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Kunst

Filmprogramm zur Ausstellung „Shadow Citizens“ im Cine k

17.04.2018 09:08 Uhr

Kostenlose Kinoabende am 20. und 21. April

Anlässlich der neuen Ausstellung „Shadow Citizens“ über den Filmemacher Želimir Žilnik zeigt das Cine k, das Filmkunstkino in der Kulturetage, eine Auswahl der Kurz- und Langfilme Žilniks im Original mit englischen Untertiteln. Der Eintritt ist jeweils frei, der Filmemacher wird bei allen Vorführungen anwesend sein. Es laufen jeweils ein Kurzfilm gefolgt von einem Langfilm, Beginn ist am Freitag, 20. April, und Samstag, 21. April, jeweils um 18 Uhr und um 20.30 Uhr. Zu sehen ist unter anderem auch „Early Works (Frühe Werke)“, der Film, für den Žilnik 1969 den Goldenen Bären der Berlinale gewann.

Folgende Filme werden gezeigt:
  • Freitag, 20. April, 18 Uhr: „Ich weiss nicht was soll es bedeuten“ (Deutschland, 1975, 10 Minuten), „The First Trimester of Pavle Hromis“ (Jugoslawien, 1983, 85 Minuten)
  • Freitag, 20. April, 20.30 Uhr: „The Unemployed” (Jugoslawien, 1968, 13 Minuten), „Kenedi Goes Back Home”(Serbien und Montenegro, 2003, 75 Minuten)
  • Samstag, 21. April, 18 Uhr: „A Newsreel on Village Youth, in Winter” (Jugoslawien, 1967, 15 Minuten), „Early Works” (Jugoslawien, 1969, 87 Minuten)
  • Samstag, 21. April, 20.30 Uhr: „Uprising in Jazak“ (Jugoslawien, 1973, 18 Minuten), „Tito Among the Serbs for the Second Time“ (Jugoslawien, 1994, 43 Minuten)
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Filmemacher zu Gast im Edith-Russ-Haus

13.04.2018 20:32 Uhr

Ausstellungsbeginn von „Shadow Citizens“ am 19. April mit Vortrag von Želimir Žilnik

Anlässlich der neuen Ausstellung „Shadow Citizens“ lädt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst am Donnerstag, 19. April, zu einem Gespräch mit dem Filmemacher Želimir Žilnik ein. Er gilt als einer der Begründer des Doku-Dramas und hinterfragt stets kritisch und unabhängig die Gesellschaft mit ihren kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Seit seiner Zeit in der jugoslawischen Amateurfilmszene der 1960er Jahre hat Žilnik über fünfzig Filme gedreht und damit sämtliche Staatsformen seines Heimatlandes filmisch begleitet. In den 1970er Jahren musste er sein Land verlassen, lebte einige Zeit in Deutschland und drehte auch hier mehrere Filme, unter anderem über die sogenannten Gastarbeiter.

Zu Beginn seiner Soloausstellung wird das kroatische Kuratorinnenkollektiv WHW mit Žilnik ab 19 Uhr im Seminarraum des Edith-Russ-Hauses über sein Werk und seine Filme sprechen. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
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Vortrag: Comiczeichnerin Isabel Kreitz zu Gast im Museum

13.04.2018 20:28 Uhr
Die Hamburger Comiczeichnerin Isabel Kreitz ist am Freitag, 20. April, um 19 Uhr zu Gast im Horst-Janssen-Museum. In ihrem Vortrag unter dem ungewöhnlichen Titel „Dachboden als geistiger Lebensraum“ wird sie eine persönliche Bestandsaufnahme der deutschen Comicszene anhand ihres eigenen Werdegangs und ihre Herangehensweise bei der Umsetzung eines Comics erläutern. Schon früh kam Kreitz mit den Werken von Erich-Kästner-Illustrator Walter Trier in Berührung und zwar auf dem Dachboden ihrer Großeltern, woran ihr Vortragstitel erinnert. Weitere Impulse für das Erzählen von Geschichten in Bildern erhielt Kreitz durch Stumm- und Horrorfilme. Ihre Graphic Novel „Haarmann“ ist zurzeit in der Ausstellung „Aktuelle deutsche Graphic Novels“ im Horst-Janssen-Museum zu sehen.

Der Eintritt zum Vortrag kostet 3 Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse.
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Bühne frei für Löwen, Hühner, Kängurus und Co.

11.04.2018 21:35 Uhr

Tanz- und Theaterprojekt „Karneval der Tiere“ zeigt Vielfalt der Menschen in Oldenburg

Kinder und Senioren, Förderschüler und Studenten, Ur-Oldenburger und Zugewanderte, Menschen mit Handicap und ohne – breiter gefächert als beim Oldenburger Tanz- und Theaterprojekt „Karneval der Tiere“ könnte die Liste der Mitwirkenden kaum sein. Insgesamt 150 Beteiligte setzen die originelle Tierparade des französischen Komponisten Camille Saint Saëns musikalisch, tänzerisch und schauspielerisch um und wollen damit gleichzeitig die Vielfalt der Menschen in Oldenburg zeigen. Das Stück vereint Akteure verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters – sie alle bringen unter der künstlerischen Leitung von Alexander Hauer ihre individuellen Fähigkeiten und Neigungen ein.

Träger des Projekts ist die Stiftung Gertrudenheim, die Organisation liegt in den Händen des Bremer Kulturunternehmens „OpusEinhundert“ in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Das Projekt wird vom Amt für Kultur und Sport mit 20.000 Euro sowie durch Sachleistungen gefördert. Weitere Unterstützer sind die GSG, die OLB, der Präventionsrat Oldenburg, die Montagstiftung und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Premiere feiert das Stück am Samstag, 5. Mai, um 18 Uhr in der Sporthalle der BBS Wechloy. Zwei weitere Vorstellungen folgen dort am Sonntag, 6. Mai (11 und 18 Uhr). Das Projektorchester, dem Studierende und Lehrkräfte des Instituts für Musik der Carl von Ossietzky Universität sowie die künstlerische Mitarbeiterin Christiane Abt angehören, wird dabei unter der musikalischen Leitung von Erich A. Radke das Werk des französischen Komponisten live spielen. Karten für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) über das Internet-Portal www.nordwest-ticket.de.

Hauer und „OpusEinhundert“ hatten bereits vor drei Jahren in Oldenburg unter dem Titel „Aus der Neuen Welt“ ein inklusives Musik- und Tanzerlebnis erfahrbar gemacht und dabei 130 Menschen über sich hinauswachsen lassen. Von dem Ergebnis und den live vom Oldenburgischen Staatstheater in der kleinen EWE-Arena begleiteten Aufführungen waren mehr als 1.700 Zuschauerinnen und Zuschauern begeistert. Der „Karneval der Tiere“ ist nun eine Weiterentwicklung aus dem ersten Projekt. „Der inklusive Gedanke kommt noch viel stärker zum Tragen“, betont Alexander Hauer.

Das Stück
Die Suite „Karneval der Tiere“ hatte Saint Saëns im Jahr 1886 in nur wenigen Wochen komponiert. In seinem Werk erweckt er unterschiedliche Tiere musikalisch zum Leben: Hühner, Schwäne, einen Löwen, Elefanten, Kängurus, Schildkröten und sogar Fossilien. Studierende des Instituts für Musik haben sich mit der Suite auseinandergesetzt und betreuen musikalisch die einzelnen Gruppen, die zusammen mit Alexander Hauer in wöchentlichen Proben Tänze und Szenen entwickeln. Sprechrollen ergänzen die leichtfüßige Klangkomödie. Insgesamt elf Gruppen sind am „Karneval der Tiere“ beteiligt.

Die Vorbereitungen
Seit Winter 2016 wurde das Projekt in monatlichen Treffen der Vorbereitungs-und Koordinierungsgruppe entwickelt. Im Oktober 2017 fand das erste Treffen der Leiterinnen und Leiter der beteiligten Gruppen statt. Seit dem 15. Januar dieses Jahres laufen die wöchentlichen Proben in den Gruppen. Alle Mitwirkenden haben sich bereits an zwei Wochenenden zu einem vielfältigen, farbenfrohen Ensemble zusammengefunden, um sich gegenseitig die Arbeitsergebnisse zu präsentieren. „So wachsen Menschen, die sich im Alltag selten begegnen, zu einem künstlerischen Kollektiv zusammen und erleben den Wert einer inklusiven Gesellschaft“, erklärt der künstlerische Leiter.

Einen Vorgeschmack auf das spannende Projekt gibt ein Plakat, das für die Aufführungen werben soll. Es ist an der Uni Oldenburg entstanden in einer Semesterarbeit des Instituts für Kunst und visuelle Kultur, bei der sich Studierende mit dem Projekt beschäftigt haben. Eine Jury aus Projektteilnehmenden hat den Entwurf von Sharon Brink als das gelungenste Plakat ausgewählt.

Anlass für das Projekt ist der 10. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig eröffnet das Tanztheater die diesjährige Oldenburger Inklusionswoche.

Die Beteiligten
Große Musik-, Theater- und Tanzprojekte, generationsübergreifend, inklusiv und interdisziplinär, sind das Markenzeichen von „OpusEinhundert“. Seinen mächtigen Namen trägt das Kulturunternehmen zu Recht: Konzeptioniert und auf die Bühne gebracht werden stets Werke von und für mindestens 100 Menschen.

Beteiligte Gruppen beim „Karneval der Tiere“ in Oldenburg sind: Verein für Kinder, Astrid-Lindgren-Schule Edewecht, KreAktiv e.V. Wohnprojekt Neu-Donnerschwee, SeGOld e.V./Rollstuhltanzgruppe RolliGOld, Tanztheater Friesland e.V., Zentrum für Frauengeschichte, Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gertrudenheim, Oberschule Eversten, IGS Kreyenbrück, ChorGonzola Atelier Blauschimmel, Social LandArt Project e.V. sowie die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Institut für Kunst und visuelle Kultur sowie dem Institut für Musik.

Die Mitwirkenden sind begeistert: „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass alle Altersgruppen vertreten sind, körperlich oder psychisch beeinträchtigte Personen und Kinder“, sagt Rezan, Schüler der IGS Kreyenbrück. Auch Holger, Bewohner des Gertrudenheims, findet das gemeinsame Projekt toll: „Ich bin sehr begeistert! Ich bin so ein richtiger Schauspieler.“ Kunststudentin Vanessa ergänzt: „Mir gefällt gut, dass ganz verschiedene Leute aufeinandertreffen und alle offen zueinander sind und aufeinander zugehen – das macht ganz viel Spaß.“ Davon können sich alle Interessierten bei den drei Aufführungen überzeugen.


Die Termine


Premiere:
Samstag, 5. Mai 2018, 18 Uhr, BBS Sporthalle in Wechloy (Am Heidbrook 10)

2. Vorstellung:
Sonntag, 6. Mai 2018, 11 Uhr, BBS Sporthalle in Wechloy

3. Vorstellung:
Sonntag, 6. Mai 2018, 18 Uhr, BBS Sporthalle in Wechloy
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Künstlerpaar im Sperrgebiet

02.04.2018 19:30 Uhr

Isabel Fargo Cole stellt nominierten Roman „Die grüne Grenze“ vor

Wie ist es, in der Nähe des Todesstreifens zu leben? Mit ihrem Roman „Die grüne Grenze“, der überwiegend im Ostharz an der innerdeutschen Grenze in den Jahren 1973 bis 1980 spielt, taucht Isabel Fargo Cole in eine Welt voller Widersprüche ein. Am Mittwoch, 11. April, präsentiert die in Berlin lebende US-Amerikanerin ihr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman im Programm des Literaturbüros im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Oldenburger Schriftsteller Jochen Schimmang stellt die Schriftstellerin und ihren Roman in Lesung und Gespräch vor. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

Im Mittelpunkt des Romans steht ein junges Künstlerehepaar, das 1973 von Berlin in das Örtchen Sorge im Ostharz zieht, ins Sperrgebiet der DDR. Editha ist Bildhauerin und schwanger. Thomas will einen Roman über die Grenze schreiben. Ein historischer Roman bietet sich an, denn die Gegend ist schon immer Grenze gewesen, verstrickt zwischen religiösen und politischen Machtsphären, Germanen und Slawen, Mensch und Natur. Thomas kämpft noch mit dem Material, doch schon 1976 ist das politische Tauwetter vorbei, und die gemeinsame Tochter Eli lernt sprechen in einer Welt, in der das Sagen und das Nicht-Sagen-Dürfen, das Wissen und das Wahrnehmen eine hohe Kunst sind.

Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, wuchs in New York City auf. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie an der University of Chicago sowie Russisch und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie seit 1995 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin lebt.
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Schreibwerkstatt bringt Farbe ins Spiel

20.03.2018 18:55 Uhr

Kurs im Stadtteiltreff Kreyenbrück zum Kulturfestival „Farbenfroh“

Zum „Farbenfroh Festival“ in Kreyenbrück wird im Stadtteiltreff Kreyenbrück ein Schreibkurs zum Thema „Farben“ angeboten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfassen kurze Geschichten, wobei sie auf Wunsch Schreibanregungen und professionelle Unterstützung erhalten. Es wird eine kleine Broschüre mit allen Texten entstehen, die zuletzt per Hand gebunden wird. Während des „Farbenfroh Festivals“ ist eine öffentliche Lesung geplant. Dort können Texte vorgetragen werden.

Der Schreibkurs findet an den Dienstagen, 17. April, 24. April und 8. Mai, jeweils von 18 bis 20 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kurs wird von der Oldenburger Schreibwerkstatt in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück und der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück sowie dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg angeboten.

Information und Anmeldung bei der Oldenburger Schreibwerkstatt, Liane Hadjeres, Telefon 0441 51944, E-Mail info@oldenburger-schreibwerkstatt.de.
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„Verboten für Männer unter 30 Jahren“

11.03.2018 17:59 Uhr

Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg zeigt das vollendete „Kunstprojekt Ostfriesland-Haggadah“

Vom 15. März bis 25. April 2018 präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg unter dem Titel „Verboten für Männer unter 30 Jahren“ die Ergebnisse des mehrjährigen Kunstprojektes „Ostfriesland-Haggadah“ von Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin. Feierlich eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 15. März um 19.00 Uhr mit einem Kurzvortrag von Rabbinerin Alina Treiger von der Jüdischen Gemeinde Oldenburg und einer Einführung von Ricardo Fuhrmann. Ein Grußwort spricht Wolfgang Freitag, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland.

Seit 2012 arbeiten die Künstler Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin an dem Projekt "Ostfriesland-Haggadah". Die beiden jüdischen Künstler aus Norden, die in Argentinien geboren wurden, erfüllten sich damit einen lang gehegten Traum: sich künstlerisch mit einem wichtigen Buch jüdischen Lebens auseinanderzusetzen, der Pessach-Haggadah. Für alle Juden weltweit ist es unverzichtbar für den Abend am Beginn des Pessachfestes, das fast zeitgleich mit dem christlichen Osterfest gefeiert wird. Im Zentrum der Haggadah steht die mehr als 3.000 Jahre alte Geschichte von der Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten. Über Jahrhunderte hat dieses Buch eine lange Tradition der künstlerischen Illustrierung.

Das Kunstprojekt „Ostfriesland-Haggadah“ umfasst drei Phasen mit je verschiedener künstlerischer Realisierung. In der ersten Phase schufen die Künstler experimentelle Kunst­werke, die als Wanderausstellung an zahlreichen Orten präsentiert wurden und großes Interesse hervorriefen. Eine Auswahl dieser Kunstwerke wurde sogar 2014 im israelischen Parlament, der Knesset, gezeigt. Teil zwei des Projektes ist „Die Haggadah, die aus Ostfries­land kommt“, 2017 erschienen im Verlag Hentrich und Hentrich (Berlin). Diese Ausgabe überrascht mit einer völlig unerwarteten Perspektive auf den vertrauten Text. Ihre Illustrationen führen den Leser an längst bekannte Orte der Haggadah und zugleich in ihre geheimnisvollen Schlupfwinkel.

Die Ausstellung in der Landesbibliothek markiert die dritte und letzte Phase des Kunstpro­jektes: Neu vorgestellt wird ein Künstlerbuch zum Hohelied Salomos (SchirHaschirim), das während des Pessach-Festes gelesen wird. Der Titel der Ausstellung "Verboten für Männer unter 30 Jahren" nimmt Bezug auf eine alte Empfehlung von orthodoxen Rabbinern, bei der Lesung des Hoheliedes wegen seines explizit erotischen Inhaltes keine Männer unter 30 Jah­ren zuzulassen.

In der Landesbibliothek Oldenburg wird das Gesamtprojekt in seiner kreativen Entwick­lung vorgestellt. Neben dem erstmals präsentierten Künstlerbuch werden Werke aus der Wanderausstellung sowie die gedruckte Haggadah gezeigt.Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin beziehen ihre Inspiration aus dem Werk selbst. Das Ergebnis ihres künstlerischen Prozesses sind Bilder, die die vertraute Ikonografie der Haggadah aufgreifen, aber auch neue Sujets zur Tradition hinzufügen. Dazu kommt, dass die beiden Künstler in der Tradition der Chavruta, dem Lernen der Thora zu zweit, gearbeitet haben. Dadurch entstanden gemeinsame Werke, in denen der Betrachter weder den Stil des einen noch den Stil des anderen Künstlers erkennen kann. Beide sind quasi zu einer dritten Künstlerperson verschmolzen.

Maßgeblich unterstützt wurden Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin in ihrer Arbeit von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland (DIGO). Wolfang Freitag, Vorsitzender der DIGO, Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin wurden 2017 für ihre Arbeit an dem Projekt „Ostfriesland-Haggadah“ mit dem Niedersächsischen Verdienstkreuz am Bande ausge­zeichnet.

Ricardo Fuhrmann (* 1959) wurde in Buenos Aires als Nachfahre einer Emder Familie geboren, die vor dem Nazi-Terror floh. Auch Daniel Jelin (* 1957) stammt aus Buenos Aires. Beide Künstler studierten zunächst in ihrer Heimat Kunst bzw. Opernregie. Sie leben und arbeiten seit vielen Jahren in Norden, Ostfriesland.
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»Theater für Alle, mit Allen«

07.03.2018 11:55 Uhr

Die neue inklusive Kindertheatergruppe im Blauschimmel Atelier hat noch Plätze frei!

Ab Mittwoch, den 4. April 2018 beginnt im Blauschimmel Atelier Oldenburg eine neue Theatergruppe für ältere Kinder zwischen 9 und 13 Jahren.

Das Projekt »Theater für Alle, mit Allen« ist eine Kooperation zwischen dem Verein Jugendkulturarbeit und dem Blauschimmel Atelier. Ziel ist es, in der Kooperation der beiden erfahrenen Träger, in Oldenburg eine gute Netzwerkstruktur auf- und auszubauen, die alle interessierten Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung nutzen können, um gemeinsam Theater zu spielen, zu tanzen, Musik zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Aufführungen in der Öffentlichkeit zeigen zu können.

Das Projekt bezieht zum einen die bereits existierenden Theatergruppen Kurlandtheater, Junges Theater Bloherfelde und Kindertheater PAEPP innerhalb des Vereins Jugendkulturarbeit mit ein. Zusätzlich startet innerhalb des Projektes nach den Osterferien eine neue Kindertheatergruppe beim Blauschimmel Atelier, die noch Plätze frei hat. Die Gruppe trifft sich regelmäßig mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr im Blauschimmel Atelier in der Klävemannstr. 16, 26122 Oldenburg zum gemeinsamen Proben.
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Neue Ausstellung in der BBS Haarentor

03.03.2018 12:04 Uhr

Schüler schreiben zu Werken der Artothek Oldenburg

In der Cafeteria der Berufsbildenden Schulen (BBS) Haarentor eröffneten Schulleiter Diedrich Ahlfeld, Leiterin der Artothek Oldenburg Dr. Sabine Isensee und Lehrerin Elisabeth Drab am 28. Februar die Ausstellung „Erfahrung von Ferne und Fremdheit“ mit Werken der Artothek. Bis Ende Juni 2018 haben die Schülerinnen und Schüler der BBS Haarentor nun die Möglichkeit, sich kreativ den Kunstwerken zu nähern, indem sie Geschichten oder Gedichte schreiben.

Ausgewählt wurden acht Grafiken von international bekannten Künstlerinnen und Künstlern, die in ihren Werken vielschichtig das Thema Fremdheit aufzeigen. Zu sehen sind ungewöhnliche Orte und Landschaften sowie eigenwillige Tier- und Menschengestalten von Heike Kati Barath, Klaus Fußmann, Detlef Kappeler, Jens Lausen, Lucjan Mianowski, Andreas Nottebohm, Renate Sautermeister und Hendrik Tauché. „Die Ausstellung in der BBS weckt das Interesse am Unbekannten und lädt die Schülerinnen und Schüler zu einer spannenden Spurensuche ein, das Fremde zu ergründen und sprachlich in Worte zu fassen“, sagt Sabine Isensee.

Elisabeth Drab, die das Projekt zur kulturellen Bildung an der BBS koordiniert, ist über die gelungene Zusammenarbeit mit der Artothek erfreut und ergänzt: „In der Cafeteria besteht nun für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, über Kunst miteinander ins Gespräch zu kommen. So können die Schreibanlässe unabhängig vom Unterricht wahrgenommen oder von Lehrkräften in die Fächer Politik, Deutsch und Geschichte integriert werden.“ Nach der Ausstellung wählt Elisabeth Drab zusammen mit anderen Deutschlehrerinnen Gedichte und Geschichten aus, um sie in einer Online-Anthologie vorzustellen. Seit 2015 sind bereits fünf Textsammlungen begleitend zu den Ausstellungsprojekten entstanden.

Die Ausstellung in der Cafeteria der BBS Haarentor ist öffentlich und kann montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr besichtigt werden.
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Konzert aus der „innen-Sicht“

24.02.2018 16:45 Uhr

Werke von Komponistinnen am 4. März im Kulturzentrum PFL

Die Musikschule der Stadt Oldenburg lädt am Sonntag, 4. März, zu einem Konzert mit Schülerinnen und Schülern ein, in dem ausschließlich Werke von Komponistinnen zur Aufführung kommen. Beginn ist um 17 Uhr im Veranstaltungssaal des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, der Eintritt ist frei.

Das Konzert erlaubt eine „innen-Sicht“ in den Musik-Kosmos komponierender Frauen.
Die Klavierstücke von Clara Wieck-Schumann und Fanny Hensel (geborene Mendelssohn) und anderen gaben den Anstoß, in einem Themenkonzert den Fokus auf die Frau als Komponistin zu lenken. Neben Klaviermusik werden auch kammermusikalische Musik und Orchesterstücke verschiedener Komponistinnen zu hören sein.

Komponierende Frauen gab es zwar in allen Epochen der Musikgeschichte, allerdings immer in viel geringerer Anzahl als ihre männlichen Kollegen. Dies lag vor allem am gesellschaftlichen Rollenverständnis vergangener Jahrhunderte und daran, dass es bis in das 20. Jahrhundert hinein Frauen nicht erlaubt war, eine professionelle Ausbildung im Fach Komposition zu absolvieren. Heute hat sich die Sichtweise gewandelt. Komponistinnen und ihre Musik sind inzwischen fester Bestandteil des öffentlichen Musiklebens geworden.
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Lange Nacht der Musik 2018

24.02.2018 15:53 Uhr

klangpol baut Klangmeile auf der Peterstraße

Die Oldenburger Peterstraße wird vom regionalen Netzwerk „klangpol“ erneut zu einer Klangmeile für Jung und Alt verwandelt. Die Netzwerkpartner und ihre Gäste kreieren einen entspannten Abend voller Entdeckungen, Erkenntnis, Hochgenuss und Lust am Klang mit euphorischen Darbietungen. Live-Musik von ungewöhnlichen Solisten und Ensembles sowie Installationen stellen die Gegenwartsmusik in aller Breite dar. Klingende Kostüme und Musik im Freien sind auf den vielen Plätzen und in den Gebäuden an der Peterstraße zu erleben. Neben dem musikalischen Programm laden interaktive Quiz- und Ratespiele zur Kunstmusik der Gegenwart die Besucher zum Verweilen und Mitmachen ein. Mit einem kleinen kulinarischen Angebot wird an das leibliche Wohl der Besucher gedacht.

Die Vorbereitungen für die Veranstaltung am Samstag, den 16. Juni 2018, haben begonnen und es wird auf einen ähnlichen Erfolg wie 2017 gehofft, bei dem rund 6000 Besucher diese Oldenburger Musikpromenade besucht haben. Vom frühen Abend bis nach Mitternacht laden die klangpol-Partner ein zum Hören und Sehen, Flanieren, Verweilen und Entdecken. Wie in den Vorjahren beginnen alle 15 Minuten an mehreren Orten musikalische Beiträge, die an dem Abend jeweils mehrfach aufgeführt werden. Die Besucher bewegen sich von Ort zu Ort und hören sich an, was sie reizt.

Bei freiem Eintritt wird dabei in konzentrierter Form die Szene der aktuellen Kunstmusik im Nordwesten erfahrbar und ist deswegen für Ersthörer ein wunderbarer Einstieg. Die LANGE NACHT DER MUSIK findet im Rahmen des bundesweit vom Deutschen Musikrat veranstalteten »Tag der Musik« statt. Informationen auch unter: www.klangpol.de.

16.06.2018, 19 Uhr
klangpol: LANGE NACHT DER MUSIK
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Die Liebe in Zeiten der Fluchtbewegung

21.02.2018 12:02 Uhr

Global Music Player e. V. präsentiert Musical „Sami, der Weißfahrer“

Sophia hat sich gerade mit ihrem Freund gestritten. Darum geht sie allein zum Konzert, bei dem sie Sami trifft. Die beiden kommen sich schnell näher, sehr zum Unmut von Sophias Freund, der nachgekommen ist und die beiden beobachtet. Das ist vordergründig der Entwurf zu dem Musical, das Global Music Player e. V. am 22. und 23. Februar 2018 in der Kulturetage auf die Bühne bringt.

Bei genauerer Betrachtung ist die Geschichte aber sehr komplex. Sami ist nämlich aus seiner afrikanischen Heimat geflüchtet. Er bringt traumatisierende Erlebnisse mit und muss sich hier mit Diskriminierungen von allen Seiten auseinandersetzen, von Seiten der deutschen Behörden, von hier Geborenen, aber auch von anderen Geflüchteten. Für Sophia sind das ganz neue Erfahrungen. Auch wenn sie nicht direkt betroffen ist, als Freundin bekommt sie alles hautnah mit.

17 Künstlerinnen und Künstler aus 7 verschiedenen Ländern an 10 intensiven Probenwochenenden ein Musik- und Tanztheaterstück entwickelt, das auf eigenen Erfahrungen basiert. Die Darsteller*innen spielen, tanzen und singen davon, wie das Leben der Geflüchteten aussieht und verbinden dabei leichte Inhalte mit schwer verdaulichem Stoff.

Richard Kouadio Kouamé ist ein ausgezeichneter Tänzer und Choreograph und außerdem einer von zwei Sängern und Komponisten der Oldenburger Band „Revolution R“. Er hatte die Idee zu diesem Musical, seit es die Band gibt, also seit Beginn 2012. Vier Jahre zuvor war er nach Deutschland gekommen. „Ich wollte den Menschen die Geschichte aus meiner Perspektive zeigen, und mit Musik und Tanz kann ich mich am besten ausdrücken“, sagt Kouamé. „Vieles aus dem Stück habe ich selbst erlebt, anderes ist Freunden von mir passiert. Ich selbst habe viel Glück gehabt, auch, weil ich sehr nette Menschen getroffen habe. Aber ich bin auch Rassisten begegnet.“

Die Regie des Stückes hat Christian Jakober übernommen, der seit vielen Jahren Erfahrung bei diversen Theaterstücken des Vereins Jugendkulturarbeit gesammelt hat. Als Gitarrist unter anderem bei „Revolution R“ kennt er auch die Mentalität der Afrikaner*innen. „Für uns Europäer ist es ungewöhnlich, ernste Themen über tanzbare Musik zu transportieren, in Afrika ist das ganz normal. Aber wir schlagen auch leise Töne an. Die Herausforderung für alle Beteiligten bestand darin, aus den einzelnen Teilen gemeinsam ein Stück zu entwickeln, und ich denke, uns ist eine gute Mischung gelungen.“

Sami, der Weißfahrer

Do, 22.02.2018, 20 Uhr und
Fr., 23.02.2018, 20 Uhr
Kulturetage, Bahnhofstr. 11

Sondervorstellung für Schulklassen am Fr, 23.02. um 10 Uhr
(Anmeldung für die Sondervorstellung an cjakober@web.de)

es spielen:
Andreas Max, Babak Moradi, Bernard Ngassa, Bi-Z Zamblé, Christian Jakober, Eve Hase, Gerold Bartels, Guevara Hasan, Helgard Füchsel, Jacques Zamblé Bi Vie, Lou Micaelle Koffi, Nino Zautashvili, Richard Kouadio Kouamé, Sebastian Teubert, Shima Rashkin, Sophie Arenhövel, Theresa Ehmen

Ein Projekt von Global Music Player, Inter-kulturelle Aktion e.V.
Nach einer Idee von Richard Kouadio Kouamé
Projektleitung: Christian Jakober
künstlerische Leitung/Regie: Christian Jakober und Richard Kouadio Kouamé
weitere Informationen: globalmusicplayer.com/musical.


gefördert vom
Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und vom
Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
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Freier Eintritt mit Comic-Kostüm

09.02.2018 19:51 Uhr

„Die Neunte Kunst“ zum Anfassen: Comic-Aktionstag in den städtischen Museen

Oldenburg. Passend zur gemeinsamen Ausstellung „Die Neunte Kunst“ laden das Stadtmuseum, das Horst-Janssen-Museum und das Edith-Russ-Haus zum Aktionstag „Comic³“ ein, der mit Angeboten und Programm in allen drei Häusern aufwartet. Am Samstag, 17. Februar, bieten die Museen ab 14 Uhr Führungen für Kinder und Erwachsene, Workshops sowie Videospiele an. Das Besondere: An diesem Tag erhalten alle Besucherinnen und Besucher im Comic-Kostüm freien Eintritt. Ohne Kostüm gelten die regulären Eintrittspreise. Das Kombiticket für 7 Euro (ermäßigt 3,50 Euro, 15 Euro für Familien) gilt als Eintrittskarte in alle drei Museen.

Im Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum gibt es um 14, 15.30 und 17 Uhr gemeinsame einstündige Führungen, Treffpunkt ist jeweils im Stadtmuseum. Kunstvermittlerin Geraldine Dudek gibt einen kurzweiligen Einblick in die Ausstellungen „Die Geschichte des Comics“ und „Aktuelle deutsche Graphic Novels“.

Im Stadtmuseum findet von 14 bis 18 Uhr eine Comicbörse statt. Hier bieten Comicfans ihre Exemplare zum Verkauf. Zur selben Zeit können die Besucherinnen und Besucher Kunstvermittlerin Melanie Robinet an der Mitmachstation „Wie zeichne ich eine Comic-Figur?“ besuchen. An der Zeichenstation ist auch die Manga-Künstlerin Yingshu Shi dabei, die das Zeichnen von japanischen Mangas erklärt und ebenfalls in der Ausstellung im Stadtmuseum vertreten ist.

Im Horst-Janssen-Museum stellen drei Studierende der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ihre Graphic Novels vor. Kristina Smirnova, Jelena Duwe und Hendrik Meyer sprechen über ihre Inspiration, Arbeitsweise und Überlegungen zu ihren Bildergeschichten. Der Treffpunkt ist um 14.15 Uhr zwischen Ebene 2 und 3 im Horst-Janssen-Museum. Von 15 bis 16 Uhr bieten die drei auch einen Graphic-Novel-Workshop ab 10 Jahren an. Der Treffpunkt ist an der Museumskasse, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei der „Selfie-Station“, die von 14 bis 18 Uhr aufgestellt ist, können sich die Besucherinnen und Besucher fotografieren und die Fotos direkt ausdrucken oder herunterladen.

Das Edith-Russ-Haus kooperiert an diesem Tag mit dem Oldenburger Computermuseum und bietet ab 17 Uhr die Führung „Vom Panel zum Pixel: Ausstellungsrundgang zum Anfassen“ an. Dabei stellen die Expertinnen und Experten des Computermuseums Beziehungen zwischen den Werken aus „Unwanted Stories“ und Computerspielen her und machen sie erfahrbar ? von der 8-Bit-Grafik bis zum Egoshooter. Die Führung ist kostenlos. Danach, ab 19 Uhr, heißt es „Daddeln bei Edith“: Es stehen eine Bandbreite an Videospiel-Klassikern zur Verfügung, die in gemütlicher Runde bei Getränken und Musik gezockt werden können. Los geht es um 19 Uhr im Edith-Russ-Haus. Ab 19 Uhr ist der Eintritt frei.
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Zum Sterben schöne Orte

09.02.2018 18:55 Uhr

Marion Poschmann präsentiert hochgelobten Roman „Die Kieferninseln“

Die Schriftstellerin Marion Poschmann erhielt in den vergangenen Jahren etliche Preise und Auszeichnungen für ihre Bücher. Auch ihr neuer Roman „Die Kieferninseln“ wird von der Literaturkritik hymnisch besprochen. Am Mittwoch, 21. Februar, stellt sie das Buch in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturbüros Oldenburg vor. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können im Internet unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

In ihrem Buch lässt Marion Poschmann den erfolglosen Geisteswissenschaftler Gilbert Silvester aus einem Affekt heraus gen Japan ziehen. Zufällig trifft ihr Protagonist den unter Prüfungsangst leidenden Studenten Yosa, der auf dem Weg zu den Kieferninseln alle berühmten Selbstmordorte besuchen will, die im „Complete Manual of Suicide“ aufgeführt sind. Kann er den jungen Japaner davon abhalten, Selbstmord zu begehen?

Mit Matthias Bormuth, der unter dem Titel „Ambivalenz der Freiheit“ eine Studie zum Suizidalen Denken im 20. Jahrhundert veröffentlichte, spricht Marion Poschmann darüber, ob die Selbsttötung ein humanes Privileg ist. Moderiert wird ihr Austausch von Monika Eden, der Leiterin des Literaturbüros. Die Karl Jaspers-Gesellschaft ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe „Konstellationen“.
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Bleibende Spuren im Stadtteil hinterlassen

08.02.2018 09:21 Uhr

Teilnehmende für Kreyenbrücker Fotoprojekt gesucht – Beitrag zum Festival „Farbenfroh“

An die Kameras, fertig, los: Zum Kreyenbrücker Kulturfestival „Farbenfroh“, das im Juni dieses Jahres seine Premiere feiert, ist ein Fotoprojekt geplant. Der Titel des Projekts lautet: „Mein Kreyenbrück – an diesem Platz fühle ich mich wohl!“ Ziel ist es, eine Fotocollage für den öffentlichen Raum zu erstellen. Das Werk soll dem Publikum bei der Eröffnung des Farbenfroh-Festivals am 15. Juni erstmals präsentiert und langfristig erhalten bleiben.

Dabei sollen Fotos entstehen, die Kreyenbrück als Stadtteil abbilden, in dem man wohnt, arbeitet und lebt. Das Projekt soll dazu anregen, sich mit Hilfe der Fotografie mit dem direkten Arbeits-und Wohnumfeld kreativ auseinanderzusetzen. Es sollen bleibende Spuren in Form von großformatigen Aufnahmen im öffentlichen Raum hinterlassen werden. Das Klinikum Oldenburg stellt als Ausstellungsfläche den Zaun vor der Kinderklinik an der Straße „An den Voßbergen“ zur Verfügung. Das Unternehmen CEWE Stiftung & Co. KGaA unterstützt das Projekt durch Sachspenden. Die Initiative dazu hatte die Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück zusammen mit einem freien Mitarbeiter gegeben, der ehrenamtlich für das Projekt verantwortlich zeichnet.

So soll das Projekt ablaufen: Von Mitte März bis Ende Mai machen die Teilnehmenden Bilder von ihrem Stadtteil, gestalten gemeinsam Fotos und treffen eine Auswahl für die Ausstellung. Kenntnisse im fotografischen Bereich sind wünschenswert, aber keine Bedingung für eine Teilnahme. Es ist eine Einführung und begleitende Beratung mit Tipps für den Umgang mit der Kamera und Aufnahmetechniken vorgesehen. Mit Unterstützung eines künstlerischen Beraters sollen die Fotos bearbeitet und als Collage zusammengesetzt werden, um sie dann auf witterungsbeständigen Tafeln präsentieren zu können.

Alle fotobegeisterten Kreyenbrückerinnen und Kreyenbrücker sind eingeladen, am Donnerstag, 15. März, um 17 Uhr zum ersten Informationstreffen in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, zu kommen. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 0441 235-3292.

Das Kulturfestival „Farbenfroh“ wird von und mit Menschen in Kreyenbrück entwickelt und findet erstmalig vom 15. bis 24. Juni statt. Mit dem „Farbenfroh“-Festival öffnet sich der Stadtteil für ganz Oldenburg und lädt dazu Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Stadt und Region ein.

Mehr Informationen im Internet unter www.farbenfroh-festival.de.
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Leuchtende Farben, raffinierte Perspektiven und figürliche Anmut

02.02.2018 22:06 Uhr

Ausstellung „Neue Werke“ in der Artothek Oldenburg vom 8. Februar bis 5. April

In der Artothek Oldenburg, Niedersachsens größter Kunstausleihe, können Besucherinnen und Besucher aus einer 2.000 Werke umfassenden Sammlung von Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur auswählen. Die Artothek hat ihren Bestand erweitert und lädt alle Interessierten herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Werke“ am Donnerstag, 8. Februar, um 19 Uhr in die Peterstraße 1 ein. Die regionalen Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

Bei der Vernissage werden spannende Einblicke in die neuen Werke gegeben. „Mit Kunstwerken lässt sich nicht nur die Wohnung verschönern, sondern man kann über die Kunst wunderbar ins Gespräch kommen und die Wirklichkeit besser verstehen", sagt Artotheks-Leiterin Dr. Sabine Isensee und erläutert: „Die 26 neuen Werke zeigen ein spannendes Spektrum der Gegenwartskunst von leuchtender Farbigkeit, über raffinierte Perspektiven bis hin zur figürlichen Anmut.“ Präsentiert werden Werke von regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern: Malerei von Anita Buchholz, Sarah Esslinger-Dahlmann, Eugenia Gortchakova und Natascha Kaßner; Grafiken von Ulla von Brandenburg, Birgit Brandis, Andrey Gradetchliev, Ellen Mäder-Gutz, Stefan Marx, Monika Michalko, Ellen Möckel und Matthias Weischer; Fotografien von Karl Blossfeldt, Brigitte Raché-Böker und Michael Schildmann sowie eine Skulptur von Stephanie Stellmann.
Das diesjährige Titelmotiv zur Ausstellung „Neue Werke“ ist ein Ölpastell der Oldenburger Künstlerin Natascha Kaßner, die Dozentin für Malerei, Zeichnung und Mixed Media an der Carl von Ossietzky Universität ist. „Im Mittelpunkt ihres Werkes steht die figürliche Welt, die sie mit Witz, Leichtigkeit und hintergründigem Charme entwirft“, erklärt Sabine Isensee. Das Werk „Die Jägerin“ erzählt eine assoziative Geschichte, die von der emotionalen Wechselbeziehung von Mensch und Tier handelt. „Eine elegant gekleidete Frau in Kostüm, Pumps und Perlenketten streichelt einen großen schwarzen Hund, der diese Zuwendung sichtlich genießt. Fünf Hirschgeweihe an der Wand genügen, um den Mythos der Jagd zu entfalten und diesen zugleich als modische Dekoration zu entlarven, die romantische Wildnis in das traute Heim bringt“, beschreibt Isensee das Bild.

Die regionale Kunstszene ist vielfältig mit Werken in der Ausstellung vertreten: Von Anita Buchholz, Sarah Esslinger-Dahlmann und Eugenia Gortchakova sind atmosphärische Öl- und Acrylbilder zu sehen, Andrey Gradetchliev und Ellen Mäder-Gutz haben meisterhafte Grafiken geschaffen, die Fotografien von Brigitte Raché-Böker und Michael Schildmann spiegeln raffinierte Momentaufnahmen von Kulturlandschaften wider und von der in Oldenburg geborenen Bildhauerin Stephanie Stellmann wird eine figürliche Bronze präsentiert, die durch grazile Anmut besticht.

Die Ausstellung „Neue Werke“ wird vom 8. Februar bis zum 5. April 2018 zu den Öffnungszeiten der Artothek (Montag und Donnerstag, 15 bis 19 Uhr) gezeigt. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke vorbestellt werden.

Am 15. Februar, 8. März und 5. April finden Abendführungen mit der Kunstvermittlerin Geraldine Dudek statt. Kosten: 3 Euro. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/artothek und auf www.stadtmuseum-oldenburg.de.
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Geschäftsstelle der Musikschule am 6. Februar geschlossen

02.02.2018 22:00 Uhr

Ab dem 7. Februar in der Katharinenstraße

Die Geschäftsstelle der Musikschule, Leo-Trepp-Straße 18, bleibt am Dienstag, 6. Februar, wegen ihres Umzugs geschlossen. Ab Mittwoch, 7. Februar, ist die Geschäftsstelle nur wenige Meter entfernt in der Katharinenstraße 1 zu finden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
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Literatur inspiriert Kunst

01.02.2018 19:30 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg stellt Ausstellungsprogramm und Planungen für 2018 vor

„Das 225. Gründungsjubiläum der Landesbibliothek Oldenburg, die Eröffnung des neuen Lern- und Informationszentrums und die Umstellung des gesamten Bibliothekssystems auf eine neue Software waren 2017 wichtige Meilensteine für die Zukunft der Bibliothek“, sagte Bibliotheksleiterin Corinna Roeder am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. „Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern für Ihre Geduld bei den Umstellungen. 2018 können sie alle Medien und Serviceangebote wieder in vollem Umfang nutzen und die schönen neuen Räume ohne Handwerkerlärm genießen.“ Für 2018 kündigte Roeder u.a. eine Ausweitung des aktuellen E-Book-Angebots und verstärkte Aktivitäten bei der Digitalisierung historischer Buchbestände an. 2017 hat die Landesbibliothek über 200.000 neue digitale Images ins Internet gestellt, darunter auch die Oldenburger Theaterzettel von 1833 bis 1945. Im Laufe des Jahre 2018 sollen Oldenburgische Zeitungen der Jahre 1918 und 1919 digital zur Verfügung gestellt werden.

Auch für die Sonderausstellungen der Landesbibliothek steht ab diesem Jahr ein frisch renovierter großzügiger Bereich im Erdgeschoss zur Verfügung. Die Landesbibliothek plant für 2018 ein umfangreiches Ausstellungprogramm mit fünf großen und mehreren kleineren Ausstellungen. „Schwerpunktthema ist in diesem Jahr das Literarische in der Kunst“, erläutert Roeder. „Wir stellen fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vor, die in ganz unterschiedlicher Weise Literatur in ihren Kunstwerken verarbeitet haben. Daraus entstehen nicht immer Künstlerbücher, sondern auch Gemälde, Grafiken, Skulpturen und andere Objekte.“ Eröffnet hat diese Reihe bereits im Januar der Emder Künstler Klaus Frerichs, in dessen Gemälden eingestreute Textzitate ein ganzes zeittypisches Bildungsprogramm der 68er-Generation aufscheinen lassen. In ihrem Kunstprojekt „Ostfriesland-Haggadah“ widmen sich die beiden argentinischen Künstler Ricardo Fuhmann und Daniel Jelin mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Mitteln der alttestamentlichen Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und ihrer Bedeutung im jüdischen Leben. Das Projekt, das in Teilen bereits 2014 in der Knesset in Jerusalem und 2015 im Centrum Judaicum in Berlin vorgestellt wurde, wird in Oldenburg erstmals ergänzt um Bilder zum Hohelied. Die Retrospektive „Otto Rohse (1925-2016)“ zeigt ab Mai 2018 einen den profiliertesten deutschen Buchgestalter und Grafiker, der in den siebziger und achtziger Jahren vor allem durch seine Briefmarkenserien Deutsche Bauten weithin bekannt wurde. 1967/68 verbrachte Rohse ein Jahr im Ammerland und schuf dort in Kupferstichtechnik zarte Landschaften und ließ sich im Oldenburger Landesmuseum zu seinem Künstlerbuch Kleists Marionettentheater inspirieren. Ganz anders geht die Oldenburger Künstlerin Barbara Habermann mit Literatur um: Sie stickt Textzitate, die sie inspirieren, in ihre textilen Kunstobjekte ein. Mit der Ausstellung “Text – Textil - Textur. Bücher aus Stoff von Barbara Habermann“ anlässlich des 80. Geburtstages der Künstlerin geht das Themenjahr „Literatur inspiriert Kunst“ in der Landesbibliothek zu Ende.


Die Landesbibliothek Oldenburg in Zahlen (2017)
Medienbestand: 914.633 Medieneinheiten
Neuzugang an Medien 2017: 11.835 Medieneinheiten
Digitalisate im Internet: 490.619 Seiten
Ausleihen: 300.275 Ausleihvorgänge
Schulungen / Teilnehmer/innen: 136 / 2.572
Online Katalog ORBISplus: http://plus.orbis-oldenburg.de
Digitale Sammlungen: http://digital.lb-oldenburg.de
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„Unter der Drachenwand“

31.01.2018 12:17 Uhr

Arno Geiger präsentiert neuen Roman im Musik- und Literaturhaus

Arno Geigers neuer Roman „Unter der Drachenwand“ wird von der Literaturkritik seit seinem Erscheinen im Januar 2018 als Meisterwerk gefeiert. Am Montag, 12. Februar, präsentiert er das Buch ab 19.30 Uhr im Programm des Literaturbüros Oldenburg im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Er liest aus seinem berührenden Kriegsroman vor und spricht darüber mit dem Literaturwissenschaftler Michael Vauth. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

Zum Inhalt des Buches: Veit Kolbe, ein junger Wiener, verbringt 1944 ein paar Monate im Salzkammergut am Mondsee mit Blick auf die titelgebende Felsformation, der Drachenwand. Er ist Soldat. Sein Fronturlaub dient der Erholung, in Russland wurde er verwundet. Mit Margot und Margarete, zwei jungen Frauen, die er trifft, teilt er die Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Doch als seine Verletzungen verheilt sind, kommt der neue Einberufungsbefehl. Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen und der verstörenden Normalität im Dorf, von der Zimmerwirtin und ihren Durchhalteparolen, von Margarete, in die Veit sich verliebt und die von ihm nichts wissen will.

Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt „Alles über Sally“ (2010), „Der alte König in seinem Exil“ (2011), „Grenzgehen“ (Drei Reden, 2011) und „Selbstporträt mit Flusspferd“ (2015). Er erhielt unter anderem den Deutschen Buchpreis, den Hebel-Preis, den Hölderlin-Preis, den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung und den Alemannischen Literaturpreis.
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Videoworkshop „Stop Motion“

28.01.2018 19:01 Uhr

Kursbeginn am 7. Februar / Anmeldungen ab sofort

In Kooperation mit dem Horst-Janssen-Museum bietet die Werkschule ab Februar einen Kurs zum Thema „Animation und Bewegung – Stop Motion“ an, für den man sich ab sofort anmelden kann. Inspiriert durch die Ausstellung „Aktuelle deutsche Graphic Novels“ wird in dem Kurs ein Trickfilm auf Grundlage der Stop Motion-Technik entwickelt. Zeichnungen von sich bewegenden menschlichen Körpern werden abfotografiert und zu einer animierten Bildfolge zusammengesetzt. Peer Holthuizen leitet den achtteiligen Kurs, der ab dem 7. Februar immer mittwochs von 18 bis 21 Uhr stattfindet.

Es wird um Anmeldung per E-Mail an info@werkschule.de oder telefonisch unter 0441 9990840 gebeten. Die Kursnummer lautet 6290. Die Kosten betragen 95,50 Euro monatlich oder 188 Euro bei Einmalzahlung (zuzüglich Material).
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Mit Bildern erzählt – Gemälde und Zeichnungen von Klaus Frerichs

15.01.2018 12:17 Uhr
Vom 18. Januar bis 3. März 2018 präsentiert Klaus Frerichs seine künstlerischen Arbeiten unter dem Titel „Mit Bildern erzählt – Gemälde und Zeichnungen von Klaus Frerichs“ in der Landesbibliothek Oldenburg. Bei der Vernissage am Donnerstag, dem 18. Januar 2018 um 19 Uhr führt der Verleger und Antiquar Hermann Wiedenroth aus Bargfeld/Celle in das Werk des Künstlers ein.

„Fragen des Menschseins“, so formuliert der Emder Künstler Klaus Frerichs das, was ihn im Kern interessiert: In seinen figurativen Werken befasst er sich schwerpunktmäßig mit dem einzelnen Menschen selbst, mit dem was er ist und was er aus sich macht oder was aus ihm gemacht wird, mit seiner Lebenssituation, mit Jugend und Alter, mit Leiden, Sterben und Tod. Ganze Bildzyklen entstehen in der Auseinandersetzung mit existentiellen biblischen Themen und mit seinen eigenen Erinnerungen, von denen eine Auswahl in der Landes­bibliothek gezeigt wird.

Klaus Frerichs bevorzugt Zeichnungen und Ölmalerei. Sein zeichnerischer Stil ist beeinflusst von Arbeiten des jüngeren Horst Janssen, seine Ölmalerei vom Magischen Realismus eines Franz Radziwill. Menschen werden oft nackt mit Gesichtern dargestellt, die eine Allgemein­gültigkeit und Zeitlosigkeit der Bildaussage assoziieren lassen. Dieser Eindruck wird verstärkt durch einen oft strengen, unwirklich und inszeniert wirkenden Bildaufbau und eine auf wenige Farben beschränkte, in den Flächen klar voneinander abgesetzte Farbigkeit.

In der Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg möchte Klaus Frerichs vor allem mit Bildern erzählen. Dabei widmet er sich auch Themen, die bisweilen die Sprache der Bilder überschreiten. Dann sucht er Ergänzungen in der Literatur und verknüpft in seinen Werken Bild und Wort. Zusammen mit einer Bild-im-Bild-Darstellungsweise, mit Schrifteinschüben, zahlreichen Bildzitaten aus alter und moderner Malerei, mit historischen und aktuellen gesellschaftspolitischen Verweisen und mit autobiografischen Bezügen bilden die Arbeiten von Klaus Frerichs eine vielfältige, tief- und hintergründige, manchmal rätselhafte Bilderwelt, die sich einer eindeutigen Auslegung verschließt und breiten Raum für die eigene Fantasie und Interpretation des Betrachters einräumt.

Klaus Frerichs, geboren 1953, wuchs in einer Emder Werftarbeitersiedlung auf. Nach dem Abitur studierte er zunächst Philosophie, Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Hannover. Später wechselte er an die neu gegründete Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, an der er Kunst, Politik, Geschichte und Arbeitslehre auf Lehramt studierte. Von 1980 bis 2015 arbeitete er als Lehrer am Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden. Bereits 2009, 2011 und 2014 präsentierte er seine Arbeiten erfolgreich in Einzelausstellungen in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden.

Mit Bildern erzählt – Gemälde und Zeichnungen von Klaus Frerichs
Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg
18. Januar bis 3. März 2018

Eröffnung am Donnerstag, 18.01.18, 19.00 Uhr
mit einer Einführung von Hermann Wiedenroth (Bargfeld/Celle). Der Künstler ist anwesend.

Öffnungszeiten
Mo – Fr 10 – 19 Uhr und Sa 9 – 12 Uhr. An Sonntagen geschlossen.
Eintritt frei

Öffentliche Führungen mit Klaus Frerichs
Sonnabend, den 20.01., 17.02. und 03.03.18, jeweils um 10.30 Uhr
Eintritt frei

Donnerstag, 08.02.18, 19.00 Uhr: Lesung und Gespräch zum Buch
Joke und Klaus Frerichs: „einer schreibt, einer malt“. Zwei Brüder aus dem Emder Arbeitermilieu finden ihren Weg. Emden, 2017.
Eintritt frei
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Verfolger mit einem Schuh

07.01.2018 17:11 Uhr

Lukas Bärfuss liest am 21. Januar in der Reihe LiteraTour Nord

Der Schriftsteller Lukas Bärfuss war 2017 mit seinem aktuellen Roman „Hagard“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Am Sonntag, 21. Januar, präsentiert er das Buch, das die abenteuerliche Odyssee eines Geschäftsmannes schildert, der aus einem Impuls heraus einer unbekannten Frau folgt, in der Reihe LiteraTour Nord. Beginn ist um 11 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Er liest aus seinem Roman und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441-71677.

Lukas Bärfuss, 1971 in Thun (Schweiz) geboren, ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich.

Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Ausschreibung von Medienkunst-Stipendien

03.12.2017 22:47 Uhr

Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2018

Ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen vergibt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst auch 2018 drei Stipendien zur Förderung künstlerischer Arbeiten im Bereich der Medienkunst. Es handelt sich um drei Produktions- und Aufenthaltsstipendien zu je 10.000 Euro, mit denen ein breites Spektrum der Medienkunst gefördert werden kann: von Videokunst und netzbasierten Projekten bis hin zu Klang- oder audiovisuellen Installationen. Die Bewerbung ist nur online unter der Adresse www.edith-russ-haus.de/stipendien möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2018.

Die Stipendien gelten für eine Dauer von sechs Monaten, von Juli bis Dezember 2018. In diesem Zeitraum sollte die künstlerische Arbeit abgeschlossen werden. Vorgesehen ist dabei eine Residenzpflicht in Oldenburg von mindestens einem Monat, wobei der Künstlerin oder dem Künstler auf Wunsch ein Gästeappartement zur Verfügung gestellt werden kann. Die Stipendiaten werden außerdem durch Workshops, Präsentationen oder Künstlergespräche in die Aktivitäten des Medienkunsthauses eingebunden. Bewerben können sich nur Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen, aber keine Institutionen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger übernimmt eine international besetzte Fachjury.

Weitere Informationen für interessierte Bewerberinnen und Bewerber gibt es online unter www.edith-russ-haus.de/stipendien sowie per E-Mail an info@edith-russ-haus.de oder telefonisch unter 0441 235-3208.
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Italienischer Regisseur Carlo Lavagna gewinnt 1. Queeren Filmpreis Niedersachsen

10.11.2017 22:31 Uhr
Fünf bunte Festivaltage wurden am Montagabend mit einer festlichen Preisverleihung beendet. Als große Premiere wurde der Queere Filmpreis Niedersachsen erstmalig im Rahmen des 8. Queer Film Festivals Oldenburg im Cine k vergeben. Der Preis wurde vom Queeren Netzwerk Niedersachsen, vertreten durch Friederike Wenner und Thomas Wilde, als Beitrag zur Kampagne der Landesregierung „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Beide erhoffen sich ein stärkeres Bemühen der Filmproduktion sowie der Programmgestaltung der Kinos, die bestehende sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft angemessen abzubilden.

Der italienische Regisseur Carlo Lavagna, der auch an der Produktion und am Drehbuch beteiligt war, wurde für seinen Film „Arianna“ ausgezeichnet. Er erzählt die Geschichte eines jungen intersexuellen Menschen und bildet in all seinen Details die Lebensrealität vieler intergeschlechtlicher Personen in Europa nach. Die sechsköpfige Jury, bei der Laudatio vertreten durch Lucie Veith vom Bundesverband Intersexuelle Menschen e.V., lobte besonders die menschenrechtliche Relevanz, die schauspielerische Umsetzung, fesselnde Bildsequenzen und die technische Realisierung. Der anwesende Carlo Lavagna nahm persönlich den Filmpreis von Dr. Hans-Joachim Heuer aus dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung entgegen. Mit der Ehrung ist verbunden, dass Carlo Lavagna bei seinem nächsten queeren Projekt in Höhe von 5000€ unterstützt wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

Außerdem wurde während der Preisverleihung schon zum zweiten Mal der von der Stadt Oldenburg mit 600€ dotierte Publikumspreis „Bester Kurzfilm“ verliehen. Hierfür wurde von Bürgermeisterin Christine Wolff der deutsche Kurzfilm „Princess“ des Regisseurs Kasten Dahlem ausgezeichnet, der bei der Publikumswahl am Samstag deutlich am besten abschnitt.

Mit der feierlichen Preisverleihung und einer kostenfreien öffentlichen Vorführung der beiden Gewinnerfilme endete am Montag das fünftägige Queer Film Festival, welches sich in diesem Jahr erneut über einen Anstieg der Besucherzahlen und über ausverkaufte Säle freuen konnte.
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Jugendroman „Dazwischen: ich“ ausgezeichnet

08.11.2017 23:07 Uhr

Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 geht an Julya Rabinowich

Der Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2017 geht an Julya Rabinowich. Rabinowich bekommt den Preis für ihr Jugendbuchdebüt „Dazwischen: ich“. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wurde der Autorin am Mittwoch, 8. November, im festlichen Rahmen im Alten Rathaus von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht.

Unter 300 Einsendungen, darunter 97 verlegte Werke und 203 Manuskripte, hatte die Jury zunächst drei Nominierte ausgewählt. „Es gab gleich mehrere Werke, die sich durch Stil, Sprache und Inhalt klar von der Gesamtheit abhoben und der Jury keine leichte Entscheidung abverlangten. Ganz deutlich traten in diesem Jahr wieder aktuelle Themen in den Vordergrund. Auf der Flucht sein, unterwegs sein, fremd sein, ankommen und zurechtkommen in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen – das bildet den Rahmen der Geschichten. Die verschiedenen Protagonisten bewegen sich darin klug, offen und manchmal auch ziemlich schräg. Das häufige Bemühen, auf Kinder- beziehungsweise Jugendniveau zu schreiben, tritt besonders bei den nominierten Werken vollkommen in den Hintergrund und macht Platz für eigene und besondere Stimmen“, begründet Nadia Budde die Auswahl der Jury.

Letztendlich entschied sich die Jury für Julya Rabinowich als Preisträgerin: „Geschickt verwebt Julya Rabinowich in vielen kurzen Passagen Erinnerungen an die Heimat und den Krieg, Gedanken an die dort zurückgebliebenen Großeltern und Verwandten mit dem Leben im Hier und Jetzt und den zunehmenden innerfamiliären Konflikten. Sie erzählt präzise und nachvollziehbar, nah dran an den Figuren und ihren Stimmen – damit gelingt ihr ein sehr erhellendes Buch und ein wichtiger Beitrag zum Thema Flucht und Migration, der auch literarisch zu überzeugen weiß“, ergänzt Juror Ralf Schweikart.

Die Preisrede auf „Dazwischen: ich“ von Julya Rabinowich hielt die erst kürzlich mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnete Autorin Claudia Kühn (Berlin): „Hier schreibt eine, die genau weiß, wovon sie erzählt und die ihre unverwechselbare Sprache für so ein Schicksal gefunden hat. Eine Sprache, die zwischen kindlich und erwachsen, ängstlich und mutig, grausam und weich wechselt, so wie die Gefühlslage der Erzählerin zwischen all diesen Stimmungen hin- und herschwingt. Allein schon dieser Tonwechsel weist auf eine ambivalente Figur hin – Figuren wie sie die Kinder- und Jugendliteratur braucht, in einer Welt, für deren komplexe Herausforderungen es eben auch keine einfachen Lösungen gibt. ‚Dazwischen: ich‘ von Julya Rabinowich ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein Ankommen aus dem Dazwischen.“

Die Preisverleihung wurde von Tanya Lieske moderiert. Die musikalische Begleitung gestaltete die Band „NUFOXAS“ unter der Leitung von Dagmar Ludwig (Musikschule der Stadt Oldenburg).

Zum Inhalt des Jugendbuchs „Dazwischen: ich“ von Julya Rabinowich:

Das Los der 15-jährigen Madina teilen viele Flüchtlingskinder: Sie alle sind Brückenbauer zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat ist Madina endlich angekommen, in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. So nimmt Madina das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung – authentisch erzählt.
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Workshop: Experimentelles Drucken zu Weihnachten

03.11.2017 10:23 Uhr
In dem neuen Workshop „Experimentelles Drucken zu Weihnachten“ im Horst-Janssen-Museum darf experimentiert werden: mit Noppenfolie, Schuhsohle, Gummiband und vielem mehr. An den beiden Kurstagen am Freitag, 17. und 24. November, von 15.30 bis 18 Uhr, steht Weihnachten im Mittelpunkt. In festlichen Farben entsteht eine weihnachtliche Kartenkollektion. Der Druckworkshop richtet sich an Erwachsene und wird angeleitet von der Kunstpädagogin Laura Keppel.

Es wird um Anmeldung bis zum 10. November per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2891 gebeten. Die Kursteilnahme kostet 20 Euro.
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Kompaktkurs: Fotoreportage »Meine Stadt«

28.10.2017 21:38 Uhr

Kooperation mit Werkschule / Anmeldung bis 3. November

In Zusammenarbeit mit der Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit e.V. bietet das Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellung „Fokus Oldenburg“ im November einen dreitägigen Kompaktkurs „Fotoreportage Meine Stadt“ an. Den Kurs wird Hervé Maillet leiten.
Fotoreportagen erzählen Geschichten. Sie unterhalten, provozieren und zeigen ihre ganz eigene Sicht der Welt. Gelungen sind sie, wenn sie den Betrachter visuell so stark ansprechen, dass er das Gefühl bekommt, er sei dabei. Welche Kriterien eine wesentliche Rolle spielen, um mit einer Bildfolge eine Geschichte zu erzählen, die ein Gefühl und eine Atmosphäre für das Reportagethema schaffen, erfahren die Teilnehmer in diesem Kurs.

Kurstermine:
Freitag, 10. November, 17 bis 20 Uhr
Samstag, 11. November, 14 bis 19.15 Uhr
Sonntag, 12. November, 10 bis 14.30 Uhr

Es wird um Anmeldung bis zum 3. November bei der Werkschule e.V., Rosenstraße 41, 26122 Oldenburg, Telefon 0441 9990840 oder per E-Mail an info@werkschule.de gebeten. Der Kurs kostet 30 Euro (inklusive Material und Eintritt in die Ausstellung).
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Wortakrobaten sorgen mit neuen Texten für Gänsehaut

28.10.2017 20:54 Uhr

Nächster Termin in der Reihe „Fremde Federn“ am 24. November im Wilhelm13

Das Literaturbüro Oldenburg und Mario Filsinger veranstalten am Freitag, 24. November, den nächsten Termin in der Poetry Slam-Reihe „Fremde Federn“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, den Vorverkauf zu nutzen. Die Reservierung ist online unter www.wilhelm13.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro möglich.

Die Reihe „Fremde Federn“ vereint mehrere Bühnen-Poeten zu einem Ensemble und nimmt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht aufs Korn. Dabei schmücken sich Sebastian Hahn, Insa Kohler, Adriane Meinhardt und Lisa Schøyen im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause präsentieren sie im zweiten Teil des Abends so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zum Motto „Gänsehaut“ geschrieben. Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Indianer-Kopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken. Das Publikum hilft zu guter Letzt bei der Aufklärung der wahren Urheberschaft: Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Gästen bestehende Jury an der richtigen Zuordnung von Text und Autor.

Jeder Juror erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von „Fremde Federn“. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de.
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Horst-Janssen-Museum zeigt Schülerausstellung zum Reformationsjubiläum

28.10.2017 20:49 Uhr
Ausstellung mal anders: Im Horst-Janssen-Museum zeigen Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasiums vom 1. bis 15. November ihre Ideen und Werke zum Reformationsjubiläum. „Luther macht Laune“, finden die Schüler, die sich eine Woche vor dem 500. Jahrestag der Reformation inspiriert mit diesem Thema beschäftigt haben. Die gesamte Schule arbeitete an dem Projekttag thematisch vielgestaltig und im Ergebnis verblüffend facettenreich zu Luther, seiner Zeit und den Auswirkungen der Reformation bis heute. Die Hexenverfolgung war gleichermaßen Thema wie Gutenbergs Buchdruck, die mittelalterliche Schreibstube, Tänze, Feste, die Musik, Kulinarisches und vieles mehr. Den Spuren der Reformation im Stadtbild wurde nachgespürt und Luther selbst wurde in Wort und Bild unter die Lupe genommen.

Die spannenden Ergebnisse dieser Beschäftigungen werden nun für zwei Wochen im Horst-Janssen-Museum zu sehen sein. „Zu entdecken sind unter anderem Installationen, Grafiken, Zeichnungen und Malerei, aber auch Spiele und Mindmaps. Kurz: kreative Auseinandersetzungen vielfältigster Art, die unterhaltsam, lehrreich und spannend zugleich sind“, sagt Dr. Sabine Siebel vom Horst-Janssen-Museum. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 1. November, um 19 Uhr statt und wird gesanglich und instrumental – ganz nach Luthers Façon – von Schülern des Herbartgymnasiums gestaltet.
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Queere Kinovielfalt in Oldenburg

24.10.2017 21:33 Uhr
Am Donnerstag, 2. November, startet das 8. Queer Film Festival im Cine k. Elf Langfilme und ein Kurzfilmprogramm wollen von Cineast*innen entdeckt werden.

Ehe für alle, die Situation queerer Geflüchteter, Partnerinnen mit Demenz und glamouröse Burlesque Shows, dies alles sind Themen, die im Queer Film Festival vom 02. bis 06. November ihren Platz finden werden. „Das Cine K wird damit wieder zum Hotspot des LSBTI*Films in Oldenburg“, so Mitorganisator Stefan Caspers von der Kinogruppe RollenWechsel. Sein Versprechen: „Das Festival bringt Vielfalt ins Kino.“

Neben zahlreichen prämierten Filmen mit lesbischen, schwulen, trans*- und intergeschlechtlichen Inhalten wird auch kleineren Produktionen ein Platz gegeben: „Homøe“, ein Masterabschlussprojekt aus Niedersachsen, das sich mit der Situation von queeren Geflüchteten in Deutschland auseinandersetzt und drei Betroffene begleitet, ist den Organisator*innen des Festivals besonders wichtig. Im Anschluss an die Vorführung am Samstag um 18 Uhr wird mit dem Regisseur und drei weiteren Gästen in einem Publikumsgespräch diskutiert.

Ebenfalls am Samstag, um 20.45 Uhr, gibt es ein bunt gemischtes Kurzfilmprogramm, in dem auch in diesem Jahr ein von der Stadt Oldenburg geförderter Publikumspreis „Bester Kurzfilm“ vergeben wird.

Diese Preisverleihung gehört zum feierlichen Abschluss des 5-tägigen Festivals am Montagabend. Dort wird auch erstmals der „Queere Filmpreis Niedersachsen“ in Zusammenarbeit mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen als Beitrag zur Kampagne der Landesregierung „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen“ vergeben. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sowohl die Filmproduktion als auch die Programmgestaltung der Kinos sich ihrer Verantwortung bewusster werden, die bestehende sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft angemessen abzubilden.

Am Donnerstag, 2. November, geht es im Cine k (in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg) mit „Handsome Devil“ und einem Sektempfang los!

Karten und weitere Informationen unter www.cine-k.de
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Vier heldenhafte Fischer und eine Tragödie

24.10.2017 21:27 Uhr

Carmen Stephan liest am 5. November in der LiteraTour Nord

Am Sonntag, 5. November, präsentiert Carmen Stephan ihren aktuellen Roman „It’s all true“ in der Reihe LiteraTour Nord. Ab 11 Uhr liest die Schriftstellerin im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering über das Buch. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

1941 segeln vier brasilianische Fischer, die in großer Armut leben und ihre Familien kaum ernähren können, 2000 Kilometer auf einem einfachen Floß in die Hauptstadt ihres Landes, um den Präsidenten auf ihre Notlage hinzuweisen. Barfuß, ohne Karte und Kompass, lassen sie sich von den Sternen und ihrem Instinkt führen. Nach 61 aufreibenden Tagen erreichen sie Rio de Janeiro und werden als Helden gefeiert. Hollywood-Regisseur Orson Welles, dessen Film „Citizen Kane“ gerade in den Kinos lief, will ihre kühne Odyssee verfilmen – doch bei den Dreharbeiten fällt der Anführer Jacaré von Bord und verschwindet im Meer. Orson Welles‘ Brasilien-Film, dem der Roman seinen Titel verdankt, bleibt unvollendet. Autorin Carmen Stephan hat aus diesem Stoff einen eindrucksvollen Roman gemacht, der Fiktion und Dokumentation zugleich ist.

Carmen Stephan, 1974 geboren, lebt in Genf. 2005 erschien der Geschichtenband „Brasília Stories“. Für ihren ersten Roman „Mal Aria“ wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2012 und dem Debütpreis des Buddenbrookhauses 2013 ausgezeichnet.

Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de
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Flucht aus der Hölle des syrischen Bürgerkriegs

24.10.2017 21:18 Uhr

Olga Grjasnowa stellt in der Reihe „Konstellationen“ neuen Roman im Wilhelm13 vor

Olga Grjasnowas Roman „Gott ist nicht schüchtern“ ist ein erschütterndes Stück Zeitgeschichte: Das Buch erzählt von der Hölle des syrischen Bürgerkriegs, vom Schrecken der Flucht und vom ungewissen Neubeginn. Eigentlich hatte die Schriftstellerin ihr Werk auf Einladung des Literaturbüros schon im September in Oldenburg präsentieren wollen, die Lesung musste aber aus Krankheitsgründen kurzfristig abgesagt werden. Nun konnte ein zeitnaher Nachholtermin gefunden werden: Olga Grjasnowa stellt ihr Buch am Sonntag, 19. November, in der Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ vor. Mit der Soziologin Ina Jekeli spricht die 32-Jährige darüber, dass es nicht nur die eine Welt vor unserer Haustür gibt, sondern viele Welten, und dass es sich lohnt, sie kennenzulernen.

Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden. Es moderiert Matthias Bormuth, Heisenberg-Professor für Vergleichende Ideengeschichte und Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft. Die Karl Jaspers-Gesellschaft ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.

Direkt und schonungslos erzählt Olga Gjrasnowa aus der Sicht der Schauspielerin Amal und des Arztes Hammoudi von zunehmender Diktatur in Syrien, von Protesten, Gewalt, Willkür, Misstrauen und vom Widerstand. Und schließlich von der dramatischen Flucht der beiden, die sich in Berlin wieder begegnen: Zwei einstmals privilegierte Menschen, die an die Revolution in ihrem Land glaubten, die alles verloren haben und nun ganz von vorne anfangen müssen.

Flucht ist eine Erfahrung, die auch die Familie von Olga Grjasnowa kennt. Ihre jüdische Großmutter floh als 14-Jährige aus Weißrussland nach Baku, Grjasnowa selbst emigrierte als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland und lebt heute in Berlin. Verheiratet ist sie mit einem syrischen Schauspieler, der sich im arabischen Frühling engagierte. Olga Grjasnowa studierte Kunstgeschichte und Slawistik, Tanzwissenschaft sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und absolvierte Studienaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Für ihren vielbeachteten Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.
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Kinder- und Jugendbuchpreis: Jury nominiert drei Einsendungen

21.10.2017 21:44 Uhr

Preisverleihung am 8. November

Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg hat die Jury zwei Autorinnen und einen Autor nominiert. Bekannt gegeben wird die Preisträgerin oder der Preisträger am Abend der Verleihung am Mittwoch, 8. November. In die nähere Auswahl kommen in diesem Jahr ein Kinderbuch, ein Jugendbuch sowie ein Jugendbuchmanuskript.

300 Erstlingswerke (203 Manuskripte, 97 Bücher) wurden insgesamt eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 286 eingereichte Bücher und Manuskripte. Die diesjährige Jury hat sich schließlich für folgende Werke entschieden:

• Anne Becker aus Essen mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Klickediklack“
• Ulrich Fasshauer aus Berlin mit seinem Kinderbuch „Das U-Boot auf dem Berg“ (Tulipan Verlag)
• Julya Rabinowich aus Wien mit ihrem Jugendbuch „Dazwischen: ich“ (Hanser Verlag)

Die Mitglieder der Jury sind Nadia Budde (Illustratorin und Autorin, Berlin), Dr. Tobias Kurwinkel (Universitätslektor für Kinder- und Jugendliteratur an der Uni Bremen und Geschäftsführer des Bremer Instituts für Bilderbuchforschung), Christine Paxmann (Herausgeberin des Magazins „Eselsohr“ und Autorin, München), Ralf Schweikart (Redakteur und Journalist, Hofheim am Taunus) und Josephine Sommersberg (Schülerin der IGS Flötenteich, Oldenburg).

Jurystimmen:
Christine Paxmann: „Jugendbuch scheint eine Herzensangelegenheit aller Autorinnen und Autoren, die sich für den Debütpreis bewerben, zu sein. So der Eindruck der diesjährigen Auswahl. Wenig Bilderbuchtexte, wenig Kinderbuch. So gut wie kein Sachbuch. Dazu noch der Mix an bereits gedruckten Büchern, die spürbar lektoriert wurden. Neben Manuskripten, die eventuell nur und ausschließlich die Autorin/der Autor selbst gelesen hat. Die Schere könnte da weit sein – und ist es auch. Natürlich sind in der Vorrunde die „ganz und gar nicht Titel“ relativ schnell ausgemacht. Dann bleiben aber immer noch rund 20 Titel, die sich auf ein geneigtes Juryauge freuen dürfen. Tatsächlich birgt jeder Text ein Spannungsmoment. Wird man hier etwas entdecken? Und wirklich: die Empfehlungsliste hätte dieses Jahr länger sein können, denn so manchem neuen Talent wünscht man eine Zukunft. Und manch professioneller Autor wechselte vom Erwachsenenbuch herüber in ein neues Genre. Nicht zum Schaden für das Genre – aber eine Herausforderung für die Jury, zwischen frischen Talenten und alten Hasen, gedruckten Büchern und geklammerten, eng beschrieben DIN A4-Blättern zu urteilen. Ich hoffe, es ist gelungen; die Freude des Jurors, etwas zu entdecken, ist in jedem Fall belohnt worden.“

Nadia Budde: „Im Vergleich zum Vorjahr war die diesjährige Vorauswahl deutlich eingegrenzter. Dafür gab es am Ende gleich mehrere Werke, die sich durch Stil, Sprache und Inhalt klarer von der Gesamtheit abhoben und der Jury keine leichte Entscheidung abverlangten. Ganz deutlich traten in diesem Jahr wieder aktuelle Themen in den Vordergrund. Auf der Flucht sein, unterwegs sein, fremd sein, ankommen und zurechtkommen in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen, bilden den Rahmen der Geschichten. Die verschiedenen Protagonisten bewegen sich darin klug, offen und manchmal auch ziemlich schräg. Das häufige Bemühen auf Kinder- beziehungsweise Jugendniveau zu schreiben tritt besonders bei den nominierten Werken vollkommen in den Hintergrund und macht Platz für eigene und besondere Stimmen. Sowohl die Erzählformen als auch die Handlungen zeigen Respekt und Verständnis im Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern beziehungsweise Jugendlichen. Auch in durchaus komplizierten Situationen zeigt sich die Bereitschaft beider Seiten, etwas voneinander zu lernen. Wieder gab es nur wenig Illustriertes unter den Einreichungen. Das ist bedauerlich, denn der Preis richtet sich nach wie vor auch an Werke aus diesem Bereich.“

Dr. Tobias Kurwinkel: „Ich bin zum ersten Mal Jurymitglied beim Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Überrascht hat mich sowohl die Quantität als auch die Qualität der Einsendungen – im Positiven wie im Negativen. Besondere Freude haben mir die Skizzen, die Entwürfe, die Manuskripte gemacht und das Potential, das diese Einsendungen hatten: So konnten wir auch in diesem Jahr ein Romanmanuskript nominieren.“

Josephine Sommersberg: „Es war spannend, mit der neu zusammengesetzten Jury zu arbeiten und dadurch einen neuen Blick auf den Wettbewerb zu werfen. Außerdem fand ich es interessant und toll, wie viele der eingesendeten Bücher sich mit dem Thema Migration beschäftigen, in unterschiedlichen Epochen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Das ist ein so wichtiges Thema, dass es mich besonders freut, dass hierzu so viele so gute Texte entstanden sind.“

Ralf Schweikart: „Die Einsendungen zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis spiegeln ein Stück weit literarische Trends und Moden der vergangenen Jahre wider. Zaubernde Internatsschüler, Vampirromanzen, Fantasy-Epen, mehr oder weniger originell variiert, machen wieder einen Teil der zu prüfenden Bücher und Manuskripte aus. Das augenblickliche Fehlen klar auszumachender Trends und Moden aber hat der Vielfalt und auch der Qualität der Einsendungen in diesem Jahr sehr gut getan. Es gab eine erstaunlich große Zahl an Büchern und Manuskripten, die mit spannenden Settings, ungewöhnlichen Figuren und unverbrauchten Geschichten aufgefallen sind – und das gerade im Kinderbuch, das sich in der Vergangenheit oftmals schwer getan hat. Vielleicht wird ja genau das zum Trend: Sich mit literarischem Mut an originelle Geschichten für Kinder zu wagen.“


Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Der mit 8.000 Euro (ehemals 7.600 Euro) dotierte Preis ist der einzige seiner Art in Deutschland. Als Förderpreis dient er dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren, ein Erstlingswerk vorzulegen. Zugleich soll innovativen Ideen eine Chance gegeben und ein Anreiz geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.

Die Preisträger werden von einer ehrenamtlichen, unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt. Die Qualität ihrer Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. Der Erfolg lässt sich daran ablesen, dass viele Preisträgerinnen und Preisträger weitere Veröffentlichungen vorgelegt haben und ausgezeichnete Erstlingswerke mehrfach aufgelegt wurden oder weitere Ehrungen erhielten. Que Du Luu beispielsweise, 2009 nominiert für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, war 2016 mit ihrem Jugendbuch „Affenliebe“ (Königskinder Verlag) für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Auch andere Nominierte und Preisträgerinnen und Preisträger konnten sich weiter etablieren. Im letztjährigen Herbstprogramm veröffentlichten gleich zwei ehemalige Preisträgerinnen, Tamara Bach („Vierzehn“, Carlsen) und Beate Teresa Hanika („Das Marillenmädchen“, btb), neue Werke. Beate Teresa Hanika brachte damit ihren ersten Roman für Erwachsene heraus. Erst im September erschien „Was wir dachten was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann (Beltz & Gelberg), die 2016 auf der Empfehlungsliste des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises stand.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchpreis gibt es im Internet unter www.oldenburg.de (Stichwortsuche: Kinder- und Jugendbuchpreis).
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Neue Ausstellung im Senioren- und Pflegestützpunkt

11.10.2017 20:27 Uhr

Das Blauschimmel Atelier stellt aus

Im Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) in der Straßburger Straße 8, ist ab Mittwoch, 11. Oktober, eine neue Ausstellung zu sehen.

Das Blauschimmel Atelier stellt in den Räumen des städtischen Beratungsbüros seine Werke aus. Die Bilder zeigen abstrakte, lebhafte Ausdrücke von Innen- und Außenwelten und wirken in ihrer inneren Dynamik stark emotional. Die Werke wurden von Karen Petzel, Felix Beilstein und Klaus Jürgen Janßen gemalt.

Das Blauschimmel Atelier wurde 1998 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist ein Ort gelebter Inklusion. Hier begegnen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen unterschiedlicher Generationen und Kulturen, um miteinander künstlerisch tätig zu sein.

Die Ausstellung kann während der offenen Sprechzeiten im SPN besucht werden. Offene Sprechzeiten hat der Senioren- und Pflegestützpunkt in der Straßburger Straße 8 immer montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr.
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„Australiens vergessene Felsbilder“ werden verlängert

11.10.2017 20:13 Uhr

Besonderes Event anlässlich einer Unterbrechungsphase

Die Sonderausstellung „Australiens vergessene Felsbilder“ im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wird bis zum 18. Februar 2018 verlängert. Grund dafür ist neben der Beliebtheit der Ausstellung auch die gute regionale Ergänzung zur Sonderausstellung „Laubenvögel – Ein Leben auf der Bühne“, da beides Zeugnisse Australiens und Neuguineas sind.

Zwischen dem 16. und 31. Oktober wird „Australiens vergessene Felsbilder“ jedoch nur in reduzierter Form zu sehen sein, da für die Mitmach-Stationen der Sonderausstellung „Tour der Sinne“, mit Laufzeit vom 19. bis 29. Oktober, einige der großformatigen Fotografien der Felsbilder abgehängt werden müssen. Anlässlich dieser Unterbrechungsphase bietet das Museum am 15. Oktober von 10-18 Uhr eine kleine Finissage bei freiem Eintritt. Highlight des Programms an diesem Tag ist ein Vortrag von Dr. Richard Kuba um 14:30 Uhr. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frobenius-Institut Frankfurt am Main und berichtet über Felsbildpioniere im Nordwestaustralischen Outback und eine Expedition zu den dortigen Felsbildern, die von dem deutschen Ethnologen Leo Frobenius in den Jahren 1938–1939 organisiert wurde. Außerdem führen um 16 Uhr die Kuratoren Astrid und Reto Weiler durch die Ausstellung.
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Freiluft-Fotoausstellung wird verlängert

04.10.2017 20:38 Uhr

„Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ bis zum 18. Oktober vorm Hauptbahnhof

„Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ bis zum 18. Oktober vorm Hauptbahnhof Oldenburg. Die im Rahmen der „Polen Begegnungen“ seit dem 30. August vor dem Oldenburger Hauptbahnhof präsentierte Ausstellung „Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ wird aufgrund der hohen Beliebtheit und des spürbar großen Interesses an den Fotografien bis zum 18. Oktober verlängert.

Auf 30 großflächige Fotografien präsentieren das Kulturbüro der Stadt gemeinsam mit dem Oldenburger Fotodienstleister CEWE die spannendsten Beiträge polnischer Amateurfotografinnen und -fotografen im CEWE-Fotowettbewerb „Our world is beautiful“ aus dem Jahr 2015. Rund 11.800 Teilnehmende aus 18 Ländern hatten insgesamt über 94.000 Fotos eingereicht, womit diese Konkurrenz zu den größten internationalen Fotowettbewerben zählt.

Mehr zu den „Polen Begegnungen“ im Internet unter www.polen-begegnungen.de.
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Farbintensive Malerei mit komplexen Arrangements

01.10.2017 20:45 Uhr

Agata Nowosielska stellt in der Kulturlounge Seelig aus

Durch farbintensive, komplexe Arrangements und sparsam kolorierte Motive zeichnen sich die abwechslungsreichen Werke der polnischen Malerin Agata Nowosielska aus. Ihre Ausstellung mit dem Titel „How I ended up becoming a painter“ wird am Donnerstag, 5. Oktober, um 19 Uhr in der Kulturlounge Seelig in den Schlosshöfen, Schloßplatz 2, eröffnet. Zu sehen ist die mehr als ein Dutzend Werke umfassende Ausstellung, die im Rahmen der „Polen Begegnungen“ veranstaltet wird, bis zum Samstag, 4. November.

Agata Nowosielska lebt und arbeitet in Danzig. In Norddeutschland ist sie keine Unbekannte: Neben Danzig und Krakau studierte sie unter anderem in Bremen an der Hochschule für Künste bei Yuji Takeoka. Im Jahr 2007 erhielt sie ein Stipendium der Bremer Heimstiftung. Nowosielska gewann den zweiten Preis in dem internationalen Wettbewerb „Bilder retten Bücher“ der Österreichischen Nationalbibliothek Wien. Seit 2004 nahm sie an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen teil.

Die Künstlerin ist zur Eröffnung anwesend. Die Begrüßung nimmt Bürgermeisterin Petra Averbeck vor. Im Anschluss folgt ein Gespräch zwischen Agata Nowosielska und dem Kunstkritiker Dr. Rainer Beßling. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Galerie Lake, der Kulturlounge Seelig sowie dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Mehr zu den Polen Begegnungen im Internet unter www.polen-begegnungen.de.
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Vorschau: „Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“

01.10.2017 20:19 Uhr

Internationale Gruppenausstellung im Rahmen der Polen Begegnungen der Stadt Oldenburg

Ab dem 12. Oktober zeigt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst die internationale Gruppenausstellung „For beyond that horizon lies another horizon – Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“. Sie spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. Die Werke, die so unterschiedliche Formate wie Installationen, Videos, Fotografien und Skulpturen umfassen, drehen sich um existenzielle Fragen der Menschheit, es geht um alternative Formen von Gemeinschaft, um Nachhaltigkeit, die faire Verteilung von Ressourcen, wie auch Strategien zur Überwindung der fortschreitenden Entfremdung von Mensch, Gesellschaft und Natur. Die Ausstellung will damit auch ein kreatives und hoffnungsvolles Statement gegen die wachsende Verunsicherung in der Welt setzen.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler stammen überwiegend aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern: Anetta Mona Chi?a & Lucia Tká?ová, Sin Kabeza Productions (Cheto Castellano & Lissette Olivares), Tamás Kaszás (featuring Anikó Loránt als “ex-artists’ collective”), Diana Lelonek, Alicja Rogalska, Mona V?t?manu & Florin Tudor, Monika Zawadzki. Kuratorin ist Joanna Soko?owska (Museum Sztuki, ?ód?/Polen).

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Sztuki (?ód?/Polen), einem der ältesten Museen für moderne Kunst weltweit, im Rahmen der Polen Begegnungen der Stadt Oldenburg statt. Sie läuft vom 12. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018.
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Lesung mit Olga Grjasnowa am 27. September fällt aus

26.09.2017 21:11 Uhr

Veranstaltung im Wilhelm13 wegen Krankheit abgesagt

Die Veranstaltung „Konstellationen: Flucht und Zuflucht“ mit Olga Grjasnowa und Ina Jekeli im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 am Mittwoch, 27. September, muss aus Krankheitsgründen leider kurzfristig abgesagt werden. Die Veranstalter, das Literaturbüro Oldenburg und die Karl Jaspers-Gesellschaft, bedauern das sehr und hoffen auf einen neuen Termin für den geplanten Abend, über den sie rechtzeitig informieren werden.
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Taufrische Jubiläumsausstellung des BBK Oldenburg

20.09.2017 19:25 Uhr

Stadtmuseum Oldenburg präsentiert Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen

Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) der Landesgruppe Oldenburg feiert sein 70-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg unter dem Titel „Taufrisch“ vom 17. September bis 15. Oktober 2017 eine Werkschau, die das ganze Spektrum des gegenwärtigen Kunstschaffens der Mitglieder vereint. Die Ausstellung wurde am Sonntag, 17. September, um 11.15 Uhr in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler feierlich eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Nicole Deufel (Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg) führen Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern und die Erste Vorsitzende des BBK Oldenburg Martina van de Gey ein Podiumsgespräch.

Martina van de Gey ist seit dem Jahr 2006 im Vorstand des BBK tätig und freut sich, das Jubiläum mit einer großen Werkschau zu begehen: „Die Qualität und Vielfalt der in unserer Region lebenden Künstler ist überzeugend und einzigartig. Diese Erkenntnis zu spiegeln und in das Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, treibt mich stetig an und gibt mir für meine ehrenamtliche Arbeit die nötige Kraft.“ Für die Ausstellung hat eine unabhängige Jury 94 aktuelle Werke von 79 BBK-Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen ausgewählt. Bei der Ausschreibung gab es keine inhaltlichen oder formalen künstlerischen Kriterien wie die Vorgabe von Stilrichtungen oder Techniken. Als einzige Maßgabe galt, dass das Werk „taufrisch“ in den Jahren 2016 oder 2017 entstanden sein sollte. „Der besondere Reiz der Jubiläumsausstellung ‚Taufrisch‘ liegt in der Zusammenschau der Werke, die eindrucksvoll die vielfältigen Ausdrucksformen, Themen und Materialien der lokalspezifischen Kunstlandschaft dokumentiert. Dabei sind überraschende Wechselbeziehungen entstanden, die der Betrachter für sich entdecken kann“, erläutert Kuratorin Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst im Stadtmuseum.

Das Spektrum der Werke reicht von farbgewaltigen Acrylbildern, über phantasievolle Stoffobjekte bis hin zu faszinierenden Glasskulpturen und gesellschaftspolitischen Grafiken. Als Titelmotiv für die Jubiläumsausstellung wurde das Gemälde „Crossing the line“ der Künstlerin Sabine Brandt ausgewählt, da es ausdrucksstark das zeitliche Moment der Gegenwart widerspiegelt. Das Werk zeigt eine leuchtend blaue Figurengruppe, die sich fast schwebend in einer weiten roten Landschaft bewegt und sinnbildlich die Begegnung von Menschen schildert. „Jedes Kunstwerk in der Jubiläumsausstellung erzählt eine ganz eigene Geschichte, die zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung, des Perspektivwechsels und der Empathie eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich auf diese Dialoge einzulassen“, sagt Sabine Isensee.

Zur BBK-Jubiläumsausstellung wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Ein Veranstaltungshöhepunkt ist die Nacht der Museen Oldenburg am 23. September von 18 bis 24 Uhr. Dann werden viele der BBK-Künstlerinnen und Künstler anwesend sein, um mit dem Publikum ins Gespräch über ihre Werke zu kommen.

Zur Ausstellung „Taufrisch – 70 Jahre BBK Oldenburg“ erscheint ein Katalog zum Jubiläumspreis Preis von 15 Euro.

Über den BBK Oldenburg
Der BBK Oldenburg wurde am 19. März 1947 von Karl Schwoon und Paul Berger-Bergner gegründet und trug entscheidend dazu bei, dass sich das künstlerische Leben in der Stadt Oldenburg nach der Kriegszeit neu entwickeln konnte. Der BBK ist demokratisch aufgebaut und ohne parteipolitische Bindungen. Er tritt für die soziale Absicherung freischaffender Künstler ein und vertritt in Oldenburg die kulturpolitischen und wirtschaftlichen Interessen von über 100 Künstlerinnen und Künstlern aus Oldenburg und dem Umland. Durch seine Ausstellungen gewährt der BBK Einblicke in die verschiedenen Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst, erinnert an künstlerische Vergangenheit und zeigt Ausblicke auf mögliche Kunstrichtungen von morgen. Die Galerie des BBK ist in der Peterstraße 1 zu finden.
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Utøya

06.09.2017 21:15 Uhr

Deutschsprachige Erstaufführung im Kleinen Haus des Staatstheaters

von Edda Hayen

Am 23. August hatte das umstrittene Stück Utøya im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters seine deutschsprachige Erstaufführung.
Mit der Insel Utøya verbindet man unweigerlich ein grausames Massaker. Der italienische Autor Edoardo Erba stellt in seinem Theaterstück jedoch nicht die Gewalttat in den Vordergrund, sondern widmet sich drei unabhängig voneinander erzählten Geschichten. Eine Polizistin, die sich die Frage stellt, ob man auch ohne Einsatzbefehl einschreiten muss, wenn Kinder in Gefahr sind. Eltern, die nicht wissen, ob ihre Tochter noch lebt. Und von Nachbarn (Bruder und Schwester) Breiviks, die ihrem mulmigen Gefühl besser gefolgt und zur Polizei gegangen wären. Sie alle sind verbunden durch die Ereignisse am 21. Juli 2011. Der Autor zeichnet mit diesen unterschiedlichen Perspektiven ein sensibles Bild der norwegischen Gesellschaft.

Ich bin mit einem mulmigen Gefühl in die Aufführung gegangen. Für mich war auch die Einführung sehr wichtig, um mir noch einmal zu verdeutlichen, was genau damals passiert war. Die Ohnmacht der norwegischen Polizei war mir nicht mehr so präsent. Auch das es Andreas Breivik wichtig war, unbedingt für zurechnungsfähig erklärt zu werden, um damit seiner Tat Bedeutung zu verleihen, hat mich wieder erschreckt.
Die Aufführung hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Es war bedrückend, erschreckend, man hat mit den Eltern mitgefiebert, ob die Tochter noch lebt, war gespannt, ob die Polizistin ihren vorgesetzten Kollegen doch noch überzeugen kann, und traurig, weil die Nachbarn vielleicht doch im Vorfeld das Massaker hätten verhindern können.

Besonders begeisterte mich die Verwebungen des Spieles der drei Paare. Teilweise liefen die Geschichten nebeneinander her. Schauspieler kommen von verschiedenen Positionen auf die Bühne. Auch dass ein Teil des Publikums oben auf der Bühne sitzt, hat für mich das Gefühl gefördert, komplett in der Geschichte zu sein. Das Bühnenbild ist reduziert gestaltet. Es ist einem Fähranleger nachempfunden und jeder möchte auf diesem sein und in einem Boot helfen fahren.

Das Stück lässt auch noch Raum für eigene Spekulationen.
Nach der Vorstellung haben sich alle (!) Schauspielerinnen und Schauspieler zu einem Nachgespräch mit dem Publikum getroffen. Hier meinen absoluten Respekt für Janine Kreß, Helen Wendt, Franziska Werner, Matthias Kleinert, Thomas Birklein und Fabian Kulp, die ein emotionales Stück gespielt haben und sich dann noch die Zeit für ihr Publikum genommen haben. Ich habe festgestellt, wie schwer es sein muss, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, um das Stück so transportieren zu können. Auch ihre Antworten im Nachgespräch spiegeln dies absolut wider. Die bereitgestellten Bieruntersetzer, auf denen Fragen notiert werden konnten, wurden nicht benötigt, da das Publikum und auch die Schauspieler_innen schnell ein anregendes Gespräch geführt haben und eine Diskussion entstand.
Auch ein großes Lob an die Dramaturgin Anna-Therese Schmidt, die sowohl die Einführung als auch das Nachgespräch einfühlsam, informativ und interessant gestaltet hat.

Ein gelungener Themenabend im Kleinen Haus. Unbedingt zu empfehlen für jeden, der sich nicht scheut sich damit auseinander zu setzen und auch im Nachhinein noch mal Gedanken darüber machen möchte.


Zum Hintergrund
Der Tag, der Norwegen veränderte, ist uns allen sicher noch im Gedächtnis. Der 22.Juli 2011 hat das Land, das bis zu diesem Zeitpunkt als friedliebend bekannt war, zum Mittelpunkt eines der schlimmsten Attentate der Nachkriegszeit gemacht. Am Nachmittag explodierte eine Bombe im Regierungsviertel Oslos, dabei verloren 8 Menschen ihr Leben.
Die ersten Informationen, die die Medien damals herausgaben, griffen auf das Motiv des Islamismus zurück. Sie hatten keine näheren Informationen, und schließlich lag der 11. September 2001 gerade erst 10 Jahre zurück. Die Attentate von Madrid und London waren in den Köpfen der Menschen noch fest verankert. Während Experten_innen noch Indizien auswerteten, fuhr Andreas Breivik ungestört auf der E16 Richtung Utøya, einer 40 Kilometer entfernten Insel nordwestlich von Oslo.

Der 32-jährige Norweger verfolgte einen Plan, den er in den letzten Jahren akribisch entwickelt hatte. Aus seiner Sicht musste der in seinem Land immer weiter um sich greifende Islamismus gestoppt werden. Er wollte die bestrafen, die dieses auch noch unterstützen: die sozialdemokratische Regierung. Der erste Teil seines Plans ist aufgegangen, die Bombe im Regierungsviertel ist explodiert. Er hatte Monate damit verbracht, die Bombe zu bauen. Er hatte sich zur Tarnung einen Hof gemietet. Der zweite Teil seines Plans war das auf der Insel Utøya stattfindende Sommercamp der sozialdemokratische Arbeiterpartei, das jedes Jahr mit fast 600 Jugendlichen organisiert wurde.

Als verkleideter Polizist gab er am Ableger vor, aufgrund der jüngsten Ereignisse in Oslo über die Sicherheitslage informieren zu sollen. Das wurde vom Personal für plausibel gehalten, und Breivik fuhr mit der Fähre zur Insel. Der schwer bewaffnete Breivik kam um 17.15 Uhr auf der Insel an. Erst um 18.25 Uhr traf das Sondereinsatzkommando der Polizei ein. Sie nahmen den Attentäter fest – bis dahin hatte er bereits 69 Menschen erschossen.

Schon bald berichtet die Presse vom norwegischen Täter, ohne islamistischen Hintergrund. Das Land stand unter Schock. Das Selbstverständnis, ein friedliches Land zu sein, war empfindlich getroffen worden, auch konnte die Schuld keiner äußeren Gefahr zugeordnet werden. Norwegen hatte seine Unschuld endgültig verloren.

Der Prozess für Andreas Breivik begann im April 2012. Nachdem man ihn in zweiter Instanz für zurechnungsfähig erklärt hatte, wurde er zu 21 Jahren Haft verurteilt.

Nicht nur das Land hatte es eiskalt erwischt, auch die Polizei war völlig überfordert. Nach der Explosion beorderte die Polizeidirektion alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte in das Regierungsviertel in Oslo. Es wurden jedoch keine Polizisten ausgesandt, den Täter zu suchen. Ein Passant hatte der Polizei gemeldet, Breivik auf dem Weg zum Fluchtauto mit der Waffe in der Hand gesehen zu haben. Dieser Hinweis wurde von einer Sekretärin mittels eines Zettels auf den Schreibtisch ihres Vorgesetzten weitergeleitet. Dieser wurde erst viel zu spät entdeckt.

Weder wurden die umliegenden Polizeistationen über die Lage informiert, noch dazu aufgefordert, die ihnen unterstellten Straßen zu kontrollieren. Auch als die Ereignisse nach und nach bekannt wurden und einige Streifenpolizisten sich anboten, die Situation zu unterstützen, lehnte die Zentrale ab. Das Chaos sei groß genug, sie sollten sich zunächst bereithalten.

Die Norweger verfügen nur über einen einzigen Polizeihubschrauber. Die Piloten befanden sich zu diesem Zeitpunkt alle im Urlaub. Einer der Piloten meldete sich zum Dienst, als er die Nachrichten gesehen hatte, er erhielt allerdings die Antwort, er werde nicht gebraucht.

Als die ersten Handy-Notrufe von Utøya registriert wurden, wurde ein Sondereinsatzkommando alarmiert, welches sich 3,6 km entfernt positionierte. Erst um 18.11 Uhr machte sich ein Polizeischlauchboot auf den Weg. Ein Fährableger, nur 600 m entfernt, wäre strategisch günstiger gewesen. Es befanden sich 11 Polizisten an Bord, deutlich zu viele, und nach wenigen Minuten fiel der Motor aus. Zu diesem Zeitpunkt waren schon freiwillige Helfer mit privaten Booten unterwegs, um Jugendliche zu retten, die panisch vor Angst ins Wasser gesprungen waren. Um 18.25 Uhr erreichten endlich die ersten Polizisten die Insel. Breivik ergab sich, sobald er den ersten Polizisten gesehen hatte.


Weitere Informationen und Aufführungstermine auf der Internetseite des Oldenburgischen Staatstheaters.
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„Der dritte Planet“

31.08.2017 09:11 Uhr

Preisgekrönte dystopische Kurzfilme

Der dritte Planet: Unter diesem Motto zeigt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst am Mittwoch, 6. September, um 19 Uhr zwei preisgekrönte Kurzfilme, die das Anthropozän – das jetzige, durch den Menschen geprägte Zeitalter – in Form von dokumentarisch-dystopischer Science-Fiction thematisieren. Pavel Medvedevs Film „On the third planet from the sun“ (Russland, 2006, 31 Minuten) spielt im Norden Sibiriens und zeigt die Auswirkungen jahrzehntelanger Atomtests auf Gesellschaft und Natur. „Lettres du voyant“ von Louis Henderson (Frankreich/Ghana, 2013, 40 Minuten) beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Spiritismus und Technologie im heutigen Ghana. Die Filme laufen auf Englisch beziehungsweise auf Russisch mit englischen Untertiteln; der Eintritt ist frei.
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Bei DADA frühstücken

15.08.2017 20:49 Uhr

Eine dadaistische Performance des Blauschimmel Ateliers

Wollen Sie mit dem Blauschimmel Atelier noch einmal „Bei Dada frühstücken“? Dann sollten Sie am Freitag, den 18.08.2017, um 18 Uhr in das Jugendprojektehaus (Weiße Rose 1) kommen. Dort zeigt die Montagsblaustelle des Blauschimmel Ateliers die multimediale Performance „Bei Dada frühstücken“.

Damit feiern wir nachträglich den 100. Geburtstag der Dada-Bewegung und zeigen in bewegten Bildern dadaistische Parallelen zur Gegenwart.

Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Susanne Barelmann, Marianne Garbe und Theresa Ehmen hat die Montagsblaustelle die unterschiedlichsten Ansätze der Dada -Bewegung spielerisch erarbeitet und gemeinsam zu einer multimedialen Performance entwickelt.

Das Publikum ist eingeladen, sich von der revolutionären künstlerischen Kraft überraschen und zwischen Sinn und Unsinn ver-führen zu lassen.

Das Projekt, dass von der Oldenburgischen Landschaft und der EWE-Stiftung gefördert wurde, zeichnet sich durch seinen partizipativen Charakter und die Teihabemöglichkeit aller, auch des Publikums, aus.
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Ausdrucksstarke Bilder geflüchteter Menschen ausgestellt

04.08.2017 18:00 Uhr

„Die Freude an Farben ist international“: Vernissage am 10. August

Eine Auswahl ausdrucksstarker, lebensbejahender Bilder, die geflüchtete Männer und Frauen angefertigt haben, wird ab Donnerstag, 10. August, beim Verein IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. gezeigt. Gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg lädt der Verein alle Interessierten zur Vernissage der Ausstellung „Die Freude an Farben ist international“ ein. Beginn ist um 17 Uhr in den Räumen des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge, Kaiserstraße 14. Entstanden sind die Bilder, die auch käuflich erworben werden können, im Rahmen eines Malkurses des Psychosozialen Zentrums unter Leitung der Künstlerin Regina Rüsen.

Bereits seit Dezember 2016 bietet Regina Rüsen auf Vermittlung des Kulturbüros der Stadt Oldenburg in ihrem Atelier am Waffenplatz wöchentliche Malkurse für geflüchtete Menschen an – mit großem Erfolg. Unter ihrer fachkundigen künstlerischen Leitung und intensiven menschlichen Begleitung sowie dank vielfältiger Begabungen der geflüchteten Teilnehmenden sind lebensbejahende Bilder mit einer hohen Ausdruckskraft entstanden, die Anerkennung hervorruft. „Oft gehen nach den schrecklichen Erlebnissen der Flucht die Schaffenskraft und Selbstwirksamkeit eines Menschen verloren. Die Bilder der Ausstellung berichten davon, wie diese Identität und die Freude am Leben wiedererlangt werden können“, so Uwe Erbel, Geschäftsführer von IBIS e.V.

Der Malkurs ist eines von mehreren kreativen Unterstützungsangeboten, die das Oldenburger Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) anbietet. Neben der intensiven psychologischen Einzelbetreuung und -therapie finden kreative Gruppen-Workshops in den Bereichen Yoga, Bodypercussion, Trommeln und Malen statt. „Diese Angebote können Ausdrucksmöglichkeiten für Erlebtes schaffen, Kommunikation und Austausch auch über sprachliche Barrieren hinweg ermöglichen und Selbstheilungskräfte freisetzen“, so Sophie Arenhövel vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Das Team der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro berät, unterstützt und begleitet das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) bei IBIS e.V. bei der Gestaltung der Kreativ-Angebote.

Weitere Ausstellungstermine gibt es jeweils freitags, 11., 18. und 25. August, jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie nach Absprache. Für weitere Informationen stehen Juliane Koning von IBIS e.V. und die Künstlerin Regina Rüsen zur Verfügung, per E-Mail an veranstaltung@ibis-ev.de oder telefonisch unter 0441 920582-10.
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Vier facettenreiche Konzerte der Musikschule vor den Sommerferien

08.06.2017 10:34 Uhr
Beeindruckende Klangvielfalt: Am Wochenende von Freitag, 9. Juni, bis Sonntag, 11. Juni, lädt die Musikschule der Stadt Oldenburg wieder zu ganz unterschiedlichen Konzerten ihrer Schülerinnen und Schüler ein.

Zum Auftakt am Freitag, 9. Juni, werden die hörenswerten Ergebnisse der gemeinsamen Orchesterfreizeit der beiden städtischen Musikschulen Delmenhorst und Oldenburg präsentiert. Das Konzert findet ab 18 Uhr im Veranstaltungssaal des Kulturzentrums PFL (Peterstraße 3) statt.

Einen Tag später, am Samstag, 10. Juni, gibt es im letzten Konzert der Konzertreihe „Kinder spielen für Kinder“ vor den Sommerferien ein buntes Programm für kleine Zuhörerinnen und Zuhörer ab dem Alter von vier Jahren zu erleben. Die Kinder aus der Kindertagesstätte und Grundschule Dietrichsfeld, die „Streichhölzer“ und „Flitzebögen“ der Musikschule sowie die jungen Musikerinnen und Musiker an Gitarre, Cello, Klavier, Blockflöte, Querflöte und Oboe freuen sich ab 16 Uhr im Kulturzentrum PFL über ein großes Publikum.

Am Sonntag, 11. Juni, stehen gleich zwei Konzerte der Musikschule auf dem Programm. Um 11 Uhr lädt der Klavierbereich zum „Tastenpodium spezial – Tanz auf zwei Flügeln“ in den FortePianoSalon bei Piano Rosenkranz ein. Ein Highlight des Wochenendes dürfte am Sonntag, 11. Juni, das Sinfoniekonzert des Jugendorchesters Oldenburg (JOO) unter der Leitung von Carlos Vazquez darstellen, welches zum ersten Mal im Großen Haus des Staatstheaters stattfindet. Mit Werken von Haydn, Mozart und Filmmusik aus „Herr der Ringe“ verspricht das Konzert ab 15 Uhr nicht nur für Orchestermusikliebhaber sehr abwechslungsreich zu werden. Der Eintritt beträgt 8 Euro (ermäßigt 4 Euro). Tickets gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse des Staatstheaters.


Termine in der Übersicht:

Freitag, 9. Juni, 18 Uhr: Orchesterkonzert Sahlenburg, Kulturzentrum PFL Veranstaltungssaal, Eintritt frei

Samstag, 10. Juni, 16 Uhr: Kinder spielen für Kinder, Kulturzentrum PFL Veranstaltungssaal, Eintritt frei

Sonntag, 11. Juni, 11 Uhr: Tastenpodium spezial – Tanz auf zwei Flügeln, Piano Rosenkranz, FortePianoSalon, Eintritt frei

Sonntag, 11. Juni, 15 Uhr: Sinfoniekonzert des Jugendorchesters Oldenburg (JOO), Oldenburgisches Staatstheater Großes Haus, Eintritt: 8 Euro/ ermäßigt 4 Euro, Vorverkauf an der Theaterkasse
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¡Hola! Kunst auf Spanisch

05.06.2017 17:15 Uhr
Unter dem Titel „Ich verstehe nur […] Kunst!“ startet im Horst-Janssen-Museum eine neue Veranstaltungsreihe, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Sprachen in die Ausstellungen einlädt. Zum Auftakt heißt es am Samstag, 10. Juni, „¡Hola! Ich verstehe nur Spanisch Kunst!“: Spanisch-Muttersprachler stellen den Besuchern auf Spanisch ihre Lieblingskunstwerke vor. Sie freuen sich auf einen lebendigen Austausch und stehen von 13 bis 17 Uhr in der Ausstellung für Gespräche zur Verfügung.

Die Veranstaltungsreihe „Ich verstehe nur […] Kunst!“ wird künftig mit weiteren Sprachen fortgesetzt. Es gelten die regulären Eintrittspreise.
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BlueScreen Ensemble mit „Klangmalerei“ im Horst-Janssen Museum

25.04.2017 20:48 Uhr

Ausstellungsfinissage mit Kuratorinführung und Konzert / Ab sofort Kartenreservierung

Anlässlich der Finissage zur Ausstellung „Sound goes Image – Partituren zwischen Musik und Bildender Kunst“ am Sonntag, 30. April, ist das BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers zu Gast im Horst-Janssen-Museum. Um 18 Uhr präsentieren die Musiker unter der Leitung von Jochen Fried „Klangmalerei“. Hinter dem Titel verbirgt sich eine Musikproduktion im Spannungsfeld von Notation und Improvisation.

Inspiriert von der Ausstellung „Sound goes Image“ hat das BlueScreen Ensemble mehrere Stücke erarbeitet, um sie mit befreundeten Musikerinnen und Musikern zur Aufführung zu bringen. Zu hören sein werden unter anderem Bearbeitungen von ausgewählten Kompositionen aus der Ausstellung, Improvisationen zu dem Computer-Programm „Graphischer Planet“ des Oldenburger Medienkünstlers Jörg Scheel sowie eine Improvisation, die direkt vor Ort und live graphisch notiert wird. Ab sofort können Karten für dieses besondere Konzertereignis reserviert werden unter Telefon 0441 235-2891 und per Mail an info@horst-janssen-museum.de. Der Konzerteintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Außerdem findet am Finissage-Sonntag um 11 Uhr eine Kuratorinführung mit der Kunsthistorikerin Dr. Sabine Siebel durch „Sound goes Image“ statt. Dabei erfahren die Besucherinnen und Besucher Spannendes zu den Hintergründen der ungewöhnlichen Ausstellung: Wie die Idee dazu entstand, was ihre Faszination ausmachte und worin die Herausforderungen bei der Durchführung dieses Projektes lagen. Die Teilnahme an der Führung kostet 3 Euro zuzüglich Eintritts.
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Action-Painting mit Künstler

06.04.2017 10:54 Uhr

Ausstellung zur Farbe Grün ab Mai in der Artothek zu sehen

25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 der Förderschule am Bürgerbusch haben am Mittwoch, 5. April, eine aufregende Kunststunde inklusive Action Painting erlebt. Sie lernten den Künstler Christoph Peter Seidel aus Bad Iburg persönlich kennen, zu dessen Bildern sie schon seit Wochen im Kunstunterricht arbeiten. Christoph Peter Seidel ist der diesjährige Kooperationskünstler der Projektreihe „Artothek & Schule“. In seinen Werken spielt das spannende Spektrum der Farbe Grün eine große Rolle und als Leiter des KunstContainers der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück bringt er wertvolle Erfahrungen in das Schulprojekt ein.

„Die Kinder haben mit Christoph Peter Seidel wunderbar kreativ gearbeitet. Mit Holzstöcken und ganzem Körpereinsatz wurde die Farbe auf MDF-Platten getropft, gespritzt und geschüttet. Das war ein sehr sinnliches Farberlebnis, das allen viel Spaß gemacht hat“, freut sich Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee. Bei dem Projekt geht es vor allem um die authentische Begegnung mit Kunst. Die Schüler können sich intensiv mit den Originalwerken der Artothek beschäftigen und ihre Erfahrungen theoretisch und praktisch umsetzen. Dafür wurden sechs Kunstwerke aus dem Sammlungsbestand zum Thema „Farbe Grün“ ausgewählt und direkt ins Klassenzimmer der Schule am Bürgerbusch verliehen. Die Inspirationen von den Kunstwerken werden dann im Kunstunterricht mit Lehrerin Inger Kramer und der pädagogischen Beraterin Nina Gluth weiterentwickelt und dafür genutzt, kreativ eigene Techniken zu erproben und persönlichen Ideen Ausdruck zu verleihen. „Dieses Kooperationsprojekt bietet den Kindern einen einmaligen Zugang zur Kunst. Mit viel Freude an der Farbe Grün werden im Unterricht experimentelle Arbeiten geschaffen, sogar ein Trickfilm ist schon entstanden“, sagt Inger Kramer.

Die Ergebnisse dieses spannenden Dialogs sind in der Ausstellung „Spielraum Grün – Bilder, Objekte, Fotografien und Trickfilm“ zu erleben, die am Donnerstag, den 18. Mai, um 17 Uhr in der Artothek Oldenburg, Peterstraße 1, eröffnet wird.
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Tobias Dostal ist 6. Horst-Janssen-Grafikpreisträger

06.04.2017 10:49 Uhr

Preis mit 20.000 Euro dotiert

Der Künstler Tobias Dostal wird mit dem 6. Horst-Janssen-Grafikpreis der Claus Hüppe-Stiftung ausgezeichnet. Das hat die fünfköpfige Jury - bestehend aus Dr. Nicole Deufel (Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg), Dirk Dobke (Leiter der Griffelkunst­vereinigung Hamburg), Prof. Dr. Wulf Herzogenrath (Akademie der Künste Berlin), Dr. Jutta Moster-Hoos (Leiterin des Horst-Janssen-Museums) und Rik Reinking (freier Kurator und Sammler aus Hamburg) - bei ihrer Sitzung am 3. April 2017 im Horst-Janssen-Museum entschieden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und mit einer Publikation sowie mit einer Einzelausstellung verbunden, die am 21. Oktober 2017 im Horst-Janssen-Museum eröffnet wird.

Begründung der Jury
Tobias Dostal verbindet in seiner Kunst Zeichnung, Film und Installation auf eine einzigartige Weise. Vor allem die filmische Dokumentation von flüchtigen Motiven, die mit Wasser auf Steine gezeichnet wurden, entwickelt eine besondere Magie. Sie ist technisch ausgeklügelt und in ihrer Wirkung zugleich poetisch.

Über den Preisträger
Tobias Dostal wurde 1982 in Bad Hersfeld geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Von 2004 bis 2011 studierte er freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 2012 war er Meister­schüler bei Thomas Virnich. Dostal wurde 2013 mit dem New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Er hat bereits Einzelausstellungen im Kunstverein Buchholz/Nordheide, im Kunstraum 53 (Hildesheim) und in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund (Berlin) gezeigt. Dostal wurde von Jorinde Voigt (Akademie der Bildenden Künste München) für den Horst-Janssen-Grafikpreis vorgeschlagen.

Über den Grafikpreis
Der Horst-Janssen-Grafikpreis wird alle drei Jahre von der Claus Hüppe-Stiftung für eine künstlerische Position vergeben, die durch innovative Arbeitsweise auffällt. Neben Zeichnung und klassischen Druckgrafiken werden auch digitale Drucke und andere Vervielfältigungstechniken auf Papier zugelassen. Acht Hochschuldozentinnen und -dozenten schlagen junge Kunstschaffenden vor, deren Arbeit ihnen aufgefallen ist. Aus diesem Personenkreis wählt eine fünfköpfige Jury die Preisträgerin/den Preisträger anhand von aktuellen Arbeiten aus. 2017 waren insgesamt acht Künstlerinnen und Künstler nominiert.
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Druckreifes Geschenk

10.03.2017 16:43 Uhr

Junge Freunde schenken Horst-Janssen-Museum Siebdruckanlage

tARTort – Die Jungen Freunde des Horst-Janssen-Museums – schenken der Museumspädagogik eine Siebdruckanlage, um die kunstpraktische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu unterstützen. In gewisser Weise handelt es sich um ein Abschiedsgeschenk, denn die bisherigen Aktiven verlassen die Gruppe, weil sie ihre Ausbildung andernorts fortsetzen oder in das Berufsleben starten. Luisa Jansen und Alexa-Fabienne Noell überreichten die Siebdruckanlage am heutigen Donnerstag, 9. März, an Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. Anwesend waren auch die Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums, Michael Kroos und Inge von Danckelman.

„Die Schenkung ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Luisa Jansen von den Jungen Freunden, „denn in den vergangenen Jahren konnten wir in Kooperation mit der Museumspädagogik viele Workshops und Vermittlungsformate im Horst-Janssen-Museum realisieren. Wir möchten uns damit nicht nur für diese Möglichkeiten bedanken, sondern auch den Stellenwert der museumspädagogischen Arbeit unterstreichen.“ Die Siebdruckanlage besteht aus vier Drucktischen und einer Ausstattung für das Drucken auf Papier sowie auf Textilien. „Diese Schenkung erweitert unser Spektrum an druckgrafischen Arbeitsmöglichkeiten“, freut sich Museumspädagogin Sandrine Teuber und erklärt: „Wir können damit zum Beispiel T-Shirts, Taschen, Plakate und Postkarten drucken und die Anlage für viele Workshops und Kunstaktionen nutzen.“

„Natürlich bedauern wir sehr, dass wir Ideen aus dieser Szene verlieren. Aber der Wechsel gehört dazu, und nun hoffen wir auf ebenso kreative jungen Menschen, die nachfolgen“, betont Museumsleiterin Jutta Moster-Hoos. Michael Kroos, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums, dankte dem ganzen Team herzlich für das große Engagement, mit dem es sich für die Ideen und Ziele von tARTort ehrenamtlich eingesetzt hat. „Unser Junger Freundeskreis ist offen für alle Menschen bis 35 Jahre, die Kunst und Kultur unbeschwert entdecken möchten, einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebes werfen wollen und an Kontakten mit Gleichgesinnten aus der Stadt, der Region und ganz Deutschland interessiert sind. Außerdem bietet tARTort ihnen die Möglichkeit, eigene Ideen für Kultur- und Vermittlungsangebote zu entwickeln und umzusetzen“, erläutert Kroos weiter. Nähere Informationen erhalten Interessierte unter info@horst-janssen-freunde.de.
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Sound-Workshops zur „Unmöglichen Oper“

14.02.2017 08:10 Uhr

Bürger sind eingeladen, sich an musikalischer Performance zu beteiligen

Zur Vorbereitung des Projekts „Unmögliche Oper – Komposition für die Peterstraße und eine Menschenmenge“ der polnischen Künstlerin und Komponistin Zorka Wollny lädt das Edith-Russ-Haus an zwei Wochenenden zu Sound-Workshops ein. Sie richten sich an alle Interessierten ab zwölf Jahren, es werden keine musikalischen Kenntnisse vorausgesetzt. Wer sich für Musik, Choreographie, bildende Kunst oder soziale Themen interessiert, kann in den Workshops sein stimmliches Potenzial erkunden, sich ausprobieren und vielleicht sogar Teil einer großen Performance werden.

Die „Unmögliche Oper“ wird im Rahmen der Langen Nacht der Musik am Samstag, 17. Juni, uraufgeführt. Die Workshops finden an den Wochenenden, 18. und 19. Februar sowie 25 und 26. Februar, jeweils von 16 bis etwa 18.30 Uhr, im Seminarraum des Edith-Russ-Hauses statt und stehen unter dem Motto „How to transform your breath into a music piece?“. Sie bauen lose aufeinander auf, ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich. Ausprobiert werden können Übungen aus einfachen Klängen, Flüstern, Pfeifen, lautem Atmen und anderen stimmlichen Praktiken. Im weiteren Verlauf kommen Textfragmente in Form einzelner Silben, unterbrochener Worte, unvollständiger Slogans, sowie Elemente von Postulaten, Manifesten oder Gebeten zum Einsatz. Die Klänge und Geräusche sollen sich in der Gruppe zu einer kraftvollen, experimentellen Musikkomposition verbinden.

Die „Unmögliche Oper“ von Zorka Wollny, Stipendiatin der Stiftung Niedersachsen am Edith-Russ-Haus für Medienkunst, soll in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern Oldenburgs – mit Chören, Musikgruppen, Senioren und Studierenden – entstehen. Geplant ist eine 40-minütige musikalische Komposition mit choreographischen Elementen, die eigens für die Peterstraße entwickelt wird. Weitere Informationen gibt es im Edith-Russ-Haus unter Telefon 0441 235-3208 sowie per E-Mail an info@edith-russ-haus.de.
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Kunst, die Begegnung fördert

06.02.2017 09:36 Uhr
von Daniel Lüllmann

Eine Ausstellung des Ateliers Farbsinn ist nun im Amt für Soziales und Teilhabe am Europaplatz zu sehen. Künstler mit und ohne Behinderung stellen dort ihre Werke aus.

Seit zwei Jahren unterstützt die Stadt Oldenburg das Atelier Farbsinn, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kunstwerke entstehen lassen. Jetzt sind die Werke des Projekts auf den Fluren des Amtes für Soziales und Teilhabe am Europlatz 10 zusehen. Die Bilder können während der Öffnungszeiten des Amtes besichtigt werden.

„Wir möchten Orte der Begegnung fördern“, sagte Inge Voigtländer, Leiterin des Amtes für Soziales und Teilhabe der Stadt Oldenburg, bei der Eröffnung der Ausstellung. Dies sei ein wichtiges Ziel des kommunalen Aktionsplans Inklusion und das Atelier mit seinem inklusiven Angebot ist ein solcher Ort an dem Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung stattfindet, so Voigtländer.

Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) bedankte sich für die Unterstützung der Stadt Oldenburg und zeichnete die Entwicklung von einer kleinen Gruppe Kunstinteressierter bis zum offenen Atelier nach: „Wir sind mittlerweile fester Teil des Gemeinwesens in Ohmstede. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das Atelier zu einem Ort entwickeln konnten, der für alle offen ist und der so gut angenommen wird. Dabei hat uns auch die Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg geholfen.“

Seit mehr als zwei Jahren sind die Kunstworkshops immer gut besucht. Diese werden im Atelier kostenlos angeboten. Gabi Beckmann ist eine der Künstlerinnen, die regelmäßig das Angebot des Ateliers nutzt: „Für mich ist es ein Glück dort zu sein. Im Atelier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre“, betont sie. Die Arbeit mit den behinderten Künstlern bringt ihr viel Inspiration. Insbesondere wenn die kreativen Ideen auf große Leinwände gebracht werden. „Viele haben direkt Bilder im Kopf und wagen sich mutig an die Arbeit. Und das ist gar nicht so leicht, wenn auf einer großen weißen Leinwand ein Kunstwerk entstehen soll“, sagte Beckmann.

Das Atelier Farbsinn an der Rennplatzstraße 123 bietet dienstags von 14:00 bis 17…30 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 17:00 Uhr das „Offene Atelier“ an. Hier ist jeder eingeladen, der mitwirken oder sich einen Eindruck von der Arbeit im Atelier machen möchte. Die Öffnungszeiten des Amtes für Soziales und Teilhabe am Europaplatz sind: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8:00 bis 15:30 Uhr, Mittwoch von 12:00 bis 15:30 Uhr und Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr.
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»Mensch Marilyn« kehrt ins Staatstheater zurück

21.12.2016 08:59 Uhr

Vorverkauf hat begonnen

Die Show »Mensch Marilyn« geht dank der Begeisterung des Publikums noch einmal ins Kleine Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Am 28.02.2017 um 20:00 heißt es wieder »Vorhang auf« für Kiki Beyer und ihre Sweet Syncopators. Dass diese Show nicht nur für Monroe-Fans ein Geheimtipp ist, haben die Sängerin Kiki Beyer und ihre Jungs, die Sweet Syncopators bereits am 01.10.2016 im ausverkauften Kleinen Haus bewiesen. Die begeistert aufgenommene Musikrevue rund um den Menschen Marilyn Monroe kehrt am 28.02.2017 mit Swing-Klassikern aus Kultfilmen wie »Manche mögen’s heiß« oder »Blondinen bevorzugt« nun zurück ins Kleine Haus des Oldenburgischen Staatstheaters.

Im Vordergrund des Abends steht dabei immer der Mensch, der sich hinter dem Abziehbild Marilyn Monroe verbirgt. Und dieser hat mehr mit Oldenburg und Ostfriesland zu tun, als man zu ahnen glaubt. Regie führte Thomas Birklein, der seinem Publikum als Schauspieler am Oldenburgischen Staatstheater bestens bekannt sein dürfte. Überraschende Momente garantiert! Karten sind ab sofort an der Theaterkasse erhältlich.

Live-Impressionen und einen aktuellen Teaser auf www.kiki-beyer.de
Weitere Infos zur Show unter www.mensch-marilyn.de
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Ehrenamtliche des Blauschimmel Ateliers führten Maskenspiel am Lamberti-Markt auf

18.12.2016 20:37 Uhr
Besinnliche Ruhe im hektischen Treiben Da staunten die Besucher des Lamberti-Markts nicht schlecht, als am Freitag, 16. Dezember, außergewöhnliche, skurrile Masken des Blauschimmel Ateliers das vorweihnachtliche Treiben bereicherten. Übergroße, ausdrucksstarke Gesichter traten mit dem neugierigen Publikum in Kontakt, erzählten ihre Geschichten ohne ein einziges Wort zu verlieren. So entpuppte sich ein vermeintlicher Rocker als ein verschüchterter Mann, der seinem Stofftier die staunende Menge präsentierte. Das Ganze wurde streng von einem älteren, genügsamen Herrn beobachtet, welcher von seiner Zeitung aufsah.

Genauso schnell wie sie gekommen war, verschwand die seltsame Truppe nach knapp zwanzig Minuten wieder in den Gassen Oldenburgs und hinterließ Fragezeichen über den Köpfen des Publikums. Wer waren sie gewesen? Was hatten sie gewollt?

Ehrenamtliche des inklusiven Blauschimmel Ateliers hatten den überregional bekannten Weihnachtsmarkt ausgewählt, um ihr aktuelles Projekt zu präsentieren. Diese Performance entstand im Rahmen der ZukunftAkademie: Ein Fortbildungsangebot des Blauschimmel Ateliers für seine ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen. Die Fortbildung ermöglicht es den freiwilligen Helfern über den Tellerrand zu schauen. Über ihre vertrauten Tätigkeitsfelder hinaus, welche sie mitunter seit Jahren mit Herzblut und Engagement ausfüllen, erhalten sie Gelegenheit, sich mit anderen Ehrenamtlichen über ihre Erfahrungen auszutauschen sowie genaueren Einblick in die Arbeit des Blauschimmel Ateliers zu erhalten. Neben einem theoretischen Teil, der näher auf Themen wie Öffentlichkeits- und Projektarbeit eingeht, wird ein praktischer geboten, in dem die Teilnehmer eingeladen sind, eigene Gedanken und Vorstellungen einzubringen und sie gemeinschaftlich zu verwirklichen. Ziel der Akademie ist es, dass Ehrenamtliche ein Basiswissen erhalten, um sich aktiver und bewusster ins Vereinsleben einzubringen und eigene Ideen auf die Beine zu stellen.

Für die ersten Teilnehmenden der Akademie erwies sich das traditionell mit dem Blauschimmel Atelier verbundene Maskenspiel als richtiger Einstieg, um die Ergebnisse der Fortbildung einem größeren Publikum zu zeigen. Diese Performance bereicherte sie mit vielen neuen Erfahrungen.

"Es war großartig, so viel Neues über Blauschimmel zu lernen und sich zudem noch auszuprobieren. Ohne die ZukunftAkademie hätte ich mir nicht vorstellen können, öffentlich Maske zu spielen", meint Marina Clemmensen, seit April 2014 Ehrenamtliche. Ergänzend dazu sagt Ute Bommersheim, Theaterpädagogin und Mitbegründerin des Ateliers: "Weil ich schon so lange bei Blauschimmel bin, vergesse ich oft, wie komplex wir mittlerweile sind. Es hat mir daher große Freude bereitet, Geschichte, Hintergründe und Funktionsweisen des Ateliers zu vermitteln. Ich bin begeistert, mit welchem Spaß und Engagement die Ehrenamtlichen IHR Projekt vorangetrieben haben. Das zu begleiten fand ich äußerst inspirierend!"

Durch den Erfolg weiter bestärkt ist eine Fortführung der ZukunftAkademie geplant: Ab Februar 2017 bietet das Atelier bereits weitere Termine an. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich, nach Anmeldung, der kostenfreien Veranstaltung anzuschließen.

Weitere Infos und Anmeldungen unter: www.blauschimmel-atelier.de oder 0441 – 2480999
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Förderverein übergibt Janssen-Werke ans Museum

16.12.2016 08:46 Uhr

Sechs Radierungen als Dauerleihgabe

Eine vorzeitige Weihnachtsbescherung gab es am 14. Dezember im Horst-Janssen-Museum: Der Förderverein für das Museum überreichte der Museumsleitung sechs weitere Arbeiten von Horst Janssen als Dauerleihgaben. Es handelt sich um zwei große Farbradierungen, von denen eine den provokanten Titel „Einem Journalisten wird das Maul gestopft“ trägt, die zweite heißt „Friely auf dem Weg“ und war seinerzeit die Lieblingsradierung von Janssens Drucker Hartmut Frielinghaus. Außerdem erhielt das Museum die Radierung „Oh Bobeth“ mit drei Zustandsdrucken.

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Haus zum Jahresende auf diese Weise noch einmal unterstützen können“, sagt Michael Kroos, der erste Vorsitzende des Fördervereins. „Denn auch nach dem Ankauf der großartigen Sammlung von Stefan Blessin gibt es viele weitere Werke von Horst Janssen, die einfach in dieses Museum gehören.“ Beim Auffinden und der Auswahl der Blätter hatte Manfred Meins, ehemaliger Buchhändler und Janssen-Galerist, mitgeholfen. Finanziert wurde der Ankauf durch die Spende eines Vereinsmitglieds und aus Eigenmitteln des Vereins. „Für das Horst-Janssen-Museum ist es ein großer Segen, einen so aktiven Förderverein zu haben“, betont Dr. Nicole Deufel, Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser, und ergänzt: „Diese neuen Dauerleihgaben erweitern unsere Sammlung und machen es uns möglich, noch mehr von Horst Janssens Arbeiten hier in Oldenburg zu zeigen.“

Gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden, Inge von Danckelman, stellte Kroos außerdem die neu eingeführte Geschenkmitgliedschaft für den Förderverein vor. Damit hat jeder die Möglichkeit, für ein Jahr alle Kunsterlebnisse zu verschenken, die der Verein seinen Mitgliedern bietet. Die Beschenkten genießen freien Eintritt in fünf Museen und Ausstellungshäuser, sie werden zu exklusiven Previews eingeladen und erhalten Vorzugskonditionen bei weiteren Veranstaltungen des Vereins, wie z.B. Tagesfahrten. „Das ist doch ein schönes Weihnachtsgeschenk, das aus dem üblichen Rahmen fällt“, wirbt Kroos für das neue Angebot. Nähere Informationen gibt es an der Museumskasse und auf kurze Anfrage unter info@horst-janssen-freunde.de.
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Die japanische RAF und der Soziologe Stuart Hall im Film

09.12.2016 09:00 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung „The Fevered Specters of Art“

Im Rahmen der internationalen Gruppenausstellung „The Fevered Specters of Art – die Fiebrigen Gespenster der Kunst“ zeigt das Edith-Russ-Haus zusammen mit dem Cine k zwei Filmvorführungen, jeweils mittwochs, 14. und 21. Dezember.

Eric Baudelaires Film „The Anabasis of May and Fusako Shigenobu, Masao Adachi and 27 Years without Images” (2011, 66 Minuten) am 14. Dezember untersucht formal und inhaltlich die Bedeutung von geografischer, kultureller und sozialer Heimat. Getreu dem Titel – das griechische Anabasis bedeutet Mäandern oder Rückkehr – wandert der Film gleichermaßen geographisch wie zeitlich zwischen Japan und dem Libanon sowie zwischen der Gegenwart und den 1970er Jahren, als die japanische RAF im Nahen Osten aktiv war.

John Akomfrahs Film „The Stuart Hall Project“ (UK 2013, 100 Minuten) am 21. Dezember ist ein filmisches Portrait des 2014 verstorbenen Soziologen Stuart Hall, einem der bedeutendsten öffentlichen Intellektuellen und Mitbegründer der Cultural Studies. Akomfrah verortet Halls kritisches Denken und sein politisches Engagement in seinen jugendlichen Erfahrungen im postkolonialen Jamaica, den Kämpfen der Dekolonisation und dem Entstehen der New Left-Bewegung im Großbritannien der 1960er-Jahre.

Beide Filme werden in englischer Sprache gezeigt. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr im Cine k, Bahnhofstraße 11; der Eintritt ist frei.
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Detlef Kappeler stiftet Werke dem Stadtmuseum Oldenburg

08.10.2016 19:08 Uhr
Der Künstler Detlef Kappeler stiftet dem Stadtmuseum Oldenburg seine Werke. Die feierliche Übergabe fand am Freitag, 7. Oktober, im Beisein von Museumsdirektorin Dr. Nicole Deufel und Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern statt. Anwesend waren auch Kappelers langjährige Wegbegleiter Horst Milde (ehemaliger Oberbürgermeister Oldenburgs und Landtagspräsident a.D.) und Dr. Harald Groth (ehemaliger Oberbürgermeister von Delmenhorst). Kappeler ist in Oldenburg durch Ausstellungen und Installationen bekannt. Seine gestifteten Werke umfassen neben sechs Gemälden auch ein großes zeichnerisches Konvolut (1.100 Zeichnungen), das einen vertieften Einblick in sein umfangreiches Schaffen ermöglicht.

Detlef Kappeler (Jahrgang 1938) studierte von 1958 bis 1965 Architektur in Hannover, danach begann er das Studium der Freien Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Preis der „Cité Internationale des Arts“ von Paris und den Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg. 1974 übernahm er einen Lehrstuhl für Malerei und Grafik an der Universität Hannover. In Oldenburg ist Detlef Kappeler vor allem durch seine Raum-Bild-Installation in der Carl von Ossietzky Universität bekannt. Sie ist das Resultat einer jahrelangen Auseinandersetzung mit dem Schicksal des Namensgebers Carl von Ossietzky. 2001 würdigte eine umfangreiche Werkschau unter dem Titel „Transparenzen“ sein Schaffen im Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum.

Kappeler hat in seiner frühen künstlerischen Schaffensphase kritische und engagierte Kunstwerke geschaffen, die auf konkrete gesellschaftspolitische Ereignisse Bezug nahmen. In den 1960er Jahren hat er mit Stilmitteln der Pop Art – jedoch auf sehr eigenwillige Weise – gearbeitet. Später fanden in seinen Werken Auseinandersetzungen mit Biografien von verfolgten und geächteten Personen statt, deren Porträts er immer wieder von neuem nachzeichnete. Daneben entstanden und entstehen Zeichnungen und Druckgrafiken von Architekturen in Barcelona, wo Kappeler ein zweites Atelier nutzt, Tier- und Landschaftsstudien sowie Akt- und Totentanzdarstellungen. Seine großformatige Malerei, in seinen Ateliers in Barcelona, Galizien und Butjadingen geschaffen, wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmend abstrakter.
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Gala for One

23.09.2016 13:14 Uhr

Eine Musik-Revue zu Marilyn Monroes 90. Geburtstag

von Carsten Lienemann

Am ersten Oktober geht für Kristina Beyer ein Traum in Erfüllung. »Marilyn Monroe hat mich schon immer fasziniert«, sagt Kiki Beyer. Der eigentliche Auslöser kam dann 2012, als sie gebeten wurde, zur Ausstellungseröffnung »Marilyn Monroe – hinter den Kulissen« im Neuen Theater Emden zu singen und zu moderieren. »Nach dieser Eröffnung konnte ich einfach mit der Recherche nicht mehr aufhören. Immer mehr erhielt ich den Eindruck, dass da eine Frau war, die in all ihrer Zerbrechlichkeit doch als Künstlerin völlig unterschätzt wurde«, erklärt Beyer.

Die Idee zu einer Bühnenshow war schnell da, Kiki Beyer ist schließlich Künstlerin. Dennoch hat sie lange gezögert, denn sie sah auch viele Probleme bei der Umsetzung. Erst zwei Jahre später hat sie mit ernsthaften Vorbereitungen begonnen, ein Konzept erarbeitet und schnell Menschen getroffen, die sie ebenfalls begeistern konnte. Darunter sind auch die Kollegen, die sie nicht nur wunderbar musikalisch begleiten, sondern sich auch auf das schauspielerische Gebiet wagen. Dazu kommt mit David Zernack ein renommierter Musikalischer Leiter und mit Thomas Birklein ein ebensolcher Schauspieler, der die Regie übernommen hat.

Zu Kiki Beyers Konzept gehörte auch eine Vorstellung von einem geeigneten Saal mit Bühne.»So eine Show braucht rote Plüschsessel, etwa wie das Staatstheater«, findet Beyer. Das stimmte zwar zu, nannte aber auch seinen Preis. Auch die Musiker konnten bei allem Engagement auch nicht umsonst arbeiten. Dazu kamen Organisation, Proben und sonstige Aufwendungen. Sponsoren wurden gebraucht.

So kam die comes Unternehmensberatung mit ins Boot. Dr. Bernhard Becker vom Standort Oldenburg wollte sich zunächst einen Eindruck verschaffen und war sofort begeistert. »Da unsere Firma in diesem Jahr 15 Jahre alt wird, haben wir beschlossen, unser Jubiläum mit Marilyns Geburtstag zusammen zu feiern.« Er kaufte Eintrittskarten für seine Geburtstagsgäste, und damit waren die Kosten für das Staatstheater gedeckt und die Show finanziell gesichert.

Dank ihrer umfangreichen Recherchen ist Kiki Beyer inzwischen eine echte Expertin, die den Menschen Marilyn Monroe hinter der Glamour-Frau sehr genau kennt. In ihrer Bühnenshow möchte sie das Bild, das wohl die meisten Menschen von Marilyn Monroe haben, korrigieren. »Ich arbeite mit den bekannten Songs, aber aus der Erzählperspektive. Es wird keine Double-Show, das sage ich dem Publikum gleich zu Beginn«.

Sonnabend, 1. Oktober, 20:00 Uhr im Staatstheater (Kleines Haus):
Mensch Marilyn , Kiki Beyer & Die Sweet Syncopators
Restkarten unter https://tickets.staatstheater.de/eventim.webshop/webticket/seatmap?tokenName=CSRFTOKEN&eventId=13477
oder an der Theaterkasse.
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»Von Schwalben und Mauerseglern«

09.09.2016 08:00 Uhr

Oldenburger Autorin Marlies Folkens legt ihren ersten Roman vor

von Carsten Lienemann

Unsere aufmerksamen Leser_innen kennen Marlies Folkens bereits als Meisterin des geschriebenen Wortes, hat sie doch schon des öfteren mit großer Sachkunde von Oldenburger Theater- und Opernaufführungen berichtet. Dass sie zu noch deutlich mehr fähig ist, haben wir nie bezweifelt, aber jetzt können sich alle davon überzeugen. Ab dem 9. September steht ihr erste Roman in den Buchläden. Er trägt den Titel »Von Schwalben und Mauerseglern«, und sie erzählt darin die Geschichte eines Mädchens, das auf dem heimischen Bauernhof in der Wesermarsch einen jungen Wehrmachtsoldaten findet, der desertiert ist und sich auf dem Heuboden versteckt hat.

»Die Geschichte hatte ich schon lange im Kopf«, sagt Marlies Folkens. »Meine Mutter konnte spannend und interessant erzählen und tat das auch gerne, wenn wir auf dem elterlichen Hof in der Wesermarsch zusammen saßen«. Die Grundsituation, auf der der Roman basiert, habe die Mutter erlebt, sie habe mit 17 Jahren einen Freund in Köln gehabt. Einige weitere Begebenheiten aus der Familie seinen stark verfremdet eingebaut worden, der Rest sei viel Fantasie.

Eine besondere Zielgruppe hat die Autorin beim Schreiben nicht vor Augen, es geht ihr mehr darum, eine Sprache zu verwenden, die zur Geschichte passt. »Das ganze Buch muss so geschrieben sein, dass ich es selbst gerne lesen würde.« Wichtig sei bei dieser Art von Romanen auch die Recherche. »Die Sachverhalte müssen stimmen, viele Zeitzeugen leben noch und werden sich erinnern«, so Folkens.

»Meine Arbeit an einem Roman beginnt mit der Erstellung eines Konzeptes«, erklärt Folkens. »Ich stelle die Rahmenbedingungen auf und entwerfe einen großen Spannungsbogen.« Darüber hinaus korrespondiert sie mit einer guten Freundin über Szenen und Plots. Die so entstehenden Seiten werden anschließend noch drei bis vier Mal überarbeitet. »Ich bin eine ziemliche Perfektionistin, und ich muss mit allen Szenen zufrieden sein.

Besonders herausfordernd sei die Sprache in Dialogen. Jede Person müsse ihre eigene Sprache haben, die sich aus Alter und Lebenserfahrung, aber auch aus dem Bildungsstand ergebe. Um das zu erreichen und auch sonstige »Regiefehler« zu vermeiden, fertigt Folkens Steckbriefe der auftretenden Personen mit ausführlichen Beschreibungen an. Eine große Hilfe sei auch, sich eine passende reale Person beim Sprechen vorzustellen, auch wenn die Romanfigur kein Abbild dieser Person sei.

Marlies Folkens hat »mit 18, 19«, wie sie selbst sagt, angefangen, sogenannte »Fan-Fiction« zu schreiben, d. h. sie hat Fortsetzungen zu Kinofilmen etc. verfasst, die aber nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren. So ganz hat sie den Traum vom eigenen Buch nie aufgegeben, aber auch lange Zeit nicht weiter verfolgt. Erst sehr viel später, als sie schon eigene Kinder hatte, ist sie auf das Online-Magazin »Opinio« der Rheinischen Post gestoßen und hat dort viel beachtete und ausgesprochen positiv kommentierte Kurzgeschichten geschrieben, von denen einige auch den Weg in die gedruckten Ausgaben fanden. Eine davon war die Keimzelle zu den »Mauerseglern«.

Kurzinformationen zum Buch unter
https://www.buchhandel.de/buch/Von-Schwalben-und-Mauerseglern-9783404173969
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„In Harmonie mit der Natur“

24.05.2016 08:55 Uhr

Tuschmalerei von Marthe Oldendorf im Elisabeth-Anna-Palais

Marthe Oldendorf hat ihre Arbeiten unter ein konfuzianisches Thema gestellt, „In Harmonie mit der Natur“, ein Thema, das sie bei ihren Reisen in China im Lebensstil der Menschen, denen sie begegnet ist, empfunden hat. Das Wort Harmonie ist nicht unpro-blematisch, weil es beinhaltet, die Gegensätze zu begraben, die es nun einmal gibt. Was Marthe Oldendorf jedoch meint, ist die Fähigkeit des Menschen wie aller Kreaturen der Schöpfung, mit den Gegensätzen zu leben, in sich eine Balance zu entwickeln, mit der diese Kontraste ertragen werden können.

Marthe Oldendorf versteht es, die Balance im Bild zu entwickeln, die für Mensch und Tier die Landschaft erträglich macht, um nicht zu sagen sich in ihr wohlzufühlen.

Marthe Oldendorf, geboren nahe Paris, lebt in Bremen. Sie hat viele Jahre in Hongkong gelebt und zahlreiche Reisen im Reich der Mitte unternommen. Von chinesischen Meistern hat sie sich in der traditionellen Pinselmalerei unterrichten lassen. So ist ein bemerkenswertes Oeuvre entstanden, das jetzt der Entdeckung harrt.
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Ausstellung »Repairing the City«
im Edith-Russ-Haus

07.05.2015 14:28 Uhr
von Carsten Lienemann

Ein langer Läufer hängt aus dem oberen Fenster des Edith-Russ-Hauses und lädt zum Hereinkommen ein. Drinnen erwartet die Besucherinnen und Besucher die Doppelausstellung »Repairing the City« mit Exponaten der türkischen Künstlerin Nevin Aladağ und des in Wien lebenden Künstlers Leopold Kessler.

»Der Titel der Ausstellung ist natürlich ironisch zu verstehen, eine Stadt ist zu komplex und zu fragil, um sie reparieren zu können«, sagt Marcel Schwierin, Leiter des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst, der zusammen mit seiner Kollegin Edit Molnár durch die Ausstellung führt. Vielmehr müssten die Bewohner immer wieder neu bestimmen, wie ihre Stadt aussehen solle.

Die Arbeiten dieser Ausstellung sind in der Mehrzahl Videodokumentationen von Kunstaktionen, dazu kommen Fotografien und Konstruktionen. Nevin Aladağ hat beispielsweise die Hände von Menschen gefilmt, während diese den Rhythmus eines Liedes klatschen, und die Sequenzen so zusammengeschnitten, dass daraus ein neuer Rhythmus entstand. Ebenso ist sie mit tanzenden Füßen verfahren. Zusammen mit weiteren hier ausgestellten Arbeiten gibt Aladağ damit Geräusche und Gesichter einer Stadt wieder.

Leopold Kessler hat mit mehreren Aktionen die Sicherheitsüberwachung an öffentlichen Orten unterlaufen und damit in Frage gestellt. So reist etwa eine Schachtel mit Zigaretten, an die Außenseite eines Bahnwaggons geklebt, von Budapest nach Wien, oder im größten Riesenrad der Welt dreht eine Gondel mit der Aufschrift »Police« ihre Runden über Singapur, eine der am höchsten überwachten Städte der Welt. Die Videos zu diesen Aktionen sind im Edith-Russ-Haus zu sehen.

Und was hat das mit »Repairing the City« zu tun? Gar nichts. Der Titel ist nicht ironisch, sondern irreführend. Wenn man aber nicht nach den Reparaturen sucht, findet man eine großenteils gelungene Ausstellung mit interessanten neuen Blickwinkeln auf scheinbar Altbekanntes.

Die Ausstellung ist vom 8. Mai bis zum 16. August 2015 zu den Öffnungszeiten des Edith-Russ-Hauses zu sehen.
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»komisch, aber nicht lustig«

09.04.2015 10:25 Uhr

Neue Ausstellung der Lichtbildwerkgemeinschaft

Joachim Weiser und Dirk Börstinghaus, beide im Hauptberuf Mediziner, widmen sich in ihrer Freizeit einer fast schon historischen Form der Fotografie. Gemeinsam in ihrer Lichtbildwerkgemeinschaft nutzen sie die analoge Schwarzweiß-Technik künstlerisch zur Entschleunigung, zum Innehalten und Neu-Sortieren.

Am !6. April 2015 um 19:00 Uhr eröffnen Weiser und Börstinghaus im ARTrium der GSG ihre Ausstellung »komisch, aber nicht lustig«, für die sie wieder Fotografien ausgesucht haben, die man nicht im Vorbeigehen vollständig erfassen kann.

»Häufig sind es ganz banale Situationen, Motive oder Begebenheiten des Alltages, die uns zum Schmunzeln bringen, obwohl diesen Szenen eigentlich gar nichts Lustiges anhaftet. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sie sich als eher komisch oder gar tragisch. Das liegt daran, dass Tragik und Komik eine gemeinsame Wurzel haben: Die Inkongruenz der Dinge!

Genau diese fehlende Übereinstimmung dessen, was wir sehen und dessen, was wir empfinden, ist Gegenstand dieses fotografisch-literarischen Projekts.
Wortspielereien im Sinne einer Verunstaltung, Negierung oder Aufhebung dessen, was wir als Realität wahrnehmen, pointieren die gezeigten Fotografien, beziehen sich in humoristisch - satirisch gemeinter Weise auf ernst gemeinte visuelle Inhalte und ermöglichen an mancher Stelle erst das Entstehen von komischen Effekten.

Sir Peter Ustinov hat einmal gesagt, Komik entstehe, ›wenn man eine Situation mit ihrer unkomischen Seite kontrastiert‹«.


Ausstellung »komisch, aber nicht lustig«
7. April bis 18. Juli 2015, GSG ARTrium
GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH
Straßburger Str. 8

Vernissage
Donnerstag, 16. April 2015, 19:00 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo-Mi 8:00-16:30 Uhr
Do 8:00-17:00 Uhr
Fr 8:00-13:00 Uhr

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»Im Westen nichts Neues?«

27.02.2015 11:14 Uhr

Die unbekannten Zeichnungen von Georges Victor-Hugo »Sur le Front de Champagne«

Vor 100 Jahren befand sich der Enkel des berühmten französischen Schriftstellers Victor Hugo, Georges Victor-Hugo (1868-1925), als Kriegsfreiwilliger an der Front in der Champagne. Der ausgebildete Maler diente dort als Verbindungsoffizier. Direkt vor Ort fertigte Victor-Hugo etwa 100 kolorierte Zeichnungen an und schuf damit nicht nur interessante Zeugnisse des Krieges, sondern auch beeindruckende Kunstwerke: die zerrissene, mal schlammige, mal von Schnee und Eis bedeckte Landschaft, die Soldaten im Schützengraben und außerhalb, Verwundete und Tote beider Seiten.

60 dieser Zeichnungen von Georges Victor-Hugo wurden 1917 in einer Faksimile-Edition unter dem Titel „Sur le Front de Champagne“ in Paris veröffentlicht, gerieten aber nach dem Krieg in Vergessenheit. Nur wenige vollständige Exemplare dieser Suite sind heute erhalten – eine davon in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Sie steht im Zentrum der Ausstellung, die bis 25. April 2015 in der Landesbibliothek Oldenburg und anschließend an mehreren Orten als Wanderausstellung gezeigt wird. Georges Victor-Hugos individuelle, aus unmittelbarer Beobachtung gewonnene künstlerische Sicht der Kriegsereignisse wird im Zusammenhang mit Werken anderer Künstler und auch mit literarischen Zeugnissen herausgearbeitet. Kuratiert von dem Gymnasiallehrer, Romanisten und Victor-Hugo-Biographen Dr. Jörg W. Rademacher (Leer), wird die Ausstellung begleitet von einer Hörstation mit literarischen Texten zum „Großen Krieg“ in drei Sprachen und einem zweisprachigen Katalog, der im Elsinor Verlag (Coesfeld) erscheint.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Landesbibliothek Oldenburg mit dem Ernst Klett Verlag, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirk Weser-Ems und dem Ulrichsgymnasium Norden. Das Projekt wird gefördert von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Stiftung Gedenken und Frieden.

Öffentliche Führungen mit dem Kurator Dr. Jörg W. Rademacher am Freitag, dem 6. März und 17. April jeweils um 17.00 Uhr.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf unserer Homepage www.lb-oldenburg.de.
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Street Art ins Museum

07.11.2014 21:32 Uhr

Stadtmuseum übernimmt Graffito vom Cadillac

Das städtische Jugendkulturzentrum Cadillac plant aktuell eine Neugestaltung seiner Außenwände. In diesem Zusammenhang wurde jetzt eine 1995 von Mario Schröder auf Holzplatte gesprayte Auftragsarbeit abgehängt und dem Stadtmuseum Oldenburg überreicht. Es wird durch ein neues, von einer Gruppe um den Oldenburger Graffiti-Künstler Bartosz Boron geschaffenes Werk ersetzt.

Da sich das aus der Frühzeit der regionalen Graffiti-Szene stammende Bild von Schröder, der unter dem Künstlernamen „Zimt“ auch überregional für Aufsehen sorgte, über die Jahrzehnte gut erhalten hat, wandte sich Marius Asmus, Leiter des Cadillac, an das Stadtmuseum. Denn, so Asmus: „Es macht immer Sinn, Jugendkultur zu fördern. Was heute noch Jugendkultur ist, kann morgen schon Kunst oder kommerziell interessant sein.“ Für Dr. Andreas von Seggern, den Leiter des Stadtmuseums, eine willkommene Gelegenheit, die Sammlung regionaler Kunst um eine ganz neue Facette zu ergänzen: „Graffiti ist eine spezifische Ausdrucksform innerhalb der Jugendkultur der letzten drei bis vier Jahrzehnte. Sie hat sich spät, aber eben doch auch in Oldenburg verbreitet und ist damit sowohl aus kunst- als auch aus stadthistorischer Sicht äußerst spannend“, erläutert von Seggern.

Während Cadillac-Leiter Marius Asmus gespannt auf die Neugestaltung der Graffiti-Kunst wartet, zeigt sich der nicht mehr in der Szene aktive Mario Schröder erfreut über die späte Würdigung seines Frühwerkes: „Ich werde der Stadt Oldenburg nun aber nicht den Gefallen tun, den Wert des Bildes durch mein frühzeitiges Ableben zu steigern“, fügte Schröder mit einem Schmunzeln an.
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Eine von vielen Möglichkeiten, die Welt zu sehen

15.03.2014 06:53 Uhr

Erfolgsreihe ‚rehavue‘ wird fortgesetzt. 4. Vernissage im Reha-Zentrum

von Dagmar Winzer

Am 12. März 2014 fand die Vernissage zur Ausstellung „rehavue – Kunst im Reha-Zentrum Oldenburg“ mit Malereien und Fotografien statt. Die Künstlerinnen Lioba Müller, Barbara Habermann und Susanne Barelmann -Mitglieder des BBK Oldenburg – stellten ihre Arbeiten persönlich vor.

Die Ausstellung wird bis Februar 2015 zu sehen sein.

Die Jurysitzung der rehavue hat für diese Ausstellung zwei Projekte ausgewählt, die auf sehr eigene Weise einen Perspektivwechsel aufzeigen. Wie sieht die Malerin die Landschaft, die für die Fotografin ihre eigene Aussage gefunden hat? Lioba Müller und Barbara Habermann haben ihr gemeinsames Projekt „Horizontal- Vertikal – Bergundtal“ genannt. Berge kennt jeder – und trotzdem sind sie überall anders, geben Täler überall andere Blicke frei. Wie frei ist der Blick von Fotografin und Malerin? Gemeinsam finden Lioba Müller und Barbara Habermann eine Möglichkeit der Kommunikation: Sei es über die Farbgebung und den Bildaufbau, sei es über die Strukturen oder Linienführung oder aber durch Licht und Stimmung. Ähnlichkeiten sind gewollt! Und dienen der Einladung, die Blicke immer wieder schweifen zu lassen.
„Wussten Sie schon, dass die Alpen einen ganz erbärmlichen Anblick bieten, wenn man sich die Berge einmal wegdenkt?“ (Loriot)

Susanne Barelmann legt in Ihrer Fotografie mehrere Elemente übereinander. So lassen sich bekannte Bilder wiedererkennen, aber es entstehen auch neue Eindrücke, verfremdete Effekte und daraus andere Perspektiven. So wird der Lebensraum zu unserer Welt. Ihre Fotomontagen zeigen unterschiedlichen Zeit- und Raumebenen, die sie zu einem neuen und gegenwärtigen Raumgefüge zusammensetzt. Ihr Interesse gilt den Räumen der Vergangenheit, die zu Gegenwartsräumen konstruiert und montiert werden. Die Vergangenheit beschreibt Barelmann durch ihre Fotomontagen als ein Verharren im Raum der Gegenwart.

Fotografie bietet ebenso wie die Malerei eine von vielen Möglichkeiten, die Welt zu sehen. Mit „rehavue – Kunst im Reha-Zentrum Oldenburg“ wollen wir gemeinsam mit Oldenburger Künstlerinnen und Künstlern einige Möglichkeiten zeigen, wie die Welt aus anderen Blickwinkeln aussehen kann. Auch in der 4. Ausstellung ist die Faszination der Vielfalt zu beobachten, ermöglichen wieder Künstlerinnen den Perspektivwechsel.
Zu beiden Kunstprojekten sprach die Vorsitzende des BBK Oldenburg – Martina van de Gey – eine fundierte Einleitung, die von allen Besuchern gerne aufgenommen wurde.

„Die Ausstellung wurde auch konzipiert, um den Bürgern in Oldenburg und Umgebung einen weiteren, attraktiven Ort für Kunst ‚Made in Oldenburg‘ zu bieten,“ betont Karin Vogel, die Geschäftsführerin des Reha-Zentrums Oldenburg. „Wir hoffen, dass dieses Angebot von vielen genutzt wird.“

Bereits in den ersten Stunden nach der Hängung hat es viele Reaktionen von Patienten und Besuchern gegeben. Das Team des Reha-Zentrums hofft, dass die Anregungen weiter so rege aufgenommen werden.
Die Ausstellung ist täglich zwischen 8.00 und 20.00 Uhr für Besucher geöffnet.
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»Auf der Flucht«

14.01.2014 12:09 Uhr

Fotoausstellung eröffnet - bis 4. Februar in der Klävemannstraße 14

von Carsten Lienemann

Zwanzig Fotografien im Großformat, präsentiert auf hochglänzendem Material, das Farben und Kontraste angemessen zur Geltung bringt. Losgelöst von der jeweiligen Aufnahmesituation hat jedes Bild für sich unter rein ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet einen hohen Wert, der auch eine Interpretation möglich macht - die sich allerdings sofort ändern kann, wenn man den begleitetenden Text zu dem Foto liest.

Es ist fast schon gute Tradition, dass zu Beginn eines jeden Jahres eine Ausstellung der UNO-Flüchtlingshilfe bei der interkulturellen Arbeitsstelle IBIS e .V. zu Gast ist. Am Dienstag, 14. Januar, wurde im Café IBIS die Wanderausstellung »Auf der Flucht« eröffnet, die in der benachbarten Halle in der Klävemannstraße 14 ihre weltweit erste Station gefunden hat.

»45 Mio. Menschen sind weltweit auf der Flucht, rund 50% von ihnen sind Kinder und Jugendliche, mehr als 80% Prozent finden Zuflucht in den so genannten Entwicklungsländern«, erklärte Hon. Prof. Dr. Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland in seiner Begrüßung. Die Wanderausstellung »Auf der Flucht« zeigt Momentaufnahmen aus dem Leben von Flüchtlingen und der Arbeit des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR, festgehalten von UN-Mitarbeitern und freien Fotografen. Friedl empfahl den Gästen, die Bilder zu betrachten und sich vorzustellen, was vor und nach dem sichtbaren Moment gewesen sein könnte.

2013 sei ein schweres Jahr für den Flüchtlingsschutz gewesen, bilanzierte Dirk Sabrowski, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn. »Für die Zukunft sieht es nicht besser aus: Die Zahl der Konflikte nimmt zu, die bestehenden werden nicht beendet. Menschen auf der Flucht haben nicht die Perspektive, in ihre Heimat zurückkehren zu können.«

Ulrich Hartig, Geschäftsführer des mitveranstaltenden Internationalen Fluchtmuseums, forderte die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Hilfsorganisationen auf, weniger als Konkurrenten denn als Netzwerkpartner zu handeln und die Organisationen in die Pflicht zu nehmen, die sich kritisch zur offiziellen Flüchtlingspolitik äußern.

Das an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eingerichtete Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) ist ebenfalls Mitveranstalter der Ausstellung. Sein Vertreter Winfried Schulz-Kaempf stellte den weiterbildenden Studiengang »Interkulturelle Bildung und Beratung« vor, der sich an hoch qualifizierte Flüchtlinge und Migranten richtet und über einen Nothilfe-Fond von der UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt wird.


Die Fotos der Wanderausstellung »Auf der Flucht« stammen aus einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren und zeigen verschiedene Stationen verschiedener Fluchten zu verschiedenen Zeiten, von der akuten Gefahr über Lager bis hin zur Ankunft in sicheren Gebieten. Erkennbar ist immer die Situation weniger bis einzelner Menschen, die beispielhaft herausgehoben sind. Wie eine Flucht selbst ist es ein schwerer Weg, das Thema auf diese Weise anzugehen. Aber es hat sich gelohnt.

Die Austellung »Auf der Flucht« in der Klävemannstraße 14 ist bis zum 4. Februar 2014 jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags von 12-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Ratten im Bundestag

31.12.2012 15:42 Uhr
von Carsten Lienemann

Das Sommerloch des Jahres 2013 wird durch eine sensationelle Meldung gefüllt: Die Ratte Karl-Gustav wird in den Bundestag gewählt. So lautet jedenfalls die Prognose, die das Spontantheater Bumerang! am Freitag, 28.12.2012, gemeinsam mit dem Publikum in der Kulturetage erarbeitete.

Das hat einen Tag später beim zweiten Auftritt der Improvisations-Truppe schon ganz anders ausgesehen, aber das spielt keine Rolle. »Impröhliche Weihnachten« hieß das Programm, in dessen erstem Teil das sehr spielfreudige Ensemble aus Tim Strupeit, Karsten Dietrich und Christian »Schlaggi« Schlageter, ergänzt um den ebenfalls bestens aufgelegten Andreas Steiger am Keyboard und am Freitag glänzend moderiert von Martin Struwe einen Rückblick auf die gerade abgelaufene Weihnachtszeit wagten, selbstverständlich, wie bei Improvisationstheater üblich, nach den Vorgaben der Zuschauer. Das reichte von den Vorbereitungen und Einkäufen über einen Blick in drei verschiedene Wohnzimmer zum Zeitpunkt der Bescherung bis hin zu einer Variante der Weihnachtsgeschichte, die eine ganz besondere schauspielerische Leistung verlangte: Alle drei Darsteller verkörperten einen der heiligen drei Könige, sprachen aber nicht selbst, sondern wurden jeweils von einem Kollegen synchronisiert.

Nach der Pause versuchten sich die Bumerangs an einer Vorausschau auf das kommende Jahr. Das Publikum war live dabei, als Tim und Karsten das Drehbuch des Blockbusters 2013 entwarfen - Rocky 300 - während Schlaggi ihre Einfälle mit vollen Körpereinsatz in Gebärden übersetzte. Der absolute Höhepunkt des zweiten Teils aber war der schon erwähnte Einzug der Ratte Karl-Gustav in den Bundestag, gespielt in verschiedenen Musikgenres, die von Punkrock bis hin zur großen Oper reichten. Auch an einem neuen Anlauf zum Weltuntergang versuchten die Schauspieler, als Zugabe in Form modernen Tanztheaters - um die Stimmen für den zweiten Abend zu schonen.

Die rund hundert Zuschauer waren zu Beginn von Moderator Martin aufgefordert worden, sowohl Begeisterung als auch Unmut spontan zu äußern, bei Zustimmung die zuvor ausgeteilten Rosen, bei Ablehnung die nassen Schwämme auf die Bühne zu werfen, und sie machten regen Gebrauch davon. Das heißt, Schwämme flogen kaum, und dafür gab es es auch wenig Anlass, im Gegenteil. Oft mussten die Schauspieler den Applaus auf offener Szene abwarten, bevor sie weiterspielen konnten, etliche Male wurde der »Wellenbeauftragte« in der ersten Reihe von den hinteren Rängen aufgerufen, eine solche zu starten.

Improvisationstheater birgt immer ein gewisses Risiko für alle Beteiligten, man weiß eben nie, was kommt. Sicher kann man sich aber sein, dass man 100-prozentigen Einsatz zu sehen bekommt, wenn man das Spontantheater Bumerang besucht. Und die Wahrscheinlichkeit, einen ausgesprochen vergnüglichen Abend zu erleben, ist überdurchschnittlich hoch.
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