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Kunst

20 Jahre Zeichenkunst in Oldenburg

13.11.2020 19:53 Uhr

Horst-Janssen-Museum feiert Jubiläum

Am 13. November feiert das Horst-Janssen-Museum sein 20. Jubiläum. Einen Tag vor dem Geburtstag des Künstlers, 14. November, wurde es im Jahr 2000 feierlich von Gerhard Schröder eröffnet. Neben dem Bundeskanzler hielt auch der Janssen-Vertraute und FAZ-Herausgeber Joachim Fest hielt die Festrede. 20 Jahre ist der moderne Bau in direkter Nachbarschaft zum Oldenburger Lappan zu einer festen Größe geworden. „Das Horst-Janssen-Museum hat in den vergangenen Jahren eine besondere Stellung in der Oldenburger Kulturlandschaft eingenommen. Wir werden gezielt dafür arbeiten, dass es seinen großen Stellenwert für Stadt und Region behält“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Mehr als nur Janssen
Trotz des prominenten Namensgebers gibt es in dem Oldenburger Museum schon von Beginn an nicht nur Werke des Grafikkünstlers zu sehen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich das Horst-Janssen-Museum stetig weiterentwickelt. Insbesondere in den letzten zehn Jahren wurde – ausgehend vom Namensgeber – der Fokus noch stärker auf die Zeichnung gelegt. Es das einzige Haus in Deutschland, dass sich ausschließlich der Zeichenkunst und Druckgrafik widmet. „Der Name ‚Horst Janssen‘ hat uns viele Möglichkeiten gegeben, ist aber auch eine große Herausforderung: Wie schafft man es, ein Museum, das einer Person gewidmet ist, im Gespräch zu halten?“, sagt Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums. Dafür haben die Museumsleiterin und ihr Team in den vergangenen Jahren vielfältige Projekte verwirklicht. Neben Zeichnungen und Grafiken von den großen Meistern der Kunstgeschichte wie Rembrandt, Egon Schiele, Picasso und Joseph Beuys wurden auch innovative Konzepte umgesetzt: animierte Zeichnungen, Papierschnitte, Graphic Novels, Partituren und vieles mehr. Mit Jorinde Voigt und Ralf Ziervogel wurden junge zeitgenössische Positionen gefeiert. Auch Janssen wurde tüchtig gegen den Strich gebürstet – Helene von Oldenburg stapelte beispielsweise seine Zeichnungen zu minimalistischen Skulpturen. Erst in diesem Sommer wurde das Museum selbst zum Kunstobjekt, als Dan Perjovschi die Glasfassade des Museums mit seinen politischen Zeichnungen versah.

Anfassen und ausprobieren erwünscht
Die Werke dürfen dabei oft nicht nur anschaut werden, die Besucherinnen und Besucher sind auch dazu eingeladen, selbst kreativ zu werden. In der Ausstellung „Natur schöpfen“ haben die Besucherinnen und Besucher selbst Pigmente aus Pflanzen gewonnen und aus alten Jeans Papier hergestellt. In der aktuellen Dauerausstellung werden die oftmals schwer verständlichen Techniken wie Lithografie, Radierung oder Holzschnitt vermittelt wie in keinem anderen Ausstellungshaus. Hier heißt es: Hands on! - Radierplatten zum Befühlen, Lithosteine zum In-die-Hand-nehmen und Bekritzeln und Holzschnitte zum selber Ausprobieren – alles natürlich mit Bild und Ton. „Wir wollen unseren Gästen anschaulich und sinnlich nahe bringen, wie Horst Janssen gearbeitet hat. Am schlimmsten sind Vitrinen, in denen Werkzeug konserviert wird, dessen Funktion keiner versteht“, berichtet Jutta Moster-Hoos.

Die Welt von Stift und Papier
In über 60 Dauerausstellungen zu Janssen und rund 36 wechselnden Sonderausstellungen zeigt das Museum regelmäßig, wie vielfältig die Welt der Zeichenkunst ist. „Janssens Werk ist ja nahezu unerschöpflich, persönlich waren für mich deshalb viele Ausstellungen in den vergangenen Jahrzehnten sehenswert“, sagt Krogmann. Seit einigen Jahren entwickelt sich das Oldenburger Haus zu einem Museum international bekanntem Grafikmuseum. Kein Wunder also, dass es zum 20. Jubiläum mit „Das kann nur Zeichnung! Von Beethoven bis Pinterest“ einen programmatischen Blick in die Welt von Stift und Papier gibt. „Unsere Jubiläumsausstellung ist eine Hommage an alle, die zeichnen und alles, was gezeichnet wird: Bauzeichnungen, Kostümentwürfe, Storyboards, Gerichtszeichnungen, Handwerkerskizzen, Piktogramme, Comics, Stammbäume und Kinderzeichnungen. Wir blicken auf die Zeichnung als Kulturtechnik des Menschen und überwinden den rein künstlerischen Gattungsbegriff“, erklärt Jutta Moster-Hoos.

Pandemie durchkreuzt Jubiläumspläne
Während die Ausstellung zum 20. Jubiläum Anfang Oktober noch eröffnet werden konnte, musste die Jubiläumsfeier, die für Mitte November geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. „Es ist sehr schade, dass wir diesen tollen Moment in der Geschichte des Horst-Janssen-Museums nicht gemeinsam erleben können. Aufgrund der aktuellen Situation ist es absolut nachvollziehbar, dass das Jubiläum warten muss, aber es wäre eine schöne Gelegenheit gewesen, das Museum und die Oldenburger Kulturszene zu feiern“, sagt Christiane Cordes, Leiterin des Amts für Kultur, Museen und Sport.

Auch die Jubiläumsausstellung muss derzeit pausieren, da das Museum aufgrund des bundesweiten Lockdowns bis voraussichtlich zum 30. November geschlossen ist. Für eine Verlängerung der Ausstellung bis Mitte Februar sieht es gut aus. Derzeit wird mit den Leihgeberinnen und Leihgebern verhandelt. 
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Oldenburger Autor gewinnt Literaturpreis

06.11.2020 20:49 Uhr
Der Oldenburger Romanautor Ralf Raabe hat beim diesjährigen Bubenreuther Literaturwettbewerb den zweiten Platz errungen. Ausgezeichnet wurde eine Kurzgeschichte, die nun in der Wettbewerbsanthologie veröffentlich wird.

Über den zweiten Platz beim Bubenreuther Literaturwettbewerb freut sich der Oldenburger Romanautor Ralf Raabe. Seine Kurzgeschichte „Der Stau“ wird nun in der Wettbewerbsanthologie gemeinsam mit 335 weiteren Wettbewerbsbeiträgen publiziert.

Ralf Raabe debütierte im letzten Jahr auf der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse mit einer Lesung aus seinem Jugendroman „Adrian Blackwell – Im Reich der Schatten“. Neben kleineren Prosastücken, wie dem Wettbewerbsbeitrag, steht gegenwärtig ein historischer Roman im Mittelpunkt seines Schaffens.  

Der Bubenreuther Literaturwettbewerb richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren in den Bereichen Prosa und Lyrik. Die Wettbewerbsbeiträge sind auf einen Gesamtumfang von 3000 Zeichen begrenzt. Der Wettbewerb fand in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt. 
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Artothek präsentiert neue Editionen der Griffelkunst

30.10.2020 15:29 Uhr

Ausstellung vom 2. bis 8. November 2020 in der Artothek Oldenburg

Die neuen Editionen der Griffelkunst-Vereinigung werden vom 2. bis 8. November in der Artothek Oldenburg präsentiert. Der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. gehören mehr als 4.400 Mitglieder in ganz Deutschland an, darunter finden sich auch zahlreiche Grafikbegeisterte in der Stadt Oldenburg. Sie fördert das breite Interesse an der Bildenden Kunst und regt zugleich Künstlerinnen und Künstler zu druckgrafischen Arbeiten an. Dazu ediert die Griffelkunst-Vereinigung regelmäßig originalgrafische Blätter, die halbjährlich erscheinen und an Ausstellungsorten wie der Artothek Oldenburg gezeigt werden.

„In der aktuellen Herbstausstellung stehen experimentelle Grafiken zwischen Abstraktion, Magie und Technik im Vordergrund, unter anderem sind Inkjet-Prints der international bekannten Künstlerin Katharina Sieverding zu erleben, die faszinierende Imaginationen von der Sonne sichtbar macht“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee.

Die Bandbreite der neuen Editionen der zehn Künstlerinnen und Künstler reicht von Lithografien, Siebdrucken, Inkjet-Prints und Holzdrucken bis hin zu keramischen Multiples. Vom schwedischen Künstler Mårten Lange sind fünf Schwarz-Weiß-Fotografien im Inkjet-Print mit Motiven der japanischen Yoyogi Krähe zu sehen, deren schwarzes Gefieder sich vor dem lichten Grau der Blätter poetisch abhebt. Der Hamburger Künstler Henrik Eiben hat farbige Holzdrucke geschaffen, auf denen sich spielerisch geometrische Formen zusammenfinden, während die Lithografien des Berliner Künstlers Yann-Vari Schubert experimentelle, zufällige Formen aufgreifen, die an Petrischalen mit Zellformationen erinnern.

Der Hamburger Künstler Thomas Baldischwyler hat neun quadratische Farbradierungen zu einem Legespiel komponiert, das in einer vom Künstler gestalteten Schachtel mit Leporello präsentiert wird. „Die Sonne um Mitternacht schauen“ lautet der Titel der Inkjet-Print-Serie von Katharina Sieverding, die für ihre politische Konzeptkunst bekannt ist und Fragen nach alternativen Lebensräumen aufwirft. Die Berliner Künstlerin Brigitte Waldach hingegen widmet sich in ihrer Siebdruckserie dem Komponisten und Künstler John Cage, der als Begründer der Neuen Musik gilt. Die Hamburger Künstlerin Suse Bauer hat fünf Multiples aus Keramik geschaffen, die Gurken in ungewöhnlichen Bewegungsformen zeigen. Die Berliner Künstlerin Monika Michalko hat sich auf ihren Reisen von farbenprächtigen Bildwelten für ihre beiden Holzdrucke inspirieren lassen, während Cyrill Lachauer in seinen beiden Siebdrucken autobiografischen Traumbildern nachspürt. Tobias Zielony schließlich zeigt in seinen fotografischen Stadtszenen feinfühlig die Ambivalenz von Ästhetik und Fremdheit auf.

Ausstellung und Ausgabe der Grafiken
Die Ausstellung kann am Montag, 2. November, und Donnerstag, 5. November, von 15 bis 19 Uhr in der Artothek, Peterstraße 1, besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Wahl und Ausgabe der Grafiken wird von Daphne Andersch betreut und erfolgt am Sonntag, 8. November, von 11 bis 16 Uhr.
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Das Skizzenbuch als Lernmethode

13.10.2020 18:48 Uhr
Skizzenbuch und Bleistift gehören längst nicht mehr nur in den Kunstunterricht. Mit Stift und Papier lassen sich auch Themen aus dem naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Bereich grafisch aufbereiten. Das Skizzenbuch als Methode im Lehr- und Lernkontexten stellen Andreas Kragler und Natascha Kaßner am Donnerstag, 12. November, im Horst-Janssen-Museum vor. Von 18 bis 20 Uhr können Lehrende und Lernende bei dem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion erfahren, wie sich das Skizzenbuch zum Lernen, Studieren und Forschen einsetzen lässt.

Die Teilnahme am Vortrag „Mit Linien flanieren – das Skizzenbuch im Lehr- und Lernkontext“ ist kostenfrei. Anmeldung ist per Telefon unter 0441 235-3403 oder -2891 sowie per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de möglich.
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Roman Ehrlich eröffnet 29. LiteraTour Nord

13.10.2020 10:11 Uhr

Lesereihe beginnt am 25. Oktober in Oldenburg

Am Sonntag, 25. Oktober, beginnt ein neuer Durchgang der LiteraTour Nord. Den Auftakt bildet eine Lesung des Schriftstellers Roman Ehrlich aus seinem neuen Roman „Malé“ im Oldenburger Kulturzentrum PFL. Wie in den vergangenen Jahren startet die Lesereihe jeder eingeladenen Schriftstellerin und jedes eingeladenen Schriftstellers mit einer Sonntagsmatinee um 11 Uhr in Oldenburg. Danach führt sie am Sonntagabend nach Bremen und an den folgenden fünf Tagen nach Lübeck, Rostock, Lüneburg, Hannover und seit diesem Jahr auch nach Osnabrück. Es lesen: Roman Ehrlich (am 25. Oktober in Oldenburg), Anne Weber (am 8. November in Oldenburg), Iris Wolff (am 22. November in Oldenburg), Leif Randt (am 6. Dezember in Oldenburg), Anna Katharina Hahn (am 10. Januar in Oldenburg) und Olga Grjasnowa (am 24. Januar in Oldenburg).

Die Lesereise um den „Preis der LiteraTour Nord“ ist ein einzigartiges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Hochschulen und der VGH-Stiftung. Gemeinsam laden sie sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, ihre aktuellen Bücher vorzustellen. Bei der anschließenden Entscheidung über die Vergabe des Preises berücksichtigt die Jury auch die Stimmen, die das Publikum während der Lesereise abgegeben hat. Die Lesungen werden von Professorinnen und Professoren moderiert, die begleitend dazu reguläre Veranstaltungen an ihren Hochschulen anbieten. Die VGH-Stiftung fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den mit 15.000 Euro dotierten Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

In Oldenburg wird die LiteraTour Nord vom Literaturhaus Oldenburg und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Besuch der Lesungen ist nur nach vorheriger Reservierung beim Literaturhaus per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de möglich.

Weitere Informationen zur Lesereise und den Schriftstellerinnen und Schriftstellern der aktuellen Staffel stehen im Internet unter www.literatournord.de.
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Radziwill-Bild kommt zur Stadt zurück

09.10.2020 18:36 Uhr

Öffentliche Versicherung regt Rückgabe an

Das Stillleben von Franz Radziwill „Fingerhut und weißer Krug“ kommt zurück ins Stadtmuseum. Die Stadt Oldenburg hat gemeinsam mit der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg eine Rückübertragung vereinbart.

Die Stadt hatte das Stillleben im Jahr 2012 für das Stadtmuseum angekauft. Der damalige Museumsdirektor bot es als Privatverkauf der Versicherung 2015 zum Kauf an. Er hatte diesen Verkauf jedoch ohne Zustimmung der Stadt vorgenommen und das Bild als seinen Privatbesitz angegeben.

Mit dem Rückerhalt kommt das für die Stadt und die Region wichtige und wertvolle Gemälde wieder in den Besitz des Stadtmuseums, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Der Vorstandsvorsitzende der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, Jürgen Müllender, schlug der Stadt die Rückgabe nach Kenntnis der Vorgänge vor und ebnete somit den Weg für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands.

Derzeit ist das Bild Teil einer Ausstellung im Radziwill-Haus in Dangast. Nach Beendigung der Ausstellung wird das Bild direkt von der Radziwill Gesellschaft dem Stadtmuseum ausgehändigt.
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Ausdrucksstarke Oldenburger Porträts im Stadtmuseum Oldenburg

09.10.2020 18:28 Uhr

Stephan Meyer-Bergfeld zeigt analoge Fotografien vom 11. Oktober bis 6. Dezember 2020

Stephan Meyer-Bergfeld gehört zu den herausragenden Fotokünstlern des Nordwestens und ist nun vom 11. Oktober bis 6. Dezember mit einer Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg vertreten. Seine großformatigen analogen Schwarz-Weiß-Aufnahmen führt er mit der legendären Hasselblad-Kamera 500 C aus dem Jahr 1966 aus. Vier Jahre lang hat der Fotograf 100 Personen aus der Stadt Oldenburg porträtiert, die nun unter dem Titel „Analog 66“ im Stadtmuseum präsentiert werden.

„Die Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung den Zauber der Porträtfotografie, die Königsdisziplin, erleben. Der Reiz der Meisterlichkeit von Stephan Meyer-Bergfelds künstlerischen Porträts liegt in der technischen und gedanklichen Präzision“, erläutert Kuratorin Dr. Sabine Isensee. So zeichnen sich seine ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Porträts durch ein großes Einfühlungsvermögen zum Modell und das gelungene Zusammenspiel von Pose, Licht und Technik aus.

Bewusst hat der Fotokünstler bei der Rahmung der 60 x 60 cm großen Porträts auf die Verglasung verzichtet, so dass keine Reflexionen stören und die Anschauung zu einem individuellen Erlebnis wird. „Alle Bilder leben von der Intensität der Augen, die das Fenster zur Seele sind“, sagt Sabine Isensee. Ein ganz besonderes Porträt ist Meyer-Bergfeld mit dem 2020 verstorbenen Dr. Ummo Francksen gelungen, der sich für das Kulturleben in Oldenburg über Jahrzehnte engagiert hat und der Großneffe des Stadtmuseumsgründers Theodor Francksen war. „Die Ausstellung ist somit nicht nur ein wichtiger Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Stadt Oldenburg, sondern auch eine großartige Hommage an die Menschen, die hier leben“, so Isensee.
 
Eröffnung
Die Ausstellung wird am Sonntag, 11. Oktober, von 11 bis 13 Uhr eröffnet. Leider können keine Anmeldungen mehr für die Eröffnung entgegengenommen werden. Ab 13 Uhr ist die Ausstellung jedoch regulär für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet. Aufgrund der Corona-Verordnung können nur zwölf Gäste gleichzeitig die Ausstellung besuchen.
 
Über den Künstler
Stephan Meyer-Bergfeld, der 1963 in Wilhelmshaven geboren wurde, absolvierte von 1988 bis 1991 eine Ausbildung zum Fotografen an der Landesberufsschule Photo + Medien Kiel und im Werbestudio Wöltje in Oldenburg. Seit 1992 arbeitet Stephan Meyer-Bergfeld freiberuflich als selbstständiger Fotograf, zunächst in Hamburg, später ab 1995 in der Stadt Oldenburg.

1994 wurde er mit seiner Fotoserie zur „Landschaft Sylt“ mit dem renommierten Reinhart-Wolf-Preis geehrt. Im Jahr 2006 wählte der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF Professional) ein Foto von ihm aus tausenden Bewerbungen für die Teilnahme an dem International Photography Festival in Xining, China, aus. Zudem erhielt Stephan Meyer-Bergfeld diverse Male den LACP Vision Awards Annual Report der EWE AG in Platin, Gold und Silber. Seit 1994 war er an verschiedenen Ausstellungen beteiligt, unter anderem war er mit seinen Werken in Oldenburg, Hamburg, Stuttgart, Sylt und Xining (China) vertreten.
 
Privatführung und Workshop
Da aufgrund der Corona-Bestimmungen zurzeit keine öffentlichen Führungen stattfinden dürfen, bietet das Stadtmuseum buchbare Privatführungen durch „Analog 66“ an. Das Angebot richtet sich an Gruppen von bis zu 10 Personen, die sich kennen und sich gemeinsam anmelden. Führungstermine können unter Telefon 0441 235-3403 oder per Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de gebucht werden und kosten 35 Euro plus 1,50 Euro ermäßigten Eintritt pro Person.

Zudem findet am Sonntag, 25. Oktober, von 11 bis 14 Uhr ein Workshop mit der Kunstvermittlerin Jaqueline Menke statt, bei dem die Teilnehmenden in Anlehnung an die Fotografien von Stephan Meyer-Bergfeld abstrakte, ausdrucksstarke Porträts im Schwarz-Weiß-Monoprint-Verfahren machen können. Die Teilnahme kostet 35 Euro. Um Anmeldung bis zum 16. Oktober unter Telefon 0441 235-3403 oder per Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de wird gebeten.

Zur Ausstellung von Stephan Meyer-Bergfeld erscheint ein Katalog, der für 20 Euro im Museumsshop des Stadtmuseums erhältlich ist.

Die Ausstellung wird gefördert von der EWE Stiftung, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Kulturstiftung der Öffentlichen Oldenburg.
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Rabatten Rabatz im Park der Gärten

23.09.2020 10:11 Uhr
Mit zahlreichen künstlerischen Aktionen eröffnet das Blauschimmel Atelier im kommenden Jahr die Gartensaison im Park der Gärten. Für die Umsetzung des Projekts werden noch Mitgestalter*innen gesucht.
Im April 2021 verwandelt das Blauschimmel Atelier den Park der Gärten in Bad Zwischenahn mit vielen bunten, verrückten, kreativen künstlerischen Aktionen in einen großen Freiraum für Theater, Musik und Kunst. 

Für dieses große Event am 18. April 2021 sucht das Atelier noch Mitspieler*innen, Mit-Maler*innen und Mitgestalter*innen, die Lust haben, sich kreativ gestalterisch, malerisch, sängerisch oder spielerisch zu betätigen. Ab Oktober starten verschiedene Gruppen im Atelier, die in Workshops oder fortlaufenden Kursen zum Thema „Natur und Kunst“ arbeiten werden. Ob Malen oder Gestalten, Theater, Maske spielen oder Singen – es ist für jeden/ jede etwas dabei. Das Atelier freut sich über neue Zuwächse, die die Blüten ihrer Fantasie sprießen lassen und mit frischem Grün garnieren wollen!
Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenlos. Interessierte können sich im Atelier unter 0441-2480999 oder per Email: kontakt@blauschimmel-atelier.de melden.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.blauschimmel-atelier.de.

Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch.

Die Teilnahme an folgenden Angeboten ist möglich:
Gestalten
„Über den Topf gewachsen“: Es wächst und wuchert, leuchtet in sattem Gelb, hat kleine Stacheln, rote Punkte und scheint ein außergewöhnliches Exemplar zu sein: Welche Pflanze könnte das sein? In dem Projekt „Über den Topf gewachsen“ wollen wir auf künstlerische Expedition gehen, um neue Pflanzen zu entdecken und die Artenvielfalt zu bereichern. 
Wer Lust hat, dreidimensionale Objekte/Pflanzen zu gestalten, ist herzlich eingeladen, beim Projekt „Über den Topf gewachsen“ mitzumachen. Ein erstes Treffen findet am 16.10.2020 um 17 Uhr im Blauschimmel Atelier statt. Die beiden nachfolgenden Wochenenden wollen wir schon aktiv werden. Alle weiteren Wochenendtermine besprechen wir dann.
Leitung: Tabea Mund


Singen
„Blumen im Garten, so zwanzig Arten …“ – einen bunten Blumenstrauß an Tönen und Liedern wird der ChorGonzola zum Saisonauftakt des Park der Gärten beisteuern. Im wöchentlich fortlaufendem Chorangebot mittwochs von 18 -19.30 Uhr des Blauschimmel Ateliers sind noch Plätze frei. Es wird gesungen, getönt, getanzt und gelacht. Wir freuen uns über festen Zuwachs aber auch über projektbezogene sängerische Unterstützung.
Leitung: Marthe Oeß


Maske spielen
„Den Hund zum Gärtner gemacht“: Was machen die Hunde im Garten und zwischen den Beeten? Mit diesen und anderen Fragen wollen wir uns „Masken-spielerisch“ beschäftigen. Wir wollen Figuren, Spielszenen und Walking Acts mit den Hundemasken des Blauschimmel Ateliers entwickeln, die sich humorvoll mit Fragen rund um den Garten und das Gärtnern beschäftigen. Dafür suchen wir noch Mitspieler*innen die Lust haben, den faszinierenden Bereich des Maskenspiels für sich zu entdecken.
Leitung: Ute Bommersheim


Halb-Maske spielen
Wir wollen eine neue Theatergruppe gründen, die den Park der Gärten mit Halbmasken bespielt. Dafür suchen wir noch Teilnehmer*innen, die Lust haben im Blauschimmel Atelier an den Ideen und der Umsetzung mitzuwirken und mitzuspielen. Du brauchst keine Vorerfahrungen, der Einstieg ist niedrigschwellig. Die Spielzeit für dieses Projekt ist von November 2020 bis Mai 2021 mit der Möglichkeit, an weiteren Projekten teilzunehmen. Wir freuen uns über jedes neue und alte Gesicht! 
Leitung: Theresa Ehmen
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Corona-Schutz als Kunstprojekt

23.09.2020 10:01 Uhr

Stadt startet Wettbewerb für Kulturschaffende

In diesen Wochen ist immer wieder von einer möglichen „zweiten Welle“ der Corona-Pandemie die Rede. Dennoch verblassen die Erinnerungen an den Lockdown und die Schutzmaßnahmen werden zunehmend laxer gehandhabt. Die Stadt Oldenburg ruft deshalb Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Kreative dazu auf, Ideen zu entwickeln, wie die geltenden Regelungen auf positive Weise öffentlich präsent bleiben können.

Kreativ, nahbar, humorvoll, clever, sympathisch, überraschend – möglichst locker und unkompliziert will die Stadt Oldenburg darauf hinweisen, dass manche Regeln nach wie vor gelten und dass wir sie weiterhin beachten sollten. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, deshalb müssen wir weiterhin sehr aufmerksam bleiben. Betonen wollen wir dabei Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Solidarität“, verdeutlicht Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Platziert werden sollen die Erinnerungen in und um die Innenstadt. Für die Realisierung stehen den drei Siegerentwürfen je 2.000 Euro zur Verfügung.

Der komplette Ausschreibungstext findet sich unter www.oldenburg.de/kulturbüro
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Fremde Federn im Kulturzentrum PFL

18.09.2020 16:40 Uhr

Poetry Slammer präsentieren neue Texte unter dem Motto „Abstand halten“

Das Literaturhaus Oldenburg veranstaltet am Samstag, 3. Oktober, den Themen-Poetry Slam „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Teilnahme ist nur möglich nach vorheriger Kartenreservierung per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de.

Mit von der Partie sind die Bühnen-Poetinnen und Bühnen-Poeten Adriane Meinhardt, Insa Sanders, Tanja Schwarz, Sebastian Hahn und Gerrit Wilanek. Sie schmücken sich im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Im zweiten Teil des Abends präsentieren sie so überzeugend wie möglich den Beitrag eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie – ganz Corona-konform – neue Texte unter dem Motto „Abstand halten“ geschrieben. Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Besucherinnen und Besuchern bestehende Jury daran, die Texte einer Autorin oder einem Autor zuzuordnen. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturhaus-oldenburg.de.
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Neue Werke in der Dauerausstellung im Horst-Janssen-Museum

18.09.2020 16:33 Uhr
Ab sofort schmücken neue Originale von Horst Janssen die Dauerausstellung über den Künstler. Rund siebzig neue, bislang wenig gezeigte Arbeiten können nun betrachtet werden: Selbstbildnisse, Köpfe, Frauen und Erotisches, Landschaften, Blumen und andere Stillleben sowie Zeichnungen zum Thema Tod. Auch der Radierzyklus „Eiderland“ und ein kleiner Querschnitt durch Janssens Holzschnitte, Radierungen und Lithografien sind ausgestellt. Die neuen Werke sind bis zum Beginn des kommenden Jahres im neu gestalteten Dauerausstellungsbereich des Horst-Janssen-Museums zu sehen.

Aus restauratorischen Gründen wechseln die Arbeiten in der Dauerausstellung zu Leben und Werk von Horst Janssen alle vier Monate. Würden Sie länger oder sogar dauerhaft ausgestellt werden, würden die empfindlichen Drucke und Zeichnungen beschädigt, etwa durch den Lichteinfall. So lohnt sich zudem ein mehrmaliger Besuch der Ausstellung für die Besucherinnen und Besucher, die Janssen immer wieder neu entdecken können.

Aktuell ist für die Besucherinnen und Besucher nur die Dauerausstellung geöffnet, da Umbauarbeiten für die neue Sonderausstellung stattfinden: Am 4. Oktober beginnt „Das kann nur Zeichnung. Von Beethoven bis Pinterest“, die Jubiläumsausstellung zum 20-jährugen Bestehen des Horst-Janssen-Museums.
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Sprich mit ihr! 30 Minuten mit der Museumschefin

18.09.2020 16:32 Uhr
Unter dem Titel „Sprich mit ihr!“ lädt die Leiterin des Horst-Janssen-Museums, Dr. Jutta Moster-Hoos, interessierte Menschen zum Dialog und auf ein Getränk ins Museum ein. In 30 Minuten steht sie Rede und Antwort über Ausstellungsplanungen, Aufgaben von Museen, das Jubiläum oder ganz andere Themen der Kunst.

Der erste Termin des neuen Formats ist am Mittwoch, 23. September, Treffpunkt im Heimathaven Pop-Up Café. Es wird jeweils ein Platz um 16 Uhr und 16.30 Uhr angeboten, die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind telefonisch unter 0441 235-4105 möglich oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Drei verlorene Seelen im Großstadtdschungel

11.09.2020 15:54 Uhr

Nina Bußmann liest im Kulturzentrum PFL aus ihrem Roman „Dickicht“

Nina Bußmann erzählt in ihrem Roman „Dickicht“ von drei Menschen in der Großstadt, die um Kontrolle kämpfen, sie aber längst verloren haben. In prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse verstrickt, taumeln sie zwischen Abhängigkeiten und Freundschaften, Therapieversprechen und spirituellen Verlockungen. Am Sonntag, 27. September, stellt die Autorin das Buch in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturhauses vor. Mit Jörg Zimmermann, Direktor der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie der Oldenburger Karl-Jaspers-Klinik, spricht sie über Süchte und Abhängigkeiten. Der Austausch wird von Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages, moderiert. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Teilnahme ist nur möglich nach Kartenreservierung unter der E-Mail-Adresse literaturhaus@stadt-oldenburg.de.

Die drei Protagonisten des Romans – Ruth, Katja und Max – kommen kaum ohne Rausch aus. Und dennoch suchen sie nach Klarheit. Die suchtkranke Ruth wacht nach einem schweren Sturz im Krankenhaus auf, braucht Unterstützung und wendet sich an Katja, eine Mitpatientin. Der passiert es ständig, dass Leute sie um einen Gefallen bitten. Es gibt ihr ein gutes Gefühl, zu helfen, auch wenn sie weiß, dass sie sich später nur schwer abgrenzen kann. Aber sie ist nicht die einzige, die sich um Ruth kümmern möchte. Max wollte Ruth mit seinem linken Kollektiv beim Kampf gegen die neue Vermieterin unterstützen und Katja reagiert darauf mit Eifersucht.

Die Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ des Literaturhauses wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert und ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geschichte der Oldenburger Universität.
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Ausgezeichnet: Festival der Illustratoren in der Kulturhalle

25.08.2020 17:38 Uhr

14 Ausstellerinnen und Aussteller zeigen ihre Arbeiten bis zum 6. September

Ob in Kinderbüchern, Karikaturen, Comics oder Cartoons, als Magazin-Cover, auf Plakaten oder Flyern, als Logos oder Markenwerbung, auf Verpackungen oder als freie, künstlerische Arbeiten zu jedem Anlass – Illustrationen sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Und sie haben in Oldenburg einen festen Platz: Beim Festival der Illustratoren, das seit 2012 alle zwei Jahre stattfindet. Bei der nunmehr 5. Auflage präsentieren 14 Illustratorinnen und Illustratoren aus Oldenburg und der Umgebung seit Freitag, 21. August, in der Kulturhalle am Pferdemarkt 8a ein breites Spektrum der Illustrationskunst. Besucherinnen und Besucher können hier bis Sonntag, 6. September, unter Beachtung der Corona-Regeln die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten einer Illustration kennenlernen, die Entstehung einer Illustration erleben und die Gestaltenden persönlich treffen.

Geöffnet ist die Ausstellung von Montag bis Freitag, 14 bis 20 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag, 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Veranstalter ist der auf Initiative von Norbert Egdorf neu gegründete Verein Illustratoren Oldenburg e.V. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg und das Netzwerk cre8 oldenburg fungieren als Förderer. Die Ausstellerinnen und Aussteller sind dieses Jahr: Ulli Bohmann, Norbert Egdorf, Janko Meisel, Christine Breier, Carsten Fuhrmann, Tobias Schneider, Viktoria Bassenge, Lena Brinkmann, Asco Grill, Yvonne Semken, Petra Bergmann, Dietmar Dupree, Carsten Oltmann und Fides Velten.

Neben der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein interessantes Rahmenprogramm. Am Freitag, 28. August, hält Matthias Bender von der Illustratoren Organisation Deutschlands ab 16 Uhr einen Vortrag zum Thema „Berufseinstieg für Illustratorinnen und Illustratoren“: Wie funktioniert der optimale Start in ein spannendes Berufsfeld? Der Vortrag behandelt nicht nur Themen rund um die Einsatzgebiete von Illustration, informiert wird auch über Anmeldungen bei Behörden und Organisationen, die Positionierung und Vermarktung sowie über Honorarkalkulation und Vertragsgestaltung.

Ebenso am 28. August ist Bettina Bexte zu Gast. Sie wird ab 19 Uhr in der Cartoonlesung „Fluch der Akribik“ mit Musik, Trickfilmen und Livezeichnung einen amüsanten Abend bieten. Der Jazzmusiker Peter Dahm und ein Trickfilmorchester untermalen und begleiten die Lesung mit Saxofon und Bassklarinette. Anschließend signiert Bettina Bexte ihre Bücher, die beim Lappan Verlag verkauft werden. Der Lappan Verlag ist Kooperationspartner und langjähriger Förderer des Festivals.

Ziel ist es auch, Unternehmen zu motivieren, Illustrationen und somit kreative Leistungen stärker für sich und den eigenen Erfolg zu nutzen – denn eine gute Illustration fällt stark auf und wirkt lange nach. Dazu findet am Donnerstag, 3. September, ab 17 Uhr die Veranstaltung Wirtschaft & Illustration statt, in der die ausstellenden Illustratorinnen und Illustratoren Beispiele zeigen, die sie für Unternehmen und Institutionen erstellt haben. Bestes Beispiel dafür: die fünfte Ol‘s Sonderedition der Oldenburger Brauerei mit neu gestalteten Etiketten aller beteiligten Illustratorinnen und Illustratoren.

Mehr Informationen gibt es online unter www.oldenburg.de/festival-der-illustratoren.
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Telefon-Führung: Bei Anruf Kunst

05.08.2020 10:11 Uhr

„Veränderte Sichten“ bequem von zuhause aus kennenlernen

Da öffentliche Führungen in Corona-Zeiten noch kaum wieder möglich sind, bringt das Horst-Janssen-Museum ausgewählte Janssen-Arbeiten jetzt direkt zu den Besucherinnen und Besuchern: Am Donnerstag, 20. August, gibt es zwischen 15 Uhr und 16.30 Uhr die erste Telefon-Führung. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Arbeiten der Ausstellung „Veränderte Sichten: Horst Janssen und die Architektur“, die im Austausch mit Kunstvermittlerin Geraldine Dudek und den weiteren Teilnehmenden per Telefon erforscht werden können. Janssen hat schon in den 1950er Jahren begonnen, Straßenzüge und Häuser seiner Hamburger Umgebung zu zeichnen. Später inspirierten ihn Reisen ins Tessin oder nach Paris, bis er schließlich auch ganz alltägliche Gegenstände durch ungewöhnliche Kombinationen und Perspektiven in Architektur verwandelte.

Die benötigten Abbildungen und eine Kurzbiografie von Horst Janssen werden im Vorfeld per Post verschickt, ebenso wie der einfache Zugang zur Telefonkonferenz. Die Einwahl ist per Festnetz-Telefon (ohne weitere Kosten) oder per Handy (eventuelle Kosten abhängig vom Mobilfunkanbieter) möglich. Die Teilnahme kostet 4,50 Euro, Anmeldungen sind bis 13. August möglich, per Telefon unter 0441 235-2887 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Ausstellung über „Superheldin“ Taus Makhacheva in privater Führung entdecken

21.07.2020 19:00 Uhr
Im Edith-Russ-Haus können die Besucherinnen und Besucher Führungen in privater Runde mit Freunden oder Familie buchen, um die Ausstellung „Sturdy Black Shoes“ kennenzulernen. Dabei gilt keine Maskenpflicht und auch das Abstandsgebot ist für die Teilnehmenden aufgehoben, bis zu zehn Personen können teilnehmen – damit ist das Angebot nicht nur als Ausflugstipp während der Urlaubszeit, sondern auch für Corona-Zeiten bestens geeignet. Die in Moskau lebende Künstlerin Taus Makhacheva greift in der Ausstellung den Alltag und die Geschichte der russischen Republik Dagestan in der Kaukasus-Region auf. In ihrem Alter Ego als Superheldin „Supertaus“ reflektiert sie spielerisch und mit humorvollem Unterton verschiedenste Feierlichkeiten, alltägliche Rituale und das Außergewöhnliche im Gewohnten. Führungstermine können telefonisch unter 0441 235-3208 oder per E-Mail an info@edith-russ-haus.de gebucht werden. Sie kosten jeweils 35 Euro plus ermäßigten Eintritt pro Person.
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Michael Kumpfmüllers Roman zu Virginia Woolf

10.07.2020 18:35 Uhr

Lesung und Gespräch des Schriftstellers im Internet

Seit April veröffentlicht das Literaturhaus Oldenburg auf seiner Homepage (www.literaturhaus-oldenburg.de) Gespräche der Autorinnen und Autoren, die im Frühjahr in seinem Programm aufgetreten wären. Die Reihe, die den Austausch nun in schriftlicher Form ins Internet stellt, heißt „Im Gespräch bleiben“. Aktuell wurde ein Gespräch des Kulturwissenschaftlers Lüder Tietz mit Michael Kumpfmüller über dessen Roman „Ach, Virginia“ veröffentlicht. In das Gespräch eingefügt sind zwei kurze Filme, in denen der Schriftsteller Passagen aus dem Roman vorliest.

Virginia Woolf (1882 bis 1941) gilt als Pionierin der literarischen Moderne. Schon Ende der 1920er Jahre war sie international bekannt und erfolgreich. Michael Kumpfmüllers Roman erzählt von den letzten zehn Tagen ihres Lebens: Im März 1941 trifft die Schriftstellerin die Entscheidung, sich in einem Fluss nahe ihrem Landhaus in Südengland das Leben zu nehmen. Sie hat soeben ein neues Buch beendet und über das kleine Cottage, das sie mit ihrem Mann bewohnt, fliegen deutsche Bomber. Woolf führt das Leben einer Gefangenen, die nicht weiß, wie und wohin sie ausbrechen soll. Ihr seelischer Zustand ist zerrüttet. Michael Kumpfmüller zeichnet das Bild einer Person, die in Auflösung begriffen scheint und sich auf die Reise in den Innenraum macht, der eine Welt voller Schrecken, aber auch Wunder ist. „Ach, Virginia“ ist ein literarisches Porträt auf kleinstem Raum und ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben.

Michael Kumpfmüller, geboren 1961 in München, lebt als freier Autor in Berlin. Im Jahr 2000 erschien mit dem gefeierten Roman „Hampels Fluchten“ seine erste literarische Veröffentlichung. Sein 2011 veröffentlichter Roman „Die Herrlichkeit des Lebens“ wurde zum Bestseller und ist in 23 Sprachen übersetzt worden. Zuletzt erschien der Roman „Tage mit Ora“ (2018). 2017 erhielt Michael Kumpfmüller vom Literaturhaus Oldenburg das Landgang-Stipendium als Reisestipendium durch das Oldenburger Land.
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„Fremde Federn“ kreativ im Home-Office

08.07.2020 20:58 Uhr

Literaturhaus präsentiert neue Ausgabe des Poetry Slam-Formats im Interne

Unter dem Titel „Fremde Federn 4.0“ veröffentlicht das Literaturhaus Oldenburg am Freitag, 10. Juli, auf der Webseite fremde-federn-lassen.de eine neue Ausgabe der beliebten Poetry-Reihe im Digitalformat.

„Fremde Federn“ lebt von der Live-Performance bei vollem Hause, die Interaktion mit dem Publikum ist ein tragendes Element. Aber das bedeutet nicht, dass auf das Format in Zeiten von Corona gänzlich verzichtet werden soll. Denn die Kreativität der Akteurinnen und Akteure sprudelt ungehemmt weiter. Sebastian Hahn, Tobi Katze, Adriane Meinhardt, Insa Sanders, Tanja Schwarz und Gerrit Wilanek haben neue Texte zum Motto „Sommer-Regen“ geschrieben und freuen sich auf deren Präsentation. Die Poetinnen und Poeten haben im Home-Office ihre Wortbeiträge in Form von Videofilmen produziert, die ab dem 10. Juli im Internet auf der Seite fremde-federn-lassen.de veröffentlicht werden.

In einem ersten Beitrag stellen sie sich mit einem eigenen Text vor. In einem zweiten Film schmücken sie sich mit fremden Federn und präsentieren den Motto-Beitrag eines Teamkollegen. Während im Live-Programm die Rolle der Jury stellvertretend für das gesamte Publikum nur von einigen Personen wahrgenommen wird, kann nun per Mausklick abgestimmt werden. Es geht darum, die Darbietungen möglichst den richtigen Urhebern zuzuordnen. Am 24. Juli wird die wahre Urheberschaft aufgeklärt und auf der Webseite der „Fremden Federn“ veröffentlicht. Das Literaturhaus rechnet mit einer regen Beteiligung.

Da das Programm des Literaturhauses auf einen langen Planungsvorlauf angewiesen ist, wurde dort entschieden, erst nach den Sommerferien wieder Termine in den Spielstätten zu veranstalten. Die bis einschließlich Juli angekündigten Termine fallen aber nicht aus, sondern werden verschoben oder finden in anderer Form im Internet statt. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Literaturhauses unter www.literaturhaus-oldenburg.de.
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„Sturdy Black Shoes“: Alltagshelden im Blick

08.07.2020 20:33 Uhr

Eröffnung der neuen Ausstellung im Edith-Russ-Haus

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst blickt ab 9. Juli mit Taus Makhacheva humorvoll und spielerisch auf das heroische im Alltag: Die Eröffnung der Ausstellung „Sturdy Black Shoes“ findet am Mittwoch, 8. Juli, zwischen 18 und 23 Uhr statt.

In „Sturdy Black Shoes“ werden Installationen, Video, Fotografie und Performance gezeigt, die spielerisch und humorvoll den Alltag in der russischen Republik Dagestan aufarbeiten. Zwischen den politischen Umbrüchen in der jüngeren Geschichte und dem Blick für die kleinen Heldentaten im Alltag sammelt die Künstlerin Taus Makhacheva Geschichten und Stimmen. Mit ihrem Alter Ego „Super Taus“ ist sie selbst als Heldin im Einsatz.

Wegen der coronabedingten Einschränkungen wird dieser Ausstellungsbeginn etwas anders als üblich sein. Die Künstlerin Taus Makhacheva darf leider nicht einreisen und wird stattdessen eine Videogrußbotschaft senden. Die Corona-Regeln erlauben es, dass zehn Gäste gleichzeitig die Ausstellung betreten dürfen. Um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten, müssen sich Besucherinnen und Besucher per E-Mail an info@edith-russ-haus.de oder per Telefon unter 0441 235-3208 für einen bestimmten Zeitraum anzumelden. Die Zeiträume beginnen jeweils zur vollen Stunde, also um 18, 19, 20, 21 und 22 Uhr.

Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.
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Beeindruckende Stadtansichten im Planungsamt

02.07.2020 18:04 Uhr

Ausstellung mit Oldenburg-Fotos von Rolf Nahrgang bis 30. Oktober verlängert

Rolf Nahrgang hat einen ganz eigenen Blick auf die Stadt – nämlich durch das Objektiv seiner Fotokamera. Der Hobbyfotograf war 2018 nach 15 Jahren in seine alte Heimat Oldenburg zurückgekehrt. Obwohl sich die Stadt in Teilen verändert hat, gibt es doch noch viele Orte, die nahezu gleich geblieben sind. Genau diese Motive haben das besondere Interesse von Rolf Nahrgang geweckt. In seinen Bildern zeigt er Altvertrautes in neuer Perspektive. Idealer Schauplatz, um seine Fotografien der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist das Stadtplanungsamt. Schließlich beschäftigt man sich dort schon von Berufs wegen mit Stadtentwicklung und -gestaltung.

Die beeindruckend schönen Aufnahmen mit Oldenburger Stadtansichten zieren bereits seit Mitte Februar die Flure des Gebäudes an der Industriestraße 1 a. Nachdem die Ausstellung wegen der Corona-bedingten Einschränkungen eine Zeit lang nicht besichtigt werden konnte, ist sie nun wieder geöffnet. Mehr noch: Die Ausstellungsdauer wurde verlängert – wer die Fotografien bislang nicht sehen konnte, hat dafür nun bis zum 30. Oktober Gelegenheit. Die Öffnungszeiten des Stadtplanungsamtes sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.


Seit Sommer 2018 gibt das Stadtplanungsamt Hobbyfotografinnen und -fotografen sowie Hobbykünstlerinnen und -künstlern ein Forum. Das Ausstellungskonzept sieht vor, in lockerer Zeitabfolge Fotografien und ähnliches zu präsentieren. Wer gerne in den Räumen des Stadtplanungsamtes seine Werke ausstellen möchte, kann sich per E-Mail an stadtplanung@stadt-oldenburg.de wenden.
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Montags_Kunst startet am 15. Juni im Horst-Janssen-Museum

05.06.2020 18:50 Uhr

Kreativ werden nach dem Vorbild von Horst Janssen

Die Reihe Montags_Kunst startet am 15. Juni wieder im Horst-Janssen-Museum. An insgesamt drei Terminen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die liebevoll gestalteten Faltbücher kennen, die Horst Janssen für Birgit Jacobsen gestaltet hat. In dem Kurs sollen eigene klappbare, kleine Welten zu individuellen Themen entstehen. Es wird gezeichnet, gemalt, geklebt, geschnitten und gefaltet. Die weiteren Termine sind ebenfalls jeweils montags, 6. Juli und 13. Juli, immer von 18 bis 20 Uhr.

Es wird empfohlen, ist aber keine Pflicht, eine Mund-Nase-Maske zu tragen, und es wird darum gebeten, auch während des Kurses die üblichen Abstandsregeln einzuhalten. Anmeldungen sind bis zum 9. Juni möglich, entweder telefonisch unter 0441 235-2887 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Neuer Roman John von Düffels spielt an Oldenburger Schauplätzen

01.06.2020 17:50 Uhr

Literaturhaus veröffentlicht im Internet Gespräch mit dem Schriftsteller

Seit April veröffentlicht das Literaturhaus Oldenburg auf seiner Homepage Gespräche der Autorinnen und Autoren, die in diesem Frühjahr in seinem Programm aufgetreten wären. Die Reihe, die den Austausch nun in schriftlicher Form ins Internet stellt, heißt „Im Gespräch bleiben“. Aktuell wurde ein Gespräch des Historikers Michael Sommer mit John von Düffel über dessen Roman „Der brennende See“ veröffentlicht. Der Schriftsteller arbeitete nicht nur Mitte der 90er Jahre als Dramaturg am Oldenburgischen Staatstheater. Oldenburg ist zudem die Stadt, in der er als Junge lebte; in der er zur Schule gegangen ist. Deshalb hat John von Düffel beim Schreiben des Romans die Schauplätze seiner Erinnerung aufgesucht.

Im Roman kehrt Hannah, die Tochter eines Schriftstellers, nach dem Tod ihres Vaters in die Stadt ihrer Kindheit zurück. An seinem Erbe ist sie wenig interessiert, doch als sie erste Schritte unternimmt, die Wohnung des Verstorbenen aufzulösen, findet sie das Foto einer jungen Frau. Die junge Unbekannte ist Julia, die Tochter ihrer Schulfreundin Vivien. Mit ihrer Familie lebt sie am Ufer des Sees, in dem Hannahs Vater täglich schwamm. Julia ist die Initiatorin der „Ende-der-Geduld“-Bewegung, die aus den Fridays-for-Future-Demonstrationen hervorgegangen ist und eine Radikalisierung des Protests gegen die herrschende Klima-Politik propagiert.

John von Düffel ist passionierter Schwimmer und hat dem fließenden Element schon mit seinem preisgekrönten Roman „Vom Wasser“ (Mara Cassens-Preis, Aspekte-Literaturpreis) und zuletzt mit dem Band „Wassererzählungen“ zu einer Hauptrolle in der Literatur verholfen. In seinem neuen Roman nähert er sich dem Wasser als knappe Ressource, als Lebensbedingung und Klimakomponente und nicht zuletzt als Frage des Zusammenlebens der Generationen an.
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„Stern 111“: Ein preisgekrönter Wenderoman

25.05.2020 20:07 Uhr

Literaturhaus veröffentlicht Gespräch mit Lutz Seiler

Das Literaturhaus Oldenburg möchte mit seinem Publikum und mit den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die es schon lange vor der Corona-Krise in sein Programm eingeladen hatte, im Gespräch bleiben. Seit April veröffentlicht es deshalb nach und nach Gespräche dieser Autorinnen und Autoren auf seiner Homepage. Im Auftrag des Literaturhauses wurden die Gespräche gegen Honorar mit den Moderatorinnen und Moderatoren geführt, denen die Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Normalfall auf der Bühne im Wilhelm13 begegnet wären. Die Rubrik, die den Austausch nun stattdessen in schriftlicher Form im Internet veröffentlicht, lautet „Im Gespräch bleiben“. Aktuell wurde ein Gespräch Lutz Seilers mit der Literaturwissenschaftlerin Silke Behl über Seilers Roman „Stern 111“ veröffentlicht, der im März mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.

Lutz Seilers ausgezeichneter Roman führt zurück in die ersten Jahre der Nachwende und erkundet in einem weiten erzählerischen Panorama, was es für die Einzelne und den Einzelnen bedeutet haben mag, als die alten Ordnungen und Gewissheiten wegbrachen und neuen Freiheiten Raum gaben. Lutz Seilers Suchbewegung beginnt in Gera. Dort lebt 1989 Familie Bischoff. Zwei Tage nach dem Mauerfall trennen sich die drei und der Roman folgt in zwei großen Erzählsträngen ihren unterschiedlichen Wegen. Die Eltern Inge und Walter machen sich auf in den Westen und folgen einem geheimnisumwitterten Traum. Ihren Sohn Carl zieht es nach Berlin. Im Osten der Stadt, nahe der ehemaligen Grenze und in einer Art Niemandszone, findet er ein Zuhause beim ‚klugen Rudel‘, einer Gemeinschaft von Visionärinnen und Visionären, Anarchos sowie Künstlerinnen und Künstlern. Carl möchte Gedichte schreiben und seine große Liebe Effi wiederfinden. Die Kommunikation mit den Eltern beschränkt sich auf Briefe. Aus ihnen erfahren auch die Lesenden von den einzelnen Etappen der großen Reise, die Inge und Walter als Auswanderung bezeichnen.
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90 Künstlerinnen und Künstler im Einsatz gegen Corona-Blues

14.05.2020 20:48 Uhr

Fortsetzung der Balkonkonzerte durch anhaltendes Besuchsverbot – Zwischenbilanz

Durch die Corona-Krise bestehen in zahlreichen Alten- und Pflegeeinrichtungen seit mehreren Wochen strikte Besuchsverbote. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern dennoch im Alltag Freude zu bereiten, hat das Kulturbüro begonnen, Balkonkonzerte und Freiluftaufführungen zu organisieren. Diese haben derzeit Hochkonjunktur: 90 professionelle Künstlerinnen und Künstler im Programm, 25 beteiligte Einrichtungen und über 20 vermittelte Auftritte lautet die Bilanz sechs Wochen nach Beginn der Organisation. Die Aufführungen müssen dringend fortgesetzt werden, denn eine Lockerung des grundsätzlichen Besuchsverbotes in Alten- und Pflegeheimen erfolgt in Niedersachsen gemäß der aktuellen Änderungsverordnung des Landes vorerst nicht.

Die Balkonkonzerte haben dabei nicht nur einen Unterhaltungswert, sondern tragen auch zur seelischen Gesundheit bei. „Kunst und Kultur machen Mut, bringen Leben und Abwechslung in die Einrichtungen und sichern die kulturelle Teilhabe“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. So berichten die Einrichtungen, die schon einen dieser Auftritte erleben durften, welche Wirkung dieser sowohl auf Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch auf das Personal hat. „Die Auftritte sind Tagesgespräch bei allen in den Einrichtungen. Von dem Kunst- und Kulturerlebnis zehren Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch Pflegekräfte noch Tage danach. Und das ist enorm wichtig, vor allem weil abzusehen ist, dass die Menschen in ihren Einrichtungen noch einen langen Atem haben müssen, bis Besuchsverbote und Einschränkungen des Tagesprogramms nicht mehr ihren Alltag bestimmen werden“, berichtet Christiane Maaß vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Neben über 30 Solokünstlerinnen und -künstlern könnte das Kulturbüro nun auch Duos für Auftritte vermitteln. „Zuerst Ehepaare und Künstlerpaare in häuslicher Gemeinschaft, später auch die rein künstlerischen Duos. Das erweitert das qualitativ hochwertige Angebot noch einmal“, sagt Christiane Maaß.

Die Künstlerinnen und Künstler treten vor den beteiligten Einrichtungen auf. Dabei wird Musik, aber auch Schauspiel, Tanz, Pantomime, Clownerie und Akrobatik dargeboten – also alle Künste, die optisch und akustisch auch aus der Distanz zum Publikum aufgeführt werden können. Bedingung für die Aufführungen ist nach wie vor, dass die geltenden Anordnungen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Künstlerinnen und Künstler eingehalten werden können. Das Kulturbüro steht dabei in engem Kontakt mit den zuständigen Ämtern, wie dem Gesundheits- und Ordnungsamt sowie den Einrichtungsleitungen.

Weitere Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen können noch teilnehmen. Interessierte können sich bei Christiane Maaß, Kulturbüro der Stadt Oldenburg, per Telefon unter 0441 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de melden.

Die Balkonkonzerte und Freiluft-Aufführungen werden gefördert von der Marius Eriksen Stiftung, dem Oldenburgischer Generalfonds, vertreten durch den BVO Bezirksverband Oldenburg und der Oldenburger Bürgerstiftung.
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Musikschule wieder für Einzelunterricht geöffnet

12.05.2020 20:11 Uhr
Die Musikschule der Stadt Oldenburg darf seit Montag, 11. Mai, wieder öffnen und kehrt zumindest in Teilen zum Präsenzunterricht zurück. Nachdem in den vergangenen Wochen nur digitale Angebote möglich waren, ist nun unter Beachtung von strengen Hygieneauflagen wieder Einzelunterricht in der Musikschule zulässig. Kooperationsangebote, Ensembles, Gruppenunterricht, Bands und sämtliche Angebote der musikalischen Grundstufe dürfen jedoch noch nicht wieder stattfinden.
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Oldenburger Museen laden zum Internationalen Museumstag am 17. Mai ein

08.05.2020 19:19 Uhr

Museumslandschaft lockt mit vielfältigen Angeboten vor Ort und digital

Die Oldenburger Museen und Kunsthäuser laden auch in diesem Jahr zum Internationalen Museumstag ein – wenn auch in etwas anderer Form als gewohnt. Durch die Einschränkungen, die in allen Häusern mit der Corona-Pandemie einhergehen, sind zahlreiche Angebote nicht direkt vor Ort, sondern insbesondere digital für die Museumsgäste verfügbar. So lautet auch das Motto des Internationalen Museumstages in diesem Jahr „Museen digital entdecken!“. Viele Angebote werden unter #museen-entdecken in den sozialen Medien zusammengefasst.

In Oldenburg nehmen folgende Häuser am Internationalen Museumstag 2020 teil: das Edith-Russ-Haus für Medienkunst, das Horst-Janssen-Museum, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das Landesmuseum Natur und Mensch, der Oldenburger Kunstverein und das Stadtmuseum Oldenburg. Wenn nicht anders angegeben, ist der Eintritt an diesem Tag frei und es gelten die regulären Öffnungszeiten. Die einzelnen Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen sind auf den Internetseiten der teilnehmenden Museen zu finden.

 
Edith-Russ-Haus für Medienkunst
Im Edith-Russ-Haus ist die Ausstellung „Possessed Landscapes“ zu sehen, die bis zum 14. Juni verlängert wurde. Gezeigt werden Arbeiten über Landschaften, die durch industrielle Ausbeutung grundlegend verändert wurden. Menschen wirken in diesen dystopischen Szenarien oft wie Fremdkörper.

Die Costa Compagnie aus Hamburg zeigt im Aquarium des Edith-Russ-Hauses (in der Fensterfront des Seminarraums) die Installation „Independence in Space & Virtual Reality“, die ab 14. Mai jeden Tag ab Sonnenuntergang in Bild und Ton von außen erfahrbar ist. Die Arbeit beschäftigt sich mit körperlichen und räumlichen Dynamiken globaler Unabhängigkeitsbewegungen. Besucherinnen und Besucher haben darüber hinaus jederzeit vor Ort die Möglichkeit, sich mit ihren Smartphones in 360°-Videos der Arbeit mittels QR-Code einzuloggen.
 

Horst-Janssen-Museum
Das Horst-Janssen-Museum lädt am Internationalen Museumstag in die neue Dauerausstellung über den Ausnahmekünstler Horst Janssen ein. Erstmals können die Besucherinnen und Besucher an interaktiven Stationen in sein Leben und Werk eintauchen und die von ihm genutzten Drucktechniken erleben und ausprobieren. Wer nicht vor Ort ins Museum kommen möchte, kann über eine Video-Führung einen Einblick erhalten, die zudem in Gebärdensprache verfügbar sein wird. Die Online-Führung wird, ebenso wie weitere filmische Eindrücke aus dem Horst-Janssen-Museum, auf der Website sowie der Facebook-Seite des Museums abrufbar sein.

Darüber hinaus ruft das Museum Janssen-Fans dazu auf, ihre Originale, Kunstdrucke oder Ausstellungsplakate von Horst Janssen per Foto einzusenden: entweder bei Facebook oder Instagram oder auch per E-Mail an info@horst-janssen-museum.de. Unter dem Motto #JanssenBeiMirZuhause sollen die Fotos auf der Website des Museums in einer Galerie veröffentlicht werden.

 
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Zum Internationalen Museumstag bietet das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg ein buntes digitales Vermittlungsprogramm. Eine digitale Führung mit Museumsdirektor Dr. Rainer Stamm lädt dazu ein, das Werk des Meisters des Magischen Realismus Franz Radziwill kennenzulernen. Die digitale Führung wird auch in Gebärdensprache verfügbar sein. Mit einer Bastelanleitung können Groß und Klein ganz persönliche Stillleben als Collage gestalten. Und warum nicht selbst zum Kunstwerk werden? Das Landesmuseum liefert Inspiration zum Nachstellen einiger Sammlungshighlights.

Das Programm ist ab dem 14. Mai auf www.landesmuseum-ol.de und auf dem Instagram-Kanal des Museums @landesmuseumoldenburg online.

Der Eintritt ins Augusteum und ins Prinzenpalais ist am 17. Mai frei. Eintritt für das Schloss: 9 Euro, ermäßigt 6 Euro

 
Landesmuseum Natur und Mensch
Auch das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg beteiligt sich mit digitalen Formaten am Internationalen Museumstag. Dabei wird das diesjährige Motto „Vielfalt und Inklusion im Museum“ durch Vielfalt in den Inhalten und in Art der online-Angebote aufgegriffen: Mit einem Archäologie-Quiz für zu Hause und einem online-Rundgang durch das Museum via Google-Arts & Culture ist für viele Interessensgruppen etwas im Programm. Untertitelte Kurzvideos zu den Themen Moor, Tiere entdecken und zum Ertasten eines Tierpräparats bieten Unterhaltung für Kinder. Alle Programmpunkte sind auf der Webseite www.naturundmensch.de sowie über den facebook-Auftritt des Hauses zu finden.

 
Oldenburger Kunstverein
Wolken in der zeitgenössischen Kunst – flüchtig – zeichenhaft – bedrohlich

15. Mai -2. August 2020, Ein Ausstellungsprojekt des Oldenburger Kunstvereins

Wolken sind rätselhafte meteorologische Erscheinung. Als Teil des Himmels können sie massiv und gleichzeitig flüchtig wirken, sie können Träger einer Botschaft sein oder menschengemacht und nicht als meteorologisches Phänomen Ausdruck und Zeichen schrecklicher Ereignisse sein. Künstler*innen haben in Wolken immer mehr gesehen als Gegenstand trockener Aufzeichnungen. Wolken lösen Empfindungen und Reflexionen aus. Wie dies sich in der zeitgenössischen Kunst spiegelt, soll die Ausstellung des Oldenburger Kunstvereins zeigen. Die Exponate umfassen Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation.

Das Vermittlungsprogramm zum diesjährigen, so ganz anderen Internationalen Museumstag 2020 hält einige digitale Angebote bereit: Sowohl Kinder als auch Erwachsene der digitalen Besucher*innen können sich an einem Wolken-Quiz versuchen oder sich an einem online-Malwettbewerb beteiligen. Außerdem halten wir Basteltutorials bereit, mit denen sich wunderbare „Wolkenwesen“ als Mobile gestalten lassen und wir geben weitere kreative Tipps, wie man sich mit dem Thema Wolken per upcycling mit dem, was der Haushalt bereit hält, widmen kann. Für alle, die nicht selber künstlerisch tätig werden möchten, halten wir natürlich auch filmische Einblicke in die Ausstellung bereit.


Stadtmuseum Oldenburg
Im Stadtmuseum erwarten die Besucherinnen und Besucher aktuell zwei Sonderausstellungen: „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“ und „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen“. Hier wurden auch verschiedene Mitmach-Stationen eingerichtet, durch die die Museumsgäste an der Ausstellung teilhaben können. Beide Ausstellungen sind am Internationalen Museumstag sowohl vor Ort als auch digital zugänglich, etwa durch eine Video-Führung durch „Entdeckt, bewundert, aufgehoben“, die auch in Gebärdensprache angeboten wird, und durch weitere filmische Einblicke. Die digitalen Angebote werden auf der Website und der Facebook-Seite des Stadtmuseums verfügbar sein.
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Im Gespräch bleiben

22.04.2020 18:35 Uhr

Alternative Veranstaltungsformate des Literaturhauses starten mit Matthias Politycki

Das Literaturhaus Oldenburg möchte mit seinem Publikum und mit den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die es schon lange vor der Corona-Krise in sein Programm eingeladen hatte, im Gespräch bleiben. Ab sofort veröffentlicht es deshalb nach und nach Gespräche dieser Autorinnen und Autoren auf seiner Homepage (www.literaturhaus-oldenburg.de). Im Auftrag des Literaturhauses wurden sie gegen Honorar in schriftlicher Form mit den Moderatorinnen und Moderatoren geführt, denen die Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Normalfall auf der Bühne im Wilhelm13 begegnet wären. Die Rubrik, die den Austausch nun stattdessen im Internet veröffentlicht, lautet „Im Gespräch bleiben“. Den Auftakt bildet ein Gespräch Matthias Polityckis mit Reinhard Tschapke, Germanist und Ex-Kulturchef der NWZ, über Polityckis Roman „Das kann uns keiner nehmen“. Sie sprechen über die Seele Afrikas, eine persönliche Nahtod-Erfahrung des Schriftstellers und einen ziemlich verrückten Vogel.

Die Lektüre der im Frühjahr erschienenen Bücher ist auch individuell möglich. Die Veranstaltungen des Literaturhauses leben aber von den auf der Bühne geführten Gesprächen. Deshalb hat Monika Eden die Autorinnen und Autoren und deren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner gebeten, sich in schriftlicher Form über die Bücher auszutauschen. „Ganz im Sinne der Entschleunigung, die ein zentraler Begriff der Krise ist, setzen wir auf traditionelle Gesprächsformate wie das Interview oder den Briefwechsel, der auch per E-Mail geführt werden kann“, sagt die Leiterin des Literaturhauses.

Der Roman von Matthias Politycki beginnt am Gipfel des Kilimandscharo. Dort, auf dem Dach von Afrika, möchte Hans, ein so zurückhaltender wie weltoffener Hamburger, mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen. Doch am Grunde des Kraters steht bereits ein Zelt, und in diesem Zelt hockt der Tscharli, ein Ur-Bayer – respektlos, ohne Benimm und mit unerträglichen Ansichten. Auf die Frage Reinhard Tschapkes, ob das Buch sein persönlichstes Werk sei, erwidert der Schriftsteller: „Das ist es sicher, und gerade deshalb hätte ich es normalerweise nicht geschrieben. Warum hätte ich über meine erste Afrikareise und die Nahtod-Erfahrung, die sie mir aufgenötigt hat, auch noch schreiben sollen? Ich war froh, dass ich nach ein, zwei Jahren wieder ein ganz normales Leben führen konnte. Als ich 2018 allerdings einen Freund in ein afrikanisches Krankenhaus begleiten musste, schossen all die Erinnerungen wieder in mir hoch und ich begann, ihm davon zu erzählen; es war dieser Freund, der noch im Krankenhaus zu mir sagte: Jetzt schreib’ das endlich mal auf.“
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Zugabe für Balkonkonzerte

22.04.2020 18:30 Uhr

Weitere Senioren- und Pflegeeinrichtungen gesucht – Künstler stehen bereit

Die Oldenburger Balkonkonzerte und Freiluftaufführungen vor Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen können fortgesetzt werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat sich persönlich dafür eingesetzt. „Gesundheit und Sicherheit der betreuten Seniorinnen und Senioren sowie der pflegebedürftigen und gehandicapten Menschen haben dabei oberste Priorität“, betont Krogmann. „Aber auch die seelische Gesundheit ist wichtig, um Kontakt- und Besuchsverbote gut zu überstehen. Kunst und Kultur können einen Beitrag dazu leisten. Sie machen Mut, bringen Leben und Abwechslung in die Einrichtungen und sichern die kulturelle Teilhabe.“

Bislang beteiligen sich zehn Einrichtungen an dem Projekt. Weitere Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen können noch teilnehmen. Ihren Bewohnerinnen und Bewohnern kann mit Hilfe dieses Pilotprojektes auch in Zeiten von Corona hochwertige Kunst und Kultur zugänglich gemacht werden. „Die ersten Erfahrungen sind ermutigend“, berichtet Christiane Maaß, Koordinatorin der Balkonkonzerte im Kulturbüro der Stadt Oldenburg. „Bewohner und Einrichtungsleitungen sind begeistert. Die Künstlerinnen und Künstler sind hochmotiviert.“

Über 80 professionelle Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich bereits an dem Programm. Sie treten vor den beteiligten Einrichtungen auf. Dabei wird Musik, aber auch Pantomime, Schauspiel, Tanz und Akrobatik dargeboten – also alle Künste, die optisch und akustisch auch aus der Distanz zum Publikum aufgeführt werden können.

Bedingung für die Aufführungen ist natürlich, dass die geltenden Anordnungen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Künstlerinnen und Künstler eingehalten werden können. Das Kulturbüro steht dabei in engem Kontakt mit den zuständigen Ämtern, wie dem Gesundheitsamt, und den Einrichtungsleitungen. Die in Aussicht stehenden Lockerungen des Besuchsverbotes in Pflege- und Behinderteneinrichtungen ermöglichen die Fortsetzung der Aufführungen.

Interessierte können sich bei Christiane Maaß, Kulturbüro der Stadt Oldenburg, per Telefon unter 0441 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de melden.

Finanziert werden die Balkonkonzerte und Freiluft-Aufführungen aus Mitteln der Kulturellen Bildung und Teilhabe. Gefördert werden sie von der Oldenburger Bürgerstiftung, der Marius Eriksen Stiftung und dem Oldenburgischer Generalfonds, vertreten durch den BVO Bezirksverband Oldenburg.
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Oldenburger Spielfilm mit Jannis Niewöhner ist online

17.04.2020 18:13 Uhr
Produzent Amon Thein und Regisseur Eike Schulz, beide Oldenburger, wagten im Jahr 2009 ein Experiment in Oldenburg: Dort wo bis dahin lediglich ein Fernsehfilm namens "Schlaflos in Oldenburg" entstanden war,  wollten die beiden das Erstlingswerk von Schulz auf die Beine stellen. Mit Förderung der Nordmedia und einem Kinoerfahrenen Team wurde der zu 100% in Oldenburg gedrehte Film Nachtwächter später auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Und am Ende der Festivaltour auch "zuhause", beim Internationalen Filmfestival Oldenburg. Nun ist der Film online verfügbar.


Zahlreiche namhafte Schauspieler und Unterstützer

Der 30-Minüter war einer der ersten Auftritte des deutschen Kino- und TV-Stars Jannis Niewöhner (Aktuell in "der Überläufer" in der ARD). Mit dabei waren unter anderem auch der damalige Berliner Tatort-Kommissar Boris Aljinovic und Wilson Gonzalez Ochsenknecht. Die beiden Oldenburger Thein und Schulz konnten zudem an der Kamera Karim Rahmani gewinnen (u. a. Kamera der Serie "Berlin Station" und im Kameradepartment in "Inglorious Basterds" von Quentin Tarantino). Auch in Nebenrollen waren viele bekannte Gesichter zu sehen. Regisseur Schulz, der nach dem Film nach Berlin ging, machte später unter anderem als Co-Autor von Sebastian Schippers One-Take-Welterfolg "Victoria" von sich reden. Schipper selbst, der Oldenburger Wurzeln hat, übernahm bei Nachtwächter die dramaturgische Beratung.


Ein Sprayer auf der Suche nach sich selbst

Die Handlung: Adrian ist 18 Jahre alt, auf dem Weg zum Abitur und angeklagt in acht Fällen schwerer Sachbeschädigung. Das provinzielle Oldenburg beschneidet den angehenden Abiturienten. Niemand hört ihm zu. Dabei hat er so viel zu sagen. Wenn man ihn fragen würde, hat er als Einziger verstanden, worum es im Leben geht. Nämlich darum, etwas zu hinterlassen. Also sprüht er das, was niemand hören will, nachts an Hauswände.
Kommissar Keller nimmt die Ermittlungen auf, und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Als Adrians letztes Graffiti von der Schulmensa entfernt wird und er sich verliebt, fasst er schließlich, mit Keller auf den Fersen, den Entschluss, ein Graffiti zu malen, das alle bisherigen Dimensionen verblassen lassen soll. Und so ziehen Keller und Adrian auf ihren wohl letzten Streifzug durch die Nacht …

Regie: Eike Schulz. Darsteller u.a. Jannis Niewöhner, Boris Aljinovic, Wilson Gonzalez-Ochsenknecht. Produktion Amon Thein (Schwarzseher Film)

Links:

Video On Demand-Abruf: https://vimeo.com/ondemand/nachtwaechter
Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Nachtwaechterfilm
Website Schwarzseher: www.schwarzseher.com
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Drei neue Medienkunst-Stipendiaten am Edith-Russ-Haus

12.04.2020 19:22 Uhr

Ay?? Akínwándé, Mochu und Clara Jo erhalten jeweils 12.500 Euro für neues Projekt

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst vergibt jedes Jahr drei sechsmonatige Arbeitsstipendien, die durch die Stiftung Niedersachsen ermöglicht werden und mit jeweils 12.500 Euro (bis 2019: 10.000 Euro) dotiert sind. Diese gehen in diesem Jahr an: Ay?? Akínwándé (Lagos) für das Projekt „Mumu LP Vol. 4: All The World‘s Protests“, eine Installation mit Sound, Video und Performance, Mohanakrishnan Haridasan (kurz Mochu, Dehli/Istanbul) für die Mehrkanal-Videoinstallation „Basilisk Files“ sowie Clara Jo (Berlin/Paris) für eine interaktive Virtual-Reality-Installation mit dem Titel „Between lived experience and simulated presence“. Insgesamt hatten sich 390 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt für die Stipendien beworben, um ihre eingereichten Werke am Edith-Russ-Haus umsetzen zu können.

„Aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie haben wir die Stipendiaten erstmals in einer Online-Sitzung ausgewählt, die sich jedoch als sehr produktiv erwiesen hat“, sagen die beiden Leiter des Edith-Russ-Hauses, Edit Molnár und Marcel Schwierin, die mit Natasha Ginwala (Colombo/Berlin), Kuratorin der Gwangju Biennale 2020, sowie Robert Leckie (Bristol), Direktor von Spike Island, die Jury bildeten. „Die diesjährigen Projektvorschläge zeichneten sich durch vielfältige Herangehensweisen an das Bewegtbild aus, die sich vor allem mit den räumlichen und virtuellen Effekten des Mediums und der filmischen Erfahrung beschäftigten. Gegenstand der drei geförderten Projekte sind die Klangökologien von Protesten in Lagos und anderswo, die Vorgeschichte der Alt-Right-Bewegung in der hinduistischen Mythologie und die mögliche Rolle virtueller Realität bei der Bekämpfung psychischer Erkrankungen“, so die Jury. Auch in diesem Jahr zeigten sich die Jurymitglieder beeindruckt von der hohen Qualität der eingereichten Bewerbungen, insbesondere von dem engagierten und formal überzeugenden Charakter vieler eingereichter Projekte.

Die Jury ist überzeugt, dass Ay?? Akínwándé, Mochu und Clara Jo mit dem Stipendium wichtige neue Arbeiten und Rechercheprojekte auf den Gebieten von Bewegtbild, Sound, Performance und digitalem Raum realisieren und so für das Edith-Russ-Haus neue Perspektiven eröffnen werden.

Jurybegründung: Ay?? Akínwándé
Ay?? Akínwándés Projekt „Mumu LP Vol. 4: All The World‘s Protests“ wird der vierte Teil seiner fortlaufenden künstlerischen Befragung des politischen Engagements im öffentlichen Raum sein. Akínwándé begann 2016 sein Rechercheprojekt „Archiving the Future“, indem er ein Archiv aus Screenshots politischer Gespräche in den sozialen Medien aufbaute und diese um Gesprächsmitschnitte an Zeitungskiosken in Lagos erweiterte. Die Sprachaufnahmen bildeten die Grundlage für seine Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern, die sie mithilfe von Jazzinstrumenten in Musik transformierten. Die Jury war beeindruckt, wie es dem Künstler gelungen ist, lokale Gemeinschaften eng in den Aufbau dieser Klangarchitekturen einzubeziehen. Akínwándé hält nicht nur politische Äußerungen fest und beschäftigt sich mit der lokalen Musikszene, sondern nutzt den Jazz als Möglichkeit, um mit anderen zusammenzukommen und als Gruppe eine gemeinsame und zugleich disparate Wirklichkeit zu verkörpern. Um sein Projekt fortzusetzen, möchte Akínwándé den Kontext seiner Sammlung von Lagos auf einen weltweiten Maßstab erweitern, Proteste in aller Welt einfangen und Gemeinsamkeiten zwischen lokalen und globalen Kämpfen herausarbeiten.

Jurybegründung: Mohanakrishnan Haridasan (Mochu)
Mochus Arbeit „Basilisk Files“ beschäftigt sich mit den Geschichten der visuellen Kultur und insbesondere mit Techno-Fiction, Quasimythologien und Kunstgeschichte. Ausgehend von einer fiktiven Annahme wird Mochus Mehrkanal-Videoinstallation die historisch weit zurückreichenden Grundlagen der neoreaktionären Tendenzen in Indien und ihre Nähe zu techno-utopischen Idealen untersuchen. Er beschäftigt sich damit, wie die anti-egalitären, futuristischen Ideen des amerikanischen Software-Entwicklers Curtis Yarvin und des britischen Philosophen Nick Land nachträglich in das mythologische Universum des hinduistischen Denkens integriert wurden. Dabei untersucht Mochus, wie diese übereinstimmenden Ideologien zunehmend instrumentalisiert wurden, um über das Internet die Emotionen des Publikums zu manipulieren. Die Jury war begeistert von Mochus ambitioniertem Projektvorschlag, der „beabsichtigt, diese engen Verknüpfungen und verdeckten Kollaborationen zu kartieren und ihnen nachzugehen.“

Jurybegründung: Clara Jo
Clara Jos interdisziplinäres, recherchebasiertes Projekt „Between lived experience and simulated presence: exploring memory, empathy and embodiment in the clinical context through virtual reality“ untersucht mithilfe von Virtueller Realität (VR) Erinnerung, Empathie und Verkörperung im klinischen Kontext. In Zusammenarbeit mit den Bereichen Psychologie, Kunst, Wissenschaft und Lehre des Londoner King’s College wird sie VR-Schnittstellen in immersiven filmischen Umgebungen entwickeln, die dazu dienen sollen, die Sinnes- und Wahrnehmungsveränderungen von Menschen zu erforschen, die von Autismus, Essstörungen und insbesondere von Schizophrenie betroffen sind. Jo strebt an, die Erfahrungen der Virtuellen Realität zu erweitern, um Aufschlüsse über den allgemeinen psychosozialen Gesundheitszustand der globalen Community, die therapeutische Funktion der Kunst und die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Menschen, Tieren und extremen geografischen Orten zu erhalten. Der riskante spekulative Denkansatz und die experimentelle Stringenz des komplexen Projektvorschlags haben die Jury überzeugt.

Über das Stipendienprogramm der Stiftung Niedersachsen
Die Stiftung Niedersachsen fördert das Stipendienprogramm des Edith-Russ-Hauses seit 2001. Das Programm ist zu einem Aushängeschild des Edith-Russ-Hauses geworden. Viele der in Oldenburg entstandenen Arbeiten wurden nach ihrer Realisierung in internationalen Ausstellungen präsentiert und mit Preisen ausgezeichnet. Mit ihrer Förderung will die Stiftung Niedersachsen eines der führenden Häuser für Medienkunst in Deutschland nachhaltig stärken und seine an Qualität orientierte Profilierung unterstützen, um so die Verwirklichung von Projekten zu ermöglichen und internationale Vernetzungen und lokale Anknüpfungspunkte zu schaffen.
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Musikschule trotz Corona-Krise sehr aktiv

12.04.2020 14:22 Uhr

Gute Erfahrungen mit Online-Unterricht

Die Musikschule der Stadt hat sich mit neuen Angeboten auf die Beschränkungen durch die Corona-Krise eingestellt. „Seit dem ersten Tag der Schließung, dem 16. März, wurde auf Online-Unterricht umgestellt“, sagt der Leiter der Musikschule, Holger Denckmann. Die Musikschule ist seither aber auf ganz verschiedenen Kanälen mit den Kundinnen und Kunden in Verbindung. Es haben sich vier verschiedene Herangehensweisen herauskristallisiert: Unterricht über Videochat-Portale, Versenden von Aufgaben über Messenger-Dienste in Form von Audio oder Videodateien, Unterricht über Telefon und das Erstellen von Lernvideos.

Alle Angebote dienen dazu, den Unterricht für die etwa 1.700 Schülerinnen und Schüler außerhalb von Kooperationen möglichst gut weiter anzubieten. Besonders schwer ist eine Verlagerung des Unterrichts in den digitalen Raum in der Grundstufe, in der große Gruppen von Kleinkindern zusammenkommen. Daher haben unsere Grundstufenkolleginnen und Grundstufenkollegen für diese Altersgruppe allerlei Lernvideos produziert.

Ein schönes Beispiel für die Innovationskraft und deren Geschwindigkeit innerhalb der Musikschule ist die Website, die die gesamte Fachgruppe Blockflöte erstellt hat. Auf dieser sind alle Audiodateien für den Blockflötentag zu finden. Von jedem der fast 30 Stücke kann man sich die jeweilige Stimme anhören oder bei den anderen Stimmen mitspielen. Die Website stand innerhalb einer Woche.

Natürlich gibt es Grenzen des Online-Unterrichts. Der Wert, sich persönlich zu begegnen und auch Haltungs- und Spieltechnikkorrekturen unmittelbarer vornehmen zu können, ist nicht von der Hand zu weisen. Ensemblearbeit und Konzerterlebnisse fallen derzeit ersatzlos aus. „Die digitalen Medien helfen uns sehr gut über die Zeit. Wir freuen uns aber alle sehr, wenn es wieder normal losgeht“, sagt Holger Denckmann.
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Ausstellungen im Edith-Russ-Haus und der Artothek Oldenburg abgesagt

21.03.2020 18:23 Uhr

Schulprojekt findet nicht statt / Ausstellung auf 2021 verlegt

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben inzwischen Auswirkungen auf das Ausstellungsprogramm im Edith-Russ-Haus für Medienkunst und in der Artothek Oldenburg im Frühjahr: So wird die internationale Gruppenausstellung „Language for Sale“, die am 22. April im Edith-Russ-Haus eröffnet werden sollte, auf das kommende Jahr verschoben. Stattdessen wird die aktuelle Ausstellung „Possessed Landscapes“ über die Ausbeutung von Landschaften bis zum 14. Juni verlängert, vorausgesetzt die Museen sind bis dahin wieder geöffnet.

In der Artothek Oldenburg wird die Griffelkunst Frühjahrswahl nicht stattfinden. Sie war vom 11. Mai bis 17. Mai geplant und wurde durch die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg abgesagt. Auch die Ausstellung „Klangbilder: Kunst und Musik“ im Rahmen des Projekts Artothek & Schule wurde abgesagt. In Kooperation zwischen Artothek, IGS Helene-Lange-Schule und Universität Oldenburg sollten hier vom 28. Mai bis 6. Juli Arbeiten von Schülerinnen und Schülern ausgestellt werden, die sich mit ausgewählten Werken der Kunstausleihe beschäftigt hatten. Stattdessen wird die aktuelle Ausstellung „Neue Werke“ mit Malerei, Grafiken, Fotografien und Skulpturen von 13 regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern bis zum 7. Juni verlängert, vorausgesetzt die Kunstausleihe ist bis dahin wieder geöffnet.
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Horst Janssen?! Neue Dauerausstellung mit Eröffnungsprogramm

13.03.2020 11:05 Uhr

Der Ausnahmekünstler und seine Drucktechniken im Mittelpunkt am 15. März

Das Horst-Janssen-Museum eröffnet am Sonntag, 15. März, seine neue Dauerausstellung. In einer ganz neu konzipierten Schau werden sowohl Leben und Werk von Horst Janssen als auch verschiedene Drucktechniken anschaulich vermittelt. Mitmachen, Ausprobieren und kreativ werden sind in der neuen Ausstellung und auch am Eröffnungstag ausdrücklich erwünscht.

Ab 10 Uhr ist die neue Dauerausstellung geöffnet und die Kuratorinnen freuen sich auf die Besucherinnen und Besucher. Sie beantworten gerne Fragen zu Janssens Leben, seinen Drucktechniken und seinen Werken. Um 11 Uhr bietet Kunstvermittler Dirk Meyer eine Führung durch die parallel gezeigte Sonderausstellung „Kosmos Janssen. wie er schreibt_“ an. Von 14 bis 17 Uhr können die Museumsgäste an einer Siebdruckstation selbst kreativ werden und mitgebrachte, helle, einfarbige Textilien oder im Museumsshop gekaufte Schürzen mit Janssen-Motiven bedrucken. Ebenfalls von 14 bis 17 Uhr führt der Künstler Helmut Feldmann an der Frielinghaus-Presse vor, wie eine Radierung gedruckt wird und beantwortet Fragen zum Thema Tiefdruck.
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Firmbach bleibt Generalintendant bis 2027

10.03.2020 17:34 Uhr
Generalintendant Christian Firmbach wird das Oldenburgische Staatstheater drei weitere Jahre leiten. Dies hat der Niedersächsische Kulturminister Björn Thümler heute entschieden. Zuvor hatte der Verwaltungsausschuss des Oldenburgischen Staatstheaters nach seiner Sitzung am Montag einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Auf dieser Grundlage kann nun der Vertrag verhandelt werden.

„Durch die erneute und vorzeitige Verlängerung seines Vertrages kann Christian Firmbach mit langfristiger Perspektive seine erfolgreiche künstlerische Arbeit am Oldenburgischen Staatstheater fortzusetzen. Christian Firmbach und sein Team verbinden hohen künstlerischen Anspruch und eine große Breitenwirkung in allen Sparten in herausragender Weise. Ich begrüße es sehr, dass er bis zum Ende der Spielzeit 2026/2027 das Oldenburgische Staatstheater leiten wird“, sagt Kulturminister Thümler.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen in unsere Arbeit und über diese Perspektive, die es ermöglicht, viele weitere künstlerische Ideen und langfristige Projekte umzusetzen. Für den großen Erfolg unserer Arbeit danke ich ganz besonders all meinen Kolleginnen und Kollegen im Staatstheater, die ihrer Arbeit mit so viel Einsatz und Begeisterung nachgehen, und auch dem Oldenburger Publikum, das unser Theater so sehr wertschätzt.“, so Christian Firmbach.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann über die Zusage von Christian Firmbach, dem Oldenburgischen Staatstheater die Treue zu halten: „Viele gute Inszenierungen und Ideen, ein spannendes Ensemble und gute Besucherzahlen – Christian Firmbach hat am Oldenburgischen Staatstheater eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Ich freue mich sehr, dass Christian Firmbach weitere drei Jahre in Oldenburg bleibt.“
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Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss liest im Wilhelm13

06.03.2020 17:48 Uhr

Erfolgsautor stellt am 18. März Erzählband „Malinois“ vor

Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens“, heißt es in der Begründung der Jury, die Lukas Bärfuss 2019 den Georg-Büchner-Preis zusprach. Jetzt erschien unter dem Titel „Malinois“ sein erster Erzählband. Am Mittwoch, 18. März, ist der Schriftsteller damit zu Gast im Literaturhaus Oldenburg. Um 19.30 Uhr liest er im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, aus den Erzählungen und spricht mit dem Oldenburger Literaturwissenschaftler Michael Vauth. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturhaus per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Die Fluchtpunkte in den Erzählungen sind die Liebe und das Begehren. Objekt der Obsession kann dabei der Schwager sein, in den sich ein Mann verliebt. Oder die eigene, längst verstorbene Mutter, nach der sich ein Dramatiker sehnt und um die er trauert. Aber nicht nur Menschen können im Zentrum der Begierde stehen: So vergräbt einer der Protagonisten eine Alfa Romeo Giulia in seinem Garten. Ein weiteres Verbindendes dieser Erzählungen ist der immer wieder einfallende Zufall, die Willkür des Lebens. In zugleich sinnlicher als auch analytischer Sprache erzählt Lukas Bärfuss von Menschen, die aus den Routinen des Alltags herausgerissen werden.
 
Lukas Bärfuss (48), geboren in Thun/Schweiz, arbeitet als Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa 20 Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich. 2018 wurde er mit dem Preis der LiteraTour Nord ausgezeichnet, deren Lesungen auch in Oldenburg Station machen.
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Wilhelm Busch-Abend in der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek

27.02.2020 18:10 Uhr

Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler in „Buschiaden ... und andere Schmeicheleien“

Wilhelm Busch ist einer der einflussreichsten humoristischen Dichter. Mit dem Theaterstück „Buschiaden ... und andere Schmeicheleien“ am Dienstag, 10. März, schauen die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider hinter seine Verse und Geschichten. Ab 19.30 Uhr präsentieren sie eine Auswahl der philosophischen, weltklugen und humoristischen Werke in der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek, Lagerstraße 39. Der Eintritt beträgt 6 Euro, für Mitglieder des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek 4 Euro. Anmeldungen nimmt das Team der Stadtteilbibliothek per Telefon unter 0441 602877 oder per E-Mail an stadtteilbibliothek.ofenerdiek@stadt-oldenburg.de entgegen.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch den Förderverein der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Verdiente Preisträger sorgen für krönenden Abschluss

25.02.2020 20:54 Uhr

MASAA, tonneCtion und Zollhausboys bei 1. Kulturbörse Nordwest ausgezeichnet

Träumen, lachen und weinen: Solche Reaktionen haben die drei Gewinner der Kulturpreise Nordwest beim Publikum der großen Abschlussgala der 1. Kulturbörse Nordwest hervorgerufen – und damit die Entscheidung der Jury eindrucksvoll bestätigt. Die Band MASAA erhielt den Kulturpreis Nordwest für Musik. In der Kategorie „Darstellende Kunst“ ging die Auszeichnung an das Duo tonneCtion. Und der „Sonderpreis für soziales Engagement“ wurde der Gruppe Zollhausboys zuerkannt.

Neben MASAA waren das Oldenburger Quartett Chapeau Manouche mit seinem konzertanten Swing zwischen Tradition und Moderne und die Band Tone Fish aus Hameln mit ihrem Rat City Folk für den Musikpreis nominiert. Das Quartett MASAA konnte die Jury mit ihrer beeindruckenden Liaison aus arabischer Lyrik und Jazz restlos überzeugen und machte schließlich das Rennen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreichte im Theater Laboratorium den mit 1.000 Euro dotierten Preis in Form einer von der Künstlerin Beate Kuchs gestalteten Glasskulptur. Der libanesische Sänger Rabih Lahoud, Trompeter Marcus Rust, Reentko Dirks an der Doppelhalsgitarre und Schlagzeuger Demian Kappenstein erzeugen mit großer Kraft und Intensität eine harmonische Stimmung, die Abend- und Morgenland in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit verbindet. „Die Jury hat einen würdigen und verdienten Preisträger ausgewählt“, lobte Krogmann.

Für den Kulturpreis Nordwest in der Sparte „Darstellende Kunst“ waren nominiert: Katrin Geelvink, die mit ihrem Cello humorvolle Chansons, Kabarett und Mikrodramen entstehen ließ, Dames Blondes mit Rita Apel, Annika Blanke und Insa Sanders – drei begnadete Poetry Slam-Vertreterinnen aus Bremen, Oldenburg und Berlin – sowie tonneCtion mit den beiden Performerinnen Tine Thevissen und Clara Groeger. Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, überreichte den ebenso mit 1.000 Euro ausgestatteten Preis an tonneCtion mit voller Überzeugung: „Mit ihrer Körpersprache, ihrem ausschließlichen Kommunikationsmittel, haben die beiden Künstlerinnen eine dynamische Show mit skurrilen Bildern und Witz entwickelt, die eine bewegende Geschichte erzählt.“ Eine große blaue Tonne und zwei Wesen auf der Suche nach einem Schlafplatz sind die Zutaten. Das Publikum erlebt eine akrobatische Auseinandersetzung auf, über, unter, neben und vor allem in der Tonne – tollpatschig und anmutig zugleich.

Den Kulturpreis Nordwest für soziales Engagement mit 750 Euro erhielt die Bremer Gruppe Zollhausboys. Dahinter verbergen sich die drei jungen syrischen „Bremer Neubürger“ Ismaeel Foustok, Azad Kour und Shvan Sheikho sowie die Berliner Sängerin Selin Demirkan, der Musiker Thomas Krizsan und der Schauspieler und Kabarettist Pago Balke. In der Musik erzählen sie von ihrer Flucht und ihrem Ankommen in Deutschland. Sie waren schon vorab ausgewählt, denn ihre Geschichte war so bewegend, dass der Organisator der Kulturbörse Nordwest, Peter Gerd Jaruschewski, und die Stadt Oldenburg diesen Preis zusätzlich vergeben haben.

Die Jury hatte sich bei der Kulturbörse Nordwest alle nominierten Preisträger live angehört und eine einstimmige Auswahl getroffen. In der Jury saßen der deutschlandweit tätige Schauspieler und Sänger Siemen Rühaak und der Musiker und Dozent am Institut für Musik an der Universität Oldenburg, Peter Janßen. Darüber hinaus war die Metropolregion Nordwest als Förderer der Preisverleihung mit Angelika Dürer vertreten und die Wirtschaftsförderung Oldenburg als aktive Unterstützerin der Kulturbörse Nordwest mit Ina Lehnert-Jenisch.

Die Abschlussgala war der krönende Ausklang der 1. Kulturbörse Nordwest, die vom 16. bis 18. Februar stattfand. Das Organisationsteam mit Peter Gerd Jaruschewski, Beate Kuchs und Dagmar Thieß war sehr zufrieden mit der Premiere und plant bereits die Fortsetzung in 2021. Auch die Stadt Oldenburg will die Kulturbörse Nordwest weiter begleiten. Die Förderung des Wirtschaftsministeriums Niedersachsen hatte den Ausschlag für die Realisierung der Kulturbörse gegeben. Hinzu kamen Förderungen aus dem Programm Interreg V A Deutschland-Nederland und von der Engelmann Messe & Design GmbH.

Weitere Informationen gibt es unter www.kulturboerse-nordwest.de.
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Mobile Kunst per Lastenfahrrad

20.02.2020 20:20 Uhr

Neues Vermittlungsangebot der Artothek für Bildungs- und Sozialeinrichtungen

Die Artothek Oldenburg hat ein neues Vermittlungsangebot für Bildungs- und Sozialeinrichtungen der Stadt Oldenburg entwickelt. Ab sofort besteht die Möglichkeit, eine Kunstvermittlerin des museumspädagogischen Dienstes zu buchen, die ausgewählte Kunstwerke der Artothek im Schulunterricht oder in der soziokulturellen Arbeit erlebbar macht. „Mit dem neuen Angebot ‚Artothek Mobil‘ bringen wir die Werke zu den Menschen, um Begeisterung für die Bildende Kunst zu wecken und um Wissen zu vermitteln, auch für diejenigen, die nicht mobil sind“, freut sich Dr. Sabine Isensee, Leiterin der Artothek Oldenburg. Der Transport der Kunstwerke erfolgt umweltfreundlich per Lastenfahrrad.

Die Sammlung der Artothek mit 2.000 Werken von über 600 Künstlerinnen und Künstlern bietet viele Ansatzpunkte für einen theoretischen, praktischen und historischen Wissenstransfer. Sie kann Gespräche für unterschiedliche Lernsituationen in geselliger Runde anregen. Um diese Erfahrungen zugänglich zu machen, wurde zum Auftakt eine abwechslungsreiche Auswahl von fünf Kunstwerken zum Thema „Figur“ zusammengestellt. „Das Vermittlungsformat ‚Artothek Mobil‘ verkörpert den Anspruch, das Erlebnis Kunstbegegnung am Original zu ermöglichen und es in einen Bildungskontext außerhalb des Museums zu stellen wie zum Beispiel die Schule“, sagt Kunstvermittlerin Hedwig Vavra-Sibum vom museumspädagogischen Dienst und fährt fort: „Aber auch andere soziale Einrichtungen, die sich Kunst zum Anlass nehmen, mit einer bestimmten Klientel zu arbeiten, sind bei unserem Angebot herzlich willkommen. Denn Kunst erfährt sich nicht nur in gedanklichen Kontexten, sondern wird auch praktisch als sinnliche Erfahrung nachvollzogen.“

Innerhalb eines Zeitraums von 90 Minuten erhalten Kunstinteressierte eine inhaltliche und praktische Einführung in das Kunstwerk. Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und Bedürfnisse. Vor dem Besuch findet ein Beratungsgespräch statt, in dem individuelle Wünsche gerne abgestimmt werden können. Ein Faltblatt, das auf Wunsch zugeschickt wird und im Internet zum Download bereitsteht, gibt umfangreiche Informationen zum Angebot und zu den einzelnen Kunstwerken unter www.oldenburg.de/artothek und auf www.stadtmuseum-oldenburg.de.

Der einmalige Besuch kostet 50 Euro (inklusive Material) und dauert 90 Minuten. Anmeldungen mit dem Stichwort „Artothek Mobil“ nimmt Hedwig Vavra-Sibum unter Telefon 0441 235-3403 oder per Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de entgegen.
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Neuer Blick auf Altvertrautes im Stadtplanungsamt

14.02.2020 15:03 Uhr

„Ansichten einer großartigen Stadt“: Ausstellung mit Oldenburg-Fotos von Rolf Nahrgang

Rolf Nahrgang hat einen ganz eigenen Blick auf die Stadt – nämlich durch das Objektiv seiner Fotokamera. Der Hobbyfotograf war 2018 nach 15 Jahren in seine alte Heimat Oldenburg zurückge¬kehrt. Obwohl sich die Stadt in Teilen verändert hat, gibt es doch noch viele Orte, die nahezu gleich geblieben sind. Genau diese Motive haben das besondere Interesse von Rolf Nahrgang geweckt. In seinen Bildern zeigt er Altvertrautes in neuer Perspektive. Idealer Schauplatz, um seine Fotografien der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist das Stadtplanungsamt. Schließlich beschäftigt man sich dort schon von Berufs wegen mit Stadtentwicklung und -gestaltung. Ab sofort zieren beeindruckend schöne Aufnahmen mit Oldenburger Stadtansichten die Flure des Gebäudes an der Industriestraße 1 a.

Rolf Nahrgang hat seine Eindrücke sowohl farbig als auch schwarz-weiß mit einer Nikon Z7 festgehalten. Fotografie hat ihn bereits zu analogen Zeiten in den 70- und 80-er Jahren als Hobby beschäftigt. Nach seinem Studium der Mathematik und der Bildenden Kunst in Oldenburg hatte er sich zunächst als Kunstmaler in Oldenburg und Umgebung betätigt. Viele Fassaden (unter anderem am Trendhotel Metjendorf und Billardcafe Richter) sowie Wandmalereien (am Bowlingcenter und verschiedenen Restaurants) trugen damals seine künstlerische Handschrift. Nun haben ihn die neuen Möglichkeiten mit der digitalen Fotografie wieder in ihren Bann gezogen. „Die aktuelle Ausstellung im Stadtplanungsamt zeigt meinen Blick auf die nach 15 Jahren unveränderten Ansichten einer großartigen Stadt“, sagt Rolf Nahrgang. „Mit Hilfe lichtstarker Objektive und hochauflösender Kameras war mein Bestreben, unverwechselbare Ansichten festzuhalten und angenehme Gefühle der inneren Verbundenheit mit Oldenburg zu vermitteln“, erklärt Nahrgang weiter.

Aktuell hat er beim bundesweiten Fotowettbewerb der „Fotohaven-Fotomesse“ in Hamburg den 5. Platz erzielt. Er ist Mitglied im Camera Club Bremen und im Fotoclub Kassel. „Fotografie ist für mich immer wieder der Versuch, einen Augenblick und einen speziellen Moment festzuhalten, allerdings gewiss unendlich viele Motive zu verpassen. Das macht aber auch den Reiz aus“, beschreibt Nahrgang sein Hobby.

Rolf Nahrgang wurde 1963 in Frankfurt/Main geboren. 1975 zog die Familie nach Oldenburg. 2001 wechselte Nahrgang aus beruflichen Gründen nach Warburg/Westfalen. Nun ist er zusammen mit seiner Lebensgefährtin nach Oldenburg – in der Stadt leben nach wie vor seine Eltern und seine Schwester – zurückgekehrt.

Seit Sommer 2018 gibt das Stadtplanungsamt Hobbyfotografinnen und -fotografen sowie Hobbykünstlerinnen und -künstlern ein Forum. Das Ausstellungskonzept sieht vor, in lockerer Zeitabfolge Fotografien und ähnliches zu präsentieren. Die jetzige Bilderschau mit den Fotografien von Rolf Nahrgang wird voraussichtlich im Juli 2020 enden.

Die Öffnungszeiten des Stadtplanungsamtes sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr. Wer gerne in den Räumen des Stadtplanungsamtes seine Werke ausstellen möchte, kann sich per E-Mail an stadtplanung@stadt-oldenburg.de wenden.
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Terrorismus zwischen Revolution und Religion

06.02.2020 16:21 Uhr

Sherko Fatah liest aus Roman „Schwarzer September“ im Wilhelm13

Der Schriftsteller Sherko Fatah ist einer der klügsten Beobachter und Deuter der Vorgänge im Nahen Osten. Am Dienstag, 18. Februar, stellt er seinen neuen Roman „Schwarzer September“ in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturhauses Oldenburg vor. Dort spricht er mit Ralph Hennings, Pastor an der Lambertikirche und Kirchenhistoriker an der Carl von Ossietzky Universität, über Religion und Terrorismus. Der Austausch wird von Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages, moderiert. Die Veranstaltung findet ab 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, statt. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturhaus per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de oder per Telefon unter 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Sherko Fatah thematisiert in „Schwarzer September“ die Konflikte im Nahen Osten, ihre Entwicklung und Auswirkung auf das heutige Westeuropa. Seine handelnden Figuren mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen finden sich inmitten der Konflikte in den 1970er Jahren wieder – einige als rebellische Idealisten, andere als Unterstützer terroristischer Gruppen. Sie alle verbindet eines: Werkzeuge in einem Zusammenhang zu sein, den sie nicht durchdringen. In dieser Zeit entwickelt sich eine Gewalt, die uns bis heute beschäftigt, auch wenn der Terrorismus sich inzwischen von revolutionärem Elan zu einer extrem politisierten Religiosität gewandelt hat.
 
Die Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert und ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geschichte der Oldenburger Universität.
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Vielfältiger Kunstgenuss für Zuhause

06.02.2020 16:10 Uhr

Ausstellung „Neue Werke“ in der Artothek Oldenburg vom 6. Februar bis 2. April

Die Artothek Oldenburg präsentiert ihre Neuerwerbungen und lädt alle Interessierten herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Werke“ am Donnerstag, 6. Februar, um 19 Uhr in die Peterstraße 1 ein. In Niedersachsens größter Kunstausleihe können Besucherinnen und Besucher aus einer 2.000 Werke umfassenden Sammlung von Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur auswählen.

„Mit den neuen Werken der Artothek kommt Leben und Farbe ins Haus: Dieses Jahr reicht das Spektrum von einer farbenfrohen Grafik des bekannten Düsseldorfer Künstlers Jörg Immendorff über Aquarelle mit Sommerflair des Wardenburger Malers Mario Müller bis hin zu einer geometrischen Holzskulptur des Bildhauers Claus Wettermann“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee.

Bei der Vernissage werden dem Publikum die Werke von dreizehn regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt: Malerei von Bettina Hauke, Mario Müller und Milena Tsochkova, Grafiken von Jörg Immendorff, Olav Christoper Jenssen, Edeltraut Rath, Daniel M. Thurau und Beat Zoderer, Fotografien von Arno Kollmann, Jonathan Monk, Barbara Probst und Volker Renner sowie eine Holzskulptur von Claus Wettermann.
 
Lebensfroh, poetisch und geometrisch
Das diesjährige Titelmotiv zur Ausstellung „Neue Werke“ zeigt einen Farbsiebdruck von Jörg Immendorff, der zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart zählt und mit seinem berühmten Leitmotiv des Affen internationale Bekanntheit erlangte. Jörg Immendorff (1945-2007), der Professor für freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf war, hat eine lebensfrohe Grafik geschaffen: „Der Affe, albern, eitel und weise zugleich, trägt hier ein leuchtend rotes Herz in seinen Händen, um für die Unterstützung der Deutschen Herzstiftung zu werben. Für Immendorff, der sich immer wieder für caritative Zwecke engagiert hat, war der Affe eine zentrale Symbolfigur für die Ambivalenz der Künstlerexistenz, die er bewusst mit menschlichen Zügen versah, um den Betrachter direkt anzusprechen“, beschreibt Sabine Isensee das Bild.

Auch die regionale Kunstszene ist vielfältig mit Werken in der Ausstellung vertreten: Von Edeltraut Rath sind zwei Siebdrucke mit rhythmischen Farbkreisen zu sehen, Bettina Hauke hat zwei Mischtechniken mit poetischen Phantasiewelten geschaffen, in Mario Müllers Aquarellen kann man eine luftig-leichte Sommerbrise spüren, Arno Kollmann hat in seinen Farbfotografien den Zauber nördlicher Landschaften eingefangen und der Bildhauer Claus Wettermann hat eine Skulptur aus Eschenholz gearbeitet, die durch das einfache Spiel der Geometrie besticht.

Die Ausstellung „Neue Werke“ wird vom 6. Februar bis zum 2. April 2020  zu den Öffnungszeiten der Artothek (Montag und Donnerstag, 15 bis 19 Uhr) gezeigt. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke zur Ausleihe vorbestellt werden.

Rahmenprogramm
Am Donnerstag, 13. Februar, Montag, 24. Februar, Montag, 9. März und Donnerstag, 26. März, jeweils um 18 Uhr finden Abendführungen mit der Kunstvermittlerin Geraldine Dudek statt. Kosten: 3 Euro. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Auch sind Führungen für Kunst- und Kuchenliebhaber im Angebot der Artothek. Zur aktuellen Ausstellung können Führungen im privaten Freundeskreis gebucht werden. In geselliger Runde wird über Kunst gesprochen und im Anschluss wartet in einem Café eine gemütlich gedeckte Kaffeetafel. Die Führung dauert 60 Minuten und kostet 25 Euro. Bei Buchung wird ein Cafétisch nach Wahl reserviert, die Kosten dafür sind nicht im Preis enthalten. Anmeldungen für „Kunst & Kuchen“ nimmt Hedwig Vavra-Sibum unter Telefon 0441 235-3403 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de entgegen.

Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/artothek und auf www.stadtmuseum-oldenburg.de.
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„Wie geht Frieden?“

05.02.2020 10:37 Uhr

Junges Ensemble „DienstagsDrama“ feiert im Theater hof/19 Premiere

Sie haben Böll, Brecht und Machiavelli gelesen, sich mit beiden Weltkriegen, dem Vietnamkrieg und den Machenschaften der Rüstungsindustrie beschäftigt und Bob Dylans Anti-Kriegs-Lied „Masters of War“ gehört: Keine Frage, die Mitglieder der in der Freizeitstätte Bürgerfelde beheimateten Jugendtheatergruppe „DienstagsDrama“ haben sich erneut in großer Detailarbeit an einen ambitionierten Stoff gewagt. „Wie geht Frieden?“ lautet der Titel des selbst erarbeiteten Stücks. Nachdem das Schauspiel im vergangenen Jahr bereits in einer ersten Werkschau-Fassung in kleinerem Rahmen während der Veranstaltungswoche „Mayors für Peace“ zu sehen war, feiert es nun in großer Besetzung auf einer echten Theaterbühne Premiere: Gespielt wird das Stück am Dienstag, 18. Februar, und Mittwoch, 19. Februar, jeweils ab 20 Uhr im Theater hof/19, Bahnhofstraße 19.

Gemeinsam hat sich das jugendliche Ensemble damit auseinandergesetzt, welche Verantwortung jeder Einzelne trägt, damit Gesellschaften friedlich und Menschen friedliebend bleiben. „Wenn die einfachen Menschen laut, deutlich und eindeutig erklären: Wir wollen keinen Krieg, dann können jene, die den Krieg vorbereiten, die ihn schüren, an ihm verdienen wollen, keinen Krieg machen“, sagt eine der Figuren auf der Bühne, die einen friedensuchenden Menschen verkörpert. So schöpft auch der schon am Boden liegende „Frieden“ wieder Mut, um der unheilvollen Allianz zwischen dem „Krieg“ und dem „Tod“ entgegenzutreten. Durch das aufrüttelnde Schauspiel führt die „Zeit“.

Auf Jugendsprache haben die Jugendlichen dabei bewusst verzichtet. „Stattdessen sind sie tief in die Geschichte eingetaucht und haben sich den Duktus der Dichter und Denker zu eigen gemacht“, berichtet der Theaterpädagoge der Freizeitstätte, Thomas Vossenberg, der gemeinsam mit Lore Schilberg Regie geführt hat. Die Arbeiten an dem Stück hatten im August vorigen Jahres begonnen. Auf der Bühne stehen Katharina Brandes, Janna Sölter, Maira Witt, Elisabeth Bartz, Kemal Demircan, Roza Sterk, Yannick Feld, Jannis Hadtstein, Sarah Wolters, Nicolas Wilke und Lolo Dirks. Der Eintritt für die Vorstellungen im Theater hof/?9 kostet jeweils sechs Euro (ermäßigt vier Euro). Karten gibt es in der Freizeitstätte Bürgerfelde, Telefon 0441 8850508, oder per E-Mail an thomas.vossenberg@stadt-oldenburg.de.

Das Theaterprojekt wurde aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung und der Oldenburgischen Landschaft gefördert.
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Janssen-Werke zum Museumsjubiläum

31.01.2020 15:11 Uhr

Förderverein übergibt Radierzyklus als Dauerleihgabe

Zum Auftakt des 20. Jubiläumsjahrs hat der Verein der Freunde und Förderer dem Horst-Janssen-Museum einen besonderen Wunsch erfüllt: Durch eine großzügige Spende des Unternehmens Lederwaren Hallerstede konnte der Verein den Radierzyklus „Eiderland“ von Horst Janssen erwerben. Michael Kroos, erster Vorsitzender der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums e.V., freute sich, den Radierzyklus jetzt als Dauerleihgabe an das Museum übergeben zu können: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, gerade diesen Zyklus anzukaufen. Janssen hat die Landschaftsradierungen 1985 für eine Ausstellung im Oldenburger Kunstverein geschaffen, die Arbeiten haben also einen Oldenburg-Bezug.“

Als „absolut nachahmenswert“ bezeichnet Kroos die Finanzierung des Kaufpreises durch die Spende von Lederwaren Hallerstede: Bei der Eröffnung ihrer neuen Geschäftsräume hatte die Familie auf Blumen und Geschenke verzichtet und stattdessen gebeten, den Verein finanziell zu unterstützen. Dieser Bitte war großzügig entsprochen worden.

Für Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, sind die Eiderland-Arbeiten eine willkommene Ergänzung des Museumsbestandes an Janssen-Werken. „Wir möchten gerne alle Radierzyklen von Horst Janssen in unserem Haus haben. Umso schöner ist es, dass unser engagierter Förderverein die große Ausgabe des Eiderland-Zyklus mit 89 Blättern gekauft hat. Wie Janssen in diesen kleinen und zarten Landschaftsradierungen Wind, Sturm und Regen eingefangen hat, ist schon legendär.“
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Cine k feiert die OSCAR-Verleihung

31.01.2020 14:53 Uhr
Das Cine k Kino spielt anlässlich der OSCAR-Verleihung nochmals die zwei OSCAR-nominierten Spielfilme THE IRISHMAN (Mittwoch, 12. Februar um 20:00 Uhr) und MARRIAGE STORY (Dienstag, 11. Februar um 20:00 Uhr). Die beiden Spielfilme werden zu den Favoriten der diesjährigen Verleihung gezählt: THE IRISHMAN wurde mit zehn OSCARS und MARRIAGE STORY mit sechs OSCARS nominiert. Erstmalig zeigt das Kino am Wochenende der OSCAR-Verleihung auch das OSCAR-Kurzfilmprogramm (Samstag, 8. Februar um 20:00 Uhr) mit den nominierten Filmen in den Kategorien LIVE ACTION (Spielfilm) und ANIMATION.

THE IRISHMAN ist Martin Scorseses epische Saga über das organisierte Verbrechen im Nachkriegsamerika. In den Hauptrollen spielen Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci. Der über mehrere Jahrzehnte spielende Film widmet sich einem der größten ungelösten Rätsel der US-amerikanischen Geschichte: dem Verschwinden des legendären Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa.

MARRIAGE STORY ist das eindringliche und mitfühlende Portrait einer Familie, die trotz einer zerrütteten Ehe zusammenzuhalten versucht. Das Drama stammt von dem für den Oscar nominierten Filmemacher Noah Baumbach und überzeugt mit Scarlett Johansson, Adam Driver und Laura Dern.

Weitere Informationen
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Städtische Museen blicken zurück auf 2019

25.01.2020 18:39 Uhr

Museumsgäste waren nicht nur Zuschauer, sondern konnten vielfach mitwirken

Das Museumsjahr 2019 war im Stadtmuseum Oldenburg, im Horst-Janssen-Museum und im Edith-Russ-Haus für Medienkunst geprägt von einer großen Vielfalt an Ausstellungsthemen sowie neuen Formaten, die die Besucherinnen und Besucher zum Teil noch stärker an den Ausstellungen teilhaben ließen. Mit 54.060 Museumsgästen liegt die Besucherzahl zwar unter dem Ergebnis von 2018, als insbesondere die „Duckomenta“ und die große Kooperationsausstellung „Die Neunte Kunst“ für einen starken Besucherzuwachs sorgten. Im Vergleich zu den Vorjahren entsprechen die Zahlen allerdings etwa dem Durchschnitt. Eine teils zunehmende Bedeutung kam der Museumsvermittlung zu, da die Mitarbeiterinnen etwa bei „Kult!“ oder „Kosmos Janssen“ direkt an der Ausstellungskonzeption beteiligt waren. Auch die Anzahl der Rahmenprogramme und weiteren Vermittlungsangebote bewegt sich weiter auf hohem Niveau: So haben insgesamt 7.581 Schul- und Kindergartenkinder an den einzelnen Angeboten aller drei Häuser teilgenommen. Darüber hinaus standen rund  450 museumspädagogische Angebote für  Einzelbesucherinnen und -besucher sowie 190 Veranstaltungen zu den Ausstellungen zur Auswahl.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst
Das Edith-Russ-Haus zeigte 2019 vier Ausstellungen im eigenen Haus sowie eine sehr gut angenommene Installation im Pulverturm am Schlosswall. Unter den Ausstellungen erhielt „Red Umbrella Struggles“, die sich mit dem Thema Sexarbeit beschäftigte, die größte Aufmerksamkeit. Die neu für das Edith-Russ-Haus geschaffene Installation „The Doors“ von Zach Blas, die bis Anfang Januar 2020 in Oldenburg zu sehen war, wird von den renommierten Museen Van Abbemuseum, Eindhoven, und De Young Museum, San Francisco, übernommen. In 2019 wurden darüber hinaus zwei Publikationen veröffentlicht: „Pocket Folklore“ zur Ausstellung von Shirin Sabahi sowie „Shadow Citizens“ zum Abschluss des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projektes von Želimir Žilnik.

Mit insgesamt 8.964 Besucherinnen und Besuchern konnte das Medienkunsthaus zwar nicht den Rekord aus dem Vorjahr (9.269) einstellen, bewegt sich aber nur leicht darunter. Edit Molnár und Marcel Schwierin können damit ihre erfolgreiche Bilanz fortführen, denn im Schnitt liegen die Zahlen über 50 Prozent höher als vor ihrem Amtsantritt – gute Voraussetzungen für das 20-jährige Jubiläum, das in 2020 begangen wird. Auch in der Landeshauptstadt Hannover wurden die Erfolge des Hauses gewürdigt: So hat die Stiftung Niedersachsen die Mittel für das Stipendienprogramm erhöht, sodass ab 2020 jährlich 49.000 Euro für Medienkunststipendien und die entsprechenden Ausstellungen zur Verfügung stehen. Das Land Niedersachsen fördert das Edith-Russ-Haus zudem mit 52.000 Euro, wie im Dezember bekannt wurde.

Horst-Janssen-Museum
Vier sehr unterschiedliche Ausstellungen waren in 2019 im Horst-Janssen-Museum zu sehen und konnten insgesamt 19.616 Gäste anlocken. Nach den riesenhaften Druckstöcken von Gustav Kluge hieß es ab dem Frühjahr „Natur Schöpfen“: Nach einem Konzept von Insa Winkler waren die Museumsgäste aufgerufen, selbst kreativ zu werden und die Ausstellung zum Wachsen zu bringen – ein Experiment, das aufgegangen ist, denn die Schau war mit mehr als 6.000 Besucherinnen und Besuchern die erfolgreichste im Museumsjahr 2019. Es wurden Farbpigmente aus Rotkohl gewonnen, Jeans geschreddert und in Papierbrei verwandelt und aus Galläpfeln Tinte gemacht.

Mit Jorinde Voigt war anschließend eine international bekannte Zeichnerin zu Gast: Die Ausstellung „Universal Turn“ zeigte die Entwicklung von frühen Blättern bis zu ihrer neuesten Arbeit, die direkt aus dem Berliner Atelier kam. Aus der Sicht von Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos  war dies der Höhepunkt des Ausstellungsjahres in Oldenburg, denn die Schau steht auch stellvertretend für die Entwicklung des Hauses hin zu einem Zentrum für internationale Zeichenkunst. Während der nur zweimonatigen Laufzeit konnte die Ausstellung mehr als 4.300 Besucherinnen und Besucher anziehen.

Seit November 2019 (und noch bis 22. März) liegt der Schwerpunkt wieder auf Horst Janssen: In erstmaliger Kooperation mit der Kunsthalle Emden beleuchtet das Museum den „Kosmos Janssen“. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Kuratorin und Museumsvermittlung wird Janssen als genialer Zeichner, virtuoser Grafiker und origineller Schriftsteller an zahlreichen Kreativ- und Hörstationen sowie in einem umfangreichen Rahmenprogramm für die Museumsgäste erlebbar. In ebenso enger Kooperation ist im vergangenen Jahr eine neue Dauerausstellung über Leben und Werk des Künstlers konzipiert worden, die im März 2020 eröffnet wird. Sie bildet damit den Auftakt und eines der Highlights zum 20-jährigen Jubiläum des Museums.

Stadtmuseum Oldenburg
Im Stadtmuseum begann und endete das Jahr 2019 mit der Stadt Oldenburg: Die Ausstellungen „Standpunkte“ und „Kult!“ zeigten die Stadt sowohl im Spiegel der Kunst als auch aus den Augen ihrer Bürgerinnen und Bürger. „Standpunkte“ versammelte neben Objekten aus der eigenen Sammlung auch Arbeiten regionaler Künstlerinnen und Künstler. Insbesondere „Kult!“ (noch bis 1. März) setzt unter anderem auf Impulse der Oldenburgerinnen und Oldenburger und bezieht die Stadtgesellschaft aktiv mit ein – ein Konzept, das bereits bei der Ausstellung „Anerkennung“ (2018/2019) erfolgreich umgesetzt wurde und das auch in 2020 sowie im neuen Stadtmuseum weiterverfolgt wird. Großen Zuspruch fand in 2019 insbesondere auch die Ausstellung „Crossover“ mit Werken von Johannes Oberthür und Edeltraut Rath sowie die Ausstellung in der Reihe „Keramik im Pulverturm“ mit Arbeiten von Jantje Almstedt. Stadtmuseum, Pulverturm und Artothek präsentierten in 2019 acht Ausstellungen und konnten insgesamt 25.480 Besucherinnen und Besucher verbuchen. 

Trotz personeller Wechsel haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben dem Ausstellungsprogramm auch das Projekt Neues Stadtmuseum vorangetrieben. Nach dem Ausscheiden von Museumsleiter Dr. Andreas von Seggern und Amtsleiterin Dr. Nicole Deufel sind die beiden Schlüsselpositionen wieder besetzt: Sowohl die neue Amtsleiterin, Christiane Cordes (seit 1. Oktober), als auch der neue Leiter des Stadtmuseums, Dr. Steffen Wiegmann (seit 16. Dezember), arbeiten mit dem Team des Stadtmuseums intensiv an der weiteren Bauplanung und der inhaltlichen Ausgestaltung. In 2020 wird das Stadtmuseum weiterhin geöffnet sein, bevor Anfang 2021 der Abriss beginnt. Auch die Planung für die Sanierung der historischen Villen wurde bereits in 2019 begonnen und wird im Zuge der Neubau-Planung weiter konkretisiert.
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Hier spielt die Musik: Talente geben den Ton an

25.01.2020 18:02 Uhr

Jugend musiziert: Regionalwettbewerb am 26. Januar – Hohe Zahl an Teilnehmenden

Der musikalische Nachwuchs darf sich auch in diesem Jahr wieder im Wettbewerb präsentieren – den jungen Talenten gehört am Sonntag, 26. Januar, die Bühne im Kulturzentrum PFL. Die Wertungsspiele der Bläserensembles finden in der Cäcilienschule statt. Zum 57. Mal wird der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ ganztägig in Oldenburg ausgetragen. Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden im Zeitraum von 9.30 bis 18.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgt am Wettbewerbstag um 20 Uhr im Veranstaltungssaal des Kulturzentrums PFL oder ab Montag, 27. Januar, auf der Internetseite der Musikschule der Stadt Oldenburg unter www.oldenburg.de/musikschule.

120 Kinder und Jugendliche aus Oldenburg, Wilhelmshaven sowie aus den Landkreisen Friesland, Ammerland und Wesermarsch treten dieses Jahr in den Kategorien Klavier solo, Streicherensemble, Holzbläser/Blechbläser gemischt, Querflötenensembles, freies Ensemble, Klarinetten-, Oboen- Blockflötenensembles sowie Neue Musik an. „Wir sind sehr glücklich über die hohe Teilnehmerzahl beim diesjährigen Wettbewerb. Gerade besondere Besetzungen wie die in der Neue Musik-Wertung setzen ein hohes Maß an Probenbereitschaft voraus. Daher ist es nicht selbstverständlich, dass Wertungen in dieser Kategorie stattfinden“, betont die Geschäftsführerin des Regionalwettbewerbs, Andrea Palet-Sabater.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs präsentieren ihr Können beim festlichen Preisträgerkonzert am Sonntag, 16. Februar, ab 11.15 Uhr im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Eintrittskarten für das Preisträgerkonzert gibt es zum Einheitspreis von drei Euro an der Theaterkasse, Telefon 0441 2225-111.

„Jugend musiziert ist viel mehr als ein kurzer Auftritt am Wettbewerbstag. Die Schülerinnen und Schüler bereiten ihre Programme über Monate hinweg sehr intensiv und zielgerichtet vor“, sagt Holger Denckmann, Vorsitzender des Regionalausschusses und Leiter der Musikschule der Stadt Oldenburg. Bereits in den Vorjahren erzielten die jungen Musiktalente des Oldenburger Regionalwettbewerbs viele herausragende Leistungen, denn weitergeleitete Preisträgerinnen und Preisträger finden sich regelmäßig auch auf den vorderen Plätzen auf Landes- und Bundesebene des dreistufigen Wettbewerbs wieder.

Im Fokus stehen aber nicht nur die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger, denn der Regionalwettbewerb hat einen klaren pädagogischen Auftrag. „Die Teilnahme am Wettbewerb soll in erster Linie eine positive Erfahrung für die jungen Musikerinnen und Musiker sein. So soll der Spaß am Instrument und daran, ein musikalisches Programm punktgenau vorzubereiten und anschließend zu präsentieren, im Vordergrund stehen“, berichtet Philipp Schlüchtermann, stellvertretender Leiter der Musikschule der Stadt Oldenburg.

Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ wird gefördert und finanziert von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), von der Oldenburgischen Landschaft und den beteiligten Kommunen.

Weitere Informationen und das Wertungsprogramm gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/musikschule.
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„Wir sind Paula“

25.01.2020 17:56 Uhr

Teilnehmer*innen für ein Kunstprojekt im Blauschimmel Atelier gesucht

Am Freitag, den 31. Januar startet ein neues Kunstprojekt im Blauschimmel Atelier. Ein Jahr lang öffnet das Malatelier des Blauschimmel Ateliers immer freitags von 15 bis 17 Uhr seine Türen und lädt alle kunstinteressierten Menschen ein, ausdrucksstarke Bilder zu malen, genau wie Paula Modersohn-Becker. Die entstandenen Werke werden im Anschluss an das Projekt in einer Ausstellung präsentiert. „Wir sind Paula“ wird begleitet von den Künstlerinnen Susanne Barelmann und Marianne Garbe. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Projekt wird gefördert von der Oldenburgischen Landschaft, der Stiftung Teilhabe und der OLB Stiftung.
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Schöne Buchstaben gestalten: Neue Lettering-Kurse

18.01.2020 18:16 Uhr

Grundlagen, Effekte und Blumenmotive für Anfänger und Fortgeschrittene

Das Horst-Janssen-Museum bietet wieder Kurse zur Kunst der schönen Buchstaben mit Martina Johanna Janssen an: Am 15. Februar gibt es Brushlettering für Fortgeschrittene, am 14. März werden die Grundlagen für Anfängerinnen und Anfänger vermittelt und am 6. Juni können alle Interessierten lernen, wie man Aquarellmotive mit Blumen und Blättern gestaltet. Anmeldungen nimmt die Museumspädagogik an, per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3403.

Der Brushlettering-Kurs richtet sich an alle, die Neues zur Technik lernen möchten: vom Bounce Lettering über das Setzen von Schnörkeln bis hin zu Blending-Techniken. Außerdem lernen die Teilnehmenden, wie sich einfache Motive mit Brushpen und Pinsel ganz leicht aquarellieren lassen. Als kleine Erinnerung kann im Kurs das eigene Lieblingszitat in ein schönes Lettering für Zuhause zu verwandelt werden. Der Kurs findet am Samstag, 15. Februar, von 11 bis 15 Uhr statt und kostet 55 Euro inklusive Lettering-Guide und Papier (bitte eigenes Material mitbringen). Anmeldungen sind bis 6. Februar möglich.

Am Samstag, 14. März, 10 bis 15 Uhr, geht es um die Grundlagen des Handlettering. Mit Bleistift und Fineliner entstehen verschiedene Alphabete von der einfachen Druckschrift bis zur modernen Schreibschrift. Außerdem erklärt Martina Johanna Janssen die Technik der Faux-Calligraphy, durch die ganz einfach ein schöner Kalligrafie-Effekt entsteht. Zum Schluss gibt es eine Anleitung, wie sich eine Postkarte mit liebevollen Worten und kleinen Schmuckelementen planen und gestalten lässt. Der Kurs kostet 65 Euro inklusive Lettering-Guide, Karten-Set und Material, Anmeldungen sind bis 5. März möglich.

Für Fortgeschrittene findet am Samstag, 6. Juni, von 10 bis 15 Uhr ein Kurs zu floralen Aquarellmotiven statt. Nach einer Einführung zum Thema Farbe und einigen Lockerungsübungen mit dem Pinsel geht es ans Gestalten von Blumen und Blättern: von Blüten über ein einfaches Blumen-Bouquet bis hin zum Blumenrahmen. Ergänzend zeigt die Expertin, wie sich ein passendes Layout finden lässt, und gibt praktische Tipps zu Komposition und verschiedenen Schriften. Der Kurs kostet 75 Euro inklusive Lettering-Guide und Material, Anmeldungen sind zum bis 28. Mai möglich.
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Kulturbörse Nordwest feiert in Oldenburg Premiere

14.01.2020 17:11 Uhr

16. bis 18. Februar: Fachmesse, Workshops und Live-Auftritte – Abschluss mit Preisverleihung

Mit der 1. Kulturbörse Nordwest rückt die Stadt Oldenburg noch stärker in den Fokus der Musik- und Kulturbranche. Das neue Format feiert vom 16. bis 18. Februar Premiere. Auf drei Bühnen finden 36 Auftritte mit Musik, Kabarett, Stand-Up-Comedy, Theater, Artistik, Poetry Slam und mehr statt. Künstlerinnen und Künstler aus Niedersachsen, Bremen, den Nordniederlanden, aber auch aus Berlin, stellen dabei ihre Talente vor.

Das aus (Event-)Veranstalterinnen und Veranstaltern, Vertreterinnen und Vertretern von Kultur- und Veranstaltungszentren sowie Kurverwaltungen und anderen Kreativschaffenden bestehende Fachpublikum kann auf diese Weise einen Eindruck von neuen Produktionen und Angeboten gewinnen. Künstlerinnen und Künstlern bietet die Börse eine ideale Plattform, um die Karriere zu starten und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Gleichzeitig erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger einen guten Überblick über die aktuelle Kulturszene. „Zum ersten Mal treffen sich alle am Kulturbetrieb Beteiligten aus dem Nordwesten auf einer großen Veranstaltung, um sich kennen zu lernen, Auftrittsmöglichkeiten anzubahnen und in einen intensiven Gedankenaustausch zu treten“, sagt Organisator Peter Gerd Jaruschewski. 

Drei Bühnen
Über 65 Bewerbungen waren für die Live-Acts eingegangen, aus denen eine Fachjury die Besten ausgewählt hat. Sie treten jeweils 30 Minuten lang am Montag, 17. Februar, und Dienstag, 18. Februar, im PFL (zwischen 10.30 und 18 Uhr) und in der benachbarten Limonadenfabrik (zwischen 11 und 17.30 Uhr) auf. Auch der Nachwuchs präsentiert sich: Auf einer Start-Up-Bühne in der neuen Jugendherberge (Straßburger Straße 6) präsentieren sich am Montag, 17. Februar, von 19.30 bis 22.30 Uhr junge Künstlerinnen und Künstler, darunter etliche Bands der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg.

Workshops, Künstlerbörse und Lounge
Darüber hinaus fördert die Kulturbörse Nordwest die Professionalisierung der Kunst- und Kulturszene durch Fortbildungen vor Ort und eine Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft: Hier geht es unter anderem um Themen wie Kulturförderung, Urheberrecht und Künstlersozialkasse, außerdem werden künstlerische Erfolgsfaktoren, musikalisches Erleben, fotografische Kompetenzen und Markenbotschaften beleuchtet. Am Sonntag, 16. Februar, beginnt das Programm mit Tagesworkshops, an den folgenden beiden Tagen werden Kurzworkshops angeboten. Eine Künstlerbörse innerhalb der Kulturbörse bietet das Format „Künstler sucht Gruppe – Gruppe sucht Künstler“. Eine abendliche Kulturbörsen-Lounge in der „Flänzburch“ (Friedensplatz 2) rundet am Sonntag, 16. Februar, und Montag, 17. Februar, jeweils ab 19 Uhr das Programm ab.

Zwei Kulturpreise werden vergeben
Höhepunkte der 1. Kulturbörse Nordwest sind ein deutsch-niederländischer Abend und eine Abschluss-Gala mit hochwertigen Musik- und Theaterauftritten. Beim deutsch-niederländischen Abend am Montag, 17. Februar, ab 19.30 Uhr im Theater Laboratorium (Kleine Straße 8) treten Künstlerinnen und Künstler aus Groningen und Oldenburg auf.

Am Dienstag, 18. Februar, findet an selber Stelle ab 19 Uhr die Abschluss-Gala mit einer Verleihung der mit jeweils 1.000 Euro dotierten Kulturpreise Nordwest für Musik und Darstellende Kunst statt. Nominiert für den Kulturpreis in der Kategorie Musik sind die Ensembles Tone Fish, MASAA und Chapeau Manouche. Auf den Kulturpreis in der Sparte Darstellende Kunst hoffen Dames Blonde, Katrin Geelvink und tonneCtion. Die Ausgezeichneten werden jeweils 30 Minuten aus ihren Programmen präsentieren, die Preisverleihung erfolgt durch einen Vertreter des Landes Niedersachsen und der Metropolregion Nordwest. Einen Sonderpreis für soziales Engagement überreicht Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann an die Gruppe „Zollhausboys“.

Eintrittskarten
Eintrittskarten können im Vorverkauf online unter www.nordwest-ticket.de erworben werden.
 • Tageskarten für die Kulturbörse kosten jeweils 33 Euro im Vorverkauf und 40 Euro an der Tageskasse (im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, und in der Limonadenfabrik am Steinweg 30). Eine Dauerkarte für beide Tage ist zum Preis von 59 Euro im Vorverkauf und 70 Euro an der Tageskasse (im PFL und in der Limonadenfabrik) erhältlich.
 • Der Eintritt für den deutsch-niederländischen Abend am Montag, 17. Februar, im Theater Laboratorium kostet 18 Euro im Vorverkauf sowie 23 Euro an der Abendkasse.
 • Karten für die Abschluss-Gala am Dienstag, 18. Februar, im Theater Laboratorium kosten (inklusive Sektempfang und Büffet) 25 Euro im Vorverkauf sowie 28 Euro an der Abendkasse.
 • Ein 108-seitiges Programmheft kann für 12 Euro zuzüglich 2 Euro für Porto und Versand per E-Mail an programmheft@kulturboerse-nordwest.de bestellt werden.

Förderer und Sponsoren
Gefördert wird die 1. Kulturbörse Nordwest vom Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen mit 30.000 Euro, der Stadt Oldenburg mit 5.000 Euro, der Metropolregion Nordwest mit rund 5.000 Euro sowie dem INTERREG V A Programm Deutschland-Nederland mit circa 3.000 Euro. Außerdem gibt es private Unterstützer.

Mehr Informationen gibt es unter https://www.kulturboerse-nordwest.de.
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Aus Literaturbüro wird Literaturhaus

11.01.2020 17:57 Uhr
Das Literaturbüro Oldenburg ändert seinen Namen und heißt ab sofort Literaturhaus Oldenburg. Grund für die Umbenennung ist eine Begriffsverschiebung, die seit den 1990er Jahren im deutschsprachigen Raum stattgefunden hat. Bereits in den vergangenen Jahren haben daher viele Einrichtungen, insbesondere in Niedersachsen, ihren Namen angepasst.

Ein Literaturhaus, so die Definition, ist eine Institution, die sich um die Vermittlung von Literatur der Gegenwart bemüht und den Diskurs über Literatur fördert. „Das beschreibt exakt unser Selbstverständnis und unsere Arbeitsschwerpunkte“, sagt Monika Eden, die Leiterin des Oldenburger Literaturhauses. Die Namensänderung hat allerdings keinen Einfluss auf die inhaltliche Arbeit und das Veranstaltungsprogramm: Die Besucherinnen und Besucher können sich weiterhin auf Lesungen von hochkarätigen Autorinnen und Autoren freuen.

Ab sofort ist das Literaturhaus per E-Mail unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de erreichbar. Programm und Projekte sind im Internet unter www.literaturhaus-oldenburg.de zu finden.
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Ausstellung „Kurshalten im Farbenmeer“

08.01.2020 16:21 Uhr

Das Blauschimmel Atelier e.V. lädt zu einer Präsentation seiner Werke ein.

Am Freitag, dem 17. Januar 2020 um 17 Uhr, eröffnet das Blauschimmel Atelier eine Kunstausstellung. Zu sehen ist eine Auswahl an Kunstwerken, die im Rahmen des Projekts „Kurshalten im Farbenmeer“ innerhalb des vergangenen Jahres entstanden sind. Gezeigt werden Motive aus der Umgebung, Bilder von Menschen und eine Vielfalt an Themen, die die Teilnehmer*innen im Laufe des Jahres beschäftigt haben. Die Ausstellung wird vom 18.01.2020 bis zum 28.02.2020 im Foyer der Kinderbibliothek am PFL zu sehen sein.

Das Projekt
Das Projekt „Kurshalten im Farbenmeer“ fand unter der Leitung von Marianne Garbe und Susanne Barelmann wöchentlich statt. Jeden Freitag wurde von 11 bis 17 Uhr unter professioneller künstlerischer Leitung gemalt, gezeichnet und frei gestaltet. In einer zwanglosen und lockeren Atmosphäre beschäftigten sich die Teilnehmer*innen mit sich selbst und ihrer Umgebung. So entstanden vielfältige und individuelle Kunstwerke.

Das Projekt wird gefördert von der Stadt Oldenburg, der Stiftung Teilhabe und der GSG Oldenburg.
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Eine Prise BlueScreen für die Ewigkeit

18.12.2019 12:28 Uhr
Online-Debut des inklusiven und experimentellen BlueScreen-Ensembles des Blauschimmel Ateliers durch Kooperation mit DE3IVAT.

Mit der Veröffentlichung der EP „IMAGINED COMMUNITIES“ der Band DE3IVAT hat das inklusive Improvisationsensemble BlueScreen nun online das Licht der Welt erblickt. Das preisgekrönte Ensemble ist nun, nachdem es vor allem durch experimentelle Live-Performances an Bekanntheit gewonnen hat, auch auf allen gängigen Streaming-Plattformen weltweit zu finden.

Der vierte Track „A BLUE-BLOOD SPILLED SCREEN“ der EP ist aus vier gemeinsamen Jam-Sessions entstanden, die DE3IVAT mit dem BlueScreen-Ensemble gespielt haben. Die entstandenen Mehrspur-Aufnahmen wurden anschließend im Studio neu arrangiert. In dynamisch-düsterer Grundatmosphäre mit verspielten Elementen wird der BlueScreen-Sound ergänzt und die sonst einmaligen Klangerlebnisse für die Ewigkeit eingefangen und erfahrbar gemacht.

Das BlueScreen Ensemble
Das BlueScreen Ensemble ist ein inklusives improvisierendes und experimentelles Laien-Ensemble, welches mittlerweile seit 20 Jahren die Genregrenzen konventioneller Musik überschreitet. Unter der Leitung von Jochen Fried hat es sich in der Oldenburger Kulturlandschaft längst einen festen Platz erspielt.
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Ausschreibung von Medienkunst-Stipendien am Edith-Russ-Haus

06.12.2019 10:15 Uhr

Bewerbungsfrist bis 5. Februar 2020 – Stipendiaten erhalten 12.500 Euro für neues Projekt

Ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen vergibt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst im Jahr 2020 wieder drei Stipendien zur Förderung künstlerischer Arbeiten im Bereich der Medienkunst. Es handelt sich um drei Produktions- und Aufenthaltsstipendien zu je 12.500 Euro (bisher 10.000 Euro), mit denen ein breites Spektrum der Medienkunst gefördert werden kann: von Videokunst und netzbasierten Projekten bis hin zu Klang- oder audiovisuellen Installationen. Bewerberinnen und Bewerber können ihre Anträge im Internet unter www.edith-russ-haus.de/stipendien einreichen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 5. Februar 2020.

Die Stipendien gelten für eine Dauer von sechs Monaten, von Juli bis Dezember 2020. In diesem Zeitraum sollte die künstlerische Arbeit abgeschlossen werden. Es gibt eine Residenzpflicht für die Stipendiatinnen und Stipendiaten von mindestens einem Monat in Oldenburg, wobei ihnen ein Gästeapartment zur Verfügung gestellt werden kann. Sie werden außerdem durch Workshops, Präsentationen oder Künstlergespräche in die Aktivitäten des Medienkunsthauses eingebunden. Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen, aber keine Institutionen.

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger übernimmt eine international besetzte Fachjury. Die Stipendiatin und Stipendiaten aus dem Jahr 2019 sind Viktor Brim, Mario Pfeifer und Kim Schoen. Ihre Arbeiten werden voraussichtlich 2020 in Einzel- oder Gruppenausstellungen im Edith-Russ-Haus präsentiert.

Weitere Informationen für interessierte Bewerberinnen und Bewerber gibt es online unter www.edith-russ-haus.de/stipendien sowie per E-Mail an info@edith-russ-haus.de oder telefonisch unter 0441 235-3194.

Über das Stipendienprogramm
Die Stiftung Niedersachsen fördert das Stipendienprogramm des Edith-Russ-Hauses seit 2001. Viele der in Oldenburg entstandenen Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen präsentiert und mit Preisen ausgezeichnet. Mit ihrer Förderung will die Stiftung Niedersachsen eines der führenden Häuser für Medienkunst in Deutschland nachhaltig stärken und seine an Qualität orientierte Profilierung unterstützen, um die Verwirklichung von Projekten zu ermöglichen, internationale Vernetzungen und lokale Anknüpfungspunkte zu schaffen.
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Eigene Leporellos gestalten: Freie Plätze bei der Montags_Kunst

03.12.2019 19:13 Uhr
Am 9. Dezember beginnt ein neuer Kurs der Montags_Kunst im Horst-Janssen-Museum: An drei Terminen können die Teilnehmenden die Ausstellung „Kosmos Janssen: wie er schreibt_“ kennenlernen und künstlerisch dazu arbeiten. Die Kunstpädagogin Heike Seiferth begleitet den Kurs, gibt Hintergrundinformationen zu den Werken und steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Rat und Tat zu Seite. Dieses Mal treffen Texte auf Zeichnungen: Es wird mit Feder, Tinte und diversen Stiften gearbeitet, daraus können eigene Leporellos entstehen.

Die Termine sind jeweils montags, 9. Dezember, 20. Januar und 3. Februar, 18 bis 20 Uhr. Der Kurs kostet 35 Euro inklusive Material. Anmeldungen werden noch bis 6. November angenommen, per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3403.
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„Lichtenstein liest“ zu Gast im Horst-Janssen-Museum

23.11.2019 16:10 Uhr
Die Reihe „Lichtenstein liest“ ist am Mittwoch, 4. Dezember, 19 Uhr, zu Gast im Horst-Janssen-Museum. Im Rahmen der Ausstellung „Kosmos Janssen: wie er schreibt_“ stehen dabei die russischen Literaten im Mittelpunkt, deren Portraits von Horst Janssen aktuell ausgestellt sind. Zusätzlich können aber auch eigene Bücher, Texte, eReader, Fotokopien, Servietten, Plakate oder Briefe mitgebracht werden, denn wie immer in der Reihe bestimmen die Gäste darüber, was vortragen wird. Das Café Farbwechsel bietet dazu ein kleines Abendbrot ab 18 Uhr an. Tickets gibt es für 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, im Vorverkauf an der Theaterkasse des Oldenburgischen Staatstheaters und Restkarten an der Abendkasse im Museum.
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Musikschul-Umzug: Akustik, soweit die Ohren hören

19.11.2019 21:08 Uhr

Laute und leise Töne: Absorberplatten sorgen für optimale Akustik am neuen Standort

Hört, hört: Wer neuerdings werktags durch die Baumgartenstraße in der Oldenburger Innenstadt spaziert, wird des Öfteren von wohlklingenden Tönen begleitet. Denn seit Ende August befindet sich dort in der Hausnummer 12 auf fünf Etagen die Musikschule der Stadt. Der Umzug an sich war bereits eine logistische Meisterleistung und ein wahrer Kraftakt – immerhin mussten neben Büromöbeln und Kisten auch zahlreiche Instrumente umziehen. Aber beim Umzug der Musikschule kommt eine weitere, sehr feine Komponente hinzu: die Raumakustik.

Schließlich muss gewährleistet sein, dass auch in den neuen Räumlichkeiten Posaune, Klavier und Geige gut klingen – besonders, wenn die Lehrerinnen und Lehrer täglich mehrere Stunden in den Unterrichtsräumen verbringen. Für diese besondere Aufgabe hat sich die Musikschule echte Profis ins Haus geholt, die glücklicherweise aus derselben Stadt stammen, und ganz genau hinhören: das Team vom Akustikbüro Oldenburg, das sogar auf internationaler Ebene als Institution für Akustik anerkannt ist.

Für Dr. Christian Nocke, Gründer des Akustikbüros Oldenburg, ist die „richtige“ Raumakustik immer ein Wechselspiel zwischen Nutzung und Raum-Gestaltung. Besonders die subjektive Erwartung und Vorerfahrung spielen dabei eine große Rolle. Mit dem neuen Standort der Musikschule gibt es gleich mehrere Herausforderungen: Die Räume sind unterschiedlich groß und hoch, zudem verhalten sich die Instrumente unterschiedlich. So kann ein Unterrichtsraum beispielsweise wunderbar für eine Posaune geeignet sein – eine einzelne Geige hingegen würde hier nach mehreren Minuten eher als Nervensäge gelten. Welche Herausforderungen dann für einen Konzertraum mit einem ganzen Orchester gelten, kann man als Laie nur erahnen.

Deshalb galt es in einem ersten Schritt herauszufinden, welcher Raum sich für welche Instrumente besonders eignet. Dabei wurde die Innenraumakustik in der Praxis getestet: Mit Instrumenten aller Art ausgestattet testete die Akustikgruppe unter der Leitung von Philipp Pumplün bereits in der Umzugswoche die Akustik einzelner Räume. Dabei waren sie stets dem gefürchtetem Flatterecho (hörbaren Einzelreflexionen) auf der Spur, dem kleinen Schreckgespenst unter Musikerinnen und Musikern. Tauchte es auf, wurde zu Gegenmaßnahmen in Form von kleinen und großen Absorberplatten gegriffen, die den Schall absorbieren. Diese wurden in den Raum gestellt und an die Wände gelehnt, um den Klang zu verbessern. So wurde Raum für Raum getestet.

Der zweite Schritt erfolgte dann durch die Experten des Akustikbüros: Sie führten Messungen der Nachhallzeit durch und ermittelten so für jeden Unterrichtsraum und das entsprechende Instrument die optimale Absorberfläche – getreu dem Motto „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. In der gesamten neuen Musikschule wurden so etwa 120 bis 150 Quadratmeter Schallabsorber verbaut. Dabei wurde auch der Nachhaltigkeit Rechnung getragen: Denn die Absorberplatten, welche bei der Firma Recytex aus Viersen bestellt wurden, bestehen aus recycelten Textilfasern. Aufgrund des geringen Gewichts können die Module, ähnlich wie ein Bild, an die Wand gehängt werden.

Sie wollen mehr über die Musikschule erfahren, die Umzugs-Filme ansehen oder noch einmal einen Blick in das umfangreiche Bautagebuch werfen? Dann schauen Sie auf die Website der Musikschule unter www.oldenburg.de/musikschule.
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Fotoworkshop „Verschlusssache ich“ startet

05.11.2019 18:05 Uhr

Ein Fotoprojekt für alle Menschen, die Freude an experimenteller Fotografie haben.

Welche Seiten stecken in mir und wie wirke ich mit einem bestimmten Ausdruck, in einer bestimmten Pose oder vor einem bestimmten Hintergrund? Das sind zentrale Fragen des Fotoworkshops „Verschlusssache ich“. Mit den Mitteln der digitalen Fotografie, insbesondere der Langzeitbelichtung, werden die Teilnehmer*innen an mehreren Terminen vor der Kamera den Körper in Bewegung fotografieren: mal nur die Gesichter, die lachend, wütend oder ängstlich aussehen können, mal den ganzen Körper tanzend oder in einer kleinen Bewegung. Die digitale Fotografie bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, mittels derer die Teilnehmer*innen ungewohnte und überraschende Selbstportraits erstellen können.

Die Teilnahme ist kostenlos. Ein erstes Treffen, in dem auch die Folgetermine vereinbart werden, findet am Samstag, den 16.11. um 14.30 Uhr im Blauschimmel Atelier, Klävemannstr. 16 (1.OG) in Oldenburg statt. Eine Anmeldung unter kontakt@blauschimmel-atelier.de ist erforderlich. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch.
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Bühnen-Poeten fliegen auf das Thema „Zugvögel“

27.10.2019 20:14 Uhr

Poetry Slam „Fremde Federn“ im Wilhelm13 – Kartenvorbestellung empfohlen

Das Literaturbüro Oldenburg veranstaltet am Freitag, 8. November, den Themen-Poetry Slam „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, Karten vorzubestellen. Diese können beim Literaturbüro per E-Mail an literaturbuero@stadt-oldenburg.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 reserviert werden.

„Fremde Federn“ vereint fünf Bühnen-Poeten zu einem Ensemble und nimmt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht aufs Korn. Dabei schmücken sich Dominik Bartels, Sebastian Hahn, Adriane Meinhardt, Tanja Schwarz und Gerrit Wilanek im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause präsentieren sie im zweiten Teil des Abends so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zum Motto „Zugvögel“ geschrieben. Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Federkopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken.

Das Publikum hilft zu guter Letzt bei der Aufklärung der wahren Urheberschaft, denn das Copyright wird selbstverständlich respektiert: Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Besuchern bestehende Jury an der richtigen Zuordnung von Text und Autor. Jeder Juror erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von „Fremde Federn“ im März. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Artothek Oldenburg präsentiert neue Editionen der Griffelkunst

23.10.2019 22:04 Uhr
Die neuen Editionen der Griffelkunst-Vereinigung werden vom 28. Oktober bis 3. November 2019 in der Artothek Oldenburg präsentiert. „In der Herbstausstellung spielt nicht nur das Bauhaus-Jubiläum in den Druckgrafiken und Fotografien eine tragende Rolle, sondern auch die international gefeierte venezianische Künstlerin Monica Bonvicini, die mit fünf Digitaldrucken vertreten ist“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee. Die Bandbreite der neuen Editionen der zehn Künstlerinnen und Künstler reicht von Lithografien, Siebdrucken, Inkjet-Prints und Fotografien bis hin zu Unikat-Hochdrucken und einer von Hand bemalten Vase aus Porzellan.

Zu den Arbeiten
Von dem am Bauhaus ausgebildeten Maler und Fotografen Paul Citroen (1896-1983) sind sechs schwarzweiß-Fotografien aus dem Nachlass mit historischen Porträts aus den Jahren 1924 bis 1941 zu sehen. Der britische Konzeptkünstler Jonathan Monk hat die berühmte Tischleuchte von Wilhelm Wagenfeld mit sechs andersfarbigen Glühbirnen fotografiert, die er ironisch als „Wagenfeld Sunset“ betitelt. Der Berliner Zeichner Stefan Marx hingegen hat die Bauhaus-Vase „Halle I“ von Marguerite Friedlaender zu einem eigenen Kunstobjekt mit Schrift veredelt. Die Edition mit fünf Digitaldrucken der italienischen Künstlerin Monica Bonvicini zeigt einige ihrer bekannten Ketteninstallationen, die durch bildliche Durchblicke zu mehrdeutigen Wortspielen werden.

Die Lithografie ist die unmittelbarste künstlerische Übersetzung von Malerei in Druckgrafik. Diese Technik nutzt die Hamburger Malerin Miwa Ogasawara, um ihre poetischen Tuschezeichnungen auf den Lithostein zu übertragen. Auch der Berliner Künstler Daniel M. Thurau hat sechs Lithografien gestaltet, in denen er menschliche Wendepunkte des Lebens thematisiert, während Sven Drühl in seinen beiden Steindrucken landschaftliche Motive als Naturgewalt aufzeigt. Der Berliner Künstler Sven Johne greift in seinen Siebdrucken zentrale Ängste unserer Zeit auf, die ein kurioses Mosaik unserer Gesellschaft abbilden. Die in den USA lebende Künstlerin Nora Schulz hat Raufasertapeten mit Kartoffelscheiben, Münzen und Isomatte in einem performativen Akt bedruckt und der portugiesische Künstler Fernando de Brito schließlich hat zwei Hochdrucke geschaffen, die reizvolle Gewebestrukturen in einer Fülle von Farbklängen zeigen.

Öffnungszeiten und Ausgabe der Grafiken
Die Ausstellung kann am Montag, 28. Oktober, von 15 bis 19 Uhr in der Artothek, Peterstraße 1, besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Wahl und Ausgabe der Grafiken erfolgt am Sonntag, 3. November, von 11 bis 15 Uhr und wird von Daphne Andersch betreut.

Der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V., die 1925 gegründet wurde, gehören heute mehr als 4.500 Mitglieder in ganz Deutschland an. Die Artothek Oldenburg ist seit 1992 Mitglied der Vereinigung und besitzt zahlreiche Griffelkunstblätter in ihrem Sammlungsbestand.
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Oberbürgermeister wünscht „Toi, toi, toi“

23.10.2019 21:36 Uhr

Junges Theaterensemble aus Kingston upon Thames im Rathaus empfangen

Welcome to Oldenburg: Im Rahmen der „UK-Begegnungen“ sind derzeit Mitglieder des Rose Youth Theatre aus Kingston upon Thames zu Gast in Oldenburg. Das junge Ensemble im Alter von 18 bis 20 Jahren unter der Leitung von Regisseurin Lucy Morrell führt am Mittwoch, 23. Oktober, in der Exerzierhalle am Pferdemarkt zweimal den packenden Thriller „The Creature: A Retelling of Frankenstein“ auf. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßte die Gäste aus Oldenburgs britischer Partnerkommune Kingston, einem Londoner Stadtbezirk, am Dienstag bei einem Empfang im Rathaus.

Theaterleiterin Lucy Morrell freute sich über den herzlichen Empfang. Zum Schauspielensemble gehören Daisy Tucker, Ellie Clark, Anna Price, Katherine Liley, Billy Brown, Louis Mertens, Frankie Oldham, Francis Redfern und Joshua King Milne sowie Techniker Joshua Mathieson.
 
Federführend beim Austausch mit dem Rose Youth Theatre aus Kingston upon Thames ist das Junge Staatstheater Oldenburg. Am Empfang im Rathaus nahmen Christian Firmbach, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, Matthias Grön, Leiter Junges Staatstheater, sowie die Theaterpädagogen Lea Schreiber und Dario Köster teil. Zum Programm in Oldenburg gehören die Teilnahme an einem gemeinsamen Workshop mit den Jugendclubs des Staatstheaters, der Besuch einer Vorstellung von „The Rocky Horror Show“ sowie eine Stadtführung. Am Donnerstag, 24. Oktober, endet der Oldenburg-Aufenthalt.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankte den Gästen dafür, dass sie die „UK-Begegnungen“ bereichern. Für die beiden Aufführungen wünschte Krogmann dem jungen Ensemble nach bester Theatertradition „Toi, toi, toi“. Er hoffe, dass das Oldenburger Publikum Gefallen an dem spannenden Frankenstein-Stoff findet. Für die am Mittwoch um 20 Uhr beginnende Abendvorstellung von „The Creature: A Retelling of Frankenstein“ gibt es noch Karten. Krogmann betonte, es sei ihm wichtig, dass sich die Beziehungen zwischen dem Rose Theatre und dem Staatstheater wieder verfestigen – die Stadt unterstütze das gerne.
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Musik als gemeinsame Sprache

16.10.2019 18:49 Uhr

Chinesische Chorgruppe zu Gast in Oldenburg – Konzert im Rathaus

Vom 13. bis 15. Oktober ist die jugendliche Chorgruppe der städtischen Schule für Musik, Kunst und Tanz aus Xi’an zu Gast in Oldenburg. Ein Höhepunkt ihrer dreitägigen Reise war für die 18 Schülerinnen und Schüler ein öffentliches Konzert im Großen Sitzungssaal des Rathauses am Montag, 14. Oktober. Gemeinsam mit dem Blockflötenensemble der Musikschule Heilig boten die weitgereisten Gäste im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren ein buntes Programm mit Stücken europäischer und chinesischer Komponisten.

Zur Begrüßung spielte das Blockflötenensemble unter der Leitung von Sieglinde Heilig das Stück „Air“ aus der dritten Orchestersuite von Johann Sebastian Bach. Bürgermeisterin Christine Wolff lobte in ihrer anschließenden Begrüßungsansprache den stimmungsvollen musikalischen Auftakt der Veranstaltung und dankte den chinesischen Gästen für ihren Besuch. Sie freue sich sehr auf die Darbietung des Chores aus Xi’an, so Wolff, und halte den Titel des Konzertnachmittags darüber hinaus für besonders klug gewählt: „‘Sich begegnen – sich austauschen – sich verstehen‘. Das Motto dieser musikalischen Begegnung sollte uns nicht nur an vergnüglichen Konzertnachmittagen begleiten, sondern auch beim Aufeinandertreffen großer Politiker den Ton angeben“, so Wolff. „Das würde in diesen Zeiten vieles einfacher machen.“

Im Anschluss an Wolffs Begrüßung folgten weitere Stücke, unter anderem von Ibert, Monti und Gossec. In der Pause wurden kleine Erfrischungen gereicht, danach betrat die Youth-Palace-Gruppe mit Chorleiter Fuping Mao die Bühne und gab einige chinesische Lieder, darunter „Song of a Wanderer“ von Meng Jiao, zum Besten.

Nach dem Konzert standen für die Chorgruppe aus Xi’an eine Führung durch die Oldenburger Innenstadt und ein Besuch in der Ausstellung „Rote Dächer am Gelben Meer“ in der Landesbibliothek auf dem Programm.
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Begegnungen: Konzert mit BlueScreen und TonArt im Oldenburger Schlosssaal

01.10.2019 19:47 Uhr
Das BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers und das Ensemble TonArt aus Hamburg laden ein zu einer musikalischen Begegnung im Oldenburger Schloss.

Mit dem gemeinsamem Auftritt von TonArt (Hamburg) und BlueScreen, der inklusiven  Impro-Band des Blauschimmel Ateliers Oldenburg, setzt Blauschimmel einen weiteren Baustein des langfristig angelegten Projektes „Begegnungen“ um. Ziel des Projekts ist es Begegnungen musikalischer Art anzustoßen bei denen Fragen von Einschränkungen keine Rolle spielen. Bei verschiedenen Gelegenheiten (wie z.B. der Langen Nacht der Musik in Bremen und Oldenburg) konnte jedermann und jedefrau bereits mit den erfahrenen Improvisateuren von BlueScreen gemeinsam auf dem roten Teppich musizieren. Als Instrumentarium standen dabei auch innovative elektronische Klangerzeuger (von Thomas Bisitz, HörTech gGmbH) zur Verfügung, die Bewegung in Klänge umsetzen.

Mit dem Konzert „Meet the blue“ ermöglicht Blauschimmel eine weitere musikalische Begegnung, diesmal mit dem professionellen Musikensemble „Tonart“ aus Hamburg. Die Begegnung der beiden Ensembles auf der Bühne im Schlosssaal vor einem großen Publikum verspricht ein spannendes und mitreißendes Zusammenspiel.

Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch und Klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest.

Die Ensembles
Das Hamburger Improvisations-Ensemble TonArt feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Schwerpunkte der eigenen Arbeit und der Projekte mit Gästen aus der internationalen Szene sind Spiel- und Kommunikationsformen der freien und gelenkten Improvisation in großen und kleinen Formationen. Die Musiker*innen eint, bei unterschiedlichster stilistischer Herkunft, das Interesse an aktuellen Formen improvisierter Musik.

Das BlueScreen Ensemble ist ein inklusives improvisierendes und experimentelles Laien-Musik-Ensemble, welches seit 20 Jahren existiert. Unter der Leitung von Jochen Fried hat es sich in der Oldenburger Kulturlandschaft einen festen Platz erspielt. Das Ensemble ist inklusiv von Anfang an – und es ist einzigartig in ganz Deutschland. Die Arbeit ist auftrittsorientiert, gesucht wird immer wieder die Zusammenarbeit mit professionellen Musiker*innen oder Ensembles. Dabei experimentiert das Ensemble gerne mit neuen musikalischen Formen auch an den Grenzen zu anderen Künsten. Als Instrumente dienen sowohl konventionelle Instrumente, als auch einfache Alltagsgegenstände oder selbst gebaute Klangerzeuger.

BlueScreen wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2018 erhielt das Ensemble den InTakt Preis der miriam-stiftung für seine beispielgebende musikalische Arbeit.
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Blauschimmel Atelier steigt in die Trickfilm-Produktion ein

26.09.2019 19:47 Uhr
Im Rahmen des Projekts „Der Blaue Planet“ werden Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ein Jahr lang Bilder malen, Geschichten erfinden und diesen mit Hilfe des 3-D-Programms Blender Leben einhauchen.

Alle Menschen, die Lust haben zu Malen und/oder in die Animation und Filmerstellung mit dem Programm Blender einzusteigen sind herzlich eingeladen an dem Projekt mitzuwirken. Es ist kein Vorwissen notwendig. Voraussetzungen sind künstlerisches Interesse, Erfahrung mit dem Umgang mit Computern und Freude daran mit unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten.

Das Projekt startet am 24.Oktober und findet dann immer donnerstags von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr im Malatelier des Blauschimmel Ateliers, Klävemannstr. 16 im 1. Stock statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter: kontakt@blauschimmel-atelier.de erforderlich.

Das Projekt unter der Leitung von Jörg Scheel findet in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität, Masterstudiengang Integrated Media statt. Es wird gefördert durch Soziokultur Niedersachsen, das Kulturbüro der Stadt Oldenburg und die EWE-Stiftung.
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Theaterpremiere am Weltfriedenstag

17.09.2019 20:33 Uhr

„DienstagsDrama“ der Freizeitstätte Bürgerfelde zeigt neues Stück

Den 21. September haben die Vereinten Nationen als Internationalen Tag des Friedens deklariert. Passend zu diesem Datum feiert die Jugendtheatergruppe „DienstagsDrama“ der Freizeitstätte Bürgerfelde am Samstag, 21. September, Premiere mit ihrem neuen Stück „Wie geht Frieden?“ Aufgeführt wird das Stück im Rahmen der vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg organisierten Veranstaltungswoche „Mayors for Peace“. Beginn ist um 19 Uhr in der Freizeitstätte Bürgerfelde. Eine weitere Aufführung folgt dort am Sonntag, 22. September, ebenfalls um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt jeweils 5 Euro.

An dem unter der Regie von Thomas Vossenberg und mit Unterstützung von Theaterpädagogin Lore Schilberg erarbeiteten Stück wirken 15 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 27 Jahren auf und hinter der Bühne mit. Das Ensemble geht dabei Fragen nach wie „Was ist Frieden? Was macht Frieden? Welchen Frieden wollen wir erreichen? Und welche Verantwortung trägt jeder, damit Gesellschaften friedlich und Menschen friedliebend sein könnten?“

Das Theaterprojekt wird durch das Programm „Werkstatt Vielfalt“ der Robert Bosch Stiftung gefördert.
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Mit Licht malen – Ein besonderer Kalender des Präventionsrat Oldenburg

12.09.2019 10:56 Uhr

Lightpainting live am 20. September

In diesem Fall ist es kein Schatten, sondern Licht, das dem großen Ereignis vorangeht: Im kommenden Jahr feiert der Präventionsrat Oldenburg (PRO) seinen 20. Geburtstag und gibt dazu schon jetzt einen Kalender heraus, der Präventions-Projekte in ein besonderes Licht rückt.

Aus den vielen Projekten und Aktionen, die der PRO durchführt oder unterstützt, sind zwölf repräsentative Beispiele ausgewählt worden. „Lightpainting“ (Lichtmalen) heißt die Technik, mit der Fotograf Carsten Lienemann die Bilder des Kalenders erstellt hat. Genau genommen handelt es sich dabei um mehrere Lightpainting-Varianten, die alle eins gemeinsam haben: Die abgebildeten Objekte stehen im Dunkeln und werden während einer Langzeitaufnahme mit Taschenlampen beleuchtet. Mit Hilfe von Lichtformern werden dabei verschiedene Bereiche von Personen oder Gegenständen betont. Durch Folien kommt zusätzlich noch Farbe ins Spiel. Auf diese Weise werden nicht nur die Sujets, sondern auch die Präventionsprojekte ins rechte Licht gesetzt. 

Die Bilder und damit die Präventionsprojekte sind auf den Kalenderrückseiten zudem mit Geschichten und Erklärungen versehen. Zusätzlich weisen Hyperlinks den Weg zu aktuellen Hinweisen und vertiefenden Informationen. 

Der offizielle Startschuss für den Verkauf fällt auf einer „Release-Party“ am Freitag, dem 20. September. Ab 19:30 Uhr kann der Kalender im Speisesaal der Baumhaus Werkstatt gGmbH erworben werden. Den musikalischen Beitrag dieses Abends liefert „Kolibrina“ Nino Zautashvili. Wer möchte, kann sich bei diesem Anlass grundlegende Techniken des Lightpaintings zeigen lassen und auch selbst Modell stehen.

Nach dem 20. September ist der Kalender in ausgewählten Buchhandlungen in der Oldenburger Innenstadt sowie in der Geschäftsstelle des Präventionsrates  zu bekommen.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter https://praeventionsrat-oldenburg.de/kalender2020
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Nacht der Museen: Geändertes Programm im Stadtmuseum

11.09.2019 17:36 Uhr
Das Stadtmuseum Oldenburg lädt zur Nacht der Museen am Samstag, 14. September, zum Besuch der aktuellen Ausstellung „Crossover“ mit farbgewaltigen Arbeiten von Edeltraut Rath und Johannes Oberthür ein. Der geplante Workshop mit Künstlerin Edeltraut Rath muss leider entfallen. Dafür werden zwei Führungen durch die Ausstellung mit Kunstvermittlerin Geraldine Dudek angeboten, die um 19 und 20 Uhr stattfinden. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.nachtdermuseen-oldenburg.de zu finden.
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Musikschule in der Baumgartenstraße: Wie komme ich hin?

08.09.2019 11:12 Uhr

Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten rund um den neuen Standort

Es ist vollbracht: Seit dem 26. August befindet sich die Musikschule Oldenburg in der Baumgartenstraße 12 – mitten in der Fußgängerzone. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte fragen sich jetzt: Wo genau ist die Baumgartenstraße? Wie komme ich am besten dorthin? Und gibt es auch ausreichende Parkmöglichkeiten?

Das neue Musikschulgebäude liegt mitten in der Innenstadt in der Fußgängerzone. Die Adresse lautet Baumgartenstraße 12, 26122 Oldenburg. Die Baumgartenstraße ist die erste Querstraße hinter dem Rathausmarkt, die die Lange Straße und die Achternstraße miteinander verbindet. Vom Rathausmarkt gelangt man auch über die kleine Pistolenstraße direkt in die Zielstraße.

Am einfachsten ist die Anreise mit dem Fahrrad und zu Fuß. Denn es gibt zahlreiche Fahrradabstellmöglichkeiten direkt vor Ort, die von der Stadt künftig noch erweitert werden. Die Busse halten an zahlreichen Haltestellen in der Nähe wie beispielsweise „Staustraße“, „Schlossplatz“ oder „Pulverturm“, von denen es nur noch wenige hundert Meter bis zur Musikschule sind. Es sind nahezu alle Linien nutzbar. Wer einen Besuch mit dem Auto plant, kann sämtliche Innenstadtparkhäuser und Parkplätze ansteuern, um zur Musikschule zu gelangen. Es gibt viel Parkraum in direkter Nähe.

Alle, die das neue Zuhause der Musikschule nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können, finden auf der Website der Musikschule ganz genaue Angaben: Hier steht, welche Buslinien der VWG in diese Richtung fahren und welche Haltestellen sich in direkter Nähe zum neuen Musikschulgebäude befinden.

Sie haben die neue Musikschule noch nicht gesehen? Dann kommen Sie am Tag der offenen Tür am Samstag, 21. September vorbei: Von 12 bis 18 Uhr wird ein buntes Programm zum Gucken und Mitmachen angeboten.

Mehr über die Musikschule, den Umzug und die Anreise- sowie Parkmöglichkeiten lesen Sie auf www.oldenburg.de/musikschule
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Medienkunst-Haus erhält mehr Geld für Stipendien und Ausstellungen

03.09.2019 17:34 Uhr

Stiftung Niedersachsen erhöht Förderung für das Edith-Russ-Haus

Die Stiftung Niedersachsen erhöht die Förderung des Stipendienprogramms am Edith-Russ-Haus für Medienkunst um 15.000 Euro. Das heißt: Die künftigen Stipendiaten können sich über mehr Mittel für ihre Projekte freuen und die Besucherinnen und Besucher über optimale Ausstellungsbedingungen. Die Entscheidung der Stiftung Niedersachen ist zugleich eine Wertschätzung der Arbeit des Leitungsteams, Edit Molnár und Marcel Schwierin, die in den kommenden drei Jahren nun mit jeweils 49.000 Euro für das jährliche Stipendienprogramm rechnen können. „Für uns hat dieses Stipendienprogramm eine besondere Bedeutung. Wir sind damit in der Lage, aufregende neue künstlerische Werke in Auftrag zu geben, die dann oft im Zentrum unserer Ausstellungen stehen“, so Molnár und Schwierin.

„Die Stiftung Niedersachsen ist dem Edith-Russ-Haus eng verbunden. Dies sind die einzigen Stipendien, die die Stiftung fördert und wir sind glücklich darüber, dass wir mit diesem Engagement das Haus seit vielen Jahren stärken können“, erläutert Lavinia Francke, Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, die Entscheidung für die Fördererhöhung. Die Förderung der Stiftung Niedersachsen besteht kontinuierlich seit 2001. Das Stipendienprogramm ist in dieser Zeit zu einem Aushängeschild des Edith-Russ-Hauses geworden. Viele der in Oldenburg entstandenen Arbeiten wurden nach ihrer Realisierung in internationalen Ausstellungen präsentiert und mit Preisen ausgezeichnet.
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Argentinisches Duo auf musikalischer Weltreise in Oldenburg

03.09.2019 08:49 Uhr

La Flor gibt vier Konzerte in Oldenburg

Im Frühjahr haben sich Nina Rizzo und Damian Villalba in Argentinien auf den Weg gemacht. Sie bereisten zunächst ihren Heimat-Kontinent Südamerika, dann Spanien, jetzt sind sie in Deutschland. Ihr Vorhaben: eine einjährige Weltreise – finanziert durch ihre Musik.

Zusammen treten Nina Rizzo und Damian Villalba, beide Anfang 30, als „La Flor“ auf. Nina Rizzo singt, Damian Villalba spielt Gitarre. Ihr Stilmix: argentinischer Tango, brasilianischer Bossanova, Jazz, Folklore. Bei ihren Konzerten sind eigene Kompositionen und Klassiker zu hören.

In Oldenburg spielen sie an vier Tagen hintereinander: am 12. September (20:30 Uhr) in der Gaststätte Flänzburch (Friedensplatz 2), am 13. September (19.30 Uhr) im Salon 7 (Baumgartenstraße 7), am 14. September (20 Uhr) im Café 22 (Schulstraße 22) sowie am Sonntag, 15. September (16 Uhr), in der Musikschule „Home“ (House of music education) an der Bahnhofstraße 20.

Bei den ersten drei Konzerten geht der Hut herum, für den Auftritt am Sonntagnachmittag im Konzertsaal der Musikschule „Home“ zahlen Besucher 12 Euro Eintritt (ermäßigt 6 Euro).

Bei einigen Stücken unterstützt werden „La Flor“ bei diesen vier Konzerten vom Oldenburger Violinisten und Musiklehrer Arne Farin, der mit dem Duo bereits kürzlich in Barcelona zusammenspielte.

Zurzeit (Ende August) befinden sich Nina Rizzo und Damian Villalba in Stuttgart, danach werden beide im Ruhrgebiet eine Auftritte absolvieren. Nach den Oldenburger Konzerten sind sie in Bremen und Hamburg zu hören.

„Nina und Damian sind hervorragende Musiker. Ich war von Anfang an begeistert von ihnen und bin überzeugt, dass wir vier außergewöhnlich gute Konzerte in Oldenburg erleben werden“, sagt Arne Farin.

Termine:
12.9.2019, 20:30 Uhr, Flänzburch, Friedensplatz 2, zusammen mit „Panacea Jazz“ aus Oldenburg
13.9., 19.30 Uhr, Salon 7, Baumgartenstraße 7
14.9., 20 Uhr, Café 22, Schulstraße 22
15.9., 16 Uhr, Musikschule „Home“ (House of music education), Bahnhofstraße 20.
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Berliner Künstlerin führt zur Eröffnung durch die Ausstellung

28.08.2019 10:04 Uhr

„Jorinde Voigt – Universal Turn“ ab 31. August im Horst-Janssen-Museum

Das Horst-Janssen-Museum lädt am Samstag, 31. August, 18 Uhr, zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Jorinde Voigt – Universal Turn“ ein. Nach Grußworten von Marion Rövekamp (EWE Stiftung) und Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos nimmt die international bekannte Künstlerin die Gäste mit auf einen Rundgang durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei.

Jorinde Voigt, 1977 geboren in Frankfurt am Main, arbeitet mit so vielseitigen Materialien wie Bleistift, Ölkreide, Blattgold oder Kupfer. Sie erschafft riesige, meist mehrteilige Arbeiten, in denen Schrift, lineare Strukturen und malerische dreidimensional wirkende Formen ein hochästhetisches Zusammenspiel ergeben. Die Ausstellung läuft bis zum 3. November.
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Musikschule jetzt offiziell in der Baumgartenstraße 12

28.08.2019 09:50 Uhr

Musikalischer Einzug mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann

Es ist vollbracht: Am 26. August hat die Musikschule den Betrieb am neuen Standort in der Baumgartenstraße 12 aufgenommen. Ab 9 Uhr hallten musikalische Töne durch die Innenstadt: Die verschiedenen Saxophone des Ensembles „Brasserie“ empfingen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann im Eingangsbereich der neuen Musikschule, der damit die neuen Räume offiziell eröffnete.

Der Oberbürgermeister freut sich darüber, dass es endlich losgehen kann am neuen Standort: „Wir bringen die Musik mitten in die City. Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte werden deutlich bessere Bedingungen für den Unterricht haben. Durch die zentrale Lage im Herzen der Stadt wird die Musikschule ein sichtbarer Ort für kulturelle Teilhabe sein. Darauf freue ich mich!“

Der Musikschule stehen nun auf fünf Etagen 1.500 Quadratmeter zur Verfügung (vorher 450 Quadratmeter reine Schulfläche), die auf 30 unterschiedlich große Unterrichtsräume (vorher 14) aufgeteilt sind. Der neue Standort ist zudem barrierefrei zugänglich und mit einem Aufzug ausgestattet. Es gibt kindgerechte Toiletten und Umkleiden und einen schönen Wartebereich.

Musikschulleiter Holger Denckmann und sein Team haben wochenlang geplant, organisiert, gepackt und auf diesen großen Tag hingefiebert: „Wir haben alle an einem Strang gezogen und mit angepackt. Dafür möchte ich allen herzlich danken! Jetzt freuen wir uns, dass es endlich losgeht und wir uns wieder dem Wesentlichen widmen können: der Musik.“

Damit endet die umfangreiche Umzugswoche der Musikschule von der Leo-Trepp-Straße in die Baumgartenstraße mit einem großen Tusch – und alles lief nach Plan. Büromöbel, Instrumente und Kisten wurden an ihren neuen Einsatzort gebracht, fünf große Flügel mit einem Kran auf spektakuläre Weise sicher ins Gebäude manövriert, Technik installiert, Räume eingerichtet und die Akustik in den Unterrichtsräumen eingestellt. Über den Fortschritt berichtete ein Baustellentagebuch auf der Website der Musikschule, das immer noch einsehbar ist.

Die Öffnungszeiten der Musikschule sind Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr. Wer sich die neue Musikschule in Ruhe ansehen möchte, kommt am besten am Tag der offenen Tür vorbei: Am Samstag, 21. September, von 12 bis 18 Uhr zeigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einige Schülerinnen und Schüler allen Interessierten ihre neuen Räumlichkeiten.
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Nacht der Museen Oldenburg 2019: Startschuss für den Vorverkauf

16.08.2019 20:39 Uhr
In ganz genau drei Wochen ist es endlich wieder soweit: Die Museen in Oldenburg öffnen am Samstag, den 14. September, für eine Nacht ihre Türen. Der Startschuss für den Vorverkauf fällt bereits am Samstag, den 24. August. An den Museumskassen der teilnehmenden Häuser (außer im Computer-Museum) sowie in der Tourist-Information Oldenburg sind die Eintrittsbändchen für 5 Euro erhältlich. Ein Partnerticket kostet 8 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren ist der Eintritt in der Museumsnacht frei.

Auch in diesem Jahr wollen die Museen in Oldenburg die Besuchenden mit einem exklusiven und abwechslungsreichen Programm in ihre Häuser locken. Die Gäste können von 18 bis 24 Uhr unter anderem selbst zum Gestalter werden, Geschichte hautnah erleben und ausprobieren oder das Tanzbein schwingen. Einen umfassenden Überblick über das Angebot bietet die Internetseite www.nachtdermuseen-oldenburg.de. 


An der Nacht der Museen Oldenburg nehmen teil:
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Horst-Janssen-Museum
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Stadtmuseum Oldenburg
Oldenburger Kunstverein
Edith-Russ-Haus für Medienkunst
Oldenburger Computer-Museum (hier kein Karten-VVK)
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Montags_Kunst: „Crossover“-Ausstellung lädt zum Kreativwerden ein

16.08.2019 20:37 Uhr

Anmeldung bis zum 21. August

Zur neuen Ausstellung „Crossover: Edeltraut Rath trifft Johannes Oberthür“, die am 25. August im Stadtmuseum beginnt, gibt es wieder die Montags_Kunst für Erwachsene: Jeweils montags, am 26. August, 9. und 23. September, von 18 bis 20 Uhr haben die Teilnehmenden die Chance, die Ausstellung kennenzulernen und künstlerisch zu dieser zu arbeiten.

In der Ausstellungsreihe „Crossover“ präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg dieses Jahr Malerei und Grafik von Edeltraut Rath und Johannes Oberthür. Sie befassen sich beide mit Farbe, Raum und Rhythmus.

Die Teilnahme kostet 35 Euro inklusive Material. Anmeldungen sind bis zum 21. August möglich, telefonisch unter 0441 235-3403 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Poetry Slammer schmücken sich mit „Fremden Federn“

09.08.2019 17:40 Uhr

Themen-Poetry Slam im Wilhelm13

Das Literaturbüro Oldenburg veranstaltet am Freitag, 16. August, den Themen-Poetry Slam „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, Karten vorzubestellen. Diese können beim Literaturbüro per E-Mail an literaturbuero@stadt-oldenburg.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 reserviert werden.

„Fremde Federn“ vereint fünf Bühnen-Poeten zu einem Ensemble und nimmt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht aufs Korn. Dabei schmücken sich Sebastian Hahn, Insa Kohler, Adriane Meinhardt, Tanja Schwarz und Gerrit Wilanek im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich zwar dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause präsentieren sie im zweiten Teil des Abends aber so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zum Motto „Ausgestorbene Arten“ geschrieben.

Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Federkopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken. Das Publikum hilft zu guter Letzt bei der Aufklärung der wahren Urheberschaft, denn das Copyright wird selbstverständlich respektiert: Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Besuchern bestehende Jury an der richtigen Zuordnung von Text und Autor.

Jeder Juror erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von „Fremde Federn“ im November. Die Veranstaltungsreihe wird von Mario Filsinger moderiert und von der Stiftung Niedersachsen gefördert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Elfi Hoppe liest aus „Niemand hat die Absicht“

31.07.2019 18:05 Uhr

Am 13. August 2019 um 19.30 Uhr in der Landesbibliothek Oldenburg

Auf ein ganz besonderes Ereignis können sich die Literatur- und Kunstinteressierten in Oldenburg freuen: Am Dienstag, dem 13. August 2019, wird die Kammerschauspielerin Elfi Hoppe um 19:30 Uhr in der Landesbibliothek Oldenburg aus dem Roman von Jos F. Mehrings „Niemand hat die Absicht“ lesen. Nach einer privaten Vorpremiere und zwei ausverkauften Lesungen im Cine K der Kulturetage und im Kulturbahnhof in Cloppenburg, jeweils mit dem Schauspieler Jo Schmitt als Vorleser, folgt jetzt eine weitere Lesung. In dieser Lesung werden die mehr weiblich geprägten Passagen des Romans gelesen, wobei es teilweise so anmutet, als seien diese für Frau Hoppe geschrieben worden.

Der Termin ist bewusst gewählt, denn am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer, obwohl der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht zwei Monate zuvor erklärt hatte, dass niemand die Absicht habe eine Mauer zu errichten. Der Roman spielt ebenfalls in eben diesem Jahr: Und bereits zwei Monate vor Walter Ulbricht erklärt Bürgermeister Heinrich Kollmann der fiktiven sauerländischen Gemeinde Malve gegenüber den wütenden Gemeindeeinwohnern, dass niemand die Absicht habe, eine Talsperre zu errichten. Der dann doch bevorstehende Talsperrenbau und ein weiteres einschneidendes Ereignis im Zusammenhang mit der jungen Frau führen dazu, dass das Leben des Bürgermeisters Kollmann innerhalb weniger Tage ins Wanken gerät und dieser sich aus seinen gewohnten Strukturen löst, sich selbst verleugnet und in einen Kotten zieht, umsorgt von Epi, dem Kalfaktor des örtlichen Krankenhauses.

Andere Teile des Romans spielen in Münster, wo Marie, die 21-jährige Tochter des Bürgermeisters und sein letzter familiärer Halt, Jura studiert. In diesem Zusammenhang baut der Autor geschickt eine historische Anekdote zur Raupenbahn ein. Denn im Jahre 1960 gab das Landesjugendamt die Anweisung, dass das Dach der „Amorbahn“ während der Fahrt allenfalls 15 Sekunden geschlossen werden dürfe. Mehrings arbeitet auch mit Ausblicken in die Zukunft bis hin zum Dürresommer des Jahres 2018, in dem aufgrund des niedrigen Wasserstandes der Talsperre die Ruinen des gefluteten Dorfes zu sehen waren.

Nach einer Pressestimme ist der Roman eine Geschichte mit herrlich tragikomischen Zu?gen, voller Sprachwitz und Melancholie. Eine Mischung, die offenbar bestens ankommt, denn der Roman ist bereits kurz nach Erscheinen in die zweite Auflage gegangen.

Autor und Verlag freuen sich sehr, für die bevorstehende Lesung mit Elfi Hoppe eine einfühlsame Vorleserin und außergewöhnliche Schauspielerin gewonnen zu haben, denn Frau Hoppe hat seit 1976 wie keine andere die Oldenburger Theatergeschichte geprägt – bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 2007 in weit über 140 Rollen. Begonnen hat sie als „Katharina Blum“, unvergessen bleibt die Verkörperung der Antonia in der turbulenten Farce „Offene Zweierbeziehung“ von Dario Fo. Vom Staatstheater verabschiedete sich Frau Hoppe 2007 als Maude in „Harold and Maude“, einer Rolle, in der sie ihr gesamtes künstlerisches Können zeigte. Inzwischen arbeitet sie frei, hat zwei kleine Bücher veröffentlicht und mit großer Freude viele Lesungen gehalten.  Von 2016-19 spielte sie im theater hof/19 die Uraufführung von „General Mutter“. In der kommenden Spielzeit kehrt Frau Hoppe als Robyn in „De Room-Maaten“ (The Roomate) an das Staatstheater zurück.

Der Autor Jos F. Mehrings war nach seinem Jurastudium in Münster zunächst Assistent an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, danach Richter in Oldenburg und anschließend Professor für Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Münster. Der große EWE-Baskets-Fan und begeisterte Fahrradfahrer hat nach zahlreichen Fachveröffentlichungen, u.a. einem Lehrbuch zum Wirtschaftsprivatrecht, mit „Niemand hat die Absicht“ nunmehr seinen ersten Roman vorgelegt.

Bemerkenswert ist dabei, dass weite Teile des Romans auf seinen wöchentlichen Zugfahrten zwischen seinem Wohnort Oldenburg und seinem Arbeitsort Münster entstanden sind. Mehrings bezeichnet sich deshalb selbst scherzhaft als „Reiseschriftsteller“. Zur Entstehungsgeschichte des Romans sagt er: „Ich hatte keinerlei Druck, insbesondere keine Schreibblockaden, sondern habe einfach geschrieben, weil es mir Spaß machte. Ich habe mich dabei immer wieder gewundert, was so alles passierte. Manchmal war ich fast ein wenig traurig, wenn die Bahnfahrt zu Ende war. Ursprünglich sollte der Titel des Romans wegen seiner Entstehungsgeschichte im Zug  ‘Zwischen Sandkrug und Ostbevern‘ lauten.“ Nach knapp zwei Jahren war das Manuskript abgeschlossen.

Verleger Alfred Büngen vom Geest-Verlag, im dem der Roman im Dezember 2018 erschienen ist (Preis 14,80 €), bewertet den Roman „als das Verrückteste, was ich in den letzten zehn Jahren gelesen habe. Nach den ersten zwei Seiten denkt man, man kennt die Geschichte, aber dann kommt alles völlig anders! Ich habe das Gefühl, dass sich die vom Autor geschaffenen Figuren zum Schluss verselbstständigt haben!“

Der bisherige Verkauf des Buches ist so gut gelaufen, dass nach Auskunft des Verlags zurzeit bereits die 3. Auflage gedruckt wird.

Auch die Oldenburger Traditionsbuchhandlung Bültmann & Gerriets freut sich sehr, Teil dieser ganz besonderen Veranstaltung zu sein.

Musikalisch begleitet wird der Abend wie bei den Lesungen zuvor durch den Musiker & Gitarren-Lehrer Jürgen Fastje, der das Publikum mit Liedern aus den sechziger und siebziger Jahren unterhalten wird. Fastje widmet sich seit den frühen 90ern ganz der Musik und ist viele Jahre mit seiner Band, den „ROMEOS“, durch Deutschland getourt! Heute betreibt er erfolgreich eine private Gitarrenschule in Oldenburg und arbeitet in verschiedenen Kindergärten und Krippen als Musiklehrer. Außerdem tritt er mit diversen Bands auf, unter anderen mit der Band „Heart of Gold“.

Tickets zum Preis von 12 € gibt es im Vorverkauf, der ausgesprochen gut angelaufen ist, in der Buchhandlung Bültmann & Gerriets, Lange Straße 57,26122 Oldenburg. Bestellungen sind auch tel. oder per Mail möglich: Tel. 0441–924 940, info@buelmann-gerriets.de.
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Kulturscheune: neue Oldenburger Kulturveranstaltung öffnet zum ersten Mal ihre Pforten

31.07.2019 17:56 Uhr
Vom 22. bis 25. August öffnet die Kulturscheune zum ersten Mal ihre Pforten: Auf dem Hof Dinklage, nur wenige Kilometer außerhalb der Oldenburger Innenstadt, wird an vier Abenden die Scheune zum Kino, Konzert- und Ausstellungsort und der Hofgarten wird zum Picknickgarten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen besonderen Ort bespielen dürfen“, freut sich Katrin Windheuser. Sie ist eine der fünf Organisator*innen der Kulturscheune. „Die Scheune eignet sich perfekt, um dort Kino und Konzerte stattfinden zu lassen.“ Wo vor einigen Jahren noch Heu und Stroh für den Milchviehbetrieb gelagert wurden, finden nun bis zu 180 Personen Platz um in gemütlicher Atmosphäre und unabhängig vom Wetter Filme und Konzerte zu erleben. Für die Ausstellungen gibt es im hinteren Teil eigene, kleine Räume, die früher als Pferdeboxen genutzt wurden.

An vier Abenden im August soll die Scheune nun als Kulturort erstrahlen. „Wir haben jeden Abend eine Band zu Gast und zeigen jeden Abend einen Film“, erklärt Windheuser das Konzept der Veranstaltung. „Außerdem werden wir verschiedene Ausstellungen einladen, die jeden Abend zu sehen sind.“ Und was ist ein Picknickgarten? „Die Besucher*innen können ihr eigenes Picknick mitbringen, Getränke und Kleinigkeiten gibt es vor Ort.“
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An die Pinsel, fertig, los!

31.07.2019 09:20 Uhr

Offener Maltreff im inForum

Der offene Maltreff in der Kultur- und Bildungseinrichtung inForum bietet Raum für Kreativität und nette Gespräche. Mit verschiedenen Techniken, wie Aquarell und Acryl, mit Kohle oder Pastellkreiden können die Teilnehmenden experimentieren und neue Kunstwerke entstehen lassen. Bei Bedarf werden Anregungen und Hilfestellungen von der künstlerisch erfahrenen Kursleiterin gegeben. Für die Teilnahme sind keine Vorerfahrungen nötig.

Der offene Maltreff findet jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr in Raum 4 des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, statt. Für diesen Kurs bedarf es keiner Anmeldung. Malutensilien müssen mitgebracht werden.
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Musikalische Baustelle: Saitenwechsel des Gitarren-Trios

27.07.2019 21:35 Uhr

Musikschülerinnen und Musikschüler proben am neuen Standort

Ein Gitarren-Trio der Musikschule Oldenburg vollzog Anfang Juni einen besonderen Saitenwechsel: Es war Teil der musikalischen Baustelle und probte in den noch im Umbau befindlichen, leeren Räumen am neuen Musikschulstandort in der Baumgartenstraße 12. Zum Gitarren-Trio gehören Fynn Geisler, Inka Janßenharms und Aiko Tanoto. Proben- und Drehort war der künftige Klavierraum, der über eine sehr charakteristische Form und Decke verfügt. Von der Arztpraxis, die sich ehemals im vierten Stock befunden hat, ist nichts mehr zu erkennen. Den Videodreh zur musikalischen Baustelle übernahm erneut Film-Produzent Tim Detmers.

Es dauert noch ziemlich genau einen Monat, bis die Musikschule ihr neues Domizil in der Baumgartenstraße 12 offiziell beziehen kann. Hier haben die Musikschülerinnen und Musikschüler sowie das Team der Musikschule künftig auf fünf Etagen genügend Platz zum gemeinsamen Musizieren und Arbeiten. Der Umzug ist in der Woche vom 19. bis 23. August 2019 geplant, der mit einem Baustellentagebuch online begleitet werden soll. Der offizielle Betrieb wird am 26. August aufgenommen, wenn Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und ein mobiles Ensemble der Musikschule den neuen Standort einweihen. Am Samstag, 21. September, findet eine Eröffnungsfeier mit einem Tag der offenen Tür statt, an dem sich Interessierte die neuen Räumlichkeiten in Ruhe ansehen können.

Das Video zu den „Gitarren auf der Baustelle“ ist ab sofort online unter www.oldenburg.de/musikschule zu sehen und zu hören.
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Neuer Standort der Musikschule: Zahlen, Daten und Fakten

20.07.2019 23:40 Uhr

Umzug der Musikschule in Fußgängerzone bringt viele Vorteile

Am Montag, 26. August, nimmt die Musikschule offiziell den Betrieb in der Baumgartenstraße auf, wenn Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und ein mobiles Ensemble der Musikschule den neuen Standort einweihen. Der Umzug ist in der Woche vom 19. bis 23. August geplant. Damit zieht die Musikschule von der Leo-Trepp-Straße in die Fußgängerzone. Doch welche Vorteile bringt der Umzug mit sich? Was verbessert sich für die Musikschülerinnen und Musikschüler? Und was bedeutet der Abschied von der Leo-Trepp-Straße für das Team der Musikschule? Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten:

1. Wie groß ist das neue Gebäude und wie viele Räume gibt es?
1.500 Quadratmeter (vorher 450 reine Schulfläche), aufgeteilt in 30 Unterrichtsräume (vorher 14) über fünf Etagen, umfasst das neue Musikschulgebäude. Diese sind unterschiedlich groß, von kleineren Räumen für Einzel- und Partnerunterricht bis hin zu großen Ensembleprobenräumen hat das neue Gebäude alles zu bieten, was die Musikschule für ein modernes musikpädagogisches Konzept braucht.

2. Gibt es im Musikschulgebäude einen Aufzug?
Ja. Das Gebäude verfügt über einen Personenaufzug, der vom Haupttreppenhaus zugänglich ist. Damit ist die Musikschule am neuen Standort barrierefrei zugänglich, zudem können Musikinstrumente so praktisch in die oberen Etagen transportiert werden. Und auch im Eingangsbereich sorgt eine Rampe für einen barrierefreien Zugang für Rollstühle, Geh- und Kinderwagen.

3. Welche Vorteile gibt es für die jüngsten Schülerinnen und Schüler?
Eine Menge. Die Unterrichtssituation für die Musikzwerge und die musikalische Früherziehung wird sich gravierend verbessern. Denn der Unterricht der Elementarfächer wird in der ersten Etage stattfinden – und diese wird genau auf die Bedürfnisse der Jüngsten angepasst: mit kindgerechten Toiletten und Umkleiden sowie großen Räumen mit ausreichend Platz für Bewegung und Musizieren und einem schönen Wartebereich.

4. Wie steht es um die Lage, die Erreichbarkeit und die Parksituation?
Gut. Denn die Musikschule zieht von der Randlage der Innenstadt am Kulturzentrum PFL in ein neues Gebäude mitten in der Innenstadt. So gibt es besonders für die Wartenden viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Außerdem gibt es viele umliegende Haltestellen, so dass nahezu alle Buslinien genutzt werden können. Wer mit dem Fahrrad kommt, kann den neuen Standort ebenfalls gut erreichen und findet zahlreiche Abstellmöglichkeiten, zu denen noch weitere direkt am Gebäude hinzukommen. Zudem gibt es mit den Innenstadtparkhäusern und Parkplätzen viel Parkraum in direkter Nähe, um mit dem Auto anzureisen.

5. Was ändert sich für das Kollegium?
Künftig sind mehr Interaktionen zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule möglich, da sie nun gemeinsam in einem voll ausgestatteten Gebäude arbeiten. In dem Lehrerzimmer befindet sich künftig eine jederzeit zugängliche Bibliothek und ein PC-Arbeitsplatz. Sämtliche Kursräume für den Elementarbereich, Instrumentalunterricht und die Ensemblearbeit sind besser ausgestattet – und dadurch Zusatzprojekte und neue Konzepte ebenfalls besser realisierbar.

6. Ist die Musikschule immer für alle geöffnet?
Ja. Jede und jeder kann die Musikschule zu den normalen Öffnungszeiten des Sekretariats, Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr, besuchen. Wenn jedoch Unterricht stattfindet, wollen die Musizierenden unter sich sein. Deshalb eignet sich für eine komplette Besichtigung des neuen Musikschulstandortes der Tag der offenen Tür, der am Samstag, 21. September, stattfindet, und an dem sich Interessierte die neuen Räumlichkeiten in Ruhe ansehen können.

Mehr über die Musikschule und den anstehenden Umzug lesen Sie auf www.oldenburg.de/musikschule." target="_blank">www.oldenburg.de/musikschule.
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Umzug der Musikschule: Erste Geige auf der Baustelle

13.07.2019 18:09 Uhr

Streichquartett sorgt für sinnliche Klänge am neuen Standort

Ein Streichquartett spielt die erste Geige auf der Baustelle: Am 5. Juni sorgten vier junge Schülerinnen der Musikschule am neuen Standort in der Baumgartenstraße 12 für ganz besondere Klänge. Für einen kurzen Moment verstummten laute Werkzeuge wie Hammer und Bohrer und nur noch leise Töne waren zu hören. Ida Pfaff und Luisa Renz (beide Violine), Johanna Terwey (Viola) und Talea Hempel (Cello) sind in dem Film zu sehen, wie sie in dem zukünftigen Schulleitungsbüro in der fünften Etage des Gebäudes spielen. Ihre Erkenntnis: Überall findet sich Platz zum Musizieren! Das Quartett probt seit über zwei Jahren unter der Leitung von Cornelia Renz. Zum Zeitpunkt des Video-Drehs wurden gerade die Heizkörper frisch lackiert – und es war von allen Beteiligten viel Improvisationstalent gefragt. Herausgekommen ist ein schönes Video, das erneut von Film-Produzent Tim Detmers gedreht und geschnitten wurde.

Die neue Musikschule wächst weiter von Tag zu Tag, ebenso wie die Vorfreude bei Schülerinnen und Schülern und dem Team der Musikschule. Der Umzug ist in der Woche vom 19. bis 23. August 2019 geplant, der mit einem Baustellentagebuch online begleitet werden soll. Der offizielle Betrieb wird am 26. August aufgenommen, wenn Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und ein mobiles Ensemble der Musikschule den neuen Standort einweihen. Am Samstag, 21. September, folgt dann eine Eröffnungsfeier mit einem Tag der offenen Tür, an dem sich Interessierte die neuen Räumlichkeiten in Ruhe ansehen können.

Das Video zu den „Geigen auf der Baustelle“ ist ab sofort online unter www.oldenburg.de/musikschule zu sehen und zu hören.
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Umzug der Musikschule: Baustellensong der Blindfische

03.07.2019 19:25 Uhr

Videodreh mit den Kindern der Rappelkiste und dem Kinderchor

Blindfische rocken die Baustelle der neuen Musikschule: Gemeinsam mit den Kindern der Rappelkiste und dem Kinderchor drehte die beliebte Band Mitte Juni ein Video am künftigen Standort der Musikschule in der Baumgartenstraße 12. Auf der Baustelle wurde viel gehämmert, gesägt und gesungen. Und treffender hätte der Song für das Video nicht ausgewählt werden können: „Ich bin der Bauarbeiter“ war bereits am frühen Nachmittag über die ganze Baustelle zu hören und sorgte für gute Stimmung bei den „echten“ Handwerkern. An der Stelle gilt ein Dank dem Vermieter NORD/FM Oldenburg sowie dem Film-Produzenten Tim Detmers.

Die neue Musikschule wächst von Tag zu Tag, ebenso wie die Vorfreude bei Schülerinnen und Schülern und dem Team der Musikschule. Der Umzug ist in der Woche vom 19. bis 23. August 2019 geplant, der mit einem Baustellentagebuch online begleitet werden soll. Der offizielle Betrieb wird am 26. August aufgenommen, wenn Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und ein mobiles Ensemble der Musikschule den neuen Standort einweihen. Am Samstag, 21. September, ist eine Eröffnungsfeier mit einem Tag der offenen Tür geplant, an dem sich Interessierte die neuen Räumlichkeiten in Ruhe ansehen können.

Das Video zum Song „Ich bin der Bauarbeiter“ ist ab sofort online unter www.oldenburg.de/musikschule zu sehen und zu hören.

Die Geschäftsstelle der Musikschule bleibt im Sommer für einige Wochen geschlossen. Die Schließzeit beginnt am 10. Juli und dauert bis zum 7. August.
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Literarischer Abend zwischen Balkonien und Burkina Faso

16.06.2019 20:13 Uhr

Neue Ausgabe der Lesebühne Metrophobia im Wilhelm13

Die Oldenburger Slam-Poeten Annika Blanke und Christian Bruns präsentieren am Mittwoch, 26. Juni, in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Oldenburg eine neue Ausgabe der Lesebühne Metrophobia. Das Motto für die Wort- und Musikbeiträge lautet an diesem Abend: „Wir packen unsere Koffer“. Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es für 5 Euro im Vorverkauf unter der E-Mail-Adresse ac@metrophobia.de sowie an der Abendkasse für 6 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, den Vorverkauf zu nutzen.

Annika Blanke und Christian Bruns brauchen Urlaub. Dringend! Und netterweise nehmen die beiden Gastgeber der Lesebühne Metrophobia das Publikum gleich mit: Gemeinsam mit ihren Gästen aus Literatur und Musik präsentieren sie einen Abend zwischen Balkonien und Burkina Faso, zwischen Ferienbungalows und Fitnessprogramm am Pool. Dabei berichten sie von lustigen Erlebnissen mit dem Zoll, erzählen von Momenten, in den der Hotelbäcker das Mehl wohl mit Zement verwechselt hat und beantworten ganz nebenbei die wichtigsten Urlaubsfragen: Wie packt man seinen Koffer, wenn von den 23 Kilo Gepäckfreimenge schon 20 Kilogramm durch Bücher belegt sind? Wie entschlüsselt man Hotellerie-Hieroglyphen? Und können eigentlich Avocados auch urlaubsreif werden?

Als literarischer Gast ist Klaus Urban dabei. Der ehemalige Professor für Sonderpädagogische Psychologie steht seit 50 Jahren mit eigenen Texten und Solo-Programmen auf der Bühne. Seit 2009 tritt er auch bei Poetry Slams auf. 2011 gewann er den ARTE-Web-Slam; 2015 erhielt er den International Creativity Award des WCGTC. Hinzu kommen Auftritte in Radio und Fernsehen sowie Lesungen und Konzerte in Zusammenarbeit mit Goethe-Instituten in den USA, in Kanada, in Manila und Wellington, Neuseeland.

Annika Blanke tritt seit 2004 auf den Slam-Bühnen der Republik auf. 2012 erschien ihr Debütroman „Born: Toulouse“, im März 2017 unter dem Titel „Neulich war gestern noch heute“ ein Sammelband mit ihren besten Bühnentexten und Kurzgeschichten. Christian Bruns ist Mitbegründer und Slam-Master des Oldenburger Poetry Slams Slamprodukt.
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Beklemmende Gefühle auf der Bühne

13.06.2019 11:25 Uhr

Junge Ensembles von Freizeitstätte und Oberschule mit Doppel-Premiere im Theater hof/19

„Angst ist wie eine Krankheit. Manchmal kommt sie plötzlich wie ein Sturm. Manchmal schleicht sie sich langsam ein.“ So lautet ein Satz aus dem Stück „Menschenangst“, in dem sich das zehnköpfige Ensemble der Jugendtheatergruppe „DienstagsDrama“ der Freizeitstätte Bürgerfelde mit beklemmenden Gefühlen und bedrohlich wirkenden Situationen auseinandersetzt. Es geht um persönliche Ängste, aber auch darum, wie in der Politik Ängste geschürt werden. „Fake News“ sind ebenso Thema wie die Hetze von Rechtspopulisten. Das etwa 60-minütige Stück feiert am Dienstag, 18. Juni, im Theater hof/19 Premiere.

Nicht minder ambitioniert ist die Produktion „Gedenken – Verstehen – Nicht vergessen“, die der Wahlpflichtkurs Theater der Klasse 9 der Oberschule Alexanderstraße in Kooperation mit der Freizeitstätte Bürgerfelde am selben Abend auf die Bühne bringen wird. Die Schülerinnen und Schüler haben sich sich mit den Biographien von Euthanasie-Opfern während der NS-Diktatur beschäftigt. Die Doppel-Premiere der beiden Stücke im Theater hof/19, Bahnhofstraße 19, beginnt um 18.30 Uhr.

Regie bei beiden Produktionen führt der Theaterpädagoge der Freizeitstätte, Thomas Vossenberg – bei „Gedenken – Verstehen – Nicht vergessen“ teilt er sich diese Aufgabe mit Lehrerin Susan Wiraeus, bei „Menschenangst“ wird er unterstützt von Lore Schilberg. Schon im vergangenen Jahr hatten beide Ensembles mit Erfolg anspruchsvolle Stoffe umgesetzt – „jetzt probieren wir ein noch höheres Niveau“, sagt Vossenberg.

Über „Menschenangst“
 Das Thema „Angst“ hat sich die „DienstagsDrama“-Gruppe aus einer Reihe von Ideen, die Vossenberg am Anfang des Projekts vorgeschlagen hatte, selber ausgesucht. „Viele Szenen und Texte sind von den Jugendlichen selbst entwickelt und geschrieben worden“, lobt der Theaterpädagoge. Den Grundstock hat eine Schreibwerkstatt gelegt. Die Ensemble-Mitglieder – das jüngste ist 13 Jahre alt, das älteste 27 – seien im Laufe des Probeprozesses über sich hinaus gewachsen. Die Chance, dass seine Schützlinge auf einer professionellen Theaterbühne stehen dürfen, sieht Thomas Vossenberg als Wertschätzung und Belohnung: „Das haben sie sich wirklich verdient. Alle sind aufgeregt, aber das gehört dazu. Wir freuen uns auf die Premiere.“ Mitwirkende beim „DienstagsDrama“ sind Janna Sölter, Nicolas Wilke, Yannick Feld, Elisabeth Bartz, Jannis Hadtstein, Maira Witt, Lolo Dirks, Sarah Wolter, Jasmin Wilhaus und Katharina Brandes. 

Über „Gedenken – Verstehen – Nicht vergessen“
Und auch bei den Neuntklässlern im Wahlpflichtkurs Theater der Oberschule Alexanderstraße steigt das Lampenfieber. Die 14- bis 16-Jährigen haben sich ebenfalls intensiv auf ihre Theaterarbeit zum Thema NS-Krankenmorde vorbereitet – anschauliche Quellen fanden sie ganz in der Nähe: In der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen sind mehr als 1.500 Patienten zwischen 1933 und 1947 an den Folgen von Unterernährung und Entkräftung zugrunde gegangen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Gedenkstätte Alte Pathologie in Wehnen besucht, einen Vortrag gehört und sich einen Film angesehen. „Die Eindrücke sind in die Szenen eingeflossen, gerade das Sterben der Insassen durch den absichtlichen Hungertod“, schildert Thomas Vossenberg. Ziel der diesjährigen Arbeit sei aber nicht nur die Darstellung des NS-Programms zur Vernichtung von vermeintlich „minderwertigem“ Leben gewesen. Es sollte ebenso ein Bezug zum aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs über den Umgang mit Behinderung und Inklusion hergestellt werden. Zum Ensemble gehören Michelle Franke, Julia Klimko, Dana Franziska Musielak, Nele Rohlfs, Julia Winzeck, Philip Amann, Linda Kroh, Tom Kischstein, Luis Osagie, Basim Shamo, Nico Bischoff, Sarah Ebeling, Laura-Sophie Elwanger, Yannic van Mark, Maisaa Ahmedo, Emma Behrens, Alina Fitz, Shelan Karm Hussein, Evelina Stavilla und Liana Wilhelm.

Die Projekte wurden finanziell gefördert durch die „Oldenburgische Landschaft“ und durch das Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Weitere Vorstellungen
Beide Stücke werden nach der Premiere noch an zwei weiteren Tagen im Theater hof/19 aufgeführt: am Mittwoch, 19. Juni, und am Donnerstag, 20. Juni, jeweils ab 18.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 8 Euro/5 Euro ermäßigt. Kartenvorbestellungen für die drei Veranstaltungen im Theater hof/19 sind bei der Freizeitstätte Bürgerfelde telefonisch unter der Nummer 0441 8850508 oder per E-Mail an thomas.vossenberg@stadt-oldenburg möglich.

Darüber hinaus stehen beide Produktionen auf dem Spielplan der Oldenburger Jugendtheatertage 2019: „Gedenken – Verstehen – Nicht vergessen“ ist am Dienstag, 25. Juni, ab 16 Uhr in der Kulturetage zu sehen, für „Menschenangst“ hebt sich am Donnerstag, 27. Juni, der Vorhang um 18 Uhr in der Exerzierhalle.
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Künstler aus dem Nordwesten für Live Acts gesucht

13.06.2019 11:21 Uhr

1. Kulturbörse Nordwest 2020 in Oldenburg

Vom 15.-18.02.2020 findet in Oldenburg die 1. Kulturbörse Nordwest statt. Hier treffen sich Kunst- und Kulturschaffende aus Bereichen wie Musik, Schauspiel, Performance u.a. aus dem Nordwesten (Niedersachsen, Bremen und die niederländischen Provinzen Drenthe, Friesland und Groningen), um ihre Arbeit zu präsentieren, sich kennenzulernen, sich professionell zu vernetzen und vieles mehr. In verschiedenen Formaten der 1. Kulturbörse Nordwest können sich die Künstler*innen (Event-)Veranstaltern, Vertretern von Kultur- und Veranstaltungszentren sowie Kurverwaltungen, Produzenten, und anderen Kreativschaffenden vorstellen, um sich für ein Engagement zu empfehlen und Geschäftsabschlüsse zu planen.

Gefördert wird die 1. Kulturbörse Nordwest vom Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen, der Stadt Oldenburg, der Metropolregion Nordwest sowie dem INTERREG V A Programm Deutschland-Nederland.

Organisator Peter Gerd Jaruschewski: „Zum ersten Mal treffen sich alle am Kulturbetrieb Beteiligten aus dem Nordwesten – vom Künstler über Veranstalter, Kulturdienstleister und dem interessierten Fachpublikum auf einer großen Veranstaltung.“

Für die Live Acts auf der 1. Kulturbörse Nordwest können sich alle semiprofessionellen und professionellen Künstler aus dem Nordwesten bewerben, die sich und ihre Arbeit dem Fachpublikum präsentieren möchten. Infos und Bewerbungen bei: 1. Kulturbörse Nordwest, www.kulturboerse-nordwest.de, live-acts@kulturboerse-nordwest.de
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Lesung ins PFL verlegt

05.06.2019 11:08 Uhr

Saša Stanišić liest aus seinem neuen Buch

Die Lesung des erfolgreichen Schriftstellers Saša Stanišić findet am Mittwoch, 12. Juni, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. 
Aufgrund der hohen Vorverkaufszahlen entschied sich das Literaturbüro die Veranstaltung zu verlegen. Die Veranstaltung beginnt unverändert um 19.30 Uhr. Alle bisher aufgenommenen Kartenreservierungen bleiben gültig. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturbüro per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Am Mittwoch, 12. Juni, ist Saša Stanišić zu Gast beim Literaturbüro Oldenburg. Er präsentiert sein aktuelles Buch „Herkunft“ ab 19.30 Uhr im PFL, und spricht mit dem Literaturwissenschaftler Michael Vauth. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturbüro per E-Mail an literaturbuero@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter der Nummer 0441-235 3014 vorbestellt werden.

„Herkunft“, sagt Saša Stanišić, ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren zu werden. Und das, was danach kommt. Es ist ein Buch über seine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als sein Großvater seiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass er beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als er fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als er über viele Grenzen nach Deutschland floh. „Herkunft“ ist auch ein Abschied von seiner dementen Großmutter. Herkunft hat für den Schriftsteller mit dem zu tun, was nicht mehr zu haben ist.

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren. Sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Vor dem Fest“ gelang ihm erneut ein großer Wurf. Für den Erzählungsband „Fallensteller“ erhielt er den Rheingau Literatur Preis sowie den Schubart-Literaturpreis.

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Artothek Oldenburg präsentiert neue Editionen der Griffelkunst

10.05.2019 18:58 Uhr

Zehn Künstlerinnen und Künstler mit druckgrafischen und fotografischen Arbeiten vertreten

Die neuen Editionen der Griffelkunst-Vereinigung werden vom 13. bis 19. Mai in der Artothek Oldenburg präsentiert. „Die Ausstellung gibt vielfältige Einblicke in aktuelle druckgrafische und fotografische Positionen von zehn Künstlerinnen und Künstlern, zu der alle Grafikinteressierten herzlich eingeladen sind“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee. Die Ausstellung ist am Montag, 13. Mai, und Donnerstag, 16. Mai, von 15 bis 19 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die Ausgabe der Grafiken erfolgt am Sonntag, 19. Mai, von 11 bis 15 Uhr. Die Bandbreite der neuen Editionen reicht von Lithografien, Siebdrucken, Inkjet-Prints und Fotografien bis hin zu ungewöhnlichen Techniken wie bedruckten T-Shirts.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler:
Gleich drei Künstlerinnen und Künstler haben den Digitaldruck als Medium gewählt, der die Vorzüge eines brillanten Farbspektrums bietet. So zeigt die Hamburger Künstlerin Almut Hilf Inkjet-Prints mit architektonischen Bezügen, die provokant mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen. Barbara Probst inszeniert in ihren Inkjet-Prints Models, die Bekleidung mit Tierprints tragen und in Kontrast zur New Yorker Großstadtkulisse treten. Der Schweizer Künstler Beat Zoderer hingegen hat sechs Inkjet-Prints mit dem Titel „Polygone“ geschaffen, die durch die Überlagerung der geometrischen Formen erstaunliche Räume und Farben entfalten.

Durch die Kombination von Inkjet-Prints und Lithografien gelingt dem Hamburger Künstler Dirk Stewen in seiner Serie ein widersprüchliches Spiel aus poetischen Verweisen und Irreführungen. Mit englischem Schwarzen Tee färbt der belgische Künstler Franz Burkhardt das Büttenpapier für seine Lithografien ein, wodurch seine Arbeiten mit alltäglichen Motiven und lakonischen Sprüchen Retro-Charme gewinnen. Während der Berliner Künstler Thomas Huber zwei Farblithografien mit erotischen Spiegelmotiven vorlegt, hat die Ukrainerin Lada Nakonechna in ihren beiden Steindrucken kriegszerstörte Gebäude ihrer Heimat künstlerisch verarbeitet.

Historisches und aktuelles Bildmaterial aus Modefotografien hat der Berliner Künstler Daniel Richter in seinen beiden Siebdrucken vielschichtig zu Montagen verarbeitet. Der berühmte Berliner Fotograf Friedrich Seidenstücker (1882-1966) war ein bekennender Tierliebhaber. Aus seinem Nachlass wurden sechs schwarz-weiß-Fotografien editiert, die um 1930 im Berliner Zoo entstanden sind und mit viel Charme den damaligen Zeitgeist widerspiegeln. Und von dem Künstler Endre Tót, der in den 1970er Jahren zu den Hauptvertretern der ungarischen Neo-Avantgarde zählte, liegt ein Siebdruck auf T-Shirt vor, das er mit seinem künstlerischen Statement bedruckt hat.

Der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V., die 1925 gegründet wurde, gehören heute mehr als 4400 Mitglieder in ganz Deutschland an. Die Artothek Oldenburg ist seit 1992 Mitglied der Vereinigung und besitzt zahlreiche Griffelkunstblätter in ihrem Sammlungsbestand.
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Montags_Kunst: Kreativ werden zur Ausstellung „Natur Schöpfen“

05.05.2019 16:38 Uhr

Anmelden bis 13. Mai

Zur neuen Ausstellung „Natur Schöpfen. Eine wachsende Ausstellung“ (ab 18. Mai) gibt es im Horst-Janssen-Museum wieder die Montags_Kunst für Erwachsene: An drei Terminen, jeweils montags von 18 bis 20 Uhr am 20. Mai, 3. und 24. Juni, haben die Teilnehmenden die Chance, die Ausstellung kennenzulernen und künstlerisch zu dieser zu arbeiten.

„Natur Schöpfen“ thematisiert Fragen rund um Papier, Pigment und Nachhaltigkeit: Was bedeutet Natur in unserer Zeit und wie gehen wir mit ihr um? Gemeinsam mit Kunstpädagogin Heike Seiferth beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Papier und Naturpigmenten, die in zwei Laborzonen in der Ausstellung ausgiebig erforscht werden können.

Die Teilnahme kostet 35 Euro inklusive Material. Anmeldungen sind bis zum 13. Mai möglich, telefonisch unter 0441 235-3403 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Aufbruch in die Moderne

27.04.2019 20:52 Uhr

Peter Braun stellt Künstlerportrait Ilse Schneider-Lengyels im Wilhelm13 vor

Ilse Schneider-Lengyel (1903 bis 1972) gehörte in den 1920er Jahren zu jenen Frauen, die in die Moderne aufbrachen. Peter Braun verfasste auf der Grundlage ihres erst spät entdeckten Nachlasses ein Portrait der Fotografin, Ethnologin und Dichterin. Am Donnerstag, 9. Mai, stellt er sein Buch im Programm des Literaturbüros vor und spricht mit dem Literaturwissenschaftler Jan Gerstner über die hellwache Frau, die für ihre Umgebung stets rätselhaft blieb. Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 20 Uhr und wird in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg ‚Selbst-Bildungen‘ der Carl von Ossietzky Universität durchgeführt. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturbüro per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Ilse Schneider-Lengyel erlernte die Fotografie, studierte Ethnologie und Kunstgeschichte, verkehrte in den Kreisen des Bauhauses und veröffentlichte 1934 ihren ersten Kunstbildband über die Maskenkunst indigener Kulturen, orientiert am ‚Neuen Sehen‘ von László Moholy-Nagy. Ihre Ehe mit dem ungarisch-jüdischen Maler László Lengyel zwang sie ins Exil nach Paris. Neben die Fotografie trat ihr vielseitiges literarisches Schreiben. Trotz guter Kontakte zur Gruppe 47 – in ihrem Haus am Bannwaldsee fand das erste Treffen statt – konnte sie jedoch einen Großteil ihrer Texte nicht veröffentlichen.

Peter Braun, Literaturwissenschaftler und Schreibdidaktiker, war von 1997 bis 2009 an der Universität Konstanz tätig und leitet seit 2010 das Schreibzentrum der Universität Jena. Er veröffentlicht essayistische und wissenschaftliche Beiträge, die immer wieder den Wechselwirkungen der Künste nachgehen, so bei Adelbert von Chamisso, Hubert Fichte, Ilse Schneider-Lengyel und Christa Wolf.
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Drei neue Medienkunst-Stipendiaten am Edith-Russ-Haus

27.04.2019 20:28 Uhr

Viktor Brim, Mario Pfeifer und Kim Schoen erhalten jeweils 10.000 Euro für neues Projekt

Ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen vergibt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst jedes Jahr drei sechsmonatige und mit jeweils 10.000 Euro dotierte Arbeitsstipendien. Diese gehen in diesem Jahr an:  Viktor Brim für das Projekt „Practical Fiction“, Mario Pfeifer für die Installation „Zelle 5 – 800 °Celsius“ sowie Kim Schoen für die Realisierung von „Baragouin“. Insgesamt hatten sich 436 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt für die Stipendien beworben, um ihre eingereichten Werke am Edith-Russ-Haus umsetzen zu können. „Wir haben in diesem Jahr eine Rekordzahl an Bewerbungen erhalten. Gleichzeitig war die ganze Jury beeindruckt von der hohen Qualität der Projektvorschläge“, sagen die beiden Leiter des Edith-Russ-Hauses, Edit Molnár und Marcel Schwierin, die mit Nav Haq, Senior-Kurator am M HKA (Antwerpen), und Monika Szewczyk, Direktorin des De Appel (Amsterdam), die Jury bildeten. Während einige gemeinsame Themen und Tendenzen erkennbar waren, wurde die endgültige Auswahl aufgrund der Sorgfalt der Recherche, der ästhetischen Qualität und der Klarheit der Vision der individuellen Künstlerinnen und Künstler getroffen.

Über die Projekte
Der Projektvorschlag „Practical Fiction“ von Viktor Brim verbindet die Rohstoffpolitik in der Sowjetunion unter Josef Stalin und im Russland Wladimir Putins anhand der Diamantenmine Mir in Jakutien, Sibirien. Der Künstler konzipiert eine Ausstellung mit einem Film, den er dort drehen wird, und einer neuen Publikation mit seinen Archivrecherchen über die sowjetische und russische Rhetorik, ergänzt mit weiteren Materialien. Brims bemerkenswerte filmische Arbeit betrachtet die Auswirkungen verschiedener Regime auf die sibirische Landschaft, lädt aber auch zur Reflexion über Rohstoffausbeutung im weltweiten Maßstab ein.

Mario Pfeifer führt in seiner neuen Installation „Zelle 5 – 800 °Celsius“ die Untersuchung ungeklärter Vorfälle rund um den gewaltsamen Tod von Menschen fort, die in Deutschland Zuflucht suchten. Bereits in der Videoinstallation „Again“ (2018) hatte er ein Tribunal anstelle eines Gerichtsprozesses inszeniert, der nie stattgefunden hat: für den Iraker Schabas Saleh Al-Aziz, der tot aufgefunden wurde, eine Woche bevor er als Zeuge gegen vier Männer aussagen sollte, die ihn misshandelt hatten. „Zelle 5“ wirft wiederum neue Fragen über den ungeklärten Feuertod des aus Sierra Leone stammenden Flüchtlings Oury Jalloh auf. Pfeifer aktiviert sein Publikum als Geschworene, während er zugleich die entscheidende Rolle von Medien und Vermittlung zur Bildung der gesellschaftlichen Meinung betont.

Kim Schoen, die sich in den letzten Jahren mit den Themen Unsinn und Wiederholung beschäftigt hat, markiert mit der experimentellen Installation „Baragouin“ (französisch für unverständliches Kauderwelsch) einen Wendepunkt in ihrem Schaffen. Sie verleiht Reproduktionen von Skulpturen eine Stimme, deren Ursprünge vom Buddhismus über Rokoko und Neoklassizismus bis zur Moderne reichen und plant mit ihnen eine „Nonsens-Oper“ aufzuführen. Gemeinsam mit einem Kunsthistoriker und einem Stimmtalent, das den Klang von Sprachen imitieren kann, wird „Baragouin“ die Skulpturen so präsentieren, als „redeten“ sie in Stimmen ihrer ursprünglichen Herkunft. Die kommerziellen Reproduktionen zusammen mit dem Echo von Sprachen halten der Museologie einen grotesken Spiegel vor.

Die Stiftung Niedersachsen fördert das Stipendienprogramm des Edith-Russ-Hauses seit 2001. Viele der in Oldenburg entstandenen Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen präsentiert und mit Preisen ausgezeichnet. Mit ihrer Förderung will die Stiftung Niedersachsen eines der führenden Häuser für Medienkunst in Deutschland nachhaltig stärken und seine an Qualität orientierte Profilierung unterstützen, um die Verwirklichung von Projekten zu ermöglichen, internationale Vernetzungen und lokale Anknüpfungspunkte zu schaffen.

Weitere Informationen mit den Jurybegründungen im Wortlaut gibt es im Internet unter www.edith-russ-haus.de/stipendien.
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Red Umbrella Struggles

17.04.2019 10:52 Uhr

Internationale Gruppenausstellung vom 18. April bis 23. Juni 2019

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst zeigt ab dem 18. April die internationale Gruppenausstellung „Red Umbrella Struggles“. Ausgehend von zwei neuen Auftragsarbeiten von Petra Bauer und Daniel Jacoby, die 2018 Stipendien am Edith-Russ-Haus erhielten, setzt sich die Ausstellung mit dem umstrittenen und facettenreichen Thema Sexarbeit auseinander. In so verschiedenen Medien wie Fotografie, Archivmaterial, Installation und Dokumentarfilm versuchen die Künstlerinnen und Künstler, durch Dialoge mit Sexarbeitenden ein besseres Verständnis für das schwierige Thema zu entwickeln. Beteiligt sind neben Petra Bauer/SCOT-PEP und Daniel Jacoby Louise Carrin, Ditte Haarløv Johnsen sowie Tadej Poga?ar und Lilla Szász.

„Die politischen und moralischen Diskurse über Sexarbeit neigen häufig dazu, Sexarbeitende zu bevormunden, und machen es ihnen schwer, ihre Identitäten differenziert und eigenständig zu bestimmen“, so Edit Molnár und Marcel Schwierin, die das Edith-Russ-Haus gemeinsam leiten. „Die Ausstellung ‚Red Umbrella Struggles‘ will daher den gesellschaftlichen Kampf dieser marginalisierten Berufsgruppe sichtbar machen.“ In dem kollaborativen Ansatz der künstlerischen Arbeiten spiegele sich insofern auch die gegenseitige Unterstützung der Betroffenen. Die Arbeiten verzichten bewusst auf Voyeurismus und darauf, Opferbilder zu schaffen. Stattdessen arbeiten sie in einer Atmosphäre des Austausches, in dem Fragen der Würde und der Rechte von Sexarbeitenden diskutiert werden können. Sie akzeptieren Sexarbeitende als Experten ihres eigenen Lebens und erforschen die Komplexität von Geschlechterfragen, Migration und Arbeitsbedingungen in diesem ideologisch aufgeladenen Thema.

Der Titel der Ausstellung, der sich mit „Rote-Regenschirm-Kämpfe“ nur schlecht übersetzen lässt, verweist auf das internationale Symbol der Bewegung für die Rechte von Sexarbeitenden, den roten Regenschirm. Er wurde zum ersten Mal 2001 im Red Umbrella March eingesetzt, den der slowenische Künstler Tadej Poga?ar während der 49. Biennale von Venedig organisierte. Die Demonstration war ein Teil seines langfristig und partizipativ angelegten Projekts CODE:RED, das Sexarbeit als eine spezifische Form von Schattenwirtschaft erforscht und diskutiert. Das 1999 begonnene und bis heute andauernde Projekt wird im Rahmen der Ausstellung in seiner Gesamtheit vorgestellt.

Die Ausstellung wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Gesellschaft zur Förderung von Medienkunst (GzFM) und unterstützt vom Centre Audiovisuel Simone de Beauvoir.

Rahmenprogramm
Das Edith-Russ-Haus greift das Thema Sexarbeit in einem begleitenden Programm auf: Direkt vor der Eröffnung am Mittwoch, 17. April, findet um 17 Uhr ein Podiumsgespräch mit vielen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler statt. Die Eröffnung beginnt um 19 Uhr. Am Mittwoch, 8. Mai, wird ein öffentlicher Rundgang mit der Sexarbeiterin Mademoiselle Ruby und Dorothee Türnau, Mitarbeiterin von Phoenix, Beratungsstelle für Prostituierte in Niedersachsen, mit anschließendem Gespräch angeboten. Zudem zeigt das Edith-Russ-Haus am Freitag, 21. Juni, den Dokumentarfilm „Lovemobil“ über das Leben von Sexarbeiterinnen, die ihr Geld in Wohnmobilen an niedersächsischen Landstraßen verdienen. Im Anschluss können die Zuschauerinnen und Zuschauer mit der Regisseurin diskutieren.

Kuratiert von: Edit Molnár & Marcel Schwierin
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Stadt Oldenburg schreibt Kinder- und Jugendbuchpreis aus

14.04.2019 13:00 Uhr

Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juni

Die Stadt Oldenburg schreibt in diesem Jahr erneut den Preis für literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur aus. Er wird an Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eigenständigen Werk auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis und einem Preisgeld von 8.000 Euro möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen noch unbekannter Autorinnen und Autoren leisten. Die Preisträger werden von einer unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt, die ehrenamtlich arbeitet. Die Qualität der Jury-Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. Neu in der Jury sind die Schülerjurorin Katharina Zedler, Gewinnerin des Vorlesewettbewerbs 2016 und seit 2017 Jurorin des Vorlesewettbewerbs, und der Illustrator Mehrdad Zaeri, der 2017 selbst für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war.

Die Jury prüft alle Einsendungen, die bis Samstag, 15. Juni (Ausschlussfrist), an die Stadtbibliothek, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, geschickt werden. Teilnahmeberechtigt zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis sind bisher unveröffentlichte Manuskripte oder Bücher, die nach dem 15. Juni 2018 erschienen sind. Es müssen fünf Exemplare eingereicht werden. Pro Exemplar müssen eine Kurzvita, ein Exposé und ein Einsendebogen beigelegt werden.

Detaillierte Informationen zu den Vergaberichtlinien sowie den Einsendebogen zum Download gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Menschheitserzählung aus weiblicher Sicht

14.04.2019 12:54 Uhr

Feridun Zaimoglu stellt neuen Roman in der Reihe „Konstellationen“ vor

Feridun Zaimoglus neuer Roman „Die Geschichte der Frau“ wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2019 nominiert. Am Dienstag, 30. April, stellt er das Buch in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturbüros Oldenburg vor und spricht mit der Historikerin Dr. Franziska Meifort über Gleichberechtigung und alte Klischees, die bis heute nicht an Aktualität verloren haben. Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und stellvertretender Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentags, moderiert ihren Austausch. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturbüro per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 vorbestellt werden.

In „Die Geschichte der Frau“ lässt Zaimoglu zehn außerordentliche Frauen sprechen, deren Sicht auf die Dinge bisher von den mächtigeren Erzählungen der Männer verdeckt wurde. Ihnen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Doch nun sprechen sie klar und laut, denn der Autor hat sich in die Weltgeschichte gegraben, um sie zu finden, und ihnen Stimmen gegeben. Kraftvoll, poetisch und subversiv zeigt er sich damit auch in seinem neuen Roman als ein Meister der Vielstimmigkeit.

Feridun Zaimoglu, 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit 1985 in Kiel. Er arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Autor von Theaterstücken sowie Drehbüchern. Zaimoglu ist zudem bildender Künstler und Kurator und beteiligt sich an politischen Debatten.

Das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe „Konstellationen“. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Ausstellung zum Thema Sexarbeit eröffnet mit Podiumsdiskussion

11.04.2019 19:07 Uhr

Auftakt von „Red Umbrella Struggles“ am 17. April im Edith-Russ-Haus

Das Edith-Russ-Haus lädt anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellung „Red Umbrella Struggles“ zu einem Podiumsgespräch ein. Dieses findet am Mittwoch, 17. April, um 17 Uhr statt und beschäftigt sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Sexarbeit. Die Künstlerinnen und Künstler versuchen, durch Dialoge mit Sexarbeitenden ein besseres Verständnis für das schwierige Thema zu entwickeln. Sie nutzen so verschiedene Medien wie Fotografie, Archivmaterial, Installation und Dokumentarfilm. 

An dem Panel nehmen teil: Petra Bauer, Daniel Jacoby, Stewart Cunnigham und Sally Green (SCOT-PEP), Lilla Szász sowie Tadej Poga?ar. Im Anschluss wird die Ausstellung mit Grußworten von Dr. Nicole Deufel sowie einer Einführung von Marcel Schwierin und Edit Molnár um 19 Uhr eröffnet. Der Eintritt ist frei.
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Bloherfelde zum Klingen bringen

05.04.2019 18:55 Uhr

Info- und Planungstreffen am 6. April

Die Bürgerinnen und Bürger in Bloherfelde sind eingeladen, ihren Stadtteil an besonderen Orten zum Klingen zu bringen. Gemeinsam mit dem Musiker Alexander Goretzki plant Jan Blum vom Vermittlungsteam des Stadtmuseums einen musikalischen Stadtrundgang. Dafür ist die Mitarbeit der Menschen in Bloherfelde gefragt: Was gibt es im Stadtteil zu entdecken? Welche Orte sind den Menschen dort besonders wichtig? Ein besonderer Ort kann vieles sein, auch eine Werkstatt, eine Brücke, ein Kiosk oder eine Litfaßsäule. Ein erstes Treffen für das Projekt findet am Samstag, 6. April, 17.30 bis 18.30 Uhr, im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten, Bloherfelder Straße 173, statt. Aus den Beiträgen soll ein öffentlicher Rundgang durch Bloherfelde entstehen, an dem Alexander Goretzki und Jan Blum mit den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, was der Stadtteil zu bieten hat.
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Oldenburger Musiktalente lassen aufhorchen

03.04.2019 19:37 Uhr

Vier Solisten und vier Ensembles fahren zum Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“

Das konnte sich hören lassen: Oldenburger Talente haben beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“, der vom 29. bis 31. März in Hannover ausgetragen wurde, hervorragende musikalische Leistungen gezeigt. Vier Solisten und vier Ensembles aus Oldenburg wurden zur Teilnahme am diesjährigen Bundeswettbewerb im Juni in Halle an der Saale zugelassen.

Zwölf Solisten und 13 Ensembles hatten sich im Januar beim Regionalwettbewerb in Oldenburg über eine Weiterleitung zum niedersächsischen Landeswettbewerb gefreut. „Die jungen Musikerinnen und Musiker konnten auch auf Landesebene überzeugen“, resümiert Celia Spielmann, die Vorsitzende des Regionalausschusses für das Oldenburger Land Nord. „13 erste, 8 zweite und 2 dritte Preise in den Solo- und Ensemblewertungen sprechen da eine ganz deutliche Sprache.“

Die Fachjurys haben das hohe musikalische Niveau auf der Landesebene geschätzt und folgende Solisten und Ensembles aus Oldenburg zum Bundeswettbewerb weitergeleitet: Jakow Pavlenko (Violine), Jannis Leinweber (Kontrabass), Arved Burggräf (Percussion), Mathis Kohne (Percussion) in den Solowertungen sowie Jördis Rebecca Campe und Jelde Kohlschein (Duo Klavier und ein Holzblasinstrument), Tom Gramsch, Linus Reil und Jelde Steffens (Gitarrentrio), Levi Campe, Arne Dunkhase, Lucas Reid und Julian Schröder (Ensemble Alte Musik) sowie Eilika Hempel, Charlotte Kohne, Marieke Pieper, Caroline Renz und Lea Schröder (Ensemble Alte Musik).

Die detaillierten Ergebnisse können auf der Internetseite des Landeswettbewerbs Jugend musiziert nachgelesen werden unter www.jugend-musiziert-niedersachsen.de/wertungskategorien/.
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Atelier Farbsinn bietet neue Kunstkurse an

31.03.2019 20:23 Uhr
Das Atelier Farbsinn der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) an der Rennplatzstraße 123 bietet ab April ein neues Halbjahresprogramm an. Thea Wilczura (Leiterin des Ateliers) freut sich auf das neue Angebot: „Wir haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das thematisch für jeden etwas bietet. Die Erfahrung zeigt, wie gut das Angebot von den unterschiedlichsten Menschen angenommen wird. Kursteilnehmer sind Kinder und Senioren, Migranten, Menschen mit und ohne Behinderung.“ Verschiedene Kunstkurse zu Themen wie Acrylmalerei, Arbeiten mit Speckstein, Drucktechniken erlernen oder Skulpturen aus Ton anfertigen sind Teil des Programms. Der Besuch der Kurse ist grundsätzlich kostenlos, auch die Materialien werden gestellt. Anmeldungen sollten zeitnah erfolgen, empfiehlt Thea Wilczura. Die Kurse des letzten Halbjahres waren schnell ausgebucht.
 
Das Programmheft kann auf der Homepage der GWO: www.wfbm-oldenburg.de unter dem Punkt Atelier Farbsinn heruntergeladen werden und ist an den Standorten der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., dem Café Kurswechsel, dem Café Farbwechsel, der Kantine MachBar oder dem Kaufhaus der Werkstätten erhältlich.
 
Wer sich nicht direkt zu einem der Kurse anmelden möchte, kann das Offene Atelier, immer dienstags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr oder donnerstags von 14:30 bis 17:00 Uhr, besuchen und sich einen Eindruck verschaffen.
 
Die Aktion „Kunst im Quartier“ unter der die Kursangebote angeboten werden, wird unterstützt durch die Stadt Oldenburg, die GSG Oldenburg und die Stiftung Teilhabe.
 
Infos zum Projekt Atelier Farbsinn 
Das Atelier Farbsinn an der Rennplatzstraße 123 in Oldenburg wird von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. als zusätzlichen Beitrag für das Gelingen von Inklusion vor Ort unterhalten.
 
Das Atelier Farbsinn ist ein Treffpunkt im Oldenburger Stadtteil Ohmstede, der über das Medium Kunst Menschen mit und ohne Beeinträchtigung verbindet. Das Atelier bietet wöchentlich mehrere Termine und Kunstkurse zu verschiedenen Themen an und das kostenlos. So wird unabhängig von finanziellen Möglichkeiten allen die Teilnahme ermöglicht.
 
Kreativ sein, sich begegnen und dabei für sich alleine oder gemeinsam das ein oder andere Kunstwerk erschaffen – jede*r ist willkommen. Im Atelier Farbsinn wird der Inklusionsgedanke ganz praktisch mit Leben gefüllt. Dabei finanziert sich das Atelier ausschließlich aus Spenden und Zuwendungen.
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Oldenburg in der Kunst: Standpunkte vor Ort finden

22.03.2019 22:52 Uhr
Anlässlich der aktuellen Ausstellung „Standpunkte“ lädt das Stadtmuseum zu einem Stadtrundgang ein, der zu den Orten führt, die Künstlerinnen und Künstler gewählt haben, um ihr eigenes Bild der Stadt zu zeichnen. Anhand von ausgewählten Werken nehmen die Teilnehmenden den Standpunkt der Künstlerin oder des Künstlers ein und können vor Ort den Vergleich zur heutigen Stadtansicht ziehen. Der Spaziergang wird durch eine Führung durch die Ausstellung und eine Tasse Kaffee oder Tee im Café ergänzt. Christine Krahl und Geraldine Dudek leiten die Stadtrundgänge am Sonntag, 31. März, 14 bis 17 Uhr, sowie am Sonntag, 7. April, 11 bis 14 Uhr. Tickets gibt es für 12 Euro in der Touristinformation im Lappan oder im Internet unter www.ticket2go.de.
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Kulturelle Bildung präsentiert Jubiläums-Bühnentag

22.03.2019 11:48 Uhr
Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler von fünf Oldenburger Schulen treten beim Jubiläums-Bühnentag anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Kulturellen Bildung und Teilhabe im theater hof/19 auf. Am Dienstag, 2. April, präsentieren die Schulen und ihre Kulturpartner ab 19 Uhr unter dem Motto „Arts on Stage – Fit für die Bühne“ gemeinsam ihre künstlerischen Projekte. Im Programm sind Musik, Theater, Zirkus und mehr.

„Wir freuen uns, in unserem Jubiläumsjahr fünf Gruppen fit für die Bühne machen zu können“, sagt Christiane Maaß vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg. „Der Bühnentag bietet für die Schulen und ihre Kulturpartner ein Paket aus Bühnencoaching, Generalprobe und Aufführung. Damit wollen wir Impulse für die künstlerische Weiterentwicklung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Kulturschaffenden geben. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen!“

Die Gesamtdramaturgie liegt in den Händen von Schauspieler und Regisseur Dieter Hinrichs, der allen Schülerinnen und Schülern ein Bühnencoaching gab. Mit dabei sind die IGS Flötenteich, die Liebfrauenschule, die Oberschule Alexanderstraße, die Paulus-Schule und die Katholische Grundschule Unter dem Regenbogen.

Eintrittskarten gibt es für 3 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse im theater hof/19, Bahnhofstraße 19.
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Cäci-Schüler*innen stellen aus

22.03.2019 11:43 Uhr

Dschungellandschaften im Friedas-Frieden-Stift

von Frerk Hinrichs

Schüler der Klasse 5c haben sich von Maler Henri Rousseau inspirieren lassen und Dschungelbilder gezeichnet. In Grün- und Mischtönen zeigen die Bilder vielfältige Pflanzen und Gewächse. In einigen Bildern verstecken sich getarnte Tiere. Andere arbeiten mit dem Komplementärkontrast und zeigen Rot-Orange Blumen und Tiere vor dem grünen Dschungel. Ergänzend zeigen die Schüler prächtige bunte Vögel in warmen Farben vor einem Hintergrund in kühleren blau-grün-Tönen. Die Ausstellung der Schülerbilder ist zu sehen bis zum 31 Mai 2019.
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Von verrückten Tieren und tanzenden Möbelstücken

12.03.2019 20:35 Uhr

Kindermusiktheatergruppe der Musikschule feiert mit neuem Musical Premiere

Die Kindermusiktheatergruppe Theatrix der Musikschule der Stadt Oldenburg feiert die Premiere ihres selbst entwickelten Musicals „Der Schatz der Roten Villa“. Das Musical wird von der Theatrix-Band begleitet und richtet sich an Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren.

Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht das Geheimnis um die Rote Villa: Die Bürgermeisterin der Stadt möchte das leerstehende Gebäude abreißen. Doch sie ahnt nichts von den heimlichen Bewohnern des Hauses, wie Familie Maus oder den lebendigen Möbelstücken Susa Sessel, Lise Lampe und Gerda Garderobenständer. Und die Bürgermeisterin weiß auch nichts von dem geheimen Schatz, der sich in der Villa befinden soll. Familie Maus begibt sich in dem Musical auf die Suche nach diesem Schatz und versucht, ihr Zuhause vor dem Abriss zu retten.

Seit etwa einem Jahr wird „Der Schatz der Roten Villa“ von den 15 Kindern der Musiktheatergruppe entwickelt. Die Leiter Ralf Selmer und Natalie König proben für die Aufführungen einmal pro Woche mit ihnen. Auch die Theatrix-Band probt regelmäßig mit Leiterin Hsin Lee für das Musical. Die Musikgruppe setzt sich aus Instrumentalschülern der Musikschule Oldenburg zusammen. 

Die Premiere von „Der Schatz der Roten Villa“ findet am Samstag, 23. März, um 16 Uhr in der Aula des Neuen Gymnasiums (NGO), Alexanderstraße 90, statt. Eine weitere Vorstellung ist für Sonntag, 24. März, um 11.15 Uhr geplant. Der Eintritt ist frei.

Erstmalig gibt es in diesem Jahr auch eine Aufführung in der Kulturetage im Rahmen der Kinderkulturtage „Frühblüher“. Die Aufführung findet am Donnerstag, 4. April, um 16 Uhr im Studio der Kulturetage statt.
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Dahinter steckt mehr als nur Kunst

05.03.2019 17:35 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Werken von Anja Schönherr am 8. März

Am Freitag, 8. März, findet in den Räumlichkeiten des Amtes für Teilhabe und Soziales am Europaplatz 10/12 die Eröffnung einer Bilderausstellung statt. Die Ausstellung zeigt 14 Aquarellgemälde der Künstlerin Anja Schönherr. Die Bilder, die zwischen August 2016 und Oktober 2018 entstanden sind, dienen jedoch nicht nur der Kunst. Die Künstlerin erhielt mit Ende 40 die Diagnose Asperger Autismus und versucht ihre Gefühlswelt durch die Bilder zu verdeutlichen.
 
Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 8. März um 11 Uhr im Beisein von Anja Schönheer statt. Sie können während der Öffnungszeiten der Fachstelle Eingliederungshilfe Bezirk Mitte/Ost, Europaplatz 10/12, besichtigt werden.
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Anna Maria Strackerjan: Zum 100. Geburtstag der Bildhauerin

22.02.2019 16:50 Uhr

Oldenburger Künstlerin hat zahlreiche Spuren im Stadtbild hinterlassen

Die Oldenburger Künstlerin Anna Maria Strackerjan wäre am Samstag, 23. Februar, 100 Jahre alt geworden. Geboren 1919 in Oldenburg, studierte sie in Berlin, Hannover und München und prägte das Kunstgeschehen in ihrer Heimatstadt zwischen 1951 und 1980 als herausragende Bildhauerin. „Im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens stand die menschliche Figur, die sie sehr sensibel in charakteristischen Befindlichkeiten darzustellen wusste“, sagt Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst im Stadtmuseum. Die Bildhauerin war auch weit über die Grenzen von Oldenburg mit Werken in Ausstellungen und im öffentlichen Raum vertreten.

Im Stadtbild Oldenburgs hat Strackerjan viele künstlerischer Spuren hinterlassen: etwa das bronzene Kranichpaar aus dem Jahr 1953 im Schlossgarten, den Leobschützer Gedenkstein, der seit 1957 in den Wallanlagen an der Peterstraße steht, oder den „Hahn“, der lange als Brunnen die Häusing am Marktplatz schmückte und heute im Garten des Stadtmuseum zu finden ist. In privaten und öffentlichen Sammlungen befinden sich viele Kleinplastiken von Anna Maria Strackerjan. Im Gegensatz zu den Auftragsarbeiten, die überwiegend der naturalistischen Formsprache entsprechen, zeigen ihre kleineren Werke die unverkennbare künstlerische Handschrift der Bildhauerin. Wiederholt hat sich Strackerjan etwa mit mythischen Gestalten und Motiven auseinandergesetzt, beispielsweise der tragisch-schönen Figur der „Helena“, Frau des Menelaos, Shakespeares Ophelia aus „Hamlet“ oder der „Daphne“ inmitten ihrer Verwandlung in einen Lorbeerbaum.

Weitere Informationen zu Leben und Werk Strackerjans finden sich im Internet unter www.stadtmuseum-oldenburg.de.
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Kurshalten im Farbenmeer

22.02.2019 16:11 Uhr

Offenes Malatelier startet ab 1. März im Blauschimmel Atelier

Unter dem Titel „Kurshalten im Farbenmeer“ startet ab dem 1. März 2019 ein offenes Malatelier im Blauschimmel Atelier e.V in der Klävemannstraße 16 in Oldenburg. Immer freitags in der Zeit von 11-17 Uhr kann unter professioneller künstlerischer Anleitung gemalt, gezeichnet und frei gestaltet werden. Auf gemeinsamen Erkundungsgängen in die Umgebung werden Motive gesucht, die auf Leinwand festgehalten werden. Die entstandenen Werke werden Ende des Jahres in einer Ausstellung präsentiert.  

„Wir wollen allen Menschen die Teilnahme an unserem neuen Angebot ermöglichen. Deshalb ist es, dank unserer Förderer, kostenlos. Und der zeitliche Rahmen ist so weit gespannt, dass jede und jeder, wie es ihr oder ihm am besten passt, vorbeikommen und mitmachen kann“, so Geschäftsführerin Jessica Leffers.

Das Projekt wird gefördert von der Stadt Oldenburg, der Stiftung Teilhabe und der GSG Oldenburg.
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Zen-Meditation und Kunstgenuss am 28. Februar

16.02.2019 11:50 Uhr
Einen besonderen Zugang zur Ausstellung „Rote Watte“ von Gustav Kluge bietet die Zen-Meditation mit Johanna Seeveriens am Donnerstag, 28. Februar, 18 bis 20 Uhr. Einer der Druckstöcke Kluges bezieht sich direkt auf ein bekanntes Koan aus dem Zenbuddhismus: „Was war dein ursprüngliches Gesicht, bevor deine Eltern geboren wurden?“ Nach einer kurzen Einführung in die Zen-Meditation wird am Boden oder auf einem Stuhl sitzend meditiert. In dieser Zentrierung betrachten die Teilnehmenden ein Werk aus der Ausstellung. Zwei Decken sowie bequeme, warme Kleidung sollten mitgebracht werden. Anmeldungen sind bis 22. Februar per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2887 möglich. Die Teilnahme kostet 3 Euro.
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Buntes Leben in Bildern

16.02.2019 11:46 Uhr

Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement zeigt Werke von Ulrike Niemann

Die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg zeigt in ihren Fluren im Kulturzentrum PFL bis Ende März Bilder der Künstlerin Ulrike Niemann. Der Titel der Ausstellung lautet „Viel·falt – Substantiv, feminin [die] – Das Leben ist bunt“.

Präsentiert werden Bilder aus verschiedenen Arbeits- und Lebensphasen der Künstlerin. Kräftige Farben stehen neben monochromen Bildern, ältere neben jüngeren Werken, ebene Oberflächen neben strukturierten Collagen, Malerei steht neben genähtem Papier. Alle Bilder ergeben ein Ganzes. Sie zeugen von Veränderung, Neugier, Experimentierlust, Eigensinn, Entwicklung, Lebensfreude und Verknüpfung.

Ulrike Niemann, geboren 1969, lebt und arbeitet seit 1993 in Oldenburg. Sie ist Malerin, Grafikerin, Erzieherin, Färberin, Spinnerin, Weberin und Kräuterfrau. Ihre vorrangigen Themen als Künstlerin sind: Plastik, Müll, Aerosole, Klima, Konsum, Minimalismus, Globalisierung, Partizipation, altes Wissen über Färberpflanzen, Heilpflanzen, „Un“-Kräuter und Handwerkstechniken, Selbstversorgung und Autonomie sowie Veganismus.
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Holzdruck-Workshop am 2. März

13.02.2019 10:19 Uhr
Am Samstag, 2. März, findet im Horst-Janssen-Museum der Workshop „Experimentelles Drucken: DRUCKstock/HOLZdruck“ von 10 bis 14.30 Uhr statt. Kunstvermittlerin Laura Keppel führt die Teilnehmenden zunächst durch die Ausstellung „Rote Watte – Druckstöcke und Holzdrucke von Gustav Kluge“, um sie anschließend die Inspiration durch die Werke in eigene Druckstöcke verwandeln zu lassen. Der Workshop greift das zentrale Thema der Ausstellung auf: Mit den Druckstöcken werden eigene Holzdrucke produziert und am Ende entscheiden die Teilnehmenden, ob der Druckstock oder der Holzdruck ihr Kunstwerk geworden ist.

Die Anmeldung für den Workshop ist noch bis Donnerstag, 21. Februar, möglich: Per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon 0441 235-3403. Die Kosten betragen 15 Euro inklusive Material. Eine Mittagspause ist eingeplant.
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Literarischer Abend zur Schönheit des Scheiterns

06.02.2019 20:59 Uhr

Lesebühne Metrophobia im Wilhelm13

Die Oldenburger Slam-Poeten Annika Blanke und Christian Bruns präsentieren am Mittwoch, 13. Februar, eine neue Ausgabe der Lesebühne Metrophobia. Im Mittelpunkt aller Wort- und Musikbeiträge steht die Schönheit des Scheiterns. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, statt und beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es für 5 Euro im Vorverkauf über ac@metrophobia.de sowie an der Abendkasse für 6 Euro.

Weil Annika Blanke und Christian Bruns selbst bekennende Meister großer und kleiner Misserfolge sind, widmen die Gastgeber der Lesebühne Metrophobia dem Scheitern einen ganzen Abend. Sie berichten von lustigen Zwischenfällen, kuriosen Beinahe-Katastrophen und Momenten, in denen sich objektives Scheitern in einen subjektiven Sieg verwandelt.

Als Gast für den literarischen Part ist der Neu-Oldenburger Mirko Gilster dabei. 2017 stand er im Finale der deutschsprachigen U20-Meisterschaften im Poetry Slam; 2016 gewann er die Niedersächsisch-Bremischen Poetry Slam-Landesmeisterschaften in Oldenburg. Der Oldenburger Singer-Songwriter Linc van Johnson ist musikalischer Gast.

Annika Blanke tritt seit 2004 auf den Slam-Bühnen der Republik auf. 2012 erschien ihr Debütroman „Born: Toulouse“, im März 2017 unter dem Titel „Neulich war gestern noch heute“ ein Sammelband mit ihren besten Bühnentexten und Kurzgeschichten. Christian Bruns ist Mitbegründer und Slam-Master des Oldenburger Poetry Slams ‚Slamprodukt‘.
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Leuchtende Farben, raffinierte Perspektiven und figürliche Anmut

06.02.2019 19:16 Uhr

Ausstellung „Neue Werke“ in der Artothek Oldenburg vom 7. Februar bis 8. April

Die Artothek Oldenburg hat ihren Bestand erweitert und eröffnet am Donnerstag, 7. Februar, um 19 Uhr in der Peterstraße 1 die Ausstellung „Neue Werke“. In Niedersachsens größter Kunstausleihe können Besucherinnen und Besucher aus einer 2.000 Werke umfassenden Sammlung von Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur auswählen.

„Das Spektrum der neuen Werke reicht von köstlich gemalten Kirschen der Düsseldorfer Künstlerin Karin Kneffel über eine Farbradierung mit Melonensäule des in Oldenburg geborenen Ausnahmekünstlers Thomas Schütte bis hin zu einer filigranen Frauenfigur des Bildhauers Amir Omerovi?, der Bienenwaben als Grundlage für den Bronzeguss verwendet“, sagt Artotheks-Leiterin Dr. Sabine Isensee.

Die Werke von elf regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern werden in der Ausstellung präsentiert: Malerei von Petra Jaschinski und Jub Mönster, Grafiken von Heike Kati Barath, Karin Kneffel, Thomas Schütte und Emma Talbot, Fotografien von Thorsten Brinkmann, Regina Relang, Martin Rosswog und Gertje Kollmann sowie eine Skulptur von Amir Omerovi?.

Das diesjährige Titelmotiv zur Ausstellung „Neue Werke“ zeigt eine Farbradierung von Karin Kneffel, die zu den wichtigsten Malerinnen der Gegenwart zählt und mit ihren realistischen Darstellungen von monumentalen Früchten internationale Bekanntheit erlangte. Karin Kneffel, die Professorin für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München ist, hat eine nahezu magische Grafik geschaffen: „Leuchtend rote Kirschen, die an grünen Stängeln dynamisch in den Bildraum hineinragen, erzeugen vor der nächtlichen Silhouette einer Stadt eine unheimliche Spannung, die der Betrachter zu entschlüsseln versucht“, beschreibt Sabine Isensee das Bild.

Auch die regionale Kunstszene ist vielfältig mit Werken in der Ausstellung vertreten: Von Petra Jaschinski sind zwei landschaftliche Acrylbilder zu sehen, Gertje Kollmann hat eine poetische Farbfotografie zum Thema „Tanz“ geschaffen, Jub Mönster hat vier Frauenporträts gezeichnet, die raffiniert mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen, von dem Bildhauer Amir Omerovi? wird eine anmutige Frauenfigur aus Bronze präsentiert, die ein extravagantes Kleid aus Bienenwaben trägt, und von Thomas Schütte, der weltweit zu den gefragtesten deutschen Künstlern der Gegenwart zählt, ist eine Grafik zu erleben, die auf eine 2017 geschaffene Betonskulptur in Marl Bezug nimmt, in der symbolisch eine aufgeschnittene Wassermelone auf einer hohen Säule steht.

„Neue Werke“ wird vom 7. Februar bis zum 8. April zu den Öffnungszeiten der Artothek (Montag und Donnerstag, 15 bis 19 Uhr) gezeigt. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke zur Ausleihe vorbestellt werden.

Am 21. Februar, 21. März und 8. April finden Abendführungen mit der Kunstvermittlerin Geraldine Dudek statt. Die Teilnahme kostet 3 Euro. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Ab sofort können zur aktuellen Ausstellung auch Führungen im privaten Freundeskreis gebucht werden. In geselliger Runde wird über Kunst gesprochen. Die Führung dauert 60 Minuten und kostet 25 Euro.

Anmeldungen für „Kunst & Kuchen“ nimmt Hedwig Vavra-Sibum unter Telefon 0441 235-3403 oder per Mail museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de entgegen. Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/artothek und unter www.stadtmuseum-oldenburg.de.
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Orte mit Geschichte: Angebote für Schulklassen und Lehrkräfte

06.02.2019 19:12 Uhr
Anlässlich der neuen Ausstellung „The Active Guest“ von Nina Fischer und Maroan el Sani bietet das Edith-Russ-Haus für Medienkunst Führungen für Schülergruppen und Lehrkräfte an, die bis einschließlich 29. März gebucht werden können. 

Unter dem Thema „Orte mit Geschichte“ gibt es einstündige Rundgänge für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9: Sie erforschen dabei, wie es dem Künstlerduo gelingt, die komplexe Geschichte besonderer Orte künstlerisch darzustellen, erhalten Hintergrundinformationen zur Ausstellung und diskutieren die Wirkung der Arbeiten auf den Betrachter. Die Rundgänge kosten 25 Euro pro Gruppe. 

Lehrkräfte und Multiplikatoren können zudem einen kostenfreien Ideenrundgang buchen, um die Ausstellung und das Vermittlungsangebot des Edith-Russ-Hauses näher kennenzulernen. Weitere Informationen gibt es bei Sandrine Teuber, telefonisch unter 0441 235-3275 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Gemälde werden mit Tastmodellen erfahrbar

06.02.2019 18:50 Uhr

Neues Angebot für Sehbehinderte im Stadtmuseum Oldenburg

Um die Barrierefreiheit im Stadtmuseum weiter voranzutreiben, ist ein besonderes Angebot für sehbehinderte Besucherinnen und Besucher entwickelt worden: Zwei Gemälde aus den historischen Villen des Museums sind als Tastmodelle umgesetzt worden. „Uns ist es wichtig, die Kunstwerke möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern vermitteln zu können. Menschen mit Behinderungen sollen davon nicht ausgeschlossen werden“, betont Sandrine Teuber aus dem Team der Museumspädagogik. Gemeinsam mit der Kulturvermittlerin Dörte Mitwollen hat sie das neue Angebot erarbeitet: „Die Tastmodelle werden von einem Heft in Braille-Schrift und zusätzlichen Audiodateien begleitet. Die beiden Gemälde werden damit auf ganz unterschiedliche Weise erfahrbar“, ergänzt Mitwollen.

Die Tastmodelle gehören zu den Gemälden „Maler vor römischer Ruine“ von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und „Die kleine Prinzessin“ von Pieter Leermans. Sie wurden in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Oldenburg entwickelt; die praktische Umsetzung hat die Agentur „inkl. Design“ übernommen. Während der Testphase mit allen Beteiligten wurden auch die begleitenden Audiodateien angeregt, die nun über einen QR-Code oder einen Pen Friend (eine Art Stift als Abspielgerät) abgerufen werden können. Besonders wichtig und herausfordernd war dabei, die Gemälde für alle verständlich zu beschreiben, sowie die Beschreibung so zu formulieren, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer ihr folgen können, während sie das Gemälde mit seinen Details gleichzeitig ertasten.

Ab dem 15. Februar können sich alle Besucherinnen und Besucher bei Bedarf die Tastmodelle und das Begleitheft an der Museumskasse ausleihen. Es kann sowohl vor den Gemälden in den Villen als auch im Café genutzt werden.
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Global Music Player AllStars am 9. Februar im Cadillac

01.02.2019 21:06 Uhr
Afrikanischer Hiphop, Sones aus Südamerika, Reggae, arabische Saitenmusik, Türkische Musik, Georgisches Liedgut und manches mehr, das ist die Vielfalt, die die 16 Musiker*innen der Global Music Player AllStars, die fast überall auf der Welt ihre Wurzeln haben, auf die Bühne bringen. 

Beim Allstars-Projekt begleiten sie sich gegenseitig und bringen somit „Weltmusik“ im wahrsten Sinne des Wortes zum Klingen. Die „AllStars“ erfinden sich von Konzert zu Konzert neu – alles ist im Fluss. 

Beim Auftritt im Cadillac werden neben Ausschnitten aus der CD „Von dieser Welt“ auch einige neue Songs dargeboten. Grenzenlose Musik also ...

Termindaten:
9. Februar 2019
Beginn: 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30)
Eintritt: 10 Euro / Abendkasse: 14 Euro

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Ein Ticket, drei Museen: Kombiticket jetzt auch im Edith-Russ-Haus gültig

29.01.2019 19:40 Uhr
Das Kombiticket für das Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum gilt im Februar und März ohne weiteren Aufpreis auch für das Edith-Russ-Haus für Medienkunst. Es kann in allen drei Häusern erworben werden. Die Aktion gilt damit während der gesamten Laufzeit der neuen Ausstellung „Nina Fischer und Maroan el Sani: The Active Guest“, die bis 31. März zu sehen ist. Das Kombiticket kostet 5,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, und ist für einen Tag gültig. Unabhängig von der Ausweitung des Kombitickets ist im Edith-Russ-Haus auch weiterhin der vierte Samstag jedes Monats eintrittsfrei – während der aktuellen Ausstellung also am 23. Februar und 23. März.
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Glum-Räder kehren zurück nach Oldenburg

27.01.2019 16:25 Uhr
Vom 21. September 2018 bis 6. Januar 2019 bereicherten die rund 3500 Jahre alten Scheibenräder von Glum die Sonderausstellung „Bewegte Zeiten“ im Martin-Gropius Bau in Berlin zum Themenfeld Mobilität.  Die herausragenden Moorfunde sind nun nach Oldenburg zurückgekehrt. Sie werden ab dem 29. Januar wieder an ihrem Platz in der Dauerausstellung zu sehen sein.

Mit Ausstellungs- und Forschungskooperationen will Museumsleiterin Dr. Ursula Warnke auch zukünftig die Wahrnehmung der kostbaren archäologischen Sammlung in der überregionalen Öffentlichkeit stärken. „Es ist trotzdem schön, sie wieder hier zu haben! Denn auch unserem Museumspublikum haben wir sicher Lust gemacht, diese Glanzstücke unserer Dauerausstellung wiederzuentdecken.“ freut sich Dr. Ursula Warnke über die gelungene Kooperation und die Rückkehrer.

Die Sonderausstellung „Bewegte Zeiten“, eine Leistungsschau zur Archäologie in Deutschland, zeigte bis 6. Januar 2019 im Gropius Bau in Berlin spektakuläre archäologische Funde aus ganz Deutschland. Mit Exponaten von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert nahm die Ausstellung anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 Austauschprozesse und Beziehungen innerhalb Europas in den Fokus.
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„The Active Guest“: Neue Ausstellung eröffnet mit Künstlergespräch am 30. Januar

27.01.2019 16:23 Uhr
Das Berliner Künstlerduo Nina Fischer & Maroan el Sani stellt am Mittwoch, 30. Januar, um 18 Uhr die neue Ausstellung „The Active Guest“ im Edith-Russ-Haus für Medienkunst vor. Mit dokumentarischen und fiktionalen Elementen untersuchen Fischer & el Sani Gesellschaften im Wandel. Protagonisten ihrer Arbeiten sind häufig urbane Räume oder Bauwerke, die sich ins kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft eingeschrieben haben – so etwa der Palast der Republik in Ostberlin. Im Anschluss an das Künstlergespräch wird die Ausstellung mit Grußworten von Dr. Nicole Deufel sowie einer Einführung von Marcel Schwierin und Edit Molnár um 19 Uhr eröffnet. Der Eintritt ist frei.
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Zwischen Dichtung und Wahrheit

23.01.2019 22:11 Uhr

Lesung von Steven Uhly beendet aktuelle LiteraTour Nord

Steven Uhly, Autor zahlreicher Romane, Gedichte, Kurzgeschichten, Essays und Übersetzungen, beendet am Sonntag, 3. Februar, den aktuellen Durchgang der LiteraTour Nord. Er liest ab 11 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 aus seinem jüngsten Roman „Den blinden Göttern“, der in einem klugen Spiel Dichtung und Wahrheit miteinander verknüpft. Der Literaturwissenschaftler Jörg Schuster moderiert die Lesung und spricht mit dem Schriftsteller über die unklare Trennlinie zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

Steven Uhlys Roman erhält eine ganze Reihe wunderbarer Gedichte. Darüber hinaus besteht der große Charme des Buches darin, dass der Autor nicht erkennen lässt, ob eine wahre Geschichte oder eine Persiflage vorliegt: Dem Buchhändler Friedrich Keller wird von einem verwahrlosten Unbekannten ein Manuskript mit Gedichten zugespielt. Keller, neurotischer Einzelgänger und passionierter Kenner der Dichtkunst, beginnt eines Tages das Manuskript zu lesen und entdeckt bald, dass ihm ein Meisterwerk vorliegt. Geraume Zeit später erkennt er den Mann auf der Straße wieder und folgt ihm spontan in die derbe Welt einer Kneipe, wo er das Gespräch mit dem Genie sucht. Die Begegnung bringt seine Welt ins Wanken. Als der Dichter schließlich bei Keller zuhause aufkreuzt, gerät sie vollends aus den Fugen.

Steven Uhly, 1964 in Köln geboren, studierte Literatur, promovierte und lehrte in Brasilien und Deutschland. Er übersetzt Lyrik und Prosa unter anderem aus dem Spanischen und Portugiesischen. Für seinen Roman „Adams Fuge“ erhielt er den Tukan-Preis 2011, „Glückskind“ (2012) wurde von Michael Verhoeven verfilmt. 2015 erschien der Gedichtband Tagebuch. Uhly lebt in München.
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Nachwuchs spielt groß auf

23.01.2019 08:37 Uhr

Jugend musiziert: Hohes Niveau beim Regionalwettbewerb

Der Nachwuchs hat groß aufgespielt: Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, der am Sonntag, 20. Januar, im Kulturzentrum PFL stattfand, erzielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele erste Preise. Wie viel musisches Können in den unterschiedlichen Kategorien präsentiert wurde, lässt sich daran festmachen, dass über die Hälfte der jungen Teilnehmenden von den Fachjurys zur nächsten Runde in den Landeswettbewerb weitergeleitet wurden. „Das spricht für die hohe Qualität und die gute Vorbereitung unserer Musiktalente“, freut sich Celia Spielmann, Vorsitzende des Regionalausschusses.

80 junge Musikerinnen und Musiker nahmen in Einzel-, Duo-, oder Ensemblewertungen aus der Region Oldenburg Nord teil. Zur Region gehören die Stadt Wilhelmshaven, die Landkreise Ammerland, Friesland und Wesermarsch sowie die Stadt Oldenburg.

In fünf Wertungen erreichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die maximale Zahl von 25 Punkten: Tue-Minh Vu (Altersgruppe IA, Violine), Clara-Sophie Kleffner (Altersgruppe IB, Violine) und Johannes Kleffner (Altersgruppe II, Klavierbegleitung), Sofija Pavlenko (Altersgruppe II, Violine), Jakow Pavlenko (Altersgruppe IV, Violine), Jannis Leinweber (Altersgruppe IV, Kontrabass), Neo Wernecke (Altersgruppe II, Mallets), Melina Schubmann und Irla Syfuß (Altersgruppe IB, Duo Klavier und ein Holzblasinstrument), Jördis Rebecca Campe und Jelde Kohlschein (Altersgruppe V, Duo Klavier und ein Holzblasinstrument), Linus Reil, Jelde Steffens und Tom Gramsch (Altersgruppe IV, Gitarrentrio) begeisterten mit ihren Vorträgen.

Für insgesamt 48 Kinder und Jugendliche geht es im März mit dem Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Hannover weiter.
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Robert Stadlober liest Janssen am 24. Januar

19.01.2019 18:24 Uhr
Am Donnerstag, 24. Januar, widmet sich das Horst-Janssen-Museum der literarischen Seite seines Namensgebers: Der Schauspieler Robert Stadlober liest ab 20 Uhr aus seinen Lieblingstexten von Horst Janssen. Karten gibt es für 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, im Vorverkauf (im Museum, bei der Tourist Info oder online unter www.ticket2go.de) sowie an der Abendkasse. Mit Stadlober – bekannt aus „Crazy“, als Peer Gynt oder aus dem Film „Mackie Messer“ – setzt das Museum die Reihe fort, die Janssens originelle, witzige, manchmal auch böse Texte in den Mittelpunkt rückt.
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Oldenburger Orte im Fokus

19.01.2019 18:04 Uhr
Fotoausstellung des Blauschimmel Ateliers eröffnet am Samstag, den 26. Januar um 12 Uhr in der Kinderbibliothek am PFL.

Welche Geschichten erzählen uns Orte? Und welche neuen Perspektiven eröffnen sich durch die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Fotografie?

Unter der Leitung der Sozialwissenschaftlerin und Künstlerin Edda Akkermann haben 12 Fotograf*innen (Laien und Profis) auf gemeinsamen Spaziergängen Orte in Oldenburg mit der Fotokamera erkundet. Orte, die sich dem Blick der Öffentlichkeit entziehen, weil sie nicht ohne weiteres zugänglich sind oder nur wenig Beachtung finden. Wie beispielsweise die Deckenmalerei des Degodehauses oder die Baustelle auf dem ehemaligen Rhein-Umschlag-Gelände.

„Diese Orte gemeinsam zu entdecken hat allen Beteiligten einen neuen Blick auf Oldenburger Orte eröffnet“, so Edda Akkermann, Projektleiterin. Und so zeigt die Ausstellung ganz neue Seiten von Oldenburg.

Die entstandenen Fotoreihen und -collagen werden vom 26.1. - 28.2.2019 in der Kinderbibliothek in der Peterstraße ausgestellt.

Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch.
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Montags_Kunst: Workshops zum Thema Holzschnitt

16.01.2019 13:05 Uhr

Noch bis zum 28. Januar anmelden

Wie funktioniert ein Holzschnitt? Das Horst-Janssen-Museum bietet im Rahmen der Montags_Kunst einen dreiteiligen Workshop jeweils von 18 bis 20 Uhr mit Kunstpädagogin Heike Seiferth an. Am Montag, 4. Februar, startet der Kurs und wird am 18. Februar und 4. März fortgesetzt. Die Teilnehmenden haben so die Chance, die aktuelle Ausstellung „Rote Watte ? Druckstöcke und Holzdrucke von Gustav Kluge“ besser kennenzulernen und künstlerisch zu dieser zu arbeiten. Dabei steht ihnen Heike Seiferth mit Hintegrundinformationen sowie Rat und Tat zur Seite. 

Die Teilnahme kostet 35 Euro inklusive Material. Eine Anmeldung ist noch bis Montag, 28. Januar, möglich unter Telefon 0441 235-3403 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Sing Das Ding! – Weihnachts-Spezial!

13.12.2018 16:40 Uhr
Am Mittwoch, 19. Dezember, findet ab 19 Uhr das letzte Mal für 2018 die  Veranstaltung „Sing Das Ding“ statt.

Wie auch bereits im vergangenen Jahr wird es im Dezember ein Weihnachts-Special geben. Moderne und traditionelle Weihnachtslieder werden somit das typische Repertoire ergänzen, um sich in der Vorweihnachtszeit schon einmal warm zu singen und textfest zu machen.

Die zwei Musiker Marco Neumann und Marcus Friedeberg, welche bereits seit mehreren Jahren gemeinsam in der Formation OffLimits und Pangea spielen, geben die Songs vor und begleiten viele der Stücke live mit ihren Instrumenten. Die Texte der Lieder werden mit einem Beamer an eine große Leinwand projiziert, und sind für jede/n „Mitsänge/inr“ gut lesbar. Es lässt sich auch als Gruppen-Karaoke beschreiben, allerdings macht sich hier niemand alleine vor dem Publikum zum Horst, sondern man singt zusammen als Gemeinschaft.

Bei Sing Das Ding werden Lieder aus den verschiedensten Genres, vorzugsweise aus den Bereichen Rock, Pop, Folk, Charts und natürlich vielen Party-Klassikern gesungen, welche zum Teil durch die Vorsänger ausgesucht werden, aber auch jeweils fürs nächste Mal von den Gästen via Stimmzettel gewünscht werden können

Songvorschläge werden darüber hinaus auch gerne über Facebook in der jeweiligen Veranstaltung angenommen, und man kann natürlich auch Songwünsche an das Cadillac senden unter cadillac@stadt-oldenburg.de .

Es bringt einfach viel Freude gemeinsam in der großen Masse lauthals zu singen – Egal ob Profisänger oder Anfänger, es ist egal, denn es geht einzig und allein um den Spaß!

Singen ist expressiv, befreiend und lässt gelegentlich auch einfach mal Dampf ab, das Beste an Sing das Ding ist, dass man nicht alleine unter der Dusche Zuhause singt sondern mit vielen anderen begeisterten Sänger „alles raus lassen“ kann.
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Schauspieler Robert Stadlober zu Gast im Horst-Janssen-Museum

07.12.2018 09:26 Uhr

Fortsetzung der Lesereihe mit Janssen-Texten

Der österreichische Schauspieler Robert Stadlober ist am Donnerstag, 24. Januar, im Horst-Janssen-Museum zu Gast und wird aus seinen Lieblingstexten von Horst Janssen lesen. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf für 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Beginn ist um 20 Uhr. Mit Stadlober setzt das Museum die Reihe fort, die Janssens originelle, witzige, manchmal auch böse Texte in den Mittelpunkt rückt – denn dass Janssen ein begnadeter Zeichner war, ist bekannt, seine literarische Seite allerdings weniger.

Robert Stadlober (geboren 1982) feierte mit den Filmen „Sonnenallee“ und „Crazy“ schon als Jugendlicher seinen Durchbruch als Schauspieler. Seitdem war er in unzähligen Kino- und TV-Produktionen zu sehen, darunter als Peer Gynt in der gleichnamigen Verfilmung, als Lyschko in „Krabat“ oder zuletzt im Film „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ als Kurt Weill. Auch am Theater und als Musiker ist er aktiv, unter anderem in seiner Band Gary.

Tickets sind ab sofort im Horst-Janssen-Museum und bei der Tourist Info im Lappan erhältlich, außerdem online über ticket2go.de. Die Reihe wird im Frühjahr weiter fortgesetzt. Im Herbst 2019 steht Janssens Verbindung zur Literatur dann im Zentrum einer großen Ausstellung zu seinem 90. Geburtstag.
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Forum für Ausstellungen im PFL

05.12.2018 20:11 Uhr
Die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement gibt Künstlerinnen und Künstlern ein Forum für Ausstellungen. Ob Fotografien, Acrylmalerei, Zeichnungen, abstrakte Kunst oder Druckgrafik – Interessierte haben die Möglichkeit, ihre Werke im Flur der Fachstelle im Kulturzentrum PFL kostenfrei auszustellen und somit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Flurbereich bietet Platz für etwa 20 bis 40 Werke. Von April bis September und von Oktober bis März können jeweils zwei Künstlerinnen und Künstler oder Künstlerkollektive ihre Arbeiten zeigen. Die Ausstellungen werden im Programmheft der Kultur- und Bildungseinrichtung „inForum“ angekündigt. Bei Bedarf kann in Zusammenarbeit mit der Fachstelle auch eine Vernissage veranstaltet werden.

Interessierte werden gebeten, sich bei Julia Rehbein telefonisch unter 0441 235-3765 oder per E-Mail an julia.rehbein@stadt-oldenburg.de zu melden.
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Licht und Schatten als verbindendes Element

02.12.2018 20:12 Uhr

Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement zeigt Bilder-Ausstellung

Die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement zeigt im Kulturzentrum PFL Bilder der Gruppe „Malen am Donnerstag“ aus der Kultur- und Bildungseinrichtung „inForum“. Der Titel der Ausstellung lautet „Auf der Suche nach dem Licht“. Licht und Schatten bilden das verbindende Element zwischen den Bildern, die in der Malgruppe über einen Zeitraum von rund einem Jahr entstanden sind. Ein schöner bunter Herbstwald, durch den die Sonne strahlt, hatte den Impuls für das neue Thema gegeben, dem sich die Künstlerinnen und Künstler individuell gewidmet haben. Von der sehr realistischen Bleistiftzeichnung über bunte Aquarellmotive bis hin zu abstrakten Acrylkompositionen reicht die Bandbreite der Arbeiten.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember werktags von 10 bis 18 Uhr auf dem Flur der Fachstelle im PFL, Peterstraße 3, zu besichtigen. Weitere Auskünfte sind per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon 0441 235-2781 möglich.
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Experimentelle Klangwelten mit Backpapier und Doodledingern

21.11.2018 11:52 Uhr

Das preisgekrönte BlueScreen Ensemble lädt zur offenen Bandprobe ins Blauschimmel Atelier ein.

Das Blauschimmel Atelier feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. 20 Jahre Kreativität, Kunst und gelebte Inklusion. Jeden Monat präsentiert das Atelier einen anderen Aspekt seiner inklusiven künstlerischen Arbeit.

Am Dienstag, den 27. November 2018 lädt das preisgekrönte BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers von 18 bis 20 Uhr zu einer offenen Probe ein. Experimentelle Klangerforschung ist das Markenzeichen des improvisierenden Laien-Ensembles, welches sich seit fast 20 Jahren unter der Leitung von Jochen Fried der improvisierten Musik verschrieben hat. Jedes Stück der experimentellen Band ist einzigartig. Ob mit Backpapier, Gartenschlauch oder eigens für die Band konstruierten elektronischen Doodledingern, mit Leidenschaft und Mut zu Neuem bringt der zweimalige Preisträger des Förderpreises Musikvermittlung der Musikland Niedersachsen gGmbH und des InTakt Förderpreises der „miriam-stiftung“ stets außergewöhnliche Produktionen auf die Bühne.

Am 27. November öffnet BlueScreen die Türen seiner Klang-Schatzkammern. Interessierte Menschen – egal ob Musiker*innen oder Nicht- Musiker*innen, Laien und Profis sind herzlich dazu eingeladen, an dem immer wieder unglaublichen Entstehen von Klangerlebnissen teilzunehmen und selber mit zu improvisieren.

Begleitet wird die vielfältig akustische und elektronische Musik durch Live-Visuals des Medienkünstlers Jörg Scheel, der all die Klänge mithilfe seines Programms „Klangmaler“ in eine digitale Bildwelt übersetzt.
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Edith-Russ-Haus lädt Lehrkräfte zum Ideenrundgang ein

31.10.2018 17:48 Uhr

Vermittlungsideen zur Ausstellung „The Scar“

Das Edith-Russ-Haus lädt am Dienstag, 6. November, um 16 Uhr, Lehrkräfte, Pädagogen und Multiplikatoren zu einem Ideenrundgang ein. Untereinander und mit Kunstvermittler Jan Blum können die Teilnehmenden sich über Möglichkeiten der kunstpraktischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Ausstellung „The Scar“ des Künstlerduos Noor Afshan Mirza und Brad Butler austauschen. Ausgehend von Mirza & Butlers Werk können auch mögliche gemeinsame Projekte besprochen werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind bis Montag, 5. November, möglich, entweder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3275.
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„Wie ich fälschte, log und Gutes tat“

27.10.2018 21:38 Uhr

Thomas Klupp liest in der LiteraTour Nord

Am Sonntag, 11. November, präsentiert Thomas Klupp seinen aktuellen Roman „Wie ich fälschte, log und Gutes tat“ in der LiteraTour Nord. Ab 11 Uhr liest der Schriftsteller im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 und spricht mit dem Literaturwissenschaftler Jörg Schuster über das Buch. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

Thomas Klupp erzählt seinen neuen Roman anarchisch und mit bitterbösem Humor im Hochgeschwindigkeitsrausch: Weiden ist eine Vorzeigekleinstadt. Die Wirtschaft brummt, von den Lady-Lions gibt es Charity-Barbecues für Flüchtlinge, die Oberschule ruft eine Leistungsinitiative in den MINT-Fächern aus, die Tennisjugend gewinnt das Landesfinale, und zu Beginn des neuen Schuljahrs prangt von jeder Wand ein Antidrogenplakat der Champions mit dem Slogan: „Geh ans Limit! Ohne Speed!“. Benedikt Jäger und seine Kumpels Vince und Prechtl sind nicht nur mittendrauf zu sehen, sie stecken auch mittendrin in dieser schönen Welt, die alle Abgründe vertuscht.

Thomas Klupp wurde 1977 in Erlangen geboren, war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste und lehrt als Dozent am Literaturinstitut der Universität Hildesheim. Sein von der Kritik gefeiertes Romandebüt „Paradiso“ wurde mit dem Nicolas-Born-Förderpreis und dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet. Er war Stipendiat beim 10. Klagenfurter Literaturkurs und erhielt 2011 den Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb. Thomas Klupp lebt in Hildesheim und Berlin.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Benefizkonzert mit dem Gospelchor Sound & Joy

19.10.2018 19:38 Uhr

Soroptimistinnen laden ein

Am 26.Oktober 2018 wird um 19 Uhr in der Garnisonkirche ein Benefizkonzert mit dem bekannten Oldenburger Chor Sound & Joy um Kalle Popp stattfinden.

Die Einnahmen kommen  einem Mädchen- und Frauenprojekt der SELAM Lebenshilfe zugute. Mädchen und Frauen mit Beeinträchtigungen sollen in speziellen Trainings lernen, sich gegen Belästigungen und Missbrauch zu behaupten. Diese Selbstbehauptungskurse haben schon zahlreichen Mädchen und Frauen geholfen, können aber nur mit Hilfe von Spenden fortgesetzt werden. Veranstaltet wird das Konzert von Soroptimist International Club Oldenburg. Frauen eine Stimme zu geben, sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen einzusetzen, dieses Ziel verfolgt Soroptimist International weltweit und auch hier vor Ort in Oldenburg.

Der Eintritt zu diesem fröhlichen, ca. 60minütigen Konzert ist frei. Um Spenden für das Projekt wird gebeten. Die Organisatorinnen freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
 

Daten:
Benefizkonzert mit dem Oldenburger Gospelchor Sound & Joy
zugunsten der SELAM Lebenshilfe
Termin: Freitag, 26.10.2018, 19 Uhr
Ort: Garnisonkirche Oldenburg, Peterstraße
Veranstalter: Soroptimist International Club Oldenburg.
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Bilder aus Licht: Cyanotypie-Workshop am 4. November

16.10.2018 19:19 Uhr

Anmeldung bis zum 29. Oktober

Aufgrund des großen Interesses bietet das Horst-Janssen-Museum einen weiteren Workshop zur Cyanotypie an: Am Samstag, 4. November, von 10 bis 14 Uhr führen die Kunstvermittlerinnen Geraldine Dudek und Sandrine Teuber Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene in die Technik des Fotogramms ein. Bei der Cyanotypie handelt es sich um ein frühes fotografisches Edeldruckverfahren, das 1842 vom englischen Naturwissenschaftler und Astronomen Sir John Herschel entwickelt wurde. Dabei werden mit Hilfe von Eisensalzlösungen sensibilisierte Papiere in der Sonne belichtet, mit Wasser entwickelt und fixiert, wobei die typisch cyanblauen Bildergebnisse entstehen.

Die Teilnahme inklusive Material kostet 12 Euro. Anmeldungen sind möglich bis Montag, 29. Oktober, unter Telefon 0441 235-3403 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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„Das feministische Paradies“

10.10.2018 12:54 Uhr

eine Bühnen-Performance über 100 Jahre Frauenrecht

Unter dem Titel „Das feministische Paradies“ präsentiert die Jugendkulturarbeit e.V. eine generationsübergreifende Performance zum Thema Frauenrechte und Frauenbewegung. 

Das Jubiläumsjahr 2018 feiert sowohl 100 Jahre Frauenwahlrecht als auch 50 Jahre Neue Frauenbewegung. 12 Frauen im Alter von 19 bis über 60 Jahren haben gemeinsam einen Rückblick vorgenommen und bringen von Olympe de Gouche (1791) bis hin zur aktuellen MeToo-Debatte einen historischen Abriss, aber auch die Gegenwart der Frauenbewegung auf die Bühne. 

„Das feministische Paradies“ nutzt als künstlerisches Format performative Darstellungsmöglichkeiten um gesellschaftliche Entwicklungen kritisch abzubilden und sich diesen Fragen zu stellen. 

Die Weimarer Republik brachte aktives und passives Wahlrecht für Frauen. 

Die Aufnahme des Satzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ 1949 im Grundgesetz stellte einen frauenrechtlichen Meilenstein der Nachkriegszeit dar. 

Kämpfe um Bildung, um weibliche Selbstbestimmung und um weibliche Erwerbsarbeit bilden weitere Eckpfeiler der Neuen Frauenbewegung - eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. 

Frauen unterschiedlicher Generationen trafen sich gemeinsam, um sich im Spannungsfeld historischer Entwicklungen und des eigenen jeweiligen biografischen Hintergrunds auszutauschen. Diese Form der Projektarbeit – verstanden als gemeinsames Forschungsfeld – ist (besonders) geprägt von Toleranz gegenüber unter- schiedlichen Sichtweisen und Standpunkten. 

Es werden biografische Erzählungen mit fiktiven Texten gemischt, Originaltöne und Bilder eingespielt, sowie Forderungen der damaligen und heutigen Frauenbewegung gegenübergestellt, kommentiert, choreografiert. Historische Figuren, aber auch die Bloggerin und die feminine Feministin, die iranische Frauenbewegung und aktuelle Ereignisse weltweit sind Teil der Performance. Zwischen Selbstoptimierung, Geburtenkontrolle, familienfreundlicher Arbeitszeit, Karriere und Militärdienst – Frauen haben die Wahl und können sich entscheiden. 

Mit Anna-Rosa Ostern, Anne Strick, Antje Rose, Farnaz Ranahma, Gina Schumm, Johanna Bauhus, Margit Ostern, Pia Schillinger, Paula Schumm, Sabine Molitor, Silke Trautmann, Sonja Wessels 

Premiere ist am 26. Oktober um 20 Uhr in der Limonadenfabrik, Kleine Straße 8. Weitere Aufführungen gibt es am 27. (20 Uhr) und 28. Oktober (19 Uhr). Am 29. Oktober wird vormittags eine Aufführung für Gruppen nach Voranmeldung angeboten. Kontakt und weitere Informationen bei Gina Schumm, E-Mail: g.schumm@jugendkulturarbeit.eu
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Erste Lesung der LiteraTour Nord in BIS-Saal der Universität verlegt

10.10.2018 12:30 Uhr

Inger-Maria Mahlkes Roman „Archipel“ mit Deutschem Buchpreis ausgezeichnet

Inger-Maria Mahlkes Roman „Archipel“ wurde am 8. Oktober mit dem Deutschen Buchpreis als bestes Buch des Jahres 2018 ausgezeichnet. Das dürfte das Interesse an ihrer Lesung im Rahmen der LiteraTour Nord am Sonntag, 21. Oktober, erhöhen. Die Veranstaltung wurde daher in den BIS-Saal der Oldenburger Universität verlegt. Der Bibliothekssaal (BIS) befindet sich im Zentralbereich der Universität am Uhlhornsweg. Beginn ist unverändert um 11 Uhr. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und telefonisch unter 0441 71677.

Die Jurybegründung lautet: „Der Archipel liegt am äußersten Rand Europas, Schauplatz ist die Insel Teneriffa. Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Inger-Maria Mahlke erzählt auf genaue und stimmige Weise von der Gegenwart bis zurück ins Jahr 1919. Im Zentrum stehen drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. Vor allem aber sind es die schillernden Details, die diesen Roman zu einem eindrücklichen Ereignis machen. Das Alltagsleben, eine beschädigte Landschaft, aber auch das Licht werden in der Sprache sinnlich erfahrbar. Faszinierend ist der Blick der Autorin für die feinen Verästelungen in familiären und sozialen Beziehungen.“

Der aktuelle Roman „Archipel“ der Schriftstellerin Inger-Maria Mahlke wurde für die Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018 nominiert. Am Sonntag, 21. Oktober, präsentiert die Autorin das Buch in Lesung und Gespräch in der Auftaktveranstaltung der LiteraTour Nord in Oldenburg. Beginn ist um 11 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gib es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und telefonisch unter 0441-71677.

Inger-Maria Mahlke führt uns durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen und entwirft dabei einen großen Familienroman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa. Rosa hat ihr Kunststudium abgebrochen und kehrt zurück auf die Insel und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Sie weiß nicht genau, was sie sucht, doch für eine Weile sieht es so aus, als könne sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, der alten Hauptstadt des Archipels, finden. Ausgerechnet dort, wo Rosas Großvater Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Spanischen Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten. Er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel.

Inger-Maria Mahlke, 1977 in Hamburg geboren, aufgewachsen in Lübeck und auf Teneriffa, studierte Jura und arbeitete am Lehrstuhl für Kriminologie der FU Berlin. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Für ihre Romane „Silberfischchen“, „Rechnung offen“ und „Wie ihr wollt“ wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.
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Bühnen-Poeten schmücken sich mit fremden Federn

29.09.2018 20:22 Uhr

Themen-Poetry Slam im Wilhelm13 mit Gaststar Tobi Katze am 19. Oktober

Das Literaturbüro Oldenburg veranstaltet am Freitag, 19. Oktober, den Themen-Poetry Slam „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 (Leo-Trepp-Straße 13). Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, Karten vorzubestellen. Diese können beim Literaturbüro per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 reserviert werden.

„Fremde Federn“ vereint fünf Bühnen-Poeten zu einem Ensemble und nimmt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht aufs Korn. Dabei schmücken sich Sebastian Hahn, Adriane Meinhardt, Tanja Schwarz, Gerrit Wilanek und Tobi Katze im doppelten Wortsinn mit fremden Federn. Tobi Katze aus Dortmund ist als Gast-Poet dabei. Er schreibt Kurzgeschichten, Essays, Gedichte und Drehbücher. Seine mitreißenden Bühnenshows brachten ihm bereits den Bielefelder Kabarettpreis ein. 2015 erschien sein Debütroman „Morgen ist leider auch noch ein Tag“ im Rowohlt Verlag und 2017 sein neues Buch „Immer schön die Ballons halten“.

Im ersten Teil der Veranstaltung stellen die Akteure sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause präsentieren sie im zweiten Teil des Abends so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zum Thema „Motto-Party“ geschrieben. Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Indianer-Kopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken. Das Publikum hilft zu guter Letzt bei der Aufklärung der wahren Urheberschaft, denn das Copyright wird selbstverständlich respektiert: Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Besucherinnen und Besuchern bestehende Jury an der richtigen Zuordnung von Text und Autor. Jedes Jury-Mitglied erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von „Fremde Federn“ im kommenden März. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.
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Leutnant Edgar Stern auf Orient-Mission

29.09.2018 19:51 Uhr

Jakob Hein liest am 16. Oktober in der Reihe „Konstellationen“

Der aktuelle Roman des Schriftstellers Jakob Hein erzählt die wahre Geschichte des jüdischen Leutnants Edgar Stern, der 1914 eine als Zirkus getarnte Truppe muslimischer Gefangener nach Konstantinopel schmuggelte. Am Dienstag, 16. Oktober, stellt Jakob Hein sein Buch „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“ in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturbüros Oldenburg vor und spricht mit dem Historiker Michael Sommer. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturbüro per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Für den Protagonisten Edgar Stern ist der Gedanke, dass in nur wenigen Wochen der Krieg ausbricht, unvorstellbar. Niemals hätte er sich träumen lassen, dass er der Hauptakteur eines aberwitzigen Plans der deutschen Militärführung werden würde: Wenn es gelänge, dass der türkische Sultan für das befreundete Deutsche Reich den Dschihad ausruft und sich daraufhin alle Muslime – vor allem die in den Kolonien – gegen die britischen und französischen Gegner erheben, müsste die Schlacht schnell entschieden sein. Um den Sultan als Verbündeten zu gewinnen, will man einige muslimische Kriegsgefangene feierlich in Konstantinopel freilassen. Doch dazu müssen sie möglichst unauffällig durch halb Europa geschleust werden.

Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker, Arzt und lebt in Berlin. Sein Roman „Herr Jensen steigt aus“ (2006) stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. 2017 wurde in der ARD die Komödie „Zwei Bauern und kein Land“ ausgestrahlt, für die Hein das Drehbuch mitverfasst hatte.

Die Veranstaltungsreihe wird als Bestandteil der Aktivitäten zum 25-jährigen Jubiläum des Literaturbüros von der Stiftung Niedersachsen gefördert. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Ring frei für „Siegfried“

24.09.2018 17:17 Uhr

Beifallsstürme für den dritten Teil des Oldenburger „Rings“ im Staatstheater

von Marlies Folkens

In dieser Spielzeit bringt das Oldenburger Staatstheater den dritten Teil von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ auf die Bühne. Nach der von Publikum wie Kritik gleichermaßen gefeierten „Walküre“ 2017 steht jetzt „Siegfried“ auf dem Programm – wiederum unter der musikalischen Leitung von GMD Hendrik Vestmann und der Regie von Paul Esterhazy. Auch diesmal ging das zugrundeliegende Konzept, das „Weltendrama“ in der Enge eines Alpendorfs auf die (Dreh-)Bühne zu bringen, voll auf. Sänger, Musiker und Regieteam wurden am Ende mit standing ovations für ihre herausragende Leistung gewürdigt.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieser Ring-Produktion ist m.E. die klug durchdachte Inszenierung, die sich ebenso wie Wagners Musik der Leitmotivtechnik bedient. Bildzitate, Personen und Elemente aus „Rheingold“ und „Walküre“ tauchen auch im „Siegfried“ immer wieder auf, verdeutlichen das Geschehen und stellen es in einen neuen Kontext. 

Der Vorhang, nein, die Bühne, öffnet sich während des Vorspiels zum 1. Akt und gibt den Blick frei auf das letzte Bild der „Walküre“. Wir sehen die „Wohnstube“ in Walhall, wo Brünnhilde auf dem Ofen schläft, bewacht von Wotan, der im Begriff ist, sich als Wanderer auf den Weg in die Welt zu machen, angetan mit falschem Bart, großem Hut und von seinen Raben begleitet (ein paar jungen Burschen mit schwarzen Federn am Hut).

Erst dann schwenkt die Bühne weiter zu Mimes Schmiede, dem Ort der Handlung des 1. Aktes. Zwerg Mime – in dieser Inszenierung wirklich und wahrhaftig ein Zwerg, Applaus für die Umsetzung – beklagt sich, nicht in der Lage zu sein, Siegfried ein Schwert zu fertigen. Die, die er ihm neu schmiedet, zerbricht oder verbiegt der junge Held, das zerschlagene Schwert Nothung kann Mime nicht zusammenschweißen. Aber eine Waffe muss her, denn Siegfried soll für seinen Ziehvater den Drachen/Riesen erschlagen, der den Ring der Macht bewacht. Wenn er den Ring erstmal in Händen hält, will Mime es endlich allen heimzahlen, die ihn schlecht behandelt oder verspottet haben. 

Leider stellt sich Siegfried als nicht so leicht manipulierbar heraus. Der Junge empfindet weder Dankbarkeit noch Liebe für den Zwerg, lediglich Abscheu. Siegfried wundert sich selbst, warum er immer wieder aus dem Wald zu Mime zurückkehrt und gibt sich schließlich selbst die Antwort. Zuerst müsse Siegfried von Mime erfahren, wer er sei und woher er stamme. Widerwillig klärt der Zwerg seinen Zögling über dessen Herkunft auf. Bei seiner Erzählung „Einst lag wimmernd ein Weib da draußen im wilden Wald…“, sitzt Siegfried erschüttert am blutbefleckten Sterbebett seiner Mutter.

Wie in einer Vision erscheint Sieglinde auf der Bühne, in der Hand den Vogelkäfig, den sie schon in der „Walküre“ immer mit sich geführt hat. Sie wird dem Jungen später als Waldvogel mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine bestechende Interpretation. 

Auch der zweite Akt spart nicht an starken Bildern. Es beginnt mit der Drachenechse, die dem Zuschauer als Projektion während des Vorspieles zublinzelt. Alberich belauert den Wurm/Riesen aus dem Plumpsklo heraus, aus dem er im „Rheingold“ das Gold gezogen hat. Wotan und Alberich sitzen nebeneinander auf der gleichen Kiste, auf der im „Rheingold“ Fricka und Wotan beobachteten, wie die Götter nach Walhall einziehen. Siegfried lagert sich unter dem gleichen Baum, unter dem seine Eltern sich bei ihrer Flucht ausruhten – nur dass inzwischen Herbstlaub herausfällt, in dem Siegfried herumtollt wie ein übermütiges Kind. 

Im dritten Akt sucht der Wanderer Wotan noch einmal den Rat der Erdmutter Erda. Er scheint Mühe zu haben, sie im Gewirr der vielen identischen/gespiegelten Räume zu finden, die die Drehbühne jetzt zeigt. Doch er bekommt keinen Rat: Erda nutzt ihr Wissen nicht mehr, sie hortet und verwaltet es nur noch. Die Nornen, die als Spinnerinnen bei ihr sitzen, zucken lediglich mit den Schultern, als Wotan sich an sie wendet. 

Statt nach der Konfrontation mit Wotan das „Feuer zu durchschreiten“, wie es in Wagners Regieanweisung steht, schlägt sich auch Siegfried mit dem Labyrinth der Bühnenräume herum, ehe er endlich Brünnhilde erreicht und voll Schrecken feststellt, dass sie kein Mann ist. Bei seinem Ausruf: „Wen ruf' ich zum Heil, dass er mir helfe? Mutter! Mutter! Gedenke mein!“, erscheint erneut Waldvogel/ Sieglinde und die zwei setzen sich nach bester Oldenburger Tradition zu einer Tasse Tee zusammen.

Zum hörbaren Amüsement des Publikums hat auch Grane, Brünnhildes Ross – hier dargestellt von einem alten Mann mit zwei Krückstöcken - einen Auftritt. Als Brünnhilde beschreibt, dass sie Grane munter weiden sieht, greift der alte Herr in die Hosentasche und zieht einen Apfel heraus, den er mit Appetit verspeist. 

Die vielen, vielen anderen Regiehighlights zu besprechen, würde den Rahmen jeder Kritik sprengen - ich könnte noch seitenweise weiterschreiben. Stattdessen möchte ich jedem Wagnerfreund ans Herz legen, selbst in eine der wenigen Vorstellungen zu gehen.

Auch musikalisch war der Abend ein Genuss der absoluten Spitzenklasse. Wieder konnte man feststellen, Wagner muss gar nicht laut sein, um zu wirken, eher im Gegenteil! Durch die reduzierte Orchesterfassung von Lessing ergibt sich eine Transparenz und Leichtigkeit, die jeden möglichen Bombast im Keim erstickt. Keiner der Sänger wurde vom Orchester zugedeckt, keiner musste brüllen, um sich Gehör zu verschaffen. Jedes Piano, jeder lyrische Moment war deutlich zu vernehmen. Was für ein Ohrenschmaus! 

Wie schon bei der „Walküre“ im letzten Jahr hat das Oldenburgische Staatstheater bei der Auswahl der Sängerdarsteller auch für „Siegfried“ ein goldenes Händchen bewiesen. 

Die Titelpartie, die wegen des Umfangs und ihrer Schwierigkeit gefürchtet ist, stemmte Zoltán Nyári mit Leichtigkeit. Dabei ging er so klug mit seinen Ressourcen um, dass er trotz mitreißend gesungener Schmelz- und Schmiedelieder im ersten Akt noch immer ausreichend Reserven für den dritten Akt besaß. Chapeau! Den Oldenburgern ist er aus der „Walküre“ vom letzten Jahr als Siegmund in guter Erinnerung.

Nancy Weißbach, die im letzten Jahr schon die Brünnhilde sang, gab jetzt ihr Debüt als Siegfried-Brünnhilde mit ihrem wunderbar runden, jugendlich-dramatischem Sopran und einem glockenhellen hohen C am Schluss.

Ebenfalls ein Debütant in seiner Rolle war Timothy Oliver als Mime, der sowohl die tückische Partie, wie auch die Darstellung des Zwergen (er musste einen großen Teil seiner Rolle auf Knien zubringen) mit Bravour meisterte. 

Für mich eines der absoluten Highlights des Premierenabends war der Auftritt von Kihun Yoon als Alberich. Unfassbar gut, wie sich eine ganze Bandbreite von Emotionen von blindem Hass über Wut bis zu bitterster Enttäuschung in seiner Stimme widerspiegelten. Da sprang nicht nur ein Funke über, das war geradezu ein Flächenbrand.

Thomas Hall näherte sich dem Wotan/Wanderer von der Baritonseite, sehr edel im Timbre und mitreißend im Ausdruck.

Auch die „kleineren“ Rollen waren überzeugend besetzt:
Sooyeon Lee brillierte nicht nur in den Koloraturen des Waldvogels sondern verkörperte noch dazu wunderbar die Vision Siegfrieds von seiner Mutter. Marta Swiderskas mit ihrem warmen Mezzo stellte überzeugend ebenso Erdas Aufbegehren gegen Wotan wie ihre eigene Machtlosigkeit und Resignation dar. Ill-Hoon Choungs Bass war für einen Fafner ungewohnt leicht, aber er meisterte seinen Part bravourös – und das auf hohen Stelzen unter den Füßen.

Das Publikum bedankte sich bei Sängern, Orchester und dem Regieteam mit langanhaltendem, begeistertem Applaus, Bravorufen und standing ovations und wurde nicht müde, Darsteller und Orchester wieder und wieder auf die Bühne zu rufen. 

Eine rundum gelungene Premiere, die große Vorfreude auf die „Götterdämmerung“ im nächsten Jahr macht!
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„Hostel“: Installation im Pulverturm bis 14. Oktober verlängert

23.09.2018 12:52 Uhr
Die Installation „Hostel“  von Stefan Panhans, die zurzeit im historischen Oldenburger Pulverturm zu sehen ist, wird verlängert und ist nun bis Sonntag, 14. Oktober, zu erleben. Die eigens für das Edith-Russ-Haus entwickelte Videoinstallation ist eine vierteilige Mini-Serie – ein Crossover zwischen fiktiver Doku-Soap und Gameshow in einem ausgebuchten und vollgepackten Hostelzimmer. Stefan Panhans untersucht darin die populäre Kultur mit besonderem Fokus auf das – alle Lebensbereiche immer stärker durchwirkende – Digitale, etwa die sozialen Medien und die Ästhetik der Computerspielwelten, aber auch deren Interaktion und Rückwirkungen auf die analoge Welt: Körper, Sprache und Verhalten, die gesamte Identitätsbildung. 

Der Pulverturm ist freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Zur Oldenburger Nacht der Museen am Samstag, 22. September, ist die Installation bis 24 Uhr zu sehen.
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Literarischer Abend zur Schönheit des Scheiterns

14.09.2018 19:44 Uhr

Neue Ausgabe der Lesebühne Metrophobia am 26. September im Wilhelm13

Die Oldenburger Slam-Poeten Annika Blanke und Christian Bruns präsentieren am Mittwoch, 26. September, in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Oldenburg eine neue Ausgabe der Lesebühne Metrophobia. Im Mittelpunkt aller Wort- und Musikbeiträge steht die Schönheit des Scheiterns. Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es für 5 Euro im Vorverkauf über die E-Mail-Adresse ac@metrophobia.de sowie an der Abendkasse für 6 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, den Vorverkauf zu nutzen.

Weil Annika Blanke und Christian Bruns selbst bekennende Meister großer und kleiner Misserfolge sind, widmen die Gastgeber der Lesebühne Metrophobia dem Scheitern einen ganzen Abend. Sie berichten von lustigen Zwischenfällen, kuriosen Beinahe-Katastrophen und Momenten, in denen sich objektives Scheitern in einen subjektiven Sieg verwandelt – in einer Zeit, in der es für alles eine Bedienungsanleitung gibt, außer für das eigene Leben. Zusammen mit ihren Gästen aus Literatur und Musik fragen sie sich, warum der Drucker immer erst dann den Druckauftrag abbricht, wenn er alle Seiten pflichtbewusst ausgedruckt hat und wie eigentlich die Tastenkombination lautet, mit der sich am Abend die peinlichsten fünf Minuten des Tages entfernen lassen.

Als Gast für den literarischen Part ist der Neu-Oldenburger Mirko Gilster dabei. 2017 stand er im Finale der deutschsprachigen U20-Meisterschaften im Poetry Slam; 2016 gewann er die Niedersächsisch-Bremischen Poetry Slam-Landesmeisterschaften in Oldenburg.
 Der Oldenburger Singer-Songwriter Linc van Johnson ist musikalischer Gast. Der vokale Tausendsassa schreckt vor keinem Genre zurück und überzeugt als humorvoller Entertainer mit seiner facettenreichen Stimme.

Annika Blanke tritt seit 2004 auf den Slam-Bühnen der Republik auf. 2012 erschien ihr Debütroman „Born: Toulouse“, im März 2017 unter dem Titel „Neulich war gestern noch heute“ ein Sammelband mit ihren besten Bühnentexten und Kurzgeschichten. Christian Bruns ist Mitbegründer und Slam-Master des Oldenburger Poetry Slams „Slamprodukt“.
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Herbstlicher Farbenrausch: Experimentelles Drucken am 28. September

14.09.2018 19:36 Uhr
Im Horst-Janssen-Museum zieht der Herbst ein: Der Workshop „Herbstlicher Farbenrausch: Experimentelles Drucken für Erwachsene“ findet am Freitag, 28. September, von 15.30 bis 18 Uhr statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können darin mit Blättern unterschiedlicher Form und Größe sowie leuchtenden Farben bunte Drucke oder Karten herstellen. Außerdem stehen außergewöhnliche Druckstöcke und Stempel zur Verfügung. Die Teilnahme kostet 20 Euro. 

Eine Anmeldung zum Workshop ist notwendig bis Freitag, 21. September, unter Telefon 0441 235-2891 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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„Hund, Katze, Maus“: Janssens Tierdarstellungen bis 18. November verlängert

14.09.2018 19:19 Uhr
Die Ausstellung „Hund, Katze, Maus. Tierdarstellungen von Horst Janssen aus der Sammlung“ wird verlängert und ist noch bis zum 18. November zu sehen. Die knapp 100 Exponate umfassen nicht nur grafische Arbeiten, sondern auch einige von Janssens Stofftieren und sogar eine tote Krähe. Die Ausstellung wird durch Werke der großzügigen Dauerleihgabe von Kerstin Schlüter, der ehemaligen Nachbarin und langjährigen Freundin Horst Janssens, bereichert, die sich erst seit einigen Monaten im Bestand des Horst-Janssen-Museums befinden.

Horst Janssen hat während seiner gesamten Schaffenszeit von den 1950er Jahren bis zu seinem Tod 1995 vielfältige Geschöpfe – große und kleine, tote und lebendige, reale und fantasierte – zum Thema seiner Kunst gemacht. Er nutzt dazu das gesamte Spektrum seiner zeichnerischen und druckgrafischen Techniken und zeigt einen ganzen Zoo in seinen Holzschnitten, Radierungen, Lithographien, Aquarellen, Feder- oder auch Farbstiftzeichnungen.
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Dreimal vom Dunkel zum Licht

12.09.2018 22:07 Uhr

Stefan Mickisch erläutert Richard Wagners „Siegfried“ am Klavier

von Marlies Folkens

Am 22. September feiert mit „Siegfried die dritte Oper aus Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ ihre Premiere – ein Ereignis, dem die Oldenburger Opernfreunde nach dem Erfolg von „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ bereits mit Spannung entgegenfiebern.

Wie schon beim „Rheingold“ hat das Staatstheater Oldenburg auch diesmal wieder den Klaviervirtuosen und Musikwissenschaftler Stefan Mickisch eingeladen, in einem Gastspiel die musikalischen Hintergründe des Werkes zu beleuchten. (Das für die Premiere der „Walküre“ geplante Konzert musste wegen Krankheit des Künstlers leider entfallen.) Mickisch hielt von 1998 bis 2013 bei den Bayreuther Festspielen 450 Einführungsmatinéen zu allen Musikdramen Richard Wagners. Seit dem Wagnerjahr 2013 wurden seine fundierten und dabei höchst unterhaltsamen Erläuterungen auch in den diversen Kultursendern ausgestrahlt.

Vor gut besuchtem Haus führte Stefan Mickisch die Zuhörer am Klavier durch den Inhalt, die Leitmotivik und die Tonwelten dieses Initiationsdramas, in dem die Zahl drei und der Weg vom Dunkel ins Licht eine ganz besondere Rolle spielen. Jeder der drei Akte beginnt sowohl in der dargestellten Handlung, wie auch in der dominierenden Tonart in der Dunkelheit und führt ins Licht.

Der erste Akt beginnt in B-Moll in Mimes Höhle, in der er das „Naturkind“ Siegfried zur Erfüllung seine eigenen Zwecke aufzieht. Der Zwerg, ein „kundiger Schmied“, wie Wagner es ausdrückt, ist hinter dem Ring der Macht her, den der Drache Fafner bewacht. Diesen soll Siegfried für seinen Ziehvater umbringen. Zwar weiß Mime, welche Waffe dafür benötigt wird, aber er ist nicht in der Lage, das Schwert Nothung zu reparieren, das Siegfrieds Mutter für ihren Sohn hinterlassen hat. Kein anderes Schwert ist in der Lage, Siegfrieds ungezügelter Kraft standzuhalten. Erst als Siegfried die Splitter einschmilzt und das Schwert neu schmiedet, statt es - wie Mime - zu löten, gelingt das Werk und der Akt endet in strahlendem D-Dur. Hier, so Mickisch, blitzt die Ideenwelt des Revolutionärs Richard Wagners durch. Die „alte Ordnung“ muss komplett zerstört werden, damit „Neues“ daraus werden kann.

Der zweite Akt beginnt in F-Moll vor der Höhle des Drachen in tiefster Nacht. Göttervater Wotan und der Schmied des Rings Alberich, beide ehemalige Besitzer des Rings, belauern sich gegenseitig und beobachten aus sicherer Entfernung, wie Mime seinen Schützling Siegfried heranführt und mit dem Drachen kämpfen lässt. Durch den Genuss von Drachenblut hellhörig geworden, versteht Siegfried einen Waldvogel, der ihm drei (sic) Hinweise gibt: Mime führe Böses im Schilde, Siegfried solle Ring und Tarnhelm mitnehmen und gegen Siegfrieds vage Sehnsucht nach Liebe helfe die schlafende Frau auf dem Felsen, der von Feuer umgeben ist – Brünnhilde. Siegfried macht sich zu E-Dur auf den Weg.

Zwischen Akt 2 und Akt 3 des „Siegfried“ unterbrach Richard Wagner die Arbeit am Ring und schrieb zwei – wie Stefan Mickisch augenzwinkernd feststellte – „kleine, leichte Opern“: „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Tristan und Isolde“. Erst danach habe Wagner sich wieder an die Vollendung des „Rings gemacht, wie er im Übrigen alle seine Werke vollendet habe.

Der dritte Akt beginnt in G-Moll mit „Wotans Götternot“, der nochmals das Gespräch mit der Urmutter Erda sucht, die aber bereits ihre Weisheit zu verlieren scheint und ihm nicht sagen kann, wie man ein „rollendes Rad hemmen“ könnte. Wotan ist nicht in der Lage, Siegfried auf dem Weg zu Brünnhilde aufzuhalten. Dieser zerschlägt Wotans Speer, das Symbol seiner Macht, durchschreitet das Feuer und erweckt Brünnhilde. Das Liebesduett der beiden endet in C-Dur, der Tonart des Lichtes.

Am Flügel interpretierte Mickisch Schlüsselstellen der Oper und gab dabei immer wieder Querverweise auf Werke anderer Komponisten wie Beethoven, Mozart, Puccini und vor allem Richard Strauss, um Parallelen aufzuzeigen und Einflüsse der Werke aufeinander zu beleuchten. 

„Intelligente Leute befassen sich mit Wagner“, so Stefan Mickisch. „Bei Wagner kann man nachdenken – jahrzehntelang! Manchmal muss man auf Sachen hingewiesen werden, aber dann kommt man schon drauf!“
Das Publikum bedankte sich für seine „Hinweise“ und seinen ebenso anspruchsvollen wie erhellenden Vortrag zu Richard Wagners „Siegfried“ mit lang anhaltendem Applaus.
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InForum verlängert „Offene Fenster“

05.09.2018 21:44 Uhr

Ausstellung von Dmitry Gontarenko läuft noch bis 28. September

Die kommunale Kultur- und Bildungseinrichtung „inForum“ der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement verlängert die Ausstellung des Künstlers Dmitry Gontarenko im Rahmen des Kunstprojekts „Offene Fenster“ bis Freitag, 28. September. Die Werke des sibirischen Grafikers sind in den Fluren der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement/inForum im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, zu sehen.
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Sing das Ding! – Die Mitsing-Party ohne Fremdschämfaktor

05.09.2018 21:28 Uhr
Am Mittwoch, 19. September findet ab 19:00 Uhr endlich wieder die beliebte Mitsing-Party „Sing Das Ding!“ nach der langen Sommerpause statt.

Immer mehr Menschen haben Spaß daran selber zu singen, dies aber nicht allein tun zu müssen. Und so erfreut sich die Cadillac-Veranstaltung „Sing das Ding!“ immer größerer Beliebtheit bei Teenagern, Studenten, Young- und Oldtimern und auch ganzen Familien.

Der Name lässt erahnen worum es sich handelt, eine große Menge versammelt sich um gemeinsam mit zwei ambitionierten Musikern zu singen!

Diese zwei Musiker sind Marco Neumann und Marcus Friedeberg, welche bereits seit mehreren Jahren gemeinsam in der Formation Off Limits unterwegs sind  und sich auch als Duo „Pangea“ einen guten Namen erspielt haben. Sie führen die begeisterten Mitsinger mit Humor und Geschichten zu den Songs durch den Abend, begleiten viele Lieder mit diversen Instrumenten und geben auch den einen oder anderen Tipp, wie man noch mehr aus der eigenen Stimme „rausholen“ kann.

Bei „Sing das Ding!“ werden Stücke aus den verschiedensten Genres, vorzugsweise aus den Bereichen Rock, Pop, Irish-Folk, Charts und natürlich vielen Party-Klassikern gesungen. So treffen beispielsweise Songs von Ed Sheeran auf AC/DC oder von Depeche Mode auf Schandmaul, oder von U2 auf Pharrell Williams, oder die Ärzte auf The Who. Auf Volksmusik und Schlager wird hier zwar bewusst verzichtet, allerdings schleicht sich dennoch der eine oder andere Kult-Song ein, wenn es von den Mitsingenden gewünscht wird.

Die Texte der Lieder werden via Beamer an eine 4x4 Meter große Leinwand projiziert, und sind somit für jeden Mitsänger gut lesbar.

Es macht einfach Spaß  gemeinsam in der großen Gruppe lauthals zu singen – Egal ob Profisänger oder Anfänger, es ist egal, denn es geht einzig und allein um den Spaß! Singen ist expressiv, befreiend und lässt gelegentlich auch einfach mal Dampf ab. Das Beste an „Sing das Ding!“ ist, dass man nicht alleine unter der Dusche Zuhause singt sondern mit vielen anderen begeisterten Mitsinger/innen „alles raus lassen“ kann.

Songvorschläge werden gerne über Facebook in der Veranstaltung „Sing das Ding!“ angenommen, ansonsten kann man auch Songwünsche an das Cadillac senden unter cadillac@stadt-oldenburg.de

Am Mittwoch, den 19. September ab 19:00 Uhr startet „Sing Das Ding!“  in diesem Monat. Die nächsten Termine kann man bei Facebook finden und auf der Homepage des Cadillac unter www.cadillac.oldenburg.de

Tickets gibt es ausschließlich an der Abendkasse zu einem Preis von nur 6 Euro. 
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„Linke Lieder zur rechten Zeit“

05.09.2018 21:23 Uhr
Konzert des Oldenburger Chores Bundschuh mit Gastchören
sowie Podiumsgespräch mit VertreterInnen der politischen Chorszene


Musik von Benjamin Britten, The Queen, Hanns Eisler, Lokomotive Kreuzberg, Béla Bartók, Maybebop, Cindy Lauper, Mikis Theodorakis und anderen zu Themen wie Krieg und Frieden, Macht und Ohnmacht, Heimat und Flucht, Kapitalismus und Faschismus, bis zu achtstimmig und gelegentlich auch noch doppelchörig, meistens a cappella, manchmal aber auch mit Klavier oder kleiner Combo: Das alles steckt in einem Best-of-Paket unter dem Titel „Linke Lieder zur rechten Zeit“, das der Oldenburger Chor Bundschuh sich selbst und seinem Publikum zu seinem 40-jährigen Bestehen schenkt. Beim Geburtstagskonzert am Sonnabend, 6. Oktober, ab 18 Uhr im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters treten außerdem auch drei befreundete Chöre auf.

Seit 1978 verbinden links orientierte und kulturell interessierte Menschen im Zeichen des Bundschuhs – Feldzeichen einer der ersten revolutionären Bewegungen Mitteleuropas – weltanschauliches Engagement und Chormusik. Für das Konzert haben die aktuell rund 50 Mitglieder aus den vergangenen vier Jahrzehnten Stücke ausgewählt, die die Entwicklung des Chores widerspiegeln, dabei heute noch aktuell sind und vor allem auch musikalisch besonderen Genuss versprechen.

Mit dabei sind etwa die „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury in einem eigenen doppelchörigen Satz, ein Stück aus dem „Canto General“, den Bundschuh mehrfach vor ausverkauften Häusern in Oldenburg und sogar auf einer Konzertreise in Chile gesungen hat, oder auch „Singen“ mit einem programmatischen Text von Erich Fried, das der chilenische Komponist Gustavo Becerra-Schmidt dem Chor 1988 auf den Leib geschrieben hat. Zu den bereits früher gesungenen Titeln hinzu kommt die Oldenburger Erstaufführung einer kritischen Collage aus Liedern von Hanns Eisler, einem der wichtigsten Protagonisten der politischen Musik des 20. Jahrhunderts.
Das ohnehin schon breite Repertoire des Bundschuh-Chors wird ergänzt durch die Beiträge der Gastchöre: 4 Mei-Projekt (Groningen/Niederlande), DGB-Chor Hannover und Bremer Chorwerkstatt. Ihr Programm-Anteil reicht von der Romantik mit Felix Mendelssohn Bartholdy über traditionelle Musik aus Südafrika, armenische Volkslieder, kämpferische Klänge aus Südamerika und ein jiddisches „Tsigaynerlid“ aus dem Ghetto von ?ód? bis zu Rio Reiser, Paul Simon und schließlich einer freien Bach-Bearbeitung im Geiste der neuen Musik. Mit allen drei Chören haben die Oldenburger über die Jahre in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet, oder die Sängerinnen und Sänger haben sich gegenseitig auf Festivals besucht.

Damit alle Interessierten das Konzert miterleben können, kostet der Eintritt einheitlich auf allen Plätzen nur zehn Euro. Wer anschließend noch im Foyer mitfeiern will, ist mit weiteren zehn Euro dabei. Darin ist ein Büfett inbegriffen – wegen der dafür nötigen Vorbestellung gibt es diese Karten ausschließlich vorab. Karten für das Konzert sind dagegen auch noch an der Abendkasse zu haben – wenn sie nicht schon vorher alle weggehen. Vorverkauf an der Theaterkasse (Theaterwall, 0441/2225-111, www.staatstheater.de) oder bei Chor- Mitgliedern.

Bereits am Vorabend, Freitag, 5. Oktober, ab 18 Uhr sprechen in der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Hörsaal G auf dem Campus Haarentor – VertreterInnen der politischen Chorszene aus ganz Deutschland und darüber hinaus über „Politische Chöre heute“. Aus der musikalischen Leitung des Bundschuh-Chores sitzt Robert Brüll auf dem Podium. Zugesagt haben außerdem Holger Kirleis (Hannover), Annegret Keller-Stegmann (Duisburg) und Anne Tübinger (Tübingen) sowie John Hamilton (London). Die Moderation des Abends übernimmt der Radio-Journalist Gerhard Snitjer (Oldenburg). Der Eintritt zu dem Podiumsgespräch ist frei.
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Drum-Workshop im Cadillac mit Schlagzeuger Manni von Bohr

05.09.2018 20:59 Uhr
Am 30. September um 17:00 Uhr wird die Schlagzeug-Legende Manni von Bohr im großen Saal des Cadillac einen exklusiven Schlagzeug-Workshop geben.

Manni von Bohr, Deutschland ?s »Pope of Drumming«, wie ihn das US- Drummer-Magazin »Modern Drummer« im Interview betitelte, ist eine bekannte und hoch geschätzte Persönlichkeit der deutschen Musikszene. Als Chefredakteur der Schlagzeugfachzeitschrift »drums&percussion« ist er nicht nur mit einem der größten Fachmagazine inhaltlich und thematisch verbunden, sondern verfügt als Drummer, Lehrer und Autor von Lehr-DVDs und -Büchern ein fundamentales Wissen und reichen Erfahrungsschatz über das Instrument Schlagzeug, über Drummer, Drumsounds, Stimmtechniken, Mikrofonierung und Recording-Techniken. Er spielt auf über 250 CD- und DVD-Produktionen und besitzt sein eigenes Tonstudio, in dem er unter anderem die Playalong-CD für das »drums&percussion«-Fachmagazin produziert und sämtliche Drums selbst eintrommelt.

Beim Thema »Drumsound« gilt er als Koryphäe. Nach dem Motto: »Die Basis sämtlicher Grooves und Musik liegt in der Sound-Qualität«, entwickelte und verfeinerte er Stimmtechniken, um den Sound des akustischen Drumsets zu optimieren. Seine Erfahrungen und Tipps gibt er weiter bei Workshops, Clinics und Drum-Events sowie unter anderem auch auf seiner Lehr-DVD »Master Your Drumsound«
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Feierabend-Lettering für Fortgeschrittene

22.08.2018 22:05 Uhr

Erster Workshop-Abend am 29. August

Am Mittwoch, 29. August, lädt das Horst-Janssen-Museum wieder Lettering-Begeisterte zum Feierabend-Workshop von 19 bis 21 Uhr ein. Der Termin ist der Auftakt im Block „Lettering Kompositionen“ der Workshop-Reihe, die beiden Folgetermine sind wieder mittwochs, am 12. und 26. September, zur gleichen Uhrzeit. Den Workshop leitet die Kunstpädagogin Melanie Robinet alias Fräulein Süßholz. Das Format richtet sich an alle Fortgeschrittenen des Brush- und Handletterings, die bereits ein erstes Alphabet beherrschen. Es werden unterschiedliche Materialien, aber auch technische und illustrative Themen bearbeitet. Mitzubringen sind eigene Stifte, alle anderen Materialien wie Papier und Übungsblätter werden gestellt.

Eine Anmeldung ist notwendig bis Dienstag, 28. August, telefonisch unter 0441 235-2891 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Kleinstadtmilieu literarisch in Szene gesetzt

17.08.2018 20:15 Uhr

Christoph Jehlicka mit Roman „Das Lied vom Ende“ im Wilhelm13

Christoph Jehlickas Roman „Das Lied vom Ende“ ist ein vielschichtiges, tragikomisches Buch über die Abenteuer des Zusammenlebens. Am Mittwoch, 29. August, stellt er es im Programm des Literaturbüros vor. Die Lesung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 19.30 Uhr und wird von dem Literaturkritiker und Journalisten Stefan Mesch moderiert. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturbüro per Email unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Der Roman Christoph Jehlickas kreist um ein menschliches Drama: In einer norddeutschen Kleinstadt tötet ein Mann seine Familie und anschließend sich selbst. Die ganze Stadt ist erschüttert und fragt sich, wie es zu dieser Schreckenstat kommen konnte. „Das Lied vom Ende“ ist ein Familienroman voller Tempo und Perspektivwechsel.

Christoph Jehlicka, 1983 in Delmenhorst geboren, wuchs in Niedersachsen auf und lebt heute in Hamburg. Dort studierte er Anglistik und Soziologie. An der Universität Hildesheim studierte er Literarisches Schreiben. Auch Stefan Mesch, geboren 1983 in Sinsheim (Baden) studierte in Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Heute arbeitet er als Literaturkritiker und Journalist für Deutschlandfunk Kultur, ZEIT Online, Spiegel Online und den Berliner Tagesspiegel.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Angebote für Kitas und Schulklassen zur aktuellen Ausstellung „Borrowed Scenery“

15.08.2018 11:13 Uhr
Anlässlich der aktuellen Soloausstellung „Borrowed Scenery“ von Shirin Sabahi bietet das Edith-Russ-Haus Führungen und Workshops für Kitas und Schulklassen an. Diese können ab sofort bis spätestens 28. September gebucht werden: per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3275. 

Der Workshop für Kitas, Vorschulen und Grundschulen steht unter dem Motto „Wünsch Dir was!“, dauert 90 Minuten und kostet 37,50 Euro. Ausgehend von dem Wunschbrunnen, mit dem sich die Künstlerin in ihren Werken beschäftigt, tauschen sich die Kinder darüber aus, was sie sich selbst von einem Wunschbrunnen wünschen würden – und was sie hineinwerfen würden, damit dies in Erfüllung geht. Anschließend basteln die Kinder einen eigenen kleinen Glücksbringer.

Für weiterführende Schulen gibt es eine 60-minütige Führung unter dem Aspekt „Forschung an der Kunst“. Sie kostet 25 Euro und kann nach Absprache um einen Workshop oder ein praktisches Projekt erweitert werden. Besprochen werden die Methoden, mit denen Shirin Sabahi in ihren Werken andere Kunstwerke untersucht. Zudem diskutieren die Schülerinnen und Schüler die soziale Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum und wie diese Kunst von Menschen (um)genutzt werden kann.
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Spirituelle Kunst im Kulturzentrum PFL

29.07.2018 22:56 Uhr

Ausstellung mit Computergrafiken von Dmitry Gontarenko

Die kommunale Kultur- und Bildungseinrichtung „inForum“ der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement zeigt ab Montag, 6. August, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Bilder aus dem Kunstprojekt „OFFENE FENSTER“ des Künstlers Dmitry Gontarenko.

Dmitry Gontarenko präsentiert Computergrafiken aus seinen Serien „Die visualisierten Musikphrasen“, „Waldmärchen“ und „Die Zeichen des Himmels“. Das spirituelle Kunstprojekt soll mit einer intensiven Farbgebung und Detailgenauigkeit die geistigen Aspekte des Lebens visualisieren.

Der 1956 geborene Gontarenko stammt aus Omsk (Sibirien), Russland. Nach seinem Kunststudium in Omsk und Swerdlowsk beteiligte er sich an verschiedenen Ausstellungen in den sibirischen Städten Omsk, Tomsk und Novosibirsk. Seit 1996 lebt er in Oldenburg und arbeitet als freischaffender Künstler.

Die Ausstellung ist bis Anfang September in den Fluren der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement/inForum im PFL werktags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de oder unter der Telefonnummer 0441 235-2781.
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Fotografie trifft Stadtplanung

29.07.2018 18:26 Uhr

Ausstellung mit Bildern des AEG-Geländes im Stadtplanungsamt zu sehen

Das Stadtplanungsamt in der Industriestraße 1a stellt ab sofort Fotografien von Oldenburger Hobbyfotografen in seinen Fluren aus. Für das nächste halbe Jahr wird die Ausstellung von Claudia Rempel, Silke Wolf und Carola Bührmann aus Oldenburg gezeigt. Die drei haben sich mit dem AEG-Gelände in Kreyenbrück befasst und präsentieren nun ihren ganz eigenen Blick auf den Standort.

Baudezernentin Gabriele Nießen freut sich: „Wir geben den Hobbykünstlerinnen einen Raum für ihre Werke und bereichern gleichzeitig die sonst eher kargen Verwaltungsflure. Mit ihrem Gespür für Details geben die Fotografien Einblick in ein Stückchen Industriegeschichte der Stadt und halten Momente der vergangenen Arbeitswelt fest. Damit werden die Fotos Bestandteil des Transformationsprozesses, der den Standort des ehemaligen AEG-Areals aktuell verändert.“

Das Ausstellungskonzept sieht vor, in lockerer Zeitabfolge Fotografien und ähnliches zu präsentieren. Die jetzige Bilderschau wird voraussichtlich im Januar enden.

Claudia Rempel, Silke Wolf und Carola Bührmannn fotografieren seit ihrer Jugend. Auf dem Gelände des ehemaligen Kleinmotorenwerkes laufen die Abrissarbeiten auf Hochtouren. Hier entsteht künftig das „Quartier MediTech Oldenburg“, in dem Unternehmen aus der Medizin- und Gesundheitswirtschaft angesiedelt werden sollen.

Die Öffnungszeiten des Stadtplanungsamtes sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr undrn Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr. Wer gerne in den Räumen des Stadtplanungsamtes seine Werke ausstellen möchte, wendet sich an stadtplanung@stadt-oldenburg.de.
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Fünf Bühnen-Poeten schmücken sich mit fremden Federn

29.07.2018 18:13 Uhr

Nächster Themen-Poetry Slam am 17. August im Wilhelm13

Das Literaturbüro Oldenburg veranstaltet am Freitag, 17. August, den Themen-Poetry Slam „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 (Leo-Trepp-Straße 13). Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, Karten vorzubestellen. Diese können beim Literaturbüro per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 reserviert werden.

„Fremde Federn“ vereint fünf Bühnen-Poeten zu einem Ensemble und nimmt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht aufs Korn. Dabei schmücken sich Sebastian Hahn, Adriane Meinhardt, Tanja Schwarz, Gerrit Wilanek und Lisa Schøyen im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause präsentieren sie im zweiten Teil des Abends so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zum Motto „Vorglühen“ geschrieben. Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Indianer-Kopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken.

Das Publikum hilft zu guter Letzt bei der Aufklärung der wahren Urheberschaft, denn das Copyright wird selbstverständlich respektiert: Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Besucherinnen und Besuchern bestehende Jury an der richtigen Zuordnung von Text und Autor. Jedes Jury-Mitglied erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von „Fremde Federn“ im Oktober. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Lottmann-Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg

07.07.2018 23:16 Uhr

Vor 100 Jahren verstarb der ostfriesisch-oldenburgische Autor des „Hus sünner Lücht“

Vom 17. Juli bis zum 18. August 2018 erinnert die Landesbibliothek Oldenburg mit einer Ausstellung an den ostfriesisch-oldenburgischen Schriftsteller Fritz Gerhard Lottmann. Seinen 100. Todestag am 2. September 2018 nimmt die Bibliothek zum Anlass, erstmals Leben und Werk des Autors nachzuzeichnen. Lottmann verstarb im Alter von erst 37 Jahren zwei Monate vor dem Ende des Ersten Weltkriegs an der Spanischen Grippe.

Überregionale Bekanntheit erreichte der aus Emden stammende Lottmann durch „Dat Hus sünner Lücht“ (Das Haus ohne Licht), den ersten Roman in ostfriesischem Platt. Doch hat sich der Autor nie ausschließlich als Heimatdichter gesehen, wie zahlreiche unveröffentlichte hochdeutsche Projekte aus dem Nachlass sowie der Studentenroman „Aura academica“ be­zeugen. Lottmann, der im Erwerbsberuf Vermessungs- und Kulturingenieur sowie Leiter einer privaten Realschule in Oldenburg war, ist mit seinen plattdeutschen Staatjes (kleinen humoristischen Erzählungen in Emder Mundart) schon lange vor Otto Waalkes zum ersten großen Komiker Ostfrieslands avanciert.

Fritz Gerhard Lottmann bildet in einer Zeit, in welcher der Begriff Heimatkunst oft schon rassistisch und antisemitisch aufgeladen gewesen ist, einen starken humanistischen Gegen­pol. Obgleich kirchenkritisch, plädiert er für eine aufgeklärte, entmythologisierte Religiosität und stellt dabei Werte wie Liebe, die individuelle Freiheit, Integration und Toleranz ins Zen­trum seines Denkens. An diesen Strang der Heimatliteratur möchte die von Hergen Kicker kuratierte Ausstellung der Landesbibliothek erinnern. 
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Shirin Sabahi: Borrowed Scenery

04.07.2018 22:52 Uhr

Soloausstellung vom 5. Juli bis 30. September

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst zeigt ab dem 5. Juli die Soloausstellung „Borrowed Scenery“ der iranischen Künstlerin Shirin Sabahi. Sabahis Kunstwerke gehen von realen Räumen aus, die zum Gegenstand erfundener oder wahrer Geschichten werden. Sie beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen fest verorteten, gebauten Räumen und deren Bildern sowie anderen, beweglichen Spuren und Überresten.

 

Ein derartiger Raum ist Thema der zentralen Filme in der Ausstellung. „Pools oder Becken sind für Shirin Sabahi immer wieder Orte der Faszination: etwa die Skulptur ‚Matter and Mind‘ im Teheraner Museum für zeitgenössische Kunst, die aus einem mit Öl gefüllten Becken besteht. Dieser Ort ist Ausgangspunkt für Sabahis Filme ‚Borrowed Scenery‘ und ‚Mouthful‘“, sagt Edit Molnár, Co-Leiterin des Edith-Russ-Hauses. Die spiegelnde Oberfläche des Ölbeckens wiederum inspiriert die Intervention mit den Oberflächen des Ausstellungsraums. Mit dem Architekten Jan Parth hatte Sabahi überlegt, wie ihre früheren Arbeiten einen passenden Ort im Edith-Russ-Haus finden könnten. „Indem der Ausstellungsraum durch spiegelnde Oberflächen erweitert wird, spielt die Ausstellung auf die Grenzen solcher Räume an. Zugleich stellen die Oberflächen der Kunstwerke Spiegelbilder unserer selbst dar“, sagt Co-Leiter Marcel Schwierin.

 

Das historische Werk „Matter and Mind“ (1977) des japanischen Künstlers Noriyuki Haraguchi besteht aus einem mit gebrauchtem Motoröl gefüllten Stahlbecken, permanent installiert im Teheraner Museum für zeitgenössische Kunst. Im Laufe der Zeit wurde das  Becken zu einem Wunschbrunnen wider Willen, vandalisiert von hingerissenen Museumsbesuchern, die Münzen und andere Dinge in ihn hineinwerfen. Dieses Kunstwerk steht im Mittelpunkt des Films „Borrowed Scenery“ (2017). Ermöglicht durch Sabahis Filmproduktion, konnte Haraguchi nach Teheran zurückkehren, um die Restaurierung seines Kunstwerks zu leiten. Der dabei entstandene Film „Mouthful“ (2018) ist gleichzeitig Mittel und Ziel dieses Projekts. Durch die Fokussierung auf Herkunft und Standort von „Matter and Mind“ zeigt Sabahi, wie sich eine künstlerische Recherche mit dem Werk eines anderen Künstlers auseinandersetzen kann. Das Projekt thematisiert zugleich die Institutionsgeschichte eines Landes, den sinnlichen Aspekt der Erinnerung sowie den Internationalismus, der bereits vor den aktuellen Bedingungen der Globalisierung existierte.

 

Sabahis „Mouthful“ spielt sowohl mit den Widersprüchen und Möglichkeiten der Kunstproduktion selbst als auch mit dem Material innewohnenden Widersprüchen: Der Inhalt des zentralen Ölbeckens ist ein verdichtetes Zeichen des Lebens auf diesem Planeten. Produkte aus Erdöl stehen für Fortschritt und Wohlstand, aber auch für Verschmutzung. Motoröl hat die Farbe durchsichtigen Bernsteins, wandelt sich durch die Ansammlung von Ruß, Abrieb und anderen Schadstoffen aber in opakes Schwarz. Dennoch erzeugt gebrauchtes Motoröl glasklare Spiegelbilder – eine Eigenschaft, die in den spiegelnden Oberflächen der Ausstellungsräume aufgegriffen wird.

 

Über Shirin Sabahi

Shirin Sabahi wurde 1984 in Teheran geboren. Nach ihrem Industriedesign-Studium an der Iran University of Science and Technology wechselte sie an die Art University in Teheran und die Malmö Art Academy in Dänemark. Sie hatte Einzel- oder Doppelausstellungen unter anderem in London, Teheran und Tokyo und nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen weltweit teil. Sabahi lebt in Berlin. Sie ist Preisträgerin des Stipendiums für Medienkunst der Stiftung Niedersachsen am Edith-Russ-Haus 2017.

 

Die Ausstellung „Borrowed Scenery“ wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Stiftung Niedersachsen sowie der Fundación Botín.
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Neue Ausstellung eröffnet mit Künstlergespräch am 4. Juli

01.07.2018 18:51 Uhr

Iranische Künstlerin Shirin Sabahi zu Gast im Edith-Russ-Haus

Zu einem Gespräch mit der Künstlerin Shirin Sabahi lädt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst am Mittwoch, 4. Juli, um 18 Uhr ein. Ihre neue Soloausstellung „Borrowed Scenery“ wird direkt im Anschluss um 19 Uhr eröffnet. Sabahi wurde in Teheran (Iran) geboren und lebt in Berlin. Ihre Arbeiten gehen häufig von realen Räumen aus, die zum Gegenstand erfundener oder wahrer Geschichten werden. Die zentralen Werke der Ausstellung bilden dabei zwei Filme, die sich mit einem Kunstwerk des Teheraner Museums für zeitgenössische Kunst beschäftigen: einem mit Motoröl gefüllten Stahlbecken, deren spiegelnde Oberfläche auch in der Gestaltung der Ausstellungsräume des Edith-Russ-Hauses aufgegriffen wird. Der Eintritt ist frei.
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Städtische Museen werden neu geordnet

22.06.2018 10:53 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann stellt Konzeptstudie vor

Die Planungen für eine veränderte Museumslandschaft der Stadt Oldenburg sind einen wichtigen Schritt vorangekommen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat dem Kulturausschuss jetzt das Konzept für die Umgestaltung vorgestellt. Diese sieht eine Neukonzeptionierung des Stadtmuseums und die Ausrichtung des gesamten Standortes als Museumsforum Oldenburg vor.

 

„Wir werden das Museum neu denken, Kern dieser Veränderung ist die Erweiterung und Modernisierung des Stadtmuseums“,  kündigte Krogmann an. Das neue Konzept bezieht aber den gesamten Standort mit ein, also auch die historischen Villen und das Horst-Janssen-Museum. „Die  historischen Villen  werden zukünftig zu einem eigenständigen kulturellen Angebot aufgewertet, das Horst-Janssen Museum bleibt bei seiner bisherigen  Ausrichtung als Haus mit einer bedeutenden Grafiksammlung“, so Krogmann weiter.

 

„Zudem werden wir stark auf Teilhaben achten und vor allem die Besuchergruppen ansprechen, die bisher nicht so häufig oder gar nicht ins Museum gekommen sind“, betont Krogmann.

 

Mit der Ausrichtung als Museumsforum folgt die Stadt einer Empfehlung des Büros Iglhaut und von Grote aus Berlin, dass mit der konzeptionellen Planung beauftragt worden war. Diese sieht vor, den gesamten Museumsstandort in die Planungen einzubeziehen.

 

Für die Umsetzung des Konzeptes rechnet die Stadt mit Baukosten von etwa 14 Mio. Euro. Mit der Umsetzung des Konzeptes könnte im Frühjahr 2020 begonnen werden.



Förderverein begrüßt Konzept
Der Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums freut sich sehr, dass mit dem
Konzept „Das neue Stadtmuseum im Museumsforum Oldenburg“ ein weiterer großer Schritt
in Richtung Neues Stadtmuseum getan wird.
Das Konzept zeigt gute Möglichkeiten auf, das inzwischen in die Jahre gekommene
Stadtmuseum sowohl baulich als auch inhaltlich grundlegend zu modernisieren und es der
veränderten Stadtgesellschaft, die offen, bunt und vielfältig geworden ist, anzupassen.
Das neue OLDENBURG MUSEUM mit allen auf die Stadt Oldenburg bezogenen Themen und
kulturgeschichtlichen Projekten und DIE VILLEN als eigenständiges kulturelles Angebot führen
zu einer deutlichen Aufwertung des heutigen Stadtmuseums neben dem Horst-Janssen-
Museum, das ebenfalls zum MUSEUMSFORUM OLDENBURG gehören wird.
Der Förderverein hofft nun, dass der Rat diesem Vorhaben mit großer Mehrheit zustimmt und
grünes Licht für dieses kulturelle Großprojekt gibt.
Mit einer Fachtagung und einem Stadtlabor im Dezember 2016 wurde der Startschuss für
einen Prozess der Neukonzeption des Stadtmuseums Oldenburg gegeben. Danach gab es
noch eine Befragung von 4000 zufällig ausgewählten Bürgern. Im Dezember 2017 wurde dann
die Machbarkeitsstudie vorgelegt.
Jetzt liegt die Konzeption zur inhaltlichen Ausrichtung des Museums vor.
Die Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg e.V. haben es sich zur Aufgabe
gemacht das Museum zu fördern und besonders bei der Neuausrichtung tatkräftig zu
unterstützen.
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„Kunst-Museum-Schule“: Förderschule Borchersweg stellt wieder aus

14.06.2018 20:58 Uhr

Kunstwerke der Fünftklässler ab sofort im Museum zu sehen

Die künstlerischen Ergebnisse der Kooperation zwischen den städtischen Museen und der Förderschule am Borchersweg sind ab Donnerstag, 14. Juni, bis Sonntag, 29. Juli, zu sehen: sowohl in der Kinderecke des Horst-Janssen-Museums als auch (nach Absprache) in den Atelierräumen der Raiffeisenstraße 25, wo häufig Angebote der Museumsvermittlung stattfinden.

 

Acht Kinder der Klasse 5c der Förderschule haben in den letzten Monaten acht unterschiedliche Ausstellungen im Horst-Janssen-Museum sowie im Stadtmuseum Oldenburg besucht. Entstanden sind Fotografien zur Ausstellung der Bildreporter, farbige Hochdrucke zu Horst Janssens Tieren und eigene Stadtkarten zum Thema Stadtgeschichte. „Zu Anfang des Projektes gab es viele Schwierigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler hatten wenig Bezug zur Kunst“, so Britta Gronewold, Lehrerin der Klasse. „Inzwischen können sie sich aber auf die Angebote einlassen und arbeiten gut mit. Die Schülerinnen und Schüler lieben die Besuche im Museum und sind nach viel ‚Training‘ in der Lage, sich dort entsprechend zu verhalten. Zwei waren auch schon mit ihren Eltern im Horst-Janssen-Museum. So haben sie sich neue Räume erobern können“, so zieht Gronewold eine positive Bilanz.

 

Schon seit Herbst 2013 wird das Kooperationsprojekt zwischen den städtischen Museen und der Schule am Borchersweg durchgeführt. Das Projekt „Museums-Kunst-Schule“ bietet den Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse seitdem die Möglichkeit, sich in einem neuen Raum mit den Möglichkeiten der Kunst auseinanderzusetzen, um ihre eigene Kreativität zu entfalten. Neben der künstlerischen Arbeit trainieren die Kinder Alltagssituationen, indem sie mit dem Bus ins Museum fahren und sich in einem erst fremden Raum zurechtfinden müssen.

 

„Britta Gronewold (Klassenlehrerin), Térez Fóthy (Kunsttherapeutin an der Schule) und Heike Seiferth (Kunsttherapeutin und Kunstvermittlerin in den städtischen Museen) tauschen sich intensiv aus, um die individuelle Förderung der Kinder zu garantieren.“, so Sandrine Teuber vom Museumspädagogischen Dienst der Stadt Oldenburg. 
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Soloausstellung des Filmemachers Želimir Žilnik endet am 17. Juni

14.06.2018 20:41 Uhr

Letzte kostenlose Sonntagsführungen am Sonntag

Am kommenden Sonntag, 17. Juni, gibt es die letzte Möglichkeit die Soloausstellung „Shadow Citizens“ des renommierten Filmemachers Želimir Žilnik zu sehen. Kunstvermittlerin Luisa Jansen bietet zum Abschluss der Ausstellung zwei kostenlose Führungen um 12 und 15 Uhr an und gibt Einblicke in die über 50-jährige Laufbahn Žilniks. Kritisch und immer unabhängig hinterfragt der Regisseur in seinen Filmen die jeweilige Gesellschaft und ihre kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen.

 

Vorschau: Nach einer kurzen Ausstellungspause zeigt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst ab dem 5. Juli „Borrowed Scenery“, eine Soloausstellung der jungen iranischen Künstlerin Shirin Sabahi. Sie entwickelte für die Ausstellung eine Multimedia-Installation, in deren Zentrum ein historisches Kunstwerk des Teheraner Museums für zeitgenössische Kunst steht. Zu sehen sind außerdem Fotografien, Videoinstallationen und Objekte aus den Jahren 2013 bis 2018.
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Letzter Tag der „Wilden Zeiten“ im Stadtmuseum

14.06.2018 20:28 Uhr

Sonntagsführung am 17. Juni

Die Ausstellung „Wilde Zeiten - Fotografien von Günter Zint“ endet am Sonntag, 17. Juni. Am letzten Tag haben die Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums um 11 Uhr die Gelegenheit, in einer Führung mit Kunstvermittlerin Geraldine Dudek Näheres über die Arbeit des Fotografen zu erfahren. Zint gilt als Wegbereiter eines sozial engagierten und aufklärerischen Bildjournalismus in der jungen Bundesrepublik. Rund 60 Fotografien sind im Stadtmuseum in einer Leih-Ausstellung zu Gast. Die Führung kostet 3 Euro.
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Bühnenreifer Widerstand unterm Hakenkreuz

06.06.2018 21:40 Uhr

Theateraufführungen, Filmdoku, Tanzkurs und Party erinnern an Swing-Jugend in NS-Zeit

Zur Zeit des Nationalsozialismus tanzten die „Swing-Kids“ aus der Reihe: Die Jugendlichen trugen längere Haare, karierte Sakkos, Hüte und Regenschirme und trafen sich in Cafés und Tanzclubs, um die bei den Nazis verrufene Swing-Musik zu hören. Vielen von ihnen wurde ihre Begeisterung für Swing- und Jazzmusik zum Verhängnis, weil das Regime sie zur „Umerziehung“ in Jugendkonzentrationslager deportieren ließ. In ihrem Stück „Getanzte Rebellion“ erinnert die Freie Jugendtheatergruppe „DienstagsDrama“ aus der Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde an die Lebensfreude, den Widerstand und die Unterdrückung einer jugendlichen Subkultur im Dritten Reich. Die Hommage an die renitenten „Swing-Kids“, die unter der Leitung von Thomas Vossenberg (Regie) und Lore Schilberg (Regieassistenz) entstanden ist, feiert am Montag, 11. Juni, um 18.30 Uhr im Theater hof/19 (Bahnhofstraße 19) Premiere.

„Wir haben viel mit historischen Zitaten aus Tagebucheintragungen, Biografien und Zeitzeugen-Interviews gearbeitet , in einer Schreibwerkstatt aber auch eigene Texte formuliert, die Teil des Theaterstücks geworden sind“, berichtet Vossenberg. Die Chance, dass seine Schützlinge auf einer professionellen Theaterbühne stehen dürfen, sieht der Theaterpädagoge als Wertschätzung und Belohnung: „Das haben sie sich wirklich verdient.“ Er dankt dem Theater hof/19 für die „tolle Unterstützung“. So darf sein Nachwuchs-Ensemble – das jüngste Mitglied ist 11 Jahre alt, das älteste 30 – dort nicht nur am Wochenende proben, sondern sich auch bei den Requisiten bedienen. „Alle sind sehr nervös, aber das gehört dazu. Wir freuen uns auf die Premiere“, berichtet Vossenberg. Mitwirkende sind Lolo Dirks, Janna Sölter, Nicolas Wilke, Jannis Hadtstein, Yannik Feld, Thomas Kurpiella, Jasmin Wilhaus, Maira Witt und Sarah Wolter.

Vorstellungen gibt es am Montag und Dienstag, 11. und 12. Juni, jeweils ab 18.30 Uhr im Theater hof/19 (Eintritt: 6 Euro/ermäßigt 4 Euro) sowie für Schulen nach Anmeldung am Mittwoch, 13. Juni, und Freitag, 15. Juni, jeweils um 9.30 Uhr und um 11.30 Uhr (Eintritt: 3 Euro). Karten können per E-Mail an thomas.vossenberg@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon 0441 8850508 vorbestellt werden. Eine kürzere Version des Stücks ist auch während der Oldenburger Jugendtheatertage 2018 am Donnerstag, 21. Juni, in der Kulturetage zu sehen.

Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg flankiert die Theateraufführung mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Swing Heil! – Jugendliche Subkultur gegen das NS-Regime“. Am Donnerstag, 14. Juni, wird im Casablanca der Dokumentarfilm „Schlurf – Im Swing gegen den Gleichschritt“ gezeigt. Wolfgang Beyer und Monica Ladurner machen darin deutlich, dass die Swing-Bewegung mehr war als ein Kellerkult um raubkopierte Schelllackplatten. Durch die Straßen Wiens tanzten die (wegen ihrer Lässigkeit so genannten) „Schlurfs“, Berlin hatte die „Swing-Heinis“, Prag die „Potapki“ und Paris die „Zazous“. Es gibt zwei Vorführungen in Anwesenheit der Wiener Filmemacher: um 10 Uhr vorrangig für Schulklassen und nach Anmeldung per E-Mail an paula.vonsydow@stadt-oldenburg.de sowie um 19.30 Uhr eine Abendvorstellung. Der Eintritt ist frei.

Die Begeisterung für Swing erlebbar macht am Freitag, 15. Juni, ab 18 Uhr ein Schnupperkurs „Lindy Hop“ in der Freizeitstätte Bürgerfelde (Alexanderstraße 209). Die Teilnahme ist kostenlos. Jürgen und Gudrun Bartsch von den „Jumpin‘ Boogies Oldenburg“ zeigen Grundschritte und leichte Tanzfiguren. Die anschließende Swing-Party mit DJ OLLI und der niederländischen Live-Band „44 Shakedown“ bietet Gelegenheit, das Gelernte auszuprobieren und viel Spaß zu haben. Einlass ist ab 19.30 Uhr, Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die fünfköpfige Combo lässt den „Sound der Freiheit“ der „Swing-Kids“ aufleben.
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Surrealismus eröffnet anderen Blick auf Oldenburg

06.06.2018 21:36 Uhr

Ausstellung von Oldenburger Kunstschaffenden im inForum

Eine Ausstellung mit surrealistischen Interpretationen Oldenburger Motive ist ab sofort im Kulturzentrum PFL, in den Fluren der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement (beim inForum) zu sehen: Die Künstlerinnen und Künstler greifen den damals revolutionären Ansatz des Surrealismus wieder auf, indem sie die anarchische Kraft der Träume oder anderer unbewusster Regungen als Inspiration nutzten. Dabei sind Motive Oldenburger Architektur entstanden, die auf überraschende Weise von eigenartigen Lebewesen, von bekannten Oldenburger Persönlichkeiten oder stadtbildprägenden Skulpturen bevölkert werden. Inspiriert wurden die ganz unterschiedlichen Exponate durch Arbeiten von René Magritte, Giorgio de Chirico, Salvador Dalí, Frida Kahlo, Franz Radziwill oder anderen Malern des Surrealismus. Die Ausstellung läuft bis Ende Juli, geöffnet ist werktags von 10 bis 18 Uhr.
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Theaterstück „Fliegen heißt auf Arabisch ...“ feiert Premiere

04.06.2018 21:58 Uhr

Kooperationsprojekt von Oberschule Alexanderstraße und Freizeitstätte Bürgerfelde

„Fliegen heißt auf Arabisch ...“ lautet der Titel des Theaterstücks, das elf Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 6 der Oberschule Alexanderstraße mit Lehrerin Susan Wiraeus und Thomas Vossenberg von der Freizeitstätte Bürgerfelde in einem Kooperationsprojekt einstudiert haben. Die Premiere findet am Montag, 4. Juni, um 14.30 Uhr in der Freizeitstätte Bürgerfelde, Alexanderstraße 209, statt. 

Inspiration für das Stück ist keine geringere als Cornelia Funke: Ihr Bilderbuch „Fabers Schatz“, eine einfühlsame Geschichte in deutscher und arabischer Sprache, erzählt von bunter Vielfalt, von der Fremde im eigenen Land und ist als Plädoyer für den respektvollen Umgang miteinander zu verstehen. „Ein perfekter Stoff für die Schülerinnen und Schüler, die in multinationale Schulklassen gehen“, sagt Thomas Vossenberg. „Die kooperative Theaterpädagogik setzte mit dem diesjährigen Projekt auf die bisherigen Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler und hat sich bei der Szenenentwicklung sehr stark daran orientiert“, ergänzt er. So sei ein Theaterstück frei von Berührungsängsten und feindlichen Gefühlen gegenüber anderer Nationen entstanden.

Verbunden mit der Premiere von „Fliegen heißt auf Arabisch ...“ sind auch zwei Choreografien des Wahlmoduls Hip Hop der 5. und 6. Klasse an der OBS Alexanderstraße. Das Publikum ist zum Mittanzen eingeladen.
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Schüler zeigen „Kunst im Quadrat“ in der Artothek

23.05.2018 20:35 Uhr

Ausstellung vom 28. Mai bis 25. Juni 2018

Vom 28. Mai bis zum 25. Juni ist in der Artothek Oldenburg die Ausstellung „Kunst im Quadrat“ zu erleben. 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 b von der Oberschule Osternburg haben quadratische Bilder, Collagen und Fotografien gestaltet, in denen die geometrische Form spielerisch ausgelotet wird. Im Rahmen des Projekts „Artothek & Schule“ besuchten sie mit ihren Klassenlehrerinnen Sabine Müller-Jentsch und Christiane Uschkurat die Kunstausleihe und ließen sich dort von drei Werken der Oldenburger Künstlerinnen und Künstler Edeltraut Rath, Renate Groh und Michael Schildmann inspirieren, in denen das Quadrat im Mittelpunkt steht. „Bereits 1915 erlangte das Quadrat in der Kunstszene durch den russischen Maler Kasimir Malewitsch Weltruhm. Seitdem haben sich viele Künstler dieser Form schöpferisch gewidmet und heute füllen auch Schüler das Quadrat sehr kreativ mit ihrer farbenfrohen Fantasie“, freut sich Kuratorin Dr. Sabine Isensee, Leiterin der Artothek.

 

Experimentelle Techniken

Mit großer Begeisterung haben die Schüler die Kunstwerke für mehrere Monate in ihr Klassenzimmer ausgeliehen, sie erforscht und dann zum Anlass für eigene gestalterische Arbeiten genommen. Sehr ideenreich wurde mit unterschiedlichen Materialien und Techniken experimentiert: Sie haben mit Acrylfarben gemalt, Collagen mit textilen Stoffen und Papieren gestaltet sowie quadratische Strukturen fotografiert. Das Aufspüren von Quadraten und die Umsetzung von Ausdrucksmöglichkeiten hat bei den Jugendlichen ein großes kreatives Potential geweckt. Dies zeigt bereits das Titelmotiv zur Ausstellung von Serhat Oerke, der aus violetter und gelber Acrylfarbe ineinander verschachtelte Quadrate gemalt hat, in deren Mittelpunkt ein gelber Kreis gesetzt ist, der sich – wie der Titel verrät – überraschenderweise als Spiegelei entpuppt.

 

In Anlehnung an die Textilcollage „In memory of M.“ der Friedrichsfehner Künstlerin Renate Groh entstanden in der schulischen Nähwerkstatt dreidimensionale Collagen aus Stoffen, Knöpfen, Garnen und anderen textilen Materialien, in denen die Schüler auch persönliche Erinnerungen an ihre Heimat verarbeiten. In einem Workshop mit der Pädagogin Nina Gluth näherten sich die Jugendlichen theoretisch der Landschaftsfotografie von Michael Schildmann an, um dann auf dem Schulgelände selbst quadratische Strukturen aufzuspüren und zu fotografieren. Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war die persönliche Begegnung mit der Kooperationskünstlerin Edeltraut Rath, die den Schülern viel Interessantes über sich und den Entstehungsprozess ihrer Malerei erzählte.

 

Eröffnung

Die Ausstellung „Kunst im Quadrat“ wird am Montag, 28. Mai, um 18 Uhr in der Artothek eröffnet. Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern wird die Gäste begrüßen, Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee in die Ausstellung einführen und Schüler der Klasse 9 b werden poetische Texte zu Quadraten vortragen.

 

Führungen

Führungen zur Ausstellung „Kunst im Quadrat“ sind auch außerhalb der Öffnungszeiten der Artothek möglich. Sie können beim Museumspädagogischen Dienst Oldenburg nach Absprache unter Telefon 0441 235-2887 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de gebucht werden.
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Wo die Menschen durch die Tiere bunter werden

12.05.2018 20:33 Uhr

Eröffnung der Inklsionswoche 2018 mit dem Karneval der Tiere

von Edda Hayen

Die Inklusionswoche wurde in diesem Jahr vom Inkusiven Tanz- und Theatererlebnis »Karneval der Tiere« eröffnet.

Mehr als 150 Mitwirkende haben über Kunst, Kultur und einem inklusiven Miteinander während der Probenzeit über zahlreiche Erfahrungen möglich gemacht. Die Gruppen haben sich regelmäßig getroffen und sich dann ihre Ergebnisse vorgestellt, bevor sie alles zusammen gefügt haben. Dabei war es egal, ob Kind oder Senior, dick oder dünn, blind, gehörlos, Förderschüler*innen, Ur-Oldenburger oder Zugewanderte oder Menschen mit und ohne Handicap. Alle diese Gruppen haben sich Geschöpfe aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens ausgesucht. Sie haben Ideen und Choreografien zur Musik entwickelt, Texte geschrieben, Masken und Kostüme gefertigt, um die Tiere zum Leben zu erwecken.

Eine große graue Matte, ein Orchester auf einem Podium, und schon wurde die Sporthalle der BBS Wechloy in eine Theaterlandschaft verwandelt. Die Menschen eilen in grau, mit einem Klemmbrett für Notizen bewaffnet, von Tier zu Tier, werden mit der Zeit immer bunter und begreifen, dass das Miteinander gar nicht so schwer sein muss. Sie treffen auf die Löwen, die Hühner, die Esel, die Schildkröten, die schnellen Tiere, die Elefanten, die Känguruhs, die Tiere im Aquarium, die Kuckucke, die Vögel in der Volière, die Floss, der Bienenschwarm, die Fossilien, die Schwäne die Pianisten, und endlich wird auch für sie die Welt bunter. 

»So wachsen Menschen, die sich im Alltag selten begegnen, zu einem künsterlischen Kollektiv zusammen und erleben den Wert einer inklusiven Gesellschaft«, sagt Alexander Hauer von OpusEinhundert, der künstlerische Leiter des Projektes.

»Alles wird gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist das noch nicht das Ende«, sagen die gelassenen Schildkröten zu den Menschen.

Ein kurzweiliges, fantasisches und grandioses Theatererlebnis. 

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Nichts zu verbergen – oder?

12.05.2018 19:17 Uhr

Jugendclub in der Kulturetage bringt soziale Netzwerke auf die Bühne

Wir vertrauen anderen unter dem Siegel der Verschwiegenheit
Geheimnisse an, die dann vielleicht doch weiter erzählt werden.
Und natürlich plaudern wir alle Geheimnisse aus.
Erst mitgeteilt, bekommen Geheimnisse Macht und binden
Menschen an uns. Geheimnisse zu haben, ist eine Form der
Ermächtigung. Geheimnisse, die wir verschweigen,
heben wir uns auf ... für wen oder bis wann?

Diese Doppelnatur erklärt den Erfolg der Sozialen Netzwerke.
Nur was geteilt wird, ist wichtig. Wir sind es, die entscheiden,
wann unser Geheimnis bekannt wird ... vielleicht unwissentlich,
vielleicht inszeniert. Was geschieht, wenn wichtige wie belanglo-
se Daten für jeden sichtbar werden? Wenn es keine Geheimnisse
mehr gibt?

Dann gibt es immer noch die ungelösten großen Rätsel und
Geheimnisse der Menschheit: Stonehenge, Yetis, das Bermuda-
dreieck und die sieben Weltwunder oder die okkulte Zahlen-
symbolik der Freimaurer.

Geheimnisse werden zu Geschichten, wenn z.B. der Philosoph mit
dem Verschwörungstheoretiker und der Journalistin zusammen-
trifft, die in dem märchenhaften Ambiente erzählt werden können.

Der Jugendclub in der Kulturetage beschäftigt sich mit privaten und öffentlichen
Geheimnissen, eigenen und recherchierten und wird auch Geheim-
nisse aus unserem Blog „Nothing to Hide“ in die Inszenierung mit
aufnehmen. Geheimnisse können gut oder schlecht, lustig, peinlich
und schmerzhaft und vieles mehr sein und manchmal an unsere
Grenzen gehen. Geheimnisse kontrollieren Menschen in ihrem
Verhalten auf so viele Arten, dass wir uns oftmals nicht verste-
hen können und endlich Licht auf diese geheimen Anteile haben
wollen. Darüber reden, im geschützten Raum, kann Erleichterung
bringen und auch Kraft geben.

Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Oder?

„Nothing to Hide“ ist die neue spannende Theaterproduktion des Jugendclubs zum Thema Geheimnisse. 17 Jugendliche im Alter von 16-26 aus 6 Ländern erzählen private und politische Geheimnisse und von der Selbstermächtigung durch Geheimnisse. Die Premiere ist am 28. Mai um 19.30 in der Halle der Kulturetage.
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Kostümführung zu Theodor Franckens „Sehnsucht nach Italien“

12.05.2018 18:48 Uhr

Mit Anmeldung bis zum 18. Mai

Kunstvermittlerin Geraldine Dudek schlüpft am Samstag, 26. Mai, in die Kleidung aus der Zeit Theodor Francksens, um von 16 bis 17.30 die Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums durch die historischen Villen zu führen. Der Museumsgründer Francksen war Mäzen und Kunstsammler und verspürte Zeit seines Lebens eine „Sehnsucht nach Italien“, die in der Kostümführung thematisiert wird. Dabei werden nicht nur die Räumlichkeiten der Villen und Ausstellungsexponate beleuchtet, sondern auch Objekte und Kunstwerke aus dem Museumsmagazin sowie Briefe und Tagebücher von Theodor Francksen.

 

Die Teilnahme an der Führung kostet 5 Euro plus ermäßigten Eintritt. Es wird um Anmeldung bis zum 18. Mai per Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2886 (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr) gebeten.
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„Das Ritual von Yăn“

02.05.2018 23:55 Uhr

Junges Theater Bloherfelde stellt neues Stück vor – Premiere am 4. Mai

„Dunkelheit. Äste klopfen ans Fenster. Schritte kommen näher. Lauter, immer lauter.“ Und plötzlich ist sie da! Die Angst! Sie nimmt Formen an, lässt einen erstarren und bleibt - ein Leben lang. Der Kampf beginnt, aber die Angst fordert ihr Opfer.

In einem knapp einjährigen Prozess haben sich die Teilnehmenden des Jungen Theaters Bloherfelde mit dem Thema „Angst“ auseinander gesetzt. Angst begleitet uns Tag und Nacht. Angst lähmt uns. Angst warnt uns. Angst lässt uns Horrorvisionen ersinnen. Angst lässt uns Gemeinsamkeiten erkennen. Angst lässt uns Rituale beschwören. Angst lässt uns stark werden. Angst führt uns dazu, gegen sie zu kämpfen. Kann Angst besiegt werden?

Aus Ideen der jugendlichen Teilnehmenden ist nun ein abendfüllendes Theaterstück entstanden, das am 4. Mai um 19 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (OT, Bloherfelder Str. 170) seine Premiere feiern wird. Weitere Aufführungen von „Das Ritual von Yăn“ finden am 5. Mai um 19 Uhr ebenfalls in der OT sowie am 19. Juni um 18 Uhr in der Exerzierhalle im Rahmen der Oldenburger Jugendtheatertage statt.

Das Stück ist Teil des Projektes „Theater für alle“ des Vereins Jugendkulturarbeit und entstand unter Anleitung von Pia Schillinger und Thomas Renner. Begleitet wurde das Projekt weiterhin durch Reimer Meyn und sein Team in der Bühnenwerkstatt, Ariane Albani für die Kostüme sowie Andreas Max für den Bereich Sound und Musik.
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Großes Kribbeln beim „Karneval der Tiere“

29.04.2018 14:58 Uhr

Tanz- und Theaterprojekt feiert am 5. Mai Premiere –150 Mitwirkende

In den letzten Tagen vor der Premiere des inklusiven Oldenburger Tanz- und Theaterprojekts, das nach dem Werk des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns entstanden ist, steigt bei den 150 Beteiligten die Anspannung. „Lampenfieber gehört natürlich dazu. Für die meisten ist es schließlich der erste Auftritt vor großem Publikum. Die Stimmung ist sehr gut, alle sind mit viel Herzblut dabei“, sagt der künstlerische Leiter Alexander Hauer vom Bremer Kulturunternehmen OpusEinhundert. Er realisiert das Projekt, das unter der Trägerschaft der Stiftung Gertrudenheim steht, in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg. 

Damit bei der Premiere am Samstag, 5. Mai, ab 18 Uhr in der Sporthalle der BBS Wechloy (Am Heidbrook 10) alles glatt läuft, bereitet sich das Ensemble seit Monaten vor. Die Abschlussproben finden am Samstag und Sonntag, 28. und 29. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Halle statt. Nach der Premiere gibt es zwei weitere Vorstellungen am Sonntag, 6. Mai, 11 und 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) über das Internet-Portal www.nordwest-ticket.de. 
Die 150 Mitwirkenden kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Sie alle, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, Senioren, Kinder, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler setzen mit Alexander Hauer den „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns musikalisch, tänzerisch und schauspielerisch um. Das Projektorchester aus Studierenden und Lehrkräften des Instituts für Musik der Carl von Ossietzky Universität und der künstlerischen Mitarbeiterin Christiane Abt spielt unter der musikalischen Leitung von Erich A. Radke ein Arrangement sämtlicher Sätze des Werkes. Gemeinsam mit den Agierenden auf der Bühne schaffen sie ein interkulturelles, inklusives und generationsübergreifendes Erlebnis, bei dem sich Menschen verschiedener Herkunft, Lebensumstände und jeden Alters künstlerisch begegnen.
Im Jahr 2018 jährt sich zum zehnten Mal das Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ein guter Anlass, um mit einem besonderen Kulturerlebnis allen Menschen in und um Oldenburg den Wert einer inklusiven Gesellschaft zu präsentieren.

Beteiligt sind: Oberschule Eversten, IGS Kreyenbrück, Astrid-Lindgren-Schule Edewecht, Verein für Kinder e.V., ChorGonzola Blauschimmel e.V., Gertrudenheim, KreAktiv e.V. Neu Donnerschwee, SeGOld e.V./ RolliGOld, Tanztheater Friesland e.V., Institut für Kunst und visuelle Kultur, Institut für Musik, slap e.V., Zentrum für Frauengeschichte.
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Otto-Rohse-Retrospektive in der Landesbibliothek

29.04.2018 14:20 Uhr
Vom 3. Mai bis 30. Juni präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg die Ausstellung „Otto Rohse (1925–2016). Buchgestalter und Grafiker“. Bei der Eröffnung am Donnerstag, 3. Mai, 19.00 Uhr führt Dr. Jürgen Bönig von der Stiftung Historische Museen Hamburg in das Werk Rohses ein. Friederike Rohse und Elisabeth Scheikowski, Rohses Töchter, werden ebenfalls anwesend sein.

Vor 50 Jahren arbeitete der Hamburger Grafiker Otto Rohse (1925–2016) ein ganzes Jahr im Oldenburger Land. Der gebürtige Ostpreuße, der heute als einer der bedeutendsten deutschen Buchgestalter des 20. Jahrhunderts gilt, hatte sich gerade international einen Namen gemacht. 1965, als er im Landesmuseum Oldenburg ausstellte, traf er erstmals Rolf Bölts in Westerscheps. Bölts, damals Europas größter Entenzüchter, war kunstinteressiert und plante eine umfangreiche Familienchronik erstellen zu lassen, für deren Illustrationen er Otto Rohse beauftragte. Im Jahr darauf verbrachte Rohse dafür einige Wochen im Ammer­land, zeichnete Gebäude, Stallungen, Enten und Puten, aber vor allem die flache Landschaft mit ihren Wiesen, Mooren und charakteristischen Bäumen. Es entstanden erste Holzstiche mit Stillleben sowie eine große Karte des Ammerlandes. Von Juli 1967 bis Mai 1968 wohnte Rohse dann mit seiner Familie auf Einladung von Bölts in Groß Garnholt. Hier schuf er vor allem die große Kupferstichserie „Oldenburger Landschaften“. Die Stiche zu Kleists „Marionettentheater“ sind inspiriert von Marionetten des Landesmuseums Oldenburg.

Vielen Menschen ist Otto Rohse vor allem durch seine zahlreichen Sondermarken für die Deutsche Bundespost bekannt – besonders durch die Briefmarken-Dauerserie „Deutsche Bauten aus 12 Jahrhunderten“, die zwischen 1964 und 1969 erschien. Otto Rohse setzte im Vergleich zu älteren Serien mit seinen Briefmarken grafisch neue Maßstäbe und prägte das Erscheinungsbild der Bundesrepublik Deutschland im In- und Ausland ein Stück weit mit.

Seine herausragende künstlerische Bedeutung entfaltete Rohse jedoch als Typograph und vor allem als Illustrator bibliophil gestalteter Bücher mit meisterhaften Holzstichen und Kupferstichen. Ab 1948 studierte er in Hamburg Zeichnung, Typographie und Buchgestal­tung. 1952 wurde er Assistent von Richhard von Sichowsky (1911–1975) und Mitarbeiter an dessen „Grillen-Presse“, bis er sich 1956 selbständig machte und zunächst Arbeiten für Ver­lage und Bibliophilengesellschaften ausführte.

1962 gründete Rohse eine eigene Presse - die „Otto Rohse Presse“ in Hamburg. Mit der Gründung einer eigenen Presse knüpfte Rohse an die große Tradition der bibliophilen Pressen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an. Die Pressendruckbewegung entstand Ende des 19. Jahrhunderts in England als künstlerischer Gegenentwurf zur massenhaften, industriellen Buchproduktion. Ziel war das ideale Buch, die vollkommene künstlerische Einheit von Inhalt (literarischem Text) und Form (Schrift, Satz, Illustration, Einband, Material) in perfekter handwerklicher Ausführung. Die 52 Bücher und Mappenwerke der Otto Rohse Presse, die zwischen 1963 und 2001 entstanden, wurden vom Künstler bis ins kleinste Detail durchkomponiert und bis auf wenige Ausnahmen von Rohse selbst illustriert, in seiner Druckwerkstatt gesetzt und in teilweise mehrstufigen Verfahren gedruckt. Einer seiner ersten Mitarbeiter war Hartmut Frielinghaus, der spätere „Horst-Janssen-Drucker“. Die Einbände schuf der Hamburger Buchbinder Christian Zwang nach Rohses Entwürfen. Es entstanden Kostbarkeiten, wie z.B. Einbände aus geprägtem Oasenziegenleder oder Perga­ment. Die Werke der Otto Rohe Presse stehen in ihrer künstlerischen Qualität in einer Reihe mit den berühmtesten deutschen Pressen, vor allem der „Bremer Presse“ (1911–1934) und der „Cranach-Presse“ (1913–1933).

Die Exponate der Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg stammen überwiegend aus der Sammlung von Kurator Dr. Onno Feenders aus Emden. Leihgaben der Rohse-Töchter Friederike Rohse und Elisabeth Scheikowski und aus der Johannes a Lasco Bibliothek Emden runden die Auswahl für diese Retrospektive ab.
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Kunst- und Hobbymarkt im Stadtteiltreff Kreyenbrück

25.04.2018 20:47 Uhr
Die Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück sucht Ausstellerinnen und Aussteller, die selbst gefertigte Handarbeiten, zum Beispiel Strick-, Filz-, Näh- oder Holzarbeiten, bei einem Kunst- und Hobbymarkt anbieten möchten. Dieser Markt findet am Samstag, 16. Juni, im Rahmen des Farbenfroh Kulturfestivals in Kreyenbrück in der Zeit von 14 bis 17 Uhr auf dem Gelände des Stadtteiltreffs Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, statt. Kreative können sich für einen Verkaufsstand unter Telefon 0441 235-3292 anmelden.
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Filmprogramm zur Ausstellung „Shadow Citizens“ im Cine k

17.04.2018 09:08 Uhr

Kostenlose Kinoabende am 20. und 21. April

Anlässlich der neuen Ausstellung „Shadow Citizens“ über den Filmemacher Želimir Žilnik zeigt das Cine k, das Filmkunstkino in der Kulturetage, eine Auswahl der Kurz- und Langfilme Žilniks im Original mit englischen Untertiteln. Der Eintritt ist jeweils frei, der Filmemacher wird bei allen Vorführungen anwesend sein. Es laufen jeweils ein Kurzfilm gefolgt von einem Langfilm, Beginn ist am Freitag, 20. April, und Samstag, 21. April, jeweils um 18 Uhr und um 20.30 Uhr. Zu sehen ist unter anderem auch „Early Works (Frühe Werke)“, der Film, für den Žilnik 1969 den Goldenen Bären der Berlinale gewann.

 

Folgende Filme werden gezeigt:
  • Freitag, 20. April, 18 Uhr: „Ich weiss nicht was soll es bedeuten“ (Deutschland, 1975, 10 Minuten), „The First Trimester of Pavle Hromis“ (Jugoslawien, 1983, 85 Minuten)
  • Freitag, 20. April, 20.30 Uhr: „The Unemployed” (Jugoslawien, 1968, 13 Minuten), „Kenedi Goes Back Home”(Serbien und Montenegro, 2003, 75 Minuten)
  • Samstag, 21. April, 18 Uhr: „A Newsreel on Village Youth, in Winter” (Jugoslawien, 1967, 15 Minuten), „Early Works” (Jugoslawien, 1969, 87 Minuten)
  • Samstag, 21. April, 20.30 Uhr: „Uprising in Jazak“ (Jugoslawien, 1973, 18 Minuten), „Tito Among the Serbs for the Second Time“ (Jugoslawien, 1994, 43 Minuten)
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Bühne frei für Löwen, Hühner, Kängurus und Co.

11.04.2018 21:35 Uhr

Tanz- und Theaterprojekt „Karneval der Tiere“ zeigt Vielfalt der Menschen in Oldenburg

Kinder und Senioren, Förderschüler und Studenten, Ur-Oldenburger und Zugewanderte, Menschen mit Handicap und ohne – breiter gefächert als beim Oldenburger Tanz- und Theaterprojekt „Karneval der Tiere“ könnte die Liste der Mitwirkenden kaum sein. Insgesamt 150 Beteiligte setzen die originelle Tierparade des französischen Komponisten Camille Saint Saëns musikalisch, tänzerisch und schauspielerisch um und wollen damit gleichzeitig die Vielfalt der Menschen in Oldenburg zeigen. Das Stück vereint Akteure verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters – sie alle bringen unter der künstlerischen Leitung von Alexander Hauer ihre individuellen Fähigkeiten und Neigungen ein.

Träger des Projekts ist die Stiftung Gertrudenheim, die Organisation liegt in den Händen des Bremer Kulturunternehmens „OpusEinhundert“ in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Das Projekt wird vom Amt für Kultur und Sport mit 20.000 Euro sowie durch Sachleistungen gefördert. Weitere Unterstützer sind die GSG, die OLB, der Präventionsrat Oldenburg, die Montagstiftung und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. 
Premiere feiert das Stück am Samstag, 5. Mai, um 18 Uhr in der Sporthalle der BBS Wechloy. Zwei weitere Vorstellungen folgen dort am Sonntag, 6. Mai (11 und 18 Uhr). Das Projektorchester, dem Studierende und Lehrkräfte des Instituts für Musik der Carl von Ossietzky Universität sowie die künstlerische Mitarbeiterin Christiane Abt angehören, wird dabei unter der musikalischen Leitung von Erich A. Radke das Werk des französischen Komponisten live spielen. Karten für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) über das Internet-Portal www.nordwest-ticket.de. 

Hauer und „OpusEinhundert“ hatten bereits vor drei Jahren in Oldenburg unter dem Titel „Aus der Neuen Welt“ ein inklusives Musik- und Tanzerlebnis erfahrbar gemacht und dabei 130 Menschen über sich hinauswachsen lassen. Von dem Ergebnis und den live vom Oldenburgischen Staatstheater in der kleinen EWE-Arena begleiteten Aufführungen waren mehr als 1.700 Zuschauerinnen und Zuschauern begeistert. Der „Karneval der Tiere“ ist nun eine Weiterentwicklung aus dem ersten Projekt. „Der inklusive Gedanke kommt noch viel stärker zum Tragen“, betont Alexander Hauer.

Das Stück
Die Suite „Karneval der Tiere“ hatte Saint Saëns im Jahr 1886 in nur wenigen Wochen komponiert. In seinem Werk erweckt er unterschiedliche Tiere musikalisch zum Leben: Hühner, Schwäne, einen Löwen, Elefanten, Kängurus, Schildkröten und sogar Fossilien. Studierende des Instituts für Musik haben sich mit der Suite auseinandergesetzt und betreuen musikalisch die einzelnen Gruppen, die zusammen mit Alexander Hauer in wöchentlichen Proben Tänze und Szenen entwickeln. Sprechrollen ergänzen die leichtfüßige Klangkomödie. Insgesamt elf Gruppen sind am „Karneval der Tiere“ beteiligt.

Die Vorbereitungen
Seit Winter 2016 wurde das Projekt in monatlichen Treffen der Vorbereitungs-und Koordinierungsgruppe entwickelt. Im Oktober 2017 fand das erste Treffen der Leiterinnen und Leiter der beteiligten Gruppen statt. Seit dem 15. Januar dieses Jahres laufen die wöchentlichen Proben in den Gruppen. Alle Mitwirkenden haben sich bereits an zwei Wochenenden zu einem vielfältigen, farbenfrohen Ensemble zusammengefunden, um sich gegenseitig die Arbeitsergebnisse zu präsentieren. „So wachsen Menschen, die sich im Alltag selten begegnen, zu einem künstlerischen Kollektiv zusammen und erleben den Wert einer inklusiven Gesellschaft“, erklärt der künstlerische Leiter.

Einen Vorgeschmack auf das spannende Projekt gibt ein Plakat, das für die Aufführungen werben soll. Es ist an der Uni Oldenburg entstanden in einer Semesterarbeit des Instituts für Kunst und visuelle Kultur, bei der sich Studierende mit dem Projekt beschäftigt haben. Eine Jury aus Projektteilnehmenden hat den Entwurf von Sharon Brink als das gelungenste Plakat ausgewählt.

Anlass für das Projekt ist der 10. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig eröffnet das Tanztheater die diesjährige Oldenburger Inklusionswoche. 

Die Beteiligten
Große Musik-, Theater- und Tanzprojekte, generationsübergreifend, inklusiv und interdisziplinär, sind das Markenzeichen von „OpusEinhundert“. Seinen mächtigen Namen trägt das Kulturunternehmen zu Recht: Konzeptioniert und auf die Bühne gebracht werden stets Werke von und für mindestens 100 Menschen.
Beteiligte Gruppen beim „Karneval der Tiere“ in Oldenburg sind: Verein für Kinder, Astrid-Lindgren-Schule Edewecht, KreAktiv e.V. Wohnprojekt Neu-Donnerschwee, SeGOld e.V./Rollstuhltanzgruppe RolliGOld, Tanztheater Friesland e.V., Zentrum für Frauengeschichte, Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gertrudenheim, Oberschule Eversten, IGS Kreyenbrück, ChorGonzola Atelier Blauschimmel, Social LandArt Project e.V. sowie die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Institut für Kunst und visuelle Kultur sowie dem Institut für Musik.
Die Mitwirkenden sind begeistert: „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass alle Altersgruppen vertreten sind, körperlich oder psychisch beeinträchtigte Personen und Kinder“, sagt Rezan, Schüler der IGS Kreyenbrück. Auch Holger, Bewohner des Gertrudenheims, findet das gemeinsame Projekt toll: „Ich bin sehr begeistert! Ich bin so ein richtiger Schauspieler.“ Kunststudentin Vanessa ergänzt: „Mir gefällt gut, dass ganz verschiedene Leute aufeinandertreffen und alle offen zueinander sind und aufeinander zugehen – das macht ganz viel Spaß.“ Davon können sich alle Interessierten bei den drei Aufführungen überzeugen.

Die Termine

Premiere: 
Samstag, 5. Mai 2018, 18 Uhr, BBS Sporthalle in Wechloy (Am Heidbrook 10)

2. Vorstellung:
Sonntag, 6. Mai 2018, 11 Uhr, BBS Sporthalle in Wechloy 

3. Vorstellung: 
Sonntag, 6. Mai 2018, 18 Uhr, BBS Sporthalle in Wechloy 
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Künstlerpaar im Sperrgebiet

02.04.2018 19:30 Uhr

Isabel Fargo Cole stellt nominierten Roman „Die grüne Grenze“ vor

Wie ist es, in der Nähe des Todesstreifens zu leben? Mit ihrem Roman „Die grüne Grenze“, der überwiegend im Ostharz an der innerdeutschen Grenze in den Jahren 1973 bis 1980 spielt, taucht Isabel Fargo Cole in eine Welt voller Widersprüche ein. Am Mittwoch, 11. April, präsentiert die in Berlin lebende US-Amerikanerin ihr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman im Programm des Literaturbüros im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Oldenburger Schriftsteller Jochen Schimmang stellt die Schriftstellerin und ihren Roman in Lesung und Gespräch vor. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

Im Mittelpunkt des Romans steht ein junges Künstlerehepaar, das 1973 von Berlin in das Örtchen Sorge im Ostharz zieht, ins Sperrgebiet der DDR. Editha ist Bildhauerin und schwanger. Thomas will einen Roman über die Grenze schreiben. Ein historischer Roman bietet sich an, denn die Gegend ist schon immer Grenze gewesen, verstrickt zwischen religiösen und politischen Machtsphären, Germanen und Slawen, Mensch und Natur. Thomas kämpft noch mit dem Material, doch schon 1976 ist das politische Tauwetter vorbei, und die gemeinsame Tochter Eli lernt sprechen in einer Welt, in der das Sagen und das Nicht-Sagen-Dürfen, das Wissen und das Wahrnehmen eine hohe Kunst sind.

Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, wuchs in New York City auf. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie an der University of Chicago sowie Russisch und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie seit 1995 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin lebt.
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Schreibwerkstatt bringt Farbe ins Spiel

20.03.2018 18:55 Uhr

Kurs im Stadtteiltreff Kreyenbrück zum Kulturfestival „Farbenfroh“

Zum „Farbenfroh Festival“ in Kreyenbrück wird im Stadtteiltreff Kreyenbrück ein Schreibkurs zum Thema „Farben“ angeboten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfassen kurze Geschichten, wobei sie auf Wunsch Schreibanregungen und professionelle Unterstützung erhalten. Es wird eine kleine Broschüre mit allen Texten entstehen, die zuletzt per Hand gebunden wird. Während des „Farbenfroh Festivals“ ist eine öffentliche Lesung geplant. Dort können Texte vorgetragen werden. 

Der Schreibkurs findet an den Dienstagen, 17. April, 24. April und 8. Mai, jeweils von 18 bis 20 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kurs wird von der Oldenburger Schreibwerkstatt in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück und der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück sowie dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg angeboten. 

Information und Anmeldung bei der Oldenburger Schreibwerkstatt, Liane Hadjeres, Telefon 0441 51944, E-Mail info@oldenburger-schreibwerkstatt.de.
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„Verboten für Männer unter 30 Jahren“

11.03.2018 17:59 Uhr

Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg zeigt das vollendete „Kunstprojekt Ostfriesland-Haggadah“

Vom 15. März bis 25. April 2018 präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg unter dem Titel „Verboten für Männer unter 30 Jahren“ die Ergebnisse des mehrjährigen Kunstprojektes „Ostfriesland-Haggadah“ von Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin. Feierlich eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 15. März um 19.00 Uhr mit einem Kurzvortrag von Rabbinerin Alina Treiger von der Jüdischen Gemeinde Oldenburg und einer Einführung von Ricardo Fuhrmann. Ein Grußwort spricht Wolfgang Freitag, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland.

Seit 2012 arbeiten die Künstler Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin an dem Projekt "Ostfriesland-Haggadah". Die beiden jüdischen Künstler aus Norden, die in Argentinien geboren wurden, erfüllten sich damit einen lang gehegten Traum: sich künstlerisch mit einem wichtigen Buch jüdischen Lebens auseinanderzusetzen, der Pessach-Haggadah. Für alle Juden weltweit ist es unverzichtbar für den Abend am Beginn des Pessachfestes, das fast zeitgleich mit dem christlichen Osterfest gefeiert wird. Im Zentrum der Haggadah steht die mehr als 3.000 Jahre alte Geschichte von der Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten. Über Jahrhunderte hat dieses Buch eine lange Tradition der künstlerischen Illustrierung.

Das Kunstprojekt „Ostfriesland-Haggadah“ umfasst drei Phasen mit je verschiedener künstlerischer Realisierung. In der ersten Phase schufen die Künstler experimentelle Kunst­werke, die als Wanderausstellung an zahlreichen Orten präsentiert wurden und großes Interesse hervorriefen. Eine Auswahl dieser Kunstwerke wurde sogar 2014 im israelischen Parlament, der Knesset, gezeigt. Teil zwei des Projektes ist „Die Haggadah, die aus Ostfries­land kommt“, 2017 erschienen im Verlag Hentrich und Hentrich (Berlin). Diese Ausgabe überrascht mit einer völlig unerwarteten Perspektive auf den vertrauten Text. Ihre Illustrationen führen den Leser an längst bekannte Orte der Haggadah und zugleich in ihre geheimnisvollen Schlupfwinkel.
Die Ausstellung in der Landesbibliothek markiert die dritte und letzte Phase des Kunstpro­jektes: Neu vorgestellt wird ein Künstlerbuch zum Hohelied Salomos (SchirHaschirim), das während des Pessach-Festes gelesen wird. Der Titel der Ausstellung "Verboten für Männer unter 30 Jahren" nimmt Bezug auf eine alte Empfehlung von orthodoxen Rabbinern, bei der Lesung des Hoheliedes wegen seines explizit erotischen Inhaltes keine Männer unter 30 Jah­ren zuzulassen.

In der Landesbibliothek Oldenburg wird das Gesamtprojekt in seiner kreativen Entwick­lung vorgestellt. Neben dem erstmals präsentierten Künstlerbuch werden Werke aus der Wanderausstellung sowie die gedruckte Haggadah gezeigt.Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin beziehen ihre Inspiration aus dem Werk selbst. Das Ergebnis ihres künstlerischen Prozesses sind Bilder, die die vertraute Ikonografie der Haggadah aufgreifen, aber auch neue Sujets zur Tradition hinzufügen. Dazu kommt, dass die beiden Künstler in der Tradition der Chavruta, dem Lernen der Thora zu zweit, gearbeitet haben. Dadurch entstanden gemeinsame Werke, in denen der Betrachter weder den Stil des einen noch den Stil des anderen Künstlers erkennen kann. Beide sind quasi zu einer dritten Künstlerperson verschmolzen.

Maßgeblich unterstützt wurden Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin in ihrer Arbeit von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland (DIGO). Wolfang Freitag, Vorsitzender der DIGO, Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin wurden 2017 für ihre Arbeit an dem Projekt „Ostfriesland-Haggadah“ mit dem Niedersächsischen Verdienstkreuz am Bande ausge­zeichnet.

Ricardo Fuhrmann (* 1959) wurde in Buenos Aires als Nachfahre einer Emder Familie geboren, die vor dem Nazi-Terror floh. Auch Daniel Jelin (* 1957) stammt aus Buenos Aires. Beide Künstler studierten zunächst in ihrer Heimat Kunst bzw. Opernregie. Sie leben und arbeiten seit vielen Jahren in Norden, Ostfriesland.
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»Theater für Alle, mit Allen«

07.03.2018 11:55 Uhr

Die neue inklusive Kindertheatergruppe im Blauschimmel Atelier hat noch Plätze frei!

Ab Mittwoch, den 4. April 2018 beginnt im Blauschimmel Atelier Oldenburg eine neue
Theatergruppe für ältere Kinder zwischen 9 und 13 Jahren.


Das Projekt »Theater für Alle, mit Allen« ist eine Kooperation zwischen dem Verein
Jugendkulturarbeit und dem Blauschimmel Atelier.
Ziel ist es, in der Kooperation der beiden erfahrenen Träger, in Oldenburg eine gute
Netzwerkstruktur auf- und auszubauen, die alle interessierten Kinder und Jugendlichen mit
und ohne Behinderung nutzen können, um gemeinsam Theater zu spielen, zu tanzen, Musik
zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Aufführungen in der
Öffentlichkeit zeigen zu können.


Das Projekt bezieht zum einen die bereits existierenden Theatergruppen Kurlandtheater,
Junges Theater Bloherfelde und Kindertheater PAEPP innerhalb des Vereins
Jugendkulturarbeit mit ein.
Zusätzlich startet innerhalb des Projektes nach den Osterferien eine neue
Kindertheatergruppe beim Blauschimmel Atelier, die noch Plätze frei hat. Die Gruppe trifft
sich regelmäßig mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr im Blauschimmel Atelier in der
Klävemannstr. 16, 26122 Oldenburg zum gemeinsamen Proben.
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Neue Ausstellung in der BBS Haarentor

03.03.2018 12:04 Uhr

Schüler schreiben zu Werken der Artothek Oldenburg

In der Cafeteria der Berufsbildenden Schulen (BBS) Haarentor eröffneten Schulleiter Diedrich Ahlfeld, Leiterin der Artothek Oldenburg Dr. Sabine Isensee und Lehrerin Elisabeth Drab am 28. Februar die Ausstellung „Erfahrung von Ferne und Fremdheit“ mit Werken der Artothek. Bis Ende Juni 2018 haben die Schülerinnen und Schüler der BBS Haarentor nun die Möglichkeit, sich kreativ den Kunstwerken zu nähern, indem sie Geschichten oder Gedichte schreiben.

 

Ausgewählt wurden acht Grafiken von international bekannten Künstlerinnen und Künstlern, die in ihren Werken vielschichtig das Thema Fremdheit aufzeigen. Zu sehen sind ungewöhnliche Orte und Landschaften sowie eigenwillige Tier- und Menschengestalten von Heike Kati Barath, Klaus Fußmann, Detlef Kappeler, Jens Lausen, Lucjan Mianowski, Andreas Nottebohm, Renate Sautermeister und Hendrik Tauché. „Die Ausstellung in der BBS weckt das Interesse am Unbekannten und lädt die Schülerinnen und Schüler zu einer spannenden Spurensuche ein, das Fremde zu ergründen und sprachlich in Worte zu fassen“, sagt Sabine Isensee.

 

Elisabeth Drab, die das Projekt zur kulturellen Bildung an der BBS koordiniert, ist über die gelungene Zusammenarbeit mit der Artothek erfreut und ergänzt: „In der Cafeteria besteht nun für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, über Kunst miteinander ins Gespräch zu kommen. So können die Schreibanlässe unabhängig vom Unterricht wahrgenommen oder von Lehrkräften in die Fächer Politik, Deutsch und Geschichte integriert werden.“ Nach der Ausstellung wählt Elisabeth Drab zusammen mit anderen Deutschlehrerinnen Gedichte und Geschichten aus, um sie in einer Online-Anthologie vorzustellen. Seit 2015 sind bereits fünf Textsammlungen begleitend zu den Ausstellungsprojekten entstanden.

 

Die Ausstellung in der Cafeteria der BBS Haarentor ist öffentlich und kann montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr besichtigt werden.
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Konzert aus der „innen-Sicht“

24.02.2018 16:45 Uhr

Werke von Komponistinnen am 4. März im Kulturzentrum PFL

Die Musikschule der Stadt Oldenburg lädt am Sonntag, 4. März, zu einem Konzert mit Schülerinnen und Schülern ein, in dem ausschließlich Werke von Komponistinnen zur Aufführung kommen. Beginn ist um 17 Uhr im Veranstaltungssaal des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, der Eintritt ist frei.

Das Konzert erlaubt eine „innen-Sicht“ in den Musik-Kosmos komponierender Frauen. 
Die Klavierstücke von Clara Wieck-Schumann und Fanny Hensel (geborene Mendelssohn) und anderen gaben den Anstoß, in einem Themenkonzert den Fokus auf die Frau als Komponistin zu lenken. Neben Klaviermusik werden auch kammermusikalische Musik und Orchesterstücke verschiedener Komponistinnen zu hören sein.

Komponierende Frauen gab es zwar in allen Epochen der Musikgeschichte, allerdings immer in viel geringerer Anzahl als ihre männlichen Kollegen. Dies lag vor allem am gesellschaftlichen Rollenverständnis vergangener Jahrhunderte und daran, dass es bis in das 20. Jahrhundert hinein Frauen nicht erlaubt war, eine professionelle Ausbildung im Fach Komposition zu absolvieren. Heute hat sich die Sichtweise gewandelt. Komponistinnen und ihre Musik sind inzwischen fester Bestandteil des öffentlichen Musiklebens geworden.
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Lange Nacht der Musik 2018

24.02.2018 15:53 Uhr

klangpol baut Klangmeile auf der Peterstraße

Die Oldenburger Peterstraße wird vom regionalen Netzwerk „klangpol“ erneut zu einer Klangmeile für Jung und Alt verwandelt. Die Netzwerkpartner und ihre Gäste kreieren einen entspannten Abend voller Entdeckungen, Erkenntnis, Hochgenuss und Lust am Klang mit euphorischen Darbietungen. Live-Musik von ungewöhnlichen Solisten und Ensembles sowie Installationen stellen die Gegenwartsmusik in aller Breite dar. Klingende Kostüme und Musik im Freien sind auf den vielen Plätzen und in den Gebäuden an der Peterstraße zu erleben. Neben dem musikalischen Programm laden interaktive Quiz- und Ratespiele zur Kunstmusik der Gegenwart die Besucher zum Verweilen und Mitmachen ein. Mit einem kleinen kulinarischen Angebot wird an das leibliche Wohl der Besucher gedacht. 
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung am Samstag, den 16. Juni 2018, haben begonnen und es wird auf einen ähnlichen Erfolg wie 2017 gehofft, bei dem rund 6000 Besucher diese Oldenburger Musikpromenade besucht haben. Vom frühen Abend bis nach Mitternacht laden die klangpol-Partner ein zum Hören und Sehen, Flanieren, Verweilen und Entdecken. Wie in den Vorjahren beginnen alle 15 Minuten an mehreren Orten musikalische Beiträge, die an dem Abend jeweils mehrfach aufgeführt werden. Die Besucher bewegen sich von Ort zu Ort und hören sich an, was sie reizt.
Bei freiem Eintritt wird dabei in konzentrierter Form die Szene der aktuellen Kunstmusik im Nordwesten erfahrbar und ist deswegen für Ersthörer ein wunderbarer Einstieg. Die LANGE NACHT DER MUSIK findet im Rahmen des bundesweit vom Deutschen Musikrat veranstalteten »Tag der Musik« statt. Informationen auch unter: www.klangpol.de.


16.06.2018, 19 Uhr
klangpol: LANGE NACHT DER MUSIK
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Die Liebe in Zeiten der Fluchtbewegung

21.02.2018 12:02 Uhr

Global Music Player e. V. präsentiert Musical „Sami, der Weißfahrer“

Sophia hat sich gerade mit ihrem Freund gestritten. Darum geht sie allein zum Konzert, bei dem sie Sami trifft. Die beiden kommen sich schnell näher, sehr zum Unmut von Sophias Freund, der nachgekommen ist und die beiden beobachtet. Das ist vordergründig der Entwurf zu dem Musical, das Global Music Player e. V. am 22. und 23. Februar 2018 in der Kulturetage auf die Bühne bringt. 

Bei genauerer Betrachtung ist die Geschichte aber sehr komplex. Sami ist nämlich aus seiner afrikanischen Heimat geflüchtet. Er bringt traumatisierende Erlebnisse mit und muss sich hier mit Diskriminierungen von allen Seiten auseinandersetzen, von Seiten der deutschen Behörden, von hier Geborenen, aber auch von anderen Geflüchteten. Für Sophia sind das ganz neue Erfahrungen. Auch wenn sie nicht direkt betroffen ist, als Freundin bekommt sie alles hautnah mit.

17 Künstlerinnen und Künstler aus 7 verschiedenen Ländern an 10 intensiven Probenwochenenden ein Musik- und Tanztheaterstück entwickelt, das auf eigenen Erfahrungen basiert. Die Darsteller*innen spielen, tanzen und singen davon, wie das Leben der Geflüchteten aussieht und verbinden dabei leichte Inhalte mit schwer verdaulichem Stoff. 

Richard Kouadio Kouamé ist ein ausgezeichneter Tänzer und Choreograph und außerdem einer von zwei Sängern und Komponisten der Oldenburger Band „Revolution R“. Er hatte die Idee zu diesem Musical, seit es die Band gibt, also seit Beginn 2012. Vier Jahre zuvor war er nach Deutschland gekommen. „Ich wollte den Menschen die Geschichte aus meiner Perspektive zeigen, und mit Musik und Tanz kann ich mich am besten ausdrücken“, sagt Kouamé. „Vieles aus dem Stück habe ich selbst erlebt, anderes ist Freunden von mir passiert. Ich selbst habe viel Glück gehabt, auch, weil ich sehr nette Menschen getroffen habe. Aber ich bin auch Rassisten begegnet.“

Die Regie des Stückes hat Christian Jakober übernommen, der seit vielen Jahren Erfahrung bei diversen Theaterstücken des Vereins Jugendkulturarbeit gesammelt hat. Als Gitarrist unter anderem bei „Revolution R“ kennt er auch die Mentalität der Afrikaner*innen. „Für uns Europäer ist es ungewöhnlich, ernste Themen über tanzbare Musik zu transportieren, in Afrika ist das ganz normal. Aber wir schlagen auch leise Töne an. Die Herausforderung für alle Beteiligten bestand darin, aus den einzelnen Teilen gemeinsam ein Stück zu entwickeln, und ich denke, uns ist eine gute Mischung gelungen.“

Sami, der Weißfahrer

Do, 22.02.2018, 20 Uhr und Fr., 23.02.2018, 20 Uhr Kulturetage, Bahnhofstr. 11 Sondervorstellung für Schulklassen am Fr, 23.02. um 10 Uhr (Anmeldung für die Sondervorstellung an cjakober@web.de) es spielen: Andreas Max, Babak Moradi, Bernard Ngassa, Bi-Z Zamblé, Christian Jakober, Eve Hase, Gerold Bartels, Guevara Hasan, Helgard Füchsel, Jacques Zamblé Bi Vie, Lou Micaelle Koffi, Nino Zautashvili, Richard Kouadio Kouamé, Sebastian Teubert, Shima Rashkin, Sophie Arenhövel, Theresa Ehmen Ein Projekt von Global Music Player, Inter-kulturelle Aktion e.V. Nach einer Idee von Richard Kouadio Kouamé Projektleitung: Christian Jakober künstlerische Leitung/Regie: Christian Jakober und Richard Kouadio Kouamé weitere Informationen: globalmusicplayer.com/musical. gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
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Freier Eintritt mit Comic-Kostüm

09.02.2018 19:51 Uhr

„Die Neunte Kunst“ zum Anfassen: Comic-Aktionstag in den städtischen Museen

Oldenburg. Passend zur gemeinsamen Ausstellung „Die Neunte Kunst“ laden das Stadtmuseum, das Horst-Janssen-Museum und das Edith-Russ-Haus zum Aktionstag „Comic³“ ein, der mit Angeboten und Programm in allen drei Häusern aufwartet. Am Samstag, 17. Februar, bieten die Museen ab 14 Uhr Führungen für Kinder und Erwachsene, Workshops sowie Videospiele an. Das Besondere: An diesem Tag erhalten alle Besucherinnen und Besucher im Comic-Kostüm freien Eintritt. Ohne Kostüm gelten die regulären Eintrittspreise. Das Kombiticket für 7 Euro (ermäßigt 3,50 Euro, 15 Euro für Familien) gilt als Eintrittskarte in alle drei Museen.

Im Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum gibt es um 14, 15.30 und 17 Uhr gemeinsame einstündige Führungen, Treffpunkt ist jeweils im Stadtmuseum. Kunstvermittlerin Geraldine Dudek gibt einen kurzweiligen Einblick in die Ausstellungen „Die Geschichte des Comics“ und „Aktuelle deutsche Graphic Novels“.

Im Stadtmuseum findet von 14 bis 18 Uhr eine Comicbörse statt. Hier bieten Comicfans ihre Exemplare zum Verkauf. Zur selben Zeit können die Besucherinnen und Besucher Kunstvermittlerin Melanie Robinet an der Mitmachstation „Wie zeichne ich eine Comic-Figur?“ besuchen. An der Zeichenstation ist auch die Manga-Künstlerin Yingshu Shi dabei, die das Zeichnen von japanischen Mangas erklärt und ebenfalls in der Ausstellung im Stadtmuseum vertreten ist.

Im Horst-Janssen-Museum stellen drei Studierende der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ihre Graphic Novels vor. Kristina Smirnova, Jelena Duwe und Hendrik Meyer sprechen über ihre Inspiration, Arbeitsweise und Überlegungen zu ihren Bildergeschichten. Der Treffpunkt ist um 14.15 Uhr zwischen Ebene 2 und 3 im Horst-Janssen-Museum. Von 15 bis 16 Uhr bieten die drei auch einen Graphic-Novel-Workshop ab 10 Jahren an. Der Treffpunkt ist an der Museumskasse, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei der „Selfie-Station“, die von 14 bis 18 Uhr aufgestellt ist, können sich die Besucherinnen und Besucher fotografieren und die Fotos direkt ausdrucken oder herunterladen.

Das Edith-Russ-Haus kooperiert an diesem Tag mit dem Oldenburger Computermuseum und bietet ab 17 Uhr die Führung „Vom Panel zum Pixel: Ausstellungsrundgang zum Anfassen“ an. Dabei stellen die Expertinnen und Experten des Computermuseums Beziehungen zwischen den Werken aus „Unwanted Stories“ und Computerspielen her und machen sie erfahrbar ? von der 8-Bit-Grafik bis zum Egoshooter. Die Führung ist kostenlos. Danach, ab 19 Uhr, heißt es „Daddeln bei Edith“: Es stehen eine Bandbreite an Videospiel-Klassikern zur Verfügung, die in gemütlicher Runde bei Getränken und Musik gezockt werden können. Los geht es um 19 Uhr im Edith-Russ-Haus. Ab 19 Uhr ist der Eintritt frei. 
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Zum Sterben schöne Orte

09.02.2018 18:55 Uhr

Marion Poschmann präsentiert hochgelobten Roman „Die Kieferninseln“

Die Schriftstellerin Marion Poschmann erhielt in den vergangenen Jahren etliche Preise und Auszeichnungen für ihre Bücher. Auch ihr neuer Roman „Die Kieferninseln“ wird von der Literaturkritik hymnisch besprochen. Am Mittwoch, 21. Februar, stellt sie das Buch in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturbüros Oldenburg vor. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können im Internet unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

In ihrem Buch lässt Marion Poschmann den erfolglosen Geisteswissenschaftler Gilbert Silvester aus einem Affekt heraus gen Japan ziehen. Zufällig trifft ihr Protagonist den unter Prüfungsangst leidenden Studenten Yosa, der auf dem Weg zu den Kieferninseln alle berühmten Selbstmordorte besuchen will, die im „Complete Manual of Suicide“ aufgeführt sind. Kann er den jungen Japaner davon abhalten, Selbstmord zu begehen?

Mit Matthias Bormuth, der unter dem Titel „Ambivalenz der Freiheit“ eine Studie zum Suizidalen Denken im 20. Jahrhundert veröffentlichte, spricht Marion Poschmann darüber, ob die Selbsttötung ein humanes Privileg ist. Moderiert wird ihr Austausch von Monika Eden, der Leiterin des Literaturbüros. Die Karl Jaspers-Gesellschaft ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe „Konstellationen“.
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Bleibende Spuren im Stadtteil hinterlassen

08.02.2018 09:21 Uhr

Teilnehmende für Kreyenbrücker Fotoprojekt gesucht – Beitrag zum Festival „Farbenfroh“

An die Kameras, fertig, los: Zum Kreyenbrücker Kulturfestival „Farbenfroh“, das im Juni dieses Jahres seine Premiere feiert, ist ein Fotoprojekt geplant. Der Titel des Projekts lautet: „Mein Kreyenbrück – an diesem Platz fühle ich mich wohl!“ Ziel ist es, eine Fotocollage für den öffentlichen Raum zu erstellen. Das Werk soll dem Publikum bei der Eröffnung des Farbenfroh-Festivals am 15. Juni erstmals präsentiert und langfristig erhalten bleiben.

Dabei sollen Fotos entstehen, die Kreyenbrück als Stadtteil abbilden, in dem man wohnt, arbeitet und lebt. Das Projekt soll dazu anregen, sich mit Hilfe der Fotografie mit dem direkten Arbeits-und Wohnumfeld kreativ auseinanderzusetzen. Es sollen bleibende Spuren in Form von großformatigen Aufnahmen im öffentlichen Raum hinterlassen werden. Das Klinikum Oldenburg stellt als Ausstellungsfläche den Zaun vor der Kinderklinik an der Straße „An den Voßbergen“ zur Verfügung. Das Unternehmen CEWE Stiftung & Co. KGaA unterstützt das Projekt durch Sachspenden. Die Initiative dazu hatte die Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück zusammen mit einem freien Mitarbeiter gegeben, der ehrenamtlich für das Projekt verantwortlich zeichnet.

So soll das Projekt ablaufen: Von Mitte März bis Ende Mai machen die Teilnehmenden Bilder von ihrem Stadtteil, gestalten gemeinsam Fotos und treffen eine Auswahl für die Ausstellung. Kenntnisse im fotografischen Bereich sind wünschenswert, aber keine Bedingung für eine Teilnahme. Es ist eine Einführung und begleitende Beratung mit Tipps für den Umgang mit der Kamera und Aufnahmetechniken vorgesehen. Mit Unterstützung eines künstlerischen Beraters sollen die Fotos bearbeitet und als Collage zusammengesetzt werden, um sie dann auf witterungsbeständigen Tafeln präsentieren zu können.

Alle fotobegeisterten Kreyenbrückerinnen und Kreyenbrücker sind eingeladen, am Donnerstag, 15. März, um 17 Uhr zum ersten Informationstreffen in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, zu kommen. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 0441 235-3292.

Das Kulturfestival „Farbenfroh“ wird von und mit Menschen in Kreyenbrück entwickelt und findet erstmalig vom 15. bis 24. Juni statt. Mit dem „Farbenfroh“-Festival öffnet sich der Stadtteil für ganz Oldenburg und lädt dazu Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Stadt und Region ein. 

Mehr Informationen im Internet unter www.farbenfroh-festival.de. 
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Leuchtende Farben, raffinierte Perspektiven und figürliche Anmut

02.02.2018 22:06 Uhr

Ausstellung „Neue Werke“ in der Artothek Oldenburg vom 8. Februar bis 5. April

In der Artothek Oldenburg, Niedersachsens größter Kunstausleihe, können Besucherinnen und Besucher aus einer 2.000 Werke umfassenden Sammlung von Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur auswählen. Die Artothek hat ihren Bestand erweitert und lädt alle Interessierten herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Werke“ am Donnerstag, 8. Februar, um 19 Uhr in die Peterstraße 1 ein. Die regionalen Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

 

Bei der Vernissage werden spannende Einblicke in die neuen Werke gegeben. „Mit Kunstwerken lässt sich nicht nur die Wohnung verschönern, sondern man kann über die Kunst wunderbar ins Gespräch kommen und die Wirklichkeit besser verstehen", sagt Artotheks-Leiterin Dr. Sabine Isensee und erläutert: „Die 26 neuen Werke zeigen ein spannendes Spektrum der Gegenwartskunst von leuchtender Farbigkeit, über raffinierte Perspektiven bis hin zur figürlichen Anmut.“ Präsentiert werden Werke von regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern: Malerei von Anita Buchholz, Sarah Esslinger-Dahlmann, Eugenia Gortchakova und Natascha Kaßner; Grafiken von Ulla von Brandenburg, Birgit Brandis, Andrey Gradetchliev, Ellen Mäder-Gutz, Stefan Marx, Monika Michalko, Ellen Möckel und Matthias Weischer; Fotografien von Karl Blossfeldt, Brigitte Raché-Böker und Michael Schildmann sowie eine Skulptur von Stephanie Stellmann.

 

Das diesjährige Titelmotiv zur Ausstellung „Neue Werke“ ist ein Ölpastell der Oldenburger Künstlerin Natascha Kaßner, die Dozentin für Malerei, Zeichnung und Mixed Media an der Carl von Ossietzky Universität ist. „Im Mittelpunkt ihres Werkes steht die figürliche Welt, die sie mit Witz, Leichtigkeit und hintergründigem Charme entwirft“, erklärt Sabine Isensee. Das Werk „Die Jägerin“ erzählt eine assoziative Geschichte, die von der emotionalen Wechselbeziehung von Mensch und Tier handelt. „Eine elegant gekleidete Frau in Kostüm, Pumps und Perlenketten streichelt einen großen schwarzen Hund, der diese Zuwendung sichtlich genießt. Fünf Hirschgeweihe an der Wand genügen, um den Mythos der Jagd zu entfalten und diesen zugleich als modische Dekoration zu entlarven, die romantische Wildnis in das traute Heim bringt“, beschreibt Isensee das Bild.

 

Die regionale Kunstszene ist vielfältig mit Werken in der Ausstellung vertreten: Von Anita Buchholz, Sarah Esslinger-Dahlmann und Eugenia Gortchakova sind atmosphärische Öl- und Acrylbilder zu sehen, Andrey Gradetchliev und Ellen Mäder-Gutz haben meisterhafte Grafiken geschaffen, die Fotografien von Brigitte Raché-Böker und Michael Schildmann spiegeln raffinierte Momentaufnahmen von Kulturlandschaften wider und von der in Oldenburg geborenen Bildhauerin Stephanie Stellmann wird eine figürliche Bronze präsentiert, die durch grazile Anmut besticht.

 

Die Ausstellung „Neue Werke“ wird vom 8. Februar bis zum 5. April 2018 zu den Öffnungszeiten der Artothek (Montag und Donnerstag, 15 bis 19 Uhr) gezeigt. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke vorbestellt werden.

 

Am 15. Februar, 8. März und 5. April finden Abendführungen mit der Kunstvermittlerin Geraldine Dudek statt. Kosten: 3 Euro. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

 

Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/artothek und auf www.stadtmuseum-oldenburg.de.
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Geschäftsstelle der Musikschule am 6. Februar geschlossen

02.02.2018 22:00 Uhr

Ab dem 7. Februar in der Katharinenstraße

Die Geschäftsstelle der Musikschule, Leo-Trepp-Straße 18, bleibt am Dienstag, 6. Februar, wegen ihres Umzugs geschlossen. Ab Mittwoch, 7. Februar, ist die Geschäftsstelle nur wenige Meter entfernt in der Katharinenstraße 1 zu finden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
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Literatur inspiriert Kunst

01.02.2018 19:30 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg stellt Ausstellungsprogramm und Planungen für 2018 vor

„Das 225. Gründungsjubiläum der Landesbibliothek Oldenburg, die Eröffnung des neuen Lern- und Informationszentrums und die Umstellung des gesamten Bibliothekssystems auf eine neue Software waren 2017 wichtige Meilensteine für die Zukunft der Bibliothek“, sagte Bibliotheksleiterin Corinna Roeder am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. „Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern für Ihre Geduld bei den Umstellungen. 2018 können sie alle Medien und Serviceangebote wieder in vollem Umfang nutzen und die schönen neuen Räume ohne Handwerkerlärm genießen.“ Für 2018 kündigte Roeder u.a. eine Ausweitung des aktuellen E-Book-Angebots und verstärkte Aktivitäten bei der Digitalisierung historischer Buchbestände an. 2017 hat die Landesbibliothek über 200.000 neue digitale Images ins Internet gestellt, darunter auch die Oldenburger Theaterzettel von 1833 bis 1945. Im Laufe des Jahre 2018 sollen Oldenburgische Zeitungen der Jahre 1918 und 1919 digital zur Verfügung gestellt werden.

Auch für die Sonderausstellungen der Landesbibliothek steht ab diesem Jahr ein frisch renovierter großzügiger Bereich im Erdgeschoss zur Verfügung. Die Landesbibliothek plant für 2018 ein umfangreiches Ausstellungprogramm mit fünf großen und mehreren kleineren Ausstellungen. „Schwerpunktthema ist in diesem Jahr das Literarische in der Kunst“, erläutert Roeder. „Wir stellen fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vor, die in ganz unterschiedlicher Weise Literatur in ihren Kunstwerken verarbeitet haben. Daraus entstehen nicht immer Künstlerbücher, sondern auch Gemälde, Grafiken, Skulpturen und andere Objekte.“ Eröffnet hat diese Reihe bereits im Januar der Emder Künstler Klaus Frerichs, in dessen Gemälden eingestreute Textzitate ein ganzes zeittypisches Bildungsprogramm der 68er-Generation aufscheinen lassen. In ihrem Kunstprojekt „Ostfriesland-Haggadah“ widmen sich die beiden argentinischen Künstler Ricardo Fuhmann und Daniel Jelin mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Mitteln der alttestamentlichen Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und ihrer Bedeutung im jüdischen Leben. Das Projekt, das in Teilen bereits 2014 in der Knesset in Jerusalem und 2015 im Centrum Judaicum in Berlin vorgestellt wurde, wird in Oldenburg erstmals ergänzt um Bilder zum Hohelied. Die Retrospektive „Otto Rohse (1925-2016)“ zeigt ab Mai 2018 einen den profiliertesten deutschen Buchgestalter und Grafiker, der in den siebziger und achtziger Jahren vor allem durch seine Briefmarkenserien Deutsche Bauten weithin bekannt wurde. 1967/68 verbrachte Rohse ein Jahr im Ammerland und schuf dort in Kupferstichtechnik zarte Landschaften und ließ sich im Oldenburger Landesmuseum zu seinem Künstlerbuch Kleists Marionettentheater inspirieren. Ganz anders geht die Oldenburger Künstlerin Barbara Habermann mit Literatur um: Sie stickt Textzitate, die sie inspirieren, in ihre textilen Kunstobjekte ein. Mit der Ausstellung “Text – Textil - Textur. Bücher aus Stoff von Barbara Habermann“ anlässlich des 80. Geburtstages der Künstlerin geht das Themenjahr „Literatur inspiriert Kunst“ in der Landesbibliothek zu Ende.

 

Die Landesbibliothek Oldenburg in Zahlen (2017)
Medienbestand: 914.633 Medieneinheiten
Neuzugang an Medien 2017: 11.835 Medieneinheiten
Digitalisate im Internet: 490.619 Seiten
Ausleihen: 300.275 Ausleihvorgänge
Schulungen / Teilnehmer/innen: 136 / 2.572
Online Katalog ORBISplus: http://plus.orbis-oldenburg.de
Digitale Sammlungen: http://digital.lb-oldenburg.de
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„Unter der Drachenwand“

31.01.2018 12:17 Uhr

Arno Geiger präsentiert neuen Roman im Musik- und Literaturhaus

Arno Geigers neuer Roman „Unter der Drachenwand“ wird von der Literaturkritik seit seinem Erscheinen im Januar 2018 als Meisterwerk gefeiert. Am Montag, 12. Februar, präsentiert er das Buch ab 19.30 Uhr im Programm des Literaturbüros Oldenburg im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Er liest aus seinem berührenden Kriegsroman vor und spricht darüber mit dem Literaturwissenschaftler Michael Vauth. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

Zum Inhalt des Buches: Veit Kolbe, ein junger Wiener, verbringt 1944 ein paar Monate im Salzkammergut am Mondsee mit Blick auf die titelgebende Felsformation, der Drachenwand. Er ist Soldat. Sein Fronturlaub dient der Erholung, in Russland wurde er verwundet. Mit Margot und Margarete, zwei jungen Frauen, die er trifft, teilt er die Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Doch als seine Verletzungen verheilt sind, kommt der neue Einberufungsbefehl. Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen und der verstörenden Normalität im Dorf, von der Zimmerwirtin und ihren Durchhalteparolen, von Margarete, in die Veit sich verliebt und die von ihm nichts wissen will.

Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt „Alles über Sally“ (2010), „Der alte König in seinem Exil“ (2011), „Grenzgehen“ (Drei Reden, 2011) und „Selbstporträt mit Flusspferd“ (2015). Er erhielt unter anderem den Deutschen Buchpreis, den Hebel-Preis, den Hölderlin-Preis, den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung und den Alemannischen Literaturpreis.
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Videoworkshop „Stop Motion“

28.01.2018 19:01 Uhr

Kursbeginn am 7. Februar / Anmeldungen ab sofort

In Kooperation mit dem Horst-Janssen-Museum bietet die Werkschule ab Februar einen Kurs zum Thema „Animation und Bewegung – Stop Motion“ an, für den man sich ab sofort anmelden kann. Inspiriert durch die Ausstellung „Aktuelle deutsche Graphic Novels“ wird in dem Kurs ein Trickfilm auf Grundlage der Stop Motion-Technik entwickelt. Zeichnungen von sich bewegenden menschlichen Körpern werden abfotografiert und zu einer animierten Bildfolge zusammengesetzt. Peer Holthuizen leitet den achtteiligen Kurs, der ab dem 7. Februar immer mittwochs von 18 bis 21 Uhr stattfindet.

 

Es wird um Anmeldung per E-Mail an info@werkschule.de oder telefonisch unter 0441 9990840 gebeten. Die Kursnummer lautet 6290. Die Kosten betragen 95,50 Euro monatlich oder 188 Euro bei Einmalzahlung (zuzüglich Material).
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Mit Bildern erzählt – Gemälde und Zeichnungen von Klaus Frerichs

15.01.2018 12:17 Uhr
Vom 18. Januar bis 3. März 2018 präsentiert Klaus Frerichs seine künstlerischen Arbeiten unter dem Titel „Mit Bildern erzählt – Gemälde und Zeichnungen von Klaus Frerichs“ in der Landesbibliothek Oldenburg. Bei der Vernissage am Donnerstag, dem 18. Januar 2018 um 19 Uhr führt der Verleger und Antiquar Hermann Wiedenroth aus Bargfeld/Celle in das Werk des Künstlers ein.

„Fragen des Menschseins“, so formuliert der Emder Künstler Klaus Frerichs das, was ihn im Kern interessiert: In seinen figurativen Werken befasst er sich schwerpunktmäßig mit dem einzelnen Menschen selbst, mit dem was er ist und was er aus sich macht oder was aus ihm gemacht wird, mit seiner Lebenssituation, mit Jugend und Alter, mit Leiden, Sterben und Tod. Ganze Bildzyklen entstehen in der Auseinandersetzung mit existentiellen biblischen Themen und mit seinen eigenen Erinnerungen, von denen eine Auswahl in der Landes­bibliothek gezeigt wird.
Klaus Frerichs bevorzugt Zeichnungen und Ölmalerei. Sein zeichnerischer Stil ist beeinflusst von Arbeiten des jüngeren Horst Janssen, seine Ölmalerei vom Magischen Realismus eines Franz Radziwill. Menschen werden oft nackt mit Gesichtern dargestellt, die eine Allgemein­gültigkeit und Zeitlosigkeit der Bildaussage assoziieren lassen. Dieser Eindruck wird verstärkt durch einen oft strengen, unwirklich und inszeniert wirkenden Bildaufbau und eine auf wenige Farben beschränkte, in den Flächen klar voneinander abgesetzte Farbigkeit.

In der Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg möchte Klaus Frerichs vor allem mit Bildern erzählen. Dabei widmet er sich auch Themen, die bisweilen die Sprache der Bilder überschreiten. Dann sucht er Ergänzungen in der Literatur und verknüpft in seinen Werken Bild und Wort. Zusammen mit einer Bild-im-Bild-Darstellungsweise, mit Schrifteinschüben, zahlreichen Bildzitaten aus alter und moderner Malerei, mit historischen und aktuellen gesellschaftspolitischen Verweisen und mit autobiografischen Bezügen bilden die Arbeiten von Klaus Frerichs eine vielfältige, tief- und hintergründige, manchmal rätselhafte Bilderwelt, die sich einer eindeutigen Auslegung verschließt und breiten Raum für die eigene Fantasie und Interpretation des Betrachters einräumt.

Klaus Frerichs, geboren 1953, wuchs in einer Emder Werftarbeitersiedlung auf. Nach dem Abitur studierte er zunächst Philosophie, Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Hannover. Später wechselte er an die neu gegründete Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, an der er Kunst, Politik, Geschichte und Arbeitslehre auf Lehramt studierte. Von 1980 bis 2015 arbeitete er als Lehrer am Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden. Bereits 2009, 2011 und 2014 präsentierte er seine Arbeiten erfolgreich in Einzelausstellungen in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden.

Mit Bildern erzählt – Gemälde und Zeichnungen von Klaus Frerichs

Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg

18. Januar bis 3. März 2018

Eröffnung am Donnerstag, 18.01.18, 19.00 Uhr

mit einer Einführung von Hermann Wiedenroth (Bargfeld/Celle). Der Künstler ist anwesend.

Öffnungszeiten

Mo – Fr 10 – 19 Uhr und Sa 9 – 12 Uhr. An Sonntagen geschlossen.

Eintritt frei

Öffentliche Führungen mit Klaus Frerichs

Sonnabend, den 20.01., 17.02. und 03.03.18, jeweils um 10.30 Uhr
Eintritt frei

Donnerstag, 08.02.18, 19.00 Uhr: Lesung und Gespräch zum Buch
Joke und Klaus Frerichs: „einer schreibt, einer malt“. Zwei Brüder aus dem Emder Arbeitermilieu finden ihren Weg. Emden, 2017.

Eintritt frei
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Verfolger mit einem Schuh

07.01.2018 17:11 Uhr

Lukas Bärfuss liest am 21. Januar in der Reihe LiteraTour Nord

Der Schriftsteller Lukas Bärfuss war 2017 mit seinem aktuellen Roman „Hagard“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Am Sonntag, 21. Januar, präsentiert er das Buch, das die abenteuerliche Odyssee eines Geschäftsmannes schildert, der aus einem Impuls heraus einer unbekannten Frau folgt, in der Reihe LiteraTour Nord. Beginn ist um 11 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Er liest aus seinem Roman und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441-71677.

Lukas Bärfuss, 1971 in Thun (Schweiz) geboren, ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich.

Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Ausschreibung von Medienkunst-Stipendien

03.12.2017 22:47 Uhr

Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2018

Ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen vergibt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst auch 2018 drei Stipendien zur Förderung künstlerischer Arbeiten im Bereich der Medienkunst. Es handelt sich um drei Produktions- und Aufenthaltsstipendien zu je 10.000 Euro, mit denen ein breites Spektrum der Medienkunst gefördert werden kann: von Videokunst und netzbasierten Projekten bis hin zu Klang- oder audiovisuellen Installationen. Die Bewerbung ist nur online unter der Adresse www.edith-russ-haus.de/stipendien möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2018.

 

Die Stipendien gelten für eine Dauer von sechs Monaten, von Juli bis Dezember 2018. In diesem Zeitraum sollte die künstlerische Arbeit abgeschlossen werden. Vorgesehen ist dabei eine Residenzpflicht in Oldenburg von mindestens einem Monat, wobei der Künstlerin oder dem Künstler auf Wunsch ein Gästeappartement zur Verfügung gestellt werden kann. Die Stipendiaten werden außerdem durch Workshops, Präsentationen oder Künstlergespräche in die Aktivitäten des Medienkunsthauses eingebunden. Bewerben können sich nur Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen, aber keine Institutionen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger übernimmt eine international besetzte Fachjury.

 

Weitere Informationen für interessierte Bewerberinnen und Bewerber gibt es online unter www.edith-russ-haus.de/stipendien sowie per E-Mail an info@edith-russ-haus.de oder telefonisch unter 0441 235-3208.
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Italienischer Regisseur Carlo Lavagna gewinnt 1. Queeren Filmpreis Niedersachsen

10.11.2017 22:31 Uhr
Fünf bunte Festivaltage wurden am Montagabend mit einer festlichen Preisverleihung beendet. Als große Premiere wurde der Queere Filmpreis Niedersachsen erstmalig im Rahmen des 8. Queer Film Festivals Oldenburg im Cine k vergeben. Der Preis wurde vom Queeren Netzwerk Niedersachsen, vertreten durch Friederike Wenner und Thomas Wilde, als Beitrag zur Kampagne der Landesregierung „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Beide erhoffen sich ein stärkeres Bemühen der Filmproduktion sowie der Programmgestaltung der Kinos, die bestehende sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft angemessen abzubilden.

Der italienische Regisseur Carlo Lavagna, der auch an der Produktion und am Drehbuch beteiligt war, wurde für seinen Film „Arianna“ ausgezeichnet. Er erzählt die Geschichte eines jungen intersexuellen Menschen und bildet in all seinen Details die Lebensrealität vieler intergeschlechtlicher Personen in Europa nach. Die sechsköpfige Jury, bei der Laudatio vertreten durch Lucie Veith vom Bundesverband Intersexuelle Menschen e.V., lobte besonders die menschenrechtliche Relevanz, die schauspielerische Umsetzung, fesselnde Bildsequenzen und die technische Realisierung. Der anwesende Carlo Lavagna nahm persönlich den Filmpreis von Dr. Hans-Joachim Heuer aus dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung entgegen. Mit der Ehrung ist verbunden, dass Carlo Lavagna bei seinem nächsten queeren Projekt in Höhe von 5000€ unterstützt wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

Außerdem wurde während der Preisverleihung schon zum zweiten Mal der von der Stadt Oldenburg mit 600€ dotierte Publikumspreis „Bester Kurzfilm“ verliehen. Hierfür wurde von Bürgermeisterin Christine Wolff der deutsche Kurzfilm „Princess“ des Regisseurs Kasten Dahlem ausgezeichnet, der bei der Publikumswahl am Samstag deutlich am besten abschnitt. 
Mit der feierlichen Preisverleihung und einer kostenfreien öffentlichen Vorführung der beiden Gewinnerfilme endete am Montag das fünftägige Queer Film Festival, welches sich in diesem Jahr erneut über einen Anstieg der Besucherzahlen und über ausverkaufte Säle freuen konnte.
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Jugendroman „Dazwischen: ich“ ausgezeichnet

08.11.2017 23:07 Uhr

Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 geht an Julya Rabinowich

Der Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2017 geht an Julya Rabinowich. Rabinowich bekommt den Preis für ihr Jugendbuchdebüt „Dazwischen: ich“. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wurde der Autorin am Mittwoch, 8. November, im festlichen Rahmen im Alten Rathaus von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht.

Unter 300 Einsendungen, darunter 97 verlegte Werke und 203 Manuskripte, hatte die Jury zunächst drei Nominierte ausgewählt. „Es gab gleich mehrere Werke, die sich durch Stil, Sprache und Inhalt klar von der Gesamtheit abhoben und der Jury keine leichte Entscheidung abverlangten. Ganz deutlich traten in diesem Jahr wieder aktuelle Themen in den Vordergrund. Auf der Flucht sein, unterwegs sein, fremd sein, ankommen und zurechtkommen in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen – das bildet den Rahmen der Geschichten. Die verschiedenen Protagonisten bewegen sich darin klug, offen und manchmal auch ziemlich schräg. Das häufige Bemühen, auf Kinder- beziehungsweise Jugendniveau zu schreiben, tritt besonders bei den nominierten Werken vollkommen in den Hintergrund und macht Platz für eigene und besondere Stimmen“, begründet Nadia Budde die Auswahl der Jury. 

Letztendlich entschied sich die Jury für Julya Rabinowich als Preisträgerin: „Geschickt verwebt Julya Rabinowich in vielen kurzen Passagen Erinnerungen an die Heimat und den Krieg, Gedanken an die dort zurückgebliebenen Großeltern und Verwandten mit dem Leben im Hier und Jetzt und den zunehmenden innerfamiliären Konflikten. Sie erzählt präzise und nachvollziehbar, nah dran an den Figuren und ihren Stimmen – damit gelingt ihr ein sehr erhellendes Buch und ein wichtiger Beitrag zum Thema Flucht und Migration, der auch literarisch zu überzeugen weiß“, ergänzt Juror Ralf Schweikart. 

Die Preisrede auf „Dazwischen: ich“ von Julya Rabinowich hielt die erst kürzlich mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnete Autorin Claudia Kühn (Berlin): „Hier schreibt eine, die genau weiß, wovon sie erzählt und die ihre unverwechselbare Sprache für so ein Schicksal gefunden hat. Eine Sprache, die zwischen kindlich und erwachsen, ängstlich und mutig, grausam und weich wechselt, so wie die Gefühlslage der Erzählerin zwischen all diesen Stimmungen hin- und herschwingt. Allein schon dieser Tonwechsel weist auf eine ambivalente Figur hin – Figuren wie sie die Kinder- und Jugendliteratur braucht, in einer Welt, für deren komplexe Herausforderungen es eben auch keine einfachen Lösungen gibt. ‚Dazwischen: ich‘ von Julya Rabinowich ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein Ankommen aus dem Dazwischen.“ 

Die Preisverleihung wurde von Tanya Lieske moderiert. Die musikalische Begleitung gestaltete die Band „NUFOXAS“ unter der Leitung von Dagmar Ludwig (Musikschule der Stadt Oldenburg).

Zum Inhalt des Jugendbuchs „Dazwischen: ich“ von Julya Rabinowich: 
Das Los der 15-jährigen Madina teilen viele Flüchtlingskinder: Sie alle sind Brückenbauer zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat ist Madina endlich angekommen, in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. So nimmt Madina das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung – authentisch erzählt.
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Workshop: Experimentelles Drucken zu Weihnachten

03.11.2017 10:23 Uhr
In dem neuen Workshop „Experimentelles Drucken zu Weihnachten“ im Horst-Janssen-Museum darf experimentiert werden: mit Noppenfolie, Schuhsohle, Gummiband und vielem mehr. An den beiden Kurstagen am Freitag, 17. und 24. November, von 15.30 bis 18 Uhr, steht Weihnachten im Mittelpunkt. In festlichen Farben entsteht eine weihnachtliche Kartenkollektion. Der Druckworkshop richtet sich an Erwachsene und wird angeleitet von der Kunstpädagogin Laura Keppel.

 

Es wird um Anmeldung bis zum 10. November per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2891 gebeten. Die Kursteilnahme kostet 20 Euro.
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Kompaktkurs: Fotoreportage »Meine Stadt«

28.10.2017 21:38 Uhr

Kooperation mit Werkschule / Anmeldung bis 3. November

In Zusammenarbeit mit der Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit e.V. bietet das Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellung „Fokus Oldenburg“ im November einen dreitägigen Kompaktkurs „Fotoreportage Meine Stadt“ an. Den Kurs wird Hervé Maillet leiten.

 

Fotoreportagen erzählen Geschichten. Sie unterhalten, provozieren und zeigen ihre ganz eigene Sicht der Welt. Gelungen sind sie, wenn sie den Betrachter visuell so stark ansprechen, dass er das Gefühl bekommt, er sei dabei. Welche Kriterien eine wesentliche Rolle spielen, um mit einer Bildfolge eine Geschichte zu erzählen, die ein Gefühl und eine Atmosphäre für das Reportagethema schaffen, erfahren die Teilnehmer in diesem Kurs.

 

Kurstermine:

Freitag, 10. November, 17 bis 20 Uhr

Samstag, 11. November, 14 bis 19.15 Uhr

Sonntag, 12. November, 10 bis 14.30 Uhr

 

Es wird um Anmeldung bis zum 3. November bei der Werkschule e.V., Rosenstraße 41, 26122 Oldenburg, Telefon 0441 9990840 oder per E-Mail an info@werkschule.de gebeten. Der Kurs kostet 30 Euro (inklusive Material und Eintritt in die Ausstellung).
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Wortakrobaten sorgen mit neuen Texten für Gänsehaut

28.10.2017 20:54 Uhr

Nächster Termin in der Reihe „Fremde Federn“ am 24. November im Wilhelm13

Das Literaturbüro Oldenburg und Mario Filsinger veranstalten am Freitag, 24. November, den nächsten Termin in der Poetry Slam-Reihe „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, den Vorverkauf zu nutzen. Die Reservierung ist online unter www.wilhelm13.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro möglich.

Die Reihe „Fremde Federn“ vereint mehrere Bühnen-Poeten zu einem Ensemble und nimmt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht aufs Korn. Dabei schmücken sich Sebastian Hahn, Insa Kohler, Adriane Meinhardt und Lisa Schøyen im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause präsentieren sie im zweiten Teil des Abends so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zum Motto „Gänsehaut“ geschrieben. Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Indianer-Kopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken. Das Publikum hilft zu guter Letzt bei der Aufklärung der wahren Urheberschaft: Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Gästen bestehende Jury an der richtigen Zuordnung von Text und Autor.

Jeder Juror erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von „Fremde Federn“. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Horst-Janssen-Museum zeigt Schülerausstellung zum Reformationsjubiläum

28.10.2017 20:49 Uhr
Ausstellung mal anders: Im Horst-Janssen-Museum zeigen Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasiums vom 1. bis 15. November ihre Ideen und Werke zum Reformationsjubiläum. „Luther macht Laune“, finden die Schüler, die sich eine Woche vor dem 500. Jahrestag der Reformation inspiriert mit diesem Thema beschäftigt haben. Die gesamte Schule arbeitete an dem Projekttag thematisch vielgestaltig und im Ergebnis verblüffend facettenreich zu Luther, seiner Zeit und den Auswirkungen der Reformation bis heute. Die Hexenverfolgung war gleichermaßen Thema wie Gutenbergs Buchdruck, die mittelalterliche Schreibstube, Tänze, Feste, die Musik, Kulinarisches und vieles mehr. Den Spuren der Reformation im Stadtbild wurde nachgespürt und Luther selbst wurde in Wort und Bild unter die Lupe genommen.

Die spannenden Ergebnisse dieser Beschäftigungen werden nun für zwei Wochen im Horst-Janssen-Museum zu sehen sein. „Zu entdecken sind unter anderem Installationen, Grafiken, Zeichnungen und Malerei, aber auch Spiele und Mindmaps. Kurz: kreative Auseinandersetzungen vielfältigster Art, die unterhaltsam, lehrreich und spannend zugleich sind“, sagt Dr. Sabine Siebel vom Horst-Janssen-Museum. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 1. November, um 19 Uhr statt und wird gesanglich und instrumental – ganz nach Luthers Façon –  von Schülern des Herbartgymnasiums gestaltet.
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Queere Kinovielfalt in Oldenburg

24.10.2017 21:33 Uhr
Am Donnerstag, 2. November, startet das 8. Queer Film Festival im Cine k. Elf Langfilme und ein Kurzfilmprogramm wollen von Cineast*innen entdeckt werden.

Ehe für alle, die Situation queerer Geflüchteter, Partnerinnen mit Demenz und glamouröse Burlesque Shows, dies alles sind Themen, die im Queer Film Festival vom 02. bis 06. November ihren Platz finden werden. „Das Cine K wird damit wieder zum Hotspot des LSBTI*Films in Oldenburg“, so Mitorganisator Stefan Caspers von der Kinogruppe RollenWechsel. Sein Versprechen: „Das Festival bringt Vielfalt ins Kino.“ 

Neben zahlreichen prämierten Filmen mit lesbischen, schwulen, trans*- und intergeschlechtlichen Inhalten wird auch kleineren Produktionen ein Platz gegeben: „Homøe“, ein Masterabschlussprojekt aus Niedersachsen, das sich mit der Situation von queeren Geflüchteten in Deutschland auseinandersetzt und drei Betroffene begleitet, ist den Organisator*innen des Festivals besonders wichtig. Im Anschluss an die Vorführung am Samstag um 18 Uhr wird mit dem Regisseur und drei weiteren Gästen in einem Publikumsgespräch diskutiert. 

Ebenfalls am Samstag, um 20.45 Uhr, gibt es ein bunt gemischtes Kurzfilmprogramm, in dem auch in diesem Jahr ein von der Stadt Oldenburg geförderter Publikumspreis „Bester Kurzfilm“ vergeben wird. 

Diese Preisverleihung gehört zum feierlichen Abschluss des 5-tägigen Festivals am Montagabend. Dort wird auch erstmals der „Queere Filmpreis Niedersachsen“ in Zusammenarbeit mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen als Beitrag zur Kampagne der Landesregierung „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen“ vergeben. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sowohl die Filmproduktion als auch die Programmgestaltung der Kinos sich ihrer Verantwortung bewusster werden, die bestehende sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft angemessen abzubilden.

Am Donnerstag, 2. November, geht es im Cine k (in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg) mit „Handsome Devil“ und einem Sektempfang los!

Karten und weitere Informationen unter www.cine-k.de
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Vier heldenhafte Fischer und eine Tragödie

24.10.2017 21:27 Uhr

Carmen Stephan liest am 5. November in der LiteraTour Nord

Am Sonntag, 5. November, präsentiert Carmen Stephan ihren aktuellen Roman „It’s all true“ in der Reihe LiteraTour Nord. Ab 11 Uhr liest die Schriftstellerin im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering über das Buch. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

1941 segeln vier brasilianische Fischer, die in großer Armut leben und ihre Familien kaum ernähren können, 2000 Kilometer auf einem einfachen Floß in die Hauptstadt ihres Landes, um den Präsidenten auf ihre Notlage hinzuweisen. Barfuß, ohne Karte und Kompass, lassen sie sich von den Sternen und ihrem Instinkt führen. Nach 61 aufreibenden Tagen erreichen sie Rio de Janeiro und werden als Helden gefeiert. Hollywood-Regisseur Orson Welles, dessen Film „Citizen Kane“ gerade in den Kinos lief, will ihre kühne Odyssee verfilmen – doch bei den Dreharbeiten fällt der Anführer Jacaré von Bord und verschwindet im Meer. Orson Welles‘ Brasilien-Film, dem der Roman seinen Titel verdankt, bleibt unvollendet. Autorin Carmen Stephan hat aus diesem Stoff einen eindrucksvollen Roman gemacht, der Fiktion und Dokumentation zugleich ist. 

Carmen Stephan, 1974 geboren, lebt in Genf. 2005 erschien der Geschichtenband „Brasília Stories“. Für ihren ersten Roman „Mal Aria“ wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2012 und dem Debütpreis des Buddenbrookhauses 2013 ausgezeichnet.

Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de
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Flucht aus der Hölle des syrischen Bürgerkriegs

24.10.2017 21:18 Uhr

Olga Grjasnowa stellt in der Reihe „Konstellationen“ neuen Roman im Wilhelm13 vor

Olga Grjasnowas Roman „Gott ist nicht schüchtern“ ist ein erschütterndes Stück Zeitgeschichte: Das Buch erzählt von der Hölle des syrischen Bürgerkriegs, vom Schrecken der Flucht und vom ungewissen Neubeginn. Eigentlich hatte die Schriftstellerin ihr Werk auf Einladung des Literaturbüros schon im September in Oldenburg präsentieren wollen, die Lesung musste aber aus Krankheitsgründen kurzfristig abgesagt werden. Nun konnte ein zeitnaher Nachholtermin gefunden werden: Olga Grjasnowa stellt ihr Buch am Sonntag, 19. November, in der Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ vor. Mit der Soziologin Ina Jekeli spricht die 32-Jährige darüber, dass es nicht nur die eine Welt vor unserer Haustür gibt, sondern viele Welten, und dass es sich lohnt, sie kennenzulernen. 

Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden. Es moderiert Matthias Bormuth, Heisenberg-Professor für Vergleichende Ideengeschichte und Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft. Die Karl Jaspers-Gesellschaft ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.

Direkt und schonungslos erzählt Olga Gjrasnowa aus der Sicht der Schauspielerin Amal und des Arztes Hammoudi von zunehmender Diktatur in Syrien, von Protesten, Gewalt, Willkür, Misstrauen und vom Widerstand. Und schließlich von der dramatischen Flucht der beiden, die sich in Berlin wieder begegnen: Zwei einstmals privilegierte Menschen, die an die Revolution in ihrem Land glaubten, die alles verloren haben und nun ganz von vorne anfangen müssen. 

Flucht ist eine Erfahrung, die auch die Familie von Olga Grjasnowa kennt. Ihre jüdische Großmutter floh als 14-Jährige aus Weißrussland nach Baku, Grjasnowa selbst emigrierte als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland und lebt heute in Berlin. Verheiratet ist sie mit einem syrischen Schauspieler, der sich im arabischen Frühling engagierte. Olga Grjasnowa studierte Kunstgeschichte und Slawistik, Tanzwissenschaft sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und absolvierte Studienaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Für ihren vielbeachteten Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.
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Kinder- und Jugendbuchpreis: Jury nominiert drei Einsendungen

21.10.2017 21:44 Uhr

Preisverleihung am 8. November

Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg hat die Jury zwei Autorinnen und einen Autor nominiert. Bekannt gegeben wird die Preisträgerin oder der Preisträger am Abend der Verleihung am Mittwoch, 8. November. In die nähere Auswahl kommen in diesem Jahr ein Kinderbuch, ein Jugendbuch sowie ein Jugendbuchmanuskript. 

300 Erstlingswerke (203 Manuskripte, 97 Bücher) wurden insgesamt eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 286 eingereichte Bücher und Manuskripte. Die diesjährige Jury hat sich schließlich für folgende Werke entschieden: 

• Anne Becker aus Essen mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Klickediklack“
• Ulrich Fasshauer aus Berlin mit seinem Kinderbuch „Das U-Boot auf dem Berg“ (Tulipan Verlag)
• Julya Rabinowich aus Wien mit ihrem Jugendbuch „Dazwischen: ich“ (Hanser Verlag) 

Die Mitglieder der Jury sind Nadia Budde (Illustratorin und Autorin, Berlin), Dr. Tobias Kurwinkel (Universitätslektor für Kinder- und Jugendliteratur an der Uni Bremen und Geschäftsführer des Bremer Instituts für Bilderbuchforschung), Christine Paxmann (Herausgeberin des Magazins „Eselsohr“ und Autorin, München), Ralf Schweikart (Redakteur und Journalist, Hofheim am Taunus) und Josephine Sommersberg (Schülerin der IGS Flötenteich, Oldenburg).

Jurystimmen:

Christine Paxmann: „Jugendbuch scheint eine Herzensangelegenheit aller Autorinnen und Autoren, die sich für den Debütpreis bewerben, zu sein. So der Eindruck der diesjährigen Auswahl. Wenig Bilderbuchtexte, wenig Kinderbuch. So gut wie kein Sachbuch. Dazu noch der Mix an bereits gedruckten Büchern, die spürbar lektoriert wurden. Neben Manuskripten, die eventuell nur und ausschließlich die Autorin/der Autor selbst gelesen hat. Die Schere könnte da weit sein – und ist es auch. Natürlich sind in der Vorrunde die „ganz und gar nicht Titel“ relativ schnell ausgemacht. Dann bleiben aber immer noch rund 20 Titel, die sich auf ein geneigtes Juryauge freuen dürfen. Tatsächlich birgt jeder Text ein Spannungsmoment. Wird man hier etwas entdecken? Und wirklich: die Empfehlungsliste hätte dieses Jahr länger sein können, denn so manchem neuen Talent wünscht man eine Zukunft. Und manch professioneller Autor wechselte vom Erwachsenenbuch herüber in ein neues Genre. Nicht zum Schaden für das Genre – aber eine Herausforderung für die Jury, zwischen frischen Talenten und alten Hasen, gedruckten Büchern und geklammerten, eng beschrieben DIN A4-Blättern zu urteilen. Ich hoffe, es ist gelungen; die Freude des Jurors, etwas zu entdecken, ist in jedem Fall belohnt worden.“

Nadia Budde: „Im Vergleich zum Vorjahr war die diesjährige Vorauswahl deutlich eingegrenzter. Dafür gab es am Ende gleich mehrere Werke, die sich durch Stil, Sprache und Inhalt klarer von der Gesamtheit abhoben und der Jury keine leichte Entscheidung abverlangten. Ganz deutlich traten in diesem Jahr wieder aktuelle Themen in den Vordergrund. Auf der Flucht sein, unterwegs sein, fremd sein, ankommen und zurechtkommen in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen, bilden den Rahmen der Geschichten. Die verschiedenen Protagonisten bewegen sich darin klug, offen und manchmal auch ziemlich schräg. Das häufige Bemühen auf Kinder- beziehungsweise Jugendniveau zu schreiben tritt besonders bei den nominierten Werken vollkommen in den Hintergrund und macht Platz für eigene und besondere Stimmen. Sowohl die Erzählformen als auch die Handlungen zeigen Respekt und Verständnis im Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern beziehungsweise Jugendlichen. Auch in durchaus komplizierten Situationen zeigt sich die Bereitschaft beider Seiten, etwas voneinander zu lernen. Wieder gab es nur wenig Illustriertes unter den Einreichungen. Das ist bedauerlich, denn der Preis richtet sich nach wie vor auch an Werke aus diesem Bereich.“

Dr. Tobias Kurwinkel: „Ich bin zum ersten Mal Jurymitglied beim Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Überrascht hat mich sowohl die Quantität als auch die Qualität der Einsendungen – im Positiven wie im Negativen. Besondere Freude haben mir die Skizzen, die Entwürfe, die Manuskripte gemacht und das Potential, das diese Einsendungen hatten: So konnten wir auch in diesem Jahr ein Romanmanuskript nominieren.“

Josephine Sommersberg: „Es war spannend, mit der neu zusammengesetzten Jury zu arbeiten und dadurch einen neuen Blick auf den Wettbewerb zu werfen. Außerdem fand ich es interessant und toll, wie viele der eingesendeten Bücher sich mit dem Thema Migration beschäftigen, in unterschiedlichen Epochen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Das ist ein so wichtiges Thema, dass es mich besonders freut, dass hierzu so viele so gute Texte entstanden sind.“

Ralf Schweikart: „Die Einsendungen zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis spiegeln ein Stück weit literarische Trends und Moden der vergangenen Jahre wider. Zaubernde Internatsschüler, Vampirromanzen, Fantasy-Epen, mehr oder weniger originell variiert, machen wieder einen Teil der zu prüfenden Bücher und Manuskripte aus. Das augenblickliche Fehlen klar auszumachender Trends und Moden aber hat der Vielfalt und auch der Qualität der Einsendungen in diesem Jahr sehr gut getan. Es gab eine erstaunlich große Zahl an Büchern und Manuskripten, die mit spannenden Settings, ungewöhnlichen Figuren und unverbrauchten Geschichten aufgefallen sind – und das gerade im Kinderbuch, das sich in der Vergangenheit oftmals schwer getan hat. Vielleicht wird ja genau das zum Trend: Sich mit literarischem Mut an originelle Geschichten für Kinder zu wagen.“

Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Der mit 8.000 Euro (ehemals 7.600 Euro) dotierte Preis ist der einzige seiner Art in Deutschland. Als Förderpreis dient er dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren, ein Erstlingswerk vorzulegen. Zugleich soll innovativen Ideen eine Chance gegeben und ein Anreiz geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.

Die Preisträger werden von einer ehrenamtlichen, unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt. Die Qualität ihrer Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. Der Erfolg lässt sich daran ablesen, dass viele Preisträgerinnen und Preisträger weitere Veröffentlichungen vorgelegt haben und ausgezeichnete Erstlingswerke mehrfach aufgelegt wurden oder weitere Ehrungen erhielten. Que Du Luu beispielsweise, 2009 nominiert für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, war 2016 mit ihrem Jugendbuch „Affenliebe“ (Königskinder Verlag) für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Auch andere Nominierte und Preisträgerinnen und Preisträger konnten sich weiter etablieren. Im letztjährigen Herbstprogramm veröffentlichten gleich zwei ehemalige Preisträgerinnen, Tamara Bach („Vierzehn“, Carlsen) und Beate Teresa Hanika („Das Marillenmädchen“, btb), neue Werke. Beate Teresa Hanika brachte damit ihren ersten Roman für Erwachsene heraus. Erst im September erschien „Was wir dachten was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann (Beltz & Gelberg), die 2016 auf der Empfehlungsliste des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises stand.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchpreis gibt es im Internet unter www.oldenburg.de (Stichwortsuche: Kinder- und Jugendbuchpreis).
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Neue Ausstellung im Senioren- und Pflegestützpunkt

11.10.2017 20:27 Uhr

Das Blauschimmel Atelier stellt aus

Im Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) in der Straßburger Straße 8, ist ab Mittwoch, 11. Oktober, eine neue Ausstellung zu sehen.

Das Blauschimmel Atelier stellt in den Räumen des städtischen Beratungsbüros seine Werke aus. Die Bilder zeigen abstrakte, lebhafte Ausdrücke von Innen- und Außenwelten und wirken in ihrer inneren Dynamik stark emotional. Die Werke wurden von Karen Petzel, Felix Beilstein und Klaus Jürgen Janßen gemalt. 

Das Blauschimmel Atelier wurde 1998 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist ein Ort gelebter Inklusion. Hier begegnen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen unterschiedlicher Generationen und Kulturen, um miteinander künstlerisch tätig zu sein.

Die Ausstellung kann während der offenen Sprechzeiten im SPN besucht werden. Offene Sprechzeiten hat der Senioren- und Pflegestützpunkt in der Straßburger Straße 8 immer montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr.
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„Australiens vergessene Felsbilder“ werden verlängert

11.10.2017 20:13 Uhr

Besonderes Event anlässlich einer Unterbrechungsphase

Die Sonderausstellung „Australiens vergessene Felsbilder“ im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wird bis zum 18. Februar 2018 verlängert. Grund dafür ist neben der Beliebtheit der Ausstellung auch die gute regionale Ergänzung zur Sonderausstellung „Laubenvögel – Ein Leben auf der Bühne“, da beides Zeugnisse Australiens und Neuguineas sind. 

 

Zwischen dem 16. und 31. Oktober wird „Australiens vergessene Felsbilder“ jedoch nur in reduzierter Form zu sehen sein, da für die Mitmach-Stationen der Sonderausstellung „Tour der Sinne“, mit Laufzeit vom 19. bis 29. Oktober, einige der großformatigen Fotografien der Felsbilder abgehängt werden müssen.  Anlässlich dieser Unterbrechungsphase bietet das Museum am 15. Oktober von 10-18 Uhr eine kleine Finissage bei freiem Eintritt. Highlight des Programms an diesem Tag ist ein Vortrag von Dr. Richard Kuba um 14:30 Uhr. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frobenius-Institut Frankfurt am Main und berichtet über Felsbildpioniere im Nordwestaustralischen Outback und eine Expedition zu den dortigen Felsbildern, die von dem deutschen Ethnologen Leo Frobenius in den Jahren 1938–1939 organisiert wurde. Außerdem führen um 16 Uhr die Kuratoren Astrid und Reto Weiler durch die Ausstellung. 
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Freiluft-Fotoausstellung wird verlängert

04.10.2017 20:38 Uhr

„Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ bis zum 18. Oktober vorm Hauptbahnhof

„Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ bis zum 18. Oktober vorm Hauptbahnhof

Oldenburg. Die im Rahmen der „Polen Begegnungen“ seit dem 30. August vor dem Oldenburger Hauptbahnhof präsentierte Ausstellung „Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ wird aufgrund der hohen Beliebtheit und des spürbar großen Interesses an den Fotografien bis zum 18. Oktober verlängert.

Auf 30 großflächige Fotografien präsentieren das Kulturbüro der Stadt gemeinsam mit dem Oldenburger Fotodienstleister CEWE die spannendsten Beiträge polnischer Amateurfotografinnen und -fotografen im CEWE-Fotowettbewerb „Our world is beautiful“ aus dem Jahr 2015. Rund 11.800 Teilnehmende aus 18 Ländern hatten insgesamt über 94.000 Fotos eingereicht, womit diese Konkurrenz zu den größten internationalen Fotowettbewerben zählt.

Mehr zu den „Polen Begegnungen“ im Internet unter www.polen-begegnungen.de.
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Farbintensive Malerei mit komplexen Arrangements

01.10.2017 20:45 Uhr

Agata Nowosielska stellt in der Kulturlounge Seelig aus

Durch farbintensive, komplexe Arrangements und sparsam kolorierte Motive zeichnen sich die abwechslungsreichen Werke der polnischen Malerin Agata Nowosielska aus. Ihre Ausstellung mit dem Titel „How I ended up becoming a painter“ wird am Donnerstag, 5. Oktober, um 19 Uhr in der Kulturlounge Seelig in den Schlosshöfen, Schloßplatz 2, eröffnet. Zu sehen ist die mehr als ein Dutzend Werke umfassende Ausstellung, die im Rahmen der „Polen Begegnungen“ veranstaltet wird, bis zum Samstag, 4. November.

Agata Nowosielska lebt und arbeitet in Danzig. In Norddeutschland ist sie keine Unbekannte: Neben Danzig und Krakau studierte sie unter anderem in Bremen an der Hochschule für Künste bei Yuji Takeoka. Im Jahr 2007 erhielt sie ein Stipendium der Bremer Heimstiftung. Nowosielska gewann den zweiten Preis in dem internationalen Wettbewerb „Bilder retten Bücher“ der Österreichischen Nationalbibliothek Wien. Seit 2004 nahm sie an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen teil. 

Die Künstlerin ist zur Eröffnung anwesend. Die Begrüßung nimmt Bürgermeisterin Petra Averbeck vor. Im Anschluss folgt ein Gespräch zwischen Agata Nowosielska und dem Kunstkritiker Dr. Rainer Beßling. Der Eintritt ist frei. 

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Galerie Lake, der Kulturlounge Seelig sowie dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Mehr zu den Polen Begegnungen im Internet unter www.polen-begegnungen.de.
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Vorschau: „Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“

01.10.2017 20:19 Uhr

Internationale Gruppenausstellung im Rahmen der Polen Begegnungen der Stadt Oldenburg

Ab dem 12. Oktober zeigt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst die internationale Gruppenausstellung „For beyond that horizon lies another horizon – Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“. Sie spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. Die Werke, die so unterschiedliche Formate wie Installationen, Videos, Fotografien und Skulpturen umfassen, drehen sich um existenzielle Fragen der Menschheit, es geht um alternative Formen von Gemeinschaft, um Nachhaltigkeit, die faire Verteilung von Ressourcen, wie auch Strategien zur Überwindung der fortschreitenden Entfremdung von Mensch, Gesellschaft und Natur. Die Ausstellung will damit auch ein kreatives und hoffnungsvolles Statement gegen die wachsende Verunsicherung in der Welt setzen.

 

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler stammen überwiegend aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern: Anetta Mona Chi?a & Lucia Tká?ová, Sin Kabeza Productions (Cheto Castellano & Lissette Olivares), Tamás Kaszás (featuring Anikó Loránt als “ex-artists’ collective”), Diana Lelonek, Alicja Rogalska, Mona V?t?manu & Florin Tudor, Monika Zawadzki. Kuratorin ist Joanna Soko?owska (Museum Sztuki, ?ód?/Polen).

 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Sztuki (?ód?/Polen), einem der ältesten Museen für moderne Kunst weltweit, im Rahmen der Polen Begegnungen der Stadt Oldenburg statt. Sie läuft vom 12. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018.
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Lesung mit Olga Grjasnowa am 27. September fällt aus

26.09.2017 21:11 Uhr

Veranstaltung im Wilhelm13 wegen Krankheit abgesagt

Die Veranstaltung „Konstellationen: Flucht und Zuflucht“ mit Olga Grjasnowa und Ina Jekeli im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 am Mittwoch, 27. September, muss aus Krankheitsgründen leider kurzfristig abgesagt werden. Die Veranstalter, das Literaturbüro Oldenburg und die Karl Jaspers-Gesellschaft, bedauern das sehr und hoffen auf einen neuen Termin für den geplanten Abend, über den sie rechtzeitig informieren werden.
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Taufrische Jubiläumsausstellung des BBK Oldenburg

20.09.2017 19:25 Uhr

Stadtmuseum Oldenburg präsentiert Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen

Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) der Landesgruppe Oldenburg feiert sein 70-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg unter dem Titel „Taufrisch“ vom 17. September bis 15. Oktober 2017 eine Werkschau, die das ganze Spektrum des gegenwärtigen Kunstschaffens der Mitglieder vereint. Die Ausstellung wurde am Sonntag, 17. September, um 11.15 Uhr in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler feierlich eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Nicole Deufel (Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg) führen Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern und die Erste Vorsitzende des BBK Oldenburg Martina van de Gey ein Podiumsgespräch.

 

Martina van de Gey ist seit dem Jahr 2006 im Vorstand des BBK tätig und freut sich, das Jubiläum mit einer großen Werkschau zu begehen: „Die Qualität und Vielfalt der in unserer Region lebenden Künstler ist überzeugend und einzigartig. Diese Erkenntnis zu spiegeln und in das Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, treibt mich stetig an und gibt mir für meine ehrenamtliche Arbeit die nötige Kraft.“ Für die Ausstellung hat eine unabhängige Jury 94 aktuelle Werke von 79 BBK-Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen ausgewählt. Bei der Ausschreibung gab es keine inhaltlichen oder formalen künstlerischen Kriterien wie die Vorgabe von Stilrichtungen oder Techniken. Als einzige Maßgabe galt, dass das Werk „taufrisch“ in den Jahren 2016 oder 2017 entstanden sein sollte. „Der besondere Reiz der Jubiläumsausstellung ‚Taufrisch‘ liegt in der Zusammenschau der Werke, die eindrucksvoll die vielfältigen Ausdrucksformen, Themen und Materialien der lokalspezifischen Kunstlandschaft dokumentiert. Dabei sind überraschende Wechselbeziehungen entstanden, die der Betrachter für sich entdecken kann“, erläutert Kuratorin Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst im Stadtmuseum.

 

Das Spektrum der Werke reicht von farbgewaltigen Acrylbildern, über phantasievolle Stoffobjekte bis hin zu faszinierenden Glasskulpturen und gesellschaftspolitischen Grafiken. Als Titelmotiv für die Jubiläumsausstellung wurde das Gemälde „Crossing the line“ der Künstlerin Sabine Brandt ausgewählt, da es ausdrucksstark das zeitliche Moment der Gegenwart widerspiegelt. Das Werk zeigt eine leuchtend blaue Figurengruppe, die sich fast schwebend in einer weiten roten Landschaft bewegt und sinnbildlich die Begegnung von Menschen schildert. „Jedes Kunstwerk in der Jubiläumsausstellung erzählt eine ganz eigene Geschichte, die zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung, des Perspektivwechsels und der Empathie eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich auf diese Dialoge einzulassen“, sagt Sabine Isensee.

 

Zur BBK-Jubiläumsausstellung wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Ein Veranstaltungshöhepunkt ist die Nacht der Museen Oldenburg am 23. September von 18 bis 24 Uhr. Dann werden viele der BBK-Künstlerinnen und Künstler anwesend sein, um mit dem Publikum ins Gespräch über ihre Werke zu kommen.

 

Zur Ausstellung „Taufrisch – 70 Jahre BBK Oldenburg“ erscheint ein Katalog zum Jubiläumspreis Preis von 15 Euro.

 

Über den BBK Oldenburg

Der BBK Oldenburg wurde am 19. März 1947 von Karl Schwoon und Paul Berger-Bergner gegründet und trug entscheidend dazu bei, dass sich das künstlerische Leben in der Stadt Oldenburg nach der Kriegszeit neu entwickeln konnte. Der BBK ist demokratisch aufgebaut und ohne parteipolitische Bindungen. Er tritt für die soziale Absicherung freischaffender Künstler ein und vertritt in Oldenburg die kulturpolitischen und wirtschaftlichen Interessen von über 100 Künstlerinnen und Künstlern aus Oldenburg und dem Umland. Durch seine Ausstellungen gewährt der BBK Einblicke in die verschiedenen Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst, erinnert an künstlerische Vergangenheit und zeigt Ausblicke auf mögliche Kunstrichtungen von morgen. Die Galerie des BBK ist in der Peterstraße 1 zu finden.
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Utøya

06.09.2017 21:15 Uhr

Deutschsprachige Erstaufführung im Kleinen Haus des Staatstheaters

von Edda Hayen

Am 23. August hatte das umstrittene Stück Utøya im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters seine deutschsprachige Erstaufführung.
Mit der Insel Utøya verbindet man unweigerlich ein grausames Massaker. Der italienische Autor Edoardo Erba stellt in seinem Theaterstück jedoch nicht die Gewalttat in den Vordergrund, sondern widmet sich drei unabhängig voneinander erzählten Geschichten. Eine Polizistin, die sich die Frage stellt, ob man auch ohne Einsatzbefehl einschreiten muss, wenn Kinder in Gefahr sind. Eltern, die nicht wissen, ob ihre Tochter noch lebt. Und von Nachbarn (Bruder und Schwester) Breiviks, die ihrem mulmigen Gefühl besser gefolgt und zur Polizei gegangen wären. Sie alle sind verbunden durch die Ereignisse am 21. Juli 2011. Der Autor zeichnet mit diesen unterschiedlichen Perspektiven ein sensibles Bild der norwegischen Gesellschaft.

Ich bin mit einem mulmigen Gefühl in die Aufführung gegangen. Für mich war auch die Einführung sehr wichtig, um mir noch einmal zu verdeutlichen, was genau damals passiert war. Die Ohnmacht der norwegischen Polizei war mir nicht mehr so präsent. Auch das es Andreas Breivik wichtig war, unbedingt für zurechnungsfähig erklärt zu werden, um damit seiner Tat Bedeutung zu verleihen, hat mich wieder erschreckt.
Die Aufführung hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Es war bedrückend, erschreckend, man hat mit den Eltern mitgefiebert, ob die Tochter noch lebt, war gespannt, ob die Polizistin ihren vorgesetzten Kollegen doch noch überzeugen kann, und traurig, weil die Nachbarn vielleicht doch im Vorfeld das Massaker hätten verhindern können.

Besonders begeisterte mich die Verwebungen des Spieles der drei Paare. Teilweise liefen die Geschichten nebeneinander her. Schauspieler kommen von verschiedenen Positionen auf die Bühne. Auch dass ein Teil des Publikums oben auf der Bühne sitzt, hat für mich das Gefühl gefördert, komplett in der Geschichte zu sein. Das Bühnenbild ist reduziert gestaltet. Es ist einem Fähranleger nachempfunden und jeder möchte auf diesem sein und in einem Boot helfen fahren.

Das Stück lässt auch noch Raum für eigene Spekulationen. 
Nach der Vorstellung haben sich alle (!) Schauspielerinnen und Schauspieler zu einem Nachgespräch mit dem Publikum getroffen. Hier meinen absoluten Respekt für Janine Kreß, Helen Wendt, Franziska Werner, Matthias Kleinert, Thomas Birklein und Fabian Kulp, die ein emotionales Stück gespielt haben und sich dann noch die Zeit für ihr Publikum genommen haben. Ich habe festgestellt, wie schwer es sein muss, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, um das Stück so transportieren zu können. Auch ihre Antworten im Nachgespräch spiegeln dies absolut wider. Die bereitgestellten Bieruntersetzer, auf denen Fragen notiert werden konnten, wurden nicht benötigt, da das Publikum und auch die Schauspieler_innen schnell ein anregendes Gespräch geführt haben und eine Diskussion entstand.
Auch ein großes Lob an die Dramaturgin Anna-Therese Schmidt, die sowohl die Einführung als auch das Nachgespräch einfühlsam, informativ und interessant gestaltet hat.

Ein gelungener Themenabend im Kleinen Haus. Unbedingt zu empfehlen für jeden, der sich nicht scheut sich damit auseinander zu setzen und auch im Nachhinein noch mal Gedanken darüber machen möchte.


Zum Hintergrund
Der Tag, der Norwegen veränderte, ist uns allen sicher noch im Gedächtnis. Der 22.Juli 2011 hat das Land, das bis zu diesem Zeitpunkt als friedliebend bekannt war, zum Mittelpunkt eines der schlimmsten Attentate der Nachkriegszeit gemacht. Am Nachmittag explodierte eine Bombe im Regierungsviertel Oslos, dabei verloren 8 Menschen ihr Leben.
Die ersten Informationen, die die Medien damals herausgaben, griffen auf das Motiv des Islamismus zurück. Sie hatten keine näheren Informationen, und schließlich lag der 11. September 2001 gerade erst 10 Jahre zurück. Die Attentate von Madrid und London waren in den Köpfen der Menschen noch fest verankert. Während Experten_innen noch Indizien auswerteten, fuhr Andreas Breivik ungestört auf der E16 Richtung Utøya, einer 40 Kilometer entfernten Insel nordwestlich von Oslo.

Der 32-jährige Norweger verfolgte einen Plan, den er in den letzten Jahren akribisch entwickelt hatte. Aus seiner Sicht musste der in seinem Land immer weiter um sich greifende Islamismus gestoppt werden. Er wollte die bestrafen, die dieses auch noch unterstützen: die sozialdemokratische Regierung. Der erste Teil seines Plans ist aufgegangen, die Bombe im Regierungsviertel ist explodiert. Er hatte Monate damit verbracht, die Bombe zu bauen. Er hatte sich zur Tarnung einen Hof gemietet. Der zweite Teil seines Plans war das auf der Insel Utøya stattfindende Sommercamp der sozialdemokratische Arbeiterpartei, das jedes Jahr mit fast 600 Jugendlichen organisiert wurde. 

Als verkleideter Polizist gab er am Ableger vor, aufgrund der jüngsten Ereignisse in Oslo über die Sicherheitslage informieren zu sollen. Das wurde vom Personal für plausibel gehalten, und Breivik fuhr mit der Fähre zur Insel. Der schwer bewaffnete Breivik kam um 17.15 Uhr auf der Insel an. Erst um 18.25 Uhr traf das Sondereinsatzkommando der Polizei ein. Sie nahmen den Attentäter fest – bis dahin hatte er bereits 69 Menschen erschossen.

Schon bald berichtet die Presse vom norwegischen Täter, ohne islamistischen Hintergrund. Das Land stand unter Schock. Das Selbstverständnis, ein friedliches Land zu sein, war empfindlich getroffen worden, auch konnte die Schuld keiner äußeren Gefahr zugeordnet werden. Norwegen hatte seine Unschuld endgültig verloren.

Der Prozess für Andreas Breivik begann im April 2012. Nachdem man ihn in zweiter Instanz für zurechnungsfähig erklärt hatte, wurde er zu 21 Jahren Haft verurteilt.

Nicht nur das Land hatte es eiskalt erwischt, auch die Polizei war völlig überfordert. Nach der Explosion beorderte die Polizeidirektion alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte in das Regierungsviertel in Oslo. Es wurden jedoch keine Polizisten ausgesandt, den Täter zu suchen. Ein Passant hatte der Polizei gemeldet, Breivik auf dem Weg zum Fluchtauto mit der Waffe in der Hand gesehen zu haben. Dieser Hinweis wurde von einer Sekretärin mittels eines Zettels auf den Schreibtisch ihres Vorgesetzten weitergeleitet. Dieser wurde erst viel zu spät entdeckt. 

Weder wurden die umliegenden Polizeistationen über die Lage informiert, noch dazu aufgefordert, die ihnen unterstellten Straßen zu kontrollieren. Auch als die Ereignisse nach und nach bekannt wurden und einige Streifenpolizisten sich anboten, die Situation zu unterstützen, lehnte die Zentrale ab. Das Chaos sei groß genug, sie sollten sich zunächst bereithalten.

Die Norweger verfügen nur über einen einzigen Polizeihubschrauber. Die Piloten befanden sich zu diesem Zeitpunkt alle im Urlaub. Einer der Piloten meldete sich zum Dienst, als er die Nachrichten gesehen hatte, er erhielt allerdings die Antwort, er werde nicht gebraucht. 

Als die ersten Handy-Notrufe von Utøya registriert wurden, wurde ein Sondereinsatzkommando alarmiert, welches sich 3,6 km entfernt positionierte. Erst um 18.11 Uhr machte sich ein Polizeischlauchboot auf den Weg. Ein Fährableger, nur 600 m entfernt, wäre strategisch günstiger gewesen. Es befanden sich 11 Polizisten an Bord, deutlich zu viele, und nach wenigen Minuten fiel der Motor aus. Zu diesem Zeitpunkt waren schon freiwillige Helfer mit privaten Booten unterwegs, um Jugendliche zu retten, die panisch vor Angst ins Wasser gesprungen waren. Um 18.25 Uhr erreichten endlich die ersten Polizisten die Insel. Breivik ergab sich, sobald er den ersten Polizisten gesehen hatte. 


Weitere Informationen und Aufführungstermine auf der Internetseite des Oldenburgischen Staatstheaters.
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„Der dritte Planet“

31.08.2017 09:11 Uhr

Preisgekrönte dystopische Kurzfilme

Der dritte Planet: Unter diesem Motto zeigt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst am Mittwoch, 6. September, um 19 Uhr zwei preisgekrönte Kurzfilme, die das Anthropozän – das jetzige, durch den Menschen geprägte Zeitalter – in Form von dokumentarisch-dystopischer Science-Fiction thematisieren. Pavel Medvedevs Film „On the third planet from the sun“ (Russland, 2006, 31 Minuten) spielt im Norden Sibiriens und zeigt die Auswirkungen jahrzehntelanger Atomtests auf Gesellschaft und Natur. „Lettres du voyant“ von Louis Henderson (Frankreich/Ghana, 2013, 40 Minuten) beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Spiritismus und Technologie im heutigen Ghana. Die Filme laufen auf Englisch beziehungsweise auf Russisch mit englischen Untertiteln; der Eintritt ist frei.
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Bei DADA frühstücken

15.08.2017 20:49 Uhr

Eine dadaistische Performance des Blauschimmel Ateliers

Wollen Sie mit dem Blauschimmel Atelier  noch einmal  „Bei Dada frühstücken“?  Dann sollten Sie am Freitag, den 18.08.2017, um 18 Uhr in das Jugendprojektehaus (Weiße Rose 1)  kommen. Dort zeigt die Montagsblaustelle des Blauschimmel Ateliers die multimediale Performance „Bei Dada frühstücken“.

 

Damit feiern  wir nachträglich den 100. Geburtstag der Dada-Bewegung und zeigen in bewegten Bildern dadaistische Parallelen zur Gegenwart.

 

Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Susanne Barelmann, Marianne Garbe und Theresa Ehmen hat die Montagsblaustelle die unterschiedlichsten Ansätze der Dada -Bewegung spielerisch erarbeitet und gemeinsam zu einer multimedialen Performance entwickelt.

Das Publikum ist eingeladen, sich von der revolutionären künstlerischen Kraft überraschen und zwischen Sinn und Unsinn ver-führen zu lassen.

Das Projekt, dass von der Oldenburgischen Landschaft und der EWE-Stiftung gefördert wurde, zeichnet sich durch seinen partizipativen Charakter und die Teihabemöglichkeit aller, auch des Publikums, aus.
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Ausdrucksstarke Bilder geflüchteter Menschen ausgestellt

04.08.2017 18:00 Uhr

„Die Freude an Farben ist international“: Vernissage am 10. August

Eine Auswahl ausdrucksstarker, lebensbejahender Bilder, die geflüchtete Männer und Frauen angefertigt haben, wird ab Donnerstag, 10. August, beim Verein IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. gezeigt. Gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg lädt der Verein alle Interessierten zur Vernissage der Ausstellung „Die Freude an Farben ist international“ ein. Beginn ist um 17 Uhr in den Räumen des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge, Kaiserstraße 14. Entstanden sind die Bilder, die auch käuflich erworben werden können, im Rahmen eines Malkurses des Psychosozialen Zentrums unter Leitung der Künstlerin Regina Rüsen.

Bereits seit Dezember 2016 bietet Regina Rüsen auf Vermittlung des Kulturbüros der Stadt Oldenburg in ihrem Atelier am Waffenplatz wöchentliche Malkurse für geflüchtete Menschen an – mit großem Erfolg. Unter ihrer fachkundigen künstlerischen Leitung und intensiven menschlichen Begleitung sowie dank vielfältiger Begabungen der geflüchteten Teilnehmenden sind lebensbejahende Bilder mit einer hohen Ausdruckskraft entstanden, die Anerkennung hervorruft. „Oft gehen nach den schrecklichen Erlebnissen der Flucht die Schaffenskraft und Selbstwirksamkeit eines Menschen verloren. Die Bilder der Ausstellung berichten davon, wie diese Identität und die Freude am Leben wiedererlangt werden können“, so Uwe Erbel, Geschäftsführer von IBIS e.V.

Der Malkurs ist eines von mehreren kreativen Unterstützungsangeboten, die das Oldenburger Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) anbietet. Neben der intensiven psychologischen Einzelbetreuung und -therapie finden kreative Gruppen-Workshops in den Bereichen Yoga, Bodypercussion, Trommeln und Malen statt. „Diese Angebote können Ausdrucksmöglichkeiten für Erlebtes schaffen, Kommunikation und Austausch auch über sprachliche Barrieren hinweg ermöglichen und Selbstheilungskräfte freisetzen“, so Sophie Arenhövel vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Das Team der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro berät, unterstützt und begleitet das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) bei IBIS e.V. bei der Gestaltung der Kreativ-Angebote. 

Weitere Ausstellungstermine gibt es jeweils freitags, 11., 18. und 25. August, jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie nach Absprache. Für weitere Informationen stehen Juliane Koning von IBIS e.V. und die Künstlerin Regina Rüsen zur Verfügung, per E-Mail an veranstaltung@ibis-ev.de oder telefonisch unter 0441 920582-10.
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Vier facettenreiche Konzerte der Musikschule vor den Sommerferien

08.06.2017 10:34 Uhr
Beeindruckende Klangvielfalt: Am Wochenende von Freitag, 9. Juni, bis Sonntag, 11. Juni, lädt die Musikschule der Stadt Oldenburg wieder zu ganz unterschiedlichen Konzerten ihrer Schülerinnen und Schüler ein.

Zum Auftakt am Freitag, 9. Juni, werden die hörenswerten Ergebnisse der gemeinsamen Orchesterfreizeit der beiden städtischen Musikschulen Delmenhorst und Oldenburg präsentiert.
Das Konzert findet ab 18 Uhr im Veranstaltungssaal des Kulturzentrums PFL (Peterstraße 3) statt.

Einen Tag später, am Samstag, 10. Juni, gibt es im letzten Konzert der Konzertreihe „Kinder spielen für Kinder“ vor den Sommerferien ein buntes Programm für kleine Zuhörerinnen und Zuhörer ab dem Alter von vier Jahren zu erleben. Die Kinder aus der Kindertagesstätte und Grundschule Dietrichsfeld, die „Streichhölzer“ und „Flitzebögen“ der Musikschule sowie die jungen Musikerinnen und Musiker an Gitarre, Cello, Klavier, Blockflöte, Querflöte und Oboe freuen sich ab 16 Uhr im Kulturzentrum PFL über ein großes Publikum.

Am Sonntag, 11. Juni, stehen gleich zwei Konzerte der Musikschule auf dem Programm.
Um 11 Uhr lädt der Klavierbereich zum „Tastenpodium spezial – Tanz auf zwei Flügeln“ in den FortePianoSalon bei Piano Rosenkranz ein. Ein Highlight des Wochenendes dürfte am Sonntag, 11. Juni, das Sinfoniekonzert des Jugendorchesters Oldenburg (JOO) unter der Leitung von Carlos Vazquez darstellen, welches zum ersten Mal im Großen Haus des Staatstheaters stattfindet. Mit Werken von Haydn, Mozart und Filmmusik aus „Herr der Ringe“ verspricht das Konzert ab 15 Uhr nicht nur für Orchestermusikliebhaber sehr abwechslungsreich zu werden. Der Eintritt beträgt 8 Euro (ermäßigt 4 Euro). Tickets gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse des Staatstheaters.


Termine in der Übersicht:

Freitag, 9. Juni, 18 Uhr: Orchesterkonzert Sahlenburg, 
Kulturzentrum PFL Veranstaltungssaal, Eintritt frei
  
Samstag, 10. Juni, 16 Uhr: Kinder spielen für Kinder, 
Kulturzentrum PFL Veranstaltungssaal, Eintritt frei  

Sonntag, 11. Juni, 11 Uhr: Tastenpodium spezial – Tanz auf zwei Flügeln, 
Piano Rosenkranz, FortePianoSalon, Eintritt frei

Sonntag, 11. Juni, 15 Uhr: Sinfoniekonzert des Jugendorchesters Oldenburg (JOO),
Oldenburgisches Staatstheater Großes Haus, Eintritt: 8 Euro/ ermäßigt 4 Euro,
Vorverkauf an der Theaterkasse
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¡Hola! Kunst auf Spanisch

05.06.2017 17:15 Uhr
Unter dem Titel „Ich verstehe nur […] Kunst!“ startet im Horst-Janssen-Museum eine neue Veranstaltungsreihe, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Sprachen in die Ausstellungen einlädt. Zum Auftakt heißt es am Samstag, 10. Juni, „¡Hola! Ich verstehe nur Spanisch Kunst!“: Spanisch-Muttersprachler stellen den Besuchern auf Spanisch ihre Lieblingskunstwerke vor. Sie freuen sich auf einen lebendigen Austausch und stehen von 13 bis 17 Uhr in der Ausstellung für Gespräche zur Verfügung.
Die Veranstaltungsreihe „Ich verstehe nur […] Kunst!“ wird künftig mit weiteren Sprachen fortgesetzt. Es gelten die regulären Eintrittspreise.
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BlueScreen Ensemble mit „Klangmalerei“ im Horst-Janssen Museum

25.04.2017 20:48 Uhr

Ausstellungsfinissage mit Kuratorinführung und Konzert / Ab sofort Kartenreservierung

Anlässlich der Finissage zur Ausstellung „Sound goes Image – Partituren zwischen Musik und Bildender Kunst“  am Sonntag, 30. April, ist das BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers zu Gast im Horst-Janssen-Museum. Um 18 Uhr präsentieren die Musiker unter der Leitung von Jochen Fried „Klangmalerei“. Hinter dem Titel verbirgt sich eine Musikproduktion im Spannungsfeld von Notation und Improvisation.

 

Inspiriert von der Ausstellung „Sound goes Image“ hat das BlueScreen Ensemble mehrere Stücke erarbeitet, um sie mit befreundeten Musikerinnen und Musikern zur Aufführung zu bringen. Zu hören sein werden unter anderem Bearbeitungen von ausgewählten Kompositionen aus der Ausstellung, Improvisationen zu dem Computer-Programm „Graphischer Planet“ des Oldenburger Medienkünstlers Jörg Scheel sowie eine Improvisation, die direkt vor Ort und live graphisch notiert wird. Ab sofort können Karten für dieses besondere Konzertereignis reserviert werden unter Telefon 0441 235-2891 und per Mail an info@horst-janssen-museum.de. Der Konzerteintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

 

Außerdem findet am Finissage-Sonntag um 11 Uhr eine Kuratorinführung mit der Kunsthistorikerin Dr. Sabine Siebel durch „Sound goes Image“ statt. Dabei erfahren die Besucherinnen und Besucher Spannendes zu den Hintergründen der ungewöhnlichen Ausstellung: Wie die Idee dazu entstand, was ihre Faszination ausmachte und worin die Herausforderungen bei der Durchführung dieses Projektes lagen. Die Teilnahme an der Führung kostet 3 Euro zuzüglich Eintritts.
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Action-Painting mit Künstler

06.04.2017 10:54 Uhr

Ausstellung zur Farbe Grün ab Mai in der Artothek zu sehen

25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 der Förderschule am Bürgerbusch haben am Mittwoch, 5. April, eine aufregende Kunststunde inklusive Action Painting erlebt. Sie lernten den Künstler Christoph Peter Seidel aus Bad Iburg persönlich kennen, zu dessen Bildern sie schon seit Wochen im Kunstunterricht arbeiten. Christoph Peter Seidel ist der diesjährige Kooperationskünstler der Projektreihe „Artothek & Schule“. In seinen Werken spielt das spannende Spektrum der Farbe Grün eine große Rolle und als Leiter des KunstContainers der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück bringt er wertvolle Erfahrungen in das Schulprojekt ein.
 

„Die Kinder haben mit Christoph Peter Seidel wunderbar kreativ gearbeitet. Mit Holzstöcken und ganzem Körpereinsatz wurde die Farbe auf MDF-Platten getropft, gespritzt und geschüttet. Das war ein sehr sinnliches Farberlebnis, das allen viel Spaß gemacht hat“, freut sich Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee. Bei dem Projekt geht es vor allem um die authentische Begegnung mit Kunst. Die Schüler können sich intensiv mit den Originalwerken der Artothek beschäftigen und ihre Erfahrungen theoretisch und praktisch umsetzen. Dafür wurden sechs Kunstwerke aus dem Sammlungsbestand zum Thema „Farbe Grün“ ausgewählt und direkt ins Klassenzimmer der Schule am Bürgerbusch verliehen. Die Inspirationen von den Kunstwerken werden dann im Kunstunterricht mit Lehrerin Inger Kramer und der pädagogischen Beraterin Nina Gluth weiterentwickelt und dafür genutzt, kreativ eigene Techniken zu erproben und persönlichen Ideen Ausdruck zu verleihen. „Dieses Kooperationsprojekt bietet den Kindern einen einmaligen Zugang zur Kunst. Mit viel Freude an der Farbe Grün werden im Unterricht experimentelle Arbeiten geschaffen, sogar ein Trickfilm ist schon entstanden“, sagt Inger Kramer.


Die Ergebnisse dieses spannenden Dialogs sind in der Ausstellung „Spielraum Grün – Bilder, Objekte, Fotografien und Trickfilm“ zu erleben, die am Donnerstag, den 18. Mai, um 17 Uhr in der Artothek Oldenburg, Peterstraße 1, eröffnet wird.
 
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Tobias Dostal ist 6. Horst-Janssen-Grafikpreisträger

06.04.2017 10:49 Uhr

Preis mit 20.000 Euro dotiert

Der Künstler Tobias Dostal wird mit dem 6. Horst-Janssen-Grafikpreis der Claus Hüppe-Stiftung ausgezeichnet. Das hat die fünfköpfige Jury - bestehend aus Dr. Nicole Deufel (Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg), Dirk Dobke (Leiter der Griffelkunst­vereinigung Hamburg), Prof. Dr. Wulf Herzogenrath (Akademie der Künste Berlin), Dr. Jutta Moster-Hoos (Leiterin des Horst-Janssen-Museums) und Rik Reinking (freier Kurator und Sammler aus Hamburg) - bei ihrer Sitzung am 3. April 2017 im Horst-Janssen-Museum entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und mit einer Publikation sowie mit einer Einzelausstellung verbunden, die am 21. Oktober 2017 im Horst-Janssen-Museum eröffnet wird.


Begründung der Jury
Tobias Dostal verbindet in seiner Kunst Zeichnung, Film und Installation auf eine einzigartige Weise. Vor allem die filmische Dokumentation von flüchtigen Motiven, die mit Wasser auf Steine gezeichnet wurden, entwickelt eine besondere Magie. Sie ist technisch ausgeklügelt und in ihrer Wirkung zugleich poetisch.

 

Über den Preisträger
Tobias Dostal wurde 1982 in Bad Hersfeld geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Von 2004 bis 2011 studierte er freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 2012 war er Meister­schüler bei Thomas Virnich. Dostal wurde 2013 mit dem New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Er hat bereits Einzelausstellungen im Kunstverein Buchholz/Nordheide, im Kunstraum 53 (Hildesheim) und in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund (Berlin) gezeigt. Dostal wurde von Jorinde Voigt (Akademie der Bildenden Künste München) für den Horst-Janssen-Grafikpreis vorgeschlagen.


Über den Grafikpreis
Der Horst-Janssen-Grafikpreis wird alle drei Jahre von der Claus Hüppe-Stiftung für eine künstlerische Position vergeben, die durch innovative Arbeitsweise auffällt. Neben Zeichnung und klassischen Druckgrafiken werden auch digitale Drucke und andere Vervielfältigungstechniken auf Papier zugelassen. Acht Hochschuldozentinnen und -dozenten schlagen junge Kunstschaffenden vor, deren Arbeit ihnen aufgefallen ist. Aus diesem Personenkreis wählt eine fünfköpfige Jury die Preisträgerin/den Preisträger anhand von aktuellen Arbeiten aus. 2017 waren insgesamt acht Künstlerinnen und Künstler nominiert.
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Druckreifes Geschenk

10.03.2017 16:43 Uhr

Junge Freunde schenken Horst-Janssen-Museum Siebdruckanlage

tARTort – Die Jungen Freunde des Horst-Janssen-Museums – schenken der Museumspädagogik eine Siebdruckanlage, um die kunstpraktische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu unterstützen. In gewisser Weise handelt es sich um ein Abschiedsgeschenk, denn die bisherigen Aktiven verlassen die Gruppe, weil sie ihre Ausbildung andernorts fortsetzen oder in das Berufsleben starten. Luisa Jansen und Alexa-Fabienne Noell überreichten die Siebdruckanlage am heutigen Donnerstag, 9. März, an Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. Anwesend waren auch die Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums, Michael Kroos und Inge von Danckelman.

 

„Die Schenkung ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Luisa Jansen von den Jungen Freunden, „denn in den vergangenen Jahren konnten wir in Kooperation mit der Museumspädagogik viele Workshops und Vermittlungsformate im Horst-Janssen-Museum realisieren. Wir möchten uns damit nicht nur für diese Möglichkeiten bedanken, sondern auch den Stellenwert der museumspädagogischen Arbeit unterstreichen.“ Die Siebdruckanlage besteht aus vier Drucktischen und einer Ausstattung für das Drucken auf Papier sowie auf Textilien. „Diese Schenkung erweitert unser Spektrum an druckgrafischen Arbeitsmöglichkeiten“, freut sich Museumspädagogin Sandrine Teuber und erklärt: „Wir können damit zum Beispiel T-Shirts, Taschen, Plakate und Postkarten drucken und die Anlage für viele Workshops und Kunstaktionen nutzen.“

 

„Natürlich bedauern wir sehr, dass wir Ideen aus dieser Szene verlieren. Aber der Wechsel gehört dazu, und nun hoffen wir auf ebenso kreative jungen Menschen, die nachfolgen“, betont Museumsleiterin Jutta Moster-Hoos. Michael Kroos, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums, dankte dem  ganzen Team herzlich für das große Engagement, mit dem es sich für die Ideen und Ziele von tARTort ehrenamtlich eingesetzt hat. „Unser Junger Freundeskreis ist offen für alle Menschen bis 35 Jahre, die Kunst und Kultur unbeschwert entdecken möchten, einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebes werfen wollen und an Kontakten mit Gleichgesinnten aus der Stadt, der Region und ganz Deutschland interessiert sind. Außerdem bietet tARTort ihnen die Möglichkeit, eigene Ideen für Kultur- und Vermittlungsangebote zu entwickeln und umzusetzen“, erläutert Kroos weiter. Nähere Informationen erhalten Interessierte unter info@horst-janssen-freunde.de.
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Sound-Workshops zur „Unmöglichen Oper“

14.02.2017 08:10 Uhr

Bürger sind eingeladen, sich an musikalischer Performance zu beteiligen

Zur Vorbereitung des Projekts „Unmögliche Oper – Komposition für die Peterstraße und eine Menschenmenge“ der polnischen Künstlerin und Komponistin Zorka Wollny lädt das Edith-Russ-Haus an zwei Wochenenden zu Sound-Workshops ein. Sie richten sich an alle Interessierten ab zwölf Jahren, es werden keine musikalischen Kenntnisse vorausgesetzt. Wer sich für Musik, Choreographie, bildende Kunst oder soziale Themen interessiert, kann in den Workshops sein stimmliches Potenzial erkunden, sich ausprobieren und vielleicht sogar Teil einer großen Performance werden.

 

Die „Unmögliche Oper“ wird im Rahmen der Langen Nacht der Musik am Samstag, 17. Juni, uraufgeführt. Die Workshops finden an den Wochenenden, 18. und 19. Februar sowie 25 und 26. Februar, jeweils von 16 bis etwa 18.30 Uhr, im Seminarraum des Edith-Russ-Hauses statt und stehen unter dem Motto „How to transform your breath into a music piece?“. Sie bauen lose aufeinander auf, ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich. Ausprobiert werden können Übungen aus einfachen Klängen, Flüstern, Pfeifen, lautem Atmen und anderen stimmlichen Praktiken. Im weiteren Verlauf kommen Textfragmente in Form einzelner Silben, unterbrochener Worte, unvollständiger Slogans, sowie Elemente von Postulaten, Manifesten oder Gebeten zum Einsatz. Die Klänge und Geräusche sollen sich in der Gruppe zu einer kraftvollen, experimentellen Musikkomposition verbinden.

 

Die „Unmögliche Oper“ von Zorka Wollny, Stipendiatin der Stiftung Niedersachsen am Edith-Russ-Haus für Medienkunst, soll in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern Oldenburgs – mit Chören, Musikgruppen, Senioren  und Studierenden – entstehen. Geplant ist eine 40-minütige musikalische Komposition mit choreographischen Elementen, die eigens für die Peterstraße entwickelt wird. Weitere Informationen gibt es im Edith-Russ-Haus unter Telefon 0441 235-3208  sowie per E-Mail an info@edith-russ-haus.de.
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Kunst, die Begegnung fördert

06.02.2017 09:36 Uhr
von Daniel Lüllmann

Eine Ausstellung des Ateliers Farbsinn ist nun im Amt für Soziales und Teilhabe am Europaplatz zu sehen. Künstler mit und ohne Behinderung stellen dort ihre Werke aus.

Seit zwei Jahren unterstützt die Stadt Oldenburg das Atelier Farbsinn, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kunstwerke entstehen lassen. Jetzt sind die Werke des Projekts auf den Fluren des Amtes für Soziales und Teilhabe am Europlatz 10 zusehen. Die Bilder können während der Öffnungszeiten des Amtes besichtigt werden.

„Wir möchten Orte der Begegnung fördern“, sagte Inge Voigtländer, Leiterin des Amtes für Soziales und Teilhabe der Stadt Oldenburg, bei der Eröffnung der Ausstellung. Dies sei ein wichtiges Ziel des kommunalen Aktionsplans Inklusion und das Atelier mit seinem inklusiven Angebot ist ein solcher Ort an dem Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung stattfindet, so Voigtländer.


Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) bedankte sich für die Unterstützung der Stadt Oldenburg und zeichnete die Entwicklung von einer kleinen Gruppe Kunstinteressierter bis zum offenen Atelier nach: „Wir sind mittlerweile fester Teil des Gemeinwesens in Ohmstede. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das Atelier zu einem Ort entwickeln konnten, der für alle offen ist und der so gut angenommen wird. Dabei hat uns auch die Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg geholfen.“
 

Seit mehr als zwei Jahren sind die Kunstworkshops immer gut besucht. Diese werden im Atelier kostenlos angeboten. Gabi Beckmann ist eine der Künstlerinnen, die regelmäßig das Angebot des Ateliers nutzt: „Für mich ist es ein Glück dort zu sein. Im Atelier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre“, betont sie. Die Arbeit mit den behinderten Künstlern bringt ihr viel Inspiration. Insbesondere wenn die kreativen Ideen auf große Leinwände gebracht werden. „Viele haben direkt Bilder im Kopf und wagen sich mutig an die Arbeit. Und das ist gar nicht so leicht, wenn auf einer großen weißen Leinwand ein Kunstwerk entstehen soll“, sagte Beckmann.
 

Das Atelier Farbsinn an der Rennplatzstraße 123 bietet dienstags von 14:00 bis 17…30 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 17:00 Uhr das „Offene Atelier“ an. Hier ist jeder eingeladen, der mitwirken oder sich einen Eindruck von der Arbeit im Atelier machen möchte. Die Öffnungszeiten des Amtes für Soziales und Teilhabe am Europaplatz sind: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8:00 bis 15:30 Uhr, Mittwoch von 12:00 bis 15:30 Uhr und Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr.
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»Mensch Marilyn« kehrt ins Staatstheater zurück

21.12.2016 08:59 Uhr

Vorverkauf hat begonnen

Die Show »Mensch Marilyn« geht dank der Begeisterung des Publikums noch einmal ins Kleine Haus des Oldenburgischen Staatstheaters.
Am 28.02.2017 um 20:00 heißt es wieder »Vorhang auf« für Kiki Beyer und ihre Sweet Syncopators.

Dass diese Show nicht nur für Monroe-Fans ein Geheimtipp ist, haben die Sängerin Kiki Beyer und ihre Jungs, die Sweet Syncopators bereits am 01.10.2016 im ausverkauften Kleinen Haus bewiesen. Die begeistert aufgenommene Musikrevue rund um den Menschen Marilyn Monroe kehrt am 28.02.2017 mit Swing-Klassikern aus Kultfilmen wie »Manche mögen’s heiß« oder »Blondinen bevorzugt« nun zurück ins Kleine Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. 
Im Vordergrund des Abends steht dabei immer der Mensch, der sich hinter dem Abziehbild Marilyn Monroe verbirgt. Und dieser hat mehr mit Oldenburg und Ostfriesland zu tun, als man zu ahnen glaubt. Regie führte Thomas Birklein, der seinem Publikum als Schauspieler am Oldenburgischen Staatstheater bestens bekannt sein dürfte.
Überraschende Momente garantiert! Karten sind ab sofort an der Theaterkasse erhältlich.

Live-Impressionen  und einen aktuellen Teaser auf www.kiki-beyer.de 
Weitere Infos zur Show unter www.mensch-marilyn.de
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Ehrenamtliche des Blauschimmel Ateliers führten Maskenspiel am Lamberti-Markt auf

18.12.2016 20:37 Uhr
Besinnliche Ruhe im hektischen Treiben
Da staunten die Besucher des Lamberti-Markts nicht schlecht, als am Freitag, 16. Dezember, außergewöhnliche, skurrile Masken des Blauschimmel Ateliers das vorweihnachtliche Treiben bereicherten. Übergroße, ausdrucksstarke Gesichter traten mit dem neugierigen Publikum in Kontakt, erzählten ihre Geschichten ohne ein einziges Wort zu verlieren. So entpuppte sich ein vermeintlicher Rocker als ein verschüchterter Mann, der seinem Stofftier die staunende Menge präsentierte. Das Ganze wurde streng von einem älteren, genügsamen Herrn beobachtet, welcher von seiner Zeitung aufsah.

Genauso schnell wie sie gekommen war, verschwand die seltsame Truppe nach knapp zwanzig Minuten wieder in den Gassen Oldenburgs und hinterließ Fragezeichen über den Köpfen des Publikums. Wer waren sie gewesen? Was hatten sie gewollt?

Ehrenamtliche des inklusiven Blauschimmel Ateliers hatten den überregional bekannten Weihnachtsmarkt ausgewählt, um ihr aktuelles Projekt zu präsentieren. Diese Performance entstand im Rahmen der ZukunftAkademie: Ein Fortbildungsangebot des Blauschimmel Ateliers für seine ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen. Die Fortbildung ermöglicht es den freiwilligen Helfern über den Tellerrand zu schauen. Über ihre vertrauten Tätigkeitsfelder hinaus, welche sie mitunter seit Jahren mit Herzblut und Engagement ausfüllen, erhalten sie Gelegenheit, sich mit anderen Ehrenamtlichen über ihre Erfahrungen auszutauschen sowie genaueren Einblick in die Arbeit des Blauschimmel Ateliers zu erhalten. Neben einem theoretischen Teil, der näher auf Themen wie Öffentlichkeits- und Projektarbeit eingeht, wird ein praktischer geboten, in dem die Teilnehmer eingeladen sind, eigene Gedanken und Vorstellungen einzubringen und sie gemeinschaftlich zu verwirklichen. Ziel der Akademie ist es, dass Ehrenamtliche ein Basiswissen erhalten, um sich aktiver und bewusster ins Vereinsleben einzubringen und eigene Ideen auf die Beine zu stellen.

Für die ersten Teilnehmenden der Akademie erwies sich das traditionell mit dem Blauschimmel Atelier verbundene Maskenspiel als richtiger Einstieg, um die Ergebnisse der Fortbildung einem größeren Publikum zu zeigen. Diese Performance bereicherte sie mit vielen neuen Erfahrungen.

"Es war großartig, so viel Neues über Blauschimmel zu lernen und sich zudem noch auszuprobieren. Ohne die ZukunftAkademie hätte ich mir nicht vorstellen können, öffentlich Maske zu spielen", meint Marina Clemmensen, seit April 2014 Ehrenamtliche. Ergänzend dazu sagt Ute Bommersheim, Theaterpädagogin und Mitbegründerin des Ateliers: "Weil ich schon so lange bei Blauschimmel bin, vergesse ich oft, wie komplex wir mittlerweile sind. Es hat mir daher große Freude bereitet, Geschichte, Hintergründe und Funktionsweisen des Ateliers zu vermitteln. Ich bin begeistert, mit welchem Spaß und Engagement die Ehrenamtlichen IHR Projekt vorangetrieben haben. Das zu begleiten fand ich äußerst inspirierend!"

Durch den Erfolg weiter bestärkt ist eine Fortführung der ZukunftAkademie geplant: Ab Februar 2017 bietet das Atelier bereits weitere Termine an. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich, nach Anmeldung, der kostenfreien Veranstaltung anzuschließen.

Weitere Infos und Anmeldungen unter: www.blauschimmel-atelier.de oder 0441 – 2480999
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Förderverein übergibt Janssen-Werke ans Museum

16.12.2016 08:46 Uhr

Sechs Radierungen als Dauerleihgabe

Eine vorzeitige Weihnachtsbescherung gab es am 14. Dezember im Horst-Janssen-Museum: Der Förderverein für das Museum überreichte der Museumsleitung sechs weitere Arbeiten von Horst Janssen als Dauerleihgaben. Es handelt sich um zwei große Farbradierungen, von denen eine den provokanten Titel „Einem Journalisten wird das Maul gestopft“ trägt, die zweite heißt „Friely auf dem Weg“ und war seinerzeit die Lieblingsradierung von Janssens Drucker Hartmut Frielinghaus. Außerdem erhielt das Museum die Radierung „Oh Bobeth“ mit drei Zustandsdrucken.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Haus zum Jahresende auf diese Weise noch einmal unterstützen können“, sagt Michael Kroos, der erste Vorsitzende des Fördervereins. „Denn auch nach dem Ankauf der großartigen Sammlung von Stefan Blessin gibt es viele weitere Werke von Horst Janssen, die einfach in dieses Museum gehören.“ Beim Auffinden und der Auswahl der Blätter hatte Manfred Meins, ehemaliger Buchhändler und Janssen-Galerist, mitgeholfen. Finanziert wurde der Ankauf durch die Spende eines Vereinsmitglieds und aus Eigenmitteln des Vereins. „Für das Horst-Janssen-Museum ist es ein großer Segen, einen so aktiven Förderverein zu haben“, betont Dr. Nicole Deufel, Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser, und ergänzt: „Diese neuen Dauerleihgaben erweitern unsere Sammlung und machen es uns möglich, noch mehr von Horst Janssens Arbeiten hier in Oldenburg zu zeigen.“

 

Gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden, Inge von Danckelman, stellte Kroos außerdem die neu eingeführte Geschenkmitgliedschaft für den Förderverein vor. Damit hat jeder die Möglichkeit, für ein Jahr alle Kunsterlebnisse zu verschenken, die der Verein seinen Mitgliedern bietet. Die Beschenkten genießen freien Eintritt in fünf Museen und Ausstellungshäuser, sie werden zu exklusiven Previews eingeladen und erhalten Vorzugskonditionen bei weiteren Veranstaltungen des Vereins, wie z.B. Tagesfahrten. „Das ist doch ein schönes Weihnachtsgeschenk, das aus dem üblichen Rahmen fällt“, wirbt Kroos für das neue Angebot. Nähere Informationen gibt es an der Museumskasse und auf kurze Anfrage unter info@horst-janssen-freunde.de.
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Die japanische RAF und der Soziologe Stuart Hall im Film

09.12.2016 09:00 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung „The Fevered Specters of Art“

Im Rahmen der internationalen Gruppenausstellung „The Fevered Specters of Art – die Fiebrigen Gespenster der Kunst“ zeigt das Edith-Russ-Haus zusammen mit dem Cine k zwei Filmvorführungen, jeweils mittwochs, 14. und 21. Dezember.


Eric Baudelaires Film „The Anabasis of May and Fusako Shigenobu, Masao Adachi and 27 Years without Images” (2011, 66 Minuten) am 14. Dezember untersucht formal und inhaltlich die Bedeutung von geografischer, kultureller und sozialer Heimat. Getreu dem Titel – das griechische Anabasis bedeutet Mäandern oder Rückkehr – wandert der Film gleichermaßen geographisch wie zeitlich zwischen Japan und dem Libanon sowie zwischen der Gegenwart und den 1970er Jahren, als die japanische RAF im Nahen Osten aktiv war.


John Akomfrahs Film „The Stuart Hall Project“ (UK 2013, 100 Minuten) am 21. Dezember ist ein filmisches Portrait des 2014 verstorbenen Soziologen Stuart Hall, einem der bedeutendsten öffentlichen Intellektuellen und Mitbegründer der Cultural Studies. Akomfrah verortet Halls kritisches Denken und sein politisches Engagement in seinen jugendlichen Erfahrungen im postkolonialen Jamaica, den Kämpfen der Dekolonisation und dem Entstehen der New Left-Bewegung im Großbritannien der 1960er-Jahre. 

Beide Filme werden in englischer Sprache gezeigt. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr im Cine k, Bahnhofstraße 11; der Eintritt ist frei.
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Detlef Kappeler stiftet Werke dem Stadtmuseum Oldenburg

08.10.2016 19:08 Uhr
Der Künstler Detlef Kappeler stiftet dem Stadtmuseum Oldenburg seine Werke. Die feierliche Übergabe fand am Freitag, 7. Oktober, im Beisein von Museumsdirektorin Dr. Nicole Deufel und Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern statt. Anwesend waren auch Kappelers langjährige Wegbegleiter Horst Milde (ehemaliger Oberbürgermeister Oldenburgs und Landtagspräsident a.D.) und Dr. Harald Groth (ehemaliger Oberbürgermeister von Delmenhorst). Kappeler ist in Oldenburg durch Ausstellungen und Installationen bekannt. Seine gestifteten Werke umfassen neben sechs Gemälden auch ein großes zeichnerisches Konvolut (1.100 Zeichnungen), das einen vertieften Einblick in sein umfangreiches Schaffen ermöglicht.

 

Detlef Kappeler (Jahrgang 1938) studierte von 1958 bis 1965 Architektur in Hannover, danach begann er das Studium der Freien Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Preis der „Cité Internationale des Arts“ von Paris und den Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg. 1974 übernahm er einen Lehrstuhl für Malerei und Grafik an der Universität Hannover. In Oldenburg ist Detlef Kappeler vor allem durch seine Raum-Bild-Installation in der Carl von Ossietzky Universität bekannt. Sie ist das Resultat einer jahrelangen Auseinandersetzung mit dem Schicksal des Namensgebers Carl von Ossietzky. 2001 würdigte eine umfangreiche Werkschau unter dem Titel „Transparenzen“ sein Schaffen im Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum.

 

Kappeler hat in seiner frühen künstlerischen Schaffensphase kritische und engagierte Kunstwerke geschaffen, die auf konkrete gesellschaftspolitische Ereignisse Bezug nahmen. In den 1960er Jahren hat er mit Stilmitteln der Pop Art – jedoch auf sehr eigenwillige Weise – gearbeitet. Später fanden in seinen Werken Auseinandersetzungen mit Biografien von verfolgten und geächteten Personen statt, deren Porträts er immer wieder von neuem nachzeichnete. Daneben entstanden und entstehen Zeichnungen und Druckgrafiken von Architekturen in Barcelona, wo Kappeler ein zweites Atelier nutzt, Tier- und Landschaftsstudien sowie Akt- und Totentanzdarstellungen. Seine großformatige Malerei, in seinen Ateliers in Barcelona, Galizien und Butjadingen geschaffen, wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmend abstrakter.

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Gala for One

23.09.2016 13:14 Uhr

Eine Musik-Revue zu Marilyn Monroes 90. Geburtstag

von Carsten Lienemann

Am ersten Oktober geht für Kristina Beyer ein Traum in Erfüllung. »Marilyn Monroe hat mich schon immer fasziniert«, sagt Kiki Beyer. Der eigentliche Auslöser kam dann 2012, als sie gebeten wurde, zur Ausstellungseröffnung »Marilyn Monroe – hinter den Kulissen« im Neuen Theater Emden zu singen und zu moderieren. »Nach dieser Eröffnung konnte ich einfach mit der Recherche nicht mehr aufhören. Immer mehr erhielt ich den Eindruck, dass da eine Frau war, die in all ihrer Zerbrechlichkeit doch als Künstlerin völlig unterschätzt wurde«, erklärt Beyer.

Die Idee zu einer Bühnenshow war schnell da, Kiki Beyer ist schließlich Künstlerin. Dennoch hat sie lange gezögert, denn sie sah auch viele Probleme bei der Umsetzung. Erst zwei Jahre später hat sie mit ernsthaften Vorbereitungen begonnen, ein Konzept erarbeitet und schnell Menschen getroffen, die sie ebenfalls begeistern konnte. Darunter sind auch die Kollegen, die sie nicht nur wunderbar musikalisch begleiten, sondern sich auch auf das schauspielerische Gebiet wagen. Dazu kommt mit David Zernack ein renommierter Musikalischer Leiter und mit Thomas Birklein ein ebensolcher Schauspieler, der die Regie übernommen hat.

Zu Kiki Beyers Konzept gehörte auch eine Vorstellung von einem geeigneten Saal mit Bühne.»So eine Show braucht rote Plüschsessel, etwa wie das Staatstheater«, findet Beyer. Das stimmte zwar zu, nannte aber auch seinen Preis. Auch die Musiker konnten bei allem Engagement auch nicht umsonst arbeiten. Dazu kamen Organisation, Proben und sonstige Aufwendungen. Sponsoren wurden gebraucht.

So kam die comes Unternehmensberatung mit ins Boot. Dr. Bernhard Becker vom Standort Oldenburg wollte sich zunächst einen Eindruck verschaffen und war sofort begeistert. »Da unsere Firma in diesem Jahr 15 Jahre alt wird, haben wir beschlossen, unser Jubiläum mit Marilyns Geburtstag zusammen zu feiern.« Er kaufte Eintrittskarten für seine Geburtstagsgäste, und damit waren die Kosten für das Staatstheater gedeckt und die Show finanziell gesichert. 

Dank ihrer umfangreichen Recherchen ist Kiki Beyer inzwischen eine echte Expertin, die den Menschen Marilyn Monroe hinter der Glamour-Frau sehr genau kennt. In ihrer Bühnenshow möchte sie das Bild, das wohl die meisten Menschen von Marilyn Monroe haben, korrigieren. »Ich arbeite mit den bekannten Songs, aber aus der Erzählperspektive. Es wird keine Double-Show, das sage ich dem Publikum gleich zu Beginn«.

Sonnabend, 1. Oktober, 20:00 Uhr im Staatstheater (Kleines Haus):
Mensch Marilyn , Kiki Beyer & Die Sweet Syncopators
Restkarten unter https://tickets.staatstheater.de/eventim.webshop/webticket/seatmap?tokenName=CSRFTOKEN&eventId=13477 oder an der Theaterkasse.
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»Von Schwalben und Mauerseglern«

09.09.2016 08:00 Uhr

Oldenburger Autorin Marlies Folkens legt ihren ersten Roman vor

von Carsten Lienemann

Unsere aufmerksamen Leser_innen kennen Marlies Folkens bereits als Meisterin des geschriebenen Wortes, hat sie doch schon des öfteren mit großer Sachkunde von Oldenburger Theater- und Opernaufführungen berichtet. Dass sie zu noch deutlich mehr fähig ist, haben wir nie bezweifelt, aber jetzt können sich alle davon überzeugen. Ab dem 9. September steht ihr erste Roman in den Buchläden. Er trägt den Titel »Von Schwalben und Mauerseglern«, und sie erzählt darin die Geschichte eines Mädchens, das auf dem heimischen Bauernhof in der Wesermarsch einen jungen Wehrmachtsoldaten findet, der desertiert ist und sich auf dem Heuboden versteckt hat. 

»Die Geschichte hatte ich schon lange im Kopf«, sagt Marlies Folkens. »Meine Mutter konnte spannend und interessant erzählen und tat das auch gerne, wenn wir auf dem elterlichen Hof in der Wesermarsch zusammen saßen«. Die Grundsituation, auf der der Roman basiert, habe die Mutter erlebt, sie habe mit 17 Jahren einen Freund in Köln gehabt. Einige weitere Begebenheiten aus der Familie seinen stark verfremdet eingebaut worden, der Rest sei viel Fantasie.

Eine besondere Zielgruppe hat die Autorin beim Schreiben nicht vor Augen, es geht ihr mehr darum, eine Sprache zu verwenden, die zur Geschichte passt. »Das ganze Buch muss so geschrieben sein, dass ich es selbst gerne lesen würde.« Wichtig sei bei dieser Art von Romanen auch die Recherche. »Die Sachverhalte müssen stimmen, viele Zeitzeugen leben noch und werden sich erinnern«, so Folkens.

»Meine Arbeit an einem Roman beginnt mit der Erstellung eines Konzeptes«, erklärt Folkens. »Ich stelle die Rahmenbedingungen auf und entwerfe einen großen Spannungsbogen.« Darüber hinaus korrespondiert sie mit einer guten Freundin über Szenen und Plots. Die so entstehenden Seiten werden anschließend noch drei bis vier Mal überarbeitet. »Ich bin eine ziemliche Perfektionistin, und ich muss mit allen Szenen zufrieden sein. 

Besonders herausfordernd sei die Sprache in Dialogen. Jede Person müsse ihre eigene Sprache haben, die sich aus Alter und Lebenserfahrung, aber auch aus dem Bildungsstand ergebe. Um das zu erreichen und auch sonstige »Regiefehler« zu vermeiden, fertigt Folkens Steckbriefe der auftretenden Personen mit ausführlichen Beschreibungen an. Eine große Hilfe sei auch, sich eine passende reale Person beim Sprechen vorzustellen, auch wenn die Romanfigur kein Abbild dieser Person sei.

Marlies Folkens hat »mit 18, 19«, wie sie selbst sagt, angefangen, sogenannte »Fan-Fiction« zu schreiben, d. h. sie hat Fortsetzungen zu Kinofilmen etc. verfasst, die aber nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren. So ganz hat sie den Traum vom eigenen Buch nie aufgegeben, aber auch lange Zeit nicht weiter verfolgt. Erst sehr viel später, als sie schon eigene Kinder hatte, ist sie auf das Online-Magazin »Opinio« der Rheinischen Post gestoßen und hat dort viel beachtete und ausgesprochen positiv kommentierte Kurzgeschichten geschrieben, von denen einige auch den Weg in die gedruckten Ausgaben fanden. Eine davon war die Keimzelle zu den »Mauerseglern«.

Kurzinformationen zum Buch unter
https://www.buchhandel.de/buch/Von-Schwalben-und-Mauerseglern-9783404173969
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„In Harmonie mit der Natur“

24.05.2016 08:55 Uhr

Tuschmalerei von Marthe Oldendorf im Elisabeth-Anna-Palais

Marthe Oldendorf hat ihre Arbeiten unter ein konfuzianisches Thema gestellt, „In Harmonie mit der Natur“, ein Thema, das sie bei ihren Reisen in China  im Lebensstil der Menschen, denen sie begegnet ist, empfunden hat. Das Wort Harmonie ist nicht unpro-blematisch, weil es beinhaltet, die Gegensätze zu begraben, die es nun einmal gibt. Was Marthe Oldendorf jedoch meint, ist die Fähigkeit des Menschen wie aller Kreaturen der Schöpfung, mit den Gegensätzen zu leben, in sich eine Balance zu entwickeln, mit der diese Kontraste ertragen werden können.
Marthe Oldendorf versteht es, die Balance im Bild zu entwickeln, die für Mensch und Tier die Landschaft erträglich macht, um nicht zu sagen sich in ihr wohlzufühlen.

Marthe Oldendorf, geboren nahe Paris, lebt in Bremen. Sie hat viele Jahre in Hongkong gelebt und zahlreiche Reisen im Reich der Mitte unternommen. Von chinesischen Meistern hat sie sich in der traditionellen Pinselmalerei unterrichten lassen. So ist ein bemerkenswertes Oeuvre entstanden, das jetzt der Entdeckung harrt.
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Ausstellung »Repairing the City« im Edith-Russ-Haus

07.05.2015 14:28 Uhr
von Carsten Lienemann

Ein langer Läufer hängt aus dem oberen Fenster des Edith-Russ-Hauses und lädt zum Hereinkommen ein. Drinnen erwartet die Besucherinnen und Besucher die Doppelausstellung »Repairing the City« mit Exponaten der türkischen Künstlerin Nevin Aladağ und des in Wien lebenden Künstlers Leopold Kessler. 

»Der Titel der Ausstellung ist natürlich ironisch zu verstehen, eine Stadt ist zu komplex und zu fragil, um sie reparieren zu können«, sagt Marcel Schwierin, Leiter des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst, der zusammen mit seiner Kollegin Edit Molnár durch die Ausstellung führt. Vielmehr müssten die Bewohner immer wieder neu bestimmen, wie ihre Stadt aussehen solle. 

Die Arbeiten dieser Ausstellung sind in der Mehrzahl Videodokumentationen von Kunstaktionen, dazu kommen Fotografien und Konstruktionen. Nevin Aladağ hat beispielsweise die Hände von Menschen gefilmt, während diese den Rhythmus eines Liedes klatschen, und die Sequenzen so zusammengeschnitten, dass daraus ein neuer Rhythmus entstand. Ebenso ist sie mit tanzenden Füßen verfahren. Zusammen mit weiteren hier ausgestellten Arbeiten gibt Aladağ damit Geräusche und Gesichter einer Stadt wieder.

Leopold Kessler hat mit mehreren Aktionen die Sicherheitsüberwachung an öffentlichen Orten unterlaufen und damit in Frage gestellt. So reist etwa eine Schachtel mit Zigaretten, an die Außenseite eines Bahnwaggons geklebt, von Budapest nach Wien, oder im größten Riesenrad der Welt dreht eine Gondel mit der Aufschrift »Police« ihre Runden über Singapur, eine der am höchsten überwachten Städte der Welt. Die Videos zu diesen Aktionen sind im Edith-Russ-Haus zu sehen.

Und was hat das mit »Repairing the City« zu tun? Gar nichts. Der Titel ist nicht ironisch, sondern irreführend. Wenn man aber nicht nach den Reparaturen sucht, findet man eine großenteils gelungene Ausstellung mit interessanten neuen Blickwinkeln auf scheinbar Altbekanntes. 

Die Ausstellung ist vom 8. Mai bis zum 16. August 2015 zu den Öffnungszeiten des Edith-Russ-Hauses zu sehen.
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»komisch, aber nicht lustig«

09.04.2015 10:25 Uhr

Neue Ausstellung der Lichtbildwerkgemeinschaft

Joachim Weiser und Dirk Börstinghaus, beide im Hauptberuf Mediziner,  widmen sich in ihrer Freizeit einer fast schon historischen Form der Fotografie. Gemeinsam in ihrer Lichtbildwerkgemeinschaft nutzen sie die analoge Schwarzweiß-Technik künstlerisch zur Entschleunigung, zum Innehalten und Neu-Sortieren.

Am !6. April 2015 um 19:00 Uhr eröffnen Weiser und Börstinghaus im ARTrium der GSG ihre Ausstellung »komisch, aber nicht lustig«, für die sie wieder Fotografien ausgesucht haben, die man nicht im Vorbeigehen vollständig erfassen kann. 
 
»Häufig sind es ganz banale Situationen, Motive oder Begebenheiten des Alltages, die uns zum Schmunzeln bringen, obwohl diesen Szenen eigentlich gar nichts Lustiges anhaftet. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sie sich als eher komisch oder gar tragisch. 
Das liegt daran, dass Tragik und Komik eine gemeinsame Wurzel haben: Die Inkongruenz der Dinge! 

Genau diese fehlende Übereinstimmung dessen, was wir sehen und dessen, was wir empfinden, ist Gegenstand dieses fotografisch-literarischen Projekts. 
Wortspielereien im Sinne einer Verunstaltung, Negierung oder Aufhebung dessen, was wir als Realität wahrnehmen, pointieren die gezeigten Fotografien, beziehen sich in humoristisch - satirisch gemeinter Weise auf ernst gemeinte visuelle Inhalte und ermöglichen an mancher Stelle erst das Entstehen von komischen Effekten. 

Sir Peter Ustinov hat einmal gesagt, Komik entstehe, ›wenn man eine Situation mit ihrer unkomischen Seite kontrastiert‹«.


Ausstellung »komisch, aber nicht lustig«
7. April bis 18. Juli 2015, GSG ARTrium
GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH
Straßburger Str. 8

Vernissage
Donnerstag, 16. April 2015, 19:00 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo-Mi 8:00-16:30 Uhr
Do    8:00-17:00 Uhr
Fr    8:00-13:00 Uhr
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»Im Westen nichts Neues?«

27.02.2015 11:14 Uhr

Die unbekannten Zeichnungen von Georges Victor-Hugo »Sur le Front de Champagne«

Vor 100 Jahren befand sich der Enkel des berühmten französischen Schriftstellers Victor Hugo, Georges Victor-Hugo (1868-1925), als Kriegsfreiwilliger an der Front in der Champagne. Der ausgebildete Maler diente dort als Verbindungsoffizier. Direkt vor Ort fertigte Victor-Hugo etwa 100 kolorierte Zeichnungen an und schuf damit nicht nur interessante Zeugnisse des Krieges, sondern auch beeindruckende Kunstwerke: die zerrissene, mal schlammige, mal von Schnee und Eis bedeckte Landschaft, die Soldaten im Schützengraben und außerhalb, Verwundete und Tote beider Seiten.
60 dieser Zeichnungen von Georges Victor-Hugo wurden 1917 in einer Faksimile-Edition unter dem Titel „Sur le Front de Champagne“ in Paris veröffentlicht, gerieten aber nach dem Krieg in Vergessenheit. Nur wenige vollständige Exemplare dieser Suite sind heute erhalten – eine davon in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Sie steht im Zentrum der Ausstellung, die bis 25. April 2015 in der Landesbibliothek Oldenburg und anschließend an mehreren Orten als Wanderausstellung gezeigt wird. Georges Victor-Hugos individuelle, aus unmittelbarer Beobachtung gewonnene künstlerische Sicht der Kriegsereignisse wird im Zusammenhang mit Werken anderer Künstler und auch mit literarischen Zeugnissen herausgearbeitet. Kuratiert von dem Gymnasiallehrer, Romanisten und Victor-Hugo-Biographen Dr. Jörg W. Rademacher (Leer), wird die Ausstellung begleitet von einer Hörstation mit literarischen Texten zum „Großen Krieg“ in drei Sprachen und einem zweisprachigen Katalog, der im Elsinor Verlag (Coesfeld) erscheint.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Landesbibliothek Oldenburg mit dem Ernst Klett Verlag, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirk Weser-Ems und dem Ulrichsgymnasium Norden. Das Projekt wird gefördert von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Stiftung Gedenken und Frieden.

Öffentliche Führungen mit dem Kurator Dr. Jörg W. Rademacher am Freitag, dem 6. März und 17. April jeweils um 17.00 Uhr.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf unserer Homepage www.lb-oldenburg.de.
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Street Art ins Museum

07.11.2014 21:32 Uhr

Stadtmuseum übernimmt Graffito vom Cadillac

Das städtische Jugendkulturzentrum Cadillac plant aktuell eine Neugestaltung seiner Außenwände. In diesem Zusammenhang wurde jetzt eine 1995 von Mario Schröder auf Holzplatte gesprayte Auftragsarbeit abgehängt und dem Stadtmuseum Oldenburg überreicht. Es wird durch ein neues, von einer Gruppe um den Oldenburger Graffiti-Künstler Bartosz Boron geschaffenes Werk ersetzt.
 

Da sich das aus der Frühzeit der regionalen Graffiti-Szene stammende Bild von Schröder, der unter dem Künstlernamen „Zimt“ auch überregional für Aufsehen sorgte, über die Jahrzehnte gut erhalten hat, wandte sich Marius Asmus, Leiter des Cadillac, an das Stadtmuseum. Denn, so Asmus: „Es macht immer Sinn, Jugendkultur zu fördern. Was heute noch Jugendkultur ist, kann morgen schon Kunst oder kommerziell interessant sein.“ Für Dr. Andreas von Seggern, den Leiter des Stadtmuseums, eine willkommene Gelegenheit, die Sammlung regionaler Kunst um eine ganz neue Facette zu ergänzen:  „Graffiti ist eine spezifische Ausdrucksform innerhalb der Jugendkultur der letzten drei bis vier Jahrzehnte. Sie hat sich spät, aber eben doch auch in Oldenburg verbreitet und ist damit sowohl aus kunst- als auch aus stadthistorischer Sicht äußerst spannend“, erläutert von Seggern.

Während Cadillac-Leiter Marius Asmus gespannt auf die Neugestaltung der Graffiti-Kunst wartet, zeigt sich der nicht mehr in der Szene aktive Mario Schröder erfreut über die späte Würdigung seines Frühwerkes: „Ich werde der Stadt Oldenburg nun aber nicht den Gefallen tun, den Wert des Bildes durch mein frühzeitiges Ableben zu steigern“, fügte Schröder mit einem Schmunzeln an.
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Eine von vielen Möglichkeiten, die Welt zu sehen

15.03.2014 06:53 Uhr

Erfolgsreihe ‚rehavue‘ wird fortgesetzt. 4. Vernissage im Reha-Zentrum

von Dagmar Winzer

Am 12. März 2014 fand die Vernissage zur Ausstellung „rehavue – Kunst im Reha-Zentrum Oldenburg“ mit Malereien und Fotografien statt. Die Künstlerinnen Lioba Müller, Barbara Habermann und Susanne Barelmann -Mitglieder des BBK Oldenburg – stellten ihre Arbeiten persönlich vor.

Die Ausstellung wird bis Februar 2015 zu sehen sein.

Die Jurysitzung der rehavue hat für diese Ausstellung zwei Projekte ausgewählt, die auf sehr eigene Weise einen Perspektivwechsel aufzeigen. Wie sieht die Malerin die Landschaft, die für die Fotografin ihre eigene Aussage gefunden hat? Lioba Müller und Barbara Habermann haben ihr gemeinsames Projekt „Horizontal- Vertikal – Bergundtal“ genannt. Berge kennt jeder – und trotzdem sind sie überall anders, geben Täler überall andere Blicke frei. Wie frei ist der Blick von Fotografin und Malerin? Gemeinsam finden Lioba Müller und Barbara Habermann eine Möglichkeit der Kommunikation: Sei es über die Farbgebung und den Bildaufbau, sei es über die Strukturen oder Linienführung oder aber durch Licht und Stimmung. Ähnlichkeiten sind gewollt! Und dienen der Einladung, die Blicke immer wieder schweifen zu lassen. 
„Wussten Sie schon, dass die Alpen einen ganz erbärmlichen Anblick bieten, wenn man sich die Berge einmal wegdenkt?“ (Loriot) 

Susanne Barelmann legt in Ihrer Fotografie mehrere Elemente übereinander. So lassen sich bekannte Bilder wiedererkennen, aber es entstehen auch neue Eindrücke, verfremdete Effekte und daraus andere Perspektiven. So wird der Lebensraum zu unserer Welt. Ihre Fotomontagen zeigen unterschiedlichen Zeit- und Raumebenen, die sie zu einem neuen und gegenwärtigen Raumgefüge zusammensetzt. Ihr Interesse gilt den Räumen der Vergangenheit, die zu Gegenwartsräumen konstruiert und montiert werden. Die Vergangenheit beschreibt Barelmann durch ihre Fotomontagen als ein Verharren im Raum der Gegenwart. 

Fotografie bietet ebenso wie die Malerei eine von vielen Möglichkeiten, die Welt zu sehen. Mit „rehavue – Kunst im Reha-Zentrum Oldenburg“ wollen wir gemeinsam mit Oldenburger Künstlerinnen und Künstlern einige Möglichkeiten zeigen, wie die Welt aus anderen Blickwinkeln aussehen kann. Auch in der 4. Ausstellung ist die Faszination der Vielfalt zu beobachten, ermöglichen wieder Künstlerinnen den Perspektivwechsel. 
Zu beiden Kunstprojekten sprach die Vorsitzende des BBK Oldenburg – Martina van de Gey – eine fundierte Einleitung, die von allen Besuchern gerne aufgenommen wurde. 

„Die Ausstellung wurde auch konzipiert, um den Bürgern in Oldenburg und Umgebung einen weiteren, attraktiven Ort für Kunst ‚Made in Oldenburg‘ zu bieten,“ betont Karin Vogel, die Geschäftsführerin des Reha-Zentrums Oldenburg. „Wir hoffen, dass dieses Angebot von vielen genutzt wird.“ 

Bereits in den ersten Stunden nach der Hängung hat es viele Reaktionen von Patienten und Besuchern gegeben. Das Team des Reha-Zentrums hofft, dass die Anregungen weiter so rege aufgenommen werden. 
Die Ausstellung ist täglich zwischen 8.00 und 20.00 Uhr für Besucher geöffnet.
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»Auf der Flucht«

14.01.2014 12:09 Uhr

Fotoausstellung eröffnet - bis 4. Februar in der Klävemannstraße 14

von Carsten Lienemann

Zwanzig Fotografien im Großformat, präsentiert auf hochglänzendem Material, das Farben und Kontraste angemessen zur Geltung bringt. Losgelöst von der jeweiligen Aufnahmesituation hat jedes Bild für sich unter rein ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet einen hohen Wert, der auch eine Interpretation möglich macht - die sich allerdings sofort ändern kann, wenn man den begleitetenden Text zu dem Foto liest.

Es ist fast schon gute Tradition, dass zu Beginn eines jeden Jahres eine Ausstellung der UNO-Flüchtlingshilfe bei der interkulturellen Arbeitsstelle IBIS e .V. zu Gast ist. Am Dienstag, 14. Januar, wurde im Café IBIS die Wanderausstellung »Auf der Flucht« eröffnet, die in der benachbarten Halle in der Klävemannstraße 14 ihre weltweit erste Station gefunden hat. 

»45 Mio. Menschen sind weltweit auf der Flucht, rund 50% von ihnen sind Kinder und Jugendliche, mehr als 80% Prozent finden Zuflucht in den so genannten Entwicklungsländern«, erklärte Hon. Prof. Dr. Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland in seiner Begrüßung. Die Wanderausstellung »Auf der Flucht« zeigt Momentaufnahmen aus dem Leben von Flüchtlingen und der Arbeit des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR, festgehalten von UN-Mitarbeitern und freien Fotografen. Friedl empfahl den Gästen, die Bilder zu betrachten und sich vorzustellen, was vor und nach dem sichtbaren Moment gewesen sein könnte.

2013 sei ein schweres Jahr für den Flüchtlingsschutz gewesen, bilanzierte Dirk Sabrowski, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn. »Für die Zukunft sieht es nicht besser aus: Die Zahl der Konflikte nimmt zu, die bestehenden werden nicht beendet. Menschen auf der Flucht haben nicht die Perspektive, in ihre Heimat zurückkehren zu können.«

Ulrich Hartig, Geschäftsführer des mitveranstaltenden Internationalen Fluchtmuseums, forderte die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Hilfsorganisationen auf, weniger als Konkurrenten denn als Netzwerkpartner zu handeln und die Organisationen in die Pflicht zu nehmen, die sich kritisch zur offiziellen Flüchtlingspolitik äußern.

Das an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eingerichtete Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) ist ebenfalls Mitveranstalter der Ausstellung. Sein Vertreter Winfried Schulz-Kaempf stellte den weiterbildenden Studiengang »Interkulturelle Bildung und Beratung« vor, der sich an hoch qualifizierte Flüchtlinge und Migranten richtet und über einen Nothilfe-Fond von der UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt wird.


Die Fotos der Wanderausstellung »Auf der Flucht« stammen aus einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren und zeigen verschiedene Stationen verschiedener Fluchten zu verschiedenen Zeiten, von der akuten Gefahr über Lager bis hin zur Ankunft in sicheren Gebieten. Erkennbar ist immer die Situation weniger bis einzelner Menschen, die beispielhaft herausgehoben sind. Wie eine Flucht selbst ist es ein schwerer Weg, das Thema auf diese Weise anzugehen. Aber es hat sich gelohnt.

Die Austellung »Auf der Flucht« in der Klävemannstraße 14 ist bis zum 4. Februar 2014 jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags von 12-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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Ratten im Bundestag

31.12.2012 15:42 Uhr
von Carsten Lienemann

Das Sommerloch des Jahres 2013 wird durch eine sensationelle Meldung gefüllt: Die Ratte Karl-Gustav wird in den Bundestag gewählt. So lautet jedenfalls die Prognose, die das Spontantheater Bumerang! am Freitag, 28.12.2012, gemeinsam mit dem Publikum in der Kulturetage erarbeitete.

Das hat einen Tag später beim zweiten Auftritt der Improvisations-Truppe schon ganz anders ausgesehen, aber das spielt keine Rolle. »Impröhliche Weihnachten« hieß das Programm, in dessen erstem Teil das sehr spielfreudige Ensemble aus Tim Strupeit, Karsten Dietrich und Christian »Schlaggi« Schlageter, ergänzt um den ebenfalls bestens aufgelegten Andreas Steiger am Keyboard und am Freitag glänzend moderiert von Martin Struwe einen Rückblick auf die gerade abgelaufene Weihnachtszeit wagten, selbstverständlich, wie bei Improvisationstheater üblich, nach den Vorgaben der Zuschauer. Das reichte von den Vorbereitungen und Einkäufen über einen Blick in drei verschiedene Wohnzimmer zum Zeitpunkt der Bescherung bis hin zu einer Variante der Weihnachtsgeschichte, die eine ganz besondere schauspielerische Leistung verlangte: Alle drei Darsteller verkörperten einen der heiligen drei Könige, sprachen aber nicht selbst, sondern wurden jeweils von einem Kollegen synchronisiert.

Nach der Pause versuchten sich die Bumerangs an einer Vorausschau auf das kommende Jahr. Das Publikum war live dabei, als Tim und Karsten das Drehbuch des Blockbusters 2013 entwarfen - Rocky 300 - während Schlaggi ihre Einfälle mit vollen Körpereinsatz in Gebärden übersetzte. Der absolute Höhepunkt des zweiten Teils aber war der schon erwähnte Einzug der Ratte Karl-Gustav in den Bundestag, gespielt in verschiedenen Musikgenres, die von Punkrock bis hin zur großen Oper reichten. Auch an einem neuen Anlauf zum Weltuntergang versuchten die Schauspieler, als Zugabe in Form modernen Tanztheaters - um die Stimmen für den zweiten Abend zu schonen.

Die rund hundert Zuschauer waren zu Beginn von Moderator Martin aufgefordert worden, sowohl Begeisterung als auch Unmut spontan zu äußern, bei Zustimmung die zuvor ausgeteilten Rosen, bei Ablehnung die nassen Schwämme auf die Bühne zu werfen, und sie machten regen Gebrauch davon. Das heißt, Schwämme flogen kaum, und dafür gab es es auch wenig Anlass, im Gegenteil. Oft mussten die Schauspieler den Applaus auf offener Szene abwarten, bevor sie weiterspielen konnten, etliche Male wurde der »Wellenbeauftragte« in der ersten Reihe von den hinteren Rängen aufgerufen, eine solche zu starten. 

Improvisationstheater birgt immer ein gewisses Risiko für alle Beteiligten, man weiß eben nie, was kommt. Sicher kann man sich aber sein, dass man 100-prozentigen Einsatz zu sehen bekommt, wenn man das Spontantheater Bumerang besucht. Und die Wahrscheinlichkeit, einen ausgesprochen vergnüglichen Abend zu erleben, ist überdurchschnittlich hoch.
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