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Jugend

Vom Trickfilmdreh über Nudeln bis zum Strandstühle bauen

08.06.2017 10:16 Uhr

Großes Ferienprogramm im Mädchentreff

Für Mädchen ab 8 Jahren, die in den Sommerferien gemeinsam tolle Sachen erleben möchten, bietet der Mädchentreff in der Zeit vom 17.–28. Juli ein umfangreiches Programm an. In altersgemischten Gruppen mit etwa 12 bis 20 Mädchen werden in der Werkstatt Strandstühle gebaut, es wird getöpfert und Schmuck gemacht. In Kooperation mit dem CineK werden Trickfilme selber gedreht und dort wird auch zusammen der Kinofilm "Rhababer, Rhababer" angeschaut. Gemeinsam werden bunte Nudeln selbstgemacht, es wird ein spannender Spielenachmittag veranstaltet und ein Ausflug zum Kletterwald runden das vielfältige Programm ab.

Für einige Tage sind noch Plätze frei. Pro Tag wird ein Kostenbeitrag von 1 Euro erhoben. Für den Kletterwald ist ein Beitrag von 5 Euro nötig. Weitere Informationen und Anmeldungen im Mädchentreff, Cloppenburger Str. 35, Tel. 61422 oder auf der Homepage www.maedchenhaus-oldenburg.de
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Es gibt noch Hoffnung

02.06.2017 18:33 Uhr

Zwei Jugendtheaterpremieren am 7. Juni im theater hof/19

Im ersten Stück, »Die andere Welt«, geht es um vier Jugendliche, die sich auf eine Reise machen und auf ihrem Weg vielen Problemen begegnen. Sie stellen Fragen nach Selbstbestimmung, Zukunft, Gesellschaft und Utopie. Seit September 2016 proben 17 Schülerinnen und Schüler der OBS Alexanderstraße das Stück unter der Leitung von Lehrerin Susan Wiraeus und Thomas Vossenberg von der Freizeitstätte Bürgerfelde. Premiere ist am Mittwoch, 7. Juni 2017, um 18:30 im theater/hof 19.

Anschließend folgt »La Luna – Impressionen zum Thema Hoffnung«. Die Welt ist unsicher, die Grenzen verschwimmen. Woraus kann man Hoffnung beziehen, was ist Hoffnung überhaupt? Inspiriert durch Texte zu Hoffnung, Utopien und Träumen aus den letzten 100 Jahren haben sich sechs Jugendliche Charaktere gesucht und eigene Texte formuliert. »Das besondere daran ist, das diese Personen, die sich normalerweise nie begegnen würden, miteineinander sprechen und sich dadurch gegenseitig verändern«, sagt Regisseur Thomas Vossenberg.

Eine besondere Rolle in Sachen Inspiration spielte das Kinderbuch »Der rote Baum« von Shaun Tan. Es beginnt mit einer scheinbar hoffnungslosen Situation, die sich aber zum Positiven wendet. So erzählt auch »La Luna« von der Metamorphose der Darsteller_innen von verschiedenen Charakteren zu einem eigenen Ich mit individuellen Wünschen, Hoffnungen und Träumen.

Der Jugendtheaterabend wird organisiert von der OBS Alexanderstraße und der Freizeitstätte Bürgerfelde in Zusammenarbeit mit dem theater hof/19 sowie durch die Unterstützung der Oldenburgischen Landschaft und des Förderprojekts „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

»La Luna« wird ein weiteres Mal am Donnerstag, 8. Juni, um 20 Uhr im theater hof/19 aufgeführt.
»Die andere Welt« läuft ebenso bei den Jugendtheatertagen in der Exerzierhalle am 16. Juni um 20 Uhr.

Die Gruppe DienstagsDrama besteht aus Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren und hat sich im September 2015 formiert. Sie setzt sich seither mit gesellschaftlichen Themen auseinander, um sie unter der Leitung von Thomas Vossenberg für die Bühne aufzuarbeiten und zum Nachdenken anzuregen.
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Zwischen Abenteuerlust und Geborgenheit

25.05.2017 11:16 Uhr

Kooperationsprojekt von Oberschule Alexanderstraße und Freizeitstätte Bürgerfelde

Wenn Kinder flügge werden: „Aus dem Nest gefallen“ lautet der Titel des Theaterstücks, das Susan Wiraeus (Oberschule Alexanderstraße) und Thomas Vossenberg (Freizeitstätte Bürgerfelde) in einem Kooperationsprojekt zusammen mit elf Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 6 der Oberschule einstudiert haben. Die Initiatoren orientieren sich in dem Stoff an dem Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“. Mit der Geschichte vom ungehorsamen Max, der unter die wilden Kerle ging und später reumütig zu seiner Familie zurückkehrte, hatte der US-amerikanische Illustrator und Autor Maurice Sendak im Jahr 1963 einen Kinderbuchklassiker geschaffen.

Aufgeführt wird das Stück „Aus dem Nest gefallen“, das den Spagat zwischen Abenteuerlust und Sehnsucht nach Geborgenheit thematisiert, am Montag, 29. Mai, in der Freizeitstätte (Alexanderstraße 209). Beginn ist um 14 Uhr. Seit September vorigen Jahres steht für das junge Ensemble der Oberschule im Rahmen eines Wahlpflichtmoduls Theaterarbeit auf dem Stundenplan. Geprobt wird immer montags in den letzten beiden Schulstunden im Theaterraum der Freizeitstätte. Die Freizeitstätte legt im außerschulischen Bereich einen Schwerpunkt auf Theaterpädagogik und bietet so für junge Menschen nach Schulschluss die Möglichkeit zur sinnvollen und kreativen Freizeitgestaltung.

In ihre Version haben die Projektverantwortlichen Susan Wiraeus und Thomas Vossenberg die bisherigen Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler einfließen lassen. Es geht um grundsätzliche Fragen wie „Was ist mein Zuhause?“, „Was brauche ich, um mich wohlzufühlen?“ oder „Wie fühlen sich neue Erfahrungen an und wonach sehne ich mich?“

„Aus dem Nest gefallen“ erzählt von Kindern, die von zuhause ausbrechen, um an einem anderen Ort ein freieres, selbstbestimmtes Leben zu führen. Auf ihrer Reise, die über den Mars und Alaska bis nach Dubai führt, erleben die Kinder unterschiedliche Abenteuer und genießen ihr Leben. Was passiert aber, wenn man plötzlich ein T-Shirt findet, das so gut nach Mama und Papa riecht? Das erfährt das Publikum am 29. Mai.
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Ferienpass 2017: Es sind noch Exemplare vorhanden

09.05.2017 09:11 Uhr

Abgabefrist der Wunschzettel bis zum 17. Mai verlängert

Im Büro des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit, Von-Finckh-Straße 1, sind noch Ferienpässe für die Ferienpassaktion in den Sommerferien verfügbar. Der Preis beträgt 3 Euro pro Pass, inklusive Bonusscheinen und Badekarte, mit der das Freibad Flötenteich und das OLantis Freibad günstig genutzt werden können. Es sind noch etwa 500 Exemplare vorhanden. Darüber hinaus wird die Abgabefrist für die gelben Wunschzettel bis Mittwoch, 17. Mai, verlängert. Die Wunschzettel können übrigens auch online unter www.ferienpass.eu/oldenburg aufgegeben werden.

Geöffnet hat das Büro der Jugend und Gemeinwesenarbeit montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.
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Kulturelle Bildung macht fit für die Bühne

02.05.2017 09:57 Uhr

Über 60 Schülerinnen und Schüler treten beim 5. Bühnentag im theater hof/19 auf

Über 60 Schülerinnen und Schüler von vier Oldenburger Schulen treten beim 5. Bühnentag im theater hof/19 am Dienstag, 9. Mai, um 19 Uhr auf. Unter dem Motto „Arts on Stage – Fit für die Bühne“ präsentieren die IGS Kreyenbrück, die Oberschule Alexanderstraße, die Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde, die Oberschule Osternburg und die Grundschule Hogenkamp gemeinsam mit ihren Kulturpartnern ihre künstlerischen Projekte. Im Programm sind Musik, Poetry Slam, Theater, Zirkus und mehr.

„Das neue Format des Bühnentages ist ein Paket aus Probenbesuch, Bühnencoaching, Generalprobe und Aufführung“, sagt Christiane Maaß vom Kulturbüro. „Damit wollen wir Impulse für die künstlerische Weiterentwicklung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Kulturschaffenden geben“, ergänzt ihre Kollegin Sophie Arenhövel. Die Gesamtdramaturgie liegt in den Händen von Schauspieler und Regisseur Dieter Hinrichs, der allen Schülerinnen und Schülern ein Bühnencoaching gab.

Karten gibt es für 3 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse im theater hof/19, Bahnhofstraße 19, sowie bei den teilnehmenden Schulen.
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Ferienpassaktion 2017: Verkauf startet am 27. April

24.04.2017 10:58 Uhr

642 Veranstaltungen gegen Langeweile in den Ferien

156 Kooperationspartner machen es möglich: Oldenburger Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren können sich vom 22. Juni bis zum 2. August auf eine bunte Vielfalt an Aktivitäten der Ferienpassaktion 2017 freuen. Mit über 640 Veranstaltungen warten wieder viele spannende Aktionen aus den Bereichen Spiel, Spaß, Sport, Kultur, Bildung und Kreativität auf die Kinder und Jugendlichen. Damit ist der Ferienpass nochmals deutlich angewachsen.

Der Preis bleibt weiterhin stabil: 3 Euro kostet der Ferienpass, inklusive Bonusscheinen und Badekarte, mit der das Freibad Flötenteich und das OLantis Freibad günstig genutzt werden können. Auch der Mini-Ferienpass ist wieder im Angebot. Für 1 Euro können die Badekarte sowie die Bonusscheine genutzt werden, die zum verbilligten Eintritt in diversen Freizeiteinrichtungen in der Umgebung berechtigen. Auch in diesem Jahr kann der Mini-Ferienpass aber noch viel mehr: Ab dem 14. Juni können sich Kinder und Jugendliche auch mit dem Mini-Ferienpass für sämtliche Ferienpassaktivitäten anmelden, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgebucht sind.

Alle 2.500 Ferienpässe und 1.000 Mini-Pässe stehen am Donnerstag, 27. April, 18 bis 20 Uhr, in der großen Pausenhalle in der Oberschule Alexanderstraße zum Verkauf. Achtung: Aufgrund der vielen Brücken- und Feiertage findet der Startschuss für den Verkauf dieses Jahr an einem Donnerstag statt. Ab Freitag, 28. April, können der Ferienpass und der Mini-Pass dann im Büro des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit in der Von-Finckh-Straße 1 erworben werden. Geöffnet hat das Büro montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

Informationen zum Ferienpass gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/ferienpass, beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-4444 oder direkt beim Ferienpasstelefon unter 0441 235-80.
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Hubertus Meyer-Burckhardt liest für Trauerland e. V.

22.04.2017 19:01 Uhr
von Carsten Lienemann

»Wünsch Dir Deinen NDR« – Hille Ballin hat es getan. Eine Lesung mit Moderator, Produzent und Autor Hubertus Meyer-Burckhardt sollte es sein. Aber nicht sich selbst, sondern ihrem Verein Trauerland e. V., der sich um trauernde Kinder und Jugendliche kümmert, wollte Frau Ballin etwas zukommen lassen und gleichzeitig vielen Menschen damit einen netten Abend bereiten. Meyer-Burckhardt seinerseits hat diesen Wunsch »sehr gerne und mit großer Freude« erfüllt, hatte er doch von prominenten Kollegen bereits viel Gutes über Trauerland gehört.

Am Mittwoch, 19. April 2017, war es soweit, Hubertus Meyer-Burckhardt las im Schuhaus »Schütte« in der Haarenstraße aus seinem bisher letzten Roman »Meine Tage mit Fabienne«, vor rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauern, die dicht gedrängt saßen und an seinen Lippen hingen.

Es dauerte allerdings eine ganze Weile, bis er tatsächlich zu lesen begann. Vorher erzählte er, nicht minder unterhaltsam, eine Anekdote nach der anderen, die gefühlten letzten zehn eingeleitet durch ein »ganz kurz, bevor ich endlich anfange zu lesen: ...«.

Dann aber ging es wirklich los. Meyer-Burckhardt trug einzelne Abschnitte aus seinem dritten Roman vor, die er erklärtermaßen so ausgewählt hatte, dass niemand im Publikum Rückschlüsse auf den Gesamtverlauf der Geschichte ziehen konnte. Trotzdem fanden die Zuhörerinnen und Zuhörer rund eine Stunde lang Gefallen an dem, was ihnen geboten wurde.

Anschließend beantwortete Meyer-Burckhardt noch ein paar Fragen aus dem Publikum, und bevor er sich ans Signieren machte, bekam er zum Dank ein paar Geschenke überreicht, vom Schuhhaus Schütte, das von seiner Vorliebe für farbige Socken gehört hatte, ein Paar in dunkelblau mit hellen Punkten, und Hille Ballin überreichte ihm im Namen von Trauerland ein Bild, das ein fünfjähriger Junge aus der Kinderbetreuung gemalt hatte. Der so Beschenkte versprach spontan, den Erlös des Abends um 500 Euro zu erhöhen.

Diese Summe eingerechnet kamen insgesamt rund 2800 Euro zusammen, über die sich die Trauerland-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und nicht zuletzt natürlich die Kinder freuen dürfen.
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Jugendaustausch in unsicheren Zeiten

08.04.2017 21:56 Uhr
»Uncertain Times« ist der Titel des internationalen Jugendaustausches, der derzeit im Internationalen Jugendprojektehaus stattfindet. Insgesamt 25 Jugendliche aus Slowenien, Portugal und Deutschland befassen sich mit Intoleranz, Rassismus und Mobbing. Als Ergebnis wird es am Mittwoch, 12. April, um 19:00 Uhr eine öffentliche Theateraufführung geben.

»Angesichts der nationalen Strömungen nicht nur in Europa wollen wir Symbole für mehr Toleranz setzen«, sagt Thomas Vossenberg, der zusammen mit Lore Schilberg die neun Oldenburger Jugendlichen mitgebracht hat. Sie sind 15 bis 17 Jahre alt und kommen von der Oberschule Alexanderstraße und der Theatergruppe »DienstagsDrama« aus der Freizeitstätte Bürgerfelde.

Ebenfalls neun Jugendliche kommen aus Portugal. Sie sind 17 bis 21 Jahre alt und kommen von der »Experimentáculo Association« und dem »YMCA Portugal«. »Unsere Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Kulturen, einer ist Roma, andere haben afrikanische Wurzeln, wieder andere sind einfach Portugiesen, also eine interessante Mischung«, sagt ihr Betreuer João Moura.

Leonora Švagan begleitet 7 Jugendliche aus der slowenischen Stadt Ptuj, ebenfalls 17-21 Jahre alt. »Viele Länder haben Probleme mit Rassismus. Wir werden Ost-, Mittel- und Südeuropa vergleichen und uns fragen, ob die Probleme sich unterscheiden.«

Bis zur Aufführung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei trinationalen Gruppen durch Improvisationen und Diskussionen Teile einer Performance erarbeiten, die dann zu einer gemeinsamen Aufführung zusammengeführt werden. Finanziert wird das Projekt über das EU-Programm Erasmus+.

Öffentliche Aufführung:
Mittwoch, 12. April, 19:00 Uhr
Internationales Jugendprojektehaus, Weiße Rose 1 (ehem. Donnerschweekaserne)
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»Sound it out!«: Mädchen rocken den Harz

10.03.2017 16:31 Uhr
In der letzten Sommerferienwoche bietet der Mädchentreff des Mädchenhauses Oldenburg e.V, Mädchen und jungen Frauen im Alter von 15 – 22 Jahren die Möglichkeit, an einem internationalen girls camp im Harz teilzunehmen.

In den letzten Herbstferien nahm eine Gruppe junger Frauen mit dem Mädchentreff an der internationalen Musikbegegnung »Sound it out!« im internationalen Haus Sonnenberg im Harz teil. Dort trafen sich junge Frauen und Mädchen aus verschiedenen europäischen Ländern um Spaß an Musik, Tanz und Selbstverteidigung zu haben. In Workshops konnten sich die Teilnehmerinnen mit HipHop-Tanz und dem Mischpult, Rock-Musik und Gesangstraining, Selbstverteidigung und Empowerment oder Bildern von Frauen und Mädchen in Werbung auseinandersetzen. Highlight war die »final show«, bei der alle Workshopgruppen ihre Ergebnisse unter tosendem Beifall präsentierten.

Das girls camp bietet Mädchen die Möglichkeit sich selbst zu erfahren, Musik und Technik auszuprobieren, internationale Freundschaften zu knüpfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern - und sich vor allem mit der Bedeutung von Frau- und Mädchensein auseinanderzusetzen. Jedes Jahr aufs Neue sind sowohl Teilnehmerinnen als auch Begleiterinnen überwältigt von der Dynamik von den vielen jungen Frauen und Mädchen, sodass es auch dieses Jahr wieder heißen soll »Sound it out – we run the world!«

Die Fahrt »Sound it out!« findet vom 22. - 29. Juli statt, der Teilnahmebeitrag liegt bei 180 – 210 € nach Selbsteinschätzung. Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft sind darin enthalten. Interessentinnen melden sich bitte im Mädchentreff unter 0441 – 61422 oder unter l.normann@maedchenhaus-oldenburg.de zu erreichen.
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Tombola-Erlös für trauernde Kinder

08.02.2017 10:14 Uhr

Lions Club Oldenburg Willa Thorade unterstützt Trauerland e. V.

Der Damen-Lions-Club »Willa Thorade« in Oldenburg unterstützt seit 15 Jahren mit vielfältigen Aktivitäten Frauen und Kinder in Not. Auf dem Lambertimarkt 2016 hatte der Club zum wiederholten Male eine Tombola mit schönen und nützlichen Dingen veranstaltet und damit 2.177,00 Euro erlöst. Dieses Mal ist Trauerland e. V. die begünstigte Einrichtung. Trauerland gibt Kindern, die einen wichtigen Menschen verloren haben, einen Rahmen zum Austausch miteinander und Unterstützung beim Umgang mit Ihrer Situation und ihren Gefühlen. »Diese Aktion hat uns besonders viel Spaß gemacht, vor allem, weil immer jemand von Trauerland e. V. mit am Stand geholfen hat. Das haben wir so noch nicht erlebt«, sagt Clubpräsidentin Dr. Elisabeth Lencer. Der Betrag wurde nun von Dr. Elisabeth Lencer und Martina Heyen an Trauerland e. V. übergeben.
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Ausbildung zur Jugendleiterin und zum Jugendleiter

17.01.2017 10:21 Uhr

Kostenloses Seminarangebot der Stadt Oldenburg startet im März

Wer Spaß am Umgang mit jungen Menschen hat und diese bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung unterstützen möchte, kann sich zur Jugendleiterin beziehungsweise zum Jugendleiter ausbilden lassen. Der Lehrgang umfasst 50 Unterrichtsstunden, die in drei Wochenendseminaren vermittelt werden. Organisiert und durchgeführt wird die kostenlose Ausbildung von der Stadt Oldenburg. Ein Erste-Hilfe-Kurs ist ebenfalls Teil des Kurses. Die Ausbildung findet an drei Wochenenden statt, vom 10. bis 12. März, vom 31. März bis 2. April und am 6. und 7. Mai.

Die Jugendleiter-Ausbildung umfasst unter anderem Themen wie rechtliche Grundlagen, die gesellschaftliche Situationen von Kindern und Jugendlichen, Persönlichkeitsentwicklung, Gruppenpädagogik und Programmgestaltung in der Kinder- und Jugendarbeit. Die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang berechtigt zum Erwerb der Jugendleiter/in-Card (JuLeiCa). Erwartet wird von den Teilnehmenden Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Aufgabenbereiche nach dem erfolgreichen Abschluss der Jugendleiterausbildung sind unter anderem die Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen der Ferienpassaktion der Stadt Oldenburg sowie die Begleitung von Aktionen im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Weitere Informationen gibt es bei Britta Unfried im Kinder- und Jugendbüro unter der Telefonnummer 0441 235-3176 oder -3690 sowie per E-Mail an britta.unfried@stadt-oldenburg.de. Alle Informationen sind auch im Internet unter www.oldenburg.de, Angebote für Kinder und Jugendliche, zu finden.
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Oscars und die 70er-Jahre

22.12.2016 23:47 Uhr
von Carsten Lienemann

War es jetzt die 16. Verleihung des Oldenburg-Oscars oder schon die 17.? So ganz sicher waren sich Gina Schumm, Dettmar Koch und Jörg Kowollik vom Verein Jugendkulturarbeit da nicht. Sicher ist aber, dass die »Europäischen Freiwilligen« und »FSJler«, die die Feier in jedem Jahr organisieren, immer wieder für eine Überraschung gut sind.

Die 70er-Jahre waren an diesem 21. Dezember 2016 das Motto, dementsprechend waren bunte Haare, Afro-Look und schrille Klamotten zu sehen. Traditionell zeigen die Kinder- und Jugendtheater eine speziell für diesen Abend einstudierte Szene, bevor sie Oscars austauschen. Gegen halb fünf begann das Kooperative Kindertheater Ohmstede (KaKaO), eine ganz neue Sicht auf Weihnachten zu präsentieren: Gott bittet Schnuller- und Zahnfee, Wetterhexe, Zauberer und Wichtel, eine Geburtstagsfeier für seinen Sohn auszurichten. Alle Angesprochenen haben ganz unterschiedliche Vorstellungen, was dafür gebraucht wird und was nicht. Am Ende stellen sie fest, dass es zusammen am besten geht: »Happy Birthday, lieber Jesus«.

Das Kreyenbrücker Kindertheater PAEPP behandelte Weihnachtsstress und die dazu gehörenden Bräuche, und das mit stark zusammengeschrumpfter Besetzung. Das Kindertheater Bloherfelde (KTB) war bis auf einen Spieler leider nicht vertreten.

Nicht mehr mit einer Fortsetzung des »Weihnachtsmann-Man«, sondern mit der neuen Geschichte über Verlust und Wiederfinden des »Herzens der Liebe« wartete das Jugendtheater Rollentausch auf. Das Kurlandtheater zeigte auf die lokale Perspektive verschoben, wie schnell sich Hass und Feindschaft geschürt werden können, während der Jugendclub in der Kulturetage gewissermaßen das Gegenteil vorführte, nämlich Völkerverständigung durch gemeinsames Tanzen. Auch das Jugendtheater Bloherfelde war da, wenn auch stark dezimiert, und hatte deswegen auch keine Vorführung mitgebracht.

Bevor der Abend in den inoffiziellen Teil überging, gab es noch ein paar Hinweise auf anstehende Termine. Das Kurlandtheater spielt bereits am 7. und 8. Januar »Meine Mutter schwebt« (Beginn 19:00 Uhr im Internationalen Jugendprojektehaus), und am 13. Januar beginnt an gleicher Stelle eine Anne-Frank-Ausstellung, die bis zum 5. Februar zu sehen sein wird.

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Feierliche Einweihung im Stadtteiltreff Kreyenbrück

31.10.2016 21:25 Uhr

Sitzbänke des Projekts »Jugend stärken im Quartier« sind fertiggestellt

Am Freitag, 28. Oktober, übergaben die jugendlichen Künstler_innen ihre Werke an den Stadtteiltreff Kreyenbrück: zwei steinerne, mit zahllosen Mosaiksteinen verzierte Sitzbänke. Aus diesem Anlass veranstaltete der Stadtteiltreff eine kleine Feier, zu der alle Bewohner_innen eingeladen waren.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff Kreyenbrück und unter Anleitung des syrischen Künstlers Rodi Khalil bauten Schülerinnen und Schüler der IGS Kreyenbrück, der Oberschule Osternburg und der Schule am Bürgerbusch eine Sitzgelegenheit für die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Stadtsüden. Die Schüler_innen hatten Vorschläge dazu gezeichnet, aus denen die Bewohner_innen dann ihren Favoriten auswählten.

Das Projekt »Jugend stärken im Quartier« ist beim Team Wendehafen der Stadt Oldenburg angesiedelt und wird aus dem europäischen Sozialfonds finanziert. Ziel des Projektes ist, Jugendliche wieder für das Lernen zu motivieren, indem sie neue Fähigkeiten und Erfahrungen sammeln und aktiv an der Aufwertung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes beteiligt werden. Zwei Studentinnen der Carl von Ossietzky Universität begleiteten das Projekt.
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Jugend musiziert: Oldenburger Musikschüler beim Bundeswettbewerb

19.03.2016 12:00 Uhr

Die Musikschülerinnen und Musikschüler aus Oldenburg und der Region haben beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Hannover vom 10. bis 13. März insgesamt 18 erste Preise geholt. Neben einer Teilnehmerin aus Wilhelmshaven, einer Teilnehmerin aus dem Landkreis Friesland und zwei Teilnehmern aus dem Landkreis Ammerland kommen alle anderen Preisträgerinnen und Preisträger aus der Stadt Oldenburg.
Zwölf von ihnen werden nun auch beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ antreten, der in diesem Jahr vom 12. bis 19. Mai in Kassel stattfindet.

Die Region Oldenburg ist damit stark vertreten, wenn sich die besten Nachwuchsmusikerinnen und Musiker aus der ganzen Bundesrepublik messen. „Ich freue mich sehr über die tollen Bewertungen für die Schülerinnen und Schüler aus unserer Region“, betont Holger Denckmann, Vorsitzender des Regionalverbandes „Jugend musiziert“ und Leiter der Musikschule der Stadt Oldenburg. „Ich hatte das Glück, mir viele Wertungsvorspiele anhören zu dürfen und ich bin schlicht beeindruckt von der Professionalität, mit der auch schon sehr junge Kinder auftreten, aber auch vom konzentrierten Interesse der Kinder und Jugendlichen an Wertungsvorspielen anderer.“
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Was ist ein gutes Leben?

08.12.2015 09:20 Uhr

Podiumsdiskussion und Theaterperformance am 16./17. Dezember im Internationalen Jugendprojektehaus

»Wie will ich eigentlich leben?« Die Antwort auf diese Frage liegt für Jugendliche und junge Erwachsene schon länger nicht mehr in der tollen Karriere mit möglichst viel Geld. Aber was ist es dann? Das herauszufinden war das Ziel des Projektes »... und raus bist du!«, das Gina Schumm, Leiterin des Bereichs Politische Bildung im Verein Jugendkulturarbeit im laufenden Jahr in mehreren Teilen durchführt.

Eines dieser Teilprojekte findet in einer Doppelveranstaltung seinen Abschluss. Am Mittwoch, 16.12., 19:00 Uhr, werden im Internationalen Jugendprojektehaus an der Schlieffenstraße 9/11 die Werkstätten und Aktionen des Projektes vorgestellt. 120 Jugendliche haben sich in Seminaren, Workshops, einer Berlinexkursion sowie Besuchen bei Oldenburger Initiativen mit der Frage nach dem guten Leben und den Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements beschäftigt. Dazu diskutieren Dr. Katharina Dutz (Institut für Physik an der Carl von Ossietzky Universität), Christa Beime (Helene-Lange-Schule), Georg Nobis (Bildungszentrum für Technik und Gestaltung) und Dr. Ulrich Schachtschneider (Grundeinkommen Oldenburg) über Bedingungen für ein Gelingen von Partizipation und bürgerschaftlichem Engagement sowie die Öffnung von Schule.

Abgerundet wird das Programm durch Ausschnitte der Bühnen-Performance »Arm ≠ Glücklich«. Diese Performance wird am Donnerstag, 17.12., zweimal komplett zu sehen sein, und zwar um 19:00 und um 20:00 Uhr, ebenfalls im Internationalen Jugendprojektehaus. »Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a an Fachoberschule Gestaltung wollten die Ergebnisse ihrer Arbeit nicht nur diskutieren, sondern auch auf die Bühne bringen«, erklärt ihre Lehrerin Margit Ostern. Trotz bevorstehender Prüfungen hätten sie sich diese zeitaufwändige zusätzliche Arbeit auferlegt, viel zum Thema »Glück« recherchiert und Szenen entwickelt, so Ostern.
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»Man kann darüber reden und trotzdem cool sein«

28.06.2015 11:00 Uhr

Kinderschutz-Zentrum Oldenburg gibt CD zu Anti-Gewalt-Projekt heraus

von Carsten Lienemann

Auch Jungen sind oft Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen. Aber es ist gilt als unmännlich, darüber zu reden. Das Projekt »AUS!-geredet« soll männliche Jugendliche dazu anregen, die Scham zu überwinden und das Schweigen zu brechen.

Wie es sich für eine CD-Release-Veranstaltung gehört, gibt es erst einmal Musik. Metehan Acer und Boran Wehlau rappen »Ein Mensch wie jeder andere«, die Geschichte eines Jungen, der »es geschafft« hat, weil er seinen Verstand gebraucht und nie aufgegeben hat, eines von 16 Stücken auf der CD »AUS!-geredet«.

Michael Herschelmann, der ehemalige Leiter des Kinderschutz-Zentrums, hat ein besonderes Interesse an Rap, und so lag die Idee nahe, männliche Jugendliche auf diese Weise zu animieren, über ihre Gefühle und Probleme zu reden. »2013 sind Michael Herschelmann, Boran Wehlau und ich in Freizeitstätten und Schulen der Region gegangen und konnten schließlich über das Jugendhaus in Nordenham, das ›Point‹ in Wilhelmshaven und die Comeniusschule in Cloppenburg insgesamt 30 Jungen zwischen 12 und 17 Jahren für das Projekt gewinnen«, berichtet Pädagoge Benjamin Haller.

»Rap ist eine der Säulen des HipHop, in der die Gemeinschaft - der ›Community‹-Gedanke – sehr wichtig ist. Er wird von diesen Jugendlichen als Ausdrucksform und Lebensgefühl wahrgenommen und eignet sich daher sehr gut als pädagogisches Instrument«, erläutert Boran Wehlau, ebenfalls Pädagoge und seit 18 Jahren Rapper.

»Damit konnten wir die Jugendlichen bewegen, über Gewalt erfahrene zu reden, über eigene Erfahrungen oder aus ihrem Umfeld, auch über Vernachlässigung und Mobbing, und aus dieser fatalen Haltung ›Ein Indianer kennt keinen Schmerz‹ auszubrechen«, ergänzt Ben Haller. Mit der nun erschienenen CD sollen noch mehr Jugendliche erreicht werden.

Als ein besonderer Glücksfall hat sich dabei die Begegnung mit Metehan Acer ergeben, der als Teilnehmer begonnen, sich aber schnell zu einer der Stützen des Projektes entwickelt hat. »Metehan ist ein Riesentalent, er hat unter anderem fünf Titel zur CD beigesteuert«, lobt Boran Wehlau.

»Jungen sind nicht immer nur Täter, sondern oft auch Opfer von Gewalt, auch von sexualisierter Gewalt. Wir wissen das aus unseren Beratungen, aber in der Öffentlichkeit war das lange Zeit nicht so bekannt«, sagt Mareike van't Zet, Leiterin des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg, als Begründung zur Durchführung dieses Projektes. »Jungen reden aus Angst, sie könnten für schwach oder unmännlich gehalten werden, noch viel weniger darüber als Mädchen. Aber wer schweigt, kann keine Hilfe bekommen. Mit der CD wollen wir den Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind. Man kann darüber reden und trotzdem cool sein.«

Finanziert wurde das Projekt aus einem Spendenkonzert der Bundeswehr-Bigband und aus Beiträgen der Horst-Heißenbüttel-Stiftung und der Diakonie-Stiftung Oldenburger Land.

Alle Titel der CD sind als mp3-Dateien hinterlegt und können auf der Website des Kinderschutz-Zentrums unter »Projekte« kostenlos heruntergeladen werden. Auch das Booklet ist in Kürze an dieser Stelle als pdf-Datei zu haben. »Künstler aus der Region haben ohne Honorar dafür gemalt und gezeichnet, es sind Kontaktadressen inkl. QR-Codes darin«, sagt Ben Haller.

Wer es lieber herkömmlich mag, kann die CD auch beim Kinderschutz-Zentrum bekommen, das sich über eine kleine Spende als Gegenleistung freut.

Kinderschutz-Zentrum Oldenburg
Friederikenstr. 3
26135 Oldenburg
Tel. 0441-1 77 88
info@kinderschutz-ol.de
www.kinderschutz-ol.de
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Trauerland bekommt 7000 Euro aus Verden

15.05.2015 15:34 Uhr
Über eine Spende von 7000 Euro freuen sich Trauerland-Gründerin Beate Alefeld-Gerges sowie Hille Ballin und Carolin de Witt (v. r.). Mitgebracht hat diese Summe Willy Hilling ,Geschäftsführer der Feuerbestattungen Verden r. V.

»Personen, die sich für eine Feuerbestattung entscheiden, können bestimmen, dass wertvolle Metalle aus Zahngold, nicht abgelegten Ringen oder Implantaten nach der Verbrennung für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stehen«, erklärt Hilling.

Die im vergangenen Jahr auf diese Weise zusammengekommene Summe rundete »Feuerbestattungen Verden r. V.« auf 42.000 Euro auf und verteilte sie in der Region. »Wir kooperieren mit über 100 Bestattungsunternehmen in einem Umkreis von 80 km und mehr um Verden herum, und in diesen Bereich gehen auch die Spenden. Den Schwerpunkt haben wir dabei dem Thema Flüchtlinge gewidmet, aber auch Trauerland e. V. gehört zu den begünstigten Einrichtungen«, so Hilling.

Der gemeinnützige, rein spendenfinanzierte Verein »Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.« begleitet seit 1999 trauernde Mädchen und Jungen auf ihren individuellen Trauerwegen. Bei allen ist ein Mensch im nahen Umfeld gestorben. Trauerland bietet den Betroffenen umfassende Hilfe für ihren Trauerprozess an. Das niederschwellige Angebot kann von den Kindern und ihren Familien kostenfrei genutzt werden. Es umfasst Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen.
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Wildniswochenende für Mädchen

05.05.2015 07:00 Uhr

Der Mädchentreff, Cloppenburger Str. 35, bietet von Freitag, 29. 5. bis Sonntag, 31. 5. unter dem Motto „Mädchen – ab in die Wildnis“ ein abenteuerliches Wochenende für Mädchen von 10-14 Jahren an.

Mit Zug und Fahrrad fahren alle zusammen nach Ostrittrum zu einem kleinen Haus im Wald an der Hunte. Übernachtet wird nach Wunsch im Haus oder in Zelten.
Die Mahlzeiten bereiten alle gemeinsam zu.

Schnitzen am großen Lagerfeuer, Kunstwerke aus Naturmaterial und eine spannende Nachtwanderung im Wald gehören unter anderem zum Programm.

Die Kosten betragen je nach finanziellen Möglichkeiten 30–50 Euro. Nähere Information und Anmeldung im Mädchentreff bei Barbara Haff, Tel.: 61422, Email: treff@maedchenhaus-oldenburg.de
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Jugend musiziert im Kulturzentrum PFL

20.01.2015 07:00 Uhr

Regionalwettbewerb für Oldenburg und die Region am 24. Januar


Große Bühne für den musikalischen Nachwuchs: Zum 52. Mal wird der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ am Samstag, 24. Januar, ganztägig in Oldenburg im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, ausgetragen.
Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden im Zeitraum von 9.30 bis 18 Uhr statt.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und das Wertungsprogramm gibt es unter www.oldenburg.de/musikschule.

Über 60 Kinder und Jugendliche aus Oldenburg, Wilhelmshaven und den Landkreisen Friesland, Ammerland und Wesermarsch treten dieses Jahr in den Kategorien Blasinstrumente solo, Gitarre solo, Klavier vierhändig, Duo Klavier und ein Streichinstrument sowie Schlagzeugensemble an.
Die Gewinner des Wettbewerbs präsentieren ihr Können beim festlichen Preisträgerkonzert am Sonntag, 15. Februar, um 11.15 Uhr im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters.
Eintrittskarten für das Preisträgerkonzert gibt es zum Einheitspreis von 3 Euro bei der Theaterkasse, Telefon 0441 2225-111.

„Die Teilnahme am Wettbewerb ist für die Kinder und Jugendlichen eine große Herausforderung. Wie in den vergangenen Jahren zeigt die stabil hohe Teilnehmerzahl die große Motivation junger Musiker aus der Region“, sagt Heinz Gassenmeier, Vorsitzender des Regionalausschusses. In den Vorjahren erzielten Teilnehmer des Oldenburger Regionalwettbewerbs viele herausragende Leistungen, denn weitergeleitete Teilnehmer unseres Regionalwettbewerbs finden sich regelmäßig auch auf den vorderen Plätzen auf Landes- und Bundesebene des dreistufigen Wettbewerbs.

Im Fokus stehen aber nicht nur die Leistungsträger, denn der Regionalwettbewerb hat einen klaren pädagogischen Auftrag. Gassenmeier: „Sinn des Wettbewerbs ist, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem Programm zu beschäftigen und sich dadurch am Instrument weiterzuentwickeln. Daneben bietet Jugend musiziert auch ein Forum für den Austausch unter jungen Musikern. Und in den Beratungsgesprächen geben die Juroren wertvolle Tipps für die weitere musikalische Entwicklung.“

Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ wird gefördert und finanziert von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), von der Oldenburgischen Landschaft und den beteiligten Kommunen.
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Lob von allen Seiten

17.11.2014 21:57 Uhr

Fachtag zieht Bilanz zum MUT-Projekt

von Carsten Lienemann und Edda Hayen

Mit einem »Fachtag zum Austausch über Konzeption, Prozesse, Erfahrungen und Ergebnisse des Oldenburger Modellprojektes ›Migration und Theater‹ (MUT)« wurde nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit Bilanz gezogen. Hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus waren am Freitag, 14. November in das Internationale Jugendprojektehaus an der Schlieffenstraße gekommen, um Vorträge zu hören und Erfahrungen auszutauschen.

Sieben Kinder- und Jugendtheatergruppen in fünf Stadtteilen hatten sich über drei Jahre hinweg mit Migration beschäftigt. Allerdings stand das Thema nicht plakativ im Vordergrund, die Jugendlichen haben sich vielmehr in jedem der drei Jahre einen Aspekt herausgegriffen, der alle Spielerinnen und Spieler angeht: Was bedeutet es, sich auf den Weg zu machen? Wie ist es, unterwegs und auf der Suche zu sein? Was ist »ankommen«?

Schon die Grußworte waren voll des Lobes: Heike Fliess vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bezeichnete das MUT-Projekt als »Pionierarbeit mit hohem Innovationsgrad für nachhaltige Wirkung«. Die Einbindung heterogener Gruppen sei in den verschiedenen Stadtteilen gut gelungen. Mehrere Auszeichnungen, darunter der Sonderpreis Sprachförderung der Kutscheit-Stiftung, sprächen für sich.

Daniela Koß von der Stiftung Niedersachsen konnte krankheitsbedingt nicht selbst sprechen, ihr Grußwort verlas Ute Bommersheim vom Blauschimmel-Atelier. Koß hob die Begegnung der Kulturen auf der Bühne und die Möglichkeit für die Jugendlichen, ihre Stücke selbst zu gestalten, besonders hervor.

»Um eine Sache zu verstehen, muss man sie aus mindestens drei Perspektiven betrachten.« Mit diesem Leonardo da Vinci zugeschriebenen Zitat kündigte Moderator Uwe Fischer drei Vorträge an, die eben das leisten sollten: das MUT-Projekt aus drei Richtungen betrachten.

Als Politiker sieht der SPD-Landtagsabgeordnete Ulf Prange kaum einen besseren Zugang zur Integration. »Alle Sinne werden angesprochen, das Theater vereint viele künstlerische Sparten und bringt Menschen verschiedener Kulturen zusammen.«

Aus wissenschaftlicher Perspektive warf Prof. Rudolf Leiprecht einen Blick auf die vergangenen drei Jahre. »Menschen mit Migrationshintergrund sind bald in der Mehrheit«, so Leiprecht. Um so wichtiger sei es, dass sich entsprechend viele von Ihnen im Bildungssystem wiederfinden. »In Projekten wie ›MUT‹ holen sie sich das notwendige Selbstbewusstsein, um auch in Schule und Studium erfolgreich zu sein.«

Für die Pädagogik sprach Prokjektleiter Jörg Kowollik. Er schilderte den Aufbau des Netzwerkes, das die Kinder- und Jugendtheatergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit bilden und aus dem das MUT-Projekt entstanden ist. Er sprach über Konzepte und Kalkulationen, gute Unterstützung durch Kulturamt und Rat der Stadt, aber vor allem darüber, wie es gelungen war, die Migration bei der Erarbeitung der Stücke in den Hintergrund zu verschieben und es trotzdem zum Hauptthema zu machen.

Quasi als Zugabe folgten zwei weitere Perspektiven. Selbst die für ihren kritischen Blick bekannte Farah Melter fand bei »MUT« kein Haar in der Suppe und kündigte gar an, es als positives Beispiel anzuführen. Christiane Cordes, Leiterin des Kulturamtes, begründete ausführlich, was der Stadt an diesem Projekt liegt und warum sie es so tatkräftig unterstützt hat.

Endlich kam auch die Zielgruppe zu Wort, vertreten durch Aycin Akbayir, die selbst in der Gruppe Rollentausch gespielt hat. Sie brachte es sehr kompakt und verständlich auf den Punkt: »Migration? Die haben wir doch immer im Kopf, aber gleichzeitig haben wir alle unsere persönlichen Probleme. Wir haben Stücke entwickelt, dabei andere Kulturen kennen gelernt und Selbstvertrauen gewonnen. Ich habe dabei auch mein Interesse für Mediengestaltung entdeckt und eine Ausbildung in dieser Richtung begonnen.« Aycin Akbayir hat außerdem eine Kindertheatergruppe mit geleitet und an internationalen Austauschtreffen teilgenommen. In der anschließenden Podiumsrunde betonte sie nochmal, ihr sei »bis heute nicht klar gewesen, dass das MUT-Projekt derartig viele Aspekte hat. Wir haben einfach nur Theater gemacht«.

Was ist das wichtigste Ergebnis des dreijährigen Projektes? Für die Integrationsbeauftragte Ayça Polat ist es die Möglichkeit, Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen zusammenzubringen. »Hier können Jugendliche, die auf anderen Gebieten ›versagt‹ haben, eine wichtige Rolle spielen und Selbstvertrauen erlangen«, so Polat. Für den Politiker Ulf Prange ist das entstandene Netzwerk wertvoller als die Summe seiner Bestandteile. Das Dauerhafte, die Möglichkeit, auf neuen Gebieten etwas zu erreichen, die Qualifizierung sind weitere Punkte. Theaterpädagoge Jörg Kowollik hält die Nachhaltigkeit und die Verstetigung für besonders wichtig.

Die vielen Jugendlichen, die in über 100 Aufführungen mitwirkten, haben ganz nebenbei auch rund 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht, von denen manche ansonsten keinen Bezug zum Theater haben. Und weil es nur wenig Anlass zu Kritik gab, ist eine von allen Seiten gewünschte Fortsetzung vorgesehen. »MUT plus« soll das Projekt heißen, und dabei wird das »M« nicht für Migration stehen.
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Willi wollt's wissen - wie arbeitet Trauerland?

14.10.2014 21:23 Uhr

Round-Tabler übergeben Spendenscheck

Hoher Besuch bei Trauerland: Willi Weitzel, von Beruf neugierig für die ARD-Kindersendung »Willi will's wissen«, kam am Dienstag, 14. Oktober 2014, zum Tag der Offenen Tür und ließ sich alles genau erklären.

Weitere Besondere Gäste waren die Herren vom Round Table 14, die einmal mehr viel Geld gesammelt hatten. Während des Stadtfestes hatten sie Getränke verkauft und einen Reinerlös von 6000 Euro erzielt. Diese Summe wurde in Form eines Spendenschecks an Trauerland übergeben.

Bereits am Sonnabend, 18. Oktober, werden die Round Tabler wieder für Trauerland aktiv. Auf dem Julius-Mosen-Platz werden sie wieder die inzwischen schon traditionelle Fahrradputzstation einrichten.

Trauerland kümmert sich um trauernde Kinder und Jugendliche, die nahe Angehörige verloren haben. »Kinder trauern anders«, und sie bekommen bei Trauerland ausgiebig Gelegenheit, diese ihre Trauer auszuleben. Derzeit gibt es in Oldenburg drei Gruppen, die sich jeweils 14-täglich treffen.

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Demokratie und Theater

08.09.2014 20:27 Uhr

Jugendliche aus sechs europäischen Ländern im Internationalen Jugendprojektehaus

von Carsten Lienemann

Welche Aussagen zu Kernbereichen der Demokratie lassen sich aus klassischen Theaterstücken ziehen? Diese Frage beschäftigt derzeit rund 60 Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren aus Lettland, Frankreich, Spanien, Slowenien, Kroatien und Deutschland. Unter dem Titel »Demo-Cracy« erarbeiten sie vom 2. bis zum 12. September im Internationalen Jugendprojektehaus des Vereins Jugendkulturarbeit Theaterszenen zu Teilaspekten der Demokratie.

»Als Basis dienen uns drei klassische Theaterstücke aus verschiedenen Ländern und Epochen«, erklärt Pia Schillinger, eine der Projektleiterinnen. »Eine der drei Gruppen arbeitet zum Frauenbild und mit ›Der Widerspenstigen Zähmung‹ als Anregung, die zweite zu Gleichschaltung und dem Beibehalten der eigenen Meinung mit Ionescos ›Die Nilpferde‹ als Grundlage und die dritte auf der Basis von ›Antigone‹ zu Moral und Macht.«

»Wir haben damit begonnen, mit allen zusammen über den Begriff der Demokratie zu diskutieren; anschließend werden in den Gruppen Bilder und Ideen zur szenischen Umsetzung entwickelt, wobei die klassischen Stücke die Inspirationen liefern sollen«, ergänzt Gina Schumm, ebenfalls vom Projektleitungsteam.

Zwei Aufführungen sind für Freitag, 12. September, um 10:00 und 12:00 Uhr vormittags im Jugendprojektehaus, Schlieffenstr. 9-11, vorgesehen. Gäste werden dazu Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs des Neuen Gymnasiums sein. Eine abendliche Aufführung wird es dieses Mal aus Zeitgründen leider nicht geben können, darum ist die Probe am Donnerstag, 11. September um 17:00 Uhr öffentlich.
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»Home Sweet Home« – Junges Theater Bloherfelde

17.05.2014 08:00 Uhr

Eine weitere Aufführung von »Home Sweet Home« findet am 8. Juli um 18:30 Uhr in der Exerzierhalle im Rahmen der Oldenburger Jugendtheatertage statt.

von Pia Schillinger


Es war einmal ... im Jahr 2003, noch vor der Fertigstellung der Umbauten in der Offenen Tür Bloherfelde, fanden die ersten Theaterproben statt. Damals noch im Schulzentrum Eversten, der heutigen Oberschule. Das Junge Theater Bloherfelde war zunächst als Kindertheater gedacht, die Teilnehmenden machten aber relativ schnell klar, dass es sich um ein Jugendtheater handelt und dass dieses Projekt fortlaufen soll. Das Junge Theater Bloherfelde feiert in diesem Jahr also sein 10-jähriges Jubiläum und zeigt dem entsprechend sein 10. abendfüllendes Theaterstück.

Die Premiere von »Home Sweet Home« findet im Rahmen einer Jubiläumsfeier am 24.Mai 2014 um 18 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (OT, Bloherfelder Str. 170) statt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen bereits um 16 Uhr mit dem Kindertheater Bloherfelde und deren aktueller Produktion »Ein gefährliches Abenteuer«, der Nachmittag wird anschließend vom Förderkreis Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit West e. V. gestaltet. Der Förderkreis ist seit Gründung des Jungen Theaters Bloherfelde dessen Unterstützer.

In der aktuellen Produktion hat sich die Theatergruppe im Rahmen des »MUT«-Projektes wie sechs weitere Kinder- und Jugendtheatergruppen aus dem Netzwerk des Jugendkulturarbeit e. V. mit dem Thema »Ankommen« beschäftigt. Am Anfang stand für das Junge Theater Bloherfelde die Frage: In was für einer Welt leben wir eigentlich?, also: Wo sind wir angekommen?

In »Home Sweet Home« werden verschiedene Utopie und Distopien, Alltagserfahrungen und Wahrnehmungen der Teilnehmenden dargestellt: Eine Gruppe von Jugendlichen trifft sich, eigentlich nur um gemeinsam abzuhängen. Irgendetwas muss ja aber passieren … Aber Kea taucht einfach nicht auf. Also gehen sie auf eine Art Zeitreise. - Warum? – Vielleicht um herauszufinden, dass es zu Hause doch am schönsten ist. Oder?

Das Theaterstück ist unter Anleitung von Pia Schillinger, Sophia Gerdes, Elif Gökpinar und Gözde Okcu (EVS) entstanden. Aus Ideen der Teilnehmenden, Diskussionen und Improvisationen hat das Jungen Theaters Bloherfelde nun sein diesjähriges Theaterstück »Home Sweet Home« erarbeitet. Begleitet wurde das Projekt weiterhin durch Reimer Meyn und seinem Team in der Bühnenwerkstatt im Internationalen Jugendprojektehaus sowie Finn Mewaldt, der uns im Bereich Sound und Musik unterstützte. Die Teilnahme am Jungen Theater Bloherfelde wird für Schülerinnen und Schüler der OBS Eversten als AG anerkannt.

Kontakt: Pia Schillinger, p.schillinger@jugendkulturarbeit.eu
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Theaterprojekt: Der Weg ist das Ziel

18.04.2014 09:13 Uhr

Projekt zum Thema: 1914–2014 – Von der Kriegsbegeisterung bis zum Friedensnobelpreis für Europa

von Edda Hayen

Derzeit findet wieder ein internationaler Jugendaustausch in den Räumen der Jugendkulturarbeit e. V. statt. Vom 13. Bis 24. April 2014 erarbeiten insgesamt 45 Jugendliche aus Portugal, Frankreich und Deutschland ein Theaterstück, das sich, ausgehend von der europäischen Geschichte der letzten 100 Jahre, mit der Überwindung von ethnischen Vorurteilen und sozialen Problemen beschäftigt.

Mit dabei sind 13 Jugendliche aus Setúbal/Portugal (17–22 Jahre alt), 13 Schüler aus Marseille/Frankreich (19–23 Jahre alt) und Schülerinnen der IGS Kreyenbrück und der Helene-Lange-Schule (14 Jahre alt), die alle keine noch keine Bühnenerfahrung haben. Die freiberufliche Schauspielpädagogin Sabine von Rothkirch sowie die Teamleiter Daniela Matos und Ivã Crispim (Organisation Experimentáculo, Setúbal) Morgane Le Meur und Faïza Khoualed (Organisation Planéte Voloutaire, Marseille) und Sema Culhaci (IGS Kreyenbrück) wollen Theatertechniken nutzen, um den Jugendlichen eine internationale Persönlichkeit zu vermitteln, damit sie den Europäischen Gedanken weiter tragen können.

Wichtig ist den Teamleitern der Weg dorthin, der Austausch unter den Jugendlichen, Überwindung der Vorurteile und natürlich auch der Sprachbarrieren.

Die Jugendlichen wissen wenig über den 1. Weltkrieg wissen, erzählen die Teamleiter, so dass der erste Ansatz für das gemeinsame Projekt emotional gehalten wird. Da wird über eher über den 2. Weltkrieg, die Kriegsangst, die Soldaten in den Kriegen, Toleranz, Respekt und den Kampf um Frieden gesprochen.
Es gibt keine besonderen Vorurteile der Gäste den Deutschen gegenüber; alle wünschen sich ein tolerantes und respektvolles Miteinander. Spannend ist der Umgang der unterschiedlichen Kulturen und Temperamenten der einzelnen Länder.

Ähnlich wie die Jugendkulturarbeit e. V. haben auch die Organisationen Experimentáculo in Setúbal und Planéte Voloutaire in Marseille Netzwerkverbindungen in andere europäische Länder und veranstalten oder besuchen Musikfestivals, Theateraufführungen und -workshops und viele andere kulturelle Veranstaltungen und beteiligen sich am EVS-Austauschprogramm. Sie arbeiten mit Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten zusammen, z. B. Hilfe zur Selbsthilfe, um einen Job zu finden o. ä., und auch aus diesem Kreis stammen die Jugendlichen, die nach Oldenburg gekommen sind.

Gefördert wird das Projekt u. a. vom Staat Frankreich und dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die zurzeit im Jugendprojektehaus beschäftigten Europäischen Freiwilligen Karin Barbeta, Julie Crighton, Guilia Sezzi und Karol Czaikowski.

Das Theaterstück, das noch keinen Namen hat, beginnt am 21.04.2014 um 19 Uhr in den Räumen der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne, Eingang Schlieffenstraße.
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Búkolla und die Suche nach dem Glück

02.04.2014 11:27 Uhr
von Edda Hayen

Búkolla ist eine magische Kuh, die mit einem Jungen friedlich auf einem Bauernhof lebt.
Eines Nachts verschwindet sie spurlos.
Der Junge macht sich auf die Suche und findet seine Freundin in der Höhle der Trolle.
Mit Hilfe ihrer magischen Schwanzhaare können die beiden die Trolle besiegen und entkommen.

„Wir fangen pünktlich an!“ mit diesen Worten ist Einlass am 29.03.2014 zur Projektarbeit des Vier-Nationen-Treffen ungarischer, rumänischer, isländischer Studenten und Jugendlichen und Schülern der Helene-Lange-Schule im Verein Jugendkluturarbeit e. V.

In der vergangenen Woche haben sie, zunächst in den einzelnen Gruppen, die Besonderheiten der anderen Nationen erarbeitet und später aus ihren Ergebnissen gemeinsam ein Theaterstück gestaltet.

Die Begrüßung in allen vier Sprachen lädt das Publikum herzlich ein. Das Stück frei nach dem isländischen Märchen „Búkolla die magischen Kuh“ ist umgewandelt in ein europäisches Märchen, das alle angeht.

Der Junge und die Kuh leben ein friedliches Leben. Vor dem Zubettgehen ist Märchenstunde und die Kuh schläft tief und fest ein. Doch diese Nacht soll nicht so ruhig bleiben wie alle bisherigen. Trolle entführen die Kuh mit großem Gebrüll.
Der Junge ist verzweifelt. Er macht sich auf den Weg und sucht die Kuh. Endlich hört er ihr Muhen und er findet sie in der Höhle der Trolle. Er fragt sie „Was sollen wir tun?“ Sie antwortet: „Nimm ein paar Haare von meinem Schwanz und wirf sie auf den Boden.“ Die Haare werden zu einem großen Meer und die Trolle sind vom Wasser umschlossen.

Doch das hält sie leider nicht lange auf. Gemeinsam trinken die Trolle das gesamte Wasser und geben ihre Beute, die Kuh, nicht frei. Auch als sich die Haare im zweiten Versuch in Feuer verwandeln, haben der Junge und die Kuh kein Glück. Die Trolle nutzen das vorher getrunkene Wasser, um das Feuer zu löschen und die Kuh bleibt in ihrer Gewalt.

Erst mit dem dritten Versuch gelingt den Freunden die Flucht. Die Haare werden zu einem riesigen Gebirge, die Trolle die versuchen dieses zu überqueren und werden vom Geröll erschlagen. Endlich haben der Junge und die Kuh sich wieder, umarmen sich glücklich und machen sich auf den Weg nach Hause.

Auch alle anderen Darsteller haben nun ihr Glück gefunden und folgen den beiden freudestrahlend.
Nur eine hübsche blonde Isländerin bleibt zurück und fegt den Boden. Sie will bleiben. Aber auch sie hat ihr Glück gefunden. Im Theater!

Ein Stück, in dem Trolle (in schwarz) überzeugend böse rüberkommen. In dem das Wasser, das Feuer und das Gebirge (in weiß) singend und mit ganzem Körpereinsatz erschaffen werden. Eine Geschichte, die von der Suche nach dem persönlichen Glück erzählt.

Es wird das Märchen der magischen Kuh erzählt, aber es ist auch noch Raum für die Phantasie der Teilnehmer, so verkauft ein Bildhauer eine Statue, die er aus dem Gebirge geschlagen hat und der Käufer trägt glücklich seine Ware nach Hause. Auch eine Ohrfeige wird ausgeteilt, als sich ein junger Mann ungebeten einer Mitspielerin nähert.

Das Publikum bekommt Wasser gereicht und der Kellner lässt sich auch von seinen Mitspielern nicht aufhalten, die Menschen zu bewirten. Kurz bevor das Stück beginnt, ist aber die Ansage: „Essen und Trinken nicht erlaubt!“

Aus dem anhaltenden Applaus des Publikums zu schließen hat es allen gefallen.
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Hohe Auszeichnungen für Jugendtheater Rollentausch und Recycling Kunst

26.03.2014 08:44 Uhr
von Carsten Lienemann

Die eigentliche Aktion liegt schon drei Jahre zurück: Im Frühjahr 2011 brachten das Jugendtheater Rollentausch und die Theater-AG der Hauptschule Kreyenbrück in einer Kooperation das Theaterstück »Global total - die Welt in meinen Händen« auf die Bühne, in dem es um den Werdegang unserer Konsumprodukte und die Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern ging. Insbesondere Kinderarbeit in der Textilindustrie wurde thematisiert. Parallel dazu beschäftigte sich die Wanderausstellung »Recycling Kunst«, erstellt von Schülerinnen und Schülen der damals 8. und 9. Klassen der Haupschule Kreyenbrück, mit den gleichen Inhalten.

Sowohl das Theaterstück als auch die Ausstellung erhielten nun in ihrer Kategorie jeweils den bundesweit ersten Preis innerhalb des Projektes »Fair Childhood«, vergeben von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Deren Bezirksvorsitzender Stefan Störmer übergab am Dienstag, 25. März, im Mensagebäude der Hauptschule Kreyenbrück die Urkunden an die Schauspielerinnen und Schauspieler, Rollentausch-Leiter Jörg Kowollik von Jugendkulturarbeit e.V., den musikalischen Leiter Christian Jakober sowie die Leiterin der Kunst AG, Marianne Garbe vom Blauschimmel Atelier. (Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kunst-AG bekamen ihre Urkunden separat ausgehändigt).

»Ich habe die Aufführung leider nicht live sehen können, aber selbst die DVD-Aufzeichnung hat mich schwer beeindruckt«, sagte Störmer während der Preisverleihung. »So ein komplexes Thema muss man erst einmal verarbeiten, damit die Botschaft beim Publikum ankommt. Ihr habt klar gemacht, dass es meist nicht sinnvoll ist, immer das billigste zu kaufen.« Aber es sei eben auch vermittelt worden, dass viele Familien sich fair gehandelte Produkte einfach nicht leisten könnten, so Störmer weiter.

»Als ich davon gehört hatte, bin ich sofort durch die Klassen gegangen und habe den Schülerinnen und Schülern mitgeteilt, dass sie die Preise gewonnen hatten«, sagte Schulleiter Axel Vensler. »Es gab donnernden Beifall, der Stolz stand allen im Gesicht. Und ihr könnt mit Recht stolz auf euch sein, wir sind es auch.«

Die beiden Projekte werden zusätzlich noch vor richtig großem Publikum ausgezeichnet, nämlich am 28. März auf der Bildungsmesse »didacta« in Stuttgart. Allerdings wird keiner der Veranwortlichen oder der Teilnehmer die Preise persönlich entgegennehmen können. Darum schicken Theater- und Bildende Künstlerinnen und Künstler eine Videobotschaft in den Süden der Republik, die zur Preisverleihung dem Publikum vorgeführt werden soll.
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Jugendliche auf der Suche nach dem Glück

25.03.2014 10:55 Uhr

Ein deutsch-ungarisch-isländisch-rumänisches Jugendtheaterprojekt

von Edda Hayen und Carsten Lienemann

„To be or not to be ... Young European“ heißt es momentan im Internationalen Jugendprojektehaus (IJP) des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. Vom 23. bis zum 30. März erarbeiten insgesamt rund 50 Jugendliche aus Island, Ungarn und Rumänien mit Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule eine gemeinsame Basis für Verständigung und Austausch.

In der ersten theaterpädagogischen Phase versuchen die Gruppenleiter Bjarni Snæbjörnsson (Island), Susanne Ufer, Samira Bauerfeind und Peter Sax (Universität Pécs, Ungarn), Ellen Tichy (Lucian-Blaga-Universität Sibiu, Rumänien) sowie Alice Rölleke und Ilona Schlalos (Helene-Lange-Schule Oldenburg) mit ihren Gruppen die Stereotypen und Vorurteile herauszuarbeiten, die die Jugendlichen mit den jeweils anderen Nationen verbinden. Schnell zeigte sich, dass Deutschland immer noch mit seiner Geschichte verbunden wird, aber auch mit Pünktlichkeit, Lautstärke und Bier. Bei Rumänien denken viele an Dracula, Sinti- und Romakulturen, bei Island an Kälte, Dunkelheit und Vulkane, bei Ungarn an Pferde und Gulasch.

Im zweiten Teil geht es um die individuelle Erfahrung und das persönliche Glück. Mit welchen Hoffnungen verlassen Menschen ihre Heimat, welche Visionen bringen sie mit? Was erwartet sie im neuen Land? Im Verlauf der Woche werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Vorstellungen dazu in Theaterszenen umsetzen.

Die Jugendlichen arbeiten aber nicht nur an dem Projekt, sie wohnen auch im IJP und haben in dieser Woche reichlich Gelegenheit, einander kennen und verstehen zu lernen. Sprachprobleme gibt es keine, alle sind ausreichend des Englischen mächtig, viele der rumänischen und ungarischen Teilnehmer sprechen sogar ausgezeichnet deutsch.

Am Sonnabend, 29. März, ab 19:00 Uhr ist das Ergebnis als gemeinsames Theaterstück der vier Nationen im Internationalen Jugendprojektehaus zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber jederzeit willkommen.
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Spielen in der virtuellen Welt

20.11.2013 07:00 Uhr

Potenzial und Probleme der Computerspiele-Welt

Die Sorge ist da: Kinder und Jugendliche verirren sich am PC, tauchen in unbekannte und manchmal gefährliche Welten ab. Führt Computer-Spielen zum Realitätsverlust? Was ist anders beim Spielen in der virtuellen Welt, was müssen Eltern und PädagogInnen wissen?

Der Medienpädagoge Jens Wiemken ordnet das Medium Computer ein in die Medienwelten, die uns umgeben. Das eröffnet die Möglichkeit, das Nutzer-Verhalten besser zu verstehen. Kinder und Jugendliche lassen sich so besser begleiten und in Krisensituationen können mehr Ideen zur Unterstützung entwickelt werden.

In seinem Vortrag am Mittwoch, 20. November, 19:30 Uhr in der Aula des Neuen Gymnasiums, Alexanderstraße 90, wird Jens Wiemken die Spielewelten und ihre Genres vorstellen, er wird aktuelle Entwicklungen aufzeigen (Free-Play/ Online-Spiele), auf die Möglichkeiten und Grenzen der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) eingehen und problematische Aspekte kommentieren.

Fragen und Diskussion im Anschluss an den Vortrag sind möglich.
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»Hitlerjunge Salomon« besuchte die IGS Kreyenbrück

01.10.2013 07:31 Uhr

Lesung am Freitag, 27. September 2013

von Carsten Lienemann

Sally Perel ist nicht besonders groß. Dem Schulleiter der IGS Kreyenbrück, Jens Kazmirek, der ihn empfängt und ihn zum Tisch auf der Bühne geleitet, reicht er nicht einmal bis zur Schulter. Mit wachen, freundlichen Augen betrachtet Perel die Schülerinnen und Schüler auf den Stuhlreihen vor ihm, während er Platz nimmt, und die Vorstellung seiner Person scheint ihm nach all den vielen Veranstaltungen und Lesungen noch immer ein wenig peinlich zu sein.

Aber unvermeidbar, wenn er seine Mission erfüllen will. Mit leiser und dennoch fester Stimme beginnt er zu sprechen, und sein Publikum hört ihm über die folgenden anderthalb Stunden gebannt zu - keineswegs selbstverständlich bei 12- bis 13-jährigen Jugendlichen. Perel erzählt seine Geschichte, die des Jungen Salomon, geboren in Peine, der zunächst mit seiner Familie vor den Nazis nach Lodz fliehen musste, dann nur noch vom ältesten Bruder begleitet und beschützt weiter nach Osten, während die Eltern und die Schwester zurückblieben und schließlich ins Ghetto Litzmannstadt gebracht wurden.

Zwei sich scheinbar widersprechende Aufträge geben ihm seine Eltern mit: »Du sollst leben, sagte meine Mutter. Vergiss nie, wer du bist, sagte mein Vater.« Schon bald musste der junge Sally seine jüdische Herkunft verleugnen, um dem sicheren Tod zu entgehen. Stattdessen kam er zurück nach Deutschland und wurde Hitlerjunge.

»Wie war es möglich, dass die Deutschen der Nazi-Ideologie nicht nur bereitwillig, sondern sogar begeistert folgten?« Perel stellt diese Frage und gibt selbst eine Antwort. »Wenn man jahrelang hört, dass man zur auserwählten Rasse gehört, dann glaubt man das, vor allem wenn man jung ist, kritisches Denken noch nicht gelernt hat und Hintergrundwissen wie Lebenserfahrung fehlen.« Perel selbst wollte und musste sich so schnell wie möglich anpassen und das Gedankengut übernehmen, um nicht entdeckt zu werden. »So wurde ich ein begeisterter Hitlerjunge, ich machte mir die Ideologie zu eigen, abgesehen von der Judenvernichtung. Der Rest klang überzeugend, die Rassenkunde schien ja auch wissenschaftlich belegt. Aber durfte ich mit ihnen Sieg heil! schreien? Ihr Sieg bedeutete die Vernichtung meines Volkes. Noch heute höre ich die Schrei der in Auschwitz verbrannten Kinder«

Sein Doppelleben führte zu einer Spaltung der Seele, die bis heute anhält. Die Nazi-Ideologie werde er nicht los, sagt Perel. Der Hitlerjunge sei noch immer sehr lebhaft in ihm, er streite oft mit ihm.

Gelegentlich wird Sally Perel um Verzeihung gebeten, dann antwortet er: »Ich habe der deutschen Jugend nichts zu verzeihen. Schuld erbt man nicht. Ich will keine Schuldgefühle erwecken. Aber so lange mich meine Schuhe tragen, will ich die Wahrheit berichten, und ich appelliere an die Jugend, sich für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen, gegen Neonazis und die braune Szene.« Diesen Auftrag formuliert er mehr als einmal, und kein Zweifel, er kommt an.

Das Recht auf Leben stehe über jeglicher Form von Glauben und Religion, ist Perel überzeugt. »Ein Menschenleben ist das allerheiligste auf der Welt. Für keinen Grund sollten Menschen ihr Leben lassen.

Wie gesagt, körperlich ist Sally Perel nicht sehr groß. Aber seine menschliche Größe erreichen nur sehr wenige.

Das Buch »Ich war Hitlerjunge Salomon« ist in gebundener Form in der Nicolaischen Verlagsbuchhandlung (ISBN 978-3-87584-424-5, 14,96 Euro) und als Taschenbuch im Heyne-Verlag (ISBN 978-3-453-06512-3, 7,95 Euro) erschienen.

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»Was sagt der Chef dazu?«

12.03.2013 07:27 Uhr

Soziale Netzwerke und Spätfolgen

Am 7. März 2013 informierte Christina Blanck von der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung im Rahmen der Kampagne »INTERNET erfahren statt Gefahren« über 100 Berufsschülerinnen und -schüler der BBS Haarentor zum »Karrierestart ohne Stolperfallen«.
Unter der Frage »Welche Stolpersteine sollte man meiden« ging es auch um die Nutzung sozialer Netzwerke durch potentielle Arbeitgeber, also die Frage, ob denn tatsächlich die Profile von Bewerbern angeschaut werden.
Christina Blanck berichtete: »Gerade bei Bewerberinnen und Bewerbern, die es in die engere Auswahl schaffen, werden ‚Online-Spuren‘ im World Wide Web beispielsweise über Google oder berufliche Netzwerke wie Xing geprüft. Durch eine entsprechende Gestaltung kann das eigene Profil aktiv eingesetzt werden und durchaus einen positiven Beitrag zum erfolgreichen Bewerbungsverfahren leisten.«
Freizeitaktivitäten und Engagement, beispielsweise im sportlichen Bereich, können besonders dargestellt und hervorgehoben werden und beim potenziellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlassen. Soziale Netzwerke sind also keinesfalls ein Hindernis bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Dr. Bernd Becker (Vorstandsmitglied im Förderverein Präventionsrat Oldenburg e.V. und comes Unternehmensberatung) konnte aus der eigenen beruflichen Praxis bestätigen, dass über Bewerber im Internet recherchiert wird.
Vor diesem Hintergrund betonte er: »Wichtig ist es, dass eigene Profil bewusst und vorausschauend zu nutzen und positive Eigenschaften hervorzuheben.« Bei sozialen Netzwerken müssen Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen so genutzt werden, dass das Profil nur eingeschränkt für Außenstehende erreichbar ist und beispielswiese Fotos nur für Freunde sichtbar sind. So können Facebook und Co für die private Kommunikation, aber auch zugunsten der eigenen Darstellung gegenüber einem potenziellen Arbeitgeber genutzt werden.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne »INTERNET erfahren statt Gefahren« sowie allgemeine Informationen zur Kampagne finden Sie auf www.praevention-im-nordwesten.de.


Hintergrundinfos zur Kampagne »INTERNET erfahren statt Gefahren«

Die Kampagne wendet sich an Eltern und alle Erwachsenen, die mit Kindern zusammen leben oder arbeiten. Sie verfolgt das Ziel, den Wissensunterschied bei der Nutzung des Internet zwischen den Generationen auszugleichen und neu aufgeworfene Fragen zu bearbeiten, damit Eltern und Pädagog_innen ihrem Erziehungsauftrag und ihrer Schutzfunktion gegenüber den jungen Menschen nachkommen können.

Kinder und Jugendliche erwerben inzwischen sowohl in der Schule als auch in der Freizeit den Umgang und das Verständnis mit dem Internet nebenbei und sind ihren Eltern im Umgang mit den Onlinemedien häufig einen Schritt voraus.
Das heißt aber nicht, dass sie hinreichend die Probleme erkennen können, die bei der Internetnutzung auch auftreten.

Für Kinder und Jugendliche gibt es bereits ein vielfältiges Angebot von Organisationen, Plattformen oder Internetseiten, die ihnen bei Fragen oder Problemen Hilfestellungen anbieten. An dieser Stelle sind auch die Eltern und Pädagog_innen täglich gefragt, denn Medienerziehung ist ein wichtiger Bestandteil allgemeiner Erziehung geworden. Der Verbund der kommunalen Präventionsräte im Nordwesten und die Polizeidirektion Oldenburg haben sich daher zum Ziel gesetzt, Erwachsenen, insbesondere Eltern, Hilfestellung bei der aktiven und gezielten Medienerziehung anzubieten. Ihre Aufgabe ist es, die Chancen der »Lebenswelt Internet« für Kinder und Jugendliche nutzbar zu machen.

Ausgehend von der im Generationengefüge nicht selbstverständlichen Tatsache, dass Kinder und Jugendliche über eine höhere Kompetenz im Umgang mit dem Computer verfügen als ihre Eltern, möchte die Kampagne informieren und bereichern. Das heißt, dass die Möglichkeiten der digitalen Medien Ausgangspunkt für die Aufklärungsangebote sind. Gefahren werden keineswegs ausgeklammert, im Gegenteil.
Sie werden so zum Thema gemacht, dass der (auch jungen Menschen gegebene) Spaß an den Medien erlebbar wird und die Konflikte in Elternhaus und pädagogischen Zusammenhängen handhabbar werden.

Mit quartalsweisen Schwerpunkten bieten die Präventionsräte im Nordwesten und die Polizeidienststellen der Polizeidirektion Oldenburg zu den Themen
  • »soziale Netzwerke« (Februar bis April 2013),
  • »Handy/ Internet« (Mai bis Juli 2013),
  • »Computerspiele« inkl. Spielsucht (August bis Oktober 2013) und
  • »Cyberbullying« inkl. Persönlichkeitsrechte im Netz (November 2013 bis Januar 2014)
  •  
verschiedene Veranstaltungen an.

Über die jeweils aktuellen Angebote des Präventionsrates Oldenburg können Sie sich auf www.praevention-im-nordwesten.de unter dem Menüpunkt »Veranstaltungen« informieren.
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»Mein Oscar ist für ...«

22.12.2012 07:10 Uhr
von Carsten Lienemann

Oscar-Verleihungen in Hollywood gleichen sich wie ein Oscar dem anderen: Die Preisgewinner geben sich völlig überrascht und danken anschließend ihren Eltern, der Academy und dann der halben Welt, die leer ausgegangenen Schauspielerinnen und Schauspieler applaudieren mit der Faust in der Tasche und lächeln gequält, die Moderation ist ohnehin austauschbar.

In Oldenburg ist das ganz anders. Die Oscar-Verleihung am Donnerstag, 20. Dezember 2012, im Internationalen Jugendprojektehaus unterschied sich traditionell in vielerlei Hinsicht von der Veranstaltung im Vorjahr.

Zu den Dingen, die beibehalten werden, gehört, dass jeder einen Oscar bekommt. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler basteln für jeweils eine andere Person aus der gleichen Kinder- bzw. Jugendtheatergruppe des Vereins Jugendkulturarbeit e .V. einen individuellen Preis, der besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten dieser Person symbolisiert und mit entsprechender Erklärung überreicht wird. Damit wird vor aller Augen eine hohe gegenseitige Achtung und Wertschätzung demonstriert.

Mit einer gespielten Szene, besetzt aus dem Vereinsvorstand, wurden die letzten Zuschauer hereingerufen, bevor der ganze Vorstand nach vorn geholt wurde, um sich vorzustellen. Die Moderation lag in den Händen von Lara Görtzmann und Guntars Almanis, die wie drei weitere Jugendliche ein Freiwilligenjahr im Verein Jugendkulturarbeit absolvieren. Passend zum Anlass hatten sich beide mächtig in Schale geworfen, um die Show vom Sofa aus »im Fernsehen« zu verfolgen und zu kommentieren. Zwischendurch schlüpften beide immer wieder in verschiedene Rollen oder gesellten sich zu den von ihnen mit betreuten Theatergruppen auf die Bühne.

Den Anfang machte die Kreyenbrücker Kindertheatergruppe »PAEPP«, dann das »Kooperative Kindertheater Ohmstede« (KaKaO), nach der Buffet-Pause folgten die Kreyenbrücker Jugendtheatergruppe»Rollentausch«, das »Jugendtheater Bloherfelde« (JTB), das Kurlandtheater und schließlich der Jugendklub der Kulturetage, die fast alle mit einer Szene einen Einblick in ihre Theaterarbeit boten. Außerdem stellten Liesa Pieczyk und Marco Jodes ihr Projekt »Tanz:T« und Dettmar Koch die Riege der »Freiwilligen« vor, nachdem er ein Jugendkulturarbei-T-Shirt versteigert hatte. Musikalisch eingerahmt wurde der Abend von Izabela Cholewa und Davide Leonardi.

Regelmäßiger, weil beliebter und immer wieder neuer Bestandteil der Oldenburger Oscar-Verleihungen ist das Improtheater, bei denen die Mitglieder der verschiedenen Theatergruppen neu gemischt werden und nach den Vorgaben des Publikums eine Szene entwickeln müssen. Diesmal aber hatte niemand so recht Lust, einen Wettbewerb daraus zu machen, und so blieb es bei einem Durchgang. Es folgte aber noch ein improvisiertes Improtheater: Drei Spieler treffen sich auf einer Sitzbank und entwickeln eine Szene. Wer lachen muss, scheidet aus und benennt einen neuen Spieler oder eine neue Spielerin aus den Zuschauern. Diese Person bestimmt eine neue Situation.

Mit diesem Spiel ging der Abend zu Ende. Den Schlusspunkt setzten Davide und Izabella mit »Let it Snow«.

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»Das soll mein Fahrrad sein?«

14.10.2012 14:14 Uhr
Fahrrad-Putzaktion des Round Table 14 Oldenburg zugunsten von Trauerland e. V.

Ein neues Fahrrad für sechs Euro? Ganz so war es nicht. Aber ein Fahrrad, das für sechs Euro fast so aussieht, als wäre es gerade gekauft worden, das konnte man am Sonnabend, 13. Oktober, auf dem Julius-Mosen-Platz bekommen. Die Mitglieder des Service-Clubs Round Table 14 Oldenburg reinigten von 11:00 bis 16:00 Uhr Fahrräder, was das Putzzeug hielt. Viele Besitzer erkannten bei der Rückgabe ihre Räder kaum wieder.

Im Preis eingeschlossen war auch ein Sicherheits-Check, bei dem 11 kritische Punkte wie Bremsen, Beleuchtung etc. auf ihren Zustand überprüft wurden. Bei der Abholung wurde den Eigentümern mit ihren Rädern eine Mängelliste übergeben, die gleichzeitig ein Gutschein ist: Das Zweiradhaus »Vosgerau am Damm«, das sich mit drei Mitarbeitern auch an der Putzaktion beteiligte, bietet bis Ende Oktober gegen Vorlage der Liste einen Rabatt von 10% auf die Reparaturrechnung an.

Für zwei Euro zusätzlich konnte man an einer Verlosung teilnehmen. Am Ende der Veranstaltung gegen 16:00 Uhr wurden ohne Notar, aber in Gegenwart vieler Zeugen die Gewinner verschiedener Gutscheine ermittelt, die die Firmen Vosgerau, Möbel Buss und CeWe Color gestiftet hatten.

Von der Putzaktion profitierten neben Trauerland e. V auch die Oldenburger Postboten. Zusteller Michael Olsen putzte die Fahrräder seiner Kollegen, sein Arbeitgeber hatte Trauerland dafür einen Betrag überwiesen.

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Frag doch mal die Maus!

05.10.2012 07:45 Uhr
von Carsten Lienemann

Was passiert eigentlich mit einem Menschen, wenn er gestorben ist? Na klar, er wird bestattet. Aber wie genau geht das eigentlich, was muss dafür getan werden?

Antworten auf diese und weitere Fragen konnten Kinder und ihre Eltern am Mittwoch, 3. Oktober, beim Bestattungsinstitut Stolle bekommen, das sich wie auch schon bei der Erstauflage im vergangenen Jahr an der Aktion »Türen auf für die Maus« beteiligte.

»Die Nachfrage war sehr groß«, freut sich Alexander Stolle. »Wir haben drei Führungen für je etwa 40 Personen angeboten, und die waren schon bald ausgebucht, so dass wir leider vielen Anrufern absagen mussten.«

Um halb elf ist die erste Gruppe an der Reihe. Die Kinder erhalten zur Begrüßung von Daniela Helms und Lena Brandes eine Maus-Anstecknadel und einen Aufkleber mit ihrem Namen, und wenn sie mögen, auch Kekse und Getränke. Dann führt Martina Brandes sie in den Andachtsraum, der wie bei einer Trauerfeier hergerichtet ist, abgesehen davon, dass im ganzen Haus viele Stofftier-Ausgaben der Maus verteilt worden sind, die die Besucher nach und nach entdecken.

Nach einer kurzen Einführung geht es in den Ausstellungsraum. Verschiedene Sargmodelle stehen hier, damit die Angehörigen einen Sarg aussuchen können, der ihnen gefällt und zu der verstorbenen Person passt. Ein fertiger Sarg steht offen im Raum, er ist mit roten Polstern ausgeschlagen. »Normalerweise sind die Polster weiß, gefüllt sind sie mit geschreddertem Papier«, erklärt Martina Brandes. »Warum ist das überhaupt gepolstert, der Gestorbene merkt das doch nicht mehr?« möchte jemand wissen. »Das hat mit Würde zu tun«, antwortet Martina Brandes, »wir würdigen damit den Verstorbenen.«

Wie fühlt es sich an, in einem Sarg zu liegen? Wer möchte, darf das ausprobieren. Und das möchten eine ganze Menge, und auch die Eltern sollen mal probeliegen.

Die nächste Station ist der Transportwagen. Alexander Stolle zeigt, wie ein Verstorbener von der Rollbahre in das Auto bewegt wird und wie er im Beerdigungsinstitut wieder ausgeladen wird. Dabei müssen eine Reihe von Hebeln bewegt und Knöpfe gedrückt werden, das übernehmen heute mal die Kinder.

Verstorbene werden gewaschen und zurechtgemacht, bevor sie mit dem Körperlift in den Sarg gelegt werden. Wie das geht, zeigt Holger Stobbe, und außerdem erklärt er, wie die Trageriffe an den Sarg geschraubt und der Stoff am Holzrahmen befestigt wird. Die Kinder dürfen auch selbst schrauben und tackern, dabei passt Holge Stobbe gut auf, dass sich niemand verletzen kann. Währenddessen beantworten Alexander Stolle, Martina Brandes und Peter Bantelmann die Fragen der Erwachsenen.

An der nächsten Station steht ein weißer Sarg, auf den die Kinder bunte Handabdrücke aufbringen dürfen. Dazu malt Lena Brandes ihnen Fingerfarbe auf die Hände. Dann zeigt Martina Brandes noch die Aufbahrung, mit einer Puppe, die aus gutem Grund kein Gesicht hat.

Wieder im Andachtsraum, bekommen die Kinder noch eine Tasche mit einer Stoffmaus, einem Buch, Luftballons und weiteren Dingen, bevor sie verabschiedet werden.

Die Führung durch das Bestattungsinstitut zeigt, dass Kinder sehr sachlich und pragmatisch mit dem Tod umgehen. Dass er zum Leben dazugehört, ist ihnen offenbar viel leichter zu vermitteln als die meisten Erwachsenen denken. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses Stolle gehen mit großem Einfühlungsvermögen auf die Kinder ein, beschönigen nichts und vermitteln die Sachverhalte in einer leicht verständlichen, aber keinesfalls kindischen Sprache. Und gelacht wird auch viel an diesem Tag.

Das Bestattungsinstitut Stolle steht allen Religionen sowie nicht-religiösen Menschen offen, erläutert Alexander Stolle auf Nachfrage. Auch Urnen-Erd- und Seebestattungen sind möglich, »darauf auch noch einzugehen, hätte aber den zeitlichen Rahmen gesprengt«.

Der Verein Trauerland e. V.

Weil Kinder anders trauern als Erwachsene, unterstützt der Verein Trauerland e. V. Kinder und Jugendliche, wenn sie einen Angehörigen verloren haben. Zusammen mit zwei Kolleginnen stellte Trauerland-Mitarbeiterin Carolin de Witt den Verein und seine Arbeit vor. Im Besprechungsraum konnten Kinder und Eltern auch einen Blick auf die Trauerland-Internetseiten mit unterschiedlichen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werfen.

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Viel Sand und Knete zum Kinderfest

24.09.2012 07:30 Uhr
von Carsten Lienemann

»Kinder brauchen Zeit« ist das Motto des diesjährigen Weltkindertages, der wie jedes Jahr am 20. September stattfand. Und wie jedes Jahr wurde dieser Tag am Sonntag, dem 23.September, bundesweit mit Kinderspielfesten gefeiert, in Oldenburg wie immer auf dem Rathausmarkt und organisiert vom Verein zur Förderung des Freizeitsports e. V. »Spielefant«.

Alles, was in und um Oldenburg Ruf und Namen in Sachen Engagement für Kinder und Jugendliche hat, war mit einem Stand vertreten. Nicht nur der Spielefant, auch fast alle anderen Organisationen boten Mal- und Spielstationen an, wobei neben Bewegungsspielen Sand und Knetmasse die absoluten Renner waren.

Während die Kinder die Zeit bekamen, die sie zum Spielen brauchten, konnten ihre Eltern viele Informationen rund um Erziehung, Bildung, Gesundheit, Chancen und Gefahren erhalten, Kinder im Allgemeinen wie auch die eigenen Kinder im Besonderen betreffend.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen empfahl 1954 ihren Mitgliedsstaaten die Einrichtung eines Weltkindertages. Damit sollten die Rechte der Kinder gestärkt, die Freundschaft unter Kindern und Jugendlichen gefördert und die Arbeit von UNICEF unterstützt werden. Weiteres dazu auf www.weltkindertag.de.

Das Motto »Kinder brauchen Zeit« rückt den zunehmend durchgeplanten Tag von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt und appelliert gleichzeitig an Eltern, Erzieher, Betreuer und alle anderen, die sich angesprochen fühlen, Kindern mehr Zeit zu widmen. Auch dazu gibt die Website zum Weltkindertag Auskunft.

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Fußball hilft trauernden Kindern

10.09.2012 07:30 Uhr
Benefiz-Turnier des TSV Oldenburg zugunsten von Trauerland e. V.

Die Konkurrenz war groß an diesem Sonntag, dem 9. September. Überall in der Stadt gab es Veranstaltungen, die sich in etwa an das gleiche Publikum richteten wie das dritte Benefiz-Fußballturnier des Türkischen Sportvereins. Trotzdem waren die Spiele der C- und D-Mädchen gut besucht, ebenso wie das Begleitprogramm aus Hüpfburg, Tombola, Glücksrädern, diversen Spielständen sowie Erfrischungs-und Imbissständen, und wurden so ganz nebenbei zu einer echten Begegnung der Nationen und Kulturen, die in Oldenburg vertreten sind.

Nach spannenden Spielen konnte die weibliche C-Jugend des SV Werder Bremen Siegerpokal und Medaillen aus den Händen von Turnier-Schirmherr Thomas Kossendey (MdB) entgegennehmen. Die Platzierung im Einzelnen:

6. JSG Altenbruch/Groden
5. SV Eintracht Wildenloh
4. TSV Oldenburg
3. SV Wüsting-Altmoorhausen
2. SV Friedrichsfehn
1. SV Werder Bremen


Die Siegerehrung für das D-Jugend-Turnier nahmen OB Gerd Schwandner und Ratsherr und MdL Wolfgang Wulf vor. Hier gewannen die Mädchen des FC Ohmstede 1. Die Platzierung sah wie folgt aus:

5. TSV Oldenburg
4. FC Ohmstede 2
3. SV Eintracht Wildenloh
2. TuS Petersfehn
1. FC Ohmstede 1


Der eigentliche Gewinner des Tages aber war der Verein Trauerland e. V., zu dessen Gunsten das Turnier in diesem Jahr veranstaltet wurde. Wie hoch der Erlös am Ende war, konnte noch nicht ermittelt werden, aber spätestens im Bericht zur Scheckübergabe wird an dieser Stelle auch die Summe genannt werden.

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Viel MUT und viel Applaus

17.07.2012 11:23 Uhr
von Carsten Lienemann

Zum Abschluss des Modellprojektes »Migration und Theater« des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. führten drei der beteiligten Theatergruppen am Freitag, 13. Juli, im Internationalen Jugendprojektehaus noch einmal ihre Stücke auf.

Den Anfang machte das Kooperative Kindertheater Ohmstede (KaKaO) mit »Piraten, Wellen und Spinat«, das von Kindern handelt, die sich aus ihrer tristen Umgebung in einem Kinderheim auf ein Piratenschiff träumen und in ihrer Fantasie viele Abenteuer erleben. Dass diese Kinder aus verschiedenen Ländern kommen und alle ihre eigene, nicht immer lustige Geschichte haben, wird dabei ganz bewusst nur angedeutet. Alles weitere dazu auf der Sonderseite Schultheater.

Es war für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Ohmstede die 14. Aufführung. Sie haben vor insgesamt rund 1100 Zuschauern gespielt und damit einen neuen Rekord in der KaKaO-Geschichte aufgestellt.


»Die neuen Nachbarn«

Das Kindertheater Bloherfelde beschäftigte sich in seinem Stück mit Vorurteilen sowie dem Verschweigen und Verdrängen von eigenen Problemen. In das leerstehende Haus sind neue Mieter eingezogen, eine Frau mit vier Kindern. »Das ist kein Umgang für unsere Kinder«, bestimmt das Kaffeekränzchen aus den tonangebenden Damen der Gesellschaft. Eines der Kinder hält sich aber nicht daran, schließt Freundschaft mit den Neuen und hilft bei der Suche, als das jüngste der vier angeblich Asozialen verschwunden ist. Und siehe da: Die sind gar nicht asozial. Der Vater ist gestorben, die alleinstehende Frau müht sich nach Kräften, ihre vier Kinder durchzubringen, und diese selbst sind auch ganz in Ordnung. Aber das ist noch nicht alles. Es stellt sich heraus, dass auch die angesehenen Familien ihre Geheimnisse haben. Diese Geschichte hat ihnen die Augen geöffnet, sie stehen zu ihren Problemen und ziehen die Konsequenzen.

Auch wenn die zugezogenen neuen Mieter hier nicht ausdrücklich ausländische Wurzeln haben, sondern im Gegenteil sogar einen typisch deutschen Namen tragen, die Parallele wird auch so deutlich. Viele Migranten erleben genau das, was der »asozialen« Familie in diesem Stück widerfährt.


Heimweh im Herzen

Das Kindertheater PAEPP aus Kreyenbrück betrachtet Migration aus dem Blickwinkel der Fremden. Melissa aus Deutschland hat sich mit Philipp angefreundet, der mit seiner Schwester aus Afrika nach Europa gekommen ist. Eigentlich hat er hier alles, was er braucht, er hat sogar seine Familie wiedergefunden, die auf der Flucht auseinandergerissen wurde. Trotzdem ist er ziemlich unglücklich, und das kann Melissa nicht verstehen. Dann aber wird sie auf magische Weise nach »Anderland« befördert und erfährt, wie sich anfühlt, wenn man in einem fremden Land ist, nicht nur auf Urlaub, nicht freiwillig, wo man die Sprache nicht versteht und wo die Umgangsformen und die Lebensweise völlig anders sind und das Essen ganz anders schmeckt als zu Hause.

Melissa findet Freunde in Anderland, und sie fühlt sich mit der Zeit wohler als am Anfang, aber sie erkennt auch, dass sie das Heimweh im Herzen nicht besiegen kann. Und plötzlich kann sie Philipps Traurigkeit verstehen.

Bei aller Ernsthaftigkeit, mit der die PAEPP-Spielerinnen und Spieler das Thema angehen, ist ihnen ein unterhaltsames und durchaus auch amüsantes Stück gelungen, in dem sie sich über unsere Eigenheiten und Gewohnheiten lustig machen und ihre Gültigkeit in Frage stellen.

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Theater-AG der GS Ohmstede spinnt Seemannsgarn

30.06.2012 07:00 Uhr
Premiere am 5. Juli

von Carsten Lienemann

Das Stück beginnt in einer Art Heim. Die Kinder auf der Bühne arbeiten und haben offenbar wenig Grund zur Freude. Bis sie beschließen, etwas zu spielen und sich mit Hilfe ihrer Fantasie auf ein Piratenschiff träumen. Die abenteuerliche Reise beginnt.

Seit vielen Jahren bringen die Grundschule Ohmstede und der Verein Jugendkulturarbeit e. V. immer wieder Kindertheaterstücke auf die Bühne. Dass Arbeit und Ergebnisse trotzdem spannend bleiben, liegt sicher nicht zuletzt an der naturgemäß ständig wechselnden Besetzung.

Das Stück basiert auf dem Bühnenprogramm »Piraten, Wellen + Spinat« von Markus Rohde und Band, die auch die Live-Musik beisteuern. Damit »die Darsteller während der Lieder nicht nur Staffage sind, werden jeweils zwei Kinder über Mikrofon mitsingen«, erklärt Rohde.

Die Handlung ist wie immer von den Kindern entwickelt und dann von den beiden Regisseuren Maud Ritterbeeks und Emmanuel Roux mit Hilfe von Theaterpädagoge und Jugendkulturarbeit-Geschäftsführer Dettmar Koch und Markus Rohde in Textform gebracht worden, Angelika Beck-Trauernicht erarbeitete mit den jungen Tänzerinnen und Tänzer der AG Videoclipdancing die Tanzeinlagen. »Alles in allem - wie immer - ein Jahresprojekt«, wie Schulleiterin Uta Schnelle versichert.

»60 bis 70 Kinder und Jugendliche sind in diesem Jahr beteiligt«, sagt Dettmar Koch. Das schließt auch diesmal das Plakat mit ein, das an der Grundschule im Kunstunterricht entworfen und von der Schülerfirma »schoolart« der IGS Flötenteich für den Druck vorbereitet wurde.

»Piraten, Wellen und Spinat« ist Teil des Projektes »Migration und Theater« (MUT), wie zwei weitere Kindertheaterproduktionen des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. Migration und Flucht ist auch durchaus ein Thema des Stückes, wie beispielsweise in der Kinderheim-Szene zu Beginn erkennbar ist. Allerdings: »Es gibt zwar ein paar Andeutungen, aber wir wollen ganz bewusst nicht moralisieren«, erklärt Dettmar Koch, und Markus Rohde ergänzt: »Wir spielen auch ein bisschen mit verschiedenen Sprachen. Der Spaß an der Sache soll aber für alle im Vordergrund stehen.«

Vorstellungen:
Do., 05. Juli, 18:00 (Premiere, öffentliche Veranstaltung)
Fr., 6. Juli, 9:00 und 11:00 (Schulveranstaltungen)
So., 08. Juli 2012,11:00 und 15:00 (öffentliche Veranstaltungen)
Mo., 9. Juli - Do., 12. Juli, jeweils 9:00 und 11:00 (Schulveranstaltungen)
Fr., 13. Juli, ab 9:00, im Rahmen des Kindertheaterfestivals »MUT«

Kartenreservierungen für die öffentlichen Vorstellungen (5,- € pro Karte) und Schulveranstaltungen sind ab sofort unter www.jugendkulturarbeit.eu oder der Telefonnummer von Jugendkulturarbeit e. V. (Kranbergstraße 55, Eingang: Tor Schlieffenstraße; Tel. 0441 3801260) möglich.
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Tod und Akrobatik

18.06.2012 17:56 Uhr
von Jennifer Kees und Janet Albien

Der Spielort des Todes

Das leicht morbide Stück »Der Spielort des Todes«, gespielt vom Jugend-Theater Bloherfelde, hinterlässt einen bleibenden Einruck. Zwei der Akteure schlüpften in die Rolle des Todes und setzen den Leben einiger Jugendlichen, welche sich aus Spaß und Langeweile über eine Mauer stahlen, auf der »Achtung Lebensgefahr« stand, ein Ende.

Während der 50 Minuten Spielzeit wird der Tod in vielen seiner Facetten auseinandergenommen und beleuchtet. So gibt es beispielsweise Szenen, in denen der Tod seine Arme um die Jugendlichen legt und sie somit friedlich oder auch brutal aus dem Leben reißt, ferner haben sie ebenfalls den suizidalen Tod in ihrem Stück aufgenommen und behandeln ihn. Was auch sehr bewundernswert ist, dass sie nicht nur verschiedene Todesursachen und Einstellungen zum Tod veranschaulicht haben, sondern auch die verschiedenen Ansichten auf das, was nach dem Tod erfolgen mag. So gab es zum Beispiel eine Szene, in der es um Wiedergeburt und den Glauben an ein Leben nach dem Tod ging.

Das Stück wurde durch mehrere mit Witz versehenden Szenen aufgelockert und schaffte somit eine entspannte, aber dennoch ernste Atmosphäre. Abgeschlossen wurde das Stück dann mit einer sehr grotesken Szene, in der alle Verstorbenen einen Abschiedsbrief an ihre Eltern zu formulieren versuchten. Diese Momente waren die wohl die düstersten des ganzen Stückes und regten zum Nachdenken an.


Abschwert Unbesurd

Die Akrobatik-Show »Abschwert Unbesurd« der Zirkusschule Seifenblase ist eine lustige Mischung aus Akrobatik-Nummern und Comedy-Einlagen in loser Folge. Die Akteure sind junge, dynamische Menschen zwischen 10 und 18 Jahren, die sichtlich Spaß an der Sache haben. Gezeigt wurden z. B. die unterschiedlichen Arten, einen Schaumkuss zu essen oder Jonglage-Einlagen von gelangweilten Büromenschen. Außerdem wurde viel mit Licht gearbeitet, wie z. B. Leuchtstäbe an Menschen in der Dunkelheit, die sich zu Pyramiden aufeinanderstellten. Die Show war witzig, interessant und packend und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Der verdrehte Titel passt zur verdrehten Handlungsweise: Die Szenen begannen meist als gewöhnliche Alltagssituationen und drehten dann ins Absurde ab. Durch die scheinbare Leichtigkeit der Aktionen wirkten selbst schwierige Kunststücke unbeschwert. Die Zuschauer verließen die Show in bester Laune.


Jennifer Kees und Janet Albien sind Schülerinnen der Oberschule Osternburg und schreiben für die Osternburger Nachrichten.
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Langer Abend bei den Jugendtheatertagen

13.06.2012 20:30 Uhr
von Carsten Lienemann

Am Dienstag, 12. Juni, wurden gleich drei sehenswerte Stücke aufgeführt. Das Platt'n'Studio (14+) des Staatstheaters und der DS-Kurs 203 des Gymnasium Ulricianum Aurich spielten in der Exerzierhalle, anschließend ging der Jugendclub der Kulturetage auf die Bühne.

Upwaken

Das Platt'n'Studio (14+) des Staatstheaters bringt eine größtenteils plattdeutsche Bearbeitung von Frank Wedekings »Frühlings Erwachen« auf die Bühne

Elternsprüche. Schulprobleme. Erwachende Sexualität. Stimmungsschwankungen, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Das ganze Programm, das die Pubertät zu bieten hat. Von einer Einführung in das Thema kann nicht die Rede sein, die Zuschauer werden mitten in das Geschehen hinein geworfen. In zunächst sehr schnell wechselnden Szenen finden sich die Spielerinnen und Spieler in verschiedenen Situationen wieder, in denen gelacht und gelästert, geklagt und philosophiert wird.

Erst allmählich wird das Erzähltempo reduziert, und aus der scheinbar losen Abfolge von Szenen wird die Handlung erkennbar, die gegenüber dem Original stark vereinfacht ist. Übriggeblieben ist im Wesentlichen Wendlas Schwangerschaft (und damit auch Melchiors Vaterschaft) und Moritz' Selbstmord. Das aber ist kein Verlust, im Gegenteil. Wedekings Gesellschaftskritik, so angebracht sie Ende des 19. Jahrhunderts war, musste aktualisiert werden, und das ist gut gelungen.

Alle Darstellerinnen und Darsteller präsentieren ihre Figuren sehr einfühlsam. Dass Plattdeutsch für die meisten eine Fremdsprache ist, was den Sprach- und Spielfluss gelegentlich hemmt, ändert daran nichts. Auch der Tempowechsel, von der schnellen Folge vorwiegend heiterer Szenen zu den langsamen Szenen persönlich-intimen Inhalts, gelingt allen problemlos. Eine insgesamt sehr überzeugende Inszenierung, die mehr als einmal auch Szenenapplaus verdient gehabt hätte, der aber leider ausblieb. Der Schlussapplaus immerhin fiel entsprechend groß aus.

Weitere Aufführung: 16. Juni, 17:00 Uhr, Exerzierhalle

Ba(r)llade

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? - Der Vater, na klar, mit seinem Sohn im Arm, der im Fiebertraum vom Erlkönig fantasiert und schließlich stirbt. Aber wie geht es weiter? Der DS-Kurs 203 des Gymnasium Ulricianum Aurich gibt in seinem Balladen-Medley eine Antwort.

Der Vater, der auch Jahre später den Tod des Sohnes noch nicht verwunden hat, ist inzwischen Besitzer einer heruntergekommenen Schenke. Dem Erlkönig ist er noch immer gram, und als dieser im Gastraum erscheint, versucht er, dessen Tochter, die mitgekommen ist, in die Hand zu bekommen.

Nach und nach kommen weitere Figuren aus Balladen deutscher Dichter herein, stellen in Rückblenden ihre Geschichte vor und kommen miteinander ins Gespräch und auch ins Geschäft. So will Ritter Delorges aus Schillers »Der Handschuh« noch immer weder Kunigundes Dank noch ihre Liebe, ist aber bereit, sich von Heines König »Belsazar«, der von seinen Knechten getötet wurde, als Leibwächter anstellen zu lassen, »damit das nicht nochmal passiert«.

Goethes »Zauberlehrling«, aktueller Freund der Erlkönig-Tochter, prahlt damit, nach seinem Missgeschick mit dem Wasser holenden Besen den Brand auf der Schwalbe gelöscht zu haben. Zu seinem Unglück sitzt Fontanes »John Maynard« schon da, sturzbetrunken, aber noch aufmerksam genug, um den Aufschneider zu entlarven. Am Schluss aber gibt es, im Gegensatz zu den meist tragisch endenden Balladen, ein Happy-End, sogar der Sohn des Wirtes taucht wieder auf, gerade noch rechtzeitig, um sich vor den Geistern zu verstecken, die pünktlich um Mitternacht erscheinen - natürlich zu Michael Jacksons »Thriller«.

Eine schöne Idee, ein paar Werke unserer großen Dichter auf die Bühne zu bringen und sich über ihr oft unerträgliches Pathos lustig zu machen, sich vielleicht auch dafür zu rächen, dass Generationen von Schülerinnen und Schülern sich immer wieder mit ihnen befassen müssen. Die Arbeit an diesem Stück hat Spaß gemacht, das ist allen Spielerinnen und Spielern anzumerken. Die Figuren sind Karikaturen von tragischen oder strahlenden Helden, und zwar sehr gelungene, von der Kostümierung bis zur Gestik. Schade, dass es die einzige Aufführung in Oldenburg war.

An.com

Der Jugendclub der Kulturetage zeigt eine gelungene Mischung aus Tanz- und Sprechtheater

Zwölf junge Menschen werden (von einem dreizehnten) auf die Bühne geworfen, die Leben heißt. Sie kommen offensichtlich aus verschiedenen Welten, sie begegnen sich, geraten in verschiedene Alltagssituationen und versuchen, miteinander zu kommunizieren. Da sie alle unterschiedliche Sprachen verwenden, führt das zu Missverständnissen und Problemen, wird letztlich aber immer irgendwie gelöst.

Es wird viel gesprochen, dabei ist die Zahl der Sprachen fast ebenso groß wie die Zahl der Spielerinnen und Spieler. Verschiedene gesellschaftliche Konventionen aus unterschiedlichen Kulturkreisen tragen ihren Teil dazu bei, dass die Darsteller sich untereinander kaum verstehen. Die Zuschauer jedoch verstehen alles sehr gut, denn das meiste wird durch Tanz und Körpersprache transportiert, und das ganz hervorragend. Je nach Zusammenhang wechseln die Spieler zwischen gleichförmigen und individuellen Bewegungsmustern, stellen Tagesabläufe rein pantomimisch dar oder verkörpern in mehreren Durchläufen verschiedene Charaktere in einer Alltagssituation.

Als Bühnenbild dienen 12 Hartfaserplatten, jeweils ein Quadratmeter groß, die mal den Boden eines Zimmers, mal einen Zaun, mal einen Bus symbolisieren. Zwischen den einzelnen Szenen besteht bestenfalls ein loser Zusammenhang, und dennoch befindet sich alles in einem gleichmäßigen Fluss, dem man gut noch eine weitere Stunde zusehen könnte.

Das Stück An.com ist Teil des Projektes »Migration und Theater«, das der Verein Jugendkulturarbeit in diesem Jahr mit allen seinen Theatergruppen durchführt. Da trifft es sich gut, dass der Jugendclub der Kulturetage aus vielen verschiedenen Nationen zusammengesetzt ist. Überraschend und kaum zu glauben ist allerdings, dass manche der Darsteller zum ersten Mal Theater spielen. Das sah verdammt gut aus!

Weitere Aufführungen: 25. und 26. Juni, 11:00 Uhr und 19:00 Uhr, Kulturetage

Foto: Lennart Eichbaum
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Zweimal Jugendtheater - zweimal empfehlenswert

12.06.2012 12:11 Uhr
Theaterclub des Oldenburgischen Staatstheaters zeigt »Was wird...?« und »Die Tür« im Rahmen der Jugendtheatertage

von Claudia Hein

»Was wird...?«: Fünf Junge Frauen nehmen nach und nach auf der leeren Bühne der Exerzierhalle Platz. Aus einer Spieldose erklingt »Que sera, sera. Whatever will be, will be ...« und die jungen Frauen zählen Wünsche für Ihre Zukunft auf. Als eine von ihnen erzählt, sie wolle ihre Hochzeit einmal ganz pompös in New York feiern, gerät die Runde ins Stocken. Wer soll denn das bezahlen? Wie sollen denn die Gäste dorthin kommen? Und was, wenn Du keinen Mann findest?! Anfangs hält die junge Frau an ihrer Fantasie fest und versucht, die Fragen der anderen abzuwehren. Doch dann beginnt sie an ihrem Traum zu zweifeln und wird still. Haben die anderen Recht? Was ist, wenn diese Vorstellung nicht erfüllt wird?

Und dann kommt die vermeintliche Realität ins Spiel: Ergebnisse aus der aktuellen Shell-Jugendstudie, einer Umfrage unter mehr als 2.600 Jugendlichen, werden zitiert. Ein Ergebnis ist, dass 59% aller Jugendlichen ihrer Zukunft zuversichtlich entgegen blicken. Doch tun das auch die jungen Frauen? Jedem benannten Ergebnis der Studie folgt eine Befürchtung. Die jungen Frauen benennen ihre Ängste und Unsicherheiten in Bezug auf die Zukunft. Mit starrem Blick stehen sie schließlich vor dem Publikum und murmeln unverständliche Sätze.

Da greift eine der jungen Frauen zum Mikrofon und hält es abwechselnd an die Köpfe der anderen. Weg sind die rosa-roten Fantasien, die blumigen Vorstellungen vom zukünftigen Leben. Nun ist zu hören, was sie innerlich bewegt: Erwartungen von anderen und von sich selbst, Anforderungen und Druck. Immer schneller ertönen die Gedanken, bis schließlich eine der jungen Frauen einen erschütternden Schrei ausstößt und alles schweigt. Nun benennen sie laut, welche Erwartungen beispielsweise ihre Freundinnen an sie haben, welche berufliche Zukunft sie ihnen voraussagen. Und sie benennen auch, dass sie selbst ganz andere berufliche Ziele haben. Die fünf jungen Frauen nehmen wieder Platz und formulieren erneut Wünsche für ihr Leben: Weltfrieden ... beruflichen Erfolg ... und Erdbeereis.

In »Was wird ...?« zeigen die jungen Schauspielerinnen 20 Minuten lang auf beeindruckende Weise, wie vielen Anforderungen Jugendliche gegenüberstehen. Sie verspüren Erwartungen und Druck aber nicht nur von außen, sie machen sich auch selbst viele Gedanken über ihre Zukunft. Trotz allem halten sie daran fest, dass sie selbst glücklich und zufrieden sein möchten und formulieren auch kleine Wünsche ... wie eben ein Eis.


»Die Tür« erzählt in Form eines 40-minütigen Märchens von 14 großen Jungen und Mädchen, die bisher glücklich und zufrieden im Schloss Oldenburg lebten. Plötzlich erscheint eine Tür und versetzt die ganz unterschiedlichen Jungen und Mädchen in Verwunderung und Zurückhaltung. In bester Werbeshow-Manier preist sich die Tür selbst an, indem sie erklärt, wie sie zu benutzen sei und welche Möglichkeiten sie biete. Aber sollen die Mädchen und Jungen wirklich durch die Tür gehen? Was wird dann passieren? Die Entscheidung wird noch erschwert, als zwei weitere Türen dazu kommen und zeigen, dass es nicht nur einen Weg gibt. Nachdem sie in einem lebenden Duden Begriffe wie Mut, Chance und Veränderung nachgeschlagen haben, können sich 13 von ihnen schließlich dazu durchringen, durch eine der Türen zu gehen und damit eine Entscheidung zu treffen. Einem von ihnen jedoch ist das Risiko zu groß, er fühlt sich noch nicht bereit, eine Wahl zu treffen. Ein zweiter geht zwar durch die Tür, das erhoffte Ergebnis bleibt aber aus. Doch insgesamt sind die Jungen und Mädchen stolz über ihren großen Schritt durch die Tür. Als aber kurz darauf schon die nächste Tür erscheint, wird ihnen klar, dass sie ihr ganzes Leben lang Entscheidungen treffen und durch Türen werden gehen müssen. Diese halten Chancen und Möglichkeiten bereit, aber eben auch Risiken und Unvorhersehbares. Letztendlich muss man entschlossen und überzeugt sein, um den Schritt durch die Tür zu gehen.

Mit großem schauspielerischem Einsatz, tollen Kostümen und vor allem viel Humor beschreibt die Gruppe die lebenslange Aufgabe, Vergangenes hinter sich zu lassen, neue Wege zu gehen und viele Türen zu durchschreiten. Besonders hervorzuheben ist neben der wirklich großartigen Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler die musikalische Begleitung durch einen weiteren Jugendlichen. Mit Klavier und Gitarre untermalt er das Stück und schafft eine ganz eigene Atmosphäre.

Beide Stücke ernten viel Applaus, das Publikum ist völlig begeistert von den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern. Auf ganz unterschiedliche Weise beleuchten die beiden Stücke das Thema Zukunft und die damit verbundenen Entscheidungen und Anforderungen.
Doch es wird auch deutlich, dass die Zukunft viele Chancen bereithält, beispielsweise die Chance, sich »Was wird ...?« und »Die Tür« (noch einmal) anzusehen, zwei Stücke von Jugendlichen für Jugendliche ... und Erwachsene!

Informationen zu den Terminen und zu allen anderen Angeboten der Jugendtheatertage sind im Programmheft zu finden.

Fotos: Oldenburgisches Staatstheater


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Eröffnung der Jugendtheatertage

11.06.2012 08:46 Uhr
von Doreen Träger

Die Jugendtheatertage begannen mit den Premieren von »Generation Lost?!« und »To Build A Home«, die von dem Theaterclub des Oldenburgischen Staatstheaters aufgeführt wurden.

Leider wurde mir die Zeit falsch angegeben und ich kam zu spät. Das war sehr ärgerlich, denn was ich von diesem Stück noch gesehen habe, war super. Ich musste zwar stehen, aber da mich das Stück sofort gefesselt hat, hat es mir gar nichts ausgemacht.

Dieses lag an dem Thema des Stückes, der genialen Umsetzung und dem schauspielerischen Talent der Darsteller.

Das Stück befasst sich mit den Vorurteilen, mit welchen die heutigen Jugendlichen konfrontiert werden. Es taucht die Frage auf: »Was macht die heutige Jugend aus, wer sind sie und was wird von ihnen bleiben?«

Deutlich wurden die Probleme, die Orientierungslosigkeit und Zerrissenheit einer Generation. Das Stück behandelt eine wichtigen Entwicklungsaufgabe im Jugendalter, die Identitätsentwicklung.

Ein großes Lob an die jungen Schauspieler und die begleitenden Erwachsenen, die sich diesem Thema gestellt haben. Das Stück regt zum Nachdenken an und Erwachsene erhalten eine andere Sichtweise auf die Probleme der Jugendlichen.
Die Reaktionen der Zuschauer zeigten deutlich, dass ihnen das Stück gefallen hat.


»Zuhause ist der einzige Ort, wo man nicht schauspielen muss.«

Das zweite Stück gefasst sich mit der Fragen: »Was ist Heimat?« - »Wie baut man sich ein Zuhause, in dem man sich wohlfühlt?«

Das Stück beginnt damit, dass die Schauspieler in weißen Anzügen (zum Malern), mit aufgesetzter Kapuze, auf dem Boden liegen. Einzelne Schauspieler erzählen, was Heimat ist, was sie sich wünschen und wie ihr Zuhause aussehen soll.

Hier werden die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen angesprochen, was ein Zuhause ausmacht. Jeder Mensch wünscht sich Sicherheit, Zugehörigkeit und Liebe.

Zwischen durch muss die Gruppe immer wieder »arbeiten«. Ich denke, damit soll der Spagat zwischen den gesellschaftlichen Zwängen und Anforderungen und den eigenen Lebensvorstellungen verdeutlicht werden. Zum Schluss befreien sich die Schauspieler davon und beschließen, sie selbst zu sein.

Auch dieses Stück hat mich von Anfang an gefesselt, dieses lag an der schauspielerischen Leistung und dem Humor, der immer wieder durchschien. Dieser geistreiche Witz zog das Thema nicht ins Lächerliche, sondern lockerte das doch ernste Thema auf.
An dem nicht enden wollenden Applaus wurde deutlich, dass nicht nur mir das Stück gefallen hat.

Für beide Stück ein großer Applaus, den sich die Schauspieler und die begleitenden Erwachsenen verdient haben. Und wer noch zwei super Stücke sehen möchte, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen!

Fotos: Oldenburgisches Staatstheater

Doreen Träger ist Schülerin der Fachschule für Sozialpädagogik in Oldenburg (zweites Ausbildungsjahr)
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Heißt »Weg gehen« nicht auch sterben?

06.06.2012 00:10 Uhr
Das Junge Theater Bloherfelde besteht bereits seit 2003, ist gewachsen und hat sich zu einer festen Institution im Stadtteil Bloherfelde entwickelt. Etwa einmal im Jahr präsentiert das Junge Theater Bloherfelde unter der Trägerschaft des Jugendkulturarbeit e.V. ein neues Theaterstück. In diesem Jahr haben die Jugendlichen, unter Anleitung der Theaterpädagogin Pia Schillinger und Sara Andersson (EVS), ein Theaterstück zum Thema »Sterben« entwickelt.

Warum sterben Jugendliche? Betrifft dieses Thema Jugendliche überhaupt? Müssen wir bei diesem Thema unbedingt was Trauriges und Dramatisches machen? Oder kann dieses Thema auch lustig sein? Gibt es eigentlich kulturelle Unterschiede bei den Ritualen rund ums Sterben? Und wer ist eigentlich »der Tod«?

Das Junge Theater Bloherfelde improvisiert zum Thema »Sterben« und herausgekommen ist das Stück mit dem Titel »Der Spielort des Todes«. In dieser Produktion bewegt sich das Junge Theater zwischen Spaß und Ernst, Klassik und Moderne, hier und dort und versucht dabei das Eigene und das Fremde, vor dem Hintergrund des Rahmenprojekts »MUT- Migration und Theater« auf die Bühne zu bringen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen ihr Publikum sowohl mit komischen als auch mit tragischen Momenten überraschen und dies nicht nur mit Methoden des Theaters, sondern auch mit Tanz und Bewegungstheater (Liesa Pieczyk). Die Musik dafür komponierten Nathalie Korzepski (Jugendteamerin) und Francesca Clemente (EVS). Das Bühnenbild wurde von Reimer Meyn und Katrin Littkopf erstellt.

Die Premiere dieses Theaterstücks zwischen den Welten findet am 6. Juni um 19 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (Bloherfelder Str. 170) statt. Weitere Aufführungen sind am 7. und 8. Juni jeweils um 19 Uhr ebenfalls in der Offenen Tür Bloherfelde sowie am 15. Juni um 18 Uhr im Rahmen der Jugendtheatertage in der Exerzierhalle am Pferdemarkt.

Foto: Jugendtheater Bloherfelde
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»Jugend in Aktion«

31.05.2012 08:38 Uhr
»Jugend in Aktion« Noch Teilnehmer gesucht

Der Verein Jugendkulturarbeit e. V. organisiert mit Unterstützung der EU seit Jahren erfolgreiche und spannende Multilaterale Theateraustausche, bei denen jeweils Teilnehmer aus mehr als drei Ländern beteiligt sind.

In diesem Sommer finden zwei große Projekte in Oldenburg statt, genauer im internationalen Jugendprojektehaus (IJP), Kranbergstraße55/Eingang Schlieffenstraße, für die noch Teilnehmer im Alter von 16-26 Jahren gesucht werden. In jedem Projekt sind noch 12 Plätze frei.

1) von 15. bis 25. Juli 2012 in Oldenburg mit Gästen aus Polen, Lettland und Spanien
2) von 20. bis 30. August 2012 in Oldenburg mit Gästen aus Slowenien, Italien und Spanien

Für mehr Informationen, Anmeldungen können die interessierten Kandidaten sich an Gina Schumm (Jugendbildungsreferentin für politische Bildung) oder an Davide Leonardi (EVS Koordinator für Jugendkulturarbeit e.V.) wenden:

g.schumm@jugendkulturarbeit.eu
d.leonardi@jugendkulturarbeit.eu
0441/3801260


Projekt 1: Bio (graphy) Generation:
Multilateraler Theateraustausch mit Gästen aus Lettland, Polen und Spanien

Termin: 15.-25. Juli 2012 im IJP Oldenburg
Aufführungen: 21. und 22. Juli im Rahmen des Oldenburger Kultursommers

Vorbereitend auf das Austauschtreffen werden sich die beteiligten Jugendlichen in ihren Ländern mit ihrer Großelterngeneration auseinandersetzen. Sie sollen in Gesprächen und interviewähnlichen Situationen herausfinden, was für die Großeltern, die oft eine große Vorbildfunktion haben, im Leben wichtig war und ist und welche Vorstellungen ihre Großeltern bezüglich einer »guten« Zukunft hatten und haben. An Hand von Fotomaterial werden Geschichten aus der Biografie der Großeltern bildlich erfahrbar gemacht. Die Fotos bilden mit den Interviewergebnissen eine wichtige Arbeitsgrundlage für die szenische Arbeit. Die Fotografien sollen in einer Collage mit in den Aufführungsprozess eingebaut werden.

Die Partner sind Stowarzyszenie Teatrlno-Lingwistyczne aus Krakau/Polen; Ayuntamiento de Murcia aus Murcia/Spanien und Valodu un kulturas centrs »Pasaule Musu Majas« Rezekne.


Projekt 2: Old School vs. or with Young Rebel
Multilateraler Jugendaustausch mit Gästen aus Spanien, Italien und Slowenien

Termin: 20.-30. August 2012 in Oldenburg
Aufführungen: 27. und 28. August 2012, Internationales Jugendprojektehaus

Für viele Jugendliche ist es heute nicht einfach, sich ihre Zukunft positiv vorzustellen. Es entstehen Ängste durch die ökonomische Krise, die hohe Arbeitslosigkeit, Werteverfall, Umweltverschmutzung, Energiekrise, Klimawandel. Jugendliche schließen sich neuen Protestformen an, die in vielen Ländern gleichzeitig aktiv sind und sich über die neuen Medien vernetzen (Occupy Wall Street, Indignados, Anti Atomkraft, Bio Bewegung ...). Jugendliche stellen die Werte der älteren Generation in Frage, werfen ihnen ihren unkritischen Umgang mit Ressourcen vor, fühlen sich allein gelassen und distanzieren sich von Althergebrachtem. Warum ist es für Jugendliche wichtig, ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln und auch zu vertreten? Warum ist es wichtig zu protestieren? Was möchten sie erreichen? Was spricht uns von der Young Rebel Generation an? Die Diskussionen, Filmbeiträge, Texte dienen uns dazu, über die Technik der Improvisation Szenen zu entwickeln und in diesen Szenen Stellung zu beziehen zu dem Thema. Zur Vorbereitung des Austausches werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Großeltern Gespräche über politische Veränderungen und soziale Bewegungen führen. Anknüpfungspunkte können aktuelle (Jugend)bewegungen wie z. B. die Occupy Bewegung, die Spanische Bewegung »Movimiento M15« oder auch der »Frühling« in den arabischen Ländern seinus Rezekne/Lettland.
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Oldenburger Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt ausgezeichnet

15.05.2012 06:00 Uhr

City for Children Award 2012 für »Donnerschwee wird freizeitfit«

Das Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt *Donnerschwee wird freizeitfit* hat den 1. Preis des European Award of Excellence City for Children 2012 erhalten, eine jährliche Auszeichnung für innovative kinder- und jugendfreundliche Projekte.
Oberbürgermeister Dr.Gerd Schwandner und Carsten Schoch, Fachdienstleiter für Stadtentwicklung und Bauleitplanung, nahmen am Montag, 14. Mai, im Mercedes Benz Museum in Stuttgart den Preis entgegen.

In diesem Jahr stand die kinderfreundliche Quartierplanung bei dem von der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch Stiftung sowie dem Netzwerk Cities for Children ausgeschriebenen Preis im Mittelpunkt.
22 europäische Großstädte aus zehn Ländern hatten sich um die Auszeichnung beworben.
Im Februar nominierte eine internationale Jury die Städte Reggio Emilia (Italien), Maribor (Slovenien), Hamm und Oldenburg für den Award. Ausschlaggebende Kriterien für die Jury waren Partizipation, Innovation sowie die Übertragbarkeit auf andere Städte.

Der 1. Preis ist eine Bestätigung für alle Akteure des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Gemeinschaftsprojektes des Stadtplanungsamtes und des Amtes für Jugend, Familie und Schule.

»Das Projekt hat maßgeblich dazu beigetragen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt voranzubringen und weitere Beteiligungsprojekte wie zum Beispiel im Sanierungsgebiet Kreyenbrück folgen zu lassen. Die Auszeichnung mit dem Award zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und wird nochmals neue Impulse geben«, so der Oberbürgermeister

Im Rahmen des Projektes *Donnerschwee wird freizeitfit* konnten Kinder und Jugendliche in den Jahren 2009 und 2010 ihren Stadtteil unter die Lupe nehmen und phantasievolle Ideen zur Umgestaltung des Stadtteils und der Kaserne entwickeln. Einige dieser Ideen sind weiterentwickelt und, wenn auch zum Teil zeitlich befristet, umgesetzt worden, so zum Beispiel der Bau einer Skateanlage in einer der Werkhallen auf dem ehemaligen Kasernengelände Donnerschwee.
Dass das Projekt *Donnerschwee wird freizeitfit* nachhaltige Auswirkungen hat, zeigt sich zum einen an einer halben Stelle, die im Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit speziell für die Aufgabe der Kinder- und Jugendbeteiligung in Oldenburg eingerichtet wurde.
Zum anderen hat sich der Verein Probierwerk Oldenburg e.V., eine als Präventionsprojekt gestartete Graffitigruppe, inzwischen in einer weiteren Werkhalle angesiedelt und belebt damit das ehemalige Kasernengelände.

Ein Video zum Projekt *Donnerschwee wird freizeitfit*, das Jugendliche im Rahmen eines Beteiligungsworkshops selbst gedreht haben und in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen präsentieren, gibt es auf www.oldenburg.de zu sehen.


Bild: (Foto: Fabian Schlabach - Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner
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»Die neuen Nachbarn«

09.05.2012 07:14 Uhr
Das Kinder-Theater Bloherfelde hat ein Theaterstück über das Thema Ausgrenzung kreiert, welches unter dem Titel »Die neuen Nachbarn« am 16. Mai 2012 um 16 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (Bloherfelderstr. 170) Premiere feiert. Eine weitere Aufführung findet am 21. Mai ebenfalls um 16 Uhr in der Offenen Tür statt.

Die Kinder haben sich über Improvisationen mit Fragen wie: Warum werden Menschen ausgeschlossen? Wie kommt es zur Ausgrenzung? Verdienen die Leute es so behandelt zu werden? Wie kann man dagegen angehen? auseinandergesetzt. Angeleitet wurden sie dabei durch die Theaterpädagogin Pia Schillinger sowie Emmanuel Roux (EVS), Francesca Clemente (EVS) und Angelo Mierswa (Jugendteamer).

Die Kinder kennen die Problematik des Ausgegrenzt seins aus der Schule. Viele von ihnen haben dort bereits Erfahrungen mit Ausgrenzung gemacht. Sie wollen uns von ihren Erlebnissen in Form eines Theaterstücks erzählen. Das Kinder Theater Bloherfelde präsentiert eine Geschichte zu dieser Thematik vom Blickwinkel der Kinder aus, die sich dabei auch mit Hilfe von Musik, über Gesang und Bewegungstheater ausdrücken. Eine Familie kommt neu in eine Kleinstadt. Sie sind anders! Die Erwachsenen haben Angst um ihre Routine und hetzen ihre Kinder auf, den Neuankömmlingen mit Gewalt zu zeigen wie das Leben hier funktioniert. Aber Paula stellt sich gegen die Erwachsenen und ihre Schulfreunde ...

»Wir würden uns freuen, wenn wir in die Schulen auf uns zu kämen und uns für einen Auftritt zu sich eingeladen oder uns mit circa 2-3 Schulklassen für eine Aufführung in der OT nach Absprachen besuchen«, sagt Pia Schillinger.

Weitere Infos über p.schillinger@jugendkulturarbeit.eu.
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»Both Side Story« im Schlossgarten

10.04.2012 07:05 Uhr
Fast Spontantheater – Zweite Aufführung am 11. April

Die Spaziergänger, die sich am Ostermontag trotz des ungemütlichen Wetters in den Schlossgarten begaben und sich zu den gezielt gekommenen Zuschauern gesellten, bekamen ein vermutlich unerwartetes Unterhaltungsprogramm geboten.

»Both Side Story« ist der Titel einer Mischung aus Theater, Akrobatik und Pantomine, den ein ebenso gemischtes Ensemble von Jugendlichen aus Lublin, Kingston und Oldenburg auf einer Wiese im Schlosspark aufführte.

»Es geht darum, trotz aller Grenzen und unterschiedlicher gesellschaftlicher Systeme zueinander zu kommen.« Zugegeben, ohne die Erklärung von Theaterpädagogin Pia Schillinger erschließt sich diese Interpretation dem Zuschauer nicht sofort. Aber was die Jugendlichen in nur sechs Tagen auf die Beine stellten, ist auch auch ohne dieses Wissen sehenswert. Mit lediglich improvisiertem Schutz gegen den pünktlich mit der Aufführung einsetzenden Nieselregen versehen, zeigten die Darstellerinnen und Darsteller mit großer Spielfreude verschiedene Szenen, die sich mit Macht und ihrer Überwindung, mit Grenzen und Freiheit, mit Feindschaft, Freundschaft und Liebe beschäftigen.

Die Show ist gelungen, aber nicht nur das, auch das Ziel ist erreicht, jedenfalls unter den Darstellern. Sie wirkten wie eine homogene Gruppe, die schon lange zusammen spielt. Nicht auszumachen, aus welchem Land die einzelnen Akteure stammen.

Am Mittwoch, 11. April, wird es um 18 Uhr eine zweite Aufführung geben, dann im Garten des Internationalen Jugendprojektehauses auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne, das über den Eingang Schlieffenstraße zu erreichen ist. Gäste sind natürlich sehr willkommen.
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40 neue Fußball-Schiedsrichter

02.02.2012 10:44 Uhr
von Carsten Lienemann

Rund 40 angehende Schiedsrichter sitzen an diesem fünften Unterrichtsabend im Vereinsheim des TuS Eversten. Mindestens 14 Jahre alt muss man sein, um an einem Schiedsrichtergrundlehrgang teilnehmen zu können, und viele der Teilnehmer sind kaum älter. Es gibt nur drei Teilnehmerinnen, die zunehmende Beliebtheit des Fußballs bei Mädchen scheint die Schiedsrichterei noch nicht so recht einzubeziehen.

Wiederholung der Regel 13: Der Freistoß - damit beginnt die Unterrichtseinheit. Reihum liest jeder eine Aufgabe aus dem Katalog der Prüfungsfragen mehr oder weniger laut vor und entscheidet sich für eine der vorgegeben Antworten.

»Alle einverstanden?« fragt Lehrwart Heino Knüppel gelegentlich in die Runde und lässt dabei nicht erkennen, ob er selbst auch zustimmt. Gegebenfalls ergänzt oder korrigiert er, gibt Beispiele und weist auf Schlüsselwörter und Fallstricke in der Formulierung der Fragen hin.

Zusammen mit Andre Schnor bildet Heino Knüppel seit fünf Jahren in jeder Winterpause junge Schiedsrichter aus. Alle stadtoldenburger Vereine mit Fußball im Angebot sind aufgerufen, Teilnehmer in diese Kurse zu schicken, die dann sieben Abende lang, dienstags und donnerstags von 19:00 bis 21:00 Uhr, von den beiden Lehrwarten in das Regelwerk eingewiesen werden.

Schnor und Knüppel gelingt es, das trockene Thema interessant genug zu gestalten, dass die Aufmerksamkeit hoch und der Geräuschpegel erstaunlich gering bleibt. Dabei nutzen sie Fotos und Videos von aktuellen Spielszenen, die sie über einen Beamer auf die Leinwand werfen. Und wo es weder Foto noch Video gibt, stellen sie die Situation mit vollem Körpereinsatz selbst dar.

Im Prinzip kennen die Teilnehmer natürlich die Regeln, schließlich spielen sie alle selbst Fußball, und darum werden sie am achten Abend auch sehr wahrscheinlich die Prüfung schaffen. Neu ist allerdings die Perspektive. Ob Assistenten an der Seitenlinie stehen oder nicht, im entscheidenden Moment ist ein Schiedsrichter die wohl einsamste Person auf dem Platz. Und darum gibt Andre Schnor an gegebener Stelle auch Tipps zu Verhalten und Körpersprache: »Wenn ihr eine Entscheidung getroffen habt, bleibt weg von den Spielern, steht zu eurer Entscheidung, strahlt Sicherheit aus.«

Das ist leichter gesagt als getan, das wissen auch die Angesprochenen. Warum also wollen sie diese undankbare Aufgabe übernehmen? Die Aufwandsentschädigung und das Eintrittskartenkontingent für Bundesligaspiele werden genannt, auch der Ehrgeiz, es besser machen zu wollen als das Negativbeispiel, von dem wohl jeder eines im Kopf hat, interessanterweise aber auch der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und damit den eigenen Lebenslauf aufzuwerten.

Aus diesen und weiteren Gründen sind die Schiedsrichterkurse gut besucht und werden in aller Regel auch erfolgreich abgeschlossen. Die eigentliche Prüfung aber folgt erst in der Praxis, und die besteht meist weniger als die Hälfte der Kursteilnehmer. »Wir versuchen, die neuen Schiedsrichter behutsam an die Spielleitung heranzuführen und sie wo immer möglich zu unterstützen, damit sie möglichst lange aktiv bleiben«, sagt Andre Schnor.

Mehr Infos rund um Fußball-Schiedsrichter unter www.schiri-ol.de
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Oldenburger Oscar-Verleihung 2011

24.12.2011 13:51 Uhr
von Carsten Lienemann

Es ist inzwischen gute Tradition: Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien treffen sich die Oldenburger Kinder- und Jugendtheatergruppen im Internationalen Jugendprojektehaus zur Verleihung des Oldenburg-Oscars, diesmal am Donnerstag, den 22. Dezember. Moderiert wurde der Abend von Maud, Emmanuel, Sara und Iryna, musikalisch begleitet von Sara, Davide und Emmanuel.

In jeder einzelnen Theatergruppe verleihen sich die Spielerinnen und Spieler selbstgebastelte Oscars und drücken damit ihre gegenseitige Wertschätzung aus. Weil der komplette Austausch der »Awards« den zeitlichen Rahmen sprengen würde, wird die interne Zeremonie meist vorgezogen, und in diesem offiziellen Rahmen werden nur zwei oder drei ausgewählte Preise übergeben – wenn diese nicht, wie bei der Kindertheatergruppe PAEPP, des feuchten Wetters wegen gleich zu Hause gelassen wurden. So beschränkte sich die Gruppe, darauf, mit Fotos einen Eindruck von der aktuellen Produktion zu vermitteln. »Nur« Fotos konnte auch Pia Schillinger von dem erst 2010 gegründeten Kindertheater Bloherfelde (KTB) zeigen, ihre Gruppe hatte sich leider noch nicht zu dieser Veranstaltung getraut.

Theater gab es natürlich auch zu sehen. Die Theatergruppe der Grundschule Ohmstede überraschte mit einer »mal eben in einer Pause entwickelten und nur wenig verfeinerten« Szene, in der die Weihnachtsfrau mit Hilfe dreier Engel die positive weihnachtliche Grundstimmung (wieder) herstellte.

Vor dem wichtigsten Programmpunkt des Abends, dem Essen, gab der Jugendclub der Kulturetage noch einen nicht ganz ernst gemeinten Einblick in die Entstehungsgeschichte eines Stückes. Nach der Pause zeigte das Kurlandtheater einen Ausschnitt aus seinem aktuellen Stück »Zuckersüß«, »Rollentausch« begab sich auf die letztlich erfolgreiche Suche nach Weihnachten, und das Jugendtheater Bloherfelde stellte ein Museum mit weihnachtlichen Automaten vor.

Als alle Oscars ausgetauscht waren, ließen sich fast alle jugendlichen Spielerinnen und Spieler in neu zusammengestellten Gruppen auf einen Improvisationswettbewerb in mehreren Runden ein. Die Vorgaben zur ersten Runde kamen aus dem Publikum, darunter Western, Zirkus, Star Wars und Mittelalter. Die Gruppen, die es in die zweite Runde geschafft hatten, mussten eine Tanzchoreographie improvisieren, und im Finale galt es, eine Mondlandung und eine steinzeitliche Facebook-Anwendung als Pantomime mit Untertiteln auf die Bühne zu bringen.

Wenn die Wettbewerbsteilnehmer auch zweifellos echten Ehrgeiz entwickelten, nicht nur bei der Übergabe der Oscars wurde die gegenseitige Würdigung und Achtung deutlich, eine Erfahrung, die nicht mit Geld zu bezahlen ist.

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Verein für Jugendkulturarbeit macht MUT

09.12.2011 21:38 Uhr
von Carsten Lienemann

Mut machen Vorstand, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins für Jugendkulturarbeit schon länger und sicher auch noch lange. In den kommenden drei Jahren aber machen sie außerdem MUT - Migration und Theater nämlich, ein stadtteilbezogenes theaterpädagogisches Konzept interkulturellen Lernens.

»Sieben Oldenburger Kinder- und Jugendtheatergruppen werden gemeinsam am Thema Migration arbeiten«, sagte die Vereinsvorsitzende Gina Schumm in ihrer Begrüßungsansprache zum Eröffnungsprogramm »Differenzen« am 9. Dezember. Passend zum Thema wurde die Wanderausstellung »Perspektivwechsel« nach Oldenburg geholt. Rund 80 Jugendliche zwischen 10 und 24 Jahren haben ihre Diskriminierungserfahrungen künstlerisch umgesetzt. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Dezember im Jugendgästehaus in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne zu sehen. »Für Schulklassen und Gruppen wird zum Ausstellungsbesuch ein Workshop angeboten, in dem Ausgrenzung als sinnlich erlebbarer Erfahrung erarbeitet wird«, so Schumm.

Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur und Sport, begründete das Engagement der Stadt mit dem grundsätzlichen und unumstrittenen Bekenntnis der Verwaltung, »interkulturelle Vielfalt als Chance zu begreifen und die vorhandenen Potentiale zu wecken, um sie für die Allgemeinheit nutzen zu können und zu sozialer Gerechtigkeit beizutragen.« Das setze voraus, dass Fähigkeiten und Begabungen, die aus anderen Kulturen kommen, gesehen und anerkannt würden.

»Interkulturell war unsere Arbeit schon immer«, sagte Theaterpädagoge Jörg Kowollik, »das Projekt MUT aber gibt uns die Möglichkeit, Förderer ins Boot zu holen, und bietet einen kulturellen Ansatz, um für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund attraktiv zu sein.« Das Theaterspielen solle ebenso wie andere Kunstformen in erster Linie Spaß machen, die gesellschaftspolitische Ebene komme aber fast automatisch dazu, wenn die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen. Beispielsweise würden andere Kulturen und Sprachen als Werte erkannt.

Abschließend sprach Prof. Rudolf Leiprecht vom Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen über die »Bedeutung von kulturellen Methoden in der Diversity Education«, und zwar weitaus weniger sperrig, als der Titel vermuten lässt. »Wenn ich etwas über eine Kultur weiß, dann weiß ich noch lange nichts über die Menschen, die ihr zugeordnet werden«, so Leiprecht. Und auch diese Zuordnung sei nicht immer sinnvoll, »denn wir alle gehören verschiedenen Gruppen an, sind weiblich oder männlich, hetero- oder homosexuell, haben eine Nationalität und eine Hautfarbe«, aber erst der Kontext entscheide, ob das überhaupt eine Rolle spiele.

Gelegentlich aber schon, und deswegen sei der Satz »alle sind gleich und werden gleich behandelt« nicht immer die richtige Lösung. »Diversity Education« meint genau das: Verschiedenheit berücksichtigen, wo es sinnvoll ist, wo sie wertvoll ist; Unterschiede vernachlässigen, wo sie für den Sachverhalt unwichtig sind.

Als Zwischenspiel zeigte der Jugendclub Szenen aus dem Theaterstück »Weg«, das am 19. und am 20. Dezember nochmal in voller Länge zu sehen sein wird.

Die Kosten des Projektes trägt zur Hälfte die Stadt Oldenburg, die andere Hälfte teilen sich verschiedene Förderer, darunter das Kinderhilfswerk, das sich mit 5000 Euro beteiligt.
Schon am Vortag übergab Hermann Heinrich Schepers vom Kinderhilfswerk eine Spende von 5000 Euro an den Verein Jugendkulturarbeit. Iryna Sviatnenko aus der Ukraine und Sara Andersson aus Schweden, die im Rahmen des europäischen Freiwilligendienstes ein Praktikum in Oldenburg absolvieren, sowie Jörg Kowollik nahmen stellvertretend den Scheck in Empfang.

»Wir möchten möglichst vielen Kindern die Beteiligung an solchen Projekten ermöglichen. Kinderrechte und Integration sind Hauptziele des Kinderhilfswerkes«, nannte Schepers als Grund für die Unterstützung. Das Projekt werde in Form einer Veranstaltungsreihe die Themen Diskriminierung und Integration für Kinder und Jugendliche und Multiplikatoren mit kulturpädagogischen Methoden aufarbeiten. Dabei beginne die Beschäftigung mit dem Thema Migration bei den eigenen Migrationserfahrungen. Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstütze diese Veranstaltung besonders gerne, denn: »Auf die Kinder kommt es an!«


Die Ausstellung ist zu folgenden Terminen geöffnet:
10. + 11. Dezember, 12.00 - 17.00
12. - 16. Dezember, 9.00 - 17.00
17. + 18. Dezember, 12.00 - 17.00
19. + 20. Dezember, 9.00 - 17.00

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