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»Lebendige Bibliothek« ist ausgezeichnet

19.05.2017, 17:12 Uhr

Kooperationsprojekt erhält Preis vom Bündnis für Demokratie und Toleranz

von Carsten Lienemann

Am Montag, 15. Mai 2017, wurden im Kulturzentrum PFL elf Projekte aus Niedersachsen und Bremen, die sich »Aktiv für Demokratie und Toleranz« einsetzen, mit Preisen ausgezeichnet. Darunter auch die »Lebendige Bibliothek Oldenburg, die gemeinsam von der Volkshochschule Oldenburg, und dem Präventionsrat Oldenburg unter Beteiligung der Stadt organisiert wird und die Ende April zum fünften Mal stattfand.

»Im Moment sind viele antidemokratische Tendenzen zu beobachten«, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in seinem Grußwort, aber es gebe auch viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für mehr gegenseitige Akzeptanz verschiedener Kulturen einsetzten, so Krogmann. Diese Preisverleihung sei eine wichtige Anerkennung ihrer Arbeit, und Oldenburg ein passender Ort dafür, denn »Oldenburg ist eine Stadt für alle«.

Es gehe nicht darum, »das« Projekt zu finden, »vielmehr sollen vorbildliche und übertragbare Projekte ausgezeichnet werden«, begründete der Geschäftsstellenleiter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT), Gregor Rosenthal, die Auswahl der Preisträger_innen. In Niedersachsen und Bremen bekamen die Repräsentant_innen von elf sehr interessanten und vielfälitgen Projekten aus den Händen der BfDT-Beiratsmitglieder Barbara Woltmann (MdB) und Patrick Siegele (Leiter des Anne Frank Zentrums in Berlin) Urkunden und Preise überreicht.

Darunter auch die »Lebendige Bibliothek Oldenburg«, die Barbara Woltmann als ein »tolles Projekt« lobte, bei dem »sich Menschen begegnen, die sonst gar nicht in Kontakt kommen würden. Das trägt viel zu gegenseitigem Verständnis bei«.

Schade nur, dass die elf wirklich tollen Projekte so gar nicht den Raum bekamen, den sie gebraucht hätten, um vom Publikum richtig wahrgenommen und gewürdigt zu werden. Statt ein paar Antworten ins Mikrofon hätte das BfDT den Repräsentant_innen besser je fünf Minuten zur frei gestaltbaren Vorstellung ihrer Projekte geben sollen, um die Veranstaltung lebendiger zu machen. Auch ein als Moderator eingesprungener Geschäftsstellenleiter, der Orte und Namen verwechselt, sowie eine lieblos zusammengestellte Projektion von Präsentationsfolien, die sich fortwährend verselbstständigte, ist wenig professionell.

Immerhin, bei der Auswahl des musikalischen Beiprogramms war das BfDT tatsächlich auf den Vorschlag aus Oldenburg eingegangen, wobei auch das mehr hätte sein dürfen. Die Musik kam von fünf Vertreter_innen der Global Music Player AllStars, die ihre Sache nach Ansicht aller Anwesenden sehr gut machten.

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