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Integration

Flüchtlingskindern zu Weihnachten eine Freude bereiten

23.10.2017 09:04 Uhr

Stadt ruft zum Geschenkepacken auf – Aktion für Gemeinschaftsunterkünfte

In den vergangenen Tagen und Wochen haben wieder viele Bürgerinnen und Bürger den Wunsch geäußert, Flüchtlingskinder in der Weihnachtszeit zu beschenken. Die Stadt Oldenburg begrüßt diese Hilfsbereitschaft und hat die Aufgabe übernommen, dies zu organisieren. Es sollen Kinder und Jugendliche, die in den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften in Oldenburg wohnen, beschenkt werden. Gedacht ist an Geschenke im Wert von rund 15 Euro, weihnachtlich verpackt in einem Schuhkarton.

Die jahrelange Erfahrung des christlichen Werkes „Geschenke der Hoffnung“, das deutschlandweit die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ anbietet, zeigt, dass ein Schuhkarton am meisten Freude schenkt, wenn er gefüllt wird mit nützlichen und schönen Dingen. Empfohlen wird, eine bunte Mischung aus Kleidung, Kuscheltier, Hygieneartikel, Spielzeug, originalverpackten Süßigkeiten und Schul- oder Bastelmaterialien zusammenzustellen. Auch persönliche Grüße und/oder ein Foto von den Spenderinnen und Spendern sind willkommen. Nicht erlaubt sind: Gelierstoffe wie in Gummibärchen, Weingummi, Kaubonbons, Medikamente, Zerbrechliches, scharfe, spitze und andere gefährliche Gegenstände (zum Beispiel Schere, Werkzeuge, Messer), Kriegsspielzeug oder Bargeld.

Um die Kinder gezielt beschenken zu können, werden Unterstützerinnen und Unterstützer gebeten, Kontakt zum ServiceCenter der Stadt Oldenburg aufzunehmen. Das ServiceCenter ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0441 235-4444 erreichbar. Hier erfährt man, für welches Kind (Junge oder Mädchen, in welchem Alter, aus welcher Gemeinschaftsunterkunft) ein Schuhkarton gepackt werden kann. Außerdem gibt es Infos zu Abgabestellen für fertig gepackte Kartons.
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Marktkaufleute unterstützen „Refugees Welcome in Sports“

01.10.2017 18:56 Uhr

Aktion zum Jubiläum der Fußgängerzone hilft ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit

Die Oldenburger Marktkaufleute unterstützen den Verein „Refugees Welcome in Sports Oldenburg“: Die Vorstandsmitglieder Thomas Wessels und Helmut Löhden übergaben jetzt gemeinsam mit Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, auf dem Wochenmarkt Rathausmarkt einen symbolischen Scheck über 790 Euro. Ingo Gerhard, Stephan Wedemeyer und Micol Feuchter vom Vorstand des Vereins „Refugees Welcome in Sports Oldenburg“ nahmen die Zuwendung entgegen. Der Verein wird die Spende für seine Aktivitäten und Sportangebote in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit verwenden.

Das Geld stammt aus einer Aktion, die die Marktverwaltung der Stadt Oldenburg, die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH und der Verein der Oldenburger Marktkaufleute gemeinsam als Beitrag zur Veranstaltungswoche „Summer of Love“ zum 50-jährigen Bestehen der Oldenburger Fußgängerzone initiiert hatten. Von den Marktkaufleuten wurde unter anderem ein Buffet im Stil der 60er Jahre aufgebaut, von welchem dann probiert werden konnte. Dabei wurden Spenden erbeten.
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Internationale Gäste beeindruckt von Projekten zur Integration

26.09.2017 21:04 Uhr

Stadt präsentiert „Arrival Cities“-Delegationen Bildungsangebote für Zugewanderte

Die Stadt Oldenburg war jetzt Gastgeber des vierten transnationalen Workshops des EU-Projekts „Arrival Cities“. Thema der Veranstaltung waren Bildungsangebote für Zugewanderte und Flüchtlinge. Die rund 40 Delegierten aus den insgesamt zehn am Projekt teilnehmenden Städten wurden im Kulturzentrum PFL offiziell von Bürgermeisterin Christine Wolff willkommen geheißen. In ihrer Begrüßungsrede betonte die Bürgermeisterin, dass Bildung der Schlüssel sei für Erfolg und gesellschaftliche Integration – und die Stadt alle Zugewanderten dabei unterstütze. Egal ob es sich um internationale Studierende oder Flüchtlinge handele.

Im Rahmen des zweieinhalbtägigen Workshop-Programms besuchten die Delegierten unter anderem die IGS Kreyenbrück, wo sie sich sehr beeindruckt von Projekten zur Integration und zur Förderung des Ehrenamtes zeigten, und den Verein „Jugendkulturarbeit“ in Neu-Donnerschwee. Im Kulturzentrum PFL diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem verschiedene Projekte, die in ihren Heimatstädten umgesetzt werden. Gelungener Abschluss der Veranstaltung war eine Erkundungstour durch die Oldenburger Innenstadt und zu verschiedenen Institutionen, die in Kleingruppen gemeinsam mit Erstsemesterstudierenden des Master-Studiengangs EMMIR (European Master on Migration and Intercultural Relations) der Universität Oldenburg vorgenommen wurden.

Das Projekt „Arrival Cities“ wird finanziert vom EU-Programm URBACT und dem EU-Fonds für Regionalentwicklung. Insgesamt zehn Städte aus Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Finnland und Lettland haben sich zusammengeschlossen mit dem Ziel, Handlungskonzepte für die jeweils spezifischen Herausforderungen im Themenfeld Migration und Integration zu entwickeln. In diesem Zusammenhang fand in Oldenburg die Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung bei der Fortschreibung des Integrationskonzepts statt.

Teil des Projekts ist auch der regelmäßige Austausch und Besuche einzelner Partnerstädte. Neben Oldenburg waren bereits die Städte Vantaa in Finnland (Thema: Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten und Flüchtlingen), Dresden (Thema: Gesellschaftlicher Zusammenhalt) und Thessaloniki in Griechenland (Thema: Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge) Gastgeber der transnationalen Workshops. Das Projekt wird noch bis Frühjahr 2018 andauern.
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2.817 Euro für geflüchtete und traumatisierte Frauen und Familien

21.08.2017 10:22 Uhr

Spendenübergabe an Yezidisches Forum Oldenburg

von Frerk Hinrichs

Anlässlich seiner Verabschiedung aus dem Berufsleben im Diakonischen Werk Oldenburg hatte Theo Lampe um Spenden für geflüchtete und traumatisierte yezidische Frauen und Familien gebeten. »Die Yeziden sind von dem brutalen IS-Terror im Nord-Irak besonders stark betroffen«, weiß Lampe aus seinen langjährigen beruflichen Kontakten zum Yezidischen Forum Oldenburg. Manche haben es bei ihrer Flucht bis nach Deutschland geschafft, brauchen aber therapeutische Hilfe. Viele aber sind in der Heimatregion geblieben und brauchen dort Unterstützung vor Ort. Sahab Dag vom Vorstand des Yezidischen Forums Oldenburg nahm die Spende von 2.817 Euro jetzt entgegen und dankte allen Spendern für die Unterstützung.
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29 neue Sprachmittler_innen

21.08.2017 09:14 Uhr

Sozialdezernentin Dagmar Sachse überreicht Urkunden im Horst-Janssen-Museum

Am Donnerstag, 17. August, überreichte Sozialdezernentin Dagmar Sachse 29 neuen Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern zum erfolgreichen Abschluss der Grundlagenschulung ihre Teilnahmeurkunden. „Ich bedanke mich für den Einsatz und die Arbeit der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler und freue mich über den Beitrag, den sie zur Überwindung von Barrieren im interkulturellen Miteinander leisten“, sagt Dagmar Sachse im feierlichen Rahmen im Horst-Janssen-Museum.

Nach Abschluss der Grundlagenschulung werden die 29 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler nun Einrichtungen, Behörden, Vereine und andere, nicht gewinnorientierte Institutionen bei Gesprächen mit Menschen, die die deutsche Sprache nicht fließend oder gar nicht beherrschen, begleiten. Dies betrifft vor allem Geflüchtete, die beispielsweise im schulischen Kontext oder bei wichtigen Behördengängen unterstützt werden können. Seit Januar 2017 haben geschulte Sprachmittlerinnen und Sprachmittler mehr als 360 Gespräche unterstützt.

Die Agentur :ehrensache hat nun insgesamt 48 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler geschult. Koordiniert werden die Einsätze der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler seit dem 1. August im Amt für Zuwanderung und Integration. Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de oder bei Tanja Hollje unter Telefon 0441 235-2932, oder per E-Mail an tanja.hollje@stadt-oldenburg.de.
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„Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“: Abschlussveranstaltung am 17. August

15.08.2017 21:33 Uhr

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Integrationskonzept der Stadt gefragt

Am Donnerstag, 17. August, findet im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, von 16 bis 17.30 Uhr die Abschlussveranstaltung der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung im Prozess „Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“ zur Fortschreibung des Integrationskonzepts der Stadt Oldenburg statt. Alle Oldenburgerinnen und Oldenburger sind eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Seit Januar dieses Jahres haben sich bereits viele Oldenburgerinnen und Oldenburger bei insgesamt acht Veranstaltungen in den Prozess eingebracht. „Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“ ist der Beitrag der Stadt Oldenburg zum europäischen Projekt „Arrival Cities“, vor Ort getragen vom Fachdienst (ehemals Stabsstelle) Integration und einer Arbeitsgruppe aus verschiedenen Institutionen und Vereinen. Ziel von „Oldenburg. Gemeinsam. Gestalten“ ist es, die Erfahrungen und Vorschläge der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Expertinnen und Experten aus Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe zu sammeln und so die Fortschreibung des Integrationskonzepts vorzubereiten.

In vier thematischen Arbeitsgruppen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ziele, Maßnahmen und Indikatoren entwickelt, mit denen die Integrationsarbeit in Oldenburg vorangetrieben werden kann. Diese Vorschläge sollen das Fundament der Fortschreibung des Integrationskonzepts werden, das als nächster Schritt von der Verwaltung ausgearbeitet und dann den Ausschüssen und dem Rat der Stadt Oldenburg vorgelegt wird.

In der Veranstaltung soll auf den bisherigen Prozess zurückgeblickt und eine Perspektive für die weitere Entwicklung gegeben werden. Die Veranstaltung wird eröffnet von Bürgermeisterin Petra Averbeck.
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Pflegefamilie für Mädchen aus Eritrea gesucht

22.07.2017 12:35 Uhr

Die 16-Jährige ist eine unbegleitet geflüchtete Jugendliche

Ein 16-jähriges Mädchen aus Eritrea möchte gern in einer Pflegefamilie leben. Sie ist gläubige Christin. In ihrem Heimatland gehörte sie der orthodoxen eritreischen Gemeinde an. Die Jugendliche würde hier gern in einer Familie katholischen Glaubens leben. Sie wünscht sich einen familiären Rahmen, in dem sie sich zuhause fühlen darf und die nötige Begleitung und Unterstützung bekommt, um möglichst schnell Deutsch zu lernen und sich in Oldenburg einzuleben.

Das Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg schult und begleitet interessierte Einzelpersonen und Familien, die einen unbegleitet geflüchteten Jugendlichen bei sich aufnehmen möchten. Grundvoraussetzungen sind Offenheit für andere Lebensweisen, die Bereitschaft den geflüchteten Jugendlichen zu unterstützen sowie mit dem Pflegekinderdienst zusammen zu arbeiten.

Haben Sie Interesse? Dann wenden Sie sich für weitere Informationen an Gesine Vollert vom Pflegekinderdienst, Telefon: 0441 235-3734 oder per E-Mail: gesine.vollert@stadt-oldenburg.de
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Noch freie Plätze im nächsten Integrationslotsenlehrgang ab 19. August

05.07.2017 20:28 Uhr
Im nächsten Lehrgang für zukünftige Integrationslotsen ab dem 19. August sind noch Restplätze frei.

Die Integrationslotsen Oldenburg sind ein Netzwerk ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich dafür einsetzen, zugewanderte und geflüchtete Menschen willkommen zu heißen und ihnen zu helfen, in der Stadt Oldenburg anzukommen und hier ihr Zuhause zu finden. Ihr Einsatz ergänzt die institutionellen Angebote der kommunalen Integrationsarbeit als Brückenfunktion zwischen den Migrantinnen und Migranten, den Behörden und der einheimischen Bevölkerung.

Die Tätigkeitsfelder der Integrationslotsen umfassen soziale Betreuung, Begleitung bei Behördengängen und anderen Terminen, Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe, kulturelle und soziale Gruppenangebote wie Sport, Cafés, Nähkurse, Gesprächsgruppen, der interkulturelle Dialog und vieles mehr. Dabei kooperieren die Lotsen mit dem Amt für Zuwanderung und Integration und planen eigenständig Projekte.

Das Amt für Zuwanderung und Integration qualifiziert Interessierte in Kooperation mit der Volkshochschule Oldenburg durch eine Basisschulung. Nach der Schulung werden die Integrationslotsen bei Interesse dabei unterstützt, ein passgenaues Tätigkeitsfeld in der ehrenamtlichen Integrationsarbeit zu finden. Bei regelmäßig stattfindenden Treffen können Erfahrungen und Kontakte ausgetauscht werden.

Wer am Kurs teilnehmen möchte, kann sich bei Claudia Wronna im Amt für Zuwanderung und Integration unter der Telefonnummer 0441 235-2466 oder per E-Mail an claudia.wronna@stadt-oldenburg.de anmelden.
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Stadt Oldenburg richtet Welcome Center ein

17.06.2017 20:21 Uhr

OB Krogmann: „Wichtige Ergänzung unseres Dienstleistungsangebots“

Als weitere Säule im Rahmen der Fachkräfte-Initiative eröffnet die Stadt Oldenburg am 1. September am Standort Pferdemarkt 14 ein Welcome Center. Das Welcome Center soll Neubürgerinnen und Neubürgern, die Oldenburg als Lebens- und Arbeitsort auswählen, als zentrale Anlaufstelle dienen. Damit geht die Stadt einmal mehr einen Schritt voran, um Wirtschaftsunternehmen und Institutionen in der Region bei der Deckung des Fachkräftebedarfes zu unterstützen und so deren Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

„Das Welcome Center ist eine wichtige Ergänzung bereits bestehender Angebote und ein weiterer Baustein einer dienstleistungsorientierten Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Das Welcome Center kann dabei wertvolle Impulse setzen: „Neubürger sollen eine umfassende Betreuung bekommen, sich schnell zurechtfinden und bestenfalls natürlich dauerhaft in Oldenburg bleiben“, so Krogmann weiter. Dies ist im Wettbewerb der Standorte zunehmend von Bedeutung, letztlich konkurriert Oldenburg mit zahlreichen anderen Wirtschaftszentren um die gleichen Bewerberinnen und Bewerber. Das Welcome Center wird eng zusammenarbeiten mit der Service-Stelle für Oldenburger Arbeitgeber im Amt für Wirtschaftsförderung, welche bereits seit April 2016 im Rahmen der Fachkräfte-Initiative Unternehmerinnen und Unternehmer berät und unterstützt.

In der täglichen Arbeit bündelt das Welcome Center künftig die Angebote der stadtweiten Fachstellen und erfüllt eine Lotsenfunktion. Die Mitarbeiter werden in- und ausländische Neubürger in den Bereich „Ankommen“, „Leben“ sowie „Arbeiten und Studieren in Oldenburg“ passgenau beraten können. Damit steht die Eröffnung des Welcome Centers für einen weiteren Baustein im Sinne der gelebten Willkommenskultur der Stadt Oldenburg. Neubürgern wird mit einer gezielten Vorbereitung auf weitere Termine, Vermittlung von Ansprechpartnern und Hilfestellungen, zum Beispiel bei der Antragsstellung, ein umfangreiches Servicepaket geboten.

Das Leistungsportfolio des Welcome Center ist eine Ergänzung bereits vorhandener Angebote. Die Einrichtung am Standort Pferdemarkt gewährleistet eine enge Kooperation mit den publikumsintensiven Dienststellen der Verwaltung insbesondere im Bürger- und Ordnungsamt. Neben der Kooperation mit stadtinternen Partnern wird der Schwerpunkt im weiteren Prozess aber auch auf der Vernetzung mit externen Akteuren, wie beispielsweise der Universität Oldenburg, der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter, dem Verein „pro:connect“, der IHK und HWK sowie der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH liegen.

Ab dem 1. September steht im Welcome Center Janine Schellberg als Ansprechpartnerin zur Verfügung. In der derzeitigen Aufbau- und Planungsphase erfolgten die Konzipierung des Projekts, eine Analyse des bestehenden Angebots und erste Schritte im Bereich der Netzwerkarbeit. Bis zur Eröffnung liegt der Fokus auf der Gestaltung des Internetauftritts, weiteren Marketingmaßnahmen und dem Ausbau der Netzwerkarbeit.

Kontakt
Stadt Oldenburg, Bürger- und Ordnungsamt, Welcome Center, Pferdemarkt 14
Janine Schellberg, Telefon: 0441 235-2991,e-mail: welcome@stadt-oldenburg.de
Allgemeine Anfragen an die Stadt Oldenburg bitte an das ServiceCenter, Telefon 0441 235-4444.
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1945 – 1953 – 2015: Geschichte lebendig erfahren

19.05.2017 09:06 Uhr
von Nicole Wilke

Die Lebendige Bibliothek funktioniert wie eine normale Bibliothek. Menschen kommen und leihen sich ein Buch aus, nur mit dem Unterschied, dass in der Lebendigen Bibliothek die »lebendigen Bücher« Menschen sind, die mit ihrer eigenen Biographie für ein 20-minütiges Gespräch zur Verfügung stehen. Gemeinsam ist den teilnehmenden Büchern die persönliche Erfahrung von Diskriminierung und Vorverurteilung.

Am Freitag, dem 28. April, erhielten interessierte Leser bereits zum fünften Mal die Gelegenheit, mit »lebendigen Büchern« ins Gespräch zu gehen. Geschichten von Flucht, Migration und Vertreibung boten einen tiefen persönlichen Einblick in Schicksale, die stellvertretend für Menschengruppen mit Fluchterfahrung stehen. Eindringlich sprachen die »Bücher« über die Umstände ihrer Flucht und die Konsequenzen für das eigene Leben. Neben Flucht-Schicksalen aus unterschiedlichen Ländern (Flucht aus Ostpreußen, der DDR, Syrien) sprachen »lebendige Bücher« auch über ihre Diskriminierungs- und Vertreibungserfahrungen aufgrund der eigenen Religion (Bahá’í, Jude, Muslima). Abgerundet wurde das Angebot der Lebendigen Bibliothek 2017 durch eine Oldenburger Perspektive auf die Arbeit mit und für Geflüchtete aus dem Blickwinkel der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Liegenschaft Kloster Blankenburg sowie einer bürgerschaftlich engagierten Oldenburgerin.

Letztlich sprechen die Rückmeldungen der Leser_innen sowie die Begeisterung der »Bücher« für den Erfolg der Lebendigen Bibliothek: sie sei ein »sehr interessantes und vor allem emotional aufwühlendes Projekt, das zum Nachdenken« anrege und neue Erkenntnisse über sich selbst und die bis dahin fremden Welten vermittelt. »Mein Bild über den Islam wurde erweitert«, sagte eine begeisterte Besucherin.

Auf Bundesebene findet das Projekt ebenfalls Anerkennung. Am 15. Mai 2017 wird die Lebendige Bibliothek im Rahmen von »Aktiv für Demokratie und Toleranz« vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (Berlin) als »vorbildliches Projekt« ausgezeichnet.

Die Lebendige Bibliothek 2017 wurde durch den Präventionsrat Oldenburg (PRO), die VHS Oldenburg und die Stadtbibliothek Oldenburg ausgerichtet. Beteiligt waren außerdem ehrenamtliche Bibliothekare. Weitere Informationen über die Lebendige Bibliothek und kommende Veranstaltungen des PRO sind auf der Webseite (www.praeventionsrat-oldenburg.de) zu finden.
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Schülerinnen und Schüler erleben Unterricht im Wald

02.05.2017 09:27 Uhr

Regionales Umweltbildungszentrum entdeckt mit zugewanderten Jugendlichen die Natur

Das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) der Stadt Oldenburg hat am Mittwoch, 26. April, mit insgesamt 14 zugewanderten Jugendlichen einen sprachsensiblen, handlungsorientierten Unterricht im Wald bei Wildenloh gehalten. Das Konzept dieser Lehrform, bei der die Jugendlichen Begriffe in der ihnen noch fremden Sprache Deutsch handlungsorientiert kennenlernen, wurde von der Arbeitsgruppe Technische Bildung der Universität Oldenburg entwickelt und mit der IGS Kreyenbrück zunächst zu technischen Themen durchgeführt. Das RUZ hat diese Idee nun erstmals übernommen und wird das Thema Umwelt an insgesamt vier wöchentlichen Terminen tiefergehend mit den Jugendlichen erforschen.

Die Jugendlichen erkundeten den Wald in Wildenloh zusammen mit RUZ-Leiter Edgar Knapp, dessen Kolleginnen Yaroslava Lysenko, Karla Schmadtke und Svea Kleinert, Lehrer Manfred Panitz von der IGS Kreyenbrück sowie Jan Landherr von der Arbeitsgruppe Technische Bildung, der das Projekt betreut. Zunächst ging es darum, die Tiere des Waldes, sowie die Pflanzen und Bäume kennenzulernen. Bei den nächsten beiden Terminen werden nicht nur Bodenschichten analysiert und Lichtmessungen durchgeführt, sondern es werden in der dritten Woche am Kleinen Bornhorster See auch Gewässerproben entnommen. Der vierte Termin steht im Zeichen der Gesundheit: Die Jugendlichen werden im Gebäude des RUZ selbst ein gesundes Frühstück zubereiten.

Das RUZ bietet in der Regel Kurse für allgemein bildende Schulen in Oldenburg an. Die sprachsensible Arbeit mit geflüchteten oder zugewanderten Jugendlichen findet zum ersten Mal statt.
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Stadt Oldenburg bündelt und stärkt Aufgaben der Integration

12.04.2017 23:40 Uhr
Zum 1. August richtet die Stadt Oldenburg ein Amt für Zuwanderung und Integration ein. Es wird gebildet aus dem bisherigen Amt für Zentrales Flüchtlingsmanagement und der Stabsstelle Integration. Dort werden die Zuständigkeiten für Zuwanderung und Integration gebündelt. „Wir fassen hier die Aufgaben zusammen, die bislang in unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung erledigt wurden, Abstimmungen können schneller erfolgen und wir können deutlich effizienter handeln“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Er sieht darin eine konsequente Weiterentwicklung. „Die Zuordnung der Stabsstelle Integration zum Büro des Oberbürgermeisters im Jahr 2008 war die richtige Entscheidung zum damaligen Zeitpunkt, jetzt brauchen wir aber andere Strukturen für die Daueraufgabe Integration“, betont Krogmann. Dies wird allein durch die Zahl der zugewanderten Menschen deutlich. Die Stadt Oldenburg hat seit 2012 mehr als 3.000 Flüchtlinge aufgenommen und untergebracht.

Im Amt für Zuwanderung und Integration werden Zuständigkeiten aus fünf Ämtern zusammengefasst und in zwei Fachdiensten organisiert. Teil des Amtes wird die bisherige Stabsstelle Integration, die vergrößert und zu einem Fachdienst wird. Die Fachdienstleitung übernimmt der oder die neue Integrationsbeauftragte, aktuell läuft das Auswahlverfahren für diese Stelle.

„Insgesamt hat das Amt für Zuwanderung und Integration dann gut 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit bekommen wir eine enorme Stärkung der operativen Aufgaben und die unmittelbare Verknüpfung mit der strategischen Integrationsarbeit der Stadt“, so Sozialdezernentin Dagmar Sachse, in deren Verantwortungsbereich das Amt für Zuwanderung und Integration fallen wird.

Geleitet wird das Amt von Ingo Tulodetzki, der im vergangenen Jahr die Amtsleitung für den Bereich Zentrales Flüchtlingsmanagement übernommen hatte.
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Dritter Workshop zum Integrationskonzept der Stadt Oldenburg im PFL

12.04.2017 22:35 Uhr
Am Montag, 24. April, findet im Rahmen des Projekts „Arrival Cities“ der letzte von drei Workshops zur Fortschreibung des Integrationskonzeptes der Stadt Oldenburg im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, von 14 bis 18 Uhr statt. Im Workshop soll es um Maßnahmen und Aktivitäten gehen, mit denen bisher erarbeitete Konzepte umgesetzt werden können. Alle Oldenburgerinnen und Oldenburger sind eingeladen. Der Workshop ist kostenlos.

Die Stadt Oldenburg will zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mithilfe von Fachexpertinnen und -experten das 2010 verabschiedete Integrationskonzept aktualisieren. Dabei möchte die Stadt insbesondere den Erfahrungsschatz der Teilnehmenden mit einbeziehen. Im ersten Workshop am 20. Januar wurden zu dem Themenblöcken „Wohnen und Begegnen“, „Arbeitsmarkt und Beschäftigung“, „Interkulturelles Lernen“ sowie „Sprache und soziale Verständigung“ Bestandsaufnahmen für Oldenburg erstellt. Mit diesem Wissen konnten beim zweiten Workshop am 6. März klare Ziele für die Stadt Oldenburg definiert werden. So sei es etwa wünschenswert, dass mehr und flexiblere Deutschkurse, mehr Orte der Begegnung und ämterübergreifende Beratungsstellen in jedem Stadtviertel geschaffen werden. Zu Gast im März war auch Heike Mages vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die für die Nationale URBACT-Informationsstelle für Deutschland und Osterreich zuständig ist. Das EU-Programm URBACT ist Träger des Projekts „Arrival Cities“, in dem Oldenburg und acht Partnerstädte aus ganz Europa im engen Austausch von Wissen und Erfahrung stehen, während sie jeweils lokale Integrationskonzepte entwickeln.

Für den Workshop am 24. April können sich alle Interessierten über die Telefonnummer 0441 235-4444 mit der Angabe der gewünschten oben genannten Arbeitsgruppe anmelden. Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de/integration.
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Nesrine Shakfa berichtet über ihre Fluchterfahrungen

30.03.2017 15:07 Uhr

Zweites »Sprachcafé Spezial« im Stadtteiltreff Dietrichsfeld

Am Dienstag, den 04.04.2017 um 16 Uhr wird Nesrine Shakfa im »Sprachcafé Spezial« zu Gast sein.

Nesrine ist Syrerin und vor zwei Jahren mit ihrer Tochter nach Deutschland geflüchtet. Sie wird über das Ankommen und ihre erste Zeit in Deutschland erzählen, Informationen zum Leben in Oldenburg als Mensch aus einer anderen Kultur berichten und Informationen und Tipps zur Teilhabe an der deutschen Gesellschaft geben.

Nach ihrem Vortrag wird Nesrine für Fragen zu all diesen Themen zur Verfügung stehen.
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Flüchtlingsunterkunft An der Kolckwiese wird geschlossen

30.03.2017 11:38 Uhr

Dezentrale Wohnstätten für Personen im Asylverfahren gefunden

Die Flüchtlingsunterkunft An der Kolckwiese auf einem EWE-Gelände im Stadtteil Kreyenbrück wird zum 31. März geschlossen. Dies betrifft zurzeit etwa 50 Geflüchtete, die in dem Containerkomplex leben. Für die weitere Nutzung des Geländes werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Teilhabe und Soziales übergangsweise in die Räumlichkeiten einziehen.

„Das ist eine sinnvolle und gute Weiternutzung des Standortes“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Mein Dank gilt der EWE, die uns im vergangenen Jahr beim Aufbau des Standortes unterstützt hat. Vor allem möchte ich auch den Anwohnerinnen und Anwohnern rund um das Gelände danken, denn das Zusammenleben mit den Geflüchteten hat gut und problemlos funktioniert“.

Für alle Personen im Asylverfahren hat die Stadt Oldenburg dezentrale Unterkünfte gefunden. Diejenigen, die bereits einen Aufenthaltstitel erhalten haben, aber aufgrund des geringen Angebots noch keine Wohnung finden konnten, können zunächst in einer Gemeinschaftsunterkunft bleiben. Sie werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Flüchtlingsmanagements weiterhin intensiv dabei unterstützt, eine eigene Wohnung zu finden und anzumieten.

Die Stadt plant, dass mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Teilhabe und Soziales in den Containerkomplex einziehen, um ein Angebot stadtteilbezogener Sozialarbeit bereitzustellen. Diese Interimslösung soll bis zur Fertigstellung des neuen Stadtteilzentrums in Kreyenbrück andauern, in dem Einrichtungen für Teile des Sozialwesens entstehen sollen.
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Radfahrschule für Frauen ab 26. April in Kreyenbrück

22.03.2017 10:43 Uhr
Die Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück bietet ab Mittwoch, 26. April, von 11 bis 12.30 Uhr eine Radfahrschule für Frauen an. Das Angebot richtet sich an Frauen, die das Fahrradfahren neu erlernen oder aber bereits vorhandene Kenntnisse erweitern möchten.

Die Treffen finden wöchentlich auf dem Gelände des Yezidischen Forums in der Eidechsenstraße 19 statt. Die Kursgebühr beträgt 10 Euro. Ab sofort ist eine Anmeldung im Stadtteiltreff Kreyenbrück unter Telefon 0441 235-3292 möglich.
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Neues Konzept für Dietrichsfelder Sprachcafé

07.03.2017 11:38 Uhr

»Sprachcafé spezial« zum ersten Mal am 14. März

von Carsten Lienemann

Vor rund eineinhalb Jahren richtete der Stadtteiltreff Dietrichsfeld das offene Sprachcafé ein, das einmal wöchentlich stattfindet. Die Teilnehmer_innen eines Sprachkurses hatten die Anregung dazu gegeben. »Die Geflüchteten wünschten sich Gespräche mit Menschen aus dem Stadtteil über ganz alltägliche Themen, um praxisnah ihre Kenntnisse anwenden und verbessern zu können«, sagt die Stellvertretende Leiterin des Stadtteiltreffs, Andrea Schröder. Seitdem treffen sich jeden Dienstag ab 15:00 Uhr Menschen aus der Umgebung und sprechen über das Wetter, Wochentage und Jahreszeiten, Einkäufe und Lebensmittel oder über tagesaktuelle Inhalte.

Wie die Themen wechseln auch die Teilnehmer_innen, manche kommen nicht mehr oder können nicht mehr kommen, andere sind neu dabei. Vieles hat sich verändert, seit die Geflüchteten von den Gemeinschaftsunterkünften auf dem ehemaligen Fliegerhorst in andere Teile Oldenburgs gezogen sind. Auch der Sprachkurs wird momentan nicht mehr angeboten. Zwar gibt es die eine oder andere treue Seele, die weite Wege bei Regenwetter nicht scheut, um für eine oder zwei Stunden vorbeizuschauen, dennoch war es an der Zeit, das Konzept des Sprachcafés zu überarbeiten, nicht zuletzt, weil die Teilnehmer_innen Fortschritte gemacht haben und ihre Ansprüche gestiegen sind.

»Mit Beginn des März 2017 haben wir das Sprachcafé leicht verändert«, erklärt Andrea Schröder. »Wir haben drei Thementische eingeführt. An dem ersten sollen ganz gezielt Deutschkenntnisse vertieft werden. Am zweiten liegt Informationsmaterial aus, und wer möchte, kann Hilfe bei amtlichen Schreiben oder beim Ausfüllen von Anträgen bekommen. Am dritten Tisch geht es weiterhin um freies Sprechen und praktisches Üben«, so Schröder.

Dazu kommt einmal im Monat das »Sprachcafé spezial« mit Gästen aus Oldenburger Einrichtungen, die über verschiedene Alltagsthemen berichten und Fragen dazu beantworten. Den Anfang macht am 14. März Ronald Albrecht, Integrationsguide der Agentur für Arbeit, der sich mit Fragen rund um den Arbeitsmarkt beschäftigt. Dieser Bereich ist nicht nur für Flüchtlinge interessant, alle Interessierten sind willkommen. Weitere Themen werden in den Folgemonaten das Gesundheitssystem, eigene Fluchterfahrungen und noch einmal Arbeit sein.

Dienstag, 14. März 2017, 15:00 Uhr, Stadtteiltreff Dietrichsfeld:
Ronald Albrecht, Integrationsguide der Agentur für Arbeit, referiert über den Arbeitsmarkt nicht nur für Geflüchtete.
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Integrationsbeauftragte Dr. Petrillo verlässt Stadtverwaltung

01.03.2017 09:20 Uhr
Die Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo wird zum 31. März 2017 die Stadtverwaltung verlassen und eine neue Aufgabe an der Universität Vechta übernehmen.

Natalia Petrillo leitet die Stabsstelle Integration seit dem 1. Oktober 2015. In ihrer Amtszeit hat sie verschiedene Projekte im Integrationsbereich initiiert. Sie setzte sich für mehr Teilhabe ein, etwa im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens für die Fortschreibung des Integrationskonzepts. In diesem Zusammenhang hat sie zuletzt das EU-Projekt „Arrival Cities“ eingeworben.

Petrillo resümiert: „Ich hatte ein gutes Team im Rücken, das viel geleistet hat. Hierfür sowie für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rathaus bedanke ich mich schon jetzt.“

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bedauert den Weggang und lässt Dr. Petrillo nur ungern ziehen. Er dankt Natalia Petrillo für ihre Leistungen und wünscht ihr für die Zukunft alles erdenklich Gute. „Mir ist wichtig, dass die anstehenden Herausforderungen auch in Zukunft optimal angepackt werden können. Die Lücke, die Dr. Petrillo hinterlässt, müssen wir zügig wieder schließen“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
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„Gemeinsam leben – gemeinsam altern“

14.02.2017 08:14 Uhr

Stabstelle Integration setzt Förderschwerpunkt 2017

Um bestimmte Themenkomplexe gezielter in den öffentlichen Diskurs und somit in die Gesellschaft zu bringen, setzt die Stabsstelle Integration jährliche Schwerpunkte. Dieses Jahr steht das Thema „Gemeinsam leben – gemeinsam altern“ im Fokus: „Ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind mittlerweile ein fester, wachsender Bestandteil der Zivilgesellschaft und bringen eine Vielfalt von Lebensbezügen und kulturellen Prägungen in die Gesellschaft ein und das wollen wir dieses Jahr gezielter fördern“, erklärt Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo.

In Oldenburg ist die Zahl der älteren Migrantinnen und Migranten in den letzten Jahren stark gestiegen (2016 schätzungsweise: fast 3.500). Auch in den nächsten Jahren wird ihre Zahl weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Einwanderer und Einwanderinnen in Oldenburg aussieht und inwieweit ältere Migrantinnen und Migranten die vorhandenen sozialen, kulturellen und pflegerischen Angebote der Altenarbeit annehmen.

Mit der Ausschreibung „Gemeinsam leben – gemeinsam altern“ unterstützt die Stabsstelle Integration innovative Modellprojekte zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Migrantinnen und Migranten in Oldenburg. Die geförderten Projekte sollen ihnen die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen, zu informieren, ihre Freizeit zu gestalten und sich am gesellschaftlichen Geschehen zu beteiligen. Zudem sollen die Projekte einen Beitrag dazu leisten, vorhandene Unsicherheiten im Umgang mit kulturell-religiöser Vielfalt abzubauen und ihnen die notwendige Unterstützung im Umgang damit zu geben.

Interessierte richten ihre Bewerbung bis zum 31. März 2017 an die Stabsstelle Integration. Die Projekte können von Mai bis Dezember 2017 mit jeweils einer Fördersumme von maximal 5.000 Euro gefördert werden. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zur Förderung gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/integration.
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Bürgersprechstunde der Integrationsbeauftragten in Kreyenbrück

09.02.2017 11:45 Uhr
Einmal im Quartal können die Oldenburgerinnen und Oldenburger im Rahmen der Bürgersprechstunde die Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo treffen und mit ihr über ihre Anliegen sprechen. Am Dienstag, 21. Februar, findet die nächste Bürgersprechstunde im Stadtteil Kreyenbrück statt: Petrillo ist dort zwischen 14.30 und 15.30 Uhr in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar.

Im Gespräch möchte Petrillo mehr über die Anliegen der Menschen in den Stadtteilen erfahren und freut sich über Anregungen und Meinungsaustausch. „Als Ansprechpartnerin für Integrationsfragen ist es mir wichtig, dass sich die Menschen direkt mit mir austauschen und mir ihre Sorgen und Wünsche unmittelbar vortragen können“, erklärt sie.

Die offene Bürgersprechstunde findet abwechselnd in den verschiedenen Gemeinwesenarbeiten der Stadt Oldenburg statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Unabhängig von der öffentlichen Sprechstunde können Bürgerinnen und Bürger auch persönliche Termine mit Dr. Natalia Petrillo vereinbaren unter Telefon 0441 235-2127 oder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de.
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Sprachmittler unterstützen Menschen ohne Deutschkenntnisse

06.02.2017 09:50 Uhr

Neues Projekt soll Sprachbarrieren abbauen und Kommunikation verbessern

Die Agentur :ehrensache hat im Rahmen eines neuen Projekts 19 neue Sprachmittlerinnen und Sprachmittler ausgebildet. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, Dr. Natalia Petrillo, hat den Teilnehmenden der neuen Schulung am Donnerstag, 2. Februar, in einer Abschlussveranstaltung im Kulturzentrum PFL die Teilnahmeurkunden überreicht.

Die Veranstaltung bildete gleichzeitig den Startschuss für die Aufgabe der Sprachmittler, die Kommunikation zwischen Menschen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen sowie Behörden und Institutionen zu verbessern. Sie werden gegen ein Honorar an Behörden, Einrichtungen und Vereine vermittelt und übertragen Gespräche in die jeweils relevante Sprache.

Die erste Grundlagenschulung im Rahmen des Projekts Sprachmittlerpool haben 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich absolviert. Im Rahmen der Grundlagenschulung wurden Themen der Interkulturellen Sensibilisierung, Methodik der Sprachmittlung, steuerlich-rechtliche Aspekte und Konfliktmanagement durch interne und externe Referenten vermittelt.

Die Agentur :ehrensache schult, koordiniert und begleitet die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler bei ihren Einsätzen. Weitere Informationen gibt es bei Olga Gerz, Agentur :ehrensache, unter Telefon 0441 235-2404 oder per E-Mail an olga.gerz@stadt-oldenburg.de.
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Vom Wert des Lebens – Die Euthanasie im Nationalsozialismus

22.01.2017 21:33 Uhr

Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag 2017

Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg lädt anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar zu verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Living History ein. In Kooperation mit dem Gedenkkreis Wehnen e.V. ist ein Programm zur Euthanasie im Nationalsozialismus mit Bezug zur aktuellen Debatte um Sterbehilfe entstanden. „Wann verliert das Leben seinen Wert?“, „Wie wollen wir sterben?“ und „Wer entscheidet darüber?“ sind Fragen, die kontroverse Diskussionen auslösen. Seit 1996 wird der Gedenktag in Deutschland organisiert. Im deutschen Bundestag wird mit einer offiziellen Gedenkstunde an die Opfer des totalitären Regimes während des Nationalsozialismus erinnert.

Am Mittwoch, 25. Januar, um 10 Uhr stellen Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasiums im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit der Euthanasie in Oldenburg während des Nationalsozialismus vor. In der Präsentation „Auf einmal ist Geschichte so nah!“ geben sie Einblicke in ihre Beweggründe und ihre Erkenntnisse. Sie werden zeigen wie es ist, wenn man sich der Geschichte nicht mehr entziehen kann.

Zum Holocaust-Gedenktag am Freitag, 27. Januar, wird der Historiker Dr. Thomas Beddies um 19 Uhr im Kulturzentrum PFL über „Die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ sprechen. Bis 1945 fielen 10.000 Kinder und Jugendliche der „Kinder-Euthanasie“ zum Opfer, 5.000 von ihnen wurden allein in eigens für die Tötung geschaffenen „medizinischen“ Einrichtungen ermordet. Dr. Thomas Beddies ist stellvertretender Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Berliner Charité.

Am Dienstag, 31. Januar, um 19 Uhr wird der Psychologe Dr. Michael Wunder im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 den Vortrag „Von der NS-Euthanasie bis zur aktuellen Debatte um Sterbehilfe“ halten und anschließend mit dem Historiker Dr. Ingo Harms diskutieren. Dr. Michael Wunder ist Leiter des Beratungszentrums der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg, eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung, und war von 2008 bis 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates.

Mit einer Sondervorführung der ZDF/Arte-Produktion, dem Spielfilm „Ich werde nicht schweigen“ (2016) der Regisseurin Esther Gronenborn, endet die Veranstaltungsreihe. Gezeigt wird der Film um die Kriegswitwe Margarete Oelckers, die als Insassin der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen die Geschichte dieses Ortes im Nationalsozialismus entdeckt, am Mittwoch, 1. Februar, um 19 Uhr im Casablanca-Kino, Johannisstraße 17. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss diskutieren Esther Gronenborn und Dr. Ingo Harms über die Euthanasie im Nationalsozialismus, den Film und die Dreharbeiten in Wehnen.

Als Medienpartner der Reihe Living History begleitet der Oldenburger Lokalsender Oeins die Veranstaltungen: Am Mittwoch, 25. Januar, 18 Uhr, beschäftigt sich die Sendung Masl Tov mit den Erfahrungen von Schülern und Lehrern bei der Projektarbeit. Am Samstag, 4. Februar, um 13 Uhr und am Donnerstag, 9. Februar, um 18 Uhr dokumentiert Thomas Kleinspehn die einzelnen Veranstaltungen in der Sendung „Living History – Vom Wert des Lebens“ auf Oeins (UKW 106,5 und im Kabel).
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Neue Bildungspaten für Grundschulkinder gesucht

17.01.2017 10:22 Uhr

Informationsveranstaltung am 24. Januar

Die Agentur :ehrensache und die Volkshochschule Oldenburg suchen weitere Bildungspatinnen und -paten, die Grundschulkinder vor allem aus Zuwandererfamilien unterstützen möchten. Anfang März 2017 beginnt zum 12. Mal ein neuer Kurs, mit dem interessierte Freiwillige auf eine Patenschaft umfassend vorbereitet werden. Alle Erwachsenen, unabhängig von Beruf und Alter, die Freude am Umgang mit Kindern haben, können sich ab sofort bei der Agentur :ehrensache melden und einen Termin für ein Informationsgespräch vereinbaren. Voraussetzung ist die Bereitschaft sich für die Dauer eines Jahres auf diese verantwortungsvolle und erfüllende Aufgabe einzulassen.

Die Schulung findet an sechs Abendterminen und einem Vormittag im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. Im Anschluss und nach Zustimmung der Eltern werden die Patinnen und Paten an ausgewählte Grundschülerinnen und -schüler an verschiedenen Schulen vermittelt. Die Grundschulen melden in jedem Jahr wieder großen Bedarf an Unterstützung. Ziel ist die Verbesserung der Bildungschancen benachteiligter Kinder, insbesondere der Kinder mit Migrationserfahrungen.

Eine Informationsveranstaltung zum Bildungspaten-Projekt findet am Dienstag, 24. Januar, um 17.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, im Seminarraum 5 statt. Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Gabriela Kaboth-Freytag, Agentur :ehrensache, zur Verfügung unter Telefon 0441 235-2020.

Über 200 Patinnen und Paten haben bislang ein Kind – oder nacheinander auch mehrere Kinder – betreut, haben sie gestärkt und ermutigt, ihnen die Stadt und die regionale Kultur nähergebracht und sie in ihrer Sprachentwicklung gefördert. Sie unternehmen einmal wöchentlich mit den Kindern gemeinsame Aktivitäten im Freizeitbereich. Gleichzeitig bilden sie eine Brücke zwischen Schule und Elternhaus. Patinnen und Paten werden durch regelmäßige Erfahrungsaustausche und Fortbildungen begleitet.

Das Projekt „Bildung für alle – BildungsPaten“ läuft bereits seit 2009 und ist ein Kooperationsprojekt der Agentur :ehrensache und der Volkshochschule Oldenburg. Es wird gefördert durch das Land Niedersachsen und steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
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Einbürgerungszahlen auch 2016 gestiegen

11.01.2017 09:51 Uhr

Neue Staatsbürger stammen meist aus Irak, Türkei und Ukraine

Im Rahmen einer Einbürgerungsfeier am Dienstagabend, 10. Januar, wird Oberbürgermeister Jürgen Krogmann neu eingebürgerte Staatsbürgerinnen und Staatsbürger willkommen heißen. Mit insgesamt 319 neuen deutschen Staatsangehörigen im Jahr 2016 ist die Zahl der Einbürgerungen in Oldenburg damit auch im vergangenen Jahr gestiegen, nämlich um 66 Personen gegenüber 2015. Auch die Zahl der Anträge auf Einbürgerungen folgt dem positiven Trend der letzten Jahre und ist 2016 um 32 Anträge auf 422 gegenüber dem Jahr 2015 angestiegen.

Die weitaus größte Gruppe der neuen Staatsbürger bilden Zugewanderte aus dem Irak mit 101 (gegenüber 52 in 2015) Einbürgerungen, gefolgt von 37 aus der Türkei stammenden Bürgern. Aus der Ukraine wurden 16 Personen eingebürgert, dann folgen Polen (14) und Serbien (11). Gestiegen ist mit neun Einbürgerungen auch die Zahl der aus Großbritannien stammenden Personen.

Die Stadt Oldenburg ist seit dem Jahr 2000 für die komplette Bearbeitung und Prüfung der Einbürgerungsanträge von der Antragsannahme bis zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde allein zuständig. Seitdem sind insgesamt 4.635 Menschen deutsche Staatsangehörige geworden.
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»100 erste Fragen« jetzt auf Arabisch

05.01.2017 18:57 Uhr
Im Oktober 2016 war zunächst die deutschsprachige Broschüre erschienen, und sofort kamen von allen Seiten die Fragen nach den Ausgaben in Arabisch, Persisch und Englisch. Nun ist der zweite Schritt getan: »Unsere 100 ersten Fragen für alle Neubürger Oldenburgs sind jetzt endlich auch in arabischer Sprache zu haben«, freut sich Andrea Schröder, Vorsitzende des Fördervereins Dietrichsfeld.

Die dritte Sprachausgabe ist bereits in Vorbereitung. Im ersten Quartal 2017 werden die 100 ersten Fragen auch auf Persisch zu haben sein.

Die Broschüre beantwortet wichtige Fragen, die Geflüchteten das Zurechtfinden in der Stadt Oldenburg erleichtern. Die arabische Ausgabe kann wird unter anderem an Einrichtungen und Vereine weitergegeben, aber selbstverständlich kann auch jede Privatperson ein Exemplar erhalten. Gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Heft kann man es im Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstr. 331, Tel. 570 78 92, bekommen.
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Stadt möchte mit Bürgerinnen und Bürgern über Integrationskonzept diskutieren

21.12.2016 09:34 Uhr

Beteiligung soll Potentiale der Zivilgesellschaft bündeln

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung soll in einem gemeinsamen Prozess von Politik, Verwaltung und der Bürgerschaft das Integrationskonzept der Stadt Oldenburg fortgeschrieben werden. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv an der Weiterentwicklung eines nachhaltigen Integrationskonzeptes der Stadt Oldenburg zu beteiligen. Sie können ihre Erfahrungen und Ideen in das Konzept einbringen. Zu den drei Workshop-Terminen ab Januar 2017 sind alle eingeladen, die sich in Oldenburg haupt- oder ehrenamtlich für Vielfalt, Integration und Partizipation einsetzen. „Es herrscht ein besonderer Geist in unserer Stadt, der getragen wird von dem Willen, neue Projekte zu initiieren. An diesem Potential der Zivilgesellschaft möchten wir ansetzen und die guten Ideen und Vorschlägen in das Integrationskonzept einbeziehen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe „Arrival City Oldenburg“ hat die Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg hierzu bereits eine Auftaktveranstaltung im September 2016 ausgerichtet. „Wer gesehen hat, wie intensiv in den einzelnen Arbeitsgruppen debattiert wurde, der weiß, dass es allen um eine richtungsweisende Integrationsstrategie geht“, blickt Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo zurück. Bei der Auftaktveranstaltung wurden Arbeitsgruppen gebildet, die in den Workshops einzelne Themen angehen sollen. Deren Ergebnisse werden bei den drei kommenden Veranstaltungen mit Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt:

Workshoptermine:
1. Workshop, 20. Januar 2017: Wo steht Oldenburg und was müssen wir anpacken?
2. Workshop, 6. März 2017: Was sind unsere Ziele und wie können wir sie erreichen?
3. Workshop, 24. April 2017: Maßnahmen & Aktivitäten zur Umsetzung

jeweils 14 bis 18 Uhr, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Anmeldungen zu den kostenfreien Workshops nimmt das Servicebüro der Stadt Oldenburg mit der Angabe des gewünschten Workshops an, unter der Telefonnummer 0441 235-4444. Mehr Informationen sind im Internet unter www.oldenburg.de/integration zu finden.

Durch einen offenen Prozess mit Bürgerbeteiligung soll das Integrationskonzept fortgeschrieben werden. Aus der Mitte der Gesellschaft sind bereits viele gute Vorschläge eingetroffen, um das gute Zusammenleben in der Stadt weiter zu verbessern. Die Ergebnisse der Workshops fließen in das Strategiepapier ein, das wiederum den politischen Gremien abschließend zur Beschlussfassung vorgelegt wird. „Die Teilnehmer der Workshops setzen damit ein klares Zeichen gegen eine Spaltung der Gesellschaft und für Integration“, so Petrillo.
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Geflüchteten jungen Menschen ein Zuhause geben

16.12.2016 09:00 Uhr

Pflegekinderdienst sucht weiterhin Familien für unbegleitet geflüchtete Jugendliche

Der Pflegekinderdienst der Stadt Oldenburg ist weiterhin auf der Suche nach Familien, die unbegleitet geflüchteten Jugendlichen ein Zuhause geben möchten. Es geht um zwei 17-jährige Iraner, beide sind gläubige Christen und möchten gern jeweils in einer christlichen Familie leben. Der dritte Junge ist 16 Jahre alt und kommt aus dem westafrikanischen Land Guinea. Alle drei möchten gerne in einer Pflegefamilie leben. Sie wünschen sich einen familiären Rahmen, in dem sie sich zuhause fühlen dürfen und die nötige Begleitung und Unterstützung bekommen, um möglichst schnell Deutsch zu lernen und sich in Oldenburg einzuleben.

Das Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg schult und begleitet interessierte Einzelpersonen und Familien, die einen unbegleitet geflüchteten Jugendlichen bei sich aufnehmen möchten. Grundvoraussetzungen sind Offenheit für andere Lebensweisen, die Bereitschaft den geflüchteten Jugendlichen zu unterstützen sowie mit dem Pflegekinderdienst zusammen zu arbeiten. Interessierte Familien können sich für weitere Informationen an Gesine Vollert vom Pflegekinderdienst wenden, Telefon: 0441 235-3734 oder per E-Mail an gesine.vollert@stadt-oldenburg.de.
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Bürgerinnen und Bürger beschenken Flüchtlingskinder zu Weihnachten

09.12.2016 08:32 Uhr

Abgabe der Päckchen für „Weihnachten im Schuhkarton“ bis zum 15. Dezember

Wer sich an der von der Stadt organisierten Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Flüchtlinge beteiligen möchte, hat noch bis Donnerstag,15. Dezember, die Möglichkeit, einen Schuhkarton, weihnachtlich verpackt, mit schönen und nützlichen Dingen zu befüllen.

Anders als im letzten Jahr erhalten 2016 nur Kinder einen gefüllten Schuhkarton. Als Richtwert können die Bürgerinnen und Bürger Geschenke im Wert von circa 15 Euro einpacken. Enthalten sein können Kleidung wie Mützen, Schals oder Handschuhe, originalverpackte Süßigkeiten, Mal- oder Bastelmaterialien, persönliche Grüße und/oder ein Foto von den Schenkenden.

Interessierte erhalten über das ServiceCenter der Stadt Oldenburg alle nötigen Informationen. Hier erfahren sie, für welche Kinder Schuhkartons gepackt werden sollen (es wird getrennt nach Altersgruppen und Geschlecht) und wo und wann sie die Päckchen abgeben können. Das ServiceCenter ist montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr erreichbar unter der Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de.
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Neuer Internetauftritt des Ausländerbüros

23.10.2016 10:00 Uhr

Online-Terminvergabe seit 17. Oktober möglich

Am Montag, 17. Oktober, startete das Ausländerbüro der Stadt Oldenburg mit einem neuen Internetauftritt und erweiterten Angeboten einer Online-Terminvergabe. Der Internetauftritt des Ausländerbüros wurde grundlegend neu gestaltet und strukturiert. Unter www.oldenburg.de/auslaenderbuero oder unter dem Suchbegriff „Ausländerbüro“ gelangt man auf die neuen Seiten des Ausländerbüros.

Die neue Internetseite bietet eine einfache Navigation zu allen Bereichen mit vielen Informationen. Besucherinnen und Besucher erfahren hier Informationen über eine Kontaktaufnahme oder Wissenswertes über die Einreise und den Aufenthalt sowie über den Aufenthalt zu Studienzwecken oder aber über die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, einer Besuchseinladungen oder einer Einbürgerung und mehr.

Insbesondere durch das neue erweiterte Online-Terminvergabeangebot für Besuchseinladungen und für die Abholung des elektronischen Aufenthaltstitels oder Reiseausweises bietet das Ausländerbüro noch mehr Bürgerservice und Bürgerfreundlichkeit. Ab sofort ist es damit nun auch möglich, über die Internetseite des Ausländerbüros online einen Termin für eine Besuchseinladung oder zur Abholung eines elektronischen Aufenthaltstitels oder Reiseausweises zu vereinbaren. Voraussetzung hierfür ist ein Internetanschluss und eine E-Mail-Adresse. Eine Anleitung zur Vereinbarung des Online-Termins und weitere Informationen hierzu gibt es auf der entsprechenden Internetseite des Ausländerbüros.

Wer keinen Zugang zum Internet hat und auch über keine E-Mail-Adresse verfügt, kann zukünftig einen Termin in diesen Angelegenheiten auch über das ServiceCenter unter der Telefonnummer 0441 235-4444 vereinbaren. Alle weiteren notwendigen Informationen hierzu werden nach Terminvereinbarung dann per Post zugesandt.
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Bürgersprechstunde der Integrationsbeauftragten in Dietrichsfeld

14.10.2016 18:14 Uhr

Petrillo bietet jetzt auch offene Sprechstunde in den Stadtteilen an

Einmal im Quartal können die Oldenburgerinnen und Oldenburger im Rahmen der Bürgersprechstunde die Integrationsbeauftragte treffen und mit ihr über ihre Anliegen sprechen. Bislang fand diese Bürgersprechstunde immer im Rathaus statt. Das ändert sich, denn ab Herbst verlegt Dr. Natalia Petrillo ihre Sprechstunde vor Ort in die Stadtteile. Am Dienstag, 18. Oktober, findet die erste Bürgersprechstunde im Stadtteil Dietrichsfeld statt: Petrillo ist dort zwischen 15 und 16 Uhr in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstraße 331, für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar.

„Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger und ihr Feedback sind für eine effektive und zufriedenstellende Arbeit sehr wichtig“, betont die Integrationsbeauftragte. „Den direkten Kontakt möchte ich verstärken und werde ab Herbst vor Ort die Sprechstunde anbieten.“ Im Gespräch möchte Petrillo mehr über die Anliegen der Menschen vor Ort erfahren und freut sich über Anregungen und Meinungsaustausch. „Als Ansprechpartnerin für Integrationsfragen ist es mir wichtig, dass sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger direkt mit mir austauschen und mir ihre Sorgen und Wünsche unmittelbar vortragen können“, ergänzt sie.

Die offene Bürgersprechstunde findet in Zukunft abwechselnd in den verschiedenen Gemeinwesenarbeiten der Stadt Oldenburg statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die Termine für das erste Quartal 2017 stehen ab Dezember im Internet unter www.oldenburg.de/integration. Unabhängig von der öffentlichen Sprechstunde können Bürgerinnen und Bürger auch persönliche Termine mit Dr. Natalia Petrillo vereinbaren unter Telefon 0441 235-2127 oder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de.
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100 erste Fragen – Die ersten Broschüren sind fertig

12.10.2016 20:58 Uhr

Deutsche Ausgabe des Hilfsangebots für Geflüchtete ist gedruckt

»Endlich kann man sie in die Hand nehmen. Toll.« So oder ähnlich reagierten nicht nur die fünf Mitarbeiter_innen der Arbeitsgruppe »100 Fragen« des herausgebenden Fördervereins Dietrichsfeld, sondern alle, die das Heft bisher gesehen haben. Vor rund einem Jahr hatten die die Recherchearbeiten begonnen, nun liegt die deutschsprachige Ausgabe mit einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt vor.

Die Broschüre beantwortet wichtige Fragen, die Flüchtlingen das Zurechtfinden in der Stadt Oldenburg erleichtern. (Siehe »100 Antworten auf 100 erste Fragen«). Die deutsche Ausgabe wird zum größten Teil an ehrenamtliche Helfer_innen und an Einrichtungen gehen, aber selbstverständlich kann auch jede Privatperson ein Exemplar bekommen. Gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Heft kann man es im Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstr. 331, Tel. 570 78 92 bekommen.

Im nächsten Schritt wird der Text ins Arabische, ins Persische und ins Englische übersetzt und dann ebenfalls gedruckt.
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100 Antworten auf 100 erste Fragen

31.07.2016 21:41 Uhr

Broschüre für Flüchtlinge zur Orientierung in der Stadt

von Carsten Lienemann

Was müssen Geflüchtete wissen, wenn Sie sich hier in Oldenburg zurechtfinden sollen? Welche dringenden Fragen haben sie, wo und von wem bekommen sie die Antworten?

Die Lösung für dieses Problem steht in Form einer Informationsbroschüre unmittelbar vor der Veröffentlichung. Eine Arbeitsgruppe aus Geflüchteten und schon länger in Oldenburg Ansässigen hat sich fast ein dreiviertel Jahr lang intensiv mit Fragen zu Wohnungs- und Arbeitssuche, Betreuungsplätzen, Schule, Einkaufen, Verhalten im Straßenverkehr etc. beschäftigt. Ende August bis Anfang September soll die Broschüre gedruckt sein, zunächst in deutscher Sprache, wenig später auch in arabisch, persisch und englisch. Weitere Sprachfassungen sind nicht ausgeschlossen.

Die Idee zu dieser Aktion hatte Nesrine Shakfa. Die gebürtige Syrerin hat eine Weile in einem Betrieb in Ägypten gearbeitet, bei dem neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittels einer Broschüre mit den wichtigsten Regeln und Abläufen bei ihrem neuen Arbeitgeber vertraut gemacht wurden. »Ich habe mir gedacht, das könnte man doch auf die Situation neu angekommener Flüchtlinge übertragen. Mit diesem Vorschlag bin ich zum Stadtteiltreff Dietrichsfeld gegangen«, sagt Shakfa.

Dort stieß sie auf offene Ohren. Mit pro:connect stand auch ein Sponsor bereit, der seinerseits gerade eine großzügige Spende vom gerade aus dem CEWE-COLOR-Vorstand in den Ruhestand gewechselten Andreas Heydemann erhalten hatte.

Schnell war eine Arbeitsgruppe aus Geflüchteten und Heimischen zusammengestellt, so dass die eigentliche Arbeit beginnen konnte. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe bearbeiteten jeweils einzelne Teilbereiche und stellten die Ergebnisse bei den wöchentlichen Treffen zur Diskussion.

»Zu Beginn gibt es ein paar allgemeingültige Basisinformationen, ansonsten haben wir uns auf Fragen und Antworten beschränkt, die das Leben in Oldenburg unmittelbar betreffen«, sagt Regina Dirksen, Leiterin des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld. Dabei zeigte sich, wie wichtig die Mitwirkung von Nesrin Shakfa und Morad Obeed war. Obeed stellte z. B. fest, es gebe in Deutschland sehr viel Informationsaustausch in Briefform. »In Syrien gibt es keine Post, wir regeln diese Dinge über E-Mail oder persönlich.«

Alle Beteiligten sind sich darüber klar, dass die »100 ersten Fragen« von Flüchtlingen sich mit der Zeit ändern, so dass immer wieder Anpassungen nötig sein werden. Die Broschüre »erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit«, betont Regina Dirksen. Aus diesen Gründen enthält sie auch zahlreiche Internet-Verweise.

Das Heft wird voraussichtlich ab September in Flüchtlingsberatungsstellen, kommunalen Gemeinschaftsunterkünften, Stadtteiltreffs und ähnlichen Einrichtungen zu bekommen sein.
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Kunst, Kultur und Küche – Oldenburger Vielfalt an einem Tisch

08.04.2016 22:46 Uhr
Mit einer Informationsveranstaltung, auf der auch viel Musik gespielt wurde, starteten Global Music Player e. V. am 8. April 2016 im Rathaussaal eine Veranstaltungsreihe, die Menschen aus Oldenburg und Umgebung, aber verschiedener Herkunft und Kultur, über Essen und Musik miteinander ins Gespräch bringen soll.

Möglich wird das durch Beteiligung und Mitwirkung von Organisationen und Menschen, die sich in irgendeiner Form für Integration, Kultur und Verständigung einsetzen. Bei jeder einzelnen Veranstaltung der Reihe ist eine kulturelle Gruppe Gastgeber, sorgt für Speisen, Getränke und Musik und stellt sich und ihre Kultur vor. Die Gäste erfahren, wie hier unter Verwendung und Abwandlung der überlieferten Rezepte gekocht wird. Sie erleben auch, welche Musik gehört und gespielt wird, einschließlich neu aufgenommener Einflüsse.

Drei bis vier Veranstaltungen pro Jahr soll es geben, jede an einem anderen Ort und mit einem anderen Gastgeber, sicher auch mit unterschiedlichen Gesprächsthemen. Global Music Player e. V. beraten und unterstützen die jeweils ausführende Organisation bei Bedarf und dokumentieren den Verlauf, vom Einkauf der Lebensmittel an. Aus den gewonnenen Informationen soll unter anderem ein Kochbuch entstehen, das nicht nur die Rezepte enthält, sondern viel mehr eine Sammlung persönlicher Geschichten, von denen man einige nachkochen kann.

„Diese Veranstaltungsreihe ist ein Stück weit Experimentierfeld, auch für uns“, sagt Projektleiter Carsten Lienemann von Global Music Player. „Wir erwarten einen intensiven Austausch, neue Kontakte und hoffentlich auch zahlreiche Freundschaften. Wir werden jedes Mal neue Begegnungen erleben und neue Erfahrungen machen, die sich auf die folgenden Veranstaltungen auswirken werden.“

Zwei „echte“ Kunst, Kultur und Küche-Veranstaltungen wird es in diesem Jahr geben. Finanziell unterstützt werden sie durch die Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg und die Oldenburgische Landschaft. Für die Weiterführung im nächsten Jahr werden noch Sponsoren gesucht.


Die erste Kochveranstaltung steht bereits fest, gastgebender Verein wird Solidarität für Lateinamerika Oldenburg e. V. (alSol) sein. Der Termin ist

Freitag, 29. April 2016 um 18:00 Uhr im Internationalen Jugendprojektehaus, Schlieffenstr. 11

Eine begrenzte Zahl an Plätzen steht für alle Interessierten offen, eine Anmeldung bis zum 22. April ist aber erforderlich. Die Zutaten der bereiteten Speisen werden über einen Kostenbeitrag in Höhe von 10,00 Euro pro Person von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern finanziert.


Anmeldungen unter
Ana Castaneda, Tel. 0151-59 88 52 71
E-Mail: anaecuador@hotmail.com

Carsten Lienemann, Tel. 0441-304 67 34
E-Mail: kkk@globalmusicplayer.com

Bitte geben Sie auch an, ob Sie Vegetarier_in sind.


Den Kostenbeitrag von 10,00 € pro Person überweisen Sie bitte vorab auf das folgende Konto:
Volksbank Oldenburg
IBAN DE80 2806 1822 3880 4794 00
BIC: GENODEF1EDE
Kennwort: KKK alSol
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Interkulturelles Frauenfrühstück

11.03.2016 17:00 Uhr
Am Samstag, den 12. März 2016, 10.00 Uhr veranstaltet IBIS anlässlich des internationalen Frauentags 2016 ein interkulturelles Frauenfrühstück und laden euch dazu herzlichst ein. Frauen aus Nah und Fern können klönen, quatschen, vernetzen und Kultur genießen.

Es wird ein kostenloses Frühstücksbuffet mit Getränken und ein musikalisches Programm geben. Zur kulinarischen Bereicherung unseres Buffets können Sie und könnt Ihr gerne selbstgekochte Kleinigkeiten mitbringen. Für Kinder wird es eine Spielecke und für die ganz Kleinen einen Platz zum Wickeln geben.

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Frauen und Kinder!

Weitere Infos unter 0441/96037910 oder bildung@ibis-ev.de

12.03.2016
10.00 bis 13.00 Uhr
Café IBIS in der Klävemannstraße 16
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Geld für kleine Flüchtlingsprojekte

28.01.2016 10:36 Uhr

Präventionsrat startet Fonds für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

von Carsten Lienemann

Die Hilfsbereitschaft und das Engagement für Flüchtlinge ist in Oldenburg unverändert hoch. Viele Bürgerinnen und Bürger möchten in ihrer Freizeit etwas zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen und haben viele Ideen, die manchmal nur deswegen nicht ausgeführt werden, weil ein vergleichsweise kleiner Geldbetrag fehlt.

Unter dem Titel »Flüchtlinge und Ehrenamt« legt der Präventionsrat Oldenburg (PRO) darum jetzt einen Fonds zur finanziellen Unterstützung kleiner privater Initiativen in der Flüchtlingsarbeit auf. »Im Gegensatz zu öffentlichen und privaten Institutionen bekommen Privatpersonen, die sich für Flüchtlinge engagieren möchten, nur schwer finanzielle Unterstützung. Diese Lücke schließen wir mit diesem Fonds«, sagt PRO-Geschäftsführerin und Mitinitiatorin Melanie Blinzler.

»Persönliche Begegnungen im kleinen Rahmen sind besonders positiv für die Integration, deshalb möchten wir gerade hier fördern. Einzelne Bürgerinnen und Bürger können über einen ganz besonders kurz gehaltenenes Formular Fördermittel beantragen«, so Blinzler weiter.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein Beirat. Dem anzugehören, war für die Inklusionsbeauftragte Susanne Jungkunz keine Frage. »Begegnungen auf Augenhöhe bereichern beide Seiten. Das ist auch in der Inklusion ebenso wichtig wie pragmatischen Hilfe.«

»Ein Bespiel für ein förderwürdiges Anliegen wäre ein privates ›Welcome-Dinner‹, für das eingekauft werden muss«, so Sabine Lönne vom »Frau Lönne Werbekontor«. Weitere Beispiele sind gemeinsame Theater-, Kino- und Schwimmbadbesuche. »Nicht nur die Kinder, sondern möglichst ganze Familien sollten die Kultur- und Freizeitangebote kennen lernen. Das ist nicht ganz billig«, ergänzt Mia Cordes vom Internationalen Frauentreff. Damit gemeinsame Unternehmungen gelingen, sei es außerdem wichtig, das Vertrauen der neu angekommenen Menschen zu gewinnen, etwa durch mehrfache Treffen.

Isam El-Korhaly vom Bewohnerverein »Wir für uns« Bloherfelde und Richard von Busse, Vorsitzender des Fördervereins Präventionsrat, vervollständigen den Fonds-Beirat, der nach einer persönlichen Vorstellung der Antragsteller möglichst innerhalb von drei Wochen über die Vergabe entscheidet und eine Dokumentation der Aktivität in Form von Fotos erwartet.

Der Fonds startet mit der recht bescheiden anmutenden Summe von 3020 Euro. Allerdings geht es ja nicht um die Förderung von Großprojekten. »Wir werden uns auch in unserem breiten Netzwerk umschauen, ob eine Idee bei einer anderen Initiative in das bereits vorhandene Programm passt. In so einem Fall würden wir weitervermitteln«, erklärt Melanie Blinzler. Über die Kontakte der Beiratsmitglieder und des PRO sollen außerdem weitere Geldgeber gefunden werden.

Auch private Spenden werden natürlich gerne genommen. »Ein Anlass, diesen Fonds überhaupt aufzulegen, waren Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, die gerne Geld spenden wollten, aber nicht wussten, wohin«, so Richard von Busse.

Fonds Flüchtlinge & Ehrenamt
Fonds "Flüchtlinge & Ehrenamt"
Landessparkasse zu Oldenburg
IBAN: DE49280501000091582205
BIC: SLZODE22

Fragen zum Fonds beantwortet gerne die Geschäftsstelle des PRO (Tel.: 0441/235 36 11, E-Mail: praeventionsrat@stadt-oldenburg.de).
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Neujahrsempfang der UNO-Flüchtlingshilfe in Oldenburg

12.01.2016 06:00 Uhr
Am Donnerstag, den 14. Januar 2016, findet um 18:30 Uhr im Café IBIS in Oldenburg der Neujahrsempfang der UNO-Flüchtlingshilfe statt. Bereits zum neunten Mal lädt Hon. Prof. Dr. Reinhold Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, zu der traditionellen Veranstaltung ein.

Auch in diesem Jahr steht der Empfang thematisch im Zusammenhang mit Aspekten der Weltflüchtlingsproblematik und den Vereinten Nationen. Im Vordergrund stehen dabei die Flüchtlingskrise in Syrien sowie die Lage von Flüchtlingen in Europa. Es wird auch über die Situation von Flüchtlingen in Niedersachsen und Oldenburg gesprochen.

Nach einem Grußwort von Uwe Erbel, Geschäftsführer der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS e.V., leitet Prof. Dr. Reinhold Friedl in die Thematik ein. Es schließt sich ein Podiumsgespräch mit folgenden Gästen in der IBIS Halle an:

Wolfgang Grenz, ehemaliger Generalsekretär von Amnesty International, Vorstandsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe und Autor des Bestsellers „Schiffbruch - Das Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik“; Dr. med. Gisela Penteker, Vorsitzende des Niedersächsischen Flüchtlingsrats; Dirk Sabrowski, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe; Ilyas Yanc, Yezidisches Forum und Flüchtlingsberater bei IBIS. Moderation durch Reinhold Friedl. Anschließend sind Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum möglich.
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Ärzte für Tweelbäke gesucht

04.01.2016 18:36 Uhr
die Notunterkunft in Tweelbäke sucht händeringend nach 1 oder 2 Ärzten, die sich ein oder zweimal die Woche für eine Stunde einige der Bewohner_innen ansehen könnten. Der Zugang zum Gesundheitswesen ist für die Notunterkunft schwierig und kompliziert, weil die Bewohner_innen noch keine Aufenthaltsgestattung haben.

Kontakt über:
IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.
Uwe Erbel
Klävemannstr.16
26122 Oldenburg
Fon 0441 - 88 40 16 (international: +49 441 88 40 16)
Durchwahl Verwaltung/Geschäftsführung: 0441-984 96 05
Fax 0441-984 96 06 (international: +49 441 98496 06)
Mail: info@ibis-ev.de
leitung@ibis-ev.de
www.ibis-ev.de
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Stadt verleiht Oldenburger Integrationspreis 2015

05.12.2015 20:39 Uhr

Projekt »Fahrräder für Flüchtlinge am Fliegerhorst« mit erstem Preis ausgezeichnet

»In Sachen Integration waren die letzten 12 Monate eine große Herausforderung, die dank des nicht minder großen Engagements der Oldenburger Bürgerinnen und Bürger ganz gut bewältigt wurden«, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei der Verleihung des Oldenburger Preises für Integration und Toleranz am Freitag, den 4. Dezember im PFL. Weitere große Herausforderungen stünden an, fügte Krogmann an und nannte Wohnraum und Bildung als Beispiele. »Gemeinsame Veranstaltungen in Kultur und Sport, wie die Bewerber und Preisträger des Integrationspreises sie durchgeführt haben, können erheblich zu gelingender Integration beitragen.«

In die gleiche Richtung zielten die Worte von Dr. Natalia Petrillo, der Integrationsbeauftragten der Stadt Oldenburg: »Die Preisträger sind beste Brückenbauer, sie bringen Menschen zusammen, so dass beide Seiten etwas davon haben. Der Integrationspreis soll das besondere Engagement würdigen. Als Stadt wollen wir damit auch zur Bewusstseinsbildung beitragen.«

Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Oberbürgermeisters hatte aus 26 eingereichten Projekten Sieger und Platzierte auszuwählen. Innovativ, nachhaltig und das ehrenamtliche Engagement fördernd sollten die Projekte sein.

Der erste Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wurde verliehen an Inge Viezens, Petra Lübbering und Udo Herreilers mit dem Projekt »Fahrräder für Flüchtlinge am Fliegerhorst«. Der zweite Preis (2.000 Euro) geht an Global Music Player – inter-kulturelle Aktion e. V. für die »Begegnung und Zusammenarbeit von Musikerinnen und Musikern und Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen Herkunftsländern«. Den dritten Preis (1.000 Euro) erhält die IGS Flötenteich in Kooperation mit der Zirkusschule Seifenblase und dem Institut »Integration durch Sport und Bildung« e. V. für das Projekt »Vom OPEN SUNDAY zum Zirkusbrunch«.

Musikalisch abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Musikgruppe Leodelest & Freunde. Außerdem zeigten die IGS Flötenteich und die Zirkusschule Seifenblase Ausschnitte aus ihrem Programm sowie die Global Music Player eine Perfomance aus dem Projekt mit der Sprachlernklasse an der OBS Eversten.
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Ankunft weiterer Flüchtlinge in der Tennishalle des Post SV

07.11.2015 10:00 Uhr

Land Niedersachsen schickt 50 Personen im Rahmen der Amtshilfe


In der kurzfristig Ende Oktober eingerichteten Notunterkunft in der ehemaligen Tennishalle des Post SV in der Alexanderstraße werden am Samstag, 7. November, weitere Flüchtlinge von der Stadt Oldenburg aufgenommen. Das Land Niedersachsen hat die Stadt am 4. November informiert, dass im Zuge der Amtshilfe kurzfristig die Aufnahme von 50 Personen vorzubereiten ist. Ob alle Flüchtlinge in Oldenburg bleiben werden oder ob einzelne ihren Weg fortsetzen, ist noch offen. Derzeit leben zehn Flüchtlinge in der Unterkunft. Von den Ende Oktober angereisten 97 setzten die Meisten ihren Weg nach Skandinavien, Belgien und in die Niederlande sowie zu Verwandten in anderen deutschen Städten fort.

Aufnahme und Registrierung sind für den kommenden Samstag vorbereitet. Betreut werden die Flüchtlinge wieder von den Johannitern, damit ist die Erstversorgung der Menschen gewährleistet. Spontane Spendenaktionen vor Ort sind deshalb nicht nötig. Auch das Gesundheitsamt und die Feuerwehr werden die Aufnahme vor Ort mit Helfern begleiten.

Zum Hintergrund: Die Stadt Oldenburg bekommt seit mehreren Jahren Flüchtlinge zugewiesen, die zuvor bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes registriert wurden.
Diese Menschen hat die Stadt in angemieteten Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Aufgrund der stark gestiegenen Flüchtlingszahlen werden neuerdings Kommunen im Rahmen der Amtshilfe gebeten, im Auftrag des Landes auch selbst kurzfristige Notunterkünfte für die Erstaufnahme und Registrierung bereitzustellen.
Später werden die Aufgenommenen dann wieder einer Landes-Erstaufnahmeeinrichtung zugeteilt.
Die Sachkosten für die Amtshilfe und die dabei anfallenden Personalkosten Dritter trägt das Land Niedersachsen.
Die Organisation vor Ort obliegt aber den Kommunen, so dass die Stadt Oldenburg in diesem Fall die originären Sach- und Personalkosten selber trägt.

Momentan gibt es in Oldenburg für eine solche Notunterbringung nur ein passendes Gebäude, in dem die Anforderungen in der Kürze der Zeit erfüllt werden können: Dies ist die leerstehende Tennishalle des Post SV in der Alexanderstraße, die in wenigen Tagen als Notunterkunft hergerichtet wurde.
Die Stadt hat mit dem Verein einen Mietvertrag bis zum 31. März 2016 geschlossen, die Anwohnerinnen und Anwohner wurden informiert.
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IBIS sucht Lehrkräfte
und Räume für Deutschunterricht

28.10.2015 09:03 Uhr
IBIS e. V. hat seit 15 Jahren Erfahrung darin, geflüchteten Menschen die deutsche Sprache beizubringen. Nun gibt es die Möglichkeit für Flüchtlinge, unter bestimmten Umständen, finanzierte Deutschkurse zu besuchen.

»Wir möchten da mitmachen und bieten nun auch diese Kurse an. Da es verschiedene Modelle gibt, die wir alle bedienen, können wir wohl allen Geflüchteten einen passenden Kurs bieten. Interessierte Flüchtlinge können gerne an uns vermittelt werden.
Interessierte Flüchtlinge können vorzugsweise Mittwoch und Freitag zu uns ins Café kommen, damit wir die Anmeldung vornehmen können. Am Montag beginnen dann die Kurse«, sagt Geschäftsführer Uwe Erbel.

Allerdings reichen die eigenen Räume dafür nicht aus. »Was wir aber noch brauchen, sind Räume, die groß genug sind (ab etwa 35 qm). Einzelne Kurse können wir noch bei uns unterbringen, aber dann wird es eng. Wer also frei stehende Räume kennt, bitte gerne melden.«

Auch zusätzliche Lehrkräfte werden wahrscheinlich bald gebraucht. »Wir würden uns freuen, wenn sich potentielle Lehrkräfte, die ein pädagogisches Studium (idealerweise verbunden mit Deutsch als Fremdsprache oder einer anderen Sprache) hinter sich haben, bei uns melden würden. Auch ein Lehramtsstudium im sprachlichen Bereich ist eine gute Voraussetzung. Der Unterricht wird bezahlt. Besonders aufgefordert sich zu bewerben sind natürlich diejenigen, die bereits ehrenamtlich Deutsch unterrichtet haben oder derzeit noch unterrichten«, so Erbel.

Interessenten richten Ihre Bewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben bitte an deutsch@ibis-ev.de.
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AK Religionen stellt zweiten interreligiösen Kalender vor

04.10.2015 12:28 Uhr
»Toll geworden, schöne große Bilder.« – »Schön, dass die Feiertage verschiedene Farben haben.« So lauten die ersten Reaktionen der Mitglieder des Arbeitskreises Religionen, als sie den druckfrischen »Interreligiösen Kalender 2016« zum ersten Mal in der Hand halten.

Am Freitag, 2. Oktober 2015, stellte der Arbeitskreis Religionen seinen zweiten Kalender vor. Anlässlich des Sukkot (Laubhüttenfest) fand die Vorstellung in der Laubhütte neben der Synagoge in der Leo-Trepp-Straße statt.

»Mit diesen gemeinsamen Kalendern möchten wir ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen«, sagt AK-Sprecherin Ulrike Hoffmann. Im ersten Kalender wurde der Arbeitskreis unter dem Dach des Präventionsrates Oldenburg (PRO) und die dort vertretenen religiösen Gemeinden inklusive Adressen und Ansprechpersonen vorgestellt.

Im nun veröffentlichten zweiten Kalender erläutert jede Religionsgemeinschaft die Hintergründe und Rituale zu jeweils einem herausragenden Feiertag. »Die Frage nach den Feiertagen tritt überall auf«, sagt Sabine van Geuns, die der Kalenderredaktion angehörte. »Das beginnt schon in den Kindergärten, die Kinder wollen wissen, was das für ein Fest ist, das ihre Freundinnen und Freunde gerade begehen.«

Im Redaktionsteam wirkten außerdem Karin Kaschlun, Yakub Castur und Nicole Wilke mit. Der Kalender wurde von Carsten Lienemann graphisch gestaltet, wobei es die Wünsche der Redaktion genauso zu berücksichtigen galt wie die Gestaltungsvorgaben der Stadt Oldenburg. Letztere, genauer die Stabsstelle Integration der Stadt, hat den Kalender gemeinsam mit dem Präventionsrat Oldenburg herausgegeben.

Auch 2017 soll es wieder einen Kalender geben, darin sind sich die AK-Mitglieder einig. »Die Frage ist nur noch, welches Thema für 2017 umgesetzt wird“, so bringt es Birgit Panahi auf den Punkt. Schnell entsteht in der Laubhütte die Idee für ein Thema, das allen gefällt. Das aber wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Der »Interreligiöse Kalender 2016« ist gegen eine Schutzgebühr von 4,00 Euro an folgenden Stellen zu bekommen:

Präventionsrat Oldenburg, Geschäftsstelle
Schlossplatz 26
26122 Oldenburg
Tel.: 0441–235 3611
Mo–Fr 9–14 Uhr

Jüdische Gemeinde zu Oldenburg
Leo-Trepp-Straße 15–17
26121 Oldenburg
Tel.: 0441–13127
Mo–Do 10–13 Uhr
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Johanniter übernehmen Betreuung
im Kloster Blankenburg

25.09.2015 23:13 Uhr
Nahe Oldenburg entsteht fünfte Erstaufnahmeeinrichtung in Niedersachsen - acht hauptamtliche Kräfte kümmern sich um 600 Flüchtlinge

Der Ortsverband Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe übernimmt die Kinder- und die Sozialbetreuung in der geplanten Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Niedersachsen im ehemaligen Kloster Blankenburg bei Oldenburg. Start soll am 1. November sein, geplant ist eine Unterkunft für 600 bis 800 Flüchtlinge. "Wir freuen uns sehr auf diese Aufgabe und wollen dazu beitragen, den Flüchtlingen einen möglichst guten Start in ihre neues Leben in Deutschland zu ermöglichen", erklärt Stephan Siemer, Dienststellenleiter der Oldenburger Johanniter. Dazu werden insgesamt acht neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt, darunter Erzieher, Sozialassistenten und Sozialarbeiter. Unterstützt werden sie von ehrenamtlichen Helfern.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe engagiert sich zurzeit in acht Einrichtungen für Flüchtlinge in Niedersachsen mit insgesamt 3759 Plätzen, weitere für insgesamt mehrere tausend Flüchtlinge sind im Aufbau. Die Johanniter sind auch in der Erstaufnahme-Einrichtung in Bramsche-Hesepe engagiert. Dort kümmern sie sich um die Sanitätsstation sowie um die Sozialbetreuung in der Zeltstadt mit mehr als 600 Plätzen. "Von unseren Helfern sind schon einige in Bramsche gewesen und haben dort mitgeholfen", erklärt Siemer. Diese Erfahrungen wollen die Oldenburger Johanniter natürlich nutzen. "Wir stehen da in engem Austausch mit unseren Kollegen in Bramsche."
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Mädchenfußball: MICK-Sommerturnier am 3. Juli

30.06.2015 07:00 Uhr

Auch in diesem Jahr nehmen fast alle Oldenburger Grundschulen am MICK-Sommerturnier am Freitag, 3. Juli, teil.
Rund 270 Mädchen werden an diesem Tag in 24 Teams mit- und gegeneinander Fußball spielen. Die Mädchenfußball-Arbeitsgemeinschaften an den Schulen sind ein wichtiger Baustein des MICK-Projektes: In zehn Grundschulen und zwei weiterführenden Integrierten Gesamtschulen (IGS) werden die AGs angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit. „Die teilnehmenden Mädchen haben zu 40 Prozent einen Migrationshintergrund. Das zeigt, dass wir mit diesen AGs unsere Zielgruppe gut erreichen“, erklärt Kerstin Pößiger, Projektleiterin von „MICK – Kicking Girls“. „Selbstverständlich werden auch diese MICK-AGs am Turnier teilnehmen und freuen sich, das Erlernte endlich anwenden und zeigen zu können.“

Der Frauen- und Mädchenfußball in Oldenburg ist durch die enge Verbindung mit dem MICK-Projekt in zwölf Vereinen vertreten – die große Bedeutung des Mädchenfußballs ist damit einmalig in Deutschland.
Aus dem MICK-Projekt ist darüber hinaus eine bundesweit einmalige Zusammenarbeit mit zwei Migrantenvereinen hervorgegangen: Im Türkischen SV und beim SV Medya Oldenburg sind aus dem Projekt heraus Mädchenmannschaften entstanden, die kontinuierlich ausgebaut und etabliert werden. Beide Vereine sind im Laufe des Projektes zu verbindlichen Kooperationspartnern geworden.

„Dass das Turnier in dieser Größe überhaupt stattfinden kann, hängt auch ganz stark damit zusammen, dass die IGS Flötenteich dies tatkräftig unterstützt“, betont Kerstin Pößiger. Die Schülerinnen kümmern sich um das Catering, die Erste Hilfe und sind in die Organisation des Turniers eingebunden.
Einige Schülerinnen sind durch das MICK-Projekt ausgebildete Coaches und haben Aufgaben als Schiedsrichterinnen und Turnierleitung übernommen. Die vier Projektbausteine – Mädchenfußball-AGs, Grundschulturniere, Mädchenfußballcamps und die Qualifizierung von Jugendlichen – greifen in Oldenburg durch die lange Laufzeit des MICK-Projektes damit sehr gut ineinander. Die ersten vor einiger Zeit ausgebildeten Coaches haben inzwischen so viel Erfahrung sammeln können, dass sie nun eigenständig Mädchenfußball-AGs leiten oder jüngere Mannschaften in ihrem Verein trainieren.

Das Turnier beginnt um 8.15 Uhr und endet nach der Siegerehrung durch Christiane Cordes, Leitung des Amtes für Kultur und Sport, gegen 13 Uhr.
Es findet statt auf dem städtischen Sportplatz in der Rennplatzstraße 30. Das Projekt wird durch das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg finanziell gefördert.

Weitere Informationen gibt es bei Kerstin Pößiger unter Telefon 0151 64704650, an kerstin.poessiger@kicking-girls.de oder unter www.kicking-girls.de
sowie www.integration-durch-sport.com.
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Afrika Cup 2015 in Bloherfelde

03.06.2015 08:00 Uhr

Turnier am 6. und 13. Juni setzt Zeichen gegen Rassismus


Der Afrika Cup, das Oldenburger Fußballturnier gegen Rassismus in Sport und Alltag, wird auch in diesem Jahr auf dem Sportplatz Kennedystraße, Kennedystraße 61, ausgetragen: Am Samstag, 6. Juni, finden von 12 bis 18 Uhr die Gruppenspiele der zehn teilnehmenden Teams statt. Am Samstag, 13. Juni, erfolgen die beiden Halbfinalspiele um 13 Uhr sowie das große Finale um 17 Uhr.

Der Afrika Cup findet bereits seit 2006 jährlich statt: Ziel ist es, gegen Diskriminierung und Alltagsrassismus vor allem im Sport vorzugehen und ein Zeichen zu setzen für ein gutes Miteinander und gegenseitigen Respekt.

An beiden Turniertagen gibt es ein Rahmenprogramm zahlreicher Institutionen und Initiativen der Stadt mit Musik, Tanz und Spiel.
Für Kinder stehen an beiden Tagen Hüpfburgen und ein Mini-Fußballfeld zur Verfügung.
Am Finaltag tragen die MICK -Teams (MICK – Mädchen kicken mit) der Grundschulen Krusenbusch, Bloherfelde, Drielake und Staakenweg zudem ein Mini-Turnier aus.

Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen gibt es bei Lobe Ndoumbe Cyrille des Vereins Integration e. V. unter Telefon 0441 5949653 sowie bei Stefan Pieper von der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten unter Telefon 0441 5601165 und online unter www.oldenburg.de/treffpunkt-bloherfelde.
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IBIS bietet humanitäre Sprechstunde an

26.05.2015 06:00 Uhr
Auch in Deutschland gibt es Menschen, die keinen Zugang zu dem Gesundheitssystem haben. So sind zum Beispiel papierlose Menschen und Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis eines anderen EU-Landes ohne Krankenversicherung in Deutschland im Krankheitsfall großen Schwierigkeiten ausgesetzt.


Seit Januar 2015 gibt es für sie eine Humanitäre Sprechstunde bei IBIS e.V. in der Klävemannstraße 16 in Oldenburg. So soll besonders Flüchtlingen, die nicht in Deutschland angemeldet sind, kostenlose und anonyme medizinische Beratung und Behandlung ermöglicht werden.

Humanitäre Sprechstunden bzw. Einrichtungen zur Medizinischen Flüchtlingshilfe gibt es auch in einigen anderen Städten in Niedersachsen wie z.B. Hannover und Göttingen. Diese wurden im letzten Jahr mit dem Integrationspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Auch in Oldenburg war die Einrichtung einer Humanitären Sprechstunde bereits Thema in den Ausschüssen des Rates der Stadt Oldenburg.

IBIS e.V. setzt sich dafür ein, dass alle Menschen den gleichen Zugang zum Gesundheitssystem erhalten – unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status und ihrer finanziellen Situation. Im Arbeitskreis Humanitäre Sprechstunde, der aus ehrenamtlich engagierten Ärzt_innen, Krankenpfleger_innen, einem Apotheker und der Flüchtlingsberatung von IBIS besteht, wurde das Konzept für die Sprechstunde erarbeitet. Sie umfasst zwei Komponenten: die ärztliche Sprechstunde sowie die Beratung zur Gesundheitsversorgung und zum Aufenthaltsrecht für Menschen ohne Papiere in Form einer Clearingstelle. Ziel ist die Einrichtung eines mehrsprachigen, fachkompetenten und niedrigschwelligen medizinischen und beratenden Angebotes, welches sich an den Bedürfnissen von Flüchtlingen ohne Krankenversicherung orientiert.

Die Humanitäre Sprechstunde fand erstmals am 15.01.2015 von 14 bis 16 Uhr statt. Das Angebot wird wöchentlich immer donnerstags in den Räumlichkeiten von IBIS e.V. in der Klävemannstraße 16 stattfinden.
Ein ehrenamtliches Ärzt_innenteam wird diese mit Unterstützung von ehrenamtlichen Pflegekräften oder Arzthelfer_innen durchführen. Die Sprechstunde soll eine allgemeinmedizinische Grundversorgung bieten. Dies beinhaltet eine Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder einer Schwangerschaft. Darüber hinaus wird an kooperierende Fachärzt_innen überwiesen. Zwischen der Humanitären Sprechstunde und dem Klinikum Oldenburg besteht eine enge Kooperation.

Zur weiteren Unterstützung der Humanitären Sprechstunde sind Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger oder Arzthelfer_innen, die sich gerne ehrenamtlich an der Mitarbeit beteiligen möchten, willkommen. Außerdem werden auch noch weitere niedergelassene Ärzte und Ärztinnen gesucht, die die weitergehende Behandlung der Patient_innen übernehmen.

Interessierte können sich an das Team der Flüchtlingsberatung bei IBIS e.V. wenden. Kontakt: asyl@ibis-ev.de oder 0441-39063323. Ansprechpartnerin ist Elanah Lohse.

Die Humanitäre Sprechstunde in Oldenburg wird durch Spenden finanziert. IBIS e.V. und der Arbeitskreis sind für jede Unterstützung dankbar. Für das Projekt wurde ein eigenes Konto eingerichtet: Raiffeisenbank Oldenburg, Empfänger: IBIS e.V., IBAN DE49 2806 0228 4901 8990 00, BIC: GENODEF1OL2
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Ehrung von 30 Integrationslotsen

15.05.2015 08:33 Uhr

Ausbildung von Ehrenamtlichen zur Unterstützung der Flüchtlinge

Am 12. Mai empfing Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler 30 Integrationslotsinnen und -lotsen im Rathaus, um ihre Arbeit zur Unterstützung der Flüchtlinge zu würdigen. Die Agentur :ehrensache hat in diesem Jahr erstmals Integrationslotsen ausgebildet, die ausschließlich bei der Begleitung von Flüchtlingen tätig werden. Neben Theorie und Wissen zu Fragen interkultureller Kommunikation und rechtlichen Grundlagen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Oldenburger Institutionen kennengelernt, die im Bereich Migration und Integration agieren.

Eilers-Dörfler gab ihrer Freude darüber Ausdruck, »dass sich Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern als Lotsen engagieren und neu ankommende Flüchtlingen unterstützen wollen, sich in Oldenburg zurechtzufinden, sie willkommen zu heißen und ihnen zu signalisieren, dass sie angenommen sind.«

»Schon während der Vorbereitung lernen die neuen Integrationslotsen die Organisationen kennen, wie zum Beispiel die Migrationsberatungsstellen oder die Sozialarbeiter in den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften, mit denen sie später zusammenarbeiten. Auch die Bindung zu den erfahrenen Lotsen findet statt. Daher ist die Lotsenausbildung eine sehr gute Vorbereitung auf das Ehrenamt«, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Die 30 Männer und Frauen wurden ab März 2015 in einem Basislehrgang zu Integrationslotsen ausgebildet. Sie alle haben sich das Ziel gesetzt, neu ankommende Flüchtlinge zu unterstützen. Mit ihrem unterschiedlichen ethnischen Hintergrund, vielfältigen Kompetenzen und Einfühlungsvermögen begleiten sie sie bei der Orientierung in der neuen Umgebung, bieten Halt in der unsicheren Lebenszeit und stärken die Zuwanderer im Erleben der eigenen Fähigkeiten.

Die Integrationslotsen sind Brückenbauer zwischen den Kulturen: Sie zeigen mögliche Wege auf, um die Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern, vermitteln gegenüber örtlichen Behörden und Beratungsstellen und begleiten die Flüchtlinge bei Bedarf auch zu Ärzten. Darüber hinaus beraten sie bei generellen Fragen zum Erwerb der deutschen Sprache, zum Kindergarten- und Schulbesuch, zu Ämtern und Behörden sowie dem Gesundheitssystem.

»Die Lotsen übernehmen eine sehr wichtige Rolle beim Ankommensprozess. Neben dem Übersetzen von wichtigen Gesprächsinhalten im Außenkontakt mit beispielsweise Behörden bieten sie den Neuankommenden ein offenes Ohr für deren Fragen, Sorgen und Unsicherheiten im Umgang mit der neuen Gesellschaft«, unterstreicht Lena Nzume von der Stabsstelle Integration.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist Yasemin Kocatas von der Agentur :ehrensache, Telefon 0441 235-2404.

Für die Weiterentwicklung des Projekts sowie Schulungsmaßnahmen für spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge werden Spenden für das Projekt entgegen genommen. Auf das folgende Konto kann unter dem Stichwort Integrationslotsen gespendet werden: Stadtkasse Oldenburg, Landessparkasse zu Oldenburg, Kontonummer: 400168, Bankleitzahl: 280 501 00, IBAN: DE 4928 0501 0000 0040 0168, BIC: BR LA DE 21 LZO.
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»Refugees Welcome in Sports«

26.02.2015 15:44 Uhr

Studierende organisieren Sportprogramm für Flüchtling

Fußball, Basketball, Tanz und Aerobic: Seit Anfang des Jahres bieten acht Studierende der Universität Oldenburg Sportkurse für geflüchtete Menschen an. Mittwochs stehen unter dem Namen "Refugees Welcome in Sports" verschiedene Ball- und Teamsportarten auf dem Programm, das Angebot am Freitag richtet sich mit Aerobic und Tanz speziell an Frauen. Das Sportprogramm ist offen für alle Interessierte.

Zweieinhalb Stunden Zeit stehen mittwochs ab 15.00 Uhr in der großen Sporthalle und freitags ab 16.00 Uhr im Aktionsraum 1 (Sporttrakt, Uhlhornsweg) zur Verfügung, um miteinander Sport zu treiben, sich kennenzulernen und mit anderen Geflüchteten auszutauschen. Das Angebot in Kooperation mit der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS e. V. ist im Gegensatz zu klassischen Sportkursen weniger angeleitet und lässt die TeilnehmerInnen eigene Ideen und Tänze aus ihrer Heimat einbringen. Bis zu 25 Personen nehmen regelmäßig an den Kursen teil. Die Idee für dieses Sportangebot entwickelten die Studierenden des Fachmasters "Sport und Lebensstil" im Rahmen eines Projektseminars. Besonders Flüchtlingen fehlt aufgrund ihres Aufenthaltsstatus‘ häufig die Möglichkeit, am organisierten Vereinssport teilzunehmen. Mit diesem Wissen entwickelten die Studierenden ein Sportangebot, an dem alle Menschen kostenlos und ohne Mitgliedschaft teilnehmen können.

Der Kooperationspartner IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e. V. – ist ein Oldenburger Verein, der sich seit 1994 für das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft einsetzt. Das zunächst für zwei Monate geplante Projekt wird so gut angenommen, dass inzwischen eine Verlängerung geplant ist. Dafür stehen die Studierenden bereits in Kontakt mit möglichen FörderInnen und PartnerInnen.

Auf dem Foto: Vier der acht Leiter des Projekts „Refugees Welcome in Sports“ (v. l.): Sebastian Banse, David Scholz, Ingo Gerhardt, Micòl Feuchter.
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Fortbildungsseminar
für Migrantinnen und Migranten

16.02.2015 07:00 Uhr

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Arbeitsgemeinschaft Migranten/innen und Flüchtlinge in Niedersachsen – amfn e.V.“ und der Koordinierungsstelle der Stadt Delmenhorst bietet die Stadt Oldenburg eine zweitägige Fortbildung unter dem Titel „Wir gehören dazu“ für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an. Die Fortbildung findet am Samstag, 21. Februar, und Samstag, 28. Februar, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, Bloherfelder Straße 173, statt und ist kostenfrei einschließlich einer Mittagsverpflegung.

Wer sich einmischen möchte, muss Wissen über kommunale Strukturen haben. Daher wurde eine Fortbildung für Zugewanderte entwickelt, die das Leben vor Ort mitgestalten wollen. So kann aus Integration Teilhabe werden. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, dieses Fortbildungsseminar anzubieten und meinen, dass es eine gute Gelegenheit ist, Wissen über die Mitwirkungsmöglichkeiten in der Kommune zu bekommen“, sagt Lena Nzume von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt Oldenburg.

Zu den zwei Fortbildungstagen sind verschiedene Referenten eingeladen. Mit unterschiedlichen Methoden werden politische und verwaltungstechnische Strukturen dargestellt und Wissen über die Zusammenhänge vermittelt. Ziel der Fortbildung ist es, kommunale Mitwirkungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die Wahrnehmung eigener Rechte, Pflichten und Verantwortung zu ermöglichen sowie Interesse an der Mitgestaltung zu wecken.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis zum 18. Februar gebeten. Ansprechpartner sind die Stabsstelle Integration unter Telefon 0441 235-2127oder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de sowie der amfn e.V., Petra Gargiso, unter Telefon 0511 169 50319 oder per E-Mail an p.gargiso@amfn.de.

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Fortbildungsseminar für Migrantinnen und Migranten

14.02.2015 15:22 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Verein „Arbeitsgemeinschaft Migranten/innen und Flüchtlinge in Niedersachsen – amfn e.V.“ und der Koordinierungsstelle der Stadt Delmenhorst bietet die Stadt Oldenburg eine zweitägige Fortbildung unter dem Titel „Wir gehören dazu“ für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an. Die Fortbildung findet am Samstag, 21. Februar, und Samstag, 28. Februar, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, Bloherfelder Straße 173, statt und ist kostenfrei einschließlich einer Mittagsverpflegung.

Wer sich einmischen möchte, muss Wissen über kommunale Strukturen haben. Daher wurde eine Fortbildung für Zugewanderte entwickelt, die das Leben vor Ort mitgestalten wollen. So kann aus Integration Teilhabe werden. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, dieses Fortbildungsseminar anzubieten und meinen, dass es eine gute Gelegenheit ist, Wissen über die Mitwirkungsmöglichkeiten in der Kommune zu bekommen“, sagt Lena Nzume von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt Oldenburg.

Zu den zwei Fortbildungstagen sind verschiedene Referenten eingeladen. Mit unterschiedlichen Methoden werden politische und verwaltungstechnische Strukturen dargestellt und Wissen über die Zusammenhänge vermittelt. Ziel der Fortbildung ist es, kommunale Mitwirkungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die Wahrnehmung eigener Rechte, Pflichten und Verantwortung zu ermöglichen sowie Interesse an der Mitgestaltung zu wecken.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis zum 18. Februar gebeten. Ansprechpartner sind die Stabsstelle Integration unter Telefon 0441 235-2127oder per E-Mail an integration@stadt-oldenburg.de sowie der amfn e.V., Petra Gargiso, unter Telefon 0511 169 50319 oder per E-Mail an p.gargiso@amfn.de.
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»Religiöse Vielfalt ist kein Hindernis«

11.11.2014 21:29 Uhr

Arbeitskreis Religionen des Präventionsrates stellt sich und seinen Kalender vor

von Carsten Lienemann

»Was tun die Religionen für die Stadt?« Um Antworten auf diese Frage zu finden, wurde 2011 unter dem Dach des Präventionsrates Oldenburg (PRO) der Arbeitskreis Religionen gegründet. »Sinn und Zweck ist dementsprechend, die sozialen und karitativen Leistungen der religiösen Gemeinden für die Menschen in der Stadt Oldenburg herauszustellen, gegebenenfalls auch zu bündeln und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen. Durch direkte Kontakte können auch Konflikte angesprochen und schneller entschärft werden. Theologische Debatten führen wir nicht«, erklärt Prof. Dr. Jürgen Heumann, Religionswissenschaftler an der Universität Oldenburg.

Ein interreligiöser Arbeitskreis mit dieser Zielsetzung ist »ganz sicher in Niedersachsen, möglicherweise sogar bundesweit einmalig«, sagt PRO-Geschäftsführerin Melanie Blinzler, und auch Ayça Polat, Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, kennt keine weitere Einrichtung dieser Art. Entstanden ist der Arbeitskreis aus dem Interreligiösen Dialog im Vorfeld des Deutschen Präventionstages 2011. »Unsere erfolgreiche Arbeit belegt, dass religiöse Vielfalt kein Hindernis für das Zusammenleben ist, wenn die Toleranz wirklich gelebt wird«, so Blinzler.

Einen Schwerpunkt der Arbeit sehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeit für und mit Flüchtlingen und Migranten. Erstes Resultat war im September 2012 eine Stellungnahme des AK.

Am 11. November präsentierte der Arbeitskreis den gerade erschienenen Kalender »Religionen in Oldenburg«. Darin stellen sich neben dem AK selbst die einzelnen in Oldenburg ansässigen Glaubensgemeinschaften vor. »Sie bestehen aus Menschen mit unterschiedlichem kulturellen und religiösen Hintergrund, die erfolgreich für ein besseres Miteinander arbeiten«, so Albrecht Simon, der den Kalender gestaltet hat. »Das Kalendarium enthält natürlich alle Feiertage der vorgestellten Religionen.«

Der Kalender wird an Schulen, Kindertagesstätten und weiteren öffentlichen Einrichtungen verteilt und in den Gemeinden ausgelegt, kann aber ab sofort in der Buchhandlung Isensee auch für den privaten Haushalt erworben werden. Er kostet fünf Euro, und mit dem Reinerlös aus dem Verkauf soll ein gemeinsames Projekt mit Jugendlichen aus den Religionsgemeinden gefördert werden.


Selbstverständlich gehen Konflikte zwischen den Religionen auch an den Oldenburger Gemeinden und damit auch am Oldenburger AK Religionen nicht vorbei, wie etwa die aktuellen Verbrechen der Organisation »Islamischer Staat«. Die Massaker an den Yeziden im Irak und in Syrien haben zu Kritik am Islam insgesamt und heftigen Vorwürfen vor allem von Seiten der Yeziden geführt.

Ahmed Hazzaa, der im AK den Islamischen Kulturverein »Maryam Moschee« vertritt, hat gleich zu Beginn des Konflikts den Kontakt zum Yezidischen Forum gesucht. »Ich habe erklärt, dass wir uns vom IS distanzieren, dass wir ihn in keiner Weise unterstützen. Ich rate unseren Jugendlichen, Aufforderungen zur Stellungnahme, die sie zum Beispiel über Facebook erreichen, einfach zu ignorieren. Weiterhin versuchen wir, alles einzudämmen, was Öl ins Feuer gießen könnte, und bitten andere, das auch in ihren Gemeinden zu tun.« Tuna Altıparmak, der Vorsitzende der DITIB türkisch-islamischen Gemeinde, war beruflich verhindert und konnte sich an diesem Tag nicht selbst dazu äußern, »aber ich bin sicher, er würde diese Worte ebenfalls unterschreiben«, sagte stellvertretend Rabbi Jona Simon.

Die Glaubensgemeinsschaften unterstützen aus dem gleichen Grund die Hilfssammlungen des Yezidischen Forums, und zwar, indem sie ihre Jugendlichen dazu auffordern, gemeinsam die Spenden anzunehmen und die Hilfspakete zu packen. Dabei lernen sie ganz nebenbei auch andere Kulturkreise und Bräuche kennen.


Weitere Informationen:
Zielstrebige Zusammenarbeit trotz vieler Unterschiede
Interreligiöser Dialog
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IBIS-Stellungnahme zu Übergriffen in Flüchtlingsunterkünften

30.09.2014 12:25 Uhr
IBIS e.V. ist bestürzt über die am Sonntag bekannt gewordenen Berichte über Misshandlungen von Flüchtlingen in Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein Westfalen. Dort wurden Flüchtlinge von privatem Wachpersonal der Firma SKI, einem Subunternehmen der Firma European Homecare, misshandelt und gefoltert. European Homecare ist einer der größten Betreiber von Flüchtlingsunterkünften in Deutschland.

Hier in Niedersachsen gibt es keine gesetzlich geregelten Mindeststandards für Gemeinschaftsunterkünfte (vgl. Studie von ProAsyl „Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland“, S. 35, 29.09.2014).

Dass Gemeinschaftsunterkünfte oft von privaten Unternehmen betrieben werden, führt zur Undurch- sichtigkeit des Systems. Bei Übergriffen des Personals oder anderer Bewohner_innen ist es für Betroffene oft nicht möglich, sich zu beschweren, da in den Unterkünften keine offiziellen Beschwerdeinstanzen vorhanden sind. Ebenso sollte der Staat Überwachungsmechanismen einführen, die die Sicherung der Qualität in den Gemeinschaftsunterkünften gewährleisten. Umso wichtiger sind unabhängige Ansprechpartner_innen für die Flüchtlinge.

Flüchtlinge, die vor Krieg, Folter und Gewalt geflüchtet sind, haben nach Zuflucht gesucht. Es ist verstörend und beschämend, wenn sie an einem vermeintlich sicheren Ort weitere Repressalien und Gewalt erleben müssen.

Vor dem Hintergrund der Geschehnisse ist es zu begrüßen, dass die Stadt Oldenburg als Aufsichtsbehörde über die kommunalen Gemeinschaftsunterkünfte auch ohne konkreten Anlass eine sofortige Revision der in Oldenburg angestellten Sicherheitskräfte angeordnet hat. Damit wird sie ihrer Verpflichtung gerecht. Flüchtlinge müssen sich darauf verlassen können, dass ausschließlich Sicherheitskräfte beschäftigt werden, die nicht bereits in der Vergangenheit durch herabwürdigendes und gewalttätiges Verhalten aufgefallen sind.

Schon lange spricht sich IBIS e.V. für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen aus. Auch steigende Flüchtlingszahlen sollten das Land Niedersachsen und die Kommunen nicht davon abhalten, eine dezentrale Unterbringung zu fördern und umzusetzen. Die politische Einstellung, dass eine Verschlechterung der Lebenssituation von hier lebenden Flüchtlinge und eine zentrale Unterbringung Menschen vom Herkommen abhalten soll, wie sie früher propagiert und in manchen Bundesländern immer noch betrieben wird, ist veraltet, inhuman und funktioniert nicht.

Ziel muss es sein, Asylsuchenden ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, zu dem Privatsphäre, Sicherheit und Selbständigkeit gehört. Das Ziel kann - unter anderem - durch eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen erreicht werden.

Die zentralen Unterkünfte in Deutschland sind durch die hohe Anzahl von Flüchtlingen überfüllt, und viele Kommunen müssen auf Notlösungen wie Container oder Zelte zurückgreifen. Die Zustände sind für Menschen unzumutbar und verletzen in hohem Maße die Menschenwürde.

IBIS e.V. nimmt den erschreckenden Bericht aus Nordrhein-Westfalen zum Anlass, die Stadt Oldenburg aufzufordern, stärker in den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum zu investieren und dadurch die dezentrale Unterbringung voranzubringen. Der Bau weiterer Gemeinschaftsunterkünfte darf nur eine Übergangslösung sein.
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Nigeria gewinnt 9. Afrika-Cup

23.06.2014 21:59 Uhr

Neuer Austragungsmodus ein Gewinn für die Veranstaltung

von Carsten Lienemann

Das war ein spannendes Finale mit einem knappen, aber verdienten Sieg für Nigeria nach Elfmeterschießen gegen den Titelverteidiger und Favoriten Kamerun. Die Freude beim Turniersieger war riesengroß, warteten Spieler und ihr Trainer doch schon seit sechs Jahren darauf. Die Halbfinals waren noch sehr deutlich ausgegangen, Nigeria hatte Südafrika mit 4:1 besiegt, Kamerun hatte gegen Ägypten gar mit 8:0 gewonnen.

Das Turnier ist in diesem Jahr in zweierlei Hinsicht verkürzt worden. Die Spiele verteilten sich auf nur noch zwei Wochenenden, und die Spieldauer wurde diesmal auch für die Finalspiele herabgesetzt. Der Afrika-Cup hat dadurch deutlich an Attraktivität gewonnen, und von der der Verbindung mit dem Stadtteilfest Bloherfelde profitierten beide Veranstaltungen.

Auch die Erholungspause für die beiden Finalisten wurde sehr gut mit einem Einlagespiel überbrückt, außerdem gab es auch in diesem Jahr ein kleines MICK-Turnier mit drei Teams der Grundschulen Bloherfelde, Drielake und Staakenweg.

Mit Nigeria konnte sich eine neue Mannschaft in die Siegerliste eintragen, gewonnen aber hat die ganze Veranstaltung.

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»Was für eine Überraschung«

21.03.2014 07:53 Uhr

Schattenbericht Rassismus 2012/2013 zur Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt erschienen

Pünktlich zum Antirassismustag am 21. März erscheint seit 10 Jahren der »ENAR-Schattenbericht Rassismus«, wie immer verfasst von Dr. Andreas Hieronymus, Geschäftsführer des Instituts für Migrations- und Rassismusforschung (iMiR) in Hamburg und Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus (ENAR). Neu ist allerdings in diesem Jahr eine Printausgabe in englischer und eine in deutscher Sprache, die über den Buchhandel bezogen werden kann. Erschienen sind beide im Verlag IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e. V., und so lag es nahe, den Bericht in diesem Jahr in Oldenburg der Öffentlichkeit vorzustellen.

Der Schattenbericht betrachtet aus der Sicht von Nicht-Regierungsorganisationen (non-governmental organisations, NGO) die Aspekte aus dem Bereich der Migranten-Politik, die nicht in den Erfolgsbilanzen der Regierungen und Konzerne zu finden sind. Kernthema des aktuellen Berichtes ist die Diskriminierung und Ausgrenzung auf dem Arbeitsmarkt in den Ländern der EU, betrachtet zwischen dem 21.03.2012 bis zum 21.03.2013. Die deutschsprachige Ausgabe beschränkt sich auf den deutschen Arbeitsmarkt.

»What a surprise, was für eine Überraschung, es gibt keine Gleichbehandlung«, so formuliert Hieronymus das Fazit seines Berichtes. Die Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt sei vorwiegend struktureller Art, so Hieronymus weiter. In Stellenausschreibungen würden beispielsweise überzogene Deutschkenntnisse in Wort und Schrift gefordert, auch wenn das Schreiben während der Arbeit gar nicht notwendig sei. Die Löhne und Gehälter seien für Migranten meist niedriger, und auch die Aufstiegsmöglichkeiten seien stärker begrenzt. »Wenn Sie als Frau Kopftuch tragen, einen ungewöhnlichen Namen haben und mit deutlichem Akzent sprechen, haben Sie eher geringe Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden«, gab Hieronymus als Extrembeispiel an.

In Deutschland sei die Situation für Migranten allerdings vergleichweise gut. »Das Arbeitsrecht ist gut, es gibt viele Beratungsstellen, und das Vertrauen in das Rechtssystem ist auf Seiten der Migranten recht hoch. Trotzdem ist Gleichstellung noch lange nicht erreicht«, so Hieronymus. Aber man müsse langfristig denken. Dieser Bericht sei nur einer von vielen, und nur dadurch blieben Diskriminierung und Rassismus in der öffentlichen Diskussion.

Der Schattenbericht Rassismus 2012/2013 - Rassistische Diskriminierung und Ausgrenzung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland ist ab dem 21. März 2014 in Deutsch und im englischen Original zum Preis von sechs Euro zu erhalten. Bestellungen sind per E-Mail an bestellung@ibis-ev.de oder über www.ibis-ev.de möglich.
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Rund 2000 Menschen beim Erinnerungsgang

11.11.2013 11:59 Uhr
von Carsten Lienemann

Es lag sicher zum guten Teil daran, dass der 10. November auf einen Sonntag fiel, auch das zumindest am Nachmittag gute Wetter tat ein Übriges. Trotzdem waren die Veranstalter positiv überrascht von der großen Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen Erinnerungsgang, die der Opfer des Nationalsozialismus gedenken und für die Achtung der Menschenwürde demonstrieren wollten.

Etwa 2000 Menschen, so schätze der Sprecher des Arbeitskreises Erinnerungsgang, Fredo Behrens, hatten sich gegen 15:00 Uhr im Innenhof heutigen Landesbibliothek versammelt, um von dort den Weg nachzuvollziehen, den genau 75 Jahre zuvor 43 jüdische Männer von der damaligen Polizeikaserne zum Gefängnis in der Gerichtsstraße laufen mussten, vorbei an der in der Nacht zuvor zerstörten Synagoge an der Peterstraße.

Bevor es losging, verlas Fredo Behrens die Namen der in der Nacht zum 10. November verhafteten jüdischen Männer und, soweit bekannt, den Ort ihrer Ermordung. Der eigentliche Gang verlief angemessen unspektakulär, begleitet von Bläsergruppen der IGS Flötenteich ,die vor der Garnisonkirche, dem Forum St. Peter, der Friedenskirche und der Lambertikirche standen. An der Gedenktstätte der ehemaligen Synagoge wurden wie in jedem Jahr einhundert Rosen aus Jerusalem niedergelegt, an der erst zwei Stunden zuvor der Öffentlichkeit übergebenen Gedenktafel vor dem PFL wurden Kränze niedergelegt und das Kaddisch gesprochen.

Im Hof des alten Gefängnisses in der Gerichtsstraße wurde ein weiterer Kranz niedergelegt und die Öllampe, das Symbol des Erinnerungsgangs, von der IGS Flötenteich an das Neue Gymnasium weitergereicht, das im kommenden Jahr den Erinnerungsgang organisiert.

Leonie Cramer sprach für die Schülerinnen und Schüler der IGS Flötenteich über die Bedeutung der Erinnerung und die Erkenntnisse, die sie und ihre Mitschüler während der Projektwoche Ende August 2013, den Vorbereitungen und Veranstaltungen der Jugendkongresswoche vom 4. bis 9. November und natürlich rund um den Erinnerungsgang selbst gewonnen haben. Verantwortung für Mitmenschen, Einsatz für eine pluralistische Gesellschaft, Akzeptanz von Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, sozialem oder finanziellem Status, das müssen wichtige Ziele unserer Gesellschaft sein, so Leonie Cramer.

Das ist ganz im Sinne der Initiatoren des Erinnerungsganges, die in Ihrem Aufruf 1981 keineswegs nur Schuldbekenntnis und Vergangenheitsbewältigung, sondern vor allem den zukünftigen Einsatz für die Wahrung von Menschenwürde und Menschenrecht forderten.

Die Projektwoche, der Jugendkongress und die Ausstellung in der Landesbibliothek zeigten erneut, dass die Schülerinnen und Schüler - inzwischen die Urenkelgeneration - diesen Auftrag annehmen und auf ihre Weise ausführen. Mit Musik, Theater und bildender Kunst finden sie Wege, sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für eine Wertschätzung aller Menschen einzusetzen. Weitere Beispiele findet man in vielen Jugendprojekten in der Stadt.


Weitere Informationen:

Arbeitskreis Erinnerungsgang
www.erinnerungsgang-goespublic.de
Die Frau des Trompeters
www.globalmusicplayer.com

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»Niemand konnte damals die Entwicklung ahnen«

29.10.2013 11:15 Uhr

30 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft Oldenburg e. V.

von Carsten Lienemann

Mit einem Festakt wurde am Sonnabend, 26. Oktober, das 30-jährige Bestehen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Oldenburg e. V. (DPG) begangen. Die Vorsitzende des Vereins, Agnieszka Adamczak-Waschow, konnte an diesem Abend im Restaurant »Don Quichotte« zahlreiche illustre Gäste begrüßen, die gratulierten und Grußworte überbrachten.

Als die Deutsch-Polnische Gesellschaft Oldenburg 1983 gegründet wurde, befanden sich die beiden Länder noch in verschiedenen politischen Lagern, daran erinnerten die erste Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler und auch der ehemalige Vorsitzende Jürgen Weichert. Um so wichtiger sei die Aufnahme persönlicher Kontakte für die Völkerverständigung gewesen. »Niemand konnte damals die Entwicklung ahnen, die sechs Jahre später zum Fall des Eisernen Vorhangs führen sollte«, so Eilers-Dörfler.

Nicht zuletzt darum hat sich die Ausrichtung der DPG vollkommen verändert, berichtete Jürgen Weichert. Gegründet zunächst zur Zusammenstellung von Hilfstranporten für das im Umbruch befindliche Polen, unterstützte sie wenig später polnische Künstler bei Auftritten und Ausstellungen im Westen und organisierte schließlich Reisen nach Polen, um die Menschen zusammenzubringen.

Daran, dass Reisen neben Kulturveranstaltungen auch heute noch zu den Hauptaktivitäten des Vereins gehören, ist der ehemalige Landtagspräsident Horst Milde nicht unbeteiligt. Selbst in Breslau geboren, begann er in den 1980er Jahren damit, Reisen nach Schlesien zu organisieren. Für die Zukunft wünschte Milde sich eine Städtepartnerschaft zwischen Oldenburg und einer polnischen Stadt.

Musikalisch untermalt wurde dieser erste Teil des Abends von Barbara Martyna-Lauerwald (Violine) und Włodzimierz Jasionowski (Klavier). Daran anschließend wurde zum Buffet gebeten, dann folgte eine Reise durch 30 Jahre polnische und deutsche Musikszene mit dem DJ-Team »Geistarbeiters«.

Für ihr Engagement in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft wurden Jürgen Weichert, Karl Lauerwald und Barbara Martyna-Lauerwald, Leonhard Klose, Dr. Wolf Weber, Prof. Dr. phil. Matthias Weber, Claus Diering, Helmut Hinrichs und Hans-Georg Weiss mit Urkunden geehrt. Weiss brachte die politische Entwicklung, die 1980 mit der Gewerkschaft »Solidarność« in Danzig ihren Anfang genommen und zu einem größerem, friedlicheren und damit besseren Europa geführt hat, in seinem Dankeswort auf den Punkt:

»Breslau, meine Heimatstadt, lag früher im Osten, heute liegt sie im Westen!«

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Brandanschlag auf Kulturzentrum »Marokher«

24.10.2013 07:24 Uhr
in der Nacht von Sonntag auf Montag wurde auf das »Marokher«, Kulturzentrum des Freundeskreises Sinti und Roma Oldenburg, ein Brandanschlag verübt. Der Versuch, das Gebäude abzubrennen, scheiterte. Nach Ermittlungen der Polizei war die Fußmatte an der Eingangstür mit Brandbeschleuniger (möglicherweise Benzin) übergossen und dann angezündet worden. Ein Nachbar alarmierte die Feuerwehr gegen 2 Uhr. Beim Eintreffen der Löschfahrzeuge war der Brand zwar bereits erloschen, aber durch die Hitze zerbarst die erste Scheibe der Doppelglastür. Das war der zweite Angriff innerhalb von einer Woche. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde das Gebäude mit Eiern, Mehl und Milch beworfen.

Viele der Mitglieder des Vereins trafen sich morgens im Zentrum, nachdem ein in der Nähe wohnendes Vereinsmitglied die schwarze "Türhöhle" beim Vorbeifahren entdeckt hatte. Die Polizei oder Feuerwehr hatte niemanden informiert. Betroffenheit und verständliche Wut waren die ersten geäußerten Gefühle der Anwesenden.

Recht bald aber bekamen die Betroffenen Trost von mehreren Seiten zugesprochen und verfassten schließlich einen Aufruf zur Hilfe:

AUFRUF!

In der Nacht auf den 21.10.2013 wurde ein Brandanschlag auf das Kulturzentrum für Sinti und Roma verübt. Dort findet Hausaufgabenhilfe, Musikunterricht und Gottesdienst statt. Seit langer Zeit wird den Sinti und Roma ungerechter Weise mit Abneigung begegnet. Nun zu helfen bedeutet auch ein Zeichen zu setzen. Helfen Sie uns, damit wir uns selbst helfen können!

Wir sind für jede Spende dankbar!

Freundeskreis für Sinti und Roma
BLZ.: 28069092
Kontonr.:28988400
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Interkulturelle Woche in Oldenburg

20.09.2013 09:11 Uhr

Kurzfilm „Schicksal Abschiebung“ im Café IBIS

Die diesjährige Interkulturelle Woche steht bundesweit unter dem Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“.

IBIS- Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. zeigt diesem Motto entsprechend am Dienstag, 24.09.13 um 20Uhr im Café IBIS den mit dem Menschenrechtspreis prämierten Kurzfilm „Schicksal Abschiebung“.

Der Film zeigt die Lebenswirklichkeit von Roma aus dem Kosovo, die mehrere Jahre in Deutschland gelebt haben und unter menschenunwürdigen Umständen in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden. Die oft schrecklichen Umstände der Abschiebung, die Perspektivlosigkeit - besonders von Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland geboren wurden und bereits feste Zukunftsperspektiven hatten - und die menschlichen Tragödien, die mit der Trennung von Familien verbunden sind, werden in dieser Dokumentation berührend thematisiert.

Anschließend gibt es die Möglichkeit, die im Film gewonnen Eindrücke mit Fachleuten auszutauschen oder sich mit aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen.

Der Eintritt ist frei.


Hintergrund Interkulturelle Woche

Die Interkulturelle Woche gründet auf einer Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1986 jährlich statt.

Die Interkulturelle Woche wird von verschiedensten Organisationen und Initiativen unterstützt und realisiert. In mehr als 450 Städten bundesweit finden so jährlich rund 4500 Veranstaltungen statt.

Schon mehrere Jahre hat sich IBIS e.V. an der Umsetzung der Interkulturellen Woche beteiligt und möchte sie auch dieses Jahr wieder in Oldenburg erfahrbar machen, entsprechend dem diesjährigen Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“.

Der diesjährige Schwerpunkt der Interkulturellen Woche liegt in der Bekämpfung von Rassismus - einem Thema, das auch IBIS e.V. sehr am Herzen liegt.
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Kamerun verteidigt Afrika-Cup

30.06.2013 08:16 Uhr

Tor in der Nachspielzeit entscheidet Endspiel

von Carsten Lienemann

Als alle sich schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten, erzielten die Kameruner doch noch das glückliche 2:1 im Endspiel des 8. Afrika-Cups. Ghana hatte im direkten Gegenzug sogar noch eine Torchance, konnte sie aber nicht nutzen. So ging der Titelverteidiger nach einem hart umkämpften und teilweise nickeligen Spiel auch in diesem Jahr als Sieger vom Platz. Die große Freude über den Siegtreffer auf der einen und die Enttäuschung auf der anderen Seite machte deutlich, dass den teilnehmenden Mannschaften der Afrika-Cup mehr bedeutet als die goldene Ananas.

Dabei hatte alles für die Ghanaer sehr gut angefangen, nachdem die Anfangsoffensive der Kameruner überstanden war, übernahmen sie mehr und mehr die Initiative und erzielten sogar die Führung, die Kamerun allerdings noch vor der Pause mit einem direkt verwandelten Freistoß ausgleichen konnte. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel zunehmend härter, Tore schießen schien nicht mehr vorrangiges Ziel beider Mannschaften zu sein. Mehrmals musste die Partie unterbrochen werden, um die hitzigen Gemüter zu beruhigen.

Zuvor hatte Südafrika in einem denkwürdigen Spiel um Platz drei die Mannschaft von Äquatorialguinea mit 5:3 besiegt. Südafrika legte einen Blitzstart hin, erzielte nach zwei Minuten den ersten Treffer und setzte dann mit der Slomka-Taktik weitere Nadelstiche: Aus einer sicheren Abwehr heraus genügten 5 Prozent Ballbesitz, um mit schnellen Kontern 100 Prozent der Tore zu erzielen, bis zur zwanzigsten Minute weitere drei. Dann führte Äquatorialguineas Feldüberlegenheit endlich auch zu einem Treffer, und kurz vor der Pause sogar zu einem zweiten. Die zweite Hälfte begann genau anders herum als die erste, wieder fiel ein Tor nach zwei Minuten, allerdings diesmal für Äquatorialguinea. 4:3 stand es jetzt, alles schien wieder offen, bis Südafrika mit dem fünften Treffer alles klar machte.

Neben viel Musik sorgten die »Töchter des Mondes« vom TuS Ofen in den Spielpausen für Unterhaltung. Den Siegerpokal überreichte wie immer die Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, Ayça Polat, nicht ohne vorher den Organisatoren Cyrille Lobe vom Verein Integration e. V. und Stefan Pieper von der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde für die gute Arbeit zu danken.

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Favoritensiege in den Halbfinalen

23.06.2013 08:25 Uhr

Afrika-Cup 2013: Kamerun und Ghana siegen

von Carsten Lienemann

Ungewöhnlich trocken war der Halbfinaltag beim 8. Afrika-Cup. Hätte es nicht kurz vor Ende des zweiten Spiels doch noch einen kräftigen Schauer gegeben, man hätte das Turnier nicht wiedererkannt.

Das Beiprogramm war an diesem 22. Juni so bunt gemischt wie das Publikum. Für Musik und mitreißende Rhythmen sorgten die Sambaschule Eversten, Révolution „R“ und Malek Samo. Nino Zautashvili und Pete Meyer-Barkhausen, auch bekannt als Flower Flow, boten Keyboard-Spielen zum Ausprobieren an, leider immer wieder unterbrochen wegen leichten Regens.

Fußball wurde natürlich auch gespielt, und nicht nur von Afrikanern nebst Gastspielern. Die Mädchenteams der Grundschulen Krusenbusch, Bloherfelde und Staakenweg, alle Teilnehmerinnen des MICK-Projektes, spielten ein kleines Turnier, das für alle drei Mannschaften einen Pokal und Preise für die Spielerinnen einbrachte.

Die beiden Hauptspiele des Tages verliefen eher unspektakulär, das ist in Anbetracht der Ereignisse vergangener Halbfinal-Tage keine schlechte Nachricht. Kamerun gegen Äquatorialguinea war ebenso umkämpft, aber fair wie Ghana gegen Südafrika. In beiden Partien fiel das jeweils einzige Tor bereits in der ersten Hälfte, Kamerun beschränkte sich anschließend weitgehend darauf, die Führung zu verwalten, Äquatorialguinea bemühte sich, hatte aber letztlich nicht die Mittel und auch nicht das nötige Glück, um Kamerun ernsthaft zu gefährden. Exakt das Gleiche lässt sich über die zweite Begegnung sagen: Ghana ging in Führung, Südafrika hatte nicht wirklich eine Ausgleichschance.

So treffen am 29. Juni Kamerun und Ghana im Finale aufeinander, während Äquatorialguinea und Südafrika den dritten Platz unter sich ausmachen. Beginn ist wieder um 14:00 Uhr auf dem Kennedy-Sportplatz.

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Afrika-Cup 2013: Die Vorrunde

17.06.2013 07:30 Uhr

Erster von drei Spieltagen am 15. Juni

Das diesjährige Fußballfest zur Integration begann ähnlich, wie das letzjährige aufgehört hatte: mit einem kräftigen Schauer. Ein Spielabbruch war an diesem Vorrundentag aber nicht notwendig, und so ließen sich die vier Mannschaften aus Kamerun, Gabun, Äquatorialguinea und Ghana auch kaum stören und spielten einfach weiter. Der Regen war nach einer Viertelstunde vorbei, doch das einzige, was der Schiedsrichter trocken von Feld eins heruntertragen konnte, war sein Humor: »Angstschweiß« kommentierte er kurz und treffend seinen Aufzug.

Danach gaben die Wolken die Sonne frei, als wenn nichts gewesen wäre, und so kam doch noch ein wenig afrikanische Atmosphäre auf. Die Spiele waren umkämpft wie immer, aber vergleichsweise fair und frei von Zwischenfällen. Leider hatten zwei Teams Probleme, genug Spieler auf den Platz zu bekommen.

Die Ergebnisse der Vorrunde

Gruppe A
Kamerun – Gabun 1:0
Südafrika – Benin 4:2
Gabun – Südafrika 0:2
Benin – Gabun 5:0 (Gabun nicht angetreten)
Südafrika – Kamerun 0:4
Kamerun – Benin 2:0

(Anm.: Gabun verzichtete wegen zu kleiner Mannschaftsgröße auf eine Wertung seiner Spiele. So sind alle drei Partien Gabuns mit 0:5 gewertet worden)


1. Kamerun 11:0 Tore 9 Punkte
2. Südafrika 9:6 Tore 6 Punkte
3. Benin 7:6 Tore 3 Punkte
4. Gabun 0:15 Tore 0 Punkte



Gruppe B
Äquatorialguinea – Ghana 0:1
Libyen – Ägypten 0:2
Äquatorialguinea – Libyen 5:2
Ägypten – Ghana 1:1
Ägypten – Äquatorialguinea 0:5
Ghana – Libyen 5:0 (Libyen nicht angetreten)


1. Ghana 7:1 Tore 7 Punkte
2. Äquatorialguinea 10:3 Tore 6 Punkte
3. Ägypten 3:6 Tore 4 Punkte
4. Libyen 2:12 Tore 0 Punkte


Damit im Halbfinale am 22. Juni: 
Kamerun – Äquatorialguinea
Ghana – Südafrika 

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Jugendkulturarbeit e.V. hat junge Menschen zu Integrationslotsen ausgebildet

11.04.2013 06:30 Uhr
von Gina Schumm

Jugendkulturarbeit e.V. hat junge Menschen zu Integrationslotsen ausgebildet Der Verein Jugendkulturarbeit hat in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung in Hannover das Integrationsprojekt Mi4Ju zum ersten Mal in Oldenburg durchgeführt und 16 junge Menschen im Alter von 15- 24 Jahren zu Integrationslotsen qualifiziert, damit sie anderen Jugendlichen bei der Integration Unterstützung bieten können. Die Qualifizierung wurde von Dezember bis zum 6. April im Internationalen Jugendprojektehaus des Vereins durchgeführt und mit der Vergabe der Zertifikate beendet. Neben der Vermittlung sozialer, kommunikativer und interkultureller Kompetenzen, wurden Politiklabore zu Integrationstheorie und konkreten Anwendungs- und Lösungsmöglichkeiten sowie eine Lebensraumerkundung durchgeführt, in der die Teilnehmer in Kleingruppen soziale Orte untersucht haben, an denen unterschiedliche Menschen täglich aufeinander treffen. Die Teilnehmer haben in Schulen, Vereinen und an Bushaltestellen Interviews und Umfragen durchgeführt und ihre Ergebnisse zum Ende der Ausbildung präsentiert.

Aber was genau kann man denn jetzt machen als Integrationslotse? Die Teilnehmer Innen sind hoch motiviert und möchten nun aktiv werden. In der Schule z.B. die SchülerInnen der Sprachlernklassen unterstützen, oder einen 'multikulturellen Tag organisieren und Eltern, die sich vielleicht noch nicht so gut mit dem deutschen Schulsystem auskennen zu zeigen, wie Unterricht und Notenvergabe funktionieren. Oder in Freizeitstätten und Kindertagesstätten Freizeitangebote durchzuführen oder Kinder und Jugendliche in Schule und Freizeit zu begleiten. Im Sinne einer Nachhaltigkeit werden die Integrationslotsen durch Jugendkulturarbeit betreut und weitergebildet.

Sie können Kontakt zu den Integrationslotsen über Jugendkulturarbeit e.V. aufnehmen. Telefon: 0441 39010750
Mail: projektbuero@jugendkulturarbeit.eu
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Lob und Preis für den Afrika-Cup 2012

26.03.2013 07:13 Uhr

Der Verein Integration e. V. wird mit 2000 Euro ausgezeichnet

von Carsten Lienemann

Das im Jahr 2000 von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete »Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)« hat im Wettbewerb »Aktiv für Demokratie und Toleranz« 2012 insgesamt 67 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Als eines von sechs niedersächsischen Projekten wurde der Afrika-Cup 2012 mit 2000 Euro belohnt. Die weiteren fünf Projekte, die am Montag, 25. März, im Oldenburger Rathaus ihre Urkunden überreicht bekamen, sind »Pimp your Town Hannover«, »Arbeitskreis Demokratie und Toleranz« Wildeshausen, »Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus«, »Na?nnover Spielstadt 2012« und das »Patenschaftsmodell VfB Rot-Weiß 04 Braunschweig«.

Der seit 2006 in Oldenburg ausgetragene Afrika-Cup ist weit mehr als nur ein Fußball-Turnier. Anders als der Name vermuten lässt, sind viele verschiedene Nationen beteiligt, 2012 waren es 39. Zudem sorgt an allen drei Turnierwochenenden ein vielfältiges Rahmenprogramm sowie ein Kinder-Fußballturnier mit Mitmach‑Angeboten, Info‑Ständen und künstlerischen Darbietungen für vielfältige Begegnungen unterschiedlicher Kulturen.

»Mit unseren Programmen wie dem Afrika-Cup Oldenburg fördern wir den sozialen, politischen und ökonomischen Integrationsprozess in Oldenburg. Unser Turnier richtet sich gegen Diskriminierung, wir wollen für eine bessere Koexistenz sorgen und möchten ein Zeichen unserer Integrationsbereitschaft setzen«, sagt Cyrille Lobe Ndoumbe, Vorsitzender des Vereins Integration e.V.

2011 wurde der Afrika-Cup zum ersten Mal im Kennedyviertel ausgetragen, was noch einmal zu einer kulturellen Erweiterung führte. »Der Cup wollte sich immer schon öffnen; dieser Austragungsort und die Einbeziehung von Mannschaften aus dem MICK-Programm bieten sich dafür an«, ergänzt Stefan Pieper, Mitarbeiter der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde.

Der Verein Integration e. V. bietet darüber hinaus unter anderem Asylverfahren- und Migrantenberatung, verschiedene Bildungsangebote in Kindertagesstätten, Grund- und weiterführenden Schulen und vieles mehr. Das komplette Angebot ist auf den Internetseiten des Vereins aufgelistet.

Daran gemessen sind die Ehrung und auch die 2000 Euro mehr als verdient. Für Cyrille Lobe und seine Helferinnen und Helfer ist das Geld absolut notwendig, um überhaupt weitermachen zu können, denn die wertvolle Arbeit wird nicht angemessen unterstützt. Seit langem schon kämpft Lobe darum, seine bisher ausschließlich ehrenamtliche Tätigkeit wenigstens mit einer halben, besser mit einer ganzen Stelle gefördert zu bekommen. »Von der Stadt bekommen wir derzeit nichts«, so Lobe. Das hindert den OB aber nicht daran, die Leistungen von Integration e. V. als Teil der erfolgreichen Integrationsarbeit der Stadt Oldenburg zu betrachten.

Auch als Beispiel für die hohe Toleranz in der Stadt eignet sich der Afrika-Cup nur sehr bedingt, denn es sind nicht etwa alteingesessene Oldenburger, sondern Migranten, die hier ihre Weltoffenheit demonstrieren.
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Bundesweite Wochen gegen Rassismus

16.03.2013 08:00 Uhr

Veranstaltungen der Interkulturellen Arbeitsstelle
IBIS e.V.


Bundesweit finden seit Mitte der 90er Jahre die »Internationalen Wochen gegen Rassismus« statt.
Jedes Jahr ruft der Interkulturelle Rat dazu auf, sich zu beteiligen und sich solidarisch mit den Opfern und Gegnern von Rassismus zu zeigen. Anlass ist der Internationale Tag gegen Rassismus, der auf den 21. März datiert ist.
Rund um dieses Datum beteiligen sich bundesweit Initiativen und Organisationen um ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Die Oldenburger Interkulturelle Arbeitsstelle IBIS e.V. beteiligt sich an den Interkulturellen Wochen, die in diesem Jahr vom 11. bis zum 24.März dauern.

Am 19.März ab 18 Uhr lädt IBIS e.V. zum »Neujahrsfest mit Feuerlauf« ein.
Alle Interessent_innen sind herzlich eingeladen, beim alt-iranische Neujahrsfest Nouruz im Café IBIS mitzufeiern und in vielleicht unbekannte kulturelle Riten einzutauchen.
Es gibt Musik von der Langhalslaute und es werden iranische Snacks serviert, ebenso wie am 23.März: an diesem Tag wird noch einmal gemeinsam Nouruz im Café IBIs gefeiert, dieses Mal mit musikalischem Höhepunkt. Die »OL-Stars« Diler, Hawar und Roshat treten auf, und es gibt Livemusik von einem DJ.e (am Lappan) bereit, um Informationen zum Thema Rassismus weiter zu geben - auf spielerische Art

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im WgR.pdf
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Alltagsrassismus

16.03.2013 00:03 Uhr
Alltagsrassismus stand am 15. März auf dem Programm der Veranstaltungsreihe des Vereins IBIS e. V. im Rahmen der Antirassismus-Wochen 2013.

Am Beispiel »Diskriminierende Einlasskontrollen in Diskotheken« wurde ab 14:00 Uhr zunächst im Café IBIS darüber gesprochen.
Mahamoudou Doukouré, Flüchtlingsberater bei IBIS e. V., hielt zu Beginn einen kurzen Vortrag zum Thema, danach berichtete Rechtsanwältin Mareike Kaempf über juristische Hintergründe und ein aktuelles Urteil.
Schließlich hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich über eigene Erfahrungen mit Einlasskontrollen in Diskotheken auszutauschen und zu diskutieren.

Ab 17:00 Uhr zeigten die Veranstalter dann im »Cadillac«, wie man es richtig macht.
Der Nachmittag begann mit einem Trommel- und Zumba-Workshop. Nach einer Pause mit afrikanischem Fingerfood folgte ab 19 Uhr ein Konzert mit »Kleyezon«, »Leo Delest« und »Revolution R«. Und draußen bleiben musste natürlich niemand.

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Land beendet Wertgutscheinsystem
für Asylbewerber

06.03.2013 06:30 Uhr

Der Rat der Stadt Oldenburg stellte die Forderung seit langer Zeit und bekräftigte sein Engagement für einen diskriminierungsfreien Umgang mit Asylbewerberinnen und -bewerbern im Februar durch einmütigen Beschluss.
Der zugehörige Brief von Oberbürgermeister Dr.Gerd Schwandner an den neuen Innenminister Boris Pistorius zeigte Wirkung: Anfang März erreichte ein Runderlass des Innenministeriums die Übermorgenstadt, wonach den niedersächsischen Kommunen die Form der zu gewährenden Leistungen für Asylbewerber künftig freistellt ist.

Ab April kann die auch in Oldenburg kritisierte Form der Leistungsgewährung an Flüchtlinge in Form von Wertgutscheinen nun ändern und den Flüchtlingen die Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz bar auszahlen.
"Wir begrüßen die unbürokratische Lösung der Landesregierung außerordentlich, ist sie doch im Sinn der betroffenen Menschen", freut sich Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Die neue Landesregierung hatte bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung die Absicht erklärt, die Wertgutscheinpraxis abzuschaffen.
Bislang war die Rechtsauffassung vertreten worden, dass eine Gewährung von Geldleistungen nur als ganz besondere Ausnahmeregelung im Einzelfall, nicht aber grundsätzlich zulässig sei.

"Wir treffen nun alle notwendigen Vorbereitungen, um den betroffenen Flüchtlingen schon zum nächsten Auszahlungstermin für April keine Wertmarken mehr auszugeben, sondern Bargeld", so Sachse weiter.
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KIng 2.0 – Fortsetzung eines erfolgreichen Projektes

09.02.2013 16:40 Uhr
von Carsten Lienemann

Oft lohnt es sich, ein Projekt fortzusetzen, das seinen Zweck eigentlich schon erreicht hat, vor allen Dingen dann, wenn es sich um eine konsequente Weiterentwicklung handelt.

In den Jahren 2010 und 2011 waren der Wohlfahrtsverband Diakonie und die Migrantenorganisation Yezidisches Forum Kooperationspartner im Projekt »KIng – Kompetent Integration gestalten«. Die Diakonie unterstützte das Yezidische Forum in der Vereinsarbeit, die in erster Linie in Integrationsaufgaben bestand, und in der außenwirksamen Öffentlichkeitsarbeit.

Im Folgeprojekt »KIng 2.0«, das ebenfalls auf Betreiben des Oldenburger Bundestagsabgeordneten und Schirmherren Thomas Kossendey zustande kam und das drei Jahre laufen soll, hat das Yezidische Forum die Federführung, während die Diakonie beratend zur Seite steht. In den folgenden drei Jahren stehen 150.000 Euro zur Verfügung.

Die beiden Projektleiterinnen Behiye Tolan und Gülçan Düman wollen mit einem Großteil der Maßnahmen mehr als bisher Frauen am gesellschaftlichen Leben beteiligen. »Wir wollen Frauen stärken und ihr Potential nutzen«, sagt Behiye Tolan. »Sie sollen aus ihrem meist sehr beschränkten Wirkungskreis im häuslichen Bereich herausgeholt und befähigt werden, ihren Alltag selbst zu bewältigen, ohne Mann oder Kinder fragen zu müssen.« Die Frauen treffen sich unter Tolans Leitung zwei Mal pro Woche, darüber hinaus gibt es weitere Zusammenkünfte, Fahrradkurse etc. Die Warteliste zeigt, dass das Interesse groß ist.

Gülçan Düman hat gerade ihr Bachelor-Studium in Kulturwissenschaften und Spanisch abgeschlossen und leitet jetzt u. a. die neu eingerichtete Mädchengruppe. Sie möchte mit ihrem Werdegang ganz bewusst Vorbild für Mädchen sein, selbst eine akademische Ausbildung anzustreben. »Erst einmal geht es aber um Integration und um die Mitgestaltung der Gesellschaft, darum sind die Angebote auch nicht auf Kurdinnen bzw. Yezidinnen beschränkt«, erklärt Düman.

»Weiterhin wollen wir Schulklassen aller Formen und Jahrgänge und selbstverständlich auch ihren Lehrerinnen und Lehrern anbieten, sich hier vor Ort ein Bild zu machen«, fährt Düman fort. Zwar gebe es yezidische Kinder in vielen Klassen, aber Mitschüler und Lehrer wüssten meist nur wenig über Kultur und Religion.

»Religion darf nicht fremd bleiben, wenn man Ängste abbauen will«, sagte dazu Schirmherr Thomas Kossendey, der sich freut, dass das erfolgreiche Projekt fortgesetzt werden kann.

»Dass dieses Projekt ein zweites Mal gefördert wird, zeigt den Erfolg und die Wertschätzung«, pflichtete ihm Telim Tolan, Vorsitzender des Zentralrats der Yeziden in Deutschland, bei. Ein echtes Engagement verbunden mit einer positiven Entwicklung des Yezidischen Forums und der Menschen sei erkennbar.

Aber auch die Gesellschaft profitiere, betonte Diakonie-Referent Theo Lampe, »von einer anderen Weltsicht und von Zugängen, die wir ohne die Yeziden nicht hätten.

Links:

KING-Projekt: Zwischenbilanz für Schirmherr Kossendey
Erfolgreiches Integrations-Projekt geht zu Ende
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Die »Blackbox Abschiebung« kommt nach Oldenburg

26.11.2012 18:54 Uhr
»Geschichten und Bilder von Menschen, die gern geblieben wären«

Jedes Jahr werden etwa 10.000 Menschen aus der Bundesrepublik Deutschland abgeschoben. Was heißt es, abgeschoben zu werden? Wie geht es den Menschen danach?

Neun Personen, die abgeschoben worden sind, erzählen ihre Geschichte per Speicherkarte, die sie nach ihrer Abschiebung zurück nach Deutschland geschickt haben. Sie dokumentieren mit der Digitalkamera, was passierte, nachdem sie abgeschoben wurden. Die »Blackbox Abschiebung« ist ein nachgestaltetes 3x3m-Wohnzimmer. In ihm steht ein Sofa, ein Tisch und ein Fernsehgerät, und dort kann man in einer Endlosschleife hören und sehen, was die Abgeschobenen auf dem Bildschirm erzählen. So erhält man einen Einblick in Lebensrealitäten, die sonst meist im Dunklen bleiben.

Die Medieninstallation »Blackbox Abschiebung« von Ralf Jesse und Mark Terkessidis (ein Projekt von RUHR.2010 und dem Institute for Studies in Visual Culture, gefördert vom Fonds Soziokultur) bleibt zwei Monate im CAFÉ IBIS in der Klävemannstraße 16: vom 26.November 2012 bis zum 25.Januar 2013.

Die Ausstellung ist von montags bis freitags geöffnet von 10 bis 17 Uhr; der Eintritt ist frei.

Begleitprogramm:
Rund um die Ausstellung hat ein Bündnis aus Oldenburger Initiativen und Einzelpersonen ein umfassendes Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Filmen zum Thema Abschiebung zusammengestellt.


»Blackbox Abschiebung« & Begleitprogramm ist eine Kooperation von:

Antira Plenum Oldenburg, ALSO (Arbeitslosenselbsthilfe), cine k in Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg e.V., CMC (Center for Migration, Education and Cultural Studies), Courage-Projekt der DGB-Jugend, Fluchtmuseum e.V., Gutscheinbündnis OL, IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V., UNO-Flüchtlingshilfe und vielen Einzelpersonen.
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Ein wichtiger Schritt zur Integration

24.11.2012 11:07 Uhr
Besonders erfolgreich abgeschlossene Sprachkurse

Zunächst schwitzten die Teilnehmer des Integrationskurses über ihren Prüfungsaufgaben. Sie legten im Oldenburger IBIS-Seminarzentrum die offizielle Sprachprüfung „Deutsch-Test für Zuwanderer“ ab. Diese Prüfung ist u.a. nötig, um sich einbürgern zu lassen. Jetzt wird ihnen warm beim Feiern. Die Mühen haben sich gelohnt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Dozentinnen und Dozenten konnten gestern gemeinsam die außerordentlich guten Prüfungsergebnisse in den Deutschkursen feiern.

„Mit einer Erfolgsquote von über 80% liegen Sie weit über dem Bundesdurchschnitt“ freut sich Integrationskursleiter Peter von Rüden von IBIS e.V. und gratuliert zu den guten Resultaten.

„Die deutsche Sprache ist wirklich nicht leicht“, sagt einer der Teilnehmer, „aber es hat Spaß gemacht, weil wir schnell Fortschritte gesehen haben und Freundschaften entstanden sind, die auch nach dem Kurs bestehen bleiben werden“.

„Ja, in Deutschland braucht man einen langen Atem. Dieser Kurs war erst der Anfang“ meint eine Teilnehmerin. Alle sind sich einig, dass der erste Schritt zur erfolgreichen Integration getan ist. Sie werden sich wieder treffen und sind optimistisch, dass sie bis dahin sprachlich und beruflich weiter gekommen sind.
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Leider wenig beachtet: der Menschenrechtstag

16.09.2012 07:30 Uhr
von Carsten Lienemann

Lokal, regional und überregional aktive Organisationen informierten am Menschenrechtstag (Sonnabend, 15. September) in der Kleinen Kirchenstraße über ihre Arbeit, mit Gesprächen und Flyern, bei viel Kaffee und Kuchen sowie Live-Musik. »Hilfe direkt Oldenburg«, IBIS, das Yezidische Forum, der Förderverein Internationales Fluchtmuseum und das Ökumenische Zentrum Oldenburg waren ebenso vertreten wie amnesty international, Terre des Hommes oder Terre des Femmes.

Größere öffentliche Wahrnehmung und damit auch mehr Interessenten wären der Veranstaltung zu wünschen gewesen. Ein besser besuchter Ort hätte sicher dazu beigetragen. Aber weder Schlossplatz (»Schlossfloh«) noch Rathausmarkt (Wochenmarkt) standen zur Verfügung, und auch das Leffers-Eck war schon an den »Modeherbst« vergeben. Es war also wie sonst auch: Wenn es um die Wirtschaft geht, müssen Menschenrechte in die zweite Reihe zurücktreten.


Inklusion in der Praxis

Ein besonderes Angebot hielt Ulrich Hartig vom Internationalen Fluchtmuseum bereit. Als »Station auf dem Weg zur Normalität« hatte er die Gebärdensprachdolmetscherin Miriam Wilken engagiert. Hartig möchte mit dieser Aktion ein Zeichen in Richtung Inklusion setzen.

Der Anteil an hörgeschädigten und gehörlosen Menschen an der Bevölkerung wird auf etwa 1% geschätzt, eine bundesweite Erfassung gebe es nicht, sagt Miriam Wilken. Laut Hartig wurden in einer Landesstatistik für die Stadt Oldenburg ca. 900 Betroffene angegeben.

Miriam Wilken hat gerade erst das dreieinhalbjährige Bachalor-Studium zur Gebärdensprachdolmetscherin (offizielle Bezeichnung) abgeschlossen, verfügt aber schon über reichlich Erfahrung als Übersetzerin. »Alles ist in Gebärden übersetzbar, auch hochwissenschaftliche Vorträge«, so Wilken. Im Allgemeinen entspräche ein gesprochenes Wort einer Gebärde, die sich meist aus einer mit den Händen ausgeführten Geste und einem Mundbild zusammensetzt. »Wenn man die Gebärde für ein Wort nicht kennt, kann man auch das Fingeralphabet einsetzen«.

Das Übersetzen erfolgt naturgemäß meist simultan, das heißt, man muss das soeben Gehörte in Gebärden umwandeln und dabei gleichzeitig weiterhin der Sprecherin oder dem Sprecher zuhören. Um den Sinn des Gesagten zu erfassen, lässt der Dolmetscher dem Sprecher einen Vorsprung von etwa zwei Sätzen, den so genannten time lag. »Weil das eine hohe Konzentration erfordert, werden Übersetzungsaufträge, die länger als eine Stunde dauern, mit zwei Dolmetschern besetzt«, so Wilken.

»Jugendliche Gehörlose haben normalerweise Kontakt mit einer Gebärdensprache gehabt, man kann also davon ausgehen, dass sie sie verstehen. Bei Hörgeschädigten richtet sich das auch nach ihrem Grad der Einschränkung«, erklärt Miriam Wilken. Universell sei Gebärdensprache nicht, wie bei den gesprochenen Sprachen gebe es auch hier verschiedene; da sie aber immer stark an Bildern ausgerichtet seien, verstünden sich Gebärdensprachler unterschiedlicher Herkunft recht schnell. »Außerdem wird an einer universellen Gebärdensprache gearbeitet.«

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Gewitterregen führt dann doch nicht zum Abbruch

07.07.2012 23:00 Uhr
Finaltag beim Afrika-Cup 2012

Die beiden Mädchenmannschaften für das Präsentationsspiel der beiden Grundschulen Staakenweg und Krusenbusch standen bereit, aber bevor angepfiffen werden konnte, verflüssigte sich der Himmel und fiel herunter. Zunächst flüchtete noch alles unter Bäume, Pavillons und Dächer, aber das Gewitter schien kein Ende zu nehmen, und angesichts des heftigen Regens schien eine Fortsetzung unmöglich.

Aber genau so plötzlich, wie das Unwetter begonnen hatte, war es auch wieder vorbei, und die Sonne schien, als wenn nichts gewesen wäre. In den Kabinen standen die fertig umgezogenen Spieler der beiden Finalisten Tansania und Kamerun, die unbedingt spielen wollten, der Platz war in gutem Zustand, und auch das Schiedsrichtergespann war da geblieben, und so entschied die Turnierleitung spontan, das Finale doch noch auszutragen.

Und das war eine gute Entscheidung, denn es entwickelte sich eine spannende Partie, in der Tansania schon 2:0 führte, aber kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich hinnehmen musste. Die Kameruner taten nun mehr für das Spiel, und mit einem direkt verwandelten Freistoß rund 10 Minuten vor Schluss gelang ihnen dann der Siegtreffer zum 3:2-Endstand.

»Es war eine gute Entscheidung, das Endspiel doch noch auszutragen und damit das Turnier zu einem guten Abschluss zu bringen«, so Mitveranstalter Cyrille Lobe von Integration e. V. Auch Stefan Pieper von der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde war froh und erleichtert über den guten Ausgang.

»Der Afrika Cup ist mehr als ein Fußballturnier: Wir wollen ein Zeichen für Toleranz und ein friedvolles Miteinander setzen.«, so steht es im zugehörigen Flyer. An den drei Spieltagen nutzten Mannschaften, Fans und Zuschauer die vielen Gelegenheiten, auf Menschen aus anderen Kulturen zuzugehen. Ein wesentliches Ziel brachte die Schülerin Alaa mit ihrem selbst verfassten Text unmittelbar vor der Siegerehrung auf den Punkt:

Das Recht

Alle Menschen haben ein Recht. Für jeden Menschen gelten die gleichen Gesetze, weil die Geburt nicht entscheidet, wie jemand von den Gerichten behandelt wird. Ob andersfarbig oder mit Kopftuch, das ist egal, denn alle Menschen haben das gleiche Recht.

Ich selbst trage ein Kopftuch, das heißt nicht, dass ich kein Recht habe, zur Schule zu gehen oder dass ich deswegen von den Lehrern und Schülern anders behandelt werde, denn ich bin auch nur ein Mensch, nur ich folge einer anderen Religion.

Vielleicht lerne ich jemanden Farbiges kennen, das heißt nicht, dass ich denjenigen anders behandele, denn sie oder er ist ja auch nur ein Mensch wie ich. Wenn man von anderen verlangt, das man von ihnen gut behandelt wird, muss man andere auch gut behandeln.

Wegen einer anderen Religion oder einem anderen Glauben sollte man nicht ausgegrenzt werden. Es ist egal, ob arm oder reich. Man sollte niemanden nach seinem Aussehen beurteilen, weil die inneren Werte zählen.



Bilder: C.Lienemann & M.Ludewig


das Halbfinale

1. Spieltag

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Halbfinaltag beim Afrika-Cup 2012

01.07.2012 17:00 Uhr
von - c.lienemann -

Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen an diesem Tag zwei völlig unterschiedliche Halbfinalspiele zu sehen. Gemeinsam war ihnen nur, dass sie sehr fair verliefen. In der ersten Begegnung hatte Gabun keine Chance gegen Kamerun und lag schon zur Pause mit 0:4 zurück. In der zweiten Hälfte schalteten die Kameruner einen Gang zurück und beschränkten sich weitgehend darauf, das Ergebnis zu verwalten, kamen aber trotzdem zu einem weiteren Treffer und dürften nach diesem 5:0 am Sonnabend, dem 7. Juli, die klaren Favoriten auf den Turniersieg sein.

Ganz anders das zweite Spiel. Eigentlich beherrschte Benin über die gesamte Spielzeit Ball und Gegner aus Tansania, musste aber Mitte der ersten Hälfte einen Gegentreffer hinnehmen und lief anschließend dem Rückstand hinterher, ohne sich zwingende Chancen erarbeiten zu können. So brauchten die Beniner schon die Hilfe des tansanischen Torhüters, um in der 80. Spielminute zum glücklichen, aber hochverdienten Ausgleich zu kommen. Zwei Minuten vor Schluss traf Benin noch einmal die Torlatte, dann pfiff der gute Schiedsrichter das Spiel ab. Beide Mannschaftskapitäne waren bereit, die Verlängerung auszulassen und gleich an den Elfmeterpunkt zu gehen. Auch hier blieb das Glück auf Seiten der Tansanier, die drei Treffer vom Punkt erzielten und damit einen mehr als Benin.

Richtig spannend waren zwei Spiele auf einem Nebenplatz, die die Pause zwischen den Halbfinals überbrückten. Zuerst trafen zwei Mannschaften der Kita Kennedystraße aufeinander, anschließend zwei Hort-Mannschaften. Frei von allen taktischen Zwängen zeigten alle vier Teams bedingungslosen Offensiv-Fußball mit vielen atemberaubenden Strafraumszenen, zahlreichen Torchancen und natürlich mit sehenswerten Treffern. Als verdienten Lohn erhielten alle Spielerinnen und Spieler eine Urkunde, und jede Mannschaft bekam von der FDP-Bundestagsabgeordneten Christiane Ratjen-Damerau einen Pokal überreicht.


Einige Worte zu unserer Bildergalerie: Waren die Spiele oder das, was außerhalb des Spielfeldes stattfand das Interessantere? Hätte man nachgefragt, die Antworten wären sicher unterschiedlich ausgefallen. So haben wir fotografiert, »was im Moment geschah«
Es war ein Spieltag und ein Sommerfest, diesmal kann wirklich von einem Sommertag geschrieben werden. Und wie wird der Finaltag werden?


Bilder: C.Lienemann/M.Ludewig
der 1.Spieltag

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Afrika-Cup: Der erste (Sams-)Tag

24.06.2012 00:10 Uhr
von - C.Lienemann -


Afrika-Cup 2012 - Vorrundenspiele

Ein attraktives Teilnehmerfeld, ein ebenso attraktives Beiprogramm – die Organisatoren um Cyrille Lobe vom Verein Integration e. V. und Stefan Pieper von der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde hatten alles für einen gelungenen Turnierauftakt getan.

Nach dem Eklat im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter im Vorfeld mit allen Mannschaften gesprochen und sie auf die besondere Bedeutung des Turniers für Begegnung und Verständigung hingewiesen.
Das hat offenbar gewirkt, es gab zwar auch hin und wieder lautstarke Proteste gegen einzelne Entscheidungen, die Schiedsrichter aus dem Landkreis Ammerland behielten aber jederzeit das Heft in der Hand und brachten die Spiele souverän über die Bühne.

Leider blieben nicht nur drei der zwölf Mannschaften dem Sportplatz an der Kennedystraße fern, es waren auch nicht viele Zuschauer da.
Während aber letztere an den kommenden beiden Wochenenden eine lohnende Begegnung mit anderen - nicht nur afrikanischen - Kulturen nachholen können, haben die drei Mannschaften aus Guinea, Äthiopien und Algerien natürlich keine Möglichkeit mehr, am Halbfinaltag (Sonnabend, 30. Juni) oder gar am Finaltag (Sonnabend, 7. Juli) noch einmal aufzulaufen.


Zum Sportlichen:
In der Gruppe A gewann Kamerun im einzigen verbliebenen Gruppenspiel mit 3:0 gegen Nigeria. Ein ähnliches Bild in der Gruppe B, dort siegte Gabun in einem abwechslungsreichen Spiel mit 6:3 gegen Südafrika.

Einzig in der Gruppe C traten alle drei Mannschaften an. Die Ergebnisse:
Ägypten - Ghana 0:6
Ghana - Tansania 2:3
Ägypten - Tansania 1:2

In der Gruppe D schließlich setzte sich Benin nach einem 0:2-Rückstand am Ende doch mit 3:2 gegen Libyen durch. Hier trat Algerien nicht an.

Die Halbfinalpaarungen am kommenden Sonnabend lauten:
Kamerun - Gabum (ca. 14:00 Uhr)
Tansania - Benin (ca. 16:30 Uhr)


Einige Worte zu unserer Bildergalerie: Waren die Spiele oder das, was außerhalb des Spielfeldes stattfand das Interessantere? Hätte man nachgefragt, die Antworten wären sicher unterschiedlich ausgefallen. So haben wir fotografiert, »was im Moment geschah« und bewusst auf ein Sortieren im Nachherein verzichtet.
Es war ein Spieltag und ein Sommerfest, nächsten Samstag (30.06) wird es mehr Sommer und mehr Zuschauer geben. Ganz sicher !!


Bilder: C.Lienemann/M.Ludewig

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Musik als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Generationen

18.02.2012 06:05 Uhr
von Taibe Mehrabani

Die Internationale Frauengruppe im Stadtteiltreff Dietrichsfeld organisiert seit nunmehr einem Jahr einen gemeinsamen Klavierunterricht für Frauen, Mütter und ihre Kinder. Bei diesem Projekt werden Kinder und Mütter mit und ohne Migrationshintergrund musikalisch gezielt gefördert, wobei gleichzeitig eine interkulturelle Brücke sowie eine soziale Bindung zwischen den Kindern und ihren Eltern entstehen.

Dieser Musikunterricht findet unter der Leitung von Kateryna Stadnichenko (Dozentin für Klavier und Improvisation) statt.

Für die Unterstützung und Ermöglichung dieses Projektes möchten wir uns hiermit bei folgenden Organisationen und Firmen ganz herzlich bedanken:

Bertha-Ramsauer-Stiftung, LADIES' CIRCLE Oldenburg, GSG Oldenburg, Landessparkasse zu Oldenburg, die Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, Grundschule Dietrichsfeld sowie Stadtteil Dietrichsfeld.
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Schritt für Schritt zum Integrationsausschuss

17.02.2012 08:51 Uhr
Eine weitere Etappe ist geschafft: Am Donnerstag, 16. Februar, hat das Oldenburger Forum für Migration und Integration in zwei Wahlgängen insgesamt 14 Personen bestimmt, die das Forum bzw. seine Mitgliedsorganisationen im neu geschaffenen Integrationsausschuss vertreten sollen.

Gewählt wurden (von links nach rechts): Cecilia Ramirez, Tuna Altiparmak, Isam El-Korhaly, Larissa Krekeler, Mehmet Aydin, Cyrille Lobe Ndoumbe, Ahmad Hosseinizadeh, Bahattin Aslan, Ulrich Schleppegrell, Cigdem Handschuch, Uwe Erbel, Sahap Dag, Mahamoudou Doukoure.

Sieben beratende Mitglieder und ebenso viele Stellvertreter werden dem Ausschuss angehören. Sie haben kein Stimmrecht, können aber gleichwohl entscheidend auf die Arbeit des Ausschusses und damit auch des Stadtrates einwirken.

Die Entscheidung über die Besetzung des Ausschusses mit beratenden Mitgliedern treffen letztlich die Ratsfraktionen, jede Fraktion kann entsprechend ihrer Größe eines oder mehrere Beratende Mitglieder benennen. Die vom Integrationsforum aufgestellte Liste hat also lediglich Vorschlagscharakter. Allerdings hatten fast alle Ratsfraktionen im Vorfeld signalisiert, diesen Vorschlag zu akzeptieren. Lediglich die Fraktion Die Linke/Piratenpartei hatte erklärt, auf jeden Fall ein Mitglied des Antirassismus-Plenums am Tisch haben zu wollen. Sollte keines gewählt werden, wollte sie sich nicht an den Vorschlag halten, sondern stattdessen einen entsprechenden Kandidaten benennen.
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Ehrenamtlich helfen Grundschülern

11.02.2012 08:00 Uhr


Freiwillige für Bildungspatenprojekt gesucht/Anmeldungen bis 22. Februar

Die Freiwilligenagentur :ehrensache der Stadt Oldenburg sucht dringend nach interessierten Ehrenamtlichen für Patenschaften für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen und der Sprachlernklassen.
Interessierte können sich ab sofort bis zum 22. Februar anmelden bei der Agentur :ehrensache, Projekt *Bildung für alle*, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3,
und telefonisch unter 0441 235-2020 und 235-2404
oder per E-Mail an ehrensache@stadt-oldenburg.de.
Hier gibt es auch nähere Informationen zum Projekt.

Für eine geglückte Integration ist der sichere Umgang mit der neuen Sprache eine Grundvoraussetzung für Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Daneben sind auch der Zugang zur Kultur und persönliche Beziehungen und Kontakte zu Menschen der Aufnahmegesellschaft von großer Bedeutung.
Viele Menschen haben dies erkannt und engagieren sich beruflich oder in ihrer Freizeit für ein interkulturelles Miteinander.
Wie erfolgreich ehrenamtliche Arbeit für diese gesellschaftliche Aufgabe innerhalb des Oldenburger Projekts »Bildung für alle« umgesetzt wird, bestätigen die kontinuierlichen Nachfragen seitens der Schulen nach Bildungspatinnen und Bildungspaten.

Interessierte Ehrenamtliche können Patenschaften für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen und der Sprachlernklassen übernehmen.
Auf diese Aufgabe werden sie von der Agentur :ehrensache ab dem 6. März vorbereitet und anschließend an die Schulen beziehungsweise Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vermittelt.
Den Ehrenamtlichen werden Unterstützungsnetzwerke, Weiterbildungsmöglichkeiten und regelmäßige Erfahrungsaustausche geboten.

Das Bildungspatenprojekt wurde im Jahr 2009 unter dem Motto *Bildung für alle* als Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Oldenburg und der Volkshochschule Oldenburg ins Leben gerufen. Es steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Gerd Schwandner und wird vom Land Niedersachsen als Integrationsmaßnahme gefördert.
Bisher wurden 115 Patinnen und Paten qualifiziert.
Durch Patenschaften soll eine individuelle Stärkung und Förderung der Grundschulkinder und eine besondere Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Sprachlernklassen beim Erlernen der neuen Sprache Deutsch als Bildungssprache erfolgen.
Die Patinnen und Paten verpflichten sich, für 1 Jahr eine Begleitung eines jungen Menschen zu übernehmen und sich mit
ihm regelmäßig zu treffen.
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Bundeskanzlerin zeichnet
Oldenburger Fußball-Integrationsprojekt aus

07.02.2012 07:00 Uhr


Vorfreude an IGS Flötenteich und Grundschule Nadorst

Für mehrere fußballbegeisterte Schülerinnen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Flötenteich und der Grundschule Nadorst könnte der 10. Februar zum ganz großen Tag werden: Bundeskanzlerin Angela Merkel lüftet am Freitag in Berlin das Geheimnis, welchen der ersten drei Plätze sie beim Mercedes-Benz-Integrationspreises 2011 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gemeinsam erreicht haben.
Nach der bundesweiten Vorauswahl unter Fußball-Integrationsprojekten an Schulen sind neben den Oldenburger Schülerinnen noch die Grundschule Pastorenweg aus Bremen und die Anne-Frank-Schule aus Lüneburg im Rennen.

»Das ist ein toller Erfolg für das MICK-Projekt und ein riesiges Lob für alle, die in Oldenburg daran mitgewirkt haben. Inzwischen darf man durchaus sagen, dass Oldenburg die norddeutsche Hochburg im Mädchenfußball ist«, freut sich Oldenburgs Oberbürgermeister DR.Gerd Schwandner über die positive Entwicklung des Projektes
Mädchen kicken mit (MICK). Ulf Gebken, Leiter des An-Instituts Integration durch Sport und Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der das Oldenburger Integrationskonzept bundesweit mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsetzt, ergänzt: »Vor allem durch die
gelungene Integration migrantischer Mädchen in die schulischen
Fußball-AGs, in die Schulturniere und in den organisierten Sport
stehen die beiden Schulen für außergewöhnliche Leistungen.«

In der IGS Flötenteich und der Grundschule Nadorst wurden in den letzten Tagen ein eindrucksvoller Film gedreht (http://tv.dfb.de/index.php?view=4060), Fotos zusammengestellt, Plakate gestaltet und Infotexte für die Präsentation vor der
Bundeskanzlerin geschrieben.
»Schließlich hat man nicht alle Tage die Gelegenheit, mit der Integrations-Kommission des DFB auf einem Workshop über das Gelingen von Fußballprojekten zu plaudern.
Oldenburgs Schulen und Vereine haben da etwas Tolles auf die Beine gestellt«, sagt Annegret Meyer vom Leitungsteam der IGS Flötenteich.
Auch Sabine Stehno, Schulleiterin der Grundschule Nadorst, betont, dass der Preis stellvertretend für die Integrationsarbeit aller Oldenburger Schulen und Vereine in Empfang genommen werden soll:
»Im Laufe der Jahre gelang es an immer mehr Grundschulen, Mädchen-Fußball-AGs ins Leben zu rufen und den Anteil der im Verein spielenden weiblichen Mitglieder ständig zu erhöhen. Die Fußballassistentinnenausbildung an der IGS und neu auch die Mädchen-Fußball-Camps in den Ferien sind weitere wertvolle Bausteine, die dazu beitragen, dass der Anteil weiblicher Kickerinnen in
der Stadt Oldenburg weit über dem anderer Städte liegt.«

Auch Kornelia Ehrhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, freut sich über den Erfolg der Mädchen: »Der Fußball in den beiden
Oldenburger Schulen hat einigen benachteiligten Mädchen geholfen, ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken. Ein beeindruckendes Ergebnis. Nun drücken wir der IGS Flötenteich und der Grundschule Nadorst ganz kräftig die Daumen.«

Das Projekt MICK wird von der Stadt Oldenburg seit 2008 gefördert. Zurzeit nehmen an dem Projekt neun Grundschulen und die IGS Flötenteich teil.
Das Projekt wurde schon mehrmals ausgezeichnet.
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Schon 115 Bildungspatinnen und -paten qualifiziert

03.02.2012 06:00 Uhr



Unverändert hohe Nachfrage für Bildungsprojekt von Stadt und VHS

Für eine geglückte Integration ist der sichere Umgang mit der neuen Sprache eine Grundvoraussetzung für Menschen aus anderen Ländern und Kulturen.
Daneben sind auch der Zugang zur Kultur und persönliche Beziehungen und Kontakte zu Menschen der Aufnahmegesellschaft von großer Bedeutung.
Viele Menschen haben dies erkannt und engagieren sich beruflich oder in ihrer Freizeit für ein interkulturelles Miteinander.
Wie erfolgreich ehrenamtliche Arbeit für diese gesellschaftliche Aufgabe innerhalb des Oldenburger Projekts *Bildung für alle* umgesetzt wird, bestätigen die kontinuierlichen Nachfragen seitens der Schulen nach Bildungspatinnen und Bildungspaten.

Deshalb sucht die Freiwilligenagentur :ehrensache der Stadt Oldenburg dringend nach interessierten Ehrenamtlichen für Patenschaften für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen und der Sprachlernklassen.
Auf diese Aufgabe werden zum Engagement bereite Frauen und Männer von der Agentur :ehrensache ab dem 6. März vorbereitet und anschließend an die Schulen beziehungsweise Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vermittelt.
Den Ehrenamtlichen werden Unterstützungsnetzwerke, Weiterbildungsmöglichkeiten und regelmäßige Erfahrungsaustausche geboten.

Das Bildungspatenprojekt wurde im Jahr 2009 unter dem Motto *Bildung für alle* als Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Oldenburg und der Volkshochschule Oldenburg ins Leben gerufen.
Es steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr.Gerd Schwandner und wird vom Land Niedersachsen als Integrationsmaßnahme gefördert.
Bisher wurden 115 Patinnen und Paten qualifiziert.
Durch Patenschaften soll eine individuelle Stärkung und Förderung der Grundschulkinder und eine besondere Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Sprachlernklassen beim Erlernen der neuen Sprache Deutsch als Bildungssprache erfolgen.
Die Patinnen und Paten verpflichten sich, für 1 Jahr eine Begleitung eines jungen Menschen zu übernehmen und sich mit ihm regelmäßig zu treffen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Informationen geben Gabriela
Kaboth-Freytag und Yasemin Kocatas von der Agentur :ehrensache, Projekt *Bildung für alle*, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, und
telefonisch unter 0441 235-2020 und 235-2404 oder per E-Mail an
ehrensache@stadt-oldenburg.de.


Kollage: das InternetKontor
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Trotz allem - ich lebe

02.02.2012 13:02 Uhr
Ausstellung vom 2.-28. Februar 2012 im Café IBIS, Klävemannstr. 16

Am Mittwoch, 1. Februar 2012, wurde erneut eine Wanderausstellung der UNO Flüchtlingshilfe im Café IBIS eröffnet. Sie zeigt Bilder von vier Frauen aus dem Kosovo, Liberia, Kurdistan/Türkei und dem Iran, die schon in ihrer Heimat gezeichnet und gemalt hatten und nach der Flucht aus ihren Heimatländern die Kunst als Mittel zur Bewältigung ihrer Traumata entdeckten.

Dr. Reinhold Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, nannte in seiner Eröffnungsrede das Café IBIS einen angemessenen Ort für die Wanderausstellung, denn es gehöre »zum Selbstverständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie mit ihrer Arbeit zu einem gleichberechtigten Zusammenleben in Deutschland ohne rassistische Vorurteile und Diskriminierung beitragen möchten.«

Friedl dankte auch Hendrik Lammers, der bei IBIS für die Organisation dieser Ausstellung zuständig ist, und Ulrich Hartig vom Förderverein Internationales Fluchtmuseum in Oldenburg für seine Initiative und engagierte Vorbereitungsarbeit.

Weltweit gibt es derzeit etwa 44 Millionen Flüchtlinge, 80% von ihnen sind Frauen und Kinder, so Friedl weiter. Die Schicksale der vier Frauen, deren Bilder hier ausgestellt werden, sind lediglich vier Beispiele von vielen.

Öffnungszeiten:
Mo, Mi von 14 – 17 Uhr
Di, Do von 14 – 18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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Deutsch lernen für Anfänger und Fortgeschrittene

29.01.2012 06:00 Uhr
Neue Kurse beginnen am 01. Februar

»Manchmal war es anstrengend, aber es hat auch viel Spaß gemacht«, da sind sich die KursteilnehmerInnen einig, die am Donnerstag das Zertifikat »Deutsch-Test für Zuwanderer »erhalten haben. Im Rahmen einer Übergabefeier überreichte Peter von Rüden, beim Bildungsträger IBIS e.V. für die Organisation von Sprachkursen verantwortlich, die begehrten Zeugnisse. »Das Zertifikat ist notwendig, um sich einbürgern zu lassen«, erläutert von Rüden, »in unseren Integrationskursen bieten wir die Möglichkeit, Deutsch von Anfang an zu lernen. Die Zertifikatsprüfung dokumentiert dann den erfolgreichen Abschluss.«

Auch in diesem Jahr bietet IBIS e.V. wieder die Möglichkeit, in Integrationskursen das Zertifikat »Deutsch-Test für Zuwanderer »zu erwerben. Am 01. Februar beginnt ein neuer Kurs für AnfängerInnen, die noch keine oder kaum Deutschkenntnisse haben. »Der Kurs wird als Integrationskurs vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert«, erläutert von Rüden, »daher gibt es nur einen geringen Teilnahmebeitrag. Wer Arbeitslosengeld 2 bezieht oder vergleichbar wenig Geld hat, kann sogar beantragen, dass das Bundesamt den Kurs komplett bezahlt - wir helfen natürlich gerne dabei.« Besonders betont von Rüden noch, dass es eine Kinderbetreuung während der Kurszeiten gibt, so dass auch Eltern kleiner Kinder am Kurs teilnehmen können.

Der Kurs findet bei IBIS e.V. in der Kaiserstraße 29 - direkt am Bahnhof - statt. Insgesamt umfasst der Kurs 645 Unterrichtsstunden und findet von montags bis freitags vormittags statt. »Die letzten 45 Stunden«, erläutert von Rüden, »geht es um Politik und Geschichte. Nach 600 Stunden Deutschkurs vermitteln wir im sogenannten Orientierungskurs Grundwissen über die deutsche Gesellschaft.«

Auch für Fortgeschrittene beginnt am 01. Februar ein Deutschkurs bei IBIS e.V. Der Nachmittagskurs richtet sich an Teilnehmende, die bereits das Zertifikat »Deutsch-Test für Zuwanderer »haben und gerne weiterlernen möchten. Ziel ist, die sogenannte B2-Prüfung abzulegen. »Wir bieten in diesem Jahr erstmalig einen B2-Kurs an«, so von Rüden, »da es immer wieder den Wunsch von TeilnehmerInnen gab, nach dem Integrationskurs weiterzulernen. Aber natürlich sind auch InteressentInnen willkommen, die keinen Integrationskurs bei uns gemacht haben. Wir beraten gerne, ob der Kurs passt.«

Der nächste Kursstart bei IBIS ist dann am 16.02.2012 ein Prüfungsvorbereitungskurs mit 100 Stunden speziell für Eltern. Der Kurs richtet sich an Teilnehmende, die sich auf die Prüfung »Deutsch-Test für Zuwanderer »vorbereiten möchten. Außerdem ist für Ende Februar ein Alphabetisierungskurs geplant, in dem es darum geht, die lateinische Schrift zu erlernen.

Für Anmeldung und Beratung steht das Büro von IBIS e.V. in der Kaiserstraße 29 zur Verfügung. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 09:30 bis 13:00 Uhr sowie Montag, Dienstag und Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr.
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Feier für neue Staatsbürger

16.12.2011 10:57 Uhr
von Carsten Lienemann

218 neue Mitbürger begingen am Donnerstag, 15. Dezember, feierlich ihre unlängst erworbene deutsche Staatsbürgerschaft.

Zur musikalischen Einstimmung hatten Marthe Grotzeck und Felix Freund vom Zentrum für Jugendkultur »Cadillac« den Eagles-Klassiker »Hotel California« sowie »Torn« von Natalie Imbruglia ausgesucht. Die Frage, was sie denn damit wohl sagen wollten, beantwortete Oberbürgermeister Gerd Schwandner für sich, indem er Kalifornien mit dem Einwanderungsland USA assoziierte.

»Diese Einbürgerungsfeier ist ein Zeichen dafür, dass Sie uns willkommen sind, auch unabhängig von Ihrer Staatszugehörigkeit, denn Oldenburg als aufstrebende und zunehmend weltoffene Stadt braucht Sie«, so Schwandner. Die Annahme der Staatsbürgerschaft solle und dürfe dabei nicht die Aufgabe von mitgebrachter Kultur und Traditionen bedeuten, denn beide »sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft«.

Diesen Punkt nahm die Integrationsbeauftragte der Stadt, Ayca Polat, auf: »Es bleiben Unterschiede, aber die Gesellschaft braucht Vielfalt. Glücklicherweise nimmt eine besondere Form von Farbenblindheit zu: Immer weniger Menschen bewerten ihr Gegenüber nach der Hautfarbe.« Weiteren positive Entwicklungen seien die inzwischen mehrsprachig erhältlichen städtischen Informationen für Migranten in Broschüren und im Internet, die ehrenamtlich arbeitenden Integrationslotsen und Bildungspaten, die Aufnahme des interreligiösen Dialogs, die bevorstehende Einrichtung eines Integrationssausschusses und nicht zuletzt die Migrantenselbstorganisationen, namentlich die DITIB, das Yezidische Forum und Integration e. V.

Natürlich gibt es auch Probleme: »Noch immer bekommen Migranten meist schlechtere Schulabschlüsse, noch immer haben sie bei gleicher Qualifikation geringere Einstellungschancen«, so Polat. Ziel müsse sein, dass die in Firmen und Behörden beschäftigten Personen dem gesellschaftlichen Querschnitt entsprechen.

Mahamoudou Doukouré erläuterte stellvertretend für alle Neubürger seine Gründe für die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft: »Ich fühle mich als Bürger, und ich wollte am gesellschaftlichen Leben mit allen Rechten und Pflichten teilnehmen können«.

Doukouré war als Flüchtling von der Elfenbeinküste nach Deutschland gekommen und 2008 als Asylbewerber anerkannt worden. 2009 nahm er ein Studium an der Carl von Ossietzky Universität auf, dass er in diesem Jahr abschloss. Parallel dazu begann er bei der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS e. V., anderen Flüchtlingen zu helfen.

Der Vorgabe Schwandners entsprechend wollte Doukouré seine Kultur nicht aufgeben: »Ich bin jetzt zwar Deutscher, aber ich bleibe schwarz!«, betonte er.

Leyla Haslama ist schon etwas länger deutsche Staatsbürgerin, und weil sie anderen Migrantinnen und Migranten das Gefühl von Hilflosigkeit und mangelnder Unterstützung ersparen möchte, engagiert sie sich als Integrationslotsin. »Ich war damals alleine, heute kann ich anderen helfen. Für die Migranten ist es wichtig, eine Person zur Seite zu haben, die nicht bei einer Behörde arbeitet und trotzdem die Wege und Ansprechpartner kennt«.

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