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Vielfältig vernetzte Partner bringen starke Projektideen hervor

22.12.2017, 21:46 Uhr

Jury entscheidet über Förderpreis Kulturelle Bildung in drei Kategorien

Die Preisträger stehen fest: Eine unabhängige Jury hat jetzt über die Vergabe des diesjährigen Förderpreises Kulturelle Bildung entschieden. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg verliehen für herausragende Projektideen zwischen Oldenburger Bildungs- und Kultureinrichtungen. In diesem Jahr wird der Förderpreis in drei Kategorien im Gesamtwert von 4.000 Euro vergeben. Vier Projekte werden mit je 1.000 Euro unterstützt. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 6. Februar 2018, 10 Uhr, im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, statt.

„19 unterschriebene Absichtserklärungen auf dem Marktplatz Kulturelle Bildung, aus denen 13 aussagekräftige Bewerbungen auf den Förderpreis hervorgegangen sind – das ist ein beeindruckendes Ergebnis“, sagt Kulturamtsleiterin Christiane Cordes. „Die unabhängige Jury hat sich die Entscheidung über die Preisträger nicht leicht gemacht. Uns ist bewusst, wie viel Arbeit und Energie in jeder eingereichten Projektidee steckt. Deshalb wünschen wir allen viel Erfolg bei der Umsetzung und beraten auch alle über weitere vorhandene Fördermöglichkeiten.“

Kategorie Schule und Kultur: Kindermusical und Radio-Projekt gewinnen In der Kategorie schoOL’n‘art (Kooperation Schule und Kultur) hat das Rennen gemacht: „Ein Fest für König Gugubo – Ein Kindermusical“. Das Projekt wird von vier Partnern gemeinsam umgesetzt. Mit von der Partie sind die IGS Flötenteich, die IGS Kreyenbrück, die Hermann-Ehlers-Grundschule und das Institut für Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. „Das Projekt verkörpert nahezu ideal die Zielsetzung von schoOL’n‘art hinsichtlich Zielgruppe sowie Methoden, Partizipation und Lebensweltbezug. Beeindruckt hat die Jury die Anzahl der Projektpartner sowie die Beteiligung unterschiedlicher Schulformen“, sagt Uwe Fischer, Sprecher der Jury. „Der Plan, das Musical bei dem Kulturfestival Farbenfroh öffentlich aufzuführen, ist besonders hervorzuheben, denn dadurch wird eine Verortung im Stadtteil Kreyenbrück geleistet.“

Aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Bewerbungen hat die Jury dieses Mal sogar einen zweiten Preis in der Kategorie schoOL’n‘art vergeben. Er geht an die Oberschule Ofenerdiek und Radio Globale. Ihr gemeinsames Projekt soll einen Beitrag zur Integration von jungen Migrantinnen und Migranten durch Musik und Sprache im Hörfunkstudio leisten. „Hier verbinden sich in besonderer Weise Medienbildung und Spracherwerb. Gleichzeitig ergeben sich gute Potentiale, Geflüchtete in die Oldenburger Stadtgesellschaft einzubinden“, sagt Uwe Fischer. „Das Radio bietet dabei als niedrigschwelliges Medium einen guten Einstieg in einen Austausch.“

Kategorie Kita und Kultur: Preis an „Eine Welt voller Töne: Die Rückkehr der Zugvögel“
Nicht weniger spannend ist die Projektidee, die den Preis in der Kategorie KiTaKu (Kooperation KiTa und Kultur) gewonnen hat: Der Preis geht an das Projekt „Eine Welt voller Töne: Die Rückkehr der Zugvögel“. Es soll in Kooperation zwischen der Betriebskindertagesstätte Biberburg, dem Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, dem Landesmuseum Natur und Mensch und der freien Künstlerin Udo Kluge realisiert werden. „An diesem Projekt ist hervorzuheben, dass es die Lebenswelt der Kinder konkret widerspiegelt. Die Kraniche, die über die Kita hinwegziehen, faszinieren die Kinder sehr“, erklärt Jury-Sprecher Fischer. „Lobenswert und preiswürdig ist hier auch der interkulturelle Ansatz und der Besuch außerschulischer Lernorte Landesmuseum und Wilhelm13. Insgesamt soll der Preis auch die Bedeutung von Kitas als Bildungseinrichtungen herausstellen.“

Sonderpreis „KuBi digital“
Beim diesjährigen Förderpreis Kulturelle Bildung wird erstmals der Sonderpreis „KuBi digital“ für eine Projektidee verliehen, die im Bereich der Digitalisierung und der neuen Medien angesiedelt ist. Gewonnen haben mit der Projektidee „Spielen, daddeln, zocken“ die Offene Tür Bloherfelde, die Grundschule Staakenweg und das Institut für Pädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. „Das Projekt behandelt ein sehr aktuelles Thema – die Computerspiele. Es sind mehrere Alters- und Zielgruppen beteiligt: Studierende, jugendliche Besucher der Offenen Tür und Grundschulkinder. Wichtig ist der Jury, dass die Grundschulkinder unter Anleitung selbst Computerspiele produzieren können, dass sie den richtigen Umgang mit ihnen erlernen können und auf Gefahren dabei aufmerksam gemacht werden“, erläutert Rebecca Lemke, FSJ-Absolventin im Kulturbüro, die Entscheidung der eigens für „KuBi digital“ einberufenen Jugendjury. Die Freiwillige koordinierte die Sitzung der Jugendjury. Dieser gehörten die Schülerinnen Celine Luginbühl, Rabia Makari, Cosma-Sophie Lausen und Marie-Julie Lewitz von der Oberschule Alexanderstraße an.

Die Jury
In der Förderpreis-Jury für die Sparten KiTaKu und schoOL’n‘art saßen neben Jury-Sprecher Uwe Fischer, Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg (Schwerpunkt Kulturelle Bildung, Theaterpädagogik), und Kulturamtsleiterin Christiane Cordes die Berufsschullehrerin Regina Bernsmann, Fachschule für Sozialpädagogik, BBS III, Oldenburg (Schwerpunkt Kindertagesstätten und Jugendhilfe-Einrichtungen, Ausbildung von Erzieherinnen), und Katharina Neumann, Fachkoordinatorin für Kulturelle Bildung bei den Schulischen Diensten der Stadt Bremerhaven.

Über den Förderpreis
Der Förderpreis Kulturelle Bildung wurde unter den rund 70 Teilnehmenden des Marktplatzes Kulturelle Bildung im Oktober 2017 vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg ausgelobt. Er soll einen Anreiz geben, dass Schulen, Kindertagesstätten und andere Bildungseinrichtungen auf der einen Seite mit Kultureinrichtungen und verschiedenen Kunstsparten auf der anderen Seite ins Gespräch kommen, gemeinsam Projektideen entwickeln und diese umsetzen.
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