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Donnerschwee

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Neue Kita auf ehemaligem Kasernengelände Donnerschwee

17.06.2017 20:55 Uhr
Wo einst Soldaten in der ehemaligen Kaserne Donnerschwee (bis 2008) auf dem Exerzierplatz stramm standen, haben längst die Kinder das Kommando übernommen: Bereits seit Anfang Februar dieses Jahres haben die kleinen Bewohnerinnen und Bewohner den Neubau der Kindertagesstätte An der Beverbäke in Beschlag genommen. Davon, wie wohl sich die Kleinen in ihrem neuen Domizil fühlen können, überzeugten sich am Freitag die zahlreichen Gäste der Einweihungsfeier. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nahm die offizielle Eröffnung vor. Er übergab zusammen mit Jan Pawlowski vom Architekturbüro kgb Architekten den symbolischen Schlüssel an Kita-Leiterin Alexandra Hoffmeyer-Hanke. „Schön, dass sich die Kinder hier so gut aufgenommen fühlen“, freute sich der Oberbürgermeister. „Zu einem neu entstehenden Wohnquartier, das sehr attraktiv für junge Familien ist, gehört auch ein umfangreiches Kinderbetreuungsangebot“, so Krogmann.

Mit ihren 105 Plätzen deckt die Kindertagesstätte An der Beverbäke den Bedarf ab, der durch das Wohnquartier „Neu Donnerschwee“ auf dem früheren Kasernengelände entsteht. Die Kita beherbergt zwei Krippengruppen (je 15 Kinder) und drei Kindergartengruppen (je 25 Kinder). Die Kinder werden von 16 pädagogischen Fachkräften und einer Hauswirtschaftskraft betreut. „Wir nehmen nicht nur Kinder auf, sondern Familien. Diese Kita ist ein Ort der Begegnung“, betont Leiterin Alexandra Hoffmeyer-Hanke, die eine starke Vernetzung mit umliegenden Einrichtungen und Institutionen anstrebt.

Im städtebaulichen Vertrag, den die Stadt mit dem Investor, der Parkresidenz Oldenburg, abgeschlossen hatte, war von vornherein auf dem insgesamt 19 Hektar großen Areal auch eine Fläche für einen Kita-Bau vorgesehen. Die Stadt fungierte als Bauherr und ist gleichzeitig Betreiberin der Einrichtung.

In dem neuen Wohnquartier soll der Bau als modern und eigenständig wahrgenommen werden. Aus diesem Grund haben die Architekten das dominierende Fassadenmaterial der Kaserne, den dunkelroten Klinker, bewusst nicht aufgenommen. Stattdessen hat die Kita eine Fassade aus hellen Holzlamellen erhalten, die Wärme ausstrahlen soll. Bei der Planung hat das Architekturbüro das von der Stadt für den Bau von Kindertagesstätten entwickelte Musterraumprogramm umgesetzt.

Die Baukosten betrugen rund 2,95 Millionen Euro. Für die Schaffung der 30 Krippenplätze hat die Landesschulbehörde Fördermittel in Höhe von 360.000 Euro bewilligt. Die Investoren haben einen Investitionszuschuss in Höhe von 2,233 Millionen Euro gezahlt. Mit den Arbeiten war im März 2016 begonnen worden. Seit dem 1. Februar 2017 ist die Kita im Betrieb. Der Bau der Außenanlagen wurde im April dieses Jahres abgeschlossen.
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Jugendaustausch in unsicheren Zeiten

08.04.2017 21:56 Uhr
»Uncertain Times« ist der Titel des internationalen Jugendaustausches, der derzeit im Internationalen Jugendprojektehaus stattfindet. Insgesamt 25 Jugendliche aus Slowenien, Portugal und Deutschland befassen sich mit Intoleranz, Rassismus und Mobbing. Als Ergebnis wird es am Mittwoch, 12. April, um 19:00 Uhr eine öffentliche Theateraufführung geben.

»Angesichts der nationalen Strömungen nicht nur in Europa wollen wir Symbole für mehr Toleranz setzen«, sagt Thomas Vossenberg, der zusammen mit Lore Schilberg die neun Oldenburger Jugendlichen mitgebracht hat. Sie sind 15 bis 17 Jahre alt und kommen von der Oberschule Alexanderstraße und der Theatergruppe »DienstagsDrama« aus der Freizeitstätte Bürgerfelde.

Ebenfalls neun Jugendliche kommen aus Portugal. Sie sind 17 bis 21 Jahre alt und kommen von der »Experimentáculo Association« und dem »YMCA Portugal«. »Unsere Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Kulturen, einer ist Roma, andere haben afrikanische Wurzeln, wieder andere sind einfach Portugiesen, also eine interessante Mischung«, sagt ihr Betreuer João Moura.

Leonora Švagan begleitet 7 Jugendliche aus der slowenischen Stadt Ptuj, ebenfalls 17-21 Jahre alt. »Viele Länder haben Probleme mit Rassismus. Wir werden Ost-, Mittel- und Südeuropa vergleichen und uns fragen, ob die Probleme sich unterscheiden.«

Bis zur Aufführung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei trinationalen Gruppen durch Improvisationen und Diskussionen Teile einer Performance erarbeiten, die dann zu einer gemeinsamen Aufführung zusammengeführt werden. Finanziert wird das Projekt über das EU-Programm Erasmus+.

Öffentliche Aufführung:
Mittwoch, 12. April, 19:00 Uhr
Internationales Jugendprojektehaus, Weiße Rose 1 (ehem. Donnerschweekaserne)
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Kunst, die Begegnung fördert

06.02.2017 09:36 Uhr
von Daniel Lüllmann

Eine Ausstellung des Ateliers Farbsinn ist nun im Amt für Soziales und Teilhabe am Europaplatz zu sehen. Künstler mit und ohne Behinderung stellen dort ihre Werke aus.

Seit zwei Jahren unterstützt die Stadt Oldenburg das Atelier Farbsinn, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kunstwerke entstehen lassen. Jetzt sind die Werke des Projekts auf den Fluren des Amtes für Soziales und Teilhabe am Europlatz 10 zusehen. Die Bilder können während der Öffnungszeiten des Amtes besichtigt werden.

„Wir möchten Orte der Begegnung fördern“, sagte Inge Voigtländer, Leiterin des Amtes für Soziales und Teilhabe der Stadt Oldenburg, bei der Eröffnung der Ausstellung. Dies sei ein wichtiges Ziel des kommunalen Aktionsplans Inklusion und das Atelier mit seinem inklusiven Angebot ist ein solcher Ort an dem Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung stattfindet, so Voigtländer.

Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) bedankte sich für die Unterstützung der Stadt Oldenburg und zeichnete die Entwicklung von einer kleinen Gruppe Kunstinteressierter bis zum offenen Atelier nach: „Wir sind mittlerweile fester Teil des Gemeinwesens in Ohmstede. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das Atelier zu einem Ort entwickeln konnten, der für alle offen ist und der so gut angenommen wird. Dabei hat uns auch die Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg geholfen.“

Seit mehr als zwei Jahren sind die Kunstworkshops immer gut besucht. Diese werden im Atelier kostenlos angeboten. Gabi Beckmann ist eine der Künstlerinnen, die regelmäßig das Angebot des Ateliers nutzt: „Für mich ist es ein Glück dort zu sein. Im Atelier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre“, betont sie. Die Arbeit mit den behinderten Künstlern bringt ihr viel Inspiration. Insbesondere wenn die kreativen Ideen auf große Leinwände gebracht werden. „Viele haben direkt Bilder im Kopf und wagen sich mutig an die Arbeit. Und das ist gar nicht so leicht, wenn auf einer großen weißen Leinwand ein Kunstwerk entstehen soll“, sagte Beckmann.

Das Atelier Farbsinn an der Rennplatzstraße 123 bietet dienstags von 14:00 bis 17…30 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 17:00 Uhr das „Offene Atelier“ an. Hier ist jeder eingeladen, der mitwirken oder sich einen Eindruck von der Arbeit im Atelier machen möchte. Die Öffnungszeiten des Amtes für Soziales und Teilhabe am Europaplatz sind: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8:00 bis 15:30 Uhr, Mittwoch von 12:00 bis 15:30 Uhr und Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr.
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