Rubrik Prävention
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04.11.2022, 13:42 Uhr
Digitale Gewalt und digitale Sicherheit
16. Oldenburger Präventionstag am 11.11. ab 10 Uhr im Alten Landtag
Digitale Medien begleiten und bestimmen unseren Alltag in zunehmendem Maße. Dabei gibt es neben vielen Vorteilen auch negative Folgen. So nimmt die Gewalt mittels digitaler Medien stark zu. Besonders Frauen und Mädchen sehen sich mit sexualisierter Gewalt im digitalen Raum konfrontiert. Reichweite und Geschwindigkeit der digitalen Kommunikation verschärfen die Angriffe. Gegenwehr und Entkommen sind für Betroffene oft nur schwer möglich. Zusätzlich werden technische Möglichkeiten immer häufiger zur digitalen Überwachung und Kontrolle in (Ex-)Paarbeziehungen eingesetzt.

Wie eine strafrechtliche Verfolgung bei digitaler Gewalt gelingen kann und mit welchen Werkzeugen die eigene digitale Sicherheit gestärkt wird, wird ein Aspekt des Fachtages sein. Für Fachkräfte steht ein eigenes Angebot zum Umgang mit digitaler Gewalt in Hinblick auf pädagogische und beratende Aufgaben zur Verfügung.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15,-€.

Eine Anmeldung ist bis zum 09.11.22 möglich per E-Mail an praeventionsrat@stadt-oldenburg.de oder per Telefon unter 0441 235 2843. Weitere Informationen zu den Workshops sowie den Link zur Onlineanmeldung finden Sie hier: www.praeventionsrat-oldenburg.de.
04.11.2022, 13:25 Uhr
Mitgliederversammlung des Fördervereins PRO wählt neuen Vorstand
Seit 22 Jahren macht der Förderverein des Präventionsrat Oldenburg (PRO) Angebote zur Vorbeugung und zur Verhinderung von Gewalt und Kriminalität möglich. Der PRO selbst wurde kürzlich für seine Arbeit vom Land Niedersachsen mit dem 1. Niedersächsischen Präventionspreis ausgezeichnet.

Im Zuge der Mitgliederversammlung von PRO und Förderverein PRO gab es Veränderungen bei den Wahlen zum Vorstand des Fördervereins: Den Vorsitz des Vorstandes übernahm Harald Lesch, der über viele Jahre in leitender Funktion in der Genossenschaftsorganisation tätig war. Er übernahm den Vorsitz von Torsten Maus, Geschäftsführer EWE Netz, der auch weiterhin dem Vorstand angehören wird. Bernd Weber, Geschäftsführer einer Autohausgruppe, Dr. Thomas Rieckhoff, Präsident des Landgerichts Oldenburg, Florian Liesenfeld, freiberuflicher Informatiker und Hiltrud Boomgaarden, ehemals Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte sorgen für Kontinuität und wurden von der Versammlung einstimmig bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Annika Neesen, Schulleiterin des Herbartgymnasium Oldenburg. Nach sechs Jahren ehrenamtlichen Engagements ist Peter Böttger, Seniorberater der Wayes GmbH, aus dem Vorstand ausgeschieden. Damit ist erneut ein starkes Team für die Unterstützung der vielfältigen Arbeit des Präventionsrat Oldenburg aktiv. 
25.10.2022, 13:57 Uhr
1000,- € für das Präventionsprogramm Lions Quest
Bereits im achten Jahr in Folge unterstützt die expertum Niederlassung Oldenburg den Förderverein Präventionsrat Oldenburg e.V. mit einer Spende in Höhe von 1.000 € für das Präventionsprogramm „Lions-Quest“.

„Lions-Quest“ stärkt Schlüsselkompetenzen von Schüler*innen im Bereich der Lebens- und Sozialkompetenzen, dem Demokratieverständnis und der interkulturellen Kompetenz.
02.09.2022, 10:57 Uhr
Präventionsrat Oldenburg erhält Niedersächsischen Präventionspreis
Erstmals hat das Niedersächsische Justizministerium den „Niedersächsischen Präventionspreis“ ausgelobt. Er ist dank der Stüllenberg-Stiftung mit 5.000€ dotiert. 
Übergeben wurde der Preis im Rahmen des Niedersächsischen Präventionstages am 1. September 2022 in Wolfsburg an den Präventionsrat Oldenburg als einem von drei Preisträgern durch die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza, vertreten durch ihren Staatssekretär, Dr. Frank-Thomas Hett.

„Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung unserer Arbeit und verstehen den Preis als Ansporn, Prävention in Oldenburg auch künftig weiterzuentwickeln“, sagt Eckhard Wache, Vorsitzender des Präventionsrats Oldenburg. Der PRO konnte die Jury mit seiner konsequent kooperativen Vorgehensweise überzeugen. Das Miteinander von Fachkräften und ehrenamtlich engagierten Bürgern und Bürgerinnen ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit und trägt zu einer größeren Wirksamkeit bei. 

Das gilt insbesondere für das Thema Häusliche Gewalt. Mit den Angeboten zu diesem Thema hatte sich der PRO für den Präventionspreis beworben. Um Betroffene besser zu schützen oder – noch besser – zu verhindern, dass Frauen, Männer und Kinder zum Opfer Häuslicher Gewalt werden, braucht es eine Ächtung dieser Gewalt von allen.
„Wir haben uns mit dem Thema „Häusliche Gewalt“ beworben, weil wir mit starker Prävention an dieser Stelle viel Leid und hohe Kosten verhindern können“, sagt Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des PRO. Im Arbeitskreis Häusliche Gewalt des PRO spielen Beratungsstellen sowie das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg eine große Rolle. Hier wurde unter anderem das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ angestoßen. Es wird von der Gemeinwesenarbeit Dietrichsfeld umgesetzt und hat die Stärkung von Nachbarschaften zum Ziel. Starke Nachbarschaften, die Gewalt ablehnen, sind ein wichtiger Schutz für die von Gewalt Betroffenen. Schon die Weitergabe einer Telefonnummer (Hilfe-Telefon) kann große Wirkung haben. Das Wissen um Beratungs- und Unterstützungsangebote wird gegen die Hilflosigkeit gesetzt. „Dieses nachbarschaftliche Präventionsprojekt zeigt, wie wichtig und wirksam das Zusammenspiel von Zivilgesellschaft und institutionellen Strukturen wie im SToP-Projekt ist, um Betroffene zu unterstützen“, betont Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg.

Das SToP-Projekt ist eine von vielen Maßnahmen des „Kommunalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“. „Mit der Verabschiedung des Aktionsplans konnten wir die verbindliche Umsetzung präventiver Maßnahmen zusätzlich stärken“, sagt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. Der Kommunale Aktionsplan wurde 2020 vom Rat der Stadt Oldenburg verabschiedet und steht seinerseits für eine gelungene Kooperation zahlreicher Akteure der Stadt.

Im Schreiben des Justizministeriums an den PRO heißt es „Sie setzen einen Maßstab für gelungene und wirksame kommunale Prävention, und wir sind glücklich, solche Vorbilder in unserem Bundesland präsentieren zu können.“ „Den hiermit verbundenen Auftrag nimmt der Präventionsrat Oldenburg gerne an und die 5.000€ werden für die Prävention von Häuslicher Gewalt eingesetzt“, fasst Eckhard Wache die Reaktionen im PRO auf den Preis zusammen.
26.04.2022, 17:55 Uhr
Von Abwehrkräften und Gemeinsamkeiten
1. Demokratiekonferenz Oldenburg
„Wir können als Gesellschaft und als Einzelne Abwehrkräfte gegen Falschmeldungen entwickeln“, sagte Ingrid Brodnig, Journalistin und Autorin aus Wien in ihrem Vortrag anlässlich der 1. Demokratiekonferenz in Oldenburg. Der Vortrag steht frei zugänglich auf dem Youtube-Kanal von Oeins zur Verfügung. Die Expertin zeigt an aktuellen Beispielen auf, wie Verschwörungsmythen funktionieren und sie gibt praktische Tipps, mit welchen Strategien ihnen begegnet werden kann.

Wie stärken wir die Demokratie in Oldenburg? Über 70 Oldenburger sind der Einladung von Partnerschaften für Demokratie Oldenburg gefolgt und haben diese Frage diskutiert. Ihre Themen reichten vom Umgang mit Desinformation über die Rolle von Lokaljournalismus und digitaler Beteiligung bis zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen, die von Wahlen ausgeschlossen sind. Wichtige Impulse kamen von dem Freiburger Wahlkreis 100%, den Fridays For Future und Expertinnen wie Sarah Thust von CORRECTIV und Peter Gneuß von der Stadt Oldenburg.

„Die Teilnehmenden der 1. Demokratiekonferenz haben gemeinsam nach Antworten gesucht: Was können wir vor Ort tun, um die Demokratie zu stärken“, berichtet Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrat Oldenburg. Der Präventionsrat verantwortet gemeinsam mit dem Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg das Projekt Partnerschaften für Demokratie Oldenburg. „Um den lokalen Bezug sicher zu stellen, haben wir gezielt entweder Referenten oder Teilnehmer aus Oldenburger Institutionen für unsere Workshops eingeladen“, ergänzt Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg.

„Wer sich für Demokratie in Oldenburg engagieren möchte, findet hierfür Unterstützung von den Partnerschaften für Demokratie“, macht Lena Wiggers deutlich, die für das Programm die Koordinierung innehat. „Das Programm fördert mit einem Aktions- und einem Jugendfond Projekte in den Handlungsfeldern Demokratie-stärken, Vielfalt-gestalten und Extremismus-vorbeugen.“

Die 2. Demokratiekonferenz Oldenburg wird am 10.12.2022 im Alten Landtag stattfinden. Aktuelle Informationen dazu werden auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen der Partnerschaften für Demokratie Oldenburg veröffentlicht. 
14.04.2022, 10:29 Uhr
1. Oldenburger Demokratiekonferenz
22. April ab 14 Uhr im Alten Landtag – Anmeldung noch möglich
Hoffentlich kommt nicht wieder etwas dazwischen: Am 22. April 2022 um 14 Uhr beginnt im Alten Landtag die erste Oldenburger Demokratiekonferenz. Sie ist Teil des Projektes „Partnerschaften für Demokratie Oldenburg“, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Eigentlich sollte sie bereits am 10 Dezember stattfinden, dem Tag der Menschenrechte, aber dann machte Corona einen Strich durch die Rechnung.

Der Integrationsbeauftragten der Stadt, Aliz Müller, Integration und und Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates, konnten „Partnerschaften für Demokratie“ im vergangenen Jahr nach Oldenburg holen. Das Projekt soll Bürgerschaften stärken und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung bekannter machen.

Drei Bausteine dienen diesem Ziel, erläutert Aliz Müller: „Zum ersten ein Aktionsfond mit einer Höhe von 40.000 Euro pro Jahr, mit dem Projekte in der Stadt gefördert werden. Anträge können bei der Koordinierungsstelle eingereicht werden, die auch berät. Ein Begleitausschuss entscheidet schließlich über die Vergabe von Mitteln.“ Zum zweiten, so Müller weiter, gebe es einen Jugendfond, der pro Jahr 10.000 Euro bereit stelle. „Hier können und sollen die Jugendlichen selbst entscheiden, was ihnen wichtig ist, und entsprechend Anträge formulieren.“ Der dritte Baustein ist eine jährliche Demokratiekonferenz, die eigentlich jeweils für den 10. Dezember vorgesehen ist. Neben Workshops und einem Vortrag bietet sich die Veranstaltung auch als eine Art Kontaktbörse an.

„Das Projekt ist für die Kommune sehr wichtig, weil einerseits das Interesse an Beteiligung gewachsen ist und die Gesellschaft andererseits in mehreren Hinsichten diverser geworden ist. Wir müssen versuchen, alle zu erreichen. Das kann uns zum Beispiel über eine Reihe von Formaten und Plattformen gelingen“, sagt Aliz Müller.

„Demokratie kommt nicht von selbst, das haben vor allem die letzten Jahre gezeigt“, ergänzt Eckhard Wache, Vorsitzender des Präventionsrats Oldenburg. „Aus seinem Selbstverständnis heraus will der PRO eine Streitkultur vermitteln, in der Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden können und andere Meinungen ausgehalten werden, damit ein friedvollen Miteinander möglich ist. ‚Partnerschaften für Demokratie‘ und auch die Demokratiekonferenz passen da gut in unser Portfolio.“

Die 1. Oldenburger Demokratiekonferenz am 22. April bietet zunächst zwei Durchgänge mit jeweils vier Workshops an. Den Abschluss bildet um 19:00 Uhr ein Vortrag der Journalistin Ingrid Brodnig, die per Videokonferenz aus Wien zugeschaltet wird. Sie spricht über die Verbreitung von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien. Dieser Vortrag wird live von Oeins übertragen.

Weitere Informationen zu den Workshops, der Veranstaltungsflyer und Anmeldungsmöglichkeit sind unter https://partnerschaft-fuer-demokratie-oldenburg.de/demokratiekonferenz zu finden.
08.04.2022, 16:02 Uhr
Die Notfalldose in der Kühlschranktür
Wichtige Informationen für die Lebensrettung
Ein typisches Szenario: Die Rettungssanitäter haben einen Notruf bekommen. In der Wohnung angekommen, finden sie eine ältere Frau vor, die mittlerweile kaum noch ansprechbar ist. Nun gilt es, blitzschnell herauszufinden, was der Patientin fehlt. Die Frau lebt allein, so dass niemand zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden kann.

 „In solchen Fällen kann die Notfalldose äußerst hilfreich sein", sagt Eckhard Wache, Vorsitzender des Präventionsrat Oldenburg (PRO), „sie ermöglicht es Rettungsdiensten, sehr schnell sehr wichtige Informationen des Notfallpatienten zu finden. Das Projekt passt hervorragend zu unserem Engagement für Prävention.“ 
Die Dose steht in der Kühlschranktür, denn der Kühlschrank ist ein zentraler Ort, den es in so gut wie jedem Haushalt gibt. „Den Hinweis auf die Dose erhalten die Rettungsdienste schon an der Wohnungstür“, erläutert Peter List, Leiter des AK Senioren im PRO. „Dort ist auf der Innenseite ebenso wie an der Kühlschranktür ein Aufkleber zur Notfalldose angebracht.“ In der grün-weißen Notfalldose befindet sich ein Zettel mit den wichtigsten Informationen für den Fall, dass der Patient oder dessen Angehörige selbst nicht in der Lage sind, Auskunft zu geben. Auf diesem Zettel sind die für den Notfall relevanten Informationen eingetragen: Blutgruppe, Allergien, chronische Krankheiten, gravierende Vorkommnisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und weiteres. 

Der Arbeitskreis Senioren des Präventionsrates kümmert sich seit 2018 um die Notfalldose in Oldenburg. Er möchte auch weiterhin diese schnelle Hilfe ermöglichen. Peter List informierte die Feuerwehr, die ihrerseits die Rettungsdienste im Raum Oldenburg verständigt hat. Diese wissen, dass sie nach dem Aufkleber Ausschau halten müssen, um im nächsten Schritt wichtige Informationen für eine Notfallbehandlung zu erlangen. „Die Nachfrage nach der Notfalldose ist Anfang des Jahres wieder stark gestiegen“, so Peter List.“ Wir sind froh, dass wir hier über den Präventionsrat tätig werden können und mit dem Bürger- und Ordnungsamt einen sehr guten Partner haben.“

„Wir geben die Notfalldose gerne weiter, sie stellt einen wichtigen und manchmal lebensrettenden Schutz dar“ sagt Michael Lorenz, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes und ergänzt, „wir wünschen uns, dass sich dauerhaft weitere Unterstützer finden, die die Notfalldose vertreiben. Vielleicht kann die Notfallmappe hier als gutes und bewährtes Beispiel dienen.“ 

Die in Oldenburg vom Versorgungsnetz Gesundheit herausgegebene Notfallmappe ist über Buchhandlungen, Apotheken und weitere Einrichtungen erhältlich. Notfallmappe und Notfalldose ergänzen einander gut, denn die Notfallmappe enthält weitergehende wichtige Informationen.

Die Notfalldosen sind für 2,-€ pro Stück erhältlich
- im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14, an der Information. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Mittwoch von 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr, Donnerstag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Freitag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
- im Präventionsrat, Rosenstraße 41, erhältlich. Abgabe nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 235 2843.
		
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.notfalldose.de/
https://www.notfallmappe-ol.de/