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Soziales

Sprachcafé Spezial »Wahlen«

14.09.2017 10:01 Uhr
Am Dienstag, 19. Oktober 2017 findet im Stadtteiltreff Dietrichsfeld erneut das Sprachcafé Spezial statt.

Aus aktuellem Anlass wird ab 15 Uhr das Thema »Wahlen in Deutschland« behandelt. Es wird einen kurzen Vortrag zum Thema geben, der allgemeine Fragen zum Wahlsystem in Deutschland beantwortet. Im Anschluss können die Besucher weitere spezielle Fragen klären und diskutieren.

Jede_r Interessierte ist willkommen, Kinderbetreuung wird angeboten.
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VfL Oldenburg Knights unterstützen Haus Regenbogen

10.09.2017 20:42 Uhr
von Frerk Hinrichs

400 Euro an Spenden haben die Oldenburger Footballer VfL Oldenburg Knights für Haus Regenbogen gesammelt. Spieler und Freiwillige waren mit Spendendosen durch die Reihen der Besucher gegangen und hatten um Spenden gebeten. Zum Footballspiel gegen die Hamburger Pioneers waren auch Jugendliche aus dem Haus Regenbogen ins Marschwegstadion gekommen. Sie haben sich von der tollen Atmosphäre am Spielfeld einfangen lassen und hatten sehr viel Spaß, bestätigt Einrichtungsleiterin Ute Dorczok. Das Haus Regenbogen ist ein pädagogisch-therapeutisches Wohnheim der Diakonie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Beeinträchtigungen.
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Pflegekonferenz: SoVD Oldenburg fordert Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in der Pflege

27.08.2017 20:36 Uhr
Das Oldenburger Bündnis Pflege nannte zur ersten Sitzung die Ziele: Pflege verbessern, Austausch fördern, Engpässe beseitigen. „Wir können die Pflege verbessern, wenn auch die Politik vor Ort neue Wege geht, den Fachkräftemangel in der Pflege zu beheben. Dazu kann eine besondere Kinderbetreuung für Pflegekräfte, meist Frauen, gehören. Aber auch ein Begrüßungsgeld und Hilfe, günstige Wohnraum zu finden", sagt Hannelore Veit, Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Oldenburg und Vertreterin der Oldenburger Sozialverbände in der Pflegekonferenz.

An der Auftaktveranstaltung des Oldenburger Bündnisses Pflege nahmen u.a. Vertreter von Pflegeeinrichtungen, Pflegekassen, der Stadt Oldenburg, des Pflegepersonals, der Seniorenvertretung, der Sozialverbände, der Sozialdienste der Krankenhäuser, der Angehörigen sowie des Versorgungsnetz Gesundheit teil. Ebenfalls dabei war die Bundesagentur für Arbeit und des Jobcenters. „Mit diesem breiten Bündnis haben wir ein Netzwerk, das nicht nur eine Plattform des Austauschs sein will. Es kann und sollte auch aktiv dafür eintreten, dass die Menschen in den Pflegeberufen gute Arbeitsbedingungen finden, ihr Job ihrer sozialen Bedeutung bezahlt wird und dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Die großen Linien zur Pflege zieht die Bundesregierung. Doch wir können und müssen vor Ort die Rahmenbedingungen des Pflegeberufes verbessern. So verändern wir die Akzeptanz des Berufes, damit wir neue Mitarbeiter gewinnen und halten. Und wir können die Pflege selbst erweitern, wenn wir etwa mehr Angebote zur Kurzzeit- und Tagespflege vorsehen“, sagt Hannelore Veit. Sie war bis 2005 in Pflegeheimen in Oldenburg und Bremen tätig.
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TrostReich - Oldenburger Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche

24.08.2017 08:33 Uhr
Der Verein TrostReich – Oldenburger Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche ist dem Bremer Verein Trauerland entsprungen und schafft damit für die in Oldenburg und den umliegenden Landkreisen betroffenen Familien ab dem 1. Oktober 2017 eine weitere Möglichkeit in der Begleitung ihrer Trauer.

Nach dem Tod eines Angehörigen stehen die Familien vor der großen Herausforderung, sich neu zu ordnen. Kinder und Jugendliche, die durch den Tod eines nahestehenden Menschen einen Verlust und damit einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben, – nichts ist mehr wie es war – werden auf ihrem persönlichen Trauerweg individuell begleitet. Kinder trauern anders – sie drücken ihre Gefühlswelt im Spiel aus, während des Tobens, in der Aggression oder auch im Rückzug. TrostReich bietet eine geschützte Umgebung und den Raum, in dem sich gleich Betroffene begegnen. Das Team der Oldenburger Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche ist aufgestellt durch Mitarbeiter aus dem psychologischen und pädagogischen Bereich sowie systemischen Familienaufstellungen, außerdem durch ca. 30 Ehrenamtliche, darunter weitere Pädagogen, Trauerbegleiter, Mediatoren und Soziologen. Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen sind von großer Bedeutung. Der Umgang mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Angehörigen ist geprägt von Empathie und Wertschätzung sowie der Wahrnehmung ihrer Einzigartigkeit. Den Charakter ihrer Arbeit sehen die Trauerbegleiter als präventiv, Therapien können sie nicht anbieten.

Der Verein TrostReich – Oldenburger Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche ist auf Spenden durch die Öffentlichkeit angewiesen.

Die Begleitung der Familien in Gruppen- und Einzelgesprächen sowie Hilfe in der Krisenintervention ist für die Familien kostenfrei. Die Trauergruppen treffen sich im Deelweg in Oldenburg.

Telefonisch ist der Verein über die Telefonnummer 0157 7726 8056 zu erreichen.
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Starkes Ehrenamt

23.08.2017 10:22 Uhr

Eine Reihe von Workshops im Blauschimmel Atelier

Eine Reihe von Workshops für Ehrenamtliche und Interessierte im Blauschimmel Atelier Auch in diesem Jahr bietet das Blauschimmel Atelier eine spannende Reihe von praktischen Workshops für bereits aktive Ehrenamtliche sowie für Interessierte an. Diese Workshops sind die ideale Gelegenheit, sowohl um sich künstlerisch auszuprobieren als auch um unverbindlich und mit Spaß die Arbeit des Blauschimmel Ateliers kennenzulernen.

»Ob in der Kursgestaltung, bei kleinen oder großen Veranstaltungen, im Büro oder in der Öffentlichkeitsarbeit: Die Möglichkeiten, sich im Blauschimmel Atelier zu engagieren sind vielfältig und spannend!«, verspricht Geschäftsführerin Ilaria Massari. Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten.

Alle Termine, Uhrzeiten und Informationen sind auf der Webseite des Blauschimmel Ateliers zu finden.
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Zehn Jahre Gemeinwesenarbeit in Dietrichsfeld

05.08.2017 18:14 Uhr

Stadtteiltreff lädt am 11. August zur Feier ein

Der Stadtteiltreff Dietrichsfeld besteht im Sommer 2017 seit zehn Jahren – dieses Jubiläum wird am Freitag, 11. August, gefeiert. In der Zeit von 14 bis 18 Uhr besteht für alle Gäste die Möglichkeit, bei Kaffee, Tee, selbstgebackenem Kuchen, einem internationalen Buffet und Grillwürstchen das Haus an der Alexanderstraße 331, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vielfältigen Angebote kennen zu lernen. Für Kinder gibt es zahlreiche Spiel- und Bastelangebote, eine Hüpfburg und Malaktionen.

Der Stadtteiltreff ist für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Dietrichsfeld/Bürgerfelde zentrale Anlauf-, Beratungs- und Kontaktstelle, um Menschen in ähnlichen Lebenssituationen zu treffen, verschiedene Aktivitäten gemeinsam wahrzunehmen und Hilfe im Alltag zu bekommen. Der Stadtteiltreff ist offen für Menschen aller Altersstufen und Nationalitäten. An ihren Wünschen und Interessen orientiert sich sein Angebot mit dem Ziel, das Leben und Wohnen in Dietrichsfeld/Bürgerfelde interessanter und lebenswerter zu gestalten.

Die Gemeinwesenarbeit im Stadtteiltreff bietet Beratung und Hilfe bei Alltagsproblemen, Förderung zur Selbsthilfe und Angebote im kulturellen, sozialen und kommunikativen Bereich, wie zum Beispiel das Elternfrühstück, den Seniorennachmittag, das Nachhaltigkeitscafé oder verschiedene Sportangebote. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt ist die Vernetzung und der Austausch mit anderen Einrichtungen und Institutionen im Stadtteil.

Fragen beantworten die Mitarbeiterinnen des Stadtteiltreffs unter Telefon 0441 5707892.
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3015 Euro für Trauerland

27.07.2017 22:50 Uhr

Erlöse aus Fahrradputz-Aktion und Versteigerung

In den Räumen der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland fand heute die Übergabe eines Spendenschecks an den Verein Trauerland e.V. statt.

Anlässlich des Tags der offenen Tür bei der Polizei Oldenburg am 7. Mai 2017 hatte der Serviceclub "Round Table 14 Oldenburg" die traditionelle Frühjahrs-Fahrradputzaktion auf das Gelände der Polizeiinspektion am Friedhofsweg verlegt. Zum 200-jährigen Jubiläum der Polizei im Oldenburger Land hatte Round Table mit tatkräftiger Unterstützung des Vereins Trauerland e.V. insgesamt 180 Fahrräder für einen guten Zweck auf Hochglanz poliert.

Am heutigen Tag übergab Round Table nun dem Verein Trauerland einen Spenden-Scheck über 1500 Euro. Round Table Oldenburg und Trauerland e.V. haben sich ausdrücklich bei der Polizeiinspektion Oldenburg bedankt, dass sie Teil der Veranstaltung am 7. Mai 2017 sein durften. An diesem Tag waren auf dem Gelände am Friedhofsweg 15.000 Besucher zu Gast.

Aus einer Versteigerung von 16 Gebrauchtfahrrädern sind bei dem Fest weitere 1500 Euro eingenommen worden, die die Polizei heute ebenfalls in Form eines Schecks an Trauerland e.V. überreichen konnte.

Kinder müssen sich bewegen, rumtoben, laut sein dürfen. Dies gilt auch für trauernde Kinder und Jugendliche, die nach dem Tod eines geliebten nahestehenden Menschen zu Hause oft eine Schwere und Starre erleben und sich und ihre Bedürfnisse dadurch zurückstellen. Trauerland e.V. begleitet in Oldenburg derzeit 45 Kinder und Jugendliche auf ihrem individuellen Trauerweg. Für den Erhalt und die Sicherung seiner Arbeit ist der Verein auf Spenden angewiesen. Weitere Informationen unter: www.trauerland.org.
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»Wohnung ist immer Thema«

27.07.2017 20:39 Uhr

Diakonisches Werk Oldenburg Stadt legt Jahresbericht vor

von Frerk Hinrichs

Wohnung ist in allen Feldern der sozialen Arbeit des Diakonischen Werkes ein bestimmendes Thema, berichtet Heinz-Hermann Buse vom Diakonischen Werk Oldenburg Stadt. »Zur Diakonie kommen immer mehr Menschen, die Angst vor Wohnungsnot haben. Rentner, Geringverdiener oder Hartz-IV-Empfänger, die Mieten und Energiekosten nicht mehr zahlen können, aber auch keine andere Wohnung finden. In Oldenburg fehlt es an günstigen Wohnungen«, mahnt Buse.

Viel zu viele Menschen müssen inzwischen mehr als die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. Der Rest reicht bei kleinen Renten und geringem Einkommen kaum zum Leben, sehen die Sozialberater der Diakonie täglich. »Selbst Arbeit schützt nicht immer vor Wohnungsnot«, weiß Buse und berichtet von Menschen, die zum Arbeiten nach Oldenburg gekommen sind, aber keine bezahlbare Wohnung finden. Für eine Weile können sie bei Kollegen oder Bekannten übernachten. Aber das geht nicht auf Dauer. Wohnungsgesellschaften mit Wartelisten von einem Jahr sind auch keine Alternative. Offenbar nehmen Investoren sogar umfängliche Leerstände in Kauf, um von überzogenen Mieterwartungen nicht abrücken zu müssen.

Auf der Kehrseite der Wohnungsnot können Vermieter sogar minderwertige Wohnungen weit unterhalb normaler Standards zu überhöhten Preisen vermieten: Zimmer mit völlig abgewohnten Möbeln, Küchenmitbenutzung und Gemeinschaftstoilette für 20 Euro pro Quadratmeter. Viele bleiben dabei auf der Strecke. Die Zahl der Kontakte im Tagesaufenthalt für Wohnungslose hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Denn hier können Menschen ihre Post empfangen, wenn es sonst keine Adresse gibt. Hier gibt es Essen und die Möglichkeit zu Duschen oder Wäsche zu waschen. »Leben ohne eigene Wohnung oder auf der Straße bedeutet Verarmung, Verelendung und soziale Isolation«, warnt die Diakonie.

Besonders bei jungen Leuten unter 25 Jahren ist Unterstützung notwendig, damit sie nicht abdriften oder die Ausbildung abbrechen. Wo Familie oder soziales Umfeld fehlen, stützt die Diakonie mit dem Projekt »U25« etwa vierzig junge Menschen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.

»Der Wohnungsmangel hat inzwischen die Mittelschicht erreicht«, ist Buse besorgt. Auch Familien und Alleinerziehende mit Kindern haben es oft schwer. In der allgemeinen Sozialberatung hat die Diakonie 180 oldenburger Haushalten aus materiellen Notlagen geholfen. Meist mit kleinen Darlehen, aber auch mit Lebensmittelgutscheinen, Spendenund Stiftungsmitteln. Ziel ist die Stabilisierung der Haushalte, damit die Wohnung erhalten bleibt und die Spirale nach unten unterbrochen wird.

Von Vermietern wünscht sich Buse, dass sie mehr günstige Wohnungen für Benachteiligte anbieten. Die Stadt Oldenburg sollte Belegwohnungen vorhalten, um in besonderen Situationen schnell Wohnraum anbieten zu können. Zudem sollten die Regelsätze für Sozialleistungen überprüft werden. Der Anteil für Strom ist zu niedrig angesetzt. Im Schnitt fehlen je Person 20 Euro monatlich.
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Sommerferienprogramm der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten

27.06.2017 21:57 Uhr
Die Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten ist auch in den Sommerferien durchgängig geöffnet. Unter dem Motto „Endlich Ferien!“ stehen attraktive Angebote für Jung und Alt zur Auswahl. Unter anderem gehört ein Besuch im Park der Gärten sowie Tagesfahrten auf die Nordseeinsel Langeoog und in den Freizeitpark Ostrittrum zu den Programmpunkten. Für alle, die ihre Schränke und Keller aufräumen wollen, ist der Stadtteilflohmarkt auf dem Bloherfelder Marktplatz am Samstag, 29. Juli, genau das Richtige.

Nur für Frauen
Am Mittwoch, 26.Juli, findet von 17.30 bis 20 Uhr das nächste internationale Treffen für Frauen im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten statt. An diesem Treffen können alle interessierten Frauen ab 18 Jahren teilnehmen. Es wird gebeten, Speisen und Grillgut mitzubringen. Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten gibt es zu allen Veranstaltungen weitere Informationen und die Möglichkeit, sich anzumelden unter Telefon 0441 5601165 oder per Email an kennedyviertel@stadt-oldenburg.de.
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Wildwasser stellt Tätigkeitsbericht 2016 vor

27.06.2017 21:46 Uhr
Wildwasser stellt Jahresbericht 2016 vor Insgesamt 374 Menschen haben 2016 an die Mitarbeiterinnen von Wildwasser wegen einer Beratung gewandt. 55 % davon waren Betroffene, weitere waren Fachkräfte, Mütter und andere Bezugspersonen. »Denn wenn Bezugspersonen Wildwasser mit den vielfältigen Hilfen kennen, können sie diese an Betroffene gut weiterempfehlen«, sagt Wildwasser.

Aus den 374 Beratungsfällen ergaben sich 1.528 telefonische und persönliche Beratungskontakte aus Stadt und Landkreis Oldenburg sowie den Landkreisen Ammerland, Clopenburg und Wesermarsch.

In den meisten Fällen ging es inhaltlich um die Stabilisierung nach sexualisierter Gewalterfahrungen, die vielfältige und zumeist langwierige Belastungen für die seelische und körperliche Gesundheit der Betroffenen zur Folge haben.

Die Onlineberatung hat sich inzwischen als Angebotsmöglichkeit für Ratsuchende fest etabliert. Die Anonymität in der Onlineberatung erleichtert den Ratsuchenden die Kontaktaufnahme. Insgesamt haben 60 Ratsuchende das Onlineberatungsangebot genutzt.

Die mobile Beratung im Landkreis Oldenburg als niedrigschwellige Unterstützungsmöglichkeit wurde 2016 häufiger als im vorangegangenen Jahr in Anspruch genommen.

Der gesamt Tätigkeitsbericht ist hier als pdf-Datei hinterlegt.
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Baden umsonst, Busfahren zum halben Preis

03.05.2017 08:40 Uhr

Sonderaktion 2017: Gutscheine und Ermäßigungen für Inhaber des Oldenburg-Passes

Auch in diesem Jahr hat der Rat der Stadt Oldenburg als freiwillige Leistung Mittel für zusätzliche Aktionen im Rahmen des Oldenburg-Passes der Lokalen Agenda 21 zur Verfügung gestellt. In einer Sonderaktion ab 9. Mai werden wieder Ermäßigungen gewährt. Die Sonderaktion ist bis zum 30. November befristet und läuft, solange der Vorrat reicht.

Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, die einen neuen Oldenburg-Pass beantragen möchten, dies in der ersten Mai-Woche zu erledigen, da am 9. und 10. Mai nur Sammel- und Bildungsgutscheine ausgegeben, jedoch keine neuen Pässe beantragt werden können.

Inhaberinnen und Inhaber des Oldenburg-Passes können in diesem Jahr in der gesamten Freibadsaison vom 20. Mai bis 3. September wieder kostenlos baden: In diesem Jahr sogar an drei Tagen in der Woche. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag erhalten sie bei Vorlage des Oldenburg-Passes freien Eintritt ins Freibad Am Flötenteich und ins Freibad des OLantis Huntebades. Außerdem gibt es ermäßigte 5er- und 10er-Tickets für die ganzjährige Nutzung der Hallen- und Freibäder.

Ebenso können mit dem Oldenburg-Pass Tickets der VWG-Buslinien zum halben Preis erworben werden, zum Beispiel 4er-Tickets oder Monatskarten. Ab dem 1. September werden die ermäßigten Busfahrtkarten der Preisstufe I in den beiden VWG-Vorverkaufsstellen in der Mobilitätszentrale am Lappan und im Infocenter am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ausgegeben. Pro Person dürfen Tickets im regulären Wert von maximal 60 Euro gekauft werden.

Die sogenannte Sammelgutscheine können im Weltladen Oldenburg, im Fahrradzentrum Oldenburg, bei der Obst-und Gemüsekiste ecocion, für einen Besuch des Casablanca-Kinos oder des Oldenburgischen Staatstheaters eingesetzt werden. Haushalte mit bis zu drei Personen bekommen einen, Haushalte bis sechs Personen zwei und größere Haushalte bekommen drei Bögen mit jeweils 20 Euro Gesamtwert. Die Sammelgutscheine sind ab 9. Mai im Bürgerbüro Mitte erhältlich, alle Oldenburg-Pässe sind mitzubringen.

Außerdem werden wieder Bildungsgutscheine im Wert von 40 Euro ausgegeben. Diese können für jeweils einen Kurs an der Volkshochschule und bei weiteren Bildungseinrichtungen eingelöst werden. Gegen Vorlage der Anmeldebestätigung des Bildungsträgers gibt es dann im Bürgerbüro Mitte den jeweiligen Bildungsgutschein, maximal drei pro Person in diesem Jahr.

Der Oldenburg-Pass ist ein Projekt der Lokalen Agenda 21. Das städtische Bürgerbüro Mitte am Pferdemarkt vergibt den Pass nach einer Einkommensprüfung an Personen mit geringem Einkommen mit Wohnsitz in Oldenburg. Der Pass ist ein Jahr lang gültig und kostet 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Voraussetzung für seinen Erwerb ist die Vorlage des eigenen Lichtbildausweises und eines aktuellen Leistungsbescheides über Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/oldenburgpass oder im ServiceCenter unter Telefon 0441 235-4444.
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»Klebstoff des sozialen Miteinander«

03.04.2017 10:17 Uhr

Verabschiedung von Theo Lampe

von Frerk Hinrichs

Weil helfen Freunde macht, steht auf dem historischen Plakat am Rednerpult zur Verabschiedung von Diakonie-Referent Theo Lampe. Und über 200 Gäste im Yezidischen Gemeindezentrum zeigen, dass 37 Jahre beim Diakonischen Werk Oldenburg tatsächlich ein großes Netzwerk entstehen lassen. Von Theo Lampe kann man lernen, was kirchlich geprägt soziale Arbeit bedeuten und bewirken kann, erklärte Diakonie-Vorstand Thomas Feld. In der Griechenberatung zu Beginn seiner Laufbahn, traf Lampe auf Menschen, die mit Selbstbewusstsein erklärten: »Wir hatten den Mut auszuwandern.« Migranten sind vitale, mutige Menschen, voller Hoffnung und Sehnsucht nach dem Glück. Seitdem bewegt auch die Diakonie die Frage, wie wir über alle Unterschiede zu einem guten Zusammenleben kommen. Fremde sollen zu Nachbarn werden, die sich gegenseitig kennen und unterstützen, betont der Diakonie-Vorstand. Theo Lampe lebt die Vision vom neuen Menschen mit Haltung und vom Miteinander in Vielfalt, stellt Oberkirchenrat Detlef Mucks-Bücker fest: »Ob die Muttersprache griechisch oder türkisch, ob das Vaterhaus syrisch-orthodox, yezidisch oder muslimisch – ob Herkunft und Heimat mehr religiös oder mehr politisch diskriminiert werden – Theo Lampe hat ein Ohr, hat ein Auge für viele, die Zuflucht und Zuhause suchen.«

Kirche und Diakonie, Wort und Tat, gehören zusammen und sind aufeinander bezogen, erklärte Theo Lampe mit Blick auf seine Tätigkeit in der Diakonie. Nur wenn wir beides haben, werden wir in einer vielfältigen, säkularisierten Gesellschaft wahr genommen. »Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Gesellschaft unsere christlichen Glaubenswerte braucht, damit Menschlichkeit der ›lebendige Klebstoff‹ des sozialen Miteinanders bleibt«, betonte der scheidende Referent. Über die Jahre sind weitere Aufgaben zur Migrationssozialarbeit hinzugekommen, wie die Freiwilligenarbeit und die Kirchenkreisdiakonie. Manches wie den Zivildienst oder kleinere Projekte mussten aber auch wieder abgebaut werden, weil sich die Zeit geändert hatte. Trotzdem resümiert Lampe: »Ich habe aufbauen können, durfte initiieren und organisieren, moderieren und beraten, vernetzen und kooperieren, veranstalten und politisch wirken.« Gerade die Aufnahme von Flüchtlingen habe gezeigt, wie handlungsfähig Kirche und Diakonie sind, wenn sie zusammen arbeiten. Die Kirchenkreisdiakonie ist als Basis eng verbunden mit den verschiedenen spezifischen Beratungsdiensten. Die Verantwortung für diese soziale Arbeit ist gut ausbalanciert. Darin unterscheidet sich der oldenburgische Gestaltungsansatz von anderen. Das ist ein wahrer Schatz, um den uns manche regelrecht beneiden. Kirche und Diakonie sind Strukturen, in den er gern gearbeitet habe, betont Lampe und dankte allen, die ihm durch und über diese Strukturen verbunden sind.

»Freiwilligkeit ist nicht nur ein Ideal, sondern muss auch politisch geschützt werden«, betont Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker. Sie nimmt Dienstgeber und Aufgabensteller wie Diakonie und Kirche in die Verantwortung. Dienst darf nicht in Strukturen von Pflicht und Zwang zurückfallen und nicht auf ein ökonomisches Verständnis von Leistung und Gegenleistung reduziert werden, warnt der Oberkirchenrat und fordert: »Wer die Gaben von Freiwilligen nutzen darf, muss ihnen selbst Raum geben, diese Erfahrungen für sich und ihre Gesellschaft fruchtbar zu machen.«
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»Krankenkassen zahlen Krankentransporte weiter«

22.03.2017 10:10 Uhr
Nach der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade: Fahrten für Patienten mit Pflegegrad 3 können verordnet werden, wenn die Mobilität dauerhaft beeinträchtigt ist und der Arzt dies bescheinigt. Pflegegrad 3 allein reicht zur Begründung nicht aus. Bei Pflegegrad 4 und 5 muss die Mobilitätseinschränkung nicht individuell beurteilt werden.

Seit 1. Januar 2017 ist das Zweite Pflegestärkungsgesetz in Kraft und ersetzt u.a. die bisherigen Pflegestufen durch Pflegegrade. Das hat Folgen für Patienten, die zu einer ambulanten Behandlung gefahren werden müssen. „Aus Beratungen wissen wir, dass Unklarheiten bestehen. Patienten fragen sich, warum die Krankenfahrt auf einmal nicht mehr bezahlt wird, warum plötzlich eine neue Bescheinigung her muss.“, sagt Thomas Barke, Sozialberater des SoVD Kreisverbands Oldenburg. Die Änderung: Wer bisher Pflegestufe 1 und 2 hatte, erhält jetzt Pflegegrad 3. Das bedeutet für Krankenfahrten. Pflegegrad 3 zeigt nicht automatisch die „dauerhafte Mobilitätseinschränkung“ an. Die aber ist erforderlich. Denn: Krankenfahrten werden nur in Ausnahmefällen von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Leistung muss vorab von einem Vertragsarzt verordnet und durch die Krankenkasse genehmigt werden. D.h.: Der Arzt muss jetzt individuell bei Patienten mit Pflegegrad 3 eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität feststellen und diese bescheinigen. Die Einschränkung kann körperliche (somatische) und/oder psychologische, geistige (kognitive) Ursachen haben. Sie ist somit auch bei Demenz anzuwenden. Versicherte, die bis 31. Dezember 2016 in die Pflegestufe 2 eingestuft waren und Anspruch auf Fahrkostenübernahme hatten, haben Bestandsschutz. Solange sie mindestens den Pflegegrad 3 haben, brauchen sie sie keine gesonderte Feststellung ihrer dauerhaften Mobilitätsbeeinträchtigung. Bei Pflegegrad 4 und 5 wird von vornherein davon ausgegangen, dass Patienten dauerhaft eingeschränkt sind und Anrecht auf Krankenfahrten haben.
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»Weiter fast jeder Sechste in Armut«

07.03.2017 10:52 Uhr

Quote leicht gesunken

Der Paritätische Wohlfahrtsverband gibt in seinem Armutsbericht 2017 die aktuelle Armutsquote für Oldenburg und den angrenzenden Raum (Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg, Städte Delmenhorst, Oldenburg) an. Sie liegt 2015 bei 16 Prozent. „Obwohl die Quote leicht sank, liegt sie fast 2 Prozentpunkte über 2009 mit 14,1 Prozent. Fast jeder Sechste gilt als arm“, sagt SoVD-Regionalleiter Jörg Hülper.

Der Armutsbericht 2017 zeigt, dass die Armutsquote in Oldenburg sowie im Bund auf hohem Niveau verharrt: So lagen die Armutsrisikoquoten für Oldenburg und Umgebung 2008 bei 15,6 Prozent, um 2009 auf 14,1 und im Folgejahr auf 14,2 Prozent zu sinken. 2011 (15 Prozent) stiegt die Quote, sank 2012 wieder leicht (14,4 Prozent) Seit 2013 (15,3 Prozent) klettere sie erneut und lag 2014 lag bei 16,7 Prozent sowie 2015 bei 16,0 Prozent. Hülper: „Das größte Risiko, in Armut abzurutschen, tragen Alleinerziehende, Erwerbslose sowie Rentner. Wir fordern daher eine kommunale soziale Lebenslagenpolitik. Sie findet eine Reihe Anknüpfungspunkte – beispielsweise in einer lokalen Wirtschaftspolitik und einem kommunalen sozialen Arbeitsmarkt, in der Wohnungspolitik durch die Förderung sozialen Wohnraums oder in der Bildungspolitik, die bildungsbenachteiligte junge Menschen besonders fördert. Hinzu kommen Angebote in den Bereichen Freizeit, Kultur und Nahverkehr, wo Kommunen vergleichsweise hohen Einfluss haben. Hier geht es um Sozialtickets für Busse, Theater Freibäder, aber auch um das gratis Frühstück in der Schule.“

Als arm gelten laut Definition der EU Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren gesellschaftlichen Einkommens haben. Der Paritätische geht davon aus, dass dies bundesweit 12,5 Millionen Menschen sind, davon 3,4 Millionen Rentner. In Deutschland gelten Haushalte mit einer Person und einem Einkommen von weniger als 942 Euro pro Monat als arm. Bei einer Familie mit zwei Kindern liegt die Grenze bei 1.978 Euro.
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Oldenburger Milliarden-Anteil erhebt sich auf dem Schlossplatz

14.02.2017 21:28 Uhr

Weltweiter Protest gegen Gewalt an Frauen

von Carsten Lienemann

Rund 350 Menschen, darunter eine ganze Reihe von Männern, fand sich am Dienstag, 14. Februar, ab 16:00 Uhr auf dem Schlossplatz ein, um bei strahlendem Sonnenschein, aber niedrigen Temperaturen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. »One Billion Rising« heißt die Aktion, die im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert wurde. Seitdem finden sich jedes Jahr an diesem Datum weltweit Menschen auf öffentlichen Plätzen zusammen, um zur Musik von »Break the Chain« zu tanzen und damit gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für Respekt, Wertschätzung und Gerechtigkeit zu demonstrieren. Es geht um Empowerment und Stärkung und Solidarität von Betroffenen und Unterstützenden.

Eingestimmt von der Samba-Gruppe Oldenburg-Eversten und von Moderatorin Annie Heger sowie Annika und Lena nochmal an die Choreografie erinnert, tanzten die Schlossplatzbesucher_innen insgesamt viermal »Break the Chain« durch, jedes Mal mit mehr Begeisterung. Selbstvertändlich wurde dabei nicht vergessen, dass es um ein sehr ernstes Anliegen ging.

»Laut UN-Statistik wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt. Für jede einzelne Frau ist jedes einzelne Mal ein entsetzliches Leid, das wir nicht länger hinnehmen wollen«, sagte Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. »Wir wollen uns dagegen auflehnen, wir wollen protestieren, Solidarität zeigen und ein sichtbares Zeichen setzen. Wir wollen jegliche Form von Gewalt ächten und verurteilen, vor allem an Frauen und Mädchen im Hinblick auf geschlechtsspezifische Gewalt. Aber uns in Oldenburg ist die Erweiterung dieser Kampagne um die Personengruppe der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans-, Inter- und Queermenschen, abgekürzt LSBTI*Q, sehr wichtig«, so Oncken weiter.

Wiebke Oncken wies auf die vergleichsweise gute Beratungssituation in Oldenburg hin. »Es gibt zahlreiche Einrichtungen, die gut untereinander vernetzt sind und gegebenfalls weiter vermitteln. Betroffene werden vertraulich beraten und unterstützt.« Viele Vertreterinnen der Einrichtungen waren vor Ort und gaben Informationen mündlich und in Form von Faltblättern weiter.

Organisiert und unterstützt wurde die Veranstaltung von der Gleichstellungsstelle der Stadt Oldenburg, dem Autonomen Frauenhaus, dem Präventionsrat Oldenburg, dem Zentrum für Frauen-Geschichte, dem Mädchenhaus Oldenburg, Wildwasser Oldenburg, dem Lions Club Oldenburg Willa Thorade und dem Zonta Club of Oldenburg. Maike Dittmer übersetzte die Ansprachen und die Tanzerläuterungen in Gebärdensprache, Djane Kim sorgte für Ton und Musik, und heiße Getränke kamen von Kaffee Käthe.

Gegen 17:30 Uhr löste die Veranstaltung sich langsam auf, die meisten Teilnehmer_innen zog es zurück ins Warme, einige aber konnten gar nicht genug bekommen, alle aber waren bester Stimmung. Bleibt zu hoffen, dass auch inhaltlich etwas hängen bleibt. Aber im nächsten Jahr wird ja wieder getanzt.


zum Video-Clip vom Schlossplatz

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Altersarmut steigt – auch in Oldenburg!

09.02.2017 11:58 Uhr
SoVD Kreisverband Oldenburg warnt vor zunehmender Altersarmut – steigende Zahl von Empfängern der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

In Deutschland stieg die Zahl der von Armut bedrohten Menschen im Alter ab 55 Jahren in den vergangenen Jahren auf 5,7 Millionen. 2010 waren es 4,9 Millionen, meldet das Europäische Statistikamt Eurostat. Damit ist heute fast jeder fünfte ältere Deutsche betroffen und muss mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des Durchschnitts auskommen. „Aus der Bedrohung wird im Alter schnell Wirklichkeit. Altersarmut gibt es auch in Oldenburg. Sie findet aber nicht vor den hellen Läden in der Langenstraße statt, sondern meist verschämt und still zu Hause“, sagt Renate Ripken, 1. Vorsitzende SoVD Kreisverband Oldenburg. Sie verweist auf die steigende Anzahl der Menschen, die in Oldenburg Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bekommen. Diese Leistung der Sozialhilfe erhielten in der Stadt Oldenburg Ende 2015 (letzter Stichtag) 1.344 Menschen im Alter ab 65 Jahren. Ein Jahr zuvor waren es 1.263, 2010 noch 967. Im Kreis Oldenburg waren 2015 626 Menschen betroffen (2014:592). „Armut im Alter ist weiblich“, sagt Ripken. Die Mehrzahl der Betroffenen (Stadt Oldenburg 2015: 788, bzw. 59 Prozent) sind Frauen.

Die Grundsicherung soll den Lebensunterhalt von Menschen ermöglichen, die wegen Alters oder voller Erwerbsminderung nicht mehr arbeiten können und deren Einkünfte für den Lebensunterhalt nicht reichen. Eigenes Einkommen und Vermögen werden auf die Grundsicherung angerechnet. „Die Möglichkeiten der Kommunen sind begrenzt durch die Sozialpolitik des Bundes. Sie können aber Spielräume nutzen. So kann etwa die örtliche Verbraucher- und Schuldnerberatung das Thema „Altersarmut“ verstärken. Die Stadt kann mehr Tafeln unterstützen und diese auch für weniger mobile Ältere zugänglich machen. Und sie können die graue Wohnungsnot durch altersgerechten sozialen Wohnungsbau mindern“, sagt Ripken.

Kontakt: Sozialverband Deutschland SoVD, Kreisvorstand, Renate Ripken: 0441 / 43473, renate.ripken@web.de
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Eine Milliarde erhebt sich

02.02.2017 12:06 Uhr

Oldenburg tanzt am 14 Februar gegen Gewalt an Frauen

von Carsten Lienemann

Der 14. Februar ist buchstäblich ein Tag der Bewegung. Seit mehreren Jahren finden sich weltweit Menschen auf öffentlichen Plätzen zusammen, um zur Musik von »Break the Chain« zu tanzen. »One Billion Rising – Eine Milliarde erhebt sich« heißt die Aktion, die den Beteiligten ganz offensichtlich viel Spaß bereitet, auch wenn Spaß nicht die Hauptsache dabei ist.

»›One Billion Rising‹ ist eine Aktion, die ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzt«, erklärt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. »Wir erweitern das um die Personengruppe der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans-, Inter- und Queermenschen, abgekürzt LSBTI*Q.«

Das Besondere daran sei das Kraftvolle, die Power. »Tanzen vermittelt etwas Positives, es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, aus dem Betroffene wie auch Unterstützende sehr viel Kraft schöpfen und ihren Zusammenhalt ausdrücken können«, so Oncken.

Oldenburg nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal an der Aktion teil. Mit einem Video, in dem die Choreografie erklärt wird, wollen das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg und der Präventionsrat dafür sorgen, dass möglichst viele Teilnehmer_innen am Dienstag, dem 14. Februar, ab 16:00 Uhr auf dem Schlossplatz mittanzen können.

»Es gibt bereits eine ganze Reihe von Erklär- und Dokumentationsvideos, aber wir wollten mit einem in Oldenburg gedrehten Video eine größere Verbundenheit herstellen. Wir wollen Oldenburgerinnen und Oldenburger direkt aufrufen mitzumachen und zeigen, welcher der unterschiedlichen Choreografien wir folgen«, sagt Oncken.

Die Tänzerinnen für die Anleitungsvideos waren schnell gefunden. Eine Anfrage bei den Tanzgruppen des Bürgerfelder Turnerbundes wurde dort geradezu begeistert aufgenommen. Die »Magic Sistas«, auch bekannt als Cheerleader des Basketballteams der «BTB Royals«, stellten eine komplette Trainingseinheit zur Verfügung, in der zwei Erklärvideos und zwei komplette Durchläufe aus je zwei verschiedenen Perspektiven entstanden. Kurz vor Weihnachten schließlich trafen sich Tänzerinnen aus vier BTB-Gruppen vor der EWE-Arena, um als Krönung der Video-Aktion den Tanz unter freiem Himmel aufzunehmen.

Für Cheerleader-Trainerin Katharina Möhring ist die Unterstützung der Aktion ebenso selbstverständlich wie für ihre Kolleginnen: »Wir Trainerinnen kannten die Aktion ›One Billion Rising‹ aus dem letzten Jahr, unsere Mädchen noch nicht, aber sie waren sofort dabei, ›so etwas muss man unterstützen‹, haben viele gesagt.« Alle hätten mit großer Begeisterung mitgemacht, es habe sehr viel Spaß gemacht, diese Choreo vorzustellen und zu erklären. »Dann wurden wir auch immer wieder gefragt, ob die Videos schon online sind. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden«, sagt Möhring.

Die Veranstalter_innen gehen von einigen Hundert Teilnehmer_innen aus. Im vergangenen Jahr, einem Sonntag, war das Wetter ungünstig, in diesem Jahr fällt der 14. Februar auf einen Arbeitstag. Die Cheerleader des BTB werden auf jeden Fall da sein, haben sie versichert.

Alle fünf Videos sind in einer Playlist auf YouTube zu finden.

Initiiert und unterstützt wird die Aktion »One Billion Rising« Oldenburg von dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg, dem Präventionsrat Oldenburg, dem Autonomen Frauenhaus e. V., Wildwasser Oldenburg e. V., dem Zentrum für Frauen-Geschichte Oldenburg e. V., dem Mädchenhaus Oldenburg e. V. Finanziell beteiligen sich der Lions Club Oldenburg Willa Thorade und der Zonta Club of Oldenburg.
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Treffen für Angehörige von Inhaftierten

27.01.2017 16:10 Uhr

Diakonie und Familienbildungsstätte laden ein

„Für Straffällige gibt es mehrere Angebote zur Beratung und Resozialisierung. Für Angehörige gibt es bisher nichts. Dabei hätten sie es besonders verdient. Mancher fühlt sich durch die Inhaftierung indirekt mitbestraft“, weiß Gabriele Bosche, Sozialpädagogin der Diakonie. Denn wenn ein Mensch eine Zeit in der Haftanstalt lebt, verändert das auch das Leben seiner Angehörigen drastisch. Für den Kontakt zum Ehemann einen Antrag ausfüllen und sich streng an Besuchsregeln halten zu müssen, ist für die Partnerin oft sehr belastend. Im Handumdrehen ist der familiäre Alltag durch den Zeitplan im Knast völlig verändert. Auch wenn die Aufgaben in der Familie verteilt waren, jetzt müssen die Angehörigen draußen alles alleine regeln. Das nimmt sie sehr mit, auch weil sie mit niemandem darüber reden können, weiß Bosche.

Sie will Angehörigen von Inhaftierten jetzt die Möglichkeit geben, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Dafür lädt Bosche nun jeden 1. Mittwoch im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr in die Ev. Familienbildungsstätte Oldenburg ein. „In geschützter und angenehmer Atmosphäre können Angehörige mal abschalten und andere Menschen kennenlernen, die in einer ähnlichen Situation sind“, erklärt Bosche. „Beim Kaffee kommt man schnell miteinander ins Gespräch.“ Der offene und kostenlose Angehörigen-Treffpunkt findet das erste Mal am 1. Februar in der Gorch-Fock-Str.5 statt.
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750 Euro an »Aktion Delphin« e. V.

06.01.2017 18:01 Uhr
von Andreas Speckmann

Im Dezember veranstaltete die Graf-Anton-Günther-Loge im Deutschen Druiden-Orden VAOD e.V. eine adventliche Matinee. Eingeladen hatten wir zu einem Konzert von Bariton Alwin Kölblinger begleitet am Flügel von Akiko Nozue. Sie trugen Stücke von Richard Trunk und Peter Cornelius vor. Der Reinerlös von 750.-€ ging an den gemeinnützigen Verein „Aktion Delphin e. V.“ www.aktion-delphin.de. Heute fand dazu die feierliche Scheckübergabe statt.

Aktion Delphin e.V. organisiert Delfintherapien für autistische und spastisch gelähmte Kinder aus der näheren Umgebung sowie der gesamten Bundesrepublik und erzielt damit „große Erfolge“ versichert Vorsitzender Dieter Schart aus Oldenburg.

Die Graf-Anton-Günther-Loge ist ein eingetragener Verein und besteht seit über 60 Jahren. Sie steht unter dem Leitmotiv: Einigkeit, Frieden und Eintracht. Vom Gründungsjahr 1952 an bis heute orientieren die Brüder sich an Werten wie Freundschaft, Wohltätigkeit, Naturverbundenheit sowie Geselligkeit und Toleranz.

Der Schutz der Menschenrechte liegt ihnen besonders am Herzen. Sie wollen zu Frieden und Völkerverständigung beitragen und die geistige Weiterentwicklung aller Brüder durch Vortrag und Diskussion fördern. Durch eine breitere Öffentlichkeitsarbeit wollen sie dazu beitragen, dass Vorurteile gegenüber Logen abgebaut werden.
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Büchertausch-Café

05.01.2017 10:20 Uhr
Das Büchertausch-Café der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten öffnet im neuen Jahr am Montag, 9. Januar, wie gewohnt von 16 bis 18 Uhr. Getauscht werden können alle gut erhaltenen Bücher Eins zu Eins. Das Besondere an dem Konzept des Büchertausches in Bloherfelde/Eversten ist die Barrierefreiheit der Räumlichkeiten sowie die direkte Verbindung zum Stadtteilcafé. Romane, Krimis, Fachbücher aller Sprachen können so ihre Besitzer wechseln. Das Büchertausch-Café findet alle 14 Tage montags von 16 bis 18 Uhr statt.

Kontakt und Informationen bei dem Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten, Bloherfelder Straße 173, unter Telefon 0441 5601165 oder per E-Mail an kennedyviertel@stadt-oldenburg.de.
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Den Krieg in Syrien können die Johanniter nicht beenden

13.12.2016 13:57 Uhr

Weihnachtsaktion: 604 Geschenke für finanziell benachteiligte Familien

Es gibt manchmal Wünsche, die kann man nicht erfüllen. Auch wenn man es sich noch so sehr wünscht. Diese Erfahrung mussten jetzt wieder die Johanniter machen, als sie mit ihrer Weihnachtsaktion "Kleine Wünsche" 604 liebevoll verpackte Geschenke im Gesamtwert von mehr als 12.000 Euro für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien den Teams des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) der Stadt Oldenburg überreichten. "Ein zehnjähriges Mädchen hat sich gewünscht, dass der Krieg in Syrien endet", erzählt Anke Siemers, Organisatorin der Johanniter-Weihnachtsaktion "Kleine Wünsche". "Da bekommt man schon einen Kloß im Hals", sagt Siemers. Immerhin gibt es auf jeden Wunschzettel noch einen Zweitwunsch, und der konnte erfüllt werden. So gibt es zumindest einen kleinen Trost bei der Bescherung unter dem Weihnachtsbaum.

Bei den "Kleinen Wünschen" füllen die Kinder in den vom ASD ausgewählten Familien die Wunschzettel aus, die Johanniter suchen dann für jeden Wunsch einen Paten, der das Geschenk kauft, weihnachtlich verpackt und bei den Johanniter abgibt. Nach der Übergabe an den ASD bringen die Teams die Geschenke zu den Familien gebracht, damit sie rechtzeitig auf den Gabentisch landeten. Die Wünsche dürfen bis 15 Euro kosten. "Viele erfüllen aber den Erst- und Zweitwunsch und packen zusätzlich Schokolade und vieles mehr ein", berichtet Frank Komrowski, der die Aktion "Kleine Wünsche" vor sieben Jahren ins Leben gerufen hat.

Das jüngste Kind war vier Wochen alt und wünschte sich vom Weihnachtsmann einen Strampler und Schnuller. "Ich denke, da haben die Eltern den Wunschzettel ausgefüllt", sagt Siemers lachend. Es waren aber auch wieder Wünsche dabei, die betroffen gemacht haben. Einige Kinder wünschten sich warme Kleidung, Handschuhe, Socken oder eine eigene Zahnbürste. "Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, aber in solchen Haushalten fehlen", sagt Siemers. Sie lobt besonders die Hilfsbereitschaft der Menschen. Die meisten Spender kommen aus Oldenburg, aber auch aus Berlin und sogar aus den Niederlanden. Es beteiligen sich auch Unternehmen, die teilweise selber Wunschzettel übernehmen oder sie an interessierte Mitarbeiter weiterreichen.
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Scheckübergabe bei Ullmann füllt Teller für Wohnungslose

25.11.2016 21:23 Uhr
von Frerk Hinrichs

2580,- Euro hat eine Aktion der Gold- und Silberschmiede Innung Oldenburg-Ostfriesland erbracht. Mit dem Geld wird die Arbeit der Küche im Tagesaufenthalt abgesichert. Das Mittagsangebot wird stark nachgefragt, muss aber ohne öffentliche Zuschüsse auskommen. Deswegen sind Spenden sehr willkommen.

Die Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland hatte zusammen mit dem Einrichtungshaus Ullmann Lose verkauft und Spenden gesammelt. Als Preise hatten die Gold- und Silberschmiede wunderschöne Ketten und Anhänger zur Verfügung gestellt. So hatten die Verkäufer keine Schwierigkeiten ihre Lose am verkaufsoffenen Wochenende an den Mann oder die Frau zu bringen. Viele waren gerne bereit, das Angebot der Diakonie zu unterstützen. Ein Gewinner hat auf seinen Preis verzichtet. Der Anhänger steht nun bei Facebook zur Versteigerung bereit. Der Erlös soll auch dem Tagesaufenthalt zugute kommen.

Etwa 120 Menschen kommen täglich zum Tagesaufenthalt der Diakonie. Sie suchen hier einen Platz an dem Sie sich ungestört aufhalten und aufwärmen können, einen Kaffee trinken und auch ein Mittagessen bekommen können. Für viele ist der Tagesaufenthalt auch Poststelle, über die die Post von Ämtern und Behörden zugestellt werden kann. So ist der Kontakt zu Beratungs- und Hilfeangeboten im Tagesaufenthalt leicht hergestellt. Die Küche ist ein Herzstück der Einrichtung. Hier werden jährlich etwa 10.000 Mittagessen gekocht und ausgegeben. Für Menschen, denen im Leben nur noch wenig geblieben ist, hat das verlässliche Angebot des Tagesaufenthalt eine hohe Bedeutung.
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Bürger zeigen sich zufrieden mit den Bürgerbüros der Stadt

25.11.2016 20:21 Uhr

Ergebnisse der Kundenbefragung 2016 liegen vor

Insgesamt sind die Bürgerinnen und Bürger zufrieden mit dem Leistungsangebot und dem Service der Bürgerbüros – das ist das Ergebnis einer Kundenbefragung vom 1. bis 12. August dieses Jahres, deren Auswertung jetzt vorliegt. Die Einschätzungen zu den Leistungen und dem Service der Bürgerbüros Mitte und Nord wurden von den etwa 550 befragten Kundinnen und Kunden überwiegend zwischen „gut“ und „sehr gut“ bewertet. Damit wird das ebenfalls gute Ergebnis der letzten Befragung aus dem Jahr 2013 noch geringfügig verbessert.

Die Fragen betrafen die Bereiche Nutzung, Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Wartezeiten, Öffnungszeiten, Gebäude und Verkehrsanbindung und die Internetseiten. Anhand von Schulnoten von 1 bis 6 hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Einschätzung abzugeben.

Beide Bürgerbüros bieten eine breite Palette von Behördendienstleistungen an, werden jedoch sehr unterschiedlich genutzt. Während beim Bürgerbüro Mitte (Pferdemarkt 14) die Ausweis- und Passbeantragung sowie Meldeangelegenheiten im Vordergrund stehen, macht im Bürgerbüro Nord (Stiller Weg 10) der Anteil der Kfz-Angelegenheiten weiterhin den größten Aufgabenschwerpunkt aus.

Die Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten die Kundinnen und Kunden mit einer Durchschnittsnote von 1,54; für die fachliche Kompetenz geben sie sogar eine 1,49. Zufrieden zeigen sie sich auch mit der Bearbeitung ihrer Anliegen, was sich in der Note 1,45 widerspiegelte. Die Servicequalität bewegt sich damit weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Deutlich stärker genutzt werden inzwischen die Internetseiten der Bürgerbüros, die die Kunden mit der Note „gut“ (2,16) bewerten. Zur Frage, welche Leistungen gegebenenfalls auch online abgewickelt werden könnten, wurde vereinzelt die Möglichkeit einer vorherigen Terminvereinbarung genannt.

Neben der insgesamt positiven Gesamtbewertung gibt es auch vereinzelt Bereiche, die von den Bürgerinnen und Bürgern kritischer beurteilt und in denen Verbesserungen gewünscht werden. Zum einen sehen sie weiteren Verbesserungsbedarf bei der Gestaltung der Räumlichkeiten, zum anderen bei den Wartezeiten, die sich erhöht haben und durch die Aufgabenschwerpunkte sehr unterschiedlich sind.

Die Bürgerbüros erhalten durch die Ergebnisse immer wieder wichtige Informationen über die Einschätzung und Zufriedenheit ihrer Kundinnen und Kunden. Die Leistungen und der Service können dadurch optimiert und angepasst werden. So ist ab Frühjahr 2017 beabsichtigt, eine Terminvereinbarung zu ermöglichen. Das Ziel ist, den täglich hohen Kundenstrom besser zu steuern und lange Wartezeiten zu vermeiden. Außerdem sind Umgestaltungen in den Räumlichkeiten und Fluren der Bürgerbüros geplant oder bereits umgesetzt, um eine freundlichere Atmosphäre zu schaffen.

Die Kundenbefragung in den beiden Bürgerbüros wurde inzwischen zum sechsten Mal seit dem Jahr 2001 durchgeführt. Während die Befragung selbst von Auszubildenden der Stadt übernommen wurde, erfolgte die Auswertung der Fragebögen durch eine externe Organisationsberatung. Die Ergebnisse der Kundenbefragung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de.
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Oldenburg zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

22.11.2016 09:29 Uhr

Zahlreiche Veranstaltungen rund um den 25. November

Von Freitag, 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis Samstag, 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, wehen an zahlreichen Gebäuden im Stadtgebiet Fahnen, die signalisieren: Nein zu Gewalt an Frauen! Die Stadt beteiligt sich damit an der bundesweiten Fahnenaktion „Frei leben – ohne Gewalt“, zu der die Organisation Terre des Femmes im Rahmen des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen aufruft. Zudem finden am 25. November zahlreiche Aktionen statt.

Die Fahnen werden unter anderem bei folgenden Einrichtungen zu sehen sein: am Kulturzentrum PFL, an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, bei ver.di, bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg, beim Zentrum für Frauen-Geschichte, der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, der Evangelischen Frauenarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg, bei Wildwasser e.V., dem Kinderschutzzentrum, dem Verein Konfliktschlichtung e.V. und beim Gleichstellungsbüro.

Am Freitag, 25. November, wird die Oldenburger Ortsgruppe von Amnesty International in der Hütte für gemeinnützige Einrichtungen auf dem Lamberti-Markt (beim Haupteingang zur Lambertikirche) selbstgefertigte Produkte verkaufen und gemeinsam mit anderen Oldenburger Frauenorganisationen über Gewalt gegen Frauen informieren. Ab 15 Uhr startet an der Ecke Achternstraße/Ritterstraße eine Demonstration durch die Oldenburger Innenstadt für ein Leben ohne Gewalt.

Um 18 Uhr lädt die Evangelische Frauenarbeit zu dem Gottesdienst „Visionen - Neue Geistkraft werde ich in eure Mitte geben“ alle Interessierten in die Dreifaltigkeitskirche, Cloppenburger Straße 17, ein. Im Anschluss gibt es einen Empfang in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, Gorch-Fock-Straße 5. Die interkulturelle Arbeitsstelle IBIS, Klävemannstraße 16, veranstaltet ab 18.30 Uhr einen „Abend nur für Frauen – mit georgischer Musik“. Im Zentrum für Frauengeschichte, Cloppenburger Straße 71, stellen ab 20 Uhr Autorinnen ausgewählte historische Persönlichkeiten vor.

„So traurig der Anlass jedes Jahr wieder ist, ist es auch immer wieder beeindruckend, wie viele Akteurinnen und Akteure sich vernetzen und sich für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen einsetzen“, unterstreicht Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte.

Der Gedenk- und Aktionstag am 25. November soll die Öffentlichkeit daran erinnern, dass Frauen und Mädchen weltweit Opfer von spezifischer Gewalt und Diskriminierung sind. Die Gewalt kann vom familiären Umfeld ausgehen, von der Gesellschaft, vom Staat – und sie wird häufig genug von diesen toleriert. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass in einigen Ländern bis zu 70 Prozent aller Frauen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens Opfer physischer oder sexueller Gewalt werden. Nach einer Studie des Bundesfamilienministeriums haben in Deutschland 40 Prozent aller Frauen zwischen 16 und 85 Jahren bereits körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.frauen.oldenburg.de.
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Eine Spende als Zugabe

31.10.2016 20:42 Uhr
Eine tolle Bühnenshow und eine tolle Geburtstagsfeier präsentieren jetzt ein gemeinsames Ergebnis, und das ist ebenso toll: »Mensch Marilyn«, der musikalische Rückblick auf Marilyn Monroes Leben von und mit Kiky Beyer war Teil der Party zum 15-jährigen Bestehen der »comes« Unternehmensberatung.

Publikum und Geburtstagsgäste der Doppel-Veranstaltung sorgten für einen Erlös von 2230 Euro, die an die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg und an den Präventionsrat Oldenburg gehen.
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Atelier Farbsinn bietet neue Kunstkurse an

29.09.2016 17:13 Uhr

Ab Oktober neue Angebote an Menschen mit und ohne Behinderung

von Daniel Lüllmann

Das Atelier Farbsinn der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. an der Rennplatzstraße 123 bietet ab Oktober ein neues Halbjahresprogramm an.

Thea Wilczura (Leiterin des Ateliers) freut sich auf das neue Angebot: »Wir haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das thematisch für Jeden etwas bietet. Die Erfahrung zeigt, wie gut das Angebot von den unterschiedlichsten Menschen angenommen wird. Kursteilnehmer sind Kinder und Senioren, Migranten, Menschen mit und ohne Behinderung.« Verschiedene Kunstkurse zu Themen wie Zeichnen von Stillleben, Drucktechniken erlernen, ein Freizeitmalangebot für Kinder oder ein persönliches Kunstwerk zu Weihnachten anfertigen sind Teil des Programms. Der Besuch der Kurse ist grundsätzlich kostenlos, auch Materialien werden gestellt. Anmeldungen sollten zeitnah erfolgen, empfiehlt Thea Wilczura. Die Kurse des letzten Halbjahres waren oft schnell ausgebucht.

Das Programmheft kann auf der Webseite der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg heruntergeladen werden und ist an den Standorten der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. erhältlich. Wer sich nicht direkt zu einem der Kurse anmelden möchte, kann das Offene Atelier, immer dienstags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr oder donnerstags von 14:30 bis 17:00 Uhr, besuchen und sich einen Eindruck verschaffen.

Die Aktion »Kunst im Quartier« unter der die Kursangebote laufen wird unterstützt durch die Stadt Oldenburg, die Wirtschaftsvereinigung Kleiner Kreis und die Oldenburger Bürgerstiftung.
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10 Tonnen Kleidung für Flüchtlinge

22.09.2016 09:06 Uhr

Diakonie-Läden suchen ehrenamtliche Helfer

Die Spendenbereitschaft der Oldenbürger ist hoch, wissen die Ehrenamtlichen in den vier Diakonie-Läden der Stadt. Deutlich über 10 Tonnen Kleidung haben sie angenommen, sortiert und an Flüchtlinge weitergegeben, rechnet die Leiterin der Diakonie-Läden aus. Die Versorgung der Flüchtlinge erfolgt neben dem normalen Verkauf von Gebrauchtkleidung, Hausrat und Spielen. Die Diakonie-Läden nehmen tragbare Gebrauchtkleidung an, um sie für einen geringen Kostenbeitrag an Menschen mit schmalem Geldbeutel weiterzugeben.

Flüchtlinge haben von den Betreibern der Gemeinschaftsunterkünfte Gutscheine erhalten, um sich mit dem Notwendigen für den Alltag auszustatten. In den Diakonie-Läden kann nun an Hand der Gutscheine nachvollzogen werden, dass die Diakonie-Läden in den vergangenen 10 Monaten 399 Gutscheine für 1019 Personen eingelöst haben, erklärt Koordinatorin Maria Leusing. Bei etwa 10 Kg Kleidung pro Kunde kommen über 10 Tonnen Kleidung zusammen. "Das sind Zahlen, auf die unsere ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen auch ein wenig stolz sind. Die meisten von ihnen kommen ein bis zwei Mal die Woche zum Helfen. Sie freuen sich über die abwechslungsreichen Tätigkeiten in den Läden und lernen dabei interessante Menschen kennen", berichtet Leusing. Mit der Ehrenamts-Pauschale von 60 Euro im Monat kann sie sich für die ehrenamtliche Unterstützung nur symbolisch bedanken. „Wir freuen uns über jeden, der in einem unserer netten Teams mithelfen möchte,“ (Telefon: 9994480).

In Oldenburg gibt es ?Diakonie-Läden an der Cloppenburger Straße (Stoffwechsel), Dietrichsfeld (Blaues Wunder) und an der Edewechter Landstraße (Kunterbunt) und am Eßkamp (Buntes Kaufhaus).
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»Grundgesetz steht über Religionen«

17.09.2016 21:58 Uhr

Oldenburger Religionsvertreter_innen geben umfangreiche Erklärung zu Grundgesetz und Religionsfreiheit ab

von Carsten Lienemann

Am Freitag, 16. September 2016, übergaben die im Arbeitskreis Religionen des Präventionsrates vertretenen Gemeinden der Stadt Oldenburg eine Erklärung, die sie in einer geradezu feierlichen Aktion unmittelbar vorher unterzeichnet hatten. Darin beziehen sie eindeutig Position zum Verhältnis von Grundgesetz und religiösen Geboten.

»Diese Erklärung ist einerseits eine Selbstverständlichkeit, in Deutschland müssen sich auch die Religionen an die Verfassung halten«, sagt Religionswissenschaftler Prof. em. Dr. Jürgen Heumann. Andererseits gehe das Selbstverständnis der Religionsgemeinschaften und die öffentliche Wahrnehmung auseinander. »Momentan betrifft das vor allem den Islam, aber auch die katholische Kirche steht in der Kritik, z. B. wegen mangelnder Gleichberechtigung«, so Heumann.

»Diese gemeinsame Erklärung ist einzigartig, womöglich sogar bundesweit«, betont Kreispfarrerin und Sprecherin des AK Religionen Ulrike Hoffmann. Das Papier interpretiere die ersten fünf Artikel des Grundgesetztes aus der Perspektive der Religionen. »Wir legen uns damit auf Grenzen für die Religionsfreiheit fest, sagen aber auch, wie weit Religionsfreiheit unserer Ansicht nach reichen muss.« Die Erklärung solle auch eine Hilfe bei der Klärung von Konflikten sein, auch für neu angekommene Flüchtlinge, so Hoffmann weiter.

Die Formulierung haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises nicht einfach gemacht. Um beinahe jedes Wort wurde gerungen, anschließend wurde in den einzelnen Gemeinden darüber diskutiert, bis eine Fassung gefunden war, die alle Vertreter_innen im Auftrag unterzeichnen konnten.

»Wir betrachten das aber nicht als den Abschluss, sondern als den Beginn einer Aktion. Wir laden weitere Gemeinden ein, den Erstunterzeichnern zu folgen und ebenfalls zu unterschreiben«, sagt Hussein Panahi von der Bahá‘í-Gemeinde. Das gelte selbstverständlich auch über die Grenzen Oldenburgs hinaus.

Der volle Wortlaut der Erklärung ist auf der Webseite des Präventionsrates zu finden.
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Kiola-Designer geehrt

05.08.2016 12:05 Uhr

Schüler verleben bunten Nachmittag mit Maskottchen

von Frerk Hinrichs

Zu einem bunten Nachmittag trafen sich jetzt Lisa Willems, Jerome Lietz und Laura Butkereit. Die Praktikantin und Schüler der Förderschule Kleiststraße hatten das Maskottchen für Kiola in einem Wettbewerb entwickelt. Mit der Einladung zu einem bunten Nachmittag konnte sich die Kiola-Initiative jetzt bei den Jugendlichen für den Entwurf bedanken.

Das Kiola-Tier wirbt für Errichtung eines Hauses zum Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen, die normalerweise zu Hause wohnen. Damit Eltern zeitweise von der Rund-um-die-Uhr-Pflege entlastet werden, braucht es einen Einrichtung, die die Behinderten aufnehmen kann und ihnen eine ebenso gute Pflege und Betreuung bietet.

Statt einer Fahrt nach Hamburg hatten sich die Schüler den Besuch eines Minigolfplatzes gewünscht. Kiola rundete den Nachmittag mit einem großen Eisbecher und dem Besuch im Schnellrestaurant ab. Das Turnier mit dem kleinen Minigolfball hat Jerome dann übrigens haushoch für sich entschieden.
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Single-Party für Menschen mit Handicap

14.06.2016 23:48 Uhr
Eine Mischung aus Partystimmung und gespannter Erwartung liegt an diesem 10. Juni in der Kulturetage. Hier steigt heute Abend die erste Oldenburger Single-Party für Menschen mit Beeinträchtigung. Es ist noch früh am Abend, aber auf der Tanzfläche ist schon mächtig was los. Diskjockey Alex hat die Veranstaltung voll im Griff.

Die meisten Gäste vergessen allerdings nicht, dass sie aus einem bestimmten Grund hier sind. Manche wollen in erster Linie Spaß haben, vielleicht jemanden treffen, andere endlich einen Freund oder eine Freundin finden. Damit der erste Schritt nicht allzu schwer fällt, gibt es die Flirt-Engel. Wer jemanden entdeckt hat, kann einen Engel ansprechen und um Vermittlung bitten.

Wenn es diese Single-Party nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Das sieht Bettina Unruh, Geschäftsführerin der Baumhaus Werkstatt gGmbH, ganz genau so. »Wir haben zu Beginn des Jahres die Schatzkiste Oldenburg gegründet, um Menschen mit Handicap bei der Partnersuche zu unterstützen.« Dass auch Menschen mit Beeinträchtigung nach Liebe und Geborgenheit suchen, sei lange vernachlässigt worden, aber mit dieser spezifischen Partnervermittlung solle sich das ändern.

Zum Konzept gehören zwei Single-Partys im Jahr, die mit viel Aufwand und Hilfe von vielen Seiten veranstaltet werden. »Drei- bis vierhundert Gäste heute Abend wären wunderbar«, sagt Bettina Unruh. »Es ist noch früh, ich glaube, wir schaffen das.« Den Flirt-Engeln gebühre wegen ihrer besonderen Aufgabe ein besonderer Dank. »Sie haben eine Schulung erhalten und arbeiten ehrenamtlich, allerdings sind die meisten von ihnen hauptberuflich Engel«, schmunzelt Unruh.

Das erste Paar hatte sich übrigens schon gleich zu Beginn gefunden. Über die Schatzkiste hatten sie Kontakt miteinander aufgenommen und sich für den Abend in der Kulturetage verabredet. Gesehen hatten sie sich vorher noch nie – und auf den ersten Blick ineinander verliebt.

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Ein dreifach Hoch

10.06.2016 10:53 Uhr

25 Jahre Stadtteiltreff Kreyenbrück

von Carsten Lienemann

In diesen Tagen feierte der zweitälteste Stadtteiltreff Oldenburgs seinen 25. Geburtstag. Seit 1991 versorgen die Mitarbeiterinnen die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils mit einem wachsenden Programm von Gruppenangeboten, Beratung und Einzelhilfe, Festen und Ausflügen, Informationsveranstaltungen etc.

Das wären Gründe genug für ein großes Fest in den Räumen An den Voßbergen 58. Aber die Leiterinnen haben anders entschieden. »Wir wollten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern feiern und bei der Gelegenheit auch Menschen ansprechen, die bisher nicht den Weg zu uns gefunden haben, aus welchen Gründen auch immer«, sagt Jutta Hinrichsen, und Karin Bremermann ergänzt: »Wir gehen an einzelne Orte in den Stadtteil und machen niedrigschwellige Angebote«.

Ursprünglich am Frankfurter Weg als Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Osternburg gestartet, zog der Stadtteiltreff 1996 in die aktuellen Räume An den Voßbergen 58 und ging 2010 in die Trägerschaft der Stadt Oldenburg über. Viele Mitarbeiterinnen, Honorarkräfte, Praktikantinnen, Ehrenamtliche, aber auch ein über Jahre konstantes Team haben das Leben in Kreyenbrück bereichert und werden das auch weiterhin tun.

Weitere Informationen:
Stadtteiltreff Kreyenbrück
An den Voßbergen 58
Telefon 0441 235-3292
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Schülerinnen nähen großes Kiola-Maskottchen

07.06.2016 08:11 Uhr
von Frerk Hinrichs

Leonie Harfst und Erin Yunis haben im Rahmen einer Qualifizierungsarbeit das Maskottchen von Kiola vergrößert. Die beiden Schülerinnen der Berufseinstiegsklasse (BEK) des Bildungszentrum Technik und Gestaltung (BZTG) Oldenburg haben unter Anleitung von Fachpraxis-Lehrer Andreas Dittrich das Kiola-Tier genäht, gestopft und hergerichtet. Es entspricht weitgehend dem in einem Wettbewerb von Schülern von der Kleiststraße erstellten Urmodell.

Bei der Größe des jetzigen Models treten manche Eigenschaften besonders hervor. Man kann mit der Figur spielen, sich in seine Arme kuscheln oder sich einfach anlehnen. Damit steht das Maskottchen für das neue Angebot, das in der Stadt Oldenburg geschaffen werden soll. Unter dem Namen Kiola wird ein Haus für den zeitweiligen Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen entstehen. Während sie im Kurzzeitpflegehaus sind, können die Herkunftsfamilien ausspannen und Kraft schöpfen. Für die beiden Schülerinnen war die Erstellung des Kiola-Tieres eine Aufgabe, an der sie gewachsen sind, neue Erfahrungen gesammelt haben und neue Methoden ausprobiert haben. Sonst liegt der Schwerpunkt eher auf malen, streichen und lackieren, erläutert Dietrich. Hier haben die angehenden Raumgestalterinnen den angemessenen Umgang mit Stoffen erlernt und angewendet.

Über die Menge der Polsterwatte, die das Tier aufnehmen kann, waren die Beteiligten dann doch ein wenig erstaunt. Aber "es hat Spaß gemacht, an so einer coolen Aufgabe zusammen zu arbeiten“, sagt Leonie Harfst. Zusammen mit Erin Yunis freut sie sich, "es ist ein gutes Gefühl, das geschafft zu haben".

Vorerst wird das Maskottchen zur Spendenwerbung eingesetzt, berichtet Kiola-Vorsitzende Ute Dorczok, später soll es einen festen Platz im Haus bekommen. Mehr infos unter www.kiola.de
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Auch Auswärts mitjubeln

03.05.2016 21:31 Uhr
von Daniel Lüllmann

Die Firma Schulbusse Sonnenschein ermöglicht mobil eingeschränkten Beschäftigten der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Fahrten zu Auswärtsspielen des VfB Oldenburg.

Für Menschen die mobil eingeschränkt sind und beispielsweise einen Rollstuhl benötigen, kann die Fahrt zu einem Auswärtsspiel des Lieblingsvereins von Zeit zu Zeit zur Herausforderung werden. Gründe hierfür gibt es viele, seien es komplizierte und wenig flexible Nahverkehrsverbindungen oder das einfach kein geeignetes Transportmittel zur Verfügung steht. Für Beschäftigte und Bewohner der Einrichtungen der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) bietet die Firma Schulbusse Sonnenschein nun in diesem Jahr kostenlose Fahrten zu den Auswärtsspielen des VfB Oldenburg an.

„Viele Beschäftigte unseres Hauses sind Fans des VfB und besuchen regelmäßig die Heimspiele des Vereins. Aber auch Auswärtsspiele sind für viele Pflicht und da habe ich in Gesprächen mit unseren Beschäftigten oft gehört, wie schwer es bisweilen für sie ist, diese Spiele zu besuchen. Denn meist ist dafür ein enormer Planungsaufwand nötig“, sagt Gerhard Wessels (Vorstand der GWO). Man habe überlegt wie man diese Situation verbessern kann, so Wessels, und dabei kam das Angebot der Firma Sonnenschein gelegen inklusive Aktionen mit kostenlosen Fahrdiensten zu unterstützen.

„Wir engagieren uns gern in Projekten, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an gesellschaftlichen, kulturellen oder sportlichen Ereignissen ermöglichen. Gerade Fußball und Fan-Sein verbindet Menschen. Daher war für uns klar, dass wir die Aktion Auswärtsfahrten mit unseren Fahren und Fahrzeugen unterstützen.“, betont Saadet Taskin (Geschäftsführerin Schulbusse Sonnenschein).
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30 Jahre für Wohnungslose

03.05.2016 21:27 Uhr

Karl Gräbe zieht bei Dienstjubiläum positiv Bilanz

von Frerk Hinrichs

Blumen zum 30jährigen Dienstjubiläum erhielt Karl Gräbe (li.) von der Ambulanten Wohnungslosenhilfe an der Donnerschweer Straße 181 in Oldenburg. Mark Brockmann, Leiter der Diakonie-Wohnungslosenhilfe im Oldenburger Land, dankte Gräbe für seinen unermüdlichen Einsatz für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Zusammen mit einem Kollegen berät Gräbe, vermittelt in Übernachtungsmöglichkeiten und Übergangswohnungen. Wenn es gut läuft, reicht die persönliche Hilfe und Beratung bis zur Vermittlung einer eigenen Wohnung. „Das ist auf einem engen Wohnungsmarkt durchaus nicht leicht," erklärt Gräbe.

„Wir unterstützen die Betroffenen bei vielem, damit Mietverhältnisse sicher bleiben. Wir helfen bei sozialhilferechtlichen Angelegenheiten und unterstützen beim Umgang mit Geld und Schulden und helfen bei der Suche nach Beschäftigung und Arbeit.“ Für Menschen, die keine eigene Adresse mehr haben, sorgt die Wohnungslosenhilfe dafür, dass Post von Ämtern und Behörden zugestellt werden kann. Gelegentlich vermitteln wir Betroffene für weiterführende Hilfen auch an andere Beratungseinrichtungen.

Gräbe kann sich noch gut an die Anfänge der heutigen Wohnungslosenhilfe erinnern. Damals mussten Gemeinden gelegentlich noch davon überzeugt werden, dass es besser ist, Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten zu helfen, statt sie zu vertreiben. Im Oldenburger Land gibt es wie in ganz Niedersachsen inzwischen ein enges Netz an Hilfen. Die Wirksamkeit dieser Hilfen ist heute anerkannt, freut sich Gräbe.
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Repair-Café zum zweiten Mal in Kreyenbrück

14.04.2016 08:29 Uhr

Freitag 17 Uhr im Gemeindehaus St. Johannes, Pasteur­straße 5,

von Heike Schaadt

Reparieren statt Wegwerfen: Unter diesem Motto findet am 15.04.2016 von 15 Uhr bis 17 Uhr das zweite Reparatur-Treffen in Kreyenbrück statt. Im Gemeindehaus St.-Johannes in der Pasteurstraße 5 unterstützen an diesem Tag ehrenamtliche Reparateure die Besucher dabei, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und im besten Falle gemeinsam zu reparieren. Am kommenden Freitag werden folgende Reparaturen angeboten:
  • Fahrrad
  • PC (Hard- und Software)
  • Elektrotechnik
  • Holz
  • Textil
  • allgemeine mechanische Reparaturen
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – repariert wird hier in entspannter, gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen. Bis 16:30 Uhr können Besucher mit zu reparierenden Gegenständen vorbeikommen. Die Veranstaltung organisieren Schülerinnen und Schüler der IGS Kreyenbrück im Rahmen des Faches „Lernen durch Engagement“ in Kooperation mit dem Fachbereich Technik der Universität Oldenburg.

Letztes Mal konnten bereits viele Reparaturen erfolgreich durchgeführt werden. Ein Grund unter vielen, warum das Repair Café auch in Kreyenbrück eine feste Institution werden sollte. Durch das gemeinsame Reparieren setzen engagierte Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen gegen eine sorglose Wegwerf-Gesellschaft und schonen obendrein wertvolle natürliche und menschliche Ressourcen, weil Gebrauchsgüter länger nutzbar bleiben. Auch die wieder instand gesetzten Gegenstände erhalten eine neue Wertschätzung – statt auf dem Müll zu landen. Zudem teilen Menschen generationenübergreifend untereinander ihr Wissen über das Reparieren und die Technik dahinter. Laien und Experten, Jugendliche und Erwachsene arbeiten gemeinschaftlich zusammen, geben Hilfe zur Selbsthilfe und regen so zu einem bewussten Konsumverhalten an. Gleichzeitig treffen Menschen aus der Nachbarschaft am Reparaturtisch aufeinander – das stärkt den lokalen Zusammenhalt und schafft neue Bekanntschaften.
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»Kunst im Quartier« geht in die zweite Runde

18.03.2016 10:36 Uhr

Gemeinnützige Werkstätten setzen Kunst- und Begegnungsprojekt fort

von Carsten Lienemann

Ab April können Kunstinteressierte wieder im Atelier Farbsinn an der Rennplatzstraße 123 kreativ werden. Die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) setzten Kunst im Quartier – Ohmstede zeigt sich vielfältig und bunt fort. An das erstmals 2015 durchgeführte Projekt knüpfen die GWO an und bieten erneut kostenlose Kurse zu verschiedenen Themen der bildenden Kunst, wie beispielsweise zur Acrylmalerei, dem Arbeiten mit Speckstein oder dem Erstellen von Fotogrammen an. Die Fortsetzung ist zunächst für ein Jahr geplant.

Über 30.000 € werden investiert, um das Projekt durchzuführen. Unterstützt wird die Fortsetzung durch einen finanziellen Zuschuss der Stadt Oldenburg und durch Spenden der Wirtschaftsvereinigung Kleiner Kreis und der Oldenburgischen Bürgerstiftung (Gesamte Förderung aller Sponsoren: 17.500 €). Die Kursangebote werden in Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen Kulturzentrum Rennplatz und der Kindertagesstätte Kurlandallee geplant.

»Wir setzen das Projekt fort, weil wir im ersten Jahr gesehen haben, dass wir mit Kunst eine schöne Möglichkeit zu Begegnungen schaffen. Alle beteiligten Partner waren sehr zufrieden mit dem Verlauf, und wir hoffen, das wir diese Form verstetigen können«, sagt Gerhard Wessels, Vorstand der GWO.

Für das Sommerprogramm von April bis September wird in jedem Monat ein Workshop angeboten. Dazu kommt an jedem Dienstag und Donnerstag das »Offene Atelier«, der »Treffpunkt Kunterbunt«, ein Malangebot für Kinder in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Rennplatz, und das »Kleine Atelier« für Begegnungen zwischen Jung und Alt in Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte Kurlandallee. Bis auf das Offene Atelier ist für alle Angebote eine Anmeldung erforderlich.

»Vorkenntnisse sind nicht nötig, unsere Schwerpunkte liegen eher im zwischenmenschlichen Bereich«, sagt Thea Wilczura von den Gemeinnützigen Werkstätten. »Hier kann man sich unter fachlicher Anleitung ausprobieren, Probleme und Geschichten werden mit Kunst aufgefangen. Es ist zum Beispiel eine gute Möglichkeit, nach der Arbeit zu entspannen.«

Die Diplom-Künstlerin Susanne Barelmann erweitert das Angebot um Collagen, Fotogramme und Specksteinarbeiten. »Durch die Arbeit an Plastiken machen wir auch haptische Erfahrungen möglich«, so Barelmann.

Teilnehmer Lutz Gilbert freut sich, dass es weitergeht. »Für mich ist das Atelier fast ein zweites Zuhause geworden. Ich habe Spaß am Malen, und die Begegnung, der Austausch und die Beschäftigung ist wie Medizin.«

»Die Stadt fördert gerne dieses inklusive Projekt, die Begegnung in den Quartieren ist uns sehr wichtig«, sagt Inge Voigtländer vom Amt für Teilhabe und Soziales der Stadt Oldenburg. »Darüber hinaus sind inzwischen auch die Voraussetzungen geschaffen, um die fertigen Kunstwerke in unserem Gebäude am Pferdemarkt auszustellen«.

Das Sommerprogramm liegt in den Einrichtungen der GWO und an Auslagestellen im Stadtteil Ohmstede aus. Eine pdf-Datei liegt zum Download bereit.
Weitere Informationen gibt es beim Atelier Farbsinn unter der Telefonnummer: (0441) 885 32 572 oder per Mail an atelier.farbsinn@googlemail.com
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Oldenburg räumt auf – Dietrichsfeld hat schon!

09.03.2016 22:31 Uhr
von Carsten Lienemann

Oldenburg räumt in diesen Tagen auf, und der Stadtteiltreff Dietrichsfeld ist ganz vorne mit dabei. Dessen stellvertretende Leiterin Barbara Meyer hatte Arbeitshandschuhe, Warnwesten und Müllsäcke besorgt und für Mittwoch, den 9. März, um Mithilfe gebeten. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus dem Stadtteil trafen sich um 16:00 Uhr vor der Tür des Stadtteiltreffs, um in den umliegenden Straßen für mehr Sauberkeit zu sorgen.

Der jüngste Helfer war zwei Jahre alt, das Höchstalter wurde nicht ermittelt. Auch die verschiedenen Nationalitäten der Nachbarschaft waren vertreten. Alle waren mit Eifer dabei und nahmen alles an Müll mit, was mitzunehmen war. Der meiste Müll war in Hecken oder um Mülleimer herum zu finden. Vieles lag auch in Vorgärten, und die Helferinnen und Helfer haben auch hier gesammelt, hoffentlich mit Einverständnis der Besitzer.

Nach rund eineinhalb Stunden Zur Belohnung gab es Pizza vom Lara Döner die in Windeseile verzehrt war. Glücklicherweise war noch etwas Kuchen vom Nachmittag übrig, der dann auch schnell verzehrt war.

Das Tischgespräch drehte sich unter anderem um die spektakulärsten Funde. Viele Flaschen waren dabei, auch völlig intakte Pfandflaschen, zahlreiche Reste von Feuerwerkskörpern, ein halber Staubsauger, ein Plattenspieler, eine Klobürste und sogar ein Bettgestell. »Aber das haben wir stehen lassen, auch wenn das nicht wie Sperrmüll aussah, der zum Abholen da hingestellt war«, sagten die Finder.

Alles in allem ein großer Erfolg, fand auch Barbara Meyer. So beginnen Serien. Es bleibt wohl nichts übrig, als die Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen.
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Zeitung zum Internationalen Frauentag

08.03.2016 23:46 Uhr
Der internationale Frauentreff ist seit Jahren eine feste Größe im Stadtteiltreff Dietrichsfeld. Die Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern, die sich Jeden Donnerstag um 19:00 Uhr treffen, organisieren Begegnungen mit neu angekommenen Flüchtlingen, sprechen und arbeiten mit den Frauen in den Unterkünften und engagieren sich für (Frauen-)politische Themen im In- und Ausland.

Jedes Jahr zum Weltfrauentag gibt der internationale Frauentreff eine Zeitung heraus, in diesem Jahr bereits zum siebten Mal. Die druckfrische Ausgabe liegt an verschiedenen Stellen im Stadtteil aus, die pdf-Ausgabe finden Sie hier.
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Kostenlose Supervision für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

10.02.2016 06:50 Uhr

Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, können ab dem kommenden Monat an einer kostenfreien Supervision teilnehmen. Das Angebot soll sie darin unterstützen, die besonderen Anforderungen, die mit ihrer Tätigkeit verbunden sind, besser bewältigen zu können, ohne dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen aus dem Auge zu verlieren.

Die Sitzungen werden durch qualifizierte Supervisorinnen und Supervisoren ehrenamtlich durchgeführt. Die Kurse finden an sechs Terminen im Rhythmus von vier bis sechs Wochen mit einer verbindlich angemeldeten Gruppe (maximal 15 Personen) statt und dauern jeweils 90 Minuten.

Der erste Termin ist am Montag, 14. März, von 17.30 bis 19 Uhr. Interessierte können sich ab sofort anmelden bei: Claudia Wronna, Stadt Oldenburg, Agentur :ehrensache, unter Telefon 0441 235-2466, oder per E-Mail an claudia.wronna@stadt-oldenburg.de.

Ehrenamtliche erfüllen in ihrem Engagement für Flüchtlinge eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, finden darin aber auch für sich persönlich ein Gefühl der Befriedigung.
Gleichwohl kann diese anspruchsvolle Arbeit auch belasten und Fragen, Unsicherheiten oder bedrückende Gedanken hinterlassen, die mit nach Hause genommen werden. Eine professionelle Moderation durch eine Supervisorin oder einen Supervisor ermöglicht der Gruppe, sich in einem geschützten Rahmen über Umgangsweisen, Erlebnisse und Gefühle auszutauschen. Sie soll die Teilnehmenden darin unterstützen, konkrete und stimmige Lösungen für Probleme zu finden, um dadurch die eigene Tätigkeit nicht nur besser, sondern auch befriedigender zu gestalten. Dabei sollen die persönlichen Bedürfnisse, Aufgaben und Grenzen des Ehrenamtes gleichermaßen im Blick behalten werden.
Sich auf diese Art gegenseitig zu unterstützen und mitzuteilen kann einen wichtigen Beitrag leisten, um ein Ehrenamt mit Freude und Motivation auszuführen und es als Gewinn für das eigene Leben wahrzunehmen.
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Seminar widmet sich dem Altern

08.02.2016 06:00 Uhr
Mit "Wahrnehmung und Be-Deutung von Alter" beschäftigen sich Teilnehmende eines Seminars, das das Center für lebenslanges Lernen (C3L) der Universität ab 18. Februar an fünf Terminen anbietet.

Unter Leitung der Historikerin Prof. Dr. Angela Taeger wird der Frage nachgegangen, wer oder was in der Vergangenheit und in der Gegenwart die Grenzen vorgab und vorgibt, die Jugend und Alter trennen und wie flexibel diese Grenzen sind. Gerade in der Epoche der "Happy Oldies" des 21. Jahrhunderts werden ebenso amüsante wie kostspielige Wege durch das Altern gesucht, die im Seminarverlauf diskutiert und mit Hilfe historischer Be-Deutungen von Alter eingeordnet werden. Nähere Informationen gibt das C3L unter Tel. 0441/798-2275/-76 oder im Internet unter

https://www.uni-oldenburg.de/c3l/wahrnehmung/

Kontakt:
Dr. Christiane Brokmann-Nooren, Tel.: 0441/798-4420, E-Mail: christiane.brokmann.nooren@uni-oldenburg.de
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Goldschmiedeinnung spendet wieder 2500 Euro

19.12.2015 22:07 Uhr

Spende aus der Gemeinschaftsausstellung geht an die Deutsch-Bengalische Kinderhilfe

Für die Deutsch-Bengalische Kinderhilfe e. V. ist das alles andere als ein geringer Betrag. »Wir sind ein kleiner Verein, und diese Spende ist ein gehöriger Anteil unseres Aufkommens in diesem Jahr, für den wir ganz herzlich danken«, sagte der Erste Vorsitzende Dieter Zorn anlässlich der Scheckübergabe am Freitag, 18. Dezember.

Dabei haben Zorn und seine Vereinskolleginnen und -kollegen selbst ganz erheblich zu dieser Summe beigetragen. Während der diesjährigen Gemeinschaftsausstellung der Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland, die wie schon in denen vergangenen Jahren im Hause Ullmann stattfand, haben sie nicht nur Ihren Verein vorgestellt, sondern sich auch am Verkauf 500 Lose à 5 Euro beteiligt.

Die Gewinne zu den Losen allerdings, 13 von Mitgliedern der Innung gefertigte Schmuckanhänger, sind die eigentliche Spende dieser Aktion, und die Auswahl zum Begünstigten ein besonderer Glücksfall für die Deutsch-Bengalische Kinderhilfe.

Alljährlich stellt die Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland gemeinschaftlich aus. Während der Ausstellungseröffnung werden die Gewinner des Nachwuchswettbewerbs geehrt und jeweils eine Benefizaktion gestartet. »Unsere Wahl für den Empfänger der Spende fiel in diesem Jahr unter 26 Bewerbern auf die Deutsch-Bengalische-Kinderhilfe e.V. Durch unsere Spende in Höhe von 2500 € ermöglichen wir dem gemeinnützigen Verein, eine privat gegründete Schule zu unterstützen und dabei zu helfen, die Chancen ärmerer Kinder in Bangladesch auf Bildung und Betreuung zu verbessern«, so Innungsmeister Andreas Speckmann. »Wir in Deutschland und Europa sind nicht unschuldig an den Lebensumständen in Bangladesch, in denen Menschen, und gerade auch Kinder, ohne Hemmungen ausgebeutet werden. Wir wollten auf diese Weise ein bisschen was zurückgeben«, so Speckmann weiter.


Die Deutsch-Bengalische Kinderhilfe wurde von 8 engagierten Frauen und Männern aus dem Umfeld der Ev.-luth. Gesamtkirchengemeinde Eversten in Oldenburg am 14. August 2012 gegründet. Ziel des Vereins ist es die unzumutbaren Zustände der Textil- und Lederindustrie in Bangladesch vor Augen zu führen. Auch möchten sie den Kindern der Textilarbeiterinnen in Dhaka, die mit einem Monatslohn von selten mehr als 50 €  auch für deutsche Textilimporte arbeiten, durch ihr Schulprojekt bessere Perspektiven ermöglichen. Aber auch den Kindern anderer einkommensschwacher Familien, insbesondere von Tagelöhnern, möchten sie die Hand reichen, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.


Zwei Schmuckanhänger liegen übrigens noch immer zur Abholung bereit. Die Besitzer der Losnummern 331 und 456 mögen sich bitte melden unter der Telefonnummer 0441/15153 oder per E-Mail unter info@goldschmiede-speckmann.de.
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Obdachlosenzeitung »Asphalt« mit neuem Konzept

26.11.2015 23:56 Uhr

Mehr Themen aus der Region Nordwest und mehr Gewinn für Verkäufer

von Frerk Hinrichs

Seit 1996 wird das Straßenmagazin „Asphalt“ im Oldenburger Land und den Nachbarregionen verkauft. Jetzt wurde das Magazin neu gestaltet. Asphalt hat sich auch inhaltlich weiter entwickelt, erläutert Redaktionsleiter Volker Macke. Wir wollen unseren Kunden interessante Inhalte bieten. Auf acht Wechselseiten im Innenteil werden künftig Themen aus der Region im präsentiert wie das Interview mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in der aktuellen Ausgabe.

Die Kunden wollen Informationen aus der Region, weiß Verkäufer Olaf S. Soziale Verantwortung allein ist als Anreiz zu wenig. Deshalb ist Olaf S. optimistisch, die neue Zeitung auch für 2,20 Euro verkaufen zu können. „Gut die Hälfte meiner Kunden sind Stammkunden,“ berichtet der erfahrene Verkäufer. Mit denen kommt man auch mal ins Gespräch. Genau dafür stellt sich Olaf S. jeden Tag 7 bis 8 Stunden an die Straße. „Es gibt mir ein Stück Normalität und hilft mir, mich von Spielautomaten fern zu halten. Manchmal sind wir Verkäufer sogar Auskunftsstelle, wie neulich, als sich ein Neubürger erkundigte, wo man in Oldenburg gute Altkleider abgeben kann. Andere Verkäufer haben bei ihrem Job sogar eine Wohnung und gebrauchte Möbel angeboten bekommen.“ Das zeige, so erklärt Geschäftsführer Reent Stade, dass ein Straßenmagazin für die Verkäufer tatsächlich einen Weg in eine andere Alltagsnormalität bereit hält. Asphalt-Verkäufer sind Menschen mit brüchigen Biographien, die durch Schicksale, Krankheiten oder traumatische Erlebnisse aus der Bahn geworfen wurden. Durch den Verkauf des Straßenmagazin versuchen sie ihrem Leben wieder Struktur und Sinn zu verleihen.

„Zum Monatsende verkauft sich die Zeitung nicht mehr so gut. Da mach ich dann eben mehr Pause,“ verrät Olaf S.. Von der neuen Ausgabe erhofft er sich eine größere Nachfrage. Der Verlag will mehr Verkäufer gewinnen und verspricht neuen Verkäufern zehn Freiexemplare zum Einstieg. Sonst bleibt den Verkäufern die Hälfte vom Verkaufspreis. „Es gehört schon etwas Selbstdisziplin dazu, denn der Einkaufspreis ist gleich am Anfang fällig,“ erklärt Olaf S.. Asphalt stattet die Verkäufer mit einem Ausweis aus und weist genehmigte Verkaufsplätze vor Einkaufszentren, Wochenmärkten oder in der Innenstadt zu. Derzeit bessern 160 Verkäufer und Verkäuferinnen in 15 Städten ihren Lebensunterhalt durch diese Arbeit auf. Viele sind oder waren wohnungslos, alle sind von Armut betroffen. „Mit dem verbesserten Produkt hoffen wir noch weiteren Verkäufern an anderen Plätzen ein kleines Zubrot zu ermöglichen,“ fügt Redaktionsleiter Volker Macke hinzu. Wer im Oldenburger Land verkaufen möchte, wendet sich an einer der Diakonie-Beratungsstellen für Menschen in Wohnungsnot. Das neue Erscheinungsbild ist von Grafik- und Design-Studenten der Hochschule Hannover entwickelt worden. Papst Franziskus unterstützt das Straßenmagazin mit einem Exklusivinterview.
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aktiv und irma sammeln für Oldenburger Tafel

16.11.2015 15:19 Uhr

Boxen für Trockenware hinter den Kassen

von Carsten Lienemann

Viele Supermärkte und Lebensmittelhändler geben verderbliche Lebensmittel zugunsten von Bedürftigen an die Oldenburger Tafel ab. So genannte Trockenware, also Reis, Nudeln, getrocknete Hülsenfrüchte oder auch Konserven gehört alledings nicht dazu. Kristina Michel von der Facebook-Spendengruppe für die Oldenburger Tafel wollte das ändern und suchte nach einem Unternehmen möglichst aus der Region, das mehrere Filialen über das Stadtgebiet verteilt hat.

»Da fiel die Wahl schnell auf die aktiv-&-und-irma-Märkte. Ich habe die Geschäftsleitung angerufen und unser Anliegen vorgetragen«, erklärt Kristina Michel den Anfang dieser Geschichte.

Die Geschäftsleitung war sofort einverstanden. »Unsere Frischware geben wir ohnehin an die Tafel weiter, und wir freuen uns, dass wir diese Initiative unterstützen können. Daher war dieses zusätzliche Angebot für uns keine Frage«, sagt Günter Walter von der aktiv-&-irma-Geschäftsleitung.

Eine wichtige Voraussetzung galt es zu erfüllen: Die Sammelbehälter mussten abschließbar sein. Fertige Körbe kamen aus Kostengründen nicht in Frage. Goldschmiedemeister Andreas Speckmann, der ebenfalls der Spendengruppe für die Oldenburger Tafel angehört und außerdem Mitglied im Deutschen Druiden-Orden VAOD e. V. ist, hat im Namen und mit Hilfe der Graf-Anton-Günther-Loge Oldenburg Kunststoffboxen angeschafft, bearbeitet und mit Vorhängeschlössern und Beschriftungen ausgestattet. Weitere Boxen wurden von privaten Spendern finanziert.

Inzwischen sind die Boxen in allen Märkten unmittelbar hinter den Kassen aufgestellt. Jede Box hat eine Patin oder einen Paten, die bzw. der die Box regelmäßig leert und die gespendeten Lebensmittel zur Tafel bringt.
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Oldenburger Tafel erweitert ihr Angebot

07.11.2015 22:46 Uhr
von Carsten Lienemann

»Heute geben wir zum ersten Mal direkt an individuelle Flüchtlinge die Trockenwaren aus«, sagte Inka Ibendahl, Leiterin der Oldenburger Tafel, an diesem Freitag, 6. November. Trockenware, die aus kleinen und großen Spenden kommt, gesammelt entweder in den Spendenboxen in einem der 10 Oldenburger aktiv-Märkte, über REWE-Tüten, die bundesweit für je 5 Euro erworben werden können oder mit Geldspenden im Großmarkt gekauft und vom Marktleiter noch großzügig aufgestockt.

Die Information über den Freitag als neuen Ausgabetag sickerte offenbar nur langsam durch. »Es war deshalb ruhig, aber kontinuierlich kamen immer wieder welche, die sich sehr gefreut haben«, beschreibt Ibendahl den Verlauf des Tages.

Bisher hat die Tafel nur verderbliche Ware ausgeben können. Konserven, Reis, Nudeln und weitere so genannte Trockenware kann der Handel an den Hersteller zurückgeben. Damit auch diese an die Besucherinnen und Besucher der Tafel ausgegeben werden können, müssen sie entweder direkt gespendet oder aus gespendetem Geld gekauft werden.

»Nächsten Freitag wird die Aktion wiederholt!«, bestimmt Ilka Ibendahl und bittet um Mithilfe. Wer zwischen 10:00 und 16:30 Zeit hat, in einer von mehreren Schichten zu helfen, möge sich bitte per Mail wenden an: email@oldenburger-tafel.de. Außerdem werden noch folgende Waren benötigt: Basmatireis, Öle, Datteln (auch große Gebinde), Kichererbsen-Dosen, Shampoo, Deo, Duschgel. Langfristig, spätenstens ab Anfang 2016, soll der Freitag als vierter Ausgabetag dauerhaft eingerichtet werden.

Darüber hinaus legt Ilka Ibendahl wert auf die Feststellung, dass jede Art von Trockenware gefragt ist: »Ob Nudeln oder Nutella, wir nehmen alles gerne. Wir wollen nicht zwischen verschiedenen Bedürftigen unterscheiden.«
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SELAM-Lebenshilfe und Wildwasser Oldenburg vereinbaren Kooperation

16.10.2015 07:00 Uhr

Wildwasser direkt vor Ort in der Nadorster Straße 40


Die Fachberatungsstelle Wildwasser gegen sexualisierte Gewalt kann ab sofort persönliche Beratung in den Räumen der SELAM-Lebenshilfe anbieten.

Dazu wurde ein Nutzungsvertrag abgeschlossen, der Wildwasser ermöglicht, direkt „vor Ort“ bei SELAM fachliche Unterstützung anzubieten.
Sowohl soziale Fachkräfte aller Abteilungen der SELAM-Lebenshilfe als auch betroffene Mädchen und Frauen wird Beratung geboten.
„Wir freuen uns sehr, dass die SELAM uns die Möglichkeit bietet, unsere Hilfe nun direkt in ihrem Hause anzubieten“, erklärt Ingeborg Wibbe von Wildwasser Oldenburg. „Dank der SELAM-Lebenshilfe können wir eine neue Chance wahrnehmen, den Menschen mit Beeinträchtigungen ein niedrigschwelliges Angebot zu geben. Auch sie brauchen ein für sie leicht erreichbares Angebot. Und auch den Bezugsper-sonen wollen wir professionelle Ansprechpartnerinnen zum Thema sexualisierte Gewalt sein.“

Herr Andreas Wegener, Geschäftsführer der SELAM-Lebenshilfe gGmbH betont, dass die Idee schnell umgesetzt wurde, da insbesondere die KundInnen, aber auch die Belegschaft, das Unterstützungs-angebot von Wildwasser sehr begrüßen.“ Seit längerem erfreuen sich Selbstbehauptungskurse von Wildwasser einer großen Beliebtheit, weshalb Wildwasser bei SELAM auch schon bekannt ist. Wir erhoffen uns nun, den Bedürfnissen unserer KundInnen durch die Wildwasser-Beratung bei uns in unserem rollstuhlgerechten Raum in der Nadorster Straße 40 noch besser gerecht zu werden “, äußert sich Herr Wegener.

Wildwasser
Wildwasser Oldenburg ist eine Anlauf- und Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt.
Sowohl persönliche, telefonische und Onlineberatung wird vom Beratungsteam mit traumaspezifischer Qualifikation angeboten. Zudem wird Präventionsarbeit geleistet und Fachfortbildung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „sexualisierte“ Gewalt gehören ebenfalls zum vielfältigen Angebot. Wildwasser Oldenburg ist zuständig für die Stadt und den Landkreis Oldenburg. Weitere Informationen unter www.wildwasser-Oldenburg.de

Die SELAM-Lebenshilfe
Die SELAM-Lebenshilfe bietet seit 25 Jahren Menschen mit Beeinträchtigungen ambulante Hilfen an. Neben der Assistenz beim Wohnen in einer eigenen Wohnung gibt es den Familienentlastenden Dienst, die Freizeitstätte KIEK-IN, Sportangebote, Unterstützte Kommunikation, Reisen, Assistenz in Ausbildung und Beruf sowie eine Tagesförderstätte, in der erwachsene Menschen mit Behinderungen, welche nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten können, ein Tagesangebot erhalten. Diese Angebote werden von circa 340 haupt- und nebenamtlichen sowie 35 ehrenamtlich Mitarbeitenden erbracht.
Gesellschafter sind die drei Lebenshilfevereine aus der Stadt Oldenburg und den Landkreisen Wesermarsch sowie Ammerland.
Näheres unter www.selam-lebenshilfe.de



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Tastbarer Cityplan von Oldenburg wird übergeben

13.10.2015 07:00 Uhr

Am 15.10.2015 um 11.00 Uhr werden in den Räumen der Tourist - Information Oldenburg in einem nicht öffentlichen Rahmen tastbare Stadtpläne von Oldenburg für blinde und sehbehinderte Menschen von Frau Gabriele Mesch, Vertreterin der Landessparkasse zu Oldenburg, an Frau Gisela Hirschberger, Vereinsleiterin des Blinden- und Sehbehindertenverbandes, Regionalverein Oldenburg, übergeben.
Die Realisierung des tastbaren Plans wurde durch Mittel der Aktion Mensch und Spenden der LzO sowie der Augenärzte Frau Dr. Claudia Lanzrath und Herrn Andreas Cepin ermöglicht. Mit diesem Plan haben blinde und stark sehbehinderte Menschen die Möglichkeit, sich in tastbarer und kontrastreicher Großschrift / Brailleschrift über die Oldenburger Innenstadt zu orientieren.


Am 15. Oktober 1964 übergab US-Präsident Lyndon B. Johnson in einem symbolischen Akt Langstöcke an Menschen mit Blindheit und starker Sehbehinderung. Im Jahr 1969 riefen die Vereinten Nationen den „Internationalen Tag des Weißen Stockes“ ins Leben, der jeweils am 15. Oktober begangen wird. In den darauf folgenden Jahren erlebte der weiße Stock eine neue Entwicklung. Mit dem sogenannten Langstock und entsprechenden Schulungen in Orientierung und Mobilität konnten blinde und sehbehinderte Menschen die große Herausforderung des Straßenverkehrs in Angriff nehmen.

Als Tag des weißen Stockes nutzen die Blinden- und Sehbehindertenverbände den 15. Oktober, um auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam zu machen. Die Regionalvereine und viele Bezirksgruppen organisieren niedersachsenweit verschiedene Aktionen und Infostände, um über die Bedürfnisse, aber auch die Möglichkeiten blinder und sehbehinderter Menschen aufzuklären.

Der Blinden-und Sehbehindertenverband e.V., Regionalverein Landesteil Oldenburg, ist der Zusammenschluss von blinden und sehbehinderten Menschen aus den Landkreisen Ammerland, Oldenburger Münsterland, Friesland, Oldenburg und Wesermarsch sowie den kreisfreien Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven.

Er berät unabhängig von einer Mitgliedschaft sehbehinderte und blinde Menschen der Region und ist Ansprechpartner für Betroffene, für ihre Angehörigen und Personen des sozialen Umfeldes. Der BVN vertritt die Interessen seheingeschränkter Menschen gegenüber Politik, Wirtschaft und in gesellschaftlichen Fragen. Er setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe, für Barrierefreiheit und Inklusion im beruflichen und öffentlichen Leben ein.

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Kostenlose ÖPNV-Beförderung für Bewohnerinnen und Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtun

17.09.2015 18:10 Uhr
Das Land ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) des Landes ab dem 1. Oktober 2015 die kostenlose Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dazu soll zukünftig der Hausausweis der EAE die Flüchtlinge berechtigen. Das Land wird den Verkehrsunternehmen hierfür einen Ausgleich zahlen, der aus den Regionalisierungsmitteln finanziert wird.

Verkehrsminister Olaf Lies sagte: "Das ist ein weiterer Beitrag der Landesregierung zur Willkommenskultur. Die Vielzahl der Flüchtlinge stellt uns alle vor besondere Herausforderungen. Mit der Übernahme der Kosten für die ÖPNV-Förderung helfen wir einerseits den Flüchtlingen, sich einfacher außerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung in der Region bewegen zu können. Andererseits helfen wir beim einfachen Verwaltungshandeln. Statt komplizierter Fahrkartenausgabe und -abrechnung reicht der Hausausweis."

Derzeit wird bei der Nutzung des OPNV durch die Flüchtlinge zwischen amtlichen Fahrten und Fahrten aus privatem Anlass unterschieden. Bei den amtlichen Fahrten werden die Flüchtlinge gebeten, außerhalb der EAE Termine bespielweise bei Ärzten oder Behörden wahrzunehmen und dazu die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Dabei ist das Land per Gesetz verpflichtet, die Fahrtkosten zu Übernehmen. Für die Fahrten in der Freizeit müssen die Flüchtlinge bisher selbst aufkommen. Nun ist ab den 01 . Oktober 2015 eine vollständige Obernahme der Fahrtkosten in Bussen und Bahnen durch das Land unabhängig vom Anlass vorgesehen. Die räumliche Nutzungsmöglichkeit ist dabei auf den jeweiligen Landkreis, in dem sich die EAE des Landes befindet, begrenzt.

Verkehrsminister Olaf Lies: "ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei den Verkehrsunternehmen für die große Bereitschaft bedanken, sich an der Aktion zu beteiligen.

Das Land leistet damit einen weiteren Beitrag zur Willkommenskultur von Flüchtlingen und möchte die Situation der Flüchtlinge weiter verbessern.
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Förderverein beginnt mit Spendenradtour

17.09.2015 17:39 Uhr
von Frerk Hinrichs

Der neu gegründete Förderverein der Tagesstätte Borchersweg veranstaltet als erstes Event eine Spendenradtour rund um den Tweelbäker See. Kinder und Jugendliche der Tagesstätte fahren mit der Aktion am 19. September Geld ein, dass für die Durchführung einer Kunstaktion eingesetzt werden soll. Zahlreiche Firmen und Privatpersonen haben sich als Sponsoren gewinnen lassen. Weitere Spender sind der Vorsitzenden des Fördervereins, Ute Wennekamp, willkommen. Zwischen 10 und 17 Uhr ziehen die jungen Radfahrer ihre Runden um den See. Zuschauer zum Anfeuern und Mitstreiter treffen sich auf dem Dorfplatz am See. Fürs leibliche Wohl ist mit Grill und Stockbrot gesorgt. Der Förderverein hat sein Motto zum Namen gemacht, er heißt "Wir bewegen was." Spenden erbittet der Förderverein auf das Konto IBAN: DE 36 2806 22490034 0332 00.

Die Tagesstätte im Pädagogisch-Therapeutischen Zentrum (PTZ) Borchersweg leistet Jugend- und Eingliederungshilfe für Kinder ud Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Etwa 130 Kinder und Jugendliche aus den Städten Oldenburg und Delmenhorst sowie den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg besuchen den Hort der Diakonie.

Ansprechpartner:
Diakonisches Werk Oldenburg Förderung und Therapie gGmbH
Tagesstätte im Pädagogisch-Therapeutischen Zentrum Borchersweg
Ulrike Meyer, Einrichtungsleitung
Borchersweg 80
26135 Oldenburg
Deutschland
Tel.: 0441-20587-0
Web: www.borchersweg.de
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»Hilfsbereitschaft nicht zurückweisen«

07.09.2015 06:00 Uhr

Freiwillige sortieren bei der Oldenburger Tafel Lebensmittel- und Sachspenden für Flüchtlinge

von Carsten Lienemann

Dienstags, mittwochs und donnerstags zwischen 13:00 und 16:00 Uhr gibt die Oldenburger Tafel in der Kaiserstraße 14 Lebensmittel an Bezugsberechtigte aus. Berechtigt ist, wer einen Oldenburg-Pass vorweisen kann. »Weil wir steuerrechtlich betrachtet ein mildttätiger Verein sind, müssen wir kontrollieren«, sagt Inka Ibendahl, Vorsitzende der Oldenburger Tafel e. V. »Der Oldenburg-Pass erspart aber den Menschen, die hierher kommen, ihre finanziellen Lage komplett offenzulegen.«

Heute ist Sonnabend, der 5. September, also kein Ausgabetag. Trotzdem sind seit 10:00 Uhr zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer damit beschäftigt, die gespendete Trockenware, lagerfähige Lebensmittel und originalverpackte Hygieneartikel zu sortieren. Diese Spenden sind die Folge eines Brandbriefes inklusive Lebensmittel-Wunschliste, den Inka Ibendahl Anfang Juni auf der Internetseite der Oldenburger Tafel veröffentlicht hatte. Ibendahl hofft dabei, dass dieses Mehr an Lebensmitteln keine einmalige Sache bleibt, sondern auf Dauer erreichbar ist.

Denn durch die Flüchtlinge ist die Anzahl der Bedürftigen inzwischen so hoch, dass weder genug Ware noch ausreichend Helferinnen und Helfer da sind. Die Tafel darf nur sammeln, was der Lebensmittelhandel aussortiert. Trockenware ist selten darunter, Lebensmittel, die den Flüchtlingen vertraut sind, schon gar nicht. Kleidung und Hausrat dürfen aus hygienischen Gründen nicht angenommen werden, Geldspenden dürfen nicht zum Warenzukauf verwendet werden, unterstützen aber die Finanzierung der gesamten Arbeit.

Pro Ausgabetag versorgt die Tafel derzeit ca. 1700 Personen über die Ausgabestelle mit Lebensmitteln. Dazu werden rund 70 Firmen mit Transportern angefahren, die mehr als 100 Helferinnen und Helfer arbeiten von 7:00-17:00 Uhr; sie sortieren, verteilen auf Portionsbeutel, was die Fahrteams gesammelt haben und geben die Ware aus, das alles mit viel Routine und durchaus auch mit Spaß an der Sache. Die Tafel würde gerne an einem vierten Tag öffnen, bräuchte dafür aber mindestens 40 zusätzliche Freiwillige, wenn das Angebot über das ganze Jahr verlässlich sein soll.

In Bezug auf Kleider- und sonstige Sachspenden appelliert Ibendahl an die Verwaltung und die Wohlfahrtsverbände, Lagerhallen und sonstige -stätten für die vorübergehende Sortierung und Lagerung der in großer Zahl eingehenden anderen Sachspenden, wie Kleidung, Spielzeug und Hausrat, zu öffnen. »Wir dürfen diese Welle der Hilfsbereitschaft nicht mit dem Argument zurückweisen, wir kämen nicht dagegen an. Die Lagerkapazitäten sind da, die Freiwilligen zum Sortieren und Verteilen will ich wohl anwerben«, so Ibendahl. »Wichtig ist, dass an neutraler Stelle alles vorbereitet wird, damit niemand in den überfüllten Unterbringungen befürchten muss, nichts abzubekommen.«

Nach einer guten Stunde ist alles in Kartons verstaut, die Frage steht im Raum, wie es denn jetzt weitergeht. »Das weiß ich auch noch nicht genau«, sagt Inka Ibendahl. Aber dass es weitergeht und dass sie es vorantreiben wird, daran zweifelt an diesem Sonnabendvormittag niemand.
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Deutsch-spanischer Austausch sorgt für Entwicklung

28.08.2015 09:08 Uhr
von Daniel Lüllmann

Vier Tage lang macht sich eine spanische Delegation der Mater ISLA Werkstätten auf Mallorca ein Bild von der Arbeit der Baumhaus gGmbH und den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Beim Empfang des Oberbürgermeisters trugen sich die Besucher ins Gästebuch der Stadt ein.

„Gute Beziehungen leben vom gemeinsamen Austausch und fördern positive Entwicklungen“, zeigte sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann beim Besuch der Delegation der Mater ISLA Werkstätten aus Palma auf Mallorca am Mittwoch überzeugt. Der OB empfing die Spanier im Rathaus und bekam nach dem Eintrag von Grußworten der Besucher in das Gästebuch der Stadt als Geschenk einen Bildband der mallorquinischen Heimat überreicht.

Krogmann erkundigte sich beim Gespräch über den Stand der Inklusionsdebatte und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung in Spanien. „Insbesondere die schlechte Arbeitsmarktlage mit einer relativ hohen Arbeitslosigkeit stellt uns ebenso bei den Bemühungen um mehr Integration vor große Herausforderungen“, so Boni Martinez (Leiter der Mater ISLA Werkstatt). Jedoch stimme ihn der Austausch mit den Werkstätten in Oldenburg positiv, da er immer auch neue Impulse für die eigene Arbeit mit sich bringe. Bei ihren Gastgebern, der Baumhaus gGmbH und den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) informieren sich die spanischen Kollegen noch bis Freitag über das System und die Arbeit für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Die Kooperation der Partnerwerkstätten begann bereits 2010 mit dem von der EU geförderten Bildungsprogramm „Leonardo da Vinci“ zur beruflichen Qualifikation. 12 Werkstattbeschäftigte aus Oldenburg reisten damals nach Mallorca und lernten die Arbeit der spanischen Kollegen kennen. Durch die Mitarbeit auf einer Finca erweiterten die Teilnehmer ihre Kenntnisse und Fähigkeiten und bekamen bei Freizeitaktivitäten einen Einblick in die Kultur des Landes.

Seit dem ersten Kontakt sind die Beziehungen zwischen Oldenburg und Palma weiter vertieft worden. „Regelmäßig lernen wir voneinander“, sagte Gerhard Wessels (Vorstand der GWO). Beispielsweise werden die GWO bei diesem Besuch ihre Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung vorstellen. Programmpunkte sind unter anderem ein Besuch beim Berufsbildungsbereich und beim Café Kurswechsel. „Dabei geht es auch immer darum zu zeigen und darüber zu diskutieren, welche Bedingungen in Projekten geschaffen werden müssen, damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung gelingt. Dabei hilft uns ebenfalls der europäische Austausch“, so Wessels. Betina Unruh (Geschäftsführerin der Baumhaus gGmbH) möchte die Erfahrungen der spanischen Kollegen beim Aufbau des geplanten Hotels im Stadtteil Osternburg nutzen. Die Mater ISLA Werkstätten betreiben auf Mallorca seit einigen Jahren ein Hotel in dem Menschen mit Behinderung arbeiten.

Alle Seiten sind sich einig, den Kontakt fortzusetzen, da die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg tiefe Wirkung auf die eigene Arbeit entfaltet und positive Effekte mit sich bringt.
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Zuschüsse für Kühlgeräte
im Rahmen des Stromspar-Checks

15.07.2015 10:00 Uhr

Haushalte mit geringem Einkommen können finanzielle Unterstützung erhalten


Der Caritasverband Oldenburg-Ammerland vergibt mit dem Energiesparprojekt „Stromspar-Check PLUS“ auch Zuschüsse für besonders energieeffiziente Kühlgeräte. Im Rahmen eines Stromspar-Checks können Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld einen 150 Euro-Gutschein für den Kauf eines besonders energieeffizienten Kühlgerätes (A+++) erhalten.
Die Voraussetzung ist, dass das neue Gerät mehr als 200 Kilowattstunden pro Jahr einspart, während das alte Gerät mindestens zehn Jahre alt ist und fachgerecht entsorgt wird.

Energiesparen durch neue Geräte
Dieser Kühlgerätetausch ist Teil des Stromspar-Checks, bei dem Stromsparhelferinnen und -helfer den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte vor Ort analysieren. In einem zweiten Besuch werden Energiesparartikel wie Energiesparlampen, schaltbare Steckerleisten und Wasser-Durchflussbegrenzer eingebaut. „Die Erfahrungen unser Stromspar-Teams zeigen außerdem, dass in 23 Prozent der Haushalte sehr alte Kühlgeräte stehen“, so Projektleiterin Heidi Bley-Albers. „Wenn durch einen Austausch die Stromrechnung um weitere 60 bis 120 Euro gesenkt werden kann, ist das eine deutliche Entlastung der knappen Budgets.“

Gesamt-Einsparung von fast 900 Tonnen Kohlendioxid
Mehr als 620 Haushalte mit geringem Einkommen haben bisher an dem Projekt teilgenommen, rund 5.400 Energiesparlampen, 600 schaltbare Steckerleisten und 580 Strahlregler wurden bislang bereitgestellt. Jeder Haushalt sparte durchschnittlich 130 Euro an Energie- und Wasserkosten pro Jahr ein. Betrachtet man die voraussichtliche Lebensdauer aller zur Verfügung gestellten Energiesparartikel, verbrauchen die Haushalte über 700.600 Kilowattstunden Strom sowie knapp 39.500 Kubikmeter Wasser weniger. „In Oldenburg werden damit fast 900 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart. Würden man diese auf Tanklaster füllen, stünden diese in einer Schlange von Oldenburg bis kurz vor Osnabrück“, berichtet Tarek Abu-Ghazaleh, Energieberater der Stadt im Fachdienst Umweltmanagement. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zum städtischen Klimaschutzziel, bis 2020 knapp 100.000 Tonnen Kohlendioxid weniger auszustoßen als 1990.

Der Stromspar-Check ist eine Maßnahme des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes (InEKK), die auf Initiative der Stadt Oldenburg ins Leben gerufen wurde. Das Projekt wird vom Caritasverband Oldenburg-Ammerland e. V. getragen und durch das Jobcenter mit der Vermittlung von Stromsparhelferinnen und -helfern unterstützt. Letztere sind Langzeitarbeitslose, die in das Thema Energiesparen eingewiesen werden und als Beraterinnen und Berater auf Augenhöhe in die Haushalte kommen.
Weitere finanzielle Unterstützer sind die EWE AG, die GSG Oldenburg und die Stadt Oldenburg. Nähere Informationen gibt es beim Caritasverband Oldenburg-Ammerland e. V. unter Telefon 0441 9254520 oder unter www.oldenburg.de/energie.
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Mit Schülerfirma Pflege kennen lernen

13.07.2015 21:22 Uhr

Schüler erleben freundlichen Umgang mit Senioren am Haarentor

von Frerk Hinrichs

Max und Janin haben sich für ihre ersten Berufserfahrungen in der Schülergenossenschaft der Schule am Bürgerbusch für den sozialen Bereich entschieden. Jetzt endet ihr Helferdienst. Zusammen mit fünf weiteren Schülern gingen sie einmal in der Woche für zwei Stunden in das nahe gelegene Seniorenzentrum Haarentor der Diakonie.

Hauswirtschaft und Altenpflege sind nicht für jeden geeignet, haben die beiden festgestellt und bedauern, dass einer ihrer Mitstreiter nach einem Monat in einen handwerklichen Bereich gewechselt hat. Für Janin aber steht fest, sie will den Hauptschulabschluss schaffen und Altenpflegerin werden. Auch Max will in den sozialen Bereich, denn er weiß jetzt, wie es in der Pflege läuft.

Für das Seniorenzentrum sind die Schüler eine echte Bereicherung, ist Daniela Bürger begeistert. »Mit den Schülern sind auch besondere Projekte möglich, bei denen jede zusätzliche Hand eine Hilfe ist«, erklärt die Pflegedienstleitung. Sommerfest, Kramermarktsbesuch oder Ausflug in den Botanischen Garten sind Beispiele, bei denen jede Rollstuhl schiebende Hand willkommen ist. Normalerweise kommen die Schüler donnerstags um 15 Uhr, wenn Mittagsruhe und Kaffeetrinken beendet sind. Sie bleiben bis 16:30 Uhr. Weil für die Schüler zwischen Schulschluss und Dienstbeginn im Seniorenzentrum eine lange Pause ist, fühlt sich das wie ein langer Arbeitstag an, erzählen Janin und Max. Aber die Zeit mit den Senioren vergeht wie im Flug. Es finden sich immer Themen, über die gesprochen wird oder Spiele, die allen Spaß machen. Für einige ist das echtes Gehirnjogging, für andere eher ein Spaziergang. Die Schüler lernen ganz neue Seiten an sich kennen. Denn sie dürfen keine Scheu haben, jemanden anzufassen, um zu helfen. Andere entdecken wie Max ihre Fähigkeit, ruhig zu bleiben, auch wenn es turbulent wird.

Der Ausbau sozialer Kompetenzen ist eines der wichtigsten Lernziele in der sozialen Abteilung, erläutert Lehrerin Monika Plogsties. Auch Pünktlichkeit wird für die 16 bis 17jährigen in der Arbeit mit Menschen auf eine andere Art wichtig als in Schule. Da lassen sich positive Veränderungen beobachten, berichtet Plogsties. Außerdem erfahren die Schüler, wie viele verschiedenen Berufsgruppen in einem Seniorenzentrum zusammen arbeiten, um eine gute Betreuung alter Menschen zu gewährleisten. Die Mitarbeitenden im Seniorenzentrum, dass ist Max und Janin besonders wichtig, haben sie gut vorbereitet auf die Arbeit mit den Senioren. Vor allem aber pflegen sie einen tollen, freundlichen Umgang mit den alten Menschen.
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Kino im Gefängnis

18.06.2015 17:39 Uhr

»Beyond Punishment« in der JVA in Kreyenbrück

von Carsten Lienemann

Filmvorführungen gab es in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg schon öfter, schließlich zeigt das Filmfest hier regelmäßig sein Programm. Doch der Film, der an diesem 16. Juni in der gezeigt wurde, war von anderer Art. »Beyond Punishment« (»Jenseits von Bestrafung«) heißt der Dokumentarfilm, der international gebräuchliche, aber nicht wirklich ins Deutsche zu übersetzende Begriff Restorative Justice ist sein Thema. Am Beispiel von drei Tötungsdelikten aus den USA mit seiner vergleichsweise strengen Justiz, aus Norwegen, das ein sehr liberales Rechtssystem hat, und Deutschland, das irgendwo dazwischen liegt, wird gezeigt, wie Hinterbliebene und Täter mit der Tat und ihren Folgen umgehen.

Wie wichtig die Begegnung zwischen Tätern und Opfern bzw. Hinterbliebenen für beide Seiten ist, um das Geschehene aufarbeiten zu können, ist unter Fachleuten anerkannt. In Deutschland und Norwegen ist ein Treffen zwischen direkten Tatbeteiligten möglich, wenn beide Seiten einverstanden sind. In den USA geht das nicht, aber es gibt Gesprächsrunden, an denen Täter und Betroffene von Straftaten teilnehmen können, und die Betroffenen können mit Tätern anderer Straftaten sprechen.

Uwe Krügel vom Fachbereich Behandlung der JVA, der die anschließende Diskussion moderierte, zeigte sich »beeindruckt, mit welch hoher Konzentration vor allem die teilnehmenden Gefangenen den Film verfolgt haben, dessen Inhalt sie ganz persönlich betrifft.«

Veronika Hillenstedt vom Verein Konfliktschlichtung e. V. arbeitet seit vielen Jahren mit Inhaftierten, die ein Gespräch mit den Opfern ihrer Taten suchen. »Die Beschuldigten möchten oft die Dinge loswerden, die sie belasten, und auch die Geschädigten sind oft hilflos und wollen reden. Wenn beide Seiten sich darauf einlassen, regeln die Betroffenen das untereinander am besten. Gesprächskreise wie im Film sind in Deutschland neu, aber auch sie bieten eine Möglichkeit für einen Perspektivwechsel und einen Anfang für ein normales Leben.«

Petra Klein ist ehemalige Kriminalbeamtin und heute für den Weißen Ring tätig. Sie kennt damit beide Seiten. »Eine große Zahl der Menschen, die sich an den Weißen Ring wenden, möchte, dass die Verantwortlichen sich zu ihrer Tat bekennen. Die Familien der Opfer brechen nicht selten auseinander, weil keiner den anderen zusätzlich belasten will. Auch die Täter haben ein Redebedürfnis, dem man mit einem offenen Ohr begegnen muss. Alle Beteiligten wollen irgendwann ›die Tür zumachen‹ können.«

JVA-Psychologin Denise Grenz zollte beiden Seiten hohen Respekt. »Gespräche dieser Art sind schon in reinen Täter-Runden schwierig. Ein direkter Kontakt zu den Opfern ist oft nicht möglich. Viele Gefangene möchten sich gerne schriftlich bei den Opfern und ihren Familien entschuldigen, aber davon raten wir ab, weil es mehr Wunden aufreißt, als geschlossen werden.«

»Was können wir mitnehmen, gibt es Betroffene, gibt es Gefangene, die Interesse daran hätten, solche Gesprächskreise aus Tätern und Opfern einzurichten?«, fragte die stellvertretende Anstaltsleiterin Anna Abraham. Die anwesenden Gefangenen signalisierten klare Zustimmung, und auch Veronika Hillenstedt bestätigte, dass der Bedarf gegeben sei. »Die Opfer suchen den Täter-Opfer-Ausgleich, weil sie ihre Lage schildern wollen. Sie müssen von dieser für Deutschland relativ neuen Möglichkeit erfahren, dazu könnten sie sich an die JVA oder auch an Konflliktschlichtung e. V. wenden.«

Auch Petra Klein sieht den Bedarf. »Viele Betroffene leben ständig in der irrationalen Angst, dass die Täter plötzlich auftauchen und erneut zuschlagen könnten. Aber ich sehe auch die Gefahr, dass die Täter auf diese Weise Vergebung erreichen möchten.«

Diesem letzten Punkt widersprachen die Gefangenen deutlich. »Die Täter suchen keine Absolution. Aber beide Seiten sollten dafür sensibilisiert werden, was genau passiert ist. In der Haft verblassen schnell die Gedanken an die Opfer.«

Eine Sichtweise, die durch den norwegischen Fall aus dem Film bestätigt wird. Dieser Täter bittet (ohne Erfolg) um das Gespräch mit dem Vater des Opfers. Er möchte ihm sagen, dass er gar keine Vergebung erwartet, dass er sich selbst nicht vergeben kann.
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30 Jahre praktische Hilfe für Menschen in der Stadt

02.06.2015 19:18 Uhr

Beim Diakonie Möbeldienst ergänzen sich handwerkliche Fähigkeiten und soziale Arbeit

von Frerk Hinrichs

»Der Möbeldienst ist einzigartig in der Stadt«, erklärt Werkstatt- und Einrichtungsleiter Hajo Prenzel. Zusammen mit Haupt- und Ehrenamtlichen holt er seit 30 Jahren gespendete Möbel ab, um sie nach Kontrolle oder Reparatur an Haushalte mit kleinem Geldbeutel weiter zu geben. Wenn sich dann herausstellt, dass noch mehr Hilfe nötig ist, freut sich Prenzel, wenn er Freiwillige dafür zur Verfügung hat.

Im vergangenen Monat kam eine Frau mit vier minderjährigen Kindern ins Bunte Kaufhaus, auf der Suche nach einem Kleiderschrank. Sie war aus dem Süden Deutschlands nach Oldenburg gezogen, um ihren ältesten, nach einem Unfall langfristig im Krankenhaus liegenden Sohn häufiger besuchen und betreuen zu können. Bei der Anlieferung des Schrankes stellte sich heraus, dass die Küche noch nicht fertig aufgebaut, Hängeschränke auf dem Boden und Lampen noch nicht aufgehängt waren. »Für jemanden, der ein wenig handwerkliches Geschick mitbringt, ist das keine große Sache«, weiß Prenzel. Für die Menschen, denen wir helfen, sind diese Dinge ein großes Problem.

Jetzt hofft Prenzel, noch ein paar freiwillige Helfer zu finden, die die Kombination aus Handwerk und sozialem Engagement reizt. Auch zum Aufarbeiten und Reparieren gespendeter Möbel könnte Uwe Janßen, Tischler des Möbeldienstes, noch helfende Hände gebrauchen. »Ein- bis zweimal die Woche für ein paar Stunden in der Werkstatt mitzuhelfen, kann für praktisch Veranlagte Ausgleich und Abwechslung und für uns eine große Hilfe sein. Hier können sie Stühle verleimen, Schubladen wieder gängig machen oder zusätzliche Regalbretter für Kleiderschränke anfertigen.«

In den dreißig Jahren seines Bestehens hat der Möbeldienst mehrfach seinen Standort gewechselt, bevor er jetzt am Eßkamp 23 mit dem Bunten Kaufhaus die bisher größte Betriebsstätte bezog. Leiter Hajo Prenzel ist von Anfang an dabei. »Hier ist immer was los«, berichtet der Tischler. »Für manche ist unser Kaufhaus auch zum Treffpunkt geworden, wo man miteinander ins Gespräch kommt. Aber das steht nicht vornean. Wir wollen Menschen in Oldenburg helfen und gespendete Möbel und Hausrat einer guten Verwendung zuführen. Dafür sind die Möbeldienst-Laster in Oldenburg bekannt.«

Da es in Oldenburg viele Menschen gibt, die Gebrauchtes spenden und suchen, hat der Möbeldienst vor fünf Jahren mit dem Möbelhof in Kreyenbrück eine Zweigstelle eingerichtet, die Dank des Engagements vieler Ehrenamtlicher auch schon vielen Menschen helfen konnte.
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Ladies spenden für Kiola

28.05.2015 22:25 Uhr
von Frerk Hinrichs

13.000 Euro überbrachten die Präsidentinnen und Organisatorinnen des Ladies’-Circle Oldenburg. Die hohe Spendensumme hatten die Frauen bei drei Charity-Veranstaltungen gesammelt. Eine Veranstaltung im Theater Laboratorium im Oktober 2014, ein Glühweinverkauf am Leffers-Eck und der Erlös aus einer Charity-Party im März 2015 haben diese Gesamtsumme erbracht. Der Erfolg macht die Ladies, die alles neben Familien- und Berufsleben ehrenamtlich organisiert haben, auch ein wenig stolz. Sie freuen sich, das Projekt Kiola damit dem Baubeginn ein gutes Stück näher gebracht zu haben. Die Ladies haben Kiola schon 2013 zu ihrem Projekt erwählt und seitdem viele Nachahmer gefunden.

Prof. Dr. Michael Albani hofft auf die Vorbildwirkung, denn das Projekt Kurzzeitwohnen im Oldenburger Land braucht weitere Unterstützung. Damit Familien, die Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen pflegen, ihre Kinder bald Kiola anvertrauen können. Im Ladies-Circle Oldenburg haben sich 25 Frauen im Alter bis 45 Jahren organisiert, die sich aktiv für soziale Projekte engagieren wollen. Mehr Infos unter www.lc28-oldenburg.de und www.kiola.de.
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Mehr als 1400 Beratungsgespräche

29.04.2015 10:16 Uhr

Wildwasser Oldenburg e. V. legt Tätigkeitsbericht 2014 vor

von Carsten Lienemann

»Im vergangenen Jahr hatten wir 1414 persönliche oder telefonische Beratungskontakte«, berichtet Rita Schilling, die bei Wildwasser Oldenburg e. V. für die Finanzen und Statistiken zuständig ist. Diese Kontakte verteilen sich auf 349 Ratsuchende, davon mehr als 300 Erstkontakte. »Überwiegend wenden sich Betroffene an uns, aber auch Fachkräfte und Betreuer und Familienangehörige. In der Online-Beratung hatten wir 2014 zusätzlich rund 70 Ratsuchende.«, so Schilling weiter.

Inhaltlich ging es bei rund drei Vierteln der Fälle um Stabilisierung oder um Krisenintervention und Therapiefindung. »Krisenintervention ist akute Nothilfe, sei es nach einem gerade erst erfolgten Übergriff oder nach Auslösen einer Erinnerung. Stabilisierung soll den Ratsuchenden ermöglichen, wieder nach vorne zu schauen, schlafen zu können, Freundschaften schließen etc.«, erläutert Kerstin Koletschka, die u. a. in der Online-Beratung arbeitet.

Die Präventionsarbeit ist das andere große Arbeitsgebiet Koletschkas. Das nur über Spenden finanzierte Projekt »Chatten – aber sicher?!« hat sie 2002 konzipiert, 2006 in die Schulen getragen und seitdem laufend verbessert. »2014 waren wir an elf Schulen. Internet und Cybermobbing nehmen an Bedeutung zu, dementsprechend haben wir das Angebot erweitert und vermitteln inzwischen Medienkompetenz auch an Grundschulen«, so Koletschka. Es sind auch einzelne Workshops mit spezifischen Inhalten zu WhatsApp oder Sexting etc. je nach Bedarf buchbar.

Relativ neu im Angebot ist die Psychosoziale Prozessbegleitung, die Cornelia de Vires bei Wildwasser abdeckt. Sie unterstützt Betroffene und Zeugen von sexueller Gewalt vor, während und nach einem Gerichtsprozess. »Der lange Zeitraum, bis es zu einem Prozess kommt, die intensive Befragung, Erinnerungslücken, Urteile, die nicht immer zufriedenstellend sind – all das sind große seelische Belastungen, und diese zu begleiten kostet viel Zeit«, sagt de Vries. Etwa 70 Stunden sei sie im Durchschnitt mit jedem einzelnen Fall beschäftigt. Die Notwendigkeit dafür ist unter Fachleuten unstrittig. »Die Psychosoziale Prozessbegleitung steht unmittelbar vor einer Aufnahme in die Strafprozessordnung, eine EU-Richtlinie dazu, die noch in nationale Gesetze übernommen werden muss, gibt es bereits. Aber erst dann haben Betroffene ein verbrieftes Recht auf Begleitung«, so de Vries.

Und damit müsste der Gesetzgeber sich wohl auch entscheidend an der Finanzierung beteiligen, die bisher von der Opferhilfe und aus Wildwasser-Eigenmitteln getragen wurde.
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Selbsthilfegruppe »Männer mit Gewalterfahrungen in der Kindheit«

09.04.2015 15:51 Uhr
In der Region Oldenburg gründet sich eine neue Selbsthilfegruppe für Männer, die während ihrer Kindheit Gewalt erfahren haben.

Die Gruppe bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die Erlebnisse aus der Kindheit begleiten und prägen das eigene Leben oft jahrzehntelang. Gefühle wie Wut, Scham und Angst im alltäglichen Leben sollen nicht mehr ständige Lebensbegleiter sein. Vielmehr soll durch eine positive Veränderung mehr Lebensqualität erreicht werden.

Männer, die an der Gründung und Gestaltung dieser Gruppe interessiert sind erhalten weitere Informationen bei der BeKoS, Tel.: 0441 - 88 48 48, info@bekos-oldenburg.de
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»Viel lebendiger, als ein Buch zu lesen«

24.03.2015 20:54 Uhr

VHS, Präventionsrat und Ev. Akademie veranstalten zum zweiten Mal die »Lebendige Bibliothek«

von Nicole Stamm, Alina Bruder und Carsten Lienemann

Sie sind es gewohnt, eine Bücherei zu betreten und ein Buch Ihrer Wahl auszuleihen. Doch was, wenn es keine Bücher, sondern Menschen sind?

Die Idee dahinter ist simpel und doch genial: Man »leiht« sich den Menschen, das so genannte »Buch«, aus und führt mit ihm ein 20-minütiges Gespräch. Jedes »Buch« hat seinen eigenen Titel, welcher auf die Lebensgeschichte der Person abgestimmt ist. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, Vorurteile zu überprüfen und vielleicht auch zu beseitigen.

Am Freitag, 20. März 2015, fand die zweite Oldenburger Ausgabe der Lebendigen Bibliothek statt, wie schon im Vorjahr gemeinsam veranstaltet von der Volkshochschule Oldenburg, der Akademie der Ev-luth. Kirche Oldenburg und dem Präventionsrat Oldenburg, diesmal an zwei Orten: Am Vormittag stand eine Auswahl der Lebendigen Bücher zwei neunten Klassen in der Cäcilienschule zur Verfügung, nachdem die Schülerinnen und Schüler musikalisch von »Révolution 'R'« eingestimmt wurden und sich dann in Workshops mit dem Themenbereich »Stereotypen und Klischees« befasst hatten.

Am Nachmittag ging es in der Kuturlounge Seelig weiter. Hier standen insgesamt 17 verschiedene lebendige Bücher zur Auswahl, darunter ein Flüchtling und ein Gehörloser ebenso wie eine Muslima, ein Jude und ein Sinti, eine Rollstuhlfahrerin ebenso wie eine »queere Schwester«. Wir von den Osternburger Nachrichten haben zuerst mit einer Frau mit »Baby Blues« gesprochen. Damit ist gemeint, dass eine Mutter sich nicht über die Geburt ihres Kindes freuen kann, sondern depressiv wird. Unserer Gesprächspartnerin fiel es nicht leicht, darüber zu sprechen, ihre Antworten waren kurz und sehr ernst.

Danach sprachen wir mit einem homosexuellen Mann, und dieses Gespräch verlief ganz anders. Der Mann erzählte ausführlich und lebendig, und wir hätten ihm gerne noch länger zugehört und weitere Fragen gestellt.

Insgesamt 93 Gespräche wurden an diesem Nachmittag geführt, manchmal saßen zwei oder gar drei Personen gleichzeitig bei einem »Buch«. Die Bibliotheksregeln, die alle Leserinnen und Leser zur Kenntnis nehmen mussten, bevor sie ein Buch ausleihen konnten, brauchten zu keiner Zeit eingefordert werden, alle hielten sich wie selbstverständlich daran.

Viele sensible Themen wurden an diesem Tag angesprochen. Für manche waren es interessante neue Erfahrungen, für andere emotionale Geschichten, welche viel Mitleid mit sich brachten. Doch Mitleid ist es nicht, was die »Bücher« dort hören wollen. Diese Menschen haben teilweise grausame Sachen erlebt und eine schwere Vergangenheit gehabt, doch sie haben diese überwunden und sind nun bereit, darüber zu reden. Vielleicht hat es dem einen oder anderen, welcher in einer ähnlichen Situation war, geholfen, diese zu überwinden.

Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher waren zum weit überwiegenden Teil positiv, viele wünschten sich eine Fortsetzung. »Ich habe viel Neues erfahren, auch über mich« sagten gleich mehrere Teilnehmer. »Neue Lebenskenntnisse, beeindruckende Menschen und Geschichten« haben andere kennen gelernt, und manche haben »überraschende Gemeinsamkeiten« festgestellt. Aber auch die »Bücher« waren durchweg zufrieden. »Man ist nicht nur Buch, sondern gleichzeitig immer auch Leser. Auch ich habe vieles Interessante und Neue erfahren«, so beschrieb eines der Bücher seine Erfahrungen des Tages.

Mit einem Empfang im Rathaus für die Bücher, die Organisatoren und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer klang die Veranstaltung aus. Die Anstrengung war allen Beteiligten anzusehen, trotzdem kann man die Stimmung durchaus als euphorisch bezeichnen. So war es keine Überraschung, dass Bücher wie Helfer spontan erklärten, bei einer dritten »Lebendigen Bibliothek« wieder dabei sein zu wollen.


Nicole Stamm und Alina Bruder gehören zur Redaktion der »Osternburger Nachrichten«. In der nächsten Ausgabe der ON wird auch ein Beitrag zur Lebendigen Bibliothek erscheinen.

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Diakonie-Läden suchen Freiwillige

22.03.2015 07:00 Uhr

Das Konzept der Läden wird gut angenommen - Jetzt fehlen ein paar helfende Hände

von Frerk Hinrichs

Rita Janßen könnte auch zu Hause bleiben. Mit ihrem Mann den Ruhestand genießen. Doch schnell merkt die ehemalige Kinderkrankenschwester, dass sie mehr um die Ohren braucht und meldet sich beim Diakonie-Laden Stoffwechsel. Dort trifft sie Olga Gerlinger und Martina Franz, die beide ehrenamtlich Spenden annehmen, sortieren und für kleines Geld weiter verkaufen. Sie lässt sich von der Begeisterung der anderen Helfer anstecken und kommt nun schon seit Jahren. »Wir machen hier viele Menschen glücklich«, erzählt Gerlinger. So wie die alte Damen neulich, die sich von ihrer kleinen Rente auch die kleinen Preise nur schwer leisten konnte. »Da können wir auch mal was nachlassen«, sagt Martina Franz. »Auch wenn wir normalerweise auf die festgesetzten Preise bestehen. Unsere Kunden bekommen ja tolle Sachen.«

Manchmal sind die gespendeten Kleider und Schuhe nur ganz wenig oder sogar ungetragen. »Schön, dass die Sachen durch uns einer neuen Verwendung zugeführt werden«, freuen sich die drei Mitarbeiterinnen. Olga Gerlinger wundert sich manchmal immer noch, wie viel hier am Tag durchgeht. Obwohl sie große Stückzahlen von der Arbeit am Band durchaus gewohnt ist. Sie hatte den entscheidenden Tipp, hier anzufangen, von ihrer künftigen Schwiegertochter bekommen. Jetzt kommt sie zwei Mal die Woche für ein paar Stunden vorbei. »Man nimmt eine Menge an Erlebnissen mit nach Hause«, erklärt Martina Franz. »Seitdem ich das hier mache, geht es mir besser.«

Der Umgang mit den Leuten macht allen drei großen Spaß und sie lachen viel. Toll, dass das auch von den Kunden registriert und gewürdigt wird. »Manche haben uns hier schon Kaffee und Kekse vorbeigebracht, um auf diese Weise für unsere ehrenamtliche Arbeit zu danken«, berichtet Rita Janßen. Der Vorteil ist die verkehrsgünstige Lage an der Cloppenburger Str. 313. So können die Kunden die Abgabe von Kleider- und Hausrat-Spenden mit ihrem normalen Wocheneinkauf verbinden. Mancher entdeckt dabei auch mal etwas, was er selbst gut gebrauchen kann. Leider muss der Laden seit einiger Zeit Freitag nachmittags schließen. »Wir haben nicht genug Helfer, um alle Öffnungszeiten abzudecken«, erläutert Maria Leusing, Koordinatorin der Diakonie-Läden, und hofft, neue Freiwillige zur Mitarbeit zu gewinnen.

Kontakt: Maria Leusing Tel. 0441 36134320
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Ladies überzeugt vom Essensangebot
im Tagesaufenthalt

26.02.2015 15:31 Uhr
von Frerk Hinrichs

Mit einem Scheck von 1.000 Euro besuchten Wiebke Schubert (li.) und Alexandra Gatzke vom Ladies Circle 28 den Tagesaufenthalt in Oldenburg.
Aufmerksam geworden durch einen Aufruf der Diakonie, haben sich die Frauen kurzfristig zur Unterstützung entschlossen und untereinander gesammelt.
Da das Essensangebot im Tagesaufenthalt ohne öffentliche Förderung auskommen muss, sind Spenden dringend nötig. Dass das Mittagessen mit einem Beratungsangebot verbunden ist, gefiel den Ladies ganz besonders. Auf diese Weise erreicht die Diakonie auch Menschen, die sich scheuen, über ihre Schwierigkeiten zu reden. W

er in den Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße kommt, kann nicht nur auf eine warme Mahlzeit sondern auch auf Beratung und Unterstützung bauen.
Oft gelingt es den Sozialarbeitern der Diakonie, komplizierte Situationen zu sortieren und zwischen Behörden, Vermietern und Betroffenen zu vermitteln.

Mit Postannahme, Waschmaschine, Trockner, Dusche und Aufenthaltsraum stehen Wohnungslosen hier Einrichtungen zur Verfügung, die auf der Straße fehlen.
Um das Mittagessen dauerhaft anbieten zu können, ist die Diakonie auf weitere Spenden für volle Teller angewiesen. IBAN: 71 5206 0410 2906 4060 41 (BIC: GENODEF1EK1)
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Stiftung Teilhabe erhält 10.000 Euro Zustiftung

25.02.2015 14:00 Uhr

Aus Mitteln der Regionalen Stiftung der LzO erhält die neue Stiftung, welche sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzt, ihre erste Dotierung. Der langjährige LzO-Vorstandsvorsitzende Martin Grapentin wünschte sich anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand die Zustiftung.

Gutes tun und in Oldenburg und Umgebung soziale Projekte fördern, dafür setzt sich die Regionale Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) seit vielen Jahren ein. So fördert sie unter anderem Institutionen, die sich in der heimischen Region gemeinnützigen Zwecken widmen.
Darunter ist nun auch die von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) neu gegründete Stiftung Teilhabe, welche sich in Oldenburg und Umgebung gezielt für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung einsetzen möchte.
Der langjährige LzO-Vorstandsvorsitzende Martin Grapentin wünschte sich anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand anstelle von Geschenken Spenden zu Gunsten der Regionalen Stiftung. Ein Teil davon, nämlich 10.000 €, soll davon den künftigen Zweck der Stiftung Teilhabe mit einer Zustiftung unterstützen.

Die Stiftung Teilhabe wird sich zum einen fördernd für inklusive Projekte wie den Kunstreff oder das Sportangebot der GWO einsetzen. Insbesondere solche Projekte profitieren durch die Förderung, da öffentliche Mittel für diese Angebote kaum zur Verfügung stehen. Zum anderen wird sie operativ tätig sein und innovative Arbeitsprojekte für Menschen mit Beeinträchtigung, wie das Café Kurswechsel oder die Kantine in der Agentur für Arbeit „MachBar" weiterentwickeln. Die Stiftung ermöglicht ebenso die Eröffnung einer Geschäftsstelle in der Oldenburger Innenstadt durch die GWO. Anfang März wird am Julius-Mosen-Platz 4 (ehemalige LzO Filiale) das Kaufhaus der Werkstätten (KDW) neu eröffnet. Im April werden hier Beratungsangebote für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige folgen. Interessierte können sich dann von Fachkräften der GWO zu den Themen (Aus-)Bildung, Arbeiten und Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigung vor Ort informieren.

Zustiftungen und Spenden helfen der Stiftung Teilhabe sich als starker Partner in der Region Oldenburg für inklusive Projekte einzusetzen. Die großzügige 10.000 € Dotierung der LzO-Regionalstiftung ins Stiftungsvermögen wird dazu beitragen, dauerhaft und nachhaltig Mittel zu erwirtschaften die dem Zweck - die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in allen Lebensbereichen zu verbessern - zugutekommen.
Die Stiftung ermöglicht jetzt die Eröffnung einer Geschäftsstelle durch die GWO am Montag, 2. März. Das Kaufhaus der Werkstätten (KDW) bietet am Julius-Mosen-Platz 4 (ehemalige LzO Filiale) die Möglichkeit, regionale Produkte aus Werkstätten und Eigenprodukte der Werkstätten zu kaufen.
Geöffnet wird montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr sowie Sonnabend von 11 bis 14 Uhr sein.

Im April wird das Kaufhaus um eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung und Angehörige erweitert. Interessierte können sich dann von Fachkräften der GWO zu den Themen (Aus-)Bildung, Arbeiten und Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigung vor Ort informieren

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Abschlussfahrt nach 12 Jahren Schule:
Paderborn oder Paris?

29.11.2014 17:17 Uhr

Spende der Goldschmiedeinnung geht an den Borchersweg

von Carsten Perkuhn

Neun Schülerinnen und Schüler der Schule Borchersweg reisen dank einer Spende der Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland über 2.500,- Euro für fünf Tage in die französische Landeshauptstadt

Der Kramermarkt ist schon lange vorbei, doch der Ruf »Lose, bei uns gibt ́s Lose« war für vier Tage erneut in Oldenburg zu hören. Verkauft haben diese Lose Mitarbeitende der Schule Borchersweg im Zuge der Gemeinschaftsausstellung der Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland im Einrichtungshaus Ullmann. Die elf an der Ausstellung beteiligten Gold- und Silberschmiede hatten jeweils einen Anhänger gespendet, die an den vier Tagen der Ausstellung vom 30.10.–02.11.2014 verlost wurden. Die Anzahl der Lose war auf 500 limitiert. Ein Los kostete jeweils 5,- Euro.

Der Erlös der Aktion geht zu 100% an die Oberstufenklasse a (OSt a) der Schule Borchersweg zur Finanzierung der Abschlussfahrt nach Paris im Juni 2014. Carsten Perkuhn, Klassenlehrer der OSt a erläutert: »Klassenfahrten sind mehr als einfach nur nette Ausflüge. Die Abschlussfahrt nach Paris stellt das Ende eines kontinuierlichen pädagogischen Prozesses dar. Ziel dabei war und ist die Förderung der Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler. Stationen waren Ausflüge bzw. Klassenfahrten nach Bremen, Hamburg, in den Harz, Köln und Groningen.«

Die Klassenfahrt nach Paris fordert ein hohes Maß an logistischer Vorbereitung. Während ein Schüler z. B. auf Grund einer Herzerkrankung nicht fliegen darf, kann ein anderer Schüler wegen einer anderen Erkrankung keine lange Busreise unternehmen. Daher haben wir uns entschieden, dass der Großteil der Schülerinnen und Schüler mit dem Bus anreisen wird, während ein Schüler sowie eine Betreuungsperson mit dem Flugzeug nachkommen und den Rest der Klasse in Paris treffen. Diese Kosten können und sollen nicht alleine von den Eltern getragen werden! »Als Klassenlehrer ist mir wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler mitfahren. Daher ist es meine Aufgabe, die Rahmenbedingungen so zu stecken, dass das funktioniert« sagt Carsten Perkuhn.

Goldschmiedemeister Andreas Speckmann, gleichzeitig Obermeister der Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland, ergänzt: »Uns hat vor allem die Initiative gefallen, die die Klasse bei der Bewerbung gezeigt hat. Dieses und die Konkretheit des Projekts, das von der Schule eingereicht wurde, haben letztendlich den Ausschlag für die Mitglieder unserer Innung gegeben, die Abschlussfahrt nach Paris finanziell zu fördern.« Gemeinschaftsausstellungen der Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland werden bereits seit 2001 durchgeführt. Einem breiten Publikum soll dadurch die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit der Goldschmiedekunst dargestellt und präsentiert werden. Eingebettet in die Ausstellung ist stets ein Nachwuchswettbewerb. Es wird Schmuck präsentiert, der nicht nach Tragbarkeit oder Mode entworfen wurde, sondern sich mit einem bestimmten Thema (2014: Rund um die Welt) auseinandersetzt und die Freude am Beruf widerspiegelt. Für die Ausstellung 2015 steht das Thema bereits fest. Es heißt »Ring«.
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Zentralrat der Yeziden in Deutschland
ruft zur Kleiderspende für Flüchtlinge im Irak

19.11.2014 21:00 Uhr
Um auch weiter den Flüchtlingen im Irak helfen zu können, ruft der Zentralrat der Yeziden in Deutschland zur Kleiderspende auf. Über 600.000 Menschen mussten Ihre Heimat vor der Terrormiliz IS aufgeben und sind zur Zeit in Flüchtlingscamps, Rohbauten und Bauruinen untergebracht.

Auf Grund des hereinbrechenden, kalten Winters wird besonders Winterkleidung,Wolldecken, warme Kleidungsstücke und Winterschuhe für die Erwachsenen und die Kinder benötigt.

Daher rufen wir alle Bürger und Bürgerinnen auf, gut erhaltene, saubere bzw. gewaschene Kleidung und Schuhwerk zu spenden, um noch vor dem regulären Wintereinbruch die größte Not zu lindern.

Wichtig: Kleiderspenden sind nach Geschlecht (Männer, Frauen, Kinder) sortiert und beschriftet in Kartons abzugeben. Ferner bitten wir um Spenden für die anfallenden Transportkosten.

Spenden nimmt die Yezidische Jugend Oldenburg entgegen.

Sie können Ihre Spenden wie folgt abgeben:
Montag - Sonntag 15:00 bis 20:00 Uhr
Maco Möbel
Stedinger Straße 141- Halle 14 (Linke Seite)
26135 Oldenburg

Ansprechpartner:
Servet Tekce (0157-84 89 86 02, deutsche Sprache)
Khudeda Mashko (0157-74 43 46 66, kurdische und arabische Sprache)
Adris Hassu Murad (0176-21 98 98 19 kurdische und arabische Sprache)
Jahfar Yunis Murad ( 0152-05 44 45 42 kurdische und arabische Sprache)
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Miete und Energie
für jeden vierten Haushalt ein Problem

17.10.2014 07:00 Uhr

Forum Soziale Energiewende fordert entlastende Regelungen für Hartz-IV-Bezieher

von Frerk Hinrichs

Fünf bis sechs Ratsuchende pro Woche kommen wegen einer Stromsperre in die Beratung des Diakonischen Werkes Oldenburg. „Das ist nur die Spitze des Eisbergs,“ warnt der Leiter der Beratungsstelle in der Güterstraße, Heinz-Hermann Buse. Rechne man eine bundesweite Studie auf Oldenburg um, müssten jährlich bis zu 600 Haushalte mit einer Energiesperre rechnen, kalkulierte Sozialwissenschaftler Ulrich Schachtschneider.

Unter den hohen Mieten und Stromkosten leiden nicht nur Hartz IV-Bezieher sondern auch Familien mit Kindern, die zwar keine Transferleistungen beziehen aber dennoch wenig Geld zur Verfügung haben. Das legt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung nahe. Familien mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens haben nach Abzug der Miete oft weniger Geld zur Verfügung als Hartz IV-Familien. Viele könnten mit Sozialleistungen aufstocken. Das Forum Soziale Energiewende fordert die Einführung eines Strom-Sozialtarifes, der die Kosten auf maximal vier Prozent des Einkommens begrenzt. In Hamburg gäbe es bereits einen Energieversorger, der solche Sozialtarife anbiete.

Weil Sozialbehörden Miet- und Heizkosten nur in gesetzlich vorgeschriebener Höhe erstatten, auf dem Wohnungsmarkt zur Zeit aber nur teurere Wohnungen zu haben sind, müssen Betroffene aus dem Geld zum Leben zuschießen. Um die Situation für Hartz IV-Haushalte abzumildern, fordert das Forum das die tatsächlichen Miet- und Heizkosten von Jobcenter und Sozialamt übernommen werden. Aufforderungen in kleinere, mietgünstigerer Wohnungen umzuziehen sollten unterbleiben, so lange auf dem Wohnungsmarkt keine günstigen Sozialwohnungen zur Verfügung stehen. Mit Bedauern registriert Michael Baettig von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg, dass von der Stadt bereit gestellte Fördermittel für neue Sozialwohnungen nicht abgerufen werden, obwohl bis 2025 rund 5.900 neue Wohnungen in Oldenburg errichtet werden müssen.

Das Forum fordert eine Abwrackprämie für energiefressende Elektro-Geräte. Gerade Haushalte mit geringem Einkommen können diese kaum durch Stromsparer ersetzen. Buse und Baettig hoffen, dass sich Kommune, Energieversorger und Sozialverwaltung nach der Wahl des Oberbürgermeister mit den Sozialberatern an einen Tisch setzen, um nach Lösungen für die konkreten Probleme von Hartz IV-Empfängern zu suchen.
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»Welche Übermorgenstadt
brauchen unsere Kinder?«

12.10.2014 22:45 Uhr

»- und was können wir heute für sie tun?«

von Carsten Lienemann

Die Kinder von heute bestimmen morgen über die Gesellschaft. Die dafür erforderliche Weisheit kommt nicht automatisch mit zunehmendem Alter, auch wenn der Volksmund diesen Zusammenhang nahelegt. Was können, was müssen wir tun, um Kindern alles mitzugeben, was sie als Gestalter einer lebenswerten Zukunft brauchen?

»Wir müssen ihnen Freiräume geben, in denen sie sich körperlich und geistig ausprobieren können.« Das sagt Dr. med. Eckhard Schiffer, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und Experte für Salutogenese. Mit seinem Vortrag begann die gemeinsame Fachtagung der Oldenburger Bürgerstiftung und des Präventionsrates Oldenburg (PRO) am 9. Oktober 2014 im PFL. Thema war Familienzeitpolitik und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern, wobei der Schwerpunkt auf dem kommunalen Anteil daran lag.

Stress, Erfolgsdruck, Verarmungsängste - der dadurch bedingte seelische Unfrieden wirkt sich selbstverständlich auch auf Kinder aus, so Eckhard Schiffer. »Bereits mit weniger als einem Jahr haben viele Kinder heute einen erhöhten Stresshormonspiegel. Das hat einen negativen Einfluss auf die Hirnentwicklung und ist eine der Quellen für ADHS.«

»Soziale, seelische und körperliche Gesundheit ist abhängig von Urvertrauen und Kohärenzgefühl. Beides kann nur entstehen,wenn ein Kind sich mit all seinen kreativen Leistungen und frei von jeder Bewertung angenommen fühlt«.

Im zweiten Vortrag des Tages entwarf Sozialpädagogin und Familien-Sozialtherapeutin Monika Placke vom Verein alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) die Utopie einer Übermorgenstadt, in der »alle eins, aber auch einzigartig sind. Familien sind durch ein Grundeinkommen abgesichert, die Menschen bekommen früher Kinder, die in altersgemischten Gruppen von hochqualifizierten, gut bezahlten Fachkräften beiderlei Geschlechts betreut werden.« Die Wirtschaft richte sich nach Familienanforderungen, Lernorte seien Lebensorte und ständen allen kostenfrei zur Verfügung. »Das Solidarsystem muss neu definiert werden, dann profitieren alle davon«, schloss Placke.


Runde Tische

Nach der Mittagspause wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst aktiv. An vier Runden Tischen diskutierten sie über Möglichkeiten und Maßnahmen, um die Situation von Familien zu verbessern. Die Ergebnisse werden in Kürze auf den Webseiten des PRO verfügbar sein, darum hier nur ein kurzer Überblick:

1. Salutogenese und Prävention
Die Basis für ein besseres Miteinander nicht nur der Kinder, sondern aller Menschen sind Kontakt, Wahrnehmung, Berührung, Begegnung, Achtung, Achtsamkeit und Wertschätzung; Protest, wo er nötig ist, aber auch Innehalten und Muße.

2. Alleinerziehende
Die Kinderbetreuung wird durch Soziale Großeltern, Ganztagsschulen oder Mehrgenerationshäuser durchaus erleichtert. Allerdings könnte die Koordinierung der Projekte verbessert werden, z. B. durch zentrale Anlaufstellen.

3. Gute Projekte
Mit besonderen Spielplätzen könnten Kindern unter 5 Jahren sich ausprobieren, ihr Körpergefühl und ihre Koordination entwickeln. Spielzeugschränke könnten Spielgeräte zum Ausleihen vorhalten. Die Stadt als Schulträger sollte berücksichtigen, dass Kindern durch den Besuch von Ganztagsschulen auch Freiräume verloren gehen, weil sie nicht mehr in Freizeiteinrichtungen kommen können. Freier Zugang für alle Kinder zu Schwimmbädern Bussen, Museen etc. wäre ein Fall von echter Teilhabe.

4. Familienzeitpolitik
Die Arbeitszeit unterliegt zwar nur bedingt kommunalen Regelung, trotzdem kann auch die Kommune als Arbeitgeber Teilzeitangebote machen. Mütter und Väter müssen die Wahlmöglichkeit haben, wann sie reduzieren und wann sie mehr arbeiten wollen. Jede Form von Arbeit am Menschen ist wertvoll und muss ideell und finanziell aufgewertet werden. Familien brauchen Anlaufstellen, die Informationen und Hilfen anbieten. Die Gemeinwesenarbeit leistet bereits gute Dienste, darüber hinaus wären Familienzentren sinnvoll, in denen alle Menschen mitarbeiten. Auch die Verkehrsplanung kann so ausgerichtet werden, dass Kinder wieder allein zur Schule und nach Hause gehen können und nicht mit dem Auto gebracht werden müssen. Familienzeitpolitik ist ein besonderes Problem, wenn eine Beeinträchtigung besteht. Betroffene Familien kommen in der Planung nicht vor.


Fazit

»Eine kinderfreundliche Stadt ist automatisch eine menschenfreundliche Stadt«, mit diesem Zitat fasste die sichtlich zufriedene PRO-Geschäftsführerin Melanie Blinzler die Ergebnisse des Tages zusammen.

»Im Sinne von ›Schau hin, sag was, Tu was‹ wollten wir nicht nur Vorträge anbieten, sondern auch mit den Anwesenden ins Gespräch kommen und erfahren, an welchen Stellen etwas getan werden kann.« Blinzler bedankte sich für die Hinweise aus den Diskussionsgruppen und und versicherte, dass die Ergebnisse an die Entscheidungsträger weitergegeben werden. »Ein kleiner Umbau scheint notwendig, manches wird Geld kosten, manches wird völlig ohne Geld gehen. Wichtig für uns alle ist, in unserem jeweiligen Umfeld immer wieder darüber zu reden, Hinweise zu geben und miteinander an Verbesserungen zu arbeiten.«
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…ganz schön groß geworden!

09.09.2014 18:00 Uhr

Agentur :ehrensache feiert ihr 10-jähriges Bestehen


Mit einem unterhaltsamen und informativen Programm an ihrem 10-jährigen „Kindergeburtstag“ möchte sich die Agentur :ehrensache der Stadt Oldenburg für die gute und engagierte Zusammenarbeit bei über 300 Partnern und den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das bürgerschaftliche Engagement in Oldenburg einsetzen, bedanken. Nicht zuletzt geht ein Dankeschön auch an die Förderung und Unterstützung durch Politik, Wirtschaft und Verwaltung.
Gefeiert wird am Montag, 15. September, um 16.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Eingeladen sind alle, die sich mit der Agentur :ehrensache verbunden fühlen.
Anmeldungen sind bis zum Donnerstag, 11. September, unter Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de möglich.

Oberbürgermeister Gerd Schwandner würdigt die Agentur als ein Kristallisationspunkt für freiwilliges Engagement in Oldenburg: „Seit 2004 fördert die Agentur gezielt bürgerschaftliches Engagement und ist nicht mehr weg zu denken. Durch ehrenamtliche Tätigkeiten werden gesellschaftliche Entwicklungen unterstützt und neue Strukturen geschaffen, die das Gemeinwesen stärken. Die Agentur :ehrensache wird zudem bundesweit mit ihren vielfältigen Projekten als besonders innovativ wahrgenommen und ist auch für andere Freiwilligenagenturen ein wichtiger Impulsgeber.“ Zudem zeigen neue Untersuchungen, dass bürgerschaftliches Engagement das persönliche Wohlbefinden fördert, Depressionen lindert und die Lebenserwartung steigen lässt.

„Daneben kennzeichnet die Projektarbeit eine moderne Form des freiwilligen Engagements in unserer Agentur. Dank großer Beteiligung der Oldenburgerinnen und Oldenburger konnte die Agentur :ehrensache viele erfolgreiche Projekte wie zum Beispiel „Service Learning“ mit der Oldenburger Universität und das „Jobpatenprojekt“ auf den Weg bringen,“ erläutert Monika Engelmann-Bölts vom Leitungsteam der Agentur :ehrensache. „Mit der interkulturellen Öffnung der Agentur sind Projekte wie ‚Bildung für alle – BildungsPaten‘, ‚Integrationslotsen‘ und ‚Stadtteileltern‘, Projekte, die für und mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten, entstanden“, ergänzt Gabriela Kaboth-Freytag, ebenfalls vom Leitungsteam.

Zwei weitere hauptamtliche Mitarbeiterinnen und ein neunköpfiges ehrenamtliches Beratungsteam arbeiten heute in der Agentur, die mit zwei Mitarbeiterinnen angefangen hat. Inzwischen wird Beratung auch in zwei Stadtteilen angeboten. Darüber hinaus werden Projekte koordiniert, Ehrenamtliche und Institutionen qualifiziert, Öffentlichkeitsarbeit geleistet, und in Verbänden wie der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen (LAGFA) mitgewirkt. Als kommunale Einrichtung mit einer Querschnittsaufgabe engagiert sich die Agentur im Rahmen der Netzwerkarbeit auch bei Themen öffentlichen Interesses wie zum Beispiel Integration und Inklusion.

Der Agentur :ehrensache wurde nach einem Ratsbeschluss 2004 gegründet. Sie versteht sich als Schnittstelle zwischen engagementbereiten Menschen und gemeinnützigen Organisationen und berät und vermittelt diese beiden Partner möglichst passgenau. Bis heute sind bei der Agentur knapp über 2700 Personen beraten worden.
Die meisten Ehrenamtlichen sind inzwischen wiederholt zur Beratung erschienen. Die Auswahl an ehrenamtlichen Aufgaben ist vielfältig und umfasst 286 Einrichtungen mit 349 Angeboten innerhalb Oldenburgs und in unmittelbarer Nähe zur Stadtgrenze. Die Vermittlungsquote beträgt 47 Prozent. Derzeit werden sechs eigene Projekte koordiniert. In den Projekten der Agentur allein sind aktuell um die 350 Ehrenamtliche gebunden.

Durchschnittlich werden neun bis zwölf Beratungsgespräche wöchentlich zur reinen Vermittlung geführt. Daneben werden unzählige Beratungsgespräche und Kontakte mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Partnerinnen und Partnern im Kontext der Projekte geleistet. 27 Prozent der am Ehrenamt Interessierten sind durch das Internet, 26 Prozent durch Mundpropaganda und 21 Prozent durch Zeitungsartikel auf die Agentur aufmerksam gemacht worden. Allein in Niedersachsen und damit auch in Oldenburg engagieren sich 41 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren ehrenamtlich.

Modernes Engagement wird geprägt durch eine Win-Win-Situation: Für die Institutionen ist die Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben unter anderem die Zeitspende, für die Engagierten sind es soziale Kontakte, Kompetenzerweiterung, sinnstiftende Aufgaben, Spaß, Glück und der Wunsch nach Mitgestaltung.
Ein wichtiger Motor jedoch ist auch die Anerkennung und Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit – und dies immer wieder hervorzuheben ist ein besonderes Anliegen der Agentur :ehrensache.


Quelle: Stadt oldenburg
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Bio-Brotbox-Aktion startet erstmals in Oldenburg

09.09.2014 07:00 Uhr

Sozialdezernentin Dagmar Sachse ist Schirmherrin


In Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Schule und Bildung der Stadt Oldenburg führt das sogenannte Bio-Brotbox-Netzwerk am Montag, 15. September, die Bio-Brotbox-Aktion erstmals auch in Oldenburg durch.
Rund 1.400 Erstklässlerinnen und Erstklässler werden dazu an ihrem ersten Schultag eine Brotdose kostenlos erhalten. Gefüllt ist sie mit einem Bio-Frühstück, bestehend aus einer Scheibe Bio-Brot, einem Bio-Apfel, einer Bio-Möhre und einem Bio-Aufstrich sowie einer Bio-Fruchtschnitte, einem Bio-Fruchtsaft und einem Bio-Tee.

Schirmherrin der Aktion in Oldenburg ist Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Zur Verteilung am 15. September gibt es ein offizielles Frühstück mit der Schirmherrin, den Paten der Aktion und einem Live-Auftritt der Band „Die Blindfische“, die ein Bio-Brotbox-Lied komponieren werden.
An welcher Schule das Frühstück stattfinden wird, entscheidet ein Wettbewerb, bei dem eine Oldenburger Grundschule mit einem besonders interessantem Konzept oder guten Ideen zur gesunden Ernährung und zum sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln oder Ressourcen gesucht wird.

Der Grundgedanke hinter der Aktion ist es, die bewusste und ökologische Ernährung von Schulkindern zu fördern. Im Konkreten sind das drei Ziele:
1. Jedes Kind soll frühstücken können.
2. Jedes Kind soll ein gesundes Frühstück bekommen.
3. Jedes Kind soll den Wert einer gesunden Ernährung schätzen lernen. Dazu gehört auch das Wissen über Herkunft und Entstehung von Lebensmitteln.


Paten sind die Sportler Peer-Bent Wegener, VfB Oldenburg, Kira Schnack, Handballspielerin des Bundesligisten VfL Oldenburg, Robin Smeulders, Basketballspieler der EWE Baskets sowie die Musikgruppe „Die Blindfische“.

Die erste Bio-Brotbox-Aktion fand im Jahr 2002 unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundeslandwirtschafts- und verbraucherschutzministerin Renate Künast statt. Seit 2005 wächst das Projekt bundesweit. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Dr. Burkhardt Sonnenstuhl (Projektagentur Berlin), Meinhard Schmitt (Terra Naturkost Handels KG), Joachim Weckmann (Märkisches Landbrot GmbH) und Gisela Lücke (Vitalia Reformhäuser). Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.bio-brotbox.de.
Die Oldenburger Aktion hat ein eigene Webseite www.bio-brotbox-oldenburg.de.

Das Bio-Brotbox-Netzwerk in Oldenburg besteht aus dem Zusammenschluss folgende inhabergeführter Biofachgeschäfte: ecocion (Abokisten), Brot & So, Samenkorn, Veggiemaid, Der andere Hofladen – Kösterhof, dem regionalen Naturkostgroßhändler Kornkraft Naturkost GmbH sowie ProZept e.V. (biofaire Projektentwicklung) als Koordinator.
Unterstützung erhält das Projekt von der BÜFA GmbH & Co. KG, der Raiffeisenbank, Cambio-Car, der Evangelischen Akademie, der Techniker Krankenkasse, Friedrich Kuhnt GmbH, Hatscher GmbH, mensch und umwelt gbr sowie Reinert Fotodesign. Die Bio-Bäckerei Barkemeyer, der Demeter Obsthof Augustin und der Biolandhof Allers steuern regionale Produkte bei.
Unterstützung beim Packen und Verteilen der Brotboxen erhält das Netzwerk vor allem von der Evangelischen Jugend Oldenburg, der Klima-Allianz Oldenburg, Slow Food Oldenburg und der Verbraucherzentrale.

Für die Bio-Brotbox-Aktion sucht das Netzwerk noch weitere finanzielle Unterstützung.
Für Informationen steht Anke Kleyda, ProZept e.V., als Projektkoordinatorin der Bio-Brotbox-Aktion unter der Telefonnummer 0441 219858813 und per E-Mail an a.kleyda@prozept-ev.de zur Verfügung.


Quelle: Stadt Oldenburg
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OldenburgCard und MIAjunior-Ticket kommen

31.08.2014 08:00 Uhr

Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes, Mittagsverpflegung und Schülerbeförderung


Zum kommenden Schuljahr 2014/2015 führt die Stadtverwaltung die OldenburgCard ein und die VWG stellt das bisherige Monatsticket für Schülerinnen und Schüler auf das MIAjunior-Ticket um.
„Das neue Konzept bietet die Möglichkeit, die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes, die Mittagsverpflegung in den Schulen und die Schülerbeförderung mit einer einzigen Identifikationskarte ohne Stigmatisierungseffekte in Anspruch zu nehmen. Dazu waren bislang drei verschiedene Medien erforderlich – Papiergutscheine, Mensa-Chip und ein Papierticket als Fahrausweis der VWG“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Jugendamtsleiter Dr. Frank Lammerding: „Mit der OldenburgCard können wir das Dienstleistungsniveau gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern deutlich verbessern. Darüber hinaus erwarten wir, dass sich insbesondere im Bereich des Bildungs- und Teilhabepaketes die Abwicklung und Abrechnung erheblich vereinfachen lässt.“

Die OldenburgCard ist eine Plastikkarte, die als Ausweis- und Identifikationsmedium genutzt werden soll, um unterschiedliche kommunale Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können.
Die Idee, eine OldenburgCard einzuführen, entstand in der Stadtverwaltung, nachdem das so genannte Bildungs- und Teilhabegesetz (BuT) in Kraft getreten und vom Sozialamt, dem Jobcenter und dem Amt für Jugend, Familie und Schule umgesetzt worden ist.
Seit der Einführung des Gesetzes erhalten Kinder und Jugendliche Leistungen, wenn die Sorgeberechtigten Hilfen nach SGB II, SGB XII, Asylbewerberleistungsgesetz, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen.

Die Leistungen sind Ausflüge, mehrtägige Klassenfahrten und Kitaausflüge, Schulbedarf, Schülerbeförderung für SEK II-Schülerinnen und Schüler, Lernförderung, Zuschuss zur Mittagsverpflegung und Geld für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.
Die Leistungsgewährung ist mit einem immensen Verwaltungsaufwand verbunden, da die Auszahlung zum Teil durch Sachleistungen erfolgt, wobei bei Teilleistungen derzeit Gutscheine ausgegeben werden. Beteiligt bei der Umsetzung sind Vereine, Schulen, Kindertageseinrichtungen und weitere Institutionen.
Eine Projektgruppe der Stadtverwaltung hatte sich daher überlegt, wie das Verfahren optimiert werden könnte, was zur Idee der OldenburgCard führte.

Auch mit der VWG wurde dazu Kontakt aufgenommen. Die VWG übernimmt im Auftrag der Stadt Oldenburg die Beförderung von circa 9.500 Schülerinnen und Schülern der SEK I-Schulen.
Im Rahmen der OldenburgCard haben Stadtverwaltung und VWG eine Kooperation vereinbart. Zeitgleich mit der Einführung der OldenburgCard tauscht die VWG die bisherigen Schülertickets aus Papier gegen ein elektronisches Ticket auf Chipkarte aus, so wie es bereits mit sehr viel Zuspruch bei den Buskunden durch die BOB-Karte oder die MIA-Karte für die Abonnenten bekannt ist.
Das neue Schülerticket heißt zukünftig „MIAjunior“ und stellt innerhalb des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) eine Weiterentwicklung dar.

Die Kooperation zwischen VWG und Stadt Oldenburg hat für den größten Teil der Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Vorteil: Sie benötigen anstelle von zwei Karten für die OldenburgCard und das Schülerticket lediglich eine Karte, denn MIAjunior deckt alle Dinge mit ab, die auch die OldenburgCard ermöglicht. „Wir als VWG freuen uns über diesen gemeinsamen Schritt, denn damit erhalten unsere jungen Kunden nicht nur ein besseres und sichereres Ticket für den Bus, sondern ebenso die Möglichkeit, ganz bequem mit einer Karte weitere Zusatznutzen in Anspruch zu nehmen. Das ist eine sinnvolle und gute Kombination“, meint Morell Predoehl, Prokurist der VWG.

An den zurzeit 20 Mensen der allgemeinbildenden Schulen werden pro Jahr circa 500.000 Essen ausgegeben.
Zum kommenden Schuljahr können alle SEK I-Schülerinnen und -Schüler mit dem MIAjunior-Ticket zur Schule fahren und, wenn die Schule eine Mensa hat, mit der Karte das Essen beziehen. Es muss vorher ein Betrag beim Schulsekretariat abgegeben oder per Onlineüberweisung eingezahlt werden, so dass die Karte ein Guthaben ausweist. Sollte eine Schülerin oder ein Schüler Anspruch auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket haben, so kann beim Jobcenter oder beim Sozialamt ein Antrag gestellt werden.
Die Stadt hat bei einer externen Firma ein Onlineabrechnungssystem für das Bildungs- und Teilhabepakt eingekauft. Bei einer positiven Bewilligung des Antrages werden mit der Kartennummer des MIAjunior-Tickets die Leistungen online freigeschaltet und die Schülerin oder der Schüler kann mit der Karte die Leistungen in der Schule, der Kita, bei Vereinen oder sonstigen Leistungserbringern erhalten.
Die Leistungserbringer rechnen über das Onlineportal die erbrachten Leistungen mit dem Jobcenter oder dem Sozialamt ab. Stellen Personensorgeberechtigte von Kindern oder Jugendlichen, die kein MIAjunior-Ticket haben, einen Antrag, so wird vom Jobcenter oder dem Sozialamt die OldenburgCard ausgehändigt und freigeschaltet, so dass diese ihre Leistungen mit der OldenburgCard erhalten können.

Leistungen, für die bisher mehrere Medien benötigt wurden, können so mit einer einzigen Karte stigmatisierungsfrei beansprucht werden. Aufgrund der monatlichen automatisierten Abrechnungsläufe ist darüber hinaus eine Kalkulationssicherheit für die Leistungsanbieter gegeben.
Leistungsanbieter brauchen keine Rechnungen mehr an das Jobcenter/Sozialamt schreiben, da über das Onlineverfahren auch die Finanzabwicklung erfolgt. Es entfällt für Eltern die Notwendigkeit, den Kindern oder Jugendlichen jeden Tag Geld für das Mensaessen mitgeben zu müssen.

Nach der Einführung der OldenburgCard wird sich die bestehende Arbeitsgruppe weiter Gedanken dazu machen, welche sonstigen Leistungen mit der OldenburgCard noch abgebildet werden können (zum Beispiel Eintritt in verschiedenste Einrichtungen der Stadt, Ausleihfunktion in der Stadtbibliothek).

Alle Informationen rund um die OldenburgCard gibt es auch unter www.olcard.de .


Quelle: Stadt Oldenburg
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Kinderfest im Stadtteiltreff Dietrichsfeld

09.06.2014 21:49 Uhr
von Carsten Lienemann

Kinder von 0 bis 12 Jahren waren am Sonnabend, dem 7. Juni, in den Stadtteiltreff Dietrichsfeld eingeladen. Zusammen mit ihren Eltern konnten sie die Einrichtung und ihre Angebote (besser) kennen lernen.

Sechs Stationen hatten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen aufgebaut, gemalt und geschminkt wurde im Gebäude, rutschen, werfen, bauen und essen konnten Kinder und Erwachsene im Garten und vor dem Haus.

Vor allem das kulinarische Angebot hatte es in sich: Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dietrichsfeld boten leckere Obstspieße und Quarkspeisen an, Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch, »Beatas Mädchentreff« mixte erfrischende Fruchtcocktails - selbstverständlich alkoholfrei - und die stellvertretende Leiterin Barbara Meyer baute Hot Dogs zusammen, als gehörte das zu ihrer täglichen Arbeit.

»Wir wollen diesen Tag dazu nutzen, um unsere Angebote bekannt zu machen, insbesondere die Kinderbetreuung«, sagt Regina Dirksen, Leiterin des Stadtteiltreffs. »Außerdem versuchen wir immer wieder, Menschen aus dem Stadtteil zusammen zu bringen. Wie man sieht, ist das auch diesmal gelungen!«

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Neuer Botschafter für Trauerland e. V.

12.05.2014 07:43 Uhr

Markus Müller übergibt an Thomas Kossendey

von Carsten Lienemann

Markus Müller hat sich große Verdienste um das Oldenburgische Staatstheater erworben, das ist wohlbekannt. Nicht ganz so bekannt ist, dass er sich darüber hinaus auch für andere Einrichtungen engagiert hat. So hat er z. B. vor sieben Jahren die Aufgabe übernommen, den Verein Trauerland e. V. und seine Arbeit bekannt zu machen. Nun, wo Müller leider die Stadt in Richtung Mainz verlässt, muss auch ein neuer Trauerland-Botschafter gefunden werden.

Musste, um genau zu sein, denn am Sonntag, 11. Mai, wurde Staatssekretär a. D. Thomas Kossendey als Nachfolger bekanntgegeben. Im Rahmen einer feierlichen Matinée in der Exerzierhalle reichte Noch-Hausherr Müller symbolisch den Stab an Kossendey weiter.

Vor 15 Jahren hat Trauerland-Gründerin Beate Alefeld-Gerges die Idee nach Deutschland gebracht, auch dieses Jubiläum wurde gefeiert und damit auch das Engagement der insgesamt ca. 160 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. »Das Hauptziel des rein über Spenden finanzierten Vereins ist, Kindern im Alter von 3 bis 18 Jahren einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg zu bieten« sagte Moderatorin Germaid Eilers-Dörfler. »An den Standorten Bremen und Oldenburg werden derzeit 175 Kinder aus der gesamten Nordwestregion in 12 Gruppen betreut. Das kostenfreie Angebot umfasst neben den Trauergruppen auch Einzelberatung, Krisenintervention, eine telefonische Beratungshotline sowie eine pädagogisch betreute Kinder-Internetseite. Darüber hinaus schult Trauerland bundesweit Fachkräfte zum Thema ›Trauer bei Kindern und Jugendlichen‹. Auch der Austausch unter erwachsenen Angehörigen gehört zum Trauerland-Angebot«

»Diese Arbeit hat mich sehr beeindruckt«, sagte Markus Müller auf die Frage, warum er vor sieben Jahren die Aufgabe als Botschafter übernommen habe. Im übrigen glaube er, viel zu wenig beigetragen zu haben, und sein Nachfolger werde das sicher viel besser machen, so Müller weiter.

Auch Thomas Kossendey wurde natürlich gefragt, warum er dieses Amt übernehmen wolle. Zwei wesentliche Gründe gab er an: »Erstens: Wir müssen uns um die Kinder kümmern, die nahe Angehörige verloren haben, denn die hinterbliebenen Erwachsenen trauern auch und brauchen Unterstützung. Zweitens: WIr müssen das große Engagement der Ehrenamtlichen bekannt machen, für Verständnis und Anerkennung werben, Portemonnaies öffnen.« Das Geld sei gut angelegt, »es kommt direkt der Arbeit zu«.

Künsterisch eingerahmt wurde der Vormittag von René Schack, der Fabeln von Wilhelm Busch rezitierte, sowie Anne Fuchs (Sopran), Paul Brady (Bariton) und Nicolas Nägele (Klavier), die Auszüge aus der Zauberflöte brachten. Alle vier verzichteten auf eine Gage, und auch die anschließend gereichten Snacks kosteten Trauerland nichts: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten privat Zeit und Geld investiert.

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Vom Projekt zur professionellen Einrichtung

10.05.2014 17:46 Uhr

Wildwasser feiert 25. Geburtstag am 9. Mai im PFL

von Carsten Lienemann

Mit einer Arbeitsgruppe fing alles an. Eine Gruppe interessierter Frauen fand sich 1988 an der (damals noch nicht offiziell Carl-von-Ossietzky-) Universität Oldenburg mit dem Ziel zusammen, eine Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und Frauen einzurichten, die von sexueller Gewalt betroffen sind. Im Februar 1989 folgte dann der Eintrag von »Wildwasser Oldenburg e. V.« in das Vereinsregister.

Musste bei Vereinsgründung noch ermittelt werden, ob es überhaupt einen Bedarf für eine solche Beratungsstelle gibt - natürlich mit positivem Ergebnis - so »ist Wildwasser heute aus der sozialen Arbeit der Stadt Oldenburg nicht mehr wegzudenken«, wie Sozialdezernentin Dagmar Sachse in ihrem Grußwort sagte. Wildwasser helfe und berate nicht nur, sondern leiste darüber hinaus wertvolle Präventionsarbeit und sei dank ständiger Fortbildung der Mitarbeiterinnen und guter Vernetzung auf aktuellem Stand der Wissenschaft, so Sachse. Die Notwendigkeit dieser Arbeit stellt niemand in Frage.

Aber auch wenn Wildwasser um die gesellschaftliche Anerkennung nicht mehr kämpfen muss, die Finanzierung der Arbeit bleibt trotzdem schwierig, darauf wies die Bremer Landesbeauftragte für Frauen, Ulrike Hauffe, zu Beginn und zum Ende ihrer Rede hin. Zunächst meinte sie, in Dagmar Sachses Ansprache verklausulierte Zusagen für finanzielle Unterstützung erkannt zu haben, »und da muss man bei Politikern und Dezernenten genau hinhören, um sie gegebenenfalls darauf festzunageln«. Am Schluss der Rede plädierte sie für ein »Ende der Bescheidenheit«. »Wenn wir uns die Frage stellen, was Gewalt an öffentlichen Mitteln kostet, dann relativieren sich sehr schnell die Beträge, mit denen Einrichtungen wie Wildwasser gefördert werden.«

Dazwischen lenkte Hauffe den Blick auf die nach wie vor von Männern normierte Berufswelt und hob beispielhaft einige Stationen auf dem noch lange nicht beendeten Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter hervor, so etwa das Recht der Frauen, eigenständig über Berufstätigkeit zu entscheiden (1977) oder die Anerkennung von Vergewaltigung in der Ehe als Straftat (1997), sprach aber auch über eine inzwischen andere Auffassung von Schuld bzw. Mitschuld der Opfer bei Gewalt gegen Frauen sowie über einen treffenderen Sprachgebrauch in diesem Themenfeld. »Wir sprechen inzwischen von ›sexueller Gewalt‹ und nicht mehr von ›Missbrauch‹, denn Missbrauch unterstellt, dass es auch einen ›sexuellen Gebrauch‹ geben könnte. Und wir sollten nicht mehr in ›Projekten‹ denken, denn Projekte sind zeitlich befristet, die Arbeit in den Einrichtungen aber nicht.«

Neben diesen notwendigen Inhalten gab es aber auch weniger Ernstes, wie es sich für eine Jubiläumsfeier gehört. »Die Feudalen«, drei Kaberett-Frauen aus Cuxhaven, hielten ein sehr unterhaltsames Seminar über Organisation und Knüpfung eines Netzwerkes. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag vom »Schlagwerk Nordwest«.


Diese Festveranstaltung im PFL war nur eine von vielen Aktionen, mit denen Wildwasser Oldenburg das Jubiläums begeht. Bis in den November hinein wird es in diesem Jahr immer wieder Veranstaltungen und Aktionen geben. Das Programm gibtes auch als PDF zum Download.
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Junge Pflege in Oldenburg

10.05.2014 16:12 Uhr
von der Selbsthilfegruppe »Mit Schwung«

In Oldenburg eröffnete das Seniorenzentrum am Küstenkanal am 25. April in dem Haus Dammbleiche den ersten separaten Wohnbereich für junge Pflegebedürftige.

„Leben wie ich will“ ist der Slogan der HANSA-Gruppe, die sich mit ihren Einrichtungen für Senioren und Pflegebedürftige spezialisiert hat. Aber nicht nur Senioren können pflegebedürftig sein, sondern auch jüngeren Menschen (20 bis 60 Jahre) kann es passieren, dass sie aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls pflegebedürftig werden. Dann unterstützen normalerweise Angehörige oder ambulante Pflegedienste die Betroffenen im Alltag.

Wenn diese Situation eine ausreichende Pflege und Betreuung nicht mehr zulässt, dann ist eine stationäre Pflege unumgänglich, um die zunehmenden körperlichen und psychischen Behinderungen im Krankheitsverlauf sach- und fachkundig zu behandeln. Bislang wurden junge Pflegebedürftige in Oldenburg aufgrund fehlender Angebote häufig in den 21 Seniorenpflegeeinrichtungen der Stadt oder in Einrichtungen für Behinderte untergebracht. Diese Situation war für alle Betroffenen deprimierend und unbefriedigend, da die Ausrichtung eines Altenpflegeheims in keinster Weise den Ansprüchen und Bedürfnissen junger Menschen entspricht, die viel Wert auf ihre Eigenständigkeit legen.

Da wir, als Oldenburger MS-Betroffene, permanent mit diesem Thema konfrontiert sind, haben wir uns ab 2010 intensiv auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten gemacht. Wir haben verschiedene Einrichtungen besucht, mit diversen Personen gesprochen und mit dem Versorgungsnetz Gesundheit Kontakt aufgenommen.

Mit dem Versorgungsnetz Gesundheit sprachen wir dann über unsere Vorstellung, in ein schon bestehendes Oldenburger Altenpflegeheim einen separaten Wohnbereich für jüngere einzurichten (z. B. wie seit 2004 in einen Osnabrücker Pflegeheim). Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe gegründet und um den Bedarf zu ermitteln entwickelte diese einen Fragebogen. Über den städtischen Verteiler wurden dann alle in Frage kommenden Institutionen angeschrieben.

Um unserer Angelegenheit mehr Nachdruck zu verleihen, baten wir 2012 Frau Harms vom Versorgungsnetz Gesundheit auf unserer 30-jährigen Jubiläumsfeier über den damaligen Stand der Dinge zu berichten. Den Bericht darüber veröffentlichten wir dann am 25. April 2012 auf „Mein Oldenburg“. Es ist für uns schon fast eine Sensation, dass auf dem Tag genau nur zwei Jahre später der erste separate Wohnbereich für Jüngere in Oldenburg eröffnet wurde. Wir freuen uns über die Neuausrichtung im Haus Dammbleiche und danken auch den ehemaligen Bewohnern, die sich mit ihren Umzug bereiterklärt haben dieses neue Projekt zu unterstützen. Zwar ist mit den 16 Einzelzimmern und den 4 Appartements im Haus Dammbleiche der regionale Gesamtbedarf noch lange nicht gedeckt, aber den zukünftigen Bewohnern wird damit die erste Wohn- und Pflegemöglichkeit geboten, die sich an den Bedürfnissen und Ansprüchen junger Pflegebedürftiger ausrichtet und sie sicherlich dem „Leben wie ich will“ ein Stück näher bringen.
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»Männer brauchen die liebevolle Konfrontation«

26.04.2014 11:25 Uhr

Beratungsangebot »Männersache« besteht seit einem Jahr

von Carsten Lienemann

»Das zentrale Männlichkeitsproblem ist der verwehrte Zugang zu Gefühlen und Bedürfnissen.« Das ist die zentrale These des Vortrags von Psychotherapeut Björn Süfke anlässlich des ersten Geburtstages der Männerberatung »Männersache« am 25. April 2014.

Bundesweit einmalig unterhält der Verein »Männerwohnhilfe e. V.« in Oldenburg seit 2002 eine Wohnung als Anlaufstelle und kurzfristige Unterkunft für Männer in häuslichen Krisensituationen. Aus der Erkenntnis heraus, das auch ein Beratungsbedarf von Mann zu Mann besteht, wurde vor einem Jahr am Marschweg 66 die Beratungsstelle »Männersache« eingerichtet, die an drei Abenden in der Woche offene Sprechzeiten anbietet. Etwa 20 derartige Einrichtungen sind derzeit in Deutschland zu finden.


Männer müssten sowohl traditionelle wie auch moderne Anforderungen erfüllen, führt Björn Süfke in seinem Vortrag aus. Sie sollen nach wie vor erfolgreich im Beruf sein, gleichzeitig aber mehr für Haushalt und Familie tun. »Frauen kämpfen seit 45 Jahren mit dieser Doppelbelastung, für Männer ist das relativ neu.«

Dass Jungen die männlichen Vorbilder fehlen, weil sie nicht nur im Kindergarten und in der Schule, sondern nach wie vor meist auch zuhause überwiegend mit Frauen zu tun haben, ist keine neue Erkenntnis. Aber Süfke bringt wunderbar anschaulich auf den Punkt, was es für Folgen hat, wenn z .B. ein Vater immer nur für den Freizeitspaß zuständig ist: »Ein Junge, der nie Ärger, Trauer oder Angst bei seinem Vater (oder einer anderen männlichen Bezugsperson) erlebt, zieht daraus die Lehre, dass ein Mann solche Gefühle nicht hat«, so Süfke.

Dazu komme ein Männerbild in den Medien, das überwiegend klischeehaft sei. Auch im realen Leben gebe es zu wenige Vorbilder. Die sich daraus ableitende Erfahrung laute: Mann und Gefühle, das gehört nicht zusammen! Die Hilflosigkeit, die sich dabei ergibt, münde häufig in Krankheit, Sucht und Suizid. Von allen drei Dingen sind Männer weitaus häufiger betroffen als Frauen.

Aber Süfke beschreibt nicht nur das Problem, sondern schlägt auch eine Lösung vor: Die »liebevolle Konfrontation« von Mann zu Mann. Liebevoll, weil der Ratsuchende sonst auf Abwehr schaltet; Konfrontation, weil es sonst nicht zum Ziel führt; von Mann zu Mann, weil beide besser verstehen, wovon der andere redet und weil es in aller Regel für einen Mann leichter ist, mit einem Mann über Männerprobleme zu sprechen. Und weil Männer sich um Männer kümmern sollten.

So sehen das auch die Mitarbeiter des Vereins Männer-Wohn-Hilfe e. V. Diplom-Sozialpädagoge Wolfgang Rosenthal und Diplom-Pädagoge Ansgar Melter stehen für offene Sprechzeiten dienstags, mittwochs und donnerstags von 18:00 bis 20:00 Uhr sowie nach Vereinbarung zur Verfügung. »Die Resonanz ist groß«, sagt Wolfgang Rosenthal, »obwohl wir keine große Werbung machen, waren wir nach wenigen Monaten bereits ausgelastet.«

»Möglich wurde die Einrichtung des Angebotes durch eine Anschubfinanzierung vom Paritätischen Wohlfahrtsverband«, erklärt Walter Dinninghoff, Erster Vorsitzender der Männerwohnhilfe e. V. »Eine weitere wichtige Unterstützung erhalten wir von ›meracon gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit mbH‹, die uns Räume ihrer Kriseninterventionsstelle Oldenburg am Marschweg 66 kostengünstig zur Verfügung stellt.
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»Unglaubliche Schicksale, sehr mutige Menschen«

01.04.2014 07:35 Uhr

Erfolgreicher Verlauf der Lebendigen Bibliothek spricht für Wiederholung

von Carsten Lienemann

»Tolle Idee, weiter so!« - »Ich bin begeistert, mehr davon! «, das sind zwei von vielen Kommentaren, die die Besucherinnen und Besucher der Lebendigen Bibliothek am Samstag, 29. März, auf den Evaluationsbögen hinterließen, und sie bilden in der Tendenz keineswegs die Ausnahme. Die Besucher waren sehr angetan von Idee und Umsetzung, aber auch die Menschen, die sich als Lebendige Bücher zur Verfügung gestellt hatten, waren sehr zufrieden, und so hatten die Organisatoren Uwe Fischer von der Akademie der Ev-Luth. Kirche Oldenburg, Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates Oldenburg und ganz besonders Initiatorin Anna Drosdowska von der VHS Oldenburg, allen Grund zu strahlen.

Es hätte in der Tat kaum besser laufen können. Der Besucherstrom - man darf das durchaus so bezeichnen - begann pünktlich um 11 Uhr, hielt rund zweieinhalb Stunden recht konstant an und ließ dann leicht nach. Die insgesamt 69 Gespräche verteilten sich sehr gleichmäßig auf die Bücher, auch dadurch, dass manche Besucher sich die Wartezeit auf ihr Lieblingsbuch mit einem gerade freien Buch verkürzten. Und auch dabei erfuhren beide Seiten Neues voneinander, wie sich herausstellte.

Die Damen und Herren am Empfang, die Kataloge ausgaben, beim Ausfüllen der Leihkarten halfen und die Leser zu den Büchern brachten, hatten alle Hände voll zu tun, auch die Lebendigen Bücher waren bis auf eine oder zwei Ausnahmen fast ständig im Einsatz, und trotzdem drängte sich dem Beobachter der Eindruck einer durchweg entspannten, harmonischen Atmosphäre auf. Großen Anteil daran hatten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Café Kurswechsel, die die Bücher und die Organisatoren mit Speisen und Getränken versorgten.

So unterschiedlich die Fragen der Besucherinnen und Besucher an die Bücher naturgemäß auch waren, so war ihnen doch ehrliches Interesse und Offenheit für die Antwort gemeinsam, das zeigte bereits die Abschlussrunde unmittelbar nach der Veranstaltung. »Es war keine Einbahnstraße, sondern ein echter Austausch«, berichteten die Lebendigen Bücher. »Die Leute waren durchweg freundlich und bereit, vorhandene Vorurteile zurückzunehmen.« Manche haben mehrmals das gleiche erzählt, für andere war jedes Gespräch wie ein neues Kapitel, weil die Partner eine eigene Geschichte mitbrachten. Bei mehreren Büchern stellte sich das Gefühl ein, »ein wenig am Bild gekratzt zu haben«.

Mit Erfolg, wie die Auswertung der Evaluationsbögen ergab. »Unglaubliche Schicksale, sehr mutige Menschen« hatten die Besucher kennen gelernt, Einblick in »neue Perspektiven und andere Sichtweisen« erhalten und erkannt, »wie weit Toleranz gehen kann, wie viele selbst kleinste Vorurteile wir haben«.

Interessante Gespräche führten aber auch die Lebendigen Bücher unter sich oder mit den Veranstaltern und Helfern, sie erzählten sich gegenseitig ihre Geschichten und tauschten sich über gerade an den Einzeltischen gemachte Erfahrungen aus.

»Es sollte öfter mal so etwas stattfinden«, darin waren sich alle Beteiligten einig. Neben viel Lob gab es Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik. Manche der Lebendigen Bücher erklärten sich spontan bereit, wieder dabei zu sein. Die Bibliotheksnutzer gaben an, welche Bücher sie vermisst haben, mache von ihnen boten sich selbst als Lebendiges Buch für das nächste Mal an.

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»Mit Menschen sprechen,
die man sonst nie treffen würde«

15.03.2014 07:35 Uhr

»Lebendige Bibliothek« am 29. März in der VHS

von Carsten Lienemann

Mit Vorurteilen halten die meisten Menschen es wie mit persönlichen Fehlern: Sie gäben zu, wenn sie welche hätten. Die Vorurteile betreffend gibt es eine gute Gelegenheit, den eigenen Status zu überprüfen. Am Sonnabend, 29. März, bieten die Volkshochschule Oldenburg (VHS), die Akademie der Ev.-Luth. Kirche und der Präventionsrat (PRO) die Möglichkeit zu einer ganzen Reihe besonderer Begegnungen. Unter dem Titel »Lebendige Bibliothek« können Besucherinnen und Besucher zwischen 11 und 17 Uhr mit Menschen ins Gespräch kommen, an denen sie im Alltag bestenfalls vorbeigehen würden.


Anna Drosdowska, Pädagogische Mitarbeiterin der VHS (2. Bildungsweg, Allgemein- und Gesellschaftswissen), ist die Initiatorin des Projektes.

Frau Drosdowska, um was handelt es sich bei der »Lebendigen Bibliothek«?
Die »Bücher« der »Lebendigen Bibliothek« sind Menschen, die in der Gesellschaft eine Sonderrolle eingenommen oder auch zugewiesen bekommen haben und denen meist mit Vorurteilen begegnet wird. Wir haben nach Menschen gesucht, die stellvertretend für eine soziale Gruppe bereit waren, über sich und ihr Leben Auskunft zu geben.

Wie geht die »Ausleihe« vor sich?
Die Besucher können im Laufe des Tages vorbeikommen, sich wie in einer normalen Bibliothek anmelden und über einen Katalog eine Auswahl treffen, nur dass sie sich anstelle eines Buches einen Menschen für 30 Minuten »ausleihen« und mit ihm über die eigenen Vorurteile, aber auch über Gott und die Welt sprechen können.

Welche »Bücher« enthält Ihr Katalog?
Wir haben zum Beispiel eine zum Islam konvertierte Frau, einen Obdachlosen, einen Flüchtling, eine Veganerin, einen Homosexuellen, eine Frau mit Behinderung.

Woher kommt die Idee?
Ich kenne die »Lebendige Bibliothek« von einer Freundin, die in Polen im Bereich bürgerliche Initiativen tätig ist und eine solche Veranstaltung schon zweimal sehr erfolgreich durchgeführt hat. Im Internet habe ich gefunden, dass es auch in anderen europäischen Städten schon so etwas gegeben hat. Warum also nicht in Oldenburg?

Wie kamen die Kooperationspartner Evangelisch-Lutherische Akademie und Präventionsrat hinzu?
Die VHS, die Akademie und der Präventionsrat sind Teile des Netzwerkes »Demokratiezentren Niedersachsen«. Wir wollten in diesem Rahmen gerne etwas größeres zusammen machen, und die Lebendige Bibliothek war eine der ersten Ideen dazu. Die VHS bietet sich als Veranstaltungsort an, weil sie ein Ort der Begegnung ist. Menschen unterschiedlichster Herkunft kommen hierher. Und jeder, der an diesem Tag vorbeikommt, kann teilnehmen.

Wie geschah die Auswahl der Themen, die Sie gerne durch lebendige Bücher repräsentiert sehen wollten?
Melanie Blinzler (PRO), Uwe Fischer (Akademie) und ich haben uns die Frage gestellt, mit wem wir gerne sprechen würden, wen wir interessant finden. Wir haben uns ein bisschen an den genannten Vorbildern orientiert, wobei zur Idee des Projektes gehört, dass die Probleme vorort eine Rolle spielen und die Menschen, die in die Bibliothek kommen, beschäftigen sollen.

Wer hilft Ihnen bei der Durchführung?
Die Kooperationspartner sind an dem Tag natürlich vor Ort, aber wir haben auch Ehrenamtliche, die als Bibliothekarinnen und Bibliothekare arbeiten werden, d. h. sie werden die Besucher begleiten und die lebendigen Bücher schützen. Das ist uns auch sehr wichtig, dass sowohl die Besucher als auch die »Bücher« die Sicherheit haben, dass die Veranstaltung schön verlaufen wird. Das heißt nicht, dass wir nicht diskutieren oder streiten können, aber es muss eine für alle angenehme Atmosphäre sein.

Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung?
Das Ziel ist natürlich, sich mit eigenen Ängsten und Vorurteilen auseinanderzusetzen, aber das braucht sicher seine Zeit. Das wichtigste an diesem Tag ist, dass man mit Menschen sprechen kann, die man sonst im Leben nicht so einfach treffen würde. Solche Gespräche bleiben oft sehr lange im Kopf und können Menschen manchmal verändern, etwas initieren, begeistern. So eine kleine Begeisterung, das würde ich den Menschen wünschen. Dass man diesen Tag einfach für sich festhält.

Soll es eine Folgeveranstaltung geben?
Das würde ich mir wünschen, klar.
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5. Zeitung der Internationalen Frauengruppe

12.03.2014 21:26 Uhr
Jeden Donnerstag, trifft sich die Internationale Frauengruppe im Stadtteiltreff Dietrichsfeld. Die Frauen engagieren sich für Flüchtlinge und Migrantinnen, »wir halten als Gruppe zusammen, geben uns gegenseitig Unterstützung, reden und lachen miteinander«, so Mia Cordes, die seit der Gründung 2008 zur Frauengruppe gehört.

Einmal im Jahr, zum Internationalen Frauentag am 8. März, gibt die Internationale Frauengruppe eine kostenlose Zeitung heraus, in der sie über ihre Arbeit und ihre Unternehmungen berichtet.

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Alles unter einem Dach

03.03.2014 21:43 Uhr

Ulla Schmidt (MdB) und Susanne Mittag (MdB) besuchten die Gemeinnützigen Werkstätten am Standort Sandkrug

von Daniel Lüllmann

Ulla Schmidt (Bundestagsvizepräsidentin, Bundesgesundheitsministerin a. D. und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe), informierte sich bei einem Besuch der Betriebsstätte Sandkrug über die Arbeit der Werkstätten im Landkreis Oldenburg. In Begleitung von Susanne Mittag am besuchte sie 01. März 2014 die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. (GWO). Unter dem Motto „Alles unter einem Dach“ informierten sich die Besucher über Arbeit der Werkstätten und das Angebot am Standort Sandkrug.

Im Jahr 2004 wurde der erste Bauabschnitt in Sandkrug eröffnet. In den letzten zehn Jahren kamen am Standort neue Angebote aus den Bereichen Arbeiten, Bildung und Fördern hinzu. Die letzten Bauarbeiten wurden im Februar abgeschlossen und die offizielle Eröffnung des Gesamtstandortes findet am 23. Mai 2014 statt. Am 25. Mai kann sich auch die Öffentlichkeit beim „Tag der offenen Tür“ ein Bild über das vielfältige Angebot der GWO im Landkreis Oldenburg machen. Bereits jetzt verschafften sich die Besucher bei einem Rundgang einen Eindruck über die Arbeit am Standort. „Ziel war, den Standort Sandkrug zu einem Vollstandort für den Landkreis Oldenburg zu entwickeln, indem wir dort alles unter einem Dach anbieten“, betonte Gerhard Wessels, Vorstand der GWO, bei der Vorstellung der Bereiche.

Der Rundgang führte die Besucher zunächst über die neu eröffnete Seniorentagesstätte zur Arbeitsgruppe für ältere Menschen mit Behinderung. Diese Bereiche stellen für die GWO eine neue Herausforderung dar, da die Nachfrage nach solchen Angeboten für Menschen mit einer Behinderung in den nächsten Jahren stark wachsen wird, erläuterte Klaus Westrich, Leiter Arbeit und Soziales der GWO. Deshalb sei es umso wichtiger dieses Angebot auch am Standort Sandkrug für den Landkreis Oldenburg vorzuhalten, so Westrich weiter. Nach der Besichtigung der Produktions- und Arbeitsbereiche wurde der neue Förderbereich am Standort vorgestellt. Auch im Förderbereich werden in Gruppen einfache Arbeiten angeboten um die Fähigkeiten der Teilnehmer zu fördern. Die unmittelbare Nähe dieses Angebots zum Arbeitsbereich soll dazu beitragen Übergänge für Teilnehmer zu erleichtern, welche noch nicht am Arbeitsprozess teilnehmen können.

Nach dem Rundgang tauschten sich die Besucher in einer Gesprächsrunde über die aktuellen Entwicklungen in der Eingliederungshilfe aus. Ulla Schmidt betonte, dass es das Ziel der Bundesregierung sei bis Mitte 2016 das Bundesteilhabegesetz einzuführen um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft weiter zu stärken. „Wir werden hierbei auch die Betroffenen mit einbeziehen, um deren Bedürfnisse zu berücksichtigen“, sagte Schmidt. Daher sei es wichtig, sich bei dem Gesetzgebungsverfahren auch die nötige Zeit zu nehmen um ein auf die Bedarfe angepasstes Gesetz zu verabschieden, so Schmidt weiter.

Ein weiterer Punkt in der Diskussion war die Schaffung von Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung am allgemeinen Arbeitsmarkt. Gerhard Wessels sieht die Rolle der Werkstätten darin noch mehr Arbeitsplätze in der Mitte der Gesellschaft zu schaffen, umso Übergänge möglich zu machen. „In unseren Projekten wie dem Café Kurswechsel und der MachBar sowie auf weiteren Außenarbeitsplätzen in Betrieben in der Region arbeiten bereits 8% unserer Beschäftigten auf Arbeitsplätzen, welche unter arbeitsmarktähnlichen Bedingungen Arbeit für Menschen mit einer Behinderung bieten“, erklärte Gerhard Wessels. Das selbst vorgegebene Ziel der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten in Niedersachsen von 10 % möchte die GWO erreichen, indem sie verstärkt Projekte forciert welche Arbeitsplätze unter arbeitsmarktähnlichen Bedingungen anbieten.
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Verabschiedung nach langjähriger Tätigkeit und Nachwahl Aufsichtsrat

21.02.2014 10:39 Uhr

Wolfgang Bartels und Rainer Sielaff scheiden nach langjähriger Tätigkeit aus dem Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Werkstätten aus.

von Daniel Lüllmann

Am Montag legten Wolfgang Bartels und Rainer Sielaff nach jahrelanger Tätigkeit im Aufsichtsrat der GWO , W. Bartels als Vorsitzender 23 Jahre und R. Sielaff für den Bereich Finanzen 10 Jahre, aus Altersgründen ihr Amt nieder und wurden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Sie sind im Aufsichtsrat mit hohem Engagement, Sachverstand und Leidenschaft für die Aufgabe tätig gewesen. Sie haben über Jahrzehnte mit hoher Verantwortung die Entwicklungen der Gemeinnützigen Werkstätten begleitet, dafür sprechen wir Ihnen als Mitglieder unseren Dank aus“, erklärte Herr Dr. von Kries in seiner Ansprache bei der Mitgliederversammlung.

Gerhard Wessels, Vorstand der GWO, bedankte sich für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, die die Grundlage für die Entwicklung der Gemeinnützigen Werkstätten mit ihren vielfältigen Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten war. Beispielhaft nannte er den Ausbau des Standortes Sandkrug sowie die Initiierung inklusiver Projekte wie das Kaufhaus der Werkstätten, Café Kurswechsel und die Kantine MachBar in der Agentur für Arbeit.

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurden einstimmig Christian Köhler (LzO-Regionaldirektor Privatkunden) für den Fachbereich Finanzen und Detlef Mucks-Büker (Oberkirchenrat, Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg) für den Fachbereich Diakonie als Nachfolger in den Aufsichtsrat gewählt. Zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Helmuth Hinrichs in der ersten Sitzung des Aufsichtsrats benannt. „Ich freue mich auf die Arbeit als Aufsichtsratsvorsitzender. Ich bin mir sicher, so wie ich die Arbeit der GWO in der Vergangenheit wahrgenommen habe - der Mensch steht hier ständig im Vordergrund - werden wir weiterhin unter dieser Prämisse vertrauensvoll zusammenarbeiten“ bedankte sich Helmuth Hinrichs.


Die neue Zusammensetzung des Aufsichtsrates der Gemeinnützigen Werkstätten:
Helmuth Hinrichs (Bürgermeister a.D. der Gemeinde Hatten) - 1. Vorsitzender
Detlef Mucks-Büker (Oberkirchenrat, Ev.-luth. Kirche Oldenburg) - stellv. Vorsitzender
Christian Köhler (LZO-Regionaldirektor Privatkunden)
Martina Stodiek (Schulleiterin der Schule an der Kleiststraße)
Bernd Osterloh (Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht)
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9000 Euro für Trauerland e. V.

27.01.2014 15:27 Uhr
In Anwesenheit des Trauerland-Botschafters Thomas Schaaf übergab der amtierende Round-Table-14-Präsident Christian Hilbers dem Verein einen Spendenscheck über die Gesamtsumme von 9000 Euro, die die Spendenaktionen im Jahr 2013 erbracht haben.

»Das Geld fließt in die Kinderarbeit. Wir haben zurzeit 40 bis 45 Kinder in drei Gruppen. Die Kinder bleiben bis zu zweieinhalb Jahre bei uns«, erklären Trauerland-Mitarbeiterinnen Carolin de Witt und Hille Ballin.

»In Oldenburg arbeiten etwa 25 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,« so de Witt weiter. »Botschafter sind für uns als Identifikationsfiguren sehr wichtig. Die Kinder erfahren, dass sich auch ihre Idole mit Trauer beschäftigen.

Thomas Schaaf ist seit 2004 Trauerland-Botschafter. Zu seiner Motivation sagt er: »Man muss nur einmal hingegangen sein und die Arbeit der meist ehrenamtlichen Mitarbeiter gesehen haben. Das Thema Tod beschäftigt uns alle, Kinder auf besondere Weise. Wir müssen es aus der Tabuzone holen.

Ich schaue öfter bei Trauerland herein, auch die Räume in Oldenburg habe ich kürzlich gesehen. Ich glaube, es ist für die Kinder wichtig zu sehen, dass ihre Situation ein Stück Normalität ist.«

Weil das Angebot von Trauerland nur über Spenden finanziert werde, stehe es auch wirtschaftlich schwachen Familien offen, so Schaaf. Der Round Table 14 in Oldenburg engagiert sich seit nunmehr über 50 Jahren für gemeinnützige Projekte und sammelt mit verschiedenen Aktionen Geld für den guten Zweck. Dem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. ist der Round Table 14 eng verbunden. Durch sein breit aufgestelltes Netzwerk ermöglichte und initiierte der Round Table in der Vergangenheit bereits vielfach Aktionen für Trauerland. Der Round Table 14 Oldenburg besteht aus 22 Mitgliedern, die verschiedenen Berufsgruppen angehören. „Round Table“ ist eine internationale Gemeinschaft junger Männer mit rund 3.500 Mitgliedern und über 250 Tischen in ganz Deutschland. Die Ziele des Clubs sind der Dienst an der Allgemeinheit und der Austausch privater sowie beruflicher Erfahrungen der Mitglieder untereinander.

Der gemeinnützige Verein »Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.« begleitet seit 1999 trauernde Mädchen und Jungen auf ihren individuellen Trauerwegen. Trauerland bietet trauernden Kindern und deren Familien umfassende Hilfe für ihren Trauerprozess an. In den Trauerland-Gruppen in Oldenburg und Bremen werden derzeit 175 Plätze für Kinder und Jugendliche (davon 45 in Oldenburg) angeboten, wo sie von den hauptamtlichen Mitarbeitern und speziell geschulten Ehrenamtlichen begleitet werden. Für den Erhalt und die Sicherung seiner Arbeit ist der Verein auf Spenden angewiesen – eine staatliche Förderung erhält Trauerland nicht. Namhafte Vorbilder wie Thomas Schaaf, Ina Müller oder Willi Weitzel agieren zudem als Botschafter, um dem Thema Tod und Trauer in der Gesellschaft auch überregional eine Stimme zu geben.
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Justizministerin besucht Konfliktschlichtung e. V.

10.01.2014 22:23 Uhr
von Carsten Lienemann

Zu einem Kennenlern-Gespräch mit Informationsaustausch kam am Freitag, 10. Januar, die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Bündnis 90/Die Grünen) in die Räume des Vereins Konfliktschlichtung e. V., Kaiserstraße 7. Zusammen mit den beiden Oldenburger Landtagsabgeordneten Jürgen Krogmann und Ulf Prange ließ sie sich von den Vorstandsmitgliedern Jochen Hillenstedt, Karin Schulze und Christian Scheffler sowie der Geschäftsführerin Veronika Hillenstedt über die aktuelle Arbeit des Vereins ins Bild setzen. Im Anschluss daran stand die Runde ganz-oldenburg.de exklusiv für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Die Ministerin möchte möglichst viele der verschiedenen Akteure aus ihrem Zuständigkeitsbereich näher kennen lernen, dazu zählen neben Einrichtungen der Rechtssprechung und des Strafvollzuges auch Vereine wie Konfliktschlichtung e. V., die sich unter anderem mit Täter-Opfer-Ausgleich beschäftigen.

»Ich habe selbst lange als Mediatorin gearbeitet und weiß, wie wirksam das ist«, sagt Antje Niewisch-Lennartz. »Selbst ausgehandelte Vergleiche sind sehr viel wertvoller als von Richtern verordnete. Beim Täter-Opfer-Ausgleich stehen die Opfer im Zentrum, sie fühlen sich ernst genommen, denn sie sind hier nicht nur einfache Zeugen in einem Strafprozess. Aber auch für die Täter ist die Situation neu, sie lernen die Perspektive des Opfers kennen und erfahren, dass ihre Tat oft bleibende psychische Wunden hinterlässt. Die meisten Straffälligen haben das vorher nie mitbekommen.«

Der Täter-Opfer-Ausgleich war aber nur der Anfang, als der Verein vor mehr als 26 Jahren seine Arbeit aufnahm. Die weitere Entwicklung gefalle ihr besonders, so Niewisch-Lennartz. Konfliktschlichtung e. V. leiste wertvolle Präventionsarbeit, das Beispiel Projekt Konfliktschlichtung in der Schule (ProKIDS) sei an dieser Stelle genannt. »Einer weiteren, ganz anderen Herausforderung stellen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des Oldenburger Interventionsprojekt OLIP.« Hier sollen Männer, die in ihrer Paarbeziehung Gewalt ausüben, Konflikte gewaltfrei lösen lernen.

»Für die nächste Zukunft ist dem Verein eine wichtige Sorge genommen«, erläutert Jürgen Krogmann. »Für die Arbeit werden jetzt mehr Landesmittel zur Finanzierung bereitgestellt. Finanzielle Verlässlichkeit ist sehr wichtig auf diesem Gebiet.«

»Das ist in der Tat eine große Erleichterung«, ergänzt Karin Schulze, » wir müssen uns weniger um die Anwerbung von Spenden kümmern und können uns intensiver und effektiver der eigentlichen Arbeit widmen.«
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Eine Chipkarte für Mensa, Bus und Sportverein

27.12.2013 07:00 Uhr

Testphase beginnt im Februar 2014

von red /


Mit der neuen Oldenburg-Card sollen Hilfen der Stadt für Kinder von Leistungsempfängern (z.B. Hartz IV-Empfänger) noch anonymer werden. Damit will die Stadt mögliche Diskriminierungen verhindern.

Die Idee ist einfach: Kinder, Jugendliche und Schüler sollen mit der Oldenburg-Card, in die eine Chipkarte integriert ist, die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets, die Mittagsverpflegung in den Schulen und die Schülerbeförderung mit einer einzigen Karte ohne Stigmatisierungseffekte in Anspruch nehmen können. Momentan werden dafür unterschiedliche Nachweise (Gutscheine, VWG-Fahrausweis und Mensa-Chip) benötigt.

Mit dem Schritt, diese Angebote über eine einzelne Chipkarte abzubuchen, soll der Verwaltungsaufwand von 150000 Buchungsvorgängen im vergangenen Jahr reduziert werden, erklärte der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter der Länder Niedersachsen und Bremen, Frank Lammerding.

Zum ersten Mal gab Marc Panzer von der Firma Sycron, die das Online-System für die Nutzung der Oldenburg-Card bereitstellt, einen Einblick in den Internetauftritt. Alle Nutzergruppe, ob Leistungsanbieter, Träger oder Empfänger, haben auf die gemeinsame Internetseite www.but-konto.de Zugriff und können dort ihr Guthaben ansehen oder ihre Angebot präsentieren.

Folgende Leistungen sollen nun zunächst über die OldenburgCard abgebildet werden:

- Bildungs- und Teilhabepaket
Seit der Änderung des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und der Änderung des II. und XII. Buches Sozialgesetzbuch vom 25.02.2011 und der Änderung des Nds. Gesetzes zur Ausführung des SGB II und des § 6b des BKGG im Jahre 2011 erhalten Leistungsbe-rechtigte die Leistungen aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket. Die Leistun-gen werden vom Sozialamt und dem Jobcenter erbracht und beinhalten:
Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten für Schülerinnen und Schüler und für Kinder, die eine Kindertagesstätte besuchen,
Schulbedarf für Schülerinnen und Schüler,
Schülerbeförderung für Schülerinnen und Schüler der Sek. II,
angemessene Lernförderung für Schülerinnen und Schüler,
Zuschuss zum Mittagessen für Schülerinnen und Schüler und Kinder, die eine Kindertagesstätte besuchen, und
Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Die Auszahlung erfolgt durch Sachleistungen, wobei für die Inanspruchnahme von Teilleistungen Gutscheine ausgegeben werden, was mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden ist. Mit der Abwicklung über eine Chipkarte verspricht sich die Verwaltung eine Reduzierung dieses Verwaltungsaufwandes.

- Mittagsverpflegung in den Schulen

Das Amt für Jugend, Familie und Schule hat für die Mittagsverpflegung in den Schulmensen ein EDV-basiertes Abrechnungssystem (MensaMAX) für alle am Essen teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eingeführt bzw. wird nach und nach alle Mensen damit ausstatten. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren sich an der Essensausgabe mit einem Chip (i.d.R. ein am Schlüsselbund hängender Token). Mit dem Chip erfolgt die Verbindung zu einem im Hintergrundsystem eingerichteten virtuellen Konto, das regelmäßig mit einem Geldbetrag vorab aufgeladen werden muss.
Hier ist geplant, dass sich die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Zukunft mit der OldenburgCard an der Essensausgabe identifizieren.

- Schülerbeförderung
Die VWG übernimmt die Schülerbeförderung in der Stadt Oldenburg. Die Schülerinnen und Schüler erhalten derzeit einen Fahrausweis in Form einer Pappkarte, die als Identifikation gegenüber dem Busfahrer vorgezeigt werden muss. Die VWG plant, die Pappkarte gegen eine Chipkarte auszutauschen. In Gesprächen mit der VWG konnte die Verwaltung eine Kooperation dahingehend vereinbaren, dass es eine technische Lösung geben wird, die es ermöglicht, dass die VWG an alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen die OldenburgCard incl. Lichtbild aushändigt und diese als Fahrausweis genutzt werden kann.

Die technische Abwicklung des gesamten Vorhabens wurde in den letzten Monaten europaweit ausgeschrieben. Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 30.09.13 den einstimmigen Beschluss gefasst, den Auftrag an die Firma Syrcon GmbH zu vergeben.
Zu den Hauptaufgaben der Syrcon GmbH gehört es, ein Online-System bereitzustellen, dass mit Ausnahme der Chipkarte ohne zusätzliche Hardware (z.B. Kartenlesegeräte) nutzbar ist. In diesem System sollen alle Stammdaten und Transaktionsdaten in einer zentralen webbasierten Datenbank zusammen laufen, die durch die Nutzergruppen Leistungsträger (z.B. Jobcenter, Sozialamt), Leistungsempfänger (z.B. BuT-Berechtigte) und Leistungsan-bieter (z.B. Sportvereine, Schulmensen, Anbieter von Lernförderung) bedient werden kann.
Syrcon wird dabei auch die Auszahlung an Leistungsanbieter und die regelmäßige Verrechnung dieser Leistungen mit der Verwaltung vornehmen.

Folgendes Beispiel soll die Zusammenhänge erläutern:
Ein Schüler beantragt BuT-Leistungen. Diese werden ihm von Jobcenter gewährt. Sofern der Schüler bereits von der VWG die OldenburgCard erhalten hat, muss er diese bei Antragstellung vorlegen (alternativ händigt das Jobcenter ihm die OldenburgCard aus). Jede OldenburgCard ist mit einer einzigartigen Kartennummer versehen. Das Jobcenter aktiviert nun die Card und schaltet online im Hintergrundsystem die BuT-Leistungen für den Schüler frei. Dabei ist zu beachten, dass die OldenburgCard selbst nur ein Ausweismedium ist; ein Aufladen der Card mit Geldbeträgen erfolgt nicht. Bei Inanspruchnahme der Leistungen (z.B. Lernförderung) meldet sich der Leistungsanbieter im Online-System an und lässt sich die OldenburgCard des Schülers vorlegen. Im System gibt er dann die Kartennummer der OldenburgCard des Schülers ein und trägt die von ihm erbrachten Leistungen und den Ge-genwert in Euro ein. Die Verwaltung erhält monatlich eine Gesamtrechnung von Syrcon über alle von den Leistungsanbietern erbrachten Leistungen. Sobald die Verwaltung diesen Betrag an Syrcon überwiesen hat, wird Syrcon die Einzelbeträge an die Leistungsanbieter auszahlen.
Zur Zeit läuft die Implementierungsphase. Eine Testphase mit ausgewählten Schulen und sonstigen Leistungsanbietern soll mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres am 01.02.14 starten; der Echtbetrieb mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 am 11.09.2014.
Zusammenfassend bietet die OldenburgCard die Möglichkeit, die Leistungen des BuT, die Mittagsverpflegung in den Schulen und die Schülerbeförderung mit einer einzigen Identifika-tionskarte ohne Stigmatisierungseffekte in Anspruch zu nehmen. Dazu sind zurzeit drei verschiedene Medien erforderlich (Papiergutscheine, Mensa-Chip, Papp-Fahrausweis der VWG).
Dieses führt zu einer deutlichen Verbesserung des Dienstleistungsniveaus gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Darüber hinaus erwartet die Verwaltung insbesondere im Bereich BuT eine Verwaltungsvereinfachung in der Abwicklung, insb. der Abrechnung.
Die OldenburgCard und das System der Syrcon GmbH bieten die Möglichkeit, zukünftig weitere kommunale Dienstleistungen abzubilden (z.B. Oldenburg-Pass, Stadtbibliothek, OLantis), um so den Dienstleistungsgedanken weiter zu verbessern und die OldenburgCard noch stärker zu etablieren.


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Trauerland e. V. stellt neues Domizil vor

09.12.2013 10:51 Uhr
Zu einem Tag der offenen Tür hat Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. am Sonnabend, 7. Dezember, in den Deelweg 14 eingeladen. Von 11:00 bis 14:00 Uhr konnten sich die Besucherinnen und Besucher durch die im August neu bezogenen Räume führen und die verschiedenen Angebote für trauernde Kinder und Jugendliche zeigen und erläutern lassen.

Passend zum Anlass bekam Trauerland ein Bild überreicht, das Hille Ballin und Carolin de Witt stellvertretend für die Trauerland-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter entgegennahmen. Das Werk war im Sommer im ltur-Reisebüro in der Langen Straße entstanden. Gegen eine Spende konnten Kunden und Passanten sich ein Stück der von Papier Onken gestifteten Leinwand sichern und nach Herzenslust bemalen. Entstanden ist ein Patchwork-Gemälde, das viele kleine Kunstwerke zu einem stimmigen Gesamtbild verbindet und wunderbar zur Arbeit des Vereins passt, denn »Trauer ist bunt« und zeigt viele Facetten, gerade bei Kindern und Jugendlichen.

»Die Räumlichkeiten der Freien Christengemeinde am Deelweg bieten uns die Möglichkeit, uns weiter zu vergrößern«, begründet Hille Ballin den Umzug. Bis zum Sommer war Trauerland im Lukas-Haus am Helmsweg untergebracht, das leider auf mittlere Sicht zu wenig Platz bot. Das Angebot, in den Deelweg zu ziehen, kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, seine Annahme war die richtige Entscheidung.
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Goldschmiedeinnung übergibt 2500 Euro
an Wildwasser e. V.

20.11.2013 13:01 Uhr
Für die inzwischen sechsten Gemeinschaftsausstellung der Gold- und Silberschmiedeinnung Oldenburg-Ostfriesland, die vom 1.-3. November im Einrichtungshaus Ullmann stattfand, hatten die Innungsmitglieder zehn Anhänger für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

»Auch in diesem Jahr sind wieder alle 500 Lose zum Preis von 5 Euro verkauft worden, so dass wir nach Trauerland e. V. im vergangenen Jahr auch heute 2500 Euro übergeben können, dieses Mal an Wildwasser Oldenburg e. V.«, freute sich Innungsmeister Andreas Speckmann über die positive Resonanz.

Wildwasser e. V. ist Anlauf- und Beratungsstelle gegen den sexuellen Missbrauch an Mädchen und jungen Frauen. »Das Angebot richtet sich sowohl an Betroffene als auch an Bezugspersonen aus Familie und Freundeskreis, ebenso an Betreuerinnen, Betreuer, Lehrerinnen, Lehrer etc.«, sagte Rita Schilling, die die Spende entgegennahm. Die Mitarbeiterinnen beraten und vermitteln gegebenenfalls an geeignete Stellen weiter, denn »Wildwasser ist in ein gut funktionierendes Netzwerk eingebunden«, so Schilling.

Selbstverständlich werde auch präventiv gearbeitet, es gebe Fortbildungen für Fachkräfte, Elternabende und Schulprojekte wie beispielsweise »Chatten - aber sicher ?!«.

Die Spende der Gold- und Silberschmiedeinnung soll für die Online-Beratung verwendet werden, über die sich Mädchen und junge Frauen anonym abgesichert per E-Mail oder Chat Rat holen können.
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Kreyenbrück treibt's bunt - Ausstellung eröffnet

30.10.2013 07:02 Uhr

Kalender zur Ausstellung

In den Räumen der Tanzschule Beyer am Hansa-Ring 48 wurde am Dienstag, 29. Oktober um 17:00 Unr die Ausstellung Kreyenbrück treibt's bunt eröffnet. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Kreyenbrück haben Kunstwerke geschaffen, die mit Unterstützung des Arbeitskreises aus 30 Institutionen aus dem Stadtteil nun schon zum zweiten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden - nach dem Stadtteilfest am 6. September.

»Bereits vor zwei Jahren gab es die Idee, eine gemeinsame Kunstausstellung auf die Beine zu stellen«, sagte die Leiterin des Stadtteiltreffs Kreyenbrück, Karin Bremermann. Schnell seien zwölf Einrichtungen bereit gewesen, entsprechende Werke zu erstellen. Entstanden sind tolle Kunstwerke, Collagen, Skulpturen, Bilder, Fotos, Textiles, Keramisches und Kunst für drinnen oder draußen.

Neben der Gemeinwesenarbeit im Stadtteiltreff beteiligten sich weitere elf Einrichtungen: Im Cura Seniorenheim, in der Justizvollzugsanstalt, in der Freizeitstätte, in der Sozialen Gruppenarbeit, in der Integrierten Gesamtschule, im Haus Regenbogen, in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, in der Krankenpflegeschule des Klinikums, in der Kindertagesstätte Sperberweg, in der Katholischen Grundschule und bei der Familienberatungsstelle der AWO produzierten Kinder und Erwachsene Kunst.

Wer möchte, kann die Kunstobjekte auch mit nach Hause nehmen: ganz-oldenburg.de-Mitarbeiter Carsten Lienemann hat alle Werke fotografiert und einen Kalender daraus gestaltet, der während der Ausstellung in der Tanzschule Beyer, aber auch über den Stadtteiltreff an den Voßbergen 58 gegen eine Spende zu bekommen ist. Gebeten wird um 3,30 Euro pro Exemplar. Der Förderverein der IGS Kreyenbrück ist der Herausgeber des Kalenders.

»Kalender und Kunstwerke begleiten somit durch das Jahr und bleiben dadurch noch länger in Erinnerung. Dieses Projekt ist auf jeden Fall ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit und Vernetzung der Einrichtungen im Stadtteil, ohne die das Vorhaben nicht realisiert worden wäre«, so Karin Bremermann.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 7. November täglich (außer samstags) von 16 bis 21 Uhr.

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Unterhaltung und Information
für alle auf dem Schulhof

08.09.2013 07:12 Uhr
Am Freitag, 6. September, feierte ganz Kreyenbrück das diesjährige Stadtteilfest auf dem Pausenhof der IGS an der Brandenburger Straße. Teilweise unter erheblicher Sonnenbrandgefahr präsentierten Vertreterinnen und Vertreter ihre in Kreyenbrück ansässigen Einrichtungen. Die zahlreichen Besucher nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen und erfreuten sich an Spiel und Information, Musik, Tanz und Theater.

Eine besondere Attraktion war in diesem Jahr eine Kunstausstellung unter freiem Himmel. Schulen, Freizeitstätten und weitere soziale Einrichtungen hatten verschiedene Kunstwerke angefertigt und in lockerer Runde aufgestellt, darunter kleine und große Gemälde, Skulpturen und szenische Installationen.

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Neue Leitung in Diakonie-Kindertagesstätte

05.09.2013 15:55 Uhr

Astrid Brundiers übernimmt die Leitung am Philosophenweg

von Frerk Hinrichs

Sie ist schon lange bei der Diakonie, erzählt Astrid Brundiers. Angefangen hat es mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr. Damals wollte sie nur etwas Praktisches im sozialen Bereich machen. Ergebnis war eine sozialpädagogische Orientierung, die Brundiers nach einer Erzieherinnenausbildung und einem Jahr Praxiserfahrung in Irland wieder in die Kindertagesstätte am Philosopenweg führte. Zum Annerkennungsjahr und der ersten festen Anstellung. Nach sieben Jahren wechselte sie in die Gruppenleitung ins Haus Regenbogen.

14 Jahre und nebenberufliche Weiterbildung später kommt Brundiers an den Philosophenweg zurück. Ihre umfangreichen Erfahrungen und Kenntnisse aus der Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen wird sie in der Leitung der Integrativen Kindertagesstätte der Diakonie gut gebrauchen können. Denn in Krippe und Kindergarten werden auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf betreut.
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Ein Siegerteam, aber nur Gewinner

25.06.2013 07:32 Uhr
von Carsten Lienemann

Großen Sport boten die sechs Mannschaften beim vierten Handi-Cup der Selam Lebenshilfe in der Haarenufer-Halle des Oldenburger Turnerbundes. Am Sonntag, 23. Juni 2013, spielten sie zunächst in zwei Gruppen jeder gegen jeden, bevor die Platzierungen ausgespielt wurden.

Im Spiel um Platz fünf siegten die Kleister Baskets von der Schule an der Kleiststraße gegen die Vertretung der Gastgeber, und im Spiel um Platz drei behielten die Lindgren Baskets aus Edewecht gegen die Be Magics aus Bremen die Oberhand.

Im Finale unterlagen die Baumhaus Baskets den Blue Tigers, die damit zum dritten Mal in Folge den Siegerpokal mit nach Oberhausen nehmen konnten. Die Siegerehrung übernahm Sebastian Machowski, der als Trainer der EWE-Baskets selbst gerade Vizemeister geworden war. »Auch wenn ihr jetzt ein Spiel verloren habt, mit der Zeit kommt trotzdem der Stolz auf die eigene Leistung«, versicherte er den ein bisschen traurigen Baumhaus-Spielern, die sich immerhin damit trösten können, dass sie von allen Teams das beste Mannschaftsspiel gezeigt haben. Und sie waren das einzige Team, das eine Cheerleader-Gruppe mitgebracht hatte.

Ein Sprecher des Siegerteams aus Oberhausen griff am Schluss spontan zum Mikrofon und dankte den Organisatoren für dieses tolle Turnier: »Was ihr hier leistet, ist einmalig, Verlierer gibt es hier doch gar nicht, das ist gelebte Inklusion.« Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Glückwunsch: Bestanden!

24.06.2013 11:56 Uhr

Zum Abschluss ins Kurswechsel - Abschlussfeier der ersten Metallfeinbearbeiter bei aqua

von Stefanie Schwecke

Die ersten Auszubildenden von aqua (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V.) bekommen Prüfungszeugnis und Facharbeiterbrief und feiern ihren Abschluss im Café Kurswechsel.

Am 12.06.2013 war es endlich soweit - drei Jahre Ausbildungszeit näherten sich dem Ende und die letzten Prüfungen waren geschrieben. Ab heute nun dürfen sich die Auszubildenden bei aqua „Metallfeinbearbeiter“ nennen, denn alle Acht haben ihre Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer in Oldenburg abgelegt - haben mit Erfolg bestanden und bekommen ihren Facharbeiterbrief überreicht.

Bei aqua können junge Menschen mit Unterstützungsbedarf seit 2010 eine anerkannte Ausbildung zum Fachpraktiker im Bereich Metallfeinbearbeitung absolvieren. Die dreijährige duale Berufsausbildung zum Metallfeinbearbeiter ist geregelt nach dem Berufsbildungsgesetz (BBIG) und der Handwerksordnung (HWO). Sie wird in Betrieben der Metallindustrie, in Handwerksbetrieben oder im Auftrag der Agentur für Arbeit wie bei aqua in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation durchgeführt.

Am Abend wurde ins Café Kurswechsel geladen, um in einer Feierstunde die Zeugnisse und Facharbeiterbriefe zu übergeben. Auszubildende, Ausbilderteam, Vertreter von aqua und der GWO (Wolfgang Hündling, Klaus Westrich, Silke Schiffler), Vertreter der Agentur für Arbeit (Herr Nordiek, Frau Voß) und Berufsschullehrer des BZTG Straßburger Str. (Herr De Vries) feierten gemeinsam bei gutem Essen und guter Stimmung.

Das Ausbildungsteam ist besonders stolz, dass alle Auszubildenden des ersten Jahrgangs ihre Ausbildung mit so großem Erfolg bestanden haben. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie den heutigen Tag als einen besonderen empfinden, als einen wichtigen Meilenstein in ihrem Leben und als einen Aufbruch der Ihnen auch viele Chancen gibt“, so Wolfgang Hündling, Bereichsleiter Bildung.

Aqua hat in diesem Jahr erneut den Auftrag von der Agentur für Arbeit erhalten Metallfeinbearbeiter und Werker im Gartenbau auszubilden. Start des Ausbildungsgangs, für den noch Plätze frei sind, ist der 01.09.2013. Interessenten können sich bei der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven im Team Reha/SB informieren.

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Zweiter Interreligiöser Dialog im alten Landtag

06.06.2013 07:27 Uhr
von Carsten Lienemann

Mehr als einhundert interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte die Integrationsbeauftrage der Stadt Oldenburg, Ayça Polat, am Dienstag, 4. Juni, im alten Landtag zum zweiten interreligiösen Dialog begrüßen. Dass sich viele Gemeinden unterschiedlicher Religionszugehörigkeit beteiligten, hob sie besonders hervor.

Das Engagement der Stadt begründete Oberbürgermeister Gerd Schwandner in seinem Grußwort damit, »dass wir uns mit der Welt beschäftigen müssen, denn sie ist bei uns«.

»Was tun die Religionen für die Menschen?« Prof. Dr. Dr. Peter Antes war sich in Klaren darüber, dass diese Frage innerhalb von 60 Minuten nicht allumfassend zu beantworten ist und beschränkte sich daher in seinem Einstiegsreferat auf wohl gewählte, anschauliche Beispiele. Dass er ohne Präsentationsfolien auskam, ist ebenso bemerkenswert wie die Tatsache, dass man sie dank des flüssigen Vortrags nicht vermisste.

»Religionen werden im Allgemeinen mit Konflikten verbunden«, eröffnete Prof. Antes seinen Vortrag. Sie hätten aber auch ihre positiven Aspekte. »In Religionsgemeinschaften kommen Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten zusammen, sie leisten einen wesentlichen Beitrag zu Erziehung und Bildung, nicht nur auf religiösem Gebiet, sondern auch in Kunst, Musik und Sprache, aber auch in Sozialkompetenz.«

Problematisch werde es, wenn Gemeinschaften oder auch nur einzelne ihrer Mitglieder sich abschotteten und sich der Integration verweigerten. Hier seien zunächst die aufgeschlosseneren Mitglieder der gleichen Gemeinschaft, in zweiter Linie aber auch Angehörige anderer Gemeinschaften und nicht zuletzt die Gesellschaft gefragt, die eine Willkommenskultur anbieten müsse, wenn sie Konflikte eindämmen wolle.

»Das Wichtigste ist: Zuhören, was andere denken und wollen. Den Rahmen des Zusammenlebens müssen gesellschaftliche Regeln, und Gesetze geben, wobei diese gegebenenfalls an neue Situationen angepasst werden müssen. Das Gemeinwohl als Ziel muss im Vordergrund stehen.«


In den anschließenden Workshops diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über verschiedene Teilaspekte. Die Ergebnisse stellten die Arbeitsgruppenleiter zum Abschluss kurz vor.

1. Religiöse Vielfalt in der Kita – gestaltbar?
»Wir haben vieles nur angerissen«, sagte Hossein Panahi für seine Arbeitsgruppe. Die Teilnehmer haben sich vorgenommen, die Erfahrungen dieses Tages in die verschiedenen Gremien, denen sie angehören, weiterzutragen.

2. Religionen in Schulen und außerschulischen Einrichtungen der Jugendarbeit – nur Probleme?
Jona Simon berichtete vom Versuch einer Bestandsaufnahme in Gruppe 2: »Welche Formen von Religionsunterricht und welche Unterrichtsmaterialien gibt es? Was wünschen Jugendarbeit, Schulen und Religionsgemeinschaften jeweils von den anderen?« Auf jeden Fall mehr Koordination. Eine zentrale Stelle, die Aktionen abstimmt, sei bilateralen Kontakten vorzuziehen.

3. Religion und Berufstätigkeit – vereinbar?
Mit einem klaren »Ja« beantwortete Melanie Blinzler im Namen der dritten Arbeitsgruppe diese Frage. Eine Relativierung folgte dann aber doch: Es sei offenbar kein Problem, wenn eine im Beruf etablierte Person ihren Glauben nach außen erkennbar mache, unter Umständen aber sehr wohl, wenn das gleiche während der Arbeitssuche passiere. Mitentscheidend sei, welche Bedeutung religiösen Symbolen beigemessen werde. Die juristischen Bewertungen widersprächen dabei gelegentlich dem Grundgesetz.

4. Religiöse Integrität in Krankheit und Pflege – möglich?
»Im Pflegedienst darf das menschliche Wesen hinter dem Fall nicht übersehen werden, die Betreuung muss der Biographie gerecht werden«, sagte Ilyas Yanc für die vierte Gruppe. Immer wichtiger werde, in der Ausbildung von Pflegekräften auch interkulturelle und religiöse Kenntnisse zu vermitteln. Die Seelsorge sei noch immer vorwiegend christlich geprägt. Auch in Todesfällen und bei der Sterbebegleitung müssten die verschiedenen Rituale und Gebräuche bekannt sein.
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Zweite Jubiläumsfeier bei den Gemeinnützigen Werkstätten

06.06.2013 00:23 Uhr
von Stefanie Schwecke

Mit einer Feierstunde wurden am Freitag in den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. zum zweiten Mal in diesem Jahr an der Rennplatzstraße 203 langjährige Mitarbeiter geehrt. Klaus Westrich, Leiter Arbeit und Bildung, Silke Eichwald, Betriebsleiterin Rennplatzstraße, bedankten sich bei den Jubilaren für ihre Treue und Leistung. Für jeden hielten sie eine persönliche Ansprache und Präsente bereit.

Anschließend wurde bei guter Stimmung ausgiebig geschlemmt und getanzt.

Geehrt wurden:
10 Jahre: Hendrik Müller, Melanie Berelsmann, Antje Chenafi, Manuel Jürgen, Enrico Steiner, Bianca Wagener, Andrea Fröhlke, Angela Duck, Erich Stolle
15 Jahre: Ulrich Bosse, Bianca Rieken, Andrea Tillmanns, Frank Neurath, Günther Bense, Rolf Logemann, Ralph Deters
20 Jahre: Thomas Böger, Matthias Schwarting, Doris Gerdes, Holger Warns, Michael Borchers, Claudia Meyer, Frank Pieperjohanns, Roman Wieland
25 Jahre: Martina Dietzsch, Wolfgang Thon, Iris Klusmann
30 Jahre: Elke Lübben, Holger Schwecke
35 Jahre: Horst Triebe, Uwe Buschmann
40 Jahre: Raimund Schnitger, Rainer Fiegen
45 Jahre: Ingeborg Friese, Wilfried Bruns
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Spenden statt Geschenke

19.04.2013 07:02 Uhr

Spendenübergabe von Herrn Adolf Schröder an die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V.

von Stefanie Schwecke

Der Vorsitzender der »Europa-Union/Europäische Föderalisten Oldenburg« (EUD) Herr Adolf Schröder überreichte heute eine Spende über 1.600 € an die Kunstgruppe »Farbsinn« der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. Herr Schröder hatte anlässlich seines 75-jährigen Geburtstags dieses Jahres seine Gäste gebeten auf persönliche Geschenke zu verzichten und stattdessen für die Kunstgruppe zu spenden.

»Wir freuen uns sehr über diese Spende, die wir in die weitere Ausstattung der Kunstgruppe investieren wollen« bedankte sich Wolfgang Abend, Bereichsleiter Wohnen, im Namen der GWO und der Kunstgruppe bei dem Ehepaar Schröder.

Die Spendenübergabe fand in den Räumlichkeiten der Kunstgruppe an der Rennplatzstraße 123 statt. Dort suchte sich das Ehepaar Schröder zum Abschluss ein Bild aus dem Fundus der Kunstgruppe aus. »Wir freuen uns sehr. Das Bild wird einen besonderen Platz bei uns bekommen.«

Die Kunstgruppe in der Wohngruppe Kurlandallee der Gemeinnützigen Werkstätten gibt es seit 2005 und trifft sich zweimal wöchentlich im Rahmen des Freizeitangebots der Wohngruppe. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind überwiegend Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngruppe, es kommen jedoch auch Menschen hinzu, die in den umliegenden Wohngebieten leben und Wohnassistenz durch die Gemeinnützigen Werkstätten erhalten. In der Kunstgruppe »Farbsinn« entstehen vornehmlich Großformate mit Acryl auf Leinwand, die bereits mehrfach auf Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
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IGS Kreyenbrück sucht intensivere Einbindung in den Stadtsüden

19.04.2013 06:49 Uhr

Schülerinnen der BBS 3, Schwerpunkte Sozialpädagogik präsentieren Vorschläge für mögliche Maßnahmen

Am Dienstag, den 16. April 2013 präsentierten Schülerinnen der BBS 3 - Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales - Schwerpunkt Sozialpädagogik im Rahmen einer Sitzung des Didaktischen Kreises des IGS Kreyenbrück die Ergebnisse Ihres Projekts, das die IGS in Auftrag gegeben hatte. Die IGS Kreyenbrück war interessiert an der Beantwortung der Frage, inwieweit die Schule bereits in den Stadtsüden wirkt und sie wünschte sich die Entwicklung von realistischen Vorschlägen, wie die Zusammenarbeit verstärkt werden könnte. Vier Gruppen von BBS Schülerinnen untersuchten folgende Schwerpunkte:
  • Einrichtungen des Stadtteils (z.B. Seniorenwohnstift, Sportvereine, Firmen und Geschäfte als potenzielle Praktikumsstellen)
  • Religiöse Einrichtungen (z. B. Christen, Juden, Muslime, Yeziden)
  • Grundschulen (Übergang, Bekanntheit)
  • Kulturelle Einrichtungen in der Stadt (Schüler als Konsumenten und Produzenten)
Die Ergebnisse der Schülerinnen zeigten, dass die IGS Kreyenbrück in vielen Bereichen des Stadtsüdens inzwischen bekannt ist. Viele Betriebe äußerten Bereitschaft, Praktikumsplätze für die Schülerinnen und Schüler der Schule zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls zeigten Stadtteileinrichtungen, wie z.B. das Seniorenwohnstift Kreyenbrück großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der IGS. Alle befragten religiösen Gemeinden und Einrichtungen erklärten sich bereit, Führungen, Aktionstage und Projektwochen durchzuführen.

Heike Schaadt, die Didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück lobte die Arbeit der BBS Schülerinnen, denn die Ergebnisse der Projektarbeit bieten der Schule zahlreiche Ansatzmöglichkeiten, sich noch intensiver in den Stadtsüden Oldenburgs zu integrieren und die Zusammenarbeit zu suchen. In ihrer Dankesrede betonte Frau Schaadt: »Nachdem die IGS den Schülerinnen der BBS 3 mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik einen Forschungsauftrag gegeben hat, bekommt sie selbst nun zahlreiche Arbeitsaufträge zurück. Die Anregungen werden auf jeden Fall von der Schule aufgegriffen werden und viele von diesen umgesetzt werden.«
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Neues Kooperationsprojekt zur Inklusion

18.04.2013 17:55 Uhr

Grüne begrüßen geplante Kooperation zur Inklusion mit der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft!

Im nächsten Sozialausschuss ist die Diskussion und Beschlussfassung einer Kooperationsvereinbarung mit der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft vorgesehen. Als eine von drei Partnerkommunen erhält Oldenburg die Chance, den Inklusionsprozess mit Unterstützung ausgewiesener Fachleute erfolgreich weiter zu gestalten. Diese einmalige Chance der Unterstützung von notwendigen Veränderungsprozessen in unserer Stadt, die inklusiv werden will, sollten wir unbedingt nutzen.

Umfangreiche, detailliert beschriebene fachliche Begleitung, Beratung, Moderation und Schulungen werden durch den Kooperationspartner, der Montag Stiftung geboten. Als eine von bundesweit drei Partnerkommunen kann Oldenburg selbst Impulse geben und von anderen Kommunen lernen. Unsere Stadt wäre in der Lage, die Veränderungsprozesse sicherlich leichter und besser zu gestalten, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus zu wirken. »Ein Leuchtturm in Sachen Inklusion - das wäre doch was!«
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Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg feiern Richtfest in Sandkrug

23.03.2013 07:22 Uhr

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Entwicklung des Standortes Sandkrug nach den Kriterien arbeiten - fördern - bilden

von Stefanie Schwecke

Am 22.03.2013 feierten die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. das Richtfest für den III. Bauabschnitt ihrer Betriebsstätte in Sandkrug gemeinsam mit Mitarbeitern, Beschäftigten, Nachbarn, Freunden und Vertretern des Landkreises Oldenburg und der Gemeinde Hatten. Unter den Gästen waren unter anderem die Bürgermeisterin der Gemeinde Hatten, Frau Elke Szepanski, und Landrat Herr Frank Eger. Gerhard Wessels bedankte sich für die gute Zusammenarbeit der Beteiligten in seiner Ansprache und erklärte: „Wir werden den Standort Sandkrug auch zukünftig weiterentwickeln, um den Menschen mit Beeinträchtigungen im Landkreis Oldenburg ein kompetenter und zuverlässiger Partner zu sein.“

Frau Szepanski betonte in ihrem Grußwort: „Ich freue mich sehr, dass vor einigen Jahren die Entscheidung für diesen Standort der Gemeinnützigen Werkstätten gefallen ist und sich das Angebot bis heute immer vielfältiger wird und sich weiterhin so positiv und entwickelt.“ Herr Eger ergänzte weiter: „Inklusion, die in aller Munde ist, wird hier gelebt.“

Das Angebot der Gemeinnützigen Werkstätten im Landkreis Oldenburg wird noch umfangreicher für Menschen mit Behinderung. Mit der Erweiterung des Angebots um einen Förderbereich können die Gemeinnützigen Werkstätten in Sandkrug 28 zusätzliche Plätze, im Rahmen eines tagesstrukturierenden Angebotes schaffen. Die räumliche und inhaltliche Nähe zur Werkstatt, stellt sowohl die individuelle Förderung als auch die Übergänge zur beruflichen Qualifizierung sicher. Der Förderbereich wird 505 qm groß werden, die Bausumme beträgt 900.000 Euro. An der Ausführung sind neben den ansässigen Handwerksbetrieben auch die Auszubildenden aus dem Betriebsteil aqua (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit) beteiligt.

Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oldenburg und der Gemeinde Hatten konnten die Baugenehmigungen und die Refinanzierung der Gebäude zügig verhandelt werden.

Mit der Inbetriebnahme des dritten Bauabschnitts erweitern die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. ihren Standort nach den Kriterien arbeiten - fördern - bilden. Der Werkstattrat der Gemeinnützigen Werkstätten heißen die neuen Mitarbeiter bereits jetzt herzlich Willkommen!
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Oldenburger Schrumpfgermanen spenden 2000 Euro

22.03.2013 06:32 Uhr

Das Ronald McDonald Haus Oldenburg und die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. erhalten jeweils eine Spende von 1.000 Euro

von Stefanie Schwecke

Es ist schon fast eine Tradition: Jedes Jahr spenden die Oldenburger Schrumpfgermanen die Einnahmen ihrer Auftritte an gemeinnützige Einrichtungen. Heute überreichte Paul Dieter Reck, Begründer der Schrumpfgermanen, die Spende in Höhe von je 1.000 € an das Ronald McDonald Haus Oldenburg und an die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. »Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Auftritten Oldenburger Einrichtungen unterstützen. Wir kennen die Einrichtungen schon lange und wissen, dass unser Geld in den jeweiligen Projekten gut angelegt ist und eine sinnvolle Arbeit unterstützt«, sagt Paul Dieter Reck.

Konkrete Ideen für die Verwendung der Spende gibt es bereits: Das Ronald McDonald Haus möchte die Spende für kleinere Renovierungsarbeiten verwenden, die in diesem Jahr anstehen. Die Gemeinnützigen Werkstätten möchten die Spende für die Kunstgruppe »Farbsinn« verwenden.

Die Kunstgruppe in der Wohngruppe Kurlandallee der Gemeinnützigen Werkstätten gibt es seit 2005. Sie trifft sich zweimal wöchentlich im Rahmen des Freizeitangebots der Wohngruppe. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind überwiegend Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngruppe, es kommen jedoch auch Menschen hinzu, die in den umliegenden Wohngebieten leben und Wohnassistenz durch die Gemeinnützigen Werkstätten erhalten.

»Kunst ist ein besonderes Medium und fördert die Begegnungen zwischen Menschen«, erklärt Wolfgang Abend, stellv. Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten. »Die Künstlerinnen und Künstler drücken mit ihrem Schaffen ihre individuelle Gestaltungskraft aus und entfalten ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit.«

»Wir freuen uns sehr über die langjährige Freundschaft und Unterstützung der Oldenburger Schrumpfgermanen«, erklären Wolfgang Abend und Iris Neumann-Holbeck. »Mit solch treuen Unterstützern an der Seite können wir für die Familien hier im Elternhaus ein Zuhause auf Zeit schaffen und sie so in der schwierigen Situation, in der sie sich befinden, unterstützen«, sagt Iris Neumann-Holbeck, Leitung des Ronald McDonald Hauses Oldenburg.


Das Ronald McDonald Haus Oldenburg

Seit 2001 gibt es das Ronald McDonald Haus Oldenburg. Dort finden Familien ein Zuhause auf Zeit, während ihre schwer kranken Kinder im nahe gelegenen Elisabeth Kinderkrankenhaus behandelt werden. Ines Klemmer und Horst Milde haben die Schirmherrschaft für das Elternhaus übernommen. Deutschlandweit gibt es derzeit 18 Ronald McDonald Häuser, deren Träger die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung ist. McDonald’s Deutschland Inc., seine Franchise-Nehmer und Gäste unterstützen die Stiftung jährlich mit rund 7,6 Mio. Euro. Alle Spenden aus der Region kommen direkt den Familien des Ronald McDonald Hauses Oldenburg zugute.
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Kran hebt tonnenschwere Steine
übers Dach des Wohnheimes

20.03.2013 11:52 Uhr

Umgestaltung der Innenhöfe von Haus Regenbogen hat begonnen

von Frerk Hinrichs

Zwei tonnenschwere Steine sind per Kran aus den Innenhöfen von Haus Regenbogen vor den Eingangsbereich gesetzt worden. So entsteht Platz für die Neugestaltung von Wasserhof und Sonnencafé.

Unter den wachsamen Augen der Kinder und Jugendlichen in Haus Regenbogen ist der große Brunnenstein an seinen neuen Standort gehievt worden. Jetzt richten Garten- und Landschaftsbauer die Höfe behindertengerecht her. Ziel ist es, dass auch Kinder mit schweren Beeinträchtigungen Natur erfahren können.

Erfahrbar ist dabei wörtlich zu nehmen: Die Innenhöfe müssen auch mit Spezialrollstühlen befahrbar sein. Mit Sonne, Wind, Wasser und Pflanzen werden alle Sinne der Innenhofbesucher angesprochen. Der Sonnencafé genannte Hof wir auch zum Treffpunkt für Eltern, um mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. An der Planung sind Eltern und Mitarbeitende beteiligt worden.

Das für die Umgestaltung des geschützten Außenbereiches nötige Geld ist von Einzelpersonen, Firmen, Arztpraxen, Lions-Club und Stiftungen zur Verfügung gestellt worden und beim Sommerfest sowie in Gottesdiensten gesammelt worden. Für den letzten Rest der Finanzierung hofft Einrichtungsleiterin Ute Dorczok auf weitere Spenden.
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31. Frühlingsball
der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V.

19.03.2013 07:18 Uhr
von Stefanie Schwecke

Bei Super-Stimmung feierten rund 700 Beschäftigte und Mitarbeiter der Gemeinnützigen Werkstätten am 15. März den Frühlingsball. Auch wenn das Wetter noch zu wünschen übrig ließ, an der Stimmung hat es nicht gemangelt. Die ankommenden Gäste blickten in einem reich geschmückten Saal, als sie pünktlich zur Eröffnung um 19:00 Uhr in die oberen Festsäle der Weser-Ems-Halle traten. Die Tanzband „Sonoros“ hatte da ihren Soundcheck schon längst abgeschlossen, denn sie wissen, sobald der erste Ton erklingt, wird es eng auf der Tanzfläche. Gerhard Wessels, Vorstand, und Holger Schwecke, Werkstattratsvorsitzender, begrüßten alle Gäste, doch eine Aufforderung zum Tanz war nicht mehr nötig - die Party ging schon los.

Als besondere Überraschung trat in diesem Jahr die Showtanzgruppe des BTB-Oldenburg auf und sorgte für reichlich gute Stimmung und begeisterte die Anwesenden durch tolle Tanz- und Showeinlagen.
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Internationaler Frauentag

08.03.2013 07:01 Uhr
Am 8. März 2013 wird zum 102. Mal der Internationale Frauentag gefeiert.
Wie in jedem Jahr hat die Internationale Frauenrunde aus dem Stadtteiltreff Dietrichsfeld auch diesmal eine Zeitung zusammengestellt.

Jedes Jahr eine Zeitung herauszubringen, ist längst nicht die einzige Leistung der Teilnehmerinnen, wie sie in den vergangenen zwölf Monaten erneut eindrucksvoll bewiesen und in ihrem Blatt eher zurückhaltend dokumentieren.

Aber - machen Sie sich doch selbst ein Bild: Die Zeitung finden Sie in gedruckter Form ausliegend an verschiedenen Stellen im Stadtteil und hier als pdf-Ausgabe.
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Haltestellen für Notfälle

05.03.2013 06:43 Uhr

Diakonische Angebote bieten Menschen Halt und Unterstützung in der Stadt Oldenburg

von Frerk Hinrichs

Wenn es im Leben nicht mehr rund läuft, stürzen viele Fragen und Probleme auf die Betroffenen ein.
So können aus persönlichen Problemen finanzielle Notlagen erwachsen, und auf Schulden folgen oft familiäre Krisen.
Chronische Erkrankungen belasten den Alltag von Menschen, ebenso Scheidung oder Tod. Hinzu kommt Unsicherheit mit Anträgen, Behörden und Sozialverwaltung.

Ein Problem, so weiß der Leiter des Diakonischen Werkes Oldenburg Stadt, kommt selten allen. An vielen Stellen der Stadt Oldenburg bietet die Diakonie deshalb Beratung und praktische Unterstützung an.

Die Vielfalt der Angebote präsentierte die Diakonie auf dem Oldenburger Kreiskirchentag mit blauen Haltestellen. Blau, weil das die Erkennungsfarbe der Diakonie ist.
Von der Hilfe für Straffällige, Wohnungslose, der Suchtberatung und zugewanderte Migranten, bis zu psychisch labilen Menschen, Arbeitssuchenden und sozial Benachteiligten - die Diakonie ist als Sozialdienst der Kirche da, wo Hilfe nötig ist. An uns können sich alle Menschen wenden, die soziale Fragen haben oder nicht mehr weiter wissen, macht Heinz-Hermann Buse Ratsuchenden Mut.
Soziale Beratung ist vertraulich und für die Betroffenen kostenlos.

Die Diakonie versucht gemeinsam mit den Menschen Lösungen zu entwickeln und Wege aufzuzeigen. Bei Bedarf werden andere Fachdienste hinzugezogen oder vermittelt. Zu diesem Zweck steht die allgemeine Sozialberatung im Kirchenkreis mit anderen Beratungseinrichtungen, Behörden, Diensten, Fachleuten und Kirchengemeinden in gutem Kontakt.
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Unterstützung der Auszubildenden
bei der Gestaltung des Außenbereichs

28.02.2013 14:20 Uhr

Fa. Munderloh spendet den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. 1500 Euro

von Stefanie Schwecke

Die Firma Hermann Munderloh Kraftfahrzeuge GmbH & Co KG unterstützt die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. mit einer Geldspende zur Gestaltung des Außenbereichs an der Rennplatzstraße. Bei strahlendem Sonnenschein machte sich Frau Munderloh am Mittwoch persönlich einen Eindruck von dem geplanten Vorhaben.

»Wir freuen uns besonders über diese großzügige Spende«, erklärt Gerhard Wessels, »da einerseits unser Außenbereich für die Beschäftigten der Werkstätten als Erholungsbereich verschönert wird, andererseits bietet die Gestaltung eine tolle Übung für unsere Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau des Ausbildungsstandortes aqua. Hier können sie sich in der Planung und Gestaltung eines bisher wenig genutzten Areals ausprobieren und selber mit kreativen Ideen einbringen.«

Und bis jetzt gibt es auch schon viele tolle Ideen. So soll ein Teil des Geländes gepflastert werden, um die Laufwege sicherer zu machen, es sollen Hochbeete angelegt werden, kleine Hecken angepflanzt sowie ein Torbogen integriert werden. Sobald die Temperaturen den Frühling ankündigen, geht es los. »Wir sind schon jetzt gespannt und freuen uns, wenn es endlich losgeht, das ist ein tolles Projekt« erklären die Auszubildenden.

Die Ausbildungsstätte aqua (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit) erweitert seit 2010 die Bandbreite der Angebote zur beruflichen Bildung und Ausbildung der Gemeinnützigen Werkstätten. Als zugelassener Bildungsträger bietet aqua im Auftrag der Agentur für Arbeit Ausbildungen in den Bereichen Fachpraktiker im Garten- und Landschaftsbau und zum Metallfeinbearbeiter an. Das aqua- Team unterstützt weiterhin Auszubildende in verschiedenen Berufen während ihrer Ausbildung und bereitet sie auf eine selbstständige Zukunft vor.
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Zweite Chance für Secondhand-Mode

20.02.2013 07:10 Uhr

Lions-Club »Willa Thorade« spendet 2000 Euro an Kinderschutzbund

von Carsten Lienemann

Wenn die Damen vom Oldenburger Lions-Club »Willa Throade« eine Geldspende übergeben, dann haben sie nicht einfach ihre eigenen Portemonnaies geöffnet, sondern etwas selbst Hergestelltes oder Gesammeltes in einer konzertierten Aktion an die Frau und an den Mann gebracht.

Der Verkauf von hochwertiger Secondhand-Mode hat da schon eine gewisse Tradition. In jedem Frühjahr stehen die Lions-Damen einen Sonnabend am Leffers-Eck, das nächste Mal am 13. Mai 2013. »Inzwischen bringen die Menschen ihre Kleidung zu uns, weil sie wissen, dass wir sie sammeln und für einen guten Zweck verkaufen«, sagt die letztjährige Clubpräsidentin Christiane Reuter-Wetzel.

Die amtierende Präsidentin Anna Wiechmann-Faida erklärt: »Seit 2002 unternimmt der Damenclub Willa Thorade vielfältige und phantasievolle Aktivitäten, um Frauen und Kindern in Not zu helfen. Dabei legen wir großen Wert darauf, nachhaltige Projekte zu fördern.

Als ein solches darf zweifellos die Betreuung von Trennungs- und Scheidungskindern im Kinderschutzbund Oldenburg gelten, kurz TuSch-Projekt genannt. »Zwei Gruppen für unterschiedliche Altersbereiche bieten wir an, für 6 bis 9 und für 10 bis 12 Jahre«, erläutert Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Ruth Attenbrunner. Diese Betreuungsarbeit müsse von professionellen Kräften geleistet werden, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten den Anforderungen beim besten Willen nicht gerecht werden.

Aus diesem Grund freuten sich die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Doris Heckler und Herbert Brandt über die 2000 Euro, die ihnen von den Lions-Club-Damen überreicht wurden. »Wir hoffen, damit eine weitere Gruppe für Jugendliche über 12 Jahre einrichten zu können. Die haben wieder ganz andere Bedürfnisse und Ansprüche als Jüngere«, sagt Herbert Brandt.

Weitere Aufgabenfelder des Oldenburger Kinderschutzbundes sind eine Kleinkindgruppe und die Arbeit rund um Kinderrechte. Dabei arbeitet jeder Ortsverband unterschiedlich »je nach Bedarf vor Ort«, wie Doris Heckler erklärt.
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Arbeitskreis der Sozialdezernentinnen
formuliert Ziele

06.02.2013 07:00 Uhr

Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für unter 3-Jährige ist in einigen niedersächsischen – zumeist den größeren – Kommunen bis zum August 2013 nicht zu erreichen.
Das ergab eine Sitzung des Arbeitskreises der Sozial- und Jugenddezernentinnen und -dezernenten des Niedersächsischen Städtetages am 4. und 5. Februar in der Übermorgenstadt. Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse, die seit November 2012 den Vorsitz des Gremiums innehat, zu den Ergebnissen der Tagung.
»Vor dem Hintergrund war es den Mitgliedsstätten sehr wichtig, sich über mögliche juristische und finanzielle Konsequenzen bei der Umsetzung des Rechtsanspruches auszutauschen. Die Zusammenarbeit auf Landesebene ist unabdingbar, weil die Bundes- und Landesebene erhebliche Erwartungen an die Kommunen stellen. Deshalb ist die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene so unerlässlich.«

Der fachliche Austausch in gemeinsamer Sitzungsleitung mit Ulrich Mahner, zuständiger Referatsleiter des Niedersächsischen Städtetages, diente der Abstimmung kommunaler Strategien in den Handlungsfeldern Jugend und Soziales sowie dem Erfahrungsaustausch. Nicht minder rege besprochen wurde die Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes zum 1. August. „Hier müssen noch zahlreiche administrative Fragen mit dem Land Niedersachsen geklärt werden“, so Sachse weiter. Überdies wurden gesetzliche Änderungen im Sozialgesetzbuch II und XII bei dem Treffen erörtert.
Zu Beratungen über kommunale Leistungen und die Rolle der Kommunen in gemeinsamen Einrichtungen und die Grundsicherung im Alter sowie bei Erwerbsminderung war als Gast Christian Armbrost, Leiter des Referates für Grundsatzfragen des niedersächsischen Sozialministeriums, eingeladen. Dabei wurde deutlich, dass Land und Kommunen gemeinsam die Verantwortung dafür tragen, dass soziale Leistungen den Menschen vor Ort bestmöglich zur Verfügung stehen

Im Rahmen eines Kamingesprächs am Abend des 4. Februar referierte Dr. Rolf Selbach, Landesgeschäftsführer des DRK Landesverbandes Niedersachen e.V. und zugleich Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen.
Gegenstand waren die Bedeutung der Wohlfahrtsverbände für die kommunale Daseinsvorsorge sowie berechtigte Erwartungen an die Verbände, die Zukunft der Sozialen Arbeit in den Kommunen aktiv mitzugestalten – insbesondere im Hinblick auf die demographische Entwicklung.


Bild & Quelle:Stadt Oldenburg
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Graffiti-Sprayer suchen nur selten den »Kick«

01.02.2013 14:38 Uhr
von Melanie Blinzler

Weniger Nervenkitzel und mehr soziale Anerkennung ist laut der Untersuchung einer Gruppe Studierender der Universität Oldenburg in der Graffiti-Szene Oldenburg gefragt. Die Untersuchung hat sich mit der Prävention illegaler Graffiti des Oldenburger Präventionsrates (PRO) beschäftigt und ist im Rahmen einer Kooperation zwischen dem PRO und dem Zentrum für Methoden der Sozialwissenschaften entstanden. Die Kooperation diente der Untersuchung verschiedener Präventionsprojekte, um deren Wirksamkeit zu prüfen. Drei von insgesamt sieben Arbeiten dieses Lehrforschungsprojekts wurden prämiert. Am Donnerstag wurden die von dem Sozialwissenschaftler Sebastian H. Schneider und dem Präventionsrat gemeinsam ausgewählten Arbeiten der Studierenden vorgestellt.

Den ersten Platz erreichte eine Gruppe Studenten, die zur Prävention illegaler Graffiti geforscht hat. Den zweiten Platz erhielt eine Gruppe, die untersucht hat, inwieweit die kommunale Kriminalprävention der Polizei Oldenburg die Kriminalitätsfurcht der Oldenburger Bürger beeinflusst. Den dritten Platz belegten die Studenten, die die Gewaltprävention an einer Oldenburger Schule genauer untersucht haben.

In allen Arbeiten werden in Verbindung mit empirischen Untersuchungen Handlungsempfehlungen für den PRO gegeben. Was nützt die Prävention und wo könnte sie besser werden? Ein Ergebnis zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten: mehr Öffentlichkeitsarbeit zu den präventiven Projekten wird empfohlen. Eine größere Kenntnis der Angebote bei den Bürgern der Stadt sei förderlich für die Wirkung der einzelnen Maßnahmen.

Der erste Preis ging an die »Graffiti-Gruppe«, weil sie mit hohem Engagement eine innovative Arbeit erstellt hat. Der forschende Zugang zu Experten und Graffiti-Sprayern ergab, dass wirksame Prävention nicht ohne ein Verstehen der Motive für das Sprayen denkbar ist. Es geht also um das »Warum wird gesprayt« ebenso wie um die Wirkung unerwünschter Graffiti. Die legalen und die illegalen Aspekte von Graffiti, so die Empfehlung, müssen im Blick bleiben, wenn nachhaltig illegale Graffiti verringert werden sollen. Insbesondere junge Menschen können mit pädagogischer Prävention leichter aus der Illegalität herausgehalten werden. Graffiti könne ähnlich wie Erfolg im Beruf oder ein hoher Bildungsgrad zu sozialer Anerkennung führen und der Nervenkitzel beim Sprayen werde als Motivation deutlich überschätzt!

Der Vorstand des PRO wird die Ergebnisse der Arbeiten in seine Arbeitskreise und Gremien einbringen. Neben Handlungsempfehlungen und Interviewergebnissen ist auch die von den Studierenden vorgenommene Aufbereitung des aktuellen Forschungsstandes zu einigen Themen von großem Interesse für die praktische Prävention des PRO.

Die Arbeiten sind entstanden im Rahmen des Moduls AS 13 – »Kollektivität und soziale Emergenz« vom Sommersemester 2011 bis Sommersemester 2012 unter der Leitung von Sebastian H. Schneider, Dipl. Sozialwissenschaftler, am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Die Titel der prämierten Arbeiten und die Ausführenden

  • Platz 1
    Evaluation der Schließung des strukturellen Lochs als pädagogische Methode des Präventionsrats Oldenburg zur Prävention illegaler Graffiti
    Philipp Becker, Martin Kubis, Christopher Simon, Laurin Vollmer

  • Platz 2
    Inwieweit beeinflusst die kommunale Kriminalprävention der Polizeiinspektion Oldenburg die Kriminalitätsfurcht der Oldenburger Bürger?
    Tobias Korn, Nadine Broßehl, Kristof Hanke, Daniele Reile, Adrian Steins

  • Platz 3
    Gewaltprävention an Schulen – Forschungsstudie an einer Oldenburger Oberschule
    Maria Ysabelle Katharina Droese, Viktor Sommer, Gesa Johanna Schütt, Jennifer Wessels
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Oldenburgs Soziale Landkarte

01.02.2013 06:00 Uhr

Das zentrale Nachschlagewerk für ältere Menschen und deren Angehörige, die Soziale Landkarte SOLA, bietet nun auf 243 Seiten aktuelle umfangreiche Informationen und neue Angebote. Eine Besonderheit ist ein neues Kapitel zum Thema »Pflegeberatung«, um das die SOLA erweitert worden ist.

Die SOLA ist ein Wegweiser, der die Vielfalt der sozialen Infrastruktur für ältere und sehr alte Menschen innerhalb des Stadtgebietes in relevante Themenfelder rund um das Alter gliedert.
Zu den Themen Beratung/Information, Gesundheit/Pflege, Wohnen/Versorgung, Partizipation/Engagement sowie Bildung/Kultur/Begegnung werden strukturiert hilfreiche Angebote aufgezeigt.

Die Koordinierungsstelle Altenhilfe der Stadt Oldenburg hat die Aktualisierung und Ergänzung vorgenommen und möchte damit Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, möglichst lange eigenverantwortlich und selbstständig im vertrauten Umfeld wohnen zu bleiben.
Auch im Fall eines Pflege- oder Unterstützungsbedarfs besteht zumeist der Wunsch, so lange wie möglich im eigenen Wohnumfeld zu bleiben und die gewohnte Lebenskontinuität fortzusetzen. Dafür ist es wichtig zu wissen, welche Angebote es gibt und wo man Beratung und Unterstützung direkt vor Ort findet.

»Die SOLA ermöglicht einen umfassenden Überblick über die seniorenspezifische Angebotslandschaft und einen schnellen Zugang zu hilfreichen Kontaktdaten,« erläutert Friederike Oltmer von der Koordinierungsstelle Altenhilfe. Für ältere Menschen und ihre pflegenden Angehörigen sowie auch für Beratungsstellen der Anbieter stellt die SOLA eine grundlegende Orientierungshilfe dar.

»In Oldenburg ist eine gute Ausgangsposition gegeben, denn die hiesige soziale Infrastruktur bietet Menschen im Alter bereits ein umfangreiches Leistungsspektrum,« erklärt Friederike Oltmer. »Damit die vielfältigen Angebote auch genutzt werden, ist ein hoher Bekanntheitsgrad notwendig. Hier kommt die SOLA ins Spiel: Sie macht die bisher unübersichtliche soziale Infrastruktur transparent und erhöht als zentrale Informationsquelle den Bekanntheitsgrad der vorhandenen Ressourcen in der Stadt.«r SOLA, bietet nun auf 243 Seiten aktuelle umfangreiche Informationen und neue Angebote. Eine Besonderheit ist ein neues Kapitel zum Thema »

Die SOLA ist ein Wegweiser, der die Vielfalt der sozialen Infrastruktur fü
Zu den Themen Beratung/Information, Gesundheit/Pflege, Wohnen/Versorgung, Partizipation/Engagement sowie Bildung/Kultur/Begegnung werden strukturiert hilfreiche Angebote aufgezeigt.

Die Koordinierungsstelle Altenhilfe der Stadt Oldenburg hat die Aktualisierung und Ergä
Auch im Fall eines Pflege- oder Unterstü

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Ab sofort ist die SOLA ist zum Herunterladen auf der Internetseite der Stadt Oldenburg unter www.oldenburg.de/sola frei verfügbar.
Die Druckversion der SOLA ist im Seniorenservicebüro der Stadt Oldenburg in der Straßburger Straße 8, im Bürgerbüro Mitte am Pferdemarkt, im Bürgerbüro Nord am Stillen Weg 10 und im inForum im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, kostenlos erhältlich.
Zudem geben die Seniorenver
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Engel im Elisabethstift

24.01.2013 09:25 Uhr
Ausstellung der Diakonische Gemeinschaft

von Frerk Hinrichs

Unter dem Titel „Ein Engel möge dich begleiten“ sind vom 26. bis 28. Januar 2013 Engelsdarstellungen und Figuren im Diakonissenhaus Elisabethstift am Philosophenweg zu sehen. Neben handgeschnitzten Engeln, Papierengeln, modern gestalteten Figuren und selbst Gebasteltem finden die Besucher Bilder und Texte, die zum Innehalten und Austausch einladen. Zusammen getragen haben die Engelsdarstellungen die Schwestern der Diakonischen Gemeinschaft im Elisabethstift. „Engel gehören zur Alltagskultur“, erläutert Oberin Petra Schumann und fügt hinzu, hinter den Karten, Bildern und Darstellungen stecke oft der Wunsch, dass ein Engel uns und Andere begleiten und behüten möge auf allen Wegen. Engel, so Schumann weiter, faszinieren. Sie sind Boten des Göttlichen und nehmen mancherlei Gestalt an.

Am 26.01.2013 lädt das Elisabethstift um 16.00 Uhr zur Meditation in der Kapelle unter dem Thema: „Ich wünschte, es wäre ein Engel bei mir.“ Die Ausstellung ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
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Freiwillig bringt weiter

19.01.2013 18:11 Uhr
Der Verein Jugendkulturarbeit e. V. ist Partnerorganisation im Europäischen Freiwilligendienst und hat immer wieder Jugendliche aus ganz Europa zu Gast, die hier für ein Jahr leben, arbeiten und auch Theater spielen.

Der dienstjüngste Freiwillige im Verein Jugendkulturarbeit ist derzeit Guntars Almanis aus Lettland. Nach Abschluss der Schule möchte Guntars das Freiwilligenjahr nutzen, um am Ende eine Entscheidung über Studienfach und Studienort zu treffen.

»Ich interessiere mich sehr für Architektur, seit ich als Kind in einem Magazin etwas über Bauhaus gelesen habe. Darum wollte ich dieses Freiwilligenjahr gerne in Deutschland leisten, um herauszufinden, ob ich wirklich Architektur studieren will und ob in Lettland oder vielleicht auch hier.«

Schon zweimal war Guntars für Seminare in Deutschland, allerdings weiter im Süden. »Obwohl ich dachte, ich kenne schon ein bisschen von diesem Land, ist es hier ganz anders, als ich erwartet habe bzw. als man es mir erzählt hat.

Guntars Arbeit ist vielfältig. Er unterstützt die Leitung verschiedener Theatergruppen, darunter das Junge Theater Bloherfelde. Außerdem hilft er Jugendlichen mit Erziehungs- und Konzentrationsproblemen in der Rasteder Förder-»Schule am Voßbarg«. Schließlich fällt auch Bürotätigkeit für ihn ab, Guntars sorgt zusammen mit anderen Vereinsmitarbeitern für die häufigen Gäste im Haus. »Das ist gut, weil man dadurch immer wieder viele Leute trifft. Und auch, weil man dadurch die organisatorische Seite solcher Treffen kennen lernt und merkt, wie schwer das ist. Bisher kannte ich nur die Teilnehmerseite«.

Guntars interessiert sich auch für Kultur und Theater, darum hat er sich für ein Freiwilligenjahr in diesem Bereich entschieden. »Ich habe schon zu Hause in Kulturprojekten gearbeitet und auch Theater gespielt. 2005 habe ich in Lettland mit kultureller Arbeit begonnen, und seit 2011 wurden wir nachmittags von einer professionellen Schauspielerin unterrichtet.« Zu seiner Tätigkeit im Verein Jugendkulturarbeit gehört quasi automatisch die Ensemblemitgliedschaft im Jugendklub der Kulturetage.

Vielleicht wird es am Ende ja doch ein ganz anderes Studienfach, zum Beispiel etwas in Richtung Kultur. Vielleicht in Lettland, vielleicht in Deutschland.

Am Sonntag, den 20. Januar, berichtet der Oldenburger Karl Kelschebach von seinem Freiwilligenjahr in Burkina Faso.
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Fachaustausch zur Behindertenhilfe in Pskov

10.01.2013 19:31 Uhr
Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V. und Gesellschaft Deutschland-Russland setzen neue Impulse mit der Partnerstadt Machatschkala (Hauptstadt Dagestan).

von Stefanie Schwecke

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Oldenburg/Hatten mit Machatschkala am Kaspischen Meer (Dagestan/RF) trafen sich im November zu einem Fachaustausch insgesamt 30 Vertreter aus deutschen und russischen Städten in der Stadt Pskov. Bei der Auftaktveranstaltung des deutsch-russischen Kooperationsprojektes fassten die oben genannten Partner den Beschluss, ein deutsch-russisches Partnerstädtenetz für den Austausch von theoretischen und praktischen Erfahrungen der Behindertenhilfe zu initiieren.

„Wir haben großes Interesse unseren fachlichen Austausch zwischen den Stadtverwaltungen der beiden Städte sowie zwischen den Einrichtungen weiter auszubauen“, erklärten beide Vertreter der Partnerstädte. Diese Idee wurde inzwischen auch Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner (Oldenburg) und Bürgermeisterin Elke Szepanski (Hatten) vorgetragen.

Die Erfahrungen aus beiden Städten sollen in diesem Netzwerk zusammenfließen und einzelne Projekte der beiden Partner als best practise- Beispiele dienen. Hierzu zählt unter anderem die Organisation des Café Kurswechsel der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. als praktische Umsetzung des Inklusionsgedankens.

Als Vertreter aus dem Oldenburger Raum nahmen Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten und Helmut Hinrichs, Vorsitzender der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan (GDRD) und BDWO-Vorstandsmitglied, teil. Gerhard Wessels referierte bei der Auftaktveranstaltung zu den Themen „Organisation, Verwaltung und Finanzierung von Sozialleistungen für Menschen mit geistigen Behinderungen in Ländern und Kommunen der BRD und die Bedeutung der freien Träger.

Aus der Partnerstadt Machatschkala waren unter anderen die Vorsitzende der dagestanischen Gesellschaftsorganisation der Förderung für Menschen mit Behinderungen „Leben ohne Tränen“ Aischat Gamzajewa, Schamj Kerimowa und das Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Dschamaludin Schigabudinow anwesend.

Bild: Helmut Hinrichs
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Tafel im Schloss

18.12.2012 07:05 Uhr
Baumhaus gGmbH feiert fünfjähriges Bestehen mit einem Benefiz-Gala-Menüabend

von Carsten Lienemann

Es ist nicht ganz einfach, den Schloss-Saal für eine Veranstaltung zu bekommen, aber die Verbindung zwischen der Baumhaus Werkstatt gGmbH und dem Restaurant »Tafelfreuden« macht vieles möglich - so auch das.

Am Freitag, dem 14. Dezember 2012 um 19.00 Uhr standen Graf Anton Günther und Prinzessin Sophie von Holstein-Sonderburg persönlich bereit - das heißt ihrem Rang angemessen saßen sie natürlich - um die rund 200 Gäste zu empfangen, die der Einrichtung zum fünften Geburtstag ihre Aufwartung machten. Baumhaus-Geschäftsführerin Bettina gr. Darrelmann begrüßte viele Menschen von ganz besonderem Adel, bevor der erste Gang serviert wurde.

Unter der Regie von Andrea und Stefan Aufleger hatten die Tafelfreuden-Mitarbeiter zusammen mit den Kollegen der Baumhaus-Küche fünf wunderbare Menügänge zubereitet, die sie nacheinander gemeinsam servierten.

In den Pausen unterhielten sich die Gäste nicht nur untereinander - dank der geschickten Platzierung wurden viele neue Kontakte geknüpft - sie wurden auch prächtig unterhalten, durch verschiedene musikalische Darbietungen und durch eine Vorstellung des Spontantheaters Bumerang! Passend zum Ort des Geschehens zeigten drei Mitglieder des Ensembles Szenen aus »Romeo und Julia«, die Shakespeare zu schreiben vergessen hatte, beispielsweise Julias Hochzeitsvorbereitungen, alles nach den Vorgaben des Publikums. Auch ein glücklicheres Ende stellten sie vor: Romeo und Julia nach 50 Jahren harmonischer Ehe, gespielt in verschiedenen Genres.

Gegen Ende des Abends waren die Gäste selbst Teil des Programms. Nachdem schon vielfach gerätselt worden war, was sich denn wohl in den Schachteln befinden möge, von denen auf jedem Tisch eine stand, wurde dieses Geheimnis nun gelüftet: Alles, was man braucht, um Könige und Prinzessinnen mit kostbaren Kleidern und Kronen auszustatten. An jedem Tisch wurde in den folgenden Minuten mit viel Fantasie gebastelt und Erstaunliches produziert. Die mit allen Zeichen des Ruhms und der Ehre ausgestatteten Majestäten wurden nach vorne gebeten, damit der ganze Saal die Pracht bewundern konnte, und sie erhielten zur Anerkennung erlesene Produkte aus der königlich-baumhausschen Seifenmanufaktur.

Gibt es nach so einen Abend noch Steigerungsmöglichkeiten? Für einen kreativen Kopf wie Stefan Aufleger beinahe eine Selbstverständlichkeit: »Wir haben schon ein paar Ideen«, verriet er am Schluss.

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Bahnhofsmission warnt vor falschen Sammlern

14.12.2012 16:47 Uhr
von Frerk Hinrichs

Bahnhofsmission warnt vor falschen Sammlern Die Leiterin der Oldenburger Bahnhofsmission, Doris Vogel-Grunwald, warnt vor unseriösen Sammlern. In der Oldenburger Innenstadt sind zur Zeit Personen unterwegs, die vorgeben, für die Bahnhofsmission zu sammeln. Die Sammler haben eine Büchse unberechtigt mit einem Logo versehen. Vogel-Grunwald rät, nur Sammlern zu vertrauen, die eine blaue Weste der Bahnhofsmission tragen und einen Dienstausweis vorweisen können. Wir sammeln nur am Bahnhof, betont Vogel-Grunwald und empfiehlt, umgehend die Polizei zu informieren, wenn woanders gesammelt wird.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmission helfen Menschen am Bahnhof. Sie unterstützen Menschen mit körperlichen Einschränkungen, ältere Menschen oder Reisende mit kleinen Kindern. Sie helfen, wenn jemand plötzlich krank wird oder unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten.
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Spendenstrom für Trauerland

12.12.2012 11:41 Uhr
von Carsten Lienemann

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TenneT TSO GmbH, des größten deutschen Stromnetzbetreibers, verzichten jeden Monat auf die Cent, die hinter dem Komma auf Ihrer Gehaltsabrechnung stehen. Der Betrag, der durch diese Restcentvereinbarung innerhalb eines Jahres zusammenkommt, wird zunächst durch das Unternehmen verdoppelt und anschließend an gemeinnützige Einrichtungen verteilt, die sich in regionaler Umgebung der Unternehmensstandorte befinden, zu denen auch Oldenburg gehört.

In diesem Jahr ist Trauerland e. V. unter den Begünstigten. Am Dienstag, 11. Dezember, überbrachten Personalmanagerin Mirja Löhmann und Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Rudeck einen auf 3000 Euro ausgestellten Spendenscheck an Carolin de Witt, Gruppenleiterin und Ehrenamtskoordinatorin in Oldenburg, und Ansgar Matuschak vom Vorstand des Vereins Trauerland e. V.

»Wir möchten nicht nur einfach Geld überweisen, sondern auch vor Ort sehen, wohin es geht und was damit getan wird«, begründet Wolfgang Rudeck die Dienstreise nach Oldenburg. »Wir unterstützen sehr gerne auch kleinere Einrichtungen, die im Vergleich zu großen Organisationen wenig Geld in die Verwaltung stecken müssen«.

Carolin de Witt nutzte die Gelegenheit, die Oldenburger Einrichtung ausgiebig vorzustellen. »Im Moment haben wir 3 Gruppen à 15 Kinder hier im Lukas-Haus an der Helmsstraße, die jeweils alle 14 Tage einmal zusammenkommen«, erklärt de Witt. Das Einzugsgebiet umfasse einen Großteil des Weser-Ems-Bereiches und des Oldenburger Landes, »manche nehmen alle zwei Wochen bis zu eineinhalb Stunden Fahrzeit für eine Strecke auf sich, um zu uns zu kommen.«

»Nicht die Eltern, sondern die Kinder bestimmen, ob und wie lange sie von uns in ihrer Trauer betreut werden wollen, und auch, was sie hier tun«, fährt de Witt fort. Sozialpädagogen, Psychologen und vor allem Ehrenamtliche mit entsprechender Fortbildung begleiten sie, egal, ob sie gerade die Wut herauslassen, oder spielen, basteln und malen wollen, und wenn ein Kind einfach nur ganz still in der Kuschelecke sitzen möchte, dann sei das auch in Ordnung. » Wir spiegeln nur, was die Kinder äußern. Was in den Gruppen passiert, bleibt intern, nur die Kinder dürfen erzählen, was sie getan haben oder was sie bewegt hat«, so de Witt. In Supervisionen am Ende jedes Treffens würden aber besondere Beobachtungen festgehalten und im Bedarfsfall an entsprechende Stellen weitervermittelt.

»Die Oldenburger Gruppen verfügen nicht wie in Bremen über eigene Räume, sondern wir haben uns im Lukas-Haus der Kirchengemeinde Osternburg eingemietet. Wir sind sehr gut untergebracht, aber das bedeutet natürlich auch, dass wir vor jedem Treffen auf- und hinterher wieder abbauen müssen«, erklärt de Witt. Auf eine eigene Verwaltung werde in Oldenburg verzichtet. Auch eine konfessionelle Bindung gebe es nicht, alle trauernden Kinder seien willkommen.

Für alle, besonders aber für Kinder, die Trauerland kennen lernen möchten, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, das virtuelle Trauerland im Internet zu besuchen, dass im Prinzip wie die realen Einrichtungen in Bremen und Oldenburg ist.
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4000 Euro an Trauerland

04.12.2012 07:10 Uhr
Kindergärten sammeln Teelicht-Aluhülsen - Entsorgungsfachbetrieb Heine und IKEA Oldenburg stocken den Erlös auf

Teelichter sind auf vielfältige Art nützlich. Man kann mit Ihnen beispielsweise besinnliche Stimmung erzeugen oder auch Speisen und Getränke warmhalten. Und wenn sie ausgebrannt sind, bleiben meist Aluminiumhülsen übrig, die wertvoller sind, als die meisten Menschen ahnen.

»Da bei der Wiederverwertung von Aluminium 96% weniger Energie verbraucht wird, als wenn man neues aus Bauxit gewinnt, haben wir dazu aufgerufen, Teelichthalter zu sammeln, um den Erlös für das gesammelte Aluminium am Ende einem guten Zweck zu übergeben«, sagt Martina Lange, Pressesprecherin von IKEA Oldenburg.

»Jedes Licht - ein Stückchen Hoffnung« wurde die Aktion genannt. 15 Kindergärten aus der Region haben ein Jahr lang Teelichthalter in Billy Regalen gesammelt. Am Ende ist Aluminium im Wert von 1232 Euro zusammengekommen.

Der Entsorgungsfachbetrieb HEINE GmbH & Co. KG, bei der Spendenübergabe vertreten durch Vater und Sohn Heine, hat die Teelichthalter nicht nur kostenlos abgeholt und entsorgt, sondern darüber hinaus die Spende auf 2500 Euro aufgestockt.

»Anlässlich des 5-jährigen Geburtstags des IKEA Einrichtungshauses Oldenburg vom 6.-8. 12.2012 hat sich IKEA entschieden, den Spendenbetrag für den Verein Trauerland nochmals zu erhöhen«, ergänzt Ralph Möller, IKEA Einrichtungshauschef, so dass am 3. Dezember ein Scheck im Wert von 4000 Euro an Carolin de Witt und Hille Ballin vom Verein Trauerland übergeben werden konnte.

Auch die Kindergärten haben von der Aktion profitiert: Pro volles BILLY Regal gab es einen 75-Euro-IKEA Gutschein. Insgesamt wurden so viele Wünsche der Kindergärten über das gesamte letzte Jahr erfüllt.
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Oldenburg-Memory hilft Frauen und Kindern

26.11.2012 07:10 Uhr
Lionsclub erstellt Spiel mit Oldenburger Motiven

Der Damen-Club Oldenburg Willa Thorade und sein Förderverein unterstützen seit 2002 mit vielfältigen Aktivitäten Frauen und Kinder in Not. Für die traditionellen Weihnachtsaktionen des Fördervereins haben die Mitglieder nun ein Angebot mit besonderem Oldenburger Bezug entwickelt: ein Memory, dessen Bildpaare nur Motive aus der Stadt zeigen. Vom Pulverturm über Lambertikirche, Hafen, Schlosspark, Augusteum bis zur Universität sind 36 wichtige und typische Oldenburger Ansichten zu sehen. Kurzer Erläuterungen in der Spielanleitung benennen, was abgebildet ist.

Möglich wurde die Herstellung der Spiele durch Sponsoren aus der Wirtschaft (Dr. Kluck und Partner, Leffers, Media Markt, Optiker Schulz, teamwork, Volksbanken und Raiffeisenbanken, tecisFinanzdienstleistungen und 42+ Große Mode).

Das Oldenburg-Memory wird erstmals am 1. Dezember verkauft. Von 10 bis 18 Uhr bieten die Clubmitglieder das Spiel vor der Hofapotheke für 14,50 € an. Günstiger wird es für diejenigen, die in den kommenden Tagen einen Gutschein in der Tagespresse ausschneiden.

Ab dem 3.12. ist das Memory dann auch in folgenden Geschäft zu erhalten: Leder Holert, Schuh Schütte, Buchhandlung Anna Thye, Scharmann's - Richtig Gutes Spielzeug und Buchhandlung Curriculum (Alexanderstraße).

Aus dem Verkaufserlös soll, passend zu den Motiven, zuerst ein Oldenburger Projekt unterstützt werden: Bei Buchkinder Oldenburg e.V. schreiben, illustrieren und binden Kinder eigene Bücher, was ihre Schreibfertigkeit, Kreativität und manuelle Geschicklichkeit fördert.
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Donnerschwee: Ein Musterbeispiel für Inklusion

22.11.2012 07:06 Uhr
von Carsten Lienemann

Zu einem ersten Informationsabend hatte das Netzwerkbüro Inklusion Oldenburg-Donnerschwee am Dienstag, 20. November, in das City-Club-Hotel geladen. Vorgestellt wurde ein langfristig angelegtes, ehrgeiziges Projekt: Donnerschwee soll ein Inklusions-Stadtteil werden, ein Modell, das als Vorbild nicht nur für andere Oldenburger Stadtteile geeignet sein könnte.

Das geht definitionsgemäß nicht ohne Bürgerbeteiligung. Glücklicherweise war das Interesse groß, größer sogar, als selbst die Veranstalter gehofft hatten. Fast 100 Bürgerinnen und Bürger wollten von den Projektpartnern AWO Trialog, dem Behindertenbeirat Oldenburg, den Gemeinnützigen Werkstätten, der Stadt Oldenburg und der Volkshochschule Oldenburg erfahren, wie sie das große Vorhaben in die Praxis umsetzen wollen.

Viel Konkretes gab es nicht zu hören, das war aber auch nicht zu erwarten. »Wir stehen ganz am Anfang«, erklärte Netzwerkkoordinator Jan Kalkmann. Dieses Treffen solle nur das erste von vielen »Dialogabenden« im monatlichen Abstand sein, die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Unternehmen, Vereine und Verbände erreichen, ihre Fragen und Vorschläge aufnehmen und sie zur Mitarbeit bewegen sollen. Sozialdezernentin Dagmar Sachse betonte, dass es um den ganzen Stadtteil, nicht nur um das ehemalige Kasernengelände gehe, auch wenn letzteres naturgemäß einen besonderen Stellenwert habe.

Entsprechend war das Kasernengelände auch Gegenstand vieler Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum. Zwar wies Frau Sachse richtigerweise darauf hin, dass Inklusion ein Prozess sei und das - von der Aktion Mensch geförderte - Projekt daher langfristig angelegt sei, ebenso richtig waren aber auch Hinweise von Zuhörern, dass der Investor nicht jahrelang auf Ergebnisse warten werde, sondern Rendite erzielen wolle, und dass mehrere Ideen gleichzeitig angegangen werden müssten, um die anfängliche Dynamik und die damit verbundene Euphorie nicht zu verlieren.

Dynamik ist momentan zweifellos festzustellen. Zahlreiche Anwesende ließen die Absicht erkennen, sich nicht nur informieren, sondern auch beteiligen zu wollen. Vieles muss jetzt schnell gehen, bei aller Besonnenheit, die das Thema Inklusion erfordert. Eckpunktepapier hin oder her, der Investor hat im Bauausschuss sehr konkrete Pläne vorgelegt, die kaum Platz für andere sinnvolle Projekte übrig lassen, wenn sie unverändert umgesetzt werden. Hier sind Verwaltung, Politik und Bürger gefordert, den Verantwortlichen auf die Finger zu sehen.
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Feierliche Freisprechung im Berufsbildungsbereich der Gemeinnützigen Werkstätten

21.11.2012 06:05 Uhr
von Stefanie Schwecke

Am 14.11.2012 fand am Standort Rigaer Weg die offizielle Freisprechung der Absolventen des Berufsbildungsbereichs statt. In einer Feierstunde verabschiedeten die Verantwortlichen des Berufsbildungsbereichs 20 junge Frauen und Männer in die Arbeitsbereiche. In ihrer 27-monatigen Berufsausbildung konnten die Auszubildenden verschiedene Berufsbereiche erkunden und so ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erfahren. Der Berufsbildungsbereich ist eine von der Agentur für Arbeit geförderte berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, die zur Verbesserung der Eingliederungsmöglichkeiten in den allgemeinen Arbeitsmarkt oder dem Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen dient.

In der Feierstunde wurde den Absolventen von Silke Schiffler, Betriebsleiterin Berufsbildungsbereich und Ausbildung, und Wolfgang Hündling, Bereichsleiter Bildung ein Abschluss-Zertifikat übergeben und persönliche Erfolge hervorgehoben.

Abgerundet wurde die Verabschiedung durch den Genuss von Kaffee, Kuchen und anregenden Gesprächen in fröhlicher Runde.
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Kunst hinter Gittern

12.11.2012 13:23 Uhr
von Carsten Lienemann

Am Sonntag, dem 11. November, wurde in der Oldenburger Justizvollzugsanstalt (JVA) eine Kunstausstellung mit dem vieldeutigen Titel »Einblicke« eröffnet, die gemeinsam von Inhaftierten der JVA und der Kunstgruppe »Farbsinn« von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg gestaltet wurde.

Rund 200 Gäste konnten JVA-Leiter Gerd Koop und Projektleiterin Christel Schröder-Tajti zu dieser bereits zehnten Ausstellung hinter Gittern begrüßen. Bisher allerdings hatten immer nur Künstler »von draußen« ihre Werke ausgestellt. »Die Arbeiten, die im Atelier entstehen, sind eigentlich nicht zum Zeigen gedacht. Der Malprozess ist das Entscheidende, nicht das fertige Bild«, erläuterte die künstlerische Leiterin Petra Sommerhäuser. Darum sei ein öffentliches Zeigen der Werke eigentlich gar nicht vorgesehen. Die Künstler selbst hätten es aber gewollt.

Freies Ausdrucksmalen sei eine Form von Biografiearbeit und habe eine therapeutische Wirkung, weil es den inneren Druck nehmen könne. Das pädagogische Konzept begegne dem schöpferischen Potential der Inhaftierten. Die Methode spreche nicht alle an, aber »Kunst hat die Kraft, an die Menschen heranzukommen«, so Sommerhäuser weiter.

Die Künstler »von draußen« kommen diesmal aus der Kunstgruppe »Farbsinn«. Die Gemeinnützigen Werkstätten und die Werkstatt der JVA arbeiten schon länger zusammen an Aufträgen aus der Wirtschaft. So war der Weg zu einer gemeinsamen Kunstausstellung nicht weit.

»Kunst ist eine Brücke in die Gesellschaft«, sagte GWO-Vorstand Gerhard Wessels bei der Eröffnung. »Es ist wichtig, Begegnungen zu organisieren, damit Menschen zusammenkommen.« Menschen, die sich sonst nie über den Weg laufen würden.

Für die Kunstgruppe »Farbsinn« sprach Andreas Michalowski zu den Gästen. Er bedankte sich, »dass wir heute hier sein können und hier ausstellen dürfen«. Die Kunstgruppe trifft sich regelmäßig zum Klönen, Schnacken und Malen, sagte Michalowski. »Die Bilder spiegeln unsere Eindrücke und Stimmungen wider. Für die Kunstgruppe ist es aber auch wichtig, die Bilder anderen Menschen zu zeigen und mit ihnen in die Öffentlichkeit zu gehen. Freuen würden wir uns auch darüber, wenn einige Bilder verkauft werden.«

Im Gegensatz zu den Gefangenen aus der Malgruppe der JVA sind die »Farbsinn«-Künstler schon erfahrene Aussteller. Ihre Bilder waren zum Beispiel schon im Sozialministerium in Hannover und in der LzO am Schloss zu sehen.

Einen ebenfalls nicht alltäglichen musikalischen Rahmen des Eröffnungsprogramms steuerten Marco Neumann und seine Tochter bei, mit Didgeridoo und Cajon bei.

Ein Jahr lang werden die Bilder jetzt in der Justizvollzugsanstalt hängen und hoffentlich von vielen Besuchern gesehen werden. Die »Farbsinn«-Werke hängen auf den Fluren der Verwaltung, wo leider fast nur Mitarbeiter oder Teilnehmer einer Führung durch die Gebäude hinkommen. Andererseits sehen sicher manche Menschen die Bilder, die sonst keine Kunstausstellungen besuchen.

Im kommenden Jahr sollen die beiden Kunstgruppen der Gemeinnützigen Werkstätten und der JVA auch gemeinsame Kunstwerke schaffen, berichtet Simone Denner, die gemeinsam mit Thea Wilczura die »Farbsinn«-Gruppe leitet. Das genaue Verfahren steht aber noch nicht fest.

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Ein Schritt in die Mitte der Gesellschaft

04.11.2012 08:10 Uhr
von Carsten Lienemann

Seit fünf Jahren gibt es das Kaufhaus der Werkstätten in der Kleinen Kirchenstraße

Berndt Wozniak, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven, verglich die Tätigkeit im Kaufhaus der Werkstätten (KDW) mit der Spielpraxis, die für Sportler so wichtig ist, um im Wettkampf zu bestehen. »Leben lernt man nur in der Praxis, und berufliche Bildung muss die Wirklichkeit abbilden. Das ist mit dem KDW im Bereich Einzelhandel gelungen«

Das Kaufhaus der Werkstätten verkauft Erzeugnisse aus Porzellan und Keramik, Holz- und Lederwaren, Kerzen und Kerzenständer, Windspiele, Spielsachen und Accessoires sowie Haushaltwaren für den privaten Gebrauch, die alle in Werkstätten für Menschen mit Behinderung hergestellt werden. Darüber hinaus haben seit der Eröffnung vor fünf Jahren »20 Menschen hier eine berufliche Bildung und Qualifizierung erhalten«, erklärte der Bereichsleiter Bildung und Qualitätsmanagement der Gemeinnützigen Werkstätten, Wolfgang Hündling. »Manche haben auch Praktika in anderen Innenstadtgeschäften abgeschlossen oder sind auf Außenarbeitsplätze gewechselt«.

Die Innenstadt, so Hündling weiter, sei nicht gleichbedeutend mit der gerade überall beschworenen Inklusion, aber es sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Eines von zwanzig erfolgreichen Beispielen ist Dominique Giesenberg, der seit 2011 im KDW arbeitet. »Ich habe verschiedene Aufgaben hier«, sagt Giesenberg. »Am liebsten arbeite ich an der Kasse oder berate Kunden, aber ich zeichne auch gerne Ware aus oder räume sie ein.«

»Wir wollten nicht einfach nur in die Mitte der Stadt, sondern in die Mitte der Gesellschaft, als wir das KDW planten«, hatte Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten, gleich zu Beginn gesagt. »Auch bei der Eröffnung war es November, das bedeutete zunächst einmal das Mitnehmen des Weihnachtsgeschäftes und damit einen guten Start.« Inzwischen habe sich das KDW zweifellos gut entwickelt, eine der aktuellsten Erweiterungen war die Einrichtung einer Fanshop-Abteilung des VfL Oldenburg.

»Ein KDW gibt es in Berlin und eins in Oldenburg. Aber unseres ist schöner«, sagte Christoph Baak, 1. Vorsitzender des City Managements Oldenburg, und hob in seinem Grußwort die hohe Qualität der Produkte und die Bereicherung des Einzelhandelsangebots in der Innenstadt hervor.

Für den Werkstattrat gratulierte Edeltraut Ehlers den Mitarbeitern des KDW, und Trommel- und Pantominengruppe sorgten für die künstlerischen Beiträge des Tages. Anschließend gab es für die zahlreichen Besucher Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke - und auch die Gelegenheit, der Aufforderung von Gerhard Wessels nachzukommen, an das nahende Weihnachten zu denken und ein bisschen oder auch mehr Geld im KDW zu lassen.

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Abschied nach einem Drittel Jahrhundert!

27.10.2012 08:01 Uhr
von Stefanie Schwecke

Der Bereichsleiter Werkstatt und stellvertretender Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg, wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet und bekam nach 35-jähriger Tätigkeit das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen.

Vom Gruppenleiter zum stellvertretenden Vorstand – ein bewegtes Berufsleben liegt hinter Gerold Lüschen. Nach 35-jähriger Tätigkeit verabschiedete der Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten, Gerhard Wessels, nun in einer Feierstunde mit rund 100 geladenen Gästen den stellvertretenden Vorstand und Bereichsleiter Werkstatt.

»1977 suchte ich keinen Job, sondern eine Aufgabe.« Die hat Gerold Lüschen, der in Rastede lebt, bei den Gemeinnützigen Werkstätten gefunden. Er begleitete die Entwicklung der Gemeinnützigen Werkstätten von Beginn an – als aus der ehemaligen Selbsthilfewerkstatt der Letten eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung wurde. »Mit viel Engagement, hoher Fachlichkeit und Einsatz hat Herr Lüschen den Bereich Werkstatt geleitet«, betont Wolfgang Bartels, Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeinnützigen Werkstätten, »besonders seine Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit zeichneten ihn in der inhaltlichen Arbeit aus.«

Aus Anlass seiner langjährigen Tätigkeit und seines Engagements bekam Gerold Lüschen das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen. »Dies drückt unseren besonderen Dank aus«, erläutert Wolfgang Bartels.

Rückblickend sagt Gerold Lüschen: »Die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten war für mich das Wichtigste und Schönste in den vergangenen 35 Jahren bei den Gemeinnützigen Werkstätten und, »ich würde es wieder machen!«

Foto (v. l.): Wolfgang Bartels (Aufsichtsratsvorsitzender der GWO), Ingeburg Lüschen, Gerold Lüschen (stellvertretender Vorstand, Werkstattleiter), Holger Schwecke (Vorsitzender Werkstattrat), Gerhard Wessels (Vorstand GWO), Wolfgang Abend (Bereichsleiter Wohnen, stellvertretender Vorstand GWO)
Bild: GWO
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Typisierungsaktion für Pêt ein voller Erfolg

22.10.2012 10:31 Uhr
von Carsten Lienemann

Viel Leben in der Bude des Yezidischen Forums war am Sonntag, 21. Oktober. Zwischen 12:00 und 17:00 Uhr konnte man sich an der Eidechsenstraße 19 für eine Stammzellenspende typisieren lassen, und schon nach rund zwei Stunden zeichnete sich ab, dass viele Menschen dem Aufruf folgen würden. Am Ende waren es 320 Personen, die sich typisieren ließen, außerdem wurden 1300,22 Euro gespendet.

Der kleine Junge, der so viele Menschen bewegte, heißt Pêt Bari. Am 3. Mai 2012 ist er geboren, rund 11 Wochen später wurde bei ihm die Blut-Erkrankung Hämophagozytische Lymphohistiozytose festgestellt, eine sehr seltene Erbkranheit, die nur durch eine Stammzelltransplantation zu heilen ist. Die Typisierungsaktion in Oldenburg, durch die ein möglicher Spender gefunden werden kann, ist die dritte neben Diepholz, dem Wohnort der Eltern, und Göttingen, dem Studienort der Mutter.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat Holger Geisler, der diese Aktion innerhalb von zweieinhalb Wochen buchstäblich aus dem Boden gestampft hat. Geisler stand mit der Familie Bari in Verbindung, weil er die Herausgabe einer yezidischen Zeitung vorbereitet, die bundesweit erscheinen soll, allerdings erst in ein paar Monaten. »Ein Bericht über Pêt und seine Krankheit, wie von der Familie vorgeschlagen, hätte dem Jungen kaum etwas genützt«, sagt Geisler.

Eine Typisierungsaktion umso mehr, und da in Oldenburg viele Yeziden leben, war der Beschluss schnell gefasst. Ohne weitere Rücksprache begann Geisler mit der Organisation, ünterstützt von Sahab Dag und Telim Tolan vom Yezidischen Forum und vor allem von Birgit Spingler vom Türkischen SV. Als alles daran zu scheitern drohte, dass kein Sanitätsdienst zur Verfügung stand - am gleichen Tag lief wenige Kilometer entfernt der City-Marathon - sprang das Rote Kreuz Westerstede ein, ohne auf die übliche Aufteilung von Einsatzgebieten Rücksicht zu nehmen.

Ob sich aber der Aufwand gelohnt haben würde, erfuhren Holger Geisler und seine Helfer erst während der Aktion selbst. Sie waren sichtlich erleichtert und froh über den großen Zuspruch nicht nur von Yeziden, sondern von vielen Menschen quer durch die Bevölkerung. »Dieser kleine Junge schafft, was all den Erwachsenen, den Politikern und den Organisationen nicht gelingt: Er bringt die Religionen zusammen«, sagt Geisler.

Geisler ist zuversichtlich, dass bei einer der drei Typisierungsaktionen ein geeigneter Spender gefunden wird. Außerdem kann auch vielen anderen Menschen geholfen werden, die eine Stammzellenspende brauchen.

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Vorläufiger Höhepunkt oder Ende
eines erfolgreichen Projektes?

14.10.2012 08:10 Uhr
Projekt »Musik als Brücke zwischen den Kulturen« steht vor dem finanziellen Aus

»Wer ein Musikinstrument lernt, hört sich und andere besser«, sagt die Konzertpianistin und Klavierpädagogin Kateryna Stadnichenko. Nur einer von vielen guten Gründen, sich mit Musik zu beschäftigen. Aber Instrumente und Unterricht sind teuer und für viele Familien nicht finanzierbar.

Kateryna Stadnichenko wollte daran etwas ändern und fand in der Internationalen Frauengruppe Dietrichsfeld Ünterstützung. Seit Mai 2011 organisieren die Frauen das Projekt »Musik als Brücke zwischen den Kulturen« - gemeinsamen Klavierunterricht für Mütter und ihre Kinder aus benachteiligten Familien. Die Kosten tragen verschiedene Sponsoren, Raum und Instrumente stellt die Grundschule Dietrichsfeld, und Kateryna Stadnichenko unterrichtet.

Am Freitag, 12.Oktober, zeigten Katia Baumert, Sipan Togay, Yasamin Nouri und Anahita Mahini im Kammermusiksaal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, was sie in den wenigen Monaten bereits gelernt haben. Die Zuhörer des gut besuchten Konzertes zeigten sich beeindruckt.

Leider droht diesem erfolgreichen Projekt das Ende, denn ihm geht das Geld aus. »Wenn sich nicht möglichst umgehend neue Geldquellen öffnen bzw. neue Sponsoren finden, können wir nicht weiterarbeiten«, sagt Wilhelmina Cordes, Sprecherin der Internationalen Frauengruppe.

Im zweiten Teil des Abends spielten zwei Studierende von Kateryna Stadnichenko, Jan Drewes und Frauke Willers, sowie Stadnichenko selbst Werke von Rachmaninow, Schubert und Liszt.
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GWA Bloherfelde feiert erfolgreiche Arbeit

14.10.2012 08:08 Uhr
Vor 15 Jahren, genau im September 1997, eröffnete der Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde.

Seitdem tragen viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu bei, dass verschiedenste Menschen aus 27 Nationen, die in den Stadtteilen Eversten und Bloherfelde leben, zu einer Gemeinschaft werden.
Nicht nur das Angebot, auch die Räumlichkeiten wurden stetig erweitert, weitere Standorte kamen mit der Offenen Tür und dem Abenteuer-Spielplatz hinzu.
Pünktlich zum 15. Geburtstag nun wurde ein vierter Außenstandort an der Kennedystraße 59 offiziell eingeweiht. In diesem Gebäude sind Angebote für Männer untergebracht, unter anderem eine Fahrradwerkstatt, die Räder vom Fundamt bezieht, instand setzt und an Berechtigte verkauft.
Den Teilnehmern soll damit nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung geboten, sie sollen damit auch an den Arbeitsmarkt herangeführt werden.

Darüber hinaus werden hier Sprachkurse für Männer und Hausaufgabenhilfe für Jungen angeboten. Der FC Kennedy, die offene Fußballgemeinschaft, trifft sich jeden Montag um 20:00 Uhr auf dem Sportplatz nebenan.

Unmittelbar nachdem Sozialdezernentin Dagmar Sachse und die neue Leiterin der GWA Bloherfelde, Meike Dikosso das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben hatten, begann im Treffpunkt am Bloherfelder Marktplatz die Geburtstagsfeier, die natürlich mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie internationalen Speisen und Getränken begangen wurde.

Dass die verschiedenen Standorte der GWA Bloherfelde nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegen, sieht Leiterin Meike Dikosso nicht als Problem, im Gegenteil. »Für uns sind das eher die Endpunkte von Linien, zwischen denen sich die Menschen befinden, für die wir arbeiten.«

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»Inklusion ist kein Feld für Sonntagsreden«

12.10.2012 07:11 Uhr
von Carsten Lienemann

Die Bedeutung des Begriffes »Inklusion« wird immer mal wieder neu festgelegt. Im Augenblick versteht man darunter die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, nicht mehr nur im Bildungsbereich. Aber auch die Einbeziehung von Migranten wird mehr und mehr dazugezählt.

Wie umfassend auch immer man diesen Begriff verstehen möchte, wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Oldenburg in Sachen Inklusion auf einem guten Wege ist, mit der Fachtagung Inklusion am Dienstag, 9. Oktober, wurde er angetreten. Der große Vortragssaal des PFL reichte nicht aus, um alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufzunehmen, die sich um 12:30 Uhr eingefunden hatten.

»Die Tagung soll Begegnungen ermöglichen und Impulse liefern« sagte Sozialdezernentin Dagmar Sachse zur Begrüßung. »Inklusion kann ein Gewinn für alle sein, wenn Vielfalt als Bereicherung begriffen wird«, so Sachse.

»Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Karl Finke, führte aus, dass die Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion eine »gesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist, die mit der Kompetenzübermittlung beginnt und mit der Teilhabe an wichtigen Entscheidungen fortgesetzt wird.« Erst dann könne es um einzelne Themenfelder wie Bildung, Sport, Kultur etc. gehen. Finke führte zahlreiche, nicht immer passende Beispiele in seinem ausgedehnten Grußwort an, dabei sollte der eigentliche Fachvortrag erst noch folgen.

Den hielt anschließend Raimund Patt, der über »Inklusion vor Ort« sprach. Wie seine Vorredner gab auch Patt eine Definition des Begriffes, und ebenso wie diese betonte er, dass es um wesentlich mehr als nur den Bildungsbereich geht. Immerhin sagte er nicht nur, wie wichtig es ist, alle Betroffenen an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, er wusste auch von Entscheidungen zu berichten, zu denen unter anderem Grundschüler wertvolle Beiträge geleistet und die Umsetzung von Beschlüssen erfolgreich eingefordert hatten. Im Großen und Ganzen aber bestand sein Referat aus Weisheiten, die dem Publikum nicht neu gewesen sein dürften, denn der überwiegende Teil der Anwesenden bestand aus Menschen, die auf die eine oder andere Weise mit Sozialarbeit und dadurch auch mit Inklusion zu tun haben.
Den Kern der Veranstaltung bildete der »Marktplatz der Begegnungen«, der aus den Themengebieten
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Wohnen und Versorgung
  • Wohlbefinden und Gemeinschaft
  • Mobilität und Beförderung
  • Bildung und lebenslanges Lernen
  • Kultur und Freizeit
  • Beteiligung und Mitsprache
bestand, während dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander und mit Verantwortlichen verschiedener Einrichtungen intensiv ins Gespräch kamen. Hier wurden wirklich wichtige Informationen ausgetauscht und Kontakte geknüpft. An den Ständen wurden Vorschläge für nächste und übernächste Schritte gesammelt, zudem lagen Listen aus, in die sich Interessierte eintragen konnten, um sich an fortgesetzter Mitarbeit zu den einzelnen Bereichen zu beteiligen, wovon reger Gebrauch gemacht wurde.

Die ersten Ergebnisse des Tages, die Dagmar Sachse und Raimund Patt in ihrer gemeinsamen Zusammenfassung präsentierten, waren nicht wirklich überraschend: Oldenburg ist zwar längst nicht am Ende des Weges, aber vergleichsweise weit fortgeschritten und gut vernetzt in Sachen Inklusion. Aber es ist schön, wenn ein ausgewiesener Experte mit Erfahrungen aus vielen Projekten diesen Eindruck bestätigt. Sozialdezernentin Sachse betrachtete die Ergebnisse als »Auftrag, unter Nutzung der bestehenden Einrichtungen einen Aktionsplan zu entwickeln«.

Die Frage »Wie sollte die inklusive Übermorgenstadt aussehen?« blieb zur Enttäuschung Sachses allerdings offen. Eine Antwort darauf wäre aber nichts weiter als ein Beipackzettel zu einer schicken, aber leeren Verpackung. Das Etikett »Inklusive Übermorgenstadt« kann vieles meinen, weil es nichts erklärt. Damit ist niemandem geholfen. Mit einfachem Handeln und guter Zusammenarbeit, wie auf dem »Marktplatz der Begegnungen« vorgestellt, aber sehr wohl.

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Förderverein Internationales Fluchtmuseum
schafft Ringschleifenverstärker an

12.10.2012 07:05 Uhr
Als einen weiteren Beitrag zur Inklusion hat der Förderverein Internationales Fluchtmuseum e. V. einen mobilen Ringschleifenverstärker angeschafft. Dessen Einsatz ermöglicht es Trägerinnen und Trägern von Hörgeräten und Implantaten, uneingeschränkt und individuell justiert, passiv und aktiv an Vorträgen und Diskussionsforen teilzunehmen.

Der Erwerb des Ringschleifenverstärkers wurde u. a. ermöglicht durch die Minna-Faßhauer-Stiftung der Landtagsfraktion Die Linke . Der Scheck über 1000 € wurde am Mittwoch, 10. Oktober um 16 Uhr im Büro des Kreisverbandes der Partei Die Linke, Kaiserstr. 19, Oldenburg, von MdL und Stadtrat Hans-Henning Adler an den ehrenamtlich tätigen Geschäftsführer des Fördervereins, Ulrich Hartig, übergeben.

Das Gerät soll an Vereine und Initiativen ausgeliehen werden, um der Standardisierung inkludierender Maßnahmen von Oldenburger Vereinen und Initiativen näher zu kommen.

Der Förderverein internationales Fluchtmuseum hat sich bereits frühzeitig dem Thema Inklusion gestellt. Der Einsatz zweier Gebärdensprachdolmetscherinnen während der Veranstaltung »Fußball unterm Hakenkreuz« im PFL war der Auftakt für die Anstrengungen, Vereinsarbeit und Veranstaltungen zukünftig inklusiv zu denken und zu organisieren. Für den Menschenrechtstag 2012 hat der Förderverein ebenfalls für Gebärdenübersetzung gesorgt.
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Diakonie lässt sich von Architektur inspirieren

02.10.2012 10:57 Uhr
von Frerk Hinrichs

»Inklusion« ist die zukunftsweisende Thematik in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Viele Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe versuchen inklusive, pädagogische Projekte umzusetzen und in die Konzeption auf zu nehmen. Doch nicht jede Einrichtung kann problemlos Raum für »Inklusion« bieten.

Neele von Seggern ist Studentin der Innenarchitektur an der Hochschule in Hannover. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entwarf von Seggern exemplarisch die beiden unteren Etagen des Hauses am Dohlenweg neu. Das Haus gehört zum Haus Regenbogen, einem pädagigisch-therapeutischen Wohnheim für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Beeinträchtigungen.

Ihre Idee war es, einen Ort der Orientierung, Sicherheit, Ruhe, Gemeinschaft und körperlichen Fitness für Kinder im Alter von sechs bis zwölf zu schaffen. Lernschwache Kinder, Migranten, Kinder des Stadtteils und Bewohner des Hauses sollen sich dort nach der Schule treffen um Hausaufgaben zu erledigen, zu spielen, toben oder zu essen, so von Seggern. Solch ein Raum der Begegnung wäre für Kinder der Wohngruppe und Kinder des Stadtteils nutzbar. Er bietet die Möglichkeit zur Kommunikation und des Lernens voneinander: So kann »Inklusion« beginnen.

Die unteren Etagen teilte die Studentin in einen aktiven Bereich und in einen Ruhebereich, die beide der Öffentlichkeit zugänglich wären. Die Wohngruppe und der Garten blieben separat und privat. Alle Pläne hatte sie lückenlos ausgearbeitet und in 3D-Modellen anschaulich gemacht.

Es muss derzeit offen bleiben, inwieweit das zukunftsweisende Projekt umsetzbar ist: Die Bachelorarbeit enthielt noch keine Angaben zur Finanzierung oder einen Zeitplan zur Umsetzung. Von Seggerns Ideen stießen bei Thomas Feld, dem theologischen Vorstand des Diakonischen Werkes im Oldenburger Land, und der Einrichtungsleitung Ute Dorczok auf gute Resonanz und Begeisterung, so dass sich die Diakonie gern davon inspirieren lassen will.


Foto: Die Studentin Nele von Seggern (li.) erläutert dem theologischen Vorstand Thomas Feld (Mitte) ihre Projektidee. Mit dabei Einrichtungsleitungen von Haus Regenbogen Ute Dorczok (2. v. li.), Ulrike Meyer und Diakonie-Architektin Claudia Haake.
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Erbsensuppe zu Gunsten von Trauerland Oldenburg

29.09.2012 07:30 Uhr
von Carolin de Witt

Im Zuge der Bad Zwischenahner Woche hat der Round Table 103 Ammerland am Samstag, 18., und Sonntag, 19. August vor der Filiale der Fleischerei Fritz Krüger in der Peterstraße Erbsensuppe verkauft.

Die Fleischerei Fritz Krüger spendete die Erbsensuppe und so kam der stolze Betrag von 1500 Euro zu 100% Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. zu Gute. Die Aktion war ein voller Erfolg, bei der am Ende alle glücklich waren.

Herr Claas Krüger und der Round Table 103 Ammerland hatten Spaß an den zahlreichen Gästen! Trotz hoher Temperaturen genossen sie die deftig-leckere Erbsensuppe. Trauerland freut sich darüber, dass der Platz für ein Kind im Trauerland/Oldenburg für ein weiteres dreiviertel Jahr gesichert ist.
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Inklusionsprojekt gestartet

24.09.2012 06:00 Uhr

Das Inklusionsprojekt Donnerschwee geht an den Start.
Dank einer Förderung durch die Stiftung Aktion Mensch konnten die Projektpartner Stadt Oldenburg, Behindertenbeirat, AWO Trialog Weser-Ems GmbH, Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e. V. und Volkshochschule Oldenburg ein Netzwerkbüro im Gebäude der VHS, Karlstraße 25, einrichten.
Netzwerkkoordinator ist seit Anfang September Jan Kalkmann.

Das Netzwerkbüro soll Netzwerkpartner aus allen relevanten Handlungsfeldern zusammenführen, um das Thema Inklusion im Stadtteil zu berücksichtigen. Daneben soll das Büro als Schnittstelle zwischen Stadtteilorganisationen, Verbänden, Vereinen, Unternehmen, der Stadtverwaltung und den zuständigen Planungsbüros vermitteln sowie neue Ideen und Impulse im Sinne des Inklusionsgedankens bei der Entwicklung des Stadtteils und Erschließung des Stadtquartiers voranbringen.

Im ersten Schritt erfolgt eine Bestandsaufnahme der Angebotsvielfalt und -aktivitäten, um eine so genannte Inklusionslandkarte für den Stadtteil Donnerschwee zu erstellen.
Dabei ist jede Institution, jeder Verein, Betrieb und Bürger aufgefordert, aktiv mitzuwirken. Es sollen inklusive Netzwerke entstehen, die den Inklusionsgedanken bei der städtebaulichen Entwicklung des Stadtteils Donnerschwee und des ehemaligen Kasernengeländes innerhalb des Stadtteils berücksichtigen und aktiv fördern.

Das Netzwerkbüro befindet sich in der VHS Oldenburg, Karlstraße 25, Raum 1.06, und hat dienstags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.
Des Weiteren ist das Netzwerkbüro erreichbar unter Telefon 0441 9239157,
per Fax an 0441 9239113
und per E-Mail an netzwerkbuero@inklusion-ol.de.


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TSV übergibt Spendenscheck an Trauerland

21.09.2012 07:35 Uhr
»Das ist eine beeindruckende Summe, über die wir uns sehr freuen«, sagte Hille Ballin von Trauerland e. V., die gemeinsam mit Carolin de Witt den Spendenscheck über 1527,20 Euro von den Turnierorganisatoren entgegennahm.

Während des dritten TSV-Benefiz-Fußballturniers am 4. September 2012 kam das Geld an verschiedenen Aktions- und Verkaufsständen und durch die TSV-Tombola zusammen.
Dazu beigetragen haben neben den Helfern des Veranstalters auch die Mitearbeiter des Kiosk Süßmilch, der Lions Club Lappan, San Marco, Pro Final und natürlich Trauerland selbst, mit tatkräftiger Unterstützung des Round Table 14 Oldenburg.

»Insgesamt haben wir mit den bisherigen drei Turnieren über 5000 Euro gesammelt, die wir jeweils an Organisationen weitergeben konnten, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen«, sagte Organisatorin Birgit Spingler nicht ohne Stolz.
Und das mit Recht, denn für einen kleinen Verein mit rund 300 Mitgliedern, in der Mehrzahl Kinder und Jugendliche, ist das eine beachtliche Leistung.
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Neues Beratungszentrum am Haarentor

14.09.2012 16:50 Uhr
Diakonie plant Nutzungsänderung eines Gebäudeteils am Schützenweg

von Frerk Hinrichs

Zusätzlich zum bestehenden Angebot des Seniorenzentrum Haarentor plant die Diakonie die Aufnahme von sozialen Beratungsstellen, erläutert Diakonie-Vorstand Thomas Feld vor ca. 80 Nachbarn, die auf Einladung der Diakonie ins Seniorenzentrum gekommen waren. Die Sozialberatung des Diakonischen Werkes und die Suchtberatungsangebote von Diakonie und PARLOS sollen künftig hier beheimatet sein. Unter Bezug auf die Daten aus den Geschäftsberichten der drei Einrichtungen, rechnet Feld den zu erwartenden Publikumsverkehr hoch. Anhand von Entwürfen erläutert er, wie zusätzliche Parkplätze für Beratungszentrum und Seniorenheim geschaffen werden können. Dabei soll der vorhandene Baumbestand erhalten werden. Es sei Ziel, die Zugänge zu den verschiedenen Funktionsbereichen des Gebäudes zu sortieren und besser zu gestalten.

Anträge zur Änderung der Nutzung und der Antrag für die Neugestaltung des Einganges zum neuen Beratungszentrum liegen der Stadtverwaltung vor. Die übrige Fassade des von der Straße abgelegenen Gebäudes bleibt unverändert. Innen will die Diakonie renovieren und technisch aktualisieren. So soll ein guter Rahmen für die Beratungs- und Behandlungsangebote geschaffen werden.

Nachbarn und Elternvertreter der Grundschule Haarentor formulierten ihre Bedenken. Sie beziehen sich auf den zu erwartenden Publikumsverkehr von ca. 90 Ratsuchenden pro Tag sowie die räumliche Nähe der Angebote für abhängigkeitskranke Menschen zu Grundschule und Kindertagesstätte. Feld sagte zu, die Bedenken der Nachbarn ernst zu nehmen und im Gespräch mit Verwaltung und Politik nach für alle Seiten akzeptablen Lösungen zu suchen. In vier Wochen solle zu einer weiteren Nachbarschaftsversammlung eingeladen werden.

Das Beispiel des Seniorenzentrum Alexanderstift in Wildeshausen zeige, dass die enge Nachbarschaft solch verschiedener Angebote gut funktioniere, erläutert Geschäftsbereichsleiter Axel Stellmann. Dort bestehen Senioreneinrichtung, Servicewohnen und Suchtberatung direkt nebeneinander. Auch zu den übrigen Nachbarn bestehe ein gutes vertrauensvolles Verhältnis. Das solle auch am Haarentor so werden, bekräftigt Feld.
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Bundesstiftung hilfreich für Oldenburger Mütter

09.09.2012 08:00 Uhr
von red /


Mit 240.000 Euro wurden im Jahr 2011 werdende Mütter in Oldenburg durch die Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens finanziell unterstützt.
Eine Beantragung ist nur über anerkannte Beratungsstellen möglich.
In Oldenburg übernehmen dies pro familia Oldenburg, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und seit kurzem die Familien-, Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Weser-Ems.
Im vergangenen Jahr stellten sie erfolgreich Anträge für 471 Frauen. Auch in diesem Jahr können sich Schwangere mit ihren Anträgen an die Beratungsstellen wenden.

Ob eine Unterstützung gezahlt wird, ist abhängig vom Einkommen und der Größe der Familie. Das monatliche Bruttoeinkommen einer alleinstehenden Schwangeren darf beispielsweise bis zu 1.683 Euro betragen.
Die Beraterinnen prüfen die Angaben zum Einkommen, den Mutterpass und die benötigten Ausgaben und leiten den Antrag dann mit einer Beurteilung an die Stiftung weiter.
Bundesweit erhalten jährlich rund 150.000 schwangere Frauen in einer Notlage finanzielle Unterstützung durch die Bundesstiftung Mutter und Kind.

Mit dieser unbürokratischen Hilfe werden den Frauen die Fortsetzung der Schwangerschaft und der Start ins Familienleben erleichtert. So kann eine finanzielle Unterstützung gewährt werden für Umstandskleidung, die Erstausstattung des Kindes oder Kinderzimmermöbel.

Eine häufige Situation schildert Petra Lucassen-Kenkel, Beraterin beim SkF: »Nach bekannt werden der Schwangerschaft trennt sich der Kindesvater und die schwangere Frau steht vor einem emotionalen und finanziellen Desaster. Diese Situation bleibt aus Schamgefühl in den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen oft unausgesprochen. Hier ist die Beratungsstelle Ansprechpartnerin für die schwangere Frau in emotionalen Fragen. Für die finanzielle Situation prüfen wir die Ansprüche und beantragen Leistungen aus Stiftungen.» Die Zahlen des SkF unterstreichen dieses Beispiel: Von den 180 Frauen, für die der SkF Anträge gestellt hat, waren 21 Prozent allein erziehend und 30 Prozent erwarteten ihr erstes Kind.

Von pro familia Oldenburg wurden 291 Anträge im letzten Jahr weitergeleitet. Dies ist eine Steigerung von rund 11 Prozent im Vergleich zu 263 Anträgen im Jahr 2010.
Antje Heinemann-Sanders, Leiterin der
Beratungsstelle, kann nachvollziehen, dass werdende Mütter manchmal Angst haben, es nicht zu schaffen. »Wir bieten den Frauen Gespräche an,suchen mit ihnen gemeinsam nach Wegen und klären ab, ob ein Antrag auf Unterstützung möglich ist», so Heinemann-Sanders. Außerdem stellt die Beraterin fest, dass die Not – auch die finanzielle – immer größer wird, auch bei erwerbstätigen Frauen. Die damit verbundene Angst belaste die Frauen sehr.

In sehr vielen Fällen sind Fragen nach sozialrechtlichen Ansprüchen und eine Entlastung der finanziellen Situation Beratungsanlass. Die Beratungsstellen haben daher ein Einlegeblatt entwickelt, das von Gynäkologinnen und Gynäkologen in den Mutterpass gelegt werden soll.

Agnieszka Salomon von der Beratungsstelle der AWO, die seit Anfang des Jahres ebenfalls Anträge auf Unterstützung durch die Bundesstiftung bearbeitet, stellt fest: »Die ratsuchenden Frauen kommen häufig in die Beratung, weil sie über ihre Ängste und Nöte in einem geschützten Raum mit einer sie verstehenden und wertschätzenden Person reden möchten.
Nicht selten ist das Zuhören und das Verständnis der Beraterin schon sehr entlastend für die schwangere Frau.“

Informationen zur Stiftung und zu Beratungsstellen gibt es unter
www.awo-ol.de,
www.profamilia.de
www.skf-oldenburg.de
www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de
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Viel Motivation für den Start in Berufliche Qualifizierung

05.09.2012 11:06 Uhr
Gemeinnützige Werkstätten begrüßen neue Teilnehmer im Berufsbildungsbereich

von Stefanie Schwecke

»Es war ein toller erster Tag, die Teilnehmer sind hochmotiviert ihren neuen Lebensabschnitt zu beginnen und wir freuen uns darauf die jungen Menschen hierbei begleiten«, berichtet Silke Schiffler, Betriebsleiterin Berufsbildungsbereich. Am 03.09.2012 begrüßten die Gemeinnützigen Werkstätten insgesamt 16 junge Menschen an ihrem ersten Tag zur zweijährigen beruflichen Qualifizierung im Berufsbildungsbereich.

Als gesetzlich anerkannte Einrichtung bieten die Gemeinnützigen Werkstätten Rehabilitationsleistungen zur beruflichen Qualifizierung und Orientierung im Berufsbildungsbereich an zwei Betriebsstätten an (Rigaer Weg und Sandkrug). Der Berufsbildungsbereich (BBB) ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die auf der Grundlage anerkannter Ausbildungspläne (BBiG) in den verschiedenen Berufsfeldern qualifiziert. Diese berufliche Qualifizierungsmaßnahme ermöglicht den Teilnehmern sich in unterschiedlichen Fachgruppen, wie bsp. Hauswirtschaft, Holz, Metall/Montage, Garten, Einzelhandel zu qualifizieren, um einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden oder nach Ende der beruflichen Bildungsphase weiterführende berufliche Maßnahmen zu besuchen
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Gemeinnützigen Werkstätten begrüßen 16 neue Auszubildende

04.09.2012 09:09 Uhr
von Stefanie Schwecke

»Mit dieser Ausbildung wird mir eine echte Chance gegeben, einen anerkannten Berufsabschluss zu erhalten um auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten zu können« erklärt Michael Sander. Michael Sander ist einer der 8 Auszubildenden zum Werker im Garten – und Landschaftsbau bei »aqua« (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit) der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg. An den Ausbildungsstandorten »aqua« wird neben der Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau auch die Ausbildung zum Metallfeinbearbeiter angeboten. Auch hier starteten am 03.09.2012 jeweils 8 Auszubildende im ersten Lehrjahr in ihre berufliche Zukunft.

»Seit September 2010 bieten wir anerkannte Ausbildungen für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf an. Wir freuen uns sehr nun auch den dritten Ausbildungsgang begrüßen zu dürfen« erläutert Wolfgang Hündling, Bereichsleiter Bildung.

Im Auftrag der Agentur für Arbeit werden die Auszubildenden in den kommenden drei Jahren an den Ausbildungsstandorten »aqua« der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. im Bereich Garten- und Landschaftsbau bzw. im Bereich Metallfeinbearbeitung ausgebildet. Die Ausbildung zum Werker ist eine auf drei Jahre angelegte Rehabilitationsleistung der Agentur für Arbeit und endet als anerkannte Berufsausbildung mit einer Abschlussprüfung vor der Landwirtschafts- bzw. Industrie- und Handelskammer. Neben den regulären theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten werden auch sozialpädagogische Unterstützung und Stütz- und Förderunterricht angeboten.

»Für die Auszubildenden bestehen nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss gute Chancen für die Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt, das zeigen einfach die Erfahrungen des ersten und zweiten Lehrjahres« erklärt Silke Schiffler, Betriebsleiterin Ausbildung.
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Sommerfest zum Dreijährigen

30.07.2012 12:06 Uhr
Eigentlich hat der Möbeldienst der Diakonie schon viel Erfahrung mit dem Abholen und Weitergeben von Möbeln und Hausrat an einkommensschwache Haushalte (seit 1984). Mit dem Wechsel zum Bunten Kaufhaus am Eßkamp vor drei Jahren aber hat sich viel verändert. In großzügigen, hellen Ausstellungsräumen können gespendete Möbel, Second-Hand-Waren, Elektrogeräte und Hausrat viel ansprechender präsentiert werden.

Am Freitag, 27. Juli, feierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit allen Interessierten aus gegebenem Anlass ein Sommerfest mit Spiele-Attraktionen für Kinder und Flammkuchen, Bratwurst, Kuchen sowie heißen und kalten Getränke für die Erwachsenen.
Das Bunte Kaufhaus bietet montags bis freitags von 9:30 bis 17:30 Uhr gut erhaltene Gebrauchsmöbel und Hausrat aller Art an. Während dieser Öffnungszeiten werden auch Spenden angenommen. Telefonisch kann auch die Abholung größerer Möbelstücke vereinbart werden. In jedem Fall wird erst nach einer Prüfung über die Annahme entschieden. In der hauseigenen Tischlerwerkstatt werden die Möbel gegebenenfalls aufbereitet, bevor sie in den Verkauf gehen.

Der Zulauf von Kunden und Spendern ist gut, erzählt Hajo Prenzel, Leiter des gemeinnützigen Angebotes der Diakonie. Das »Bunte Kaufhaus« ist zu einem Begegnungsort geworden ergänzt die pädagogische Mitarbeiterin Christiane Börgel. Im Kaufhaus, dem Lieferservice und in der Werkstatt bekommen Arbeitssuchende eine neue Chance, sich beruflich zu orientieren. Das Job-Center weist der Diakonischen Einrichtung gerne neue Mitarbeitende zu, weil die Vermittlungschancen für die Betroffenen nach einer Beschäftigung im Bunten Kaufhaus deutlich höher sind.

Sie finden das »Bunte Kaufhaus« ebenso wie andere gemeinnützige Einrichtungen Oldenburgs auch unter GO! - Gemeinsam in Oldenburg.

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Warnschuss kann Probleme nicht lösen

26.07.2012 12:00 Uhr
Zu Verlängerung der Jugendstrafe und Warnschussarrest

von Veronika Hillenstedt, Konfliktschlichtung e.V., Oldenburg

Nicht eine Ausweitung freiheitsentziehender Sanktionen, sondern ein Ausbau sozialpädagogisch ausgerichteter Maßnahmen ist gefordert und notwendig, um Rückfallkriminalität zu reduzieren und weitere Opfer zu vermeiden. Es geht um die Förderung der Übernahme von Verantwortung für begangenes Unrecht, um die Stärkung von Konfliktlösungsfähigkeiten und Empathie, um die Förderung sozial angemessenen Verhaltens. Freiheitsentzug ist dafür kein geeigneter Lernraum. Die breite Palette sozialpädagogischer Maßnahmen, die das Jugendstrafrecht vorhält - von intensiver Einzelbetreuung über Täter-Opfer-Ausgleich und soziale Gruppenarbeit - sind hier überlegen, und sie bedeuten für junge straffällig gewordene Menschen große Mühen, Konfrontation und Einstehen müssen für das, was sie getan haben. (vgl. Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e. V. (DVJJ), März 2012)

Wer meint, »eine Strafe muss spürbar sein«, und meint, dieses mit der Verschärfung des Jugendstrafrechts zu erreichen, irrt sich gewaltig. Der Jugendarrest und die Jugendstrafe sind keine »Erfolgsstorys«, sondern die Sanktionsformen mit der ungünstigsten Bilanz. Kriminologische Studien haben gezeigt, dass die Rückfallrate nach der Verbüßung von Jugendarrest und Jugendstrafe bei ca. 75-80 % liegen. Diese Zahlen zeigen, dass die weit überwiegende Mehrheit der jungen Menschen durch Jugendarrest und Jugendstrafe nicht von weiteren Straftaten abgehalten wird. Die Bilanz des Warnschussarrestes im Falle einer Kombination mit einer zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafe wird nicht besser ausfallen.

Eine Illusion ist es daher zu glauben, dass ein Warnschussarrest den Schrecken des Freiheitsentzuges spürbar macht und damit heilsame Wirkung zeigt. Im Gegenteil verliert der (drohende) Jugendstrafvollzug seinen Schrecken - das zeigt sich auch daran, dass die meisten Jugendlichen und Heranwachsenden, die zu einer Jugendstrafe verurteilt werden, bereits Arresterfahrung haben. Und die ist ganz offensichtlich kein »heilsamer Schock« gewesen, der sie von weiteren Straftaten abgehalten hätte. So zeigen z. B. Untersuchungen zur Kriminalität sowohl jugendlicher Mehrfach- und Intensivtäter wie jugendlicher Gewalttäter ein hohes Maß sozialer Defizite und Mängellagen bei diesen Tätergruppen, angefangen von erfahrener, beobachteter und tolerierter Gewalt in der Familie, materiellen Notlagen, Integrationsproblemen vor allem bei jungen Zuwanderern, bis hin zu Schwierigkeiten in Schule und Ausbildung und dadurch bedingter Chancen- und Perspektivlosigkeit.

Lebenslagen und Schicksale sind positiv beeinflussbar - aber nicht mit den Mitteln des Strafrechts. Die Forschungen zeigen, dass die negativen Entwicklungsdynamiken krimineller Karrieren gebrochen werden können, aber nicht durch Strafverschärfung, sondern durch »Verbesserung der Chancen der Jugendlichen auf soziale Teilhabe«. Bereits im 16. Jahrhundert gab es die Einsicht eines Thomas Morus, der eine Sozialpolitik statt eine Kriminalpolitik forderte. Im 18. Jahrhundert hat der Aufklärer Cesare Beccaria betont, dass es »besser ist, den Verbrechen vorzubeugen als sie zu bestrafen«. Diesen Thesen schließe ich mich an und ich vertrete die Ansicht, dass durch die Verschärfung der freiheitsentziehenden Strafen die Jugendkriminalität nicht wirksam reduziert, sondern damit weitere Menschen Opfer einer Straftat werden und somit dieser Schuss nach hinten los geht.


Links zum Thema:
Warnschussarrest für Jugendliche kommt, 6. Juli 2012
»Letztes Mittel« von Hermann Gröblinghoff, 7. Juli 2012
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Der interkulturelle Garten
des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld

12.07.2012 09:15 Uhr
»Ob man einen ›grünen Daumen‹ braucht, um überhaupt mitzumachen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Die anderen Teilnehmer helfen bestimmt, wenn es nötig ist. Da bin ich mir sicher.«

Innerhalb eines Vierteljahres ist aus einer brachliegenden Parzelle ein Garten entstanden. Aktuell kümmern sich zehn Personen um dessen Pflege. Die Teilnehmer schätzen das Projekt, weil sie Spaß an Gartenarbeit haben! Sie sehen Vorteile in der Arbeitsteilung und würdigen den respektvollen und hilfsbereiten Umgang.

Das Projekt »interkultureller Garten« steckt in den Anfängen. Initiiert hat es Ende 2011 der damalige Leiter des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld, Werner Hagenbrock, der inzwischen im Ruhestand ist. Der Zufall wollte, dass ein Jugendhilfeprojekt auslief und dadurch eine Gartenparzelle im Kleingärtnerverein Stadtfeld e. V. frei wurde. Das Interesse Hagenbrocks am Thema „interkultureller Garten“ und der Auftrag des Stadtteiltreffs, interkulturell zu arbeiten, waren die Voraussetzung für das Entstehen dieses Projektes.
Hagenbrocks Nachfolger Ingo Krüger setzt die Arbeit mit großem Engagement und hoher Zielstrebigkeit weiter fort. So wächst mit der Zeit aus einer Idee ein greifbares »Mitmach-Projekt«.

Im Moment handelt es sich um einen Nachbarschaftsgarten. Ingo Krüger und seine Mitarbeiterin Barbara Rode hoffen auf das Interesse der vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit internationalem Hintergrund im Stadtteil. Dann würde das Gartenprojekt seinem Namen gerecht und die eigentlichen Ziele des Projektes könnten verfolgt werden. Ingo Krüger ist aber mit seiner Arbeit im Moment zufrieden und sieht zuversichtlich in die Zukunft.

Er betont, dass die (Selbst-)Organisation und die Mitverantwortung bei der Gruppe liegt. Das sei schon bei der Planung des Gartens so gewesen. Wo werden Beete angelegt? Wo Wege? Wie ist die Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe (z. B. Wässern der Pflanzen)?

Das Projekt verfolgt zwei Aspekte. Auf der einen Seite geht es darum, die Gartenparzelle zu bewirtschaften und die in diesem Prozess gemachten Erfahrungen untereinander auszutauschen. Dabei können Kontakte geknüpft bzw. gepflegt werden, manchmal sogar Lebensverhältnisse kennengelernt werden.
Auf der anderen Seite soll der Garten einen anderen Rahmen bieten, um sich als Treffpunkt neben dem Stadtteiltreff zu etablieren.

Barbara Rode beschreibt Gartenarbeit als eine sinnliche Erfahrung. Man sieht etwas wachsen. Und über das handwerkliche Arbeiten hinaus entsteht ein Austausch, eine Begegnung. Begeistert fügt sie hinzu: »Jeder ist willkommen. Es gibt ein vielfältiges Angebot an Aufgaben. Jeder kann sich einbringen. Selbst wenn jemand nur das Gespräch sucht.«
Ingo Krüger: »Die Leute sollen kommen mit ihren Fähigkeiten und Ideen.« Er hofft auf viele engagierte Menschen. Es bleibt bei dem offenen Prozess. Dieser zeichnet sich durch Mitbestimmung und Entscheidung der Beteiligten aus.

Kontakt:
Gemeinwesenarbeit - Stadtteiltreff Dietrichsfeld
Tel.: 0441 5707892
E-Mail: gwa-dietrichsfeld@stadt-oldenburg.de
Treffpunkt dienstags ab 15:00 Uhr im Kleingarten
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Begegnungsstätte mit breitem Angebot

06.07.2012 18:43 Uhr
Stadtteiltreff Dietrichsfeld feiert fünfjähriges Bestehen

Am Freitag, dem 6. Juli, wurde es eng für die Besucher des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld. Zwischen 13:00 und 17:00 Uhr waren nicht nur fast alle Räume, sondern auch Vorplatz und Garten voller Menschen. Sie alle waren gekommen, um die Einrichtung, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein bisschen auch sich selbst zu feiern.

Vor der Tür wurde gegrillt, internationale Speisen angeboten, Bücher verschenkt und gespielt, im Café gab es natürlich Kaffee und Kuchen, im Garten wurden Kinder mit Farbe und Henna geschminkt, und die iranische Frauengruppe zeigte eine Gesangs- und Tanzvorführung. Außerdem boten die Mitarbeiterinnen des Stadtteiltreffs immer wieder Führungen durch das Haus an.

Zum Programm gehören Angebote für alle Alters- und Interessengruppen, Sport- und Näh-,und Sprachkurse, Kinderbetreuung, Ausflüge, Gartenarbeit, internationale Kochabende und vieles mehr. Ein bisschen unterrepräsentiert sind Angebote für Männer, aber das liegt hauptsächlich an der Zielgruppe selbst. Darüber hinaus ist der Stadtteiltreff Dietrichsfeld - ebenso wie die entsprechenden Einrichtungen in Bloherfelde, Kreyenbrück und Ohmstede - ein beliebter Treffpunkt für alle Generationen und alle Nationalitäten, die in der Nachbarschaft wohnen.

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Internationales Fluchtmuseum

06.07.2012 09:34 Uhr
von Liman Rosenboom

Ich glaube, viele Oldenburger wissen gar nicht, dass es bei uns in Osternburg eine Initiative »Internationales Fluchtmuseum« gibt. Deswegen gibt es jetzt einiges Wissenswertes dazu. Der Förderverein »Internationales Fluchtmuseum e. V.« wurde 1999 gegründet, als der Gründer Ulrich Hartig in einem Artikel gelesen hat, dass die Anzahl der Binnenflüchtlinge größer ist als die der Außenflüchtlinge (die Flüchtlinge, die ins Ausland flüchten), was ziemlich verblüffend ist. 2009 hatte dann das Museum im großen Saal im PFL eine Ausstellung mit dem Titel »Über die Ostsee in die Freiheit« gezeigt. Momentan wird versucht, mit Veranstaltungen und Themen, die nicht allzu sehr bekannt sind, in der Öffentlichkeit zu bleiben. Jedoch gibt es wenig Interesse, das Internationale Fluchtmuseum zu fördern, was schade ist, da es immer noch viele unbearbeitete Themen gibt, die teilweise verdrängt wurden (z. B. die Geschichte des kommunistischen Widerstands in Oldenburg).

Hartig will aber nicht nur dokumentieren, sondern immer den Bezug zur Gegenwart herstellen.

Das Museum hat keine eigenen Räume, in denen es seine Ausstellungen präsentieren kann. Das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. Ulrich Hartig hofft aber, für das Fluchtmuseum irgendwann einen festen Ort zu finden. Ein Eingangsbereich schwebt ihm vor, in dem die Besucher wie mit einer Lupe verschiedene Weltgegenden auf Konflikte und Krisen untersuchen können, sowie eine Abteilung, in der wechselnde Ausstellungen gezeigt werden können.

Liman Rosenboom ist Redakteur der Osternburger Nachrichten, Stadtteilzeitung der Oberschule Osternburg.
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Kuchen und Torte satt

25.06.2012 16:49 Uhr
Erlös aus Kuchenverkauf kommt dem »Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.« zu Gute

Zum gemeinsamen Kaffeekränzchen hatten die real,-Mitarbeiter in Oldenburg-Kreyenbrück am Samstag, 09. Juni eingeladen. Das Angebot konnte sich sehen lassen: Rund 100 Torten, Kuchen und Plätzchen wurden eigens von den real,-Mitarbeiterinnen zubereitet und für einen kleinen Obolus allen Kunden und Gästen angeboten. Insgesamt erzielten die sozial engagierten Mitarbeiter einen Erlös von 684 Euro, der nun in voller Höhe dem »Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.« zu Gute kommt.

»Wir freuen uns sehr, dass wir einen so hohen Erlös mit unserer Aktion erzielen konnten. Als Sahnehäubchen haben wir die Spendensumme verdoppelt.«, so real,- Geschäftsleiter Gerjet Willems.

»Wir hatten an dem Tag viel Spaß und es war schön zu sehen, wie sehr sich die real-Mitarbeiter und Geschäftsleitung für unsere Arbeit engagiert haben – große Klasse!«, so die Trauerland-Ehrenamtliche Hille Ballin, die den Kontakt zum Supermarkt geknüpft hatte. Nur dank solch einer Unterstützung könne der rein spendenfinanzierte Verein seine, für die betroffenen Mädchen und Jungen kostenlosen Angebote, auch in Zukunft anbieten. Mit dem Geld sei einer der derzeit 45 Betreuungsplätze in den Oldenburger Kindertrauergruppen für rund neun Monate gesichert, erläuterte Hille Ballin. Und: Es soll keine einmalige Aktion gewesen sein – Gerjet Willems sagte eine weitere Hilfe zu.

Am Montag, 25. Juni konnte real,-Geschäftsleiter Gerjet Willems den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.368 Euro an Hille Ballin (Trauerland, 2. v. r.) übergeben. Mit ihr freuen sich Monika Oltmanns (3. v. r.) und Carolin de Witt (4. v. r.) über die Spende, die ebenfalls ehrenamtlich bei Trauerland e. V. aktiv sind. An der Aktion waren Danuta Patz (Müller-Egerer, 1. v. l.), Regina Dierks (2. v. l.), Bianca Schmidt (4. v. l.) sowie Monika Stramann (1. v. r, alle real,-) entscheidend beteiligt.

Zum Verein

Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. bietet in Bremen und Oldenburg trauernden Kindern, bei denen ein nahestehender Mensch gestorben ist, sowie deren Familien umfassende Hilfe für ihren Trauerprozess an. Diese setzt sich vor allem aus Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen zusammen. Zurzeit betreuen die Mitarbeiter rund 180 Kinder und Jugendliche. Der Verein trägt sich allein über Spenden.
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Langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gedacht

18.06.2012 17:35 Uhr
von Stefanie Schwecke

In den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. an der Rennplatzstr.203 wurden in einer zweiten Feierstunde erneut langjährige Mitarbeiter geehrt. Klaus Westrich, Heike Brunken-Kuhns, Wolfgang Breer, und Silke Eichwald dankten allen Jubilaren für ihre Leistung und ihre Treue mit einer persönliche Ansprache und Präsenten.

Bereichsleiter Arbeit und Bildung, Klaus Westrich, hob besonders die langjährigen Betriebszugehörigkeiten (35, 40 und 45 Jahre) hervor. »Wir haben in diesem Jahr insgesamt 121 Jubilare ehren können. Das freut uns besonders. Um dem Jubiläum einen geeigneten Rahmen zu geben, haben wir mittlerweile drei feste Termin im Jahr.«

Nach der offiziellen Ehrung feierten die Geehrten mit Kollegen und Verwandten ein gemeinsames Fest, das Buffet wurde von den Kollegen aus dem Café Kurswechsel zubereitet.

Geehrt wurden:
10 Jahre: Inga Hartmann, Tobias Hase, Aylin Rings, Rita Meins, Wladimir Karpenko, Heinz Zimmer, Klaus Zimmermann, Matthias Böning, Waldemar Merklinger, Heike Brunken-Kuhns, Ulrike Grabbe-Sachs, Ramona Heldt, Margret Hodes, Ulrich Klatt, Ulrike Peters, Silke Schiffler, Verena Schreiber

15 Jahre: Birte Friedemann, Sabine Ebbinghausen, Dörte Böning, Martin Abel, Karsten Dannemann, Hein Flörcken, Michael Müller, Klaus-Dieter Rohleder, Wolfgang de Buhr

20 Jahre: Mark Fleischer, Doris Fleischer, Luisa Zacharias, Andreas Becker, Stefan Becker, Jörn Bohlken, Jan Hinrichs, Annegret Gertje, Ellen Wulf

25 Jahre: Klaus-Dieter Bornhöft, Marco Della-Mura, Jens Schröer, Heike Pargmann, Riko Aberle, Wolfgang Weihe, Andre Witthold

30 Jahre: Hans-Dieter Looschen, Jens Wegner, Peter Vatterodt

35 Jahre: Silke Looschen, Fredi Wilhelmy

40 Jahre: Karin Bohlen

45 Jahre: Manfred Lamprecht
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inForum für Deutschen Engagementpreis nominiert

18.06.2012 06:00 Uhr

Über 70 Ehrenamtliche aktiv/Preisträger stehen im September fest

Die Kultur- und Bildungseinrichtung inForum der Stadt Oldenburg ist für den Deutschen Engagementpreis 2012 nominiert.
Der Preis soll freiwilliges Engagement in Deutschland sichtbarer machen und ihm zu mehr Anerkennung verhelfen. Das inForum arbeitet seit fast 20 Jahren mit mittlerweile über 70 ehrenamtlichen Personen (fast alle im Rentenalter) zusammen, die für die Oldenburger Bevölkerung ab 50 Jahren fortlaufend Kultur- und Bildungsangebote ausarbeiten und durchführen.
Bundesweit ist Oldenburg die einzige Kommune, die eine solche Einrichtung finanziert. Andernorts befinden sich vergleichbare Institutionen grundsätzlich in kirchlicher oder freier Trägerschaft.

»Die Nominierung des inForum für den Deutschen Engagementpreis zollt nicht nur dem haupt- und ehrenamtlichen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besondere Anerkennung, sie zeigt auch, dass das Thema Ehrenamt öffentlich wahrgenommen und als preiswürdig eingeschätzt wird«, sagt Claudia Wronna, Pädagogin des inForum.
Die Einrichtung stellt für viele Menschen im Rentenalter eine Anlaufstelle dar, um ihre neu gewonnene freie Zeit sinnvoll zu nutzen, sich ehrenamtlich einzubringen oder an den meist kostenlosen Angeboten teilzunehmen.

Der Deutsche Engagementpreis wird verliehen vom Bündnis für Gemeinnützigkeit, einem Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors (Nonprofit-Bereich). Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali Zukunftsfonds.
Seit 2009 wird der Deutsche Engagementpreis jährlich in den Kategorien Gemeinnütziger Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft sowie Politik und Verwaltung ausgelobt. In diesem Jahr wird mit einer Schwerpunktkategorie das Engagement vor Ort besonders gewürdigt, um dessen Wert und Vorbildcharakter stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.
In dieser Kategorie ist auch das inForum nominiert. »Im inForum sind unzählige Menschen aktiv und leisten einen wertvollen Beitrag für Oldenburg. Diesen gebührt großer Dank und tiefe Anerkennung für ihr mitunter jahrzehntelanges Engagement«, so Wronna.

Die Preisträger der genannten Kategorien bestimmt eine hochkarätig besetzte Jury im September nach den Kriterien gesellschaftlicher Bedarf, Nachhaltigkeit, Vorbildwirkung und Innovation. Außerdem wählt sie zehn Finalistinnen und Finalisten aus allen Kategorien aus, die für den Publikumspreis von 10.000 Euro ins Rennen gehen.
Über den Publikumspreis können die Bürgerinnen und Bürger im Oktober unter www.deutscher-engagementpreis.de abstimmen.
Alle Gewinner des Deutschen Engagementpreises werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Dezember in Berlin bekanntgegeben.

Weitere Informationen zum inForum gibt es unterwww.oldenburg.de/inForum. www.oldenburg.de/inForum.
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Bilanz und Ausblick

11.06.2012 22:18 Uhr
Wildwasser e. V. Oldenburg legt Tätigkeitsbericht 2011 vor

»Unsere Kernarbeit bleibt die Beratung, auch wenn die Präventionsarbeit immer mehr Raum einnimmt«, sagte Rita Schilling. 314 Ratsuchende haben sich 2011 an Wildwasser gewandt, 49% davon direkt Betroffene. Die nächstgrößere Gruppe bilden Fachkräfte (22%), dann folgen Mütter (17%).

Inhaltlich bestand die Beratung in erster Linie in Unterstützung und Verarbeitung (43%), gefolgt von Therapiefindung und Überbrückung der Wartezeit. »Es dauert oft bis zu zwei Jahre, bis ein Therapieplatz zur Verfügung steht«, erläuterte Cornelia de Vries. Einen weiteren Schwerpunkt, der in Zukunft noch ausgebaut werden solle, bilde die Prozessbegleitung.

Sehr zufrieden zeigten sich Schilling und de Vries mit der Beratungstätigkeit im Landkreis Oldenburg. Sowohl die Beratung vor Ort im Kreishaus Wildeshausen als auch die mobile Beratung im gesamten Landkreis wurde häufiger in Anspruch genommen als 2010. Das ist unter anderem ein Ergebnis der guten Vernetzung, von der Wildwasser auch in anderen Bereichen profitiert, und die Klientel damit auch.

Während diese Tätigkeiten zum großen Teil mit Geld aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, ist die stark nachgefragte Online-Beratung ausschließlich auf Spenden angewiesen - und die reichen »im Moment bis August«, so Rita Schilling.

Das Präventionspaket »Chatten – aber sicher« schließlich hat im vergangenen Jahr 1450 Schülerinnen und Schüler und 728 Erwachsene an 12 Schulen erreicht.

Diese umfangreiche Arbeit leisten 6 angestellte Frauen, alle in Teilzeit, sowie Honorarkräfte. Das nötige Geld kommt zu 65% aus öffentlichen Mitteln, der Rest aus Spenden und Bußgeldern, »beides derzeit rückläufig«, stellte Rita Schilling fest und bedauerte, dass über die vielen kleinen Spenden, die Wildwasser erhält, kaum berichtet wird, so dass die Anerkennung und auch die Nachahmer fehlen.
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Dank an langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

04.06.2012 20:21 Uhr
von Stefanie Schwecke

In den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. an der Rennplatzstr. 203 wurden in einer Feierstunde erneut langjährige Mitarbeiter geehrt. Klaus Westrich, Heike Brunken-Kuhns, Wolfgang Breer, Wolfgang Abend, Rebecca Frische und Vorstand Gerhard Wessels dankten allen Jubilaren für ihre Leistung und ihre Treue mit einer persönliche Ansprache und Präsenten.

Vorstand Gerhard Wessels und Bereichsleiter Arbeit und Bildung, Klaus Westrich, hoben besonders die langjährige Betriebszugehörigkeit hervor. So wurden z.B. der stellvertretende Vorstand, Gerold Lüschen für 35 Jahre und Klaus Kuhnert, Mitarbeiter in der Montage, für 40 Jahre geehrt.

Geehrt wurden:
Bernd Dörgeloh, Julius Pahl, Bernhard Kruse, Thorben Zenke, Maja Carstens, Benjamin Metzner, Söhnke Piotrasch, Marcus Moege, Marlies Brunsen, Maria Cassellius, Karina Dyminski, Britta Hahn, Gesa Katharina Herr, Ursula Kohschulte, Luzie Kutyniok, Manuela Neubert, Nina Pabst, Ute Hedderich, Brigitte Lawrenz (10 Jahre); Herta Bornhöft, Hermann Haak, Marina Lange, Bernhard Weise, Hubertus Hecklinger, Michael Tholen (15 Jahre); Hans-Gerd Voß, Martin Kunschke, Sylvia Brückner, Antje Kromminga, Gertrud Windels, Adelheid Reemts, Silvia Lockstädt, Jörg Hilljegerdes, Anita Behrends, Ulrike Klaassens, Wolfgang Abend (20 Jahre); Angelika Bulk, Waltraud Klopp, Elke Heinemann, Timo Füchsel, Karsten Lampe (25 Jahre);Christa Kistner, Birgit Boumann, Britta Heuermann, Ursula Rippen, Hendrik Schulte (30 Jahre); Gerold Lüschen(35 Jahre); Klaus Kuhnert (40 Jahre).

Nach der offiziellen Ehrung feierten die Geehrten mit Kollegen und Verwandten ein gemeinsames Fest, das Buffet wurde von den Kollegen aus dem Café Kurswechsel zubereitet.
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92 Oldenburger Kinder haben einen Balu

02.06.2012 00:10 Uhr
von Frerk Hinrichs

»Balu und Du« nennt sich ein Programm, bei dem Studierende einem Grundschulkind als Mentor und großer Freund zur Seite treten. In der Stadt Oldenburg haben 92 Kinder in fünf Jahren solch einen Begleiter vom Kinderschutz-Zentrum vermittelt bekommen. Bundesweit gibt es das an der Uni Osnabrück entwickelte und vielfach ausgezeichnete Programm seit 10 Jahren.

Fast 4.000 Kinder haben seitdem einen Balu zur Seite gehabt. Die Studierenden der Oldenburger Uni treffen sich regelmäßig mit Ihren Schützlingen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Durch die Balus machen die Moglis oft wertvolle Erfahrungen, die ihr Alltag sonst nicht bereithält. »Das ist besonders wichtig im Hinblick auf die Entwicklung der Kinder zu einer eigenständigen und sozial kompetenten Persönlichkeit«, erläutert »Balu und Du«-Organisator Michael Herschelmann vom Kinderschutz-Zentrum.

In der Regel schlagen Lehrerinnen von Grundschulen Schüler vor, denen ein bisschen mehr persönliche Zuwendung gut täte. Die jungen Erwachsenen stehen dem Grundschulkind dann im Rahmen des Mentorenprogramms ehrenamtlich für mindestens ein Jahr als großer Freund und Begleiter zur Seite. Aus Anlass dieses Jubiläums treffen sich die Kinder mit ihren Balus vorm Oldenburger Schloss zum Fototermin. Anschließend geht die Gruppe zum Mitmach-Zirkus in die Kulturetage.
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Gemeinsam für trauernde Kinder

29.05.2012 20:53 Uhr
Geschäfte der Haarenstraße und Theater Laboratorium engagieren sich für Trauerland

Der diesjährige Kindertag der Haarenstraße findet am Samstag, 2. Juni, statt. Die Schirmherrschaft hat der künstlerische Leiter des Theater Laboratorium Oldenburg e. V., Pavel Möller-Lück, übernommen. Im besonderen Fokus des Tages steht Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. Gemeinsam mit der Haarenstraßen-Gemeinschaft engagiert sich Pavel Möller-Lück für die Kinderhilfsorganisation. Aus diesem Grund wird es neben den Aktionen auf dem Kindertag als besonderes Bonbon für alle Theaterfans am Sonntag, 3. Juni, um 11 Uhr eine Benefizvorstellung des Stückes »Die Bremer Stadtmusikanten« auf der Bühne des Theaters geben. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

»Es ist eine ganz tolle Aktion, die von der Haarenstraßen-Gemeinschaft und dem Theater auf die Beine gestellt worden ist. Darüber freuen wir uns riesig«, sagte Trauerland-Mitarbeiterin Carolin de Witt. Am Kindertag werde der Verein den Oldenburgern an zwei Informationsständen seine Arbeit nahebringen. Darüber hinaus könne jeder Besucher an einem Glücksrad einen der attraktiven Preise gewinnen, die die Haarenstraßen-Gemeinschaft Trauerland gestiftet hat. Doch nicht nur das: »In vielen Geschäften stehen unsere Spendenboxen und liegen Informationsmaterialien aus«, so die Trauerland-Ehrenamtliche Hille Ballin, die gemeinsam mit Carolin de Witt und weiteren Freiwilligen den Vereinsauftritt in der traditionsreichen Fußgängerzone organisiert.

Für »die tolle Unterstützung« bedanken sich die beiden bei den Mitgliedern der Haarenstraßen-Gemeinschaft und Pavel Möller-Lück: »Nur durch ein solch wunderbares Engagement, können wir die Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft aufrechterhalten.« Denn die, für die Betroffenen kostenlosen Angebote finanziere die Organisation allein aus Spenden.

Zum Verein
Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. bietet in Bremen und Oldenburg trauernden Kindern, bei denen ein nahestehender Mensch gestorben ist, sowie deren Familien umfassende Hilfe für ihren Trau-erprozess an. Diese setzt sich vor allem aus Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen zusammen. Zurzeit betreuen die Mitarbeiter rund 180 Kinder und Jugendliche – davon 45 in Oldenburg. Der Verein trägt sich allein über Spenden.

Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.
Hans-Böckler-Straße 9 / Volkshaus
28217 Bremen

Internet fuer Kinder | http://www.kindertrauerland.org
Internet fuer Erwachsene | http://www.trauerland.org

Telefon: 0421 / 69 66 72 -0
Telefax: 0421 / 69 66 72 -99
E-Mail: info@trauerland.org

Spendenkonten:
Sparkasse Bremen
Kontonummer: 171 999 77
BLZ: 290 501 01

Oldenburgische Landesbank AG
Kontonummer: 224 614 6100
BLZ: 280 200 50

Landessparkasse zu Oldenburg
Kontonummer: 163 86 83
BLZ: 280 501 00
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Spendenscheck für Familienfonds

24.05.2012 20:48 Uhr
von Frerk Hinrichs

Dr. Eduard Möhlmann übergab den Vorständen des Diakonischen Werkes, Uwe K. Kollmann und Pfr. Thomas Feld heute einen Scheck über 17.394,99 Euro zugunsten des Familienfonds der Diakonie des Oldenburger Landes. Anstelle persönlicher Geschenke zu seiner Verabschiedung aus dem LzO-Vorstand hatte Möhlmann um die finanzielle Unterstützung des Diakonie-Familienfonds gebeten.

Der Fonds ist eingerichtet worden, um Familien mit Kindern in wirtschaftlich schwierigen Lebenslagen unterstützen zu können. Derzeit ist die Hilfe aus dem Familienfonds für jährlich etwa 180 Familien im Oldenburger Land ein Zeichen, dass andere an sie denken. Jede Zuwendung wirkt aufbauend wie ein Licht am Horizont: Wenn der Fonds bei der Regulierung von Energieschulden hilft und eine Sperre verhindert; oder wenn der Fonds die Ersatzbeschaffung von Haushaltsgeräten wie Waschmaschine ermöglicht; auch die Kosten für Fahrten zu Therapieeinrichtungen können übernommen werden, damit Kinder mit Entwicklungsstörungen die ärztlich verordneten Therapien auch tatsächlich annehmen können. Beantragt wird die Hilfe über die Diakonischen Werke in den Kirchenkreisen. Denn dort können betroffene Familien auch weitere Beratung und Unterstützung bekommen.
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Besuch aus Budapest

14.05.2012 18:31 Uhr
von Stefanie Schwecke

Professoren und Studierende der Studiengänge Sonderpädagogik der Universität Budapest und der Universität Oldenburg besuchten im Rahmen der Inklusionswoche die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. Ziel war es, den Besuchern einen Einblick in die Arbeitsweise der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. und der dort angewandten Unterstützten Kommunikation zu geben.

Seit vier Jahren nutzen die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V. das Picture Communication Symbols-System (PCS), um unabhängig von der Lese- und Schreibfähigkeit alle beschäftigten Mitarbeiter über Symbole in die betriebliche Kommunikation und Information einzubinden. Ein besonders anschauliches Beispiel hierfür sind die im Café Kurswechsel verwendeten Symbole in den Speisekarten und im Kassensystem.

Auf dem Foto sind u. A. Frau Prof. Dr. Andrea Erdelyi (Institutsdirektorin Pädagogik und Didaktik Universität Oldenburg), die leitende Professorin der Universität Budapest, sowie der Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., Herr Gerhard Wessels, zu sehen.
(Bild: GWO)
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Inklusion ist in erster Linie Kopfsache

03.05.2012 12:47 Uhr
von Carsten Lienemann

Von der Ausgrenzung über die behütete Beschäftigung bis hin zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit allen Rechten und Pflichten: Das ist der Weg, auf dem Menschen mit Behinderung sich befinden. Das Ziel rückt näher, ist aber noch längst nicht erreicht.

Der SPD-Ortsverein Oldenburg-Nord hatte am 2. Mai zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung zum Thema »Von der Integration zur Inklusion« eingeladen. Gerhard Wessels, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg, zeigte in einem einführenden Vortrag, welche Schritte sein Betrieb bisher gegangen ist und wie die Zukunftspläne der GWO aussehen.

Die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg leisten hochwertige Arbeit auf verschiedenen Gebieten unter einem seit 2000 ISO-zertifizierten Qualitätsmanagement. Der erste Schritt »in die Mitte der Gesellschaft« war vor fünf Jahren das »Kaufhaus der Werkstätten« (KDW) in der Kleinen Kirchenstraße, »unser Pilotprojekt«, so Wessels. Darüber hinaus bestehen eine Reihe von Außenarbeitsplätzen in verschiedenen Betrieben und seit 2010 das »Café Kurswechsel« im neuen Gebäude der Volkshochschule Oldenburg an der Karlstraße 25. Für die Zukunft ist unter anderem ein Wohnprojekt für Angehörige aller sozialen und Altersgruppen sowie eine öffentliche Kantine vorgesehen.

Dass er Chancen sieht, wo andere nur Hindernisse wahrnehmen, zeigte Wessels mit seiner Antwort auf eine entsprechende Frage: »Hindernisse sehe ich nicht. Wichtig ist nur, dass die Netzwerkpartner zusammenkommen und die Vorgaben in die Praxis umsetzen.«

Die Entscheidungsträger sind sich über Wege und Ziele der Inklusion grundsätzlich einig, aber beides muss auch in der Gesellschaft ankommen. »Glücklicherweise schreibt die EU entsprechende Schritte vor und übt damit Druck aus, so dass die Umsetzung beschleunigt wird«, so Wessels.

Dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilnehmen sollen und müssen, war auch in der anschließenden Diskussion unstrittig. Klar wurde aber auch, dass es viele kleine Hindernisse im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn gibt, auf die man oft gesondert aufmerksam gemacht werden muss. »Es ist gut, wenn Rollstuhl-gerechte Wohnungen gebaut werden; besser wäre es, wenn Rollstuhlfahrer auch ihre Freunde in deren Wohnungen besuchen könnten«, führte Sozialdezernentin Dagmar Sachse als Beispiel an.
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Grüne wollen Wertegutscheine umgehen

25.04.2012 08:58 Uhr
Nach Vorstellung der Grünen im Oldenburger Stadtrat soll die Verwaltung rechtlich überprüfen, welche Möglichkeiten es gibt, dass ein Wohlfahrtsverband die Wertgutscheine von Flüchtlingen in Bargeld umtauscht.

Grünen-Ratsfrau Rita Schilling sagt in ihrer Begründung:
»Der Innenminister Schünemann hat mit seinem Schreiben an den Oberbürgermeister auf den Beschluss des Stadtrates vom März deutlich gemacht, dass Asylbewerberinnen und -bewerber weiterhin nach dem Sachleistungsprinzip unterstützt werden sollen. Das diskriminierende Gutscheinsystem soll damit beibehalten werden. Alle demokratischen Parteien haben erkannt, dass die Menschenwürde dadurch jedoch verletzt wird und deshalb die Auszahlung von Geldleistungen gefordert. Die Grüne Ratsfraktion verurteilt die Positionierung des Innenministers und sucht hiermit nach anderen Möglichkeiten um gegen die gegenwärtige Gutscheinpraxis vorzugehen.«
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Mit Schwung in die nächsten 30 Jahre

22.04.2012 07:03 Uhr
Ihr 30jähriges Jubiläum feierte die Oldenburger Multiple-Sklerose-Gruppe »Mit Schwung« am Samstag, dem 21. April 2012. Die Feier fand in einem Kreis von geladenen Gästen im Seniorenzentrum Haarentor statt.

In Ihrem Grußwort dankte Sozialdezernentin Dagmar Sachse der Selbsthilfegruppe für ihre Aktivität in den politischen und sozialen Gremien der Stadt. Sie sprach darüber hinaus den Inklusionsauftrag an, der Menschen mit Behinderung ermöglichen soll, an der gesamten Breite es gesellschaftlichen Lebens teilzunehmen. Die Stadt wolle diese Herausforderung annehmen, so Sachse.

Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste organische Erkrankung des zentralen Nervensystems, von der im Gegensatz zu anderen Krankheiten sehr viele junge Menschen betroffen sind.

Regine Harms vom Versorgungsnetz Gesundheit e.V. ging auf diesen Punkt sowie die damit verbundenen speziellen Pflegebedürfnisse und -anforderungen ein, nachdem sie die Anwesenden zu ihrem aktiven Umgang mit MS beglückwünscht hatte.

Erwin Groß vom Landesverband Niedersachsen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und Sigrid Meier, Sprecherin der Selbsthilfegruppe, übergaben Blumensträuße und Urkunden für die langjährige Mitgliedschaft in der Gruppe an Gerd und Ursula Rosenbohm sowie an Erika Müller.

Seit 30 Jahren gibt es in Oldenburg Ansprechpartner für an Multipler Sklerose Erkrankte. Das erste Gruppentreffen in Oldenburg hatte am 27. März 1982 mit 26 Betroffenen stattgefunden. Durch die gute Resonanz entwickelte sich die Gruppe weiter, und so wurden verschiedene Aktivitäten und weitere Treffen im Laufe der Zeit organisiert. Wichtig für die Betroffenen ist nach wie vor der Informations- und Erfahrungsaustausch sowie das Pflegen sozialer Kontakte, die der Isolation entgegenwirken und die auch durch diverse Veranstaltungen gefördert werden.

Da die Ursache der MS noch nicht bekannt ist, besteht immer noch wenig Aussicht auf Heilung. Neurologische Funktionsstörungen können zwar behandelt, aber nicht behoben werden. Die Medizin ist jedoch in der Lage, Begleit- und Folgeerscheinungen günstig zu beeinflussen. Dennoch: Alle Betroffenen müssen lernen, mit der MS zu leben.
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Fuchs geht, Dorczok übernimmt Regenbogen

12.04.2012 17:20 Uhr
Leitungswechsel im Pädagogisch-Therapeutischen Wohnheim der Diakonie

von Frerk Hinrichs

Oldenburg, 12.04.2012 - Diakonie-Vorstand Pastor Thomas Feld und Geschäftsbereichsleitung der Diakonie Förderung und Therapie gGmbH, Susanne Jungkunz, verabschieden die langjährige Leiterin des Pädagogisch-Therapeutischen Wohnheimes Haus Regenbogen, Maria Fuchs. Am Freitag, 13.04.2012 hält Feld um 11.00 Uhr zusammen Mitarbeitenden, Kindern und Jugendlichen von Haus Regenbogen eine Andacht. Anschließend folgen Gruß- und Abschiedsworte der Leiterin des Sozialamtes der Stadt Oldenburg, Inge Voigtländer, der Bereichsleiterin im Haus Regenbogen, Ulrike Meyer, sowie der Leiterin des Diakonie-Geschäftsbereiches Förderung und Therapie, Susanne Jungkunz.

Die Leitung von Haus Regenbogen übernimmt Ute Dorczok. Die gebürtige Bremerhavenerin war Geschäftsführerin einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe in Trägerschaft der Stiftung Abendroth-Haus in Hamburg. Vorher war die Sozialpädagogin Dorczok in der Kriseneinrichtung des Mädchenhauses in Oldenburg tätig. Vor dem Studium an der Uni Oldenburg hat Dorczok im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in den Rotenburger Werken der Inneren Mission den Alltag in einer Wohngruppe geistig und mehrfach behinderter Menschen erlebt. Die 44jährige lebt mit ihrer Familie seit Jahren in Oldenburg.
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Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente

06.04.2012 08:00 Uhr

Die wichtigsten Änderungen für Leistungsbezieher nach dem SGB II

Bereits im letzten Jahr wurde ein Gesetz für eine Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente beschlossen.
Mit der zum 01. April 2012 in Kraft tretenden Reform verknüpft die Politik die Erwartung, die Eingliederungschancen von Langzeitarbeitslosen zu verbessern.

So wurde unter anderem die maximale Dauer einer Maßnahme bei einem Arbeitgeber (Praktikum) von zuvor vier auf zwölf Wochen für SGB II-Leistungsbezieher erhöht. Konkret bedeutet dies, dass den Bewerbern die Möglichkeit geboten werden soll, den Betrieb, die Arbeitsprozesse und Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen.
Dabei können die eigene Leistungsfähigkeit getestet und Berufserfahrungen gesammelt werden. Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, werden dabei bei ihrer Berufswahl unterstützt.
Erfahrungsgemäß münden 47% der Bewerber im Anschluss an ein Praktikum in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ein. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels bietet sich hier dem Arbeitgeber die Chance, Mitarbeiter auf ihre Leistungsfähigkeit zu erproben und im Vorfeld betriebsspezifisch zu qualifizieren.

Eine weitere wichtige Veränderung betrifft die Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung, auch bekannt unter dem Begriff *1-Euro-Job*.
Zukünftig dürfen diese Arbeitsgelegenheiten weder Qualifizierungen, wie beispielsweise ein Bewerbungstraining oder Praktika in Betrieben beinhalten.
Allerdings dürfen Arbeitsgelegenheiten mit anderen Förderinstrumenten, die z.B. eine Qualifizierung enthalten, verknüpft werden.
Auch sind Arbeitsgelegenheiten kein vorrangiges Angebot mehr für junge Menschen und Ältere. Die maximale Förderung für Kundinnen und Kunden des Jobcenters darf 24 Monate innerhalb einer Frist von fünf Jahren nicht übersteigen. Die Variante der Arbeitsgelegenheit mit der Zahlung eines Arbeitsentgeltes sind ebenso wie der Beschäftigungszuschuss entfallen. An ihre Stelle tritt eine neue Vorschrift zur *Förderung von Arbeitsverhältnissen*. Arbeitsmarktferne Kundinnen und Kunden können mit diesem Förderinstrument an das Arbeitsleben herangeführt und maximal 24 Monate innerhalb von 5 Jahren gefördert werden.
Der Zuschuss an den Arbeitgeber beträgt dabei maximal 75% des üblichen Arbeitsentgeltes und des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung.

Im Zuge der Reform wurden außerdem die Fördermöglichkeiten für Selbständige, die gleichzeitig Arbeitslosengeld II beziehen, erweitert. Zur Erhaltung oder Neuausrichtung der selbständigen Tätigkeit können sie durch entsprechende Beratungen und/oder Qualifizierungen gecoacht werden. Damit soll der hauptberuflich Selbstständige auf dem Weg zur Tragfähigkeit unterstützt werden.

Nähere Auskünfte erteilen die Integrationsfachkräfte des Jobcenters Oldenburg.
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VfL-Fanartikel im KdW

30.03.2012 08:30 Uhr
von Ole Rosenbohm

Das »Kaufhaus der Werkstätten« (KdW) in der Oldenburger Kleinen Kirchenstraße 5 verkauft ab sofort Fanartikel des Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg. Das KdW wird betrieben von den »Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V.« Am Donnerstag (29.3.2012) fand im KdW-Laden im innerstädtischen Nikolaiviertel als Startschuss für die Zusammenarbeit die Pressekonferenz des VfL vor dem Spiel am Sonntag (1.4., 16.30 Uhr, EWE ARENA) gegen den amtierenden Tabellenführer Buxtehuder SV statt.

»Wir haben gemerkt, dass eine ganze Reihe Mitarbeiter bei uns Anhänger des VfL sind. So ist die Idee entstanden, dem VfL anzubieten, seine Fanartikel bei uns zu verkaufen«, sagte Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Seit viereinhalb Jahren gibt es den Laden, aktuell werden fünf Menschen mit Behinderungen zu Verkaufshilfen ausgebildet. »Lasst uns Inklusion auch wirklich leben«, begründete Wessels die Intention, das KdW zu betreiben: »Wir streben in die Mitte der Gesellschaft.«

Neben VfL-Artikeln gibt es im KdW viele witzige und einzigartige Geschenkideen zu erwerben - so etwa handgefertigtes Holzspielzeug, Porzellan, Lederwaren, Kerzen, Bilder, Seifen, Feuerkörbe, Grills, Marmeladen oder Nistkästen. VfL-Marketingleiter Stefan Eickelmann sagte: »Das Engagement der Werkstätten ist vorbildlich - auch für uns. Inklusion wollen auch wir uns künftig auch auf die Fahnen schreiben.« Eickelmann und Wessels sprachen zudem ab, weitere gemeinsame Aktionen durchführen zu wollen.
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Trauer ist bunt - für Kinder und Erwachsene

27.03.2012 07:10 Uhr
Trauerland-Wanderausstellung in der Volksbank-Hauptgeschäftsstelle Osternburg eröffnet

»Für Kinder ist Trauer bunt«, sagt Carolin de Witt von Trauerland e. V. (im Bild mitte). Für viele Erwachsene scheint das nicht anders zu sein, wie die Ausstellung in der Volksbank-Filiale an der Bremer Straße 12 zeigt. »Die Bilder sind 2011 in einem Workshop während einer Fachmesse entstanden«, erklärt de Witt, »und obwohl Kinder und Erwachsene in unterschiedlichen Räumen gearbeitet haben, finden wir innerhalb einer Familie gleiche Malstile, ähnliche Elemente und gleiche Farben.«

Acht Familien, bei denen ein naher Angehöriger gestorben ist, haben in dem Malworkshop Antworten auf die Fragen Wo ist der Verstorbene jetzt? und Welche inneren Bilder und Gefühle habe ich, wenn ich jetzt an ihn denke? gefunden. Die Ergebnisse zeigten, wie vielfältig Trauer und die Auseinandersetzung mit dem Verlust eines geliebten Menschen sein kann, so de Witt. Sie freue sich, dass die Volksbank Oldenburg die Türen ihrer Hauptgeschäftsstelle in Osternburg für die Ausstellung geöffnet habe, wo sie bis Ende April zu sehen sein werde.

»Einerseits erreichen wir hierdurch Betroffene, die sonst nicht auf unsere Angebote aufmerksam geworden wären. Andererseits ist es für uns als rein spendenfinanzierter Verein essentiell, immer wieder in der Öffentlichkeit präsent zu sein, um auf unsere Arbeit hinzuweisen und so neue Förderer zu gewinnen«, ergänzt ihre Kollegin Hille Ballin (im Bild links), die den Kontakt zur Volksbank hergestellt hatte.

Bei Geschäftsstellen-Leiterin Ute Werner (im Bild rechts) fand sie sofort ein offenes Ohr. »Wir freuen uns, dass wir die Arbeit von Trauerland unterstützen und gleichzeitig frische Farbe in unsere Räume bringen können«, so Werner. »Wir hoffen, dass die Kunden sich etwas Zeit nehmen, die Bilder auf sich wirken lassen und sich über die Arbeit des Vereins informieren.«

Trauerland e. V. betreut in Bremen und Oldenburg mit geschulten, überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Kräften Kinder und Jugendliche, die nahe Angehörige verloren haben. In Oldenburg gibt es derzeit drei Gruppen mit je fünfzehn Kindern, außerdem eine Gruppe mit fünf Jugendlichen, die jeweils 14-täglich zusammenkommen. »Die Kinder bestimmen selbst, ob und wie lange sie kommen und auch, ob sie bei uns malen, spielen, reden oder toben wollen. Erwachsene können mitkommen, haben aber zum Bereich der Kinder keinen Zutritt, währen die Kinder jederzeit zu ihren Eltern gehen können, wenn sie das möchten«, erklärt Carolin de Witt.


Öffnungszeiten & Anschrift
Die Bilderausstellung läuft bis Ende April und kann in den folgenden Zeiten angesehen werden:

Montag bis Mittwoch: 8.30 bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag: 8.30 bis 13.30 Uhr.

Ort: Volksbank Oldenburg eG
Hauptgeschäftsstelle Osternburg
Bremer Straße 12, 26135 Oldenburg


Website: www.trauerland.org
Kinder-Website: www.kindertrauerland.org

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5000 Taler für die Baumhaus Baskets

22.03.2012 16:51 Uhr
Über 2500 Euro, gespendet von den Kunden der Pluspunkt-Apotheke im Elisengang, freuen sich Björn Röben und Sascha Müller von den Baumhaus-Baskets.

»Im vergangenen Jahr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baumhaus-Werkstatt an einer Fortbildung auf Mallorca teilgenommen. Während des Gegenbesuches der Spanier haben wir ein Basketball-Länderspiel der Werkstätten ausgetragen, und dieses Geld möchten wir für das fällige Rückspiel auf mallorquinischem Boden verwenden«, sagt Baumhaus-Geschäftsführerin Bettina gr. Darrelmann.

»Unsere Kunden erhalten beim Einkauf Pluspunkt-Taler, die sie sammeln und gegen Treueprämien eintauschen können. Sie können die Taler aber auch für gemeinnützige Zwecke spenden«, erklärt Inhaberin Sabine Thiel, die den Scheck überreichte. »Wenn wir eine entsprechende Menge zusammen haben, überlegen wir, welcher Einrichtung wir einen entsprechenden Geldbetrag zukommen lassen wollen, wobei uns jeder Taler 50 Cent wert ist«


Foto (v. l.): Sabine Thiel, Björn Röben, Sascha Müller, Bettina gr. Darrelmann
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Inklusion – »vom Kopf auf die Füße«

14.03.2012 12:28 Uhr
Vertreter der SPD-Fraktion informieren sich über bestehende und geplante Inklusions-Projekte der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e. V.

von Stefanie Schwecke

Am Montag,12.03.2012, besichtigten Vertreter der SPD-Fraktion, u. a. der Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann und die Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfer, die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. um sich über die Arbeit der Werkstätten und die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Das anschließende Gespräch fand unter der Prämisse »Inklusion – vom Kopf auf die Füße« zu konkreten praktischen Umsetzungsmöglichkeiten von Inklusionsprojekten in Oldenburg statt. Die Teilnehmer widmeten sich u. a. der Frage: »Was kann getan werden, damit wir auf dem Weg zur Inklusion weiter voran kommen?«

»Die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. machen sich die Grundsätze von Inklusion zu Eigen und verstehen sich als Akteure in dieser Entwicklung« erläutert Vorstand Gerhard Wessels. »Dabei stehen konkrete Handlungsansätze im Vordergrund, die wir bereits umgesetzt haben, wie beispielsweise das Café Kurswechsel, in dem Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenarbeiten und konkrete Projekte, die es noch zu entwickeln gilt.

Im Gespräch waren an diesem Nachmittag auch die Themen Arbeiten und Ausbildung für Menschen mit und ohne Behinderung in den Bereichen Küche, Service und Hauswirtschaft, die in Form einer Großküche mit Stadtteil-Kantine und Lieferservice entstehen könnte z.B. im Rahmen der Konversion des Kasernengeländes Donnerschwee. Ein weiteres Thema war die Umnutzung von öffentlichen und gewerblichen Gebäuden im Sinne eines inklusiven Gemeinschaftswohnprojektes um gemeinschaftliches, bedarfsgerechtes aber auch individuelles Wohnen organisieren zu können. »An inklusiven Projektideen mangelte es uns nicht«, so Vorstand Gerhard Wessels, »das Thema Inklusion betrifft alle Menschen, die UN-Behindertenrechtskonvention fordert - selbstverständlich auch von uns – die Entwicklung konkreter Umsetzungsmöglichkeiten. So verstehen sich die Gemeinnützigen Werkstätten als einer der Partner für die Umsetzung von Inklusion in Oldenburg.«

Bild (v.l.): Jürgen Krogmann, Gerhard Wessels, Margrit Conty, Germaid Eilers-Dörfler, Heinz Backhaus und Dominik Holz
Foto: GWO
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Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
unterstützt Wildwasser

13.03.2012 07:05 Uhr
von Carsten Lienemann

Eine Spende von 3000 Euro nahmen Kerstin Koletschka und Cornelia de Vries am Montag, 12.03.2012, für Wildwasser Oldenburg entgegen. Das Geld ist für die Online-Beratung bei Wildwasser bestimmt, ein Angebot, dass sich an Opfer von sexualisierter Gewalt und ihre Angehörigen richtet und für das insgesamt zehn Wochenstunden zur Verfügung stehen.

Die Online-Hilfe ist ein niedrigschwelliger erster Schritt, der nach Möglichkeit zu einer persönlichen Beratung führen soll; die kann direkt bei Wildwasser stattfinden, einem der zahlreichen Netzwerkpartner oder auch einem sonstigen kompetenten Anbieter. 14.000 Euro im Jahr kostet dieses ausschließlich über Spenden finanzierte Angebot in seinem jetzigen zeitlichen Umfang. »Der Bedarf wäre aber durchaus höher, wir könnten jede weitere Spende dafür gut gebrauchen«, sagt Kerstin Koletschka.

»Der größere Teil der Beratungsanfragen erreicht uns über E-Mail«, erläutert Cornelia de Vries, »der ebenfalls angebotene Einzelchat, der vorher gebucht werden muss, wird seltener genutzt«,

Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen ist ein Zusammenschluss von elf unselbstständigen regionalen Opferhilfefonds mit jeweils eigenem Büro, für Oldenburg in der Gerichtsstraße 7. Ihr Vorstand setzt sich aus Staatsanwälten und Richtern sowie Vertretern freier Träger zusammen, die alle ehrenamtlich für die Opferhilfe tätig sind. Die Mitarbeiter der Opferhilfe dagegen sind fest angestellt.

»Wenn Betroffene in die offene Sprechstunde des Opferhilfebüros kommen, dann suchen sie meist persönliche Beratung, nur selten wird nach finanzieller Unterstützung gefragt« stellt Petra Czerner fest, die den Weißen Ring im Stiftungsvorstand vertritt. Wichtig sei auch hier, dass Hilfe ohne hohe Hürden zugänglich sei, denn die Betroffenen seien oft traumatisiert und der erste Schritt fiele ihnen nicht leicht. »Ohne Kompetenz kann viel kaputt gemacht werden.«

»Die Stiftung erhält Zuwendungen aus Spenden und Bußgeldzuweisungen«, sagt der Vorstandsvorsitzende und Richter am OLG Oldenburg Dietmar Hemprich. »Dabei gehören wir zu den wenigen, die Geld geben können, und das tun wir sowohl an Einzelpersonen wie auch an Einrichtungen«. Natürlich müssten die Einrichtungen in irgendeiner Form Opferarbeit leisten, und auch die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter werde sorgsam geprüft.

»Auch in diesem Fall war die Fachkompetenz Voraussetzung für die Unterstützung«, ergänzt Opferhelferin Hiltja Leifert. Allerdings sei eine Prüfung nicht nötig gewesen, durch die langjährige Zusammenarbeit habe da kein Zweifel bestanden.

Auf dem Foto v. l.: Petra Czerner, Hiltja Leifert, Kerstin Koletschka, Cornelia de Vries, Dietmar Hemprich

siehe auch: Pralinen für »Wildwasser e. V.«
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Internationale Frauengruppe

09.03.2012 06:00 Uhr
Einmal in der Woche, jeden Donnerstag, trifft sich die Internationale Frauengruppe im Stadtteiltreff Dietrichsfeld. Die Frauen engagieren sich für Flüchtlinge und Migrantinnen, »wir halten als Gruppe zusammen, geben uns gegenseitig Unterstützung, reden und lachen miteinander«, so Mia Cordes, die seit der Gründung 2008 zur Frauengruppe gehört.

Einmal im Jahr, zum Internationalen Frauentag, gibt die Internationale Frauengruppe eine kostenlose Zeitung heraus, in der sie über ihre Arbeit und ihre Unternehmungen berichtet. Das ist gleichzeitig ein guter Anlass, alle interessierten Frauen einzuladen und gemeinsam zu feiern:

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Oldenburg feiert den Internationalen Frauentag

08.03.2012 06:00 Uhr
Vielfältiges Programm mit Kabarett, Filmen, Vorträgen und Sport

Heute, 8.März, wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert. Auch Oldenburg beteiligt sich mit einem umfangreichen Programm, das von Ausstellungen, Vorträgen und Lesungen bis hin zu Frauenkabarett, einem Frauenfest sowie einem Frauensporttag reicht. In guter Tradition zeigt das Cine k zusammen mit dem FrauenForum Oldenburg wieder eine internationale Frauenfilmreihe.

»Es ist immer wieder faszinierend, mit welchem Engagement unterschiedlichste Veranstalter sich am Internationalen Frauentag beteiligen«, sagt Kornelia Ehrhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. »Ein sicheres Zeichen dafür, wie aktuell und wertvoll dieser Tag auch heute - nach über 100 Jahren - immer noch ist.« Seit 1911 demonstrieren Frauen aus fast allen Ländern der Erde am 8. März für Gleichberechtigung, Toleranz und Frauenrechte.
08.03Auch in Oldenburg organisieren verschiedene Institutionen und Organisationen unterschiedlichste Veranstaltungen, um einerseits den Internationalen Frauentag zu feiern und andererseits aufzuzeigen, wo eine tatsächliche Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist.


Das Programm zum Internationalen Frauentag


Foto: Stadt Oldenburg
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Ausstellung macht Förderschul-Kinder stark

05.03.2012 07:03 Uhr
Ausstellung beugt Missbrauch vor - Noch Termine im Padagogisch-Therapeutischen Zentrum am Borchersweg frei

von Frerk Hinrichs

Mit der Wanderausstellung »Echt stark!« präsentiert das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg vom 05. bis 16. März Mut-mach-Stationen, Schaubilder und Erlebnisräume, in denen Jugendliche lernen, Nein zu sagen. Sensibel und altersgerecht werden Tabuthemen wie sexualisierte Gewalt und Missbrauch angesprochen: Gefühle, so lernen die Ausstellungsbesucher, sind ein sicherer Schutz. Bei unguten Gefühlen hat jeder das Recht, Nein zu sagen. Eltern, Lehrer und andere Personen sollten Hinweise Ernst nehmen, appelliert Dr. Michael Herschelmann. Denn seit einer Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Uni Bielefeld sei bekannt, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen ein dreifach höheres Risiko auf Missbrauch haben. Soweit soll es gar nicht kommen, finden Susanne Jungkunz (Leitung der Diakonie-Tagesstätte) und Stefan Völkel (Schulleiter) vom Pädagogisch-Therapeutischen Zentrum am Borchersweg. Sie freuen sich, dass die Johanniter-Hilfsgemeinschaft und die NiChorLai Singers die Ausstellung ermöglicht haben.

Das Kinderschutz-Zentrum verbindet die Ausstellung mit Fortbildung für die Lehrkräfte und Elternabenden erläutert Dr. Michael Herschelmann das Konzept. Die Kinder und Jugendlichen eignen sich die Themen und Inhalte selbständig an, wenn sie zum Beispiel feststellen, dass der Sorgenmantel wirklich schwer zu tragen ist. An andrer Stelle können die Besucher ausprobieren, ob Sie laut genug Nein sagen können. Hörbeispiele aus dem Alltag liefern den Jugendlichen Hinweise, wie eigene Gefühle und Sexualität bewertet werden können. Zur Zeit findet Prävention in Schulen wie am Borchersweg noch eher zufällig statt, bedauert Herschelmann. Er hofft, dass Prävention zum festen Bestandteil des Lehrplanes wird, zumal er viel Material für Lehrer anbieten kann. Das entlastet Lehrer, ist sich Herschelmann sicher. Denn die Schüler lernen, Konflikte selbst zu lösen. Und wo dass nicht klappt, holen sie sich Hilfe. So eröffnet die Ausstellung Handlungsmöglichkeiten statt zu verunsichern. Termine zum Ausstellungsbesuch können mit dem Kinderschutz-Zentrum abgesprochen werden unter 0441 / 17788.


Foto: Birgit Schulz von den NiChorLai Singers (v.l.) überreicht mit Kilian Berl und Dr, Ivo Joswig den Scheck zur Finanzierung der Ausstellung an Dr. Michael Herschelmann vom Kinderschutz-Zentrum, Susanne Jungkunz, Leiterin der Tagesstätte Borchersweg und an Stefan Völkel Leiter der Schule des Padagogisch-Therapeutischen Zentrums am Borchersweg.
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»Oldenburger Ansichten« als Postkarten-Set

22.02.2012 09:05 Uhr
Der Rotary-Club Oldenburg-Ammerland hat aus dem sehr bewährten Fotokalender ein Karten-Set »Oldenburger Ansichten« entwickelt, eine Neuheit für Oldenburg! Das Set beinhaltet 10 wunderschöne Aufnahmen von ungewöhnlichen Ansichten Oldenburgs, mit kurzen geschichtlichen Informationen und in einem Umschlag versehen. Sie sind für alle Oldenburger, aber auch besonders für Gäste der Stadt eine schöne Erinnerung bzw. ein ansprechendes Mitbringsel. Die Karten haben ein ungewöhnliches Längsformat (wie auch der Kalender), haben aber doch ein DIN-Mass, so dass lediglich Postkartenporto anfällt. Der universellen Verwendung (als Postkarte, Briefkarte oder Geschenkkarte) ist dabei Rechnung getragen.

Das Karten-Set ist zum Preis von 5,00 Euro zu erwerben beim Oldenburger Tourismus-Marketing (OTM) in der Kleinen Kirchenstr., in den Buchhandlungen Isensee und Thye, der Uni-Buchhandlung, der Fa. Leffers und der Hof-Apotheke. Der gesamte Erlös geht an soziale Jugendprojekte der Stadt Oldenburg, z. B. BIG »Basketball integriert Oldenburg«.
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5.000 Euro

15.02.2012 06:00 Uhr

5.000 Euro für neue Schaukeln, Hängematten und Turnstangen IKEA Stiftung unterstützt Kindertagesstätte Dietrichsfeld mit Finanzspritze

Unerwarteter Geldsegen für die 89 Kinder und 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte Dietrichsfeld: Für ein besonders ausgeklügeltes Konzept zur Bewegungsförderung von Kindern hat die Einrichtung 5.000 Euro von der IKEA Stiftung erhalten. Diese hatte im November vergangenen Jahres zu einem Wettbewerb aufgerufen, der möglichst viele Kinder erreichen sollte.

»In unserer pädagogischen Arbeit stehen Bewegung und eine gesunde Lebensweise im Fokus der Kindeserziehung*, sagt Sabine Schneider, Leiterin der Kindertagesstätte. In ihrem Konzept zeigte die Kita der IKEA Stiftung auf, welche Verwendung sie für die Finanzspritze hätte. Seit einem Brand in der Einrichtung im Jahr 2001 stehen wesentliche Bewegungselemente wie eine Deckenkonstruktion im Bewegungsraum, um Schaukeln, Hängematten und Seile einzuhängen, nicht mehr zur Verfügung. *Dieses Vorhaben soll durch die 5.000 Euro schnellstmöglich realisiert werden. Ebenso soll in drei verschieden hohe Turnstangen für den Außenbereich investiert werden«, so Schneider.

Bei der Übergabe des Preisgeldes lobte Ralph Möller, Einrichtungshauschef IKEA Oldenburg, die Ideen der Kindertagesstätte.

»In diesem Haus herrscht jede Menge Bewegung. Hier ist das Geld sinnvoll angelegt.« Unter dem Motto *Suchen statt Kuchen* hatte die IKEA Stiftung anlässlich ihres 30. Geburtstages mit allen 46 Einrichtungshäusern zu einem Wettbewerb zur Kinder-und Jugendförderung aufgerufen.
Die besten Konzepte wurden nun ausgezeichnet.
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Aktionsplan Inklusion

14.02.2012 07:58 Uhr
In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Fraktionen von SPD und Grünen im Oldenburger Stadtrat die Verwaltung auf,
  • eine dezernatsübergreifende »Arbeitsgruppe Inklusion« einzurichten und für die Stadt Oldenburg einen kommunalen »Aktionsplan Inklusion« zu erarbeiten. In Abstimmung mit den entsprechenden politischen Gremien sind für alle Bereiche der Thematik die lokalen Akteurinnen und Akteure, freien Träger und Initiativen sowie der Behindertenbeirat einzubinden und zu vernetzen, um Inklusion in Oldenburg zu verwirklichen. Ziel ist es, dass das Thema Inklusion in den nächsten Jahren handlungsübergreifender Bestandteil von Planungen und Verwaltungshandeln wird und insbesondere im Rahmen der kommunalen Entwicklungsplanung verpflichtend einbezogen wird.

  • Eine eigenständige »Beratungsstelle Inklusion« bei der Stadt einzurichten, als niedrigschwellige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen oder mit besonderem Unterstützungsbedarf, für Eltern, Kitas, Schulen und Einrichtungen. Darüber hinaus sollen Informationsmaßnahmen über die UN-Konvention für die Bürgerinnen und Bürger in Oldenburg geplant und durchgeführt werden.
In der Begründung heißt es unter anderem:

»Inklusion verändert die bisherige Perspektive. Es geht nicht darum, Menschen mit Behinderungen in die bestehenden Strukturen zu integrieren, sondern die gesellschaftlichen Strukturen so zu verändern, dass sie der Vielfalt der menschlichen Lebenslagen und Lebensphasen gleichermaßen gerecht wird, angefangen vom Besuch der gemeinsamen Kita und einer gemeinsamen Schule über die berufliche Teilhabe, das selbstbestimmte Wohnen bis hin zur Gewährleistung umfassender Barrierefreiheit im Sozialraum und bei der öffentlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Infrastruktur.«

Das Thema soll auch in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 28. Februar (17:00 Uhr, Kantine der Gemeinnützige Werkstätten, Rennplatzstr. 203) behandelt werden.
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Orientierung für den Start ins Berufsleben

13.02.2012 06:00 Uhr
von Stefanie Schwecke

Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V. laden zum Informationsabend »berufliche Bildung und Qualifizierung« für Menschen mit Behinderung ein.

Wie kann ich meinen Übergang von der Schule in das Arbeitsleben gestalten? Zu diesem Thema laden die Gemeinnützigen Werkstätten alle Interessentinnen und Interessenten für den Berufsbildungsbereich am Donnerstag, 16.02.2012, um 19:30 Uhr, in die Werkstatt am Rigaer Weg 33, 26125 Oldenburg, (Schulungsraum des Berufsbildungsbereiches) herzlich ein.

Der Berufsbildungsbereich ist eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme für Menschen mit Behinderung, die der beruflichen Qualifizierung für den allgemeinen Arbeitsmarkt oder für den Arbeitsbereich einer Werkstatt (WfbM) dient. Im Berufsbildungsbereich wird auf der Grundlage anerkannter Ausbildungspläne (BBiG) der verschiedenen Berufsfelder qualifiziert.

An diesem Abend besteht die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven zur beruflichen Bildung und Qualifizierung im Berufsbildungsbereich der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. zu informieren und zu orientieren. Im Anschluss laden die Gemeinnützigen Werkstätten zu einem Austausch und zur Besichtigung der Räumlichkeiten ein.
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Ev. Altenpflegeschule bildet Praxisanleiter aus
- noch Plätze frei

10.02.2012 17:40 Uhr
von Frerk Hinrichs

»In der einjährigen Weiterbildung für Pflegefachkräfte sind noch Plätze frei,« erklärt Birgit Voß. Die Leiterin der Ev. Altenpflegeschule in Oldenburg bietet die Weiterbildung ab 21. Februar 2012 an. Im Zweimonats-Rhythmus kommen die künftigen Mentoren für jeweils drei Tage in die Ev. Altenpflegeschule, um das Rüstzeug für die Ausbildung künftiger Berufskolleginnen und Kollegen zu erwerben. Die Fortbildung ist als Bildungsurlaub anerkannt. Voß appelliert an ausgebildete Pflegefachkräfte: »Geben Sie ihr Wissen und ihre Erfahrung an junge Menschen weiter.«

Die Qualifizierung zeigt, wie sich die Anleitung von Nachwuchskräften leicht in die alltägliche Praxis einbinden lässt. Anmeldungen unter Tel. 0441 / 7 41 63. www.ev-altenpflegeschule-ol.de.
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Angebote für Obdachlose in Oldenburg

10.02.2012 06:00 Uhr
von Stadt Oldenburg


Stadtverwaltung bittet Bevölkerung: auf obdachlose Mitbürger achten

Der Winter hat Norddeutschland weiterhin fest im Griff. Bei diesen Minustemperaturen gibt es für obdachlose Menschen in der Stadt Oldenburg verschiedene Angebote, um sie vor der Kälte zu schützen.
Dennoch bittet die Stadtverwaltung auch die Bevölkerung, auf
hilfsbedürftige Mitbürger zu achten. Sollten obdachlose oderhilflose Personen im Freien übernachten, bittet die Stadtverwaltung, dies dem Zentralen Außendienst der Stadt unter Telefon 235-67 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

»Die anhaltende Kälte ist in Oldenburg
eine besondere Situation. Wir müssen daher alle darauf achten, ob Menschen unsere Hilfe brauchen. Über Hinweise aus der Bevölkerung sind wir daher dankbar«, so Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse.
Sachspenden wie Decken und Schlafsäcke oder auch Geldspenden für die Obdachlosenbetreuung können beim Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße oder in der Bahnhofsmission gerne abgebeben werden.

Im städtischen Übernachtungsheim für Obdachlose am Sandweg sind in den letzten Frostnächten von bis minus 15 Grad durchschnittlich etwa 14 Personen zur Übernachtung gewesen.
Insgesamt gibt es dort maximal 40 Schlafplätze. Daneben sind derzeit drei Wohnungen in der Obdachlosenunterkunft belegt. »Die insgesamt vorhandenen Plätze sind,
wie in jedem Jahr auch, bei dieser kalten Extremwitterung nicht vollständig belegt, es gibt immer freie Plätze. Dies liegt auch daran, dass sich nicht alle Obdachlosen den im Übernachtungsheim geltenden Regeln anpassen wollen und insbesondere liebgewonnene Begleittiere mit in die Schlafräume nehmen oder nicht auf Alkoholkonsum verzichten wollen«, sagt Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes.

Diese Personen kommen nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung, der Polizei und der Diakonie aber bei Bekannten für eine Übernachtung unter.

Im Freien nächtigen nach Kenntnis der Stadtverwaltung derzeit keine Personen und auch über Tag werden verschiedene Angebote des Aufwärmens angenommen.
Tagsüber wird derzeit verstärkt der Tagesaufenthalt der Diakonie in der Ehnernstraße genutzt (Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 16.30 Uhr, mittwochs und sonntags von 10.30 bis 13.30 Uhr).
Ebenso stark besucht ist die Bahnhofsmission, dort werden kostenlos Schlafsäcke und Decken an obdachlose Menschen ausgegeben (Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr).

Die Öffnungszeiten des Übernachtungsheims am Sandweg sind in der Winterzeit wie in den Vorjahren erweitert worden, so dass dort ab 16 Uhr eine Zugangsmöglichkeit besteht. Obdachlose Personen, die dem Zentralen Außendienst der Stadt und der Polizei sowie den Straßensozialarbeitern aufgefallene, werden auf die Übernachtungsmöglichkeiten am Sandweg hingewiesen. In der letzten Woche hat die Polizei eine Person direkt zur Obdachlosenunterkunft gebracht.

Auch im Hauptbahnhof bleiben in den frostigen Winternächten Aufenthaltsmöglichkeiten. Grundsätzlich ist der Bahnhof zwar von 1.30 bis 3.45 in der Nacht geschlossen.
Wenn sich in dieser Zeit jedoch noch wohnungs- beziehungsweise obdachlose Personen in der Bahnhofshalle aufhalten, werden diese nicht nach draußen geschickt. Die Bundespolizei kontrolliert hier zwar regelmäßig, lässt aber obdachlosen Personen, die dort nicht als Störer auffallen oder Fahrgäste belästigen, bei den frostigen Temperaturen diese zusätzlichen Aufwärmmöglichkeiten.

Am kommenden Wochenende öffnet der Tagesaufenthalt der Diakonie am Sonntag wieder zusätzlich von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Zudem muss die Obdachlosenunterkunft am Sandweg am Sonntag erst um 9.30 Uhr verlassen und kann schon ab 14.30 Uhr wieder aufgesucht werden.


Bild:ThorbenWengert_pixelio.de
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Barrierearm ist noch nicht barrierefrei

03.02.2012 21:36 Uhr
von Carsten Lienemann

Für Menschen mit Beeinträchtigung ist die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht immer einfach, aber vieles lässt sich bekanntermaßen abstellen, wenn beide Seiten miteinander reden. So stellten sich Marketingleiter Morell Predoehl und Betriebsleiter Carsten Atzler bei der Sitzung des Behindertenbeirates am Mittwoch, 1. Februar, der Kritik und nahmen Anregungen auf bekamen aber auch Lob zu hören.

»Aus der Sicht der Sehbehinderten ist die VWG vorbildlich«, sagte Gisela Hirschberger, Vorsitzende des Blindenvereins Oldenburg. Auch einzelne Rollstuhlfahrer waren sehr zufrieden mit der Beförderung und lobten ganz besonders die Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft der Mitfahrenden.

Für viele Menschen, die mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind, ist vor allem das Ein- und Aussteigen ein erhebliches Problem. Oft sei der Höhenunterschied beim Einstieg zu groß, gelegentlich weigerten sich die Fahrer, die Klapprampe zu bedienen, so lauteten die Klagen. Atzler und Predoehl entschuldigten das Verhalten der Fahrer mit dem Hinweis darauf, dass sie auch die anderen Fahrgäste zu versorgen und die Kasse zu bewachen hätten. Darüber hinaus könne jeder Fahrgast die Rampe ausklappen und brauche auch nicht zu befürchten, bei Fehlbedienung oder einem Unfall dafür haften zu müssen.

Die Forderung nach einem generellen Absenken der Busse an den Haltestellen wiesen beide zurück. Nicht nur, dass es zu lange dauern würde: »Bei öffentlichen Verkehrsmitteln geht es immer um einen Kompromiss, in diesem Fall zwischen möglichst bequemem Einsteigen und möglichst kurzen Fahrzeiten.« Darüber hinaus sei ein punktgenaues Absenken technisch gar nicht möglich. »Ein Höhenunterschied von 10 cm ist nicht nur normal, sondern auch nahezu optimal«, so Predoehl. »Die baulichen und technischen Voraussetzungen machen ein Absenken nicht nötig«, ergänzte Atzler.

Über diesen Streitpunkt hinaus, bei dem es zu keiner Einigung kam, gab es aus dem Beirat verschiedene Vorschläge, die Atzler und Predoehl gerne aufnahmen, darunter die Anregungen, ein Training zum Ein- und Aussteigen anzubieten, über Lotsen in den Bussen nachzudenken und »Kummerkästen« an zentralen Punkten anzubringen. In den Bussen sind solche Kästen schon vorhanden.

Foto: Hugo-Ludwig Warsitz
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Fachkräfteaustausch Oldenburg - Massachuchetts

03.02.2012 17:31 Uhr
von Stefanie Schwecke

Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V. und GEO (Global exchange opportunities) erörten gemeinsam mit Vertretern aus der Region Oldenburg die Möglichkeiten und Perspektiven eines Fachkräfteaustausches.

(Oldenburg/Massachuchetts) Wie sind die Bereiche Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderungen in den USA organisiert? Wie können wir die eigenen Erfahrungen und Professionalisierungen gemeinsam nutzen? Dieser und anderer Fragen widmeten sich in der vergangenen Woche der Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., Gerhard Wessels, und Michael Worthen, Direktor der GEO - Global Exchange Opportunities Organisation aus Massachuchetts. Gemeinsam luden sie Vertreter verschiedener Fachbereiche zu einem Arbeitskreis ein (Universität Oldenburg, Hochschule Emden-Leer, Fachschule für Sozialpädagogik Oldenburg, Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege Delmenhorst, WfbM Nordhorn, Ev. Altenpflegeschule Oldenburg), um das Fachkräfteaustausch-Programm und dessen Möglichkeiten und Perspektiven vorzustellen. Das Global Exchange Programm ist eine Unterorganisation der Seven Hills Foundation, die sich seit über 60 Jahren in den Bereichen Arbeiten und Wohnen für Menschen mit Behinderungen engagieren. An über 180 Standorten in Massachuchetts und Rhode Island bieten sie vielfältige Dienstleistungen im Bereich der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft für ca. 28.000 Menschen an. Das Austausch-Programm GEO organisiert für Fachkräfte aus den Bereichen Health & Human Services die Möglichkeit für 12 bis 18 Monate in den USA zu arbeiten um berufliche Erfahrungen zu sammeln. Dabei werden Arbeitsplätze von New England über Minnesota bis nach Washington DC angeboten. Zusätzlich planen die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. und GEO in diesem Jahr einen gegenseitigen dreiwöchigen Austausch für Nachwuchsführungskräfte der Bereiche Arbeiten und Wohnen für Menschen mit Behinderung.

Ein weiteres Thema dieses Arbeitskreises war die Unterstütze Kommunikation. Auf der Mitgliederversammlung der GWO referierte Frau Prof. Dr. Andrea Erdelyi (Institutsdirektorin Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung der Universität Oldenburg) über die Notwendigkeit die Anwendung der Unterstützten Kommunikation auszubauen. Seit vier Jahren nutzen die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. das Picture Communication Symbols-System (PCS) um unabhängig von der Lese- und Schreibfähigkeit alle beschäftigten Mitarbeiter in die betriebliche Kommunikation und Information einzubinden.


Bild: Gemeinnützige Werkstätten
Michael Worthen, Direktor der GEO – Global Exchange Opportunities bei der Mitgliederversammlung der GWO
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Schünemann darf Stadt nicht überfordern

03.02.2012 00:10 Uhr



MdL Krogmann fordert vom Innenminister Übergangsfrist bei Flüchtlingsunterbringung

Das Land Niedersachsen muss die Zuweisung von Flüchtlingen an die Stadt Oldenburg für einen Übergangszeitraum reduzieren. Der Oldenburger SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann appelliert jetzt in einem Schreiben an Innenminister Uwe Schünemann (CDU), der besonderen Situation in Oldenburg mit mehr Verständnis zu begegnen:

»Trotz des Ankaufs einer zentralen Unterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes, in der bislang rund 120 Asylbewerber Unterkunft fanden, und einer Vielzahl von individuellen Lösungen, die mit Hilfe von Kirchengemeinden und Flüchtlingsinitiativen gefunden werden konnten, fehlt der nötige Wohnraum für die rund 300 weiteren Flüchtlinge, mit denen die Stadt in diesem Jahr rechnen muss«, so Krogmann. »Jetzt droht eine Unterbringung in Containern. Das ist mit einer menschenwürdigen Unterbringung kaum zu vereinbaren und sollte auf jeden Fall verhindert werden.«

Krogmann hält einen solchen Aufschub für vertretbar, da durch die Schließung der ZAST in Blankenburg Oldenburg in einer besonderen Situation sei: » Keine andere Kommune in Niedersachsen hat derzeit oder hatte in jüngerer Vergangenheit in so kurzer Zeit so viele Unterkünfte neu bereit zu stellen. Es geht nicht darum, sich zu Lasten anderer Kommunen einen Vorteil zu verschaffen. Es geht um die Chance, einer neuen Herausforderung zu fairen Bedingungen in einem angemessenen Zeitraum zu begegnen. Insofern steht hier auch die Kommunalfreundlichkeit der Landesregierung auf dem Prüfstand.«

Die Einrichtung von Notunterkünften oder gar das Aufstellen von Containern sollte nach Ansicht des Abgeordneten auf jeden Fall vermieden werden. »Dies sollte man den betroffenen Menschen nicht zumuten. Es könnte auch als weiterer Beleg für eine wenig humane Flüchtlingspolitik dieser Landesregierung gewertet werden. Daran kann Ihnen, gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussion auf Landesebene, nicht gelegen sein.« so Krogmann in seinem Schreiben an den Minister.


Der Brief an den Minister Schünemann

Niedersächsisches Ministerium
für Inneres und Sport
Herrn Minister Uwe Schünemann
Lavesallee 6
30169 Hannover
2. Februar 2012




Sehr geehrter Herr Minister Schünemann,

das Land Niedersachsen hat im Sommer des vergangenen Jahres die zentrale Anlaufstelle in Blankenburg aufgegeben. Damit einhergehend werden der Stadt Oldenburg nun Asylbewerberinnen und Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen.

Mit großem Engagement bemüht sich die Oldenburger Stadtverwaltung seitdem, in Verbindung mit Kirchengemeinden und Flüchtlingsinitiativen, angemessene Lösungen für die Unterbringung der zugewiesenen Flüchtlinge zu finden. Allerdings erreicht Oldenburg diese Herausforderung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Bereits ohne die Flüchtlinge war der Wohnungsmarkt in der Stadt äußerst angespannt – derzeit fehlen mehrere Tausend Wohnungen.

Trotz des Ankaufs einer zentralen Unterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes, in der bislang rund 120 Asylbewerber Unterkunft fanden, und einer Vielzahl von individuellen Lösungen, die mit Hilfe von Kirchengemeinden und Flüchtlingsinitiativen gefunden werden konnten, fehlt der nötige Wohnraum für die rund 300 weiteren Flüchtlinge, mit denen die Stadt in diesem Jahr rechnen muss.

Die Alternative wäre die Aufstellung von Containern. Das aber ist mit einer menschenwürdigen Unterbringung kaum zu vereinbaren!

Vor diesem Hintergrund appelliere ich an Sie, der Stadt eine längere Übergangsfrist bei der Bewältigung der Probleme zu gewähren und die Zahl der Zuweisungen solange zu reduzieren, bis die Stadt eine menschenwürdige Unterbringung zu vertretbaren Bedingungen für alle Flüchtlinge gewährleisten kann.

Ein solcher Aufschub ist m.E. vertretbar, denn die Oldenburger Situation ist einzigartig. Keine andere Kommune in Niedersachsen hat derzeit oder hatte in jüngerer Vergangenheit in so kurzer Zeit so viele Unterkünfte neu bereit zu stellen.

Es geht hier deshalb ausdrücklich nicht darum, sich zu Lasten anderer Kommunen einen Vorteil zu verschaffen. Es geht um die Chance, einer neuen Herausforderung zu fairen Bedingungen in einem angemessenen Zeitraum zu begegnen. Insofern steht hier auch die Kommunalfreundlichkeit der Landesregierung auf dem Prüfstand.

Die Einrichtung von Notunterkünften oder gar das Aufstellen von Containern sollte auf jeden Fall vermieden werden. Dies sollte man den betroffenen Menschen nicht zumuten. Es könnte zudem als weiterer Beleg für eine wenig menschenwürdige Flüchtlingspolitik dieser Landesregierung gewertet werden. Daran kann Ihnen nicht gelegen sein, deshalb bitte ich Sie: Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Gerne bin ich bereit, die Angelegenheit in einem persönlichen Gespräch -zum Beispiel am Rande des nächsten Plenums- zu vertiefen.


Mit freundlichem Gruß

Jürgen Krogmann
Mitglied des Landtages




Bild: Archiv
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Pralinen für »Wildwasser e. V.«

01.02.2012 14:32 Uhr
von Carsten Lienemann

Einfach nur Geld spenden, das kann ja jeder. Für diese Aktion haben sich die Damen vom Lions-Club »Willa Thorade« in die Kunst der Pralinenherstellung einweisen lassen, viel experimentiert, große Mengen davon selbst hergestellt und diese schließlich während der langen Einkaufsnacht vor Weihnachten in den Verkaufsräumen von Bruns Männermoden unter die Leute gebracht.

Den Erlös von 2500 Euro überreichten Heide Wieldraaijer, Elvira Precht und die amtierende Club-Präsidentin Christiane Reuter-Wetzel am 31. Januar an Rita Schilling und Kerstin Koletschka von Wildwasser Oldenburg e. V., die das Geld für die Online-Beratung verwenden werden.

»Wir sind ein reiner Damen-Club und helfen seit 2002 mit phantasievollen Aktionen Frauen und Kindern in Not«, sagt Willa-Thorade-Präsidentin Christiane Reuter-Wetzel. »Die Online-Beratung bei Wildwasser wird offenbar stark nachgefragt, und uns war sofort klar, dass wir das unterstützen wollen.«

Die Online-Beratung bietet Wildwasser seit 2006 an, dafür stehen derzeit wöchentlich zehn Stunden zur Verfügung. »Das kostet im Jahr 14.000 Euro«, erklärt Rita Schilling, die bei Wildwasser für die Finanzen zuständig ist. »Dank dieser und zweier weiterer Spenden haben wir schon jetzt die Hälfte davon zusammen«.

Seit 2008 wird die Online-Beratung ausschließlich über Spenden finanziert, und die Nachfrage ist in der Tat hoch, wie Kerstin Koletschka bestätigt. »Pro Jahr bekommen wir rund 350 E-Mails von Mädchen und Frauen, die in irgendeiner Form sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind oder waren. Was genau sexualisierte Gewalt dabei bedeutet und wo die Grenze verläuft, ist dabei für jede Person ganz individuell.« Darum sei es wichtig, eine ganz niedrigschwellige Beratungsmöglichkeit anzubieten. Vielen Betroffenenen sei selbst der Online-Chat, den Wildwasser auch anbietet, schon zu direkt.

»Unser Anliegen ist es, die Frauen und Mädchen letztlich in eine persönliche Beratung zu bringen, denn nur die kann wirklich helfen. Natürlich bieten wir selbst auch persönliche Beratung an, aber wir arbeiten auch mit anderen Beratungsstellen zusammen und vermitteln gegebenenfalls weiter«, so Koletschka.

Die Online-Beratung ist völlig anonym. Allerdings müssen sich die Teilnehmerinnen mit einem selbstgewählten Benutzernamen und einem Passwort anmelden, selbst dann, wenn sie sich per E-Mail an Wildwasser wenden. Nach spätestens drei Tagen erhalten sie eine Antwort. »Wenn es sich um eine ganz lange oder schwierige Anfrage handelt, bei der ich für eine Antwort mehr Zeit brauche, gebe ich zumindest vorab eine kurze Rückmeldung«, versichert Kerstin Koletschka.
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Spende an Kinderheim in Südafrika übergeben

20.01.2012 06:00 Uhr

Oberbürgermeister und Ratsvertreter sammeln bei Kuchenverkauf 1000 Euro

Oldenburg. Oberbürgermeister Dr.Gerd Schwandner überreichte am Donnerstag, 19. Januar, im Oldenburger Rathaus eine Spende in Höhe von 1000 Euro für ein Kinderheim in Südafrika.
Zukiswa Ncitha, Bürgermeisterin der südafrikanischen Metropolregion Buffalo-City, nahm die Summe für das East London Child and Youth Care Centre (ELCYCC) entgegen. Der Erlös war bei einem vorweihnachtlichen Kuchenverkauf im Famila Einkaufsland Wechloy zusammengekommen, als der Oberbürgermeister und Mitglieder des Rates gemeinsam mit dem Altera Hotel und Famila Cup Cakes und Schokoladentarte verziert und verkauft hatten.

Auf ihrer südafrikanischen Delegationsreise im Oktober 2011 hatten Schwandner und weitere Vertreter der Stadt die Gelegenheit ergriffen, ein Kinderheim des ELCYCC zu besuchen.
Die Schicksale aber auch die Zustände in dem Heim stimmten die Besucher sehr nachdenklich. Es fehlt dort an grundlegenden Dingen wie einfachem Verbandszeug, Trockentüchern, Bettunterlagen für Bettnässer, Schreibmaterialien und funktionierenden Waschmaschinen.
Sogleich entstand die Idee, über wirtschaftliche und kulturelle Projekte hinaus, das ELCYCC mit einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu unterstützen.
Auch aus der Politik kam Unterstützung für diese Aktion: Mehrere Ratsmitglieder standen Oberbürgermeister Schwandner beim Kuchenverkauf im Dezember tatkräftig zur Seite.

»Ich danke den Menschen für ihr Mitgefühl und ihre Spendenbereitschaft.
Mit dem Erlös aus dem Cup Cake-Verkauf können wir Kindern helfen, die diese Hilfe dringend nötig haben«, sagte Schwandner.
Ncitha freute sich über die Spende und lobte die gute Idee des Süßwarenverkaufs. Sie werde Schwandner Fotos von der Spendenübergabe an das Kinderheim zeigen.
Bürgermeisterin Ncitha ist zurzeit mit einer dreiköpfigen Delegation aus East London (Südafrika) zu Gast in Oldenburg. Begleitet wird sie von der Dezernentin für Strategisches Management Ondela Mahlangu und der Koordinatorin für Partnerschaften und Internationale Beziehungen Darby Gounden.
Neben einer Präsentation vor den Ratsfraktionen stehen Gespräche mit der Verwaltung sowie ein Besuch im Verein Jugendkulturarbeit e.V. und kulturelle Termine auf dem Programm.

Bild: Stadt Oldenburg
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