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Energie

Neue Fördermöglichkeiten zur Photovoltaik

16.04.2021 15:02 Uhr

Förderprogramm der Stadt jetzt auch für Altanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen

Die Stadt erweitert das städtische Förderprogramm für Photovoltaik-Anlagen in einem wesentlichen Punkt. Es gilt jetzt auch für Altanlagen, die aus der Förderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz herausfallen würden. „Das städtische Förderprogramm Photovoltaik ist innerhalb kürzester Zeit zu einem wesentlichen Baustein der städtischen Klimaschutzstrategie geworden. Durch eine finanzielle Aufstockung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wird eine Erweiterung des Förderangebotes möglich, die nun auch Altanlagen umfasst“, so Dr. Sven Uhrhan, Umweltdezernent der Stadt Oldenburg.

Seit Ende 2020 fallen erste PV-Anlagen aus der Förderung nach dem Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG). Dies bedeutet, dass der erzeugte Strom aus diesen Anlagen dann nur noch über einen sogenannten Jahresmarktwert, der aktuell bei ca. 3,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) liegt, vergütet wird. Um einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb zu sichern, kann die PV-Anlage aber auf eine Überschusseinspeisung umgestellt werden. Die Überschusseinspeisung ermöglicht den Eigenverbrauch des PV-Stroms und ersetzt den Strombezug aus externen Quellen. Die Umstellung erfolgt hierbei in zwei Schritten: Zunächst wird der Stromzähler durch EWE NETZ getauscht und die PV-Anlage dann durch einen Fach-Elektroinstallateur auf den Hausanschluss umgestellt. Im Regelfall ist letzteres in zwei bis drei Stunden erledigt und kostet etwa 350 Euro. Die Kosten für den Zählertausch in Höhe von 150 Euro werden von der Stadt übernommen. Der dafür notwendige Förderantrag kann im Vorfeld bei der Stadt Oldenburg, Fachdienst Umweltmanagement, gestellt werden.

Die Stadt Oldenburg möchte mit dem neuen Förderangebot einen Anreiz schaffen, dass PV-Altanlagen noch viele Jahre weiter genutzt werden können.

Weitere Informationen zu Förderanträgen und Beratungen für Photovoltaikanlagen gibt es im Internet auf www.oldenburg.de/energie (Stichwort Förderung) oder telefonisch bei Tarek Abu-Ghazaleh unter 235-2847.
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Licht-Check für Oldenburger Unternehmen

02.10.2020 16:11 Uhr

Klima(+)Unternehmen bietet kostenfreies Beratungsangebot

Eine gute Beleuchtung am Arbeitsplatz sorgt nicht nur für Wohlbefinden, sondern kann auch die Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steigern. Die städtische Initiative klima(+)Unternehmen unterstützt Betriebe in Oldenburg bei der Suche nach der richtigen Beleuchtung. Mit der zeitlich begrenzten Aktion „Licht-Check 2020“ ermittelt eine unabhängige Sachverständige oder ein unabhängiger Sachverständiger vor Ort das Verbesserungspotenzial der Beleuchtung hinsichtlich Energieeffizienz, Lichtqualität und Wirtschaftlichkeit. Die Beratung ist durch den städtischen Zuschuss in der Regel kostenlos.

Die Initialberatung analysiert, ob eine Umrüstung auf eine energieeffizientere Beleuchtungstechnik möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Einsatzzweck der Beleuchtung steht dabei im Fokus.

Für den „Licht-Check 2020“ sind noch Beratungsplätze frei. Anmeldungen sind ab sofort im Internet unter www.klimaplus-unternehmen.de möglich. Die Beratungstermine finden von Oktober bis Dezember statt. Weitere Informationen gibt es bei Ataman Erönü per Telefon unter 0441 235 -3615 oder per E-Mail an ataman.eroenue@stadt-oldenburg.de.
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Energieberater informieren zu Solarstrom auf dem eigenen Dach

19.05.2020 18:32 Uhr
Oldenburger Haushalte können ab Montag, 25. Mai, bei der Stadt Oldenburg wieder eine geförderte Solarberatung mit reduziertem Eigenanteil beantragen. Die Beratung hat einen Gesamtwert in Höhe von 125 Euro. Die ersten 50 Antragstellerinnen und Antragsteller zahlen lediglich 25 Euro, statt den üblichen 50 Euro Eigenanteil. Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter eines Elektroautos zahlen für die Beratung grundsätzlich keinen Eigenanteil. Hier übernimmt die Stadt zugunsten einer klimagerechten E-Mobilität die vollen Beratungskosten.

Der von der Stadt Oldenburg angebotene Solarstrom-Check informiert in einer etwa 45-minütigen Beratung Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer darüber, wie sie mit einer Photovoltaikanlage selbst Strom produzieren können. Ein unabhängiger Solarexperte beantwortet dabei außerdem Fragen zu Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Fördermitteln. Dabei werden zudem Fragen zu Speichermöglichkeiten auch unter Einbeziehung von E-Mobilität beantwortet.

Im Anschluss an die Beratung gibt es ein Beratungsprotokoll und eine Informationsmappe mit weiteren Informationen zur Photovoltaiktechnik. Die Aktion „Solarstrom-Check“ wird von mehreren unabhängigen Energieberatern im Auftrag der Stadt Oldenburg durchgeführt. Ziel ist es, durch ein qualifiziertes und unabhängiges Beratungsangebot den dezentralen Einsatz von Solarenergie vorrangig zur Eigennutzung zu stärken.

Beratungstermine gibt es bei der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-2847 sowie im Internet unter www.oldenburg.de/energie (Stichwort Förderung).
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Energieeffizienz in der Kältetechnik

03.04.2019 19:33 Uhr

Veranstaltungsreihe „Klima(+)Unternehmen“ informiert am 5. April bei Famila

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Klima(+)Unternehmen“ bietet die Stadt Oldenburg einen Vortrag zum Thema „Energieeffizienzmaßnahmen in der Kältetechnik“ an. Er findet am Freitag, 5. April, von 13 bis 14.30 Uhr im Center-Management bei Famila Wechloy, Posthalterweg 10, statt. Es referieren Hans H. Boeck (Büro für Energie und Umwelttechnik) und Ataman Erönü (Stadt Oldenburg). Treffpunkt ist am i-Point in der Mall. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Referenten informieren über die Vermeidung von unnötiger Kälteerzeugung und beantworten Fragen wie „Welche Arten von Verdichtern gibt es?“ „Welches Kältemittel ist für welchen Ansatz vorzusehen?“ und „Welche Auswirkung hat die Komponentenauswahl auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage?“

Um eine Anmeldung wird gebeten online unter http://klimaplus-unternehmen.de (Veranstaltungen) oder direkt bei Ataman Erönü (Stadt Oldenburg, Fachdienst Umweltmanagement), Telefon 0441 235-3486, oder per E-Mail an ataman.eroenue@stadt-oldenburg.de.
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Infos zu energieeffizientem Bauen

13.02.2019 10:03 Uhr

Klima(+)Oldenburg berät auf der NordHAUS-Messe vom 22. bis 24. Februar

Wer sein Zuhause modernisieren möchte, kann sich wertvolle Expertentipps auf der NordHAUS-Messe holen. Am Stand von Klima(+)Oldenburg (Große EWE Arena, Stand5350) beraten unabhängige Energieexperten zur energetischen Sanierung des eigenen Hauses.

Dieses kostenfreie Angebot kann zudem noch mit einem freien Messeeintritt verbunden werden, wenn man sich im Vorfeld verbindlich zu einem Beratungsgespräch anmeldet.Infos gibt es unter energie@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter Tel. 0441 235-2144.
Viele Fachvorträge zur energieeffizienten Altbausanierung, Effizienzhäuser im Vergleich, Heizen mit regenerativen Energien und Nutzen von Fördermitteln ergänzen das Angebot.

„Die NordHAUS-Messe ist eine hervorragende Gelegenheit sich bei einer geplanten Gebäudesanierung neutral, kostenlos und kompetent beraten zu lassen. Damit können Fehler, sinnlose Geldausgaben und viel Ärger von Anfang an vermieden werden“, so Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement der Stadt Oldenburg.Vorfreude herrscht auch im Organisationsteam der NordHAUS. „Die Baumesse zeichnet sich seit jeher durch das große Beratungsangebot von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Sachverständigen aus. Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit Klima(+)Oldenburg sehr willkommen und wir freuen uns auf das tolle Angebot für unsere Messegäste“, sagt Sven Möhlmann, Projektleiter der NordHAUS 2019.

Weitere Informationen im Internet unter www.klimaplus-oldenburg.de oder bei der Stadt Oldenburg unter www.oldenburg.de.
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Klima(+)Infomontag: Innovative Energieversorgung – zwischen Autarkie und Wirtschaftlichkeit

04.06.2018 22:11 Uhr
Am Montag, 11. Juni, lädt Klima(+)Oldenburg um 18 Uhr zu dem Vortrag „Innovative Energieversorgung – zwischen Autarkie und Wirtschaftlichkeit“ ein. Der Referent ist Tony Otten von der Firma SILASolar. Die Teilnahme ist kostenfrei. Veranstaltungsort ist das Forum Alte Fleiwa (Alte Fleiwa 1, direkt am Turm).

Der Referent stellt in dem Vortrag dar, wie man mit einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach die Energiewende selber in die eigene Hand nehmen kann und gleichzeitig das eigene Portemonnaie entlastet. Über dezentrale Anlagen wird die Energieversorgung unabhängiger und effizienter und in Kombination mit einem Speicher lassen sich bis zu 65 Prozent des Stromverbrauchs selber erzeugen.
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Klima(+)Infomontag: Qualitätskontrolle bei der Altbausanierung

10.05.2018 10:54 Uhr
Am Montag, 28. Mai, lädt Klima(+)Oldenburg um 18 Uhr zu dem Vortrag „Qualitätskontrolle bei der Altbausanierung“ ein. Der Referent ist Theo Reuter von der Firma Baudiagnostik Reuter. Die Teilnahme ist kostenfrei. Veranstaltungsort ist das Forum Alte Fleiwa (Alte Fleiwa 1, direkt am Turm).

Damit eine energieeffiziente Sanierung gelingt, sind gute Planung und Ausführung unerlässlich. Trotzdem kann es zu Verarbeitungsmängeln kommen. Entscheidend ist, dass Mängel noch während der Bauphase entdeckt und beseitigt werden, da eine Beseitigung nach Abschluss der Baus häufig sehr aufwendig oder nicht mehr möglich ist. 

Vorgestellt werden unter anderem die Luftdichtigkeitsprüfung und die thermografische Untersuchung. Untersuchungen der Luftdichtigkeit sind vor allem beim Austausch von Fenstern und bei der Dachsanierung sinnvoll. Thermografische Untersuchungen zeigen, ob Dämmung richtig verarbeitet wurde. Oft ist die gleichzeitige Kombination beider Methoden sinnvoll.
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Aktion Solar-Check startet

20.04.2018 10:57 Uhr

Stadt fördert Beratung durch unabhängige Solarexperten

Hauseigentümer können vom 23. April an bei der Stadt Oldenburg eine Solarberatung beantragen. Die etwa einstündige Beratung kostet 150 Euro, davon trägt die Stadt die Hälfte der Kosten. Der Eigenanteil für die ersten 50 Antragsteller beträgt sogar nur 25 Euro.

Der gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen angebotene Solar-Check informiert Hauseigentümer darüber, wie man mit einer Solarwärmeanlage die Heizung unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage selbst Strom produzieren kann. Ein unabhängiger Solarexperte beantwortet dabei außerdem Fragen zu Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Fördermitteln sowie zu Speichermöglichkeiten der selbsterzeugten Solarenergie. 

„Dass sich Solarstrom nicht mehr lohnt, ist ein sehr hartnäckiges Gerücht. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Investitionskosten einer hauseigenen Photovoltaikanlage sind überschaubar und die Technik ist ausgereift. Wenn ein gewisser Anteil an Strom auch selbst verbraucht werden kann, refinanziert sich die Anlage relativ schnell“, sagt Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement der Stadt Oldenburg.

In der Zeit, in der die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert als im Haushalt verbraucht wird, kann der überschüssige Strom mit Hilfe eines Hausspeichersystems zwischengespeichert und später für den Eigenverbrauch genutzt werden. Alternativ wird der überschüssige Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist und mit einem festen Kilowattpreis über 20 Jahre lang vergütet. 

Die Beratungskampagne beginnt am 23. April und dauert bis zum 31. August 2018. Die Anzahl an geförderten Beratungen ist begrenzt. Beratungstermine gibt es ab sofort bei der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235 2847 oder 235 2144. Antragsformulare sind auch unter www.oldenburg.de/energie (Stichwort Förderung) erhältlich.
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Energiesparen macht seit 20 Jahren erfolgreich Schule

23.03.2018 23:02 Uhr

Projekt „abgedreht?!“ verdient sich gute Noten – Feier und Urkundenübergabe am 10. April

Wenn Abschalten im Unterricht ausdrücklich erlaubt ist: Das Energiesparprojekt „abgedreht?!“ ist ein Erfolgsmodell. Seit 1997 erhalten Oldenburger Schulen über ein Prämiensystem Anreize zur dauerhaften Senkung der Energie- und Wasserverbräuche und erzielen dabei bemerkenswerte Resultate. Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der städtischen Klimaschutz- und Umweltbildungsstrategie und wird Jahr für Jahr mit großem Elan umgesetzt. 

„Selten überleben Projekte eine so lange Zeit in fast unveränderter Form“, betont Gerd Iwanuk, Leiter des für das Projekt von Beginn an zuständigen Fachdienstes Umweltmanagement der Stadt Oldenburg. „Das Erfolgsrezept ist einfach: Energiesparen wird belohnt, und es gibt nur Gewinner. Das sind hochmotivierte Schülerinnen und Schüler, die mit Begeisterung bei der Sache sind und für sich und ihre Schulen lukrative Geldprämien erwirtschaften.“ In der Klimaschutzstrategie der Stadt sei dieses „Sympathieprojekt“ gar nicht wegzudenken, so Iwanuk.

Die Einsparungen werden allein durch nichtinvestive Maßnahmen erreicht, zum Beispiel durch die Minimierung von Standby-Verbräuchen, den bewussten Umgang mit Beleuchtung und Raumheizung, ein gezieltes Lüftungsverhalten oder den sparsamen Umgang mit Wasser. In der Summe sind so Energiekosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro und mehr als 15.000 Tonnen CO? eingespart worden. Die an die Schulen seit 1997 ausgezahlten Prämien summieren sich auf 1,4 Millionen Euro. Inzwischen nehmen 37 Schulen an „abgedreht?!“ teil, weitere Schulen haben Interesse bekundet. 

Die Projektleitung liegt beim Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg, der die Schulen bei möglichen Sparmaßnahmen berät und unterstützt, Energieeinsparungen ermittelt und die Prämien errechnet. Das Regionale Umweltbildungszentrum der Stadt Oldenburg (RUZ) bietet den Schulen zudem eine passgenaue Lehrer- und Schülerfortbildung an.

Zum Jubiläum „20 Jahre Energiesparprojekt ,abgedreht?!‘“ sind Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen für Dienstag, 10. April, zum RUZ in die Grundschule Hogenkamp eingeladen, wo ihnen auch die Urkunden für die im Abrechnungsjahr 2016 erzielten Einsparerfolge überreicht werden.

Mehr Informationen gibt es online unter www.oldenburg.de/energie.
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Stadt richtet Energieberatungsstelle im „Zukunftsquartier Nadorst“ ein

07.03.2018 10:14 Uhr

Kampf gegen Schimmel ist Schwerpunktthema im März und April

Für das „Zukunftsquartier Nadorst“ (im Bereich Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp) hat die Stadt Oldenburg eine Energieberatungsstelle im Gemeindezentrum Nadorst, Hartenkamp 18, eingerichtet. Ziel ist es, vorrangig Eigentümer und Mieter dieses Quartiers, darüber hinaus aber auch aus ganz Nadorst, kostenlos und neutral über Möglichkeiten des Energiesparens zu informieren. 

Erfahrungen zeigen, dass in den meisten Haushalten Energiekosten von mindestens einem Viertel eingespart werden können – oftmals mit einfachen Mitteln, zum Beispiel mit optimierten Einstellungen von Heizungspumpen, Reglern, Heizkurven und Raumtemperaturen, mit einer bedarfsgesteuerten Warmwasserbereitung oder dem Austausch von stromfressenden Haushaltsgeräten und alten Glühlampen.

Die Energieberatungsstelle ist mit Ausnahme von Ferienzeiten jeden zweiten Dienstag im Monat von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Für die Beratungstermine am 13. März und 10. April steht das Thema „Schimmel im Haus –Was nun?“ im Fokus. In älteren und bislang energetisch nicht oder nur teilweise sanierten Häusern bilden sich an Gebäudeecken und Fensterlaibungen leicht Schimmelflecken. Erklärt wird, warum der Schimmel bei Kälte so gut wächst, wie man ihn fachgerecht entfernt und wie man dafür sorgt, dass sich kein Schimmel mehr bildet.

Weitere Beratungsschwerpunkte sind: 
• energiesparendes Bauen
• energetische Gebäude- und Anlagensanierung 
• Optimierung von Heizungsanlagen
• Nutzung regenerativer Energien 
• Wärmebrücken, Luftundichtigkeiten
• energiesparende Haushaltsgeräte
• verschiedene Fördermöglichkeiten
• Energiesparverhalten
• Feuchtigkeits- und Schimmelvermeidung

Neben der kostenlosen Beratung im Gemeindezentrum Nadorst besteht auch die Möglichkeit, Termine für eine Energieberatung bei sich zu Hause zu vereinbaren. Eine Anmeldung für eine Beratung ist nicht notwendig. Mitgebracht werden können Energieabrechnungen und/oder Gebäudepläne. Als Ansprechpartnerin fungiert Bärbel Dreyer-Schierz, Fachdienst Umweltmanagement, Telefon 0441 235-3893, E-Mail: baerbel.dreyer-schierz@stadt-oldenburg.de 

Hilfestellung zu den oben genannten Themen gibt es auch bei der Energieberatung von Klima(+)Oldenburg; mehr Informationen sind unter www.klimaplus-oldenburg.de zu finden.
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Sonnenenergie: Oldenburgs Dächer gut geeignet

01.02.2018 19:20 Uhr

Neues Solar- und Gründachkataster der Stadt zeigt per Mausklick Potenziale auf

Immer mehr Immobilienbesitzer stellen sich die Frage, ob sich eine Solaranlage auf dem eigenen Haus lohnt. Mit dem neuen Solardachkataster der Stadt Oldenburg erhalten Hauseigentümer per Mausklick die Information, wie gut das eigene Haus für eine Photovoltaikanlage geeignet ist. Ein Wirtschaftlichkeitsrechner ermöglicht es, nicht nur den Ertrag aus der Netzeinspeisung, sondern auch die Einsparungen aus dem Eigenverbrauch des auf dem Dach gewonnen Stroms zu berücksichtigen.

Bislang sind von den rund 96.000 Gebäudedächern in der Stadt Oldenburg rund 1.300 Dächer mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Insgesamt sind aber sogar 50 Prozent gut geeignet, per Solaranlage Strom mit Sonnenenergie zu erzeugen oder Wasser zu erwärmen. Durch die vollständige Nutzung aller rentablen Flächen könnten rein rechnerisch der private Strombedarf in der Stadt Oldenburg mehrfach gedeckt werden. Dies bescheinigen Berechnungen der Firma „Tetraeder Solar“. Das Unternehmen hat im Auftrag der Stadt Oldenburg das Solardachkataster für das Stadtgebiet erstellt.

„Das Solarkataster der Stadt Oldenburg sorgt für mehr Klarheit und Transparenz. Das neue, nutzerfreundliche Angebot ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Umsetzung der städtischen Klimaschutzstrategie. Es zeigt das Solarpotenzial der einzelnen Gebäude auf und gibt interessierten Hausbesitzern und Unternehmen bei einer Eignung des Gebäudes auch detaillierte Informationen und einen individuellen Vorschlag für eine eigene Anlage an die Hand, um selbst zum Energieproduzenten und Klimaschützer zu werden“, erklärt Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement der Stadt Oldenburg.

Das neue Kataster beinhaltet auch einen Solarthermie-Rechner. Im Gegensatz zu einer Photovoltaikanlage, die aus Sonnenenergie Strom gewinnt, erzeugt eine Solarthermieanlage Warmwasser, die zur allgemeinen Warmwasserversorgung und Heizungsunterstützung genutzt werden kann. Der Rechner hilft, eine optimale Anlagengröße zu ermitteln. Hierfür können die Werte an die eigenen Bedürfnisse und an die Gegebenheiten des Hauses angepasst werden.

In Kooperation mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) wurde das Solardachkataster durch ein Gründachkataster ergänzt. „Ein Gründach hat viele Vorteile“, weiß Reinhard Hövel, Sachgebietsleiter Planung und Bau des OOWV. „Gründächer tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei und bieten Pflanzen und Tieren zusätzlichen Lebensraum“, so Hövel. „Darüber hinaus werden Niederschläge zu einem großen Teil gebunden oder verzögert abgegeben.“ Bei Starkregen könne der Spitzenabfluss deutlich reduziert und das kommunale Entwässerungssystem entlastet werden.

Photovoltaik und Dachbegrünung schließen sich nicht aus – ganz im Gegenteil: Eine Kombination ist sinnvoll. Ein begrüntes Dach sorgt für niedrigere Umgebungstemperaturen auf dem Dach. Dadurch heizen sich die Solarmodule weniger auf und liefern mehr Ertrag. 

Das Solar- und Gründachkataster ist online abrufbar unter www.oldenburg.de/solardachkataster
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Wiederholung: Klima(+)Infomontag: „Schimmel im Haus – was tun?“

28.01.2018 19:14 Uhr
Der Vortrag „Schimmel im Haus – was tun?“ von vergangenem Montag (22. Januar) wird aufgrund der großen Nachfrage wiederholt. Termin ist Montag, der 26. Februar, wieder um 18 Uhr im Forum Alte Fleiwa (Alte Fleiwa 1, direkt am Turm). Der Veranstaltungsraum ist dieses Mal das Audimax mit 200 Sitzplätzen.

Der Referent, Dr. Holger Glaus, ist Mikrobiologe und Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zu dem Vortrag am vergangen Montag waren über 150 Besucher gekommen. 

Gerade im Winter ist das Thema Schimmel wieder aktuell. Vor allem in älteren und bislang energetisch nicht oder nur teilweise sanierten Häusern mit Baujahr vor 1978 bilden sich an Fensterlaibungen, Außenwänden und hinter Möbeln oft unschöne Flecken. Aber auch in jüngeren Gebäuden können solche Probleme durchaus auftreten. Der Vortrag klärt auf, warum der Schimmel bei Kälte so gut wächst, wie man ihn fachgerecht entfernt und wie man dafür sorgt, dass sich kein Schimmel mehr bildet.
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Energie aus der Kanalisation beheizt 90 Wohnungen

15.11.2017 21:33 Uhr

Neubauquartier Wechloyer Tor: Großprojekt zur Abwasserwärmenutzung wird realisiert

Wenn der Badewannen-Stöpsel gezogen wird, fließen schon mal 150 Liter warmes Wasser in die Kanalisation. Nudelwasser abgießen: drei Liter, fast noch kochend. Auch aus Geschirrspüler, Waschmaschine und Dusche flutet regelmäßig heißes Wasser in die Leitung. Das Energiepotential, das im Abwasser steckt, soll im Oldenburger Neubauquartier „Wechloyer Tor“ genutzt werden. An der Ammerländer Heerstraße sollen 8.000 Quadratmeter Wohnfläche künftig mit Abwasserwärme beheizt werden. Es handelt sich hierbei um das zweite Kooperationsprojekt zur Abwasserwärmenutzung, das von der Stadt Oldenburg initiiert wurde. Für das erste Projekt am Alten Stadthafen wurde die Stadt als „Niedersächsische Klimakommune 2016“ ausgezeichnet. 

Bauherr ist diesmal die BPO Businesspark Oldenburg GmbH, die auf dem Gelände der Alten Netzfabrik den Wohnpark „Wechloyer Tor“ errichtet. Für die Planung der Energie¬zen¬trale zeichnet die Firma ECO.S Energieconsulting Stodtmeister verantwortlich. 

Das energetische Konzept ist so aufgebaut, dass die Wärme des Abwassers über einen speziellen Wärmeübertrager entzogen und über eine Wärmepumpe auf das benötigte Temperaturniveau gebracht wird. Anders als am Stadthafen, wo den Investoren ein begehbarer Abwasserkanal zum Einbau der Wärmeübertragerelemente zur Verfügung steht, erfolgt der Einbau am Wechloyer Tor in einen Kanal, der nur einen halben Meter Durchmesser hat. Stück für Stück werden die einen Meter langen Elemente in den Kanal eingebracht, die sich dann zu einem insgesamt 52 Meter langen Wärmeübertrager zusammensetzen. „Wärmerückgewinnungsanlagen in einem so kleinen Kanal kann man weltweit noch an einer Hand abzählen“, erläutert Wolfram Stodtmeister von ECO.S.

„Durch den Kanal läuft das Abwasser von 20.?000 Haushalten aus Ofen und Ofenerdiek Richtung Kläranlage. Das Abwasser hat eine ganzjährige Temperatur von mindestens 9,5 Grad Celsius“, weiß Reinhard Hövel, Sachgebietsleiter Planung und Bau des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), der das Projekt von Anfang an begleitet hat. Früh eingebunden war auch das Institut für Rohrleitungsbau (iro) an der Jade Hochschule Oldenburg. 

Mike Böge vom iro erinnert sich: „Auf den ersten Blick erschien uns der Kanal nicht optimal, da zum damaligen Zeitpunkt keine belastbaren Erfahrungen mit dem Einbau von Wärmeübertragern in nicht begehbare Kanäle vorlagen.“ Gerd Iwanuk, Fachdienstleiter im Umweltmanagement der Stadt Oldenburg, sagt: „Unsere Zielsetzung war es von Anfang an, zusammen mit den Investoren eine geeignete Standortlösung zu finden. Bei allen großen Bauvorhaben führen wir mit den Investoren Gespräche zum Energiekonzept.“ Neben Anforderungen an Klimaschutz und Nachhaltigkeit müsse das Konzept den Nutzern eine langfristige und preiswerte Energieversorgung bieten, so Iwanuk weiter. „Wir hatten in diesem Projekt das Glück, dass die Investoren sehr aufgeschlossen gegenüber Innovationen waren und das Energiekonzept in einer sehr frühen Projektphase angegangen wurde.“

Mit Hilfe des Abwasserwärmeübertragers erzeugt eine Wärmepumpe eine Wärmeleistung von 55 kW für Heizung und Warmwasserbereitung. Hinzu kommen 16 kW, die aus der Abluft der 90 Wohnungen zurückgewonnen werden. Rund 75 Prozent des Wärmebedarfs der Wohnungen werden damit umweltfreundlich aus Abwärme gewonnen. Der Wärmepumpenbetrieb kann dadurch besonders effizient und kostengünstigen erfolgen. Ein Erdgaskessel dient zur Abdeckung der Spitzenlasten von bis zu 200 kW, die nur bei sehr niedrigen Außentemperaturen auftreten.
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Wohnhaus und Kraftwerk zugleich

20.09.2017 20:12 Uhr

Stadt fördert „Effizienzhaus Plus“-Häuser – Energieverbraucher werden zu Energieerzeugern

Zukunftsweisend für energetisch optimiertes, modernes Wohnen: Die Stadt Oldenburg unterstützt private Bauherren beim Neubau von selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern im Gebiet der Stadt Oldenburg, wenn die energetischen Standards über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen und den Standard eines „Effizienzhaus Plus“ erreichen. Ein „Effizienzhaus Plus“ erzeugt in der Jahresbilanz mehr Energie als es verbraucht. Dabei wird über die aktuellen Vorgaben des Gesetzgebers hinaus auch der Verbrauch an Haushaltsstrom mit einbezogen und ein möglichst hoher Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom gefordert. Die Förderung besteht aus einem Barzuschuss in Höhe von 10.000 Euro je Gebäude. 

Bereits in den Jahren 2012 bis 2016 wurden auf Grundlage des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes im Stadtgebiet Oldenburg energieeffiziente Neubauten bezuschusst. Dabei handelte es sich um ein Fördervolumen von insgesamt 430.000 Euro. Der Schwerpunkt lag mit etwa 200 Wohneinheiten beim „Effizienzhaus 55“. Darüber hinaus wurden etwa 80 Wohneinheiten im „Effizienzhausstandard 40“ und vier Wohneinheiten im Standard „Effizienzhaus Plus“ gefördert.

Mit der letzten Verschärfung der Energieeinsparverordnung im März 2016 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihre Förderprogramme für die Effizienzhäuser 55 und 40 deutlich verbessert. Die sehr günstigen Zinssätze, ein erhöhter Kreditrahmen (bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit), verlängerte Laufzeiten (bis zu 30 Jahre) und höhere Zuschüsse je Wohneinheit, zum Beispiel 5.000 Euro für KfW 55 (vorher: 2.500 Euro) bzw. 10.000 Euro für KfW 40 (vorher 5.000 Euro), machen die KfW-Effizienzhausstandards derzeit sehr attraktiv gerade auch für Investoren von Mehrfamilienhäusern. „Vor diesem Hintergrund“, so Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement, „fokussiert die Stadt ihre Förderung nur noch auf das besonders innovative Effizienzhaus Plus, mit dem im Ergebnis Energieverbraucher zu Energieerzeugern werden.“
Ansprechpartnerin im Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg ist Michaela Thomann – sie ist unter der Telefonnummer 0441 235-3089 oder per E-Mail unter michaela.thomann@stadt-oldenburg.de zu erreichen.

Die Förderrichtlinie im Internet: www.oldenburg.de/energie
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Klima(+)Infomontag: „E-Mobilität“

25.03.2017 21:08 Uhr

Am 03. April informiert Klima(+)Oldenburg in einem kostenfreien Vortrag über den aktuellen Stand der E-Mobilität

Mit der Elektromobilität deutet sich eine technologische Zeitenwende im Verkehrsbereich an. In Kombination mit Strom aus regenerativen Quellen sind Elektrofahrzeuge eine nachhaltige Lösung, um dem fortlaufenden Klimawandel entgegenzuwirken. 
Für eine breite Einführung von Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren ist es daher notwendig, die technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür zu schaffen. 

Herr Dr. Jonas Lohmann, Leiter des Kompetenz Centers Mobilität der EWE in Oldenburg wird in seinem Vortrag über die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen, Förderung und Umfang des Stromtankstellennetzes  im Stadtgebiet Oldenburg informieren.

Der Klima(+)Info-Montag findet  jeweils am zweiten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Forum Alte Fleiwa in der Alten Fleiwa 1 statt. 

Das gesamte Veranstaltungsprogramm klima(+)Oldenburg 2017 liegt als Flyer in vielen öffentlichen Einrichtungen aus und ist im Internet unter www.klimaplus-oldenburg.de/Veranstaltungen zu finden.
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„Altbau sanieren – Energie sparen und Fördermöglichkeit nutzen“

07.03.2017 10:54 Uhr
Am 13. März informiert Klima(+)Oldenburg in einem kostenfreien Vortrag über energieeffiziente Altbausanierung und dafür zur Verfügung stehende Fördermittel.

Die Bundesregierung unterstützt die energieeffiziente Sanierung von Gebäuden mit 1,5 Milliarden Euro jährlich. Für Privatkunden bietet die KfW - Förderbank Zuschüsse oder Kredite für umfangreiche energetische Modernisierungen und Einzelmaßnahmen an. Das BAFA vergibt Zuschüsse für die  „Energieberatung-vor-Ort“, die Nutzung erneuerbarer Energien, sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung. Die Stadt Oldenburg unterstützt mit dem Förderprogramm „Oldenburger Energie-Check“ eine Erstberatung vor Ort und bietet seit Sommer 2015 eine finanzielle Förderung durch ein eigenes Altbausanierungsprogramm an. 
Doch wie können die Angebote genutzt werden? Welche Kriterien müssen beachtet werden? Wie kommt der Hauseigentümer, der beispielsweise Fenster oder Heizung austauschen oder mit erneuerbaren Energien heizen will, an die Fördergelder? Der Referent Armin Bertram vom Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg erläutert, was genau gefördert wird und wie man bei Antragstellung vorgehen muss.

Der Klima(+)Info-Montag findet  jeweils am zweiten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Forum Alte Fleiwa in der Alten Fleiwa 1 statt. 

Das gesamte Veranstaltungsprogramm klima(+)Oldenburg 2017 liegt als Flyer in vielen öffentlichen Einrichtungen aus und ist im Internet unter www.klimaplus-oldenburg.de/Veranstaltungen zu finden.
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Energiekonzept für das „Zukunftsquartier Nadorst“ fertiggestellt

19.02.2017 19:20 Uhr

Einsparpotenziale erheblich

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Stadt Oldenburg ein integriertes Quartierskonzept für das Quartier Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp in Nadorst entwickeln lassen. Darin werden Energiesparpotenziale und klimaschonende Energieversorgungslösungen untersucht und entsprechende Maßnahmen abgeleitet, die zukünftig auf freiwilliger Basis umgesetzt werden können.

Die in dem Konzept dargestellten Projekte und Maßnahmen ergänzen sich mit dem geplanten städtebaulichen Sanierungsverfahren in dem Quartier. „Durch eine kontinuierliche Abstimmung der beiden Projekte sind Synergien für eine insgesamt bessere Lebensqualität im direkten und indirekten Lebensumfeld der Quartiersbewohner zu erwarten“, sagt Baudezernentin Gabriele Nießen. „Ich danke allen Projektbeteiligten, den Eigentümern und den Bürgerinnen und Bürgern für die Mitwirkung und Unterstützung und hoffe auf eine großangelegte Umsetzung der Maßnahmen, Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt.“

Für 13 unterschiedliche Gebäudetypen wurden Steckbriefe erstellt, die Angaben zur Bestandssituation, Modernisierungsmöglichkeiten verschiedener Bauteile sowie eine Kosten-Nutzen-Übersicht enthalten. Das bedeutendste Einsparpotenzial weist die Sanierung von Wohngebäuden bei einer Sanierungsrate im Gebäudebestand von drei Prozent jährlich auf. Die Erweiterung von zwei der vier bestehenden Nahwärmenetze um Blockheizkraftwerke zeigt in einer Modellrechnung das zweithöchste Einsparpotenzial, gefolgt von der Umstellung aller Heizungen, die älter als 20 Jahre sind, auf Brennwerttechnik. Potential sehen die Gutachter zudem in der Verringerung von unnötigen Stromverbräuchen. 

Auf Basis der Analysen wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, durch den die klimawirksamen Treibhausgasemissionen mittelfristig um etwa 1.000 Tonnen jährlich vermindert werden können. Björn Maaß, Projektleiter Quartierskonzepte der beauftragten Innovation City Management GmbH, ist überzeugt, dass die Umsetzung der in dem Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen realistisch sei, zumal die Stadt nicht bei null anfange, sondern über umfangreiche Erfahrungen verfüge. „Die in Bottrop bereits erprobten Projekte im klimagerechten Stadtumbau zeigen, dass solche Maßnahmen mit der Unterstützung verschiedener Akteure auch in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich umgesetzt werden können.“

Aufgabe des jetzt geplanten und auf drei Jahre angelegten Quartiersmanagements ist es, alle Grundstückseigentümer, aber auch Mieterinnen und Mieter zu überzeugen und zu motivieren, die Maßnahmenvorschläge umzusetzen und von Fördermöglichkeiten zu profitieren. Die im Gebiet tätigen Wohnungsbaugesellschaften und andere Projektbeteiligte haben ihre Kooperationsbereitschaft bereits zugesagt. Vorgesehen sind unter anderem Informations- und Beratungsangebote im Quartier und auf Wunsch auch bei Bürgerinnen und Bürgern zu Hause. Ziel ist es, die Maßnahmen zur energetischen Gebäude- und Anlagensanierung möglichst warmmietenneutral zu realisieren.

Das Quartierskonzept wurde durch die KfW- und die NBank finanziell gefördert. Mit der Entwicklung des Konzepts wurden die Büros Innovation City Management aus Bottrop und die Gertec Ingenieurgesellschaft aus Essen beauftragt. Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter sowie weitere relevante Akteure wurden über die Zielsetzung und das Vorgehen informiert und daran beteiligt.
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