Rubrik Kultur
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13.05.2022, 21:31 Uhr
Oldenburg Stadtgärten 2022
Vorratskammer Garten
Am 14. Mai beginnt in Oldenburg die alljährliche Saison der Stadtgärten. Bereits zum 17. Mal erfreuen an mehreren Standorten die temporären Naturoasen die Menschen mit grüner und blühender Vielfalt. Die diesjährigen Stadtgärten widmen sich vom 14. Mai bis 14. August dem Motto „Vorratskammer Garten“ und sind unter der Federführung der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) entstanden. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Oldenburg, vom StadtMarketing Oldenburg und weiteren Sponsoren wie der GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH.

„Gemüse und Obst selbst anzubauen, liegt im Trend. Im eigenen Garten haben Verbraucher die Behandlung ihrer Lebensmittel selbst in der Hand und umgehen lange Transportwege. Grund genug für uns, diesen Trend im Rahmen der Stadtgärten 2022 aufzugreifen und wertvolle Tipps zu geben für mehr Selbstverantwortung in Sachen Ernährung“, erklärt Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM), die 2020 das Marketing und die Initiierung und Organisation von Veranstaltungen vom CMO übernommen hat. 

Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg unterstreicht die Bedeutung der Stadtgärten für die weitere Entwicklung der Innenstadt: „Mit den Stadtgärten schaffen wir Jahr für Jahr spannende grüne Oasen an verschiedenen Orten in der Innenstadt, die zum Verweilen und Genießen einladen. In einer ansonsten dicht bebauten Umgebung setzen die Gärten besondere Akzente und eröffnen temporär neue Räume für Natur und Mensch im Herzen der Stadt. Das macht unsere City noch attraktiver und schafft mehr Anreize für den Besuch unserer zentralen Einkaufsmeile.“

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir Gelegenheiten zum Verweilen bieten, die Freude am Entdecken wecken und Inspiration für den eigenen Garten geben. Erstmals erblühen in diesem Jahr an 19 Standorten insgesamt 21 Gärten in der City und in den Stadtteilen. Mit viel Liebe zum Detail und originellen Ideen wurde unser Motto durch engagierte Institutionen und Gemeinschaften sowie die Bürgervereine gärtnerisch umgesetzt“, freut sich Friederike Töbelmann vom City-Management Oldenburg (CMO).

Um das zu ermöglichen, wird nicht nur seit einigen Monaten geplant, sondern nun auch seit Tagen eifrig gebaut, gepflanzt und konstruiert. Auch die Jugendwerkstatt der Volkshochschule Oldenburg war erneut beteiligt und hat mit Unterstützung des Fachdienstes Stadtgrün – Planung und Neubau der Stadt Oldenburg einige Aufgaben rund um die Gestaltung und den Aufbau umgesetzt. „Unser Fachdienst und ich persönlich begleiten die Stadtgärten seit der ersten Stunde,“ erläutert Thorsten Logemann vom Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau. “Was damals als einmalige Veranstaltung geplant war, ist im Laufe der letzten 18 Jahre zu einer festen Institution in der Stadt und darüber hinaus geworden. Wenn ich bei Google nach ‘Stadtgärten’ gucke und an erster Stelle Bilder und Beiträge aus Oldenburg erscheinen, macht mich das schon ein wenig stolz.“

Am Eröffnungswochenende, den 14. und 15. Mai, sind am Samstag thematisch passende Walk Acts in der Fußgängerzone unterwegs. Ergänzend werden informative und unterhaltsame Aktionen für die ganze Familie in ausgewählten Gärten in der City und am Sonntag auch in den Stadtteilen angeboten. Unter www.oldenburg-tourismus.de/stadtgaerten gibt es alle Informationen.

Eine Fahrradroute verbindet insbesondere die Gärten in den Stadtteilen zu einer Radtour. Die komplette Route ist circa 53 km lang, die Nordroute etwa 26 km und die Südroute etwa 32 km lang. Alle drei Touren können in der Broschüre über einen QR-Code aufgerufen oder über die Internetseite www.oldenburg-tourismus.de/stadtgaerten als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Insgesamt informieren 21 Tafeln an den Standorten über den jeweiligen Garten. Hier finden Interessenten auch einen QR-Code, der sich scannen lässt. So gelangen Sie direkt zu den Audiodateien des Textes. Ergänzend ist eine kostenfreie Broschüre erhältlich. Diese liegt in der Oldenburg-Info im Lappan und an weiteren Stellen in der Stadt sowie in den Gärten selbst aus.

Alternativ kann sie auch per E-Mail unter info@oldenburg-tourist.de bestellt und oder im Internet unter www.oldenburg-tourismus.de/prospekte durchgeblättert oder als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
13.05.2022, 21:25 Uhr
Von der Haustür bis zum Giebel denkmalgerecht instandgesetzt
Wohnhaus am Eversten Holz erhält Denkmalplakette
„Ein bescheidenes 180 Jahre altes Haus ist wieder zukunftsfähig geworden“ – so beschreiben Hans-Michael und Barbara A. Heise den umfangreichen Prozess der denkmalgerechten Sanierung ihres Hauses am Eversten Holz. Den Eltern der heutigen Eigentümerin ist es zu verdanken, dass das seit 1999 unter Denkmalschutz stehende Wohnhaus nicht abgerissen, sondern für künftige Generationen erhalten wurde. 1839 erbaut, in den Folgejahren mehrfach umgebaut und 1888 durch einen Stallanbau ergänzt, befand sich die Wienstraße 41 lange Zeit im Besitz der Familie des Oldenburger Künstlers Max Gökes. Nach seinem Tod hatten die Eltern von Barbara A. Heise das Haus von dessen Tochter erworben.

„Obwohl sich das Haus damals, beim Erwerb 1955, in einem schlechten Zustand befand, war die historische Bedeutung erkennbar. 1999 haben wir uns dann entschieden, es unter Denkmalschutz stellen zu lassen“, sagen die heutigen Eigentümer, Barbara A. und Hans-Michael Heise. Aufgrund der geschichtlichen Bedeutung wurde das Gebäude als Einzeldenkmal ausgewiesen. Das Landesamt für Denkmalpflege sowie die Untere Denkmalschutzbehörde haben den Prozess fachlich begleitet.

Nachdem der Innenbereich bereits im Jahr 2000 gründlich saniert wurde, sind jetzt unter anderem das Dach und die Fassade denkmalgerecht instandgesetzt und wiederhergestellt worden. „Besonders hervorzuheben ist das Dach: Hier wurden die historischen Dachziegel wiederverwendet und mit der damaligen Verlegetechnik in sogenannten Pappdocken eingedeckt“, erklärt Mario Carstens von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Oldenburg, der das Projekt zusammen mit dem Architekten Friedhelm Reker betreut hat.

Weitere Maßnahmen waren die energetische Ertüchtigung und Reparatur der originalen, historischen Eingangstür sowie die Konservierung und Ergänzung des Fachwerks im Giebel, wo zudem die ursprünglichen Farbschichten freigelegt wurden. Hier hat die Eigentümerin sogar zum Teil selbst mit Hand angelegt. Auch die Bepflanzung im Vorgarten wurde zurückgeschnitten, um die Sicht auf das Baudenkmal wieder zu öffnen.

Bevor das Grundstück 1955 von den Eltern Barbara A. Heises erworben wurde, gehörte es seit 1852 der Familie Gökens, dessen Enkelsohn der Bildhauer Max Gökes ist, der ebenfalls bis zu seinem Tod in der Wienstraße 41 lebte. Gökes‘ Skulpturen finden sich bis heute im Oldenburger Stadtbild und in der Umgebung, so hat er unter anderem den Brunnen am Everster Marktplatz und den Taufsteindeckel der Lamberti-Kirche gestaltet.
06.05.2022, 15:55 Uhr
Projektraum_3 – Leben in Alexandersfeld
Stadtmuseum Oldenburg zeigt partizipatives Ausstellungsformat in der Staustraße 16
Was macht das Leben in Oldenburg aus? Die vielfältigen Antworten auf diese Frage will das Stadtmuseum Oldenburg während seiner Schließzeit in mehreren Stadtteilprojekten herausfinden. Den Anfang macht der Stadtteil Alexandersfeld. Im Projektraum_3, der vom 7. Mai bis 14. Juni im ehemaligen Photo Dose in der Staustraße 16 zu sehen ist, zeigt das Museum eine Ausstellung über den Stadtteil – basierend auf den Geschichten, Fotos und Gegenständen der Alexandersfelderinnen und Alexandersfelder.

Ein Stadtteil mit Geschichte
„Gemeinschaft und Solidarität waren die Werte, die die Entstehung des Stadtteils prägten“, erklärt Erich Hohlen. Er ist in Alexandersfeld aufgewachsen und war viele Jahre der Vorsitzende der Siedlungsgemeinschaft. Seine Erzählungen über den Stadtteil sind Teil der Ausstellung geworden.

Gemeinsam mit vielen anderen Siedlerinnen und Siedlern bauten seine Eltern ab 1949 in nur drei Jahren 204 Häuser in gleichem Baustil. Dies war der Beginn des Stadtteils Alexandersfeld. Eines der Häuser wurde zum neuen Zuhause der Familie. Hohlen lebt noch heute in einem Anbau auf dem Grundstück. „Die Siedlung war nach dem Krieg ein Neuanfang für Vertriebene und Ausgebombte, aber auch für Oldenburgerinnen und Oldenburger mit geringem Einkommen“, erklärt Hohlen. „Die Familiengeschichten vom Ankommen und Leben in Alexandersfeld prägen den Stadtteil noch heute über Generationen hinaus.“

Stadtteilgeschichte(n) erzählen
Heute leben Kinder und Enkelkinder der ersten Siedlungsgeneration in Alexandersfeld, aber auch Neubaugebiete wurden in den letzten Jahren erschlossen und gehören zum Stadtteil. „Als Stadtmuseum interessiert uns die Verbindung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, erklärt Sandrine Teuber, Leiterin des Stadtteilprojekts. „An die besondere Geschichte von Alexandersfeld schließen sich viele Fragen an: Ist der solidarische und gemeinschaftliche Geist der Gründerjahre noch immer im Zusammenleben verankert? Wie nehmen die Bewohnerinnen und Bewohner ihren Stadtteil heute wahr? Und wie entwickelt er sich weiter?“

Um dies herauszufinden war das Team des Stadtmuseums sechs Monate vor Ort unterwegs, hat Projekte durchgeführt und mit Bewohnerinnen und Bewohnern gesprochen. 12 Menschen haben ihre Geschichten von Alexandersfeld erzählt und dem Museum Objekte für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. So sind zum Beispiel Dokumente aus der Siedlungszeit, Fotografien, Zeitungsartikel und Jubiläumshefte in der Ausstellung zu sehen, die das Leben im Stadtteil im Laufe der Jahrzehnte zeigen. Persönliche Geschichten und Anekdoten erscheinen als Sprechblasen im Ausstellungsraum.

Kinder zeigen ihr Alexandersfeld
Auch die Grundschule Alexandersfeld und der Kindergarten ‚Spurenleger‘ sind an der Ausstellung beteiligt. Eine Schulklasse und eine Kindergartengruppe setzten sich ein Schuljahr lang kreativ mit ihrem Stadtteil auseinander. Entstanden sind Fotografien, Drucke und Zeichnungen, mit denen 29 Kinder ihre Wahrnehmungen und Wünsche zum Ausdruck brachten.

Ein besonderer Ausstellungsort
In jedem Projektraum beleuchtet das Stadtmuseum unter anderem auch die Geschichte des jeweiligen Ausstellungsortes. Die Adresse Staustraße 16 ist bei vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern als ehemaliges Photo Dose-Geschäft bekannt. So nimmt das Stadtmuseum diesen Hintergrund zum Anlass, vereinzelte Schlaglichter auf die Fotografiegeschichte Oldenburgs zu werfen. In einer Fensterschau sind Kameramodelle aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen. Im Innenraum werden Einblicke in die Fotoleidenschaft des Museumsgründers Theodor Francksen vermittelt.

Der Projektraum eröffnet am Samstag, 7. Mai um 10 Uhr. An diesem Tag sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtmuseums vor Ort und beantworten Fragen rund um das Stadtteilprojekt und die aktuelle Arbeit des Museums.

Öffnungszeiten des Projektraums:
Montag bis Samstag: 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 15. Mai (Internationaler Museumstag): 10 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.
06.05.2022, 09:41 Uhr
20 Jahre Engagement für Kultur, Bildung und Wissenschaft
Jubiläumsaktion „20x5“ abgeschlossen – 20 Bürgerstiftungen erhalten je 5000 Euro für ihre besonderen Projekte vor Ort
Im Jahr 2002 von der EWE AG im Nachgang zu ihrem 70-jährigen Bestehen ins Leben gerufen, hat die EWE Stiftung seither 3.400 gemeinnützige Projekte in den Regionen Ems-Weser-Elbe, in Teilen Brandenburgs und auf Rügen finanziell unterstützt.

Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital, das in 20 Jahren durch Zustiftungen von 20 auf 50 Mio. Euro erhöht wurde, konnten seither vielfältige kulturelle Aktionen wie bildende und darstellende Künste, Museumspädagogik, Bildungsprojekte zur Sprach- und Leseförderung, Programme zum sozialen Lernen an schulischen und außerschulischen Lernorten, Lehr- und Lernmittel zur Verbesserung der MINT-Bildung sowie universitäre Projekte finanziell gefördert und oft auch erst ermöglicht werden. „Von den seit 2002 bei der EWE Stiftung eingegangenen rd. 7.000 Förderanträgen wurde etwa die Hälfte bewilligt und auch die regionale Verteilung der Mittel ist sehr ausgewogen,“ erzählt Jutta Freese von der Geschäftsstelle, die schon seit der ersten Stunde mit dabei ist. Eine Förderung durch die EWE Stiftung sei dabei auch immer Wertschätzung und Anerkennung des überwiegend ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Vereinsmitglieder, so Freese weiter. Ein Projekt absagen zu müssen, weil beispielsweise die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht für alle reichten, fiele vor allem deshalb oft schwer.

In den 20 Jahren ihres Bestehens hat die EWE Stiftung für geförderte und eigene Projekte rd. 20 Mio. Euro ausgegeben: Denn neben Programmen und Projekten Dritter aus Kunst und Kultur, Erziehung und Bildung, Forschung sowie Wissenschaft ist es ihr gelungen, mit dem Klaus-von-Klitzing-Lehrerpreis, dem Helene-Lange-Preis für Wissenschaftlerinnen in der Digitalisierung sowie der Verlosung von LEGO-Kästen und dem Format zur Wissenschaftsvermittlung „EWE Stiftung unterwegs“ eigene Akzente zu setzen und ihr Profil zu schärfen.

„Als Unternehmen freuen wir uns natürlich ebenfalls über 20 Jahre erfolgreiche Stiftungstätigkeit und sind stolz auf dieses kontinuierliche gesellschaftliche Engagement, das die Attraktivität der EWE AG - auch als Arbeitgeber - und die starke Verankerung hier in der Region nochmals unterstreicht“, sagt Marion Rövekamp, die dort Vorständin für Personal und Recht und seit 2018 auch Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung ist. „Die Arbeit in der Stiftung hat mir ganz besonders deutlich gezeigt, wie vielfältig und lebenswert der Nordwesten ist und wie stark das bürgerschaftliche Engagement und der Zusammenhalt hier sind“, so Rövekamp weiter.

Die geschäftsführende Vorständin Dr. Stephanie Abke, seit 2006 für die EWE Stiftung tätig, ergänzt: „Die Arbeit für die EWE Stiftung ist vor allem wegen der vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten und der Vielfalt der Themen ein großer Gewinn. Gleichzeitig tragen wir alle eine große Verantwortung als Treuhänder fremden Vermögens und für die Verwirklichung der Stiftungszwecke.“ Insbesondere auch die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorstand, im Team und mit dem Stiftungsrat sei dafür verantwortlich, dass die EWE Stiftung so viel positive Kraft entfalte, betont die Stiftungsmanagerin.

Für Reinhard Lanfer, Vorsitzender des Stiftungsrats aus Bösel, endet im Juli die fünfjährige Amtszeit: Er verabschiedet sich von seinen politischen Ämtern in den Ruhestand. „Die ehrenamtliche Tätigkeit im Stiftungsrat hat mir immer großen Spaß gemacht und war eine große Bereicherung“, so Lanfer. „Ich wünsche meinem Nachfolger und allen neuen Stiftungsratsmitgliedern, die im September 2022 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentreffen, viel Erfolg“. Die Namen werden entsprechend zu diesem Termin offiziell bekannt gegeben.

Jubiläumsaktion zugunsten von Bürgerstiftungen und -vereinen
Zum Jubiläum haben sich Vorstand und Stiftungsrat schon zum Jahresanfang noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Bürgerstiftungen aus Ems-Weser-Elbe und aus Teilen Brandenburgs und Rügen konnten sich seit Januar auf 20 x 5000 Euro bewerben. Denn sie sind die Expertinnen und Experten vor Ort und wissen, wo der Schuh besonders drückt. Zu den glücklichen Gewinnern gehören: Die Bürgerstiftungen Achim, Barnim Uckermark, Baruth, Borkum, Delmenhorst, Elm, Emden, Emstek, Hanstedt, Harkebrügge, Juist, Königs Wusterhausen, Lilienthal, Neuenkirchen-Vörden, Norden, Oldenburg, Ovelgönne, Schöneiche, Visselhövede und Zeven.

Mit dem Geld werden beispielsweise folgende Projekte realisiert: „Klimaführerschein“ für alle fünften Klassen in Achim, Unterricht und Ausbildungscoaching für 120 Geflüchtete in Hanstedt, das Lernprogramm „Demokratie bewahren und entwickeln“ in Königs Wusterhausen, die Entwicklung und Umsetzung eines Naturlerngartens für Kinder in Neuenkirchen-Vörden und die Digitalisierung des Ortsarchivs in Harkebrügge.

Alle mit der Aktion geförderten Projekte werden online unter www.ewe-stiftung.de sowie auszugsweise im nächsten EWE-Stiftungsbrief, der halbjährlich erscheinenden Informationsbroschüre der EWE Stiftung, vorgestellt.
06.05.2022, 09:22 Uhr
Neuer Leuchtturm der Buchkunst im Nordwesten
Landesbibliothek Oldenburg kauft wertvolle Künstlerbuchsammlung von Dr. Onno Feenders
Ein privater Bücherschatz wird künftig für Öffentlichkeit und Wissenschaft zugänglich sein: die kostbare Sammlung moderner Buchkunst von Dr. Onno und Christa Feenders aus Emden. Mehr als 1.100 bibliophile Werke, Pressendrucke und Künstlerbücher – zusammengetragen in über vier Jahrzehnten intensiver Sammeltätigkeit – konnte die Landesbibliothek Oldenburg jüngst mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und mehrerer Stiftungen für insgesamt 300.000 Euro erwerben. Die Originalausgaben der wichtigsten deutschen Pressen und bibliophilen Verlage – darunter sehr seltene Spitzenstücke und Unikate - spiegeln die Entwicklung der Buchkunst in Deutschland von den Anfängen der Pressendruckbewegung um 1900 bis zur Gegenwart. Die Sammlung Feenders wurde heute im Rahmen eines Festaktes mit Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Mit der Sammlung Feenders entsteht ein neuer Leuchtturm der Buchkunst im Nordwesten“, unterstreicht Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler die Bedeutung des Ankaufs. „Niedersachsen besitzt reiche Bücherschätze wie die berühmte französische Malerbuchsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Mit der Sammlung Feenders kommt jetzt ein ganz neuer Akzent hinzu. Das eröffnet interessante Perspektiven für Forschungskooperationen und Projekte mit anderen Bibliotheken und Museen.“

„Die Sammlung Feenders ist die schönste und bedeutendste Erwerbung der Landesbibliothek Oldenburg in den letzten drei Jahrzehnten“, freut sich Bibliotheksdirektorin Corinna Roeder. „Sie macht die moderne Buchkunst zu einem neuen Schwerpunkt im Profil der Landesbibliothek. Auf dieses Ziel haben wir gemeinsam mit Dr. Feenders lange hingearbeitet. Die Sammlung Feenders knüpft zugleich an große bibliophile Traditionen des 16. bis 18. Jahrhunderts an, die bereits den Gründungsbestand der Landesbibliothek auszeichnen“, so Roeder.

Gerade in ihrer Dichte und Geschlossenheit und in der konsequenten Auswahl nach strengen Kriterien exzellenter Typographie, Illustration und Einbandkunst besteht die außergewöhnliche Bedeutung der Sammlung Feenders. Berühmte Pressen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie die Bremer Presse, „Königin der deutschen Pressen“, und die Rupprecht-Presse sind vollständig versammelt, wichtige andere in repräsentativer Auswahl. Nach 1950 liegen Schwerpunkte bei norddeutschen Pressen und Künstlern wie den Hamburgern Otto Rohse und Roswitha Quadflieg. Sehr gut vertreten sind auch Buchkünstler aus dem Gebiet der ehemaligen DDR. In außergewöhnlicher Qualität und Anzahl finden sich in der Sammlung Feenders Bucheinbände berühmter Meister, darunter Frieda Thiersch und Ignaz Wiemeler, und experimentelle Einbände zeitgenössischer Künstler.

„Wir dürfen uns auf Buchkunst-Ausstellungen mit Strahlkraft weit über die Region hinaus freuen“, ist sich Dr. Gesa Schönermark von der Stiftung Niedersachsen sicher, und spricht damit auch für die EWE-Stiftung, die Barthel Stiftung, die Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg und die Landessparkasse zu Oldenburg, die sich für den Ankauf engagiert haben. „Schon in diesem Herbst werden wir Künstlerbücher und Buchinstallationen der international bekannten Buchkünstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries in der Landesbibliothek Oldenburg zu sehen bekommen“, verrät Schönermark.

Im Laufe seiner über 40jährigen Sammlertätigkeit hat Dr. Onno Feenders vielfältige persönliche Kontakte zu Buchkünstlern, Buchexperten und Verlegern geknüpft. Für den Emder Kinderarzt war die Bibliophilie immer ein schöner Ausgleich zur herausfordernden Berufstätigkeit und zugleich mehr als ein persönliches Hobby. Viele Jahre lang wirkte Feenders bundesweit im Vorstand der Gesellschaft der Bibliophilen. In seiner ostfriesischen Heimat initiierte Feenders als Vorsitzender der Freunde der Johannes a Lasco Bibliothek nicht nur zahlreiche Ausstellungen zur Buchkunst, sondern vermittelte dort auch den Ankauf zweier bedeutender Werkarchive. Die eigene Sammlung stellte Feenders erstmals 2014 in der Landesbibliothek Oldenburg der Öffentlichkeit vor.

Persönlich bevorzugt Feenders eine reduzierte, zurückhaltende Ästhetik, wie sie beispielsweise die Bremer Presse auszeichnet, die auf opulenten Schmuck vollkommen verzichtet. Auch die Kupferstiche und Holzschnitte des Buchkünstlers Otto Rohse sind Meisterwerke in der Kunst des Weglassens. Onno Feenders ist aber nicht nur ein Betrachter mit unbestechlichem Auge, sondern auch leidenschaftlicher Leser. „Wenn mich der Text nicht interessiert, hat es ein Buch schwer, in meine Sammlung zu kommen“, erzählt Feenders. Ein Meisterwerk der Typographie und gleichzeitig eines der kostbarsten und bedeutendsten Bücher der Sammlung machte Feenders der Landesbibliothek Oldenburg nun zum Geschenk: „Die Verfassung des Deutschen Reiches von 1919“ ist eines von nur 24 auf feinstes Pergament gedruckten Exemplaren, das die Bremer Presse im Jahr 1929 herausbrachte – in der Spätphase der Weimarer Republik ein klares Bekenntnis zur Demokratie.

Die Landesbibliothek Oldenburg will die Künstlerbuchsammlung Feenders nicht nur bewahren, sondern auch aktiv vermitteln: Die Katalogisierung im Online-Verbundkatalog soll zunächst die Voraussetzung schaffen für eine Nutzung der Künstlerbücher als Quellen für wissenschaftliche Zwecke, z.B. Forschungen zur Kunst, zur Literatur- und Mediengeschichte. Die Sammlung Feenders wird außerdem in die künftige Dauerausstellung der Landesbibliothek und in vielfältige Wechselausstellungen einbezogen werden. Die Pressendrucke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts können dabei z.B. in einen spannenden Vergleich zu Frühdrucken der italienischen Renaissance des 14. und 15. Jahrhundert aus dem Gründungsbestand der Landesbibliothek treten. Auch das medienpädagogische Angebot der Landesbibliothek für Schulklassen wird durch die Sammlung Feenders bereichert. Im Rahmen von Schulungen, Führungen und Seminaren auch für Studierende und Auszubildende können Begegnungen mit herausragenden Beispielen historischer und moderner Buchkultur im Original stattfinden. Sie vermitteln wichtige Kenntnisse und Erfahrungen über das gedruckte Buch als Leitmedium der letzten 500 Jahre, die als kulturelle Basis für eine fruchtbare Auseinandersetzung mit der digitalen Zukunft unverzichtbar sind.
06.05.2022, 09:10 Uhr
Gedenken: Kranzniederlegung für Opfer von Zwangsarbeit
Jahrestag erinnert an Befreiung eingesperrter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
Gegen das Vergessen: Der 3. Mai 1945 war der Befreiungstag für die in den Lagern in Oldenburg eingesperrten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter – und jedes Jahr an diesem Datum erinnert eine Kranzniederlegung am Mahnmal der Gedenkstätte Zwangsarbeitergräber an diesen denkwürdigen Tag. Bürgermeisterin Nicole Piechotta und Pastor Christoph Fasse gedachten dafür am Dienstag, 3. Mai, in einer Zeremonie auf dem Friedhof Ohmstede gemeinsam den Opfern.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs leisteten insgesamt mehr als zwölf Millionen Menschen für Deutschland Zwangsarbeit. Durch die kampflose Übergabe der Stadt Oldenburg an die Alliierten am 3. Mai 1945 befreiten die kanadischen Truppen noch am selben Tag die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in unserer Stadt. Auf dem Friedhof in Ohmstede befindet sich in Oldenburg das größte Sammelgrab für die Opfer von Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Am westlichen Rand des Friedhofgeländes gibt es einen Bereich, der ihrem Gedenken gewidmet ist. Hier wurde im Jahr 2015 eine Gedenkstätte errichtet.
03.05.2022, 18:37 Uhr
Der Traum vom Frieden lebt – zumindest musikalisch
Europaempfang: Luxemburgs Außenminister geißelt Russlands Ukraine-Krieg als Barbarei
„Die Ukraine braucht ein stolzes, geeintes Europa, um der Barbarei des Kreml Paroli zu bieten. Der Krieg in der Ukraine ist ein Krieg gegen die demokratischen Werte von uns allen.“ Wohl noch nie zuvor wurden in der 101-jährigen Geschichte des Goldenen Buches der Stadt Oldenburg bei einem Eintrag so deutliche Worte gewählt wie am Montagabend, als sich Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn in dem Band verewigte. Der erfahrene Chefdiplomat – mit 18 Amtsjahren ist er der dienstälteste Außenminister innerhalb der Europäischen Union – tat dies im Kulturzentrum PFL als Ehrengast beim Europaempfang, zu dem die Stadt Oldenburg und der Verein Europäische Föderalisten Oldenburg zum mittlerweile vierten Male eingeladen hatten.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Peter Meiwald, 1. Vorsitzender der Europäischen Föderalisten Oldenburg, war es eine besondere Ehre, vor 90 geladenen Gästen Jean Asselborn zum Europaempfang begrüßen zu dürfen. Krogmann dankte Luxemburgs Außenminister für sein „lebenslanges Engagement“. Wie kaum ein anderer biete Asselborn Nationalismus und Populismus auf europäischer Ebene die Stirn. „Du bist nicht nur ein Europäer durch und durch, Du hast den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen“, lobte Krogmann den Gast aus Luxemburg, mit dem er seit einem gemeinsamen Grünkohlessen in Brüssel auf „Du und Du“ ist.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine stand nicht nur in Asselborns Eintrag ins Goldene Buch, sondern auch in seiner anschließenden 35-minütigen Rede im Fokus. Asselborn bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin als „Kriegstreiber“, der vor nichts zurückschrecke und alle Fesseln abgelegt habe. „Putin hat vor, das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren zu ersetzen“, so Asselborn. Die EU stelle sich der Aggression Russlands entgegen, indem sie ihre Verteidigungsfähigkeiten stärkt, ihre Energieabhängigkeit von Russland reduziert und eine robustere wirtschaftliche Basis aufbaut. Der Angriff auf die Ukraine sei eine Attacke auf die Werte der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit. Diese Werte dürften keinen Millimeter weit aufgegeben werden, forderte Asselborn.

Dies gelte auch mit Blick auf innere Entwicklungen in der EU. Das Aufatmen über die Wiederwahl des französischen Präsidenten Emmanuel Macron dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es seiner rechtspopulistischen Herausforderin Marine Le Pen gelungen sei, ihre Wählerbasis weiter auszudehnen, und dass ihr brandgefährliches Gedankengut weiter auf dem Vormarsch ist. „Hier müssen wir uns alle fragen, was können wir besser machen? Wie können wir solchen für die Zukunft Europas existenzgefährdenden Tendenzen Einhalt gebieten?“, so Asselborn. 

Für den 73-jährigen Außenminister sind die „bitteren Kriegszeiten“ auf europäischem Boden eine „Herausforderung ganz neuen Ausmaßes“. Das „Fenster der Diplomatie“ werde sich erst öffnen, so Asselborns ernüchternde Analyse, wenn Putins „Barbarei von innen“ gestoppt werde. Momentan sei es illusorisch zu glauben, dass dies passiere, „aber Hoffen muss erlaubt sein“, sagte Asselborn. Und Träumen sowieso: „Can’t stop dreaming“ lautete der Titel des selbst komponierten Gitarrenstücks, mit dem das aus der Ukraine stammende Musiker-Paar Dariya Panasevych und Arsen Asanov als „Duo Sempre“ die Gäste verabschiedete. „Und heute Abend“, sagte Asanov, „haben wir alle nur einen Traum: Frieden in der Ukraine und in Europa.“
03.05.2022, 18:10 Uhr
Hafengeschichte durch die Jahrhunderte
Infotafel am Stadthafen informiert über historische Entwicklung
Wer entlang des Oldenburger Stadthafens spaziert oder radelt, kann sich ab sofort wieder in die frühere Hafengeschichte vertiefen: Eine Informationstafel zeigt mit vielen, auch historischen Fotos und informativen Stichworten, wie sich der Stadthafen über die Jahrhunderte entwickelt hat. So erfährt man, dass schon im 14. Jahrhundert Schiffsliegeplätze und Gebäude am Stau verortet waren. Bereits seit dem 16. Jahrhundert war Oldenburg in den regen nationalen und internationalen Handel mit Salz, Getreide, Holz oder Leinen eingebunden. Aus der jüngeren Zeit stammt etwa eine Aufnahme der Fischbratküche, die bis 1963 ein beliebter Anlaufpunkt war.

Die Informationstafel wurde schon 2017 in der Grünanlage mit dem Spielplatz am Stau (Höhe Hausnummer 105) aufgestellt und zur Überarbeitung vorübergehend abgenommen. Ab sofort ist sie wieder am alten Standort zugänglich.
29.04.2022, 13:01 Uhr
Stadtbibliothek erweitert die Rückgabe von Büchern und Co.
Rückgabe von Medien ab 2. Mai auch außerhalb der Öffnungszeiten
Die Stadtbibliothek Oldenburg erweitert ab Montag, 2. Mai, ihre Rückgabemöglichkeiten: Medien wie Bücher, Zeitschriften oder Tonies für Kinder können dann auch außerhalb der Öffnungszeiten in Rückgabeboxen zurückgegeben werden. Möglich ist dies in der Stadtbibliothek im PFL, in der Kinderbibliothek am PFL und in der Stadteilbibliothek Ofenerdiek. Bereits seit längerem kann in der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück eine Medienrückgabebox genutzt werden.

Die Rückgabezeiten für die Boxen unterscheiden sich je nach Bibliotheksstandort, da diese von äußerlichen Gegebenheiten abhängig sind. Gegebenenfalls werden sie im Laufe der Zeit noch angepasst.

· In der Stadtbibliothek im PFL ist die Rückgabebox im Foyer des PFL zu folgenden Zeiten nutzbar: Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 6 bis 11 Uhr und von 19 bis 20.30 Uhr, mittwochs von 6 bis 20.30 Uhr und samstags von 7.30 bis 11 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

· Medien der Kinderbibliothek am PFL können in der Medienrückgabebox im dortigen Foyer zu diesen Zeiten eingeworfen werden: Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 6 bis 11 Uhr und von 18 bis 20.30 Uhr, mittwochs von 6 bis 20.30 Uhr und samstags von 7.30 bis 11 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Da der barrierefreie Zugang zur Kinderbibliothek nicht zu allen Zeiten gewährleistet ist, kann in diesen Fällen auf die Rückgabebox im PFL ausgewichen werden.

· Die Rückgabebox der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek befindet sich außerhalb des Gebäudes, rechts neben dem Eingang, und kann durchgängig von montags, 10 Uhr, bis freitags, 17 Uhr, genutzt werden.

· Die Medienrückgabe der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück ist wie bisher montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Vorraum zugänglich.

Die jeweils aktuellen Zeiten sind auch auf der Website der Stadtbibliothek unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden. Brett- und Gesellschaftsspiele sowie Buchgeschenke müssen auch weiterhin persönlich während der Öffnungszeiten der jeweiligen Bibliotheken abgegeben werden und können nicht in die Rückgabeboxen geworfen werden.
26.04.2022, 17:10 Uhr
Muse, Mampf & Mammon in den Schlosshöfen
Kultur, Gastronomie und Einzelhandel am 7. Mai gemeinsam auf der Bühne
Schon 2020 hat „Muse, Mampf und Mammon” sich als das ultimativ neue Crossover-Event Oldenburgs erwiesen. Die von cre8 oldenburg, dem Netzwerk Kreativwirtschaft und der Wirtschaftsförderung Oldenburg entwickelte Veranstaltung geht in 2022 zweimal auf die Bühne und mischt die Oldenburger Innenstadt auf. Nun legen die Veranstaltenden nach und zeigen erneut, wie viel kreatives Potenzial in Oldenburgs Wirtschaft steckt – diesmal mit den Schlosshöfen als tatkräftigem Partner an der Seite.

Das Prinzip ist so simpel, wie überraschend: Vier Teams aus Kultur, Gastronomie und Einzelhandel bringen amüsante, kurzweilige Darbietungen auf die Bühne. An den Start gehen die vier Teams „Wanderlust“, „Puppenstube“, „Tanztee“ und “Kostprobe”.

Den Kultur-Part übernehmen Axel Bahro, Puppenspieler der Gruppe Puppets in Minutes, der Schauspieler Jo Schmitt, die Flamenco-Tänzerin Flavie Cardona und der DJ Mr. 5ooo. Aus der Gastronomie sind die Bäckerei Janssen, Immergrün Salate, Wraps & Bowls, Tee Gschwendner und das Café Woyton dabei; der Einzelhandel ist durch das Fotostudio Studioline, Porzellan von Belinda Berger, Outdoorbekleidung Schöffel Lowa und das Gutscheinheft Kostbar vertreten.

Alle sind herzlich dazu eingeladen am Samstag, 7. Mai, von 15 bis 17 Uhr in der Rotunde in den Schlosshöfen vorbeizuschauen. Der Eintritt ist frei.

Im September wird Muse, Mampf & Mammon noch einmal stattfinden, dann auf dem Schlossplatz. Die Stadt Oldenburg hat für Muse, Mampf & Mammon eine Förderung bei der Europäischen Union (REACT-EU-Mittel) / Land Niedersachsen (Perspektive Innenstadt) beantragt. Die Schlosshöfe tragen mit einer Kofinanzierung bei. Das Netzwerk der Kreativwirtschaft cre8 oldenburg setzt das Projekt in Kooperation mit den Schlosshöfen um. 
26.04.2022, 17:08 Uhr
Schreibworkshop im Stadtteiltreff Kreyenbrück
Mit oder ohne Reim, lang oder kurz – Gedichte für den eigenen Stadtteil schreiben
Farbenfroh, die Kulturinitiative in Kreyenbrück, lädt alle Menschen aus Kreyenbrück und Bümmerstede ein, ein Gedicht für ihren Stadtteil zu schreiben. Ob mit oder ohne Reim, lang oder kurz – gerade ein Gedicht bietet viele Möglichkeiten, die Gefühle und Gedanken über das Leben und Lieben im Stadtteil zum Ausdruck zu bringen.

Sie können sofort starten: Wenn Sie Hilfe brauchen und nicht allein in Ihrem Zimmer dichten möchten, können Sie an einem der Schreibworkshops unter professioneller Anleitung teilnehmen. Der Schreibworkshop im Stadtteiltreff Kreyenbrück, Alter Postweg 1, findet statt am Mittwoch, 11. Mai, 15 bis 18 Uhr. Eine Anmeldung ist telefonisch erforderlich unter 0441 235-3292.

Ab Dezember werden die schönsten und zum Stadtteil passenden Gedichte dort ausgestellt, wo man Zeit zum Lesen hat, beispielsweise in Arztpraxen, Kirchen oder öffentlichen Einrichtungen – Vielleicht finden Sie ja auch Ihr Gedicht. Außerdem sind Sie am Freitag, 2. Dezember, herzlich in die Stadtteilbibliothek Kreyenbrück eingeladen, wo Sie die Möglichkeit haben, Ihr Gedicht selbst vorzutragen oder es vorlesen zu lassen.

Sie haben Zeit, Ihre gereimten oder ungereimten Gedanken bis zum 1. Oktober 2022 zu Papier zu bringen und per E-Mail an gwa-kreyenbrueck@stadt-oldenburg.de sowie mit der Post zu schicken oder persönlich im Stadtteiltreff Kreyenbrück, Alter Postweg 1, 26133 Oldenburg, vorbeizubringen.
23.04.2022, 16:55 Uhr
Dekoloniale Perspektiven
Chancen für eine neue Erinnerungskultur in Oldenburg
OL verändern | OL erinnern: Veranstaltungsreihe des Stadtmuseums in der Flänzburch

Am Donnerstag, 28. April, 19 Uhr, lädt das Stadtmuseum wieder zu der Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ ein. Zu Gast sind Lena Nzume Aktivistin, Politikerin (Bündnis 90/Grüne) und Mitinitiatorin des zum Jahresanfang gegründeten Arbeitskreises „Koloniale Kontinuitäten in Oldenburg“ sowie der Wissenschaftler und Aktivist Malte Kleinschmidt. Alexander Duschek, wissenschaftlicher Volontär am Stadtmuseum, spricht mit ihnen über die koloniale Vergangenheit Oldenburgs, die Verbindung von Kolonialismus und Rassismus damals wie heute sowie das Fortbestehen kolonialer Strukturen bis in die Gegenwart.

Die Beschäftigung mit dem Thema des neuzeitlichen Kolonialismus geschieht meist in Form von Vergangenheitsbewältigung. Nicht ohne Grund, denn mit den Unabhängigkeitserklärungen vieler ehemals kolonisierter Länder in den 1960er Jahren schien eine Epoche zu Ende zu gehen. Was also hat eine Stadt wie Oldenburg im Jahr 2022 mit Kolonialismus zu tun? Die Folgen kolonialer Herrschaft und Überzeugungen sind noch immer spürbar – und das nicht nur in den jeweiligen fernen Ländern. Vom Kolonialwarenhandel, über eine sogenannte „Völkerschau“, in der Menschen wie Zootiere präsentiert wurden, bis hin zur militärischen Verehrung von Gewaltverbrechern – in Oldenburg gibt es zahleiche Spuren, doch bleiben sie meist unsichtbar. Wie also lässt sich eine Stadt dekolonisieren? Welche Ansätze braucht es, um die Narben offenzulegen und zu erinnern? Und wieso ist jede und jeder Einzelne von uns davon betroffen – wenngleich auf unterschiedliche Art und Weise? 

Im Anschluss an das Gespräch lädt das Stadtmuseum das Publikum zur Diskussion des Themas ein.

Die Veranstaltung findet in der Flänzburch, Friedensplatz 2 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es gilt die 3-G-Regelung: Zutritt nur mit einem Nachweis über Impfung oder Genesung oder einem tagesaktuellen negativen Test.

Das Stadtmuseum bittet um Anmeldung zur Veranstaltung unter: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
14.04.2022, 15:13 Uhr
Kulturbüro erweitert digitales Angebot
Kulturförderung kann jetzt online beantragt werden
Zuschussanträge an das Kulturbüro der Stadt Oldenburg können bereits jetzt rund um die Uhr bequem am Computer, mit dem Tablet oder Smartphone beantragt werden. Auch im Bereich der Kulturellen Bildung und Teilhabe können Projektpartnerinnen und Projektpartner nun online Förderanträge stellen. Damit wird die Online-Servicepalette der Stadt Oldenburg nun auch im Kulturbereich ausgebaut. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen wird die Zugänglichkeit zu den Fördermitteln gesteigert; zum anderen wird die Bearbeitung der Förderanträge beschleunigt.

„Natürlich beraten wir die Kulturschaffenden und ihre Bildungspartnerinnen und Bildungspartner weiterhin auch persönlich. Aber diese können sich nun den Gang zur Post oder zu uns ins Kulturzentrum PFL zur Abgabe eines Förderantrages sparen“, sagt Paula von Sydow, Leiterin des städtischen Kulturbüros. „Das macht es für alle leichter und schneller und entspricht dem Gebot einer zeitgemäßen digitalen Dienstleistung.“

Weitere digitale Services in allen Bereichen der Stadtverwaltung sind in Planung und Umsetzung. Die „digitalen Assistenten“ sind leicht zu bedienen und führen durch die Antragstellung.

Sollten bei der Bedienung Fragen auftreten, steht ergänzend das Servicecenter unter Telefon 0441 235-4444 von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung.
12.04.2022, 17:43 Uhr
Ziel: ein verantwortlicherer Umgang mit Plastik
Ausstellung „Planet or Plastic?“ ab 30. April in Oldenburg
Am 30. April eröffnet in Oldenburg unter der Schirmherr­schaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stefan Weil die wohl wichtigste Aus­stellung des Jahres. „Planet or Plastic?“ zeigt nicht nur, wie wir Menschen unseren Pla­neten mit Plastikmüll quälen, sondern präsen­tiert auch Lösungen für das Problem. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet die viermonatige Veranstaltung ab. 

Die von der National Geographic Society zusammen­gestellte Ausstellung „Planet or Plastic?“ feiert in Oldenburg ihre Deutschlandpremiere. Ein rundes halbes Jahr haben die Teams der Oldenburger Agentur Mediavanti und des Landes­museums Natur und Mensch auf diesen Tag hingearbeitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Kürze die ersten Besucherinnen und Besucher begrüßen dürfen, die sich dafür interes-sieren, wie wir alle verantwortlicher mit Plastik umgehen können“, sagt Museumsdirek­torin Dr. Ursula Warnke. Gemeinsam mit Mediavanti-Geschäftsführer Claus Spitzer-Ewersmann bedankt sie sich für die großzügige Unterstützung der Förderer und Sponso­ren, die dieses Projekt ermöglichen. So wird die Aus­stel­lung aus Mit­teln der OLB-Stiftung gefördert. Hauptsponsor ist die EWE AG. Pre­mium­partner sind die GSG Oldenburg und For­schungs­verbund ZWT, Koopera­tions­partner Die Diekers, Olden­burgs Gute Adressen und Stock­werk2.  

Der erste Ausstellungstag bildet zudem die Feuertaufe für den „Gleispark Olden­burg“, das direkt am Hauptbahnhof gelegene neue Veranstaltungs- und Kulturzentrum. Hier wurde in den letzten Monaten intensiv daran gearbeitet, „Planet or Plastic?“ einen passenden Rahmen zu geben. „Einen besseren Ort als ein Areal, das ebenfalls ein zweites Leben geschenkt bekommt, kann es für eine Veran­stal­tung, die sich weitgehend mit Plastik-Recycling befasst, gar nicht geben“, betont Claus Spitzer-Ewersmann. 

Die Ausstellung ist bis zum 28. August dienstags von 10 bis 19 Uhr und mitt­wochs bis sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließung. Täglich werden öffentliche Führungen angebo­ten, die direkt vor Ort gebucht werden können.  

Am Rahmenprogramm ist eine Reihe von Projektpartnern beteiligt, etwa die Initiative „End Plastic Soup“ der Rotary Clubs, das Kino Cine k in der Kulturetage und der Abfall­wirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg. Während der gesamten Ausstellungszeit wird eine Vielzahl von Veranstaltungen geboten, die sich in den unterschiedlichsten Formaten mit den Themenkom­plexen Umweltverschmutzung und Nachhaltigkeit befassen. Eine detaillierte Übersicht findet sich im Programmheft, das nach Ostern erscheint, und das auf der Website www.planetorplastic-oldenburg.de auch zum Download bereit steht. 
08.04.2022, 15:40 Uhr
Zusätzliches Medien- und Informationsangebot zum Thema „Ukraine“
Stadtbibliothek Oldenburg bietet neue Medien und ergänzende Webinhalte
Die Stadtbibliothek Oldenburg reagiert auf die Geschehnisse in der Ukraine und hat neben neu angeschafften Medien zum Thema „Krieg“ und „Flucht“ zusätzliche Informationsangebote auf www.stadtbibliothek-oldenburg.de gesammelt.

Mit Kindern über Krieg sprechen
Für Eltern haben alle Einrichtungen der Stadtbibliothek neue Kinderbücher zum Thema „Krieg“ und „Flucht“ im Medienbestand, um bei aufkommenden Fragen mit Kindern darüber sprechen zu können. Diese Medien sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de mit einem Link zum Bibliothekskatalog gesammelt aufrufbar. Weitere Internetseiten mit vielfältigen Tipps, um die Themen mit Kindern zu behandeln sowie zu Webseiten mit für Kinder verständlich aufbereiteten Nachrichten ergänzen das Angebot. Für geflüchtete Kinder aus der Ukraine stehen zusätzlich Links mit kostenlosen Kinderbüchern und weiteren digitalen Medien auf Ukrainisch zur Verfügung.

Deutsch lernen für Geflüchtete
Erwachsene Geflüchtete können die bereits bestehenden Bestände zu „Deutsch lernen“ der Stadtbibliothek im PFL nutzen. Mit gültiger Aufenthaltsanzeige können sie sich einen Bibliotheksausweis ausstellen lassen und Medien aus der Stadtbibliothek ausleihen. Führungen für Sprachkurse werden nach Absprache wieder angeboten. Die Webseite hält ergänzend Informationen und Links mit kostenlosen Inhalten zum Lernen der deutschen Sprache bereit.

Gesicherte Informationen finden und Fake News erkennen
Verweise zu seriösen deutschen Informationsquellen, Nachrichtenseiten in leichter Sprache sowie zu unabhängigen ukrainischen Medien in englischer Sprache bieten eine weitere Hilfestellung. Ergänzt wird dies mit Schritten zum Erkennen von Fake News sowie Seiten zu Faktenchecks, die über bereits bekannte Falschmeldungen berichten.
01.04.2022, 13:54 Uhr
Abrissarbeiten am Stadtmuseum beginnen
Interessierte können Fortschritt ab jetzt über Baukameras verfolgen
Seit Anfang März wird die Neue Galerie des Stadtmuseums Oldenburg entkernt und für den Abriss vorbereitet. Jetzt beginnt ein großer Bagger damit, das Gebäude Schritt für Schritt abzubrechen. Drei Wochen lang frisst er sich vom Dach bis zum Fundament des Gebäudes. Der entstehende Bauschutt wird zunächst gesammelt und dann abtransportiert. Am Ende entsteht ein Loch, das im Anschluss zur Baugrube wird. „Der Abriss des Gebäudes bedeutet für uns den wichtigen ersten Schritt in Richtung Neueröffnung“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Unsere intensive Arbeit am neuen Stadtmuseum wird nun vom täglichen Baufortschritt begleitet.“

Blick hinter den Bauzaun
Um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern Einblicke in die fortschreitenden Arbeiten am Gebäude zu ermöglichen, hat das Stadtmuseum zwei Baukameras installiert, die das Baugeschehen einfangen. Über die Website des Museums können seit dem 30. März jederzeit aktuelle Bilder und Zeitrafferfilme eingesehen werden. Zugang zum Material und Informationen sind hier zu finden: https://www.stadtmuseum-oldenburg.de/museumsneubau/blick-hinter-den-bauzaun.

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht datenschutzkonform. Personen, die von den Kameras erfasst werden, werden von einer Software automatisch unkenntlich gemacht.

1968 erbaut, war die Neue Galerie des Museums lange Zeit ein Ausstellungsort für regionale Kunst und Kulturgeschichte. Nach dem Abriss soll über drei Jahre hinweg ein neues Stadtmuseum für Oldenburg gebaut werden. Die Eröffnung ist nach momentanem Stand für November 2024 geplant.
25.03.2022, 13:14 Uhr
Pop-Up-Ausstellung „Die Werkstatt“
Stadtmuseum Oldenburg vermittelt Fahrradgeschichte in historischer Werkstatt
Passend zum Schließzeitmotto „Museum findet Stadt“ zeigt das Stadtmuseum Oldenburg vom 26. März bis 29. Mai eine Pop-Up-Ausstellung an einem besonderen Ort: Die Fahrradwerkstatt von Geerd Hilmers in der Lambertistraße 65 in Oldenburg existiert fast seit 90 Jahren und versorgte die Stadt und das Umland mit Fahrrädern und Ersatzteilen. Seit einigen Jahren ist sie geschlossen und verbleibt als Zeitzeugnis einer jahrzehntelangen Leidenschaft für das Fahrrad.

In historischer Atmosphäre beleuchtet das Stadtmuseum verschiedene Aspekte der Oldenburger Fahrradgeschichte. „Die Werkstatt von Geerd Hilmers ist wie eine Wunderkammer“, erklärt Claudius Mertins, Kurator der Ausstellung. „Auf jedem Quadratmeter finden sich zahlreiche Verweise auf die Geschichte des Fahrrads. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, diesen Ort für die Ausstellung genauso zu belassen, wie er ist und die Ausstellungsinhalte in diese Atmosphäre zu integrieren.“ Zwischen alten Kettenblättern, Öldosen und Werkzeug erzählt die Ausstellung von den Anfängen der Oldenburger Fahrradbegeisterung, von verschiedenen Radsportereignissen, von Fahrradhandel und -industrie sowie von der Geschichte eines leidenschaftlichen Fahrradschraubers und seiner Werkstatt.

Die Liebe für das Thema Fahrrad ist beinahe so alt, wie seine Existenz. Es steht für Mobilität, Freizeitgestaltung, Sport und Nachhaltigkeit und hat sowohl historisch als auch gegenwärtig eine hohe kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung. Die Ausstellung greift die vielfältigen Stränge der Fahrradbegeisterung mit Blick auf die Stadtgeschichte auf und zeigt, wie Oldenburg zu einer Fahrradstadt wurde. So erfahren Besucherinnen und Besucher zum Beispiel mehr über den Radrennsport in Oldenburg, der bis in die frühen 1930er Jahre unter anderem in den Stadtteilen Bloherfelde und Nadorst betrieben und durch ein lebendiges Vereinswesen begleitet wurde. Auch Radrennsportereignisse wie die ‚Internationale Afri-Cola Rundfahrt‘, eine Vorgängerin der heutigen Deutschland Tour, die 1962 unter anderem durch Oldenburg gefahren wurde, werden thematisiert.

Das Leben und Wirken des Werkstattbesitzers Geerd Hilmers ist ebenfalls Teil der Ausstellung. Zwei Ausstellungsräume widmen sich seinem Leben zwischen Werkbank und Schreibtisch, der Werkstattgeschichte, den Radrennen in seiner Jugend und seiner Familiengeschichte, in der das Fahrrad schon immer eine große Rolle spielte. „Eine Besonderheit der Ausstellung sind Audioaufzeichnungen von Geerd Hilmers, die wir in der Werkstatt gefunden haben“, erläutert Melanie Robinet, zuständig für die Ausstellungsvermittlung. „Durch sie wird ein Teil der Person Geerd Hilmers für die Besucherinnen und Besucher erfahrbar.“

Das Stadtmuseum Oldenburg ist seit Mai 2021 für den Abriss und Neubau geschlossen. Mit „Die Werkstatt“ setzt das Museumsteam im Rahmen der Kampagne „Museum findet Stadt“ zum zweiten Mal ein Pop-Up-Format um. Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann erläutert: „Das Format ist ein wichtiger Bestandteil unserer aktuellen Arbeit, bei der wir die Stadt selbst als Museum nutzen. Wir wollen Dinge ausprobieren und uns Stärken erarbeiten, die auch nach der Wiedereröffnung 2024 Teil unseres Profils sein werden.“

Ausstellungsort:
Ehemalige Fahrradwerkstatt Hilmers
Lambertistraße 65
26121 Oldenburg

Öffnungszeiten:
Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Kurator der Ausstellung: Claudius Mertins
Ausstellungsvermittlung: Melanie Robinet
18.03.2022, 11:23 Uhr
Neubeginn für den Kulturschnack: Kulturbüro startet digitale Plattform
Die ersten Klicks auf den Seiten des neuen Internet-Angebots waren den Mitgliedern des Kulturausschusses vorbehalten. Dort stellten am Dienstagnachmittag Kevin Altenberger und Thorsten Lange vom städtischen Kulturbüro den grundlegend überarbeiteten und völlig neu gestalteten „Kulturschnack“ vor: ein crossmediales Online-Magazin mit Podcast rund um die Oldenburger Kulturszene.

Angebot will neugierig auf Kulturerfahrungen machen
Der Start der Plattform ist Teil der digital-analogen Kulturstrategie, die seit Juni 2021 von Kevin Altenberger entwickelt wird. Sie reagiert auf die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft, versöhnt diese Entwicklung aber mit dem analogen Erlebnis: „Für mich war klar: Es braucht zunächst einen zentralen Knotenpunkt, der Aktivitäten der Szene bündelt. Er soll aber auch – oder vor allem – Lust auf die nächste Kulturerfahrung machen“, erklärt der Digitalexperte.

Das neue Angebot kommt auch dem vielfachen Wunsch der Kulturakteure entgegen, eine größere mediale Präsenz zu erhalten. Die Oldenburger Szene besticht durch eine enorme Bandbreite bei Programmen und Projekten. „Es ist unmöglich, das alles abzubilden. Wir wollen aber möglichst nah ran an dieses Ziel“, sagt Thorsten Lange, der Aufgaben im redaktionellen Bereich übernimmt und für die Inhalte sorgt. „Von ‚snackable‘ bis ‚deep‘, wie man heute sagt“, schmunzelt er. „Das heißt: die Beiträge bewegen sich zwischen leichtverdaulichen Häppchen und ausführlichen Portraits. Die Mischung macht’s!“

Hintergründe und Ideen aus der Szene
Inhaltlich geht es um die Nähe zur Szene – der „Kulturschnack“ soll nicht als Veranstaltungskalender dienen. Stattdessen will er in die Szene eintauchen, hinter die Kulissen blicken, den Menschen eine Stimme geben. Damit einher geht eine unkomplizierte Form der Kommunikation: „Schreibt uns, sprecht uns an, lasst uns einfach schnacken“, fassen Altenberger und Lange ihre Haltung zusammen.

Noch etwas erhoffen sich die beiden Redakteure: Mittelfristig soll es nicht nur darum gehen, die Szene und ihre Aktivitäten abzubilden, sondern auch darum, Neues anzustoßen. „Der Kulturschnack bietet Informationen. Er soll aber auch ein Ort sein, an dem es Ideen und Impulse gibt oder an dem wir Debatten führen“, erklärt Altenberger.

Kulturschnack soll die ganze Gesellschaft ansprechen
Damit soll der „Schnack“ drei Zielgruppen erreichen: die Szene selbst, das kulturinteressierte Publikum sowie all jene, die bisher noch keinen Zugang gefunden haben. „Das sind natürlich langfristige Ziele“, ordnet Lange diese Vorhaben ein. „Aber wir sind überzeugt, dass wir noch einige Schwellen abbauen können.“

Nach dem Kulturausschuss ist nun die Bevölkerung dran: Der Kulturschnack ist live! Wie die neue Plattform aussieht und wie sie sich anhört, erfährt man im Internet unter www.kulturschnack.de und bei Facebook und Instagram unter „Kulturschnack“. Podcasts und Videos gibt es bei Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts sowie auf YouTube. Es gibt noch viel zu erzählen. 
15.03.2022, 18:07 Uhr
Sinti und Roma in Oldenburg – ein Kampf für Sichtbarkeit, Teilhabe und Erinnerung
Entfallener Termin der Veranstaltungsreihe OL verändern | OL erinnern wird nachgeholt
Am Dienstag, 22. März, 19 Uhr, lädt das Stadtmuseum wieder zu der Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ ein. Zu Gast sind Christel Schwarz vom Maro Kher-Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg sowie Patrick Schwarz vom Anna Schwarz Haus e.V. Alexander Duschek, wissenschaftlicher Volontär am Stadtmuseum, spricht mit ihnen über die öffentliche Wahrnehmung von Sinti und Roma in Oldenburg und deren Geschichte, die kaum im kollektiven Gedächtnis der Stadt verankert zu sein scheint.

Von der Stigmatisierung und gesellschaftlichen Ächtung bis hin zur systematischen Verfolgung, Deportation und Ermordung im Nationalsozialismus sind Sinti und Roma auch heute noch Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt. Dies zeigt nicht zuletzt der Brandanschlag auf das von Christel Schwarz geleitete Maro Kher-Haus im Jahr 2013. Eine Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und gegenwärtigen Situation im alltäglichen Leben der Oldenburger Stadtgesellschaft ist demnach umso notwendiger.

Als zentrale Ansprechpartner unterstützen Christel und Patrick Schwarz betroffene Sinti und Roma in ihren Anliegen und Problemen. Seit vielen Jahren engagieren sie sich für die Präsenz und Gleichbehandlung im öffentlichen Leben der Stadt. Darüber hinaus pflegen und erhalten sie das Andenken an Anna Schwarz, der Namenspatin des Kulturhauses, und anderer Opfer der NS-Diktatur.

Im Gespräch berichten die beiden Gäste Wissenswertes aus ihrem Arbeitsalltag und von ihren täglichen Herausforderungen. Sie liefern Einblicke in eine Lebensrealität, die sowohl in der Geschichtsschreibung als auch im gegenwärtigen Selbstverständnis der Stadt viel zu lange Zeit vernachlässigt wurde.

Im Anschluss an das Gespräch lädt das Stadtmuseum das Publikum zur Diskussion des Themas ein.

Die Veranstaltung findet im Hauptfoyer des Staatstheaters, Theaterwall 28 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es gelten die aktuellen Coronabestimmungen des Staatstheaters.

Das Stadtmuseum bittet um vorherige Anmeldung unter: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter: 0441 235-2887.
11.03.2022, 17:32 Uhr
Schauspielerin vom Staatstheater absolviert Praktikum beim AWB
Vorbereitung auf Kurzfilm „A distant figure“ zum Thema Alltagsrassismus
Ein Praktikum der besonderen Art stand kürzlich beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg an: Am 23. Februar gewann Schauspielerin Zainab Alsawah Einblicke in die Arbeit bei der Straßenreinigung. Dieser Praktikumstag diente der 31-Jährigen dazu, sich auf ihre Rolle als junge Straßenreinigerin in dem Kurzfilm „A distant figure“ vorzubereiten. Die Dreharbeiten zu dem Film von Regisseur und Autor Ramón Durman finden in Hamburg statt. Im Herbst geht er auf „Festivaltour“ und wird auf verschiedenen Events abgespielt. In etwa zwei Jahren wird der Film auf YouTube zu sehen sein.

AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn erklärt, wie es dazu kam: „Die Filmproduzentin hatte uns gefragt, ob ein Tagespraktikum bei uns möglich sei. Generell freuen wir uns immer über Praktikantinnen und Praktikanten. Allerdings war es für uns in dieser Form, als Vorbereitung auf eine Filmrolle, auch das erste Mal. Es freut uns, dass wir Zainab Alsawah helfen konnten, sich besser in ihre Filmfigur hineinzuversetzen und mit ihrer Rolle zu identifizieren.“ Alsawah ist gemeinsam mit Stefan Dierkes, langjähriger Mitarbeiter im Team Straßenreinigung, auf der Kehrmaschine unterwegs gewesen und hat die Arbeitsabläufe miterlebt. Seit der Spielzeit 2020/2021 gehört Zainab Alsawah zum festen Ensemble am Oldenburgischen Staatstheater.

Über den Kurzfilm
In „A distant figure“ wird eine junge Straßenreinigerin auf der Arbeit von zwei Betrunkenen rassistisch beleidigt. Ihr sonst sehr verschlossener und introvertierter Arbeitskollege greift ein und die Situation zwischen ihm und den beiden betrunkenen Männern eskaliert. Die junge Straßenreinigerin möchte danach nicht mehr ihrem Kollegen zusammenarbeiten, da sie sein Verhalten als übergriffig empfindet. Sie kann und möchte sich selber wehren. Sie wird oft mit Alltagsrassismus konfrontiert und hat ihre eigenen Mittel und Wege gefunden, damit umzugehen.

Über die Produktion
Der in den Niederlanden geborene Regisseur und Autor Ramón Durman hat in Edinburgh studiert und lebt heute in Prag. Seine Werke sind geprägt von sozialkritischen Themen wie Rassismus und Konflikten in der Rollenverteilung innerhalb der Gesellschaft. Produzentin des Filmes ist Kim Höver. Gefördert wird die Produktion von der Claussen-Simon-Stiftung sowie der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.
04.03.2022, 13:06 Uhr
Stadtbibliothek im PFL verleiht jetzt auch Saatgut
Aktiver Beitrag zum Erhalt der Sortenvielfalt – Kooperation mit Staudengärtner
Die Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, bietet ab sofort in Kooperation mit Staudengärtner Sven Seiler eine Saatgutbibliothek an. Aus dem Regal der Saatgutbibliothek können Hobbygärtnerinnen und -gärtner um die 100 Gemüse- und Staudensamen kostenlos mitnehmen und im heimischen Garten oder auf dem Balkon anbauen. Nach der Gartensaison und dem erfolgreichen Ertrag der Früchte müssen die daraus gewonnenen Samen später im Jahr in die Bibliothek zurückgebracht werden, um das bedrohte Saatgut zu erhalten, zu vermehren und es weiteren Interessierten verfügbar zu machen. Damit wird ein aktiver Beitrag zum Artenschutz geleistet.

Zusätzlich wird eine digitale Einführungsveranstaltung angeboten. Sven Seiler bietet allen Interessierten am Freitag, 11. März, ab 17 Uhr die Möglichkeit, sich per Videokonferenzsoftware „Jitsi“ über die Saatgutbibliothek zu informieren. In einer kurzen Präsentation erklärt er die Funktionsweise, gibt Tipps und Tricks zur Anzucht der Pflanzen- und Gemüsesorten und bietet Raum für direkte Rückfragen.

Anmeldungen zur Onlineveranstaltung werden in der Stadtbibliothek Oldenburg unter 0441 235-3022 angenommen. Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
04.03.2022, 13:02 Uhr
Exkursionen durch Oldenburg starten wieder
Stadtmuseum veröffentlicht Jahresprogramm
Zu Fuß und mit dem Rad durch Oldenburg – von April bis Oktober können Interessierte mit dem Stadtmuseum auf Entdeckungstour gehen. Das umfassende Jahresprogramm bietet zwölf Schwerpunktthemen an, zu denen Interessierte Oldenburg an der Seite kundiger Gästeführerinnen und -führer neu entdecken können.

Die Exkursionen befassen sich entweder mit einzelnen Stadtteilen, wie beispielsweise dem Dobben-, dem Johannis- oder dem Ziegelhofviertel oder mit historischen Themen wie der industriellen Revolution in Oldenburg und der Hafen- und Seefahrtsgeschichte.

Neben beliebten ‚Dauerbrennern‘ sind auch neue Themen hinzugekommen: Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zum Beispiel die alten Bauernhöfe Oldenburgs bei einer Radtour durchs Grüne entdecken. Außerdem nimmt das Stadtmuseum gemeinsam mit dem Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor e.V. das hundertjährige Jubiläum der Eingemeindung Osternburgs zum Anlass, um sich dem Stadtteil noch eingehender zu widmen. Drei Exkursionen zu unterschiedlichen Themen bieten spannende Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des Stadtteils.

Die Exkursionsthemen im Überblick:
· Zu Fuß über den Getrudenkirchhof
· Mit dem Rad zu alten Bauernhöfen
· Zu Fuß durch das Ziegelhofviertel
· Tweelbäke im Wandel der Zeit.
· Mit dem Rad auf den Spuren der industriellen Revolution
· Zu Fuß durch das Johannisviertel
· Zu Fuß durch das Dobbenviertel
· Zu Fuß rund um den alten Oldenburger Hafen
· Oldenburg. Stadt am Wasser
· Mit dem Rad durch Osternburg
· Zu Fuß durch das „Arbeiterviertel“ Osternburg
· Zu Fuß durch das Straßendorf Osternburg


Eine Übersicht aller Exkursionen, sowie Termine und Kosten sind auf der Homepage des Stadtmuseums zu finden. 

Tickets sind über www.ticket2go.de oder in der Touristinformation am Lappan erhältlich.

Unter 0441 235-2887 oder per Mail unter museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de können weitere Informationen erfragt werden. 
22.02.2022, 14:35 Uhr
Es geht los: Startschuss für Neubau des Stadtmuseums
Abrissarbeiten starten im März – Eröffnung für November 2024 geplant – Sanierung der Villen
Der Startschuss fällt für ein bedeutsames Projekt in unserer Stadt: den Neubau des Stadtmuseums Oldenburg. In den kommenden Wochen wird die „Neue Galerie“ abgerissen und macht Platz für ein neues Museum für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft Oldenburgs. Seit gestern steht das unübersehbare Baustellenschild auf dem Horst-Janssen-Platz und zeigt, wohin die Reise geht. Im April sollen die ersten Baufahrzeuge anrücken. Wenn alles nach Plan läuft, wird das neue Stadtmuseum im November 2024 eröffnen.

„Das Museum soll ein lebendiger Ort zum Austausch über aktuelle und historische Themen werden. Hier wird Stadtgeschichte erlebbar gemacht, stärker in das Bewusstsein gerückt und soll uns Antworten geben, wie wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten können. Deshalb war es mir von Anfang an wichtig, die Bürgerinnen und Bürger an dem Vorhaben zu beteiligen. Das Stadtmuseum ist das Museum der Oldenburgerinnen und Oldenburger, es soll Identität bewahren und fortentwickeln“, betont Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jürgen Krogmann. „Deshalb soll es ein Ort der Begegnung werden und mit innovativen Formaten, Ideen und Konzepten Besucherinnen und Besucher von nah und fern aus allen Altersgruppen anziehen. Ich freue mich, dass jetzt, nach all den intensiven Vorbereitungen, der Startschuss für den Neubeginn fällt.“

Mit dem Start der Bauarbeiten beginnt auch für das Team des Stadtmuseums eine neue Phase. Auf dem Weg zum SMO werden die neuen Dauerausstellungen im Neubau und in den Francksen-Villen sowie das Leitsystem, Wegeführungen, Lichtkonzepte und viele weitere Themen entwickelt. „Wir freuen uns über den Start der Bauarbeiten, da nun unsere intensive Arbeit und unsere Planungen für das neue SMO vom Baufortschritt begleitet werden“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. Kern des aktuellen Stadtmuseums sind die Francksen-Villen, die 1915 zum Stadtmuseum wurden. 1968 wurde das Gebäudeensemble um die „Neue Galerie“ erweitert, 1995 schließlich um den Hüppe-Saal.

Im Juli 2021 wurde der Stadt eine Projektförderung von 8,5 Millionen Euro bewilligt. Die Förderung beinhaltet neben dem Neubauteil die Sanierung der Ballin´schen Villa sowie die Einrichtung der gesamten Dauerausstellung.

Baustellenführungen, Filme, Magazin und Podcast geplant
Die veränderte inhaltliche Ausrichtung macht das Stadtmuseum bereits verstärkt unter dem Motto ‚Museum findet Stadt‘ sichtbar. Nun soll den Oldenburgerinnen und Oldenburgern auch das Baugeschehen umfangreich vermittelt werden. „Hierfür nutzen wir diverse Kanäle, um einen möglichst vielseitigen Eindruck zu vermitteln, was hinter dem Bauzaun passiert“, erläutert Wiegmann. „Wir planen einen Podcast, begleitende Filme und ein Magazin, aber auch – sofern es das Baugeschehen zulässt – Baustellenführungen bei denen sich Interessierte selbst ein Bild vom Baufortschritt machen können.“

Bauablauf
Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Stadtmuseums hatten im Dezember 2016 mit einer Fachtagung und umfangreichen Bürgerbeteiligung begonnen. Im Januar 2019 wurde der Siegerentwurf der Gruppe GME aus Achim und des Architekten Dennes Janßen aus Bremen vorgestellt. Der finanzielle Rahmen für das Projekt wurde bislang auf Basis der marktüblichen Preissteigerungen fortgeschrieben. Die Ausschreibungsergebnisse zum Abbruch der „Neuen Galerie“ bewegen sich im Rahmen der Kostenberechnung. Um frühzeitig vor Baubeginn eine größtmögliche Kostensicherheit zu haben, plant die Stadt, 80 Prozent der Gewerke vor Baubeginn auszuschreiben.

Der Neubau wird in ein bestehendes Ensemble integriert und an das Horst-Janssen-Museum und den Hüppe-Saal angeschlossen. Eine besondere Herausforderung sind die extrem engen Verhältnisse. Die Baustelleneinrichtung wird auf dem Vorplatz des Museums so angeordnet, dass die Baumaßnahme optimal durchgeführt werden kann. Gleichzeitig soll die Zugänglichkeit zum Horst-Janssen-Museum erhalten und nur dann unterbrochen werden, wenn es unvermeidbar ist. Innerhalb der mit dem Bauzaun gesicherten Fläche befindet sich das Baufeld für die Abbrucharbeiten, die unmittelbar nachfolgenden Spezialtiefbauarbeiten der Baugrube und den Neubau. Weiter sind hier die Flächen für die Infrastruktur der Baustelle, Verkehrsflächen, Container, Lagerflächen für Baustoffe, Werkzeuge und notwendiges Material angeordnet.

Der in den Farben des Stadtmuseums gestaltete Bauzaun soll im Vorwege der Abbrucharbeiten aufgestellt und vorgehalten werden, so lange es die Baustelle erfordert. Es ist geplant, die Baustelleneinrichtungsfläche mit dem Baufortschritt schrittweise zu verkleinern.

Über die Verkehrsführung
Die Abfuhr und Anlieferung von Baustoffen und Material erfolgt über die Straße „Am Stadtmuseum“. Die rechte Fahrspur und der Rad- und Fußweg in Richtung „Pferdemarkt“ werden hierfür aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mit der Verkleinerung der Baustelleneinrichtungsfläche sollen die gesperrten Verkehrsflächen in enger Absprache mit den für die Verkehrslenkung zuständigen Stellen ebenfalls schrittweise wieder freigegeben werden.

Der Rad- und Fußverkehr wird über die Raiffeisenstraße umgeleitet. Die Umleitungsstrecke beträgt nur rund 75 Meter. Dies dient auch der Verkehrssicherheit, da von der Straße „Am Stadtmuseum“ aus Abbruchmaterial abgefahren und Baumaterial angeliefert werden muss. Dafür muss der Rad- und Fußweg häufig mit Fahrzeugen und schwebenden Lasten überquert werden, was mit Gefahren für Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger verbunden wäre.

Die Meilensteine im Überblick:
Abbruch des alten Stadtmuseums: März bis Juni 2022
Herstellung der Baugrube: Mai bis Oktober 2022
Rohbauarbeiten:  November 2022 bis September 2023
Ausbauarbeiten:  Oktober 2023 bis April 2024
Inbetriebnahme / Mängelbeseitigung: Mai 2024 bis Juni 2024
Ausstellungseinrichtung: Mai 2024 bis Oktober 2024
Mögliche Eröffnung: November 2024
Sanierung Ballin´sche Villa: August 2022 bis Mai 2024
Sanierung Francksen- und Jürgen´sche Villa: November 2022 bis Mai 2024
18.02.2022, 15:39 Uhr
Stadtmuseum stellt leere Francksen Villen für Kreative zur Verfügung
Foto- und Videoshootings in den historischen Räumlichkeiten an zwei Wochenenden
Die historischen Villen des Stadtmuseums Oldenburg stehen aufgrund der anstehenden Restaurierung zum ersten Mal seit der Museumsgründung leer. Dies nimmt das Stadtmuseum zum Anlass, um die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten für die Projekte der Oldenburger Kreativszene zur Verfügung zu stellen. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Fotografinnen und Fotografen sowie Videokünstlerinnen und -künstler, die ihre Ideen in den Villen umsetzen wollen. An zwei Wochenenden im März und April vergibt das Museum hierfür Zeitslots.

„In den letzten Jahren wurden die Villen immer wieder für Foto- und Videoshootings angefragt. Wegen der musealen Nutzung mussten wir diese Anfragen aber häufig ablehnen“, erklärt Sammlungsleiterin Franziska Boegehold-Gude. „Aufgrund der anstehenden Sanierung und Restaurierung bietet sich nun endlich die Möglichkeit, die Räumlichkeiten bedenkenfrei für solche Vorhaben anzubieten.“ Im Herbst diesen Jahres beginnen die restauratorischen Arbeiten an den drei miteinander verbundenen Stadtvillen aus der Gründerzeit. Sie sollen zeitgleich mit der Neueröffnung des Stadtmuseums in neuem Glanz erstrahlen. Neben der Restauration werden die Villen auch durch eine neu konzipierte Dauerausstellung aufgewertet. „Die Aktion ist auch für uns ein spannender Öffnungsprozess.“, beschreibt Melanie Robinet, Mitarbeiterin der Bildung und Vermittlung. „Wir haben die tolle Möglichkeit, unsere Villen in neuen Kontexten und durch den Blickwinkel anderer Menschen zu sehen, bevor wir sie wieder in Museumsräume verwandeln.“

Möglichkeiten für eine kreative Nutzung der Villen bieten sich an folgenden Wochenenden:

Samstag, 19. März und Sonntag, 20. März
Bewerbungsschluss: 6. März

Samstag, 23. April und Sonntag, 24. April
Bewerbungsschluss: 10. April

Für die Teilnahme an der Aktion ist eine unkomplizierte Online-Bewerbung unter folgendem Link erforderlich: https://www.oldenburg.de/bewerbung-location-historische-villen.
15.02.2022, 16:31 Uhr
Cadillac-Gebäude an der Huntestraße wird denkmalgerecht saniert
Arbeiten an Dach und Fassade in den kommenden Wochen
Das Gebäude Huntestraße 4, in dem unter anderem das Cadillac ansässig ist, wird in den kommenden Wochen denkmalgerecht saniert. Der Altbau an der Huntestraße ist Teil des Schlossensembles und weist inzwischen größere Schäden an der Außenhülle auf, während das hintere Band- und Konzerthaus nicht von der Baumaßnahme betroffen ist. Am Altbau wird unter anderem das Zwerchdach an der Vorderseite des Gebäudes in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und mit einer Kupfereindeckung versehen. Außerdem wird die gesamte Dacheindeckung und -entwässerung erneuert. Als weitere Maßnahme werden die Holzfenster überarbeitet und neu beschichtet sowie das Mauerwerk und der Außenputz überprüft und an den notwendigen Stellen repariert.

Die ersten Arbeiten an der Fassade haben bereits begonnen und werden ab Montag, 14. Februar, mit der Sanierung des Daches fortgesetzt. Insgesamt ist mit rund zwei Monaten Bauzeit zu rechnen, was sich bei ungünstiger Wetterlage noch verlängern kann. Für die gesamten Sanierungsarbeiten werden rund 180.000 Euro veranschlagt. Genutzt wird das Gebäude neben dem Cadillac vom städtischen Fachdienst Jugendhilfezentrum und dem Bildungs- und Sozialunternehmen CJD Oldenburg.
04.02.2022, 12:52 Uhr
Stadtbibliothek behauptet sich in der Pandemie
Bilanz 2021: Zahl der digitalen Ausleihen weiter gestiegen – Gute Entwicklung in Kreyenbrück
Das Jahr 2021 war für die Stadtbibliothek Oldenburg weiterhin mit Herausforderungen verbunden. Dennoch konnten sich die Einrichtungen trotz Corona-bedingter Einschränkungen auch im zweiten Jahr der Pandemie behaupten. Das geht aus der jetzt vorgelegten Jahresbilanz hervor. Neben nachvollziehbaren Rückgängen bei den Besuchszahlen und den Entleihungen gab es eine Reihe von positiven Entwicklungen: So konnten im vergangenen Jahr mehr neue Kundinnen und Kunden als in 2020 gewonnen werden, Schulungen und Veranstaltungen wieder stattfinden und die Ausleihzahlen der digitalen Ausleihstelle „Onleihe“ nochmals gesteigert werden.

Kontaktlose Ausleihe am Jahresanfang
Aufgrund geltender Corona-Verordnungen waren die Einrichtungen der Stadtbibliothek in den traditionell ausleihstärksten Wochen zu Beginn des Jahres nicht zugänglich. Das Alternativangebot, in diesem Zeitraum Medien nach vorheriger Reservierung kontaktlos auszuleihen, kam bei den Kundinnen und Kunden gut an. Insgesamt 20.555 Bestellungen wurden aufgegeben. „In die Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen musste erneut viel Arbeitszeit investiert werden. Dadurch konnten wir aber unsere Einrichtungen ab März durchgehend geöffnet halten“, erläutert Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek. Mit Wiederöffnung griffen in allen Einrichtungen Einlassbeschränkungen, Aufenthaltsmöglichkeiten mussten deutlich reduziert werden. „Diese Bedingungen wirkten sich zwangsläufig auf die Besuchs- und Ausleihzahlen aus“, bilanziert Janssen.

Gesamtbilanz: 710.874 Medien ausgeliehen
Insgesamt besuchten 143.525 Kundinnen und Kunden die Bibliotheken (2020: 162.271) und liehen 710.874 Medien (2020: 746.884) aus. Pro aktivem Kundenkonto wurde mit 84 Medien mehr ausgeliehen als im Vorjahr (2020: 57). Besonders hohe Ausleihzahlen erzielten Bilderbücher, Tonies und Spiele für Nintendo Switch – Medien, mit denen sich Kinder zu Hause langanhaltend beschäftigen konnten. Trotz der widrigen Umstände konnten im vergangenen Jahr insgesamt 2.260 neue Kundinnen und Kunden gewonnen werden (2020: 2.154). Erfreulich war die Entwicklung der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück am neuen Standort Klingenbergplatz: Die Familienbibliothek steigerte im Vergleich zum Vorjahr sowohl ihre Besuchszahlen (von 11.333 auf 13.896) als auch ihre Ausleihzahlen (von 43.966 auf 51.898).

Digitale Angebote profitieren
Die digitale Ausleihstelle „Onleihe“ verzeichnete ein Plus um drei Prozent und registrierte 114.198 Ausleihen (2020: 111.015), während der Bestand an eMedien sich um 15 Prozent auf 11.137 Titel vergrößerte (2020: 9.665). Zusätzlich wurde die Onleihe um ein eLearning-Angebot mit über 319 Onlinekursen zu vielfältigen Themen ergänzt (780 Ausleihen). Auch TigerBooks, die App zur digitalen Leseförderung für Kinder, wurde mit 2.412 Ausleihen deutlich mehr genutzt (2020: 1.212).

Zudem wurde 2021 die Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger eröffnet, komfortabel online einen Bibliotheksausweis zur Nutzung aller Bibliotheksservices zu beantragen – unabhängig von etwaigen Schließzeiten – und in der gewünschten Bibliothekseinrichtung abzuholen. Das Interesse hieran ist nach wie vor groß. Auch für Institutionen wie Schulen und Kitas besteht diese Möglichkeit. Darüber hinaus sind die Social Media-Angebote gewachsen: Auf Facebook und Instagram wurden 135 Beiträge veröffentlicht, die insgesamt 17.419 Nutzerinnen und Nutzer erreichten.
 
Veranstaltungen und Schulungen: Angebote nahmen wieder Fahrt auf
In der Veranstaltungsarbeit mussten viele Formate angepasst, umgedacht oder verschoben werden. Dennoch konnten die ersten Schulklassen und Kitagruppen, als die Inzidenzen es zuließen, wieder an Schulungen im Rahmen von „Schu:Bi“ und Gruppenbesuchen teilnehmen. „Das Angebot wurde dankbar angenommen, die Bedarfe sind noch immer groß“, resümiert Jacqueline Acquistapace, Schu:Bi-Koordinatorin. Zusätzlich wurden mit der „Bücherschatzsuche zum Mitnehmen“ und dem „Kamishibai to go“ weitere Ausleihangebote für Veranstaltungsformate in den Kitas geschaffen.

Veranstaltungshighlights waren die musikalische Ritter Rost-Lesung mit Patricia Prawitt, das bereits im Vorjahr etablierte Bilderbuch-Autokino sowie eine Greenscreen-Fotoaktion, welche im Sommer für Kinder angeboten wurden. Erwachsene hatten die Möglichkeit, im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Kreative Bibliothek“ Bookogamis zu falten. Zur niedrigschwelligen Medienkompetenzförderung erfreute sich auch die Techniksprechstunde wieder großer Beliebtheit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mensch.Alt.Jung.Digital“ wurde zum Ausprobieren aktueller Technik und digitaler Medien eingeladen. Insgesamt fanden 178 Schulungen, Gruppenbesuche und Veranstaltungen mit 1.665 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Bibliothek bleibt in Bewegung: Ausblick auf 2022
2021 konnten weitere Projekte des „Zukunftsprogramms Bibliotheksprofil“ abgeschlossen werden: die umfassende Überarbeitung der bestehenden, vielfältigen Schulungsmodule zur Förderung der Lese-, Recherche- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern (Schu:Bi), die Konzeption niederschwelliger Angebote für Zugewanderte und Menschen mit Problemen beim Lesen und Schreiben sowie die Schaffung von Rückgabemöglichkeiten außerhalb der Öffnungszeiten. Die Ergebnisse sollen in 2022 eingeführt und erprobt werden. „Inzwischen haben sich noch weitere Projekte außerhalb des Zukunftsprogramms ergeben“, so Heike Janssen. „Wir arbeiten an einer Aktualisierung unseres Bibliothekkatalogs, die dem heutigen Nutzungsverhalten deutlich mehr entspricht. Unser größter Wunsch ist es jedoch nach wie vor, bald wieder ein Ort der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu werden.“

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
04.02.2022, 12:42 Uhr
SMO-Bus nimmt Fahrt auf
Orangefarbener Linienbus auf den Straßen Oldenburgs unterwegs
„Jetzt in der Stadt, statt im Museum“ – unter diesem Motto befährt ab heute der frisch gestaltete orangefarbene Linienbus des Stadtmuseums die Straßen Oldenburgs. Ein Jahr lang wird er die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur sicher von A nach B bringen, sondern auch auf das Stadtmuseum und dessen Arbeit aufmerksam machen.

„Wer könnte ein besserer Botschafter für das Stadtmuseum sein, als ein Bus, der auf täglich wechselnden Routen durch das gesamte Stadtgebiet fährt?“, sagt Luisa Jansen, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing des Stadtmuseums Oldenburg. „Das Motto unserer Schließzeitkampagne ‚Jetzt in der Stadt, statt im Museum‘ bekommt dadurch eine ganz neue Dimension.“ Seit der neubaubedingten Schließung im Mai 2021 richtet das Stadtmuseum seine Aufmerksamkeit gezielt mit Projekten, Veranstaltungen und Ausstellungen in Richtung Stadt. „Der Bus ist ein Weg, Menschen in allen Stadtteilen zu erreichen“, erläutert Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Der Kontakt, das Zusammensein und Miteinandersprechen wird in den kommenden Monaten durch eine hoffentlich abnehmende Pandemie mehr und mehr möglich. Wir schauen sehr optimistisch auf dieses Jahr.“

Verstärkte Arbeit in den Stadtteilen
Im Jahr 2022 baut das Stadtmuseum seine Arbeit in den Stadtteilen weiter aus. Im Fokus steht zunächst Alexandersfeld. Im Sommer 2022 wird das Leben im Stadtteil sowie dessen Geschichte und Zukunft im dritten Projektraum des Stadtmuseums interaktiv erlebbar. In diesem Zusammenhang ist das Team auf der Suche nach Anekdoten, Fotos oder Andenken zum Leben in Alexandersfeld. Bürgerinnen und Bürger können unkompliziert per Telefon (0441 235-2887) oder E-Mail (museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de) Kontakt aufnehmen. 
28.01.2022, 16:38 Uhr
Büchertauschbörse findet wieder statt
Die kostenlose Büchertauschbörse, ein Angebot des Fachdienstes Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg, findet ab Dienstag, 1. Februar, wieder im gewohnten vierzehntäglichen Rhythmus in der Zeit von 15 bis 17 Uhr im Keller des Kulturzentrums PFL statt. Die Tauschbörse kann ohne Anmeldung unter Einhaltung der 2G-Regelung besucht werden.

Die Büchertauschbörse ist bereits seit 2003 ein fester Bestandteil des inForum Programms. Besucherinnen und Besucher können aus zirka 4.000 Büchern aus unterschiedlichen Genres wählen. Gut erhaltene, saubere Bücher und auch Hörbücher können hier getauscht werden.

Weitere Termine der Büchertauschbörse im aktuellen inForum-Wintersemester sind am 15. Februar, am 1., 15. und 29. März sowie am 12. und 26. April.
28.01.2022, 16:31 Uhr
Holocaust-Gedenktag: Erinnerung als Ansporn für eine friedliche Zukunft
Gedenkfeier mit Mateh Asher: OB Krogmann nimmt mit Schülerinnen und Schülern digital teil
Der 27. Januar ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bleibt es eine immerwährende Verpflichtung, die Erinnerung an das Unrecht wach zu halten und die NS-Verbrechen aufzuarbeiten. Das haben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Landrat von Oldenburgs israelischer Partnerkommune Mateh Asher, Moshe Davidovitz, am Donnerstagnachmittag in einer digitalen Gedenkfeier betont.

Krogmann hob die lebendige Erinnerungskultur in Oldenburg hervor, die zuletzt mit der Einweihung von Erinnerungszeichen für NS-Opfer viel Aufmerksamkeit bekommen hatte. Gleichzeitig richtete der Oberbürgermeister den Blick auf die Gegenwart: Er zeigte sich zutiefst dankbar für die Freundschaft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern von Oldenburg und Mateh Asher: „Mit gegenseitigem Verständnis können wir gemeinsam eine friedvolle Zukunft gestalten, damit sich die Schrecken der Vergangenheit niemals wiederholen.“

Eine wichtige Rolle nimmt dabei die jüngere Generation ein. Das wurde auch in der von Mateh Asher ausgerichteten Gedenkfeier deutlich. Zur musikalischen Umrahmung leisteten drei Schülerinnen der Musikschule der Stadt Oldenburg einen Beitrag: Caroline Renz (Horn), Lea Schröder (Oboe) und Eilika Hempel (Klavier) trugen gefühlvoll aus Carl Reineckes Werk a-Moll op. 188 vor. Im Mittelpunkt stand ein Zeitzeugenbericht der zweiten Generation. An der anschließenden Diskussion nahmen Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule teil. Sie haben in diesem Jahr die Herausforderung angenommen, das Gedenken an das Schicksal der Oldenburger Juden wachzuhalten und den Erinnerungsgang würdig zu gestalten.
28.01.2022, 16:24 Uhr
Kranz am Mahnmal für Sinti und Roma niedergelegt
Bürgermeisterin Christine Wolff hat am Donnerstag, 27. Januar, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises für Sinti und Roma in Oldenburg e. V., Christel Schwarz, am Mahnmal für Sinti und Roma (Friedhofsweg/Ecke Jägerstraße) Kränze niedergelegt. Beide machten mit dieser Geste auf den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam, der am 27. Januar anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 77 Jahren begangen wird.

„Der Kranz, den wir hier am Mahnmal niederlegen, ist ein wertvolles Symbol. Es wird in den nächsten Wochen viele Oldenburgerinnen und Oldenburger an das menschenverachtete Handeln der Täter während des Nationalsozialismus erinnern. Genauso wie an die unzähligen Opfer, die gequält oder ermordet wurden“, betonte Bürgermeisterin Wolff in ihrer Ansprache.

Am 3. März 1943 wurden 74 Mitglieder von Sinti-Familien auf dem Ziegelhofgelände in Oldenburg verhaftet und abtransportiert. Sie kamen alle ums Leben. Derzeit leben wieder circa 300 Sinti in Oldenburg und Umgebung. Die meisten von ihnen haben bereits vor dem Krieg in der Region gelebt und sind nach dem Krieg hierher zurückgekehrt.
22.01.2022, 12:36 Uhr
Landesbibliothek Oldenburg punktet in der Pandemie vor allem digital
2021 erzielte die Landesbibliothek Oldenburg einen neuen Rekord an Ausleihen gedruckter und elektronischer Medien und knackte bei der Digitalisierung die 1 Millionen-Marke.

Mit 409.000 Ausleihvorgängen im Jahr 2021 kann die Landesbibliothek Oldenburg einen neuen Benutzungsrekord verkünden (+ 8,2% im Vergleich zu 2020). Besonders stark stieg die Nutzung des erweiterten Angebots an E-Books aus den Geistes- und Sozialwissenschaften (+ 16 %). Nicht bei den Ausleihen mitgezählt sind die virtuellen Besuche in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek. Diese haben sich 2021 sogar mehr als verdoppelt! Unter https://digital.lb-oldenburg.de stehen jetzt mehr als 1 Million digitalisierter Seiten aus historischen Zeitungen, Handschriften, Karten und Büchern sowie landeskundlichen Zeitschriften für alle Interessierten kostenfrei zur Verfügung. „Durchschnittlich stöbert jeder virtuelle Besucher 34 Minuten in den Digitalen Sammlungen“, berichtet Bibliotheksleiterin Corinna Roeder. „Dies zeigt, wie groß das Interesse gerade an den regionalen Zeitungen und Karten ist, die wir im letzten Jahr freigeschaltet haben.“

Auch vor Ort war die Landesbibliothek das Jahr 2021 über durchgehend geöffnet. Ab Mitte Februar 2021 standen die Arbeitsplätze im Lern- und Informationszentrum (LIZ) wieder zur Verfügung. Recherche-Schulungen für Schülerinnen und Schüler wurden teilweise online, teilweise als Präsenzveranstaltungen in der Bibliothek durchgeführt und besonders im Herbst stark nachgefragt.

Ab Mai 2021 konnte die Landesbibliothek wieder ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm anbieten. Neben der jährlichen Wanderausstellung der „Schönsten deutschen Büchern“ zogen vor allem die wissenschaftshistorischen Ausstellungen „Chinin – Wundermittel gegen Malaria“ und „Kolportageliteratur“, die in Kooperation mit der Universität Oldenburg entstanden, ein interessiertes Publikum an. Auch die Schülerausstellung des Gymnasium Eversten (GEO) zu Erinnerungsgang konnte in den Räumen gezeigt werden. Abgerundet wurde das Ausstellungsprogramm durch zwei Ausstellungen der Oldenburger Künstlerinnen Birgit Elke Schumacher und Eugenia Gortchakova.

Aktuell bietet die die Landesbibliothek eine individuelle Beratung zur Literatur- und Informationssuche für die Facharbeit in der Oberstufe an. Diese Facharbeitssprechstunden werden online und telefonisch nach Voranmeldung bis einschließlich 17.3.22 durchgeführt.

2022 widmet sich die erste Ausstellung dem wohl bedeutendsten Orgelbauer des Barock, Arp Schnitger (1648-1719), der aus der Wesermarsch stammt.
21.12.2021, 17:47 Uhr
Digitale Ausleihstelle „Onleihe“ zum Anfassen
Stadtbibliothek Oldenburg mit neuem Angebot
Die Stadtbibliothek Oldenburg unterstreicht die Bedeutung der Onleihe als virtuelle Ausleihstelle und bringt den digitalen Medienbestand zum Anfassen in die Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3. Mit dem fest installierten Onleihe-eCircle werden über einen komfortablen Touchscreen alle eBooks und eAudios der Onleihe auch vor Ort erlebbar. Das moderne Design und die intuitive Menüführung sorgen für ein ansprechendes und kinderleichtes Stöbern im Bestand. Auf Wunsch können eBooks und eAudios über den eCircle auch direkt auf das eigene Bibliothekskonto ausgeliehen oder vorgemerkt werden.

Die Onleihe ist die virtuelle Ausleihstelle der Stadtbibliothek, mit der rund um die Uhr die kostenlose Ausleihe von digitalen Medien möglich ist. Das Angebot der Onleihe ist vielfältig – neben Romanen und Sachliteratur als eBook oder Hörbuch gibt es auch eMagazines wie „Der Spiegel“, „Stern“ sowie ePaper wie „Die Zeit“ oder „taz“. Zusätzlich ist ein umfangreiches und kostenloses eLearning-Angebot verfügbar. Die Onleihe ist unabhängig des eCircles unter www.onleihe.de/oldenburg zu finden oder per kostenloser App für Android und iOS.

Der eCircle wurde realisiert im Rahmen von „WissensWandel. Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive innerhalb von NEUSTART KULTUR“ des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv), gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
14.12.2021, 16:08 Uhr
Oldenburg hisst Flaggen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus
Bundesweit 1.700 Flaggen zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“
Seit dem Wochenende wehen vor dem Kulturzentrum PFL in der Peterstraße die Flaggen, mit denen sich die Stadt Oldenburg an der Aktion des Vereins „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.” beteiligt, um ein Zeichen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus zu setzen.

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Er bezieht sich auf den 11. Dezember, den Tag, an dem im Jahr 321 der römische Kaiser Konstantin ein Edikt erlässt, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt ist der eindeutige Beleg dafür, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Eine frühmittelalterliche Handschrift dieses Dokuments befindet sich heute im Vatikan und ist Zeugnis der mehr als 1700 Jahre alten jüdischen Geschichte in Deutschland und Europa.

Im Mittelpunkt des Festjahres # 2 0 2 1 J L I D stand, gemeinsam mit Projektpartnerinnen und Projektpartnern das jüdische Leben heute und seiner 1700-jährigen Geschichte im heutigen Deutschland sichtbar und erlebbar zu machen. Dazu wurden bundesweit vielfältige Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst und Kultur, kulturelle und politische Bildung, Zivilgesellschaft sowie Religion, Tradition und Wissenschaft organisiert und durchgeführt.

Die Stadt Oldenburg hat sich mit der Ausstellung „Le’Chaim! Jüdisches Leben in Oldenburg. #1700JahreJüdischesLebenInDeutschland“ an dem Festjahr beteiligt. Diese Ausstellung war ein gemeinsames Projekt des Kulturbüros der Stadt, dem Oldenburger Stadtmuseum, den Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie den Jüdischen Studien an der Carl von Ossietzky Universität. Zu sehen war sie vom 30. Mai bis zum 1. August 2021 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.
19.11.2021, 12:53 Uhr
450.000 Seiten historischer Zeitungen des Oldenburger Landes kostenfrei im Netz
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
2018 startete die Landesbibliothek Oldenburg in einem Pilotprojekt mit der Digitalisierung einiger Zeitungen des Oldenburger Landes aus den Jahren 1918/1919. Heute ist die digitale Zeitungssammlung der Landesbibliothek auf fast 450.000 Seiten angewachsen und damit das größte Portal historischer Zeitungen im Nordwesten Niedersachsens. Mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnten jetzt das sozialdemokratische „Norddeutsche Volksblatt“ (1887–1933) aus Bant bei Wilhelmshaven und das „Jeversche Wochenblatt“ (1791–1945), die älteste noch heute erscheinende Zeitung der Region, vollständig digitalisiert werden. Das digitale Zeitungsangebot der Landesbibliothek umfasst aktuell 22 verschiedene Zeitungstitel des Oldenburger Landes aus einem Zeitraum zwischen 1791 und 1945.

Unter der Adresse https://digital.lb-oldenburg.de/lbolrz stehen alle diese digitalisierten Zeitungen im Internet für die Öffentlichkeit kostenfrei zur Lektüre und zum Download zur Verfügung. Die Zeitungen können nicht nur online durchblättert werden, sondern sind sogar im Volltext durchsuchbar. Außerdem bietet das Portal eine Kalenderfunktion, über die alle Tagesausgaben einzelner Zeitungen gezielt ausgewählt werden können. Insgesamt sind aktuell 322 Zeitungsjahrgänge und über 58.000 Tagesausgaben online.

Kernstück der digitalen Zeitungssammlung mit rund 300.000 Seiten sind das „Norddeutsche Volksblatt“ und das „Jeversche Wochenblatt“. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte zwischen 2019 und 2021 die Digitalisierung dieser historischen Zeitungen des Oldenburger Landes mit 145.000 Euro. Im Herbst 2021 konnte das große Projekt in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever, dem Niedersächsischen Landesarchiv und dem Brune-Mettcker-Verlag erfolgreich abgeschlossen werden. Das Schlossmuseum und die Landesbibliothek ergänzten ihre Zeitungsbestände des „Jeverschen Wochenblattes“ gegenseitig, sodass der Erscheinungsverlauf seit dem ersten Band von 1791 vollständig digital zur Verfügung steht. Der Verlag gab das Einverständnis für die digitale Veröffentlichung aller der Jahrgänge bis 1945. Das Landesarchiv digitalisierte seine Mikrofilme des „Norddeutschen Volksblattes“ und stellte sie der Landesbibliothek zur Verfügung, wo sie weiter bearbeitet und für die Online-Präsentation vorbereitet werden konnten.

Die für das DFG-Projekt ausgewählten Zeitungen entstanden seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zwar in einem kleinräumigen regionalen Kontext, sie bieten aber einen differenzierten Blick auf politische, wirtschaftliche und soziale Umwälzungen, die während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts deutschlandweit wirksam wurden. Daher sind gerade diese Regionalzeitungen für die überregionale Forschung besonders interessant und zeichnen sich durch ihre lange Laufzeit sowie ihren exemplarischen Charakter für bestimmte Phasen der Pressegeschichte aus. Gleichzeitig sind sie kontrastierenden politischen Strömungen bei sich überschneidenden Verbreitungsgebieten zuzuordnen. Das „Jeversche Wochenblatt“ war zunächst ein Anzeigenblatt, das sich zu einer auf den ländlichen Raum zugeschnittenen politischen Lokalzeitung entwickelte. Ursprünglich liberal-bürgerlich orientiert, vertrat die Zeitung schon ab 1919 eine zunehmend nationalsozialistische Ausrichtung. Das „Norddeutsche Volksblatt“ gehörte im Gegensatz dazu zur sozialdemokratischen Arbeiterpresse und wurde bereits im März 1933 verboten.

Das abgeschlossene DFG-Projekt soll nur eine Zwischenetappe beim weitern Aufbau der Digitalen Sammlung historischer Zeitungen des Oldenburger Landes sein. Aktuell arbeitet die Landesbibliothek an der Digitalisierung der „Nachrichten für Stadt und Land“ (1866-1938) und kooperiert dabei erneut mit dem Niedersächsischen Landesarchiv. Außerdem laufen Gespräche mit weiteren Partnern für die Digitalisierung von Zeitungen aus dem Südoldenburgischen, aus Wilhelmshaven und aus Ostfriesland.

Künftig werden alle digitalen Zeitungen der Landesbibliothek Oldenburg auch in das nationale Zeitungsportal der Deutschen Digitalen Bibliothek eingespielt, das im Oktober 2021 bundesweit freigeschaltet wurde: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper. Das „Jeversche Wochenblatt“ ist dort schon jetzt zu finden.
16.11.2021, 17:04 Uhr
„Antisemitismus hat in Oldenburg keinen Platz“
Empfang von Martin Goldsmith und Einweihung von Erinnerungszeichen für NS-Opfer
Heute ist ein denkwürdiger Tag für die jüdische Oldenburger Familie Goldschmidt: Denn das erste Erinnerungszeichen für Opfer der NS-Verbrechen ist vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie in der Gartenstraße 34 eingeweiht worden. Im Beisein von Martin Goldsmith, Enkel des Oldenburgers Alex Goldschmidt, fand zuvor im Alten Rathaus ein Empfang mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sowie Dietmar Schütz, dem Vorsitzenden der Oldenburger Bürgerstiftung und Oberbürgermeister a.D., statt. Dabei trug sich der Amerikaner ins Gästebuch der Stadt ein. Stadtrat Thomas Lechner nahm in Vertretung von Oberbürgermeister Dieter Reiter für die Landeshauptstadt München an der Veranstaltung teil. München war bundesweit die erste Stadt, die diese Erinnerungszeichen entwickelte und seit 2018 aufstellt.

Bereits im vergangenen Jahr hätte Goldsmith die Stadt anlässlich der deutschen Erstaufführung des Films „Winterreise“ besuchen sollen, für den Goldsmith mit der in einem Buch veröffentlichten Spurensuche nach seinen Vorfahren die Grundlage lieferte. Der Besuch musste Corona-bedingt jedoch ausfallen. Doch dafür wird der jetzige Aufenthalt Goldsmiths mit einem weiteren Höhepunkt verknüpft: Der feierlichen Einweihung des Foyers des Oldenburgischen Staatstheaters, das ab dem 17. November offiziell den Namen „Goldsmith Foyer“ tragen wird. Dies sei, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, „eine großartige Idee und ein wichtiges Signal für Oldenburg“, das er sehr begrüße. In seiner Rede betonte er: „Den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt und mir ganz persönlich ist das Gedenken an die Gewaltverbrechen während der NS-Diktatur und an das Leid der Opfer sehr wichtig. Dafür setzen wir uns vehement und ohne jeden Zweifel ein. Antisemitismus hat in Oldenburg keinen Platz, egal in welcher Form. Das soll auch künftig so bleiben.“

Über die Familie Goldschmidt
Alex Goldschmidt wurde 1879 in Sachsenhagen geboren und starb in Auschwitz. Der Kaufmann führte seit 1911 in der Oldenburger Innenstadt ein renommiertes Modegeschäft. Zwischen 1914 und 1918 kämpfte er im 1. Weltkrieg. 1938 wurde er erstmals verhaftet und kam im August 1942 ins KZ Auschwitz, von wo er nie wieder zurückkehrte. Sohn Günther spielte von 1934 bis 1941 als Flötist im Orchester des Jüdischen Kulturbundes, bevor er in die USA fliehen konnte. Dort erblickte sein Sohn Martin Goldsmith 1952 das Licht der Welt.

Über den Film „Winterreise“
Der Film „Winterreise“, übrigens der letzte Film mit Schauspieler Bruno Ganz, erzählt die Überlebensgeschichte eines jüdischen Musikers in Nazideutschland – und genau dieser junge Flötist war Günther Goldschmidt, der Vater von Martin Goldsmith. Die Buchvorlage für die Verfilmung lieferte Martin Goldsmith mit „Die unauslöschliche Symphonie – Musik und Liebe im Schatten des Dritten Reichs“ selbst. Verfilmt wurde die deutsch-jüdische Geschichte von dem dänischen Dokumentarfilmer Anders Østergaard. Der Film wird im Großen Haus des Staatstheaters an zwei Vormittagen im Beisein von Goldsmith gezeigt, im Anschluss spricht er mit Schülerinnen und Schülern über das Leben seiner Familie. Am Dienstag, 16. November, wird der Film um 18 Uhr zudem der Öffentlichkeit im cine K präsentiert.

Über die Erinnerungszeichen
Oldenburg hat sich, nach München und Ingolstadt, bundesweit als dritte Stadt dazu entschlossen, künftig diese individuellen Gedenktafeln und Gedenkstelen für Opfer der NS-Verbrechen auf Augenhöhe in der Stadt zu platzieren. So genannte „Stolpersteine“ sollen dann nur auf ausdrücklichen Wunsch der Hinterbliebenen als Alternative verlegt werden. Die künftige Lösung hatte sich die jüdische Gemeinde als besten Weg des Erinnerns gewünscht. In Oldenburg werden die Erinnerungszeichen von der Stadt und der Oldenburger Bürgerstiftung in enger Zusammenarbeit mit Werkstattfilm errichtet.

Weitere Erinnerungszeichen sind in Vorbereitung. Informationen zu den Erinnerungszeichen erhalten Sie unter www.erinnerungszeichen.de sowie www.erinnerungszeichen-oldenburg.de.
11.11.2021, 21:48 Uhr
Zweiter Projektraum des Stadtmuseums Oldenburg
Stadtmuseum eröffnet neue Zwischennutzung in der Langen Straße 10
Am Samstag, 13. November eröffnet das Stadtmuseum den Projektraum_2 in einem leer stehenden Ladengeschäft in der Langen Straße 10. Bis zum 22. Januar stellt das Museum dort einen Teil seiner aktuellen Arbeit vor. An drei interaktiven Stationen können Besucherinnen und Besucher sich mit ihrer Meinung, ihrem Wissen und ihren Erfahrungen einbringen und so zum Teil des neuen Museums werden.

Die Projekträume sind über die neubaubedingte Schließzeit des Museums hinweg zweimal pro Jahr geplant. Das Stadtmuseum geht damit bewusst in die Oldenburger Innenstadt, um die Themen des Museums näher an die Menschen heranzubringen. „Die Projekträume sind für uns eine Schnittstelle zu den Oldenburgerinnen und Oldenburgern“, erklärt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums. „Wir haben hier die Möglichkeit Fragen zu formulieren, die uns beschäftigen und Interessierte direkt an der Beantwortung zu beteiligen. Die Teilhabe am Prozess der Neuausrichtung des Museums und seiner zukünftigen Inhalte ist uns ein wichtiges Anliegen.“

Die Mitmach-Stationen beschäftigen sich mit dem Stadtraum, dem persönlichen Bezug zu Erinnerungsorten und der Sichtbarkeit von Orten in der Stadt, die eigentlich nicht mehr existieren. Im Fokus steht die Frage, welche Erinnerungen und Erzählungen wichtig sind, damit die Geschichte Oldenburgs aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden kann.

Das Stadtmuseum befragt zum Beispiel Oldenburgerinnen und Oldenburger dazu, welche Themen und Orte der Stadt für sie am wichtigsten sind. Damit zielt das Museum auf die so genannten Kristallisationspunkte der kollektiven Erinnerung ab. Die zehn beliebtesten Orte werden Teil der seit Mai fortlaufenden Stadtausstellung. In dieser macht das Museum regelmäßig auf neue Orte aufmerksam und erzählt anhand spannender Anekdoten deren Geschichte.

„Wir bieten außerdem zwei Stationen an, bei denen wir Besucherinnen und Besucher dazu einladen, ihre Erinnerungen und Perspektiven auf Oldenburg in wachsenden Ausstellungsstücken einzubringen“, sagt Sandrine Teuber, Koordinatorin des Projektraums.

Darüber hinaus stellt das Museum eine neue Augmented Reality-App vor, die den früheren Garten des Museumsgründers Theodor Francksens wieder zum Leben erweckt. Mit der App können Nutzerinnen und Nutzer Details aus diesem Garten direkt dort sichtbar machen, wo sie früher waren. Dadurch werden neue Perspektiven auf die Stadt möglich und längst vergessene Orte wieder sichtbar. Die Entwicklung der App wurde im Rahmen des Projekts Digitale Lernlabore aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert. Mehr Informationen sind auf der Website des Stadtmuseums zu finden: https://www.stadtmuseum-oldenburg.de/garten-app.

Mit der Langen Straße 10 bezieht das Stadtmuseum diesmal ein Gebäude mit reicher Tradition. Die Adresse besteht seit dem 16. Jahrhundert. Das jetzige Gebäude beherbergte früher die Hofschneiderei Bamberger und Theofiel. Dort wurden seit Beginn des 19. Jahrhunderts Kleidung und Uniformen für den Oldenburger Hof gefertigt.

Am Eröffnungstag sind ab 11 Uhr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtmuseums vor Ort und beantworten Fragen rund um das Museum, den Projektraum und ihre aktuelle Arbeit.

Öffnungszeiten des Projektraums sind Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr
11.11.2021, 21:44 Uhr
40.000 Euro Unterstützung für Oldenburger Kinokultur
Erfolgreiches Förderkreisfest des Cine k
Am Sonntag, den 7. November, fand im ausgebuchten Cine k das Herbstfest des Förderkreises für das Cine k und das Medienbüro statt. Dieses galt als Dankeschön für die Arbeit des Förderkreises, denn die Pandemie war und ist nicht leicht für das Cine k und das Medienbüro Oldenburg. Seit Anfang der Pandemie wurden über den Förderkreis 40.000 € Spenden und Mitgliedsbeiträge eingenommen, erzählt Helga Wilhelma, Vorsitzende des Förderkreises. Der Förderkreis besteht momentan aus 175 Mitgliedern, welche das Cine k und das Medienbüro Oldenburg durch Beiträge unterstützen. Durch die Spenden war es dem Kino trotz der schwierigen Situation möglich, eine aufblasbare Leinwand sowie Kopfhörer für das Draußen-Kino im Sommer und einen Projektor zu finanzieren.  

Der Abend war ein großes Dankeschön an all die Menschen, die das Cine k unterstützen. Dafür gab es ein besonderes Programm: Es gab ein Buffet und Sektempfang sowie ein anschließendes Kino-Quiz, bei dem alle Kinoliebhaber:innen und -expert:innen auf ihre Kosten kamen. Neben dem gemeinsamen Raten im Kinosaal ermöglichte das Herbstfest, einander zu begegnen und in einen Austausch miteinander zu kommen. Im Anschluss an das Quiz wurde der Film „Minari“ von Lee Isaac Chung gezeigt. Ein Film, welcher einmal mehr zeigt, wofür das Cine k steht: Filme, die sich jenseits des Mainstreams befinden und über die Erzählmuster kommerzieller Produktionen hinausgehen. 
09.11.2021, 13:16 Uhr
Blog zu den historische Karten der drei niedersächsischen Landesbibliotheken gestartet
Zum 75-jährigen Jubiläum des Landes Niedersachsen starten die drei niedersächsischen Landesbibliotheken am 8. November einen gemeinsamen Blog, in dem besondere Kostbarkeiten aus dem historischen Kartenbestand der Häuser vorgestellt werden: https://historische-karten.gbv.de/.

Seit 2019 erschließen und digitalisieren die Landesbibliothek Oldenburg, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in einem gemeinsamen Projekt ihre historischen Kartenbestände. 

Der Blog, der nun an den Start geht, wird wöchentlich neue Beiträge enthalten, und das Bundesland sowie seine Vorläufergebiete in seiner ganzen Vielfalt abbilden. So werden beispielsweise Seekarten und Stadtansichten vorgestellt, königliche Reiserouten und Chausseen, das Celler Schloss und das brennende Stade sind zu sehen oder der Borgloher Kohlestollen. Mitarbeiter*innen der Bibliotheken, Fachleute der Wissenschaft und interessierte Sammler*innen werden im Blog zu Wort kommen.

In dem gemeinsamen Projekt der drei Landesbibliotheken konnten durch die Förderung des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mehr als 10.000 historische Kartenwerke virtuell zugänglich gemacht werden. Herausragende kartografische Materialien der Landesgeschichte sind so per Mausklick auffindbar. Sie werden in der Altkartendatenbank IKAR erschlossen, in den Digitalen Sammlungen der beteiligten Häuser digital zur Verfügung gestellt, und sollen mittelfristig im Fachportal „Kartenspeicher“ der Verbundzentrale des GBV virtuell zusammengeführt und in das Portal „Kulturerbe.Niedersachsen.de“ integriert werden. 
05.11.2021, 20:01 Uhr
Opfer der NS-Verbrechen: Erinnerungszeichen auf Augenhöhe
Stelen und Tafeln statt Stolpersteine – Oldenburg folgt dem Vorbild von München
Die Stadt Oldenburg hat im Gegensatz zu vielen anderen Städten Deutschlands auf die Installation von sogenannten „Stolpersteinen“ an den letzten Wohnorten der in der NS-Zeit verfolgten ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger verzichtet. Dies geschah vor allem aus Rücksicht auf die jüdische Gemeinde in Oldenburg, die ein Betreten und Verschmutzen der in den Gehweg eingelassenen Steine ablehnt. Diese Position hat die jüdische Gemeinde nach internen Diskussionen immer aufrechterhalten und teilt sie noch heute. Dennoch gibt es bereits vier Standorte mit Stolpersteinen in Oldenburg, die in der Vergangenheit auf private Initiative entstanden sind.

München hat in der Erinnerungskultur einen eigenen Weg beschritten: An jenen Orten, an denen Menschen lebten und wirkten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden, werden seit 2018 Erinnerungszeichen auf Augenhöhe angebracht. Entworfen wurden die Erinnerungszeichen von stauss processform GmbH, Prof. Kilian Stauss. Es gibt sie in zwei Ausführungen: als Wandtafeln an der Fassade und als Stelen auf öffentlichem Grund. Sie enthalten die wichtigsten Lebensdaten, Angaben zum Schicksal und – falls vorhanden – auch Bilder.

In Oldenburg hat man sich nun dazu entschieden, ebenfalls auf die Erinnerungszeichen als Form des Gedenkens an die Opfer der NS-Verbrechen zu setzen. Nach der Kontaktaufnahme der Oldenburger Bürgerstiftung mit den zuständigen Stellen in München haben Oberbürgermeister Dieter Reiter und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vereinbart, die in München etablierten Erinnerungszeichen auch in Oldenburg zu installieren. Oldenburg ist damit nach München und Ingolstadt die dritte Stadt, in der Erinnerungszeichen entstehen.

Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg: „Mit der Installation von Erinnerungszeichen statt Stolpersteinen als Mahnmale für NS-Opfer folgen wir vor allem dem Wunsch der jüdischen Gemeinde in Oldenburg. Diese neue Form des Erinnerns und Begegnens auf Augenhöhe ist mehr als nur ein symbolischer Akt. Sie teilt das Schicksal der Verfolgten und Ermordeten auf eine besonders ehrenvolle Weise in unserer Innenstadt. Die geplante Website über das Leben und Wirken der Opfer trägt die Erinnerung zusätzlich virtuell an die Menschen heran, um so zusätzlich gegen das Vergessen anzukämpfen."

Dieter Reiter, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München: „Seit 2018 gedenken wir in München mit den Erinnerungszeichen an jene Frauen, Männer und Kinder, die zwischen 1933 und 1945 dem nationalsozialistischen Terrorregime zum Opfer fielen. Inzwischen gibt es bei uns über 100 Erinnerungszeichen. Mit ihnen begegnen wir den Menschen auf Augenhöhe und von Angesicht zu Angesicht. Ich freue mich sehr darüber, dass nun auch die Stadt Oldenburg Erinnerungszeichen für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft setzt und die Erinnerungszeichen über die Grenzen Münchens hinaus immer weitere Verbreitung finden."

Bei einer heutigen Pressekonferenz stellten Dietmar Schütz, Vorsitzender der Oldenburger Bürgerstiftung, Christiane Cordes, Leiterin des Amts für Kultur, Museen und Sport der Stadt Oldenburg, Farschid Zahedi, Werkstattfilm e.V., und Dr. Maximilian Strnad von der Koordinierungsstelle | Erinnerungszeichen im Stadtarchiv München als Vertreter der Landeshauptstadt München das Projekt vor.

In Oldenburg werden die Erinnerungszeichen von der Stadt und der Oldenburger Bürgerstiftung in enger Zusammenarbeit mit Werkstattfilm errichtet. Dabei wird die Stiftung mit Unterstützung der Oldenburger Bürgerinnen und Bürger die Anfertigung der Erinnerungszeichen finanzieren, während die Stadt die Aufstellung und Anbringung übernimmt und für den Erhalt der Erinnerungszeichen sorgt.

Unter www.erinnerungszeichen-oldenburg.de wird die Oldenburger Bürgerstiftung zusammen mit Werkstattfilm eine weiterführende Website zu Leben und Wirken der Menschen aufbauen, die mit den Erinnerungszeichen gewürdigt werden.

Im ersten Schritt sollen im November Erinnerungszeichen in der Innenstadt an folgenden Adressen angebracht werden:

Achternstraße 38        für Lion Bukofzer
Achternstraße 48        für das Haus der Mode von Alex Goldschmidt
Brüderstraße 30         für Levi Weinberg und Bertha Behr
Gartenstraße 34         für die Familie Goldschmidt
Kurwickstraße 5         für Berta Berlowitz und Gertrud Grünberg
Kurwickstraße 33       für Julius Parnes
Schüttingstraße 7       für Moritz und Walter Landsberg

Die Erinnerungszeichen für die Familie Goldschmidt werden als Beispiel für die anderen am 15. November im Beisein von Martin Goldschmidt, des Enkels von Alex Goldschmidt, an die Öffentlichkeit übergeben. Die Gedenkveranstaltung mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sowie dem Vorsitzenden der Oldenburger Bürgerstiftung Oberbürgermeister a.D. Dietmar Schütz, findet um 15 Uhr in einer kleinen Runde im Ratssaal statt. Stadtrat Thomas Lechner nimmt in Vertretung von Oberbürgermeister Dieter Reiter für die Landeshauptstadt München an der Veranstaltung teil.

Pressevertreter sind herzlich zu dem Termin eingeladen. Bitte melden Sie sich an unter info@oldenburger-buergerstiftung.de.

Weitere Erinnerungszeichen sind in Vorbereitung. Informationen zu den Erinnerungszeichen erhalten Sie unter www.erinnerungszeichen.de sowie www.erinnerungszeichen-oldenburg.de.
05.11.2021, 19:42 Uhr
Stadtmuseum bringt Smartphone-App heraus
Früherer Garten der Museumsvillen wird digital zum Leben erweckt
Ein 3.000 Quadratmeter großer Garten im Herzen von Oldenburg? Vor mehr als 100 Jahren war dies Realität. Nun bringt das Stadtmuseum gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg eine Smartphone-App heraus, mit der der Garten des Museumsgründers Theodor Francksen wieder zum Leben erweckt wird. Ab Samstag, 13. November steht die App für Android und iOS zur Verfügung.

Wo heute die vierspurige Straße Am Stadtmuseum den Verkehr zwischen Lappan-Kreuzung und Pferdemarkt lenkt, ließ Francksen ab 1908 einen großen Garten anlegen. Dank Augmented Reality-Technik können Nutzerinnen und Nutzer der App Details aus diesem Garten direkt dort sichtbar machen, wo sie früher waren. Vor der Kulisse des heutigen Oldenburgs erscheinen mithilfe des Smartphones historische Bilder aus einer anderen Zeit, die einen Eindruck der parkähnlichen Anlage vermitteln. Zeichnungen, Pläne und Fotos aus der Sammlung des Stadtmuseums zeigen nicht nur, wie der Garten aussah, sondern auch, wie er genutzt wurde.

Die Entwicklung der App wurde im Rahmen des Projekts Digitale Lernlabore aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, gefördert. Im Fokus des Projektes stehen digitale Teilhabe und Kompetenz für Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Durch die App werden neue Perspektiven auf die Stadt möglich. Sie öffnet ein Fenster in die Vergangenheit. „Wir freuen uns sehr, dass wir im Rahmen des Projektes mit der App einen wichtigen Schritt hin zur Digitalisierung machen konnten“, sagt Sammlungsleiterin Franziska Boegehold-Gude. „Wir sehen dieses Projekt als einen Baustein in der weiteren Umsetzung digitaler Formate rund um das Museum.“ Gemeinsam mit Museumsvermittlerin Melanie Robinet hat sie die Inhalte der App erarbeitet. „Besucherinnen und Besucher können dank der App nun einen Eindruck von dem beeindruckenden Garten erhalten, dessen Geschichte bestimmt vielen nicht bekannt ist“, ergänzt Robinet.

Die App mit dem Titel „SMO Garten neu gesehen“ wird im zweiten Projektraum des Stadtmuseums vorgestellt, der am 13. November in der Langen Straße 10 öffnet. Besucherinnen und Besucher erhalten dort Hintergrundinformationen und können die App direkt vor Ort ausprobieren. Wer das Augmented Reality-Erlebnis da erfahren will, wo der Garten ursprünglich angelegt war, kann einen Spaziergang zum Museumsgelände unternehmen.

Weitere Informationen zum Projekt Digitale Lernlabore erhalten Sie unter: www.oldenburg.de/digitale-lernlabore.
05.11.2021, 19:34 Uhr
Endspurt #OL2112: Elfter Themenmonat startet
Ideenwettbewerb rund um den Bereich Kultur in Oldenburg
Der Ideenwettbewerb #OL2112 geht in den Endspurt: Zu zehn unterschiedlichen Themenbereichen konnten die Bürgerinnen und Bürger bereits ihre Ideen einreichen. Jetzt startet der elfte Ideenwettbewerb rund um den Bereich Kultur in Oldenburg. Bis Dienstag, 23. November, können Ideen eingereicht und bis zum 30.November bewertet werden.

Zeitgleich geht der Wettbewerb zum Thema „Kinder, Jugend & Familie“ in die Verlängerung. Dieser endet damit gleichzeitig mit dem nun startenden Themenmonat am 30. November.

Zu den Themen werden neben dem Ideenwettbewerb wichtige abgeschlossene und für das kommende Jahr geplante Vorhaben der Stadtverwaltung vorgestellt. Für den Themenmonat Kultur sind dies unter anderem:

Mit dem Online-Stadtplan kann Kunst in Oldenburg live erlebt werden. Über die Kategorie „Kunst im öffentlichen Raum“ werden Kunstwerke im Oldenburger Stadtgebiet angezeigt. Diese können per Mausklick zu einer Route für den nächsten Spaziergang verbunden werden. Zusätzlich werden zu den einzelnen Kunstwerken Informationen wie zum Beispiel Titel, Künstlerin oder Künstler und Entstehungsjahr geboten. Auch eine Bildansicht ist dort zu finden.

Die denkmalgeschützte Halle am Pferdemarkt soll saniert werden und zudem ein neues Nutzungskonzept erhalten. Die Veranstaltungshalle soll der Kultur in Oldenburg möglichst viel Freiraum geben. Als Ort für Ausstellungen, Festivals, Podiumsdiskussionen, Konzerte und vieles mehr hat sie sich bereits sehr erfolgreich entwickelt. Die Sanierung der Halle soll voraussichtlich 2022 beginnen.

Über das Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ vergibt die Stadt Oldenburg Förderungen für Projekte der kulturellen Bildung. Gefördert werden lokale Akteure, die sich in der kulturellen Bildung benachteiligter Kinder und Jugendlicher engagieren wollen. Damit soll für mehr Chancengleichheit gesorgt werden, was eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben in den nächsten Jahren darstellt.

Bürgerinnen und Bürger können zu den monatlichen Themen eigene Ideen einbringen und andere Ideen unterstützen. Die drei Ideen mit den meisten Unterstützern werden am Ende des Themenmonats mit Preisen belohnt: Die beliebteste Idee bekommt neben exklusiven Preisen auch die Möglichkeit auf ein Gespräch (analog oder digital) mit dem Oberbürgermeister und kann die Idee präsentieren und diskutieren.

Wie kann ich mitmachen: Der elfte Ideenwettbewerb startet am Mittwoch, 3. November, mit dem Thema „Kultur“ auf der Partizipationsplattform www.gemeinsam.oldenburg.de/ol2112.

Um eine Idee einzureichen muss sich auf der Plattform unter Angabe des Namens und einer E-Mailadresse (weitere Daten werden nicht benötigt) registriert werden.

Um eine Idee zu unterstützen, muss sich ebenfalls auf der Plattform registriert werden. Über den Like-Button (Daumenhoch-Symbol), der bei jedem Projekt zu finden ist, kann für das Projekt gestimmt werden. Die Idee mit den meisten Unterstützerinnen und Unterstützern gewinnt und wird kontaktiert.
02.11.2021, 18:02 Uhr
Virtueller 3D-Spaziergang macht reale Lust auf die Innenstadt
Beim Online-Stadtbummel Geschäfte, Gastronomie und Sehenswürdigkeiten entdecken
Die Oldenburger Fußgängerzone gilt als eine der schönsten im Norden. Die Innenstadt mit ihren vielfältigen Geschäften, Sehenswürdigkeiten und Kulturangeboten kann jetzt aus einem neuen Blickwinkel entdeckt werden: Die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg hat ein virtuelles Abbild entwickeln lassen, das online unter https://virtuelle-innenstadt-oldenburg.de zur Verfügung steht. Mit wenigen Klicks können die Nutzerinnen und Nutzer am Bildschirm bequem von zuhause aus oder unterwegs die beliebtesten Straßen und Gebäude kennen lernen und sehenswerte Orte und Plätze zum Shoppen, Verweilen und Genießen erkunden. „Für uns stand die bessere digitale Sichtbarkeit des Einzelhandels und der Gastronomie im Fokus. Ich bin sicher, dass der virtuelle 3D-Spaziergang Lust machen wird, der Oldenburger Fußgängerzone auch ganz real einen Besuch abzustatten“, betont Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung.

Das digitale Projekt ist im Rahmen der Innenstadtstrategie und des Sofortprogramms Innenstadt entstanden. Das virtuelle Abbild ermöglicht 3D-Rundgänge, in denen die Standorte aller Unternehmen in der Innenstadt markiert wurden. Insgesamt wurden mehr als 400 „Marker“ gesetzt, hinter denen sich vertiefende Informationen verbergen.

Jedem Unternehmen wird ein Eintrag ermöglicht – so funktioniert das Modell auch als virtuelles Branchenbuch. Und durch die Möglichkeit der direkten Verlinkung zu Online-Shops kann es auch als virtuelles Kaufhaus fungieren. Zudem können die Unternehmen das Modell auch auf ihren eigenen Homepages einbinden.

Die Inhalte des Modells werden fortlaufend aktualisiert, um auch Veränderungen in der Innenstadt zeitnah abzubilden. Änderungs- und Erweiterungswünschen steht die Wirtschaftsförderung aufgeschlossen gegenüber. Kontaktmöglichkeiten bestehen per E-Mai an virtuelle-innenstadt@stadt-oldenburg.de, für persönliche Rückfragen steht auch Innenstadtmanager Steffen Trawinski unter der Telefonnummer 0441 235-4690 zur Verfügung.
19.10.2021, 17:55 Uhr
Stadtmuseum: Schieferplatten abzugeben
Anregung zum nachhaltigen Umgang mit Baustoffen
Beim Abriss eines Gebäudes fällt nicht nur Bauschutt an. Neben der kulturellen und stadthistorischen Bedeutung stellen sich auch Fragen zum nachhaltigen Umgang mit den eingesetzten Baustoffen. Viele Materialien lassen sich weiterverwenden. So auch die Schieferplatten an der ‚Neuen Galerie‘ des Stadtmuseums, die momentan für den Abriss vorbereitet wird. Gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau und dem Amt für Klimaschutz und Mobilität regt das Stadtmuseum nun zur Weiterverwendung des qualitativ hochwertigen Baustoffs an.

Die Schieferplatten sind 3 cm dick, frostsicher und damit für alle Anwendungen geeignet, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Die Wiederverwendung der Platten bedeutet im Vergleich zur Neuanschaffung eine deutliche Einsparung im Hinblick auf den CO2-Ausstoß. Dies belegen Daten der vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung autorisierten Datenbank Ökobaudat. Danach entstehen bei der Herstellung von einem Quadratmeter Schieferplatte in Deutschland rund 40 kg CO2. Hinzu kommt der Transportaufwand zwischen Produktionsstätte und Einbauort, der rund 1 kg CO2 produziert. Im Vergleich dazu verursacht ein mäßig gedämmter und mit Erdgas beheizter Altbau pro Jahr rund 5 kg CO2 je Quadratmeter Nutzfläche.

Am Donnerstag, 21. Oktober, von 14 bis 18 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit größere Mengen des Schiefers gegen eine Schutzgebühr von mindestens zwei Euro pro Platte zu erwerben. Die Abholung ist nur nach vorheriger Anmeldung unter stadtmuseum@stadt-oldenburg.de möglich.

Wer sich außerdem für Kunst interessiert, ist bei der am Mittwoch, 20. Oktober, um 18 Uhr stattfindenden Veranstaltung mit dem Titel ‚Fassade unterm Hammer‘ genau richtig. Oldenburgerinnen und Oldenburger können bei diesem Event einzigartige Erinnerungsstücke an das Stadtmuseum für den guten Zweck ersteigern. Zur Auswahl stehen bei der Auktion Schieferkunstwerke des Oldenburger Bildhauers Udo Reimann sowie des Hidden Art Kollektivs und der Künstler von ‚Die Jungs Wandgestaltung‘. Die Buchstaben aus dem Fassadenschriftzug gehen ebenfalls unter den Hammer. Außerdem ist der Erwerb einzelner Platten gegen einen Geldbetrag nach Selbsteinschätzung möglich.


Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung unter museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de wird gebeten.


Die Erlöse aus dem Verkauf der Platten und der Kunstwerke werden an die Flüchtlingshilfe Oldenburg, Fridays for Future Oldenburg und die Gemeinnützige Kulturgenossenschaft Globe e.G. gespendet.


Weitere Informationen unter:
www.stadtmuseum-oldenburg.de
www.museum-findet-stadt.de
15.10.2021, 20:05 Uhr
Kreative Bibliothek – Mit Bookogami Objekte in alte Bücher falten
Neues Veranstaltungsformat für Erwachsene
Die Stadtbibliothek Oldenburg startet am Donnerstag, 21. Oktober, in der Stadtbibliothek im PFL mit dem neuen Veranstaltungsformat „Kreative Bibliothek“. Dabei können während der Öffnungszeiten der Bibliothek in lockerer Runde Kreativtechniken ausprobiert werden. Los geht es mit einem Schnupperangebot zum Bookogami. Mit dieser Technik lassen sich dreidimensionale Objekte, wie Buchstaben oder Symbole, in alte Bücher falten. Die zauberhaften Kunstwerke können so als Dekoration oder Geschenk verwendet werden.

Weitere Termine folgen am Mittwoch, 27. Oktober, in der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek, am Dienstag, 2. November, in der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück und am Mittwoch, 3. November, in der Stadtteilbibliothek Eversten, jeweils von 15.30 bis 17 Uhr. Eine Anmeldung ist telefonisch erforderlich unter 0441 235-3021. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
12.10.2021, 17:15 Uhr
Techniksprechstunde in der Stadtbibliothek
Offenes Angebot für alle Fragen rund um Technik und digitale Medien
Die Techniksprechstunde wird am Donnerstag, 14. Oktober, 11. November und 9. Dezember jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, weiter fortgeführt. Technische Geräte sind im Alltag inzwischen allgegenwärtig und sollen diesen vereinfachen. Doch nicht immer erklären sie sich von selbst. Sei es das Smartphone, das Tablet, der Laptop, die Spielekonsole, die Fotokamera oder ein anderes digitales Gerät. Wie werden Fotos verschickt, E-Mails empfangen, ein Instagram-Account erstellt oder Daten auf den USB-Stick übertragen?

Bei der Techniksprechstunde werden Fragen wie diese im persönlichen Gespräch beantwortet. Dazu können kostenlos jeweils 30-minütige Termine gebucht werden, um Fragen zu technischen Geräten und digitalen Medien jeglicher Art zu stellen.

Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt entweder direkt vor Ort in der Stadtbibliothek oder telefonisch unter 0441 235-3021.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
08.10.2021, 15:47 Uhr
Eigentlich war alles ganz anders
Ein Theater- und Film-Workshop nimmt das Schlossleben in den Blick
Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg hat in idealer Ergänzung durch die Projektpartner „Verein Jugendkulturarbeit e.V.“ und „Medienbüro Oldenburg e.V.“ einen in jeder Hinsicht erfolgreichen Ferienworkshop veranstaltet.

In den Sommerferien wurden 12 Kinder und Jugendliche zu einer ungewöhnlichen Zeitreise durch das Schloss eingeladen. In dem zweiwöchigen Workshop ging es um die ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner des Schlosses, aber auch um die Frage, was ihr Leben und die dazugehörige Zeitgeschichte mit unserer Existenz heute zu tun hat. Gemeinsam mit der Schauspielerin Sabine von Rothkirch (Verein Jugendkulturarbeit e. V.) wurden kleine Szenen entwickelt, die nicht nur nennenswerte Fakten erzählen, sondern die historischen Begebenheiten auch humorvoll pointieren oder Menschen zu Wort kommen lassen, die damals nicht gehört wurden: wie das Personal im Schloss!

Die Museumspädagogin Doris Korte resümiert: „Das Besondere war die Offenheit des Projektes. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich in einer ganz entspannten Atmosphäre mit ihrer Neugier und ihren Interessen einbringen. Sie hatten aufgrund der optimalen fachlichen Betreuung beste Möglichkeiten, den Kulturort zu hinterfragen, die Inhalte spielerisch in Szenen zu erleben und das Filmprojekt mit ihren eigenen Fähigkeiten zu bereichern, zum Beispiel durch spontane Tanz- und Gesangseinlagen.“

Der Part der Medienpädagogin (Medienbüro Oldenburg e. V.) war es, die Kinder und Jugendlichen in die Film- und Aufnahmetechnik einzuführen. Im Ambiente des Schlosses lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedingungen für gute Aufnahmen kennen, wie z. B. die Lichtstimmung, welche die Atmosphäre verändert, die Nutzung der architektonischen Besonderheiten durch bestimmte Perspektiven und die Optimierung von Wirkungen durch den Einsatz von Requisiten. Einblicke in die Kunst des Filmschnitts wurden geboten, aber die sehr aufwendige Umsetzung passierte federführend durch die Medienfachfrau.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass das Projekt im Hinblick auf das Gruppengefühl und das Miteinander dieser zufällig zusammengefundenen Gruppe wunderbar funktioniert hat. Es gab viele heitere und auch inspirierende Momente. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die kreativen und kommunikativen Möglichkeiten dieses Workshops dankbar angenommen, besonders nach der langen Zeit, in der ein persönliches Miteinander kaum möglich war.

Einige der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden dem Schloss treu verbunden bleiben. Unter der Anleitung von Sabine von Rothkirch werden sie sogenannte Live-Act-Führungen im Schloss anbieten, die Familien und Kindern einen ungewöhnlichen Zugang zum Erleben des Kulturortes Schloss ermöglichen. Der erste Termin ist Sonntag, der 24. Oktober, es werden zwei Führungen um jeweils 15 und 16 Uhr angeboten. Die Anmeldung zu diesen kostenfreien Führungen wird unter (0441) 40570 444 oder unter info@landesmuseum-ol.de erbeten.

Der Videofilm „Schloss Spektakel – Eigentlich war alles ganz anders“ wird nach der Preview im Cine k für die beteiligten Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien ab dem 16. Oktober über die Webseite des Landesmuseum über den folgenden Link: www.landesmuseum-ol.de zu sehen sein. Ebenfalls am 16. Oktober wird eine kleine Ausstellung mit Foto-Impressionen im Schlossatelier eröffnet, die Eindrücke und Szenen einer schönen Workshop-Zeit dokumentiert.

Gefördert wurde das Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.
06.10.2021, 09:53 Uhr
Circus erzählt Geschichte(n)
Zwei Doppelveranstaltungen in der IGS Flötenteich
Für das  kommende Wochenende lädt die IGS Flötenteich zu Circus mit Geschichte ein. Sowohl am Sonnabend, 9. Oktober, als auch am darauffolgenden Sonntag wird jeweils am 19:30 Uhr eine Doppelveranstaltung angeboten.

In „Wir haben was zu sagen!“ erzählt ein Jugendcircus Geschichte und Geschichte(n). Am Luftring wird eine Antwort auf die Frage „Was ist Glück“ gesucht, mit Kontorsion eine Nummer über die Zwangsarbeiter*innen am Flötenteich erzählt und am Vertikaltuch die Geschlechterkategorien in Frage gestellt.

„Oma oder die Privilegien des Erdapfels“ ist ein Circus-Solo der Jongleurin und Performerin Roxana Küwen Arsalan. Es handelt vom Zufall unserer Herkunft und unseren Privilegien, von den Schubladen, in die wir uns selbst und in die andere uns stecken, und der Macht und Absurdität dieser Schubladen. Mal witzig und ironisch, mal nachdenklich und poetisch, mal provokativ reiht sich das Stück der deutsch-iranischen Künstlerin ein in die Forderung nach neuer Selbstverständlichkeit von Diversität. Mit Bewegung, Jonglage und Sprache zeigt „Oma“, wie wertvoll es sein kann, sich das Leben zu verkomplizieren, um man selbst zu sein.

Samstag, 09.10.2021, 19.30 Uhr
Forum der IGS Flötenteich, Hochheider Weg 169, 26125 Oldenburg
Eintritt: nach Selbsteinschätzung (5,00–20,00 €)
Einlass entsprechend der 3G-Regel


Szenische Lesung trifft Konzert
In einer szenisch-circensischen Lesung erzählt das Ensemble „CiNS“ die Geschichte der jüdischen Artistin Irene Bento. Ihr wurde 1939 von den Nazis ein Berufsverbot erteilt; versteckt im Circus Adolf Althoff überlebte sie mit einem Teil ihrer Familie die Shoah. In der 40-minütigen Lesung werden die Zuschauer*innen mit den Mitteln der Artistik, des Theaters und der Livemusik zwischen der Traumwelt Circus und dem Grauen des Nationalsozialismus hin- und hergerissen.

Anschließend treten Joram Bejarano und Kutlu Yurtseven auf, die 13 Jahre mit Esther Bejarano getourt sind. Sie verarbeiten in ihren Texten die menschenverachtenden Kontinuitäten des Nationalsozialismus bis heute. Mit ihrem Konzert erinnern sie an Esther Bejarano und ihren kompromisslosen Einsatz gegen Hass, Rassismus und Antisemitismus.

In einer Mischung aus politischen Liedern, Rap und einer großen Portion Herz berühren Bejarano/Microphone Mafia damit auf eine sehr besondere Art und Weise.

Sonntag, 10.10.2021, 19.00 Uhr
Forum der IGS Flötenteich, Hochheider Weg 169, 26125 Oldenburg
Dauer: 90 Minuten
Eintritt: nach Selbsteinschätzung (5,00–20,00 €)
Einlass entsprechend der 3G-Regel
01.10.2021, 15:39 Uhr
Telefonführung des Stadtmuseums
Die Geschichte einer historischen Villa
Das Stadtmuseum bietet am Mittwoch, 20. Oktober, 10 Uhr eine Telefonführung zur Geschichte der Ballinschen Villa an. Das spätere Café Hassenbürger wurde 1857 von dem jüdischen Bankier Carl Ballin in Auftrag gegeben. Seit 1984 gehört die historische Villa zum Ensemble des Stadtmuseums. In der Telefonführung gibt Kunst- und Kulturvermittlerin Geraldine Dudek am Beispiel der Villa spannende Einblicke in 160 Jahre abwechslungsreiche Geschichte jüdischen Lebens in Oldenburg. Im Fokus stehen die 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhundert sowie die Zeit nach dem 2. Weltkrieg.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten vor der Führung Abbildungen per Post und eine Anleitung zur Teilnahme an der Telefonkonferenz. Bei Nutzung eines Festnetz-Telefons entstehen keine weiteren Kosten.

Anmeldungen sind bis Dienstag, 12. Oktober, telefonisch unter 0441 235-2887 oder per Mail an museumsvermittlung(at)stadt-oldenburg.de möglich. Die Teilnahme kostet 5 Euro für 90 Minuten. Bezahlung per Rechnung.
01.10.2021, 15:32 Uhr
Kulturbüro fördert neun innovative Projekte
Zuschüsse in Höhe von 80.000 Euro
Experimentieren, ausprobieren, improvisieren: die Lust aufs Unbekannte und Ungewohnte gehört zu den Wesensmerkmalen der jungen Kultur. Seit 2018 unterstützt das Kulturbüro der Stadt Oldenburg diese positive Neugier mit „MACH|WERK“ – Oldenburgs Fonds für innovative Kulturprojekte. Dank unkomplizierter Antragsverfahren und lockerer Kommunikation fällt der Einstieg hier besonders leicht. „Mit diesem Fonds nehmen wir die Zukunft in den Blick. Wir schaffen Perspektiven für die nächste Kultur-Generation“, erläutert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Mit 19 Einreichungen war die Resonanz bei der vierten Auflage etwas geringer als im starken Vorjahr, dafür stellte das Antragsvolumen von 246.000 Euro einen neuen Rekord dar. Bei vielen Projekten war der Mut zu spüren, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Ein Ansatz, den der Kulturausschuss in seiner Sitzung am 21. September dadurch honorierte, dass er die Zuschüsse jeweils in der beantragten Höhe gewährte. Bei der Abstimmung konnten sich schließlich neun „Machwerke“ durchsetzen, die nun in den kommenden zwölf Monaten realisiert werden. Nach zwei kulturellen Ausnahmejahren darf sich Oldenburg also auf weitere Innovationen freuen – mit „MACH|WERK“ als Inkubator für Ideen und Katalysator für Kreativität.


Erfolgreich waren:

Blauschimmel Atelier
 „Alles glatt? Was ist, wenn’s anders ist?“
 Improvisation in Performance und Musik – offen und inklusiv

Jinke Fanselau & Ulrich Bohmann
 „11 Freunde im kulturellen Austausch“
 Künstlerische Briefwechsel über Grenzen (aller Art) hinweg

Gesine Geppert
 „Alternative Kunst-Kultur-Karte"
 Mehr als eine Landkarte – für Backpacker, Neuentdecker und Feinschmecker

Permanent Aktiv Kollektiv
 „PermanentXSchrott Klubfestival“
 Ein lebensbejahendes Gesamtkunstwerk mit Freifeld-Spirit

Pino Polimeno & Kathrin Schöß
 „La Passerelle“
 Stadtentwicklung als spielerisch-kreatives Probierprojekt

Annika Lisa Richter
 „Frauensache: Kunst – Macht – Raum“
 Ein künstlerisch-wissenschaftlich-feministisches Festival

The Hidden Art Project
 „Explorart“
 Bald im Lambertihof: der offene Think Tank für die Oldenburger Kunstszene

Lars Unger
 „Vertonte Bühnenbildmodelle: Das Konzert“
 Musik, Theater und Bildende Kunst vereinen sich zu einem Klangexperiment

Eike Weinreich
 „Im Schatten der Stadt“
 Ein Film über die – im Alltag oft kaum sichtbare – Diversität Oldenburgs
16.09.2021, 18:19 Uhr
Neues inForum-Programm startet im Oktober
Wintersemester wartet neben Onlineangeboten auch wieder mit Präsenzveranstaltungen auf
Die Bildungs- und Kultureinrichtung für Best Ager, das inForum, startet im Oktober 2021 ein neues vielfältiges Programm. Im Wintersemester erwarten Interessierte neben Onlineangeboten auch wieder Präsenzveranstaltungen.

Dabei nimmt das inForum in diesem Wintersemester für alle Veranstaltungen in Präsenz die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) in das Hygienekonzept auf. Unter dieser Voraussetzung sind Sprachkurse, Gesprächskreise, Kreativangebote und die beliebte Bücher-Tausch-Börse geplant. Daneben hat das Programm auch wieder Kooperationsveranstaltungen mit den städtischen Museen, dem Casablanca Kino und der Kunstschule als Präsenzveranstaltung im Angebot.

Bekannte digitale Veranstaltungen wie der „Virtuelle Stadtspaziergang“ oder die Telefonführungen der städtischen Museen werden durch neue Angebote ergänzt. So startet zum Wintersemester die „Seniorenakademie“ in Kooperation mit der Jade Hochschule, in der Teilnehmende Interessantes zum Thema Kommunikation erfahren und zum „Gehirnjogging“ eingeladen werden. In der „Digitalen Vernissage“ werden Oldenburger Hobbykünstlerinnen und Hobbykünstler sowie deren Kunstwerke vorgestellt.

Das Anmeldeverfahren für die Veranstaltungen startet am 22. September 2021 um 10 Uhr. Eine Übersicht über die geplanten Termine und weitere Informationen findet sich zeitnah unter www.oldenburg.de/inforum oder im inForum-Programmheft zum Wintersemester 2021/2022.

Anmeldungen werden telefonisch unter 0441 235-4444 oder online unter www.oldenburg.de/inforum-anmeldung entgegengenommen.

Fragen werde gerne jederzeit persönlich, telefonisch oder per E-Mail beantwortet beim Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Telefon 0441 235-2781, E-Mail: inforum@stadt-oldenburg.de.
02.09.2021, 18:40 Uhr
Stadtmuseum Oldenburg führt Provenienzforschung weiter
Langfristiges Forschungsprojekt zu bildender Kunst
Nach der Bewilligung einer weiteren Förderperiode durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste führt das Stadtmuseum Oldenburg die Forschung zur Provenienz der Sammlungen fort. Dabei soll nachvollzogen werden, wem die Objekte in der Vergangenheit gehörten und ob sie ihren ehemaligen Eigentümern in den Jahren der NS-Herrschaft geraubt oder auf andere Weise unter dem Druck der Verfolgung entzogen worden sind. Die Provenienzforschung konzentriert sich dabei auf bereits bestehende konkrete Verdachtsfälle und weitere ausgewählte Bestände. Das neue Forschungsprojekt wird durch die Kunsthistorikerin und Provenienzforscherin Sabine Stührholdt betreut, die bereits die bisherigen Recherchen zur Herkunft der Sammlungsbestände des Stadtmuseums durchgeführt hat. „Die eigene Geschichte genau zu kennen und zu verstehen ist die Voraussetzung dafür, gute Entscheidungen für die Gegenwart und Zukunft zu treffen,“ erläutert Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums. „Die Provenienzforschung ist hier ein wichtiger Baustein in unserer Arbeit, die eigene Sammlung transparent und konzeptionell-inhaltlich gut aufzustellen.“

Das neu begonnene Forschungsprojekt befasst sich mit den rege getätigten Erwerbungen der Nachkriegszeit ab 1946. Das Stadtmuseum Oldenburg hatte in den Jahren der NS-Zeit nur begrenzte Möglichkeiten, seine Sammlungen durch Ankäufe zu erweitern. Nach dem Krieg begann die Museumsleitung, die langen Einschränkungen mit zunehmender Ankauftätigkeit zu kompensieren. Ab 1947 steigt die Zahl der Neuerwerbungen deutlich an, vor allem im Bereich der Bildenden Kunst, darunter Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie der Klassischen Moderne. Diesen Sammlungsschwerpunkten gilt die besondere Aufmerksamkeit des Projekts. Bisher sind 144 Erwerbungen auffällig geworden, deren Provenienz nun geprüft wird.

Ein konkreter Verdacht ruht auf dem frühen expressionistischen Gemälde Die Welle von Franz Radziwill, das vormalig dem jüdischen Oldenburger Arzt Dr. Georg Rosenthal gehörte. Für eine Radziwill-Ausstellung der Vereinigung für junge Kunst im Augusteum in Oldenburg stellte Rosenthal das Gemälde bereits im Herbst 1925 zur Verfügung. Erst später gelangte es in den Besitz des Oldenburger Arztes Dr. Georg Düser, der seinerseits mit Radziwill befreundet war. „Um bewerten zu können, ob ein Unrecht zugrunde liegt, ist es notwendig die genauen Umstände dieses Eigentümerwechsels herauszufinden“, erklärt Sabine Stührholdt.

Zu den weiteren Verdachtsfällen zählen Ankäufe, die 1947 und 1948 bei dem Buch- und Kunsthändler Wilhelm Oncken getätigt wurden. Der Oldenburger war in den Kriegsjahren von 1942 bis 1944 am NS-Kulturgutraub in den besetzen Niederlanden und in Belgien beteiligt. Zu den betreffenden Werken gehört die Radierung Der Bäcker, der das Horn bläst des niederländischen Künstlers Adriaen van Ostade, entstanden um 1664.

Begonnen hatte die kritische Bestandsaufnahme der Sammlungen des Stadtmuseums 2015 mit einem kurzfristigen Projekt zur Erforschung des Nachlasses des Oldenburger Malers Bernhard Winter. Daraufhin wurden von Oktober 2016 bis August 2020 etwa 1700 Kunsterwerbungen, die in den Jahren 1933 bis 1945 Eingang in die Sammlungen des Stadtmuseums fanden, systematisch untersucht.
02.09.2021, 18:11 Uhr
„Sing Das Ding!“ — Das Mitsing-Konzert im Cadillac
Am Mittwoch, dem 08.09.2021 um 19 Uhr ist es nun endlich wieder soweit, Sing das Ding! findet wieder mit echten Menschen vor der Bühne live und laut statt!

Über 17 Monate haben Marco Neumann und Marcus Friedeberg ihre treue Sing das Ding! - Fangemeinde mit 14-tägigen Live-Streams bei Youtube bei Laune gehalten, und jetzt dürfen sie wieder vor echten Menschen stehen und diese begeistern.

Marco Neumann und Marcus Friedeberg, die bereits seit vielen Jahren gemeinsam in der Formation „Off Limits“ unterwegs sind und sich auch als Duo „Pangea“ einen guten Namen erspielt haben, sind die Gesichter dieser beliebten Veranstaltung. Sie sorgen für eine bunte Mischung aus Hits, Klassikern und Kultsongs aus Pop, Rock und Folk.

Die Texte der Lieder werden via Beamer auf die Leinwand projiziert, sodass alle Gäste diese gut lesen können. Das gemeinsame Singen von bekannten Songs, die nahezu alle generationenübergreifend kennen, macht nicht nur unglaublich viel Spaß, es ist auch gut für die eigene Psyche, denn singen befreit und erleichtert auf eine ganz eigene positive Art und Weise.

Und wenn dann noch das mitreißende und humorvolle Temperament der beiden Vorsänger dazu kommt, dann wird das Zwergfell nicht mehr nur durch das Singen einen schweren Muskelkater erleiden.

Die Gäste dürfen sich somit am Mittwoch, dem 09. September ab 19 Uhr auf einen ganz besonders unterhaltsamen Abend freuen, denn Singen macht Spaß und vor allem glücklich. Einlass ist bereits ab 18 Uhr.

Die Tickets kann man online unter www.cadillac.reservix.de erwerben, oder an allen regionalen Reservix- und AdTicket Vorverkaufsstellen, die man sich unter www.reservix.de/vorverkaufsstellen für seinen Ort anzeigen lassen kann. Alle Informationen dazu kann man auch unter www.singdasding.de und unter www.cadillac.oldenburg.de noch einmal nachlesen.

Aufgrund der aktuellen Corona Verordnung und der steigenden Inzidenzen gilt für diese Veranstaltung im Cadillac jetzt die 2G-Regelung. Das bedeutet, dass der Einlass ausschließlich nachweisbar geimpften und genesenen Personen gewährt werden kann. Für alle anderen wird diese Veranstaltung zusätzlich auch wieder kostenlos als Live-Stream bei Youtube stattfinden. Diese Maßnahme ist vorübergehend und notwendig um die Veranstaltung in ihrer typischen Art und Weise stattfinden lassen zu können. Das Cadillac bittet hierfür um Verständnis.
02.09.2021, 17:57 Uhr
Auf dem Fahrrad durch den Nordosten Oldenburgs
Feierabend-Exkursion
Auf dem Fahrrad durch bekannte und unbekannte Ecken in Oldenburg oder selbst in die Pedale treten und durch die Stadt radeln. Oldenburg kann man im Rahmen einer Stadtführung in kompetenter Begleitung entdecken und erleben. Am 7. September 2021 steht – unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln – die geführte City-Radtour „Oldenburg Nord-Ost“ auf dem Programm.

Die Teilnehmenden radeln mit dem Gästeführer Bernd Munderloh auf einer siebzehn Kilometer langen Rundtour durch den Nordosten der Stadt. Dabei treffen sie auf Siedlungen und Orte mit besonderen Namen: Großer Bürgerbusch, „Swarte Moor“, Kleiner Bornhorster See, Ohmstede oder Alt- und Neu-Donnerschwee. An ausgewählten Orten wird die Tour durch kleine Stopps unterbrochen, in denen der Bernd Munderloh Wissenswertes zu den Orten und Siedlungen erzählt.

Die Tour beginnt am Dienstag, den 7. September, um 17 Uhr am Friedrich-August-Platz/Ecke Von-Finckh-Straße und kostet 13 Euro pro Person.

Mitradelnde können bei dieser geführten Tour gleichzeitig Kilometer für das Stadtradeln sammeln. In Oldenburg beginnt die Aktion am 5. September.

Es gilt, möglichst viele umweltfreundliche Fahrrad-Kilometer für den guten Zweck zu sammeln. Radfahrerinnen und Radfahrer können sich online unter www.stadtradeln.de/oldenburg anmelden und dann bis zum 25. September 2021 fleißig in die Pedale treten.

Zur Teilnahme an den Stadtführungen ist das eigene Fahrrad mitzubringen und eine vorherige Anmeldung notwendig. Weitere Informationen, Anmeldung und Bezahlung bei der Oldenburg-Info im Lappan in der Langen Straße 3 unter der Telefonnummer 0441 361613-66,

per E-Mail unter info@oldenburg-tourist.de und im Internet Möglichkeit einer Online-Buchung unter www.oldenburg-tourismus.de/erlebnisse.

Die Tourist-Information ist Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
24.08.2021, 20:07 Uhr
Mit digitalen Schnitzeljagden Oldenburg entdecken
Stadtentdecken mal anders: Forschen und Entdecken kann man nicht nur an exotischen Orten, sondern auch direkt vor der eigenen Haustür. Drei verschiedene digitale Schnitzeljagden laden dazu ein, Oldenburg einmal anders kennenzulernen, mit dem Smartphone spannende Fragen zu beantworten und interaktive Aufgaben zu lösen.

Die Schnitzeljagden können als Gruppe oder auch allein gespielt werden. Für Kinder unter 12 Jahren empfehlen wir die Schnitzeljagden mit Familie oder Freunden zu spielen.

Drei verschiedene Schnitzeljagden
Wer Interesse an Oldenburger Geschichte aus der Perspektive von Oldenburgerinnen und Oldenburgern hat, der kann diese in charmanten und witzigen Stadtgeschichten erleben.

Möchte man die Crew eines gestrandeten Raumschiffs, der RV Discovery, dabei unterstützen, ihr Schiff wieder flott zu machen, so kann man ihr helfen, in Oldenburg geeignete Ersatzteile zu finden und dabei mehr über die Stadt selbst erfahren.

Genießer können sich eine digitale OldenBowl zusammenstellen und dabei erfahren, was in Oldenburg eigentlich im Bereich Nachhaltigkeit und Fairer Handel los ist und wo man nachhaltig und regional schlemmen kann.

So funktioniert es
Um die digitalen Schnitzeljagden zu spielen, wird eine kostenlose Smartphone App namens Actionbound benötigt. Die Schnitzeljagden können zuhause heruntergeladen werden und verbrauchen so beim Spielen im Gelände kein eigenes Datenvolumen. Alle Links zu den Schnitzeljagden und Informationen über die Nutzung der App finden Sie unter www.oldenburg.de/digitaleschnitzeljagden.


Teilnahme am Gewinnspiel
Noch bis Dienstag, 31. August, können alle Schnitzeljagdspielerinnen und -spieler am Gewinnspiel teilnehmen und eine von fünf exklusiven Goodie Bags gewinnen. Teilnehmen können Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden unter allen Teilnehmenden ausgelost und in der gleichen Woche per Mail benachrichtigt.

Die Digitalen Schnitzeljagden entstanden im Rahmen des Projektes „Digitale Lernlabore – Civic Data Lab“ das aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert wird. Die Schnitzeljagd zur Notlandung der RV Discovery wurde in Kooperation mit der „Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg!“ (IHJO) – Teilprojekt SchülerWissen erstellt und die OldenBowl wurde vom Ökumenischen Zentrum Oldenburg e.V. zusammengestellt. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter www.oldenburg.de/digitale-lernlabore.
19.08.2021, 18:17 Uhr
Historiker Dr. Ingo Harms bekommt Verdienstorden der Bundesrepublik
Der Oldenburger Historiker Dr. Ingo Harms hat mit seinem bundesweiten Engagement im Bereich der Forschung zur Medizingeschichte im Dritten Reich einen wichtigen Beitrag für die deutsche Erinnerungskultur geleistet. Besonders verdient gemacht hat er sich um die Aufklärung und die Dokumentation von NS-Euthanasie-Verbrechen. Auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministerpräsidenten wurde ihm vom Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat Dr. Ingo Harms das Verdienstkreuz nunmehr im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Alten Rathaus ausgehändigt und bedankte sich für die langjährige Forschungsarbeit: „Wir schätzen dieses Engagement sehr, denn von dieser Arbeit profitieren auch die nachfolgenden Generationen sehr. Ihre Arbeit sorgt für eine Anerkennung der Opfer, die dadurch eine Stimme erhalten haben.“

Dr. Ingo Harms bedankte sich herzlich: „Diese Auszeichnung ist nicht nur für mich eine große Ehre, sondern für alle, die sich für die Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen eingesetzt haben.“
19.08.2021, 17:59 Uhr
Wahlkampf-Rituale in ungewöhnlichen Bildern eingefangen
„Fototage Oldenburg“: Gespräch mit dem Fotografen Bernd Arnold
Wenn der Kölner Fotograf Bernd Arnold die Auftritte der Kandidatinnen und Kandidaten der Bundestagswahlen im Foto festhält, erzeugt er keine PR, sondern interessiert sich für die mitunter unscheinbaren Details der Inszenierung. Und er fängt die immer wieder zu beobachtenden Gesten und Mienenspiele des Wahlkampfes im Bild ein: kämpferisch geballte Fäuste einer Kanzlerin, das zur Aktion abgelegte Sakko des Parteivorsitzenden, die zuversichtliche Siegerpose der in die Höhe gereckten Arme des Amtsinhabers, ein entschlossener Ausdruck in den Augen der Herausforderin und die geschlossenen Reihen der Parteivorstände.

Seit 1984 arbeitet Bernd Arnold an der Langzeitstudie „Wahl Kampf Ritual“ und passt damit ideal in die „reframed – Fototage Oldenburg“ mit ihrem Oberthema „Rituale“. Arnolds eindrucksvolle schwarz-weiß-Fotografien sind großflächig als Outdoor-Ausstellung als Teil der Fototage des Kulturbüros ab Dienstag, 31. August, an der Hafenpromenade zu sehen. Der Fotograf spricht im Rahmen eines „Artist Talks“ am selben Tag im katholischen Forum St. Peter, Peterstraße 22-26. Beginn ist um 19 Uhr. Er wird die gesellschaftlichen Inszenierungen von Macht und Ritual in der Politik, der Kirche, der Halbwelt, der Wirtschaft und den Medien offenlegen. Aber auch Themen wie Authentizität und Stille in der Fotografie werden bei dem Gesprächsabend beleuchtet.

Moderiert wird der Artist Talk von Prof. Dr. Rainer Lisowski. Er ist Politikwissenschaftler und lehrt öffentliches Management in der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Bremen. Seine Promotion verfasste er zum Thema der strategischen Planung politischer Kampagnen in Wirtschaft und Politik.

Der Eintritt ist frei. Es gelten die aktuellen Bestimmungen zur Durchführung von Veranstaltungen im geschlossenen Raum während der Corona-Pandemie.

Die Veranstaltung wird mitgeschnitten, die audiovisuelle Aufzeichnung ist später im Internet abzurufen.
13.08.2021, 17:26 Uhr
Zwei Museen – Zwei Wege in die Zukunft
Gesprächsabend wird bei Oeins gesendet
Am Montag, 16. August, 19 Uhr zeigt der Lokalsender Oeins die Aufzeichnung des Gesprächsabends „OL verändern | OL erinnern“ vom 21. Juli. Coronabedingt konnte die Veranstaltung nur mit einem kleinen Publikum stattfinden. Nun bietet sich für alle Interessierten die Möglichkeit, die spannende Diskussion im Fernsehen zu verfolgen.

Bei der Veranstaltung mit dem Titel „Zwei Museen – Zwei Wege in die Zukunft“ tauschten sich Prof. Dr. Anna Greve, Direktorin des Focke Museums in Bremen und Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg, über die Neuausrichtung ihrer Häuser aus. Die Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtmuseums, Inge von Danckelman, moderierte das Gespräch rund um das Thema, wie Museen sich dem gesellschaftlichen Wandel anpassen. Im Fokus beider Häuser steht die Absicht, diese stärker zu öffnen und sie zu einem Ort des gesellschaftlichen Austauschs und der Begegnung zu entwickeln. Im Gespräch beschrieben die Museumsmachenden ihre Ideen und Ansätze auf dem Weg der Neuausrichtung. Im Anschluss gab es eine rege Diskussion mit dem Publikum.

Die Veranstaltung wurde vom Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums initiiert und im Rahmen des Formats „OL verändern | OL erinnern“ im Projektraum in der Langen Straße umgesetzt. Nach der Erstausstrahlung bei Oeins steht die Aufzeichnung auch auf der Homepage des Stadtmuseums zur Verfügung. Dort finden sich auch Aufzeichnungen der bisherigen Veranstaltungen im Rahmen der Gesprächsreihe „OL verändern | OL erinnern“.

Weitere Sendetermine bei Oeins sind:
 Montag, 16. August, 23 Uhr
 Dienstag, 17. August, 14 Uhr, 19 Uhr und 23 Uhr
 Mittwoch, 18. August, 14 Uhr
 Sonntag, 22. August, 11 Uhr
10.08.2021, 15:45 Uhr
Büchertauschbörse öffnet wieder
Erster Termin im PFL ist am 17. August – Einlass erfolgt reguliert
Die Büchertauschbörse, ein Angebot des Fachdienstes Bürgerschaftliches Engagement/inForum der Stadt Oldenburg, öffnet an zwei Terminen im Sommer wieder ihre Türen. Interessierte Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, an den Dienstagen, 17. August und 14. September, jeweils von 15 bis 17 Uhr gut erhaltene Bücher und Hörbücher kostenlos im Keller des Kulturzentrums PFL zu tauschen.

Der Einlass erfolgt reguliert und unter Beachtung geltender Hygienemaßnahmen. Die Hygienevorschriften sowie weitere Informationen zu dem Angebot der Büchertauschbörse finden Sie unter www.oldenburg.de/inforum.

Wer weitere Fragen hat, kann sich gerne an den Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement wenden im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Telefon 0441 235-2020, E-Mail inforum@stadt-oldenburg.de.
22.07.2021, 21:56 Uhr
Große Resonanz auf Fachtag für Kunst und Kultur im Alter
Sektion Nord des Fachverbandes Kunst- und Kulturgeragogik in Oldenburg gegründet
Auf eine bemerkenswert große Resonanz ist jetzt der 1. Fachtag Kunst- und Kulturgeragogik in Oldenburg sowohl bei den Teilnehmenden als auch in Fachkreisen gestoßen. Überzeugt von den Zielen, Methoden und Inhalten und den zahlreichen Einsatzmöglichkeiten in der Praxis, schlossen sich über ein Drittel der Teilnehmenden im Anschluss an den Fachtag zur Sektion Nord des Fachverbandes Kunst- und Kulturgeragogik e.V. zusammen.

Die 17 Mitglieder wollen sich untereinander stärker vernetzen. Dabei wollen sie beraten, wie die Kulturelle Bildung im Alter künftig verstärkt in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie in Seniorentreffpunkten und Vereinen, aber auch in den Stadtteilen, in Kirchengemeinden und Kliniken eingesetzt werden könnte. Die Sektion ist offen für weitere Aktive, die Mitgliedschaft im Fachverband ist keine Bedingung zur Teilnahme. Interessierte können sich bei Christiane Maaß im Kulturbüro der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de melden.

Dr. Sabine Baumann, Vorsitzende des Fachverbandes Kunst- und Kulturgeragogik e.V., war begeistert von der großen Beteiligung am Fachtag. „Oldenburg kann als Vorbild gelten für andere Kommunen“, lobte sie die Aufbauarbeit im Bereich der Kunst- und Kulturgeragogik vor Ort. „Es gilt nun, sich weiter zu vernetzen. Auch die Kommune ist gefragt, diese Aktivitäten noch stärker zu unterstützen.“ Die Teilnehmenden nahmen viele Impulse für ihre weitere Arbeit aus den von erfahrenen Kunst- und Kulturgeragoginnen und -geragogen gestalteten Kurzworkshops mit. Diese gaben interessante und inspirierende Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Kunstsparten. „DANKE für diesen reichen Fachtag in toller Location! Sehr bereichert bin ich auf dem Heimweg – neue Ideen im Rucksack“, schrieb eine Teilnehmerin.

Der 1. Fachtag Kunst- und Kulturgeragogik in Oldenburg wurde veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg und dem Fachverband Kunst- und Kulturgeragogik e.V. Stattgefunden hat er in der neuen Jugendherberge Oldenburg. 40 in den Bereichen Seniorenarbeit, Pflege, Alltagsbegleitung und Betreuung Tätige sowie Kulturschaffende aus allen Kunstsparten, Kunst-Pädagoginnen und -pädagogen, Kunst- und Kulturgeragoginnen und -geragogen waren vertreten.
13.07.2021, 21:27 Uhr
Zwei Museen – zwei Wege in die Zukunft
Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums
Am Mittwoch, 21. Juli 2021, 19 Uhr, laden das Stadtmuseum und der Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums zum achten Mal zu der Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ ein. Unter dem Titel „Zwei Museen – Zwei Wege in die Zukunft“ tauschen sich Prof. Dr. Anna Greve, Direktorin des Focke Museums in Bremen und Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg über die Neuausrichtung ihrer Häuser aus. Moderiert wird die Veranstaltung von der Fördervereinsvorsitzenden Inge von Danckelman.

Nicht nur Oldenburg macht sich auf den Weg, das Stadtmuseum zu modernisieren und die Ausrichtung des Hauses zu verändern. Auch das Focke Museum, das Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte arbeitet an einem neuen Konzept. Im Fokus steht die Absicht, die Museen stärker zu öffnen und sie zu einem Ort des gesellschaftlichen Austauschs und der Begegnung zu entwickeln.

Prof. Dr. Anna Greve hat im November letzten Jahres die Stelle als neue Direktorin des Focke Museums angetreten. Sie möchte das Haus zu einer neuartigen Kultureinrichtung für die Bremerinnen und Bremer weiterentwickeln. Ihr Ziel ist es, „die Konzeptionen des Museums als Ort des historischen Gedächtnisses mit einer modernen, zeitgemäßen Interpretation eines Bürgerhauses zusammenzudenken. Im Bürgersinn und auf der Grundlage einer historisch gewachsenen Sammlung zur bremischen Geschichte, soll das Haus ein neuer Kultur- und Diskussionsort für die Menschen in unserem Bundesland werden“. Ähnlich beschreibt es Dr. Steffen Wiegmann, der das Stadtmuseum Oldenburg seit Dezember 2019 leitet. Er möchte, dass das Stadtmuseum „ein Ort wird, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt stärker als bisher diskutiert werden. Dabei soll die Beziehung Mensch und Stadt im Mittelpunkt stehen“.

„Was liegt also näher, als dass sich die beiden Museumsmachenden über ihre Konzeptionen, ihre Ziele und ihre Arbeit austauschen“, sagt Inge von Danckelman. „Wir freuen uns, als Förderverein diesen Austausch im Rahmen der Veranstaltung ‚OL verändern | OL erinnern‘ initiieren zu können und so das Gespräch über museale Neuausrichtung nicht nur unter Fachleuten, sondern mit Museumsbesucherinnen und -besuchern anzuregen.“

Die Veranstaltung findet im Projektraum des Stadtmuseums in der Langen Straße 74 statt. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
13.07.2021, 21:24 Uhr
Oldenburg. Stadt am Wasser
Fahrrad-Exkursion des Stadtmuseums
Am Freitag, 23. Juli, 14 Uhr bietet das Stadtmuseum die Exkursion „Oldenburg. Stadt am Wasser“ an. Warum gibt es in der Schleusenstraße keine Schleuse? Wie kam die Hunte nach Hundsmühlen? Warum fließt die Lethe unter der Hunte durch? Gästeführer Helmuth Meinken beantwortet viele spannende Fragen rund um Oldenburgs Gewässer und besucht mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern technische Bauwerke wie die Cäcilienbrücke, die Schleuse und das Wasserkraftwerk (letzteres mit Besichtigung). Die Radtour dauert 3 Stunden und umfasst circa 12 Kilometer.

Treffpunkt: Cäcilienbrücke/Stadtseite

Tickets sind für 12 Euro zuzüglich Servicegebühr unter folgendem Link https://ticket2go.de/e/2379 oder bei der Touristinformation am Lappan erhältlich.

Die Exkursion „Oldenburg. Stadt am Wasser“ findet am 25. September um 14 Uhr noch ein weiteres Mal statt.
13.07.2021, 21:06 Uhr
Drei Tage volles Programm bei „blue OL“
Programmheft zum Kulturfestival 55+ erschienen
Das umfangreiche Programmheft zum „blue OL. Kulturfestival 55+“ ist erschienen. Druckfrisch liegt es an vielen öffentlichen Stellen, zum Beispiel in den Bürgerbüros und bei der Oldenburg-Info im Lappan, sowie in zahlreichen Einrichtungen aus. Zusätzlich kann das detaillierte Programm online eingesehen werden unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.

Das „blue OL. Kulturfestival 55+“ findet von Freitag, 24. September, bis Sonntag, 26. September, in der Jugendherberge Oldenburg in der Straßburger Straße 6 statt. Geboten werden drei Tage voller Workshops, Mitmachaktionen, Essen, Trinken, Klönen und mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm. Headliner ist die Band „Heart of Gold“ mit Rock der 70er-Jahre. Der Zugang zum Festival ist kostenlos. Zudem ist die Jugendherberge als neuer und zentral gelegener Veranstaltungsort komplett barrierefrei.

Der Name „blue OL. Kulturfestival 55+“ bezieht sich auf die so genannten „Blauen Zonen“ („Blue Zones“) auf der Erde. So werden Orte bezeichnet, an denen überdurchschnittlich viele Menschen sehr alt werden – und das bei guter Gesundheit, sozialer Einbindung und subjektivem Wohlbefinden. Weltweit hat man bislang fünf „Blaue Zonen“ entdeckt. „blue OL“ möchte eine weitere werden.

Träger des Festivals ist der DJH-Landesverband Unterweser-Ems in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg und der Agentur Kulturgewerbe. Förderer sind die Marius Eriksen Stiftung, die Friedrich- und Hedwig-Eilers-Stiftung, die GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH und die Regionale Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg. Schirmherr ist Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
02.07.2021, 13:59 Uhr
Mit bunten Holzquadraten den Stadtteil verschönern
Kreyenbrückerinnen und Kreyenbrücker können Kunstprojekt mitgestalten
Unter dem Motto „Bunte Verbindungen in Kreyenbrück“ plant eine Arbeitsgruppe des Farbenfroh Kulturfestivals Kreyenbrück in Kooperation mit der „Cafta“, der Freizeitstätte Kreyenbrück, und dem Stadtteiltreff Kreyenbrück ein partizipatives Kunstprojekt. Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersstufen sind aufgerufen, ihren Stadtteil zu verschönern, indem sie sich kreativ daran beteiligen, einzelne Holzquadrate (25 mal 25 Zentimeter groß) nach eigenen Ideen und Fertigkeiten bunt zu gestalten.

Die fertigen Einzelprodukte werden dann gesammelt und unter Anleitung des Oldenburger Kunstpädagogen George Golz zu mehreren Objekten zusammengesetzt. Diese sollen dann im Oktober an verschiedenen Standorten im öffentlichen Raum in Kreyenbrück installiert werden. Ähnlich der Installation des Fotoprojekts 2018 im Rahmen von „Farbenfroh“ am Zaun der Kinderklinik hoffen die Initiatoren auf eine Haltbarkeitsdauer von mindestens zwei Jahren.

Die zu gestaltenden Holzplatten können seit dem 1. Juli in der „Cafta“ (Brandenburger Str. 38) oder beim Stadtteiltreff (Alter Postweg 1) abgeholt werden. Dort können sie direkt nach Fertigstellung oder spätestens bis zum 3. September wieder abgegeben werden. Aktionen zur gemeinsamen Gestaltung der Einzelteile für die Installationen sind im Rahmen von Beteiligungsaktionen in der „Cafta“ und im Stadtteiltreff, am Tipi (an der Kirche St. Johannes) sowie beim Stadtteilfest Kreyenbrück am 3. September vorgesehen.

Nähere Informationen zum Projekt gibt es telefonisch unter 0441 235-3292 (Stadtteiltreff Kreyenbrück) und 0441 44105 („Cafta“ Freizeitstätte Kreyenbrück).
29.06.2021, 14:45 Uhr
Ausstellung „Le’Chaim! Jüdisches Leben in Oldenburg“ verlängert
Jerusalem-Duo gibt am 4. Juli Konzert im Schloss – Studierende gestalten Programm
Die Ausstellung „Le’Chaim! Jüdisches Leben in Oldenburg #1700Jahre Jüdisches LebenInDeutschand“, die am 30. Mai im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte eröffnet wurde, wird bis Sonntag, 1. August, verlängert.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ organisiert. Beteiligt an der Ausstellung sind die Stadt Oldenburg mit dem Kulturbüro und dem Stadtmuseum, die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie die Jüdischen Studien an der Carl von Ossietzky Universität.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Oldenburg nach 1945. Am Beispiel einer Oldenburger Familie wird jedoch auch Bezug genommen auf das jüdische Leben in der Stadt von der Jahrhundertwende über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit. Einen historischen Überblick über die 1700-jährige Geschichte der Juden in Deutschland haben namhafte Wissenschaftler für die Oldenburger Ausstellung zusammengestellt.

Die Eröffnung der Ausstellung fand aufgrund der Corona-Bedingungen mit stark begrenzter Teilnahme von Interessierten statt, sie ist jedoch für alle Interessierten nachzuschauen unter https://www.youreventonline.de/JuedischesLebeninOldenburg/.

Die Homepage der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg bietet unter https://jg-ol.de/juedische-ereignisse/ Informationen zu dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Studierende der Carl von Ossietzky Universität haben für Sonntag, 4. Juli, dem Termin der zunächst vorgesehenen Finissage der Ausstellung, ab 16 Uhr im Schloss (Schlossplatz 1) ein Programm vorbereitet. Das Jerusalem-Duo wird an diesem Nachmittag ein Konzert geben.
25.06.2021, 10:47 Uhr
Gruppenführungen und Schulklassen wieder erlaubt
Führungen durch Jugendstil- und Horst-Janssen-Ausstellung möglich
Aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen darf das Horst-Janssen-Museum wieder Führungen für Gruppen anbieten. Aktuell werden buchbare Gruppenführungen durch die Sonderausstellung „Ilna Ewers-Wunderwald: Expedition Jugendstil“ und durch die Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen angeboten. Maximal sieben Personen aus beliebig vielen Haushalten können teilnehmen. Die Abstandsregeln und die Maskenpflicht sind einzuhalten. Eine 60-minütige Führung kostet 35 Euro, eine 90-minütige Führung 50 Euro. Gruppenführungen können über das Sekretariat des Museums unter Telefon 0441 235-2891 oder per Mail an info@horst-janssen-museum.de gebucht werden.

Schulklassen und Kindergartengruppen dürfen das Museum nach vorheriger Anmeldung wieder besuchen. Auf Wunsch kann eine Führung mit oder ohne Praxisanteil gebucht werden. Angebote und Preise können auf der Homepage unter www.horst-janssen-museum.de/vermittlung eingesehen werden. Während des Aufenthalts muss die Gruppe als Kohorte zusammenbleiben. Die Ausstellungsebene wird für den Zeitraum des Besuchs für andere Besucherinnen und Besucher gesperrt. Kindergartenkinder brauchen keine Maske tragen. Für 6- bis 14-Jährige ist eine Stoffmaske ausreichend. Erst ab 15 Jahren gilt die Maskenpflicht mit FFP2- und OP-Masken. Schulklassen und Kindergartengruppen können Führungen bei Melanie Robinet unter Telefon 0441 235-4105 oder per Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de buchen.
22.06.2021, 15:56 Uhr
Kriegsopfer erhalten Namen zurück
Erinnerungszeichen auf dem Jüdischen Friedhof übergeben
In einer kleinen Gedenkveranstaltung auf dem Alten Jüdischen Friedhof hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gemeinsam mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, Dr. Elisabeth Schlesinger, am Dienstag, 22. Juni, dem 80. Jahrestag des Überfalls der Sowjetunion, ein Erinnerungszeichen für die dort anonym beerdigten Kriegstoten übergeben. Die 56 Opfer, 48 Soldaten und acht Zivilisten sowjetischer, polnischer und unbekannter Herkunft, wurden in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1941 und 1943 namenlos in einem Sammelgrab begraben – ein Akt, der zudem eine Schändung des Jüdischen Friedhofs darstellt. „Das Erinnerungszeichen gibt den Opfern ihre Identität wieder“, sagte Krogmann. In dem eigens für die Grabstelle geschaffenen Kunstwerk von Amir Omerovi? sind die Namen und Lebensdaten, soweit bekannt, eingestanzt. Zur Übergabe gehörte auch das Verlesen der Namen der Opfer durch Leonid Shekhtman, einem russischen Mitglied der hiesigen Jüdischen Gemeinde.

Das Erinnerungszeichen
Das Erinnerungszeichen wurde von dem Bremer Künstler Amir Omerovi?, mehrfach ausgezeichneter Bildhauer und Lehrbeauftragter der Bremer Hochschule für Künste, geschaffen. Vorausgegangen war ein beschränkt ausgeschriebener künstlerischer Wettbewerb. Das Kunstwerk besteht aus drei oxidierten Cortenstahlwegen mit eingelassenen Fußabdrücken, die auf eine Bronzeplattform einmünden. Die persönlichen Angaben zu den Opfern sowie ein kleiner Informationstext sind auf der Vorderseite des Sammelgrabs in den umrandenden Stahlplatten zu finden. „Amir Omerovi? gelingt es in seiner künstlerischen Umsetzung trefflich, die Besonderheit des Ortes auf dem Jüdischen Friedhof und die Erinnerung an die Kriegsopfer einfühlsam zu verknüpfen und damit ein würdevolles Gedenken zu ermöglichen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Überfall der Sowjetunion
Am 22. Juni 1941 marschierten Wehrmachtstruppen gemäß der nationalsozialistischen Ideologie vom „Lebensraum im Osten“ ohne Kriegserklärung in die Sowjetunion ein. Mit dem „Unternehmen Barbarossa“ begann ein Vernichtungsfeldzug mit 27 Millionen sowjetischen Toten. Mehr als drei Millionen gefangene Sowjetsoldaten starben aufgrund der unmenschlichen Bedingungen in deutschen Lagern. 

Kriegsopfer auf dem Jüdischen Friedhof
Die Kriegsopfer kamen überwiegend aus dem Kriegsgefangenenlager Wietzendorf in der Lüneburger Heide, dem zeitweise größten sowjetischen Stammlager. Sie waren verschiedenen Arbeitslagern zugeordnet und mussten bei unzureichender Ernährung als Zwangsarbeiter schwerste Arbeiten verrichten. Die meisten verstarben an den Folgen von Unterernährung, Krankheit oder durch Gewalteinwirkung. Die Verstorbenen wurden würdelos in einem Sammelgrab beerdigt. Das Grab war bislang lediglich mit einem schlichten Gedenkstein aus den 1950er Jahren ohne Namensnennungen versehen. In enger Abstimmung mit der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg kann nun entsprechend dem Gräbergesetz die Erinnerung an die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft wachgehalten und der bislang anonym bestatteten Opfer gedacht werden.

Die Geschichte des Jüdischen Friedhofs
Der Jüdische Friedhof in Osternburg stammt aus dem Jahr 1814. Die Begräbnisstätte umfasst etwa 300 Grabstellen. Auch die drei Landesrabbiner Bernhard Wechsler, Dr. David Mannheimer und Dr. Philipp de Haas haben auf diesem Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Der Jüdische Friedhof ist in der Geschichte seines Bestehens wiederholt geschändet worden, so auch in der Pogromnacht am 9./10. November 1938, als die jüdischen Mitbürger Oldenburgs verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurden. Die Synagoge an der Peterstraße wurde in Brand gesetzt, ebenso die 1921 auf dem Jüdischen Friedhof errichtete Trauerhalle. Während die Synagoge komplett ausbrannte, blieb die Grundsubstanz der Trauerhalle weitgehend unbeschädigt. Zwischen 1941 und 1943 schändeten die Nationalsozialisten den Jüdischen Friedhof erneut, indem sie die 56 Kriegstoten dort verscharrten. Zudem wurde, vermutlich im Jahr 1943, ein Luftschutzrundbunker auf dem Friedhof errichtet, dessen Abriss in den 1960er Jahren erfolgte.

Nach Kriegsende wies die britische Militärregierung die Stadtverwaltung an, den Friedhof wiederherzurichten. Einzelne Grabsteine, die Außenmauer sowie das Eingangstor wurden daraufhin repariert. Die Trauerhalle wurde Anfang der 1950er Jahre vorläufig und erst in den 1970er Jahren komplett saniert.
15.06.2021, 20:09 Uhr
Kulturelli Oldenburg
Kulturelle Rallye startet und läutet den Sommer in Oldenburg ein
„Raus ins Freie, fertig, los!“ - Es ist Sommer und das Oldenburger Publikum und die Gäste in der Stadt können sich auf geballte Kultur und viele bunte Aktionen im Rahmen des Möglichen freuen. Gebündelt und zum Teil organisiert wird das Programm von der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM), um mit attraktiven Angeboten auf die Stadt als Ausflugs- und Urlaubsziel aufmerksam zu machen und damit einen wichtigen Beitrag zu leisten, um Oldenburg nach der Corona-Zwangspause zu beleben. Dafür wurden alle Kräfte gebündelt und die Stadt Oldenburg unterstützt mit einem Sonderprogramm. Institutionen, kulturelle Einrichtungen, Personen und Fachleute planen besondere Aktionen und Veranstaltungen.

Mit der „Kulturelli“ wird nun erneut eine kulturelle Rallye angeboten, an der sich alle ab sofort bis zum 15. September beteiligen können. Organisiert haben die Aktion Gesine Geppert und Menso von Ehrenstein. Sie sind die Initiatoren und hatten die Idee für diese kulturelle Rallye bereits im vergangenen Frühjahr. Im April 2021 wurde dann erstmals eine „Kulturelli“ angeboten. Die Idee hatte einen Nerv getroffen und die Erfahrungen, die man im Rahmen der ersten Durchführung gesammelt hatte, bildeten nun die Grundlage für eine zweite, umfangreichere Version für den Sommer in Oldenburg.

So funktioniert es: Ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad, die Ziele drehen sich rund um Kunst und Kultur und es gibt die Möglichkeit auf Gewinne. Durch den langen Zeitraum haben auch Menschen, die langsam mit dem Fahrrad fahren oder beeinträchtigt sind, die gleiche Chance. Es gibt keine Altersbegrenzung, dafür jedoch immer wieder Aufgaben, für die gezeichnet oder etwas gefunden werden muss, sodass auch Kinder ihren Spaß an der Teilnahme haben können. 

Je nachdem, für welche Variante die Teilnehmenden sich entscheiden, gibt es eine Oldenburg-Karte mit markierten Zielen und ein sogenanntes „Manifest“ mit Aufgaben, Rätseln oder Fragen zu den einzelnen Zielen. Dann haben die Teilnehmenden bis zum 15. September Zeit, so viele Orte wie selbst gewünscht mit dem Fahrrad anzufahren oder zu Fuß anzusteuern, um dort Fragen zu beantworten oder Aufgaben zu lösen. Wer nach dem Spaß noch etwas gewinnen möchte, kann sein Manifest in der Oldenburg-Info im Lappan abgeben. Die Manifeste sind ab dem 15. Juni in der Oldenburg-Info im Lappan, in den beiden Landesmuseen sowie im Horst-Janssen-Museum und im Edith-Rus-Haus für Medienkunst erhältlich. Weitere Informationen zum Angebot und den Gewinnen gibt es unter www.oldenburg-tourismus.de/kulturelli.

Begleitet wird das Rallye-Angebot durch das neue Format „Pop-up-Wissen“. Hierbei bieten im 15-Minuten-Takt Gästeführerinnen und Gästeführer am 26. Juni, 20 und 22. August sowie am 5. September 2021 kostenfreie 5-Minuten-Wissenshäppchen an verschiedenen Punkten in der Oldenburger Innenstadt. Eine Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Ein genauer Plan mit Orten und Zeiten wird in Kürze im Internet veröffentlicht unter www.sommerinoldenburg.de und ist auch in gedruckter Form ab dem 19. Juni in der Oldenburg-Info im Lappan erhältlich.
11.06.2021, 12:47 Uhr
Projektraum des Stadtmuseums Oldenburg
Stadtmuseum bespielt Geschäftsleerstand in der Langen Straße 74 – 12. Juni bis 15. August
Am Samstag, 12. Juni, eröffnet in der Innenstadt der Projektraum des Stadtmuseums Oldenburg. Er ist der erste von insgesamt sechs Projekträumen, die das Stadtmuseum über den Zeitraum der Schließung hinweg bespielen wird.

Mit dem Projektraum geht das Stadtmuseum bewusst in die Oldenburger Innenstadt und gibt dort Einblicke in die aktuelle Arbeit des Museums. Besucherinnen und Besucher können sich über viele Themen rund um das Neue Stadtmuseum und die Arbeit in den Stadtteilen informieren. Außerdem laden verschiedene Interaktionsformate zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ein.

Durch das Bespielen eines Geschäftsleerstands bietet das Stadtmuseum auch eine Perspektive auf die Frage, wie Leerstände in der Oldenburger Innenstadt übergangsweise kreativ genutzt werden können. In dieser Hinsicht soll auch zur Diskussion zur Stadtentwicklung angeregt werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann betont: „Kreative Leerstandsnutzungen wie die des Stadtmuseums bieten nicht nur attraktive Möglichkeiten für die Überbrückung bis zur gewerblichen Neuvermietung. Sie schaffen auch Räume für Kommunikation und Begegnung. Die Oldenburger Innenstadt profiliert sich damit als Kultur- und Kreativquartier.“

Die Nutzung des Raumes wurde durch die Zusammenarbeit mit der Agentur ‚Raum auf Zeit‘ möglich, die in Oldenburg temporär nutzbare Räume an Kulturprojekte vermittelt. „Wir hoffen, dass die Kooperation mit dem Stadtmuseum ein Türöffner für viele andere kreative Projekte ist, für die wir in der Innenstadt Räume organisieren wollen“, erläutert Michael Hagemeister, Initiator von ‚Raum auf Zeit‘.

„Die Projekträume sind wichtige Säulen unserer Schließzeitkampagne ‚Museum findet Stadt‘“, erklärt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums. „Uns ist es wichtig, dass die Stadtteile in der Innenstadt sichtbar werden, so dass die Oldenburgerinnen und Oldenburger ihre Stadt neu kennenlernen können und darüber hinaus ins Gespräch kommen.“ Sandrine Teuber, Koordinatorin des Projektraums, ergänzt: „So möchten wir zum Beispiel mehr über die Stadtteile wissen oder suchen nach Erinnerungsfotos, die mit den großen Steiff-Figuren Mecki und Esel auf dem Kramermarkt gemacht wurden.“ Die beiden großformatigen Stofftiere der Firma Steiff standen von den 1950er bis 1990er Jahren auf dem Kramermarkt als Attraktionen für Besucherinnen und Besucher bereit, um sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Jetzt sind sie Teil der Sammlung des Stadtmuseums und im Projektraum zu sehen.

Öffnungszeiten des Projektraums sind:
Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 25. Juli 10 bis 18 Uhr
04.06.2021, 13:40 Uhr
Mitmachaktion „Nachgefragt!“
Das Stadtmuseum unterwegs
Am Sonnabend, 5. Juni, findet von 8 bis 12 Uhr die Aktion „Nachgefragt!“ auf dem Pferdemarkt statt.

Im Juni und Juli wandert das Team des Stadtmuseum im Rahmen der Aktion mit einer orangefarbenen Leiter durch die Stadt und befragt Oldenburger und Oldenburgerinnen zu ihren Stadtteilen. Aus 24 verschiedenen Begriffen wie laut oder leise, grau oder bunt, familiär oder anonym können individuelle Eindrücke der Stadtteile zusammengestellt werden. „Da wir aber sicher nicht alles mitbedacht haben, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, eigene Begriffe einzubringen“, ergänzt Melanie Robinet, Ausstellungsvermittlerin an den städtischen Museen. Die Ergebnisse der Mitmachaktion „Nachgefragt!“ werden gesammelt und sind ab dem 12. Juni als wachsende Ausstellung im Projektraum des Stadtmuseums, Lange Straße 74, zu sehen.

„Während der umbaubedingten Schließzeit nimmt das Museum gezielt Kontakt zu den Oldenburgerinnen und Oldenburgern auf“, erklärt Museumsvermittlerin Sandrine Teuber. „Für uns ist diese Aktion ein wichtiger Einstieg in die Arbeit in den Stadtteilen, die ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung des Stadtmuseums ist.“

Das Team des Stadtmuseums ist mit der Aktion „Nachgefragt!“ auf den Stadtteilmärkten sowie beim interaktiven Hörspiel „Der Schatz von Bloherfel.de“ zu finden. Alle Termine sind auch auf der Homepage www.museum-findet-stadt.de aufgeführt.

Die Aktion wird bis zur Eröffnung des Neubaus jährlich zu unterschiedlichen Themen durchgeführt.
04.06.2021, 13:38 Uhr
Mecki und Esel – Erinnerungen an den Kramermarkt
Das Stadtmuseum sucht nach Fotos für die Sammlung
Mecki und Esel sind vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern von früheren Besuchen des Kramermarkts in Erinnerung geblieben. Die beiden großformatigen Stofftiere der Firma Steiff standen dort von den 1950er bis 1990er Jahren als Attraktionen für Besucherinnen und Besucher bereit, um sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Jetzt sucht das Stadtmuseum nach alten Fotos dieser Kramermarkts-Attraktion, um sie in einer Ausstellung im neuen Projektraum des Stadtmuseums auszustellen, der am 12. Juni eröffnet.

Mecki und Esel sind seit Kurzem Teil der Sammlung des Stadtmuseums Oldenburg und werden ebenfalls im Projektraum, Lange Straße 74, zu sehen sein. Dort stehen sie auch für Selfies mit den Besucherinnen und Besuchern bereit.

Fotos können entweder nur für die Ausstellung oder auch für das Archiv des Stadtmuseums zur Verfügung gestellt werden.

Fragen und Einsendungen von Bildern bitte per E-Mail an: stadtmuseum@stadt-oldenburg.de.
04.06.2021, 13:24 Uhr
Stadtführungen an der frischen Luft wieder möglich
Seit Jahren gehören sie zum Bild in der Stadt dazu: die Stadtführungen durch Oldenburg, durchgeführt von zertifizierten Gästeführerinnen und Gästeführer aus Oldenburg. Sinkende Inzidenzen und steigende Impffortschritte lassen nun weitere Lockerungen zu. Bei der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) herrscht Freude über einen weiteren Schritt zur Reaktivierung des Tourismus. So kann Oldenburg ab sofort wieder im Rahmen einer Stadtführung in kompetenter Begleitung in größeren Gruppen entdeckt und erlebt werden.

Das Angebot an Themen- und Erlebnisführungen, die man in Oldenburg buchen kann, ist groß. Es gibt verschiedene Angebote aus den Sparten Architektur und Geschichte, Aktiv und Mobil, Genuss und Kulinarik bis hin zu Themenführungen wie die Tatortführung oder der abendliche Rundgang. Dazu zählen öffentliche Angebote wie der Stadtspaziergang an jedem Wochenende (Freitag um 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils um 11:00 Uhr) als auch Mundart- und moderne Führungen im Kanu oder mit dem Fahrrad. Sogar eine Wandertour ist unter dem Motto „City-Wandern“ neu im Angebot. Alle Touren sind auch als private Führungen buchbar. Tag und Uhrzeit sind dann natürlich frei wählbar.

Damit die Führungen stattfinden können, werden die aktuellen Vorgaben besonders hinsichtlich der Abstands- und Hygienevorschriften bei allen Touren eingehalten. Die Teilnehmeranzahl ist auf je 15 Personen begrenzt. Unter den Teilnehmenden muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden und das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes ist erforderlich. Auch die allgemeinen Kontaktdaten der Gäste werden zur möglichen Nachverfolgung der Infektionsketten erfasst. Alle Angebote gelten in Anbetracht der dynamischen Situation zunächst unter Vorbehalt.

Eine Übersicht aller Angebote, Infos zu Uhrzeiten, Kosten und die Möglichkeit einer Online-Buchung sind zu finden unter www.oldenburg-tourismus.de/angebote. Alternativ lassen sich die Führungen auch telefonisch unter 0441 361613-66 oder persönlich in der Oldenburg-Info im Lappan buchen. Die Touristinfo ist von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Hier findet der Kunde persönliche Beratung sowie ein großes Sortiment an Souvenirs und Prospektmaterial. Auch Tickets für Veranstaltungen oder die beliebten Oldenburg-Gutscheine sind hier erhältlich.
04.06.2021, 13:18 Uhr
Vortragsreihe begleitet Debatte um Gedenkstein für Wilhelm I.
Zum Auftakt beleuchtet Udo Elerd die militärhistorische Geschichte Oldenburgs
Der wiederaufgestellte Gedenkstein für den Monarchen Wilhelm I. auf dem Anne-Frank-Platz im Wohnquartier Neu-Donnerschwee hat zu einer öffentlichen Kontroverse geführt, die das städtische Kulturbüro nun in einer Vortragsreihe begleitet und mit fundierten Fakten bereichern soll.

Die Veranstaltungsreihe startet am Donnerstag, 10. Juni, um 19 Uhr mit einem Vortrag zur Militärgeschichte Oldenburgs. Referent ist der Oldenburger Historiker und Leiter des Stadtmuseums a. D. Udo Elerd. Die Veranstaltung findet in den Räumen des Vereins Jugendkulturarbeit, Weiße Rose 1, statt. Der Eintritt ist frei. Für die Teilnahme gelten die Bestimmungen der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Eine Anmeldung ist aufgrund der reduzierten Platzanzahl per E-Mail an kulturbuero@stadt-oldenburg.de bis zum 7. Juni erforderlich.

Die militärhistorische Geschichte Oldenburgs als Garnison prägte über Jahrhunderte die Entwicklung der Stadt. Als Grafschaft, Herzogtum, Großherzogtum, Freistaat und ab den 1950er Jahren als Verwaltungsbezirk des 1946 neu gegründeten Landes Niedersachsen war das Militärwesen, wenn auch in unterschiedlicher Dimension, ein wichtiger Bestandteil des städtischen Lebens.

Vor allen Dingen ab dem 19. Jahrhundert erlangte die militärische Tradition durch die neuen Verpflichtungen Oldenburgs als Mitglied des Rheinbundes und später des Norddeutschen Bundes eine neue Gewichtung. So war der preußische König Wilhelm I. auch Oberbefehlshaber der oldenburgischen Truppen. 1869 besuchte der König Oldenburg und hielt auf dem damaligen Exerzierplatz Donnerschwee eine Truppenparade ab. Wilhelm I., seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser, war auf der Durchreise, um am Folgetag den neuen preußischen Kriegshafen Wilhelmshaven einzuweihen. 29 Jahre später, im Jahr 1898, stellten die Oldenburger Kriegervereine einen Gedenkstein in Erinnerung an diesen Besuch auf. Der Gedenkstein wurde vermutlich in der Folge des Zweiten Weltkrieges vergraben, 2015 bei Erdarbeiten wiedergefunden und 2018 neu aufgestellt.

Udo Elerd wird in seinem Vortrag die Tradition von Militär und Garnison in der Stadt Oldenburg, die Geschichte der Kasernen in Donnerschwee und die Bedeutung der Oldenburger Kriegervereine erläutern. Dabei werden auch wirtschaftliche und alltaggeschichtliche Aspekte betrachtet. Im Anschluss an den Vortrag können Fragen an den Referenten gestellt werden.

Die Reihe wird am 30. Juni, 19 Uhr, mit einem Vortrag von Dr. Stephan Scholz zum Thema „Umstrittene Denkmäler – Überreste der Geschichte oder Medien der Erinnerungskultur?“ fortgesetzt. Am 8. Juli findet ab 19 Uhr der letzte Vortrag statt. Dr. Robert-Tarek spricht über Wilhelm I. im Zeitalter von Nationalismus und Militarismus.

Das Oldenburger Stadtmuseum zeigt zeitgleich ab dem 10. Juni in den Räumen von Jugendkulturarbeit e. V. die Ausstellung „Der Stein des Anstoßes“, die unter anderem historisches Bildmaterial aus verschiedenen Zeitabschnitten umfasst.

Weitere Informationen sind unter www.oldenburg.de/kulturbuero und zur Ausstellung unter www.museum-findet-stadt.de zu finden.
01.06.2021, 17:23 Uhr
Historische Spurensuche via Smartphone
Neuer interaktiver Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg ab sofort kostenlos verfügbar

Alle Geschichtsinteressierten sind ab sofort eingeladen, sich mit Hilfe ihres Smartphones auf einen interaktiven Rundgang zur Geschichte der Stadt Oldenburg während der Zeit des Nationalsozialismus zu begeben. Die bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen angesiedelte Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit hat hierzu innerhalb der kostenlosen App „Actionbound“ die Möglichkeit geschaffen, diesen wichtigen Teil der Regionalgeschichte zu erkunden. Der Rundgang führt auf knapp vier Kilometern über zehn Stationen vom Pferdemarkt durch die Innenstadt zum alten Oldenburgischen Landtag und endet schließlich an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Die App stellt an jeder Station Informationen und weiterführende Links bereit. Die historische Spurensuche wird dabei durch spielerische und multimediale Elemente ergänzt und kann auch in Teilabschnitten absolviert werden.
28.05.2021, 19:56 Uhr
Was las König Karl II. von England?
Kostbare Handschriften und historische Karten der Landesbibliothek Oldenburg erstmals digital im Internet
Die Oldenburger Bilderhandschrift des Sachsenspiegels von 1336 ist weltberühmt, doch über die rund 1.000 übrigen Handschriften der Landesbibliothek Oldenburg gab bisher nur ein internes Verzeichnis Auskunft. Auch die mehr als 4.000 Blätter umfassende Altkartensammlung der Landesbibliothek ist noch nahezu unbekannt. Dies ändert sich nun, wie Wissenschaftsminister Björn Thümler heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gab: „Schon mehrere hundert kostbare Handschriften und historische Karten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sind jetzt katalogisiert und im Internet weltweit auffindbar. Ausgewählte Stücke wurden vollständig digitalisiert und können am Bildschirm kostenlos im Detail betrachtet werden. Davon profitiert nicht nur die Wissenschaft, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger“, so Thümler. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) fördert die beiden Erschließungs- und Digitalisierungsprojekte an der Landesbibliothek Oldenburg von 2017 bis 2021 mit insgesamt 305.000 Euro.

Eine der schönsten Überraschungen unter den 350 Handschriften, die im Rahmen des Projekts zur Handschriftenerschließung 2017 bis 2019 erstmals wissenschaftlich bearbeitet wurden, ist das Verzeichnis der Privatbibliothek von König Karl II. von England (1630-1685). „Die Kollegen der königlichen Bibliothek in Whitehall waren geradezu elektrisiert von unserem Fund“, berichtete Projektleiter Matthias Bley. „Unser Catalogue of Books in the King’s Closet ist der einzige zeitgenössische Nachweis dieser kostbaren Büchersammlung, die 1698 bei einem Brand fast vollständig vernichtet wurde – in Fachkreisen eine kleine Sensation.“ Zusammen mit rund 60 weiteren Handschriften gehört dieser Band zum Gründungsbestand der Landesbibliothek, der Sammlung des Hannoverschen Staatsbeamten Georg Friedrich Brandes (1719-1791). Ein Großteil der übrigen Handschriften ist vor allem für die Geschichte Oldenburgs und der Region von Bedeutung, wie das 1568 geschriebene Oldenburger Stadtrecht. Ganz außergewöhnlich ist das kleinformatige Pro Memoria des oldenburgisch-dänischen Amtsvogtes von Hatten und Wardenburg Traugott Schreber (1671-1718). Schreber trug darin akribisch alle Informationen über seinen Amtssprengel in Listen zusammen und fertigte selbst 25 detailliierte Federzeichnungen einzelner Dörfer an. Alle 350 Handschriften des Projekts sind auch in der Datenbank des Handschriftenzentrums der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel nachgewiesen. 40 ausgewählte Handschriften wurden digitalisiert und können in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek Oldenburg Seite für Seite am Bildschirm durchblättert werden.

Noch bis Ende 2021 läuft das Kooperationsprojekt zur Katalogisierung und Digitalisierung historischer Karten der drei niedersächsischen Landesbibliotheken in Hannover, Oldenburg und Wolfenbüttel. Als erstes Teilergebnis präsentierte Bibliotheksleiterin Corinna Roeder die vollständig digitalisierte Kartensammlung Albers. Erst 2018 hatte die Landesbibliothek Oldenburg diese kostbare Sammlung mit Förderung des MWK und der Landessparkasse zu Oldenburg aus dem Privatbesitz des Oldenburger Arztes Dr. Lutz Albers erwerben können. Sie enthält 329 historische gedruckte Karten des nordwestdeutschen Raumes und der nördlichen Niederlande von 1550 bis 1800 - darunter zahlreiche kostbare und seltene Blätter. Auch diese Karten waren bisher nicht elektronisch katalogisiert und außerhalb der Räume der Bibliothek nicht sichtbar. „Viele dieser Karten legen Zeugnis ab von Veränderungen unserer Umwelt in den letzten Jahrhunderten“, sagte Roeder. „Die Schüler-AG Na, Erde? des Neuen Gymnasiums Oldenburg hat beispielsweise anhand der Karten aus der Albers-Sammlung die gewaltigen Änderungen des Küstenverlaufs zwischen Weser und Ems seit dem 16. Jahrhundert herausgearbeitet. Ein anderes Thema, das auch für den Unterricht interessant sein könnte, ist die Entwicklung der Gewässer und Moore.“  

„Durch ihre gemeinsame Digitalisierungsoffensive bündeln die drei niedersächsischen Landesbibliotheken in Hannover, Oldenburg und Wolfenbüttel ihr Knowhow und eröffnen für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit neue Nutzungsmöglichkeiten“, betonte Minister Thümler. „Nach Abschluss der Projekte werden digitalisierte Kulturschätze aller drei Landesbibliotheken im Kulturerbeportal Niedersachsen als ‚Verteilte digitale Landesbibliothek“ weltweit sichtbar sein.“


Wo sind die Handschriften und Karten im Internet zu finden?

Handschriften: Wissenschaftliche Beschreibungen von 350 Handschriften der Frühen Neuzeit enthält die Handschriftendatenbank der Landesbibliothek Oldenburg: https://www.lb-oldenburg.de/TEI/dist/content/handschriften/index.php.

Historische Karten: Ausführliche Katalogbeschreibungen von aktuell rund 1.200 historischen Karten der Landesbibliothek Oldenburg finden sich im Verbundkatalog GVK, im Oldenburger Bibliothekskatalog ORBISplus und in der Altkartendatenbank IKAR (http://ikar.staatsbibliothek-berlin.de/).

Vollständige Digitalisate von 40 Handschriften und aktuell 319 historischen Karten der Sammlung Albers können in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek Oldenburg (https://digital.lb-oldenburg.de) betrachtet werden. 
28.05.2021, 19:36 Uhr
Oldenburgs Kulturlandschaft bekommt umfangreiche Bundesförderung
Der (Kultur-)Sommer kann kommen. Oldenburg hat von der Kulturstiftung des Bundes eine Förderung in Höhe von fast 500.000 Euro bewilligt bekommen. Damit wird es möglich sein, ein sehr vielfältiges und umfangreiches Kulturprogramm auf die Beine zu stellen.

Für Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist das ein ermutigendes Zeichen des Aufbruchs: „Die Sehnsucht nach Kulturangeboten ist in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie immer größer geworden. Wir haben nun die Chance, ein sehr vielfältiges Programm anzubieten. Eckpunkte stehen bereits, weil in den vergangenen Woche viele kreative Köpfe zusammengearbeitet haben.“

Oldenburg setzt dabei vor allem auf ein dezentrales Veranstaltungskonzept im öffentlichen Raum. Die Nutzung regionaler Ressourcen ist ein zentraler Punkt, um die Kulturwirtschaft und Künstlerinnen und Künstler vor Ort gezielt zu unterstützen. Das Kulturbüro der Stadt hat für dieses Programm zahlreiche Akteure zusammengeführt. Gemeinsam wurde ein überzeugendes Gesamtkonzept mit einer ganzen Reihe verschiedener Veranstaltungsformate entwickelt, die von Mitte Juli bis Mitte Oktober laufen werden. Das Kulturbüro übernahm die Überarbeitung, Feinjustierung und Antragstellung. Für die weitere Organisation wird jedoch ein Werkvertrag mit Jannik Kirchner von der Steuerbord GbR geschlossen.

Oldenburg gehört zu bundesweit 63 Städten, die von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt werden. Die geplanten Veranstaltungen werden alle unter einem einheitlichen Titel stattfinden und gemeinsam beworben. Auch ein gemeinsamer Social Media Auftritt ist geplant. Die Veranstaltungen sind bestuhlt und können flexibel an das jeweilige Infektionsgeschehen angepasst werden.
28.05.2021, 19:19 Uhr
Digitaler Sonntagsdialog
Den Jugendstil von Ilna Ewers-Wunderwald von Zuhause aus entdecken
Der digitale Sonntagsdialog des Horst-Janssen-Museums bietet in Corona-Zeiten eine Alternative zur analogen Ausstellungsführung. Per Videokonferenz können Interessierte am Sonntag, 6. Juni, von 10 bis 11.30 Uhr einen Einblick in die Ausstellung „Ilna Ewers-Wunderwald: Expedition Jugendstil“ erhalten. Die Kunstvermittlerin Geraldine Dudek zeigt in Form einer Bildschirmpräsentation Fotografien des Ausstellungsraums sowie Bilder aus dem Leben und Werk der Künstlerin. Das Format ist ausdrücklich nicht als Vortrag gedacht, sondern soll zu einem regen Austausch über einzelne Exponate anregen. Bei der Terminbuchung dürfen gerne Fragen und Wünsche geäußert werden, die in den Dialog einfließen sollen.

Es wird um Anmeldung bis zum 3. Juni per Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-4105 gebeten. Die Teilnahme kostet 5 Euro per Rechnung. Die Teilnehmenden erhalten einen Link zur Videokonferenz; eine GoToMeeting-Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.
28.05.2021, 18:25 Uhr
„Le’Chaim! – Jüdisches Leben in Oldenburg“
Ausstellung wird am 30. Mai im Schloss eröffnet – Live-Übertragung aus dem Landesmuseum
Am Sonntag, 30. Mai, eröffnet Oberbürgermeister Jürgen Krogmann um 12 Uhr im Oldenburger Schloss die Ausstellung „Le’Chaim! – Jüdisches Leben in Oldenburg #1700JahreJüdischesLebenInDeutschland“. Diese vom Kulturbüro der Stadt, der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg vorbereitete Ausstellung stellt verschiedene Aspekte des jüdischen Lebens in der Stadt vor und wird bis zum 4. Juli 2021 zu sehen sein. Der Direktor des Theater Laboratorium, Pavel Möller-Lück, spielt zur Eröffnung Auszüge aus seinem Stück „Der kleine Herr Winterstein“.

Die Oldenburger Ausstellung findet im Rahmen des vom Kölner Verein „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ initiierten Festjahres #2021JLID statt, dessen Schirmherrschaft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen hat. Dieser bundesweite Rückblick auf 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gibt Anlass, sich zu vergegenwärtigen, welch lange und wertvolle Tradition jüdischer Kultur es in diesem Land gibt. Finanziell gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat wurden Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen in den deutschen Städten und Gemeinden aufgefordert, sich mit Projekten an diesem Jubiläumsjahr zu beteiligen.

Die Oldenburger Ausstellung vermittelt keinen chronologischen Überblick über die Geschichte der Jüdinnen und Juden in der Stadt, sondern setzt thematische Schwerpunkte und rückt besondere Aspekte in den Fokus. So ist die Geschichte der Familie Adolf de Beer beispielhaft dafür, dass die Jüdinnen und Juden Teil der Oldenburger Stadtgesellschaft waren und Freundschaften mit Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern pflegten, letztlich aber dennoch auf unvorstellbare Weise ausgegrenzt, deportiert und ermordet wurden. Sie umspannt die Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten – in Oldenburg bereits 1932 – und zur Rückkehr einiger Familienmitglieder aus der Emigration nach Oldenburg in der Nachkriegszeit.


Die Jüdische Gemeinde:
Im Januar 1962 gründete sich die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg e.V. Bis zur Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg im August 1992 nahm sie sich der Aufgabe an, die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christinnen und Christen und Jüdinnen und Juden zu thematisieren und zu organisieren. Mit finanziellem und ideellem Beistand unterstützte sie die Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und setzt sich bis heute entschieden für das jüdische Leben in Oldenburg ein.

Auch die Stadt unterstützte die neue Jüdische Gemeinde zu Oldenburg und baute eine ehemalige Baptistenkapelle von 1867 nach den Anforderungen der Jüdischen Gemeinde zu einem Synagogengebäude um. Am 5. März 1995 wurde es der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg feierlich übergeben. Heute ist die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg ein wichtiger und selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft.


Die Ausstellung:
Die Ausstellung präsentiert verschiedene Objekte aus dem Besitz der Jüdischen Gemeinde, anhand derer ein Zugang zur jüdischen Liturgie ermöglicht und der historische Ursprung sowie die Bedeutung von Schabbat und den wesentlichen jüdischen Festen erklärt wird.

Drei eigens für die Ausstellung produzierte Video-Porträts bereichern die Ausstellung durch persönliche Eindrücke: Junge Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und ihre Rabbinerin Alina Treiger lassen die Besucherinnen und Besucher teilhaben an ihrem Gemeindeleben. Ein Porträt zeigt die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und die Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg im intensiven Gespräch über das jüdische Leben in der Stadt früher und heute und über ihre freundschaftlichen Beziehungen zueinander.

Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Ausstellung mit Textbeiträgen zu unterschiedlichen Themengebieten bereichert wie Jüdinnen und Juden in der Spätantike, im Mittelalter oder der Frühen Neuzeit, in Kaiserreich und Weimarer Republik oder zum Neubeginn nach 1945 und zur Emanzipation. Das ermöglicht die Betrachtung der jüdischen Geschichte Oldenburgs im historischen Kontext von 1.700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland. 

Eine Gruppe von Studierenden an der Carl von Ossietzky Universität hat ebenfalls zu verschiedenen Themenfeldern des jüdischen Lebens in Oldenburg gearbeitet. Auch die Ergebnisse ihres Seminars „Einführung in das Judentum“ werden in der Ausstellung gezeigt.

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Schlossplatz 1, hat von dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie ist der Besuch der Ausstellung nur unter bestimmten Vorgaben möglich. Das Landesmuseum gibt dazu auf seiner Homepage www.landesmuseum-ol.de/besuch-planen/besucherinformationen.html Auskunft.


Live-Übertragungen:
Auch die Eröffnung, die Begleitveranstaltungen sowie die Abschlussveranstaltung unterliegen den Pandemie bedingten Einschränkungen. Damit jedoch möglichst viele Interessierte an diesen Veranstaltungen teilnehmen können, werden sie aufgezeichnet und über den Link https://www.youreventonline.de/JuedischesLebeninOldenburg/ live mitzuerleben sein.

Der Veranstaltungsflyer für die Ausstellung und das Programm der gemeinsamen Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg in Kooperation mit den Interkulturellen Studien der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gibt es online unter www.oldenburg.de/kulturbuero.

19.05.2021, 18:24 Uhr
Chinin - Wundermittel gegen Malaria
Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg
Vom 31. Mai bis 31. Juli 2021 präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg die Ausstellung „Chinin - Wundermittel gegen Malaria“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Niederlandistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Kurator der Ausstellung ist Drs. Hans Beelen.

Malaria gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Allein im 20. Jahrhun­dert starben 200 Millionen Menschen an Malaria, und immer noch fordert sie laut Welt­gesundheitsorganisation (WHO) Jahr für Jahr rund 400.000 Opfer, die meisten davon Kinder in Subsahara-Afrika.

Der kanadische Historiker Timothy C. Wingerad bezeichnet die Stechmücke als das gefähr­lichste Tier der Welt, das über das Schicksal von Völkern und Staaten entschieden hat. Die Geschichte der Malariabekämpfung ist ein faszinierendes Kapitel der Medizin- und Mensch­heitsgeschichte zugleich. Sie bietet ein Lehrstück, wie ein Insekt, eine epidemische Krankheit und eine Pflanze die Welt verändert haben.

Die Übertragung der Malariaerreger durch Mücken wurde erst um 1900 endgültig wissen­schaftlich bestätigt. Zuvor hatte man aber bereits erkannt, dass der in Peru beheimatete Chi­narindenbaum ein wirksames Heilmittel gegen Wechselfieber bzw. Sumpffieber – so die frü­hen Bezeichnungen für Malaria ? bietet. Pulverisierte Chinarinde wurde jahrhundertelang als Fiebermittel eingesetzt; der in ihr enthaltene Wirkstoff Chinin blieb lange Zeit das einzig wirksame Gegenmittel. Auch in Norddeutschland und in den Niederlanden war Marschenfie­ber oder kaltes Fieber bis ins 20. Jahrhundert eine weit verbreitete Krankheit.

In der Literatur schlug sich die Entdeckung des Chinins in der Novelle „Zuma“ von Madame de Genlis (1817) nieder. Sie beschreibt den aufsehenerregenden Fall der Gräfin Anna del Chincon, der Frau des Vizekönigs von Peru, die im Jahre 1638 durch das Mittel angeblich von Malaria geheilt wurde. Ihr zu Ehren gab Carl von Linné dem Baum den wissenschaftlichen Namen Cinchona. Bis 1810 hielt Spanien das Weltmonopol für Chinin inne. Danach wurde die Chinarinde über oft abenteuerliche Wege in der Welt verbreitet. Bis ins 20. Jahrhundert war das aus der Rinde gewonnene Alkaloid, später synthetisierte Chinin das einzige wirk­same Mittel gegen Malaria.

Der Versuch des britischen Chemikers William Henry Perkin, aus Teer synthetisches Chinin zu gewinnen, führte im 19. Jahrhundert zu der zufälligen Entdeckung des Farbstoffes Mauvein, die die Mode beeinflusste. Mauvein war der erste synthetische Farbstoff. Die neuartigen Farbstoffe wurden auch zur Einfärbung von mikroskopischen Präparaten benutzt und trugen somit letztendlich zur Entdeckung und Bekämpfung der Malaria-Erreger bei. Auch standen sie Pate für eine neue Generation von Malaria- und anderen Medikamenten.

Auch die Trinkkultur wurde und wird bis heute beeinflusst: im 19. Jahrhundert begannen Spi­rituosen- und Weinhersteller, ihre Produkte mit Chinin zu versetzen. So wurde eine durst­löschende und zugleich gesundheitsfördernde Wirkung angestrebt.

Die Ausstellung über das Wundermittel Chinin verdeutlicht die Geschichte eines Stoffes, der die Weltgeschichte geprägt hat. Sie beleuchtet seine wissenschaftshistorische Entdeckung und industriemäßige Produktionsentwicklung sowie den damit verbundenen Kampf gegen die Malaria. Ein Großteil der Exponate, die Kurator Drs. Hans Beelen von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ausgewählt hat, sind historische Drucke aus den Beständen der Landesbibliothek Oldenburg. Diese werden ergänzt durch entsprechende historische Objekte.

Ausstellung „Chinin - Wundermittel gegen Malaria“

Zeitraum: 31. Mai bis 31. Juli 2021

Der Eintritt ist frei. Vor dem Ausstellungsbesuch empfiehlt es sich, die Homepage der Landesbibliothek Oldenburg www.lb-oldenburg.de wegen der aktuellen Corona-Regeln zu konsultieren.

Einführung von Kurator Drs Hans Beelen: ab 31. Mai auf der Homepage der Landesbibliothek Oldenburg www.lb-oldenburg.de

Begleitheft: Hans Beelen: Chinin. Wundermittel gegen Malaria. Oldenburg: Isensee, 2021. (Schriften der Landesbibliothek Oldenburg, Bd. 73)
Preis: € 7,-

Öffnungszeiten Landesbibliothek:
Mo - Fr 10-19 Uhr und Sa 9-12 Uhr