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Bürgerideen für ein lebenswertes Oldenburg

30.04.2021, 12:17 Uhr

OB Krogmann: „Tolles Engagement zeigt Begeisterung für unsere Stadt“

Mehr als 40 verschiedene Vorschläge sind seit Beginn des Jahres auf der Online Plattform #OL2112 für Verbesserungen in der Stadt gemacht worden. Mittlerweile gibt es über 560 Registrierte Nutzer auf der Plattform Gemeinsam Oldenburg. „Die Oldenburgerinnen und Oldenburger interessieren sich sehr für ihre Stadt, das haben wir in den ersten Monaten der Onlineplattform sehr eindrucksvoll gespürt. Von der Qualität der drei Vorschläge war ich sehr beeindruckt“, zieht Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eine erste Bilanz. „Jeden Monat findet der Ideenwettbewerb zu einem anderen Thema statt. Und das wird immer besser angenommen“, so Krogmann.

Drei Gewinnerideen sind jetzt in einem Onlineformat ausgezeichnet worden. Daran nahmen neben dem Oberbürgermeister auch Dagmar Sachse (Dezernentin für Soziales und Schule) und Dr. Sven Uhrhan (Dezernent Bauen und Umwelt) teil.

Ausgezeichnet sind „Love in Live“, die Idee eines Live-Streams aus dem Standesamt von Andrea Klahsen, Timo Kasselmann und Malte Schulz. Dieser Vorschlag wurde im Januar gemacht. Sieger im Februar war Michael Wenzel mit dem Vorschlag, den Autoverkehr zu den Schulen stärker begrenzen und Poller zu setzen. Im März konnte sich schließlich Klaas Brümann mit der Idee der Fleiweg-Unterführung durchsetzen, eine neue Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Alter Fleiwa und Botanischem Garten zu schaffen.

Bei den Trauungen können aktuell nicht alle Gäste im Standesamt zugelassen werden, deshalb hat die Idee einen Live-Streams großen Charme. Diese Idee wird von der Stadt Oldenburg unter Berücksichtigung der Landesvorgaben umgesetzt. Eine Erweiterung des Angebotes wird nach Einführung und ersten Erfahrungen geprüft. Zudem wird das Standesamt demnächst einen Online-Traukalender einführen.

Michael Wenzel betont, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und damit gefährden sie massiv andere und die eigenen Kinder. Um den „ Elterntaxis“ entgegenzuwirken, könnten im Umfeld der Schulen versenkbare Poller gesetzt werden, um eine Erreichbarkeit mit dem Auto zu verhindern. In der lebhaften Diskussion wurde dann die Idee entwickelt und entschieden, dass in einem ersten Schritt eine Modellschule gesucht wird, in der ein solches Konzept erprobt werden kann.

Der Vorschlag einer neuen Unterführung des Bahndamms ergibt eine deutlich verbesserte Fuß- und Radwegeverbindung zwischen den Krankenhäusern an der Innenstadt und dem Stadtteil Haarenesch mit den Stadtteilen Wechloy, Bürgerfelde und Dietrichsfeld. Die Kosten liegen bei etwa 1,8 Mio. Euro. und damit relativ hoch. Dennoch schätzt die Stadt den Vorschlag als sehr sinnvoll und machbar ein, allerdings werden dazu auch intensive Gespräche mit der Bahn AG geführt werden müssen. „Wir wollen diesen Vorschlag gerne umsetzen, denn diese Verbindung sorgt für eine deutliche Verbesserung der Radfahrverbindungen“, sagt Oberbürgermeister Krogmann.
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