Rubrik Bildung
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22.02.2022, 14:31 Uhr
Stadt möchte Volkshochschule Oldenburg übernehmen
Verhandlungen zur Sicherung der VHS abgeschlossen – Ratsbeschluss am 28. März
Die Stadt Oldenburg möchte die Volkshochschule Oldenburg zu 100 Prozent übernehmen. „Die VHS Oldenburg ist ein wesentlicher Teil der städtischen Bildungslandschaft und soll in ihrem Bestand und der Entwicklung gesichert werden. Wir übernehmen als Stadt gerne diese Verantwortung und tragen damit wesentlich zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen auch digitaler Kompetenzen bei“, zeigt sich Oberbürgermeister Krogmann entschlossen und fügt an: „Ich bedanke mich bei der VHS für die stets offenen und nach vorne gerichteten Verhandlungen der letzten Monate.“

„Durch die Übernahme werden für die VHS Oldenburg langfristig tragfähige Strukturen geschaffen, was mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte durch einen ehrenamtlich getragenen Verein nicht mehr möglich gewesen wäre. Mit diesem Ansatz konnten die Verhandlungen zu einem guten Ergebnis geführt werden“, stellt Franz-Josef Sickelmann als Vorstandsvorsitzender des Fördervereins VHS Oldenburg e. V. fest.

Über Kaufpreis und Zuschüsse
Der Kaufpreis in Höhe von 390.585 Euro wurde auf Basis des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2020, des (vorläufigen) Jahresergebnisses 2021 und der prognostizierten Ergebnisse aus der mittelfristigen Finanzplanung ermittelt und vereinbart. Weiter wird im Kaufvertrag festgehalten, dass der an den VHS Oldenburg e. V. gezahlte Kaufpreis auf Antrag für ausgewählte Projekte der Volkshochschule Oldenburg gGmbH Verwendung finden kann.

Die Stadt gewährt der Volkshochschule bislang neben Fördermitteln für Projekte einen Zuschuss aufgrund des Zuwendungsvertrages mit dem VHS Oldenburg e. V. Dieser betrug im Haushalt 2021 zuletzt 712.000 Euro.
 
Über die Volkshochschule Oldenburg
Die Volkshochschule Oldenburg gGmbH ist die größte Weiterbildungseinrichtung in der Stadt Oldenburg im Bereich der Erwachsenenbildung. Seit 2010 befindet sich das VHS-Haus in zentraler Lage am Hauptbahnhof und findet als Zentrum für Bildung, Begegnung und Kultur einen breiten Zuspruch.

Über die Hintergründe
Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Volkshochschule Oldenburg hat der VHS Oldenburg e. V. die Stadt Oldenburg bereits 2020 gebeten, sich an der Gesellschaft zu beteiligen. Daraufhin wurde in den letzten Monaten die Übernahme der Gesellschaftsanteile geprüft und verhandelt. Die künftigen Herausforderungen wie beispielsweise Investitionen im Digitalbereich oder auch die Personalkostenentwicklung werden sich für die Volkshochschule Oldenburg und damit für die Stadt Oldenburg voraussichtlich in einem erhöhten Finanzbedarf niederschlagen.

Wie geht es weiter?
Im Finanzausschuss am 2. März wird über die Übernahme beraten, damit dann letztendlich der Rat der Übernahme der VHS in seiner Sitzung am 28. März zustimmen kann. Wenn dies geschehen ist, muss der Anteilserwerb noch von der zuständigen Kommunalaufsicht genehmigt werden, um im Anschluss den notariellen Kaufvertrag schließen zu können.
30.10.2021, 17:46 Uhr
Berufsbegleitende Weiterbildung im Gesundheitsmanagement
Informationsveranstaltung mit Pflege- und Rehabilitationswissenschaftlerin Martina Hasseler
Einen Überblick über das Qualifizierungsprogramm „Gesundheitsmanagement in der Rehabilitation“ gibt eine Informationsveranstaltung des C3L – Center für lebenslanges Lernen am Donnerstag, 11. November, 19.00 bis 20.00 Uhr. Die berufsbegleitende Maßnahme, die im Frühjahr 2022 startet, dauert sechs Monate und richtet sich an Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen. Sie lernen im Rahmen der Qualifizierung, die Zusammenarbeit von Hilfeträgern, Leistungserbringern und anderen Institutionen sinnvoll zu steuern, um Menschen zu einer bedarfsgerechten Versorgung zu verhelfen.

Die Weiterbildung qualifiziert für das Case Management sowie – bei entsprechenden Vorkenntnissen – für die Pflegeberatung. Für die Teilnahme werden eine Ausbildung im Bereich Gesundheit, Pflege und Therapie oder ein Studium sowie Berufserfahrung in der Gesundheitsversorgung empfohlen.

Wissenschaftliche Leiterin des Programms ist die Pflege- und Rehabilitationswissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Hasseler von der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Sie begleitet auch die bevorstehende Informationsveranstaltung mit einem Impulsvortrag zum Thema „Herausforderungen der Teilhabe und Rehabilitation für Menschen“.

Die Veranstaltung findet im C3L, Ammerländer Heerstr. 136, unter den geltenden Corona-Bedingungen der Universität Oldenburg statt. Um Anmeldung wird gebeten unter: gern@uni-oldenburg.de.

Weblinks
uol.de/c3l/gesundheitsmanagement
26.10.2021, 17:37 Uhr
Berufsbegleitende Ausbildung: Psychotherapie
Neue Ausbildungsgänge starten 2022
Im September 2022 starten erneut die berufsbegleitenden Ausbildungsgänge „Psychologische Psychotherapie“ und „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ des C3L – Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg. Die fünfjährige Ausbildung richtet sich an Psychologinnen und Psychologen sowie (Sozial-)Pädagoginnen und (Sozial-)Pädagogen. Neben der Ausbildung im Vertiefungsverfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird nun auch erstmalig das Vertiefungsverfahren der Systemischen Psychotherapie angeboten. Der Abschluss ermöglicht die Approbation und damit den Eintrag in das Arztregister. Bewerbungen sind bis zum 31. März 2022 möglich.

Weitere Informationen, auch zu Online-Informationsveranstaltungen, die im November, Dezember und Januar stattfinden, finden Interessierte unter uol.de/c3l/psychotherapie-hochschulambulanzen
19.10.2021, 17:47 Uhr
Freie Plätze an der VWA Oldenburg
Nebenberuflicher Studiengang Betriebswirtschaft beginnt im November
An der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie sind für den nächsten Studiengang noch Plätze frei. Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens einjähriger Berufstätigkeit können sich nebenberuflich fortbilden und für die Übernahme höherwertiger Positionen sowie Führungsaufgaben in Wirtschaft und Verwaltung qualifizieren. Interessierte können sich noch bis Anfang November anmelden. Corona-bedingt finden die Veranstaltungen derzeit als Online-Lehre statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der VWA unter www.vwa-oldenburg.de, telefonisch unter 0441 3618 4492 oder per E-Mail an info@vwa-oldenburg.de.
25.06.2021, 10:59 Uhr
Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement
Bewerbung ab sofort möglich
Ob in Familien, Unternehmen oder anderen gesellschaftlichen Bereichen – mit Hilfe einer Mediation lassen sich viele Konflikte schnell und einvernehmlich lösen. Eine berufsbegleitende Weiterbildung zu dem außergerichtlichen Verfahren startet im November am C3L – Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg. Für das Kontaktstudium „Mediation und systemisches Konfliktmanagement“ können sich Interessierte bis Ende August bewerben.

Das postgraduale Programm richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Kompetenzen im Umgang mit Konflikten und mediativen Führungsstilen erwerben möchten. Es qualifiziert zudem für eine freiberufliche Tätigkeit als Mediatorin oder als Mediator. Das vier Semester umfassende Kontaktstudium schließt mit einem Universitätszertifikat ab und entspricht der Ausbildungsverordnung für Zertifizierte Mediatorinnen und Mediatoren (RVO). Zudem ist eine Mehrfachzertifizierung bei anerkannten Fachverbänden möglich.

Mediatorinnen und Mediatoren unterstützen die Beteiligten dabei, das Konfliktgeschehen zu verstehen und tragfähige Lösungen zu finden. Für diese Aufgaben werden in der interdisziplinär ausgerichteten Weiterbildung nicht nur Theorie und Methodik vermittelt. Das Kontaktstudium unter der wissenschaftlichen Leitung von Privatdozent Dr. Joseph Rieforth umfasst zudem Selbsterfahrungselemente, Praxissupervision, individuelles Coaching sowie Netzwerk- und Alumniveranstaltungen.

Weitere Infos unter https://uol.de/c3l/mediation.
17.06.2021, 17:06 Uhr
Weiterbildung in der Jugendhilfe
Diakonisches Werk vergibt zwei Stipendien
Im Oktober startet der nächste Durchgang der berufsbegleitenden Weiterbildung „PsychoSoziales Handeln (PSH) in der Jugendhilfe“ am C3L – Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg. Als Kooperationspartner vergibt das Diakonische Werk zwei Stipendien, auf die sich Interessierte bewerben können. Das Programm richtet sich sowohl an Nachwuchskräfte in der Jugendhilfe als auch an Interessierte mit Berufserfahrung oder einem Bachelorabschluss im Sozial- und Gesundheitsbereich. Eine Bewerbung für das Programm ist noch bis Ende August möglich.

Bei der Weiterbildung steht die präventive und interventionsorientierte Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und weiteren Bezugspersonen im Vordergrund. Innerhalb von achtzehn Monaten werden die Teilnehmenden befähigt, Systemische Therapie und Beratung anzuwenden, um den Herausforderungen in ihrem Berufsfeld professionell begegnen zu können.

Das C3L hat das Programm unter der wissenschaftlichen Leitung von Privatdozent Dr. Joseph Rieforth in Kooperation mit dem Diakonischen Werk der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg e.V. entwickelt. Nach Abschluss der Weiterbildung ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Übergang in die Kontaktstudiengänge „Systemische Beratung, Familien- und Systemtherapie“ sowie „Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung“ und „Mediation und Systemisches Konfliktmanagement“ des C3L möglich.
28.05.2021, 19:18 Uhr
Stadt will Gesellschaftsanteile an der VHS übernehmen
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann will die Volkshochschule enger an die Stadt Oldenburg binden. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt die Stadt eine Übernahme von 75 Prozent der Gesellschaftsanteile an. „Damit bekommt die Stadt eine inhaltliche Gestaltungsmöglichkeit und die VHS die notwendige finanzielle Sicherheit“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Sofern der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen den Oberbürgermeister beauftragt, wird Krogmann Verhandlungen mit dem Volkshochschule Oldenburg e. V. führen, mit dem Ziel, 75 Prozent der Gesellschaftsanteile der Volkshochschule Oldenburg gGmbH zu übernehmen.

Bislang gewährt die Stadt der Volkshochschule neben Fördermitteln für Projekte einen Zuschuss aufgrund eines Zuwendungsvertrages. Dieser wurde zum 31. Dezember 2021 gekündigt mit dem Ziel, ihn neu zu verhandeln.

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der VHS gGmbH hat der VHS e. V. die Stadt Oldenburg gebeten, sich an der Gesellschaft VHS gGmbH zu beteiligen. Die Beteiligung müsste 75 Prozent und mehr Anteile betragen, damit auch Satzungsänderungen möglich werden. Die Risiken einer Beteiligung blieben im Vergleich zu den jetzigen Risiken, die mit dem verlorenen Zuschuss verbunden sind, nahezu unverändert.
19.05.2021, 18:10 Uhr
Mehr Beratung für Studierende mit Berufserfahrung
Anrechnungsprozess für beruflich erworbene Kompetenzen wird vielfältiger und flexibler
Die Universität Oldenburg verbessert weiter die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung: Für Studierende mit Berufserfahrung ist es nun noch leichter, sich zuvor erworbene Kompetenzen für das Studium anrechnen zu lassen. Neben der persönlichen Beratung vor Ort bietet der entsprechende Service der Hochschule seit Kurzem auch digitale Tools und Formate an. So können Studierende, die eine Ausbildung absolviert haben oder zuvor im Berufsleben standen, Informationen und Beratung orts- und zeitunabhängig einholen. Das erweiterte Beratungsangebot ist ein Ergebnis des demnächst zu Ende gehenden Projekts PLAR – Blended Counselling für beruflich Qualifizierte (PLAR-BCBQ) unter Leitung des Mediendidaktikers Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter.

Die Abkürzung PLAR steht dabei für „Prior Learning Assessment and Recognition“, ein weltweit verbreitetes Konzept, das auch informell erworbene Fähigkeiten anerkennt. Die Universität Oldenburg war 2017 deutschlandweit die erste Hochschule, die alle Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anrechnungsangelegenheiten in einer zentralen Einrichtung bündelte – dem PLAR-Service. Dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überprüfen, ob beruflich erworbene Kompetenzen gleichwertig zu Lernergebnissen des Studiums sind. Die Studierenden müssen dafür ein Portfolio einreichen, in dem sie ihre bisherigen Qualifikationen und Erfahrungen darstellen.

Bei dieser Aufgabe werden sie nun durch eine Online-Simulation unterstützt, die im Projekt PLAR-BCBQ entstanden ist. Zu den neuen Angeboten zählt außerdem eine gemeinsame Online-Sprechstunde des PLAR-Service und des Akademischen Prüfungsamts. Eine weitere Verbesserung: Die Zentrale Studienberatung der Universität bietet einen digitalen Wegweiser sowie ein Online-Seminar für beruflich qualifizierte Studierende und Studieninteressierte.

Die Nachfrage nach den Angeboten des PLAR-Service ist groß: Seit 2017 führten die Mitarbeitenden etwa tausend Beratungen durch und bearbeiteten rund 300 Portfolios. Bei dieser Aufgabe erhalten sie nun Unterstützung durch ein Online-Tutorial, das es ermöglicht, berufliche Kompetenzen zügig und rechtssicher erfassen und beurteilen zu können.

Im Projekt PLAR-BCBQ kooperieren verschiedene Einrichtungen der Universität, darunter das C3L – Center für lebenslanges Lernen, der Kompetenzbereich Anrechnung, das Akademische Prüfungsamt und das Referat Studium und Lehre. Eingebunden sind zudem Bildungsberatungsstellen und Berufsbildende Schulen aus der Region. Sie erhielten Schulungen, um berufsqualifizierte Studieninteressierte mit Erstinformationen versorgen zu können. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium und der Europäische Sozialfonds (ESF) haben PLAR-BCBQ innerhalb des Förderprogramms „Öffnung von Hochschulen“ über zwei Jahre mit rund 300.000 Euro gefördert. Das Programm unterstützt Angebote, die Studien- und Weiterbildungsinteressierten mit und ohne Abitur den Zugang zu einem Hochschulstudium erleichtern.