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Ossietzky-Fellowship für Martin Esmann

16.04.2021, 14:39 Uhr

Physiker erforscht Phänomene auf der Nanoskala

Der Physiker Dr. Martin Esmann hat für seine Forschung ein „Carl von Ossietzky Young Researcher‘s Fellowship“ der Universität Oldenburg erhalten. Diese Förderung erlaubt es ihm, seine akademische Karriere voranzutreiben und eigene Forschungsmittel einzuwerben, beispielsweise eine Nachwuchs-Förderung des Europäischen Forschungsrats (ERC). „Unser universitätseigenes Förderprogramm hat sich sehr bewährt, hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nachhaltig in ihrer Forschung und wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen und ihnen frühzeitig eine wissenschaftliche Eigenständigkeit zu ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Martin Fränzle, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Digitalisierung. Esmann führt sein Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Quantenmaterialien von Prof. Dr. Christian Schneider am Institut für Physik durch. Daneben will er sich auch in der Lehre weiterqualifizieren.

In seiner Forschung befasst sich Esmann mit physikalischen Phänomenen auf der Nanoskala, also auf einer Größenordnung von wenigen Milliardstel Metern. Dabei betrachtet er Transportvorgänge, in denen Lichtteilchen mit Schallwellen in Festkörpern wechselwirken. „Langfristig möchte ich herausfinden, wie man akustische Schwingungen zur Steuerung bestimmter Vorgänge in Nano-Schaltkreisen nutzen kann“, erläutert er. Um das zu erreichen, will er sogenannte Exziton-Polaritonen untersuchen. Dabei handelt es sich um eine Kopplung aus angeregten Elektronen in Festkörpern und Lichtteilchen. „Exziton-Polaritonen sind vielversprechende experimentelle Werkzeuge für verschiedene Anwendungen, sie könnten in miniaturisierten Schaltkreisen und Bauteilen zum Einsatz kommen, die mit Licht statt mit elektronischem Strom funktionieren“, sagt der Physiker.

Esmann studierte Physik in Oldenburg, währenddessen absolvierte er einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der Harvard Universität (USA). 2012 zeichnete ihn die Fakultät V für seine herausragende Masterarbeit aus. Er promovierte 2016 in Oldenburg in der Arbeitsgruppe Ultraschnelle Nano-Optik von Prof. Dr. Christoph Lienau. Im Anschluss arbeitete er als Postdoktorand am Center for Nanoscience and Nanotechnology (C2N) in Palaiseau (Frankreich), einem Forschungsinstitut der französischen Forschungsorganisation CNRS und der Université Paris-Saclay. Zuletzt förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seinen Aufenthalt mit einem Forschungsstipendium. 

Die Universität hat das Carl von Ossietzky Young Researchers‘ Fellowship seit 2013 bislang an zehn herausragende Postdoktorandinnen und Postdoktoranden verliehen.

Weblinks
uol.de/en/quantum-materials
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