Rubrik Schule
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16.09.2022, 15:42 Uhr
760 km für mehr Bewegung in Schulen
Der Study Active Oldenburg Verein veranstaltet die verrückteste Spendenaktion für Oldenburg! Wissen Sie, wie lange ein Schulkind in einem Schuljahr sitzt? Nein? Der Verein hat das mal ausgerechnet. Es sind ca. 760 Stunden. Dabei hat ein Schuljahr nur ca. 900 Stunden.
 
Der Study Active Oldenburg Verein macht aus den 760 Stunden 760km und möchte damit Spendengelder sammeln, um neue Bewegungsangebote in Schulen zu schaffen. Catarina, René und Philipp, Gründer des Vereins, möchten sich für mehr Bewegung in Schulen einsetzen. Dafür läuft Philipp in 30 Tagen von München nach Oldenburg. Der Lauf ist am 09.09 in München gestartet und soll am 09.10 auf dem Oldenburger Schhlossplatz enden. Die Route haben die drei Sportstudenten selbstständig geplant. Catarina und René werden Philipp zwei Mal auf seiner Wanderung besuchen und eine kurze Strecke mit ihm zusammenlaufen. Jeder und Jede kann Philipp auf seinem Wanderweg begleiten. 

Die eingenommenen Spenden werden an die Grundschule Nadorst, Grundschule Bloherfelde und Grundschule Kreyenbrück gespendet. Mit diesem Geld wollen die Schulen zum Beispiel neue Bewegungsmaterialien anschaffen, neue Bewegungs-AG´s anbieten und noch vieles mehr. Insbesondere der Punkt dynamisches Sitzmobiliar liegt dem Verein am Herzen. „Leider sitzen Kinder immer noch sehr viel und das meistens auf Stühlen, die schon über 20 Jahre alt sind.“, so berichtet Catarina da Silva. „Kinder sollen sich mehr bewegen, dafür müssen aber auch Möglichkeiten geschaffen werden.“, davon ist der Verein überzeugt. 
Der Verein hat sich ein Spendenziel von 10.000€ gesetzt. Sie brauchen daher jede Unterstützung, denn jeder Euro zählt. Auf ihrem Instagramkanal @verein_studyactive können Sie Philipp live beim Wandern zu sehen. 

Das Motto des Vereins lautet: „Lasst uns gemeinsam etwas BEWEGEN!“

Alle Infos, Videos und Artikel zum Spendenlauf finden Sie unter www.studyactive-verein.de

Spenden per Paypal an www.studyactive-verein.de 


Spenden per Überweisung an folgendes Bankkonto: 

Bank: Landessparkasse zu Oldenburg
Empfänger: Study Active Oldenburg n.e.V.
IBAN: DE77 2805 0100 0094 4161 38
BIC: SLZODE22XXX
Verwendungszweck: Spende
23.08.2022, 17:41 Uhr
Digitale Zukunft: Interaktive Tafeln erobern weiter Klassenzimmer
Schulen werden weiter mit digitaler Technik ausgestattet – Investitionen von 1,5 Millionen Euro
Die Digitalisierung der Oldenburger Schulen schreitet weiter voran – und damit die Umsetzung des IT-Entwicklungskonzeptes. Nachdem im Jahr 2021 bereits rund 270 Systeme beschafft und installiert wurden, konnte die Stadt nun erneut aus den Geldern des Digitalpaktes Schule von Bund und Ländern schöpfen und rund 1,5 Millionen Euro investieren. So werden zahlreiche weitere Klassenräume aller Schularten noch in diesem Jahr mit modernen Präsentationsmöglichkeiten wie interaktiven Tafeln, Displays und Beamern ausgestattet. Insgesamt wurden in 2022 rund 260 Systeme angeschafft. Auch die LAN- sowie WLAN-Infrastruktur wird weiter ausgebaut. 

„Mit der erneuten Förderung durch den Digitalpakt Schule können wir einen großen Schritt weiter in Richtung Digitalisierung gehen und für alle Schularten die Voraussetzungen für moderne, digitale Unterrichtsformen schaffen. Mit der Investition von jetzt 1,5 Millionen Euro war eine intensive Vorarbeit an den Schulen, aber auch im Amt für Schule und Bildung verbunden und alle Beteiligten haben sehr konstruktiv zusammengearbeitet, um die Förderzusage zu erhalten“, betont Schuldezernentin Dagmar Sachse.

Folgende Schulen erhalten in allen Klassenräumen interaktive 86-Zoll-Displays, die bereits beauftragt sind, aber deren Lieferung noch aussteht: Neues Gymnasium Oldenburg, Cäcilienschule, Oberschule Alexanderstraße, Grundschule Ofenerdiek und die Paul-Maar-Grundschule. Bis zum Herbst werden voraussichtlich noch Aufträge für eine Komplettausstattung der Grundschule Ohmstede und Schule Borchersweg mit interaktiven 86-Zoll-Displays erteilt. Die Oberschule Osternburg erhält in allen Unterrichtsräumen nicht-interaktive 86-Zoll-Monitore.

Zudem wurden für folgende Schulen vollständig oder ergänzend interaktive Whiteboard-Tafeln mit Kurzdistanzbeamern ausgeschrieben, um eine flächendeckende Ausstattung zu erreichen: die Grundschulen Bloherfelde, Staakenweg, Krusenbusch, Nadorst, Bümmerstede, Drielake und Etzhorn sowie die Katholische Grundschule Eversten und die IGS Kreyenbrück.

In diesem Sommer wird die IT-Infrastruktur in folgenden Schulen ausgebaut. Dazu zählt unter anderem ein flächendeckendes WLAN im gesamten Schulgebäude und eine verbesserte Breitbandanbindung: Grundschulen Krusenbusch, Paul-Maar, Ohmstede, Staakenweg, Hermann-Ehlers-Schule, Eversten, Wallschule, Dietrichsfeld und Ofenerdiek. Bei der Oberschule Ofenerdiek ist nun auch die Sporthalle mit angebunden, bis zum Herbst soll die Oberschule Eversten folgen. 

Eine WLAN-Infrastruktur wurde in den Sommerferien bereits für die Helene-Lange-Schule, für das Bildungszentrum für Technik und Gestaltung (BZTG) und die IGS Flötenteich geschaffen. Für die BBS3 soll sie in den kommenden Wochen fertig werden. Bis zum Herbst sollen auch das das Alte Gymnasium Oldenburg und das Herbartgymnasium mit WLAN versorgt sein – dies ist jedoch von der Gerätelieferung abhängig.

Die Ausstattung mit Präsentationsmöglichkeiten erfolgt in enger Abstimmung mit den Schulen. Die Schulen haben jeweils in langjähriger Arbeit Medienkonzepte erstellt, in denen Anforderungen an Präsentationsmöglichkeiten definiert wurden. Diese Medienkonzepte dienen nun als Grundlage für die Ausstattung.

Die Umsetzung des IT-Entwicklungskonzeptes wurde am 30. September 2019 vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossen. Ziel ist es, an allen Schulstandorten in städtischer Trägerschaft die Voraussetzungen für kollaboratives Lernen und Unterrichten mit mobilen digitalen Endgeräten zu schaffen. Gleichzeitig sollen die Netze (Breitbandanbindung, WLAN und LAN) ausgebaut und standardisiert werden.
12.08.2022, 13:23 Uhr
Einschulungen an den Berufsbildenden Schulen stehen bevor
Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Sekundarstufe I sind weiterhin schulpflichtig
Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen werden in diesem Jahr ab Mittwoch, 24. August, eingeschult. Sie müssen dazu ihren Ausbildungsvertrag, Schreibmaterial und ihr Abschlusszeugnis der zuletzt besuchten Vollzeitschule mitbringen. Zum Besuch einer berufsbildenden Schule verpflichtet sind alle Jugendlichen, die eine Ausbildung beginnen sowie alle, die die Sekundarstufe I verlassen und ihre zwölfjährige Schulpflicht noch nicht erfüllt haben. Eine Anmeldung über das Portal „Schüler online“ unter www.schueleranmeldung.de durch den Ausbildungsbetrieb ist erforderlich.

An den Berufsbildenden Schulen Haarentor (Berufsbildungszentrum für Wirtschaft, Informatik und Gesundheit), Ammerländer Heerstraße 33-39, werden am Mittwoch, 24. August, die folgenden Ausbildungsberufe eingeschult: Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker/in Systemintegration, Fachinformatiker/in Daten- und Prozessanalyse, Kauffrau/-mann für Digitalisierungsmanagement, Kauffrau/-mann für IT-Systemmanagement, Kauffrau/-mann für Büromanagement, Industriekauffrau/-mann, Medienkauffrau/-mann Digital und Print, Personaldienstleistungskauffrau/-mann, Servicekraft und Kauffrau/-mann für Dialogmarketing sowie Kauffrau/-mann im E-Commerce.

Folgende Ausbildungsberufe im Bereich Gesundheit werden eingeschult: Medizinische/r Fachangestellte/r, Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r, Tiermedizinische/r Fachangestellte/r und Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r sowie auch die Fachoberschulklasse 12 der Fachrichtung Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit und Pflege, und die Fachoberschulklasse Informatik Klasse 12.

Die genaue Uhrzeit und der jeweilige Klassenraum werden rechtzeitig unter www.bbs-haarentor.de sowie am Einschulungstag auf entsprechenden Hinweistafeln bekanntgegeben. Weitere Informationen gibt es auch telefonisch unter 0441 77915-0.

An den Berufsbildenden Schulen Wechloy (Berufsbildungszentrum für Wirtschaft, Recht und Verwaltung), Am Heidbrook 10, Telefon 0441 2182-0, findet die Einschulung für alle Klassen der Teilzeit-Berufsschule je nach Bildungsgang an den ersten drei Schultagen im neuen Schuljahr statt:

Am Donnerstag, 25. August, 14 Uhr: Automobilkaufleute, Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement, Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachlagerist/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Steuerfachangestellte, Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen.

Am Freitag, 26. August, 7.50 Uhr: Kaufleute für Tourismus und Freizeit, Tourismuskaufleute, Kaufleute für Spedition und Logistik, Immobilienkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation.

Am Montag, 29. August, 7.50 Uhr: Kaufleute im Gesundheitswesen, Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, Sport- und Fitnesskaufleute, Veranstaltungskaufleute.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bbs-wechloy.de und über die jeweiligen Bildungsgangsleitungen.

Die technischen und gestalterischen Berufe werden am Bildungszentrum für Technik und Gestaltung (BZTG) an der Straßburger Straße 2 beziehungsweise Ehnernstraße 132 angeboten. Ausbildungsbetriebe können sich im Internet unter www.bztg-oldenburg.de über den ersten Unterrichtstag informieren.

An den Berufsbildenden Schulen 3 (BBS 3), Maastrichter Straße 27, findet die Einschulung für die Vollzeit-Schülerinnen und -Schüler – sofern sie nicht bereits erfolgt ist – am Donnerstag, 25. August, statt. Die neuen Klassen der Berufsfachschulen, Berufseinstiegsschulen, Fachoberschulen, Fachschulen und Beruflichen Gymnasien werden zu unterschiedlichen Zeiten eingeschult, die im Internet unter www.bbs3-ol.de unter dem Stichwort „Einschulung“ eingesehen werden können. Ebenfalls sind unter diesem Stichwort die bereits bestehenden Klassen mit den ersten Unterrichtstagen gelistet. Die Schultage für die Berufsschulklassen sind den Betrieben mitgeteilt worden und auch im Internet unter www.bbs3-ol.de nachzulesen.

Hinweis: Alle neuen Auszubildenden aus dem Bereich Gastronomie werden am Freitag, 26. August, um 8 Uhr eingeschult. Alle neuen Auszubildenden aus dem Bereich Körperpflege/Friseurin beziehungsweise Friseur werden am Montag, 29.August, ebenfalls ab 8 Uhr eingeschult.

Schulpflichtige Schülerinnen und Schüler, die für das neue Schuljahr noch einen Schulplatz an den BBS 3 suchen und noch keinen Schulplatz an einer berufsbildenden Schule angenommen haben, melden sich bitte am 25. August um 15 Uhr mit dem letzten Zeugnis im Eingangsbereich der BBS 3.

Jugendliche, die zum Ende des vergangenen Schuljahres eine allgemeinbildende Schule verlassen und noch keinen zwölfjährigen Schulbesuch hinter sich haben, sind weiterhin schulpflichtig. Wer eine Berufsausbildung beginnt, ist verpflichtet, die Berufsschule zu besuchen. Das gilt auch für Auszubildende, die ihre zwölfjährige Schulpflicht bereits erfüllt haben. Jugendliche, die ihre Schulpflicht noch nicht erfüllt haben und keinen Ausbildungsvertrag abschließen konnten, müssen ihre Schulpflicht nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule an einer berufsbildenden Schule erfüllen. Sie können eine Berufseinstiegsschule, eine Berufsfachschule oder eine andere Vollzeitschule besuchen. Die Anmeldungen für die Vollzeitschulen an den berufsbildenden Schulen wurden bereits im Februar entgegengenommen, sind im Falle von Schulpflichtigen aber auch jetzt noch möglich. Auskünfte über noch bestehende Aufnahmemöglichkeiten erteilen die Schulen.

Wer eine Umschulung beginnt, kann die Aufnahme in eine berufsbildende Schule beantragen. Vor Beginn des Schulbesuchs müssen die Umschülerinnen und Umschüler den Aufnahmeantrag des Umschulungsträgers – der Agentur für Arbeit oder der Deutschen Rentenversicherung – vorlegen.

Weitergehende Informationen über alle Oldenburger berufsbildenden Schulen gibt es im Internet unter www.bbs-ol.de. Informationen zu den Schulanmeldungen sind ebenso auf der Webseite der Stadt Oldenburg zu finden unter www.oldenburg.de/schule.
15.07.2022, 17:00 Uhr
Sanierungsarbeiten statt Schulbetrieb
Rund 1,3 Millionen Euro werden in den Sommerferien an städtischen Schulen investiert
Es werden Böden und Decken erneuert, Räume, Flure und Fassaden mit frischer Farbe versehen, Fenster und Türen repariert und sogar Sporthallenwände mit Graffiti-Kunst verschönert. Wie in jedem Jahr nutzt der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) der Stadt Oldenburg die unterrichtsfreie Zeit in den Sommerferien, um umfangreiche Sanierungsarbeiten vorzunehmen. Rund 1,3 Millionen Euro werden in verschiedensten Sanierungsmaßnahmen an mehr als 20 Schulen investiert. In dieser Summe sind die Kosten für das Aufstellen von Klassenraumcontainern, die an zwei Standorten in den Ferien aufgebaut werden, nicht enthalten. 

 „Wir hoffen, dass alle Maßnahmen wie geplant in den Ferien umgesetzt werden können“, erläutert EGH-Leiter Klaus Büscher. „Aber wir werden in diesem Jahr sicher besonders flexibel sein müssen. Personalausfälle bei Firmen oder Materialengpässe aufgrund der aktuellen Situation der Baubranche können auch kurzfristig Umplanungen in den Zeitabläufen erforderlich machen.“
15.07.2022, 16:48 Uhr
Schule an der Kleiststraße erhält dauerhafte Außenstelle
Start mit Containerbauten bereits zum Schuljahr 2022/2023 an der IGS Kreyenbrück
Die Schule an der Kleiststraße erhält ab dem kommenden Schuljahr eine Außenstelle auf dem Gelände der IGS Kreyenbrück. Die Stadt reagiert damit auf die nachhaltig steigende Zahl der Schülerinnen und Schüler mit einem Förderbedarf im Bereich Geistige Entwicklung, dem Schwerpunkt der Förderschule. Diese Entwicklung ist auch landes- und bundesweit zu beobachten, daher rechnet man auch in Zukunft mit einer hohen Zahl an Schülerinnen und Schülern. Da der zusätzliche Raumbedarf schon jetzt durch Räumlichkeiten an der benachbarten IGS Helene-Lange-Schule gedeckt werden muss, ist nun der Entschluss für eine dauerhafte Außenstelle gefasst worden. Auf den Grundstücken der Schule an der Kleiststraße und der IGS Helene-Lange-Schule kann ein Erweiterungsbau nicht realisiert werden, sodass die Wahl nach einer Prüfung weiterer Schulgrundstücke auf die IGS Kreyenbrück fiel.

Während der neue Standort zunächst mit mobilen Klassenräumen – also einer Containerlösung – genutzt wird, liegt für den Neubau bereits eine erste Konzeptstudie zur baulichen Machbarkeit vor. Um eine gute Zusammenarbeit zwischen der IGS Kreyenbrück und der künftigen Nachbarschule zu ermöglichen, wird eine entsprechende Raum- und Wegeplanung erarbeitet. Voraussichtlich 2027 soll der Neubau für acht bis zehn Klassen fertiggestellt sein; die Kosten werden auf rund 6 Millionen Euro geschätzt und können nach Abschluss der Planungsphase genauer beziffert werden.

Die Schule an der Kleiststraße ist eine Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Aktuell werden dort rund 170 Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 19 Jahren unterrichtet. Die Klassenstärke von sechs bis neun Schülerinnen und Schülern pro Klassenverband erfordert dennoch einen großen Raumbedarf. Seit dem Schuljahr 2008/2009 kooperiert die Schule mit der Grundschule Dietrichsfeld, wo vier Kooperationsklassen eingerichtet sind.
28.06.2022, 17:53 Uhr
Schule am Bürgerbusch schließt die Türen nun endgültig
Förderschulform läuft aus – Dezernentin dankt für geleistete Arbeit
Seit dem Schuljahr 2013/2014 laufen in Niedersachsen die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen jahrgangsweise aufsteigend aus. In der Stadt Oldenburg betrifft dies die Schule am Bürgerbusch. 2018 hat sich Oldenburg ebenso wie der größte Teil der Städte und Landkreise gegen eine Verlängerung dieser Schulform entschieden. Bereits zum Schuljahr 2020/2021 ist die immer kleiner werdende Schule am Bürgerbusch in Räumlichkeiten der Oberschule Ofenerdiek umgezogen. Nachdem in diesem Schuljahr noch drei 9. Klassen und zwei 10. Klassen unterrichtet und die Schülerinnen und Schüler zu ihren Abschlüssen geführt wurden, schließen sich die Türen der Schule in diesem Sommer nun endgültig.

In der Sitzung des Schulausschusses am Dienstag, 5. Juli, soll der Schule, vertreten durch die kommissarische Schulleiterin Claudia Surmann, für die geleistete Arbeit gedankt werden. Sozialdezernentin Dagmar Sachse betont: „Eine Schulschließung ist immer ein schwieriger Prozess für alle Beteiligten. Auch in diesem Fall ist die Entscheidung nicht leichtgefallen. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass uns dieser Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Schullandschaft weitergebracht hat. Ich möchte mich bei der Schule für die vielen Jahre der intensiven pädagogischen Arbeit und auch für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanken.“

Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf Lernen besuchen in Oldenburg zukünftig inklusiv arbeitende Regelschulen. Die Lehrkräfte wurden in den vergangenen Jahren zu einem großen Teil an diese Schulen versetzt.
21.06.2022, 17:59 Uhr
Schulstart: Fast 1.450 neue Kinder in den städtischen Grundschulen
Anmeldezahlen liegen auf dem Niveau des Vorjahres
Zum Schuljahr 2022/2023 werden voraussichtlich 1.434 Kinder an den städtischen Oldenburger Grundschulen eingeschult. Den aktuellen Anmeldezahlen zufolge nehmen die 28 städtischen Grundschulen jeweils zwischen 13 (Grundschule Wechloy) und 85 (Grundschule Ofenerdiek) neue Schülerinnen und Schüler auf. Damit liegt die Anmeldezahl in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, als 1.477 Schulanfängerinnen und Schulanfänger gezählt wurden. Die Anzahl der 1. Klassen reduziert sich im Rahmen üblicher Schwankungen von 75 auf 71 Klassen.

Bei insgesamt 217 Kindern haben die Eltern von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Schulstart ihres Kindes um ein Jahr hinauszuschieben („Flexikinder“). Die erwartete Konstanz im Anteil der jährlichen „Flexikinder“ ist noch nicht eingetreten, und es kommt noch weiterhin zu erheblichen Schwankungen in den einzelnen Jahren und an den einzelnen Schulen. Diese Zahl verringert die üblichen Einschulungen – in den Kindergärten sind dementsprechend weitere Plätze erforderlich.

Informationen für Eltern und Kinder rund um die Einschulung und den Alltag in der Grundschule gibt es online unter www.oldenburg.de/schule.

Die Einschulungszahlen der einzelnen Schulen (Vorjahreszahlen in Klammern) sind wie folgt:
- Grundschule Alexandersfeld: 46 (31)
- Grundschule Auf der Wunderburg: 25 (43)
- Grundschule Babenend: 51 (47)
- Grundschule Bloherfelde: 83 (100)
- Grundschule Bümmerstede: 58 (54)
- Grundschule Bürgeresch: 46 (58)
- Grundschule Dietrichsfeld: 65 (62)
- Grundschule Donnerschwee: 57 (59)
- Grundschule Drielake: 62 (53)
- Grundschule Etzhorn: 43 (35)
- Grundschule Haarentor: 52 (28)
- Grundschule Heiligengeisttor: 34 (33)
- Grundschule Hermann-Ehlers-Schule: 56 (54)
- Grundschule Hogenkamp: 46 (40)
- Grundschule Klingenbergstraße: 56 (53)
- Grundschule Kreyenbrück: 77 (70)
- Grundschule Krusenbusch: 68 (56)
- Grundschule Nadorst: 59 (50)
- Grundschule Ofenerdiek: 85 (119)
- Grundschule Ohmstede: 36 (54)
- Grundschule Paul-Maar-Schule: 52 (71)
- Grundschule Röwekamp: 32 (40)
- Grundschule Staakenweg: 84 (96)
- Grundschule Wallschule: 39 (34)
- Grundschule Wechloy: 13 (23)
- Katholische Grundschule Eversten: 34 (37)
- Katholische Grundschule Harlinger Straße: 37 (44)
- Katholische Grundschule Unter dem Regenbogen: 38 (33)
17.06.2022, 20:48 Uhr
Praktikumswoche 2022: Angebot für Schülerinnen und Schüler
Oldenburger Unternehmen bieten in den Sommerferien Schnupperpraktika an
Die Praktikumswoche Oldenburg geht in die zweite Runde: Die Registrierung ist ab sofort und über den gesamten Zeitraum der Sommerferien über die Online-Plattform praktikumswoche.de/oldenburg sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Unternehmen, kostenlos möglich. In den Sommerferien 2021 konnte das erste Mal erfolgreich die Praktikumswoche angeboten werden. 316 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, innerhalb eintägiger Schnupperpraktika 72 verschiedene Unternehmen in jeweils 21 unterschiedlichen Berufsfeldern kennenzulernen. Aufgrund der positiven Rückmeldungen aller Beteiligten wird die Fachkräfte-Initiative Oldenburg unter Federführung der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg die Praktikumswoche in diesem Jahr erneut ermöglichen. Teil der Initiative sind Oldenburger Unternehmen, die Kammern, die Arbeitsagentur und weitere arbeitsmarktrelevante Akteure.

Die Fachkräftesicherung wird für immer mehr Unternehmen zu einer Herausforderung, die gemeistert werden will. Um möglichst früh geeignete Kandidatinnen und Kandidaten als Nachwuchskräfte kennen zu lernen, bietet die Fachkräfte-Initiative Oldenburg die Praktikumswoche an. Die Online-Vermittlungsplattform ermöglicht den Unternehmen individuell festzulegen, wann sie wie viele Praktikantinnen und Praktikanten aufnehmen möchten. Dabei minimiert die digitale Lösung den Verwaltungsaufwand sowohl für Unternehmen als auch für Praktikantinnen und Praktikanten.

Das Prinzip ist einfach gehalten: Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren durchlaufen in fünf Tagen fünf Unternehmen und sammeln durch die Schnupperpraktika berufliche Erfahrungen. Zuerst wählen sie ihre Berufsfelder aus und bestimmen die Tage, an denen sie Zeit haben. Im Anschluss werden sie automatisch über die Online-Plattform an die Unternehmen vermittelt.

Neben den Praxiserfahrungen und den Einblicken in unterschiedliche Unternehmen, die die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sammeln, entstehen über die Tagespraktika Kontakte zu vielen Unternehmen, was die Möglichkeit für den Einstieg in längere Praktika, eine Ausbildung oder ein duales Studium erleichtert.

Betriebspraktika tragen einen wichtigen Teil zur beruflichen Bildung bei. Aus diesem Grund soll auch dieses Jahr ein breites Angebot über verschiedenste Unternehmensbranchen bereitgestellt werden. Von IT über Verwaltung oder Einzelhandel bis zum Handwerksberuf ist alles dabei.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter https://praktikumswoche.de/oldenburg.

Interessierte Unternehmen können sich an die Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg wenden. Ansprechpartner ist Klaas Knabe, Telefon 0441-235-3846, E-Mail klaas.knabe@stadt-oldenburg.de.
06.05.2022, 16:04 Uhr
„Amalie“, „Helene“, „Willa“ und „Kranich“ gleiten durch die Hunte
Oberbürgermeister Krogmann tauft neue Ruderboote für das Schülerbootshaus am Achterdiek
„Ich wünsche allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ – mit diesen Worten taufte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Freitag, 6. Mai, vier Ruderboote, die zum Schülerbootshaus am Achterdiek gehören. Im Beisein von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der IGS Helene-Lange-Schule goss Krogmann Hunte-Wasser über die Bootsrümpfe und deckte die jeweiligen Namen auf, die allesamt einen klaren Bezug zu Persönlichkeiten der Oldenburger Stadtgeschichte haben.

„Amalie“ (als Reminiszenz an Herzogin Amalie von Oldenburg) und „Helene“ (in Anlehnung an Ehrenbürgerin und Schul-Namensgeberin Helene Lange) lauten die Namen der beiden neu angeschafften Vierer mit Steuermann (beziehungsweise Steuerfrau). Auf „Kranich“ (als Erinnerung an das berühmte Pferd von Graf Anton Günther) und „Willa“ (in Anlehnung an Frauenrechtlerin Willa Thorade) wurden zwei ältere städtische Ruderboote getauft. Die neuen Vierer-Ruderboote hat die Stadt Oldenburg auf Initiative der Helene-Lange-Schule angeschafft. Sie haben rund 27.200 Euro gekostet. Die beiden Mannschaftsboote eignen sich aufgrund ihres geringen Gewichts und des tiefen Einstiegs auch für motorisch eingeschränkte Schülerinnen und Schüler. Außerdem können sie von Menschen mit Hör- und Seheinschränkungen genutzt werden. Bei den beiden älteren, bisher namenlosen Booten handelt es sich ebenfalls um ein Vierer-Ruderboot sowie um ein Zweier-Ruderboot mit Steuermann/Steuerfrau, das zum Dreier-Ruderboot ohne Steuermann/Steuerfrau umgebaut werden kann.

Darüber hinaus wurden an diesem Tag zwei Boote der IGS Helene-Lange-Schule und der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) durch Vertreterinnen und Vertreter der Schulen beziehungsweise des Fördervereins getauft. Das IGS-Boot heißt „Huntewunder“, den Bug des GAG-Bootes ziert der Name „Huntesprinter“. Hierbei handelt es sich um ältere Gebrauchtboote, die aus Osnabrück übernommen und von den Lehrkräften mit den Schülerinnen und Schülern aufgearbeitet wurden. Nach der Taufe hieß es „ran an die Riemen“: Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule zeigten ihr Talent beim Skullen auf der Hunte.

Die Stadt Oldenburg stellt das Schülerbootshaus am Achterdiek Schulen für den Sportunterricht zur Verfügung. Das Bootshaus befindet sich auf dem Gelände des Oldenburger Yachtclubs (OYC). Für die Nutzung zahlt die Stadt Miete. Bootslager und Umkleiden mit Duschen und Sanitäranlagen wurden 2014 vom OYC mit städtischen Zuschuss neu gebaut. Genutzt wird das Bootshaus neben der Helene-Lange-Schule und der Graf-Anton-Günther-Schule vom Alten Gymnasium Oldenburg, der Cäcilienschule, dem Herbartgymnasium, dem Neuen Gymnasium Oldenburg, den Berufsbildenden Schulen 3, dem Bildungszentrum für Technik und Gestaltung, der IGS Flötenteich und der Liebfrauenschule. Die Stadt sorgt für die Grundausstattung des Bootshauses und die Unterhaltung des Gebäudes. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler kümmern sich um Pflege, Wartung und gegebenenfalls auch Reparaturen der Boote. Eltern und Fördervereine unterstützen die Schulen finanziell, vor allem bei der Beschaffung von schuleigenen Booten.

Oberbürgermeister Krogmann dankte allen beteiligten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern für ihr großes Engagement. Gleichzeitig hob Krogmann die Bedeutung von Rudern als Teamsport hervor: „Man sitzt wortwörtlich im selben Boot. Teil eines Teams zu sein, bedeutet zu lernen, die eigenen Fähigkeiten in den Dienst der gemeinsamen Sache zu stellen. Das ist nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag eine wichtige Fähigkeit.“
26.04.2022, 17:25 Uhr
5000 Euro für „Klasse2000“ und „Lions-Quest“
Lions Club Oldenburg-Lappan unterstützt Präventionsarbeit an Oldenburger Schulen
Der Förderverein des Präventionsrates Oldenburg erhielt vom Lions Club Oldenburg-Lappan eine Spende in Höhe von 5.000 Euro für die Umsetzung der beiden erfolgreichen Präventionsprogramme „Klasse2000“ und „Lions-Quest“ an den Schulen in der Stadt Oldenburg. 

Der Präventionsrat verfolgt das Ziel der Gewalt- und Kriminalitätsprävention. „Prävention gelingt am erfolgreichsten dann, wenn wir es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen“, betonte der Vorsitzende des Vereins, Torsten Maus, „darum stärken wir hierzu besonders das berufliche und das bürgerschaftliche Engagement.“ In mehreren Arbeitskreisen werden nach Aussagen der Geschäftsführerin Melanie Blinzler die Kompetenzen der Fachkräfte und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden. 
„Gerade in Anbetracht der sozialen und emotionalen Belastungen der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie wissen wir die Angebote des Fördervereins des Präventionsrates sehr zu schätzen“, unterstrich Clubpräsident Dr. Jens Behrends die Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Vereins, Torsten Maus, und Geschäftsführerin Melanie Blinzler. „Aus Sicht unseres Lions Clubs ist die Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen ein hohes Gut“, ergänzt der Vorsitzende der Fördergesellschaft des Lions Clubs Oldenburg-Lappan e.V., Harald Lesch, „wir freuen uns, mit dieser Spende die Lebenskompetenzprogramme in Schulen stärken zu können.“
15.03.2022, 17:43 Uhr
Prima (Lern)Klima
Sparda-Stiftung fördert !Respect-Training in der Paul-Maar-Schule
In der Oldenburger Grundschule stand zwölf Tage lang !Respect auf dem Stundenplan. Bei dem Verhaltenscoaching des gleichnamigen Vereins wird ein wertschätzendes Miteinander geschult.

Gewaltexzesse sind an Deutschlands Schulen glücklicherweise die Ausnahme. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt jedoch, dass sich viele Kinder im Lebensraum Schule oft nicht sicher fühlen. Demnach beklagen knapp 30 Prozent aller Grundschüler*innen, dort regelmäßig gehänselt, absichtlich gehauen oder ausgegrenzt worden zu sein. Um dem entgegenzuwirken, sollten Kinder früh und altersangemessen sozial-emotionale Kompetenzen entwickeln.

Schulung eines respektvollen Umgangs
Der gemeinnützige Verein !Respect fördert mit seinem Trainingsprogramm zum sozial-emoti­onalen Lernen diese Fähigkeiten. Hier lernen Grundschüler*innen auf spielerische Art und Weise, anderen respektvoll zu begegnen und Konflikte ohne körperliche Gewalt zu lösen. Mit !Respect wird der Zusammenhalt aller Kinder im Klassenverband gestärkt, und die Schulat­mosphäre verbessert sich noch einmal deutlich. 

Das gesamte Kollegium der Paul-Maar-Schule freut sich, dass das !Respect-Sozialtraining nun erstmalig auch in der Paul-Maar-Schule durchgeführt werden konnte. Im Rahmen der Präven­tionsmaßnahme wurden alle Kinder der Grundschule jeweils drei Doppelstunden lang geschult. Dabei machten sie mit !Respect-Coach Oliver Henneke jede Menge Übungen zur Förderung ihrer Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten. Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Schüler*innen, was sie beachten sollten, damit sie in einem Konflikt ernstgenommen werden. Und wie sie verbal reagieren und welche Körperhaltung sie dabei am besten einnehmen sollten, wenn jemand ihre Grenzen verletzt. Die Kinder wurden dazu animiert, in unterschiedlichsten Gruppenkonstellationen gemeinsam Aufgaben zu lösen. Dabei lernten die Kinder, dass sie sich in den meisten Streitfällen zunächst selbst behaupten können und dass sie sich erst bei weite­rer Eskalation in einem letzten Schritt fremde Hilfe holen sollten. Indem die Schüler*innen erfahren, wie sie Konfliktsituationen gut selbst lösen können, werden ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstwirksamkeit ungemein gestärkt.

Professionelle Coaches wie Henneke führen das !Respect-Konflikttraining seit bald sechs Jahren an mehr als 40 niedersächsischen und an bundesweit knapp 100 Schulen durch und tragen dort zu einem besseren Schul- und Lernklima bei. 

Training und Fortbildung aller am Bildungsprozess Beteiligten
Im !Respect-Projekt wurden die Kinder der Paul-Maar-Schule von ihren Klassenlehrer*innen begleitet. Auch alle anderen Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter*innen hospitierten bei dem Kindertraining. Denn nur durch die Einbeziehung der Lehrkräfte kann auch umgesetzt werden, dass die !Respect-Regeln für alle Kinder gleichermaßen gelten und mit Regelverstößen einheitlich umgegangen wird. Darüber hinaus nahm das gesamte Schulteam an einer mehrstündigen Fortbildung teil. Und auch die Eltern wurden bereits zu Projektbeginn im Rahmen eines Online-Infoabends in das Projekt miteinbezogen. In diesem Dreiklang lässt sich dann gemeinsam Gewalt und Mobbing entgegenwirken. Die stellvertretende Schulleiterin Katrin Schönberg freut sich, dass den Kindern das Projekt offensichtlich Spaß gemacht hat. Sie möchte !Respect nachhaltig im Schulalltag etablieren. Dass ihre Schüler*innen Konflikte selbständig lösen können, soll in der Paul-Maar-Schule auf Dauer selbstverständlich werden. Hierbei hilft auch ein kindgerecht gestaltetes Plakat zur neu eingeführten Stopp-Regel, das mittlerweile in allen Klassenzimmern und an markanten Stellen im Schulgebäude aufgehängt ist. 

Förderung durch Stiftung Münster der Sparda-Bank West 
Das Präventionsprojekt an der Paul-Maar-Schule wird von der Stiftung Münster der Sparda-Bank West gefördert. Die Stiftung unterstützt in diesem Schuljahr bereits zum sechsten Mal ein Schulprojekt des !Respect e.V. und trägt dabei drei Viertel der Projektkosten. „Respekt ist ein Grundwert, den wir gerne fördern. Sich Konfliktsituationen stellen zu können und sie gewaltfrei zu bewältigen, ist eine wichtige Lektion fürs Leben. Zusammen mit dem Verein !Respect unterstützt die Stiftung der Sparda-Bank West daher gerne Schulen, Lehrer, Eltern und Schüler auf dem Weg für mehr Wertschätzung und friedliches Miteinander“, erklärt Hermann Kruse, Filialleiter der Sparda-Bank West in Oldenburg. 
11.02.2022, 12:57 Uhr
Oberschule Ofenerdiek: Diskriminierung hat hier keinen Platz
Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Diese Auszeichnung lässt aufhorchen: Die Oberschule Ofenerdiek hat jetzt im Rahmen einer Videokonferenz feierlich den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten und ist offiziell in das größte deutsche Schulnetzwerk aufgenommen worden. Sozialdezernentin Dagmar Sachse lobt das Engagement: „Mich beeindruckt, dass die Initiative direkt aus der Schülerschaft gekommen ist. Das ist die beste Grundlage für so ein wichtiges Vorhaben und zeigt, dass die Ideen der Schülerinnen und Schüler im Schulleben ernst genommen werden.“

Doppelpass: Kicker Kifuta als Pate
Als Pate fungiert der regional bekannte Fußballspieler Kifuta Makangu. Der kongolesische Kicker, der unter anderem für den VfB Oldenburg und den SSV Jeddeloh gespielt hat, wird künftig die Oberschule Ofenerdiek in ihren Aktivitäten unterstützen. Die Schule freut sich über einen Paten aus dem Mannschaftssport, denn im Sport zeigt sich immer wieder, dass unabhängig von Hautfarbe, Herkunft und Religion im Team viel erreicht werden kann.

Die Anregung, sich um die Auszeichnung zu bemühen, hatte Schülersprecherin Anais Weinberg bereits im Schuljahr 2020/2021 gegeben. Aufgrund der Pandemie war es für die Schülervertretung nicht einfach, dieses Anliegen zu kommunizieren. Diese Aufgabe hat die Schülervertretung jedoch engagiert gemeistert, indem sie das Thema durch Videokonferenzen und einen schulweiten Podcast in die Schulgremien getragen hat.

Selbstverpflichtung der Schulgemeinschaft
In allen Klassen haben die Schülerinnen und Schüler der Oberschule die Notwendigkeit diskutiert, sich aktiv gegen Rassismus und jede Form der Diskriminierung zu engagieren. Für die gute Kommunikation spricht auch die überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Schulgemeinschaft, die sich in Form einer Selbstverpflichtung dafür ausgesprochen hat, offen gegen Gewalt und diskriminierende Äußerungen einzutreten und dies in regelmäßigen schulweiten Aktionen und Projekten umzusetzen. Mit dem Abstimmungsergebnis im Rücken wurden bereits in der Einstiegswoche vielfältige Klassenprojekte gestartet. So setzten sich Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit dem Thema Courage auseinander und entwickelten eine Choreografie zum Hit von Lou Bega „Scatman & Hatman“, der von dem Leiden eines Stotterers handelt. Andere beschäftigten sich mit dem Thema „Vielfalt“ und erstellten kleine Stop-Motion-Filme. Auch künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema „Migration“ fanden statt.

Fester Gedenktag geplant
Die Schule plant einen festen Gedenktag für den Schulkalender. Dieser könnte der 27. Januar (Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus) werden. So würde auch die erfolgreiche Arbeit der Schülervertretung für den Erinnerungsgang 2019 fortsetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler erwarten jetzt viele spannende Projekte für eine offene und demokratische Schulgemeinschaft.

Die Schule soll ihren Erfolg auch am 3. Mai im Schulausschuss vorstellen.
14.01.2022, 14:13 Uhr
Fördermittel treiben Digitalisierung der Schulen weiter voran
Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat am Donnerstag, 13. Januar 2022, gleich mehrere Bewilligungsbescheide aus dem Digitalpakt Schule entgegengenommen. Mit den Fördermitteln werden der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Modernisierung der Ausstattung von 30 Schulen aller Schulformen – von Grundschulen und Förderschulen über Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen und Oberschulen bis zu Berufsbildenden Schulen – weiter vorangetrieben.

Von den heute bewilligten 1,85 Millionen Euro wurden von der Stadt Oldenburg bereits rund 1,7 Millionen Euro für den IT-Infrastrukturausbau mit LAN und WLAN verausgabt, von dem 29 Oldenburger Schulen profitieren. Nur kleiner Teil des Geldes, rund 167.000 Euro, wird für die Beschaffung von interaktiven Tafeln und Interaktionsgeräten für die IGS Helene-Lange-Schule verwendet.

Niedersachsens Kultusminister Grant Henrik Tonne übergab die Bescheide aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht wie sonst üblich vor Ort in Hannover, sondern virtuell: „Die Digitalisierung unserer Schulen schreitet voran. Mein ganz großer Dank geht an die Stadt Oldenburg und die Schulen, die mit ihrem tatkräftigen Engagement hervorragende Arbeit geleistet haben. Sie haben beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur einen wichtigen Grundstein gelegt und erhalten mit den bewilligten Fördermitteln die Möglichkeit, diesen gelungenen Weg fortzusetzen.“

„Mit dem Geld kann die Digitalisierung unserer Schulen weiter vorangetrieben werden. Die nun übergebenen Fördermittel werden zum überwiegenden Teil dazu genutzt, Schulen flächendeckend mit WLAN und LAN auszustatten. Insgesamt profitieren 30 Schulen aller Schulformen von den Mitteln“, zeigt sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erfreut und sagt mit einem Blick in die Zukunft: „Wir haben in Oldenburg ehrgeizige Ziele, um qualitativ hochwertige Lern- und Lehrbedingungen zu ermöglichen: Bis 2024 soll in unserer Stadt die digitale Modernisierung an allen weiterführenden Schulen und bis 2025 an den Grundschulen abgeschlossen sein. Damit wir das Tempo hochhalten können, würden wir uns freuen, wenn der Mittelabruf aus dem Digitalpakt Schule beschleunigt werden könnte.“
17.12.2021, 15:21 Uhr
Grundschule Bürgeresch wird Ganztagsschule
Anmeldeverfahren zu den Angeboten im Januar 2022
Die Grundschule Bürgeresch mit den dortigen Förderklassen Sprache wird zum Schuljahr 2022/2023 in eine Ganztagsschule nach dem Rahmenkonzept „Kooperative Ganztagsbildung in Oldenburger Grundschulen“ umgewandelt. Hierdurch sollen eine Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen der Kinder und eine Verbesserung der Vereinbarkeit vom Familie und Beruf der Eltern erreicht werden. Es handelt sich bereits um die 15. Schule, die nach diesem Konzept arbeitet. Sozialdezernentin Dagmar Sachse sagt: „Nicht erst seit den Beschlüssen des Bundes zum Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung hat das Thema Ganztägige Bildung bei uns eine hohe Priorität. Ich freue mich sehr über diesen weiteren Schritt zu einem flächendeckenden Angebot.“

Die Eltern können einzelne Tage des schulischen Ganztagsangebotes an bis zu fünf Tagen von 12.45 Uhr bis 15.15 Uhr buchen. An den gebuchten Tagen können die Kinder am Mittagessen teilnehmen. Im Anschluss an das schulische Ganztagsangebot kann bei Bedarf ein Spätangebot hinzu gebucht werden. Dieses Angebot wird ebenso wie das Ferienangebot vom Verein für Kinder e.V. organisiert. Der Verein unterstützt die Grundschule bei der Umsetzung des Rahmenkonzeptes als primärer Kooperationspartner. Er war auch bisher schon Träger des mit der Umwandlung zur Ganztagsschule auslaufenden Hortes.

Schule und Verein planen, nachmittags in jahrgangsgemischten Gruppen zu arbeiten und damit an die erfolgreiche Arbeit des Hortes und des Betreuten Mittagstisches anzuknüpfen. Die Kinder wurden und werden dabei in die inhaltliche Gestaltung des Ganztages eingebunden. Darüber hinaus soll die Vernetzung im Stadtteil intensiviert und erweitert werden, indem mit Ateliers, Handwerks- und anderen Betrieben die Kooperation für gemeinsame Projekte initiiert wird.

Die Anmeldungen zu den Angeboten finden im Januar 2022 direkt in der Schule statt.
17.12.2021, 15:09 Uhr
Stadt Oldenburg fördert Ernährungsbildung
Erstes Projekt an der Grundschule Nadorst umgesetzt
Die Stadt Oldenburg fördert die Ernährungsbildung an den Ganztagsschulen. Grundlage ist das am 16. Dezember 2019 vom Rat der Stadt Oldenburg verabschiedete Rahmenkonzept „Schulverpflegung in Oldenburg“.

Ernährungsbildung trägt einen wichtigen Beitrag zu einer gelingenden Schulverpflegung bei und fördert die gesundheitsbewusste Ernährung der Schülerinnen und Schüler. Dazu stellt die Stadt Oldenburg den Schulen bei der konkreten Einführung des Rahmenkonzeptes ein einmaliges „Budget für Ernährungsbildung“ in Höhe von maximal 1.500 Euro zur Verfügung. Bei der Verwendung dieses Budgets ist speziell auf die Themen Essen in der Mensa und nachhaltige Ernährung einzugehen.

Nach den Corona-bedingten Schul- und Mensaschließungen nimmt das Projekt nun an Fahrt auf. Die Grundschule Nadorst setzte als erste Schule hierfür ein eigenes Konzept um. Die Schülerinnen und Schüler bereiten in Gruppen selbstständig gesunde Waffeln zu, zum Beispiel auf Basis von Kartoffeln, Rote Beete oder Zucchini. Des Weiteren kommt ein Smoothie-Maker zum Einsatz. Darin werden unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit überreifes Obst und Gemüse zu leckeren Säften verarbeitet. Der Mensabetreiber „Frische Pause e.V.“ unterstützt das Projekt und stattet die Kinder dazu passend mit Schürzen und Schneidebrettern aus. Im nächsten Jahr folgt noch ein Hochbeet im Schulgarten mit Kräutern für die Mensa.

Weitere Informationen unter: www.oldenburg.de/Schulverpflegung.
11.11.2021, 23:19 Uhr
Um viele Erfahrungen reicher und klüger geworden
Empfang für Schulleitungen: Oberbürgermeister dankt Lehrkräften für ihr Engagement
Schulische und berufliche Bildung genießt in der Stadt Oldenburg einen hohen Stellenwert. Für ein gutes Miteinander und einen konstruktiven Austausch sorgen auch die jährlich stattfindenden Empfänge der Leitungen der städtischen Schulen. Nach dem Corona-bedingten Ausfall im Vorjahr war es nun wieder soweit: Am Mittwoch, 10. November, trafen sich die Beteiligten mittlerweile bereits zum siebten Mal, um gemeinsam über die Oldenburger Schullandschaft zu sprechen. Diesmal hatten Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Sozialdezernentin Dagmar Sachse in die Aula der BBS 3 eingeladen. 31 Schulleiterinnen und Schulleiter waren der Einladung gefolgt, von der Landesschulbehörde Regionalabteilung Osnabrück waren Sabine Claas und Jürgen Westphal anwesend.

„Corona ist eine Zeit der extremen Herausforderungen. Besonders in den Schulen gab es einige Probleme zu lösen und zu improvisieren, für Lehrpersonal, Schülerinnen und Schüler und natürlich die Eltern. Nach knapp zwei Jahren der Pandemie kann man sagen: Wir sind um viele Erfahrungen reicher – und in einiger Hinsicht auch klüger“, resümierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zu Beginn. Der digitale Unterricht habe durch die langen Schulschließungen ordentlich an Fahrt aufgenommen: „Die komplette Umstellung auf Online-Unterricht war eine große technische und organisatorische Hürde.“ Extreme Gegensätze mussten ausgeglichen werden, um unterwegs niemanden zu verlieren.

Mit dem Ausbau der IT-Landschaft an den Schulen musste es plötzlich deutlich schneller gehen, als gedacht. Individuelle Lösungen mussten her – und das ist laut Krogmann rückblickend auch gut gelungen: „Ich ziehe den Hut vor dem, was Sie in den vergangenen zwei Jahren geleistet haben.“ Und mit Blick auf die Zukunft zeigte er sich zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass wir gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen.“ Auch Sozialdezernentin Dagmar Sachse dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und zeigte sich hoffnungsvoll, „dass wir uns jetzt wieder langsam unseren eigentlichen Aufgaben widmen können.“

Ausbau der Ganztagsgrundschulen:
Der Ausbau der Ganztagsgrundschulen schreitet weiter voran. Zum Schuljahr 2020/2021 ist die Grundschule Drielake und im aktuellen Schuljahr die Grundschule Dietrichsfeld als Ganztagsgrundschule an den Start gegangen. Im nächsten Jahr folgt die Grundschule Bürgeresch.

Dagmar Sachse sieht die Stadt Oldenburg mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung ab dem Jahr 2026 gut aufgestellt: „Sicherlich wird es im Zuge dessen noch Anpassungen geben müssen, aber da mittlerweile bereits fast 60 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler einen Platz an einer Ganztagsgrundschule haben und weitere Schulen bereits in der Planung sind, wird auch der Rechtsanspruch zu meistern sein.“ Auch die Umsetzung des Konzepts „Schulverpflegung in Oldenburg“ konnte weiter fortgesetzt werden. Jährlich kommen nach und nach neue Mensen hinzu.

Inklusion an Schulen:
Zum Thema Inklusion an Schulen sagte Dagmar Sachse: „Corona hat auch im Hinblick auf eine inklusive Schullandschaft zu besonderen Herausforderungen geführt und kreative Lösungen erforderlich gemacht. So haben beispielsweise Sprachmittler an Schulfenstern Hausaufgaben erläutert, Schülerinnen und Schüler wurden aus dem Homeschooling in den Präsenzunterricht geschaltet und in der Grundschule wurde mit Poolnudeln in der Pause Ticker gespielt.“


Allgemeinbildende und berufsbildende Schulen:
Die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Schulentwicklungsplan 2018 der allgemeinbildenden Schulen schreitet voran. An einigen Gymnasien haben zwischenzeitlich bereits Baumaßnahmen zur Beseitigung von Raumdefiziten begonnen. Auch die Baumaßnahmen zur Stärkung der Oberschulen befinden sich derzeit in konkreter Planung. Der Schulentwicklungsplan für die berufsbildenden Schulen wird intensiv vorbereitet und soll bald auch offiziell starten.

IT-Konzept:
Matthias Welp, Leiter des Amtes für Schule und Bildung, gab einen Sachstand zum Thema IT-Entwicklungskonzept.

Redebeiträge der Schulen:
Besonders hervorzuheben sind in diesem Jahr die vielfältigen Redebeiträge der Schulen. Diese hoben dabei durchgängig die gute Zusammenarbeit und wertschätzende Kommunikation mit der Stadt Oldenburg hervor. Ebenso wurden Handlungsfelder benannt, in denen die Schullandschaft in Zukunft noch gemeinsam weiter verbessert werden kann. Hierbei wurde auch das Land Niedersachsen mit in die Verantwortung genommen.
09.11.2021, 14:23 Uhr
Erste Klassenzimmer mit Luftfiltern ausgestattet
Auslieferung an Schulen hat begonnen – 154 Geräte werden bis Weihnachten erwartet
Aufatmen an Grundschulen und Förderschulen: In dieser Woche hat die Ausstattung von Unterrichtsräumen mit mobilen Luftfiltergeräten begonnen, um sicherer durch den zweiten Corona-Winter zu kommen. Zu den ersten von insgesamt 29 Schulen, in deren Klassenzimmern die Geräte für gereinigte Luft sorgen sollen, zählt die Schule Borchersweg. Zwölf Luftfilter wurden dort am Montag, 8. November, aufgestellt. „Wir freuen uns, dass wir zu den Ersten gehören“, sagte Stefan Völkel, Leiter der Förderschule. „Wir haben eine vulnerable Schülerschaft.“ Konrektor Carsten Perkuhn ergänzte: „Die Luftfiltergeräte sind ein sehr guter Baustein in der Pandemie-Bekämpfung. Das trägt zur Beruhigung bei.“

Insgesamt hat die Stadt Oldenburg auf der Grundlage einer Bedarfsabfrage 307 Geräte bestellt. Die Luftfilter sollen dort, wo ungeimpfte Sechs- bis Zwölfjährige unterrichtet werden, eine sinnvolle Ergänzung zum Lüften darstellen und einen Beitrag leisten, die Gefahr von Corona-Infektionen zu reduzieren.

Der Rat der Stadt Oldenburg hatte in seiner Sitzung am 19. Juli 2021 beschlossen, die Grund- und Förderschulen mit mobilen Luftfiltergeräten auszustatten. Die Firma Johnson Controls Systems & Service GmbH erhielt, nach der Genehmigung durch den Verwaltungsausschuss, am 24. September den Auftrag zur Lieferung von 307 Luftfiltergeräten. Eigentlich sollte die Lieferung bis zum 30. November erfolgen. Dieser Termin lässt sich jedoch nicht mehr vollumfänglich halten. Gründe sind die nach der Freigabe neuer Fördermittel durch die Bundesregierung sehr stark erhöhte Nachfrage nach Luftfiltergeräten sowie internationale Lieferengpässe für Komponenten und Rohstoffe, von denen auch Bauteile für Luftfilter betroffen sind.

„Aktuell ist geplant, bis Weihnachten 154 Luftfiltergeräte an die Schulen zu verteilen“, informierte Steffen Schmidt vom Amt für Schule und Bildung. Die restlichen 153 Geräte sollen bis Anfang Februar 2022 geliefert werden. Die bis Weihnachten zugesagten Geräte sind bereits produziert, erläuterte Michèl Storl von der Firma Johnson Controls Systems und Service. Die auf Rollen montierten Geräte haben einen Luftdurchsatz von 1.600 m³/h, das heißt, dass die Luftreiniger bis zu 1.600 Kubikmeter Raumluft pro Stunde umwälzen können. Die Kosten pro Gerät betragen rund 2.200 Euro. Die Stadt hat mit der Firma darüber hinaus einen Wartungsvertrag abgeschlossen. Insgesamt hat der Auftrag ein Volumen von rund einer Million Euro.

Lediglich die Grundschule Heiligengeisttor und die Schule am Bürgerbusch hatten sich keine Ausstattung mit mobilen Luftfiltergeräten gewünscht. Die Grundschule Babenend hat festinstallierte Luftfiltergeräte, so dass hier keine mobilen Geräte benötigt werden.
08.10.2021, 15:28 Uhr
Pilotprojekt: Oldenburg ermöglicht Anti-Sexismus-Aktion für 230 Schulklassen
Gleichstellungsbüro verteilt Arbeitsheft
Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg hat für die Schulklassen 7, 8 und 9 an allen Oldenburger Schulen ein Arbeitsheft gegen Sexismus bestellt, das in der Form eines Projekttages mit den Klassen bearbeitet werden kann. Das Arbeitsheft wurde 2021 von der Hamburger Anti-Sexismus-Organisation Pinkstinks publiziert. Es ist das erste Schul-Arbeitsheft in Deutschland, das sich intensiv mit den Themen Geschlechterstereotype, Vorurteile sowie sexuelles Mobbing beschäftigt und für Jugendliche konzipiert ist. Die Stadt Oldenburg ist die erste deutsche Kommune, die es den Schulen flächendeckend anbietet.

Viele Schimpfwörter sind von sexuellen Geschlechterstereotypen geprägt und nach wie vor weit verbreitet an deutschen Schulen. Klare Vorstellungen, wie Männer und Frauen zu sein haben, durchziehen die Instagram-Timelines der Jugendlichen. Wo kommen Vorurteile und Geschlechterrollenbilder her, wieso stehen Menschen unter so viel Druck, ihnen zu entsprechen? Diese Fragen beantwortet die Organisation Pinkstinks in ihrem 32-seitigen Arbeitsheft für die Mittelstufe, das mit witzigen Illustrationen und niedrigschwelligen Beispielen die Jugendlichen zum Nachfragen einladen möchte.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann unterstützt das Engagement: „Als Schirmherr der Aktion möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass Sexismus auch in der Schule thematisiert und bekämpft wird. Um nachhaltig etwas zu verändern, müssen wir Kinder und Jugendliche frühzeitig sensibilisieren. Ich danke Pinkstinks und dem Gleichstellungsbüro für die Initiative.“ Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt setzt jetzt auf die Lehrerinnen und Lehrer, denn das Heft füllt eine Lücke im Lehrplan: „Ich wünsche mir, dass die Lehrkräfte das zur Verfügung gestellte Material im Unterricht einsetzen und so dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen, Vorurteile abzubauen und Rollenklischees zu hinterfragen.“ Um die Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen auf kommunaler Ebene umzusetzen, hatte der Stadtrat der Stadt Oldenburg 2020 einen stadteigenen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und gegen häusliche Gewalt verabschiedet. Den darin enthaltenen Punkt, Sexismus zu bekämpfen, sieht die Stadt durch das Arbeitsheft von Pinkstinks optimal unterstützt. „Wir freuen uns riesig, dass das Heft so gut ankommt“, sagt Genderforscherin, Pinkstinks-Gründerin und Autorin des Hefts, Dr. Stevie Schmiedel. „Es wird bundesweit stark nachgefragt, aber noch nie hat eine gesamte Kommune das Heft eingesetzt. Oldenburg ist eine sehr moderne Stadt.“

Wer nachbestellen möchte, wird bei Pinkstinks fündig: Neben dem Arbeitsheft gibt es viele weitere Informationen, wie man Sexismus begegnen kann. Das Heft ist Teil des Projekts „Schule gegen Sexismus“, das aktuell vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.