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Gesundheit

Im Dialog für eine gute Pflege

23.08.2017 10:07 Uhr

Bündnis Pflege erfolgreich gestartet – Auftaktkonferenz im PFL

Schon der römische Philosoph Cicero wusste: „Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein.“ Dafür, dass das Altern heute kein Tabu-Thema mehr ist, möchte das neu gegründete Bündnis Pflege sorgen. An der ersten örtlichen Pflegekonferenz im PFL nahmen jetzt auf Einladung der Stadtverwaltung 23 Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen teil. Neben der Stadt sind in diesem Netzwerk Pflegekassen, ambulante, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen und Pflegepersonal vertreten. Als Repräsentanten der Pflegebedürftigen sitzen Sozialverbände, Seniorenvertretung, Behindertenbeirat und Selbsthilfe-Organisationen mit am Tisch. Auch die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter und das Versorgungsnetz Gesundheit sind beteiligt. „Das Bündnis Pflege bündelt Angebote, vernetzt Akteure und stellt eine Plattform des regelmäßigen Austauschs dar“, erklärt Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Zum Vorsitzenden des Bündnisses wurde einstimmig Bernd-Günter Schwabe, Leiter des Amtes für Teilhabe und Soziales der Stadt Oldenburg, gewählt. „Ich freue mich sehr, das Bündnis Pflege für die nächsten zwei Jahre leiten zu können“, so Schwabe. „Das Bündnis Pflege soll maßgeblich dazu beitragen, die pflegerischen Dienstleistungen in der Stadt Oldenburg bekannt zu machen, zu verbessern und Engpässe in der pflegerischen Versorgung zu beheben.“ Das Thema Pflege sei ein inklusives Querschnittsthema der Gesellschaft und werde dem Hintergrund des demografischen Wandels immer komplexer, ergänzte Sozialdezernentin Dagmar Sachse: „Die Inanspruchnahme von Pflege soll für alle Menschen in Oldenburg gewährleistet werden.“

Das Bündnis betrachtet das Thema Pflege aus professionellen und privat erlebten Blickwinkeln. Durch den regelmäßigen Fachaustausch und durch themenbezogene Arbeitsgruppen (zum Beispiel zu den Themen Fachkräftemangel oder Demenz) werden pflegepolitische und gesellschaftliche Entwicklungen und Bedarfe vor Ort erkannt und benannt. Dabei ist das Bündnis Pflege ein auf Konsensfindung angelegtes Gremium, welches gemeinsam und in enger Abstimmung mit der kommunalen Gesundheitskonferenz passgenaue Lösungswege oder Projekte entwickeln soll und Empfehlungen an die Kommunalpolitik weiterleiten kann.

Die nächste öffentliche Sitzung des Bündnisses wird im Februar 2018 stattfinden. Die genauen Termine werden auf der Internetseite der Stadt Oldenburg unter www.oldenburg.de bekanntgegeben.
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Neue Fitnessgeräte am Flötenteich

27.06.2017 21:58 Uhr
Fit am Flötenteich: Die Stadtverwaltung hat auf einer kleinen Wiese hinter dem Altenwohnzentrum Haus am Flötenteich drei Fitnessgeräte am Seeufer aufgestellt. Nach einer notwendigen Wartezeit, da der neue Rasen erst noch wachsen musste, sind sie jetzt zum Benutzen freigegeben. Die Geräte wurden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der Stadtteilkonferenz Nord-Ost ausgewählt. Eine Hinweistafel enthält Tipps zur Benutzung und Übungsanleitungen. Ergänzt wird das Angebot durch Sitzmöglichkeiten auf einem Aussichtsbalkon am Wasser, der barrierefrei erreicht werden kann. In den vergangenen Tagen sind die Geräte bereits intensiv getestet worden.
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Vortrag über das deutsche Gesundheitssystem

18.05.2017 19:54 Uhr
von Andrea Schröder

Am Dienstag, den 16.05.2017 hielt der Onkologe im Ruhestand, Dr. Klasen, im Stadtteiltreff Dietrichsfeld einen Vortrag zum Thema »Gesundheitssystem in Deutschland«. Er referierte über die Krankenversicherungspflicht und deren Leistungen, erklärte den Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Behandlung, führte die unterschiedlichen Fachärzte auf und ging auf das Verhalten im Notfall ein. Eine Übersetzerin sorgte dafür, dass alle Gäste den Vortrag verstanden.

Viele Menschen interessierten sich für das Thema und in der anschließenden Fragerunde konnte Dr. Klasen viele persönliche Fragen beantworten.

Das nächste Sprachcafé Spezial findet statt am Dienstag, den 13.06.2017 von 16-17:30 Uhr. Der Verein »pro:connect« e.V. wird dann seine Arbeit vorstellen und Fragen zum Thema Einstieg in den Arbeitsmarkt für Geflüchtete beantworten.
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Europäischer Tag des Notrufs am 11. Februar

05.02.2016 15:25 Uhr

Die Johanniter erklären: Wie setze ich einen Notruf richtig ab?

Ob Unfall oder medizinischer Notfall: Um schnellstmöglich Hilfe zu rufen, wählt man die Telefonnummer 112. Dass diese Notrufnummer seit 2003 sogar europaweit gilt, wissen laut Eurobarometer-Umfrage nur rund ein Viertel der Menschen in Europa. Um die lebensrettende Nummer bekannter zu machen, hat die EU deshalb den 11. Februar, also den 11.2., zum "Europäischen Tag der 112" erklärt.

"Die 112-Gespräche sind für den Anrufer immer kostenlos", erklärt Niels-Holger Brunkau, Fachbereichsleiter Einsatzdienste und Rettungswachenleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Oldenburg. "Selbst von Mobiltelefonen ohne Guthaben kann die Notrufnummer angewählt werden. Solange es sich tatsächlich um einen Notfall handelt, entstehen dem Anrufer auch keinerlei Kosten für den Einsatz, egal ob ein Rettungswagen, ein Notarzt oder gar ein Rettungshubschrauber zum Einsatzort ausrückt."

Jeder ist verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Einen Notruf abzusetzen, wenn die Situation es erfordert, ist ein wichtiger Schritt. "Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss immer die 112 gewählt werden. Dazu gehören neben schweren Unfällen zum Beispiel Vergiftungserscheinungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislaufkollaps, schwere Atemnot oder starker Blutverlust", erklärt Brunkau. Die 112 ist jedoch nur für Notfälle da. Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft der Hausarzt. Tritt ein Krankheitsfall außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen oder am Wochenende auf, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst der Krankenkassen unter der deutschlandweit gültigen Telefonnummer 116117.

Der Notruf 112 dagegen wird in der nächstgelegenen Leitstelle aufgenommen. Es meldet sich ein medizinisch geschulter Mitarbeiter, der mit dem Anrufer einen festen Katalog an Fragen durchgeht: "Wo ist es passiert?", "Wie viele Menschen sind verletzt?" und "Wie ist deren gesundheitlicher Zustand?". So ist gewährleistet, dass vor dem Ausrücken der professionellen Helfer alle wichtigen Informationen vorliegen. Besonders wichtig ist die genaue Ortsangabe, damit die Hilfe auch zum richtigen Ort kommt. "Bevor nicht alle Fragen der Leitstelle beantwortet sind, sollte der Anrufer auf keinen Fall selbst das Gespräch beenden", betont Brunkau. Bei akuten medizinischen Notfällen wird in der Regel ein Rettungswagen losgeschickt, der mit nichtärztlichem Rettungsdienstpersonal besetzt ist. Nur, wenn ein Patient zum Beispiel unter Atemnot leidet, starke Schmerzen hat oder bewusstlos ist, wird in Deutschland automatisch ein Notarzt mitalarmiert. Darum ist es wichtig, immer möglichst genau die Symptome des Notfalls zu beschreiben.

Um im Ernstfall richtig helfen zu können, empfehlen die Johanniter, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Infos zum Kursangebot der Johanniter gibt es im Internet unter www.johanniter.de/oldenburg oder telefonisch unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 0019214.
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LzO unterstützt Sportfischer-Verein mit 1.800 Euro

23.07.2015 08:35 Uhr

Tragbarer Defibrillator erhöht Sicherheit beim Angelsport

von Hans-Günter Rostalski

Mit einer Zuwendung von 1.800,- Euro hat die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) den Sportfischer-Verein Oldenburg bei der Anschaffung eines tragbaren Defibrillators unterstützt.

Bei der Übergabe sagte der 1. Vorsitzende des Vereins, Norbert Gerdes:„Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt bei unseren zahlreichen Veranstaltungen an unseren Gewässern schnell und effektiv Hilfe leisten können, wenn ein akuter Herzstillstand droht“.

Für Sonja Stolle von der Johanniter-Unfall-Hilfe, die den Verein bei der Auswahl und der Geräteeinweisung unterstützt hat, zeigt die Anschaffung, dass sich die Vereinsführung ihrer Verantwortung für die Teilnehmer und Besucher ihrer Veranstaltungen sehr bewusst ist

Für die LzO betonte Hans Günter Rostalski, stv. Direktor Stabsbereich Vorstand der LzO, dass die Sparkasse das Vorhaben gerne unterstützt hat. Das Retten von Menschenleben rechtfertigt Aufwendungen dieser Art immer. Aus dem aktuellen Förderbericht „für unsere region“ ergibt sich, dass die LzO, u.a. aus den Überschüssen beim Lotteriespiel „Sparen und Gewinnen“ und aus ihren Stiftungen, in 2014 mehr als 800 soziale, gemeinnützige, kulturelle und sportlicher Projekte mit 4,7 Millionen Euro gefördert hat (www.lzo.com/Ihre LzO/Förderbericht).

Der Sportfischer-Verein hat etwa 2.200 Mitglieder, darunter über 200 Jugendliche.
Auf dem weitläufigen Gelände beim Vereinsheim am „Lehmplacken“ und an weiteren 25 verschiedenen Angelgewässern im gesamten Stadtgebiet finden jährlich rund
50 Veranstaltungen mit weit mehr als 2.500 Teilnehmern und Besuchern statt. Bei einem jederzeit möglichen Notfall sind die Gewässer oft zu weit von anderen Rettungseinrichtungen entfernt, so dass die Anschaffung eines tragbaren Gerätes nötig war.

Mit dieser nachhaltig sinnvollen Anschaffung kann für alle die Sicherheit beim Ausüben des Angelsports deutlich verbessert werden, auch wenn alle Beteiligten hoffen, dass das Gerät nicht unbedingt zum Einsatz kommen muss.
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Selbsthilfegruppe für Menschen mit Epilepsie

16.04.2015 08:48 Uhr
In Oldenburg hat sich eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Epilepsie geründet.
In der Gruppe haben die Betroffenen die Möglichkeit, sich mit anderen über ihre Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung auszutauschen. Im Mittelpunkt steht der Austausch darüber, welche Auswirkungen die Erkrankung auf das Leben der Betroffenen hat und welche Bewältigungsstrategien möglich sind.

Interessierte sind herzlich willkommen. Das nächste Treffen ist am Montag, 20. April, 18:00 Uhr. Weitere Informationen bei der BeKoS, Lindenstraße 12, unter 0441 884848.
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Zonta Club Oldenburg übergibt Spende
an Alzheimer Gesellschaft

01.04.2015 07:10 Uhr

Eine Spende von 3.000 Euro für den Aufbau einer Selbsthilfegruppe für Früherkrankte übergab der Zonta Club Oldenburg kürzlich an die Alzheimer Gesellschaft Oldenburg e.V.

Das Geld war bei mehreren Veranstaltungen des Zonta Clubs in 2014 gesammelt worden.
Bei einer großen Benefizveranstaltung im November 2014 war Brunhilde Becker für ihr ehrenamtliches Engagement in der Alzheimer Gesellschaft Oldenburg e.V. mit dem Ehrenpreis „Zonta-Frau des Jahres“ ausgezeichnet worden.

Der Zonta Club hat sich für dieses Projekt entschieden, da besonders Frauen betroffen sind – nicht nur als Erkrankte, sondern vor allem als Pflegende.

Die Alzheimer Gesellschaft berät in Oldenburg seit fast 20 Jahren zum Thema Demenz mit wichtigen Informationen und unterstützt Betroffene und Angehörige in Selbsthilfegruppen.

Zonta International ist ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen, die sich zum Dienst am Menschen verpflichtet haben.
Vorrang hat das Ziel, die Stellung der Frau im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern. Bindend ist dabei der Grundsatz, dass Zonta überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral ist.
Ein wesentlicher Aspekt von Zonta ist außerdem die Pflege von Freundschaft, Toleranz und gegenseitiger Hilfe. Dafür steht das Motto „Zonta ist Begegnung – weltweit“.
Den Zonta Club Oldenburg gibt es inzwischen seit über zehn Jahren.

Mehr Infos unter: www.alzheimer-oldenburg.de und www.zonta-oldenburg.de.
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10 Jahre Ambulantes Reha-Zentrum

14.01.2015 09:33 Uhr

Neujahrsempfang am 9. Januar

von Dagmar Winzer

Das »Oldenburger Modell« hat die Zusammenarbeit der Oldenburger Akut-Krankenhäuser und des Reha-Zentrums Oldenburg möglich gemacht. Von der engen Zusammenarbeit haben besonders die Menschen in Region profitiert. Das Ambulante Reha-Zentrum Oldenburg konnte in den vergangenen 10 Jahren rund 8000 Rehabilitanden auf Ihrem Weg in zurück in den Alltag helfen.

Der Neujahrsempfang anlässlich des 10jährigen Bestehens gab Gelegenheit, noch einmal den Werdegang des Hauses Revue passieren zu lassen. Nach dem Beginn der Anschlussheilbehandlungen im Jahr 2005 wurde schnell deutlich, dass die Behandlungsplätze ausgebaut werden müssen. Therapieplätze und Räumlichkeiten konnten sehr zügig dem Bedarf angepasst werden.

Die Geschäftsführerin des Reha-Zentrums Oldenburg, Karin Vogel, begrüßte die Gäste und moderierte die Veranstaltung. Wichtig war Frau Vogel auch der Dank an alle, die beim Aufbau des Ambulanten Reha-Zentrums mitgeholfen haben. »Mit einem kurzen Blick auf das gesamte Rehabilitationszentrum, das am Anfang die Kliniken für Kardiologie und Neurologie beinhaltete, möchte ich auf die Entwicklung an diesem Standort hinweisen«, sagte Karin Vogel, »denn neben der ambulanten Orthopädie wurde es später um die stationäre Orthopädie und die Geriatrie erweitert. Heute stehen ca. 300 Betten und 90 ambulante Plätze für die wohnortnahe Patientenversorgung zur Verfügung.« In der Kürze der Zeit sei dies ein beachtliches Wachstum, was ohne die partnerschaftliche Unterstützung der drei Oldenburger Akuthäusern sowie der vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Zuweisern und auch mit den Kostenträgern nicht möglich gewesen wäre.

Nach einem Grußwort des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Hartig folgte die Festrede durch Prof. Dr. Djordje Lazovic vom Pius-Hospital Oldenburg. Auch Prof. Lazovic betonte die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Akuthäusern und dem Reha-Zentrum, die mit dem »Oldenburger Modell« in der Tat eine Besonderheit darstellt. Erwähnenswert sei auch das ungewöhnlich breite Spektrum in der orthopädischen Rehabilitation. »Denn nicht nur Patienten nach Operationen werden hier von Dr. Möhring und seinem Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Gesundheits- und Krankenpflegern und -pflegerinnen und vielen weiteren Mitarbeitern engagiert betreut,« betonte Prof. Lazovic, »sondern auch sportliche Aushängeschilder Oldenburgs wie die EWE Baskets oder die VfB Handballer werden hier wieder fit gemacht.«

Abgerundet wurde der Festakt durch die Rede von Dr. Bernd Möhring, Chefarzt des Ambulanten Reha-Zentrums und der Klinik für Orthopädie und Traumatologie. Er gab einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Ambulanten Reha-Zentrums, das einen festen Bestandteil des Reha-Zentrums Oldenburg darstellt.

»Im Laufe der Zeit haben sich die Therapien verändert«, sagte Dr. Möhring. »Die Therapieanzahl ist im Laufe der vergangenen Jahre für den Einzelnen nach den Anforderungen der Versicherer und Kostenträger gestiegen. Die Erfahrung hat dabei vor allem gezeigt, dass ohne das ‚Hand anlegen‘, ohne den direkten Kontakt der Ärzte und Therapeuten mit den Patienten keine Erfolge erzielt werden können.« Weiter machte Dr. Möhring deutlich: «Die direkte Ansprache an den Rehabilitanden macht einen wichtigen Teil des Erfolges aus. Unserem engagierten Mitarbeiterteam sprechen wir an dieser Stelle gerne einen großen Dank aus.«

Die Auslastung des Ambulanten Reha-Zentrums ist so stetig gesteigert worden. Das heißt für Oldenburg und das Umland: mehr Patienten kann über die Therapien geholfen werden, einen Unfall oder eine Operation positiv zu überstehen und die bestmögliche Rehabilitation zu erhalten.

Wichtig bei der modernen Rehabilitationsbehandlung ist die Beachtung des gesamten Lebenshintergrunds einer Person; das bio-psycho-soziale Modell, der ICF findet Anwendung. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass viele gesundheitliche Benachteiligungen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern im Kontext der gesamten Lebenssituation eines Patienten gesehen werden müssen. Die Behandlung der einzelnen, medizinischen Indikation reicht nie aus. Soziales Umfeld und Ursachenzuordnung sind immer mit einzubeziehen. So hat die Klinik für Orthopädie und Traumatologie gute Wege gefunden, die Patienten genau dort ‚abzuholen‘ wo ihr Standpunkt ist.

Die ersten zehn Jahre ermutigen uns, weiter in die Zukunft zu denken und für die Menschen in der Region immer wieder neue Wege in der Rehabilitation zu eröffnen.

Die Gäste erhielten die Möglichkeit, sich einen Einblick in die Therapiemöglichkeiten des Ambulanten Reha-Zentrums zu verschaffen.
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Notfallmappe neu aufgelegt

01.11.2014 09:00 Uhr

Patientendaten können lebensrettend sein

Immer mehr Menschen denken frühzeitig darüber nach, wie sie im Alter und möglicherweise im Krankheitsfall leben wollen. Um im Ernstfall nicht fremdbestimmt zu sein, greifen sie auf die »Notfallmappe« zurück, die soeben in der 4. Auflage erschienen ist und vom Oldenburger Verein Versorgungsnetz Gesundheit entwickelt wurde.

»Die Notfallmappe wird sehr gut angenommen«, berichtet Florian Isensee vom Isensee Verlag, wo die Mappe herausgegeben wird. »Die Nachfrage steigt kontinuierlich«, sagt er weiter und führt das auf die gesellschaftlichen Debatten zurück. »Alter und Krankheit sind keine Tabuthemen mehr. Viele Familien sind betroffen und müssen sich zwangsläufig damit befassen. Manch einer denkt frühzeitig über die Themen nach und legt für den Fall, dass er irgendwann nicht mehr selbst bestimmen kann, alles rechtzeitig fest, wie es im Krankheitsfall gehen soll.«

Das ist aber nicht alles, denn die Notfallmappe kann sogar Leben retten, weiß Dr. Volker Nüstedt, Vorsitzender des Ärztevereins Oldenburg, aus seiner ärztlichen Erfahrung. Der Mediziner ist froh, dass der Verein Versorgungsnetz Gesundheit die Notfallmappe nicht nur entwickelt hat, sondern sie permanent aktualisiert. »Nicht jede Krankheit kündigt sich an. Wer unverhofft ins Krankenhaus muss, kann häufig keine vollständigen Angaben zu seiner Krankengeschichte und seiner Medikation machen. Die notwendigen Unterlagen kann man aber in gesunden Tagen in Ruhe vorbereiten und stets aktuell halten. So ist man für den Notfall mit der Notfallmappe gut gerüstet«, sagt er.

Denn Ersthelfer, Rettungssanitäter und Notärzte finden in dem roten Ordner wichtige Patientendaten für einen schnellen Überblick. Deshalb bedeutet die Notfallmappe nicht nur für ältere Menschen sondern insbesondere auch für Alleinlebende eine große Sicherheit.
»Uns Medizinern hilft die Mappe im Notfall enorm, weil wir so sehr schnell das Richtige tun können«, macht Volker Nüstedt deutlich. Denn je schneller Rettungssanitäter und Mediziner wichtige medizinische Informationen erhalten, umso gezielter gestaltet sich die Behandlung.

»Ist die Notfallmappe gut geführt, ist sofort klar, welche Grunderkrankungen vorliegen, welche Medikamente genommen werden, ob Allergien existieren, Hörgeräte oder andere Hilfsmittel genutzt werden, es einen Marcumarpass oder einen anderen Ausweis gibt«, erläutert Rita Wick, Vorsitzende des Vereins Versorgungsnetz Gesundheit den Sinn der Notfallmappe und verweist auf die eigene Homepage unter www.notfallmappe-ol.de. Dort können sich Interessierte über die Mappe informieren.

Ersthelfer können einer gut geführten Notfallmappe auch Eintragungen darüber entnehmen, welcher Arzt in welcher Notsituation angerufen werden soll. Zudem kann vermerkt werden, wer zuerst benachrichtigt und ob in einer kritischen Situation etwa ein Seelsorger als Beistand hinzugezogen werden sollte. »Die Notfallmappe sollte auch eine Vorsorgevollmacht und sonstige persönliche Hinweise des Patienten beinhalten, damit wir in seinem Sinn handeln können«, rät Volker Nüstedt. Entsprechende Vordrucke dafür sind in der Mappe enthalten.

Ganz besonders wichtig findet der Mediziner den Informationsbogen für Patienten mit einer Demenz, um den die Notfallmappe ergänzt worden ist. Hier sollen nicht nur allgemeine Daten zur Person, deren Erkrankungen oder einzunehmende Medikamente eingetragen werden, hier geht es beispielsweise um Ess- und Schlafgewohnheiten oder besondere Verhaltensweisen, damit die Betroffenen nicht nur optimal behandelt sondern auch versorgt und gepflegt werden können.

»Damit möglichst viele Menschen ihre Notfallmappe stets auf den neuesten Stand bringen können, hat unser Verein wichtige Vordrucke und Formulare auf der Homepage eingestellt, die dort heruntergeladen werden können«, berichtet Rita Wick und macht darauf aufmerksam, dass die Mappe, die in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem leitenden Oldenburger Notarzt und der Kassenärztlichen Vereinigung erstellt worden ist, griffbereit hinterlegt werden sollte. »Mit ihr wird auch ein Ausweis ausgehändigt, der über ihren Besitz und Aufbewahrungsort informiert«, fügt sie hinzu.

Die Notfallmappe ist im Buchhandel sowie in Apotheken erhältlich und kostet 10 Euro. Außerdem wird sie in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vorgehalten.
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Ebola - Oldenburg hilft in der Not

20.10.2014 06:00 Uhr

Fünf Paten für Bo

Im November 2011 konnte mit Hilfe der Oldenburger Krankenhäuser die Gila-Klinik in Bo eröffnet werden. Seitdem arbeitete das Krankenhaus selbstständig, eine Unterstützung durch die Oldenburger Häuser war nicht mehr nötig.

Ebola hat alles verändert. Die Paten der Clinic Bo sehen sich in der Verantwortung. Aktuelle Informationen gibt es unter: www.hilfe-direkt.info

Der Auftakt zu einer aktuellen Spendenaktion für unsere Partnerklinik erfolgt noch in diesem Monat. Ein Informationsabend gibt Gelegenheit, mehr über Ebola – auch in Oldenburg – und über die Arbeit in Sierra Leone zu erfahren.

Die fünf Paten für Bo sind das Klinikum Oldenburg, das Reha-Zentrum Oldenburg, das Pius-Hospital Oldenburg, die Karl-Jaspers-Klinik und das Evangelische Krankenhaus Oldenburg. Die 5 Paten laden herzlich zu einem Abend mit vielen Informationen ein:

Donnerstag, 23.10.2014, 19.00 Uhr in der Aula der Cäcilenschule, Haarenufer

Vortragende sind:
Dr. Matthias Grade, "Einsatz gegen Ebola: Bericht aus Westafrika"
Tropenmediziner und Ebola-Experte
Christliches Krankenhaus in Quakenbrück

Dr. Andreas Conrad, „Gut vorbereitet: Was tun Oldenburger Krankenhäuser bei Ebola-Verdachtsfällen?“
Ltd. Oberarzt Institut für Krankenhaushygiene, Oldenburg

Gisela Bednarek, Verein ‚Hilfe direkt - Bo‘, „Direkt aus Sierra Leone: Die Clinic Bo in der Ebola-Krise“
Gisela Bednarek leitet den Verein ‚Hilfe direkt‘ und ist erst Mitte September aus Sierra Leone zurückgekehrt.

Statement: „Oldenburg hilft in der Not: Die aktuelle Spendenkampagne“ Vertreter der Bo-Partnerkliniken

Die Ebola-Epidemie in Westafrika greift immer weiter um sich. Sierra Leone, die Heimat der Clinic Bo, ist besonders stark betroffen. Leider musste das kleine Krankenhaus Anfang September schließen, da es keine infektiösen Patienten behandeln kann.

Dennoch werden Medikamente in kleinem Rahmen verteilt, und die Mitarbeiter versuchen weiterhin, ihre Familien zu ernähren. Die fünf Paten für Bo rufen daher wieder mit besonderen Aktionen zur Spende für die Clinic Bo auf.


Koordination und Kontakt:
Rita Wick
Fortbildungsreferat/Veranstaltungsmanagement

Klinikum Oldenburg gGmbH
Rahel-Straus-Str. 10
26133 Oldenburg
  Tel. 0441/403 2366
Fax 0441/403 3360
E-Mail: wick.rita@klinikum-oldenburg.de
www.klinikum-oldenburg.de
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»Machen lassen« ist eine gute Therapie

30.09.2014 18:16 Uhr

Präventionsrat fördert Kanutour der Elterninitiative krebskranker Kinder mit 5000 Euro

von Carsten Lienemann

Im August starteten sechzehn Flusspiraten der Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e. V. zu einer sechstägigen Kanutour auf der Fulda von Bad Hersfeld nach Kassel. Bereits zum dritten Mal und Dank der großzügigen Spende durch den Förderverein des Präventionsrates Oldenburg e. V. über 5.000 Euro veranstaltet der Verein die Kanutour mit ehemals erkrankten Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Geschwistern oder Freunden im Alter zwischen 12 und 22 Jahren. Dies bedeutete für alle Abenteuer pur: eine Flussfahrt durch Wehre, Schleusen und herrliche Natur, Lagerfeuer und Zelten.

Betreut werden die Kanutouren von Martha Driefholt, die auch die Idee dazu hatte. Voller Begeisterung berichtet sie den Spendern vom Förderverein des Präventionsrates von den Veränderungen, die sie bei den Jugendlichen beobachtet: »Da ist zunächst einmal die tägliche Strecke von rund 25 km zu bewältigen, mit Gepäck im Boot, dann müssen die Zelte aufgebaut werden. In der anschließenden Freizeit veranstalten wir z. B. Kanuspiele, bei denen sich die Jugendlichen immer mehr zutrauen und dabei auch ihren Gleichgewichtssinn und ihre Motorik wiedererlangen.«

Durch die lange Therapiephase ist die motorische Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Zudem trauen sich viele Mädchen und Jungen größere Belastungen nicht mehr zu oder werden durch verängstigte Eltern daran gehindert. Häufig sind die Jugendlichen dann überrascht, was sie alles schaffen können und wie schnell der Gleichgewichtssinn wieder funktioniert, wenn man ihn nur ein wenig fordert. Am Ende haben sie neuen Bewegungsmut gesammelt und sind insgesamt selbstbewusster geworden.

Neben dem großen Spaß, den alle Jugendlichen hatten, kamen aber auch viele Gespräche über die vergangene Monate oder Jahren zustande. Beide Seiten – erkrankte Mädchen und Jungen sowie Geschwister und Freunde – lernten einen neuen Blickwinkel kennen: Wie haben sie die schwere Zeit der Therapie verarbeitet, was hat ihnen geholfen und was haben sie vermisst? Diese Gespräche tragen entscheidend zur Krankheitsbewältigung bei und helfen beiden Seiten, den Weg zurück in den Alltag zu finden.

»Die ehemals krebskranken Kinder dürfen jeweils ein Geschwisterkind, einen Freund oder eine Freundin mitbringen«, erklärt Pia Winter, Geschäftsführerin der Elterninitiative. »Das ist oft der letzte Anstoß, wenn die Entscheidung zum Mitfahren ansteht. Außerdem hilft es den Begleitern auch, die Situation der Betroffenen besser zu verstehen.«

Die Kanutour der Elterninitiative ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Angebote der Elterninitiative geworden. Der Verein unterstützt an Krebs erkrankte Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien während und nach der Erkrankung. Ein professionelles Team aus Psychotherapeuten, Musik- und Kunsttherapeuten betreut die Familien auf der kinderonkologischen Station des Klinikum Oldenburg sowie in der ambulanten Phase zuhause. Spezielle Angebote für Geschwisterkinder sowie Veranstaltungen für Eltern versuchen von Beginn an, Hilfe dort zu leisten, wo sie gebraucht wird.

Das Team der Elterninitiative ist nun schon mit den Gedanken bei der nächsten Kanutour – vielleicht geht diese dann ins Ausland.
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Neue Erste-Hilfe-Kurse der Johanniter

26.03.2014 22:26 Uhr
Was tun, wenn das Baby sich verletzt? Nicht nur an junge Eltern richtet sich der Kurs »Erste Hilfe am Kind«, den die Johanniter jetzt in Oldenburg an der Industriestraße 1 anbieten. An drei aufeinanderfolgenden Dienstagen, 1., 8. und 15. April, dreht sich von 19 Uhr an alles um die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 0441 9719025, gebührenfrei unter 0800 0019214 sowie im Internet unter www.johanniter.de/oldenburg

Kinder sind empfindliche Wesen, denen aber schnell etwas passieren kann. Dann kann es lebensrettend sein, wenn man mit den speziellen Kenntnissen in Erster Hilfe am Kind vertraut ist. Neben jungen Eltern richtet sich der Kurs der Johanniter besonders an Betreuer in Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen, in Sportvereinen, aber auch an jeden anderen. Lehrinhalte sind unter anderem allgemeines Vorgehen am Notfallort, Pseudokrupp, Fieberkrampf, verschluckte Fremdkörper, Vergiftungen, Verbrennungen und andere typische Verletzungen bei Kindern.


Leben retten leichter gemacht
Einen Kurs in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ für Führerscheinbewerber der Klassen A, B, M, L, T und S bietet der Ortsverband Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe am Sonnabend, 5. April, von 8 Uhr an in seinen Räumen an der Industriestraße 1 an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0441 97190-25, gebührenfrei unter 0800 0019214 sowie im Internet unter www.johanniter.de/oldenburg.
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MS Selbsthilfegruppe »Mit Schwung«

28.01.2013 09:28 Uhr
Das nächste Treffen der Oldenburger Multiple Sklerose Gruppe »Mit Schwung« Kontaktgruppe der DMSG findet statt am:
Freitag, 1. Februar 2013 um 18.30 Uhr

»Wir treffen uns jeden 1. Freitag im Monat um 18:30 Uhr und jeden 4. Samstag im Monat um 15:00 Uhr zum Erfahrungsaustausch, informieren über aktuelle Veranstaltungen und planen gemeinschaftliche Unternehmungen.«

Kontakt unter Tel. 0441 / 8 00 16 86

Weitere Informationen und Ansprechpartner unter www.ms-oldenburg.de
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Erster Spatenstich für die Geriatrische Klinik

06.12.2012 15:54 Uhr
von Dagmar Winzer

Am 6. Dezember 2012 beginnt mit dem ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau der Geriatrie ein neuer Bauabschnitt für das Reha-Zentrum in Oldenburg. Es handelt sich für Oldenburg und den Nordwesten um ein neues Gesundheitskonzept. Das neue Bettenhaus soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 fertig gestellt werden. Das Oldenburger Konzept schreibt seine Erfolgsgeschichte fort.

Ab Spätsommer 2013 wird es möglich sein, ältere Patienten (75 Jahre und älter) nach einer akuten Krankheit zielgerichtet weiter zu betreuen. Die geplanten 30 stationären und 20 ambulanten Plätze orientieren sich sowohl am voraussichtlichen Bedarf als auch an der Wirtschaftlichkeit der Einrichtung.

Im Mittelpunkt steht der Patient mit seiner ganz individuellen Krankheitsgeschichte. Ziel ist es, den Patienten durch die Reha-Maßnahmen wieder in einen häuslichen Alltag zu integrieren. Hiermit wird bereits in den Akuthäusern Evangelisches Krankenhaus und Klinikum Oldenburg begonnen.

Die durchschnittliche Verweildauer jedes Patienten im Reha-Zentrum beträgt 3 Wochen, zusammen mit den vorher ergriffenen Maßnahmen in den Akuthäusern kann ein Patient also bis zu 5 Wochen gezielt betreut werden. Hierbei werden Körper, Geist und Seele angesprochen, um einen ganzheitlichen Erfolg zu erzielen. Die Geriatrische Rehabilitation in Oldenburg ermöglicht den Patienten – wie im gesamten Konzept des Hauses vorgesehen – die wohnortnahe Betreuung und damit den wichtigen Kontakt zum sozialen Umfeld. Erfahrungen haben gezeigt, dass durch dieses Konzept die statistische Zahl der in den häuslichen Alltag zurückkehrenden Patienten um 36 % - 40 % steigt. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland hiermit zu den Ländern, die eine hervorragende geriatrische Versorgung vorhalten.

Mit der Erweiterung verfügt das Reha-Zentrum Oldenburg dann insgesamt über fast 300 Betten und 100 ambulante Plätze.


Das Gebäude

Die Planung des Neubaus erfolgte in engster Zusammenarbeit zwischen dem Architekturbüro Angelis & Partner, Geschäftsführerin Karin Vogel und dem Ärztlichen Leiter der Geriatrischen Klinik Priv. Doz. Dr. Jürgen Bauer. Dabei wurden die Vorgaben der Kostenträger (Krankenkassen) genauso berücksichtigt, wie die besonderen Belange der geriatrischen Patienten. Wichtig sind kurze Wege und die Möglichkeit, durch eine großzügige Raumplanung einen häuslichen Charakter zu schaffen. So werden die Schritte zurück in den Alltag leichter möglich. Des weiteren ermöglicht ein Farbkonzept innerhalb des Gebäudes die leichtere Orientierung der Patienten in der Rehabilitation.


Auf dem Foto: Dipl.-Ing. Architekt Joachim Finke, Dirk Hillmer, Dipl.-Ing. Architekt AKG Detlef Thomsen, Hauptgeschäftsführerin des Reha-Zentrums Karin Vogel, Dr. Jürgen Bauer, Ärztlicher Leiter der Geriatrischen Klinik Oldenburg, Dipl.-Ing. Architekt BDA Alexis Angelis
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Lärm macht krank

05.07.2012 08:33 Uhr
von Julia Sturm und Lena Dirks

Viele wissen gar nicht, wie schädlich Lärm ist oder welchem Lärm wir überhaupt ausgesetzt sind. Es gibt viele Lärmquellen, die wir schon gar nicht mehr als Lärm sehen. Beispielsweise der Straßenverkehrslärm: Ohne Auto geht fast gar nichts mehr, man hört immer das Rauschen der Autobahn oder der Autos vor der Haustür. Dies erleben auch die Schüler der Oberschule Osternburg jeden Tag, denn sie können während des Unterrichts keine Fenster öffnen, da sich dann Schüler und Lehrer nicht mehr verstehen. Die Autobahn ist immerhin 800m von der Schule entfernt.

Industrie- und Gewerbelärm, der von großen Industriebetrieben wie auch von kleineren Handwerksbetrieben (z. B. Bäckerei) ausgeht, wird immer mehr zu einer großen Lärmquelle. Dazu kann auch das permanente Rauschen das Gebläses einer Kühlung oder Klimaanlage gehören.

In Großstädten ist der Baulärm eine zunehmende Lärmquelle, da immer wieder neue Häuser, Straßen o. ä. gebaut oder wieder aufgebaut werden.

Zu sogenanntem »Nachbarschaftslärm«, von dem die heutige Jugend öfters etwas hört, zählen laute und störende Geräusche, wie eine Party oder Heimwerkerarbeiten. Besonders beliebt ist Rasenmähen in der Mittagszeit.

Freizeit- oder Sportlärm ist wohl nicht unbedingt allen bekannt, da sie nicht in der Nähe eines Vereins wohnen. Darunter versteht man einmal Lärm von Spielplätzen, Musikveranstaltungen aber auch Vergnügungsparks, zum anderen Krach, der durch den Betrieb von Sportanlagen entsteht.

Der in letzter Zeit wohl am meisten diskutierte Lärm ist der Bahnlärm, hier ging es ja in letzter Zeit hauptsächlich um den Jade-Weser-Port.
Von ihm sind drei Bereiche betroffen, 1 (Oldenburg/Rastede), 2 (Rastede/Hahn) und 3 (Jaderberg/Varel). Natürlich hat die Stadt Oldenburg etwas gegen die Bahnstrecke quer durch Oldenburg, die dann wohl alle fünf Minuten befahren wird, getan. Sie hat im Eilverfahren geklagt, die Klage wurde aber abgelehnt. Das Hauptverfahren wurde später ausgetragen und Oldenburg hat ein Fahrverbot in der Nacht und tagsüber ein Tempolimit herausgeschlagen. Trotzdem finden Anwohner, dass der Lärmschutz ausbesserungsbedürftig ist. »Eisenbahnplanungen, die zu Gesundheitsgefährdungen der Anwohner führen, müssen in einem Rechtsstaat ausgeschlossen sein!« (Zitat: www.oldenburg.de/stadtol/index.php?id=8446), was im Grundgesetz Art2Abs2Satz1 »Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit«, bestätigt wird.

Und um zu wissen, wie Sie dazu stehen, haben wir eine Umfrage zu dem Thema gestartet. Wir haben neun Fragen gestellt, die alle etwas mit Lärm oder dem Jade-Weser-Port zu tun hatten. Wir hatten viele verschiedene Antworten, bei der jüngeren Generation wussten sehr viele nichts zum Jade-Weser-Port und wenn, dann nur, dass es etwas mit Schiffen und Bahn zu tun hat. Andere sagten, dass der Jade-Weser-Port doch gut für Wilhelmshaven aber schlecht für die Städte oder Dörfer drum herum ist.

Die Meinungen zum Jade-Weser-Port waren geteilt, die einen finden ihn nicht gut bzw. auch sinnlos. Andere dagegen finden ihn gut, da er gut für Wilhelmshaven ist und Arbeitsplätze schafft. Es gibt in Oldenburg Lärmschutzwände an den Autobahnen, mehr wussten viele auch nicht. Es gab auch viele, die wussten, dass es oft Demonstrationen für besseren Lärmschutz in Oldenburg gibt und dass er verbessert werden muss.

Es gab viele Verbesserungsvorschläge zum Lärmschutz. Oldenburg könnte beispielsweise Schutzwände an den Bahnschienen bauen oder einmal im Monat den verkehrsfreien Sonntag wirklich durchhalten, das heißt, dass die Polizei darauf achtet, dass in Oldenburg gar kein Auto fährt. Lärm ist leider schon etwas Normales und es gehört für sehr viele schon zum Alltag. Dann wurde noch festgestellt, dass Lärm in Großstädten eher normal ist als in Dörfern.

Irgendwas müssen viele immer hören. Manche fühlen sich zwar nicht einsam, aber ihnen wird dann langweilig. Außerdem wird es nie dazu kommen, dass es ganz leise ist, man hört immer irgendwas, außer z. B. in der Wüste.

Es gab die verschiedensten Antworten zum Autobahnlärm, manche kriegen den schon gar nicht mehr mit, da sie seit Jahren neben einer Autobahn leben, andere können sich auf der Arbeit oder in der Schule nicht richtig konzentrieren, wenn das Fenster geöffnet ist. Und die Menschen der älteren Generation, die schon Hörgeräte tragen, haben gesagt, dass sie einfach die Hörgeräte ausstellen, wenn es zu laut oder nervig wird. Viele Schüler lernen mit Musik, ohne geht es bei ihnen gar nicht und sie entspannen sich dabei. Aber es gibt auch Schüler, die sich dann nicht konzentrieren können und mehr auf die Texte vom Lied achten als auf das, was sie lernen wollen.

Der Titel, dieses Artikels, heißt »Lärm macht krank«. Macht er wirklich krank? Ja, Lärm hat Auswirkungen auf den ganzen Organismus. Der Blutdruck steigt, die Pupillen weiten sich, die Atem- und Herzfrequenz erhöht sich, die Magensaft- und Speichelproduktion wird reduziert, außerdem stört es auch beim Schlafen, es können Probleme beim Einschlafen und in der REM-Schlafphase auftreten. In der REM-Schlafphase werden Erlebnisse vom Tag verarbeitet und Gelerntes im Langzeitgedächtnis gespeichert, das heißt, wenn diese Phase gestört wird, sich das Nervensystem und die Psyche nicht erholen können. Sie merken es bestimmt auch öfter, wenn Sie den ganzen Tag neben einer Baustelle oder ähnlichem, gearbeitet haben oder leben, sind Sie gereizter und bekommen Kopfschmerzen, auch das sind Auswirkungen auf unseren Organismus.

Julia Sturm und Lena Dirks sind Redakteurinnen der Osternburger Nachrichten, Stadtteilzeitung der Oberschule Osternburg


Foto: Bürgerverein Osternburg-Dammtor
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Vernissage im Rehazentrum

15.06.2012 09:14 Uhr
Die Zusammenarbeit von Rehazentrum Oldenburg und BBK Oldenburg geht weiter

von Dagmar Winzer

Am 13. Juni 2012 fand die Vernissage zur Ausstellung »reha vue – Kunst im Reha Zentrum Oldenburg« Malereien und Grafiken der Künstlerinnen Ingrid Freihold und Katja Flieger statt; die Künstlerinnen - beide Mitglieder des BBK Oldenburg – stellen neue Arbeiten vor. Die Künstlerinnen Katja Flieger (Wilhelmshaven), Freie Bildende Künstlerin, und Ingrid Freihold (Stedesdorf), Malerei und Grafik, waren anwesend.

Die Verantwortlichen des Rehazentrums Oldenburg haben gemeinsam mit dem Bund Bildender Künstler zwei Künstlerinnen ausgewählt, die den Menschen in das Zentrum ihrer Arbeit stellen. Für das Rehazentrum steht der Patient im Vordergrund, der durch den ganz selbstverständlichen Zugang zu Kunstwerken vom Alltag abgelenkt werden soll.

Ingrid Freihold hat ein Lehramtsstudium abgeschlossen, und danach Kommunikationsdesign an der FH in Wiesbaden studiert. Mensch und Kommunikation sind untrennbar verbunden. Als Meisterschülerin von Prof. Schneider stehen Kalligraphie und Illustration im Mittelpunkt ihres Schaffens. Verschiedentlich hat Frau Freihold als Illustratorin gearbeitet. Gerne ist dann in den der Illustration nahe stehenden Bildern ein Augenzwinkern dabei. Immer aber geht es um Typen, das Menschliche als solches.

Ingrid Freihold arbeitet gerne in Serien. Der Reiz hierbei ist die variierende Sichtweise eines Themas. Die immer neue Möglichkeit, andere Blickpunkte einzunehmen. Daher sind auch hier in der Ausstellung verschiedene Serien zu sehen. Die Titel sind dabei so gewählt, dass wieder eine Wahl möglich ist und der Betrachter so auf besondere Weise Anteil an dem Kunstwerk hat. Auch rein technisch hat die Kalligraphie Ingrid Freihold nie losgelassen. In in vielen der Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit dem weißen Blatt, der Tusche und dem Farbauftrag durch den Pinsel zu erahnen.

Katja Flieger arbeitet mit den Themen Dynamik der Zeit und der Geschwindigkeit unseres Alltags. In Zwickau geboren hat sie unter anderem während ihrer Ausbildung zur Tischlerin Berliner Luft geschnuppert. An der Kunsthochschule Kiel führten die Studien der Freien Bildenden Künste, der Keramischen Plastik und auch Architektur zur selbständigen künstlerischen Tätigkeit seit 2004. Stipendien, Studienförderungen und Auszeichnungen zeugen von ihrer hohen künstlerischen Qualität.

Katja Flieger setzt sich bevorzugt mit den von Menschen geprägten Strukturen auseinander, stellt sie in Frage, definiert und beschreibt bekannte Elemente auf für den Betrachter überraschende Weise. Immer wieder wird unsere Wahrnehmung für Größen und Maßstäbe auf die Probe gestellt. Denn reale Lebenswelt und Traum als eine untrennbare Einheit dürfen als möglich angenommen werden. In etwa so, wie eine Modelleisenbahn die reale Welt abbildet und nachgestaltet, aber auch mit der Phantasie spielt. Die Künstlerin findet immer wieder neue Wege, die bekannte Sichtweise anders zu sehen. Bemerkenswert sind die Scherenschnitte aus Stadtplänen internationaler Metropolen.

Die Ausstellung wird bis Februar 2013 zu sehen sein.

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Machtlos – nicht hilflos

20.05.2012 06:00 Uhr
von red /


Selbsthilfe Ländertreffen der Anonymen Alkoholiker im Mai in Oldenburg – 3600 Besucher werden erwartet.

Miteinander – Füreinander
Unter diesem Motto steht das Ländertreffen der Anonymen Alkoholiker, das vom 25. bis 27. Mai in Oldenburg stattfindet.
Die Selbsthilfeorganisation erwartet am Pfingstwochenende in der Weser-Ems-Halle ca. 3600 Besucher.

Den Betroffenen wird die Gelegenheit geboten, während einem dreitägige Erfahrungsaustausch über ihre Sucht, die gesundheitlichen und sozialen Folgen sowie über Hilfe zur Selbsthilfe zu sprechen.

1200 Familienangehörige aus den so genannten Al-Anon-Selbsthilfegruppen zählen ebenfalls zu den Teinehmern. Sie arbeiten zwar unabhängig, kooperieren aber mit den Anonymen Alkoholikern, »Denn Alkoholismus ist eine Familienkrankheit«, wie man heute weiß.

Anonymität nach innen wie nach außen, nomen est omen, trotzdem suchen sie die Öffentlichkeit, um auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Damit uns diejenigen auch finden, die uns noch suchen.

Einmal pro Woche treffen sich die Al-Anons, einmal im Monat mit den Partnern der Anonymen Alkoholiker. Beim Ländertreffen in Oldenburg bieten beide Selbsthilfegruppen Angebote zu verschiedenen Themen an.
Machtlos – nicht hilflos ist das Thema der Eröffnungsveranstaltung der Al-Anons am 25. Mai.

Wer Fragen zum Thema hat, kann sich an die Kontaktperson in Oldenburg unter Tel. 99 87 913 wenden. www.al-anon.de

ww.anonyme-alkoholiker.de
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Neuer Ratgeber für Schwerstkranke und Zugehörige

25.04.2012 07:20 Uhr
Broschüre informiert über Hilfsangebote und ermutigt zur häuslichen Versorgung

In Oldenburg gibt es viele verschiedene Einrichtungen und Personen zur Unterstützung Schwerstkranker und ihrer Angehörigen. Seit kurzem ist eine Broschüre erhältlich, die genau diese Angebotsvielfalt aus medizinischer Versorgung, Pflege, Beratung, alltagspraktischen Hilfen und Austauschmöglichkeiten vorstellt. Sie zeigt ganz konkret auf, welche Versorgungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in Oldenburg existieren, informiert über finanzielle Leistungen und benennt Ansprechpersonen für weiterführende Hilfen.

Die Informationsschrift versteht sich als Wegweiser, der den Betroffenen helfen möchte, zwischen den verschiedenen Hilfsangeboten rund um die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen auszuwählen. Gleichzeitig ist sie so aufgebaut, dass betroffene Erkrankte oder deren Bezugspersonen ermutigt werden, Hilfen auch anzunehmen. »Es geht nicht nur darum, aufzuzeigen, wer in welcher Situation die angemessene Unterstützung leisten kann. Vielmehr möchten wir Mut machen, ins Gespräch zu kommen und die Schritte gemeinsam zu gehen«, erläutert Marion Jessen, eine der Initiatorinnen der Broschüre. Mitinitiatorin Regine Harms ergänzt: »Der Ratgeber legt dar, dass der Balanceakt zwischen intensiver Zuwendung zum Kranken und

gezielter Inanspruchnahme von Unterstützungsmöglichkeiten zu schaffen ist und für alle Beteiligten eine Bereicherung sein kann.« Für den passenden Einstieg ins Thema sorgen die Grußworte von Sozialdezernentin Dagmar Sachse und vom Leiter des Palliativzentrums, Chefarzt Dr. Michael Schwarz-Eywill, sowie Erfahrungsberichte von Betroffenen. Hinweise auf weiterführende Informationen und Checklisten, welche die Erfassung des Unterstützungsbedarfs sowie die Organisation der häuslichen Hilfen erleichtern, finden sich ebenfalls in dem rund 50-seitigen Wegweiser.

Die neue Broschüre ist kostenlos und liegt u. a. im Seniorenservicebüro, im Mehrgenerationenhaus, bei evasenio, beim Pflegedienst AMBULANT sowie in weiteren öffentlichen Einrichtungen aus. Außerdem steht sie auf www.palliativversorgung-ol.de zum Download bereit.

Foto: Nina Scheve, Marion Jessen und Regine Harms (v. l.) stellen die neue Broschüre vor.
Bild: Holger Harms
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Nun auch in Oldenburg:
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung

05.04.2012 06:15 Uhr


Die im Dezember 2011 gegründete Genossenschaft Palliativwerk Oldenburg ist seit dem 01.04.2012 von den gesetzlichen Krankenkassen als Leistungserbringer für die so genannte »Spezialisierte ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV«, anerkannt.

Diese spezielle Hilfe, auf die Versicherte bereits seit 2007 einen Rechtsanspruch haben, richtet sich an Patienten, deren Erkrankung lebensbegrenzend und symptomlastig ist. Die Behandlung und Begleitung der schwerstkranken Menschen verfolgt in erster Linie die Verbesserung der Lebensqualität.

Bei der SAPV handelt es sich um eine Komplexleistung aus Beratung, Koordination, seelsorgerischen, psychosozialen, palliativpflegerischen und palliativmedizinischen Elementen. Diese Leistung kann vom Klinik- oder Hausarzt für Palliativpatienten mit einem „besonderen“ Versorgungsbedarf verordnet werden. Da es eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, hat jeder gesetzlich Krankenversicherte einen Anspruch hierauf, wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind. Die SAPV kann entweder als unterstützende Teilversorgung (z.B. nur für Beratung/Koordination) oder als vollständige Versorgung verordnet werden und bedarf der Zustimmung der Versicherten.

In der Genossenschaft Palliativwerk Oldenburg eG haben sich erfahrene Leistungserbringer der ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizarbeit zu einem Versorgungsverbund zusammen- geschlossen. Zu den Mitgliedern gehören die ambulanten Pflegedienste Medus-GmbH und „AMBULANT“ (Jessen&Höhn GbR), mehrere niedergelassene Ärzte (u.a aus der Onkologischen Praxis Oldenburg), die Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg, das Evangelische Krankenhaus mit seinem Palliativzentrum und die Apothekerin Dr. Gabriele Röscheisen-Pfeifer von der Dobben-Apotheke. Die teilnehmenden Ärzte haben die Kursweiterbildung Palliativmedizin absolviert; die beteiligten Pflegedienste verfügen über mindestens drei festangestellte Pflegekräfte mit Abschluss einer Weiterbildung in Palliative-Care; die Apothekerin ist in Palliativpharmazie fortgebildet.

Das Team des Palliativwerkes wird grundsätzlich ergänzend auf Anforderung des Hausarztes tätig, die Grund- und Regelversorgung durch Hausarzt und/oder bereits beauftragtem Pflegedienst wird in Kooperation mit dem Palliativwerk Oldenburg fortgesetzt. Wichtigste Aufgabe des multiprofessionell vernetzten „Palliative-Care-Teams“ ist die Vermeidung und das Erkennen möglicher Krisensituationen und die Optimierung von strukturierten Versorgungsabläufen. Dadurch lassen sich häufig unerwünschte und belastende Krankenhausaufenthalte vermeiden. Die SAPV stellt auch eine Alternative zur Aufnahme in ein stationäres Hospiz dar.

Der Vorstand der Palliativwerk Oldenburg eG, bestehend aus Dr. med. Burkhard Otremba und Hartmut Loots, beabsichtigt noch vor den Sommerferien eine Informationsveranstaltung für niedergelassene Ärzte und deren Praxispersonal durchzuführen, um über die vertraglichen Rahmenbedingungen für die Verordnung von SAPV zu informieren und möglichst viele Hausärzte für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.

Bereits jetzt können sich Interessierte an die vorläufigen Geschäftsstellen der Palliativwerk Oldenburg eG in der Cloppenburger Str. 66 (bei AMBULANT) oder im Schützenweg 10 (bei Medus) wenden. Telefonisch ist die Palliativwerk Oldenburg eG über Rufnummer 0441/93654016 zu erreichen. Oder per E-Mail: info@palliativwerk-ol.de

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Gerontopsychiater informiert Angehörige über Demenz

03.04.2012 19:36 Uhr
Angehörigen von Bewohnern Diakonischer Altenheime in der Stadt Oldenburg bietet die Diakonie am 10. April 2012 einen Fachvortrag über Demenzerkrankungen. Ab 18:30 Uhr informiert der Chefarzt der Gerontopsychiatrie der Karl-Jaspers-Klinik Dr. Thomas Brieden im Lambertussaal der Oldenburger Lambertikirche über Erkennung, Behandlung und Prävention. Büsingstift, Friedas-Frieden-Stift, Elisabethstift und Seniorenzentrum Haarentor wollen Angehörigen mit Informationen über die persönlichkeitsverändernde Krankheit helfen, die Situation der Erkrankten besser zu verstehen.
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»Laien können Leben retten«

14.03.2012 17:33 Uhr
Die LzO stattet alle 18 Oldenburger Fillialen mit Defibrillatoren aus

von Carsten Lienemann

Zentrale Punkte, an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang erreichbar, das sind die optimalen Anbringungsorte für Automatische Externe Defibrillatoren (AED). Die Foyers von Sparkassen erfüllen diese Bedingungen zu einhundert Prozent.

»Laien können Leben retten«, davon ist Gerfredt Boldt überzeugt. Er hat einen plötzlichen Herzstillstand überlebt, weil glücklicherweise ein AED in der Nähe war. Seitdem engagiert er sich für die Deutsche Herzstiftung und ist unermüdlich auf der Suche nach Sponsoren und Orten für Defibrillatoren. Über den Präventionsrat Oldenburg und dessen Projekt »Rettungsring« ist Boldt an die Landessparkasse herangetreten und fand bei Vorstandsmitglied Gerhard Fiand ein offenes Ohr.

»Akute Herzprobleme gehören zu den häufigsten Todesursachen, bundesweit sterben jährlich rund 130.000 Menschen daran«, begründet Fiand die Aktion der LzO. »Wir betrachten die 30.000 Euro für die Ausstattung der 18 Fillialen und auch die Wartungskosten als sehr sinnvoll angelegt. Fiand hofft angesichts von 20.000 Sparkassen-Fillialen in Deutschland, dass dieses Beispiel Schule macht, denn: »Mit einem AED kann wirklich jeder Erste Hilfe leisten«. Im weiteren Umland wolle man vorläufig nicht aktiv werden, aber die Foyers ständen als Anbringungsort zur Verfügung, wenn sich ein Sponsor finden sollte.

Auf die Vorbildfunktion zielte auch Wilfried Barysch, Regionalvorstand der Johanniter Unfall-Hilfe. Es sei eine große Aktion, alle Fillialen auszustatten, und es sei ein gutes Gefühl zu wissen, »egal wo ich mich bewege, irgendwo in der Nähe hängt so ein Ding!« Obwohl es nicht zum Standardprogramm gehöre, werde in den Erste-Hilfe-Kursen der Johanniter auch der Umgang mit dem Defibrillator behandelt, »einfach um Hemmschwellen abzubauen«, so Barysch.

Sonja Stolle, Fachbereichsleiterin Ausbildung bei den Johannitern, demonstrierte, dass auch ein Laie mit dem AED ohne weiteres umgehen kann. Das Gerät erklärt jeden einzelnen Schritt ausführlich und wiederholt ihn so lange, bis alles für den nächsten Schritt bereit ist. (siehe auch: Defi-Demo für die Projektgruppe »Rettungsring«)

Sie finden auf unserer Internetseite eine Liste der im Stadtgebiet vorhandenen und öffentlich zugänglichen Defibrillatoren. Die Liste wird eingeblendet, wenn Sie oben in der Menüleiste die Maus über das AED-Zeichen (weißes Herz vor grünem Hintergrund) bewegen. Die blau hervorgehobenen Standorte sind anklickbar: hier erfahren Sie mehr über den genauen Standort und die zeitliche Verfügbarkeit. Diese Informationen werden stetig erweitert.
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