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Integration

Besondere Bühne für besonderes Engagement

20.07.2021 19:41 Uhr

Integrationspreis im Rahmen von GLOBAL LOKAL während des Kultursommers verliehen

Die Verleihung des Oldenburger Integrationspreises hat zum ersten Mal als Teil von GLOBAL LOKAL während des Oldenburger Kultursommers stattgefunden. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr das Modellprojekt „Ausbildung 1+2 – Starten mit Erfolg“ von der IHK Oldenburg, der BBS Wechloy und pro:connect e.V. Außerdem wurde die IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. mit ihrem „Argumentationstraining gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – Für Vielfalt und Zusammenhalt“ gewürdigt. Als drittes Projekt wurde das „Farbenfroh Festival Kreyenbrück“ vom Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg-Süd e.V. mit dem Integrationspreis geehrt.

„Alle Beiträge stehen für die Vielfalt des Engagements in Oldenburg. Es gibt sehr viele verschiedene Initiativen, Vereine, Institutionen und einzelne Bürgerinnen und Bürger, die sich jedes Jahr ehrenamtlich für den Bereich Integration stark machen“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir sind eine weltoffene und tolerante Stadt mit Menschen aus 150 Ländern, die einander respektieren und miteinander gut leben wollen“, so der Oberbürgermeister.

Viele der Bewerberinnen und Bewerber haben in diesem Jahr den Umgang mit der Corona-Pandemie thematisiert – Projekte kamen dabei aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie Kultur und Medien, Bildung und soziales Engagement. „Es konnte ein Perspektivwechsel auf das Thema Integration wahrgenommen werden,“ sagt Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Das Augenmerk richtete sich weniger auf die direkte Hilfe für Migrantinnen und Migranten, im Mittelpunkt standen vielmehr Projekte, die sich der Reflexion der vorhandenen Strukturen widmeten und das Zusammenleben in einer diversen Gesellschaft zum Thema hatten.“

Neun Jury-Mitglieder aus vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen haben unter dem Vorsitz von Sozialdezernentin Dagmar Sachse drei Projekte aus den insgesamt 23 Bewerbungen ausgewählt, die den mit jeweils 2.000 Euro dotierten Oldenburger Integrationspreis 2020 gewonnen haben.

Bürgerschaftliches Engagement hat in Oldenburg einen festen Platz – bereits seit 11 Jahren wird der Integrationspreis der Stadt Oldenburg verliehen.


Die Preisträgerinnen und Preisträger

Projekt: Modellprojekt „Ausbildung 1+2 – Starten mit Erfolg“
Kooperation von IHK Oldenburg, BBS Wechloy und Verein pro:connect


Im Fokus des Modellprojektes stehen die Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen und die Vermeidung von Brüchen in der Berufs- und Lebensplanung junger Geflüchteter. Das Ziel des Projektes ist es, das Erlernen der deutschen Sprache und die Berufssprache von Anfang an der Ausbildung miteinander zu verknüpfen. Die IHK Oldenburg, die BBS Wechloy und der Verein pro:connect arbeiten in enger Abstimmung, getragen von der enormen ehrenamtlichen Unterstützung der beteiligten Lehrkräfte.

Projekt: „Argumentationstrainings gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus“ – Für Vielfalt und Zusammenhalt“
Ibis e.V.

Die Argumentationstrainings fördern das friedliche Zusammenleben, indem die Teilnehmenden befähigt werden, rassistische, antisemitische, sexistische und rechtsextreme Aussagen zu erkennen und geeignete Handlungsstrategien im Umgang mit diesen zu finden.


Projekt: „Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück“
Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg – Süd e.V.

Das 2018 ins Leben gerufene Kulturfestival möchte herkunfts- und generationsübergreifende Bücken bauen, Grenzen aufbrechen und Neugierde füreinander wecken. Der Name FARBENFROH steht symbolisch für die Wertschätzung von kultureller Vielfalt, Diversität und Toleranz in dem Stadtteil Kreyenbrück und soll mit dieser Botschaft über die Stadtteilgrenzen hinaus strahlen. Ziel der Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner aus städtischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen ist Chancengerechtigkeit in Hinblick auf die Verteilung von Kulturangeboten zu erhöhen.
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Eine neue Heimat gefunden

09.07.2021 14:24 Uhr

Neuoldenburgerinnen und Neuoldenburger schwärmen von Oldenburg

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund neu nach Oldenburg gekommen. Viele von ihnen fühlen sich hier inzwischen heimisch. Das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg hat dies zum Anlass genommen, ein Projekt ins Leben zu rufen, das etwas Einladendes und Verbindendes in die Innenstadt bringt: In einer Plakataktion erzählen Neuoldenburgerinnen und Neuoldenburger über ihre neue Heimat und darüber, was sie an Oldenburg lieben. Die Beiträge zeigen, dass Oldenburg eine sehr lebenswerte Stadt mit einer diversen Stadtgesellschaft ist und dass jede hier lebende Person dazu beiträgt, dass dies auch zukünftig so bleibt.

Unterstützt wird die Aktion von den verschiedenen Geschäften der Haarenstraße, die ihre Schaufenster für die Plakate zur Verfügung stellen. Als Zeichen der Solidarität mit den Geschäftsbetreibenden nach dem langen und schweren Corona-Jahr wurden in Kooperation mit dem Innenstadtmanagement der Stadt Oldenburg Gutscheine von den beteiligten Geschäften erworben und den teilnehmenden Neuoldenburgerinnen und Neuoldenburgern ausgehändigt. Es soll damit ein Zeichen gesetzt werden, dass Oldenburg ein Ort des Zusammenhaltes ist. Eine dynamische, weltoffene und tolerante Stadt, die es schafft, Alteingesessene und neu hinzugezogene Menschen zu verbinden.


Die Plakate hängen vom 9. Juli bis zum 6. August in folgenden Geschäften zur Ansicht im Schaufenster:

Bruns Männermode, Haarenstraße 38
KDW (Kaufhaus der Werkstätten), Julius-Mosen-Platz 4
Holert Lederwaren, Haarenstraße 51
Hankens Haaren Apotheke, Haarenstraße 38
Woyton, Haarenstraße 56
Biwak City, Haarenstraße 55
Sanitätshaus Lübbehusen, Haarenstraße 40
Buch Brader, Haarenstraße 8
Misuki, Haarenstraße 34
Isensee, Haarenstraße 20
Eiscafé Restaurant Venezia, Haarenstraße 50
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Jury freut sich über „großartige Projekte“

30.04.2021 12:10 Uhr

Integrationspreis: Drei aus 23 Bewerbungen ausgewählt – Verleihung am 18. Juli geplant

Großes Einvernehmen bei der Auswahl der diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Integrationspreises: Die zehnköpfige Jury hat am Mittwoch, 28. April, unter dem Vorsitz von Sozialdezernentin Dagmar Sachse – erstmals in einer Online-Konferenz – einmütig die drei Bewerbungen ausgewählt, deren Engagement mit jeweils 2.000 Euro gewürdigt werden wird. Die Stadt Oldenburg verleiht den Preis zum mittlerweile elften Mal. Welche der Nominierungen das Rennen gemacht hat, wird erst während Preisverleihung bekanntgegeben, die am 18. Juli im Rahmen des Kultursommers stattfinden soll. Jury-Vorsitzende Dagmar Sachse verriet nur so viel: „Wir haben bei den Preisträgerinnen und Preisträgern eine sehr gute und sehr repräsentative Mischung gefunden. Sie haben diese Auszeichnung absolut verdient.“

Dass am Ende drei Projekte klar vorne lagen, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Denn die Jury war nicht nur von der Vielzahl der Bewerbungen (23), sondern vor allem von der Qualität und der Vielfalt der eingereichten Vorschläge begeistert. „Es sind allesamt großartige Projekte“, lobte Orhan Müstak. Der Schauspieler und Regisseur gehörte ebenso wie Ulrike Hudemann (Bereichsleiterin Integration, VHS Oldenburg), Dr. Uwe Meiners (Präsident Oldenburgische Landschaft, Baskets4Life), Ilyas Yanc (Yezidisches Forum Oldenburg, Landesverband der Êzîden in Oldenburg, Integrationsberater bei IBIS e.V.), Bayan Anouz (Studentin), Helene Frieden (Johanniter Unfall-Hilfe e. V, Leiterin Stabsstelle Integration im Regionalverband Weser-Ems), Wiebke Schneidewind (Geschäftsführerin Lokalsender Oeins), Sleiman Fatah-Ahmad (Inhaber des Restaurants Cedars) und Piotr Mazurek (Berater Faire Mobilität, DGB) der Auswahlkommission an.

„Auch in diesem Jahr zeugen die eingegangenen Bewerbungen von der großen Vielfalt in der Oldenburger Integrationsarbeit und zeigen, mit wieviel Herzblut und Engagement Menschen sich für andere und für eine demokratische Gesellschaft einsetzen“, resümierte die Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, Aliz Müller. Viele Bewerbungen widmen sich den Themen Antirassismus und Antidiskriminierungsarbeit. Mehrere Projekte beschäftigen sich mit dem Thema Corona und dem Umgang mit der Pandemie. Beworben haben sich dieses Mal neben bekannten Vereinen und Organisationen auch Einzelpersonen und private Initiativen.

„Die Themen der Bewerbungen sind so vielfältig wie die Menschen, die dahinter stehen“, freute sich Aliz Müller. „Die eingereichten Bewerbungen verdeutlichen, wo Integrationsarbeit konkret und vor Ort wirken kann und muss: in den Sprachlernklassen, an den Schulen, in den Medien, in den Stadtteilen, aber auch bei jeder einzelnen Bürgerin und jedem einzelnen Bürger“, so Müller. 

Mit dem Integrationspreis würdigt die Stadt Oldenburg seit dem Jahr 2010 Projekte, Maßnahmen, Initiativen oder Personen, die sich in besonderer Weise für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in der Gesellschaft einsetzen und so um die Integration verdient machen. Im vergangenen Jahr wurden die Projekte Streetbaskets4Life (Baskets4Life), Erste Hilfe ohne Grenzen 2.0 (Johanniter Unfall-Hilfe) und „angekommen?! – Gesichter der Vielfalt“ (Lokalsender Oeins) ausgezeichnet.
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Stadt Oldenburg vergibt zum elften Mal Integrationspreis

24.12.2020 13:37 Uhr

Bewerbungen bis zum 31. Januar 2021 möglich – Engagement als Vorbild

Wie können nachhaltige Integration und transkulturelle Inklusion in der Stadt Oldenburg gestaltet werden? Welche Angebote tragen dazu bei, für alle Oldenburgerinnen und Oldenburger gleichberechtigte Zugänge zum sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu schaffen? Für diejenigen, die sich mit großem Einsatz und Engagement um praktische Antworten auf diese Frage bemühen, hat die Stadt Oldenburg den Integrationspreis ins Leben gerufen. Im Jahr 2021 wird der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Preis bereits zum elften Mal verliehen. „Ziel ist es, gute Ideen und Ansätze öffentlich zu machen und gleichzeitig dazu zu ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen“, ruft Sozialdezernentin Dagmar Sachse zur Teilnahme auf. „Nutzen Sie die Chance, Ihr Engagement sichtbar zu machen und andere zu inspirieren!“

Ausgezeichnet werden sollen Vereine, Initiativen, Institutionen und auch Einzelpersonen, die sich für Geflüchtete und Zugewanderte engagieren und durch ihre Arbeit einen wertvollen Beitrag zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe leisten. Neben Eigenbewerbungen besteht die Möglichkeit, dass Dritte der Jury Projekte und Aktivitäten vorschlagen können.

Wer Interesse hat, kann sich unter www.oldenburg.de/integrationspreis einen Bewerbungsbogen herunterladen. Der ausgefüllte Bogen kann entweder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de oder per Post an die Stadt Oldenburg (Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, Bloherfelder Straße 39, 26129 Oldenburg) geschickt werden. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2021. Fragen zum Bewerbungsverfahren werden unter oben genannter E-Mail-Adresse oder unter der Telefonnummer 0441 235-2946 beantwortet. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2021. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Preisvergabe.

Den Integrationspreis vergibt die Stadt Oldenburg seit dem Jahr 2010. Zuletzt wurden zu gleichen Teilen die Projekte „angekommen?! – Gesichter der Vielfalt“ von Oeins, „Erste-Hilfe ohne Grenzen 2.0“ der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Weser-Ems, sowie „Streetbaskets4Life“ von Baskets4Life e.V. ausgezeichnet.
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Oldenburg ist weiter bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen

21.10.2020 21:14 Uhr
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat am 20. Oktober in einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bereitschaft der Stadt bekräftigt, Flüchtlinge aus den Aufnahmelagern in Griechenland aufzunehmen. Die Bundeskanzlerin hatte heute Oberbürgermeister aus 20 Städten zu einer Videokonferenz eingeladen, um zu diesem Thema ein Meinungsbild zu bekommen. Merkel bedankte sich vorab für die Bereitschaft der Städte, Flüchtlinge aufzunehmen, machte jedoch auch deutlich, dass es dafür eine europäische Regelung brauche.

„Der Austausch hat in einer sehr angenehmen Atmosphäre stattgefunden, ich bin sehr froh darüber, dass unser gemeinsamer Appell bei der Bundesregierung Gehör gefunden hat“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Allerdings konnten wir vom Austausch mit der Bundeskanzlerin keine konkreten Ergebnisse erwarten, aber immerhin war es eine bemerkenswerte Geste der Wertschätzung gegenüber den Kommunen“, so Krogmann.

Oldenburg gehört dem Bündnis „Städte sicherer Häfen“ an und hat sehr frühzeitig die Bereitschaft signalisiert, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Bereits am 24. Februar 2020 hat der Stadtrat Oldenburg die Aufnahmebereitschaft für unbegleitete Minderjährige beschlossen. Seither wartet die Stadt auf eine entsprechende Regelung. Organisatorisch wäre die Aufnahme weiterer Menschen für die Stadt Oldenburg leistbar.
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Integrationspreis im Oldenburger Rathaus verliehen

02.10.2020 16:29 Uhr

Drei Projekte ausgezeichnet – Feier zum 10. Jubiläum wird 2021 nachgeholt

Am Donnerstag, 1. Oktober, wurde der Integrationspreis durch den Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und die Integrationsbeauftragte Aliz Müller im Oldenburger Rathaus verliehen. Da die Verleihung sowie die Feier zum zehnten Jubiläum des Preises aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant am 12. März stattfinden konnten, erfolgte die Verleihung des Preises nun im kleinen Kreis. Eine entsprechend große Würdigung und Feier wird im Jahr 2021 nachgeholt.

„Die Projekte und Initiativen, die heute geehrt werden, setzten sich für sozialen Frieden und Zusammenhalt ein. Mit dem Integrationspreis zeigen wir unsere Anerkennung und Wertschätzung für dieses zivilgesellschaftliche Engagement. Sie leisten wichtige Integrationsarbeit in Oldenburg“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei der Preisverleihung im Alten Rathaus.

Für den diesjährigen Integrationspreis sind insgesamt 20 Bewerbungen und Vorschläge eingereicht worden. Von einer unabhängigen Jury wurden „angekommen?! – Gesichter der Vielfalt“ von Oeins, „Erste-Hilfe ohne Grenzen 2.0“ des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Weser-Ems sowie „Streetbaskets4Life“ des Baskets4Life e.V. ausgezeichnet. Die drei Projekte und Initiativen erhalten jeweils 2.000 Euro.

Der Integrationspreis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Seit 2010 wurden 25 Projekte und Initiativen ausgezeichnet.
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Oldenburg ist bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria

11.09.2020 15:52 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann unterstützt Brief an Bundeskanzlerin Merkel

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat einen Brief an Bundeskanzlerin Merkel mitgezeichnet, in dem sich zehn deutsche Städte bereit erklären, Flüchtlinge aus dem griechischen Lager Moria aufzunehmen. „Wir setzen damit ein Signal für humanitäre Verantwortung und Hilfe“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Die Unterzeichner fordern die Bundesregierung auf, nicht weiter auf eine europäische Lösung zu warten, sondern es zu ermöglichen, Menschen aus dem Flüchtlingslager direkt aufzunehmen.

„Wir möchten einen humanitären Beitrag zu einer menschenwürdigen Unterbringung der Schutzsuchenden in Europe leisten“, heißt es in dem Brief an die Bundeskanzlerin und Innenminister Seehofer. „In Oldenburg wäre die Aufnahmen von Flüchtlingen gut zu bewältigen“, sagt Krogmann. Es ging dabei um bis zu zehn Menschen.

In Niedersachsen ist der Brief von den Oberbürgermeistern von Göttingen, Hannover und Oldenburg unterzeichnet worden. Bundesweit haben sich insgesamt zehn Städte dazu bereit erklärt, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.
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Computer für den Heimunterricht

09.07.2020 09:33 Uhr

Geflüchtete Familien bekommen Rechner aus Spenden

Home Schooling setzt voraus, dass die Kinder und Jugendlichen, die nicht in die Schule gehen können, Zugang zu mindestens einem Computer haben. Leider ist das nicht immer der Fall, insbesondere bei vielen geflüchteten Familien, die ab 2015 nach Deutschland gekommen sind.

Das musste auch Ute Hlasek während ihrer Ausbildung zur Integrationslotsin erfahren. Als ehemalige EDV-Dozentin hatte sie aber auch eine Idee: „Über die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft habe ich Firmen gebeten, ausgemusterte Hardware zu spenden. Die Resonanz war positiv, eine erste Sammlung kam schnell zusammen.“

Und so steht Ute Hlasek an diesem 7. Juli im Veranstaltungssaal des Yezidischen Forums und zeigt einer kleinen Gruppe von Kindern erste Schritte auf dem Computer. Anschließend nehmen die Kinder je einen Rechner für die Arbeit zuhause in Empfang.


Gülistan Ibrahim hat im Rahmen des Projektes „Integration von Yezidinnen und Yeziden“ die Verteilung der Computer organisiert. Zusammen mit ihrer Kollegin Bedriye Celik hat sie zunächst die bedürftigen Familien ermittelt. „Wir haben die interessierten Familien unter anderem über unsere Facebook-Seite aufgerufen, sich zu melden und in eine Liste einzutragen. Über ein Auswahlverfahren konnten wir dann die Bedürftigkeit feststellen“, sagt Gülistan Ibrahim. „Familien, die einen Computer besitzen, stehen oft vor Problemen im Umgang mit der Technik. Mit Unterstützung und Rat stehen wir auch hier gerne zur Verfügung“, so Ibrahim weiter. 
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Zehn Jahre Integrationspreis: Vielfalt gewinnt

23.02.2020 12:40 Uhr

Jury wählt aus 20 Bewerbungen drei Projekte aus – Feierliche Verleihung am 12. März

Es gibt in Oldenburg viele hervorragende Projekte und Initiativen, die tagtäglich beweisen, wie Integration gut gelingen kann. Das zeigt erneut die Vergabe des Integrationspreises, den die Stadt Oldenburg zum mittlerweile zehnten Mal verleiht. „Das anstehende Jubiläum verdeutlicht die weiterhin hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas Integration. Gerade in der heutigen Zeit mit den aktuellen Geschehnissen ist die Notwendigkeit eines friedlichen Miteinanders und Verständnisses füreinander auf allen Seiten von hoher Bedeutung“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen, Unternehmen sowie viele andere engagieren sich in einem hohen Maße für die Themen Integration und Migration. Dies möchte die Stadt sichtbar machen und auch zum Jubiläum noch einmal besonders würdigen“, ergänzt Aliz Müller, Leiterin des Fachdienstes Integration.

Für die Auszeichnung sind insgesamt 20 Bewerbungen und Vorschläge eingereicht worden. Eine unabhängige Jury hat am Donnerstag, 20. Februar, drei Projekte und Initiativen ausgewählt, deren Engagement mit jeweils 2.000 Euro gewürdigt werden wird. Welche der Nominierungen das Rennen gemacht hat, wird erst während der feierlichen Preisverleihung bekanntgegeben. Die Veranstaltung findet in einem zum Jubiläum passenden würdigen Rahmen, nämlich im Foyer der neu eröffneten Jugendherberge an der Straßburger Straße, statt. Neben den Redebeiträgen, die Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Integrationsbeauftragte Aliz Müller leisten, sowie einem Gastbeitrag des Journalisten und Migrationsforschers Mark Terkessidis steht die Vorstellung und Kür der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger im Mittelpunkt. Zudem wird es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Musik der Bands Global Music Player und Kaska geben. Darüber hinaus wird die Ausstellung „Migrantas – Bilder der Migration“ gezeigt.

Die Jury hat intensiv über die Vorschläge beraten und zeigte sich von der Qualität und Vielfalt der Bewerbungen beeindruckt. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Sozialdezernentin Dagmar Sachse, die den Vorsitz der Auswahlkommission führte. Neben ihr gehören Beybun Serker (Preisträgerin 2018), Dr. Maryam Ghadehari (Integrationslotsin), Markus Acquistapace (Leiter der Jugendherberge), Heike Schaadt (ehemalige didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück), Gerardina Topo (Leiterin der Koordinierungsstelle Integration und Soziales beim Stadtsportbund), Leodelest (Mitbegründer der Musikgruppe Kokoti), Martin Bartsch (Geschäftsführer Fleischerei Bartsch GmbH) und Aisha Abo-Mostafa (Regisseurin am Oldenburgischen Staatstheater) der Jury an. Bei ihrem Votum haben die Jurorinnen und Juroren Kriterien wie Nachhaltigkeit, Intensität des Engagements, Übertragbarkeit, Innovationskraft und Wirkungsgrad eines Vorschlags berücksichtigt.

Den Integrationspreis vergibt die Stadt Oldenburg seit dem Jahr 2010. Bisher wurden 25 Projekte ausgezeichnet. Sie sind ebenso vielfältig wie die Aufgaben und Herausforderungen des Themas Integration. Prämiert wurden sieben Projekte im Bereich Sport und Aktivität, sechs Projekte im Bereich Kunst und Kultur sowie zwölf Projekte mit dem Ziel der Stärkung eines solidarischen Miteinanders innerhalb der Oldenburger Gesellschaft.
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Zehn Jahre Integrationspreis: Stadt sagt Danke

25.01.2020 18:26 Uhr

Bewerbungsfrist endet am 31. Januar – Verleihung am 12. März

Endspurt bei der Bewerbung um den Integrationspreis: Noch bis zum 31. Januar dieses Jahres können Projekte und Aktivitäten von Vereinen, Organisationen, Betrieben und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich in 2019 besonders für ein tolerantes Miteinander und für ein friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen und von Migration geprägten Stadtgesellschaft eingesetzt haben, vorgeschlagen werden.

Der mit 6.000 Euro dotierte Integrationspreis wird bereits zum zehnten Mal verliehen. Die feierliche Übergabe findet am 12. März statt. Über die Vergabe entscheidet eine zehnköpfige, unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Stadträtin Dagmar Sachse. Mit dem Preis soll herausragendes Engagement im Bereich Integration gewürdigt und sichtbar gemacht werden. Geehrt werden Botschafterinnen und Botschafter für eine Stadt, die Menschen willkommen heißt und in ihre Gemeinschaft aufnimmt, unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder Religion. Neben Eigenbewerbungen besteht auch die Möglichkeit, dass Dritte der Jury Projekte und Aktivitäten vorschlagen.

Bewerbungen müssen mit einem ausgefüllten Bewerbungsbogen eingereicht werden, der beim Amt für Zuwanderung und Integration erhältlich ist oder online unter https://www.oldenburg.de/integration zum Download zur Verfügung steht. Formlose Anträge können nicht berücksichtigt werden. Bewerbungen sind möglich entweder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de oder per Post an Stadt Oldenburg, Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, Bloherfelder Straße 39, 26129 Oldenburg.
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Oldenburger Integrationspreis feiert Jubiläum

13.12.2019 17:05 Uhr

Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2020 möglich – Verleihung ist am 12. März geplant

Wie gelingt Integration? Für diejenigen, die sich mit großem Einsatz um praktische Antworten auf diese Frage bemühen, hat die Stadt Oldenburg den Integrationspreis ins Leben gerufen. 2020 wird der mit 6.000 Euro dotierte Preis bereits zum zehnten Mal verliehen. „Auf dieses kleine Jubiläum sind wir stolz. Wir können damit jedes Jahr aufs Neue zeigen, wie hervorragend sich Oldenburger Vereine, Initiativen, Institutionen und auch Einzelpersonen für Geflüchtete und Zugewanderte engagieren und dadurch einen wertvollen Beitrag zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe leisten. Wir freuen uns darauf, erneut würdige Preisträgerinnen und Preisträger auszuzeichnen“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Bewerbungen werden bis zum 31. Januar 2020 entgegengenommen. Teilnahmeberechtigt sind Vereine, Organisationen, Betriebe und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich in Oldenburg in besonderer Weise für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in der Gesellschaft; für Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie für interkulturellen Austausch einsetzen. Mit dem Integrationspreis soll die Arbeit des vergangenen Jahres ausgezeichnet und sichtbar gemacht werden. Neben Eigenbewerbungen besteht auch die Möglichkeit, dass Dritte der Jury Projekte und Aktivitäten vorschlagen können.

Bewerbungen müssen mit einem ausgefüllten Bewerbungsbogen eingereicht werden, der beim Amt für Zuwanderung und Integration erhältlich ist oder online unter www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/soziales/zuwanderung-und-integration zum Download zur Verfügung steht. Formlose Anträge können nicht berücksichtigt werden. Bewerbungen sind möglich entweder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de oder per Post an Stadt Oldenburg, Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, Bloherfelder Str. 39, 26129 Oldenburg. Die Preisverleihung ist für den 12. März 2020 geplant. Über die Vergabe entscheidet diesmal eine zehnköpfige, unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Stadträtin Dagmar Sachse.

Im vergangenen Jahr wurde das Preisgeld in gleichen Teilen drei Projekten zuerkannt: Gewürdigt wurden die Projekte „amiko, ich kann was!“ (Jugendmigrationsdienst im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands), „Convivencia – für ein friedliches Zusammenleben“ (Gabriele Hoeltzenbein, Kirchengemeinde St. Willehad) sowie „Jugend fördert Jugend – Engagement der Jugend für das Ehrenamt“ (Krusenbuscher SV). Im ersten Jahr seines Bestehens ging der Integrationspreis übrigens an das Projekt Patchwork vom Verein Aqui:se e.V., daneben wurden der Hort Donarstraße der evangelischen Kindertagesstätte und die Internationale Frauengruppe im Stadtteiltreff Dietrichsfeld ausgezeichnet.
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Im Januar starten drei neue Sprachangebote

13.12.2019 16:53 Uhr

Kooperation von VHS und Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten

Die Volkshochschule Oldenburg startet in Kooperation mit dem Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten drei neue Angebote zum Spracherwerb für Migrantinnen und Migranten. Die Lern- und Beratungsangebote beginnen ab dem 7. Januar 2020.

Dienstags findet von 9.30 bis 11 Uhr im Stadtteil-Café der Gemeinwesenarbeit (Bloherfelder Straße 173) ein Sprach- und Lese-Café statt. In gemütlicher Atmosphäre werden in kleiner Runde einfache Texte gelesen, interessante Themen besprochen und kleine Ausflüge in die Umgebung gemacht. Im Vordergrund steht dabei, für den Alltag besser Deutsch sprechen und lesen zu lernen.

Mittwochs steht von 15 bis 17 Uhr ein Lese- und Schreibservice auf dem Programm. Hier wird beim Verstehen der Post, beim Ausfüllen von Formularen oder auch beim Schreiben von Bewerbungen geholfen.

Donnerstags von 9.30 bis 11.45 Uhr wird eine „Offene Lernwerkstatt“ mit Kinderbetreuung angeboten. Hier wird individuell und in gemütlicher Runde das Lesen und Schreiben geübt. Eine Lernbegleiterin bietet passendes Lernmaterial an und berücksichtigt dabei die Interessen der Teilnehmenden. Im Vordergrund steht, dass jeder Einzelne Lernfortschritte machen kann und beim Lernen Freude hat.

Nähere Informationen zu den einzelnen Angeboten sind telefonisch unter 5601165 oder per E-Mail an kennedyviertel@stadt-oldenburg.de erhältlich.
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Willkommensgeste in ehrwürdigem Rahmen

01.11.2019 22:05 Uhr

Jürgen Krogmann begrüßt Neubürgerinnen und Neubürger erstmals im Schlosssaal

Besonderes Ambiente für eine bewährte Willkommensgeste: Der Neubürgerempfang, den die Stadt Oldenburg seit dem Jahr 2004 veranstaltet, fand am Dienstagabend, 29. Oktober, erstmals im prächtigen Festsaal des Oldenburger Schlosses statt. „Ein ehrenvoller Rahmen“, konstatierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, dem die Begrüßungsveranstaltung eine „Herzensangelegenheit“ ist. Etwa 160 Neuzugezogene waren der Einladung gefolgt. Krogmann bescheinigte ihnen, sich für eine „erstklassige Wahlheimat“ entschieden zu haben: „Wir sind zwar eine Großstadt, aber eine mit sehr viel Charme. Hier lässt es sich sehr gut leben.“

Die Willkommensveranstaltung fand nicht nur an neuer Stätte, sondern auch mit verändertem Ablauf statt. Erstmals hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen an den Oberbürgermeister zu formulieren, die ihm dann vom Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, Michael Lorenz, auf der Bühne gestellt wurden. So erfuhren die Gäste unter anderem, dass der Hafen und der Bornhorster See zu den Lieblingsplätzen des Oberbürgermeisters zählen. Auch nach den weiteren Radwegeplanungen und den Eigenschaften eines typischen Oldenburgers („Offenheit“) wurde Krogmann befragt.

Was Oldenburg an Lebensqualität zu bieten hat, stellte Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM), den Gästen vor. Sie ging dabei auf das vielseitige Freizeit- und Kulturangebot ein. Amtsleiter Michael Lorenz gab einen Überblick über das Dienstleistungsangebot der Stadt. Das Saxophonensemble „NUFOXAS“ aus der Musikschule der Stadt Oldenburg rundete das Programm ab und erhielt viel Beifall.

Die neuen Bürgerinnen und Bürger Oldenburgs hatten im Anschluss die Möglichkeit, an verschiedenen Informationsständen zu verweilen und erste Kontakte zu knüpfen. Vertreten waren das Bürgerbüro Mitte, das ServiceCenter, das Welcome Center, die Musikschule, die Bildungs- und Kultureinrichtung inForum, die Agentur :ehrensache, der Abfallwirtschaftsbetrieb, die OTM, der Stadtsportbund, Oldenburger Kulturfördervereine, die Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine, der ADFC und die Nordwest-Zeitung. In geselliger Stimmung wurden vielfältige Gründe und nette Geschichten ausgetauscht, weshalb ein Umzug nach Oldenburg vollzogen wurde. Bei den Teilnehmenden fand die Neubürgerveranstaltung viel Lob.

Aktuell leben in Oldenburg mit Stand vom 30. September dieses Jahres 169.536 Menschen. Eingeladen zur Willkommensveranstaltung waren alle in den vergangenen sechs Monaten zugezogenen Neubürgerinnen und Neubürger.
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Was möchten Migrant*innen ihrer neuen Umgebung mitteilen?

28.09.2019 13:27 Uhr

„Bilder der Migration“ bis zum 26. Oktober im Bürgerbüro Mitte

Seit Donnerstag, 26. September, ist eine bemerkenswerte Ausstellung im Erdgeschoss des Bürgerbüros Mitte am Pferdemarkt zu sehen. Das Berliner Künstlerinnen-Kollektiv „migrantas“ hatte Ende August auf Einladung der Stadt Oldenburg sechs Workshops für Migrantinnen und Migranten angeboten. Rund 100 Teilnehmende aus verschiedenen Herkunftsländern, mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus sowie kulturellem oder sozialem Hintergrund haben dabei ihre Erfahrungen und Wünsche in Zeichnungen und Bildern zum Ausdruck gebracht. Im Anschluss verdichteten die Künstlerinnen von „migrantas“ die Ergebnisse der Workshops zu Piktogrammen. 

Neben Fotos aus den Workshops werden die dort entstandenen Zeichnungen und die Piktogramme präsentiert. Die Ausstellung regt zur Auseinandersetzung mit den Themen „Ankommen“, „Zusammenleben“ und „Identität“ an und lädt zu einem Perspektivwechsel ein. 

Mit Bildern können wir uns verständigen, auch wenn wir unterschiedliche Sprachen sprechen – eigentlich eine Binsenweisheit. Und doch führt diese Ausstellung genau das auf eine bemerkenswerte Weise vor Augen. Schwer zu beschreiben, man muss es mit eigenen Augen gesehen haben.

Die Zeichnungen der Teilnehmer*innen zeigen häufig Dankbarkeit für die freundliche Aufnahme in Oldenburg, aber auch Schmerz über Fluchterfahrungen und zurückgelassene Menschen. Ein weiterer Themenbereich umfasst unsere für viele Migranten schwer verständliche Bürokratie.

Die Piktogramme, die die einzelnen Zeichnungen zusammenfassen, sind auch als Plakate gedruckt worden. Ab dem 6. Oktober werden sie im Stadtbild zu sehen sein, ebenso wie die Jutetaschen, die von Austellungsbesucher*innen ausgemalt wurden.
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Im Zeichen der Dankbarkeit

20.09.2019 10:58 Uhr

Piktogramme geben Migration eine Sprache – Ausstellung im Bürgerbüro Mitte

„Vielen Dank!“ – so lautet das Resümee aus sechs Workshops, die das Berliner Künstlerinnen-Kollektiv „migrantas“ Ende August auf Einladung der Stadt Oldenburg für Migrantinnen und Migranten angeboten hatte. 90 Teilnehmende aus verschiedenen Herkunftsländern, mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus sowie kulturellem oder sozialem Hintergrund haben sich dabei über ihre Lebensrealitäten ausgetauscht. Ihre Erfahrungen und Wünsche brachten sie in Zeichnungen und Bildern zum Ausdruck. Im Anschluss verdichteten die Künstlerinnen von „migrantas“ die Ergebnisse der Workshops zu Piktogrammen. „Für uns war es eine interessante Erkenntnis, dass nahezu alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich für die Aufnahme in Oldenburg bedankt haben. Das haben wir außer Oldenburg nur noch in Montreal erlebt“, berichten die Künstlerinnen Marula Di Como und Florencia Young, die selber aus Argentinien stammen.

Das Projekt endet nun mit einer Ausstellung, die vom 26. September bis zum 26. Oktober 2019 im Bürgerbüro Mitte (Pferdemarkt 14) zu sehen sein wird. Hier wird der gesamte Prozess für alle Interessierten zugänglich gemacht. Neben Fotos aus den Workshops werden die dort entstandenen Zeichnungen und die Piktogramme präsentiert. Sozialdezernentin Dagmar Sachse eröffnet die Ausstellung am Donnerstag, 26. September, um 18 Uhr mit einem Grußwort. Danach wird es Gelegenheit geben, mit den Künstlerinnen und den Teilnehmenden der Workshops ins Gespräch zu kommen.

Das Künstlerinnen-Kollektiv „migrantas“ ist auf Initiative des Amtes für Zuwanderung und Integration und des Gleichstellungsbüros nach Oldenburg gekommen. Beide Seiten sind mit dem Projekt sehr zufrieden: „Die präsentierten Piktogramme regen zur Auseinandersetzung mit den Themen ‚Ankommen‘, ‚Zusammenleben‘ und ‚Identität‘ an und laden zu einem Perspektivwechsel ein“, hebt Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, hervor. „Die Berichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben uns wichtige Impulse für unsere Arbeit.“ Gleichstellungsbeauftragte Wiebke Oncken ergänzt: „Die Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten, die in Oldenburg ihre neue Heimat gefunden haben, sichtbar zu machen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Durch die Ausstellung und auch die begleitende Plakatierung im Stadtgebiet werden diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“

Im Anschluss an die Präsentation im Bürgerbüro soll die Ausstellung durch verschiedene Einrichtungen in Oldenburg wandern. Interessierte Einrichtungen können sich direkt per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de wenden.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.oldenburg.de/gleichstellung und www.oldenburg.de/integration zu finden.
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Piktogramme geben Migration eine visuelle Sprache

27.07.2019 21:11 Uhr

Neun Workshops mit dem Künstlerinnen-Kollektiv „migrantas“ – Ausstellung geplant

Was denken und fühlen Menschen, die ihre Heimat verlassen haben und nun in einem neuen Land leben? Wie nehmen sich Migrantinnen oder Migranten in Oldenburg wahr? Ihre Lebensrealitäten, Gedanken und Erfahrungen sollen vom Berliner Künstlerinnen-Kollektiv „migrantas“ durch Piktogramme sichtbar gemacht werden, die unabhängig von Sprache und kulturellen Prägungen verständlich sind.

Vom 26. bis zum 30. August sind hierzu neun Beteiligungs-Workshops geplant. Das Amt für Zuwanderung und Integration und das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg laden zur aktiven Mitarbeit ein. In den Workshops tauschen sich Migrantinnen und Migranten über ihre Erfahrungen aus. Ihre Erlebnisse und Wünsche bringen sie dabei in Zeichnungen, Bildern oder Motiven zum Ausdruck. Im Anschluss verdichten die Künstlerinnen von „migrantas“ die Ergebnisse der Workshops zu Piktogrammen. Diese ziehen auf Plakaten in das öffentliche Stadtbild ein, regen so zur Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Integration an und laden zu einem Perspektivwechsel ein.

Das Projekt endet mit einer Ausstellung, die vom 26. September bis zum 25. Oktober im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14, zu sehen sein wird und danach durch verschiedene Einrichtungen in Oldenburg wandert. Hierbei wird der gesamte Prozess für alle zugänglich gemacht. Neben Fotos aus den Workshops werden die dort entstandenen Zeichnungen und die Piktogramme präsentiert. Ebenso gibt es die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.

Die Mitglieder des Kollektivs, in erster Linie die Gründerinnen aus Argentinien, Marula Di Como und Florencia Young, sind selbst überwiegend nach Deutschland eingewanderte Frauen und haben in Berlin ihre neue Wahlheimat gefunden. Die Künstlerinnen bündeln Fachdisziplinen aus Kunst, Design, Soziologie, Journalistik und Politikwissenschaft.


Folgende Workshop-Termine sind vorgesehen:
• Montag, 26. August, 9 bis 12 Uhr (ausschließlich für Frauen): Haus Welcome, Bauordenstraße 70
• Montag, 26. August, 14 bis 17 Uhr: Gemeinwesenarbeit Dietrichsfeld, Alexanderstraße 331
• Dienstag, 27. August, 9 bis 12 Uhr: DRK Begegnungszentrum, Kaiserstraße 19
• Dienstag, 27. August, 14 bis 17 Uhr: Aids-Hilfe, Bahnhofstraße 23
• Mittwoch, 28. August, 9 bis 12 Uhr: IBIS, Bahnhofsplatz 10
• Mittwoch, 28. August, 14 bis 17 Uhr (ausschließlich für Frauen): Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück, An den Voßbergen 58 D
• Donnerstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr (ausschließlich für Frauen): Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, Bloherfelder Straße 173
• Donnerstag, 29. August, 14 bis 17 Uhr: Academy of English, Fürstenwalder Straße 1
• Freitag, 30. August, 9 bis 12 Uhr: Migrationscenter Oldenburg, Schütte-Lanz-Straße 8-10/15

Anmeldungen nimmt das ServiceCenter der Stadt Oldenburg bis zum 21. August unter Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de entgegen. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Plätze allerdings auf 20 je Termin begrenzt. Falls eine Sprachmittlung gewünscht wird, kann dies bei der Anmeldung angegeben werden.
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Kultur und Geschichte im Nordwesten

03.07.2019 19:15 Uhr
Unter diesem Titel bietet der Förderverein internationales Fluchtmuseum  Exkursionen zu Gedenk- und Dokumentationsstätten, Gedenkorten und Museen im Nordwesten Niedersachsens an. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler in Sprachlernklassen. 

Bisherige Zielorte waren das Auswandererhaus in Bremerhaven, das Landesmuseum für Natur und Mensch mit der Ausstellung "Sehnsucht Europa", das Gröschlerhaus, eine Dokumentations- und Bildungsstätte für jüdisches Leben in Jever und die Blaudruckerei Jever. am 25. Juni besuchten zwei Sprachlernklassen und eine Regelklasse die Dokumentationsstätte Norden/Tidofeld der Evang.-Luth. Landeskirche Hannover, in der die Ankunft, Versorgung und Integration von deutschen Vertriebenen in einer multimedialen Ausstellung präsentiert wird. Insbesondere die geflüchteten Teilnehmenden folgten interessiert und gespannt den Ausführungen des pädagogischen Mitarbeiters der Dokumentationsstätte, der in Einzelgruppen die Themen vertiefen konnte und selbst in der Konfrontation mit aktuellen Fluchterfahrungen dabei einiges lernen konnte. Der Förderverein wird die Reihe fortsetzen, sofern die beantragten Mittel verfügbar sind. Schulen mit Sprachlernklassen sind eingeladen, an diesem Projekt teilzuhaben.

Kontakt: Ulrich Hartig, info@fluchtmuseum.de oder mobil: 0157-74 50 33 27
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Migration und Neuanfang in Südafrika

05.06.2019 10:46 Uhr

Gesprächsabend mit der Autorin Dr. Rita Schäfer

Donnerstag, 6. Juni 2019, 19 Uhr
kreativ:LABOR (Kulturetage),
Bahnhofstr. 11, Oldenburg Eintritt frei

Südafrika ist das wichtigste Einwanderungsland in Afrika. Im Lauf seiner wechselvollen Geschichte kamen Immigranten aus verschiedenen Regionen Afrikas und von anderen Kontinenten. Deshalb lassen sich innovative und konfliktreiche Prozesse von Migration und Globalisierung hier besonders gut erkennen. Migration ist ein Schlüssel zum Verständnis Südafrikas. 

Seit Jahrhunderten strukturiert sie die Gesellschaft und beeinflusst Bildung, Religion und Kultur. Einwanderung prägt die gesamte Arbeitswelt – von Winzerbetrieben bis zu Minen und Fabriken. Nationalökonomische Planungen zielten immer darauf ab, Migrationsprozesse zu steuern. 

Das betraf den Import und die Ausbeutung von Sklaven, Vertrags- und Wanderarbeitern. Couragiert organisierten sie Widerstand gegen die rassistische Kolonialverwaltung und das Apartheidregime. Südafrika ist auch das Ziel von Kriegsflüchtlingen: Vertriebene und Verfolgte suchen am Kap der guten Hoffnung Schutz vor Gewalt. Das Asylrecht des Landes gilt als vorbildlich und seine Demokratie wird von Menschen, die aus Diktaturen geflüchtet sind, geschätzt. Wie die viel beschworene Regenbogennation die Integration handhabt, ist Thema dieses Buches.
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Acht weitere Unternehmen unterzeichnen die Charta der Vielfalt

29.05.2019 21:22 Uhr

6. Diversity-Tag in Oldenburg

Der mittlerweile 6. Diversity-Tag in Oldenburg fand am Dienstag, 28. Mai, bei der EWE AG in der Alten Fleiwa statt. Ziel des Diversity-Tages ist die Förderung von Vielfalt in Unternehmen, sozialen oder kulturellen Einrichtungen und im öffentlichen Sektor. Zusammen mit dem CSD Nordwest e.V., dem Völklinger Kreis, dem Bündnis „Oldenburg will Inklusion!“ (OWI) und in diesem Jahr mit der EWE AG hat die Stadt Oldenburg erneut ein Zeichen für Vielfalt gesetzt.

„Wir erleben derzeit einen fundmentalen Wandel in der Energiebranche mit dem Ziel, eine klimaneutrale Zukunft zu gestalten. Dafür brauchen wir Innovationen, digitale Kompetenz und Vielfalt. Abgesehen davon, dass wir von Diversity als moralischem Wert überzeugt sind, ist die Vielfalt an Ideen, Meinungen und Herangehensweisen deshalb auch als Unternehmenswert nicht mehr wegzudenken“, sagte Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender von EWE. „Wir durchlaufen deshalb einen grundlegenden kulturellen Veränderungsprozess, um diese Vielfalt im EWE-Konzern zu verankern“, fügte Marion Rövekamp, Vorständin Personal & Recht, hinzu.

Acht neue Unternehmen haben in diesem Jahr die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Für Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist dies ein klares Bekenntnis zu einer toleranten und vielfältigen Stadtgesellschaft, die großen Wert auf Teilhabe legt: „Dieses Engagement trägt dazu bei, damit Diskriminierung, Ausgrenzung und Respektlosigkeit keinen Raum bekommen. Das gilt am Arbeitsplatz genauso wie in der Öffentlichkeit oder im privaten Bereich. Diversity heißt für uns als Stadt, die Potentiale aller Menschen in unserer Gesellschaft ernst zu nehmen und Teilhabe zu ermöglichen.“

Beim Oldenburger Diversity-Tag bleibt es aber nicht bei der symbolischen Unterzeichnung der Charta: Fast alle Unternehmen treffen sich zweimal im Jahr im Diversity-Netzwerk. Newcomer bekommen von Erfahrenen solidarisch Unterstützung beim Aufbau ihres Diversity-Managements.

„Wir müssen Vielfältigkeit als Motor für Entwicklung und Innovation begreifen, und genau deshalb niemanden aufgrund des Geschlechts, des Alters, der Hautfarbe, Religion, Herkunft, Behinderung, sexueller Orientierung oder Identität ausschließen“, sagte Susanne Jungkunz von der Stadt Oldenburg. Im Rahmen des 6. Oldenburger Diversity-Tages unterzeichneten weitere Unternehmen und Einrichtungen die Charta der Vielfalt, um ein Zeichen für die Förderung und Wertschätzung von Vielfalt im eigenen Unternehmen zu setzen. Dies sind: brille24 GmbH, Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Oldenburg e.V., Dienstleistungs-Zentrum-Oldenburg GmbH & Co. KG, WAYDO GmbH, Gebäudesicherheit Nord GmbH, Jugend und Arbeit GmbH, Landessparkasse zu Oldenburg, Weltenretter UG.

Nach der Eröffnung durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und die EWE-Vorstände Stefan Dohler und Marin Rövekamp fand unter dem Motto „Vielfalt braucht Mut – meinen!“ ein interaktives Format statt. Die Anwesenden mussten sich mutig und öffentlich zu Fragen bekennen wie „Wer hat Schule, Ausbildung oder Studium abgebrochen?“, oder „Wer ist bereits Opfer von Ausgrenzung, Diskriminierung oder Gewalt geworden?“
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Ankommen und Wohlfühlen leicht gemacht

16.05.2019 13:01 Uhr

Jürgen Krogmann begrüßt Neubürgerinnen und Neubürger im PFL

Oldenburg. Es gibt viele gute Gründe, nach Oldenburg zu ziehen. Egal, ob der Liebe oder der Karriere wegen – wer in Oldenburg seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, soll sich hier schnell heimisch fühlen. Dazu will auch der Neubürgerempfang der Stadt einen Beitrag leisten. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hieß am Dienstagabend, 14. Mai, zu der Veranstaltung im Kulturzentrum PFL etwa 180 Neuzugezogene herzlich willkommen. „Ich bin mir sicher, es wird nicht lange dauern, bis Sie sich in unserer Stadt gut auskennen und hier nicht mehr weg wollen“, sagte Krogmann. Es gebe sehr viele Möglichkeiten, Dinge zu unternehmen, aber auch mitzugestalten. Hinzu kommen Oldenburgs Offenheit und das nachbarschaftliche Miteinander – zwei Tugenden, die die Stadt aus Sicht des Oberbürgermeisters besonders liebenswert machen.

Aktuell leben in Oldenburg mit Stand vom 30. April dieses Jahres 169.259 Menschen. Das sind 1.014 mehr als vor einem Jahr. Die „Neuen“ vereinen 94 unterschiedliche Staatsangehörigkeiten – eine beeindruckende Vielfalt. Eingeladen zur Willkommensveranstaltung waren alle in den vergangenen sechs Monaten zugezogenen Neubürgerinnen und Neubürger.

Was Oldenburg an Lebensqualität zu bieten hat, stellte Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM), den Gästen vor. Sie ging dabei auf das vielseitige Freizeit- und Kulturangebot ein. Michael Lorenz, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, gab einen Überblick über das Dienstleistungsangebot der Stadt. Das Saxophonensemble „NUFOXAS“ aus der Musikschule der Stadt Oldenburg rundete das Programm ab.

Die neuen Bürgerinnen und Bürger Oldenburgs hatten im Anschluss die Möglichkeit, an verschiedenen Informationsständen zu verweilen und erste Kontakte zu knüpfen. Vertreten waren das Bürgerbüro Mitte, das Welcome Center, die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement, die OTM, das Finanzamt Oldenburg, der Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg sowie die Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine. In geselliger Stimmung wurden vielfältige Gründe und nette Geschichten ausgetauscht, weshalb ein Umzug nach Oldenburg vollzogen wurde.

Seit 2004 bereitet die Stadt Oldenburg ihren zugezogenen Bürgerinnen und Bürgern mit dieser Willkommensgeste einen herzlichen Empfang.
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Drei herausragende Projekte mit dem Integrationspreis ausgezeichnet

23.03.2019 21:01 Uhr
Ein Partnerprojekt, bei dem jeweils „ein Neu-Oldenburger (Nolbi) und ein Oldenburger (Olbi)“ ein Tandem bilden, eine integrative Kunstausstellung mit umfangreichem Rahmenprogramm und Fußball-Mädchen, die Übungsleiterinnen im Verein wurden und damit gleichzeitig Mädchen mit Migrationshintergrund das Fußballspielen ermöglichten, das sind die drei Projekte, die am Freitag, 22. März, mit dem Integrationspreis 2018 der Stadt Oldenburg ausgezeichnet wurden.

Aus 18 Bewerbungen musste die Jury drei Projekte wählen, die – sicher auch stellvertretend für andere – den Preis bekommen sollten. Und sie hat gut gewählt. Die drei ausgezeichneten Projekte zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, dass Integration sehr gut funktioniert, wenn beide Seiten „sich mit Neugier begegnen“, wie die Integrationsbeauftragte Aliz Müller es ausdrückte.

„amiko, ich kann was!“ ist eine Kooperation zwischen Ehrenamtlichen des amiko-Projekts, dem Bildungszentrum für Technik und Gestaltung Oldenburg, dem CJD Jugendmigrationsdienst und dem Kreativlabor in der Kulturetage. Es wendet sich an junge Geflüchtete im Alter von 16 bis 21 Jahren aus Syrien, Irak, Eritrea, Guinea, Afghanistan und Algerien. Zu den wöchentlichen Treffen, die immer dienstags im Kreativlabor angeboten werden, kamen über das Jahr verteilt 48 Schüler. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Erweitern von Deutschkenntnissen liegt ein Schwerpunkt darauf, mit den Teilnehmenden zielgerichtet eigene Stärken herauszuarbeiten und mit Berufszielen in Einklang zu bringen. Die Schüler werden mit behördlichen Anlaufstellen vertraut gemacht, und sie erhalten darüber hinaus Hilfestellung bei Bewerbungen und bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.
In Ihrer Dankesrede appellierten die Preisträger an die Oldenburger, weniger auf Äußerlichkeiten von Menschen zu achten, sondern sie als zugehörig zu betrachten und ihnen etwas zuzutrauen.

Convivencia, eine Epoche friedlichen Zusammenlebens von Muslimen, Juden und Christen im mittelalterlichen Spanien, gilt als goldenes Zeitalter der Toleranz. Gabriele Hoeltzenbein und Ursula Ratte-Püschel ist es gemeinsam mit der Gemeinde St. Willehad und weiteren Unterstützer*innen gelungen, die nach diesem Vorbild benannte Wanderausstellung deutscher und geflüchteter bildender Künstler*innen „Convivencia – für ein friedliches Zusammenleben“ nach Oldenburg zu holen. Die eigentliche Leistung, der das Projekt schließlich auch den Integrationspreis verdankt, bestand darin, ein umfangreiches und vielseitiges Rahmenprogramm mit rund 25 Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, das vom 28. Oktober bis zum 25. November 2018 lief und das mehr als 1.300 Menschen erreicht hat. Dabei gab es u. a. Konzerte, Lesungen und Schulveranstaltungen mit einem deutsch-syrischen Schriftsteller, Theater für Kinder, Kamingespräche zu bildungspolitischen und religiösen Themen sowie Film-Vorführungen und einen syrischen Kulturabend. Kooperationspartner waren der Präventionsrat, die Deutsch-Syrische Gesellschaft Oldenburg und die Katholische Hochschulgemeinde Oldenburg.

Mit dem Projekt „Jugend fördert Jugend – Engagement der Jugend für das Ehrenamt“ begeistert der Krusenbuscher SV in einem Stadtteil mit hohem Migrationsanteil Mädchen im Alter von 6 bis 18 Jahren für Fußball und integrieren vor allem junge Migrantinnen in den Vereinssport. Außerdem wurden acht Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren, vier davon mit Migrationshintergrund, als Übungsleiterinnen und Junior-Coaches qualifiziert. 
„Wir haben es geschafft, dass auch die Mädchen mit Migrationshintergrund über alle Jugendmannschaften dabei bleiben, so dass wir inzwischen auch ein Frauenteam stellen können“, freut sich Projekt-Initiator Lars Windels. „Und ein weiterer schöner Erfolg ist, dass die Mädchen die Integration in ihren Familien an die ältere Generation weitergegeben haben.“

Die Vertreter*innen aller drei Projekte bekamen 2000 Euro überreicht und wie immer auch eine Skulptur aus Speckstein, die von Jugendlichen der Freizeitstätte Bürgerfelde gestaltet wurden.

Die Feierstunde wurde vom deutsch-jordanischen „Henna Ensemble“ musikalisch begleitet. Das Quintett stellte in seinen Beiträgen einen Dialog zwischen arabischer und westlicher Musik her und bot damit selber ein gelungenes Beispiel für Integration und kulturellen Austausch.
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Integrationspreis: Ein Gewinn für alle

09.03.2019 20:59 Uhr

18 Bewerbungen – Jury von Qualität und Vielfalt der eingereichten Projekte beeindruckt

Gelungene Integrationsarbeit ist ein Gewinn für alle – das zeigt die Vergabe des Integrationspreises, den die Stadt Oldenburg in diesem Jahr zum 9. Mal verleiht. Für die Auszeichnung sind insgesamt 18 Bewerbungen und Vorschläge eingereicht worden. Eine unabhängige Jury hat am Donnerstag, 7. März, drei Projekte und Initiativen ausgewählt, deren Engagement mit jeweils 2.000 Euro gewürdigt werden wird. Welche der Nominierungen das Rennen gemacht hat, wird erst während der feierlichen Preisverleihung bekanntgegeben, die am Freitag, 22. März, in den Räumen der Volkshochschule an der Karlstraße stattfinden wird. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und die Leiterin des Fachdienstes Integration, Integrationsbeauftragte Aliz Müller, werden die Preisträgerinnen und Preisträger auszeichnen.


Die Jury hat intensiv über die Vorschläge beraten und zeigte sich von der Qualität und Vielfalt der Bewerbungen beeindruckt. „Die Auswahl ist uns nicht leicht gefallen. Die Nominierungen zeigen, wie hervorragend sich Oldenburger Vereine, Initiativen, Institutionen und auch Einzelpersonen für Geflüchtete und Zugewanderte engagieren und dadurch einen wertvollen Beitrag zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe leisten“, lobte Sozialdezernentin Dagmar Sachse, die den Vorsitz der Auswahlkommission führte. Neben ihr gehören Hiltrud Neidhardt (ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg und engagiert in der Integrationsarbeit), Harald Götting (1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine), Jean Ngendahimana (Gründer und Vorsitzender des Vereins „Migration Heute e. V.“), Justus Neuendorff (1. Vorsitzender des Stadtschülerrates) sowie Prof. Dr. Uwe Weithöner (Vizepräsident der Jade Hochschule) der Jury an. Bei ihrem Votum haben die Jurorinnen und Juroren Kriterien wie Nachhaltigkeit, Intensität des Engagements, Übertragbarkeit, Innovationskraft und Wirkungsgrad eines Vorschlags berücksichtigt.

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Neue Bildungspaten gesucht: Infoabend am 24. Januar im PFL

16.01.2019 12:43 Uhr

Nächster Kurs beginnt am 21. Februar

Die Agentur :ehrensache in der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement veranstaltet am Donnerstag, 24. Januar, um 18 Uhr einen Infoabend zum Projekt „Bildung für alle – BildungsPaten“ und der dazugehörigen Qualifizierungsmaßnahme. Die Veranstaltungen findet in Seminarraum 2 des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, statt und ist kostenlos. Anlass ist der 14. Kurs der Bildungspaten, der am 21. Februar beginnt und für den interessierte Freiwillige umfassend vorbereitet werden sollen.

Seit 2009 hat die Agentur, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, im Projekt „Bildung für alle – BildungsPaten“ rund 250 engagierte Ehrenamtliche zu Patinnen und Paten für Grundschulkinder aus Zuwandererfamilien geschult. Die teilnehmenden Kinder werden von den Lehrkräften der Grundschulen mit Zustimmung der Eltern ausgesucht. Eine Patenschaft dauert ein Jahr und kann bei gegenseitigem Einverständnis verlängert werden.

Engagierte Ehrenamtliche haben als Patinnen und Paten nach ihrer Schulung ein Kind oder nacheinander auch mehrere Kinder betreut, haben sie gestärkt und ermutigt, ihnen die Stadt und die regionale Kultur näher gebracht, sie in ihrer Sprachentwicklung gefördert und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Sie haben sie ein Stück auf ihrem Bildungsweg und ihrer Entwicklung begleitet und gefördert und somit die Bildungschancen der Kinder deutlich verbessert. Ziel der Bildungspaten ist es, die Integration der Kinder über eine gute (Aus-)Bildung zu fördern.

Von einigen Schulen wird jährlich ein großer Bedarf an Unterstützung für Grundschulkinder aus zugewanderten Familien gemeldet. Deshalb werden wieder interessierte Ehrenamtliche gesucht, die sich eine Bildungspatenschaft für sich vorstellen können. Alle, unabhängig von Beruf und Alter, die Freude an dieser Aufgabe mit Kindern haben, können sich ab sofort bei der Agentur :ehrensache melden und einen Termin für ein Informations- und Auswahlgespräch vereinbaren. Voraussetzung ist eine wöchentliche zeitliche Investition von circa drei bis vier Stunden und die Bereitschaft, sich für ein Jahr auf diese verantwortungsvolle und erfüllende Aufgabe einzulassen.

Gabriela Kaboth-Freytag und Olga Gerz von der Agentur :ehrensache in der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement geben weitere Infos und nehmen Anmeldungen entgegen unter 
 Telefon 0441 235-2020, beziehungsweise -2404 oder per E-Mail an gabriela.kaboth-freytag@stadt-oldenburg.de oder olga.gerz@stadt-oldenburg.de. Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/ehrensache.
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„Vielfalt im Klassenzimmer“: Vortragsreihe startet am 14. Januar

03.01.2019 20:45 Uhr

Angebot vom Amt für Zuwanderung und Integration und OFZ

Das Amt für Zuwanderung und Integration bietet zusammen mit dem Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) ab Montag, 14. Januar, die dreiteilige Vortragsreihe „Vielfalt im Klassenzimmer“ an. Sie informiert über Bildungssysteme und Familienstrukturen aktueller Zuzugsländer und lädt zum Austausch ein. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Lehrkräfte, Multiplikatoren und Fachkräfte im Themenspektrum Interkulturelle Bildung.

In der Reihe sollen Fragen erörtert werden wie beispielsweise nach der Strukturierung von Bildungssystemen in Zuzugsländern, der Beeinflussung von Bildungsprozessen durch Religion, Kultur und Tradition sowie nach Wandlungsprozessen in Familien durch Migration.

Der erste Vortrag findet statt am Montag, 14. Januar, von 18.30 bis 20 Uhr im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg (Uhlhornsweg 49-55). Es referiert Dr. Ulrike Langen des Instituts für Pädagogik der Universität Oldenburg. Das Thema lautet „Geflüchtete Kinder und Jugendliche aus arabischen Herkunftskontexten in Deutschland ? Differenzreflexive Perspektiven auf Bildungsverhältnisse im Fluchtkontext“.

Am Montag, 18. Februar, sprechen der Soziologe Hilmar Froehlich sowie die Wirtschaftswissenschaftlerin Emerthe Makumugema und der Apotheker Thomas Safari über zugezogene Kinder und Jugendliche aus ostafrikanischen Herkunftsländern und geben einen Bericht von Betroffenen aus Ruanda.

Im dritten Vortrag am Montag, 18. März, geht es um die Bildungssituation von Sinti und Roma aus Westbalkan-Ländern in Deutschland. Es referiert Jovica Avanitelli vom Verband deutscher Sinti und Roma e.V.
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Oldenburger Integrationspreis wird erneut ausgeschrieben

29.11.2018 20:50 Uhr

Bewerbungen bis zum 15. Februar 2019

Die Stadt Oldenburg schreibt zum neunten Mal den Integrationspreis aus. Mit diesem Preis, der mit 6.000 Euro dotiert ist, sollen Projekte, Maßnahmen, Initiativen oder Personen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in der Gesellschaft einsetzen und so um die Integration verdient machen. Mit dem zu verleihenden Integrationspreis soll die Arbeit des vergangenen Jahres ausgezeichnet und sichtbar gemacht werden.

Teilnahmeberechtigt sind Vereine, Organisationen, Betriebe und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich in Oldenburg für Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und interkulturellen Austausch und Zusammenleben einsetzen. Erstmals besteht auch die Möglichkeit, Projekte und Aktivitäten der Jury aktiv vorzuschlagen.

Ausgezeichnet werden Projekte, Maßnahmen und Initiativen, die sich den oben genannten Zielen widmen und 2018 umgesetzt wurden. Bewerbungen müssen mit dem ausgefüllten Bewerbungsbogen eingereicht werden. Die dafür erforderlichen Unterlagen gibt es im Amt für Zuwanderung und Integration oder online unter www.oldenburg.de/startseite/leben-wohnen/soziales/zuwanderung-und-integration.

Formlose Anträge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Bewerbungen gehen bis zum 15. Februar 2019 per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de oder per Post an Stadt Oldenburg, Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, Bloherfelder Str. 39, 26129 Oldenburg. Die Preisverleihung ist für den 22. März geplant.
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Migration als Impuls für Geschlechtergleichstellung

25.09.2018 20:14 Uhr

Werkstattgespräch am 18. Oktober im Kulturzentrum PFL

Das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg und „G mit Niedersachsen“ (VNB e.V.), die Bildungs- und Beratungsstelle zu Geschlechtergleichstellung und Migration, laden zu einem Werkstattgespräch am Donnerstag, 18. Oktober, ins Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3) ein. Das Thema der in der Zeit von 9 bis 16 Uhr geplanten Fachtagung lautet „Geschlechtergleichstellung im Migrationskontext gestalten“.

„In der Migration erfahren und gestalten Familien weitreichende, oftmals generationenübergreifende Wandlungsprozesse. Die Konstruktionen von an Geschlecht gebundenen, familiär und kulturell tradierten Lebensentwürfen, Zuschreibungen und Handlungspraxen werden hierbei kritisch hinterfragt“, heißt es in der Einladung. Mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis soll darüber diskutiert werden, wie unsere Gesellschaft geschlechtergerechter und teilhabeorientierter gestaltet werden kann und welche konkreten Ansätze und Projekte in der Region Nordwest-Niedersachsen in Zukunft (weiter-)entwickelt werden können.

Das Programm beginnt mit einer Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, Wiebke Oncken. Anschließend bieten Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven den Rahmen für einen Fachaustauch, der im weiteren Verlauf in moderierten Arbeitsgruppen in erste gemeinsame Umsetzungsstrategien münden soll.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte werden gebeten, sich online zu der Veranstaltung anzumelden unter www.werkstatt-ol.vnb.de.
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Internationaler Frauentreff besteht 10 Jahre

15.06.2018 09:15 Uhr
Seit 10 Jahren ist der Internationale Frauentreff in der Arbeit für geflüchtete aktiv. Die Frauen gehen in die Unterkünfte, sprechen mit den neu angekommenen Frauen, organisieren Projekte und Fahrten und helfen bei verschiedenen Problemen.

Etwa 10 Frauen aus dem Iran, dem Irak, Syrien und anderen Ursprungsländern gehören zum „inner circle“ des Frauentreffs. Sie kommen an jedem Donnerstag um 18:30 Uhr im Stadtteiltreff Dietrichsfeld zusammen, um über aktuelle Vorhaben zu sprechen oder von dort aus in die Flüchtlingsunterkunft auf dem ehemaligen Fliegerhorst zu gehen.

„Im Moment sind wir gerade dabei, uns neu zu orientieren“, sagt Mia Cordes, inoffizielle Sprecherin des Frauentreffs. Abgesehen von Blankenburg, das vom Stadtnorden doch recht weit entfernt ist, werden die Unterkünfte gerade alle geschlossen, weil keine Geflüchten mehr nachkommen. „Aber auch, wenn sie bereits eigene Wohnungen haben, können die neu Angekommenen noch Unterstützung gebrauchen. Wir sind gut vernetzt und werden wir ganz sicher neue Betätigungsfelder finden“, so Cordes.

Einmal im Jahr gibt der Frauentreff eine Zeitung heraus, natürlich auch im Jubiläumsjahr. Neben interessanten aktuellen Berichten aus oft ganz anderer Persppektive geben die Frauen in dieser Ausgabe einen Rückblick auf die ersten zehn Jahre ihrer wertvollen ehrenamtlichen Arbeit.
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Freie Plätze in der Radfahrschule für Erwachsene

20.04.2018 11:20 Uhr
Der Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten bietet ab Mittwoch, 2. Mai, eine Radfahrschule für Erwachsene an. Angesprochen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die das Radfahren erlernen möchten. Der achtwöchige Kompaktkurs mit theoretischem und praktischem Unterricht findet dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr in der Gemeinwesenarbeit, Bloherfelder Straße 173, am Bloherfelder Marktplatz statt. Der Teilnehmerbeitrag umfasst 10 Euro.
Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 5601165 oder per E-Mail an kennedyviertel@stadt-oldenburg.de. 
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Tischfußball und lockerer Austausch

20.04.2018 10:50 Uhr

Modellprojekt: Mit geflüchteten jungen Männern im Dialog über Geschlechterrollen

Neue Wege beschreitet das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg, um mit geflüchteten jungen Männern ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit der Bildungs- und Beratungsstelle „G mit Niedersachsen“ wird in Oldenburg das Modellprojekt „Rollenspielen“ umgesetzt: Es kombiniert ein Tischfußballturnier mit Diskussionsrunden zu „Geschlechterrollen in Deutschland“. Die Veranstaltung findet statt am Samstag, 28. April, von 14.30 bis 18 Uhr in der Freizeitstätte Bürgerfelde, Alexanderstraße 209. 

Im lockeren Rahmen bei einem Kicker-Turnier wollen die Initiatoren gemeinsam mit 25 Männern im Alter von etwa 18 bis 35 Jahren, die über Flucht-/Migrationserfahrung verfügen, nicht nur über ihr (Selbst-)Verständnis von Geschlechterrollen sprechen, sondern sie auch ausführlich zu Wort kommen lassen und ihnen damit ein Forum bieten, um Erwartungen, Erfahrungen, Fragen und Irritationen zu thematisieren. Wie erleben sie in ihrem Alltag Männer und Frauen in Deutschland? Woran orientieren Sie sich bei ihren Wahrnehmungen, Einschätzungen und Zielen? Auf welche Fragen finden sie (noch) keine Antworten? Welche gesellschaftlichen Rollenbilder präg(t)en sie, welche finden sie gut, welche sind schwierig zu verstehen? 

Es gibt jeweils wechselnde Blöcke im 30-Minuten-Intervall zwischen Tischfußballspiel und Diskussionsrunde. (Erste) Deutschkenntnisse sollten vorhanden sein.

Das Projekt „Rollenspielen“ wird durch die Niedersächsische-Lotto-Sport-Stiftung und das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos und auf 25 Teilnehmer begrenzt – um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an lena.nzume@stadt-oldenburg.de. 

Weitere Informationen zum Projekt gibt‘s online unter www.g-mit-niedersachsen.de/rollenspielen.
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Oldenburg vergibt Integrationspreis

13.04.2018 21:03 Uhr

OB Krogmann: Wichtiges Zeichen für Teilhabe und Zusammenhalt in der Stadt

Bereits zum 8. Mal hat die Stadt Oldenburg ihren Integrationspreis verliehen. Zur Preisverleihung in der Berufsbildenden Schule in Wechloy kamen etwa 100 geladene Gäste und die drei Preisträger. 18 Bewerbungen hatte es für den Integrationspreis gegeben, drei Preisträger wurden schließlich von der Jury ausgewählt, sie wurden jeweils mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgezeichnet. Die Preisträger für das Jahr 2017 sind: das Haus Welcome (Kirchengemeinde St. Josef und Kirchengemeinde Osternburg), das Projekt „Meine Geschichte, deine Geschichte. Flucht, Migration und Shoah“ von Dzenet Hodza sowie Radio Globale, die Radiosendung von Oeins mit Musik aus aller Welt.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann würdigt alle Preisträger: „Oldenburg ist eine Stadt der Vielfalt, das ist auch an den diesjährigen Preisträgern sehr schön zu erkennen. Alle setzen sich für Teilhabe und Zusammenhalt in unserer Stadt ein. Die zahlreichen Integrationsprojekte haben einen wesentlichen Anteil daran, dass Oldenburg von einer Atmosphäre der Toleranz und der Solidarität geprägt wird.“

In Oldenburg leben aktuell etwa 16.000 Migrantinnen und Migranten aus 151 Nationen, viele von ihnen sind heute bereits gut integriert. Dennoch hat sich die Stadtgesellschaft verändert und es gilt bei diesen Anstrengungen der Integrationsarbeit nicht nachzulassen, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse: „Ich bin nach wie vor begeistert von der enormen Vielfalt der Bewerbungen. Den Organisationen und Einzelpersonen gebührt mein herzlicher Dank. Sie alle haben Großartiges geleistet. Es freut mich, mit wie viel Engagement sich unsere Bürgerinnen und Bürger auf die verschiedenste Art und Weise für die neuen Menschen in unserer Stadt einbringen.“

Eine unabhängige Jury hat über die Vergabe des Integrationspreises 2017 entschieden. Ausgezeichnet werden Projekte, die sich für die Förderung der Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie des interkulturellen Austauschs und Zusammenlebens eingesetzt haben. Kriterien für die Bewertung waren unter anderem: ein innovativer Ansatz, die Förderung des sozialen Zusammenhalts und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

Die diesjährige Jury bestand aus: Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg (Vorsitz), Werner Bieberstein, Pastoralreferent zu St. Willehad, für den Arbeitskreis Religionen des Präventionsrats Oldenburg, Dr. Anwar Hadeed, Geschäftsführer amfn e.V., Dr. Michael W. Brandt, Geschäftsführer Oldenburgische Landschaft, Ingrid Kruse, Vorsitzende des Ausschusses für Integration und Migration, und Cecilia Ramirez de Heisig, Oldenburger Delegierte im Niedersächsischen Integrationsrat.
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Sprachmittlerpool der Stadt Oldenburg sucht Unterstützung

20.03.2018 18:57 Uhr
Bei den derzeit sehr aktuellen Fragen von Zuwanderung und Integration gibt es viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Die Stadt Oldenburg sucht ganz konkret Menschen, die den bestehenden Sprachmittlerpool unterstützen können. Als Voraussetzung wäre es sehr gut, wenn Sprachkenntnisse in Arabisch, Kurdisch, Ungarisch, Russisch, Spanisch, Tigrinisch oder Rumänisch vorhanden wären. Zudem Deutsch mindestens auf dem Niveau des Sprachkurses B2.

Anmeldungen können abgegeben werden bei Tanja Hollje im Amt für Zuwanderung und Integration (Telefon: 0441 235-2932) oder per E-Mail an Tanja.Hollje@stadt-oldenburg.de

Der Sprachmittlerpool der Stadt Oldenburg bietet Neuzugewanderten Unterstützung bei Behördengängen und hilft, sprachliche Barrieren zu überwinden. 

Die Nachfrage wächst stetig. Allein in den letzten drei Monaten wurden über 300 Anfragen gestellt. Die aktuell aktiven Sprachmittler können den wachsenden Bedarf nicht vollständig bewältigen. Besonders die Sprachen Arabisch und Kurdisch sind gefragt. Vermehrt kommen Anfragen für die Sprachen Ungarisch, Russisch, Spanisch und Rumänisch. 

Das Amt für Zuwanderung und Integration qualifiziert neue Sprachmittler in Form einer dreitägigen Schulung, übernimmt die Koordination der Einsätze und betreut die Helfer. Sie erhalten für ihre Einsätze eine Aufwandentschädigung. 
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Berufliche Bildung für Migrantinnen

14.03.2018 10:13 Uhr

Frauenabend im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde am 21. März

Der Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde (Bloherfelder Straße 173) veranstaltet am Mittwoch, 21. März, von 17 bis 19 Uhr einen Frauenabend zum Thema „Berufliche Bildung für Frauen mit Migrationshintergrund“. Zu Gast sind die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Annefride von der Lieth-Schaper vom Jobcenter und Heike Loers von der Agentur für Arbeit.

Das Angebot ist kostenfrei und ausschließlich für Frauen. Eine Anmeldung ist erforderlich bei Ina Ruschinski bis Montag, 19. März, unter Telefon 0441 5601165 oder per E-Mail an kennedyviertel@stadt-oldenburg.de. Dort gibt es jeweils auch weitere Informationen zur Veranstaltung.
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Neue Orientierung für Ehrenamtliche

13.02.2018 08:39 Uhr

Flüchtlingshilfe Oldenburg gestaltet umfangreiche Homepage

Schutzsuchende unterstützen und Integration leben – das
haben sich etwa 130 Ehrenamtliche und über 70 Integrationslots*innen der
Flüchtlingshilfe Oldenburg in Kooperation mit IBIS e.V. zur Aufgabe gemacht. Nicht
nur in direkten Patenschaften zu anerkannten Schutzsuchenden, sondern auch in
übergeordneten Gruppen rund um Themen wie Wohnungssuche, Jobsuche oder
Begegnungs-Cafés, bei Sprach-förderung und Kinderbetreuung bieten sie ihre Hilfe
auf verschiedensten Wegen an.
 Um bisherigen und neuen Helfern den Erfahrungsaustausch zu erleichtern und eine solide Grundlage für die vielseitigen
Tätigkeiten zu bieten, hat die Flüchtlingshilfe Oldenburg eine umfangreiche Homepage
ins Leben gerufen. Neben Beschreibungen der verschiedenen Unterstützungsteams
und der anstehenden Veranstaltungen stehen kurze handlungsorientierte
Informationen rund um aufkommende Fragen in der Flüchtlingsarbeit bereit. Wie läuft
die Wohnungssuche ab? Gelten besondere Richtlinien für die Eröffnung eines
Bankkontos? Gibt es besondere berufliche Fördermaßnahmen? Diese und viele
weitere Fragen beantworten detaillierte Themenblöcke, ständig ergänzt um neue
Erkenntnisse aus der Praxis. Wer sich näher informieren will, klickt einfach auf
www.fhol.de oder schaut unverbindlich bei einem Treffen der verschiedenen
Unterstützungsteams vorbei. Wann sich welches Team trifft, erfahren Interessierte
ebenfalls auf der neuen Homepage. In Kürze finden auch wieder Ausbildungskurse
zum Integrationslotsen / zur Integrationslotsin statt.
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Chance auf gelungene Integration erhöhen

09.02.2018 18:57 Uhr

Stadt sucht neue Engagierte für Bildungspatenschaften – Schulung startet

Sie geben Kindern aus zugewanderten Familien wertvolle Starthilfen und erhöhen die Chancen auf eine gelungene Integration: Bildungspatinnen und Bildungspaten leisten in der Stadt Oldenburg wertvolle Arbeit. Die Agentur :ehrensache, die das unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stehende Projekt „Bildung für alle – Bildungspaten“ betreut, sucht jetzt neue Freiwillige. Am Mittwoch, 21. Februar, beginnt – zum mittlerweile 13. Mal – ein neuer Kurs, in dem Interessierte auf eine Patenschaft umfassend vorbereitet werden. 

Die Schulung findet an acht Abendterminen und einem Vormittag im Kulturzentrum PFL statt. Im Anschluss werden die Patinnen und Paten an ausgewählte Grundschülerinnen und -schüler aus verschiedenen Schulen vermittelt. Die teilnehmenden Kinder werden von den Lehrkräften mit Zustimmung der Eltern ausgesucht. 

Die Patenschaft dauert ein Jahr und beinhaltet regelmäßige Treffen im Rahmen einer aktiven Freizeitgestaltung mit dem Ziel, die Sprachkompetenzen und damit die Bildungschancen der Kinder zu verbessern. Interessierte werden gebeten, sich bei Gabriela Kaboth-Freytag unter der Telefonnummer 0441 235-2020 und per E-Mail an gabriela.kaboth-freytag@stadt-oldenburg.de oder bei Olga Gerz, Telefon 0441 235-2404, E-Mail olga.gerz@stadt-oldenburg.de, zu melden.
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In Oldenburg zweite Heimat gefunden

28.01.2018 19:30 Uhr

Oberbürgermeister freut sich über knapp 5.000 Neueingebürgerte

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann beglückwünschte am Donnerstagabend, 25. Januar, neu eingebürgerte Oldenburgerinnen und Oldenburger zu ihrem Entschluss, sich ganz zu Deutschland zu bekennen. Viele von ihnen feierten ihre Einbürgerung gemeinsam mit Familie, Freunden sowie Ratsmitgliedern im Kulturzentrum PFL. 

„Ich freue mich über die seit Jahren hohen Einbürgerungszahlen, denn sie zeigen, dass bei uns in Oldenburg Integration gelingt. Wir erwarten, im März die 5.000 Einbürgerungsurkunde zu überreichen“, sagte Krogmann. Den Oberbürgermeister erreichte rechtzeitig zur Einbürgerungsfeier auch eine Videobotschaft des Neueingebürgerten Ben Horsbrugh. Der Brite hat sich nach mehr als zwanzig Jahren entschieden, deutscher Staatsbürger zu werden, nicht zuletzt wegen des Brexit. Besonders wichtig ist ihm, dank des deutschen Passes, nun auch politisch mehr mitgestalten zu können. Das Video ist im Internet unter www.oldenburg.de/einbuergerung abrufbar. 

Mit insgesamt 287 neuen deutschen Staatsangehörigen im Jahr 2017 ist die Zahl der Einbürgerungen in Oldenburg im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, um 32 gegenüber 2016. Auch die Zahl der Einbürgerungsanträge hat sich 2017 um 12 Anträge auf 410 gegenüber dem Jahr 2016 vermindert, entspricht aber den seit Jahren konstanten Wert um 400. 

Die größte Gruppe der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bilden Zugewanderte aus dem Irak mit 95 (gegenüber 101 in 2016) Einbürgerungen. Aus der Türkei kamen 33 Neueingebürgerte. Nahezu gleich ist Zahl der Menschen, die aus dem Iran (17), Polen (15), Großbritannien (13), Rumänien (12) stammen. Neun der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger kamen aus Syrien. 

Die Stadt Oldenburg ist seit dem Jahr 2000 für die komplette Bearbeitung und Prüfung der Einbürgerungsanträge von der Antragsannahme bis zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde allein zuständig. Seitdem haben insgesamt 4.922 Menschen in Oldenburg die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. 
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Stadt Oldenburg schreibt Integrationspreis aus

22.12.2017 21:36 Uhr

Bewerbungsfrist endet am 9. Februar 2018

Die Stadt Oldenburg schreibt zum achten Mal den Oldenburger Integrationspreis aus. Mit diesem Preis, der mit insgesamt 6.000 Euro dotiert ist, sollen Projekte, Maßnahmen und Initiativen prämiert werden, die sich die Förderung von Teilhabechancen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und eines friedlichen Zusammenlebens zum Ziel gesetzt haben. 
Oldenburg ist eine vielfältige Stadt. „Die Gestaltung einer Kultur der Anerkennung und die Förderung der Chancengleichheit ist eine wichtige Aufgabe für die gesamte Gesellschaft – und sie erfordert viel Engagement“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Herausragende Beispiele diesen Engagements aus dem Jahr 2017 wolle die Stadt wieder mit dem Integrationspreis auszeichnen.
Bewerben können sich Einrichtungen, Organisationen, Betriebe, Institutionen und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in Oldenburg vorbildhaft für Chancengerechtigkeit und ein vielfältiges Miteinander einsetzen.

Der Bewerbungsbogen sowie der aktuelle Flyer können von der Internetseite der Stadt unter www.oldenburg.de/integrationspreis heruntergeladen werden. Der Einsendeschluss ist der 9. Februar 2018.Die Verleihung des Integrationspreises findet voraussichtlich im April 2018 im Kulturzentrum PFL statt.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Fachdienst Integration der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-2188.
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Weihnachtsfeier mit neuen Freunden

16.12.2017 23:47 Uhr

Präventionsrat unterstützt aus dem »Fonds Geflüchtete & Ehrenamt«

Haselnüsse mahlen. Eier teilen. »Ist der Zucker hier schon abgewogen?« – »Nein, muss noch.« Eischnee schlagen, mit Zucker und Nüssen mischen. Bleche vorbereiten und ab damit in den Ofen. Eine Viertelstunde später sind die ersten Haselnussplätzchen fertig, eines von vier Rezepten, nach denen bei dieser besonderen Weihnachtsfeier Kekse gebacken wurden.

Es ist die Weihnachtsfeier des Oldenburger Standortes von »Start with a Friend«, einem Verein, der sich für nachhaltige Integration einsetzt und Standorte im gesamten Bundesgebiet hat. »Aus der Überzeugung, dass Integration nur durch eine aktive Teilhabe an der Gemeinschaft gelingt, stellt der Verein geflüchteten Menschen Locals an die Seite, die sie 1:1 bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen in Deutschland unterstützen«, heißt es auf der Internetseite.

Seit Juli 2016 läuft das Projekt in Oldenburg, seitdem sind 54 Tandems aus je einer geflüchteten (=Refugee) und einer schon länger hier ansässigen Person (=Local) gebildet worden. »Unsere Vermittler_innen unterhalten sich mit jedem Refugee und jedem Local und bringen je nach Interessen die Tandems zusammen, die dann mindestens sechs Monate zusammen bleiben sollten. Viele Verbindungen halten aber länger«, erklärt Cornelia Scharmann, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Oldenburger Standortes.

»Die Refugees, die sich bei uns registrieren, sind oft Anfang bis Mitte 20, gelegentlich sind aber auch Ältere dabei. Die Locals sind meist Studierende und daher ebenfalls in den 20ern. Allerdings hätten wir gerne mehr von ihnen – die Refugees sind deutlich in der Überzahl«, so Scharmann weiter. Interessierte Locals können sich auf der Website bewerben.

Die Tandems treffen sich unabhängig voneinander, und ihre Unternehmungen sind je nach Interessenlage ganz unterschiedlich. Darüber hinaus gibt es gemeinsame Aktionen wie den monatlichen Stammtisch und weitere Treffen zu besonderen Anlässen. »Wir versuchen, die Treffen kostengünstig oder sogar kostenfrei zu halten, um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen, aber manchmal brauchen wir eben doch ein bisschen Geld«, sagt Cornelia Scharmann. 

Und hier kommt der Präventionsrat und sein »Fonds Geflüchtete & Ehrenamt« ins Spiel. »Wir haben den Antrag zur Unterstützung dieser Weihnachtsfeier erhalten, und er passte perfekt zu den Fonds-Vorgaben«, sagt Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates Oldenburg (PRO).

Seit der Auflage Anfang 2016 wurden durch den Fonds zahlreiche Kleinprojekte unterstützt, darunter Nachbarschaftsfeste und multikulturelle Kochabende, Ausflüge und Theaterbesuche oder die Übernahme von Materialkosten für Bastel- und Malveranstaltungen. »Mit dieser Aktion ist der letzte Euro ausgegeben und der Fonds geschlossen«, fügt Blinzler bedauernd hinzu.

»Der Standort Oldenburg wird rein ehrenamtlich geführt, und das vorbildlich«, sagt Dominique da Silva, hauptamtliche Regionalleiterin Nord von »Start with a Friend«, die den Förderantrag beim PRO gestellt hatte. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, zu dieser Weihnachtsfeier persönlich aus Hamburg anzureisen. Da Silva berichtete von vielen positiven Erfahrungen für Locals und Refugees, bei denen Sprachprobleme praktisch nie eine Rolle spielten.
Nach dem Keksebacken gab es noch ein paar Geschenke, die per Würfel-Wichteln verteilt wurden. Die Regeln dafür hatte Cornelia Scharmann zuvor erklärt, damit auch hier nichts schief gehen konnte. 

Gute Arbeit, tolles Projekt.
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»Fani kommt an« – die Geschichte eines Fantasievogels

24.10.2017 21:37 Uhr

Zweites Feriensprachcamp von Global Music Player e. V.

Fani ist ein bunter Vogel, der eigentlich auf der Insel Fantasien lebt. Dort spricht man bekanntermaßen fantastisch. Ein Wirbelsturm hat ihn aber in ein fremdes Land verweht, wo er niemanden kennt und die Sprache nicht spricht. Nach und nach lernt Fani verschiedene Tiere kennen, die selbst einmal aus einem anderen Land kamen. Sie bringen ihm die Sprache des neuen Landes und ein Stück weit auch ihre eigenen Sprachen bei.

Zum zweiten Mal führte der Verein Global Music Player e. V. in den Herbstferien 2017 ein Feriensprachcamp für Vorschulkinder durch. Vier Tage sangen, spielten und bastelten Rita Meiners und Christian Jakober, unterstützt durch die Elternbegleiterinnen Amal Heji und Amal Amal Halawe, mit den Vorschulkindern der Kita Kennedystraße. Angeleitet von Carsten Lienemann fotografierten jeweils einige Kinder die Vorführungen am Ende des Tages mit Tablet-Computern. Mit einem Erlebnistag auf einem Ponyhof wurde das Projekt abgeschlossen. Dort führten die Kinder ihren Eltern auch das fertige Stück »Fani kommt an« vor und nahmen außerdem die sechs mehrsprachigen Lieder für eine Erinnerungs-CD auf.

Die Kinder hatten sichtlich Spaß an diesem Projekt und lernten unterschwellig die Gleichwertigkeit verschiedener Sprachen kennen. Weder die intensive Arbeit noch der Regen in mehreren Freispielphasen und am Erlebnistag machten ihnen etwas aus. Sie haben Lieder in arabischer, kurdischer, russischer und polnischer Sprache sowie einzelne Textzeilen in englisch, französisch, portugiesisch, spanisch, urdu und sogar in fantastisch gelernt, und das in Windeseile. 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es eine ganz wunderbare Woche war. Die Projektleitenden Rita Meiners und Christian Jakober sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. »In nur vier Tagen ein rund halbstündiges Stück mit Liedern und Tänzen zu erarbeiten und dann auch noch Requisiten zu basteln, ist für Vorschulkinder schon eine besondere Herausforderung«, sagt Rita Meiners. »Die Kinder waren sehr konzentriert und gleichzeitig mit viel Spaß bei der Sache. Es ist jedesmal toll, wenn Kinder erleben, dass die von ihnen mitgebrachte Sprache genau so wichtig und wertvoll ist wie die deutsche« fügt Christian Jakober hinzu. Beide bedankten sich herzlich bei den Erzieherinnen der Kita und den Elternbegleiterinnen für die umfangreiche Unterstützung und die Übersetzungsarbeiten. Rita Meiners hatte außerdem einige ehemalige Kita-Besucherinnen, die inzwischen zur Schule gehen, als Unterstützerinnen gewinnen können. Auch sie waren eine große Hilfe. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung. 

Kita-Leiterin Ulrike Arbeiter-Scheele freute sich sehr über das gelungene Projekt und hatte schon das nächste große Ereignis im Blick. »Kurz vor den Sommerferien 2018 feiern wir unser 25-jähriges Bestehen. Es wäre toll, wenn wir dann Fanis Geschichte noch einmal sehen könnten«, sagte sie spontan nach der Kita-internen Aufführung am Freitag, 6. Oktober.

Rita Meiners und Christian Jakober sind nicht abgeneigt, die Kinder sowieso nicht.
Das folgende Video vermitteln ein paar Eindrücke aus dem Feriensprachcamp:

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Flüchtlingskindern zu Weihnachten eine Freude bereiten

23.10.2017 09:04 Uhr

Stadt ruft zum Geschenkepacken auf – Aktion für Gemeinschaftsunterkünfte

In den vergangenen Tagen und Wochen haben wieder viele Bürgerinnen und Bürger den Wunsch geäußert, Flüchtlingskinder in der Weihnachtszeit zu beschenken. Die Stadt Oldenburg begrüßt diese Hilfsbereitschaft und hat die Aufgabe übernommen, dies zu organisieren. Es sollen Kinder und Jugendliche, die in den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften in Oldenburg wohnen, beschenkt werden. Gedacht ist an Geschenke im Wert von rund 15 Euro, weihnachtlich verpackt in einem Schuhkarton. 

Die jahrelange Erfahrung des christlichen Werkes „Geschenke der Hoffnung“, das deutschlandweit die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ anbietet, zeigt, dass ein Schuhkarton am meisten Freude schenkt, wenn er gefüllt wird mit nützlichen und schönen Dingen. Empfohlen wird, eine bunte Mischung aus Kleidung, Kuscheltier, Hygieneartikel, Spielzeug, originalverpackten Süßigkeiten und Schul- oder Bastelmaterialien zusammenzustellen. Auch persönliche Grüße und/oder ein Foto von den Spenderinnen und Spendern sind willkommen. Nicht erlaubt sind: Gelierstoffe wie in Gummibärchen, Weingummi, Kaubonbons, Medikamente, Zerbrechliches, scharfe, spitze und andere gefährliche Gegenstände (zum Beispiel Schere, Werkzeuge, Messer), Kriegsspielzeug oder Bargeld. 

Um die Kinder gezielt beschenken zu können, werden Unterstützerinnen und Unterstützer gebeten, Kontakt zum ServiceCenter der Stadt Oldenburg aufzunehmen. Das ServiceCenter ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0441 235-4444 erreichbar. Hier erfährt man, für welches Kind (Junge oder Mädchen, in welchem Alter, aus welcher Gemeinschaftsunterkunft) ein Schuhkarton gepackt werden kann. Außerdem gibt es Infos zu Abgabestellen für fertig gepackte Kartons. 
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Marktkaufleute unterstützen „Refugees Welcome in Sports“

01.10.2017 18:56 Uhr

Aktion zum Jubiläum der Fußgängerzone hilft ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit

Die Oldenburger Marktkaufleute unterstützen den Verein „Refugees Welcome in Sports Oldenburg“: Die Vorstandsmitglieder Thomas Wessels und Helmut Löhden übergaben jetzt gemeinsam mit Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, auf dem Wochenmarkt Rathausmarkt einen symbolischen Scheck über 790 Euro. Ingo Gerhard, Stephan Wedemeyer und Micol Feuchter vom Vorstand des Vereins „Refugees Welcome in Sports Oldenburg“ nahmen die Zuwendung entgegen. Der Verein wird die Spende für seine Aktivitäten und Sportangebote in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit verwenden.

Das Geld stammt aus einer Aktion, die die Marktverwaltung der Stadt Oldenburg, die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH und der Verein der Oldenburger Marktkaufleute gemeinsam als Beitrag zur Veranstaltungswoche „Summer of Love“ zum 50-jährigen Bestehen der Oldenburger Fußgängerzone initiiert hatten. Von den Marktkaufleuten wurde unter anderem ein Buffet im Stil der 60er Jahre aufgebaut, von welchem dann probiert werden konnte. Dabei wurden Spenden erbeten. 
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Internationale Gäste beeindruckt von Projekten zur Integration

26.09.2017 21:04 Uhr

Stadt präsentiert „Arrival Cities“-Delegationen Bildungsangebote für Zugewanderte

Die Stadt Oldenburg war jetzt Gastgeber des vierten transnationalen Workshops des EU-Projekts „Arrival Cities“. Thema der Veranstaltung waren Bildungsangebote für Zugewanderte und Flüchtlinge. Die rund 40 Delegierten aus den insgesamt zehn am Projekt teilnehmenden Städten wurden im Kulturzentrum PFL offiziell von Bürgermeisterin Christine Wolff willkommen geheißen. In ihrer Begrüßungsrede betonte die Bürgermeisterin, dass Bildung der Schlüssel sei für Erfolg und gesellschaftliche Integration – und die Stadt alle Zugewanderten dabei unterstütze. Egal ob es sich um internationale Studierende oder Flüchtlinge handele.

Im Rahmen des zweieinhalbtägigen Workshop-Programms besuchten die Delegierten unter anderem die IGS Kreyenbrück, wo sie sich sehr beeindruckt von Projekten zur Integration und zur Förderung des Ehrenamtes zeigten, und den Verein „Jugendkulturarbeit“ in Neu-Donnerschwee. Im Kulturzentrum PFL diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem verschiedene Projekte, die in ihren Heimatstädten umgesetzt werden. Gelungener Abschluss der Veranstaltung war eine Erkundungstour durch die Oldenburger Innenstadt und zu verschiedenen Institutionen, die in Kleingruppen gemeinsam mit Erstsemesterstudierenden des Master-Studiengangs EMMIR (European Master on Migration and Intercultural Relations) der Universität Oldenburg vorgenommen wurden.

Das Projekt „Arrival Cities“ wird finanziert vom EU-Programm URBACT und dem EU-Fonds für Regionalentwicklung. Insgesamt zehn Städte aus Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Finnland und Lettland haben sich zusammengeschlossen mit dem Ziel, Handlungskonzepte für die jeweils spezifischen Herausforderungen im Themenfeld Migration und Integration zu entwickeln. In diesem Zusammenhang fand in Oldenburg die Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung bei der Fortschreibung des Integrationskonzepts statt.

Teil des Projekts ist auch der regelmäßige Austausch und Besuche einzelner Partnerstädte. Neben Oldenburg waren bereits die Städte Vantaa in Finnland (Thema: Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten und Flüchtlingen), Dresden (Thema: Gesellschaftlicher Zusammenhalt) und Thessaloniki in Griechenland (Thema: Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge) Gastgeber der transnationalen Workshops. Das Projekt wird noch bis Frühjahr 2018 andauern.
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2.817 Euro für geflüchtete und traumatisierte Frauen und Familien

21.08.2017 10:22 Uhr

Spendenübergabe an Yezidisches Forum Oldenburg

von Frerk Hinrichs

Anlässlich seiner Verabschiedung aus dem Berufsleben im Diakonischen Werk Oldenburg hatte Theo Lampe um Spenden für geflüchtete und traumatisierte yezidische Frauen und Familien gebeten. »Die Yeziden sind von dem brutalen IS-Terror im Nord-Irak besonders stark betroffen«, weiß Lampe aus seinen langjährigen beruflichen Kontakten zum Yezidischen Forum Oldenburg. Manche haben es bei ihrer Flucht bis nach Deutschland geschafft, brauchen aber therapeutische Hilfe. Viele aber sind in der Heimatregion geblieben und brauchen dort Unterstützung vor Ort. Sahab Dag vom Vorstand des Yezidischen Forums Oldenburg nahm die Spende von 2.817 Euro jetzt entgegen und dankte allen Spendern für die Unterstützung.
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29 neue Sprachmittler_innen

21.08.2017 09:14 Uhr

Sozialdezernentin Dagmar Sachse überreicht Urkunden im Horst-Janssen-Museum

Am Donnerstag, 17. August, überreichte Sozialdezernentin Dagmar Sachse 29 neuen Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern zum erfolgreichen Abschluss der Grundlagenschulung ihre Teilnahmeurkunden. „Ich bedanke mich für den Einsatz und die Arbeit der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler und freue mich über den Beitrag, den sie zur Überwindung von Barrieren im interkulturellen Miteinander leisten“, sagt Dagmar Sachse im feierlichen Rahmen im Horst-Janssen-Museum.

Nach Abschluss der Grundlagenschulung werden die 29 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler nun Einrichtungen, Behörden, Vereine und andere, nicht gewinnorientierte Institutionen bei Gesprächen mit Menschen, die die deutsche Sprache nicht fließend oder gar nicht beherrschen, begleiten. Dies betrifft vor allem Geflüchtete, die beispielsweise im schulischen Kontext oder bei wichtigen Behördengängen unterstützt werden können. Seit Januar 2017 haben geschulte Sprachmittlerinnen und Sprachmittler mehr als 360 Gespräche unterstützt. 

Die Agentur :ehrensache hat nun insgesamt 48 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler geschult. Koordiniert werden die Einsätze der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler seit dem 1. August im Amt für Zuwanderung und Integration. Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de oder bei Tanja Hollje unter Telefon 0441 235-2932, oder per E-Mail an tanja.hollje@stadt-oldenburg.de.
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„Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“: Abschlussveranstaltung am 17. August

15.08.2017 21:33 Uhr

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Integrationskonzept der Stadt gefragt

Am Donnerstag, 17. August, findet im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, von 16 bis 17.30 Uhr die Abschlussveranstaltung der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung im Prozess „Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“ zur Fortschreibung des Integrationskonzepts der Stadt Oldenburg statt. Alle Oldenburgerinnen und Oldenburger sind eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Seit Januar dieses Jahres haben sich bereits viele Oldenburgerinnen und Oldenburger bei insgesamt acht Veranstaltungen in den Prozess eingebracht. „Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“ ist der Beitrag der Stadt Oldenburg zum europäischen Projekt „Arrival Cities“, vor Ort getragen vom Fachdienst (ehemals Stabsstelle) Integration und einer Arbeitsgruppe aus verschiedenen Institutionen und Vereinen. Ziel von „Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“ ist es, die Erfahrungen und Vorschläge der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Expertinnen und Experten aus Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe zu sammeln und so die Fortschreibung des Integrationskonzepts vorzubereiten.

In vier thematischen Arbeitsgruppen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ziele, Maßnahmen und Indikatoren entwickelt, mit denen die Integrationsarbeit in Oldenburg vorangetrieben werden kann. Diese Vorschläge sollen das Fundament der Fortschreibung des Integrationskonzepts werden, das als nächster Schritt von der Verwaltung ausgearbeitet und dann den Ausschüssen und dem Rat der Stadt Oldenburg vorgelegt wird.

In der Veranstaltung soll auf den bisherigen Prozess zurückgeblickt und eine Perspektive für die weitere Entwicklung gegeben werden. Die Veranstaltung wird eröffnet von Bürgermeisterin Petra Averbeck.
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Pflegefamilie für Mädchen aus Eritrea gesucht

22.07.2017 12:35 Uhr

Die 16-Jährige ist eine unbegleitet geflüchtete Jugendliche

Ein 16-jähriges Mädchen aus Eritrea möchte gern in einer Pflegefamilie leben. Sie ist gläubige Christin. In ihrem Heimatland gehörte sie der orthodoxen eritreischen Gemeinde an. Die Jugendliche würde hier gern in einer Familie katholischen Glaubens leben. Sie wünscht sich einen familiären Rahmen, in dem sie sich zuhause fühlen darf und die nötige Begleitung und Unterstützung bekommt, um möglichst schnell Deutsch zu lernen und sich in Oldenburg einzuleben.

Das Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg schult und begleitet interessierte Einzelpersonen und Familien, die einen unbegleitet geflüchteten Jugendlichen bei sich aufnehmen möchten. Grundvoraussetzungen sind Offenheit für andere Lebensweisen, die Bereitschaft den geflüchteten Jugendlichen zu unterstützen sowie mit dem Pflegekinderdienst zusammen zu arbeiten.

Haben Sie Interesse? Dann wenden Sie sich für weitere Informationen an Gesine Vollert vom Pflegekinderdienst, Telefon: 0441 235-3734 oder per E-Mail: gesine.vollert@stadt-oldenburg.de
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Noch freie Plätze im nächsten Integrationslotsenlehrgang ab 19. August

05.07.2017 20:28 Uhr
Im nächsten Lehrgang für zukünftige Integrationslotsen ab dem 19. August sind noch Restplätze frei. 

Die Integrationslotsen Oldenburg sind ein Netzwerk ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich dafür einsetzen, zugewanderte und geflüchtete Menschen willkommen zu heißen und ihnen zu helfen, in der Stadt Oldenburg anzukommen und hier ihr Zuhause zu finden. Ihr Einsatz ergänzt die institutionellen Angebote der kommunalen Integrationsarbeit als Brückenfunktion zwischen den Migrantinnen und Migranten, den Behörden und der einheimischen Bevölkerung.

Die Tätigkeitsfelder der Integrationslotsen umfassen soziale Betreuung, Begleitung bei Behördengängen und anderen Terminen, Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe, kulturelle und soziale Gruppenangebote wie Sport, Cafés, Nähkurse, Gesprächsgruppen, der interkulturelle Dialog und vieles mehr. Dabei kooperieren die Lotsen mit dem Amt für Zuwanderung und Integration und planen eigenständig Projekte.

Das Amt für Zuwanderung und Integration qualifiziert Interessierte in Kooperation mit der Volkshochschule Oldenburg durch eine Basisschulung. Nach der Schulung werden die Integrationslotsen bei Interesse dabei unterstützt, ein passgenaues Tätigkeitsfeld in der ehrenamtlichen Integrationsarbeit zu finden. Bei regelmäßig stattfindenden Treffen können Erfahrungen und Kontakte ausgetauscht werden.

Wer am Kurs teilnehmen möchte, kann sich bei Claudia Wronna im Amt für Zuwanderung und Integration unter der Telefonnummer 0441 235-2466 oder per E-Mail an claudia.wronna@stadt-oldenburg.de anmelden. 
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Stadt Oldenburg richtet Welcome Center ein

17.06.2017 20:21 Uhr

OB Krogmann: „Wichtige Ergänzung unseres Dienstleistungsangebots“

Als weitere Säule im Rahmen der Fachkräfte-Initiative eröffnet die Stadt Oldenburg am 1. September am Standort Pferdemarkt 14 ein Welcome Center. Das Welcome Center soll Neubürgerinnen und Neubürgern, die Oldenburg als Lebens- und Arbeitsort auswählen, als zentrale Anlaufstelle dienen. Damit geht die Stadt einmal mehr einen Schritt voran, um Wirtschaftsunternehmen und Institutionen in der Region bei der Deckung des Fachkräftebedarfes zu unterstützen und so deren Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

„Das Welcome Center ist eine wichtige Ergänzung bereits bestehender Angebote und ein weiterer Baustein einer dienstleistungsorientierten Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Das Welcome Center kann dabei wertvolle Impulse setzen: „Neubürger sollen eine umfassende Betreuung bekommen, sich schnell zurechtfinden und bestenfalls natürlich dauerhaft in Oldenburg bleiben“, so Krogmann weiter. Dies ist im Wettbewerb der Standorte zunehmend von Bedeutung, letztlich konkurriert Oldenburg mit zahlreichen anderen Wirtschaftszentren um die gleichen Bewerberinnen und Bewerber.
Das Welcome Center wird eng zusammenarbeiten mit der Service-Stelle für Oldenburger Arbeitgeber im Amt für Wirtschaftsförderung, welche bereits seit April 2016 im Rahmen der Fachkräfte-Initiative Unternehmerinnen und Unternehmer berät und unterstützt.

In der täglichen Arbeit bündelt das Welcome Center künftig die Angebote der stadtweiten Fachstellen und erfüllt eine Lotsenfunktion. Die Mitarbeiter werden in- und ausländische Neubürger in den Bereich „Ankommen“, „Leben“ sowie „Arbeiten und Studieren in Oldenburg“ passgenau beraten können. Damit steht die Eröffnung des Welcome Centers für einen weiteren Baustein im Sinne der gelebten Willkommenskultur der Stadt Oldenburg. Neubürgern wird mit einer gezielten Vorbereitung auf weitere Termine, Vermittlung von Ansprechpartnern und Hilfestellungen, zum Beispiel bei der Antragsstellung, ein umfangreiches Servicepaket geboten.

Das Leistungsportfolio des Welcome Center ist eine Ergänzung bereits vorhandener Angebote. Die Einrichtung am Standort Pferdemarkt gewährleistet eine enge Kooperation mit den publikumsintensiven Dienststellen der Verwaltung insbesondere im Bürger- und Ordnungsamt. Neben der Kooperation mit stadtinternen Partnern wird der Schwerpunkt im weiteren Prozess aber auch auf der Vernetzung mit externen Akteuren, wie beispielsweise der Universität Oldenburg, der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter, dem Verein „pro:connect“, der IHK und HWK sowie der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH liegen.

Ab dem 1. September steht im Welcome Center Janine Schellberg als Ansprechpartnerin zur Verfügung. In der derzeitigen Aufbau- und Planungsphase erfolgten die Konzipierung des Projekts, eine Analyse des bestehenden Angebots und erste Schritte im Bereich der Netzwerkarbeit. Bis zur Eröffnung liegt der Fokus auf der Gestaltung des Internetauftritts, weiteren Marketingmaßnahmen und dem Ausbau der Netzwerkarbeit. 

Kontakt
Stadt Oldenburg, Bürger- und Ordnungsamt, Welcome Center, Pferdemarkt 14
Janine Schellberg, Telefon: 0441 235-2991,e-mail: welcome@stadt-oldenburg.de
Allgemeine Anfragen an die Stadt Oldenburg bitte an das ServiceCenter, Telefon 0441 235-4444. 
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1945 – 1953 – 2015: Geschichte lebendig erfahren

19.05.2017 09:06 Uhr
von Nicole Wilke

Die Lebendige Bibliothek funktioniert wie eine normale Bibliothek. Menschen kommen und leihen sich ein Buch aus, nur mit dem Unterschied, dass in der Lebendigen Bibliothek die »lebendigen Bücher« Menschen sind, die mit ihrer eigenen Biographie für ein 20-minütiges Gespräch zur Verfügung stehen. Gemeinsam ist den teilnehmenden Büchern die persönliche Erfahrung von Diskriminierung und Vorverurteilung. 

Am Freitag, dem 28. April, erhielten interessierte Leser bereits zum fünften Mal die Gelegenheit, mit »lebendigen Büchern« ins Gespräch zu gehen. Geschichten von Flucht, Migration und Vertreibung boten einen tiefen persönlichen Einblick in Schicksale, die stellvertretend für Menschengruppen mit Fluchterfahrung stehen. Eindringlich sprachen die »Bücher« über die Umstände ihrer Flucht und die Konsequenzen für das eigene Leben. Neben Flucht-Schicksalen aus unterschiedlichen Ländern (Flucht aus Ostpreußen, der DDR, Syrien) sprachen »lebendige Bücher« auch über ihre Diskriminierungs- und Vertreibungserfahrungen aufgrund der eigenen Religion (Bahá’í, Jude, Muslima). Abgerundet wurde das Angebot der Lebendigen Bibliothek 2017 durch eine Oldenburger Perspektive auf die Arbeit mit und für Geflüchtete aus dem Blickwinkel der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Liegenschaft Kloster Blankenburg sowie einer bürgerschaftlich engagierten Oldenburgerin.

Letztlich sprechen die Rückmeldungen der Leser_innen sowie die Begeisterung der »Bücher« für den Erfolg der Lebendigen Bibliothek: sie sei ein »sehr interessantes und vor allem emotional aufwühlendes Projekt, das zum Nachdenken« anrege und neue Erkenntnisse über sich selbst und die bis dahin fremden Welten vermittelt. »Mein Bild über den Islam wurde erweitert«, sagte eine begeisterte Besucherin.

Auf Bundesebene findet das Projekt ebenfalls Anerkennung. Am 15. Mai 2017 wird die Lebendige Bibliothek im Rahmen von »Aktiv für Demokratie und Toleranz« vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (Berlin) als »vorbildliches Projekt« ausgezeichnet.

Die Lebendige Bibliothek 2017 wurde durch den Präventionsrat Oldenburg (PRO), die VHS Oldenburg und die Stadtbibliothek Oldenburg ausgerichtet. Beteiligt waren außerdem ehrenamtliche Bibliothekare. 
Weitere Informationen über die Lebendige Bibliothek und kommende Veranstaltungen des PRO sind auf der Webseite (www.praeventionsrat-oldenburg.de) zu finden.
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Schülerinnen und Schüler erleben Unterricht im Wald

02.05.2017 09:27 Uhr

Regionales Umweltbildungszentrum entdeckt mit zugewanderten Jugendlichen die Natur

Das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) der Stadt Oldenburg hat am Mittwoch, 26. April, mit insgesamt 14 zugewanderten Jugendlichen einen sprachsensiblen, handlungsorientierten Unterricht im Wald bei Wildenloh gehalten. Das Konzept dieser Lehrform, bei der die Jugendlichen Begriffe in der ihnen noch fremden Sprache Deutsch handlungsorientiert kennenlernen, wurde von der Arbeitsgruppe Technische Bildung der Universität Oldenburg entwickelt und mit der IGS Kreyenbrück zunächst zu technischen Themen durchgeführt. Das RUZ hat diese Idee nun erstmals übernommen und wird das Thema Umwelt an insgesamt vier wöchentlichen Terminen tiefergehend mit den Jugendlichen erforschen.

Die Jugendlichen erkundeten den Wald in Wildenloh zusammen mit RUZ-Leiter Edgar Knapp, dessen Kolleginnen Yaroslava Lysenko, Karla Schmadtke und Svea Kleinert, Lehrer Manfred Panitz von der IGS Kreyenbrück sowie Jan Landherr von der Arbeitsgruppe Technische Bildung, der das Projekt betreut. Zunächst ging es darum, die Tiere des Waldes, sowie die Pflanzen und Bäume kennenzulernen. Bei den nächsten beiden Terminen werden nicht nur Bodenschichten analysiert und Lichtmessungen durchgeführt, sondern es werden in der dritten Woche am Kleinen Bornhorster See auch Gewässerproben entnommen. Der vierte Termin steht im Zeichen der Gesundheit: Die Jugendlichen werden im Gebäude des RUZ selbst ein gesundes Frühstück zubereiten. 

Das RUZ bietet in der Regel Kurse für allgemein bildende Schulen in Oldenburg an. Die sprachsensible Arbeit mit geflüchteten oder zugewanderten Jugendlichen findet zum ersten Mal statt.
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Stadt Oldenburg bündelt und stärkt Aufgaben der Integration

12.04.2017 23:40 Uhr
Zum 1. August richtet die Stadt Oldenburg ein Amt für Zuwanderung und Integration ein. Es wird gebildet aus dem bisherigen Amt für Zentrales Flüchtlingsmanagement und der Stabsstelle Integration. Dort werden die Zuständigkeiten für Zuwanderung und Integration gebündelt. „Wir fassen hier die Aufgaben zusammen, die bislang in unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung erledigt wurden, Abstimmungen können schneller erfolgen und wir können deutlich effizienter handeln“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Er sieht darin eine konsequente Weiterentwicklung. „Die Zuordnung der Stabsstelle Integration zum Büro des Oberbürgermeisters im Jahr 2008 war die richtige Entscheidung zum damaligen Zeitpunkt, jetzt brauchen wir aber andere Strukturen für die Daueraufgabe Integration“, betont Krogmann. Dies wird allein durch die Zahl der zugewanderten Menschen deutlich. Die Stadt Oldenburg hat seit 2012 mehr als 3.000 Flüchtlinge aufgenommen und untergebracht.

Im Amt für Zuwanderung und Integration werden Zuständigkeiten aus fünf Ämtern zusammengefasst und in zwei Fachdiensten organisiert. Teil des Amtes wird die bisherige Stabsstelle Integration, die vergrößert und zu einem Fachdienst wird. Die Fachdienstleitung übernimmt der oder die neue Integrationsbeauftragte, aktuell läuft das Auswahlverfahren für diese Stelle.

„Insgesamt hat das Amt für Zuwanderung und Integration dann gut 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit bekommen wir eine enorme Stärkung der operativen Aufgaben und die unmittelbare Verknüpfung mit der strategischen Integrationsarbeit der Stadt“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse, in deren Verantwortungsbereich das Amt für Zuwanderung und Integration fallen wird.

Geleitet wird das Amt von Ingo Tulodetzki, der im vergangenen Jahr die Amtsleitung für den Bereich Zentrales Flüchtlingsmanagement übernommen hatte.
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Dritter Workshop zum Integrationskonzept der Stadt Oldenburg im PFL

12.04.2017 22:35 Uhr
Am Montag, 24. April, findet im Rahmen des Projekts „Arrival Cities“ der letzte von drei Workshops zur Fortschreibung des Integrationskonzeptes der Stadt Oldenburg im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, von 14 bis 18 Uhr statt. Im Workshop soll es um Maßnahmen und Aktivitäten gehen, mit denen bisher erarbeitete Konzepte umgesetzt werden können. Alle Oldenburgerinnen und Oldenburger sind eingeladen. Der Workshop ist kostenlos.

Die Stadt Oldenburg will zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mithilfe von Fachexpertinnen und -experten das 2010 verabschiedete Integrationskonzept aktualisieren. Dabei möchte die Stadt insbesondere den Erfahrungsschatz der Teilnehmenden mit einbeziehen. Im ersten Workshop am 20. Januar wurden zu dem Themenblöcken „Wohnen und Begegnen“, „Arbeitsmarkt und Beschäftigung“, „Interkulturelles Lernen“ sowie „Sprache und soziale Verständigung“ Bestandsaufnahmen für Oldenburg erstellt. Mit diesem Wissen konnten beim zweiten Workshop am 6. März klare Ziele für die Stadt Oldenburg definiert werden. So sei es etwa wünschenswert, dass mehr und flexiblere Deutschkurse, mehr Orte der Begegnung und ämterübergreifende Beratungsstellen in jedem Stadtviertel geschaffen werden. Zu Gast im März war auch Heike Mages vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die für die Nationale URBACT-Informationsstelle für Deutschland und Osterreich zuständig ist. Das EU-Programm URBACT ist Träger des Projekts „Arrival Cities“, in dem Oldenburg und acht Partnerstädte aus ganz Europa im engen Austausch von Wissen und Erfahrung stehen, während sie jeweils lokale Integrationskonzepte entwickeln.

Für den Workshop am 24. April können sich alle Interessierten über die Telefonnummer 0441 235-4444 mit der Angabe der gewünschten oben genannten Arbeitsgruppe anmelden. Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de/integration.
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Nesrine Shakfa berichtet über ihre Fluchterfahrungen

30.03.2017 15:07 Uhr

Zweites »Sprachcafé Spezial« im Stadtteiltreff Dietrichsfeld

Am Dienstag, den 04.04.2017 um 16 Uhr wird Nesrine Shakfa im »Sprachcafé Spezial« zu Gast sein.
Nesrine ist Syrerin und vor zwei Jahren mit ihrer Tochter nach Deutschland geflüchtet. Sie wird über das Ankommen und ihre erste Zeit in Deutschland erzählen, Informationen zum Leben in Oldenburg als Mensch aus einer anderen Kultur berichten und Informationen und Tipps zur Teilhabe an der deutschen Gesellschaft geben.
Nach ihrem Vortrag wird Nesrine für Fragen zu all diesen Themen zur Verfügung stehen.
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Flüchtlingsunterkunft An der Kolckwiese wird geschlossen

30.03.2017 11:38 Uhr

Dezentrale Wohnstätten für Personen im Asylverfahren gefunden

Die Flüchtlingsunterkunft An der Kolckwiese auf einem EWE-Gelände im Stadtteil Kreyenbrück wird zum 31. März geschlossen. Dies betrifft zurzeit etwa 50 Geflüchtete, die in dem Containerkomplex leben. Für die weitere Nutzung des Geländes werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Teilhabe und Soziales übergangsweise in die Räumlichkeiten einziehen.

„Das ist eine sinnvolle und gute Weiternutzung des Standortes“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Mein Dank gilt der EWE, die uns im vergangenen Jahr beim Aufbau des Standortes unterstützt hat. Vor allem möchte ich auch den Anwohnerinnen und Anwohnern rund um das Gelände danken, denn das Zusammenleben mit den Geflüchteten hat gut und problemlos funktioniert“.

Für alle Personen im Asylverfahren hat die Stadt Oldenburg dezentrale Unterkünfte gefunden. Diejenigen, die bereits einen Aufenthaltstitel erhalten haben, aber aufgrund des geringen Angebots noch keine Wohnung finden konnten, können zunächst in einer Gemeinschaftsunterkunft bleiben. Sie werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Flüchtlingsmanagements weiterhin intensiv dabei unterstützt, eine eigene Wohnung zu finden und anzumieten.

Die Stadt plant, dass mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Teilhabe und Soziales in den Containerkomplex einziehen, um ein Angebot stadtteilbezogener Sozialarbeit bereitzustellen. Diese Interimslösung soll bis zur Fertigstellung des neuen Stadtteilzentrums in Kreyenbrück andauern, in dem Einrichtungen für Teile des Sozialwesens entstehen sollen.

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Radfahrschule für Frauen ab 26. April in Kreyenbrück

22.03.2017 10:43 Uhr
Die Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück bietet ab Mittwoch, 26. April, von 11 bis 12.30 Uhr eine Radfahrschule für Frauen an. Das Angebot richtet sich an Frauen, die das Fahrradfahren neu erlernen oder aber bereits vorhandene Kenntnisse erweitern möchten.

Die Treffen finden wöchentlich auf dem Gelände des Yezidischen Forums in der Eidechsenstraße 19 statt. Die Kursgebühr beträgt 10 Euro. Ab sofort ist eine Anmeldung im Stadtteiltreff Kreyenbrück unter Telefon 0441 235-3292 möglich.
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Neues Konzept für Dietrichsfelder Sprachcafé

07.03.2017 11:38 Uhr

»Sprachcafé spezial« zum ersten Mal am 14. März

von Carsten Lienemann

Vor rund eineinhalb Jahren richtete der Stadtteiltreff Dietrichsfeld das offene Sprachcafé ein, das einmal wöchentlich stattfindet. Die Teilnehmer_innen eines Sprachkurses hatten die Anregung dazu gegeben. »Die Geflüchteten wünschten sich Gespräche mit Menschen aus dem Stadtteil über ganz alltägliche Themen, um praxisnah ihre Kenntnisse anwenden und verbessern zu können«, sagt die Stellvertretende Leiterin des Stadtteiltreffs, Andrea Schröder. Seitdem treffen sich jeden Dienstag ab 15:00 Uhr Menschen aus der Umgebung und sprechen über das Wetter, Wochentage und Jahreszeiten, Einkäufe und Lebensmittel oder über tagesaktuelle Inhalte.

Wie die Themen wechseln auch die Teilnehmer_innen, manche kommen nicht mehr oder können nicht mehr kommen, andere sind neu dabei. Vieles hat sich verändert, seit die Geflüchteten von den Gemeinschaftsunterkünften auf dem ehemaligen Fliegerhorst in andere Teile Oldenburgs gezogen sind. Auch der Sprachkurs wird momentan nicht mehr angeboten. Zwar gibt es die eine oder andere treue Seele, die weite Wege bei Regenwetter nicht scheut, um für eine oder zwei Stunden vorbeizuschauen, dennoch war es an der Zeit, das Konzept des Sprachcafés zu überarbeiten, nicht zuletzt, weil die Teilnehmer_innen Fortschritte gemacht haben und ihre Ansprüche gestiegen sind.

»Mit Beginn des März 2017 haben wir das Sprachcafé leicht verändert«, erklärt Andrea Schröder. »Wir haben drei Thementische eingeführt. An dem ersten sollen ganz gezielt Deutschkenntnisse vertieft werden. Am zweiten liegt Informationsmaterial aus, und wer möchte, kann Hilfe bei amtlichen Schreiben oder beim Ausfüllen von Anträgen bekommen. Am dritten Tisch geht es weiterhin um freies Sprechen und praktisches Üben«, so Schröder.

Dazu kommt einmal im Monat das »Sprachcafé spezial« mit Gästen aus Oldenburger Einrichtungen, die über verschiedene Alltagsthemen berichten und Fragen dazu beantworten. Den Anfang macht am 14. März Ronald Albrecht, Integrationsguide der Agentur für Arbeit, der sich mit Fragen rund um den Arbeitsmarkt beschäftigt. Dieser Bereich ist nicht nur für Flüchtlinge interessant, alle Interessierten sind willkommen. Weitere Themen werden in den Folgemonaten das Gesundheitssystem, eigene Fluchterfahrungen und noch einmal Arbeit sein.

Dienstag, 14. März 2017, 15:00 Uhr, Stadtteiltreff Dietrichsfeld:
Ronald Albrecht, Integrationsguide der Agentur für Arbeit, referiert über den Arbeitsmarkt nicht nur für Geflüchtete.
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Integrationsbeauftragte Dr. Petrillo verlässt Stadtverwaltung

01.03.2017 09:20 Uhr
Die Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo wird zum 31. März 2017 die Stadtverwaltung verlassen und eine neue Aufgabe an der Universität Vechta übernehmen.

Natalia Petrillo leitet die Stabsstelle Integration seit dem 1. Oktober 2015. In ihrer Amtszeit hat sie verschiedene Projekte im Integrationsbereich initiiert. Sie setzte sich für mehr Teilhabe ein, etwa im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens für die Fortschreibung des Integrationskonzepts. In diesem Zusammenhang hat sie zuletzt das EU-Projekt „Arrival Cities“ eingeworben. 

Petrillo resümiert: „Ich hatte ein gutes Team im Rücken, das viel geleistet hat. Hierfür sowie für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rathaus bedanke ich mich schon jetzt.“

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bedauert den Weggang und lässt Dr. Petrillo nur ungern ziehen. Er dankt Natalia Petrillo für ihre Leistungen und wünscht ihr für die Zukunft alles erdenklich Gute. „Mir ist wichtig, dass die anstehenden Herausforderungen auch in Zukunft optimal angepackt werden können. Die Lücke, die Dr. Petrillo hinterlässt, müssen wir zügig wieder schließen“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
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„Gemeinsam leben – gemeinsam altern“

14.02.2017 08:14 Uhr

Stabstelle Integration setzt Förderschwerpunkt 2017

Um bestimmte Themenkomplexe gezielter in den öffentlichen Diskurs und somit in die Gesellschaft zu bringen, setzt die Stabsstelle Integration jährliche Schwerpunkte. Dieses Jahr steht das Thema „Gemeinsam leben – gemeinsam altern“ im Fokus: „Ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind mittlerweile ein fester, wachsender Bestandteil der Zivilgesellschaft und bringen eine Vielfalt von Lebensbezügen und kulturellen Prägungen in die Gesellschaft ein und das wollen wir dieses Jahr gezielter fördern“, erklärt Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo.

In Oldenburg ist die Zahl der älteren Migrantinnen und Migranten in den letzten Jahren stark gestiegen (2016 schätzungsweise: fast 3.500). Auch in den nächsten Jahren wird ihre Zahl weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Einwanderer und Einwanderinnen in Oldenburg aussieht und inwieweit ältere Migrantinnen und Migranten die vorhandenen sozialen, kulturellen und pflegerischen Angebote der Altenarbeit annehmen. 

Mit der Ausschreibung „Gemeinsam leben – gemeinsam altern“ unterstützt die Stabsstelle Integration innovative Modellprojekte zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Migrantinnen und Migranten in Oldenburg. Die geförderten Projekte sollen ihnen die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen, zu informieren, ihre Freizeit zu gestalten und sich am gesellschaftlichen Geschehen zu beteiligen. Zudem sollen die Projekte einen Beitrag dazu leisten, vorhandene Unsicherheiten im Umgang mit kulturell-religiöser Vielfalt abzubauen und ihnen die notwendige Unterstützung im Umgang damit zu geben.

Interessierte richten ihre Bewerbung bis zum 31. März 2017 an die Stabsstelle Integration. Die Projekte können von Mai bis Dezember 2017 mit jeweils einer Fördersumme von maximal 5.000 Euro gefördert werden. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zur Förderung gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/integration.
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Bürgersprechstunde der Integrationsbeauftragten in Kreyenbrück

09.02.2017 11:45 Uhr
Einmal im Quartal können die Oldenburgerinnen und Oldenburger im Rahmen der Bürgersprechstunde die Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo treffen und mit ihr über ihre Anliegen sprechen. Am Dienstag, 21. Februar, findet die nächste Bürgersprechstunde im Stadtteil Kreyenbrück statt: Petrillo ist dort zwischen 14.30 und 15.30 Uhr in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar.

Im Gespräch möchte Petrillo mehr über die Anliegen der Menschen in den Stadtteilen erfahren und freut sich über Anregungen und Meinungsaustausch. „Als Ansprechpartnerin für Integrationsfragen ist es mir wichtig, dass sich die Menschen direkt mit mir austauschen und mir ihre Sorgen und Wünsche unmittelbar vortragen können“, erklärt sie. 

Die offene Bürgersprechstunde findet abwechselnd in den verschiedenen Gemeinwesenarbeiten der Stadt Oldenburg statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Unabhängig von der öffentlichen Sprechstunde können Bürgerinnen und Bürger auch persönliche Termine mit Dr. Natalia Petrillo vereinbaren unter Telefon 0441 235-2127 oder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de.
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Sprachmittler unterstützen Menschen ohne Deutschkenntnisse

06.02.2017 09:50 Uhr

Neues Projekt soll Sprachbarrieren abbauen und Kommunikation verbessern

Die Agentur :ehrensache hat im Rahmen eines neuen Projekts 19 neue Sprachmittlerinnen und Sprachmittler ausgebildet. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, Dr. Natalia Petrillo, hat den Teilnehmenden der neuen Schulung am Donnerstag, 2. Februar, in einer Abschlussveranstaltung im Kulturzentrum PFL die Teilnahmeurkunden überreicht. 

Die Veranstaltung bildete gleichzeitig den Startschuss für die Aufgabe der Sprachmittler, die Kommunikation zwischen Menschen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen sowie Behörden und Institutionen zu verbessern. Sie werden gegen ein Honorar an Behörden, Einrichtungen und Vereine vermittelt und übertragen Gespräche in die jeweils relevante Sprache. 

Die erste Grundlagenschulung im Rahmen des Projekts Sprachmittlerpool haben 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich absolviert. Im Rahmen der Grundlagenschulung wurden Themen der Interkulturellen Sensibilisierung, Methodik der Sprachmittlung, steuerlich-rechtliche Aspekte und Konfliktmanagement durch interne und externe Referenten vermittelt.

Die Agentur :ehrensache schult, koordiniert und begleitet die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler bei ihren Einsätzen. Weitere Informationen gibt es bei Olga Gerz, Agentur :ehrensache, unter Telefon 0441 235-2404 oder per E-Mail an olga.gerz@stadt-oldenburg.de.
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Vom Wert des Lebens – Die Euthanasie im Nationalsozialismus

22.01.2017 21:33 Uhr

Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag 2017

Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg lädt anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar zu verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Living History ein. In Kooperation mit dem Gedenkkreis Wehnen e.V. ist ein Programm zur Euthanasie im Nationalsozialismus mit Bezug zur aktuellen Debatte um Sterbehilfe entstanden. „Wann verliert das Leben seinen Wert?“, „Wie wollen wir sterben?“ und „Wer entscheidet darüber?“ sind Fragen, die kontroverse Diskussionen auslösen. Seit 1996 wird der Gedenktag in Deutschland organisiert. Im deutschen Bundestag wird mit einer offiziellen Gedenkstunde an die Opfer des totalitären Regimes während des Nationalsozialismus erinnert.

Am Mittwoch, 25. Januar, um 10 Uhr stellen Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasiums im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit der Euthanasie in Oldenburg während des Nationalsozialismus vor. In der Präsentation „Auf einmal ist Geschichte so nah!“ geben sie Einblicke in ihre Beweggründe und ihre Erkenntnisse. Sie werden zeigen wie es ist, wenn man sich der Geschichte nicht mehr entziehen kann. 

Zum Holocaust-Gedenktag am Freitag, 27. Januar, wird der Historiker Dr. Thomas Beddies um 19 Uhr im Kulturzentrum PFL über „Die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ sprechen. Bis 1945 fielen 10.000 Kinder und Jugendliche der „Kinder-Euthanasie“ zum Opfer, 5.000 von ihnen wurden allein in eigens für die Tötung geschaffenen „medizinischen“ Einrichtungen ermordet. Dr. Thomas Beddies ist stellvertretender Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Berliner Charité.

Am Dienstag, 31. Januar, um 19 Uhr wird der Psychologe Dr. Michael Wunder im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 den Vortrag „Von der NS-Euthanasie bis zur aktuellen Debatte um Sterbehilfe“ halten und anschließend mit dem Historiker Dr. Ingo Harms diskutieren. Dr. Michael Wunder ist Leiter des Beratungszentrums der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg, eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung, und war von 2008 bis 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates. 
Mit einer Sondervorführung der ZDF/Arte-Produktion, dem Spielfilm „Ich werde nicht schweigen“ (2016) der Regisseurin Esther Gronenborn, endet die Veranstaltungsreihe. Gezeigt wird der Film um die Kriegswitwe Margarete Oelckers, die als Insassin der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen die Geschichte dieses Ortes im Nationalsozialismus entdeckt, am Mittwoch, 1. Februar, um 19 Uhr im Casablanca-Kino, Johannisstraße 17. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss diskutieren Esther Gronenborn und Dr. Ingo Harms über die Euthanasie im Nationalsozialismus, den Film und die Dreharbeiten in Wehnen.
Als Medienpartner der Reihe Living History begleitet der Oldenburger Lokalsender Oeins die Veranstaltungen: Am Mittwoch, 25. Januar, 18 Uhr, beschäftigt sich die Sendung Masl Tov mit den Erfahrungen von Schülern und Lehrern bei der Projektarbeit. Am Samstag, 4. Februar, um 13 Uhr und am Donnerstag, 9. Februar, um 18 Uhr dokumentiert Thomas Kleinspehn die einzelnen Veranstaltungen in der Sendung „Living History – Vom Wert des Lebens“ auf Oeins (UKW 106,5 und im Kabel).
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Neue Bildungspaten für Grundschulkinder gesucht

17.01.2017 10:22 Uhr

Informationsveranstaltung am 24. Januar

Die Agentur :ehrensache und die Volkshochschule Oldenburg suchen weitere Bildungspatinnen und -paten, die Grundschulkinder vor allem aus Zuwandererfamilien unterstützen möchten. Anfang März 2017 beginnt zum 12. Mal ein neuer Kurs, mit dem interessierte Freiwillige auf eine Patenschaft umfassend vorbereitet werden. Alle Erwachsenen, unabhängig von Beruf und Alter, die Freude am Umgang mit Kindern haben, können sich ab sofort bei der Agentur :ehrensache melden und einen Termin für ein Informationsgespräch vereinbaren. Voraussetzung ist die Bereitschaft sich für die Dauer eines Jahres auf diese verantwortungsvolle und erfüllende Aufgabe einzulassen.

Die Schulung findet an sechs Abendterminen und einem Vormittag im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. Im Anschluss und nach Zustimmung der Eltern werden die Patinnen und Paten an ausgewählte Grundschülerinnen und -schüler an verschiedenen Schulen vermittelt. Die Grundschulen melden in jedem Jahr wieder großen Bedarf an Unterstützung. Ziel ist die Verbesserung der Bildungschancen benachteiligter Kinder, insbesondere der Kinder mit Migrationserfahrungen.

Eine Informationsveranstaltung zum Bildungspaten-Projekt findet am Dienstag, 24. Januar, um 17.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, im Seminarraum 5 statt. Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Gabriela Kaboth-Freytag, Agentur :ehrensache, zur Verfügung unter Telefon 0441 235-2020. 

Über 200 Patinnen und Paten haben bislang ein Kind – oder nacheinander auch mehrere Kinder – betreut, haben sie gestärkt und ermutigt, ihnen die Stadt und die regionale Kultur nähergebracht und sie in ihrer Sprachentwicklung gefördert. Sie unternehmen einmal wöchentlich mit den Kindern gemeinsame Aktivitäten im Freizeitbereich. Gleichzeitig bilden sie eine Brücke zwischen Schule und Elternhaus. Patinnen und Paten werden durch regelmäßige Erfahrungsaustausche und Fortbildungen begleitet.

Das Projekt „Bildung für alle – BildungsPaten“ läuft bereits seit 2009 und ist ein Kooperationsprojekt der Agentur :ehrensache und der Volkshochschule Oldenburg. Es wird gefördert durch das Land Niedersachsen und steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. 
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Einbürgerungszahlen auch 2016 gestiegen

11.01.2017 09:51 Uhr

Neue Staatsbürger stammen meist aus Irak, Türkei und Ukraine

Im Rahmen einer Einbürgerungsfeier am Dienstagabend, 10. Januar, wird Oberbürgermeister Jürgen Krogmann neu eingebürgerte Staatsbürgerinnen und Staatsbürger willkommen heißen. Mit insgesamt 319 neuen deutschen Staatsangehörigen im Jahr 2016 ist die Zahl der Einbürgerungen in Oldenburg damit auch im vergangenen Jahr gestiegen, nämlich um 66 Personen gegenüber 2015. Auch die Zahl der Anträge auf Einbürgerungen folgt dem positiven Trend der letzten Jahre und ist 2016 um 32 Anträge auf 422 gegenüber dem Jahr 2015 angestiegen.

Die weitaus größte Gruppe der neuen Staatsbürger bilden Zugewanderte aus dem Irak mit 101 (gegenüber 52 in 2015) Einbürgerungen, gefolgt von 37 aus der Türkei stammenden Bürgern. Aus der Ukraine wurden 16 Personen eingebürgert, dann folgen Polen (14) und Serbien (11). Gestiegen ist mit neun Einbürgerungen auch die Zahl der aus Großbritannien stammenden Personen.

Die Stadt Oldenburg ist seit dem Jahr 2000 für die komplette Bearbeitung und Prüfung der Einbürgerungsanträge von der Antragsannahme bis zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde allein zuständig. Seitdem sind insgesamt 4.635 Menschen deutsche Staatsangehörige geworden.


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»100 erste Fragen« jetzt auf Arabisch

05.01.2017 18:57 Uhr
Im Oktober 2016 war zunächst die deutschsprachige Broschüre erschienen, und sofort kamen von allen Seiten die Fragen nach den Ausgaben in Arabisch, Persisch und Englisch. Nun ist der zweite Schritt getan: »Unsere 100 ersten Fragen für alle Neubürger Oldenburgs sind jetzt endlich auch in arabischer Sprache zu haben«, freut sich Andrea Schröder, Vorsitzende des Fördervereins Dietrichsfeld.

Die dritte Sprachausgabe ist bereits in Vorbereitung. Im ersten Quartal 2017 werden die 100 ersten Fragen auch auf Persisch zu haben sein.

Die Broschüre beantwortet wichtige Fragen, die Geflüchteten das Zurechtfinden in der Stadt Oldenburg erleichtern. Die arabische Ausgabe kann wird unter anderem an Einrichtungen und Vereine weitergegeben, aber selbstverständlich kann auch jede Privatperson ein Exemplar erhalten. Gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Heft kann man es im Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstr. 331, Tel. 570 78 92, bekommen.
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Stadt möchte mit Bürgerinnen und Bürgern über Integrationskonzept diskutieren

21.12.2016 09:34 Uhr

Beteiligung soll Potentiale der Zivilgesellschaft bündeln

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung soll in einem gemeinsamen Prozess von Politik, Verwaltung und der Bürgerschaft das Integrationskonzept der Stadt Oldenburg fortgeschrieben werden. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv an der Weiterentwicklung eines nachhaltigen Integrationskonzeptes der Stadt Oldenburg zu beteiligen. Sie können ihre Erfahrungen und Ideen in das Konzept einbringen. Zu den drei Workshop-Terminen ab Januar 2017 sind alle eingeladen, die sich in Oldenburg haupt- oder ehrenamtlich für Vielfalt, Integration und Partizipation einsetzen. „Es herrscht ein besonderer Geist in unserer Stadt, der getragen wird von dem Willen, neue Projekte zu initiieren. An diesem Potential der Zivilgesellschaft möchten wir ansetzen und die guten Ideen und Vorschlägen in das Integrationskonzept einbeziehen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe „Arrival City Oldenburg“ hat die Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg hierzu bereits eine Auftaktveranstaltung im September 2016 ausgerichtet. „Wer gesehen hat, wie intensiv in den einzelnen Arbeitsgruppen debattiert wurde, der weiß, dass es allen um eine richtungsweisende Integrationsstrategie geht“, blickt Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo zurück. Bei der Auftaktveranstaltung wurden Arbeitsgruppen gebildet, die in den Workshops einzelne Themen angehen sollen. Deren Ergebnisse werden bei den drei kommenden Veranstaltungen mit Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt:

Workshoptermine:

1. Workshop, 20. Januar 2017: Wo steht Oldenburg und was müssen wir anpacken? 
2. Workshop, 6. März 2017: Was sind unsere Ziele und wie können wir sie erreichen? 
3. Workshop, 24. April 2017: Maßnahmen & Aktivitäten zur Umsetzung 

jeweils 14 bis 18 Uhr, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3.

Anmeldungen zu den kostenfreien Workshops nimmt das Servicebüro der Stadt Oldenburg mit der Angabe des gewünschten Workshops an, unter der Telefonnummer 0441 235-4444. Mehr Informationen sind im Internet unter www.oldenburg.de/integration zu finden. 

Durch einen offenen Prozess mit Bürgerbeteiligung soll das Integrationskonzept fortgeschrieben werden. Aus der Mitte der Gesellschaft sind bereits viele gute Vorschläge eingetroffen, um das gute Zusammenleben in der Stadt weiter zu verbessern. Die Ergebnisse der Workshops fließen in das Strategiepapier ein, das wiederum den politischen Gremien abschließend zur Beschlussfassung vorgelegt wird. „Die Teilnehmer der Workshops setzen damit ein klares Zeichen gegen eine Spaltung der Gesellschaft und für Integration“, so Petrillo. 
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Geflüchteten jungen Menschen ein Zuhause geben

16.12.2016 09:00 Uhr

Pflegekinderdienst sucht weiterhin Familien für unbegleitet geflüchtete Jugendliche

Der Pflegekinderdienst der Stadt Oldenburg ist weiterhin auf der Suche nach Familien, die unbegleitet geflüchteten Jugendlichen ein Zuhause geben möchten. Es geht um zwei 17-jährige Iraner, beide sind gläubige Christen und möchten gern jeweils in einer christlichen Familie leben. Der dritte Junge ist 16 Jahre alt und kommt aus dem westafrikanischen Land Guinea. Alle drei möchten gerne in einer Pflegefamilie leben. Sie wünschen sich einen familiären Rahmen, in dem sie sich zuhause fühlen dürfen und die nötige Begleitung und Unterstützung bekommen, um möglichst schnell Deutsch zu lernen und sich in Oldenburg einzuleben.

Das Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg schult und begleitet interessierte Einzelpersonen und Familien, die einen unbegleitet geflüchteten Jugendlichen bei sich aufnehmen möchten. Grundvoraussetzungen sind Offenheit für andere Lebensweisen, die Bereitschaft den geflüchteten Jugendlichen zu unterstützen sowie mit dem Pflegekinderdienst zusammen zu arbeiten. Interessierte Familien können sich für weitere Informationen an Gesine Vollert vom Pflegekinderdienst wenden, Telefon: 0441 235-3734 oder per E-Mail an gesine.vollert@stadt-oldenburg.de.
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Bürgerinnen und Bürger beschenken Flüchtlingskinder zu Weihnachten

09.12.2016 08:32 Uhr

Abgabe der Päckchen für „Weihnachten im Schuhkarton“ bis zum 15. Dezember

Wer sich an der von der Stadt organisierten Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Flüchtlinge beteiligen möchte, hat noch bis Donnerstag,15. Dezember, die Möglichkeit, einen Schuhkarton, weihnachtlich verpackt, mit schönen und nützlichen Dingen zu befüllen. 

Anders als im letzten Jahr erhalten 2016 nur Kinder einen gefüllten Schuhkarton. Als Richtwert können die Bürgerinnen und Bürger Geschenke im Wert von circa 15 Euro einpacken. Enthalten sein können Kleidung wie Mützen, Schals oder Handschuhe, originalverpackte Süßigkeiten, Mal- oder Bastelmaterialien, persönliche Grüße und/oder ein Foto von den Schenkenden.

Interessierte erhalten über das ServiceCenter der Stadt Oldenburg alle nötigen Informationen. Hier erfahren sie, für welche Kinder Schuhkartons gepackt werden sollen (es wird getrennt nach Altersgruppen und Geschlecht) und wo und wann sie die Päckchen abgeben können. Das ServiceCenter ist montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr erreichbar unter der Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de. 
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Neuer Internetauftritt des Ausländerbüros

23.10.2016 10:00 Uhr

Online-Terminvergabe seit 17. Oktober möglich

Am Montag, 17. Oktober, startete das Ausländerbüro der Stadt Oldenburg mit einem neuen Internetauftritt und erweiterten Angeboten einer Online-Terminvergabe. Der Internetauftritt des Ausländerbüros wurde grundlegend neu gestaltet und strukturiert. Unter
www.oldenburg.de/auslaenderbuero oder unter dem Suchbegriff „Ausländerbüro“ gelangt man auf die neuen Seiten des Ausländerbüros.

Die neue Internetseite bietet eine einfache Navigation zu allen Bereichen mit vielen Informationen. Besucherinnen und Besucher erfahren hier Informationen über eine Kontaktaufnahme oder Wissenswertes über die Einreise und den Aufenthalt sowie über den Aufenthalt zu Studienzwecken oder aber über die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, einer Besuchseinladungen oder einer Einbürgerung und mehr.

Insbesondere durch das neue erweiterte Online-Terminvergabeangebot für Besuchseinladungen und für die Abholung des elektronischen Aufenthaltstitels oder Reiseausweises bietet das Ausländerbüro noch mehr Bürgerservice und Bürgerfreundlichkeit. Ab sofort ist es damit nun auch möglich, über die Internetseite des Ausländerbüros online einen Termin für eine Besuchseinladung oder zur Abholung eines elektronischen Aufenthaltstitels oder Reiseausweises zu vereinbaren. Voraussetzung hierfür ist ein Internetanschluss und eine E-Mail-Adresse. Eine Anleitung zur Vereinbarung des Online-Termins und weitere Informationen hierzu gibt es auf der entsprechenden Internetseite des Ausländerbüros.

Wer keinen Zugang zum Internet hat und auch über keine E-Mail-Adresse verfügt, kann zukünftig einen Termin in diesen Angelegenheiten auch über das ServiceCenter unter der Telefonnummer 0441 235-4444 vereinbaren. Alle weiteren notwendigen Informationen hierzu werden nach Terminvereinbarung dann per Post zugesandt.
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Bürgersprechstunde der Integrationsbeauftragten in Dietrichsfeld

14.10.2016 18:14 Uhr

Petrillo bietet jetzt auch offene Sprechstunde in den Stadtteilen an

Einmal im Quartal können die Oldenburgerinnen und Oldenburger im Rahmen der Bürgersprechstunde die Integrationsbeauftragte treffen und mit ihr über ihre Anliegen sprechen. Bislang fand diese Bürgersprechstunde immer im Rathaus statt. Das ändert sich, denn ab Herbst verlegt Dr. Natalia Petrillo ihre Sprechstunde vor Ort in die Stadtteile. Am Dienstag, 18. Oktober, findet die erste Bürgersprechstunde im Stadtteil Dietrichsfeld statt: Petrillo ist dort zwischen 15 und 16 Uhr in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstraße 331, für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar. 

„Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger und ihr Feedback sind für eine effektive und zufriedenstellende Arbeit sehr wichtig“, betont die Integrationsbeauftragte. „Den direkten Kontakt möchte ich verstärken und werde ab Herbst vor Ort die Sprechstunde anbieten.“ Im Gespräch möchte Petrillo mehr über die Anliegen der Menschen vor Ort erfahren und freut sich über Anregungen und Meinungsaustausch. „Als Ansprechpartnerin für Integrationsfragen ist es mir wichtig, dass sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger direkt mit mir austauschen und mir ihre Sorgen und Wünsche unmittelbar vortragen können“, ergänzt sie. 

Die offene Bürgersprechstunde findet in Zukunft abwechselnd in den verschiedenen Gemeinwesenarbeiten der Stadt Oldenburg statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die Termine für das erste Quartal 2017 stehen ab Dezember im Internet unter www.oldenburg.de/integration. Unabhängig von der öffentlichen Sprechstunde können Bürgerinnen und Bürger auch persönliche Termine mit Dr. Natalia Petrillo vereinbaren unter Telefon 0441 235-2127 oder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de.
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100 erste Fragen – Die ersten Broschüren sind fertig

12.10.2016 20:58 Uhr

Deutsche Ausgabe des Hilfsangebots für Geflüchtete ist gedruckt

»Endlich kann man sie in die Hand nehmen. Toll.« So oder ähnlich reagierten nicht nur die fünf Mitarbeiter_innen der Arbeitsgruppe »100 Fragen« des herausgebenden Fördervereins Dietrichsfeld, sondern alle, die das Heft bisher gesehen haben. Vor rund einem Jahr hatten die die Recherchearbeiten begonnen, nun liegt die deutschsprachige Ausgabe mit einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt vor.

Die Broschüre beantwortet wichtige Fragen, die Flüchtlingen das Zurechtfinden in der Stadt Oldenburg erleichtern. (Siehe »100 Antworten auf 100 erste Fragen«). Die deutsche Ausgabe wird zum größten Teil an ehrenamtliche Helfer_innen und an Einrichtungen gehen, aber selbstverständlich kann auch jede Privatperson ein Exemplar bekommen. Gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Heft kann man es im Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstr. 331, Tel. 570 78 92 bekommen.

Im nächsten Schritt wird der Text ins Arabische, ins Persische und ins Englische übersetzt und dann ebenfalls gedruckt. 
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100 Antworten auf 100 erste Fragen

31.07.2016 21:41 Uhr

Broschüre für Flüchtlinge zur Orientierung in der Stadt

von Carsten Lienemann

Was müssen Geflüchtete wissen, wenn Sie sich hier in Oldenburg zurechtfinden sollen? Welche dringenden Fragen haben sie, wo und von wem bekommen sie die Antworten?

Die Lösung für dieses Problem steht in Form einer Informationsbroschüre unmittelbar vor der Veröffentlichung. Eine Arbeitsgruppe aus Geflüchteten und schon länger in Oldenburg Ansässigen hat sich fast ein dreiviertel Jahr lang intensiv mit Fragen zu Wohnungs- und Arbeitssuche, Betreuungsplätzen, Schule, Einkaufen, Verhalten im Straßenverkehr etc. beschäftigt. Ende August bis Anfang September soll die Broschüre gedruckt sein, zunächst in deutscher Sprache, wenig später auch in arabisch, persisch und englisch. Weitere Sprachfassungen sind nicht ausgeschlossen.

Die Idee zu dieser Aktion hatte Nesrine Shakfa. Die gebürtige Syrerin hat eine Weile in einem Betrieb in Ägypten gearbeitet, bei dem neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittels einer Broschüre mit den wichtigsten Regeln und Abläufen bei ihrem neuen Arbeitgeber vertraut gemacht wurden. »Ich habe mir gedacht, das könnte man doch auf die Situation neu angekommener Flüchtlinge übertragen. Mit diesem Vorschlag bin ich zum Stadtteiltreff Dietrichsfeld gegangen«, sagt Shakfa. 

Dort stieß sie auf offene Ohren. Mit pro:connect stand auch ein Sponsor bereit, der seinerseits gerade eine großzügige Spende vom gerade aus dem CEWE-COLOR-Vorstand in den Ruhestand gewechselten Andreas Heydemann erhalten hatte.

Schnell war eine Arbeitsgruppe aus Geflüchteten und Heimischen zusammengestellt, so dass die eigentliche Arbeit beginnen konnte. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe bearbeiteten jeweils einzelne Teilbereiche und stellten die Ergebnisse bei den wöchentlichen Treffen zur Diskussion.

»Zu Beginn gibt es ein paar allgemeingültige Basisinformationen, ansonsten haben wir uns auf Fragen und Antworten beschränkt, die das Leben in Oldenburg unmittelbar betreffen«, sagt Regina Dirksen, Leiterin des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld. Dabei zeigte sich, wie wichtig die Mitwirkung von Nesrin Shakfa und Morad Obeed war. Obeed stellte z. B. fest, es gebe in Deutschland sehr viel Informationsaustausch in Briefform. »In Syrien gibt es keine Post, wir regeln diese Dinge über E-Mail oder persönlich.«

Alle Beteiligten sind sich darüber klar, dass die »100 ersten Fragen« von Flüchtlingen sich mit der Zeit ändern, so dass immer wieder Anpassungen nötig sein werden. Die Broschüre »erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit«, betont Regina Dirksen. Aus diesen Gründen enthält sie auch zahlreiche Internet-Verweise. 

Das Heft wird voraussichtlich ab September in Flüchtlingsberatungsstellen, kommunalen Gemeinschaftsunterkünften, Stadtteiltreffs und ähnlichen Einrichtungen zu bekommen sein. 
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Kunst, Kultur und Küche – Oldenburger Vielfalt an einem Tisch

08.04.2016 22:46 Uhr
Mit einer Informationsveranstaltung, auf der auch viel Musik gespielt wurde, starteten Global Music Player e. V. am 8. April 2016 im Rathaussaal eine Veranstaltungsreihe, die Menschen aus Oldenburg und Umgebung, aber verschiedener Herkunft und Kultur, über Essen und Musik miteinander ins Gespräch bringen soll.

Möglich wird das durch Beteiligung und Mitwirkung von Organisationen und Menschen, die sich in irgendeiner Form für Integration, Kultur und Verständigung einsetzen. Bei jeder einzelnen Veranstaltung der Reihe ist eine kulturelle Gruppe Gastgeber, sorgt für Speisen, Getränke und Musik und stellt sich und ihre Kultur vor. Die Gäste erfahren, wie hier unter Verwendung und Abwandlung der überlieferten Rezepte gekocht wird. Sie erleben auch, welche Musik gehört und gespielt wird, einschließlich neu aufgenommener Einflüsse.

Drei bis vier Veranstaltungen pro Jahr soll es geben, jede an einem anderen Ort und mit einem anderen Gastgeber, sicher auch mit unterschiedlichen Gesprächsthemen. Global Music Player e. V. beraten und unterstützen die jeweils ausführende Organisation bei Bedarf und dokumentieren den Verlauf, vom Einkauf der Lebensmittel an. Aus den gewonnenen Informationen soll unter anderem ein Kochbuch entstehen, das nicht nur die Rezepte enthält, sondern viel mehr eine Sammlung persönlicher Geschichten, von denen man einige nachkochen kann.

„Diese Veranstaltungsreihe ist ein Stück weit Experimentierfeld, auch für uns“, sagt Projektleiter Carsten Lienemann von Global Music Player. „Wir erwarten einen intensiven Austausch, neue Kontakte und hoffentlich auch zahlreiche Freundschaften. Wir werden jedes Mal neue Begegnungen erleben und neue Erfahrungen machen, die sich auf die folgenden Veranstaltungen auswirken werden.“

Zwei „echte“ Kunst, Kultur und Küche-Veranstaltungen wird es in diesem Jahr geben. Finanziell unterstützt werden sie durch die Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg und die Oldenburgische Landschaft. Für die Weiterführung im nächsten Jahr werden noch Sponsoren gesucht.


Die erste Kochveranstaltung steht bereits fest, gastgebender Verein wird Solidarität für Lateinamerika Oldenburg e. V. (alSol) sein. Der Termin ist 

Freitag, 29. April 2016 um 18:00 Uhr
im Internationalen Jugendprojektehaus, Schlieffenstr. 11

Eine begrenzte Zahl an Plätzen steht für alle Interessierten offen, eine Anmeldung bis zum 22. April ist aber erforderlich. Die Zutaten der bereiteten Speisen werden über einen Kostenbeitrag in Höhe von 10,00 Euro pro Person von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern finanziert.


Anmeldungen unter
Ana Castaneda, Tel. 0151-59 88 52 71
E-Mail: anaecuador@hotmail.com

Carsten Lienemann, Tel. 0441-304 67 34
E-Mail: kkk@globalmusicplayer.com

Bitte geben Sie auch an, ob Sie Vegetarier_in sind.


Den Kostenbeitrag von 10,00 € pro Person überweisen Sie bitte vorab auf das folgende Konto:
Volksbank Oldenburg
IBAN DE80 2806 1822 3880 4794 00
BIC: GENODEF1EDE
Kennwort: KKK alSol
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Interkulturelles Frauenfrühstück

11.03.2016 17:00 Uhr
Am Samstag, den 12. März 2016, 10.00 Uhr veranstaltet IBIS anlässlich des internationalen Frauentags 2016 ein interkulturelles Frauenfrühstück und laden euch dazu herzlichst ein. Frauen aus Nah und Fern können klönen, quatschen, vernetzen und Kultur genießen.

Es wird ein kostenloses Frühstücksbuffet mit Getränken und ein musikalisches Programm geben. Zur kulinarischen Bereicherung unseres Buffets können Sie und könnt Ihr gerne selbstgekochte Kleinigkeiten mitbringen. Für Kinder wird es eine Spielecke und für die ganz Kleinen einen Platz zum Wickeln geben.

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Frauen und Kinder!

Weitere Infos unter 0441/96037910 oder bildung@ibis-ev.de

12.03.2016
10.00 bis 13.00 Uhr
Café IBIS in der Klävemannstraße 16
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Geld für kleine Flüchtlingsprojekte

28.01.2016 10:36 Uhr

Präventionsrat startet Fonds für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

von Carsten Lienemann

Die Hilfsbereitschaft und das Engagement für Flüchtlinge ist in Oldenburg unverändert hoch. Viele Bürgerinnen und Bürger möchten in ihrer Freizeit etwas zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen und haben viele Ideen, die manchmal nur deswegen nicht ausgeführt werden, weil ein vergleichsweise kleiner Geldbetrag fehlt.

Unter dem Titel »Flüchtlinge und Ehrenamt« legt der Präventionsrat Oldenburg (PRO) darum jetzt einen Fonds zur finanziellen Unterstützung kleiner privater Initiativen in der Flüchtlingsarbeit auf. »Im Gegensatz zu öffentlichen und privaten Institutionen bekommen Privatpersonen, die sich für Flüchtlinge engagieren möchten, nur schwer finanzielle Unterstützung. Diese Lücke schließen wir mit diesem Fonds«, sagt PRO-Geschäftsführerin und Mitinitiatorin Melanie Blinzler.

»Persönliche Begegnungen im kleinen Rahmen sind besonders positiv für die Integration, deshalb möchten wir gerade hier fördern. Einzelne Bürgerinnen und Bürger können über einen ganz besonders kurz gehaltenenes Formular Fördermittel beantragen«, so Blinzler weiter.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein Beirat. Dem anzugehören, war für die Inklusionsbeauftragte Susanne Jungkunz keine Frage. »Begegnungen auf Augenhöhe bereichern beide Seiten. Das ist auch in der Inklusion ebenso wichtig wie pragmatischen Hilfe.«

»Ein Bespiel für ein förderwürdiges Anliegen wäre ein privates ›Welcome-Dinner‹, für das eingekauft werden muss«, so Sabine Lönne vom »Frau Lönne Werbekontor«. Weitere Beispiele sind gemeinsame Theater-, Kino- und Schwimmbadbesuche. »Nicht nur die Kinder, sondern möglichst ganze Familien sollten die Kultur- und Freizeitangebote kennen lernen. Das ist nicht ganz billig«, ergänzt Mia Cordes vom Internationalen Frauentreff. Damit gemeinsame Unternehmungen gelingen, sei es außerdem wichtig, das Vertrauen der neu angekommenen Menschen zu gewinnen, etwa durch mehrfache Treffen.

Isam El-Korhaly vom Bewohnerverein »Wir für uns« Bloherfelde und Richard von Busse, Vorsitzender des Fördervereins Präventionsrat, vervollständigen den Fonds-Beirat, der nach einer persönlichen Vorstellung der Antragsteller möglichst innerhalb von drei Wochen über die Vergabe entscheidet und eine Dokumentation der Aktivität in Form von Fotos erwartet.

Der Fonds startet mit der recht bescheiden anmutenden Summe von 3020 Euro. Allerdings geht es ja nicht um die Förderung von Großprojekten. »Wir werden uns auch in unserem breiten Netzwerk umschauen, ob eine Idee bei einer anderen Initiative in das bereits vorhandene Programm passt. In so einem Fall würden wir weitervermitteln«, erklärt Melanie Blinzler. Über die Kontakte der Beiratsmitglieder und des PRO sollen außerdem weitere Geldgeber gefunden werden. 

Auch private Spenden werden natürlich gerne genommen. »Ein Anlass, diesen Fonds überhaupt aufzulegen, waren Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, die gerne Geld spenden wollten, aber nicht wussten, wohin«, so Richard von Busse. 

Fonds Flüchtlinge & Ehrenamt
Fonds "Flüchtlinge & Ehrenamt"
Landessparkasse zu Oldenburg
IBAN: DE49280501000091582205
BIC:   SLZODE22

Fragen zum Fonds beantwortet gerne die Geschäftsstelle des PRO (Tel.: 0441/235 36 11, E-Mail: praeventionsrat@stadt-oldenburg.de).
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Neujahrsempfang der UNO-Flüchtlingshilfe in Oldenburg

12.01.2016 06:00 Uhr
Am Donnerstag, den 14. Januar 2016, findet um 18:30 Uhr im Café IBIS in Oldenburg der Neujahrsempfang der UNO-Flüchtlingshilfe statt. Bereits zum neunten Mal lädt Hon. Prof. Dr. Reinhold Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, zu der traditionellen Veranstaltung ein.

Auch in diesem Jahr steht der Empfang thematisch im Zusammenhang mit Aspekten der Weltflüchtlingsproblematik und den Vereinten Nationen. Im Vordergrund stehen dabei die Flüchtlingskrise in Syrien sowie die Lage von Flüchtlingen in Europa. Es wird auch über die Situation von Flüchtlingen in Niedersachsen und Oldenburg gesprochen.

Nach einem Grußwort von Uwe Erbel, Geschäftsführer der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS e.V., leitet Prof. Dr. Reinhold Friedl in die Thematik ein. Es schließt sich ein Podiumsgespräch mit folgenden Gästen in der IBIS Halle an:

Wolfgang Grenz, ehemaliger Generalsekretär von Amnesty International, Vorstandsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe und Autor des Bestsellers „Schiffbruch - Das Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik“; Dr. med. Gisela Penteker, Vorsitzende des Niedersächsischen Flüchtlingsrats; Dirk Sabrowski, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe; Ilyas Yanc, Yezidisches Forum und Flüchtlingsberater bei IBIS. Moderation durch Reinhold Friedl. Anschließend sind Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum möglich.
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Ärzte für Tweelbäke gesucht

04.01.2016 18:36 Uhr
die Notunterkunft in Tweelbäke sucht händeringend nach 1 oder 2 Ärzten, die sich ein oder zweimal die Woche für eine Stunde einige der Bewohner_innen ansehen könnten. Der Zugang zum Gesundheitswesen ist für die Notunterkunft schwierig und kompliziert, weil die Bewohner_innen noch keine Aufenthaltsgestattung haben.


Kontakt über:

IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.
Uwe Erbel
Klävemannstr.16
26122 Oldenburg
Fon 0441 - 88 40 16 (international: +49 441 88 40 16)
Durchwahl Verwaltung/Geschäftsführung: 0441-984 96 05
Fax 0441-984 96 06 (international: +49 441 98496 06)
Mail: info@ibis-ev.de
leitung@ibis-ev.de
www.ibis-ev.de
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