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Inklusion

Bunter Nachmittag im Blauschimmel Atelier

21.09.2021 16:03 Uhr
Im Rahmen der „Woche der offenen Tür“ mit IBIS e.V. zusammen gestaltet das Blauschimmel Atelier am Samstag, den 25. September von 14 bis 18 Uhr einen bunten Nachmittag in der Klävemannstraße 7–9.

Auf einem kleinen Flohmarkt kann nach Herzenslust gestöbert und Bilder von Blauschimmel-Künstler*innen können erworben werden. Musiker*innen von BlueScreen verzaubern mit ihren sphärischen Klängen und die Maskenspieler*innen sorgen für einige Überraschungen. Außerdem können die Besucher*innen bei einer Kunstaktion selber kreativ tätig werden. Und natürlich gibt es auch jede Menge Infos zur Arbeit des Ateliers.

Der Eintritt ist frei, es gilt die 3G-Regel: Zutritt nur für nachweisliche Geimpfte, Genesene oder Getestete.

Die Woche der offenen Tür wird gefördert von der Aktion Mensch.
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Vielseitiger Künstler

17.05.2021 20:41 Uhr

Portrait zum Diversity-Tag 2021

von Carsten Lienemann

Ingo Sebastiany arbeitet in der Montage-Gruppe der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Dort baut er unter anderem große Raumtrennelemente zusammen. Während er sich dort an genaue Vorgaben halten muss, kann er beim Malen im Atelier Farbsinn seinen Ideen freien Lauf lassen. 

„So ein bisschen gekrickelt habe ich schon als kleiner Junge. Mein Opa hat mir dann gezeigt, wie man richtig malt, und so wurden die Bilder mit der Zeit immer besser“, erzählt Sebastiany. In seiner Schulzeit hat er dann auch an Wettbewerben teilgenommen und sogar mehrere Preise gewonnen, Schreib- und Malsets. „Den Fernseher habe ich leider nicht gekriegt“, bedauert er noch heute.

Durch Zufall kam Sebastiany zum Atelier Farbsinn. Als er eines Tages vor dem Schaufenster stand, wurde er gefragt, ob er nicht hereinkommen und auch malen wolle. Er wollte und ist dabei geblieben. 
Zu seinen ersten Bildern gehört ein Gemälde des Oldenburger Schlosses, das man inzwischen als Postkarte oder auf Taschen gedruckt kaufen kann.

„Ein Bild zu malen, dauert so vier bis fünf Wochen. Es sind viele Ideen im Kopf, wenn man die alle auf ein Blatt Papier bringen will … und dann sieht man immer ein paar Dinge, die noch nicht fertig sind, es kommt immer wieder etwas dazu, es wird immer wieder etwas verändert“, beschreibt Sebastiany den schöpferischen Prozess. „Man sieht erst das große weiße Blatt, das gefüllt werden will. Man möchte genau so gut sein wie Rembrandt oder Leonardo da Vinci, aber die waren natürlich viel besser.“ Aber wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder. Seine fertigen Bilder braucht Sebastiany jedenfalls nicht zu verstecken.

Allerdings beschränkt Ingo Sebastiany seine künstlerischen Aktivitäten nicht auf das Malen, in ihm steckt auch ein Schauspieler. Er hat schon mit der Theatergruppe des Blauschimmel Ateliers auf der Bühne gestanden und dabei nicht nur Text gelernt und aufgesagt, sondern das Stück gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt. Außerdem hat er sogar in einem Kinofilm mitgewirkt. 2016 wurde „Von komischen Vögeln“ unter anderem bei den Gemeinnützigen Werkstätten gedreht. Der Regisseur und Drehbuchautor Eike Weinreich kannte die GWO aus seiner Zivildienst-Zeit, und als er ankündigte, er wolle einen Film drehen, hat Sebastiany sich sofort beworben. Er bekam die Rolle von Egon, der nur mit seiner Strumpfpuppe „Fipsi“ spricht, die wiederum den Anderen Egons Gedanken mitteilt. Sebastiany spielt Egon mit staubtrockenem Humor. Der Rollenname war sein Wunsch. „Ich wollte in dem Film nicht Ingo heißen“, sagt er.

Auch beim Film haben die Schauspielerinnen und Schauspieler am Text mitgeschrieben. „Das ging ja auch gar nicht anders“, erklärt Sebastiany, „es können ja manche nicht richtig lesen, und das ist doch schade, wie soll man denn denen einen fremden Text beibringen?“

„Beim Schauspiel kommt man viel mit Menschen zusammen, man sieht und hört mal was anderes“, findet Sebastiany. „Beim Film muss man allerdings oft immer wieder dasselbe machen, zehnmal den gleichen Weg gehen, zehnmal den gleichen Satz sagen, bis es endlich geklappt hat. Das ist ziemlich anstrengend. Im fertigen Film sieht das alles so kurz aus, aber wenn man hinter der Kamera steht und mitdreht, ist das schon ziemlich schwer.“

Ingo Sebastiany singt auch gerne. Klar, muss er auch, schließlich geht es in dem Film um einen Chor.  Aber er kann auch Geschichten schreiben. „Aber dazu brauche ich Ruhe“. Eine fantastische Idee zu einem Kinderbuch hat er schon, und die Bilder dazu sind auch fertig. „Das soll ein Comic werden“, sagt er.

Worum es geht, wird hier natürlich noch nicht verraten. 


Hintergrund
Der 18. Mai ist der neunte Deutsche Diversity-Tag. Der Tag, der uns daran erinnern soll, dass wir alle einzigartig sind, dass wir alle mindestens einer Minderheit angehören und dass jeder Mensch, jede Person, einen wichtigen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft leisten kann. Menschen unabhängig von ihren individuellen Eigenschaften anzuerkennen und gleichwohl dazuzurechnen, ist eine wesentliche Voraussetzung für ein friedliches, gewaltfreies Miteinander. 

Bewusst oder unbewusst ordnen wir Menschen verschiedenen Gruppen zu, und dabei spielen Vorurteile eine entscheidende Rolle. Wir alle gehören mehreren Gruppen an, mal freiwillig, mal ohne unser Zutun. Vorurteile sind wichtig und notwendig, um überhaupt mit fremden Personen agieren zu können. Oft, sehr oft, sind sie aber auch völlig falsch, und wir müssen nachjustieren.
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Projekt „Sicherung von Versorgung, Pflege und Wohnen im Stadtteil“

23.02.2021 18:18 Uhr

Erprobung in Kreyenbrück und Bümmerstede wird vorbereitet

Die Stadt Oldenburg ist seit dem Ratsbeschluss „Oldenburg will Inklusion“ aus dem Jahr 2012 auf dem Weg zu mehr Inklusion und Teilhabe für alle Menschen. „Auf der Ebene der Stadtteile, Quartiere und Nachbarschaften heißt das, dass unterschiedliche Menschen vor Ort selbstbestimmt leben können und dafür die Unterstützung finden, die sie brauchen“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Allerdings: „Durch den demografischen Wandel und die zunehmend kritischere Fachkräftesituation insbesondere im Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich wird es notwendiger denn je, die bürgerschaftlichen und hauptamtlichen Kräfte in den Stadtteilen und Quartieren zu mobilisieren.“

Zur Problemlösung wurde heute im Sozialausschuss als erster Schritt der Entwurf eines integrierten Konzeptes zur „Sicherung von Versorgung, Pflege und Wohnen im Stadtteil und Quartier für Alt und Jung“ (SiVePWo) vorgelegt. Das Konzept wurde als erster Projektbestandteil im Rahmen eines zweijährigen Förderprogrammes in Kooperation mit dem Bremer Planungsbüro Protze und Theiling erstellt und wird zu gleichen Teilen aus dem niedersächsischen Förderprogramm für Demografie-Projekte auf dem Gebiet der Metropolregion Nordwest und in Weser-Ems und aus Mitteln der Stadt Oldenburg finanziert.

Mit dem Konzept wird ein neuartiges, stadtweites Organisationsmodell für alle Stadtteile und Quartiere vorgeschlagen. Dezentrale Stadtteilteams mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort, professionellen und ehrenamtlichen, organisieren, begleiten und bündeln die vielfältigen Unterstützungsstrukturen im Stadtteil. Darüber hinaus fördern sie das nachbarschaftliche Zusammenleben, unterstützen Kooperationen vor Ort und verbessern Angebotsstrukturen in den Quartieren. Außerdem unterstützen sie städtebauliche Entwicklungen, die eine inklusive, bauliche und technische Infrastruktur in den Quartieren möglich machen.

„Wir sind gespannt, wie diese Idee in den nächsten Monaten in den politischen Gremien und der Stadtgesellschaft diskutiert wird“, sagt Susanne Jungkunz, Sozialplanerin der Stadt. „Positiv finde ich, dass das Konzept an die bestehenden Netzwerke und Strukturen anknüpft – wie die Einzugsbereiche der Bürgervereine, die Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit, Jugendtreffs, Schulen, Kitas, die offenen Altentreffs sowie die Runden Tische und Stadtteilkonferenzen – diese aber weiterentwickelt und dadurch stärkt!“

Das integrierte Konzept wird in den nächsten Monaten in Kreyenbrück und Bümmerstede erprobt. Hierfür stehen lokale Förderbudgets aus städtischen und Mitteln des Landes Niedersachsen in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung. Projektleiterin und Ansprechpartnerin bei der Stadt Oldenburg für die Erprobungsphase in Kreyenbrück und Bümmerstede ist Lena Haddenhorst, lena.haddenhorst@stadt-oldenburg.de, 0441 235-3055.

Möglichkeiten zur Beteiligung: www.gemeinsam.oldenburg.de/lebenimquartier 
 Weitere Informationen über das Projekt: www.oldenburg.de/sozialplanung

Das Gesamtprojekt wird vom Bremer Planungsbüro Protze und Theiling zusammen mit einer städtischen Projektgruppe der Sachgebiete Sozialplanung, Stadtplanung, Altenhilfe, Kultur und Sport, Hilfe zur Pflege, soziale Hilfen, Inklusion, Wirtschaftsförderung, Gebäudewirtschaft, Bürgerschaftliches Engagement sowie Bürgerbeteiligung organisiert. Die „AG Versorgungsstrukturen“ des Oldenburger Bündnis Pflege fungiert als externe Beratungs- und Beteiligungsgruppe.
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„10 Jahre – 10 Tage“: Oldenburger Inklusionswoche startet ins Jubiläumsjahr

05.02.2021 14:19 Uhr

„Aktionsbündnis 5. Mai“ hat Vorbereitungen aufgenommen – Ideen sind willkommen

Nach der (Corona-bedingten) Absage im vergangenen Jahr ist das „Aktionsbündnis 5. Mai“ in diesem Jahr entschlossen und zuversichtlich: Die 10. Oldenburger Inklusionswoche vom 3. bis 12. Mai 2021 wird stattfinden.

Menschen mit Behinderung trifft die Corona-Krise besonders hart. Auch deshalb sind die Ziele im Rückblick auf zehn Jahre Inklusionswoche Oldenburg nach wie vor aktuell und zukunftsweisend: Inklusion sichtbar machen, Begegnungen ermöglichen, auf Barrieren, auch im Kopf, hinweisen und Anregungen geben für ein besseres Miteinander in unserer Stadt.

Die Vorbereitungen der beteiligten Selbsthilfegruppen, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen haben begonnen. Sie planen unter dem Motto „10 Jahre – 10 Tage“ ein informatives, buntes und vielseitiges Programm rund um den 5. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Kreativität ist gefragt in einer Zeit, in der Veranstaltungen mit großem Publikum weit entfernt zu sein scheinen. „Wir planen mehrgleisig, analog und digital. Es wird einige Überraschungen geben“, sagt Bettina Heeren vom Autismus-Therapiezentrum.

Weitere Ideen für das Programm sind willkommen. Interessierte, die sich mit eigenen Beiträgen und Ideen am Veranstaltungsprogramm beteiligen möchten, können sich bis Ende Februar per E-Mail melden bei: ab5m-veranstaltung@posteo.de.

Das „Aktionsbündnis 5. Mai“ ist ein breites Bündnis von Selbsthilfegruppen, Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen. Seit zehn Jahren richtet das Bündnis die Oldenburger Inklusionswoche aus. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen, die sonst eher an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind.
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Weihnachtsmarkt der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg fällt in diesem Jahr aus

06.11.2020 20:50 Uhr
Der traditionell am 1. Advent geplante Weihnachtsmarkt der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. kann in diesem Jahr, aufgrund des aktuell hohen Infektionsgeschehens und den damit einhergehenden Bestimmungen des Landes, nicht stattfinden.

Ausgewählte Produkte aus Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung können wie gewohnt im KDW, Kaufhaus der Werkstätten, am Julius-Mosen-Platz gekauft werden.
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Neuigkeiten aus dem Oldenburger Inklusionsprozess

26.09.2020 18:32 Uhr
1. Inklusion läuft?! – Auswertung Kommunaler Aktionsplan

Fünf Jahre nach Veröffentlichung des Plans ist Zeit zu hinterfragen, ob die Stadt Oldenburg dem Ziel, eine inklusive Kommune zu werden, auch wirklich näher gekommen ist. Wie gewohnt und gewünscht sind alle Oldenburgerinnen und Oldenburger dazu eingeladen, den aktuellen Umsetzungsstand zu bewerten und die bestehenden Herausforderungen zu kommentieren.

Ab sofort ist die Befragung zur Auswertung des Kommunalen Aktionsplans Inklusion online. Unter https://gemeinsam.oldenburg.de kann an teilgenommen werden.

Auch ganz persönlich kann auch ausgewertet werden, bei der Fachstelle Inklusion. Termine können per Telefon unter 0441 235-3055 sowie per E-Mail an inklusion(at)stadt-oldenburg.de vereinbart werden.

Jetzt mitmachen und weitersagen.


2. Stammtisch Inklusion
 
Am Mittwoch den 14. Oktober 2020, ab 19 Uhr startet wieder der Stammtisch im OLs Brauhaus. Das OLs ist umgezogen: Stau 25/27 (ehemals Schwan).

"Wir haben einen Tisch für 10 Personen gebucht. Wenn mehr Personen kommen sollten, schauen wir nach einem zweiten Tisch oder es gehen einige. Bitte beachtet die aktuellen Hygieneregeln und bleibt zu Hause, wenn Ihr Krankheitssymptome habt. In dieser lockeren Runde können alle mitmachen, die sich vom Thema INKLUSION angesprochen fühlen", sagt das Stammtisch-INKLUSION-Team.


3. Fachgespräch „Digitale Zugänglichkeit zu Kultur- und Sporteinrichtungen“

In der Reihe „Kulturelle Bildung inklusiv“ bieten das Kulturbüro und das Sportbüro der Stadt Oldenburg ein Online-Fachgespräch zum Thema „Förderung von digitaler Zugänglichkeit zu Kultur- und Sporteinrichtungen“ an. Es findet statt am Mittwoch, 7. Oktober 2020, 17 bis 19 Uhr. Anmeldungen werden per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de bis zum 5. Oktober 2020 entgegen genommen.
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Kommunaler Aktionsplan Inklusion wird ausgewertet

26.09.2020 10:56 Uhr

Stadt bietet digitale Umfrage an

Am Donnerstag, 24. September, startet erstmals die Auswertung des Kommunalen Aktionsplans Inklusion. Fünf Jahre nach Veröffentlichung des Plans soll hinterfragt werden, ob die Stadt Oldenburg dem Ziel, eine inklusive Kommune zu werden, auch wirklich näher gekommen ist. Alle Oldenburgerinnen und Oldenburger sind dazu eingeladen, den aktuellen Umsetzungsstand zu bewerten und die bestehenden Herausforderungen zu kommentieren.

Bereits vor acht Jahren wurde mit dem Ratsbeschluss „Oldenburg will Inklusion“ ein Zeichen gesetzt. Zwischen 2012 und 2015 haben zehn Arbeitsgruppen mit über 300 Mitgliedern einen Maßnahmenkatalog zu verschiedenen kommunalen Handlungsfeldern erstellt. Seitdem werden jedes Jahr neue Maßnahmen aus dem Kommunalen Aktionsplan Inklusion in Angriff genommen. Jetzt ist es Zeit für ein Zwischenfazit.

Die Stadt Oldenburg nimmt bei dieser Umfrage erneut eine Vorreiterrolle ein: Bisher hat keine andere Kommune bei der Auswertung eines Plans dieser Größenordnung auf eine so breite Beteiligung in der Bevölkerung gesetzt. Erstmals wird die Stadt Oldenburg eine solche Umfrage digital anbieten. Die neue Partizipationsplattform GEMEINSAM OLDENBURG geht mit dem Start der Befragung online.

„Bereits bei der Erstellung war uns die Einbindung der Oldenburgerinnen und Oldenburger wichtig. Die Möglichkeit sich von überall und jederzeit beteiligen zu können ist ein wichtiger Schritt für die Stadt Oldenburg als inklusive Kommune. So können wir unkompliziert viele Menschen an unterschiedlichsten Prozessen beteiligen und erfahren so direkt, was sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger für ihre Stadt wünschen. Die aktuelle Situation mit den für die Beteiligung herausfordernden Kontaktbeschränkungen begreifen wir als Chance, neue Wege zu gehen“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

„Partizipation ist wesentlich für unsere Demokratie. Wir wollen gemeinsam mit den Menschen vor Ort auch komplexe Fragestellungen bearbeiten. Dass dies nun auch online geht, ist eine wichtige Bereicherung für unsere Arbeit“, erklärt Lena Haddenhorst, Fachstelle Inklusion.

Ab sofort ist die Befragung zur Auswertung des Kommunalen Aktionsplans Inklusion online. Unter https://gemeinsam.oldenburg.de kann an der Umfrage teilgenommen werden.

Anregungen und Fragen zum Kommunalen Aktionsplan können auch weiterhin im persönlichen Gespräch mit der Fachstelle Inklusion besprochen werden. Termine können per Telefon unter 0441 235-3055 sowie per E-Mail an inklusion@stadt-oldenburg.de vereinbart werden.
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Jetzt auch in Leichter Sprache: Die Internet-Seite der Stadt Oldenburg

05.08.2020 10:09 Uhr

Sozial-Dezernentin Dagmar Sachse freut sich über das neue Angebot

Ein weiterer Schritt Richtung Barriere-Freiheit:
Die wichtigsten Infos von der Stadt Oldenburg
gibt es jetzt auch in ‚Leichter Sprache‘.
Das heißt:
Texte und Bilder sind leicht zu verstehen.
Die Seiten sind leicht gestaltet.
Das hilft Menschen mit einer Lern-Schwäche
oder Menschen mit einer Lese-Schwäche
oder Menschen mit Deutsch als Fremd-Sprache.

Die Sozial-Dezernentin Dagmar Sachse sagt:
„Das neue Online-Angebot in Leichter Sprache ist gut.
Es ist eine wichtige Ergänzung.
So können alle Menschen online teilhaben.
Bald gibt es auch das Online-Rathaus
in Einfacher Sprache.
Hier gibt es Dienst-Leistungen von:
 • A wie Abfall-Beratung über
 • H wie Hundesteuer bis
 • Z wie Zulassungs-Bescheinigung.
Das ist für alle Bürger und Bürgerinnen gut.“

Die Online-Redaktion der Stadt Oldenburg hat überlegt:
Welche Infos und Angebote sind besonders wichtig?
Sie haben darüber mit der Fach-Stelle Inklusion
und mit der Gleichstellungs-Beauftragten gesprochen.
Das Büro für Leichte Sprache Oldenburg hat die Texte übersetzt.
Menschen aus der Ziel-Gruppe haben geprüft,
ob die Texte leicht zu verstehen sind.
Die Internet-Seiten wurden leicht gestaltet.
Jetzt können alle die Infos gut und schnell finden.


Im Menü der Internet-Seite gibt es den Punkt
Leichte Sprache.
Wenn man darauf klickt,
öffnet sich eine leichte Seite.
Von hier kann man alle Themen direkt anklicken.
Bilder erklären wie die Internet-Seite aufgebaut ist.

Es gibt auch ein PDF-Dokument in Leichter Sprache.
Darin werden die wichtigsten Angebote von der Stadt vorgestellt.
Zum Beispiel:
 • Welche Aufgabe hat eine Stadt-Verwaltung?
 • Wo finde ich Anträge und Formulare?
 • Welche Angebote gibt es in Leichter Sprache?
 • Wer hilft mir, wenn ich nicht weiterkomme?

Es gibt ein Gesetz:
Gesetz zur Gleich-Stellung von Menschen mit Behinderungen (BGG)
Dort steht:
Alle Menschen sollen am öffentlichen Leben teilhaben können.
Auch Menschen mit einer Lese-Schwäche
oder Menschen mit einer Lern-Schwäche.

Leichte Sprache kann dabei helfen.
Die Wörter sind leichter.
Die Sätze sind kurz.
Es gibt wenige Fremd-Wörter.
Lange Wörter werden mit einem Binde-Strich
oder mit einem Punkt getrennt.
So kann man sie besser lesen
und besser verstehen.

Hier finden Sie das neue Angebot
www.oldenburg.de/leichtesprache
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Radeln für mehr Teilhabe

15.06.2020 10:54 Uhr

LzO- Stiftung Oldenburg spendet E-Bike für Fahrradkuriere der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V.

von Jenny Röschmann

Ein wichtiger Brief muss von der Rennplatzstraße an den Baumschulenweg. Martin Abel setzt sich den Fahrradhelm auf, schnappt sich die Posttasche und schwingt sich aufs Rad. Er ist einer der Fahrradkuriere der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Neben seiner Arbeit in der Metallwerkstatt bringt er Briefe und kleine Päckchen an die einzelnen Standorte der Gemeinnützigen Werkstätten innerhalb Oldenburgs. Da kommen in einer Woche schon einmal bis zu 50 km zusammen, die bei Wind und Wetter zurückgelegt werden. Neben einer guten Kondition, beweisen er und die anderen Teammitglieder eine gute Ortskenntnis und große Zuverlässigkeit. So ist garantiert, dass wichtige Post noch am gleichen Tag den Empfänger erreicht und mit dieser Art der Beförderung wird gleichzeitig ein Beitrag zur Umweltentlastung geleistet.

Mit dem Kurierdienst übernehmen die Beschäftigten aus dem Arbeitsbereich eine wertvolle Aufgabe im alltäglichen Geschäft und gleichzeitig wurde ein zeitgemäßes Arbeits- und Qualifizierungsangebot für Menschen mit Behinderung geschaffen.

Nach den positiven Erfahrungen der letzten Jahre soll dieser Dienst erweitert werden. Mittels einer Förderung in Höhe von 3.000,- € aus der LzO Stiftung Oldenburg haben die Gemeinnützigen Werkstätten ein hochwertiges E-Bike mit Lastenanhänger gekauft. Jetzt besteht auch die Möglichkeit kleine Pakete oder Waren zwischen den Standorten mit dem Kurierdienst zu befördern und damit die Zeit auf dem Rad zu erhöhen.

Dies ist nicht nur ein weiter Schritt zur Umweltentlastung, es bietet den Beschäftigten auch mehr Möglichkeiten selbstständig zu arbeiten und damit Teilhabe am Arbeitsleben zu erfahren.
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Oldenburg schreibt sich Vielfalt auf die Fahne

25.05.2020 20:41 Uhr

Diversity-Tag 2020: Flaggenaktion an Gebäuden setzt gemeinsames Zeichen

An zahlreichen Gebäuden in Oldenburg hängen bis zum 29. Mai Flaggen mit dem Logo der Charta der Vielfalt. Was hat es damit auf sich? Seit 2013 findet in Oldenburg jährlich der Diversity-Tag statt. Dieser richtet sich vor allem – aber nicht nur – an Betriebe und soll die Idee einer vielfältigen und toleranten Unternehmenskultur vorantreiben. Der Begriff „Diversity“ im Allgemeinen greift Unterschiedlichkeit und Vielfalt als etwas grundsätzlich Positives auf und erkennt die Individualität aller Menschen an.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wurde dieses Jahr der in der Jade Hochschule geplante Diversity-Tag auf 2021 verschoben. Mit der Flaggenaktion soll dennoch ein gemeinsames Zeichen für Vielfalt und Respekt gesetzt werden. „Denn gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, zueinander zu stehen, den Respekt voreinander zu wahren und Vielfalt wertzuschätzen“, betont Susanne Jungkunz von der Stadt Oldenburg. „Wir danken all denjenigen, die sich daran beteiligt haben und freuen uns darauf, im kommenden Jahr wieder persönlich zusammenzukommen.“

Dörte Schneider, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Jade Hochschule, unterstreicht: „In Krisenzeiten ist Diversität wichtiger denn je – die Innovationskraft, die aus ihr erwächst, stärkt Organisationen und Betriebe und gibt so Stabilität für ein bereicherndes Miteinander.“

Kai Bölle, Sprecher des CSD Nordwest e.V., ergänzt: „Flagge zeigen für Vielfalt. Als CSD Nordwest wissen wir, wie wichtig Sichtbarkeit ist. Daher freuen wir uns, dass so viele Organisationen mitmachen.“

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Jahr 2014 hat die Stadtverwaltung Oldenburg entschieden, sich aktiv einem Prozess der Wertschätzung der Vielfalt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verpflichten und dies öffentlich zu dokumentieren. Mittlerweile sind fast 80 Oldenburger Unternehmen und Organisationen der Charta beigetreten. Neu dabei sind seit diesem Jahr das Landesmuseum Natur und Mensch sowie der Förderverein des Präventionsrates e.V. Zweimal jährlich kommen interessierte Personalverantwortliche und Geschäftsführende der Unterzeichner-Unternehmen auf einer zentralen Veranstaltung zusammen, um sich über die Implementierung des Diversity-Managements im Unternehmen auszutauschen.

Wer sich der Charta der Vielfalt anschließen oder mehr erfahren möchte, kann sich online unter www.charta-der-vielfalt.de/ueber-uns/ueber-die-initiative/ oder unter www.oldenburg.de/diversity informieren.

Der Diversity-Tag 2020 ist eine gemeinsame Veranstaltung von Stadt Oldenburg – Inklusion & Diversity, Integration, Gleichstellung, Wirtschaftsförderung – sowie Jade Hochschule, CSD-Nordwest e.V., Völklinger Kreis und Bündnis OWI – Oldenburg will Inklusion!




Neben der Stadtverwaltung Oldenburg nehmen weitere Unterzeichner der Charta der Vielfalt teil und zeigen Flagge für Vielfalt und Respekt. Hierzu zählen EWE AG, Oldenburgisches Staatstheater, Oldenburgische Landesbank, Famila Einkaufsland Wechloy, Landessparkasse zu Oldenburg, expertum GmbH, Jade Hochschule und Landesmuseum Natur und Mensch.






Auch der Präventionsrat Oldenburg hat in diesem Jahr die Charta der Vielfalt unterschrieben. Über einen Fahnenmast verfügt der PRO allerdings nicht, darum hat man sich dort für ein Rollup entschieden, das derzeit vor der Tür der Geschäftsstelle steht, aber bei Bedarf überall mit hingenommen werden kann.
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Mit #teilhabeoldenburg für mehr Vielfalt und Respekt

12.05.2020 20:05 Uhr

Fachstelle Inklusion startet Kampagne für inklusive Stadtgesellschaft

Seit 2012 setzt sich die Stadt Oldenburg für eine inklusive Stadtgesellschaft ein. Damit die Öffentlichkeit noch stärker am Prozess beteiligt wird, startet nun die Kampagne #teilhabeoldenburg, die gemeinsam mit dem Bündnis „Oldenburg will Inklusion“ erarbeitet wurde.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein „Baukasten für Öffentlichkeitsarbeit“. Mit verschiedenen Designelementen und Vorlagen können Initiativen, Träger und Vereine ihre Öffentlichkeitsarbeit neugestalten und ihren Einsatz für Vielfalt und Respekt zeigen. So lassen sich mit Flyern, Postern, Filmen und Vorlagen zur Verwendung in Sozialen Medien einfach neue Inhalte für die Öffentlichkeitsarbeit erstellen. Fünf Oldenburger Initiativen wurden bereits ausgestattet und werden demnächst noch erkennbarer Inklusion und Teilhabe unterstützen. Mit dabei sind Foodsharing e. V., Mädchenhaus Oldenburg e. V., LeNa – Lebendige Nachbarschaft, ReWIS e. V. (Refugees Welcome in Sports Oldenburg) und SeGOld e. V. (Selbstbestimmt Leben - Gemeinschaft Oldenburg).

„Uns wird gegenwärtig wieder vor Augen geführt, worauf es in einer Gesellschaft ankommt. Es geht um Zusammenhalt und Einfallsreichtum aller Menschen“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Die Kampagne #teilhabeoldenburg verdeutlicht genau diese Idee der Inklusion: Das gute Miteinander aller Menschen in der vielfältigen Stadtgesellschaft.“

„Mit der Auswahl wollten wir zeigen, dass Inklusion wirklich alle betrifft und keinen Lebensbereich ausspart", betont Lena Haddenhorst aus der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg.

Der Designbaukasten kann von interessierten Initiativen, Trägern und Vereinen kostenlos genutzt werden. Die Dateien und eine Bedienungsanleitung gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/teilhabeoldenburg.

Weitere Informationen gibt es bei der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg bei Lena Haddenhorst und Peter Dresen per Telefon unter 0441 235-3055, per E-Mail an inklusion@stadt-oldenburg.de oder im Internet unter www.oldenburg.de/inklusion.
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OWI schade: Da kann ja jede*r – nein – keiner kommen ...

29.04.2020 19:06 Uhr

Absage der Oldenburger Inklusionswoche vom 4.–16. Mai

Es sollte eine Einladung für alle Menschen in Oldenburg sein, die diesjährige 9. Oldenburger Inklusionswoche im Mai 2020 zu besuchen.

Selbsthilfegruppen, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen haben über 40 Veranstaltungen geplant, um in Oldenburg auf den 5. Mai – den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – aufmerksam zu machen. Seit Jahren setzten sie sich dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben und diese mitgestalten können.

Doch in diesem Jahr müssen aufgrund der Einschränkungen hinsichtlich der Pandemie-Eindämmung alle Veranstaltungen ausfallen.

Worum geht es beim 5. Mai?
Seit 24 Jahren organisieren bundesweit Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai Veranstaltungen mit dem Ziel, das im Grundgesetz verankerte Grundrecht der Gleichberechtigung für alle Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit Stück für Stück näher zu kommen. Gemeinsam setzen sich die Vertreter*innen für Fortschritte auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ein. Sie gewinnen immer mehr Bürger*innen dafür, sich für die Rechte von benachteiligten Menschen zu engagieren und den Forderungen nach einer Gesellschaft für alle Menschen Nachdruck zu verleihen.

Wie geht es weiter mit der Oldenburger Inklusionswoche?
Seit fast einem Jahrzehnt findet im Mai die Oldenburger Inklusionswoche statt – mit Informationsveranstaltungen, Film- und Theateraufführungen, Podiumsdiskussionen, Kunstaktionen und bunten Demonstrationszügen durch die Stadt. Dieses Jahr fällt das Programm der Corona-Krise zum Opfer.

Um trotzdem die Aufmerksamkeit auf die Anliegen von Menschen mit Behinderung zu lenken, wird die Planungsgruppe „Aktionsbündnis 5. Mai“ in Oldenburg Fahnen wehen lassen.

Einige Veranstaltungen werden nach einer Lockerung der Infektionsschutzregeln nachgeholt. Die Presse wird rechtzeitig darüber informiert.

Oldenburg will Inklusion, auch in Corona-Zeiten: OWI schön - die Inklusionswoche 2021 wird schon geplant.
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Flagge zeigen für Vielfalt und Respekt

24.04.2020 20:59 Uhr

Diversity-Tag sattelt um, Veranstaltung entfällt

Vielfalt ist ein Thema, das trotz Pandemie nicht aus dem Blick geraten darf. Davon ist das Vorbereitungsteam des Oldenburger Diversity-Tags 2020 fest überzeugt. Dennoch ist jetzt gemeinsam mit der Jade Hochschule die Entscheidung gefallen: Angesichts der Corona bedingten Einschränkungen wird die diesjährige Veranstaltung entfallen und erst 2021 nachgeholt.

Dafür soll ein symbolisches Zeichen für Vielfalt gesetzt werden. „Wir freuen uns, wenn Oldenburger Unternehmen und Institutionen dabei sind und in der Zeit vom 23. bis 29. Mai Flagge für Vielfalt und Respekt an Gebäuden oder in den sozialen Medien zeigen“, sagt Susanne Jungkunz vom Vorbereitungsteam.

Neben der Stadtverwaltung Oldenburg nehmen bereits weitere Unterzeichnende der Charta der Vielfalt an der Aktion teil. Hierzu zählen die EWE AG, das Oldenburgisches Staatstheater, die OLB, die LzO, die Jade Hochschule und das Landesmuseum für Natur und Mensch. Wer sich ebenfalls an der Aktion beteiligen möchte, kann eine entsprechende Fahne mit dem Logo der Charta der Vielfalt bei einem externen Anbieter bestellen. Weitere Informationen finden Sie auf der städtischen Homepage. Mitmachen können auch Unternehmen, die die Charta noch nicht unterzeichnet haben. Interessierte, die sich der Charta anschließen möchten, können dies direkt unter www.charta-der-vielfalt.de tun.

Seit 2013 wird in Oldenburg der Diversity-Tag mit einer Veranstaltung begangen. Ziel der Charta der Vielfalt ist es, Arbeitergeberinnen und Arbeitgeber sowie Beschäftigte zu motivieren, sich mit dem Thema Vielfalt im eigenen Unternehmen zu beschäftigen und gemischte Teams bewusst zu fördern.
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GWO bleiben weiter geschlossen

17.04.2020 18:05 Uhr
Nachdem am Mittwoch, den 15.04., eine Verlängerung der Einschränkungsbedingungen seitens der Bundesregierung bekanntgegeben wurde, schließen sich die Gemeinnützigen Werkstätten e.V. diesem Verfahren an.

Somit bleiben die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, sowie die Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen voraussichtlich bis einschließlich dem 03.05. geschlossen.

Ausgeschlossen von dieser Schließung sind Beschäftigte Menschen mit Behinderung, bei denen eine Betreuung benötigt wäre.

Eine Notbetreuung für diese Menschen ist eingerichtet. Innerhalb des Betriebes ist die Weiterführung der Produktion für systemrelevante Produkte gewährleistet.

Ebenso sichergestellt ist die Betreuung im Wohnbereich der GWO.

Das Café Farbwechsel im Horst-Janssen-Museum/Stadtmuseum, sowie das Café Kurswechsel im Bildungshaus der VHS bleiben bis zu einer Lockerung der Einschränkungsbestimmungen geschlossen.

Auch die Kantine MachBar in der Agentur für Arbeit bleibt vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen.

Sollten Sie aufgrund besonderer Umstände auf eine Notfallbetreuung angewiesen sein, informieren Sie sich bitte auf der GWO-Webseite.
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Lernen bei spanischem Fasching und Paella-Party

08.04.2020 17:31 Uhr

Europäische Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten an gemeinsamem Projekt für Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

von Jenny Röschmann

Aufregung am Flughafen. Für die Meisten ist es der erste Flug. Reiseziel für die Beschäftigten der Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung aus Deutschland und den Niederlanden ist Ariany auf Mallorca. Dieses ungewöhnliche Reiseziel dient als Startschuss des ersten Austauschtreffens aller Teilnehmenden des Erasmus+-geförderten Projektes evi - „european vocational inclusion“ – zu Deutsch: europäische berufliche Inklusion.

Die Gruppe, bestehend aus Beschäftigten und Fachkräften der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., der Baumhaus Werkstatt gGmbH, s´Heeren Loo aus Groningen und Mater Misericordiae aus Mallorca, erarbeitet in gemeinsamen Treffen Möglichkeiten zur Teilhabe auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit geistigen Beeinträchtigung - und das europaweit.

Konkret erarbeiten pädagogische Fachkräfte einen Rahmenplan für eine vergleichbare Ausbildung im Bereich der Gastronomie und Service. Dieser wird dann von den Teilnehmenden mit Beeinträchtigung in der Praxis erprobt.

Oft müssen nur kleine Stellschrauben gedreht werden, um Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit zu geben, Teilhabe am Arbeitsleben zu erfahren. So gehörten zu den ersten Lerneinheiten, die auf Mallorca erprobt werden, die Persönliche Hygiene und die Speisenzubereitung - Grundvoraussetzungen für die Arbeit in der Gastronomie.

Nach dem gemeinsamen Erleben des spanischen Faschings ist dann auch die erste Aufregung verflogen. Selbst die Sprachbarrieren stellen kein Hindernis dar, den ersten Erfolg gemeinsam zu feiern und zusammen eine typisch spanische Paella zu kochen.

Das erste Treffen auf Mallorca bietet einen Ausblick in Richtung Inklusion, in dem europaweit erstmals Standards für die berufliche Bildung geschaffen werden sollen, um Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten auch auf dem ersten Arbeitsmarkt zu zeigen.
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GWO schließen bis zum 18. April

21.03.2020 18:30 Uhr
Zur Ausweitung kontaktreduzierender Maßnahmen erließ das Niedersächsische Bundesministerium am 17.03. die Schließung von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen für ihre Beschäftigten.

Von diesem Zutrittsverbot ausgenommen sind Beschäftigte Menschen mit Behinderung, bei denen eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt wäre.

Eine Notbetreuung für diese Menschen ist bereits eingerichtet. Innerhalb des Betriebes ist die Weiterführung der Produktion für systemrelevante Produkte gewährleistet.

Ebenso sichergestellt ist die Betreuung im Wohnbereich der GWO.

Das Café Farbwechsel im Horst-Janssen-Museum/Stadtmuseum, sowie das Café Kurswechsel im Bildungshaus der VHS sind bereits ab Montag, dem 16. März geschlossen.

Die Kantine MachBar in der Agentur für Arbeit bleibt vorerst nur für die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit geöffnet.

Nähere Informationen zur Notbetreuung erhalten sie auf der Webseite der GWO.
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GWO erröffnet neues Wohnhaus Hohe Heide

06.03.2020 18:04 Uhr
Am 20. März feiern die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. die Eröffnung des neuen Wohnhauses „Hohe Heide“. Damit beenden sie den ersten Schritt eines inklusiven Wohn- und Arbeitsprojektes, das zusammen mit der GSG Oldenburg gestaltet wird.

Nach zwei Jahren steter Bauarbeiten ist auf dem bestehenden Grundstück ein neues Wohnhaus  angebaut worden. Ziel ist es, den Wohnkomfort der bereits ansässigen Bewohner zu erhöhen. Einhergehend sind die Wohnplätze von 50 auf 36 reduziert worden. Doppelzimmer sind durch Einzelzimmer ersetzt, die Zahl der Bäder erhöht worden. So sind eine größtmögliche Privatsphäre und damit eine selbstgestaltete Lebensweise für Menschen mit Beeinträchtigungen umgesetzt.

Mit der Eröffnung sind die Bauarbeiten auf dem Gelände jedoch noch nicht abgeschlossen. Nach Fertigstellung des neuen Wohnhauses, wird ein Teil des Gebäudes abgerissen und ein anderer Teil renoviert. Dieser soll Platz bieten für eine Erweiterung der hausinternen Seniorentagesstätte.

Auf dem freien Grundstück an der Einfahrt zum Ludwig-Quidde-Weg wird die GSG Wohnungen bauen, davon mindestens vier barrierefreie Wohnungen für Menschen mit Beeinträchtigungen. In dem Bauvorhaben werden also Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen leben.

Mit diesem Gesamtprojekt gehen die Gemeinnützigen Werkstätten, in Zusammenarbeit mit der GSG, einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Inklusion, bei dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen mitten im Geschehen leben können.

 Feiern wollen die Gemeinnützigen Werkstätten, zusammen mit der GSG, der Stadt Oldenburg, dem Oberbürgermeister, sowie Bewohnern, Angehörigen und Nachbarn diesen Erfolg am 20. März um 13:00 Uhr mit der Eröffnung des neuen Wohnhauses am Ludwig-Quidde-Weg.
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7500 Euro für die Oldenburger Stiftung Teilhabe

21.01.2020 19:53 Uhr

Vier karitative Einrichtungen werden mit rund 31.000 Euro unterstützt

Eine Spende in Höhe von 7.500 Euro überreichte Martin Steinbrecher, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg - DER KLEINE KREIS e. V., an den Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenmden der Stiftung, Martin Grapentin, und Stiftungsgeschäftsführer Gerhard Wessels. Bei der Spendenübergabe anwesend war auch der Geschäftsführer des KLEINEN KREISES, Jürgen Lehmann.

Die Stiftung Teilhabe in Oldenburg hat es sich zum Ziel gesetzt, in der Region Oldenburg Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung zu entwickeln, und zwar solche, die nachhaltig die Teilhabe in allen Lebensbereichen der Gesellschaft fördern und möglich machen. Konkret sollen Deutschkurse für Migranten, Führerscheinkurse für Menschen mit Beeinträchtigungen angeboten und Auslandspraktika für Auszubildende unterstützt werden.

Es gehört zur guten Tradition der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg, beim Schlossabend für karitative Zwecke zu sammeln. Rund 31.000 Euro kamen so Anfang Dezember vergangenen Jahres zusammen. Am Schlossabend treffen sich alljährlich Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Verwaltung, um den Vortrag eines prominenten Gastes zu hören. Im vergangenen Jahr sprach der Bundestagsabgeordnete und Europaexperte Alexander Graf Lambsdorff.

Weitere Spenden erhalten der Verein der Freunde des Elisabeth-Kinderkrankenhauses e. V. in Oldenburg, die Jugendwerkstatt Sozialer Briefkasten Löningen und die Ammerland-Hospiz gGmbH.

Die Wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg – DER KLEINE KREIS ist eine Vereinigung regionaler Unternehmer und setzt sich für die Stärkung und die Weiterentwicklung der Region im Nordwesten ein. Wichtiger Bestandteil der Arbeit des KLEINEN KREISES ist es, den Kontakt zu bedeutenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik zu pflegen und so den Belangen und Bedürfnissen der Region Gehör zu verschaffen.
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Neue Ideen für Inklusionswoche gesucht

16.01.2020 17:41 Uhr

Veranstaltungsprogramm der 9. Inklusionswoche im Mai mitgestalten

Für die 9. Inklusionswoche hat sich in Oldenburg wieder ein breites Bündnis von Selbsthilfegruppen, Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen zusammengefunden. Gemeinsam planen sie ein informatives, buntes und vielseitiges Programm rund um den 5. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dazu bieten zwei Aktionswochen im Mai vielfältige Gelegenheiten: Von Mitmachaktionen, Theater und Filmen über Ausstellungen und Informationen bis zu Diskussionsveranstaltungen gibt es viele Angebote. Damit das Programm möglichst vielfältig wird, dürfen Interessierte gerne eigene Beiträge und Ideen zum Veranstaltungsprogramm beisteuern und diese bis Ende Januar per E-Mail an kontakt@blauschimmel-atelier.de anmelden.

Die Inklusionswoche findet zum neunten Mal in Oldenburg statt. Mit der Veranstaltung wird darauf aufmerksam gemacht, dass nicht alle Menschen gleichberechtigt und ohne Diskriminierung an der Gesellschaft teilhaben können.

Die Oldenburger Inklusionswoche wird am Montag, 4. Mai, mit dem Theaterfestival „Is doch normal ey“ eröffnet. Ein weiterer Höhepunkt der 9. Inklusionswoche ist die Demonstration, die am Samstag, 9. Mai, ab 14 Uhr durch die Oldenburger Innenstadt zieht. Alle Oldenburgerinnen und Oldenburger, unabhängig von Beeinträchtigungen, der finanziellen Lage oder Herkunft, sind zur Teilnahme an den Aktionen der Inklusionswoche eingeladen.
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Austausch zum Bundesteilhabegesetz

16.01.2020 16:33 Uhr

Dragos Pancescu (MdL, Grüne) besuchte die Gemeinnützigen Werkstäten Oldenburg e.V.

Am 13.01.2020 besuchte Dragos Pancescu (MdL, Grüne) die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO), um sich über die aktuellen Entwicklungen bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetztes (BTGH) zu informieren. Mit Beginn dieses Jahres erfolgten weitere Umsetzungsschritte.

Unter anderem informierte sich Dragos Pancescu sich über das Wohnprojekt Kielweg, das Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf einen ambulanten Wohnplatz bietet. Das Projekt setzt bereits seit 2017 und somit vor dem Inkrafttreten des BTHG, den Grundsatz einer personenzentrieten Leistung um, wie es das Gesetz fordert. Des Weiteren stand ein Besuch im Café Kurswechsel auf dem Programm, in dem es arbeitsmarktnahe Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gibt.
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Der Weihnachtsmarkt 2019 lockt mit schönen Produkten

08.12.2019 20:44 Uhr
Es war das perfekte Wetter für den jährlichen Weihnachtsmarkt der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Klirrende Kälte und verlockende Düfte luden am 1. Advent viele Gäste an. Diese stimmten sich zunächst beim vorherigen Gottesdienst in der Ohmsteder Kirche ein und versammelten sich dann zur Eröffnung des Marktes am Eingang.

In der Eröffnungsrede hob Michael Thanheiser von der LzO die lange und wertvolle Partnerschaft zu den Gemeinnützigen Werkstätten hervor. Zudem sei der Einkauf auf diesem Weihnachtsmarkt nicht nur etwas Schönes für einen selbst, sondern auch für die Beschäftigten der GWO, die vom Aufbau bis zum Produzieren der Produkte an diesem Markt gearbeitet haben.

Michael Thanheiser und Vorstand Gerhard Wessels wünschten allen Besuchern viel Freude beim Stöbern und Kaufen auf dem Weihnachtsmarkt.
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Sprachkurs als Schlüssel zur Teilhabe

06.12.2019 10:49 Uhr
von Daniel Lüllmann

In Zusammenarbeit mit der VHS Oldenburg führen die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. seit 2018 einen Sprachkurs für Menschen mit Beeinträchtigung und Migrationshintergrund durch. Nach rund anderthalb Jahren Praxis startet nun die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung zur Erstellung eines Lehrplans. Ermöglicht wird die aktuelle Durchführung des Sprachkurses durch die Spenden der OLB Treuhandstiftung Weser-Ems und der Stiftung Teilhabe. 

Seit anderthalb Jahren bieten die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. in Zusammenarbeit mit der VHS Oldenburg einen speziellen Sprachkurs für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und Migrationshintergrund an. Hintergrund für das Projekt ist, dass es für die Zielgruppe keinen standardisierten Sprachbildungskurs gibt. Gleichzeitig ist das Erlernen der deutschen Sprache wesentlich, um einen realistischen Entwicklungsstand festzustellen, daraus Förderziele ableiten zu können und um Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau zu ermöglichen. Somit ist der Spracherwerb der grundsätzliche Schlüssel zur Teilhabe. „Wir merken die ersten Erfolge bereits.“, sagt Gerhard Wessels (Vorstand der GWO) „Weiterhin merken wir das die Kommunikation offener wird. Beispielweise werde ich jeden Morgen von einem Teilnehmer danach gefragt, wie es mir geht und wir kommen dann kurz ins Gespräch.“ so Wessels weiter. 

Die VHS hat jahrelange Erfahrung in der Organisation von Deutsch als Fremdsprache – Kursen (DaF), für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. In diesem Kurs kommt jedoch, neben der unterschiedlichen Herkunft, als Herausforderung die geistige Beeinträchtigung der Teilnehmer*innen hinzu. Da Erfahrungen in diesem Bereich kaum vorhanden sind und es kein spezielles Bildungsmaterial für diese Zielgruppe gibt, wurden in den vergangenen Kursen geprüft welche Medien und Lehrmaterialen aus dem DaF-Fundus sinnvoll eingesetzt werden können und welche individuellen Anpassungen und Ergänzungen notwendig sind.

Das der Sprachkurs in seiner jetzigen Form überhaupt durchgeführt werden kann, ist nur durch die Spenden der OLB Treuhandstiftung Weser-Ems und der Stiftung Teilhabe möglich. Beiden Stiftungen ist gemein, dass sie Projekte für die Menschen in der Region fördern. „In der Region Gutes tun, das ist unser Ziel“, fast Dr. Klaus Edeling das Ziel der Treuhandstiftung zusammen. Die OLB Treuhandstiftung Weser-Ems spendet 1.800 € und die Stiftung Teilhabe 2.300 €. Somit können zwei Kurseinheiten bis Mitte 2020 finanziert werden. Für Wolfgang Bartels von der Stiftung Teilhabe findet die Motivation der Teilnehmer*innen wichtig: „Es ist toll, wenn sich Menschen aus anderen Kulturräumen auf den Weg machen und motiviert sind die Sprache ihres neuen Heimatlandes zu erlernen. Das bedarf jeder Unterstützung.“

Ziel des Projekts ist es insbesondere, dass die Ergebnisse festgehalten werden und ein Lehrplan entsteht, der Verbreitung findet und in ähnlichen Fällen zum Einsatz kommen kann. Im ersten Schritt werden nun in einer Bachelorarbeit die Erfahrungen aus der Praxis ausgewertet, um einen Leitfaden für geeignete Lehrmaterialien und Methoden zu erstellen. Weitere wissenschaftliche Arbeiten sollen folgen. 

Die OLB-Treuhandstiftung Weser-Ems
Die Stiftung fördert Projekte zum Wohle der Allgemeinheit in der Region Weser-Ems seit dem Jahr 2008.Aus der Region für die Region – so Können Werte bewahrt und gemeinsam Dinge bewegt werden, in Bildung, Kultur, Umwelt und sozialen Belangen.
Die Stiftung bündelt Kräfte, basierend auf einem Partnerschaftsmodell aus Stiftern, Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen.

Die Stiftung Teilhabe
Die Stiftung Teilhabe sich zur Aufgabe gesetzt, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in allen Lebensbereichen nachhaltig zu verbessern. Die Förderung durch die Stiftung soll vor allem dort greifen, wo staatliche Eingliederungshilfe aufgrund finanzieller oder rechtlicher Beschränkungen nicht oder nur unzureichend zur Verfügung steht.
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Theateraufführung „Die Wunschbäckerei“

29.10.2019 20:11 Uhr
Ein Jahr lang haben sich die Teilnehmer*innen der Kindertheatergruppe „Blauspiel“ im Blauschimmel Atelier überlegt, welche Stärken und Besonderheiten uns als Menschen ausmachen. Entstanden ist das Stück „Die Wunschbäckerei – Mehr als nur Brot“, das am 8. November im theater wrede+ aufgeführt wird.

Was wünschen wir uns vom Leben? Welche Stärken haben wir? Und was können wir gemeinsam alles erreichen? Mit diesen Fragen haben sich acht Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren ein Jahr lang im Blauschimmel Atelier beschäftigt. Herausgekommen ist das Stück „Die Wunschbäckerei – Mehr als nur Brot“ in Anlehnung an die individuellen Wünsche der Kinder.

In der Wunschbäckerei erhält jede*r Kund*in ein ganz besonderes Brot, das genau zu ihren/seinen Stärken, wie Mut, Freude oder Gerechtigkeit passt. Mit diesen Kräften ausgestattet werden die Kund*innen in eine Märchenwelt geschickt, um ihr eigenes Abenteuer zu erleben. Die Zuschauenden werden in eine bunte, abwechslungsreiche Fantasiewelt mitgenommen, in der Piraten Busse kapern und Prinzessinnen auf Schatzsuche gehen.

Das Stück wird am Freitag, den 8. November um 17 Uhr im theater wrede+ aufgeführt. Die Karten gibt es an der Abendkasse und kosten 8 € (ermäßigt 4 €). Eine Kartenreservierung unter theresa.ehmen@blauschimmel-atelier.de ist möglich.

Die Kindertheatergruppe "Blauspiel" ist Teil des Projekts "Theater für Alle, mit Allen", eine Kooperation zwischen dem Verein Jugendkulturarbeit und dem Blauschimmel Atelier. Ziel ist es, in der Kooperation der beiden erfahrenen Träger, in Oldenburg eine gute Netzwerkstruktur auf- und auszubauen, die alle interessierten Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung nutzen können, um gemeinsam Theater zu spielen, zu tanzen, Musik zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Aufführungen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch, dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg, KUBUS Immobilien, der BVO und der Schlömer-Stiftung für Lebenshilfe.
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Mit dem Rollstuhl in die Skatehalle

27.10.2019 20:25 Uhr
Wie ist es, in einem Rollstuhl zu sitzen? Wie überwindet man damit Hindernisse? Und kann man damit auch Spaß haben? Der inklusive Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“ bringt Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen. In diesem Fall Schüler*innen der Kleist-Schule und der IGS Flötenteich, die dabei viele Erfahrungen austauschen können. Gemeinsam lassen sie sich von David Lebuser, amtierender Deutsche Meister im Wheelchair-MX, und Lisa Schmidt von Sit‘n‘skate die ersten Handgriffe zeigen. Geschützt mit Helm und Protektoren rollen die Schüler*innen zunächst eine flache Rampe rauf und wieder runter, dann sollen sie auf einer steileren Rampe wenden. „Nicht bremsen“, sagt David Lebuser, „ihr braucht den Schwung zum Wenden“. Die Jugendlichen tasten sich ran.

„Der Kurzfilmwettbewerb ‚ganz schön anders‘ hat sich in diesem Jahr das Motto ‚No LIMITS‘ gegeben“, erklärt Projektleiter Markus Göttke. Wer sich mit dem Rollstuhl durch die Halfpipe bewegt, überschreitet sicher mehrere Grenzen. Die beiden Oldenburger Klassen haben sich auf diesen Workshop beworben und wurden ausgewählt. Nun treffen sie sich in der Skatehalle Alexandersfeld, erfahren mehr über die Lebensumstände der jeweils anderen Seite und halten diese Begegnung in einem Kurzfilm fest – unter Anleitung der Filmprofis von „Blickwechsel“.

Hauptförderer sind die Klosterkammer Hannover und die Sparkassen in Niedersachsen aus Mitteln der Lotterie Sparen+Gewinnen sowie die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Die Rollstuhlskating-Workshops in Göttingen, Hannover und Oldenburg fördert die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung. Die begleitenden Workshops für Lehrkräfte fördert HELP e.V.

Weitere Partner: Oeins Fernsehen ist unser Medienpartner. Der Oldenburger Sender wird die besten Schüler*innenfilme in seinem Programm zeigen.

Auch die Stadt Oldenburg ist mit im Boot. „Wir wollen den Begriff ‚Barrierefreiheit‘ so weit wie möglich fassen“, sagt Peter Dresen von der Fachstelle Inklusion. „Rollstuhlskating als eine noch junge Sportart bietet Adaptions- und Grenzerfahrungen, die letztlich zu einer besseren Beherrschung des Rollstuhls führen.“

Noch bis zum 15. Februar 2020 können sich Schüler aller 7.–10. Klassen in Niedersachsen am Wettbewerb beteiligen und einen Kurzfilm (maximal fünf Minuten Länge) einreichen. Eine Jury um die Künstlerin und Fotografin Anna Spindeindreier prämieren die besten Kurzfilme am 25. März 2020 bei einer großen FilmGala im Astor Grand Cinema in Hannover. Hauptgewinn ist eine Reise nach Berlin und der Besuch des Filmparks Babelsberg.
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Praktikum in Südspanien für Werker im Gartenbau

10.10.2019 21:51 Uhr

›aqua‹ und Landwirtschaftskammer Niedersachsen ermöglichen Auslandspraktikum

von Jenny Röschmann

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet Auszubildenden seit einigen Jahren die Möglichkeit, ein vierwöchiges Auslandspraktikum auf der „Dehesa San Francisco“ in Südspanien zu absolvieren. Dieses Praktikum ist ein Erasmus+ Projekt für jeweils 12 teilnehmende Auszubildende aus allen „grünen“ Berufen – insbesondere aus den Agrarberufen Landwirt/in, Gärtner/in und Haus-wirtschafter/in.

Auf einer ca. 700 ha großen Fläche in Andalusien widmet sich die „Fundación Monte Mediterráneo“ unter Leitung von Ernestine Lüdeke und Hans-Gerd Neglein intensiv der Aus- und Weiterbildung im Agrar- und Umweltbereich und bietet zusammen mit der agro-ökologischen Ausrichtung ihrer Betriebsstätte Dehesa San Francisco vielfältige Möglichkeiten für Ausbildungseinheiten und Entwicklungsprozesse mit ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Bedeutung.

Weitere Informationen: http://www.fundacionmontemediterraneo.com/de.

Die Fundación ist in diesem Zusammenhang seit mehreren Jahren Projektpartner der LWK Niedersachsen im Bereich von Auslandsaufenthalten.

Maren Schoon, Tim Franzke und Kevin Trump absolvieren derzeit eine Ausbildung zum Werker im Gartenbau im Bereich ›aqua‹ (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit) der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. . Sie werden ab dem 13. Oktober die Möglichkeit erhalten, mit weiteren 9 Azubis an einem Praktikum 60 Kilometer nördlich von Sevilla teilzunehmen. Dabei erhalten sie auch Unterstützung von der Stiftung Teilhabe.

Die Auszubildenden arbeiten und leben während der vier Wochen Aufenthalt auf dem landwirt-schaftlichen Betrieb, der mit der Landwirtschaft in Deutschland auf den ersten Blick kaum zu vergleichen ist. Die angehenden Gärtner helfen vor Ort beim Aufforsten, sowie in der Landschaftspflege und -erhaltung. Junge Stein- und Korkeichen müssen beispielsweise von Wildkraut freigehalten und durch Drahtkörbe vor Verbiss geschützt werden. Handwerkliches Geschick ist auch beim Wiederaufbau von regionaltypischen Natursteinmauern gefragt. Außerdem wird Biogemüse für den Eigenbedarf angebaut.

Des Weiteren erhalten die Auszubildenden einen großzügigen „Blick über den Tellerrand“. In der Landwirtschaft dürfen 150 freilaufende Iberische Schweine, 20 Rinder, 400 Merinoschafe, sowie Esel, Ziegen, Hühner und Puten versorgt werden. Die Praktikanten wohnen im Ausbildungszentrum „Vallebarco“. Die Hauswirtschaft ist eine Gemeinschaftsangelegenheit aller Praktikanten. Sie bewirtschaften das Haus und bereiten sich ihr Essen in der großen Küche aus ökologisch produzierten Zutaten selber zu. Eine Stunde Sprachunterricht am Tag gehört ebenfalls zum Aufenthalt in Spanien. Die Auszubildenden lernen so, sich mit den spanisch sprechenden Mitarbeitern ein wenig zu verständigen und lernen beiläufig die Kultur der Region kennen.

Dirk Orth, Lehrkraft bei ›aqua‹, hatte Anfang des Jahres im Rahmen einer Multiplikatorenreise der LWK die Möglichkeit die Gegebenheiten 60 Kilometer nördlich von Sevilla selbst in Augenschein zu nehmen. „Solch ein Praktikum stellt für jeden Einzelnen individuell eine enorme Bereicherung dar“, berichtet Dirk Orth und führt weiter aus: “Insbesondere die Wertschätzung gegenüber den Auszubildenden sowie die ganzheitliche Wertschätzung von Kultur, Natur und Ressourcen, sowie das ökologische Handeln und Wirtschaften hat mich sehr beeindruckt.“

Mitte November werden die Akteure der Teilhabe Arbeit & Bildung gGmbH feststellen, mit welchen neuen Erfahrungen die Auszubildenden wieder in der Ausbildung ankommen. Im Februar 2020 werden dann wahrscheinlich vier weitere Auszubildende die tolle Möglichkeit des Auslandpraktikums nutzen.
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Globus für den Park der Gärten

10.07.2019 20:06 Uhr

Ausbildungsstätte der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg baut fast vier Meter hohes Objekt

Am 2. August stellt der Ausbildungsbereich „aqua“ (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit) der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., den in einem Projekt entstandenen, 3,8 m großen Globus im Park der Gärten aus.

Diese Zusammenarbeit ist nicht neu. Bereits 2013 bauten die Auszubildenden zum/zur Metallfeinbearbeiter*in des Bereichs „aqua“ zwei Weingläser in XXL. Aus 680 Metern Metalldraht entstanden die überdimensionalen Trinkgefäße. Die Objekte sind seitdem Teil der schön gestalteten Anlage.

In diesem Jahr hat sich der Ausbilder Maik Ellberg etwas ganz Besonderes ausgedacht. Im Zeitraum von März bis Ende Juni entstand in den Hallen von „aqua“ der riesige Globus mit maßstabsgetreuen Kontinenten. Diesmal wurden ca. 300m Stahlstangen verbaut. Das Gewicht beträgt etwa 300 kg.

„Aufgrund der Größe musste man sich ganz besonderen Herausforderungen stellen“, so Ellberg. Zunächst wurde ein Gestell gebaut, das den Globus an der Erdachse tragen sollte. Nach und nach wurden zunächst Äquator, dann weitere Breiten- und Längengrade zusammengeschweißt.

„Wir brauchten eine Vorrichtung, mit der wir die Erdkugel von allen Seiten bearbeiten können. Da kam schnell die Idee die Erdachse zu nutzen um die ganze Kugel zu drehen. So konnten selbst die Kontinente ohne ein weiteres Gerüst aufgeschweißt werden.“ sagt Ellberg.

Eine weitere Herausforderung war die Maßstabsgenauigkeit. Dort half eine Idee aus dem Kunsthandwerk. Karten der einzelnen Kontinente wurden aus Atlanten kopiert. Der Maßstab wurde übertragen und Raster wurden zunächst auf die Karten, dann auf Stahl gezeichnet. Frei Hand wurden dann die Kontinente nachgezeichnet, dann mit dem Plasmaschneider ausgeschnitten. Die Kontinente mussten danach in Streifen geschnitten werden, um sie dann an die Erdkrümmung anzupassen.

Auch der Transport zum Ausstellungsort stellt eine Schwierigkeit dar. Aufgrund der Größe muss der Globus zunächst in vier Teile zerschnitten und darauf im Park der Gärten mittels eines Stecksystems wieder montiert werden.

Für Ellberg ist solch eine Projektarbeit etwas ganz Besonderes: „Die Auszubildenden haben die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum an einer Sache zu arbeiten. Sie lernen bei Problemen nicht aufzugeben, sondern sich an einer anderen Herangehensweise zu versuchen. Am Ende haben sie etwas geschaffen, das sie einem breiten Publikum und auch sich selbst präsentieren können.“

Die Künstler sind jetzt im ersten Ausbildungsjahr zum Metallfeinbearbeiter oder zur Metallfeinbearbeiterin. Es handelt sich hierbei um eine dreijährige Ausbildung, die, im Auftrag der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, in der Ausbildungswerkstatt, in der Berufsschule und in Betrieben stattfindet. 
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Europa zu Besuch im Blauschimmel Atelier e.V.

24.06.2019 22:49 Uhr
Als einziger deutscher Partner nimmt das Blauschimmel Atelier an dem EU-Projekt „GUIA2 – Guide us into arts 2“ teil. Inklusive kulturelle Einrichtungen aus sieben Ländern sind an dem Projekt beteiligt. Vom 24. bis zum 28. Juni sind die Projektpartner zu Besuch im Blauschimmel Atelier in Oldenburg.

Im Mittelpunkt des Projekts „GUIA2“ steht der Austausch von Methoden im Bereich der künstlerischen Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Projektpartner sind inklusiv-künstlerisch arbeitende Einrichtung aus der Türkei, Kroatien, Tschechien, Polen, Belgien, Deutschland und Nordirland. In der zweijährigen Projektlaufzeit besuchen sich die Einrichtungen gegenseitig. Vor Ort organisiert jeder Partner eine Projektwoche, an der künstlerische und pädagogische Mitarbeiter*innen der unterschiedlichen Einrichtungen teilnehmen können.

Der Auftakt des Projekts fand vom 29. bis 30. Januar in Antalya, Türkei, statt. Vom 7. bis 13. April folgte eine Projektwoche in Warschau zum Thema „Partizipatorisches Video“. Nun besuchen die Projektpartner für eine Woche das Blauschimmel Atelier e.V., um die vielfältigen Arbeitsbereiche des Ateliers kennenzulernen.

„Gastgeber für Menschen aus sechs verschiedenen Ländern zu sein ist schon eine ganz besondere Ehre. Die letzten Treffen haben uns viele Impulse für unsere Arbeit mitgegeben. Nun freuen wir uns ganz besonders auf das Wiedersehen mit unseren Projektpartnern in Oldenburg“, so Ute Bommersheim, Projektleiterin im Blauschimmel Atelier.

„Dieses internationale Projekte gibt und Gelegenheiten, uns vielfältig auszutauschen“, sagt Bommersheim. „Unser Hauptinteresse liegt auf der Kunst, Grenzen werden dabei ganz unwichtig. Ländergrenzen ebenso wie alle anderen auch.“


Das Projekt wird gefördert durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union.

Die teilnehmenden Einrichtungen:
Akdeniz Üniversitesi (Türkei) ist Koordinator des Projekts und Partner in einem Netzwerk, das an der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen arbeitet. Dieses greift dabei auf theaterpädagogischen Methoden zurück, die zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen beitragen.
Centar za kulturu Trešnjevka (Kroatien) ist ein inklusives Kulturzentrum mit Angeboten im Bereich Theater, Soziokultur, Tanz, Musik, Audiovisuelle Medien etc. (seit 1980)

Gemeenschapscentrum de Zeyp (Belgien) ist ein soziokulturelles Zentrum mit Angeboten im Bereich Theater, Literatur, Musik, bildende Kunst. Seit 2007 führt es Projekte mit Menschen mit Beeinträchtigungen durch.

Stowarzyszenie Pracownia Filmowa „Cotopaxi“ (Polen) ist eine Filmwerkstatt die 2008 gegründet wurde und zahlreiche Aktivitäten in diesem Bereich anbietet, über Workshops, Beratung bis hin zur Entwicklung neuer Vermittlungsmethoden.

Teatrálie (Tschechien) – Der Verein bietet seit 2014 Workshops und Trainings für die Anwendung theaterpädagogischer Methoden in den Bereichen soziale Arbeit, Bildung und Therapie und sowie weitere Angebote im Theaterbereich an. 

Arts & Disability Forum - University of Atypical (Großbritannien) arbeitet seit 1993 mit Menschen mit Beeinträchtigungen und gehörlosen Menschen im Bereich Kunst und Kultur zusammen und organisiert das einmal jährlich stattfindende große inklusive Festival in Belfast.

Blauschimmel Atelier e.V. (Deutschland) macht seit 1998 inklusive Kunst und Kulturprojekte in den Bereichen Theater, Musik und bildende Kunst.
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Kinder wachsen im Museum über sich hinaus

06.06.2019 22:17 Uhr

Schülerinnen und Schüler der Schule Borchersweg stellen ihre Werke aus

Sieben Kinder der Schule am Borchersweg stellen ihre Kunstwerke ab sofort im Horst-Janssen-Museum, im Café Farbwechsel und in den Atelierräumen der Raiffeisenstraße 25 aus. Ein Jahr lang sind die Schülerinnen und Schüler immer wieder im Museum gewesen, begleitet durch ihre Klassenlehrerin Inken Gimm, einen Assistenten oder Assistentinnen der Klasse sowie die Kunsttherapeutin und Künstlerin Teréz Fóthy. Heike Seiferth, Kunstvermittlerin an den städtischen Museen, und Teréz Fóthy machten jeden Besuch zu einem Erlebnis, das die Kreativität der Schülerinnen und Schüler im Atelier anregte. „Berührungsängste hatten die Kinder nie“, erzählt Seiferth.

So entdeckten die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse verschiedene Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern im Stadtmuseum Oldenburg sowie im Horst-Janssen-Museum. Ob bewegte Kunstwerke von Helmut Lindemann, Stadtmodelle aus der Stadtgeschichte, verschiedene Werke Horst Janssens oder zuletzt die Ausstellung „Natur schöpfen“. Die Schülerinnen und Schüler waren stets neugierig. Ganz begeistert ist die Klassenlehrerin Inken Gimm von den Fortschritten und Leistungen der Kinder. „Die Kinder haben hier Fähigkeiten gezeigt, die in der Schule bislang nicht sichtbar waren. Alle sind über sich hinausgewachsen“, so die Lehrerin.

Ganz entscheidend ist die enge Zusammenarbeit zwischen Heike Seiferth und Teréz Fóthy. „Nur durch den Austausch können wir die Kinder so individuell fördern“, sagt Fóthy, die die Impulse aus dem Museum mit in die Schule nimmt, um mit den Kindern die Themen weiter zu bearbeiten. Zum Ende des Projektes Museum-Kunst-Schule bekommt jedes Kind ein Zertifikat, welches die Teilnahme und die Kompetenzen festhält, die erworben worden sind.

Erstmals sind die Arbeiten der Kinder nicht nur in der Kinderecke und im Atelier zu sehen, sondern werden auch im Café Farbwechsel präsentiert. Die Werke sind bis zum 18. August zu besichtigen. Nur für die Atelierräume ist eine kurze Anmeldung erforderlich, unter Telefon 0441 235-2887.
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Inklusion auf dem Roten Teppich

23.05.2019 21:59 Uhr
Das BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers lädt ein zu musikalischen Begegnungen auf der Langen Nacht der Musik in Bremen und Oldenburg.

Jeweils zwei Spielstationen des BlueScreen Ensembles laden in Bremen und Oldenburg zum gemeinsamen musikalischen Improvisieren ein. Auf den roten Teppichen warten Musiker*innen und Instrumente des Ensembles auf spielfreudige Hände und ganz individuelle musikalische Begegnungen. Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Das Wichtigste sind offenen Ohren, Neugierde und Lust am Improvisieren und am Erforschen von Klängen.

Das BlueScreen Ensemble ist ein inklusives improvisierendes und experimentelles Laien-Musik-Ensemble, welches seit 20 Jahren existiert. Unter der Leitung von Jochen Fried hat es sich in der Oldenburger Kulturlandschaft einen festen Platz erspielt. Das Ensemble ist inklusiv von Anfang an – und es ist einzigartig in ganz Deutschland. Die Arbeit ist auftrittsorientiert, gesucht wird immer wieder die Zusammenarbeit mit professionellen Musiker*innen oder Ensembles. Dabei experimentiert das Ensemble gerne mit neuen musikalischen Formen auch an den Grenzen zu anderen Künsten. Als Instrumente dienen sowohl konventionelle Instrumente, als auch einfache Alltagsgegenstände oder selbst gebaute Klangerzeuger. Zurzeit experimentiert das Ensemble mit innovativen digitalen Klangerzeugern, die Thomas Bisitz von HörTech gGmbH entwickelt und gebaut hat.

BlueScreen wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2018 erhielt das Ensemble den InTakt Preis der miriam-stiftung für seine beispielgebende musikalische Arbeit.

Musikalische Begegnungen
BlueScreen-Ensemble in Kooperation mit Hörtech gGmbH
01.06.2019 in Bremen (18-20 Uhr), Bremer Kulturmeile und Innenstadt
15.06.2019 in Oldenburg (19-21 Uhr) gegenüber dem PFL, Peterstraße 3
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Oldenburger Inklusionswoche beginnt am 4. Mai

25.04.2019 20:55 Uhr

Motto: Da kann ja jede*r kommen

von Frerk Hinrichs

Die Akzeptanz für Inklusionsthemen nimmt in der Stadt zu, stellen Mitglieder des Aktionsbündnisses bei einem Pressegespräch im Haus Regenbogen zu. In dern Räumen des Diakonie-Wohnheimes für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen wurde jetzt die 8. Oldenburger Inklusionswoche vorgestellt. Ab dem 4. Mai gibt es 35 Veranstaltungen in der Stadt, freut sich das Bündnis. Anlass zur Fest- und Veranstaltungswoche ist der Europäische Protesttag für Menschen mit Behinderungen. Den Auftakt bildet eine Demonstration am 4. Mai um 11 Uhr vom Bahnhofsvorplatz. Die Aktionswoche endet mit einer Bunten Bühne im Wilhem 13 am 12. Mai um 16.00 Uhr. Dazwischen gibt es Veranstaltung für jung und alt, für Menschen mit Handicap und ohne, mit Theater, Zirkus, Kunst und Sport. Offene Türen, lange Tafeln, Informationen, Talkrunden, Feiern und Party. 

10 Jahre nach der UN-Behindertenrechtskonvention bleibt in Deutschland an vielen Stellen noch viel zu tun, betont das Aktionsbündnis. So gut wie in Oldenburg sind die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen aber längst nicht überall, stellt Ilka Martin fest. Sie berät Menschen mit Behinderungen beim Umgang mit einem perönlichen Budget.

Die Veranstalter wollen ihr Aktionsmotto "Da kann ja jede*r kommen“ als Einladung an alle Oldenburger verstanden wisssen. Alle Veranstaltungen finden sich im Flyer zur Aktionswoche sowie unter: www.inklusionswoche-oldenburg.de
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CI-Café

20.03.2019 19:33 Uhr
Das nächste Treffen des CI-Cafés findet am 3. April 2019 um 15 Uhr in der Stadtbäckerei Jan Schröder, Lange Straße statt.

Nach der Implantation eines Cochlea-Implantates und der Reha sind oft noch einige Fragen offen geblieben und es besteht der Wunsch Erfahrungen auszutauschen.

In netter ungezwungener Atmosphäre wollen wir: mit anderen Betroffenen Kontakt aufnehmen, persönliche Erfahrungen und Informationen austauschen, uns gegenseitig beim Umgang mit dem CI und der neuen Lebenssituation unterstützen und   nicht operierten Menschen Mut machen. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich willkommen. Weitere Infos bei BeKoS, info@bekos-oldenburg.de; 0441 884848.
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„Von komischen Vögeln“

06.02.2019 19:00 Uhr

Großes Kino in der Kulturetage

von Daniel Lüllmann

Über 250 Gäste erlebten am 31. Januar einen großen Kinoabend in der Oldenburger Kulturetage bei dem der u.a. in Oldenburg gedrehte inklusive Spielfilm „Von komischen Vögeln“ gezeigt wurde.

Am 31.01. präsentierten die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) gemeinsam mit der Stiftung Teilhabe den Film „Von komischen Vögeln“ in der Kulturetage. In der Tragikomödie spielen Mitarbeiter*innen mit Beeinträchtigungen der GWO Menschen mit Beeinträchtigungen. Über 250 Gäste folgten der Einladung und sahen den Spielfilm von Regisseur Eike Weinreich.

Gerhard Wessels (GWO Vorstand) freute sich sehr über die offizielle Oldenburg-Premiere in feierlichem (?) Rahmen: „Im Film wirken Oldenburger als Schauspieler mit, der Regisseur stammt aus Oldenburg und viele Örtlichkeiten Oldenburgs wurden als Drehort genutzt.“ Wessels kündigte an, dass der Film zeitnah für die breite Öffentlichkeit im Kino in der Region zu sehen ist.

Mit viel Beifall wurde der von Stiftungsvorstand Wolfgang Bartels als „Knaller“ angekündigte Film dann auch vom Publikum honoriert. Gleichzeitig warb Bartels bei den Gästen um Unterstützung solcher Projekte, die mit Mitteln aus der Stiftung Teilhabe gefördert werden können: „Bei der Umsetzung von Projekten für Menschen mit Behinderung ist die Stiftung auch auf externe Mithilfe angewiesen. Diese kann ideell oder finanziell sein, um Teilhabe in der Region zu verwirklichen.“

Über den Film „Von komischen Vögeln“
Jockels (Jürgen Sarkiss) Leben ist eine einzige Katastrophe – weder seine Frau Barbara (Elisabeth Kopp) noch seine Tochter Rike (Rebekka Kopp) oder sein Vater Helmuth (Hartmut Stanke) verstehen ihn. Nach einer Straftat bekommt der zynische Musiker eine letzte Bewährungschance als Leiter eines Chores mit Menschen mit Behinderungen  in einer Werkstatt, die von  Thorsten Wiegald (Torsten Bauer) geleitet wird. Hier muss er sich nicht nur mit den Betreuern Ole (Dominik Schiefner), Peer (Reinhard Klusmann) und Melanie (Franziska Reincke) auseinandersetzen, sondern auch rasch einen Zugang zu den Mitgliedern seines außergewöhnlichen Chores finden.

Der Trailer zum Film ist zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=5FJ1Ajs2wKk
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... drum höre und staune: Hörspiele selber machen!

12.10.2018 18:43 Uhr
Lust auf Kreativität, Musik und abenteuerliche Geschichten? Global Music Player und das Blauschimmel Atelier bieten vier kostenlose Hörspielwochenenden an.

Lustige, abenteuerliche oder gruselige Geschichten, ein bisschen Musik, viel Fantasie und die Möglichkeit, in einer entspannten und lockeren Atmosphäre unterschiedliche Rollen auszuprobieren und zu spielen. Das sind die Hauptzutaten für die vier Hörspielwochenenden, die im Blauschimmel Atelier an folgenden Terminen stattfinden: 20. und 21. Oktober 2018, 17. und 18. November 2018, 15. und 16. Dezember 2018 und 19. und 20. Januar 2019, jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr.

An jedem Wochenende können bis maximal 12 Teilnehmer*innen, unter der Leitung von Christian Jakober, ein Hörspiel gemeinsam entwickeln und aufnehmen. Die Teilnehmer erhalten dann die Hörspiele kostenlos auf CD zum immer wieder Hören oder zum Verschenken. Die Teilnahme ist für alle kostenfrei und sowohl an nur einem als auch an allen Wochenenden möglich. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!

Anmeldung unter: kontakt@blauschimmel-atelier.de oder 0441-2480999 oder direkt bei Christian Jakober unter 04486-921599.

Die Hörspielwochenenden sind eine Kooperation von Global Music Player e.V. und dem Blauschimmel Atelier. Sie werden gefördert durch die Aktion Mensch.
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GWO bietet Deutsch als Fremdsprache an

10.10.2018 12:43 Uhr

Sprache als Brücke für gelingende berufliche und gesellschaftliche Teilhabe

von Daniel Lüllmann

In Zusammenarbeit mit der VHS Oldenburg führen die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) seit Anfang August ein Sprachkursangebot für zugezogene beschäftigte Mitarbeiter mit Behinderung durch. Das Kursangebot mit Modellcharakter wird finanziell durch die LzO und dem Oldenburgischen Generalfonds unterstützt.

Gelingende Kommunikation ist der Schlüssel für Inklusion und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe wider. So wurden in den letzten zwei bis drei Jahren vermehrt Menschen mit Behinderungen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak oder anderen Ländern, aus denen seit 2015 ein vermehrter Zuzug nach Deutschland stattfindet, bei den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) beschäftigt.

Dieser Trend setzt sich fort und birgt neue Herausforderungen. Um einen realistischen Entwicklungsstand feststellen zu können, daraus Förderziele ableiten zu können und um Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau zu ermöglichen, ist das Erlernen der deutschen Sprache wesentlich.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, wird seit Anfang August ein Sprachkurs für Menschen mit Behinderung, die einen Migrationshintergrund haben, angeboten. 12 beschäftigte Mitarbeiter mit Behinderung werden dabei von zwei Dozentinnen der Volkshochschule Oldenburg an zwei Tagen in der Woche unterrichtet. Sowohl für die beiden sonderpädagogisch ausgebildeten Dozentinnen Natalie Hagen und Kirsten Meinders, die VHS als auch die GWO ist ein solcher Sprachkurs Neuland. Die Volkshochschule verfügt zwar über jahrelange Erfahrung in der Organisation von Deutsch als Fremdsprache – Kursen (DaF), ein Kursangebot explizit für Menschen mit einer geistigen Behinderung gab es jedoch bislang nicht und hat somit einen Modellcharakter.

Von den 12 Personen, bei denen im Vorfeld ein Unterstützungsbedarf beim Erlernen der deutschen Sprache festgestellt wurde, sind sowohl die sprachlichen und kulturellen Hintergründe als auch die kognitiven Fähigkeiten sehr unterschiedlich. Einige sind erst vor Kurzem nach Deutschland, z.B. aus Syrien und Afghanistan zugewandert und können in ihrer Muttersprache lesen und schreiben. Andere sind mit der Migrationsbewegung Anfang der 1990er Jahre aus der ehemaligen Sowjetunion oder dem Balkan nach Deutschland gekommen und haben sowohl in ihrer Muttersprache, als auch in der deutschen Sprache Schwierigkeiten, sich auszudrücken. „Für unsere tägliche Arbeit ist eine gemeinsame Sprache ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg“, betont Gerhard Wessels (Vorstand der GWO) „Wir nutzen bereits seit Jahren Hilfsmittel bei Kommunikationsbeeinträchtigungen, wie Symbolsysteme oder die Leichte Sprache. Der Sprachkurs fügt sich gut in unser Konzept ein und es freut uns wie der Kurs einen weiteren Beitrag zur Integration leistet.“

Um eine lebensnahe Förderung zu gewährleisten, findet der Unterricht in den Räumlichkeiten der GWO statt. Es werden Materialien der „Unterstützten Kommunikation“ (UK), z.B. Piktogramme, Fotos, Symbole etc. verwendet, sowie altersentsprechende Materialien aus dem DaF Fundus der VHS. Bezuschusst wurde der Kurs mit 2.000,- € durch die LzO mit Mitteln aus dem Lotteriespiel Sparen+Gewinnen sowie mit 600,- € durch den Oldenburgischen Generalfonds.

"Dies Pilotprojekt überzeugt durch seine Praxisnähe und hat für uns Vorzeigecharakter, wie gesellschaftliche Teilhabe fernab von jeglichen Barrieren gelingen kann. Gerne haben wir uns an diesem innovativen Sprachkonzept beteiligt", so Gabriele Mesch (LzO).

„Wir freuen uns, dass die Gemeinnützigen Werkstätten mit den Sprachkursen einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Teilhabe am Leben für die ausländischen Mitmenschen geben. Sehr gerne unterstützen wir das Projekt.“ sagt Dimitri Selensky vom Bezirksverband Oldenburg. Der Verband hat die Stiftungsverwaltung des Oldenburgischen Generalfonds inne.

Die Sozialarbeiter der GWO bemerken bereits jetzt, nach nur wenigen Wochen, dass die regelmäßige intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache den Teilnehmenden nicht nur großen Spaß macht, sondern dass auch im Arbeitsalltag vereinzelt eine größere Bereitschaft zur Kommunikation besteht. Es ist daher in Planung, dass das Angebot auch über den 11. Oktober hinaus weiter vorgehalten werden soll.
 


LzO-Lotteriespiel Sparen + Gewinnen
Beim LzO Lotteriespiel „Sparen + Gewinnen“ tun Loskäufer Gutes und Sparen gleichzeitig. Ein Teil der Erträge kommt sozialen, kulturellen, sportlichen, kirchlichen, wissenschaftlichen oder gemeinnützigen Zwecken im Geschäftsgebiet der LzO zugute. Von dem monatlichen Beitrag in Höhe von fünf Euro werden vier Euro gespart. Ein Euro pro Los fließt in die Auslosung der monatlichen Gewinne (bis zu 50.000 Euro) und in die drei jährlichen attraktiven Sonderauslosungen.

Oldenburgischer Generalfonds
Der Oldenburgische Generalfonds ging aus fünf kleineren Stiftungen hervor, die der Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig am 1. August 1786 zusammenführte. Heute verfolgt er den Zweck, geistig und psychisch behinderte Menschen im stiftungseigenen Heim in Oldenburg, Friesenstraße 27a, zu fördern und zu pflegen. Zum Bestand zählt auch das 2002 vom Landkreis Oldenburg gekaufte Kreisaltenheim Wildeshausen. Förderungsfähig sind daneben Heime im Sinne des Bundessozialhilfegesetzes sowie Einrichtungen der Jugendbildung und der Kinder- und Jugendhilfe.

Neben dem Heimbetrieb wird das Stiftungsaufkommen in Form von Einzelbeihilfen an Bedürftige verteilt. Ebenso ist möglich eine Förderung der Betreuung behinderter Menschen. Vorrang sollen hierbei kulturelle Zwecke haben. Ein Teil des Stiftungsertrages kann nachrangig auch für andere wohltätige Zwecke ausgegeben werden.
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Weichen stellen für mehr Teilhabe am Arbeitsleben

22.08.2018 21:40 Uhr
von Daniel Lüllmann

Unternehmer, Politiker und Vertreter der Werkstätten und Organisationen für behinderte Menschen aus ganz Niedersachsen tauschten sich beim Unternehmerfrühstück in Hannover über Möglichkeiten aus, die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Schirmherr des Treffens war Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann.

Beim Unternehmerfrühstück in Hannover trafen sich Ende vergangener Woche Unternehmer, Politiker und Vertreter der Werkstätten und Organisationen für behinderte Menschen aus ganz Niedersachsen, um sich über Praxis und Bedingungen eines inklusiven Arbeitsmarkts auszutauschen. Für Oldenburg nahmen OB Jürgen Krogmann, Stefan Könner von der GSG, Jürgen Lehmann vom Arbeitgeberband, Detlef Schwecke und Martin Grapentin von der Stiftung Teilhabe sowie Gerhard Wessels von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) an den Gesprächen teil.

Praktische Beispiele, wie die Schaffung von Außenarbeitsplätzen in Unternehmen und dafür nötige Bedingungen, standen bei der Diskussion im Vordergrund. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stellte in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit der Stadt Oldenburg und der GWO beim Betrieb des Café Farbwechsel im Horst-Janssen- und Stadtmuseum vor. Krogmann bezeichnete das Projekt als gelungene Umsetzung des Inklusionsgedankens, da es die Theorie vom Kopf auf die Füße stelle.

GWO Vorstand Gerhard Wessels sieht den engen Kontakt zwischen Wirtschaft, öffentlichen Arbeitgebern und Organisationen der Eingliederungshilfe als zentralen Baustein an, um geeignete Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen: „Unsere Aufgaben ist es, mit den Partnern aus der Wirtschaft, von öffentlichen Institutionen und aus Politik im ständigen Dialog zu bleiben. Dabei geht es nicht nur um das Werben für mehr inklusive Arbeitsplätze, sondern auch um das Wissen um die Bedingungen zu denen alle Seiten diese in die Praxis umsetzen können.“

Die Beteiligten vereinbarten nach dem Auftakt in Hannover, weitere Treffen durchzuführen um die Weichen für mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung bei öffentlichen und privaten Arbeitgebern zu stellen. 
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Für mehr Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe

10.08.2018 20:17 Uhr

SoVD in der Region Weser-Ems startet Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“

Mit einem Aktionstag, einer politischen Diskussionsrunde und Informationen zum Thema Barrierefreiheit startet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Weser-Ems am 15. August 2018 um „fünf vor zwölf“ auf dem Oldenburger Schlossplatz die Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ Damit setzt er ein Zeichen für mehr Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe.

„Uns ist die Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen sehr wichtig“, sagt Adolf Bauer, SoVD-Landesvorsitzender und Sprecher des Verbandes in der Region Weser-Ems. Dabei sei noch einiges zu tun: Menschen mit einer Behinderung, die voll betreut werden, dürften immer noch nicht wählen und es fehle an barrierefreiem Wohnraum, der auch noch bezahlbar ist. Was die Teilhabe von Menschen mit Behinderung angeht, sei es also im wahrsten Sinne des Wortes fünf Minuten vor zwölf.

Deshalb hat Niedersachsens größter Sozialverband die Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ ins Leben gerufen. Mit einem Aktionstag am 15. August 2018 ab 11.55 Uhr auf dem Schlossplatz in Oldenburg macht die Kampagne auch in der Region Weser-Ems Halt. Dabei soll deutlich gemacht werden, was sich bei Inklusion. Teilhabe und Barrierefreiheit vor Ort noch ändern muss.

Der Aktionstag startet in zweierlei Weise symbolisch: Beginn ist kurz vor 12. Treffpunkt ist eine sechs Meter hohe aufgeblasene Hand, getreu der SoVD-Hymne: "Komm und nimm die Hand..." Das Grußwort spricht Adolf Bauer. Dazu gibt es Musik der Band der Lebenshilfe Nordhorn. In der Open-Air-Diskussion sprechen: Menschen mit Handicap;  Susanne Jungkunz, Leiterin Fachstelle Inklusion, Stadt Oldenburg; Adolf Bauer. In drei Pavillons gibt´s Informationen zu Themen wie Ehrenamt, Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Sozialberatung speziell für Menschen mit Einschränkungen. Mehr unter www.ich-werde-behindert.de/nds.
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Single-Party im September

08.08.2018 20:39 Uhr

Für Menschen mit Handicap

Am Freitag den 14. September 2018 findet in der Kulturetage (alles rollstuhlgerecht), Bahnhofstraße 11 in 26121 Oldenburg von 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr Oldenburgs 4. Single-Party für Menschen mit Handicap statt. Organisiert wird die Party von der Schatzkiste Oldenburg, einer Partnervermittlung für Menschen mit Handicap. Gute Laune, sowie eine volle Tanzfläche garantiert wie immer DJ Matthias, für Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme stehen den Besuchern „Flirtengel“ zur Seite.

Der Eintritt beträgt 5,00 € (kein Vorverkauf), Einlass ist ab 18:30 Uhr. 
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So macht Inklusion Spaß

03.05.2018 18:17 Uhr

Aktionsbündnis lädt ein – Programm vom Rolli-Workshop bis zur „Party der Vielfalt“

Vom 5. bis zum 19. Mai findet an vielen Stellen in Oldenburg die mittlerweile 7. Oldenburger Inklusionswoche statt. Sie nimmt Bezug auf den Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Das bunte Programm soll vor allem dazu dienen, Begegnungen zu ermöglichen und zu zeigen, dass Inklusion Spaß machen kann. Das bundesweite Motto „Inklusion von Anfang an“ wurde in Oldenburg um den Zusatz „…und bis zu(m) Ende“ erweitert und macht deutlich, dass Inklusion jeden Menschen betrifft. 

Ein erster Höhepunkt ist gleich zu Beginn das inklusive Tanztheaterstück „Karneval der Tiere“. Unter der künstlerischen Leitung und Umsetzung der Bremer Kulturagentur OpusEinhundert treffen sich 150 Beteiligte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, um den „Karneval der Tiere“ des französischen Komponisten Camille Saint Saëns musikalisch, tänzerisch und schauspielerisch in Szene zu setzen. „Das Besondere hierbei ist“, so Alexander Hauer von OpusEinhundert, „dass so viele verschiedene Persönlichkeiten zusammenkommen. Die Jüngsten sind sechs Jahre, die Ältesten 76 Jahre. Das greift das Motto der Inklusionswoche in Oldenburg doch wunderbar auf.“ Premiere ist am Samstag, 5. Mai, um 18 Uhr in der BBS Wechloy. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 6. Mai, um 11 und um 18 Uhr, ebenfalls in der BBS Wechloy.

Die Stadt Oldenburg beteiligt sich als Partner im breiten „Aktionsbündnis 5. Mai – Bündnis zum Protesttag der Menschen mit Behinderung“ mit einigen Veranstaltungen: Am Dienstag, 8. Mai, haben Menschen in den Schlosshöfen ab 12 Uhr die Möglichkeit, einen Alterssimulationsanzug auszuprobieren. Der Oldenburger Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) möchte damit spielerisch und mit vielen Mitmachaktionen zeigen, wie sich Barrieren im Alltag anfühlen können. Zusätzlich stellt sich der SPN mit seinen Beratungstätigkeiten und den ehrenamtlichen Angeboten wie Seniorenbegleitung, Heimwerkerdienst und Wohnberatung vor.

Am Freitag, 11. Mai, gibt die Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg zusammen mit dem Verein für Kinder e.V. in einem Rolli-Workshop Kindern der Grundschule Kreyenbrück einen Einblick, wie es sich anfühlt, im Rollstuhl zu sitzen. „Auf der einen Seite möchten wir zeigen, welche Hindernisse sich so auftun“, erklärt Peter Dresen von der Fachstelle Inklusion. „Andererseits ist mir persönlich aber auch wichtig, dass das Leben im Rollstuhl (auch) Spaß machen kann.“

Neben vielen weiteren Aktionen wird am Dienstag, 8. Mai, ab 20.15 Uhr, im Cine k der Kulturetage der Dokumentarfilm „Life, Animated“ über Autismus gezeigt. In der Kulturetage feiert zudem das zweitägige inklusive Festival „Is doch normal, ey“ am Montag und Dienstag, 7. und 8. Mai, seine bereits 21. Auflage. 

Und auch in diesem Jahr wird es eine inklusive „Party der Vielfalt“ geben. Am Samstag, 12. Mai, findet ab 19 Uhr in der Oldenburger „Flänzburch“ ein Event der besonderen Art statt: An einem barrierefreien Ort mitten in Oldenburg gibt es die Gelegenheit zum Feiern, Tanzen und Spaßhaben. Freier Eintritt und gute Stimmung sind garantiert.

Mehr zur Oldenburger Inklusionswoche unter: http://www.oldenburg.de/microsites/inklusion/oldenburger-inklusionswoche.html
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Beim Thema Inklusion sind alle gefragt

29.04.2018 15:04 Uhr

Ideenwettbewerb für Kampagne startet – Fachstelle freut sich auf kreative Einsendungen

Es gibt sicher einfachere Begriffe als „Inklusion“. Man hört ihn oft in Zusammenhang mit Schule und Bildung, tatsächlich aber ist Inklusion ein Thema, das alle betrifft. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört. Egal, wie jemand aussieht, welche Hautfarbe er oder sie hat, welche Sprache gesprochen wird oder ob man eine Behinderung hat. Alle können mitmachen. Dieses Bewusstsein soll ein Ideenwettbewerb transportieren, zu dem die Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg aufruft. „Inklusion? Was hat das mit mir zu tun?“ lautet das Motto. 

Gesucht werden ab sofort Fotos, Bilder, Plakate, Collagen, Texte, Songs und Filme – der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Wir sind offen für alle Ideen“, sagt Lena Haddenhorst von der Fachstelle Inklusion. Die Einsendungen können sich mit Fragen beschäftigen wie „Was heißt es, eine Stadt für alle zu sein?“, „Wie sieht meine Vision von Inklusion aus?“ oder „Wie bekommen wir die Barrieren aus den Köpfen?“. Die Ergebnisse aus dem Ideenwettbewerb sollen in eine stadtweite Kampagne zum Thema Inklusion einfließen. Diese Kampagne soll Anfang 2019 starten. 

Vorschläge können bis zum 30. September 2018 per E-Mail an inklusion@stadt-oldenburg.de, per Post (Fachstelle Inklusion, Pferdemarkt 14, 26105 Oldenburg) oder persönlich eingereicht werden – entweder als Ideenskizze (auf maximal drei DIN A4-Seiten) oder als erstelltes Produkt (Plakat, Film oder ähnliches). Zur Teilnahme aufgerufen sind Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Familien, Schulklassen, Kindertagesstätten-Gruppen, Betriebe, Werbeagenturen, Fotografinnen und Fotografen, Studierende, Jung und Alt, Groß und Klein – eben alle. 

Die Einsendungen werden von einer Jury gesichtet und im Herbst 2018 ausgewählt. Zur Jury gehören Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Prof. Dr. Holger Lindemann (Medical School Berlin), zwei Mitglieder aus der Steuerungsgruppe Inklusion und eine Person aus der Kreativwirtschaft. Die Gewinner haben die Möglichkeit, den Prozess der Umsetzung zu begleiten. Denkbar ist auch, dass aus mehreren Ideen und Einsendungen etwas Gemeinsames entsteht – ganz im Sinne von Inklusion also. 
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„Inklusion ist machbar!“ ? Neues Handbuch vorgestellt

03.03.2018 12:26 Uhr

Projekte und Erfahrungen aus Oldenburg aufgenommen

„Inklusion ist machbar!“ Zu diesem Ergebnis kommt das neue Erfahrungshandbuch der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, das jetzt in Bonn rund 60 Vertreterinnen und Vertretern beteiligter Kommunen vorgestellt wurde. Ziel des Handbuchs ist es, kommunale Akteure und Engagierte zu inspirieren und konkrete Anregungen zu geben, wie Inklusion vor Ort gelingen kann. Eingeflossen in dieses Handbuch sind auch zahlreiche Erfahrungen aus dem Oldenburger Inklusionsprozess. Berichte, Interviews und grafische Gestaltung veranschaulichen unterschiedliche Wege hin zu einem inklusiven Gemeinwesen. Zur Sprache kommen strukturelle Hemmnisse ebenso wie konzeptionelle Ansätze und praktische Ideen für einen konstruktiven Prozess. Das Handbuch liefert damit vielfältige Ideen für Fach- und Führungskräfte aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft, für Institutionen, Vereine und Netzwerke sowie für Ehrenamtliche und zivilgesellschaftlich Engagierte. 

„Soziale Inklusion, gleiche Teilhabechancen für alle Menschen in unserer Stadt, ist unser großes gemeinsames Ziel“, betont Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Wir hoffen deshalb, dass das Handbuch viele Leserinnen und Leser findet und dann möglichst viele neue Impulse liefert, Inklusion zu verwirklichen.“

Unterstützung auf dem Weg zur inklusiven Organisation bietet die Fachstelle Inklusion der Stadtverwaltung, erreichbar per E-Mail an inklusion@stadt-oldenburg.de. Ebenso Auskunft geben Lena Haddenhorst unter Telefon 0441 235-3055 oder Peter Dresen unter -3464.

„Inklusion ist machbar!“ ist im Buchhandel erhältlich.
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Aktion Mensch fördert Fahrzeug für mehr Mobilität

21.02.2018 11:52 Uhr
von Daniel Lüllmann

Aktion Mensch fördert Fahrzeug für mehr Mobilität

Das ambulante Wohnangebot Kielweg für Menschen mit Behinderungen der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. erhält ein gefördertes Fahrzeug von der Aktion Mensch. Das Auto mit Rollstuhlrampe und weiteren Umbauten hat einen Gesamtwert von über 55.000 €.

 

Die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern sowie Inklusion – das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung – in der Gesellschaft zu fördern, das sind die Ziele der Aktion Mensch. Die Mitspieler der Soziallotterie legen mit ihren Loskäufen die finanzielle Grundlage für die Förderung. So kann die Aktion Mensch bis zu 1.000 soziale Projekte monatlich unterstützen. Davon profitiert nun auch das ambulante Wohnangebot am Kielweg der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO). Die Bewohner und Mitarbeiter freuen sich über einen neuen Ford Transit mit rollstuhlgerechtem Umbau im Gesamtwert von über 55.000 €. 70 Prozent der Kosten werden von der Aktion Mensch getragen.

 

„Für unsere Bewohner ist das Fahrzeug ein echter Gewinn“, sagt Wolfgang Abend (Bereichsleiter Wohnen GWO) „Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Ohne ein entsprechendes Fahrzeug können viele Freizeitaktivitäten gar nicht stattfinden, da öffentliche Verkehrsmittel allein den Bedarf nicht ausreichend abdecken“, so Abend.

 

Das ambulante Wohnprojekt Kielweg für Menschen mit Behinderungen liegt mitten in einem Wohnquartier der GSG Oldenburg im Stadtteil Kreyenbrück. Die Besonderheit ist, dass sich das ambulante Angebot an Menschen mit Behinderungen richtet, die aufgrund ihres Hilfebedarfs häufig stationäre Wohnformen in Anspruch nehmen müssen. Wohnassistenten stehen am Kielweg rund um die Uhr zur Verfügung und unterstützen die Bewohner im Alltag. 
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Unabhängige Beratung für Menschen mit Behinderung

14.02.2018 20:48 Uhr
In der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück bietet der Verein SeGOld e.V. Beratung für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung an. Im Sinne des Peer-Counseling beraten Betroffene andere Betroffene (Hilfe zur Selbsthilfe).

Die Beratung richtet sich an Menschen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen in den Bereichen Assistenz, persönliches Budget oder sozialrechtliche Themen. Auch Angehörige können sich Rat holen. Die Beratung findet jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr im Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, statt. Informationen gibt es unter Telefon 0441 235-3292 oder im Internet unter www.segold.de.
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Stadt bekommt Millionen-Förderung für Modellprojekt

24.01.2018 08:57 Uhr

Erprobung der Verfahren und Leistungen im Bundesteilhabegesetz

Die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) auf die Arbeit der Stadt Oldenburg im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung können im Rahmen eines geförderten Modellprojektes untersucht werden. Die Stadt Oldenburg hat jetzt die Zusage für die modellhafte Erprobung der zum 1. Januar 2020 in Kraft tretenden Verfahren und Leistungen des BTHG erhalten. Das neue Gesetz bringt zahlreiche Veränderungen für die Arbeit des Amtes für Teilhabe und Soziales mit sich, diese können nun gründlich und mit wissenschaftlicher Begleitung betrachtet werden.

„Die Stadt Oldenburg ist als einzige Kommune in Niedersachsen mit ihrem Projektantrag für das Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) „Modellhafte Erprobung regionaler Projekte (MRP)“ ausgewählt worden“, freut sich Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Die Förderung für die Laufzeit des wissenschaftlich begleiteten Modellprojektes vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2021 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beträgt jährlich circa 320.000 Euro, insgesamt also mehr als 1,3 Mio. Euro.

Nach dieser Entscheidung stellt die Stadt ein Projektteam zusammen. Inhaltlich geht es bei diesem Projekt etwa um folgende Themen.

Die Trennung der Fachleistung von existenzsichernder Leistung im stationären Bereich oder die Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts der betroffenen Person im Gesamtplan. Der modifizierte und tendenziell geringere Einsatz von Einkommen und Vermögen wird in den Focus genommen ebenso wie die gemeinschaftliche Leistungserbringung (Poolbildung) zum Beispiel in ambulant betreuten Wohngemeinschaften oder in der Schulbegleitung. Das Modellprojekt soll auch dazu genutzt werden, gemeinsam mit Leistungserbringern und Interessenvertretern von Menschen mit Behinderungen sowie der unabhängigen ergänzenden Teilhabeberatungsstelle in Oldenburg die zukünftige Zusammenarbeit zu gestalten und weiter zu entwickeln. 

Ein gutes Miteinander aller Menschen in unserer Stadt ist die inklusive Vision, die bereits vom Ratsbeschluss „Oldenburg will Inklusion!“ ausgegangen ist. Auf dieser Basis besteht bereits ein enges Kooperationsnetz, an das mit dem Modellprojekt nachhaltig angeknüpft werden soll.

„Das Amt für Teilhabe und Soziales stellt damit frühzeitig die Weichen für die notwendigen Umstellungsarbeiten, die im Herbst 2019 abgeschlossen sein müssen“, ergänzt Amtsleiter Bernd-Günter Schwabe. Durch die nicht rückzahlbare Bundesförderung mit einem Gesamtvolumen von circa 1,3 Mio. Euro können vier zusätzliche Stellen finanziert werden, um ein Projektteam einzurichten. Damit soll gewährleistet werden, dass frühzeitig Erkenntnisse über die entstehenden Problemlagen gewonnen werden und gleichzeitig wirksame und nachhaltige Lösungsstrategien entwickelt werden können.
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GWO übernehmen Kantine im Alten Landtag

22.12.2017 21:51 Uhr
von Mathias Kutzner

Am Mittwoch, 20. Dezember 2017, stellten die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. und die Polizeidirektion Oldenburg als Hausherr des Alten Landtages Oldenburg die gemeinsamen Zukunftspläne für die Einrichtung einer neuen Kantine vor. 

Im kommenden Jahr werden die GWO den Betrieb der Kantine im Landesbehördenzentrum Oldenburg übernehmen. Insgesamt werden 673.000 Euro in den Alten Landtag investiert. 402.000 Euro beträgt das lnvestitionsvolumen seitens der GWO. 271.000 Euro betragen die Investitionskosten auf Seiten des Landes Niedersachsen. 

Für die Kantine wird noch ein Name gesucht. Um ihn zu finden, rufen die GWO alle Leser_innen auf, Vorschläge einzureichen und sie per E-Mail an info@wfbm-oldenburg.de zu schicken.

Die Vertragsunterzeichnung fand im Oldenburg-Zimmer des Alten Landtages statt. Durch die Dauer des Pachtvertrages von 15 Jahren ist es den Gemeinnützigen Werkstätten zusammen mit der Polizeidirektion Oldenburg gelungen, eine langfristige Planungssicherheit für dieses nicht ganz alltägliche Projekt zu erreichen. 

Nachdem der vorherige Pächter seinen Vertrag im Juni des Jahres gekündigt hatte, erfolgte ein Interessenbekundungsverfahren durch die Polizeidirektion Oldenburg. Obwohl anfänglich ein hohes Interesse bei vielen, auch überregional tätigen Firmen vorhanden war, waren es am Ende aller Gespräche nur die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., die sich unter den gegebenen Bedingungen eine gemeinsame Zukunft in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Oldenburg vorstellen konnten. 

Polizeipräsident Johann Kühme freute sich über die äußerst positive Entwicklung für das LBZ. Die Polizeidirektion Oldenburg hatte in diesem Jahr erstmalig den Diversity Day im Alten Landtag ausgerichtet. 

Der Polizeipräsident betonte schon damals, dass sich der Polizei vielerlei Chancen und Möglichkeiten durch die individuelle Vielfalt der Menschen eröffnen. Im vergangenen Jahr hatte die Polizeidirektion Oldenburg die Charta der Vielfalt unterzeichnet. 

„Dass wir nun mit diesem einmaligen Projekt zusammen mit den Gemeinnützigen Werkstätten Menschen mit geistiger, körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung die Möglichkeiten bieten, auf ihre Talente und nicht auf ihre Beeinträchtigungen zu blicken, ist für mich besonders erfreulich." 

Auch der Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Gerhard Wessels betonte in diesem Zusammenhang: „Es ist für die Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V. eine große Freude, dieses Projekt mit der Polizeidirektion umzusetzen, bietet es doch eine weitere Möglichkeit für Menschen mit Beeinträchtigung, Arbeitsplätze in der Mitte der Gesellschaft zu schaffen. Begegnung im Alltag ist der zentrale Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft." 

Die GWO planen, zukünftig täglich 800 Essen zuzubereiten, von denen 150 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbehördenzentrums Oldenburg vorgesehen sind und 650 Essen für die Betriebsstätten der GWO. Die Kantine im Alten Landtag ist zudem eine öffentliche Kantine, in die das inklusive Team der Gemeinnützigen Werkstätten herzlich zum Besuch einlädt. Durch die Einrichtung der Kantine können 18 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen werden. Nach den Umbaumaßnahmen wird der Betrieb am 1. April 2018 zunächst im sogenannten Cook-&-Serve-Verfahren aufgenommen, Ab dem 1. September nimmt die Kantine dann den vollen Küchenbetrieb auf.

Zum Landesbehördenzentrum Oldenburg gehören neben der Polizeidirektion Oldenburg das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, der Landesbetrieb IT Niedersachsen und eine Außenstelle des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. 
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Gemeinsamer Einsatz für mehr Teilhabe am Arbeitsleben

23.10.2017 09:31 Uhr

Schwerbehindertenvertretungen aus Oldenburger Unternehmen tagen im PFL

Oldenburg. Gut beraten und gut vernetzt: Auf Einladung der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg kamen jetzt im PFL mehrere Schwerbehindertenvertretungen von Oldenburger Unternehmen zusammen. Ziel ist es, die Situation von Beschäftigten mit Behinderungen in Oldenburg zu analysieren und in nächsten Schritten eine weitere Verbesserung anzustreben. In einem ersten Erfahrungsaustausch ging es zunächst vor allem um die Möglichkeiten einer besseren Vernetzung. Auch Fragen der Informationsgewinnung und -vermittlung wurden thematisiert. Seitens der Teilnehmenden wurde hier deutlich, dass der Wunsch nach einer koordinierenden Anlaufstelle besteht, die alle anfallenden Fragen bündelt.

Angereichert wurde die rege Diskussion durch zwei Kurzreferate von der Inklusionsbeauftragten der IHK Oldenburg, Elke Schulte, sowie von Theresia Much vom Integrationsamt Oldenburg. Elke Schulte hat bei der IHK eine Art Lotsenfunktion, in der sie Arbeitgeber über die Chancen und Vorteile einer Einstellung von (schwer-)behinderten Menschen aufklärt und berät. Theresia Much klärte die Anwesenden über Fördermöglichkeiten für (schwer-)behinderte Arbeitnehmer auf. So gibt es neben der finanziellen Förderung (zum Beispiel Lohnkostenzuschüsse) auch die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz bedarfsgerecht zu gestalten. 

„Das war ein gelungener Auftakt“, freute sich Peter Dresen von der Fachstelle Inklusion. „Es war uns wichtig, die Sichtweise derjenigen zu hören, die sich tagtäglich für die (schwer-)behinderten Arbeitnehmer einsetzen.“ Die Teilnehmenden verständigten sich darauf, weitere Treffen zu organisieren und den Kreis eventuell zu erweitern. „Die Themen werden uns nicht ausgehen“, so Thorsten Unger von der Schwerbehindertenvertretung der Stadt Oldenburg. 
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Gute Beispiele und Methoden transferieren

08.10.2017 18:57 Uhr
von Daniel Lüllmann

Eine Delegation aus Archangelsk in Russland besuchte die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO). Die Gäste informierten sich über die Arbeit der Behindertenhilfe in Deutschland. Dabei galt das Interesse der praktischen und pädagogischen Arbeit, um Ideen für die eigene Arbeit mit behinderten Menschen nach Russland transferieren zu können.

 Die Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan ist seit Jahren für die Verbesserung und Ausdehnung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation aktiv. Hierzu organisiert die Gesellschaft regelmäßige Treffen zwischen unterschiedlichen Akteuren aus beiden Ländern. „Oberstes Ziel ist es, dadurch dem Frieden und der Völkerverständigung zwischen den Bürgern beider Seiten zu dienen. Dem kommt gerade in diesen Zeiten besondere Bedeutung zu.“ sagt Helmut Hinrichs, Vorsitzender der Gesellschaft Deutschland – Russland/Dagestan.

Im Zuge des Austausches besuchte nun eine Delegation aus Archangelsk, einer Hafenstadt in Nordrussland, die GWO, um sich über die Arbeit in der Behindertenhilfe in Deutschland zu informieren. Die Gäste engagieren sich beruflich und ehrenamtlich in ihrer Heimat für Menschen für Behinderungen. Besonders interessiert waren die Teilnehmer an der pädagogischen Arbeit der Werkstätten und der Organisation von Qualifizierung, Arbeit und Wohnen. Ein Punkt, der dabei für besondere Aufmerksamkeit sorgte, war der Einsatz von Piktogrammen. Die GWO nutzen die Ergänzung von Schrift mit Symbolen für Menschen, die nicht sicher lesen oder schreiben können, um Informationen verständlicher zu machen. So wird dieses System, genau wie im Café Kurswechsel, auch im Museumscafé im Horst-Janssen-  und Stadtmuseum Anwendung finden. Das Café wird ab Dezember durch die Tochtergesellschaft Teilhabe gGmbH der GWO betrieben.

„Wir wissen durch unsere eigenen Besuche in Russland, dass es dort noch viel Entwicklungsbedarf in der Eingliederungshilfe gibt. Deshalb freuen wir uns, wenn wir Ideen und Impulse weitergeben können, um zu einer positiven Entwicklung beizutragen.“ betonte Gerhard Wessels, Vorstand der GWO. Beide Seiten wollen hierzu im Austausch bleiben, so Wessels. 
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Gemeinnützige Werkstätten begrüßen neue Azubis

26.09.2017 20:54 Uhr
Zum Start ins Berufsleben begrüßten die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) 8 neue Auszubildende zum Werker im Gartenbau und 6 zum Metallfeinbearbeiter in ihrem Bereich ›aqua‹.

 

„Dies ist bereits der achte Jahrgang junger Menschen, den wir im Auftrag der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven zum Metallfeinbearbeiter oder Werker im Gartenbau ausbilden“, erklärt Wolfgang Hündling (Bereichsleiter Bildung) zum Hintergrund der Ausbildungen. „Der Unterschied zu einer regulären Ausbildung liegt darin, dass beide Ausbildungsgänge stärker praxisorientiert und die theoretischen Anforderungen etwas geringer sind. Nach drei Jahren enden die Ausbildungen mit einem anerkannten Berufsabschluss. Finanziert wird das Ganze von der Agentur für Arbeit.“ so Hündling. Zudem seien alle stolz auf die bisherigen Erfolge. So konnten viele der bisherigen Auszubildenden im Anschluss an die Ausbildung eine Stelle in hiesigen Betrieben finden. Daher bieten die Ausbildungen eine hervorragende Perspektive, so Hündling weiter. Er wünscht allen neuen Auszubildenden einen guten Start, viel Motivation und natürlich auch Spaß in den kommenden drei Jahren.
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Bildungszentrum baut für Regenbogenkinder

14.08.2017 09:09 Uhr

Feuerwehrstation unterstützt Kommunikation

von Frerk Hinrichs

Kinder erwarten, dass sie durch ihr Tun etwas bewirken. Kinder mit Einschränkungen haben weniger Möglichkeiten, sich als wirksam zu erfahren. Mit einer selbst entwickelten Feuerwehrstation ändert sich das jetzt. Auf Knopfdruck startet ein Helikopter oder eine Sirene heult auf. Ein Spiezeugfeuerwehrmann klettert eine Stange rauf und runter. Ein Schriftzug wechselt die Farbe oder die Innenbeleutung ändert sich. Kaum ist der Fernbedienungskasten mit den großen Knöpfen in Reichweite, probieren Lilly und Luca aus. Entwickelt wurde die Station von Schüler Ricardo Scholze zusammen mit Lehrern des Bildungszentrum Technik und Gestaltung an der Ehnernstraße Oldenburg. Jörg Wichmann aus der Holzabteilung, Gerhard Eekhoff von der Elektrotechnik und Informatiker Gert Mora Motta haben geplant, ausprobiert, gebaut und optimiert. Liliana Mora-Motta und Hartmut Ennen haben die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder aus Haus Regenbogen mitgeteilt. Mit den Mitteln der Lantz-Dyckmann-Stiftung konnten noch weitere Artikel zur Unterstützung der Kommunikation für die Kinder im Haus Regenbogen beschafft werden. Sprechende Fotoalben, iPads für Bilderbuchkino und Sprechtaster helfen den Kindern nun, sich an Kommunikation zu beteiligen und mit ihrem Umfeld in Kontakt zu treten. Das macht macht den Kindern sichbar Spaß.
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Jakob-Muth-Preis an AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“ verliehen

22.06.2017 20:05 Uhr

Porträtfilm im Internet verfügbar

Am Mittwoch, 21. Juni, wurde der AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“ der Jakob-Muth-Preis in Rostock verliehen. Als stadtweite Arbeitsgruppe wurde sie in diesem Jahr mit dem bundesweiten Preis für inklusive Schulen ausgezeichnet, der von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bertelsmann Stiftung ausgeschrieben wird. Sozialdezernentin Dagmar Sachse und Prof. Dr. Holger Lindemann haben zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertreter der AG den Preis in Anwesenheit von Verena Bentele, Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern, Britta Ernst, Ministerin für Schule und Berufsbildung in Schleswig-Holstein, sowie der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt entgegengenommen. Die Auszeichnung beinhaltet 5.000 Euro Preisgeld und die Möglichkeit einer individuellen Fortbildung.

Bereits im April war in Oldenburg Engelkes TV zu Gast, ein Filmteam aus Köln, das im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ein Porträt der Arbeitsgemeinschaft und der inklusiven Arbeit an Schulen in Oldenburg gedreht hat. Der Film, der bei der Preisverleihung seine Premiere feierte, zeigt die Grundschule Krusenbusch und die Helene-Lange-Schule mit ihren Beiträgen zur Inklusion sowie ausführlich die Arbeit der AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“. Er ist in voller Länge zu sehen unter www.jakob-muth-preis.de. 
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Ein Örtchen für alle, aber nicht für jeden

15.06.2017 00:12 Uhr

Erste „Toilette für alle“ eröffnet – Angebot im Schlauen Haus einzigartig in Norddeutschland

Über dieses stille Örtchen darf gerne laut geredet werden: Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse und die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen, Petra Wontorra, haben am Mittwoch im Schlauen Haus (Schloßplatz 16) eine „Toilette für alle“ vorgestellt. Das neue Angebot richtet sich an Menschen mit schweren, mehrfachen und altersbedingten Beeinträchtigungen. In der „Toilette für alle“ – die erste ihrer Art in Norddeutschland – finden Betroffene und ihre Pflegepersonen alles, was sie für die persönliche Hygiene brauchen: Die Toilettenräume sind groß genug, um auch mit einem Elektrorollstuhl oder Liegendrollstuhl zu rangieren. Es gibt eine Liege sowie einen Personen-Lifter, der es Angehörigen oder Assistenzkräften ohne großen Kraftaufwand ermöglicht, einen Menschen mit Schwerbehinderung aus dem Rollstuhl auf die Liege heben und zu versorgen.

„Die ,Toilette für alle‘ ist ein Leuchtturmprojekt, nicht nur für die Stadt Oldenburg, sondern auch die gesamte Region“, betont Dagmar Sachse. Für Menschen mit zum Teil schweren Behinderungen sei es immer wieder schwierig, eine nach ihren Bedürfnissen eingerichtete Toilette im öffentlichen Raum zu finden. „Hier ist die ,Toilette für alle‘ ein Meilenstein, der es noch mehr Menschen ermöglichen wird, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Wir streben an, im ganzen Stadtgebiet verteilt weitere ‚Toiletten für alle‘ entstehen zu lassen“, kündigt die Sozialdezernentin an.

„Teilhabe für alle erfordert Toiletten, die auch von Menschen mit komplexen Behinderungen genutzt werden können: mit Liege und Transfermöglichkeiten“, erläutert Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. „Es ist ein echtes Bedürfnis, im doppelten Sinne: Niemand will, aber auch niemand soll auf dem Fußboden liegen müssen, wenn eine Inkontinenzeinlage gewechselt wird. Das ist menschenunwürdig. Inklusion ohne Toiletten für alle? Nein, im Gegenteil, wir brauchen viel mehr davon!“

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort hatte sich die Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg für das Schlaue Haus entschieden – ausschlaggebend waren die zentrale Lage, die gute Zugänglichkeit und die Mitnutzung durch die Oldenburger Tourismus und Marketing GmbH (OTM). An der Auswahl waren auch die Stiftung „Leben pur“ aus München sowie der Oldenburger Behindertenbeirat und die Seniorenvertretung beteiligt gewesen. Die Stiftung setzt sich bundesweit dafür ein, dass an allen öffentlichen Orten „Toiletten für alle“ entstehen. „Wir verstehen das Oldenburger Projekt als wegweisend für viele weitere Anlagen dieser Art, die im Norden hoffentlich bald entstehen werden“, erklärt David Offenwanger vom Wissenschafts- und Kompetenzzentrum der Stiftung „Leben pur“. 

Die bestehende rollstuhlgerechte, barrierefrei zugängliche Toilette im Schlauen Haus musste nur umgebaut werden. Die Kosten für den Umbau in Höhe von 11.500 Euro sowie für Beschaffung und Einbau der Liege wurden von der Stadt Oldenburg aus Mitteln des Preisgeldes aus dem Niedersächsischen Modellvorhaben zur Stärkung der Inklusion auf der örtlichen Ebene (2014) finanziert. „Wir freuen uns über die schnelle und unkomplizierte Lösung“, sagt Richard-Balthasar von Busse, Geschäftsführer des Schlauen Hauses.

Die „Toilette für alle“ ist während der Öffnungszeiten des Schlauen Hauses/ OTM (Montag bis Freitag von 9.30 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr) sowie bei Abendveranstaltungen zugänglich. Für die Nutzung des Personen-Lifters ist es notwendig, das persönliche Lifter-Tuch mitzubringen.
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AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“ gewinnt Jakob-Muth-Preis

08.06.2017 10:39 Uhr
Die Arbeitsgemeinschaft „Inklusion an Oldenburger Schulen“ wird mit dem Jakob-Muth-Preis für inklusive Schule ausgezeichnet. Die Preisübergabe findet am Mittwoch, 21. Juni, in Rostock statt. Die AG hat den ersten Platz als Schulverbund belegt.

Seit fünf Jahren treffen sich Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der Stadt in einer Arbeitsgruppe, um die Umsetzung der Inklusion an Oldenburger Schulen voranzubringen. Die AG umfasst aktuell mehr als 60 Personen unter anderem aus Schulen, Stadtelternrat, Stadtschülerrat, Landesschulbehörde, Selbsthilfegruppen, freien Trägern, Universität, Politik und Stadtverwaltung. Zusammen entwickeln sie Maßnahmen und sprechen Empfehlungen aus, um den Weg zur Teilhabe und zum gemeinsamen Lernen in der Schule zu unterstützen.

Der Jakob-Muth-Preis wird seit 2009 von der Bertelsmann Stiftung, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, und der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. verliehen.
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»Teilhabe ist das Ziel, Inklusion ist der Weg«

05.05.2017 22:40 Uhr
von Carsten Lienemann

Zum 25-jährigen Jubiläum des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hätte das Wetter wirklich besser sein können. Immerhin, es hat nicht nennenswert geregnet an diesem 5. Mai 2017. Und gegen die niedrigen Temperaturen halfen Bewegung und die Rhythmen von Feuersalasamba. 

So zogen die Demonstrant_innen zwar in geringerer Zahl als in den Vorjahren, aber gewohnt phantasievoll vom Bahnhofsvorplatz durch die Innenstadt auf den Schlossplatz, um für eine echte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben zu demonstrieren.

»Wir gestalten unsere Stadt« ist das diesjährige Motto des bundesweiten »Aktionstages 5. Mai«. Bezogen auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung fällt Oldenburger_innen dabei unter anderem die Pflastererneuerung auf dem Rathausmarkt ein. »Manche Menschen bedauern dass die schönen alten Pflastersteine verschwinden, aber in einigen Jahren, wenn sie auf einen Rollator angewiesen sind, werden sie das möglicherweise anders sehen«, sagte Bürgermeisterin Christine Wolff in ihrem Grußwort. »Teilhabe ist das Ziel, Inklusion ist der Weg«, so Wolff. »Das Ziel ist erreicht, wenn wir das Wort ›Inklusion‹ nicht mehr brauchen«.

»Der 5. Mai ist seit über 20 Jahren der europäische Protesttag für Menschen mit Behinderung, und noch immer sind unsere Forderungen berechtigt«, betonte Eka Oehne von Selbstbestimmt Leben – Gemeinschaft Oldenburg (SeGOLd e. V.). Mit dem Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes am ersten Januar 2017 habe sich die Situation eher verschlechtert. Dieses Gesetz habe seinen Namen nicht verdient, es verstoße gegen Artikel 3 des Grundgesetzes und Artikel 4 der UN-Behindertenrechtskonvention. 

Den Kostenträgern wollte sie keinen Vorwurf machen, diese seien in dieser Situation genau so hilflos wie die Betroffenen. Sie wünsche sich vielmehr eine Lösung gemeinsam mit Kostenträgern, Bürger_innen und Betroffenen. »Wenn man über Menschenrechte redet, darf man nicht die Kostenfrage stellen«, so Oehne.

Zum Abschluss der Kundgebung gab es bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit für Gespräche und Begegnungen sowie Musik von »Kasjka and TheBestJans«.

Die Inklusionswoche dauert in diesem Jahr sogar 10 Tage und läuft bis zum 14. Mai. Hier ist das komplette Programm zum Download (pdf-Datei, 8 MB)

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Inklusionswoche 4. bis 14. Mai

02.05.2017 09:20 Uhr
Das Programm der 6. Oldenburger Inklusionswoche ist so umfangreich, dass es in einer Woche gar nicht unterzubringen ist. Es geht los mit der Eröffnung durch Bürgermeisterin Christine Wolff am Donnerstag, 04.05.2017 um 17:00 Uhr im Gymnasium Eversten, Theodor-Heuss-Str. 7, 26129 Oldenburg. Höhepunkt ist wie in jedem Jahr die Demonstration anlässlich des Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, die am Freitag, 05.05.2017 um 15:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz beginnt und nach einem Gang durch die Oldenburger Innenstadt auf dem Schlossplatz endet.

Die Kundgebung findet ab ca. 16.30 Uhr auf dem Schlossplatz statt, bei der die Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg Christine Wolff und Eka Oehne von SeGOld e.V. – Selbstbestimmt Leben Gemeinschaft Oldenburg sprechen werden. Die Redebeiträge werden in Gebärdensprache übersetzt. Nach der Kundgebung gibt es bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit für Gespräche und Begegnungen sowie Musik, auch zum Mittanzen und Mitsingen von der Band Kasjka and TheBestJans.

Ein breites Bündnis von verschiedenen Akteuren aus Oldenburg organisiert alljährlich anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen eine Demonstration in der Stadt. Unter dem Motto »Wir gestalten unsere Stadt« soll in diesem Jahr Inklusion vor Ort erlebbar gemacht werden. Das Aktionsbündnis »5. Mai« fragt deshalb, was Oldenburg braucht, um schöner und lebenswerter zu werden. »Mit der diesjährigen Inklusionswoche wollen wir Menschen ermutigen, einander kennenzulernen. Jeder ist anders, mit eigenen Stärken und Talenten. Wir möchten, dass Menschen einander begegnen und ihre Verschiedenheit als Bereicherung erkennen. Gemeinsam können wir viel in unserer Stadt bewegen«, sagt Meike Dittmar, Engagierte im Aktionsbündnis: »Wir möchten somit alle einladen, sich für ein besseres, inklusives Miteinander in Oldenburg einzusetzen.«

 Das Aktionsbündnis freut sich über eine zahlreiche Teilnahme bei der Demonstration und dem anschließenden Beisammensein. 
 
Das vollstänige Programm der Inklusionswoche ist auf oldenburg.de/inklusion zu finden (pdf, 8 MB).
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25 Jahre für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

10.03.2017 16:03 Uhr
von Frerk Hinrichs

Von den Kindern und Jugendlichen, die vor 25 Jahren im Haus Regenbogen gewohnt haben, ist nun keiner mehr da, berichtet Erzieherin Patricia Lippmann beim Jubiläumskaffee in der Wohngruppe. Einen habe sie neulich aber noch im Supermarkt an der Kasse gesehen. Für Lippmann ist das ein gutes Zeichen. Der Weg in die Selbständigkeit ist für diesen jungen Menschen gelungen. Das ist Lippmann und ihren jüngeren Kollegen wichtig. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen brauchen wegen ihrer Behinderungen zwar Unterstützung. Unser Ziel ist es aber, ihnen möglichst viel Selbständigkeit zu ermöglichen. So war es ein fröhliches 25jähriges Dienstjubiläum, das Patricia Lippmann am Dohlenweg feiern konnte. Es gratulierten Diakonie-Vorstand Uwe Kollmann, Einrichtungsleiterin Ute Dorczok und der 2. Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Klaus Schöning. Denn neben ihrer Erziehungstätigkeit im Haus Regenbogen engagiert sich Lippmann seit vielen Jahren für die Kolleginnen und Kollegen bei der Diakonie. Mittlerweile als Vorsitzende der Gemeinsame Mitarbeitervertretung im Diakonischen Werk der Ev. Luth. Kirche in Oldenburg.
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Spende fördert Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

27.01.2017 16:32 Uhr
Die Stiftung Teilhabe unterstützt die Einrichtung eines Außenarbeitsplatzes beim Oldenburger Staatstheater mit 2.400 €.

von Daniel Lüllmann
 
„Außenarbeitsplätze fördern die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“, sagt Gerhard Wessels (Geschäftsführer der Stiftung Teilhabe). Bei der Beschäftigungsform handelt es sich um begleitete Arbeit von Beschäftigten einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, erläutert Wessels. Diese Plätze ermöglichen es, dass Beschäftigte ihre Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten bei einem Arbeitgeber erweitern und so der Übergang in eine dauerhafte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefördert wird.

 

Die Stiftung Teilhabe unterstützt nun die Einrichtung eines solchen Arbeitsplatzes für einen Beschäftigten der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) in der Gastronomie des Oldenburger Staatstheaters mit 2.400 €. Davon stammen 1.000 € aus der Spende der Tischlerei und Aluausbauten Wessels GmbH. Geschäftsführer Johannes Wessels übergab die Spende gemeinsam mit Ehefrau Rita Wessels bei einem Besuch der GWO in dieser Woche. 
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Kino für die Ohren – Hörspiele selber machen!

17.01.2017 09:56 Uhr

Hörspielwochenende im Blauschimmel Atelier

Lust auf Kreativität, Musik und abenteuerliche Geschichten? Global Music Player und das Blauschimmel Atelier bieten vier Hörspielwochenenden kostenfrei an.

Lustige, abenteuerliche oder gruselige Geschichten, ein bisschen Musik, viel Fantasie und die Möglichkeit, unterschiedliche Rollen auszuprobieren und zu spielen in einer entspannten und lockeren Atmosphäre. Diese sind die Hauptzutaten für die vier Hörspielwochenenden, die im Blauschimmel Atelier an folgenden Terminen stattfinden: 21. und 22. Januar 2017, 04. und 05. Februar 2017, 18. und 19. Februar 2017 und 04. und 05. März 2017, jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr.

An jedem Wochenende können bis maximal 12 Teilnehmer_innen, unter der Leitung von Christian Jakober, ein Hörspiel gemeinsam entwickeln und aufnehmen. Die Teilnehmer erhalten dann die Hörspiele kostenlos auf CD zum immer wieder Hören oder zum Verschenken. Die Teilnahme ist für alle kostenfrei und sowohl an nur einem als auch an allen Wochenenden möglich. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!

Lust auf Kreativität und Abenteuer? Der besondere, außergewöhnliche Start ins neue Jahr noch nicht gefunden? Keine Pläne für die kalten Winterwochenenden? Dann raus aus dem Alltag und rein in die Hörspielwochenenden! Es gibt noch freie Plätze.

Anmeldungen unter: blauschimmel.atelier@ewetel.net oder 0441-2480999 oder direkt bei Christian Jakober unter 04486-921599.

Die Hörspielwochenenden sind eine Kooperation von Global Music Player und dem Blauschimmel Atelier. Sie werden gefördert durch Aktion Mensch.


Termine:
21. und 22. Januar 2017
04. und 05. Februar 2017
18. und 19. Februar 2017
04. und 05. März 2017

Uhrzeit:
jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr

Wo:
Im Blauschimmel Atelier, Klävemannstr. 16 (I. Stock), 26122 Oldenburg (barrierefreie Räume)

Was:
An jedem Wochenende ein Hörspiel entwickeln, gestalten, spielen und aufnehmen.

Ein Hörspiel pro Wochenende. Jedes Hörspiel ist dann auf CD kostenlos erhältlich.

Wer:
Leitung: Christian Jakober
Max. 12 Teilnehmer_innen pro Wochenende

Für alle offen!

Anmeldung:
blauschimmel.atelier@ewetel.net
0441-2480999
04486-921599

Kosten:
KOSTENFREI!!!
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Neue Informationsbroschüre für Menschen mit Hörbeeinträchtigung

30.12.2016 12:09 Uhr

Broschüre ist ab sofort erhältlich und im Internet abrufbar

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk GeHör – Gebärdensprache und Hören und dem Behindertenbeirat hat das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg eine Informationsbroschüre für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung veröffentlicht. Die ausführliche Übersicht entstand im Rahmen einer Abschlussarbeit der Studentin Lisa Feierabend von der Jade Hochschule Oldenburg. Die Broschüre ist im Gesundheitsamt, im Bürgerbüro Mitte und Nord oder als PDF-Dokument auf den Internetseiten der Stadt Oldenburg erhältlich. 

In dieser neuen Broschüre werden zahlreiche Adressen von Angeboten und Einrichtungen sowie Tipps für hörbeeinträchtigte Menschen gegeben und mit Symbolen gekennzeichnet. Anhand dieser Symbole ist zu erkennen, welche technischen Hilfsmittel und andere Hilfsangebote vorhanden sind. Hierzu gehören beispielsweise induktive Höranlagen, FM-Anlagen, Infrarot-Kopfhörer oder Untertitel sowie die Möglichkeit der Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetscher oder Mitarbeitern, die in den Einrichtungen über Gebärdensprachkompetenz verfügen.

Hören gilt als eine grundlegende Fähigkeit, um am täglichen Leben teilzunehmen. Durch ein vermindertes Hörvermögen werden Menschen in ihrem Alltag beeinträchtigt, zum Beispiel können die Kommunikationsfähigkeit oder die Orientierungsfähigkeit eingeschränkt sein. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind in Deutschland circa 17 Prozent aller Menschen von einer Einschränkung der Hörfähigkeit betroffen. Schwerhörigkeit und auch Tinnitus sind in Deutschland also weit verbreitet. Circa 60 Prozent der Bevölkerung ist zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens davon betroffen. Den größten Anteil davon machen Lärmschwerhörigkeit und Schwerhörigkeit im Alter aus.

Weitere Informationen gibt es beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-4444 oder im Internet unter www.oldenburg.de. 
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Abschluss des Berufsbildungsbereichs

21.12.2016 10:21 Uhr

24-monatige berufliche Qualifizierung beendet

In diesem Jahr beendeten gleich 26 Teilnehmer des Berufsbildungsbereichs der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO) ihre 24-monatige berufliche Qualifizierung. Zwei Jahre lang konnten die Teilnehmer die von ihnen gewählten Berufsfelder im Berufsbildungsbereich erkunden und so ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern.

Im festlichen Rahmen wurden den Absolventen von den Mitarbeitern des Berufsbildungsbereichs die Abschluss-Zertifikate übergeben und persönliche Erfolge hervorgehoben. An die Absolventen gerichtet sagte Silke Schiffler (Betriebsleiterin Berufsbildungsbereich), dass alle Teilnehmer stolz auf ihre Leistungen der vergangen zwei Jahre sein könnten. Mit ihrem Abschluss legen sie den Grundstein für ihr späteres Arbeitsleben, so Schiffler.

Der Berufsbildungsbereich ist eine von der Agentur für Arbeit geförderte berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, die zur Verbesserung der Eingliederungsmöglichkeiten in den allgemeinen Arbeitsmarkt oder dem Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen dient. 
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Neuer Vorstand für das Blauschimmel Atelier

21.12.2016 09:47 Uhr

Wechsel an der Spitze der inklusiven Kultureinrichtung

In der letzten Mitgliederversammlung des Blauschimmel Ateliers im November 2016, fand an der Spitze der inklusiven Kunst- und Kultureinrichtung ein Wechsel statt. Für die nächsten zwei Jahren wurden von den Mitgliedern des Vereins Herrn Sebastian Bartel (1. Vorsitz) und Frau Brigitte Gläser (2. Vorsitz) neu gewählt. Im ihrem Amt bestätigt wurde Frau Corinna Brenke (Schatzmeisterin). Frau Jasmin Wettich und Frau Ingrid Haake verabschiedeten sich aus dem Vorstand mit dem herzlichen Dank aller Mitglieder für ihre engagierte Arbeit der letzten Jahre.

Dem neuen Vorstand stehen einige Herausforderungen vor: Die erste Priorität ist, die Stelle einer Geschäftsführung für den Verein nachhaltig finanziell abzusichern und den bereits angefangenen Prozess des Generationenwechsels auch in den nächsten Jahren voranzutreiben. Auch die Erhaltung der professionellen künstlerischen Arbeit steht thematisch für den Vorstand im Vordergrund.

„Wir hoffen, dass in Zukunft noch mehr Menschen Spaß und Interesse daran haben, sich auch im kulturellen Bereich für ein gelungenes, inklusives und kreatives Miteinander zu engagieren“, so der neue Vorstand des Ateliers. Die Kontinuität in der Zielsetzung sowie die Arbeit an die zukunftsfähige Entwicklung des Vereins sind bei dieser Wahl in guten und engagierten Händen.
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Lehrplan „Inklusion als Menschenrecht“ veröffentlicht

09.12.2016 08:27 Uhr

Volkshochschule und Stadt Oldenburg erarbeiten „Curriculum für Diversität“

Im Rahmen des Kommunalen Aktionsplans Inklusion gibt die Stadt Oldenburg einen Lehrplan zur Vermittlung von Inklusion und Diversität heraus. Der Band „Inklusion als Menschenrecht – Curriculum für Diversität“ richtet sich an Lehrkräfte und Multiplikatoren, die Fort- und Weiterbildungen in Unternehmen, Verwaltungen, Vereinen und anderen Einrichtungen durchführen und ist kostenfrei erhältlich. Den Auftrag, die Inhalte der insgesamt neun Module des Lehrplans zu entwickeln, hatte die Volkshochschule Oldenburg erhalten.

„Das Curriculum vermittelt anschaulich, wie facettenreich Inklusion ist und wie wir für die Verbesserung der Teilhabe für alle in allen Lebensbereichen sensibilisieren können. Es soll all jenen als Ideengeber dienen, die in der Bildungslandschaft tätig sind, und in Unternehmen, Vereinen und Behörden Fort- und Weiterbildungen durchführen“, so Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg. 

„Die Erarbeitung des Curriculums hat sich sehr gelohnt und wir würden uns freuen, wenn sich dies auch in dem zukünftigen Interesse an diesen nicht nur individuellen, sondern auch gesellschaftspolitischen Themen ausdrücken wird“, sagt Andreas Gögel, Geschäftsführender Vorstand der VHS Oldenburg.

Inklusion wird als fortwährender, vor allem auch kommunikativer Prozess verstanden, der auf eine Haltung von gegenseitigem Respekt und Vielfalt aufbaut. Diversität bezeichnet die Unterschiedlichkeit und Vielfalt von Menschen und Lebensentwürfen und erkennt die Individualität aller Menschen an. 

Dementsprechend sind wesentliche Bestandteile des Curriculums Module zur Inklusion als Menschenrecht, Partizipation und Teilhabe, Vorurteilen und Diskriminierung begegnen ebenso wie Grundlagen der Kommunikation und des Konfliktmanagements. Auch Leichte und Einfache Sprache werden behandelt. Jedes Modul ist auf acht Unterrichtsstunden ausgelegt und bietet eine Einführung in das Thema, verschiedene Übungen für Einzel- oder Gruppenarbeit und Hinweise auf weiterführende Literatur.

„Nicht ohne mich über mich – dieser Satz, der wie kein anderer für Augenhöhe und gegenseitigen Respekt steht, war ein wichtiger Grundgedanke bei der Erstellung, aber auch für die bevorstehende Durchführung des Lehrplans“, sagt Susanne Jungkunz, Strategische Sozialplanung der Stadt Oldenburg. Das bestätigt auch Claudia Grove von der Volkshochschule: „Wir waren begeistert, dass bereits der Prozess der Erstellung so inklusiv gestaltet werden konnte. Viele Akteure aus Zivilgesellschaft und verschiedensten Einrichtungen haben in einem sehr kommunikativen Prozess ihre Sicht auf die Inhalte beigetragen und damit auch zu der Qualität des Lehrplans. Diese Teilhabe wurde durch den starken Wunsch getragen, ein tolles Produkt zu erstellen.“

Ziel des Curriculums ist es, die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass es vielfältige Zugänge zum Leben gibt. Mithilfe des Schneeballprinzips sollen nicht nur die Teilnehmenden der Fortbildungen, sondern auch Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen oder Bekannte erreicht werden. Um den Zugang so offen wie möglich zu halten, steht das Curriculum im Internet unter www.oldenburg.de/curriculum-inklusion zum Download bereit.
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5+1 – Ein besonderes Jubiläum für das Café Kurswechsel

11.11.2016 09:28 Uhr
von Daniel Lüllmann

Das Café Kurswechsel in der VHS feierte am 04.11. Jubiläum. Das Projekt, welches durch den durchgängigen Einsatz von Symbolen Menschen mit Behinderung die Arbeit in allen Gastronomiebereichen ermöglicht, ist in Oldenburg in dieser Form einmalig.

Im Jubiläumsjahr der Volkshochschule (VHS) feierte auch das Café Kurswechsel am 4. November Geburtstag. Seit mittlerweile sechs Jahren ist es ein beliebter Ort für „Kaffee, Kultur und Genuss“. Im Café Kurswechsel arbeiten 15 Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des gastronomischen Betriebs. Das Café ist ein Betrieb der Teilhabe gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO).

Außergewöhnlich war vor sechs Jahren die Idee, mit der die Bedingungen geschaffen werden sollten, um insbesondere die Barrieren für die Arbeit im Service abzubauen. Alle Informationen, auf den Angebotskarten, den Bestellblöcken und dem Kassensystem wurden „übersetzt“. Sie stehen im Café als Text und in einer Symboldarstellung zur Verfügung. Menschen, auch wenn sie nicht so gut oder nicht lesen können, können über diese Symbole den Inhalt der Informationen verstehen.

„Wir haben die ersten Jahre genutzt, um etwas auszuprobieren und um uns weiterzuentwickeln“, sagte Gerhard Wessels (Vorstand der GWO) bei seinen Grußworten an die geladenen Gäste. Mit einem positiven Ergebnis, wie Wessels feststellte: „Die Entscheidung in der VHS ein Café zu eröffnen, hat sich sehr gelohnt. Immer wieder besuchen uns andere Träger, um sich unser Modell anzuschauen. Der Betrieb läuft erfolgreich und mit der VHS haben wir einen guten Partner.“ Andreas Gögel (Geschäftsführer der VHS) bestätigte dies: „Das Café ist für uns ein integraler Bestandteil der VHS. Es hat zum Erfolg unseres Hauses beigetragen.“ Germaid Eilers-Dörfler (Bürgermeisterin Stadt Oldenburg) stellte in ihrer Rede den Stellenwert des Beitrags des Cafés zur Inklusion in Oldenburg heraus, indem sie darauf verwies, dass das Café Kurswechsel schon knapp anderthalb Jahre vor dem Rastbeschluss „Oldenburg will Inklusion“, gezeigt hat wie Teilhabe für Menschen mit Behinderung in der Praxis funktionieren kann.

Die Mitarbeiter stellten nach den Grußworten ihre Arbeit im Café den geladen Gästen vor. Für viele war es vor sechs Jahren ein großer Schritt, meist von einem Arbeitsplatz in der Werkstatt, ins Gastronomieprojekt zu wechseln. Ertan Aslan erzählt, dass er die Entscheidung an einer Pro und Contra Liste festmachte: „Das Café hatte letztlich mehr Punkte bekommen“, erinnert er sich. Eine Entscheidung die rückblickend richtig war, den er arbeitet seit Beginn gern im Café. Dem kann auch Dennis Meyer beipflichten, der seit über einem Jahr das Café leitet: „Alle Mitarbeiter sind stets hoch motiviert. Für mich ist dies ein großer Unterschied zu manch anderem klassischen gastronomischen Betrieb.“ Meyer sagt, dass die gute Stimmung im Team auch bei den Gästen ankommt.

So wünschen sich alle, dass das Café Kurswechsel noch für viele Jahre und Jubiläen der Ort für „Kaffee, Kultur und Genuss“ in der VHS bleibt.
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Eine gute Gemeinschaft feiert Jubiläum

14.10.2016 18:31 Uhr

Die Hausgemeinschaft an der Münnichstraße feierte ihr 10-jähriges Bestehen

von Daniel Lüllmann

Selbstbestimmt Leben und Wohnen ist das Ziel der Hausgemeinschaft an der Münnichstraße für Menschen mit Behinderung. Vor 10 Jahren wurde die Hausgemeinschaft durch die Zusammenarbeit zwischen der GSG Oldenburg und den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) gegründet. Ein freistehendes Wohnhaus der Wohnungsbaugesellschaft im Stadtteil Kreyenbrück wurde nach einer umfassenden Sanierung zum neuen Zuhause für sieben Menschen mit Behinderung. Dieses Jubiläum feierten nun die Bewohner gemeinsam mit Angehörigen und Wohnassistenten.

„Das Konzept war für die GWO eine Art Experiment, da erstmals ein ambulantes Angebot dieser Art in Oldenburg erprobt wurde.“ sagt Wolfgang Abend (Bereichsleiter Wohnen GWO). Die Idee hinter dem Projekt erläutert er so: „Die Bewohner mieten ihre eigene Wohnung im Haus und erhalten ambulant und nur punktuell Assistenz bei der Bewältigung ihres Alltags.“ Als Anlaufstelle wurde ein Büro im Haus eingerichtet. „Schnell war klar, dass dies ein gutes Modell ist und für alle Seiten funktioniert“, betont Abend. Die Bewohnerin Patrizia Brünjes bestätigt dies: „Wir haben hier eine gute Gemeinschaft und verstehen uns gut. Bei Kleinigkeiten helfen wir uns auch schon einmal gegenseitig“, sagt sie.

Heute dient die Hausgemeinschaft an der Münnichstraße den GWO als Blaupause für bestehende und künftige ambulante Wohnformen, wie das Projekt am Kielweg das Ende Dezember diesen Jahres eröffnet wird.
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Barrierefrei sind wir noch lange nicht

16.05.2016 07:10 Uhr
von Carsten Lienemann

Mit einem fröhlichen und bunten Zug demonstrierten am Freitag, 13. Mai, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung für Barrierefreiheit. Bei bestem Wetter starteten rund 500 Teilnehmer_innen um 16:30 Uhr am Bahnhofsvorplatz und kamen eineinhalb Stunden später über Pferdemarkt und Fußgängerzone am Schlossplatz zur abschließenden Kundgebung zusammen. Die Gruppe »FeuersalaSAMBA« sorgte dafür, dass der Demonstrationszug schon von weitem zu hören war und die Zuschauerinnen und Zuschauer in gute Stimmung versetzt waren. 

Denn bei aller Fröhlichkeit, das Thema der Demonstration ist sehr ernst. »Einfach für alle – gemeinsam für ein barrierefreies Oldenburg«, das ist keine Zustandsbeschreibung, sondern das Ziel, und das ist noch ein ganzen Stück weit entfernt. Petra Wontorra, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, nannte in Ihrer Rede auf der Kundgebung viele noch offene Probleme, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen. Oft seien es kleine bauliche Barrieren, von deren Beseitigung aber alle profitieren würden: »Eine barrierefrei zugängliche Umwelt ist für 10% der Bevölkerung zwingend erforderlich, für 30–40% notwendig und für 100% komfortabel«, so Wontorra.

Aber auch Sprache in Wort und Schrift ist eine mögliche Barriere. »Manchmal kann man mit der Leichten Sprache besser kommunizieren, das nützt nicht nur Menschen, die eine Lernbeeinträchtigung haben, sondern ist auch für Sprachneulinge gut oder für Menschen, die noch nicht so gut lesen können.«
In mehrfacher Hinsicht barrierefrei zugänglich müsse auch in die Bildung sein, außerdem müsse der Erste Arbeitsmarkt den Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht werden, inklusive Rückkehrmöglichkeit in die Werkstätten. Teilhabe und Teilnahme an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist und bleibe das erklärte Ziel der Inklusion.

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»OWI spannend«

10.05.2016 22:08 Uhr

Start der Inklusionswoche 2016

von Carsten Lienemann

»Einfach für alle – Gemeinsam für ein barrierefreies Oldenburg« – unter diesem Motto steht die Inklusionswoche Oldenburg 2016, die vom 9. bis zum 14. Mai dauert. Das Programm ist traditionell riesengroß. Wie schon in den Vorjahren werden auch dieses Mal zahlreiche Unterhaltungs-, Informations- und Mitmachveranstaltungen angeboten, die sich über die ganze Woche verteilen.

Eröffnet wurde die Inklusionswoche am Montag, 9. Mai, im Kulturzentrum PFL mit einer offenen Diskussionsrunde zum Stand der Inklusion in der Stadt. Das Rahmenprogramm steuerte die Zirkusgruppe der Helene-Lange-Schule und die Maskentheater-Gruppe des Blauschimmel-Ateliers bei. Das Grußwort der Stadt überbrachte die Erste Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler.

Oldenburg ist in Sachen Inklusion auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. So oder ähnlich sahen es alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der rund einstündigen Diskussion, die Manfred Scholz von oeins moderierte. Wie weit die Stadt bereits gekommen ist, darüber gab es naheliegenderweise unterschiedliche Auffassungen. Aber auch Barrieren unterschiedlicher Art werden verschieden schnell abgebaut. So sind bauliche Barrieren verhältnismäßg schnell erkannt und oft auch schnell beseitigt. »In öffentlichen Gebäuden sind wir da sehr weit, und wir versuchen auch, auf private Bauherren einzuwirken. Letzlich entscheidet oft das Geld«, erklärt Arend Bewernitz, Fachdienstleiter Bauordnung und Denkmalschutz der Stadt Oldenburg. »Weiche« Barrieren sind schwerer zu erkennen und zu beseitigen. Wiebke Hendeß, Behindertenberaterin des Studentenwerkes Oldenburg, regt an, Bedürfnisse auf allen Seiten zu äußern, um das gegenseitige Verständnis zu erleichtern und Berührungsängste zu nehmen. Felix Kohn vom Behindertenbeirat Oldenburg empfiehlt eine bessere Vernetzung, um die Verhältnisse auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Mindestens zwei Perspektiven spielen an den Hochschulen Oldenburgs eine Rolle. Prof. Dr. Frauke Koppelin untersucht an der Jade-Hochschule im Studiengang »Public Health« (Gesundheitswesen) Möglichkeiten und Wege zur besseren Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung. Gleiches gilt für Prof. Dr. Andrea Erdélyi, die sich an der Universität Oldenburg mit der Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung auseinandersetzt. Beide haben aber auch mit den Barrieren in der Hochschule selbst zu tun, seien es unüberwindbare Treppen oder Hilfen für seh- und hörbehinderte Studierende. »Unterstützung für Hörbehinderte ist teuer«, sagt Koppelin, aber abgesehen von einem Anrecht darauf, »gibt es auch Kurse in Gebärdensprache für hörende Studenten, die dann ihren nichthörenden Kommilitonen helfen können. Diese sind sehr gut besucht.«

Zum Thema »Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs« (ÖPNV) wies der Abteilungsleiter Marketing und Vertrieb der VWG, Morell Predoehl, darauf hin, dass »die Rampe für Rollatoren und Rollstühle von jeder Person aus- und wieder eingeklappt werden darf. Es muss nicht auf die Busfahrerin oder den Busfahrer gewartet werden.« Ansonsten zeige sich gerade bei dieser Thematik, dass hier oft Missverständnisse zwischen Fahrern und Fahrgästen mit einer Beeinträchtigung sowie beobachtenden anderen Fahrgästen aufträten, so Predoehl.

Der Landesbehindertenbeauftragte der Freien Hansestadt Bremen bat alle Beteiligten, keine »Rangliste der Benachteiligung verschiedener Betroffener« aufzustellen, sondern die gleichberechtigte Teilhabe, »von der wir noch weit entfernt sind«, für alle voranzubringen.

Die Diskussionsrunde war mit sieben Teilnehmer_innen möglicherweise zu groß, um einzelne Aspekte zu vertiefen. So ging es zum Thema Inklusion von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung kaum über die Erwähnung der Schwierigkeiten hinaus. Andererseits sollten weder an diesem Tag noch sollen in der Inklusionswoche insgesamt Lösungen gefunden, sondern Probleme benannt werden. Die Lösungen werden länger brauchen, wenn sie gut sein sollen.
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Gartenplanung mit Kinder aus Haus Regenbogen

29.02.2016 09:18 Uhr

Workshop bringt viele gute Ideen

von Frerk Hinrichs

In einem dreitägigen Workshop unter der Anleitung der IGP-Landschaftsarchitektin Sonja Hörster haben Einrichtungsleitung, Mitarbeitende, Kinder und Jugendliche von Haus Regenbogen die Gestaltung der Außenanlagen neu geplant. Jetzt ist es die Aufgabe der Architektin, Baupläne aus den Ideen der Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen zu erstellen und die Ausschreibungsunterlagen zu erstellen, erläutert Einrichtungsleiterin Ute Dorczok. Neben behindertengerechten Spielflächen und Aufenthaltsbereichen, waren Fragen zu Parkplätzen, Zuwegungen und Bewirtschaftung zu berücksichtigen, berichtet Hausmeister Ralf Niemann. Im Ergebnis werden Garten und Spielbereich deutliche attraktiver werden freut sich Dorczok. An den Planungen haben sich auch Diakonie-Vorstand Thomas Feld und Diakonie-Architektin Claudia Haake beteiligt, freut sich Dorczok. Sie ist sich sicher, das Planungen umso besser werden, je mehr sich beteiligen und ihre Sichtweise einbringen. Natürlich sind jetzt alle gespannt, wie es sich anfühlt, wenn es fertig ist.
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Kunst über vier Etagen

23.02.2016 09:47 Uhr

Ausstellung zum Kunstprojekt »Kunst im Quartier« im ARTrium der GSG

von Daniel Lüllmann

Selten gibt es in Ausstelllungen Kunstwerke von vielen verschiedenen Künstlern mit ganz unterschiedlichen Arbeits- und Malstilen zu sehen. Dass diese Werke trotzdem zusammenpassen können, zeigt nun die Ausstellung zum Projekt »Kunst im Quartier« des Ateliers Farbsinn der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO). Bis zum 29. April sind im ARTrium der GSG Kunstwerke von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aus allen Generationen zu sehen. Auf den vier Etagen des GSG Gebäudes an der Straßburger Straße 8 hängen die Bilder des inklusiven Projekts. Besucht werden kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der GSG: Mo – Mi.: 8:00 – 16:30 Uhr, Do.:  8:00 – 17:00 Uhr, Fr.: 8:00 – 13:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Besonders freute sich Klaus Kayser (stellv. Abteilungsleiter Instandhaltung und Vermietung GSG) bei seiner Eröffnungsrede, dass diese im wahrsten Sinne des Wortes vielfältige Ausstellung nun im GSG Gebäude zu sehen ist. Die GSG waren bei der Umsetzung des Projekts ein Partner. Weiterhin beteiligten sich die Kita Kurlandallee, die Ev. Kirchengemeinde,  das Kulturzentrum Rennplatzstraße und das Blauschimmel Atelier. So hob Thea Wilczura (Leiterin des Ateliers) hervor, was das Projekt ausmachte: »Das Projekt hat es geschafft verschiedene Menschen aus dem Stadtteil zusammenzubringen die gemeinsam kreativ waren.« Und genau das machte für Henning Erbs, einem Bewohner aus dem Stadtteil welcher das Angebot nutze, das künstlerische Zusammenwirken aus: »Kunst ist Vielfalt und Vielfalt ist Leben.«

 

Für alle Interessierten wird es ab April in Ohmstede eine neue Auflage des Projekts Kunst im Quartier geben, in der kostenlose Kunstkurse  und Workshops für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung angeboten werden. Möglich gemacht wird dies durch Spenden der Wirtschaftsvereinigung Kleiner Kreis, der Oldenburger Bürgerstiftung sowie der Unterstützung der Stadt Oldenburg. Informationen zum neuen Projekt gibt es beim Atelier Farbsinn: Email: atelier.farbsinn@googlemail.com oder telefonisch (04 41) 885 32 572

 

Projekt Kunst im Quartier 2015

Von April bis September 2015 wurden kostenlose Kunstkurse für alle interessierten Bürger im Atelier Farbsinn der GWO angeboten. Die Aktion Mensch und die Oldenburger Stiftung Teilhabe förderten das Vorhaben. Folgende Projektpartner beteiligen sich: GSG Oldenburg, Ev. Kirchengemeinde Ohmstede, Kindertagesstätte Kurlandallee, Kulturzentrum Rennplatz sowie das Blauschimmel Atelier. Das Projekt war mit komplett ausgebuchten Kursen, die Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ermöglichten, ein voller Erfolg.
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3.714,46 Euro für Kiola

17.01.2016 10:32 Uhr

Rotarier sammeln in der Innenstadt für Kinder mit Beeinträchtigungen

von Frerk Hinrichs

Nach einer gemeinsamen Aktion der Oldenburger Rotarier-Clubs und der Hilfe unterstützender Unternehmen konnte Ulf Heggenberger jetzt 3.714,46 Euro an die Kiola-Vorsitzende Ute Dorczok übergeben. Mit dem eigens für Kiola hergestellten Maskottchen in der Hand dankte Dorczok für die tolle Unterstützung des Projektes. Für Kiola soll ein Haus errichtet werden, in dem Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen aufgenommen und gepflegt werden können. Während dieses Aufenthaltes haben Eltern und Geschwister die Chance, sich vom anstrengenden Pflegealltag zu erholen. Je schneller wir bauen können, umso besser, erläutert Dorczok. Denn es gibt viele Familien, die auf solch eine Entlastung warten.
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Sozialdezernentin dankt Akteuren des Inklusionsprozesses

14.01.2016 07:00 Uhr

Zahlreiche Aktionen in 2015 befördern Inklusion in Oldenburg





Mit einem Empfang im Hüppe-Saal des Stadtmuseums hat sich Sozialdezernentin Dagmar Sachse im Namen der Stadt und von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei den Aktiven im Oldenburger Inklusionsprozess bedankt. Mit zahlreichen Maßnahmen und Veranstaltungen haben sie die Inklusion in Oldenburg im vergangenen Jahr befördert und auf notwendige Verbesserungen der Teilhabe Aller am öffentlichen Leben hingewiesen.

Besonderer Dank gilt beispielsweise dem Netzwerk Inklusionkonkret!, dessen Mitglieder die Umsetzung des Kommunalen Aktionsplans Inklusion kritisch begleiten, sowie der Agentur OpusEinhundert, die für das inklusive Tanzprojekt „Aus der neuen Welt“ verantwortlich zeichnet, an dem mehr als 130 Oldenburgerinnen und Oldenburger jeden Alters mitgewirkt hatten. Bereits seit mehreren Jahren und mit verschiedensten Aktionen unterstützen zudem die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und das Aktionsbündnis 5. Mai den Inklusionsprozess. Die Montag Stiftung begleitete zwischen 2013 und 2015 die städtischen Verantwortlichen, den Rat sowie die zivilgesellschaftlichen Gruppen im Inklusionsprozess. Das Aktionsbündnis richtet 2016 wie auch in den Vorjahren die Oldenburger Inklusionswoche aus.

Eine wichtige Veranstaltung war im vergangenen Jahr beispielsweise der Oldenburger Kulturdialog Inklusion: ein Fachtreffen zum Austausch von Kulturschaffenden und Anbietern kultureller Bildungsprojekte, das eine Diskussionsplattform für die Notwendigkeiten und Chancen von Inklusion im Kulturbetrieb und in der kulturellen Bildung geboten hat. Auch im Tourismus wurde der Inklusionsgedanke aufgegriffen: So nahmen rund 20 Gästeführerinnen und Gästeführer der Oldenburg Tourist und Marketing GmbH an einer umfassenden Schulung teil, die sie für die Bedürfnisse und Wünsche von älteren Menschen oder Menschen mit Behinderungen sensibilisieren sollte. Die Potenziale des barrierefreien Tourismus in Oldenburg wurden dabei deutlich gemacht.

Neben diesen Akteuren arbeiten vor allem auch die AG Inklusive Verwaltung für Oldenburg (IVO) sowie die AG Inklusion an Oldenburger Schulen kontinuierlich daran, den Inklusionsgedanken in Oldenburg zu verankern und die Teilhabe zu verbessern. Zur Umsetzung der inklusiven Schule hat die letztere Arbeitsgemeinschaft 2015 die zweite, aktualisierte Auflage des „Praxishandbuch Schule“ sowie den Band „Teilhabe ist das Ziel – der Weg heißt: Inklusion. Beiträge zur Umsetzung der Inklusion in Oldenburg“ herausgegeben.
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Anschub für neue kreative Begegnungen im Stadtteil Ohmstede

12.01.2016 09:17 Uhr
von Daniel Lüllmann

Der kleine Kreis e.V. fördert das Atelier Farbsinn der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) mit 6.500 Euro. Die Spende stammt aus der Summe die beim traditionellen Schlossabend im Dezember 2015 für karitative Zwecke gesammelt wurde. Mit dem Geld werden die GWO das erfolgreiche Projekt „Kunst im Quartier“ fortführen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam künstlerisch tätig waren.

Ein sehr gelungenes Inklusionsprojekt fortzuführen, das ermöglicht die Spende an das Atelier Farbsinn der GWO. Der kleine Kreis e.V. unterstützt die Fortführung  von „Kunst im Quartier“, welches im vergangenen Jahr von April bis September lief, mit 6500 Euro. Die Spende wurde am heutigen Tag übergeben.
 

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das Atelier erneut für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Ohmstede öffnen können. Die Nachfrage nach einer Fortsetzung des Projekts ist sehr groß.“, berichtet Gerhard Wessels (Vorstand der GWO). Das Vorläuferprojekt war Ort der Begegnung und künstlerischen Bildung und wurde durch die Förderung der Aktion Mensch und der Oldenburger Stiftung Teilhabe ermöglicht. Die kostenlosen Kurse, unter anderem zur Acrylmalerei, dem Maskenbau oder dem Anfertigen von Fotogrammen, wurden gut angenommen. Alle Plätze waren kurz nach der Veröffentlichung des Programms ausgebucht. Die entstanden Werke werden ab dem 18. Februar in einer Ausstellung im ARTrium der GSG gezeigt.

Auf diesen Erfolg möchten die GWO nun aufsatteln und ein neues inklusives Angebot für den Stadtteil Ohmstede initiieren. „Wir beginnen jetzt mit den Planungen für das neue Projekt. Ziel ist es, dass wir in diesem Frühjahr mit den ersten Workshops starten können.“ sagt Gerhard Wessels. So hofft er, durch die Fortführung auf viele weitere kreative Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. „Der Schlüssel für ein selbstverständliches Miteinander und eine gelungene Inklusion sind die persönlichen Begegnungen, die wir in ganz besondere Weise mit dem Medium Kunst und dem Angebot unseres Ateliers Farbsinn erreichen können.“ so Wessels.

„Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie mittels Kunst Brücken geschlagen werden können zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen, weshalb wir es auch gerne unterstützen“, ergänzt Prof. Dr. Heinz W. Appelhoff, Vorsitzender des KLEINEN KREISES.

Es gehört zur guten Tradition der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg, beim Schlossabend für karitative Zwecke zu sammeln. Rund 28500 Euro kamen so Anfang Dezember vergangenen Jahres zusammen. Am Schlossabend treffen sich alljährlich Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Verwaltung, um den Vortrag eines prominenten Gastes zu hören. Im Dezember 2015 sprach der Journalist und ehemalige ARD-Korrespondent für den Nahen und Mittleren Osten, Jörg Armbruster.


Weitere Spenden erhalten das Hospiz St. Peter in Oldenburg, das St. Vincenzhaus Cloppenburg und die Oldenburger Initiative pro:connect.
 

Weitere Infos zum Kunstprojekt und dem Atelier Farbsinn auch unter:
http://wfbm-oldenburg.de/DE/kunstgruppe.php
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