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Sport

Sperrung der städtischen Sportplätze aufgehoben

01.08.2017 10:36 Uhr
Die witterungsbedingte Sperrung der städtischen Sportplätze ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Fachdienst Sport der Stadtverwaltung bittet aber alle Vereine vor Ort, in eigenem Ermessen den Zustand des Sportplatzes abzuschätzen und unter Umständen auf die Trainingseinheit zu verzichten.

Ausgenommen von der Freigabe sind folgende Sportplätze:
- Sportplatz Alexandersfeld
- Sportplatz Brandenburger Straße (A-Platz)
- Sportplatz Kennedystraße (K3)
- Sportpark Eversten (B-Platz)
- Sportpark Osternburg (D-Platz)

Diese Plätze können wegen laufender Regenerationsmaßnahmen vorerst nicht genutzt werden.
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Städtische Sportplätze ab sofort wetterbedingt gesperrt

27.07.2017 19:59 Uhr
Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in den vergangenen Tagen und der Wetterprognosen für den Rest dieser Woche werden ab sofort alle städtischen Sportplätze bis auf Weiteres gesperrt. Ausgenommen davon sind lediglich die Kunstrasenplätze. Über eine Aufhebung der Sperrung wird frühestens am kommenden Montag, 31. Juli, entschieden, so dass bis zum Wochenende kein Trainings- und Spielbetrieb stattfinden kann.
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Sportabzeichen auch in den Sommerferien

01.07.2017 14:21 Uhr
Eigentlich ruht in den Sommerferien in den Oldenburger Sportvereinen weitestgehend der Betrieb.
Die Leichtathletikabteilung des SV Ofenerdiek bietet allerdings in diesem Jahr auch in den Sommerferien einen Abnahmetag zum Erwerb des Deutschen Sportabzeichens an.

Dieser findet am Samstag, den 01.07.2017 von 15:00 bis 18:00 auf dem Sportplatz an der Lagerstraße hinter dem Vereinsheim statt. Hier erfolgen dann die Abnahmen im Laufen, Walking, Weitsprung, Schleuderball, Seilspringen, Kugelstoßen und allen Kraft-Arten ohne Geräteturnen.

Auch Nicht-Vereinsmitglieder sind herzlich eingeladen, Ihre Wahldisziplin auszuführen um das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben. Weitere Infos unter Tel. 04 41 / 36 14 38 37.
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Geburtstagsfeier des SV Ofenerdiek ein voller Erfolg

22.08.2016 09:07 Uhr
von Stefanie Strenge

Am 20. und 21. August feierte der SV Ofenerdiek über zwei Tage seinen 70. Geburtstag mit einem alles in allem gelungenen Programm. Ein familäres Angebot, für jeden etwas dabei, so das Fazit. Geboten wurde eine Riesen-Tombola, bei der keiner mit einer Niete nach Hause gehen musste, Darbietungen verschiedener Gruppen, Spiele jeglicher Art, das Infozelt des Vorstandes, in dem auch alte Fotoalben präsentiert wurden, und die Stände für das leibliche Wohl.

Viele Gäste kamen dazu extra von außerhalb, um alte Sportkameraden wiederzusehen und lobten die immer »familiäre Atmosphäre«, die sie noch aus ihrer Kindheit kannten. Dazu schreibt ein alter Sportkamerad ins Gästebuch: »Ich komme zurück«.

An zwei Tagen waren alle Abteilungen gefordert, einige ihrer Gruppen zu präsentieren, was auch vollends gelang. Die Kegelabteilung übernahm den kompletten Ausschank der Getränke.

Am Sonntag zog die kleine Glücksfee Emilie die Lose der Tombola-Hauptpreise. Als 1. Hauptpreis gab es ein Fahrrad zu gewinnen.

Der SV Ofenerdiek bedankt sich bei allen Gästen für ihr erscheinen, den vielen Helfern für ihr uneigennützigen Einsatz und dem Wettergott – der meinte es nämlich gut mit uns.
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Mach es wie Flo: Hol Dir Dein PRO-Trikot!

20.02.2016 16:07 Uhr

Trikot-Auktion zugunsten des Präventionsrates läuft nur noch bis zum 28. Februar

Florian Pelzer (17) hat eines der ersten Auktions-Trikots aus der Versteigerungsaktion erworben, und weil er es ganz schnell übergeben bekam, konnte er es schon zum Heimspiel der EWE Baskets gegen Bonn am 13. Februar zum ersten Mal tragen.

»Das besondere an diesem Trikot ist einmal, dass es vom Spieler getragen ist, weil man als Fan ja immer versucht, an ein Trikot heranzukommen, das im Spiel auch wirklich benutzt wurde«, sagt Florian dazu. »Und natürlich, dass es eine limitierte Auflage ist, weil es ja nur für ein Spiel produziert wurde. Außerdem ist es signiert, und der Erlös ist für einen guten Zweck. Mehr Besonderheit geht eigentlich nicht!«

Wer es Florian nachmachen und eines der vierfach besonderen Trikots ersteigern will, sollte sich beeilen. Am 25. Februar enden die Auktionen von weiteren vier Trikots, die Versteigerung des letzten Trikots endet am 28. Februar um 21.00 Uhr. Alle weiteren Informationen sind unter http://pro-ol.de/pta zu finden.
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Pokal-Viertelfinale: VfL empfängt THC

25.11.2015 22:37 Uhr

Neuauflage des Halbfinals 2014/15

von Ole Rosenbohm

Hartes Los: Der VfL Oldenburg spielt im Viertelfinale des DHB-Pokals in der heimischen EWE Arena gegen den fünffachen deutschen Meister und Bundesliga-Tabellenführer Thüringer HC. Das ergab die Auslosung am heutigen Mittwochabend (25.11.2015) in Leipzig.

Denkwürdig das Pokal-Aufeinandertreffen der beiden Teams in der vergangenen Saison. Im Halbfinale in Hamburg setzte sich der VfL fast sensationell im Siebenmeterwerfen durch – 28:27 nach 24:24 nach regulären 60 Minuten. Auch in der Bundesliga war es zuletzt spannend zwischen beiden Teams: Das Spiel in Oldenburg am 19. September endete mit 31:31. „Das ist vielleicht der schwerste Gegner im Topf gewesen, aber ich freue mich, dass wir zu Hause spielen“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki.

Ausgetragen wird das Viertelfinale am 9. oder 10. Januar. Der Sieger wird am Final Four teilnehmen und hätte die Möglichkeit, das Halbfinale und Finale in der eigenen Halle auszurichten.

Alle Spiele:
HC Leipzig - TuS Metzingen
VfL Oldenburg - Thüringer HC
Borussia Dortmund - SVG Celle
HSG Blomberg - Neckarsulmer SU
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Europacup: VfL gewinnt Rückspiel 34:30

22.11.2015 13:17 Uhr

Lada Togliatti aber problemlos weiter

von Ole Rosenbohm

Der VfL Oldenburg hat am Samstag (21.11.2015) das Drittrunden-Rückspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen HC Lada Togliatti mit 34:30 (17:14) gewonnen, ohne das erwartete Ausscheiden zu verhindern. Togliatti hatte den ersten Vergleich vor einer Woche deutlich mit 37:24 gewonnen.

Dennoch überwog im Oldenburger Lager die Freude: „Meine Mannschaft hat Moral gezeigt, ich bin sehr stolz“, sagte Trainer Leszek Krowicki. VfL-GmbH-Geschäftsführer Peter Görgen sprach von einer „grandiosen“ Leistung des Teams, „gerade angesichts unserer Personalsituation konnte damit niemand rechnen“.

Neben den Dauer-Verletzten Caroline Müller und Julia Wenzl fiel heute auch noch Angie Geschke fast aus. Geschwächt von einer Magen-Darm-Grippe konnte die Mannschaftskapitänin nach einer Woche ohne absolvierte Trainingseinheit gerade nur für fünf Minuten einige Angriffe spielen. Auch die lange verletzte Halbrechte Nadja Jensen wurde nur sehr kurz eingesetzt.

Vier Rückraumspielerinnen außer Gefecht – so bildeten die beiden Niederländerinnen Inger Smits und Kelly Dulfer vor nur 615 Zuschauern den ungewöhnlichen „Zwei-Spielerinnen-Rückraum“ Oldenburgs, den Kreisläuferin Cara Hartstock sowie zeitweise die Außen Maike Schirmer und Kim Birke ergänzten. Es klappte gut: Vor allem Inger Smits spielte große auf, warf 16 Tore. „Inger hat heute wahrscheinlich das Spiel ihres Lebens gemacht“, sagte Geschke nach der Partie. Die Torjägerin selbst meinte: „Im Hinspiel hatten wir unnötig Angst, heute hat die Mannschaft gut gekämpft. So macht das Spaß.“ 16 Treffer habe sie noch nie erzielt.

Togliatti – zwischenzeitlich fahrig wirkend und sicher nicht am Leistungslimit agierend – ließ allerdings zu keinem Zeitpunkt der Partie zu, dass es in der Addition der beiden Partien hätte knapp werden können. „Gratulation an Oldenburg. Trotz der Verletzten hat die Mannschaft nicht aufgegeben und uns gezwungen, ein schlechtes Spiel zu zeigen“, sagte Trainer Levon Akopian, der noch einmal bekräftigte, den Wettbewerb gewinnen zu wollen: „Für mich zählt nur der erste Platz.“

Akopians Mannschaft kam besser aus den Startlöchern, führte 4:2 (5.), dann noch einmal 9:7 (14.). Aber das Oldenburger Rumpfteam ließ sich nicht abschütteln, war in der 22. Minute erstmals mit drei Treffern vorne (14:11). Unruhe war auf Togliattis Bank deshalb nicht festzustellen, aber der wieder viel wechselnde Akopian brachte nach Kim Birkes Konter zum 14:11 erstmal wieder Veronika Garanina ins Spiel, vielleicht seine Beste im Rückraum. Man weiß ja nie. Der Vorsprung wuchs so nicht mehr, auch wenn Smits zum 16:13 nach einer Geschke-Vorlage von Linksaußen mit einem Kempa-Tor der schönste Treffer des Tages gelang. Mit einer Ausnahme beim Stand von 25:25 (51.) blieb der engagierte, variable und treffsichere VfL ständig einen bis drei Tore, später vier und einmal fünf Treffer (33:28/59.) vorne.

Für beide Mannschaften war es die letzte Partie vor der jetzt anstehenden Pause wegen der Weltmeisterschaft in Dänemark (5. bis 20. Dezember). Weiter geht es für beide Mannschaften mit Spitzenspielen in ihren Ligen: Lada spielt am 24. Dezember gegen Dynamo Wolgograd, Oldenburg empfängt am 30. Dezember (19.30 Uhr) die SG BBM Bietigheim.

VfL Oldenburg: Julia Renner (5 Paraden), Louise Egestorp (ab 31.; 13/2 Paraden) - Kim Birke 5, Cara Hartstock 1, Kelly Dulfer 7, Inger Smits 16/6, Maike Schirmer 2, Annika Meyer 2; Angie Geschke 1, Kira Schnack, Nadja Jensen, Griet Prante n.e., Jenny Behrend n.e.

HC Lada Togliatti: Tatiana Erokhina (9/2 Paraden), Elena Utkina (31. bis 57.; 6 Paraden), Margarita Orlova (ab 57.) - Polina Gorshkova 5/1, Veronika Garanina 3, Olga Akopian 3, Irina Bliznova 4, Alexandra Sannikova 3, Julia Kakmolja 3; Daria Dmitrieva 2/1, Ekaterina Kudriavtseva 2, Daria Samokhina, Daria Denikaeva 1, Yana Kostomakha, Elizaveta Malashenko 4/1, Ksenia Karpacheva

Schiedsrichter: Katalin Pech und Maria Vagvölgyi aus Ungarn
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VfL-Juniorinnen verteidigen wichtiges Remis

15.11.2015 23:13 Uhr

Punkt gegen Halle-Neustadt reicht für Platz 1

von Ole Rosenbohm

Die A-Juniorinnen des VfL Oldenburg haben sich am heutigen Samstag in der Jugend-Bundesliga JBLH den ersten Platz in der Gruppe 4 und damit ein Heimspiel-Wochenende in der zweiten Runde gesichert. Für den Gruppensieg reichte am dritten und letzten Spieltag ein 14:14 gegen Union Halle-Neustadt. Das erste Spiel hatte der VfL noch mit 18:20 gegen Gastgeber Frankfurter HC verloren.

Es war knapp. „Nerven, Krimi, Herzinfarkt“, sagte Trainer Andy Lampe am Abend. „Den ersten Platz haben wir uns nicht heute, sondern in Oldenburg verdient.“ In heimischer Halle hatte der VfL die beiden Gegner noch klar bezwungen. „Das waren unsere besten Saisonleistungen.“ Heute hätte das Team nicht seinen besten Tag gehabt. „Heute ging viel über den Kampf.“

In der Endabrechnung stehen für den VfL 7:5 Punkte zu Buche. Ebenfalls in der zweiten Runde ist überraschend der Frankfurter HC, der nach dem Sieg gegen den VfL im letzten Spiel des Tages auch Union Halle-Neustadt bezwang und mit 6:6 Punkten auf Platz 2 kletterte.

Gegen Frankfurt hätten die Oldenburgerinnen gewinnen können. Der VfL führte 4:0, konnte den Vorsprung 20 Minuten konservieren (9:5). In der 30. Minute gelang Julia Kerber noch das 13:10, eineinhalb Minuten später stand es schon unentschieden, nach 33 Minuten führte der FHC 14:13. Die Gäste hatten ihre Linie verloren und fanden sie trotz 17:16-Führung fünf Minuten vor Schluss nicht wieder.

Gegen Union musste ein Punkt her. Theoretisch wäre sogar ein Abrutschen auf Platz 3 und damit das Ausscheiden möglich. Wieder deutete zunächst alles auf einen Oldenburger Erfolg hin: 3:1 (5.), 5:3 (11.), sogar 10:6 (20.). „Wir hätten höher führen müssen“, sagte Lampe. Dann gelang 13 Minuten kein Treffer. Ann-Kristin Roller erlöste ihr Team mit dem 11:11 (33.). Vorne klappte wenig, hinten parierte Mareen Rump „sensationell“ (Lampe). Oldenburgs letzter Angriff endete im Zeitspiel. Union nahm sofort eine Auszeit, kam aber gegen eine plötzlich offensive VfL-Deckung nur noch zum Freiwurf in letzter Sekunde. Der ging drüber, Oldenburg jubelte.

Die zweite Runde wird mit in vier Vierer-Gruppen gespielt. Jede Gruppe trifft sich an zwei Wochenenden, um einmal Jeder gegen Jeden zu spielen. Die Gruppensieger aus der ersten Runde – also auch der VfL – haben an einem der beiden Termine (19. und 20. Dezember sowie 6. und 7. Februar) Heimrecht. Wann der VfL Gastgeber der Gruppe sein wird, steht noch nicht fest. Nur eines: „Unser Ziel ist jetzt das Viertelfinale“, sagt Lampe. Der Erste und Zweite erreichen es.

VfL - Frankfurter HC 18:20 (11:9)
VfL: Mareen Rump, Katja Pieronek - Griet Prante 1, Jane Martens 1, Lena Thomas 1, Robyn Rußler 1, Jana Schaffrick 1, Julia Kerber 1, Laureen Hohnholt, Merle Carstens 1, Lisa-Marie Fragge 3, Kim Schilling 3/2, Laura Kannegießer 2, Ann-Kristin Roller 3

Union Halle-Neustadt - VfL 14:14 (8:10)
VfL: Mareen Rump, Katja Pieronek - Griet Prante, Jane Martens, Lena Thomas 2, Robyn Rußler 4/3, Jana Schaffrick, Julia Kerber, Laureen Hohnholt, Merle Carstens, Lisa-Marie Fragge 3, Kim Schilling 2/2, Laura Kannegießer, Ann-Kristin Roller 3

Frankfurter HC - Union Halle Neustadt 23:19 (9:9)

1. VfL Oldenburg 111:95 7:5
2. Frankfurter HC 106:115 6:6
3. Union Halle-Neustadt 104:111 5:7

(VfL und Frankfurt haben die zweite Runde erreicht)
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8:0-Serie entscheidet Nordderby

19.10.2015 09:15 Uhr

VfL gewinnt 31:27 gegen Buxtehude

von Ole Rosenbohm

Der VfL Oldenburg bleibt Spitze in der Handball-Bundesliga. Am heutigen Sonntag (18.10.2015) setzte sich der VfL im Nordderby mit 31:27 (15:15) gegen den Buxtehuder SV durch und belegt mit 9:1 Punkten weiterhin den ersten Tabellenplatz. Ein verrücktes Spiel. Elf Minuten vor Schluss hatten die Gastgeberinnen noch 23:27 hinten gelegen. Dann aber ließ Julia Renner kein Gegentor mehr zu, und der VfL traf acht Mal in Folge.

„Ich dachte, ich kenne die Mannschaft. Aber dass wir als ein so junges Team so abgezockt auftreten, überrascht mich total“, sagte VfL-Spielführerin Angie Geschke. Buxtehudes Randy Bülau sagte: „Wir wussten, dass sich Oldenburg nie aufgibt, aber trotzdem müssen wir den Sack zumachen.“ Selbst verschuldet sei diese Niederlage, so Bülau: „Wir machen unsere Hundertprozentigen nicht rein, und die machen die einfachen Kontertore.“

40 Minuten lang sahen 1305 Zuschauer ein Spiel, in dem sich keine der beiden Teams absetzen konnte. Buxtehude war mehrfach drauf und dran, einen Vorsprung herauszuwerfen, aber immer fand der VfL die richtigen Antworten: Nach dem 5:8 (14.) und 7:10 (17.) steigerte sich Torhüterin Louise Egestorp, und vorne griff die Variante, in Cara Hartstock eine zweite Kreisläuferin einzusetzen. Auch nach Buxtehudes 26:22 (45.) und 27:23 (46.) steigerte sich Oldenburg und legte seine kurz aufkommende Nervosität im Angriff ab – vielleicht gab sie der VfL auch nahtlos an Gast BSV weiter.

Denn in den letzten 14 Minuten gelang Buxte kein Erfolgserlebnis mehr. Die Würfe der zuvor treffsichereren Bülau, Friederike Gubernatis oder Emily Bölk schienen Renner im Tor oder andere Oldenburger Defensivspielerinnen magisch anzuziehen.

Die erste Lücke nach diversen Buxtehuder Blöcken fand Caroline Müller per Schlagwurf (50.) – 24:27, geht da noch was? Vielleicht. Kelly Dulfer bewies schnelle Hände und schickte nach ihrem Steal Inger Smits zum 25:27 (52.) auf die Reise. Buxtehude reagierte mit einer Auszeit, aber offenbar half die nur der VfL-Defensive. Der BSV kam nur zu einem Notwurf, Renner parierte, und vorne schloss Dulfer den schnellen Spielzug von der rechten Seite ab – 26:27 (53.). Spätestens jetzt war die Partie wieder spannend.

Im Nachhinein betrachtet war sie wohl schon entschieden. BSV-Trainer Dirk Leun bezeichnete diese Schlussphase später als „Total-Blackout“ seiner Mannschaft. Denn Buxte gelang nichts mehr, auch Geschkes Pfostentreffer half nichts. Stattdessen klaute Müller den nächsten Ball, und wieder nahm Smits den Pass auf: Ausgleich (55.). Dann der nächste Aufschrei, als Bölk von der Siebenmeterlinie nur die Unterlatte traf. Und auf der anderen Seite fand ein weiterer Müller-Hüftwurf den Weg zwischen die von der 50 Minuten überragenden Julia Gronemann gehüteten Pfosten – 28:27 (56.).

Inzwischen stand das Publikum, hallten „VfL, VfL“-Sprechchöre durch die Arena. Davon beeindruckt lieferte Buxtehude noch immer seine Bälle ab, und 74 Sekunden vor Schluss sorgte Annika Meyer nach einem No-Look-Pass Angie Geschkes für das 29:27. Gewonnen hatte der VfL, als kaum 15 Sekunden später Lena Zelmel von links den langen Pfosten knapp verfehlte. Krowicki jubelte mit dem Publikum, die verletzte Kim Birke klatschte mit der Bank ab, auf der Platte rissen die Spielerinnen ihre Fäuste in die Höhe. In der letzten Minute gelangen Smits noch zwei weitere Tore.

Mit diesem Ende hatte wohl niemand gerechnet. Der ohne Birke, Julia Wenzl und Nadja Jensen spielende VfL und der auf Isabell Klein verzichtende BSV (der zudem in der grippekranken Jessica Oldenburg und der angeschlagenen Jana Podpoliski weitere personelle Probleme hatte) hatten sich ja lange ein munteres Scheibenschießen geliefert, bei dem – vielleicht bis auf Gronemann – die defensiv agierenden Spielerinnen meistens schlechter aussahen. Und als dann noch die bis dahin richtig starke Angie Geschke in der 35. Minute einen Bodycheck in die Seite erhielt und sie in der Folge zunächst nicht mehr an die Form von vorher anknüpfen konnte, schien der VfL seiner ersten Saisonniederlage entgegenzusteuern. Krowicki schimpfte so laut, dass es jeder in der Halle mitbekommen musste und setzte wieder auf das Wechselspiel Dulfer (Abwehr) und Hartstock (Angriff), eine der wenigen Varianten, die ihm angesichts des knappen Personals blieben. Und kurz danach änderte sich alles – vor allem das Ergebnis.

„Der VfL hat verdient gewonnen. Wenn man 14 Minuten kein Tor wirft, kann man nicht als Sieger aus dem Spiel gehen“, sagte BSV-Coach Dirk Leun. „Wir haben es versäumt, eine Chance zu nutzen. Aber wir hatten nicht weniger Ausfälle als der VfL. Denn das, was auf der Bank saß, war auch ein bisschen angeschlagen. Wir haben so nur eine Rückraum-Formation gehabt, die richtig funktioniert hat. Das war dann am Ende zu wenig. Entscheidend war, wer bei zwei nicht so guten Abwehrreihen mehr Bälle verwirft. Am Ende kam unser Total-Blackout. Wir haben uns um den möglichen Sieg selbst gebracht.“

VfL-Trainer Krowicki sagte: „Wir sind sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir hatten ja schon fast verloren, aber wir haben nie aufgegeben. Und was Julia Renner zum Schluss gemacht hat, war fast ein Wunder. Sie hat fantastisch gearbeitet. Wir hätten früher führen müssen, schon in der ersten Halbzeit haben wir zu viel verballert. Aber wir haben nicht richtig gegen Gronemann geworfen. In der Schlussphase haben wir uns dann daran erinnert, was in dieser Phase wichtig ist.“

Am kommenden Sonntag um 18 Uhr tritt der VfL beim ebenfalls noch ungeschlagenen HC Leipzig an, der heute mit 28:27 bei Bayer Leverkusen siegte und nun 7:1 Punkte auf dem Konto hat. Buxtehude empfängt tags zuvor um 16 Uhr Borussia Dortmund.

VfL Oldenburg: Renner (5 Paraden), Egestorp (7. bis 39.; 7 Paraden) - Smits 7, Dulfer 2, Müller 6/1, Geschke 9, Schirmer 3, Meyer 3; Hartstock 1, Schnack, Behrend n.e., Griet Prante n.e.

Buxtehuder SV: Gronemann (18/1 Paraden), Lenz n.e. - Zelmel 3, Bölk 5/2, Bülau 7, Gubernatis 6/2, Hayn 3, Schulz 2; Oldenburg 1, Podpoliski, Schneider, Fischer, Grell n.e., Schultze n.e., Prior n.e.

Siebenmeter: 2/1 (Gronemann pariert gegen Müller) - 6/4 (Gubernatis an die Latte; Bölk an die Unterlatte)

Zeitstrafen: 0 - 1 (Bülau)

Schiedsrichter: Michael Kilp (Oberursel) und Christoph Maier (Steinbach)

Zuschauer: 1305 in der Oldenburger EWE Arena
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Oldenburg übernimmt Platz 1

15.10.2015 10:17 Uhr

VfL siegt 38:34 gegen Metzingen

von Ole Rosenbohm

Spitzenreiter! Der VfL Oldenburg hat sich in der Handball-Bundesliga mit einem fulminanten 38:34 (18:15)-Erfolg am heutigen Mittwochabend (14.10.2015) im Duell zweier zuvor Ungeschlagenen gegen TuS Metzingen an die Tabellenspitze gesetzt.

„Ich bin begeistert. Das war ein Spitzenspiel mit Klasse und Format“, sagte VfL-Geschäftsführer Peter Görgen nach der lange offenen und hochspannenden Partie. In der Liga ist neben dem VfL (7:1 Punkte) nur noch der HC Leipzig (5:1 Punkte) ungeschlagen. Bitter allerdings: Ab der 36. Minute musste der VfL auf Julia Wenzl verzichten, die nach einer unglücklich verlaufenen Offensivaktion (mit eigenem Tor zum 21:18) anschließend mit bandagiertem Knie nur noch zuschauen konnte. Eine Diagnose steht noch aus.

857 Zuschauer sahen von Beginn an viele gelungene Offensivaktionen auf beiden Seiten. Dabei machten die von der gut aufgelegten Ex-Oldenburger Spielmacherin Anna Loerper geführten Gäste zunächst den besseren Eindruck. Vor allem das Spiel mit TuS-Kreisläuferin Julia Behnke bekam der VfL lange nicht in Griff. Nach fünf Minuten führte Metzingen 5:3, dreimal dabei hatte Behnke zugeschlagen. Beim 2:1 verwertete sie eine Art Volleyball-Pass Loerpers – perfekter Ein-Kontakt-Handball.

Oldenburg musste bekanntlich auf Kim Birke verzichten, bei der inzwischen ein Muskelfaserriss im Oberschenkel diagnostiziert wurde. Auch Nadja Jensen konnte wegen Knieproblemen nicht eingesetzt werden. Ersetzt wurde Stammspielerin Birke auf der linken Außenbahn zur Überraschung vieler von Inger Smits. So verblieben die möglichen Alternativen Angie Geschke und Julia Wenzl im Rückraum. Dort wurden sie auch gebraucht. Auch sie sorgten dafür, dass der Metzinger Vorsprung niemals höher als zwei Tore wurde.

Die erste wichtige Zäsur im Spiel wurde mit der Einwechselung Louise Egestorps in der 18. Minute beim Stand von 8:9 eingeleitet. Kaum auf der Platte, parierte die Torhüterin großartig – einmal mit dem Fuß, dann entschärfte sie einen Konter. Plötzlich wurde die TuS nervös und Oldenburg richtig gut. Aus einem 8:10 (18.) wurde ein 12:10 (22.) und ein 17:12 (27.). Not-Linksaußen Smits bewies in dieser Phase ihre Schnelligkeit, Kelly Dulfer (die in der ersten Viertelstunde nur in der Abwehr zum Einsatz kam) ihre Treffsicherheit, und Egestorp parierte einen Strafwurf gegen Loerper. Wichtig auch das blitzschnell herausgespielte 13:11 (24.): Caro Müller von halbrechts auf Linksaußen Smits, die wiederum Dulfer perfekt in einer mittigen Lücke bediente. Dulfer traf, zudem erhielt Bernadett Temes eine Zeitstrafe. Gästetrainer Csaba Konkoly ärgerte sich später zurecht über „zu viele Abspielfehler“ seines Teams in dieser Phase.

Aber auch Metzingen half ein Wechsel im Tor. Für die zunächst ausgezeichnete Sabine Stockhorst kam Jasmina Jankovic in der 26. Minute – und fast zeitgleich wurde das Oldenburger Spiel eine Spur zu nervös und hektisch. Mit ein bisschen mehr Metzinger Abgeklärtheit hätte der VfL bis zur Pause noch mehr als nur die drei Tore von seinem Vorsprung eingebüßt. „Wir dürfen es uns nicht erlauben, innerhalb von eineinhalb Minuten so eine komfortable Führung aufs Spiel zu setzen“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki.

Nach der Pause hatte sich Oldenburg wieder gefangen, entscheidend absetzen konnten sich die Gastgeberinnen aber nicht. Dafür war die TuS auch zu stark heute. Und in der 42. Minute war Metzingen nach drei Treffern in Folge wieder dran (24:25) und in der 47. und 48. Minute (27:28, 28:29) sogar vorne. Ein letztes Mal.

Wieder sollte ein Torhüterinnen-Wechsel das Spiel verändern. Diesmal entscheidend. Zehn Minuten vor Schluss – Spielstand 30:30 – kam Julia Renner zurück, die gute Egestorp hatte in den Minuten zuvor nichts mehr anfassen können. Drei Paraden später war der VfL auf 33:30 (53.) davongezogen und mit weiteren drei Toren in Serie auf 36:32 (57.). Maike Schirmer hatte von rechts diesen entscheidenden Treffer erzielt, sorgte damit für lachende Gesichter und erhobene Fäuste auf VfL-Seite. Anders als in der ersten Halbzeit machte es das Team diesmal in der Schlussphase nicht mehr spannend. „Wir mussten lange zittern, aber in den letzten zwei Minuten konnten wir uns beruhigen“, sagte Krowicki nach „einem schwierigen, emotionalen Spiel“ mit vielen wichtigen Phasen. „Ich bin froh, dass wir niemals aufgehört haben zu kämpfen.“

„Wir sind in der zweiten Hälfte ins Spiel zurückgekommen. Aber das war nicht genug“, meinte Metzingens Konkoly. „Aber dann haben wir, zwei, drei Chancen zu viel vergeben. Ich hoffe, wenn wir noch mal 34 Tore werfen können, werden wir das nächste Mal gewinnen.“ Kollege Krowicki sagte: „Wenn wir mehr werfen als kassieren, ist das okay.“

Schon kommenden Sonntag (18.10.2015, 16.30 Uhr, EWE Arena) wartet auf den VfL das wie immer mit Spannung erwartete Nordderby gegen den Buxtehuder SV. Metzingen erwartet tags zuvor um 19 Uhr die HSG Blomberg.

VfL Oldenburg: Renner (8 Paraden), Egestorp (18. bis 50.; 8/1 Paraden) - Smits 4, Geschke 8/1, Müller 3/2, Wenzl 2, Schirmer 7, Meyer 8; Dulfer 6, Hartstock, Schnack n.e., Jensen n.e., Behrend n.e.

TuS Metzingen: Stockhorst (7 Paraden), Jankovic (ab 26.; 12 Paraden) - Großmann 1, Loseth 2, Loerper 9/2, Weigel 1, Zapf, Behnke 10; Dinkel 1, Temes 1, Stefani 7, Vollebregt 2, Kubasta n.e., Michielsen n.e., Beddies n.e.

Siebenmeter: 3/3 - 3/2 (Loerper scheitert an Egestorp)
Zeitstrafen: 2 (Dulfer, Müller) - 2 (zweimal Temes)
Schiedsrichter: Christian vom Dorff und Fabian vom Dorff aus Kaarst
Zuschauer: 857 in der Oldenburger EWE Arena
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VfL Oldenburg
gibt in Schlussminute Sieg aus der Hand

21.09.2015 06:05 Uhr

31:31 gegen Meister Thüringer HC

von Ole Rosenbohm

Punkteteilung gegen den amtierenden deutschen Meister: Bei ihrem Heimauftakt 2015/16 haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am heutigen Samstagabend (19.9.2015) mit 31:31 (17:14) vom Thüringer HC getrennt. Angesichts des Spielverlaufs ein unglücklicher Punktverlust: 15 Minuten vor Schluss hatten die Oldenburgerinnen noch mit fünf Treffern geführt (26:21), drei Minuten vor dem Ende noch mit zwei (31:29). Schließlich sorgte Iveta Luzumova mit einem Wurf von linksaußen vier Sekunden vor Schluss für den Ausgleich.

Überschattet wurde die Partie durch eine Knieverletzung in der 55. Minute von THC-Rechtsaußen Lydia Jakubisova, möglicherweise ein Kreuzbandriss. Kurz zuvor hatte die 33-jährige Ex-Oldenburgerin mit zwei Einzelaktionen für das 29:29 (54.) gesorgt. Bei der Aktion, die zu ihrer Verletzung führte, war Jakubisova drauf und dran, erneut für einen Treffer zu sorgen, zog in die Mitte, verdrehte sich da aber das Knie und blieb minutenlang liegen. Den donnernden Applaus ihres ehemaligen Publikums wird „Lydka“ wahrgenommen haben, ihre Befürchtungen allerdings überwiegen: „Ich weiß, wie sich ein Kreuzbandriss anfühlen kann. Ich hatte schon zwei – einmal links, einmal rechts, jetzt vielleicht wieder rechts“, sagte sie mit bitterer Miene. „Zusammen mit Kerstin Wohlbold hat uns Lydia in der zweiten Halbzeit fast alleine im Spiel gehalten“, sagte THC-Trainer Herbert Müller. „Ein Kreuzbandriss wäre extrem bitter.“

Die Thüringer Ausfallliste wächst damit. Gegen den VfL saß Jana Krause nur auf der Bank, zudem fehlten Beate Scheffknecht, Danick Snelder, Eliza Buceschi, Sonja Frey und Natalia Reshetnikova. Dafür gab die erst just verpflichtete slowakische Rückraumspielerin Lucia Hruscakova ihr Debüt. Auch der VfL hatte einen Ausfall zu beklagen: Die erkrankte Angie Geschke konnte die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen.

Nun zum Spiel, das der VfL gefühlte 45 Minuten dominierte, sich aber immer wieder (fast) einfangen ließ. Wie in den ersten Minuten: Kelly Dulfer mit zwei tollen Vorlagen zum 2:1 (4.), Caroline Müller mit Distanzwürfen und Julia Wenzl mit Einzelaktionen brachten Oldenburg 6:2 in Front (8.). Das ganze Team spielte phasenweise wie aus einem Guss, mit rasantem, sicherem Passspiel und starken Defensivaktionen.

Mehrmals gab es solche Phasen, aber immer kamen die Gäste heran: nach dem 2:6 auf 6:7 (12.), nach dem 10:16 (25.) auf ein aus THC-Sicht akzeptables Pausen-Resultat von 14:17, nach dem 15:20 (37.) auf 20:21 (43.) und schließlich nach dem 21:26 auf das Untenschieden drei Sekunden vor Schluss. Thüringer Erfolgsgaranten waren die Erfahrenen im Team: Jakubisova mit ihren sechs Treffern, Wohlbolds Zusammenspiel mit Katrin Engel und auch Zugang Lotte Prak auf halblinks mit fünf Treffern.

Bei Oldenburg stachen die elf Treffer von Caroline Müller hervor. Beispielhaft ihre Aktionen nach der 42. Minute mit Toren zum 22:20, 23:21 und 25:21 – jeweils unhaltbar per Schlagwurf und immer durch die Mitte. „Wir haben viel zu viele Tore über den Innenblock bekommen“, sagte THC-Trainer Herbert Müller. Dazwischen feierte Nadja Jensen ihren Premierentreffer für den VfL, von linksaußen zum 24:21 (44.). Jensen hatte einen unglücklichen Start, kam in der 18. Minute, traf zunächst zweimal den Innenpfosten und produzierte ein Offensivfoul. Dann aber verließen sie Pech und Nervosität und Jensen brachte wertvolle Pässe an.

So lief die Schlussphase: Müller besorgte per Hüftwurf das 31:29 (56.), danach aber kam der VfL kaum noch zum Abschluss. Zum 30:31 schloss Prak schnell ab (57.). Das ohnehin laute Publikum machte jetzt Extra-Druck, und Oldenburg hatte Glück, als Meike Schmelzer schon vom Kreis getroffen hatte, die Unparteiischen aber auf Siebenmeter entschieden, den Julia Renner gegen Svenja Huber parierte. „Wir haben das Spiel dominiert“, sagte VfL-Coach Leszek Krowicki, „aber wenn man die letzten Minuten analysiert, haben wir vielleicht auch Glück gehabt“.

Fast zwei Minuten waren nach dem gehaltenen Siebenmeter noch auf der Uhr. Kim Birkes letzter Wurf verfehlte das Tor. Danach gab der THC den Ball nicht mehr ab, holte erst Freiwürfe heraus, nahm dann – 19 Sekunden vor Schluss – die Auszeit und spielte mit siebter Feldspielerin Luzumova frei. Die etatmäßige Regisseurin, traf ins lange Eck – und auf der Platte sanken die Oldenburgerinnen in sich zusammen.

Insgesamt aber ein gutes Spiel des VfL, fand auch Geschäftsführer Peter Görgen: „Das eine oder andere Rädchen passt noch nicht, aber im Großen und Ganzen war das ein begeisternder Auftritt unseres Teams. Normalerweise gewinnen wir das Spiel.“ So sah es auch Caroline Müller: „Wir hätten gewinnen müssen, aber wir sind jung, und da ist es normal, dass die Leistungen schwanken. Wir werden draus lernen. 40, 45 Minuten waren wir richtig gut.“

THC-Trainer Müller sagte: „So wie dieses Spiel gelaufen ist, bin ich megaglücklich über diesen Punkt.“ Kollege Krowicki meinte: „Es läuft noch nicht alles glatt, aber ich habe bei uns viele Sachen gesehen, die funktioniert haben. Wir haben zum Beispiel sehr gut gegen diesen gefährlichen Gegenstoß und die Schnelle Mitte vom THC verteidigt. Meiner Meinung nach haben wir ein ausgeglichenes Spiel mit kleinem Vorsprung auf unserer Seite gesehen, aber den k.o.-Schlag konnten wir dem THC nicht verpassen. Stattdessen haben wir ein aus meiner Sicht unnötiges Tor kassiert. Wir werden daraus lernen.“
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Verein und Sponsoren feiern Saisoneröffnung

17.09.2015 17:43 Uhr

Gute Stimmung im Haus von VfL-Partner GSG

von Ole Rosenbohm

Mit rund hundert Gästen hat der VfL Oldenburg am gestrigen Dienstagabend (15.9.2015) in den Räumen des langjährigen VfL-Partners GSG Bau- und Wohngesellschaft seine offizielle Saisoneröffnung gefeiert. Neben seinem Bundesligateam stellte der VfL auch die in der Dritten Liga Nord aktive zweite Mannschaft sowie die in der Jugend-Bundesliga antretenden A-Juniorinnen vor. Das Bundesligateam, das bereits sein erstes Saisonspiel gewann (31:26 in Göppingen), empfängt am kommenden Samstag (19.9., 18 Uhr, EWE Arena) den amtierenden Meister Thüringer HC zum Schlagerspiel des zweiten Spieltags.

„Wir sind seit gefühlt 95 Jahren Sponsor“, sagte Gastgeber und GSG-Geschäftsführer Stefan Könner in seiner Begrüßung zu den Gästen. „Wir sind treue Fans – und wir wollen es auch bleiben.“

„Wir freuen uns mit Ihnen auf die Zukunft“, antwortete VfL-Marketingleiter Stefan Eickelmann anschließend in seiner Rede. Neben viel Kontinuität im Sponsorenpool richtete er seinen Blick auch auf neue Partner und Neuheiten: So unterstützt der VfL in der laufenden Saison mit den Erlösen aus einem Tippspiel im Hallenmagazin Fireball den Weißer Ring, Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Mit dem ersten Heimspiel startet dieses Tippspiel.

Auch sonst wird einiges neu sein beim VfL. So präsentiert sich der VfL vor den Sponsoren mit einem neuen von der Werbeagentur BDR gestalteten Design in der Öffentlichkeit. Sichtbar wird es etwa bei Plakaten, im Hallenheft oder den Autogrammkarten. Gestern erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt wurde der neue VfL-Einlauffilm, erneut produziert von der Schwarzseher Filmproduktion und digital bearbeitet durch VfL-Partner Vidama. Aufgenommen worden sind die Bilder in drei Tagen an mehreren Orten: in der EWE Arena, der Robert-Schumann-Halle und auch in der Laser-Tag-Arena am Oldenburger Hafen, berichtete Schwarzseher-Geschäftsführer Amon Thein.

Der Film bekam ebenso Applaus wie die sich präsentierenden Sportlerinnen aus den drei Mannschaften, von denen auch bereits die A-Jugend ihre ersten Partien schon absolvierte. „Die Mannschaft hat sich sehr gut präsentiert“, lobte Trainer Andy Lampe das Team für ihre Auftritte am ersten Spieltag der Jugend-Bundesliga JBLH. Ein Sieg und eine Niederlage standen nach den Partien gegen Frankfurter HC und Union Halle-Neustadt in der Bilanz. Die Chancen auf das Erreichen der zweiten Runde seien sehr gut, sagte Trainerin Silke Prante: „Wir schaffen das.“

Eine spannende Saison erwarten auch die Drittliga-Handballerinnen, die am Samstag um 17 Uhr mit einem Spiel bei TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf erstmals wieder um Punkte kämpfen. Trainerin Alexandra Hansel will sich mit ihrem diesmal recht kleinen Kader mindestens einen Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern. Das Team habe aber das Zeug zu mehr.

Viel Beifall bekamen auch die Bundesligaspielerinnen. In den Interviews erzählte Angie Geschke von den gestiegenen taktischen Möglichkeiten, die das Team durch den nun breiter aufgestellten Rückraum habe. „In meinem Alter braucht man auch mal Ruhepausen“, sagte sie scherzhaft und fügte lachend mit einem Seitenblick zum Trainer hinzu: „Aber ich werde natürlich trotzdem sauer sein, wenn er mich nicht aufstellt.“

Torhüterin Julia Renner sprach über die Aussichten in dieser Saison: Die Spitzengruppe sei größer geworden, mehr als die Hälfte der Liga gehöre zu den Top-Mannschaften. Der VfL gehöre dazu. „Wenn es gut läuft, können wir jeden schlagen, auch am Samstag den Thüringer HC.“ So sieht es auch VfL-Geschäftsführer Peter Görgen: „Die gestiegene Qualität tut der Liga gut. Oben treffen sich acht Teams auf Augenhöhe. Aber jeder sollte sich bewusst machen: Eine dieser Mannschaften wird Achter.“ Oldenburgs Ziel für die Saison sei die erneute Qualifikation für einen Europapokalplatz.

Im Europapokal der Pokalsieger wartet in dieser Serie die zweite große Herausforderung. Gegner im November ist Lada Togliatti, Vizemeister aus Russland. „Das ist ein Super-Team, aber wenn wir uns auf sie einstellen, haben wir eine Chance“, berichtete VfL-Torwarttrainer Sascha Vorontsov, selber Russe, ins von MPA Flashlight aufgestellte Mikrofon.

Und dann verriet Trainer Leszek Krowicki noch Neuigkeiten über seine neue Beratertätigkeit für die deutschen Frauen-Nationalmannschaft: „Wir wollen gemeinsam alles tun, damit wir bei der WM 2017 in Deutschland eine gute Mannschaft zusammen haben.“ Neben Krowicki gehören Leverkusens Trainerin Renate Wolf und Buxtehudes Coach Dirk Leun zum Trio, das Bundestrainer Jakob Vestergaard in seiner Arbeit unterstützen wird.

Viele Gespräche, viele Kontakte, leckeres Essen, für das und den sonstigen Rahmen die Eventorganisation Konact gesorgt hatte. „Das war ein sehr netter Abend. Unsere Spielerinnen haben sich erneut sehr sympathisch präsentiert. Wir freuen uns alle auf eine tolle und aufregende Saison“, sagte VfL-Marketingleiter Stefan Eickelmann.
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Hochklassiger Jugendhandball beim Juniors Cup

04.09.2015 09:31 Uhr

Turnier in Oldenburg mit zwei Meistern und weiteren DM-Halbfinalisten

von Ole Rosenbohm

Richtig guten Jugendhandball bekommen die Zuschauer des 11. Juniors Cups der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg am kommenden Wochenende (5./6.9.2015) in der Robert-Schumann-Halle zu sehen. Neben sieben Mannschaften spielen natürlich auch die gastgebenden A-Juniorinnen des VfL Oldenburg.

Dabei sind mit Meister Bayer Leverkusen, dem drittplatzierten Buxtehuder SV und dem Vierten TV Aldekerk drei der vier Halbfinalisten der Deutschen Meisterschaft 2014/15 in Hamburg. Mit VOC Amsterdam ist zudem der amtierende niederländische Meister zu Gast. Alle beim Turnier vertretenen sieben deutschen Mannschaften spielen in dieser Saison in der Jugend-Bundesliga JBLH. „Das ist wohl wohl das beste Teilnehmerfeld bei unserem Turnier, das es je gab“, sagt VfL-Jugendtrainerin und Organisatorin Wiebke Kethorn.

Der weiterhin von Andy Lampe trainierte VfL hat es in der Gruppe A mit dem Neusser HV, dem VfL Bad Schwartau und Meister Leverkusen zu tun. In der anderen Gruppe treten die HSG Bensheim/Auerbach, der Meisterschafts-Dritte Buxtehude, der Vierte TV Aldekerk und Hollands Titelträger VOC Amsterdam an.

Das Turnier beginnt am Samstag um 9.30 Uhr mit der Partie Oldenburg gegen Neuss. Gegen 18.30 Uhr sollte die letzte der zwölf Partien des Tages, und damit auch das letzte Gruppenspiel, beendet sein.

Mit dem ersten Viertelfinale beginnt der zweite Tag schon um 8.30 Uhr. Die Verlierer der Viertelfinalbegegnungen spielen den fünften Platz aus, die Sieger stoßen ins Halbfinale vor. Das Endspiel ist auf 16 Uhr angesetzt. Bis auf die beiden Letztplatzierten wird jedes Team sechs Spiele an den beiden Tagen spielen. Der Eintritt ist frei.

Für alle Teams ist es der letzte große Test vor dem Saisonbeginn am 12. und 13. September mit dem ersten Bundesliga-Wochenende. Die Oldenburger A-Juniorinnen spielen in der ersten Runde in einer Gruppe mit Union Halle-Neustadt und dem Frankfurter HC, eine von acht Dreier-Gruppen. Union ist Gastgeber des ersten Spieltags am 13. September. Jedes Team spielt an einem solchen Spieltag zweimal, also gegen beide anderen. Der Oldenburger Heim-Spieltag in der Sporthalle der BBS Wechloy (Halle Wechloy) steigt am 10. Oktober. Die ersten beiden Teams erreichen die zweite Runde.

In dieser zweiten Runde scheiterte vergangene Saison der VfL. Nur ein Punkt fehlte zur Viertelfinal-Teilnahme. Lampes Ziel 2015/16: etwas besser abschneiden. Aber erstmal gilt es, sich einzuspielen. Der stark besetzte Juniors Cup bietet dafür die optimale Gelegenheit. Lampe: „Wir wollen unsere Abläufe gegen diese starken Gegner noch einmal verfeinern. Das Turnier ist für uns enorm wichtig. Denn unsere Spielerinnen spielen in verschiedenen Mannschaften, von der B-Jugend bis zum Bundesligateam. So wird es wichtig sein, dass wir unsere Abstimmung und unser Timing sowohl in der Abwehr wie im Angriff noch einmal im Wettkampfmodus finden.“ Als Favoriten für das Turnier und auch die JBLH sieht der Trainer und VfL-Jugendkoordinator Lampe Bayer Leverkusen und Buxtehude.


Spielplan Vorrunde, Samstag, 5.9.2015
1. 9.30 Uhr Gruppe A VfL Oldenburg – Neusser HV
2. 10.15 B Bensheim/Auerbach – VOC Amsterdam
3. 11 Uhr B Buxtehuder SV – TV Aldekerk
4. 11.45 Uhr A Bayer Leverkusen – Bad Schwartau
5. 12.30 Uhr B TV Aldekerk – Bensheim/Auerbach
6. 13.15 Uhr A Bad Schwartau - VfL Oldenburg
7. 14 Uhr A Bayer Leverkusen – Neusser HV
8. 14.45 Uhr B Buxtehuder SV – VOC Amsterdam
9. 15.30 Uhr A VfL Oldenburg – Bayer Leverkusen
10. 16.15 Uhr A Neusser HV – Bad Schwartau
11. 17 Uhr B TV Aldekerk – VOC Amstersdam
12. 17.45 B Bensheim/Auerbach – Buxtehuder SV
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VfL-Team startet in die Saisonvorbereitung

23.07.2015 08:41 Uhr

Gute Werte beim Laktattest

von Ole Rosenbohm

Mit einer Laufeinheit im Wald Bürgerbusch mit 13 Spielerinnen hat am gestrigen Dienstag (22.7.2015) der Handball-Bundesligist VfL Oldenburg mit seiner Saisonvorbereitung begonnen. Dabei waren die vier neuen Spielerinnen Kelly Dulfer, Inger Smits, Nadja Jensen und Louise Egestorp.

Trainer Leszek Krowicki machte einen zufriedenen Eindruck. Grund: Am Tag zuvor hatte das Team um Arzt Stephan Böhmen vom Reha-Zentrum Oldenburg die Spielerinnen einem Leistungs- und Laktattest unterzogen und dabei für den Zeitpunkt des Vorbereitungsstarts sehr gute Ergebnisse festgestellt. „Meine Spielerinnen waren im Urlaub sehr fleißig“, stellte der Coach fest. Natürlich reicht das nicht für die harten Aufgaben in Bundesliga, Pokal und Europapokal. In den nächsten Wochen steht deshalb die Arbeit an Kondition und Kraft im Vordergrund. Wie jedes Jahr.

Intensive Konditions- und Krafttrainingseinheiten – für viele Sportler ist die jährlich wiederkehrende Saisonvorbereitung nicht unbedingt die schönste Zeit des Jahres. Wie denken die beiden neuen Niederländerinnen Kelly Dulfer und Inger Smits – beide spielten zuletzt bei Meister Sercodak Dalfsen – über die nächsten, anstrengenden Wochen? „Das schaffen wir schon“, ist Inger Smits überzeugt. Selber präferiert sie die Kraftübungen im Vergleich mit Konditionstraining, aber „am liebsten will ich so schnell wie möglich in die Halle“. Kelly Dulfer berichtete, was Trainer Krowicki anhand der Laktattest-Ergebnisse des Reha-Zentrums auch schon bemerkte: „Wir fangen nicht bei Null an, im Urlaub gehörten Kraft- und Lauftraining zum täglichen Programm“, sagte die Rückraumspielerin. Beide sind sich einig: „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.“

Thema im Team war natürlich auch die Auslosung im kommenden Europapokal der Pokalsieger. „Ein starker Gegner, denke ich“, sagte Smits über den sechsfachen russischen Meister Lada Togliatti, Oldenburgs Kontrahenten am 14./15. und 21./22. November. Das findet auch Angie Geschke, denkt aber: „Fast alle Gegner im Topf waren stark, es war also klar, dass es schwer wird.“ Nationalspielerin Geschke sieht den VfL in der Außenseiterrolle, glaubt aber an die eigene Stärke: „Wir sind der Underdog, ganz klar. Aber wir wollten in den Europacup – und deshalb werden wir alles geben, um das Achtelfinale zu erreichen.“ Übrigens freut sich Geschke auf den Gegner, erwartet eine besonders lautstarke Atmosphäre in der Halle, aber es sei, sagte sie, auch „krass, was für eine Reise wir bekommen haben“. Auf der Straße wäre Togliatti (oder Tojatti) über 3200 Kilometer entfernt. Der Flug wird wohl über Moskau gehen. Erstmal aber dreht das VfL-Team in den Oldenburger Wäldern seine Runden.
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»Ballarbeit - Fußball und Migration«

10.04.2015 09:52 Uhr

Ausstellung und Begleitprogramm

Die Wanderausstellung »BallArbeit« des Projekts »Flutlicht« ist für Jugendliche ab der 8. Klasse konzipiert und widmet sich gesellschaftlich relevanten Themenfeldern am Beispiel des Fußballs.

In einfacher Sprache werden mit anschaulichen Beispielen Begriffe wie »Migration«, »Integration«, »Ausgrenzung & Rassismus«, »Gleichberechtigung«, »Konflikte & Mentalität« und »Prävention im Sport« veranschaulicht. »BallArbeit« ist für Menschen migrantischer und nicht-migrantischer Herkunft gleichermaßen geeignet. Die Motivation der Ausstellung ist pädagogisch und politisch: Es geht darum, ein Bewusstsein für Migration und ihre Folgen zu schaffen und positive Modelle vorzustellen. Jugendlichen soll »BallArbeit« ermöglichen, sich über den Fußball schwierige Themen selbstständig zu erarbeiten und zum verantwortlichen Handeln anregen. Dabei produziert »BallArbeit« keine »multikulturelle Romantik«, sondern zeigt, wo der Fußball eine Vorbildfunktion für Akzeptanz, Respekt und Toleranz haben kann. Aber auch die negativen Seiten des Fußballs werden benannt: Ausgrenzung, Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt gegen Migranten.

In der Fußballbundesliga spielen zurzeit Spieler aus über 64 Nationen. Die tragenden Säulen der deutschen Männer-Nationalmannschaft heißen nicht mehr Beckenbauer, Maier und Müller, sondern Podolski, Khedira oder Özil. Der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund in den Jugend- und Amateurligen steigt immer weiter. Wo immer heute Fußball gespielt oder von Zuschauern verfolgt wird, spielt Migration eine wichtige Rolle.

Fairness, Chancengleichheit, Leidenschaft und Vielfalt – das sollen laut UEFA die Kernbotschaften des Fußballs sein. »BallArbeit« veranschaulicht, dass Vorbilder auf lokaler Ebene mindestens ebenso wichtig sind, wie Özil & Co. Vorbilder aller Altersstufen, die Teil des täglichen Lebens sind: Mitspieler, Trainer, Schiedsrichter. Beim Fußball geht es ums Gewinnen und es geht oft sehr hart zur Sache. »BallArbeit« betont bewusst die Werte des »Fairplay« und die starke integrative Kraft des Fußballs und im Profi- und Amateurbereich. Der Fußballplatz ist ein Ort der Begegnung für Menschen unterschiedlichster sozialer und ethnischer Herkunft. Fußball kann helfen, Brücken zu bauen.

»BallArbeit« macht sich auf eine Reise von der Welt des Profifußballs bis zum alltäglichen Straßenkick. Sie zeigt anhand von kurzen, gut strukturierten Texten und Bildern, wie Menschen durch den Fußball zu Migranten wurden, wie sie im Fußball ein Zuhause gefunden haben. Es werden aber auch Geschichten vom Scheitern erzählt: Junge Afrikaner kommen mit den Bildern der Stars im Kopf und dem Traum, Fußballprofi zu werden nach Europa und stehen kurz darauf mittellos auf der Straße. Die Ausstellung stellt außerdem Klubs wie »Türkiyemspor Berlin«, »Hellas Lüdenscheid« oder »Lupo Wolfsburg« vor und beschreibt, mit welchen Problemen diese Vereine zu kämpfen hatten und haben. »Ballarbeit« thematisiert die soziale Verantwortung von Verbänden und Vereinen.

Ausstellungszeitraum: 25. April bis 09. Mai 2015
Ausstellungseröffnung: Samstag, 25. April 2015 19:30 Uhr
Ort: IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. (Klävemannstraße 14)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17 Uhr

Auf Wunsch können ca. 45 minütige Führungen durch die Ausstellung angeboten werden. Um allen Interessierten einen möglichst ungestörten Besuch der Ausstellungshalle zu ermöglichen, bitten wir Gruppen ab 10 Personen in jedem Fall (auch ohne Führung) anzumelden. Sie erhalten dann eine Bestätigung des Termins oder einen Vorschlag für einen geringer nachgefragten Termin.

Freikarten für das Spiel VfB Oldenburg – FC St Pauli II am So 17.5. um 15:00 Uhr erhält die erste Gruppe, die sich anmeldet sowie die 15. und 30. Gruppe.

Kontakt: info@vfbfueralle.de oder fufa@vfb-oldenburg.de


Begleitprogramm zur Ausstellung

Dienstag, 28.04. 20:00 Uhr
Filmaufführung »Wie im falschen Film«
KinOLaden - Wallstraße 24 - 26122 Oldenburg

»Wie im falschen Film« hat sich Otto Addo in den 90er Jahren gefühlt, als er seine ersten Erfahrungen mit Rassismus auf dem Fußballfeld machte. Und auch heute ist Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung noch Alltag in Deutschland – im Stadion wie andernorts. Show Racism the Red Card – Deutschland hat Spieler_innen zu ihren Erfahrungen befragt:

Europameisterin Anja Mittag (FC Rosengård), Alexander Dolderer vom schwulen Münchener Fußballteam „Streetboys“ sowie Otto Addo, Ex-Profi und U19-Trainer beim Hamburger SV stehen im Mittelpunkt des Films und erzählen hautnah von ihren Erfahrungen. Drei Menschen, die für den Fußball leben und nicht immer den Respekt bekommen, den sie verdienen.

Aber auch den großen Stars geht es nicht anders: So zum Beispiel 2013, als bei einem Freundschaftsspiel in Italien auf jeden Ballkontakt Schwarzer Spieler mit rassistischen Affenrufen reagiert wird. Einer der Betroffenen ist Kevin-Prince Boateng, der daraufhin das Spielfeld verlässt: »Das kann man vielleicht als weißer Mensch nicht nachvollziehen – Frust, Wut, Enttäuschung, Aggression – im ersten Moment war ich echt sauer.« Und Katja Kraus, dreimal deutsche Meisterin, erzählt: »Meine Eltern hätten lieber eine Tochter gehabt, die Ballett tanzt. Frauenfußball war lange sogar verboten.«

Neben den drei Hauptpersonen kommen auch aktive Profis wie Jérôme Boateng (FC Bayern München), Kevin-Prince Boateng (FC Schalke 04), Roberto Hilbert (Bayer 04 Leverkusen), Anthony Ujah (1. FC Köln), Gerald Asamoah (FC Schalke 04), Andreas Beck (TSG 1899 Hoffenheim) und ehemalige Profis wie Hans Sarpei, Christoph Metzelder, Katja Kraus, Rashid Azzouzi und der DFB-Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig zu Wort. Moderiert wird von Sportreporter Günther Koch.

Gemeinsam mit der beigelegten Broschüre bietet „Wie im falschen Film“ eine anschauliche Diskussionsgrundlage für die pädagogische Arbeit zum Thema Diskriminierung mit Kindern und Jugendlichen (empfohlen ab 12 Jahren).

Produktion: Show Racism the Red Card Deutschland (www.theredcard.de)

Kamera, Schnitt, Musik, Ton, Regie: Timian Hopf (www.hopfilm.de)


Dienstag, 05.05.19:30 Uhr
Vortrag mit Jonas Gabler: Rechtsextremismus, Diskriminierung und Anti-Diskriminierung in der Fußballfankultur
Jugendleistungszentrum VfB Oldenburg - Maastrichter Straße 35 – 26123 Oldenburg
Die HoGeSa-Demonstrationen in Köln und Hannover haben einer großen Öffentlichkeit wieder vor Augen geführt, dass Fußballfans, Hooligans und extreme Rechte punktuell gemeinsame Sache machen, aber handelt es sich dabei um ein neues Phänomen und wie sind diese Entwicklungen einzuordnen? Jonas Gabler nimmt in seinem Vortrag die HoGeSa-Aufmärsche zum Anlass, um eine Einführung in die Fußballfankultur zu geben, über die Ausdifferenzierung der Fußballfanszene aufzuklären und Anknüpfungspunkte mit Ideologien der extremen Rechten herauszustreichen. Ebenso sollen aber auch Potenziale für Anti-Diskriminierungs- und präventive Arbeit gegen Rechtsextremismus in der Fußballfankultur zur Sprache kommen.

Zur Person:
Jonas Gabler (*1981) studierte Politikwissenschaft an der FU Berlin sowie in Mailand und verfasste seine Diplomarbeit zum Thema Rechtsextremismus in Fußballfankulturen in Deutlsichland und Italien. Seit 2007 befasst er sich intensiv mit dem Thema Fußballfankultur, veröffentlichte 2010 das Buch »Die Ultras - Fußballfans und Fußballkulturen in Deutschland« und ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover. Er ist Mitglied der dort ansässigen »Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit« (KoFaS), die Verbände, Vereine, Politik und Polizei zum Thema Fankultur berät


Freitag, 08.05. 14:00-18:00 Uhr
Interkulturelle Kochstunde mit dem VfB
IBIS Café - Klävemannstraße 16 – 26122 Oldenburg

Jeden Freitag ist von 14.00h bis 18.00h Uhr das Flüchtlingscafé bei IBIS geöffnet. In dieser Zeit finden sich hier in entspannter Atmosphäre Besucher_innen ein, die sich bei Kaffee, Tee und Keksen gemeinsam austauschen, Nachrichten aus ihrer Heimat lesen, zusammen essen, Deutsch lernen oder sich beraten lasssen.

Im Rahmen der »Ballarbeit« Ausstellung, die bei IBIS e.V. gezeigt werden soll, werden Spieler und Fans des VfB Oldenburg für einen Nachmittag ins Flüchtlingscafé kommen, und dort etwas für die anwesenden Gäste kochen und mit diesen ins Gespräch kommen.
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Jugendhandball-Bundesliga: VfL-Juniorinnen erreichen nächste Runde

16.11.2014 17:55 Uhr
von Ole Rosenbohm

Es war laut und spannend, am Ende jubelte der VfL: 350 Zuschauer in der Sporthalle in Oldenburg-Wechloy haben am heutigen Sonntag (16.11.2014) für eine tolle Atmosphäre gesorgt und erlebt, wie die A-Juniorinnen des VfL Oldenburg die zweite Gruppenphase in der Jugendhandball-Bundesliga JBLH erreicht haben. Entscheidend fürs Weiterkommen war am dritten Spieltag in der Gruppe 8 der 17:13 (6:6)-Sieg im ersten Spiel des Tages gegen die TSV Bonn. Damit war schon vor den beiden anderen Partien klar: Nach dem feststehenden Spitzenreiter Buxtehuder SV zieht Oldenburg als zweites Team der Gruppe in die Runde der letzten 16 Mannschaften ein und trifft dort unter anderem auf den HC Leipzig.

Favorit Buxtehude gewann anschließend seine Partien gegen Bonn und Oldenburg jeweils und beendete die Gruppe überlegen mit 12:0 Punkten. Der VfL kam letztlich auf 4:8, Bonn auf 2:10.

Für fehlende Spannung entschädigte das erste Spiel des Tages. Zuschauer aus Bonn und Anhänger des VfL verbreiteten sorgten gewaltig für Lärm und machten tolle Werbung für die JBLH.

Die ungewohnte Atmosphäre war beiden Mannschaften allerdings auch anzumerken. Einerseits gepuscht, kämpften alle Spielerinnen verbissen, bei Ballbesitz schlug aber die Nervosität durch. Nach dem 6:6 fiel in über zehn Minuten bis zur Halbzeitpause kein Treffer mehr.

Der VfL agierte mit einer konzentrierten 6-0-Abwehr und einer starken Madita Kohorst dahinter. Die Gäste – die in Julia Zander über eine ebenfalls sehr gute Torhüterin verfügten – verteidigten viel offensiver und zwangen Oldenburg so zu oft wenig effektiven Distanzwürfen. Beide Teams vergaben beste Chancen. Für die Turn- und Sportvereinigung von der rechten Rheinseite zählte Trainer David Röhrig nach der Partie acht vergebene freie Würfe. Auch der VfL vergab Großchancen.

Nach der Pause fielen dann wieder Tore. TSV-Aufbauspielerin Paula Ohm machte per Flachwurf den Anfang (29.), dann aber schlug der VfL zu: Griet Prante glich nach Siebenmeter per Nachwurf aus (33.), Julia Kerber verwandelte endlich mal einen Gegenstoß (34.) und beim 9:7 schüttelte Kea Drewes alle Gegenspielerinnen ab – 9:7.

Bonn drohte, den Anschluss zu verlieren. Vor Prantes Siebenmetertor zum 10:7 verschlimmerte sich die Situation mit einer Zeitstrafe gegen Torhüterin Zander. Weil Bonn nur eine Torhüterin dabei hatte, musste eine Feldspielerin in den Kasten. Kerber verwandelte den nächsten Oldenburger Konter zum 11:7 (39.). Jetzt hatte der VfL fünf Tore in Folge geworfen.

Es spricht für die Gäste, dass sie sich nicht ergaben. Ohm besorgte per Dreher das 8:11 (39.), später stand es aus Sicht der TSV 10:12 (43.) und 12:14 (45.).

Der VfL besaß aber mehr Kraftreserven und in Kea Drewes auch die entscheidende Spielerin der Partie. Die Rückraumspielerin besorgte per Durchbruch das 12:9 (41.), nach einer Kombination das 13:10 (44.), dann das 14:11 (45.) und nach einer Energieleistung knapp fünf Minuten vor dem Ende das 15:12. „Kea macht seit einigen Wochen gute Fortschritte, heute war sie spielentscheidend“, sagte VfL-Trainerin Silke Prante nach der Partie.

Im Gegenzug an das Oldenburger 15:12 traf Bonn den Pfosten, eine Minute später waren die Gäste wieder in Unterzahl – insgesamt sammelte Bonn sechs Zweiminutenstrafen, Oldenburg drei. Jenny Behrends 16:12 nach einer tollen Vorlage Julia Kerbers (von halblinks nach rechtsaußen) 90 Sekunden vor Schluss entschied das Spiel endgültig. Die Oldenburgerinnen durften jubeln und tanzen – und aufatmen: „Über das Weiterkommen freue ich mich, über die Art und Weise nicht“, sagte Andy Lampe, neben Prante einer der beiden VfL-Trainer.

„Es hätte auch anders ausgehen können“, bestätigte Prante. „Aber es war in unseren Köpfen, dass wir gewinnen können.“ Immerhin hatte der VfL das zweite Aufeinandertreffen vor zwei Wochen in Bonn für sich entscheiden können. Die erste Begegnung in Buxtehude gewann Bonn. „Wir sind sehr froh. Auf uns warten jetzt noch zwei Wochenenden mit wertvollen Spielerfahrungen gegen gute Mannschaften“, sagte Prante. „Das ist das wichtigste.“ TSV-Trainer Röhrig sagte: „Wir haben überragend verteidigt, aber im Angriff war das heute zu wenig.“

Der Buxtehuder SV war auch heute klar überlegen, musste sich dabei nicht mal besonders verausgaben. Gegen Bonn siegt der BSV mit 24:14 (13:7), gegen Oldenburg mit 28:16 (14:9).


So geht es weiter:

In der Zwischenrunde, der zweiten Gruppenphase, spielen 16 Mannschaften in vier Gruppen um den Einzug ins Viertelfinale. Gespielt wird an zwei Wochenenden (zwei Spiele samstags, vier Spiele sonntags). Als Zweitplatzierter wird der VfL kein Heimrecht haben. Am Ende der Zwischenrunde hat jede Mannschaft sechs Partien über je 50 Minuten absolviert (Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückrunde). Jeweils die beiden erstplatzierten Mannschaften erreichen das Viertelfinale. Angesetzt sind die beiden Spieltage auf den 20. und 21. Dezember sowie den 31. Januar und 1. Februar 2015.

Der VfL wird in der Gruppe C antreten. Gegner werden der TV Aldekerk (Erster Gruppe 5), der TSV Birkenau (Zweiter Gruppe 6) und der HC Leipzig (Erster Gruppe 7) sein.
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28:26 gegen Koblenz

02.11.2014 22:30 Uhr

Jetzt wartet Spitzenspiel gegen Thüringen

von Ole Rosenbohm

28:26 gegen Koblenz: Jetzt wartet Spitzenspiel gegen Thüringen Besser ist der VfL Oldenburg noch nie in eine Saison in der eingleisigen Handball-Bundesliga gestartet. Nach dem 28:26 (13:11)-Sieg am heutigen Sonntag (2.11.2014) gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern besitzt der dreimalige Pokalsieger nun 13:1 Zähler auf dem Punktekonto und verbesserte seinen Vereinsrekord aus der Spielzeit 2012/13 (12:0 Punkte). Oldenburg bleibt somit Tabellenzweiter hinter dem Thüringer HC (14:0 Punkte). Am 19. November (19.30 Uhr, EWE Arena) treffen der VfL und der THC in Oldenburg aufeinander. Der Sieger dieser Partie geht als Tabellenführer in die danach folgende Pause bis nach Weihnachten.

Gegen die VL Koblenz kam der VfL zu einem Start-Ziel-Sieg – konnte hinterher aber keineswegs eine Spitzenleistung für sich beanspruchen. Zu oft wechselten starke Aktionen und Nachlässigkeiten. Statt eines klaren Sieges kamen die Gäste ohne ihre neuen Ausfälle Kim Berndt und Lina Krhlikar in der letzten Spielminute noch auf die zwei Tore Differenz heran.

„Vielleicht sollte ich sagen: Hauptsache gewonnen“, sagte Trainer Leszek Krowicki. „Unsere Abwehr war phasenweise phantastisch, und im nächsten Augenblick werfen wir einen Gegenstoß leichtfertig weg. Ganz sicher können wir besser spielen als heute.“

Per Steal und Gegenstoß erzielte Angie Geschke das 1:0 (3.) und erhöhte mit dem nächsten Angriff aus der Distanz (4.). Auf 5:2 (10.) und 11:6 (19.) zogen die Oldenburgerinnen davon. Zwar blieb die Leistung des Defensivverbunds der einer Spitzenmannschaft würdig, vorne schlichen sich aber mehr und mehr Fehler ins bisweilen kompliziert wirkende Oldenburger Angriffsspiel ein. Koblenz kam wieder heran (11:9/20.).

Vielleicht wollten es die Oldenburgerinnen im Gefühl der sicheren Führung auch zu schön machen. So schön wie beim Gegenstoß zum 10:6 durch Kira Schnack nach einer Blitz-Kombination über Julia Wenzl und Annika Meyer (18.) oder so spektakulär wie beim 11:6 (19.), als Angie Geschke von links hinten am eigenen Kreis Kira Schnack auf der rechten Seite bediente, die Rechtsaußen den Ball im Sprung in den Kreis erwischte und ihn über VL-Torfrau Branka Zec hob. Viele Aktionen waren sehenswert: tolle Kreis-Anspiele durch Wenzl oder Geschke, ein Dreher Kim Birkes, etliche mehr.

Aber manchmal wurde es etwas kompliziert. Die Ballverluste nutzen die Gäste zu Gegenstößen, die auch die ehemalige VfLerin und gut aufgelegte Jenny Winter zu nutzen verstand. Zum Anschlusstor schon im ersten Durchgang reichte es für die VL, die ebenfalls einige schöne Aktionen (auffällig: Caroline Thomas) zeigte, aber auch „naive Fehler“ (Trainer Christoph Bathel) produzierte, nicht. Oldenburgs Trümpfe: die starke Abwehrreihe (erst im 6-0-System, später offensiv) und die klasse haltende Torhüterin Tess Wester (20 Paraden, davon zwölf nach der Pause).

Und dann war da noch die kurze aber beeindruchende Vorstellung Julia Renners, nicht nur heute die personifizierte Siebenmetertöterin im Oldenburger Team. Koblenz war gerade per Einzelleistung der guten Caroline Thomas auf 10:12 herangekommen, da verhinderte Renner in Serie drei Siebenmetertore. Sie parierte erst gegen Dora Varga (26.), dann gegen Prudence Kinlend (27.) und „guckte“ schließlich den dritten Koblenzer Strafwurf (Ivana Sazdovski) an den Pfosten (28.). Zwischendurch parierte Renner noch einen weiteren Wurf und machte dann wieder Platz für die – siehe oben – formidable Wester.

Auch nach der Pause spielte Oldenburg erst gut, baute einen Vorsprung auf (16:11/33., 19:13/39.) und dann wieder stark ab. 50 Sekunden vor dem Ende brachte Varga ihr Team auf 26:28 heran, danach traf noch Hildur Thorgeirsdottir – allerdings wurde die Aktion wegen Schrittfehler abgepfiffen. „Es hätte nochmal eng werden können“, meinte Kira Schnack nach der Partie. „Phasenweise haben wir richtig gut gespielt, aber dann haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht.“

So sahen es auch andere Beteiligte. „Nach der Pause sind wir stark aus der Kabine gekommen, aber gegen Ende der Partie waren wir zu locker und zu hektisch“, sagte Wester. Neu-Koblenzerin Winter, fast eine Dreiviertelstunde auf der Platte, ärgerte sich, dass ihr Team Start nach der Pause verschlafen haben, „sonst hätte das anders aussehen können“.

Vielleicht hätte Koblenz noch mehr zeigen können, zwei Ausfälle in dieser Woche schockten das Team aber zusätzlich: Kim Berndt fällt mit einem Kreuzbandriss mindestens ein halbes Jahr aus, zudem auch Lina Krhlikar, Abwehrchefin und zuletzt in Bietigheim siebenmal erfolgreich. „Die Ausfälle waren unserem Spiel anzumerken“, sagte Winter.

Oldenburg freut sich nun auf ein Spitzenspiel gegen den THC, „das wir vor der Saison überhaupt nicht auf der Rechnung hatten“, sagte Trainer Leszek Krowicki. „Wir müssen uns natürlich steigern, um gegen den THC eine Chance zu haben“, sagte er, betonte aber zudem, dass ja erstmal das Pokalspiel in Bad Wildungen kommenden Samstag (19 Uhr) anstehe. „Diesem Spiel gilt unsere Konzentration.“

VL-Trainer Barthel sprach von einem absolut verdienten Sieg für den VfL, ärgerte sich aber über die Fehler in seinem eigenen Team und auch über die drei Siebenmeter in der ersten Hälfte: „Wir hätten zur Pause in Führung liegen müssen. Für uns war es noch nie so leicht hier in Oldenburg.“ Das Spiel sei geprägt von zwei guten Abwehrreihen, hätte aber ein eher schwaches Niveau gehabt.

Bevor der VfL den Thüringer HC empfängt (Mittwoch, 19.11., 19.30 Uhr, EWE Arena) steht das Achtelfinale im DHB-Pokal auf dem Programm. Oldenburg spielt am kommenden Samstag (19 Uhr) bei der HSG Bad Wildungen, Koblenz bei Bayer Leverkusen (19.30 Uhr). Die VL kann ihre Bundesliga-Bilanz mit einem Sieg am 16. November (16 Uhr) gegen Schlusslicht DJK/MJC Trier verbessern.

VfL Oldenburg: Wester (20 Paraden), Renner (bei 6 Siebenmetern und eine weitere Minute; 3/2 Paraden) - Birke 4, Geschke 8/1, Müller 4/2, Wenzl 2, Schnack 3, Meyer 5; Svendsen, Hartstock, Schirmer, Deters 1, Salberg 1

VL Koblenz: Zec (11 Paraden), Grob (bei einem Siebenmeter) - Varga 8/5, Kinlend, Prak 2, Thorgeirsdottir 3, Winter 4, Thomas 6; Atanasoska, Sazdovski, Vollebregt 3, Ingenpaß, Sorger

Siebenmeter: 4/3 (Geschke an die Latte) - 8/5 (Varga scheitert an Renner, Kinlend scheitert an Renner, Sazdovski an den Pfosten)

Zeitstrafen: 2 (Hartstock, Wenzl) - 1 (Atanasoska)
Schiedsrichter: Ramesh und Suresh Thiyagarajah aus Gummersbach
Zuschauer: 985 in der Oldenburger EWE Arena


Foto: Jack
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VfL übt trotz klarem Sieg Selbstkritik

20.10.2014 09:19 Uhr
von Ole Rosenbohm

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg sind weiter ungeschlagen. Gegen die SG BBM Bietigheim gewann der VfL am heutigen Sonntag (19.10.2014) mit 34:29 (19:15) und behauptete mit nunmehr 9:1 Punkten den zweiten Tabellenplatz hinter Meister Thüringer HC (10:0).

Dem VfL gelang ein relativ ungefährdeter Sieg, spielte in den ersten 20 Minuten auf höchstem Niveau, er überzeugte auch die 965 Zuschauer in der EWE Arena – und doch waren nach der Partie jede Menge selbstkritische Töne zu hören. Tenor: Nach starker erster Hälfte produzierte der VfL zu viele Fehler, spielte nicht mehr im Kollektiv. Immerhin ließ er es nicht zu, dass Bietigheim die Partie noch einmal spannend machen konnte.

„Ich bin über die zweite Hälfte enttäuscht“, sagte etwa VfL-Mannschaftskapitänin Angie Geschke. „Vielleicht wollten wir zu viel, vielleicht sind auch unsere Ansprüche zu hoch.“ Das Team sei, so Geschke gegenüber dem übertragenden Fernsehsender oeins, in ein Tief gefallen. Auch Aufbauspielerin Caroline Müller war nicht zufrieden, sprach von einer „schlechten Leistung“ nach der Pause, von zu vielen Fangfehlern und zu vielen vergebenen Chancen: „Wir hätten höher gewinnen können und müssen.“ Und Trainer Leszek Krowicki kritisierte auf der Pressekonferenz: „Wir haben vergessen, was uns stark macht. Stark macht uns der Teamgeist. Aber wir sind in Einzelaktionen ohne Verantwortung gegangen und haben in der Deckung Fehler gemacht, die wir gemeinsam hätten lösen können.“

Die lange Phase, über die sich Geschke, Müller und Krowicki ärgerten, ereignete sich nach einer ersten Hälfte, in der Oldenburg den vor der Saison von vielen zu einem Meisterschaftskandidaten erhobenen Gegner deutlich im Griff hatte. Schnell setzte sich der treffsicher und variantenreich agierende VfL auf 9:5 (12.), 14:7 (15.) und 16:8 (18.) ab. Es klappte fast alles beim Tabellenzweiten, auch die kuriosen Situationen gingen an den VfL: Geschkes Tor zum 13:7 (15.) etwa, als der Ball vom Pfosten an die Wade von SG-Torfrau Ann-Cathrin Giegerich sprang und von dort ins Tor kullerte.

Aber die Führung war hochverdient. Oldenburg verteidigte stark, spielte gradlinig und schnell nach vorne und zauberte zwischendurch wie beim 8:5 (11.), vor dem Müller Linksaußen Kim Birke mit einem Pass hinterm Rücken bediente. Kurz: Oldenburg spielte wie eine Spitzenmannschaft.

Einen ersten Bruch bekam das VfL-Spiel mit der Einwechselung von SG-Torfrau Anna Wysokinska. Die polnische Nationaltorhüterin parierte gleich die ersten vier Oldenburger Würfe. Sechs Minuten blieb der VfL ohne Tor, die Gäste kamen bis auf 12:16 heran.

Nach der Pause verlor Oldenburg seine Linie, zudem wurde Bietigheim stärker, verteidigte jetzt besser und spielte nach Ballverlusten der Gastgeberinnen schneller nach vorne. Näher als auf drei Treffer kamen die Gäste aber nicht heran (21:18/35., 22:19/36., 30:27/58., 31:28/59.). Die SG hätte die Partie spannender gestalten können, ließ dafür aber zu viele sehr gute Einwurfchancen liegen. Zum Teil hatte daran auch die gute VfL-Keeperin Renner ihren Anteil. Das Bietigheimer Aufbäumen in der Schlussphase beantwortete dann Julia Wenzl mit zwei gekonnten Aktionen zum 31:27 (nach Geschke-Pass) und 32:28 (59./ nach Wackler). Danach war klar: Oldenburg bleibt mit drei Toren Vorsprung auf den Buxtehuder SV Tabellenzweiter.

Insgesamt hat der VfL so viel (Selbst)kritik wie oben beschrieben nicht verdient. Immerhin beherrschte das Team über weite Strecken den mit Nationalspielerinnen gespickten und körperlich klar überlegenen Gegner deutlich. Vor der Saison hätte kaum ein Oldenburger Anhänger einen so deutlichen Sieg gegen die als sehr stark eingeschätzte SG BBM erwartet.

Dass Bietigheims Saisonstart bei nun 3:7 Punkten gehörig daneben ging, hängt auch mit unglücklichen Verletzungen zusammen: „Im August mussten wir quasi noch einmal neu aufbauen“, sagte Trainer Bo Andersen. Im heutigen Spiel erlebte er einen „superstarken VfL in der ersten Hälfte“, sein Team hätte aber auch zu viele einfache Tore zugelassen. „In der zweiten Halbzeit stand unsere Abwehr besser, aber dann nutzen wir unsere Chancen nicht.“ In „verschiedenen Dingen“ registrierte Andersen „einen Schritt nach vorne“, aber das sei nicht gut genug: „Im Moment müssen wir uns nach unten orientieren.“

Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr tritt der VfL bei der DJK/MJC Trier an. Bietigheim empfängt am selben Abend um 20 Uhr die VL Koblenz.

VfL Oldenburg: Wester (3 Paraden), Renner (ab 17.; 15/1 Paraden) - Birke 5, Geschke 5, Müller 7/3, Wenzl 10/5, Schnack 2, Meyer 3; Deters, Hartstock, Salberg, Svendsen 2, Behrend n.e., Thomas n.e.

SG BBM Bietigheim: Giegerich (10/1 Paraden), Wysokinska (20. bis 43.; 11 Paraden) - Lorentsen 4, Pielesz 1, Ilyes 3, Maric 10/5, Malestein 5, Yttereng 4; Poulsen, Jorgensen 1, Jongenelen 1

Siebenmeter: 9/7 (Geschke wirft an die Latte, Giegerich pariert den Nachwurf; Wenzl scheitert an Giegerich) - 6/5 (Maric scheitert an Renner)

Zeitstrafen: 6 (Birke, Salberg, Meyer, zweimal Geschke, Schnack) - 5 (Lorentsen, Jorgensen, zweimal Ilyes, Maric)

Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorff aus Kaarst

Zuschauer: 965 in der Oldenburger EWE Arena


Foto: Jack
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Oldenburg kontert Leverkusen aus und bleibt oben

21.09.2014 22:16 Uhr
von Ole Rosenbohm

Hingeschaut, kurz die Augen gerieben, nochmal hingeguckt: Der VfL Oldenburg bleibt auch nach dem dritten Spieltag Spitzenreiter in der Handball-Bundesliga. Ihren dritten Sieg feierten die Oldenburgerinnen mit einem 34:26 (17:9) am heutigen Sonntag (21.9.2014) gegen Bayer Leverkusen.

VfL-Trainer Leszek Krowicki beeilte sich aber, die Tabellen-Momentaufnahme in ein richtiges Verhältnis zu setzen: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Leverkusen ist im Umbruch – es kommen noch viel schwierigere Gegner. Die Tabellenführung ist eine schöne Sache für die Medien. Mich interessiert das weniger.“ Seine Mannschaft war aber schon über die Ausgangslage informiert. Denn nach dem gestrigen 35:19-Sieg des Thüringer HC gegen SVG Celle benötigte der VfL mindestens einen Sechs-Tore-Erfolg, um ganz oben zu bleiben. Das gelang überraschend souverän.

Entscheidend dafür war die Oldenburger Defensivleistung in der ersten Hälfte, die Krowicki als „sensationell“ bezeichnete: „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir schon einmal so gut in der Abwehr gespielt haben.“ Weil auch vorne viel, sehr viel sogar, gelang, setzte sich der VfL früh vorentscheidend ab: 5:2 (6.), 8:3 (10.), 15:5 (23.). Bis Natalie Adebergs 6:15 aus Bayer-Sicht hatten die Gastgeberinnen sieben Tore in Folge erzielt. Nur 825 Zuschauer waren in der EWE Arena zugegen, aber das Stimmungsbarometer schnellte früh hoch. Mit lauten „VfL, VfL“-Sprechchören feierten die Anhänger ihr Team.

In diesem Team gab es keine Aussetzer, allerdings doch überragende Akteurinnen. Angie Geschke etwa war allein an sieben der ersten neun Oldenburger Tore beteiligt – vier warf sie selber, dreimal assistierte sie. Oder Caroline Müller, die neben ihrer Rolle als Regisseurin selbst viele Akzente setzte. Spektakulär auch der Auftritt Kim Birkes: Acht Treffer markierte die Linksaußen – per Konter oder von links, mal gezielt und mal per Heber. Eine hundertprozentige Trefferquote (neun von neun) verhinderte eine Szene in der 55. Minute. Wieder lief Birke einen Gegenstoß, wurde aber stark bedrängt, fiel auch unsanft und traf so nur den Innenpfosten. Das Tor fiel dennoch: Cara Hartstock hatte den Ball aufgenommen und verwandelte den Nachwurf.

Weil die Oldenburger Deckung so gut stand, kam Bayer um die Spielgestalterinnen Kim Naidzinavicius und Anne Jochin zunächst nicht wie gewohnt ins Spiel. „Wir haben uns verunsichern lassen durch die gut eingestellte VfL-Abwehr“, sagte „Elfen“-Trainerin Renate Wolf. „Durch die Fehlleistungen im Angriff wurden wir Opfer des Oldenburger Tempospiels.“ Schon nach 20 Minuten hatte Leverkusen zwei Auszeiten verbraucht.

Immerhin sah Wolf in der zweiten Hälfte eine verbesserte Gäste-Mannschaft, die ihr Heil in einer offensiveren Deckungsvariante suchte. Während der VfL jetzt häufiger voreilig den Abschluss suchte und Leverkusen „zumindest versucht hat, zu kämpfen“ (Wolf) blieb der Abstand relativ konstant: 18:12 (34.), 20:15 (39.), 25:18 (46.), 29:19 (50.). Oldenburg blieb aber das bessere Team.

Trotz der Niederlage: Potenzial hätten die „Elfen“ sicher, sagte Krowicki: „Leverkusen hat eine Menge erfahrener Spielerinnen verloren und viele talentierte dazugewonnen.“ Wie stark Bayer 04 aber in dieser Saison noch werden kann, wollte Renate Wolf, die das Amt erst Mitte August übernommen hatte, selbst nicht einschätzen: „Eigentlich lerne ich diese Mannschaft noch kennen. Und auch jede einzelne Spielerin selbst weiß nicht, wo sie steht.“

Seinen zweiten Saisonsieg will Leverkusen kommenden Sonntag um 16 Uhr gegen VL Koblenz/Weibern einfahren. Auf Oldenburg wartet tags zuvor um 18 Uhr die HSG Blomberg, selbst noch ungeschlagen und VfL-Bezwinger im Halbfinale des Oldenburger Robert-Schumann-Turniers. Ein schwieriges Spiel. „Wir haben uns sehr intensiv auf Leverkusen vorbereitet und werden uns genauso intensiv auf Blomberg vorbereiten“, sagte Krowicki. Die Tabellensituation solle kein Thema in der Trainingswoche werden: „Die Euphorie in der Mannschaft wird schon beim nächsten Lauftraining dahin sein.“


VfL Oldenburg: Renner (13 Paraden), Wester (ab 45.; 4 Paraden) - Birke 8 Tore, Geschke 7/1, C. Müller 5, Wenzl 4/1, Schnack 2, Meyer 2; Deters 1, Svendsen 3, Hartstock 2, Thomas n.e., Behrend n.e.

Bayer Leverkusen: Hagel (10 Paraden), Salamakha (ab 48.; 4/1 Paraden) - A. Müller 2, Jochin 3, Naidzinavicius 11/5, Rode 2, Seidel 1, Karolius 1; Latakaite-Willig 1, Loest, Jörgens, Adeberg 2, Logvin 1, Heldmann 2, Ruthenbeck n.e., Adams n.e.

Siebenmeter: 3/2 (C. Müller scheitert an Salamakha) - 5/5
Zeitstrafen: 3 (C. Müller, Geschke, Deters) - 1 (Rode)
Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies aus Magdeburg
Zuschauer: 825 in der EWE Arena

Foto: Jack
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Abbingh knickt um und fehlt beim Turnier
in Tschechien

11.08.2012 04:00 Uhr
von Ole Rosenbohm


Rückschlag für den Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg:

Rückraumspielerin Lois Abbingh muss für wohl zwei Wochen eine Trainingspause einlegen.
Die niederländische Nationalspielerin, die am kommenden Montag 20 Jahre alt wird, war beim abendlichen Dienstagstraining mit dem linken Fuß umgeknickt und zog sich dabei vermutlich einen Bänderanriss zu.
Abbingh fehlt somit auch beim Vorbereitungsturnier am Samstag und Sonntag im tschechischen Most. Die Mannschaft machte sich am heutigen Donnerstag (9.8.2012) ohne Abbingh auf die Fahrt nach Tschechien.

»Die Schmerzen sind weg, der Fuß ist auch nicht mehr so angeschwollen«, sagte Abbingh und machte sich Mut, beim Höhepunkt der VfL-Saisonvorbereitung wieder dabei sein zu können: »Ich will so schnell wie möglich zurück, aber spätestens beim Wunderhornturnier will ich dabei sein.«
Das Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn findet am 25. und 26. August in der VfL-Halle an der Rebenstraße statt.

VfL-Trainer Leszek Krowicki reagierte auf die Verletzung und sagte ein für den morgigen Freitag (10.8.2012) geplantes Testspiel gegen den polnischen Erstligisten Start Elblag ab.
»Die Belastung für unseren schmalen Kader wäre zu hoch. Wir werden am Freitag nur trainieren.« Zudem nahm er Neele Buschmann als Abbingh-Ersatz mit zum Turnier-Wochenende.
Auch dabei ist Nadine Smit. Smit und Buschmann spielten in der vergangenen Saison noch bei den VfL-A-Juniorinnen und gehören aktuell zum Kader des Drittligateams.

Das Turnier mit vier Erstligateams beginnt am Samstag um 10 Uhr mit der Partie gegen Gastgeber Banik Most.
Um 18 Uhr trifft der VfL dann auf Elblag.
Am Sonntagvormittag steht dann noch das Spiel gegen Storhammar HB an.
In seinen zwei bisherigen Testspielen hatten sich die Oldenburgerinnen klar gegen die Zweitligisten SVG Celle und SC Greven durchgesetzt.
»Die Gegner in Most werden ein höheres Niveau vertreten«, sagte Krowicki.

Ole Rosenbohm
Pressesprecher VfL Oldenburg
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Testspiel: VfL Oldenburg siegte
trotz Abstimmungsproblemen deutlich

09.08.2012 06:00 Uhr
von Ole Rosenbohm


Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben zwar auch ihr zweites Testspiel der laufenden Vorbereitung klar gewonnen, aber phasenweise noch Abstimmungsschwierigkeiten offenbart. »Unsere Probleme in der Deckung müssen wir unbedingt beseitigen«, sagte Trainer Leszek Krowicki nach dem 35:24 (19:12)-Sieg am Samstag (4.8.2012) gegen den Zweitligisten SC Greven 09. »Auch im Angriff müssen wir noch konsequenter werden«, fuhr der Coach fort. »Nur das schnelle Spiel nach vorne klappt schon sehr gut.«

Vor etwas über 100 Zuschauern gingen die ersatzgeschwächten Gäste – Melanie Lorenz, Elke Thomassen, Jenny Volkmer, Yasmin Yusuf und Juliane Frank fehlten, Trainerin Franziska Heinz hatte nur neun Spielerinnen dabei – nach vier Minuten mit 4:2 in Führung.
Dann konterte Oldenburg erfolgreich und warf bis zur neunten Minute sieben Tore in Folge.
Die Treffer fünf bis acht markierte die zunächst auf der linken Bahn eingesetzte Julia Wenzl, davon drei per Gegenstoß.

Bei 10:7 in der 15. Minute veränderte Krowicki erstmals seine Formation auf der Platte. Kim Birke übernahm die Linksaußenposition, Wenzl rückte in den linken Rückraum. Rechts spielte nun Maike Schirmer für Jenny Winter, Barbara Hetmanek kam für Wiebke Kethorn an den Kreis. Den letzten Treffer vor der Pause erzielte Lois Abbingh mit einem herrlichen Wurf aus der zweiten Reihe ins lange Eck.

Bei allen Abstimmungsschwierigkeiten zeigte der amtierende DHB-Pokalsieger aber phasenweise guten Handball.
Am klaren Sieg war ohnehin nicht zu rütteln: In der 44. Minute führte der VfL mit 27:17, in der 52. mit 33:20.
Es folgten sieben torlose Minuten für den Bundesligisten, die Birke mit einem Dreher zum 34:22 beendete. Die letzten Aktionen gehörten dem SC 09: Manja Görl traf aus dem Rückraum unter die Latte, Nikki Schreurs ins, wegen dem Einsatz einer siebten Feldspielerin, verwaiste Oldenburger Tor.

Für die Oldenburger Zuschauer und die Mannschaft bedeutete die Partie auch ein Wiedersehen mit Sarah Everding.
Die heute 27-jährige kam als B-Jugendliche zum VfL, wurde in Oldenburg Jugendnationalspielerin und spielte später im Bundesligateam. Everding war in Oldenburg einer der Publikumslieblinge.
Seit 2007 ist sie es in Greven.
Beim Test in Oldenburg warf sie, von Trainerin Heinz am Kreis und im mittleren Rückraum eingesetzt, fünf Tore und holte etliche Siebenmeter heraus. Mit Greven war es das erste Spiel überhaupt in der Robert-Schumann-Halle, ihrer ehemaligen Trainingsstätte: »Da kommen Erinnerungen hoch«, sagte sie. »Schön war's.« In der kommenden Saison strebt die studierte Marketing-Fachfrau einen »Platz im gesicherten Mittelfeld« an.

Oldenburg will eine Liga höher etwas besser abschneiden und arbeitet am kommenden Wochenende bei einem Turnier im tschechischen Most weiter an der Erstliga-Form.
„»Kim Birke ist schon in Länderspiel-Verfassung, die anderen suchen noch etwas«, sagte nach der Partie Peter Görgen, der Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH.
Auch die von Görgen gelobte siebenfache Torschützin Birke sieht noch Steigerungspotenzial: »Noch haben wir uns vor allem in der Abwehr nicht ganz gefunden«, sagte die Nationalspielerin, weiß aber auch, dass für die Feinabstimmung bis zum Bundesligastart am 8. September gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern noch komfortable fünf Wochen Zeit bleiben.
»Konditionell sind wir schon sehr weit, und der Rest wird auch noch kommen«, sagte Birke. »Unser letztes reguläres Spiel ist ja schon ein bisschen her.«
Am 29. April war das. Der VfL gewann im Endspiel des DHB-Pokals gegen Bayer Leverkusen mit 35:30. Bis die Verfassung von damals erreicht ist, dauert es eben etwas. Dafür ist eine Vorbereitung aber auch da.

VfL: Wester (1. Halbzeit), Renner (2. Halbzeit) – Birke 7 Tore, Hetmanek, Schirmer 4, Wenzl 6, Abbingh 4/2, van der Heijden 7/1, Kethorn 4, Neuendorf 1, Winter 2, Neßlage.

Greven 09: Czarna, Klanz - Görl 9, Kornet 2, Everding 5, Schreurs 6/5, Huesmann, Partart 1, Biester 1.

Ole Rosenbohm
Pressesprecher VfL Oldenburg

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VfL Oldenburg testet
am Samstag gegen Zweitligist Greven

03.08.2012 01:00 Uhr

Fünfeinhalb Wochen dauert es für die Handballerinnen des VfL Oldenburg noch bis zum ersten Bundesligaspiel (8.9.2012, 19.30 Uhr, EWE ARENA) gegen Aufsteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern, dem ehemaligen TuS Weibern.
Noch viel Zeit für das VfL-Team, das am vergangenen Samstag im Test gegen SVG Celle (39:33) bereits eine gewisse Frühform erkennen ließ.
Der nächste öffentliche Auftritt steht schon am kommenden Samstag (4.8.) auf dem Programm: Dann ist um 14 Uhr mit der SC Greven ein weiterer Zweitligist in der Robert-Schumann-Halle zu Gast.

»Die Mannschaft zieht gut mit, die Laune ist auch gut. Doch wirklich Spaß machen uns die Spiele«, sagt Krowicki. »Wir haben dazu genug Dinge, auf die wir uns in den Partien konzentrieren müssen.«

Am 22. August ist Zweitligist Borussia Dortmund in Oldenburg zu Gast und schon drei Tage später steht mit dem Robert-Schumann-Turnier der traditionelle Höhepunkt einer jeden Oldenburger Bundesligavorbereitung auf dem Terminplan.
Zudem spielen die Oldenburgerinnen am 18. August (17 Uhr) in Lohne gegen die Kreisauswahl Vechta.

Für das Turnier am 25. und 26. August wurde inzwischen aus organisatorischen Gründen eine neue Gruppeneinteilung vorgenommen. Der VfL spielt demnach mit Bundesliga-Konkurrent HSG Bad Wildungen sowie den Erstligisten Corona Brasov (Rumänien) und KS Ruch Chorzow (Polen) in der Gruppe A.

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