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Jugendliche auf der Suche nach dem Glück

25.03.2014, 10:55 Uhr

Ein deutsch-ungarisch-isländisch-rumänisches Jugendtheaterprojekt

von Edda Hayen und Carsten Lienemann

„To be or not to be ... Young European“ heißt es momentan im Internationalen Jugendprojektehaus (IJP) des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. Vom 23. bis zum 30. März erarbeiten insgesamt rund 50 Jugendliche aus Island, Ungarn und Rumänien mit Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule eine gemeinsame Basis für Verständigung und Austausch.

In der ersten theaterpädagogischen Phase versuchen die Gruppenleiter Bjarni Snæbjörnsson (Island), Susanne Ufer, Samira Bauerfeind und Peter Sax (Universität Pécs, Ungarn), Ellen Tichy (Lucian-Blaga-Universität Sibiu, Rumänien) sowie Alice Rölleke und Ilona Schlalos (Helene-Lange-Schule Oldenburg) mit ihren Gruppen die Stereotypen und Vorurteile herauszuarbeiten, die die Jugendlichen mit den jeweils anderen Nationen verbinden. Schnell zeigte sich, dass Deutschland immer noch mit seiner Geschichte verbunden wird, aber auch mit Pünktlichkeit, Lautstärke und Bier. Bei Rumänien denken viele an Dracula, Sinti- und Romakulturen, bei Island an Kälte, Dunkelheit und Vulkane, bei Ungarn an Pferde und Gulasch.

Im zweiten Teil geht es um die individuelle Erfahrung und das persönliche Glück. Mit welchen Hoffnungen verlassen Menschen ihre Heimat, welche Visionen bringen sie mit? Was erwartet sie im neuen Land? Im Verlauf der Woche werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Vorstellungen dazu in Theaterszenen umsetzen.

Die Jugendlichen arbeiten aber nicht nur an dem Projekt, sie wohnen auch im IJP und haben in dieser Woche reichlich Gelegenheit, einander kennen und verstehen zu lernen. Sprachprobleme gibt es keine, alle sind ausreichend des Englischen mächtig, viele der rumänischen und ungarischen Teilnehmer sprechen sogar ausgezeichnet deutsch.

Am Sonnabend, 29. März, ab 19:00 Uhr ist das Ergebnis als gemeinsames Theaterstück der vier Nationen im Internationalen Jugendprojektehaus zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber jederzeit willkommen.
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