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»Aufhören, sich nicht einzumischen«

30.11.2015, 06:45 Uhr
Mit einem Infostand in der Fußgängerzone machten Mitarbeiterinnen des Gleichstellungsbüros der Stadt Oldenburg und des Präventionsrat-Arbeitskreises Häusliche Gewalt am Sonnabend, 28. November, auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam.

Drei Tage nach dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen waren die Passanten in der Innenstadt aufgefordert, Stellung zu beziehen und diese auf einem Bogen Papier festzuhalten. Die gesammelten Statements wurden am Stand ausgehängt und werden auch auf der Internetseite des Präventionsrates veröffentlicht.

Darüber hinaus waren Informationen über Anlauf- und Beratungsstellen rund um das Thema häusliche Gewalt sowie allgemein zur Arbeit der Gleichstellungstelle, des Prävetionsrates und seines Arbeitskreises Häusliche Gewalt zu bekommen.

Häusliche Gewalt sei nicht mehr ganz so tief in der Tabu-Ecke, gelte aber nach wie vor als Kavaliersdelikt, sagten die Mitarbeiterinnen am Infostand. »Für die Betroffenen ist die Situation besonders schwierig, weil sie die Täter ja kennen und oft mit ihnen im selben Haushalt leben«, so die Ärztin und AK-Angehörige Maike Nold. »Um so wichtiger ist es, dass Nachbarn, Freunde und Angehörige genau hinsehen, Verletzungen wahrnehmen und gegebenenfalls Hilfe anbieten«, ergänzt Renate Vossler von der Gleichstellungsbüro. »Wir müssen aufhören, uns nicht einzumischen.«
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