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05.10.2021, 16:48 Uhr
Erlebnisausstellung „Mission 2030“ von Plan International wandert nach Oldenburg
Landesmuseum Natur und Mensch zeigt interaktive Schau zu den nachhaltigen Entwicklungszielen
Die Erlebnisausstellung „Mission 2030 – Globale Ziele erleben“ der Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland ist ab dem 9. Oktober 2021 im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg zu sehen. Die interaktive Ausstellung macht die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen an neun multimedialen Stationen erlebbar.

Bei „Mission 2030“ können Besucher:innen in die Rollen von Delegierten einer internationalen Konferenz schlüpfen. Sie erfahren, welche konkreten Maßnahmen für die Erreichung ausgewählter globaler Nachhaltigkeitsziele zu ergreifen sind. Dazu nimmt „Mission 2030“ das Publikum mit auf eine Art Weltreise – mit Stationen in Ägypten, Ghana, Guatemala, Kambodscha, Kolumbien und Timor-Leste sowie in zwei deutschen Großstädten. Die Erlebnisausstellung von Plan International stellt exemplarisch die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Defiziten, sozialen Herausforderungen und einer Ungleichheit der Geschlechter zur Diskussion. Sie richtet sich gezielt auch an Jugendliche.

Unter dem Motto „Grüße aus der Zukunft – Geschichten von Menschen, Meeresmüll und Massensterben“ ergänzen zeitgleich die Perspektiven junger Menschen aus der Oldenburger Region die Sonderausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Etwa 150 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben sich in Projekten der Oldenburger Kunstschule e. V. und von slap-social land art project e. V. Fragen zu Nachhaltigkeitszielen gestellt. Die in der Ausstellung präsentierten künstlerischen Werke drücken ihre individuellen Erfahrungen, Meinungen und Visionen aus.
28.09.2021, 17:14 Uhr
Leopold Auszeichnung für die neue CD der Blindfische
„Hausmusik“, ein Haus mit 19 Überraschungen
Am 24.9.2021 wurde die neue CD der Blindfische im Funkhaus des WDR in Köln mit dem bedeutenden Medienpreis Leopold ausgezeichnet. Dieser wohl wichtigste Preis im Bereich „Musik für Kinder“ wird alle zwei Jahre vom Verband Deutscher Musikschulen vergeben und zeichnet „Gute Musik für Kinder“ aus. Und da haben sich die Blindfische auch gegen klassische Musik und andere Stilrichtungen durchgesetzt. Das Fazit der Jury lautete: „Mit der ihnen eigenen uneitlen Leichtigkeit haben die Blindfische also wieder einmal ein Album vorgelegt, mit dem Kinder sich gutgelaunt durch den Tag singen können.“ Das neue Album der Blindfische ist eine Produktion, die durch große Spielfreude, viel Witz, Abwechslung und Überraschungen auffällt. Ein Album, das nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene begeistern wird, denn hinter Musik für Kinder müssen keine harmlosen Liedchen mit albernen Texten stecken. Hier wird anspruchsvolle Musik geboten, die sich in üblicher Blindfischmanier selbst nicht zu ernst nimmt, sich aber nicht verstecken muss, sondern durch große Kreativität überzeugt und alle erreichen kann.

Der spielerische Umgang mit allem was Töne erzeugt und sich im Haus der Blindfische befindet, soll alle Hörer anstecken, selber spielerisch mit einzusteigen. Jedes der 19 Lieder auf der CD ist einem speziellen Instrument oder Instrumentengruppe gewidmet. Und genau die Vielzahl unterschiedlichster Instrumente machen das Album so außergewöhnlich. Ihre eigenen Klangfarben in den Kompositionen machen jedes Stück zu einem unerwarteten Klangerlebnis, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen berührt. Sicher ist nur, dass jedes neue Stück eine Überraschung wird. Gepaart mit dem üblichen Wortwitz der Blindfische erhalten die Lieder durch eine Fantasiesprache, oder auch poetischen Aussagen über Wasser bis hin zu einem Feuerwerk der Sprachkunst in ABC einen grotesken Schliff.

So kommt z.B. schon im ersten Stück der schelmische Charakter der Blindfische voll zum Tragen, werden doch hier Instrumente vorgestellt, die sie selber nicht beherrschen, diese aber im Outro von den Bremer Philharmonikern zu hören sind. Und weiter geht es in „Hausmusik“ wo die Hausmusik zu einem amtlichen House-Music-Mix mutiert. Die Instrumentierung reicht vom A Cappella Gesang über Nasenflöte zur Tuba, vom Hang über ein sampling pad zum Theremin, oder von der Ukulele, über Balalaika zur Bouzouki. Eine ansprechende Pappverpackung mit einem 24-seitigen Booklet und einem Hausposter, auf dem alle vorkommenden Instrumente zu finden sind, runden den Gesamteindruck ab. Gemalt wurden alle Bilder wie üblich vom Blindfisch Zeichner Uli Reen. 19 Stücke befinden sich auf dem kurzweiligen Album der Blindfische. Erschienen ist die CD bei Knallfrosch Musik.

Gefördert wurde die Produktion mit Mitteln des Landes Niedersachsen durch die Oldenburgische Landschaft.
06.08.2021, 13:48 Uhr
Kunstwerk nach Verkehrsunfall aus der Haaren geborgen
Städtischer Bauhof erfasst Schäden des Reliefs „Alt-Oldenburg“
Das künstlerisch gestaltete Brückengeländer an der Lappan-Kreuzung, das in der Nacht auf Donnerstag, 29. Juli, bei einem Verkehrsunfall teilweise in die Haaren gefallen war, konnte heute erfolgreich geborgen werden.

Zur Bergung des 2,7 Tonnen schweren Teilstückes wurde zunächst eine Lagebestimmung mittels Tauchgang vorgenommen, da bisher nicht bekannt war, in welcher Position sich das Fertigteil im circa 2 Meter tiefen Wasser befand. Anschließend wurde das Betonteil freigespült, damit die Tauchgruppe spezielle Hebemittel zur sicheren Lkw-Verladung anbringen konnte. Bereits nach wenigen Stunden war die Bergung abgeschlossen. „Wir konnten das Betonelement zügig und sicher aus der Haaren bergen“, so Carsten Hoting vom Fachdienst Tiefbau der Stadt Oldenburg. Am Vormittag traf das Betonelement im Bauhof der Stadt Oldenburg ein und wurde in die entsprechende Stellbox abgeladen. „Im Bauhof findet nun eine genaue Begutachtung statt, damit weitere Maßnahmen zur Instandsetzung oder Erneuerung durchgeführt werden können“, erklärt Hoting.

Das Betonelement ist Teil des Kunstwerks „Alt-Oldenburg“ von Georg Schmidt-Westerstede (1921-1982), das Oldenburg im Jahr 1550 als Relief zeigt. Das ergänzende Geländerrelief, welches die Stadt 200 Jahre später abbildet, ist bei der nächtlichen Kollision des Fahrzeugs mit dem Brückengeländer erhalten geblieben. Ob eine vollständige Wiederherstellung des Kunstwerks möglich ist und welches Ausmaß der tatsächlich entstandene Schaden hat, wird sich erst nach erfolgter, genauer Begutachtung ermitteln lassen.