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Natur

Führungen durch Oldenburgs grünes Herz

29.03.2017 09:03 Uhr
Der Oldenburger Schlossgarten ist ein besonderer Ort. Die rund 16 Hektar große Parkanlage mit ihrer Vielfalt an pflanzlichen Formen und Farben liegt mitten in der Stadt. Gründer war der Regent Herzog Peter Friedrich Ludwig, der sich für die Anlage eines Gartens im modernen englischen Stil entschied.

Von April bis Oktober wird jeden ersten Samstag im Monat ein zweistündiger Rundgang durch den Schlossgarten und das Schloss angeboten. Die erste Führung für diese Saison findet am Samstag, den 1. April 2017, um 14:00 Uhr statt. Dabei informiert ein sachkundiger Gästeführer über den Schlossgarten, der seit 1814 fast unverändert, zum Teil sogar mit den ursprünglichen Baumbeständen, besteht. Während des zweistündigen Rundgangs erhalten die Teilnehmer auch einen Einblick in die Wohnräume des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, in die Natur und Garten ebenso Einzug gehalten haben. Die Führung beginnt um 14:00 Uhr vor dem Oldenburger Schloss am Eingang zum Landesmuseum. Die Teilnahmegebühr beträgt 9 Euro pro Person.

Der Kauf eines Teilnahmetickets ist in der Touristinfo Oldenburg, per Onlinekauf unter www.oldenburg-tourist.de/fuehrungen oder www.ticket2go.de möglich. Weitere Informationen unter Telefon 0441 / 36161366, per E-Mail an stadtfuehrungen@oldenburg-tourist.de oder direkt in der Touristinfo Oldenburg am Schloßplatz 16.
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Neue Infotafeln für Bahndammgelände Krusenbusch

28.06.2012 06:30 Uhr


Wissenswertes über das Naturschutzgebiet

Zum Sommerbeginn stellt die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg im dritten Naturschutzgebiet, dem Bahndammgelände Krusenbusch, neue Informationstafeln auf.
Auf Antrag der Stadt Oldenburg hat das Land Niedersachsen über den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt.
Die drei Hinweistafeln sind passend gestaltet zu den bereits in den Vorjahren aufgestellten Tafeln in den Naturschutzgebieten Everstenmoor und Bornhorster Huntewiesen.
Die Tafeln bieten viele interessante Informationen über das Naturschutzgebiet und befinden sich im Eingangsbereich Klingenbergstraße, inmitten des Gebietes sowie im südlichen Bereich Höhe Bümmersteder Tredde.

Das Bahndammgelände Krusenbusch mit einer Größe von etwa 53 Hektarliegt im südöstlichen Teil der Stadt Oldenburg und zieht sich als etwa 3 Kilometer langes aber nur maximal 200 Meter breites Band vom Sprungweg bis zur Autobahn A28. 1998 wurde es als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Es ist eines der wenigen Naturschutzgebiete in der Region, das von Menschenhand geschaffen und nach Nutzungsaufgabe der Natur überlassen wurde.
Von 1911 bis 1976 wurde auf dem Gelände ein Güter-Rangierbahnhof betrieben.

Nach Rückbau der Gleisanlagen konnten sich auf dem bis zu 5 Meter mit Sand aufgeschütteten Bahndamm mit unterschiedlichem Oberflächenrelief sehr vielfältige Lebensräume entwickeln:
Wie ein Mosaik liegen sowohl trockene, sandige als auch kalkreiche oder feuchte Biotoptypen eng nebeneinander. Mit fast 400 Pflanzenarten weist das Gebiet für das Oldenburger Stadtgebiet eine einzigartige Flora auf.
Typisch ist der Sandmagerrasen, von besonderer Bedeutung ist aber auch die Vielfalt der Insekten. Einige der hier vorkommemden Arten wie Tausendgüldenkraut, Natternkopf, Silbergras, Sandsegge, Sandkäfer, Ödlandschrecke und Blindschleiche sind neben einem informativen Textteil auf den Tafeln abgebildet.

Da viele Verhaltensweisen der Bevölkerung allein aus Unwissenheit dem sensiblen Naturschutzgebiet schaden können, wird außerdem auf die wichtigsten Verhaltensregeln aufmerksam gemacht.
So ist das Betreten nur auf den Wegen und das Ausführen von Hunden das ganze Jahr über nur angeleint gestattet.
»Leider wird auch beobachtet, dass Unrat und Hausmüll in dem Gebiet abgelagert werden. Graffiti auf den zur Wegemarkierung ausgelegten Findlingen verunzieren das Gebiet«, so Robert Sprenger, Fachdienstleiter Naturschutz und technischer Umweltschutz, Stadt Oldenburg. »Die Untere Naturschutzbehörde bittet daher um Aufmerksamkeit der Mitbürger, um das sensible Gebiet nicht zu verunstalten oder Lebensräume zu gefährden.«

Zur Erhaltung dieses vielgestaltigen Gebietes ist die regelmäßige Pflege, manchmal auch der Einsatz mit schwerem Gerät, zum Beispiel zum Freilegen der Sandflächen, notwendig.


Bild: Stadt Oldenburg
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Gefährdete Vögel überwintern
in den Bornhorster Huntewiesen

01.02.2012 00:05 Uhr

Betreten des Naturschutzgebietes nicht gestattet / Dies gilt auch für Eisflächen

Viele Oldenburger nutzen in diesen Tagen das Gebiet der Bornhorster Huntewiesen für einen Spaziergang, um die einzigartige Vogelwelt zu bewundern.
Die Stadtverwaltung möchte hiermit aber alle Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam machen, dass es sich bei den Bornhorster Huntewiesen um ein Naturschutzgebiet handelt, in dem viele seltene Vogelarten leben.
Dieses Gebiet darf laut Verordnung vom 20. März 1991 nicht betreten oder befahren werden. Dieses Betretungsverbot gilt auch für die Eisflächen.

Das östlich von Klein Bornhorst und nördlich der Hunte gelegene Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen ist ein wertvoller Baustein des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000.
Aufgrund seiner herausragenden Bedeutung als Lebensraum für viele Brut- und Rastvogelarten ist es wichtiger Bestandteil des Europäischen Vogelschutzgebietes *Hunteniederung*.

»In Folge der häufigen Überschwemmungen der Niederungsflächen in den Herbst- und Wintermonaten prägen vor allem Gänse, Schwäne und Entenvögel das Bild der Bornhorster Huntewiesen in der winterlichen Jahreszeit«, so Robert Sprenger, Leiter des Fachdienstes Naturschutz und technischer Umweltschutz der Stadt Oldenburg.

»Auch in diesen Wochen lassen sich hier wieder tausende Gänse und andere stark gefährdete Vogelarten als Überwinterungsgäste von den umgebenden Deichwegen bewundern und stellen ein einzigartiges Naturschauspiel dar.
Die großen Überschwemmungsflächen werden von den Vögeln als nächtliche Schlafplätze und als Ruheplätze benötigt und genutzt. Aufgrund ihrer großen Fluchtdistanzen und zur Wahrung ihrer Energiereserven ist es für die Vögel überlebenswichtig, dass sie an ihren Rast- und Schlafplätze nicht gestört werden, denn jegliches Auffliegen verbraucht die zum erfolgreichen Überwintern dringend benötigten Fettreserven«, so Sprenger.

Auch die östlich an die Bornhorster Huntewiesen angrenzenden Flächen des Moorhauser Polders sind Bestandteil des Europäischen Vogelschutzgebietes *Hunteniederung* und dürfen als wichtiger Brut-, Nahrungs- und Rastplatz vieler bedrohter und streng geschützter Vogelarten nicht betreten werden.
Infolge der sich stetig verändernden Wasserstände und der zahlreich vorhanden tiefen Siele, Gräben und Stillgewässer besteht beim Betreten der Eisflächen in den Naturschutzgebieten Bornhorster Huntewiesen und Moorhauser Polder akute Lebensgefahr.

Die Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, die einzigartige Vogelwelt nur von den umgebenden Deichwegen zu betrachten.
Dies ist zum Beispiel im Rahmen einmal monatlich angebotener fachkundiger Führungen möglich, deren Termine in der Presse angekündigt werden.
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Projekt »Baumpfade in Oldenburg«

18.01.2012 08:30 Uhr
NABU unterstützt Baumpflanzungen

Mit dem Projekt: »Baumpfade in Oldenburg - Klimaschutz und Lebensraumerhaltung« weist der NABU Oldenburger Land besonders mächtige oder alte heimische Bäume im Stadtbereich zu einem informativen »Baumpfad« aus, der auf die Wichtigkeit von Bäumen für das Stadtklima und als Lebensraum für viele tierische Stadtbewohner hinweist.

Die Bäume, die wir heute bewundern, sind schon vor langer Zeit gepflanzt worden. Damit die Stadt Oldenburg auch in Zukunft grün bleibt, und zukünftige Generationen von Stadtbäumen profitieren können, werden im Rahmen des Projektes heimische Laubbäume gepflanzt. Wie die Bäume des Baumpfades sollen diese ebenfalls gut sichtbar an öffentlichen Plätzen oder in einsehbaren Privatgärten stehen, wo eine langjährige Pflege gesichert wäre. Oldenburger Vereine, Institutionen, Schulen oder auch Privatgärtner, die auf ihrem Gelände einen Baum pflanzen möchten, können sich beim NABU melden. Die Bäume für diese Aktion werden vom NABU bereitgestellt. Unterstützt wird die Aktion von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und die Fielmann AG.
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Den Balkon zur Arche im Straßendschungel machen - der NABU gibt Tipps

17.01.2012 09:51 Uhr
Wo wilde bunte Bienen, schnelle Meisen und gaukelnde Falter sich ein Stelldichein geben

Der 7-jährige Alexander schob die Balkontür zur Seite und trat hinaus in den gleißenden Sonnenschein, der ihn hier, immerhin stolze 14 Meter - so hatte er seinen Mitschülern berichten können - über dem Gehweg der viel befahrenen Straße umfing, mit jedem Zentimeter, den er weiter ging. Und schon stand er an seinem Lieblingsplatz, dem Platz, der für ihn spannender war als die Spielekonsole, der Besuch im Zoo und auch der im Freibad: vor dem Insektenhotel, wie es seine Mutter stets nannte, die auch nie vergaß, mit einem schelmischen Lächeln hinzuzufügen: dem Hotel »mit den zweihundert Zimmern, in denen selten was frei ist und Gäste nie bezahlen müssen.« Alexander hatte wieder seine Lupe dabei. Ui, war das spannend! Er schaute genau hin. Ganz genau. Aus einem der verdeckelten Köcher - er hatte die Wildbiene vor vierzehn genau beobachten können, als sie wieder und wieder an das Loch, das sein Opa in das harte Eichenholz gebohrt hatte, zurückgekehrt war, um es zu verschließen - schien sich etwas den Weg in die sonnenverwöhnten Freiheit hinaus bahnen zu wollen. Ganz zart noch, war doch erkennbar, dass hier eine junge Wildbiene den Weg hinaus fand in die Welt, in eine Welt der Blüten, aber auch der Gefahren. Eine weitere, winzige, bunt schillernde Wildbiene auf dem Weg in die Welt. Und Alexander war dabei gewesen!

Alexander war und ist nicht der einzige, der ein »ganz besonders interessantes und unerwartetes« Reservat erlebt. Ein - sagen wir - Mini-Naturschutzgebiet - und dies dort, wo wir es am allerwenigsten erwarten werden: über den Straßen der Stadt, vielleicht sogar der brodelnden Großstadt. Auf dem Balkon!

Balkone gibt es zu Millionen in Deutschland. Manche sind gerade so groß, dass man darauf Luft schnappen kann. Andere sind fünfzig, hundert oder gar dreihundert Quadratmeter groß. Würde man ihre Grundfläche zusammenzählen, käme ein riesiges Gebiet heraus, dessen Größe sicher einer Großstadt gleichen würde! Grund genug für den Naturschutzbund NABU, darauf hinzuweisen, welche »ungeheuren Möglichkeiten bestehen, jeden Balkon zu einer Mini-Serengeti, einem kleinen Schutzgebiet vor der Glastür« zu machen, wie es Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land und selbst Inhaber eines fast fünfzehn Meter langen Balkons im dritten Stock, hoch über den Dächern der norddeutschen Großstadt, formulierte.

»In diesen Tagen rasanter Naturzerstörung und des galoppierenden Klimawandels kommt es auf jeden Quadratmeter an«, sagte Wohlers, »aber man wird dann, wenn man versucht, Natur auf den Balkon einzuladen, auch sehr schnell spüren, wieviel Freude das macht, weil jeden Tag neue Arten entdeckt werden können!«, lacht der Naturschützer, der mit seiner Frau mittlerweile mehr als 150 Pflanzenarten auf seinem Balkon heimisch gemacht hat - vom Maurerkübel, der zum Mini-Teich mit Fieberklee, Froschlöffel, Rohrkolben und Igelkolben wurde und an dem sich regelmäßig Libellen niederlassen, bis zur Felsenbirne, die, im großen Topf, Vögeln auch im Herbst noch Nahrung bietet, dem Zaunkönig, der gleich drei Nester auf dem Balkon zwischen Töpfen mit Schlehen, Holunder und Pflaume anlegte (von denen eines auch erfolgreich bebrütet wurde) bis hin zum Kleiber-Nistkasten, den - ganz klar - vier Insektenhotels, der Vogeltränke und dem kleinen Hummelnistkasten, der auch bereits Bewohner fand. »Jeder Tag auf dem Balkon ist ein Entdeckertag«, sagt Wohlers. »Die ökologische Funktion von Balkonen - auch die für den Klimaschutz - wird landläufig noch völlig unterschätzt«, betont der NABU-Geschäftsführer. »Kaum jemand ahnt, dass man insbesondere auf Balkonen, auf denen es ruhigere Ecken gibt, durchaus Nistkästen anbringen kann. Ich habe bereits Meisen-, Kleiber- und Sperlingsbruten bis zum sechsten Stock gesehen«, berichtet Wohlers. Selbst Tagesquartiere für Fledermäuse könnten dort angebracht werden, auch Spezialnistkästen für Mauerseglerkästen ließen sich erfolgreich einsetzen - für »die« Sommervögel schlechthin, die von Mai bis August ihre wendigen Flugschweifen durch die Straßenschluchten drehten. Und auch für die gaukelnden Falter kann durch die Schaffung eines geeigneten Blütenhorizonts aus Stauden und Wildpflanzen einiges erreicht werden. »Natürlich finden dort insbesondere Kinder ihren Naturbezug«, betont der NABU-Geschäftsführer: »Das Erlebnis, am Insektenhotel das Schlüpfen der jungen Wildbienen live beobachten zu können, ist durch keinen Fernsehfilm, durch keine Computerbilder ersetzbar!«

Damit möglichst viele Balkone zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen, zwischen Aachen und Görlitz in diesem Jahr zu kleinen Archen werden, hat der NABU ein sehr umfangreiches Info-Paket aus besonders gut geeigneten, ratgebenden Broschüren zusammengestellt, die alle Bereiche des naturnahen Gärtnerns umfassen, darunter auch ausführliche Baupläne für Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Dieses Info-Paket kann gegen Einsendung von 10 Euro angefordert werden beim NABU, Stichwort »Balkon als Arche«, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
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