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Sport

Sperrung der Sportplätze wieder aufgehoben

18.10.2019 22:02 Uhr
Die generelle Sperrung aller städtischen Sportplätze wird ab sofort wieder aufgehoben. Da sich jedoch einige Plätze noch nicht in einem optimalen Zustand befinden, sollen Trainerinnen und Trainer sowie Spielerinnen und Spieler vor Ort selbst überprüfen und entscheiden, ob der jeweilige Platz tatsächlich bespielbar ist. Bei einer durchweichten Rasenschicht darf kein Trainings- und Spielbetrieb stattfinden. Für die Absage eines Punktspiels in einem solchen Fall muss das entsprechende Spielabsage-Protokolle zur Bearbeitung an das Sportbüro gesendet werden, entweder per E-Mail an sport@stadt-oldenburg.de, per Fax an 0441 235-2865 oder persönlich im Sportbüro in der Peterstraße 1 zu den normalen Öffnungszeiten.
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Neuer Meister in der E-Sportliga der Freizeitstätten

16.10.2019 19:15 Uhr

Abschlussfeier am 23. Oktober im Haus der Jugend

Nach zehn spannenden Spieltagen mit der Fußballsimulation „Fifa 19“ gibt es einen neuen Meister in der E-Sportliga der Freizeitstätten Oldenburg. Das Kulturzentrum Rennplatz konnte am letzten Spieltag die entscheidenden Punkte holen. „Die Freizeitstätte Frisbee war uns nach Punkten noch auf den Fersen. Das hat den Puls an den letzten Spieltagen im Team noch ordentlich hochgetrieben“, sagte Torsten Lobien, Leiter des Kulturzentrums Rennplatz.

Neben dem neuen Meister nahmen vier weitere Freizeitstätten an der Meisterschaft teil: die Freizeitstätte Frisbee, die Freizeitstätte Kreyenbrück, Freizeitstätte „Die Villa“ sowie die Freizeitstätte Ofenerdiek, die in der vergangen Saison den Sieg mit nach Hause nehmen konnte. Neben dem spannenden Wettkampf in „Fifa 19“ legen die Freizeitstätten auch einen Fokus auf die Medienbildung der Jugendlichen. So lernen sie, sich kritisch und kompetent mit der digitalen Welt auseinanderzusetzen.

Am Mittwoch, 23. Oktober, um 18.30 Uhr findet die Abschlussfeier der E-Sport-Saison beim Fanprojekt der Stadt Oldenburg im Haus der Jugend, Von-Finckh-Straße 1, statt. Neben einem kleinen Rahmenprogramm übergibt Stadtjugendpfleger Christian Fritsch den Pokal an den neuen Meister. Zu der Feier sind alle Interessierten eingeladen.
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Freie Bahn für Laufsportbegeisterte

16.10.2019 19:10 Uhr

Straßensperrungen zum Marathon – Rund 5.000 Anliegerinnen und Anlieger betroffen

Im Zuge des Oldenburg-Marathons am Sonntag, 20. Oktober, werden zwischen 9 und etwa 15 Uhr zahlreiche Straßen, insbesondere im Innenstadtbereich, für den Kfz-Verkehr gesperrt. Rund um das Veranstaltungszentrum am Schlossplatz können die Sperrungen noch etwas länger andauern.

Fahrzeuge dürfen die Laufstrecke grundsätzlich nicht befahren, können sie aber an zahlreichen Durchlassstellen mit Hilfe der Einsatzkräfte kreuzen. Zu Fuß und per Rad kann man überall passieren. Direkte Anwohnerinnen und Anwohner der Laufstrecke, die während der Veranstaltung auf ihr Fahrzeug nicht verzichten können, sollten es am Vorabend außerhalb des gesperrten Bereichs abstellen. Denn ein Erreichen oder Verlassen des Grundstücks mit dem Pkw ist während der polizeilichen Sperrung zeitweise nicht möglich. Rund 5.000 direkte Anliegerinnen und Anlieger der Strecke wurden bereits per Postwurfsendung vom Veranstalter informiert.

Zum Erreichen anderer Stadtteile wird Autofahrerinnen und Autofahrern grundsätzlich empfohlen, während der Veranstaltung die Stadtautobahn zu benutzen. Bekannte Verbindungen und sogenannte Schleichwege durch die Stadt dürften vor allem im gesamten Innenstadtbereich und in den Stadtteilen Donnerschwee, Nadorst und Bürgerfelde überlastet oder gesperrt sein.

Der Hauptbahnhof ist mit dem Auto durchgehend über die Autobahnabfahrt Donnerschwee und von dort über die Wehdestraße und Maastrichter Straße erreichbar. Der Bahnhof kann auch über die Cäcilien- oder Amalienbrücke, Huntestraße und Stautorkreisel erreicht werden, da die Laufstrecken nur gegenüberliegend über Paradewall und Poststraße führen. Andere Anfahrtswege sind zum Teil gesperrt.

Die Innenstadtkrankenhäuser sind ebenfalls durchgehend über die Autobahnabfahrt Haarentor zu erreichen, von dort dann weiter über die Ofener Straße. Auch hier sind andere Anfahrtswege zum Teil gesperrt. Auch alle Notdienstpraxen und Apotheken sind durchgängig mit dem Pkw erreichbar.

Der Busverkehr wird während der Veranstaltung ebenfalls nur eingeschränkt verkehren, nähere Informationen gibt es online unter www.vwg.de.

Ab etwa 13.30 Uhr werden die Sperrungen unmittelbar hinter der letzten Läuferin oder dem letzten Läufer nach und nach wieder aufgehoben. Das heißt zunächst auf Teilen des Wallrings, dann in Donnerschwee, Nadorst und Bürgerfelde. Zuletzt passiert das Läuferfeld das Dobbenviertel, bevor es über die Hindenburgstraße, am Theater vorbei, ins Ziel am Schlossplatz geht. Hier erfolgt die Aufhebung der Straßensperrung spätestens um 15 Uhr.

Die folgende Übersicht zeigt die betroffenen Straßen mit der jeweiligen ungefähren Sperrzeit. In der Regel dauern die Sperrungen nicht so lange an, wie hier aufgeführt. Im Bedarfsfall kann die Polizei die Sperrungen aber auch in der Anfangs- oder Endzeit verlängern.
 Oftmals sind nur einzelne Abschnitte der genannten Straßen gesperrt. Der Prinzessinweg ist vom Westkreuz kommend einseitig in Fahrtrichtung Hauptstraße befahrbar.


Ungefähre Sperrzeiten:

Alexanderstraße 09.00 – 14.30
 Am Stadtmuseum 09.00 – 14.30
 Bürgerstraße 09.00 – 14.30
 Donnerschweer Straße 09.00 – 14.30
 Gartenstraße 07.00 – 13.30
 Gerberhof 10.30 – 13.30
 Graf-Dietrich-Straße 09.00 – 14.30
 Haarenufer 09.00 – 15.00
 Hindenburgstraße 09.00 – 15.00
 Junkerburg 09.00 – 14.30


Kasinoplatz   Sa. 18.00 – So. 16.00
 Lambertistraße 09.00 – 14.30
 Lasiusstraße 10.00 – 13.00
 Mühlenstraße 09.00 – 10.00
 Nadorster Straße 09.00 – 14.30
 Neue Donnerschweer Straße  09.00 – 14.30
 Paradewall 09.00 – 14.30
 Peterstraße 09.00 – 14.30
 Pferdemarkt 09.00 – 14.30
 Poststraße 09.00 – 14.30


Prinzessinweg 10.30 – 13.30
 Ratsherr-Schulze-Str. 09.00 – 15.00
 Ritterstraße 09.00 – 10.00
 Roonstraße 09.00 – 15.00
 Schloßplatz  Sa. 17.00 – So. 16.30
 Schloßwall 09.00 – 15.00
 Staulinie 09.00 – 14.30
 Tappenbeckstraße 09.00 – 15.00
 Theaterwall 09.00 – 15.00
 Tirpitzstraße 10.00 – 13.30


Weitere Informationen und Streckenskizzen unter www.oldenburg-marathon.de.
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Zweite des VfL mit neuem Trainerteam

22.08.2019 21:11 Uhr

Alex Meyer zurück im Tor

Mit neuem Trainerteam startet die „Zweite“ des VfL Oldenburg am 14. September mit einem Heimspiel gegen die SC Alstertal-Langenhorn in die neue Drittligasaison. Mit dem Ex-Bundesligatrainer und HVN-Referenten Werner Bokelmann, der letztjährigen Co-Trainerin Silke Prante und Exnationalspielerin Julia Wenzl sitzt eine gesunde Mischung aus langjähriger Trainererfahrung und spielerischer Erfahrung auf höchstem Niveau in der kommenden Saison auf der Trainerbank des Oldenburger Juniorinnenteams. „Werner war schon mein Trainer und wir haben in der Auswahlmannschaft zusammengearbeitet. Julia ist noch nicht so lange raus aus dem aktiven Spielgeschehen und kann so manche Situation deutlich besser beurteilen als wir, die schon lange nicht mehr aktiv sind“, freut sich Silke Prante auf die Zusammenarbeit mit ihren beiden Trainerkollegen. „Wir haben ein super Trainerteam, in dem es keinen Chef gibt, sondern wir arbeiten auf Augenhöhe, wobei Julia wohl hauptsächlich bei Heimspielen auf der Bank sitzen wird“. Ergänzt wird das Trio durch Torwarttrainerin Karen Tapkenhinrichs sowie Mannschaftsbetreuerin Helga Lütje.

Freuen dürfen sich die Zuschauer auf Heimkehrerin Alexandra Meyer. Die ehemalige Juniorennationalspielerin, die in der Vergangenheit auch schon für das Bundesligateam des VfL Oldenburg aufgelaufen ist, stand in den letzten vier Jahren bei Zweitligist Werder Bremen unter Vertrag und wird der Abwehr der „Zweiten“ sicherlich zusätzliche Stabilität geben. Zudem wäre sie im Falle eines verletzungsbedingtem Torhüterausfalls im Bundesligateam eine gute Alternative. Komplettiert wird das Torhütertrio durch Julia Neumann und Jolina Schallschmidt. Drei Alternativen stehen dem Trainerteam auch auf Kreismitte zur Verfügung. Zu Maron Schepers, die bereits im Vorjahr zum Kader gehörte, gesellen sich in diesem Jahr Rückkehrerin Julia Marina Schnell und Jessica Koconrek aus der A-Jugend. Gut aufgestellt ist die „Zweite“ auch im Rückraum. Neben Spielmacherin Griet Prante gehören auch die bewährten Kräfte Kim Schilling, Kea Drewes und Emma Neumann weiterhin zum Kader des Drittligisten. Wieder mit dabei ist Robyn Rußler, die zuletzt studienbedingt etwas kürzer treten musste. Aus der A-Jugend kommt Toni Luisa Reinemann. Weniger Auswahl gibt es dagegen auf den Flügelpositionen. Während auf Rechts Merle Carstens und die wiedergenesene Viktoria Könnecke (Kreuzbandriss) wirbeln, steht mit Kim Sanders derzeit nur eine nominelle Linksaußen im Kader. „Hier ziehen wir dann bei Bedarf Spielerinnen aus der Jugend hoch in den Kader“, erzählt Prante.

Nachdem man in den letzten zwei Jahren in der Westgruppe antreten musste, ist man nun wieder zurück im Norden. Hier trifft man wieder auf langjährige Konkurrenten wie z.B. TV Oyten, HG O-K-T und SV Henstedt-Ulzburg, aber auch auf weniger bekannte Gegner wie TSV Wattenbek oder MTV Heide. Auch können sich die Fans wieder auf das „kleine“ Derby mit dem Buxtehuder SV freuen. „Das ist eine spannende Gruppe mit einigen sehr jungen, aber auch ganz guten Teams wie Badenstedt, Henstedt oder Jörl, die sicher ganz weit oben mitspielen werden. Für uns steht mit dem jungen Kader der Klassenerhalt im Vordergrund, aber wir wollen auch den Spaß am Handball entwickeln und möglichst nicht zu viel Druck aufbauen. Gleichzeitig wollen wir sie an das Leistungsniveau der Ersten heranführen und deshalb lassen wir auch den gleichen Tempohandball spielen“, erzählt Prante, die in der Vorbereitung mit ihren Spielerinnen auch im Kletterwald, im OLantis und beim OTB zum Tanzen war. Am vorletzten Wochenende nahm man dann am „ALTE OLDENBURGER CUP“ in Vechta teil. Nach zwei Siegen gegen E&O Emmen (2. Division Niederlande) sowie HSV Minden-Nord (Oberliga Westfalen) musste man sich im letzten Spiel Gastgeber SFN Vechta geschlagen geben. „Gegen Vechta haben die Kräfte leider nicht gereicht, da Kim Schilling leider länger erkrankt und Toni Luisa Reinemann bei der Ersten in Kirchhof aktiv war“. 

Bereits am Samstag, 24. August, steigt dann ein weiteres kleines Turnier in der Sporthalle Wechloy mit den beiden Erstligisten DsvD (Niederlande) und Hasselt (Belgien). Nach einem gemeinsamen Training am Vormittag geht es um 15:30 Uhr zunächst gegen die Niederländerinnen, bevor man dann um 17 Uhr auf das belgische Team trifft.

„Insgesamt geht es noch darum Feinabstimmung zu finden. Mit einem Trainingslager auf Norderney wird dann noch der letzte Feinschliff geschaffen, bevor wir Mitte September in die Saison starten“.
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In Qingdao mit Erfahrung im Doppel aufschlagen

16.08.2019 20:21 Uhr

Tennis-Turnier: Chinesen laden Spielerinnen und Spieler ab 45 ein – Stadt verlost Plätze

Spiel, Satz und Sieg in der Millionen-Metropole Qingdao: Die Hafenstadt im Osten Chinas hat 76 mit ihr freundschaftlich verbundene Städte – darunter auch Oldenburg – zu einem internationalen Tennis-Turnier eingeladen. Der „3. Qingdao Xinxing Cup“ findet vom 16. bis 19. Oktober statt. Oldenburg darf ein maximal zwölfköpfiges Team entsenden – zehn Aktive, einen Coach und eine Teamleitung.

Die Stadt Qingdao übernimmt die Kosten für vier Übernachtungen im Hotel (bis zum 20. Oktober), Verpflegung und Transport vor Ort. Hin- und Rückflug müssen die Gäste aus Oldenburg indes selber buchen und bezahlen. Eine Verlängerung des Aufenthalts ist möglich, muss dann aber aus eigener Kasse finanziert werden. Die Stadt Oldenburg kann die Reise als Zuschuss für Begegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaften mit 100 Euro pro Person fördern.

Gespielt wird in fünf Kategorien auf Hartplätzen unter freiem Himmel, jeweils im Doppel. An den Start gehen ausschließlich Tennisseniorinnen und Tennissenioren. Für diese Altersgruppen kann jeweils ein Team gemeldet werden:
 • Gemischtes Doppel (zusammen über 100 Jahre alt, niemand darf jünger als 45 sein);
 • Damen-Doppel (zusammen über 110 Jahre alt, keine Spielerin darf jünger als 50 sein);
 • Herren-Doppel, Gruppe A (zusammen über 120 Jahre alt, kein Spieler darf jünger als 55 sein);
 • Herren-Doppel, Gruppe B (zusammen über 110 Jahre alt, kein Spieler darf jünger als 50 sein);
 • Herren-Doppel, Gruppe C (zusammen über 100 Jahre alt, kein Spieler darf jünger als 45 sein).

Wer für Oldenburg in Qingdao in den fünf Kategorien im Doppel aufschlägt oder das Team als Coach begleitet, soll ausgelost werden. Interessierte, die in Oldenburg wohnen oder deren Tennisverein in der Stadt ansässig ist, können sich bis einschließlich Dienstag, 3. September, online über die Seite www.oldenburg.de/qingdao-tennis bewerben, indem sie ein vorbereitetes Formular ausfüllen und auf den Senden-Button klicken. Die Stadtverwaltung wird die Gewinnerinnen und Gewinner dann bis zum Ende der 36. Kalenderwoche benachrichtigen.

Am Mittwoch, 11. September, wird für die Teilnehmenden ein Informationsabend angeboten. Beginn ist um 18 Uhr im Alten Rathaus (Zimmer 26). Die Stadt Oldenburg wird für die Begleitung vor Ort in Qingdao sorgen: Yu Wang aus dem Team „Internationale Beziehungen“ der Stadtverwaltung wird die Funktion der Teamleitung übernehmen, vorab bei der Visabeantragung helfen und bei der Wahl der Flugverbindung unterstützen. Das Rahmenprogramm rund ums Tennis-Turnier organisieren die chinesischen Gastgeber. Fragen beantwortet Yu Wang unter der Telefonnummer 0441 235-3841 oder per E-Mail an internationales@stadt-oldenburg.de

Ankunft, Begrüßung und Probespielen sind am Mittwoch, 16. Oktober, vorgesehen. Das eigentliche Turnier beginnt dann am 17. Oktober um 8 Uhr. Auch am nächsten Tag ist Spielbeginn um 8 Uhr. Am 19. Oktober sind vormittags die Endspiele und Siegerehrungen geplant, nachmittags steht „Sightseeing“ auf dem Programm, ehe abends die Abschlussfeier eingeläutet wird. Am 20. Oktober reisen die Teilnehmenden ab.
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Doppelpass zwischen Sozialarbeit und Fußball

09.08.2019 17:55 Uhr

Anpfiff: Greta Prätsch und Nils Wach betreuen das neue Fanprojekt – Stadt ist Träger

Anpfiff für das neue Fanprojekt Oldenburg: Greta Prätsch (23) und Nils Wach (27) spielen ab jetzt den Doppelpass zwischen Sozialarbeit und Fußball. Die beiden hauptamtlichen Kräfte kümmern sich künftig um Fanszene und Fankultur außerhalb und innerhalb des Stadions. Einen wichtigen Mitspieler haben sie in der Stadt Oldenburg gefunden, die als Träger fungiert. Das Fanprojekt ist unter dem Dach des Amtes für Jugend und Familie beim Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit angesiedelt. „Sport und Fußball genießen in Oldenburg einen hohen Stellenwert. Wir möchten dazu beitragen, dass die Begeisterung dafür in geordneten Bahnen verläuft“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Fußball schafft Zusammenhalt und weckt Emotionen. Doch wo viele Emotionen im Spiel sind, kann es auch Probleme geben. Das Fanprojekt soll präventiv Gewalt und Diskriminierung entgegenwirken und die positiven Elemente der Fan- und Ultrakultur fördern“, ergänzt Jugendamtsleiter Dr. Frank Lammerding.

Das Fanprojekt wird von der Stadt Oldenburg mit 30.000 Euro und vom Land Niedersachsen mit insgesamt 50.000 Euro gefördert. Den Landesanteil teilen sich das Ministerium für Inneres und Sport (35.000 Euro) und das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (15.000 Euro). Der Deutsche Fußball-Bund trägt rund 80.000 Euro zur Finanzierung bei. „Das Projekt wird sich an den Strukturen der aufsuchenden Jugendsozialarbeit orientieren“, informiert Stadtjugendpfleger Christian Fritsch. „Alle an der Vorbereitung beteiligten Akteure haben sich für eine Trägerschaft der Stadt ausgesprochen, um eine größtmögliche Neutralität und Unabhängigkeit zu gewährleisten“, so Fritsch.

Ulrike Heinrichs, stellvertretende Vorsitzende des Präventionsrates Oldenburg, sagt: „Die Initiative für das Fan-Projekt hat sich aus dem Runden Tisch Fußball entwickelt, den der Präventionsrat moderiert. Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt die Trägerschaft dafür übernommen hat und dem Präventionsansatz damit den geeigneten Rahmen gibt.“

Die Stadtverwaltung hatte gemeinsam mit dem Präventionsrat, der Oldenburger Fan-Initiative, dem Fanbeauftragten des VfB Oldenburg sowie der bei der Deutschen Sportjugend angesiedelten und ligaübergreifend agierenden Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) ein Rahmenkonzept erarbeitet. „Fanprojekte sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Fans, Vereinen und anderen Netzwerkpartnern wie Ordnungsdiensten, Fan- und Sicherheitsbeauftragten und Polizei. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fanprojekte arbeiten täglich mit der aktiven Fanszene und können Problemlagen sehr gut einschätzen und frühzeitig präventiv Einfluss nehmen. Somit reicht die Wirkung der sozialpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit über den Fußball hinaus. Sich in der Fanarbeit zu engagieren, lohnt sich allemal“, erläutert Gerd Wagner, Referent der Koordinationsstelle Fanprojekte.

Greta Prätsch hat ihre Arbeit am 1. Mai aufgenommen, Nils Wach folgte am 1. Juni – für die fußballbegeisterten Sozialarbeiter bedeutet die neue Aufgabe ein Stück weit die Möglichkeit, ihr Hobby mit dem Beruf zu verbinden. Das Fanprojekt ist vereinsunabhängig und wendet sich an alle fußballaffinen jungen Menschen in der Stadt. Einen besonderen Schwerpunkt legt das Duo auf die Arbeit mit der Fanszene des VfB Oldenburg und auf eine enge Zusammenarbeit mit dem VfB-Fanbeauftragten Raimund Kropp. Denn auch in der Regionalliga gehört der frühere Zweitligist nach wie vor zu den Publikumsmagneten. In der vergangenen Saison verzeichnete der Klub bei seinen Heimspielen den zweitgrößten Zuschauerzuspruch – und auch auswärts werden die Blau-Weißen von vielen Anhängerinnen und Anhängern begleitet. 

„Wir sind dabei, einen Einblick in die Fan- und Ultraszene zu gewinnen“, sagt Greta Prätsch, „dadurch wollen wir das Fundament für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit legen.“ Nils Wach ergänzt: „Wir werden die Fans bei den Heim- und Auswärtsspielen begleiten und dabei immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben.“ Bis zum Ende des Jahres wollen beide ein umfangreiches Netzwerk geknüpft haben. Erste Gespräche mit Einrichtungen der Jugendhilfe, unter andrem mit den Jugendfreizeitstätten, dem Präventionsrat und dem Verein für Konfliktschlichtung, aber auch mit weiteren Fanprojekten in der Region und im Norden wurden bereits geführt. 

In den nächsten Monaten wollen die beiden Sozialarbeiter auch die Räumlichkeiten im Haus der Jugend in der Von-Finckh-Straße 1 fertig einrichten. Dort wird es einen Freizeitraum für Fans geben. „Diese Räumlichkeiten möchten wir gerne in Zukunft für verschiedene Angebote und Aktionen mit den Fans nutzen. Wir haben dafür bereits erste Ideen, sind aber auch für Vorschläge von den Fans zu haben“, kündigt Nils Wach an. „Ebenso werden wir Beratungen in Form von Einzelfallhilfen anbieten, bei denen es auch um persönliche Themen und Anliegen gehen kann“, ergänzt Greta Prätsch. Bis Ende des Jahres soll zudem ein Beirat initiiert werden, um alle am Fanprojekt Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Fußball lebt vom Teamgeist – auch außerhalb des Rasens.


Zur Person:
 • Nils Wach (27) ist in Oldenburg geboren und aufgewachsen. Er hat Pädagogik an der Carl von Ossietzky-Universität studiert. In seiner Bachelorarbeit hat er sich mit dem Thema Fußball und Sozialarbeit befasst. In den vergangenen Jahren hat er in der stationären Jugendhilfe sowie ein Jahr als Internatsleiter bei Eintracht Braunschweig gearbeitet. In seiner Freizeit spielt er selber aktiv beim FC Ohmstede Fußball. Als Kind hat er sein erstes Fußballspiel in einem Stadion mit seinem Vater beim VfB Oldenburg erlebt.
 • Greta Prätsch (23) ist ebenfalls gebürtige Oldenburgerin. Von ihrem Vater hat sie Geschichten über das alte Donnerschwee-Stadion, die „Hölle des Nordens“, gehört. Dem VfB und der Stadt, in die sie fürs Sonderpädagogik-Studium zurückgekehrt ist, hat sie sich stets verbunden gefühlt. Im Studium spezialisierte sie sich auf die emotionale/soziale und psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Vor und während des Studiums hat sie im Bereich der (Jugend-)Sozialarbeit über Nebenjobs und Praktika Erfahrungen gesammelt. Außerdem spielte Greta Prätsch zehn Jahre im Verein und DFB-Fördermaßnahmen Fußball. Aktuell kickt sie in der „Bunten Liga“.

Das Fanprojekt ist erreichbar per E-Mail an fanprojekt@stadt-oldenburg.de und unter den Telefonnummern 0441 235-4135 oder -4134 sowie mobil unter 0170 1438654 (Nils Wach) und 0171 5560542 (Greta Prätsch).
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200.000 Euro für Sportvereine in Oldenburg

29.06.2019 18:43 Uhr

SpardaLeuchtfeuer 2019 im neuen großen Geschäftsgebiet

Unter dem Motto „WIR unterstützen Sportvereine in unserer Region“ können alle gemeinnützigen Sportvereine in Oldenburg ab sofort beim SpardaLeuchtfeuer mitmachen. Wichtig ist lediglich, dass sie eine Sportart gemäß des Deutschen Olympischen Sportbundes anbieten. Zur Teilnahme genügt es, bis einschließlich 24. September 2019 auf der Wettbewerbsseite www.spardaleuchtfeuer.de ein Kurzprofil des Vereins hochzuladen. „Sport verbindet Menschen, steigert die Lebensqualität und leistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander“, erläutert Markus Fettback, Regionalleiter der Sparda-Bank in Oldenburg, den Bezug der Spendenaktion zur genossenschaftlichen Philosophie der Sparda-Bank West.

Preissumme verdoppelt
Die Sparda-Bank trägt das SpardaLeuchtfeuer jetzt in ihr gesamtes neues Kerngeschäftsgebiet. Dies reicht nach der erfolgreichen Fusion der Sparda-Banken Münster und West zur neuen Sparda-Bank West von fast ganz Nordrhein-Westfalen bis hin zu den ostfriesischen Inseln. „Der Wettbewerb findet schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Münsteraner Region und in Teilen von Niedersachsen statt“, erklärt Markus Fettback. Grund genug, der Idee noch mehr Raum zu geben. Mit zwei wichtigen Neuerungen: Erstens konzentriert sich der Wettbewerb ab sofort ausschließlich auf Sportvereine. Zweitens wurde der Spendentopf auf insgesamt 200.000 Euro aus den Reinerträgen des Gewinnsparvereins verdoppelt. „Wir hoffen, dass möglichst viele Sportvereine am SpardaLeuchtfeuer teilnehmen.“

Miteinander unterstützen
Auch für die Online-Abstimmung wünschen sich die Sparda-Bank und alle Vereine, die sich bewerben, eine rege Beteiligung. Damit das SpardaLeuchtfeuer ein Erfolg wird, kommt es auch auf die Unterstützung aus Oldenburg an. Denn die Öffentlichkeit entscheidet, wer einen der 50 Publikumspreise in Höhe von insgesamt 150.000 Euro erhält. Mitmachen ist ganz einfach: Vom 10. September bis zum 2. Oktober 2019 können auf www.spardaleuchtfeuer.de bis zu drei Stimmen für einen oder mehrere Sportvereine abgegeben werden. Diese drei Stimmen resultieren aus drei Abstimmcodes, die per SMS angefordert werden können und bis zu 48 Stunden lang gültig sind. Um herausragendes Engagement darüber hinaus zu fördern, und auch kleineren Vereinen eine faire Chance zu geben, verteilt die Sparda-Bank West zusätzlich 20 regionale Jurypreise. Diese sind mit insgesamt 50.000 Euro dotiert.

Unbedingt teilnehmen
„Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall“, berichtet Regionalleiter Markus Fettback. „Ob als Sportverein oder nur, um die Freude an der Bewegung in Oldenburg zu fördern.“ Das hat sich die Sparda-Bank schon seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht. Immer wieder unterstützt sie über Filialen Vereine in der Region. Dieses Engagement wird sie auch künftig weiterführen. Mit dem SpardaLeuchtfeuer ergänzt sie die Förderung nun um einen großen Wettbewerb, der gleichzeitig im gesamten Geschäftsgebiet stattfindet. Markus Fettback: „Wir freuen uns auf dieses gemeinsame Engagement und laden herzlich dazu ein, auf unserer Wettbewerbsseite vorbeizuschauen und am SpardaLeuchtfeuer teilzunehmen.“
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Neue Entwicklungen beim Bau von Kunstrasenplätzen

13.06.2019 11:13 Uhr
Die drei in Planung befindlichen Kunstrasenplätze im Stadtgebiet werden eine andere Verfüllung erhalten als ursprünglich vorgesehen. Hintergrund ist ein Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), wonach Kunststoffgranulate in verfüllten Kunstrasenplätzen ab September 2022 nicht mehr zulässig sein sollen. Stattdessen wird eine Verfüllung mit Sand oder Kork empfohlen.

„Obwohl diese Empfehlung noch keinen rechtlich bindenden Charakter hat und das Verbot der Verfüllung mit Kunststoffgranulat erst noch von der Europäischen Union beschlossen werden muss, nimmt die Stadt diesen Vorstoß der ECHA sehr ernst und prüft Alternativen“, sagt Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur und Sport.

Der Rat der Stadt Oldenburg hat im Dezember 2018 den Bau von insgesamt fünf Kunstrasenplätzen beschlossen. Die Festlegung der ersten drei Standorte sowie die Reihenfolge der einzelnen Baumaßnahmen wurden in der Sitzung des Sportausschusses am 13. Februar 2019 beschlossen. Demnach soll zuerst ein neuer Kunstrasenplatz an der Kennedystraße entstehen. Für diesen Standort präferiert die Stadt Oldenburg eine Verfüllung des Kunstrasenplatzes mit Sand. Für die geplanten Plätze an der Alexanderstraße und Brandenburger Straße soll die weitere Entwicklung abgewartet und zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden, welche Materialien Verwendung finden sollen.
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VfL verabschiedet sich mit Sieg vom Heimpublikum

15.05.2019 18:36 Uhr

32:24 Sieg gegen den BVB

von Bernd Teuber

Trotz der zuletzt wenig überzeugenden Präsentationen von Handballbundesligist VfL Oldenburg in der EWE Arena fanden am Samstag noch einmal 1452 Zuschauer den Weg in die Halle. Sie sollten nicht enttäuscht werden. Von Beginn an gingen die Gastgeberinnen gegen Borussia Dortmund hoch konzentriert zur Sache und siegten nach einer 15:12-Pausenführung am Ende hochverdient mit 32:24.

„Das war heute ein ganz besonderes Spiel für uns. Wir wollten den scheidenden Spielerinnen einen gebührenden Abschied bescheren und das ist uns voll und ganz gelungen“, strahlte Rückraumspielerin Kristina Logvin nach dem Spiel, welches ihr bisher bestes im VfL-Trikot war. „Heute ist endlich bei mir der Knoten geplatzt. Nur schade, dass es fast die ganze Saison gedauert hat. Aber nun bin ist erst einmal glücklich über meine, aber auch die gute Leistung der gesamten Mannschaft, die heute super gekämpft und voll konzentriert gespielt hat“.

Der VfL kam von Anfang an gut ins Spiel und präsentierte sich von Beginn an deutlich aggressiver in Abwehr und Angriff als zuletzt. Speziell Logvin war von der BVB-Abwehr kaum zu bremsen. Gleichzeitig parierte Torhüterin Julia Renner bereits in den ersten vier Spielminuten gleich zwei Siebenmeter. Aber auch der neu formierte Mittelblock mit Marie Steffen und Isabelle Jongenelen konnte mehr als überzeugen. So kam es, dass die Gäste bis zur 6. Minute auf ein erstes Erfolgserlebnis warten mussten. Zwei Minuten später glichen sie zum 2:2 aus und gingen in der 12. Minute mit 6:5 in Führung. Wohl kaum jemand hätte gedacht, dass dies die einzige Dortmunder Führung im gesamten Spiel sein sollte, denn dieses Tor sollte so etwas wie eine Initialzündung für den VfL sein. Mit einem 5:0-Lauf setzte sich das Team von Trainer Niels Bötel innerhalb weniger Minuten auf 10:6 ab. Dass sich die Gastgeberinnen nicht weiter absetzten konnten, lag vor allem an BVB-Torhüterin Clara Woltering und Rückraumspielerin Dana Bleckmann. Die Cousine von Europameister Julius Kühn sorgte mit drei Treffern dafür, dass die Gäste schnell wieder auf 10:11 verkürzen konnten. Die Gastgeberinnen ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und zogen schnell wieder auf 14:10 davon. Nachdem Ex-VfLerin Caro Müller ihr Team mit zwei Treffern wieder herangebracht hatte, stellte Angie Geschke mit ihrem dritten Treffer in ihrem letzten Heimspiel den 15:12 Pausenstand her.

Nach der Pause pendelte sich der Vorsprung zunächst auf 3–4 Tore ein, bis Myrthe Schoenaker nach halb gespielter Halbzeit mit zwei Treffern den VfL beim Stande von 23:18 erstmals mit fünf Toren nach vorne brachte. War dies der Zeitpunkt, wo sich die Grün-Weißen in dieser Saison häufig mit Konzentrationsschwierigkeiten rumschlagen mussten, zogen sie es diesmal voll durch und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus! Mit welch breiter Brust die Gastgeberinnen mittlerweile auftraten, zeigte einmal mehr Kristina Logvin, als sie in der 49. Minute mit einem Hüftwurf BVB-Torhüterin Yara Ten Holte tunnelte und zum 26:20 einwarf. 

Dass Nachwuchsspielerin Marie Steffen an diesem Tage nicht nur im Mittelblock eine gute Figur machte, sondern auch im Angriff bewies sie wenig später, als sie einen scharfen Pass von Geschke annahm, sich gegen mehrere Dortmunderinnen durchsetzte und zum 28:21 traf. „Ich hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass der Pass durchkommt. Umso mehr freue ich mich natürlich über das Tor“, strahlte die 18-jährige nach dem Spiel. „Das war heute mannschaftlich eine sehr gute Leistung von uns. Wir haben super gekämpft und waren die ganze Zeit voll konzentriert“.
Von der Linksaußenposition einspringen und dann dem Ball mit der rechten Hand so viel Drall zu geben, dass er sich unhaltbar für die Torhüterin ins Tor dreht. Keine kann das in der Bundesliga besser als Kim Birke. Und genau so wollte sie sich offensichtlich von ihren Fans aus der EWE Arena verabschieden. Am liebsten wäre sie wohl auf der Spielfeldumrandung hinter dem BVB-Tor sitzengeblieben, nachdem sie auf ihre unnachahmliche Art zum 32:23 eingeworfen hatte und vor Freude strahlte. Aber noch waren 49 Sekunden zu spielen. Ein paar erste Tränen konnte sie sich dann aber wohl doch nicht verkneifen. Es sollten aber nicht die Letzten sein, denn der emotionalste Teil des Abends stand noch bevor.

„Wir sind gut reingekommen und haben den Gegner gut beschäftigt. Das, was wir uns im Training erarbeitet haben, konnten wir heute gut umsetzen. Wir wollten noch einmal allen zeigen, dass wir es können, und das ist uns gelungen“, zeigte sich auch Niels Bötel sehr zufrieden mit der Präsentation seines Teams.

Nach dem Schlusspfiff war das Geschehen auf dem Spielfeld aber schnell vergessen, denn nun hieß es Abschied nehmen. Zunächst wurde Mannschaftsarzt Leo Behler und seine Ehefrau Jutta nach 27 Jahren in den „Ruhestand“ verabschiedet. „Ich möchte diese Zeit auf keinen Fall missen. Als Zuschauer bleibe ich auf jeden Fall“, so der „Doc“ nach der Verabschiedung. Für die Verabschiedung der fünf Spielerinnen Annamaria Ferenczi, Isabelle Jongenelen, Cara Hartstock, Angie Geschke und Kim Birke hatten es sich zahlreiche langjährige Weggefährten nicht nehmen lassen, sich von den scheidenden Spielerinnen zu verabschieden. Der langjährige VfL-Trainer Leszek Krowicki, der derzeit in Polen weilt, verabschiedete sich per Videobotschaft von „seinen Spielerinnen“. Sabrina Neuendorf, an deren Zeiten im VfL-Trikot man sich in Oldenburg immer noch gerne zurückerinnert, hielt die Laudatio für Angie Geschke. So richtig emotional wurde es dann bei Kim Birke. Wiebke Kethorn musste bei ihrer Laudatio für ihre langjährige Mitspielerin sichtlich mit ihren Tränen kämpfen. Sichtlich gerührt bedankte sich Birke bei allen, die sie in ihrer vierzehnjährigen Bundesligakarriere begleitet hatten. Es war sicherlich der emotionale Höhepunkt des Abends. Am Ende bat sie noch darum, dass die Zuschauer und Fans auch in Zukunft ihrer VfL weiterhin so unterstützen mögen, wie sie es vierzehn Jahre lang mit ihr gemacht haben.
„Alle fünf werden sportlich als auch menschlich eine Lücke beim VfL hinterlassen“, so Kristina Logvin nach der Verabschiedung. 

Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke für alles. 
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Endlich wieder ein Sieg

05.05.2019 16:49 Uhr

VfL gewinnt in Nellingen

Zehn lange Wochen musste der VfL Oldenburg und seine Anhänger auf ein Erfolgserlebnis warten. Am Samstag, 04.05., war es endlich wieder soweit. Mit 32:30 (18:14) setzte sich das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Niels Bötel beim Tabellenletzten TV Nellingen durch und beendete wie schon in der Hinrunde gegen das Team aus Ostfildern eine mehrwöchige Niederlagenserie. Nachdem schon im Vorfeld Cara Hartstock und Lisa Marie Fragge ausgefallen waren, musste der VfL kurzfristig auch noch auf die erkrankte Nationalspielerin Angie Geschke verzichten. Für die verletzte Hartstock war Nachwuchsspielerin Marie Steffen ins Team gerückt und bildete mit Isabelle Jongenelen in Nellingen den Mittelblock in der Abwehr. „Natürlich fehlte bei beiden noch ein wenig die Abstimmung, aber sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Wir haben in der Abwehr einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und wesentlich aggressiver gespielt als zuletzt. Es war wichtig, dass wir uns endlich mal wieder belohnt haben. Trotz der vielen Ausfälle haben wir gekämpft und als Team gewonnen. Das haben die Mädels gut gemacht“, lobt der VfL-Trainer seine Mannschaft.

Schnell waren die Gäste durch Kristina Logvin und Kim Birke mit 2:1 in Führung gegangen. Zwar konnte Nellingen noch einmal ausgleichen, aber schon wenig später lag der VfL mit 6:3 vorne und hielt den Vorsprung bis zur Pause konstant bei 3–4 Toren. Beim Stande von 18:14 für den VfL ging es in die Kabinen.

Nach der Pause stellten die Gastgeberinnen ihre Abwehr um und verteidigten nun deutlich offensiver, was den Grün-Weißen zunächst gar nicht schmeckte. So kam es, dass Nellingen mit einem 4:0-Lauf zunächst ausgleichen und nach halb gespielter Halbzeit sogar mit 24:22 in Führung gehen konnte. Aber der VfL kämpfte sich wieder ins Spiel und bereits fünf Minuten später brachte Myrthe Schoenaker ihr Team mit 26:25 erneut in Führung. „Wir haben gekämpft und uns belohnt, was in der momentanen Situation mit dem angeschlagenen Selbstvertrauen gar nicht so selbstverständlich ist“, so der VfL-Trainer nach dem Spiel.

In der zweiten Hälfte der Halbzeit konnte der VfL zwar immer wieder in Führung gehen, aber die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln und glichen immer wieder aus. Erst als Schoenaker 47 Sekunden vor dem Ende mit ihrem siebten Treffer zum 32:30 einwarf, war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Julia Renner sorgte dann wenig später mit einer Parade dafür, dass der VfL mit einem Zwei-Tore-Sieg die Heimreise antreten konnte.
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Meisterschaftsfavorit lässt dem VfL nicht den Hauch einer Chance

29.04.2019 20:29 Uhr

Derbe Klatsche gegen Bietigheim

von Bernd Teuber

Mit dem Ziel, etwas für das Torverhältnis zu tun, war die SG BBM Bietigheim nach Oldenburg gekommen. Dies ist dem Meisterschaftsfavoriten beim 43:22-(23:10)-Sieg eindrucksvoll gelungen. „Genau das wollten wir eigentlich verhindern, aber Bietigheim hat von Beginn an Gas gegeben und so gut wie keine Fehler gemacht. Jedes unserer Tore wurde gleich umgehend mit einem Gegentor bestraft. Die erste Sechs von Bietigheim ist so ziemlich das Beste, was wir in der Bundesliga haben, wenn die Vollgas geben, um ihr Torverhältnis aufzubessern, ist für uns sehr schwer, dagegenzuhalten. Wir müssen uns jetzt schnell wieder auf den nächsten Gegner konzentrieren“, zeigte sich Niels Bötel beeindruckt vom Spiel des Gegners.

Die Gäste zeigten vom Start weg, dass sie nicht vorhatten, sich vom VfL in die Meisterschaftssuppe spucken zu lassen, und gaben gleich Vollgas. Einzig zu Beginn des Spiels konnte Jenny Behrend einmalig zum 1:1 ausgleichen. Danach zog der Favorit nach und nach davon. Kaum waren acht Minuten gespielt, lag der VfL bereits mit 3:8 hinten. Jeder Fehler der Gastgeberinnen wurde gnadenlos mit einem Tor bestraft. So hatten die Gäste neun Minuten vor der Pause beim Stande von 7:17 erstmals eine zweistellige Führung herausgeworfen. So ging es für den VfL bereits beim Halbzeitstand von 10:23 nur noch um Schadensbegrenzung.

Konnten die Gastgeberinnen in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit das Spiel noch einigermaßen offen gestalten, wurden sie in den folgenden zwölf Minuten vom Titelaspiranten regelrecht überrollt. Im Minutentakt tauchten die Gäste nun frei vor Ferenczi und Renner auf und versenkten die Bälle nahezu unbehelligt im VfL-Tor. Gleichzeitig konnten die sichtlich überforderten Grün-Weißen das Tor der Gäste so gut wie nie ernsthaft in Gefahr bringen. Zwölf Minuten vor dem Ende war der Rückstand somit auf 15:37 angewachsen und es konnte einem Angst und bange um den VfL werden. So ganz abschlachten lassen wollten sich die Gastgeberinnen dann aber doch nicht. Mit jeweils drei Treffern in den letzten zehn Minuten sorgten Kim Birke und Kristina Logvin dafür, dass es am Ende nicht noch schlimmer kam für den VfL. Etwas Erfreuliches gab es am Ende des Tages dann aber doch noch aus Sicht des VfL zu berichten. Dank der 19:27-Heimniederlage von Halle gegen Blomberg haben die Grün-Weißen bereits drei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt geschafft.
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Kampfstarke Gäste gewinnen am Ende verdient mit 28:26

15.04.2019 17:40 Uhr

VfL verliert erneut gegen Neckarsulm

von Bernd Teuber

Für Handball-Ästheten war das Spiel zwischen dem VfL Oldenburg und der Neckarsulmer Sport-Union am heutigen Sonntagnachmittag in der EWE-Arena wahrlich nichts. Von Beginn an war das Spiel von zahlreichen technischen Fehlern geprägt und erinnerte eher an Abstiegskampf pur als an das Spiel eines Teams aus dem gesicherten Mittelfeld gegen den Drittletzten. Das Team von Trainer Niels Bötel wirkte stark verunsichert und konnte niemals seiner Favoritenrolle gerecht werden, so dass am Ende ein verdienter 28:26-Sieg der tapfer kämpfenden Gäste stand. „Mein Team hat den Sieg wohl etwas mehr gewollt“, befand dann auch NSU-Trainer Pascal Morgant nach dem Spiel.

Das Spiel war noch keine sieben Minuten alt, da lag der VfL schon mit 1:4 hinten. Es sollte bis zur 14. Minute dauern, bevor der VfL durch Cara Hartstock erstmals zum 7:7 ausgleichen konnte. Zuvor hatten Isabelle Jongenelen und Myrthe Schoenaker ihr Team mit zwei bzw. drei Treffern wieder herangebracht. Meist waren es allerdings Einzelaktionen. Überhaupt glänzten die Gastgeberinnen an diesem Tag eher mit Einzelaktionen, als dass sie als Mannschaft auftraten. 

Es sollte aber noch zehn weitere Minuten dauern, bevor die Gastgeberinnen kurz vor Ende der Halbzeit durch Hartstock mit 12:11 erstmals in Führung gehen konnten. Keine halbe Minute später hatte Jongenelen sogar auf 13:11 erhöht. Zwei Minuten vor der Pause brachte Kim Birke mit einem sehenswerten Treffer zum 15:12 ihr Team sogar mit drei Toren in Front. Nun sah es ganz danach aus, als ob der VfL trotz bisher wenig überzeugender Leistung seiner Favoritenrolle gerecht werden könnte. Mit einer 16:14 Führung ging es dann in die Kabinen.

Die Gäste kamen deutlich aggressiver aus den Kabinen, was dem VfL sichtlich gar nicht schmeckte. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hat Neckarsulm aus dem Rückstand eine 18:16-Führung gemacht. Immer wieder war es Nele Reimer, die für die Gäste traf. Zwar konnte der VfL durch Jongenelen noch einmal zum 19:19 ausgleichen, aber für eine erneute Führung sollte es nicht mehr reichen. Zwar produzierten auch die Gäste zahlreiche technische Fehler, agierten aber insgesamt aggressiver in der Abwehrarbeit. Mit nur zwei Zeitstrafen gegen sein Team dürfte Bötel alles andere als zufrieden gewesen sein. Auffallend war auch, dass kaum ein langer Pass der Gastgeberinnen bei der eigenen Mitspielerin ankam. Den größten Teil der zweiten Halbzeit lief der VfL einem 1–2-Tore-Rückstand hinterher. Allein dreimal traf in dieser Phase des Spiels eine gut aufgelegte Isabelle Jongenelen Latte oder Pfosten und war am Ende untröstlich über die verpassten Punkte. Als dreieinhalb Minuten vor dem Ende Neckarsulms Beste, Nele Reimer, zum 27:24 einwarf, war das Spiel entschieden. Am Ende stand ein verdienter 28:26-Sieg der Gäste aus Neckarsulm.
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Gastgeberinnen revanchieren sich für Hinspielniederlage

01.04.2019 12:37 Uhr

VfL verliert 30:33 in Blomberg

von Bernd Teuber

Nachdem das Team von Trainer Niels Bötel zunächst mit einer imponierenden 9:1-Serie ins Jahr 2019 gestartet war, kassierten sie am Samstagnachmittag nun bereits die vierte Niederlage in Folge. Dabei lief der VfL beim Gastspiel in Blomberg bereits ab der vierten Minute einem Rückstand hinterher, der zeitweise bis auf acht Tore anwuchs. Am Ende stand ein verdienter 33:30-Sieg der Gastgeberinnen. „Wir haben den Beginn des Spiels verschlafen und keinen Zugriff in der Abwehr bekommen. Gleichzeitig haben wir im Tempospiel zu viele Fehler gemacht. Dadurch ist Blomberg zu einfachen Toren gekommen und konnte sich schnell absetzen“, so der VfL-Trainer.

Zunächst war der VfL noch durch Helena Mikkelsen und Cara Hartstock zweimal in Führung gegangen. Ein 6:0-Lauf der Gastgeberinnen innerhalb von wenigen Minuten brachte die HSG dann aber schnell deutlich mit 7:2 in Führung. Zwar konnten die Gäste wenig später wieder auf 5:8 verkürzen, aber die HSG ließ sich dadurch nicht beeindrucken und baute bis zur 21. Minute den Vorsprung wieder auf 15:7 aus. In den letzten neun Minuten der Halbzeit lieferten sich die beiden Konkurrenten einen offenen Schlagabtausch, sodass fast jeder Angriff ein Treffer war und es mit einer 22:15-Führung für die Gastgeberinnen in die Kabinen ging.

„In der zweiten Halbzeit haben wir das teilweise besser gemacht und mit ein bisschen mehr Cleverness hätte auch mehr dabei rauskommen können. Wir hätten mehr Tore machen müssen, haben das aber nicht geschafft und außerdem hat uns in der Abwehr heute die Aggressivität gefehlt. Unser Innenblock hat viel zu passiv agiert. So kann man kein Bundesligaspiel gewinnen“, zeigt sich Bötel mit der Abwehrleistung seines Teams alles andere als zufrieden.

Nach der Pause sahen die 834 Zuschauer ein ausgeglicheneres Spiel als in Hälfte Eins. Zwar konnte sich Blomberg nicht weiter absetzen, aber auch dem VfL gelang es zunächst nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Erst in den letzten dreieinhalb Minuten konnte sich die Gäste durch Tore von Marie Steffen, Kristina Logvin sowie zweimal Angie Geschke auf Schlagweite herankämpfen. Um das Spiel noch einmal zu drehen, sollte es aber nicht mehr reichen. „Wir haben es heute nicht verdient zu gewinnen, weil uns die Aggressivität gefehlt hat und wir vorne zu viele Fehler gemacht haben. Da müssen wir weiter dran arbeiten“, resümiert der VfL-Trainer nach dem Spiel. Mit dreizehn Treffern war Myrthe Schoenaker die beste Torschützin des Tages.
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Erneute Heimniederlage gegen Werkselfen aus Leverkusen

18.03.2019 12:01 Uhr

VfL verliert zuhause 24:27

von Bernd Teuber

Viereinhalb Jahre ist es nun her, dass der VfL Oldenburg letztmalig ein Heimspiel gegen die Werkselfen aus Leverkusen gewinnen konnte. Auch am Sonntag, 17.03., zog das Team von Trainer Niels Bötel nach einem sehr intensiven und engen Spiel mit 24:27 (13:14) gegen den zwölfmaligen deutschen Meister den Kürzeren. 

Dabei war das Spiel zwischen den beiden Bundesliga-Dinos wahrlich nichts für Handball-Ästheten. In einem kampfbetonten Spiel, in dem beide Teams sehr hektisch agierten und sich zahlreiche technische Fehler leisteten, ging es von Beginn an voll zur Sache. Gleich die ersten drei Tore resultierten aus Strafwürfen. Zwei weitere sollten noch bis zur neunten Minute folgen. Während beide Teams hinten ordentlich zupackten und auch die Torhüterinnen einen guten Tag erwischten, fehlte ihnen im Angriff oft die letzte Konsequenz. 

„Heute wäre deutlich mehr drin gewesen, wenn wir nicht so viele technische Fehler gemacht und so oft frei verworfen hätten. Das Spiel haben wir im Angriff verloren“, so ein enttäuschter VfL-Trainer.

Nachdem die Gastgeberinnen zunächst mit 2:1 sowie 3:2 in Führung gelegen hatten, liefen sie ab der 7. Minute immer einem Rückstand hinterher und schafften es einfach nicht, die Hektik aus ihrem Spiel zu verbannen. Allzu oft wurde viel zu früh abgeschlossen, anstatt die Angriffe geduldig auszuspielen. Da es aber auch die Gäste nicht besser machten, waren es im Endeffekt die zwei, drei Paraden mehr von Leverkusens Nele Kurzke, die dafür sorgten, dass die Werkselfen mit einer 14:13-Führung in die Pause gingen.
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die Erste. Nach fünf Minuten hatten die Schiedsrichter bereits dreimal auf den Punkt gezeigt. Auch am Spielverlauf änderte sich zunächst wenig. Die Gäste legten ein vor und der VfL glich wieder aus. In der 40. Minute war es dann Kim Birke, die mit ihrem Tor zum 20:19 ihr Team erstmals seit der 4. Minute wieder in Führung bringen konnte. Diese sollte aber nicht lange halten, denn schon fünf Minuten später hatten die Elfen mit einem 4:0 Lauf zum 23:20 ihre bis dato höchste Führung herausgeworfen. Zunächst hatte Joanna Rode den Ausgleich erzielt, bevor Schwester Jennifer eine Minute später ihr Team erneut in Führung brachte. Das Küken der Familie, Elaine, baute dann den Vorsprung mit zwei Toren weiter aus. Aber noch war der VfL nicht geschlagen. Zweimal Neu-Nationalspielerin Jenny Behrend sowie Myrthe Schoenaker per Siebenmeter sorgten wieder für den Ausgleich. Als die Gäste dann aber erneut einen 4:0-Lauf hinlegten, hatte der VfL nichts mehr entgegenzusetzen und Christina Logvin konnte mit ihrem Tor zum 24:27-Endstand nur noch für Ergebniskorrektur sorgen.

Für den VfL geht es nun am 30.3. mit einem Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn Blomberg-Lippe weiter, bevor eine Woche später TuS Metzingen seine Visitenkarte in der EWE Arena abgeben wird.

Ganz so lange müssen die heimischen Handballfans aber nicht auf Spitzenhandball verzichten. Denn bereits am kommenden Samstag empfängt die deutsche Nationalmannschaft in der großen EWE Arena die Niederlande. Mit dabei die VfLerinnen Angie Geschke und Jenny Behrend. „Alle Spielerinnen werden Spielzeit bekommen“, hatte Nationaltrainer Henk Groener vor dem Spiel gute Nachrichten für Debütantin Jenny Behrend, die mit acht Treffern beste VfL-Torschützin an diesem Tag war. Noch mehr VfL im Kader haben aber die Gäste aus den Niederlanden zu bieten. Mit Tess Wester, Lois Abbingh, Laura van der Heyden, Kelly Dulfer, Inger Smits und Myrthe Schoenaker haben gleich sechs Spielerinnen den VfL in ihrer sportlichen Vita stehen. Schon jetzt sind knapp 3000 Tickets verkauft worden. So viele wie seit 2016 nicht mehr bei einem Spiel der Frauen-Nationalmannschaft in Deutschland außerhalb der WM.
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Göppingen beendet Erfolgsserie des VfL

05.03.2019 17:05 Uhr

Unglückliche 26:27 Niederlage

von Bernd Teuber

In einem packenden und engen Handballspiel unterlag der VfL Oldenburg am 3. März in eigener Halle Frisch Auf Göppingen knapp mit 26:27 (13:13) und kassierte damit die erste Niederlage des Jahres. „Göppingen ist ein sehr unangenehmer Gegner mit seiner offensiven Deckung. Das war uns schon vor dem Spiel bekannt und hat sich heute bestätigt. Wir haben es nicht geschafft, sechzig Minuten lang konzentriert durchzuspielen, und so etwas wird von einem Gegner wie Göppingen gnadenlos bestraft. Wenn zwei Teams auf gleichem Niveau aufeinandertreffen, wird jede Unkonzentriertheit bestraft, und man kann es sich nicht leisten, es etwas locker angehen zulassen“, so VfL-Trainer Niels Bötel nach dem Spiel. Dabei sah es zwischenzeitlich recht gut aus für den VfL.

Vom Start weg entwickelte sich ein enges Spiel, in dem der VfL zunächst immer wieder vorlegte und die Gäste umgehend ausgleichen konnten. In der 8. Minute ging Göppingen dann erstmals in Führung und baute diese schnell auf 7:4 aus. Mehrfach scheiterte der VfL in dieser Phase freistehend an Gästetorhüterin Branka Zec. Aber der VfL kämpfte sich wieder heran und in der 17. Minute war es Kim Birke, die für ihr Team zum 8:8 ausgleichen konnte. In den nächsten Minuten wechselte die Führung nun mehrfach und keins der beiden Teams konnte mit mehr als einem Tor in Führung gehen. So ging es mit 13:13 in die Pause.

Mit einigen Umstellungen in der Mannschaft kamen die Gastgeberinnen aus der Kabine und legten los wie die Feuerwehr. Durch Tore von Myrthe Schoenaker (2), Kim Birke und Isabelle Jongenelen zogen der VfL schnell auf 17:13 davon. Nun sah es ganz danach aus, als ob das Team von Niels Bötel den Gegner im Griff hätte. Aber auf einmal war ein Bruch im Spiel und der VfL verhalf den Gästen zu allzu vielen leichten Ballgewinnen. Die bedankten sich umgehend für diese Gastgeschenke und glichen innerhalb von nur zwei Minuten wieder aus. Die ein oder andere unglückliche Entscheidung des Düsseldorfer Schiedsrichter-Duos sorgte zusätzlich für Verunsicherung beim Gastgeber. Nun drehten die Gäste den Spieß um und gingen zwölf Minuten vor dem Ende mit 23:20 ihrerseits mit drei Toren in Führung. Hatte Jenny Behrend zu Beginn des Spiels noch etwas unglücklich agiert, sorgte sie nun mit drei Treffern in Folge für die erneute 25:24 Führung des VfL. Den Gastgebern gelang es aber nicht, „den Laden hinten dicht zu machen“ und für eine Vorentscheidung zu sorgen. Während Zec das Göppinger Tor dicht machte, gelang es der VfL-Abwehr nicht, Göppingens beste Torschützinnen Michaela Hrbkova und Petra Adamkova zu stoppen. So kam es, wie es kommen musste. Einen Siebenmeter beim Stande von 26:26 verwandelte Hrbkova kurz vor dem Ende souverän und sicherte so ihrem Team den Sieg.
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Ausgezeichnete Leistungen: Oldenburg ist stolz auf seine Besten

26.02.2019 22:32 Uhr

Sportlerehrung: Stadt würdigt erfolgreiche Athletinnen und Athleten sowie Mannschaften

Auch im Sportjahr 2018 gab es viele packende Duelle, umjubelte Siege und mittendrin zahlreiche Sportlerinnen und Sportler aus Oldenburg, die herausragende Leistungen erzielt haben. Dass die Stadt Oldenburg stolz auf ihre Athletinnen und Athleten ist, zeigt sich bei der alljährlichen Sportlerehrung im Kulturzentrum PFL. In den Jugendklassen wurden insgesamt 144 Erfolge gewürdigt – 95 Aktive nahmen ihre Auszeichnungen in der Feierstunde persönlich in Empfang. 199 Urkunden wurden von der Stadt in den Haupt- und Altersklassen verliehen – 105 Sportlerinnen und Sportler nahmen an der Ehrung teil und erhielten ihre Urkunden direkt aus den Händen von Bürgermeisterin Petra Averbeck.

Die Geehrten haben auf nationaler und internationaler Ebene auf sich aufmerksam gemacht. Dazu zählten Siege bei niedersächsischen und norddeutschen Meisterschaften, 1. bis 3. Platzierungen bei Meisterschaften auf Bundesebene, die Berufung in eine deutsche Nationalmannschaft sowie die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften.

Die Palette der Sportarten reicht in der Jugendklasse von Basketball und Rudern über Triathlon und Kickboxen bis zu Sportakrobatik und Voltigieren. Bei den Erwachsenen zeigt sich ein breites Spektrum vom Bowling und Leichtathletik über Gymnastik und Tanz bis zum Handball und Rettungsschwimmen. Petra Averbeck bezeichnete die geehrten Sportlerinnen und Sportler als „Vorbild für andere“ und „Botschafter für Bewegung und Sport“: „Mit Ihren Erfolgen tragen Sie den Namen unserer Stadt über ihre Grenzen hinaus“, lobte die Bürgermeisterin.
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Derbysieg in Buxtehude

24.02.2019 18:09 Uhr

VfL baut Erfolgsserie aus

von Bernd Teuber

Siege in Buxtehude sind für die Handballerinnen des VfL Oldenburg nicht gerade an der Tagesordnung. Der letzte lag bereits drei Jahre zurück, insgesamt zwei waren es in den letzten zehn Jahren. Am Samstagnachmittag, 23. Februar, ist nun ein Dritter hinzugekommen, ein unerwartet deutlicher noch dazu. Nach einer 13:8-Pausenführung fuhren die Gäste am Ende einen auch in der Höhe hochverdienten 27:20-Auswärtssieg ein. 

„Das lief heute einfach super. Es hat einfach sehr viel gepasst. Wir haben von Anfang an mit der richtigen Aggressivität in der Abwehr gespielt und vorne unsere Chancen genutzt. Da Buxte selbst auch sehr stark in der Abwehr ist, war uns klar, dass es schwierig werden würde, dreißig Tore zu werfen. Also mussten wir verhindern, dass dies dem Gegner gelingt. Dass es am Ende sogar nur zwanzig Tore geworden sind, ist natürlich absolut super“, freute sich Niels Bötel nach dem Spiel, welches einmal mehr durch eine starke Abwehrleistung inklusive einer erneut hervorragend aufgelegten Julia Renner gewonnen werden konnte. „Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir durch Aggressivität Spiele gewinnen können. Mittlerweile steht auch unsere Abwehr mit dem Innenblock Cara (Hartstock) und Lisa-Marie (Fragge). Zudem haben wir heute fünfzig Minuten konzentriert durchgespielt und deutlich weniger Fehler gemacht als Buxte“.

Von Anfang an bestimmte der VfL das Spiel und ließ den Gegner kaum frei zum Wurf kommen. Zwar konnte man gleich mit dem ersten Angriff in Führung gehen, aber es sollte die einzige Führung der Gastgeberinnen in diesem Spiel bleiben. Es folgten zwölf torlose Minuten für den Tabellenvierten, in denen der VfL seinerseits fünfmal ins Schwarze traf und mit 5:1 davonzog. Ein Vorsprung, den die Gäste auch in der Folge halten konnten. So stand es nach halb gespielter Halbzeit 9:3 für die Grün-Weißen. Allein fünfmal war es Angie Geschke, die den Ball im Tor der Gastgeberinnen unterbringen konnte. Am Ende hatte sie 11 Tore auf ihrem Konto, sechs davon per Siebenmeter. Mit 13:8 ging es dann in die Pause.

Gleich fünfmal musste der VfL in Halbzeit zwei in Unterzahl spielen, was der Gegner allerdings nicht zu seinen Gunsten nutzen konnte. Näher als vier Tore ließ die starke VfL-Abwehr den BSV nicht mehr herankommen. Im Gegenteil, sechs Minuten vor dem Ende konnte Geschke mit ihrem Treffer zum 24:15 ihr Team sogar erstmals mit neun Toren in Front bringen. Am Ende stand ein mehr als verdienter 27:20-Derbysieg für das Team von Trainer Niels Bötel.
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VfL startet mit Sieg in die Rückrunde

18.02.2019 12:44 Uhr

Weiterhin ungeschlagen in 2019

von Bernd Teuber

Auch im vierten Spiel des Jahres bleibt der VfL Oldenburg in der Bundesliga ungeschlagen. Vor 1017 Zuschauern in der heimischen EWE-Arena konnte der Tabellenletzte SV Union Halle-Neustadt deutlich mit 35:26 besiegt werden, nachdem man bereits zur Pause mit 19:14 vorne gelegen hatte.

„Anfangs haben wir uns mit der offensiven Verteidigung der Wildcats etwas schwergetan, aber nachdem wir etwas umgestellt hatten, kamen wir immer besser damit klar. Halle hat gezeigt, dass sie besser sind, als es die Tabellensituation darstellt. Am Ende ist ihnen etwas die Luft ausgegangen“, zeigte sich Trainer Niels Bötel insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Spiels.

Zunächst bekamen die Zuschauer ein torarmes Spiel zu sehen, in dem vor allem die Torhüterinnen Julia Renner und Anica Gudelj sowie die beiden Abwehrreihen glänzen konnten. So stand es nach zehn Minuten gerade mal 3:3. Es sollte noch drei weitere Minuten dauern, bevor Cara Hartstock mit ihrem Treffer zum 5:3 den VfL erstmals mit zwei Toren in Front brachte. Auch in der Folge blieb es ein enges Spiel, in dem der VfL zwar seinen Vorsprung nicht weiter ausbauen konnte, aber auch nicht zuließ, dass die Gäste wieder ausgleichen konnten. Neun Minuten vor der Pause war es dann wieder Hartstock, die ihr Team die erste Vier-Tore-Führung bescherte. 

In den letzten fünf Minuten versuchte Bötel es dann mit gleich drei Kreisspielerinnen. Eine taktische Variante, die von Erfolg gekrönt war. Dreimal konnte Lisa-Marie Fragge freistehend am Kreis den Ball im Hallenser Tor versenken und so die Führung des VfL auf 18:13 auszubauen. Nachdem Mariana Ferreira Lopes noch einmal verkürzen konnte stellte Kristina Logvin vier Sekunden vor dem Pausenpfiff den 19:14-Halbzeitstand her. Nach der recht torarmen ersten Viertelstunde, in der lediglich zehn Tore gefallen waren, legten beide Teams in der zweiten Hälfte der Halbzeit ordentlich nach und trafen dreiundzwanzigmal. Nicht nur viele Tore bekamen die Zuschauer zu sehen, sondern auch das Comeback von gleich zwei VfL-Spielerinnen. Neben Rückkehrerin Malene Staal konnte auch Isabelle Jongenelen, die am Donnerstag grünes Licht vom Arzt bekommen hatte, wieder mit auflaufen.

Den besseren Start in Hälfte Zwei hatten die Gäste, die sich innerhalb kürzester Zeit wieder auf 19:20 herankämpfen konnten. Die Gastgeberinnen ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, bauten den Vorsprung schnell wieder aus und lagen eine Viertelstunde vor Spielende mit 28:22 vorne. Zwischenzeitlich hatte es einen Wechsel im VfL-Tor gegeben und Annamaria Ferenczi stand ihrer Kollegin Julia Renner in nichts nach. Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von zwei Minuten konnte der VfL in der 58. Minute dann sogar beim Stande von 35:25 die Führung auf zehn Tore ausbauen. Am Ende stand ein verdienter und nie gefährdeter 35:26-Sieg der Hausherrinnen. Damit konnte der VfL knapp eine Woche vor dem Nordderby in Buxtehude noch einmal ordentlich Selbstvertrauen tanken. Beste VfL-Torschützin war mit sieben Treffern Mannschaftsführerin Kim Birke, die eindrucksvoll zeigte, dass sie die Leichtigkeit zurückgewonnen hat und eindeutig sehr viel Spaß an diesem Abend hatte. Anders als Gästetrainerin Tanja Logvin, die sich das zweite sportliche Aufeinandertreffen mit ihrer Tochter Kristina wohl ganz anders vorgestellt hatte. Mit zehn Toren beste Torschützin des Abends war Halles Mariana Ferreira Lopes.
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Kampfsport, Krafttraining und Kicken bis zur Geisterstunde

16.02.2019 11:48 Uhr

Studierende bieten Mitternachtssport an – Gleichstellungsbüro unterstützt Projekt

Ein Projektteam aus Studierenden der Sportwissenschaft an der Universität Oldenburg testet ein neues Angebot: Mitternachtssport. Dieses Sportangebot außerhalb der „klassischen“ Vereinszeiten soll insbesondere für junge Menschen ab 14 Jahren eine Alternative zum bereits bestehenden Spektrum darstellen und ihnen eine weitere Möglichkeit einer aktiven und gesunden Freizeitgestaltung bieten.

Das Besondere an der Idee: Die neuen Räume, die hier für Aktivitäten geschaffen werden, entstehen im Rahmen des organisierten Sports der Sportvereine. Gerade deshalb sind sie keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum klassischen Vereinssport. Das Projektteam konnte für diese Idee weitreichende Unterstützung gewinnen: So übernimmt der Bürgerfelder Turnerbund die Trägerschaft, und auch der Landessportbund Niedersachsen, der Stadtsportbund Oldenburg und das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg beteiligen sich.

Die Kooperationen ermöglichen unter anderem, dass das Angebot kostenfrei bleiben kann. Sogar für Verpflegung und einen sicheren Rücktransport ist gesorgt, mitgebracht werden müssen nur bequeme Sportkleidung und Hallenschuhe. „Wir hoffen auf rege Beteiligung“, sagt Michael Hanneken vom Projektteam. „Vielleicht kann das Pilotprojekt dann sogar zu einem langfristigen Angebot heranwachsen.“

Der Mitternachtssport wird zunächst an zwei Terminen in den Sportstätten des Bürgerfelder Turnerbundes, Alexanderstraße 207, angeboten
 • Samstag, 16. Februar, 22 bis 24 Uhr: Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen
 sowie Calisthenics (Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht) für alle;
 • Samstag, 23. Februar, 21 bis 23 Uhr: Fußball für alle.

Weitere Informationen können per E-Mail an mitternachtssport@web.de angefragt werden.
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Deutlicher Heimsieg zum Hinrunden-Ende

04.02.2019 15:24 Uhr

VfL setzt sich vom Tabellenende ab

Zum Abschluss der Hinrunde gelang dem VfL Oldenburg vor 1256 Zuschauern in der heimischen EWE Arena ein deutlicher 36:27 (19:11)-Sieg über die HSG Bensheim/Auerbach und baute damit den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Punkte aus. Gleichzeitig zog man punktemäßig mit der HSG Blomberg-Lippe gleich und geht als Neunter in die Rückrunde, die in zwei Wochen mit einem Heimspiel gegen SV Union Halle-Neustadt beginnt.

Die Gastgeberinnen kamen gut ins Spiel und lagen bereits nach sieben Minuten mit 5:2 in Führung. Gleich zweimal parierte Julia Renner in dieser Phase einen Siebenmeter. Am Ende konnte die Torhüterin 40 % der Würfe auf ihr Tor entschärfen. Ein Spitzenwert. Nun kam aber auf einmal Hektik ins Spiel des VfL und man bescherte den Gästen durch eigene Fehlpässe zahlreiche Torchancen. Diese nahmen die Gastgeschenke dankend an und machten aus dem Rückstand innerhalb von anderthalb Minuten eine 6:5-Führung. Die vor dem Spiel mit Riesenapplaus begrüßte Angie Geschke beendete in der 12. Minute mit ihrem ersten von fünf souverän verwandelten Siebenmetern die Torflaute des VfL. In den folgenden Minuten wechselte die Führung mehrmals und es sah ganz nach einem Spiel auf Augenhöhe aus. Beim Stande von 9:9 in der 20. Minute nahm VfL-Trainer Niels Bötel seine erste Auszeit. „Wir mussten die Hektik aus dem Spiel kriegen und haben uns noch einmal daran erinnert, was wir abgesprochen haben. Das haben wir dann erfolgreich umgesetzt“, berichtet der Trainer von der Auszeit, die dem Spiel eine Wendung geben sollte. Auf einmal war der VfL wieder voll da. In der Abwehr ließ man kaum noch etwas zu und im Angriff verwertete man konsequent alle Chancen und zog mit einem 7:0-Lauf auf 16:9 davon. Gleich mehrfach war Lina Genz zunächst an der guten HSG-Torhüterin Helen van Beurden gescheitert. Zwei Minuten vor der Pause war es dann aber endlich soweit. Mit ihrem ersten von zwei Treffern erhöhte sie auf 17:10 und tankte dadurch ordentlich an Selbstvertrauen. Beim Stande von 19:11 für den VfL ging es dann in die Pause.

Auch in die zweite Halbzeit erwischte der VfL den besseren Start und konnte in der 33. Minute beim Stande von 22:12 erstmals eine zweistellige Führung erzielen. Näher als acht Tore sollten die Gäste im Verlauf des Spiels auch nicht mehr herankommen. Aber auch der VfL konnte sich nicht weiter absetzen, so dass sich der Vorsprung im weiteren Verlauf auf zehn Tore einpendelte. Den Schlusspunkt für den VfL setzte die mit neun Treffern beste Torschützin des Tages, Myrthe Schoenaker, mit zwei Treffern innerhalb einer halben Minute zum 36:26. Sekunden vor dem Schlusspfiff verwandelte Bensheims Lisa Friedberger ihren siebten Siebenmeter zum Endstand. „Das war heute ein Tag, an dem nichts funktioniert hat bei uns“, zeigte sich Ex-VfLerin Simone Spur-Petersen enttäuscht nach dem Spiel, das man sich wohl deutlich anders vorgestellt hatte. 
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Überraschender, aber hochverdienter Punktgewinn beim BVB

25.01.2019 08:52 Uhr

Jongenelen verletzt sich am Knie

Erst zwei Punkte hatte der VfL bis dato in dieser Saison auswärts gewinnen können. Ausgerechnet bei den starken Dortmunderinnen gelang dem Team von Trainer Niels Bötel am Mittwoch, 23. Januar, ein weiterer Punktgewinn. Nach hartem Kampf trennte man sich vor gerade mal 329 Zuschauern in Herdecke mit 28:28. Fast hätte es sogar noch zu einem Auswärtssieg gereicht, aber in letzter Sekunde scheiterte Helena Mikkelsen mit einem Siebenmeter an BVB-Torhüterin Clara Woltering. „Ich bin mächtig stolz auf die Mädels. Wir haben vierzig Minuten lang konzentriert gespielt, aggressiv verteidigt und vorne umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten ja, was wir können, und das haben wir heute abgerufen“, so ein stolzer VfL-Trainer nach dem überraschenden Punktgewinn.

Nach einem ausgeglichen Beginn, wo die Gäste bis zum 4:4 die Dortmunder Führung immer wieder ausgleichen konnten, setzten sich die Gastgeberinnen ab der 7. Minute nach und nach etwas ab, so dass es ganz danach aussah, als ob der BVB seiner Favoritenrolle gerecht werden würde. Bis zur 20. Minute war der Rückstand dann bereits auf 6:12 angewachsen. Grund genug für Niels Bötel, seine zweite Auszeit zu nehmen. „Wir hatten bis dahin den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht, aber wir waren uns sicher, dass der BVB so nicht sechzig Minuten würde durchspielen können“, so der VfL-Trainer. 

Eine Auszeit mit Folgen. Hatte der VfL bis zu diesem Zeitpunkt allzu viele einfache Tore zugelassen, kam man nun immer besser ins Spiel und blies zur Aufholjagd. Den Anfang machte Kreisläuferin Kara Hartstock mit ihren zwei Toren innerhalb von 42 Sekunden. Bis zur Pause hatte man sich dann wieder bis auf ein Tor herangekämpft. So ging es mit 14:15 in die Kabinen. „Hier haben wir noch einmal ganz deutlich gemacht, dass heute etwas geht“, berichtet Bötel von seiner Halbzeitansprache.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Gastgeberinnen, die ihren Vorsprung wieder auf 18:14 ausbauen konnten. Aber der VfL ließ sich nun nicht mehr abschütteln und kämpfte sich wieder heran. Auch eine Verletzung von Isabelle Jongenelen, die nach ca. vierzig Minuten aufs Knie gefallen war und nicht mehr weitermachen konnte, steckte das Team von Niels Bötel weg, ohne seine Konzentration zu verlieren. „Wir werden erst in den nächsten Tagen wissen, wie schwer Isas Verletzung ist. Hoffentlich ist sie gegen Bensheim wieder fit. Sie würde uns schon ganz schön fehlen, auch wenn Helena Mikkelsen ihre Sache heute sehr gut gemacht hat“, hofft Bötel auf eine schnelle Genesung der Niederländerin.

Angetrieben von Kristina Logvin, die alle ihre vier Tore in den letzten zehn Minuten erzielte, ließ der VfL nun die Gastgeberinnen nicht mehr mit mehr als zwei Toren davonziehen. Die Österreicherin war es auch, die mit zwei Treffern in Folge in der 52. Minute den ersten Ausgleich seit der 7. Minute erzielen konnte. Die erneute Führung des BVB durch Harma van Kreij glich wenig später erneut Logvin aus. In Unterzahl sorgte Helena Mikkelsen in der 55. Minute für die erste Oldenburger Führung (25:24) in diesem Spiel. Nun war es der BVB, der einem Rückstand hinterherlaufen musste. Beim Stande von 27:26 ging es in die letzte Spielminute. Es sollte eine ereignisreiche Minute werden. Zunächst verwandelte Alina Grijseels 48 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter für den BVB, aber nur dreißig Sekunden später brachte Myrthe Schoenaker mit ihrem sechsten Treffer den VfL wieder in Front. Nun musste es schnell gehen für die Gastgeberinnen. Und die beeilten sich. Bereits zehn Sekunden nach dem Führungstreffer der Gäste konnte Grijseels erneut ausgleichen. Acht Sekunden blieben dem VfL jetzt noch, um doch noch beide Punkte mit nach Hause zu nehmen. Der Versuch eines schnellen Abschlusses wurde durch eine Dortmunder Spielerin vereitelt, die dabei allerdings im Kreis gestanden hat. Die Schiedsrichter entschieden noch einmal auf Siebenmeter. Im Duell der 22-jährigen Mikkelsen gegen die 35-jährige Clara Woltering hatte die wohl immer noch beste deutsche Torhüterin die besseren Nerven und verhinderte so die erst zweite Heimniederlage der Dortmunderinnen.

Für den VfL geht es nun am 3. Februar weiter mit einem Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach. „Das war heute ein wichtiger Punkt, um uns etwas von unten abzusetzen, aber der Punkt ist nichts wert, wenn wir nicht das nächste Spiel gewinnen. Das sind die Gegner, die wir schlagen müssen“, schließt der VfL-Trainer. 
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Auswahl der VWG gewinnt „Stadt Oldenburg-Cup“

23.01.2019 08:39 Uhr

Zwölf Mannschaften am Ball – Team Stadtrat schlägt sich wacker

Tricks, Tore und tolle Stimmung: Die VWG hat die 25. Auflage des Fußballturniers um den „Stadt Oldenburg-Cup“ in der Sporthalle Wechloy gewonnen. Im Finale setzte sich das Team mit 3:0 gegen „Turbine Jugendamt“ durch. Dritter wurden die Vorjahressieger „Pferdemarktbomber“, die die Spvg. Bergstraße mit 3:2-Toren nach Neunmeter-Schießen bezwingen konnten. Zuvor hatte sich der Titelverteidiger im Halbfinale der VWG mit 2:3, ebenfalls nach Neunmeter-Schießen, geschlagen geben müssen. Das andere Halbfinale hatte „Turbine Jugendamt“ gegen die Spvg. Bergstraße mit 3:2-Toren für sich entschieden.

Zwölf Mannschaften aus verschiedenen Fachdiensten der Stadtverwaltung, den städtischen Einrichtungen und den Zweckverbänden nahmen an dem Turnier teil. Begrüßt wurden die Aktiven und das Publikum von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Erstmalig war auch eine Auswahl des Stadtrates am Ball. Die Ratsmitglieder Renke Meerbothe, Ulf Prange, Annika Eickhoff, Michael Schilling, Thomas Theilsiefje, Pierre Monteyne und Hans-Henning Adler schlugen sich trotz einer 0:5-Niederlage im Eröffnungsspiel gegen die „Pferdemarktbomber“ wacker und steigerten sich von Spiel zu Spiel. Auch wenn es in ihrer Vorrundengruppe nur zum letzten Platz reichte, bereitete der Auftritt der Rats-Auswahl viel Spaß. Neben den genannten Mannschaften beteiligten sich folgende Teams am „Budenzauber“ in der Sporthalle Wechloy: OOWV, KDO, ServiceCenter, „Die Grünen Teufel“, Team Bauhof, Jobcenter und Klinikum Oldenburg.

Das Organisationsteam zeigte sich mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden und dankte allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Der Erlös des Jubiläumsturniers kommt der städtischen Fachstelle „Bürgerschaftliches Engagement“ zugute. Im nächsten Jahr ist dann die VWG Ausrichter der 26. Auflage.
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VfL hat das Siegen nicht verlernt

07.01.2019 09:00 Uhr
von Bernd Teuber

Geht doch! Endlich gab es für den VfL Oldenburg wieder Grund zum Jubeln. Mehr als zwei Monate lang musste der heimische Bundesligist auf ein Erfolgserlebnis warten. Am Sonntag, 6. Januar, war es dann endlich wieder soweit. Mit 30:24 (17:13) konnte der TV Nellingen vor 1511 Zuschauern deutlich besiegt und sich somit etwas Luft im Tabellenkeller verschafft werden. Vom Start weg war dem Team von Trainer Niels Bötel anzumerken, dass es vor heimischem Publikum etwas wiedergutmachen wollte. „Das haben sich die Mädels heute verdient. Danke auch an das tolle Publikum, das uns sehr geholfen hat. Nachdem die ersten einfachen Bälle gut geklappt haben, war das Selbstvertrauen sofort da. Auch die Abwehr hat von Anfang an gut gearbeitet, was der Torhüterin den Job natürlich erleichtert hat. Julia hat heute einen super Job gemacht. Das hat uns natürlich vorne Sicherheit gegeben, zu wissen, dass sie hinten den Laden dichtmacht“, war Bötel sichtlich zufrieden nach dem Spiel. Ein Lob bekam auch die Jüngste im Team, die nicht nur drei Tore erzielen konnte, sondern auch ihr bestes Bundesligaspiel absolvierte. Die Rede ist von Lisa-Marie Fragge, die mit einem Selbstvertrauen zu Werke ging, wie man es bei ihr bisher noch nicht gesehen hat. „So etwas will ich von unseren jungen Spielerinnen sehen, dann dürfen sie auch schonmal einen Ball verlieren“.

Dass man das Spiel unbedingt gewinnen wollte, machte Mannschaftsführerin Kim Birke schon in der ersten Aktion des Spiels deutlich. Gleich ihr erster Wurf landete im Tor des Gegners. Dies sorgte nicht nur für Sicherheit bei den Mitspielerinnen, sondern auch bei Birke selbst. Hatte sie zuletzt häufig mit ihrer eigener Chancenverwertung gehadert, war sie am heutigen Tage mit acht Volltreffern beste VfL-Torschützin.

Mit viel Durchsetzungsvermögen erhöhte Fragge anschließend auf 2:0. Es sollte, bis zur vierten Minute dauern, bis Julia Renner erstmals hinter sich greifen musste. Nach und nach baute der VfL nun seinen Vorsprung aus und lag nach halb gespielter Halbzeit mit 11:6 vorne. Zwar konnten die Gastgeberinnen in der Folge den Vorsprung nicht weiter ausbauen, ließen die Gäste aber auch nicht näher als vier Tore herankommen. So ging es mit einer 17:13-Führung in die Kabinen. Auch in Halbzeit zwei hatte der VfL das Spiel jederzeit in Griff und geriet nie in Gefahr zu verlieren. Näher als drei Tore sollte Nellingen nicht mehr herankommen. Auch wenn man in den letzten Minuten etwas fahrlässig mit den Chancen umging, änderte sich nichts mehr, da Renner den Laden hinten dicht machte. So holte sich der VfL nach langer Durststrecke zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Weiter geht es nun am 23. Januar mit einem Auswärtsspiel in Dortmund.
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Schwacher VfL verliert letztes Heimspiel des Jahres

29.12.2018 18:52 Uhr

22:28-Niederlage gegen Vipers

von Bernd Teuber

Voller Hoffnung und Zuversicht waren die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg in ihr letztes Heimspiel des Jahres gestartet. Zwei Monate nach dem letzten Pflichtspielsieg wollte man im Heimspiel gegen die Vipers aus Bad Wildungen wieder zurück in die Erfolgsspur. Intensiv hatte man in den zurückliegenden Wochen daran gearbeitet, wieder aggressiver und konzentrierter sowohl in Abwehr als auch im Angriff zu spielen. Die Leistungen der letzten Spiele sollten vergessen gemacht werden. Hier speziell das letzte vor der EM-Pause in Neckarsulm. Es sollte nichts draus werden. Auch in der Höhe verdient muss man sich gegen die Vipers mit 22:28 geschlagen geben.

„Wir haben zu Recht in dieser Höhe verloren, da wir gleich mehrere 1000%ige Chancen haben liegenlassen. Es fehlte uns eindeutig die Effektivität im Angriff, wo wir deutlich zu viele Fehler gemacht haben, weil wir in der Vorwärtsbewegung zu unkonzentriert gespielt haben. Das müssen wir unbedingt verbessern“, so ein sichtlich angefressener Niels Bötel nach dem Spiel.

Dies begann bereits wenig vielversprechend. Kaum waren zwei Minuten gespielt, lag man bereits mit 0:2 hinten. Zwar konnten Cara Hartstock und Angie Geschke (2x) fünf Minuten später aus dem Rückstand eine 3:2-Führung machen, aber es sollte die einzige Führung der Gastgeberinnen bleiben. Von Beginn an wirkten die Gäste vor der Saisonrekordkulisse von 2012 Zuschauern präsenter auf der Platte. Während die Gastgeberinnen reihenweise gute Chancen vergaben, kamen die Vipers immer wieder durch die Mitte zum Erfolg. So konnten die Vipers schnell wieder in Führung und mit einem 12:9 in die Pause gehen.

„Wir hatten zwar so einige Verletzungsprobleme, sodass wir im Training auch schon mal nur vier gegen vier spielen konnten, haben es aber durch mehrere Testspiele geschafft, besser eingespielt zu sein als beim letzten Aufeinandertreffen“, erzählte Gästetrainerin Tessa Bremmer.

Wie schon in Halbzeit eins gingen auch nach der Pause die ersten beiden Treffer wieder aufs Konto der Gäste, sodass diese den Vorsprung weiter ausbauen konnten. Als fünf Minuten nach Wiederanpfiff beim Stande von 12:15 gleich zwei Gästespielerinnen auf die Bank mussten, keimte noch einmal Hoffnung auf. Aber der VfL konnte diesen Vorteil nicht nutzen und lediglich durch Kim Birke auf 13:15 verkürzen. Kaum wieder komplett, bauten die Gäste den Vorsprung wieder aus und lagen nach halbgespielter Halbzeit bereits mit fünf Toren vorne. Fünf Minuten vor dem Ende konnte Vipers Topscorerin Nicoleta Vasilescu sogar auf 25:17 erhöhen. Ein Treffer, den sie allerdings teuer bezahlen musste. Minutenlang blieb sie am Boden liegen und musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Bei Spielende war noch nicht bekannt, ob die Vipers-Spielerin die Heimreise mit antreten konnte. Der VfL Oldenburg drückt ihr auf jeden Fall die Daumen, dass die Fahrt ins Krankenhaus nur eine Vorsichtsmaßnahme war und sie am Samstag in Nellingen wieder mit auflaufen kann.

Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 28:22-Sieg der Gäste. „Die Stimmung in der Halle war heute super und es tut mir leid, dass wir die Punkte nicht hierbehalten haben. Wir haben viel zu viele freie Würfe verworfen und gleichzeitig den Gegner zum Torewerfen eingeladen. Wir müssen uns einfach noch mehr reinhängen und kämpfen. Vor allem in der Abwehr“, so eine enttäuschte Julia Renner, die mit ihrem Team bereits am Samstag wieder ranmuss. Da wird es allerdings nicht einfacher. Da ist man nämlich in Bietigheim zu Gast.
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Oberbürgermeister will am Ball bleiben

20.12.2018 20:45 Uhr

Krogmann treibt nach Ratsbeschluss Planung und Bau von drei Kunstrasenplätzen voran

Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner jüngsten Sitzung die Vorlage aus dem Sportamt verwandelt: Drei Kunstrasenplätze, so der Beschluss, sollen bis 2021 auf städtischen Sportanlagen errichtet werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann will nun am Ball bleiben und Tempo machen. „Wenn alles gut läuft, könnte der erste Platz im Herbst nächsten Jahres entstehen. Davon profitieren besonders Vereine mit großen Jugendfußballabteilungen, die starken Zulauf im Mädchenfußball haben“, hofft Krogmann. 750.000 Euro sind für den ersten Kunstrasenplatz eingeplant. Mit den im nächsten Jahr voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mitteln ließen sich in 2019 darüber hinaus auch bereits die Planungen für die beiden weiteren Plätze vorantreiben.

Es ist vorgesehen, dass der Sportausschuss in seiner ersten Sitzung des neuen Jahres am 13. Februar die konkrete Standortwahl treffen kann. Konsens besteht darüber, dass vorrangig der Westen, Süden und Nordwesten der Stadt – diese Bezirke verfügen derzeit noch über keine Kunstrasenplätze – bedacht werden sollen. Bei der Entscheidung, welcher Standort ausgewählt wird, spielen auch die Baugrundverhältnisse, der Zustand der bisherigen Naturrasenplätze und eine größtmögliche Auslastung mit Schul- und Vereinssport eine Rolle.

Die Stadtverwaltung empfiehlt als zwei der künftigen Standorte die Sportanlagen an der Kennedystraße (im Stadtwesten) und an der Brandenburger Straße (im Stadtsüden). An der Kennedystraße kämen der TuS Bloherfelde und der TuS Eversten als Nutzer in Betracht. Außerdem wäre dort aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Schulzentrum Eversten sowie zu dem mit Sport-Schwerpunkt arbeitenden Gymnasium Eversten eine intensive Nutzung durch Schulen gegeben. Bei der Anlage an der Brandenburger Straße handelt es ebenfalls um einen Schulstandort (IGS Kreyenbrück), die von mehreren Vereinen für unterschiedliche Sportarten genutzt wird: FC Medya, FC Wittsfeld und Victoria (Fußball), VfB Oldenburg (Cricket) und Schwarz-Weiß Oldenburg (Baseball). Beim dritten Standort, der für den Nordwesten empfohlen wird, wäre eine Entscheidung zwischen den Sportanlagen Alexandersfeld (Post SV) und am Schulzentrum Ofenerdiek (SV Ofenerdiek) notwendig.

Laut dem vom Rat am 17. Dezember gefassten Beschluss soll nach der Fertigstellung der drei Kunstrasenplätze über den Bau von zwei weiteren Plätzen mit künstlichem Grün beraten werden.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht in den geplanten Investitionen einen Gewinn für die Sport-Infrastruktur der Stadt. „Die natürlichen Rasenplätze leiden immer häufiger unter extremen Wetterlagen. In der vergangenen Saison sind so viele Spiele ausgefallen wie nie zuvor, weil die Naturrasenplätze über mehrere Monate für längere Zeit gesperrt waren“, erinnert Krogmann.

Allgemein gilt, dass ein guter Rasenplatz 800 Stunden im Jahr und ein Kunstrasenplatz 1.400 Stunden im Jahr genutzt werden kann. „Dieses Potenzial würde sich nicht nur entlastend bei der Vergabe von Sporthallenzeiten im Winter auswirken, sondern uns auch in die Lage versetzen, überbeanspruchte Rasenplätze vorübergehend aus der Nutzung zu nehmen, um wirkungsvoll Pflegemaßnahmen umzusetzen“, ergänzt Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur und Sport.

Die Stadt Oldenburg verfügt insgesamt über 41 Naturrasenspielfelder und drei Kunstrasenplätze. Hinzu kommen noch Kleinspielfelder und Bolzflächen sowie sieben vereinseigene Anlagen.
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eSport – ist das Sport oder kann das weg?

22.11.2018 16:34 Uhr
von Carsten Lienemann

Auf Einladung des Stadtsportbundes und des Präventionsrates Oldenburg (PRO) gab der 1. Vizepräsident des eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD) Niklas Timmermann am Montag, 19.11.2018, eine kurze Einführung in das Thema eSport. Im Anschluss daran diskutierten der Stadtsportbund-Vorsitzende Gero Büsselmann, PRO-Geschäftsführerin Melanie Blinzler und Frank Zechner (AOK) mit dem Publikum über das Für und Wider.

Was genau ist eigentlich eSport? Um das einzugrenzen, musste Niklas Timmermann etwas ausholen. Und ohne Anglizismen kam er dabei nicht aus, denn für vieles gibt es gar keine deutschen Begriffe. „Wenn ich am Computer, am Tablet oder am Smartphone etwas spiele, egal was, dann ist das Gaming. Wenn es dabei um einen Wettbewerb geht, dann ist das Competitive Gaming. Aber nur wenn ich bei Waffengleichheit gegen andere Menschen spiele, ist es eSport“, erkärt Timmermann zu Beginn. Demzufolge gehört kein Spiel, bei dem Eigenschaften, Akteure oder Waffen dazugekauft werden können, in diesen Bereich.

eSport umfasst mehr, als allgemein bekannt ist. Es gebe reale soziale Kontakte, faire Wettkämpfe, Team-Spiele etc. und damit viele Werte, die der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) einfordere, so Timmermann. Darüber hinaus seien sowohl die Geschlechter gleichwertig als auch Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Timmermann konnte zwar nicht allen, aber doch vielen Anwesenden klar machen, dass ihr Bild der eSport-Ausübenden nicht ganz vollständig ist. „In den meisten Fällen handelt es sich nicht um Nerds, die ganze Nächte vor dem Bildschirm sitzen und sich kaum bewegen. Ambitionierte eSportler*innen brauchen Ausgleichssport, Profis sowieso.“

Auch das Bild der verschiedenen Spiele in der öffentlichen Wahrnehmung stimme nicht, so Timmermann. „Suchtpotential haben vor allem die als wertvoll beschriebenen Sportspiele, bei denen Akteure oder Ausrüstung gekauft werden müssen, wenn man oben mitspielen will.“ Bei den so genannten Shooter-Spielen werde vor allem der Gebrauch von tödlichen Waffen kritisiert. Aber: „Wir schießen auf Pixel, es wird niemand wirklich dabei verletzt. Die Beliebtheit beruht einfach auf der Herausforderung, für die es in der realen Welt keine Entsprechung gibt“, so Timmermann.

„Das Interesse der Jugendlichen ist groß, das ist angesichts der Entwicklung der Mitgliederzahlen eine große Chance für die Sportvereine“, sagt Timmermann. Denn ein eSport-geeigneter Computer koste rund 1500 Euro, das sei viel Geld für Jugendliche, könne aber für Sportvereine eine lohnende Investition sein.

Während sich einige im Publikum darüber stritten, ob das denn nun ernsthaft als Sport bezeichnet werden dürfe, wo doch Bewegungs- und Gesundheitsaspekte entschieden zu kurz kämen, nahmen andere eher eine pragmatische Position ein und rechneten vor, dass man mit 10 Gaming-Computern viele Jugendliche dazu bringen könnte, sich einen Sportverein von innen anzusehen.

Viele Sportvereine haben bereits eine E-Sparte eingerichtet, darunter Werder Bremen und die EWE-Baskets, andere sind dabei. Als ein positives Beispiel nannte Timmermann den TSV Oftersheim. Der ESBD berät Vereine bei der Einrichtung einer eSport-Abteilung.

„Das war eine durchaus sinnvolle Veranstaltung“, resümierte Gero Büsselmann. „Tabuisierung bringt uns nicht weiter, wir müssen uns mit dem Thema beschäftigen. Darum wird es sicher eine Fortsetzung geben.“

Oldenburger*innen, die sich selbst ein Bild machen möchten, haben dazu Mitte Dezember eine besondere Gelegenheit: Am 15. und 16. Dezember werden in der EWE-Arena in Oldenburg die Halbfinal- und Finalspiele in Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends vor 1500 Fans ausgetragen.
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Win-win schon vor dem Spiel

22.10.2018 08:54 Uhr

Übergabe des Soccer Court vom PRO an den Spielefant

Gewaltprävention und Integrationsförderung – dafür wurde der Soccer Court, ein mobiles Fußballfeld von 10x15m Größe, vom Förderverein des PRO 2012 angeschafft. Sport, insbesondere Mannschaftssport, fördert den Teamgeist und stärkt das Selbstbewusstsein sowie die Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung. 

Seit 2012 wurde der Soccer Court an Schulen, Freizeitstätten und gemeinnützige Vereine ausgeliehen. Beim Einsatz des Courts steht der Gedanke des Fairplay und damit der Gewaltprävention im Zentrum. Um dieser Zielsetzung im Sinne der Prävention noch häufiger als bisher gerecht zu werden, kommt nun der Spielefant ins Spiel: Die Ausleihe wird künftig über ihn organisiert und damit über eine Institution, die für Spiel-Aktionen und die Ausleihe von Spielgeräten bekannter ist als der PRO.

Von dem damit gegebenen Synergie-Effekt profitieren alle, insbesondere die künftigen Nutzer*innen des Courts.

Interessierte wenden sich für die Ausleihe des Soccer Court an Anke Möhlmann oder Eyk Mrotzkowski, Tel.: 0441 / 50 42 28, E-Mail: kontakt@spielefant.com, Tannenkampstr. 4, 26131 Oldenburg
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Alles rund um den Oldenburg Marathon

18.10.2018 09:37 Uhr

Erneuter Teilnehmerrekord – Straßensperrungen – Erreichbarkeit

Neues Konzept – alte Erfolge: so könnte man den erneuten Teilnehmerrekord beim diesjährigen Oldenburg Marathon zusammenfassen. Denn für die sechs verschiedenen Läufe am kommenden Sonntag, 21. Oktober, haben sich auch in diesem Jahr wieder einmal mehr Laufbegeisterte angemeldet als jemals zuvor. Beim Oldenburg Marathon 2018 sind insgesamt 5.419 Läuferinnen und Läufer dabei. Unter den Teilnehmern sind auch vier Läufer aus Oldenburgs chinesischer Partnerstadt Xi‘an. Sie erwidern einen Besuch einer Oldenburger Delegation.


Nachdem im Vorjahr die Stadtstrecken vom Kinder-Meilenlauf bis zum Halbmarathon überarbeitet wurden und für diese Neu-Orientierung eine einmalige Pause beim Marathon eingelegt wurde, ist in diesem Jahr die Königsstrecke wie vom Veranstalter versprochen wieder im Angebot. Erstmals startet der Oldenburg Marathon im Umland und führt von dort nach Oldenburg. „Wir wollten einen interessanten Mix aus Land- und Stadtstrecke basteln, und das scheint uns gelungen zu sein“, erklärt Manfred Dobrzinsky vom Oldenburger Marathonverein (OMV) mit Blick auf die höchste Anmeldezahl seit 2010. Der Start mit dem bei Läuferinnen und Läufern beliebten Kurs um das Zwischenahner Meer und das Finale mit einer Runde auf der belebten Stadtstrecke in Oldenburg bis ins Ziel am Schlossplatz scheinen den Geschmack der „Marathonis“ getroffen zu haben.


Die breite Masse wird bei der Veranstaltung die Stadtgrenzen aber nicht verlassen: Die beiden beliebtesten Strecken sind nach wie vor der Halbmarathon und der 10-Kilometer-Citylauf. Allein zusammen bringen diese beiden Läufe bereits über 3.500 Menschen auf die Straße. Zuvor startet der Kinder-Meilenlauf und zum Abschluss der 5-Kilometer-Lauf mit noch einmal knapp 1.000 Starterinnen und Startern. Der Staffel-Halbmarathon, bei dem bis zu vier Personen sich die gut 21 Kilometer teilen, ist als einziger Lauf bereits ausgebucht. Doch auch für die anderen Strecken gibt es nur noch sehr wenige Restplätze ? erstmals ist das Nachmelden am Veranstaltungstag unmittelbar vor dem Lauf nicht mehr möglich. „Wir öffnen am Sonnabend die Startnummernausgabe um 11 Uhr in den Schlosshöfen, wo man sich noch nachmelden kann. Dann werden in sehr kurzer Zeit die letzten Startplätze vergeben und die Läufe nicht mehr buchbar sein. Am Sonntag gibt es keine Möglichkeit mehr, sich für einen der Läufe anzumelden“, erklärt OMV-Vorstand Dirk Spekker. Konkret gebe es noch jeweils etwa 50 Restplätze für Kinder-Meilenlauf, 5-Kilometer-Lauf und 10-Kilometer-Citylauf sowie knapp 100 Plätze für den Halbmarathon und 20 für die Marathonstrecke. Die Staffel ist bereits ausgebucht.


Bis auf den Marathon, der in Bad Zwischenahn am Rathaus startet, beginnen alle anderen Läufe in Oldenburg in der Gartenstraße und führen über Wallring und Pferdemarkt nach Donnerschwee, Nadorst und Bürgerfelde, bevor es über die Peterstraße ins Dobbenviertel und am Theater vorbei ins Ziel auf den Schlossplatz geht. Bei der guten Wetterprognose hoffen Veranstalter und Läufer auch auf zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke und beim Zieleinlauf auf dem Schlossplatz. Dort gibt es wie gewohnt auch ein Rahmenprogramm für Besucherinnen und Besucher.


Die Strecken im Überblick (Ziel für alle Läufe ist der Schlossplatz):
 • EWE-Marathon: Start 9 Uhr, Bad Zwischenahn
 • Öffentliche-Halbmarathon: Start 11 Uhr, Gartenstraße
 • VIEROL-Staffel-Halbmarathon: Start 11 Uhr, Gartenstraße
 • 10-Kilometer-Volksbank Citylauf: Start 10 Uhr, Gartenstraße
 • 5-Kilometer-Müller & Egerer-Lauf: Start 13.30 Uhr, Gartenstraße
 • REWE-Kinder-Meilenlauf: Start 9.30 Uhr, Gartenstraße



Straßensperrungen
Für die Durchführung des Oldenburg Marathons werden zwischen 8.30 und circa 15 Uhr wieder zahlreiche Straßen, insbesondere im Innenstadtbereich, für den Kfz-Verkehr voll gesperrt. Rund um das Veranstaltungszentrum am Schlossplatz können die Sperrungen noch etwas länger andauern. Alle Informationen und Streckenskizzen gibt es unter www.oldenburg-marathon.de. Informationen zu den Sperrungen gibt im Vorfeld das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-4444.

Fahrzeuge dürfen die Laufstrecke grundsätzlich nicht befahren, können sie aber an zahlreichen Stellen mit Hilfe der Einsatzkräfte kreuzen. Der Fuß- und Radverkehr kann überall passieren. Direkte Anwohnerinnen und Anwohner der Laufstrecke, die während der Veranstaltung auf ihr Fahrzeug nicht verzichten können, sollten es am Vorabend außerhalb des gesperrten Bereichs abstellen, denn ein Erreichen oder Verlassen des Grundstücks mit dem PKW ist während der polizeilichen Sperrung zeitweise nicht möglich. Rund 7.000 direkte Anliegerinnen und Anlieger der Strecke wurden bereits per Postwurfsendung vom Veranstalter informiert.

Zum Erreichen anderer Stadtteile wird Autofahrerinnen und -fahrern grundsätzlich empfohlen, die Stadtautobahn zu benutzen. Bekannte Verbindungen und sogenannte Schleichwege durch die Stadt dürften vor allem im gesamten Innenstadtbereich und in den Stadtteilen Donnerschwee, Nadorst und Bürgerfelde überlastet oder gesperrt sein.

Den Hauptbahnhof erreichen Autofahrerinnen und -fahrer durchgehend über die Autobahnabfahrt Donnerschwee und von dort über die Wehdestraße und Maastrichter Straße. Der Bahnhof kann in diesem Jahr auch wieder über die Cäcilien- oder Amalienbrücke, Huntestraße und Stautorkreisel erreicht werden, da die Laufstrecken nur gegenüberliegend über Paradewall und Poststraße verlaufen. Andere Anfahrtswege sind zum Teil gesperrt.

Die Innenstadtkrankenhäuser sind ebenfalls durchgehend über die Autobahnabfahrt Haarentor zu erreichen, von dort dann weiter über die Ofener Straße. Auch hier sind andere Anfahrtswege zum Teil gesperrt.

Der Busverkehr wird während der Veranstaltung ebenfalls nur eingeschränkt verkehren, nähere Informationen unter www.vwg.de.


Aufhebung der Sperrungen
 Ab circa 13.30 Uhr werden die Sperrungen unmittelbar hinter den letzten Läuferinnen und Läufern nach und nach wieder aufgehoben. Das heißt zunächst auf Teilen des Wallrings, dann in Donnerschwee, Nadorst und Bürgerfelde. Zuletzt passiert das Läuferfeld das Dobbenviertel, bevor es über die Hindenburgstraße, am Theater vorbei, ins Ziel am Schlossplatz geht. Hier erfolgt die Aufhebung der Straßensperrung spätestens um 15 Uhr.

Die folgende Übersicht zeigt die betroffenen Straßen mit der jeweiligen ungefähren Sperrzeit. Die Erfahrung zeigt, dass die Sperrzeiten durchaus auch kürzer ausfallen können. Im Bedarfsfall kann die Polizei die Sperrungen aber auch in der Anfangs- oder Endzeit verlängern.

Ungefähre Sperrzeiten am Sonntag, 21. Oktober:
 • Alexanderstraße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Am Stadtmuseum: 9 bis 14.30 Uhr
 • Bloherfelder Straße ( nur Fußweg): 10 bis 13.30 Uhr
 • Bürgerstraße: 9 bis 14.30
 • Donnerschweer Straße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Drögen-Hasen-Weg: 10 bis 13 Uhr
 • Gartenstraße: 7 bis 13. 30 Uhr
 • Gerberhof: 10.30 bis 13.30 Uhr
 • Graf-Dietrich-Straße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Haarenufer: 9 bis 15 Uhr
 • Hartenscher Damm: 10 bis 13 Uhr
 • Hindenburgstraße: 9 bis 15 Uhr
 • Junkerburg: 9 bis 14.30 Uhr
 • Kasinoplatz: Samstag, 20. Oktober, 18 Uhr bis Sonntag, 21. Oktober, 16 Uhr
 • Lambertistraße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Lasiusstraße: 10 bis 13 Uhr
 • Mühlenstraße: 9 bis 10 Uhr
 • Nadorster Straße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Neue Donnerschweer Straße : 9 bis 14.30 Uhr
 • Paradewall: 9 bis 14.30 Uhr
 • Peterstraße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Pferdemarkt: 9 bis 14.30 Uhr
 • Poststraße: 9 bis 14.30 Uhr
 • Prinzessinweg: 10.30 bis 13.30 Uhr
 • Quellenweg: 10 bis 13.30 Uhr
 • Ratsherr-Schulze-Straße: 9 bis 15 Uhr
 • Ritterstraße: 9 bis 10 Uhr
 • Roonstraße: 9 bis 15 Uhr
 • Schloßplatz: Samstag, 20. Oktober, 17 Uhr, bis Sonntag, 21. Oktober, 16 Uhr
 • Schloßwall: 9 bis 15 Uhr
 • Staulinie: 9 bis 14.30 Uhr
 • Tappenbeckstraße: 9 bis 15 Uhr
 • Theaterwall: 9 bis 15 Uhr
 • Tirpitzstraße: 10 bis 13.30 Uhr


Notdienste und Krankenhäuser mit Auto erreichbar

Die Notdienstpraxen, Notdienst-Apotheken und Krankenhäuser sind durchgehend mit dem Auto zu erreichen. Generell wird zu den Krankenhäusern und Notdiensten stets eine Anfahrt über die Autobahn empfohlen, da sonstige Wege im Stadtgebiet gesperrt oder überlastet sein könnten. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kann überall unter Rücksichtnahme auf das Läuferfeld die Straßen passieren. Ab spätestens 15 Uhr sind alle Straßen wieder wie gewohnt befahrbar.


Apotheken:
 • Apotheke Donnerschwee, Wehdestraße 2 (über Autobahn-Abfahrt Donnerschwee, Donnerschweer Straße, Wehdestraße)
 • Nikolai-Apotheke, Hundsmühler Straße 101 (über Autobahn-Abfahrt Eversten, Hundsmühler Straße)


Notdienstpraxis:
 • Auguststraße 16 (über die Autobahn-Abfahrt Haarentor, Ofener Straße, Auguststraße)


Kinderärztlicher Notdienst:
 • Klinikum Oldenburg, Rahel-Straus-Straße 10 (über Autobahn-Abfahrt Kreyenbrück, Cloppenburger Straße, wie ausgeschildert)


Zahnärztlicher Notdienst:
 • Dr. Fritz Karl Werner, Ammerländer Heerstraße 52 (über Autobahn-Abfahrt Haarentor/Stadtmitte, Ammerländer Heerstraße)


Augenärztlicher Notdienst:
 • Dirk Gebhardt, Claussenstraße 4 in Brake (Unterweser)


Tierärztlicher Notdienst:
 • Dr. Inken Sander, Neusüdender Weg 38 d (über Autobahn-Abfahrten Etzhorn, Nadorst oder Bürgerfelde)
 • Klinik für Kleintiere, Gartenstraße 12 (über Autobahn-Abfahrt Marschweg oder Eversten, Hauptstraße, Gartenstraße)


Krankenhäuser:
 • Das Pius Hospital ist über die Autobahn-Abfahrt Haarentor, Ofener Straße, Auguststraße, Katharinenstraße (dort ist die Kreuzung der Peterstraße möglich) erreichbar.
 • Das Evangelische Krankenhaus ist über die Autobahn-Abfahrt Haarentor, Ofener Straße und dann Auguststraße erreichbar.
 • Das Klinikum Oldenburg ist wie üblich über die Autobahn-Abfahrt Kreyenbrück erreichbar.
 • Die Karl-Jaspers-Klinik kann über die Autobahn, Abfahrten Wechloy oder Neuenkruge, durchgehend erreicht werden.

Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet unter www.oldenburg-marathon.de. Informationen gibt das ServiceCenter im Vorfeld der Veranstaltung unter Telefon 0441 235-4444.
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Möglichen Sieg in Göppingen weggeschenkt

23.09.2018 13:46 Uhr

Erste Saisonniederlage vermeidbar

von Bernd Teuber

Nach zwei Siegen zum Saisonstart war der VfL Oldenburg voller Optimismus zum Auswärtsspiel nach Göppingen gereist. Zunächst sah es auch ganz danach aus, als ob das Team von Trainer Niels Bötel auch im dritten Spiel würde punkten können. Am Ende stand aber eine bittere, da vermeidbare 25:29-Niederlage. „Trotz der langen Anreise sind wir sehr gut gestartet, haben dann aber vergessen, den Deckel draufzumachen und so selbst dafür gesorgt, dass Göppingen ins Spiel gefunden hat. Im Gegensatz zu den ersten Spielen, wo wir agiert haben, haben wir diesmal zugelassen, dass der Gegner sein Spiel aufziehen konnte. Selbst haben wir zu viele sichere Chancen vergeben, darunter auch einige Siebenmeter. Wir hätten locker 6-7 Tore mehr machen müssen und zwei weniger in der Abwehr bekommen dürfen. Wir standen uns selbst im Weg. Da war heute deutlich mehr drin“, zeigte sich Bötel alles andere als zufrieden mit der Angriffsleistung seines Teams.

Dabei war der VfL optimal ins Spiel gekommen. Innerhalb von vier Minuten machte man aus einem 1:2 eine 5:2-Führung und baute diese bis zur 13. Minute auf 7:3 aus. „Die erste Viertelstunde war super, aber dann haben wir vergessen, weiterzumachen“, schüttelt Bötel den Kopf. Nur kurze Zeit später konnten die Gastgeberinnen wieder zum 7:7 ausgleichen. Aber noch konnte das Team von Niels Bötel immer wieder in Führung gehen. Die letzte Spielminute der ersten Halbzeit hätte dann für die Oldenburgerinnen kaum schlechter laufen können. Erst konnte Göppingen nach fünfundzwanzig Minuten erstmals wieder in Führung gehen, dann erhielt Kim Birke eine Zweiminutenstrafe und zu guter Letzt verwarf Myrthe Schoenaker mit dem Pausenpfiff einen Siebenmeter. So ging es mit 13:14 in die Pause.

Schon kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeberinnen dann den Vorsprung auf 18:14 ausgebaut. Zwar konnten die Grün-Weißen in der Folge wieder auf ein Tor herankommen, aber auch dass die Gastgeberinnen gleich drei Siebenmeter hintereinander verwarfen, half dem Team von Niels Bötel nicht mehr, noch einmal auszugleichen. Immer wieder konnte Göppingen die Führung auf 2-3 Tore ausbauen. Am Ende stand ein nicht unverdienter 29:25 Sieg der Gastgeberinnen, die dadurch den VfL in der Tabelle überholen und nun als Vierter einen Platz vor den Oldenburgerinnen liegen. Niels Bötel und seine Mannschaft haben nun zweieinhalb Wochen Zeit, sich auf das nächste Bundesligaspiel vorzubereiten. Am 10. Oktober ist dann der Thüringer HC zu Gast in der EWE-Arena. „Bis dahin müssen wir daran arbeiten, wieder konzentrierter im Abschluss zu sein und die Aggressivität zurück zu bekommen, mit der wir in den ersten beiden Spielen erfolgreich gespielt haben“, weiß Bötel was in den nächsten Wochen zu tun ist.
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Hart umkämpfter Derbysieg

17.09.2018 08:28 Uhr

VfL gewinnt 31:29

von Bernd Teuber

Wie schon so oft zuvor hielt das Nordderby zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV wieder einmal, was es versprach. Vor 1030 Zuschauern lieferten sich die beiden Konkurrenten sechzig Minuten lang ein packendes Duell auf Augenhöhe, bei dem sich lange Zeit keins der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. In einem kampfbetonten Spiel, in dem sich beide Teams zahlreiche technische Fehler leisteten, setzte sich mit dem VfL am Ende das Team mit 31:29 durch, dem es in Hälfte Zwei am besten gelang, Fehler abzustellen. 

„Das war ein verdienter Sieg für den VfL. Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht und uns hat die für ein Derby notwendige Leidenschaft gefehlt, was Oldenburg für sich genutzt hat. Alle unsere Maßnahmen haben nichts geholfen. Mit solch einer Leistung wie heute werde wir kaum Spiele auswärts gewinnen können“, zeigte sich Gästetrainer Dirk Leun unzufrieden mit der Einstellung und der hohen Anzahl an technischen Fehlern seines Teams. 

Aber auch sein Gegenüber auf der VfL-Bank konnte nicht zufrieden sein mit den vielen technischen Fehlern seiner Spielerinnen. „Beide Seiten haben heute zu viele technische Fehler gemacht, was vielleicht daran liegt, dass wir noch am Anfang der Saison stehen. Zum Glück ist es uns nach der Pause besser gelungen, die Fehler zu reduzieren als Buxtehude, so dass wir entscheidend davonziehen konnten. Allerdings hat mir nicht gefallen, dass die Spielerinnen zum Ende des Spiels zu viel auf die Hallenuhr geschaut haben, anstatt konzentriert durchzuspielen. Auch hätten wir schon Ende der ersten Halbzeit führen müssen, konnten aber eine doppelte Überzahl nicht für uns nutzen. Insgesamt bin ich aber froh und stolz, dass wir heute gewonnen haben“, so Niels Bötel nach dem Spiel. 

Zu Beginn des Spiels wechselte die Führung mehrfach. Erst nach 18 Minuten konnte Ex-VfLerin Malene Staal beim Stande von 9:7 ihr Team erstmals mit mehr als einem Tor in Führung bringen. Aber es sollte den Gästen nicht gelingen, sich weiter als drei Tore abzusetzen. Als zwei Minuten vor der Pause beim Stande von 12:14 gleich zwei BSV-Spielerinnen auf die Bank geschickt wurden, standen die Chancen für die Gastgeberinnen gut, doch noch mit einer Führung in die Pause zu gehen. Es sollte aber nur noch zu einem Tor durch Jenny Behrend zum 13:14 reichen. So ging es in die Pause. 

Behrend war es auch, die unmittelbar nach der Pause zunächst den Ausgleich erzielen konnte und fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit ihrem Treffer zum 19:17 den VfL erstmals mit zwei Toren in Führung brachte. Diese Führung ließen sich die Gastgeberinnen nun auch nicht mehr nehmen. Mit einem Doppelschlag elf Minuten vor dem Ende brachte Kim Birke ihr Team sogar mit 27:22 in Führung. Wenig später konnte Mythe Schoenaker sogar auf 29:23 erhöhen. Nun begannen die Grün-Weißen allerdings, wie von Niels Bötel bemängelt, die Zeit herunter zu spielen, so dass sich die Gäste wieder herankämpfen konnten. 71 Sekunden vor dem Ende war es Maike Schirmer, die Ihr Team auf 29:31 heranbrachte. Erst als Torhüterin Julia Renner  zwanzig Sekunden vor dem Ende mit einer Glanzparade den 30. Treffer der Gäste verhinderte, war der Derbysieg unter Dach und Fach. 

VfL Oldenburg
Renner, Ferenczi – Fragge, Steffen, Prante, Birke 5, Genz, Jongenelen, Behrend 7, Geschke 8/3, Logvin, Hartstock 4, Mikkelsen 2, Schoenaker 5/2, Roller
Gelbe Karten: 3
2 Minuten: 3
Siebenmeter: 8/5

Buxtehuder SV
Peveling, Rüther – Luschnat 1, Fischer 6, Düvel, Haurum, Dölle 2, Schirmer 2, Oldenburg 1, Lott 6, Kaiser 1, Prior 8/6, Staal 2
Gelbe Karte: 3 + 1
2 Minuten: 5
Siebenmeter: 6
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VfL kämpft um Spielberechtigung im NfV Pokal

16.08.2018 10:26 Uhr
Der VfL Oldenburg hat beim Sportgericht des NordFV einen Antrag im Eilverfahren gestellt und beantragt eine Aussetzung der Sperre von Spieler Erdogan im NfV Pokal.

Im Spiel gegen Eintracht Norderstedt kam es zu einer umstrittenen Entscheidung, als der Unparteiische Efkan Erdogan nach einem Foul vom Platz stellte. Trotz Übermittlung von Fernsehaufnahmen und Übermittlung der VfL Sichtweise wurde eine Sperre von 3 Regionalligaspielen ausgesprochen. Was wir absolut nicht in Ordnung finden, dass Erdogan darüber hinaus zusätzlich auch im Pokal gesperrt ist, „ so Präsident Rainer Bartels und Abteilungsleiter Fußball Michael Plätzer. „Der VfL Osnabrück kann heute mit Defensivspieler Felix Schiller antreten. Der 28-Jährige wurde nach seiner Roten Karte im Spiel gegen 1860 München am vergangenen Mittwoch für zwei Spiele gesperrt. Die Sperre gilt aber nur für Punktspiele, offenbar nicht für den Pokal. Das können wir nicht nachvollziehen.

Das ist offensichtlich eine Ungleichbehandlung, für die es keinen rechtfertigenden Grund gibt. Dies stellt einen eklatanten Verstoß gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz dar, so führen beide ihre Beweggründe aus. Die Fußballer des VfL hoffen nun auf eine schnelle Entscheidung des Sportgerichts, damit Trainer Fossi am heutigen Spiel auch mit Erdogan planen kann.
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DFB-Pokalspiel im Marschwegstadion

14.07.2018 21:51 Uhr

Jeddeloh am 19. August zu Gast in Oldenburg

Das Marschwegstadion wird Austragungsort des DFB-Pokalspiels zwischen dem Regionalligisten SSV Jeddeloh und dem Zweitligisten FC Heidenheim. Die Partie der ersten Hauptrunde wird am Sonntag, 19. August, um 15.30 Uhr in Oldenburg ausgetragen. Der SSV Jeddeloh weicht wegen der hohen Anforderungen des DFB ins städtische Stadion nach Oldenburg aus. Das Marschwegstadion war am vergangenen Donnerstag von einer Kommission besichtigt und als Austragungsort akzeptiert worden. Zu der Pokalpartie werden etwa 5.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.
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Mission Henkelpott erfolgreich abgeschlossen

20.05.2018 18:47 Uhr

VfL-Frauen sind Polaksiegerinnen

von Bernd Teuber

„Das ist gar nicht möglich, dass wir Bietigheim schlagen“, stammelte Torwarttrainer Christoph Dannigkeit fassungslos, unmittelbar nachdem dem VfL Oldenburg genau dies im Finale des diesjährigen DHB-Pokals gelungen war. Mit 29:28 kämpfte das Team von Trainer Niels Bötel den großen Favoriten nieder und sicherte sich seinen vierten Pokalsieg. „Bietigheim in Stuttgart zu besiegen ist unglaublich. Die Mannschaft hat die Saison über geackert, geackert, ein Rückschlag, der nächste Rückschlag, aber wir haben uns nie beschwert, und nun gehen wir als Pokalsieger nach Hause. Ich hoffe, heute kriegen wir den Flieger“, strahlte ein überglücklicher Niels Bötel nach dem bisher größten Erfolg seiner Trainerkarriere. „Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung in den letzten beiden Tagen. Vom Außenseiter zum Überflieger und Pokalsieger“, lobt Angie Geschke ihr Team und spielt mit einem Augenzwinkern auf die flugtechnischen Probleme dieser Woche an.

Vom Start weg zeigte sich der VfL als ebenbürtiger Gegner und bot dem deutschen Vizemeister einen echten Pokalfight. Das hatten diese sich sicherlich einfacher vorgestellt. In einem zunächst torarmen Spiel wechselte die Führung mehrfach, und es sollte bis zur 13. Minute dauern, bis der Favorit beim Stande von 5:3 erstmals mit zwei Toren vorne lag. Als neun Minuten vor der Pause Bietigheim auf 10:6 davonziehen konnte, sah es ganz danach aus, als ob das Spiel seinen erwarteten Verlauf nehmen würde. Aber wer auf die Körpersprache der VfLerinnen achtete, konnte erahnen, dass das hier noch lange nicht durch war. Immer wieder kämpften sie sich ran und ließen nicht locker. So sah man zur Halbzeit beim Stande von 12:16 auch keine hängenden Köpfe beim VfL.

„Wir sind heiß auf das Finale“, hatte Kim Birke am Vortag noch gesagt, und so kamen die Grün-Weißen auch aus der Kabine. Zwar gehörte die erste Aktion den Bietigheimern, aber nur acht Minuten später hatte der Außenseiter aus einem 12:17 eine 19:18-Führung gemacht. Nun wurde es unruhig auf Seiten des Vizemeisters. Immer häufiger konnte man sehen, dass sich die Bietigheimer Spielerin gegenseitig anmachten nach einer misslungenen Aktion. Und die häuften sich. Wie am Vortag spielten die Grün-Weißen auch heute wieder eine sehr gute Abwehr, und Torhüterin Julia Renner wuchs das ein oder andere Mal über sich hinaus und zeigte Paraden der Spitzenklasse. Nicht zu Unrecht wurde sie nach dem Spiel zur besten Torhüterin des Turniers gekürt. Lautstarke Unterstützung von der Seitenlinie bekam sie dabei von Madita Kohorst. „Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten, sitzenzubleiben“, sprang Madita Kohorst am Spielfeldrand trotz ihrer Knieschiene hin und her, dass einem Angst und bange um ihr lädiertes Knie wurde.

Nun entwickelte sich ein echter Pokalkrimi, der die Nerven aller Beteiligten arg strapazierte. Von Beginn an unterstützten die Fans des TuS Metzingen den VfL lautstark. Spätestens als Julia Renner sieben Minuten vor dem Ende einen Siebenmeter von Angela Malestein parierte, stand die Halle geschlossen hinter dem VfL. Auch die Fans von Halbfinalgegner Bad Wildungen schlugen nun ihre Trommeln für das Team von Niels Bötel. Drei Minuten vor dem Ende konnte Jenny Behrend dann ihr Team beim Stande von 27:25 erstmals mit zwei Toren in Führung bringen. Als Bietigheim durch Karolina Kudlacz-Gloc erneut verkürzen konnte, hatte Cara Hartstock die passende Antwort parat, und so ging es mit 28:26 in die letzten zwei Minuten. Aber wieder brachte Kudlact-Gloc ihr Team auf ein Tor heran. Die letzte Spielminute sollte es in sich haben. Nachdem Angie Geschke und Angela Malestein jeweils noch einmal für ihr Team erfolgreich waren, kam der VfL fünfundzwanzig Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz. Während Bietigheim nun auf Manndeckung umstellte, hieß es für den VfL, den Ball unbedingt in den eigenen Reihen zu halten. Als auf der Uhr noch neun Sekunden standen, nahm Niels Bötel noch ein letztes Mal eine Auszeit. So langsam wurde auch dem Letzten klar, dass die Sensation zum Greifen nah war. Und dann war es soweit. Der Jubel kannte keine Grenzen. Mit minutenlangen Standing Ovations feierten die rund 200 mitgereisten VfL-Fans ihr Team.

„Ich habe mich umgezogen, um bei einem möglichen Siebenmeterwerfen zur Verfügung zu stehen, aber ich bin heilfroh, dass es nicht dazu gekommen ist. Ich war da schon richtig nervös. Die Mädels haben das einfach super gemacht, und das nach dieser nicht einfachen Saison“, herzte Isabelle Jongenelen überglücklich den Pokal.
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VfL stürmt ins Endspiel

19.05.2018 20:37 Uhr
von Bernd Teuber

Der VfL und der DHB-Pokal, dass passt einfach. Zum bereits siebten Mal ziehen die Grün-Weißen ins Finale ein. Von Beginn an entwickelte sich in der Stuttgarter Porsche-Arena ein echter Pokalfight, in dem sich die beiden Teams nichts schenkten. Konnte sich zunächst keins der beiden Teams absetzen, zog der VfL Anfang der zweiten Halbzeit das Tempo an und stürmte mit einem 33:29-Sieg ins Finale. „Mein zweites Pokalfinale, nachdem ich bereits in Norwegen eins spielen durfte. Das hat heute einfach nur Spaß gemacht“, strahlte Malene Staal nach dem Spiel, in dem sie Ende der ersten Halbzeit mit einem Hüftwurf aus vollem Lauf sicherlich eins der schönsten Tore des Spiels erzielen konnte. „Nach dieser Saison haben wir uns seit Beginn des Jahres auf das Final Four gefreut und wollten unbedingt ins Finale. Für die ganzen jungen Spielerinnen ist das alles was ganz Neues hier, und sie werden das sicherlich alles in sich aufsaugen. Wir sind alle ganz heiß auf das Finale morgen. Hier werden wir, egal gegen welchen Gegner, 150 % geben müssen, aber wir können Pokal“, freut sich Mannschaftsführerin Kim Birke riesig auf ihr bereits viertes Pokalfinale, von denen sie zwei gewinnen konnte.

Zunächst lief der VfL einem Rückstand hinterher. Es sollte bis zur 15. Minute dauern, bis die Oldenburgerinnen durch Julia Wenzl mit 8:7 erstmals in Führung gehen konnten. Es war zu diesem Zeitpunkt das bereits fünfte Tor der scheidenden Rückraumspielerin, der in jeder Aktion deutlich anzumerken war, dass sie sich unbedingt mit ihrer ebenfalls vierten Finalteilnahme verabschieden wollte. „Wir haben zunächst nicht ganz umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und so den Vipers zu viel Spielraum gelassen. Vor allem in den 1:1-Situationen und was die Aggressivität in der Abwehr betrifft hatten wir noch Luft nach oben“, so VfL-Trainer Niels Bötel, der zugab, vor dem Spiel deutlich nervöser gewesen zu sein als vor einem Bundesligaspiel.

Aber nun bekam der VfL Spiel und Gegner immer besser in den Griff, und bereits wenig später lag man 13:10 und damit erstmals mit drei Toren in Führung. Näher als zwei Tore sollten die Vipers auch nicht mehr herankommen. Mit einer 16:14-Führung für das Team von Niels Bötel ging es in die Pause.

Als Julia Renner in der 32. Minute einen Siebenmeter von Nicoleta Vasilescu abwehren konnte, schien dies so etwas wie ein Startschuss für ihre Teamkolleginnen zu sein. Wie aufgedreht stürmten die Grün-Weißen auf das Tor der Vipers zu und hatten bereits drei Minuten später die Führung auf 21:16 ausgebaut. Mitte der zweiten Halbzeit stand es dann sogar 27:19. Während der VfL ein Tor nach dem anderen warf, gelang den Vipers in dieser Phase des Spiels so gut wie gar nichts. „In dieser Phase des Spiels haben wir einfach eine super Abwehr gespielt“, strahlte der VfL-Trainer. 

Aber noch traute Bötel dem Braten nicht. „Selbst als Andy Lampe mir fünf Minuten vor dem Ende gratulierte, wollte ich davon noch nichts hören“, erzählte Bötel. Nicht ganz unberechtigt, konnten doch die Vipers noch einmal auf fünf Tore verkürzen. „Das kann im Handball manchmal sehr schnell gehen“, weiß Kim Birke. Aber diesen Erfolg wollte sich das VfL-Team nun nicht mehr nehmen lassen. Mit Lisa Marie Fragge war es eine der Jüngsten, die mit zwei Gegenstoßtoren in der letzten Spielminute dafür sorgte, dass der Gegner nicht weiter verkürzen konnte und der VfL mit einem verdienten 33:29-Sieg ins Endspiel einziehen konnte. „Wir hatten in der Pause besprochen, aggressiver zu spielen und Gas zu geben, um so das Tempo zu erhöhen. Wie ja jeder wusste, haben die Vipers noch am Mittwoch ein Spiel gehabt und waren nicht so ausgeruht, was wir für uns nutzen wollten. Heute haben wir wenig Fehler gemacht und unsere Chancen ausgenutzt“, so ein sichtlich zufriedener Niels Bötel nach dem Spiel. Gegner im Finale am Sonntag um 15 Uhr ist die SG BBM Bietigheim.
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Auswärtscoup in Leverkusen

30.04.2018 09:23 Uhr

VfL siegt mit 31:27

von Bernd Teuber

Es läuft derzeit für den VfL Oldenburg in fremden Hallen. Im dritten Spiel in Folge konnte das Team von Niels Bötel am Sonntag in Leverkusen auswärts punkten. Beim 31:27-Sieg gegen die Werkselfen schenkten die Grün-Weißen der besten Abwehr der Liga dabei so viel Tore ein wie noch kein anderes Team in dieser Saison. Drei Wochen vor dem Final Four zeigten die VfLerinnen dabei erneut aufsteigende Form, nachdem die Rückrunde zunächst alles andere als erfolgreich begonnen hatte. „Wir hatten uns was ausgerechnet, auch wenn das in den ersten zehn Minuten nicht so aussah. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir dann die dominierende Mannschaft. Wir wollten nicht auf den Kreis spielen, sondern die Chancen in aller Ruhe herausspielen. Das ist uns dann auch gelungen und die Chancenauswertung war deutlich besser als zuletzt. 31 Tore muss man gegen Leverkusen erst einmal machen. Gleichzeitig haben wir in der Abwehr richtig geackert, um dann schnell hinten rauszulaufen und die einfachen Tore zu machen“, zeigte sich Niels Bötel überaus zufrieden mit der Leistung seines Teams und hatte noch ein Extralob für Torhüterin Julia Renner übrig.

In den ersten zehn Minuten des Spiels sah es zunächst ganz danach aus, als ob die Elfen ihrer Favoritenrolle gerecht werden würden. Nach einer 2:1-Führung durch Behrend und Geschke drehten die Gastgeberinnen innerhalb von fünf Minuten das Spiel und zogen schnell auf 7:2 davon. Schon früh sah sich Bötel gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und schaffte es, sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Neun Minuten vor der Pause war es Angie Geschke, die mit ihrem sechsten Treffer zum 10:10 ausglich. Nun war das Team aus Oldenburg wieder im Spiel und konnte wenig später sogar mit 13:10 in Führung gehen. Mit 14:11 ging es in die Pause.

Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnte Jenny Behrend die Führung dann sogar auf 18:12 ausbauen. Nun ließ sich der VfL die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Zwar konnten die Elfen noch einmal auf 15:18 verkürzen, aber näher ließ die VfL-Abwehr um die gut aufgelegte Julia Renner die Gastgeberinnen nicht mehr herankommen. Mitte der zweiten Halbzeit konnte Kim Birke dann sogar beim Stande von 25:18 eine Sieben-Tore-Führung herauswerfen. Am Ende stand ein mehr als verdienter 31:27-Sieg der Oldenburgerinnen. Einziger Wermutstropfen war die Schulterverletzung von Simone Spur Petersen. „Wir müssen jetzt erst einmal abwarten wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt“, wollte und konnte der VfL-Trainer kurz nach dem Spiel noch keine Prognose abgeben.  
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Oldenburger Delegation: Alle(s) gut gelaufen in Xi‘an

25.04.2018 20:31 Uhr

Sportler freuen sich über großartiges Erlebnis – Stadt-Vertreter führen konstruktive Gespräche

Einen der begehrten 5.000 Startplätze beim „Xi‘an City Wall International Marathon“ zu ergattern, ist für Läufer aus Deutschland schwer bis nahezu unmöglich. 30.000 Bewerbungen hatte es in diesem Jahr gegeben – dank der seit September 2017 bestehenden Partnerschaft mit der Millionen-Metropole Xi‘an konnte die Stadt Oldenburg auf Einladung der Chinesen gleich sieben Laufsportfans den Start in der Kaiserstadt ermöglichen. So durften Andrea und Matthias Mauritz, Uwe Brandes, Frank Renner, Detlef Berding, Manfred Pohl sowie Karsten Meister am Samstag, 21. April, ihre Laufschuhe in China schnüren und den Rundkurs auf der mehr als 600 Jahre alten, das Zentrum von Xi‘an umschließenden Stadtmauer bewältigen.

Die Oldenburger haben ihre Teilnahme als „großartiges Erlebnis“ empfunden. „Die Läuferinnen und Läufer wurden durch die Stadt Xi‘an hervorragend betreut“, berichtet Frank Hinrichs, Leiter des Büros des Oberbürgermeisters, das für die Pflege der internationalen Beziehungen zuständig ist. Hinrichs hatte die Oldenburger Laufdelegation gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Yu Wang in Empfang genommen und begleitet. „Die Stimmung war äußerst gut“, bilanziert er.

Auch außerhalb des Halbmarathons sind die Beziehungen zwischen Xi’an und Oldenburg gut in Gang gekommen: Yu Wang und Frank Hinrichs haben zahlreiche Gespräche mit der Stadt Xi’an und Vertretern der Provinz geführt. Dabei ging es darum, Schwerpunkte der Partnerschaft abzustimmen. So wollen beide Seiten versuchen, Erfahrungen im Bereich der Bildung zu teilen und einen Austausch von Freiwilligen zu fördern. Auf großes Interesse stieß bei den Chinesen auch der Umgang mit dem Thema Inklusion in Oldenburg.
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Caro Müller führt überlegene Dortmunderinnen zum Sieg

23.04.2018 08:50 Uhr

23:33-Niederlage gegen den BVB

von Bernd Teuber

Es läuft derzeit einfach nicht beim VfL Oldenburg vor heimischen Publikum. Auch im dritten Spiel in Folge konnten die Gäste beide Punkte aus der EWE-Arena entführen. Gerademal zehn Minuten konnten die Grün-Weißen am Sonntag das Spiel gegen den BVB offenhalten, dann zogen die Gäste unaufhaltsam davon und siegten am Ende verdient mit 33:23 (18:11). Angetrieben von einer hervorragenden Caro Müller und einer abermals überragenden Clara Woltering im Tor bestraften die Gäste jeden Fehler der Gastgeberinnen gnadenlos.

„Bei Dortmund hat das Zusammenspiel Abwehr-Torwart besser geklappt. Außerdem haben wir vorne zu viel weggeworfen. Wenn wir die reinmachen, laden wir auch nicht Dortmund dazu ein, mit der ersten oder zweiten Welle auf unser Tor zuzustürmen und so zu leichten Toren zu kommen. Nach der Pause haben wir uns dann darauf besonnen, was wir machen wollten. Der Sieg für Dortmund geht voll in Ordnung, ist nur ein paar Tore zu hoch ausgefallen“, so ein sichtlich enttäuschter Niels Bötel nach dem Spiel.

Vor 1060 Zuschauern entwickelt sich von Anfang an ein Spiel, in dem beide Teams ein hohes Tempo gingen. Zehn Minuten lang konnte der VfL das Spiel ausgeglichen gestalten, bevor die Gäste innerhalb von drei Minuten aus einem 5:5 eine 9:5-Führung machen konnten. Fünf Minuten vor der Pause war die Führung dann sogar auf 15:8 angewachsen. Immer wieder waren die Gäste mit ihren Tempogegenstößen erfolgreich, die häufig dadurch eingeleitet wurden, dass VfL an Clara Woltering scheiterte. Die ehemalige Nationaltorhüterin konnte an diesem Tag beeindruckende 47 % der Bälle, die auf ihr Tor kamen, parieren. Mit einem 11:18-Rückstand für den VfL ging es in die Pause.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischte der VfL, der innerhalb von wenigen Minuten auf 15:19 verkürzen konnte. Hatte Caro Müller in der ersten Halbzeit in erster Linie als Spielmacherin geglänzt, bewies sie nun auch ihre Torgefährlichkeit. In den ersten zwölf Minuten traf bei Dortmund nur die Ex-VfLerin, ein Tor schöner als das andere. Als Mitte der zweiten Halbzeit auch die anderen Dortmunderinnen wieder das Tor fanden, wuchs der Rückstand schnell auf zehn Tore an. Ausgerechnet Dana Bleckmann, die bereits am Vortag dem Juniorteam das Leben schwer gemacht hatte, erzielte das 28:18 für den BVB. Trotz des hohen Rückstands gab der VfL nie auf und gab bis zum Schlusspfiff Vollgas. Allen voran Simone Spur Petersen, die kaum von der Dortmunder Abwehr zu stoppen war. Beste VfL-Torschützin war einmal mehr mit sechs Treffern Angie Geschke.
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Schlechte Chancenverwertung verhindert möglichen Sieg

15.04.2018 23:10 Uhr

Angie Geschke sichert Punktgewinn

Lange Zeit sah es aus, als ob der VfL Oldenburg es schaffen könnte, seinen zweiten Sieg in Folge einzufahren. Am Ende reichte es zu einem Last-Minute-Punktgewinn, den Angie Geschke mit ihrem insgesamt neunten Treffer 53 Sekunden vor dem Ende sicherte. Das 21:21 war das erste Unentschieden der beiden Teams in einem Pflichtspiel. Damit bleibt der VfL auch weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz. Ein weiterer Wermutstropfen war die Verletzung von Madita Kohorst. Die Torhüterin verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung am Knie, konnte aber die Heimfahrt nach Oldenburg mit antreten. „Nimmt man die letzten Minuten des Spiels, kann man schon von einem Punktgewinn reden, zumal die Vipers nach Angies Ausgleichtreffer noch einmal in Ballbesitz waren. Hätten wir unsere Chancen aber konsequenter genutzt, wären wir erst gar nicht in diese Situation gekommen. Mit der Abwehrarbeit war ich auch heute wieder sehr zufrieden. Aber wir hätten gut und gerne fünf, sechs Tore mehr machen müssen. Leider haben wir zu oft aus freier Position vergeben, und es so verpasst, uns entscheidend abzusetzen. Zudem haben wir in der entscheidenden Phase zu viele Fehler gemacht“, so Niels Bötel, der die dünne Personaldecke nicht als Grund für den Punktverlust sieht, sondern die schlechte Chancenauswertung.

Dabei hätte das Spiel kaum besser für die Gäste beginnen können. Bereits nach dreieinhalb Minuten hatten die Grün-Weißen ein 4:0 herausgeworfen. Aber nach halb gespielter erster Halbzeit hatten sich die Gastgeberinnen wieder herangekämpft und den Rückstand auf 5:6 verkürzt. Wenig später gingen sie sogar mit 9:8 in Führung, konnten den Vorsprung aber nicht weiter ausbauen, so dass der VfL immer wieder ausgleichen konnte. Kurz vor der Pause war es dann Angie Geschke, die mit zwei Treffern die 13:11 Pausenführung für ihr Team herstellte.

Nach der Pause sahen die Zuschauer dann ein enges Spiel, in dem sich keins der beiden Teams absetzen konnte. „Hatten wir in der ersten Halbzeit den Kreis nur angespielt, wenn er komplett frei war, wurde er nun von uns zu oft gesucht“, zeigte sich Bötel nicht so zufrieden mit dem Angriffsverhalten seines Teams. „Auch von den Außenpositionen haben wir etwas zu viel verworfen, aber ich freue mich, dass eine so junge Spielerin wie Jane Martens den Mut hat, solche Würfe zu nehmen. Nur dadurch kann sie lernen“. So war es auch die 18-jährige, die ihr Team in der 44. Minute erstmals in Hälfte Zwei mit einem Zwei-Tore-Vorsprung (17:15) nach vorne brachte. Aber nur wenig später hatten die Vipers erneut ausgeglichen. Noch einmal konnte der VfL durch zwei Tore von Simone Spur Petersen in der 52. Minute mit zwei Toren in Führung gehen. Sieben torlose Minuten der Oldenburgerinnen, in denen wenig zusammenlief, brachte das Team von Niels Bötel dann aber an den Rande einer Niederlage, bevor Angie Geschke 53 Sekunden vor dem Ende mit ihrem Tor zum 21:21 ihr Team erlöste.
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Handballtrainer*in gesucht

12.04.2018 08:43 Uhr
Die Handballabteilung des SV Ofenerdiek sucht eine/n Jugendtrainer/in für die weibliche A-Jugendmannschaft. 
Die Mannschaft spielt in der Regionsoberliga Nordwest. 
Trainingszeiten sind montags und mittwochs jeweils 17:30–19:00 Uhr
Weitere Infos bei Marno Tiede per Email: handball@sv-ofenerdiek.de oder unter 0160/6761970. 
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Doppelsieg – Plan des Trainerduos geht voll und ganz auf

09.04.2018 09:40 Uhr

Juniorteam sichert Klassenerhalt

von Bernd Teuber

Der Spielplan meinte es nicht gut mit dem VfL Oldenburg am Samstag, 7. April. Sowohl das Bundesliga- als auch das Drittligateam musste um 17:30 Uhr auswärts ran. Während es für den Bundesligisten um den ersten Rückrundensieg ging, wollte das Juniorenteam am heutigen Tag den Klassenerhalt sichern. Da musste sich das Trainer-Duo Niels Bötel und Andy Lampe einiges einfallen lassen, um das Wochenende erfolgreich zu gestalten. Und dies gelang ihnen mit Bravour. Das durch Madita Kohorst, Jane Martens, Jenny Behrend, Lisa Marie Fragge sowie Ann Kristin Roller verstärkte Juniorenteam fuhr mit 31:20 (16:7) erneut einen Kantersieg gegen Recklinghausen ein und konnte sich damit bereits vor den letzten beiden Saisonspielen den Klassenerhalt in der 3. Liga West sichern. Aber auch das Bundesligateam kehrte mit beiden Punkten aus Rödertal zurück nach Oldenburg. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Malene Staal und einer angeschlagenen Angie Geschke gelang dem VfL ein 22:19-Sieg beim Tabellenletzten und damit der erste Sieg in der Rückrunde.

„Unser Plan ist heute voll und ganz aufgegangen, auch wenn ein gewisses Risiko dabei war. Aber das haben wir gut gelöst. Hut ab vor allen Spielerinnen. Das hat gezeigt, dass wir als Verein gut harmonieren und uns gegenseitig unterstützen. Alle haben sich voll reingehängt. Die Stimmung ist sehr gut“, freute sich Andy Lampe nach dem Doppelerfolg. „Wir sind mächtig stolz auf die Mädels“, ergänzt Niels Bötel, der mit einer Startsieben begann, die man so schnell wohl nicht wiedersehen wird. Julia Renner im Tor, Cara Hartstock am Kreis, Simone Spur Petersen, Julia Wenzl und Kim Birke im Rückraum sowie Jenny Winter und Laura Kannegiesser auf den Flügeln, so begann Bötel das Spiel gegen den HC Rödertal. Neben Angie Geschke nahmen noch die Drittligaspielerinnen Katharina Kürten, Katja Berkau, Robyn Rußler und Merle Carstens auf der Bank Platz. „Da Angie nur knapp zwanzig Minuten spielen konnte, bekam auch Robyn ihre Spielzeit und machte ihre Sache genauso gut wie auch Laura auf Linksaußen“, zeigt sich Bötel zufrieden mit dem Spiel seiner Nachwuchsspielerinnen.

Der VfL kam gut ins Spiel und ging schnell durch zwei Wenzl-Tore mit 2:0 in Führung. Wer aber glaubte, die Rödertalbienen würden die Punkte einfach so wegschenken, sah sich getäuscht. Bereits nach neun Minuten hatten die Gastgeberinnen das Spiel gedreht und aus dem Rückstand eine 4:2-Führung gemacht. Aber der VfL zeigte, dass er unbedingt den ersten Sieg in der Rückrunde wollte, und nur wenig später lag man wieder 8:4 in Front. Vor allem in der Abwehr zeigte sich das Team von Niels Bötel deutlich verbessert. „Man hat gesehen, dass wir in den letzten Wochen vermehrt Augenmerk auf die Abwehrarbeit gelegt haben. Die Laufwege in der Abwehr funktionierten diesmal deutlich besser und vor allem die kämpferische Einstellung stimmte heute“, zeigte sich Bötel sehr zufrieden mit der Defensivleistung seines Teams, das den Vorsprung bis zur Pause halten konnte und mit einer 15:11-Führung in die Kabine ging.

In Hälfte Zwei machte sich der dünne Kader des Bundesligateams deutlich bemerkbar und die Gastgeberinnen konnten sich wieder herankämpfen. „Uns fehlte in der zweiten Halbzeit ein wenig die Spritzigkeit nach vorne. Unsere Spielweise ist halt sehr kräftezehrend und da wird es schwierig, mit solch einem dünnen Kader über sechzig Minuten in Abwehr und Angriff hohes Tempo zu gehen. In der Abwehr hat es heute geklappt, wie die geringe Gegentrefferzahl zeigt, aber im Angriff fehlte am Ende die Genauigkeit, weil alle total platt waren. Sonst wären sicherlich 5-6 Tore mehr drin gewesen. Umso stolzer bin ich, dass wir gewonnen haben. Diese Punkte waren sehr wichtig für die Moral“, freute sich Bötel nach dem Spiel. Am Ende stand ein hart erkämpfter 22:19-Sieg, den Angie Geschke mit zwei sicher verwandelten Siebenmetern absicherte.

Zeitgleich entwickelte sich in Recklinghausen zunächst ein enges Spiel, in dem sich der VfL erst Mitte der ersten Halbzeit etwas absetzen konnte und am Ende doch recht deutlich mit einer 16:7-Führung in die Pause gehen konnte. „Wir sind recht gut ins Spiel gekommen und schnell mit 2:0 in Führung gegangen. Dann haben wir uns aber doch ein wenig schwergetan. Erst nachdem wir die Abwehr etwas umgestellt hatten, lief es wieder besser. Vor allem Madita Kohorst hat sehr gut heute gespielt und damit auch die Abwehr gestärkt. Eigentlich war das Spiel zur Halbzeit schon entschieden“, zeigt sich auch Andreas Lampe mit der Abwehrarbeit seines Teams am heutigen Tag überaus zufrieden.

Tatsächlich sollte der Erfolg in der zweiten Hölfte nicht mehr in Gefahr geraten. Zwar konnten die Gastgeberinnen noch einmal etwas näher herankommen, aber auf mehr als sechs Tore sollte der PSV sich nicht mehr annähern können. Am Ende stand ein mehr als verdienter 31:20-Sieg einer gut spielenden VfL-Reserve.
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Kämpferisch überzeugende VfLerinnen können lange mithalten

02.04.2018 20:02 Uhr

24:31-Derbyniederlage

von Bernd Teuber

Einen großen Kampf lieferte Handball-Bundesligist VfL Oldenburg am Samstag, 31. März, im 51. Nordderby dem Buxtehuder SV. Erst Mitte der zweiten Halbzeit gelang es dem Favoriten, sich entscheidend abzusetzen und einen etwas zu Hohen 31:24-Sieg einzufahren. Am Ende machten sich die fehlenden Alternativen im Rückraum und der dadurch enorme Kräfteverschleiß doch zu deutlich bemerkbar. Kurzfristig musste Niels Bötel auf Nationalspielerin Angie Geschke verzichten, so dass erneut Mannschaftsführerin Kim Birke im Rückraum auflaufen musste.

„Mit der ersten Dreiviertelstunde bin ich mehr als zufrieden. Da haben wir das umgesetzt, was wir vorher besprochen haben. Endlich sind wir mal wieder als Team aufgetreten. Die Einstellung hat voll und ganz gestimmt. Auch die beiden Jungen, Marie Steffen und Lisa-Marie Fragge, habe ihre Einsatzzeiten bekommen und ihre Sache gut gemacht. In der letzten Viertelstunde hat sich dann der Kräfteverschleiß aufgrund der fehlenden Alternativen bemerkbar gemacht und die Unkonzentriertheiten haben sich gehäuft. Würfe, die wir in der ersten Halbzeit noch reingemacht haben, gingen in den letzten fünfzehn Minuten vorbei. Wir haben zu viele Fehler gemacht und die einfachsten Pässe nicht mehr hinbekommen. Aber das heutige Spiel hat mich auch optimistisch gemacht für die kommenden Spiele“, so der VfL-Trainer.

Die Gäste erwischten einen guten Start ins Spiel und lagen nach vier Minuten durch Tore von Jane Martens, Julia Wenzl und Kim Birke mit 3:1 in Führung. Es sollte bis zur 13. Minute dauern, bis die Gastgeberinnen durch Ex-VfLerin Maike Schirmer mit 5:5 wieder ausgleichen konnten. Auch in den folgenden Minuten blieb das Spiel eng und keins der beiden Teams konnte mehr als eine Ein-Tore-Führung herauswerfen. Erst in der 26. Minute ging Buxtehude erstmals in diesem Spiel beim Stande von 13:11 und wenig später 14:12 mit zwei Toren in Führung. Aber noch lies sich der VfL nicht abschütteln. Durch zwei Tore von Simone Spur Petersen innerhalb von 35 Sekunden konnten die Grün-Weißen kurz vor der Pause wieder ausgleichen. Emily Bölk stellte eine Sekunde vor Ende der Halbzeit die 15:14-Pausenführung der Gastgeberinnen her.

Auch nach der Pause konnte der VfL zunächst immer wieder ausgleichen. Erst zehn Minuten nach dem Wechsel schafften es die Gastgeberinnen, sich langsam vom VfL abzusetzen, als man innerhalb von anderthalb Minuten eine 19:18-Führung auf 22:18 ausbauen konnte. Zwar schaffte es das Team von Niels Bötel noch einmal, auf 20:22 zu verkürzen, aber in der Folge konnte Buxtehude den Vorsprung nach und nach ausbauen. Über 25:20 und 28:23 zog Buxtehude kurz vor Schluss auf 31:23 davon. Julia Wenzl konnte mit dem Schlusspfiff per Siebenmeter noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben.
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VfL Oldenburg stellt Antrag für die Regionalliga

28.03.2018 20:26 Uhr
Die Fußballabteilung des VfL Oldenburg hat nach reiflicher Abwägung aller vorhandenen Fakten beschlossen, einen Antrag für die Erteilung einer Lizenz für die Regionalliga zu stellen. „Das Team, der Trainer und der Verein haben es sich verdient. Wir wissen ganz genau um das finanzielle Risiko - und glauben Sie mir, wir haben uns es nicht leicht gemacht - aber wir möchten die Chance nutzen, wenn wir sie bekommen.“, so Michael Plätzer, der Leiter der Fußballabteilung des VfL. Plätzer wies in diesem Zusammenhang nochmal auf die hohen finanziellen Hürden des Verbandes hin, die für einen Verein, der über 20 Jugendmannschaften unterhalten muss, bestehen. Insgesamt zeigt sich Plätzer natürlich optimistisch: „Das Team und der Trainer haben hervorragend gearbeitet, wir haben mit der U19 des JfV Nordwest und unserer eigenen einen guten Unterbau. Es wäre kein gutes Signal an alle VfL Fußballer, wenn man jetzt diese Möglichkeit nicht nutzen würde.“ führte Plätzer weiter aus. Nun bleibt nur noch das Abschneiden in der Restsaison abzuwarten. Weitere hoffentlich erfolgreiche Gespräche mit Sponsoren aus der Oldenburger Wirtschaft werden wir ebenfalls führen.
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Nichts zu holen in Nellingen

11.03.2018 20:29 Uhr

VfL verliert in 26:28

von Bernd Teuber

Es läuft derzeit einfach nicht rund beim VfL Oldenburg. Auch beim Gastspiel in Nellingen gab es für das Team von Niels Bötel nichts zu holen. Mit 26:28 kassierten die Grün-Weißen die vierte Niederlage in Folge und rutschten auf den zehnten Platz ab. „Wir haben von Anfang an nicht ins Spiel gefunden. Hinten haben wir zu einfache Tore zugelassen und uns vorne nicht selbst belohnt. Wenn es in der Nellinger Abwehr eine Lücke gab, sind wir nicht hineingestoßen, und sind wir dann mal frei zum Wurf gekommen, konnten wir die Nellinger Torhüterin nicht überwinden. Die hat das wirklich gut gemacht“, konnte Niels Bötel nicht zufrieden sein mit der Leistung seines Teams, das ohne die kurzfristig erkrankte Ann-Kristin Roller auskommen musste. Auch Spielmacherin Malene Staal konnte nur sporadisch zum Einsatz kommen. „Beim Aufwärmen sah das nicht rund aus bei Malene, da wollten wir kein Risiko eingehen“, so der VfL-Trainer.

Vom Start weg liefen die Gäste einem Rückstand hinterher. Konnte der VfL in den ersten fünf Minuten noch jeweils ausgleichen, zog Nellingen in der Folge von 4:4 auf 11:6 davon. Näher als drei Tore sollten die Gäste vor der Pause trotz einer immer stärker werdenden Angie Geschke nicht mehr kommen und so ging es mit einem 12:15-Rückstand in die Kabinen.

Nach der Pause kämpfte sich der VfL wieder heran und konnte in der 39. Minute durch Angie Geschke zum 17:17 erstmals wieder ausgleichen. Wer jetzt erwartet hatte, dass der Ausgleich den Gästen mehr Sicherheit geben würde, sah sich getäuscht. Auch im weiteren Verlauf des Spiels sollte es für den VfL nicht zur ersten Führung reichen. Im Gegenteil. Noch einmal konnten die Gastgeberinnen beim Stande von 23:20 mit drei Toren in Führung gehen. Aber noch gab der VfL nicht auf und schöpfte fünf Minuten vor dem Ende noch einmal Hoffnung, als erneut Angie Geschke auf 23:24 verkürzen konnte. Es sollte aber nicht mehr reichen, und der VfL musste sich mit der vierten Niederlage in Folge abfinden.
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Juniorenteam mit überzeugender Leistung beim Tabellenführer

11.03.2018 20:24 Uhr

Niederlage fällt etwas zu hoch aus

von Bernd Teuber

Man war nach Lintfort gefahren, um den Tabellenführer ein wenig zu ärgern. Dies ist dem Team von VfL-Trainerin Alex Hansel mehr als gelungen. Eine Dreiviertelstunde lang präsentierte sich das junge VfL-Team als gleichwertiger Gegner und erhielt dafür Lob von allen Seiten. Am Ende fiel die Niederlage mit 25:32 etwas zu hoch aus und spiegelte nicht ganz den Spielverlauf wider. 

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Bis zur 45 Minute haben wir super gespielt, nur dann ist uns die Luft ausgegangen, was nicht wirklich überraschend ist. Unser Team hatte einen Altersschnitt von gerademal 18,5 Jahren und hat gegen eine sehr erfahrene, clevere Zweitligatruppe gespielt, die sechzig Minuten lang mit einem Affentempo auf unsere Abwehr zugestürmt ist. Da geht so einer jungen Truppe am Ende halt die Luft aus. Nach dem Spiel haben viele Lintforter uns gelobt und gesagt, dass ein Punkt verdient gewesen wäre. Da war wichtig für unser Selbstvertrauen“, war Alex Hansel nach dem Spiel mächtig stolz auf ihre Mädels. Dabei hatte sie die Reise nach Lintfort ohne Jana Schaffrath (Zweitspielrecht Werder Bremen) und Katja Berkau (krank) antreten müssen. Dafür gaben mit Lotta Hoppe und Charlotte Meyer gleich zwei Spielerinnen ihr Debüt in der 3. Liga. Insgesamt musste Hansel mit nur zwölf Spielerinnen auskommen.

Vom Start weg entwickelte sich zunächst ein enges Spiel auf Augenhöhe, in dem der VfL in der 5. Minute durch Marie Steffen erstmals mit 3:2 in Führung gehen konnte. Es sollte bis zur 14. Minute dauern, bevor die Gastgeberinnen beim Stande von 8:6 erstmals mit mehr als einem Tor in Führung gehen konnten. Aber knappe vier Minuten später drehte die Hansel-Truppe den Spieß um und machte aus dem Rückstand eine 10:8-Führung. Bis zum Seitenwechsel sollte es dem Tabellenführer auch nicht mehr gelingen, die Führung zurückzuerobern, so dass es mit 15:14 für den VfL in die Kabinen ging.

Auch in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit zeigte sich den 283 Zuschauern ein unverändertes Bild. Konnte sich eins der beiden Teams mit zwei Toren absetzen, gelang dem Gegner schnell wieder der Ausgleich. Erst in der 48. Minute gelang den Gastgeberinnen mit 24:21 die erste Drei-Tore-Führung. Innerhalb von fünf Minuten baute der Tabellenführer dann den Vorsprung auf 29:22 aus. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Näher als fünf Tore sollte der VfL nicht mehr herankommen. Am Ende stand ein etwas zu hoch ausgefallener 32:25-Sieg des Aufstiegsaspiranten.
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Auch der VfL kann Blombergs Erfolgsserie nicht beenden

21.02.2018 11:45 Uhr
von Bernd Teuber

Es sollte nicht sein. Auch der VfL Oldenburg konnte den guten Lauf, den die HSG Blomberg-Lippe derzeit hat, nicht stoppen und somit den Überraschungscoup aus dem Hinspiel wiederholen. Am Ende gab es einen nicht unverdienten 34:30-Sieg der Gäste aus Ostwestfalen. „Blomberg hat verdient gewonnen. Wir haben im Angriff zu viele technische Fehler gemacht. In der Verteidigung sind wir bei den langen Spielzügen des Gegners teilweise zu früh rausgegangen und haben so den Weg zum Kreis freigemacht. Uns hat das Tempo gefehlt und wir haben unser Spiel nicht konsequent genug durchgezogen. So eine starke Abwehr muss man aber auch erst einmal auseinanderspielen. Insgesamt gesehen haben wir allerdings kleine Fortschritte im Vergleich zu den letzten Spielen gemacht“, zeigte sich Niels Bötel nicht gänzlich unzufrieden mit der Leistung seines Teams, trotz der Niederlage.

Von Beginn an liefen die Gastgeberinnen einem Rückstand hinterher. Bereits nach sechs Minuten lag man mit 1:6 hinten. Während die Gäste fast bei jedem Angriff trafen, glänzte der VfL zu Beginn des Spiels vor allem mit Fehlpässen und vergebenen Chancen. Erst eine Energieleistung von Simone Spur Petersen sowie ein abgefangener Pass durch Malene Staal brachten den VfL innerhalb von zehn Sekunden wieder heran. Als Cara Hartstock dann in der 10. Minute noch zum 4:6 verkürzen konnte, sah es da nach aus, als ob der VfL wieder rankommen könnte. Da sich die Grün-Weißen weiterhin im Positionsangriff schwertaten, konnten die Gäste den Vorsprung allerdings halten und in der 25. Minute sogar auf 15:10 erhöhen. Mit 13:16 ging es vor 1147 Zuschauern in die Pause.

Den besseren Start erwischten wieder die Gäste aus Blomberg, die nach zwei Minuten auf 18:13 erhöhen konnten. Auch in der Folge bestimmte die HSG den Spielverlauf. Kaum war der VfL wieder auf drei Tore herangekommen, stellte Blomberg kurze Zeit später wieder den alten Fünf-Tore-Vorsprung her. Es war vor allem Angie Geschke, die mit ihren Toren ihr Team wenigstens einigermaßen im Spiel hielt. Nur ein Sieg war an diesem Tage niemals in Reichweite. Zu souverän spielten die Gäste in der Abwehr. Auch wenn deren Trainer Andre Fuhr nicht voll und ganz mit der Abwehrleistung seines Teams zufrieden war. „In der Phase vor der Pause, als der VfL wieder rangekommen ist, haben wir nicht ganz den Zugriff gehabt den ich mir erwünscht hätte“, spielte Fuhr auf die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit an, wo der VfL beim Stande von 13:15 wieder auf zwei Tore herangekommen war und durch einen gehaltenen Siebenmeter von Julia Renner sogar noch die Chance besaß, weiter zu verkürzen. So stand am Ende ein verdienter 34:30 Sieg der Gäste aus Blomberg.

In den kommenden Wochen warten gleich zwei Herkulesaufgaben auf das Team von Niels Bötel. Zunächst ist man am Mittwoch zu Gast bei Tabellenführer Thüringer HC, bevor es dann eine Woche drauf zum deutschen Meister Bietigheim geht.
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Erster Auswärtssieg ist geschafft

18.02.2018 20:16 Uhr

VfL-Juniorteam nimmt Abstiegskampf an

Da ist er endlich: Der erste Auswärtssieg der Saison ist unter Dach und Fach. Vor dem Spiel hatte Andy Lampe noch an die Einstellung seines Teams appelliert. Und die Spielerinnen nahmen den Abstiegskampf an. Vom Start weg gab das Juniorteam Vollgas und fuhr beim Tabellenletzten Wülfrath einen nie gefährdeten 32:26-Sieg ein.

„Ich habe bei den Mädels noch nie solch einen Teamgeist gesehen. Jede Spielerin war voll engagiert. Egal ob auf dem Feld oder auf der Bank. Da war eine emotionale Stimmung, die sich nur schwer greifen lässt. Die Mädels haben sich exakt an unseren Matchplan gehalten. Wir haben einiges in der letzten Trainingswoche umgestellt und das Team hat es geschafft, den Schalter umzustellen. Wir haben zwar immer noch einige dumme Gegentore bekommen und einfache Fehler gemacht. Aber es war klar, dass wir nicht von einem auf das andere Spiel alles verbessern können“, war Andy Lampe mächtig stolz auf sein Team.

Bis zum 4:4 in der sechsten Minute konnten die Gastgeberinnen zwar immer wieder ausgleichen, aber selbst nicht in Führung gehen. Trotzdem blieb das Spiel zunächst eine enge Kiste. Erst fünf Minuten vor der Pause konnte sich der VfL durch Katja Berkau, Lisa-Marie Fragge sowie Jana Schaffrick mit 14:10 erstmals ein wenig absetzen. Mit 17:12 ging es dann in die Pause.

So einfach wollten die Gastgeberinnen das Spiel aber nicht hergeben und kämpften sich bis zur 40. Minute wieder auf 18:20 heran. Das Team von Andy Lampe ließ sich dadurch aber nicht beeindrucken und war wenige Minuten später wieder auf 25:19 davongezogen. Als Merle Carstens in der 51. Minute das 27:20 erzielte, war das Spiel so gut wie gelaufen. Näher als vier Tore (29:25) ließ man die Gastgeberinnen nicht mehr rankommen. Am Ende stand ein mehr als verdienter 32:26-Sieg.

An diesem Spieltag lief es einfach gut für den VfL. Nicht nur, dass man selbst den ersten Auswärtssieg einfahren konnte, so musste sowohl Recklinghausen (27:35 gegen Menden) als auch Dortmund (34:39 gegen Blomberg) und Aldekerk (27:29 gegen Solingen) am Samstag Federn lassen. Dadurch steht das Lampe-Team nun wieder auf einem Nichtabstiegsplatz mit Tuchfühlung zu Platz 7 und 8. „Dies war auf jeden Fall ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht war das ja der berühmte Dosenöffner. Jetzt heißt es dranbleiben und gegen Leverkusen in zwei Wochen nachzulegen“, appelliert der VfL-Trainer an seine Spielerinnen, trotz des tollen Erfolgs auf dem Boden zu bleiben.
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Lauferlebnis in Xi’an: Halbmarathon auf Stadtmauer

18.02.2018 19:40 Uhr

Chinesen laden Oldenburg zur Teilnahme ein – Stadt verlost Plätze mit Kost und Logis

Eine chinesische Weisheit besagt: Wer sanft auftritt, kommt weit. Und wer eine gute Läuferin oder ein guter Läufer ist, kann es sogar bis auf die Stadtmauer von Chinas Metropole Xi’an schaffen. Denn Oldenburgs Partnerstadt lädt zur Teilnahme am „2018 Xi'an City Wall International Marathon“ ein. Der Lauf wird am Samstag, 21. April, ab 8.30 Uhr auf der mehr als 600 Jahre alten Stadtmauer der Kaiserstadt ausgetragen. Xi’an möchte für jeweils eine Starterin und einen Starter aus Oldenburg Plätze im Halbmarathon-Feld reservieren sowie zwei Übernachtungen im Hotel mitsamt Verpflegung spendieren. Wang Xiaozhen, Direktor im Büro für auswärtige Angelegenheiten der Kommunalverwaltung in Xi’an, hat eine entsprechende Einladung schriftlich an Oberbürgermeister Jürgen Krogmann übermittelt. 

Zum seit 1996 ausgetragenen „Xi'an City Wall International Marathon“ werden Tausende Teilnehmer erwartet. Es ist der einzige Laufwettbewerb, bei dem die Strecke komplett über eine historische Stadtmauer führt. Xi’an ist stolz auf Chinas größte vollständig erhaltene Stadtmauer. Das Bauwerk ist 20 Meter hoch, knapp 14 Kilometer lang und umschließt als Rechteck die Innenstadt Xi’ans. Die gigantische Sehenswürdigkeit bietet die Kulisse für ein außergewöhnliches Lauferlebnis. Angeboten werden drei Distanzen: Neben dem Halbmarathon über 21,1 Kilometer gibt es Strecken über 13,7 und 5 Kilometer. Am Tag vor dem Wettbewerb lädt das Organisationskomitee die teilnehmenden Aktiven zu einer feierlichen „Wall of the World“-Zeremonie ein. 

Die Teilnehmerin und der Teilnehmer aus Oldenburg können sich von jeweils einer Person begleiten lassen. Die Kosten für die Unterbringung der Begleitpersonen im selben Hotel übernimmt ebenfalls die Stadt Xi’an. Hin- und Rückflug müssen die Gäste aus Oldenburg indes selber buchen und bezahlen. Eine Verlängerung des Aufenthalts ist problemlos möglich, muss dann aber ebenfalls aus eigener Kasse finanziert werden. Die Stadt Oldenburg kann die Reise als Zuschuss für Begegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaften mit 100 Euro pro Person fördern. 
Weitere Informationen erteilt Yu Wang vom China-Büro der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-3841 oder per E-Mail an internationales@stadt-oldenburg.de

Wer sich in Xi’an die Laufschuhe schnüren darf, soll ausgelost werden. Interessierte können sich bis einschließlich Dienstag, 27. Februar, online über die Seite www.oldenburg.de/xian-halbmarathon bewerben, indem sie ein vorbereitetes Formular ausfüllen und auf den Senden-Button klicken. Die Stadtverwaltung wird die Gewinnerin und den Gewinner am Donnerstag, 1. März, benachrichtigen. Also, auf geht’s, die Bewerbung abschicken und auf das Losglück hoffen, denn wie heißt es in einem anderen chinesischen Sprichwort so schön: „Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt.“ 
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VfL ringt tapfer kämpfende Rödertalbienen nieder

13.02.2018 09:04 Uhr

29:26-Sieg gegen Rödertal

Das hatten sich die Handballdamen des VfL Oldenburg wahrlich einfacher vorgestellt. Gegen den Tabellenletzten aus Rödertal taten sich die Oldenburgerinnen lange Zeit schwer und konnten sich erst Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend absetzen. Nach 16:13 zur Pause stand am Ende vor 1008 Zuschauern ein hart erarbeiteter 29:26-Sieg gegen hochmotivierte und tapfer kämpfende Rödertalbienen. „Rödertal hat sechzig Minuten lang guten Handball gespielt. Nichtsdestotrotz haben wir zu viele Fehler gemacht. Allein dreimal haben wir beim Wurf im Kreis gestanden. Auch das Wurf- und Passspiel war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Bis zum nächsten Wochenende muss auch unser Tempospiel besser werden. Mit den zwei Punkten bin ich zufrieden, aber nicht mit dem Spiel“, sieht Niels Bötel einigen Verbesserungsbedarf bis zum nächsten Spiel.

Es sollte bis zur 6. Minute dauern, bevor die Grün-Weißen durch Jenny Behrend (3:2) erstmals in Führung gehen konnten. Zwar konnte Angie Geschke kurze Zeit später per Siebenmeter auf 4:2 erhöhen, aber wer glaubte, der VfL würde jetzt davonziehen, sah sich getäuscht. Mit einem Doppelschlag durch Stefanie Hummel konnte die Gäste nach zehn Minuten zum 5:5 ausgleichen. Es waren vor allem Jacqueline und Stefanie Hummel, die in dieser Phase des Spiels die Abwehr des VfL immer wieder vor Probleme stellten. Gleichzeitig tat man sich im Angriff mit der offensiven Verteidigung der Gäste schwer, so dass einige Pässe beim Gegner landeten und dieser so zu leichten Toren kam. Erst in der 24. Minute konnte Angie Geschke (13:10) die erste Drei-Tore-Führung des VfL erzielen. Mit 16:13 ging es dann in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff sah es zunächst danach aus, als ob die Gastgeberinnen den Gegner nun besser im Griff haben würden. Schnell hatte man den Vorsprung auf 20:14 ausgebaut. So leicht ließen sich die Rödertalbienen allerdings nicht abschütteln und nach halbgespielter 2. Halbzeit waren sie wieder auf 19:21 herangekommen. Aber nur dreieinhalb Minuten später hatte das Team von Niels Bötel den alten Vorsprung wiederhergestellt. Nun nahm Bötel immer wieder Madita Kohorst aus dem Tor, um mit einer siebten Feldspielerin eine Überzahlsituation im Angriff zu schaffen. Mit wenig Erfolg, im Gegenteil. Zu oft verlor man den Ball durch Fehlpässe, so dass sich die Rödertalbienen vier Minuten vor dem Ende wieder auf 25:27 herangekämpft hatten. Allein zweimal war dabei Torhüterin Nele Kurzke mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld erfolgreich. Der VfL lies aber nichts mehr anbrennen. Zunächst tankte sich Simone Spur Petersen einmal mehr durch die Abwehr der Gegnerinnen, bevor Angie Geschke zwei Minuten vor dem Ende den 29:26 Endstand herstellte.

„Heute haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben bis zum Ende gekämpft und haben das Meiste gemacht was wir uns vorgenommen haben. Ich bin unheimlich stolz auf die Mädels“, sieht HCR-Trainer Maximilian Busch sein Team auf dem richtigen Weg.
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Stark verbesserter VfL holt ersten Sieg in diesem Jahr

05.02.2018 21:02 Uhr

Verdienter 34:30-Sieg in Neckarsulm

Fünf Wochen musste der VfL Oldenburg auf einen Sieg in der Bundesliga warten. Am 3. Februar war es endlich wieder soweit. Beim Gastspiel in Neckarsulm konnten die Oldenburgerinnen mit 34:30 ihren dritten Auswärtssieg in dieser Saison einfahren. Dabei zeigten sich die Gäste von der Hunte deutlich verbessert im Vergleich zu den letzten Auftritten in der Bundesliga. Die Grundlage zu diesem Erfolg legte das Team von Niels Bötel bereits in der ersten Halbzeit, die man mit 21:12 für sich entscheiden konnte.

„Das war eine deutliche Verbesserung zu den letzten Spielen, wo wir zu dicht auf die Abwehr aufgelaufen waren und zu schnell abgeschlossen haben. Diesmal haben wir die Angriffe geduldig ausgespielt und so die Abwehr in Trab gehalten, so dass sie sich viel mehr bewegen musste. Auch war unsere Bewegung nach vorne heute deutlich schneller, was zu vielen einfachen Tore führte“, zeigte sich Niels Bötel zufrieden mit der Leistung seines Teams, auch wenn noch nicht alles optimal lief.

Den etwas besseren Start ins Spiel erwischten allerdings die Gastgeberinnen, die nach fünf Minuten mit 4:2 in Führung gingen. Es sollte bis zur 11. Minute dauern, bevor der VfL durch Angie Geschke per Siebenmeter mit 7:6 erstmals in Führung gehen konnte. „In den ersten fünf Minuten haben wir ein paar Chancen liegen lassen. Sonst hätten wir schon früher den Ausgleich erzielen können“, so der VfL-Trainer. Innerhalb von sechs Minuten zogen die Grün-Weißen nun auf 11:6 davon. In der Folge pendelte sich der Vorsprung auf 3-5 Toren ein, bevor die Gäste in den letzten fünf Minuten noch einmal richtig Gas gaben und aus einem 16:12 die 21:12-Pausenführung machten. Dabei gelang Jenny Behrend zwischen der 26. und 28. Minute ein lupenreiner Hattrick.  

Nach dem Wiederanpfiff bekamen die 1020 Zuschauer in der Neckarsulmer Ballei-Sporthalle zunächst einen unveränderten Spielverlauf zu sehen, bevor die Gastgeberinnen ab der 36. Minute vermehrt auf die siebte Feldspielerin setzten. „Obwohl wir durch die Videoanalyse gewarnt waren, haben wir nicht so richtig Zugriff bekommen. Wir waren zu sehr mit unserer Abwehrarbeit beschäftigt, so dass wir vergessen haben, die einfachen Tore zu machen. Wir müssen einfach mehr auf uns schauen und nicht so sehr auf das, was unser Gegner macht. Insgesamt war der Sieg aber verdient“, sah Bötel vor allem in der zweiten Halbzeit noch Verbesserungspotential seines Teams. Nach und nach konnte Neckarsulm nun den Rückstand verringern. Innerhalb einer Viertelstunde kämpften sich die Schwäbinnen wieder auf 28:30 heran. Besonders das Kreisspieler-Duo Mette Gravholt und Seline Ineichen stellte die Oldenburger Abwehr immer wieder vor schwere Aufgaben. Alle sechs Tore dieses Duos fielen in dieser Phase des Spiels. Aber der VfL bewies Moral und ließ sich seinen ersten Sieg in 2018 nicht mehr nehmen. Kim Birke und Julia Wenzl konnten fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 32:28 erhöhen. Nun ließ der VfL nichts mehr anbrennen und fuhr einen verdienten 34:30-Auswärtssieg ein.

Am Sonntag, 11. Februar, ist zum Abschluss der Hinrunde Aufsteiger HC Rödertal zu Gast in der EWE-Arena.
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Holpriger Start in die Rückrunde

15.01.2018 20:26 Uhr

VfL II holt Punkt gegen Menden

von Bernd Teuber

Wie erwartet erwies sich die SG Menden Sauerland Wölfe beim ersten Heimspiel des Jahres des Juniorteams des VfL Oldenburg in der Sporthalle Wechloy als unangenehmer Gegner. Gleichzeitig machte sich das Team von Andy Lampe durch unnötige Ballverluste das Leben selbst schwer. Am Ende konnte sich das junge VfL-Team beim 25:25 über einen Punktgewinn freuen, wobei auch ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen war. „Im Vergleich zum Hinspiel haben wir zehn Tore gut gemacht. Man hat auch gesehen, dass die Mädels dazugelernt haben und abgeklärter geworden sind. Vor vier Monaten hätten wir solch ein Spiel, wo wir kurz vor Spielende mit zwei Toren zurückliegen, noch deutlich verloren. Aber es wäre heute auch mehr drin gewesen“, hätte Andy Lampe gerne beide Punkte in Oldenburg behalten.

Von Beginn an entwickelte sich ein enges Handballspiel, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Es dauerte bis zur 15. Minute, bevor der VfL durch Kim Schilling per Siebenmeter zum 7:5 erstmals eine Zweitoreführung herauswerfen konnte. Mit unnötigen Abspielfehlern machten sich die Gastgeberinnen das Leben allerdings selber schwer, und so konnten die Gäste aus dem Sauerland innerhalb von fünf Minuten den Spieß umdrehen und ihrerseits mit einem 5:1-Lauf erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Aber auch der Tabellenvierte konnte sich nicht weiter absetzen, so dass der VfL erneut die Führung erobern konnte und es mit einem 12:11 für das Team von Andy Lampe in die Pause ging.

Unverändert das Bild in der zweiten Halbzeit. Keins der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen und die Führung wechselte mehrfach. Es war vor allem Jenny Behrend, die Verantwortung übernahm und mit ihren sieben Treffern in Hälfte zwei ihr Team im Rennen hielt. So auch in den letzten zweieinhalb Minuten des Spiels, als die Rechtsaußen beim Stande von 22:24 und in Unterzahl spielend zum 24:24 ausgleichen konnte. Als Menden eine Minute vor dem Ende einen Siebenmeter zugesprochen bekam und durch Kathrin Baer verwandelte, sah es fast danach aus, als ob der VfL mit einer Niederlage ins neue Jahr starten würde. Aber noch einmal zeigte das Schiedsrichter-Duo auf den Punkt. Diesmal vor dem Tor der Gäste. Nachdem bereits zuvor Griet Prante sowie Kim Schilling vom Punkt erfolgreich waren, war es diesmal Lisa-Marie Fragge, die sicher verwandelte und somit ihrem Team den Punkt sicherte.

Weiter geht es für das Juniorenteam in zwei Wochen mit einem Auswärtsspiel beim Tabellensechsten TV Aldekerk. Zuvor trifft die A-Jugend am kommenden Sonntag in der Sporthalle Wechloy im ersten Spiel der Bundesliga-Zwischenrunde auf JSG HLZ Ahlen.
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Fitness für Frauen im Stadtteiltreff Kreyenbrück

09.01.2018 21:36 Uhr
Fitness mit professioneller Anleitung: Die Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, bietet einen Sportkurs für Frauen immer montags und donnerstags von 13 bis 14 Uhr an. Die Gruppe arbeitet auf einfachem Niveau und richtet sich auch an Ungeübte. Anmeldungen sind notwendig beim Stadtteiltreff Kreyenbrück unter Telefon 0441 235-3292.
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Chancenverwertung nicht ausreichend für Auswärtscoup

07.01.2018 18:01 Uhr

22:30-Niederlage in Göppingen

von Bernd Teuber

Es läuft derzeit einfach nicht rund bei Handball-Bundesligist VfL Oldenburg. Im dritten Spiel in Folge verließen die Grün-Weißen beim Gastspiel in Göppingen am Samstag, 6. Januar, die Halle als Verlierer. Wie schon in den Spielen zuvor war auch bei der 22:30-Niederlage im Schwabenland die schlechte Chancenverwertung einer der entscheidenden Punkte für die Niederlage. Allein in der ersten Halbzeit scheiterten die VfL-Frauen dreizehn Mal aus freier Wurfposition sechs Meter vor dem Frisch-Auf-Tor. Hinzu kamen sieben technische Fehler, so dass die Gastgeberinnen allzu oft zu leichten Toren kommen konnten. Zudem musste Niels Bötel auf Simone Spur Petersen verzichten, die an einer Fußverletzung laboriert. Damit standen dem VfL-Trainer nur noch drei seiner fünf etatmäßigen Rückraumspielerinnen zur Verfügung. So kam es, dass zwischenzeitlich Kim Birke auf ungewohnter Position im Rückraum agieren musste, damit Angie Geschke, Malene Staal und Julia Wenzl ihre Ruhezeiten nehmen konnten. „Wenn zwei Drittel unserer Angriffe in der ersten Halbzeit nicht im Tor landen, wird es schwierig zu gewinnen. Nach der Pause haben wir dann gemerkt, wie kräftezehrend das Spielen gegen solch eine offensive Abwehr ist, so dass wir es nicht mehr geschafft haben, den Rückstand wieder aufzuholen“, konnte Bötel nicht zufrieden sein mit der Wurfquote seiner Spielerinnen in der ersten Halbzeit.

Dabei hatte das Spiel zunächst gar nicht mal so schlecht begonnen für die Gäste. Kaum war eine Minute gespielt, brachte Malene Staal ihr Team mit 1:0 in Führung. Zwar konnte Göppingen bereits neun später Sekunden den Ausgleich erzielen, aber es sollte bis zur fünften Minute dauern, bis die Gastgeberinnen erstmals in Führung gehen konnten. In der ersten Viertelstunde sahen die 1615 Zuschauer in der EWS-Arena ein ausgeglichenes Spiel, in dem der VfL immer wieder einen Rückstand ausgleichen konnte. Acht torlose Minuten der Gäste nutzte Frisch Auf dann aber, um auf 16:8 davonzuziehen. Ein Rückstand, von dem sich der VfL nicht mehr erholen sollte. Mit einem 9:16-Rückstand aus Sicht der Oldenburgerinnen ging es dann auch in die Pause.

Keine zwei Minuten waren in Umgang Zwei gespielt, da war der Rückstand bereits auf zehn Tore angewachsen. Wenig später lag Göppingen sogar mit 21:11 vorne. Aber abschlachten lassen wollten sich die Gäste nun auch nicht. Mitte der zweiten dreißig Minuten hatte man sich dann wieder auf 14:21 herangekämpft. So sollte es auch in den letzten fünfzehn Minuten weitergehen. Göppingen baute die Führung auf zehn Tore aus und der VfL kämpfte sich mit 2-3 Toren in Folge wieder heran. So auch zwanzig Sekunden vor dem Ende. Da führten die Gastgeberinnen mit 30:20. Jane Martens und Angie Geschke sorgten innerhalb von 17 Sekunden für 22:30 aus Sicht des VfL. Solch eine Torquote hätte sich Bötel sicherlich gerne schon früher im Spiel gewünscht. „Am Mittwoch im Pokal in Buchholz ist hoffentlich Simone wieder dabei und die Mädels sehen das heutige Spiel als zusätzliche Motivation, gegen Rosengarten den Sprung ins Final Four zu schaffen“, richtet er den Blick bereits auf das nun folgende Pokalspiel.
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Städtische Sportplätze weiterhin gesperrt

03.01.2018 17:10 Uhr
Die städtischen Sportplätze bleiben bis auf weiteres gesperrt. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage sind die Rasenflächen stark aufgeweicht. Auch für die kommenden Tage sehen die Wetterprognosen nicht besser aus. Über eine Aufhebung der Sperrung wird frühestens am Montag, 8. Januar 2018, entschieden. Ausgenommen von der generellen Sperre sind lediglich die Kunstrasenplätze.
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Packendes Traditionsduell vor ausverkauftem Haus

03.01.2018 16:58 Uhr

VfL unterliegt 29:31

von Bernd Teuber

Welch eine Kulisse beim Traditionsduell gegen die Werkselfen aus Leverkusen. Vor 2200 Zuschauern musste sich der VfL Oldenburg dem Konkurrenten vom Rhein mit 29:31 geschlagen geben und geht nun als Achtplatzierter ins Jahr 2018. Die Zuschauer bekamen ein spannendes Spiel zu sehen, in dem der VfL über die ganze Spielzeit einem Rückstand hinterherlaufen musste. „Leverkusen hat verdient gewonnen. Wir haben zeitweise zu viele technische Fehler gemacht und zu oft frei vor dem Tor verworfen. Kämpferisch bin ich voll und ganz mit dem Team zufrieden. Außerdem bin stolz darauf, dass wir solange einem Team Paroli bieten konnten, das quantitativ wie qualitativ besser besetzt ist als wir“, zeigte sich Niels Bötel nicht ganz zufrieden mit der Chancenauswertung seines Teams.

So hatte sich der VfL den Start ins letzte Spiel des Jahres wahrlich nicht vorgestellt. Kaum waren acht Minuten gespielt, lag man bereits mit 0:6 hinten. Ungenauigkeiten im Passspiel und eine überragende Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk im Tor der Werkselfen machten den Gastgeberinnen in der Anfangsphase das Leben schwer. Es sollte bis zur 9. Minute dauern, bis die Fans des VfL erstmals Grund zum Jubeln hatten. Da konnte Angie Geschke ihre Nationalmannschaftskollegin im Leverkusener Tor per Siebenmeter erstmals bezwingen. Nun war der VfL endlich im Spiel angekommen. Noch in der gleichen Spielminute verkürzte Jenny Behrend auf 2:6. Aber nicht nur das Angriffsspiel lief nun besser, auch Madita Kohorst stand nun ihrer Gegenüber in nichts mehr nach. Hatte sie noch in den ersten zehn Minuten keine Hand an den Ball bekommen, machte sie in den verbleibenden zwanzig Minuten ihrem Spitznamen „Die Wand“ alle Ehre. Beeindruckende fünfzig Prozent der Bälle, die auf ihr Tor kamen, konnte sie parieren. So kämpfte sich der VfL wieder Stück für Stück heran und wäre fast sogar noch mit einem Unentschieden in die Pause gegangen. So stand es nach dreißig Minuten 14:13 für die Gäste vom Rhein.

Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Gäste zunächst den besseren Start und konnten in der 36. Minute den Vorsprung beim Stande von 19:15 wieder auf vier Tore ausbauen. Aber diesmal ließen die Gastgeberinnen die Elfen nicht weiter davonziehen und sechs Minuten später war man wieder auf 19:20 rangekommen. Kaum den Ausgleich in Sicht, brachte sich das Team von Niels Bötel selbst um die Früchte ihrer Arbeit, indem es gleich dreimal vom Siebenmeterpunkt nur Holz traf und auch aus dem Spiel heraus zu oft frei vor dem Tor vergab. So lief man die ganze Halbzeit einem Rückstand hinterher und musste sich am Ende mit 29:31 knapp geschlagen geben.  

„Wir haben heute ein richtig attraktives, geiles Handballspiel gesehen. Ich hoffe das viele der heutigen Zuschauer wiederkommen werden, so dass wir noch häufiger vor solch einer Kulisse spielen dürfen. Das würde mich sehr freuen. Wir sind von Beginn an abgegangen wie Schmidts Katze und haben taktisch sehr diszipliniert gespielt, hatten aber auch einige glückliche Würfe dabei. Das Spiel war bis zum Ende hart umkämpft und wir waren abwehrtechnisch am Ende platt. Das hat vor allem Angie Geschke mit ihren überragenden Fähigkeiten ausgenutzt“, lobte eine sichtlich zufriedene Elfen-Trainerin Renate Wolf nach dem Spiel die mit zehn Toren beste Torschützin des Spiels.
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Rabenschwarzer Tag in Dortmund

29.12.2017 14:49 Uhr

BVB beendet VfL-Siegesserie

von Bernd Teuber

Drei Monate lang war der VfL Oldenburg in Meisterschaft und Pokal ungeschlagen. Am Mittwoch, 27.12.2017, ging diese Serie in Dortmund zu Ende. Mit 19:34 kassierte das Team von Niels Bötel seine höchste Saisonniederlage und erlebte dabei einen absolut rabenschwarzen Tag. „Eigentlich sind wir gut reingekommen ins Spiel, haben es dann aber verpasst, aus einer 2:0- eine 4:0-Führung zu machen. Wir haben im Angriff teilweise zu ungenau gespielt, so dass die Dortmunderinnen immer wieder eine Hand dazwischen bekommen haben und wenn wir mal aufs Tor warfen, stand da Clara Woltering. Selbst waren wir in der Abwehr nicht konsequent genug, was man auch daran sieht, dass wir nicht eine Zweiminutenstrafe bekommen haben. Dortmund hat dagegen sehr lange Angriffe gefahren und dabei kaum Fehler gemacht“, konnte Niels Bötel nicht zufrieden sein mit der Leistung seiner Mannschaft und steht nun vor der schweren Aufgabe, sein Team für das Heimspiel am Samstag gegen Leverkusen wieder aufzurichten.

Angie Geschke und Jane Martens brachten ihr Team schnell mit 2:0 in Führung. Aber anstatt die Führung auszubauen, mussten die Grün-Weißen wenig später den Ausgleich hinnehmen. Zunächst konnten die Gäste das Spiel noch offen gestalten und auch noch zweimal in Führung gehen. Aber Mitte der ersten Halbzeit bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung nach und nach aus. Fünf Minuten vor der Pause war er beim Stande von 12:6 bereits auf sechs Tore angewachsen. Mit 16:8 für Dortmund ging es in die Pause.

Auch nach der Pause bekam der VfL kein Zugriff mehr auf das Spiel. Im Gegenteil, bereits nach fünf Minuten stellte Svenja Huber mit ihrem Tor zum 20:10 die erste zweistellige Führung ihres Teams her. Näher als acht Tore sollte der VfL im Verlauf des Spiels auch nicht mehr herankommen. Konnte der VfL zunächst trotz des Rückstandes die zweite Halbzeit einigermaßen ausgeglichen gestalten, zogen die Gastgeberinnen in den letzten zehn Minuten noch einmal das Tempo etwas an und siegten am Ende deutlich mit fünfzehn Toren Vorsprung. Für Dortmund war es der erste Sieg nach zwei sieglosen Monaten. Beste Torschützin des Tages war Julia Wenzl mit acht Treffern.

Bereits am kommenden Samstag erwartet der VfL in der nahezu ausverkauften EWE-Arena den Tabellenachten Bayer Leverkusen. Trotz der Niederlage bleibt der VfL weiterhin auf dem fünften Tabellenplatz. Dortmund konnte sich auf Platz Sechs verbessern und gastiert am Samstag in Neckarsulm.
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Bad Wildungen Vipers kein Stolperstein

25.12.2017 14:00 Uhr
von Bernd Teuber

Nach sechswöchiger WM-Pause flog am 23. Dezember endlich wieder der Ball in der kleinen EWE-Arena in Oldenburg. Entgegen allen Befürchtungen war die Arena mit 1329 Zuschauern sehr gut gefüllt und der Saisonrekord wurde nur um sechzehn Zuschauer verpasst. Mit der Hoffnung auf eine vorzeitige Bescherung waren die Bad Wildungen Vipers nach Oldenburg gekommen. Die Gastgeberinnen des VfL Oldenburg erwiesen sich allerdings als Spielverderber und legten sich beim deutlichen 33:25-Sieg selbst zwei Punkte unter den Weihnachtsbaum. „Wir haben das Spiel deutlich in der ersten Halbzeit gewonnen und dabei das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, freute sich VfL-Trainer Niels Bötel über den erfolgreichen Start in die zweite Hälfte der Saison. „Nachdem wir zunächst deutlich dominiert haben, ließen wir die Vipers in der zweiten Halbzeit wieder auf drei Tore rankommen, weil uns die letzte Konsequenz gefehlt hat und wir zu oft frei vergeben haben“, zeigte er sich allerdings nur teilweise zufrieden mit der Präsentation seines Teams. 

Dabei hatten die VfLerinnne zunächst nahtlos an die Leistung aus dem letzten Spiel gegen Buxtehude angeknüpft. Schon nach fünf Minuten hatten die Gastgeberinnen durch Jenny Behrend (2 Tore), Angie Geschke sowie Julia Wenzl eine 4:0 Führung herausgeworfen. Gleichzeitig machte Madita Kohorst hinten den Laden dicht, so dass die Gäste zunächst nur per Siebenmeter erfolgreich waren und erstmals in der elften Minute ein Tor (6:3) aus dem Spiel heraus erzielen konnten. Kontinuierlich baute der VfL die Führung aus und in der 23. Minute erzielte Julia Wenzl mit dem 15:6 die höchste Führung des Spiels. Mit einer 19:11 Führung der Gastgeberinnen ging es in die Pause.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, nochmal zu sagen, dass wir jetzt alles versuchen müssen. Zum Glück haben wir das in der zweiten Halbzeit geschafft und phasenweise sehr gut gekämpft. Aber wir hatten schon einen zu deutlichen Rückstand zur Pause, um das Spiel zu drehen, zumal der VfL mit Madita Kohorst eine überragende Torhüterin hatte“, lobte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer die VfL-Torfrau und war gleichzeitig nicht ganz zufrieden mit der Einstellung ihres Teams. Die Vipers konnten das Spiel nach der Pause deutlich ausgeglichener gestalten und so einen höheren Rückstand verhindern, im Gegenteil. Aufgrund einiger vergebener Chancen der Grün-Weißen und gleich drei verworfener Siebenmeter in Folge konnten sich die Gäste zehn Minuten vor dem Ende wieder auf 23:26 herankämpfen. Aber nun gab das Team von Niels Bötel noch einmal Gas und fünf Minuten später war man wieder auf 31:23 davongezogen. Das Spiel war endgültig entschieden. Am Ende stand ein nie gefährdeter und verdienter 33:25-Sieg des VfL. 
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Sperrung der städtischen Sportplätze bis Jahresende verlängert

05.12.2017 20:56 Uhr
Frühzeitige Winterpause für Fußballerinnen und Fußballer: Die städtischen Sportplätze bleiben bis Ende des Jahres gesperrt. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage sind die Rasenflächen stark aufgeweicht. Eine Nutzung der Sportplätze würde die Rasennarbe nachhaltig so stark schädigen, dass sich im kommenden Jahr der Rasen von allein nicht mehr regenerieren könnte. Eine Sanierung der Flächen wäre die notwendige Folge.

Ausgenommen von der generellen Sperre sind lediglich die Kunstrasenplätze sowie das Marschwegstadion. Hier erfolgt eine gesonderte Entscheidung durch eine Platzkommission am angesetzten Spieltag. Über eine Aufhebung der Sperrung wird frühestens am Dienstag, 2. Januar, entschieden.
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Starke zweite Halbzeit sichert wichtigen Heimsieg

21.11.2017 22:34 Uhr

31:22-Sieg gegen Recklinghausen

von Bernd Teuber

Jane Martens, Lisa-Marie Fragge sowie ihr Trainer Andy Lampe kommen derzeit gar nicht mehr aus dem feiern heraus. Nach Siegen in der Jugendbundesliga und im Nordderby in der Bundesliga konnten die drei VfLer am Samstagabend auch das Drittligaduell gegen PSV Recklinghausen für sich entscheiden. Und dies jedes Mal mit mindestens acht Toren Vorsprung. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit spielte das Juniorenteam des VfL Oldenburg im zweiten Umgang groß auf und konnte am Ende einen verdienten 31:22-Sieg einfahren. „In der Pause haben wir noch einmal die Taktik durchgesprochen und in der zweiten Halbzeit stand dann die Abwehr sehr gut. Zudem hat Madita Kohorst wieder einmal hervorragend gehalten. Mir scheinen die Halbzeitpausen derzeit gut zu liegen“, grinst der VfL-Trainer, der schon im Spiel gegen Aldekerk in der Jugendbundesliga in der zweiten Halbzeit ein stark verbessertes VfL-Team aufs Feld schickte. „Die erste Halbzeit lief nicht ganz so gut, aber in der zweiten Halbzeit haben die Mädels es mir auch einfach gemacht zu glänzen“, gibt Kohorst das Kompliment weiter an ihre Vorderleute.

Zu Spielbeginn sahen die knapp 100 Zuschauer eine sehr zerfahren auftretende VfL-Mannschaft, die vor allem das Selbstvertrauen von PSV-Torhüterin Iris Schultz stärkte. Immer wieder scheiterten die Grün-Weißen an der 47-jährigen bzw. an Pfosten oder Latte. Dadurch entwickelte sich zunächst ein recht enges Spiel, in dem die Führung mehrfach wechselte. Fünf Minuten vor der Pause sah es dann fast danach aus, als ob das Spiel zu Gunsten der Gäste kippen könnte, als diese innerhalb von wenigen Minuten aus einem 8:8 eine 12:8-Führung machen konnten. Aber die Gastgeberinnen konnten dagegenhalten und kurz vor der Pause zum 14:14 ausgleichen. Als wirksames Mittel erwiesen sich dabei die langen Pässe von Kohorst auf Jane Martens, die diese sicher verwandelte. Noch war die Halbzeit aber nicht vorbei und in den letzten 45 Sekunden fielen noch weitere drei Tore, so dass es mit einer 16:15-Führung für die Gäste in die Pause ging.

Zunächst sah es danach aus, als ob die zweite Halbzeit ähnlich verlaufen würde wie die erste. Nachdem Griet Prante kurz nach Wiederanpfiff für den VfL ausgleichen konnte, ging der PSV durch Janna Teigelmeister ein letztes Mal in Führung, aber in der Folge konnte die immer sicherer agierende VfL-Abwehr zahlreiche Würfe der Gäste entschärfen, bevor Madita Kohorst überhaupt eingreifen musste. Nach halbgespielter zweiter Halbzeit hatte der VfL aus dem 16:17-Rückstand eine 25:18-Führung gemacht und dominierte den Gegner nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff. Dies zeigte eindrucksvoll Oldenburgs beste Torschützin an diesem Tag, Laura Kannegiesser (7 Tore), mit ihrem Treffer zum 25:18. Hart bedrängt von zwei PSV-Spielerinnen fischte sie einen langen Pass ihrer Torhüterin aus der Luft und ließ im Anschluss auch der gegnerischen Torfrau keine Chance. Als Pia Dalinger wenig später zum 28:19 einwarf, war das Spiel zu Gunsten der Gastgeberinnen gelaufen. Den Schlusspunkt zum 31:22 setzte Griet Prante eine Minute vor dem Ende.
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Sportplätze erneut gesperrt

21.11.2017 22:18 Uhr
Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in den vergangenen Tagen und der Wetterprognosen für den Rest dieser Woche werden ab sofort alle städtischen Sportplätze bis auf Weiteres gesperrt. Ausgenommen davon sind lediglich die Kunstrasenplätze.

Über eine Aufhebung der Sperrung wird frühestens am kommenden Freitag, 24. November, entschieden. 
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Souveräner Sieg im Nordderby

13.11.2017 09:42 Uhr

VfL spielt sich in einen Rausch – Angie Geschke 16-fache Torschützin

von Bernd Teuber

Wieder einmal hat das Nordderby zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV gehalten, was es versprochen hat – Handball vom Feinsten. Mit einem deutlichen 39:31-Sieg fügte der VfL dem Nordrivalen seine erste Saisonniederlage bei. Vor 1375 Zuschauern in der EWE-Arena spielten sich die Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte regelrecht in einen Rausch und dominierten den Gegner nach Belieben. Selbst die unmöglichsten Bälle landeten im Tor der Gäste. Mit diesem Sieg konnte sich der VfL auf den sechsten Platz der Tabelle vorschieben. „Bei uns lief heute alles sehr gut zusammen, während bei Buxtehude wenig klappte. Durch die Bank haben heute alle gut gespielt. Vor allem die Abwehrarbeit war sehr gut. Ein Schlüsselpunkt für den Sieg war sicherlich, dass es uns gelungen ist, durch Malene Staal die Kreise von Emily Bölk entscheidend zu stören. Im Angriff waren wir sehr geduldig und sind so sehr häufig frei zum Wurf gekommen. Gleichzeitig haben wir selbst kaum einfache Tore bekommen“, zeigte sich Niels Bötel unheimlich stolz auf seine Mannschaft, die für diesen Sieg mit zwei zusätzlichen freien Tagen belohnt wurde.

Vom Start weg entwickelte sich ein hart umkämpftes Nordderby, in dem die beiden Konkurrenten gleich Vollgas gaben. Nachdem beide Teams ihren ersten Angriff mit einem Fehlpass begonnen hatten, brachte Lone Fischer die Gäste mit 1:0 in Führung. Aber im direkten Gegenzug holte Malene Staal den ersten Siebenmeter für den VfL heraus, den Angie Geschke souverän verwandelte. Wenig später brachte Julia Wenzl ihr Team erstmals in Führung. Zwei Tore von Emily Bölk sorgten für die erneute Führung der Gäste. Aber schon beim nächsten Angriff der Grün-Weißen umkurvte Malene Staal die gegnerische Abwehr wie Slalomstangen und konnte zum 3:3 ausgleichen. Kim Birke sorgte im Anschluss mit zwei Treffern für die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels. Weiter sollte der VfL zunächst auch nicht davonziehen können, im Gegenteil. Mitte der ersten Halbzeit konnte Buxtehude sogar zweimal ausgleichen. Zwei Minuten nach dem letzten Ausgleich hatten Julia Wenzl, Cara Hartstock sowie Kim Birke dann allerdings ihr Team zur ersten Drei-Tore-Führung geworfen. Mit einer 18:15-Führung für den VfL ging es dann in die Pause.

Die erste Hälfte der zweiten Halbzeit konnten die Gäste noch ausgeglichen gestalten. Beim Stande von 25:22 für die Gastgeberinnen ging es in die Schlussviertelstunde. Mehr und mehr spielte sich der VfL in einen wahren Spielrausch und konnte selbst aus unmöglichster Position den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Wie z.B. durch Kim Birke, die einen eigentlich zu lang geworfen Pass noch aufnehmen konnte und irgendwie zum 29:22 ins Buxtehuder Tor brachte. Damit hatte das Team von Niels Bötel eine Vorentscheidung erzielt. Von diesem Rückschlag konnte sich Buxtehude nicht mehr erholen und so stand am Ende ein verdienter Heimsieg des VfL. „Schön, dass wir Angie Geschke mit solch einem Erfolgserlebnis zur WM schicken können“, freute sich Bötel für seine 16-fache Torschützin, die nun mit 62 Toren die Torschützenliste anführt. Während Geschke sich noch nach dem Spiel auf den Weg zur Nationalmannschaft machte, stehen für die anderen VfLerinnen erst einmal zwei Wochen Pause vom Mannschaftstraining auf dem Plan. Weiter geht es für den VfL am 23. Dezember mit einem Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen.
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Nichts zu holen in Solingen

08.11.2017 09:28 Uhr

Juniorteam verliert 25:35

Wenig zu holen gab es für das Juniorenteam des VfL Oldenburg bei seinem Gastspiel beim HSV Solingen-Gräfrath. Deutlicher als erwartet verlor man im Bergischen Land mit 25:35. Wobei das Ergebnis ein wenig über den wahren Leistungsunterschied hinwegtäuscht. „Gräfrath hat eine richtig gute Truppe, aber trotzdem ist die Niederlage ein wenig zu hoch ausgefallen. Vorne haben wir etwas unglücklich agiert, wobei 25 Tore auswärts zu werfen gar nicht mal so schlecht ist. Allerdings haben wir in der Abwehr zu keiner Zeit Zugriff bekommen. Gräfrath konnte quasi machen, was sie wollten. Ich hatte den Plan einer offensiven Verteidigung, aber das hat nicht geklappt und wir wurden schnell dafür bestraft. Das nehme ich voll und ganz auf meine Kappe. Die Einstellung der Mannschaft hat gestimmt und sie haben toll gekämpft“, so eine enttäuschte Alex Hansel, der allerdings auch die Alternativen fehlten. Mit einem Minikader von zwölf Spielerinnen hatte man sich auf den Weg nach Solingen gemacht. Gleich fünf Leistungsträgerinnen aus dem Heimsieg gegen Vechta musste Hansel ersetzen. Madita Kohorst, Jenny Behrend, Ann-Kristin Roller sowie Jane Martens waren gleichzeitig im DHB-Pokal aktiv und Nachwuchstalent Marie Steffen war mit der Niedersachsenauswahl unterwegs. Beim Ländervergleichsturnier wurde die VfLerin zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

Trotzdem war das Juniorteam des VfL recht zuversichtlich ins Spiel gegangen. Den frühen Führungstreffer der Gastgeberinnen konnte Lena Thomas zwar umgehend ausgleichen, aber bereits nach acht Minuten lag man schon mit 1:6 hinten. Erst nun stabilisierte sich das Spiel der Gäste und das Team von Alex Hansel konnte den Rückstand konstant bei fünf Toren halten. So ging es mit einem 14:20-Rückstand in die Pause.

Die zweite Halbzeit bot ein ähnliches Bild wie die Erste. Mit einem 7:3-Lauf in den ersten zehn Minuten konnten die Gastgeberinnen beim Stande von 27:17 erstmals in diesem Spiel eine zweistellige Führung herauswerfen. Weiter als elf Tore ließ man den Favoriten dann aber doch nicht davonziehen. Mit dem Schlusspfiff stellte Laura Kannegießer per Siebenmeter den 25:35-Endstand her. Während die Gastgeberinnen nun auf dem zweiten Platz liegen, rutschte der VfL durch die Niederlage wieder auf einen Abstiegsplatz.

Am nächsten Wochenende steht wieder die A-Jugend-Bundesliga auf dem Plan. Hier trifft Tabellenführer VfL (4:0 Punkte) in der Sporthalle Wechloy am Samstag um 17 Uhr auf Aldekerk (4:2) und am Sonntag um 13 Uhr auf die Reinickendorfer Füchse (0:6). In der Woche drauf ist der Tabellenachte PSV Recklinghausen im nächsten Drittligaspiel zu Gast in Wechloy.
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Auswärts weiterhin ungeschlagen

23.10.2017 10:03 Uhr

28:22 Sieg in Bensheim

von Bernd Teuber

Auch nach dem dritten Pflichtspiel der Saison in fremden Hallen steht der VfL Oldenburg weiterhin mit weißer Weste da. Beim Gastspiel im hessischen Bensheim konnten die Grün-Weißen einen souveränen 28:22-Sieg einfahren. Einmal mehr war Angie Geschke mit neun Treffern beste Torschützin des Spiels und führt mit nun 46 Treffern die Torschützenliste an. „Wir konnten nicht von Anfang an umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Trotzdem haben wir schon ab der 15. Minute angefangen zu wechseln und gegen Ende der ersten Halbzeit lief es dann auch besser. Nach der Pause haben wir in der Abwehr besser zugepackt und im Angriff lief es auch besser, obwohl wir immer noch zu viel frei verworfen haben. Bensheim hat dann offensiver verteidigt, worauf wir mit einer siebten Feldspielerin reagiert haben und die Flames zurückdrängen konnten. Gleichzeitig haben wir in diesen Situationen keine Treffer zugelassen. Am Ende war das ein in der Höhe verdienter Sieg“, so ein im Großen und Ganzen zufriedener Niels Bötel nach dem Spiel.

 

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Gastgeberinnen, die schnell mit 2:0 in Führung gingen. Erst nach dreieinhalb Minuten konnte Cara Hartstock den ersten Treffer für den VfL erzielen. Es sollte aber bis zur 10. Minute dauern, bevor Angie Geschke mit ihrem Treffer zum 5:4 ihr Team erstmals in Führung bringen konnte. Aber die Gastgeberinnen ließen nicht locker und vier Minuten später hatten die Flames aus dem Rückstand eine 8:5 Führung gemacht. Weiter sollte sich der Aufsteiger aber nicht absetzen können. Nach und nach kämpfte sich der VfL wieder ran und ging in der 20. Minute mit 10:9 erneut in Führung. Es sollte aber noch weitere neun Minuten dauern, bevor das Team von Niels Bötel den Vorsprung ausbauen konnte und mit einer 14:11 Führung in die Pause ging.

 

Nach der Pause lief es deutlich besser bei den Gästen und man ließ die Gastgeber nicht mehr näher als zwei Tore herankommen. Im Gegenteil. Aus einem 16:14 (36.) machte der VfL innerhalb von neun Minuten eine 21:15-Führung und konnte den Vorsprung in der Folge auf 6-7 Treffer stabilisieren. Am Ende stand ein souveräner und verdienter 28:22-Sieg der VfLerinnen. Nach einer dreiwöchigen Bundesliga-Pause erwartet das Team von Niels Bötel am 12. November in der EWE-Arena den Buxtehuder SV zum Nordderby. Eine Woche zuvor geht es nach Hannover, wo Zweitligist Hannover-Badenstedt im DHB-Pokal wartet.
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Erster Heimsieg unter Dach und Fach

15.10.2017 20:58 Uhr

Kohorst beschenkt sich selbst zum Geburtstag

von Bernd Teuber

Schöner kann man einen Geburtstag kaum feiern als Madita Kohorst ihren 21. Mit einer erstklassigen Leistung beschenkte sie sich nicht nur selbst zum Geburtstag, sondern sicherte damit ihrem Team auch den ersten Heimsieg der Saison. Das Geburtstagskind konnte insgesamt 41 % der Bälle, die auf ihr Tor kamen, parieren. Am Ende stand ein zu keiner Zeit gefährdeter 32:30 (19:13) -Sieg des VfL Oldenburg vor 812 Zuschauern in der EWE-Arena gegen den TV Nellingen. Beste Torschützin war dabei Angie Geschke mit 12 Treffern. Nichtsdestotrotz zeigte sich VfL-Trainer Niels Bötel nach dem Spiel alles andere als zufrieden. „Mit den ersten vierzig Minuten können wir zufrieden sein, aber danach haben wir nicht mehr das umgesetzt, was wir besprochen haben und haben den Kampf nicht angenommen. Wir haben viel zu oft freistehend verworfen. Wenn wir die Chancen genutzt hätten, wären wir gar nicht erst in die Situation gekommen, dass Nellingen wieder rankommt.“ 

Auch Gästetrainer Pascal Morgant kritisierte bei seinem Team die mangelhafte Chancenauswertung: „Allein in den letzten Minuten haben wir fünf hundertprozentige Chancen vergeben. Da ist die Enttäuschung natürlich riesengroß darüber, dass wir so viele klare Chancen liegen gelassen haben. Sonst wäre mehr drin gewesen, auch wenn der Sieg für den VfL verdient ist. Das war ein sehr umkämpftes Spiel, bei dem wir zu Beginn gedanklich noch auf der Hinfahrt waren. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir das gespielt, was wir uns vorgenommen haben und dadurch die zweiten dreißig Minuten mit 17:13 für uns entscheiden konnten. Bitter für uns, dass es nicht gereicht hat“.  

Schnell ging der VfL durch Tore von Jenny Behrend sowie Cara Hartstock mit 2:0 in Führung. Gleichzeitig packte man in der Abwehr ordentlich zu und kam der Gegner doch einmal durch, stand da Geburtstagskind Madita Kohorst wie eine Wand im Tor der Grün-Weißen, so dass die Gäste vom Start weg einem Rückstand hinterherliefen. Satte 43 % der Bälle, die auf ihr Tor kamen, konnte die 21-jährige in der ersten Halbzeit parieren. Darunter auch zwei Siebenmeter. Zunächst konnten die Gäste den Rückstand konstant bei maximal drei Toren halten. Erst mit der Einwechslung von Simone Spur Petersen konnte sich der VfL nach und nach weiter absetzen. Die Dänin stieß immer wieder energisch in die Nahtstellen und konnte so ein ums andere Mal erfolgreich abschließen oder die Abwehr zu einem Foulspiel provozieren. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Angie Geschke anschließend souverän. Beim Stande von 19:13 wurden die Seiten gewechselt.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Gäste aus Schwaben und konnten schnell auf 15:19 verkürzen. Aber noch einmal konnten das Team von Niels Bötel gegenhalten und in der 39. Minute durch einen Hattrick von Angie Geschke mit 23:15 die höchste Führung des Tages erzielen. In der Folge kämpften sich die Hornets aber ins Spiel und konnten sich bis zur 54. Minute beim Stande von 25:28 wieder bis auf drei Tore heranarbeiten. Zu viel mehr sollte es für die Gäste aber nicht mehr reichen, da sich Madita Kohorst auch in den letzten Minuten als sicherer Rückhalt für ihr Team erwies und den Sieg festhielt. Am Ende stand ein im Großen und Ganzen verdienter 32:30 Sieg des VfL.

Am kommenden Samstag geht es zur bis dato sieglosen HSG Bensheim/Auerbach. „Ich bin recht optimistisch, dass wir auch hier punkten werden“, schließt der VfL-Trainer.
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Überraschungscoup in Blomberg

14.09.2017 09:55 Uhr

30:26 Sieg beim Wunderhorn-Sieger

von Bernd Teuber

Besser hätte die Saison für das neuformierte Team des VfL Oldenburg kaum beginnen können. Nach den Eindrücken aus der Saisonvorbereitung und hier auch speziell beim Wunderhorn-Turnier hatten nicht wenige mit drei Niederlagen zu Saisonbeginn gerechnet. Aber gleich im ersten Saisonspiel belehrte die Truppe von Trainer Niels Bötel die Pessimisten eines Besseren. Nach einem etwas holprigen Start in das Spiel gelang den Grün-Weißen der Überraschungscoup: Sie entführten mit einem 30:26-Sieg beide Punkte aus Blomberg. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Bötel dann auch nach dem Spiel: „Ich hätte niemals gedacht, dass uns das gelingen würde. Anfangs haben wir noch zu schnell den Abschluss gesucht. Aber nach dem Time Out in der achten Minute haben wir das gemacht, was wir abgesprochen haben und die Angriffe ausgespielt. Man sollte das Ganze aber nicht überbewerten, da Blomberg nicht seine beste Leistung abgerufen hat“, versucht er trotz aller Freude die Euphorie ein wenig zu dämpfen.

 

Den besseren Start ins Spiel erwischten allerdings die Gastgeberinnen. Bereits nach 80 Sekunden führte die HSG mit 2:0 und baute den Vorsprung bis zur 7. Minute auf 7:2 aus. Grund für Niels Bötel, das erste Time Out zu nehmen. Mit Erfolg. Hatten die Grün-Weißen bis zu diesem Zeitpunkt etwas überhastet abgeschlossen, spielten sie nun die Angriffe in Ruhe aus und wurden dafür belohnt. Isabelle Jongenelen und Kim Birke (2 Tore) brachten die Gäste innerhalb von drei Minuten auf 5:7 heran. Für Jongenelen sollte es allerdings der einzige Treffer an diesem Tag bleiben. In der 12. Minute verletzte sie sich ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste das Spiel vorzeitig beenden. „Über die Schwere der Verletzung können wir noch nichts sagen. Wir müssen abwarten bis wir wieder in Oldenburg sind“, so der Trainer nach dem Spiel. Aber auch dieser kleine Rückschlag konnte die Oldenburgerinnen nur kurzfristig bremsen. Weiter als mit drei Toren konnten sich die Gastgeberinnen in der Folge nicht mehr absetzen. Im Gegenteil. Nach und nach kämpfte sich das Team um Spielführerin Kim Birke ran. Fünf Minuten vor der Pause durfte dann auch Neuzugang Simone Spur Petersen ran und führte sich gleich mit ihrem ersten Bundesligator zum 13:13 gut ein. Am Ende sollten es derer fünf sein. Einige Minuten zuvor hatte bereits Malene Staal ihren ersten Bundesligatreffer erzielt. Drei Minuten vor der Pause war es Cara Hartstock, die mit ihrem Treffer zum 14:13 nicht nur die erste VfL-Führung, sondern auch den Pausenstand herstellte.

 

Nach der Pause war es der VfL, der sich nach zwischenzeitlichem Ausgleich durch Franziska Müller langsam absetzen konnte. Nach zehn Minuten betrug die VfL-Führung beim Stande von 21:16 bereits fünf Tore. In der 54. Minute konnte Malene Staal diese sogar auf acht Tore ausbauen (28:20). Damit war das Spiel schon so gut wie entschieden. Den letzten VfL-Treffer erzielte Jenny Winter zum 30:23 zweieinhalb Minuten vor dem Ende des Spiels. Zwar konnten die Gastgeberinnen noch einmal verkürzen, aber der erste Saisonsieg der Grün-Weißen geriet nicht mehr in Gefahr. Den Endstand von 30:26 stellte Ex-VfLerin Kira Schnack elf Sekunden vor dem Abpfiff her. „Glückwunsch ans Team, an die Trainer und all diejenigen die daran geglaubt haben. Wie oft haben wir uns in Blomberg sogar in Topbesetzung schwergetan? Und heute? Ganz große Klasse! Alle haben gekämpft und gerackert. Trotzdem erlaube ich mir ein Sonderlob an Simone Spur Petersen. Seit Wochen verletzt, die gesamte Vorbereitung kaum mitgespielt und dann heute so eine Topleistung. Alle Achtung! Isabelle drücke ich alle Daumen in der Hoffnung, dass ihre Verletzung vielleicht doch nicht so schlimm ist wie es aussah“, war auch Peter Görgen (Geschäftsführer VfL Oldenburg GmbH) voll des Lobes nach dem Spiel. 
Weiter geht es bereits am Sonntag, 17. September. Da ist der Thüringer HC zu Gast in der EWE-Arena.
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Vorfreude auf 15 WM-Spiele

04.09.2017 21:25 Uhr

Prominente WM-Paten: Angie Geschke und „Jogi“ Bitter unterstützen Oldenburger WM-Gruppe

von Ole Rosenbohm

Prominente WM-Paten: Angie Geschke und „Jogi“ Bitter unterstützen Oldenburger WM-Gruppe
 
Angie Geschke vom VfL Oldenburg und Johannes Bitter vom TVB Stuttgart unterstützen als Paten die Oldenburger Gruppe bei der Frauenhandball-WM vom 1. bis zum 17. Dezember in Deutschland. Die beiden erfolgreichen Handballprofis machten zusammen mit dem Veranstalter für die Oldenburger Spiele, Thomas Gerster, am Montag. 4. September, bei einer Pressekonferenz auf dem Spielfeld der großen Oldenburger EWE-Arena ihr Engagement bekannt.
 
„Ich fühle mich geehrt und werde alles tun, damit die Gruppenspiele in Oldenburg von möglichst vielen Menschen gesehen werden“, sagte die 85-fache Nationalspielerin Geschke, die sich selber gute Chancen auf die Teilnahme an der WM mit der deutschen Mannschaft ausrechnen darf. Oldenburg habe es sehr gut getroffen mit der Auslosung, habe eine enorm attraktive Gruppe erhalten: „Über Olympiasieger Russland braucht niemand mehr viel zu sagen“, gab die 32-jährige Rückraumspielerin eine Einschätzung über die Gruppen-Favoriten ab: Mit ihrem breiten, schnellen Handball gehöre auch Dänemark zu den Top-Teams. Montenegro, Europameister 2012, würde durch seine Aggressivität beeindrucken, Brasilien durch Attraktivität. „Ich habe Freunden schon verboten, sich woanders als in Oldenburg Gruppenspiele anzuschauen“, sagte Geschke mit einem Lächeln.
 
Von einer guten Qualität in der Gruppe ist auch Johannes Bitter, Weltmeister von 2007 und seit vorgestern 35 Jahre alt, überzeugt: „Oldenburg hat eine bombastische Gruppe erwischt, vielleicht die stärkste von allen“, sagte der Vareler Bitter, der einst beim VTB Altjührden und beim Wilhelmshavener HV spielte und die Region also bestens kennt: „Die WM ist ein Riesen-Event, ein großes Leuchtfeuer, das die Region begeistern wird. Die Leute werden in die Halle kommen und im Nachhinein wird auch die Nachwuchsförderung einen Schub bekommen. Kinder, die von den Spielen begeistert werden, werden motiviert, selber zu spielen. Die WM ist phänomenal für die Region.“
 
Beide Handballer hatten sofort zugesagt, sich durch die Patenschaft für „ihren“ Sport in „ihrer“ Region zu engagieren: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Jogi und Angie dafür ihre knappe Zeit opfern“, bedankte sich Veranstalter Gerster. Bitter kam direkt vom Flughafen in Hamburg zur Pressekonferenz. Geschke absolviert derzeit neben dem Handballsport eine Ausbildung bei der Polizei, musste sich von ihrem Arbeitgeber frei geben lassen. „Wir haben die beiden besten Paten gewonnen, die wir uns vorstellen konnten“, sagte Gerster.
 
Eine große Breitenwirkung verspricht sich Weser-Ems-Hallen-Chef Hans Dieter Meyer. Für ein so großes Veranstaltungszentrum wie die Weser-Ems-Hallen sei es nicht einfach, eine Halle für über eine Woche zu blocken, aber die Weltmeisterschaft habe „eine überregionale Bedeutung, von der wir auch profitieren werden“. Thomas Gerster lobte: „Die Mitarbeiter der Weser-Ems-Hallen haben das Turnier schon so angenommen, als wäre es ihr eigenes.“
 
Knapp 4000 Zuschauer werden bei den WM-Spielen in der großen EWE-Arena Platz finden – wegen Anforderungen des Handball-Weltverbandes IHF für Weltmeisterschaften ist das Fassungsvermögen eingeschränkt. Veranstalter Gerster, der nach dieser Weltmeisterschaft über 50 Länderspiele organisiert haben wird, gab bekannt, dass bereits 4500 Karten verkauft seien. Insgesamt finden in Oldenburg vom 2. bis 8. Dezember 15 Spiele statt. Karten werden jeweils für das Nachmittagsspiel und die beiden Abendspiele verkauft. Zudem sind Dauerkarten für alle Spiele und Tageskarten erhältlich.
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SVO Handballerinnen zweifach auf dem Treppchen

04.09.2017 08:27 Uhr
von Stefanie Strenge

Beim diesjährigen Garreler Handballrasenturnier  belegte die weibliche A-Jugend den zweiten und die weibliche B-Jugend den dritten Platz in ihrer jeweiligen Gruppe.
Bei heftigen Regenfällen haben sich die Mädels in der Saisonvorbereitung mit Mannschaften aus der erweiterten Region sowie dem BTB Oldenburg erfolgreich messen können.
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Sperrung der städtischen Sportplätze aufgehoben

01.08.2017 10:36 Uhr
Die witterungsbedingte Sperrung der städtischen Sportplätze ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Fachdienst Sport der Stadtverwaltung bittet aber alle Vereine vor Ort, in eigenem Ermessen den Zustand des Sportplatzes abzuschätzen und unter Umständen auf die Trainingseinheit zu verzichten.

Ausgenommen von der Freigabe sind folgende Sportplätze:
- Sportplatz Alexandersfeld
- Sportplatz Brandenburger Straße (A-Platz)
- Sportplatz Kennedystraße (K3)
- Sportpark Eversten (B-Platz)
- Sportpark Osternburg (D-Platz)

Diese Plätze können wegen laufender Regenerationsmaßnahmen vorerst nicht genutzt werden.
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Städtische Sportplätze ab sofort wetterbedingt gesperrt

27.07.2017 19:59 Uhr
Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in den vergangenen Tagen und der Wetterprognosen für den Rest dieser Woche werden ab sofort alle städtischen Sportplätze bis auf Weiteres gesperrt. Ausgenommen davon sind lediglich die Kunstrasenplätze. Über eine Aufhebung der Sperrung wird frühestens am kommenden Montag, 31. Juli, entschieden, so dass bis zum Wochenende kein Trainings- und Spielbetrieb stattfinden kann.

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Sportabzeichen auch in den Sommerferien

01.07.2017 14:21 Uhr
Eigentlich ruht in den Sommerferien in den Oldenburger Sportvereinen weitestgehend der Betrieb. 
Die Leichtathletikabteilung des SV Ofenerdiek bietet allerdings in diesem Jahr auch in den Sommerferien einen Abnahmetag zum Erwerb des Deutschen Sportabzeichens an. 
Dieser findet am Samstag, den 01.07.2017 von 15:00 bis 18:00 auf dem Sportplatz an der Lagerstraße hinter dem Vereinsheim statt. 
Hier erfolgen dann die Abnahmen im Laufen, Walking, Weitsprung, Schleuderball, Seilspringen, Kugelstoßen und allen Kraft-Arten ohne Geräteturnen. 
Auch Nicht-Vereinsmitglieder sind herzlich eingeladen, Ihre Wahldisziplin auszuführen um das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben. 
Weitere Infos unter Tel. 04 41 / 36 14 38 37.   
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Geburtstagsfeier des SV Ofenerdiek ein voller Erfolg

22.08.2016 09:07 Uhr
von Stefanie Strenge

Am 20. und 21. August feierte der SV Ofenerdiek über zwei Tage seinen 70. Geburtstag mit einem alles in allem gelungenen Programm.
Ein familäres Angebot, für jeden etwas dabei, so das Fazit.
Geboten wurde eine Riesen-Tombola, bei der keiner mit einer Niete nach Hause gehen musste, Darbietungen verschiedener Gruppen, Spiele jeglicher Art, das Infozelt des Vorstandes, in dem auch alte Fotoalben präsentiert wurden, und die Stände für das leibliche Wohl.

Viele Gäste kamen dazu extra von außerhalb, um alte Sportkameraden wiederzusehen und lobten die immer »familiäre Atmosphäre«, die sie noch aus ihrer Kindheit kannten. Dazu schreibt ein alter Sportkamerad ins Gästebuch: »Ich komme zurück«.

An zwei Tagen waren alle Abteilungen gefordert, einige ihrer Gruppen zu präsentieren, was auch vollends gelang. Die Kegelabteilung übernahm den kompletten Ausschank der Getränke.

Am Sonntag zog die kleine Glücksfee Emilie die Lose der Tombola-Hauptpreise. Als 1. Hauptpreis gab es ein Fahrrad zu gewinnen.

Der SV Ofenerdiek bedankt sich bei allen Gästen für ihr erscheinen, den vielen Helfern für ihr uneigennützigen Einsatz und dem Wettergott – der meinte es nämlich gut mit uns.
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Mach es wie Flo: Hol Dir Dein PRO-Trikot!

20.02.2016 16:07 Uhr

Trikot-Auktion zugunsten des Präventionsrates läuft nur noch bis zum 28. Februar

Florian Pelzer (17) hat eines der ersten Auktions-Trikots aus der Versteigerungsaktion erworben, und weil er es ganz schnell übergeben bekam, konnte er es schon zum Heimspiel der EWE Baskets gegen Bonn am 13. Februar zum ersten Mal tragen.

»Das besondere an diesem Trikot ist einmal, dass es vom Spieler getragen ist, weil man als Fan ja immer versucht, an ein Trikot heranzukommen, das im Spiel auch wirklich benutzt wurde«, sagt Florian dazu. »Und natürlich, dass es eine limitierte Auflage ist, weil es ja nur für ein Spiel produziert wurde. Außerdem ist es signiert, und der Erlös ist für einen guten Zweck. Mehr Besonderheit geht eigentlich nicht!«

Wer es Florian nachmachen und eines der vierfach besonderen Trikots ersteigern will, sollte sich beeilen. Am 25. Februar enden die Auktionen von weiteren vier Trikots, die Versteigerung des letzten Trikots endet am 28. Februar um 21.00 Uhr. Alle weiteren Informationen sind unter http://pro-ol.de/pta zu finden.
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Pokal-Viertelfinale: VfL empfängt THC

25.11.2015 22:37 Uhr

Neuauflage des Halbfinals 2014/15

von Ole Rosenbohm

Hartes Los: Der VfL Oldenburg spielt im Viertelfinale des DHB-Pokals in der heimischen EWE Arena gegen den fünffachen deutschen Meister und Bundesliga-Tabellenführer Thüringer HC. Das ergab die Auslosung am heutigen Mittwochabend (25.11.2015) in Leipzig.

Denkwürdig das Pokal-Aufeinandertreffen der beiden Teams in der vergangenen Saison. Im Halbfinale in Hamburg setzte sich der VfL fast sensationell im Siebenmeterwerfen durch – 28:27 nach 24:24 nach regulären 60 Minuten. Auch in der Bundesliga war es zuletzt spannend zwischen beiden Teams: Das Spiel in Oldenburg am 19. September endete mit 31:31. „Das ist vielleicht der schwerste Gegner im Topf gewesen, aber ich freue mich, dass wir zu Hause spielen“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki.

Ausgetragen wird das Viertelfinale am 9. oder 10. Januar. Der Sieger wird am Final Four teilnehmen und hätte die Möglichkeit, das Halbfinale und Finale in der eigenen Halle auszurichten.

Alle Spiele:
HC Leipzig - TuS Metzingen
VfL Oldenburg - Thüringer HC
Borussia Dortmund - SVG Celle
HSG Blomberg - Neckarsulmer SU
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Europacup: VfL gewinnt Rückspiel 34:30

22.11.2015 13:17 Uhr

Lada Togliatti aber problemlos weiter

von Ole Rosenbohm

Der VfL Oldenburg hat am Samstag (21.11.2015) das Drittrunden-Rückspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen HC Lada Togliatti mit 34:30 (17:14) gewonnen, ohne das erwartete Ausscheiden zu verhindern. Togliatti hatte den ersten Vergleich vor einer Woche deutlich mit 37:24 gewonnen.

Dennoch überwog im Oldenburger Lager die Freude: „Meine Mannschaft hat Moral gezeigt, ich bin sehr stolz“, sagte Trainer Leszek Krowicki. VfL-GmbH-Geschäftsführer Peter Görgen sprach von einer „grandiosen“ Leistung des Teams, „gerade angesichts unserer Personalsituation konnte damit niemand rechnen“.

Neben den Dauer-Verletzten Caroline Müller und Julia Wenzl fiel heute auch noch Angie Geschke fast aus. Geschwächt von einer Magen-Darm-Grippe konnte die Mannschaftskapitänin nach einer Woche ohne absolvierte Trainingseinheit gerade nur für fünf Minuten einige Angriffe spielen. Auch die lange verletzte Halbrechte Nadja Jensen wurde nur sehr kurz eingesetzt.

Vier Rückraumspielerinnen außer Gefecht – so bildeten die beiden Niederländerinnen Inger Smits und Kelly Dulfer vor nur 615 Zuschauern den ungewöhnlichen „Zwei-Spielerinnen-Rückraum“ Oldenburgs, den Kreisläuferin Cara Hartstock sowie zeitweise die Außen Maike Schirmer und Kim Birke ergänzten. Es klappte gut: Vor allem Inger Smits spielte große auf, warf 16 Tore. „Inger hat heute wahrscheinlich das Spiel ihres Lebens gemacht“, sagte Geschke nach der Partie. Die Torjägerin selbst meinte: „Im Hinspiel hatten wir unnötig Angst, heute hat die Mannschaft gut gekämpft. So macht das Spaß.“ 16 Treffer habe sie noch nie erzielt.

Togliatti – zwischenzeitlich fahrig wirkend und sicher nicht am Leistungslimit agierend – ließ allerdings zu keinem Zeitpunkt der Partie zu, dass es in der Addition der beiden Partien hätte knapp werden können. „Gratulation an Oldenburg. Trotz der Verletzten hat die Mannschaft nicht aufgegeben und uns gezwungen, ein schlechtes Spiel zu zeigen“, sagte Trainer Levon Akopian, der noch einmal bekräftigte, den Wettbewerb gewinnen zu wollen: „Für mich zählt nur der erste Platz.“

Akopians Mannschaft kam besser aus den Startlöchern, führte 4:2 (5.), dann noch einmal 9:7 (14.). Aber das Oldenburger Rumpfteam ließ sich nicht abschütteln, war in der 22. Minute erstmals mit drei Treffern vorne (14:11). Unruhe war auf Togliattis Bank deshalb nicht festzustellen, aber der wieder viel wechselnde Akopian brachte nach Kim Birkes Konter zum 14:11 erstmal wieder Veronika Garanina ins Spiel, vielleicht seine Beste im Rückraum. Man weiß ja nie. Der Vorsprung wuchs so nicht mehr, auch wenn Smits zum 16:13 nach einer Geschke-Vorlage von Linksaußen mit einem Kempa-Tor der schönste Treffer des Tages gelang. Mit einer Ausnahme beim Stand von 25:25 (51.) blieb der engagierte, variable und treffsichere VfL ständig einen bis drei Tore, später vier und einmal fünf Treffer (33:28/59.) vorne.

Für beide Mannschaften war es die letzte Partie vor der jetzt anstehenden Pause wegen der Weltmeisterschaft in Dänemark (5. bis 20. Dezember). Weiter geht es für beide Mannschaften mit Spitzenspielen in ihren Ligen: Lada spielt am 24. Dezember gegen Dynamo Wolgograd, Oldenburg empfängt am 30. Dezember (19.30 Uhr) die SG BBM Bietigheim.

VfL Oldenburg: Julia Renner (5 Paraden), Louise Egestorp (ab 31.; 13/2 Paraden) - Kim Birke 5, Cara Hartstock 1, Kelly Dulfer 7, Inger Smits 16/6, Maike Schirmer 2, Annika Meyer 2; Angie Geschke 1, Kira Schnack, Nadja Jensen, Griet Prante n.e., Jenny Behrend n.e.

HC Lada Togliatti: Tatiana Erokhina (9/2 Paraden), Elena Utkina (31. bis 57.; 6 Paraden), Margarita Orlova (ab 57.) - Polina Gorshkova 5/1, Veronika Garanina 3, Olga Akopian 3, Irina Bliznova 4, Alexandra Sannikova 3, Julia Kakmolja 3; Daria Dmitrieva 2/1, Ekaterina Kudriavtseva 2, Daria Samokhina, Daria Denikaeva 1, Yana Kostomakha, Elizaveta Malashenko 4/1, Ksenia Karpacheva

Schiedsrichter: Katalin Pech und Maria Vagvölgyi aus Ungarn
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VfL-Juniorinnen verteidigen wichtiges Remis

15.11.2015 23:13 Uhr

Punkt gegen Halle-Neustadt reicht für Platz 1

von Ole Rosenbohm

Die A-Juniorinnen des VfL Oldenburg haben sich am heutigen Samstag in der Jugend-Bundesliga JBLH den ersten Platz in der Gruppe 4 und damit ein Heimspiel-Wochenende in der zweiten Runde gesichert. Für den Gruppensieg reichte am dritten und letzten Spieltag ein 14:14 gegen Union Halle-Neustadt. Das erste Spiel hatte der VfL noch mit 18:20 gegen Gastgeber Frankfurter HC verloren.

Es war knapp. „Nerven, Krimi, Herzinfarkt“, sagte Trainer Andy Lampe am Abend. „Den ersten Platz haben wir uns nicht heute, sondern in Oldenburg verdient.“ In heimischer Halle hatte der VfL die beiden Gegner noch klar bezwungen. „Das waren unsere besten Saisonleistungen.“ Heute hätte das Team nicht seinen besten Tag gehabt. „Heute ging viel über den Kampf.“

In der Endabrechnung stehen für den VfL 7:5 Punkte zu Buche. Ebenfalls in der zweiten Runde ist überraschend der Frankfurter HC, der nach dem Sieg gegen den VfL im letzten Spiel des Tages auch Union Halle-Neustadt bezwang und mit 6:6 Punkten auf Platz 2 kletterte.

Gegen Frankfurt hätten die Oldenburgerinnen gewinnen können. Der VfL führte 4:0, konnte den Vorsprung 20 Minuten konservieren (9:5). In der 30. Minute gelang Julia Kerber noch das 13:10, eineinhalb Minuten später stand es schon unentschieden, nach 33 Minuten führte der FHC 14:13. Die Gäste hatten ihre Linie verloren und fanden sie trotz 17:16-Führung fünf Minuten vor Schluss nicht wieder.

Gegen Union musste ein Punkt her. Theoretisch wäre sogar ein Abrutschen auf Platz 3 und damit das Ausscheiden möglich. Wieder deutete zunächst alles auf einen Oldenburger Erfolg hin: 3:1 (5.), 5:3 (11.), sogar 10:6 (20.). „Wir hätten höher führen müssen“, sagte Lampe. Dann gelang 13 Minuten kein Treffer. Ann-Kristin Roller erlöste ihr Team mit dem 11:11 (33.). Vorne klappte wenig, hinten parierte Mareen Rump „sensationell“ (Lampe). Oldenburgs letzter Angriff endete im Zeitspiel. Union nahm sofort eine Auszeit, kam aber gegen eine plötzlich offensive VfL-Deckung nur noch zum Freiwurf in letzter Sekunde. Der ging drüber, Oldenburg jubelte.

Die zweite Runde wird mit in vier Vierer-Gruppen gespielt. Jede Gruppe trifft sich an zwei Wochenenden, um einmal Jeder gegen Jeden zu spielen. Die Gruppensieger aus der ersten Runde – also auch der VfL – haben an einem der beiden Termine (19. und 20. Dezember sowie 6. und 7. Februar) Heimrecht. Wann der VfL Gastgeber der Gruppe sein wird, steht noch nicht fest. Nur eines: „Unser Ziel ist jetzt das Viertelfinale“, sagt Lampe. Der Erste und Zweite erreichen es.
 
 
VfL - Frankfurter HC 18:20 (11:9)
VfL: Mareen Rump, Katja Pieronek - Griet Prante 1, Jane Martens 1, Lena Thomas 1, Robyn Rußler 1, Jana Schaffrick 1, Julia Kerber 1, Laureen Hohnholt, Merle Carstens 1, Lisa-Marie Fragge 3, Kim Schilling 3/2, Laura Kannegießer 2, Ann-Kristin Roller 3
 
Union Halle-Neustadt - VfL 14:14 (8:10)
VfL: Mareen Rump, Katja Pieronek - Griet Prante, Jane Martens, Lena Thomas 2, Robyn Rußler 4/3, Jana Schaffrick, Julia Kerber, Laureen Hohnholt, Merle Carstens, Lisa-Marie Fragge 3, Kim Schilling 2/2, Laura Kannegießer, Ann-Kristin Roller 3
 
Frankfurter HC - Union Halle Neustadt 23:19 (9:9)

1. VfL Oldenburg 111:95 7:5
2. Frankfurter HC 106:115 6:6
3. Union Halle-Neustadt 104:111 5:7
(VfL und Frankfurt haben die zweite Runde erreicht)
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8:0-Serie entscheidet Nordderby

19.10.2015 09:15 Uhr

VfL gewinnt 31:27 gegen Buxtehude

von Ole Rosenbohm

Der VfL Oldenburg bleibt Spitze in der Handball-Bundesliga. Am heutigen Sonntag (18.10.2015) setzte sich der VfL im Nordderby mit 31:27 (15:15) gegen den Buxtehuder SV durch und belegt mit 9:1 Punkten weiterhin den ersten Tabellenplatz. Ein verrücktes Spiel. Elf Minuten vor Schluss hatten die Gastgeberinnen noch 23:27 hinten gelegen. Dann aber ließ Julia Renner kein Gegentor mehr zu, und der VfL traf acht Mal in Folge.

„Ich dachte, ich kenne die Mannschaft. Aber dass wir als ein so junges Team so abgezockt auftreten, überrascht mich total“, sagte VfL-Spielführerin Angie Geschke. Buxtehudes Randy Bülau sagte: „Wir wussten, dass sich Oldenburg nie aufgibt, aber trotzdem müssen wir den Sack zumachen.“ Selbst verschuldet sei diese Niederlage, so Bülau: „Wir machen unsere Hundertprozentigen nicht rein, und die machen die einfachen Kontertore.“

40 Minuten lang sahen 1305 Zuschauer ein Spiel, in dem sich keine der beiden Teams absetzen konnte. Buxtehude war mehrfach drauf und dran, einen Vorsprung herauszuwerfen, aber immer fand der VfL die richtigen Antworten: Nach dem 5:8 (14.) und 7:10 (17.) steigerte sich Torhüterin Louise Egestorp, und vorne griff die Variante, in Cara Hartstock eine zweite Kreisläuferin einzusetzen. Auch nach Buxtehudes 26:22 (45.) und 27:23 (46.) steigerte sich Oldenburg und legte seine kurz aufkommende Nervosität im Angriff ab – vielleicht gab sie der VfL auch nahtlos an Gast BSV weiter.

Denn in den letzten 14 Minuten gelang Buxte kein Erfolgserlebnis mehr. Die Würfe der zuvor treffsichereren Bülau, Friederike Gubernatis oder Emily Bölk schienen Renner im Tor oder andere Oldenburger Defensivspielerinnen magisch anzuziehen.

Die erste Lücke nach diversen Buxtehuder Blöcken fand Caroline Müller per Schlagwurf (50.) – 24:27, geht da noch was? Vielleicht. Kelly Dulfer bewies schnelle Hände und schickte nach ihrem Steal Inger Smits zum 25:27 (52.) auf die Reise. Buxtehude reagierte mit einer Auszeit, aber offenbar half die nur der VfL-Defensive. Der BSV kam nur zu einem Notwurf, Renner parierte, und vorne schloss Dulfer den schnellen Spielzug von der rechten Seite ab – 26:27 (53.). Spätestens jetzt war die Partie wieder spannend.

Im Nachhinein betrachtet war sie wohl schon entschieden. BSV-Trainer Dirk Leun bezeichnete diese Schlussphase später als „Total-Blackout“ seiner Mannschaft. Denn Buxte gelang nichts mehr, auch Geschkes Pfostentreffer half nichts. Stattdessen klaute Müller den nächsten Ball, und wieder nahm Smits den Pass auf: Ausgleich (55.). Dann der nächste Aufschrei, als Bölk von der Siebenmeterlinie nur die Unterlatte traf. Und auf der anderen Seite fand ein weiterer Müller-Hüftwurf den Weg zwischen die von der 50 Minuten überragenden Julia Gronemann gehüteten Pfosten – 28:27 (56.).

Inzwischen stand das Publikum, hallten „VfL, VfL“-Sprechchöre durch die Arena. Davon beeindruckt lieferte Buxtehude noch immer seine Bälle ab, und 74 Sekunden vor Schluss sorgte Annika Meyer nach einem No-Look-Pass Angie Geschkes für das 29:27. Gewonnen hatte der VfL, als kaum 15 Sekunden später Lena Zelmel von links den langen Pfosten knapp verfehlte. Krowicki jubelte mit dem Publikum, die verletzte Kim Birke klatschte mit der Bank ab, auf der Platte rissen die Spielerinnen ihre Fäuste in die Höhe. In der letzten Minute gelangen Smits noch zwei weitere Tore.

Mit diesem Ende hatte wohl niemand gerechnet. Der ohne Birke, Julia Wenzl und Nadja Jensen spielende VfL und der auf Isabell Klein verzichtende BSV (der zudem in der grippekranken Jessica Oldenburg und der angeschlagenen Jana Podpoliski weitere personelle Probleme hatte) hatten sich ja lange ein munteres Scheibenschießen geliefert, bei dem – vielleicht bis auf Gronemann – die defensiv agierenden Spielerinnen meistens schlechter aussahen. Und als dann noch die bis dahin richtig starke Angie Geschke in der 35. Minute einen Bodycheck in die Seite erhielt und sie in der Folge zunächst nicht mehr an die Form von vorher anknüpfen konnte, schien der VfL seiner ersten Saisonniederlage entgegenzusteuern. Krowicki schimpfte so laut, dass es jeder in der Halle mitbekommen musste und setzte wieder auf das Wechselspiel Dulfer (Abwehr) und Hartstock (Angriff), eine der wenigen Varianten, die ihm angesichts des knappen Personals blieben. Und kurz danach änderte sich alles – vor allem das Ergebnis.

„Der VfL hat verdient gewonnen. Wenn man 14 Minuten kein Tor wirft, kann man nicht als Sieger aus dem Spiel gehen“, sagte BSV-Coach Dirk Leun. „Wir haben es versäumt, eine Chance zu nutzen. Aber wir hatten nicht weniger Ausfälle als der VfL. Denn das, was auf der Bank saß, war auch ein bisschen angeschlagen. Wir haben so nur eine Rückraum-Formation gehabt, die richtig funktioniert hat. Das war dann am Ende zu wenig. Entscheidend war, wer bei zwei nicht so guten Abwehrreihen mehr Bälle verwirft. Am Ende kam unser Total-Blackout. Wir haben uns um den möglichen Sieg selbst gebracht.“

VfL-Trainer Krowicki sagte: „Wir sind sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir hatten ja schon fast verloren, aber wir haben nie aufgegeben. Und was Julia Renner zum Schluss gemacht hat, war fast ein Wunder. Sie hat fantastisch gearbeitet. Wir hätten früher führen müssen, schon in der ersten Halbzeit haben wir zu viel verballert. Aber wir haben nicht richtig gegen Gronemann geworfen. In der Schlussphase haben wir uns dann daran erinnert, was in dieser Phase wichtig ist.“

Am kommenden Sonntag um 18 Uhr tritt der VfL beim ebenfalls noch ungeschlagenen HC Leipzig an, der heute mit 28:27 bei Bayer Leverkusen siegte und nun 7:1 Punkte auf dem Konto hat. Buxtehude empfängt tags zuvor um 16 Uhr Borussia Dortmund.

VfL Oldenburg: Renner (5 Paraden), Egestorp (7. bis 39.; 7 Paraden) - Smits 7, Dulfer 2, Müller 6/1, Geschke 9, Schirmer 3, Meyer 3; Hartstock 1, Schnack, Behrend n.e., Griet Prante n.e.

Buxtehuder SV: Gronemann (18/1 Paraden), Lenz n.e. - Zelmel 3, Bölk 5/2, Bülau 7, Gubernatis 6/2, Hayn 3, Schulz 2; Oldenburg 1, Podpoliski, Schneider, Fischer, Grell n.e., Schultze n.e., Prior n.e.

Siebenmeter: 2/1 (Gronemann pariert gegen Müller) - 6/4 (Gubernatis an die Latte; Bölk an die Unterlatte)

Zeitstrafen: 0 - 1 (Bülau)

Schiedsrichter: Michael Kilp (Oberursel) und Christoph Maier (Steinbach)

Zuschauer: 1305 in der Oldenburger EWE Arena
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Oldenburg übernimmt Platz 1

15.10.2015 10:17 Uhr

VfL siegt 38:34 gegen Metzingen

von Ole Rosenbohm

Spitzenreiter! Der VfL Oldenburg hat sich in der Handball-Bundesliga mit einem fulminanten 38:34 (18:15)-Erfolg am heutigen Mittwochabend (14.10.2015) im Duell zweier zuvor Ungeschlagenen gegen TuS Metzingen an die Tabellenspitze gesetzt.

„Ich bin begeistert. Das war ein Spitzenspiel mit Klasse und Format“, sagte VfL-Geschäftsführer Peter Görgen nach der lange offenen und hochspannenden Partie. In der Liga ist neben dem VfL (7:1 Punkte) nur noch der HC Leipzig (5:1 Punkte) ungeschlagen. Bitter allerdings: Ab der 36. Minute musste der VfL auf Julia Wenzl verzichten, die nach einer unglücklich verlaufenen Offensivaktion (mit eigenem Tor zum 21:18) anschließend mit bandagiertem Knie nur noch zuschauen konnte. Eine Diagnose steht noch aus.

857 Zuschauer sahen von Beginn an viele gelungene Offensivaktionen auf beiden Seiten. Dabei machten die von der gut aufgelegten Ex-Oldenburger Spielmacherin Anna Loerper geführten Gäste zunächst den besseren Eindruck. Vor allem das Spiel mit TuS-Kreisläuferin Julia Behnke bekam der VfL lange nicht in Griff. Nach fünf Minuten führte Metzingen 5:3, dreimal dabei hatte Behnke zugeschlagen. Beim 2:1 verwertete sie eine Art Volleyball-Pass Loerpers – perfekter Ein-Kontakt-Handball.

Oldenburg musste bekanntlich auf Kim Birke verzichten, bei der inzwischen ein Muskelfaserriss im Oberschenkel diagnostiziert wurde. Auch Nadja Jensen konnte wegen Knieproblemen nicht eingesetzt werden. Ersetzt wurde Stammspielerin Birke auf der linken Außenbahn zur Überraschung vieler von Inger Smits. So verblieben die möglichen Alternativen Angie Geschke und Julia Wenzl im Rückraum. Dort wurden sie auch gebraucht. Auch sie sorgten dafür, dass der Metzinger Vorsprung niemals höher als zwei Tore wurde.

Die erste wichtige Zäsur im Spiel wurde mit der Einwechselung Louise Egestorps in der 18. Minute beim Stand von 8:9 eingeleitet. Kaum auf der Platte, parierte die Torhüterin großartig – einmal mit dem Fuß, dann entschärfte sie einen Konter. Plötzlich wurde die TuS nervös und Oldenburg richtig gut. Aus einem 8:10 (18.) wurde ein 12:10 (22.) und ein 17:12 (27.). Not-Linksaußen Smits bewies in dieser Phase ihre Schnelligkeit, Kelly Dulfer (die in der ersten Viertelstunde nur in der Abwehr zum Einsatz kam) ihre Treffsicherheit, und Egestorp parierte einen Strafwurf gegen Loerper. Wichtig auch das blitzschnell herausgespielte 13:11 (24.): Caro Müller von halbrechts auf Linksaußen Smits, die wiederum Dulfer perfekt in einer mittigen Lücke bediente. Dulfer traf, zudem erhielt Bernadett Temes eine Zeitstrafe. Gästetrainer Csaba Konkoly ärgerte sich später zurecht über „zu viele Abspielfehler“ seines Teams in dieser Phase.

Aber auch Metzingen half ein Wechsel im Tor. Für die zunächst ausgezeichnete Sabine Stockhorst kam Jasmina Jankovic in der 26. Minute – und fast zeitgleich wurde das Oldenburger Spiel eine Spur zu nervös und hektisch. Mit ein bisschen mehr Metzinger Abgeklärtheit hätte der VfL bis zur Pause noch mehr als nur die drei Tore von seinem Vorsprung eingebüßt. „Wir dürfen es uns nicht erlauben, innerhalb von eineinhalb Minuten so eine komfortable Führung aufs Spiel zu setzen“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki.

Nach der Pause hatte sich Oldenburg wieder gefangen, entscheidend absetzen konnten sich die Gastgeberinnen aber nicht. Dafür war die TuS auch zu stark heute. Und in der 42. Minute war Metzingen nach drei Treffern in Folge wieder dran (24:25) und in der 47. und 48. Minute (27:28, 28:29) sogar vorne. Ein letztes Mal.

Wieder sollte ein Torhüterinnen-Wechsel das Spiel verändern. Diesmal entscheidend. Zehn Minuten vor Schluss – Spielstand 30:30 – kam Julia Renner zurück, die gute Egestorp hatte in den Minuten zuvor nichts mehr anfassen können. Drei Paraden später war der VfL auf 33:30 (53.) davongezogen und mit weiteren drei Toren in Serie auf 36:32 (57.). Maike Schirmer hatte von rechts diesen entscheidenden Treffer erzielt, sorgte damit für lachende Gesichter und erhobene Fäuste auf VfL-Seite. Anders als in der ersten Halbzeit machte es das Team diesmal in der Schlussphase nicht mehr spannend. „Wir mussten lange zittern, aber in den letzten zwei Minuten konnten wir uns beruhigen“, sagte Krowicki nach „einem schwierigen, emotionalen Spiel“ mit vielen wichtigen Phasen. „Ich bin froh, dass wir niemals aufgehört haben zu kämpfen.“

„Wir sind in der zweiten Hälfte ins Spiel zurückgekommen. Aber das war nicht genug“, meinte Metzingens Konkoly. „Aber dann haben wir, zwei, drei Chancen zu viel vergeben. Ich hoffe, wenn wir noch mal 34 Tore werfen können, werden wir das nächste Mal gewinnen.“ Kollege Krowicki sagte: „Wenn wir mehr werfen als kassieren, ist das okay.“

Schon kommenden Sonntag (18.10.2015, 16.30 Uhr, EWE Arena) wartet auf den VfL das wie immer mit Spannung erwartete Nordderby gegen den Buxtehuder SV. Metzingen erwartet tags zuvor um 19 Uhr die HSG Blomberg.

VfL Oldenburg: Renner (8 Paraden), Egestorp (18. bis 50.; 8/1 Paraden) - Smits 4, Geschke 8/1, Müller 3/2, Wenzl 2, Schirmer 7, Meyer 8; Dulfer 6, Hartstock, Schnack n.e., Jensen n.e., Behrend n.e.

TuS Metzingen: Stockhorst (7 Paraden), Jankovic (ab 26.; 12 Paraden) - Großmann 1, Loseth 2, Loerper 9/2, Weigel 1, Zapf, Behnke 10; Dinkel 1, Temes 1, Stefani 7, Vollebregt 2, Kubasta n.e., Michielsen n.e., Beddies n.e.

Siebenmeter: 3/3 - 3/2 (Loerper scheitert an Egestorp)

Zeitstrafen: 2 (Dulfer, Müller) - 2 (zweimal Temes)

Schiedsrichter: Christian vom Dorff und Fabian vom Dorff aus Kaarst

Zuschauer: 857 in der Oldenburger EWE Arena
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VfL Oldenburg gibt in Schlussminute Sieg aus der Hand

21.09.2015 06:05 Uhr

31:31 gegen Meister Thüringer HC

von Ole Rosenbohm

Punkteteilung gegen den amtierenden deutschen Meister: Bei ihrem Heimauftakt 2015/16 haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am heutigen Samstagabend (19.9.2015) mit 31:31 (17:14) vom Thüringer HC getrennt. Angesichts des Spielverlaufs ein unglücklicher Punktverlust: 15 Minuten vor Schluss hatten die Oldenburgerinnen noch mit fünf Treffern geführt (26:21), drei Minuten vor dem Ende noch mit zwei (31:29). Schließlich sorgte Iveta Luzumova mit einem Wurf von linksaußen vier Sekunden vor Schluss für den Ausgleich.

Überschattet wurde die Partie durch eine Knieverletzung in der 55. Minute von THC-Rechtsaußen Lydia Jakubisova, möglicherweise ein Kreuzbandriss. Kurz zuvor hatte die 33-jährige Ex-Oldenburgerin mit zwei Einzelaktionen für das 29:29 (54.) gesorgt. Bei der Aktion, die zu ihrer Verletzung führte, war Jakubisova drauf und dran, erneut für einen Treffer zu sorgen, zog in die Mitte, verdrehte sich da aber das Knie und blieb minutenlang liegen. Den donnernden Applaus ihres ehemaligen Publikums wird „Lydka“ wahrgenommen haben, ihre Befürchtungen allerdings überwiegen: „Ich weiß, wie sich ein Kreuzbandriss anfühlen kann. Ich hatte schon zwei – einmal links, einmal rechts, jetzt vielleicht wieder rechts“, sagte sie mit bitterer Miene. „Zusammen mit Kerstin Wohlbold hat uns Lydia in der zweiten Halbzeit fast alleine im Spiel gehalten“, sagte THC-Trainer Herbert Müller. „Ein Kreuzbandriss wäre extrem bitter.“

Die Thüringer Ausfallliste wächst damit. Gegen den VfL saß Jana Krause nur auf der Bank, zudem fehlten Beate Scheffknecht, Danick Snelder, Eliza Buceschi, Sonja Frey und Natalia Reshetnikova. Dafür gab die erst just verpflichtete slowakische Rückraumspielerin Lucia Hruscakova ihr Debüt. Auch der VfL hatte einen Ausfall zu beklagen: Die erkrankte Angie Geschke konnte die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen.

Nun zum Spiel, das der VfL gefühlte 45 Minuten dominierte, sich aber immer wieder (fast) einfangen ließ. Wie in den ersten Minuten: Kelly Dulfer mit zwei tollen Vorlagen zum 2:1 (4.), Caroline Müller mit Distanzwürfen und Julia Wenzl mit Einzelaktionen brachten Oldenburg 6:2 in Front (8.). Das ganze Team spielte phasenweise wie aus einem Guss, mit rasantem, sicherem Passspiel und starken Defensivaktionen.

Mehrmals gab es solche Phasen, aber immer kamen die Gäste heran: nach dem 2:6 auf 6:7 (12.), nach dem 10:16 (25.) auf ein aus THC-Sicht akzeptables Pausen-Resultat von 14:17, nach dem 15:20 (37.) auf 20:21 (43.) und schließlich nach dem 21:26 auf das Untenschieden drei Sekunden vor Schluss. Thüringer Erfolgsgaranten waren die Erfahrenen im Team: Jakubisova mit ihren sechs Treffern, Wohlbolds Zusammenspiel mit Katrin Engel und auch Zugang Lotte Prak auf halblinks mit fünf Treffern.

Bei Oldenburg stachen die elf Treffer von Caroline Müller hervor. Beispielhaft ihre Aktionen nach der 42. Minute mit Toren zum 22:20, 23:21 und 25:21 – jeweils unhaltbar per Schlagwurf und immer durch die Mitte. „Wir haben viel zu viele Tore über den Innenblock bekommen“, sagte THC-Trainer Herbert Müller. Dazwischen feierte Nadja Jensen ihren Premierentreffer für den VfL, von linksaußen zum 24:21 (44.). Jensen hatte einen unglücklichen Start, kam in der 18. Minute, traf zunächst zweimal den Innenpfosten und produzierte ein Offensivfoul. Dann aber verließen sie Pech und Nervosität und Jensen brachte wertvolle Pässe an.

So lief die Schlussphase: Müller besorgte per Hüftwurf das 31:29 (56.), danach aber kam der VfL kaum noch zum Abschluss. Zum 30:31 schloss Prak schnell ab (57.). Das ohnehin laute Publikum machte jetzt Extra-Druck, und Oldenburg hatte Glück, als Meike Schmelzer schon vom Kreis getroffen hatte, die Unparteiischen aber auf Siebenmeter entschieden, den Julia Renner gegen Svenja Huber parierte. „Wir haben das Spiel dominiert“, sagte VfL-Coach Leszek Krowicki, „aber wenn man die letzten Minuten analysiert, haben wir vielleicht auch Glück gehabt“.

Fast zwei Minuten waren nach dem gehaltenen Siebenmeter noch auf der Uhr. Kim Birkes letzter Wurf  verfehlte das Tor. Danach gab der THC den Ball nicht mehr ab, holte erst Freiwürfe heraus, nahm dann – 19 Sekunden vor Schluss – die Auszeit und spielte mit siebter Feldspielerin Luzumova frei. Die etatmäßige Regisseurin, traf ins lange Eck – und auf der Platte sanken die Oldenburgerinnen in sich zusammen.

Insgesamt aber ein gutes Spiel des VfL, fand auch Geschäftsführer Peter Görgen: „Das eine oder andere Rädchen passt noch nicht, aber im Großen und Ganzen war das ein begeisternder Auftritt unseres Teams. Normalerweise gewinnen wir das Spiel.“ So sah es auch Caroline Müller: „Wir hätten gewinnen müssen, aber wir sind jung, und da ist es normal, dass die Leistungen schwanken. Wir werden draus lernen. 40, 45 Minuten waren wir richtig gut.“

THC-Trainer Müller sagte: „So wie dieses Spiel gelaufen ist, bin ich megaglücklich über diesen Punkt.“ Kollege Krowicki meinte: „Es läuft noch nicht alles glatt, aber ich habe bei uns viele Sachen gesehen, die funktioniert haben. Wir haben zum Beispiel sehr gut gegen diesen gefährlichen Gegenstoß und die Schnelle Mitte vom THC verteidigt. Meiner Meinung nach haben wir ein ausgeglichenes Spiel mit kleinem Vorsprung auf unserer Seite gesehen, aber den k.o.-Schlag konnten wir dem THC nicht verpassen. Stattdessen haben wir ein aus meiner Sicht unnötiges Tor kassiert. Wir werden daraus lernen.“
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Verein und Sponsoren feiern Saisoneröffnung

17.09.2015 17:43 Uhr

Gute Stimmung im Haus von VfL-Partner GSG

von Ole Rosenbohm

Mit rund hundert Gästen hat der VfL Oldenburg am gestrigen Dienstagabend (15.9.2015) in den Räumen des langjährigen VfL-Partners GSG Bau- und Wohngesellschaft seine offizielle Saisoneröffnung gefeiert. Neben seinem Bundesligateam stellte der VfL auch die in der Dritten Liga Nord aktive zweite Mannschaft sowie die in der Jugend-Bundesliga antretenden A-Juniorinnen vor. Das Bundesligateam, das bereits sein erstes Saisonspiel gewann (31:26 in Göppingen), empfängt am kommenden Samstag (19.9., 18 Uhr, EWE Arena) den amtierenden Meister Thüringer HC zum Schlagerspiel des zweiten Spieltags.

„Wir sind seit gefühlt 95 Jahren Sponsor“, sagte Gastgeber und GSG-Geschäftsführer Stefan Könner in seiner Begrüßung zu den Gästen. „Wir sind treue Fans – und wir wollen es auch bleiben.“

„Wir freuen uns mit Ihnen auf die Zukunft“, antwortete VfL-Marketingleiter Stefan Eickelmann anschließend in seiner Rede. Neben viel Kontinuität im Sponsorenpool richtete er seinen Blick auch auf neue Partner und Neuheiten: So unterstützt der VfL in der laufenden Saison mit den Erlösen aus einem Tippspiel im Hallenmagazin Fireball den Weißer Ring, Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Mit dem ersten Heimspiel startet dieses Tippspiel. 

Auch sonst wird einiges neu sein beim VfL. So präsentiert sich der VfL vor den Sponsoren mit einem neuen von der Werbeagentur BDR gestalteten Design in der Öffentlichkeit. Sichtbar wird es etwa bei Plakaten, im Hallenheft oder den Autogrammkarten. Gestern erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt wurde der neue VfL-Einlauffilm, erneut produziert von der Schwarzseher Filmproduktion und digital bearbeitet durch VfL-Partner Vidama. Aufgenommen worden sind die Bilder in drei Tagen an mehreren Orten: in der EWE Arena, der Robert-Schumann-Halle und auch in der Laser-Tag-Arena am Oldenburger Hafen, berichtete Schwarzseher-Geschäftsführer Amon Thein.

Der Film bekam ebenso Applaus wie die sich präsentierenden Sportlerinnen aus den drei Mannschaften, von denen auch bereits die A-Jugend ihre ersten Partien schon absolvierte. „Die Mannschaft hat sich sehr gut präsentiert“, lobte Trainer Andy Lampe das Team für ihre Auftritte am ersten Spieltag der Jugend-Bundesliga JBLH. Ein Sieg und eine Niederlage standen nach den Partien gegen Frankfurter HC und Union Halle-Neustadt in der Bilanz. Die Chancen auf das Erreichen der zweiten Runde seien sehr gut, sagte Trainerin Silke Prante: „Wir schaffen das.“

Eine spannende Saison erwarten auch die Drittliga-Handballerinnen, die am Samstag um 17 Uhr mit einem Spiel bei TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf erstmals wieder um Punkte kämpfen. Trainerin Alexandra Hansel will sich mit ihrem diesmal recht kleinen Kader mindestens einen Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern. Das Team habe aber das Zeug zu mehr.

Viel Beifall bekamen auch die Bundesligaspielerinnen. In den Interviews erzählte Angie Geschke von den gestiegenen taktischen Möglichkeiten, die das Team durch den nun breiter aufgestellten Rückraum habe. „In meinem Alter braucht man auch mal Ruhepausen“, sagte sie scherzhaft und fügte lachend mit einem Seitenblick zum Trainer hinzu: „Aber ich werde natürlich trotzdem sauer sein, wenn er mich nicht aufstellt.“

Torhüterin Julia Renner sprach über die Aussichten in dieser Saison: Die Spitzengruppe sei größer geworden, mehr als die Hälfte der Liga gehöre zu den Top-Mannschaften. Der VfL gehöre dazu. „Wenn es gut läuft, können wir jeden schlagen, auch am Samstag den Thüringer HC.“ So sieht es auch VfL-Geschäftsführer Peter Görgen: „Die gestiegene Qualität tut der Liga gut. Oben treffen sich acht Teams auf Augenhöhe. Aber jeder sollte sich bewusst machen: Eine dieser Mannschaften wird Achter.“ Oldenburgs Ziel für die Saison sei die erneute Qualifikation für einen Europapokalplatz.

Im Europapokal der Pokalsieger wartet in dieser Serie die zweite große Herausforderung. Gegner im November ist Lada Togliatti, Vizemeister aus Russland. „Das ist ein Super-Team, aber wenn wir uns auf sie einstellen, haben wir eine Chance“, berichtete VfL-Torwarttrainer Sascha Vorontsov, selber Russe, ins von MPA Flashlight aufgestellte Mikrofon.

Und dann verriet Trainer Leszek Krowicki noch Neuigkeiten über seine neue Beratertätigkeit für die deutschen Frauen-Nationalmannschaft: „Wir wollen gemeinsam alles tun, damit wir bei der WM 2017 in Deutschland eine gute Mannschaft zusammen haben.“ Neben Krowicki gehören Leverkusens Trainerin Renate Wolf und Buxtehudes Coach Dirk Leun zum Trio, das Bundestrainer Jakob Vestergaard in seiner Arbeit unterstützen wird.

Viele Gespräche, viele Kontakte, leckeres Essen, für das und den sonstigen Rahmen die Eventorganisation Konact gesorgt hatte. „Das war ein sehr netter Abend. Unsere Spielerinnen haben sich erneut sehr sympathisch präsentiert. Wir freuen uns alle auf eine tolle und aufregende Saison“, sagte VfL-Marketingleiter Stefan Eickelmann.
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Hochklassiger Jugendhandball beim Juniors Cup

04.09.2015 09:31 Uhr

Turnier in Oldenburg mit zwei Meistern und weiteren DM-Halbfinalisten

von Ole Rosenbohm

Richtig guten Jugendhandball bekommen die Zuschauer des 11. Juniors Cups der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg am kommenden Wochenende (5./6.9.2015) in der Robert-Schumann-Halle zu sehen. Neben sieben Mannschaften spielen natürlich auch die gastgebenden A-Juniorinnen des VfL Oldenburg.

Dabei sind mit Meister Bayer Leverkusen, dem drittplatzierten Buxtehuder SV und dem Vierten TV Aldekerk drei der vier Halbfinalisten der Deutschen Meisterschaft 2014/15 in Hamburg. Mit VOC Amsterdam ist zudem der amtierende niederländische Meister zu Gast. Alle beim Turnier vertretenen sieben deutschen Mannschaften spielen in dieser Saison in der Jugend-Bundesliga JBLH. „Das ist wohl wohl das beste Teilnehmerfeld bei unserem Turnier, das es je gab“, sagt VfL-Jugendtrainerin und Organisatorin Wiebke Kethorn.

Der weiterhin von Andy Lampe trainierte VfL hat es in der Gruppe A mit dem Neusser HV, dem VfL Bad Schwartau und Meister Leverkusen zu tun. In der anderen Gruppe treten die HSG Bensheim/Auerbach, der Meisterschafts-Dritte Buxtehude, der Vierte TV Aldekerk und Hollands Titelträger VOC Amsterdam an.

Das Turnier beginnt am Samstag um 9.30 Uhr mit der Partie Oldenburg gegen Neuss. Gegen 18.30 Uhr sollte die letzte der zwölf Partien des Tages, und damit auch das letzte Gruppenspiel, beendet sein.

Mit dem ersten Viertelfinale beginnt der zweite Tag schon um 8.30 Uhr. Die Verlierer der Viertelfinalbegegnungen spielen den fünften Platz aus, die Sieger stoßen ins Halbfinale vor. Das Endspiel ist auf 16 Uhr angesetzt. Bis auf die beiden Letztplatzierten wird jedes Team sechs Spiele an den beiden Tagen spielen. Der Eintritt ist frei.

Für alle Teams ist es der letzte große Test vor dem Saisonbeginn am 12. und 13. September mit dem ersten Bundesliga-Wochenende. Die Oldenburger A-Juniorinnen spielen in der ersten Runde in einer Gruppe mit Union Halle-Neustadt und dem Frankfurter HC, eine von acht Dreier-Gruppen. Union ist Gastgeber des ersten Spieltags am 13. September. Jedes Team spielt an einem solchen Spieltag zweimal, also gegen beide anderen. Der Oldenburger Heim-Spieltag in der Sporthalle der BBS Wechloy (Halle Wechloy) steigt am 10. Oktober. Die ersten beiden Teams erreichen die zweite Runde.

In dieser zweiten Runde scheiterte vergangene Saison der VfL. Nur ein Punkt fehlte zur Viertelfinal-Teilnahme. Lampes Ziel 2015/16: etwas besser abschneiden. Aber erstmal gilt es, sich einzuspielen. Der stark besetzte Juniors Cup bietet dafür die optimale Gelegenheit. Lampe: „Wir wollen unsere Abläufe gegen diese starken Gegner noch einmal verfeinern. Das Turnier ist für uns enorm wichtig. Denn unsere Spielerinnen spielen in verschiedenen Mannschaften, von der B-Jugend bis zum Bundesligateam. So wird es wichtig sein, dass wir unsere Abstimmung und unser Timing sowohl in der Abwehr wie im Angriff noch einmal im Wettkampfmodus finden.“ Als Favoriten für das Turnier und auch die JBLH sieht der Trainer und VfL-Jugendkoordinator Lampe Bayer Leverkusen und Buxtehude.
 

Spielplan Vorrunde, Samstag, 5.9.2015

1. 9.30 Uhr Gruppe A VfL Oldenburg – Neusser HV

2. 10.15 B Bensheim/Auerbach – VOC Amsterdam

3. 11 Uhr B Buxtehuder SV – TV Aldekerk

4. 11.45 Uhr A Bayer Leverkusen – Bad Schwartau

5. 12.30 Uhr B TV Aldekerk – Bensheim/Auerbach

6. 13.15 Uhr A Bad Schwartau - VfL Oldenburg

7. 14 Uhr A Bayer Leverkusen – Neusser HV

8. 14.45 Uhr B Buxtehuder SV – VOC Amsterdam

9. 15.30 Uhr A VfL Oldenburg – Bayer Leverkusen

10. 16.15 Uhr A Neusser HV – Bad Schwartau

11. 17 Uhr B TV Aldekerk – VOC Amstersdam

12. 17.45 B Bensheim/Auerbach – Buxtehuder SV
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VfL-Team startet in die Saisonvorbereitung

23.07.2015 08:41 Uhr

Gute Werte beim Laktattest

von Ole Rosenbohm

Mit einer Laufeinheit im Wald Bürgerbusch mit 13 Spielerinnen hat am gestrigen Dienstag (22.7.2015) der Handball-Bundesligist VfL Oldenburg mit seiner Saisonvorbereitung begonnen. Dabei waren die vier neuen Spielerinnen Kelly Dulfer, Inger Smits, Nadja Jensen und Louise Egestorp. 

Trainer Leszek Krowicki machte einen zufriedenen Eindruck. Grund: Am Tag zuvor hatte das Team um Arzt Stephan Böhmen vom Reha-Zentrum Oldenburg die Spielerinnen einem Leistungs- und Laktattest unterzogen und dabei für den Zeitpunkt des Vorbereitungsstarts sehr gute Ergebnisse festgestellt. „Meine Spielerinnen waren im Urlaub sehr fleißig“, stellte der Coach fest. Natürlich reicht das nicht für die harten Aufgaben in Bundesliga, Pokal und Europapokal. In den nächsten Wochen steht deshalb die Arbeit an Kondition und Kraft im Vordergrund. Wie jedes Jahr. 

Intensive Konditions- und Krafttrainingseinheiten – für viele Sportler ist die jährlich wiederkehrende Saisonvorbereitung nicht unbedingt die schönste Zeit des Jahres. Wie denken die beiden neuen Niederländerinnen Kelly Dulfer und Inger Smits – beide spielten zuletzt bei Meister Sercodak Dalfsen – über die nächsten, anstrengenden Wochen? „Das schaffen wir schon“, ist Inger Smits überzeugt. Selber präferiert sie die Kraftübungen im Vergleich mit Konditionstraining, aber „am liebsten will ich so schnell wie möglich in die Halle“. Kelly Dulfer berichtete, was Trainer Krowicki anhand der Laktattest-Ergebnisse des Reha-Zentrums auch schon bemerkte: „Wir fangen nicht bei Null an, im Urlaub gehörten Kraft- und Lauftraining zum täglichen Programm“, sagte die Rückraumspielerin. Beide sind sich einig: „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.“ 

Thema im Team war natürlich auch die Auslosung im kommenden Europapokal der Pokalsieger. „Ein starker Gegner, denke ich“, sagte Smits über den sechsfachen russischen Meister Lada Togliatti, Oldenburgs Kontrahenten am 14./15. und 21./22. November. Das findet auch Angie Geschke, denkt aber: „Fast alle Gegner im Topf waren stark, es war also klar, dass es schwer wird.“ Nationalspielerin Geschke sieht den VfL in der Außenseiterrolle, glaubt aber an die eigene Stärke: „Wir sind der Underdog, ganz klar. Aber wir wollten in den Europacup – und deshalb werden wir alles geben, um das Achtelfinale zu erreichen.“ Übrigens freut sich Geschke auf den Gegner, erwartet eine besonders lautstarke Atmosphäre in der Halle, aber es sei, sagte sie, auch „krass, was für eine Reise wir bekommen haben“. Auf der Straße wäre Togliatti (oder Tojatti) über 3200 Kilometer entfernt. Der Flug wird wohl über Moskau gehen. Erstmal aber dreht das VfL-Team in den Oldenburger Wäldern seine Runden.
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»Ballarbeit - Fußball und Migration«

10.04.2015 09:52 Uhr

Ausstellung und Begleitprogramm

Die Wanderausstellung »BallArbeit« des Projekts »Flutlicht« ist für Jugendliche ab der 8. Klasse konzipiert und widmet sich gesellschaftlich relevanten Themenfeldern am Beispiel des Fußballs.

In einfacher Sprache werden mit anschaulichen Beispielen Begriffe wie »Migration«, »Integration«, »Ausgrenzung & Rassismus«, »Gleichberechtigung«, »Konflikte & Mentalität« und »Prävention im Sport« veranschaulicht. »BallArbeit« ist für Menschen migrantischer und nicht-migrantischer Herkunft gleichermaßen geeignet. Die Motivation der Ausstellung ist pädagogisch und politisch: Es geht darum, ein Bewusstsein für Migration und ihre Folgen zu schaffen und positive Modelle vorzustellen. Jugendlichen soll »BallArbeit« ermöglichen, sich über den Fußball schwierige Themen selbstständig zu erarbeiten und zum verantwortlichen Handeln anregen. Dabei produziert »BallArbeit« keine »multikulturelle Romantik«, sondern zeigt, wo der Fußball eine Vorbildfunktion für Akzeptanz, Respekt und Toleranz haben kann. Aber auch die negativen Seiten des Fußballs werden benannt: Ausgrenzung, Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt gegen Migranten.

In der Fußballbundesliga spielen zurzeit Spieler aus über 64 Nationen. Die tragenden Säulen der deutschen Männer-Nationalmannschaft heißen nicht mehr Beckenbauer, Maier und Müller, sondern Podolski, Khedira oder Özil. Der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund in den Jugend- und Amateurligen steigt immer weiter. Wo immer heute Fußball gespielt oder von Zuschauern verfolgt wird, spielt Migration eine wichtige Rolle.

Fairness, Chancengleichheit, Leidenschaft und Vielfalt – das sollen laut UEFA die Kernbotschaften des Fußballs sein. »BallArbeit« veranschaulicht, dass Vorbilder auf lokaler Ebene mindestens ebenso wichtig sind, wie Özil & Co. Vorbilder aller Altersstufen, die Teil des täglichen Lebens sind: Mitspieler, Trainer, Schiedsrichter. Beim Fußball geht es ums Gewinnen und es geht oft sehr hart zur Sache. »BallArbeit« betont bewusst die Werte des »Fairplay« und die starke integrative Kraft des Fußballs und im Profi- und Amateurbereich. Der Fußballplatz ist ein Ort der Begegnung für Menschen unterschiedlichster sozialer und ethnischer Herkunft. Fußball kann helfen, Brücken zu bauen.

»BallArbeit« macht sich auf eine Reise von der Welt des Profifußballs bis zum alltäglichen Straßenkick. Sie zeigt anhand von kurzen, gut strukturierten Texten und Bildern, wie Menschen durch den Fußball zu Migranten wurden, wie sie im Fußball ein Zuhause gefunden haben. Es werden aber auch Geschichten vom Scheitern erzählt:  Junge Afrikaner kommen mit den Bildern der Stars im Kopf und dem Traum, Fußballprofi zu werden nach Europa und stehen kurz darauf mittellos auf der Straße. Die Ausstellung stellt außerdem Klubs wie »Türkiyemspor Berlin«, »Hellas Lüdenscheid« oder »Lupo Wolfsburg« vor und beschreibt, mit welchen Problemen diese Vereine zu kämpfen hatten und haben. »Ballarbeit« thematisiert die soziale Verantwortung von Verbänden und Vereinen.

Ausstellungszeitraum: 25. April bis 09. Mai 2015 
Ausstellungseröffnung: Samstag, 25. April 2015 19:30 Uhr
Ort: IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. (Klävemannstraße 14)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17 Uhr

Auf Wunsch können  ca. 45 minütige Führungen durch die Ausstellung angeboten werden. Um allen Interessierten einen möglichst ungestörten Besuch der Ausstellungshalle zu ermöglichen, bitten wir Gruppen ab 10 Personen in jedem Fall (auch ohne Führung) anzumelden. Sie erhalten dann eine Bestätigung des Termins oder einen Vorschlag für einen geringer nachgefragten Termin. 

Freikarten für das Spiel VfB Oldenburg – FC St Pauli II am So 17.5. um 15:00 Uhr erhält die erste Gruppe, die sich anmeldet sowie die 15. und 30. Gruppe.

Kontakt: info@vfbfueralle.de oder fufa@vfb-oldenburg.de


Begleitprogramm zur Ausstellung

Dienstag, 28.04. 20:00 Uhr Filmaufführung »Wie im falschen Film« KinOLaden - Wallstraße 24 - 26122 Oldenburg »Wie im falschen Film« hat sich Otto Addo in den 90er Jahren gefühlt, als er seine ersten Erfahrungen mit Rassismus auf dem Fußballfeld machte. Und auch heute ist Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung noch Alltag in Deutschland – im Stadion wie andernorts. Show Racism the Red Card – Deutschland hat Spieler_innen zu ihren Erfahrungen befragt: Europameisterin Anja Mittag (FC Rosengård), Alexander Dolderer vom schwulen Münchener Fußballteam „Streetboys“ sowie Otto Addo, Ex-Profi und U19-Trainer beim Hamburger SV stehen im Mittelpunkt des Films und erzählen hautnah von ihren Erfahrungen. Drei Menschen, die für den Fußball leben und nicht immer den Respekt bekommen, den sie verdienen. Aber auch den großen Stars geht es nicht anders: So zum Beispiel 2013, als bei einem Freundschaftsspiel in Italien auf jeden Ballkontakt Schwarzer Spieler mit rassistischen Affenrufen reagiert wird. Einer der Betroffenen ist Kevin-Prince Boateng, der daraufhin das Spielfeld verlässt: »Das kann man vielleicht als weißer Mensch nicht nachvollziehen – Frust, Wut, Enttäuschung, Aggression – im ersten Moment war ich echt sauer.« Und Katja Kraus, dreimal deutsche Meisterin, erzählt: »Meine Eltern hätten lieber eine Tochter gehabt, die Ballett tanzt. Frauenfußball war lange sogar verboten.« Neben den drei Hauptpersonen kommen auch aktive Profis wie Jérôme Boateng (FC Bayern München), Kevin-Prince Boateng (FC Schalke 04), Roberto Hilbert (Bayer 04 Leverkusen), Anthony Ujah (1. FC Köln), Gerald Asamoah (FC Schalke 04), Andreas Beck (TSG 1899 Hoffenheim) und ehemalige Profis wie Hans Sarpei, Christoph Metzelder, Katja Kraus, Rashid Azzouzi und der DFB-Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig zu Wort. Moderiert wird von Sportreporter Günther Koch. Gemeinsam mit der beigelegten Broschüre bietet „Wie im falschen Film“ eine anschauliche Diskussionsgrundlage für die pädagogische Arbeit zum Thema Diskriminierung mit Kindern und Jugendlichen (empfohlen ab 12 Jahren). Produktion: Show Racism the Red Card Deutschland (www.theredcard.de) Kamera, Schnitt, Musik, Ton, Regie: Timian Hopf (www.hopfilm.de) Dienstag, 05.05.19:30 Uhr Vortrag mit Jonas Gabler: Rechtsextremismus, Diskriminierung und Anti-Diskriminierung in der Fußballfankultur Jugendleistungszentrum VfB Oldenburg - Maastrichter Straße 35 – 26123 Oldenburg Die HoGeSa-Demonstrationen in Köln und Hannover haben einer großen Öffentlichkeit wieder vor Augen geführt, dass Fußballfans, Hooligans und extreme Rechte punktuell gemeinsame Sache machen, aber handelt es sich dabei um ein neues Phänomen und wie sind diese Entwicklungen einzuordnen? Jonas Gabler nimmt in seinem Vortrag die HoGeSa-Aufmärsche zum Anlass, um eine Einführung in die Fußballfankultur zu geben, über die Ausdifferenzierung der Fußballfanszene aufzuklären und Anknüpfungspunkte mit Ideologien der extremen Rechten herauszustreichen. Ebenso sollen aber auch Potenziale für Anti-Diskriminierungs- und präventive Arbeit gegen Rechtsextremismus in der Fußballfankultur zur Sprache kommen. Zur Person: Jonas Gabler (*1981) studierte Politikwissenschaft an der FU Berlin sowie in Mailand und verfasste seine Diplomarbeit zum Thema Rechtsextremismus in Fußballfankulturen in Deutlsichland und Italien. Seit 2007 befasst er sich intensiv mit dem Thema Fußballfankultur, veröffentlichte 2010 das Buch »Die Ultras - Fußballfans und Fußballkulturen in Deutschland« und ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover. Er ist Mitglied der dort ansässigen »Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit« (KoFaS), die Verbände, Vereine, Politik und Polizei zum Thema Fankultur berät Freitag, 08.05. 14:00-18:00 Uhr Interkulturelle Kochstunde mit dem VfB IBIS Café - Klävemannstraße 16 – 26122 Oldenburg Jeden Freitag ist von 14.00h bis 18.00h Uhr das Flüchtlingscafé bei IBIS geöffnet. In dieser Zeit finden sich hier in entspannter Atmosphäre Besucher_innen ein, die sich bei Kaffee, Tee und Keksen gemeinsam austauschen, Nachrichten aus ihrer Heimat lesen, zusammen essen, Deutsch lernen oder sich beraten lasssen. Im Rahmen der »Ballarbeit« Ausstellung, die bei IBIS e.V. gezeigt werden soll, werden Spieler und Fans des VfB Oldenburg für einen Nachmittag ins Flüchtlingscafé kommen, und dort etwas für die anwesenden Gäste kochen und mit diesen ins Gespräch kommen.
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Jugendhandball-Bundesliga: VfL-Juniorinnen erreichen nächste Runde

16.11.2014 17:55 Uhr
von Ole Rosenbohm

Es war laut und spannend, am Ende jubelte der VfL: 350 Zuschauer in der Sporthalle in Oldenburg-Wechloy haben am heutigen Sonntag (16.11.2014) für eine tolle Atmosphäre gesorgt und erlebt, wie die A-Juniorinnen des VfL Oldenburg die zweite Gruppenphase in der Jugendhandball-Bundesliga JBLH erreicht haben. Entscheidend fürs Weiterkommen war am dritten Spieltag in der Gruppe 8 der 17:13 (6:6)-Sieg im ersten Spiel des Tages gegen die TSV Bonn. Damit war schon vor den beiden anderen Partien klar: Nach dem feststehenden Spitzenreiter Buxtehuder SV zieht Oldenburg als zweites Team der Gruppe in die Runde der letzten 16 Mannschaften ein und trifft dort unter anderem auf den HC Leipzig. 

Favorit Buxtehude gewann anschließend seine Partien gegen Bonn und Oldenburg jeweils und beendete die Gruppe überlegen mit 12:0 Punkten. Der VfL kam letztlich auf 4:8, Bonn auf 2:10. 

Für fehlende Spannung entschädigte das erste Spiel des Tages. Zuschauer aus Bonn und Anhänger des VfL verbreiteten sorgten gewaltig für Lärm und machten tolle Werbung für die JBLH. 

Die ungewohnte Atmosphäre war beiden Mannschaften allerdings auch anzumerken. Einerseits gepuscht, kämpften alle Spielerinnen verbissen, bei Ballbesitz schlug aber die Nervosität durch. Nach dem 6:6 fiel in über zehn Minuten bis zur Halbzeitpause kein Treffer mehr.

Der VfL agierte mit einer konzentrierten 6-0-Abwehr und einer starken Madita Kohorst dahinter. Die Gäste – die in Julia Zander über eine ebenfalls sehr gute Torhüterin verfügten – verteidigten viel offensiver und zwangen Oldenburg so zu oft wenig effektiven Distanzwürfen. Beide Teams vergaben beste Chancen. Für die Turn- und Sportvereinigung von der rechten Rheinseite zählte Trainer David Röhrig nach der Partie acht vergebene freie Würfe. Auch der VfL vergab Großchancen. 

Nach der Pause fielen dann wieder Tore. TSV-Aufbauspielerin Paula Ohm machte per Flachwurf den Anfang (29.), dann aber schlug der VfL zu: Griet Prante glich nach Siebenmeter per Nachwurf aus (33.), Julia Kerber verwandelte endlich mal einen Gegenstoß (34.) und beim 9:7 schüttelte Kea Drewes alle Gegenspielerinnen ab – 9:7. 

Bonn drohte, den Anschluss zu verlieren. Vor Prantes Siebenmetertor zum 10:7 verschlimmerte sich die Situation mit einer Zeitstrafe gegen Torhüterin Zander. Weil Bonn nur eine Torhüterin dabei hatte, musste eine Feldspielerin in den Kasten. Kerber verwandelte den nächsten Oldenburger Konter zum 11:7 (39.). Jetzt hatte der VfL fünf Tore in Folge geworfen. 

Es spricht für die Gäste, dass sie sich nicht ergaben. Ohm besorgte per Dreher das 8:11 (39.), später stand es aus Sicht der TSV 10:12 (43.) und 12:14 (45.). 

Der VfL besaß aber mehr Kraftreserven und in Kea Drewes auch die entscheidende Spielerin der Partie. Die Rückraumspielerin besorgte per Durchbruch das 12:9 (41.), nach einer Kombination das 13:10 (44.), dann das 14:11 (45.) und nach einer Energieleistung knapp fünf Minuten vor dem Ende das 15:12. „Kea macht seit einigen Wochen gute Fortschritte, heute war sie spielentscheidend“, sagte VfL-Trainerin Silke Prante nach der Partie.

Im Gegenzug an das Oldenburger 15:12 traf Bonn den Pfosten, eine Minute später waren die Gäste wieder in Unterzahl – insgesamt sammelte Bonn sechs Zweiminutenstrafen, Oldenburg drei. Jenny Behrends 16:12 nach einer tollen Vorlage Julia Kerbers (von halblinks nach rechtsaußen) 90 Sekunden vor Schluss entschied das Spiel endgültig. Die Oldenburgerinnen durften jubeln und tanzen – und aufatmen: „Über das Weiterkommen freue ich mich, über die Art und Weise  nicht“, sagte Andy Lampe, neben Prante einer der beiden VfL-Trainer. 

„Es hätte auch anders ausgehen können“, bestätigte Prante. „Aber es war in unseren Köpfen, dass wir gewinnen können.“ Immerhin hatte der VfL das zweite Aufeinandertreffen vor zwei Wochen in Bonn für sich entscheiden können. Die erste Begegnung in Buxtehude gewann Bonn. „Wir sind sehr froh. Auf uns warten jetzt noch zwei Wochenenden mit wertvollen Spielerfahrungen gegen gute Mannschaften“, sagte Prante. „Das ist das wichtigste.“ TSV-Trainer Röhrig sagte: „Wir haben überragend verteidigt, aber im Angriff war das heute zu wenig.“

Der Buxtehuder SV war auch heute klar überlegen, musste sich dabei nicht mal besonders verausgaben. Gegen Bonn siegt der BSV mit 24:14 (13:7), gegen Oldenburg mit 28:16 (14:9). 

So geht es weiter: 

In der Zwischenrunde, der zweiten Gruppenphase, spielen 16 Mannschaften in vier Gruppen um den Einzug ins Viertelfinale. Gespielt wird an zwei Wochenenden (zwei Spiele samstags, vier Spiele sonntags). Als Zweitplatzierter wird der VfL kein Heimrecht haben. Am Ende der Zwischenrunde hat jede Mannschaft sechs Partien über je 50 Minuten absolviert (Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückrunde). Jeweils die beiden erstplatzierten Mannschaften erreichen das Viertelfinale. Angesetzt sind die beiden Spieltage auf den 20. und 21. Dezember sowie den 31. Januar und 1. Februar 2015.  

Der VfL wird in der Gruppe C antreten. Gegner werden der TV Aldekerk (Erster Gruppe 5), der TSV Birkenau (Zweiter Gruppe 6) und der HC Leipzig (Erster Gruppe 7) sein. 
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28:26 gegen Koblenz

02.11.2014 22:30 Uhr

Jetzt wartet Spitzenspiel gegen Thüringen

von Ole Rosenbohm

28:26 gegen Koblenz: Jetzt wartet Spitzenspiel gegen Thüringen
 
Besser ist der VfL Oldenburg noch nie in eine Saison in der eingleisigen Handball-Bundesliga gestartet. Nach dem 28:26 (13:11)-Sieg am heutigen Sonntag (2.11.2014) gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern besitzt der dreimalige Pokalsieger nun 13:1 Zähler auf dem Punktekonto und verbesserte seinen Vereinsrekord aus der Spielzeit 2012/13 (12:0 Punkte). Oldenburg bleibt somit Tabellenzweiter hinter dem Thüringer HC (14:0 Punkte). Am 19. November (19.30 Uhr, EWE Arena) treffen der VfL und der THC in Oldenburg aufeinander. Der Sieger dieser Partie geht als Tabellenführer in die danach folgende Pause bis nach Weihnachten. 

Gegen die VL Koblenz kam der VfL zu einem Start-Ziel-Sieg – konnte hinterher aber keineswegs eine Spitzenleistung für sich beanspruchen. Zu oft wechselten starke Aktionen und Nachlässigkeiten. Statt eines klaren Sieges kamen die Gäste ohne ihre neuen Ausfälle Kim Berndt und Lina Krhlikar in der letzten Spielminute noch auf die zwei Tore Differenz heran. 

„Vielleicht sollte ich sagen: Hauptsache gewonnen“, sagte Trainer Leszek Krowicki. „Unsere Abwehr war phasenweise phantastisch, und im nächsten Augenblick werfen wir einen Gegenstoß leichtfertig weg. Ganz sicher können wir besser spielen als heute.“

Per Steal und Gegenstoß erzielte Angie Geschke das 1:0 (3.) und erhöhte mit dem nächsten Angriff aus der Distanz (4.). Auf 5:2 (10.) und 11:6 (19.) zogen die Oldenburgerinnen davon. Zwar blieb die Leistung des  Defensivverbunds der einer Spitzenmannschaft würdig, vorne schlichen sich aber mehr und mehr Fehler ins bisweilen kompliziert wirkende Oldenburger Angriffsspiel ein. Koblenz kam wieder heran (11:9/20.). 

Vielleicht wollten es die Oldenburgerinnen im Gefühl der sicheren Führung auch zu schön machen. So schön wie beim Gegenstoß zum 10:6 durch Kira Schnack nach einer Blitz-Kombination über Julia Wenzl und Annika Meyer (18.) oder so spektakulär wie beim 11:6 (19.), als Angie Geschke von links hinten am eigenen Kreis Kira Schnack auf der rechten Seite bediente, die Rechtsaußen den Ball im Sprung in den Kreis erwischte und ihn über VL-Torfrau Branka Zec hob. Viele Aktionen waren sehenswert: tolle Kreis-Anspiele durch Wenzl oder Geschke, ein Dreher Kim Birkes, etliche mehr. 

Aber manchmal wurde es etwas kompliziert. Die Ballverluste nutzen die Gäste zu Gegenstößen, die auch die ehemalige VfLerin und gut aufgelegte Jenny Winter zu nutzen verstand. Zum Anschlusstor schon im ersten Durchgang reichte es für die VL, die ebenfalls einige schöne Aktionen (auffällig: Caroline Thomas) zeigte, aber auch „naive Fehler“ (Trainer Christoph Bathel) produzierte, nicht. Oldenburgs Trümpfe: die starke Abwehrreihe (erst im 6-0-System, später offensiv) und die klasse haltende Torhüterin Tess Wester (20 Paraden, davon zwölf nach der Pause).

Und dann war da noch die kurze aber beeindruchende Vorstellung Julia Renners, nicht nur heute die personifizierte Siebenmetertöterin im Oldenburger Team. Koblenz war gerade per Einzelleistung der guten Caroline Thomas auf 10:12 herangekommen, da verhinderte Renner in Serie drei Siebenmetertore. Sie parierte erst gegen Dora Varga (26.), dann gegen Prudence Kinlend (27.) und „guckte“ schließlich den dritten Koblenzer Strafwurf (Ivana Sazdovski) an den Pfosten (28.). Zwischendurch parierte Renner noch einen weiteren Wurf und machte dann wieder Platz für die – siehe oben – formidable Wester. 

Auch nach der Pause spielte Oldenburg erst gut, baute einen Vorsprung auf (16:11/33., 19:13/39.) und dann wieder stark ab. 50 Sekunden vor dem Ende brachte Varga ihr Team auf 26:28 heran, danach traf noch Hildur Thorgeirsdottir – allerdings wurde die Aktion wegen Schrittfehler abgepfiffen. „Es hätte nochmal eng werden können“, meinte Kira Schnack nach der Partie. „Phasenweise haben wir richtig gut gespielt, aber dann haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht.“ 

So sahen es auch andere Beteiligte. „Nach der Pause sind wir stark aus der Kabine gekommen, aber gegen Ende der Partie waren wir zu locker und zu hektisch“, sagte Wester. Neu-Koblenzerin Winter, fast eine Dreiviertelstunde auf der Platte, ärgerte sich, dass ihr Team Start nach der Pause verschlafen haben, „sonst hätte das anders aussehen können“. 

Vielleicht hätte Koblenz noch mehr zeigen können, zwei Ausfälle in dieser Woche schockten das Team aber zusätzlich: Kim Berndt fällt mit einem Kreuzbandriss mindestens ein halbes Jahr aus, zudem auch Lina Krhlikar, Abwehrchefin und zuletzt in Bietigheim siebenmal erfolgreich. „Die Ausfälle waren unserem Spiel anzumerken“, sagte Winter. 

Oldenburg freut sich nun auf ein Spitzenspiel gegen den THC, „das wir vor der Saison überhaupt nicht auf der Rechnung hatten“, sagte Trainer Leszek Krowicki. „Wir müssen uns natürlich steigern, um gegen den THC eine Chance zu haben“, sagte er, betonte aber zudem, dass ja erstmal das Pokalspiel in Bad Wildungen kommenden Samstag (19 Uhr) anstehe. „Diesem Spiel gilt unsere Konzentration.“ 

VL-Trainer Barthel sprach von einem absolut verdienten Sieg für den VfL, ärgerte sich aber über die Fehler in seinem eigenen Team und auch über die drei Siebenmeter in der ersten Hälfte: „Wir hätten zur Pause in Führung liegen müssen. Für uns war es noch nie so leicht hier in Oldenburg.“ Das Spiel sei geprägt von zwei guten Abwehrreihen, hätte aber ein eher schwaches Niveau gehabt.

Bevor der VfL den Thüringer HC empfängt (Mittwoch, 19.11., 19.30 Uhr, EWE Arena) steht das Achtelfinale im DHB-Pokal auf dem Programm. Oldenburg spielt am kommenden Samstag (19 Uhr) bei der HSG Bad Wildungen, Koblenz bei Bayer Leverkusen (19.30 Uhr). Die VL kann ihre Bundesliga-Bilanz mit einem Sieg am 16. November (16 Uhr) gegen Schlusslicht DJK/MJC Trier verbessern. 

VfL Oldenburg: Wester (20 Paraden), Renner (bei 6 Siebenmetern und eine weitere Minute; 3/2 Paraden) - Birke 4, Geschke 8/1, Müller 4/2, Wenzl 2, Schnack 3, Meyer 5; Svendsen, Hartstock, Schirmer, Deters 1, Salberg 1

VL Koblenz: Zec (11 Paraden), Grob (bei einem Siebenmeter) - Varga 8/5, Kinlend, Prak 2, Thorgeirsdottir 3, Winter 4, Thomas 6; Atanasoska, Sazdovski, Vollebregt 3, Ingenpaß, Sorger

Siebenmeter: 4/3 (Geschke an die Latte) - 8/5 (Varga scheitert an Renner, Kinlend scheitert an Renner, Sazdovski an den Pfosten)

Zeitstrafen: 2 (Hartstock, Wenzl) - 1 (Atanasoska)

Schiedsrichter: Ramesh und Suresh Thiyagarajah aus Gummersbach

Zuschauer: 985 in der Oldenburger EWE Arena

Foto: Jack
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VfL übt trotz klarem Sieg Selbstkritik

20.10.2014 09:19 Uhr
von Ole Rosenbohm

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg sind weiter ungeschlagen. Gegen die SG BBM Bietigheim gewann der VfL am heutigen Sonntag (19.10.2014) mit 34:29 (19:15) und behauptete mit nunmehr 9:1 Punkten den zweiten Tabellenplatz hinter Meister Thüringer HC (10:0). 

Dem VfL gelang ein relativ ungefährdeter Sieg, spielte in den ersten 20 Minuten auf höchstem Niveau, er überzeugte auch die 965 Zuschauer in der EWE Arena – und doch waren nach der Partie jede Menge selbstkritische Töne zu hören. Tenor: Nach starker erster Hälfte produzierte der VfL zu viele Fehler, spielte nicht mehr im Kollektiv. Immerhin ließ er es nicht zu, dass Bietigheim die Partie noch einmal spannend machen konnte.  

„Ich bin über die zweite Hälfte enttäuscht“, sagte etwa VfL-Mannschaftskapitänin Angie Geschke. „Vielleicht wollten wir zu viel, vielleicht sind auch unsere Ansprüche zu hoch.“ Das Team sei, so Geschke gegenüber dem übertragenden Fernsehsender oeins, in ein Tief gefallen. Auch Aufbauspielerin Caroline Müller war nicht zufrieden, sprach von einer „schlechten Leistung“ nach der Pause, von zu vielen Fangfehlern und zu vielen vergebenen Chancen: „Wir hätten höher gewinnen können und müssen.“ Und Trainer Leszek Krowicki kritisierte auf der Pressekonferenz: „Wir haben vergessen, was uns stark macht. Stark macht uns der Teamgeist. Aber wir sind in Einzelaktionen ohne Verantwortung gegangen und haben in der Deckung Fehler gemacht, die wir gemeinsam hätten lösen können.“ 

Die lange Phase, über die sich Geschke, Müller und Krowicki ärgerten, ereignete sich nach einer ersten Hälfte, in der Oldenburg den vor der Saison von vielen zu einem Meisterschaftskandidaten erhobenen Gegner deutlich im Griff hatte. Schnell setzte sich der treffsicher und variantenreich agierende VfL auf 9:5 (12.), 14:7 (15.) und 16:8 (18.) ab. Es klappte fast alles beim Tabellenzweiten, auch die kuriosen Situationen gingen an den VfL: Geschkes Tor zum 13:7 (15.) etwa, als der Ball vom Pfosten an die Wade von SG-Torfrau Ann-Cathrin Giegerich sprang und von dort ins Tor kullerte. 

Aber die Führung war hochverdient. Oldenburg verteidigte stark, spielte gradlinig und schnell nach vorne und zauberte zwischendurch wie beim 8:5 (11.), vor dem Müller Linksaußen Kim Birke mit einem Pass hinterm Rücken bediente. Kurz: Oldenburg spielte wie eine Spitzenmannschaft. 

Einen ersten Bruch bekam das VfL-Spiel mit der Einwechselung von SG-Torfrau Anna Wysokinska. Die polnische Nationaltorhüterin parierte gleich die ersten vier Oldenburger Würfe. Sechs Minuten blieb der VfL ohne Tor, die Gäste kamen bis auf 12:16 heran. 

Nach der Pause verlor Oldenburg seine Linie, zudem wurde Bietigheim stärker, verteidigte jetzt besser und spielte nach Ballverlusten der Gastgeberinnen schneller nach vorne. Näher als auf drei Treffer kamen die Gäste aber nicht heran (21:18/35., 22:19/36., 30:27/58., 31:28/59.). Die SG hätte die Partie spannender gestalten können, ließ dafür aber zu viele sehr gute Einwurfchancen liegen. Zum Teil hatte daran auch die gute VfL-Keeperin Renner ihren Anteil. Das Bietigheimer Aufbäumen in der Schlussphase beantwortete dann Julia Wenzl mit zwei gekonnten Aktionen zum 31:27 (nach Geschke-Pass) und 32:28 (59./ nach Wackler). Danach war klar: Oldenburg bleibt mit drei Toren Vorsprung auf den Buxtehuder SV Tabellenzweiter. 

Insgesamt hat der VfL so viel (Selbst)kritik wie oben beschrieben nicht verdient. Immerhin beherrschte das Team über weite Strecken den mit Nationalspielerinnen gespickten und körperlich klar überlegenen Gegner deutlich. Vor der Saison hätte kaum ein Oldenburger Anhänger einen so deutlichen Sieg gegen die als sehr stark eingeschätzte SG BBM erwartet. 

Dass Bietigheims Saisonstart bei nun 3:7 Punkten gehörig daneben ging, hängt auch mit unglücklichen Verletzungen zusammen: „Im August mussten wir quasi noch einmal neu aufbauen“, sagte Trainer Bo Andersen. Im heutigen Spiel erlebte er einen „superstarken VfL in der ersten Hälfte“, sein Team hätte aber auch zu viele einfache Tore zugelassen. „In der zweiten Halbzeit stand unsere Abwehr besser, aber dann nutzen wir unsere Chancen nicht.“ In „verschiedenen Dingen“ registrierte Andersen „einen Schritt nach vorne“, aber das sei nicht gut genug: „Im Moment müssen wir uns nach unten orientieren.“

Am kommenden Samstag  um 19.30 Uhr tritt der VfL bei der DJK/MJC Trier an. Bietigheim empfängt am selben Abend um 20 Uhr die VL Koblenz. 

VfL Oldenburg: Wester (3 Paraden), Renner (ab 17.; 15/1 Paraden) - Birke 5, Geschke 5, Müller 7/3, Wenzl 10/5, Schnack 2, Meyer 3; Deters, Hartstock, Salberg, Svendsen 2, Behrend n.e., Thomas n.e.

SG BBM Bietigheim: Giegerich (10/1 Paraden), Wysokinska (20. bis 43.; 11 Paraden) - Lorentsen 4, Pielesz 1, Ilyes 3, Maric 10/5, Malestein 5, Yttereng 4; Poulsen, Jorgensen 1, Jongenelen 1

Siebenmeter: 9/7 (Geschke wirft an die Latte, Giegerich pariert den Nachwurf; Wenzl scheitert an Giegerich) - 6/5 (Maric scheitert an Renner)

Zeitstrafen: 6 (Birke, Salberg, Meyer, zweimal Geschke, Schnack) - 5 (Lorentsen, Jorgensen, zweimal Ilyes, Maric)

Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorff aus Kaarst

Zuschauer: 965 in der Oldenburger EWE Arena 

Foto: Jack
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Oldenburg kontert Leverkusen aus und bleibt oben

21.09.2014 22:16 Uhr
von Ole Rosenbohm

Hingeschaut, kurz die Augen gerieben, nochmal hingeguckt: Der VfL Oldenburg bleibt auch nach dem dritten Spieltag Spitzenreiter in der Handball-Bundesliga. Ihren dritten Sieg feierten die Oldenburgerinnen mit einem 34:26 (17:9) am heutigen Sonntag (21.9.2014) gegen Bayer Leverkusen. 

VfL-Trainer Leszek Krowicki beeilte sich aber, die Tabellen-Momentaufnahme in ein richtiges Verhältnis zu setzen: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Leverkusen ist im Umbruch – es kommen noch viel schwierigere Gegner. Die Tabellenführung ist eine schöne Sache für die Medien. Mich interessiert das weniger.“ Seine Mannschaft war aber schon über die Ausgangslage informiert. Denn nach dem gestrigen 35:19-Sieg des Thüringer HC gegen SVG Celle benötigte der VfL mindestens einen Sechs-Tore-Erfolg, um ganz oben zu bleiben. Das gelang überraschend souverän. 

Entscheidend dafür war die Oldenburger Defensivleistung in der ersten Hälfte, die Krowicki als „sensationell“ bezeichnete: „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir schon einmal so gut in der Abwehr gespielt haben.“ Weil auch vorne viel, sehr viel sogar, gelang, setzte sich der VfL früh vorentscheidend ab: 5:2 (6.), 8:3 (10.), 15:5 (23.). Bis Natalie Adebergs 6:15 aus Bayer-Sicht hatten die Gastgeberinnen sieben Tore in Folge erzielt. Nur 825 Zuschauer waren in der EWE Arena zugegen, aber das Stimmungsbarometer schnellte früh hoch. Mit lauten „VfL, VfL“-Sprechchören feierten die Anhänger ihr Team. 

In diesem Team gab es keine Aussetzer, allerdings doch überragende Akteurinnen. Angie Geschke etwa war allein an sieben der ersten neun Oldenburger Tore beteiligt – vier warf sie selber, dreimal assistierte sie. Oder Caroline Müller, die neben ihrer Rolle als Regisseurin selbst viele Akzente setzte. Spektakulär auch der Auftritt Kim Birkes: Acht Treffer markierte die Linksaußen – per Konter oder von links, mal gezielt und mal per Heber. Eine hundertprozentige Trefferquote (neun von neun) verhinderte eine Szene in der 55. Minute. Wieder lief Birke einen Gegenstoß, wurde aber stark bedrängt, fiel auch unsanft und traf so nur den Innenpfosten. Das Tor fiel dennoch: Cara Hartstock hatte den Ball aufgenommen und verwandelte den Nachwurf. 

Weil die Oldenburger Deckung so gut stand, kam Bayer um die Spielgestalterinnen Kim Naidzinavicius und Anne Jochin zunächst nicht wie gewohnt ins Spiel. „Wir haben uns verunsichern lassen durch die gut eingestellte VfL-Abwehr“, sagte „Elfen“-Trainerin Renate Wolf. „Durch die Fehlleistungen im Angriff wurden wir Opfer des Oldenburger Tempospiels.“ Schon nach 20 Minuten hatte Leverkusen zwei Auszeiten verbraucht. 

Immerhin sah Wolf in der zweiten Hälfte eine verbesserte Gäste-Mannschaft, die ihr Heil in einer offensiveren Deckungsvariante suchte. Während der VfL jetzt häufiger voreilig den Abschluss suchte und Leverkusen „zumindest versucht hat, zu kämpfen“ (Wolf) blieb der Abstand relativ konstant: 18:12 (34.), 20:15 (39.), 25:18 (46.), 29:19 (50.). Oldenburg blieb aber das bessere Team. 

Trotz der Niederlage: Potenzial hätten die „Elfen“ sicher, sagte Krowicki: „Leverkusen hat eine Menge erfahrener Spielerinnen verloren und viele talentierte dazugewonnen.“ Wie stark Bayer 04 aber in dieser Saison noch werden kann, wollte Renate Wolf, die das Amt erst Mitte August übernommen hatte, selbst nicht einschätzen: „Eigentlich lerne ich diese Mannschaft noch kennen. Und auch jede einzelne Spielerin selbst weiß nicht, wo sie steht.“ 

Seinen zweiten Saisonsieg will Leverkusen kommenden Sonntag um 16 Uhr gegen VL Koblenz/Weibern einfahren. Auf Oldenburg wartet tags zuvor um 18 Uhr die HSG Blomberg, selbst noch ungeschlagen und VfL-Bezwinger im Halbfinale des Oldenburger Robert-Schumann-Turniers. Ein schwieriges Spiel. „Wir haben uns sehr intensiv auf Leverkusen vorbereitet und werden uns genauso intensiv auf Blomberg vorbereiten“, sagte Krowicki. Die Tabellensituation solle kein Thema in der Trainingswoche werden: „Die Euphorie in der Mannschaft wird schon beim nächsten Lauftraining dahin sein.“ 
 
VfL Oldenburg: Renner (13 Paraden), Wester (ab 45.; 4 Paraden) - Birke 8 Tore, Geschke 7/1, C. Müller 5, Wenzl 4/1, Schnack 2, Meyer 2; Deters 1, Svendsen 3, Hartstock 2, Thomas n.e., Behrend n.e.

Bayer Leverkusen: Hagel (10 Paraden), Salamakha (ab 48.; 4/1 Paraden) - A. Müller 2, Jochin 3, Naidzinavicius 11/5, Rode 2, Seidel 1, Karolius 1; Latakaite-Willig 1, Loest, Jörgens, Adeberg 2, Logvin 1, Heldmann 2, Ruthenbeck n.e., Adams n.e. 

Siebenmeter: 3/2 (C. Müller scheitert an Salamakha) - 5/5

Zeitstrafen: 3 (C. Müller, Geschke, Deters) - 1 (Rode)

Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies aus Magdeburg

Zuschauer: 825 in der EWE Arena 

Foto: Jack
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Abbingh knickt um und fehlt beim Turnier in Tschechien

11.08.2012 04:00 Uhr
von Ole Rosenbohm

Rückschlag für den Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg: Rückraumspielerin Lois Abbingh muss für wohl zwei Wochen eine Trainingspause einlegen. Die niederländische Nationalspielerin, die am kommenden Montag 20 Jahre alt wird, war beim abendlichen Dienstagstraining mit dem linken Fuß umgeknickt und zog sich dabei vermutlich einen Bänderanriss zu. Abbingh fehlt somit auch beim Vorbereitungsturnier am Samstag und Sonntag im tschechischen Most. Die Mannschaft machte sich am heutigen Donnerstag (9.8.2012) ohne Abbingh auf die Fahrt nach Tschechien. »Die Schmerzen sind weg, der Fuß ist auch nicht mehr so angeschwollen«, sagte Abbingh und machte sich Mut, beim Höhepunkt der VfL-Saisonvorbereitung wieder dabei sein zu können: »Ich will so schnell wie möglich zurück, aber spätestens beim Wunderhornturnier will ich dabei sein.« Das Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn findet am 25. und 26. August in der VfL-Halle an der Rebenstraße statt. VfL-Trainer Leszek Krowicki reagierte auf die Verletzung und sagte ein für den morgigen Freitag (10.8.2012) geplantes Testspiel gegen den polnischen Erstligisten Start Elblag ab. »Die Belastung für unseren schmalen Kader wäre zu hoch. Wir werden am Freitag nur trainieren.« Zudem nahm er Neele Buschmann als Abbingh-Ersatz mit zum Turnier-Wochenende. Auch dabei ist Nadine Smit. Smit und Buschmann spielten in der vergangenen Saison noch bei den VfL-A-Juniorinnen und gehören aktuell zum Kader des Drittligateams. Das Turnier mit vier Erstligateams beginnt am Samstag um 10 Uhr mit der Partie gegen Gastgeber Banik Most. Um 18 Uhr trifft der VfL dann auf Elblag. Am Sonntagvormittag steht dann noch das Spiel gegen Storhammar HB an. In seinen zwei bisherigen Testspielen hatten sich die Oldenburgerinnen klar gegen die Zweitligisten SVG Celle und SC Greven durchgesetzt. »Die Gegner in Most werden ein höheres Niveau vertreten«, sagte Krowicki.Ole RosenbohmPressesprecher VfL Oldenburg
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Testspiel: VfL Oldenburg siegte trotz Abstimmungsproblemen deutlich

09.08.2012 06:00 Uhr
von Ole Rosenbohm

Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben zwar auch ihr zweites Testspiel der laufenden Vorbereitung klar gewonnen, aber phasenweise noch Abstimmungsschwierigkeiten offenbart. »Unsere Probleme in der Deckung müssen wir unbedingt beseitigen«, sagte Trainer Leszek Krowicki nach dem 35:24 (19:12)-Sieg am Samstag (4.8.2012) gegen den Zweitligisten SC Greven 09. »Auch im Angriff müssen wir noch konsequenter werden«, fuhr der Coach fort. »Nur das schnelle Spiel nach vorne klappt schon sehr gut.«Vor etwas über 100 Zuschauern gingen die ersatzgeschwächten Gäste – Melanie Lorenz, Elke Thomassen, Jenny Volkmer, Yasmin Yusuf und Juliane Frank fehlten, Trainerin Franziska Heinz hatte nur neun Spielerinnen dabei – nach vier Minuten mit 4:2 in Führung. Dann konterte Oldenburg erfolgreich und warf bis zur neunten Minute sieben Tore in Folge. Die Treffer fünf bis acht markierte die zunächst auf der linken Bahn eingesetzte Julia Wenzl, davon drei per Gegenstoß. Bei 10:7 in der 15. Minute veränderte Krowicki erstmals seine Formation auf der Platte. Kim Birke übernahm die Linksaußenposition, Wenzl rückte in den linken Rückraum. Rechts spielte nun Maike Schirmer für Jenny Winter, Barbara Hetmanek kam für Wiebke Kethorn an den Kreis. Den letzten Treffer vor der Pause erzielte Lois Abbingh mit einem herrlichen Wurf aus der zweiten Reihe ins lange Eck. Bei allen Abstimmungsschwierigkeiten zeigte der amtierende DHB-Pokalsieger aber phasenweise guten Handball. Am klaren Sieg war ohnehin nicht zu rütteln: In der 44. Minute führte der VfL mit 27:17, in der 52. mit 33:20. Es folgten sieben torlose Minuten für den Bundesligisten, die Birke mit einem Dreher zum 34:22 beendete. Die letzten Aktionen gehörten dem SC 09: Manja Görl traf aus dem Rückraum unter die Latte, Nikki Schreurs ins, wegen dem Einsatz einer siebten Feldspielerin, verwaiste Oldenburger Tor. Für die Oldenburger Zuschauer und die Mannschaft bedeutete die Partie auch ein Wiedersehen mit Sarah Everding. Die heute 27-jährige kam als B-Jugendliche zum VfL, wurde in Oldenburg Jugendnationalspielerin und spielte später im Bundesligateam. Everding war in Oldenburg einer der Publikumslieblinge. Seit 2007 ist sie es in Greven. Beim Test in Oldenburg warf sie, von Trainerin Heinz am Kreis und im mittleren Rückraum eingesetzt, fünf Tore und holte etliche Siebenmeter heraus. Mit Greven war es das erste Spiel überhaupt in der Robert-Schumann-Halle, ihrer ehemaligen Trainingsstätte: »Da kommen Erinnerungen hoch«, sagte sie. »Schön war's.« In der kommenden Saison strebt die studierte Marketing-Fachfrau einen »Platz im gesicherten Mittelfeld« an.  Oldenburg will eine Liga höher etwas besser abschneiden und arbeitet am kommenden Wochenende bei einem Turnier im tschechischen Most weiter an der Erstliga-Form. „»Kim Birke ist schon in Länderspiel-Verfassung, die anderen suchen noch etwas«, sagte nach der Partie Peter Görgen, der Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH. Auch die von Görgen gelobte siebenfache Torschützin Birke sieht noch Steigerungspotenzial: »Noch haben wir uns vor allem in der Abwehr nicht ganz gefunden«, sagte die Nationalspielerin, weiß aber auch, dass für die Feinabstimmung bis zum Bundesligastart am 8. September gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern noch komfortable fünf Wochen Zeit bleiben. »Konditionell sind wir schon sehr weit, und der Rest wird auch noch kommen«, sagte Birke. »Unser letztes reguläres Spiel ist ja schon ein bisschen her.« Am 29. April war das. Der VfL gewann im Endspiel des DHB-Pokals gegen Bayer Leverkusen mit 35:30. Bis die Verfassung von damals erreicht ist, dauert es eben etwas. Dafür ist eine Vorbereitung aber auch da. VfL: Wester (1. Halbzeit), Renner (2. Halbzeit) – Birke 7 Tore, Hetmanek, Schirmer 4, Wenzl 6, Abbingh 4/2, van der Heijden 7/1, Kethorn 4, Neuendorf 1, Winter 2, Neßlage. Greven 09: Czarna, Klanz - Görl 9, Kornet 2, Everding 5, Schreurs 6/5, Huesmann, Partart 1, Biester 1. Ole RosenbohmPressesprecher VfL Oldenburg
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VfL Oldenburg testet am Samstag gegen Zweitligist Greven

03.08.2012 01:00 Uhr
Fünfeinhalb Wochen dauert es für die Handballerinnen des VfL Oldenburg noch bis zum ersten Bundesligaspiel (8.9.2012, 19.30 Uhr, EWE ARENA) gegen Aufsteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern, dem ehemaligen TuS Weibern. Noch viel Zeit für das  VfL-Team, das am vergangenen Samstag im Test gegen SVG Celle (39:33) bereits eine gewisse Frühform erkennen ließ. Der nächste öffentliche Auftritt steht schon am kommenden Samstag (4.8.) auf dem Programm: Dann ist um 14 Uhr mit der SC Greven ein weiterer Zweitligist in der Robert-Schumann-Halle zu Gast. »Die Mannschaft zieht gut mit, die Laune ist auch gut. Doch wirklich Spaß machen uns die Spiele«, sagt Krowicki. »Wir haben dazu genug Dinge, auf die wir uns in den Partien konzentrieren müssen.« Am 22. August ist Zweitligist Borussia Dortmund in Oldenburg zu Gast und schon drei Tage später steht mit dem Robert-Schumann-Turnier der traditionelle Höhepunkt einer jeden Oldenburger Bundesligavorbereitung auf dem Terminplan. Zudem spielen die Oldenburgerinnen am 18. August (17 Uhr) in Lohne gegen die Kreisauswahl Vechta. Für das Turnier am 25. und 26. August wurde inzwischen aus organisatorischen Gründen eine neue Gruppeneinteilung vorgenommen. Der VfL spielt demnach mit Bundesliga-Konkurrent HSG Bad Wildungen  sowie den Erstligisten Corona Brasov (Rumänien) und KS Ruch Chorzow (Polen) in der Gruppe A. 
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