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»Der PRO hat immer ein bisschen die Nase vorn«

29.05.2015, 12:12 Uhr

Niedersächsische Justizministerin besucht den Oldenburger Präventionsrat zum 15-jährigen Jubiläum

von Carsten Lienemann

Antje Niewisch-Lennartz war voll des Lobes für das Netzwerk PRO. In Oldenburg bestehe ein anderes Maß an Aktion als in anderen Städten, Oldenburg rage heraus, stellte die niedersächsische Justizministerin am 28. Mai bei Ihrem Besuch des Präventionsrates Oldenburg (PRO) zu dessen 15-jährigem Jubiläum fest. »Der PRO hat im Vergleich mit anderen Präventionsräten immer so ein bisschen die Nase vorn, die Beteiligten und allen voran die Geschäftsführung sind offen sowohl für neue Ansätze als auch für Austausch und Wissenstransfer. Auch Trends werden früh erkannt, der Oldenburger Präventionsrat erweist sich geradezu als Trüffelschwein für neue Ideen.« Das Netzwerk PRO sei wiederum eingebunden in den Landespräventionsrat und in das Projekt »PrimA – Prävention im Nordwesten« und tausche sich auf diesem Wege mit Vertretern anderer Präventionsräte aus.

Der Leitsatz »Eine ganze Stadt macht Prävention« werde hier tatsächlich gelebt, der Präventionsrat sei erkennbar in der Stadt verankert, so Niewisch-Lennartz. »In Oldenburg trifft ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement auf eine professionelle Koordination durch Melanie Blinzler und Nicole Jacob.« Dazu komme eine großartige Unterstützung über Finanzen hinaus durch die Kommune und nicht zuletzt auch durch den Förderverein Präventionsrat, der sich nicht auf das Geld sammeln allein beschränke, sondern auch selbst Initiativen und Projekte auf den Weg bringe.

Die hoch Gelobten wollten da nicht widersprechen, warum auch, es stimmt ja. Der Vorsitzende des Präventionsrats Eckhard Wache bestätigte, dass es viele der ehrenamtlich tätigen Ideen und Kontakte einbringen und dass man der guten Vernetzung und der Struktur der Stadt kurze Wege verdanke. Vieles habe sein Vorgänger Gerd Koop auf den Weg gebracht, der mit seiner Begeisterungsfähigkeit andere anstecken konnte. »Dass der PRO aber schon so lange so gut arbeiten kann, ist nur möglich durch eine im doppelten Sinn professionelle Geschäftsstelle, nämlich hauptamtlich und hoch kompetent. Die Stadt unterstützt uns auf vielerlei Weise, zum Beispiel durch Übernahme der Personal-, Büro- und Verwaltungskosten.

Die erste Stadträtin Silke Meyn sieht drei Aspekte, die den Erfolg des PRO ausmachen: »Da ist zum einen der gesamtgesellschaftlichen Ansatz: alle sollen mitmachen, zum zweiten der interdisziplinäre Ansatz: 76 verschiedene Institutionen sind im Präventionsrat vertreten, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedenste Fähigkeiten und Kompetenzen mitbringen, und zum dritten ein Förderverein, der den Anspruch hat, sich auch inhaltlich einzubringen. Etwa 300 Ehrenamtliche befassen sich derzeit mit vielen Projekten. So viel Engagement lassen wir uns gerne etwas kosten.«

Richard-B. von Busse, Vorsitzender des Fördervereins Präventionsrat, bedankte sich bei Antje Niewisch-Lennartz für ihre Unterstützung der Präventionsarbeit. »Ohne das Rückgrat des Justizministeriums wäre unsere Arbeit nicht möglich.« Ebenso wichtig sei die Partnerschaft mit der Stadt und ihre finanzielle Unterstützung.

»Sind alle dabei? Wer oder was fehlt?« Eingeleitet durch diese Fragen richtete Niewisch-Lennartz den Blick auf anstehende und künftige Aufgaben. Eine davon sei die religiöse Radikalisierung, wobei diese oft gesellschaftliche Ursachen habe. »Der PRO sucht über den Arbeitskreis Religionen auch hier den Weg des Dialogs und setzt damit ein klares Zeichen gegen Schwarzweiß-Denken und Ausgrenzung. Und das erklärtermaßen zum Wohle der Stadt«.

Am Sonnabend, 30. Mai, veranstaltet der PRO einen interreligiösen Rundgang durch Oldenburg. Dabei werden Gemeindezentren aufgesucht und von Mitgliedern des Arbeitskreises Religionen vorgestellt.
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