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Wechloy

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Selbsthilfe baut Brücken - Selbsthilfegruppen verbinden!

16.05.2018 19:04 Uhr

Selbsthilfetag 2018 im famila Einkaufsland Wechloy

Die Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen (BeKoS) organisiert zusammen mit dem famila Einkaufsland Wechloy den diesjährigen Selbsthilfetag am Samstag, den 19. Mai 2018 (10.00–18.00 Uhr) im famila Einkaufsland Wechloy.

Das Motto des Selbsthilfetages lautet „Selbsthilfe baut Brücken – Selbsthilfegruppen verbinden!“. Es ist erstaunliches möglich, wenn Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Was allein schwer fällt, gelingt in der Gruppe Gleichgesinnter besser. Selbsthilfegruppen bauen Brücken zu Menschen in ähnlichen Lebenssituationen und entwickeln die Gesellschaft durch ihr Erfahrungswissen weiter.

19 Gruppen zu verschiedenen Themen wie Behinderungen, chronische Erkrankungen, Sucht sowie psychischen und sozialen Problembereichen stellen sich vor und bieten die Möglichkeit, die positiven Erfahrungen aus der Selbsthilfe hautnah zu erleben.

„Schon zum 3. Mal findet der Selbsthilfetag im famila Einkaufsland Wechloy statt, d.h. mitten im Leben, in der Öffentlichkeit. So können wir Menschen erreichen, die vielleicht noch nichts von Selbsthilfegruppen gehört haben. In der Gruppe erfahre ich, ich bin nicht allein mit meinem Problem. Hier werde ich verstanden, denn jede/r weiß wovon ich spreche. Wir hoffen, dass viele die Gelegenheit nutzen werden, sich über die Vielfalt der Selbsthilfegruppen zu informieren“, sagt Ele Herschelmann (BeKoS).

Nach der Eröffnung um 10.30 Uhr mit einem Grußwort von der Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, Frau Germaid Eilers-Dörfler, Marco Struck, famila Centermanagement und Peter Anneken von der BeKoS e.V., gibt es Gelegenheit sich über Selbsthilfegruppen zu informieren und in Austausch zu kommen.

Neben verschiedenen Aktionen der Selbsthilfegruppen ist eine übergreifende Aktion ein begehbarer „Depressionsschirm“. Hier können Besucherinnen und Besucher einen Eindruck davon bekommen, was eine Depression bedeuten kann.

Die Redebeiträge werden von einer Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt.
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Wo die Menschen durch die Tiere bunter werden

12.05.2018 20:33 Uhr

Eröffnung der Inklsionswoche 2018 mit dem Karneval der Tiere

von Edda Hayen

Die Inklusionswoche wurde in diesem Jahr vom Inkusiven Tanz- und Theatererlebnis »Karneval der Tiere« eröffnet.

Mehr als 150 Mitwirkende haben über Kunst, Kultur und einem inklusiven Miteinander während der Probenzeit über zahlreiche Erfahrungen möglich gemacht. Die Gruppen haben sich regelmäßig getroffen und sich dann ihre Ergebnisse vorgestellt, bevor sie alles zusammen gefügt haben. Dabei war es egal, ob Kind oder Senior, dick oder dünn, blind, gehörlos, Förderschüler*innen, Ur-Oldenburger oder Zugewanderte oder Menschen mit und ohne Handicap. Alle diese Gruppen haben sich Geschöpfe aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens ausgesucht. Sie haben Ideen und Choreografien zur Musik entwickelt, Texte geschrieben, Masken und Kostüme gefertigt, um die Tiere zum Leben zu erwecken.

Eine große graue Matte, ein Orchester auf einem Podium, und schon wurde die Sporthalle der BBS Wechloy in eine Theaterlandschaft verwandelt. Die Menschen eilen in grau, mit einem Klemmbrett für Notizen bewaffnet, von Tier zu Tier, werden mit der Zeit immer bunter und begreifen, dass das Miteinander gar nicht so schwer sein muss. Sie treffen auf die Löwen, die Hühner, die Esel, die Schildkröten, die schnellen Tiere, die Elefanten, die Känguruhs, die Tiere im Aquarium, die Kuckucke, die Vögel in der Volière, die Floss, der Bienenschwarm, die Fossilien, die Schwäne die Pianisten, und endlich wird auch für sie die Welt bunter.

»So wachsen Menschen, die sich im Alltag selten begegnen, zu einem künsterlischen Kollektiv zusammen und erleben den Wert einer inklusiven Gesellschaft«, sagt Alexander Hauer von OpusEinhundert, der künstlerische Leiter des Projektes.

»Alles wird gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist das noch nicht das Ende«, sagen die gelassenen Schildkröten zu den Menschen.

Ein kurzweiliges, fantasisches und grandioses Theatererlebnis.
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Großes Kribbeln beim „Karneval der Tiere“

29.04.2018 14:58 Uhr

Tanz- und Theaterprojekt feiert am 5. Mai Premiere –150 Mitwirkende

In den letzten Tagen vor der Premiere des inklusiven Oldenburger Tanz- und Theaterprojekts, das nach dem Werk des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns entstanden ist, steigt bei den 150 Beteiligten die Anspannung. „Lampenfieber gehört natürlich dazu. Für die meisten ist es schließlich der erste Auftritt vor großem Publikum. Die Stimmung ist sehr gut, alle sind mit viel Herzblut dabei“, sagt der künstlerische Leiter Alexander Hauer vom Bremer Kulturunternehmen OpusEinhundert. Er realisiert das Projekt, das unter der Trägerschaft der Stiftung Gertrudenheim steht, in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Damit bei der Premiere am Samstag, 5. Mai, ab 18 Uhr in der Sporthalle der BBS Wechloy (Am Heidbrook 10) alles glatt läuft, bereitet sich das Ensemble seit Monaten vor. Die Abschlussproben finden am Samstag und Sonntag, 28. und 29. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Halle statt. Nach der Premiere gibt es zwei weitere Vorstellungen am Sonntag, 6. Mai, 11 und 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) über das Internet-Portal www.nordwest-ticket.de.

Die 150 Mitwirkenden kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Sie alle, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, Senioren, Kinder, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler setzen mit Alexander Hauer den „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns musikalisch, tänzerisch und schauspielerisch um. Das Projektorchester aus Studierenden und Lehrkräften des Instituts für Musik der Carl von Ossietzky Universität und der künstlerischen Mitarbeiterin Christiane Abt spielt unter der musikalischen Leitung von Erich A. Radke ein Arrangement sämtlicher Sätze des Werkes. Gemeinsam mit den Agierenden auf der Bühne schaffen sie ein interkulturelles, inklusives und generationsübergreifendes Erlebnis, bei dem sich Menschen verschiedener Herkunft, Lebensumstände und jeden Alters künstlerisch begegnen.

Im Jahr 2018 jährt sich zum zehnten Mal das Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ein guter Anlass, um mit einem besonderen Kulturerlebnis allen Menschen in und um Oldenburg den Wert einer inklusiven Gesellschaft zu präsentieren.

Beteiligt sind: Oberschule Eversten, IGS Kreyenbrück, Astrid-Lindgren-Schule Edewecht, Verein für Kinder e.V., ChorGonzola Blauschimmel e.V., Gertrudenheim, KreAktiv e.V. Neu Donnerschwee, SeGOld e.V./ RolliGOld, Tanztheater Friesland e.V., Institut für Kunst und visuelle Kultur, Institut für Musik, slap e.V., Zentrum für Frauengeschichte.
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