Warum verhalten sich manche Besucherinnen und Besucher respektlos und rücksichtlos gegenüber anderen und der Natur?

Es sind Grundsatzfragen, die sich hier stellen – und die leider immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion um die Dobbenwiese stehen. Denn neben allem Verständnis, das Leben zu feiern und mit Freunden gemeinsam Spaß zu haben, muss auch bedacht werden: Wir sind nicht alleine auf der Welt – doch manche verhalten sich leider genauso. Besonders auf der Dobbenwiese.

Was tut die Stadtverwaltung dagegen?
Einiges: Die Stadt Oldenburg appelliert auf mehreren neuen Hinweisschildern, wie man sich auf den Dobbenwiesen verhalten soll. Mittlerweile erinnern etwa 20 Schilder rund um die Dobbenwiesen und den Kaiserteich an die neuen geltenden Regeln. Zahlreiche, auffällig orange markierte Mülleimer mit 240 Liter Fassungsvermögen sind rund um die Dobbenwiesen verteilt – nahezu unübersehbar für jede Besucherin und jeden Besucher der Grünanlage. Und dennoch sammeln nach jedem sonnig-warmen Wochenende Mitarbeitende der Stadtgrünpflege auf den Dobbenwiesen den Müll anderer auf, die eigentlich dafür zuständig wären – sich aber offensichtlich nicht zuständig fühlen.

Dazu kommen Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern, bei denen in die Gärten oder an die Zäune uriniert wird. Die Stadtverwaltung hat deshalb, wie bereits in den warmen Monaten des vergangenen Jahres, erneut einen Toilettenwagen aufgestellt, der in der zweiten Osterferienwoche betriebsbereit ist und regelmäßig gereinigt wird. Und nicht zuletzt gibt es immer wieder Anrufe wegen Ruhestörungen, bevorzugt in den späten Abendstunden am Wochenende. Um den Problemen Herr zu werden, wurde schließlich eine Nutzungssatzung mit Konsequenzen bei Nichteinhaltung beschlossen – übrigens unter Beteiligung von Anliegerinnen und Anliegern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Jugend.

Für deren Einhaltung sollen unter anderem Kontrollen vor Ort sorgen – und so Ruhestörern, Wildpinklern und Umweltsündern den Spaß an ihrem fragwürdigen Verhalten verderben.

Wie geht es weiter?
Die Kontrollen, die bereits im vergangenen Jahr durchgeführt wurden, sollen an warmen Tagen verstärkt werden. Auch der gezielte Einsatz von Streetworkern oder Jugendscouts steht im Raum. Aber die Arbeit vor Ort geht noch weiter: Um spannendere Alternativen im Stadtbereich für die Jugend zu bieten, befasst sich auch der Jugendhilfeausschuss mit der Thematik. Viele Lösungsansätze und Angebote also, um das Grundproblem an der Wurzel zu packen: die Eigenverantwortung und das Umweltbewusstsein zu stärken. Für ein sauberes Oldenburg – auch und vor allem auf den Dobbenwiesen.
01.04.2022, 14:04 Uhr
Klima zum Lernen und Anfassen
EWE eröffnet Klima-Daten-Garten in Oldenburg
EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler eröffnete heute eine Ausstellung in Oldenburg, die ab sofort öffentlich zugänglich ist. Mit Infotafeln und Exponaten lädt EWE zur Beschäftigung mit Themen rund um unser Klima ein. An der Neuen Donnerschweer Straße 26 in Oldenburg befindet sich der Klima-Daten-Garten, der viel wissenswerte Informationen in unterschiedlicher Art und Weise vermittelt.

Stefan Dohler: „Klimaschutz ist für uns kein Trend, sondern eine Verpflichtung. Wir haben uns das Ziel gesetzt, klimaneutral zu werden. Die aktuellen Ereignisse machen auch deutlich, wie wichtig es ist, auch auf dezentrale und nachhaltige Energieerzeugung zu setzen. Klimaschutz und Versorgungssicherheit gehören zusammen. Wir gehen den Weg Richtung Klimaneutralität nun konsequent mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit. Hier in Donnerschwee nutzen wir eines unserer Grundstücke, um über Klimawandel und Klimaschutz zu informieren. Diese Ausstellung ist für interessierte Besucher und Familien ebenso geeignet wie für Schulklassen. Hier gibt es alles rund um das Thema Klima zum Lernen, Anfassen und Erleben.“

Daten rund um unser Klima
Weithin sichtbar an der Donnerschweer Straße sind die sogenannten Warming Stripes, eine Visualisierung der Klimaveränderungen, die Niedersachsen in den letzten 140 Jahren bereits erlebt hat. Ein kleiner Rundgang führt zunächst vorbei an einer Weltkarte mit den globalen Kipp-Punkten und einem Exponat zu den Emissionen von verschiedenen Kraftwerkstypen. Weiter hinten im Garten erklären mehrere Tafeln, welche Lösungsansätze EWE für eine klimaneutrale Zukunft verfolgt – vom Ausbau der Windkraft bis hin zur Elektromobilität. Zum Schluss können Besucherinnen und Besucher noch einmal aktiv werden und an einem Exponat herausfinden, wie sie theoretisch eine ganze Tonne CO2 pro Jahr einsparen könnten.

Ein Ort für die Mittagspause, Geocacher und Glückspilze
Eingebettet sind die Infotafeln in einen naturnahen, mit einfachen Mitteln gestalteten Garten: Pflanzen wurden so ausgewählt, dass sie Insekten und Vögeln als Nahrungsquelle dienen können. Eine kleine Trockenmauer entstand aus Steinen, die vor Ort im Boden lagen. Große Sandsteinblöcke dienen als Sitzgelegenheiten. Die Infowände selbst wurden aus Holzlatten errichtet, die daran befestigten Tafeln bestehen aus einem Material auf Basis von Reishülsen. Geocacher werden auf dem kleinen Grundstück fündig und auch Rätselfreunde kommen auf ihre Kosten: Wer die fünf Fragen im Klima-Quiz beantwortet, kann einen Nistkasten von ImmerBunt gewinnen.
29.03.2022, 11:25 Uhr
Oldenburg hat aufgeräumt: Knapp 7,97 Tonnen Müll gesammelt
Über 4.900 Personen beteiligen sich am Frühjahrsputz
Am vergangenen Wochenende haben bei strahlendem Sonnenschein über 4.900 Oldenburgerinnen und Oldenburger die Stadt für das Frühjahr „klar“ gemacht. Nachdem es 2020 und 2021 keinen gemeinsamen Frühjahrsputz geben hat, ist der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg von dieser Resonanz überwältigt. Bereits am Freitag, 25. März, haben circa 3.600 Schülerinnen und Schüler von 34 Schulen ihr Schulumfeld und ihre Schulwege gereinigt. Am Samstag, 26. März, waren über 1.000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt in allen Stadtteilen unterwegs, um Gräben, Grünflächen, Wege und Plätze von achtlos weggeworfenen Müll zu reinigen.

Großes Peace-Zeichen aus Müllsäcken gelegt
In diesem Jahr hat der AWB aufgrund der aktuellen politischen Weltlage ein besonderes Zeichen gesetzt: Aus etlichen gut gefüllten Müllsäcken der Sammelaktion wurde auf dem Gelände des AWB in Neuenwege ein großes Peace-Zeichen gelegt – als Zeichen für den Frieden für die Menschen und die Umwelt. Insgesamt wurden 7,97 Tonnen Abfall aufgesammelt. „Das ist angesichts der tollen Teilnehmerzahl überraschend wenig Abfall und zeigt, dass die jährliche Frühjahrsputzaktion Wirkung zeigt“, bemerkt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes haben die Abfälle von 125 Abfallsammelplätzen abgeholt und in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege entsorgt.

Sammeln für den guten Zweck
Schon seit einigen Jahren ist es gute Tradition, dass die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger nicht nur für eine saubere Umwelt, sondern auch für einen guten Zweck Abfälle sammeln. So hat auch in diesem Jahr die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) zehn Cent pro gesammeltes Kilogramm Abfall als Spende für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt. Leider konnte aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr der symbolische Scheck nicht persönlich von den LzO-Vertretern an die Einrichtung MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer und an die Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten übergeben werden. Der AWB hofft aber, dass dieser Termin nach Ostern nachgeholt werden kann.
25.03.2022, 13:09 Uhr
NABU Oldenburg freut sich über volle Handy-Sammelboxen
Annahme für NABU-Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co.“
Große Freude beim Oldenburger NABU: Die 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b des Alten Gymnasiums haben mit ihren Biologielehrerinnen zwei Wochen lang in den Pausen mit viel Engagement Althandys gesammelt und konnten Oliver Kraatz von der Oldenburger NABU-Geschäftsstelle zwei randvolle Handysammelboxen überreichen. 

Die Klassen haben im Unterricht das Thema Insektensterben behandelt und möchten auf diese Weise die NABU-Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co. unterstützen. Die abgegebenen Handys werden an eine Spezialfirma weitergeleitet, dem Recycling zugeführt oder, wenn möglich, weiterverkauft. Auf diese Weise werden wertvolle Ressourcen geschont und Klimaschutz betrieben.
Der Erlös aus der Aktion fließt in den Insektenschutz.

Althandys können in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 abgegeben werden. Hier sind auch spezielle Handysammelboxen für Sammelaktionen erhältlich. 
18.03.2022, 11:55 Uhr
Neuer Wald am Hemmelsbäker Kanal: Gemeinsam Zukunft pflanzen
Stadt und Unterhaltungsverband Wüsting starten Aufforstung – Fläche ist 2,2 Hektar groß
Mit Spaten und Gummistiefeln ausgerüstet haben Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbandes Wüsting, Ralf Haverkamp, am Donnerstag, 17. März, den Startschuss für ein bedeutendes Aufforstungsprojekt gegeben: Auf einer 2,2 Hektar großen Fläche, die vom Hemmelsbäker Kanal und vom Deich östlich der Brücke am Hasenweg bis zur Stadtgrenze Oldenburgs reicht, entsteht ein neuer Wald. In diesem Frühjahr werden dort heimische Baumarten wie Flatterulmen, Schwarzerlen und Moorbirken, verschiedene Weiden sowie Straucharten wie Holunder, Schlehe und Weißdorn in die Erde gebracht. „Dieses wichtige Projekt hilft, die Effekte des Klimawandels effizient und langanhaltend abzumildern. Jeder Quadratmeter neuer Wald ist ein lebendiger Beweis unseres Engagements für eine lebenswerte Umwelt. Hier wird gemeinsam Zukunft gepflanzt“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

13 Tonnen CO2 pro Jahr
Der Unterhaltungsverband Wüsting hatte der Stadt Oldenburg die Grünlandflächen zur Entwicklung eines standortgerechten naturnahen Laubwaldes angeboten. „Dieses Angebot haben wir gerne angenommen“, sagt Krogmann. „Wir sind uns der Bedeutung der Waldentwicklung auch vor dem Hintergrund des Klimawandels bewusst. Wald leistet als CO2-Senker einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. Überschlägig können auf der Aufforstungsfläche ungefähr 13 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden“, ergänzt Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan.
 
Hochwasserschutz unbeeinträchtigt
Der Unterhaltungsverband Wüsting als Eigentümer des Hemmelsbäker Kanals und der für die Aufforstung vorgesehenen Flächen sieht in Hinblick auf die Zielsetzungen des Programms „Niedersächsische Gewässerlandschaften“ und der EG-Wasserrahmenrichtlinie ebenfalls Synergieeffekte. „So wird ein weiterer Gewässerabschnitt des Hemmelsbäker Kanals unmittelbar mit der angrenzenden Aue vernetzt. Die zukünftige Beschattung durch den Auwald reduziert das Pflanzenwachstum im Gewässer, und die Sauerstoffzehrung wird reduziert“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Hans-Dieter Buschan. Für den Hochwasserschutz gebe es keine Beeinträchtigung, da der Retentionsraum zwischen Kanal und Deich auch weiterhin zur Verfügung steht.

Waldanteil in der Stadt steigt um 0,4 Prozent
Die Stadt Oldenburg verfolgt auf der Grundlage des Landschaftsplanes und der Landschaftsrahmenplanung seit Mitte der 1990er Jahre das Ziel, den geringen Waldanteil Oldenburgs zu erhöhen und den städtischen Wald in naturnahe Laubmischwälder zu entwickeln. Derzeit beträgt der Waldanteil an der Gesamtfläche des Stadtgebietes fünf Prozent. „Durch die Aufforstung am Hemmelsbäker Kanal wird dieser Anteil um 0,4 Prozent erhöht“, freut sich Umweltdezernent Sven Uhrhan. 

Neben der Aufforstung mit ausgewählten Gehölzarten sind Maßnahmen zur stärkeren Vernässung einzelner Bereiche durch Abtrag des Oberbodens und der Entwicklung von zwei feuchten, temporär überfluteten Geländesenken geplant. Diese werden der freien Sukzession überlassen. Die Größe der Geländesenken beträgt jeweils circa 2.000 Quadratmeter. Die Planung der Maßnahme wurde von einem von der Stadt Oldenburg beauftragten Fachbüro übernommen. Die zu entwickelnde Fläche hat eine Gesamtgröße von rund 2,5 Hektar, die die Stadt langfristig gepachtet hat. Die Fläche wird zunächst durch einen Wildschutzzaun, später durch einen Schafzaun geschützt.

Kosten: Rund 75.000 Euro
Die anfallenden Kosten in Höhe von rund 75.000 Euro für Planung, Aufforstung und Pflege werden maßgeblich aus dem Preisgeld für die erfolgreiche Teilnahme der Stadt am Wettbewerb „Klima kommunal“ sowie durch die Verwendung von Ersatzgeldern für Eingriffe in Natur und Landschaft bestritten.
11.03.2022, 17:43 Uhr
Abfallwirtschaftsbetrieb wird Wasserstoff-mobil
AWB bestellt zwei Wasserstoff-Müllsammelfahrzeuge – Bund fördert mit 1,358 Millionen Euro
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) steigt in das Wasserstoff-Zeitalter ein. Damit kommen Oldenburger Bürgerinnen und Bürger bald in den Genuss, dass ihre Rest- und Bioabfälle klimaschonend und geräuscharm abgeholt werden. Mit der Bestellung von zwei vom Bund geförderten Müllsammelfahrzeugen der Firma FAUN, Osterholz, und ihrem Einsatz voraussichtlich zum Winter 2022/2023 wird auch ein wichtiger Beitrag zur Klimaneutralität 2035 Oldenburgs gelegt.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist dies ein großer Schritt nach vorne für die Stadt: „Mit den Müllsammelfahrzeugen, aber auch mit den ersten Wasserstoffbussen der VWG, steigt Oldenburg in das Wasserstoff-Zeitalter ein und ist damit in der Region führend. So leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag, um Impulse für Anbieter von Wasserstoff-Mobilität zu setzen und Infrastrukturen zu schaffen – wie zum Beispiel die von der EWE AG beabsichtigte Planung einer Multifunktionstankstelle in Bahnhofsnähe für Schwerlastverkehre, Busse, Müllfahrzeuge und auch Pkw.“

Dass sich Oldenburger Müllabfuhrtouren für den Einsatz eines mit Wasserstoff betriebenen Abfallsammelfahrzeugs eignen, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb bereits 2020 festgestellt: Damals wurden bei Testfahrten des Müllfahrzeugherstellers FAUN Messwerte ermittelt, wie ein für Oldenburg geeigneter wasserstoffbetriebener Müllwagen konfiguriert sein müsste, der sich auch wirtschaftlich rechnet. Auf dieser Grundlage und einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse mittels einer Bachelor-Arbeit hat der AWB in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Förderanträge für gleich zwei Fahrzeuge beim Bund mit einer Förderquote von 90 Prozent der Zusatzkosten für Fahrzeuge auf Wasserstoffbasis beantragt. Diese wurden im Juni 2021 bewilligt. Die Stadt bekommt somit eine Fördersumme von 1,358 Millionen Euro und kann in die wichtige Zukunftstechnologie für die Energiewende einsteigen. Der folgende europaweite Ausschreibungsprozess wurde nun mit der Entscheidung des Betriebsausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebes zur Auftragsvergabe an FAUN erfolgreich abgeschlossen.

Wasserstoff, soweit er aus erneuerbaren Energien über Elektrolyse erzeugt wird („grüner“ Wasserstoff), gilt im Gegensatz zur Elektrobatterie in der Mobilität als klimaneutral. Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB), sagt dazu: „Mit den wasserstoffbetriebenen Müllsammelfahrzeugen verbinden wir hier ideal Ökonomie und Ökologie. Wir können aufgrund der vorherigen Untersuchungen die Fahrzeuge nahtlos in den Betrieb und in die Tourenplanung integrieren und damit den Umstellungsaufwand minimal halten. Zugleich ist es eine Investition in eine nachhaltige Mobilität, die die Bürgerinnen und Bürger direkt wahrnehmen werden. Unsere Planungen sehen vor, bei Erfolg und Kostendegression im Laufe der Zeit sukzessive den Bestand an Müllsammelfahrzeugen in den nächsten Jahren im Rahmen der Ersatzbeschaffung zu erhöhen.“

Roland Hentschel, in der Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung für das Thema Wasserstofftechnologie koordinierend zuständig, ergänzt: „In der Region gibt es inzwischen eine intensive Beschäftigung mit dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft aus Erneuerbaren Energien. Wichtig ist, Angebot und Nachfrage allein aus wirtschaftlichen Gründen zeitgenau zusammen zu bringen. Mit der Eröffnung der ersten Wasserstoff-Tankstelle in Oldenburg in der Cloppenburger Straße im Frühjahr, die auch für Nutzfahrzeuge betankbar ist, wird somit ‚just in time‘ auch die Infrastruktur für die Müllsammelfahrzeuge bereitgestellt werden.“
08.03.2022, 16:48 Uhr
„FahrRad!“: Oldenburger Schulklassen sammeln zum elften Mal Kilometer
Seit dem 7. März können Schülerinnen und Schüler wieder spielerisch zum Klimaschutz beitragen
Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, treten Oldenburger Schulklassen seit Montag, 7. März, wieder für das Klima in die Pedale. Bereits zum elften Mal findet der Oldenburger Fahrradwettbewerb unter der Federführung des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) der Stadt Oldenburg statt. Das RUZ ist dabei regionaler Partner des bundesweiten Wettbewerbs „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

Schülerinnen und Schüler sollen in der Zeit von März bis September 2022 vom „Elterntaxi“ auf das Fahrrad umsteigen und auf ihren Wegen zur Schule und in der Freizeit Kilometer sammeln. Die Ziele des Projektes erklärt Edgar Knapp vom RUZ: „Mit der Aktion sollen Kinder und Jugendliche spielerisch für das Fahrradfahren begeistert werden. So können sie selbst ganz konkret etwas für den Klimaschutz tun.”

Trotz der Corona-Situation nehmen bisher 15 Klassen am Wettbewerb „FahrRad!“ teil. In Kooperation mit dem VCD Kreisverband Oldenburg will das RUZ außerdem die Klassengemeinschaft stärken, denn Oldenburger Klassen mit mehr als 2.700 geradelten Kilometern nehmen an der lokalen Preisverlosung teil.

Der Wettbewerb „FahrRad!“
„FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ ist ein bundesweiter Wettbewerb vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Von März bis September verzichten junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren auf das „Elterntaxi“, schwingen sich aufs klimafreundliche Fahrrad und sparen so CO2 ein. Auf den Wegen, die sie im Alltag mit dem Rad zurücklegen, und parallel dazu auf einer virtuellen Radtour im Internet, lernen Jugendliche das Fahrrad von seiner besten Seite kennen. Sie erleben, dass Radfahren nicht nur Spaß, sondern auch fit macht. Das Ergebnis: aktive Jugendliche, ein langfristiger Imagegewinn für das Fahrrad und ein Beitrag zum Klimaschutz.

Bundesweit traten 2021 beim VCD-Wettbewerb 7.972 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Pedale und legten 1.031.572 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Die elf teilnehmenden Oldenburger Schulklassen trugen mit ihren zurückgelegten Wegen (insgesamt wurden 88.945 Kilometer gesammelt) fleißig zu dem Ergebnis bei.
04.03.2022, 13:26 Uhr
Klimagerechte Sanierung städtischer Gebäude: Gutachten liegt vor
Was kostet es die Stadt, ihre eigenen Gebäude klimaneutral umzubauen? Dieser Frage ist das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart nachgegangen. Es hat im Auftrag des Eigenbetriebes für Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) der Stadt Oldenburg eine Szenarienbewertung für die energetische Sanierung der städtischen Liegenschaften durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Der Rat hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden soll und das Ziel formuliert, möglichst alle städtischen Gebäude entsprechend umzubauen.

In dem Gutachten des Fraunhofer-Instituts werden drei unterschiedliche Wege hin zur Klimaneutralität des stadteigenen Gebäudebestands untersucht und beschrieben. Insbesondere wurde ermittelt, welcher Endenergiebedarf und welche Treibhausgasemissionen nach den energetischen Sanierungen verbleiben, welche Investitionskosten dabei entstehen und welche verbleibenden Energiekosten dem gegenüberstehen. Die drei Szenarien unterscheiden sich dabei vorrangig bei der Sanierungsrate (Erreichen des Ziels bis 2030, 2035 und 2045).

„Zusammenfassend lässt sich sagen: Klimaschutz ist uns als Stadt lieb – wird aber auch teuer werden“, resümiert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Mit der Umsetzung des Anspruchs, städtische Gebäude klimagerecht zu sanieren, sind immense Kosten verbunden. Das muss allen bewusst sein.“ Es müsse genau geprüft werden, ob und welches der aufgezeigten Szenarien für die Stadt leistbar sei.

Die drei Szenarien im Überblick
Im Szenario 1 mit dem Zieljahr 2030 für die Klimaneutralität ergibt sich eine Sanierungsrate von etwa 11 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 31 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen 43,1 Millionen Euro pro Jahr.

Im Szenario 2 mit dem Zieljahr 2035 für die Klimaneutralität beträgt die Sanierungsrate etwa 7 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 20 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen 27,8 Millionen Euro pro Jahr.

Im Szenario 3 mit dem Zieljahr 2045 für die Klimaneutralität beträgt die Sanierungsrate immer noch rund 4 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 13 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). In den Jahren 2036 bis 2045 erfolgt zusätzlich die Sanierung der Gebäude mit Baujahr 2011 bis 2017, die bei den Szenarien1 und 2 nicht als zu sanieren berücksichtigt sind. Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen etwa 17,5 Millionen Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: die bundesweite Sanierungsrate liegt bei etwa 1 bis 2 Prozent. Hierbei sind jedoch auch kleinere Einzelmaßnahmen wie der Austausch von Fenstern oder des Heizkessels enthalten. Die Stadt hingegen wird ihre eigenen Gebäude allumfassend sanieren müssen, um diese zu Effizienzgebäuden zu machen. Die im jeweiligen Szenario verbleibenden Treibhausgasemissionen sollen durch das Erzeugen von Strom über PV-Module ausgeglichen werden und so der Betrieb der städtischen Gebäude in einer Jahresbilanz klimaneutral gestellt werden.

Zu den Kostenschätzungen
Mögliche Fördermittel für die sanierten Gebäude aufgrund des immer angestrebten Standards der Bundesförderung Effiziente Gebäude „EG-40-EE“ sind in den Berechnungen nicht berücksichtigt. In der Studie wurde mit Kosten aus dem Basisjahr 2021 gerechnet. Diese sind nicht auf die Folgejahre indexiert worden, da sich die Kostenentwicklung derzeit unmöglich prognostizieren lässt. Bereits die für das Szenario 2 (Klimaneutralität 2035) benötigten Sanierungsmittel reichen nahezu an 30 Millionen Euro pro Jahr heran.

Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan sieht in diesem Zusammenhang enorme Herausforderungen auf die Stadt zukommen: „Wenn wir die angestrebten Ziele erreichen wollen, müssen einige Räder ineinandergreifen. Es gilt, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die personellen Ressourcen im Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau zu schaffen und externe Planer sowie Handwerksbetriebe mit entsprechenden Kapazitäten zu finden. Letztendlich müssen auch die notwendigen Materialien zur Verfügung stehen.“
04.03.2022, 13:18 Uhr
Insektenfreundliche Gärten in Oldenburg
NABU bietet Beratung an
Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt die Vorfreude auf den Frühling und die Lust, sich wieder dem eigenen Garten zu widmen. Auch in diesem Jahr bietet die NABU Stadtgruppe Oldenburg die „Gartenberatung Insektenvielfalt“ an. Ziel ist es, Gärten nicht nur für das menschliche Auge schön zu gestalten, sondern gleichzeitig für Insekten interessante Lebensräume zu schaffen. 

Unter 04487-9982744 oder gartenberatung@nabu-oldenburg.de können Termine für eine telefonische Gartenberatung vereinbart werden. Aussagekräftige Fotos des Gartens können per E-Mail zugesandt werden. 

Dank der Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung und der Stadt Oldenburg kann die NABU Stadtgruppe regiozertifiziertes Saatgut, heimische Stauden und heimische Wildgehölze kostenlos abgeben. 
04.03.2022, 13:05 Uhr
4,5 Millionen Euro lassen Klimaoasen aufblühen
Stadt erhält Bundesförderung für Projekte im Schlossgarten und Eversten Holz
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat der Stadt Oldenburg einen Zuwendungsbescheid über 4,5 Millionen Euro zur Umsetzung des Vorhabens „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ übersandt. Die Stadt Oldenburg trägt dabei einen Eigenanteil von 500.000 Euro, so dass insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Bewilligungszeitraum umfasst drei Jahre und endet am 31. Dezember 2024.

Im Sinne der Anpassung an den Klimawandel sollen der Schlossgarten und das Eversten Holz hin zu einer sogenannten „Klimaoase“ weiterentwickelt werden. Dies beinhaltet unter anderem den Umbau der Gehölzbestände hin zu einer klimaresistenten Bepflanzung. Dies wird positive Effekte auf das Mikroklima haben, zum Beispiel durch die schattenspendende, kühlende innerstädtische Parklandschaft. Als langlebige Kohlenstoffspeicher tragen die Gehölze zudem zum Klimaschutz bei. Ferner wird insgesamt die Biodiversität verbessert. Darüber hinaus sind eine Verbesserung der Be- und Entwässerung der Parkanlagen, die Erhöhung der Regenrückhaltefunktion (auch bei Starkregenereignissen) und die Nutzung des gespeicherten Regenwassers zur Versorgung der Parkanlagen geplant. Damit soll dem fallenden Grundwasserstand und den trockenen Sommermonaten der vergangenen Jahre Rechnung getragen werden.

Zur Vielzahl von Einzelprojekten, die sich hinter den vorgenannten Zielen verbergen, zählen die Entschlammung der Pferdetränke im Eversten Holz, Formate für Bürgerbeteiligung sowie eine Begleitforschung mit Fokus auf Boden und Wasser, Mikroklima, Flora und Fauna.

Die Stadt Oldenburg wird das Vorhaben begleiten und die Zuwendung weiterleiten. Die Umsetzung des Vorhabens im Schlossgarten und Eversten Holz – als Landesliegenschaften – liegt vor allem in den Händen des Museums für Natur und Mensch sowie der Universität Oldenburg. Auch das Staatliche Baumanagement Region Nord-West ist an der Umsetzung beteiligt.

Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Mit dem Bundesprogramm sollen konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz (CO2-Minderung) und Klimaanpassung, mit hoher fachlicher Qualität und hohem Innovationspotential gefördert werden. Durch eine integrierte Planung und Entwicklung sowie eine naturnahe, biodiverse und gegebenenfalls multifunktionale Gestaltung sind die vielfältigen weiteren Anforderungen an Grün- und Freiräume zu beachten. Dies betrifft beispielsweise die hohe Bedeutung der Grün- und Freiräume zur Gesundheitsvorsorge, als sozialer Begegnungsort, als Biotopverbund und nachhaltige Mobilität.
25.02.2022, 12:15 Uhr
Frühjahrsputzaktion des AWB: Oldenburg räumt 2022 wieder gemeinsam auf
Gemeinschaftliche Sammelaktion am Samstag, 26. März – Gruppen und Einzelpersonen
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) plant trotz der anhaltenden Corona-Umstände für dieses Jahr wieder eine gemeinschaftliche Aufräumaktion. Diese Aktion, an der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligen können, soll am Samstag, 26. März, in unserer Stadt stattfinden. Bereits einen Tag vorher, am Freitag, 25. März, sind die Oldenburger Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich am Stadtputztag zu engagieren. Bereits zum 21. Mal koordiniert der AWB die Müllsammelaktion in Zusammenarbeit mit den Bürgervereinen sowie weiteren Gruppen, Vereinen, Firmen, Institutionen und Nachbarschaften.

AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn zeigt sich optimistisch, was die Sammelbereitschaft seitens der Bevölkerung betrifft: „Im vergangenen Jahr gab es eine Vielzahl von Anfragen für die Durchführung von selbst organisierten dezentralen Abfallsammelaktionen. Viele Bürgerinnen und Bürger wollten trotz der Corona-bedingten Einschränkungen einen Beitrag zur Stadtsauberkeit leisten. Mehr als 100 Gruppen, Vereine, Schulen und andere umweltaktive Personen hatten sich aufgemacht, um ihr Wohnumfeld zu reinigen.“ Voraussetzung für die Sammlungen war die strenge Beachtung der geltenden Corona-Regelungen, die natürlich auch in diesem Jahr gelten.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb konnte dennoch mehr als 1.000 gut gefüllte Mülltüten bei den Sammlungen abholen – ein enormes Ergebnis in diesen Pandemiezeiten, wie Schneider-Kühn betont: „Für diesen Einsatz danken wir den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern sehr! Wir sehen das als Motivation und Aufforderung, in diesem Jahr Corona zum Trotz ‚Oldenburg räumt auf!‘ wieder in gewohnter Form anzubieten – auch, um damit einen kleinen Teil an Normalität zurück zu gewinnen.“ Zu der letztmaligen Gemeinschaftsaktion im Jahr 2019 hatten sich mehr als 6.000 engagierte Teilnehmende angemeldet.

Wie kann ich mitmachen?
Anmelden können sich sowohl Vereine oder Gruppen als auch Einzelpersonen ab sofort und bis einschließlich Freitag, 11. März, online unter www.oldenburg.de/awb oder telefonisch unter 0441 235-2573. Wer noch keine Sammelgruppe hat, kann sich für den Sammeltag einem Bürger- oder Heimatverein anschließen. Eine Liste der Bürgervereine finden Sie unter www.astob.de. Der AWB weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sammlerinnen und Sammler ihre Aktionen vor dem Hintergrund der Pandemie in eigener Regie und auf eigene Verantwortung durchführen.

Was muss ich mitbringen?
Teilnehmende erhalten vom AWB ausreichend Abfallsammelsäcke, Handschuhe (auch in Kindergröße), Warnwesten (nach Verfügbarkeit) und die Sammelregeln. Die Materialien können ab dem 7. März im Servicebüro des Abfallwirtschaftsbetriebes, Wehdestraße 70, abgeholt werden.

Langjährige Partner weiter mit im Boot
Die LzO als langjähriger Partner der Sammelaktion hat wieder ihre Unterstützung zugesagt und stellt für jedes gesammelte Kilogramm Abfall 10 Cent zur Verfügung. Der gesammelte Betrag wird dann an zwei soziale Einrichtungen in Oldenburg überreicht. Das sind in diesem Jahr das Projekt „Sieben Eichen – Vereint für Senioren e.V.“ und die gemeinnützige Initiative „MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer“.

Die traditionelle Abschlussfeier auf dem Betriebsgelände in der Wehdestraße 70 kann aber leider aufgrund aktuellen Corona-Lage nicht stattfinden. Deshalb wird es auch weder die NWZ-Sonderverlosung noch die Abstempelung des Treuepasses geben können.

„Der Norden räumt auf“
Auch viele andere Städte und Landkreise in Norddeutschland planen in diesem Jahr wieder ihre Aufräumaktionen: Insgesamt beabsichtigen derzeit 14 Städte und Landkreise an der Gemeinschaftsinitiative „Der Norden räumt auf“ teilzunehmen. 
18.02.2022, 15:18 Uhr
Kröten und Frösche wandern schon
NABU bittet um Rücksicht
Bedingt durch die milden Temperaturen und die feuchte Witterung der vergangenen Tage machen sich Kröten und Frösche jetzt wieder auf den jährlichen Weg zu ihren Laichgewässern.

"Wir haben schon Meldungen über Amphibienwanderungen aus dem gesamten Oldenburger Land erhalten", so Oliver Kraatz von der Oldenburger NABU-Geschäftsstelle, „die Tiere machen sich in diesem Jahr besonders früh auf den oftmals riskanten Weg aus den Winterquartieren heraus zu ihren Laichgewässern. Vielerorts wird an den entsprechenden Straßen auf die Amphibienwanderung hingewiesen oder sind auch "Krötenzäune“ aufgebaut worden.“ 

Der NABU bittet nun vor allem die Autofahrer darum, sich in dieser Wanderungszeit der Amphibien rücksichtsvoll zu verhalten oder die gefährdeten Strecken möglichst ganz zu meiden; das gilt vor allem ab den frühen Abendstunden, denn die Tiere sind nachtaktiv.
04.02.2022, 12:57 Uhr
Abfall-Bilanz 2021: Bewusster Umgang mit Müll in Oldenburg
Zuwächse bei Rest- und Biomüll – Wertstoffannahmestellen mit deutlichem Plus
Oldenburgerinnen und Oldenburger trennen bewusster Müll und die Einflüsse und Auswirkungen von Corona sind wie im Vorjahr an vielen Stellen sichtbar: Das sind zwei der zentralen Ergebnisse der Abfallbilanz des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB). Insgesamt sind im Jahr 2021 68.529 Tonnen Abfälle eingegangen (Vorjahr: 69.384 Tonnen, 2019: 64.619 Tonnen). Somit ist die Gesamt-Input-Menge gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gesunken. Zu den größten Stoff-Fraktionen, die vom AWB entsorgt werden und 80 Prozent der Gesamtmasse abbilden, zählen Hausmüll, Bioabfall, Grünabfälle, Holz und Sperrmüll.

„Erfreulich ist, dass unsere Aufklärungsarbeit Wirkung zeigt. Sowohl die Kampagne in Bezug auf explosive und brandfördernde Stoffe im Restmüll als auch unsere Tonnenanhänger zu Störstoffen im Biomüll scheinen zu fruchten“, zeigt sich AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn zufrieden. Viele Kundinnen und Kunden brachten im zweiten Corona-Jahr zudem ihre Gärten auf Vordermann und steuerten die Wertstoffannahmestellen an: Grün- und Gartenabfälle (plus 1.062 Tonnen gegenüber 2020) sowie Bodenaushub (plus 208 Tonnen) legten eine ordentliche Schippe drauf.

Zunahmen gegenüber dem Vorjahr
Das Pro-Kopf-Aufkommen bei der grünen Tonne lag 2021 bei 93 kg pro Einwohner – im niedersächsischen Vergleich (2018: 63 kg pro Einwohner) ist dies ein ausgesprochen hoher Wert. „Das bescheinigt uns eine hohe Akzeptanz der Biotonne“, so Schneider-Kühn. Hier gab es insgesamt eine Steigerung um 287 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Auch der Restmüll legte zu: Hier steht am Ende des Jahres ein Plus von 306 Tonnen. Interessant ist zudem der Zuwachs von plus 51 Tonnen bei den öffentlichen Papierkörben. Diesen erklärt Schneider-Kühn wie folgt: „Gegenüber 2020 waren wieder mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs und haben die öffentlichen Mülleimer vermehrt genutzt. Von daher erreichen wir mit diesem Ergebnis erneut das normale Mengenniveau von 2019.“

Besonders hervorzuheben sind die deutlichen Kunden- und Mengenzunahmen an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, die 31 Prozent mehr Menge und 35 Prozent mehr Kunden zu verzeichnen hatte. Hier spielten sowohl die im vorletzten Jahr eingeführten Anpassungen der Öffnungszeiten und der Holzabgabe sowie die im Vorjahr verbesserten Hofabläufe über die veränderten Grünabfallboxen eine große Rolle. „Die Abgabe vor Ort ist hier insgesamt viel angenehmer und kundenfreundlicher geworden und wird besonders von Bürgerinnen und Bürgern des Stadtnordens geschätzt“, bilanziert Schneider-Kühn. Dafür verringerte sich die Zahl der Kundinnen und Kunden in Neuenwege um 3 Prozent gegenüber 2020. Insgesamt verzeichnen beide Wertstoffannahmestellen mit 169.029 Kundinnen und Kunden ein Plus von 9 Prozent gegenüber 2020 (Kunden 2020: 155.153, Kunden 2019: 159.393).

Deutlich weniger Sperrmüll als 2020
Nach der deutlichen Zunahme an Aufräum- und Renovierungsaktivitäten während der Lockdowns in 2020 gab es in 2021 eine spürbare Normalisierung in diesem Bereich. Das spiegelt sich auch in der AWB-Bilanz wider: 2.023 Tonnen weniger Sperrmüll als im Vorjahr fielen an. Auch in anderen Bereichen waren Mengenabnahmen zu verzeichnen wie beispielsweise bei Straßenkehricht (- 203 Tonnen) oder Laub (-210 Tonnen). Als Gründe führt der AWB hierfür Vegetationseinflüsse an.


Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung einzelner Müll-Fraktionen:

Hausmüll:
Der über die schwarze Tonne gesammelte Hausmüll hat mit 19.252 Tonnen den größten Anteil (28 Prozent) an der Gesamt-Abfallmenge, die vom AWB verarbeitet wurde. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Anteil in 2021 um 306 Tonnen (plus 1,6 Prozent). Bezogen auf die Einwohnerzahl stieg das Pro-Kopf-Aufkommen um 1 Kilogramm auf 112 kg/Einwohner. Zudem hat sich das Gesamtvolumen der schwarzen Tonnen auf 188.495 Liter erhöht (plus 3,08 Prozent).

Biomüll:
Die Menge lag in 2021 mit 16.017 Tonnen über dem Vorjahresniveau. Mit einem Anstieg um 287 Tonnen war gegenüber 2020 ein Plus um 1,8 Prozent zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen beträgt 93 kg/Einwohner (plus 1 kg/Einwohner gegenüber 2020).

Grün-/Gartenabfälle:
Die Menge der Grün- und Gartenabfälle stieg in 2021 gegenüber dem Vorjahr stark um 1.062 Tonnen auf 9.256 Tonnen an.

Sperrmüll:
Beim Sperrmüll verzeichnete der AWB nach dem starken Corona-Jahr 2020 nun deutliche Einbußen um 7 Prozent: 4.718 Tonnen wurden in 2021 zusammengetragen, 2.023 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Müll aus öffentlichen Abfallbehältern:
Die aus öffentlichen Abfallbehältern gesammelte Müllmenge betrug im vergangenen Jahr 390 Tonnen. Das sind 51 Tonnen mehr als im Vorjahr. In diesem Bereich bewegt sich das Niveau wieder auf dem des Jahres 2019.


Darüber hinaus benennt der AWB auch die weiteren Erfassungsmengen:

Leichtverpackungen:
In 2021 hat die ARGE Duales System Oldenburg 6.289 Tonnen an Leichtverpackungen über die gelben Säcke beziehungsweise gelben Tonnen gesammelt, also annähernd so viel wie im Vorjahr (2020: 6.310 Tonnen). Das Pro-Kopf-Aufkommen bleibt somit unverändert bei 37 kg pro Einwohner.

Papier, Pappe und Kartonagen (PPK):
Über die blauen Tonnen wurden laut ARGE im vergangenen Jahr 11.363 Tonnen entsorgt. Somit ist keine signifikante Mengenänderung zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt weiterhin bei 66 kg pro Einwohner.

Altglas:
4.726 Tonnen Altglas wurden in 2021 in den öffentlichen Altglascontainern gesammelt – dies entspricht einem leichten Rückgang von 2,75 Prozent im Vergleich zu 2020. Corona-bedingt war der Anstieg von 2020 zu 2019 um 12 Prozent außergewöhnlich groß, eine Abnahme nach leichter Normalisierung war zu erwarten. Das Pro-Kopf-Aufkommen sank in 2021 um 1 Kilogramm auf 27,5 kg pro Einwohner.
01.02.2022, 16:27 Uhr
Luftqualität am Heiligengeistwall: Stadt atmet durch
Stickstoffdioxid-Belastung auch 2021 deutlich unter dem Grenzwert – 9.000 Fahrzeuge täglich
Keine dicke Luft mehr am Heiligengeistwall: Auch im Jahr 2021 wurden die Grenzwerte bei der Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub deutlich unterschritten. Das ergab die Auswertung der Daten der vom Land Niedersachsen betriebenen Messstelle am Heiligengeistwall, die das Amt für Umweltschutz und Bauordnung vorgenommen hat. „Das sind sehr erfreuliche Ergebnisse“, kommentiert Verkehrs- und Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan die aktuellen Zahlen zur Luftqualität. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung greifen.“

Der aus allen Tagesmittelwerten ermittelte Jahresdurchschnittswert für Stickstoffdioxid (NO2) lag 2021 bei 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³) und somit deutlich unter dem EU-Grenzwert von 40 µg/m³. Bis 2018 wurden an dieser Stelle noch Überschreitungen festgestellt, die unter anderem dazu führten, dass sich die Stadt mit einem angedrohten Dieselfahrverbot auseinanderzusetzen hatte.

Auch der sogenannte Kurzzeitgrenzwert für Stickstoffdioxid wurde 2021 eingehalten: Dieser Stundengrenzwert beträgt 200 µg/m³, wobei 18 Überschreitungen im Kalenderjahr zulässig sind. Am Heiligengeistwall wurde der höchste Stundenmittelwert am 9. September 2021 um 19 Uhr registriert und betrug 121 µg/m³. Bei zwei gebäudenah installierten Passivsammlern hat das für die Luftschadstoffmessungen verantwortliche Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim im Jahr 2021 einen Jahresmittelwert von 25 µg/m³ errechnet.

Für Feinstaub lag der Jahresmittelwert 2021 bei 16 µg/m³ und damit ebenfalls deutlich unter dem festgelegten Grenzwert in Höhe von 40 µg/m³. Bei den Tagesmittelwerten bewegte sich im vergangenen Jahr kein Wert über 50 µg/m³. Gesetzlich zulässig wären maximal 35 Überschreitungstage im Kalenderjahr gewesen. „Mit der Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte hatte die Stadt Oldenburg im Übrigen in der Vergangenheit noch nie Probleme“, betont Dezernent Sven Uhrhan.

Parallel betreibt die Stadtverwaltung an dieser Stelle zwei Erfassungssysteme, mit denen die Verkehrsmengen kontinuierlich bestimmt werden. Der auf dem Heiligengeistwall gezählte Kraftfahrzeugverkehr hat sich im Vergleich zu den Jahren, in denen die Stadt den Grenzwert überschritten hatte, vermindert. Passierten 2017 täglich noch rund 11.300 Kfz die Messstelle, so ging die Anzahl 2019 auf tagesdurchschnittlich 10.500 zurück. Im Jahr 2020 lag der Durchschnitt nur noch bei rund 8.700 Fahrzeugen pro Tag, 2021 stieg der Wert wieder leicht an auf rund 9.000 Fahrzeuge pro Tag. Die Corona-Pandemie und damit verbundene Beschränkungen hatten am Rückgang der Fahrzeugmengen in den vergangenen beiden Jahren einen signifikanten Anteil: So lagen die durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastungen in den „Lockdown-Monaten“ April 2020 und Januar 2021 mit rund 6.000 Fahrzeugen pro Tag weit unter dem Durchschnitt „normaler“ Monate.

Die Verbesserung der Luftqualität am Heiligengeistwall führt die Stadtverwaltung neben dem niedrigeren Verkehrsaufkommen auch darauf zurück, dass zunehmend schadstoffärmere Fahrzeuge unterwegs sind. Positiven Einfluss hat auch die Modernisierung der Busflotte der VWG und die Optimierung der Ampelsteuerung, die den Verkehrsablauf im Bereich Heiligengeistwall verbessert hat. Und auch das Wetter spielte mit: Es herrschten in 2021 vielfach meteorologische Verhältnisse mit vergleichsweise günstigen Bedingungen.
14.01.2022, 13:59 Uhr
Altbatterien in Papierkörben sind eine explosive Gefahr
Abfallwirtschaftsbetrieb verweist auf Entsorgungsmöglichkeiten für Schadstoffe
Die Mitarbeiter der Straßenreinigung des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) sind im Stadtgebiet für die Leerung von ungefähr 1.000 Papierkörben zuständig. Leider stellen sie dabei immer wieder fest, dass sich in vielen Papierkörben – vorzugsweise im Innenstadtbereich – Batterien befinden. „Allein an einem Tag in der vorigen Woche haben unsere Mitarbeiter in acht Papierkörben im Bereich der Fußgängerzone 35 Batterien entdeckt, die darin nichts zu suchen haben“, berichtet Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. „Die Abfälle aus den Papierkörben werden in die Abfallbehandlungsanlage nach Neuenwege gebracht, wo sie in einem Schredder unter großen mechanischen Kräften zerkleinert werden. Und genau dort stellen sie eine hochexplosive Gefahr dar“, betont Schneider-Kühn. „Nur der Aufmerksamkeit unserer Straßenreiniger haben wir es zu verdanken, dass mögliche Brände vermieden werden konnten.“

Weil es in der Vergangenheit schon mehrfach in der Abfallbehandlungsanlage infolge explosiver Stoffe im Abfall zu Explosionen und Bränden gekommen war, hat der AWB im November vergangenen Jahres eine umfassende Informationskampagne gestartet. So sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbebetriebe über Gefahren, die bestimmte Stoffe im Abfall verursachen können, aufgeklärt und über die ordnungsgemäße Entsorgung informiert werden.
 
Die Entsorgung von Batterien und Akkus ist im Batteriegesetz geregelt. „Danach sind nicht nur die Vertreiber von Batterien wie zum Beispiel Supermärkte, Drogerien und Baumärkte zur Rücknahme von Batterien und Akkus verpflichtet, auch die Besitzerinnen und Besitzer der Batterien – also die Endverbraucherinnen und Endverbraucher – sind verpflichtet, alte Batterien einer getrennten Erfassung zuzuführen und nicht im Restmüll zu entsorgen. Und auch die Satzung über die Abfallwirtschaft in der Stadt Oldenburg schreibt eine getrennte Entsorgung von Batterien und Akkus vor“, informiert der AWB-Chef.

Aber nicht nur Batterien und Akkus können Brände in der Abfallbehandlungsanlage verursachen. Auch nicht vollständig geleerte Spraydosen, Gasbehälter und Feuerlöscher sind brandgefährlich. „Solche gefährlichen Abfälle gehören nicht in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine sind im Abfuhrkalender und im Internet unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.
07.01.2022, 14:46 Uhr
Bilanz für „Oldenburg räumt auf! … das ganze Jahr 2021“
2.079 Teilnehmende sammeln mehr als 1.000 Abfallsäcke voller Müll
„Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Ein Engagement, das nachahmenswert ist. Und ein dickes Dankeschön an alle Teilnehmenden, die 2021 ihren persönlichen Beitrag zur Stadtsauberkeit geleistet haben.“ So fasst Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn die Müllsammelaktion „Oldenburg räumt auf! … das ganze Jahr 2021“ des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB) zusammen, die am 31. Dezember endete. Denn trotz der widrigen Umstände, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, gab es eine Vielzahl von Anfragen für die Durchführung von selbst organisierten Abfallsammelaktionen. Insgesamt nahmen 2.079 Personen teil, davon entfielen 1.433 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Schulen. Bei den Sammeltrupps gab es 76 Gruppen, zwölf Bürgervereine, sieben Schulen und neun Dauersammler. Es wurden insgesamt mehr als 1.000 gefüllte Abfallsäcke vom AWB eingesammelt.

Viele Bürgerinnen und Bürger wollten sich nicht damit abfinden, dass „Oldenburg räumt auf!“ in 2020 und 2021 komplett abgesagt werden musste – und leisteten so einen eigenen Beitrag zur Stadtsauberkeit. „Nicht alle Pläne konnten umgesetzt werden. Dennoch gab es Sammelgruppen, die sich unter Beachtung der geltenden Corona-Regelungen organisiert haben, um ihr Wohnumfeld von achtlos weggeworfenem Abfall zu reinigen“, freut sich Schneider-Kühn über das Umweltbewusstsein vieler.

Und auch 2022 soll es wieder „Oldenburg räumt auf!“ geben – sofern es die Corona-Lage zulässt, dann gerne wieder als Gemeinschaftsaktion. Geplant ist der Aufräumtermin am Freitag, 25. März 2022, für die Oldenburger Schulen und am Samstag, 26. März 2022, für alle kleinen und großen Oldenburgerinnen und Oldenburger.
04.01.2022, 16:23 Uhr
Oldenburger Klimaschutz-Förderprogramme kommen gut an
Anträge für 2022 können gestellt werden
Die Stadt Oldenburg bietet eine Reihe von Förderprogrammen an, die einen gemeinsamen Zweck haben: Mehr Klimaschutz! „Damit wir das Ziel erreichen, Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen, braucht es mehr als gute Vorsätze. Unsere Förderprogramme schaffen einen verbindlichen Rahmen und ermöglichen die Umsetzung vieler konkreter Maßnahmen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Zuschüsse gibt es für neue Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach oder am Balkon, für die energetische Sanierung von Altbauten, für besonders energieeffiziente Neubauten sowie für Gründächer und die Fassadenbegründung. Auch im Mobilitätsbereich gibt es große Potenziale zur CO2-Reduktion. Neben der generellen Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel und des Fuß- und Radverkehrs gibt es deshalb auch hier Förderprogramme wie die Lastenradförderung oder auch die Förderung von Carsharing-Angeboten. Hervorzuheben ist zudem die Richtlinie „Alle fürs Klima“, aus der alle Bürgerinnen und Bürger Unterstützung für ihre Klimaschutzideen, wie beispielsweise Bildungs-, Kultur- oder Naturschutzprojekte, bekommen können.

Dass die Programme sehr gut angenommen werden, zeigt ein Blick auf die Zahlen aus 2021. „Das Engagement für mehr Klimaschutz zählt sich aus“, freut sich Oberbürgermeister Krogmann. Die beiden neuen Programme Lastenradförderung und „Alle fürs Klima“ waren im vergangenen Jahr so stark nachgefragt, dass die Budgets noch im laufenden Jahr kräftig angehoben wurden. Bei der Altbauförderung wurde wie schon im Vorjahr das Budget von 400.000 Euro vollständig genutzt, um so fast 300 Gebäude klimagerecht sanieren zu können. Auch die Förderrichtlinie Photovoltaik steht beispielhaft für den Erfolg. Denn auch hier konnten die eingeplanten 500.000 Euro zum Jahresende komplett ausgeschöpft werden. Fast 550 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 3.645 Kilowatt Peak können damit ans Netz gehen. Rechnerisch werden mit den neuen Anlagen dann jedes Jahr circa 1.700 Tonnen CO2 eingespart.

Mit dem Vorhaben, dass Oldenburg 2035 klimaneutral sein will, kommt den Förderprogrammen künftig eine noch größere Bedeutung bei. Deshalb werden die Klimaschutz-Programme auch im Jahr 2022 fortgeführt und ausgebaut. Mit dem Haushaltsentwurf der Verwaltung stehen für die Photovoltaikförderung dann eine Million Euro und für die Altbausanierung 500.000 Euro zur Verfügung. Auch die anderen Richtlinien sind im Haushaltsentwurf mit höheren Budgets ausgestattet. Neu in der Erarbeitung ist zudem eine Förderrichtlinie für klimagerechte Wärmeversorgungsanlagen. Hieraus sollen unter anderem Wärmepumpen bezuschusst werden.

Mit der ständigen Weiterentwicklung werden laufend neue Möglichkeiten zur CO2-Reduktion ausgeschöpft. In 2021 wurden beispielsweise steckerfertige Balkonmodule neu in die Photovoltaik-Richtlinie aufgenommen. Mit den günstigen Anlagen können auch Mieterinnen und Mieter oder Bürgerinnen und Bürger mit wenig Platz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Erfreulich groß war die Nachfrage: Über 100 sogenannte Mini-PV-Anlagen haben 2021 eine Förderung in Höhe von 300 Euro erhalten, viele davon sind auch kurz nach der Beantragung in Betrieb gegangen, oft aufgeständert auf Garagendächern.

Anträge für 2022 können ab jetzt gestellt werden. Eine Übersicht über alle Förderprogramme findet sich unter der Rubrik „Förderung“ auf der Internetseite www.oldenburg.de/klima. Weitere Informationen erhalten Sie im ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter 0441 235-4444 oder im Fachdienst Klimaschutz unter klima@stadt-oldenburg.de.
01.01.2022, 14:24 Uhr
Für ein prima Klima: Hohe Förderung für Oldenburgs Klimaoasen
Schlossgarten und Eversten Holz stellen sich den Herausforderungen des Klimawandels
Inmitten des trubeligen Stadtlebens gleichen sie einem wahren Naherholungsgebiet: Der Schlossgarten und das Eversten Holz werden in den Mittagspausen, am Feierabend und auch an den Wochenenden immer wieder gerne von Oldenburgerinnen und Oldenburgern aufgesucht. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ im Rahmen des „Bundesprogramms zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ – und stellt selbst 500.000 Euro von der in Aussicht gestellten Bundeszuwendung in Höhe von 4,5 Millionen Euro (verteilt auf drei Jahre) als bare Eigenmittel zur Verfügung.

Mit der Summe sollen unter anderem Maßnahmen am Wegsystem sowie an Wasser- und Grabensystemen, eine klimaresistente Bepflanzung, die Entwicklung klimaangepasster Erholungsräume sowie die Steigerung der Biodiversität und Flächenaufwertung vorgenommen werden. Aber auch die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements, Formate der Bürgerbeteiligung, wissenschaftliche Begleitforschung, wissenschaftliche Tagungen und die Konzeption einer Wanderausstellung stehen auf dem Plan.

Über das Bundesprogramm
Das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ war ursprünglich als Förderprogramm für historische Gärten initiiert worden und wurde im Sommer 2020 durch einen vom Bundeshaushaltsausschuss selbständigen Projektaufruf mit dem Fokus auf Klimaschutz und Klimaanpassung im urbanen Raum gestartet. Das Interesse des Bundesprogramms ist es, konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in einer hohen fachlichen und innovativen Qualität zu fördern.

Im Ergebnis wurden 106 Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von circa 200 Millionen Euro ausgewählt. Im Jahr 2021 wurde ein öffentlicher Förderaufruf mit weiteren 100 Millionen Euro gestartet. Die Projektauswahl von weiteren 148 Projekten erfolgte durch den Bundeshaushaltsausschuss. Zu dieser Auswahl gehört auch das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“, für das die Stadt Oldenburg zusammen mit dem Museum für Natur und Mensch und der Universität Oldenburg im Frühjahr 2021 eine Projektskizze beim Projektträger, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) in Bonn, eingereicht hat.

Die beiden Oldenburger Oasen sind mehr als nur zentral gelegene Ruhepole, denn sie leisten einen sehr hohen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung sowie zur Kühlung, Filterung von Emissionen und als Lebensraum für Fauna und Flora. Beide Gebiete sind nicht nur Gartendenkmale, sondern auch Landschaftsschutzgebiete. Es wird modellhaft gezeigt, wie innerhalb zweier vollkommen unterschiedlicher Grünanlagen – der Schlossgarten als ein im Stil eines englischen Gartens angelegter Park und das Eversten Holz als parkartiger Wald – Maßnahmen konzipiert und umgesetzt werden können. Diese dienen in ihrer Gesamtheit dem Klimaschutz, einer besseren Biodiversität und einer weitreichenden CO2-Minderung beziehungsweise CO2-Speicherung.
28.12.2021, 17:55 Uhr
Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen
Stadtbibliothek Oldenburg stellt NABU-Sammelboxen auf
Zu Weihnachten wird häufig neue Technik verschenkt und schon bleibt das alte Gerät für lange Zeit im Schrank liegen. Doch ausgediente Altgeräte können aufbereitet und wiederverwendet werden. Deswegen hat die Stadtbibliothek Oldenburg zusammen mit dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) Sammelboxen für ausgediente Handys aufgestellt. Diese sind in der Stadtbibliothek im PFL, in der Kinderbibliothek am PFL sowie in den Stadtteilbibliotheken Eversten, Kreyenbrück und Ofenerdiek zu finden.

Im Vordergrund steht dabei die Wiederaufbereitung und falls erforderlich Reparatur von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer zu erhöhen. Denn das Entsorgen von Altgeräten im Hausmüll ist nicht nur gesetzlich verboten, es gehen zusätzlich zu viele seltene Rohstoffe verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut. Gesammelt werden alle Arten von Handys, Smartphones oder Tablets – gerne mitsamt Zubehör. Dabei ist der Zustand der Geräte egal: sowohl funktionstüchtige als auch defekte Geräte können abgegeben werden. Für die gesammelten Handys spendet Telefonica dem NABU jährlich eine feste Summe, die in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Weitere Informationen zur Aktion sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
03.12.2021, 15:39 Uhr
Abfallwirtschaftsbetrieb: Vollelektrisch gegen unerlaubten Müll
Schnelle Eingreiftruppe mit umweltfreundlichem Klein-Lkw unterwegs
Ob illegal entsorgter Unrat oder verschmutzte Containerstellplätze: Die „KehrForce OL“, die sich in der Stadt um das Einsammeln von unerlaubten Abfallablagerungen kümmert, ist ab sofort selbst umweltfreundlich im Einsatz. Stadträtin Dr. Julia Figura hat am Mittwoch, 1. Dezember, dem Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) einen vollelektrischen Klein-Lkw übergeben. „Der Abfallwirtschaftsbetrieb deckt mit seinem vielseitigen Aufgabenspektrum ganz zentrale Bereiche des Umweltschutzes ab. Da liegt es nahe, diese Aufgaben auch so umweltschonend wie möglich durchzuführen“, betont Dr. Figura. „Und da der AWB, wie die gesamte Stadtverwaltung auch, Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen bezieht, verursacht dieses Fahrzeug nur noch geringfügig klimabelastende Kohlendioxid-Emissionen“, betont die Dezernentin.

Da Klein-Lkws für solche Einsatzzwecke noch nicht in Serie hergestellt werden, hat der AWB ein Fahrzeug nach seinen Wünschen und Anforderungen umbauen lassen. So wurden unter anderem eine kippbare Ladepritsche und ein Planengestell aufgebaut.

„Wir beabsichtigen, nach und nach Teile unserer Fahrzeugflotte auf alternative klimaschonende Antriebe umzustellen“, informiert Volker Schneider-Kühn, Leiter des AWB. „So haben wir neben diesem Fahrzeug einen vollelektrischen Pkw sowie zwei mit Wasserstoff angetriebene Abfallsammelfahrzeuge bestellt. Und innerstädtische Fahrten legen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren überwiegend umweltfreundlich mit zwei Pedelecs und nicht mit Pkws zurück“, freut sich Schneider-Kühn.

Die Umstellung des AWB-Fuhrparks erfolgt auch vor dem Hintergrund einer im Jahr 2019 durchgeführten Treibhausgas-Bilanz des AWB. In dieser Studie wurden klimabelastende Tätigkeiten des AWB klimaentlastenden Aktivitäten gegenübergestellt und miteinander verrechnet. Zu den klimabelastenden Faktoren gehören alle Prozesse mit Energieverbrauch und direkten Emissionen wie eben Pkw- und Lkw-Fahrten. „Obwohl uns in der Klimastudie bereits bestätigt wurde, dass wir aufgrund unserer vielfältigen Recyclingaktivitäten sehr klimaschonend agieren, möchten wir mit einer klimafreundlichen Mobilität einen weiteren bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Schneider-Kühn.

Weitere Informationen zur „KehrForce“ und der Kampagne „Bleib sauber, Oldenburg!“ finden sich unter www.oldenburg.de/awb.
27.11.2021, 15:18 Uhr
Abfallgebührenmarken sind in 2022 weiterhin gültig
Antrag auf Änderungen von angemeldeten Tonnen bis 10. Dezember möglich
Die zurzeit geltenden Abfallgebührenmarken für das Jahr 2018 sind auch in 2022 gültig. Aus technischen Gründen können Änderungen der angemeldeten Tonnen nur dann im Jahresbescheid 2022 berücksichtigt werden, wenn sie bis Freitag, 10. Dezember, beim Fachdienst Finanzen beantragt wurden. Dies gilt sowohl für Änderungen des Tonnenvolumens als auch im Falle eines Umzuges für das Grundstück, auf dem sie genutzt werden: Falls bei einem Umzug Abfalltonnen zur neuen Wohnung mitgenommen werden, müssen diese auf das neue Grundstück umgemeldet werden.

Die gewünschten Änderungen können die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer oder die beauftragten Hausverwaltungen schriftlich beim Fachdienst Finanzen, Industriestraße 1 d, 26121 Oldenburg, per E-Mail an steuern@stadt-oldenburg.de, per Fax an die Nummer 0441 235-3121 oder persönlich beim Fachdienst Finanzen beantragen.

Änderungen, die nach dem 10. Dezember mitgeteilt werden, können erst ab Mitte Januar 2022 nach dem Versand der Jahresbescheide durch einen Änderungsbescheid berücksichtigt werden.
27.11.2021, 15:07 Uhr
Abfuhrkalender für 2022 wird verteilt
Termine auch online und über die „Abfall App OL“ abrufbar
Der Abfuhrkalender 2022 für die Stadt Oldenburg wird ab Montag, 29. November, an alle Haushalte, Gewerbebetriebe und sonstige Einrichtungen im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) durch die Deutsche Post AG verteilt. Bürgerinnen und Bürger, die bis zum 18. Dezember keinen Abfuhrkalender erhalten haben, werden gebeten, sich an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-4444 zu wenden. „Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich den Abfuhrkalender in der ‚Abfall App OL‘ oder im Internet unter www.awb-oldenburg.de herunterzuladen und auszudrucken“, sagt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Die „Abfall App OL“ ist kostenlos im App-Store und im Google Play Store abrufbar.

Alternativ können sich Nutzerinnen und Nutzer ihren Kalender auch online über die Seite www.oldenburg.de/abfuhrkalender erstellen. Dabei muss nur die Adresse eingetragen werden, schon werden die darauf zugeschnittenen Abfuhrtermine und Abfallarten angezeigt. Zudem ist es möglich, den Abfuhrkalender auch in eigene Kalender auf dem PC, Handy oder Tablet zu übertragen. Erinnerungen per E-Mail, die jeweils einen Tag vor der Leerung der jeweiligen Abfallart angezeigt werden, können ebenfalls eingerichtet werden.

Der Abfuhrkalender enthält alle abfallwirtschaftlichen Informationen für die Stadt Oldenburg. So sind die Abfuhrtermine der Rest- und Bioabfallbehälter, die vom AWB geleert werden, aber auch die Abfuhrtermine der gelben Säcke/Tonnen und Altpapiertonnen, die von der ARGE Duales System abgefahren werden, aufgeführt. Die Termine der mobilen Schadstoffsammlung sowie die verschiedenen Öffnungszeiten der abfallwirtschaftlichen Einrichtungen sind ebenfalls im Abfuhrkalender enthalten.
26.11.2021, 16:47 Uhr
Aktionstag „Oldenburg dreht ab“: Über 30 Schulen machen mit
Motto „Tu du’s“ appelliert an eigene Verantwortung – 17 Nachhaltigkeitsziele als Schwerpunkt
Oldenburgs Schulen sind auf dem Weg zu großen Zielen: Denn im Fokus des diesjährigen Aktionstages „Oldenburg dreht ab“, der heute bereits zum achten Mal stattfand, standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Heute Morgen um 8 Uhr drehten 36 Schulen unter städtischer Trägerschaft für eine Stunde ihren Strom und teilweise auch die Heizung ab, bevor im Unterricht Themen zur Nachhaltigkeit behandelt wurden. Damit will die junge Generation ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz setzen. Das Regionale Umweltbildungszentrum Oldenburg (RUZ) initiiert und koordiniert diesen Aktionstag, Oldenburgs Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann fungiert als Schirmherr.

Am Aktionstag selbst überzeugte sich der Oberbürgermeister vor Ort an der IGS Flötenteich von den Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. Ein 8. Jahrgang stellte einzelne Holzboxen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen mit Rätseln, Spielen, Knobeleien und Aufgaben vor, wie der Schulalltag zur Erreichung der Ziele beitragen kann. An allen teilnehmenden Schulen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Wünschen und Visionen einer besseren Welt und glichen diese mit denen der UN-Politikerinnen und -Politiker ab. Sie lernten die Nachhaltigkeitsziele mit den verschiedensten Methoden kennen, vom „Speed Dating“ über SDG-Memorys bis hin zur wortlosen Darstellung in Standbildern und Theaterszenen.

Denn an diesem Tag geht es nicht nur darum, den Strom abzustellen, sondern vor allem das Denken und Handeln in Richtung Zukunftsfähigkeit „abzudrehen“. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs), die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen als Agenda für die Zukunft verabschiedet wurden. Mit dem Motto „Tu du’s“ soll deutlich werden, dass nicht nur die Regierungen, sondern jede und jeder einzelne mit seinem und ihrem Handeln beim Erreichen der Ziele gefragt ist. Die SDGs skizzieren mit Themen wie Bekämpfung von Armut und Hunger, Gesundheit, Bildung, sauberes Wasser oder Frieden einen ehrgeizigen Fahrplan bis 2030, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren.

Der Aktionstag flankiert das Energiesparprojekt „abgedreht?!“ für Oldenburger Schulen, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Aktuell nehmen 39 Oldenburger Schulen an diesem Projekt teil und allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen konnten im Jahr 2020 über 110.000 Euro eingespart werden.

Der Erfolg des Projektes „abgedreht?!“ und die breite Resonanz beim Aktionstag ist ein Zeichen für das große Klimaschutzengagement Oldenburger Schulen. Sie sind bedeutende Akteure auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadt bis zum Jahr 2035 und leisten einen wichtigen Beitrag zur städtischen Klimaschutzstrategie.

Teilnehmende Schulen 2021:
Grundschule Auf der Wunderburg, Grundschule Babenend, Grundschule Bloherfelde, Grundschule Bürgeresch, Grundschule Dietrichsfeld, Grundschule Donnerschwee, Grundschule Drielake, Grundschule Haarentor, Grundschule Heiligengeisttor, Grundschule Hermann Ehlers Schule, Grundschule Hogenkamp, Grundschule Klingenbergstraße, Grundschule Kreyenbrück, Grundschule Krusenbusch, Grundschule Ofenerdiek, Grundschule Ohmstede, Grundschule Paul Maar, Grundschule Röwekamp, Grundschule Staakenweg, Grundschule Unter dem Regenbogen, Grundschule Wallschule, Gymnasium Eversten, Paulusschule, Grundschule Bümmerstede, Herbartgymnasium, IGS Flötenteich, IGS Helene Lange Schule, IGS Kreyenbrück, Katholische Grundschule Eversten, Altes Gymnasium Oldenburg, BBS 3, Cäcilienschule, Neues Gymnasium Oldenburg, OBS Alexanderstraße, OBS Eversten, Schule am Bürgerbusch, Schule am Habbrügger Weg (Ganderkesee).

Sie möchten mehr über den Aktionstag oder das Projekt „abgedreht?!“ erfahren? Dann wenden Sie sich gerne an Christel Sahr (RUZ Oldenburg) unter Telefon 0441 248 376 oder per E-Mail an christel.sahr@stadt-oldenburg.de. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website unter www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab.
02.11.2021, 17:31 Uhr
Gemeingutbasierte Pflanzensorten als Basis für eine klimarobuste Landwirtschaft
Oldenburger Studie zeigt, dass eine gemeingutbasierte Pflanzenzucht dazu beiträgt, die Landwirtschaft an sich verändernde Klimabedingungen anzupassen


Wenn Nutzpflanzen-Sorten von vielen Züchterinnen und Züchtern gemeinschaftlich entwickelt und danach frei für den Anbau zur Verfügung stehen, fördert dies die Sortenvielfalt und macht Landwirte unabhängiger von internationalen Märkten. Die sogenannte gemeingutbasierte Züchtung und Saatgutproduktion trage daher dazu bei, die Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen – so das Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Stefanie Sievers-Glotzbach von der Universität Oldenburg und Lea Kliem vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin. Die Forscherinnen stellten ihre Analyse kürzlich in der Fachzeitschrift International Journal of Agricultural Sustainability vor.

Für Bäuerinnen und Bauern war es noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts selbstverständlich, Sorten frei zu verwenden, das Saatgut zu tauschen und die kultivierten Pflanzensorten auf den Feldern weiterzuentwickeln. Die moderne Saatgutindustrie basiert im Gegensatz dazu jedoch darauf, dass Sorten Unternehmen gehören, die für den Anbau Gebühren verlangen und das Saatgut exklusiv verkaufen. Die Voraussetzung dafür sind Patente und Sortenschutz, aber auch technische Verfahren wie die Züchtung sehr ertragsstarker Hybridsorten, aus denen sich aber kein brauchbares Saatgut gewinnen lässt. Für Landwirtinnen und Landwirte entstehen in diesem Zusammenhang immer mehr Abhängigkeiten von wenigen großen Unternehmen. Aus ökonomischen Gründen setzen diese Unternehmen auf wenige Hochleistungssorten, zu denen sie auch die passenden Dünge- und Pflanzenschutzmittel herstellen. Diese Hochleistungssorten reagieren aber sensibel auf weniger optimale Anbaubedingungen und sind nicht an lokale Gegebenheiten des Bodens oder des Klimas angepasst.

Kleine Unternehmen und Initiativen, die Sorten als Gemeingut begreifen, verfolgen im Kontrast dazu einen anderen Ansatz: Sie lassen sich von dem Prinzip leiten, dass Nutzpflanzensorten zum gemeinsamen kulturellen Erbe gehören und kein Privateigentum sein sollten. Die Beteiligten teilen ihr Wissen miteinander, stellen gemeinsam Regeln für die Nutzung der Sorten auf und verzichten auf den Sortenschutz.

In ihrer Studie wollten Kliem und Sievers-Glotzbach herausfinden, welchen Einfluss die beiden Formen des Umgangs mit Sorten auf die Resilienz der Landwirtschaft haben – also auf die Fähigkeit von Agrarökosystemen, sich an Veränderungen wie den Klimawandel oder Krankheiten anzupassen und trotz solcher Störungen die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Die Forscherinnen wählten insgesamt 14 Indikatoren, um den Einfluss der Saatgutherstellung auf die Resilienz der Landwirtschaft zu ermitteln. Zu diesen Kenngrößen zählten etwa die Variabilität von Lieferketten, die Verfügbarkeit regional angepasster Sorten, der Aufbau von Saatgutbibliotheken oder die Wirtschaftlichkeit der Saatgutproduktion.

Anhand der Indikatoren analysierten die Ökonominnen Nachhaltigkeitsberichte und Broschüren konventioneller Saatguthersteller im deutschsprachigen Raum und verglichen sie mit Publikationen ausgewählter Betriebe und Initiativen, die Saatgut gemeingutbasiert herstellen. Das Ergebnis: „Der gemeingutbasierte Umgang mit Sorten weist gegenüber der gängigen Praxis großer Saatgutunternehmen deutliche Vorteile auf“, erklärt Sievers-Glotzbach, an der Universität Oldenburg Leiterin der vom Bundesforschungsministerium geförderten Nachwuchsgruppe „RightSeeds“. „Statt einiger weniger Hochertragssorten, die nur unter optimalen Anbaubedingungen gedeihen, geht es den gemeingutorientierten Züchterinnen und Saatgutproduzenten um vielfältige Sorten, die sich an regionale Besonderheiten und an veränderte klimatische Bedingungen anpassen können.“

Ein weiteres Ergebnis: „Wir haben beobachtet, dass die gemeingutorientierten Initiativen einen stärkeren Fokus auf Kooperation legen, und dass die Entscheidungsstrukturen eher dezentral und partizipativ angelegt sind“, berichtet Kliem. Das begünstige ebenfalls die Sortenvielfalt und führe dazu, dass regional angepasstes Saatgut entwickelt werde, so die Forscherin. Die Analyse zeigte allerdings auch, dass gemeingutorientierte Initiativen bislang noch kein Finanzierungsmodell entwickeln konnten, in dem die hohen Kosten für die arbeitsintensive Züchtung neuer, angepasster Sorten mittelfristig abgesichert wären. Kliem und Sievers-Glotzbach empfehlen daher langfristige Förderprogramme und bessere politische Rahmenbedingungen für die gemeingutbasierte Pflanzenzucht.

Die Nachwuchsgruppe „RightSeeds“ ist eine Kooperation der Universität Oldenburg mit dem IÖW und der Universität Göttingen. Die Forschenden untersuchen in enger Kooperation mit Praxispartnern das Potenzial gemeingutbasierten Saatguts für eine nachhaltige Landwirtschaft. Das Vorhaben wird vom Bundesforschungsministerium im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung gefördert.

Originalveröffentlichung: Lea Kliem & Stefanie Sievers-Glotzbach (2021): “Seeds of resilience: the contribution of commons-based plant breeding and seed production to the social-ecological resilience of the agricultural sector”, International Journal of Agricultural Sustainability, DOI: 10.1080/14735903.2021.1963598

Weblinks
uol.de/rightseeds
22.10.2021, 13:15 Uhr
Wenn der Restmüll zur Gefahr wird
Müllwerker verteilen Tonnenanhänger mit Infos – Ziel: Keine explosiven Stoffe im Restabfall
Ein ohrenbetäubender Knall erschüttert die Halle. Eine riesige Stichflamme schießt aus dem Schredder der Abfallbehandlungsanlage. Der automatische Feueralarm wird ausgelöst, die Mitarbeiter verlassen fluchtartig ihre Arbeitsplätze. Nach kurzer Zeit trifft die Berufsfeuerwehr Oldenburg mit mehreren Fahrzeugen am Unglücksort ein, um den entstandenen Brand zu löschen…

„Dieses Szenario hat der Abfallwirtschaftsbetrieb in seiner Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege in den vergangenen Jahren mehrmals erleben müssen“, berichtet Dezernentin Dr. Julia Figura. „Nur glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass wir bisher bei diesen Unglücksfällen keine verletzten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter zu beklagen hatten, allerdings waren die Schäden an den Anlagenteilen erheblich und die Instandsetzungskosten hoch“, betont Dr. Figura. Der bislang größte Schaden hatte im Juli 2017 zu einem fünfwöchigen Anlagenausfall und Zusatzkosten in Höhe von rund 50.000 Euro geführt. In der Vergangenheit gab es jährlich zwei bis acht größere oder kleinere Vorfälle – Tendenz steigend.

Der AWB nimmt das zum Anlass, um eine Aufklärungskampagne zu initiieren. „Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbebetriebe über Gefahren, die bestimmte Stoffe im Abfall verursachen können, aufzuklären und über die ordnungsgemäße Entsorgung zu informieren. Wir erhoffen uns dadurch, dass solche gefährlichen Ereignisse der Vergangenheit angehören“, so Dr. Figura.

Die Kampagne: 53.000-fache Aufklärung
Starten wird der AWB die Aufklärungskampagne ab dem 1. November 2021. Wie schon bei der sehr erfolgreich verlaufenen Bioabfallkampagne werden die Mitarbeiter des AWB Info-Anhänger mit gezielten Informationen an den Restabfallbehältern anbringen. 53.000 Tonnen-Anhänger sollen auf diese Weise verteilt werden. Wohnungsbaugesellschaften sowie Hausverwaltungen werden zusätzlich angeschrieben und mit Flyern und Plakaten versorgt, die dann an die Mieterinnen und Mieter weitergeleitet werden.

Wie es zu Unglücksfällen kommen kann
„Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass über den Restmüll explosive oder leicht entzündliche Stoffe entsorgt werden“, schildert der Betriebsleiter des AWB, Volker Schneider-Kühn. Die aus den schwarzen Müllbehältern eingesammelten Restabfälle sowie die Abfälle aus den öffentlichen Abfalleimern werden in der Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege zunächst in einem Schredder mechanisch zerkleinert und anschließend in unterschiedliche Fraktionen getrennt. Die so erzeugten Materialien werden dann an externe Anlagen zur weiteren Verwertung geleitet. „Der Schreddervorgang ist der gefahrvollste und kritischste Moment der Abfallbehandlung“, weiß der AWB-Chef. Die Abfälle werden unter großen mechanischen Kräften bearbeitet. Leicht entzündliche oder explosive Stoffe in den Abfällen verursachen dann die Explosionen und Brände. „Aber nicht nur in der Abfallbehandlungsanlage, sondern auch in den Müllsammelfahrzeugen ist es beim mechanischen Verdichtungsvorgang der Abfälle schon zu Bränden und Explosionen gekommen“, stellt Schneider-Kühn fest.

Wohin mit gefährlichen Abfällen:
Zu den gefährlichen Abfällen zählen insbesondere nicht vollständig geleerte Spraydosen, Gasbehälter, Feuerlöscher und vor allem Batterien und Akkus, neuerdings vor allem von E-Bikes. „Solche gefährlichen Abfälle gehören nicht in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine sind im Abfuhrkalender und im Internet unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.
08.10.2021, 15:01 Uhr
Stadt veröffentlicht Energie- und CO2-Bericht 2020
Reduzierung der Emissionen vor allem in privaten Haushalten
Oldenburg soll bis 2035 klimaneutral werden. Dieses ambitionierte Klimaschutzziel für die Stadt Oldenburg hat der Rat im April beschlossen. Bereits seit mehreren Jahren berichtet die Stadt regelmäßig über die Entwicklung des Energieverbrauchs und die dadurch verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen. Aktuell liegt der Energie- und CO2-Bericht 2020 vor. Danach zeigt sich, dass die CO2-Emissionen 2019 gegenüber 1990 um 160.000 Tonnen CO2 reduziert wurden.

Zwar konnten gegenüber 1990 in privaten Haushalten und in der Wirtschaft CO2-Emissionen verringert werden. Im Verkehrsbereich jedoch nahmen die klimaschädlichen Emissionen um acht Prozent zu. Insgesamt verbleiben die CO2-Emissionen seit 2015 auf einem unveränderten Niveau. Berechnet wurden die CO2-Emmissionen auf Basis des Gesamtenergieverbrauchs der Stadt Oldenburg, welcher im Betrachtungszeitraum in den Bereichen Verkehr und Wirtschaft zugenommen hat. Dass es trotz Zunahme des Gesamtenergieverbrauchs zu einer Abnahme der klimaschädlichen Emissionen gekommen ist, lässt sich vor allem auf den höheren Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromproduktion zurückführen. 

In der Konsequenz sind die in den vergangenen Jahren beharrlich umgesetzten Klimaschutzanstrengungen deutlich auszuweiten, um das Ziel Klimaneutralität 2035 zu erreichen. Dazu sind Beiträge aller Bereiche des städtischen Lebens und Wirtschaftens sowie der gesamten Stadtgesellschaft für mehr Klimaschutz notwendig. Um diese Aufgabe zu koordinieren, wurde das neue Amt für Klimaschutz und Mobilität eingerichtet. Hier finden Bürgerinnen und Bürger auch viele Förder- und Beratungsangebote, um Klimaschutz im Alltag zu leben.
 Eine lesefreundliche Kurzfassung des CO2-Berichtes 2020 wurde nunmehr fertiggestellt und auf der städtischen Homepage veröffentlicht (im Netz unter: Energie- und CO2-Bilanz).
05.10.2021, 16:44 Uhr
Oldenburg für vorbildhafte Nutzung von Recyclingpapier geehrt
Papieratlas 2021: Neues Rekordniveau bei Papier mit dem Blauen Engel in den Städten
Oldenburg/Berlin. Die Stadt Oldenburg erhält eine Sonderehrung für ihr vorbildhaftes Engagement bei der Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Als „Mehrfachsieger“ erbringt die Stadt seit drei Jahren Bestleistungen im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Weitere „Mehrfachsieger“ sind die Städte Essen, Bonn, Freiburg, Siegen, Solingen und Erlangen. Leverkusen ist die „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ 2021 und Oberhausen der „Aufsteiger des Jahres“.

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten ab. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 92 Prozent stellen die 103 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte in diesem Jahr einen neuen Rekord auf.

Die Stadt Oldenburg leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte Oldenburg in den vergangenen drei Jahren eine Einsparung von mehr als 6,6 Millionen Liter Wasser und über 1,3 Millionen Kilowattstunden Energie bewirken.

Neben dem Städtewettbewerb findet der Papieratlas seit 2016 für Hochschulen und seit 2018 für Landkreise statt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Universität Osnabrück, die Universität Bremen und die Universität Passau sowie an den Landkreis Ebersberg und den Unstrut-Hainich-Kreis.
28.09.2021, 17:24 Uhr
Herbstlaub hat eine Kehrseite
AWB nimmt kleine Mengen kostenlos an und stellt Anfang Oktober Sammelkörbe auf
Der Herbst steht vor der Tür, die Bäume lassen ihre Blätter fallen. Dieses Schauspiel hat eine buchstäbliche Kehrseite – schließlich bereitet die Entsorgung des Laubs eine Menge Arbeit. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) bietet den Bürgerinnen und Bürgern zur Unterstützung daher wieder einen kostenlosen Service an: Vom 4. Oktober bis zum 30. Dezember können Oldenburgerinnen und Oldenburger Laub bis zu einer Anlieferungsmenge von maximal zwei Kubikmetern kostenlos an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege (Barkenweg 6) und Langenweg (Felix-Wankel-Straße 7) abgeben.

„Die zeitlich begrenzte kostenlose Entsorgung an den Wertstoffannahmestellen betrifft aber ausschließlich Laub. Die Anlieferung größerer Mengen und anderer Gartenabfälle ist gebührenpflichtig“, informiert Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Es wird daher dringend geraten, bei der Anlieferung das Laub von anderen Gartenabfällen getrennt bereitzustellen.

Des Weiteren beginnt der AWB Anfang Oktober wieder damit, rund 1.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Die Laubkörbe stehen den Bürgerinnen und Bürgern für die Befüllung und Entsorgung ausschließlich von Straßenlaub zur Verfügung. Das System der Laubkörbe wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern die Arbeit zu erleichtern, das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum zu entsorgen. „Das Hinzustellen von Laubsäcken ist, wie in den vergangenen Jahren auch, nicht gestattet“, betont Schneider-Kühn. Das Entleeren und die Mitnahme von Säcken würde die Arbeit der Müllwerker erheblich erschweren und außerdem dazu führen, dass die Tourenplanung, alle Körbe mindestens einmal wöchentlich zu leeren, nicht eingehalten werden kann. „Wir bitten dafür um Verständnis“, sagt Schneider-Kühn.

Weitere Informationen zur Laubentsorgung und zu den Öffnungszeiten der Annahmestellen finden Sie im Internet unter www.awb-oldenburg.de oder in der Abfall App OL.
28.09.2021, 17:03 Uhr
Kostenfreie Pflanzpakete beim NABU
Projektstart in Oldenburger Kräuterei
Am Samstag, den 25. September hat der Naturschutzbund NABU in einer ersten Aktion sein neues Projekt "Artenvielfalt auf Balkon und Terrasse" gestartet. Insgesamt 50 Pflanzpakete mit je 12 Wildstauden konnten dank Unterstützung der Deutschen Postcode-Lotterie kostenfrei verteilt werden. "Wir wünschen den Gewinnern der insektenfreundlichen Pflanzpakete gutes Anwachsen und viel Spaß mit den Pflanzen," so Projektleiter Bernd Ziesmer vom NABU. "Wir werden im kommenden Jahr noch weitere neun solcher Aktionen in verschiedenen Städten des Oldenburger Landes durchführen. Diese Termine werden vorab in der Presse angekündigt, damit man sich rechtzeitig auf ein Pflanzpaket bewerben kann." Mit diesem Projekt will der NABU gerade Menschen ohne eigenen Garten Möglichkeiten aufzeigen, wie man auch auf beengtem Raum etwas für heimische Wildpflanzen und Insekten tun kann.