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Stadt will Wasserstofftechnologie stärken

26.06.2020, 15:57 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann schlägt Anschaffung mehrerer Fahrzeuge bei VWG und AWB vor

Die Nutzung von Wasserstoff als umweltfreundliche Antriebstechnologie soll in Oldenburg energisch vorangebracht werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann setzt sich für die Anschaffung von entsprechenden Fahrzeugen bei der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) und dem Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg (AWB) ein, um diese Technologie in der Praxis testen zu können und eine Grundauslastung der von der EWE in Oldenburg geplanten Tankstelle zu ermöglichen. Der Oberbürgermeister legt dem Rat am Montag eine entsprechende Vorlage zur Entscheidung vor. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass wir es mit der Entwicklung umweltfreundlicher Antriebstechnologien ernst meinen und die Vorreiterrolle unserer Region bei diesem Projekt unterstützen“, sagt Krogmann.
 
Für die Stadt wäre es der Einstieg in die Nutzung von CO2-freien Nutzfahrzeugen und damit ein weiterer Baustein in der Klimaschutzstrategie. In Oldenburg arbeitet das Konsortium „H2-Mobility“ an der Einführung der Wasserstoffinfrastruktur. Das Konsortium (von der Bundesregierung mit dem Aufbau einer nationalen Wasserstofftankstelleninfrastruktur beauftragt) hat einen Bauantrag für eine entsprechende Tankstelle am Shell-Standort an der Cloppenburger Straße eingereicht.
 
Diese Tankstelle soll nach derzeitigen Planungen im ersten Quartal 2021 eröffnet werden und ist zunächst mit der für Pkw üblichen Technik geplant. Sinnvoll ist aber auch eine Erweiterung um Nutzfahrzeuge – und da kommen VWG und AWB ins Spiel.
 
Die VWG hat bereits einen Antrag zur Anschaffung von vier förderfähigen H2-Pilotbussen beim Land Niedersachsen gestellt. Zudem prüft der AWB derzeit, ein oder zwei förderfähige Abfallsammelfahrzeuge anzuschaffen. Kommt es zu diesen Anschaffungen, wäre die EWE in Kooperation mit H2-Mobility bereit, die Tankstelle Cloppenburger Straße durch eigene Investitionen zu erweitern. Damit könnten dort auch Nutzfahrzeuge betankt werden.
 
„Dies wäre nicht nur für Oldenburg, sondern für den gesamten Nordwesten und Niedersachsen ein deutlicher Innovationsschritt“, sagt Krogmann. Er setzt deshalb auf eine schnelle Entscheidung des Stadtrates, denn nur so bekommt das Konsortium Planungssicherheit. Auch EWE braucht eine schnelle Zusage, denn die Investitionsentscheidung hängt davon ab, sichere Abnehmer zu haben. Eine Investitionsentscheidung erst nach den Sommerferien würde die Realisierung des Projektes gefährden oder eine Verzögerung von mehreren Jahren bedeuten.
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