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Oldenburger Krippenleiterin jetzt fit im Situationsansatz

23.11.2021, 17:57 Uhr

Judith van Vliet schließt Weiterbildung ab und erhält eine Auszeichnung

Nach fünfjähriger Ausbildung haben sechs Leitungskräfte von Kindertagesstätten der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen ihre Ausbildung „Situationsansatz in der Kita“ abgeschlossen und sind von Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand, mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden. Darunter ist die Leiterin der Johanniter-Kinderkrippe „Unter den Eichen“ in Oldenburg-Kreyenbrück, Judith van Vliet. „In unseren Johanniter-Einrichtungen gestalten wir die Arbeit mit den Kindern nach dem pädagogischen Konzept des Situationsansatzes“, erklärt Hannes Wendler. 

Dieser Situationsansatz sei fokussiert auf die Kompetenzstärkung von Kindern, um den neuen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu begegnen und diese aktiv mitzugestalten. Dazu brauche es eine wertebasierte Haltung, Neugier und viel Mut, die der Identität als Johanniter entspreche. „In diesem Sinne gratulieren wir den fünf Absolventinnen und dem Absolventen zur erfolgreichen Teilnahme an dieser so wichtigen Schulung und wünschen weiterhin viel Erfolg und Freude in Ihrer Aufgabe“, sagt Wendler. Die Bandbreite des Ansatzes mache zudem deutlich, wie wertvoll es sei, sich mit den Verschiedenheiten von Menschen auseinanderzusetzen und zeige dessen Universalität, die sich selbst im Bereich Führungskräfteentwicklung nutzen lasse. 

Mit dem Situationsansatz verfolgen die Johanniter das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft zu unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Damit reagieren die Johanniter auf die neuen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, um diesen bereits in den Kitas zu begegnen. 

Neben Judith van Vliet wurden Kerstin Drechsler (Kita Grashüpfer in Holzminden), Veronika Burghardt (Kita Zwergenwelt in Wunstorf), Vanessa Baum (Kita Hainholzer Hafen in Hannover), Simon Roux (Bereichsleitung Bereich II – Kindertagesstätten und offene Jugendarbeit - Nordhannoverscher Ortsverband) und Kerstin Wallheinke (Kita Tortenstück in Celle) ausgezeichnet. Den Impuls zum Aufbruch vor fünf Jahren setzten unter anderen die Fachbereichsleitung Bildung & Erziehung, Karin Schätzlein, und die Fachberaterin Kindertagesstätten, Martina Soltendieck-Kuba, aus der Landesgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe. 

Zu den ersten Gratulanten zählte Katrin Macha, Direktorin des Instituts für den Situationsansatz (ISTA), die in den vergangenen fünf Jahren geholfen hat, das ganzheitliche pädagogische Konzept zusammen mit den Kita-Leitungen zu erarbeiten. Die Johanniter würden mit diesem Schritt zu den wenigen Einrichtungsträgern bundesweit gehören, die so konsequent diesen Weg eingeschlagen haben, sagte Macha. Mit dem Konzept des Situationsansatzes sei sowohl der Wille verbunden, Zukunft zu gestalten, als auch die Kinder noch besser auf ihrem Weg zu begleiten.   

Im Landesverband Niedersachsen/Bremen betreiben die Johanniter derzeit 43 Kindertagesstätten und beschäftigen mehr als 450 Mitarbeitende. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung fehlen aktuell bundesweit 103.000 pädagogische Fachkräfte. Die Johanniter haben noch offene Stellen zu besetzen und zahlen zudem einen der attraktivsten Tarife der Sozialwirtschaft. Mehr Infos zu den Stellenausschreibungen unter karriere.johanniter.de. 
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