Rubrik Integration
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29.07.2022, 19:01 Uhr
Digitale Patenschaften für Deutschkurse gefunden
LEB kooperiert mit der städtischen Freiwilligenagentur :ehrensache
„Voneinander lernen – miteinander wachsen“ ist die Devise: In den Deutschkursen der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) agieren ab sofort die Auszubildenden der Stadtverwaltung Oldenburg als digitale Patinnen und Paten für Migrantinnen und Migranten. Möglich gemacht durch eine Kooperation von „Service Learning“ der Agentur :ehrensache mit dem LEB-Bereich „Deutsch als Zweitsprache“.

„In den Integrationssprachkursen mit Alphabetisierung geht es zunehmend darum, die digitale Kompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Dazu benötigen sie auch technische Unterstützung im Umgang mit modernen Medien“, erläutert Projektleiter Mathis Peters von der LEB Weser-Ems/Nord. Die „digitalen Patinnen und Paten“ helfen deshalb während ein bis zwei Stunden pro Woche mittels Tablet dabei, eigene Ideen für ein digital gestütztes Lernen zu entwickeln. Damit unterstützen sie die Migrantinnen und Migranten dabei, sich berufliche Perspektiven zu eröffnen oder im privaten Bereich zu engagieren, beispielsweise bei der Hausaufgabenbetreuung. Außerdem können sie dann ebenso die Herausforderungen einer digitalisierten öffentlichen Verwaltung besser meistern.

Die entstandenen Tandems aus Kursteilnehmenden sowie Patinnen und Paten treffen sich dazu regelmäßig im Kulturzentrum PFL, um ihre Erfahrungen auf Augenhöhe persönlich auszutauschen. „Alternativ kann ein Austausch auch einmal wöchentlich auf der digitalen LEB-Lernplattform stattfinden“, ergänzt Peters. Dabei soll es sowohl um technische Fragestellungen zu Unterrichtsinhalten und sprachliche Übung gehen als auch um das Lernen im Alltag und migrantische Lebenswelten.

Das vom Bundesinnenministerium geförderte LEB-Projekt „Digitale Paten in Integrationskursen mit Alphabetisierung im Ammerland und in Oldenburg“ hat in der Stadt Oldenburg aus Sicht von Olga Gerz von der Freiwilligenagentur :ehrensache einen idealen Partner gefunden: „Unsere Auszubildenden erhalten nun die Möglichkeit, sich ihrerseits gemeinnützig zu engagieren und durch die inhaltliche Vorbereitung und Reflexion des ehrenamtlichen Dienstes für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit dazuzulernen.“ Freude am Austausch und die Unterstützung in der persönlichen Entwicklung sollen bei dem Zusammenwirken insgesamt im Vordergrund stehen, da sind sich beide Seiten einig.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie online unter www.oldenburg.de/service-learning.
08.07.2022, 21:55 Uhr
12. Oldenburger Integrationspreis macht Engagement sichtbar
Akteurinnen und Akteure von drei Projekten ausgezeichnet
Vielfältiges Engagement in Oldenburg ist bei der Verleihung des Oldenburger Integrationspreises bereits zum zwölften Mal in dieser Form gewürdigt worden. Am Donnerstag, 7. Juli, fand die Verleihung an die Preisträgerinnen und Preisträger durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann im Kulturzentrum PFL statt. Über eine Auszeichnung konnten sich in diesem Jahr das DRK Begegnungszentrum KAISER 19, der Refugees Welcome in Sports Oldenburg e.V. und die transkulturelle Redaktionsgruppe Radio Globale/MITEINANDER LEBEN freuen.

„Integration. Ankommen. Teil einer Gesellschaft werden. Das alles funktioniert nur, wenn sich Menschen in solchen hervorragenden Projekten dafür einsetzen“, lobte Oberbürgermeister Krogmann die Projekte bei der Integrationspreisverleihung. „Besonders in Krisenzeiten gilt es, Position für eine Teilhabe aller zu beziehen. Anstatt Probleme und Herausforderungen in den Vordergrund zu stellen, sollten auch gute Beispiele und Erfolge sichtbar gemacht werden. Dies ist beim diesjährigen Integrationspreis gelungen.“

Acht unabhängige Jury-Mitglieder aus vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen haben unter dem Vorsitz von Sozialdezernentin Dagmar Sachse aus den insgesamt neun Bewerbungen drei Projekte ausgewählt. Diese haben den mit jeweils 2.000 Euro dotierten und von Metallkünstlerin Renate Ruck gestalteten Oldenburger Integrationspreis 2021 gewonnen. Ein Großteil der eingegangenen Bewerbungen entstammte dieses Mal thematisch den Bereichen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit, Soziales, Bildung, Wahlen und Sport.

„In allen drei Projekten sind Migrantinnen und Migranten als tragende Akteure tätig, und Migration wird als gesellschaftliche Lebensrealität in Oldenburg gezeigt“, so Integrationsbeauftragte Aliz Müller. „Damit tragen die Projekte zur Förderung von gleichberechtigter Teilhabe und gesellschaftlicher Selbstbestimmung bei.“

Mit folgenden Projekten konnten die Gewinnerinnen und Gewinner der drei Integrationspreise die Jury überzeugen:


Projekt: Miteinander, füreinander – Kinder und Jugendliche im Blick: Individuelle Förderung und gemeinsame Aktivitäten
DRK Begegnungszentrum KAISER 19

In Rahmen des Projektes erhielten Kinder und Jugendliche niederschwellige Angebote im sprachlichen, kulturellen und sozialen Bereich sowie bei der Integration in Ausbildung und Arbeit. Neben den laufenden Angeboten wurden 2021 auch Veranstaltungen für Freizeit, Fort- und Weiterbildung sowie zum Themenbereich Empowerment organisiert. Konkret handelte es sich um Schülernachhilfe, Sprachförderung, gemeinsame Ausflüge, Bewegung und Sportangebote sowie um das Sommerprogramm unter dem Motto „Frische Luft statt Sofamuff“.

Ziele des Projektes sind unter anderem die Förderung der Chancengleichheit im Bildungsbereich, Empowerment, Förderung eines solidarischen Miteinanders sowie die Aktivierung von Wirkungsmechanismen gegen Corona-bedingte Isolation und Vereinsamung von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien.


Projekt: Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2021 – Interkulturelle TV-Gespräche mit den Kandidatinnen und Kandidaten
Lokalsender Oldenburg Eins (Oeins), Radio Globale/MITEINANDER LEBEN
Die transkulturelle Redaktionsgruppe Radio Globale/MITEINANDER LEBEN des Lokalsenders Oldenburg Eins (Oeins) hat anlässlich der Stadtratswahl 2021 gemeinsam Wahlprüfsteine zu Fragen der kommunalen Teilhabe, zu demokratischen Grundrechten sowie zur Integration und Migration entwickelt. Diese Wahlprüfsteine wurden an die Kandidatinnen und Kandidaten der Kommunalwahl weitergeleitet, um in einem TV-Gespräch hierzu Stellung zu nehmen. An verschiedenen Orten in Oldenburg wurden die Gespräche von einem interkulturellen Interview-Team geführt und für die TV-Sendungen zusammengestellt. Diese wurden vor der Wahl sowohl im Lokalsender Oeins als auch auf YouTube ausgestrahlt und sind bis heute abrufbar.

Das Projekt zielte darauf ab, die direkte Begegnung zwischen Oldenburgerinnen und Oldenburgern mit Migrationsgeschichte und Kommunalpolitikerinnen und -politikern verschiedener Parteien zu ermöglichen. Dabei ging es um die wechselseitige Aufmerksamkeit, um Fragen zu Interessens- und Problemlagen sowie um die kommunalpolitischen Perspektiven. Darüber hinaus trug das Projekt zur Ermutigung von Migrantinnen und Migranten zur Teilhabe an öffentlicher Kommunikation und gesellschaftlichen Debatten bei und sensibilisierte die Mehrheitsgesellschaft für die Themen Migration und Integration in Oldenburg.


Projekt: Refugees Welcome in Sports
Refugees Welcome in Sports Oldenburg e.V.
Geflüchtete Menschen sind in den etablierten Angeboten von Oldenburger Sportvereinen unterrepräsentiert. Das Projekt Refugees Welcome in Sports setzte hier an und schaffte Angebote, welche sich an der Lebenssituation von geflüchteten Menschen orientieren und Zugangsbarrieren entgegenwirken. Über die Einrichtung von niederschwelligen und kostenlosen Sportangeboten wurde die Teilhabe an organisiertem Sport ermöglicht, die sowohl Geflüchteten als auch allen anderen Sportbegeisterten offensteht. Trotz Corona-Pandemie konnte das Projekt einen geeigneten Raum für sportliche Betätigung, aber auch für geregelte und geschützte soziale Interaktion anbieten.
21.06.2022, 18:01 Uhr
Integrationspreis wird in Oldenburg zum 12. Mal verliehen
Drei Preisträgerinnen und Preisträger mit Projekten aus 2021 ausgezeichnet
Vielfältiges Engagement sichtbar machen – das ist seit jeher die Intention des Oldenburger Integrationspreises, der in diesem Jahr bereits zum 12. Mal verliehen wird. Am Donnerstag, 7. Juli, werden drei Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Projekten aus 2021 durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ausgezeichnet. Da Integrationsarbeit vom ehrenamtlichen Engagement lebt, möchte die Stadt mit der Preisverleihung diejenigen würdigen, die sich im Bereich Integration in Oldenburg stark machen: „Die ausgezeichneten Projekte, aber auch alle anderen Akteurinnen und Akteure der Integrationsarbeit, tragen dazu bei, Oldenburg als weltoffene und tolerante Stadt weiter zu entwickeln“, betont Krogmann.

Bereits im Februar haben neun Jurymitglieder entschieden, wer die Preisträgerinnen und Preisträger des Integrationspreises 2021 werden. Bei den eingegangenen Vorschlägen handelte es sich größtenteils um Fremdnominierungen aus den Themenbereichen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit, Soziales, Bildung, Wahlen und Sport. „Auch in diesem Jahr zeugen die eingegangen Bewerbungen von der großen Vielfalt in der Oldenburger Integrationsarbeit und zeigen, mit wieviel Herzblut und Engagement Menschen sich für andere und eine demokratische Gesellschaft einsetzen“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse, die als Vorsitzende der Jury mitgewirkt hat.

Ab 17 Uhr führt die städtische Integrationsbeauftragte Aliz Müller am 7. Juli im Veranstaltungssaal des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, durch die Veranstaltung. Musikalisch wird diese vom klassischen Gitarristen und Komponisten Arsen Asanov begleitet. Im Anschluss der Verleihung besteht die Möglichkeit für Austausch und Gespräche. „Durch Migration entsteht eine Vielfalt an Perspektiven, an Wissen und Kreativität, die uns sowohl als Individuen als auch die Stadtgesellschaft bereichert“, ist sich Müller sicher.

Zur Teilnahme an der Preisverleihung melden Sie sich bitte per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de, telefonisch unter 0441 235-4444 oder online unter www.oldenburg.de/integrationspreisverleihung an.
17.05.2022, 17:07 Uhr
Hilfe aus einer Hand: Grundsicherung für ukrainische Geflüchtete
Ab Juni Anspruch auf Leistungen des Sozialgesetzbuchs II – Umfassende Hilfen gewährleistet
Zukünftig werden die Sozialleistungen für hilfebedürftige Geflüchtete aus der Ukraine nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern nach dem Sozialgesetzbuch II erfolgen. Eine entsprechende Gesetzesänderung soll zum 1. Juni in Kraft treten. Die Stadt Oldenburg und das Jobcenter Oldenburg begrüßen diese politische Entscheidung sehr: „Durch den Wechsel in das Sozialgesetzbuch werden den ukrainischen Kriegsflüchtlingen künftig umfassende Hilfen zur Sicherung des Lebensunterhalts, für die Gesundheitsversorgung und die Integration in den Arbeitsmarkt gewährleistet“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Somit werden sie noch zielgerichteter und umfassender unterstützt.“ Mit dem Bund-Länder-Beschluss sind sowohl höhere Bezüge als auch weitere Vorteile verbunden.

Bisher ist das Amt für Zuwanderung und Integration für die Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zuständig. Damit die finanzielle Unterstützung der Geflüchteten nahtlos weiter erfolgen kann, befinden sich die Leistungsträger bereits in enger Abstimmung. Der Großteil der Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger aus der Ukraine wird zukünftig durch das Jobcenter Oldenburg betreut. „Ob Integrations- und Sprachkurse, Vermittlung von Jobs oder Weiterbildungsangebote – hier bekommen die Geflüchteten künftig Unterstützung aus einer Hand“, beschreibt Michael Fuge, Geschäftsführer des Jobcenters Oldenburg, die Vorteile der Gesetzesänderung von Bund und Ländern. Die Gesetzesänderung war Anfang April von Bund und Ländern vereinbart worden. Seitdem informieren sowohl das Jobcenter Oldenburg als auch das Amt für Zuwanderung und Integration die Betroffenen über den Wechsel des Sozialleistungssystems.

Schon jetzt können Anträge beim Jobcenter Oldenburg gestellt werden. Hierzu werden die Geflüchteten gebeten, innerhalb der Öffnungszeiten des Jobcenters (Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 Uhr) dort vorzusprechen oder den schriftlichen Antrag vorab zu übersenden. Weitere Informationen hierzu sind auch auf der Homepage des Jobcenters Oldenburg unter www.jobcenter-oldenburg.de zu finden.


Voraussetzung für den Bezug von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch ist, dass die Geflüchteten erkennungsdienstlich behandelt worden sind und einen Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz beantragt haben. Diesbezüglich muss ihnen eine so genannte Fiktionsbescheinigung ausgestellt oder ein Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz erteilt worden sein. Zudem müssen sie die sonstigen Voraussetzungen für Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II oder SGB XII erfüllen. Bei Personen, denen nach dem 24. Februar 2022 und vor dem 1. Juni 2022 eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz erteilt oder eine entsprechende Fiktionsbescheinigung ausgestellt worden ist und die bislang nicht erkennungsdienstlich behandelt worden sind, genügt eine Speicherung ihrer Daten im Ausländerzentralregister. In diesen Fällen ist die erkennungsdienstliche Behandlung bis zum 31. August 2022 nachzuholen.

Die Stadt Oldenburg stellt auf ihrer Website unter www.oldenburg.de/ukraine ein Online-Formular zur Verfügung, mit dem Geflüchtete aus der Ukraine ihren Aufenthalt anzeigen und einen Aufenthaltstitel beantragen können. Das Ausländerbüro prüft nach der Online-Aufenthaltsanzeige die Voraussetzungen für ein Aufenthaltsrecht und nimmt Kontakt zu den Geflüchteten auf. Ziel ist es, allen Geflüchteten, die sich bis Ende Mai registriert haben, eine Fiktionsbescheinigung nach dem Aufenthaltsgesetz auszustellen und somit den Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II zu ermöglichen.

Geflüchtete, die ab dem 1. Juni einen Aufenthaltstitel beantragen, erhalten zunächst Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und können nach entsprechender Bearbeitung durch das Ausländerbüro einen Antrag beim Jobcenter Oldenburg stellen.
10.05.2022, 18:03 Uhr
Freie Plätze bei integrativer Radfahrschule in Kreyenbrück
DSC Oldenburg und Stadtteiltreff Kreyenbrück freuen sich auf Interessierte
Der Stadtteiltreff Kreyenbrück und der Sportverein DSC Oldenburg e.V. laden gemeinsam zu einer integrativen Radfahrschule ein. Das Training hat zwar bereits am 20. April begonnen, aber Interessierte können noch einsteigen und sich anmelden. Rose Wangui-Schulz vom Stadtteiltreff und Rudi Wilhelm und Michael Kramer vom DSC helfen beim praktischen Erlernen des Radfahrens und vermitteln Verkehrsregeln. Treffpunkt der Radfahrschule ist der Utkiek Oldenburg, Eidechsenstraße, immer mittwochs von 11 bis 12.30 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt einmalig 10 Euro. Interessierte können sich bei der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück anmelden, unter Telefon 0441 235-3292.

Die Organisatoren Andreas Hoffmann vom DSC Oldenburg e.V., Gerardina Topo vom Stadtsportbund Oldenburg e.V. und Gudrun Knies vom Stadtteiltreff Kreyenbrück freuen sich über die neue Kooperation und hoffen auf viele Interessierte, die bei der Radfahrschule noch einsteigen und das Fahrradfahren erlernen möchten. Das Angebot wird im Rahmen des vom Landessportbund Niedersachsen initiierten Projektes „Radfahren vereint“ finanziell unterstützt.
01.04.2022, 13:39 Uhr
Stadt stockt Budget um 1,6 Millionen Euro auf
Leistungen für ukrainische Geflüchtete führen zu erheblichen Mehraufwendungen
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kommen viele aus ihrer Heimat geflohene Menschen auch nach Oldenburg. Anfang dieser Woche waren es bereits mehr als 760 Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich bei der Stadtverwaltung haben registrieren lassen. Der Großteil von ihnen ist privat untergebracht. Die Geflüchteten haben nach der Registrierung Anspruch auf Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die bisher in Oldenburg aufgenommene Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine führt bereits jetzt zu erheblichen Mehraufwendungen, die das Budget des Amtes für Zuwanderung und Integration deutlich überschreiten. Der Rat der Stadt hat daher in seiner Sitzung am 28. März zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro als überplanmäßige Ausgabe bewilligt.

„Derzeit ist die zu erwartende Gesamtzahl von Geflüchteten ebenso unklar, wie Art und Umfang finanzieller Ausgleichszahlungen. Daher geht die Stadt hier in Vorleistung“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Er hält eine umfassende Kostenbeteiligung von Bund und Land für unerlässlich. Das macht Krogmann auch in seiner Funktion als Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages deutlich. Es sei davon auszugehen, dass im Laufe des Jahres noch weitere Mittel notwendig werden.
15.03.2022, 18:02 Uhr
Von den Strapazen der Flucht erholen
Erste Geflüchtete aus der Ukraine gut aufgenommen – Großer Organisationsaufwand
Die ersten Geflüchteten aus der Ukraine, die ihre Heimat aufgrund des russischen Angriffskriegs verlassen mussten, haben jetzt auch auf „offiziellem“ Wege die Stadt Oldenburg erreicht und hier eine sichere Zuflucht gefunden. 50 Menschen, darunter 18 Kinder im Alter von eineinhalb bis 16 Jahren, wurden am Freitag in der Ankunftsstelle in der Gaußstraße empfangen. „Es gab keine Vorabinformationen über die Ankommenden. Wer uns konkret erreicht, war erst klar, als sich die Bustür öffnete“, schildert Daniel Stellmann, Leiter des Amtes für Zuwanderung und Integration. Oldenburg war für die Businsassen die erste Ruhepause nach den Strapazen der Flucht. Die Stadt konnte mit Mitarbeitenden der Flüchtlingssozialarbeit eine Erstbetreuung am Wochenende sicherstellen. „Es hat sich deutlich gezeigt, dass ein erstes Ankommen an zentraler Stelle wichtig ist, um persönliche Daten aufzunehmen, Formalitäten zu erledigen und zu schauen, was die ankommenden Menschen benötigen“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Am Samstagnachmittag wurden auch Teile eines städtischen Gebäudes an der Milchstraße mit Geflüchteten aus der Ukraine belegt. Elf Erwachsene und sieben Kinder sind hier untergekommen, weitere werden folgen. Ebenfalls am Wochenende wurde die alte Jugendherberge an der Alexanderstraße/Von-Finckh-Straße mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr weiter für den Bezug mit Geflüchteten vorbereitet. Die neuen Kapazitäten (65 bis 75 Plätze) werden ab Mitte der Woche zur Verfügung stehen und dann unmittelbar durch Landeszuweisungen wieder belegt sein. Gestartet ist unterdessen der Aufbau einer mobilen Messehalle – ebenfalls an der Gaußstraße. Ende März sollen die Ausstattung der Halle und der Aufbau von Sanitär- und Küchencontainern abgeschlossen sein, so dass dort 108 Menschen untergebracht werden können. 

Sachse: „Viele arbeiten am Limit“
„Wir werden jetzt laufend neue Zuweisungen durch das Land erhalten. Wir erwarten einen Zustrom unbekannten Ausmaßes. Unterbringung, Aufnahme, Erstversorgung und weitere Betreuung müssen aber organsiert werden und leistbar bleiben, damit wir den uns anvertrauten Menschen gerecht werden können“, verdeutlicht Dezernentin Dagmar Sachse. Aus diesem Grund appelliert sie erneut dringend, keine privat organisierten Bustransfers mehr direkt nach Oldenburg zu lotsen, wenn vor Ort keine verbindlichen und längerfristigen Unterbringungszusagen von Helferinnen und Helfern vorhanden sind. Sachse bittet für diesen Appell um Verständnis: „Wir erleben gerade die ersten Tage der massiven Kriegsfolgen, zahlreiche Fachdienste der Stadtverwaltung sind bei der Bewältigung der Krise involviert, viele unserer Beschäftigten arbeiten am Limit. Natürlich wissen wir das private Engagement sehr zu schätzen, aber wir haben zurzeit keine Kapazitäten. Die Betreuung der uns zugewiesenen Menschen und die Vorbereitung auf das, was noch kommen wird, verlangt uns alles ab.“

Privatunterbringung: Rund 330 Geflüchtete gemeldet
Schon jetzt stoßen nachgelagerte Verwaltungsstellen mit Erfassung, Betreuung, medizinischer Versorgung und Leistungsgewährung aufgrund der hohen Zahl privat Untergebrachter an Grenzen. Über das unter www.oldenburg.de/ukraine angebotene städtische Registrierungsformular für Geflüchtete wurden innerhalb weniger Tage bereits etwa 330 Menschen gemeldet.

Die Verwaltung unternimmt aber weiterhin alle Anstrengungen, um kurz-, mittel- und langfristig zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zu akquirieren und zur Verfügung stellen zu können. Hotels und Wohnungsangebote sind ebenso wie gewerbliche Immobilien in der Prüfung.

Quartiere: Längerfristige Lösungen gesucht
Nach wie vor können zur Unterbringung von geflüchteten Menschen ebenfalls über ein Formular auf der Website www.oldenburg.de/ukraine Quartiere gemeldet werden. Die Stadtverwaltung dankt den Bürgerinnen und Bürgern, die private Unterkünfte anbieten. Allerdings zeigt sich, dass viele ihre Unterbringungsangebote nur für einen sehr kurzen Zeitraum zur Verfügung stellen und somit nur eine kurzfristige Lösung bieten können. Daher bittet die Stadt, dass nur Angebote, die möglichst in Verbindung mit einer langfristigen Unterbringung (mindestens sechs Monate) stehen, gemeldet werden.
01.03.2022, 12:50 Uhr
Integrationspreis 2022: „Jedes Projekt hätte einen Preis verdient“
Drei aus neun Bewerbungen bei Jurysitzung ausgewählt – Verleihung am 7. Juli geplant
And the winner is ... Wer am 7. Juli den mittlerweile 12. Integrationspreis der Stadt Oldenburg verliehen bekommt, ist noch geheim. Aber fest steht: Die Jury unter dem Vorsitz von Sozialdezernentin Dagmar Sachse hatte bei ihrer Online-Jurysitzung am Freitag, 25. Februar, die Qual der Wahl. Neun ganz unterschiedliche Bewerbungen wurden eingereicht, um einen der drei mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preise zu erhalten. Seit 2010 wird der Integrationspreis verliehen. Damit würdigt die Stadt Oldenburg Projekte, Maßnahmen, Initiativen oder Personen, die sich für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in der Gesellschaft einsetzen.

„Ich freue mich, dass es immer wieder neue Bewerbungen für den Integrationspreis gibt und auch Organisationen mit innovativen Projekten vertreten sind – trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen. Wir haben uns die Bewerbungen sehr detailliert angeschaut und am Ende die drei ausgewählt, die uns am meisten mit ihren Ideen überzeugt haben – auch wenn eigentlich jedes Projekt einen Preis verdient hätte“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Am Schluss gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit größeren Diskussionen, bei denen letztlich per Handzeichen eine Entscheidung gefällt werden musste.

Über die Jury
Die Jurymitglieder selbst sind auch in vielen Projekten ehrenamtlich aktiv und konnten so aus eigener Perspektive auf das Thema und schauen und die Projekte bewerten. Zur Jury gehören neben Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Marina Kovalcikova (Sprachmittlerin und Integrationslotsin), Ina Göken (Projektkoordinatorin IBIS e.V. und Preisträger 2020), Cyrille Lobe Ndoumbe (Vorsitzender Integration e.V.), Hamed Omumi (Leiter der Wirtschaftsjunioren bei der IHK Oldenburg), Lizzette Campos (Mitglied Latinburg e.V.), Sophie Martyna (Sprachmittlerin und Integrationslotsin), Marcel Hackler (Akademie der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg) sowie Ernst Jünke (Vorstandsvorsitzender pro:connect e.V. und Preisträger 2020).

„Integrationsarbeit ist ein Querschnittsthema, das sich auf allen Ebenen der Gesellschaft und in allen Bereichen des Alltags zeigt. Menschen setzen sich für anderen Menschen ein und leben den Demokratiegedanken. Ein Thema, das gerade in der heutigen Zeit eine nicht zu unterschätzende Relevanz hat“, so Aliz Müller, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg. Die eingereichten Bewerbungen machen deutlich, wo der Einsatz für gleichberechtigte Teilhabe konkret und vor Ort wirken kann und muss: In Bildungsbereichen, an den Schulen, in den Medien, in den Stadtteilen und natürlich auch bei jeder einzelnen Oldenburgerin und jedem einzelnen Oldenburger.

Auch Spendenaktionen für Menschen in Kriegsgebieten wurden nominiert. Beworben haben sich dieses Mal neben bekannten Vereinen und Organisationen auch Einzelpersonen.

Auswirkungen von Corona
Die Corona-Pandemie hat die diesjährige Bewerberlage stark beeinflusst. Die Unsicherheit darüber, ob ein Vorhaben aufgrund der jeweils geltenden Corona-Regelungen hätte durchgeführt werden können, führte dazu, dass viele Ideen nicht realisiert wurden oder Angebote nur stark reduziert stattgefunden haben.
17.12.2021, 15:19 Uhr
Wege ins Bleiberecht: Flüchtlingsrat und Stadt Oldenburg kooperieren
Modellprojekt soll praktikable Lösungen finden
Wie können möglichst viele Menschen mit Duldungen ein gesichertes Bleiberecht erhalten? Dieser zentralen Frage gehen zunächst für ein Jahr die beiden Projektpartner des Modellprojekts „Wege ins Bleiberecht“ gemeinsam nach, das im Dezember seine Arbeit aufgenommen hat. Dafür kooperieren der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und die Stadt Oldenburg miteinander, um die Lösungswege zur Senkung der Zahl der Langzeitgeduldeten effizient zu unterstützen. Die Stadt Oldenburg ist die dritte Kommune, mit der ein Modellvorhaben im Rahmen des Bleiberechtsprojekts vereinbart wurde.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erhofft sich viel von dem Modellprojekt: „Tausende geduldete Menschen leben seit vielen Jahren in Niedersachsen, in den vergangenen fünf Jahren bis zu 240 Personen in Oldenburg. Und obwohl sie längst Teil der Gesellschaft geworden sind, müssen sie dennoch in steter Ungewissheit und Sorge vor einer Abschiebung leben. Das ist eine enorme seelische Belastung für alle, die von so einer Situation betroffen sind. Das Modellprojekt soll herausarbeiten, wie die Bleiberechtsregelungen konkret in Oldenburg umgesetzt werden – und inwieweit sich die vor Ort gefundenen Lösungen gegebenenfalls auch auf andere Kommunen in Niedersachsen übertragen lassen.“ In den vergangenen drei Jahren haben in der Stadt Oldenburg rund 100 Personen mit Duldungsstatus eine konkrete Bleibeperspektive erhalten.

Kai Weber, Geschäftsführer des Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., erläutert die Vorteile der Kooperation: „Zur Umsetzung der bestehenden und zukünftigen Bleiberechtsregelung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörden und NGOs wichtig. Wir freuen uns, dass die Stadt Oldenburg im Rahmen dieser Umsetzung auch die Kooperation mit dem Flüchtlingsrat sucht und sich um eine proaktive Beratung in Zusammenarbeit mit Beratungsstellen bemüht. Gemeinsam und modellhaft wollen wir zeigen, dass Kettenduldungen vermieden werden können, wenn sich alle Beteiligten frühzeitig um eine Aufenthaltsperspektive bemühen.“

In dem Modellprojekt werden Flüchtlingsrat und Ausländerbüro der Stadt Oldenburg die vor Ort etablierten Wege ins Bleiberecht erörtern und Fallkonstellationen beraten. Die Erkenntnisse werden anschließend mit den Verfahren in den anderen Kommunen abgeglichen. Auf dieser Grundlage werden Flüchtlingsrat, Ausländerbehörden, Kommunal- und Landespolitik sowie Beratungsstellen Lösungswege und gute Verfahren diskutieren – damit möglichst viele Menschen von den Bleiberechtsregelungen profitieren können.


Hintergrund
Das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung geförderte und auf zunächst drei Jahre angelegte Modellprojekt „WIB. Wege ins Bleiberecht“ des Flüchtlingsrats Niedersachsen hat zum 1. Juli 2019 seine Arbeit aufgenommen. Im Rahmen des Projektes werden gemeinsam mit Kommunen und Beratungsstellen vor Ort Modelle für eine bleiberechtsorientierte Perspektive für Menschen in Duldungen entwickelt.

Seit Mai 2020 läuft bereits eine Kooperation zwischen dem Flüchtlingsrat und der Landeshauptstadt Hannover. Zum Mai 2021 ist die Stadt Göttingen als zweite Kommune hinzugekommen. Gespräche mit weiteren Kommunen laufen. Die Duldung ist kein Aufenthaltstitel, sondern eine in der Regel jeweils nur für einige Monate gültige Aussetzung der Abschiebung aus dringenden humanitären oder persönlichen Gründen. Viele geduldete Menschen arbeiten, andere unterliegen einem Arbeitsverbot. Zwar bestehen für Menschen mit Duldungen verschiedene gesetzliche Bleiberechtsregelungen, einem Bleiberecht stehen aber in der Praxis oftmals zahlreiche Hürden entgegen.

Mit den von der neuen Bundesregierung angekündigten beabsichtigten Liberalisierungen der Bleiberechtsregelungen werden absehbar mehr Menschen die Chance auf ein gesichertes Bleiberecht erhalten. Hier wird auch dem Projekt „WIB – Wege ins Bleiberecht“ eine große Bedeutung zukommen. Denn es wird zu begleiten sein, inwieweit die Neuregelungen in der Praxis tatsächlich wirken und wie sie vor Ort in Niedersachsen umgesetzt werden.
03.12.2021, 15:19 Uhr
Stadt vergibt Oldenburger Integrationspreis 2021
Ehrenamtliches Engagement wertschätzen – Ausschreibung erfolgt zum zwölften Mal
Seit 2009 werden durch den Oldenburger Integrationspreis Projekte gewürdigt, die sich in besonderem Maße für ein gelungenes Zusammenleben in einer vielfältigen Stadtgesellschaft einsetzen. Die Stadt Oldenburg schreibt nunmehr zum zwölften Mal den Integrationspreis aus. Mit diesem Preis wird das ehrenamtliche Engagement in Oldenburg im Bereich der Integrationsarbeit des vergangenen Jahres sichtbar gemacht und ausgezeichnet.

Teilnahmeberechtigt sind Vereine, Organisationen, Betriebe und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich in Oldenburg für Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, interkulturellen Austausch und Zusammenleben einsetzen und im Jahr 2021 Projekte oder Aktivitäten umgesetzt haben.

Kennen Sie Projekte und Aktivitäten von Vereinen, Organisationen, Betrieben und Institutionen sowie Einzelpersonen, die sich Ihrer Ansicht nach besonders für ein tolerantes Miteinander und für ein friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Stadtgesellschaft eingesetzt haben? Sie können diese auch für den Integrationspreis nominieren!

Wie kann man sich bewerben oder andere für den Preis nominieren?
 Für die Bewerbung oder für die Nominierung reichen Sie bitte den ausgefüllten Bewerbungsbogen ein. Die dafür erforderlichen Unterlagen bekommen Sie beim Amt für Zuwanderung und Integration oder online unter www.oldenburg.de/integration.

Formlose Anträge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Bewerbung schicken Sie bitte bis Montag, 31. Januar, per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de oder per Post an Stadt Oldenburg, Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, Bloherfelder Straße 39, 26129 Oldenburg. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2022.
30.11.2021, 19:50 Uhr
Sprachkurs freut sich über 2700 Euro
LzO übergibt Spendenscheck am den Förderverein Dietrichsfeld
Der Förderverein Dietrichsfeld e.V. freut sich über die großzügige Spende der LZO zur Finanzierung des Frauensprachkurses im Stadtteiltreff. Mit der Scheckübergabe von 2.700,- Euro aus den Mitteln der Lotterie „Sparen und Gewinnen“ durch Svenja Gerdes und Alexander Glurich von der LzO Filiale Bürgerfelde wird ein Integrationsprojekt finanziert, in dem Frauen Deutsch-Sprachunterricht für den Alltagsgebrauch und die erste berufliche Orientierung zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von 6-8 Monaten durch eine qualifizierte Deutschlehrerin erhalten. Aufgrund der pandemiebedingten Lage musste die Teilnehmerinnenzahl auf 8 Lernende begrenzt werden. 
07.09.2021, 21:48 Uhr
Erfolgreiche Abschlüsse – Geflüchtete Azubis bestehen ihre Berufsausbildungen
Insgesamt 10 junge geflüchtete Mitbürger*innen (4 Damen und 6 Herren), die vom gemeinnützigen Verein „pro:connect“ e.V. begleitet wurden, konnten in diesem Sommer ihre dualen und schulischen Berufsausbildungen erfolgreich abschließen.

Acht Azubis haben im Sommer 2018 ihre Ausbildungen in regionalen Unternehmen begonnen und wurden während dieser Zeit mittels diverser ausbildungsbegleitender Unterstützungsmöglichkeiten wie z.B. ehrenamtlichen Ausbildungspaten oder auch Trainings/Coachings und den Unterstützungen in den auszubildenden Betrieben nun erfolgreich zum Abschluss geführt. Zwei Klientinnen haben schulische Ausbildungen durchlaufen und wurden ebenfalls umfassend von „pro:connect“ unterstützt. Nachfolgende spannende Ausbildungsberufe wurden erlernt: Friseurin, Fachkraft für Lagerlogistik, Hebamme, Zahnmedizinische Fachangestellte, Informatikkaufmann, Berufskraftfahrer im Personenverkehr, IT-Systemelektroniker, Mikrotechnologe, Sozialassistentin und Tischler. Die Klient*innen wie auch die Ausbildungsbetriebe kommen aus der Stadt Oldenburg, dem Landkreis Ammerland und dem Landkreis Oldenburg.

Bereits im Sommer 2019 konnten die ersten fünf erfolgreichen Klient*innen, davon 2 Frauen, von „pro:connect“ ihre Ausbildungszertifikate in den Händen halten. Im Sommer 2020 konnten dann insgesamt 12 junge Mitbürger*innen mit Fluchthintergrund ihre Berufsausbildung erfolgreich abschließen, 10 wurden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Klient*innen bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss begleiten konnten und sie nun die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft in Deutschland haben“ bestätigt Jann Sanders, Teamleitung Beratung bei „pro:connect“ e.V.