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Oldenburger Museen laden zum Internationalen Museumstag am 17. Mai ein

08.05.2020, 19:19 Uhr

Museumslandschaft lockt mit vielfältigen Angeboten vor Ort und digital

Die Oldenburger Museen und Kunsthäuser laden auch in diesem Jahr zum Internationalen Museumstag ein – wenn auch in etwas anderer Form als gewohnt. Durch die Einschränkungen, die in allen Häusern mit der Corona-Pandemie einhergehen, sind zahlreiche Angebote nicht direkt vor Ort, sondern insbesondere digital für die Museumsgäste verfügbar. So lautet auch das Motto des Internationalen Museumstages in diesem Jahr „Museen digital entdecken!“. Viele Angebote werden unter #museen-entdecken in den sozialen Medien zusammengefasst.

In Oldenburg nehmen folgende Häuser am Internationalen Museumstag 2020 teil: das Edith-Russ-Haus für Medienkunst, das Horst-Janssen-Museum, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das Landesmuseum Natur und Mensch, der Oldenburger Kunstverein und das Stadtmuseum Oldenburg. Wenn nicht anders angegeben, ist der Eintritt an diesem Tag frei und es gelten die regulären Öffnungszeiten. Die einzelnen Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen sind auf den Internetseiten der teilnehmenden Museen zu finden.

 
Edith-Russ-Haus für Medienkunst
Im Edith-Russ-Haus ist die Ausstellung „Possessed Landscapes“ zu sehen, die bis zum 14. Juni verlängert wurde. Gezeigt werden Arbeiten über Landschaften, die durch industrielle Ausbeutung grundlegend verändert wurden. Menschen wirken in diesen dystopischen Szenarien oft wie Fremdkörper.

Die Costa Compagnie aus Hamburg zeigt im Aquarium des Edith-Russ-Hauses (in der Fensterfront des Seminarraums) die Installation „Independence in Space & Virtual Reality“, die ab 14. Mai jeden Tag ab Sonnenuntergang in Bild und Ton von außen erfahrbar ist. Die Arbeit beschäftigt sich mit körperlichen und räumlichen Dynamiken globaler Unabhängigkeitsbewegungen. Besucherinnen und Besucher haben darüber hinaus jederzeit vor Ort die Möglichkeit, sich mit ihren Smartphones in 360°-Videos der Arbeit mittels QR-Code einzuloggen.
 

Horst-Janssen-Museum
Das Horst-Janssen-Museum lädt am Internationalen Museumstag in die neue Dauerausstellung über den Ausnahmekünstler Horst Janssen ein. Erstmals können die Besucherinnen und Besucher an interaktiven Stationen in sein Leben und Werk eintauchen und die von ihm genutzten Drucktechniken erleben und ausprobieren. Wer nicht vor Ort ins Museum kommen möchte, kann über eine Video-Führung einen Einblick erhalten, die zudem in Gebärdensprache verfügbar sein wird. Die Online-Führung wird, ebenso wie weitere filmische Eindrücke aus dem Horst-Janssen-Museum, auf der Website sowie der Facebook-Seite des Museums abrufbar sein.

Darüber hinaus ruft das Museum Janssen-Fans dazu auf, ihre Originale, Kunstdrucke oder Ausstellungsplakate von Horst Janssen per Foto einzusenden: entweder bei Facebook oder Instagram oder auch per E-Mail an info@horst-janssen-museum.de. Unter dem Motto #JanssenBeiMirZuhause sollen die Fotos auf der Website des Museums in einer Galerie veröffentlicht werden.

 
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Zum Internationalen Museumstag bietet das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg ein buntes digitales Vermittlungsprogramm. Eine digitale Führung mit Museumsdirektor Dr. Rainer Stamm lädt dazu ein, das Werk des Meisters des Magischen Realismus Franz Radziwill kennenzulernen. Die digitale Führung wird auch in Gebärdensprache verfügbar sein. Mit einer Bastelanleitung können Groß und Klein ganz persönliche Stillleben als Collage gestalten. Und warum nicht selbst zum Kunstwerk werden? Das Landesmuseum liefert Inspiration zum Nachstellen einiger Sammlungshighlights.

Das Programm ist ab dem 14. Mai auf www.landesmuseum-ol.de und auf dem Instagram-Kanal des Museums @landesmuseumoldenburg online.

Der Eintritt ins Augusteum und ins Prinzenpalais ist am 17. Mai frei. Eintritt für das Schloss: 9 Euro, ermäßigt 6 Euro

 
Landesmuseum Natur und Mensch
Auch das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg beteiligt sich mit digitalen Formaten am Internationalen Museumstag. Dabei wird das diesjährige Motto „Vielfalt und Inklusion im Museum“ durch Vielfalt in den Inhalten und in Art der online-Angebote aufgegriffen: Mit einem Archäologie-Quiz für zu Hause und einem online-Rundgang durch das Museum via Google-Arts & Culture ist für viele Interessensgruppen etwas im Programm. Untertitelte Kurzvideos zu den Themen Moor, Tiere entdecken und zum Ertasten eines Tierpräparats bieten Unterhaltung für Kinder. Alle Programmpunkte sind auf der Webseite www.naturundmensch.de sowie über den facebook-Auftritt des Hauses zu finden.

 
Oldenburger Kunstverein
Wolken in der zeitgenössischen Kunst – flüchtig – zeichenhaft – bedrohlich

15. Mai -2. August 2020, Ein Ausstellungsprojekt des Oldenburger Kunstvereins

Wolken sind rätselhafte meteorologische Erscheinung. Als Teil des Himmels können sie massiv und gleichzeitig flüchtig wirken, sie können Träger einer Botschaft sein oder menschengemacht und nicht als meteorologisches Phänomen Ausdruck und Zeichen schrecklicher Ereignisse sein. Künstler*innen haben in Wolken immer mehr gesehen als Gegenstand trockener Aufzeichnungen. Wolken lösen Empfindungen und Reflexionen aus. Wie dies sich in der zeitgenössischen Kunst spiegelt, soll die Ausstellung des Oldenburger Kunstvereins zeigen. Die Exponate umfassen Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation.

Das Vermittlungsprogramm zum diesjährigen, so ganz anderen Internationalen Museumstag 2020 hält einige digitale Angebote bereit: Sowohl Kinder als auch Erwachsene der digitalen Besucher*innen können sich an einem Wolken-Quiz versuchen oder sich an einem online-Malwettbewerb beteiligen. Außerdem halten wir Basteltutorials bereit, mit denen sich wunderbare „Wolkenwesen“ als Mobile gestalten lassen und wir geben weitere kreative Tipps, wie man sich mit dem Thema Wolken per upcycling mit dem, was der Haushalt bereit hält, widmen kann. Für alle, die nicht selber künstlerisch tätig werden möchten, halten wir natürlich auch filmische Einblicke in die Ausstellung bereit.


Stadtmuseum Oldenburg
Im Stadtmuseum erwarten die Besucherinnen und Besucher aktuell zwei Sonderausstellungen: „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“ und „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen“. Hier wurden auch verschiedene Mitmach-Stationen eingerichtet, durch die die Museumsgäste an der Ausstellung teilhaben können. Beide Ausstellungen sind am Internationalen Museumstag sowohl vor Ort als auch digital zugänglich, etwa durch eine Video-Führung durch „Entdeckt, bewundert, aufgehoben“, die auch in Gebärdensprache angeboten wird, und durch weitere filmische Einblicke. Die digitalen Angebote werden auf der Website und der Facebook-Seite des Stadtmuseums verfügbar sein.
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