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Eversten

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Mädchentag auf dem Abenteuerspielplatz

23.08.2017 10:03 Uhr
Am Freitag, 25. August, veranstaltet der Abenteuerspielplatz in Eversten/Bloherfelde von 15 bis 18 Uhr einen kostenfreien Nachmittag nur für Mädchen im Alter von 6 bis 13 Jahren. Auf dem Plan steht ein buntes Programm, bei dem auch das „Mädchencafé“ geöffnet haben wird.

Am Mädchentag sind ausschließlich Frauen als Betreuerinnen vor Ort. Gemäß dem Spielplatzkonzept haben Eltern auch an diesem Tag keinen Zugang zum Gelände. Damit soll Kindern ein Freiraum ohne Eltern geboten werden. Weitere Informationen gibt es bei Bianca Bögner Bruns unter der Telefon 0441 592171 oder per E-Mail an bianca.boegner-bruns@stadt-oldenburg.de.
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Abenteuerspielplatz bietet „elternfreien“ Samstag am 8. Juli

05.07.2017 20:13 Uhr
Der Abenteuerspielplatz der Stadt Oldenburg öffnet am Samstag, 8. Juli, von 11 bis 16 Uhr für Kinder von 6 bis 13 Jahren seine Pforten auf dem Gelände am Brandsweg 60 nahe des Schulzentrums Eversten. Folgen werden weitere Samstage am 19. August und am 16. September. Der Eintritt ist frei.

Vor allem das Hüttendorf als Erlebnisspielplatz und das so genannte Abenteuerspielen sollen im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. Bei gutem Wetter steht auch die Wasserbaustelle zur Verfügung. Lagerfeuer und Stockbrotbacken gehören ebenfalls zum Angebot. Das freie Spielen mit anderem Spielmaterial ist auch möglich.

Dabei sollen die Kinder unter sich bleiben dürfen, denn das Konzept des „elternfreien Raumes“ ist ein wichtiger inhaltlicher Baustein des Abenteuerspielplatzes. Eltern sollen loslassen dürfen – in der Gewissheit, dass ihre Kinder auf dem pädagogisch betreuten Spielplatz in guten Händen sind.

Mit den Samstagsöffnungszeiten des Abenteuerspielplatzes wird dem Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Oldenburg Rechnung getragen. Ansprechpartner ist Michael Köhler – er ist unter Telefon 0441 592171 oder per E-Mail an michael.koehler@stadt-oldenburg.de zu erreichen.
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Oldenburgs Brücken werden bunter

30.05.2017 12:32 Uhr

Auftaktveranstaltung »Brückenkunst« am 27. Mai 2017

von Carsten Lienemann

Wird Oldenburg die Stadt der bunten Brücken? Für diese Frage ist es wohl noch ein bisschen früh. Immerhin, der Anfang ist gemacht: Am 27. Mai fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt Brückenkunst statt. An der Autobahnbrücke Marschweg/Westfalendamm waren mehr als 50 Graffiti-Künstler_innen damit beschäftigt, insgesamt über 1000 Quadratmeter Wandfläche zu gestalten.

Die Wände der Brückenträger sind dabei verschiedenen Kategorien zugeteilt worden. Es gibt »Event-Flächen« für hochwertige und anspruchsvolle Werke mehrerer Künster_innen, die nur in Absprache und bei besonderen Anlässen besprüht werden, »Hall of Fame«-Flächen, die nach den Regeln der Graffiti-Szene stetig neu gestaltet werden dürfen sowie Flächen für Workshops und Anfänger, die zum Ausprobieren und Üben freigegeben sind. Eine Besonderheit sollen die »Tore zu den Stadtteilen« werden, die jeweils an prominenter Stelle entstehen und Besonderheiten des jeweiligen Stadtteils aufnehmen sollen.

Das Projekt Brückenkunst beschränkt sich nicht auf die Flächen zwischen Marschweg und Westfalendamm, sondern soll »die tristen ungenutzten Wand-Flächen der Brückenträger der Oldenburger Stadtautobahn für Graffiti-Kunst und Kunst im öffentlichen Raum akquirieren«, heißt es im umfangreichen Konzept, das von Probierwerk e.V. und dem Präventionsrat Oldenburg erarbeitet wurde. Vor der Formulierung über die Vorstellung bei Verantwortlichen und Gremien bis hin zu diesem Auftakt am vergangenen Wochenende war es ein langer Weg, auf den viele Beteiligte mitgenommen werden mussten. Die Entscheidung aber, es im Konsens zu versuchen, war die richtige, denn es gibt zumindest für das Gesamtkonzept keine Gegenstimmen. Joachim Delfs, der als Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auch für die Autobahnen in Oldenburg zuständig ist, hat keine Einwände: »Wir müssen immer wieder neue Wege suchen, und solange keine Werbung und keine strafbaren Botschaften an den Wänden stehen, sehe ich kein Problem.«

Stadtbaudezernentin Gabriele Nießen sieht die Möglichkeit, »Graffiti auf legale Art und Weise in den öffentlichen Raum zu holen, vor allem bei den ›Toren zu den Stadtteilen‹ wird es Synergieeffekte geben«.

»Aus ›Frischer Anstrich für Oldenburg‹ wird ›Bunt statt Grau‹«, freut sich Ordnungsamtsleiter Ralph Wilken, der auch den Arbeitskreis Graffiti des Präventionsrates leitet. »Wir holen die Sprayer aus der Illegialität, indem wir ihnen Flächen zum Ausprobieren zur Verfügung stellen. Außerdem hat sich der Verein »Probierwerk e.V.« zu einem verlässlichen Ansprechpartner entwickelt, der sehr gut zwischen der Graffiti-Szene und Verwaltung vermittelt.«

Ratsmitglied Heinz Backhaus betonte die Einigkeit aller Fraktionen in diesem Punkt und dankte im Namen seiner Kolleg_innen allen Beteiligten. »Als ehemaliger Stadtjugendpfleger weiß ich, dass so ein Projekt vor zwanzig Jahren auf breite Ablehnung gestoßen wäre. Heute muss ich angesichts von 1000 m² Fläche allein an diesem Ort sagen: Wir kleckern nicht, wir klotzen!«.

Das Projekt Brückenkunst ist zunächst auf zwei Jahre befristet, erläuterte Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates. »Danach ziehen wir Bilanz und verlängern und erweitern gegebenenfalls. Hoffentlich.« Als nächste Schritte sei jetzt die Gestaltung mehrerer Tore zum Stadtteil vorgesehen, noch in diesem Sommer werde die Brücke am Schützenweg hinter dem Botanischen Garten angegangen, so Blinzler.

Alle Flächen unterliegen Regeln, die auf Schildern an den Seitenflächen angebracht sind. Die Nutzer_innen sind angehalten, die Freigabe der Flächen nicht zu gefährden. Zu den Regeln gehört auch, dass keine Motive angebracht werden dürfen, die menschenverachtenden oder -entwürdigenden Inhalts sind. »In den letzten fünf Jahren ist es an keiner der vorhandenen legalen Flächen zu entsprechenden Motiven gekommen. Die Erfahrungen mit legalen Flächen in Oldenburg sind demnach sehr gute«, sagt Blinzler.

Probierwerk e.V. und namentlich sein Leiter Renke Harms hat die Kategorien der einzelnen Flächen für das Konzept Brückenkunst erarbeitet. Sie sind auf der Facebook-Seite Brückenkunst abrufbar. »Die Sprüher_innen empfinden die legalen Flächen als Wertschätzung ihrer Kunst, die Szene fühlt sich mitgenommen, aber auch verantwortlich für die Einhaltung der Regeln«, sagt Harms. Es gebe unter den Sprüher_innen einen Ehrenkodex, der dafür sorge, dass interne wie externe Regeln eingehalten würden.
Auch in Sachen Gleichberechtigung scheint sich etwas zu tun: »80 % der Workshop-Teilnehmenden an diesem Wochenende waren weiblich«, so Harms.

Bleibt nur noch die schwierige Aufgabe, auch den Bürger_innen die Graffiti-Kunst näherzubringen, die ihr nach wie vor nur kritisch bis ablehnend begegnen. Ein Schritt auf dem Weg könnten Führungen sein, bei denen einzelne Elemente erklärt und interpretiert werden. Das dürfte auch viele Wohlwollende interessieren.
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