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Umwelt

Damit es künftig wieder summt und brummt

07.12.2018 09:33 Uhr

Vor der Polizeidirektion ist eine Pilotfläche zur Förderung der Artenvielfalt entstanden

Hier soll es künftig summen und brummen: Auf einer Fläche vor der Polizeidirektion am Theodor-Tantzen-Platz entsteht ein Modell-Lebensraum für den Tier- und Pflanzenartenschutz in der Stadt. Die Initiative dazu hat der Arbeitskreis Artenschutz & Biodiversität der Stadt Oldenburg gegeben – die Projektleiter waren bei der Suche nach einer Pilotfläche auf das aus ihrer Sicht sehr gut geeignete Areal gestoßen. Dank der Unterstützung durch Polizeipräsident Johann Kühme konnte die Fläche kurzfristig hergerichtet werden.

Mit schwerem Gerät wurde die obere Humusschicht teilweise abgeräumt. Anschließend wurde magerer Sand aufgebracht und die 150 Quadratmeter große Fläche modelliert. Kleinere Altholzteile, Baumstubben oder alte Eichenpfähle wurden als Nisthilfen für Wildbienen eingearbeitet. Stauden wie Heidekraut und verschiedene weitere niederwüchsige Pflanzen aus heimischen Beständen sorgen für einen anhaltenden Blüheffekt.

Der Arbeitskreis Artenschutz & Biodiversität hat sich 2014 unter Schirmherrschaft der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg etabliert. Ziel der lokalen Experten für Flora und Fauna ist die zeitnahe Umsetzung konkreter Projekte zum Tier- und Pflanzenartenschutz. „Offene, vegetations- und nährstoffarme Lebensräume sind typische Landschaftselemente unserer Region, die sehr selten geworden sind. Die auf Sandlandschaften spezialisierten Tier- und Pflanzenarten gehören in Niedersachsen heute zu den am meisten gefährdeten Organismengruppen“, erklärt Kay Fuhrmann, Landschaftswart der Unteren Naturschutzbehörde.

Da die freie Landschaft kaum noch solche Lebensräume bietet, viele Arten aber selbst auf kleinen Arealen ihr Auskommen finden können, soll die Schaffung besonders nährstoffarmer Habitate wie Magerrasen, Borstgrasrasen oder Sandheideflächen im Stadtgebiet gefördert werden. „Hiermit wird generell dem Insektensterben entgegengewirkt, aber auch ganz gezielt seltenen Arten wie Sandbienen, Bienenwolf, Verkannter Grashüpfer oder Sandknotenwespe geholfen“, erläutert Diplom-Biologe Rolf Witt vom Umweltbüro Witt. 

Auf einer Informationstafel werden sowohl naturschutzfachliche als auch ästhetische Aspekte des Pilotprojekts erläutert. Für das Projekt sind Kosten in Höhe von 2.725 Euro angesetzt. Die Kosten werden aus den für den Arbeitskreis Artenvielfalt und Biotopschutz zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln von der Stadt Oldenburg übernommen. Ziel ist es, solche oder ähnliche Anlagen anhand dieses Prototyps innerhalb der städtischen Grün- und Freiflächenplanung zu verankern und an möglichst vielen Stellen zu entwickeln.

Weitere Auskünfte erteilt der Fachdienst Naturschutz und Technischer Umweltschutz unter der Umwelttelefon-Nummer 0441 235-2777 oder per E-Mail an naturschutz@stadt-oldenburg.de.
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Oberbürgermeister Krogmann begrüßt Ergebnisse des Dieselgipfels

05.12.2018 18:56 Uhr

Bund sagt weitere finanzielle Unterstützung zu

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßt die Ergebnisse, die der heutige „Dieselgipfel“ im Kanzleramt gebracht hat. „Der Austausch ist intensiv und produktiv gewesen“, sagt Krogmann.

„Vor allem die Aufstockung der Bundesmittel ist zu begrüßen, das verbessert unsere Möglichkeiten, Fahrverbote abzuwenden“, so Krogmann.

Er bezieht sich dabei vor allem auf die Zusage der Bundeskanzlerin Angela Merkel zusätzlich 500 Millionen Euro für das „Sofortprogramm saubere Luft“ und 420 Millionen für die Nachrüstung oder Neuanschaffung von kommunalen Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Davon könnte die Stadt Oldenburg bei ihrem Abfallwirtschaftsbetrieb profitieren. Von der Modernisierung der Busflotte ist ebenfalls ein positiver Effekt zu erwarten, weil es am Heiligengeistwall täglich etwa 1.000 Busfahrten gibt und diese einen hohen Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen haben.

Außerdem kündigte Bundeskanzlerin Merkel an, alle Messstellen überprüfen zu lassen, sofern die Bundesländer damit einverstanden sind. Dabei gelte es, die EU-Vorschriften einzuhalten, sie dürften aber auch nicht übererfüllt werden. Zu diesem Punkt ist Oberbürgermeister Krogmann aber bereits seit längerem im Austausch mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies.
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Abfuhrkalender 2019 wird verteilt

02.12.2018 19:06 Uhr
Der Abfuhrkalender 2019 für die Stadt Oldenburg wird ab Montag, 3. Dezember, an alle Haushalte, Gewerbebetriebe und sonstigen Einrichtungen im Auftrage des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) durch die Deutsche Post AG verteilt. Bürgerinnen und Bürger, die bis zum 17. Dezember keinen Abfuhrkalender erhalten haben, werden gebeten, sich an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 235-4444 zu wenden. „Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich den Abfuhrkalender ab dem 3. Dezember im Internet auf der Seite www.awb-oldenburg.de herunterzuladen und auszudrucken“, teilt AWB-Leiter Volker Schneider-Kühn mit.

Der Abfuhrkalender enthält alle abfallwirtschaftlichen Informationen für die Stadt Oldenburg. So sind die Abfuhrtermine der Rest- und Bioabfallbehälter, die vom AWB geleert werden, aber auch die Abfuhrtermine der gelben Säcke und Altpapiertonnen, die von der ARGE Duales System abgefahren werden, aufgeführt. Die Termine der mobilen Schadstoffsammlung sowie die verschiedenen Öffnungszeiten der abfallwirtschaftlichen Einrichtungen sind ebenfalls im Abfuhrkalender enthalten.
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CO2-Emissionen in privaten Haushalten stark gesunken

23.11.2018 18:13 Uhr

Stadt veröffentlicht neuen Energie- und Treibhausgas-Bericht

Mit dem in 2012 gefassten Ratsbeschluss zum integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (InEKK) hat die Stadt Oldenburg das ehrgeizige Ziel formuliert, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um insgesamt 290.000 Tonnen zu mindern. Als Referenzjahr für die Berechnungen gilt 1990. Allein 100.000 Tonnen, so das Ziel, sollen durch eigene städtische Klimaschutzmaßnahmen reduziert werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung jetzt den nunmehr fünften Energie- und Treibhausgas-Bericht veröffentlicht. Bewertet wurden für das Berichtsjahr 2015 die Sektoren Privathaushalte, Unternehmen und Verkehr, die jeweils zu etwa einem Drittel an den Gesamtemissionen beteiligt sind, sowie der kommunale Sektor. „Die vorliegenden Ergebnisse zeigen für Oldenburg eine erfreuliche Entwicklung in die richtige Richtung“, stellt Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement, fest. „Zwei Jahre nach dem Ratsbeschluss haben wir in 2015 immerhin 33 Prozent des Klimaschutzgesamtziels erreicht“, bilanziert Iwanuk. Er fasst die wichtigsten Ergebnisse wie folgt zusammen:

• Der Gesamtenergieeinsatz (Summe aller Energieträger) hat in 2015 gegenüber dem letzten Berichtsjahr 2013 um 3,3 Prozent abgenommen und gegenüber 1990 um 0,5 Prozent zugenommen, während der seitdem zu verzeichnende Bevölkerungszuwachs 14,5 Prozent betrug.
 • Bemerkenswert ist zudem der Pro-Kopf-Gesamtenergieverbrauch, der in 2015 gegenüber 1990 um 12 Prozent geringer ausfällt.
 • Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen der Stadt Oldenburg bewegen sich weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Seit 2012 zeigt sich allerdings gegenüber 1990 ein Rückgang zwischen 50.000 und 100.000 Tonnen. Für das Jahr 2015 ist gegenüber 1990 eine Reduzierung um 96.000 Tonnen (7,9 Prozent) festzustellen. 
 • Hervorzuheben ist hierbei, dass die privaten Haushalte trotz Zunahme an Wohngebäuden und Bevölkerung in der Summe eine deutliche Emissionsminderung erzielt haben. Während die CO2-Emissionen in diesem Bereich im Referenzjahr 1990 noch 489.000 Tonnen betrugen, sind sie in 2015 auf 391.000 Tonnen gesunken. Die industriellen Treibhausgas-Emissionen sind ebenfalls rückläufig.
 • Die beiden Sektoren Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Verkehr zeigen jeweils eine Emissionszunahme. Hier konnte die bisher stetige Zunahme des Energieverbrauchs nicht durch energieverbrauchssenkende Maßnahmen oder Einsatz erneuerbarer Energien kompensiert werden. 
 • Die energiebedingten CO2-Emissionen pro Kopf liegen in Oldenburg mit 6,8 Tonnen etwa 25 Prozent unter dem bundesweiten Niveau. Sie weisen in den Jahren 2014 und 2015 den niedrigsten Wert seit 1990 auf.

Die für das Berichtsjahr 2015 ausgewerteten Daten basieren auf Angaben von EWE-Netz, Schornsteinfeger-Innung, VWG und OOWV, aus dem Statistischen Jahrbuch sowie aus der Kernverwaltung und den Betrieben der Stadt Oldenburg.

Der Bericht wird in Kürze im Internet veröffentlicht unter www.oldenburg.de/energie.
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NABU-Projekt Vogelzählschulen: Bewerbungsfrist für Schulen verlängert

24.10.2018 21:13 Uhr

Von der OLB-Stiftung gefördertes Projekt zur Stärkung der Artenkenntnis: 40 Schaufutterstellen

Das von der OLB-Stiftung geförderte NABU-Projekt »Vogelzählschulen für den Nordwesten«, das zur Verbesserung von Artenkenntnis durch die Anlage von 40 Schaufutterstellen in Schulen führen soll, gibt Schulen im ehemaligen Regierungsbezirk Weser-Ems die Möglichkeit, eine längere Bewerbungsfrist zur Teilnahme zu nutzen: Diese wurde bis zum 10. November verlängert.

Schulen, die sich beteiligen möchten, und dafür jeweils eine Schaufutterstelle aus hochwertigen Vogelfüttergeräten und Futter im Wert von 500 Euro zu erhalten, sollten eine möglichst fantasievolle Bewerbung an Projektleiterin Mara Oltmanns unter oltmanns@nabu-oldenburg.de richten. Nähere Informationen gibt es auch unter Tel. 0441 - 25600.

Im Zuge des am 1. Dezember startenden und bis zum 28. Februar laufenden Projekts sollen sich die Schulen mit den an den Futterstellen auftauchenden Vogelarten und ihrer Lebensweise beschäftigen. Der NABU gibt dazu Hilfestellung.
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Biomüll soll sauberer werden

16.10.2018 19:48 Uhr

AWB startet Info-Kampagne zur Reduzierung von Fremdstoffen in Biotonnen

Die meisten Haushalte in Deutschland sind fleißige Mülltrenner. Allerdings lässt dabei insbesondere im Bioabfallbereich zunehmend die Sorgfalt zu wünschen übrig. Ob aus Nachlässigkeit oder aus mangelndem Wissen – Fakt ist, dass immer mehr sogenannte „Störstoffe“ im Biomüll landen. Diesen bundesweit zu beobachtenden Trend hat auch der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg festgestellt.

Der AWB will sich deshalb in den kommenden Monaten schwerpunktmäßig mit dem Thema „sauberer Biomüll“ beschäftigen und startet in diesen Tagen eine Info-Kampagne.

„Es gibt viele gute Gründe, sich mit dem Thema zu beschäftigen“, sagt die Erste Stadträtin Silke Meyn. „Ökologische Aspekte gehören genauso dazu, wie finanzielle, denn der aktuelle Zustand des Biomülls macht eine Kompostierung sehr schwer.“

Eine Anfang 2018 vorgenommene Analyse des Oldenburger Bioabfalls hat ergeben, dass die Biotonnen bis zu 25 Prozent Störstoffe enthalten. So wurden bei dieser Analyse beispielsweise Dosen, Kunststoffeimer, Windeln, Gartengeräte oder Batterien in den Biotonnen gefunden.

„Das größte Problem sind allerdings Plastiktüten, die viele Bürgerinnen und Bürger zum Sammeln des Biomülls verwenden“, sagt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB.

Dasselbe gilt auch für die sogenannten kompostierbaren Bioplastikbeutel. Diese werden sehr häufig verwendet und sind im Handel auch weit verbreitet, dennoch sind sie ein erhebliches Problem bei der Kompostherstellung. Diese Tüten verrotten erst nach etwa zwölf Wochen, viel zu spät für den üblichen Kompostierungszeitraum, der etwa vier Wochen beträgt. Die Stadt appelliert deshalb, die Plastiktüten durch Papiertüten zu ersetzen, die ebenfalls überall zum Kauf angeboten werden. Alternativ kann auch Zeitungspapier zum Einwickeln eingesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund startet die Stadt jetzt eine Info-Kampagne, mit der die Haushalte direkt informiert und angesprochen werden sollen. Es werden Flyer verteilt, Anhänger an den Biotonnen angebracht, Müllfahrzeuge beklebt und viele weitere Informationsmöglichkeiten genutzt, um das Thema zu verdeutlichen. Auch eine direkte Beratung ist geplant, etwa von großen Wohnungsbesitzern.

Im weiteren Verlauf der Kampagne wird die Stadt auch „gelbe Karten“ verteilen, wenn die Biotonnen weiterhin Störstoffe enthalten. In letzter Konsequenz ist es auch möglich, die Biotonnen nicht zu leeren. „Aber dies ist für uns wirklich nur der absolute Ausnahmefall“, sagt Volker Schneider-Kühn.

Der Erfolg der Kampagne wird überprüft. Im kommenden Frühjahr sowie ein weiteres Mal im Frühjahr 2020 sollen erneute Sortieranalysen der einzelnen Abfuhrgebiete (Sammeltouren) durchgeführt werden. Andere Kommunen konnten durch vergleichbare Kampagnen die Störstoffanteile drastisch reduzieren.

Nur die folgenden organischen Abfälle gehören in die Biotonne:

  • Küchenabfälle, zum Beispiel Gemüse-Salat-, Obst, Brotreste, Eierschalen, Nussschalen, Kaffeefilter, Teebeutel (ohne Verpackung)
  • Gekochte oder gebratene Speisereste (ohne Verpackung)
  • Obstschalen (auch von Südfrüchten)
  • Sonstige organische Abfälle, zum Beispiel Haare, Federn, Holzwolle, Küchenkrepp, Papierhandtücher, Papierservietten
  • Verdorbene Nahrungsmittel, zum Beispiel verschimmeltes Brot, Milchprodukte (ohne Verpackung)
  • Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Baum-, Strauch und Heckenschnitt, Blumen, Laub, Unkraut, Baumrinde, Fallobst sowie Reste von Blumen- und Gemüsebeeten
Diese Abfälle gehören nicht in die Biotonne: Gelber Sack / gelbe Tonne:
  • Plastiktüten und -folien sowie kompostierbare Plastikbeutel
  • Alufolie, Metalle, Dosen, Kronkorken
  • Kunststoffverpackungen
  • Milch- und Getränkekartons
Restmüll:
  • Asche, Grillkohle
  • Staubsaugerbeutel
  • Hygieneartikel wie Binden,Windeln
  • Rohes Fleisch
  • Knochen und Fischgräten
  • Speiseöle und Fette
  • Zigarettenkippen und -asche
  • Katzen- und Kleintierstreu
Sonstiges:
  • Glasflaschen, Konservengläser = Altglascontainer
  • Batterien = Sonderabfall
  • Elektrogeräte = Wertstoffannahmestellen
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„The End of Meat – Eine Welt ohne Fleisch“

12.10.2018 18:36 Uhr
Ein Dokumentarfilm über die Vision einer Zukunft, in der Fleischkonsum der Vergangenheit angehört. D 2017, 95 Min./Deutsch, Eintritt frei. Gerne Spenden Der Förderverein internationales Fluchtmuseum zeigt den Film „The End of Meat – Eine Welt ohne Fleisch“ in Kooperation mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannes, dem Yezidischen Forum und dem Anna-Schwarz-Haus/RomnoKher.

Die Themen Massentierhaltung, Verseuchung von Boden, Luft und Wasser und Ernährungsgewohnheiten weisen u.a. deutlich auf den Klimawandel als Fluchtursache hin. Der Förderverein will mit dieser Veranstaltungsserie, die auch fortgeführt werden soll, Impulse im Stadtteil Kreyenbrück geben. Auch im Hinblick auf die kulturelle Diversität der dort lebenden Menschen und der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft.

Termine:
Mi., 17. Oktober 2018, 19,00 Uhr, Kirchengemeinde St. Johannes, Pasteurstraße
So., 21. Oktober 2018, 13.30 Uhr, Yezidisches Forum, Eidechsenstraße

Der Termin am Sonntag, 28. Oktober 2018, 17.00 Uhr, Anna-Schwarz-Haus/RomnoKher, Stedinger Straße 45 a, fällt aus organisatorischen Gründen leider aus.

Zum Inhalt:
Obwohl mehr und mehr negative Effekte von Fleisch auf Umwelt und Gesundheit bekannt werden und sich die Bedingungen, unter denen Tiere gehalten werden verschlechtern – der Appetit auf Hamburger, Steaks und Co scheint ungebremst.

In Deutschland, dem Land von Bratwurst und Schnitzel, landet Fleisch täglich auf dem Teller. Doch vor einigen Jahren wurden daran Zweifel laut. „Fleischskandale“ und ethische Bedenken führten zu einer öffentlichen Debatte um die Moral des Fleischkonsums und zur Popularisierung fleischfreier Ernährungsweisen. Große Fleischkonzerne begannen pflanzliches Fleisch und Wurst herzustellen, vegane Supermärkte öffneten und vegane Produkte waren gefragt wie nie zuvor. Könnte dies der Anfang vom Ende des Fleisches sein? Steht das Mensch-Tier Verhältnis vor einer Wende?

In „The End of Meat“ wagt Filmemacher Marc Pierschel den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch sowie deren Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellte, spricht mit den Pionieren der veganen Bewegung in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten „Nutztieren“ in Freiheit, trifft auf Wissenschaftler*innen, die am tierfreien Fleisch forschen, das den 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkt revolutionieren soll und vieles mehr.

The End of Meat zeigt eindrucksvoll die versteckten Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf.

Veranstalter:
Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.
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Blühendes Interesse an Wildblumenwiesen

12.10.2018 17:53 Uhr

Bürgerinnen und Bürger schlagen mehr als 400 Standorte vor – Umsetzung ab Frühjahr 2019

Dieser Aufruf hat schöne Blüten getrieben: Die Stadt Oldenburg hatte ihre Bürgerinnen und Bürger im Juli um Vorschläge gebeten, auf welchen Flächen Wildblumenwiesen und Blühstreifen für Insekten angelegt werden sollten – die Resonanz war riesig. Mehr als 400 Anregungen sind beim Fachdienst Stadtgrün eingegangen. Viele Bürgerinnen und Bürger schlugen gleich mehrere Flächen vor. „Wir bedanken uns für das große Engagement. Schön, dass sich viele Menschen für ihre Umwelt interessieren und auch in ihrer Stadt etwas tun möchten, um dem Insektensterben und einem weiteren Artenrückgang entgegenzuwirken“, freut sich Fachdienstleiter Christoph Winterhalter. Die ersten Wildblumenstandorte sollen – über das Stadtgebiet verteilt – im Frühjahr 2019 angelegt werden.

Durch die Fülle an Vorschlägen hatte es etwas Zeit in Anspruch genommen, alle Flächen zu sichten und für die Anlage von Wildblumenwiesen geeignete Bereiche herauszusuchen. Viele unterschiedliche Vorgaben und Ansprüche mussten dabei berücksichtigt werden. Am wichtigsten war zunächst die Eigentumsfrage. Nur Flächen, die auch im städtischen Eigentum sind, kamen in Frage. Weiterhin waren für die vorgeschlagenen Bereiche die jeweiligen Standortbedingungen, die jetzige Nutzung, anfallende Anlagekosten und zukünftiger Pflegeaufwand abzuwägen.

Es stellte sich schnell heraus, dass nicht nur Wildblumenwiesen, sondern auch bunte Blühstreifen oder Bienenweidenflächen vorgeschlagen worden waren. Daher wurde die Aufgabenstellung entsprechend erweitert, und aus den Vorschlägen wurden einige Flächen herausgefiltert, die als geeignet erscheinen.

Da die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdiensten der Stadt Oldenburg noch läuft, werden die konkreten Flächen für eine Umsetzung im Frühjahr 2019 noch gesondert bekanntgegeben. In die nähere Auswahl sind zwölf Flächen gekommen, die zurzeit weiter geprüft werden. Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Bereiche Kennedyteich und Bloherfelder Wasserzug vorgeschlagen, daher sollen hier Wildblumenwiesen angelegt werden.

Ziel ist es, verschiedenartige Flächen für Insekten zu schaffen. Je nach Lage der Bereiche sollen für die Wildblumenwiesen regionales Saatgut oder angepasste Blumenmischungen verwendet werden. Ansaaten an weiteren Stellen sollen dann im Frühjahr 2020 folgen.

Die Stadt Oldenburg besitzt dank der regen Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger jetzt eine umfangreiche Liste an möglichen Flächen. Weitere Vorschläge werden nicht benötigt.
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Abfallwirtschaftsbetrieb nimmt Laub ab 1. Oktober kostenlos an

29.09.2018 20:18 Uhr

Aufstellung der Laubkörbe ab Mitte Oktober

Der Herbst beginnt und damit auch die Zeit fallenden Laubes: Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) nimmt daher wie in den vergangenen Jahren kostenlos Laub an. Vom 1. Oktober bis zum 30. Dezember können Oldenburgerinnen und Oldenburger Laub bis zu einer Anlieferungsmenge von maximal 2 Kubikmeter kostenlos an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege, Barkenweg 6, und Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, abgeben. Damit beginnt die Laubsammlung in diesem Jahr aufgrund des trockenen Sommers und durch die einsetzenden Herbststürme etwas früher als in den vergangenen Jahren.

„Die zeitlich begrenzte kostenlose Entsorgung an den Wertstoffannahmestellen betrifft aber ausschließlich Laub. Die Anlieferung größerer Mengen und anderer Gartenabfälle ist gebührenpflichtig“, informiert Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Es wird daher dringend geraten, bei der Anlieferung das Laub von anderen Gartenabfällen getrennt bereitzustellen.

Des Weiteren beginnt der AWB ab Mitte Oktober wieder damit, rund 1.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Die Laubkörbe stehen den Bürgerinnen und Bürgern für die Befüllung und Entsorgung ausschließlich von Straßenlaub zur Verfügung. Das System der Laubkörbe wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern die Arbeit zu erleichtern, das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum zu entsorgen. „Das Hinzustellen von Laubsäcken ist, wie in den letzten Jahren auch, nicht gestattet“, betont Schneider-Kühn. Das Entleeren und die Mitnahme von Säcken würde die Arbeit der Müllwerker erheblich erschweren und außerdem dazu führen, dass die Tourenplanung, alle Körbe mindestens einmal wöchentlich zu leeren, nicht eingehalten werden kann. „Wir bitten dafür um das Verständnis aller Bürgerinnen und Bürger“, appelliert Schneider-Kühn.
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»Früher war Spatzenhausen überall«

29.09.2018 19:55 Uhr

NABU verschickt detaillierte Infos zum Spatzenschutz/Baupläne dabei

»Der NABU macht sich Sorgen um die heimischen Sperlinge, Haus- und Feldsperling, wobei der Feldsperling besonders deutlich zurückgegangen ist«, berichtet Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land: »Gerade in den städtischen Bereichen ist insbesondere beim Feldsperling über viele Jahre bereits ein enormer Rückgang zu verzeichnen, und wir fürchten, dass sich dieser Trend langfristig auch beim Haussperling einstellen könnte«.

Die Innenstädte, aber auch kleinstädtische und dörfliche Bereiche, werden immer öfter zu gähnenden weißen Flecken auf der Spatzenlandkarte. Die Ursachen dürften vielfältig sein, berichtet der Naturschützer, der sehr häufig von Vogelfreunden angerufen und angesprochen wird, die sich um Spatzen sorgen und diese schmerzlich vermissen: Städte und Dörfer sind immer uniformer geworden. Wo einst artenreiche Wegränder und vielfältige Nutzgärten ausreichend Nahrung boten, wo Brachen und unversiegelte Flächen existierten, wo Obstwiesen und Grünländer reiche Nahrungsquellen abgaben, wurde versiegelt, vermaist, verödet.

Hinzu kommt ein Mangel an Brutplätzen, etwa durch veränderte Bauweisen von Häusern, sodass die früher allgegenwärtigen Einschlüpfe in die Gebäude wegfielen – »eine verheerende Entwicklung, die längst nicht mehr auf die Großstädte beschränkt ist!«, warnt Wohlers. Besonders eklatant wirke sich in der Aufzuchtzeit der jungen Sperlinge der immer offensichtlicher werdende Mangel an Insekten aus, die zur Aufzucht der Jungen als tierisches Eiweiß benötigt würden. »Der Spatz sagt langsam ade«, beklagt der NABU-Geschäftsführer, und ruft daher auf, nun im eigenen Bereich, im Garten und am Haus, aktiv zu werden.

Dazu hält der NABU wichtige Informationen für alle bereit, die ihr eigenes kleines »Spatzenhausen« Wirklichkeit werden lassen möchten: In der 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen aller Art finden sich auch Baupläne für spatzengeeignete Nistkästen, und in der herrlich bebilderten »Spatzenfibel« des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) finden sich auf 28 prallen Seiten wertvolle Informationen und Anleitungen zum Spatzenschutz. 

Das Infopaket kann angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort »Spatz«, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg. 
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Reparieren statt Wegwerfen

25.09.2018 22:06 Uhr
Bürger*innen aufgepasst: Uni und Stadt suchen Betriebe, die reparieren
Oldenburg. „In meiner Kindheit war es selbstverständlich, dass man kaputte Gegenstände vom Elektriker, der Schneiderin oder dem Schuster reparieren ließ. Heute ist der Neukauf in der Regel bequemer, besonders, wenn er online geschieht und vermeintlich Zeit spart. Dabei ist eine Reparatur häufig einfacher, als wir denken. Außerdem spart sie Geld und schont Ressourcen“, sagt Dr. Katharina Dutz, Dozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Arbeitsschwerpunkt „Nachhaltigkeit und Technikbewertung“.

Dutz hat im Jahre 2013 gemeinsam mit Niko Paech das erste Repair Café Oldenburgs gegründet und stellt seitdem ein steigendes Interesse am Reparieren von Gegenständen des täglichen Gebrauchs fest. War die Reparatur vor wenigen Jahren noch uncool und altmodisch, gibt es heute in Deutschland über 900 Repair Cafés, in denen man kostenlos Dinge reparieren lassen oder lernen kann, Dinge selber zu reparieren.

„Das Projekt setzt daran an, was für uns immer wichtiger wird: nachhaltige Wirtschaftsförderung“, stimmt Roland Hentschel zu, stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung der Oldenburger Stadtverwaltung. „Es geht darum, Wege für Ressourceneinsparung mit neuen Geschäftsprozessen und -ideen zu verbinden. Repair Cafes und Upcycling-Prozesse sind sehr gute Möglichkeiten, dies aufzuzeigen und neue Verbindungen herzustellen“, ergänzt Hentschel.

Dies verdankt sich einem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt, das von Barthel Pester koordiniert wird. Neben dem Wunsch, nachhaltiger zu leben, besuchen immer mehr Menschen ein Repair Café, weil die Zahl von Handwerksbetrieben, die reparieren, abnimmt - und diese wenigen Reparaturbetriebe sind sehr gut nachgefragt. Mittlerweile gibt es in Oldenburg und umzu sieben Repair Cafés.

Niko Paech, ehemals Nachhaltigkeitsforscher an der Universität Oldenburg und derzeit an der Universität Siegen tätig, möchte wissen, welche Betriebe in Oldenburg noch reparieren: „Wir bitten die Öffentlichkeit, uns die Betriebe zu nennen, bei denen sie reparieren lassen. Ob es die Waschmaschine ist, ihr Fernseher oder ihr Smartphone. Wissenschaftlich ist es für uns hoch interessant zu erfahren, in welchen Bereichen überhaupt noch Reparaturen angeboten werden. Denn die Nachfrage ist groß nach Reparaturen, aber der Markt, also das Angebot von Reparaturdienstleistungen, wird kleiner.“

Roland Hentschel, Katharina Dutz, Niko Paech und Barthel Pester planen gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein transfer – Netzwerk nachhaltige Zukunft ein Verzeichnis Oldenburger Reparaturdienstleister, das, ähnlich wie der Einkaufskompass KOSTBAR, Oldenburgs kleineren Betrieben zu mehr Sichtbarkeit verhilft .

Unter https://www.repaircafeoldenburg.org/reparierbar/ ist ersichtlich, welcher Betrieb bereits erfasst worden ist. Bitte schreiben Sie eine Email an info@repaircafe-oldenburg.de und nennen Sie den Betrieb oder die Betriebe, die reparieren.
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Klima(+)Infomontag: „Energieeffiziente Sanierung von Denkmalen“

17.09.2018 19:34 Uhr
Am 24. September 2018 wird der Oldenburger Architekt Raymund Widera energetische Maßnahmen vorstellen, mit denen die Heizkosten einer denkmalgeschützten Immobilie gesenkt werden können, ohne mit Auflagen des Denkmalschutzes in Konflikt zu geraten. 

Unproblematisch sind meist Modernisierungen, die nur das Innere des Hauses betreffen, wie etwa die Installation einer Zentralheizung. 

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn das äußere Erscheinungsbild verändert werden kann. Eine übliche Fassadendämmung ist auf denkmalgeschützten Fassaden oft nicht anwendbar und auch Fenster und Türen können nicht beliebig getauscht werden. Hier sind spezielle Lösungen gefragt, die auch auf die Bauphysik des Gebäudes abgestimmt werden müssen, um Feuchte- und Schimmelprobleme vorzubeugen.
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Solange die Flügel tragen

17.09.2018 19:27 Uhr

Einstimmungsveranstaltung zu den 10. Zugvogeltagen

Am Dienstag, den 25. September um 19.00 Uhr  lädt das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg in Kooperation mit dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu einer Einstimmungsveranstaltung zu den Zugvogeltagen: Inmitten der Dauerausstellung des Museums taucht Schauspieler Franz Fendt als Vogelfreund und Kulturforscher Adrian Fritz mit leidenschaftlicher Neugier ein in die wundervolle Welt der Zugvögel. Gewürzt mit Fakten, Bildern und Melodien folgt er spielerisch der großen Flugroute. 

Die „theatrale Liebeserklärung an die Marathonläufer der Luft“ haben der Bremer Schauspieler Franz Fendt und Frank Fuhrmann von der Jungen Landesbühne Wilhelmshaven entwickelt. Im Anschluss informiert  Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, zu der Veranstaltungsreihe „Zugvogeltage“ und lädt dazu ein, sie vom 13. bis 21. Oktober zu erleben. Der Eintritt kostet 6,50 €. Die Karten sind im Vorverkauf im Landesmuseum Natur und Mensch erhältlich.

Mehr Informationen zu den Zugvogeltagen: www.zugvogeltage.de
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Schmetterlinge im und vorm Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

10.09.2018 17:56 Uhr

LzO fördert die Bearbeitung der Insektensammlung des Landesmuseums Natur und Mensch

„Wir sind froh darüber, dass wir Förderer wie die LzO immer wieder für Projekte an unserer Seite haben“, so Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke. Die LzO unterstützte das Landesmuseum bei der Anschaffung moderner, den heutigen Standards entsprechenden Sammlungsschränke und -kästen zum dauerhaften Erhalt der historischen Insektensammlungen. Als „Nebenprodukt“ des „Umzugs“ der historischen Schmetterlingspräparate in die neuen Kästen wurden die Exemplare neu bestimmt und nach Arten sortiert. Diese Forschung wird als Prozess im Eingangsbereich des Museums unter dem Titel „Sammlung als Grundlage unserer Forschung“ in einer Vitrine gezeigt.
 

Um aber auch den lebenden Insekten in der Stadt zu helfen und die Artenvielfalt zu erhalten, hat das Museum eine Schmetterlingswiese angelegt. Damit zeigt es, wie jeder und jede mit wenig Aufwand einen Beitrag leisten kann. Denn Schafgarbe, Wilde Möhre und Co. bieten ein reiches Nahrungsangebot für Falter und Raupen. Die Wiese wurde im Herbst 2016 in Kooperation mit der Schmetterlings-AG des NABU Oldenburg angelegt. Seit diesem Sommer wird das ganze Rasenstück rund um die Daphne-Skulptur im Sinne der heimischen Insekten „gepflegt“, d.h. nur noch selten gemäht und nicht mehr gedüngt. 

Der Wildwuchs vorm Landesmuseum Natur und Mensch hat also einen Zweck, der sich nun auch durch das, ebenfalls mit finanzieller Unterstützung der LzO, neu aufgestellte Schild erklärt. 
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Oldenburg steigt aufs Rad

29.08.2018 21:28 Uhr

Anmeldungen für Wettbewerb STADTRADELN noch möglich – Startschuss am 2. September

Nur noch wenige Tage bis zum Start der Aktion STADTRADELN in Oldenburg: Bisher haben sich 606 Radelnde, davon 14 Mitglieder des Stadtrates, für das STADTRADELN in Oldenburg registriert (Stand: Dienstag, 28. August, 13 Uhr). Radfahrerinnen und Radfahrer sind dazu aufgerufen, sich weiterhin online unter www.stadtradeln.de/oldenburg anzumelden und im Aktionszeitraum vom 2. bis zum 22. September fleißig in die Pedale zu treten. Ziel ist es, beruflich und privat möglichst viele Wege CO2-frei mit dem Rad zurückzulegen und Kilometer zu sammeln.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gibt den offiziellen Startschuss am Sonntag, 2. September, um 12 Uhr auf dem Schlossplatz. Nach der Begrüßung brechen STADTRADELN-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer zu einer Auftakt-Fahrradtour auf. 

Neben einer Prämierung der fahrradaktivsten Kommunen durch das Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören, verleiht die Stadt Oldenburg mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren Preise in drei Kategorien: „Teampreise für die fahrradaktivsten Teams“, „Einzelpreise für die fahrradaktivsten Radlerinnen und Radler“ und „Verlosung mit Gewinnmöglichkeit für alle Teilnehmenden“.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen erklärt, wieso man mitmachen sollte: „Zum einen werden möglichst viele Mitradlerinnen und Mitradler für den Wettbewerb um den Titel der fahrradaktivsten Kommune gesucht, um hier eine Chance auf das Siegertreppchen zu haben. Zum anderen tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu bei, dass vor Ort ein Zeichen für den Klimaschutz und die Radverkehrsförderung gesetzt wird.“

Fragen zum Wettbewerb beantwortet gerne das STADTRADELN-Team in Oldenburg:
Kerstin Goroncy und Andreas Brosig sind erreichbar unter den Telefonnummern 0441 235-3849 und 0441 235-3807 oder per E-Mail an stadtradeln@stadt-oldenburg.de.
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Alles über Geothermie

22.08.2018 21:47 Uhr

Workshop für Industrie und Gewerbe am 23.August in der LzO

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Klima(+)Unternehmen bietet die Stadt Oldenburg einen kostenlosen Workshop zum Thema „Oberflächennahe Geothermie für Industrie und Gewerbe“ an. Er findet am Donnerstag, 23. August, von 15 bis 17 in der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), Berliner Platz 1, statt. Den Workshop leitet Dr. Timo Kröger vom GeoEnergy Celle e.V.

Die oberflächennahe Geothermie nutzt Bohrungen bis circa 400 Meter Tiefe für das Beheizen und Kühlen von Gebäuden, technischen Anlagen oder Infrastruktureinrichtungen. In dem Workshop erfahren interessierte Unternehmen, wie praxisorientierte Lösungen wirtschaftlich umgesetzt werden können. Dabei wird die Geothermie-Anlage der LzO besichtigt.

Um eine Anmeldung wird gebeten unter www.klimaplus-unternehmen.de oder direkt bei Ralf Blömer, Amt für Umweltschutz und Bauordnung, Telefon 0441 235-3615, oder per E-Mail an ralf.bloemer@stadt-oldenburg.de.
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Umsturzgefährdete Eiche an der Margaretenstraße wird gefällt

15.08.2018 11:15 Uhr
Bei Kontrollarbeiten auf dem Kinderspielplatz an der Margaretenstraße wurde eine umsturzgefährdete Eiche festgestellt, die sich extrem in Richtung Spielwiese geneigt hat. Sie steht in einem parallel zur Bahnlinie verlaufenden Gehölzstreifen, der ebenfalls intensiv als Spielbereich genutzt wird. Um Personen- und Sachschäden zu vermeiden, ist es im Rahmen der Gefahrenabwehr unumgänglich, die etwa 18 Meter hohe Eiche zu fällen. Die Fällung wird am Mittwoch, 15. August, vorgenommen.
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Entsorgungszentrum öffnet am 15. August erst um 11 Uhr

11.08.2018 18:31 Uhr
Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg weist darauf hin, dass am Mittwoch, 15. August, alle Anlagen des Entsorgungszentrums Neuenwege am Barkenweg aus innerbetrieblichen Gründen erst um 11 Uhr öffnen. Betroffen sind das Kompostwerk, die Wertstoffannahmestelle sowie die mechanische Abfallbehandlungsanlage des AWB.
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Wasser marsch: Auch Freiwillige Feuerwehren bewässern Bäume

25.07.2018 20:47 Uhr

Trockenheit: Stadt bittet die Bevölkerung ebenfalls um Mithilfe – Kapazitäten reichen nicht aus

Die anhaltende Hitzeperiode und Trockenheit bereitet den Bäumen im Stadtgebiet zunehmend Probleme. „Es ist zwar Hochsommer, doch beim Blick auf die Bäume könnte man meinen, der Herbst beginnt“, sagt Uwe Ahlers, Leiter des Fachdienstes Stadtgrünpflege und Friedhöfe. Die Bäume haben „Trockenstress“: Dadurch verfärbt sich das Laub. Welke, braune Blätter fallen zu Boden. Mit dieser biologischen Reaktion mindern die Bäume den Wasserverlust beziehungsweise die Verdunstung, erklärt Ahlers.
 
 Bei mehr als 70.000 städtischen Bäumen an Straßen und in Grünanlagen ist ein Wässern aller Bäume nicht möglich. Gefährdet durch die Trockenheit sind insbesondere die in den vergangenen Jahren gepflanzten Bäume im Straßenbereich, da sie noch kein ausreichendes Wurzelsystem ausgebildet haben. Zwar wässern städtische Mitarbeiter seit Mai die Neuanpflanzungen, aber die Trockenheit macht zunehmend auch Bäumen, die vor drei bis sechs Jahren gepflanzt wurden, zu schaffen. Die Kapazitäten des Fachdienstes Stadtgrünpflege, der bei seinen Einsätzen Wasser aus öffentlichen Gewässern verwendet, sind für das Versorgen von rund 2.000 Jungbäumen nicht ausreichend. Daher wird der Fachdienst ab jetzt durch die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt unterstützt. Ab Mittwochabend wird Wasser aus den in der Regel 2.000 Liter fassenden Löschtanks fließen, um Bäume zu retten. Beteiligt sein werden alle sechs Ortsfeuerwehren (Eversten, Haarentor, Stadtmitte, Ohmstede, Ofenerdiek und Osternburg).


Darüber hinaus bittet die Stadtverwaltung auch die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufgabe, die in Nähe von Wohnbebauung gepflanzten Jungbäume mit Wasser zu versorgen. Vorzugsweise sollte in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden möglichst täglich gewässert werden. Als Minimum sind dem Wurzelbereich jüngerer Bäume pro Bewässerungsgang etwa 20 bis 30 Liter Wasser in Stammnähe zuzuführen. Bei Baumstandorten älteren Pflanzdatums fehlt bereits der Bewässerungsring. Damit sich die Wassergaben hier nicht flächig verteilen, sondern im Nahbereich des Stammes versickern, ist es in diesen Fällen hilfreich, einen aus Bodenmaterial bestehenden Gießring im Abstand von 40 bis 50 Zentimetern vom Baumstamm zu formen, rät Uwe Ahlers: „Wir freuen uns über jede Unterstützung aus der Bevölkerung.“
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Gewässerökologische Radrundfahrt

18.07.2018 20:38 Uhr
Die Agenda-Gruppe „Aqua – Wasser – Water“ bietet am Freitag, 20. Juli, wieder eine gewässerökologische Radrundfahrt an. Gemeinsam mit dem Bürgerverein Dammtor-Drielake soll es entlang des Hemmelsbäker Kanals bis zum Regenrückhaltebecken im Neubaubereich Sandweg gehen. Flora und Fauna des Wasserzuges stehen im Mittelpunkt der Rundfahrt. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Parkplatz an der Brücke an der Holler Landstraße gegenüber vom Werftweg. Die Teilnahme ist kostenlos.
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Erstmals Bierschnegel in Oldenburg nachgewiesen

14.07.2018 21:44 Uhr
Es gibt Tätigkeiten, die wirken auf Außenstehende befremdlich. Dazu gehört ganz sicher, nachts an alten Mauern mit Taschenlampen herum zu leuchten. Genau das taten Kay Fuhrmann vom Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und Walter Wimmer aus Salzgitter kürzlich. Dabei wurden die Naturfreunde nicht von Gespenstern, sondern von einer in Deutschland seltenen Nacktschneckenart angelockt, die sie so erstmals in Oldenburg nachweisen konnten.

 

Kurz vor Mitternacht war es dann soweit: „Hier ist einer“, rief Fuhrmann durch die Nacht. Wimmer, der im richtigen Leben Naturschutzdezernent und Leiter der Betriebsstelle Süd des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Braunschweig ist, bestätigt den Fund. Ein Bierschnegel, genau danach haben sie gesucht. Diese attraktive Nacktschnecke gilt in Niedersachsen und bundesweit als vom Aussterben bedroht. Anders als viele heimische Arten, deren Lebensräume wir immer mehr einengen, ist der einst aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommene Bierschnegel aber noch häufiger als erwartet. Er lebt an alten Mauern und wurde früher oft in Bierkellern gefunden, was ihm zu seinem Namen verhalf.

 

Aus Oldenburg war der Bierschnegel bisher nicht bekannt, was wohl auch an seiner Lebensweise liegt: Die Art ist streng nachtaktiv und kann tagsüber kaum gefunden werden. Doch wer sich nachts auf die Suche begibt, wird oft belohnt. Rund ein Dutzend der Tiere zählen Fuhrmann und Wimmer in dieser Nacht an der Mauer des Gertrudenfriedhofs und den hier stehenden Altglascontainern. Hier sind auch die typischen Spuren zu sehen, die Bierschnegel hinterlassen, wenn sie die Algen vom Untergrund abraspeln. Dabei ist es ihnen egal, ob es sich dabei um eine Mauer, einen Zaun oder eben auch einen Altglas-Container handelt, solange sie in der Nähe entsprechende Schlupfwinkel finden. Wer selbst einmal nachts Bierschnegel entdecken möchte, kann tagsüber schon nach den typischen Raspelspuren Ausschau halten und so die nächtliche Suche mitunter beträchtlich verkürzen.

 

Mit Oldenburg kann nun ein weiterer Fundpunkt auf der Niedersachsenkarte vermerkt werden. „Mit jedem dieser Funde wird das Bild über das tatsächliche Vorkommen dieser außergewöhnlichen Art ein wenig vollständiger“, freuen sich Fuhrmann und Wimmer.
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Vom Strandgut zum Kulturgut

07.07.2018 23:11 Uhr

das Landesmuseum Natur und Mensch ruft zum Sammeln von Plastikmüll aus dem Meer auf

Im kommenden Jahr plant das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ein Projekt zum Thema „Plastikmüll im Meer“. Für eine spezielle Aktion zu diesem Thema ruft das Museum die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Kunststoffmüll zu sammeln, welcher an Küsten angeschwemmt wurde – beispielsweise im Sommerurlaub.

 

Die Sommerferienzeit ist auch für viele OldenburgerInnen eine willkommene Gelegenheit, an nationalen oder internationalen Küsten Urlaub zu machen. An vielen Stränden lässt sich dabei eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit erkennen – die zunehmende Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ruft die OldenburgerInnen dazu auf, während Ihrer Aufenthalte am Meer, angeschwemmten Müll aus Kunststoff zu sammeln und dem Museum zu übergeben. Dies können Plastikflaschen, Netze, Verpackungsreste, größere und kleinere Plastikteile oder allgemein alles aus Kunststoff sein. Das Museum wird den Plastikmüll im Jahr 2019 dazu nutzen, um verstärkt auf diese Thematik einzugehen. So wird aus Strandgut Kulturgut und die HelferInnen leisten dabei gleichzeitig einen kleinen Beitrag zur Reinigung der Strände ihrer Urlaubsregion.

 

Das Strandgut kann bis Jahresende zu den Öffnungszeiten an der Museumskasse abgegeben werden. Das Museum kann nur Plastikmüll verwenden, welcher vom Meer angespült wurde. Als partizipatives Museum freut sich das Landesmuseum Natur und Mensch auf die Zusammenarbeit mit den Oldenburger*innen. 
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Stadt sucht Flächen für Wildblumenwiesen in Oldenburg

07.07.2018 23:04 Uhr

Beitrag gegen das Insektensterben

Vor dem Hintergrund des Insektensterbens und des Artenrückgangs sucht die Stadt Oldenburg Flächen innerhalb des Stadtgebietes, auf denen sich naturnahe Blühstreifen als Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt anlegen lassen. Solche artenreichen Wildblumenwiesen bieten einer Vielzahl von Insekten und anderen kleinen Tieren Rückzugsräume, Nahrungsangebote und auch Brutstätten und können einen zusätzlichen Aspekt des Naturschutzes bilden. Zudem kann an vielen Stellen das Bild der Grünanlagen und Straßenräume durch die bunten Blüten optisch aufgewertet und ein positives, grünes Stadtbild geschaffen werden.


Die Stadt Oldenburg bittet deshalb die Bürgerinnen und Bürger um Vorschläge, wo in der Stadt Wildblumenwiesen und Blühstreifen für Insekten angelegt werden sollten. Sie sind aufgerufen, konkrete Vorschläge für Flächen einzureichen, auf welchen sie sich Wildblumenwiesen vorstellen können.


Diese Flächen können in den unterschiedlichsten Bereichen liegen: in Grün- und Parkanlagen, an Spielplätzen, im Verkehrsgrün zum Beispiel auf Verkehrsinseln sowie in den Außenanlagen von Schulen oder öffentlichen Gebäuden. Wichtig ist nur, dass die Flächen auch der Stadt gehören, da Wildblumenwiesen auf privaten Grundstücken nicht durch die Stadt angelegt und gepflegt werden können.


Die Vorschläge können entweder per E-Mail an gruenplanung@stadt-oldenburg.de, telefonisch unter 0441 235-4444 oder per Post an das Amt für Umweltschutz und Bauordnung, 26105 Oldenburg eingereicht werden.


Die eingehenden Vorschläge werden zunächst durch die Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft, da viele unterschiedliche Vorgaben und Ansprüche beachtet werden müssen. So muss zum Beispiel geklärt werden, ob der Boden für eine Blumenwiese geeignet ist oder ob die Wuchshöhe den Anforderungen der Verkehrssicherheit entspricht. Daher wird nicht jeder der eingereichten Vorschläge auch umgesetzt werden können.


Flächen, die für die Anlage eines Blühstreifens ausgewählt wurden, werden mit entsprechendem lokalem Saatgut angesät. Dies ist nicht zu jeder Jahreszeit möglich, daher werden die ersten Ansaaten voraussichtlich im nächsten Frühjahr stattfinden.
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Citizen-Science-Projekt: Oldenburg kartiert Heuschrecken

01.07.2018 18:59 Uhr
Landschaftswandel, Artenschwund oder Insektensterben sind nur einige der momentan viel gebrauchten Begriffe, wenn es um die Belange des Naturschutzes geht. Als Einrichtung, die sich regional mit der Biodiversität beschäftigt, forscht das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg an diesen Themengebieten und ruft dabei die Oldenburger Bevölkerung zur Mithilfe auf.

Unterstützen Sie das Landesmuseum in einem „Citizen Science“ Projekt (engl. für Bürgerwissenschaft) bei der Erfassung des lokalen Bestandes der ausschließlich dämmerungs- und nachtaktiven Heimchen (Acheta domesticus). Lauschen Sie bei einem abendlichen Spaziergang oder auf dem Nachhauseweg aufmerksam und melden Sie uns Ihre Entdeckungen. Ziel des Projektes ist es, die Verbreitung zu erfassen, um u.a. zukünftige Veränderungen besser nachvollziehen und vergleichen zu können.

Das Projekt startet am 01. Juli. Mehr Informationen zum Projekt und zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie ab Freitag auf http://www.naturundmensch.de/berichte-aus-dem-museum.html.
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Geänderter Haltepunkt für Schadstoffmobil in Kreyenbrück

04.06.2018 22:25 Uhr
Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg weist darauf hin, dass das Schadstoffmobil am Mittwoch, 6. Juni, in der Zeit von 13.45 Uhr bis 15.45 Uhr in Kreyenbrück nicht, wie im Abfuhrkalender angekündigt, am Klingenbergplatz hält. Grund sind die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Platzes. Der Haltepunkt wird während der genannten Zeit auf den Parkplatz des Verbrauchermarktes Real (Alter Postweg, Glascontainer) verlegt. Dort können dann alle Privathaushalte schadstoffhaltige Abfälle, wie zum Beispiel Altbatterien, Haus- und Heimwerkerchemikalien und defekte Energiesparlampen, kostenlos abgeben.
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Der Sion – ein quelloffenes Elektroauto

31.05.2018 13:01 Uhr

Sono Motors stellt sein Fahrzeug in Oldenburg vor

Auch wenn es inzwischen einige davon gibt, Elektroautos muten noch immer ein wenig an wie aus der Zukunft entliehen. Sie beschleunigen zugstark und dennoch sanft, und ebenso sanft bremsen sie auch, und sie sind dabei fast geräuschlos. Wer glaubt, dabei auf Fahrspaß verzichten zu müssen, hat wahrscheinlich noch nie in einem Elektroauto gesessen. Das gilt auch für den Sion, dem einzigen Produkt des jungen Münchner Unternehmens Sono Motors, der am 29. und 30. Mai 2018 auf dem Europaplatz in Oldenburg vorgestellt wurde. 

Die Geschichte des Sion, die aktuell von der Idee bis zu den fast serienreifen Prototypen reicht, ist detailliert auf der Website von Sono Motors nachzulesen. Die Kurzfasssung:

Als sich Jona und Laurin im Oktober 2012 über die Verschwendung von Erdöl unterhielten und beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen, war es bis zum Abgasskandal noch fast drei Jahre hin. Die großen Autokonzerne saßen fest im Sattel. Dennoch wollten die zwei beweisen, „dass Solarenergie uns unabhängig von Erdöl machen kann“.

Sie gründeten Sono Motors mit Sitz in München, bauten ein Team aus jungen, engagierten und vom Konzept überzeugten Menschen auf und besorgten sich über Crowdfunding das Startkapital. Am 27. Juli 2017 präsentierte Sono Motors den Prototyp des Sion und startete im August eine Probefahrten-Tour durch Europa.

Aber der Sion ist viel mehr als einfach ein Elektroauto, es handelt sich vielmehr um ein Energie- und Mobilitätskonzept:
  • In die Karosserie sind 330 monokristalline Solarzellen eingebaut, die nicht nur direkte Sonneneinstrahlung, sondern auch sehr gut das Umgebungslicht verarbeiten können. Auf diese Weise kann der Sion sich selbst den Strom für bis zu 30 km pro Tag generieren.
  • Die Produktion soll CO2-neutral sein. „Unser Team in München geht gerade jeden einzelnen Produktionsschritt durch und prüft, wieviel CO2 anfällt und wie wir das ausgleichen können“, erklärt Alexa Rauscher.
  • Der Sion verfügt über verschiedene Ladeanschlüsse, die sowohl langsames Laden über ganz gewöhnliche Schutzkontaktstecker wie auch Schnellladung über CCS ermöglichen.
  • Das Laden ist bidirektional möglich, dass heißt der Sion kann nicht nur Ladung aufnehmen, sondern auch wieder abgeben: an andere Elektrofahrzeuge, an andere Geräte, an Haushalte. Damit ist er auch als Speicher für Solaranlagen geeignet.
  • Der Sion soll ein Auto zum Teilen sein. Dafür wird die goSonoApp bereitgestellt, die es erleichtert, Strom auszutauschen („powerSharing“), Mitfahrgelegenheiten zu bieten und zu finden („rideSharing“) und auch das Fahrzeug zu teilen(„carSharing“).
  • Das Filtersystem besteht zu einem wesentlichen Anteil aus Islandmoos, einer Flechte, die besonders geeignet ist, den Feinstaub aus der Luft zu filtern.
  • Das Werkstatthandbuch ist offen und auf der Website einsehbar, Ersatzteile können über die Internetseite nachbestellt werden. So kann jede*r, die oder der es sich zutraut, Reparaturen selbst ausführen oder eine freie Werkstatt damit beauftragen.
Die bange Frage, die immer gestellt wird: Wie weit kann ich ohne Aufladen fahren? „Der Sion hat mit dem aktuellen 35-kwh-Akku eine reale Reichweite von 250 km. Mit dem CCS-Stecker kann ich innerhalb von einer halben Stunde die Batterie wieder zu 80% aufladen. Die Batterie wird flüssigkeitsgekühlt sein, damit sie sich auch bei mehreren Schnellladevorgängen nicht überhitzt“, sagt Alexa Rauscher. Der Preis des Sion wird erstaunlicherweise bei nur 16 000 Euro liegen – plus Batterie, die man entweder mieten oder für rund 4000 Euro kaufen kann. „Wir möchten den Umstieg auf E-Mobiltät für möglichst vielen Menschen attraktiv machen, dazu gehört ein günstiger Preis“, so Rauscher. Möglich wird das unter anderem durch die optisch ansprechende, aber schlichte Ausstattung und die Ein-Produkt-Strategie ohne optionale Zubehörteile. „Einzige Ausnahme ist da die Anhängerkupplung mit einer Zuglast von 750 kg.“ Auf der Website von Sono Motors sind weiter detaillierte Informationen zu finden. Darüber hinaus können Interessierte sich finanziell am Unternehmen beteiligen oder Fahrzeuge vorbestellen. Bis zur magischen Grenze von 5000 gibt es noch Rabatte.

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Stadt Oldenburg ergänzt Luftreinhalteplan

04.05.2018 20:49 Uhr

Öffentlichkeit wird beteiligt – Bis zum 22. Juni sind Stellungnahmen möglich

Die Stadt Oldenburg schreibt ihren erstmals im Jahr 2012  verabschiedeten Luftreinhalteplan fort. Hintergrund ist die an der  Messstation am Heiligengeistwall weiterhin festgestellte Überschreitung  des Jahresgrenzwertes für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 Mikrogramm pro  Kubikmeter Luft. Mit der Fortschreibung des Luftreinhalteplanes soll die  Luftqualität verbessert werden. Die Verwaltung hat dazu in den  vergangenen Wochen einen Entwurf erarbeitet, der weitere Maßnahmen  benennt, die dazu führen sollen, dass die Stickstoffdioxidkonzentration  auf ein Niveau unterhalb des Jahresgrenzwertes absinkt. So wird  vorgeschlagen,
  • die Busflotte noch weiter und schneller zu modernisieren,
  • im Stadtgebiet eine Umweltzone einzurichten,
  • sich um Verbesserungen bei der städtischen Nutzfahrzeugflotte zu bemühen,
  • den noch in Bearbeitung befindlichen Green-City-Plan und Fördermöglichkeiten aus dem Programm der Bundesregierung Saubere Luft zu nutzen und
  • die Verkehrsabläufe an der Kreuzung Lappan zu prüfen und gegebenenfalls weiter zu optimieren.
Die Aufstellung und Fortschreibung von Luftreinhalteplänen wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit vorgenommen. Dementsprechend hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Oldenburg in der Sitzung am 23. April die öffentliche Auslegung des Entwurfs des fortgeschriebenen Luftreinhalteplans beschlossen. In der Zeit von Montag, 7. Mai, bis einschließlich Freitag, 8. Juni, wird der 47-seitige Entwurf im Amt für Umweltschutz und Bauordnung (Industriestraße 1 h, Zimmer 136, 26121 Oldenburg) während der Dienststunden zur Einsichtnahme ausgelegt. Außerdem steht der Fortschreibungsentwurf auf der Internetseite www.oldenburg.de/fortschreibung-luftreinhalteplan zum Download zur Verfügung. Während der Auslegungsfrist und bis zu zwei Wochen danach –also von Montag, 7. Mai, bis einschließlich Freitag, 22. Juni, – wird der Öffentlichkeit gemäß § 47 Absatz 5 a des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) die Gelegenheit gegeben, Stellungnahmen und Anregungen zum vorliegenden Entwurf abzugeben. Diese können entweder schriftlich an die vorgenannte Adresse oder vorzugsweise per Mail an umwelt@stadt-oldenburg.de gesendet werden. Nach dem Gesetzeswortlaut sollen die mitgeteilten Anregungen bei der Entscheidung über die Annahme des Plans angemessen berücksichtigt werden, wobei eine weitere Erörterung der vorgebrachten Anregungen oder Bedenken nicht stattfindet. Die Verwaltung wird alle eingegangenen Stellungnahmen prüfen und mit einem Abwägungsvorschlag versehen. Diese Unterlagen werden anschließend den politischen Fachausschüssen vorgelegt. Die Entscheidung, ob und welche Maßnahmen letztlich umgesetzt werden, trifft der Rat der Stadt Oldenburg nach entsprechenden Vorberatungen in den zuständigen Gremien. Der Zeitpunkt der Beschlussfassung hängt vom Verlauf und Umfang der politischen Diskussion ab und ist frühestens im September 2018 zu erwarten.
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NABU lädt zum Vogelbeobachtungsnachmittag zur Stunde der Gartenvögel

04.05.2018 20:23 Uhr

Naturgarten der Umweltstiftung Weser-Ems als Refugium zahlreicher Vogelarten

Zu einem spannenden Vogelbeobachtungsnachmittag lädt der NABU am Freitag, 11. Mai, um 15.30 Uhr in den Naturgarten der Umweltstiftung Weser-Ems am Marschweg 145 ein. Im Rahmen der bundesweiten NABU Stunde der Gartenvögel sollen dort unter der Leitung von Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers gemeinsam die zahlreichen dort vorkommenden Vogelarten beobachtet und notiert werden. Wohlers wird auch auf deren Lebensweise eingehen.
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Ich repariere, also bin ich

03.05.2018 18:38 Uhr
Kaufen, kaufen, kaufen. Dabei könnten viele alte und gebrauchte Dinge repariert werden. Doch die Menge des Elektroschrotts nimmt von Jahr zu Jahr zu. Dass es auch anders geht, die Lebensdauer von Geräten zu verlängern, zeigt das Repair Café in den Räumlichkeiten der Werkschule in der Rosenstraße 41 am Samstag, den 05.05.2018  von 14–18 Uhr. 
Repair Cafés sind Treffen, bei denen ehrenamtliche Reparateur*innen gemeinsam mit denjenigen defekte Dinge reparieren, denen sie kaputt gegangen sind. In den Repair Cafés gibt es wechselnde Angebote wie Fahrrad, PC/IT, Haushalts- und Elektrogeräte wie Toaster, Fön oder Mixer, Textilien und Upcycling, Messer schärfen, eine Kleidertauschbörse und dieses Mal eine Beratung für das Reparieren von Gitarren. Angeboten wird auch eine unabhängige Beratung für den Kauf von Neu- und Gebrauchtgeräten und die damit verbundene Frage des Datenschutzes.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht vonnöten, einfach vorbeikommen und mitmachen. Wer lieber selbst reparieren möchte anstatt reparieren zu lassen, kann sich das dazu nötige Know-how in Reparaturcafés  aneignen. Die ehrenamtliche Reparateur*innen sind alle total fit und geben ihr Wissen sehr gerne weiter. 
Mittlerweile gibt es in Oldenburg drei Reparaturtreffpunkte: Das nächste Mal am 08.06. in Kreyenbrück von 15–17 Uhr in der Pasteurstraße 5 und am 18.06. von 14.30–16.30 Uhr in der Alexanderstraße 331.  
Weitere Repair Cafés in den Oldenburger Stadtteilen sind geplant und von daher sind sie nicht mehr zu übersehen: Eine neue Generation von Do-it-yourself-Aktivist*innen nutzt die Stadt als Labor für soziale, politische, ökologische und ästhetische Experimente. Ob im Gemeinschaftsgarten oder im Repair Café oder bei Tausch-Events – überall hinterfragen diese Bürger*innen das Verhältnis von Konsum und Produktion, problematisieren den Warencharakter der Dinge und des in ihnen eingeschlossenen Wissens. 
Das nächste Mal am Samstag, den 05.05.2018 im Repair Café von 14-18 Uhr in der Rosenstraße 41. Kuchenspenden sind willkommen, gerettete Lebensmittel zum verschenken ebenfalls und Tee und Kaffee verstehen sich von selbst. Reparatur-Schnack inclusive. 
Mehr Informationen finden Sie unter www.repaircafeoldenburg.org. Fragen bitte an folgende Emailadresse richten: repaircafe.orgateam@gmail.com. 
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Auf Kilometerjagd: Oldenburg tritt in die Pedale

25.04.2018 20:43 Uhr

Fahrradteams für Wettbewerb STADTRADELN gesucht – Anmeldung ab sofort möglich

Oldenburg geht auf Fahrrad-Kilometerjagd: Die Stadt nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal am internationalen Wettbewerb STADTRADELN teil und hofft auf den Titel der „Fahrradaktivsten Kommune“. Der Wettbewerb wird vom Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas mit über 1.700 Mitgliedern in 27 Ländern Europas, veranstaltet. Die Aktion steht unter dem Motto „Fahrrad statt Auto“: Mit Spaß und gesunder Fortbewegung soll Begeisterung für die Benutzung des Fahrrads im Alltag geweckt werden. 

Mitmachen können alle, die in Oldenburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen. Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, Schulklassen, Vereine, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bilden Teams und können sich ab sofort auf der Kampagnen-Website www.stadtradeln.de/oldenburg anmelden. 

Ziel des Wettbewerbs ist es, im Oldenburger Aktionszeitraum vom 2. bis zum 22. September 2018 möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Gesucht werden die fahrradaktivsten Kommunalparlamente und Kommunen sowie die fleißigsten Teams und Einzelpersonen“, erklärt Kerstin Goroncy von „TeamRad“, der fachdienstübergreifenden Projektgruppe für die Belange des Radverkehrs in der Stadtverwaltung. „Deshalb zählt jeder Fahrradkilometer, egal ob privat oder beruflich, viel oder wenig“.

Die Kilometer, die während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, tragen die Teilnehmenden unter www.stadtradeln.de oder direkt über die STADTRADELN-App in einen Online-Radelkalender ein. Radelnde ohne Internetzugang können die Rad-Kilometer wöchentlich per Kilometer-Erfassungsbogen den örtlichen Organisatoren melden. „Teamlos“ teilnehmen geht nicht, denn Klimaschutz und Radförderung sind Teamarbeit – aber schon zwei Personen können ein Team bilden. Alternativ kann dem „Offenen Team“ beigetreten werden. Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die im Sinne der StVO als Fahrräder gelten (dazu gehören auch Pedelecs bis 250 Watt).

Die gefahrenen Kilometer werden für den Wettbewerb gesammelt und veröffentlicht, so dass sowohl Team-Vergleiche innerhalb Oldenburgs als auch Vergleiche zwischen den Kommunen möglich sind. Außerdem werden die erfolgreichsten Teams und Einzelpersonen ausgezeichnet und Preise verlost.

Zur Unterstützung des Wettbewerbs hat „TeamRad“ bereits Kontakt mit dem ADFC und der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH aufgenommen. „Denkbar wären geführte Radtouren als Anreiz zum Sammeln von Kilometern während des Aktionszeitraums“, beschreibt Goroncy die Kooperation mit den beiden Partnern.

In diesem Jahr findet die Kampagne STADTRADELN zum bereits elften Mal statt. Über 222.000 Teilnehmende in 620 Kommunen hatten im Vorjahr mitgemacht. 

Weitere Informationen sind unter www.stadtradeln.de und www.oldenburg.de/stadtradeln zu finden. Koordiniert wird Oldenburgs Wettbewerbsteilnahme von „TeamRad“, Ansprechpartner sind Kerstin Goroncy und Andreas Brosig, Telefon 0441 235-3849 oder -3807.
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Schadstoffmobil startet Tour durchs Stadtgebiet

20.04.2018 10:55 Uhr
Das Schadstoffmobil des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB) startet am Mittwoch, 18. April, seine erste Entsorgungstour durch das Stadtgebiet. Bis zum 13. Juni wird die mobile Schadstoffsammlung an sechs Tagen, jeweils mittwochs, unterwegs sein und wohnortnah den Bürgerinnen und Bürgern eine Entsorgungsmöglichkeit für ihre schadstoffhaltigen Abfälle anbieten. Damit macht der AWB den Menschen, die nicht so mobil sind, ein komfortables Angebot zur Entsorgung umwelt- und gesundheitsschädlicher Abfälle.

Neben schadstoffhaltigen Abfällen, wie zum Beispiel Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien, nimmt die mobile Sammlung auch wieder Flaschenkorken sowie Elektrokleingeräte (Bügeleisen, Toaster) an. Elektrogroßgeräte sowie Fernsehgeräte und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gleiche gilt für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.
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Zusammenarbeit fällt auf fruchtbaren Boden

11.04.2018 21:44 Uhr

AWB und BUND wollen Kompost aus Neuenwege in Oldenburger Gärten bringen

Diese Kooperation fällt auf fruchtbaren Boden: Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg (AWB) und der BUND Oldenburg (Kreisgruppe Stadt Oldenburg im Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) haben rechtzeitig zum Beginn der Gartensaison eine Zusammenarbeit besiegelt, die dazu beitragen soll, Oldenburgs Ökobilanz nachhaltig zu verbessern. Ziel ist es, den Qualitätskompost aus dem Kompostwerk in Neuenwege vermehrt in die Oldenburger Privatgärten zu bringen.

Der AWB hatte das Kompostwerk am Barkenweg in Neuenwege im vergangenen Jahr übernommen. Der AWB verfügt mit dem Qualitätskompost aus Grünabfällen, die ausschließlich aus Oldenburger Gärten stammen, über ein gütegesichertes Produkt. Die Qualitätssicherung wird durch regelmäßige Kontrollen durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. gewährleistet. „Nachdem der BUND sich bereits 2017 bei der Erstellung des Oldenburger Abfallwirtschaftskonzeptes aktiv eingebracht hat und der Betriebsausschuss des AWB die BUND-Kampagne ,TorfFreiLeben‘ positiv aufgenommen hat, lag es nahe, in diesem Bereich zusammenzuarbeiten“, erläutert AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn.

Der BUND möchte mit seiner Kampagne „TorfFreiLeben“ Alternativen zu torfhaltigen Produkten für den Garten und Balkon aufzeigen. Bei der Kampagne „TorfFreiLeben“ geht es in erster Linie darum, ein Bewusstsein für den Moorschutz zu schaffen und alte gärtnerische Tugenden neu bekannt zu machen. „Hierzu werden die Bereiche der Gartenkunde wie Bodenkenntnis, Mulchen, Kompostieren und nachhaltige insektenfreundliche Gartengestaltung über ein Netzwerk von Kooperationspartnern in die breite Öffentlichkeit getragen“, sagt Thomas Myslik vom BUND.

Als erste Schritte der Zusammenarbeit zwischen AWB und BUND ist geplant, den Bekanntheitsgrad des Oldenburger Qualitätskomposts aus Neuenwege zu erhöhen und dessen positive Eigenschaften zu bewerben. Gleichzeitig soll für die Garten- und Balkonbesitzer ein alltäglich nutzbares Angebot für den Oldenburger Kompost im Entsorgungszentrum Neuenwege geschaffen werden. So sollen neben den klassischen Mitnahmemöglichkeiten per Anhänger, Kunststoffkübel und Eimer auch kleine Pfand-Mehrweg-Säcke (so genannte Big-Bags) vom AWB ausgegeben werden. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe aus Experten des AWB und des BUND wird neue Ideen entwickeln und mit Unterstützung von Bürgern prüfen. 

Den Ansatz einer modernen Kreislaufführung, bei der entsorgter Baum- und Strauchschnitt im Kompostwerk zum Qualitätskompost verarbeitet und im heimischen Garten wiederverwertet wird, sehen AWB und BUND als wichtigen Beitrag zur direkten Umweltschonung. 

Das Kompostwerk in Neuenwege (Barkenweg 1) ist montags bis donnerstags von 9 bis 12.45 Uhr und 13.30 bis 16.45 Uhr sowie freitags von 9 bis 12.45 Uhr und 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
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Fundbüro übergibt 160 alte Handys an den Naturschutzbund

11.04.2018 21:40 Uhr

Verwertung kommt Umweltprojekt zugute – Neuere Mobiltelefone werden versteigert

Im Fundbüro der Stadt Oldenburg hat sich in den vergangenen Jahren eine Vielzahl verloren gegangener Handys angesammelt. Lassen sich die Geräte innerhalb von sechs Monaten keinem Eigentümer zuordnen und macht der Finder im Anschluss an diese Frist keine Rechte geltend, können sie weiterverwertet werden – und zwar so: Während die jüngeren Modelle im Juni in einer Online-Auktion versteigert werden sollen, tragen die älteren Mobiltelefone dazu bei, ein Umweltprojekt des Naturschutzbundes zu finanzieren. Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, und Inka Thole, Beauftragte für die lokale Agenda 21 in der Stadt Oldenburg, übergaben am Dienstag, 10. April, rund 160 alte Handys an die örtlichen NABU-Vertreter Rolf Grösch und Bernd Ziesmer sowie FÖJ-Absolventin Melanie Köhrmann. Hinzu kamen rund 50 Alt-Geräte, die am Verwaltungsstandort Industriestraße in einer Box gesammelt worden waren.

Für eine sinnvolle Verwertung älterer Handymodelle, bei denen sich eine Versteigerung nicht lohnt, passt es gut, dass der NABU laufend ausgediente Geräte sammelt. Der NABU hat eine Vereinbarung mit dem Telefonanbieter O2 über die Verwertung von Altgeräten geschlossen. Danach kümmert sich im Auftrag von O2 die AfB gGmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderungen) darum, dass die eventuell noch vorhandenen Daten professionell vernichtet werden und die Alt-Handys je nach Zustand entweder aufgearbeitet und wieder vermarktet oder fachgerecht recycelt werden. Auf diese Weise gelangen wertvolle Rohstoffe zurück in den Kreislauf und müssen nicht mühsam neu gefördert werden.

Für jedes eingesammelte Smartphone erhält der NABU einen festen Betrag, der an das Projekt der Renaturierung der Unteren Havel geht. Mehr Informationen gibt es dazu im Internet unter www.nabu.de/unterehavel. 

Neuere Handys will das Fundbüro in der Zeit vom 8. bis zum 17. Juni versteigern. Nähere Informationen sind kurz vor der Versteigerung unter www.oldenburg.de/fundsachenversteigerung erhältlich. 

Wer sein Handy vermisst, kann sich natürlich beim Fundbüro auch darüber informieren, ob es sich unter den Fundsachen befindet. Das Büro ist unter Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an fundbuero@stadt-oldenburg.de erreichbar. 
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Wölfe im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

28.03.2018 20:20 Uhr
1998 siedelten sich erstmals wieder Wölfe, aus Osteuropa kommend, bei uns in Deutschland an. Seitdem hat sich der Wolf nach Westen ausgebreitet und ist seit 2006, rund eineinhalb Jahrhunderte nach seinem Verschwinden, in Niedersachsen nachweislich angekommen. Doch die Landschaft, in die der Wolf zurückkehrt, hat sich verändert. Durch die zum Teil dichte Besiedelung und die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen, sind unfreiwillige Begegnungen zwischen Mensch und Tier vorprogrammiert, etwa wenn Wölfe in Wildunfälle verwickelt sind.

 

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg mit seinen umfangreichen Sammlungen der Naturkunde, Archäologie und Völkerkunde hat im Jahr 2017 damit begonnen, Wölfe, die in Niedersachsen zu Tode gekommen sind, in die naturkundliche Sammlung aufzunehmen. Solche wissenschaftlichen Sammlungen sind bedeutende Fenster in die Zeit. Sie spiegeln wider, welche Arten in einer Region zu einer bestimmten Zeit vorkamen, welche Arten verschwanden oder neu auftraten. Somit liefern sie wertvolle Daten für Forschungsfragen, die etwa die Veränderungen von Ökosystemen betreffen. 2017 kamen in Niedersachsen zehn Wölfe auf natürliche Weise, im Straßenverkehr oder durch illegale Tötung ums Leben. Sechs von ihnen sind nun in die Sammlung des Landesmuseums gelangt. Darunter befindet sich auch der Wolf, der im April 2017 im Landkreis Vechta bei einem Verkehrsunfall getötet wurde. Er ist der erste Totfund eines Wolfes im Weser-Ems-Gebiet, dem Gebiet, das das Landesmuseum schwerpunktmäßig besammelt. Dieser Wolf ist nun als Zeugnis einer hierher zurückgekehrten Art in der Museumssammlung für die Zukunft erhalten.

 

 

Wölfe in Niedersachsen

 

Diskussionsabend mit Vertretern verschiedener Interessensgruppen am Donnerstag, den 19. April um 19 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg.

 

Er ist nach Niedersachsen zurückgekehrt: der Wolf. Nachdem er Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland flächendeckend ausgerottet war, wandert er seit einigen Jahren – aus Osten kommend – wieder ein. Seit 2006 ist diese streng geschützte Tierart auch in Niedersachsen wieder zu Hause. Doch was bedeutet der Wolf für unsere Landschaft und für die Bevölkerung, die hier lebt und wirtschaftet?

 

An diesem Abend möchten wir mit Vertretern verschiedener Interessensgruppen wie Jägerschaft, Landwirtschaft, Naturschutz, Politik sowie mit Ihnen über den Wolf in Niedersachsen diskutieren und die verschiedenen Blickwinkel kennenlernen. Durch den Abend begleitet der Moderator und Journalist Gerhard Snitjer.

 

Naturkundliche Sammlungen sind ein Fenster in die Zeit. Sie spiegeln wider, welche Arten in einer Region zu einer Zeit vorkamen, verschwanden oder neu auftraten. Das Landesmuseum hat kürzlich Wölfe, die in Niedersachsen

tot gefunden wurden, in seine Sammlung übernommen. Als Zeugnis einer zurückgekehrten Art stehen sie für zukünftige Forschungen zur Verfügung.

 

Dier Teilnahme am Diskussionsabend ist kostenfrei, wir freuen uns aber über eine Spende für unsere Forschungen zum Wolf. 
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Amphibienwanderung beginnt bald

23.03.2018 23:05 Uhr

Zwei Straßen während der Wanderungszeit über Nacht gesperrt

Aufgrund des feuchten Wetters mit steigenden Temperaturen wird die Amphibienwanderung in den nächsten Tagen beginnen. An manchen Stellen im Stadtgebiet haben die Wanderungen in den vergangenen Jahren zahlenmäßig derart große Ausmaße angenommen, dass die Stadtverwaltung nachts Straßen sperrt. Hinweisschilder allein reichen in einigen Straßen nicht mehr aus.

Die Stadt Oldenburg wird daher wie bereits in den vergangenen Jahren in Wechloy die Straße Am Tegelbusch (angrenzend an die westliche Wohnbebauung) beziehungsweise am Drögen-Hasen-Weg nördlich des Bahnübergangs für den Durchgangsverkehr in der Zeit von 19 bis 7 Uhr sperren, sobald die Wanderung beginnt. Die Sperrungen erfolgen allerdings nur dann, wenn eine für die Wanderungen günstige Witterung, das heißt eine hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen ab circa 5 Grad, zu erwarten ist.

An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet werden zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt:
Unter anderem im Bereich zwischen Schellsteder Weg und Triftweg in Ohmstede, am Helmsweg in Osternburg, an der Edewechter Landstraße in Eversten, in den Bereichen Schafjückenweg, Ostring, Immenweg und Elritzenweg in Ofenerdiek, am Rauhehorst, am Brookweg, an der Egerstraße und an der Feldstraße in Bürgerfelde, an der Weißenmoorstraße zwischen Spittweg und Wischweg, an der Ekernstrasse, im Bereich Lessingstraße, am Schlagbaumweg sowie an der Burmesterstraße in Osternburg, an der Bahnhofsallee und am Lärchenring in Kreyenbrück, am Hartenscher Damm und am Hörneweg in Bloherfelde sowie am Dießelweg und am Schafgarbenweg in Krusenbusch.
Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, in diesen Bereichen besonders in den Abend- und Nachtstunden ihre Fahrweise den zu erwartenden Amphibienwanderungen anzupassen.

Die Probleme mit Amphibien und dem Straßenverkehr haben nach Beobachtungen der unteren Naturschutzbehörde in den letzten Jahren besonders in Neubaugebieten zugenommen. Ein Grund dafür ist, dass in den Privatgärten zahlreiche Gartenteiche angelegt wurden und mit aus der Natur entnommenem Laich „geimpft“ wurden. Die jungen Amphibien werden dann auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier zu Hunderten überfahren. Gleiches geschieht wieder im Frühjahr auf dem Weg zum Laichgewässer. Die Naturschutzbehörde weist deshalb darauf hin, dass die Entnahme von Laich aus der Natur nach dem Naturschutzgesetz verboten ist.
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GRÜNE in Oldenburg begrüßen das Urteil zu Diesel-Fahrverboten

03.03.2018 12:00 Uhr

Susanne Menge: Bundesregierung muss sofort handeln

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat im Rechtsstreit zu Diesel-Fahrverboten zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und den Ländern Nordrhein-Westfalen sowie Baden-Württemberg höchstrichterlich entschieden, dass Fahrverbote auf Grundlage des geltenden Rechts möglich sind. Dazu sagt Susanne Menge, Oldenburg, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mobilität/Verkehr von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Mein Glückwunsch geht an die Justiz. Sie funktioniert in Deutschland und ist unabhängig. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit steht im Mittelpunkt der Rechtsprechung statt der Absatzinteressen der Autohersteller. Vier Maßnahmen sind nach meiner Ansicht überfällig und sofort von der Bundesregierung umzusetzen, um damit die Auswirkungen auf Halter*innen so gering wie möglich zu halten:

– Die Einführung der blauen Plakette ist sofort zu veranlassen, unter der Bedingung, dass alle mit betrügerischer Software ausgestatteten Autos auf Kosten der Autoindustrie mit wirksamen SCR-Kats nachgerüstet werden. Dies ist insbesondere wichtig für Kleinunternehmen, für die ein Fahrverbot die Existenz gefährdet.

– Darüber hinaus sind seitens der Bundesregierung finanzielle Anreize zu schaffen zur Umstellung von Pkw und Kleintransportern auf Lastenräder und elektrisch betriebene Kleinfahrzeuge (Konzept für die so genannte „Letzte Meile“).

– Außerdem gilt es, unverzüglich tragfähige und langfristig finanzierbare Nahverkehrskonzepte für die Kommunen zu präsentieren, damit der ÖPNV sowie Fahrrad- und Fußmobilität im bestehenden Verkehrsraum mehr Platz erhalten.

– Finanzmittel sind bereitzustellen für den Aus- und Neubau von Schienenpersonennahverkehr (z. B. Straßenbahnen) in den Innenstädten.“


Zum Hintergrund:
Das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschied im September 2016, dass der Luftreinhalteplan Düsseldorfs um Fahrverbote ergänzt werden müsse, um die Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickoxid einhalten zu können. Erfolgreich geklagt hatte, wie z. B. auch in Stuttgart, München oder Hamburg, die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die nordrhein-westfälische Landesregierung legte mit Einverständnis der DUH Revision beim Bundesverwaltungsgericht ein, um diese bundesweit wichtige Frage höchstrichterlich klären zu lassen.
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Fachgruppen und Arbeitsgemeinschaften präsentieren ihre Arbeit

14.02.2018 20:32 Uhr

Aktiven-Abend: NABU stellt Möglichkeiten vor, ehrenamtlich bei ihm tätig zu werden

Immer mehr Menschen schließen sich dem NABU an, der in der Stadt Oldenburg auf eine Stärke von fast 5.000 Mitgliedern angewachsen ist, und immer mehr Naturbegeisterte möchten selbst aktiv werden. "Über den steten Zuwachs an Ehrenamtlichen freuen wir uns sehr", sagte Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers. "Die Bereitschaft, sich selbst in die praktische Naturschutzarbeit einzubringen, ist sehr groß." 

Daher wird der NABU erstmals einen Abend durchführen, an dem er aufzeigt, in welche Aktivitäten sich Interessierte einbringen können: "Von der Nistkasten-AG bis zur Projektgruppe Schleiereulenschutz, von der Garten-AG bis zur Stadtgruppe, von der Schmetterlings-AG bis zur Kindergruppe, der Fledermaus-AG und der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft reicht die Bandbreite", erläuterte Wohlers. 

Der Info-Abend findet am Donnerstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Paulaner-Wirtshaus "Zur Brückenwirtin", Bremer Str. 1, statt. Für die Teilnahme wird um Anmeldung unter Tel. 0441 - 25600 gebeten.
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Altlastensanierung nahe den Weser-Ems-Hallen

09.02.2018 18:58 Uhr
Die Stadt Oldenburg hat entlang der Maastrichter Straße mit den vorbereitenden Arbeiten für eine Altlastensanierung begonnen. Auf einer Fläche, die direkt an die große EWE Arena angrenzt, werden derzeit Bäume und Sträucher entfernt. Nur so können anschließend die notwendigen Arbeiten zur Schadstoffbeseitigung erfolgen. Das Gelände ist längere Zeit von der Deutschen Bahn sowie als Hausmülldeponie genutzt worden und muss deshalb umfassend saniert werden. Die Mittel dafür sind als Rückstellung in der Bilanz vorhanden.

Anschließend soll die dann wieder nutzbare Fläche den Weser-Ems-Hallen übertragen werden. Verwendung könnte sie etwa für Parkplätze finden, was vor allem die Besucher des Kramermarkts erfreuen dürfte.

Die Entfernung von Bäumen und Sträuchern ist von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt worden, die Rodungsarbeiten sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die anschließenden Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich ein gutes Jahr andauern.
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Fastenzeit mal anders

09.02.2018 18:56 Uhr

RUZ ruft Schulen zum „Plastikfasten“ auf – Programm bietet Aktionsangebote

Bei dieser Fastenaktion geht es nicht ums Entschlacken oder Abspecken, sondern ums Überdenken des alltäglichen Konsumverhaltens: Das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) der Stadt Oldenburg ruft alle Oldenburger Schulen zum „Plastikfasten“ auf. In der klassischen Fastenzeit vom 14. Februar bis 30. März sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Plastik beschäftigen. Dazu hat das RUZ in Abstimmung mit dem Agenda-Büro ein vielfältiges Programm erstellt, das unter anderem Angebote des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB), des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) und der Universität Oldenburg umfasst.

Hierzu gehört zum Beispiel ein Aktionsstand auf dem Oldenburger Wochenmarkt, an dem die Schülerinnen und Schüler die Gäste über das Thema Plastikmüll informieren. Wer von den Marktkunden an einer Umfrage teilnimmt, kann eine Mehrwegtasche aus Baumwolle oder einen Mehrwegbecher für den Coffee-to-go gewinnen. In Zusammenarbeit mit einer Schule aus Osnabrück wird es einen Workshop zum Verzicht auf Plastiktüten beim Einkaufen geben. Außerdem kann im Lernlabor „Wattenmeer“ der Oldenburger Universität an mehreren Terminen zum Thema Plastikmüll experimentiert werden. Und Besichtigungen beim OOWV auf der Oldenburger Kläranlage, Führungen über den Wertstoffhof des Abfallwirtschaftsbetriebes und verschiedene Vorträge stehen auch auf dem Programm.

In Anlehnung an das vom BUND initiierte Plastikfasten sollen die Kinder und Jugendlichen auf das Thema aufmerksam gemacht werden und erarbeiten, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann. Dazu zählen Getränkeflaschen ebenso wie Plastikverpackungen, Trinkhalme oder Shampooflaschen. Hier gilt es, plastikfreie Alternativen zu finden, um die Umwelt und die eigene Gesundheit zu schützen.

Alle Schulen sind herzlich eingeladen, sich an dem Plastikfasten zu beteiligen. Das ausführliche Programm findet sich auf der Internet-Seite www.oldenburg.de/energiebildung. Auskünfte hierzu erteilt Christel Sahr vom RUZ unter Telefon 0441 248376.
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Gemeinsam reparieren

01.02.2018 19:41 Uhr
Auch im 21. Jahrhundert leben Menschen noch ebenso sehr von Luft und Liebe wie von Geld und Waren. Natur, Muße und Gemeinsinn bilden die Ressourcen, von denen und für die sie leben. Zwei Drittel der gesellschaftlich notwendigen Arbeit bestehen nach wie vor aus Hausarbeit, Eigenarbeit und Ehrenamt. Welche Bedeutung diese „andere Ökonomie“ im Alltag von Menschen hierzulande immer noch hat, zeigt das Repair Café in den Räumlichkeiten der Werkschule in der Rosenstraße 41 am Samstag, den 03.02. von 14–18 Uhr. 
Repair Cafés sind Treffen, bei denen ehrenamtliche Reparateur*innen gemeinsam mit denjenigen defekte Dinge reparieren, denen sie kaputt gegangen sind. In den Repair Cafés gibt es wechselnde Angebote wie Fahrrad, PC/IT, Haushalts- und Elektrogeräte wie Toaster, Fön oder Mixer, Textilien und Upcycling, Messer schärfen, eine Kleidertauschbörse oder Ernährungsberatung. 
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht vonnöten, einfach vorbeikommen und mitmachen. Wer lieber selbst reparieren möchte anstatt reparieren zu lassen, kann sich das dazu nötige Know-how bei Reparaturcafés  aneignen. Die ehrenamtliche Reparateur*innen sind alle total fit und geben ihr Wissen sehr gerne weiter. 
Sie sind nicht mehr zu übersehen: Eine neue Generation von Do-it-yourself-Aktivist*innen nutzt die Stadt als Labor für soziale, politische, ökologische und ästhetische Experimente. Ob im Gemeinschaftsgarten oder im Repair Café oder bei Tausch-Events – überall hinterfragen diese Bürger*innen das Verhältnis von Konsum und Produktion, problematisieren den Warencharakter der Dinge und des in ihnen eingeschlossenen Wissens. 
Das nächste Mal am Samstag, den 03.02.2018 von 14–18 Uhr in der Rosenstraße 41. Kuchenspenden sind willkommen, gerettete Lebensmittel zum verschenken ebenfalls und Tee und Kaffee verstehen sich von selbst. Reparatur-Schnack inclusive.
Mehr Informationen finden Sie unter www.repaircafeoldenburg.org.
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Fast 400 junge Schleiereulen in 2017 im Oldenburger Land geschlüpft

19.01.2018 23:06 Uhr
Große Freude bei den Eulenschützern des NABU Oldenburger Land: Fast 400 junge Schleiereulen erblickten im vergangenen Jahr in den betreuten Spezial-Nistkästen das Licht der Welt.

Hansjürgen Festerling, der federführend den NABU-Schleiereulenschutz im Oldenburger Land seit Jahrzehnten betreut und von mehreren Aktiven unterstützt wird, kann damit eines der besten Brutergebnisse seit Start des Projekts melden.

Für die Schleiereule, die zu den bedrohten Arten zählt und sich dank der praktischen Hilfe des NABU im Oldenburger Land vom "Fast-Verschwinden" Ende der 1970er Jahre erholt hat, werden vom NABU großvolumige Spezialkästen an geeigneten Orten, zumeist auf Bauernhöfen, aber auch in anderen Scheunen oder Hallen, angebracht und ganzjährig betreut. Mittlerweile ist die Anzahl der Kästen auf fast 300 Stück angewachsen, weitere sind in Bau gegangen. In einigen Kästen waren bei den Kontrollen auch andere "Mieter" anzutreffen, wie brütende Turmfalken und Dohlen sowie Hornissen. 
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Gefiederter Gesangsvirtuose in großer Not

09.01.2018 21:47 Uhr

Vortrag über den Star, Vogel des Jahres, beim Treffen der NABU-Stadtgruppe

Ein Vortrag über den Star, NABU Vogel des Jahres 2018, steht im Mittelpunkt des nächsten öffentlichen Treffens der NABU-Stadtgruppe am Dienstag, 16. Januar, um 19 Uhr in der Geschäftsstelle am Schlosswall 15. 

Der Star als einst häufige »Allerweltsart« ist stark im Bestand zurückgegangen. Dafür ist vor allem Nahrungsmangel durch den Verlust von Grpnland und, damit verbunden, Insekten und Insektenlarven, verantwortlich. Auch der dramatische Flächenrückgang sowie kliamtische Faktoren und Bejagung im Mittelmeerraum spielen eine Rolle für seinen schleichenden Niedergang, der auch in der Stadt Oldenburg allemthalben duetlich wird: Wo früher in Nutzgärten zahlreiche Starenkasten als Angebot vorgehalten wurden und diese vom Star, einem der virtuosesten Sänger unter den heimischen Singvögeln, angeflogen wurden, gähnen heute Einheitsgrün oder Beton. Deshalb sollen im Rahmen des Vortrags auch praktische Lösungsansätze zum Starenschutz im eigenen Garten und Kleingarten aufgezeigt werden. Gäste sind willkommen.  
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Pralles NABU-Halbjahresprogramm erschienen

07.01.2018 17:29 Uhr

Zahlreiche Naturerlebnisveranstaltungen von Kutterfahrt bis Waldkauz-Nacht

Druckfrisch liegt das Halbjahresprogramm der NABU-Veranstaltungen vor. In einer großen Bandbreite wird darin die Möglichkeit gegeben, Natur aus erster Hand zu erleben. Im Programm finden sich die beliebten Klassiker wie die Kuttertouren zur Insel Spiekeroog und vogelkundliche Exkursionen zu besonders spannenden Zielen wie dem Dümmer See, zu Nachtigallen an der Hunte und zum Steinhuder Meer ebenso wie abendliche Fledermauswanderungen. Zudem werden Vorträge angeboten. Neu im Programm sind eine Bustour zu den rastenden Wildgänsen im Rheiderland und mehrere  Führungen im von der Umweltstiftung Weser-Ems dem NABU zur Verfügung gestellten Naturgarten am Marschweg, zu Nisthilfen, zur Anlage und Pflege naturnaher Teiche und Vogelbeobachtung. Das Programm ist montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr erhältlich und kann unter Tel. 25600 angefordert werden. Es ist auch unter www.nabu-oldenburg.de zu finden.
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Dem Igel »ein Weihnachtsgeschenk machen«

11.12.2017 12:15 Uhr

NABU gibt Tipps/ »2018 zum Igeljahr im eigenen Garten machen!«

Der Igel zählt zweifelsohne zu den beliebtesten Wildtieren in Deutschland – nicht zuletzt hat er seinen festen Platz in Märchen und Geschichten gefunden, und Groß und Klein überschlagen sich gleichermaßen in der Wertschätzung des stacheltragenden Säugetiers. »Leider ist allerdings die Zuneigung zum Igel oft nur ein Lippenbekenntnis«, bedauert Rüdiger Wohlers, Bezirksgeschäftsführer des Naturschutzbundes NABU im Oldenburger Land, »denn Taten folgen der Sympathie für den Igel selten – viele Gärten sind absolut igelfeindlich, und die Besitzer wissen es oft nicht einmal!« Da wird es Zeit, so der Geschäftsführer des Naturschutzbundes, nun selbst aktiv zu werden, damit sich der Igel im Garten wohl fühlt – und auch sein Nachwuchs. »Wer etwas für seinen Lebensraum tun will, kann dem Igel durch einige Maßnahmen ein 'echtes Weihnachtsgeschenk' machen«, schmunzelt Wohlers.

Und er wird konkret:
»Problemstellen und Fallen gibt es für den Igel viele. Sei es der offene, nicht abgedeckte Lüftungsschacht oder die freie Kellertreppe, sei es der offene Bordsteingully oder der Kunstteich mit steilen Kanten und ohne Ausstiegsbrett – all dies sind Todesfallen für Igel, sie haben keine Chance zu entkommen und verenden elendig«, berichtet Wohlers. Der Naturschützer weiter: »Neuerdings sind Zäune in Mode gekommen, die so dicht sind, dass Igel keine Chance haben, hindurchzuschlüpfen – so wird ihr Lebensraum verringert. Besonders fatal sind allerdings naturferne Gärten, in denen lediglich exotische Grüngewächse wachsen, aber heimische Sträucher, Stauden oder Wildpflanzen fehlen. Hier regiert für den Igel Schmalhans, denn Nahrung finden sie hier nicht.« Dort gibt es auch keine Chance, kleine Igel zur Welt zu bringen oder den Winter zu überstehen.

»Igel benötigen Reisig- und Laubhaufen, möglichst luftig, um sich in ihre Wochenstube oder Winterquartier zurückziehen zu können«, erläutert der NABU-Geschäftsführer. »Dafür eignet sich der Bau einer so genannten Igelburg ganz besonders; in diesem leicht aus Holz zu bauenden Unterschlupf kann das Igelweibchen die vielen kleinen Jungigel zur Welt bringen und säugen, und im Winter bietet sich eine gute Möglichkeit, darin die kalte Jahreszeit zu überstehen. Die Igelburg sollte an einem trockenen Platz, nie in einer Senke, aufgestellt und mit Reisig und Laub überdeckt werden. Die Igel werden selbst Halme und Laub hineinschieben, um die Igelburg auszukleiden. Wenn sie richtig gebaut wird, können Katzen nicht hineingelangen.« Der Igelbestand in Deutschland scheint wie in weiten Teilen Europas rückläufig zu sein - auch aufgrund der Ausräumung der Landschaft und des Flächenverbrauchs, der auch innerorts immer mehr naturnahe Flächen »frisst«.

Deshalb ruft der NABU-Geschäftsführer auf, der Igelliebe Taten folgen zu lassen, den Garten naturnah zu gestalten und – eine Igelburg zu bauen! »Dafür ist es nie zu früh oder zu spät«, schwärmt Wohlers von den Vorzügen. Baupläne für die Igelburg in der 30seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen aller Art und detaillierte Igelinfos in der Broschüre »Der Igel« hält der NABU gegen Einsendung von 5 Euro (bei Anforderungen aus Österreich wegen des hohen Portos: 10 Euro) bereit. Die Infos können angefordert werden beim NABU, Stichwort »Igel«, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg. »Vielleicht entstehen ja viele Tausend neue Igelburgen und werden viele Gärten igelfreundicher und vielgestaltiger!«
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NABU nimmt wieder alte Handys an

08.12.2017 20:28 Uhr

Erlös für Naturschutz-Großprojekt des NABU-Bundesverbandes an der Unteren Havel

Alte Handys, Smartphones und Tablets nimmt der NABU montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr in seiner Geschäftsstelle am Schlosswall 15 an. Der Erlös fließt in das Naturschutz-Großprojekt des NABU-Bundesverbandes zur Renaturierung der Flusslandschaft an der Unteren Havel. Wer sich selbst an der Handy-Sammlung beteiligen möchte, kann beim NABU auch Sammelboxen bekommen.  
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NABU: Kein Streusalz - der Umwelt zuliebe

05.12.2017 20:28 Uhr
In Teilen des Oldenburger Landes rieselte am Sonnabend der erste Schnee. Doch so schön die weiße Pracht auch sein kann, so besteht auf vielen Gehwegen Rutschgefahr. Das bedeutet ein erhöhtes Haftungsrisiko für Grundstücksbesitzer, die für die Sicherheit auf ihren Bürgersteigen verantwortlich sind. Da ist es nicht verwunderlich, wenn vermehrt Streumittel zum Einsatz kommen -darunter auch Streusalze.

„Die Auswirkungen von Streusalzen sind vielfältig“, erklärt NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers. „Das Salz schädigt nicht nur den Nährstoffhaushalt der Straßenbäume, die dadurch anfälliger für Schädlinge und Krankheiten werden. Sondern wird darüber hinaus über die Kanalisation in die Bäche gespült. Dort kann es die auf Süßwasser angewiesenen Fische und Kleintiere schwächen.“ An Land können sich Wild- und Haustiere am Streusalz die Pfoten entzünden. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz zudem ökonomische Schäden wie die Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen.

Diese Auswirkungen können vermieden werden: Die richtige Wahl geeigneter Streumittel und Alternativen zum Streusalz sind salzfreie, abstumpfende Streumittel wie beispielsweise Granulate, Split, Sand oder Kies. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt (UBA) getestete Produkte. Das UBA hat für Streumittel, die bestimmte ökologische Anforderungen erfüllen, das Umweltzeichen 'Der Blaue Engel - weil salzfrei' vergeben. In einigen Städten und Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz ohnehin offiziell nicht erlaubt. Nach Ansicht des NABU sollte Streusalz komplett aus Dörfern und Städten verbannt werden.

Verantwortungsvollen Bürger empfiehlt der NABU beim Kauf von Streugut auf das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“  zu achten. Für eine umweltschonende, kostengünstige und gleichzeitig nachhaltige Glättebekämpfung sollte das Streugut zusammengekehrt und für den nächsten Einsatz aufbewahrt werden.  
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Erste Fortschritte beim Dieselgipfel erzielt

29.11.2017 21:02 Uhr

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann lobt konstruktives Gespräch im Kanzleramt

„Es gab keinen Grund für Jubelstürme, aber es wurden erste Fortschritte erzielt.“ So kommentiert Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den Verlauf des zweiten Dieselgipfels im Kanzleramt. Zu dem mehrstündigen Spitzengespräch in Berlin war Krogmann am Dienstag zusammen mit Amtskolleginnen und Amtskollegen aus 30 Städten eingeladen, die – wie Oldenburg – von zu hoher Schadstoffbelastung betroffen sind. In Oldenburg wird an der Mess-Station am Heiligengeistwall der Jahresgrenzwert für den Ausstoß von Stickstoffdioxid überschritten.

Man habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vertretern der beteiligten Ministerien ein „sehr intensives und konstruktives Arbeitsgespräch auf Augenhöhe“ führen können, sagte Krogmann. Die Vertreter der Kommunen hätten sich – anders als beim ersten Dieselgipfel Anfang September – ernst genommen gefühlt. Seine Kollegenschaft habe nicht mit Kritik gespart, so Krogmann: „Es wurde Tacheles geredet.“ Moniert worden sei, dass die zugesagte Unterstützung von einer Milliarde Euro bei weitem nicht ausreiche. Auch gibt es Bedenken, dass die Ausgestaltung der Finanzzuweisungen zu bürokratisch gehandhabt werde. Hier nahm Krogmann aus Berlin die Zusage mit, dass förderfähige Projekte schnell umgesetzt werden können. Durch die Gewährung eines sogenannten „vorzeitigen Maßnahmebeginns“ soll es möglich sein, schon vor der Bewilligung von Anträgen erste Ausgaben zu tätigen. „Wir werden prüfen, welche Maßnahmen aus unserem Masterplan dafür in Frage kommen“, so Krogmann. 

Die Ausarbeitung dieses von der Stadtverwaltung in Windeseile zusammengestellten Masterplans zur Verbesserung der Luftqualität in Oldenburg fördert der Bund mit 165.000 Euro – auch diese positive Nachricht konnte Oberbürgermeister Krogmann nach dem Dieselgipfel im Kanzleramt verkünden. Der sogenannte „Green City Plan“ enthält eine Reihe von Bausteinen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, die beschleunigte Modernisierung der Bus-Flotte, die Weiterentwicklung eines Logistikkonzeptes für die Innenstadt, die Förderung der Elektromobilität und des Radverkehrs sowie Maßnahmen zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen städtischer Nutzfahrzeuge. 

Positiv wertet Krogmann die Übereinkunft, dass es einen dritten Dieselgipfel geben wird und dass dann auch die Automobilindustrie mit am Tisch sitzen wird: „Das ist überfällig. Bei der Lösung der Probleme dürfen die Automobilkonzerne nicht aus der Verantwortung entlassen werden“, betont der Oberbürgermeister. Krogmann begrüßt die Ankündigung der Kanzlerin, dass der Mobilitätsfonds über das Jahr 2018 hinaus „verstetigt“ werden soll.
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Insekten retten im Garten

29.11.2017 20:46 Uhr

NABU gibt Tipps und hält Baupläne bereit: Info-Paket »Insektenretter«

NABU gibt Tipps und hält Baupläne bereit: Info-Paket "Insektenretter"

Oldenburger Land, d. 27.11.2017:
Das Insektensterben hat einen mittlerweile dramatischen Umfang angenommen; sowohl die Anzahl der Insektenarten als auch die Masse der Insekten gehen seit Jahren deutlich zurück. Hauptgründe dafür dürften die Belastung der Umwelt mit Pestiziden, die Ausdehnung von Intensiv-Pflanzenkulturen, der Verlust von Freiflächen mit Blütenpflanzen, die Versiegelung von Landschaft durch Asphalt und Beton und der Klimawandel sein. 

»Wir wissen natürlich um die großen Ursachen«, sagte NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers aus Oldenburg, »möchten aber den unzähligen Menschen, die sich höchst besorgt wegen des Insektensterbens - und ohne Insekten wird auch der Mensch nicht überleben können - bei uns melden, doch praktische Tipps an die Hand geben, um im eigenen Bereich, dem Garten oder Kleingarten, auf dem Firmen- oder Vereinsgelände oder auf dem Schulhof, aktiv zu werden, um etwas für Insekten zu tun. Selbst wenn diese Hilfe noch so klitzeklein ist, hilft alles mit - ohne Insekten geht auch der Vogelschwund weiter, Fledermäuse finden keine Nahrung, Pflanzen keine Bestäuber. Und da das Interesse aus der Bevölkerung glücklicherweise so riesengroß ist«, erläutert der NABU-Geshcäftsführer weiter, »haben wir nun ein kleines Info-Paket zusammengestellt, um selbst aktiv zu werdenzu können: Darin finden sich Baupläne für Insektenhotels und -nisthilfen, eine spannende Info-Broschüre mit Vorstellung der Insektenarten und ihrer Lebensraumansprüche, das Heft zum Schmetterlings-Gartenjahr und ein schöner Insekten-Pin aus Metall. Dann kann losgelegt werden, um Schmetterling, Hummel, Wildbiene und Co zu helfen!« sagte Wohlers.

Das Info-Paket kann angefordert werden gegen Einsendung von 10 Euro beim NABU, Stichwort »Insektenretter«, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.  
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Süßer Beitrag zum fairen Handel und Klimaschutz

10.11.2017 22:41 Uhr

Aktionstag am 15. November an 30 Schulen – Schokoladenwerkstatt und stromlose Stunde

Während die internationale Staatengemeinschaft beim UN-Klimagipfel in Bonn darüber diskutiert, wie die Erderwärmung gebremst werden kann, setzen die Oldenburger Schulen ein Zeichen für mehr Klimaschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen: Am Mittwoch, 15. November, findet unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann der bereits 4. Aktionstag „Oldenburg dreht ab“ für Oldenburger Schulen statt.

Wie in den vergangenen Jahren werden etwa 30 Schulen in Oldenburg an diesem Tag morgens um 8 Uhr auf Strom und teilweise auch auf die Heizung verzichten und dies als lebendigen Anknüpfungspunkt für das Themenfeld Energiesparen und Klimaschutz nutzen. Dunkle Klassenzimmer sowie Kopierer, Tageslichtprojektoren, Aufzüge und automatische Türen, die nicht funktionieren, stumme Telefone und abgeschaltete PCs – die stromlose Stunde soll Anstoß geben, um mit den Schülerinnen und Schülern über Energiekonsum und Ressourcenverbrauch nachzudenken.

Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Faires Handeln für unser Klima“ greift das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) den 2016 gefassten Ratsbeschluss auf, mit dem sich Oldenburg auf den Weg zur „Fairtrade-Town“ begeben hat. In den vom RUZ für die Schulen entwickelten Unterrichtskonzepten werden die Auswirkungen unserer Konsum- und Lebensstilentscheidungen auf die Menschen und die Umwelt in anderen Gebieten der Erde thematisiert. „Was haben wir mit Näherinnen in Bangladesch zu tun?“, „Kann ich mit meinem Verhalten etwas für das Überleben der Eisbären tun?“ und „Wie können wir uns fairer und klimafreundlicher im Alltag verhalten?“, lauten einige der Fragen, die diskutiert werden sollen. 

Die teilnehmenden Grundschulen werden ebenso wie mehrere weiterführende Schulen unter dem Motto „Mit Schokolade die Welt fair-ändern“ die vom Umweltbildungszentrum vorbereitete Idee einer Schokoladenwerkstatt umsetzen. „Hier wird nicht nur Schokolade selbst produziert, sondern am Beispiel Kakao eine Beziehung zwischen unserem Konsumverhalten und den Lebensbedingungen in dem Kakaostaat Elfenbeinküste hergestellt, um die positive Wirkung von fairem Handel deutlich zu machen“, erläutert Christel Sahr vom RUZ.

Der Aktionstag flankiert das Energiesparprojekt für Oldenburger Schulen „abgedreht?!“, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Über 30 Schulen nehmen an diesem Projekt teil und konnten allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen seit 1997 insgesamt weit über zwei Millionen Euro einsparen. Der Erfolg des Projekts „abgedreht?!“ und die starke Resonanz beim Aktionstag ist ein Zeichen für das große Klimaschutzengagement Oldenburger Schulen und leistet ebenso wie die zahlreichen weiteren Kurse und Projekte, die das Umweltbildungszentrum für Oldenburger Schulen anbietet, einen wichtigen Beitrag zur städtischen Umwelt- und Klimaschutzstrategie. 

Fragen beantwortet Christel Sahr unter Telefon 0441 248 376 oder per E-Mail an christel.sahr@stadt- oldenburg.de. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab. 
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Stadt Oldenburg muss Luftreinhalteplan erweitern

10.11.2017 22:24 Uhr

Einführung einer „Grünen Umweltzone“ geplant

Die Stadt Oldenburg hat ein ganzes Maßnahmenpaket erarbeitet, um den gesetzlichen Anforderungen an eine verbesserte Luftreinhaltung nachzukommen. Da der Jahresgrenzwert für Stickoxid (NO2) weiterhin nicht eingehalten werden kann, ist die Fortschreibung des Luftreinhalteplans zwingend erforderlich, ansonsten drohen der Stadt Klagen und möglicherweise auch empfindliche Strafen der EU. 

In Oldenburg soll deshalb eine „Grüne Umweltzone“ eingerichtet werden. Diese verbietet es Fahrzeugen, die die Euronorm 4 nicht erfüllen, in das Gebiet der Umweltzone einzufahren. Diese ist etwa 10 Quadratkilometer groß. Nach Einschätzung der Stadt sind davon etwa 3.000 Fahrzeuge in Oldenburg betroffen – das entspricht knapp 4 Prozent aller in Oldenburg zugelassenen Fahrzeuge.

Die Einführung einer „Blauen Zone“ – mit weit schärferen Einfahrverboten – wird aktuell nicht vorgeschlagen. Sie bleibt jedoch ein mögliches Mittel, sobald die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen dazu vom Bundesgesetzgeber geschaffen wurden.

Für die städtische Nutzfahrzeugflotte (Müllfahrzeuge, Straßenreinigung) wird unter anderem geprüft, ob deren Stickoxid-Emissionen reduziert werden können. Jährlich verbrauchen diese Fahrzeuge etwa 500.000 Liter Dieselkraftstoff. Durch eine Umstellung auf sogenannte GTL-Diesel (Gas-to-liquid) kann die NOX-Emission deutlich reduziert werden. Insgesamt besteht die städtische Nutzfahrzeugflotte aus etwa 160 Fahrzeugen. Für den städtischen PKW-Fuhrpark wurden kürzlich drei weitere Elektro-Fahrzeuge angeschafft, auch dies verbessert die Umweltbilanz.

Die schnellere Umrüstung der Busflotte der VWG ist ein weiterer Vorschlag für den aktualisierten Luftreinhalteplan. Bisher werden jährlich 10 Bioerdgasbusse der älteren Bauart durch neue Gasbusse der höchsten Abgasstandards (Euro VI) ersetzt, künftig sollen es 20 sein.

In der Innenstadt sollen zukünftig möglichst viele Fahrten mit Dieselfahrzeugen vermieden werden, dazu dient die Weiterentwicklung eines Logistikkonzepts für die Innenstadt. Ziel ist es, einen innerstädtischen Umschlagort einzurichten, von dem aus die Geschäfte in der Innenstadt nicht mehr mit kleineren LKW beliefert werden, sondern möglichst mit Lastenfahrrädern oder Elektrofahrzeugen. Somit würde der Anlieferungsverkehr komplett emissionsfrei ablaufen.

Die Förderung des Radverkehrs ist ein weiterer Baustein des Luftreinhalteplans, allerdings gibt es bereits eine hohe Quote von Fahrradnutzung (43 Prozent) bei Kurzfahrten im Stadtgebiet. Die Steigerungsmöglichkeiten sind entsprechend gering. Dennoch soll Radfahren attraktiver werden, etwa durch die Schaffung weiterer hochwertiger Abstellanlagen in der Innenstadt. Auch die Erstellung eines erweiterten „Park and Ride“-Konzeptes, der Aufbau weiterer P+R-Anlagen sowie eine Taktverbesserung im Linienverkehr zwischen Stadt und Region werden angestrebt.

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»Das Oldenburger Land ist besonders stark betroffen!«

08.11.2017 23:00 Uhr

Klimawandel: NABU Oldenburger Land mahnt konkrete Schritte an

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn mahnt der NABU Oldenburger Land schnelle und ganz konkrete Schritte zum Klimaschutz an: »Klimaschutz ist keine Kür, sondern muss Pflicht sein! Gerade das Oldenburger Land wird die Auswirkungen des sich rapide verschärfenden Klimawandels schmerzhaft zu spüren bekommen«, sagte Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers in Oldenburg. »Wir bekamen in den vergangenen Wochen nur einen Vorgeschmack, was auf uns zukommen dürfte - das Sturmtief Xavier gab seine Visitenkarte ab; ebensolche Stürme und noch viel heftige und häufigere werden über unser flaches Land hinwegziehen und verheerende Schäden hinterlassen«, zeigte Wohlers auf, und fuhr fort: »Und immer höher auflaufende Sturmfluten werden auch mit den raffiniertesten Küstenschutzmaßnahmen nicht mehr aufzuhalten sein. Als Menetekel kann und muss in diesen Tagen das dramatische Abschmelzen des Eises in Nordost-Grönland gesehen werden, das bei weiterem Fortschreiten zu einem starken Anstieg des Meeresspiegels beitragen dürfte!«, zeigte sich Wohlers von der Rapidität des Klimawandels schockiert. »Hinzu kommen werden heißere Sommer und enorme Starkregenperioden, die auch zu Schäden führen werden, die Fauna und Flora verändern werden und der Landwirtschaft zu schaffen machen werden, wenn jetzt kein Umsteuern gelingt! Klimaschutz ist Überlebensfrage!«

Der NABU hoffe daher auf Signale der Bonner Weltklimakonferenz, die nach dem Pariser Klimaabkommen weitere konkrete Maßnahmen zeitnah zur Folge haben sollten, insbesondere zum Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger – »Die Verbrennung von Kohle und Öl ist die dümmste Form der Nutzung, eigentlich nichts anderes als Verschwendung nach Denkmustern von vorgestern«, sagte Wohlers – und deren Ersatz durch erneuerbare Energieträger sowie Effizienzsteigerung und – »was oft zu kurz kommt« – Energieeinsparung. Auch eine Wende im Agrar- und Verkehrsbereich sei überlebensnotwendig. »Es kommt nun darauf an, die Bremsspur des ›Tankers der Energieverschwendung‹ zu verkürzen«, sagte der NABU-Geschäftsführer, »deshalb gilt es, keine Zeit zu verlieren!" Auch die in den Koalitionsverhandlungen steckenden Berliner Parteien seien gefordert, dem "Klimaschutz aus Überlebensgründen Priorität einzuräumen!«
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Wo nachhaltiges Handeln Schule macht

24.10.2017 21:30 Uhr

Regionales Umweltbildungszentrum feiert 20-jähriges Bestehen – 60.270 Teilnehmende

Nachhaltiges und ökologisch verantwortungsvolles Handeln kann man lernen, und zwar am Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) für die Stadt Oldenburg: 60.270 Teilnehmenden – zumeist Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrkräften – wurden seit 1997 in 3.125 Veranstaltungen wertvolle Impulse in gesunder Ernährung, im Energiesparen und in Sachen Klimaschutz vermittelt. Auf diese stolze Bilanz blickt das RUZ zu seinem 20-jährigen Bestehen zurück. Gefeiert wird am Donnerstag, 26. Oktober, mit geladenen Gästen. 

Das RUZ ist eine Einrichtung der Stadt Oldenburg, die 1997 auf Beschluss des Rates entstanden ist und zum niedersächsischen Netzwerk der vom Kultusministerium anerkannten „Lernorte für Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gehört. Seitdem bietet das RUZ ein kostenloses Veranstaltungsprogramm für Oldenburger Schulen an. „Wie kann ich Strom und Wasser sparen?“, „Was lebt im Wassertropfen und unter dem Laub?“, „Was ist globale Gerechtigkeit?“ oder „Wie ernähre ich mich gesund und klimafreundlich?“ – das sind nur einige Beispiele aus der großen Fülle an Themen und Fragestellungen, die Schülerinnen und Schüler in Kursen des Umweltbildungszentrums bewegen. 

Das RUZ unterstützt die Oldenburger Schulen bei ihrer Aufgabe, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Querschnittsaufgabe in den Unterricht und das Schulleben zu integrieren. Die Förderung dieser Gestaltungskompetenz ist eine unerlässliche Voraussetzung für nachhaltige Lebensstile und eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise. Konkret wird dieses Anliegen durch Kurse wie „Durst & Wurst“, „Spar Energie – Aber wie?“, „Sonne, Wind und Wasser – erneuerbare Energien kennenlernen“ oder die „Mobile Klimaschutzschule“. Aber auch in der Natur findet nach wie vor klassische Umweltbildung in Moor, Wald und am Wasser statt. „Kinder und Jugendliche sollen dabei möglichst handlungsorientiert ihre Erlebnisse und Erfahrungen machen, um wichtige Zusammenhänge buchstäblich zu begreifen“, erläutert Edgar Knapp, der seit 1998 die Arbeit des Umweltbildungszentrums koordiniert. Aber auch zahlreiche Sonderprojekte, Fachtage, Lehrerfortbildungen und ein Ausleihservice für spezielle Unterrichtsmaterialien gehören zum Leistungsspektrum des RUZ-Teams.

Umgesetzt wird diese Arbeit von einem Team aus drei für jeweils einen Wochentag freigestellten Lehrkräften und zwei städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von zwei jungen Leuten in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr unterstützt werden.

„Während in den ersten 15 Jahren der überwiegende Teil der Nachfrage aus dem Grundschulbereich kam, bekunden in den vergangenen Jahren die weiterführenden Schulen ein stetig wachsendes Interesse an den Unterrichtsangeboten“, bilanziert Edgar Knapp. „So buchen zahlreiche Oberstufenkurse das RUZ, wenn für die Abiturprüfungen des Faches Biologie Themen wie Gewässer- oder Waldökologie angekündigt werden“, weiß der RUZ-Teamleiter. Mehrere Oldenburger Schulen haben bereits die „Klimaschutzschule“ in ihr Schulcurriculum übernommen. Auch mit verschiedenen Fachdidaktiken der Carl von Ossietzky Universität arbeitet man regelmäßig zusammen. Schließlich sollten auch Lehramtsstudierende frühzeitig lernen, was BNE für ihr späteres Berufsleben bedeutet. „Die Nachfrage ist immens“, berichtet Knapp, „schon vor den Sommerferien dieses Jahres waren wir bis Juni 2018 ausgebucht.“
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Agenda-Büro gibt Hinweise zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen

23.10.2017 09:32 Uhr
Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas „Unser Müll“ hat das Agenda-Büro Hinweise zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen herausgegeben.

Laut einer Studie des WWF landen allein in Deutschland pro Sekunde 313 Kilogramm Lebensmittel im Müll, ein Großteil davon wäre noch genießbar. Diese Zahl summiert sich auf das Jahr gesehen auf über 10 Millionen Tonnen. 

Die Stadt unterstützt diesen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln. So sind die Caterer, die Kitas beliefern, die Betreiber von Schul-Mensen und allgemein die Gastronomie, in einem Schreiben auf die vielfachen Aktivitäten hingewiesen und gebeten worden , Lebensmittelabfälle soweit wie möglich zu reduzieren. Dazu weist das Agenda-Büro zum einen auf einen Leitfaden des Umweltbundesamtes hin, der sich mit der „Vermeidung von Lebensmittelabfällen beim Catering“ beschäftigt. Der Leitfaden enthält viele leicht umsetzbare und praktische Tipps für den Alltag in der Großküche.

Zum anderen hat sich die Fachhochschule Münster, Institut für nachhaltige Ernährung, intensiv mit dieser Thematik beschäftigt. Dabei ist die Internet-Plattform www.lebensmittel-abfall-vermeiden.de entstanden. Sie richtet sich an Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und stellt sortiert nach den unterschiedlichen Branchen Instrumente zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zur Verfügung. 

Weiterhin wurde die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft entwickelte „Beste-Reste-Box“ empfohlen. Diese Box soll dazu dienen, den Gästen die nicht verzehrten Speisen aktiv zum Mitnehmen anzubieten. Auf diese Weise kann das Abfallaufkommen reduziert werden und die Gäste freuen sich über den Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Alle Bürgerinnen und Bürger werden damit gleichzeitig aufgerufen, beim nächsten Restaurant-Besuch, nach der „Beste-Reste-Box“ zu fragen und ihre nicht verzehrten Speisen mitzunehmen. 

Darüber hinaus bestehen weitere Möglichkeiten, noch genießbare Lebensmittel nicht zu vernichten. So gibt es beispielsweise im Internet verschiedene Plattformen über die unverkaufte Speisen, die im Betrieb übrig geblieben sind (zum Beispiel von einem Mittagsbuffet), preisreduziert angeboten werden können. Auf diese Weise können wiederum Lebensmittelabfälle vermieden werden und die Gastronomen können sich neue Gästegruppen erschließen.

Insgesamt soll das Thema der Lebensmittelverschwendung auf diese Weise in den Fokus gerückt werden. Weitere Ideen und Anregungen, wie Lebensmittelabfälle in Zukunft vermieden werden können, nimmt das Agenda-Büro der Stadt Oldenburg gern entgegen (agenda21@stadt-oldenburg.de). 
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Serviceangebote rund ums Thema Laub

04.10.2017 20:47 Uhr

AWB nimmt Laub kostenlos entgegen und stellt Sammelkörbe auf

Wie in den vergangenen Jahren auch nimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) wieder kostenlos Laub an. Vom 9. Oktober bis zum 30. Dezember können Oldenburgerinnen und Oldenburger Laub bis zu einer Anlieferungsmenge von maximal zwei Kubikmetern kostenlos an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege, Barkenweg 6, und Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, abgeben. „Die zeitlich begrenzte kostenlose Entsorgung an den Wertstoffannahmestellen betrifft aber ausschließlich Laub. Die Anlieferung größerer Mengen und anderer Gartenabfälle ist gebührenpflichtig“, sagt Arno Traut, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes. Es wird daher dringend geraten, bei der Anlieferung das Laub von anderen Gartenabfällen getrennt bereit zu halten. 

Des Weiteren beginnt der Abfallwirtschaftsbetrieb am 9. Oktober damit, rund 1.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Die Laubkörbe stehen den Bürgerinnen und Bürgern für die Befüllung und Entsorgung ausschließlich von Straßenlaub zur Verfügung. Das System der Laubkörbe wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern die Arbeit zu erleichtern, das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum zu entsorgen. „Das Hinzustellen von Laubsäcken ist, wie in den letzten Jahren auch, nicht gestattet“, betont Traut. Das Entleeren und die Mitnahme von Säcken würde die Arbeit der Müllwerker erheblich erschweren und außerdem dazu führen, dass die Tourenplanung, alle Körbe mindestens einmal wöchentlich zu leeren, nicht eingehalten werden kann. „Wir bitten dafür um das Verständnis aller Bürgerinnen und Bürger“, appelliert Traut.

Weitere Informationen zur Laubentsorgung und zu den Öffnungszeiten der Annahmestellen finden Sie im Abfuhrkalender oder im Internet unter www.awb-oldenburg.de.
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Stadt übernimmt Kompostwerk in Neuenwege

01.10.2017 20:53 Uhr

Keinerlei Änderung bei Abfuhr

Der Vertrag zum Betrieb des Kompostwerkes zwischen Stadt Oldenburg und Firma Remondis endet nun nach 20 Jahren. Zum 1. Oktober übernimmt nunmehr die Stadt den Betrieb der Anlage in Neuenwege. Die Anlagen des Kompostwerkes gehen dann vertragsgemäß in den Besitz der Stadt über. Stadt Oldenburg und Firma Remondis haben sich im vergangenen Jahr darauf verständigt, dass der Betriebsübergang gemeinsam konstruktiv organisiert wird. So werden die vier Mitarbeiter der Firma Remondis vom Abfallwirtschaftsbetrieb übernommen.

Für die Kunden ändert sich durch die Umstellung nichts, betont der Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, Arno Traut: „Abfuhrtage und Umfang der Leistung bleiben völlig gleich.“ Die Sammlung der Bioabfälle erfolgt weiterhin alle 14 Tage durch den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb. Grünabfälle können die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt an den beiden Wertstoffannahmestellen am Barkenweg und Langenweg entsorgen.

Pro Jahr werden in Oldenburg etwa 28.000 Tonnen Bio- und Grünabfälle eingesammelt. 21.000 Tonnen davon werden in Neuenwege verarbeitet, 7.000 Tonnen kommen in eine vergleichbare Anlage nach Aurich.

Eine geringfügige Veränderung im Hofverkauf gibt es: Der Verkauf von Rindenmulch und Holzschnitzel wird nicht fortgesetzt. Der Abfallwirtschaftsbetrieb will sich darauf konzentrieren nur die Produkte zu verkaufen, die aus dem Grünabfall direkt hergestellt werden und dies ist der Kompost, für den es derzeit gute Absatzmöglichkeiten gibt.
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Sammelbox schluckt ausrangierte Handys

20.09.2017 20:32 Uhr

Agenda-Büro und NABU veranstalten Aktionstag am Lefferseck

Millionen ausrangierter Handys schlummern in deutschen Schubladen. Jedes von ihnen enthält im Schnitt 150 Milligramm Silber, 25 Milligramm Gold und neun Gramm Kupfer, dazu kleine Mengen an Palladium und Platin – echte Schätze also. Diese edlen Rohstoffe könnten aber wertvolle Ressourcen schonen, wenn sie recycelt werden: Dafür wirbt das Agenda-Büro der Stadt Oldenburg gemeinsam mit der NABU-Stadtgruppe Oldenburg mit einem Aktionstag unter dem Motto „Handy zurück – Natur im Blick“ am Donnerstag, 21. September: Von 11 bis 16 Uhr werden am Lefferseck ausgediente Mobiltelefone eingesammelt. Gleichzeitig wird auf die Problematik bei der Herstellung von Handys aufmerksam gemacht: In den Ländern, in denen die für Handys verwendeten Rohstoffe gefördert werden, gibt es große soziale und ökologische Probleme.

Der NABU hat eine Vereinbarung mit dem Telefonanbieter O2 bezüglich der Verwertung von Altgeräten geschlossen. Danach kümmert sich im Auftrag von O2 die AfB gGmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderungen) darum, dass die eventuell noch vorhandenen Daten professionell vernichtet werden und die Altgeräte je nach Zustand entweder aufgearbeitet und
wieder vermarktet oder fachgerecht recycelt werden. Für jedes eingesammelte Handy erhält der NABU einen Betrag für das Projekt der Renaturierung der Havel. Nähere Informationen dazu gibt s im Internet unter www.nabu.de/unterehavel.

Unabhängig von dem Aktionstag am 21. September sammelt der NABU dauerhaft Handys. Diese können in der Geschäftsstelle am Schloßwall 15 abgegeben werden. Fragen beantwortet auch gerne das Agenda-Büro der Stadt unter der Telefonnummer 0441 235-3246 oder per E-Mail an agenda21@stadt-oldenburg.de.
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Stadt prüft weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung

20.09.2017 19:23 Uhr

Fortschreibung des Luftreinhalteplans wird auf den Weg gebracht

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Grenzwertüberschreitungen für Stickoxid will die Stadt Oldenburg weitere Maßnahmen zu einer Verbesserung der Luftqualität prüfen und umsetzen. Das hat die Stadt in einem Brief an die Deutsche Umwelthilfe angekündigt. Dazu wird auch die Fortschreibung des seit Oktober 2012 geltenden Luftreinhalteplans auf den Weg gebracht, dies hat die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Kima (Sitzung am 14. September) vorgeschlagen. „Darüber hinaus bleibt die Stadt aber bei ihrer Forderung, bundesweite Regelungen zu schaffen, die das Problem angehen. Die Ergebnisse des Dieselgipfels vom 4. September können dabei allenfalls ein erster Schritt sein“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Der geltende Luftreinhalteplan der Stadt Oldenburg sieht bereits einige Maßnahmen vor, nämlich die Modernisierung der Busflotte der VWG und die Umsetzung der im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (InEKK), Strategieplan Mobilität und Verkehr (smv) und Stadtentwicklungsplan (STEP 2025) verankerten Maßnahmen.

Einen Schwerpunkt im Mobilitätsbereich stellt der Radverkehr dar, den es weiter zu stärken gilt, um die genannten Ziele zu erreichen. Das kommunale Rad- und Fußverkehrsprogramm sieht für Maßnahmen zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs eine Aufstockung der jährlichen Haushaltsmittel vor. Für das Projekt Carsharing, das derzeit mit 3 Anbietern etwa 30 Stationen und rund 1.600 Nutzerinnen und Nutzer versorgt, wurden und werden ebenfalls nennenswerte Beträge, derzeit 55.000 Euro jährlich, eingesetzt.

Für eine Fortschreibung des Luftreinhalteplans hat die Stadt Oldenburg in den vergangenen Monaten das Gewerbeaufsichtsamt (GAA) Hildesheim gebeten, eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen rechnerisch zu betrachten. Vorgeschaltet sind zunächst, zur besseren Einschätzung der vorliegenden, rechnerisch ermittelten Daten zur Luftqualität am Hotspot Heiligengeistwall, zwei zusätzliche Passivsammlerstandorte eingerichtet worden. Dort finden seit Beginn des Jahres 2017 Messungen statt. Ergänzend dazu beabsichtigt die Stadt Oldenburg, eine entsprechend akkreditierte Messstelle mit weiteren Passivsammlermessungen zu beauftragen. Diese sollen zusätzlichen Aufschluss über die Größenordnung der städtischen Hintergrundbelastung liefern. Möglicherweise ist die angenommene Hintergrundbelastung zu niedrig angesetzt worden. Nicht zuletzt die durch die Stadt verlaufenden Bundesautobahnen 28, 29 und 293 sowie die Intensivlandwirtschaft könnten größere Auswirkungen auf die Messergebnisse in der Innenstadt haben. 

Die Stadt Oldenburg hat durch das GAA Hildesheim untersuchen lassen, ob die Einrichtung einer Umweltzone (nach derzeit geltenden Regularien mit grüner Plakette) bzw. eine Einbahnstraßenregelung am Hotspot Heiligengeistwall als sinnvolle Maßnahmen in Betracht kommen könnten. Die Untersuchungen ergaben, dass die erzielbaren Wirkungen nur bei 1 % bis 5 % (bezogen auf die NO2 - Gesamtbelastung) liegen.

Auch hat das GAA Hildesheim eine Abschätzung der Minderungswirkung auf die Luftschadstoffsituation am Hotspot Heiligengeistwall anhand von Modellrechnungen für eine von hier definierte Umweltzone „blau“ vorgenommen. Im Ergebnis wird rechnerisch eine mittlere Minderungswirkung der Umweltzone „blau“ auf die NO2 –Gesamtbelastung von ca. 8 % erreicht.

Im Rahmen der beabsichtigen Fortschreibung des Luftreinhalteplans werden weitere Maßnahmen in den Fokus rücken, um den Zeitraum der Grenzwertüberschreitung so kurz wie möglich zu halten. Vorschläge dazu sollen noch in diesem Jahr gemacht werden.
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Clever heizen: Stadt bietet Beratungsservice an

14.09.2017 09:45 Uhr
In den Herbstwochen beginnt die Heizperiode und passend dazu bietet die Stadt im Rahmen der Energiesparinitiative Klima(+)Oldenburg die Aktion „clever heizen“ an. Diese läuft vom 15. September bis zum 15. Dezember. Michaela Thomann, Energieberaterin der Stadt, erklärt: „In den rund 33.000 Oldenburger Ein- und Zweifamilienhäusern mit Baujahr vor 2012 schlummert ein großes Effizienzpotential. Laut Studien laufen nämlich rund 70 Prozent aller Heizungen ineffizient“.

In Oldenburg gibt es damit rund 23.000 Heizungen mit Optimierungsbedarf. Für nur 25 Euro erhalten Eigentümer eine unabhängige Optimierungsberatung, bei der geklärt wird, welche Einsparpotentiale es gibt, welche Kosten entstehen, ob und welche Förderprogramme genutzt werden können und welche Einsparung zu erwarten ist. Der günstige Preis kommt zustande, weil die Stadt Oldenburg, die Niedersächsische Klimaschutzagentur (KEAN) und die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Oldenburg mit vereinten Kräften das Projekt fördern. Rund 60 Minuten lang dreht sich alles um Rohrdämmung, Energiekennzahlen, sparsame Pumpeneinstellung, Hocheffizienzpumpen, effiziente Warmwasserbereitung, hydraulische Abgleiche, optimierte Heizkurven, die richtige Raumtemperatur, Außenfühler, Bedarfsteuerung von Zeitschaltuhren, voreinstellbare Thermostatventile, Nutzung erneuerbarer Energien und so weiter.

Die Anzahl der Beratungen ist begrenzt. Interessenten können sich montags bis donnerstags immer vormittags telefonisch unter 235-3089 oder schriftlich unter energie@stadt-oldenburg.de anmelden.
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Stadt fördert Abwrackprämie für Stromfresser

13.09.2017 22:22 Uhr

„Stromspar-Check“ der Caritas Oldenburg beim Tausch alter Kühlgeräte

Seit 2012 bietet der Stromspar-Check der Caritas Oldenburg eine kostenlose Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte an. Im Rahmen dieser Energieberatung können ab sofort Kühlgeräte mit einem viel geringeren finanziellen Eigenbeitrag als bisher ausgetauscht werden. Der Eigenanteil für ein neues Kühlgerät beträgt jetzt nur noch 50 Euro pro Erwachsener und 20 Euro pro Kind, maximal jedoch 150 Euro pro Haushalt. Möglich ist dieses durch eine zusätzliche Förderung der Stadt Oldenburg und der EWE. 

Voraussetzung dafür ist, dass das alte Gerät mindestens zehn Jahre alt sein muss, das Einsparpotential bei Austausch gegen ein energieeffizientes Kühlgerät (A+++) mindestens 200 Kilowattstunden pro Jahr beträgt und das alte Gerät fachgerecht entsorgt wird. 

Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdiensts Umweltmanagement der Stadt Oldenburg, betont die Wichtigkeit des Projekts: „Im Rahmen des integrierten Energie- und Klimaschutzprojektes hat die Stadt das Stromsparprojekt seinerzeit in Oldenburg angeregt und unterstützt es jährlich mit 8.000 Euro. Die Politik hat dann nochmal 8.000 Euro draufgelegt, um mit einem erweiterten Förderprogramm zum Kühlgerätetausch eine höhere Austauschquote zu erzielen.“ Stromfressende Altgeräte könnten im Einzelfall knapp ein Viertel des gesamten Stromverbrauches eines Haushaltes ausmachen, so Gerd Iwanuk. „Unsere Abwrackprämie kann so spürbar zur Entlastung der betroffenen Haushalte beitragen.“
 
1.400 Tonnen CO2-Emissionen eingespart
„Neben den finanziellen Einsparungen, die das Projekt für die Haushalte leistet, sind auch die CO2-Einsparungen bemerkenswert“, erklärt Roger Niedenführ, Projektleiter des Stromspar-Checks Oldenburg bei der Caritas. „Seit Projektbeginn wurden in Oldenburg über 1.000 Haushalte beraten und rund 8.800 Energiesparlampen, 700 schaltbare Steckerleisten, 875 Durchlaufbegrenzer für den Wasserhahn sowie andere Soforthilfen zum Energie- und Wassersparen bereitgestellt.“ Über die Lebensdauer der Sparartikel gerechnet würden damit rund 1.400 Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart, so Roger Niedenführ.

Der Stromspar-Check Oldenburg ist ein Projekt des Caritasverbandes Oldenburg-Ammerland e.V., der Energieagenturen, des Bundesumweltministeriums, der Stadt Oldenburg und des Jobcenters Oldenburg. Die GSG Oldenburg und die EWE unterstützen das Projekt als Sponsoren. In Oldenburg führen derzeit acht kompetente Stromsparhelferinnen und -helfer den Stromspar-Check durch. Neben einem detaillierten Bericht, geben sie auch Energiesparartikel im Wert von bis zu 70 Euro pro Haushalt heraus.

Am Projekt „Stromspar-Check“ können alle Bürger und Bürgerinnen der Stadt Oldenburg teilnehmen, die Sozialtransferleistungen wie Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kindergeldzuschlag erhalten. Weitere Informationen gibt es im Sozialen Kaufhaus der Caritas in der Peterstraße 39. Die Bürozeiten sind montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr. Ein Beratungstermin kann auch telefonisch unter 0441 9254520 vereinbart werden. Unter www.oldenburg.de/energie gibt es ebenfalls Informationen zum Projekt und anderen Energieprojekten im Stadtgebiet.
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Wie Moore das Klima schützen

10.09.2017 21:02 Uhr

Interaktive Ausstellung im Kulturzentrum PFL

Über den Zusammenhang von Moor- und Klimaschutz können sich Interessierte ab Donnerstag, 14. September, in der Eingangshalle des Kulturzentrums PFL informieren. Dort wird als Teil der von der Stadt Oldenburg gemeinsam mit dem BUND Oldenburg organisierten Veranstaltungsreihe „Moorherbst Oldenburg 2017“ das Ausstellungsmodul „Moor macht Klima“ präsentiert. Umweltdezernentin Gabriele Nießen und Thomas Myslik vom BUND eröffnen die Ausstellung um 10 Uhr. 

Das Ausstellungsmodul wurde von der Biologischen Station Osterholz im Rahmen des Projekts „Moorschutz in Niedersachsen (MooNi)“ entwickelt. Die Schau kann bis einschließlich Mittwoch, 11. Oktober, innerhalb der normalen Öffnungszeiten des PFL besucht werden.

Das Ausstellungsmodul besteht aus einer Stele und mehreren Rollup-Displays. Auf den vier Stelenseiten wird jeweils ein eigener Moorschutz-Aspekt aufgegriffen. Dieser wird zusätzlich auf den Rollup-Displays mit Bildern und Texten näher dargestellt. Interaktive Elemente helfen, erlebnis- und erfahrungsgestützt zu lernen. 

Unter anderem wird dabei der Zusammenhang von Wasserstand und CO?-Emissionen im Moor erläutert. Die Aussagen werden durch eine steuerbare LED-Beleuchtung visualisiert: Je niedriger der Wasserstand im Moor ist, desto mehr CO? wird freigesetzt und desto intensiver leuchtet ein auf der Stele befestigter LED-Globus. Ferner geht es die klimarelevanten Folgen der landwirtschaftlichen Moor-Nutzung sowie um die Artenvielfalt der Moore. Mit dem Verschwinden der natürlichen und naturnahen Moore sind auch viele Arten gefährdet. Der Abbau von Torf ist ein weiterer Aspekt, den die Ausstellung beleuchtet.
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Stadt fördert Kraft-Wärme-Kopplung

04.09.2017 20:57 Uhr
Die Stadt Oldenburg unterstützt die erstmalige Errichtung von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) finanziell. Für Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 15 Kilowatt in privaten und gewerblichen Bestandsbauten kann ein Investitionszuschuss in Höhe von 3.000 Euro je Vorhaben beantragt werden. Für die Begleitung der KWK-Maßnahme durch einen qualifizierten Energieexperten kann ein weiterer Zuschuss von 500 Euro gewährt werden. Informationen zum neuen Förderprogramm gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/energie.

Die Klimaschutzstelle der Stadt Oldenburg bietet darüber hinaus mit dem sogenannten BHKW-Check einen kostenfreien Beratungsservice für die Errichtung von Blockheizkraftwerken (BHKW) an. Dieser beinhaltet unter anderem eine softwaregestützte Kosten-Nutzen-Betrachtung und Emissionsbewertung.

Energieanlagen der Kraft- Wärme-Kopplung wie Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen weisen eine sehr hohe Energieeffizienz auf, da die bei der Stromproduktion anfallende Wärme energetisch genutzt wird. In Oldenburg beträgt der KWK-Stromanteil gegenwärtig rund 5 Prozent, während der Anteil bundesweit bei 16 Prozent liegt. Vor dem Hintergrund des städtischen Klimaschutzleitbildes, bis zum Jahr 2020 eine Kohlendioxid-Einsparung aus eigener Kraft von etwa 100.000 Tonnen zu erreichen, ist die finanzielle Unterstützung von KWK-Anlagen eine weitere Maßnahme bei der Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes.

Ansprechpartner im Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg ist Reiner Dunker unter Telefon 0441 235-3244 oder per E-Mail an reiner.dunker@stadt-oldenburg.de.
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„10 Milliarden? Wie werden wir alle satt?“

31.08.2017 09:17 Uhr

Filmabend mit Regisseur Valentin Thurn im Kulturzentrum PFL am 7. September

Das Netzwerk „Nordwest isst besser“ zeigt gemeinsam mit dem Agenda-Büro der Stadt Oldenburg am Donnerstag, 7. September, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, den Dokumentarfilm „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“. Der Einlass ist ab 17.30 Uhr, der Film beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro. 

Der Regisseur Valentin Thurn („Taste the Waste“) möchte mit „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt“ auf die Problematik aufmerksam machen, dass die Ernährung der Weltbevölkerung von bald 10 Milliarden Menschen in Zukunft viele Fragen aufwerfen wird. Auf der einen Seite steht die industrielle Landwirtschaft, die auf weitere Expansion und Massenproduktion setzt. Auf der anderen Seite die traditionelle bäuerliche Landwirtschaft, die dazu aufruft, behutsamer mit den begrenzten Ressourcen umzugehen. In dem Film werden beide Seiten und Visionen für die Zukunft vorgestellt und kritisch hinterfragt. Dadurch werden auch insbesondere die Zuschauer dazu bewegt, ihr eigenes Essverhalten und dessen Auswirkungen zu hinterfragen. 

Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Valentin Thurn, Prof. Dr. Stefanie Sievers-Glotzbach (Ökonomie der Gemeingüter, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Dr. Tobias Hartkemeyer (CSA Hof Pente, Solidarische Landwirtschaft, Bramsche), Karl-Heinz Funke (Wählergemeinschaft „Zukunft Varel“, Landwirt) und Jan-Christoph Egerer (Bäckerei Müller-Egerer). Das Publikum ist eingeladen, an der Diskussion mit kritischen Fragen teilzunehmen.
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Stadt überprüft Baustellen auf asbesthaltige Materialien

04.08.2017 17:38 Uhr

Keine gesundheitliche Gefährdung durch Funde in Oberschule Ofenerdiek

Bei Routineuntersuchungen auf den Baustellen in Oldenburger Schulen sind asbesthaltige Proben in Fassadenelementen der Oberschule Ofenerdiek gefunden worden. Dies führt zu einer zeitlichen Verzögerung beim Bau, der Unterricht ist davon jedoch nicht betroffen.
Auch eine gesundheitliche Gefahr für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kann nach Auskunft des Gesundheitsamtes ausgeschlossen werden. Das Problem sind ausschließlich verdeckt eingebaute asbesthaltige Baustoffe, die etwa in mineralischen Putzen, Spachtelmassen und vor allem Fliesenklebern vorkommen können, von denen aber im festeingebauten Zustand keinerlei Gefahr ausgeht.

Von den 16 Baumaßnahmen an Schulen wurden sieben als unbedenklich eingestuft. Neun weitere wurden untersucht, davon gab es sechs mit Befund, drei ohne Befund. Die Materialien wurden teilweise bereits ausgebaut und werden ordnungsgemäß entsorgt.

Von der Problematik können grundsätzlich alle Gebäude betroffen sein, die bis 1995 gebaut wurden, aber nur wenn durch Baumaßnahmen entsprechende Stoffe freigesetzt würden. Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber wurden überwiegend in den 1960er bis in die 1980er Jahre verwendet. Die städtischen Hausmeister werden derzeit mit einer Schulung auf die höheren Anforderungen im Umgang mit belasteten Materialien vorbereitet, damit wird die Ausführung kleinerer Arbeiten sichergestellt. 

1993 erging das Asbestanwendungsverbot, so dass ab 1995 von einer Asbestfreiheit in Baumaterialien ausgegangen werden kann.
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Umweltschutzaktion in der Haarenniederung

22.07.2017 12:36 Uhr

Frauen aus der JVA Vechta beseitigen mit Bürgerinnen und Bürgern schädliches Springkraut

Bei einer Naturschutzaktion in der Haarenniederung am Dienstag, 11. Juli, kamen eine Gruppe Frauen aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Vechta/Hildesheim, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende der Universität Oldenburg, Mitglieder des Vereins Erholungsgebiet Haarenniederung e.V. und Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam die unerwünschten Drüsigen Springkräuter zu beseitigen. Die Drüsigen Springkräuter gehören zu den Neophyten die aus Asien eingewandert sind, also gebietsfremde Pflanzen, die durch ihre Größe und massenhafte Versamung heimische Pflanzen verdrängen.

Die eintägige Unternehmung fand unter der Federführung der Unteren Naturschutzbehörde und der Landschaftswartin Renate Ponel statt, nachdem sie bereits im letzten Jahr erfolgreich verlief. Neben der Umweltpflege ist es das Ziel der sozialen Umweltaktion, dass die Frauen aus der JVA zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam arbeiten.

„Durch die Zusammenarbeit vieler Akteure aus unterschiedlichen Bereichen zeigte sich, dass alle zusammen Verantwortung für das Gemeinwohl übernommen haben, Berührungsängste abgebaut wurden und zudem eine erfolgreiche Aktion im Sinne des Artenschutzes stattfand!“, resümierten Robert Sprenger, Leiter des Fachdiensts Naturschutz und technischer Umweltschutz, und Oliver Weßels, Leiter der JVA für Frauen Vechta/ Hildesheim bei einem gemeinsamen Dankeschön-Kaffee für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Trotz der etwas mühseligen Arbeit nahmen sogar Kinder an der Aktion teil: Anton und Enno kamen mit ihrem Vater, um mitzuhelfen. Auch Anton zieht ein Resümee: „Es hat gut getan, mal wieder was Richtiges zu schaffen.“
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Energetisches Nachbarschaftsquartier rückt in greifbare Nähe

12.07.2017 20:36 Uhr

Stadt und OFFIS hoffen auf Millionen-Förderung des Bundes für Fliegerhorst-Projekt

Auf dem Fliegerhorst könnte schon bald die Zukunft beginnen: Die Stadt Oldenburg und das Informatik-Institut OFFIS sind aufgefordert, einen Vollantrag in der Förderbekanntmachung „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ einzureichen. Sollte das gemeinsame Leuchtturm-Projekt im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt werden, fließen Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro in das ambitionierte Vorhaben auf dem Fliegerhorst-Gelände. „Wir freuen uns über diese Chance und hoffen nun natürlich, auch den finalen Förderbescheid zu erhalten“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Eine Projektskizze war von einem Konsortium mit insgesamt 21 Partnern aus Industrie und Forschung unter Federführung von Stadt und OFFIS eingereicht worden. Der Projektantrag ist aus dem Ende vergangenen Jahres im Auftrag der Stadt Oldenburg von OFFIS entwickelten Strategiepapier „Smart City Oldenburg – der Mensch im Zentrum“ mit konkreten Ansätzen für die Umsetzung in den Bereichen Energie, Verkehr, Verwaltung und Lebensqualität hervorgegangen. 

„Die Neugestaltung des Fliegerhorstes bietet der Stadt Oldenburg die einmalige Gelegenheit, sich als Vorreiter für die Entwicklung von Smart City-Konzepten für vergleichbare Kommunen und Städte in Deutschland und Europa zu positionieren“, so Krogmann. Ein Teilbereich des Fliegerhorstes – ein 3,9 Hektar großes, vormals militärisch genutztes Areal – ist als „lebendes“ Labor für die Erprobung neuer Smart City-Technologien vorgesehen. Es soll ein klimaneutrales Quartier konzipiert und umgesetzt werden.

Wie muss eine lokale Energiegemeinschaft eines Nachbarschaftsquartiers aus sozialer und betriebswirtschaftlicher Sicht ausgestaltet sein, um eine hohe Akzeptanz bei Anwohnern, Besitzern der Erzeugungseinheiten und Dienstleistern zu erlangen und auch langfristig attraktiv sowie betriebswirtschaftlich tragbar zu sein? „Das ist eine der Kernfragen, die wir in dem Projekt beantworten möchten“, so Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, OFFIS-Vorstand. „Das multimodale Energiesystem des Quartiers wird die Erzeugungs- und Energiewandlungsanlagen unterschiedlicher Besitzer so miteinander vernetzen, dass die lokal erzeugte Energie auch möglichst lokal verbraucht wird.“

Hierfür ist geplant, ein Infrastrukturkonzept zu erarbeiten und umzusetzen, das die physischen Infrastrukturen Strom, Wärme und alternative Antriebsformen mit Hilfe von Energiekopplern miteinander in einem Sektor übergreifenden Versorgungsnetz verbindet. Die Anwohner sollen über ein Community-Portal als Energieproduzenten und -konsumenten in die Konzeption von Anreizmodellen für die Bildung lokaler Energiegenossenschaften und der daraus abgeleiteten Geschäftsmodelle für die Dienstleister zum Aufbau und Betrieb von derartigen Quartieren einbezogen werden.

Das Konsortium schreibt nun fleißig am sogenannten Vollantrag, um das ambitionierte Projekt mit den vom Bund avisierten 18 Millionen Euro an Fördermitteln umsetzen zu können. „Wir hoffen, im Herbst 2017 den Förderbescheid zu bekommen, um Anfang 2018 mit der Projektumsetzung starten zu können“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. 
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Explosion in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege

05.07.2017 20:30 Uhr

Schredderanlage erheblich beschädigt – Keine Verletzten – AWB erstattet Anzeige

Explosion in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege

Am Mittwoch, 5. Juli, kam es gegen 13 Uhr in der mechanischen Abfallbehandlungsanlage des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) in Neuenwege zu einer Explosion. Die Schredderanlage wurde dabei erheblich beschädigt. 

Offenbar haben unbekannte Verursacher in einem Container mit Sperrmüll entzündlichen Abfall eingegeben, der dann beim Schreddern explodiert ist. Die Feuerwehr rückte an, um weitere Schäden zu vermeiden. „Wir können nur von Glück sagen, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion keine Personen in unmittelbarer Nähe des Schredders aufgehalten haben, so dass keine Mitarbeiter des AWB verletzt wurden“, berichtet Arno Traut, Betriebsleiter des AWB, erleichtert. „Wir haben aber Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Kriminalpolizei ermittelt bereits“, so Traut weiter. 

„Es wird nach einer ersten Einschätzung wahrscheinlich mehrere Wochen dauern, bis die Abfallbehandlungsanlage repariert ist und wieder ihren Betrieb aufnehmen kann“, schätzt Traut. Die Abfälle werden aber weiterhin wie gewohnt angenommen. Sie werden in auswärtige Entsorgungsanlagen transportiert und dort verarbeitet. 

In der Abfallbehandlungsanlage ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden oder Explosionen gekommen, weil Entsorger leicht entzündliche Abfälle in den Restabfall oder Sperrmüll gegeben haben. „Es kann schon eine nicht völlig entleerte Spraydose, die in den Schredder gelangt, zu einem erheblichen Brand oder gar Explosion führen“, berichtet Traut. Er weist daher darauf hin, dass solche Abfälle keinesfalls im Restabfall oder Sperrmüll zu entsorgen sind, sondern unbedingt als Sonderabfall.
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Neue Ausstellung im Edith-Russ-Haus: Podiumsdiskussion über „Ozeane“

01.07.2017 14:57 Uhr

Meeresforschung aus der Perspektive des Künstlers und weiteren Gästen

„Ozeane – Dialoge zwischen Meeresgrund und Wassersäule“: Darum dreht sich die neue Soloausstellung des Videokünstlers und Fotografen Armin Linke im Edith-Russ-Haus für Medienkunst. Anlässlich der Eröffnung lädt das Kunsthaus zu einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 5. Juli, um 17 Uhr ein. Die Referenten sind neben Armin Linke Dr. Matthias Haeckel vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Kiel), Kai Kaschinski, Vorsitzender von Fair Oceans (Bremen) und Markus Reymann, Direktor der TBA21-Academy, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (Wien). In Form von Videointerviews und Filmaufnahmen aus der Tiefsee gibt die Ausstellung „Ozeane“ Einblicke in die komplexen Prozesse der Meeresforschung.

 

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion um 19 Uhr eröffnet Dr. Nicole Deufel, Amtsleiterin der städtischen Museen, die Ausstellung. Markus Reymann und die beiden Leiter des Edith-Russ-Hauses Edit Molnár und Marcel Schwierin stellen Konzept und Werke der Ausstellung vor.

 

„Ozeane – Dialoge zwischen Meeresgrund und Wassersäule“ läuft vom 6. Juli bis 24. September. Weitere Informationen auch zum Rahmenprogramm gibt es im Internet unter www.edit-russ-haus.de.
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Abfallwirtschaftsbetrieb bekommt neuen Betriebsleiter

27.06.2017 22:16 Uhr

Volker Schneider-Kühn folgt auf Arno Traut

Im Herbst des Jahres wird der AWB einen neuen Betriebsleiter bekommen. Volker Schneider-Kühn (43) wird Nachfolger von Arno Traut, der Ende November 2017 in den Ruhestand geht. Schneider-Kühn verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Abfallwirtschaft, zuletzt war er Betriebsstättenleiter der Nehlsen GmbH am Standort Wiefels (Landkreis Friesland) und dort für 160 gewerbliche und 40 kaufmännische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich.

Er hat an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel Umwelt- und Hygienetechnik studiert. Seit Anfang 2002 ist er in der Entsorgungsbranche tätig. 

Seine Stelle als Betriebsleiter des AWB in Oldenburg wird er zum 1. November antreten.
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Stadt Oldenburg legt Landschaftsrahmenplan vor

22.06.2017 20:08 Uhr

Stadtbaurätin Nießen: „Standardwerk für den Naturschutz im Stadtgebiet“

Natur und Landschaft der Stadt Oldenburg sind umfangreich untersucht und kartiert worden. Nach jahrelanger Arbeit liegt das umfangreiche Werk jetzt vor: der Landschaftsrahmenplan der Stadt ist fertiggestellt.

Der Landschaftsrahmenplan ist das Standardwerk für die untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg. Für dieses Werk ist die Natur und Landschaft im Stadtgebiet in weiten Bereichen neu erfasst worden. Darüber hinaus haben alle hier vorliegenden Daten aus Untersuchungen, Gutachten, Kartierungen, Beobachtungen, Zufallsfunden und so weiter, analoge wie digitale, dort Eingang gefunden.

Für Stadtbaurätin Gabriele Nießen ein wichtiger Beitrag zu einer lebenswerten Stadt:
„Wir gehören zu den wenigen Städten in Niedersachsen, die eine solche umfassende Aufstellung vorgenommen haben. Der Landschaftsrahmenplan beschreibt den gegenwärtigen Zustand von Natur und Landschaft in Oldenburg und ist für uns eine wichtige Grundlage weiterer Planungen.“

Geschaffen wurde ein umfassender Plan, der aus geordneten, ausgewerteten Daten Ziele und Handlungsanweisungen formuliert. Zweck des Landschaftsrahmenplans ist es, gemäß § 1 BNatSchG, die Natur und Landschaft in Oldenburg auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen zu schützen.

So sollen die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert werden. Die Bewertung und Ausarbeitung der vorliegenden Daten erfolgte in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg durch das Büro Moritz Umweltplanung.

Einige wenige Exemplare liegen gedruckt vor. Diese können gegen eine Gebühr von 100 Euro erworben werden.
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Moderne Schnitzeljagd zu Oldenburgs Klimaschätzen

15.06.2017 00:15 Uhr

Stadt stellt neue Geocaching-Tour vor

Mit der neuen städtischen Geocaching-Tour „Klimaschätze in Oldenburg“ unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann gibt es in Oldenburg ab sofort eine moderne Schnitzeljagd, die markante Klimaprojekte innerhalb der Stadt zeigt.

„Strom aus erneuerbaren Quellen, innovative Mobilitätskonzepte, zukunftsfähige Konsumalternativen: In Oldenburg gibt es viele gute Beispiele für mehr Klimaschutz. Mit der vom Fachdienst Um-weltmanagement entwickelten Idee, acht Oldenburger Klimaschätze zu einer spannenden Geo-caching-Route zusammenzufassen, vermitteln wir einmal auf ganz neue Weise spannende Informa-tionen über Energie und Klimaschutz in unserer Stadt“, erklärt Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Geocaching ist frei übersetzt eine digitale Schatzsuche, bei der kleine „Schätze“ versteckt werden, deren Koordinaten veröffentlicht werden. Mitspielerinnen und Mitspieler können dann per Smart-phone oder GPS-Gerät diese sogenannten Geocaches suchen und sich in dem dort hinterlegten Logbuch als Finder eintragen.

Klimaschätze in Oldenburg
Die ausgewählten Klimaschätze der Oldenburger Tour stehen exemplarisch für den klimafreundlichen Umgang mit Ressourcen und eine zukunftsfähige Lebensweise. So reicht das Spektrum von Orten der erneuerbaren Energien wie dem Solarpark am Fliegerhorst über Angebote zu nachhaltiger Mobilität mit E-Tankstellen und Car-Sharing bis hin zur ehemaligen Zentraldeponie Oldenburgs, dem Utkiek. Die dort versteckten Geocaches sind interaktiv und können von den Schatzsuchern mit Einsatz und Spürsinn gehoben werden. Einer dieser Klimaschätze befindet sich im neuen Wohnquartier am Stadthafen und repräsentiert die dort verwendete innovative Wärmerückgewinnung aus Abwasser. Für dieses Projekt ist die Stadt Oldenburg im Jahr 2016 mit Partnern als „Niedersächsische Klimakommune“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preisgeld dieses Wettbewerbs hat die Stadt die Geocaching-Tour realisiert und damit ein lebendiges Angebot geschaffen, das interessante Klimaschutzprojekte öffentlich in den Fokus rückt und den Klimaschutzgedanken in die Freizeit trägt.

Die Klimaschätze können einzeln oder als Tour gesucht werden und richten sich an Bürgerinnen und Bürger, an die Geocacher-Community, an Touristen sowie mit einem Zusatzangebot an Oldenburger Schulen und Jugendherbergsgäste. 

„Wir freuen uns über das neue Angebot als Erweiterung der lokalen Freizeitmöglichkeiten“, sagt Silke Fennemann von der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH. Eine kostenlose Klimaschätze-Broschüre mit einer genauen Beschreibung der Caches gibt es bei der Tourist-Info in der Oldenburger Innenstadt, wo auch einzelne GPS-Geräte ausgeliehen werden können. Wer alle acht Klimaschätze gehoben hat, kann noch einen zusätzlichen Bonuscache öffnen und schließlich die limitierte Oldenburger „Geocoin“, die es in drei verschiedenen Versionen gibt, bei der Tourist-Info erwerben. Diese Münze kann digital registriert und als Wanderobjekt durch die Caches dieser Welt geschickt werden oder als begehrtes Sammlerstück an die Oldenburger Klimaschätze erinnern.

Weitere Informationen zur Geocaching-Tour gibt es unter www.oldenburg.de/klimaschaetze. Geocacher können sich online unter www.geocaching.com für weltweiten Austausch registrieren.
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Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen

15.06.2017 00:07 Uhr

Vortrag am 14. Juni im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Klima(+)Unternehmen“ bietet die Stadt Oldenburg einen Vortrag zur Energieberatung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an. Er findet am Mittwoch, 14. Juni, von 15 bis 17 Uhr im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg, Marie-Curie-Straße 1, statt. Es referiert Diplomingenieur Carsten Mücke, Energieberater für KMU und technische Gebäudeausstattung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Carsten Mücke erklärt Energieeinsparpotenziale, die durch eine betriebliche Expertenberatung erschlossen werden können, anhand zahlreicher Praxisbeispiele. Verborgene Starkverbraucher und ungenutzte Reserven können aufgedeckt und somit oft ohne großen Aufwand Kosten reduziert werden.

Um eine Anmeldung wird gebeten unter www.klimaplus-unternehmen.de oder telefonisch bei Ralf Blömer, Amt für Umweltschutz und Bauordnung, unter 0441 235-3615, beziehungsweise per E-Mail an ralf.bloemer@stadt-oldenburg.de. 
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Stadtverwaltung im Austausch mit Greenpeace über Stickstoffdioxide

30.05.2017 12:21 Uhr

Plakate aus Bürgerbefragung übergeben

Stadtverwaltung im Austausch mit Greenpeace über Stickstoffdioxide
Über das Thema „Saubere Luft“ haben Vertreterinnen und Vertreter von Greenpeace Oldenburg mit Baudezernentin Gabriele Nießen diskutiert. Anlass war ein bundesweiter Greenpeace-Aktionstag am 4. März, an dem auch in Oldenburg über die Schadstoffbelastung der Luft informiert wurde. Greenpeace-Mitglieder hatten dabei in der Innenstadt rund 150 Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Maßnahmen abstimmen lassen. Das Ergebnis haben Danny Rimpl und Isabelle Bause von der Oldenburger Ortsgruppe nun an Baudezernentin Nießen sowie Klaus Büscher, Amtsleiter Umweltschutz und Bauordnung, und Robert Sprenger, Fachdienstleiter Naturschutz und technischer Umweltschutz, übergeben.

Unter den fünf Vorschlägen, die zur Abstimmung standen, gab es die meisten Stimmen für den Punkt „Räume für Menschen, nicht für Autos“. Beliebt waren auch die Vorschläge „Nahverkehr im Innenstadtbereich muss kostenlos sein“ und „Feet first: Vorfahrt Fußgänger und Radfahrer“. Auf den Plätzen vier und fünf landeten die Maßnahmen „Die neue City-Freiheit: Mut zu autofreien Zonen“ sowie „Slow statt stressig, Tempo runter, Verkehr beruhigen“. 

Nähere Informationen zur Luftreinhaltung in Oldenburg gibt es im Internet unter www.oldenburg.de unter dem Suchwort „Luftreinhalteplan“.
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Fotos vom Feldsperling

15.05.2017 07:58 Uhr

NABU ruft zu Wettbewerb auf

Der Naturschutzbund NABU hilft seit einem Jahr mit dem Projekt »Feldsperlinge - Vögel des Siedlungsrandes«, gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, dem Feldsperling im gesamten Oldenburger Land. Es wurden schon Blühstreifen angelegt, Nisthilfen ausgebracht sowie Wildsträucher und Obstbäume gepflanzt. Nun ruft der NABU zu einem »Fotowettbewerb Feldsperling« auf.

»Hierbei geht es uns weniger um wertvolle Preise und Hochglanzfotos«, sagt Projektleiter Bernd Ziesmer vom NABU in Oldenburg. »Wir möchten einfach dazu aufrufen, dem oft übersehenen Feldsperling ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Und wann schaut man schon genauer hin, als wenn man durch den Sucher blickt, um ein besonders gelungenes Foto zu machen!«

Der Feldsperling ist als ländlicher Verwandter des Spatzes an seiner kastanienbraunen Kappe gut zu erkennen. »Männchen und Weibchen sehen beim Feldsperling gleich aus,« weiß Ziesmer zu berichten. »Vor allem im ländlichen Raum und am Siedlungsrand lohnt es, nach dem geselligen Vogel Ausschau zu halten.« 

Da wir gerade Brutzeit für Feldsperlinge haben, könnten im Moment sehr schöne Fotos gelingen. Wem der Feldsperling »vor die Linse« kommt, der kann seine digitalen Bilder bis Ende Juni an ziesmer@nabu-oldenburg.de schicken. »Wir werden eine Auswahl der Fotos auf unseren Projektseiten vorstellen und für die drei besten Aufnahmen stehen auch Preise bereit!« Ein dreifacher Feldsperlingskasten aus Holzbeton, ein Obstbaum sowie ein Wildstauden-Pflanzpaket werden die schönsten und interessantesten Fotos ehren.

Infos im Internet: www.nabu-oldenburg.de 
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Die mobile Schadstoffsammlung startet wieder

25.04.2017 20:43 Uhr
Das Schadstoffmobil des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB) startet am Mittwoch, 26. April, seine Entsorgungstour durch das Stadtgebiet. Bis zum 21. Juni wird die mobile Schadstoffsammlung an insgesamt sechs Tagen, jeweils mittwochs, unterwegs sein und wohnortnah den Bürgerinnen und Bürgern eine Entsorgungsmöglichkeit für ihre schadstoffhaltigen Abfälle bieten. Informationen über die Haltestellen finden sich im Abfuhrkalender sowie unter www.oldenburg.de/awb.

Neben schadstoffhaltigen Abfällen, wie zum Beispiel Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien, nimmt die mobile Sammlung auch wieder Elektrokleingeräte wie beispielsweise Bügeleisen, Toaster oder Staubsauger sowie Flaschenkorken an. Elektrogroßgeräte sowie Fernseher und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gleiche gilt für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.
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NABU: Materialien zur diesjährigen Stunde der Gartenvögel sind eingetroffen

12.04.2017 22:12 Uhr

Mitmachen bei Deutschlands größter Vogelzählung

Druckfrisch eingetroffen sind die Materialien zur größten Vogelzählaktion Deutschlands, der NABU Stunde der Gartenvögel – sie findet vom 12. bis 14. Mai statt. Die Teilnahmeblätter, Aktionsblätter für Grundschulkinder mit Begleitheft und Poster sind abholbereit und liegen in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr bereit. 
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NABU sucht gebrauchte Weckgläser

29.03.2017 09:08 Uhr
Der NABU bittet die Bevölkerung um besondere Spenden: gebrauchte Weckgläser. Diese sollen Ende August als Windlichter bei der Europäischen Nacht der Fledermäuse, deren zentrale Veranstaltung für ganz Deutschland der NABU Oldenburg in diesem Jahr durchführen wird, zum Einsatz kommen. Die Weckgläser können montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr im NABU-Büro, Schlosswall 15, abgegeben werden.
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Führungen durch Oldenburgs grünes Herz

29.03.2017 09:03 Uhr
Der Oldenburger Schlossgarten ist ein besonderer Ort. Die rund 16 Hektar große Parkanlage mit ihrer Vielfalt an pflanzlichen Formen und Farben liegt mitten in der Stadt. Gründer war der Regent Herzog Peter Friedrich Ludwig, der sich für die Anlage eines Gartens im modernen englischen Stil entschied.

Von April bis Oktober wird jeden ersten Samstag im Monat ein zweistündiger Rundgang durch den Schlossgarten und das Schloss angeboten. Die erste Führung für diese Saison findet am Samstag, den 1. April 2017, um 14:00 Uhr statt. Dabei informiert ein sachkundiger Gästeführer über den Schlossgarten, der seit 1814 fast unverändert, zum Teil sogar mit den ursprünglichen Baumbeständen, besteht. Während des zweistündigen Rundgangs erhalten die Teilnehmer auch einen Einblick in die Wohnräume des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, in die Natur und Garten ebenso Einzug gehalten haben. Die Führung beginnt um 14:00 Uhr vor dem Oldenburger Schloss am Eingang zum Landesmuseum. Die Teilnahmegebühr beträgt 9 Euro pro Person.

Der Kauf eines Teilnahmetickets ist in der Touristinfo Oldenburg, per Onlinekauf unter www.oldenburg-tourist.de/fuehrungen oder www.ticket2go.de möglich. Weitere Informationen unter Telefon 0441 / 36161366, per E-Mail an stadtfuehrungen@oldenburg-tourist.de oder direkt in der Touristinfo Oldenburg am Schloßplatz 16.
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Zahlreiche Vögel sterben an Glasflächen

09.02.2017 11:49 Uhr

NABU ruft zu Gegenmaßnahmen auf und gibt Tipps

Zahlreiche Vögel sterben jedes Jahr an Glasflächen: Freistehende Scheiben als Windschutz, große, Bäume reflektierende Scheiben, Zimmerfenster, hinter denen Pflanzen als scheinbare "Landeplätze" zu stehen scheinen, lassen die Gefiederten dagegen fliegen, oft mit hoher Geschwindgikeit, sodass viele dadurch sterben. Darauf weist NABU-Bzeirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers hin. "Es ist grauenvoll, miterleben zu müssen, wie manches Vogelleben dadurch zuende geht", sagt Wohlers. "Viele Vögel sterben nicht gleich, sondern bleiben verletzt liegen, sodass sie eine leichte Beute für Katzen oder auch Ratten werden", sagt der Naturschützer, der sich besorgt zeigt, dass offenbar "ein Trend zu immer größeren Glasfassaden und vor allem zu freistehenden Scheiben besteht, die für Vögel zu erheblichen Todesfallen werden können, auch in Oldenburg!" Sogar mancher Eisvogel gehöre zu den Opfern. 

Daher ruft der NABU auf, Glasflächen für Vögel zu entschärfen - auch solche von Wintergärten oder Unterständen. Dies kann durch verschiedene 
Maßnahmen wie Rollos, Vorhänge oder auch spezielle Klebstreifen und andere Strukturen geschehen, die auf die Scheiben aufgebracht werden können; dazu sind im Handel auch sehr effektvolle UV-reflektierende Markierungen erhältlich. Auch Bauherren können bereits bei der Planung mithelfen, den Vogeltod an Glasflächen zu verhindern. - Ein kostenloses Faltblatt zu diesem Thema, das vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) erstellt wurde, hält der NABU in seiner Geschäftsstelle am Schlosswall 15 montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr bereit. Es kann dort auch unter Tel. 0441 - 25600 angefordert werden.  
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Restplätze für kostenlose Energieberatung

02.02.2017 10:32 Uhr
Für den diesjährigen Energieberatungstag von Klima(+)Oldenburg am 6. Februar gibt es noch wenige freie Restplätze. Unabhängige Energieexperten aus Oldenburg beraten in der Zeit von 16 bis 20 Uhr im PFL kostenlos und individuell zu allen Themen rund um effiziente Sanierungs- und Neubauvorhaben. Mögliche Themen sind: Fenster- oder Heizungstausch, Dämmung von Wand, Dach und Kellerdecke sowie die Nutzung von Sonnenenergie und Fördermitteln. Die Beratung dauert etwa 40 Minuten und ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Anmeldung unter 235-3089 oder 235-3893.

Der Energieberatungstag ist ein Baustein der breit aufgestellten Beratungsangebote von Klima(+)Oldenburg. Er ist ein Angebot speziell zur Feierabendzeit. Interessenten, die am 6. Februar verhindert sind, können alternativ andere Beratungsangebote von Klima(+)Oldenburg nutzen, wie die telefonische, persönliche oder mobile Beratung. Zum Einstig können die Informationen unter www.klimaplus-oldenburg.de genutzt werden oder die kostenlosen monatlichen Vorträge. Am 13. Februar gibt es beispielsweise einen Abend zum Thema „Anforderungen an moderne Fenster“.
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»Neubürger« in den Schlosshöfen

11.01.2017 09:08 Uhr

NABU-Ausstellung informiert über tierische Einwanderer

Marderhund, Wollhandkrabbe, Kastanien-Miniermotte und Nilgans: Exotisch klingende Namen von auch – einst – exotischen Tieren. Über diese Arten, stellvertretend für viele andere, die auf unterschiedlichen Wegen in den vergangenen Jahrzehnten zu uns in Mitteleuropa gefunden haben, informiert die am Montag in den ECE-Schlosshöfen eröffnete Ausstellung "Neubürger". Dabei geht es in der von Etta Bengen und Kai Wenke konzipierten und umgesetzten Ausstellung, zu der auch Präparate gehören, um die "spannende Geschichte zu diesen Arten, die für viele andere stellvertretend stehen, und die Auswirkungen auf hiesige Lebensräume", sagte NABU-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers bei Eröffnung der Ausstellung. "Und ebendiese Geschichte ist spannend und so unterschiedlich; vom aus den Weiten Sibiriens langsam zu uns eingewanderten großen Marderhund bis hinzur winzigen, schwere Schäden auslösenden Kastanien-Miniermotte, der aus Zierhaltung entflohenen und sich in großer Anzahl auch in Norddeutschland vermehrenden Nilgans bis zur Wollhandkrabbe, die einst im Bilgenwasser von Schiffen in die Nordsee gelangte."

Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonnabend, 21. Januar, zu den Öffnungszeiten in den ECE-Schlosshöfen zu sehen. Sie wurde von der Niedersächischen Bingo-Umweltstiftung, der Barthel-Stiftung, vom BUND Oldenburg, von der Fa. aktiv + irma sowie Privatpersonen bezuschusst. "Der NABU Oldenburger Land dankt den Unterstützern ganz besonders. Ohne sie wäre die Umsetzung der Ausstellung, die nun durch den Nordwesten auf Tournee gehen soll, nicht möglixch gewesen", betonte NABU-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers bei der Eröffnung.     
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NABU nimmt ab 5. Januar wieder Bücher und Schallplatten an

22.12.2016 10:25 Uhr
Ab Donnerstag, 5. Januar, nimmt der NABU wieder gebrauchte Bücher und Schallplatten in seiner Geschäftsstelle am Schlosswall 15 – geöffnet montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr – an. Für größere Mengen kann unter Tel. 25600 eine Abholung vereinbart werden. Der Erlös fließt in Naturschutzprojekte im Oldenburger Land. Nicht angenommen werden Zeitschriften, Schulbücher, Lehrbücher und Reader's Digest-Ausgaben. 
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NABU-Programm für 1. Halbjahr 2017 erschienen

14.12.2016 09:00 Uhr

Von Eulen bis zu Fledermäusen, von Kräutern bis zu Wildgänsen ein buntes und spannendes Programm

Das Veranstaltungsprogramm des NABU für das erste Halbjahr 2017 ist erschienen. Die Bandbreite der informativen und spannenden Veranstaltungen reicht dabei von Waldkauzabenden zum NABU Vogel des Jahres 2017 über Fledermausabendwanderungen bis hin zu vogelkundlichen Exkursionen, etwa ins Rheiderland zu den rastenden Wildgänsen und in die Dümmerniederung, einer Grünkohlwanderung, einem Vogelstimmenmorgen im Wald, der traditionellen Nachtigallwanderung an der Hunte, einem Besuch des Ringelnatterprojkets im Loyermoor und den beliebten Kuttertouren nach Spiekeroog sowie zu Naturerlebniswanderungen durch das Blankenburger Holz, die – das ist neu – vierteljährlich zum Erlebnis der Jahreszeiten dieses Oldenburger Waldes beitragen sollen.Das Programm liegt in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 aus (Öffnungszeiten: montags bis donnerstags, 15 bis 17 Uhr) und kann telefonisch unter Tel. 0441 - 25600 angefordert werden. Es findet sich im Internet unter www.nabu-oldenburg.de
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Alte Jugendherberge: NABU Stadtgruppe sorgt sich um den Baumbestand

09.12.2016 08:56 Uhr
Im Hinblick auf Pläne für einen Neubau der Jugendherberge an der Straßburger Strasse sorgt sich die Stadtgruppe des NABU um den alten Baumbestand rund um die jetzige Jugendherberge in der Von-Finckh-Straße/Ecke Alexanderstraße.

In einem Schreiben an die zuständige Dezernentin der Stadt fordert der NABU die Unterschutzstellung des bestehenden Ensembles.
Rolf Grösch, Vorstandsmitglied der NABU Stadtgruppe, weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass schon jetzt an dem Platz des geplanten Neubaus hinter dem Verwaltungsgebäude der GSG eine umfangreiche Baumfällung erfolgt sei.

»Gerade vor dem Hintergrund der massiven Verdichtung in den Stadtteilen, kommt dem Schutz bestehender Bäume – zumal noch auf städtischem Grund – eine besondere Bedeutung zu«, so Rolf Grösch.

Der NABU möchte im Frühsommer auch für den Bereich der alten Jugendherberge gründliche Untersuchungen über Fledermausvorkommen anregen, da dort Sommerquartiere im alten Baumbestand zu vermuten sind.
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Umgang mit Biomüll im Winter

09.12.2016 08:52 Uhr

Abfallwirtschaftsbetrieb gibt Tipps

Die Minusgrade der letzten Tage und Nächte sorgen dafür, dass die Abfälle in den Biotonnen oftmals festfrieren. Damit die Biotonne auch im Winter problemlos geleert werden kann, empfiehlt Arno Traut, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB), bei frostigen Wetterlagen Papiersäcke oder sonstige biologisch abbaubare Tüten in die Biotonne zu legen und darin den Bioabfall locker einzufüllen. Alternativ kann auch Zeitungspapier verwendet werden, das ausreichend zwischen Boden, Seitenwände und Bioabfall gelegt wird. Feuchte Abfälle sollten grundsätzlich nicht in die Tonne gegeben werden.

Bei befüllten Biotonnen, die gewöhnlich in Schuppen oder Garagen stehen, ist es sinnvoll, diese erst am Abfuhrtag morgens bis 7 Uhr an die Straße zu stellen. Gegebenenfalls ist es am Abfuhrtag erforderlich, den Inhalt der Biotonne mit einem Stock oder einem Spaten vom Rand zu lösen. Grundsätzlich sind die Nutzerinnen und Nutzer der Biotonnen dafür verantwortlich, die Tonnen so bereit zu stellen, dass sie reibungslos entleert werden können.
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Briefmarken für den Naturschutz

04.12.2015 13:46 Uhr

Kleine Schnipsel helfen Igel, Rotkehlchen, Grasfrosch & Co.

Der Naturschutzbund NABU nimmt gebrauchte Briefmarken aller Art an, ganz gleich, aus welchem Land und aus welcher Zeit. Tagtäglich bekommen Millionen Menschen Post, und viele werfen die Briefe und Postkarten achtlos weg, ohne die Briefmarken zu beachten. Das muss nicht sein, denn damit kann noch Gutes getan werden: Der NABU kann sie zugunsten seiner vielfältigen Naturschutzprojekte an Liebhaber geben, der Erlös fließt dann in seine umfangreiche Arbeit für viele Tier- und Pflanzenarten, ruft Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land, auf: »Bei normalen Briefen und Postkarten reicht es, die Marke mit einem ausreichend breiten Rand auszuschneiden; bei älteren Sendungen wäre es schön, wenn diese nicht zerstört, sondern als ganzer Umschlag oder ganze Karte an uns gesandt würden.« So freut sich der NABU auf viele, viele Kilos Briefmarken und Sendungen: Igel, Rotkehlchen, Grasfrosch & Co profitieren!

Die Anschrift: NABU-Briefmarkenstelle, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
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Ökostrom – Oldenburger Unternehmen zeigen Flagge

29.07.2015 07:00 Uhr

Stadt zeichnet Engagement im Klimaschutz aus





Die Stadt Oldenburg dehnt ihre Ökostromkampagne über die Zielgruppe der Privathaushalte hinaus nun auch auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus. Damit verstärkt die Stadt ihre Aktivitäten, um das 2012 gesetzte Ziel zu erreichen, 100.000 Tonnen Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 einzusparen. Unternehmen, die Ökostrom beziehen, erhalten eine Urkunde sowie Ökostrom-Plaketten als Aufkleber für die Eingangstür oder das Schaufenster. „Damit können sie ihr vorbildliches Engagement nach außen zeigen und andere zum Nachahmen animieren. Zugleich ist es ein Zeichen unserer Anerkennung, die wir den Unternehmen für ihr nachhaltiges Handeln entgegenbringen möchten“, so Ataman Erönü, Klimaschutzmanager im Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg. 

Anlässlich der Überreichung der Ökostrom-Urkunde an das traditionsreiche Feinkostgeschäft Käse Friese in der Oldenburger Innenstadt zeigte sich Inhaber Karim Olivo überzeugt: „Ich habe mich bereits vor drei Jahren für echten Ökostrom entschieden. Damit Mutter Erde uns noch für lange Zeit wunderbar schmeckende und gesunde Lebensmittel schenken kann, sollte jeder von uns einen kleinen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten.“ 

 „Mit der Auszeichnung wollen wir einen weiteren Anreiz schaffen, die Ökostromquote in Oldenburg in Richtung 10 Prozent zu steigern; auch die Stadtverwaltung geht hier bereits mit bestem Beispiel voran“, so Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement. Etwa ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen in Oldenburg werden im Unternehmenssektor verursacht. Ursache ist hier vor allem der Stromverbrauch. Neben Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen lässt sich dieser klimaschädliche Einfluss auch durch den Bezug von Ökostrom verringern, denn die Ökostrom-Erlöse zertifizierter Produkte fließen in den weiteren Ausbau nachhaltiger Stromerzeugung und treiben somit die Energiewende weiter voran.

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Ökostrom beziehen, können die Urkunde und verschiedene Aufkleber online unter www.klimaplus-unternehmen.de anfordern oder wenden sich an Ataman Erönü unter ataman.eroenue@stadt-oldenburg.de. Für weitere Informationen, wie zum Beispiel zu Gütesiegeln und Tarifen, hat die Klimaschutzstelle der Stadt Oldenburg eine Hotline zum Ökostromwechsel eingerichtet: Unter Telefon 0441 235-3481 geben städtische Energieberaterinnen und -berater Wechseltipps und eine anbieterneutrale Beratung.
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Bio- und Restmülltonne: Gebührensteigerung zum 1. Januar

11.11.2014 16:36 Uhr

»Anhebung nach sechs Jahren unumgänglich«

Auf die Bürgerinnen und Bürger Oldenburgs kommt eine Gebührensteigerung bei der Entsorgung von Bioabfall und Restmüll zu: »Mehrere Faktoren sind die Ursache«, sagt Erste Stadträtin Silke Meyn. »Im vergangen Jahr hatten wir Mengenrückgänge und Einnahmeverluste beim Kompostwerk, auch in der Mechanischen Abfallbehandlungsanlage Neuenwege und auf den Wertstoffhöfen in Neuenwege und an der Felix-Wankel-Straße. Hinzu kam eine Steuernachzahlung für die Jahre 2011 und 2012.« 

Die Auswirkungen halten sich für die Bürgerinnen und Bürger dennoch in Grenzen: Die Litergebühr für Rest- und Bioabfälle soll im Januar 2015 um 17 Cent auf 1,66 Euro steigen. Aufs ganze Jahr bedeutet das: Für ein Grundstück mit 35-Liter-Tonne Restabfall und einer 60-Liter-Tonne Biomüll sind das Mehrbelastungen im Jahr von 5,95 Euro. Bei einer 60-Liter-Restmülltonne sind es 10,20 Euro jährlich. Das sind 5,1 Prozent beziehungsweise 6,6 Prozent Steigerungen nach sechs Jahren Gebührenstabilität.

Der Entwurf der Gebührenbedarfsberechnungen für 2015 steht am 20. November im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft auf der Tagesordnung und am 24. November soll der Rat die Gebührensätze für 2015 beschließen. 

»Wir werden die Gebührenvorschläge anhand einer umfänglichen Vorlage im Betriebsausschuss darstellen, die ab sofort im städtischen Ratsinformationssystem zur Verfügung steht«, kündigt Arno Traut, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, an und zitiert eine Aussage der Vorlage: »Die Gebührenerhöhung in der Abfallsammlung basiert nahezu ausschließlich auf der zwangsläufigen Weitergabe einer erhöhten Anlieferungsgebühr für die Anlagen in Neuenwege. Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Verlauf der kommunalen Altpapiersammlung im Jahr 2014 besteht nicht.«

Unabhängig vom weiteren Vorgehen der Stadt nach der Verwaltungsgerichtsentscheidung zum Altpapier bleibt nicht genug Zeit, Veränderungen so rechtzeitig und verbindlich auf den Weg zu bringen, dass eine Neukalkulation und Bekanntmachung modifizierter Gebührensätze noch im laufenden Jahr erfolgen könnte.

Die Annahmegebühr für Anlieferungen unmittelbar beim Kompostwerk und der Mechanischen Abfallbehandlungsanlage Neuenwege soll von 142,25 Euro pro Tonne auf 162,60 Euro pro Tonne steigen. Da die Sammelfahrzeuge des AWB dort die überwiegenden Anlieferungen tätigen, schlägt die Gebührenerhöhung von 20,35 Euro pro Tonne unmittelbar auf die Hausmüllgebühren durch. 

Im Bereich der Straßenreinigung sieht der Verwaltungsvorschlag keine Erhöhung vor. 
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Elektrofahrzeug an städtische Gartenmeisterei übergeben

06.11.2014 08:51 Uhr

Energiesparauto mit Partnern aus der Wirtschaft finanziert

Der Fuhrpark der städtischen Gartenmeisterei am Großen Bürgerbusch erhält innovativen Zuwachs: Zukünftig steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spielplatzunterhaltung ein elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Verfügung. Es wird eingesetzt zur Wartung und Reparatur von Spielgeräten sowie zur Kontrolle von Grünanlagen. Fast geräuschlos und völlig abgasfrei wird das Fahrzeug von einem etwa 60 PS starken Elektromotor angetrieben und kann je nach Fahrweise bis zu 150 Kilometer zurücklegen. Besonders für mittlere Strecken und den innerstädtischen Stop-and-go-Verkehr ist dieses Fahrzeug gut geeignet, da es im Stand keinen Strom verbraucht. Der Stromverbrauch beläuft sich nach Herstellerangaben auf etwa 15,5 KWh/100 Kilometer. Vereinfacht gerechnet betragen die Verbrauchskosten ungefähr 3 Euro auf 100 Kilometer. Je nach Ladebox und Stromstärke kann der Ladevorgang zwischen vier und acht Stunden betragen. 

Die Stadt Oldenburg bezieht bereits zu 100 Prozent Ökostrom und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 eine relative CO2-Reduktion von etwa 35 Prozent zu erreichen. Daher ist es folgerichtig, neben vielen anderen Maßnahmen zukünftig auch Elektrofahrzeuge einzusetzen. In Zusammenarbeit mit der Mobil Marketing OHG Riedel & Kaiser, die seit vielen Jahren für Kommunen, Krankenhäuser, Schulen und sozialen Einrichtungen die Anschaffung von werbefinanzierten Fahrzeugen ermöglicht, ist es gelungen, weitgehend kostenfrei ein entsprechendes Fahrzeug zu beschaffen. Riedel & Kaiser übernahm hierbei die Fahrzeugbeschaffung sowie die gesamte kaufmännische Abwicklung. Mit der Fahrzeugübergabe ist das Elektrofahrzeug in das Eigentum der Stadt übergegangen.

Die Außenflächen des Fahrzeuges dienen hierbei als Präsentationsflächen, auf denen die Werbekunden gegen ein gewisses Entgelt ihre Firmenlogos platzieren. Entsprechend der vertraglichen Vereinbarung bleiben die Werbeträger mindestens für fünf Jahre am Fahrzeug und dokumentieren damit die enge Verbundenheit der Firmen zur Stadt. Insgesamt haben sich 23 Firmen an dieser Aktion beteiligt und die Stadt Oldenburg dankt allen Werbepartnern für ihre Unterstützung. Im Einzelnen sind dies:

Steinmetzbetrieb Udo Köhler, Ingenieurberatung Bröggelhoff GmbH, Zimmerei und Trockenbau Dieter von Seggern, Tholen GmbH & Co. KG, Bernd Merten GmbH, Hauschild Kommunal & Landtechnik GmbH & Co. KG, Forstbetrieb Andreas Gericke, Elektrotechnik Ralf Wedelich GmbH, P + K Immobilien, Rebo Motorgeräte, Handels- und Reparatur GmbH, Brundiers Sanitär & Heizung GmbH, GFG Gesellschaft für Gebäudedienste mbH, Generalplanung Detlef Juilfs, Baumbüro Schöpe, Ingenieur Büro AG Tewes, EWE Vertrieb GmbH Geschäftsregion Oldenburg-Varel, Kurt Gerdung Industrietore Vertriebs GmbH, Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Citipost Nordwest GmbH & Co. KG, Ostendorf GmbH, Ludwig Schipper Fliesenfachbetrieb, Bauunternehmen Kurt Herbarth, Bioland Baumschule Aloys Pöhler.
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Oldenburger Schulen haben erfolgreich abgedreht

24.09.2014 07:00 Uhr

Energiesparprojekt: Prämie in Höhe von 101.000 Euro





Auch im Jahr 2013 haben über dreißig Schulen in Oldenburg wieder erfolgreich ihre Energieverbräuche gesenkt. Im Rahmen des städtischen Energiesparprojektes „abgedreht?!“ konnten sie durch nichtinvestive Maßnahmen wie die Minimierung von Standby-Verbräuchen, den besonnenen Umgang mit Beleuchtung und Raumheizung, ein vernünftiges Lüftungsverhalten sowie den sparsamen Umgang mit Wasser ihre Strom- und Heizkosten erheblich reduzieren. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 515 Tonnen Kohlenstoffdioxid und rund 154.000 Euro Energiekosten gespart werden, wovon den Schulen selbst eine Prämie in Höhe von 101.000 Euro ausgezahlt werden kann. Diese Prämie wird anteilig, je nach Einsparerfolg, auf die Schulen aufgeteilt. Das Projekt „abgedreht?!“ wird seit 1997 erfolgreich durchgeführt und bringt sowohl für den Klimaschutz als auch für die Geldbeutel von Stadt und Schulen Gewinn. 

Lebendig flankiert werden die engagierten Klimaschutzbemühungen der Schulen in diesem Jahr von einem Aktionstag am Mittwoch, 26. November. Unter dem Motto „Oldenburg dreht ab“ sind alle Oldenburger Schulen aufgerufen, um 8 Uhr für eine Stunde den Strom und eventuell auch die Heizung auszustellen. Dadurch soll ein symbolisches Zeichen für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung gesetzt werden. Das dunkle Klassenzimmer, Kopierer, Tageslichtprojektoren, Aufzüge und automatische Türen, die nicht funktionieren... all das gibt Anstoß, um mit den Schülerinnen und Schülern über unseren Energiekonsum, unseren Ressourcenverbrauch und unseren Lebensstil nachzudenken. 

„Mit dem Aktionstag möchten wir das abgedreht-Projekt stärken und das Themenfeld Energiesparen, Klimaschutz und Nachhaltigkeit noch wirkungsvoller in den Schulen verankern“, erläutert Christel Sahr vom Regionalen Umweltbildungszentrum Oldenburg (RUZ). Um den Lehrkräften Ideen, Konzepte und Materialien für die Gestaltung des Aktionstages zu geben, findet in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde ein vorbereitender Fachtag am Dienstag, 30. September, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. In Workshops und Vorträgen werden zum Beispiel ein Klimafrühstück, Recycling-Produkte, ein Repair-Café und das Klimaspiel „Keep Cool“ vorgestellt. Außerdem werden an diesem Tag die Urkunden an die teilnehmenden Schulen des Projektes „abgedreht?!“ übergeben.

Begleitend wurde der Fotowettbewerb NachHALT!igkeit initiiert: Das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst und das Umweltbildungszentrum laden Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 aus Schulen in Bremerhaven, Bremen und Oldenburg ein, Fotos von Orten, Dingen oder Situationen in denen sie sich nachhaltig verhalten oder Nachhaltigkeit in ihrem Alltag entdecken, einzureichen. Die Gewinner werden am Aktionstag im November gekürt und erhalten attraktive Preise.

Weitere Informationen gibt es  unter  www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab . 


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RepairCafe?

02.07.2014 09:00 Uhr

Recyclen ist gut….aber reparieren ist noch besser!

Repair-Cafés sind Orte der Hilfe-zur-Selbsthilfe. Ehrenamtliche ReparateurInnen helfen InteressentInnen beim Reparieren unterschiedlichster Gegenstände. Ziel ist es nicht nur, mit einem wieder-funktionsfähigen Ding nach Hause zu gehen, sondern dabei zu lernen wie es repariert werden kann.


Weitere Infos: www.repaircafe.deDas Oldenburger Repair-Café findet regelmäßig jeden ersten Samstag im Monat im Polyester statt. Es werden an jedem Termin unterschiedliche Bereiche abgedeckt, z.B. PCs, Fahrrad, Textil, Elektrogeräte,… Aktuelle Termine mit dem jeweiligen Schwerpunkten findet ihr unter Termine.Im Rahmen der Repair-Cafés sollen verschiedene Nutzen miteinander verbunden werden:Der ökologische Nutzen: Reparieren schont die Umwelt und das Klima und stärkt das Bewusstsein dafür, welcher Aufwand eigentlich in den Konsumgütern steckt, die wir oft achtlos kaufen und schnell wieder loswerden wollen. Wo repariert wird, werden weniger Sachen weggeworfen, weniger Ressourcen (Rohstoffe, Energie, Arbeitszeit) für neue Produkte verbraucht und es entsteht weniger Müll. 

Der soziale Nutzen: Reparieren verbindet. Hilf anderen, lass dir helfen, lerne neue Leute kennen. Zur Unterstützung reichen wir Kaltgetränke, Kaffee und selbstgebackenen (oft veganen) Kuchen.Der finanzielle Nutzen: Reparieren spart Geld. Du musst nichts Neues kaufen, es fallen keine Entsorgungskosten an und der Besuch des Repaircafés ist kostenlos.Der persönliche Nutzen: Reparieren ist eine vergessene Fähigkeit, die lehrt sich selbst zu helfen, Spaß macht, da es stolz macht, etwas Praktisches geschaffen zu haben, macht Dinge einzigartig und schult technisches Verständnis. Reparieren ist Wertschätzung!

Aktuelle Themenbereiche des Repair-Café in Oldenburg:Computer u.a.ElektrogeräteTextilRe- und UpcyclingFahrradDie Organisatoren_-innen des Repair Cafés, sind ein bunter Haufen aus verschiedenen Zusammenhängen. Viele sind einfach daran interessiert, die soziale und natürliche Umwelt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten. Wieder andere stehen der Carl von Ossietzky Universität nahe. Es eint die Sorge um die Mitmenschen und die natürlichen Ressourcen dieser Welt und die Hoffnung, auf lokaler Ebene durch Projekte Veränderungen anzustoßen.

Nächstes Repair Cafe im Polyester, 5.Juli – 14-18h
Die mobile Fahrradwerkstatt freut sich erneut auf Eure Fahrräder – von der Bremse bis zum Schlauch, wir helfen Euch dabei euer Rad fit für den Sommer zu machen!Mit Näh-, Stopfausrüstung und Nähmaschinen werden ausgetragene Kleidung, Socken und Textilien aller Art eine zweite Chance bekommen. Das Spinnen von Wolle wird gezeigt – dazu bringen Interessierte bitte eigene (Filz-)Wolle mit (20-50g). Bei unserem Upcycling-Projekt könnt ihr kreativ sein.Die Themen PC, Kleinelektronik und Verstärker werden an diesem Termin auch Raum finden.

Und weil die Repair-Kreativität keine Grenzen gesetzt sind… Zeitgleich gibt es die Möglichkeit in der Holzwerkstatt „Fliegende Späne“ (Klävemannstraße 11 (im Hinterhof)) kleine Holzreparaturen durchzuführen.Ab August gehen wir in die Sommerpause – also wenn ihr eure Sachen noch fit für den Sommer machen wollt, kommt einfach vorbei! polyester-klub.de
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Pflanzaktion an der Oberschule Osternburg

17.03.2014 07:49 Uhr

62. Tag des Baumes

Bedeckter Himmel und hohe Luftfeuchtigkeit an diesem 16. März 2014, also »bestes Pflanzwetter«, wie Stadtbaurätin Gabriele Nießen zur Begrüßung der prominenten und weniger prominenten freiwilligen Pflanzhelferinnen und -helfer sagte. Nießen, die den kurzfristig erkrankten Oberbürgermeister Gerd Schwandner vertrat, erinnerte daran, dass der Tag des Baumes 1951 von den Vereinten Nationen proklamiert und bereits ein Jahr später auch in Deutschland eingeführt worden war. »In Oldenburg, das von Anfang an dabei war, ist dieser Tag immer in größere Projekte eingebunden gewesen«, so Nießen.

Rund 100 Menschen nahmen an diesem Sonntagvormittag Spaten und Schaufel in die Hand, um auf dem Pausenhof der Oberschule Osternburg vier Trompetenbäume und eine Hainbuchenhecke zu pflanzen. Schulleiterin Marlies Ramien dankte dem Amt für Umweltschutz, dass »die Aktion in diesem Jahr hier bei uns stattfindet und wir so einen grauen in einen grünen Bereich umwandeln können«, außerdem auch dem Fachdienst Stadtgrün für die gute Vorbereitung der Aktion. Die schnell wachsenden, robusten Trompetenbäume sollen zusammen mit der ebenfalls robusten Hainbuchenhecke einen Rückzugsbereich für die älteren Schülerinnen und Schüler bilden, erklärte Ramien.

Musikalisch begleitet wurde die Pflanzaktion vom Wahlpflichtkurs Musik, und zur Belohnung und Stärkung für alle Beteiligten wurde im Anschluss in der Mensa Bockwurst mit Kartoffelsalat gereicht.

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»Unangemessen, überzogen und inakzeptabel«

19.02.2014 09:05 Uhr

NABU-Geschäftsführer Wohlers entsetzt über massive Baumfällpläne an Edewechter Landstraße

Entsetzt hat sich NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers über die Pläne geäußert, im Zuge des Ausbaus der Edewechter Landstraße 29 Bäume zu fällen, darunter auch besonders große Eichen. »Das ist unangemessen, überzogen und inakzeptabel«, sagte Wohlers. »Diese Pläne müssen dringend kassiert werden, wenn nicht das 'westliche Tor' der Stadt ihren Charakter verlieren soll«, forderte der NABU-Geschäftsführer. »Diese Planung hat jedes Augenmaß verloren!«

»Es kann doch nicht sein, dass 30 Jahre, nachdem sich beherzte Bürger bei der damaligen Baumfällaktion - einer der schlimmsten, die in Oldenburg je stattfanden - schützend vor die Bäume gestellt haben, an der Edewechter Landstraße erneut die Säge kreischen soll. Da ist offenbar jedes Maß an Sensibiität verloren gegangen. Es muss auch einen Weg geben, eine Planung ohne eine solche, massive Baumfällung zu realisieren!« sagte Wohlers, der 1984 ebenfalls zu den Protestlern gehörte.

»Die 'Übermorgenstadt' muss aufpassen, nicht in die Beliebigkeit zu marschieren, was Baumerhaltung und Ästhetik betrifft«, mahnte der NABU-Geschäftsführer. »Überhaupt anzudenken, Eichen mit einem Umfang von über zwei Metern einer Verkehrsplanung zu opfern, passt nicht ins 21. Jahrhundert.« Wohlers rief die Ratsfraktionen auf, dieses Damoklesschwert zu entschärfen und die Bäume an der Edewechter Landstraße zu retten. An viel zu vielen Stellen in der Stadt sei gerade in den letzten Jahren bereits wertvoller Baumbestand geopfert worden. 
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Siedlergemeinschaft hat NABU auf ihrer Seite

17.10.2013 06:15 Uhr

NABU-Stadtgruppe kritisiert geplante Verrrohrung der Straßengräben an der Siebenbürger Straße

Als "nicht mehr zeitgemäß" und "unsinnig" lehnt die Stadtgruppe des NABU die im Zuge des Straßenausbaus geplante Verrohrung der Straßengräben ab und stellt sich damit hinter die dortige Initiative. NABU-Vorsitzender Rolf Grösch zeigte sich "erstaunt, dass in heutiger Zeit überhaupt noch über Grabenverrohrungen nachgedacht wird - in einer Zeit, in der allenthalben das Gegenteil in vielen anderen Kommunen vorgenommen wird und man sogar über die Wiederöffnung nachdenkt, auch angesichts von immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen." Straßengräben sollten grundsätzlich erhalten werden und als Lebensräume weiter entwickelt werden, so der NABU-Vorsitzende. Zudem sollte grundsätzlich über eine solche Maßnahme kritisch nachgedacht werden, "so lange noch nicht einmal die genaue Planung für die Querung der nahen Alexanderstraße klar ist", sagte Grösch. 
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Stadt setzt auf Ökostrom

15.10.2013 23:37 Uhr

Klima(+)Oldenburg startet Kampagne

Im energiepolitischen Arbeitsprogramm der Stadt Oldenburg spielt das Thema Ökostrom eine wichtige Rolle, um bereits in den nächsten Jahren einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion der klimaschädlichen CO2-Emissionen zu erreichen. Im Rahmen einer Ökostromkampagne strebt die Stadt bis 2020 eine bilanzielle CO2-Reduktion von über 18.000 Tonnen an. Die Stadtverwaltung bezieht für ihre Liegenschaften, dazu gehören auch alle Schulen und Kindergärten, bereits 100 Prozent zertifizierten Ökostrom und geht damit beispielhaft voran.

Auch die Straßenbeleuchtung wurde entsprechend umgestellt. Der Oldenburger Kramermarkt erzielt bei einem Stromverbrauch von circa 450.000 Kilowattstunden eine  CO2-Einsparung von fast 2 Tonnen, immerhin etwa 0,2 Prozent des städtischen Klimaschutzzieles bis 2020. Einige tausend Privatkunden in Oldenburg und zahlreiche Unternehmen, so zum Beispiel die Weser-Ems-Halle, haben schon umgestellt und tragen damit vorbildlich zur Energiewende bei.

„Der Preisvergleich zeigt, dass Ökostrom aus Wasser, Wind und Sonne schon vielfach zu günstigeren Konditionen zu haben ist als viele konventionelle Stromprodukte aus Kernkraft und Kohle. Trotzdem haben die meisten Haushalte noch nie ihren Stromversorger beziehungsweise das Stromprodukt gewechselt. Dabei ist das denkbar einfach“, sagt Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement der Stadt und verantwortlich für Klima(+)Oldenburg. „Im Internet kann man eines der bekannten Vergleichsportale aufrufen. Als Suchbegriff wird zum Beispiel Strom oder Ökostrom eingegeben. Wer sich damit nicht so auskennt, kann sich jederzeit auch an die Klimaschutzleitstelle der Stadtverwaltung wenden unter Telefon 0441 235-3089.“

Klima(+)Oldenburg, zu deren Mitgliedern bekanntlich die Verbraucherzentrale, BUND und NABU gehören, empfiehlt Produkte ohne Vorauskasse oder Kaution, mit kurzen Kündigungsfristen und begrenzten Vertragslaufzeiten (1 bis 2 Jahre). Die Tarife sollten eine eingeschränkte Preisgarantie haben (diese begrenzt sich auf den Energiekostenanteil sowie die Netznutzungsentgelte, nicht aber auf sämtliche Steuern, Abgaben und Umlagen. Bei Änderungen von Steuern, Abgaben oder Umlagen können die Preise entsprechend angepasst werden). Pakete mit Mehr- oder Minderverbrauchsregelungen sind oft am günstigsten, aber „gefährlich“, weil Minderverbräuche nicht erstattet werden.

Aus der Steckdose kommt natürlich auch nach einem Wechsel zu einem Ökostromprodukt physikalisch der sogenannte Strommix; dieser ändert sich aber mittelfristig in dem Maße zugunsten von Ökostrom, je weniger herkömmlicher Strom eingekauft wird. „Somit kann jeder Verbraucher einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und muss nicht erst nach dem Staat rufen“, betont Gerd Iwanuk. „Wichtig ist, dass die Stromherkunft durch ein Zertifikat eines unabhängigen Instituts nachgewiesen wird. Diese Institution sieht die Verträge und Rechnungen eines Ökostromanbieters durch und kontrolliert, ob tatsächlich die entsprechende Menge an Strom aus den jeweiligen Anlagen eingekauft wurde. Zusätzlich gibt es noch Label, also Markenkennzeichnungen, für ökologische Spitzenprodukte, zum Beispiel das „Grüner Strom Label“ (GSL), mit dem garantiert ein fester Betrag je Kilowattstunde in neue Ökokraftwerke wie Solar- oder Windkraftanlagen, infrastrukturelle Maßnahmen wie Stromspeicher oder intelligente Netze und in die Erhöhung der Energieeffizienz fließt.“

Die Stadtverwaltung stellt im Rahmen der Ökostromkampagne über die Arbeitsgruppe Klima(+)Oldenburg leicht verständliche Informationen im Internet unter www.klimaplus-oldenburg.de, in den Medien, durch Flugblätter und im Rahmen von Beratungsaktionen bereit. Die obige Hotline unter Telefon 0441 235-3089 steht allen Interessierten ab sofort kostenlos zur Verfügung.
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Neue Infotafeln für Bahndammgelände Krusenbusch

28.06.2012 06:30 Uhr
Wissenswertes über das NaturschutzgebietZum Sommerbeginn stellt die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg im dritten Naturschutzgebiet, dem Bahndammgelände Krusenbusch, neue Informationstafeln auf.Auf Antrag der Stadt Oldenburg hat das Land Niedersachsen über den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt. Die drei Hinweistafeln sind passend gestaltet zu den bereits in den Vorjahren aufgestellten Tafeln in den Naturschutzgebieten Everstenmoor und Bornhorster Huntewiesen.Die Tafeln bieten viele interessante Informationen über das Naturschutzgebiet und befinden sich im Eingangsbereich Klingenbergstraße, inmitten des Gebietes sowie im südlichen Bereich Höhe Bümmersteder Tredde.Das Bahndammgelände Krusenbusch mit einer Größe von etwa 53 Hektarliegt im südöstlichen Teil der Stadt Oldenburg und zieht sich als etwa 3 Kilometer langes aber nur maximal 200 Meter breites Band vom Sprungweg bis zur Autobahn A28. 1998 wurde es als Naturschutzgebiet ausgewiesen.Es ist eines der wenigen Naturschutzgebiete in der Region, das von Menschenhand geschaffen und nach Nutzungsaufgabe der Natur überlassen wurde. Von 1911 bis 1976 wurde auf dem Gelände ein Güter-Rangierbahnhof betrieben.Nach Rückbau der Gleisanlagen konnten sich auf dem bis zu 5 Meter mit Sand aufgeschütteten Bahndamm mit unterschiedlichem Oberflächenrelief sehr vielfältige Lebensräume entwickeln: Wie ein Mosaik liegen sowohl trockene, sandige als auch kalkreiche oder feuchte Biotoptypen eng nebeneinander. Mit fast 400 Pflanzenarten weist das Gebiet für das Oldenburger Stadtgebiet eine einzigartige Flora auf. Typisch ist der Sandmagerrasen, von besonderer Bedeutung ist aber auch die Vielfalt der Insekten. Einige der hier vorkommemden Arten wie Tausendgüldenkraut, Natternkopf, Silbergras, Sandsegge, Sandkäfer, Ödlandschrecke und Blindschleiche sind neben einem informativen Textteil auf den Tafeln abgebildet.Da viele Verhaltensweisen der Bevölkerung allein aus Unwissenheit dem sensiblen Naturschutzgebiet schaden können, wird außerdem auf die wichtigsten Verhaltensregeln aufmerksam gemacht. So ist das Betreten nur auf den Wegen und das Ausführen von Hunden das ganze Jahr über nur angeleint gestattet. »Leider wird auch beobachtet, dass Unrat und Hausmüll in dem Gebiet abgelagert werden. Graffiti auf den zur Wegemarkierung ausgelegten Findlingen verunzieren das Gebiet«, so Robert Sprenger, Fachdienstleiter Naturschutz und technischer Umweltschutz, Stadt Oldenburg. »Die Untere Naturschutzbehörde bittet daher um Aufmerksamkeit der Mitbürger, um das sensible Gebiet nicht zu verunstalten oder Lebensräume zu gefährden.«Zur Erhaltung dieses vielgestaltigen Gebietes ist die regelmäßige Pflege, manchmal auch der Einsatz mit schwerem Gerät, zum Beispiel zum Freilegen der Sandflächen, notwendig. Bild: Stadt Oldenburg
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Gefährdete Vögel überwintern in den Bornhorster Huntewiesen

01.02.2012 00:05 Uhr

Betreten des Naturschutzgebietes nicht gestattet / Dies gilt auch für 
Eisflächen 

Viele Oldenburger nutzen in diesen Tagen das Gebiet der 
Bornhorster Huntewiesen für einen Spaziergang, um die einzigartige 
Vogelwelt zu bewundern. Die Stadtverwaltung möchte hiermit aber alle 
Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam machen, dass es sich bei den 
Bornhorster Huntewiesen um ein Naturschutzgebiet handelt, in dem viele 
seltene Vogelarten leben. Dieses Gebiet darf laut Verordnung vom 20. 
März 1991 nicht betreten oder befahren werden. Dieses 
Betretungsverbot gilt auch für die Eisflächen. 

Das östlich von Klein Bornhorst und nördlich der Hunte gelegene 
Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen ist ein wertvoller Baustein 
des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000. Aufgrund seiner 
herausragenden Bedeutung als Lebensraum für viele Brut- und 
Rastvogelarten ist es wichtiger Bestandteil des Europäischen 
Vogelschutzgebietes *Hunteniederung*. 



»In Folge der häufigen Überschwemmungen der Niederungsflächen in den 
Herbst- und Wintermonaten prägen vor allem Gänse, Schwäne und Entenvögel 
das Bild der Bornhorster Huntewiesen in der winterlichen Jahreszeit«, 
so Robert Sprenger, Leiter des Fachdienstes Naturschutz und technischer 
Umweltschutz der Stadt Oldenburg. 

»Auch in diesen Wochen lassen sich hier wieder tausende Gänse und 
andere stark gefährdete Vogelarten als Überwinterungsgäste von den 
umgebenden Deichwegen bewundern und stellen ein einzigartiges 
Naturschauspiel dar. 

Die großen Überschwemmungsflächen werden von den 
Vögeln als nächtliche Schlafplätze und als Ruheplätze benötigt und 
genutzt. Aufgrund ihrer großen Fluchtdistanzen und zur Wahrung ihrer 
Energiereserven ist es für die Vögel überlebenswichtig, dass sie an 
ihren Rast- und Schlafplätze nicht gestört werden, denn jegliches 
Auffliegen verbraucht die zum erfolgreichen Überwintern dringend 
benötigten Fettreserven«, so Sprenger. 

Auch die östlich an die Bornhorster Huntewiesen angrenzenden Flächen 
des Moorhauser Polders sind Bestandteil des Europäischen 
Vogelschutzgebietes *Hunteniederung* und dürfen als wichtiger Brut-, 
Nahrungs- und Rastplatz vieler bedrohter und streng geschützter 
Vogelarten nicht betreten werden. Infolge der sich stetig verändernden 
Wasserstände und der zahlreich vorhanden tiefen Siele, Gräben und 
Stillgewässer besteht beim Betreten der Eisflächen in den 
Naturschutzgebieten Bornhorster Huntewiesen und Moorhauser Polder akute 
Lebensgefahr. 

Die Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, die einzigartige 
Vogelwelt nur von den umgebenden Deichwegen zu betrachten. Dies ist zum 
Beispiel im Rahmen einmal monatlich angebotener fachkundiger Führungen 
möglich, deren Termine in der Presse angekündigt werden.
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Projekt »Baumpfade in Oldenburg«

18.01.2012 08:30 Uhr
NABU unterstützt Baumpflanzungen

Mit dem Projekt: »Baumpfade in Oldenburg - Klimaschutz und Lebensraumerhaltung« weist der NABU Oldenburger Land besonders mächtige oder alte heimische Bäume im Stadtbereich zu einem informativen »Baumpfad« aus, der auf die Wichtigkeit von Bäumen für das Stadtklima und als Lebensraum für viele tierische Stadtbewohner hinweist.

Die Bäume, die wir heute bewundern, sind schon vor langer Zeit gepflanzt worden. Damit die Stadt Oldenburg auch in Zukunft grün bleibt, und zukünftige Generationen von Stadtbäumen profitieren können, werden im Rahmen des Projektes heimische Laubbäume gepflanzt. Wie die Bäume des Baumpfades sollen diese ebenfalls gut sichtbar an öffentlichen Plätzen oder in einsehbaren Privatgärten stehen, wo eine langjährige Pflege gesichert wäre. Oldenburger Vereine, Institutionen, Schulen oder auch Privatgärtner, die auf ihrem Gelände einen Baum pflanzen möchten, können sich beim NABU melden. Die Bäume für diese Aktion werden vom NABU bereitgestellt. Unterstützt wird die Aktion von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und die Fielmann AG. 
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Den Balkon zur Arche im Straßendschungel machen - der NABU gibt Tipps

17.01.2012 09:51 Uhr
Wo wilde bunte Bienen, schnelle Meisen und gaukelnde Falter sich ein Stelldichein geben

Der 7-jährige Alexander schob die Balkontür zur Seite und trat hinaus in den gleißenden Sonnenschein, der ihn hier, immerhin stolze 14 Meter - so hatte er seinen Mitschülern berichten können - über dem Gehweg der viel befahrenen Straße umfing, mit jedem Zentimeter, den er weiter ging. Und schon stand er an seinem Lieblingsplatz, dem Platz, der für ihn spannender war als die Spielekonsole, der Besuch im Zoo und auch der im Freibad: vor dem Insektenhotel, wie es seine Mutter stets nannte, die auch nie vergaß, mit einem schelmischen Lächeln hinzuzufügen: dem Hotel »mit den zweihundert Zimmern, in denen selten was frei ist und Gäste nie bezahlen müssen.« Alexander hatte wieder seine Lupe dabei. Ui, war das spannend! Er schaute genau hin. Ganz genau. Aus einem der verdeckelten Köcher - er hatte die Wildbiene vor vierzehn genau beobachten können, als sie wieder und wieder an das Loch, das sein Opa in das harte Eichenholz gebohrt hatte, zurückgekehrt war, um es zu verschließen - schien sich etwas den Weg in die sonnenverwöhnten Freiheit hinaus bahnen zu wollen. Ganz zart noch, war doch erkennbar, dass hier eine junge Wildbiene den Weg hinaus fand in die Welt, in eine Welt der Blüten, aber auch der Gefahren. Eine weitere, winzige, bunt schillernde Wildbiene auf dem Weg in die Welt. Und Alexander war dabei gewesen!

Alexander war und ist nicht der einzige, der ein »ganz besonders interessantes und unerwartetes« Reservat erlebt. Ein - sagen wir - Mini-Naturschutzgebiet - und dies dort, wo wir es am allerwenigsten erwarten werden: über den Straßen der Stadt, vielleicht sogar der brodelnden Großstadt. Auf dem Balkon!

Balkone gibt es zu Millionen in Deutschland. Manche sind gerade so groß, dass man darauf Luft schnappen kann. Andere sind fünfzig, hundert oder gar dreihundert Quadratmeter groß. Würde man ihre Grundfläche zusammenzählen, käme ein riesiges Gebiet heraus, dessen Größe sicher einer Großstadt gleichen würde! Grund genug für den Naturschutzbund NABU, darauf hinzuweisen, welche »ungeheuren Möglichkeiten bestehen, jeden Balkon zu einer Mini-Serengeti, einem kleinen Schutzgebiet vor der Glastür« zu machen, wie es Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land und selbst Inhaber eines fast fünfzehn Meter langen Balkons im dritten Stock, hoch über den Dächern der norddeutschen Großstadt, formulierte.

»In diesen Tagen rasanter Naturzerstörung und des galoppierenden Klimawandels kommt es auf jeden Quadratmeter an«, sagte Wohlers, »aber man wird dann, wenn man versucht, Natur auf den Balkon einzuladen, auch sehr schnell spüren, wieviel Freude das macht, weil jeden Tag neue Arten entdeckt werden können!«, lacht der Naturschützer, der mit seiner Frau mittlerweile mehr als 150 Pflanzenarten auf seinem Balkon heimisch gemacht hat - vom Maurerkübel, der zum Mini-Teich mit Fieberklee, Froschlöffel, Rohrkolben und Igelkolben wurde und an dem sich regelmäßig Libellen niederlassen, bis zur Felsenbirne, die, im großen Topf, Vögeln auch im Herbst noch Nahrung bietet, dem Zaunkönig, der gleich drei Nester auf dem Balkon zwischen Töpfen mit Schlehen, Holunder und Pflaume anlegte (von denen eines auch erfolgreich bebrütet wurde) bis hin zum Kleiber-Nistkasten, den - ganz klar - vier Insektenhotels, der Vogeltränke und dem kleinen Hummelnistkasten, der auch bereits Bewohner fand. »Jeder Tag auf dem Balkon ist ein Entdeckertag«, sagt Wohlers. »Die ökologische Funktion von Balkonen - auch die für den Klimaschutz - wird landläufig noch völlig unterschätzt«, betont der NABU-Geschäftsführer. »Kaum jemand ahnt, dass man insbesondere auf Balkonen, auf denen es ruhigere Ecken gibt, durchaus Nistkästen anbringen kann. Ich habe bereits Meisen-, Kleiber- und Sperlingsbruten bis zum sechsten Stock gesehen«, berichtet Wohlers. Selbst Tagesquartiere für Fledermäuse könnten dort angebracht werden, auch Spezialnistkästen für Mauerseglerkästen ließen sich erfolgreich einsetzen - für »die« Sommervögel schlechthin, die von Mai bis August ihre wendigen Flugschweifen durch die Straßenschluchten drehten. Und auch für die gaukelnden Falter kann durch die Schaffung eines geeigneten Blütenhorizonts aus Stauden und Wildpflanzen einiges erreicht werden. »Natürlich finden dort insbesondere Kinder ihren Naturbezug«, betont der NABU-Geschäftsführer: »Das Erlebnis, am Insektenhotel das Schlüpfen der jungen Wildbienen live beobachten zu können, ist durch keinen Fernsehfilm, durch keine Computerbilder ersetzbar!«

Damit möglichst viele Balkone zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen, zwischen Aachen und Görlitz in diesem Jahr zu kleinen Archen werden, hat der NABU ein sehr umfangreiches Info-Paket aus besonders gut geeigneten, ratgebenden Broschüren zusammengestellt, die alle Bereiche des naturnahen Gärtnerns umfassen, darunter auch ausführliche Baupläne für Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Dieses Info-Paket kann gegen Einsendung von 10 Euro angefordert werden beim NABU, Stichwort »Balkon als Arche«, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg. 
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