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Demografiestrategie der Stadt wird weiterentwickelt

24.06.2020, 19:18 Uhr

Zentrales Zukunftsthema und Megatrend zugleich

Eines der zentralen Zukunftsthemen der Stadtentwicklung ist der demografische Wandel. „Mehr, älter, bunter“ – die wachsende Stadt verändert sich in der vielfältigen Zusammensetzung der Bevölkerung. So steigt der Altersdurchschnitt der Einwohnerinnen und Einwohner. In Oldenburg leben aktuell etwa 33.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind – das sind etwa 20 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner. Bis zum Jahr 2031 wird diese Zahl auf etwa 40.000 ansteigen. Aber auch der Zuzug nach Oldenburg ist aufgrund der Attraktivität der Stadt ungebrochen. Für 2031 wird eine Bevölkerungszahl von fast 180.000 Menschen prognostiziert.

„Der demografische Wandel wird sich umfassend auswirken, er ist ein gesellschaftlicher Megatrend. Er bietet uns viele Chancen und hält zugleich einige Herausforderungen bereit, die die älter und bunter werdende Stadtgesellschaft betreffen.“ Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist wichtig, dass dabei ökologische, sozialinklusive und ökonomische Anforderungen gleichermaßen und ausgewogen bedient werden. Wie schaffen wir es auf kommunaler Ebene, unseren Beitrag zur Verhinderung des Klimawandels zu leisten? Wie schaffen wir inklusive, vielfältige und lebendige Nachbarschaften, in denen solidarisches Handeln gelebt und erlebbar wird? Und wie gelingt es, dass Oldenburger Arbeitgeber sich vor dem Hintergrund der globalen und sozialen Herausforderungen zukunftsfähig weiterentwickeln und Fachkräfte finden und binden? „Diese Fragen zu lösen wird nur als gemeinsame Kraftanstrengung aller in der Stadt gelingen“, ist Krogmann überzeugt.

Die Menschen benötigen auch morgen eine gute Infrastruktur mit Dingen des täglichen Bedarfs, verlässlichem Internet, guter Mobilität, funktionierenden sozialen und pflegerischen Diensten und gesicherter medizinischer Versorgung. „Um die Demografiestrategie zu entwickeln haben wir deshalb die Arbeitsgruppe „Oldenburg für alle – Demografie als Chance“ eingerichtet, mit Fachleuten aus Politik, Organisationen, Zivilgesellschaft und Verwaltung“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Sie haben uns empfohlen, nicht Antworten zu liefern sondern Gelegenheiten zu bieten, Antworten gemeinsam zu erarbeiten und umzusetzen. Deshalb trägt die Oldenburger Demografiestrategie den Titel „Mehr Mut. Gemeinsam.“

Wichtiger Teil der Demografiestrategie ist der nun bevorstehende gemeinsame Arbeitsprozess mit interessierten Akteurinnen und Akteuren aus der Bürgerschaft, von Institutionen und Verbänden, aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. „Wir haben in den vergangenen Jahren an vielen Stellen Partizipation ermöglicht. Meist um Ideen zu erhalten, von Problemen zu erfahren oder um unsere Lösungen zu diskutieren. Jetzt wollen wir noch einen Schritt weiter gehen“, sagt Projektleiterin Susanne Jungkunz. „Wir wollen die Problemlösungen zum demografischen Wandel gemeinsam, also kokreativ gestalten und konkret für die Umsetzung vorbereiten. Damit starten wir im Herbst zunächst digital, dann geht es 2021 mit Stadtwerkstätten ganz praktisch weiter.“

Oberbürgermeister Krogmann freut sich, dass fast alle Mitwirkenden in der Arbeitsgruppe auch in der zweiten Phase weitermachen werden: „Das zeigt mir: Wir sind auf dem richtigen Weg!“

Weitere Informationen zu dem Thema sowie die ausführliche Demografiestrategie gibt es unter www.oldenburg.de/demografiestrategie
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