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Oldenburg erhebt sich digital gegen geschlechtsspezifische Gewalt

05.02.2021, 14:48 Uhr

One Billion Rising am 14. Februar

Traditionell wird weltweit am 14. Februar – dem Valentinstag – mit einer öffentlichen Tanzperformance auf eine der größten Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht: geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Coronabedingt findet dieses Jahr in Oldenburg keine öffentliche Veranstaltung statt. Gleichwohl will das Gleichstellungsbüro ONE BILLION RISING nicht unbeachtet lassen und stellt auf den Internetseiten www.oldenburg.de/gleichstellung Videos und Bilder der Aktionen aus den vergangenen Jahren vor. Zudem verweisen die Aktionsseiten auf Erläuterungen zu den vielen Formen von Gewalt, die Frauen und Mädchen in Deutschland und auf der ganzen Welt widerfahren.

Unter verschiedenen Blickwinkeln wurde in den vergangenen Jahren das immense Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen betrachtet. Schwerpunkte waren beispielsweise Gewalt an LSBT*IQ, Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen oder auch der Alltagssexismus, der vielen Frauen und Mädchen beinah täglich begegnet. Um in Oldenburg konkret gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen, werden diese und weitere Themen im kürzlich vom Rat verabschiedeten „Kommunalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“ analysiert und Maßnahmen dagegen benannt. Der Aktionsplan kann auf den Seiten des Gleichstellungsbüros eingesehen und herunter geladen werden.

„Auch wenn es dieses Jahr keine Live-Veranstaltung geben kann, sind doch alle Oldenburgerinnen und Oldenburger aufgerufen, sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu erheben“, unterstreicht Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Der 14. Februar ist zwar der Aktionstag, sich geschlechtsspezifischer Gewalt zu widersetzen und Solidarität zu zeigen, dies kann und sollte jedoch jeden Tag stattfinden.“

Weltweit ist jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von physischer, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen, das summiert sich auf eine Milliarde von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Frauen und Mädchen. Die Kampagne ONE BILLION RISING (eine Milliarde erheben sich) wurde 2012 von der Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler initiiert. Seitdem schließen sich weltweit am 14. Februar immer mehr Städte auf allen Kontinenten dem Aufruf an, sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen stark zu machen und Solidarität Betroffenen zu zeigen.
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